" Es lebe Ernst Thälmann !"

Grußadresse der Komintern (SH)

aus Anlass des 70. Todestages

18. 8. 1944 - 18. 8. 2014

Heute, am 18. August 2014, wollen wir an den traurigen Tag erinnern, an dem unser Genosse Ernst Thälmann auf Hitlers Befehl von den faschistischen Mörderbanden erschossen wurde. Wir schwören, den heldenhaften Kampf Ernst Thälmanns so lange fortzusetzen, bis er mit einem Sieg geendet haben wird.

Diese Webseite wird von der Komintern (SH) aus Anlass des 70. Jahrestages der Ermordung des Genossen Ernst Thälmann veröffentlicht.

Wir veröffentlichen seine Schriften und Reden, seine Briefe und Aufsätze. Seine Reden und Schriften zur Komintern geben wir heute gesondert heraus.

Übersetzungen werden wir - entsprechend unserer begrenzten Kräfte - in englischer Sprache herausgeben.

Wir haben auch einen Bildband zusammengestellt, eine Photogalerie eingerichtet und die beiden DEFA-Spielfilme über Ernst Thälmann auf dieser Webseite zugänglich gemacht.

Ferner haben wir in deutscher Sprache die Rede des Genossen Ernst Aust zum 30. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns und seinen Zeitungsartikel im "Roten Morgen" herausgegeben (1974).

 

Es ist uns als Komintern (SH) am heutigen Tag eine große Ehre, besonders die internationalen Verdienste Ernst Thälmanns hervorzuheben zu würdigen.

 

Ernst Thälmann war Arbeiter.

Er war nicht nur der beste Führer der deutschen Arbeiterklasse, sondern auch ein herausragender Führer des Weltproletariats. An der Bolschewisierung der Kommunistischen Internationale hatte Ernst Thälmann maßgeblichen Anteil. Er war mit Abstand der beste Führer der Kommunistischen Internationale, den es außerhalb der Sowjetunion Lenins und Stalins jemals gegeben hat.

Auf dem III. Weltkongreß, der vom 22. Juni bis zum 12. Juli 1921 in Moskau tagte, nahm Ernst Thälmann als deutscher Delegierter zum ersten Mal teil. Hier lernte Ernst Thälmann Lenin kennen.

In der Nacht vom 23. zum 24. Januar 1924 hielt Ernst Thälmann an der Bahre Lenins von 0.00 bis 0.30 Uhr die Ehrenwache.

Ernst Thälmann begegnete Stalin zum ersten Mal auf dem V. Weltkongress der Komintern im Jahre 1924 in Moskau.

Diese Begegnung war der Beginn einer engen Zusammenarbeit der beiden Arbeiterführer. Stalin war der beste Lehrer und Berater der KPD unter der Führung Ernst Thälmanns. Stalin leistete den entscheidenden Beitrag zur Bolschewisierung der KPD, insbesondere mit seinen 12 Bedingungen für die Bolschewisierung der KPD. Diese berühmten stalinschen Bolschewisierungsthesen waren richtungsweisend für alle Sektionen der Komintern. Sie haben bis heute ihre aktuelle Bedeutung für den Aufbau einer Partei "neuen Typs" nicht verloren. Die 12 Bolschewisierungsthesen waren sowohl Gründungsdokument der KPD/ML im Jahre 1968, als auch Gründungsdokument der Komintern (SH) im Jahre 2000.

Nachdem Ernst Thälmann am 30. Oktober 1925 zum Vorsitzenden der KPD gewählt wurde schrieb Stalin:

"Das jetzige ZK der KPD ist nicht durch Zufall zustande gekommen. Es wurde im Kampf gegen die rechten Fehler geboren. Es erstarkte im Kampf gegen die "ultralinken" Fehler. Daher ist es weder ein rechtes noch ein "ultralinkes" ZK. Es ist ein leninistisches ZK. Dies ist gerade die führende Arbeitergruppe, die die KPD jetzt braucht ... Die Stärke des jetzigen ZK besteht eben darin, dass s eine richtige leninistische Politik durchführt ... Die Tatsache, dass im jetzigen ZK Arbeiter überwiegen, ist ein großer Vorzug der deutschen Kommunistischen Partei." (Stalin)

Seit dem V. Weltkongress, der vom 17. Juni bis zum 9. Juli 1924 in Moskau tagte, gehörte Ernst Thälmann zunächst als Kandidat, dann bald als Mitglied und als Mitglied des Präsidiums dem Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale an und war einer ihrer angesehensten Funktionäre. Als Führer des Hamburger Aufstands wurde Ernst Thälmann zum Symbol der Ehrenrettung des deutschen Proletariats. Der Ausbruch der proletarischen Revolution war in Deutschland von der Führung der KPD, von den rechten Brandleristen verraten worden. In seiner ersten Rede vor dem Kongress sagte Ernst Thälmann über den Hamburger Aufstand: "Die Entscheidung stand so: Entweder weiße Diktatur oder proletarische Diktatur."

Mit Ernst Thälmanns Kritik an der opportunistischen Parteiführung der KPD schlug die Komintern den Weg der Bolschewisierung der Sektionen ein.

Ernst Thälmann wurde auf dem V. Weltkongress der Komintern zum Sekretär der Politischen Kommission gewählt. Außerdem war er Mitglied in der Jugendkommission und Mitglied in den Länderkommissionen für Rußland, Italien, Polen, Österreich und Skandinavien.

Ernst Thälmann unterstützte die Linie Stalins gegen den Luxemburgismus, gegen den "linken" Flügel der Sozialdemokratie und gegen den Sozialfaschismus.

Am V. EKKI Plenum nahm Ernst Thälmann wegen der Reichspräsidentenwahl nicht teil.

Zwischen dem V. und Vl. Kongreß der Komintern wuchs die Bedeutung des EKKI als Führungsorgan, da die Kongresse nicht mehr regelmäßig stattfanden. (1924, 1928, 1935 ) Dafür wurden die wichtigsten Sitzungen als erweiterte Plenen durchgeführt. Vom 6. erweiterten Plenum an stehen Ernst Thälmanns Beiträge immer im Mittelpunkt der Diskussion. Auf diesem Plenum ( 17.2. bis 15. 3.1926 ) konnte Ernst Thälmann auf erste Erfolge bei der Überwindung ultralinker Fehler verweisen.

Auf dem folgenden 7. erweiterten Plenum vom 22.11. bis zum 16. 12. 1926 berichtete Ernst Thälmann über die Erfolge der konsequenten Orientierung auf Eintritt und Mitarbeit der Kommunisten in den freien Gewerkschaften, für die besonders er eingetreten war.

Zu Beginn der Tagung, auf der Ernst Thälmann Versammlungsleiter war, hatte Sinowjew schriftlich seinen Rücktritt als Vorsitzender der Internationale mitgeteilt, den Ernst Thälmann verlas. An Sinowjews Stelle wurde Bucharin gewählt. Stalin erstattete den Bericht über die Entwicklung in der Sowjetunion und die Lage in der sowjetischen Partei, in der Sinowjew und Kamenew von ihren Fraktionen in der Parteiführung wegen Fraktionstätigkeit entfernt wurden.

Ernst Thälmann unterstützte in dieser Diskussion voll die leninistisch-stalinistischen Thesen vom Aufbau des Sozialismus in einem Land. Für ihn war ein uneingeschränktes Vertrauen zur sowjetischen Politik selbstverständlich. Diese prinzipielle Verbundenheit mit dem ersten sozialistischen Staat, zu der Ernst Thälmann die deutschen Kommunisten erzog, war lebensnotwendig für dessen Verteidigung, aber auch für die Standhaftigkeit deutscher Kommunisten im Kampf gegen den Faschismus, einschließlich des Kampfes Ernst Thälmanns.

Mit dem 9. Plenum des EKKI im Februar 1928 begann eine neue Ausrichtung der kommunistischen Politik, die eine Verschärfung der Auseinandersetzung mit der Sozialdemokratie einleitete.

Ernst Thälmann war mit den wichtigsten revolutionären Bewegungen im internationalen Bereich bestens vertraut. Er schätzte sachkundig die Vorgänge und Versäumnisse der KP Polens beim Pilsudski Putsch in Polen ein, wies auf die größte Streikbewegung der englischen Bergarbeiter hin und unterstrich den siegreichen Vormarsch der chinesischen Revolution.

Ernst Thälmann stand den Sektionen der Komintern mit Rat und Tat zur Seite. So half er im Jahre 1926 mit seinem Artikel "Über die Taktik der KP Polens" der polnischen Sektion bei der Überwindung ihrer Fehler ( veröffentlicht in der Prawda Nr. 123, vom 30. Mai 1926.

Besonders eng verbunden war Ernst Thälmann mit dem russischen Proletariat. Er machte unzählige Besuche in den Fabriken und bei der Roten Armee. Das freundschaftliche Verhältnis drückte sich aus in seiner Wahl als Ehrenmitglied der verschiedensten sowjetischen Betriebe und Institutionen. Seine enge Verbundenheit mit dem russischen Proletariat drückt sich aus in folgenden Worten:

"Die entscheidende Frage der internationalen Bewegung ist die Stellung zur proletarischen Diktatur in der Sowjetunion. Hier scheiden sich die Geister, und sie müssen sich scheiden !Die Stellung zur Sowjetunion entscheidet auch über die Frage, zu welchem Lager . .. man gehört, zum Lager der Revolution oder zum Lager der Konterrevolution!" (Rede Ernst Thälmanns auf dem VII. Erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Komintern vom 22. November bis 16. Dezember 1926 in Moskau).

Genosse Enver Hoxha hat diese Worte Ernst Thälmanns weiter entwickelt als die Sowjetunion ins Lager der Konterrvolution gewechselt war. Sinngemäß sagte Enver Hoxha auf dem 5. Parteitag der PAA:

"Als Kriterium des proletarischen Internationalismus dient auch heute", wie Genosse Enver Hoxha sagte, "die Haltung zur Sowjetunion. Jedoch im entgegengesetzten Sinne als zur Zeit Lenins und Stalins, als die Sowjetunion Zentrum und Basis der Weltrevolution war.

Revolutionär und Internationalist ist heute derjenige, der die Sowjetrevisionisten bekämpft, ihren Verrat entlarvt, mit allen Kräften ihre anti-marxistische und imperialistische Politik und Linie zurückweist." (ENVER HOXHA)

Auf dem (Essener) XI. Parteitag der KPD im Jahre 1927 definierte Ernst Thälmann vier internationale Hauptaufgaben:

"Erstens: Kampf gegen die Kriegsgefahr.

Zweitens: Verteidigung der Sowjetunion und anderer Länder gegen imperialistische Überfälle.

Drittens: Kampf für die internationale Gewerkschaftseinheit.

Viertens: Kampf gegen den internationalen Faschismus."

 

Vom 17. Juli bis 1. September 1928 tagte in Moskau der VI. Weltkongress der Komintern. Ernst Thälmann, der an den Arbeiten des Kongresses hervorragenden Anteil nahm, wurde ins EKKI gewählt. Ernst Thälmann war einer der wichtigsten Führer der Komintern in der Umsetzung der Beschlüsse der dritten Periode.

Ernst Thälmann betonte in seiner Rede auf dem VI. Kongress:

"Eine neue Periode des revolutionären Aufschwungs reift heran. In dieser Situation brauchen wir mehr denn je den Internationalismus, die revolutionäre Solidarität der werktätigen Massen der ganzen Welt im Bündnis mit den unterdrückten Kolonialvölkern. Wir hatten mehrere Jahre den Kampf gegen den Trotzkismus zu führen. In diesem großen Kampfe ist der Leninismus in der gesamten Kommunistischen Internationale unbestrittener Sieger geblieben. Stärker noch als zuvor ist aus diesem harten Kampfe der Geist des Internationalismus hervorgegangen, der Geist der unbedingten Treue zur Kommunistischen Internationale und des festen Vertrauens in ihre führende Partei, die KPdSU. Dieser revolutionäre Geist muß bei allem unserem Denken und Handeln weiter in uns fortleben. Mit revolutionärer Energie und in festem, unerschütterlichem Glauben an die revolutionäre Kraft des Proletariats und aller Werktätigen unter Führung der Kommunistischen Internationale, der einzigen wirklichen Internationale in der ganzen Welt, ist uns der Sieg gewiß." (Rede in der Debatte zu den Tätigkeitsberichten des EKKI und des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale.)

In seinem Diskussionsbeitrag zum Bericht des Exekutivkomitees unterstrich Ernst Thälmann, dass er in Übereinstimmung mit Stalin den Kampf gegen die linken Sozialdemokraten als eine Hauptaufgabe ansieht. Er sagt dort: "durch diese verräterische Tätigkeit (der Sozialdemokratie) und durch das Auftreten und die Arbeit der Kommunistischen Parteien und der revolutionären Bewegung werden auch die sozialdemokratischen Anhänger schwankend und wenden sich langsam dem Kommunismus zu. In dieser Situation tritt die linke Sozialdemokratie auf den Plan, um das Abwandern der sozialdemokratischen Arbeiter zu der Kommunistischen Partei zu verhindern. Jedes Schwanken, jedes Zögern bei der Entlarvung der "linken " Sozialdemokratie muß in unseren Reihen mit größter Schärfe bekämpft werden.

