Die Revisionisten sprechen von Einheit während sie die Spaltung vertiefen!

 

Schüren wir das Feuer auf den revisionistischen Verrat !

 

von Wolfgang Eggers

 

Dezember 1991

 

 

Gegenwätig befindet sich das revisionistische Lager im Endstadium seiner Auflösung, auch wenn es Revisionisten gibt, die das nicht wahr haben wollen, die ihren alten Privilegien nachtrauern und die sich der historischen Tatsache entgegenzustellen versuchen, dass der westliche Imperialismus über den sowjetischen Sozialimperialismus gesiegt hat. Das Ziel der Imperialisten scheint vollbracht zu sein, nämlich die sozialistischen Länder vom Erdboden wieder hinwegzufegen. Um diesen historischen konterrevolutionären Akt zu vollbringen, benötigten die Imperialisten fast die gleiche Zeit, die wir Kommunisten für den Aufbau des Sozialismus brauchten, der sich immerhin bereits auf etwa ein Drittel der Erde ausdehnen konnte. Und die von Stalin bis an den Abgrund getriebenen Imperialisten hätten es ohne den Aufbau verschiedener revisionistischer, sozialfaschistischer Herrschaftssysteme nie geschafft, den Sozialismus krank, schwach und angreifbar zu machen, um ihm letztlich den Todesstoß zu versetzen.

Es war also eine jahrzehntelange Periode der Entartung des Sozialismus und der Restauration des Kapitalismus erforderlich, um dorthinzugelangen, wohin die Revisionisten es stets zog - zurück ins Lager des alten Kapitalismus bzw zu einem eigenen "besseren" Kapitalismus mit sozialistischem Anstrich. Nun, wo sie dieses finstere Werk vollbracht haben , sind sie als Liquidatoren des Sozialismus von der B�hne der Geschichte abgetreten. Bedeutet das gleichermaßen, dass der Revisionismus insgesamt und für alle Zukunft unbrauchbar für die Bourgeoisie geworden ist? Die Gefahr der Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats und die Wiedergeburt des Sozialismus ist für die Bourgeoisie real und objektiv vorhanden. Deswegen braucht sie den Revisionismus, ob der Sozialismus nun nicht mehr an der Macht ist oder nicht.

Übrigens waren es die Chruschtschowianer, die den modernen Revisionismus für endgültig zerschlagen erklärt hatten. Haben die Chruschtschowianer etwa heute recht ? Nein sie haben niemals recht. Lenin lehrt uns, dass sich der Kampf gegen den Revisionismus im Sozialismus weiter verschärft. Heute existiert kein sozialistisches Land mehr. Das Leben, die Tatsache und die Erfahrung des revisionistischen Verrats selbst zeigen, dass der Klassenkampf nicht nur nach der Liquidierung der Ausbeuterklasse, nicht nur nach dem Siege des Sozialismus, sondern auch lange Zeit sogar auch nach dem Sieg des Kommunismus auf weltweiter Ebene, solange der Einfluss der bürgerlichen Ideologie andauert, weitergeht. Revisionismus ist bürgerliche Ideologie. Die ganze Demagogie der angeblichen Bekämpfung des Revisionismus, des Verrats am Sozialismus und der angeblichen Rückkehr zu den leninistischen und stalinschen Stellungen, braucht heute der Revisionismus, um seine Reorganisierung und Wiederbelebung nach seiner totalen historischen Niederlage zu tarnen. Die Revisionisten sind momentan darum bemüht, ihre erschütterte Stellung an der revisionistischen Front zu stärken und die in Auflösung begriffenen Reihen der Revisionisten zu konsolidieren, zumindest dem Schein nach. Das ganze soll den Eindruck von Einigkeit und gegenseitiger Solidarität erwecken. Der Revisionismus hat sich ja nicht darin erschöpft, die an den Sozialismus verlorenen Völker und Länder für die kapitalistische Ausbeutung zurückzuerobern. Lenin lehrt in seiner Schrift: Marxismus und Revisionismus:

"Jede irgendwie `neue` Frage, jede irgendwie unerwartete und unvorhergesehene Wendung der Ereignisse wird stets und unvermeidlich die eine oder andere Spielart des Revisionismus ins Leben rufen."

Der Revisionismus hat sich immer im kritischsten Moment der Macht der Bourgeoisie mit neuen Masken zu tarnen versucht, die angeblich die Rückkehr zum Marxismus-Leninismus vortäuschen sollten. Es hat sich erwiesen, dass es zwei miteinander parallel laufende Strömungen des Revisionismus gab. Die einen setzten ihr Ziel darin, den westlichen Kapitalismus so schnell wie möglich zu importieren und dann auf den fahrenden Zug als Wendehälse aufzuspringen. Genauso wie die Faschisten nach dem Krieg Unterschlupf fanden, um dann wieder an die Hebel der Macht zu gelangen, so haben dies auch die Sozialfaschisten der ehemaligen "real existierenden sozialistischen", sprich revisionistisch entarteten Länder, getan. Sie versuchen, sich gegenseitig durch Treueakte gegenüber dem Imperialismus sowie Hetztiraden gegenüber dem revisionistischen Sumpf und gegenüber der sozialistischen Vergangenheit Lenins und Stalins zu übertrumpfen in der Hoffnung, in den obersten Chefetagen mitzumischen.

