Stellungnahme der Komintern (SH)

vom 22. Oktober 2017



Mit dem heutigem Tag hat die Komintern (SH) ihre freundschaftlichen Beziehungen zur Gruppe "Matin Rouge" (Marokko) abgebrochen



Begründung:


Unsere Toleranz gegenüber Fehler befreundeter Organisationen enden stets mit jenem Zeitpunkt und immer dort, wo unsere kameradschaftliche Kritik ignoriert wird, wo auf prinzipielle Fehler beharrt wird und dadurch unsere stalinistisch-hoxhaistischen Prinzipien verletzt werden, auf denen unsere Beziehung und unsere Zusammenarbeit beruhen.


Hier geht es nicht um irgendwelche unwichtige Fehler, sondern um prinzipielle Abweichungen von der Generallinie der Komintern (SH), nämlich ob man den Stalinismus-Hoxhaismus als Grundlage der Zusammenarbeit mit der Komintern (SH) anerkennt oder ablehnt.


I


"Matin Rouge" lehnt die Ideologie des Stalinismus-Hoxhaismus ab


(ideologische Kritik)


"Matin Rouge" lehnt die Zusammenarbeit mit der Komintern (SH) auf der Grundlage des Stalinismus-Hoxhaismus ab. Und umgekehrt: Die Komintern (SH) lehnt die Zusammenarbeit mit "Matin Rouge" ab, weil sie den Stalinismus-Hoxhaismus verleugnet.

Es ist das unbestreitbare Recht von "Matin Rouge", ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ohne sich von der Komintern (SH) bevormunden zu lassen. Es steht ihnen frei, für oder gegen den Stalinismus-Hoxhaismus zu sein.

Aber folgerichtig ist es dann ebenso unbestreitbar, dass die Komintern (SH) ihrerseits ihre eigenen Entscheidungen trifft, ohne sich von abweichenden Positionen von "Matin Rouge" bevormunden zu lassen.

Wir haben das Recht, uns unsere Freunde selber auszusuchen bzw. die Freundschaft mit denjenigen aufzukündigen, die wir nicht mehr als Freunde betrachten können, weil sie nicht den korrekten Weg gehen.

Wir beurteilen Freunde danach, welche Haltung sie zum Stalinismus-Hoxhaismus einnehmen.

Der Zentrismus der marokkanischen Zeitung "Matin Rouge" ("Roter Morgen") dient der Anpassung des Stalinismus-Hoxhaismus an den Neo-Revisionismus.

Diese Gruppe bestreitet die Existenz des Stalinismus-Hoxhaismus als Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus. Damit stellt sie sich auf die Seite der Neo-Revisionisten, die den Stalinismus-Hoxhaismus von Anfang an geleugnet haben.

Stalinismus-Hoxhaismus und Neo-Revisionismus sind antagonistische, unversöhnliche Ideologien. Die eine ist die proletarische Ideologie und der andere ist eine bürgerliche Ideologie.

Ist es nicht klar, dass die Komintern (SH) die Freundschaft mit solchen Organisationen abbricht, die den Stalinismus-Hoxhaismus mit dem Neo-Revisioinismus versöhnen wollen?


Welchen Charakter hat der Zentrismus von "Matin Rouge"?

Diese Gruppe versteckt ihren Zentrismus hinter ihrem angeblichen "Anti-Zentrismus".

In Worten sind sie "Anti-Zentristen" – in Taten verstecken sie sich hinter ihrem eigenen Zentrismus.

Worin besteht der Zentrismus der Gruppe "Matin Rouge"?

Der Zentrismus der Gruppe "Matin Rouge" besteht darin, dass die Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus zwar "anerkannt" werden, jedoch ohne den Stalinismus-Hoxhaismus anzuerkennen.


Die Zentristen sind also gefährliche Leute, die einen Keil zu treiben versuchen zwischen den Marxismus-Leninismus und dem Stalinismus-Hoxhaismus.

Kann man die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus verteidigen, wenn man sich gleichzeitig weigert, den Stalinismus-Hoxhaismus als Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus anzuerkennen? Wir sind der Auffassung, dass diese falsche Haltung mit dem historischen Entwicklungsweg und dem dialektischen Entwicklungsprozess der proletarischen Ideologie unvereinbar ist.

Kurz: Wer nicht den Stalinismus-Hoxhaismus verteidigt, der kann auch nicht den Marxismus-Leninismus verteidigen.

Deswegen kann und wird es niemals Einheit mit den Zentristen geben. Wir verstehen unter Einheit mit befreundeten Organisationen nicht die Einheit mit den Neo-Revisionisten, sondern gegen die Neo-Revisionisten. Und wenn befreundete Organisationen weder bereit sind, Selbstkritik zu üben, noch ihre anti-stalinistisch-hoxhaistischen Positionen zu korrigieren, dann tragen sie dafür ganz allein die Verantwortung.

Die Gruppe "Matin Rouge" hat uns erklärt, dass es ihnen gleichgültig ist, ob die Komintern (SH) mit der Position von "Matin Rouge" einverstanden ist oder nicht. Sie haben uns mitgeteilt, dass sie ihren falschen Kurs so oder so fortzusetzen gedenken.

"Mit oder ohne die Komintern (SH)" [!] – so lautet ihre Antwort.

Mit anderen Worten: Es ist der Gruppe "Matin Rouge" vollkommen egal, welche Meinung die Komintern (SH) hierzu vertritt.

Auf die Freundschaft mit der Komintern (SH) schwören, aber mit den Feinden der Komintern (SH) kollaborieren – was ist das ? Das ist Betrug an der Komintern (SH).