Die Sozialdemokratie ist, wie die Komintern auf dem 9. Plenum richtig festgestellt hat, die soziale Hauptstütze der Bourgeoisie, das Haupthindernis der proletarischen Revolution in Deutschland und der ganzen kapitalistischen Welt." (Ernst Thälmann)

Das 10. Plenum des EKKI fand vom 3. bis 17. Juli 1929 statt.

Neben Losowski, dem Vorsitzenden der RGI, war Ernst Thälmann der zweite Referent, der auf dieser Tagung über die Verschärfung der wirtschaftlichen Kämpfe und die Aufgaben der Kommunisten sprach. Er forderte die Verstärkung der revolutionären Arbeit in den Gewerkschaften, propagierte auch angesichts der verbrecherischen Rolle der Gewerkschaftsbürokratie die Auslösung selbständiger Kämpfe, auch gegen den Willen der rechten Führungen, war auch für die Mobilisierung der Nichtorganisierten in diesen Kämpfen. Ernst Thälmann trug maßgeblich dazu bei, die RGO in Deutschland aufzubauen. Nach dem VII. Weltkongress gaben sich die rechten Führer der Komintern nicht nur damit zufrieden, die Thälmann' sche RGO-Politik zu beseitigen, sondern 1936 liquiderten sie gleich die ganze Rote Gewerkschaftsinternationale, eine Organisation der Komintern, die einst Lenin ins Leben gerufen hatte.

Nach dem VI. Weltkongreß wurden Bucharin und Rykows und andere Rechtsabweichler ihrer Funktionen in der Komintern enthoben und ihrer gerechten Strafe zugeführt.


Am 18. März 1931 wurde Ernst Thälmann aus der Gewerkschaft ausgeschlossen, der er Jahrzehnte lang angehört und in der er nicht nur für die täglichen Interessen der Arbeiter kämpfte, sondern auch zur Zerschmetterung des gesamten Systems der Lohnsklaverei.

In einem Antwortschreiben an den ADGB schrieb Ernst Thälmann:

"Wir leben in einer Zeit, wo es keine Zwischenstellung mehr gibt. Es gibt nur zwei Wege in der Gewerkschaft: Den Weg des revolutionären Massenkampfes oder den Weg der Unterstützung des Kapitalismus durch Arbeiterverrat und Streikbruch. Es gibt nur eine klare Entscheidung: Sturz oder Erhaltung des schändlichen Regimes der Ausbeutung eines Menschen durch den anderen.. Jeder muss sich in unserer Zeit entscheiden: für die rote Front oder für die Front der Ausbeuter. Die gewaltige Kraft von Millionen proletarischer Kämpfer wird die Ausbeuterund auch euch, ihr Lakaien, hinwegfegen." (Hamburg 23. März 1931)


Am 31. Oktober 1932 wurde Ernst Thälmann von den Pariser Arbeitern mit stürmischem, Minuten langem Beifall begrüßt. Er rief:

"Genossen, ich bin hierher nach Paris gekommen, um hier in der Stadt der Kommune von 1871 – dieses leuchtenden Fanals der revolutionären Arbeiterbewegung -, um Anklage zu erheben gegen die kapitalistischen Regierungen unserer beiden Länder. Wir Kommunisten in Deutschland und Frankreich haben uns zusammengetan im Zeichen des proletarischen Internationalismus unter dem Banner der Kommunistischen Internationale, um unsere internationale Aktion des Kampfes gegen den imperialistischen Krieg, gegen Chauvinismus und Militarismus und gegen das Versailler System durchzuführen, das von der II. Internationale so schändlich unterstützt worden ist.

Wenn die deutsche Arbeiterklasse als Siegerin aus den Klassenkämpfen hervorgehen wird, wird der französische Imperialismus gegenüber einer deutschen Arbeiter- und Bauern-Republik mit dem Gedanken der blutigen imperialistischen Intervention umgehen. Dann ist es eure Sache, solchen Interventionsplänen unserer gemeinsamen Feinde das Handwerk zu legen. Proletarier Deutschlands und Frankreichs, vereinigt euch !"


Auf beiden letzten EKKI Tagungen vor dem Machtantritt Hitlers stellte die Komintern und mit ihr Ernst Thälmann die Aufgabe, den Massenkampf gegen den Faschismus mit dem Ziel der bewaffneten proletarischen Revolution zu verbinden.

Der Kampf gegen den Faschismus, für die Organisierung von Massenkämpfen der Arbeiter und der Arbeitslosen, für die Gewinnung der sozialdemokratischen Arbeiter für den gemeinsamen Kampf stand auch im Mittelpunkt der 11. und 12. EKKI Tagung im März/ April 1931 und im August/September 1932.

In seinem Referat auf der 11.Tagung ( "Die Lage in Deutschland und die Aufgaben der KPD") bezeichnete Ernst Thälmann Deutschland "als das schwächste Kettenglied des Kapitalismus. Die ökonomische und politische Krise Deutschlands führe einerseits zum revolutionären Aufschwung, bewirke aber andererseits eine faschistische Entwicklung. ... es ist gefährlich, die faschistische Entwicklung zu unterschätzen. Der Faschismus in Deutschland ist kein Produkt der Stärke der Bourgeoisie, auch nicht ( wie in Italien 1922) ein Produkt der Niederlage des Proletariats..."

Ernst Thälmann sah in der Brüning Regierung "eine ausreifende, wenn auch noch nicht ausgereifte faschistische Diktatur. Er erkannte richtig, daß einer höheren Reife der proletarischen Revolution wohl auch eine höhere Stufe der Konterrevolution hervorbringen werde. Zur rasch stark gewordenen NSDAP meinte er: "... die Rolle der Nationalsozialisten (ist) die eines neuen Schutzwalls, der die davonlaufenden bürgerlichen Anhänger vor dem Abmarsch ins Lager der proletarischen Revolution zurückhalten soll."

Ferner betonte Ernst Thälmann auf dem 11. Plenum des EKKI:

"Man kann den Kapitalismus nicht schlagen, ohne die Sozialdemokratie zu vernichten ... Man kann den Sozialfaschismus nicht schlagen... wenn man nicht die sozialdemokratischen Arbeiter und ihren Anhang zum Kampf unter Führung der Kommunistischen Partei offensiv und systematisch gegen den Faschismus mobilisiert."

Das letzte Mal vor seiner Verhaftung nahm Ernst Thälmann an der 12. Plenumssitzung des EKKI vom 27. August bis 15. September in Moskau teil.

Er hielt dort das Hauptreferat über "Die Lehren der ökonomischen Streiks und der des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit".

Die Nazis verhinderten mit seiner Verhaftung (3. März 1933) nicht nur die weitere Mitarbeit Ernst Thälmanns im EKKI, sondern schlimmer noch: Damit halfen die Nazis den revisionistischen Führern in der Komintern, ihre verräterische historische Wende mit dem VII. Weltkongress ungestört vorzubereiten.

Das 12. Plenum des EKKI unter der Führung von Ernst Thälmann war somit das letzte bolschewistische Plenum des EKKI.

Mit dem 13. Plenum wurde die welthistorische Wende des Untergangs der Komintern eingeleitet.

Das 13. Plenum fand also nach der Verhaftung Ernst Thälmanns statt, vom 28. November bis 12. Dezember 1933. Das Plenum wurde von Wilhelm Pieck eröffnet, der maßgeblich an der revisionistischen Wende der Komintern und in der KPD beteiligt war. Im Mittelpunkt des 13. Plenums stand die Beseitigung der leninistischen Faschismus-Definition des IV. Weltkongresses. Sie wurde ersetzt durch eine revisionistische Definition, die vom Revisionisten Otto Kuusinen (Finnland) vorgetragen wurde in seinem Referat "Faschismus, Kriegsgefahr und die Aufgaben der Kommunistischen Partei". Das 13. Plenum des EKKI wurde somit Ausgangspunkt zur Beseitigung der proletarischen Einheitsfrontpolitik der Komintern und deren Ersetzung durch die bürgerliche Volksfrontpolitik Dimitroffs. Diese revisionistische Linie wurde auf dem 13. Plenum des EKKI einstimmig angenommen. Die Komintern wurde also nicht mehr geleitet von bolschewistischen Führern, sondern von solchen Führern, die sich später als revisionistische Führer der kommunistischen Parteien entpuppten. Es seien hier nur stellvertretend Ulbricht und Togliatti genannt. Togliatti war ein erbitterter Gegner von Ernst Thälmann, weil dieser eine schärfere Gangart im Kampf mit den Versöhnlern gefordert hatte. Togliatti gelang es trotzdem, dass auf dem VI. Kongress der Komintern eine Reihe von Versöhnlern in die Führung gewählt wurden.

Im August 1935 wurde Stalin von den revisionistischen Kominternführern frech vor die Tür gesetzt und nicht wieder ins EKKI gewählt.


Die Faschisten kerkerten Ernst Thälmann in Bautzen ein.

Und die Sozialfaschisten der DDR verschleppten unsere Genossen der KPD/ML Jahrzehnte später auch nach Bautzen – in die gleiche Haftanstalt – nur knapp 4 Jahrzehnte danach.

Was lernen wir Kommunisten daraus ?

Die Bourgeoisie ist und bleibt der Todfeind des Kommunismus. Stets versucht sie , die Kommunisten sowohl offen (Faschismus) als auch hinter einer "roten" Maske verdeckt (Sozialfaschismus) zu vernichten. Faschisten und Sozialfaschisten arbeiten Hand in Hand.

„Der Faschismus ist eine Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus“ (Stalin, Band 6, Seite 253).

„Die Kommunistische Partei in Deutschland hat sich von den sozialdemokratischen Traditionen, die die rechte Gefahr in der KPD nähren, noch lange nicht befreit.“ (Stalin, Band 11, Seite 275).

Deswegen kann es mit Sozialfaschisten keine Einheitsfront geben. Eine Einheitsfront kann es nur geben zum revolutionären Sturz der Bourgeoisie.

Am Wesen des Faschismus und Sozialfaschismus hat sich bis heute nichts geändert. Das hat die ganze Geschichte der kommunistischen Weltbewegung bewiesen. Das haben die Richtigkeit der Sozialfaschismusthese, das hat Ernst Thälmann sein Leben gekostet. Den Genossen Ernst Thälmann ehren, das heißt auch daher unbedingt, seine Sozialfaschismusthese zu verteidigen. Dies schwören wir auch 70 Jahre nach seiner Ermordung. Der Tod von Ernst Thälmann wird erst dann gerächt sein, wenn der Weltkommunismus die Bourgeoisie nicht nur besiegt, sondern auch als Klasse für immer beseitigt hat und damit auch die Rückkehr ihrer faschistischen und sozialfaschistischen Klassenherrschaft unmöglich macht.

10 Tage nach Ernst Thälmanns Inhaftierung hatte die SPD das KPD-Verbot durchgesetzt. Das war also die Antwort auf Ernst Thälmanns Aufrufe zur Einheitsfront zwischen der KPD- und den SPD-Arbeitern.

Die SPD hat also nicht nur die proletarische Novemberrevolution von 1919 im Arbeiterblut erstickt, hat nicht nur den Berliner 1. Mai 1929 in ein proletarisches Blutbad verwandelt, sondern ist auch mit dem KPD-Verbot als Wegbereiter des brauen Terrors in die Weltgeschichte eingegangen. Damit stärkte die SPD die Faschisten im kampf gegen den Kommunismus und bereitete den Faschisten den Weg zur Ermordung Ernst Thälmanns.

Die Sozialfaschisten der SPD waren also am Tod des Genossen Ernst Thälmann genauso beteiligt wie am Tod von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Aber nicht nur die Sozialfaschisten der SPD sind mitverantwortlich für den Tod Ernst Thälmanns.

Mitschuldig an seiner Ermordung waren auch die Feinde im eigenen Lager.

Die Revisionisten waren an der Ermordung Ernst Thälmanns (zumindest indirekt) beteiligt.

Genauso wie Lenin und Stalin die Verräter der Zweiten Internationale bekämpft hatten, so bekämpft die Komintern (SH) den Verrat der Revisionisten an der Komintern und an Ernst Thälmann.

Besonders seit Mitte 1927 war die Opposition innerhalb der KPD gegen Ernst Thälmann aktiv. Und auch auf dem VI. Weltkongress wurde versucht, Ernst Thälmans Einfluss zu bekämpfen. Da dies scheiterte, wurde kurz danach die so genannte "Wittorf-Affäre" gegen die Person Ernst Thälmanns in Gang gesetzt. Daran beteiligten sich nicht nur die Rechten um Brandler- Thalheimer, sondern diese wurden indirekt auch von Pieck ermuntert ( Pieck hatte empfohlen, dass Ernst Thälmann vom Vorsitz der KPD zurücktritt !!).

Die "Wittorf-Affäre" diente den Anti-Bolschewisten in der KPD dazu, die Essener Parteitagsbeschlüsse zu Fall zu bringen und damit die Umsetzung der stalinistischen Beschlüsse des 6. Weltkongresses der Komintern in Deutschland zu liquidieren. Schlimmer noch: Man wollte mit Ernst Thälmann, einem Mitglied des EKKI, das ganze EKKI schlagen. Man schlug Thälmann, um Stalin zu treffen !