Es gibt aber noch die andere Sorte von Revisionisten, die, einmal an die Macht gewöhnt, nicht begreifen, dass der kapitalistische Zug nicht vor ihnen Halt gemacht hat und nicht innerhalb der Grenze des alten Machtbereichs stop machte, sondern direkt in den Westen weitergefahren ist. Die einen betrachteten den Revisionismus an der Macht als Zwischenstation zu den Schaltstellen des westlichen Imperialismus, die anderen sehen darin eine Endstation, d.h. mit Hilfe des Sozialimperialismus an die Schalthebel der Weltmacht zu gelangen und den westlichen Imperialisten den ersten Rang streitig zu machen. Und angesichts der tiefen Krise des "neuen" Weltsystems werden diese Absichten genährt und verstärkt. Diese Revisionisten haben es nicht aufgegeben, die Massen weiter mit sozialistischen Phrasen zu verwirren und sich als Retter vor dem b�sen westlichen Imperialismus hinzustellen, der das Zerstörungswerk der Revisionisten - als diese noch an der Macht waren - weiter fortsetzt. Für sie stellt sich der Sozialismus dar als eine Quelle ihrer Macht. Es werden einpaar "Fehler" einpaar "Schuldige" ausgemacht, und wenn die beseitigt sind, wenn man sich einerseits liberaler und gemäßigter verhält, sich an den Parlamentarismus westlicher Demokratien ankettet und sich andererseits wieder auf die ursprünglichen Ziele des Kommunismus und der Klassiker, auf die alte Tradition, zurückerinnert und besinnt, dann rechnen sich diese Revisionisten wieder eine Chance aus, an die Macht zu kommen. Da die Massen aber von den Revisionisten ziemlich die Nase gestrichen voll haben, preisen sie sich den Massen gegenüber auch als kleineres Übel gegenüber all dem an, was die offene Fratze des Kapitalismus im Osten an tiefen negativen, volksfeindlichen Spuren hinterlässt. Je schlimmer die Folgen des westlichen Kapitalismus, desto mehr Wasser ist das auf den Mühlen der Revisionisten, so rechnen sie jedenfalls und so wollen sie sich wieder das Vertrauen der Massen erschleichen, das sie seit dem Verrat Chruschtschows schamlos ausgenutzt haben, um ihr sozialfaschistisches Herrschaftssystem aufzubauen. Nichts wird sich ändern, wenn sie den sozialfaschistischen Auswüchsen scheinbare liberale Formen der Macht entgegenstellen.

Kurz: Unter dem Revisionismus würden die Menschen angeblich wieder besser leben als unter dem westlichen Kapitalismus. Damit gehen die Revisionisten hausieren, um wieder Fuß zu fassen. Als Ausweg sollen die Massen nicht die proletarische Revolution wählen, sondern den alten Schlendrian des revisionistischen Systems, das wieder modern aufgemotzt werden soll. Oder wollen sie etwas anderes ? Jedenfalls haben die Revisionisten, die heute weitermachen, nicht mit einem Sterbenswörtchen Selbstkritik geübt oder ihre Niederlage, ihren Verrat gegenüber dem Marxismus-Leninismus, gegenüber der Revolution und der Arbeiterklasse, gegenüber dem Volk, eingestanden, geschweige denn überwunden. Das interessiert die Revisionisten nicht. Sie wollen Einheit, aber ihre revisionistischen Grundlagen nicht verlassen. Wenn ihre Schandtaten ans Tageslicht getragen werden, können sie nicht ihren Durst nach Zurückeroberung der revisionistischen Macht löschen, geschweige denn wieder Einfluss in der Arbeiterbewegung zurückgewinnen. Wie können Leute, welche nicht ihre Fehler und ihren Verrat offen kritisieren, sich heute noch als Marxisten-Leninisten ausgeben ? Sie wollen `Aktionseinheit`gegen den Imperialismus. Solange sie aber den Imperialismus nicht wirklich bekämpfen, kann es auch keine Aktionseinheit mit den Revisionisten geben.

 

Sie verstehen unter `Aktionseinheit` die Einheit des Revisionismus im Kampf gegen den Marxismus-Leninismus.

 

Aber dabei möchten sie gegenwärrtig noch nicht offen zum Äußersten gehen, sonst würden ihre antimarxistischen Karten vorzeitig aufgedeckt werden. Natürlich können sie die Vergangenheit der DDR auch nicht offen glorifizieren, müssen sie ein gewisses Maß an Distanz und ( für sie ungefährliches ) "Eingeständnis von Fehlern" zugeben, um nicht in den Verdacht zu geraten, mit gezinkten Karten gespielt zu haben und aus dem Geschäft heraus zu sein. Die Revisionisten gehen zur Zeit taktisch vorsichtig vor, um nicht gleich wieder vor ihrem nächsten Scherbenhaufen zu stehen. Ihnen kommt es auf "Glaubwürdigkeit" uns Marxisten-Leninisten gegenüber an, um aber zur gleichen Zeit schon damit offen zu drohen, dass ein Kommunist außerhalb der revisionistischen Bewegung heute auf verlorenem Posten stehe und unsolidarisch oder sektiererisch sei. Welche Arroganz, welche Gefährlichkeit! Das ist wiederum ein Faustschlag gegen diejenigen, die ihren Betrug geschickter und taktisch klüger in Position bringen. So ist die angebliche Rückkehr zur stalinschen richtigen Politik gemeinste Heuchelei und ein verzweifeltes Manöpver, sich in unsere Reihen einzuschleusen. Egal. ob mit dem Holzhammer oder mit Süßholzraspeln, die Revisionisten sind sich lediglich einig gegen uns Marxisten-Leninisten. Es ist also die Frage an jeden Kommunisten konkret gestellt, wie er zum Revisionismus steht. Entweder mit dem Kommunismus gegen den Revisionismus oder mit dem Revisionismus in den Untergang. Heute ist für uns nicht die Zeit zum Zögern oder Taktieren.

Wer nicht mit dem Revisionismus abrechnet, wer die Brücken nicht ideologisch, politisch und organisatorisch abbricht, wer nicht das Gefühl der Sentimentalität und Einheitsduselei ( nicht zu versechseln mit unserem wahren Kampf für die Einheiten aller Marxistem-Leninisten in einer bolschewistischen Partei!) überwindet, wird stranden und scheitern.

Die aufrechten Marxisten-Leninisten und alle Revolutionäre müssen sich vereinigen und eine starke, revolution�re marxistisch-leninistische Partei aufbauen. Den Revisionisten müssen wir unsere wahre Einheit entgegenstellen, das ist heute unsere internationalistische Pflicht. Alles andere ist und bleibt nur das ideologische und politische Produkt des imperialistischen Bürgertums.

