"WEG DER WELTPARTEI"

Theoretisches Organ

 

der

 

KOMINTERN (SH)

Sektion Deutschland

 

 

     

 

    Schulungstexte der Komintern / ML


31. 12. 2005



Es lebe der 5. Jahrestag der Gründung der Komintern / ML !

Es lebe die hoxhaistische Weltpartei !

 

Es lebe die Einheit aller Marxisten-Leninisten auf der ganzen Welt!

 

Vorwärts zur sozialistische Weltrevolution!

Es lebe der Kommunismus !



5 Jahre Solidarität mit marxistisch-leninistischen Genossen in der ganzen Welt

 

 

5 Jahre Arbeit, um den Marxisten-Leninisten in der ganzen Welt zu helfen, sich entgegenzukommen, sich anzunähern und einander näherzubringen, sich zusammenzuschließen und zu vereinigen durch die Förderung und Festigung ihrer Solidarität, die auf gemeinsamen ideologischen Wurzeln beruht.

In den meisten Ländern gibt es heute keine marxistisch-leninistische Organisation, geschweige eine Partei, und wenn ja, dann sind sie im Großen und Ganzen vom prinzipienfesten Weg abgeglitten, gespalten, zersplittert, fühlen sich einzelne, ernsthafte, aufrechte und ehrliche Genossen enttäuscht, verraten und in Stich gelassen. Sie geben aber nicht auf, sondern wollen ihren marxistisch-leninistischen Kampf auch unter schwierigen Bedingungen der Ebbe revolutionärer Bewegungen fortsetzen. Was es also sehr häufig gibt, das sind vereinzelte Genossen und Gruppen, denen der Aufbau einer wahrhaft marxistisch-leninistischen Partei in ihrem Land am Herzen liegt, und die für jede internationale Solidarität und Unterstützung dankbar sind. Vor allem diese einzelnen Genossen haben sich in den vergangenen 5 Jahren hilfesuchend an die Komintern / ML gewandt, und in fast allen Einzelfällen hat die Komintern / ML diesen Genossen aus über 15 Ländern auf allen Kontinenten konkret weiterhelfen können. Vor allem die Komintern / ML - Homepage im Internet ist für die wahren Marxisten-Leninisten zu einem Leitstern geworden, zu einem Hoffnungsschimmer, zu einem Instrument der Schaffung ideologischer Klarheit und Einigkeit im vernebelten Umfeld der pseudo-“marxistisch-leninistischen“ Gruppierungen, welche die Schwäche der marxistisch-leninistischen Weltbewegung dazu fortwährend ausnutzen, im Trüben zu fischen und sie vom korrekten Weg abzubringen.

Die Stärke der Komintern / ML lag in den vergangenen 5 Jahren in erster Linie darin, dass sie im ideologischen Welt-Labyrinth der Bourgeoisie den wahren Marxisten-Leninisten den prinzipienfesten ideologischen Ausweg gewiesen und beleuchtet hat. Sie hat der marxistisch-leninistischen Weltbewegung eine neue Perspektive, eine neue Orientierung gegeben, hat den Genossen in der ganzen Welt Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstidentifikation und das Gefühl der marxistisch-leninistischen, internationalen Solidarität und des gegenseitigen Vertrauens gegeben. Die Komintern / ML ist eine weltweit unabhängige Organisation, ist nicht von irgendeiner anderen Organisation gesteuert und damit frei in ihrer eigenen Tätigkeit, souverän in ihren Entscheidungen und nur den 5 Klassikern des Marxismus-Leninismus gegenüber verpflichtet.

Die Komintern /ML hat einen kleinen Funken entzündet, die die Weltrevolution eines Tages zur Flamme entfachen wird. Die Voraussetzungen für die Gründung der Komintern / ML war längst herausgereift. Die Komintern / ML hat die weltrevolutionären Ideen der alten Komintern wieder zum Leben erweckt und den revolutionärsten Weltkräften einen Anstoß gegeben, an der Tradition der Komintern anzuknüpfen, und die weltproletarische Bewegungzu fördern und von der Stelle zu bewegen:

 

5 Jahre – 5 Köpfe“

 

- das bedeutet 5 Jahre Wiederbelebung und Neuerung der weltbolschewistischen Bewegung , bedeutet Verteidigung der weltrevolutionären Lehren der Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha.

 

5 Jahre – 5 Köpfe“

 

die einzig richtige Weltpolitik, die der Zukunft gehört - die Politik des konsequenten und prinzipienfesten proletarischen internationalismus;

 

5 Jahre – 5 Köpfe“

 

- Propaganda für die Weltbedeutung des Bolschewismus, für die Lehre von der Unvermeidbarkeit des Sieges der proletarischen Weltrevolution;

 

5 Jahre – 5 Köpfe“

 

- Schaffung einer Keimzelle für ein neues Zentrum des Weltsozialismus im Kampf gegen das Zentrum des Weltkapitalismus;

 

5 Jahre – 5 Köpfe“

 

- in denen damit begonnen wurde, eine neue weltproletarische Avantgarde ideologisch zu gewinnen und sie von der Notwendigkeit und Unvermeidbarkeit der Schaffung einer Kommunistischen Internationale zu überzeugen.

 

5 Jahre – 5 Köpfe“

 

das bedeutet nicht nur die Verteidigung der Idee der Kommunistischen Internationale, sondern ihre konkrete Existenz als lebendige Organisation - eine tätige, kämpfende Organisation des Weltproletariats, wenn auch in ihrer denkbar winzigsten und unvollkommensten Form. Aber seit 5 Jahren arbeitet, lebt, wächst die Komintern / ML - langsam, bescheiden, unmerklich. Sie ist somit zu einer historischen Tatsache geworden und kann nun nach 5 Jahren nicht mehr totgeschwiegen werden. Die 5 Jahre haben aber auch gezeigt: eine richtige ideologisch-politische Generallinie ist nur eine erste Voraussetzung. Aber wenn diese Linie nicht in die Tat umgesetzt wird – wem soll sie dann nützen ? Sie würde sterben. Die Linie der Komintern / ML ist richtig, aber das genügt nicht, weil es darauf ankommt, dass es Leute gibt, die sie umzusetzen verstehen und die Umsetzung organisieren und kontrollieren. Das ist der schwächste Punkt der vergangenen 5 Jahre und das muss in den nächsten 5 Jahren unbedingt überwunden werden, darauf muss sich die Komintern / ML zukünftig konzentrieren.

 

 

 



Worauf beruhte die Gründung der Komintern /ML ?

 

 

 

1.

 

Sie beruhte auf der Tatsache, dass sich der Widerspruch zwischen internationaler Arbeit und internationalem Kapital, dass sich die Weltkrise durch die weltimperialistische Globalisierung drastisch verschärfte, dass sich die Klassenwidersprüche im Weltmaßstab in großem Tempo vertiefen und die Klassen dadurch international in eine beschleunigte Bewegung geraten. Die Lage des gesamten Weltproletariats verschlechtert sich mit jedem Tag und nähert sich bedrohlich der Gefährdung der bloßen Existenz von Milliarden werktätigen Massen. Aus der Polarisierung zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat ergibt sich unweigerlich dessen Formierungsprozess als eine bewusste, revolutionäre weltumspannende Klasse in Zusammenhang mit der Formierung einer neuen marxistisch-leninistischen Weltbewegung aus seiner Mitte. Das Weltproletariat organisiert sich und bereitet sich auf seine revolutionäre Rolle vor, um ihr auf der Bühne des internationalen Klassenkampfes gerecht zu werden. Das Weltproletariat wird also aus seiner Mitte einen zentralen marxistisch-leninistischen Kampfstab heranbilden, der es – mit weltsozialistischem Bewusstsein gewappnet - aus der internationalen Krise herausführen kann und zwar auf dem Wege der revolutionären Ergreifung der Weltmacht – gestützt auf die Einbeziehung des Kampfes aller Unterdrückten und Ausgebeuteten der ganzen Welt..

 

 

 

2.

 

Sie beruhte ferner auf der Tatsache, dass die Ausbeutung und Unterdrückung durch die konterrevolutionäre Weltbourgeoisie global betrieben wird und dass die Beseitigung der Ausbeutung und Unterdrückung, der endgültige Sieg über die weltfaschistische Konterrevolution deshalb auch nur global errungen werden kann – und zwar unter Führung des Weltproletariats vermittels seiner global führenden revolutionären Partei. Durch die ökonomische Globalisierung globalisierte sich auch die Weltklassenstruktur, tritt der subjektive Faktor, das politische Selbstbewusstsein des internationalen Weltproletariats und damit auch der subjektive Faktor seiner internationalen, politischen, revolutionären Führung mehr und mehr in den Vordergrund, treten die nationalen Hemmnisse, die nationalen Strukturen des Aufbaus der einzelnen marxistisch-leninistischen Parteien entscheidend zurück, nehmen sie als subjektiver Faktor entweder immer mehr internationale Strukturen an oder siechen, von ihren alten Strukturen zerfressen, dahin. Die alte marxistisch-leninistische, traditionelle Weltbewegung kann nur gerettet werden, wenn sie sich unter noch so großem Reibungsverlust an die neue Globalisierungssituation anzupassen versteht. Hält sie diesem neuen ideologischen, politischen und organisatorischen Anpassungsprozess nicht stand, wird sie ihre Prüfung nicht bestehen können, wird sich – mit ihr oder ohne sie - die marxistisch-leninistische Weltbewegung erneuern. Die neue marxistisch-leninistische Weltbewegung wird aus der Einheit der neuen proletarischen Weltbewegung und dem globalisierten Marxismus-Leninismus hervorgehen. Die Globalisierung des Weltimperialismus hat diesen Entwicklungsweg der globalisierten proletarischen Revolution vorgegeben. Selbst das „revolutionärste“ Proletariat in einem einzelnen Land der Welt, selbst die „beste marxistisch-leninistische“ Partei dieses Landes wird unweigerlich scheitern, wird der marxistisch-leninistischen Weltbewegung keinen guten Dienst erweisen, wenn sie die neuen revolutionären Weltprozesse nicht erkennt und sich nicht als Teil in das Ganze dieser internationalen revolutionären Prozesse integriert, wenn sie die Schaffung der Kommunistischen Internationale ignoriert, sich ihr verweigert, sich ihr entgegenstellt und sie auf ihrem siegreichen Vormarsch aufzuhalten versucht. Das Weltproletariat wird darüber hinwegschreiten ohne mit der Wimper zu zucken.

 

 

 

3.

 

Sie beruhte außerdem auf der Tatsache, dass durch die Globalisierung die objektiven (ökonomischen, technischen etc.) Voraussetzungen für eine Weltwirtschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für eine sozialistische Weltwirtschaft vorhanden sind. Es ist alles vorhanden, was für den Beginn der sozialistischen Weltwirtschaft erforderlich ist. Weltproduktion, Weltdistribution, Weltaustausch und – zirkulation, Weltkonsumtion sind alles vorhandene Kettenglieder für die entstehenden sozialistische Weltgemeinschaft. Der Schlüssel ist die politische Machtergreifung des Weltproletariat, um die weltkapitalistischen Eigentumsverhältnisse auf weltrevolutionäre Weise zu beseitigen und zu vergesellschaften. Hat das Weltproletariat seine Macht ergriffen, kann es die Weltökonomie in die eigenen Hände nehmen. Das Weltproletariat produziert international, ist in der Lage, die gesamte Weltbevölkerung zentral zu versorgen, wobei es die nationalen Wirtschaften als Treibriemen für die sozialistische Weltwirtschaft einspannt. Damit das Weltproletariat aber all dies berkstelligen kann, braucht es seinen eigenen internationalen Führungsstab, den es aus den fortgeschrittensten Proletariern aller Länder rekrutiert, von Proletariern der Länder mit internationalen Industriezentren bis hin zur Peripherie.

 

 

 

4.

 

Sie beruht nicht zuletzt auf der Tatsache, dass sich aus der marxistisch-leninistischen Weltbewegung einzelne Kader als Führer herauszubilden beginnen, die fähig und in der Lage sind, die ideologischen Hemmnisse der marxistisch-leninistischen Weltbewegung und insbesondere der marxistisch-leninistischen Organisationen in den einzelnen Ländern zu überwinden, den Neuaufbau der marxistisch-leninistischen Partei in ihrem Land und dabei gleichzeitig den Aufbau der Komintern / ML in Angriff zu nehmen, um mit der Unterstützung eines starken internationalen Zentrums die vorhandenen eigenen Probleme der Parteien leichter zu lösen. Die Gründung der Komintern / ML beruht schließlich auf der Einsicht in die Notwendigkeit, dass man heute unter den Verhältnissen der Globalisierung seine marxistisch-leninistische Partei im Lande nicht mehr losgelöst von einer international und zentral zu schaffenden gemeinsamen Organisation erfolgreich aufbauen kann - und das um so weniger, als sich der Klassenkampf auf Grund der objektiven Bedingungen immer mehr internationalisiert und die Proletarier enger zusammenrücken lässt, ja sie schließlich zu einer einheitlichen, geschlossenen, internationalen Klasse zusammenschweißt mit einer neuen zusammengeschweißten Kommunistischen Internationale an der Spitze. Die Existenz der marxistisch-leninistischen Partei jedes einzelnen Landes steht und fällt heute mit ihrer Fähigkeit und Bereitschaft, als ein Teil der Komintern / ML heranzuwachsen oder nicht, so wie umgekehrt die weitere Existenz der Komintern / ML letztlich davon abhängt, ob sie von den wahren hoxhaistischen Parteien der einzelnen Länder unterstützt und aufgebaut wird oder nicht. Eine hoxhaistische Weltpartei ist in der heutigen Welt ohne die hoxhaistische Partei jedes Landes ebenso undenkbar und auch nicht verwirklichbar wie die hoxhaistische Partei eines Landes ohne die hoxhaistische Weltpartei nicht mehr denkbar und verwirklichbar ist. Mit der Komintern / ML werden in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung neue Normen der internationalen Beziehung und Zusammenarbeit gesetzt, werden sich die marxistisch- leninistischen Parteien der einzelnen Länder ihren internationalistischen Charakter auf eine höhere, auf eine internationale Stufe stellen müssen, die den heutigen Verhältnissen und Notwendigkeiten des globalisierten Klassenkampfes besser als bisher entspricht. Anders als mit einer gemeinsamen internationalen Organisation können heutzutage keine erfolgreichen marxistisch-leninistischen Parteien aufgebaut werden. Die marxistisch-leninistischen Parteien werden zum Sterben verurteilt sein, wenn sie die Zeichen der Zeit ignorieren, wenn sie sich nicht als Teil eines großen Ganzen begreifen, wenn sie nicht als Teil des Ganzen handeln im Sinne der gemeinsamen revolutionären Sache des Weltproletariats.

 

 

 



Wer ist die Komintern /ML ?

 

 

Die gegenwärtigen marxistisch-leninistischen Organisationen in den einzelnen Ländern haben es bislang nicht geschafft, sich auf die veränderten Bedingungen der Globalisierung ideologisch, politisch und organisatorisch genügend einzustellen, haben eine Menge Hindernisse im eigenen Land zu überwinden, um den ersten Schritt nach vorn – in Richtung Weltpartei – zu machen. Die Komintern / ML entstand ja nicht aus der Stärke der marxistisch – leninistischen Weltbewegung, sondern umgekehrt aus der Notwendigkeit, ihre (ideologischen) Schwäche zu überwinden. Deswegen kam der Impuls für die Gründung der Komintern / ML eben nicht von den marxistisch-leninistischen Organisationen der einzelnen Länder selbst und konnte auch von ihnen nicht kommen. Es liegt auf der Hand, dass die einzelnen Parteien unter den jetzigen Bedingungen in erster Linie mit der Lösung ihrer eigenen Probleme beschäftigt sind, dass die Frage der sozialistischen Revolution im eigenen Lande ihre überwiegende Kraft in Anspruch nimmt und daher weniger Raum und Zeit für die Wahrnehmung und Erfassung der Fragen der proletarischen Weltrevolution und der Weltpartei vorhanden ist. Es war also nur folgerichtig, dass es eines Anstoßes von außen und eines gewissen vorbereitenden Entwicklungsgrades der neuen Orientierung auf die Weltprozesse bedurfte. Die Gründung der Komintern / ML erfolgte somit trotz – und fast ohne Unterstützung - der bestehenden marxistisch-leninistischen Organisationen der einzelnen Länder (oder was von ihnen übriggeblieben ist, weil es anders nicht möglich war, sich vollkommen und nur ausschließlich der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen der Komintern / ML zu widmen. Es handelt sich also um einzelne alte marxistisch-leninistische Genossen aus der Zeit des Genossen Enver Hoxha, die es sich zu ihrer einzigen Aufgabe gemacht haben, ihre ganze Kraft und Energie ganz allein auf die Bedürfnisse der Schaffung der Komintern / ML zu konzentrieren, immer auf die gemeinsamen Interessen des Weltproletariats bedacht und ohne sich von den alltäglichen Schwierigkeiten der einzelnen marxistisch- leninistischen Organisationen in den verschiedenen Ländern und der Arbeiterbewegung in einem einzelnen Land „behindern, ablenken oder zurückzerren“ zu lassen. Anders war diese 5 jährige angestrengte ideologische Aufbauarbeit nicht zu bewerkstelligen. Doch nun ist es an der Zeit, dass die wahren Marxisten-Leninisten in der Welt erkennen, dass die Komintern / ML für alle eine gute Organisation ist, dass die bisherigen Bedenken und Einwände gegenüber der Komintern / ML fallen gelassen werden und bestehendes Misstrauen gegen sie allmählich abgebaut wird. Es schadet der marxistisch-leninistischen Weltbewegung die Existenz der Komintern / ML noch länger zu ignorieren. Setzt euch alle mit ihr aktiv auseinander. Nehmt für oder gegen sie Stellung. Stellt euch unter ihr Banner und unterstützt sie, wenn sie euch nützlich erscheint. Sie hat in all den 5 Jahren ihres Bestehens nichts anderes getan, als den Marxisten-Leninisten auf der ganzen Welt zu helfen und dies wird sie auch in Zukunft tun. Von ihrem internationalistischen Beitrag wird sich jeder ehrliche Genosse überzeugen können, wenn er sich denn die Mühe macht, die Dokumente zu studieren.

 

Der unvoreingenommene Marxist-Leninist hat für die mühselige Gründungsarbeit der Komintern / ML Verständnis und weiß die Anstrengungen der Genossen von der Komintern / ML ehrlich zu schätzen, denn ihm ist ja durch seine eigene Situation bekannt, unter welchen schwierigen Bedingungen die revolutionäre Arbeit im Weltmaßstab heute vorangeht. Für einen wahren Marxisten-Leninisten ist es schwerlich nachzuvollziehen, in der Gründung der Komintern / ML einen „Akt der Fraktionsmacherei“, der „Spaltung“, des „anmaßenden Führungsanspruchs“, des „Verwirrung-stiftens“, des kleinbürgerlichen „Konkurrenzdenkens“ usw. usf. sehen. Wir von der Komintern / ML haben unsere Arbeit jedermann zugänglich und öffentlich gemacht und zur Diskussion gestellt. Wer das bezweifelt, sollte den Mut haben, es uns zu sagen, aber jeder der an uns Kritik übt, sollte Selbstkritik üben und selber einmal Rechenschaft darüber ablegen, was er zur Lösung der ideologischen, politischen un d organisatorischen Frage der proletarischen Weltrevolution in den vergangenen 5 Jahren beigetragen hat. Möge dies der Komintern / ML zugänglich gemacht werden. Wir würden es begrüßen! Sind es nicht gerade die Opportunisten, die die Lösung der Frage der Kommunistischen Internationale am meisten behindern ? Die Wahrheit ist doch, dass sie in all den vergangenen 5 Jahren bis auf den heutigen Tag in ihrer Ignoranz über die Existenz der Komintern / ML geschwiegen haben.

 

Aber genau die Beweggründe hierüber zu erfahren, ist das nicht das Recht eines jeden Revolutionärs, dem die gemeinsame Überwindung der Schwierigkeiten der Wiedergründung der Kommunistische Internationale am Herzen liegt?

 

Ist es denn ein Zufall, dass noch nicht einmal eine Handvoll einzelner Genossen, den Felsbrocken ganz allein aus dem Weg räumen mussten ?

 

Kurz: Ohne Globalisierung hätte es genauso wenig eine Gründung der Komintern / ML gegeben wie ohne einen kleinsten Kreis altgedienter, kampferfahrener, standhafter und prinzipienfester einzelner marxistisch-leninistische Genossen, die von der alten ruhmreichen marxistisch-leninistischen Weltbewegung hervorgebracht wurden. Es hätte auch keine Komintern / ML gegeben, wenn nicht die marxistisch – leninistische Weltbewegung erkrankt wäre und nicht aus Fürsorge das Bedürfnis entstanden wäre, ihr auf neue Art und Weise wieder auf die Beine zu helfen.

 

Man fragt uns:

Mit welchem Recht nennt ihr euch Nachfolgerin der ruhmreichen Kommunistischen Internationale?

 

Was habt ihr vorgewiesen, um diesen ehrenvollen Namen zu tragen? Wo sind eure Sektionen?

 

Wo ist dies? Wo ist das?

 

 

Die Kommunistische Internationale fällt nicht fertig vom Himmel. Man kann von einpaar Genossen nicht verlangen, sie aus dem Boden zu stampfen. Natürlich ist es uns heute noch nicht möglich, „große“ Resultate als historische Beweise zu liefern. Wir haben niemals behauptet, uns mit der Komintern zu „messen“, eine fertige Komintern / ML geschaffen zu haben, aber wir sehen in der Komintern unser Vorbild, dem wir nacheifern wollen, und deren Wiederaufbau wir unsere ganze Kraft und Zuwendung widmen. Das einzige, was wir heute „beweisen“ können, ist unsere Entschlossenheit und unsere Bereitschaft, die Komintern auf der Basis des Marxismus-Leninismus, auf der Basis der 5 Klassiker neu aufzubauen. Kein Marxist-Leninist kann heute bestreiten, dass die Bezeichnung „Komintern / ML“ zur Zeit nur bedeuten kann, dass es nicht an Entschlossenheit fehlt, hartnäckig für ihren Aufbau zu kämpfen. Keinesfalls aber kann man davon sprechen, dass wir eine solche internationale Organisation bereits schon aufgebaut hätten, die zB die bolschewistischen Parteikriterien erfüllt oder gar mit der Komintern vergleichbar wäre. Ein Kriterium wäre zum Beispiel , dass mindestens eine bescheidene Anzahl verschiedener Länder als Sektionen mit der Unterstützung der Komintern / ML beginnen. Dieses Kriterium haben wir – wie vieles andere auch – leider noch nicht erfüllt, und wir müssen damit rechnen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben kann, dass es sich um einen langwierigen Prozess handelt, den man nicht künstlich erzwingen kann, aber dieser Wachstumsprozess hat bereits begonnen, auch wenn er noch keine Früchte trägt. Die Argumente für die Komintern / ML liegen jedermann auf dem Tisch. Es mag durchaus so kommen, dass wir Rückschläge erleiden, dass uns neue Hindernisse in den Weg gelegt werden, so dass es sogar fraglich sein könnte, all das im gleichen Tempo fortzusetzen, was wir in den ersten 5 Jahren begonnen haben (obwohl wir uns in den ersten 5 Jahren langsam wie Schnecken vorgekommen sind!). All diese Schwierigkeiten halten uns aber nicht davon ab, unsere internationalistische, proletarische Pflicht zu erfüllen, und diszipliniert beim weiteren Aufbau der Komintern / ML vorwärts zu marschieren. Uns geht es nicht in erster Linie um die formale Frage des Namens der Komintern / ML, sondern uns geht es darum, das Wesen zu erfassen, die Notwendigkeit der Schaffung von Voraussetzungen zu begreifen, die den Entwicklungsprozess der Komintern / ML zu einer tatsächlichen internationalen Kampfpartei der Proletarier aller Länder erleichtern und beschleunigen können. Wir betreten dabei Neuland und sind uns darüber bewusst, dass dies nicht ohne Fehler abgeht; - aber bitteschön, wo geht die Entwicklung alles Neuen ohne Fehler und Komplikationen ab ? Wir sind fähig zur Selbstkritik ebenso wie die Genossen in der ganzen Welt fähig sind zur Kritik, um so unsere Mängel aufzuzeigen und zu überwinden. Kritisiert die Komintern / ML – helft ihr, sich von ihren Wachstumsschwierigkeiten zu befreien. Dass die Frage der Komintern in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung mehr als stiefmütterlich behandelt wurde, dafür kann man die Komintern / ML nicht verantwortlich machen. Die Versäumnisse der Vergangenheit darf man der Komintern / ML nicht anlassten. Die Komintern / ML bemüht sich nur, das Versäumte wieder schnellstens aufzuholen, appelliert an die marxistisch-leninistische Weltbewegung, ihr dabei zu helfen, die internationale Organisierung zu erleichtern.

 

 

Wir kommunistischen Weltrevolutionäre haben die Komintern / ML vor 5 Jahren gegründet, weil wir damals bereits felsenfest davon überzeugt waren, dass das kein „Sprung ins Ungewisse“, sondern eine dringende, längst überfällige historische Tat sein würde, dass mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts das Weltproletariat seine mit der Oktoberrevolution begonnene Mission der Schaffung einer sozialistischen Welt zum siegreichen Ende führen wird, und dass ihm dabei die Komintern /ML den Weg weisen und es führen könnte – zunächst mit ihrer revolutionären Idee und sodann mit ihrer revolutionären Praxis. Wir waren und sind davon überzeugt, dass die Komintern /ML der revolutionären Weltbewegung als zukünftiges ideologisches Bollwerk dienen kann. Ob die Komintern /ML tatsächlich zu diesem Bollwerk wird, das hängt erstens davon ab, ob sie die richtigen Ziele und die korrekte Strategie und Taktik, die sie sich selbst vorangestellt hat und die sie aus den unsterblichen Lehren der 5 Klassiker schöpfte, auch treu, prinzipienfest und beharrlich verfolgt, daran festhält, sie verteidigt und nicht wieder davon abweichen wird. Und das hängt zweitens davon ab, ob es in der Welt Genossen geben wird, die an der Weiterentwicklung dieser korrekten Linie mitarbeiten uns sie gemeinsam mit uns in die Praxis umzusetzen bereit sind, ob es gelingt, diese Linie in die Arbeiterklasse hineinzutragen, ob es gelingt, die Arbeiter an Hand ihrer eigenen Erfahrungen von der Richtigkeit unserer Linie zu überzeugen, ob es den Arbeitern ihrerseits gelingt, unsere Linie als ihre eigene Linie zu begreifen und sie in ihrer revolutionären Praxis umzusetzen.

