Weltgesundheitsprogramm

der Komintern (SH)


(Entwurf)

vorgelegt von Wolfgang Eggers

am 6. 4. 2020


"KAPITALISMUS MACHT KRANK !

KOMMUNISMUS MACHT GESUND !"



§ 1

Über das kommunistische Weltgesundheitsprogramm


Kampf gegen das Zweiklassensystem im Gesundheitswesen heißt:

Kampf für ein klassenloses Gesundheitswesen !

Die sozialistische Weltrevolution ist der einzige Ausweg, um die Gesellschaft von der Krankheit des Weltkapitalismus zu befreien und die Natur vor weiterer Zerstörung zu schützen.

 

Die Quintessenz dieses Weltgesundheitsprogramms der Komintern (SH) ist die Klarstellung der weltgeschichtlichen Rolle des Weltproletariats als Totengräber des kapitalistischen Gesundheitssystems und als Schöpfer des sozialistischen Weltgesundheitssystems.

Dieses Gesundheitsprogramm ist das Kampfprogramm des Weltproletariats, ein Maximalprogramm, welches gleichfalls konkrete Forderungen eines Minimalprogramms enthält, wie sie unter den Bedingungen des Kapitalismus aufzustellen und zu verwirklichen sind. Es ist aber die Bestimmung aller Minimalforderungen, der Verwirklichung des kommunistischen Maximalprogramms zu dienen und sie sind ihm daher unterzuordnen.

Dieses Gesundheitsprogramm basiert auf unserem allgemeinen Programm der „Weltkommune Nr.1“ vom 11. Mai 2014, und ist dessen Konkretisierung für den Bereich des Gesundheitswesens. Um die Bedeutung unseres Gesundheitsprogramms hervorzuheben, hat die Komintern (SH) beschlossen, im Programm „Weltkommune Nr.1“ einen weiteren Paragraphen zum Gesundheitswesen hinzuzufügen.

Ferner ist dieses Weltgesundheitsprogramm das Grundmodell für alle weiteren Programme, die die Komintern (SH) in Zukunft erstellen wird.

Unsere Feinde mögen unser Gesundheitsprogramm zunächst totschweigen und dann bei Bekanntwerden mit dem Etikett der „phantastischen Träumerei“ versehen. Und schließlich wird die Bourgeoisie mit Hilfe der Revisionisten versuchen, uns mit unseren eigenen Waffen zu schlagen und unser Weltprogramm gegen uns verwenden, so wie sie diese Methode in ihrer ganzen anti-kommunistischen Geschichte immer wieder verwendet hat. Aber dieses Gesundheitsprogramm wurde nicht geschaffen, um es den Antikommunisten zum Fraß vorzuwerfen oder es der Weltbourgeoisie auf dem Silbertablett zu servieren, sondern es wurde geschrieben für die Arbeiterklasse, die sich aus dem Kapitalismus und seinem medizinischen Zweiklassensystem befreit und für ein klassenloses Gesundheitssystem kämpft.

Dem Weltproletariat soll unser Gesundheitsprogramm als Anleitung zum revolutionären Handeln dienen. Die Menschheit hat bisher alle Krankheiten überstanden und besiegt. Sie wird auch das bösartige Geschwür des Kapitalismus aus Ihrem Körper entfernen und das Zweiklassensystem im Gesundheitswesen besiegen, nicht durch Klassenversöhnung, sondern durch die revolutionäre Beseitigung der Klassenherrschaft der Weltbourgeoisie und der Errichtung der Klassenherrschaft des Weltproletariats. Und wer unser Weltgesundheitsprogramm nur in Worten befürwortet, aber es in Taten bekämpft, unterstützt nicht die Beseitigung des bestehenden bürgerlichen Gesundheitssystems, sondern dessen Aufrechterhaltung.

Ein revolutionäres Weltprogramm für das Gesundheitswesen hat es in der ganzen Geschichte der kommunistischen Weltbewegung noch nicht gegeben. Dies ist das erste und einzige weltkommunistische Gesundheitsprogramm der Welt.

Es wurde von der Komintern (SH) aus aktuellem Anlass geschaffen als das Coronavirus begann, sich über den gesamten Erdball auszubreiten. Dieses Coronavirus hat den katastrophalen Zustand des bestehenden kapitalistischen Weltgesundheitssystems wie nie zuvor offen ans Licht gebracht. Und all die verheerenden Folgen haben schnell ein wachsendes Bewusstsein vom hohen Stellenwert geschaffen, den die Gesundheit in der Gesamtentwicklung der heutigen Weltgesellschaft hat. Es geht in diesem Gesundheitsprogramm daher erstens um die Revolutionierung dieses wachsenden Bewusstseins und zweitens um die Verwandlung des revolutionären Bewusstseins in die entscheidende Triebfeder zur Umsetzung des Gesundheitsprogramms.

Der Klassenkampf gegen das kapitalistische Gesundheitssystem ist vor Allem ein politischer Kampf, denn ohne den Sieg der sozialistischen Weltrevolution kann auch das sozialistische Gesundheitssystem nicht über das kapitalistische Gesundheitssystem siegen. Es gibt keinen friedlichen Übergang vom kapitalistischen ins sozialistische Gesundheitssystem.

Der Unterschied zu allen anderen Gesundheitsprogrammen besteht in seinem revolutionären Charakter. Unsere Minimalforderungen für eine globale Gesundheitsreform sind für sich allein genommen zwar erstrebenswert und unverzichtbar, aber solange die kapitalistische Weltordnung weiter besteht bleibt, wird sich deswegen nichts am Klassencharakter des Gesundheitssystems ändern. Deshalb zielt dieses revolutionäre Gesundheitsprogramm darauf ab, den Klassenkampf für eine grundlegende Verbesserung der globalen Gesundheitsversorgung mit der revolutionären Zerschlagung der kapitalistischen Weltordnung zu verbinden, also folglich auch mit der Zerschlagung des bestehenden Gesundheitssystems. Erst auf seinen Trümmern kann eine sozialistische Weltordnung mit ihrem eigenen, neuen sozialistischen Gesundheitssystems aufgebaut werden. Dabei ist das sozialistische Gesundheitssystem noch nicht einmal das Endziel. Das sozialistische Weltgesundheitssystem ist das Gesundheitssystem unter der Diktatur des Weltproletariats, und somit immer noch ein Klassensystem, wenn auch der Herrschaft der Mehrheit über eine reiche Minderheit. Wir wollen aber letztendlich kein Gesundheitssystem, das auf der Herrschaft von Klassen beruht. Das sozialistisches Gesundheitssystem ist ausgerichtet auf eine beschränkte Übergangsperiode bis zur klassenlosen Weltgesellschaft. Was wir wollen, das ist ein kommunistisches Gesundheitssystem.

Wir Kommunisten haben bereits gezeigt, dass wir trotz des Fortbestehens des kapitalistischen Weltsystems einem Sechstel der Weltbevölkerung innerhalb eines einzigen Jahrzehnts ein kostenloses Gesundheitssystem auf die Beine gestellt haben, während das Gesundheitswesen des Kapitalismus bis heute noch nie kostenlos gewesen ist.

Unter der Klassenherrschaft der kapitalistisch-revisionistischen Welt haben wir Kommunisten - selbst in einem kleinen Land wie Albanien - über 40 Jahre lang ein kostenloses Gesundheitssystem garantiert.

Und wir hätten weltweit bereits eine kostenlose Gesundheitsversorgung, wenn der Kapitalismus unser sozialistisches Gesundheitssystem nicht zerstört und es wieder in ein kapitalistisches Gesundheitssystem verwandelt hätte.

Wir Stalinisten-Hoxhaisten werden der Welt beweisen, dass wir nicht nur ein Sechstel der Weltbevölkerung kostenlos gesundheitlich versorgen können, sondern die gesamte Weltbevölkerung!



 

§ 2

Gesundheitswesen im Weltkommunismus


Der Kommunismus ist die wirkliche proletarische Weltbewegung, die das bestehende Zweiklassensystem des kapitalistischen Gesundheitssystems aufhebt.

Die Komintern (SH) kämpft für die Gesundheit der gesamten Weltgesellschaft und für die Gesundheit jedes einzeln Menschen auf der Welt - für die weltkommunistische Gesundheit.

Der Stalinismus-Hoxhaismus lehrt, dass mit jeder Verschärfung des Widerspruchs zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen im Kapitalismus, sich auch die Widersprüche des Zweiklassensystem im Gesundheitswesen verschärfen. Indem sich die Produktivkräfte auf revolutionäre Weise aus den kapitalistischen Produktionsverhältnissen befreien, befreit sich das Gesundheitswesen auch aus den Fesseln seines kapitalistischen Zweiklassensystems.

Unter dem Zweiklassensystem verstehen wir im engeren Sinne ein Klassensystem, das auf dem antagonistischen Widerspruch zwischen den beiden Hauptklassen der kapitalistischen Gesellschaft beruht - Bourgeoisie und Proletariat.
Im weiteren Sinne verstehen wir darunter die Aufteilung der kapitalistischen Weltgesellschaft in eine kleine Minderheit und die überwiegende Mehrheit, genauer: zwischen den privilegierten, herrrschenden Klassen und den ausgebeuteten und unterdrückten Klassen.

Der Stalinismus-Hoxhaismus in der Frage der Abschaffung des Zwei-Klassen-Systems im Gesundheitswesen ist die Theorie und Taktik der globalisierten proletarischen Gesundheitsbewegung als Hebel für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution im Allgemeinen, und im Besonderen die Theorie und Taktik der globalisierten sozialistischen Gesundheitsbewegung unter der Diktatur des Weltproletariats.

Das stalinistisch-hoxhaistische Grundgesetz des Gesundheitswesens besteht in dem unablässigen Bestreben der Menschheit, sich unbedingt der vollkommenen Übereinstimmung der Gesundheit des Einzelnen mit der Gesundheit der gesamten Weltgesellschaft immer weiter anzunähern.

Hierfür ist es notwendig, ein so hohes Niveau der Gesundheitsversorgung der Gesellschaft zu erzielen, welches allen Mitgliedern der Gesellschaft die allseitige Entwicklung ihrer physischen und geistigen Fähigkeiten sichert, um sie aktive Teilnehmer der gesellschaftlichen Entwicklung werden zu lassen.

Die unermessliche Produktionsfähigkeit auf dem Gesundheitssektors wird die für die Gesundheitsversorgung der Menschheit aufzuwendende Arbeitszeit auf ein Minimum verringern.

Das ökonomische Grundgesetz des Weltkommunismus ist die absolute Übereinstimmung von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen auf einem so hohen Niveau ihrer Entwicklung, wo die Menschen für die unvermeidliche materielle Weltproduktion immer weniger Zeit und Arbeit aufwenden müssen, und dafür um so mehr und um so besser ihre Bedürfnisse befriedigen. Dieses ökonomische Grundgesetz des Weltkommunismus ist auf das Gesundheitswesen anzuwenden.

Im Weltkommunismus ist das Gesundheitswesen vom Klassencharakter befreit, dient es nicht mehr einer Klasse gegen eine andere Klasse, sondern der klassenlosen Gesellschaft, also allen in der Weltkommune assoziierten Menschen.

Alle Gesundheitsschäden, die durch Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen durch Menschen verursacht werden, können in einer kommunistischen Weltgesellschaft nie wieder auftreten.

Das allmähliche Absterben des staatlichen Gesundheitssystems im Weltmaßstab bildet die Grundvoraussetzung für ein kommunistische Weltgesundheitssystem.





 

§ 3

Das Gesundheitswesen - getreuer Spiegel der heutigen Klassengesellschaft.

Das heutige Weltgesundheitssystem ist ein monopolistisches, parasitäres, faulendes und sterbendes Gesundheitssystem.

Eine Pandemie bedeutet eine Verschärfung des antagonistischen Klassenwiderspruchs zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat, eine Vertiefung der Polarisierung der gesamten Klassengesellschaft auf die Seite des Proletariats und auf die Seite der Bourgeoisie. Dadurcht wird das Näherkommen der Revolution beschleunigt.

Mit der weltweiten Umverteilung des von den Werktätigen erwirtschafteten Steuergelder erhalten die Kapitalisten gigantische staatliche Finanzspritzen, während ein Obdachloser eine öffentliche Toilette nicht mehr benutzen kann, weil sie aufgrund des Coronavirus geschlossen wurde.

Das Coronavirus hat diesem kapitalistischen so genannten "Gesundheits"system die Maske herunter gerissen und zum Vorschein kommt der nackte brutale Ausbeutungs- und Unterdrückungscharakter des Weltimperialismus !

Der Kapitalismus hat die Gesundheit in eine Ware verwandelt und das Coronavirus bringt die gefüllten Taschen der Reichen zum Platzen.

Der Sozialismus schafft die Warengesellschaft ab und befreit damit die Gesundheit aus ihrem verkümmerten Dasein als Ware.

Das Gesundheitssystem des Kapitalismus ist nicht nur eine Einnahmequelle, sondern auch eine Waffe in den Händen der Ausbeuter und Unterdrücker, um das Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem aufrecht zu erhalten. Es dient nicht der Gesundheit, sondern dem Profit. Der Reichtum der Ausbeuterklassen hat die Verelendung der ausgebeuteten Klassen zur Folge. Der Arbeiter ist arm und Armut bedeutet Krankheit und frühen Tod.

Eine gesunde Arbeiterklasse ist produktiver als eine kranke Arbeiterklasse und daher ist eine gesunde Arbeiterklasse viel profitabler. Aber der Kapitalismus macht die Arbeiterklasse so krank - mit den zunehmenden Ausbeutungsmethoden zur Bewältigung der kapitalistischen Krise -, dass das kapitalistische Gesundheitssystem den minimalsten Wert der Ware Arbeitskraft nicht mehr aufrecht erhalten kann und die Arbeiterklasse unweigerlich in die sozialistische Weltrevolution getrieben wird, um am Leben zu bleiben.

Ist die Kraft einer Gesellschaft gesundheitlich geschwächt, so wird dadurch ihr Kampf zur Schaffung der notwendigen materiellen Güter erschwert. Dies hat wiederum hemmende Auswirkungen auf die Produktionsverhältnisse, also auf die wechselseitigen Beziehungen der Menschen im Produktionsprozess. Diese Gesetzmäßigkeit der gesundheitlichen Entwicklung der Gesellschaft bestimmt ausnahmslos die Entwicklung jeder Gesellschaftsformation. Die Eigenart der gesundheitlichen Entwicklung der Produktionsverhältnisse von der Rolle eines Hemmschuhs der gesundheitlichen Produktivkräfte zur Rolle ihrer Haupttriebfeder und von der Rolle der Haupttriebfeder zur Rolle eines Hemmschuhs der Produktivkräfte ist eines der Hauptelemente der marxistischen materialistischen Dialektik insbesondere auf dem Gebiet der ökonomischen Basis der Medizin und ihres Überbaus, des Gesundheitssystems.

