Weltdekret über Grund und Boden

- Grundlage des Agrarprogramms der Komintern (SH)

beschlossen am 18. Januar 2018

 

Dieses Weltdekret über Grund und Boden ist untrennbar Bestandteil von Lenins Dekret über Grund und Boden, das aus der Oktoberrevolution hervor gegangen ist.

 

 

Mit der Oktoberrevolution eigneten sich die Arbeiter und Bauern eines Landes die kapitalistischen Produktionsinstrumente und – mittel, die kapitalistischen Betriebe, den Boden usw. an.

Mit der proletarischen Weltrevolution befreit das Weltproletariat mit der Bauernschaft die Weltproduktivkräfte aus den Fesseln der weltkapitalistischen Produktionsverhältnisse und verwandelt alle Instrumente der Weltproduktion und den gesamten Boden aller Länder in ein einziges gesellschaftliches Welteigentum.

 

 

Zur Verwirklichung des Weltdekrets über Grund und Boden bedarf es der Diktatur des Weltproletariats, seiner uneingeschränkten internationalen Staatsgewalt.

 

 

Das Weltdekret über Grund und Boden ist nur auf dem Wege des gewaltsamen Sturzes des Weltkapitalismus zu verwirklichen, nur auf dem Wege der sozialistischen Weltrevolution - also nicht auf dem Weg von Agrarreformen, mit denen die Macht des Weltkapitalismus unangetastet bleibt.

Wir können die armen Bauern nur für den Kommunismus gewinnen, wenn wir ihnen offen erklären, dass sie sich nur befreien können durch den gewaltsamen Umsturz der kapitalistischen Weltordnung, die der Grund für ihre Ausbeutung und Unterdrückung ist. Die Macht des nationalen und internationalen Kapitals über Boden, Land und andere landwirtschaftliche Produktionsmittel muss gewaltsam zerschlagen werden.

 

 

Die Komintern (SH) ist nicht grundsätzlich gegen Agrarreformen. Die Komintern (SH) kämpft aber nur für solche Agrarreformen, die uns den Weg zur sozialistischen Weltrevolution erleichtern bzw. sie schneller zu ihrem Sieg führen. Agrarreformen können die Agrarrevolution nicht ersetzen, aber als ihr Hebel wirken. Sie haben ihr also zu dienen und sind ihr unterzuordnen.

 

 

Sämtlicher Grund und Boden der ganzen Welt wird in seinen ursprünglichen Zustand der Besitzlosigkeit zurück verwandelt.

Um dies zu erreichen, muss das weltkapitalistische Ausbeuter- und Herrschaftssystem zerschlagen und der Privatbesitz an Grund und Boden abgeschafft werden; und muss der Weltsozialismus und schließlich der Weltkommunismus auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft auf vergesellschaftetem Boden aufgebaut werden.

Dies ist unmöglich auf einen Schlag. Der Privatbesitz an Grund und Boden muss schrittweise vergesellschaftet werden - so schnell wir möglich, aber so Zeit aufwendig wie nötig.

Der Großgrundbesitz wird abgeschafft. Das ist der erste Schritt zur Lösung der Eigentumsfrage auf dem Land. Die Befreiung der armen Bauern setzt die kommunistische Lösung der Eigentumsfrage voraus.

 

Konfiskation und entschädigungslose Enteignung allen Besitzes der Weltkonzerne der Agrarwirtschaft , einschließlich deren Besitz an Grund und Boden und der dafür verwendeten Produktionsmittel.

 

Entschädigungslose Enteignung der Finanzkapitalisten auf dem gesamten Agrarsektor. Globalisierte Vergesellschaftung der globalisierten Agrarwirtschaft.

 

Die Opportunisten täuschen die armen Bauern, indem sie die Lüge verbreiten, dass man die Agrarmonopole zurückdrängen kann, ohne gleich das ganze kapitalistische Weltsystem zu zerschlagen. Die Opportunisten wollen einen "nicht-monopolistischen" Kapitalismus, einen so genannten "freien Weltmarkt", auf dem die Bauern ihre Waren zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten können. Eben das entspricht der alten Losung vom "friedliche Weg" zum Sozialismus, die die Opportunisten nicht nur unter den Arbeitern, sondern auch unter den armen Bauern verbreiten, um diese vom revolutionären Bündnis mit dem Weltproletariat fernzuhalten.

