"WEG DER PARTEI"

Theoretisches Organ

 

der

 

KOMINTERN (SH)

Sektion Deutschland

 

 
 




Aus Anlass des 110. Geburtstags des Genossen Enver Hoxha veröffentlichen wir folgenden Artikel


 


Enver Hoxha über Landwirtschaft

- unverzichtbare Lehren für den Aufbau der Landwirtschaft im zukünftigen Weltsozialismus



Albanien war damals ein rückständiges Agrarland, in dem die werktätige Bauernschaft die Mehrheit der Bevölkerung ausmachte. Die vorherrschende landwirtschaftliche Kleinproduktion war ein grundlegendes Problem bei der Schaffung der sozialistischen Wirtschaftsbasis in Albanien. Die Partei der Arbeit Albaniens unterstützte die Kleinproduzenten beim Sturz der Großgrundbesitzer und verteilte das konfiskierte Land an die ländlichen Kleinproduzenten. Aber mit der Fortentwicklung des Sozialismus entstand die Notwendigkeit, auch diese Form des Privateigentums umzugestalten. Genosse Enver Hoxha betonte:

Die Partei ist sich darüber klar, dass sich unser Staat nicht auf Dauer auf zwei verschiedene ökonomische Grundlagen stützen kann, auf den sozialistischen Wirtschaftssektor in der Stadt und dem Privatsektor der Kleinproduzenten auf dem Land. Es ist also eine historische Notwendigkeit für den Sieg des Sozialismus, auch in der Landwirtschaft den sozialistischen Sektor zu schaffen. Aber es wäre äußerst gefährlich für die Partei und für das Schicksal des Aufbaus des Sozialismus, wenn wir den sozialistischen Sektor der Landwirtschaft mit den gleichen Methoden aufbauen wollten wie wir es in der Industrie durch Konfiskation der Produktionsmittel getan haben. Gestützt auf den unsterblichen Lehren Lenins kann man die Kleinproduzenten nicht einfach so enteignen wie die Bourgeoisie. Der allmähliche Übergang zur sozialistischen Landwirtschaft geschieht auf dem Wege der Überzeugung. Dabei basiert die Transformation zur sozialistischen Landwirtschaft vor Allem auf der Schaffung von Bedingungen der kontinuierlichen Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen und des kulturellen Niveaus der Dorfarbeiter. (Enver Hoxha, Werke Band 12, Seite 422-423).

Was Enver Hoxha lehrt, das ist auch zutreffend für den Aufbau der Landwirtschaft im Weltsozialismus.

Im Unterschied zur Kollektivierung unter den Bedingungen der NÖP in der Sowjetunion, wählte Enver Hoxha von Anfang an den direkten Übergang zur Form der Genossenschaften sozialistischen Typs, ohne vorher die niedrigen Formen der Kooperation zu durchlaufen. Dabei ging Enver Hoxha sehr behutsam und flexibel vor, d.h., weder ließ er es zu, den Prozess unnötig in die Länge zu ziehen, noch diesen künstlich zu beschleunigen. Auf diese Weise konnte der Umwandlungsprozess in eine sozialistische Kollektivwirtschaft innerhalb von zwei Jahrzehnten erfolgreich vollzogen werden.

Im Jahre 1960 war die Kollektivierung der Landwirtschaft im Großen und Ganzen erfolgreich abgeschlossen.

Die Befreiung der armen Bauern aus Unterdrückung und Ausbeutung der Großgrundbesitzer, das war der erste Sieg der albanischen Agrarrevolution. Die Kollektivierung der Landwirtschaft war der zweite Sieg der albanischen Agrarrevolution und damit die Vollendung des Aubaus der sozialistischen Wirtschaftsbasis sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

Dadurch verwandelte sich auch die Klassenstruktur wie Enver Hoxha es auf dem 4. Parteitag der PAA ausdrückte:

Das typischste und fundamentale Merkmal der Klassenstruktur unseres Landes in der heutigen Etappe ist die Existenz von zwei befreundeten Klassen, der Arbeiterklasse und der Klasse der Genossenschaftsbauern, ihr Bündnis unter Führung der Arbeiterklasse und auf dieser Basis die Festigung der moralisch-politischen Einheit aller Werktätigen.”