Die Krise des Revisionismus entspringt der Krise des Imperialismus. Der Revisionismus steht und fällt mit dem Imperialismus. Der Revisionismus wird das Schicksal aller Agenturen der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiterbewegung erleiden. Er wird unter den schonungslosen Faustschlägen der Arbeiterklasse und des siegreichen Marxismus-Leninismus enden. Sein Ende beschleunigt auch die Krebskrankheit der Divergenzen und Widersprüche und Spaltungen, die gegenwärtig nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene zu beobachten sind. Die Quelle allen Übels ist das imperialistische Weltsystem selbst, ist seine aggressive Politik der Ausbeutung und Unterdrückung der Välker. Und ein Bestandteil dieses Systems ist der Sozialimperialismus, welcher alle Züge des klassischen Imperialismus angenommen hat und deswegen von der Bühne verschwand, indem er sich ins offene Lager der Imperialisten integrierte. Der Zweifrontenkampf gegen die beiden Supermächte hat sich in einen einzigen verwandelt. das ist eine objektive Tatsache, die uns einen neuen Kurs aufzwingt. Es gibt Vertreter der Meinung, dass der Sozialimperialismus den Tod des alten Imperialismus hinauszögern kann und es gibt wiederum Vertreter der Meinung, dass der Sozialimperialismus eine höhere Stufe des Imperialismus ist, bzw ein Stadium, in dem der alte Imperialismus durch einen neuen "gerechteren" Imperialismus oder gar durch den Sozialismus - sozusagen im Selbstlauf - abgelöst wird. Es werden die alten Theorien vom "Ultraimperialismus" Kautskys im neuen Gewand wieder aufgetischt. Dabei machen diese Leute einen entscheidenden Fehler. Die Hoffnungen, die sie an das Fortbestehen des Imperialismus, in welcher Form auch immer, setzen, sind aussichtslos. Sie können die Geschichte nicht zurückschrauben. Lenin hat hundertmal recht hat, wenn er sagt, dass der Imperialismus sterbender, faulender und parasitärer Kapitalismus und der Vorabend der sozialistischen Revolution ist. Heute gibt es Menschen, die sich hinter "marxistischen" Phrasen tarnen, mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten arbeiten und auf diese Weise neue Theorien erstellen, und von allem reden, nur nicht von der Revolution, die dem Proletariat alles empfehlen, ja sogar das Studium des Marxismus-Leninismus, doch nur nicht, dass es sich zur gewaltsamen Revolution gegen den heutigen Weltimperialismus erheben muss. Die Fronten haben sich jetzt geklärt und sie klären sich weiter. Die wichtigsten Widersprüche zwischen Kapital und Arbeit, zwischen den verschiedenen Finanzgruppen der imperialistischen Mächte, zwischen der handvoll herrschender "zivilisierter" Nationen und den Hunderten von Millionen der kolonialen und abhängigen Ausgebeuteten und Unterdrückten der Welt, sind im Wesen geblieben, haben sich aber so weit verschärft, dass die Bedingungen für die proletarische Revolution noch viel reifer geworden sind als je zuvor. Wir stehen historisch unmittelbar davor, dass die Festung des Imperialismus weltweit entgültig genommen wird und vor den Toren des imperialistischen Zentrums nicht halt gemacht wird. Nicht nur eine erneute russische Revolution wird es sein, die diese Widersprüche des Imperialismus zu lösen vermag, sondern die proletarische Revolution wird diesmal die ganze Welt erfassen, angefangen an der Peripherie der imperialistischen Mächte bis gleichzeitig hin zu den Metropolen, ihrem innersten zentralen Nervensystem. Bei solcher Sachlage darf man sich nicht auf den nationalen Rahmen der Revolution beschränken, ohne dessen revolutionäre Bedeutung außer Acht zu lassen. Nie zuvor hängt das Schicksal der Menschheit deutlicher von dem Aufruf von Marx und Engels ab:

"Proletarier aller Länder, vereinigt euch!", als heute.

Das ist in der Situation der globalen weltimperialistischen Krise das Gebot der Stunde, und die Revisionisten unternehmen in aller Eile große Anstrengungen, um sich wieder auf internationaler Ebene zu reorganisieren und ein neues revisionistisches Zentrum zusammenzuschustern (zum Beispiel der Brüsseler Zusammenschluss international existierender revisionistischer Organisationen. Mit aller Macht müssen wir jetzt eine feste revolutionäre, marxistisch-leninistische Weltbewegung schaffen, müssen wir den objektiven Faktor der gesellschaftlichen Entwicklung als Ausgangspunkt für die Stärkung des subjektiven Faktors nutzen, dessen Schwäche durch den Revisionismus zum Haupthindernis der Revolution geworden ist. Die objektiven Bedingungen sind überreif. Jetzt hängt alles davon ab, die subjektiven Bedingungen zu schaffen, starke marxistisch-leninistische Parteien aufzubauen und das Bewusstsein der Massen zu revolutionieren, das Proletariat auf seine historische Mission vorzubereiten, es mit dem Marxismus-Leninismus zu wappnen. Ohne die Voraussetzung des Sieges über den Revisionismus, wird es allerdings den Imperialismus nicht besiegen können. Deswegen müssen wir unser ganzes Augenmerk auf den Kampf gegen den Revisionismus legen, so wie wir es von Anfang an getan haben.

Der alte Revisionismus von Bernstein, Kautsky usw. existierte schon lange bevor es sozialistische Länder gab. Da er mit der Existenz des sozialistischen Lagers seinen Höhepunkt und nun, nach der Beendigung des sozialistischen Lagers einen gewissen Abschluss gefunden hat, muss er sich wieder neu entwickeln, und er wird sich auch wieder neu entwickeln. Da dürfen wir uns keinerlei Illusion hingeben. Obwohl der Revisionismus einen verzweifelten Überlebenskampf führt, kann er die Gesetzmäßigkeit des Klassenkampfes, der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit, nicht entgehen. Um die Massen auf ihrem revolutionärem Weg der Befreiung vom kapitalistischen Joch zu behindern, muss er sie täuschen und in die Irre führen, muss der Kapitalismus sie vom Weg abzubringen versuchen, muss er seinen Kampf als den ihrigen ausgeben und sich revolutionär verkleiden, muss er in das Gewand des Sozialismus schlüpfen, benötigt er ein trojanisches Pferd. Das war schon immer so. Man denke da nur an die Ideologie des Nationalsozialismus, in dessem Geist die Massen zur "Befreiung vom Kapitalismus" geführt werden sollten. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Im Ergebnis wurden die Massen vom Kapitalismus verschlungen, verbluteten sie für den Profit der Reichen auf den Schlachtfeldern des imperialistischen Krieges und in den KZs der barbarischsten Rassisten, die es je auf dieser Welt gegeben hat. Da es heute kein einziges sozialistisches Land mehr gibt, ist das Kapitel des modernen Revisionismus - wie es Chruschtschow mit dem 2O.Parteitag der KPdSU eröffnet und Gorbatschow geschlossen hat - als historische Etappe in gewisser Weise abgeschlossen.