Vor dem Hintergrund des drohenden Kollaps der Weltwirtschaft, einer Hungers-Katastrophe, Trinkwasser-Katastrophe, zerstörtem Klima, Umweltzerstörung, brutaler Bekämpfung von Flüchtenden, Raubkriege um Rohstoffe, Produktionsstätten und Absatzmärkten im Interesse der Maximal-Profite hat die Corona-Pandemie die weitere Entwicklung der faschistischen Weltordnung beschleunigt. Experimentier-Labore entwickeln Kriegswaffen gegen die Weltgesundheit, um auf Menschen verachtende Weise aus der Wirtschaftskrise herauszukommen. Mit künstlich erzeugten Krankheiten wird das Leben mutwillig zu dem einzigen Zweck zerstört, um mit seiner Wiederherstellung noch mehr Profit zu machen bis zur nächsten Krise. So funktioniert das weltimperialistische Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem von heute, so funktioniert der Corona-Kapitalismus.

Würde das Corona virus auch den Weltsozialismus in die Knie zwingen können ? Die Antwort lautet „Ja“: Diese Gefahr ist real, also unabhängig von der jeweiligen Gesellschaftsformation, in der sie auftritt. Sie kann also zukünftig nicht ausgeschlossen, also auch nicht geleugnet werden. Entweder besiegt die Pandemie den Weltsozialismus oder der Weltsozialismus besiegt die Pandemie. Das entbindet uns aber nicht vom Kampf für den Weltsozialismus, denn die Frage muss anders gestellt werden: Ist die Chance, eine Pandemie zu verhindern und notfalls zu besiegen, größer im Weltkapitalismus oder im Weltsozialismus ? Und die Antwort lautet: Im Weltsozialismus können weit bessere Voraussetzungen für den siegreichen Kampf gegen eine Pandemie geschaffen werden als im Weltkapitalismus. Deswegen ist die Chance, eine Pandemie im Weltsozialismus zu verhindern bzw. zu besiegen, größer als unter den jetzigen Bedingungen des Weltkapitalismus.



 

 

§ 4

Krise des kapitalistischen Gesundheitswesens und Reproduktion

 

Der Verlauf der sozialen Krankheit, an der die ganze Welt leidet, ist derselbe wie der einer physischen Krankheit. Sie entwickelt sich nach gewissen Gesetzen und hat ihre Krisen, deren letzte und heftigste über das Schicksal des Kranken entscheidet.

Die sozialistische Weltrevolution ist der radikalste hygienische Reinigungsakt,um den parasitären Weltimperialismus endgültig loszuwerden.

Die Krise des Gesundheitswesen der kapitalistischen Gesellschaft vollzieht sich zu einem Zeitpunkt, wo sich der Weltkapitalismus bereits in der tiefsten Krise seiner Geschichte befindet.

Die materialistische Dialektik der heutigen Krise des Gesundheitswesen besteht darin, dass sie zum Hemmschuh der Aufrechterhaltung der imperialistischen Weltwirtschaftssystems und seiner imperialistischen Weltordnung geworden ist. Vegetiert der Kapitalismus, so vegetiert auch die Gesellschaft, verschlechtert sich die Gesundheitszustand der Weltbevölkerung und umgekehrt. Die Weltwirtschaftskrise bedingt die Krise des Gesundheitswesens und umgekehrt wird jede Krise der Weltgesundheit zu immer neuen Weltwirtschaftskrisen führen, wird sich die Gesundheit des Weltproletariats absolut und relativ verschlechtern.

So hat jetzt eine Pandemie das kapitalistische Gesundheitswesen in die Knie gezwungen, wodurch die Quelle des Reichtums der herrschenden Klasse vorübergehend nicht mehr so üppig weiter fließen kann wie bisher. Und die Quelle des Reichtums ist und bleibt die private Aneignung der Ware Arbeitskraft des Weltproletariats. Das Corona Virus vertieft die Spaltung der der Gesellschaft, polarisiert die antagonistischen Klassenwidersprüche zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat. Die Pandemie hat nicht nur Lücken in die Reihen der proletarischen Weltarmee gerissen, sondern trug auch zum explosionsartigen Anschwellen der proletarischen Reservearmee bei, welche seit der Weltfinanzkrise im Jahre 2008 ohnehin schon ihren Höchststand erreicht hatte. Und so lange die kapitalistischen Produktionsverhältnisse nicht beseitigt sind, wird die Arbeitslosigkeit weiter ansteigen, wird sich die Armut vervielfachen und sich die Gesundheitsversorgung der Massen weiter dramatisch verschlechtern. Jede Zunahme der proletarischen Reservearmee ( und dazu gehören inzwischen auch die 200 Millionen Flüchtlinge auf der Welt !) hat eine Verschlechterung ihrer medizinischen Versorgung zur Folge. Und der Gesundheitszustand jener Werktätigen, die trotz Rationalisierungsmaßnahmen der Betriebe trotz Allem noch einen Arbeitsplatz behalten haben, verschlechtert sich in dem gleichen Ausmaß, wie sich die Ausbeutungsmethoden der Kapitalisten verschärfen, um dem Gesetz der Profitmaximierung zur Überwindung der Krise zu folgen.

Die Finanzkrise von 2008 hat die Phase der relativen Stabilität der imperialistischen Weltordnung beendet. Im Jahre 2019 kam es zu globalen revolutionären Erhebungen, die sich mit und nach der Pandemie weiter ausbreiten und vertiefen. Durch das Corona Virus ist die revolutionäre Weltsituation näher gerückt und beschleunigt unvermeidlich den revolutionären Prozess des Übergangs zum Weltsozialismus. Daran ändert sich auch nichts durch eine vorübergehende Erholung des Weltkapitalismus, denn jede Krise des Kapitalismus zieht eine neue, noch größere Krise nach sich. Das trifft auch auf die Krise des Gesundheitswesens zu, die die Kapitalisten zur Profitmaximierung ausnutzen und dadurch die nächste, noch größere soziale und ökonomische Krise auslösen. Alle Hemmschuhe der kapitalistischen Produktionsverhältnisse, wozu auch die Krise der Gesundheitsversorgung gehört, verschärfen die Widersprüche zwischen den Produktivkräften und Produktionsverhältnissen und beschleunigen so die Befreiung der Produktivkräfte aus den Fesseln ihrer privaten Aneignung, beschleunigen die sozialistische Weltrevolution.

* * *

Die medizinische Produktion zerfällt in zwei große Abteilungen: Abteilung I – die Produktion von Produktionsmittel (zum Beispiel zur Herstellung von medizinischen Geräten) und Abteilung II – Produktion von Konsumtionsmitteln (zum Beispiel in der Pharmaindustrie hochwertige Medikamente für die parasitäre Klasse und Medikamente mit schlechten oder gar schädlichen Wirkstoffen für die breite Masse der Konsumenten bzw. Produktion von Drogen, Suchtmitteln usw., um die Ausgebeuteten vom Klassenkampf abzuhalten). Die Kapitalisten produzieren medizinische Einrichtungen und Arzneimittel um der Produktion willen, zur Erzielung von Profit, und geraten damit in Konflikt mit den Bedürfnissen der Weltbevölkerung nach ausreichender Gesundheitsversorgung. Dieser Widerspruch bildet die Grundlage der ökonomischen Überproduktionskrisen. So kommt es auch im Gesundheitsbereich zu den typischen Erscheinungsformen des Grundwiderspruchs zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Form der Aneignung.

„Ausdruck dieses Grundwiderspruchs des Kapitalismus ist der Widerspruch zwischen dem kolossalen Anwachsen der Produktionskapazitäten des Kapitalismus, die auf die Erzielung eines Maximums kapitalistischen Profits berechnet sind, und dem relativen Rückgang der zahlungsfähigen Nachfrage seitens der Millionenmassen der Werktätigen, deren Lebenshaltung die Kapitalisten ständig in den Schranken des äußersten Minimums zu halten suchen“ [Stalin, Band 12, Seite 214; Rechenschaftsbericht des XVI. Parteitags der KPdSU (B)].

Der Widerspruch zwischen dem Wachstum der medizinischen Produktion und den beschränkten Möglichkeiten ihrer Inanspruchnahme nimmt unvermeidlich zu und es kommt weltweit zu immer größeren Krisen der Gesundheitsversorgung. Die Mehrheit der Weltbevölkerung ist so sehr verarmt, dass sie sich noch nicht einmal ein Mindestmaß ihrer gesundheitlichen Versorgung leisten kann. Die Konzentration und Zentralisation der kapitalistischen Reproduktion bedeutet eine Verschlechterung der Reproduktion der Ware Arbeitskraft und hat katastrophale Folgen für die soziale und gesundheitliche Reproduktion der gesamten Weltgesellschaft.

Die Besonderheit der jetzigen Gesundheitskrise besteht darin, dass die Pandemie den bereits vorher latent bestehenden Pflegenotstand im Gesundheitswesen in einen kollabierenden Zustand verwandelt hat.

Die Gesundheitskrise zeigt, dass heute unvergleichlich mehr Produkte für die Verbesserung der Gesundheit der Weltbevölkerung erzeugt werden könnten, wenn nicht ein kleines Häuflein Privateigentümer, die an den Krankheiten der Millionenmassen verdienen, alle Produktionsmittel an sich gerissen hätten.

Die Gesundheitskrise haben diejenigen zu bezahlen, die sie verschuldet haben und nicht diejenigen, die unter der Gesundheitskrise zu leiden haben.

Die Gesundheitskrise reproduziert sich auf immer höherer Stufenleiter bis sie endlich eine Revolutionierung des Gesundheitssystem herbeiführt.

Dagegen ist die weltsozialistische Reproduktion gekennzeichnet durch die planmäßige und ununterbrochene Erweiterung der gesamten gesellschaftlichen Weltproduktion in einem für den Weltkapitalismus unerreichbaren Tempo, vor allem durch die systematische und rasche Vergrößerung der internationalen Arbeiterklasse, sowie durch die unablässige Hebung des materiellen Wohlstands und des kulturellen und gesundheitlichen Niveaus der gesamten Weltbevölkerung.

Es geht bei der Gesundheit der Menschheit erstens darum, dadurch eine Basis für ihren Selbsterhalt zu schaffen und zu sichern. Aber Gesundheit ist nicht auf den Selbsterhalt reduziert, sondern wiederum auch die Basis für die Weiterentwicklung zu einer höheren Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens, des menschlichen Zusammenlebens.

In den Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie findet sich bei Karl Marx ein wichtiger Grundsatz zur freien Entwicklung des einzelnen Menschen, wozu auch seine gesundheitliche Entwicklung gehört:

„Die freie Entwicklung der Individualitäten, und daher nicht das Reduzieren der notwendigen Arbeitszeit um Surplusarbeit zu setzen, sondern überhaupt die Reduktion der notwendigen Arbeit der Gesellschaft zu einem Minimum, der dann die künstlerische, wissenschaftliche etc. Ausbildung der Individuen durch die für sie alle frei gewordene Zeit und geschaffenen Mittel entspricht.“

Wir werden einen Reservefonds schaffen, um das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten - auch unter erschwerten Bedingungen von Pandemien, Naturkatastrophen, Umweltzerstörungen usw.

Der Gesundheitsfonds (Sozialversicherung) teilt sich auf in einen Akkumulationsfonds (Schaffung neuer Gesundheitseinrichtungen und einen Konsumtionsfonds ( Fonds für die laufende tägliche Gesundheitsversorgung).




 

§ 5

Enteignung und Vergesellschaftung des privatkapitalistischen Gesundheitssystems


Wir führen die globale Monopolisierung des Pharmabereichs stellvertretend für die Monopolisierung des ganzen globalisierten Gesundheitssystems an

(aus Platzgründen).

Durch Konzentration und Zentralisierung des globalisierten Pharmakapitals werden die „Kleinen von den Großen gefressen.“ Pharmakonzerne befinden sich derzeit auf einer fortwährenden Fusions- und Übernahmewelle.

Kampf der Giganten der Pharmaindustrie !

Zerschlagt die globale Pharma-Mafia !

Ein Corona-Medikament darf nicht zum Pandemie-Profit durch Pharmakonzerne werden. Deswegen muss die Verfügbarkeit dieser wichtigen Medikamente den Profit orientierten Pharmamonopolen entzogen werden einschließlich deren Patente für Medikamente, Impfstoffe und Tests. Die Kontrolle der Verträglichkeit und Bedenkenlosigkeit von Impfstoffen ist dem Einfluss der Pharmamafia zu entziehen und Missbrauch, Manipulation usw. streng zu bestrafen.

Lobbyismus von Pharmakonzernen in Gesundheitseinrichtungen und Staat ist bei Strafe zu verbieten. Riesige Summen investiert die Pharma-Lobby für extensive Meetings mit den Machern der Gesetze sowie ihrer Präsenz in den Beratungsgremien des weltimperialistischen Staatensystems. Medikamente gehen nicht dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden, sondern wo sie möglichst mit hoher Profitrate verkauft werden können. Wegen der erheblichen Investitionen in China für den Sektor pharmazeutische Forschung und Entwicklung (R & D) wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020 der Umsatz in diesem Bereich 315 000 000 000 $ betragen, das wären mehr als 650 Prozent-Umsatzwachstum (!). Der chinesische Markt für medizinische Geräte wächst auf 54 Milliarden US-Dollar. Es gilt, die Monopolisierung des Pharmakapitals zu zerschlagen und die Pharmaproduktion global zu vergesellschaften. Zuerst werden wie die zehn größten Pharmakonzerne konfiszieren und vergesellschaften. Dazu gehören derzeit:

1. Johnson & Johnson (Umsatz: 53,2 Mrd. €);

2. Novartis (Umsatz: 43,23 Mrd. €);

3. F. Hoffmann-La Roche AG (Umsatz: 38,6 Mrd. €);

4. Pfizer (Umsatz: 38,5 Mrd. €);

5. GlaxoSmithKline plc (Umsatz: 33,0 Mrd. €);

6. Sanofi (Umsatz: 32,95 Mrd. €);

7. Merck & Co (Umsatz: 32,9 Mrd. €);

8. AstraZeneca (Umsatz: 19,19 Mrd. €);

9. Bayer HealthCare (Umsatz: 18,92 Mrd. €); 10. Eli Lilly (Umsatz: 17,2 Mrd. €).

* * *

Die Drogenmafia ist seit langem global organisiert und mit globalen Mitteln zerschlagen werden. Eine unterirdische Wirtschaft hat sich um die Herstellung und den Vertrieb von Drogen herum entwickelt (z. B. Etikettenbetrug; gefälschte Drogen; Schmuggelware; Missbrauch von Wiedereinfuhren; Online-Verbrechen; Mafia stiehlt und panscht Medikamente usw.).

Illegale Drogen sind zu einem Notfall für die öffentliche Gesundheit geworden. Der Anteil des illegalen globalen Drogenkonsums soll sich in einigen Jahren verdoppelt haben. Die Teilnahme am Drogenhandel bietet Politikern, Polizei und Kapitalisten einträgliche Gewinn. Im Gegenzug bieten Politiker , Polizei und Kapitalisten der Drogenmafia Schutz oder sogar Unterstützung.