Kein Quadratmeter allen Bodens auf dieser Welt darf weder verkauft noch gekauft, weder in Pacht gegeben noch verpfändet,
noch auf irgendeine andere Weise veräußert werden.

Aller Landbesitz auf der ganzen Welt ist zu vergesellschaften, wobei heute bereits über neun Zehntel der armen Bauern gar nicht (mehr) über Privatbesitz verfügen bzw. in die wachsende Armee des (arbeitslosen) Landproletariats abgestiegen oder in die Städte abgewandert sind.

 

 

 

Sämtlichen Grund und Boden teilen sich alle Menschen der Welt zum gemeinsamen und gegenseitigen Nutzen. Diese Grundregel ist unantastbar und darf niemals, nirgends und von niemandem verletzt werden.

 

 

 

 

Schädigung und Zerstörung der Umwelt, insbesondere des Grund und Bodens, Raubbau an den Naturressourcen usw. , dieses ganze Ausmaß der Folgen des verbrecherischen Profitgesetzes des Kapitalismus, zwingt die Menschheit, energische Maßnahmen zum Schutz und zur Regeneration von Leben und Natur zu ergreifen.

Die Weltkapitalisten sind zu Rechenschaft zu ziehen und sie haben die Kosten zu tragen für den von ihnen angerichteten Schaden an Natur und Umwelt.

Die sozialistische Weltrevolution hat nicht nur die Aufgabe der Befreiung der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung, sondern auch der Befreiung der Natur vom Weltkapitalismus.

Die Befreiung der armen Bauern ist hierfür von allergrößter Bedeutung.

Erst der Weltsozialismus schafft die Bedingungen, die benötigt werden zur Regeneration von Natur und Umwelt, also auch von Grund und Boden.

Deswegen muss der Kampf für den Umweltschutz dem Kampf für die Beseitigung des Weltkapitalismus und für den Aufbau des Weltsozialismus untergeordnet werden.

Der Kampf für den Umweltschutz ist ein unverzichtbarer Hebel für die sozialistische Weltrevolution.

"Umweltschutzmaßnahmen", die den Weltkapitalismus unangetastet lassen, sind Betrug.

Arbeiter und arme Bauern müssen den Umweltschutz in ihre eigenen Hände nehmen und die Kapitalisten samt ihrer Pseudo-Umweltorganisationen zum Teufel jagen !

 

 

 

Bauern erhalten das Recht, eigenen Boden zu bewirtschaften und eigenes Vieh zu halten, jedoch beschränkt auf die Befriedigung der lebensnotwendigen Grundbefürfnisse.

 

 

Der sozialistische Weltstaat (bzw. die Weltunion der sozialistischen Sowjetrepubliken als seine erste Staatsform), verwandelt diesen Boden- und Grundbesitz aller Ausbeuter auf der Welt so weit wie möglich direkt in Besitz des sozialistischen Weltstaates (Weltsowchosen); und so weit als notwendig indirekt in Kollektivbesitz zur sozialistisch-kolektivistischen Bewirtschaftung (Weltkolchosen).

Kolchoseigentum befindet sich in der Hand des Staates, wobei der verstaatliche Boden eins der wichtigsten Produktionsmittel in der weltsozialistischen Landwirtschaft ist.

Um die Landwirtschaft des Weltsozialismus in den Weltkommunismus zu überführen, geht es darum, das Kolchoseigentum auf das Niveau des weltstaatlichen Eigentums zu heben. Hierzu müssen die Überschüsse der Kolchosproduktion aus dem Weltsystem der Warenzirkulation herausgezogen werden. Diese Überschüsse müssen stattdessen einbezogen werden in das System des weltweiten Produktenaustausches zwischen der staatlichen Weltindustrie und den Weltkolchosen. Wenn man das System des Produkenaustausches auf alle Kolchosen der Welt ausdehnt, so wird das nicht nur den Kolchosbauern, sondern der ganzen Weltbevölkerung zugute kommen. Die Zirkulation landwirtschaftlicher Waren ist mit dem Übergang vom Weltsozialismus zum Weltkommunismus unvereinbar, weswegen die weltsozialistische Agrarpolitik darin besteht, die Warenzirkulation so weit wie möglich einzuschränken und den Produktaustausch so weit wie möglich auszudehnen.