Ist der Revisionismus enttarnt, ist er diskreditiert, muss er sich eine n e u e s Tarnmäntelchen umhängen. Wir benutzen hierfür einen neuen Begriff :

 

NEOREVISIONISMUS.

 

Unter Neorevisionismus wollen wir den Revisionismus verstehen, der sich jetzt, nach Beendigung des "real existierenden Sozialismus", nach der vollständigen Restauration des Kapitalismus und der Beseitigung der sozialistischen Länder, neu reorganisiert, neu entwickelt. Sein Ziel ist immer das gleiche:

erneut zu versuchen, uns von der Revolution abzuhalten und den Arzt am Totenbett des Kapitalismus zu spielen. Er dient der Bourgeoisie also auch im alten kapitalistischen System dazu, das Ausbeuter- und Unterdrückungssystem aufrechtzuerhalten und den revolutionären Befreiungskampf der Völker zu spalten, zu schwächen und zu vernichten, die Arbeiterklasse vom revolutionären Klassenkampf abzuhalten und wieder an die kapitalistischen Ausbeuter zu fesseln. Revisionisten sind Verräter innerhalb der Reihen der Revolutionre, der marxistisch-leninistischen Organisationen, innerhalb jeglicher fortschrittlicher Bewegung, innerhalb der Arbeiterbewegung. Sie haben aber auch gleichzeitig ihre eigenen revisionistischen Parteien aufgebaut und wieder reaktiviert, um ihre Ziele zu verwirklichen, und sie sind bestrebt, auch eine revisionistische Internationale wieder aufzubauen, um sich auf die an Bedeutung zunehmende proletarische Weltrevolution rechtzeitig einzustellen, d.h. sie im Keim zu ersticken. Je mehr die Revisionisten aber selber dazu beigetragen haben, innerhalb der antikommunistischen Front den Kommunismus zu diskreditieren, zB den blühenden Sozialismus zur Zeit Stalins mit Dreck zu bewerfen, desto schwerer fällt es den Revisionisten heute natürlich, wieder als "alte", "wahre" "Kommunisten" , als "Stalin-Anhänger" auf der Bühne des Klassenkampfes zu erscheinen und für Vertrauen zu werben. Deswegen werden "saubere" neue Organisationen gegründet, um sich "abzugrenzen". Je mehr sich die alten, ehemals an der Macht befindlichen revisionistischen Systeme in den Augen der Massen entlarvt haben und je mehr die Massen auch im westlichen Kapitalismus die alten revisionistischen und sozialdemokratischen Parteien, die ebenfalls zT an der Macht oder zumindest an ihr beteiligt waren, durchschaut haben, um so mehr steigt die Bedeutung ganz neuer revisionistischer Einflussmöglichkeiten. Es werden sich also wahrscheinlich noch viel mehr Formen des Revisionismus entwickeln als sie bereits bestanden haben. Und es werden Formen sein, die sich zT aus den alten Formen erneuern wie zB der sowjetische Revisionismus, der Eurokommunismus, der chinesische Revisionismus, der jugoslawische und kubanische, aber auch nicht zuletzt der albanische Revisionismus. Auch hier in Deutschland sind die Revisionisten dabei, sich zu erneuern. Hier kommt noch die Besonderheit der revisionistischen Reorganisierung unter den neuesten nationalen Veränderungen und Widerspr�chen hinzu. Es wird auch neue Mischformen geben oder vielleicht - nach einem längeren Klärungs- und Vereinheitlichungsprozess - eine gemeinsame internationale revisionistische Front. Doch hierüber jetzt zu spekulieren, bringt nichts. Wir müssen uns erstmal auf die gegenwärtige Situation konzentrieren. Wenn wir uns mit dem Wesen des modernen Revisionismus vertraut machen und nicht nur mit seinen historischen, gegenwärtigen und zukünftigen Erscheinungsformen, dann erkennen wir, dass auch die Kräfte, die heute den deutschen Imperialismus oder die neue imperialistische Weltordnung beschönigen und dessen Vertreter über den grünen Klee loben, eine Spielart des Revisionismus sind. Das sind die Kräfte, die vor dem Imperialismus heute kapitulieren oder schon zu ihm übergelaufen sind. Daran ändert auch nichts ihr "antikapitalistisches" Geschrei oder ihr "Kampf gegen den Revisionismus". Daran ändert sich auch nichts, wenn die Theorien zur Kapitulation vor dem Imperialismus neuverpackt und aus anderer Richtung kommend, als "richtungsweisende Kampfperspektiven" für alle Völker der Welt bzw für das eigene Volk angepriesen werden als anti-imperialistische Einheitsfront. Dabei bleibt eins ganz klar: Der moderne Revisionismus ist noch lange nicht in den K�pfen der Massen, in den Köpfen der Arbeiter, entlarvt bzw überwunden. Solange wir nicht klipp und klar den revisionistischen Verrat von Beginn auf an bis in die heutige Gegenwart entlarven und vom Marxismus-Leninismus abgrenzen, werden dies die Revisionisten ausnutzen und diese Trennungslinie verwischen, um weiter im Trüben zu fischen.

Die besondere Gefährlichkeit der Revisionisten liegt darin, dass sie sich als Kommunisten, als Marxisten-Leninisten bezeichnen, dass sie entsprechend der jeweils in ihren Ländern herrschenden Klassenkampfsituationen, sich mehr oder weniger "revolutionär" gebärden und die eine oder andere Form der "revolutionären" Organisierung bzw Bündnisses entwickelt oder vielmehr sich anhängen, um den revolutionären Kampf der Massen zu verraten. In der ehemaligen DDR hatte der Kampf gegen den modernen Revisionismus noch zusätzliche Bedeutung. So war die Gründung der Sektion DDR unserer Partei überhaupt nur möglich aufgrund unseres prinzipienfesten Kampfes gegen den modernen Revisionismus. Die modernen Revisionisten waren ja nicht nur Agenten der ostdeutschen Bourgeoisie im Lager der Arbeiterklasse, sondern sie waren zugleich selbst die neue Bourgeoisie bzw. ihre Geschäftsführer und die des damaligen russischen Sozialimperialismus. Mit dem Marxismus-Leninismus wurde der Sozialfaschismus in der DDR getarnt. Die KPD/ML ist im Kampf gegen den Revisionismus geboren und sie weist alle Versuche zurück, den Kampf gegen den Revisionismus einzustellen oder auch nur abzuschwächen bzw versöhnlerische, zentristische Positionen zu übernehmen und entsprechende Bündnisse und Einheiten mit den Revisionisten einzugehen. Man darf dabei nicht nur ideologisch eine Trennungslinie gegen die Revisionisten markieren, dies muss man auch im täglichen Klassenkampf, politisch und organisatorisch tun.