Und was macht die Komintern (SH) mit Betrügern?

Betrüger, die das Vertrauen der Komintern (SH) missbrauchen, können nicht auf Gnade hoffen.

Wir haben die Zentristen nie unterstützt und werden sie auch nie unterstützen. Wir haben die Zentristen stets als das bekämpft, was sie sind, nämlich als Feinde des Stalinismus-Hoxhaismus.

Die Komintern (SH) hat daher beschlossen, unsere freundschaftlichen Beziehungen zu "Matin Rouge" abzubrechen.

Dieser Beschluss wurde nicht spontan gefasst, sondern ist das Resultat der sich häufenden negativen Erfahrungen, die wir von Anfang an mit dieser marokkanischen Gruppierung gemacht haben.



II


Was sind die einzelnen konkreten Gründe für unsere Trennung von "Matin Rouge" ?

(politische Kritik)




Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, war die


Propagierung der revisionistischen

"national-demokratischen Revolution" ("Matin Rouge")


"Matin Rouge" sieht sich mit ihrer Losung von der "national-demokratischen Revolution in der Rolle des "Verteidigers" der marxistisch-leninistischen Lehre des Genossen Enver Hoxha und betrachtet die Komintern (SH) hingegen als Verfälscher, weil wir angeblich die Vorstufen zur sozialistischen Revolution "überspringen" wollten. Für "Matin Rouge" ist das ein eindeutiger "Beweis" für unser "Sektierertum" und "Dogmatismus".


Wer hat Recht ?

"Matin Rouge" oder die Komintern (SH) ?


Die Komintern (SH), die Enver Hoxha im Jahre 2000 auf die Stufe des 5. Klassikers des Marxismus-leninismus gehoben und gegen die Verfälschungen seiner Lehre durch die Neo-Revisionisten bis heute prinzipientreu verteidigt hat, bezweifelt nicht die Richtigkeit der Lehre des Genossen Enver Hoxha.

"Matin Rouge" scheint noch nie etwas davon gehört zu haben, dass die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus stets als "Dogmatiker" und "Sektierer" kritisiert wurden. Von wem kommt diese Kritik ? Diese Kritik kommt nie von der Arbeiterklasse, sondern nur von ihren Gegnern. Es sind stets die Revisionisten gewesen, welche zuerst Marx und Engels, dann Lenin und Stalin, und heute Enver Hoxha als "Dogmatiker" und "Sektierer" beschimpft haben. Stets wurden die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus als "Verfälscher" und Verräter der Lehren ihrer Vorgänger beschuldigt. Heute sind es die Neo-Revisionisten, die die Stalinisten-Hoxhaisten als "Sektierer" und "Dogmatiker" beschimpfen.

Nachdem sie Jahrzehnte lang von Enver Hoxha nichts mehr wissen wollten und seine Lehren für immer begraben wollten, trat die Komintern (SH) auf die Bühne der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung. Es gibt niemanden sonst auf der Welt, der die Lehren Enver Hoxhas überall ( übrigens auch in den arabischen Ländern!) verbreitet wie es die Komintern (SH) tut. Niemand tut das. Hierin unterscheidet sich "Matin Rouge" durch Nichts von den Neo-Revisionisten ! Wiederholt haben wir gefordert, dass die Schriften von Enver Hoxha endlich auch in die arabische Sprache übersetzt werden. Wir haben diese Forderung nicht nur an "Matin Rouge" gestellt, sondern an die gesamte arabische Welt. Bis heute stoßen wir auf taube Ohren. "Matin Rouge" muss sich erst um die "national-demokratische Revolution" kümmern und kann die Zeit nicht mit der Verbreitung der Schriften von Enver Hoxha verschwenden. Lästige Übersetzungsarbeit scheuen übrigens nur die wahren Dogmatiker und Sektierer. Einpaar Zitate herausgreifen und sie vor den Karren der "national-demokratischen Revolution" spannen – das reicht ihnen vollkommen aus. Dass der Hoxhaismus eine Wissenschaft ist, die man ernsthaft und gewissenhaft studieren muss, um sie auf die heutigen Bedingungen in Marokko korrekt anwenden zu können, dazu ist "Matin Rouge" weder fähig noch willens. Unserer Meinung nach verteidigt "Matin Rouge" den Genossen Enver Hoxha nur in Worten. In Taten aber üben sie Verrat an den Lehren des Genossen Enver Hoxha ! Die Befreiung der arabischen Welt ist unmöglich, ohne sich von den Lehren des Genossen Enver Hoxhas leiten zu lassen. Meisterhafte Anwendung beinhaltet auch die Verankerung des Hoxhaismus im Bewusstsein der Arbeiterklasse und nicht nur im eigenen Kopf. Hat "Matin Rouge" diese wichtige Aufgabe erfüllt ? Nein, denn sie hat sich hauptsächlich um Studenten gekümmert und nicht um die Arbeiter. Die Komintern (SH) hat allen Genossinnen und Genossen in der gesamten arabischen Welt gelehrt, dass man Enver Hoxha nicht verteidigen kann, wenn man sich weigert, seine Lehren in der arabischen Arbeiterklasse zu verbreiten. Diese revolutionäre Aufgabe kann jedoch durch nichts Anderes gewährleistet werden, als durch arabische Übersetzungsarbeit. Aber wozu braucht die marokkanische Arbeiterklasse die Lehren von Enver Hoxha? Die Leute von "Matin Rouge" sind der Meinung, dass es vollkommen ausreicht, wenn sie selber einpaar Bücher von Enver Hoxha gelesen haben. "Matin Rouge" jammert über das Analphabetentum in Marokko. Sie selber aber sind nicht imstande, der marokkanischen Arbeiterklasse das ABC des Hoxhaismus zu lehren. Einfach nur zu behaupten, dass Enver Hoxha "einpaar Beiträge zum Marxismus-Leninismus" geleistet haben soll, heißt noch lange nicht dasselbe, wie, Enver Hoxha als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus anzuerkennen. In Worten erkennt "Matin Rouge" den Genossen Enver Hoxha als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus an, aber in Taten reicht es nur für einen 4½. Klassiker. Und deswegen ist "Matin Rouge" genauso neo-revisionistisch wie ihre Freunde von der ICMLPO.