Die PAA wartete also nicht ab, bis die Produktivkräfte erst einmal ”reif genug” waren für die sozialistische Umgestaltung. Die albanische sozialistische Revolution war dadurch gekennzeichnet, dass sie selber Bedingungen schaffte, die Produktivkräfte von Anfang an in einer sozialistischen Richtung zu entwickeln. Damit durchkreuzte Enver Hoxha und die PAA die revisionistische ”Theorie” vom friedlichen Hinüberwachsen der kapitalistischen in die sozialistische Landwirtschaft. Insbesondere widerlegte das sozialistische Albanien die jugoslawische ”Theorie” von der friedlichen Koexistenz zweier antagonistischer Gesellschaftsformationen in der Landwirtschaft. Die Titoisten verurteilten ihrerseits die 2. Agrarrevolution in Albanien als eine ”brutale Enteignung der Kleinproduzenten.” So spricht ja auch heute noch die ganze bürgerliche Welt.

Das sozialistische Albanien hat dagegen vollkommen richtig gehandelt und sich strikt von den Lehren Lenins leiten lassen, nämlich, dass

die Kleinproduktion täglich, stündlich, elementar und im Massenumfang Kapitalismus und Bourgeoisie erzeugt”,

... wenn man sie zu lange gewähren lässt.

Das kann nichts Anderes heißen, als dass im Umkehrschluss mindestens im gleichen Maße, also täglich, stündlich und elementar und im Massenumfang gegen diese ”Erzeugung von Kapitalismus und Bourgeoisie” wirksame Maßnahmen der Diktatur des Proletariats zu ergreifen sind. Die Beseitigung der Unvermeidlichkeit der Restauration des Weltkapitalismus hängt also nicht zuletzt davon ab, wie weit und wie schnell der Prozess der Kollektivierung der Weltlandwirtschaft erfolgreich abgeschlossen sein wird. Während die Entwicklung zum Weltkommunismus davon abhängt, wie weit die Landwirtschaft vollständig in den Besitz aller Menschen übergegangen ist und sich damit in eine besitzlose, klassenlose Landwirtschaft verwandelt hat.

Albanien vollzog etappenweise die Umwandlung aus einem Agrar-Industrieland in ein fortgeschrittenes Industrie-Agrarland – die harmonische Entwicklung von Industrie und Landwirtschaft – gestützt auf die eigenen Kräfte und auf eigene Rohstoffquellen, gestützt auf die Diktatur des Proletariats, vor Allem bedingt durch die imperialistisch-revisionistische Blockade von Außen.

Genosse Enver Hoxha entwickelte die wissenschaftlichen Grundlagen für die Harmonisierung der beiden Standbeine des Aufbaus des Sozialismus – Industrie und Landwirtschaft, und er leitete erfolgreich die Umsetzung seiner revolutionären Theorie in die Praxis.

Der Hoxhaismus hat bewiesen, dass selbst ein kleines rückständiges Land, welches von kapitalistisch-revisionistischen Feinden umgeben ist, eine erfolgreiche sozialistische Landwirtschaft aufbauen kann. Und wenn die sozialistische Landwirtschaft in einem der kleinsten und rückständigsten Ländern der Welt aufgebaut worden ist, so bedeutet dies, dass der Hoxhaismus nicht nur in jedem anderen beliebigen Land anwendbar ist, sondern auch im Weltmaßstab. Deswegen ist der Hoxhaismus eine der entscheidenden ideologischen Grundlagen für den Aufbau der Landwirtschaft im Weltsozialismus.

Enver Hoxha hat auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft ein richtiges Verhältnis zwischen materiellem und moralischem Anreiz hergestellt, wobei er dem moralischen Anreiz den Vorrang gab, Vorrang der gemeinsamen gesellschaftlichen Interessen vor den Eigeninteressen, Vorrang der langfristigen Versorgung mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen vor den kurzfristigen. Eine Landwirtschaft, mit der die Gesellschaft ”von der Hand in den Mund” lebt, kann man nicht als sozialistische Landwirtschaft bezeichnen.

Genosse Enver Hoxha hat die richtigen Konsequenzen aus der Entartung der sozialistischen Landwirtschaft in der Sowjetunion gezogen und Chruschtschow zum Teufel gejagt, der Albanien in eine Apfelsinenplantage für die Sowjetrevisionisten verwandeln wollte.