Genosse Enver Hoxha hat klar und deutlich darauf hingewiesen:

 

"Der Kampf Auge um Auge, Zahn um Zahn, die Isolierung und schonungslose Enthüllung der revisionistischen Cliquen sind der einzige richtige Weg, um die modernen Revisionisten zu zerschlagen und zu erledigen und den Sieg des Marxismus-Leninismus zu sichern. Dieser Weg ist auch der einzige Weg, um neue marxistisch-leninistische Parteien zu gründen und zu festigen, welche der wahren Ideologie der Arbeiterklasse und dem proletarischen Internationalismus ergeben sind." (Zeri i Popullit, Tirana 1969).

 

Und Genosse Enver Hoxha schreibt an anderer Stelle:

 

"Trotz der Niederlagen, die er erlitten hat, übt der Sowjetrevisionismus noch immer Einfluss aus, und zwar nicht nur dort, wo er die herrschende staatliche Ideologie darstellt, sondern auch in den meisten revisionistischen Parteien sowie in einigen nationaldemokratischen Parteien der Entwicklungsländer usw. Die spekulative Berufung auf die Vergangenheit der Sowjetunion, auf den Namen Lenins ( oder neuerdings auch Stalins - die Redaktion) und der Partei der Bolschewiki hat noch nicht aufgehört, und die Tarnung mit kommunistischer Phraseologie wurde noch mehr vervollkommnet."

"Gegenwärtig befindet sich das gesamte revisionistische Lager in Auflösung. Die verschiedenen Abteilungen des modernen Revisionismus sind in feindliche, rivalisierende Gruppen gespalten, von denen eine jede bemüht ist, 'ihren besonderen Weg zum Sozialismus`, den eigenen nationalen Marxismus` (oder wie gegenwärtig: sich gemeinsam auf die ursprünglichen Aussagen des Marxismus zurückzuberufen und die besten historischen Traditionen zu pflegen, die der Kommunismus hervorgebracht hat - Anmerkung der Redaktion) zu verfechten und zu propagieren (...)

Die Partei der Arbeit Albaniens hat schon frühzeitig darauf verwiesen, dass der moderne Revisionismus, genauso wie der alte von Bernstein oder Kautsky, niemals den Zusammenhalt und die stählerne Einheit zustandebringen kann, die nur der Marxismus-Leninismus, die wissenschaftliche Ideologie der Arbeiterklasse, zu schaffen vermag. Revisionismus ist ein und dasselbe wie Spaltung, fehlende Einheit, wie Chauvinismus und Anarchie.... Zahlreiche und unaufhörliche Versuche starteten die Sowjetrevisionisten mit Breschnew an der Spitze, um Beratungen der `kommunistischen` Parteien der Welt einzuberufen, auf denen ihre ideologische `marxistisch-leninistische Einheit` bekräftigt werden sollte. Dies kam aber dem Versuch gleich, Flöhe zu hüten(...) (Zitate aus dem Rechenschaftsbericht des III. Parteitags der KPD/ML - Januar 1977)

 

Was Genossen Enver Hoxha anbelangt, mögen Diskussionen über seine Rolle im Kampf gegen den modernen Revisionismus in den Wirren der heutigen Zeit nachvollziehbar erscheinen und im gewissen Grade auch notwendig sein, aber eines wäre sicherlich gefährlich und falsch, nämlich dabei zu Schlussfolgerungen zu kommen, dem Genossen Enver Hoxha gar noch die Schuld für eine falsche Revisionismuskritik in die Schuhe zu schieben. Es gibt Kräfte, die dies wirklich glauben und dies auch verbreiten!

Gerade Genossen Enver Hoxha hat reichhaltige Erfahrungen im Kampf gegen den modernen Revisionismus gesammelt und diese in seinen Schriften verallgemeinert. Nach dem Tod des Genossen Stalin gab es keinen Genossen dieser Welt, der mehr zum Kampf gegen den Revisionismus beigetragen hat, als Genosse Enver Hoxha. Wir haben erst sehr wenig dafür getan, dass die Schriften Enver Hoxhas in die Massen gelangen. Dies trifft besonders für die Massen in Ostdeutschland, in Russland und anderen osteuropäischen Staaten zu, und die Gründe hierfür dürften bekannt sein.

Wer gegen den Revisionismus kämpfen will, muss sich mit den Werken Enver Hoxhas wappnen und sie verbreiten.

Und wer heute Enver Hoxha angreift, greift uns Marxisten-Leninisten an, steht objektiv auf Seiten derjenigen, die den Kampf gegen den modernen Revisionismus und den Kampf gegen den Neorevisionismus verhindern oder erschweren, die Verwirrung stiften wollen. Für den Kampf gegen den Revisionismus brauchen wir die Einheit der Marxisten-Leninisten. In der Zersplitterung sind wir zu schwach, werden wir unterliegen. Deswegen müssen wir jetzt auf dieses Thema unser Hauptaugenmerk legen, müssen wir diese Fragen weltweit auf den Tisch legen, müssen wir andere Organisationen auffordern, sich damit auseinanderzusetzen und Meinungen untereinander auszutauschen.Hierzu müssen wir Geduld, Unnachgiebigkeit, Zähigkeit und Prinzipienfestigkeit aufbringen. Es müssen Gespräche und Veranstaltungen hierüber initiiert werden - auf nationaler und auf internationaler Ebene. Genau in diesem Geiste hat unsere Partei, die KPD/ML, immer gewirkt. Die KPD/ML hat sich im Feuer gegen den Revisionismus entwickelt und gefestigt. An dieser ideologischen Marschroute wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Im Gegenteil, wir werden unsere Anstrengungen erhöhen und mehr Militanz an den Tag legen, vor allem was die Entlarvung und Isolierung der Revisionisten im täglichen Klassenkampf anbelangt.

 

Eine Einheit mit den Revisionisten darf es also niemals geben. Wir müssen den neuen und alten Verrätern die rote Fahne aus der Hand schlagen, mit der sie sich tarnen, um gegen die rote Fahne zu kämpfen. Lassen wir uns von der `Einheit`der Revisionisten umarmen, werden sie uns erdrücken.