 

 

Wir haben jedenfalls keinerlei Zweifel daran, dass sich die Gründung der Komintern /ML einmal historische als das bestätigen wird, was sie ist, eine unverzichtbare Notwendigkeit für den Sieg des Weltproletariats. Wir schreiten deshalb vorwärts, weil wir wissen, wohin wir schreiten müssen, weil wir das Ziel der marxistisch-leninistischen Weltbewegung kennen. Wir haben eine weltrevolutionäre Perspektive mit der wir die Komintern / ML aufbauen. Wir haben die Gewissheit, dass wir sie auch wirklich aufbauen können. Wir richten uns nicht nach dem Bernsteinschen Rezept: „Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist alles, ihr Ziel nichts.“ Wir als Weltrevolutionäre, ordnen im Gegensatz hierzu unsere Theorie und Praxis, dem wichtigsten Klassenziel unter, dem Aufbau eines führenden weltproletarischen Kampfstabes. Würden wir das nicht tun, dann gerieten wir unvermeidlich und unbedingt in den Sumpf des Opportunismus. Ohne die Gewissheit, dass die Kommunistische Internationale wieder aufgebaut werden wird, kann es keinen Willen für den Aufbau der Komintern / ML geben. Wenn wir nicht an die Kommunistische Internationale glauben würden, würden wir unserer Sache schaden, würden wir damit unsere Aufbauarbeit von vorherein schwächen, wäre unsere Arbeit nur eine halbherzige Arbeit – und genau das kann nur für die Gegner des Aufbaus der Kommunistischen Internationale von Vorteil sein. Wer die entscheidende Bedeutung der Perspektive der Kommunistischen Internationale unterschätzt, hilft, ob er will oder nicht, den Gegnern der Kommunistischen Internationale – der züchtet Defaitismus und Kapitulantentum in einer der wichtigsten Fragen der proletarischen Weltrevolution, der zerrt die marxistisch-leninistische Weltbewegung noch weiter zurück. Die fortgeschrittenen Arbeiter draußen in der Welt, die sich für die Wiedererrichtung der Kommunistischen Internationale begeistern, die große Hoffnungen in sie hineinlegen, dürfen nicht enttäuscht werden. Sie sollen spüren, dass wir es ernst meinen, Fortschritte nachweisen und unsere Sache zu meistern verstehen. Wer die Perspektive der Komintern /ML anzweifelt, wer versucht, die Hoffnungen der revolutionären Arbeiter in der ganzen Welt auf unsere Aufbauarbeit zu zerstören, der vergeht sich gegen die elementarsten Forderungen des proletarischen Internationalismus, alles zu tun, um der Sache des Weltproletariats zu dienen.

 

 

Unsere Ideen haben im Zeitraum von 5 Jahren immer deutlichere Gestalt angenommen und der Durchbruch ist insofern gelungen als die Komintern /ML die gegenwärtigen und zukünftigen Interessen des revolutionären Weltproletariats als einzige Organisation der Welt theoretisch klar und deutlich und umfassend herausgearbeitet hat.

 

 



Wer sind die Hoxhaisten?

 

 

Man stellt uns die Frage: Ist es nicht verwirrend, anstatt von Marxisten-Leninisten nunmehr von Hoxhaisten zu sprechen? Haben nicht gerade die Maoisten den Begriff „Hoxhaisten“ benutzt, um unsere „Abweichung“, unsere „Abkehr“ vom Marxismus-Leninismus damit auszudrücken? Nein, das ist ganz und gar nicht verwirrend, Genossen. Werft doch nur mal einen Blick zurück auf die Geschichte des Marxismus: So hat doch auch die ganze II. Internationale gegen den Leninismus gewettert, hat sie den Leninismus als eine „Abweichung“, als eine „Abkehr“ vom Marxismus gebrandmarkt, haben die Opportunisten die wahren Marxisten als „Leninisten“ beschimpft. Was ist daraus geworden? Der Begriff Marxisten-Leninisten ist geblieben. Die revolutionären Arbeiter haben sich dem Leninismus zugewandt. Aber was machen die Neo-Revisionisten von heute daraus? Sie beschimpfen die wahren Marxisten-Leninisten als „Hoxhaisten“ - angeblich um den „Marxismus-Leninismus“ gegen den „Hoxhaismus“ zu verteidigen. Wir haben damals nicht darauf verzichtet, uns Leninisten zu nennen, genauso wie wir heute nicht darauf verzichten werden, uns Hoxhaisten zu nennen. Damals half es der marxistischen Weltbewegung, sich leninistisch zu nennen und heute hilft es der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, sich hoxhaistische Weltbewegung zu nennen, weil dies die Demarkationslinie zu denjenigen darstellt, die ihren Opportunismus gern mit „Marxismus-Leninismus“ maskieren. Marxist konnte man damals nur sein, wenn man den Leninismus anerkannte. Heute kann man nur Marxist-Leninist sein, wenn man den Hoxhaismus anerkennt – das ist der Kern der Sache, dass ist der Grund, warum die Komintern / ML den Genossen Enver Hoxha zum 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus erklärt hat. An Enver Hoxha scheiden sich heute die Geister: auf der einen Seite die wahren Marxisten-Leninisten – auf der anderen Seite die Opportunisten, die sich als „Marxisten-Leninisten“ ausgeben, um Verwirrung zu stiften. Mit dem Opportunismus kann es keine Einheit geben, müssen wir uns vor den Augen der Arbeiter klar von den Opportunisten abgrenzen, nicht nur dem Inhalt, sondern auch der Form nach – also auch durch unsere Namensgebung. Die ändert sich auf Grund der veränderten Bedingungen. Daran ist nichts Besonderes. Es ist völlig unwichtig, ob wir Marxisten-Leninisten uns so oder anders nennen, denn als Weltrevolutionäre der Tat stellen wir das Wesen unserer Sache höher als Namensbezeichnungen.

Entscheidend ist dass wir Marxisten-Leninisten unseren Namen in Theorie und Praxis zu Recht tragen, dass dies das erwachende Weltproletariat begreift. Angesichts des heutigen Wirrwarrs ist es vorteilhafter, uns durch klare Bezeichnungen abzugrenzen, um den revolutionären Arbeitern die Unterscheidung von Sein und Schein zu erleichtern, um ihnen den einzigen richtigen Weg zum Marxismus-Leninismus aufzuzeigen, den Weg des Genossen Enver Hoxha. Wir zeigen klar Flagge – das ist in Zeiten des Wirrwarrs unvermeidlich notwendig.

 

Man stellt uns die Frage:

Seid ihr Hoxhaisten oder Marxisten-Leninisten?

Und was unterscheidet euch Hoxhaisten von allen anderen Marxisten-Leninisten?

Diese Fragen sind falsch gestellt.

Wir antworten: rein gar nichts!

Diesen konstruierten Unterschied - „entweder oder“ - gibt es nicht und kann es nicht geben. Außer Hoxhaisten kann es heute keine anderen Marxisten-Leninisten geben. Es gibt nicht auf der einen Seite Hoxhaismus und auf der anderen Seite Marxismus-Leninismus. Der Hoxhaismus ist Marxismus-Leninismus und nichts anderes. Der Hoxhaismus schließt alles ein, was Marx, Engels, Lenin und Stalin geschaffen haben, plus das Neue, womit Enver Hoxha die Schatzkammer des Marxismus-Leninismus bereichert hat und was sich notwendig aus all dem ergibt, was Marx, Engels, Lenin und Stalin geschaffen haben ( nehmen wir ein Beispiel: den Kampf gegen den Revisionismus ).

Da der Revisionismus zur Zeit von Marx, Engels, Lenin und Stalin noch nicht an der Macht war (faktisch erst nach dem Tod Stalins), konnte die Lehre des Marxismus-Leninismus über den Kampf gegen den Revisionismus an der Macht auch noch nicht zu Lebzeiten der 4 Klassiker weiterentwickelt werden. Auf weitere Beispiele wie die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus - etwa in der Frage des Sturzes der faschistischen Okkupation und die Errichtung der Diktatur des Proletariats - wollen wir hier verzichten, da deutlich genug ausgesagt ist, dass es stets neue Klassiker geben wird, die die Schatzkammer des Marxismus bereichern. Die Klassiker gehören nicht zu den „Gattungen, die zum Aussterben“ verurteilt sind ( wie es die Bourgeoisie gern sähe!). Und Enver Hoxha ist ein glänzendes Beispiel hierfür, dass der Marxismus-Leninismus lebendig und immer jung bleibt. Es ist doch klar, dass die Feinde des Marxismus-Leninismus alles daran setzen, diese Tatsache anzuzweifeln und zu „widerlegen“.

 

 

Man kann daher durchaus vom Marxismus-Leninismus oder vom Hoxhaismus sprechen ( was im Grunde genommen ein und dasselbe ist), aber man kann nicht sprechen vom Marxismus-Leninismus UND Hoxhaismus. Man kann nicht Hoxhaist sein, ohne Marxist-Leninist zu sein, so wie man heute nicht mehr Marxist-Leninist sein kann, ohne Hoxhaist zu sein. Das haben wir immer wieder in unseren Materialien begründet und entsprechend zum Ausdruck gebracht. Der Hoxhaismus ist nicht die Lehre des Genossen Enver Hoxha minus Marxismus-Leninismus. Der Hoxhaismus ist die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus in der Phase des Sozialismus mit dem Revisionismus an der Macht – bzw. heute die Lehre von der Zurückeroberung des Sozialismus (seiner Wiedergeburt, seiner Wiederauferstehung, seiner Wiederherstellung, seine Wiedererrichtung – wie auch immer man es nennen will) und eine Lehre der Vermeidung der Zurückeroberung der Macht des Revisionismus.

Enver Hoxha war nicht nur sein Leben lang der herausragendste Marxist-Leninist seiner Zeit, war nicht nur der beste Schüler Stalins, sondern er entwickelte sich darüber hinaus zum 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, und wir werden

 

  1. alle Genossen davon geduldig zu überzeugen wissen, die Enver Hoxha als Marxisten-Leninisten verteidigen, aber sich noch nicht darüber bewusst sind, dass Enver Hoxha der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus ist, und warum es so wichtig ist, Enver Hoxha eben als einen besonderen Marxisten-Leninisten zu verteidigen, nämlich als den 5. Klassiker.

  2. alle diejenigen bekämpfen, die uns daran zu hindern versuchen.

Alle Hoxhaisten der Welt waren und sind stets Marxisten-Leninisten geblieben und werden auch in Zukunft nie etwas anderes sein als Marxisten-Leninisten, weil der Hoxhaismus „nur“ die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus ist, von dem aus wir unsere politisch-ideologische Demarkationslinie zu allen sogenannten „Marxisten-Leninisten“ ziehen, die uns Hoxhaisten gegenüber eine antimarxistisch-leninistische, eine feindliche Haltung einnehmen, weil sie mit diesem Kampf den Marxismus-Leninismus nicht etwa „vor uns in Schutz nehmen“, sondern in Wahrheit nur bestrebt sind, den Marxismus-Leninismus zu bekämpfen. Wer kein Hoxhaist ist, der kann auch kein Marxist-Leninist sein!

Wir nehmen als Hoxhaisten keine Sonderstellung „über“ den Marxisten-Leninisten ein und sind ebenso auch keine besondere „Strömung innerhalb der marxistisch-leninistischen Bewegung“. Es gibt keine marxistisch-leninistische Weltbewegung außerhalb der hoxhaistischen Weltbewegung. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist die marxistisch-leninistische Weltbewegung von heute. Wir sind keine „Super“- Marxisten-Leninisten, keine „internationale Avantgarde der Marxisten-Leninisten“, sondern wollen nur der Avantgarde des Weltproletariats angehören – eben als einfache Marxisten-Leninisten. Wir haben uns niemals verpflichtet, unter den Marxisten-Leninisten „am weitesten links“ zu stehen. Unter den Marxisten-Leninisten sind wir keine Linken und keine Rechten. Allerdings sind wir stets von Anfang bis Ende gegen „linke“, rechte und zentristisch-versöhnlerische Abweichungen innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung aufgetreten. Abweichungen vom Marxismus-Leninismus bekämpfen wir, egal welche aufzutreten versuchen.

 

Eins ist klar:

Nach 5 Jahren Komintern / ML ist es nicht mehr so wichtig, ob man der marxistisch-leninistischen Partei in diesem oder jenen Land angehört, sondern heute ist wichtig, dass man vor allem ein Marxist-Leninist ist, der der Kommunistischen Internationale angehört, dass man der Avantgarde des Weltproletariats angehört, dass man den Kampf für die proletarische Weltrevolution höher stellt als jeden anderen Kampf. Eben das heißt heute, ein Hoxhaist zu sein!

 

 

 



Warum ist Enver Hoxha ein Klassiker des Marxismus-Leninismus?

 

 

Die Komintern / ML definiert die Lehren des 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, den Hoxhaismus, wie folgt:

 

 

1.

 

Die Lehren Enver Hoxhas sind der Marxismus-Leninismus auf einer weitest fortgeschrittenen Stufe der Epoche des Imperialismus, der fortgeschrittenen Krise, Fäulnis und parasitären Zersetzung des sterbenden Weltkapitalismus, insbesondere der aus dem Sozialismus hervorgetretenen besonderen kapitalistischen Degenerationsformen des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus. Die Lehren Enver Hoxhas sind die Lehren einer neuen Form der sozialistischen Revolution - die Theorie und Taktik des anti-revisionistischen und anti-sozialfaschistischen Kampfes des revolutionären Proletariats unter den Bedingungen des Revisionismus an der Macht im Allgemeinen und im Besonderen die Theorie und Taktik der Zurückeroberung, der Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats, die Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats, der Sieg des Sozialismus durch das Zersprengen der imperialistisch.sozialimperialistischen Kette, der Sieg über den restaurierten Kapitalismus und der Sieg über den Revisionismus an der Macht.

 

 

 

2.

 

Der Hoxhaismus ist die siegreiche Lehre des Sozialismus in einem Land, das sich für Jahrzehnte entwickelt hat – TROTZ der Entartung eines anderen sozialistischen Landes, TROTZ der Restauration des Kapitalismus in einem anderen sozialistischen Land, TROTZ des Revisionismus an der Macht, Trotz der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung. Der Hoxhaismus ist die Lehre von der anti-revisionistischen Regenerationskraft des Sozialismus, die Lehre vom jahrzehntelangen siegreichen Widerstand gegen die ganze bürgerlich-revisionistische Welt.

 

 

 

3.

 

Der Hoxhaismus ist die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus unter den Bedingungen des anti-faschistischen Kampfes und wie er direkt in die Lehre des siegreichen Kampfes für die Diktatur des Proletariats verwandelt wurde. Der Hoxhaismus ist die Lehre vom erneuten erfolgreichen Durchbrechen der imperialistischen Kette, nämlich unter den Bedingungen der faschistischen Okkupation eines Landes, ist die Lehre vom Aufbau des Sozialismus eines Landes unmittelbar auf den Ruinen einer faschistischen Diktatur. Der Hoxhaismus ist also die Lehre von der Beseitigung des Faschismus durch den Sozialismus im nationalen Maßstab und damit für die Voraussetzungen des Sieges über dem Faschismus im Weltmaßstab.

 

 

 

4.

 

Der Hoxhaismus liefert den Beweis für die Richtigkeit des universellen und internationalen Charakters des Bolschewismus und dafür, dass der Bolschewismus unter Lenin und Stalin nicht nur eine siegreiche Lehre begrenzt auf die russischen Verhältnisse war, dass der Bolschewismus nicht national und zeitlich beschränkt war, sondern als internationale Lehre fortgesetzt und weiterentwickelt wurde in einem anderen Land. Der Hoxhaismus ist die Lehre des Bolschewismus nach Lenin und Stalin als ein „Modell der Taktik für alle“ - wie Lenin es treffend formulierte. Der Hoxhaismus ist die Weiterentwicklung der Lehre von der Diktatur des Proletariats. Die Lehren des Genossen Enver Hoxhas stellen letztendlich einen bedeutenden Beitrag dazu dar, den Beweis für den endgültigen Sieg des Weltbolschewismus zu liefern als eine Taktik für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution und der Errichtung der Diktatur des Weltproletariats.

 

 

 



Der Hoxhaismus von heute

 

 

Der Hoxhaismus ist hervorgegangen aus dem Kampf gegen den modernen Revisionismus, er entwickelt sich heute weiter im Kampf gegen den Neo-Revisionismus ( Anti-Revisionismus in Worten - Wiederbelebung des Revisionismus in Taten). Es darf nicht vergessen werden, dass zwischen den (alten) Hoxhaismus (also zu Enver Hoxhas Lebzeiten), also dem Hoxhaismus an der Macht, und dem heutigen (neuen) Hoxhaismus , der Lehre von der Zurückeroberung des Hoxhaismus an der Macht, ein ganzer Zeitabschnitt liegt, ein Zeitabschnitt ohne Sozialismus an der Macht.. Ferner darf nicht vergessen werden, dass wir Hoxhaisten die Zurückeroberung des Sozialismus nicht als eine formale Wiederherstellung der alten Machtverhältnisse - begrenzt auf den „Sozialismus in einem Land“ / Zerschlagung der Herrschaft der Bourgeoisie eines Landes - verstehen, sondern diese Zurückeroberung ist identisch mit unserem Kampf für den Sieg des Weltsozialismus, der auf den Trümmern des gesamten Weltimperialismus, (sich also auf die Beseitigung der WELT-Herrschaft der Bourgeoisie konzentrierend) aufgebaut wird. Die Hoxhaisten von heute richten ihr Ziel vorrangig auf das Zuendeführen der sozialistischen Weltrevolution aus, indem sie den täglich zunehmenden Prozess der Verwandlung des Klassenkampfes der Proletarier aller Länder in einen einzigen Klassenkampf des internationalen Weltproletariats beschleunigen, in ihn das weltsozialistische Bewusstsein, den proletarischen Internationalismus, hineintragen und uns an die Spitze dieses Kampfes stellen.

 

Der Hoxhaismus an der Macht war der Hoxhaismus an der Macht in einem einzigen sozialistischen Land der Welt , also unter den Bedingungen der imperialistisch-revisionistischen Umklammerung einer imperialistischen und sozialimperialistischen Supermacht sowie der übrigen imperialistischen und revisionistischen Länder, kurz: der gesamten kapitalistisch-revisionistischen Welt. Der heutige Hoxhaismus ist der Kampf um die Macht des Weltsozialismus unter den Bedingungen des gesamten globalisierten und vereinigten Weltimperialismus (unter der gegenwärtigen Führung des USA-Imperialismus.)

 

Unter Zurückeroberung des Sozialismus verstehen wir heutigen Hoxhaisten also nicht nur die Zurückeroberung des Sozialismus, wie er zur Zeit Lenins, Stalins und Hoxhas existierte, nicht als dessen Kopie, sondern als Sozialismus auf höherer Entwicklungsstufe, auf der heutigen Entwicklungsstufe einer globalisierten Welt, als Ergebnis eines globalisierten Klassenkampfes des sich als bewusste Klasse herausbildenden Weltproletariats. Dadurch bekommt die sozialistische Weltrevolution heute für uns Hoxhaisten eine neue Qualität, eine höhere Form als der internationalistische Kampf der Proletarier der einzelnen Länder im 19. und 20. Jahrhundert, wo der Sozialismus nur auf nationale Grenzen beschränkt verwirklicht wurde. Der globalisierte Weltimperialismus hat diese Schranken niedergerissen, hat die Weltproduktivkräfte auf höherer Stufe entwickelt und damit den Weg frei gemacht für den globalisierten proletarischen Kampf um den Weltsozialismus. Damit bekommt die heutige Kommunistische Internationale als Zentrum der bewussten Trägerin der proletarischen Weltrevolution, des Weltproletariats, eine neue Bedeutung.

Der Sozialismus, der Marxismus-Leninismus, die revolutionäre Weltbewegung in ihrer Gesamtheit kann nicht nur von Erinnerungen an Genossen Enver Hoxha leben: Sie braucht erneut ein klares Ziel (angelehnt an das Programm der Komintern) und eine feste Generallinie (Strategie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution). Die Komintern /ML hat beides auf ihr Banner geschrieben, unter dem eine ganze neue Generation von Hoxhaisten der ganzen Welt herangebildet werden kann.

 

 

 



Der Sozialismus in einem Lande und die proletarische Weltrevolution

 

 

Wir gehen davon aus, dass die Internationalisierung des proletarischen Klassenkampfes, die Schaffung einer Hoxhaistischen Weltpartei, auch den sozialistischen Kampf in den einzelnen Ländern neu gestalten, umgestalten wird, dass von internationaler Seite her große Impulse für den Kampf „vor Ort“ ausgehen werden, dass die Globalisierung des Klassenkampfes dem Klassenkampf eines Landes den Stempel aufdrücken wird, dass der Klassenkampf in einem Land auf eine höhere qualitative Stufe gehoben wird, der den Sieg der proletarischen Weltrevolution beschleunigen wird. Aus der Globalisierung werden sich die ungeheuren, gewaltigen Kräfte des Weltproletariats entfalten, denen der vereinigte Weltimperialismus nicht gewachsen sein wird, der die Weltbourgeoisie endgültig in die Knie zwingen wird, etwas was der „Sozialismus in einem Land“ nicht zu leisten im Stande war. Aber der „Sozialismus in einem Land“ war die wichtigste historische Stufe auf dem Weg zum Weltsozialismus. Ohne diese Stufe ist es dem Sozialismus nicht möglich, sich über die gesamte Welt auszubreiten und damit dem Weltkapitalismus vollständig zu besiegen, ihm keinerlei Möglichkeit mehr zum Rückzug und zur Restauration des Kapitalismus zu geben, das einzelne sozialistische Land zu umkreisen und schließlich zu erwürgen, zu verschlingen und zu verdauen – nicht zuletzt mit Hilfe seines revisionistischen Ferments.

Der Sozialismus in einem Land hat bereits den Beweis erbracht, dass die Führungskader aus den Reihen der Arbeiter unter der proletarischen Macht hundertmal schneller und gründlicher gewachsen sind als unter der Macht des Kapitals. Also werden aus der internationalen Macht des Proletariats die internationalen Führungskader aus den Reihen des Weltproletariats tausendmal schneller und gründlicher wachsen als aus der proletarischen Macht eines einzelnen Landes, werden die Führungskader des Sozialismus in einem Land viel schneller heranwachsen als ohne internationale Macht des Weltproletariats. Aber es gibt u.a. noch drei weitere wichtige Erfahrungen aus dem Sozialismus in einem Land:

  1. Die Gefahr des Verlustes der sozialistischen Perspektive beim Aufbau eines einzelnen, isolierten und von der bürgerlich-revisionistischen Einkreisung bedrohten sozialistische Landes ist unter den Bedingungen des Weltsozialismus, zumindest aber unter den Bedingungen des Sozialismus in wenigsten einigen Ländern viel geringer und damit auch der Kampf einer neuen Bourgeoisie für die Restauration des Kapitalismus zukünftig um so schwieriger.

  2. Die Gefahr des Verlustes der internationalen revolutionären Perspektive ist unter den Bedingungen der Macht des Weltproletariats geringer als unter den Bedingungen des Aufbaus des Sozialismus in einem einzelnen (einzigen) isolierten sozialistischen Land. Gleichzeitig ist durch die Existenz des Weltsozialismus die Gefahr der Restauration des Weltkapitalismus erheblich eingeschränkt, da dieser sich nicht mehr so leicht auf irgendein Hinterlandzurückziehen kann.

  3. Die Gefahr, dass die marxistisch-leninistische Partei ihre führende Stellung einbüßt, und die damit verbundene Möglichkeit, dass sich die Partei in ein Anhängsel des Staatsapparates verwandelt und revisionistisch entartet, ist unter den Bedingungen eines einzelnen sozialistischen Landes viel größer als unter den Bedingungen der sozialistischen Weltrepublik. Unter den Bedngungen, unter denen eine Kommunistische Internationale die sozialistische Weltunion anführt, werden die marxistisch-leninistischen Parteien aller Länder nicht so leicht Gefahr laufen , ihre führende Stellung einzubüßen, wie das unter den Bedingungen des Sozialismus in einem Land noch der Fall war. Der sozialistische Weltstaat ist die einzige Garantie für jeden anderen sozialistischen Staat auf der Welt.

Jetzt interessiert uns also , wie aus den wertvollen Erfahrungen des „Sozialismus in einem Lande“ die Idee eines harmonisch verbundenen sozialistischen Weltsystems herausgearbeitet wird - die Theorie des Weltsozialismus und wer diese Ideen herausarbeitet und verbindet. Es kann keine marxistisch-leninistische Weltbewegung geben ohne die sie führende, einheitlich und in sich geschlossene weltrevolutionäre Theorie. Diese Theorie gehört nicht nur dem Proletariat in diesem oder jenem Lande, sondern allen Proletariern gleichermaßen, dem Weltproletariat. Der Marxismus-Leninismus ist die Verallgemeinerung der Erfahrungen der revolutionären Bewegung der Arbeiter aller Länder, mehr noch: ist die Verallgemeinerung der Erfahrung des globalisierten Klassenkampfes des Weltproletariats, was heute nicht das Gleiche ist. Die marxistisch-leninistischen Parteien in diesem oder jenen Land modeln die Theorie des Marxismus-Leninismus also nicht nach ihren eigenen Vorstellungen zurecht, sondern lassen sich gemeinsam vom Marxismus-Leninismus leiten, der seinem tiefsten Charakter und seinem ursprung nach, eben die Weltanschauung des Weltproletariats ist. Und ausgearbeitet wird der Marxismus-Leninismus nicht von dieser oder jener marxistisch-leninistischen Partei, sondern gemeinsam von allen marxistisch-leninistischen Parteien, von der marxistisch-leninistischen Weltpartei, von der Kommunistischen Internationale, von wem denn sonst wohl ? Vorkämpfer für die weltrevolutionäre Theorie des Marxismus-Leninismus ist die Kommunistische Internationale, die die marxistisch-leninistischen Parteien aller Länder in sich vereint und mit ihnen deren wertvolle Kampferfahrungen, die sie verallgemeinert !