Zukünftig werden Medikamente nicht mehr produziert nach dem Profitsystem, sondern nach den Erfordernissen der gesundheitlichen Versorgung der Weltgesellschaft. Die Verteilung von Medikamenten wird bevorzugt auf die ärmsten Länder der Welt konzentriert.

Die Monopolisierung der globalisierten Pharmaindustrie wird beseitigt und die Monopolstellung einzelner Länder aufgehoben.

In einem sozialistischen Weltgesundheitswesen wird es keine Versorgungskrisen und Lieferengpässe geben, die durch raffgierige Großhändler künstlich erzeugt werden, indem sie Vorräte verschieben, um in anderen Ländern höhere Gewinnspannen zu erzielen. Die Krisen, gerade in der Form der Überproduktion oder einer „Absatzstockung der Waren", sind eine Erscheinung, die ausschließlich dem Kapitalismus eigen ist. Dieses Problem verschärft sich stetig, da infolge der Globalisierung und des Preisdrucks im Pharmamarkt immer mehr Wirkstoffe von nur wenigen Herstellern oder sogar nur einem einzigen Unternehmen produziert werden, insbesondere in Billiglohnländern. Produktionsausfälle können dadurch vermehrt zu globalen Engpässen führen.

Viele Hersteller sehen sich nicht mehr schlicht als Pharma-, sondern als Gesundheitskonzerne, als private Manager des öffentlichen Gesundheitssystems. Den Grund : Das traditionelle Geschäftsmodell der Pharmaindustrie, die Entwicklung von Medikamenten, wirft nicht mehr genug Profit für sie ab. Neue Medikamente bringen häufig keine wirklichen Verbesserungen gegenüber existierenden Therapien. Der Markt ist schlicht gesättigt. So dringen die Pharmakonzerne in die nationalen Gesundheitssysteme ein, um sie sich allmählich einzuverleiben. Über die Krankenbehandlung entscheiden dann direkt oder indirekt die Pharmakonzerne selber. Der Daten- und Patientenschutz wird ausgehebelt im Interesse der Pofitmaximierung.

Während die Privatisierung des Gesundheitswesens von der Weltbourgeoisie als anzustrebendes „höchstes Gut“ propagiert wird, propagieren wir Stalinisten-Hoxhaisten die revolutionäre Beseitigung der Privatisierung des kapitalistischen Gesundheitswesens. - Konfiszierung aller privaten medizinischen Einrichtungen durch den proletarischen Staat.

Unser Weltgesundheitssystem wird nicht durch die Gesetze des Kapitalismus, sondern durch die Gesetze des Sozialismus bestimmt.

Im Kapitalismus wird die Ware Arbeitskraft nur so weit „repariert“, dass sie gerade noch zur Ausbeutung tauglich ist.

Die Ende des kapitalistischen Gesundheitssystems besteht darin, dass es einerseits die Produktivkräfte entwickelt und die Produktion vergesellschaftet und damit die materiellen Voraussetzungen für das sozialistische Weltgesundheitssystem schafft, während es andererseits seinen Totengräber hervorbringt in Gestalt des Proletariats, das den revolutionären Kampf aller Werktätigen im Gesundheitswesen organisiert und führt.

Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt. Die Expropriateure werden expropriiert.“ (Karl Marx, „Das Kapital“, Erster Band, Seite 803).

Das ist die geschichtliche Tendenz der Entwicklung der Produktionsweise im Gesundheitsbereich.

Die Restaurierung des Staatsmonopolismus kann nicht das Ziel bei der Beseitigung des privatisierten Gesundheitswesens sein, denn der kapitalistische Staat ist nicht der Regulator der privatisierten Gesundheitswesen, sondern erzeugt dieses stets aufs Neue. Das Coronavirus beschleunigt die Restauration des staatsmonopolistischen Kapitalismus, die Stärkung der faschistischen Staatsmaschinerie, das unerhörte Anwachsen ihres Beamten- und Militärapparates in Verbindung mit verstärkten Repressalien gegen das Proletariat.

Befreiung von der Privatisierung des Gesundheitswesens ist erst durch einen Staat der Diktatur des Proletariats möglich, der auf den Ruinen des bürgerlichen Staates aufgebaut ist:





 

§ 6

Gesundheitswesen – staatliches Instrument der Klassenherrschaft


In unserem Weltgesundheitsprogramm geht es um die Zerschlagung der Diktatur der Bourgeoisie und um die Errichtung bzw. Wiederherstellung der

Diktatur des Proletariats.

Verwirklicht werden kann das kommunistische Weltgesundheitsprogramm nur durch einen neu zu schaffenden weltproletarischen Staat , durch die Zerschlagung des herrschenden weltimperialistischen Staatensystems.

Das imperialistische Staatssystem der Welt testet den gemeinsamen Ausnahmezustand. Jeder kapitalistische Staat sammelt Erfahrungen mit der Umsetzung von Notstandsgesetzen, verschiedenen Formen größerer Polizeieinsätze, militärischen Operationen "zum Schutz der inneren Sicherheit", der praktischen und ideologischen Vorbereitung der Bevölkerung auf kriegsähnliche Bedingungen und treibt so die weitere Militarisierung und den Faschismus voran. Die Maske der Bourgeoisie wird also nicht nur zum Zweck der Bekämpfung des Koronavirus benötigt. Der Kampf gegen das Corona-Virus ist gleichzeitig eine Nebelwand, hinter der sich die Weltbourgeoisie darauf vorbereitet, ihrem politischen Untergang als herrschende Klasse zuvorzukommen.
Die internationale Konterrevolution wurde nicht nur in Alarmbereitschaft versetzt, sondern geht noch einen Schritt weiter und praktiziert die Aufstandsbekämpfung, weil die Bourgeoisie viel mehr Angst vor der Weltrevolution hat als vor dem Koronavirus.

Das Weltproletariat und seine Weltpartei dürfen sich von konterrevolutionären Maßnahmen der Weltbourgeoisie nicht überrumpeln lassen, sondern müssen lernen, wie der Klassenkampf unter kriegsähnlichen Bedingungen zu führen ist.

Nutzen wir im Gegenzug den von den Herrschenden ausgerufenen Notstand zur Ausrufung der sozialistischen Weltrevolution !

Das Bestehen eines staatlichen Gesundheitswesens beweist, dass die Klassengegensätze in allen gesundheitlichen Belangen der Gesellschaft unversöhnlich sind, denn wo eine Gesellschaft ihre gesundheitliche Versorgung selber einvernehmlich und auf freiheitlicher Basis regelt, braucht sie hierfür keine Staatsmacht. Der Staat ist der Staat der mächtigsten, ökonomisch herrschenden Klasse, die vermittelst des Staates auch zur politisch herrschenden Klasse wird und so neue Mittel erwirbt zur Niederhaltung und Ausbeutung der unterdrückten Klasse.

Der Staat ist ein Organ der Klassenherrschaft, ein Organ zur Unterdrückung der einen Klasse durch die andere. Das staatliche Gesundheitssystem ist infolgedessen diejenige „Gesundheitsordnung“, die diese Unterdrückung sanktioniert und festigt und ihre revolutionäre Beseitigung (gewaltsam) unterdrückt.

Wer den Staat als Organ der Klassenversöhnung im Gesundheitswesen begreift, stellt sich gegen unser Weltgesundheitsprogramm. Wer das kapitalistische Gesundheitswesen beseitigen will, der muss den bürgerlichen Staat beseitigen, der die Macht der Bourgeoisie schützt und aufrecht erhält auf Kosten der Gesundheit der Massen.

Der Staat ist also nicht von Ewigkeit her. Auf einer bestimmten Stufe der ökonomischen Entwicklung, die mit der Spaltung der Gesellschaft in Klassen notwendig verbunden war, wurde durch diese Spaltung der Staat eine Notwendigkeit. Wir nähern uns jetzt mit raschen Schritten einer Entwicklungsstufe der Produktion, auf der das Dasein dieser Klassen nicht nur aufgehört hat, eine Notwendigkeit zu sein, sondern ein positives Hindernis der Produktion wird. Sie werden fallen, ebenso unvermeidlich, wie sie früher entstanden sind. Mit ihnen fällt unvermeidlich der Staat. Die Gesellschaft, die die Produktion auf Grundlage freier und gleicher Assoziation der Produzenten neu organisiert, versetzt die ganze Staatsmaschine dahin, wohin sie dann gehören wird: ins Museum der Altertümer, neben das Spinnrad und die bronzene Axt.“ (Friedrich Engels)

Der Ausweg aus dem korrupten und verfaulten Parlamentarismus, der das Gesundheitswesen im Auftrag des Kapitals kaputt reformiert hat, ist natürlich nicht in der Aufhebung der Vertretungskörperschaften und der Wählbarkeit zu suchen, sondern in der Umwandlung der Vertretungskörperschaften aus Schwatzbuden in „arbeitende“ Körperschaften. Es ist ja kein Zufall, dass im Parlamentarismus nicht ein einziger betroffener Krankenpfleger vertreten ist, sondern stattdessen die Lobbyisten der Monopolbourgeoisie.

Eine Demokratisierung des kapitalistischen Gesundheitssystems ist schön und gut, aber mit Demokratie allein lässt sich sein Klassencharakter noch lange nicht beseitigen, denn es existieren weiterhin die Bedingungen der Lohnsklaverei. Die Verstaatlichung von medizinischen Herstellerfirmen und deren Zuliefererfirmen schützt die Pflegekräfte nicht vor ihrer Ausbeutung und Unterdrückung. Es kommt stets darauf an, die Frage zu beantworten, ob es sich um ein Gesundheitssystem im bürgerlichen oder proletarischen Staat handelt. Im Rahmen der bürgerlichen Klassengesellschaft können die gesundheitlichen Bedürfnisse der Mehrheit der Weltbevölkerung nicht befriedigt werden. Die ist erst möglich unter der Diktatur des Weltproletariats.

Der revolutionäre Gedanke dieses Weltgesundheitsprogramms besteht ja gerade darin, dass die Arbeiterklasse das ganze globale Gesundheitssystem zerschlagen, zerbrechen muss und sich nicht einfach auf seine Besitzergreifung beschränken darf.

Die revolutionäre Gewalt ist die Geburtshelferin jedes alten Gesundheitssystems, das mit einem neuen Gesundheitssystem schwanger geht. Diesem Weltgesundheitsprogramm liegt die Notwendigkeit zugrunde, das Proletariat, und insbesondere das Proletariat des Gesundheitswesens, systematisch in dieser, gerade in dieser Auffassung über die gewaltsame Revolution zu erziehen. Die Ablösung des bürgerlichen Gesundheitssystems durch ein proletarisches Gesundheitssystem ist ohne gewaltsame Revolution unmöglich.

Das proletarische Gesundheitssystem ist das Gesundheitssystem des Proletariats als herrschende Klasse, denn die Werktätigen brauchen den Staat nur, um den Widerstand der Ausbeuter niederzuhalten. Und dieses Niederhalten zu leiten, es in die Tat umzusetzen – dazu ist allein das Proletariat imstande als die einzige konsequent revolutionäre Klasse, als einzige Klasse, die fähig ist, alle Werktätigen und Ausgebeuteten im Kampf zur Niederwerfung der Bourgeoisie zu vereinigen.

Im kapitalistischen Weltgesundheitssystem ist die medizinische Versorgung für die meisten Erdenbewohner unbezahlbar.

In einem weltsozialistischen Staatensystem ist die medizinische Grundversorgung dagegen für ausnahmslos alle Menschen auf der Welt KOSTENLOS. Dies ist eines der wichtigsten Ziele dieses Weltgesundheitsprogramms.

Im Weltsozialismus bezahlt der Patient nichts. Man muss doch nicht auch noch dafür bezahlen müssen, dass man krank geworden ist. Es kann nicht sein, dass sich nur eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung eine Krankenversicherung leisten kann.

Und auch die Vorsorgeuntersuchungen sind kostenlos. Dieses Recht ist im Weltsozialismus verfassungsmäßig verankert.

Private und öffentliche Krankenversicherungssysteme, die auf ungleicher Krankenbehandlung beruhen, werden gesetzlich verboten und abgeschafft. Die Käuflichkeit der Gesundheit für die Reichen wird abgeschafft (Zusatzversicherungen, Privatkliniken, Bestechung usw.)

Im Weltsozialismus befindet sich die Sozialversicherung ausschließlich in den Händen des sozialistischen Weltstaates.

Überhaupt wird weltweit jede Form der Profitmacherei mit der Gesundheit der Menschheit gesetzlich verboten und bestraft.





 

§ 7

Klassenanalyse des heutigen Gesundheitssystems


Im Gesundheitswesen stehen sich zwei Klassen unversöhnlich gegenüber: das Weltproletariat und die Weltbourgeoisie. Zwischen diesen Klassen gibt es keine gemeinsamen Interessen. Dazwischen gibt es die verschiedenen Schichten des Kleinbürgertums, die auch im Gesundheitswesen eine schwankende Haltung einnehmen gegenüber dem Kampf zwischen Arbeiterklasse und Bourgeoisie.

Zur Bourgeoisie gehört die am meisten reaktionäre internationale Monopolbourgeoisie und die nationale Bourgeoisie. Es gibt zwischen ihnen Widersprüche, aber gegenüber der Arbeiterklasse vertreten sie gemeinsame Interessen. Die internationale Monopolbourgeoisie ist unter Führung der Finanzoligarchie die stärkste Kraft im Lager der Bourgeoisie. Die Zugehörigkeit zur internationalen Monopolbourgeoisie misst sich an ihrem Einfluss auf das Weltgesundheitssystem und auf das Gesundheitssystem der einzelnen kapitalistischen Staaten. Zur Monopolbourgeoisie des Gesundheitswesens gehören Finanzkapitalisten, Banken und Versicherungen, sowie weltweite Industrie- und Handelskonzerne. Dazu gehören auch die Spitzenmanager der Monopole. Die Monopolbourgeoisie ist die treibende Kraft bei der Unterdrückung und Ausplünderung des Gesundheitswesens aller Länder.

Alle anderen Teile der Bourgeoisie sind auf die eine oder andere Weise von der internationalen Monopolbourgeoisie abhängig und müssen sich auf Profite beschränken, die ihnen von oben zugestanden werden. Insbesondere in Krisenzeiten verschärft sich die Konzentration und Zentralisation des Kapitals im Gesundheitswesen und die Monopolisierung nimmt dann um so schneller zu.

Der untere Teil der Bourgeoisie des Gesundheitswesens, der sich der Monopolbourgeoisie unterordnet, rekrutiert sich aus hohen Angestellten und Beamten in Staat, Finanz-, Industrie- und Handelsunternehmen, aber auch aus hohen Gewerkschaftsfunktionären. Im Gegensatz zur Propaganda der Revisionisten vertritt die Komintern (SH) den Standpunkt, nicht nur die Monopolbourgeoisie, sondern die gesamte Bourgeoisie des Gesundheitssystem zu stürzen.

Innerhalb des Kleinbürgertums verlieren ganze Schichten ihre Existenzgrundlage und sinken ins Proletariat ab. Zum Anderen reicht die höchste Schicht des Kleinbürgertums bis an die Bourgeoisie heran.