Lösen wir uns von den Revisionisten und grenzen wir uns von ihnen ab, dann spielen sie sich als `marxistisch-leninistische` Richter über uns auf und kritisieren uns als `Spalter der Einheitsbemühungen`. Jede Kritik, jede Meuterei oder Widerstand gegen die `Einheit` unter revisionistischem Kurs wird als eine `Abweichung vom Marxismus`, als ein `Verstoß gegen den Leninismus, Sozialismus und die Kommunistische Partei und der Arbeiterklasse` ( und sogar gegen Stalin!) verurteilt. Zum Schluss sind dann immer die Revisionisten die "Guten", die die Einheit "bewahren" und wir, die Marxisten-Leninisten, sind diejenigen, die sie angeblich leichtfertig aufs Spiel setzen und zerstören. Die Revisionisten zeigen sich angeblich besorgt um die Einheit und rufen auf zur Einstellung der Polemik, versuchen zu vermitteln und Meinungsverschiedenheiten zu schlichten und hecken allerlei Kompromisse aus, um ihre betrügerische Taktik zu tarnen und um nicht vorzeitig ernstlich kompromittiert zu sein. Das ist nichts Neues.

Sie legen wert darauf, mit Taktgefühl an die Sache heranzugehen, um nicht in Verlegenheit zu geraten und die Tour zu vermasseln. Es wird versucht, die scharfen Ecken zu vermeiden und der Lösung wichtiger Probleme aus dem Weg zu gehen, um sich selber in die Tasche zu lügen. Unter dem Deckmantel der `Einheit der kommunistischen Bewegung` wird gegen die Eigenheit der Organisationen polemisiert, wird jeder Versuch, sich dem revisionistischen Einheitsbrei zu entziehen als `unsolidarische Abkapselung`und `Zersplitterung`gebrandmarkt. Es wird Druck und Erpresssung ausgeübt bis hin zu sozialfaschistischen Manövern und Mordanschlägen. Unsere Partei wird nicht danach beurteilt, ob wir für die Revolution sind oder nicht, sondern danach, ob wir zur "Einheit" fähig sind, ob wir mit den Revisionisten zusammenarbeiten können oder nicht. Dass die Revisionisten auf uns zugehen wollen, dass sie die Polemik einstellen, dass sie die Fragen der Differenzen vermeiden, das alles zeigt, dass sie weitere Enthüllungen vermeiden wollen, dass sie wieder ihr Tarnmäntelchen fester zusammenschnüren wollen. Sie wollen nur von ihren wahren Absichten ablenken. Die Demagogie mit dem Olivenzweig zieht bei uns nicht. Wir kennen dieses Spielchen. Man braucht nur ruhig abzuwarten und schon entpuppen sich die Revisionisten von selbst, öffnet sich ihr trojanisches Pferd, und sie lassen sie die Katze aus dem Sack. Die Revisionisten können noch so große Anstrengungen machen, sie können dennoch niemanden betrügen. Oder können die Revisionisten selber gegen den Revisionismus kämpfen wie sie es vorgeben? Sie sind so sehr diskreditiert, dass sie zB Gorbatschow als Revisionisten bezeichnen, der den "ehrenwerten Genossen" Honecker einfach in den Dreck fallen lässt. Dies ist die Taktik des Diebs und des Mörders, welcher schreit: "Haltet den Dieb oder den Mörder!" Sie schieben das, was sie selber tun, jemandem anderen in die Schuhe, um Verwirrung zu stiften. Wer Gorbatschow als Revisionisten kritisiert, ist deswegen noch lange kein Marxist-Leninist. Der Lärm, den die Revisionisten heute über den Verrat Gorbatschows loslassen, ist ein einziger Bluff, reine "antirevisionistische" Demagogie. Sie werfen Gorbatschow die Liquidierung des Sozialismus vor und tun selber alles, um den Marxismus-Leninismus zu diskreditieren, indem sie die Prinzipien leugnen. Damit soll uns nur Sand in die Augen gestreut werden. Sie reden vom Revisionismus in der Sowjetunion, aber nicht von ihrem eigenen in der DDR. Weiter können die Revisionisten nicht gehen mit der "Kritik am Revisionismus", weil das mit sehr gefährlichen, unerwarteten und unangenehmen Folgen für sie verbunden ist. Deswegen setzen sie gleichzeitig die Unterwühlung der Marxisten-Leninisten fort. Eben um ihren Bluff zu tarnen, stellt sie sich vordergründig in alter breschnewschen Manier auf die Position des "Zweifrontenkampfes", so als ob sie gegen die Rechten, die Revisionisten vom Schlage Gorbatschows, und gegen die Linken, die "Dogmatiker", Abenteurer, also gegen uns Marxisten-Leninisten kämpfen würden. Dieses alte gefährliche Manöver muss man vollständig aufdecken. Wir werden es niemals zulassen, dass die Revisionisten den Namen und das Werk Stalins besudeln und sie als Maske für die Tarnung des revisionistischen Verrats benützen. Stalin gehört den Marxisten-Leninisten, gehört der proletarischen Revolution. Ihre Versuche, mit dem Deckmantel der `Einheit` uns auf zentristische Positionen zu locken, um uns dann ins revisionistische Lager zu drängen und damit zu liquidieren, werden scheitern.

`Einheit` der Revisionisten ist in Wirklichkeit nicht die Einheit mit uns Marxisten-Leninisten, sondern die Einheit mit der Bourgeoisie und Kampf gegen das Proletariat, Einheit mit den Imperialisten und Kampf gegen die Völker.

`Einheit` in der Sprache der Revisionisten ist eine Rechtfertigungsformel, um sich mit dem Teufel und seiner Großmutter zusammenzutun, mit den Sozialdemokraten und dem Vatikan, mit den multinationalen Gesellschaften und den Faschisten, mit jedem, der gegen die Revolution, gegen das Proletariat und gegen den Sozialismus ist, mit jedem, der das kapitalistische System und die kapitalistische Ausbeutung verteidigt.

 

Was verstehen wir Marxisten-Leninisten unter Einheit ?

