DEUTSCH

 

Thesen über das Verhältnis der KI zu der KJI und das der KP zu den KJO's

 

angenommen auf der 1. Bürositzung des EK der KJI vom 9. bis 15. Juni 1920.

 

 

 

1.

Die Kommunistische Jugendinternationale steht auf dem Boden der Entschließungen des Moskauer Kongresses der III. Internationale. Die Kommunistische Jugendinternationale bildet unter Wahrung der organisatorischen Selbständigkeit einen Teil der Kommunistischen Internationale.

 

2.

Die Kommunistische Jugendinternationale ist keine Partei, wohl aber eine politische Organisation, die mit den ihr angeschlossenen Jugendorganisationen die Aufgabe hat, vor allem auf den für die Jugend besonders geeigneten Gebieten tätig zu sein. Und das im bewussten Gegensatz zu den sozialpatriotischen und unabhängigen Jugend-Vereinigungen, die plump offen oder geschickt versteckt die Arbeiterjugend lediglich für revolutionshemmende oder gar konterrevolutionäre sozialpolitische und unabhängige Parteien erziehen.

Die KI und die KJI bestreben sich, die durch den offiziellen Beitritt der Jugendinternationale zur Kommunistischen Internationale hergestellte organisatorische Verbindung in Anbetracht des besonderen Charakters der Jugendinternationale auszubauen und delegieren in die internationalen Leitungen Vertretungen mit gleichen Rechten. Die Kommunistische Internationale wird die Jugendinternationale mit allen Mitteln tatkräftig und wirksam unterstützen.

In gleicher Weise regeln die kommunistischen Parteien ihr Verhältnis zu den kommunistischen Jugendorganisationen wie folgt

 

1.

Die kommunistischen Jugendorganisationen verzichten auf die Aufstellung eines eigenen politischen Programms und arbeiten unter Wahrung ihrer organisatorischen Selbständigkeit in engster Gemeinschaft mit der KP ihres Landes.

 

2.

Die KP unterstützen die kommunistischen Jugendorganisationen mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln.

 

Kommunistische Jugend-Internationale

K J I