Wir haben den Kampf gegen die Vertreter der Ideologie der 4½ Klassiker aufgenommen und sind jetzt zu den Führern des Kampfes gegen die Neo-Revisionisten geworden.

Und das ist den Neo-Revisionisten natürlich ein Dorn im Auge. Also bleibt den Neo-Revisionisten nichts Anderes übrig, als sich gegen uns zu verteidigen. Wie tun sie das ? Sie versuchen uns mit unseren eigenen Waffen zu schlagen. Und als Speerspitze dient ihnen "Matin Rouge" in Marokko. "Matin Rouge" soll den Neo-Revisionisten die Kastanien aus dem Feuer holen. Und das ist auch schon die Enthüllung der ganzen Wahrheit, die hinter der Losung von der "national-demokratischen Revolution" im Verborgenen gehalten wird. Die Neo-Revisionisten haben die Lehren von Enver Hoxha "wiederentdeckt", aber nur aus einem Grund: Sie brauchen die Restauration der Lehren Enver Hoxhas, um gegen die Komintern (SH) zu kämpfen. Mit diesem Betrug gehen die Neo-Revisionisten gegenwärtig in der ganzen Welt auf Stimmenfang. In Afrika hat diese Aufgabe die KP Togos übernommen, welche sich mit "Matin Rouge" zum gemeinsamen Vorgehen gegen die Komintern (SH) am 18. November treffen will. Da haben wir den Beweis: "Matin Rouge" kollaboriert offen mit den Neo-Revisionisten ! Die so genannte "Volksfront" der Neo-Revisionisten ist keine Front gegen die bürgerlichen Parteien, sondern mit den bürgerlichen Parteien. Es ist in Wirklichkeit eine neo-revisionistische Einheitsfront gegen die Komintern (SH), die da geschmiedet wird ! Um dieses Ziel zu erreichen, hat "Matin Rouge" erst einmal die Maske eines angeblichen "Gegners der Neo-Revisionisten" aufgesetzt, um die Komintern (SH) zu täuschen. Und auf diese betrügerische Weise hat sich "Matin Rouge" die Freundschaft mit der Komintern (SH) erschlichen. In Wahrheit sind sie gefährlicher als die offenen Neo-Revisionisten, weil "Matin Rouge" die Rolle einer "anti-neo-revisionistischen" Organisation spielt. Aber mit ihrer Offenbarung von der "national-demokratischen Revolution" haben sie sich selbst in den Sumpf des neo-revisionistischen Lagers begeben. Die Losung von der "national-demokratischen Revolution" ist nichts Anderes als die Anwendung der Dimitroff'schen "Volksfront"-Politik auf die Situation in den von den Imperialisten ausgebeuteten und unterdrückten Ländern, wie zum Beispiel in Marokko. Mit unserer heutigen Stellungnahme haben wir die Maske der Neo-Revisionisten herunter gerissen. Ihre wahren Absichten wurden von uns durchschaut und entlarvt. Nun erfährt die marokkanische Arbeiterklasse, und ebenso die Arbeiterklasse in vielen anderen Ländern der Welt, die Wahrheit. Je besser es der Arbeiterklasse gelingt, die wahren Freunde von falschen "Freunden" zu unterscheiden, desto bessere Voraussetzungen schafft sie sich für den Sieg der sozialistischen Revolution. Die Aufdeckung des Betrugs von "Matin Rouge" ist ein Sieg gegen den Neo-Revisionismus. Wenn "Matin Rouge" immer tiefer in den neo-revisionistischen Sumpf marschiert ist, dann ist das ganz allein ihre eigene Sache. Wir werden ihnen weder folgen, noch sie aus dem Sumpf herausziehen.


Wohin hat die bürgerliche Unabhängigkeitsbewegung in Afrika geführt ? Die "national-demokratische Revolution" hat solche Faschisten wie Mobutu und Konsorten hervorgebracht, die die Völker Afrikas im Blut erstickt haben, so wie auch das Blut der arabischen Völker geflossen ist und weiter fließt. "Matin Rouge" macht sich mit der Restauration der "national-demokratischen Revolution" zum Werkzeug dieser faschistischen afrikanischen Führer, die Enver Hoxha prinzipienfest bekämpft hat. Ist es da nicht höchste Zeit, dass die Komintern (SH) sich von solchen falschen "Freunden" wie "Matin Rouge" trennt ?


"Matin Rouge" hat den schwer wiegenden Fehler begangen, die historischen Bedingungen zur Zeit Enver Hoxhas, dogmatisch und unmodifiziert der heutigen Lage überzustülpen, die sich inzwischen zweifellos weiter entwickelt hat. Darf ein Marxist-Leninist die historischen Veränderungen des objektiven Faktors der Revolution ignorieren ? Wir sind der Auffassung, dass dies nicht marxistisch-leninistisch, sondern dogmatisch ist.