 

Für uns gibt es nur die Einheit der kommunistischen Partei, die sowohl als Trupp als auch als Vortrupp der Arbeiterklasse die erste, die scharfe Spitze des Schwertes sein muss, die besten Eigenschaften der Arbeiterklasse entwickeln und erhärten muss. Die Partei muss die besten Kräfte der Arbeiterklasse für den Kommunismus gewinnen und sie zu einer Einheit zusammenschmieden, die der Vorbereitung der gewaltsamen sozialistischen, proletarischen Revolution dient. Die Kommunistische Partei muss als erste sich die Ideologie der Arbeiterklasse, den Marxismus-Leninismus gehörig aneignen und in die Tat umsetzen, muss die wachsamste unter allen sein und sich vor dem Klassenfeind unbeugsam zeigen. Um so zu sein, muss sie mit jenen leninistischen Normen ausgerüstet sein und diese in die Tat umsetzen, welche sie zur Partei der Arbeiterklasse machen und befähigen, die Arbeiterklasse und ihre Alliierten zu den Klassenzielen zu führen. Das ist die marxistisch-leninistische Einheit, die Einheit also von der wir sprechen. Es ist eine Gedanken- und Aktionseinheit auf der Basis der leninistischen Normen zwischen der Partei und der Führung, ist Einheit in der Führung selbst, ist eine stählerne Einheit zwischen der Partei und der Arbeiterklasse, eine stählerne, harmonische Einheit zwischen Partei-Arbeiterklasse-Volk. Die Grundlage und Garantie dieser Einheit bildet die Einheit zwischen der Partei und der Arbeiterklasse, bildet die Leitung durch die Arbeiterklasse mit ihrer Partei an der Spitze, bildet die Führung der Arbeiter innerhalb der Partei und ihrer Leitungen, ausgerüstet und erhärtet mit der Waffe der marxistisch-leninistischen Ideologie. Diese Einheit wird nicht geschaffen auf idealistische Weise, sondern entwickelt und geschmiedet im Feuer des revolutionären Klassenkampfes.

Die Lehren der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung bestehen darin, dass die Einheit, einmal geschaffen, nicht auf Ewigkeit automatisch bestehen bleibt oder sich im Selbstlauf weiterentwickelt.

Deshalb dürfen wir Kommunisten nicht schlafen, müssen wir wachsam die Einheit verteidigen. Wir müssen die Einheit vor allem gegen die Revisionisten verteidigen, die von innerhalb und außerhalb der Partei die Prinzipien der Einheit opportunistisch auslegen und anwenden. Auch die sogenannte "Aktionseinheit", über die sich die Revisionisten heiser schreien, ist nur eine schamlose und zynische Spekulation, eine Verhöhnung des aufrichtigen Wunsches der Kommunisten nach Einheit, Gemeinsamkeit und Solidarität. Erinnern wir uns an die Worte Friedrich Engels:

 

"Der Mensch darf sich nicht von dem Rufe nach `Einheit` irreführen lassen. Diejenigen, welche dieses Wort auf der Zungenspitze führen, sind meistens die größten Spalter... Die größten Sektierer, Zänker und Betrüger, schreien manchmal lauthals nach Einheit." (Brief an Bebel vom 2O.6.1873).

 

Beim ersten Blick scheint es, als ob die Revisionisten sich uns gegenüber freundlich verhalten, uns entgegenkommen und uns Konzessionen machen, aber in Wirklichkeit suchen sie den Willen von uns Marxisten-Leninisten im Kampf gegen den Revisionismus zu lähmen und den Blick der Massen von sich abzulenken. So können sie dann um so ungestörter dem Imperialismus dienen. Das ist der Kern ihrer Demagogie für die Einheit und Überwindung der Zersplitterung der kommunistischen Bewegung. Sie schwören auf die Einheit, tatsächlich aber bereiten sie die nächste Spaltung vor. Der Revisionismus und der Opportunismus waren immer die ideologischen und politischen Wurzeln der Spaltung der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung, während die Spaltung selbst immer die organisatorische Erscheinung des Opportunismus und des Revisionismus war. Wir kennen das:

"Einheit, um dem einen oder dem anderen einen Gefallen zu tun, mögen dabei auch die Normen und Grundsätze untergeordnet oder gar verletzt werden."

Eine solche Einheit ist nicht unsere Einheit. Unsere Einheit ist keine Einheit nur dem Namen nach, außerhalb der Grundsätze unserer Partei gibt es keine Einheit. Niemals dürfen wir die Einheit teilen mit Leuten, die sie nur dazu benutzen, sie zu liquidieren. Die Revisionisten suchen die Spitze der Einheitsfront zu erreichen, um diese gegen die marxistisch-leninistische Bewegung selbst zu richten. So versuchte Chruschtschow zB die Gegner des Revisionismus aus der Einheitsfront der Kommunisten auszustoßen, falls sie sich nicht ihrem Diktat beugen würden. Was ist aber aus der sowjetischen revisionistischen Mafia geworden? Sie ist untergetaucht und hat sich zumindest offiziell "aufgelöst"!

Mit jedem weiteren Versuch nach Chruschtschow, "die Einheit zu festigen", wurden die Widersprüche, wurde die Spaltung immer größer, bis alles auseinander brach und zerfiel. Nicht nur Chruschtschow selber wurde Opfer, allen seinen Nachfolgern ereilte das gleiche Schicksal als Ergebnis der "weiteren Festigung der Einheit". Wir wollen da nicht auch noch enden. So wurde auch in der DDR der Zusammenschluss mit den Sozialdemokraten in einer gemeinsamen SED 1949 zum Verhängnis. Man wollte sich vereinheitlichen, um sich zu stärken, um die gemeinsame Front zu erweitern, aber das Gegenteil trat ein, weil der sozialdemokratische Wurm die Partei zerfraß. Der Wein wurde verwässert und das Ergebnis ist jetzt Essig. Und diesen Essig jetzt wieder in neuen Schläuchen zu servieren, ist gegenüber jedem ehrlichen Kommunisten eine Provokation, die wir zutiefst verabscheuen.

Wir müssen einzig und allein den Weg des Marxismus-Leninismus gehen.

Nur dieser Weg führt zur Einheit, die wir anstreben und die von Erfolg gekrönt sein wird. Wer aber diesen Weg nicht geht und ins Rad greift, der muss weg, freiwillig oder mit Gewalt, je nach den Umständen.

Wachsamkeit gegenüber uns selbst und unseren Fehlern ist unerlässlich zum Schutz vor den Revisionisten, die unsere Fehler gegen uns verwenden!