Der Sieg des Hoxhaismus ist der wichtigste Beweis dafür, dass die Restauration des Kapitalismus kein unvermeidliches Verhängnis ist, wenn man am Marxismus-Leninismus festhält und ihn richtig anwendet unter den jeweiligen konkreten Bedingungen.

Die PAA hat eine Reihe praktischer Maßnahmen gegen die Restauration des Kapitalismus unternommen, die bekannt sind unter der Bezeichnung ”weitere Revolutionierung der Partei, der Staatsmacht und des gesamten Lebens des Landes”. Unter Führung des Genossen Enver Hoxha hat die PAA den Klassenkampf auch nach der vollständig aufgebauten sozialistischen Landwirtschaft nicht geleugnet und ihn konsequent und mutig fortgesetzt. Bei der planmäßigen Entwicklung der sozialistischen Landwirtschaft hat es in Albanien von Anfang bis Ende einen erbitterten Klassenkampf gegeben, durch den die Diktatur des Proletariats gestärkt wurde.

Enver Hoxha hat die anti-marxistischen ”Theorien” und Praktiken entlarvt und erfolgreich bekämpft. Die sozialistische Landwirtschaft ist keine Marktwirtschaft mit dem Hauptziel des Profits, sondern zielt darauf ab, die Bedürfnisse der sozialistischen Gesellschaft zu befriedigen. Das Wertgesetz wirkte in der albanischen Landwirtschaft in streng kontrollierten Grenzen und nicht als Regulator der Produktion wie in den revisionistischen Ländern. Als Hauptschlüssel zu einer wahrhaft sozialistischen Landwirtschaft wandte Enver Hoxha das sozialistische ökonomische Gesetz richtig an und unterzog das Maß von Arbeit und Konsumtion einer strengen Kontrolle.

In den Dokumenten der Partei der Arbeit Albaniens und in den Werken des Genossen Enver Hoxha, die wir jetzt veröffentlicht haben, zeigt sich, dass die Leitung der sozialistischen Landwirtschaft gemäß Prinzip des demokratischen Zentralismus erfolgte. Unter der Diktatur des Proletariats erfüllt der demokratische Zentralismus eine wichtige ökonomisch-organisatorische Funktion des sozialistischen Staates. Damit wurden die wichtigsten Kettenglieder der sozialistischen Wirtschaft in den Händen des Staates konzentriert. Diesen angeblichen ”Dirigismus” in der Landwirtschaft – das hassen die Agrarkapitalisten wie die Pest, weswegen sie ihn mit ihrer ideologischen Gülle überschütten, um ihn in Verruch zu bringen. Der Staat habe sich nicht nur aus den Geschäften der Agrarkapitalisten herauszuhalten, sondern ausschließlich als Instrument zur Durchsetzung ihrer Profitinteressen zu fungieren. In der kapitalistischen Welt wird in den Chefetagen der Agrarkonzerne entschieden. Im sozialistischen Albanien entscheiden die Werktätigen selbst, nämlich darüber, was, wie, wieviel produziert und verteilt wir. In Albanien war ”die einheitliche staatliche Leitung mit der Initiative und der organisierten Mitwirkung der Massen verbunden.” (Enver Hoxha, Werke Band 34, Seite 94).

Der staatliche Zentralismus ist das geeignete Mittel gegen die Dezentralisierung der Landwirtschaft, wie sie in kleinbürgerlichen Kreisen der landwirtschaftlichen Kleinproduzenten bevorzugt wird, die sich vom Staat nichts vorschreiben lassen wollen, weder vom kapitalistischen noch vom sozialistischen Staat.

Es ist klar, dass der demokratische Zentralismus nicht im Weltkapitalismus anwendbar ist. Der demokratische Zentralismus in der Landwirtschaft kann nur im Sozialismus angewandt werden.

In der heute existierenden Weltordnung ist alles dem internationalen Kapital unterworfen, gibt es keine Landwirtschaft, die sich demokratisch entwickeln oder festigen kann. Aber das sozialistische Albanien hat sich dem internationalen Kapital niemals gebeugt. Sich auf die eigenen Kräfte zu stützen, das war der entscheidende ”innere Faktor in der Revolution und beim Aufbau des Sozialismus.” (Enver Hoxha, Berichte und Reden, 1969-1970, Seite 214).