 

Die sozialistische Weltrevolution lernt von allen bisherigen Revolutionen, selbst wenn sie nicht vom gleichen Typ sind. Die sozialistische Weltrevolution vollendet, das, was ihr die bisherigen Revolutionen als ungelöste Probleme übriggelassen haben, was diese zu ihrer Zeit noch nicht lösen konnten. Alles, was von einer Revolution nicht gelöst wird, wird von der nächsten Revolution auf höherer Stufe gelöst. Darauf läuft die ganze Wissenschaft der sozialistischen Weltrevolution hinaus: Die sozialistische Weltrevolution löst das Problem des garantierten Sieg des Sozialismus in einem Lande, bringt die sozialistische Revolution, die den Sieg des Sozialismus in einem Land sicherte, zu Ende, löst also alle diejenigen Aufgaben, an deren Realisierung die vorangegangene Revolution gescheitert war, holt das Versäumte nach und entwickelt es weiter auf höherer Stufenleiter. Es ist das alleinige und historisch unbestrittene Verdienst der Komintern / ML, innerhalb von 5 Jahren mit der Ausarbeitung gerade dieser Theorie, mit der Ausarbeitung der Strategie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution, mit der Schaffung einer neuen Generallinie des Kommunismus, unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Weltlage begonnen und dem Weltproletariat den einzig richtigen Weg zu seiner rervolutionären Befreiung aufgezeigt zu haben, indem wir uns als einzige auf die Lehren der 5 Klassiker und auf die Lehren der Komintern gestützt haben, nämlich anzuerkennen und zu begreifen, dass die sozialistische Weltrevolution die heute bedeutendste Wissenschaft der Welkt ist, die ernsthaft und gründlich studiert, weiterentwickelt und gemeistert werden will.

Die Macht der Proletarier aller Länder liegt in ihrer Vereinigung zu einer einzigen organisierten, bewussten internationalen Klasse. Die Zukunft gehört dem Weltproletariat, das sich aus dem Schoß der imperialistischen Globalisierung täglich millionenfach herausbildet und seinen internationalen Siegeszug zu Ende führen wird. Das Weltproletariat vermag nicht nur die Front des Weltkapitals an einer Stelle zu durchbrechen – das vermochte das Proletariat in einem Lande - , sondern an der ganzen Weltfront ! Es ist heute also schon durchaus möglich, dass das Weltproletariat die Weltbourgeoisie ökonomisch überwindet, dass es die eigene Basis für den ökonomischen Aufbau des Weltsozialismus schaffen kann, indem es die globalisierte Großproduktion vergesellschaftet, die Weltlandwirtschaft mit der Weltindustrie zu einem wirtschaftlichen Weltganzen zusammenschließt, die Beziehungen zwischen den Ländern auf der Grundlage des Austausches von landwirtschaftlichen Produkten und Industrieerzeugnissen international regelt. Es ist dem Weltproletariat ferner möglich, dafür zu sorgen, dass alle jene internationalen Kanäle geschlossen und liquidiert werden, mit deren Hilfe Klassen entstehen und vor allem das Weltkapital entsteht. Das Weltproletariat findet alles bereits vor, was letzten Endes solche internationalen Produktions- und Verteilungsbedingungen schafft, die direkt und unmittelbar zu Aufhebung der Klassen im Weltmaßstab führen. Das Weltproletariat ist in der Lage, mit einem Schlag – zumindest binnen kürzester Frist - die materielle und kulturelle Lage von Millionen in Not und Elend lebenden Menschen überall auf der Welt direkt und unmittelbar zu verbessern und damit den größten Teil der gesamten Weltbevölkerung auf seine Seite zu ziehen, um mit ihm zusammen die sozialistische Wekltordnung aufzubauen und auf immer sicherere soziale Weltbasis zu stellen. Das Weltproletariat ist als einzige Kraft in der ganzen Welt dazu in der Lage, die aus dem letzten Loch pfeifenden, maroden bürgerlichen Staaten in blühende sozialistische Staaten zu verwandeln, indem es die Ausplünderung durch das ausländische Kapital beseitigt, indem es mit seiner Initiative maßgeblich dazu beiträgt, die Befriedigung der nationalen und kulturellen Bedürfnisse aller Länder grundlegend und nachhaltig zu verbessern. Das regierende Weltproletariat stützt sich dabei auf das führende, regierende Proletariat in jedem Land. Zwischen dem Weltproletariat und dem sozialistischen Proletariat in jedem Land werden sich neue Formen des Bündnisses entwickeln zur gegenseitigen Unterstützung. Innerhalb kürzester Zeit wird die neue weltsozialistische Ordnung ihre völlige Überlegenheit gegenüber der alten weltimperialistischen Ordnung unter Beweis stellen können, denn an der Weltspitze steht nicht mehr eine Minderheit von Weltschmarotzern, sondern die Millionen und aber Millionen Weltproduzenten selbst. Die sozialistische Weltwirtschaft - planmäßig betrieben - wird die stärkste zusammengefasste konzentrierte Wirtschaft in der Geschichte der Menschheit sein. Das jetzige kapitalistische Weltwirtschaftssystem hat dem nichts entgegenzustellen. ....krisengeschüttelt, von inneren Widersprüchen zerfressen, Anhäufung von immer mehr Arbeitslosigkeit, Armut und Elend durch Ausbeutung und Unterdrückung auf Seiten der Mehrheit der Weltbevölkerung – gigantische Anhäufung von Reichtum, Luxus, Überfluss und Verschwendung auf Seiten einer winzigen Weltminderheit, die alle Fäden des Schicksals der Menschheit in ihren blutigen, kriegerischen Krallen halten. Eiterbeulen - nichts als Eiterbeulen, - Zerstörung, nichts als Zerstörung - das ist vom kapitalistischen Weltwirtschaftssystem nach hundert Jahre übrig geblieben ist. 5 Jahre Komintern / ML - das ist ein kleines, aber immerhin ein Stückchen zur Verkürzung der Epoche des Weltimperialismus.

 

Alles wurde von Stalin klar vorausgesehen:

 

Solange wir uns in kapitalistischer Umkreisung befinden, solange das Proletariat nicht wenigstens in einer Reihe von Ländern gesiegt hat, können wir daher unseren Sieg nicht als endgültig betrachten, können wir folglich das Land der Diktatur des Proletariats, welche Erfolge wir bei unserem Aufbau auch aufzuweisen haben mögen, nicht als gesichert gegen Gefahren von außen betrachten. Daher muss man, um endgültig zu siegen, erreichen, dass die gegenwärtige kapitalistische Umkreisung von einer sozialistischen Umgebung abgelöst wird, muss man erreichen, dass das Proletariat zu Mindesten nich in einigen Ländern siegt. Erst dann kann unser Sieg als endgültig betrachtet werden.“ (Stalin, Band 8, Seite 235). [unterstrichen und hervorgehoben von der Redaktion].

 

Und heute:

 

Man kann wohl kaum daran zweifeln, dass die Vernichtung der Sowjetrepublik die schwärzeste und schlimmste Reaktion in allen kapitalistischen Ländern nach sich ziehen würde.“ (Stalin, Band 9, Seite 123).

 

Die kapitalistisch-revisionistische Umkreisung hat über den Sozialismus in einem Land gesiegt. Ist das eine Tatsache oder nicht? Es gibt heute kein real existierendes sozialistisches Land mehr auf der Welt – das ist eine Tatsache, die nur die Revisionisten zu leugnen versuchen. Natürlich betrachten wir wie Lenin, Stalin und Enver Hoxha den Sieg des Sozialismus in einem Lande auch nach wie vor als Stütze, als Mittel, als Hebel, als Weg und Basis zum Sieg der proletarischen Revolutionen in anderen Ländern. Es kann keinen Weltsozialismus geben, der nicht auf dem Sozialismus der einzelnen Länder basiert, es kann nur ein internationales Luftschloss mit Namen „Weltsozialismus“ in einer kapitalistischen Welt gebaut werden. Basis und Hebel für den zu schaffenden Weltsozialismus müssen mindestens eine ganze Reihe von sozialistischen Ländern sein, bedarf es eines weltsozialistischen Lagers, eines weltsozialistischen Zentrums, das fähig ist, sich dem weltkapitalistischen Lager siegreich entgegenzustellen, müssen also ökonomische, soziale und nationale Voraussetzungen für die Beseitigung der alten kapitalistischen Weltordnung und für die Errichtung einer neuen sozialistischen Weltordnung vorhanden sein.

 

Den Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab darf man nicht verwechseln mit dem Sieg des Sozialismus in allen Ländern der Welt. Man darf diese beiden verschiedenen Begriffe weder zusammen in einen Topf werfen, noch sie voneinander trennen oder gegeneinander stellen. Erst mit dem Sieg im Weltmaßstab können die Voraussetzungen für den Sieg des Sozialismus in allen Ländern der Welt geschaffen werden. Die proletarische Weltrevolution beginnt mit der Eroberung der politischen Macht des Weltproletariats, das sich damit sein weltsozialistisches Machtzentrum schaffen kann, und gekrönt wird die sozialistische Revolution des Weltproletariats schließlich mit dem Sieg des Sozialismus in allen Ländern der Welt.

Im Namen des Sieges der sozialistischen Weltrevolution werden wir die Fackel der Sowjetunion Lenins und Stalins zusammen mit der albanischen Fackel Enver Hoxhas höher und höher halten, wird der Sozialismus in diesen beiden Ländern für alle Zeiten unerschütterliches Vorbild für alle Werktätigen der Welt bleiben, werden diese beiden Fackeln stets weiterbrennen und allen Unterdrückten und Geknechteten auf ihrem Weg voranleuchten, werden wir Marxisten-Leninisten stets ein wachsames Auge darauf haben, dass sie lichterloh brennen und von niemandem ausgelöscht werden können. Mit diesen lodernden Fackeln werden wir von der Epoche des Sieges des Sozialismus in einem Lande zur nächsten Epoche des Sieges des Sozialismus im Weltmaßstab voranschreiten - wobei wir nicht nur an die Worte Stalins, sondern auch an ihrem zu ergründenden Sinn erinnern wollen,

 

dass es für einen Marxisten nicht statthaft ist, solche verschiedenartigen Erscheinungen wie den `Sieg des Sozialismus in einem Lande` und den ´Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab` zu vermengen und in einen Topf zu werfen. Man darf nicht vergessen, dass diese verschiedenartigen Erscheinungen zwei völlig verschiedene Epochen widerspiegeln, die sich voneinander nicht nur zeitlich (was sehr wichtig ist), sondern auch ihrem ganzen Wesen nach unterscheiden. (...)

Die Periode des Sieges des Sozialismus im Weltmaßstab unterscheidet sich von der Periode des Sieges in einem Lande vor allem eben dadurch, dass sie den Imperialismus in allen Ländern liquidiert, dass sie sowohl das Bestreben, fremde Nationen zu unterwerfen, als auch die Furcht vor der Gefahr der nationalen Versklavung beseitigt, dem nationalen Misstrauen und der nationalen Feindschaft den Boden entzieht, die Nationen in einem einheitlichen System der sozialistischen Weltwirtschaft vereint und somit die realen Bedingungen schafft, die für eine allmähliche Verschmelzung aller Nationen zu einem Ganzen notwendig sind. Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen diesen beiden Perioden.“ (Stalin, Band 11, Seite 307).

Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass die erste Etappe der Periode der Weltdiktatur des Proletariats der Beginn des Absterbens der Nationen und der nationalen Sprachen, der Beginn der Herausbildung einer einheitlichen gemeinsamen Sprache sein werde. Im Gegenteil, die erste Etappe. In deren Verlauf die nationale Unterdrückung endgültig beseitigt werden wird, wird die Etappe sein, in der die früher unterdrückten Nationen und nationalen Sprachen sich entwickeln und aufblühen werden, die Etappoe, in der die Gleichberechtigung der Nationen hergestellt werden wird, die Etappe, in der das gegenseitige nationale Misstrauen verschwinden wird, die Etappe, in der sich die internationalen Verbindungen zwischen den Nationen anknüpfen und festigen werden.( Stalin, Band 11, Seite 311).

 

Wie die Menschheit zur Abschaffung der Klassen nur durch die Übergangsperiode der Diktatur der unterdrückten Klassen kommen kann, so kann sie zur unvermeidlichen Verschmelzung der Nationen nur durch die Übergangsperiode der völligen Befreiung, das heißt der Freiheit der Lostrennung, aller unterdrückten Nationen kommen“ (Lenin, Band 20, Seite135/1369).

 

Erst in der zweiten Etappe der Periode der Weltdiktatur des Proletariats, in dem Maße, wie sich an Stelle der kapitalistischen Weltwirtschaft eine einheitliche sozialistische Weltwirtschaft herausbilden wird – erst in dieser Etappe wird sich eine Art gemeinsame Sprache herauszubilden beginnen, denn erst in dieser Etappe werden die Nationen die Notwendigkeit empfinden, neben ihren eigenen nationalen Sprachen eine gemeinsame internationale Sprache zu haben – zur Erleichterung des Verkehrs untereinander und zur Erleichterung der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zusammenarbeit. In dieser Etappe werden also die nationalen Sprachen und eine gemeinsame internationale Sprache nebeneinander bestehen. Es ist möglich, dass zuerst nicht nur ein, für alle Nationen gemeinsames Weltwirtschaftszentrum mit einer gemeinsamen Sprache entstehen wird, sondern mehrere zonale Wirtschaftszentren für einzelne Gruppen von Nationen mit einer besonderen, für jede Gruppe von Nationen gemeinsamen Sprache und dass sich diese Zentren erst späterhin zu einem gemeinsamen sozialistischen Weltwirtschaftszentrum mit einer für alle Nationen gemeinsamen Sprache vereinigt werden.

In der folgenden Etappe der Periode der Weltdiktatur des Proletariats, wenn sich das sozialistische Weltwirtschaftszentrum in genügendem Grade gefestigt haben und der Sozialismus in das Alltagsleben der Völker eingegangen sein wird, wenn sich die Nationen in der Praxis von den Vorzügen überzeugt haben werden, die eine gemeinsame Sprache vor den nationalen Sprachen hat – dann werden die nationalen Unterschiede und Sprachen abzusterben beginnen und einer gemeinsamen Weltsprache Platz machen. Das etwa ist meines Erachtens das Bild der Zukunft der Nationen, das Bild der Entwicklung der Nationen auf dem Wege zu ihrer künftigen Verschmelzung.“ (Stalin, Band 11, Seite 311/312).



Das Weltproletariat und seine internationalistische Weltpartei sind die einzige Kraft, die die sozialistischen Nationen in die von Stalin gewiesene Richtung zurückerobert, zusammenschweißt zum Aufblühen bringt und sie führt: internationales Bündnis des Weltproletariats und der werktätigen Bauernschaft zur Liquidierung der Überreste des Weltkapitalismus im Namen des siegreichen Aufbaus des Weltsozialismus; Beseitigung der Überreste der internationalen Unterdrückung im Namen der sozialistischen Weltrepublik; Beseitigung der Überreste desWeltimperialismus, des Kosmopolitismus im Namen des Sieges des sozialistischen Internationalismus und der weltsozialistischen Freundschaft der Völker, Einheitsfront im Kampf gegen die Restauration des Weltkapitalismus, Einheitsfront im Kampf gegen die internationale Klassengesellschaft und für die klassenlose Weltgesellschaft, für den Weltkommunismus – das ist die weltrevolutionäre ideologische Linie der Komintern / ML.

Wenn wir uns nun aber statt in der Situation des Sieges eines einzelnen sozialistischen Landes in der Situation der vorübergehenden Niederlage des Sozialismus in einem Lande befinden, können wir logischerweise für die sozialistische Weltrevolution nicht auf die Unterstützung, auf den Motor, auf das Leuchtfeuer des Sozialismus in einem Land bauen, jedenfalls nicht gegenwärtig – und das ist schließlich entscheidender Ausgangspunkt für unsere Strategie und Taktik. Welche Schlussfolgerung ziehen wir daraus? Auf die sozialistische Revolution in einem Lande warten, um einen zweiten Anlauf zu starten? Okay, aber was tun, wenn sich die sozialistische Revolution in einem Land nicht einstellt? Nochmal 60 Jahre (letzte sozialistische Revolution in Albanien) warten? Oder warten, bis auch das letzte Land in der Welt für die sozialistische Revolution reif ist, um dann alle zur gleichen Zeit die sozialistische Weltrevolution, die Weltrevolution „auf einen Paukenschlag“ zu eröffnen? Nichts geschieht im Selbstlauf. Die Geschichte lehrt, dass wir nicht auf direktem Wege zum Weltsozialismus gelangen können. Die Geschichte lehrt ferner , dass wir nicht vom Sozialismus in einem Lande – ohne umzusteigen – automatisch – und ganz von selbst - in den Bahnhof des Weltsozialismus einfahren können. Mit dem Zug des Sozialismus in einem Lande auf halber Strecke stehen zu bleiben, heißt nicht nur die Weltrevolution, sondern auch den Sozialismus in einem Land aufzugeben. Für den Sozialismus in einem Lande zu kämpfen ist eine internationale Aufgabe und nur solange revolutionär, als dieser Kampf bis zur Erreichung der Weltrevolution weitergeführt wird.

 

Diese Aufgabe [den Aufstieg der Arbeiterklasse zu fördern – Red.] besteht nicht in der Festigung irgendeines `National`staates, sondern in der Festigung des sozialistischen, und folglich eines internationalen[unterstrichen von der Red.] Staates, wobei jede Festigung dieses Staates zur Stärkung der gesamten internationalen Arbeiterklasse beiträgt.“ (Stalin, Band 13, Seite 94).

 

Der Kampf für den Sozialismus in einem Land wird reaktionär, wenn er sich auf die Lösung der nationalen Frage reduziert und auf das Ziel der Weltrevolution verzichtet. Das eine ist der internationalistische, das andere der nationalistische Weg. Der eine Weg führt zur Festigung des Sozialismus in einem Land, der andere Weg führt zur Restauration des Kapitalismus. Ein Zwischending gibt es nicht und kann es nicht geben. Entweder oder ! Die Aufgabe besteht darin, den unversöhnlichen Kampf gegen jene versöhnlerischen Elemente in der Frage des Sozialismus in einem Lande auch in Zukunft fortzusetzen, die dabei die Notwendigkeit der unmittelbaren Verknüpfung mit der Weltrevolution nicht begreifen oder so tun, als ob sie diese Notwendigkeit nicht begreifen würden ( siehe die Kritik in der Generallinie der Komintern / ML an den Beschlüssen des VII. Weltkongresses der Komintern).

 

Wie verhält sich die Dialektik vom Sozialismus in einem Land zum Sozialismus im Weltmaßstab?

 

Volle Entfaltung d,es Sozialismus in einem Land zwecks Vorbereitung der Bedingungen für den Weltsozialismus = Voraussetzung des Sozialismus in allen Ländern der Welt für die Verschmelzung aller sozialistischen Länder der Welt, für das Absterben der sozialistischen Nationen, für das Absterben der sozialistischen Staaten, für das Absterben der Klassen auf der ganzen Welt, für den Übergang zur klassenlosen Weltgesellschaft, für den Weltkommunismus !

Die metaphysische Betrachtungsweise, die Vulgarisierung, Verabsolutierung, die idealisierende historische Verklärung der Theorie vom „Sozialismus in einem Lande“ dient nicht der notwendigen verteidigung dieser wertvollen marxistisch-leninistischen Theorie, sondern ist im Gegenteil nicht nur ein Hemmschuh für die Entwicklung der sozialistischen Weltrevolution, sondern auch ein Hemmschuh für die proletarische Revolution in jedem Land selbst, ein Hemmschuh für die Zurückeroberung des Sozialismus in einem Lande.

 

Der Sozialismus in einem Land ist nicht unser Endziel und war niemals unser Endziel. Wir sindkeine Revisionisten, sondern Internationalisten und als solche betrachten wir den Sozialismus in einem Land als einen unverzichtbaren und notwendigen Prozess der Entwicklung zum Sozialismus in allen Ländern, auf dem Weg des Weltsozialismus und schließlich Weltkommunismus, bei dessen Erreichen der Sozialismus in einem Lande schließlich zum Absterben „verurteilt“ sein wird, nicht mehr gebraucht wird. Wir sind nicht für alle Ewigkeit für den Sozialismus in einem Lande, sondern für das schließliche Absterben des Sozialismus in einem Lande – nicht etwa im Sinne der Restauration des Kapitalismus, sondern - im Sinne des unverzichtbaren und notwenigen Übergangs zur klassenlosen Weltgesellschaft. Wer diese Eigenart der Verwandlung des Sozialismus in einem Lande im Zuge der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Kommunismus nicht begreift, der begreift nicht die Dialektik der historischen Weltprozesse, der hat das Einmaleins des Kommunismus nicht begriffen, der versucht die Entwicklung zum Kommunismus mit dem Sozialismus in einem Lande vorzeitig zu beenden, der ist ein Restaurator des Kapitalismus.

 

Weder das Überspringen (`linker` Radikalismus) des Sozialismus in einem Land noch das Nachtraben (rechter Opportunismus) hinter dem Sozialismus in einem Lande (oder das Stehenbleiben auf der Stufe des Sozialismus in einem Land - sozusagen als Endstufe und nicht als Übergangsstufe), kann unsere weltrevolutionäre Taktik sein, darüber können sich Marxisten-Leninisten schnell einigen, denn wir führen den ideologischen Kampf gegen die Feinde der Weltrevolution innerhalb des Lagers des revolutionären Weltproletariats stets an zwei Fronten:

  • gegen diejenigen radikalen kleinbürgerlichen Elemente, die auf trotzkistische Weise - in Panik geratend über den nahenden Weltuntergang des Kleinbürgertums - notwendige Stufen zur Weltrevolution überspringen und ihr vorauseilen ( = Abenteuertum); und, wenn sie damit auf den Bauch geflogen sind, auf dem selbigen kriechend zu jeder Konzession gegenüber dem Weltimperialismus bereit sind (= Kapitulantentum);

  • als auch gegen jenen revisionistischen Nachtrabschwanz, der die Weltrevolution auf jede erdenkliche Weise zu hemmen, zu bremsen und aufzuhalten versucht, indem diese Leute dem internationalen Klassenkampf des Weltproletariat, der proletarischen Weltrevolution abschwören und auf das Niveau des kleinbürgerlichen Liberalismus hinabsinken.

Beide Feinde der Weltrevolution muss man gleichermaßen bekämpfen, denn sie arbeiten sich in die Hände. Während die Rechten ganz offenenen Opportunismus gegen die Weltrevolution betreiben, kleiden die „Linken“ ihren wesensgleichen Opportunismus nur in „weltrevolutionäre“ Phrasen. Spielen mit der Weltrevolution und schließlich Kapitualtion vor der Weltrevolution in der Tat als Inhalt, „linke“ Phrasen und „weltrevolutionär“-abenteuerliche Allüren als eine Form, die den kapitulantenhaften Inhalt verhüllt und für ihn Reklame machen soll, das ist das Wesen des trotzkistischen Verrats an der Weltrevolution.

Reißen wir den Neo-Trotzkisten diese „weltrevolutionäre“ Maske nicht herunter, so erleichtern wir den Rechten, die Weltrevolution dadurch zu diskreditieren, dass sie uns mit den „Linken“ in einen Topf werfen, um dann „Sektierer!“ zu schreien. Mit der Kritik an „linken“ Überspitzungen, Verzerrungen und Fehlern im Kampf für die Weltrevolution wird dann von den Revisionisten die Kritik am Kampf für die Weltrevolution ganz grundsätzlich vorgenommen, wird die Weltrevolution „im Namen der Weltrevolution“ geleugnet, wird die Unmöglichkeit des Sieges der Weltrevolution „wissenschaftlich bewiesen“. Um also den rechten Opportunismus das Wasser abzugraben, muss man die Fehler der ´linken` Opportunisten überwinden. So ist der ideologische Kampf der Marxisten-Leninisten zu führen gegen die Abweichungen in der Frage der Weltrevolution. Aber reicht das aus? Das reicht natürlich nicht aus.

Trotzdem sind die weltrevolutionären Prozesse tatsächlich am Wirken, ohne dass wir es sogleich in klarster Weise erkennen. Es ist nicht möglich, dass die Komintern / ML zum heutigen Zeitpunkt die weltrevolutionären Prozesse, die jetzt vor sich gehen, sofort erfassen kann und es ist daher noch viel weniger möglich, auf sie in erforderlicher Weise praktisch Einfluss zu nehmen. Wir brauchen Zeit, um diese weltrevolutionären Prozesse in unserem Bewusstsein widerzuspiegeln. Das Bewusstsein bleibt stets etwas hinter den Tatsachen zurück. Und weil wir darum wissen, müssen wir unser bisheriges weltrevolutionäres Bewusstsein mit Hilfe des dialektischen und historischen Materialismus unbedingt schleunigst revolutionieren, es auf eine höhere Stufe stellen, uns deswegen von alten, überholten Vorstellungen über die Weltrevolution trennen und den Mut haben, sie über Bord zu werfen. Wir müssen uns vor einer Idealisierung der Weltrevolution hüten, indem wir von dem ausgehen, was sich wirklich vor unseren Augen in der Welt abspielt. Die Entdeckung der Wissenschaft der sozialistischen Weltrevolution steht noch in ihren Kinderschuhen, Genossen. Wir müssen ernsthafte wissenschaftliche Arbeit leisten.

 

 

 



In welche Richtung müssen wir gehen?

 

 

Bevor wir überhaupt etwas Richtiges tun können, müssen wir erst einmal lernen, das zu vermeiden, was falsch gelaufen ist. Dazu müssen wir die Entwicklungsgeschichte des Sozialismus in einem Land immer wieder studieren und zwar gründlicher und tiefschürfender als wir es bislang getan haben. Das Studium der Kritik des Genossen Enver Hoxha am modernen Revisionismus spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Schlüssel für das richtige Verständnisses unseres zukünftigen Weges zum Weltsozialismus liegt also in der logischen und historischen Erkenntnis des Sozialismus, wie er sich entwickelt hatte oder genauer ausgedrückt wie er sich im Kampf gegen die Restauration des Kapitalismus zurückentwickelt hatte. Vor allem müssen wir die Frage beantworten, warum wir es nicht geschafft haben, von der Stufe des Sozialismus in einem Land zur Stufe des Weltsozialismus aufzusteigen. Woran hat es gemangelt? Was hat diesen Entwicklungsprozess aufgehalten? Welches Kettenglied hat gefehlt? Wie ist dieses Kettenglied zukünftig anzupacken, um diesen Mangel zu überwinden und den Entwicklungsprozess wieder in Gange zu setzen? Diese wissenschaftliche Aufgabe ist nicht mal so nebenbei zu erledigen. Von den richtigen Antworten hängen Sieg oder Niederlage ab. Was uns mit dem Sozialismus in einem Lande passiert ist, darf uns noch viel weniger mit dem Weltsozialismus passieren. Die theoretischen Lücken müssen erst einmal geschlossen werden, um sicheren praktischen Schrittes vorwärtszugehen (was natürlich nicht heißt, dass wir die Aktionen des Weltproletariat im Kampf gegen den Weltimperialismus hier und heute noch nicht unterstützen oder gar in Stich lassen sollen). Erfahrungen sammeln wir nur im praktischen Kampf, und wir verbessern unseren Kampf durch die Verallgemeinerung unserer Erfahrungen. Die marxistisch-leninistische Bewegung ist die Verkörperung der miteinander verschmolzenen proletarischen Weltbewegung und dem wissenschaftlichen Weltsozialismus.