Als sich dann auch noch Bucharin gegen Ernst Thälmann stellte, schaltete sich Stalin ein. Stalin hatte sich schützend vor Ernst Thälmann gestellt und der Versuch, Ernst Thälmann mit einem Parteiputsch zu stürzen, wurde von Stalin wie folgt vereiteilt:

"Wittorf ist der frühere Sekretär der Hamburger Organisation, der der Veruntreuung von Parteigeldern beschuldigt wurde. Er wurde deswegen aus der Partei ausgeschlossen. Die Versöhnler im ZK der deutschen Kommunistischen Partei nutzten die nahe Bekanntschaft Wittorf mit Genossen Thälmann aus - obwohl Genosse Thälmann nichts mit dem Verbrechen Wittorf zu tun hatte -, um die Sache Wittorf in eine Sache Thälmann zu verwandeln, und versuchten, die Führung der deutschen Kommunistischen Partei zu stürzen. Sie wissen wohl schon aus den Presseberichten, dass es den Versöhnlern Ewert und Gerhart damals gelungen war, vorübergehend die Mehrheit des ZK der deutschen Kommunistischen Partei gegen Genossen Thälmann mit sich zu reißen. Und was geschah? Sie entfernten Thälmann von der Führung, beschuldigten ihn der Korruption und veröffentlichten eine „entsprechende“ Resolution ohne Wissen und Sanktion des Exekutivkomitees der Komintern.

Auf diese Weise ergab sich faktisch statt einer Durchführung der Direktive des VI. Kongresses der Komintern über den Kampf gegen das Versöhnlertum, statt eines Kampfes gegen die rechte Abweichung und das Versöhnlertum die gröbste Verletzung dieser Direktive, ergab sich ein Kampf gegen die revolutionäre Führung der deutschen Kommunistischen Partei, ein Kampf gegen Genossen Thälmann, ein Kampf, der die Bemäntelung der rechten Abweichung und die Festigung des Versöhnlertums in den Reihen der deutschen Kommunisten bezweckte.

Anstatt nun das Steuer herumzuwerfen und die Sache in Ordnung zu bringen, anstatt der verletzten Direktive des VI. Kongresses wieder Geltung zu verschaffen, die Versöhnler zurechtzuweisen, schlägt Bucharin in seinem bekannten Brief vor, den Handstreich der Versöhnler zu sanktionieren, die KPD den Versöhnlern auszuliefern und Genossen Thälmann aufs neue in der Presse zu diffamieren, indem man nochmals erklärt, er sei schuldig. Und das nennt sich „Führer“ der Komintern! Ja, gibt es denn in der Welt solche „Führer“?

Das ZK beriet über den Vorschlag Bucharins und lehnte ihn ab. Das hat natürlich Bucharin nicht gefallen. Aber wer ist denn da schuld? Die Beschlüsse des VI. Kongresses wurden nicht dazu angenommen, um sie zu verletzen, sondern um sie durchzuführen. Wenn der VI. Kongress beschlossen hat, der rechten Abweichung und dem Versöhnlertum ihr gegenüber den Kampf anzusagen und dem Grundkern der deutschen Kommunistischen Partei mit Genossen Thälmann an der Spitze die Führung zu belassen, und wenn es den Versöhnlern Ewert und Gerhart einfiel, diesen Beschluss umzustoßen, so war es Bucharins Pflicht, die Versöhnler zurechtzuweisen, nicht aber ihnen die Führung der deutschen Kommunistischen Partei auszuliefern. Schuld ist Bucharin, der die Beschlüsse des VI. Kongresses „vergessen“ hat.

Faktisch ging es um das Schicksal der deutschen Kommunistischen Partei. Bucharin und seine Freunde aber, die das wussten, hintertrieben trotzdem die ganze Zeit diese Sache, indem sie systematisch auswichen, an den Sitzungen der entsprechenden Instanzen teilzunehmen. Weshalb? Wahrscheinlich, um „rein“ zu bleiben, sowohl vor der Komintern als auch vor den Rechten in der deutschen Kommunistischen Partei. Um nachher sagen zu können: „Nicht wir, die Bucharinleute, sondern sie, die Mehrheit des ZK, haben den Ausschluss Brandlers und Thalheimers aus der Kommunistischen Partei durchgesetzt.“ Und das nennt sich Kampf gegen die rechte Gefahr!

Bucharin versprach, Dokumente gegen Neumann und Thälmann vorzulegen. Er hat jedoch keinerlei Dokumente vorgelegt. An Stelle von Dokumenten versandte er an die Mitglieder der Delegation der KPdSU(B) die bekannte Rede von Humbert-Droz im Politischen Sekretariat des EKKI, dieselbe Rede, die nachher vom Präsidium des EKKI als eine opportunistische Rede qualifiziert wurde. Bucharin wollte dadurch, dass er die Rede von Humbert-Droz an die Mitglieder der Delegation der KPdSU(B) versandte und sie als Material gegen Thälmann empfahl, beweisen, dass seine Forderung, Neumann abzuberufen und Genossen Thälmann zurechtzuweisen, richtig sei. In Wirklichkeit aber hat er dadurch bewiesen, dass er mit Humbert-Droz, dessen Position das EKKI als opportunistische Position ansieht, solidarisch ist. Bucharin glaubt, dass wir durch den Kampf gegen die rechte Abweichung und das Versöhnlertum ihr gegenüber in den Sektionen der Komintern, durch die Säuberung der deutschen und der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei von sozialdemokratischen Elementen und Traditionen und durch den Ausschluss der Brandler und Thalheimer aus den kommunistischen Parteien die Komintern „zersetzen“, die Komintern „zugrunde richten“. Wir dagegen meinen, dass wir durch Befolgung einer solchen Politik und durch Zuspitzung der Frage auf den Kampf gegen die rechte Abweichung und das Versöhnlertum ihr gegenüber die Komintern festigen, sie von Opportunisten säubern, ihre Sektionen bolschewisieren und den kommunistischen Parteien helfen, die Arbeiterklasse für die kommenden revolutionären Kämpfe vorzubereiten, denn die Partei wird dadurch gestärkt, dass sie sich von Unrat säubert." (Stalin)

So verteidigte Stalin Ernst Thälmann. Das widerlegt alle Lügenmärchen, dass Stalin sich gegen Ernst Thälmann gestellt und nicht alles versucht hätte, ihn vor dem Tod zu bewahren.

Was die Gegner Ernst Thälmanns nicht schafften, nämlich Ernst Thälmann mundtot zu machen – das erledigten schließlich die Nazis für sie durch seine physische Vernichtung.

Auch wenn Ernst Thälmann in einzelnen Fragen nicht mit der Mehrheit in der Komintern übereinstimmte ( und dies angesichts der vielen falschen Führer der Komintern wie Trotzky, Radek, Sinowjew und Kamenew, Bucharin, Rykow und viele andere Verräter), so betonte Ernst Thälmann stets: "Ich bin so diszipliniert, so zentralistisch... dass ich die Beschlüsse befolge..." ... "Die Genossen, die sich der Disziplin nicht fügen wollen, gehören nicht in die Partei."


Ernst Thälmann wurde von den revisionistischen Führern der KPD und der Komintern verraten – und – Ernst Thälmann selber wusste es:

"Soll ich mein frisches und geistig noch gesundes Leben, die besten Jahre meines Lebenskampfes im Zuchthaus verbringen?" ließ er der Komintern-Führung in Moskau mitteilen. Ernst Thälmann sprach es offen aus: "Wenn man das so will, so soll man das ganz offen sagen."

Den rechten Führern der KPD wie Ulbricht und Pieck war ein Thälmann in Haft "wertvoller" als in Freiheit:

"Wir leben in einer Zeit, in der Deine Stimme aus der Haft gebraucht wird."

Bis Mitte der dreißiger Jahre organisierte Ernst Thälmanns Kampfgefährte Bela Kun in der Komintern den Kampf um seine Befreiung, der selber durch die Hand der rechten Kominternführung sein Leben einbüßte. Bemühungen um eine Befreiung aus der Haft scheiterten mehrfach durch Verrat in den eigenen Reihen.

Dieses Thälmann-Befreiungskomitee der Komintern nutzte seinen Fall, die braune Unrechtsjustiz vor der Weltöffentlichkeit anzuprangern, "aber für die Befreiung Ernst Thälmanns tat sie nichts", wie Ulbricht zufrieden feststellte. Ulbricht sorgte nicht nur dafür, dass Ernst Thälmann seiner Ermordung durch die Nazis nicht entgehen konnte. Ulbricht sorgte auch in Moskau dafür, dass die treuen Thälmann-Nachfolger dem NKWD ausgeliefert und umgebracht wurden, um so selber die Führung der KPD in ihre blutigen Hände zu nehmen.

Und Ernst Thälmann richtete sich mit folgenden Worten an die rechte Parteiführung:

"Warum seid ihr solche Scheißkerle und laßt mich hier sitzen?"

Einen Opportunisten wie Dimitroff waren die Nazis bereit an die Sowjetunion auszuliefern, aber nicht einen solchen Kommunisten wie Ernst Thälmann: Die Nazis drückten ihre Angst vor Ernst Thälmann mit folgendem Satz aus: "Solche Vögel wie Thälmann werden niemals an die Russen ausgeliefert."

Das ZK, welches auf der so genannten "Berner" Konferenz sich selbst ernannt hatte (und zwar nicht in Bern sondern in einem Moskauer Hotel - natürlich ohne jegliche Legitimation durch die Parteibasis) , bestand aus verkappten Anti-Kommunisten. Hierzu gehörten nicht nur Ulbricht und Pieck sondern auch ein Herbert Wehner (später Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, der 1956 das Gesetz zum Verbot der KPD verabschiedete !!). Im Zusammenhang mit der Verhaftung Ernst Thälmanns wird Wehner zwar in Moskau einem Untersuchungsverfahren unterworfen, das jedoch 1939 eingestellt wird, nachdem er zahlreiche Thälmann-Genossen als "Abweichler" denunziert und damit ans Messer geliefert hat.

Der Abgrund tiefe Unterschied zwischen ernst Thälmann und seinen Verrätern lässt sich in der Frage des antifaschistischen Kampfes allein in der Tatsache verdeutlichen, dass Ernst Thälmann sich täglich in Gefahr brachte und schließlich sein Leben opferte, während es sich die Revisionisten im Hotel Lux bequem machten. Dort warteten sie seelenruhig - fernab vom faschistischen Deutschland - bis sie sich von der Roten Armee ihre DDR auf dem Silbertablett servieren ließen.

Die Revisionisten, die Ernst Thälmann in den Himmel lobten und ihn angeblich "verteidigten", waren in Wahrheit die ärgsten Feinde Ernst Thälmanns und der deutschen Arbeiterklasse, Lakaien des Faschismus im Lager des Kommunismus. Der Sozialfaschist Erich Honecker war Spitzel der Lagerkommandantur in Buchenwald, also genau dort, wo Ernst Thälmann erschossen und seine Leiche tags darauf eingeäschert worden war. Dieses Wissen hat unser Parteigenosse Heinz Reiche an uns weiter gegeben, der selber Häftling in Buchenwald - und damit Augenzeuge - war.

Wir verurteilen das verabscheuungswürdige Verbrechen der Führung der DDR, mit dem Namen Ernst Thälmanns ihren Sozialfaschismus zu tarnen. Der Personenkult mit Ernst Thälmann diente den Revisionisten in Deutschland den gleichen verbrecherischen Zielen wie der Personenkult, den die Sowjetrevisionisten mit Stalin betrieben.

Der Personenkult ist und bleibt eine propagandistische Waffe der Zusammenarbeit zwischen Revisionisten und Imperialisten. Personenkult und angeblicher "Kampf gegen den Personenkult" sind zwei Seiten der gleichen Taktik, nämlich die Führer vom Weltproletariat zu trennen und damit die Ideen und Kämpfe der Führer zu diffamieren und ihre Nachahmung und Verteidigung durch die Massen zu unterbinden.

Ohne den Verrat der Revisionisten in der KPD und in der Komintern an Ernst Thälmann hätte es keine sozialfaschistische DDR gegeben und wäre es niemals zur Gründung der SED gekommen. Die Gründung der SED richtete sich gegen die Lehren Ernst Thälmanns, nämlich dass es niemals eine Verschmelzung von Sozialdemokratismus und Marxismus-Leninismus geben kann und darf. In seinem Schlusswort auf dem letzten Plenum vor seinem Tod definiert Ernst Thälmann die Demarkationslinie zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus:

"Wir stellen die Losung der Einheitsfront auf und nicht die der Vereinigung .. der SPD und KPD".

Weder die bolschewistische Partei der Sowjetunion Lenins und Stalins, noch die Partei der Arbeit Albaniens unter der Führung Enver Hoxhas hat sich jemals mit der sozialdemokratischen Partei vereinigt.

Was ist eine Kommunistische Partei, eine Komintern wert, die nicht von Bolschewisten, sondern von Revisionisten geführt wird ? Es gab zur Zeit der Ermordung Ernst Thälmanns eine Menge Revisionisten, die schon zu seinen Lebzeiten dessen Sturz herbei zu führen suchten. Es gab sowohl in der KPD als auch in der Komintern viele Heuchler, Doppelzüngler und Karrieristen, die keine ehrlichen Bolschewiki waren – keine prinzipienfesten Genossen wie Ernst Thälmanns, wie Lenin und Stalin !