So war das sozialistische Albanien das einzige Land auf der Welt, das seine Landwirtschaft ohne irgendwelche Auslandshilfen oder – kredite aufgebaut hat. Die Feinde Albaniens haben dieses weltsozialistische Prinzip, sich auf die eigenen Kräfte zu stützen, als ”Autarkismus” diffamiert. Was ist denn aus all den so genannten ”sozialistischen ” Ländern geworden, die (nicht nur ) ihre Landwirtschaft an den Weltimperialismus verkauft haben ?


Genosse Enver Hoxha lehrte, dass ”ein Prozess vollzogen werden muss, wo sich die Sphäre der Beziehungen des Staatseigentums allmählich erweitert und die Sphäre der der Beziehungen des genossenschaftlichen Eigentums abnimmt.” (Enver Hoxha über den 7. Fünfjahrplan”). Damit folgte Enver Hoxha treu den Lehren von Stalin (Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR).

Das, was in der Sowjetunion verhindert wurde, nämlich der Übergang zum Kommunismus durch die Verwandlung des Kollektiveigentums in Volkseigentum, das wurde vom Genossen Enver Hoxha angepackt mit dem 7. Fünfjahresplan und den Beschlüssen des 8. Parteitags der PAA. Es wurden landwirtschaftliche Genossenschaften ”höheren Typs” gebildet und in Staatsfarmen verwandelt, durch die sich die Befriedigung der wachsenden Bedürfnisse der Genossenschaftsbauern weiter verbesserte. Damit wurde auch die Entstehung von privilegierten Schichten in der sozialistischen Gesellschaft verhindert.

Aber nach seinem Tod gelangten die Revisionisten an die Macht und so wurde auch in Albanien der beschrittene Weg zur volkseigenen Landwirtschaft wieder rückgängig gemacht und kapitalistische Verhältnisse in der albanischen Landwirtschaft hergestellt.



* * *


Als Albanien seine sozialistische Landwirtschaft aufbaute, da lebten noch über 70 % der Weltbevölkerung auf dem Land. Ende des 20. Jahrhunderts schrumpfte dieser Anteil um 20 %. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts lebten bereits mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Und dieser Trend wird bis Mitte dieses Jahrhunderts dramatisch zunehmen, so dass die Landbevölkerung höchstens nur noch ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen wird. Und dann wird die Weltbevölkerung ihren Höchststand von 10 Milliarden erreicht haben. Angesichts dieser gigantischen Zahl erinnern wir uns an Karl Marx und Friedrich Engels, die in ihrem Kommunistischen Manifest vor 150 Jahren voraussagten, dass das kapitalistische System seine Lohnsklaven, also die Mehrwert schaffenden Werktätigen, nicht mehr ernähren kann und sich der Kapitalismus damit sein eigenes Grab schaufelt.

Die Komintern (SH) ist deswegen fest davon überzeugt, dass sich der Agrarkapitalismus bis zur Mitte dieses Jahrhunderts immer tiefer in immer neue Weltkrisen stürzen wird, so dass er unvermeidlich vom Weltsozialismus abgelöst werden muss, um der Weltgesellschaft nicht nur ihr Überleben für den nächsten Tag zu sichern, sondern um die Voraussetzungen für die klassenlose Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu schaffen. Der Weg zum Weltkommunismus ist der einzige Weg, auf dem die Menschheit und die Natur noch eine Zukunft haben. Und das ist auch der Grund, weswegen wir für die Globalisierung der sozialistischen Landwirtschaft kämpfen.




Es lebe die globale Agrarrevolution !


Heute sieht die Globalisierung so aus, dass eine Handvoll Superreiche die Hälfte des Grund und Bodens der gesamten Erde besitzen. Die Landbevölkerung besitzt so gut wie keinen landwirtschaftlich nutzbaren Boden mehr. Die Superreichen benutzen Grund und Boden aber nicht zum Bewirtschaften, sondern dazu, um noch mehr Grund und Boden zu besitzen, zur Mehrung ihres Reichtums. Wer heute natürliche Ressourcen besitzt, hat die Macht.

Die natürlichen Ressourcen der Erde befinden sich heute also in den Händen einiger Weniger und die internationale Staatengemeinschaft schaut zu und hält die Hand auf.