Wir teilen alle kleinbürgerlichen Schichten ein in oberes, mittleres und unteres Kleinbürgertum.

Das obere Kleinbürgertum umfasst den Teil der Chefärzte und Direktoren von privaten und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, leitende Angestellte von Krankenversicherungen, Apotheker, Leiter von Laboren und Forschungsinstituten, kleine Produzenten von Medikamenten und medizinischen Geräten usw. Dazu gehören ferner die Ärzte und Zahnärzte mit größeren privaten Praxen (Beschäftigung zahlreicher Lohnabhängiger), höhere Beamte und leitende Angestellte des Gesundheitswesens, Professoren, Rechtsanwälte, medizinische Wissenschaftler usw. Die oberste Schicht des Kleinbürgertums ist in der Regel nicht unmittelbar vom Absinken ins Proletariat bedroht. Nur ein kleiner Teil wird sich im Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie neutral verhalten. Und nur vereinzelt und sehr selten werden sich Vertreter des oberen Kleinbürgertums auf die Seite des Proletariats stellen.

Zum mittleren Kleinbürgertum gehören die kleineren Arzt- und Zahnarztpraxen, kleine private Gesundheitseinrichtungen (zum Beispiel Therapieeinrichtungen), in denen die Besitzer hauptsächlich von der eigenen Arbeit leben und in der Regel keine oder kaum Lohnabhängige beschäftigen, ferner mittlere Beschäftigte im Gesundheitswesen wie Angestellte Ärzte in Krankenhäusern. Für viele Angehörige des mittleren Kleinbürgertums verschlechtert sich die Lage in der Gesundheitskrise und es droht ihnen Arbeitslosigkeit. Teile des mittleren Kleinbürgertums können für den proletarischen Klassenkampf im Gesundheitswesen als Bündnispartner gewonnen werden. Aber ein Teil wird aktiv im Lager der Konterrevolution stehen.

Zum unteren Kleinbürgertum gehören alle Teile des Kleinbürgertums, die nicht mehr genug erwirtschaften, um ihren Betrieb oder ihre eigene Arbeitskraft selbständig erhalten können. Das untere Kleinbürgertum ist größtenteils verschuldet. Zum unteren Kleinbürgertum gehört auch die Mehrheit von mittleren Beamten und Angestellten, die auf die eine oder andere Weise gegenüber dem Proletariat Privilegien genießen, wie zum Beispiel leitende Angestellte in den Pflegediensten.

Das untere Kleinbürgertum ist mehr oder weniger vom Absinken ins Proletariat bedroht und Bündnispartner des Proletariats.

Das Halbproletariat umfasst alle Werktätigen des Gesundheitswesens, die sich praktisch in ähnlicher Lebenslage befinden wie das Proletariat, aber sich durch geringfügige Vorteile unterscheiden. Auch wenn das Halbproletariat stärker durch kleinbürgerliches Denken beeinflusst ist, so wird es an der Seite des Proletariats für die Revolution und für ein sozialistisches Gesundheitssystem kämpfen.

Das Proletariat ist die am meisten ausgebeutete Klasse im Gesundheitswesen. Ihre schwierige Lebenslage zwingt die Arbeiter zum unversöhnlichen Kampf gegen das kapitalistische Gesundheitssystem. Von allen Klassen, die dem kapitalistischen Gesundheitssystem gegenüberstehen, ist die Arbeiterklasse die einzig revolutionäre Klasse. Das Proletariat besitzt kein Privateigentum an den Produktionsmitteln, welches Grundlage für die Ausbeutung ist. Die Beseitigung des Privateigentums im Gesundheitswesen ist der einzige Weg zur Befreiung.

Weltweit bilden die Arbeiter im Gesundheitswesen eine Millionenabteilung in der Armee des Weltproletariats. Das Proletariat im Gesundheitswesen umfasst das Industrieproletariat der Arzneimittelhersteller, der Hersteller von medizinischen Geräten, und Produzenten aller anderen Bedarfsgüter des Gesundheitswesens, sowie das Proletariat der Zuliefererbetriebe und Rohstofferzeuger. Das Industrieproletariat ist der führende revolutionäre Kern im Gesundheitswesen. Die Globalisierung der medizinischen Industrie fördert den globalen Zusammenschluss und die Schlagkraft des gesamten Proletariats im Gesundheitswesen.

Zum nichtindustriellen Proletariat gehören die Arbeiter im Dienstleistungssektor, vor allem die Pfleger, Arzthelfer und Therapeuten, das Reinigungspersonal, die Techniker in den Gesundheitseinrichtungen, Köche usw. wozu auch die unteren Angestellten gehören, deren einstige Besserstellung verloren geht oder bereits völlig verschwunden ist. Indem sich das Proletariat im Gesundheitswesen befreit, befreit es auch alle anderen Werktätigen im Gesundheitswesen.

Zur Klassenanalyse gehören auch die Einkommensunterschiede und das Lohngefälle. Zwar unterscheidet es sich zum Teil erheblich im Vergleich von reichen und armen Ländern, aber im allgemeinen spiegelt sich die Klassenlage im Gesundheitssystem im Weltmaßstab auch im Einkommensgefälle wider.

Die Beseitigung des Einkommensgefälle des kapitalistischen Gesundheitssystem gehört zu den grundlegenden revolutionären Veränderungen, die die Komintern (SH) mit ihrem Weltgesundheitsprogramm anstrebt. Unser Ziel ist die sukzessive Einführung eines einfachen Lohnsystems von 1:3, wobei die schwerste Arbeit im Gesundheitswesen auch am besten bezahlt wird.

Wir wollen auch das hierarchische System im Gesundheitswesen auf den Kopf stellen und dem Bürokratismus mit scharfen Maßnahmen den Kampf ansagen.

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Die Klassenanalyse muss auch auf die illegale Herstellung und den illegalen Handel mit Drogen und Suchtmitteln angewendet werden. Das beginnt an der Spitze mit der internationalen Drogenmafia. Als fünftgrößtes globales Unternehmen muss die Mafia der Monopolbourgeoisie zugeordnet werden. Dann gibt es den illegalen Pharmahandel, der sich größtenteils in den Händen der Bourgeoisie befindet. Dies schließt korrupte Regierungführer und hochrangige Regierungsbeamte ein.
Dann gibt es Apotheker, die illegalen Drogenhandel betreiben, sowie bestochene Polizei- und Zollbeamte. Und schließlich endet diese ganze kriminelle Hierarchie mit dem kleinen Drogendealer auf der Straße.




 

§ 8

Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäuser, Pflegepersonal, Ärzte


Das „klassenlose Krankenhaus“ gibt es nur in einer klassenlosen Gesellschaft. Alles Andere ist Augenwischerei, denn in einer Klassengesellschaft kann es keine klassenlosen Einrichtungen geben.

Mit Gesundheitseinrichtungen als gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen ist Solidarität mit Kranken oder von Krankheit bedrohten Menschen nicht einlösbar.

Im Kapitalismus wird das Gesundheitssystem kaputt gespart. Krankenhäuser werden nach Vorgaben der Rentabilitätsberechnungen geschlossen und durch profitable Privatkliniken ersetzt. Bezahlt werden nur erbrachte Leistungen, nicht aber eventuelle in der Zukunft eintretende Katastrophen wie Massenunfälle, Havarien von Industrieanlagen mit plötzlichem Andrang unbekannter Zahlen an Verletzten, GAUs in benachbarten oder weiter entfernten Atomkraftwerken oder eben Pandemien wie wir das jetzt bei den weltweit rasant zunehmenden Covid-19-Erkrankungen erleben. Private Krankenhauskonzerne erhalten staatliche Finanzspritzen aus Steuergeldern. Während der Pandemie läuft das Geschäft mit profitablen Schönheitsoperationen ungestört weiter. Manche Krankenhäuser ordnen sogar Kurzarbeit an, wenn jede Kraft dringend zur Entlastung der völlig überarbeiteten Pflegekräfte gebraucht wird. Der kapitalistische Staat ist dafür verantwortlich, dass sich die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen immer weiter verschlechtern. Das kapitalistische System der Fallpauschalen wird abschafft.

Wir kämpfen gegen die Unterversorgung mit medizinischem Fachpersonal, gegen die katastrophale Lage bei den Pflegekräften, gegen den Import von Pflegesklaven aus den armen Ländern, unterbezahlt, ohne Sozialversicherung. Wir kämpfen gegen illegale Arbeitsverhältnisse, ohne Arbeitnehmerrechte, von gelben Gewerkschaften ignoriert. Pflegepersonal aus dem Ausland ist „angepasster“, „stellt keine Ansprüche“, „wird nie streiken“ und ist „billiger“. Für alle im Gesundheitswesen Beschäftigte müssen gleiche Arbeitsbedingungen und gleiche Entlohnung herrschen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe, Religion usw.

Der Personalschlüssel in Gesundheitseinrichtungen muss drastisch erhöht werden, und zwar dort, wo der Personalmangel am größten ist. Unsere Mindestforderung lautet: Verdopplung des Personalstandes in allen Gesundheitseinrichtungen.

Wir fordern mindestens eine 15 % Lohnerhöhung für die untersten Lohngruppen der Beschäftigten im Gesundheitssektor ( Industrie und Dienstleistungen ).

Unzählige Patienten sterben durch mangelnde Hygiene in den Gesundheitseinrichtungen. Ärzte und Pflegepersonal werden zur Nichteinhaltung oder Lockerung der strengen Hygienevorschriften gezwungen und zu Zwangsarbeitszeiten verpflichtet. Dies ist in einer sozialistischen Gesundheitseinrichtung undenkbar.

Die bestehenden Pausenvorschriften sind völlig unzureichend , und vor Allem muss der Arbeitsstress mindestens so weit gesenkt werden, dass Pausen überhaupt eingehalten werden können.

In Altersheimen werden den Bewohnern Psychopharmaka verabreicht, um sie ruhig zu stellen. Der Grund: Personalmangel.

Ärtzepfusch ("Kunstfehler") ist kriminell und muss streng geahndet werden. In der kapitalistischen Klassenjustiz werden solche Ärzte meistens frei gesprochen und die Opfer nicht entschädigt. Die Ärzte sichern sich vor jeder Behandlung vertraglich ab - auf Kosten der Patienten. Dieser unhaltbare Zustand wird außer Kraft gesetzt. Wir sorgen für eine proletarische Klassenjustiz, die die Interessen der Patienten vertritt und nicht die Interessen derjenigen, die sich an den Patienten bereichern. Es wird keine Gesundheitseinrichtung auf der Welt geben ohne Interessenvertretung der Patienten, die mit der nötigen Durchsetzungsgewalt ausgestattet ist.

Im Kassenarztsystem spielen die Ärzte eine privilegierte Rolle. Sie bilden sozusagen ein „Monopol“ der ambulanten Versorgung auf Kosten der Patienten. – Arztpraxen sind eine der sicheren Stützen des Ausbeutungssystems. Wir werden sie daher verbieten und auflösen.

Chefärzte führen stolz einen MBA im Titel, das ist ein „Master of Business Administration“. Mit diesem „berufsbegleitenden“ Studiengang sollen besondere Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Controlling und Finanzwesen nachgewiesen werden (medizinische Inhalte treten in den Hintergrund, finanzielle Aspekte stehen im Vordergrund).

Im Weltsozialismus sind die Ärzte ausnahmslos Beschäftigte des Staates. Der Arzt geht also nicht mehr dorthin, wo er den lukrativsten Posten besetzen kann, sondern wird dort eingesetzt, wo er bei der Krankenversorgung am dringendsten gebraucht wird. Kommt ein Arzt nicht den Verpflichtungen nach, die ihm der Staat abverlangt, so wird er zu niederen Arbeiten verwendet.

Die Ärzte müssen auch, wie alle Angehörigen der werktätigen Intelligenz, in jedem Jahr für einen Monat in der Produktion arbeiten, damit sie sich nicht über die Arbeiterklasse erheben, sondern von ihr den Geist der proletarischen Disziplin, den revolutionären Schwung ebenso wie die Selbstlosigkeit und Kollektivgeist lernen.

Kein Betrieb ohne Betriebsärzte !

Betriebsärzte werden nicht mehr vom Kapitalisten bezahlt, um dessen Profitinteressen zu vertreten, sondern sie stehen ausschließlich im Dienst der Gesundheit der Beschäftigten.

Ärztliche Grundversorgung wird dort organisiert, wo sie vor Ort gebraucht wird. (Schulärzte, Betriebsärzte usw.)

Bei schwierigen Fällen erfolgt die Einweisung ins Krankenhaus oder in spezielle ambulanten Gesundheitseinrichtungen.

Wir vertreten das Prinzip der Polikliniken zur Überwindung des Gegensatzes zwischen ambulanter und stationärer Behandlung.

Hausbesuche werden zukünftig die Haupttätigkeit der Allgemeinmediziner sein. Der Arzt kommt zum Kranken und nicht der Kranke zum Arzt. Hausarzt ist nicht der Arzt, in dessen Haus man sich gesundheitlich behandeln lässt, sondern ein Arzt, der zu uns nach Hause kommt, so wie die Bourgeoisie ja auch nicht zum Arzt gehen muss, sondern sich ihren eigenen Privatarzt in ihrer Luxusvilla leisten können.

Jeder Arzt wird verpflichtet, einige Stunden monatlich im Rahmen seiner Arbeitszeit in der Bevölkerung ,,Gesundheitspropaganda" zu leisten.

Die erzieherische Rolle des Gesundheitssystems dient der Prophylaxe und Hilfe zur Selbsthilfe.

Das Weltgesundheitsprogramm setzt die Demokratisierung aller Gesundheitseinrichtungen in Kraft und stärkt die eigenen Interessen der Beschäftigten aller Berufsgruppen. In den Gesundheitseinrichtungen wird die Leitung von unten gewählt bzw., wieder abgesetzt. Die Beschäftigten in den Gesundheitseinrichtungen wählen ihre eigene Interessenvertretung und entsenden ihre Delegierten zu den staatlichen und gewerkschaftlichen Entscheidungsträgern des Gesundheitssystems. Die Beschäftigten der Gesundheitseinrichtungen arbeiten nach dem Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung und besitzen uneingeschränkte Verfügungsgewalt zur Gesundheitskontrolle von unten. Es wird auf der ganzen Welt keine einzige Gesundheitsmaßnahme mehr geben, die sich gegen den Willen und gegen die Interessen der Beschäftigten in den Gesundheitseinrichtungen richtet.







 

§ 9

Globalisiertes Gesundheitswesen


Der Globalisierung von Krankheiten muss die Globalisierung der Krankheitsbekämpfung entgegen gesetzt werden.

Die Globalisierung hat die Krankheiten der Gesellschaft, die in den einzelnen Staaten in chronischer Form auftreten, in einen akuten Krankheitszustand verwandelt. Dadurch wird das eigentliche soziale Wesen der Krankheiten an den Tag gebracht und zugleich den Weg beleuchtet, sie durch die sozialistische Weltrevolution zu heilen.