Die ganze Geschichte des Weltkommunismus, die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus und insbeondere der Tod von Ernst Thälmann lehren, dass es mit Verrätern am Kommunismus niemals eine Einheit geben kann. Im Gegenteil, man muss sie hinaussäubern. Die Geschichte des Bolschewismus kennt keine Einheit mit dem Menschewismus - wie sie später von den modernen Revisionisten betrieben wurde.

Die Vereinigung von Sozialdemokratie und modernem Revisionismus war für die Bourgeoisie der historische Ausweg zur Überwindung des Stalinismus nicht nur im Deutschland des Genossen Ernst Thälmanns, sondern auch in den Volksdemokratien (– mit Ausnahme in Albanien). Die Vereinigung von SPD und KPD in eine SED war eine besondere Taktik der Bourgeoisie, die SPD zu retten und das Überlaufen der sozialdemokratischen Arbeiter zur KPD zu verhindern. Und die Komintern Dimitroffs stellte hierfür die Weichen.

Der Sozialdemokratismus war aus dem Verrat am Marxismus hervorgegangen, während der moderne Revisionismus aus dem Verrat am Stalinismus hervorgegangen ist. Sozialdemokratismus und moderner Revisionismus sind also beides anti-kommunistische Ideologien der Bourgeoisie, die sich gegenseitig ergänzen - das Eine führt zum Anderen. Die Führer des Sozialdemokratismus und Revisionismus und ihre neo-revisionistischen Lakaien sind vereinigte Feinde der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung.

Die Vereinigung mit den sozialdemokratischen Parteien war nicht etwa ein großer Sieg der Arbeitereinheitsfront gegen den Faschismus – wie es die modernen Revisionisten und ihre Nachbeter frech propagieren, sondern ein großer Betrug am Kommunismus, am Weltproletariat. Die bolschewistische Einheitsfrontpolitik der Komintern wurde in eine bürgerliche Einheitsfront verwandelt, das Weltproletariat ideologisch entwaffnet und der Bourgeoisie ausgeliefert . Die Wende der Komintern auf dem VII. Weltkongress hat sich nachträglich als eines der größten Verbrechen in der Geschichte der Arbeiter- und kommunistischen Bewegung erwiesen . Noch heute wird die Komintern von den Revisionisten ausgerechnet wegen ihrer Wende auf dem VII. Weltkongress gelobt, wo sie hätte am meisten kritisiert werden müssen.

„Der Revisionismus und die Sozialdemokratie sind zwei Erscheinungen ein und derselben bürgerlichen Ideologie“ (Enver Hoxha: Bericht an den 5. Parteitag der PAA, Seite 221, April 1977, KPD/ML)

"Die Annäherung der Revisionisten an die Sozialdemokratie, diese erprobte Agentur der internationalen Bourgeoisie, stützte sich auf ihre gemeinsame anti-marxistische Ideologie, die ihre natürliche Basis bildete. Auf dieser Basis begann jetzt die vollständige Verschmelzung der modernen Revisionisten mit den Sozialdemokraten zu einer einzigen anti-marxistischen, anti-revolutionären Strömung" (Geschichte der PAA, Seite 581, Tirana 1971).

Der Kampf gegen den Revisionismus wird also nur dann konsequent marxistisch-leninistisch geführt, wenn man seine Unvermeidlichkeit beseitigt, wenn man den Kapitalismus im Weltmaßstab beseitigt – und das kann man nicht, ohne die sozialdemokratischen Wurzeln des Revisionismus als seine natürliche Basis auszureißen.

Mit dem Neo-Revisionismus schützt die Bourgeoisie die Revisionisten.

Mit den Revisionisten schützt die Bourgeoisie die Sozialdemokratie.

Mit den Sozialdemokraten schützt die Bourgeoisie die Umwandlung der "demokratischen" Diktatur der Bourgeoisie in die offenen faschistische Diktatur - und umgekehrt.

Und im Bündnis der modernen Revisionisten mit der Sozialdemokratie verwandelt die Bourgeoisie die Diktatur des Proletariats in die Diktatur der Bourgeoisie.

Die Herrschaft der Weltbourgeoisie basiert stets auf Täuschung des Weltproletariats.
Das ist ein fest verwobenes Spinnennetz, das die Bourgeoisie über das Proletariat ausgebreitet hat und dass mit der sozialistischen Weltrevolution zerrissen werden muss.

Von Ernst Thälmann lernen wir, dass man den offenen Weltfaschismus nicht besiegen kann, ohne den verkappten Weltfaschismus (Sozialfaschismus) zu besiegen.

Die modernen Revisionisten verraten diese entscheidende Lektion des Genossen Ernst Thälmann. Und die ganze Physiognomie dieses Verrats, ist dies:

Die modernen Revisionisten gaben ihre bürgerliche Einheitsfronttaktik fälschlich als "proletarische Einheitsfronttaktik des Genossen Ernst Thälmanns" aus . In Wahrheit begann dieser Taschenspielertrick genau zum Zeitpunkt als Genosse Ernst Thälmann inhaftiert wurde. Und wir Stalinisten-Hoxhaisten kennen den Grund und wissen deshalb:
Der Tod des Genossen Ernst Thälmann hätte vermieden werden können!
Dieser Verrat war kein Zufall! Er wurde im Verborgenen geplant und in der Komintern und ihren Sektionen sorgfältig umgesetzt. Das richtige Verständnis der Lehren des Genossen Ernst Thälmann erfordert einen konsequenten Kampf gegen die Neo-Revisionisten, die versuchen, das Rad der Geschichte zurückzudrehen.

 

Worin besteht die Bedeutung des Wirkens

Ernst Thälmanns

für die Kommunistische Weltbewegung ?

 

Ernst Thälmann war glühender Anhänger und Verteidiger des ersten sozialistischen Staates, dessen Politik er bedingungslos verteidigte. Für ihn war die Oktoberrevolution und der Aufbau der Grundlagen des Sozialismus ein Beispiel, dem die deutschen Kommunisten nacheifern sollten. Ernst Thälmann war der treueste und größte Marxist-Leninist-Stalinist Deutschlands. Er war davon überzeugt, dass der Kampf für die deutsche Diktatur des Proletariats dazu beitragen würde, die Diktatur des Weltproletariats zu errichten.

Ernst Thälmanns Bruch mit der Sozialdemokratie, die das sozialistische Ziel verriet, bestimmte sein Denken. Er bekämpfte jeglichen Zentrismus und jegliches Versöhnlertum gegenüber dem "linken" Flügel der Sozialdemokratie

"Die Anwendung der Einheitsfronttaktik musste im schärfsten Kampf gegen rechtsopportunistische Abweichungen und Tendenzen erfolgen." Ernst Thälmann, "Die Internationale", Heft 7/8, 1932).

Somit war Ernst Thälmann faktisch ein Vorkämpfer gegen den modernen Revisionismus. Diesen Kampf gegen den modernen Revisionismus nannte er die "neue Etappe der Bolschewisierung". Wir können also mit Fug und Recht die anti-revisionistische Periode der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha als eine "neue Etappe der Bolschewisierung der kommunistischen Weltbewegung" definieren.

Im Sinne des Genossen Ernst Thälmann, verstehen wir unseren heutigen Kampf gegen Neo-Revisionismus als "Beginn der Etappe des Siegeszuges des Weltbolschewismus".

Dabei kämpfte er auch unnachgiebig gegen den "ultralinken" Opportunismus, die die sozialdemokratischen Arbeiter als "Sozialfaschisten" beschimpften. Ernst Thälmann bewies große Fähigkeiten im Ringen um das Denken sozialdemokratischer Arbeiter, die für ihn zu gewinnende Kampfgefährten für ein sozialistisches Deutschland waren. Er verstand sich als Führer nicht nur der kommunistischen Arbeiter, sondern als Führer der gesamten Arbeiterklasse, einschließlich der sozialdemokratischen, christlichen und sogar nationalsozialistischen Arbeiter. Ernst Thälmann hat mit seinen Reden und Aufsätzen die Schatzkammer des Marxismus-Leninismus bereichert und damit auch einen hervorragenden theoretischen Beitrag für die Befreiung der Arbeiterklasse geleistet.

Ernst Thälmann kämpfte mutig und vorbildlich gegen Faschismus und Kriegsgefahr. Die Faschisten konnten ihn nicht beugen. Er wurde Sinnbild des anti-faschistischen Widerstands: "Bleib standhaft wie Ernst Thälmann!" Die Entwicklung von Programmen, die dem faschistischen Masseneinfluß entgegenwirkten, die Schaffung der antifaschistischen Aktion, der Kampf gegen den imperialistischen Krieg, der Kampf für eine revolutionäre Gewerkschaftspolitik - all das gehört zu den wichtigsten Leistungen Ernst Thälmanns und der KPD.

Ernst Thälmann war überzeugter demokratischer Zentralist, setzte auf die organisatorische Einheit und Schlagkraft der Komintern und der KPD nach dem Vorbild der Bolschewiki. Er trug maßgeblich zur Bolschewisierung der Komintern und der KPD bei, indem er die Trotzkisten, die Rechten und Versöhnler vom Boden des Marxismus-Leninismus aus unerbittlich bekämpfte – nicht nur in Deutschland, sondern auch im Weltmaßstab. Ernst Thälmann kämpfte nicht nur in vorderster Front der Komintern, sondern auch in seiner eigenen Sektion an vorderster Front für die revolutionäre Umsetzung der Kominternbeschlüsse. Ernst Thälmann war ein großartiger Organisator nicht nur der Kommunisten, sondern der gesamten Arbeiterklasse und seiner Verbündeten, deren Kämpfe und Aktionen er an vorderster Front anführte.

Ernst Thälmann war selber Arbeiter und vom Weltproletariat heiß geliebt. Was er sagte, verstand jeder Arbeiter. Er begeisterte das Weltproletariat und besonders die russsischen Arbeiter mit seinen mitreißenden Reden. Er war prinzipienfest und beugte sich nur der Parteidisziplin. Er blieb bis zu seiner Ermordung ein mutiger Antifaschist und prinzipienfester Kommunist, ein Kämpfer für die sozialistische Weltrevolution, für den Weltsozialismus und Weltkommunismus.

Ernst Thälmann war ein großer proletarischer Internationalist. Die internationale Solidarität zur Freilassung Ernst Thälmanns war eine welthistorische Manifestation der gemeinsamen Aktion der Proletarier aller Länder, die Lenin als einzigen Weg zum Sturz der Weltbourgeoisie bezeichnete.

Eine der Internationalen Brigaden trug im Spanischen Bürgerkrieg den ehrenvollen Namen "Ernst-Thälmann-Battalion".

Ernst Thälmanns Name ist Symbol für die allerhöchsten Charaktereigenschaften des revolutionären Weltproletariats.

 

Halten wir das rote Banner des Genossen Ernst Thälmann stets hoch !

Verteidigen wir es gegen die Revisionisten und Neo-Revisionisten !

Vom Kampf des Genossen Ernst Thälmanns gegen den Faschismus lernen, heißt, für die Beseitigung der Unvermeidlichkeit des Faschismus zu kämpfen, heißt, die Herrschaft der Weltbourgeoisie vom Erdball zu fegen !

Führen wir das zu Ende, woran Ernst Thälmann durch die Faschisten gehindert wurde - eine Welt, in der sich die Arbeiter vom Kapitalismus endgültig befreit haben werden!

Verwandeln wir den Weltfaschismus in den Weltsozialismus durch den Sieg der sozialistischen Weltrevolution !

Wir wollen so ein Kämpfer sein wie es Ernst Thälmann war!

Es lebe der Genosse Ernst Thälmann

- unser großer geliebter Sohn und Führer des Weltproletariats !

Komintern (SH) - 18. August 2014

 

 

Ernst Thälmann

und die Komintern

Sammlung von Reden und Schriften

 

 

Ernst Thälmann

Briefe aus dem Gefängnis

1933 - 1937

 

Antwort auf Briefe eines Kerkergenossen

in Bautzen, Januar 1944

 

 

"Der gefangene Ernst Thälmann ist sehr stark, viel stärker als seine Peiniger, die ihn verschwinden lassen möchten und es nicht wagen.

Thälmann ist ein wirklicher Arbeiter mit Fäusten und einem gesunden Verstand.

Der Feind, der ihn gefangen hält, stellt in Allem das Gegenteil dar ...

Das Gefängnis überzeugt viele, die es nicht geglaubt hätten, von der Gerechtigkeit seiner Sache"

(Heinrich Mann)

 

 

NEUVERÖFFENTLICHUNG

Bildband

(file-size ca 100 Mb)

ausgewählt und zusammengestellt von der Komintern (SH)

aus Anlass des 70. Todestages am 18. 8. 2014

[Quelle: "Ernst Thälmann - Bilder und Dokumente aus seinem Leben" - Dietz Verlag Berlin 1955.]

 

ERNST AUST

Verteidigt das revolutionäre Erbe Ernst Thälmanns

gegen den Verrat der modernen Revisionisten !