Wir müssen das tun, was unter den heutigen Bedingungen möglich ist (ohne dabei pragmatische und spontaneistische Fehler zu machen!). Wir müssen unsere vorhandenen Möglichkeiten wissenschaftlich, also mit der Methode des dialektischen und historischen Materialismus, analysieren, eine Strategie und Taktik auf Grund der Ergebnisse unserer Analyse entwickeln und das Kettenglied anpacken, mit dem wir die ganze Kette der Weltrevolution anpacken können:

Wir müssen uns neue Stützen, neue Mittel, neue Hebel, neue Wege, eine neue Basis für die Zurückeroberung des Sozialismus suchen, finden und schaffen, eben solange wir noch nicht wieder auf den Sozialismus in einem Land aufbauen können. Welche sind das? Gibt es noch die Proletarier aller Länder? Ja es gibt sie und sie werden wachsen vor unseren Augen durch die Globalisierung des Kapitals nicht nur quantitativ sondern AUCH QUALITATIV – indem die neue Komintern das weltsozialistische Bewusstsein in die weltproletarische Bewegung hineinträgt ( Und wir haben die durch die Globalisierung entfesselten Weltkräfte derr werktätigen Massen als Reserve der Weltrevolution!). Die internationale Klasse des Weltproletariats macht jetzt einen Lernprozess nach dem anderen durch, an dessen Ende sie erkennen wird, dass sie sich der geschlossenen internationalen Kapitalfront als geschlossene internationale Front entgegenstellen muss, einen bewussten globalen Klassenkampf führen muss, dass die Proletarier über den Tellerrand des eigenen Landes schauen müssen, dass es seine nationalen Schranken überwinden muss, um sich mit den Proletariern zunächst in den Nachbarländern, aber sodann mit allen Ländern zu verbünden und zu verschmelzen, um einen zentral organisierten, einheitlichen und geschlossenen internationalen Klassenkampf führen zu können – eine Weltfront gegen das Kapital anzuführen.

War es für die kapitalistisch-revisionistische Umkreisung möglich, die Diktatur des Proletariats eines Landes zu zerschlagen, so wird dies nicht mehr so leicht möglich sein, diese Taktik im Weltmaßstab gegenüber dem Weltproletariat durchzuziehen.

Durch das geschlossene internationale Auftreten des Proletariats wird aber nicht nur die kapitalistisch-revisionistische Umkreisung geschwächt so wie das damals unter den Bedingungen des Sozialismus in einem Land der Fall war, sondern diesmal werden dadurch die Bourgeoisien aller Länder geschwächt, so dass damit die Möglichkeit des Sieges der sozialistischen Revolution in einem Land viel größer wird, und die Wahrscheinlichkeit, dass sich gerade auf diese Weise die sozialistische Revolution zukünftig fortentwickelt wird, ist sehr groß. Damals war es in Russland nur der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus in den verschiedenen Ländern zu verdanken, dass die Revolution den Augenblick der Schwäche nutzen konnte. Auch die albanischen Kommunisten konnten den richtigen Augenblick nutzen, um die deutschen Besatzer zu verjagen und damit die Bourgeoisie des eigenen Landes, die äußerst schwach und daher relativ leicht zu überwältigen war.

 

Heute konzentriert der Weltimperialismus seine konterrevolutionären Kräfte nahezu einheitlich – und mit gegenseitiger Unterstützung der Bourgeoisien nicht nur der reichsten Länder, sondern unter Einbeziehung einer großen Zahl von UNO-Mitgliedsstaaten - auf revolutionäre Krisenherde. Das wird schon seit geraumer Zeit so praktiziert, da man diese Aufgabe im Alleingang nicht mehr bewältigen kann, denn auf der Gegenseite nimmt der Widerstand zu, nimmt der Widerstand vor allem immer mehr internationalen Charakter an. Der einzige Ausweg ist also , die revolutionären Kräfte ebenfalls international zu konzentrieren – der konterrevolutionären Strategie und Taktik des Weltimperialismus die revolutionäre Strategie und Taktik des Weltproletariats gegenüberzustellen, gegenüberstellen in Form der Einkreisung des Weltimperialismus durch das Weltproletariat.

Wichtig ist dabei die Führung des Weltproletariats.

Jeder anti-imperialistische Widerstand endet zwangsläufig mit einer Niederlage, wenn diese Bedingung der Führung des Weltproletariats im anti-imperialistischen Kampf nicht erfüllt ist.

 

Heute ist es den Proletariern eines jeden Landes eher möglich, die imperialistische Kette zu durchbrechen, wenn es sich selber zu einer weltproletarischen Kette zusammenschließt, dass die imperialistische Kette nicht mehr durch die alleinige Initiative der Proletarier dieses oder jenes Landes, dass die imperialistische Kette nur durch das Proletariat eines einzelnen Landes durchbrochen wird, sondern dass die Kette des Weltproletariats sich um die Kette des Weltimperialismus schließt, dass die imperialistische Kette insgesamt zerfällt und nicht mehr das einzeln herausgebrochene Kettenglied wieder so leicht wie bisher an seinen ursprünglichen Platzeingegliedert werden kann.

Die Umkreisungstaktik der Weltimperialisten, ihre Waffe gegen den Sozialismus in einem Land um 180 Grad umdrehen und den Weltimperialismus mit seinen eigenen Waffen schlagen, das ist unsere neue weltrevolutionäre Idee, auf der der Sieg der Zurückeroberung des Sozialismus beruht.

 

Auf welcher materiellen Basis gründen wir von der Komintern /ML diese Idee, wodurch wird sie verwirklichbar?

 

Der Weltkapitalismus benötigte einst den nationalen Rahmen, um sich zu entwickeln, er überwand die nationalen Schranken, um sich zu globalisieren. Der Sozialismus benötigte einst den nationalen Rahmen, um sich zu entwickeln, er überwindet seine nationalen Schranken, um sich zu globalisieren. Die sozialistische Gesellschaft erwächst aus dem Schoß der kapitalistischen Gesellschaft. Aus der globalisierten kapitalistischen Gesellschaft wird der Weltsozialismus geboren, die sozialistische Weltgesellschaft. Das ist der objektive, gesetzmäßige und vom menschlichen Willen unabhängige Weg, den der Sozialismus der Zukunft gehen wird. Wenn wir Kommunisten das begriffen haben, und wir von der Komintern /ML haben dies sehr wohl begriffen, dann konzentrieren wir unsere ganze Kraft eben darauf, um diesen objektiven Entwicklungsprozess der Weltgesellschaft zu beschleunigen, indem wir bewusst in ihn eingreifen und die Kräfte, die diese Umwälzung verwirklichen, zu revolutionieren. Die Komintern / ML wandte nicht per Zufall dem Weltproletariat die ganze Aufmerksamkeit zu, sondern auf Grund ihrer marxistisch-leninistischen Kenntnisse und deren Anwendung auf die heutige, tatsächliche Situation:

 

Das globalisierte Kapital hat die Proletarier aller Länder an die internationale Kette der Lohnsklaverei geschmiedet. Die Lohnsklaverei ist also letztendlich nur unter Organisierung und Anspannung aller internationalen revolutionären Kräften unter Führung des Weltproletariats zu sprengen.

 

Weltproletarier - zerschmettere deine globalisierte Kette der Lohnsklaverei !

 

Das ist die Losung des heutigen Kommunismus!

 

Das ist die Losung der Proletarier aller Länder - am 5. Jahrestag der Komintern /ML !

 

Die multinationalen Konzerne, das internationale Industrie- und Finanzkapital stützt sich auf die Mobilisierung der internationalisierten Produktivkräfte, auf eine internationale Arbeitsteilung. Dabei schafft er aber auch gleichzeitig seine national isolierten Totengräber ab, die auf ein einzelnes Land beschränkt sind. Vielmehr schafft sich das internationale Kapital damit seine internationalisierten Totengräber. Nicht mehr den alten Totengräber, der nur einen kleinen Teil des Kapitalismus begrub, sondern einen großen Totengräber für das große Grab des ganzen Weltkapitalismus. Legen die Arbeiter Teile der internationalen Produktion lahm, eben indem sie sich zentral zu diesem Zwecke organisieren, dann ist der Weltimperialismus nicht so leicht in der Lage, sich auf irgendein Hinterland zurückzuziehen oder gar seine Produktion wieder auf ein einzelnes Land zu konzentrieren, das er besser vor dem Zugriff des Weltproletariats schützen könnte. In dem Moment, wo das Weltproletariat international zugreift, bleibt dem Weltimperialismus nicht viel übrig, denn er kann seine konterrevolutionäre Armee nicht überall dort gleichzeitig hinbeordern, wo das Kapital geschützt werden muss – denn internationales Kapital kann nur international geschützt werden, wenn also die Proletarier international stillhalten und sich nur auf den Klassenkampf im eigenen Land beschränken. Deswegen müssen die Proletarier aller Länder gemeinsam dafür sorgen, dass sich die Weltbourgeoisie nirgends mehr sicher fühlen kann, dass sie in allen Ländern der Welt nicht nur auf eine isolierte proletarische Abteilung stößt, sondern überall auf die gesamte proletarische Weltarmee.

 

Der kapital-immenente Zwang zu seiner Globalisierung führt zum Niederreißen der nationale Schranken, um maximale Profite zu machen. Das funktioniert nur so lange ungehindert wie die Proletarier des betroffenen Landes ihren Kampf isoliert führen. Bereits in einer Situation, wo die Proletarier des auslagernden Landes sich verbünden mit dem Proletariat des Landes, welches die Produktion übernehmen soll, kommen die Kapitalisten in große Schwierigkeiten, sobald sie nicht mehr auf die Konkurrenz der Arbeiter auf dem Weltarbeitsmarkt bauen können, sobald die ganze Reservearmee des Weltproletariats sich in Bewegung setzt, Widerstand leistet und für die politischen Interessen des Weltproletariats eintritt, sobald sich die Proletarier international solidarisieren, internationale Streiks, internationale Generalstreiks, internationale Demonstrationen und Massenaktionen, internationale Aufstände und internationale Bürgerkriege organiseren (alle diese neuen internationalen Kampfformen wird das Weltproletariat erlernen und schließlich meistern!).

 

Das Weltproletariat ist gezwungen, seinen ökonomischen Kampf international zu organisieren. Es wird gezwungen, seine ökonomischen Interessen auch mit internationalen politischen Mitteln durchzusetzen, also seine politischen Interessen international durchzusetzen. Es wird dann weiter gezwungen sein, den politischen internationalen Kampf mit äußersten Mitteln führen zu müssen – den bewaffneten internationalen Klassenkrieg. Es wird insbesondere militärisch gezwungen sein, seine eigene proletarische Weltarmee der konterrevolutionären bürgerlichen Weltarmee entgegenzustellen und mit ihr in die letzte, entscheidende Schlacht einzutreten – die bewaffnete sozialistische Weltrevolution.

 

Dieser Weg ist generell logisch wie historisch vorgegeben, wenn wir ihn auch nicht in seinen Einzelheiten und besonderen Ausformungen vorausbestimmen können. Wir wissen nur, dass dieser Weg als einziger Ausweg bleibt, um die Befreiung aller Unterdrückten und Ausgebeuteten dieser Erde zu erreichen. Es ist an der Zeit, das Weltproletariat von diesem Weg zu überzeugen – und das Weltproletariat wird seine eigenen Erfahrungen machen, und eben daran erkennen, dass der Weg der Komintern /ML IHR Weg ist, dass die Komintern /ML das Weltproletariat eben auf diesem Weg zum Sieg führen wird.

Eben auf diesem Wege müssen sich die Proletarier aller Länder heute zusammenschließen, eben auf diesem Wege lernen sie, die Produktion international dem Weltimperialismus zu entreißen und in die eigene Hand zu nehmen, eben dadurch, dass sie sich als Weltproletariat verstehen, das als solches auch nur ein einziges Interesse hat, ein Interesse, das die Interessen der Proletarier eines jeden Landes hundertfach multipliziert, dass die Kraft der Proletarier um ein Hundertfaches multipliziert. Das ist der einzige Weg, wie das Proletariat heute seine Mission erfüllen kann, sich seinen Sozialismus in jedem Land nicht nur zu schaffen, sondern auch zu garantieren.

 

Nur das Weltproletariat als selbständig handelnde Klasse kann den Sozialismus der Zukunft garantieren.

Durch die Globalisierung ist es für ein einzelnes Land heute viel schwerer geworden, die imperialistische Kette nur gestützt auf die eigenen Kräfte zu durchbrechen, weil sich diese Kette globalisiert hat und mit der Kette zur Zeit Lenins und Stalins in ihrer Entwicklung nicht mehr zu vergleichen ist. Wir wollen nicht sagen, dass es im Zeitalter der Globalisierung unmöglich geworden ist, die Herrschaft der Bourgeoisie im nationalen Rahmen zu besiegen und eine eigene sozialistische Ökonomie aufzubauen, aber wir sagen auf jeden Fall, dass die geschlossene Aktion des Weltproletariats den Weg hierfür enorm erleichtern wird, weil es mehr Möglichkeiten hat, den Weltimperialismus daran zu hindern, der Bourgeoisie eines Landes zur Hilfe zu eilen, um die sozialistische Revolution niederzuringen. Deswegen konzentriert sich die Komintern /ML ja auch im Wesentlichen auf die Schaffung eines weltrevolutionären sozialistischen Bewusstseins, fördert die Komintern /ML das geschlossene, zentralisierte Handeln der Proletarier aller Länder, zeigt sie mit ihrer Generallinie den Proletariern der ganzen Welt den Weg zu ihrer gemeinsamen, (nicht nur) gegenseitigen Befreiung, entwickelte sie die Strategie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution unter den heutigen Verhältnissen, die sich gegenüber der Zeit, in der die Oktoberrevolution siegte, gewandelt hat. Heute an die Kraft des Proletariats zu glauben, heißt, an die Kraft des Weltproletariats zu glauben, heißt den direkten Kampf gegen die Weltbourgeoisie vorzubereiten und aufzunehmen.

 

 

Der kommende Klassenkampf, der über Kapitalismus und Sozialismus entscheidet, ist der direkte Klassenkampf des Weltproletariats gegen die Weltbourgeoisie, in dem die Klassenkämpfe in den einzelnen Ländern, „der Klassenkampf im eigenen Land“ eine neue Bedeutung, eine neue Stoßrichtung, eine neue Qualität erlangen, nämlich den Kampf gegen die eigene Bourgeoisie, insbesondere ihre Verschmelzung mit der Weltbourgeoisie ! Diese gemeinsamen Wurzeln müssen vor allem deswegen durchtrennt werden, um die Weltbourgeoisie dadurch zu schwächen und sie schließlich zu Fall bringen zu können:



Endgültig siegen kann man nur im Weltmaßstab und nur durch die gemeinsamen Anstrengungen der Arbeiter aller Länder“. (Lenin)

 

Diese leninsche Wahrheit hat sich die Komintern / ML zu eigen gemacht, und ihre ganze Politik basiert hierauf. Natürlich ist uns klar, dass die internationale Revolution viel langsamer vorankommt ohne sozialistisches Hinterland, aber was wären wir für Internationalisten, wenn wir uns davon entmutigen ließen und so lange die Hände in den Schoß legen? Wir werden vorankommen – auch ohne die verloren gegangene Basis und den abgebrochenen Hebel des Sozialismus in einem Land. Wir dürfen und werden unseren Kampf für die sozialistische Weltrevolution nicht wegen der Nichtexistenz des Sozialismus in einem Land aufgeben, sondern konsequent weiterführen mit den Mitteln und unter den Bedingungen, die wir jetzt vorfinden. Das abzulehnen wäre gleichbedeutend mit einer Abkehr vom Marxismus-Leninismus, wäre Verrat an der Sache des Proletariats.

Die Theorie von der Zurückeroberung des Sozialismus wächst nicht aus der spontanen Bewegung des Proletariats heraus, sondern wird außerhalb und ganz unabhängig von dieser Bewegung entwickelt – bereichert aus der Schatzkammer des Marxismus-Leninismus, aus den riesigen Erfahrungen des einst real existierenden Sozialismus, wohlgemerkt ohne und trotz der Arbeiterbewegung.

Die Idee des Weltsozialismus wird bestätigt durch die Globalisierung des Kapitalismus und wurde herausgearbeitet von den 5 Klasikern des Marxismus-Leninismus.

So wie vor der revolutionären Bewegung die revolutionäre Theorie kommt, so wird der Sozialismus erst revolutionär zurückerobert, wenn für eben diese Zurückeroberung die Theorie des Sozialismus weiter ausgebaut wird, die Theorie vom Weltsozialismus.

Sie wird nicht spontan aus der globalisierten Arbeiterbewegung heraus geboren, sondern außerhalb von ihr.

Die Idee von der Zurückeroberung des Sozialismus aber konnte erst richtig nach dem Sturz des Sozialismus, nach der Aufdeckung und Analyse der Usachen entstehen, die dazu geührt hatten. Inzwischen ( und nicht zuletzt auch bedingt durch den Sturz des Sozialismus und der damit verbundenen Neuaufteilung der Welt) haben sich mit der Globalisierung des Kapitals neue Formen der international organisierten Arbeit entwickelt, beginnt sich eine neue Qualität der internationalen Arbeiterbewegung herauszubilden, wie sie dies vor und zur Zeit des Sozialismus in einem Lande eben noch gar nicht geben konnte. Und genauso ist es eine Tatsache, dass sich der Weltsozialismus zukünftig nicht anders entwickeln kann, als bedingt durch die historischen Erfahrungen des Aufbaus und Sturzes des real existierenden Sozialismus in einem Lande, insbesondere aus der Sowjetunion, in der bereits große Erfahrungen der vereinigten Sowjetrepubliken bestehen, deren geistige Väter und Baumeister Lenin und Stalin waren.

 

Der Sozialismus in einem Lande war und ist das notwendige und unverzichtbare Kettenglied zur Schaffung des Weltsozialismus.

Der zurückeroberte Sozialismus wird der Weltsozialismus sein und nicht mehr der Sozialismus in einem Lande wie er einst existierte. Der Charakter der internationalen proletarischen Revolution wird an Bedeutung gewinnen – vor allem durch die Globalisierung des Kapitalismus.

Der Sozialismus in einem Lande, wie er einst existierte, wird so wie er einst entstand, nicht mehr das Licht der Welt erblicken, sondern wird ein unverzichtbarer Bestandteil eines weiter entwickelten, eines höher entwickelten Sozialismus sein, der auf höherer Stufe ensteht und schließlich internationale Gestalt annimmt – eben die Gestalt eines real existierenden Weltsozialismus.

 

 

Das Problem der imperialistisch-revisionistischen Einkreisung konnte mit dem System des Sozialismus in einem Lande allein nicht gelöst werden. Der Weltimperialismus hat den Sozialismus in einem Lande erwürgt, weil es dem internationalen Proletariat und den Proletariern des sozialistischen Landes noch nicht gemeinsam gelingen konnte, den Sozialismus in einem Land vor der imperialistisch-revisionistischen Umkreisung erfolgreich zu schützen und zu festigen, die sozialistischen Revolutionen in den kapitalistischen Metropolen siegreich durchzuführen, ein sozialistisches Lager zu schaffen usw. usf. – das alles sind Problem,die die Klassiker des Marxismus-Leninismus schon damals erkannt und vorausgesehen hatten:

 

Wir gehen davon aus, dass unser Land zwei Gruppen von Gegensätzen aufweist: innere Gegensätze und äußere Gegensätze. Die inneren Gegensätze bestehen vor allem im Kampf zwischen den sozialistischen und den kapitalistischen Elementen. Wir sagen, dass wir diese Gegensätze aus eigener Kraft überwinden können, dass wir die kapitalistischen Elemente unserer Wirtschaft besiegen, die Hauptmassen der Bauernschaft in den sozialistischen Aufbau einbeziehen und die sozialistische Gesellschaft errichten können.

Die äußeren Gegensätze bestehen im Kampf zwischen dem Land des Sozialismus und der kapitalistischen Umwelt. Wir sagen, dass wir diese Gegensätze nicht aus eigener Kraft beseitigen können, dass zur Beseitigung dieser Gegensätze der Sieg des Sozialismus, zumindest in einigen Ländern, notwendig ist. Eben deshalb sagen wir auch, dass der Sieg des Sozialismus in einem Lande nicht Selbstzweck ist, sondern Stütze, Mittel und Instrument für den Sieg der proletarischen Revolution in allen Ländern.“ (Stalin, Band 8, Seite 291).

 

Aber die Macht der Bourgeoisie stürzen und die Macht des Proletariats in einem Land aufrichten, heißt noch nicht, den vollen Sieg des Sozialismus sichern. Die Hauptaufgabe des Sozialismus – die Organisierung der sozialistischen Produktion – steht noch bevor. Kann man diese Aufgabe lösen, kann man den endgültigen Sieg des Sozialismus in einem Land erreichen ohne die gemeinsamen Anstrengungen der Proletarier mehrerer fortgeschrittener Länder? Nein, das kann man nicht. Zum Sturz der Bourgeoisie genügen die Anstrengungen eines Landes.“ (Lenin , zitiert bei Stalin, Band 8, Seite 55).

 

Über die Frage des endgültigen Sieges des Sozialismus heißt es bei Stalin in Band 7, Seite 117/118 ferner:

 

Der endgültige Sieg des Sozialismus ist die volle Garantie gegen Interventions – und folglich auch gegen Restaurationsversuche, denn ein einigermaßen ernsthafter Restaurationsversuch kann nur mit ernster Unterstützung von außen, nur mit Unterstützung des internationalen Kapitals erfolgen. Deshalb ist die Unterstützung unserer Revolution durch die Arbeiter aller Länder, und noch mehr der Sieg dieser Arbeiter zum Mindesten in einigen Ländern die unerlässliche Vorbedingung für die volle Sicherung des ersten siegreichen Landes gegen die Interventions- und Restaurationsversuchem, die unerlässliche Vorbedingung für den endgültigen Sieg des Sozialismus.“

 

An diese inneren und äußeren Gegensätze, an die Frage des garantierten Sieges des Sozialismus, muss dialektisch herangegangen werden, indem man die Einheit dieser inneren und äußeren Gegensätze weiterentwickelt und sie ihrer endgültigen, internationalen Auflösung zuführt.

 

Was heißt das?

 

Wenn wir damals sagten, dass die Gegensätze zwischen den sozialistischen und den kapitalistischen Elementen im Kampf aus eigener Kraft überwunden worden sind und der Sozialismus bereits in einem Land vom Proletariat und seinen Verbündeten dieses Landes errichtet werden konnte, dann können wir heute sagen, dass das Weltproletariat mit seinen Verbündeten auf der ganzen Welt die Gegensätze zwischen den sozialistischen und kapitalistischen Weltelementen aus eigener Kraft überwinden und die sozialistische Weltgesellschaft errichten kann – die objektiven Bedingungen, die Entwicklungsstufe der Weltproduktivkräfte sind hierfür gegeben.

 

Wenn der noch nicht garantierte Sieg des Sozialismus in einem Land Stütze, Mittel und Instrument für den Sieg der proletarischen Revolution in allen Ländern ist, dann ist die proletarische Revolution in allen Ländern der Welt, dann ist die proletarische Weltrevolution Stütze, Mittel und Instrument für den endgültigen, garantierten Sieg des Sozialismus in einem Land.

 

Nur durch die Verschmelzung des Klassenkampfes für die Durchsetzung der sozialistischen Interessen der Proletarier aller Länder wird der Widerspruch zwischen den inneren und äußeren Gegensätzen des Sozialismus in einem Land gelöst. Wenn man die internationalen sozialistischen Interessen des Weltproletariats von den sozialistischen Interessen des Proletariats in einem Lande allerdings lostrennt und entgegenstellt,( was ja die Revisionisten bezweckten!) können die Widersprüche logischerweise nicht gelöst werden.

 

Die sozialistische Revolution in einem Land und die sozialistische Weltrevolution sind unteilbar, bilden eine Einheit.

 

Diese Einheit ist unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung herangereift. Das ist das ganze Geheimnis! Solange wie das Weltproletariat noch nicht wieder über Hebel und Basen der sozialistischen Weltrevolution verfügt, die ein einzelnes sozialistisches Land herausbildet, muss das Weltproletariat Basis und Hebel der proletarischen Weltrevolution von sich aus, also aus eigener Kraft schaffen, indem sich die Proletarier als Abteilung einer Weltarmee gegen den Weltimperialismus verstehen. Mit anderen Worten: Das Weltproletariat kann nicht passiv und untätig bleiben, bis irgendwo auf der Welt eine revolutionäre Situation vorhanden ist, bis eine sozialistische Revolution gesiegt hat, bis die Diktatur des Proletariats in einem Land errichtet bzw zurückerobert worden ist, die es dann als Weltproletariat unterstützen kann, sondern muss heute umgekehrt selber aktives revolutionäres Subjekt sein, muss diejenige Klasse sein, die die Weltmacht erobert.

 

Zumindest ist es Aufgabe des Weltproletariats, die sozialistische Revolution in einem Land zu erleichtern, indem es ihr den Weg dadurch ebnet, dass es beispielsweise die Interventionskräfte der Weltimperialisten aktiv zu binden versucht , sodass das revolutionäre Proletariat eines Landes seine Bourgeoisie stürzen kann.

 

Nur auf diesem Wege lässt sich unter den vorhandenen Bedingungen der Übergang zum Weltsozialismus herstellen, eben wenn das Weltproletariat bewusst als eine Klasse auftritt, die sich aus den Abteilungen der Proletarier aller Länder zusammengefügt und schließlich verschmolzen hat. Der Sieg der revolutionären Bewegung der Proletarier aller Länder über das globalisierte Kapital sichert die Einheit und Unteilbarkeit der Interessen und Aufgaben der Proletarier eines Landes und der Interessen und Aufgaben der Proletarier aller Länder. Das ist die Negation der Negation der sozialistischen Revolution wie sie in der Generallinie der Komintern / ML begründet wurde.

 

Nur auf diesem Wege wird zukünftig die Diktatur des Proletariats erobert und nur dadurch wird der Sozialismus in allen Ländern der Welt garantiert. Nur dadurch erhält der Sozialismus in einem Land eine neue Qualität :

und zwar nicht mehr die Qualität eines einzig entstandenen Teils ohne das Ganze, welches bekanntlich ohne das Ganze wieder zerfallen musste, sondern in der Qualität eines neuen, stabileren Teils des sich herausbildenden, entstehenden und nur noch zu vervollkommnenden und zu festigenden Ganzen.

Das Teil [Sozialismus in einem Land] kann nicht aus sich selbst heraus und auf quantitative Weise selber zum Ganzen anwachsen und in andere Länder auswachsen, kann nicht durch „Zellteilung“ oder „Ableger“ den Weltplatz ausfüllen, der Sozialismus in einem Lande kann nicht ins Ausland exportiert werden usw. usf., weil das Ganze sich vielmehr nur aus den Verbindungen und der gemeinsamen Kraft aller Teile speisen kann, sich nur aus der Zusammensetzung aller notwendigen Teile zu einem internationalen selbständigen Organismus herausbilden lässt und sonst nicht funktionieren würde.