"Matin Rouge" hat den Fehler gemacht, die Lage in Albanien und in die Lage in Marokko unkritisch gleichzusetzen. Darf ein Marxist-Leninist die Besonderheiten der Revolution im eigenen Land ignorieren ? Wir sind der Auffassung, dass dies nicht marxistisch-leninistisch, sondern dogmatisch ist.

"Matin Rouge" hat nicht bemerkt, dass die Lehren von Enver Hoxha auf die Bedingungen vor über 70 Jahren zutreffend waren, während wir heute im Zeitalter der Globalisierung leben. Was bedeutet das für den veränderten Charakter der Revolution in Marokko ?

Inzwischen hat der Weltimperialismus alle Länder der Welt in kapitalistische Länder verwandelt. Mehr als das. Ehemalige Kolonien, wie Brasilien, Indien und Südafrika, wurden in imperialistische (!) Länder verwandelt und bilden mit den anderen BRICS-Ländern sogar eine Allianz von Großmächten, die welthegemonistische Pläne schmieden. Hat „Matin Rouge“ vergessen, was Lenin über den Imperialismus gelehrt hat ? Imperialismus bedeutet höchste (und letzte !!!) Stufe des Kapitalismus. Der Kapitalismus in Afrika hat bereits damit begonnen zu verfaulen und zu zerfallen und "Matin Rouge" will seine Existenz durch die "nationaldemokratische Revolution" (?!) aufrechterhalten. Der Genosse Enver Hoxha vor 70 Jahren konnte eine solche wirtschaftliche Entwicklung in Afrika nicht vorhersehen. Verantwortlich gemacht werden kann nur die Gruppe "Matin Rouge", die sich weigert, ihre Augen zu öffnen, um zu sehen, was in ihrem eigenen Land passiert!


Bekanntlich wird der Profit der Kapitalisten aus der Mehrarbeit der Arbeiterklasse herausgepresst. So bildete die Arbeiterklasse in Afrika ein unerschöpfliches Reservoir an billigen Arbeitskräften. Es werden nicht mehr nur Bodenschätze ausgeraubt, sondern überall in Afrika wurden ausländische Fabriken gebaut und modernste landwirtschaftliche Produktionsmittel nach Afrika gebracht. Nach 70 Jahren hat sich Afrika zu einem kapitalistischen Kontinent entwickelt – ausgestattet mit modernster Infrastruktur und neuester Technologie. Hieraus ist eine völlig neue afrikanische Arbeiterklasse hervor gegangen, eine Klasse, die der Kapitalismus hervorgebracht hat, eine neue Armee von Totengräbern des Kapitalismus! Heute stehen all diese ökonomischen Errungenschaften für den Aufbau des Sozialismus zur Verfügung, die es zur Zeit von Enver Hoxha noch nicht gab. Es ist der Weltimperialismus, der Afrika für die sozialistische Revolution reif gemacht hat. Alles, was an objektiven Bedingungen für den Aufbau des Sozialismus in Afrika notwendig ist, ist bereits durch die Globalisierung in ausreichendem Maße geschaffen worden. Die Gruppe "Matin Rouge" will jedoch nichts über den direkten Weg zum Sozialismus wissen und will sich zunächst auf eine bequeme Zwischenstufe zwischen Kapitalismus und Sozialismus niederlassen. Das hat weniger mit dem Leninismus zu tun, als vielmehr mit dem Revisionismus. Was ist Freundschaft wert, wenn die Gruppe "Matin Rouge" gleichzeitig den direkten Weg der Komintern (SH) zum Sozialismus durch die sozialistische Revolution und die Zwischenstufe der "nationalen demokratischen Revolution" befürwortet. Beide Wege zum Sozialismus schließen sich gegenseitig aus. Die Gruppe "Matin Rouge" möchte jedoch mit seinem kleinbürgerlichen Fuß auf dem Umweg der „nationaldemokratischen Revolution“ gehen und mit ihrem proletarischen Fuß auf dem direkten Weg der sozialistischen Revolution gehen. Und diese Art von Akrobatik kann den Fall von "Matin Rouge" nicht brechen. Dieser Balanceakt bedeutet nichts anderes als das Scheitern des Zentrismus auf dem Gebiet der Politik. Entweder kleinbürgerlicher Weg oder proletarischer Weg – einen Zwischenweg gibt es nicht.


Die Komintern (SH) lehrt:

Marokko ist ein Land mit einer kapitalistischen Klassengesellschaft. In Marokko herrscht das Kapital, herrscht die Bourgeoisie. Der Hauptwiderspruch ist der zwischen Kapital und Arbeit. Der Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital kann nicht durch die "nationale demokratische Revolution", sondern nur durch die gewaltsame sozialistische Revolution gelöst werden. Dies entspricht den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus und der Generallinie der Komintern (SH). Die sozialistische Revolution steht heute auf der Agenda der marokkanischen Arbeiterklasse (siehe unser Artikel: "Welche Bedeutung hat die marokkanische Revolution für die sozialistische Weltrevolution?." ).