So fließt das Wasser nicht mehr bergab, sondern in die Taschen jener, die sich Wasserrechte gekauft haben. Dazu gehört nicht nur Nestle [Nestle pumpt pro Stunde 50000 Liter Wasser aus Äthiopiens Boden zur industriellen Nutzung - mitten in der Dürreperiode!], dazu gehört auch Coa-Cola, die zum Beispiel ihre Plörre in Indien abfüllen lassen, wo schlimmste Dürre herrscht und die Landbevölkerung unter Wassermangel leidet. Zu den neuen Wasserbaronen gehört auch eine Reihe von Milliardären (wie Bush Junior), sowie Mega-Banken und Investoren wie Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Citigroup, UBS, Deutsche Bank, Credit Suisse, Macquarie Bank, Barclays Bank, Blackstone Group, Allianz, HSBC Bank und viele Andere. Sie kontrollieren das Wasser. Und dafür haben sie noch nicht einmal 20 Jahre gebraucht !

Einer der reichsten Wasserbarone ist auch einer der größten Betrüger der Welt – Bill Gates. Bill Gates besitzt eine der größten Wasseraktien der Welt und mit seiner Bill-Gates-Stiftung sammelt er gleichzeitig Spenden, damit Menschen Wasser erhalten !! So einen unglaublichen Wahnsinn kann nur der Weltkapitalismus hervorbringen !

Nun ist das Wasser global kaum ausverkauft und schon wird um seine Neuverteilung Krieg geführt – Krieg gegen die Natur ! Krieg gegen die Menschheit. Wasser als Waffe , nur um noch reicher zu werden – so sieht es heute aus !

Heute kämpft die Hälfte der verarmten Landbevölkerung ums Überleben auf Böden, die landwirtschaftlich so gut wie gar nicht (mehr) bewirtschaftbar sind und sich in riesige Todeszonen verwandelt haben. Die Klimaabkommen sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden.

Die Ursache für die zunehmenden Agrarkrisen ist aber nicht das Klima, sind nicht die Naturkatastrophen, ist nicht die Überbevölkerung oder andere äußere Einflüsse. Damit wollen die Verantwortlichen nur von der eigentlichen Ursache ablenken. Diejenigen, die die größte Reklame als angebliche ”Umweltschützer” machen, sind in Wahrheit die größten Verbrecher an der Umwelt – die globalen Agrar- und Finanzmonopolisten, die multi-nationalen Großkonzerne des Agrarsektors.

Was ist die Wahrheit ?

Die Ursachen liegen im Versagen des gegenwärtigen Weltgesellschaftssystem, im Weltkapitalismus, am zerstörerischen Leitmotiv dieser kapitalistischen Welt - im Profitstreben, dem ökonomischen Gesetz des Kapitalismus.

Will man also Mensch und Natur retten, dann muss man das Problem an der Wurzel anpacken, nämlich den Weltkapitalismus beseitigen und durch den Weltsozialismus ersetzen. Alles Andere dient der Verschleierung der Katastrophe, in die uns der Weltkapitalismus immer tiefer treibt.

50 Millionen Menschen sterben an Hunger (insbesondere in der Sahelzone - darunter Tausende von Flüchtlingen, die es nicht nach Europa geschafft haben). Die Zahl der Dürreopfer nimmt dramatisch zu, insbesondere als Folge einer verbrecherischen weltimperialistischen Klimapolitik.

Die Kapitalisten gehen über zerstörten Boden, gehen über Leichen.

Die durch das rücksichtlose und räuberische Profitstreben der globalen Agrarmonopolisten verursachte weltweite Landdegradation ist Folge für viele Konflikte in der Welt, für die Armutskrise, für die Migrationskrise, für die Wasserkrise und viele andere Krisen wie zum Beispiel die Versalzung oder Überdüngung der Böden. Dazu gehören auch 12 Millionen Hektar Mutterboden, die jedes Jahr weggeschwemmt oder weggeweht werden. Überall dort, wo der Mutterboden verschwindet, wird der Boden schneller erwärmt als irgendwo anders auf der Welt, wodurch sich der Teufelskreis der Klimaerwärmung weiter zuspitzt. Über die Hälfte aller Böden dieser Erde haben ihren ursprünglichen Kohlenstoffbestand bereits verloren und setzen in einem einzigen Jahr 100 Milliarden (!) Tonnen des gefährlichen Kohlenstoffs frei.