Aus dem Schoß der Globalisierung des kapitalistischen Gesundheitswesens entwickeln sich die Voraussetzungen für die Globalisierung des sozialistischen Gesundheitswesens.

Mit den Geburtswehen des alten Gesundheitssystems vollzieht sich der revolutionäre Geburtsprozess des neuen Gesundheitssystems.

Im Weltsozialismus befindet sich die weltweite Gesundheitsversorgung in den eigenen Händen des Weltproletariats.

Spätestens mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie wird den Menschen klar, dass solche Krankheiten in internationaler Zusammenarbeit mit einem autorisierten Katastrophenzentrum bekämpft werden müssen, mit dessen Hilfe die Maßnahmen der einzelnen Staaten koordiniert werden und die internationale Hilfe dorthin geleitet wird, wo sie vorrangig dem Schutz der gesamten Weltbevölkerung dient und nicht in erster Linie den Interessen eines einzelnen Landes. In der Gesundheitsversorgung gehen die gemeinsamen Interessen aller Staaten vor den Einzelinteressen eines Staates. In der bürgerlichen Ideologie des Nationalismus „kommt die böse Krankheit nur aus dem Ausland und im Inland ist alles im Griff.“

Statt bürgerlichen Nationalismus herrscht der proletarische Internationalismus. Und in einem weltsozialistischen Staatenbündnis gibt es den sozialistischen Internationalismus des Gesundheitswesens. Ein einzelner Staat ist gegenüber einer Pandemie hilflos, wenn er sich nicht den zentralisierten globalen Gesundheitsmaßnahmen unterordnet. In seiner Globalisierung zeigt sich die ganze Überlegenheit des sozialistischen Gesundheitssystems gegenüber dem kapitalistischen Gesundheitssystem. Hier zeigt sich auch die Bedeutung der sozialistischen Weltrevolution nicht nur für die Verwandlung des kapitalistischen Gesundheitssystems in das sozialistische, sondern auch für die Gesundung der natürlichen Umwelt im Wasser, auf dem Land und in der Luft. In einer gesunden Umwelt lebt die Menschheit gesund.

Wir sind daher grundsätzlich nicht gegen ein globalisiertes Gesundheitswesen, sondern nur dagegen, dass es sich in den Händen der Weltbourgeoisie befindet. Wir kämpfen für ein globalisiertes Gesundheitswesen in den Händen des Weltproletariats. Unser Weltgesundheitsprogramm fordert ein proletarisches Weltgesundheitssystem ohne die Weltbourgeoisie und gegen die Weltbourgeoisie. Jeder Mensch muss globalen Zugang zur kostenlosen Gesundheitsversorgung haben. Privilegierte oder diskriminierende Selektionsprozesse bei der Globalisierung der Krankheitsbekämpfung, wie sie vom Kapitalismus aus Profitgründen unvermeidbar und sogar gewollt sind, wird es in einem sozialistischen Weltgesundheitssystem nicht geben.

Der heutige Weltkapitalismus ist ein Corona-Kapitalismus. Der Corona-Kapitalismus führt einen Massen vernichtenden Krieg um die Neuverteilung der ökonomischen und politischen Macht über das Weltgesundheitswesen. Es ist kein Zufall, dass die Bevölkerung der ärmsten der armen Länder unter mangelnder Gesundheitsversorgung am meisten leiden. Der anti-imperialistische Kampf dieser Länder umfasst auch den Kampf gegen die sich weiter verschlechternde Gesundheitsversorgung.

Unter den Bedingungen des globalisierten Kapitalismus herrschen katastrophale Zustände im Gesundheitswesen – herrscht ein chronischer Gesundheitsnotstand. Unter dem Vorwand der notwendigen Sparmaßnahmen zur Rückzahlung der Staatsverschuldung haben Regierungen und große multilaterale kriminelle Institutionen wie die Weltbank, der IWF und Regionalbanken überall Maßnahmen durchgesetzt, die das öffentliche Gesundheitssystem verschlechtert haben ( Stellenabbau im Gesundheitswesen, Schließung von Krankenhäusern, Reduzierung der Bettenzahlen usw.).

Erst dann, wenn die Grundlagen der globalen Wirtschaftsströme durch eine Pandemie unmittelbar bedroht sind, wenn es um die Existenz und Aufrechterhaltung des globalen Ausbeuter- und Unterdrückungssystem geht, wird auf die Pandemie rein pragmatisch reagiert. Darin kommt der ganze Zynismus der Kapitalisten zum Ausdruck, nämlich gerade nur soviel gegen Krankheiten zu tun, wie es dem eigenen Geschäft nicht schadet bzw. solange man mit Krankheiten Geschäfte machen kann.

Unser Weltgesundheitsprogramm ist ein zentralistisches Programm des Weltproletariats. Nationale Ungleichheiten des Gesundheitssystems werden wir weltweit beseitigen. Außerdem werden wir ein weltweit einheitliches sozialistisches Lohnsystem einführen.

Wir stützen unser weltrevolutionäres Handeln auf den Zusammenschluss der Proletarier aller Länder zur Zerstörung des weltkapitalistischen Gesundheitssystems, zur Schaffung eines weltkommunistischen Gesundheitssystems, zur Schaffung eines globalen Gesundheitsfonds, zur Errichtung eines proletarischen Weltgesundheitszentrums, das ausgestattet ist mit der nötigen Verfügungsgewalt, die notwendig sein wird , um das weltimperialistische Gesundheitssystem zu zerschlagen.

Weltweit fordern wir flächendeckend 1 Arzt und ein Krankenbett auf 100 Menschen (unter den Bedingungen wie sie zum Zeitpunkt der Fassung unseres Weltgesundheitsprogramms galten) und zusätzlich einen zentral organisierten mobilen Reservefond von Ärzten und Krankenpersonal, die in akuten Krisengebieten wie Naturkatastrophen, Pandemien usw. universell einsetzbar sind.

Wir werden die medizinischen Versorgung nach dem Bedarf der Weltbevölkerung in den einzelnen Regionen umverteilen – nämlich Unterversorgung in den schwachen Gebieten beseitigen durch Verlagerung der medizinischen Kapazitäten aus den überversorgten Gebieten.

Wir schaffen Gesundheitszentren auf dem Lande und stellen eine kommunale Infrastruktur für das Gesundheitswesen her.

Die eng getaktete internationale Arbeitsteilung, die einzig der Logik der Lohnkostenvorteile folgt, hat gefährliche Abhängigkeiten geschaffen, z. B. bei der Produktion von Medikamenten und von medizinischen Ausrüstungsgegenständen. Wir setzen diesem unhaltbaren Zustand die weltsozialistische Arbeitsteilung entgegen.

Was die WHO Pandemie-Richtlinien anbelangt, so sind dies Richtlinien, die sich die Pharmasyndikate mit gigantischen Bestechungsgeldern erkauft haben.

Diese Richtlinien sind Ausdruck der engen ökonomischen Verflechtung zwischen WHO und Weltkapital, in dessen Dienst die WHO steht. Die WHO vertuscht die zahllosen Verbrechen der Pharmamafia, die Krankheiten verursachende Wirkstoffe (zum Beispiel bei den Impfstoffen) produzieren und in den Handel bringen und stellt für schädliche Medikamente Unbedenklichkeitsbescheinigungen aus. Nebenwirkungen von Wirkstoffen, die manchmal gefährlicher sind, als die eigentliche Krankheit selbst, werden als „kleineres Übel“ billigend in Kauf genommen. Der Tod von Millionen von Menschen ist auf Impfschäden zurückzuführen. Das Weltgesundheitsprogramm der Komintern (SH) sagt diesem ungeheuerlichen Massenmord den Kampf an. Pharmakonzerne müssen für die von ihnen verursachten Gesundheitsschädigungen haftbar gemacht werden.

Hinter dem primitiven Zweck der Profitmaximierung mit Impfstoffen steckt eine faschistische, gesellschaftsfeindliche Ideologie. So wie alles andere auch, haben sich die chinesischen Sozialimperialisten alles aus dem Westen zu Nutze gemacht, so auch das Kampfmittel Coronavirus. Es handelt sich bei dem Coronavirus eindeutig um eine Waffe der biologischen Kriegsführung, die absichtlich von der chinesischen Regierung freigesetzt wurde, genauso wie einst die Schweinegrippe von der US-Regierung in Umlauf gebracht wurde. Und genauso wie im gegenwärtigen Handelskrieg geht es beim Coronavirus letztendlich um die ökonomische und politische Fortsetzung des Weltimperialismus mit militärischen Mitteln, um einen verbrecherischen Wettlauf um die Neuverteilung der Weltherrschaft über die ausgebeuteten und unterdrückten Klassen.







§ 10

Klassenkampf gegen das kapitalistische Gesundheitssystem

Sind die Massen erst einmal auf der ganzen Welt in Bewegung geraten, so sind sie wie ein gesunder Organismus, der die Kraft hat, alle sozialen Krankheitskeime unschädlich zu machen.

Klassenkampf heißt, nicht nur die Abwehrkräfte des Proletariats zu stärken, sondern sie darüber hinaus in revolutionäre Kräfte zu verwandeln zur Zerschlagung des alten Gesundheitswesens und zum Aufbau eines neuen.


Wer nur den Klassenkampf anerkennt, ist noch kein Marxist, er kann noch in den Grenzen bürgerlichen Denkens und bürgerlicher Politik geblieben sein. Den Marxismus auf die Lehre vom Klassenkampf beschränken heißt den Marxismus stutzen, ihn entstellen, ihn auf das reduzieren, was für die Bourgeoisie annehmbar ist. Ein Marxist ist nur, wer die Anerkennung des Klassenkampfes auf die Anerkennung der Diktatur des Proletariats erstreckt. Der Opportunismus macht in der Anerkennung des Klassenkampfes gerade vor der Hauptsache halt, vor der Periode des ÜBERGANGS vom Kapitalismus zum Kommunismus, vor der Periode des Sturzes der Bourgeoisie und ihrer völligen Vernichtung.(Lenin: Staat und Revolution“).

Mit dem Ziel der Errichtung seiner Diktatur globalisiert das Weltproletariat seinen Klassenkampf gegen das kapitalistische Gesundheitssystem an drei Fronten: an der ökonomischen, politischen und theoretisch-ideologischen Front.

Ökonomische Front:

Mit der Gesundheitsversorgung derjenigen, die für die Gesundheit sorgen, steht und fällt das Gesundheitswesen nicht nur in der Krisensituation.

Deswegen muss die Arbeiterklasse im Gesundheitswesen permanent einen gemeinsam Kampf für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen führen.

Seit dem 19. Jahrhundert kämpft die Arbeiterbewegung gegen die krank machende kapitalistische Produktionsweise, für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, für ein staatliches Arbeitsschutzgesetz. Das erste Kranken- und Sozialversicherungsgesetz trat im Jahre 1883 in Kraft

Die Einführung der Sozialversicherung in Deutschland war Ergebnis des harten Klassenkampfes des Proletariats, wobei große Gruppen von Arbeitern davon ausgeschlossen waren. Lange bevor diese staatliche Krankenversicherung eingeführt wurde, hatten die Arbeiter in Selbstverwaltung bereits ihre eigenen Hilfskassen gegründet mit über einer Millionen freiwillig versicherter Arbeiter. Diese Selbstverwaltung wurde den Arbeitern vom kapitalistischen Staat aus der Hand geschlagen und durch das Zwangskassengesetz ersetzt, welches die deutsche Arbeiterpartei ablehnte. Bereits 10 Jahre später verschlechterte sich das staatliche Krankenversicherungsgesetz für die deutsche Arbeiterklasse.

Ein Jahr später, im Jahre 1884, trat das Unfallversicherungsgesetz in Kraft, das aber für die Arbeiter völlig unzureichend war, weil sie das Verschulden des Unfalls durch den Kapitalisten nur schwer beweisen konnten und somit die Krankenkosten meistens selber tragen mussten. Die Invaliditäts- und Altersrente trat 1891 in Kraft, welche die Arbeiterpartei ablehnte, weil sie für die Arbeiter vollkommen unzureichend war (Rentenalter erst ab 70 Jahre bei damals durchschnittlicher Lebenserwartung von 50 Jahren. So erhielten tatsächlich nur 1,5% der Arbeiterklasse überhaupt eine Altersrente !).

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die erste marxistische Partei der Welt, forderte 1891 in ihrem Erfurter Programm „unentgeltliche ärztliche Hilfeleistung einschließlich der Geburtshilfe und der Heilmittel, Unentgeltlichkeit der Totenbestattung, durchgreifende gewerbliche Hygiene sowie Übernahme der gesamten Arbeiterversicherung durch den Staat mit maßgebender Mitwirkung der Arbeiter an der Verwaltung, Verstaatlichung der Apotheken und staatliche Beschäftigung von Ärzten um die privatkapitalistische Ausbeutung der Kranken zu beseitigen“. Diese Forderungen sind bis heute nicht erfüllt und wir kämpfen heute mit diesen Weltgesundheitsprogramm weiter für ihre Erfüllung dieser 150 Jahre altern Forderungen. So fordern wir Lohnfortzahlung im Krankheitsfall = 90 % des Regeleinkommens. Die Geschichte des Kampfes der Arbeiterbewegung lehrt erstens, dass Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung nur unter großen Opfern durchgesetzt werden konnten, so unzureichend diese Verbesserungen auch immer waren. Und zweitens lehrt sie, dass diese Verbesserungen unter der Diktatur der Bourgeoisie schrittweise eingeschränkt und wieder rückgängig gemacht wurden. Den Kampf um Gesundheitsreformen revolutionär führen, heißt nicht, das Geschwür des Kapitalismus zu heilen, sondern heißt, alles zu tun, um dieses Geschwür operativ sauber und ohne Nebenwirkungen schnellstmöglich zu entfernen. Das Weltproletariat ist nicht der Arzt am Krankenbett des Kapitalismus, sondern dessen Bestatter.

Weil an den Personalkosten gespart wird, haben die Beschäftigten der Pflegedienste ein immer größeres Arbeitspensum, also vor allem eine gestiegene Zahl an Patienten in der gleichen Zeit zu bewältigen.

Die Verschärfung der Arbeitsbelastung führte zur Vernachlässigung der Hygiene, aber vor allem auch zu Stress, Burnout und dem massenhaften Ausstieg aus dem Beruf. In den vergangenen Jahren haben Streiks, Protestdemonstrationen und revolutionäre Aktionen der Beschäftigten im Gesundheitswesen weltweit massiv zugenommen. Das ist sehr gut, aber das allein reicht nicht, Jetzt geht es darum, diesen Protest gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen weltweit zu koordinieren und mit der politischen Zielsetzung der revolutionären Überwindung des kapitalistischen Gesundheitssystem auszurichten durch Einbeziehung und Mobilisierung des gesamten Proletariats in allen Ländern der Welt. Eine weltweite Verdopplung des Pflegepersonals bei gleichzeitiger drastischer Arbeitszeitverkürzung (heute 30 Stundenwoche) bei vollem Lohnausgleich sorgt für Entlastung und Erholung des Weltproletariats.