Eure Begründung für die national-demokratische Revolution: „Marokko sei noch kein entwickeltes Land, weil die Produktivkräfte noch nicht ausreichen“ für den Übergang zum Sozialismus, sind fast wörtlich kopiert von Kautsky. Das ist reinster Ökonomismus (siehe Lenin). Der Aufbau des Sozialismus in Marokko könnte sofort beginnen, sobald das marokkanische Proletariat die Diktatur des Proletariats errichtet hat. Wer also für den Sozialismus in Marokko kämpfen will, der muss auf dem direkten Wege für die Diktatur des Proletariats kämpfen, um die Produktionsmittel zu vergesellschaften zu können. Das ist nur mit der sozialistischen Revolution, aber nicht mit der nationalen Demokratie möglich, in der die Produktionsmittel in den Händen der herrschenden Klassen unangetastet bleiben, und ebenso die Klassengesellschaft des Kapitalismus. Das marokkanische Proletariat wird den direkten Weg zum Sozialismus wählen und nicht den revisionistischen Weg der ökonomistischen „Stadientheorie“.


Ausgerechnet zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution propagiert "Matin Rouge" nicht etwa die sozialistische Weltrevolution, sondern die bürgerliche "national-demokratische Revolution". Das Proletariat kämpft auf der ganzen Welt für die sozialistische Revolution. Aber "Matin Rouge" will nicht, dass auch das marokkanische Proletariats für die sozialistische Revolution kämpft. Dies ist eine Provokation nicht nur gegenüber dem Weltproletariat, sondern auch gegenüber der marokkanischen Arbeiterklasse.

In Worten für die Oktoberrevolution – in Taten für die bürgerliche national-demokratische Revolution – das ist die Haltung von Neo-Revisionisten, aber nicht von Stalinisten-Hoxhaisten.

Was wir in: "100 Jahre Verrat an der Oktoberrevolution (Kapitel über den Verrat Dimitroffs)" geschrieben haben, dass trifft auch auf "Matin Rouge" zu.

"Matin Rouge" hat die Oktoberrevolution auf dem marokkanischen Basar verkauft, um sich dafür die national-demokratische Revolution einzuhandeln. Ein schlechtes Geschäft. Zu so einem Verrat ist nur das Kleinbürgertum fähig. Es ist die marokkanische Kleinbourgeoisie, die glaubt, dass ihre Existenz als Klasse dadurch erhalten bleibt, dass sie das Proletariat an die Bourgeoisie verkauft. Es ist aber ein Trugschluss des Kleinbürgertums, zu glauben, dass sie sich damit als Klasse retten kann. Diese Klasse hat keine Zukunft, weder in Marokko, noch sonstwo auf der Welt. Das Kleinbürgertum ist zum Sterben verurteilt, so radikal es sich auch immer dem Proletariat anbiedern mag.


Welche Haltung nimmt "Matin Rouge" zu den Neo-Revisionisten der ICMLPO ein ?


Als Zentristen, die sie sind, wollen sie gute Freunde sowohl mit der ICMLPO als auch mit der Komintern (SH) sein. Wir verzichten jedoch auf solche "Freunde", die die Freunde unserer Feinde sind.



Schon vor einigen Jahren haben wir kritisiert, dass die brasilianische Partei der ICMLPO propagiert wurde. Und heute ? Bis heute hat sich daran nichts geändert. Heute kollaboriert "Matin Rouge" mit der KP Togo. Die KP Togo hat sich wohlgemerkt bis heute nicht von der ICMLPO distanziert. Es gibt auch keine Selbstkritik. Obwohl die KP Togos der ICMLPO angehört, hält "Matin Rouge" die KP Togos für die "einzige Partei in Afrika, die auf dem Boden der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus steht". So etwas behauptet "Matin Rouge" von einer Partei, die das Komintern (SH) Logo der 5 Köpfe des Marxismus-Leninismus geklaut haben ! Die KP Togo okkupiert die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus für sich ganz allein. In der Bildunterschrift ist zu lesen:

Das berühmte 'C' [Kommunisten] ist unsere eigene Identität, die uns von allen (!) anderen politischen Parteien unterscheidet.“ Das kann ja wohl nichts Anderes heißen, als sich auch von der politischen Weltpartei, der Komintern (SH), zu unterscheiden, mit deren Logo sich die KP Togis schmückt. So eine Frechheit ist kaum zu übertreffen !

In der versöhnlichen Haltung gegenüber dem KP Togo taucht der Zentrismus von "Matin Rouge" wieder auf. Die fünf Köpfe der Klassiker des Marxismus-Leninismus werden missbraucht, um zu einem Sammelsymbol verschiedener ideologischer Strömungen zu entarten. "Matin Rouge" hat die Unverschämtheit, verschiedene Organisationen, darunter die ICMLPO und die Komintern (SH) unter dem Dach der 5 Klassiker zu vereinen! Dieser konterrevolutionäre Akt ist ein Angriff auf die proletarische Ideologie, auf das Weltproletariat und die Komintern (SH). Die 5 Köpfe des Marxismus-Leninismus gehören zur Komintern (SH), gehören zu uns Stalinisten-Hoxhaisten! Und niemand anderem! "Matin Rouge" sind Konterrevolutionäre, weil sie die Komintern (SH) verraten haben, die im Jahr 2000 die 5 Köpfe der Klassiker des Marxismus-Leninismus selbst geschaffen hat - nicht zuletzt als Symbol des Kampfes gegen den Neo-Revisionismus. Der Neo-Revisionismus ist die Hauptgefahr in der heutigen kommunistischen Weltbewegung! Und Versöhnung mit den Neo-Revisionisten ist Verrat gegen Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha! „Matin Rouge“ sind Verräter der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, und als solche haben sie durch die stalinistisch-Hoxhaisten bekämpft werden!