Bauern verlassen ihren Boden aber nicht nur aus Gründen der Klimaerwärmung, sondern sie werden zunehmend durch imperialistische Machtkonflikte zur Flucht gezwungen (Nigeria, Somalia, Jemen usw.) Als Wirtschaftsflüchtlinge werden Bauern nicht anerkennt, nicht anerkannt von Regierungen, die an der Verarmung der afrikanischen Bauern schuldig sind, indem sie in Afrika die Märkte überschwemmen und die einheimische Wirtschaft verdrängen.

Angesichts dieser alarmierenden Fakten wäre weltweit eigentlich ein schnelles und durchgreifendes politisches Handeln erforderlich, um dieses verbrecherische Treiben der Agrarmonopolisten zu stoppen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Nichts geschieht und die Allmacht der globalen Agrar- und Finanzmonopolisten nimmt weiter zu, täglich, stündlich, elementar.

Mit ”Dialogen”, ”Reformen” usw. war den Agrarräubern noch nie beizukommen. Umweltprojekte liegen in den Schubladen und verstauben dort. Dass sich tatsächlich etwas ändert, darauf hat die Weltbevölkerung Jahre lang vergebens gehofft und gewartet. Nein, Zeit war genug, um das Problem zu lösen. Aber man hat die Zeit sinnlos verstreichen lassen. Und das kann auch gar nicht anders sein, denn im Rahmen der kapitalistischen Weltordnung hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern.

Da, wo die Quellen des Weltkapitals fließen, versiegen die Quellen des Lebens von Mensch und Natur.

Die Agrarkapitalisten lassen sich nicht für kostspielige Projekte begeistern, wenn damit kein Profit zu machen ist. ”Umweltprojekte” dieser größten Umweltvernichter dienen höchstens der Verbesserung ihres Images, um noch mehr Umsatz zu machen. Hauptsache die Kasse klingelt. "Umweltschutzmaßnahmen", die den Hauptverursacher, den Weltkapitalismus unangetastet lassen, sind Betrug an der Menschheit.


Was ist also zu tun?

Klar, jeder stimmt mit uns überein, dass man diese rücksichtslose Ausbeuterei von Mensch und Natur stoppen muß. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Aber wie ? Mit Bitten und Betteln?

Die Wirklichkeit sieht doch überall gleich aus auf der Welt. Wenn es die Herrschaften an den Geldbeutel geht, dann wenden sie Gewalt an und Schrecken selbst vor Mord an demonstrierenden Bauern nicht zurück (WTO-Demo in Mexiko). Die Weltimperialisten führen sogar räuberische Kriege um die Ressourcen dieser Erde und sie zerstören diese dadurch.

Was ist also das letzte äußerste Mittel gegen die Reichsten der Reichen? Was bleibt der Menschheit noch übrig ?

Das ist revolutionäre Gewalt, das ist Hammer, Sichel und Gewehr !

Dies, unser Parteisymbol, das ist die einzige Sprache, die die Kapitalisten verstehen –


die Weltagrarrevolution,

sie ist Teil der sozialistischen Weltrevolution, die die Komintern (SH) propagiert, vorbereitet und organisiert.


Anders als mit Gewalt wird und kann es keine siegreiche globale Agrarrevolution geben, wird sich nichts an der elenden Situation von Mensch und Natur ändern.

Um die Agrarmonopolisten auf der ganzen Welt zu stürzen, kämpfen wir für den restaurierten Sozialismus, für den Weltsozialismus, für die Weltmacht der Arbeiter und Bauern, für die Diktatur des Weltproletariats, für die sozialistische Weltrepublik. Nur so bekommen wir die nötigen Machtinstrumente in die Hand, um die Macht der Agrarmonopole zu brechen.

Und wir können und wollen sofort mit einschneidenden Maßnahmen nach der siegreichen globalen Agrarrevolution beginnen.

Die landwirtschaftlichen Produktivkräfte der Weltwirtschaft sind durch die Globalisierung bereits so gut entwickelt, dass wir sie einfach übernehmen können, sobald wir an der Macht sind.

Der heutige Entwicklungsstand der landwirtschaftlichen Produktivkräfte reicht aus, um mit ihnen alle landwirtschaftlichen Probleme von heute lösen zu können.