Die Morbidität und Mortalität der Ausgebeuteten und Unterdrückten sind (insbesondere am Arbeitsplatz) unter den Umweltbelastungen größer als bei den herrschenden Klassen. Deswegen müssen sich die beiden Kräfte des Kampfes zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt im Klassenkampf vereinigen in Betrieb und auf der Straße.

Die gelben Gewerkschaften stehen im Dienst der Aufrechterhaltung des kapitalistischen Gesundheitssystems. Als solche müssen wir ihnen unsere Rote Gewerkschaftsinternationale entgegen stellen.

"Industrie 4.0" bedeutet Millionen von Arbeitslosen im Gesundheitswesen. Roboter rationalisieren Arbeitsplätze weg. Unser Weltgesundheitsprogramm begrüßt den technischen Fortschritt, wenn er zur Erleichterung der Arbeitsbedingungen beiträgt. Technischer Fortschritt auf Kosten der Werktätigen ist jedoch nicht akzeptabel. Dies Problem mit dem technischen Fortschritt kann nur überwunden werden durch das Weltproletariat und nicht durch die Weltbourgeoisie. Der technische Fortschritt im Gesundheitswesen ist daher eine politische Frage, die nur durch die sozialistische Weltrevolution entschieden werden kann.

Politische Front

Krankheiten sind kein „Naturschicksal“ oder "persönliches Schicksal", sondern unlösbar verbunden mit den politischen Bedingungen der Klassengesellschaft, unter denen die Menschen leben und arbeiten müssen.

"Alle politischen Krankheiten entwickeln sich zu einem akuten Entzündungsherd." (Friedrich Engels an Filippo Turati. 16. August 1894. – in: MEW 39, S. 289)

Das Weltproletariat verfolgt seine eigene Weltpolitik im Allgemeinen und seine eigene Gesundheitspolitik im Besonderen im Kampf gegen die Politik der Weltbourgeoisie, insbesondere gegen die bürgerliche Gesundheitspolitik.

Die Gesundheitspolitik des Weltproletariats richtet sich sowohl gegen den Weltfaschismus, als auch gegen den Weltimperialismus, denn Beides wirkt verheerend auf die Gesundheit der gesamten Weltbevölkerung.

a) Im Gesundheitswesen hat faschistisches und sozialfaschistisches Gedankengut keinen Platz. Mit einer beispielsweise durch eine Pandemie ausgelöste Notstandssituation im Gesundheitswesen darf die Gesellschaft nicht in den Zustand des Faschismus versetzt werden (Überwachungsstaat und Datenmissbrauch). Die Notstandsgesetze des kapitalistischen Staates sind faschistische Gesetze, die mit einer demokratischen Gesellschaftsordnung unvereinbar sind. Sie müssen daher abgeschafft werden. Polizei und Armee dienen nicht dem Gesundheitsschutz der Gesellschaft, sondern der Aufrechterhaltung der Herrschaft der Bourgeoisie.

Katastrophenschutz in der Klassengesellschaft heißt nichts anderes, als die Ausgebeuteten und Unterdrückten der Schutzlosigkeit auszuliefern, heißt Schutz für die herrschende Klasse. Im Katastrophenfall dürfen das Arbeitszeitgesetz und Tarifverträge nicht außer Kraft gesetzt und durch Zwangsgesetze ersetzt werden (Infizierte Pflegekräfte dürfen nicht zum Weiterarbeiten gezwungen werden. Ohne diese Maßnahmen, werden die Beatmungsmaschinen bald nutzlos herumstehen, weil niemand mehr da sein wird, der sie bedient!).

Man sehe sich die Schutzausrüstung der Polizei an ! Eine solche Schutzausrüstung stellt der Staat den Demonstranten natürlich nicht als Berufskleidung zur Verfügung. Allein im letzten Jahr sind Tausende Demonstranten bei ihren Protesten ums Leben gekommen oder zum Teil schwer verletzt worden durch den Staatsterrorismus. Um so mehr ist das Weltgesundheitsprogramm der Komintern (SH) ein Programm für alle proletarischen Klassenkämpfer zum Schutz ihrer Demonstrationen und revolutionären Aktionen !


b ) Die Restaurierung eines Marshallplans, die momentan von den europäischen Imperialisten angestrebt wird, muss vom Tisch gefegt werden !

Gesundheitsversorgung in den Händen der Imperialisten bedeutet Faschismus und Krieg, dies bedeutet Zerstörung des Gesundheitssystems.

Dieses Weltgesundheitsprogramm ist nicht umsetzbar unter den Bedingungen der Unvermeidbarkeit imperialistischer Kriege. Somit heißt Klassenkampf im Gesundheitswesen auch Klassenkampf gegen den imperialistischen Krieg, Kampf gegen die Herstellung, des Handels und des Einsatzes von ABC-Waffen. Vireninstitute, die sich mit der Forschung biologischer Waffen beschäftigen, müssen geschlossen und ihre privaten und staatlichen Auftraggeber hart bestraft werden. Wenn du den imperialistischen Krieg und den Faschismus überleben willstn, musst du einen revolutionären Bürgerkrieg führen. Im Weltbürgerkrieg dient das Weltgesundheitsprogramm der Versorgung der Roten Weltarmee.


theoretisch-ideologische Front:

(siehe folgender Paragraph 11)






§ 11

Wissenschaftlicher Kommunismus,

Medizinische Wissenschaft, Forschung und Lehre


Forschung zum Zwecke der Kriegsführung – Corona-Virus !

Medizinische Kriegsforschung ist die Fortsetzung der imperialistischen Weltpolitik mit militärischen Mitteln.

Die medizinische Wissenschaft hat wie jede andere Wissenschaft Klassencharakter. Sie kann nicht gleichsam den ausbeutenden und ausgebeuteten Klassen dienen. Im Kapitalismus dient die medizinische Wissenschaft den Kapitalisten und im Sozialismus den Arbeitern und ihren Bündnispartnern – insbesondere den armen Bauern.

Genauso wie sich das Weltproletariat und die Weltbourgeoisie in einem unversöhnlichen Klassenkampf gegenüberstehen, so wird dieser Kampf auch zwischen der bürgerlichen und proletarischen Wissenschaft ausgetragen, somit auch auf dem Gebiet der medizinischen Wissenschaft. Der Kapitalismus betreibt medizinische Wissenschaft ohne moralische Skrupel. Die bürgerliche Medizin ist die Wissenschaft der absterbenden Klasse, die sich ihrem eigenen Untergang entgegenstemmt. Die proletarische Medizin ist die Wissenschaft der revolutionären Klasse, die Medizin, die sich der Zukunft der Menschheit widmet.

Die medizinische Wissenschaft im Imperialismus beschäftigt sich mit Kriegswissenschaft, mit der Produktion und dem Einsatz von biologischen Kampfstoffen, beschäftigt sich mit allen möglichen schädlichen Mitteln, die dem Profit und nicht der Gesundheit der Menschen dienen. Und so beteiligt sich der bürgerliche Mediziner an den Verbrechen des Weltimperialismus, weil er von ihm bezahlt und korrumpiert wird. Wenn die medizinischen Gesetze selbst auch keine Moral enthalten, so kann es dem Mediziner nicht gleichgültig sein („Objektivismus“), in wessen Klasseninteresse er diese Gesetze anwendet.

Wie bei allen anderen Wissenschaften, werden medizinische Wissenschaftler vom kapitalistischen System dafür bezahlt, alles als „unwissenschaftlich nachzuzweisen“, was der bürgerlichen medizinischen Wissenschaft kritisch gegenüber tritt. Von bürgerlichen Vorurteilen und pseudo-wissenschaftlichen Theorien verblendete Mediziner begreifen nicht, das die Wurzeln des Elends und Leidens der Massen im Ausbeutungssystem des Kapitalismus zu suchen sind. Und die revolutionären Mediziner, die sich gegenüber der bürgerlichen medizinischen Wissenschaft kritisch gegenüber verhalten, die die unmenschlichen Methoden des kapitalistischen Gesundheitssystems aufdecken und sich dagegen auflehnen, die die Missstände in den Gesundheitseinrichtungen öffentlich anprangern, sie werden nicht nur daran gehindert, menschlich zu handeln, sondern auch unter Druck gesetzt, gnadenlos als „Nestbeschmutzer“ beschimpft und schließlich als „Störenfriede“ von ihrem Arbeitsplatz entfernt. Wie viele kommunistische Mediziner sind den Repressalien des kapitalistischen Gesundheitssystems zum Opfer gefallen ?

Die medizinische Wissenschaft des Sozialismus entwickelt sich im Kampf gegen die bürgerliche Medizin auf dem philosophischen Fundament des dialektischen und historischen Materialismus.

Die Arbeiterklasse schafft nicht nur die Voraussetzungen für die medizinische Wissenschaft, sondern wendet sie auch selber an.

Führer des Kampfes gegen das kapitalistische Gesundheitssystem, und gegen die bürgerliche Medizin im Besonderen, ist das Weltproletariat und seine Weltpartei. Wissenschaft im Interesse der Weltbevölkerung kann nur unter der Diktatur des Weltproletariats aufgebaut und verteidigt werden.

Der Kampf gegen die neo-revisionistische Medizin ist unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitsprogramms der Komintern (SH). In Worten für ein revolutionäres Gesundheitsprogramm, in Taten für die reformistisch-reaktionären Gesundheitsprogramme der Bourgeoisie.

Ohne kommunistische medizinische Wissenschaft keine kommunistische Weltgesundheitsbewegung. Ohne politische Machteroberung des Weltproletariats, ohne Diktatur des Weltproletariats - keine Abschaffung der bürgerlichen Medizin, keine proletarische Medizin und letztlich auch keine klassenlose Medizin.

Die stalinistisch-hoxhaistische Medizin stützt sich nicht auf Zukunftsphilosphien, die sich einige schlaue Köpfe in ihrem stillen Kämmerlein ausgedacht haben, sondern allgemein auf die wertvollen Schätze aus der ganzen bisherigen Geschichte der Medizin, und natürlich auf die Geschichte der sozialistischen Medizin im Besonderen. Wir Stalinisten-Hoxhaisten stellen die wissenschaftliche Frage der Bekämpfung von Krankheiten so, wie der Virologe die Frage der Entwicklung eines Virus stellt, um herauszubekommen, dass sie so und so entstanden sind und sich in einer bestimmten Richtung modifizieren. Die theoretische Seite des Weltkommunismus, der wissenschaftliche Kommunismus, die Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, sind eine unversiegbare Quelle zur Vervollkommnung der Einsicht und Ausnutzung der Wirkungsweise von Medikamenten und der ganzen medizinischen Entwicklungsgeschichte.

Die theoretischen Sätze der kommunistischen Medizin sind nur allgemeine Ausdrücke tatsächlicher Verhältnisse eines gegen das herrschende Gesundheitssystem existierenden Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor sich gehenden geschichtlichen Weltbewegung.

Nur mit der marxistischen dialektischen Methode können wir den Kampf gegen die Medizin des Kapitalismus gewinnen. Es geht uns Stalinisten-Hoxhaisten darum, die Lehren Stalins über den dialektischen und historischen Materialismus bei der Lösung der Frage des Gesundheitswesens korrekt anzuwenden.

Stalin definiert die Grundzüge der marxistischen dialektischen Methode wie folgt:

a) Im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik die Natur nicht als zufällige Anhäufung von Dingen, von Erscheinungen, die voneinander losgelöst, voneinander isoliert und voneinander nicht abhängig wären, sondern als zusammenhängendes einheitliches Ganzes, wobei die Dinge, die Erscheinungen miteinander organisch verbunden sind, voneinander abhängen und einander bedingen.

Darum geht die dialektische Methode davon aus, daß keine einzige Erscheinung in der Natur begriffen werden kann, wenn sie isoliert, außerhalb des Zusammenhangs mit den sie umgebenden Erscheinungen genommen wird, denn jede beliebige Erscheinung auf jedem Naturgebiet kann in Widersinn verwandelt werden, wenn sie außerhalb des Zusammenhangs mit den sie umgebenden Erscheinungen, losgelöst von ihnen, betrachtet wird, und, umgekehrt, jede beliebige Erscheinung kann verstanden und begründet werden, wenn sie in ihrem unlösbaren Zusammenhang mit den sie umgebenden Erscheinungen, in ihrer Bedingtheit durch die sie umgebenden Erscheinungen, betrachtet wird.

b) Im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik die Natur nicht als einen Zustand der Ruhe und Unbeweglichkeit, des Stillstands und der Unveränderlichkeit, sondern als Zustand unaufhörlicher Bewegung und Veränderung, unaufhörlicher Erneuerung und Entwicklung, in welchem immer irgend etwas entsteht und sich entwickelt, irgend etwas zugrunde geht und sich überlebt. Darum verlangt die dialektische Methode, dass die Erscheinungen nicht nur vom Standpunkt ihres gegenseitigen Zusammenhangs und Bedingtseins, sondern auch vom Standpunkt ihrer Bewegung, ihrer Veränderung, ihrer Entwicklung, vom Standpunkt ihres Entstehens und Vergehens betrachtet werden.

c) Im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik den Entwicklungsprozess nicht als einfachen Wachstumsprozess, in welchem quantitative Veränderungen nicht zu qualitativen Veränderungen führen, sondern als eine Entwicklung, die von unbedeutenden und verborgenen quantitativen Veränderungen zu sichtbaren Veränderungen, zu grundlegenden Veränderungen, zu qualitativen Veränderungen übergeht, in welcher die qualitativen Veränderungen nicht allmählich, sondern rasch, plötzlich, in Gestalt eines sprunghaften Übergangs von dem einen Zustand zu dem anderen Zustand eintreten, nicht zufällig, sondern gesetzmäßig, als Ergebnis der Ansammlung unmerklicher und allmählicher quantitativer Veränderungen.

Darum ergibt sich aus der dialektischen Methode, dass der Entwicklungsprozess nicht als Kreisbewegung, nicht als einfache Wiederholung des Früheren, sondern als fortschreitende Bewegung, als Bewegung in aufsteigender Linie, als Übergang von einem alten qualitativen Zustand zu einem neuen qualitativen Zustand, als Entwicklung von Einfachem zu Kompliziertem, von Niederem zu Höherem aufgefaßt werden muss.

d) Im Gegensatz zur Metaphysik geht die Dialektik davon aus, daß den Naturdingen, den Naturerscheinungen innere Widersprüche eigen sind, denn sie alle haben ihre negative und positive Seite, ihre Vergangenheit und Zukunft, ihr Ablebendes und sich Entwickelndes, daß der Kampf dieser Gegensätze, der Kampf zwischen Altem und Neuem, zwischen Absterbendem und neu Entstehendem, zwischen Ablebendem und sich Entwickelndem, den inneren Gehalt des Entwicklungsprozesses, den inneren Gehalt des Umschlagens quantitativer Veränderungen in qualitative bildet.