 

 

REDE DES GENOSSEN ERNST AUST

AM 30. JAHRESTAG

DER ERMORDUNG

ERNST THÄLMANNS

 

aus: "Roter Morgen",

Nr. 34 vom 24. August 1974

 

 

 

Am 30. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns spricht Ernst Aust auf der Ernst Thälmann-Demonstration der KPD/ML

in Hamburg

 

 

 

 

Freunde, Kollegen, Genossen,

 

Dreißig Jahre ist es jetzt her, am 18. August 1944, da ermordeten die Hitlerfaschisten den großen Sohn und Führer der deutschen Arbeiterklasse, Ernst Thälmann.

Am 14. September 1944 ließ Goebbels durch den Rundfunk die Nachricht verbreiten:

 

"Bei einem alliierten Luftangriff am 28. August 1944 auf das Konzentrationslager Buchenwald kamen die beiden ehemaligen marxistischen Reichstagsabgeordneten Rudolf Breitscheid und Ernst Thälmann ums Leben."

 

Das war eine feige, erbärmliche Lüge. Denn am 28. August fand kein Luftangriff auf das Konzentrationslager Buchenwald statt. Bei einem Angriff am 24. August wurden 384 Häftlinge getötet. Zu den Toten gehörte auch Rudolf Breitscheid.

Ernst Thälmann aber war niemals Häftling in Buchenwald.

heute kennen wir die Wahrheit, wissen wir, wie der feige Mord an Ernst Thälmann aussah.

Er wurde am 17. August aus dem Gefängnis Bautzen von zwei Kriminalbeamten mit einem PKW abgeholt. Zur gleichen Zeit erhielten die Häftlinge des Krematoriums in Buchenwald die Anordnung, den Ofen zu heizen und dann das Krematorium zu verlassen. Gegen 24 Uhr erschienen im Krematorium sechs SS-Führer und die zwei Kommandoführer des Kremaroriums. Einige Minuten später öffneten die beiden Kommandoführer das Tor zum Hof, um einen PKW einzulassen. Dem Wagen entstiegen drei Zivilisten, von denen der mittlere groß, breitschultrig war und eine Glatze hatte. Die SS flankierte die Eingangstür des Krematoriums. Als der mittlere Zivilist die Tür des Krematoriums passiert hatte, fielen hinter ihm drei Schüsse. Jetzt gingen alle SS-Leute ins Krematorium. Einige Minuten später fiel ein vierter Schuss. Ernst Thälmann war tot - soweit ein Augenzeuge.

Die SS-Leute verließen das Krematorium. Nur die Kommandeurführer blieben zurück und verrichteten die Arbeit, die sonst nur von Häftlingen ausgeübt wurde. Sie verbrannten die Leiche.

Dieser heimtückische Mord an dem Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands, an Ernst Thälmann, zeigte die große Angst der Hitlerfaschisten, deren naher Untergang sich im Sommer 1944 bereits überall abzuzeichnen begann. Ihre Angst vor der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung, ihre Angst vor dem populärsten Führer des werktätigen deutschen Volkes, der für Millionen zum Symbol des Widerstandes, zum Symbol des Kommunismus geworden war.

 

* * *

 

Am 3. März 1933 hatten sie ihn verhaftet.

11 - 1/2 Jahre Kerker, Isolationshaft, Folter und Todesdrohungen vermochten seine körperliche und geistige Widerstandskraft nicht zu brechen.

Der erste Plan der Nazibande, ihn durch ein Todesurteil in einem Hochverratsprozess zu beseitigen, scheiterte an seiner aufrechten, kompromisslosen Haltung. Gewarnt durch das heroische Auftreten des Genossen Georgi Dimitroff im Reichstagsbrandprozess ahnten die Faschisten, was in einem Prozess gegen Ernst Thälmann auf sie zu kommen würde. Wie recht sie mit ihrer Ahnung hatten, zeigen uns die Notizen Thälmanns über die Taktik seines Auftretens im geplanten Prozess. Darin heißt es unter Anderem:

 

"... immer und immer in Offensive gehen. Das ist der beste Hieb ... im Gerichtssaal verteidige ich mich selbst. Aus der Verteidigung in die Offensive gehen, Verteidigung mit Offensive verflechten, elastisch aber unzweideutig. Mit Überlegenheit den Richter fühlen lassen: Ich stehe als Vertreter der Arbeiter da, als Wahrer der Interessen der sozialistischen Arbeiter, wie auch der Interessen der nationalsozialistischen Arbeiter. Kühnstes Auftreten, selbst auf die Gefahr des Ausschlusses ...

Denn je kühner, desto mehr Echo in der Welt ..."

 

Sie ließen ihn nicht auftreten.

Sie fürchteten das Echo in der Welt.

Als die Hitlerfaschisten sahen, dass sie auch durch schwere Misshandlungen und freche Bestechungsversuche den Widerstand Ernst Thälmanns nicht zu brechen vermochten, gaben sie den Befehl zu seiner Ermordung.

Mit ihm verlor die deutsche Arbeiterklasse ihren besten Sohn, einen unermüdlichen Kämpfer für die sozialistische Revolution und die Errichtung der Diktatur des Proletariats, einem Vorkämpfer gegen jeden Verrat am Marxismus-Leninismus.

 

 

Wer war Ernst Thälmann ?

 

Ernst Thälmann wurde am 16. April 1886 in Hamburg geboren.

Bereits im Kindesalter musste er schwer arbeiten. Schon in seiner frühen Jugend verdiente er als Kohlentrimmer oder Transportarbeiter seinen Lebensunterhalt. Dadurch kam er schon frühzeitig mit der Arbeiterbewegung in Berührung

Mit 17 Jahren trat er in die sozialdemokratische Partei und mit knapp 18 Jahren in den Transportarbeiterverband als Mitglied ein. In der politischen und gewerkschaftlichen Bewegung stand er stehts auf dem linken Flügel im Kampf gegen Reformismus und Opportunismus.

 

Während des Ersten Weltkrieges, an dem er als Artillerist teilnahm, entfaltete er eine intensive Agitation gegen diesen imperialistischen, dem Volk feindlichen Krieg.

 

Als im Jahre 1918 das Kaiserreich zusammenbrach, stand Ernst Thälmann an der Spitze der revolutionären Bewegung in Hamburg. Er entfaltete eine tief in die Massen eindringende Agitation für die Vereinigung der Arbeiterklasse in einer einzigen Arbeiterpartei. Sein besonderes Verdienst ist es, dass sich im Jahre 1920 die fortschrittlichen Arbeiter der USPD nahezu vollständig der KPD (VKPD) anschlossen.

Innerhalb der kommunistischen Partei wurde Ernst Thälmann sehr bald in die führenden Körperschaften gewählt. Von der besonderen Bedeutung seines Kampfes zeugt der Oktoberaufstand der Hamburger Arbeiter im Jahre 1923.

Im Oktober 1925 wurde Ernst Thälmann zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands gewählt.

Unter seiner Führung entwickelte sich die KPD zu einer bolschewistischen Partei, einer Partei neuen Typs.

 

Ernst Thälmann war ein echter Sohn seiner Klasse, ein wahrer Massenagitator, der wie kein Anderer es verstand, in anschaulicher, populärer Weise vor den Massen die Fragen der Notwendigkeit des Kampfes gegen den Imperialismus und Militarismus, gegen Faschismus und Kriegsgefahr, für die Errichtung der proletarischen Diktatur zu entwickeln. Er war zutiefst mit den Massen verbunden. Er sprach ihre Sprache. Ihn verstanden sie und nannten ihn "unser Teddy". Seine enge Verbundenheit mit den Massen kennzeichnet sein gesamtes politisches Wirken. Kämpferische Entschlossenheit, Offenheit, Bescheidenheit, Mut zur Verantwortung und unbedingte Treue zu seiner Klasse kennzeichneten seinen persönlichen Charakter.

 

Es ist nicht übertrieben, wenn man auch auf Thälmann das Wort anwendet, dass der Genosse Stalin im Jahre 1926 über Lenin sagte:

 

"Warum haben die russischen Arbeiter Lenin ein so unbegrenztes Vertrauen entgegen gebracht ? Etwa bloß deshalb, weil seine Politik richtig war ?

Nein, nicht nur deshalb. Sie vertrauten ihm auch deshalb, weil sie wussten, dass bei Lenin zwischen Wort und Tat kein Widerspruch bestand, dass Lenin 'nicht betrügt'. Darauf gründete sich unter Anderem die Autorität Lenins." (Stalin)

 

Solch ein Führer war auch Ernst Thälmann. Er wurde vom werktätigen Volk nicht nur deshalb verehrt, weil seine Politik den Interessen des arbeitenden Volkes entsprach, sondern weil bei ihm die innere Einheit von Wort und Tat bestand. Wenn wir heute, hier in Hamburg an seinem 30. Todestag den Genossen Ernst Thälmann ehren, so nicht nur deshalb, weil er der Führer seiner Klasse, der unermüdliche Kämpfer für den Sozialismus und die Errichtung der Diktatur des Proletariats, sondern auch und gerade der prinzipienfeste Kämpfer gegen den Verrat der Sozialdemokratie, gegen alle revisionistischen und 'linken' Abweichungen in der KPD war.

 

Ernst Thälmann -

"Stimme und Faust der Nation!"

 

So heißt es in einem Arbeiterlied.

Er ist unser leuchtendes Vorbild in unserem Kampf für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland.

 

Aber nicht nur wir, die Kommunistische Partei Deutschlands / Marxisten-Leninisten ehren heute unseren Genossen Ernst Thälmann.

Auch Andere geben vor, ihn ehren zu wollen und spielen sich als seine "legitimen" Erben auf.

Die modernen Revisionisten der D"K"P, diese Partei, die, wie Lenin es einmal bezüglich des Verrats der SPD formulierte,

 

"für das Linsengericht der nach den heutigen Polizeigesetzen erlaubten Organisationen das Recht des Proletariats auf die Revolution verkaufte." (Lenin)

 

Diese sich "kommunistisch" nennende Partei, die ihre Zulassung im Jahre 1968 einer Absprache mit dem Innenministerium der Bourgeoisie und dem ehemaligen Bundespräsidenten verdankt.

 

Haben wir, als wir zur Jahreswende 1968/1969 die KPD/ML gründeten, als wir das rote Banner Karl Liebknechts, Rosa Luxemburgs und Ernst Thälmanns aus dem Staub rissen, in den es die Reimann, Bachmann, Mies getreten hatten, etwa die Bourgeoisie gefragt, ob sie mit unserer Existenz einverstanden sei ?

Haben wir ihr, wie die D"K"P, "demokratisches Wohlverhalten" und die Achtung vor dem Grundgesetz der bürgerlichen Verfassung, versprochen ?

Nein, das haben wir nicht.

Klipp und klar haben wir in unserer Grundsatzerklärung gesagt:

 

"Die KPD/ML weiß, dass die herrschende Klasse ihre Machtpositionen nicht freiwillig räumt. Sie zu zerbrechen, kann nicht über das Parlament geschehen, sondern nur durch den revolutionären Akt der Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates und der Errichtung der proletarischen Diktatur, der Herrschaft der großen Mehrheit des Volkes."

 

War der Verrat der Sozialdemokratie der II. Internationale an den Prinzipien des Marxismus durch ihre offene Unterstützung des Ersten Imperialistischen Weltkrieges durch die Zerschlagung der proletarischen Revolution nach dem Krieg, durch ihr Bündnis mit der Bourgeoisie für die Arbeiterklasse und die anderen Werktätigen verhältnismäßig leicht zu erkennen, so fällt ihnen dies beim Verrat der modernen Revisionisten an den Interessen der Arbeiterklasse, an den Prinzipien des Marxismus-Leninismus wesentlich schwerer.

 

Ihre Raffinesse, ihre Hinterhältigkeit liegt darin, dass sie einerseits richtige marxistisch-leninistische Thesen bringen, die aber nicht die Entscheidenden sind, oder nur einen Nebenaspekt darstellen, sie immer wieder überbetonen, andererseits aber den Hauptaspekt, die Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus zurück treten und schließlich ganz fallen lassen. Die Gefährlichkeit dieser Methode liegt darin, dass sie sich bestimmte Aspekte aussuchen, zwar nicht Anti-Marxistisches behaupten, aber gleichzeitig den Marxismus-Leninismus auf den Kopf stellen. Dies trifft besonders auf ihre Kampagne zum 30. Todestag Ernst Thälmanns zu.

Da schreiben sie in ihren Zeitschriften viele richtige Dinge über das Leben und Wirken Ernst Thälmanns, aber die entscheidenden, die das Wesen Ernst Thälmanns als großem Revolutionär ausmachen, die unterschlagen sie.

Sie handeln so, wie Lenin einstmals die Revisionisten der II. Internationale charakterisiert:

 

"Man will vom Marxismus alles nehmen, was für die liberale Bourgeoisie annehmbar ist, einschließlich des Kampfes um Reformen, einschließlich des Klassenkampfes (ohne Diktatur des Proletariats). Einschließlich der 'allgemeinen Anerkennung' der 'sozialistischen Ideale' und der Ersetzung des Kapitalismus durch eine 'neue Ordnung' und will 'nur' die lebendige Seele des Marxismus, 'nur' sein revolutionäres Wesen beiseite werfen." (Lenin)

 

So wird z.B. in ihrer Jugendzeitschrift "Elan" bezüglich Ernst Thälmann darauf hingewiesen:

 

"Unter seiner Führung wurde die KPD zu einer echten Massenpartei. 1932 zählte sie 300 000 Mitglieder."