Die KP Togos ist nicht die einzige Partei auf der Welt, die das Logo der Komintern (SH) geklaut hat. Von den Feinden der Komintern (SH) ist nichts Anderes zu erwarten, aber von unseren Freunden ?

Auch hat "Matin Rouge" ohne Erlaubnis das Partei-Logo der Komintern (SH) für ihre facebook-Seite als Heading verwendet, ohne die Komintern (SH) um Erlaubnis zu fragen. Das Logo der Weltpartei kann nur von den Sektionen der Komintern (SH) verwendet werden – von niemandem sonst. Unter Protest der Komintern (SH) hat "Matin Rouge" das Logo wieder aus dem Internet zurückgenommen.


Ein anderes Beispiel der Fäschung der 5 Köpfe der Klassiker des Marxismus-Leninismus: "Matin Rouge" hat in einem ihrer Logos die 5 Klassiker in einer Reihe mit marokkanischen Führern abgebildet. Auch dies haben wir kritisiert als unzulässige Entwertung der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus. Das kümmert die Leute von "Matin Rouge". Sie verwenden diese Entstellung der 5 Köpfe weiterhin in der Öffentlichkeit. "Matin Rouge" vertritt den Standpunkt: "Jeder hat die Freiheit, mit den 5 Köpfen der Klassiker des Marxismus-Leninismus zu machen, was er will !"



Und der Name"Matin Rouge"? Das ist der abgekupferte Name des Zentralorgans unserer Partei, der KPD/ML von Ernst Aust! Unter dem Namen unseres Zentralorgans verkaufen sie ihren Opportunismus und beschmutzen damit den revolutionären Geist unserer Partei. Auf Deutsch nennt man das: "Sich mit fremden Federn schmücken!"


"Matin Rouge" bedient sich aber nicht nur unserer Namen. Sie missbrauchen auch die Publikationen der Komintern (SH), um dahinter ihren neo-revisionistischen Kurs zu verbergen.

Das wird besonders deutlich daran, wie "Matin Rouge" mit unserem Artikel umgesprungen ist:

"Welche Bedeutung hat die marokkanische Revolution für die sozialistische Weltrevolution?."


"Matin Rouge" ist nicht einverstanden mit der Komintern (SH) – ok. Warum kritisiert "Matin Rouge" dann nicht die Komintern (SH) ? Hätten sie nicht mit uns darüber diskutieren können ? Das taten sie aber nicht. Was taten sie stattdessen ? Sie pickten sich nur einpaar Absätze aus dem Artikel, die ihnen politisch in ihren opportunistischen Kram passten. Von der sozialistischen Revolution in Marokko, die im Artikel hauptsächlich propagiert wird, will "Matin Rouge" nichts wissen. Über die sozialistische Revolution in Marokko hat "Matin Rouge" nichts veröffentlicht. Was ist das für eine schäbige Haltung unter Freunden ? Trotz häufiger Nachfragen haben wir keine Antwort erhalten, warum der Artikel der Komintern (SH) weder in arabisch noch in französisch übersetzt und veröffentlicht worden ist. Für wen hat die Komintern (SH) denn den Artikel geschrieben ? Für das marokkanische Proletariat. Aber "Matin Rouge" will anscheinend nicht, dass unser Artikel vom marokkanischen Proletariat gelesen wird. Ist das die Art, die "Matin Rouge" unter "Zusammenarbeit" mit der Komintern (SH) versteht? Wir empfinden hierfür nur Verachtung, um so mehr, als unser Gründer und Führer der Komintern (SH) diesen Artikel auf euren Wunsch hin extra für euch geschrieben hat.


Ferner verstehen wir nicht, warum "Matin Rouge" uns nicht aufklärt darüber , warum sie kürzlich Opportunisten aus ihren Reihen ausgeschlossen haben. Wir haben auch öfters nach ihrer Einschätzung des Klassenkampfes in Marokko gefragt. Aber "Matin Rouge" lässt uns hierüber im Unklaren.



III


der Opportunismus von "Matin Rouge" in der organisatorischen Frage.


(organisatorische Kritik)


Zu den Voraussetzungen des Sieges gehört nicht nur der objektive Faktor, sondern auch der subjektive Faktor. Der alte Typ der kommunistischen Parteien in Afrika entspricht heute nicht mehr den Anforderungen in einer globalisierten Welt. Heute braucht man in jedem Land die Sektion einer Weltpartei. Heute kann die globaliserte Herrschaft des Weltimperialismus nur durch die sozialistische Weltrevolution gestürzt werden durch die globalisierte Vereinigung der Proletarier ALLER Länder (einschließlich Marokko) in einer Kommunistischen Internationale, der höchsten Form der Klassenorganisation des Weltproletariats. Heute geht es in Marokko nicht um eine national-demokratische Revolution, die von einer nationalen Partei geführt wird, sondern heute geht es um die Schaffung einer internationalen Armee des Weltproletariats, für die die Stalinisten-Hoxhaisten in Marokko ihren internationalsitischen Beitrag zu leisten haben, indem sie damit beginnen, die marokkanische Sektion der Komintern (SH) aufzubauen. Nur die marokkanische Sektion der Komintern (SH) ist unter der Führung der Komintern (SH) in der Lage und fähig, das marokkanische Proletariat zum Sieg der sozialistischen Revolution zu führen, und niemand sonst, auch nicht "Matin Rouge".