Darum ergibt sich aus der dialektischen Methode, daß der Prozess der Entwicklung von Niederem zu Höherem nicht in Form einer harmonischen Entfaltung der Erscheinungen verläuft, sondern in Form eines Hervorbrechens der Widersprüche, die den Dingen und Erscheinungen eigen sind, in Form eines »Kampfes« gegensätzlicher Tendenzen, die auf der Grundlage dieser Widersprüche wirksam sind. .

»Im eigentlichen Sinne ist die Dialektik«, sagt Lenin, »die Erforschung der Widersprüche im Wesen der Dinge selbst.« (Lenin, Aus dem philosophischen Nachlass, Wien-Berlin 1932, S. 188.)

Und ferner:
»Entwicklung ist ''Kampf'' der Gegensätze.« (Lenin, Ausgew. Werke, Bd. n, S. 8l.)

Dies sind in kurzem die Grundzüge der marxistischen dialektischen Methode. (Stalin)






§ 12

Gesundheit und kommunistische Moral


Kein Leben eines Pflegenden oder seiner Angehöriger ist weniger Wert, als das eines kranken oder jedes anderen gesunden Menschen.

Moral im Kapitalismus besteht darin, nicht nur an der Gesundheit zu verdienen, sondern auch an der Krankheit. Beispiel: Drogenmafia, die nicht nur mit der Suchtkrankheit des Einzelnen Profit macht, sondern die ganze Gesellschaft suchtkrank und widerstandslos macht. Das Gleiche bei der Medikamentensucht, mit der das Pharmakapital die ganze Weltgesellschaft verseucht.

Desinfektionsmittel werden aus Kinderkrankenstationen gestohlen, um sie meistbietend zu verkaufen.

Die Vertuschungsmethode, „Silencing von Missständen in den Krankenhäusern“ , ist weit verbreitet und gehört zum Systems.

Aus der moralischen Fürsorgehaltung der Pflegekräfte wird Kapital geschlagen.

Mehr als alles Andere gefährdet uns außerdem eine Panik-Mache, die zu Kopflosigkeit, brutaler Gewalt und Egoismus führt und ausbeuterischer, autoritärer bzw. neofaschistischer, rassistischer und militaristischer Politik Tür und Tor öffnet.

Pandemien, diese Ausgeburt des Profitstrebens, werden in der Öffentlichkeit als „Naturkatastrophen“ hingestellt, hinter denen die Kapitalisten ihr Verbrechen an der Menschheit verbergen. Diese Täuschungsmanöver müssen wir unablässig aufdecken und moralisch verurteilen.

Bei der Schaffung eines kommunistischen Gesundheitswesens geht es nicht allein um die Lösung ökonomischer, sozialer, technischer und rein medizinischer Fragen, sondern auch um die kommunistische Ethik, die auf dem Humanismus der proletarischen Ideologie beruht. Die Moral trägt Klassencharakter und entwickelt sich im Klassenkampf zwischen Weltproletariat und Weltbourgeoisie. Die revolutionäre Ablösung des kapitalistischen Gesundheitssystems durch das sozialistische Gesundheitssystems bedingt auch die revolutionäre Ablösung der kapitalistischen Moral durch die kommunistische Moral. Die kapitalistische Moral dient der Herrschaft des medizinischen Zweiklassensystem des Kapitalismus, während die kommunistische Moral dem Gesundheitssystem unter der Herrschaft des Weltproletariats dient.

In der Sklavenhaltergesellschaft erhöhte die gesunde Verfassung eines Sklaven seinen Preis, während Lohnsklaven auf die Straße geworfen werden , nachdem die Kapitalisten ihre Gesundheit ruiniert haben. Die Normen einer menschlichen Gesundheitsversorgung gelten im Kapitalismus nur auf dem Papier. In der Praxis werden sie verletzt durch die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, durch Krisen, imperialistische Raubkriege, usw. Der Faschismus liefert den traurigen und mahnenden Beweis für den Zusammenbruch und die Zerstörung und des gesamten Gesundheitssystems einer Gesellschaft.

Der Marxismus hat stets die Scheinheiligkeit der Bourgeoisie bloßgelegt, die sich als „Samariter“ aufspielt, um die gesundheitlichen Folge- und Begleiterscheinungen der Herrschaft des Kapitals zu kaschieren. Mit Hilfsaktionen für Verletze im Katastrophenfall rechtfertigen die Reichen ihren Reichtum und flößen den Hilfsbedürftigen und der Öffentlichkeit die Illusion ein, dass die Reichen liebevoll für sie sorgen. Nicht wenige dieser Hilfsorganisationen sind gewinnorientiert, wie die Bill GatesStiftung, das Rote Kreuz usw. Wir werden solche Pseudo-Hilfsorganisationen auflösen und vergesellschaften.

Friedrich Engels lehrt: „Eine über den Klassengegensätzen und über der Erinnerung an sie stehende, wirklich menschliche Moral wird erst möglich auf einer Gesellschaftsstufe, die den Klassengegensatz nicht nur überwunden, sondern auch für die Praxis des Lebens vergessen hat.“ („Anti-Dühring“, MEW Band 20, Seite 88).

Schon 1844-45 hatte Friedrich Engels das Werk "Lage der arbeitenden Klasse in England" geschrieben. Dass das Proletariat ganz bewusst durch Überarbeit und elende Lebensverhältnisse buchstäblich zu Tode geschunden wurde, war ebenso Teil der Anklage wie die Schilderung von krankmachenden Produktionsmethoden, die zu frühem Tod führten, oder die Elendsquartiere in den proletarischen Vierteln, die die Ausbreitung von Epidemien förderten. Friedrich Engels sah das Verbrechen der Bourgeoisie zu Recht gerade darin begründet, dass diese um die Konsequenzen wusste, dass sie ganz bewusst das Leben ihrer Arbeiter aufs Spiel setzte, nur um ihren Profit nicht zu gefährden.

" Wenn ein einzelner einem andern körperlichen Schaden tut, und zwar solchen Schaden, der dem Beschädigten den Tod zuzieht, so nennen wir das Totschlag; wenn der Täter im voraus wusste, dass der Schaden tödlich sein würde, so nennen wir seine Tat einen Mord. Wenn aber die Gesellschaft Hunderte von Proletariern in eine solche Lage versetzt, dass sie notwendig einem vorzeitigen, unnatürlichen Tode verfallen, einem Tode, der ebenso gewaltsam ist wie der Tod durchs Schwert oder die Kugel; wenn sie Tausenden die nötigen Lebensbedingungen entzieht, sie in Verhältnisse stellt, in welchen sie nicht leben können; wenn sie sie durch den starken Arm des Gesetzes zwingt, in diesen Verhältnissen zu bleiben, bis der Tod eintritt, der die Folge dieser Verhältnisse sein muss; wenn sie weiß, nur zu gut weiß, dass diese Tausende solchen Bedingungen zum Opfer fallen müssen, und doch diese Bedingungen bestehen lässt – so ist das ebenso gut Mord wie die Tat des einzelnen, nur versteckter, heimtückischer Mord, ein Mord, gegen den sich niemand wehren kann, der kein Mord zu sein scheint, weil man den Mörder nicht sieht, weil alle und doch wieder niemand dieser Mörder ist, weil der Tod des Schlachtopfers wie ein natürlicher aussieht und weil er weniger eine Begehungssünde als eine Unterlassungssünde ist. Aber er bleibt Mord. Ich werde nun zu beweisen haben, dass die Gesellschaft in England diesen von den englischen Arbeiterzeitungen mit vollem Rechte als solchen bezeichneten sozialen Mord täglich und stündlich begeht; dass sie die Arbeiter in eine Lage versetzt hat, in der diese nicht gesund bleiben und nicht lange leben können; dass sie so das Leben dieser Arbeiter stückweise, allmählich untergräbt und sie so vor der Zeit ins Grab bringt; ich werde ferner beweisen müssen, dass die Gesellschaft weiß, wie schädlich eine solche Lage der Gesundheit und dem Leben der Arbeiter ist, und dass sie doch nichts tut, um diese Lage zu verbessern. Dass sie um die Folgen ihrer Einrichtungen weiß, dass ihre Handlungsweise also nicht bloßer Totschlag, sondern Mord ist, habe ich schon bewiesen, wenn ich offizielle Dokumente, Parlaments- und Regierungsberichte als Autorität für das Faktum des Totschlags anführen kann."

( Friedrich Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England, Seite 324f.)

"Die wiederholten Heimsuchungen durch Cholera, Typhus, Pocken und andre Epidemien haben dem britischen Bourgeois die dringende Notwendigkeit eingetrichtert, seine Städte gesund zu machen, falls er nicht mit Familie diesen Seuchen zum Opfer fallen will."[ MEW 21, S. 252; und in: Engels, Friedrich: [Vorwort zur zweiten deutschen Ausgabe (1892)]

Im Gegensatz dazu die kommunistische Moral:

Zu den menschlichen Wesenszügen der Sorge um einen kranken Menschen gehören solche Eigenschaften wie die Leidenschaft, Leiden zu lindern, Kranke zu heilen, den Krankheiten vorzubeugen, Mitgefühl , Aufopferungsbereitschaft und Hingabe, Offenheit und Ehrlichkeit, Willensstärke und Durchhaltevermögen, Pflichtbewusstsein und Verantwortung für kollektives Handeln und die Entschlossenheit, alles zu unterlassen bzw. zu bekämpfen, was der Genesung eines kranken Menschen schaden könnte. Wir Kommunisten bekämpfen jegliche Herzlosigkeit, Gefühllosigkeit und Geringschätzigkeit gegenüber kranken und schwachen Menschen.

Die Fürsorge im Allgemeinen und die gesundheitliche Fürsorge in einer klassenlosen Gesellschaft, die Achtung vor dem menschlichen Leben des Einzelnen und dem der ganzen Gesellschaft – und zwar in Übereinstimmung von Wort und Tat - das entspricht dem moralischen Prinzip der kommunistischen Weltgesellschaft und jedem einzelnen Kommunisten.

Im Weltsozialismus handelt das Weltproletariat nach dem moralischen Prinzip, die Gesundheit der Mehrheit der Weltbevölkerung vor der Restauration des medizinischen Zweiklassensystems zu schützen.

Der Kampf gegen jegliche Gefährdung, Abbau oder sogar Beseitigung der Gesundheitsversorgung für alle Menschen ist immer auch eine moralische Verpflichtung. In unserem kommunistischen Kampf um die Gesundheit der Menschheit werden wir immer an vorderster Front stehen, niemals aufgeben und über alle Krankheiten siegen, egal ob körperliche, geistige, soziale oder politische Krankheiten.





§ 13

Wiederherstellung des sozialistischen Gesundheitswesens in der Sowjetunion Lenins und Stalins


Das Merkmal des sowjetischen Gesundheitssystem setzt sich zusammen aus fünf Komponenten:

Die Förderung der Gesundheit und die Prävention von Krankheiten (1) , Leitung durch zentrale Stellen (2) , Funktion des Kollektivs (3), Planung (4) (All-Union-Gesundheitsplan) und kostenlose Behandlung (5).

Gemäß der Sowjetverfassung war die Gesundheitsversorgung der Bürger kostenlos, wobei es sich ja nicht etwa um die kostenlose Gesundheitsversorgung für eine kleine Bevölkerungszahl handelte, sondern immerhin um ein Sechstel der gesamten Weltbevölkerung ! Diese Rekordzahl muss heute erst einmal wieder erreicht - und übertroffen ! - werden.

Die internationale Bedeutung des sozialistischen Gesundheitswesens der Sowjetunion als welthistorischen Sieg der Diktatur des Proletariats in seiner praktischen Umsetzung unter den heutigen Bedingungen wieder zur Geltung zu bringen, das heißt, die Lehren Lenins und Stalins auf dem Gebiet des Gesundheitswesens nicht nur zu verstehen, sondern auch korrekt anzuwenden unter den Bedingungen der Globalisierung.

Was die staatlichen Strukturen der Sozialistischen Sowjetrepubliken im Gesundheitswesen anbelangt, so wird bei der Umsetzung dieses Weltgesundheitsprogramms das sowjetstaatliche Modell Lenins und Stalins im Weltmaßstab modifiziert angewendet werden. (siehe: Errichten wir die sozialistische Weltrepublik unter dem Banner des Stalinismus-Hoxhaismus ).

Unter dem Zarismus herrschten die schlimmsten Krankheiten der Welt und das zaristische Gesundheitswesen galt als eines der schlechtesten. Das änderte sich mit der Oktoberrevolution. Im Juli 1918 wurde das Volkskommissariat für das Gesundheitswesen eingerichtet, dessen Aufgaben im Statut von 1921 festgelegt wurden. Und im Programm der KPdSU (B) heißt es:Die Gesundheitspolitik der KPdSU (B) basiert auf einer umfassenden Reihe von Gesundheits- und Hygienemaßnahmen zur Verhinderung der Entwicklung von Krankheiten.“ (Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen).

Die ersten Erfolge der Sowjetmedizin reichen historisch zurück bis zum Bürgerkrieg. Erinnert sei insbesondere an die Überwindung der Hungersnöte und die durch Mangelernährung bedingten Krankheiten und die damit verbundene ausländische medizinische Hilfslieferungen, organisiert im Geiste des proletarischen Internationalismus.

Lenin sagte: Wir werden uns auf das Fundament, auf die elementarsten Aufgaben konzentrieren, die am schwersten zu lösen sind, die wir aber dennoch lösen werden. Diese Aufgaben heißen Getreide, Brennstoff, Kampf gegen die Läuse. Das sind die drei elementarsten Aufgaben, die es uns ermöglichen werden, die sozialistische Republik aufzubauen, und dann werden wir die ganze Welt hundertmal siegreicher und triumphaler besiegen, als wir den Überfall der Entente abgewehrt haben. Entweder besiegen die Läuse den Sozialismus, oder der Sozialismus besiegt die Läuse!“ “ (Lenin, Band 30, Seite 169 und 172)

Wir lernen aus der erfolgreichen Bekämpfung der verheerenden Epidemien im aktuellen Kampf gegen die Corona-Pandemie.

In der öffentlichen Gesundheit wurden im Laufe des vollständigen Aufbaus des Sozialismus in der UdSSR immer größere Fortschritte erzielt. Während des Übergangs vom sozialistischen zum kommunistischen Gesundheitssystem kämpfte Stalin unter dem Druck der imperialistischen Umkreisung gegen immer häufiger auftretende revisionistische Tendenzen. Und nach seinem Tod wurde der Kapitalismus in der Sowjetunion bekanntlich wieder vollständig restauriert . Damit wurde auch das sozialistische Gesundheitswesen beseitigt und durch das kapitalistische Gesundheitssystem ersetzt, das bis heute in Russland herrscht. Für die Arbeiterklasse in Russland und in Albanien ergibt sich hieraus die Notwendigkeit der revolutionären Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats und zur sozialistischen Restauration des proletarischen Gesundheitssystems.

Hervorzuheben ist die unübertroffene medizinische Versorgung der Roten Armee im Großen Vaterländischen Krieg.

Das Gesundheitsministerium arbeitete eng zusammen mit den Gewerkschaften, dem Rat für Körperkultur und dem Bildungsministerium.