 

Auch der D"K"P-Boss Mies wies auf diese Tatsache anlässlich der Thälmannkundgebung seiner Partei gebührend hin.

Nun ist es zweifellos eine selbstverständliche Pflicht, dass sich eine kommunistische Partei tief in den Massen verankern muss, dass sie nicht nur Vortrupp, organisierter Trupp der Arbeiterklasse ist, sondern auch die höchste Form der proletarischen Klassenorganisation des Proletariats, deren politische Führung sich auf alle anderen Formen der Organisation des Proletariats zu erstrecken hat.

Die Partei muss das Proletariat führen und darf nicht hinter der spontanen Bewegung herlaufen.

Gleichzeitig aber darf sie die Verbindung zu den Massen, ihrem Denken und Fühlen nicht verlieren. Sie muss sich mit den breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie den proletarischen, aber auch mit den nicht-proletarischen, werktätigen Massen verbinden, sich ihnen annähern und bis zu einem gewissen Grad mit ihnen verschmelzen. Sie muss die Massen lehren und gleichzeitig sich dem revolutionären Instinkt der Massen gegenüber aufmerksam verhalten, die Praxis des Kampfes der Massen studieren und daran die Richtigkeit ihrer Politik überprüfen. Sie muss von den Massen lernen.

 

Doch ist es dazu absolut notwendig, dass sie über zahlreiche Mitglieder verfügt ?

Ist dies das einzige Kriterium für eine bolschewistische Partei ?

Eben nicht.

Immerhin waren in der indonesischen KP 3 Millionen und in ihren Massenorganisationen 12 Millionen Mitglieder organisiert, und doch fiel sie dem faschistischen Terror zum Opfer, fanden hundert Tausende Kommunisten den Tod, während eine relativ kleine Partei wie die der Bolschewiki, die noch 1916 nur über einige zehn Tausend Mitglieder, oder die Kommunistische Partei Albaniens, die nur über einige hundert verfügten, die Massen zur siegreichen Revolution zu führen vermochten.

 

Die Partei darf keine enge, in sich abgekapselte Partei, bestehend nur aus einigen revolutionären Kadern sein, sie darf aber auch nicht eine unbegrenzte Partei sein, wo ein jeder nach Belieben ein- und austritt, wie dies heute bei den sozialdemokratischen und revisionistischen Parteien wie der D"K"P der Fall ist.

 

Was wir brauchen, ist eine revolutionäre, eine disziplinierte Partei, die prinzipienfest mit der Theorie des Marxismus-Leninismus gewappnet, die Methoden der Selbstkritik anwendet und eng mit den Volksmassen verbunden ist. Die Hauptaufgabe einer solchen Partei ist es, das Proletariat und die gesamten werktätigen ausgebeuteten Massen auf die sozialistische Revolution, die gewaltsame Ergreifung der Macht, die Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates und die Errichtung der Diktatur des Proletariats vorzubereiten:

Unter den Massen die Notwendigkeit der heranreifenden Revolution zu propagieren, ihre Unvermeidlichkeit nachzuweisen, ihren Nutzen für das Volk klar zu machen.

 

Wie aber steht es damit bei den modernen Revisionisten der D"K"P ?

Allein schon die Erwähnung des Wortes "Revolution", ganz zu schweigen von "bewaffneter Aufstand", jagt ihnen - wie auch bestimmten, sich "kommunistisch" nennenden Zirkeln - einen Schauer über den Rücken hinunter, lässt sie in das Geschrei von "ultra-linken Sektierern" ausbrechen.

Ihre Begründung:

Die Massen sind "doof". So etwas dürfe man ihnen nicht sagen, das verstünden sie nicht.

Abgesehen davon, dass dies eine glatte Unterschätzung des Bewusstseins der Massen ist, begreifen sie auf Grund ihrer eigenen Erfahrungen und der Beispiele, wie sie erst kürzlich in Chile wieder erfuhren, sehr wohl, dass nur die gewaltsame Revolution sie von ihren Ausbeutern befreien kann, auch wenn sie zur Zeit die Notwendigkeit revolutionären Handelns noch nicht begreifen, oder angesichts der Machtmittel des bürgerlichen Staatsapparates resignieren.

Was sagt Lenin dazu ?

 

"Viel schwerer - und viel wertvoller - ist, dass man es versteht, ein Revolutionär zu sein, wenn die Bedingungen für einen direkten, offenen, wirklich von den Massen getragenen revolutionären Kampf noch nicht vorhanden sind, dass man es versteht, die Interessen der Revolution (propagandistisch, agitatorisch, organisatorisch) in nicht-revolutionären, oft sogar direkt reaktionären Institutionen, in einer nicht-revolutionären Situation unter einer Masse zu verfechten, die unfähig ist, die Notwendigkeit revolutionärer Methoden des Handelns sofort zu begreifen." (Lenin)

 

Wie anders, als das reaktionäre, pazifistische Gewäsch dieser revisionistischen Führer die Sprache Ernst Thälmanns, den sie uns heute als Friedensapostel präsentieren wollen:

 

"Die 'kleine Alarmstufe', der Schupo, flößt uns revolutionären Soldaten ebenso wenig Respekt ein wie 'das beste Heer der Welt'. Ja, ist es denn unsere Schuld, dass ihr Herren Bourgeois uns 4 Jahre durch die Schützengräben von Flandern bis Verdun geschleift habt ?

Ist es denn unsere Schuld, dass eure Bürgeroffiziere uns gelehrt haben, mit so 'niedlichen' Dingern umzugehen, wie es Maschinengewehre und Flammenwerfer sind ?

Wir haben es gelernt, und werden es nicht vergessen ...

Der imperialistischen Bourgeoisie rufen wir zu:

Hände weg von der russischen und chinesischen Revolution.

Der Arbeiterklasse:

Fort mit dem revisionistischen Geleier - wir brauchen das neue Schwert, das Schwert der Revolution." (Ernst Thälmann)

 

Das war Ernst Thälmann, das war unser Teddy. So lebt er in unseren Herzen, in unserem Handeln fort.

 

Es ist schon eine ungeheure Unverschämtheit, ein grenzenloser Zynismus, wenn die D"K"P in ihrem Flugblatt zum 30. Todestag Ernst Thälmanns schreibt:

 

"Ernst Thälmann ehren - das heißt, heute seinen Kampf führen: ... Für Mitbestimmung und demokratische Kontrolle.

Ernst Thälmann ehren - das heißt, für die Verstaatlichung der Großkonzerne eintreten, für ihre Kontrolle durch die Gewerkschaften und Belegschaften."

 

Das heißt nichts Anderes, als das große revolutionäre Erbe Ernst Thälmanns in den Dreck ziehen, das heißt ihn "ehren", indem man für das eintritt, wogegen er Zeit seines Lebens aufs Schärfste gekämpft hat:

nämlich gegen jegliche Illusion darüber, auf dem Weg der Reformen friedlich in den Sozialismus hineinwachsen zu können.

Unter seiner Führung führte die Partei einen erbitterten Kampf gegen den Reformismus, entlarvte sie das Konzept der "Wirtschaftsdemokratie" der SPD - ein Pendant zur "anti-monopolistischen Ordnung" der D"K"P - als einen Versuch, die Arbeiterklasse zum Verzicht auf jeden ernsthaften Kampf gegen Rationalisierungs-Maßnahmen des Kapitals zu zwingen, zeigte sie, dass das Gerede von der "Demokratisierung der Wirtschaft" darüber hinaus vor Allem das Ziel verfolgte, die Arbeiterklasse vom revolutionären Kampf für den Sozialismus abzuhalten, wies sie nach, dass die Politik der SPD - und ADGB-Führer der Reaktion die beste Hilfe leistete und dem Faschismus den Weg ebnete.

 

Mitbestimmung?

Wobei sollen wir mitbestimmen ?

Bei unserer Ausbeutung und Unterdrückung ?

Darauf können wir verzichten.

Demokratische Kontrolle ? Was sollen wir kontrollieren ?

Den Schnitt, den die Bosse machen ?

Was ändert das an unserer Lage ?

Verstaatlichung?

Sicher, wenn für die Kapitalisten ein Betrieb nicht mehr genug Profit abwirft, sind sie gern bereit, ihn zu verstaatlichen, mit Steuergeldern sanieren zu lassen, um ihn dann wieder zu übernehmen. Oder werden wir in einem verstaatlichten Betrieb etwa weniger ausgebeutete, als in einem der Privatindustrie ?

 

Praktisch läuft diese ganze Mitbestimmungs-Ideologie auf nichts Anderes hinaus, als die Propagierung der faschistischen Volksgemeinschaft, der friedlichen Zusammenarbeit von Arbeiterklasse und Kapitalisten.

 

Praktisch läuft das ganze Verstaatlichungs-Gerede auf nichts Anderes hinaus, als auf die Vervollkommnung des staatsmonopolistischen Kapitalismus, wie er bisher im Hitler-Faschismus, seinen höchsten Ausdruck fand.

 

Die Geschichte hat bewiesen, dass der Reformismus der faschistischen Terrorherrschaft den Weg bahnte, indem er die ideologische, politische und militärische Zersetzung und Entwaffnung der Arbeiterklasse betrieb.

Wie vor 1933 die SPD, so ist heute die D"K"P (wie auch die "linken" Sozialdemokraten und einige sich "kommunistisch" nennenden Zirkel) die Hauptagentur des Kapitals im Lager der Arbeiterklasse, spielt sie die Rolle des Wegbereiters des Faschismus.

Und machen wir uns nichts vor:

Je mehr sich die Klassenkämpfe zuspitzen, je wortradikaler und scheinbar auch "militanter" wird sich die D"K"P präsentieren, wird sie versuchen, ihr wahres Wesen zu verschleiern, um zu versuchen, sich an die Spitze dieser Kämpfe zu setzen, um ihnen die revolutionäre Stoßrichtung zu nehmen.

 

Auf seiner letzten Rede anlässlich der illegalen Tagung des ZK der KPD im Sporthaus "Ziegenhals" bei Niederlehme am 7. Februar 1933 sagte Ernst Thälmann:

 

"Wenn wir nicht mehr erreichen konnten, so deshalb, weil wir den Einfluss der SPD- und ADGB Führer sowie der christlichen Gewerkschaftsführer auf breite Arbeitermassen nicht in dem erforderlichen Maße zu liquidieren vermochten." (Ernst Thälmann)

 

Genossen,

lasst uns das eine Lehre sein !

Ohne den Einfluss der reformistischen und revisionistischen Ideologie auf die Arbeitermassen zu brechen, werden wir auch dann, wenn eine revolutionäre Situation gegeben ist, nicht siegen können.

 

Doch nicht nur in den sozialen, auch in der

nationalen Frage

 

begehen die modernen Revisionisten der "D"K"P und die ihnen folgenden Zirkelhäuptlinge Verrat an der Arbeiterklasse und den anderen werktätigen Schichten unseres Volkes. Sie bezichtigen uns des Chauvinismus, stellen uns mit Strauß in eine Reihe, weil wir es wagen, zwar von zwei deutschen Staaten, aber nur von einer deutschen Nation zu sprechen und den Abzug der Besatzungstruppen aus West- und Ostdeutschland zu verlangen. Wie mögen ihnen die Worte Ernst Thälmanns in den Ohren klingen, der da sagte:

 

"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk.

Und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation.

Ich bin Blut vom Blute und Fleisch vom Fleische der deutschen Arbeiter und bin deshalb als ihr revolutionäres Kind, später ihr revolutionärer Führer geworden. Mein Leben und Wirken kannte und kennt nur eins:

Für das schaffende deutsche Volk meinen Geist, die Persönlichkeit, zum Besten der deutschen Zukunft, für den siegreichen sozialistischen Freiheitskampf im neuen Völkerfrühling der deutschen Nation einzusetzen." (Ernst Thälmann)

 

Wüssten sie nicht, von wem diese Worte stammen, würden die D"K"P-Bonzen sagen:

Wer so spricht, ist ein Chauvinist, ein Faschist. Dass sie jedoch in Wirklichkeit die Verräter, die Chauvinisten sind, sollte ihnen das Wort des Genossen Stalin klar machen, der sagte:

 

"Früher galt die Bourgeoisie als das Haupt der Nation. Sie trat für die Rechte und Unabhängigkeit der Nation ein und stellte sie 'über Alles'.

Jetzt ist vom 'nationalen Prinzip' auch nicht eine Spur geblieben. Jetzt verkauft die Bourgeoisie die Rechte und Unabhängigkeit der Nation für Dollars. Das Banner der nationalen Unabhängigkeit und der nationalen Souveränität ist über Bord geworfen. Ohne Zweifel werden sie, die Vertreter der kommunistischen und demokratischen Parteien, dieses Banner erheben und voran tragen müssen, wenn sie Patrioten ihres Landes sein, wenn sie die führende Kraft der Nation werden wollen. Es gibt sonst niemand, der es erheben könnte." (Stalin)

 

Doch wie das revolutionäre Erbe von Marx, Engels, Lenin so haben die Herren Reimann, Bachmann, Mies etc. natürlich erst recht das Erbe von Stalin über Bord geworfen. Was sie allerdings nicht daran hindert, den Kampfgefährten Stalins, Ernst Thälmann, seine unerschütterliche Treue zur Sowjetunion, zu Lenin und Stalin für ihre miesen Zwecke auszunutzen.