Der Weltstaat stirbt ab, aber die Weltgesellschaft bleibt auch ohne Staat weiter bestehen. So verhält es sich auch mit dem staatlichen Eigentum an Grund und Boden. Grund und Boden verschwindet nicht mit dem absterbenden Staat, sondern wird von den zentralen ökonomischen Leitungen freier gesellschaftlicher Assoziationen verwaltet.

 

 

Die Sklavenarbeit (Lohnsklaverei) in der Landwirtschaft wird abgeschafft, genauso wie in der Industrie und überall sonst auf der Welt.

Während der gutsherrliche Grundbesitz die Basis der feudalen Ausbeutung und Unterdrückung ist, so ist heute der Privatbesitz der Agrarkapitalisten, insbesondere der multi-nationalen Konzerne, und das zentralisierte agrarische Weltfinanzkapital die Basis für die Ausbeutung und Unterdrückung der armen Bauern und des Landproletariats auf der ganzen Welt.

 

 

Das Weltproletariat ist die einzige revolutionäre Klasse der Welt. Die proletarische Weltrevolution kann aber ohne das Bündnis mit den armen Bauern nicht siegen.

Im Kommunistischen Manifest von Marx und Engels heißt es hierzu, dass der Bauer die Bourgeoisie bekämpfen muss, um seinen Hof vor dem Ruin zu retten. Der Bauer ist also nicht revolutionär, sondern konservativ. Ist der Bauer revolutionär, so ist er es nur in Hinblick auf den bevorstehenden Übergang ins Proletariat. Der Bauer ist revolutionär, wenn er nicht seine seine gegenwärtigen, sondern seine zukünftigen Interessen verteidigt, indem er sich auf den Standpunkt des Proletariats stellt.

 

 

Der Weltkommunismus ist das Produkt eines langen Entwicklungsganges, der bis zur kommunistischen Urgesellschaft zurück reicht.

Der erste Akt der Auflösung der ursprünglichen Dorfgemeinschaft (urwüchsige kommunistische Gesellschaft) führte zur Spaltung der Gesellschaft in besondere und schließlich antagonistische Klassen.

Der letzte Akt der Abschaffung der Klassengesellschaft auf dem Weg zur höheren, klassenlosen Gesellschaft des Weltkommunismus ist die sukzessive Beseitigung des nicht-antagonistischen Widerspruchs zwischen Arbeitern und Bauern (zwischen Stadt und Land usw.).

Die Klassengesellschaft entstand aus dem Kommunismus, und im Kommunismus wird sie wieder verschwinden.

Das ist die Negation der Negation der historischen Entwicklung vom urwüchsigen Kommunismus zum Weltkommunismus.

 

 

Die ideologische Grundlage für die Kollektivierung der Landiwrtschaft war der Marxismus-Leninismus.

Die ideologische Grundlage für die weltsozialistische Landwirtschaft ist der Stalinismus-Hoxhaismus.

Der Stalinismus-Hoxhaismus ist in der Agrarfrage die Theorie und Taktik des Weltbündnisses mit den armen Bauern im Allgemeinen und die Theorie und Taktik der Weltdiktatur des Proletariats mit den armen Bauern im Besonderen.

Der Stalinismus-Hoxhaismus ist die Lehre von der weltweiten Beseitigung des Agrakapitalismus und dem Aufbau der weltsozialistischen Landwirtschaft.

 

Die sozialistische Weltwirtschaft wird geleitet durch den sozialistischen Weltstaat bzw. die Weltunion der sozialistischen Sowjetrepubliken. Die gesamte weltstaatliche macht befindet sich in den Händen der Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bauerndeputierten.