"Matin Rouge" ist eine Organisation, die nie die Absicht hatte und auch nicht hat, für die Gründung der marokkanischen Sektion der Komintern (SH) zu kämpfen. "Matin Rouge" ist wohl der Meinung, dass man keine marokkanische Sektion der Komintern (SH) bräuchte. Sie haben den titoistischen Weg des "spezifisch nationalen Wegs zum Sozialismus" gewählt, und zur Umsetzung ihrer revisionistischen "Stadientheorie" braucht "Matin Rouge" natürlich keine Kommunistische Internationale. Ja, da müssen wir "Matin Rouge" ausnahmsweise Recht geben: Für die nationale Demokratie braucht man keine bolschewistische Weltpartei. Dazu braucht man eine Partei, die das Proletariat in die national-demokratische Revolution führt. Sie brauchen keine bolschewistische, proletarische Partei, die das Proletariat zur sozialistischen Revolution führt.


"Matin Rouge" behauptet Stein auf Bein, sie sei "anti-maoistisch". Stimmt das? Nein. Das stimmt nicht. In Wirklichkeit handeln sie nicht anders als Mao: "Was geht mich die Komintern an? Sie schadet unserer national-demokratischen Revolution. Deswegen hat sich die Komintern gefälligst aus unseren eigenen Angelegenheiten herauszuhalten." Gibt es revolutionäre Aktionen von "Matin Rouge" gegen die chinesischen Imperialistenauf marokkanischem Boden? Nein, die gibt es nicht. In ihrer "national-demokratischen Revolution" bleibt der Kapitalismus unangetastet, und damit duldet "Matin Rouge" die Legalisierung der imperialistischen Ausraubung Marokkos.

Wir fragen uns: Was ist der proletarische Internationalismus wert, wenn die Notwendigkeit des Aufbaus der Sektionen der Komintern (SH) in allen Ländern der Welt ignoriert und geleugnet wird ? Das ist ein "proletarischer Internationalismus" nach dem Geschmack von Kleinbürgern, die das Proletariat vor den Karren ihres engstirnigen Nationalismus spannen. Das marokkanische Proletariat kann sich nicht losgelöst vom Weltproletariat befreien, sondern nur gemeinsam mit dem Weltproletariat. Und das ist ohne marokkanische Sektion unter der Führung der Komintern (SH) unmöglich. Die Arbeiter jedes Landes begreifen, dass ihr Sieg nur möglich ist durch ihre Vereinigung in einer proletarischen Weltorganisation. Es sind nur die kleinbürgerlichen Intellektuellen, die das nicht begreifen wollen, weil sie um ihren Führungsanspruch besorgt sind. Kleinbürgerliche Intellektuelle lehnen es ab, im Gleichschritt mit der Weltorganisation des Weltproletariats zu marschieren. Das Proletariat reiht sich in die proletarische Weltarmee ein, weil es weiß warum. Die kleinbürgerlichen Intellektuellen sind hierzu - auf Grund ihrer Klassenlage - nicht fähig. Das Wesen des Kleinbürgertums ist es, zu schwanken und aus der Reihe zu tanzen. So schwankt "Matin Rouge" zwischen Komintern (SH) und den Neo-Revisionisten hin und her, ohne sich für die eine oder andere Seite entscheiden zu können und sich unterzuordnen. Daher kommt auch ihr Hang zum Zentrismus. Der Zentrismus sichert "Matin Rouge" die Freiheit, sich über alles und jeden hinwegzusetzen. Sie sind überall und nirgends. "Matin Rouge ist dazu verdammt, früher oder später zwischen den Fronten der Bourgeoisie und des Proletariats zerquetscht zu werden.

Für "Matin Rouge" ist die Studentenbewegung das "führende revolutionäre Subjekt" und nicht die Arbeiterklasse im Bündnis mit den armen Bauern. Jedenfalls in ihrer Praxis läuft "Matin Rouge" der Studentenbewegung im Nachtrab hinterher. Die Studentenbewegung endet in den Armen des bürgerlichen Lagers, wenn die Arbeiterklasse nicht die Führung im Klassenkampf hat. Die Arbeiterbewegung wird sich trotz Niederlagen stets weiter entwickeln, auch dann, wenn die Studentenbewegung längst untergegangen ist. Die Arbeiterklasse ist die führende Kraft, ohne die die sozialistische Revolution und der Aufbau des Sozialismus unmöglich ist.

Jede Revolution in Marokko hat dazu geführt, dass die alte Ausbeuterklasse durch eine neue Ausbeuterklasse ersetzt wurde. Die proletarische Revolution ist die einzige Revolution in Marokko, die die gesamte Klassengesellschaft abschaffen und ihre Wiederherstellung unmöglich machen wird.
Nur der Kommunismus bietet dem marokkanischen Volk eine glückliche Zukunft.




IV


Was wird nun passieren nach der Trennung von der Gruppe "Matin Rouge"?

Ausblick in die Zukunft



Wird die Komintern (SH) weiterhin das marokkanischen Proletariat solidarisch im Kampf für die sozialistischen Revolution unterstützen?


Ja. Die Komintern (SH) steht weiterhin an der Seite des marokkanischen Proletariats. Wir stehen zu unserem Wort. Wir lassen die wahren Revolutionäre in Marokko nicht in Stich. Aber die revolutionäre Arbeiterklasse muss sich der Komintern (SH) anschließen und mit unserer Unterstützung selber den Kampf gegen die Neo-Revisionisten aufnehmen. "Matin Rouge" wird weiter versuchen, ihren kleinbürgerlichen Einfluss auf die Arbeiterklasse in Marokko auszuüben. Von der Bevormundung durch die Kleinbourgeoisie muss und kann sich die Arbeiterklasse nur selbst befreien. Wir können außerhalb Marokkos nur unseren solidarischen Beitrag als proletarische Internationalisten leisten.