 

Das alte Ganze (Weltkapitalismus) war schon zu schwach, um ein einzelnes Teil des neuen Ganzen am Entstehen zu hindern, aber noch stark genug, um das neue Ganze zu bremsen und zu behindern, wodurch das neue Teil letztendlich zwar einverleibt, aber damit das neue Ganze nicht für immer verhindert werden, seine Vorwärtsbewegung, sein eigene Entstehung nicht wirklich beseitigen kann.

Das neue Ganze wird entstehen, indem es sich alle Teile nutzbar macht, die es braucht, um ein Ganzes zu werden. Das alte Ganze hat dem neuen Ganzen nur deshalb noch nicht Platz gemacht, weil es seinen Untergang durch das wieder einverleibte Teil hinauszögern konnte.

Aber:

Das alte Ganze kann nie mehr das gleiche Ganze werden wie es noch war, bevor sich das von ihm einverleibte Teil losgetrennt hatte, denn es war der Beginn des neuen Ganzen und bleibt ein Teil des neuen Ganzen, ein Teil, das dem neuen Ganzen nunmehr hilft, indem es ihm den Weg bereitet hat.

Worum es hier in Wirklichkeit geht, ist der dialektische Verwandlungsprozess des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus, des Verwandlungsprozesses von der nationalen zur internationalen Stufe des Sozialismus.

Es geht um die widersprüchliche Entwicklung der Geschichte des Sozialismus, um den Entwicklungsprozess des Verhältnisses zwischen dem Sozialismus in einem Land und die dadurch erst hervorgerufene imperialistischen Umkreisung, eine Taktik, die der Weltimperialismus nach der Restauration des Kapitalismus verfeindert hat und heute weiter praktiziert gegenüber nichtsozialistischen Ländern.

 

Der Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus ist kein mechanischer, quantitativer Prozess des friedlichen Anwachsens und Absterbens, sondern die Wechselwirkung von Widersprüchen, die nur im Kampf der Gegensätze gelöst werden.

Diese Widersprüche entwickeln sich in der Verwandlung von nationalen Bewegungsform in internationale Bewegungsformen. Der Übergang von der ersten Periode des Sozialismus zur zweiten vollzieht sich nicht mechanisch quantitativ, sondern durch einen qualitativen Sprung, der nur durch eine vorausgehende Rückwärtsbewegung, durch eine notwendige Strecke und Distanz zum Anlaufholen erst mit dem nötigen internationalistischen Schwung vollzogen werden kann auf einer höheren gesellschaftlichen Entwicklungsstufe, auf der globalen Entwicklungsstufe.

 

Insbesondere mit dem methodischen Prinzip der Einheit von Logischem und Historischem gehen die Marxisten-Leninisten an die Lösung der Frage der proletarischen Weltrevolution heran.

Das organische System des Sozialismus in einem Lande verwandelt sich dialektisch in ein internationales und damit totales organisches Weltsystem erst auf einer höheren Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung. Marx sagte:

 

Dieses organische System selbst als Totalität hat seine Voraussetzungen, und seine Entwicklung zur Totalität besteht eben (darin), alle Elemente der Gesellschaft sich unterzuordnen, oder die ihm noch fehlenden Organe aus ihr heraus zu schaffen. Es wird so historisch zur Totalität. Das Werden zu dieser Totalität bildet ein Moment seines Prozesses, seiner Entwicklung.“ (Marx, Grundrisse..., Berlin 1974, Seite 189).

 

Der Sozialismus in einem Land ist nicht nur historisches Resultat, sondern auch Ausgangspunkt der Geschichte des Weltsozialismus. Wenn also vom Sozialismus die Rede ist, ist immer die Rede vom Sozialismus auf einer bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungsstufe.

Der geschichtliche Entwicklungsprozess des Sozialismus durchläuft notwendigerweise verschiedene Phasen, die Phase des Sozialismus in einem Lande und die Phase des Weltsozialismus, die nationale Form der Bewegung des Sozialismus schlägt um in ihre internationale.

Der marxistisch-leninistische Grundgedanke besteht darin, dass wir den Sozialismus in einem Land nicht als fertiges, vollendetes Modell auffassen, sondern als ein epochaler Komplex weltrevolutionärer Prozesse, die sich trotz aller momentanen Rückläufigkeit schließlich in einer fortschreitenden Entwicklung durchsetzen werden.

Es ist klar, dass der Sozialismus in einem Land zwar geographisch ein geschlossenes Ganzes darstellt, dem Wesen nach aber ein Teil des internationalen Ganzen!

 

 

Der Sozialismus im Allgemeinen ist nur eine Abstraktion, das heißt der Sozialismus hat in der Phase des Sozialismus in einem Lande und in der Phase des Weltsozialismus durchaus Gemeinsames/Übereinstimmendes ( vorbereitende Elemente verwandeln sich in sich vervollkommnende, fertige Elemente). Beide Phasen des Sozialismus enthalten auch bereits Gemeinsames/Übereinstimmendes mit dem Kommunismus, obwohl sie eine ganze Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus, also die lange Periode der Schaffung von Voraussetzungen für die kommunistische Gesellschaft sind.

 

Es geht hier aber nicht um das Enthalten von gemeinsamen Merkmalen , sondern darum, dass es sich um die fehlenden Glieder der entstehenden kommunistischen Gesellschaft handelt, die sich voneinander zwar unterscheiden, aber wirken, indem sie eine Einheit bilden.

Was damit gesagt werden soll, ist eben, dass der Sozialismus in einem Land und der Weltsozialismus, notwendige Bausteine für die Entwicklung der kommunistischen Weltgesellschaft darstellen, dass man den Sozialismus in einem Land nicht als eine in sich abgeschlossene historische Größe ist, sondern nur eine Übergangsperiode. Wer also für den „Sozialismus in einem Lande ist, muss deswegen noch lange kein Marxist-Leninist sein! Wir müssen immer einen Schritt weiter voarausdenken als unsere Gegner. Als Weltrevolutionäre agieren – reagieren wir nicht !!

 

Die Marxisten-Leninisten von heute müssen also auf einer höheren Stufe streben, um den Sozialismus in einem Lande zu reproduzieren. Dies ist bedingt durch die Restauration des Kapitalismus. Der Wert des Sozialismus in einem Land steht für uns nicht im Widerspruch zu der eingeengten Entwicklungsstufe, auf der er wuchs.

Der Wert besteht vielmehr in der Gewissheit, dass die noch unreifen gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen der Sozialismus in einem Land entstand, nie wiederkehren können, sondern sich der Sozialismus stets auf höherer Stufe reproduziert.

Der von den Kapitalisten geraubte Sozialismus, seine kapitalistische Restauration, bleibt nicht ohne Wirkung für die Restauration des Sozialismus, im Gegenteil dadurch verläuft die Entwicklung zum Weltsozialismus viel gründlicher vermittels der Vermeidung einst begangener Fehler (Negation der Negation).

Die Negation der Negation bedeutet, den Sozialismus in Lande auf einer höheren Entwicklungsstufe wieder herzustellen durch die sozialistische Weltrevolution. Die Restauration des Weltkapitalismus käme dem Weltproletariat übrigens viel teurer zu stehen als die Restauration des Kapitalismus in einem Land.

Die Lehren unserer Niederlage sind das wertvolle Kapital für unsere kommenden Siege, Genossen !!

 

Das Nebeneinanderbestehen von Kapitalismus und Sozialismus warzeitbegrenzt, bedingt, relativ, der Kampf der einander ausschließenden Gegensätze von Kapitalismus und Sozialismus absolut.

 

Selbst wenn es heute keinen Sozialismus mehr gibt, so wirkt der Sozialismus insofern trotzdem in gewisser Weise weiter durch die erhalten gebliebenen wertvollen Erfahrungen, die die Arbeiterklasse damit gemacht hat. Es gab bereits einen Teil des Weltproletariats, der nach dem Kapitalismus gelebt hat, der ohne und trotz Kapitalismus ohne Lohnsklaverei gelebt hat. Jede einzelne Erfahrung, die das Proletariat beim Aufbau des Sozialismus in einem Land gewonnen hat (Sowjetunion), gehört zum UNAUSLÖSCHLICHEN Erfahrungsschatz des Aufbaus des Sozialismus jedes anderen Proletariats in einem beliebigen Land (Albanien), so auch zur verallgemeinerten Erfahrung des Weltproletariats (Weltsozialismus).

Es ist eine wertvolle Erbmasse. Vor der Existenz des Sozialismus in einem Land gab es nur die Pariser Kommune und davor nur eine Idee des wissenschaftlichen Sozialismus. Wir haben also heute nicht nur die sozialistische Idee, sondern die sozialistische Idee PLUS die Erfahrungen aus einem real existierenden Sozialismus, auch wenn dieser wieder zerstört wurde, PLUS die Erfahrungen aus den gemachten Fehlern.

Die Erfahrungen des Sozialismus in einem Land gehen – wenn auch unvollständig – in den Aufbau des Weltsozialismus mit ein (Negation der Negation).

Es werden dieselben Eigenschaften des Sozialismus sein und es werden ebenfalls die Eigenschaften des Sozialismus in einem Land in Eigenschaften des Weltsozialismus verwandelt werden, und es kommen neue, internationale Eigenschaften dazu. Der Sozialismus ist nicht tot – er lebt nicht nur fort – er entwickelt sich weiter bis zu seinem endgültigen Sieg.

So, wie die Oktoberrevolution kein Zufall, sondern eine Notwendigkeit war, nämlich der notwendige Beginn der sozialistischen Weltrevolution, so war die Revolution in Albanien nicht zufällig, sondern die notwendige Fortsetzung der sozialistischen Weltrevolution, so wie die noch kommenden sozialistischen Revolutionen nicht zufällig, sondern notwendig sind, um den endgültigen Sieg der sozialistischen Weltrevolution zu vollenden. Auf diese Weise fließt die Oktoberrevolution in die sozialistische Weltrevolution über und zwar in einem langen, komplexen, komplizierten und schwierigen Prozess, in der es nicht nur einen Sieg und nicht nur eine Niederlage gibt, sondern auch Rückwärtsentwicklungen unvermeidlich sind.

 

Je mehr wir uns der sozialistischen Weltrevolution trotz aller Zickzacks nähern ( die Dialektik der sozialistische Weltrevolution besteht ja gerade darin, dass sie sich durch Sprünge und nicht nur durch geradlinige Allmählichkeit entwickelt – und eben so ein globaler revolutionärer Sprung reift gegenwärtig auf der Welt heran !!) , desto reicher wird auch unsere Erkenntnis über sie werden. So wenig die sozialistische Weltrevolution geradlinig verläuft, so wenig verläuft auch unsere Erkenntnis über sie in einer geraden Linie, sind wir gezwungen, die einen Leitsätze beizubehalten, andere wiederum zu revidieren und durch neue zu ersetzen.

 

Die Erkenntnis über die sozialistische Weltrevolution beschreibt eine Kurve, die sich einer Reihe von Kreisen, einer Spirale unendlich nähert. Jedes Bruchstück, Teilchen, Stückchen dieser Kurve kann von der bürgerlichen Ideologie in eine selbständige, ganze, gerade Linie verwandelt werden, die dann in den Sumpf des Revisionismus führt, wo sie durch das Klasseninteresse der Weltbourgeoisie verankert wird.

Erstarrung der Erkenntnisse des Sozialismus in einem Lande, die Nutzung und Weiterentwicklung dieser Erkenntnis für den Weltsozialismus zu verfälschen, in Abrede zu stellen, zu behindern, zu bekämpfen etc. - all das sind die erkenntnistheoretischen Wurzeln der idealistischen Auffassungen von der sozialistischen Weltrevolution.

Der Übergang vom nationalen zum internationalen Maßstab des Sozialismus vollzieht sich nicht undialektisch, also nur durch einen quantitativen Übergang, sondern dialektisch durch den Sprung, --- qualitativer Sprung vom Sozialismus in einem Land zum Weltsozialismus.

 

Sehen wir uns die heute existierende globalisierte Weltordnung und ihren Zerfallsprozess an, so werden wir zu dem Ergebnis kommen, dass das Gesetz von der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung der verschiedenen imperialistischen Länder nicht nur auf das Zersprengen der imperialistischen Kette an ihrer schwächsten Stelle wirkt, sondern auf das Zersprengen einer ganzen Reihe von schwachen Kettengliedern, ja dass wir heute davon ausgehen können, dass dieses von Lenin entdeckte Gesetz im Laufe der Entwicklung letztendlich die Zersprengung der gesamten imperialistischen Kette bewirken muss. Diese Ausreifung kann auch gar nicht anders sein in der fortgeschrittenen Epoche der sozialistischen Revolutionen. Durch die Globalisierung hat sich die imperialistische Kette verändert.

Die einzelnen imperialistischen Kettenglieder sind schwächer geworden, die einzelnen kapitalistischen Staaten und die darin herrschende Bourgeoisie sind geschwächt worden, befinden sich in einer tiefen ökonomischen und politischen Krise, stehen teilweise sogar vor ihrem Bankrott. Die Hauptfäden der Weltherrschaft verlaufen international, entziehen den nationalen Fäden ihre Kraft, schwächen die Herrschaft der einzelnen Nationen.

Die globalisierte Macht des Kapitals hat nicht nur die nationalen Schranken heruntergerissen, sondern auch die relative Stabilität der bürgerlichen Nationalstaaten erschüttert. Dies wird nicht ohne Folgen bleiben, sondern schon bald revolutionäre Situationen in allen Ländern der Welt hervorrufen, also nicht nur in den imperialistischen Ländern.

Dabei ist klar, dass mit den sterbenden Staaten eben die bürgerlichen, kapitalistischen Staaten gemeint sind, dass sie sich revolutionär in sozialistische Staaten verwandeln, einem Prozess, in dem neue Staaten entstehen und alte vergehen, in dem einige sich lostrennen und verselbständigen und andere sich verbünden und vereinigen. Insgesamt aber werden Staaten und Nationen während der gesamten Übergangsperiode zwischen Kapitalismus und Kommunismus noch fortbestehen und sich erst dann auflösen, wenn die Klassengesellschaft auf der ganzen Welt abstirbt.

Mit dem Beginn der Monopolisierung begann der Kapitalismus zu sterben – zunächst in einem Lande. Mit der Globalisierung der Monopole beginnt der Kapitalismus global zu sterben. Mit dem Beginn des Imperialismus starb aber nicht nur der Kapitalismus in einem Land, bildete er nicht nur den Übergang des Sozialismus in einem Land, sondern mit seiner Globalisierung bildet der Weltimperialismus mit dem Übergang zum Weltsozialismus seinen endgültigen Untergang.

 

 

Die Globalisierung schweißt die proletarische Revolution in den Metropolen mit den Befreiungsrevolutionen der unterdrückten Völker zusammen.

Was für den Sieg des Sozialismus in einem Land galt, nämlich die Voraussetzung des Klassenbündnisses mit der Bauernschaft für die Verwirklichung der Diktatur des Proletariats, das gilt auch für den Sieg des Weltsozialismus, nämlich das Bündnis mit den unterdrückten Werktätigen aller Völkern als Voraussetzung für die Weltdiktatur des Proletariats. Zur Zeit des Sozialismus in einem Land war es so, dass die Macht der Arbeiter wieder in die Hände der Bourgeoisie fiel. In Zukunft wird es so sein, dass sich das Weltproletariat zum Führer aller Werktätigen der ganzen Welt macht (– und zwar sowohl zum Führer des Proletariats der unterdrückenden als auch zum Führer des Proletariats der unterdrückten Länder - ja die Hegemonie des Weltproletariats ist die Hegemonie der Proletarier aller Länder), seine Weltmacht erobert und die gesamte Weltbourgeoisie politisch isoliert, indem es die Werktätigen aller Länder um sich schart, indem es die nationale Frage der Befreiungsbewegung der unterdrückten Völker auf das Niveau eines internationalen Befreiungskampfes hebt, die Befreiung der unterdrückten Völker international löst und sich damit die Lösung der nationalen Frage in ein Nebenprodukt der sozialistischen Weltrevolution verwandelt.

 

Das Weltproletariat wird die nationale und koloniale Frage mit dem Sturz des Weltimperialismus verknüpfen und damit seine eigene sozialistische Weltrevolution zum sicheren Sieg führen.

 

Das Weltproletariat befreit sich, indem es die unterdrückten Völker vom Weltimperialismus befreit.

 

Die Globalisierung des Kapitals entfesselt also die Globalisierung der sozialistischen und anti-weltimperialistischen Befreiungsrevolutionen in der ganzen Welt (also nicht nur wie bisher gegen diese oder jene imperialistische Macht, sondern zunehmend als geschlossene Weltfront gegen die gesamte weltimperialistische Macht! ). Die Globalisierung entfacht und trägt den revolutionären Funken über den ganzen Erdball. Die ganze Welt gerät in den Strudel sozialer und nationaler Erschütterungen, werden nicht nur revolutionäre Situationen in diesem oder jenen Land erzeugt, sondern weltrevolutionäre Situationen wie sie die Welt bislang nicht gekannt hatte und aus der die sozialistische Weltrevolution unvermeidlich hervorgehen wird.

 

Wir stehen also vor der Situation, dass sich der Abstand der sozialistischen Revolutionen gegenüber der Vergangenheit nicht nur verkürzen wird, sondern dass die sozialistischen Revolutionen im gleichen Maße neue internationale Formen annehmen werden wie sie national begrenzte, alte Formen abwerfen.

 

All dies haben wir in der Generallinie der Komintern /ML wissenschaftlich herausgearbeitet. Mögen wir auch an der einen oder anderen Stelle darin Fehler gemacht haben, so werden wir sie entdecken und korrigieren, aber die Idee, die Linie, die Strategie und Taktik der kommenden sozialistischen Weltrevolution ist darin grundsätzlich richtig erkannt, ist die Generallinie der Komintern / ML insofern als Anleitung zum Handeln für das Weltproletariat geeignet und brauchbar.

 

Wer die Generallinie der Komintern / ML studiert hat, wird erkennen, dass gerade der VII. Weltkongress der Komintern in dieser entscheidenden Frage vom Leninismus abgewichen ist und deshalb mit seiner anti-leninistischen These vom „endgültigen“ Sieg der Sowjetunion dazu beigetragen hat, dass eben die von Stalin benannte Intervention und Restauration tatsächlich eintrat. Die vom VII. Weltkongress aufgestellte These vom „endgültigen“ Sieg des Sozialismus in einem Lande war somit historisch widerlegt und die Richtigkeit des Leninismus wurde bestätigt. Daraus hat die Komintern /ML die richtigen Lehren gezogen, wie man in der Generallinie unschwer erkennen kann. Die Komintern /ML stützt sich auf den Leninismus, dass die vollständige Garantie gegen eine Restauration nur im internationalen Maßstab möglich ist, woraus nicht folgt, dass die Errichtung des vollendeten Sozialismus in einem Land unmöglich ist.- wie die Trotzkisten behaupteten. Allein die Existenz der Sowjetunion Lenins und Stalins hat diese These Trotzkis historisch widerlegt. Stalin widerlegte Trotzki in Verteidigung Lenins wie folgt:

 

Was aber bedeutet Sieg ´im Weltmaßstab`? Bedeutet das, dass ein solcher Sieg gleichbedeutend ist mit dem Sieg des Sozialismus in einem Lande? Nein, das bedeutet es nicht. Lenin unterscheidet in seinen Werken streng zwischen dem Sieg des Sozialismus in einem Lande und dem Sieg ´im Weltmaßstab`. Wenn Lenin von dem ´Sieg im Weltmaßstab ` spricht, will er sagen, dass die Erfolge des Sozialismus in unserem Lande, dass der Sieg des sozialistischen Aufbaus in unserem Lande von so gewaltiger internationaler Bedeutung sind, dass dieser Sieg sich nicht auf unser Land beschränken kann, sondern eine machtvolle Bewegung zum Sozialismus in allen kapitalistischen Ländern hervorrufen muss, wobei er, wenn er zeitlich nicht mit dem Sieg der proletarischen Revolution in anderen Ländern zusammenfällt, doch auf jeden Fall eine machtvolle Bewegung der Proletarier der anderen Länder für den Sieg der Weltrevolution auslösen muss. Das ist nach Lenin die Perspektive der Revolution, wenn man die Perspektive des Sieges der Revolution im Auge hat;“ (Stalin, Band 9, Seite 36). „Die Frage, wer größere Aussichten auf einen schnellen Sieg hat, wird durch die reale internationale[hervorgehoben von der Redaktion] Front des Kampfes zwischen Kapitalismus und Sozialismus entschieden.“ (Stalin, Band 9, Seite 39).

 

Wir sind der Meinung, dass dieser Aufbau natürlich viel langsamer vor sich gehen wird, als es bei einem Sieg im Weltmaßstab der Fall wäre, aber dennoch schreiten wir vorwärts und werden vorwärtsschreiten.“(Stalin, Band 8, Seite 65).

 

Wenn der Sozialismus durch einen Sieg im Weltmaßstab schneller und leichter vorangeht als in einem einzigen Land auf der Welt, das gegen eine weltkapitalistische Übermacht ankämpfen muss und damit seine wertvollen Kräfte verausgabt, dann muss die Frage gestattet sein, wie wir den Weg zum Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab unter solchen Bedingungen beschreiten können, wo es – wie das gegenwärtig nun einmal nicht anders der Fall ist - kein einziges wirklich sozialistisches Land mehr auf der Welt gibt. Es ist doch klar, dass es dann zunächst nur einen Weg geben kann: sich auf die enorm angewachsenen Kräfte des Weltproletariats stützen, ein eigenes internationales Zentrum zu schaffen (zunächst eben ohne die Basis und den Hebel des Sozialismus in einem Lande).

 

Man wird uns fragen:

Ist das Weltproletariat denn überhaupt in der Lage und fähig, sich eine neue Basis und einen neuen Hebel für die sozialistische Weltrevolution zu schaffen ohne Sozialismus in einem Land?

 

Wir wollen die Gegenfrage stellen:

Warum soll das, was ein Proletariat in einem Land geschafft hat, nicht auch vom gesamten Weltproletariat geschafft werden können, wenn nicht gar auf höherer Stufe?

 

Warum soll das Weltproletariat, gestützt auf seine eigene Kraft und verbündet mit allen ausgebeuteten und unterdrückten Werktätigen in der ganzen Welt nicht mit der Lösung des Problems der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung beginnen, durch die der endgültige Sieg des Sozialismus in einem Land zum Scheitern verurteilt ist? Besagt nicht der Marxismus-Leninismus, dass dieses Problem überhaupt nur im Weltmaßstab gelöst werden kann? Müssen wir, um dieses Problem zu lösen, unsere alten Leitsätze wiederholen oder durch neue Leitsätze ersetzen? Müssen wir die Zwischenetappe vom Sozialismus in einem Land zum Sozialismus in mehreren Ländern, und zum Sozialismus im Weltmaßstab einfach nur wiederholen oder müssen wir nunmehr von einem niederen Stadium zu einem höheren Stadium schreiten?

Ist es denkbar, dass unter den kommenden Verhältnissen in der Welt neue Formen des Sozialismus entstehen, und alte Formen abgeworfen werden?

Kann denn aus einer globalisierten Weltordnung heute überhaupt noch ein Einzel-Sozialismus aufgebaut werden, wie er damals in der Sowjetunion Lenins und Stalins oder in Albanien Enver Hoxhas aufgebaut wurde? Ist das überhaupt noch durchführbar oder zweckmäßig?

War der Sozialismus in einem Land nur eine Zwischenetappe von der Pariser Diktatur des Proletariats zur proletarischen Weltdiktatur? Daran haben die Klassiker des Marxismus-Leninismus keinen Zweifel gelassen.

 

Der Marxismus- Leninismus bejaht diese Entwicklung zum Weltsozialismus. Was unklar ist, ist die Frage, auf welchem Wege wir heute dahin gelangen, wo doch der Weltkapitalismus jenen verlorenen Gebietsanteil ( und nicht nur im geographischen Sinne verstanden) zurückeroberte, den ihm die Proletarier eines Landes einst entrissen hatten? Wenn wir weiter vom Gesetz der Ungleichmäßigkeit der der Entwicklung der imperialistischen Länder ausgehen, durch die die imperialistische Kette an ihrer schwächsten Stelle zum Reißen gebracht werden kann und die sozialistische Revolution an dieser Stelle der Sozialismus in einem Lande aufgebaut wurde, so müssen wir diese Ungleichmäßigkeit im internationalen Maßstab auszunutzen verstehen.

 

 

Nebenbei bemerkt hat der damalige Unglaube der anti-sowjetischen Elemente an den Sieg des Sozialismus in einem Lande die gleichen Ursachen und Wurzeln wie der heutige Unglaube der neo-revisionistischen Elemente an den Sieg der sozialistischen Weltrevolution, also dem Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab. Das ist die Auswirkung des verabreichten bürgerlichen Impfstoffes innerhalb der sozialistischen und Arbeiterbewegung. Dass dies die Schwungkraft der internationalen marxistisch-leninistischen Bewegung schwächt und Wasser auf die Mühlen der Revisionisten bedeutet, die Hinauszögerung des Untergangs des Weltimperialismus mit roter Farbe zu überpinseln, muss wohl nicht näher ausgeführt werden.

 

 

 





Der Kampf gegen den Revisionismus, gegen die Ideologie des Weltimperialismus innerhalb der weltproletarischen Bewegung,

kann nur in einer zentralisierten Weltfront organisiert, geführt und gewonnen werden

 

 

Heute kann ein Revisionist nicht anders, als sich für einen „Marxisten-Leninisten“ als einen „Hoxhaisten“ und einen „Feind des Revisionismus“ als einen Feind des „Maoismus“ etc. auszugeben. Spätestens seit der Gründung der Komintern/ML ist es an der Zeit, dies zu begreifen, ihr Herren Neo-Revisionisten!“ Trotzdem Genossen, seid wachsam: der Revisionismus ist eine zählebige Sache. Der heutige ideologische Wirrwarr in den Reihen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung ist eine Erscheinung der Wiederbelebung revisionistischer Überreste.

Die Vernachlässigung der marxistisch-leninistischen Theorie und Schulung ist der schlimmste Feind der marxistisch-leninistischen Weltbewegung.