Wir sind stolz auf unsere antirevisionistische Parteigeschichte. Aber dies darf uns nicht zu Selbstgenügsamkeit verleiten. Einfach den Revisionismus verurteilen, das reicht nicht.

Schon halbherziges Herangehen kann die ganze Sache gefährden, wenn auch nicht sofort, doch später allmählich.

So war das auch vor und vor allem nach Stalins Tod.

Und Warnsignale der revisionistischen Gefahren kommen auch immer wieder aus den Massen. Diese zu überhören oder zu ignorieren, kann sogar tödlich sein. Wir müssen auch im Kampf gegen den Rvisionismus von den Massen lernen.

Wir Kommunisten tragen auch größte Verantwortung vor uns selbst. Denn wem sollen die Massen denn überhaupt noch vertrauen können, wenn nicht uns ? Wir müssen uns daher selbstlos und selbstverständlich der Kritik der Massen unterziehen, müssen das Prinzip der Kritik und Selbstkritik auch unter uns Kommunisten ernsthaft, gründlich und umfassend anwenden.

Wir müssen uns einer ständigen Revolutionierung unterziehen, ohne die wir selbst unter die Räder kommen, ehe wir dies gemerkt haben. Und aus einem Schlammassel wieder herauszukommen, ist viel schwieriger als in diesen hineinzugeraten. Wer kann das nicht eher nachempfinden als die Genossen, die an den Kommunismus geglaubt haben, von der revisionistischen Entartung der DDR erfasst wurden und nun versuchen, wieder ihren ursprünglichen Pfad des Kommunismus fortzusetzen. Aber wer erstmal richtig durchs Feuer gegangen ist, der wird auch gute Voraussetzungen mitbringen, das nächste Feuer zu überleben. Auch die korrekteste Einheit hat ihre Tücken. Was passiert, wenn die Einheit zwar realisiert wird, jedoch nicht mit dem erforderlichen revolutionärem Schwung?

Was passiert, wenn wir zwar eine korrekte Linie zur Frage der Einheit vertreten, aber sie nicht im revolutionären Tempo, mit gewisser Hartnäckigkeit, mit Biss, in die Tat umsetzen?

Sie würde mit der Zeit mürbe werden. Sie würde sich mit der Zeit als kraftlos und bedeutungslos erweisen.

Es reicht auch nicht, die Fragen der Einheit nur in den allgemeinen prinzipiellen Phrasen zu konservieren. Man muss sie im Klassenkampf konkret und bis ins Kleinste vertiefen und entwickeln und muss darauf gefasst sein, dass sich dabei gefährliche Neigungen und Abweichungen einstellen können, die ständig ausgemerzt werden müssen. Wie man sieht, ist das alles nicht so einfach, ist alles sehr kompliziert, aber eben auch erreichbar, ja unverzichtbar. Nicht wir Marxisten-Leninisten haben den Revisionismus zu fürchten, sondern die Revisionisten fürchten uns. Wir stehen auf der Seite der Revolution und damit auf der Seite der Zukunft der Menschheit. Die Revisionisten stehen auf der Seite der Konterrevolution. Deswegen schwebt über ihren Häuptern das Damoklesschwert, ist ihre Niederlage, ihre Fäulnis, ihre Auflösung unausweichliches Produkt des Klassenkampfes.

Die Revisionisten sind nur so stark, wie wir sie maskiert herumlaufen lassen. Deswegen müssen wir den Revisionisten überall und zu jeder Zeit die Maske herunterreißen, wo immer sie sich damit tarnen. Je heftiger der Kampf des Marxismus-Leninismus gegen den Revisionismus entbrennt, desto mehr zerfallen und degenerieren die Revisionisten und gehen einer erneuten Niederlage entgegen. Grundsätzliche Divergenzen darf man nicht verheimlichen.

Die einzig richtige Politik ist die prinzipienfeste Politik.

Der Kampf gegen den Revisionismus ist ein Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie und muss bis zum Schluss ausgefochten werden. Die Geschichte wird zeigen, dass der Verrat am Proletariat und Sozialismus nur zum Bankrott und zur Auflösung führt. Die Revisionisten machen keine Ausnahme von dieser Regel. Je tiefer sie in ihrem schmutzigen Verrat versinken, desto fester zieht sich die Schlinge um ihren Hals. Wie Lenin lehrt, bleibt der Kampf gegen den Imperialismus, wenn er nicht unlösbar mit dem Kampf gegen den Opportunismus verbunden wird, eine hohle und betrügerische Phrase. Marx, Engels, Lenin und Stalin haben stets, wenn in der kommunistischen Bewegung grundsätzliche Differenzen entstanden, immer einen unversöhnlichen Kampf gegen die Revisionisten und Opportunisten der verschiedenen Schattierungen geführt, weil sie ihn für den einzigen richtigen Weg für die Erhaltung der Einheit der kommunistischen Weltbewegung hielten. Der Kampf zwischen den Beschützern der Einheit und den Spaltern der Einheit ist, im Grunde genommen, nach wie vor, ein Kampf zwischen dem Marxismus-Leninismus und dem Revisionismus und Opportunismus, zwischen den Beschützern des Marxismus, und den Verrätern des Marxismus, weil sowohl auf internationaler, als auch auf nationaler Ebene die wahre Einheit der kommunistischen Bewegung nur auf der Basis des Marxismus-Leninismus möglich ist. Jede Einheit auf einer anderen Basis, auf der Basis des Opportunismus und Antimarxismus, ist keine kommunistische und proletarische Einheit, welche die Arbeiterbewegung benötigt, sondern eine falsche Einheit, eine verlogene Einheit der Gegner des Marxismus, der Verräter der Arbeiterklasse.

 

"Die Einheit", sagt Lenin, "ist eine große Sache und eine große Losung. Die Sache der Arbeiter braucht die Einheit der Marxisten und nicht die Einheit der Marxisten mit den Gegnern und den Verdrehern des Marxismus."

 

Nieder mit dem revisionistischen Verrat !

 

Es lebe der Marxismus-Leninismus!

 

Es lebe Marx, Engels, Lenin und Stalin !

 

Vorwärts mit der KPD/ML im Geiste des Genossen Ernst Aust !

 

Verteidigt das anti-revisionistische Vermächtnis des Genossen Enver Hoxha!


 

 

 




 

Die Revisionisten sprechen von Einheit, während sie die Spaltung vertiefen 1991