Dabei beziehen sie sich auf ein Zitat aus einer Rede Ernst Thälmanns, die er auf dem VII. Erweiterten Plenum des EKKI hielt. Sie verfälschen es, indem sie es verstümmeln und entscheidende Passagen wie

"... proletarischen Diktatur in der ... "

einfach weglassen.

Der Zweck wird klar, wenn man das Zitat in vollem Wortlaut liest:

 

"Die entscheidende Frage für die internationale Arbeiterbewegung ist die Stellung zur ... proletarischen Diktatur in der ... Sowjetunion. Hier scheiden sich die Geister und müssen sich scheiden. Die Haltung zur Sowjetunion entscheidet auch über die Frage, zu welchem Lager man in den Fragen der deutschen Politik gehört. Zum Lager der Revolution oder zum Lager der Konterrevolution." (Ernst Thälmann)

 

Die Stellung zur Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion ist allerdings die entscheidende Frage, an der sich die Geister scheiden.

Die Festung, die große sozialistische Sowjetunion, wurde nicht von außen, sie wurde von innen erobert.

Schon Lenin sagte:

 

"Die gestürzten Ausbeuterklassen behalten immer die Hoffnung auf eine Restauration, und diese Hoffnung verwandelt sich in Versuche der Restauration." (Lenin)

 

Er wies auf die Gefahr hin, dass

 

"aus den Reihen unserer Sowjetangestellten" eine "neue Bourgeoisie entstehe".

 

Diese revisionistischen Elemente nutzten nach Stalins Tod die Gelegenheit zu einem konterrevolutionären Staatsstreich.

Sie zerschlugen die Diktatur des Proletariats, usurpierten die Macht in Partei und Staat und führten ihre revisionistische Linie durch, was zu der grundsätzlichen Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion führte.

 

Die Sowjetunion von heute ist eine imperialistische, eine sozial-imperialistische Supermacht, die - wie der USA-Imperialismus, die amerikanische Supermacht - andere Völker überfällt, unterdrückt und ausplündert.

 

"Als Kriterium des proletarischen Internationalismus dient auch heute", wie Genosse Enver Hoxha sagte, "die Haltung zur Sowjetunion. Jedoch im entgegengesetzten Sinne als zur Zeit Lenins und Stalins, als die Sowjetunion Zentrum und Basis der Weltrevolution war.

Revolutionär und Internationalist ist heute derjenige, der die Sowjetrevisionisten bekämpft, ihren Verrat entlarvt, mit allen Kräften ihre anti-marxistische und imperialistische Politik und Linie zurückweist." ENVER HOXHA)

 

Wer wie die albanischen Genossen und wie unsere Partei das Erbe Lenins und Stalins verteidigt und die neuen Zaren schonungslos bekämpft, der steht im Lager der proletarischen Revolution, der kämpft im Sinne Ernst Thälmanns !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ernst Thälmann, der ging uns voran,


die Faust geballt zum Schlagen.
Kolonnen wuchsen Mann an Mann,
den Kampf voran zu tragen.
Er ging voran, wo die Fahne braust.
Für den Kameraden Thälmann: Hoch die Faust!

Er fiel den Schindern in die Hand.
Sie kauften falsche Zeugen.
Er hält der Qual und Folter stand.
Sie konnten ihn nicht beugen
Trotz Mord und Tod, der im Keller haust!
Für den Kameraden Thälmann: Hoch die Faust!

Es schallt Alarm. Das Mordgericht
Will ihm den Kopf abschlagen.
Doch wenn die Welt zum Sturm aufbricht,
dann werden sie’s nicht wagen!
Reißt weg das Beil, das schon niedersaust!
Für den Kameraden Thälmann: Hoch die Faust!

 

 

Ernst Thälmann,

der ging uns voran"

ROTER MORGEN

Nr. 33; 17. August 1974

geschrieben von Ernst Aust

 

 

Am 18. August 1944 ermordeten die Hitlerfaschisten den Vorsitzenden der KPD, den Führer der deutschen Arbeiterklasse, Ernst Thälmann.

11 Jahre hatten sie Teddy, wie Genosse Thälmann von den Werktätigen genannt wurde, unter strengster Einzelhaft eingekerkert gehalten. Aber diese 11 Jahre hatten nicht gereicht, um Ernst Thälmann von seiner Klasse, deren Sohn und Führer er war, und von seiner Partei zu trennen.

Das faschistische Terrorregime, das es nie gewagt hatte, einen Prozess gegen den Genossen Ernst Thälmann zu führen, konnte es jetzt auch nicht wagen, vor dem deutschen und internationalen Proletariat die Verantwortung für seine Ermordung zu übernehmen. Erst am 14. September meldete Hitlers Reichsfunk, Ernst Thälmann sei "am 28. 8. bei einem Luftangriff der Briten und Amerikaner auf Buchenwald" umgekommen. Die Lüge platzte:

Briten und Amerikaner verbreiteten über ihre deutschsprachigen Sender, am 28. 8. habe keine Bombardierung Buchenwalds stattgefunden. Sofort ließ die Hitlerregierung eine neue Lüge verbreiten:

Genosse Thälmann sei bereits am 24. 8. bei einem Bombenangriff unter den 300 Opfern gewesen.

 

Die Wahrheit ist, dass Genosse Thälmann am 18. August feige erschossen wurde.

 

Diese Manöver des Hitlerregimes lassen erahnen, von welcher Angst vor dem Wirken und der Wirkung Ernst Thälmanns das deutsche Finanzkapital noch nach 11-jähriger Einkerkerung des Genossen und nach 11-jährigem Bestand der faschistischen Diktatur erfasst war.

Denn Ernst Thälmanns Name stand und steht für proletarische Revolution in Deutschland, für die Entschlossenheit des Proletariats, die Macht der Kapitalistenklasse zu zerschlagen und selbst die politische Macht zu erobern.

 

Als die Imperialisten den Ersten Weltkrieg anzettelten, als der imperialistische Massenmord in Europa wütete, die Verräter der Zweiten Internationale mit fliegenden Fahnen ins Lager des Chauvinismus übergelaufen waren, als die rechten SPD-Führer versuchten, die deutschen Arbeiter mit widerwärdigstem "Hurra-Patriotismus" in den Kampf gegen die ausländischen Klassenbrüder zu hetzen, da war es der Sieg der russischen Oktoberrevolution, der auch für Deutschland die Offensive der proletarischen Revolution einläutete.

Munitionsarbeiterstreiks und Massendemonstrationen zunächst, dann Matrosenaufstand in Kiel, in Hamburg, und München wehte die rote Fahne, Berlins Arbeiter entwaffneten unter der Führung Karl Liebknechts das Militär.

Der deutsche Imperialismus vor dem Abgrund, das deutsche Proletariat zum Sturm angetreten, um ihn endgültig hinabzustoßen.

Und doch gelang dem deutschen Proletariat der entscheidende Sieg nicht, konnte der deutsche Imperialismus seine Herrschaft mit Hilfe der sozialdemokratischen Verräter wie Ebert und Scheidemann noch retten.

in seiner Rede zum 10. Jahrestag der Novemberrevolution stellte Genosse Ernst Thälmann klar die entscheidende Ursache für diese Niederlage der deutschen Arbeiterklasse heraus:

 

"Wie war es möglich, daß trotz aller Voraussetzungen für den proletarischen Sieg in den objektiven Kräfteverhältnissen der Revolution noch einmal die Bourgeoisie ihre morsch gewordene, brüchige Klassenherrschaft erneuern, festigen und das Proletariat niederwerfen konnte?

Die Tragödie der deutschen Revolution im Jahre 1918, in den Januarkämpfen 1919, in den Kämpfen nach dem Kapp-Putsch 1920, den Märzkämpfen 1921, bis zur letzten Welle der akuten revolutionären Situation, dieser ersten Periode, im Oktober 1923 - sie bestand in dem Zwiespalt zwischen den objektiven ausgereiften revolutionären Verhältnissen einerseits und der subjektiven Schwäche des deutschen Proletariats, hervorgerufen durch das Fehlen einer zielklaren bolschewistischen Partei andererseits." (Ernst Thälmann)

 

 

Diese bolschewistische Partei des Proletariats zu schaffen, die Lehren der siegreichen russischen Revolution kompromisslos in Deutschland zu verwirklichen, um die deutsche Arbeiterklasse zu befähigen, in der proletarischen Revolution zu siegen, - auf diese Aufgabe war jedes Wort und jede Tat des Genossen Ernst Thälmann gerichtet.

 

Einen entscheidenden Sieg hatte die deutsche Arbeiterklasse in der Novemberrevolution im Kampf gegen den revisionistischen Verrat errungen:

Am 30. Dezember 1918 entstand - wie Genosse Ernst Thälmann es einmal fomulierte -

"im Feuer der deutschen Novemberrevolution als wichtigstes Ergebnis der revolutionären Massenkämpfe" die KPD.

Unter der Führung Ernst Thälmanns vereinigte sich 1920 der revolutionäre Teil der Unabhängigen SPD (USPD) mit der KPD (VKPD). Das war ein weiterer Sieg über den Revisionismus.

 

"Es ist notwendig, dass die Partei es in ihrer Arbeit versteht, die höchste Prinzipienfestigkeit (nicht zu verwechseln mit Sektierertum!) mit einem Maximum an Verbundenheit und Kontakt mit den Massen (nicht zu verwechseln mit Nachtrabpolitik!) zu verbinden, da es ohne diese Bindung für die Partei unmöglich ist, nicht nur die Massen zu lehren, sondern auch von ihnen zu lernen, nicht nur die Massen zu führen und sie auf das Niveau der Partei emporzuheben, sondern auch auf die Stimme der Massen zu lauschen und ihre brennendsten Nöte zu erkennen." (Stalin - 12- Thesen zur Bolschewisierung der KPD)

 

Diese Forderungen Stalins könnten als Leitmotiv über den Kampf Ernst Thälmanns stehen. Schonungslos bekämpfte Ernst Thälmann die Brandler-Gruppe, die die KPD in Sachsen in eine Koalitionsregierung mit der SPD und der USPD geführt hatte, aber den Regierungseintritt nicht zur revolutionären Mobilisierung der Massen nutzte, sondern die Illusion in der Partei und der Arbeiterklasse zu verbreiten suchte, der Sozialismus könne durch einen "parlamentarischen Kuhhandel" verwirklicht werden und die das Zusammengehen mit der reaktionären Sozialdemokratie in der Regierung über die Notwendigkeit stellte, in der Arbeiterklasse Klarheit über den imperialistischen Charakter der SPD zu schaffen, um die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse herzustellen. Der ganze Verrat dieser Leute wurde 1923 deutlich.

 

In Deutschland bestand eine revolutionäre Situation. Die Krise des Kapitalismus hatte alle Schichten des werktätigen Volkes bis hin zu Teilen des Mittelstandes und der Beamtenschaft erfasst. Die Inflation führte dazu, dass die Löhne der Arbeiter, wenn diese Arbeit hatten, nicht reichten, um nur das Allernotwendigste zu kaufen. Streikwellen in allen Industriegebieten waren die Antwort der Arbeiterklasse. In dutzenden Städten war es bereits zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Die KPD beschloss den Aufstand.

Der Verrat der Rechten um Brandler , die die Regierungsteilnahme über den möglichen Sieg der proletarischen Revolution stellten, verhinderten den Ausbruch des Aufstandes in ganz Deutschland.

Nur Hamburg rettete unter Ernst Thälmanns Führung die Ehre der deutschen Arbeiterklasse.

Drei Tage und drei Nächte hielten 300 revolutionäre Arbeiter in Hamburg einer Übermacht von 6 000 Mann Polizei, Reichswehr und Marine stand. Erst als klar wurde, dass der Kampf verraten war, dass die Revolution in diesen Tagen des Oktobers 1923 nicht mehr siegen konnte, leitete Genosse Ernst Thälmann den Rückzug von den Barrikaden ein.

Zwei Jahre später schrieb Ernst Thälmann in der "Hamburger Volkszeitung":

 

Die proletarische Revolution hat mehr als eine blutige Niederlage ertragen. Sie ist niemals daran verblutet. Sie ist stärker, stolzer, entschlossener weitergeschritten. Die Pariser Kommune wurde niedergetreten. Die russische Revolution von 1905 endete an den Galgen des Zaren, in den Kerkern, in Sibirien. Und sie erwachte trotzdem aufs neue! Auch Hamburg ist nicht tot, sondern Hamburg ist unbesieglich. Neue Aufstände des Proletariats, neue Siege der Konterrevolution sind dem deutschen Oktober gefolgt. In Polen, in Estland, in Bulgarien standen die Arbeiter auf und wurden geschlagen. Und dennoch werden sie siegen!

Die Aufstände des Proletariats sind Etappen auf dem Siegeszuge der Revolution nicht nur durch ihre unmittelbaren positiven Resultate, sondern vor allem infolge der großen Lehren, die sie der ganzen Arbeiterklasse einhämmern." (Ernst Thälmann)

 

Die Lehre aus dem Hamburger Aufstand - das war vor Allem die gebieterische Forderung, alle sozialdemokratischen Überbleibsel und alle sonstigen anti-bolschewistischen Strömungen innerhalb der KPD auszumerzen. Gegen die rechten und "ultra-linken" Fraktionierungen innerhalb der Partei, die sich vor Allem auch in der Führung eingenistet hatten, war Genosse Ernst Thälmann der Führer im Kampf für die weitere Bolschewisierung der KPD.