Für ihren gegenwärtigen zersplitterten Zustand ist die mangelnde ideologische Klarheit und Einheitlichkeit verantwortlich. In Fragen der Prinzipien des Marxismus-Leninismus kann und darf es keinen „kleinsten gemeinsamen Nenner“ für die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung geben. Das ist eine faule Formel, die den Neo-Revisionisten dabei hilft, innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung im Trüben zu fischen, diese zu desorientieren, zu desorganiseren und vor allem für den revisionistischen Einfluss empfänglich zu machen. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung kann sich nur in dem Maße regenerieren, indem es ihr gelingt, sich von revisionistischen Einflüssen zu befreien. Der anti-revisionistische Kampf jeder einzelnen Parteien kann gründlicher, gewissenhafter, intensiver, besser und schneller zum gewünschten Erfolg führen durch die Unterstützung eines erfahrenen, ideologisch gestählten und prinzipienfesten internationalen Zentrums. Der anti-revisionistische Kampf ist seinem Wesen nach ein internationalistischer Kampf und muss auch internationalistisch organisiert und geführt werden !

 

 

Im weltrevolutionären Kampf gegen den Revisionismus im Dunkeln zu tappen – dazu ist die marxistisch-leninistische Weltbewegung verurteilt, wenn sie sich nicht mehr vom Hoxhaismus leiten lässt, wenn sie nicht bestrebt ist, den Neo-Revisionismus als Schrittmacher des modernen Revisionismus zu erkennen, zu begreifen und zu bekämpfen, wenn sie nicht willens ist, ihre praktische Tätigkeit gegen den Revisionismus mit der notwendigen theoretischen Schulung über den Neo-Revisionismus zu verbinden. Und Schulungsmaterial für den Kampf gegen den Neo-Revisionismus wurde in den 5 Jahren des Bestehens der Komintern/ML herausgearbeitet .

Von niemandem sonst auf der Welt !

Den Kampf gegen den Neo-Revisionismus gilt es nun zu meistern.

Das Hauptproblem des Kampfes gegen den Neo-Revisionismus ist das niedrige ideologische Niveau der Marxisten-Leninisten in der heutigen marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Genau darauf bildet die Restauration des Revisionismus aber ihren Nährboden. Man kann dem Revisionismus nur die Maske des „Anti-Revisionismus“ herunterreißen, wenn man die eigenen Mängel des Studiums des Marxismus-Leninismus überwindet, wenn man nicht nur an den alten marxistisch-leninistischen Prinzipien des anti-revisionistischen Kampfes festhält, sondern diese Prinzipien weiter herausarbeitet unter den veränderten Bedingungen des heutigen Kampfes gegen den Revisionismus.

 

Heute ist der Neo-Revisionismus das ideologische Haupthindernis bei der Zurückeroberung der Diktatur des Proletariats.

 

Das ist der Grund, weswegen die Komintern / ML so großen Wert auf die marxistisch-leninistische Schulung gelegt hat und weiter legt, weswegen sie ein marxistisch-leninistisches Archiv angelegt hat und dieses weiter aufbauen wird, weswegen sie sich insbesondere auf die internationale Verbreitung der Lehren des Genossen Enver Hoxhas konzentrierte – eben weil der Genosse Enver Hoxha den Kampf gegen den Revisionismus, den die Klassiker des Marxismus-Leninismus geführt haben, vorangetrieben und auf eine höhere Stufe gehoben hat. Der Kampf gegen den Revisionismus ist nicht beendet. Er hat vielmehr erst begonnen und er muss konsequent und prinzipienfest fortgesetzt und zu Ende geführt werden – eben auf den Grundlagen der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus.

 

Der Neo-Revisionismus ist ein Vorposten des Kampfes der Bourgeoisie gegen die Zurückeroberung des Sozialismus. Deshalb ist jeglicher Liberalismus gegenüber dem Neo-Revisionismus fehl am Platze, ist dieser eine Torheit, die an ein Verbrechen grenzt.

Der moderne Revisionismus wurde geschlagen, aber er hat sich eine neue Maske aufgesetzt, die Maske des „Anti-Revisionismus“, denn den Revisionisten bleibt heute nichts anderes mehr übrig, als ihren alten Plunder unter der Maske des „Anti-Revisionismus“ wieder einzuschmuggeln.

Diese Schmuggelware der Bourgeoisie muss vernichtet werden und auf Diskussionen mit neo-revisionistischen Schmugglern darf man sich gar nicht erst einlassen, sondern man kann sie nur brandmarken und international vernichtend schlagen. In der Zerschlagung jeglicher Restaurationsversuche des Revisionismus – darin sieht die Komintern / ML ihre internationale Aufgabe.

 

Und anfangen müssen die Marxisten-Leninisten bei sich selbst. Sie müssen ihre reichlich vorhandenen Schwächenl im Kampf gegen den Revisionismus überwinden, müssen sich darüber bewusst werden, müssen Kritik und vor allem Selbstkritik üben. Wir dürfen nicht länger mit ansehen, wie die Überreste der Ideologie der von uns geschlagenen modernen Revisionisten in den Köpfen der Genossen in Form des Neo-Revisionismus wiederbelebt werden. Diese Seuche muss vollkommen ausgemerzt werden, damit sie sich nicht weiter ausbreiten kann und Krankheiten in unseren Reihen auslöst.

 

Im Kampf gegen den Neo-Revisionismus – dem heutigen Schrittmacher des modernen Revisionsimus - muss man Enver Hoxhas Sieg über den modernen Revisionismus weiter verankern, darf man diesen Sieg nicht leichtsinnig opfern oder gar den Revisionisten preisgeben, darf man keinen Schacher mit diesem Sieg betreiben, muss man sich in der Einheitsfront vor den Revisionisten hüten und in Acht nehmen, darf man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn der Revisionismus ist nur geschlagen, aber bei weitem noch nicht vernichtet, ebenso wie die Klasse, der er dient.

 

Die internationalen Entscheidungsschlachten – die Revisionisten oder wir?

- sind noch lange nicht zu Ende, sie haben vielmehr erst begonnen, denn zur Verhinderung des Weltsozialismus wird der Revisionismus seine bisherigen Anstrengungen verzehnfachen, wenn nicht verhundertfachen.

In diesen Entscheidungsschlachten die Komintern /ML etwa als überflüssige internationale anti-revisionistische Organisation zu betracheten ist einfach lächerlich und dumm angesichts der historischen Tatsachen.

 

Die Komintern / ML hat in 5 Jahren ihres Bestehens und wird auch in Zukunft niemals vergessen, dass die Revisionisten nicht schlummern, dass sie sich heute als `Anti-Revisionisten` verkleiden, um auf diese getarnte Weise die Arbeiterklasse weiterhin dem Revisionismus, der bürgerlichen Ideologie zu unterwerfen. Die Komintern / ML hat das Banner des einzig korrekten Anti-Revisionismus´, den Anti-Revisionismus des Genossen Enver Hoxha erhoben, und es den Neo-Revisionisten entrissen.

 

Es kommt darauf an, dass sich nicht nur die Marxisten-Leninisten durch Enver Hoxha- Schulungen stählen, sondern vor allem, dass die fortgeschrittensten Arbeiter überall auf der Welt sich dieses notwendige anti-revisionistische Wissen aneignen. Die Komintern / ML hat ihn 5 Jahre lang gegen die Neo-Revisionisten aller Spielarten verteidigt, insbesondere gegen diejenigen, die in Worten Enver Hoxha gegen den modernen Revisionismus, aber in Taten den modernen Revisionismus verteidigen. Neo-Revisionismus, das eben heißt Hinneigung zur bürgerlichen Ideologie, heißt, in Nachtrabpolitik zu verfallen, heißt, wieder auf den alten ausgetretenen Pfad des Revisionismus zurückfallen, ins bürgerliche Lager abzugleiten.

 

Die Arbeiterklasse fühlt sich – entgegen den Unkereien der ideologischen Lakaien des Weltimperialismus und trotz des Verrats der Revisionisten – immer noch spontan zum Sozialismus hingezogen, aber die am weitesten verbreitete und in mannigfaltigen Formen und Spielarten wieder auferstehende revisionistische Ideologie drängt sich trotzdem spontan dem Arbeiter am meisten auf.

 

Eben deshalb unterwirft sich die spontane Arbeiterbewegung, solange sie spontan ist, solange sie sich nicht wieder mit dem sozialistischen Bewusstsein vereinigt hat, der bürgerlichen Ideologie und neigt zur dieser Unterwerfung hin. Die Komintern /ML hat sich seit 5 Jahren verpflichtet, diese Hinneigung zum Revisionismus zu bekämpfen und die Hinneigung zur sozialistischen Ideologie zu fördern, das sozialistische Gedankengut, den proletarischen Internationalismus der Tat im Weltproletariat zu verankern.

 

 

 



Über die Aufgaben des Weltproletariats und der Komintern / ML

 

 

Wir haben die Lehren der sozialistischen Weltrevolution weiter vorangetrieben, haben weiter vorausgeschaut in den vergangenen 5 Jahren – und eben darauf kommt es an, denn diese Vorausschau wird für die weltrevolutionäre Bewegung zweifellos von großer Bedeutung sein, auch wenn das so mancher Genosse nicht wahrhaben will.

 

Die gesellschaftlichen Bedingungen der Globalisierung bedingen auch die revolutionären Ideen, die aus der Globalisierung wissenschaftlich herausgearbeitet werden. Damit wird das Grab der idealistischen Auffassungen von der sozialistischen Weltrevolution geschaufelt. Die Ideen von der Zurückeroberung des Sozialismus sind uns nicht vom Himmel gefallen, sondern die veränderte Lage des Weltproletariats hat unser Umdenken bewirkt. Wir wissen, dass wir dabei erst am Anfang stehen, aber je weiter wir uns voranarbeiten, desto klarer erkennen wir, zu welcher gewaltigen Kraft unsere Ideen in den Händen des Weltproletariats eines Tages heranwachsen können und welche historische Bedeutung sie bereits heute schon haben, dass sie für die weltproletarische Zukunftsgesellschaft eine große Hilfe sein wird, sich schneller und leichter zu entwickeln. Wir glauben daran, dass das Weltproletariat sich auch ohne unsere Ideen seiner Kraft bewusst wird, dass es spürt – ein paar tausend Reiche, die die Welt beherrschen, können nichts stärker sein als die sich zusammenbrauende, gärende Weltmasse aller Unterdrückten und Ausgebeuteten, dass es die Millionenmassen schaffen können, sich von ein paar Tausend zu befreien.

Wir glauben an die schöpferische Kraft der Millionenmassen der ganzen Welt, wenn sie sich wie ein Kämpfer erheben, um ihrem Weltelend ein Ende zu machen.

Wir von der Komintern /ML werden aus diesem millionenfachen Kampf der Massen lernen, werden die Weltelemente der internationalen spontanen Bewegung aufmerksam und gewissenhaft studieren, werden alles hegen und pflegen, was die kleinste revolutionäre Erhebung zu einem Weltstrom aller revolutionären Bewegungen zusammenfließen lässt, um die gesamte Weltbewegung in die Bahn der proletarischen Weltrevolution zu lenken, um den Weltprozess der sozialen Befreiung zu beschleunigen. Wir haben mit dieser gigantischen Aufgabe begonnen, nicht um nach 5 Jahren damit wieder aufzuhören, sondern um sie zum siegreichen Ende zu führen.

 

 

Die Geschichte der Sowjetunion Lenins und Stalins sowie des sozialistischen Albaniens Enver Hoxhas hat bewiesen, dass die Arbeiterklasse aus eigener Kraft sozialistisches Bewusstsein herauszuarbeiten vermag und die marxistisch-leninistische Lehre eigenständig auf eine höhere wissenschaftliche Stufe heben konnte. Unter der Diktatur des Proletariats trat das erste Mal die Arbeiterklasse an die Spitze der Wissenschaft, verfügte sie über Mittel und Zeit, Träger der Wissenschaft zu sein. Mit der Zerschlagung der Diktatur des Proletariats, mit der Restauration des Kapitalismus, mit der Entmachtung der sozialistischen Arbeiterklasse, wurde die bürgerliche Intelligenz jedoch wieder wissenschaftlicher Wasserträger auf die Mühlen des Kapitals, da sie wieder über die Mittel und Zeit verfügte, was nichts anderes heißt, als das heute die Wissenschaft von der Zurückeroberung des Sozialismus außerhalb und unabhängig von der spontane Arbeiterbewegung entwickelt werden musste, um ihrerseits wieder in diese hineingetragen zu werden.

 

5 Jahre lang hat sich die Komintern /ML bemüht, den wissenschaftlichen Sozialismus weiter zu entwickeln, wenn es ihr auch noch nicht gelungen ist, ihn auch nur annähernd in die Arbeiterbewegung hineinzutragen, das heißt tatsächlich Träger des wissenschaftlichen Sozialismus zu sein, geschweige denn, sich mit der Arbeiterbewegung zu verbinden und schließlich zu vereinigen. Aber sie hat hierfür bereits wichtige Voraussetzungen geschaffen und das allein berechtigt sie dazu, stolz darauf zu sein.

 

 

Die Komintern/ML ist die erste wieder neu aufgebaute Zelle der alten leninistischen kommunistischen Weltpartei, es ist eine Keimzelle der neuen hoxhaistischen Weltpartei. Die Gründung der Komintern/ML war ein kleiner Schritt zum Sieg des Weltproletariats über die Weltbourgeoisie.

Die Besonderheit der Weltevolution besteht darin, dass sie im Verlauf des revolutionären Kampfes immer mehr Proletarier einzelner Länder in sich vereinigen wird, dass sie die einzige Revolution ist, die sich ausschließlich aus den Revolutionen der einzelnen Ländern nährt, dass sie die einzige Revolution ist, die den Sieg der Revolutionen in den einzelnen Ländern auch tatsächlich garantieren kann ... und das deswegen, weil sie als einzige Revolution in der Lage ist, mit einer organisierten internationalen Millionenmasse die kapitalistisch-revisionistische Umkreisung zu sprengen, die den Sozialismus in einem Land noch erwürgen konnte. Die sozialistische Weltrevolution ist die einzige Revolution, die den Spieß umdrehen kann, nämlich die sozialistische Einkreisung der imperialistischen, konterrevolutionären (ideellen wir materiellen) Widerstandsnester.

 

Die Weltrevolution siegt, wenn sie das Weltproletariat vorwärtsbringt, das der (globalisierten) Ausbeutung ernste Schläge versetzt. Die Weltrevolution hat in diesem Fall sogar dann gesiegt, selbst wenn sie dabei Niederlagen erleidet.

Obwohl der Sozialismus auf der Welt heute besiegt wurde, bleibt der Sozialismus deswegen trotzdem unbesiegbar. Das mag nach einem Wortspiel klingen, aber ist und bleibt die absolute Wahrheit. Der Sozialismus kann vorübergehend einen Misserfolg erleiden, er kann besiegt, geschlagen werden, aber er ist deswegen noch lange nicht vernichtet, er bleibt immer lebendig, ihm gehört die Zukunft, er wird den Kapitalismus für immer ablösen.

 

Spontane internationale Ausbrüche darf man nicht mit der Weltrevolution verwechseln oder sie gleichsetzen. Sie kündigen die Weltrevolution lediglich an, sind aber noch isoliert. Wir Internationalisten lehren das Welktproletariat und die Weltmassen der Ausgebeuteten und Unterdrückten, organisiert, zielstrebig, einmütig und im richtigen Augenblick die weltrevolutionäre Umwälzung der Gesellschaft in Angriff zu nehmen. Dass wir zur Zeit wieder einen allgemeinen, weltumspannenden Weltkapitalismus haben, ändert nichts an der Tatsache, dass die Welt in zwei Lager gespalten bleibt, in das kapitalistische und das sozialistische. Diese Tatsache wurde von der Sowjetunion Lenins und Stalins sowie vom sozialistischen Albanien Enver Hoxhas geschaffen, auch wenn diese beiden einzigen wirklich sozialistischen Staaten der Welt heute nicht mehr existieren, denn die Zentren der Kräfte, die den Kapitalismus verteidigen und die Kräfte, die den Sozialismus zurückerobern werden, existieren fort: die Weltbourgeoisie und das Weltproletariat.

 

Diese beiden Anziehungszentren bleiben solange bestehen, bis die Frage: Kapitalismus oder Sozialismus im Weltmaßstab endgültig entschieden ist. Ebenso wie die beiden Klassen weiter bestehen, bleiben auch die Ideologien beider Klassen bestehen, die bürgerliche und die proletarische, die nicht aufhören, einander zu bekämpfen, selbst wenn die Macht vorübergehend von der einen Klasse in die Macht der anderen Klasse übergeht. Davon bleibt die vorübergehende Existenz oder Nichtexistenz des Sozialismus völlig unberührt.

 

Die Epoche des Imperialismus, die Epoche der proletarischen Revolutionen schließt - wie die Geschichte zeigt - nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen ein, die länger oder kürzer andauern, bevor die Epoche des Weltsozialismus die Epoche des Imperialismus abgelöst hat.

Diese Epoche des Imperialismus ist also auch eine Epoche des Entstehens und Vergehens sozialistischer Staaten, eine Epoche, in der der Weltkapitalismus seine allesumspannende Form zurückerobern und wieder verlieren kann, sich das Bild der zwei Lager: Kapitalismus und Sozialismus – ändern und wandeln kann. Bevor der Kapitalismus endgültig von der Bildfläche verschwindet, ist der Sozialismus vorübergehend von der Bildfläche verschwunden.

Das widerlegt nicht die Lehre des Marxismus-Leninismus, dass der Weg zum Weltsozialismus im Zickzack-Kurs, mit Rückschlägen verläuft, sondern hat sich vielmehr bestätigt. Wenn wir diese Entwicklung allerdings in ihrem historischen Kondex betrachten, wenn wir davon ausgehen, dass es sich um eine lange Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus handelt, dann können wir durchaus sagen, dass die Periode des Sieges in einem Land nicht nur ein erster Schritt zu diesem Übergang war, sondern gleichzeitig auch ein solcher riesiger Schritt , dass er uns den zweiten Schritt enorm erleichtern wird, dass dieser Übergang um so schneller und gründlicher verlaufen kann.

 

 

Seitdem der Weltimperialismus mit Hilfe der Revisionisten den Sozialismus an der Macht beseitigte, bemüht er sich, die Spuren des Sozialismus zu verwischen, den Glauben in die Kraft des Sozialismus, den Glauben in den Sieg des Sozialismus zu brechen, aber all dies auslöschen, vernichten kann die Bourgeoisie niemals. Zwar bedeutete die Zurückeroberung des sozialistischen Teils der Welt für den Weltkapitalismus ein „Neugewinn“, verschafft er sich mit seiner ökonomischen und politischen Kontrolle über die ehemaligen sozialistischen Länder noch ein paar zusätzliche Jahre des Überlebens, kann er diesen Teil der Welt erneut aufteilen, aber dieser Brocken bleibt ihm schon jetzt im Halse stecken, handelt es sich doch um einen Vorgang, wo sich der Weltimperialismus schon lange vorher auf absteigender Linie entwickelte [ Bei der Restauration des Kapitalismus handelt es sich ja nicht um einen Vorgang des vorimperialistischen Kapitalismus, sondern darum, dass eine höher entwickelte (sozialistische) Wirtschaftsordnung in eine primitive (imperialistische) Wirtschaftsordnung „zurückverwandelt“ wird !] , treten seine Fäulnis, seine Sprünge und Katastrophen in den beiden verlorengegangenen sozialistischen Ländern besonders krass hervor.

 

Der Weltimperialismus wird niemals mehr das sein, was er vor der Oktoberrevolution war. Er wird ein Imperialismus des Niedergangs, ein untergehender Imperialismus bleiben. Die Oktoberrevolution hat den Triumphzug des Weltkommunismus eröffnet, Die Zurückeroberung der sozialistischen Staaten durch den Imperialismus konnte diesen Triumphzug zwar verzögern, ihn dadurch aber nur noch triumphaler machen als ohne die Restauration des Kapitalismus.

 

Kurz:

Das Gesetz der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung in der Periode des Imperialismus wird durch den zurückeroberten, ehemals sozialistischen Teil der Welt nicht außer Kraft gesetzt, sondern es sorgt dafür, den imperialistischen Verdrängungskampf zu beschleunigen und weiter auszudehnen, die Konflikte innerhalb des imperialistischen Lagers um so mehr zu vertiefen und zu verschärfen, die imperialistische Front zu schwächen und damit nicht nur die Möglichkeit des Sieges des Sozialismus in einem Land zu erhöhen, sondern diesmal auch die Möglichkeit des Sieges im Weltmaßstab verbessern.

Die Opfer, die Verluste des Sozialismus werden nicht umsonst gewesen sein, im Gegenteil.

Allein die vorübergehende Existenz des Sozialismus hat gezeigt, dass es sich lohnt, für seine Zurückeroberung zu kämpfen. Dass sich die Arbeiter eines Landes die Macht erobert haben, dass sie den Kapitalismus nicht nur niedergerissen, sondern sich ihren eigenen proletarischen Staat aufgebaut haben, dass sie sich ein sozialistisches Land geschaffen haben, dies sind historische Tatsachen, die niemals geleugnet werden können, die in der Arbeiterklasse aller Länder die Hoffnung und Zuversicht nährt, diesen Weg erneut einzuschlagen – nämlich ohne die Bourgeoisie auszukommen un aus eigener Kraft die sozialistische Gesellschaft aufzubauen.

Woran die Arbeiterklasse heute krankt, ist der kapitalistische Bazillus, der der Arbeiterklasse eingeimpft wurde, nämlich dass der Sozialismus „gescheitert“ sei. Schön, die Macht der Arbeiterklasse wurde vorübergehend gebrochen, aber das heißt noch lange nicht, dass sie für immer gebrochen bleiben wird. Eben dm Weltproletariat diese Wahrheit zu vermitteln, es von seiner Kraft zu überzeugen, dass es den Weltimperialismus für immer niederstrecken wird, diese für das Weltproletariat so wichtige Überzeugungsarbeit hat die Komintern /ML in den 5 Jahren ihres Bestehens begonnen – und sie wird eines Tages die Früchte ernten, die sie in diesen 5 Jahren gesät hat. Das Leben, die Natur, die Gesellschaft ist so eingerichtet, dass sich der Organismus anpasst, dass er mit der Vernichtung des ersten und zweiten Keimes, neue, zehn, zwanzig, hundert, tausend Keime produziert, die von den gefrässigen Imperialisten wieder die meisten aufgefressen werden, aber noch welche übrig bleiben, um die neue sozialistische Gesellschaft wieder zum Leben zu erwecken, sie so sehr zu stärken, dass sie sich behaupten und das Alte Schritt für Schritt besiegen kann, bis dessen letzte Spur im revolutionären Sturm der Massen, der über den Erdball fegt, endgültig verschwunden sein wird. Der Weltbolschewismus hat vor hundert Jahren mit diesem Sturm begonnen, eben erst begonnen, daran müssen wir Hoxhaisten jeden Augenblick denken. Wenn wir heute auch noch nicht in der Lage sind, das Weltproletariat in seinem praktischen Kampf ausreichend zu unterstützen, aber wir können und müssen ihm immer wieder, besonders nach Niederlagen und in schwierigen Zeiten wie heute, den revolutionären Weg aufzeigen, müssen wir Hoxhaisten für die sozialistische Weltrevolution in erster Linie unsere prppagandistische, aber auch agitatorische und organisatorische Arbeit unter den Massen tagtäglich leisten, müssen wir die Wege aufzeigen, auf denen das Weltproletariat seine internationalen Aktionen gegen die Weltbourgeoisie in Angriff nehmen kann und wie es daraus lernen kann, um immer mehr Massen in den internationalen Klassenkampf einzubinden und andererseits seine internatiuonale Vorhut aufzubauen und zu festigen.

 

Es ist klar, dass das Weltproletariat dafür seine eigenen intellektuellen Kräfte erfolgreich ausbilden und einsetzen wird, um die Theorie, die Propaganda und Agitation voranzutreiben, ohne die es keine weltproletarische Massenbewegung geben wird und nicht geben kann.

 

Die Zeit der Fäulnis, die der Revisionismus hervorgerufen hat, ist in die Zeit der Gärung neuen revolutionären Bewusstseins übergegangen. Die Zeit des Rückzuges, den die Revisionisten uns aufgezwungen haben, ist zu Ende, die Epoche einer neuen Weltoffensive, die Epoche der Zurückeroberung des Sozialismus. Wir leben in der Epoche des Sieges des Weltsozialismus.

 

Wenn die einzelnen kapitalistischen Staaten, insbesondere der USA-Imperialismus an der Spitze, auf die Stütze des gemeinsamen Kampfes gegen die Weltrevolution rüsten, dann müssen die Bataillone des Weltproletariats der einzelnen Länder zur einer schlagkräftigen Weltarmee dagegen zusammengestellt werden.

 

Wenn wir, als einzelner Trupp des Weltproletariats, als erste vorgerückt sind, so nicht deshalb, weil dieser Trupp stärker organisiert wäre. Nein , er ist schlechter, schwächer, weniger organisiert als andere, es wäre jedoch die größte Albernheit und Pedanterie, so zu urteilen, wie viele: nun ja, wenn der am besten organisierte Trupp das Werk begonnen hätte, ihm der weniger organisierte Trupp und dann der drittbeste Trupp gefolgt wären, dann wären wir alle bereitwillig Mithelfer der sozialistischen Revolution. Da es aber nun einmal nicht so gegangen ist, wie es im Buch steht [hervorgehoben von der Redaktion], da sich herausgestellt hat, dass der führende Trupp nicht von den anderen Trupps unterstützt wurde, so sei unsere Revolution zum Untergang verurteilt. Wir aber sagen: Nein, unsere Aufgabe ist es, die gesamte Organisation zu ändern, unsere Aufgabe besteht, da wir allein sind, darin, die Revolution zu behaupten, ihr wenigstens eine gewisse Festung des Sozialismus zu sichern, wie schwach und wenig ausgedehnt sie auch sein mag, bis die Revolution in den anderen Ländern heranreift, bis die anderen Trupps eintreffen. Wer aber von der Geschichte erwartet, dass sie die sozialistischen Trupps der verschiedenen Länder in strenger Aufeinanderfolge und Planmäßigkeit in Bewegung setzt, der hat keine Ahnung von der Revolution, oder aber er lehnt es aus Dummheit ab, die sozialistische Revolution zu unterstützen.“ (Lenin, Band 27, Seite 280).

 

Solange nicht eine internationale, mehrere Länder umfassende sozialistische Revolution ausgebrochen ist, die so stark ist, dass sie den internationalen Imperialismus besiegen könnte, solange ist es die direkte Pflicht der Marxisten-Leninisten, die in einem einzelnen Lande gesiegt haben, keinen Kampf gegen die Giganten des Imperialismus aufzunehmen, dem Kampf aus dem Wege zu gehen, abzuwarten, bis das Ringen der Imperialisten gegeneinander diese noch mehr schwächt und die Revolution in den anderen Ländern noch näher bringt. Der vollständige Sozialismus wird nur entstehen aus der revolutionären Zusammenarbeit der Proletarier aller Länder , durch eine Reihe von Versuchen – von denen jeder, einzeln genommen, einseitig sein, an einer gewissen Nichtübereinstimmung leiden wird.