Der entscheidende Hinderungsgrund dafür sind einzig und allein die weltimperialistischen Produktionsverhältnisse. Diese müssen zerschlagen werden. Das ist alles.

Die Produzenten brauchen eigentlich nur die weltimperialistischen Eigentumsverhältnisse außer Kraft setzen und die Produktivkräfte global vergesellschaften, das heißt in ihre eigenen Hände nehmen, um sie sinnvoll einzusetzen.

Das sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln beschränkt sich nicht auf die Stadt, sondern schließt das Dorf mit ein. Dies gilt auch im Weltmaßstab.

Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ist nicht nur für den Aufbau der sozialistischen Landwirtschaft in einem einzelnen Land eine grundlegende Voraussetzung, sondern auch im Weltmaßstab, also für den Aufbau der Landwirtschaft im Weltsozialismus.

Diese Grundvoraussetzung ist erforderlich, und zwar unabhängig vom unterschiedlichen Entwicklungsstadium der Landwirtschaft in den einzelnen Ländern.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die unterschiedlichen Bedingungen in jedem Land ignoriert werden sollen. Im Weltsozialismus ist die Kollektivierung der Landwirtschaft nicht im gleichen Tempo in jedem Land umsetzbar.

Die Umwandlung in eine sozialistische Landwirtschaft würde von der Komintern (SH) in wenigen Jahren vollzogen sein, also viel schneller und gründlicher, als das unter den Bedingungen in Albanien möglich gewesen wäre.

Vor Allem sind die technischen Voraussetzungen bereits hierfür ausreichend vorhanden, die in Albanien erst noch aus dem Nichts heraus geschaffen werden musten.

Aber auch die finanziellen Möglichkeiten zum Aufbau des Agrarsektors im Weltsozialismus sind unvergleichlich besser, als zum Aufbau des Sozialismus in Albanien.

Unsere weltsozialistische Landwirtschaft würde sich nicht mit der Vergesellschaftung der globalisierten großagrarischen Unternehmen begnügen. Ergänzend werden wir auch sozialistische Projekte der Kleinproduktion ins Leben rufen. Im Gegensatz zur Verdrängungspolitik der Großagrarier machen wir die kleinen Produktionsstätten nicht gewaltsam platt. Unter Kontrolle der Komintern (SH) lässt sich die Kleinproduktion problemlos in den Weltsozialismus integrieren, ohne dass daraus wieder kapitalistische Verhältnisse restauriert werden können.

Für die Wiederherstellung der verarmten Böden würden von uns reichlich Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, um das Leben auf dem Lande wieder lebenswert zu machen.

Mit der Zerschlagung der weltimperialistischen Produktionsverhältnisse würden wir in kürzester Zeit nicht nur das Hungern der Weltbevölkerung stoppen, sondern auch sofort mit der Wiederherstellung der zerstörten Böden beginnen.

Wir würden das ganze kapitalistische Ökosystem revolutionär umkrempeln und in ein nachhaltiges, sozialistisches Ökosystem verwandeln.

Unter der Diktatur des Weltproletariats wird es keine Verbrechen an der Umwelt mehr geben.

Die Trinkwasserquellen würden wieder für alle Menschen auf der Erde fließen.

Das Weltklima würde sich wieder erholen.

Die durch die Agrarkapitalisten verursachten sozialen Konflikte wären für immer beseitigt.

Die Versorgung der ländlichen Weltbevölkerung wäre gewährleistet, die Landflucht gestoppt und rückläufig, bzw. beseitigt.


Und all diese Maßnahmen der Komintern (SH) tragen nachhaltig zur Festigung des Weltfriedens bei, sobald die sozialistische Weltrevolution der Arbeiterklasse, mit den Bauern an ihrer Seite, gesiegt hat.


Es lebe der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus – Genosse Enver Hoxha !

Es lebe die Wiederherstellung des Sozialismus in Albanien.

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

Es lebe die Diktatur des Weltproletariat !

Es lebe das revolutionäre Bündnis der Arbeiter und armen Bauern !

Es lebe die sozialistische Agrarrevolution !

Es lebe die sozialistische Ökorevolution !

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus !

Es lebe die Komintern (SH) !


19. 10. 2018

Wolfgang Eggers