Die Purifizierung von anti-kommunistischen Elementen aus unseren internationalen revolutionären Reihen ist im Klassenkampf unvermeidlich. Dies ist nicht die erste Trennung von falschen Freunden. In unserer 50 jährigen Kampfzeit hat es viele Trennungen gegeben, ohne die es uns heute nicht mehr gegeben hätte.

Eine bolschewistische Partei verdient nicht ihren Namen, wenn sie nicht den Mut und die Kraft hat, sich gegenüber den Opportunisten durchzusetzen und sie nicht aufs Haupt schlägt.

Die Trennung von falschen Freunden ist gut für die Revolution und schlecht für die Konterrevolution.

Durch die Trennung von falschen Freunden wird das Bewusstsein der Arbeiterklasse geschärft, wird die Arbeiterklasse gestärkt und nicht geschwächt. Die Purifizierung von fremden Elementen ist ein Entwicklungsgesetz der Reinhaltung der proletarischen Bewegung.

Die Reinhaltung der proletarischen Ideologie von Klassen-fremden Einflüssen ist ein Gesetz der Stärkung und Weiterentwicklung der proletarischen Ideologie.


Für die marokkanische Arbeiterklasse ist unsere Trennung von "Matin Rouge" ein wertvolles Lehrstück.

Man darf sich nicht durch Worte täuschen lassen. Revisionismus, der in "stalinistisch-hoxhaistisches" Geschenkpapier eingewickelt ist, bleibt Revisionismus.

Die Arbeiterklasse lässt sich nicht durch Worte überzeugen, sondern nur durch revolutionäre Taten. Das proletarische Klassenbewusstsein entwickelt sich nur, wenn die proletarische Ideologie mit der Wirklichkeit übereinstimmt und diese - in der revolutionären Praxis korrekt angewandt - sich als richtig erweist.


Wir gehen optimistisch in die Zukunft, denn wir glauben an den Sieg der Arbeiterklasse, der unvermeidlich kommen wird – trotz aller Hindernisse. Für uns ist die Trennung ein Hindernis, das wir aus dem Weg geräumt haben. Das ist eine Tat des proletarischen Internationalismus, mit der wir unsere unerschütterliches Vertrauen in die marokkanische Arbeiterklasse ausdrücken wollen.

Was würde mit dem marokkanischen Volk passieren, wenn es von seinen Verräter weiter in die Irre geführt wird? Wenn das marokkanische Volk sich befreien will, muss es seine falschen Freunde zum Teufel jagen.

Die marokkanische Arbeiterklasse wird uns nicht wegen der Zusammenarbeit mit dem Neorevisionisten loben. Im Gegenteil, die marokkanischen Arbeiter werden uns loben dafür, dass wir uns von falschen Freunden getrennt haben.

Die Revolution reinigt sich selbst.

Jede Revolution durchläuft von Anfang bis Ende einen bestimmten Prozess. So auch die Revolution in Marokko. Zuerst gibt es zu Beginn der Revolution viele "Freunde". Aber je weiter sich die Revolution entwickelt, desto mehr wirft sie die Opportunisten raus. Am Ende des Prozesses ist die Revolution reif genug geworden, um mit den gesellschaftlichen Kräften zu siegen, die sie auf ihrem Weg nicht verraten haben. Der Sieg der Revolution ist ohne ihren eigenen Reinigungsprozess unmöglich. Im Kampf gegen die Bourgeoisie werden die Arbeiter mehr und mehr die Absichten des Kleinbürgertums durchschauen, die die Arbeiter für kleinbürgerliche Interessen missbrauchen wollen. Die Trennung von „Matin Rouge“ ist Teil des Reinigungsprozesses der marokkanischen Revolution. Es vollzieht sich im Moment in Marokko ein Prozess, in dem sich die revolutionäre proletarische Bewegung vom kleinbürgerlichem Einfluss befreit. Damit erreicht die marokkanische Revolution von 2011 eine höhere Qualität. Stand die marokkanische Arbeiterklasse anfangs noch am Rand anderer aktiven Klassen, so wird die Arbeiterklasse in immer neuen Lernprozessen den Weg zur Führung der marokkanischen Revolution finden und einschlagen, und ihr einen proletarischen Stempel aufdrücken.

Um zu siegen, braucht die marokkanische Arbeiterklasse ihren Führungsstab, die marokkanische Sektion der Komintern (SH).

Wir rufen allen revolutionären Arbeitern in Marokko zu: Nehmt Kontakt zur Komintern (SH) auf. Wir werden euch beim Aufbau der marokkanischen Sektion helfen.



Vorwärts zur sozialistischen Revolution in Marokko!

Vorwärts bei der Errichtung der Diktatur des Proletariats in Marokko !

Es lebe das sozialistische Marokko in einer sozialistischen Welt !

Vorwärts beim Aufbau der marokkanischen Sektion der Komintern (SH) !

Es lebe die sozialistische Weltrevolution und die Diktatur des Weltproletariats !

Es lebe der Weltsozialismus und der Weltkommunismus !

Es lebe Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha !

Es lebe der Stalinismus-Hoxhaismus!

Es lebe die Komintern (SH)!


Komintern (SH)

Beschluss vom 22. 10. 2017

 

 

 


 



 

Stellungnahme der Komintern (SH)

vom 22. 10. 2017