 

Schon mehr als einmal ist es den Arbeitern, den unterdrückten Klassen gelungen, die Macht zu ergreifen, aber noch niemals ist es ihnen gelungen, diese Macht garantiert zu behaupten. Dazu ist es nötig, dass die Arbeiter nicht nur über die Fähigkeit verfügen, sich zum heldenhaften Kampf zu erheben und die Ausbeutung abzuschütteln, sondern sie müssen auch zu Organisation, Disziplin und Ausdauer fähig sein, sie müssen urteilsfähig sein, wenn ringsum alles wankt und schwankt, wenn man angegriffen wird, wenn endlose unsinnige Gerüchte über den Erdball schwirren. Eben in solchen Zeiten liegt auf den international zu schaffenden Betriebskomitees der globalisierten Betriebe, die in allen Stücken eng mit der breiten Millionenmasse verbunden sind, die gewaltige weltrevolutionäre Aufgabe, in erster Linie zu einem Organ zur Lenkung der proletarischen Weltrevolution zu werden.

 

Es ist erforderlich, dass das Weltproletariat die Zurückeroberung des Sozialismus als internationale Aufgabe löst, anders ist der Sozialismus in Zukunft nicht zu behaupten. Wenn das Industrieproletariat aller Länder sich darüber bewusst ist, wenn es sich international vereinigt und organisiert, dann wird es ihm gelingen, den endgültigen Sieg davonzutragen und auch die unsinnigen Grüchte, die von der kleinbürgerlich radikalen Intelligenz über den gesamten Erdball verstreut werden, in ein Nichts auflösen.

 

Der Weltsozialismus wird nicht `eingeführt` sondern bildet sich im zugespitzten internationalen Klassenkampf und internationalen Bürgerkrieg heraus.

Der proletarische Internationalismus ist nicht nur eine Annäherung der Industriearbeiter der Nationen, sondern die internationale Verschmelzung in einheitlichen proletarischen Organisationen – und dies ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Arbeiter aller Länder vereinigen.

 



Frage der Kommunistischen Internationale:

 

 

Wie erobern wir den Sozialismus zurück und was ist zu tun, um das Problem der imperialistisch-revisionistischen Umkreisung endgültig zu lösen, durch die wir den Sozialismus an den Kapitalismus schließlich verloren hatten, bei gleichzeitiger Machtübernahme der Revisionisten im sozialistischen Land und deren Restauration des Kapitalismus, ohne die die Umkreisung vielleicht nicht möglich – zumindest aber erschwert worden wäre. Mit einer starken Kommunistischen Internationale im Rücken hätte der Sozialismus in einem Lande jedenfalls wesentlich besser verteidigt werden können als ohne sie. Das ist der springende Punkt!!! Rückblickend sind wir deshalb zu der Auffassung und festen Überzeugung gelangt, dass es sich als einen schweren historischen Fehler erwiesen hat, das Weltproletariat wie auch die Diktatur des Proletariats eines Landes ohne Kommunistische Internationale zu lassen. Mit der Auflösung der Komintern wurde das internationale Proletariat seiner schärfsten internationalistischen Waffe beraubt. Ohne seine internationale Waffe kann sich aber weder das internationale Proletariat befreien, noch die Diktatur des Proletariats in einem Lande behauptet werden. Das ist die wichtigste Lehre aus dem Niedergang des Sozialismus, das ist die wichtigste Lehre für eine siegreiche Zurückeroberung des Sozialismus.

 

Und die Formel muss heute ganz klar lauten:

 

Der zukünftige Sozialismus kann nur das Werk der vereinigten internationalen Arbeiterklasse selbst sein. Die Weltmacht des Proletariats beruht auf der Entfaltung, Zusammenballung und Konzentrierung seiner Kraft einer international verschmolzenen Klasse.

 

Will das Proletariat die Weltmacht erringen, muss es sich nicht nur von seinen sozialen, sondern auch von seinen nationalen Ketten befreien, mit denen es gehindert wird, sich als eine internationale Klasse zu formieren, muss es seine auf die Länder verteilte Kraft zentralisieren, muss es sich eine länderfübergreifende, zentralisierte, internationale Führung schaffen.

 

Der führende Kern des Weltproletariats bildet sich heraus unter seinen fortschrittlichsten Elementen.

Die fortschrittlichsten Elemente bilden sich in den globalisierten Industriezentren heraus. Der führende Kern des Weltproletariats ist also das industrielle Weltproletariat, das Proletariat der multinationalen Konzerne und Betriebe. Diese fortgeschrittenste Schicht des Weltproletariats wird am konsequentesten mit der Weltbourgeoisie brechen, und sie ist daher die zuverlässigste soziale Stütze des heutigen Marxismus-Leninismus.

Auf die Arbeiter der internationalisierten Industrie kommt es in Zukunft an, sie werden die proletarische Weltrevolution anführen, sie werden die Umwälzung des Weltkapitalismus in den Weltsozialismus leiten und führen. Deswegen müssen sich die Marxisten-Leninisten heute auf sie konzentrieren, müssen diese revolutionärsten Kräfte der Welt als Avantgarde des Weltproletariats gewinnen, müssen sie vom Kommunismus überzeugen, ihren Kampf international unterstützen, bei der Organisierung ihres internationalen Kampfes helfen. Sie sind es, die die Komintern /ML heute am nötigsten brauchen, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Aufgabe der Komintern / ML besteht darin, zur Kampfpartei des industriellen Weltproletariats zu werden. Dieser Aufgabe sind alle anderen Aufgaben unterzuordnen, ihr haben alle Aufgaben zu dienen.

 

Die Kommunistische Internationale ist kein `freier Bund` autonomer Zirkel, die ihre Handwerkelei und ihren Spontaneismus auf internationales ´Niveau` ´vereinigt` nach dem Prinzip des Polyzentrismus.

Sie ist keine internationale Föderation von autonomen Parteien einzelner Länder, sondern eine zentralistische bolschewistische Weltpartei Leninschen und Stalinschen Typs, die sich aus Sektionen, aus den Bausteinen der einzelnen Länder zu einem eigenständigen Gebäude zusammensetzt. Die Proletarier aller Länder werden von ihren marxistisch-leninistischen Parteien geführt, das Weltproletariat aber kann nur geführt werden mit einer proletarischen Weltpartei, die sich aus den einzelnen Sektionen der marxistisch-leninistischen Parteien zusammensetzt und somit den Willen und das Handeln des Weltproletariats geschlossen zur Geltung bringt und diese verwiklicht.

 

 

Es wird uns Hoxhaisten geraten, uns nicht zu einer einzigen Weltpartei mit einer einheitliche Zentrale an der Spitze zusammenzuschließen, sondern die zentrale Leitung den einzelnen hoxhaistischen Parteien zu überlassen zur angeblichen „Stärkung“ des Proletariats in jedem Land! Die globalisierte Weltbourgeoisie wird sich darüber freuen! Heute können die Proletarier aller Länder nur gestärkt werden, wenn sie zu einer internationalen Klasse, zum Weltproletariat zusammengewachsen sind. Unter der Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch! verstanden Marx und Engels nicht einen losen formalen Verband, keinen lockeren, beratenden, föderalistischen Verein, sondern Vereinigung im Sinne ihrer internationalen Verschmelzung, ihres Zusammenwachsens zu einer internationalen Klasse, die sich mit einer Stimme und einer Faust zu ihrer Befreiung erhebt. Es gilt nicht um eine bloße, formale Kooperation unabhängig voneinander kämpfender Proletarier in ihrem eigenen Land, sondern um das geschlossene Handeln einer einzigen internationalen Proletarierklasse, geführt von einer einzigen proletarischen Weltpartei, in der die Parteien der einzelnen Ländern zukünftig eine höhere Funktion zu erfüllen haben, nämlich den nationalen Sieg der eigenen sozialistischen Revolution über den Kampf des Weltproletariats für die sozialistische Weltrevolution zu erringen.

 

Wesentlich an der Komintern / ML ist , dass sie nicht nur Anstrengungen zur Vereinigung der Proletarier in den globalisierten Industriezentren unternimmt und ihren Vortrupp heranbildet, sondern dadurch auch die Proletarier in allen Ländern der Welt vereinigt ,sowohl im Interesse der sozialistische Weltrevolution als auch im Interesse jeder einzelnen sozialistischen Revolution.

 

Nur die sozialistische Weltrevolution eines einheitlichen und einheitlich geführten Weltproletariats wird den Sieg des Sozialismus in die einzelnen Länder tragen und ihn sichern können. Wer diese historische Lehre ignoriert, wer uns den Trotzkismus unterzujubeln versucht, wird noch tausendmal mehr Lehrgeld als bisher bezahlen müssen. Wenn die Hoxhaisten diesen Zusammenhang begreifen, werden sie eine neue hoxhaistische Weltbewegung schaffen, werden sie sich für den Aufbau ihrer hoxhaistischen Weltpartei einsetzen, wird die Komintern / ML wachsen und erstarken, um das weltproletarische Bewusstsein in die weltproletarische Bewegung zu tragen, damit sich die Proletarier aller Länder darüber bewusst werden können, dass sie nicht nur eine Klasse in ihrem Land, nicht Teil einer nationalen Klasse, sondern einer internationalen Klasse sind, dass sie alle gemeinsam eine einzige Klasse bilden, das Weltproletariat.

 

Nur wenn sich die Proletarier darüber bewusst sind, dass sie eine einzige internationale Klasse sind, werden sie gegen die Weltbourgeoisie geschlossen antreten können. Solange das Weltproletariat sich darüber nicht bewusst ist, wird es auch keine proletarische Weltrevolution geben, den einzigen Weg, sich vom Joch des Weltimperialismus zu befreien. Der Proletarier kann sich nur als Soldat der Armee einer internationalen Klasse befreien, solange ihm die Weltarmee der Bourgeoisie gegenübersteht. Diese Wahrheit gilt es, dem Proletarier stündlich einzuhämmern, wo immer er sich auf dieser Erde auch aufhalten mag. Diese Wahrheit müssen wir vor allem den Hoxhaisten der ganzen Welt einhämmern, bis sie begriffen haben, dass es ganz allein ihre Aufgabe ist, eine weltbolschewistische Partei zu schaffen.

Die Komintern / ML hat 5 Jahre hierfür gekämpft und wird hierfür weiter kämpfen.

 

Wenn es zum Sieg der Oktoberrevolution einer bolschewistischen Partei aus einem Guss, einer aus einem Stück geschmiedeten, einer einheitlichen, fest zusammengeschlossenen, stählernen russischen Partei bedurfte, ja was für eine Partei ist dann zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution erforderlich?

 

Eine Partei, die die Bourgeoise eines Landes vernichtet, das ist die eine Sache, eine Partei, die die Weltbourgeoisie besiegen will, eine ganz andere. Um dem Ansturm des gesamten Weltimperialismus standzuhalten, muss die Weltpartei jede andere bisher dagewesene proletarische Partei um das hundertfache überragen, muss die Bolschewisierung auf ein viel höheres Niveau gehoben werden als es jemals bestand. Die neue bolschewistische Weltpartei braucht einen neuen weltbolschewistischen Parteityp, der sich auf der Basis der leninschen-stalinschen Partei aufbaut, auf höherer Stufenleiter, nach einem höheren Maßstab, als die stärkste Partei der Welt, als eine bolschewistische Superpartei, eine weltklasse Partei der gesamten proletarischen Klasse der Welt. Sie muss in ideologischer, politischer und organisatorischer Hinsicht alles bisher dagewesene weit überragen, denn sie muss schließlich stark genug sein, um den gesamten Weltimperialismus für immer zu vernichten, und zwar so zu vernichten, dass ihm die Wiederholung seiner einst siegreichen Restauration des Kapitalismus in einem Land niemals im internationalen Maßstab gelingt, dass es nirgends mehr auf der Welt irgendeine Restauration des Kapitalismus gibt.

 

Die bolschewistische Weltpartei muss so organisiert sein, dass das Weltproletariat seinen einzigen Willen und alle seine Gedankenschattierungen in einem einzigen Strom praktischer Handlungen wie in einem Laserstrahl bündelt, um der kranken Welt das eiternde kapitalistische Geschwür zu entfernen. Wir wollen nicht den Kapitalismus retten, sondern die Welt vom Kapitalismus befreien, deswegen brauchen wir eine Partei, die dafür geschaffen ist, die Herrschaft der Weltbourgeoisie, die Weltbourgeoisie selbst zu vernichten, eine Partei, mit der es dem Weltproletariat gelingt ,die Menschheit für immer von jeglicher Klassenherrschaft zu befreien, auch von seiner eigenen proletarischen Weltherrschaft.

 

Wir brauchen eine Partei, die die klassenlose Weltgesellschaft, den Weltkommunismus erschafft und sich damit selber abschafft, weil es niemals mehr irgendjemanden auf der Welt gibt, der irgendeinen anderen ausbeutet oder unterdrückt. Eine so gigantische Aufgabe ist nur durch eine gigantische Partei zu erfüllen, und eben diese gilt es aufzubauen durch eine gigantische Aufbauarbeit der gigantischsten und revolutionärsten Klasse der Welt – das Weltproletariat. Nur wer an diese gigantische Kraft des Weltproletariats glaubt, wird diese gigantische Kraft in revolutionäre Bewegung umsetzen können. Und wir Hoxhaisten glauben an diese gigantischste Kraft, die jemals auf der Welt existiert hat, weswegen wir alles tun, um diese Kraft zum Leben zu erwecken.

 

 

Wir wollen und müssen die Proletarier aller Länder so schnell wie möglich vereinigen.

 

Wie soll das geschehen?

 

Wir wollen die Proletarier der ganzen Welt zu einer Weltpartei zusammenschließen. Die nationalen Schranken sind niederzureißen, um die Zersplittererung der Proletarier aller Länder zu überwinden! Um aber die nationalen Schranken niederreißen zu können, muss man zunächst die organisatorischen Schranken niederreißen, die die einzelnen marxistisch-leninistischen Parteien voneinander trennen.

 

Als Zentralisten lenken wir unser Hauptaugenmerk auf die allgemeinen und gemeinsamen Interessen der Proletarier in allen Ländern, denn das Proletariat ist eine internationalistische Klasse.

Die gemeinsame Interessenvertretung kann nicht anders in Angriff genommen werden als durch eine zentralistische Organisation des Weltproletariats. Für die Gesamtinteressen sind die Einzelinteressen der Proletarier in den einzelnen Ländern, soweit sie sich von den gemeinsamen Interessen des gesamten Weltproletariats durch besondere nationale Bedingungen unterscheiden von untergeordneter Bedeutung aber nicht gleichgültig, sondern dienen der gemeinsamen internationalen proletarischen Sache.

 

Es kann für die Erreichung gemeinsamer Interessen durchaus nützlich sein, wenn die spezifischen Probleme in jedem Land auch souverän und unabhängig vom jeweiligen Proletariat und seiner Voprhutorganisation gelöst werden .

 

Von übergeordneter Bedeutung sind solche Interessen der Proletarier, die in in allen Ländern gleich sind. Und eben, um diese gemeinsamen Interessen gemeinsam besser durchsetzen zu können, brauchen die Proletarier nicht nur die Kommunistische Partei in ihrem eigenen Land, sondern eine übergeordnete Weltpartei, der jede kommunistische Partei angehört. Wer das internationalistische Klassenbewusstsein des Proletariats fördern und stärken will, muss auch seine internationalistische Organisation fördern und stärken.

Wer gegen den Weltimperialismus etwas auf die Beine stellen will, der muss heute eine internationale Armee von Arbeitern auf die Beine stellen.

Ohne Kommunistische Internationale ist dies völlig unmöglich.

Die marxistisch-leninistischen Parteien sollen sich in den einzelnen Ländern entwickeln – alles schön und gut, aber wie sollen sie sich in eine Richtung entwickeln, wie sollen sie sich gegenseitig stärken und unterstützen, wie sollen sie zu einer vereinigten Kraft werden, wenn nicht durch ihre Vereinigung in einer zentralen Weltorganisation?

 

Eine national organiserte Partei organisiert den Klassenkampf in ihrem nationalen Rahmen, organisiert den Klassenkampf des Proletariats in einem Land. Der Klassenfeind aber führt einen international organisierten Kampf gegen die Proletarier aller Länder,dem die best organisierteste Klassenpartei eines einzelnen Landes niemals gewachsen ist und auch nicht sein kann. Auf die Kommunistische Internationale, auf die Weltpartei des internationalen Proletariats verzichten heißt nicht nur, vor dem internationalen Kampf der Weltbourgeoisie zu kapitulieren, sondern obendrein auch noch den Klassenkampf im eigenen Land zu schwächen, die kommunistische Partei eines einzelnen Landes zu schwächen.

Dem Weltproletariats sein Recht zu rauben, nämlich das Recht, sich in seiner eigenen Weltpartei zu organisieren, bedeutet, das Weltproletariat seiner Waffen zu berauben. Ein waffenloses Weltproletariat aber kann nicht den Weltimperialismus besiegen, und wenn überhaupt jemand den Weltimperialismus besiegen kann, dann keine andere Klasse als das Weltproletariat. Wie soll sich das Proletariat im Klassenkampf internationales Klassenbewusstsein aneignen können, wenn es nicht in einer internationalisten Klassenpartei organisiert ist?

 

Die Proletarier aller Länder, die einzelnen Bäche der weltproletarischen Bewegung fließen zusammen zu einem gemeinsamen weltrevolutionären Strom.

Entzweie und herrsche – das ist die Politik des Weltimperialismus!

 

Vereinige dich zur Überwindung aller Spaltungen und Zersplitterungen, zerschlage gemeinsam die weltimperialistische Herrschaft und erobere die Weltmacht – das ist die Politik des Weltproletariats!

 

Die Vernichtung jeglicher nationaler Feindschaft, die nationale Zwietracht, wird erst dann beseitigt, wenn der Kapitalismus beseitigt ist, aus dem die Ungleichheit der Nationen und ihre Zwietracht hervorgegangen ist.

 

Früher waren die Kapitalisten in nationalen Verbänden organisiert – heute verfügen sie über globale, einflussreiche Verbände, die die Betriebsstätten nach internationalem Plan verlagern und mit ihrer Monopolstellung die Organisationen der Arbeiter aushebeln und kraftlos machen.

 

Die Interntionalisierung des Klassenkampfes auf der Seite der Arbeiter wird nicht auf sich warten lassen.

Die Notwendigkeit der Gründung einer internationalen revolutionären marxistisch-leninistischen Partei haben wir schon vor Jahrzehnten erkannt, aber bis zur Umsetzung kam es erst vor 5 Jahren.

Damit haben wir wieder eine Kommunistische Weltpartei; die erste wurde von Marx und Engels gegründet, als der Kapitalismus begann, sich über der ganzen Welt auszubreiten, aber die Arbeiterbewegung noch in ihren Kinderschuhen steckte; die zweite (siehe Lenin: historische Bedeutung der III. Internationale).

Die dritte Kommunistische Internationale wurde gegründet, nachdem mit der Oktoberrevolution die Weltrevolution eingeläutet wurde, also zusammen mit der Sowjetunion Lenins und Stalins entstand, die der erste sozialistische Staat der Welt war. Und vor 5 Jahren wurde die Komintern/ML gegründet - 57 Jahre nach der Auflösung der Komintern, als der Revisionismus sich auf den Sprung an die Macht vorbereitete.

 

Heute sind die fatalen Folgen des falschen Kurses vom sogenannten `garantierten`, `unbesiegbaren` Sozialismus in einem Land bei Verzicht auf die sozialistische Weltrevolution, von der Unterordnung des Weltsozialismus unter den Kapitalismus im anti-imperialistischen, anti-faschistischen und Anti-kriegskampf (wie dies von den rechten Führern auf dem VII. Weltkongress so beschlossen wurde) deutlich geworden durch die historische Tatsache, dass durch die Globalisierung des Kapitalismus, durch die äußere Einkreisung des Sozialismus in einem Land und durch die Restauration des Kapitalismus von innen nur noch Trümmer vom real existierenden Sozialismus übriggeblieben sind. Die Komintern / ML wurde also gegründet zu einem Zeitpunkt als sich die wahren Marxisten-Leninisten aufmachten, den Weltimperialismus von der Erde wegzufegen und den Sozialismus zurückzuzerobern, nicht nur für die die einzigen sozialistischen Staaten der Welt – Sowjetunion Lenins und Stalinds und Albaniens Enver Hoxhas, nicht nur in den Staaten, wo der Aufbau des Sozialismus durch die Revisionisten unterbrochen bzw. verhindert wurde, nicht nur in den Metropolen der Imperialisten und Sozialimperialisten, sondern in allen Staaten der Welt.

 

Der Weltsozialismus ist objektiv reif, ist ein Problem, das theoretisch und praktisch zur Lösung ansteht. Um dieses Problem richtig anpacken zu können, bedarf es einer Vorhutpartei des Weltproletariats. Um diese Vorhutpartei aufzubauen, wurde in der Neujahrsnacht 2000/2001 die Komintern /ML gegründet von Marxisten-Leninisten, die sich nicht damit abfinden konnten, dass ihr geliebtes Vaterland aller Werktätigen der ganzen Welt, dass das sozialistische Leuchtfeuer Albaniens von der kapitalistisch-revisionistischen Welt zum Erlöschen gebracht wurde, die niemals vergessen haben und werden, was die albanische Arbeiterklasse, das albanische Volk für die sozialistische Weltrevolution geleistet und geopfert hat, die sich bewusst darüber sind, dass der einmal aufgebaute Sozialismus niemals stirbt, sondern zurückerobert wird, um noch größere Siege zu erringen. Der Kapitalismus wird vergehen, der Sozialismus kehrt zurück!

 

 

Wir haben die Komintern /ML zu einem Zeitpunkt gegründet, als sich die internationale Arbeiterbewegung noch nicht zu weltweiten spontanen Massenbewegungen vereinigt hat, also zu einer Zeit, wo die Arbeiter zunächst einmal erst erkennen, dass sie die Angriffe des Weltkapitals nicht allein mit national beschränkten Verteidigungswaffen abwehren können, dass sie sich also zu internationalen Verbänden zusammenschließen müssen, um ihre gemeinsamen Interessen zu schützen und zu wahren. Das Weltproletariat erkennt immer klarer, dass es seinen Kampf in einem internationalen System führen muss, dass der spontane Weltkampf der Arbeiter eines bewussten Elements, eines führenden, zentralisierten Kerns bedarf, dass die Komintern /ML vom Weltproletariat unterstützt, gestärkt und gefestigt werden muss, damit sie ihre Rolle als ideologische und politischer Führer gerecht werden und sie erfolgreich erfüllen kann.

 

Dabei ist klar, dass die Kommunistische Internationale stets nur die Minderheit des Weltproletariats erfassen kann, ebenso wie die klassenbewussten Arbeiter im Weltkapitalismus nur die Minderheit aller Arbeiter bilden. Deshalb kann nur die klassenbewusste Minderheit des Weltproletariats die revolutionäre Bewegung leiten und führen, wobei ebenso klar ist, dass man die Weltdiktatur des Weltproletariats, also die Klassendiktatur nicht mit der Diktatur der Führer oder der Diktatur der Kommunistischen Internationale über das Weltproletariat identifizieren darf.

 

Durch Erziehung der Kommunistischen Internationale erzieht der Marxismus-Leninismus die Avantgarde des Weltproletariats, die fähig ist, die Weltmacht zu ergreifen und alle Völker der Welt zum Sozialismus zu führen, die neue sozialistische Weltordnung zu leiten und zu organisieren, Leiter, Führer und Lehrer aller Werktätigenund Ausgebeuteten der ganzen Welt zu sein bei der Gestaltung ihres neuen weltgesellschaftlichen Lebens – ohne die Weltbourgeoisie und gegen die Weltbourgeoisie.

Die Komintern /ML hatte bereits bei ihrer Gründung erkannt, dass das globalisierte Bewusstsein der Gesellschaft aus der täglich anwachsenden Globalisierung des gesellschaftlichen Seins hervorgeht, dass es zwischen Globalisierung der Produktivkräfte und der Globalisierung des Privateigentums einen dialektischen Zusammenhang gibt, dass die sich daraus ergebenden und verschärfenden globalen Widersprüche zum Ausbruch der globalisierten sozialistischen Revolution führen müssen, dass also die sozialistische Weltgemeinschaft sich erst formieren kann, wenn für sie die globalen Produktivkräfte weit genug entwickelt sind, dass aus dem globalisierten Sein neue globalisierte Formen, eben auch die neuen globalisierten Formen des Sozialismus, hervorgehen, dass die heutigen weltökonomischen Entwicklungen morgen nicht mehr in den Grenzen des `Sozialismus in einem Lande` Platz finden, dass sie vielmehr die Grundlage für den Weltsozialismus darstellen, dass die Globalisierung des Kapitals nicht nur gesetzmäßig eine Globalisierung der Arbeit, sondern folglich auch die Globalisierung des Klassenkampfes mit sich bringen wird, dass aus der Globalisierung des spontanen ökonomischen Kampfes von heute eine Globalisierung des bewussten politischen Kampfes von morgen entsteht, dass sich das Weltproletariat nicht nur seiner ökonomischen Lage, sondern auch seiner politischen Mission als Totengräber der kapitalistischen Weltordnung als international eigenständige Klasse bewusst wird, dass sich ein sozialistisches Weltproletariat herausbilden wird, wenn die fortgeschrittensten Kräfte eine weltbolschewistische Vorhutpartei schaffen, die es sich zur Aufgabe macht, den wissenschaftlichen Sozialismus, die Lehre vom proletarischen Internationalismus in die internationale Arbeiterklasse hineinzutragen, die Klasse und sodann die Massen einheitlich, planmäßig-systematisch und zentral organisiert, leitet und in den internationalen Kampf führt, um morgen die internationalistischen Erbauer der sozialistischen Weltordnung zu werden.

 

Die Komintern /ML lenkt die Aufmerksamkeit der Marxisten-Leninisten der ganzen Welt auf die Tatsache, dass sich die Klassenkämpfe auf das internationale Schlachtfeld verlagern, dass die Bewegungen der Klassen innerhalb der einzelnen Länder sich globalisieren, während die Bedeutung der Klassenkämpfe auf nationaler Ebene gegenüber dem internationalen Klassenkampf ihre bisherige Bedeutung einbüßen werden, dass die Klassenbewegungen internationalen Charakter annehmen und die entscheidende zukünftige Rolle spielen werden, dass die Marxisten-Leninisten diese internationale Arena nicht mehr nur als Vertreter nationaler marxistisch-leninistischer Parteien betreten, sondern darüber hinaus zusammengeschlossen in einer gemeinsamen, vereinigten Weltpartei.