Alle Macht auf dem Lande den Sowjets der Bauerndeputierten und der Landarbeiterdeputierten - weltweit!

Die Komintern (SH) erklärt, dass nur die Sowjets der Bauerndeputierten und der Landarbeiterdeputierten, die von der Masse der Werktätigen gewählt sind und von diesen jederzeit abgesetzt werden können, imstande sind, den Willen der armen Bauernschaft richtig zum Ausdruck zu bringen und in die Tat umzusetzen.

 

 

Für die Interessen der armen Bauernschaft und
aller Werktätigen tritt nur die Komintern (SH) ein.

Und die Komintern (SH) ist die einzige Partei, die die arme Bauernschaft und alle Werktätigen der Welt nicht nur vor sämlichen Betrügern warnt, sondern diese auch auch bekämpft und besiegt. Verräter in der revolutionären Arbeiter - und Bauernbewegung der Welt werden entlarvt und unschädlich gemacht. Dies betrifft insbesondere die neo-revisionistischen Verräter, die im Interesse der Weltbourgeoisie zwar vom revolutionären Bündnis zwischen Arbeitern und armen Bauern sprechen, aber in Wirklichkeit ihre Spaltung zu betreiben und damit die sozialistische Weltrevolution zum Scheitern zu bringen.

 

 

 

 

Die Rote Bauerninternationale ist eine Organisation der Komintern (SH), die geschaffen wurde, um das revolutionäre Bündnis zwischen den armen Bauern und dem Weltproletariat zu schmieden und zu festigen.

 

 

 

Ergänzung

These 7 unseres weltkommunistischen Programms ( Grundsätze des Weltkommunismus) lautet:

Wir wollen den Gegensatz von Stadt und Land abschaffen.

Mit der Schaffung eines einheitlichen kommunistischen Welteigentums sind die sozialen Gegensätze zwischen Stadt und Land auf der ganzen Welt überwunden. Als erster Schritt wird das Privateigentum an den Produktionsmitteln abgeschafft und alle Ländereien der Erde werden kollektiviert.

Die Aufhebung der Trennung von Stadt und Land setzt die globale Aufhebung der Trennung von Kapital und Grundeigentum voraus.

"Die ökonomische Grundlage dieses Gegensatzes von Stadt und Land ist die Ausbeutung des Dorfes durch die Stadt, die Expropriation der Bauernschaft und die Ruinierung der Mehrheit der ländlichen Bevölkerung durch den ganzen Entwicklungsgang der Industrie, des Handels, des Kreditsystems beim Kapitalismus. Zweifellos musste mit der Vernichtung des Kapitalismus und des Systems der Ausbeutung, mit der Festigung der sozialistischen Ordnung in unserem Lande auch der Interessengegensatz zwischen Stadt und Land, zwischen Industrie und Landwirtschaft verschwinden. Natürlich bilden die Arbeiter und die Kolchosbauernschaft dennoch zwei Klassen, die sich in ihrer Lage voneinander unterscheiden. Aber dieser Unterschied beeinträchtigt ihre Freundschaft nicht im Geringsten. Im Gegenteil, ihre Interessen liegen auf gemeinsamer Linie, auf der Linie der Festigung der sozialistischen Ordnung und des Sieges des Kommunismus. Die großen Städte werden keineswegs untergehen. Dieser Umstand wird das kulturelle Aufblühen unseres Landes erleichtern und zu einem Ausgleich der Lebensverhältnisse in Stadt und Land führen." (Stalin, "Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR").

Als die zwei Grundbedingungen für den Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus nennt Stalin die Hebung des Kolchoseigentums auf das Niveau des allgemeinen Volkseigentums und die Ersetzung der Warenzirkulation durch ein System des Produktaustauschs auf dem Wege allmählicher Übergänge, damit die gesamten Erzeugnisse der gesellschaftlichen Produktion im Interesse der Gesellschaft zentral erfasst und geleitet werden kann. Diese Bedingungen gelten ganz besonders im globalen Maßstab, also für den Übergang des Weltsozialismus zum Weltkommunismus.

 


 



 

Weltdekret über Grund und Boden - Grundlage des Agrarprogramms der Komintern (SH)