Ein weiterer Grundpfeiler des Gesundheitssystems ist die Einbindung und Organisierung der Eigeninitiative der Sowjetbürger, so wie es Lenin lehrte:

„Der Schutz der Gesundheit ist das Werk der Massen selbst.“

Die gesamte sowjetische Bevölkerung wurde permanent für die Verbesserung ihrer Gesundheit mobilisiert. Die Arbeiterkontrolle von unten erstreckte sich auch auf den gesamten Gesundheitssektor.

In folgenden Artikeln der Stalininschen Verfassung von 1936 wurde der Bereich Gesundheit gesetzlich verankert:

Artikel 119.

Die Bürger der UdSSR haben das Recht auf Erholung.

Das Recht auf Erholung wird gewährleistet durch die Festlegung des achtstündigen Arbeitstages für Arbeiter und Angestellte und die Verkürzung des Arbeitstages auf sieben Stunden für eine Reihe von Berufen mit schweren Arbeitsbedingungen; durch Festsetzung eines vollbezahlten jährlichen Urlaubs für Arbeiter und Angestellte und durch das in den Dienst der Werktätigen gestellte umfassende Netz von Sanatorien, Erholungsheimen und Klubs.

Artikel 120.

Die Bürger der UdSSR haben das Recht auf materielle Sicherung im Alter sowie im Falle von Krankheit und Invalidität.

Dieses Recht wird gewährleistet durch die umfassende Entwicklung der Sozialversicherung der Arbeiter und Angestellten auf Staatskosten, durch unentgeltliche ärztliche Hilfe für die Werktätigen, durch das den Werktätigen zur Verfügung gestellte umfassende Netz von Kurorten.

Artikel 122.

Der Frau stehen in der UdSSR auf allen Gebieten des wirtschaftlichen, staatlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Lebens die gleichen Rechte wie dem Manne zu.

Die Möglichkeit zur Ausübung dieser Rechte wird der Frau dadurch gewährleistet, daß sie dem Manne gleichgestellt ist im Recht auf Arbeit, auf Entlohnung, auf Erholung, auf Sozialversicherung und Bildung, ferner durch staatlichen Schutz der Interessen von Mutter und Kind, durch Gewährung eines vollbezahlten Schwangerschaftsurlaubs, durch das umfassende Netz von Entbindungsheimen, Kinderkrippen und -gärten.

 

 




§ 14

Wiederherstellung des sozialistischen Gesundheitswesens im sozialistischen Albanien Enver Hoxhas


Das albanische Gesundheitssystem zeichnete sich dadurch aus, dass es gesundheitliche Folgen der imperialistisch-revisionistischen Umkreisung erfolgreich abgewehrt hat. Es hat ferner bewiesen, dass sich das sozialistische Gesundheitswesen auch in einem der kleinsten Länder der Welt behaupten konnte. Und schließlich war und ist das albanische Gesundheitssystem Wegweiser für die Ausgebeuteten und Unterdrückten aller Länder , in denen der Kampf gegen das Zweiklassensystem des Gesundheitswesens auf revolutionäre Weise geführt wurde und geführt wird.


In der Verfassung der SVR Albanien heißt es:

Artikel 36
Der Staat setzt sich für die Entfaltung von Körperkultur und Sport auf der Grundlage der Massenbewegung ein, um die Gesundheit des Volkes, besonders der jungen Generation, zu stärken, und sie zur Arbeit und Verteidigung zu stählen.

Artikel 41
Die von politischer Unterdrückung und wirtschaftlicher Ausbeutung befreite Frau nimmt als große Kraft der Revolution aktiv am sozialistischen Aufbau des Landes und an der Verteidigung des Vaterlandes teil. Die Frau ist mit dem Mann in der Arbeit, Entlohnung, im Urlaub, in der Sozialversicherung, Bildung, der gesamten gesellschaftlich-politischen Tätigkeit und in der Familie gleichberechtigt.


Artikel 45
Die Bürger genießen das Recht auf Erholung nach der Arbeit. Die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit. sowie der bezahlte Jahresurlaub werden
durch Gesetz geregelt. Für die Werktätigen werden Erholungsheime und Kulturhäuser und andere Stätten dieser Art geschaffen.


Artikel. 46
Den Bürgern von Stadt und Land werden die nötigen materiellen Mittel zum Lebensunterhalt im Alter, im Fall von Krankheit oder bei Verlust der Arbeitsfähigkeit gesichert. Der Staat sorgt besonders für die Invaliden des Nationalen Befreiungskampfes, des Kampfes für die Verteidigung des Vaterlandes und für die Arbeitsinvaliden und schafft die Bedingungen für ihre Rehabilitation. Waisenkinder der für die Verteidigung des Landes und den Aufbau des Sozialismus Gefallenen haben die Fürsorge des Staates.


Artikel 47
Der Staat garantiert den Bürgern kostenlos notwendige ärztliche Hilfe sowie die Behandlung in den Gesundheitseinrichtungen des Landes.


Artikel 48
Mutter und Kind genießen besondere Fürsorge und besonderen Schutz. Die Mutter hat das Recht auf bezahlten Urlaub vor und nach der Niederkunft.
Der Staat eröffnet Entbindungsheime sowie Kinderkrippen und -gärten.

Das Weltgesundheitsprogramm stützt sich auf alle Errungenschaften des albanischen Gesundheitssystems:

Weltweit kämpfen wir für eine flächendeckende Halbierung der Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und aller gesundheitsschädigenden Bedingungen am Arbeitsplatz. Die Arbeit darf keineswegs zur Ursache für die gesundheitliche Schädigung des Arbeiters werden.

Ständiges und rasches Wachstum der Bevölkerung, hohes Niveau des materiellen Wohlstandes der Weltbevölkerung, niedriger Krankenstand und niedrige Sterblichkeit der Weltbevölkerung, bei voller und rationeller Beschäftigung seines arbeitsfähigen Teils – das ist das Wesen des weltsozialistischen Bevölkerungsgesetzes.

Mit der Verwirklichung dieses Gesundheitsprogramms wollen wir eine weltweit flächendeckende Mindestlebenserwartung von durchschnittlich 80 Jahren garantieren.

Halbierung der weltweiten Sterberate, insbesondere der Kindersterblichkeit.

Eine niedrige Säuglingssterblichkeit gilt als Kriterium für die Qualität eines sozialistischen Gesundheitsversorgungssystems. Dieses Maximum an Sicherheit für Mutter und Kind in Albanien wurde erreicht durch eine lückenlose Schwangerschaftsbetreuung und -überwachung, durch rechtzeitige Behandlung von Frauen mit Risikoschwangerschaften in dafür ausgerüsteten Krankenhäusern.

Staatliche Übernahme der Kosten für Geburt und Beerdigung.

Bezahlter Urlaub für Frauen vor und nach der Niederkunft. Schonplätze mit leichterer Tätigkeit für schwangere Frauen am Arbeitsplatz während der ganzen Dauer der Schwangerschaft.

Zur Pflege ihres erkrankten Kindes darf die in einem Arbeitsverhältnis stehende Mutter ohne Lohneinbußen 14 Tage im Vierteljahr zu Hause bleiben, um es zu betreuen. Bei Krankenaufenthalt des Kindes kann die Mutter auf Empfehlung des Arztes bei ihrem Kind bleiben, was vom Staat bezahlt wird.
Alle drei Stunden dürfen Frauen zum Stillen den Arbeitsplatz verlassen.
Staatliche Erholungsheime sind kostenlos.

Materielle Unterstützung durch den Staat für den Lebensunterhalt im Alter, im Fall von Krankheit oder bei Verlust der Arbeitsfähigkeit.

Bekämpfung der Umweltverschmutzung zum Schutz der Gesundheit.

Grundeinkommen (einschließlich Grundrente) - weltweit flächendeckend.
Das Recht auf Gesundheit, auf Ferien und Erholung ist, wie das Recht auf Arbeit und Ausbildung das Recht eines jeden Werktätigen auf der ganzen Welt.

Das albanische Volk kontrollierte die richtige Anwendung der Sozialversicherungsgesetze und verteidigt sie wie alle anderen Errungenschaften des sozialistischen Aufbaus. Die Arbeiterkontrolle ist ein wesentliches Mittel zur Beteiligung des Volkes an der Staatsmacht - sie erstreckt sich auf alles und über alles: über die 0rgane der Staatsverwaltung genauso wie über die Organe der Wirtschaft, über die gesellschaftslichen und kulturelIen Institutionen, genauso wie über den Parteiapparat und die Komitees, über die Genossenschaftsbauern, über einzelne Personen oder Gruppen.
Gut ausgebildetes Personal, das ständig seine fachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse verbessert, eine gute medizinische Technik, die ständig weiterentwickelt wird - das ist das eine Standbein, auf dem die gute medizinische Versorgung des albanischen Volkes ruht - und das andere: das sozialistische Bewusstsein, das alle diese Fähigkeiten und Möglichkeiten zum Wohle der ganzen Gesellschaft einsetzt und entwickelt.

Ein wesentliches Merkmal des albanischen Gesundheitssystems ist die Prophylaxe. Enver Hoxha sagt:

Die Menschen müssen dazu erzogen werden, sich nicht erst dann an den Arzt oder die Gesundheitseinrichtung zu wenden, wenn sie krank sind, sondern sie regelmäßig aufzusuchen, auch wenn sie sich ganz wohl fühlen, damit auch die geringste Störung des Organismus rechtzeitig entdeckt wird, bevor Schmerzen und andere Beschwerden eintreten." (Enver Hoxha)

Prophylaxe - prophylaktisch-hygienische Maßnahmen sind die Medizin der Zukunft, sind die Maßnahmen des zukünftigen Gesundheitssystems im Weltsozialismus.

Wir brauchen ein Gesundheitssystem, durch das rechtzeitige Maßnahmen dagegen ergriffen werden, dass Menschen sterben, weil ihre Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt werden.

Die sozialistische Medizin befasst sich nicht nur mit den Kranken, sondern auch mit den gesunden Menschen, um sie vor Krankheiten zu schützen.

Bei einer sozialistischen Gesundheitsversorgung kann ein sekundärer Schaden erst gar nicht aufkommen, wie es im kapitalistischen Gesundheitssystem so häufig vorkommt, mit all den (von den Kapitalisten gewollten) schwerwiegenden finanziellen Folgen für die Patienten.

 






§ 15

Die führende Rolle der Komintern (SH) und ihrer Massenorganisationen


Bei der Verwirklichung ihres Gesundheitsprogramms lässt sich die Komintern (SH) von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten.

Die Komintern (SH) ist nicht nur die führende Organisation des Weltproletariats zur gewaltsamen Zerschlagung des weltkapitalistischen Gesundheitssystems. Sie ist darüber hinaus auch die führende Organisation zum Aufbau des sozialistischen Weltgesundheitssystems und für den Übergang zum Gesundheitssystem des Weltkommunismus.

Die Komintern (SH) leitet alle ihre Sektionen im Kampf um die Verwirklichung des kommunistischen Weltgesundheitsprogramms.

Die Massenorganisationen der Komintern (SH) bilden die Verbindung zum Weltproletariat und allen Ausgebeuteten und Unterdrückten, denn ohne die Mobilisierung der breiten Massen der Weltbevölkerung bleibt das Weltgesundheitsprogramm ein Fetzen Papier, auf dem es geschrieben wurde.


 

 

 

§ 16

Schlussteil


Der Mensch ist das höchste Gut und sein Leben währt nicht ewig. Und es ist immer dann gefährdet, wenn sich die Voraussetzungen der Entwicklungsprozesse der Natur dramatisch verschlechtern. Und eben der Weltkapitalismus ist die Hauptursache für die heutige dramatische Verschlechterung der materiellen Voraussetzungen des gesunden Lebens. Deswegen ist die Beseitigung des Weltkapitalismus von entscheidender Bedeutung für den Erhalt allen Lebens auf unserem Planeten. Die sozialistische Weltrevolution geht in ihrer Bedeutung also weit über die Frage der Befreiung der Menschen von Ausbeutung und Unterdrückung durch Menschen hinaus.

Die Menschheit wird sich in ihrer geschichtlichen Entwicklung der Erkenntnisse über das Gesundheitswesen unendlich nähern. Die Menschheit wird jedoch nie den Punkt erreichen, alle Gesetze des gesunden Lebens bereits erkannt zu haben. So, wie die Windungen einer Spirale sich dem Zentrum unendlich nähern, so nähern sich auch die Erkenntnisse der Medizin unendlich der objektiven Wahrheit.

Der Mensch erkennt die Naturheilkräfte nicht nur in dem Maße, wie er lernt, sie praktisch zum Zwecke der Gesundheitsversorgung zu verändern, sondern gleichzeitig auch in dem Maße, wie er lernt, die Natur und damit die Grundlage für den Erhalt des Lebens zu schützen.

Die Menschheit kann sich nicht schützen, ohne die Natur zu schützen, aus der sie hervor gegangen und von der ihre weitere Existenz abhängt.

Stalin:

Der Marxismus ist die Wissenschaft von den Entwicklungsgesetzen der Natur und der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Revolution der unterdrückten und ausgebeuteten Massen, die Wissenschaft vom Siege des Sozialismus in allen Ländern, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft. Der Marxismus als Wissenschaft kann nicht auf der Stelle stehen bleiben - er entwickelt und vervollkommnet sich. In seiner Entwicklung muss sich der Marxismus selbstverständlich mit neuen Erfahrungen und neuen Kenntnissen bereichern - folglich müssen sich selbstverständlich seine einzelnen Formeln und Schlussfolgerungen im Laufe der Zeit verändern, müssen durch neue Formeln und Schlussfolgerungen ersetzt werden, die den neuen historischen Aufgaben entsprechen. Der Marxismus erkennt keine unveränderlichen Schlussfolgerungen und Formeln an, die für alle Epochen und Perioden obligatorisch wären. Der Marxismus ist ein Feind jeglichen Dogmatismus. (28. Juli 1950)

Der Marxismus ist auch ein Feind des Dogmatismus in der Frage der Medizin. Der Marxismus ist kein Dogma, sondern eine Anleitung zur Rettung und zum Schutz unseres Lebens.

Der Untergang des Weltkapitalismus und der Sieg der sozialistischen Weltrevolution ist spätestens auf der gegenwärtigen Entwicklungsstufe der imperialistischen Klassengesellschaft erreicht, wo der Kapitalismus die Grundvoraussetzungen für die Gesundheitsversorgung vernichtet hat und weiter vernichten wird.

Um im Kampf gegen das Zweiklassensystem im Gesundheitswesen nichts falsch zu machen, muss man Revolutionär sein und nicht Reformist, denn wohin Reformen bislang geführt haben, ist allen klar, nämlich tieferhinein in die kapitalistische Gesundheitskrise.

Deswegen kämpft gemeinsam für die revolutionäre Beseitigung des kranken Gesundheitssystems des Weltkapitalismus !

Deswegen kämpft mit der Komintern (SH) für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution !

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus !

Es leben die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus - Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha !

Es lebe der Stalinismus-Hoxhaismus !