 

Diese Weltpartei kann angesichts der sich verändernden Weltlage heute nicht warten, bis sich in allen Ländern starke nationale marxistisch-leninistische Parteien entwickelt haben oder der Sozialismus in einem Land wiedergeboren ist , im Gegenteil, heute ist es anders als früher, heute ist es so, dass die Entwicklung der nationalen Parteien entscheidend von der Entwicklung der Weltpartei abhängen werden, sobald sich der Klassenkampf immer mehr auf internationalem Terrain abspielen wird. Nicht zuletzt ist auch das sozialistische Bewusstsein auf der Strecke geblieben. Zu 99% beschäftigen sich die Parteien mit der Lösung der Probleme im eigenen Land.

 

Wenn sie sich nur ein ganz klein wenig mehr mit der theoretischen und praktischen Lösung ihrer internationalen Probleme beschäftigen würden, dann kämen sie viel leichter zum globalen Denken und Handeln, würde der Vereinigungsprozess der Proletarier aller Länder viel zügiger vonstatten gehen, sowohl im Bewusstsein als auch organisatorisch, würde die geballte internationale Kraft , die Solidarität und der proletarische Internationalismus viel besser zum Ausdruck kommen.

Was die Frage der Lösung der proletarischen Weltrevolution anbelangt, was die tatsächliche Organisierung gemeinsamer internationaler Kampfaktionen anbelangt, so haben wir Marxisten-Leninisten Jahrzehnte lang geschlafen, ist es an der Zeit die internationalen brennenden Fragen des Proletariats auf revolutionäre Art und Weise zu beantworten - und theoretisch fundiert und zwar auf dem aktuellsten Stand! Dazu muss man sich gemeinsame Instrumente schaffen, um diese Aufgaben international zu bewältigen. In dieser Hinsicht ist herzlich wenig geschehen und die Komintern / ML hat im Zeitraum von 5 Jahren den Finger auf diese Wunde gelegt, aber noch viel zu wenig Verständnis und Unterstützung erhalten. Von den Marxisten-Leninisten erwarten wir mehr internationalistische Initiative:

 

 



Mehr Augenmerk auf die Zentralisierung der internationalen theoretischen und schließlich praktischen Aufgaben!“

 

 

Das ist daher die politisch einzig richtige Losung der Komintern /ML als logische Schlussfolgerung aus der größten Krise, die die marxistisch-leninistische Weltbewegung gegenwärtig durchmacht.

 

Wir Kommunisten haben nicht nur die Fähigkeit, dies vorauszusehen, sondern auch unsere Strategie und Taktik dieser Voraussage anzupassen und eine neue Generallinie der kommunistischen Weltbewegung herauszuarbeiten. Dies wurde von der Komintern /ML bereits im Wesentlichen geleistet.

 

Die Komintern /ML orientierte sich in den 5 Jahren ihres Bestehens auf die Worte von Engels, dass wir einen bewussten internationalen Träger des unbewussten internationalen Prozesses brauchen und zwar um so dringlicher als sich dieser unbewusste Prozess immer schneller in die Breite und in die Tiefe auszudehnen beginnt. Die Klasse des Weltproletariats wächst von Tag zu Tag unter den Bedingungen der Globalisierung des Kapitals, auch wenn es sich heute nur sehr schwach darüber bewusst ist, wird es zuguterletzt doch den Sieg über den heute übermächtig erscheinenden Weltimperialismus davontragen. Die Weltkrise läutet das kapitalistische Eigentum zu Grabe und stellt die Welt vor die Frage: mit dem Weltkapitalismus untergehen ( denn die Weltkrise macht selbst vor dem gelobten Land nicht halt, in das sich die Kapitalisten aller Länder mit ihrem kapitalistischen Eigentum noch flüchten könnten) oder Sozialismus, wo nicht nur die Produktion, sondern auch das Privateigentum in vergesellschaftetes, in sozialistisches Eigentum übergeht. Was wird siegen: – die Parasiten über die Menschheit oder die Menschheit über die Parasiten? Die Menschheit kann gut und gerne ohne Parasiten auskommen, aber die Parasiten nicht ohne Menschheit. Der Weltuntergang der bestehenden Produktionsform, die weitere Zusammenballung der kapitalistischen Weltproduktion und die Proletarisierung der mehrheit der Weltgesellschaft – das sind die vor unseren Augen entstehenden objektiven Bedingungen für die Entstehung des Weltsozialismus, wobei aber eine wichtige Voraussetzung noch fehlt – der sogenannte subjektive Faktor.

 

Die objektiven Bedingungen sind für den Weltsozialismus im Wesentlichen bereits erfüllt, aber trotzdem kann er noch nicht verwiklicht werden, weil dem Weltproletariat noch sein Klassenbewusstsein fehlt, das ihn befähigt, sein mit der Oktoberrevolution begonnenes Werk siegreich zu Ende zu führen, nämlich nicht nur die Bourgeoisie aus dem einen oder anderen Land zu verjagen, sondern die gesamte Weltbourgeoisie zu vernichten vermittels der sozialistischen Weltrevolution. Die sozialistische Weltrevolution darf nicht als plötzlicher und kurzer Schlag betrachtet werden - , sie ist ein lang andauernder Kampf der Massen in allen Ländern der Welt, ist ein Kampf um die politische Herrschaft des Weltproletariats über die Weltbourgeoisie (und alle anderen anti-proletarischen Klassen), um ihr das Weltkapital Schritt für Schritt zu entreißen bis sie vollständig expropriiert ist.

 

Je enger sich die Proletarier aller Länder zusammenschließen, je gründlicher sie die nationalen Schranken niederreißen, die sie am internationalen Klassenkampf behindern, desto stärker wird die Weltpartei des Proletariats sein, desto mehr wird die Organisierung des Weltproletariats als eine große, einheitliche, geschlossene Klasse erleichtert.

 

Und wer sagt denn, dass das Weltproletariat noch nicht die Macht ergreifen darf, wenn es sich noch nicht die Mehrheit in der Welt erobert hat?

Hat nicht gerade die Praxis des sozialistischen Russlands und Albaniens bereits eindrucksvoll bewiesen, dass die Arbeiterklasse die Macht erobert hat, obwohl sie nicht die Mehrheit in der Gesellschaft hatte?

 

Ist es nicht klar, dass sich die Weltproduktivkräfte durch die Globalisierung auf höherer Stufe entwickelt haben und dass was damals als unmöglich galt, jetzt unter den neuen Bedingungen der Globalisierung durchaus möglich und notwendig geworden ist?

Ist das eine Abkehr vom Marxismus-Leninismus oder eine Bestätigung des Marxismus-Leninismus?

Das ist ja wohl eine Bestätigung, wenn man die damalige Entwicklungsperiode des Imperialismus nicht auf heute überträgt, sondern der neuen Entwicklungsperiode Rechnung zu tragen versucht. Zu behaupten, dass sich der Imperialismus seit Lenin und Stalin nicht verändert habe und gegen die neue Generallinie anzukämpfen mit dem Argument der „Verteidigung des Marxismus-Leninismus gegen den Revisionismus“ - genau das haben die Opportunisten schon seit über hundert Jahren vergeblich versucht. Wer ist denn hier Revisionist – derjenige der alte Lehrsätze durch neue ersetzt, sobald sie nicht mehr zeitgemäß sind oder derjenige, der sich durch Festklammern an alten Formeln weigert, den Marxismus-Leninismus weiter zu entwickeln? Alte Formeln zu überprüfen und dabei Fehler zu machen, ist besser als sich ihrer Überprüfung zu verweigern.

 

Was ist der Marxismus? Der Marxismus ist eine Wissenschaft. Kann der Marxismus als Wissenschaft erhalten bleiben und sich entwickeln, wenn er sich nicht durch die neuen Erfahrungen des Klassenkampfes des Proletariats bereichert, wenn er diese Erfahrungen nicht vom Standpunkt des Marxismus, unter dem Gesichtswinkel der marxistischen Methode verarbeitet? Es ist klar, dass er das nicht kann.“(Stalin, Band 9, Seite 87).

 

Wir können nicht ausschließen, dass in den 5 Jahren ihrer theoretischer Arbeit die Komintern / ML den Standpunkt des Marxismus nicht immer korrekt eingenommen hat, man kann ihr sicherlich auch nachweisen, dass sie die Erfahrungen des Klassenkampfes nicht immer richtig unter dem Gesichtswinkel der marxistischen Methode verarbeitet hat, aber sie hat auf jeden Fall nicht wenig dazu beigetragen, dass die Wissenschaft des Marxismus, der marxistische Standpunkt aufrechterhalten bleibt und sich ein kleines Stück weiter entwickelt – vor allem wenn man sich in der Welt heute umschaut, was da alles kursiert - viel Fäschung, eine Menge Eklektizismus, viel Wiederkäuen, aber wenig Brauchbares, substantiell Neues, wenig Revolutionäres, wenig tatsächlich weiter führender Marxismus, wenig Anleitung zum Handeln.

 

Die Komintern / ML hat sich in den vergangenen 5 Jahren wenigstens bemüht, eine neue Perspektive aufzuzeigen – und allein das ist in der heutigen schwierigen Lage des Marxismus ein ermutigender Lichtblick. Mit dem Zusammenschluss der Proletarier aller Länder im Kampf gegen den Weltkapitalismus beginnt ein langer Prozess der Selbstfindung, ein mühseliger Weg der Bewusstwerdung des Proletariats als eine einzige internationale Klasse. Sie wird sich Schritt um Schritt, mühselig vorwärtsbewegen, langsamer als es uns lieb sein wird.

Aber diese Wachstumbewegung wird zu gegebener Zeit eine solche Beschleunigung erfahren, wie wir es uns in unseren kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen können. Ist sich das Weltproletariat erst einmal seiner eigeninitiativen Kraft bewusst geworden, beginnt sie diese Kraft bewusst einzusetzen, wenn die internationale Klasse erst einmal spürt, wie der Weltkapitalismus unter ihrem gewaltigen Druck nachlässt und ins Wanken gerät, dann sind die Tage des Weltkapitalismus gezählt, dann wird das Weltproletariat zur stärksten Kraft der Welt, dann wird sie unbesiegbar. Genossen, das ist es, woran ihr am 5. Jahrestag der Komintern / ML denken müsst.

 

 

Wir haben keinerlei Zweifel daran, dass sich dieses schwache Bild bald grundlegend ändern wird und nicht immer so bleibt. Eines Tages wird die Komintern / ML mit dem Marxismus-Leninismus ihren internationalen Siegeszug über den Revisionismus feiern, wird der Marxismus-Leninismus endgültig die herrschende Weltideologie sein, wird der Marxismus-Leninismus die besten internationalen Voraussetzungen finden, sich als internationale Ideologie auch international weiterzu entwickeln und zu vervollkommnen. Das Weltproletariat ist die einzige Kraft, die den Marxismus-Leninismus wieder zum Aufblühen verhilft – und diese Kraft wächst täglich, stündlich!! Die Oktoberrevolution siegte nicht allein wegen der revolutionären Verhältnisse in Russland, es war keine nationale Revolution. Sie siegte auf Grund der internationalen Verhältnisse des Weltimperialismus, durch die es erst gelang, das schwächste Kettenglied herauszuschlagen.

 

Nehmen wir die heutigen Verhältnisse der Marxisten-Leninisten in den einzelnen Ländern. Da sieht es zur Zeit nicht gerade rosig aus. Aber nehmen wir die internationalen Verhältnisse - da gehen die Impulse für die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus vor allem von der Komintern / ML aus. Die Komintern / ML hat die Frage der sozialistischen Weltrevolution angepackt, hat eine revolutionäre Generallinie für die marxistisch-leninistische Weltbewegung ausgearbeitet, geht allen Organisationen ideologisch voran, steht an der Spitze der ideologischen Klarheit und Prinzipienfestigkeit, setzt neue Maßstabe, während es in den einzelnen Organisationen vorwiegend ideologischen Stillstand, ja sogar Abrücken von einst revolutionären Standpunkten kam. So manche marxistisch-leninistische Parteien ist nur noch marxistisch-leninistisch der Form nach, aber dem Inhalt nach in Richtung Revisionismus abgeglitten. Wer will diese traurige Tatsache bestreiten?

Mache sich jeder die Mühe, nehme man sich die ideologischen Dokumente der Komintern /ML vor und vergleiche sie mit Dokumenten bestehender Organisationen in diesem oder jenen Land – und man wird zu dem Ergebnis kommen, dass diese Dokumente meilenweit voneinander entfernt sind, dass zum Teil unüberbrückbare Gräben sie trennen. Ja , ist es denn nicht so, dass die Fragen, die die Komintern/ML zur sozialistischen Weltrevolution beantwortet hat, von den verschiedensten Organisationen noch nicht einmal gestellt wurden?

 

Der Marxismus-Leninismus lehrt, dass während des Beginns der proletarischen Revolution fertige Formen der sozialistischen Ordnung fehlten oder fast fehlten. Heute können wir hingegen bereits davon ausgehen, dass die zukünftigen proletarischen Revolutionen auf reichhaltige fertige Formen der einstigen sozialistischen Ordnung, die in Russland und Albanien aufgebaut und herangewachsen waren, zurückgreifen werden und damit erstens die Formen der zukünftigen weltsozialistischen Ordnung viel besser und schneller herausgebildet und zweitens die unbrauchbaren alten Formen der sozialistischen Ordnung in einem Land durch neue, brauchbare ersetzt werden können.

Oder wer sagt denn, dass das Weltproletariat die Weltmacht noch nicht behaupten kann?

Haben nicht die Sowjetunion und Albanien bereits historisch bewiesen, dass die Führerkader aus den Reihen der Arbeiter unter der proletarischen Macht hundertmal schneller und gründlicher wachsen als unter der Macht des Kapitals? Wird denn nicht mit seiner Machtergreifung das Weltproletariats viel besser und schneller die sozialistische Ökonomik aufbauen können, wenn es sich 1. auf die Erfahrungen der einst sozialistischen Länder stützen und diese verallgemeinern kann, wenn es diesen Hebel des Umbaus der kapitalistischen Ökonomik in die sozialistische Ökonomik eines Landes als internationalen Hebel benutzen kann, wenn es 2. die Produktivkräfte der globalisierte Weltwirtschaft des Kapitalismus zur Bedürfnisbefriedigung der Weltbevölkerung ausnutzen kann? Die größten internationalen Monopole beherrschen immerhin die Weltproduktion und den Weltmarkt .

Ist es da nicht klar, dass das Weltproletariat durch deren Inbesitznahme die Schlüssel der Weltwirtschaft in die Hand bekommt?

 

Ist es nicht klar, dass die Zerschlagung des Weltimperialismus nicht nur die Entmachtung der herrschenden Klasse eines Landes, sondern aller Länder bedeutet, dass dadurch alle ausbeutenden und unterdrückten Klassen gestürzt und damit die sozialistische Wirtschaft ohne kapitalistisch-revisionistische Umkreisung aufgebaut werden kann, die den Sozialismus in einem Land bisher daran gehindert hat, sich zu behaupten und die den Sozialismus in einem Land letztendlich in die Knie zwingen konnte vermittels der Machtergreifung der Revisionisten?

 

Ist es nicht klar, dass der globalisierte Übergang von den heutigen kapitalistischen Verhältnissen zu sozialistischen Verhältnissen viel leichter und schneller vonstatten gehen kann, als zur Zeit der Oktoberrevolution, wo Russland mit der Überwindung der Schwierigkeiten seiner Rückständigkeit zu kämpfen hatte?

 

Ist es nicht ferner klar, dass mit der Beseitigung der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung auch die Gefahr der kriegerischen Intervention verringert wird und der Aufbau des Weltsozialismus viel besser verlaufen kann, wenn die Ursachen für imperialistische Weltkriege revolutionär beseitigt werden ?

Vergesen wir nicht, dass die imperialistischen Weltkriege den Aufbau des Sozialismus in einem Land enorm belastet hatten.

Die waffenklirrende Festung des internationalen Kapitals muss geknackt werden. Das ist kein Kinderspiel. Aber die Weltproduktivkräfte stehen auf einer Entwicklungsstufe, die die globalisierte Bewaffnung und revolutionäre Kriegskunst der gesamten Klasse des Weltproletariats über alle nationalen Schranken hinweg nicht nur zulässt, sondern auch bedingt. Ohne die Schaffung einer proletarischen Weltarmee, die diese weltimperialistische Festung stürmen kann, geht`s nicht, auch wenn wir die Momente in Rechnung stellen , in denen sich die Macht des Weltimperialismus durch Widersprüche im eigenen Lager selber behindert, wenn das Weltproletariats und seine Verbündeten in den Krieg ziehen.

 

Der Weltimperialismus tritt nicht freiwillig von der Bühne, verteidigt seinen internationalen Ausbeuter- und Unterdrückungssapparat mit seinen weltfaschistischen, blutigen Krallen.

Der Weltimperialismus ist eine kriegerische Bestie, die besonders in ihrem Todeskampf sehr gefährlich ist und nicht unterschätzt werden darf. Das Problem ist nicht, allein die internationale Revolution auszulösen, sondern sie durch internationale Klassenkampfaktionen, durch internationale Aufstände, durch den internationalen Bürgerkrieg vorzubereiten, zu organisieren und durchzuführen, vor allem aber den Widerstand der Weltbourgeoisie zu brechen, die nicht auf einen Schlag vernichtet ist, nicht verschwunden ist und die nicht aufhört, ihren Widerstand zu verstärken. Die unvorstellbare Intensität des Klassenkampfes im Weltsozialismus ist mit der Intensität wie er bereits unter den Bedingungen des Sozialismus in einem Land geführt werden musste, überhaupt nicht zu vergleichen, wenn auch die Restauration des Weltkapitalismus für die Weltbourgeoisie viel schwieriger geworden sein wird als unter den Bedingungen der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung des Sozialismus in einem Land.

 

 

Aber wer sagt denn, dass das Weltproletariat nicht schon heute durchaus in der Lage ist, einen ökonomischen, ja selbst einen politischen Weltgeneralstreik zu organisieren?

 

Haben nicht die Arbeiter und ihre Partei in dem riesigen Zarenreich bewiesen, dass ein politischer Generalstreik den Aufstand einleiten und die proletarische Revolution in Gange setzen kann, dass es ihnen gelang, selbst die entferntesten Randgebiete und die darin lebenden zahlreichen Völker mit in die Kämpfe einzubeziehen, eine riesige Bauernschaft auf seine Seite zu ziehen?

Damals musste die Oktoberrevolution ohne die direkte, tatkräftige Unterstützung der Proletarier des Westens auskommen, heute könnte das Weltproletariat seine Armeen auf der ganzen Welt konzentrieren, könnte die Mehrheit der gesamten Weltbevölkerung in seinen Kampf einbeziehen, hat sich das Kräfteverhältnis also zu Gunsten des Weltproletariats enorm geändert seit der Oktoberrevolution, so dass die Hauptaufgabe der Festigung der internationalen Macht des Weltproletariats (– nunmehr gestützt auf einer dauerhaft gesicherten Grundlage der Vereinigung aller Werktätigen und Ausgebeuteten der Welt mit dem Weltproletariat –) und der Errichtung der neuen sozialistischen Weltwirtschaft, der Schaffung eines gigantischen sozialistischen Weltwirtschaftsorganismus besser erfüllt werden kann. Hat das Weltpreoletariat erst einmal die Macht des Weltkapitals durchbrochen, dann wird es die Sympathie und die Unterstützung der nichtproletarischen Weltelemente viel schneller gewinnen, als das das noch im Rahmen der Oktoberrevolution der Fall war, denn das Weltproletariat kann heute die ökonomischen Bedürfnisse der werktätigen nichtproletarischen Massen auf Kosten der internationalen Ausbeuter viel besser befriedigen als damals.

 

Die Diktatur des Weltproletariats ist eine besondere Form des internationalen Klassenbündnisses zwischen dem Weltproletariat, seiner Avantgarde, und den Millionen zählenden nichtproletarischen Schichten der Werktätigen (Kleinbürgertum, Kleineigentümer, Bauernschaft, Itelligenz usw.) oder deren Mehrheit, eines Weltbündnisses gegen das Weltkapital, eines Bündnisses zum Zwecke des völligen Sturzes des Weltkapitals, der völligen Unterdrückung der gesamten Weltbourgeoisie und ihrer Restaurationsversuche, eines Bündnisses zum Zwecke der endgültigen Errichtung und Festigung des Sozialismus im Weltmaßstab, ein Bündnis zwischen ökonomisch, politisch, sozial, gesitig ungleichartigen Klassen der ganzen Welt.

 

Nur ein ganzes Weltsystem der Diktatur des Proletariats, also mit internationalen Transmissionsriemen wird das Weltproletariat in die Lage versetzen, die Welt voranzuführen, also: Die Kommunistische Internationale, in der die Kommunistischen Parteien aller Länder zusammengeschlossen sind, ist die höchste Form der Klassenvereinigung des Weltproletariats ( Es gibt keine entscheidenden Fragen der Welt, die nicht von der Kommunistischen Internationale entschieden wird!). Sie ist die grundlegende, führende Kraft im System der Weltdiktatur des Proletariats, die berufen ist, alle Weltmassenorganisationen (im Folgenden einzeln benannt) zu leiten.

 

Ohne die Kommunistische Internationale als die grundlegende führende Kraft ist eine einigermaßen beständige und feste Weltdiktatur des Proletariats unmöglich:

 

a)

vor allem auf dem Gebiet der Weltproduktion eine von der Kommunistischen Internationale geführten Weltgewerkschafts-Internationale des Weltproletariats, die die Gewerkschaften als Massenorganisationen des Proletariats aller Länder verbindet, wobei jede Gewerkschaft auch mit der jeweiligen Partei des entprechenden Landes verbunden ist;

 

b)

auf staatlichem Gebiet der Weltsowjet als Massenorganisationen aller Werktätigen, der die Sowjets aller Länder verbindet und der von der Kommunistischen Internationale geführt wird, während die Massenorganisationen der Sowjets aller Länder von den Parteien aller Länder in jedem einzelnen Land geführt werden;

 

c)

insbesondere auf dem wirtschaftlichen Gebiet, dem Gebiet der Einbeziehung der Weltbauernschaft in den weltsozialistischen Aufbau eine Weltgenossenschaft als Massenorganisation hauptsächlich der Bauernschaft, die die Genossenschaften aller Länder miteinander verbindet;

 

d)

ein Weltjugendverband als Massenorganisation der Weltarbeiter- und Bauernjugend, als eine Organisation, die berufen ist, der Avantgarde des Weltproletariats die weltsozialistische Erziehung der neuen Generation und die Heranbildung der jungen Reserven zu erleichtern.

 

Dieser Weltjugendverband verbindet die Jugendverbände aller Länder und wird geführt von der Kommunistischen Internationale, so wie die Jugendverbände der einzelnen Ländern von den einzelnen Parteien geführt werden.

Die Kommunistische Internationale verwirklicht die Weltdiktatur des Proletariats also nicht unmittelbar, sondern mit Hilfe dieser (und vielleicht weiterer) Transmissionsriemen.

 

Ohne sie wäre das System der Weltdiktatur des Proletariats nicht zu verwirklichen.

Die Oktoberrevolution konnte nur gelingen, weil eine günstige Gestaltung der Verhältnisse die Bolschewiki für einen kurzen Augenblick vor dem internationalen Imperialismus schützte. Die proletarische Revolution wird auf Grund der zukünftigen Verhältnisse des Weltimperialismus weit mehr günstige Augenblicke vorfinden und nutzen können, um sich auf der ganzen Welt auszubreiten, viel günstigere als noch zur Zeit der Oktoberrevolution, die die Epoche der proletarischen Revolutionen einleitete. Wir sind mit dem Verlust des Sozialismus in einem Lande zum Rückzug gezwungen worden, aber dieser Rückzug der Marxisten-Leninisten ist ein Rückzug, um internationalen Anlauf zu nehmen, um einen internationalen Sprung zur sozialistischen Weltrevolution zu machen und damit den Sozialismus in einem Land zurückzuerobern und schließlich zu sichern.

Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine WELT zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ So heißt es im Kommunistischen Manifest von Marx und Engels 1847 und daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Das ist auch das Manifest der Komintern /ML.

 

Die Komintern / ML hatte erkannt, dass sich die sozialistische Weltrevolution nicht vollziehen lässt, bevor nicht das Weltproletariat als eine einheitliche und unteilbare Klasse die politische Weltherrschaft erobert hat. Dazu eben braucht das Weltproletariat den international organisierten politischen Kampf und eine politische, zentralistische Weltpartei, die seiner politischen Bewegung die ideologische Führung gibt.

 

Ökonomische Schlachten mit dem Aufbau der Roten Gewerkschaftsinternationale - politische Schlachten mit dem Aufbau der Komintern /ML – das ist die Form, die der internationale Klassenkampf zukünftig annehmen wird, wenn er durch sozialistisches Bewusstsein, durch die marxistisch-leninistische Ideologie geführt wird.

Man kann von der Komintern /ML nicht verlangen, dass die Generallinie, die für alle Parteien in ihrer Gesamtheit von Bedeutung ist, auf jedes einzelne Land zuzuschneiden ist. Mit der Generallinie werden die gemeinsamen Charakterzüge erfasst. Sie muss von Einzelheiten und besonderen Unterschieden der Länder absehen. Anders kann man nun mal keine Generallinie für alle entwickeln.

Unterstützt den Aufbau der Komintern/ML – damit sich aus dem kleinen, bescheidenen Anfang von 5 Jahren bald einmal eine starke Waffe des Weltproletariats entwickeln kann. Ist es nicht wichtiger, die Komintern / ML durch tägliche Arbeit zu unterstützen als nur über die Weltrevolution zu schwätzen?

 

 

 

 

Wie könnte diese Unterstützung konkret aussehen?

 

 

Die geistigen Fäden der Komintern / ML mit den marxistisch-leninistischen Parteien, das geistige Band der proletarischen Weltpartei mit der Klasse des Weltproletariats, kann gegenwärtig durch eine On - Line – Zeitung geknüpft werden, die dem Weltproletariat den Ausweg durch die proletarische Weltrevolution aufzeigt und die Erfahrungen des internationalen Klassenkampfes verallgemeinert, die den revolutionären Arbeitern der Welt die brennendsten internationalen Fragen beantwortet, ihnen Richtung , Orientierung und Siegeszuversicht in ihrem revolutionären Kampf gibt.

 

Unterstützt „Weltrevolution“ - das Zentralorgan der Komintern / ML , damit diese Online-Zeitung zum internationalen Propagandist, Agitator und Organisator der marxistisch-leninistischen Weltbewegung heranwächst !



comintern2001@yahoo.com

http://ciml.250x.com



 

Exekutivkomitee der

Kommunistischen Internationale / Marxisten-Leninisten

31. 12. 2005

 

 

Wolfgang Eggers



zurück zur homepage