Vor Allem galt es, in der ganzen Partei gegen alle revisionistischen Strömungen durchzusetzen, dass nur die gewaltsame proletarische Revolution, die Errichtung der Diktatur des Proletariats das Ziel der kommunistischen Partei sein kann.

 

"Die Wahlmaschine taugt nicht für die Barrikaden!" (Ernst Thälmann)

 

Noch war die KPD wie die SPD hauptsächlich auf Wohngebietsebene organisiert. Die Betriebszellen mussten die wichtigsten Anker der Partei in der Arbeiterklasse werden.

 

Unter dem Einfluss ultra-linker Elemente hatten die kommunistischen Arbeiter sich weitgehend aus den reformistischen Gewerkschaften zurückgezogen, den reaktionären SPD-Funktionären das Feld überlassen. Die Gefahr der Isolierung von der Arbeiterklasse drohte. Die Arbeit in den reformistischen Gewerkschaften musste wieder verstärkt aufgenommen, revolutionäre Flügel mussten aufgebaut, jeder revolutionäre Arbeiter, auch wenn er ein sozialdemokratisches Mitgliedsbuch in der Tasche trug oder parteilos war, musste um die Partei geschart werden.

 

Am 1. Oktober 1925 wird Genosse Ernst Thälmann auf der 1. Reichkonferenz zum Vorsitzenden der KPD gewählt. Die rechten und die ultra-linken Strömungen waren unter der Führung Ernst Thälmanns in die Defensive gedrängt und weitgehend isoliert worden.

In den 8 Jahren bis zur faschistischen Machtergreifung wurde die KPD unter der Führung Ernst Thälmanns zur größten Sektion der Kommunistischen Internationale außerhalb der Sowjetunion.

 

Die wachsende Verankerung der Partei in den Massen resultierte aus der Tatsache, dass es die KPD unter der Führung Ernst Thälmanns immer besser verstand, an den unmittelbaren Interessen der Werktätigen anzuknüpfen, ausgehend von den Notwendigkeiten des Tageskampfes, die Notwendigkeit der proletarischen Revolution, der Eroberung der politischen Macht

zu erklären.

Genosse Thälmann gab der Partei das Beispiel. So reiste er, wenn er in einer Stadt sprechen sollte, nach Möglichkeit immer so frühzeitig an, dass er sich gründlich über die besonderen Nöte und Sorgen der Werktätigen, über die besonderen Probleme des Klassenkampfes am Ort informieren konnte.

Wenn es hieß:

"Ernst Thälmann spricht!" - dann spürten nicht nur die kommunistischen Arbeiter, dass dort einer von ihnen sprach, dann erkannten auch viele sozialdemokratische und parteilose Kollegen in Teddy den Führer ihrer Klasse.

Da sprach kein SPD-Bonze, der das Blauer vom Himmel versprach, weil er Stimmvieh brauchte, aber mit jedem seiner Worte verriet, dass zwischen ihm und der Arbeiterklasse ein Abgrund klaffte.

Wenn Ernst Thälmann redete, dann versammelten sich die Arbeiter, weil sie wissen wollten, wo es lang geht. Und die KPD und Ernst Thälmann wiesen den Weg:

im Kampf gegen Lohnabbau, Rationalisierung und Arbeitslosigkeit, gegen die nationale Unterdrückung, gegen Faschismus und Krieg, für Sowjetdeutschland.

Je mehr Klassenwidersprüche sich verschärften, je klarer die Gefahr des Faschismus sich abzeichnete, desto breitere Teile der Arbeiterklasse erkannten, dass nur die KPD wirklich den anti-faschistischen Kampf führte, während die revisionistischen Führer der SPD jedes Angebot der KPD und Ernst Thälmanns zu gemeinsamer antifaschistischer Aktion ablehnten und in Wirklichkeit gerade als Wegbereiter des Faschismus arbeiteten.

 

Die Reichstagswahl 1932 zeigte das in aller Deutlichkeit. Die revisionistischen SPD-Führer riefen dazu auf, Hindenburg zu wählen und behaupteten, nur so könne die Wahl Hitlers verhindert werden. Die KPD erklärte klar:

"Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler!"

Die Ereignisse haben gezeigt, dass Hindenburg in der Tat Steigbügelhalter Hitlers war.

 

Der Wahlkampf des roten Arbeiterkandidaten Ernst Thälmann wurde zu einem einzigartigen Triumphzug. Stets waren es zig-Tausende Kollegen, die die Kundgebungen mit Ernst Thälmann besuchten ( u.a. Dortmund 50 000, Stuttgart 30 000, Nürnberg 30 000, Frankfurt 50 000).

Zu einem besonderen Triumph wurde der Aufmarsch in Wuppertal. Hier wollten die Faschisten mit einer Riesendemonstration ihren Wahlkampf eröffnen. Geobbels sollte sprechen. SA und SS aus den Gebieten Dortmund, Essen, Düsseldorf und Köln sollten anreisen. Die KPD antwortete auf diese Provokation. Einen Tag vor der geplanten Geobbels-Kundgebung sprach Ernst Thälmann in Wuppertal - vor 60 000 Arbeitern. Die Demonstration der Faschisten am nächsten Tag fiel ins Wasser - es waren nur 300 uniformierte SS' ler und SA' ler erschienen. Am Abend tobte Goebbels vor 3 000 bis 3 500 Leuten über den "kochenden, roten Mob".

 

Die KPD erreichte bei den Präsidentschaftswahlen 1932 knapp 6 Millionen Stimmen. In vielen Städten war sie die stärkste Arbeiterpartei, sogar die stärkste Partei überhaupt geworden.

 

Aber Thälmann hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass die Partei die Arbeiterklasse nur zum Sieg führen kann, wenn sie den Einfluss der Sozialdemokratie zerschlägt.

 

"Die Sozialdemokratie ist, wie die Komintern auf dem 9. Plenum richtig festgestellt hat, die soziale Hauptstütze der Bourgeoisie, das Haupthindernis der proletarischen Revolution in Deutschland und der ganzen kapitalistischen Welt." (Ernst Thälmann)

 

Und die SPD erwies sich auch als das Haupthindernis bei der Aufgabe, die Errichtung der faschistischen Diktatur zu verhindern. Sie schlug alle Angebote zum gemeinsamen anti-faschistischen Kampf in den Wind. Sie erfüllte ihre Aufgabe, als Agentur der Bourgeoisie, indem sie den unter ihrem Einfluss stehenden Teil der Arbeiterklasse mit parlamentarischen Illuionen ideologisch entwaffnete, das Zustandekommen einer geschlossenen revolutionären Klassenfront gegen den Faschismus verhinderte und so dem Faschismus den Weg bereitete.

 

Nach der Besetzung des Karl-Liebknecht-Hauses und dem Verbot der KPD wurde Genosse Ernst Thälmann am 3. 3. 1933 verhaftet.

Kerker und Folterungen konnten ihn nicht beugen.

Die Faschisten konnten es noch nicht einmal wagen, ihm den Prozess zu machen. Am ersten November 1935 hoben sie die Untersuchungshaft auf und nahmen Genossen Thälmann in so genannte "Schutzhaft". Den heldenhaften Widerstand Thälmanns im Kerker macht jene Antwort deutlich, die Genosse Thälmann SS-Schergen, die sich mit Hitlers Eroberungen brüsten wollten; entgegenschleuderte:

 

"Stalin bricht Hitler das Genick!"

 

"Sei standhaft wie Thälmann!"

 

- das wurde im anti-faschistischen Kampf während des Hitlerregimes zum geflügelten Wort.

 

Sie haben Ernst Thälmann ermordet, aber aus den Kampfreihen des deutschen und des internationalen Proletariats konnten sie ihn nicht reißen.

Für die Kommunisten, für die Arbeiterklasse, für das werktätige Volk ist Ernst Thälmann niemals gefallen, lebt er fort.

Er geht uns voran !

Er weist uns den Weg, den Weg der proletarischen Revolution, zu einem vereinten, unabhängigen, sozialistischen Deutschland.

Im Geiste Ernst Thälmanns -Vorwärts mit der KPD/ML zur sozialistischen Revolution !

 

 

 

 

 

 

Thälmann-Lied

Für den Kameraden Thälmann: Hoch die Faust! -

(Ernst Busch)

 

 

 

 

 

 

 

April 1937

"Empfange, Genosse Thälmann, unseren allerherzlichsten und revolutionären anti-faschistischen Gruß"

 

Genosse Thälmann !

Bevor wir die Waffen in unsere Hände nahmen, kämpften wir, spanische Anti-Faschisten, politisch für deine Freilassung aus den Klauen des Faschismus.

Jetzt, wo wir die Waffen in unseren Händen tragen, kämpfen wir auf dem Schlachtfeld, um den Faschismus niederzuringen und die Freiheit unseres Volkes zu verteidigen.

Wir vergessen nicht, dass dein Schicksal mit dem Unsrigen verbunden ist. Indem wir gegen die faschistischen Mörder Spaniens kämpfen und siegen, richtet sich unsere Waffe auch gegen die faschistischen Banden in Deutschland, die dort das Volk foltern und bedrücken. Schwer liegt auf uns die traurige und schmerzliche Erfahrung von Italien und Deutschland.

Empfange, Genosse Thälmann, unseren allerherzlichsten und revolutionären, anti-faschistischen Gruß !

 

 

Die Mannschaften, Kommandeure und Politkommissare des spanischen Bataillons "Thälmann" im 5. Regiment

grüßen Ernst Thälmann

 

 

 

 

 

 

 

Adelante ! Pasaremos !

Rapport des Bataillons "Thälmann"

August 1937

 

 

 

* * *

 

 

DEFA - FILM

ERNST THÄLMANN

"SOHN SEINER KLASSE"

"FÜHRER SEINER KLASSE!

 



Am 17. August 1944 wurde auf direkte Weisung Hitlers der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands, ERNST THÄLMANN , vom SS-Mann Wolfgang Otto erschossen. Die Geschichte Wolfgang Ottos ist in vielfacher Hinsicht typisch für die Geschichte der Hunderttausenden von Gestapo - und SS- Mördern, die in der BRD gehegt und gepflegt wurden und auch zum Teil in der DDR rehabilitiert und in den Dienst des Sozialfaschismus gestellt wurden.

Obwohl eine eindeutige Zeugenaussage von Marian Zgoda vorlag, daß Otto Genossen Ernst Thälmann erschossen hatte, und obwohl dieser Zeuge seine Aussage seit 1947 bis zu seinen Tod immer wieder bekräftigte, wurden erst 1962 die Ermittlungen aufgenommen, und erst 1985 konnte der Rechtsanwalt der Tochter Ernst Thälmanns die Erhebung der Anklage erzwingen.
Damals , am 15. 5. 1986, wurde Otto zu einer minimalen Strafe verurteilt und konnte nach
wie vor frei und ungeschoren herumlaufen.
Schon seit mehr als 20 Jahren erhielt Otto seine Beamtenpension , denn einem SS-Mann wie er , dessen Mordtaten bekannt und aktenkundig waren, wurden natürlich in einem Land wie der BRD 1952 zur "Erziehung der neuen Generation" in den Schuldienst übernommen und erst 1964 pensioniert.
Doch das ist noch nicht alles : Dieser Mörder war bereits 1947 von einem amerikanischen Militärgericht, das für die Milde seiner Urteile bekannt war, zu 20 Jahren Gefängnis wegen seiner Rolle im SS-Erschießungskommando verurteilt worden. Doch war er schon 1952 wieder auf freiem Fuß und auch gleich Lehrer.

Er und seinesgleichen waren der lebende Beweis dafür, dass der Staatsapparat des westdeutschen BRD-Imperialismus von oben bis unten mit alten Nazis durchsetzt war und ist, egal ob es Staatsanwälte, Richter oder Lehrer sind, Generäle und Offiziere der Bundeswehr sind, nicht zu vergessen der SA-Bundespräsident Karl Carstens.

Aus diesem damals 100000 zählenden Heer von Mördern des SS-Staates wurden in der Zeit von 1945 - 1985 gerade etwas mehr als 6000 Nazi-verbrecher angeklagt und verurteilt, dabei überwiegend zu absolut lächerlichen Strafen, die oft genug auf Bewährung ausgesetzt wurden.



Den Weg Ernst Thälmanns gehen, das weltrevolutionäre Erbe Ernst Thälmanns verteidigen!


Ernst Thälmann repräsentiert die Unbeugsamkeit und Kraft 100000er kommunistischer Arbeiter . Seine Ermordung war feige, war ein gewaltiger Schlag für die Sache des Weltbolschewismus.
Ab 1925 wurde Ernst Thälmann zum Vorsitzenden gewählt, der von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gegründeten KPD. Nachdem beide auf Weisung des Sozialfaschisten Noske ermordet worden waren, kämpfte er theoretisch und praktisch vor allem für die leninistisch-stalinistische Bolschewisierung der KPD. Ernst Thälmann war sich über die Rolle des imperialistischen Staates völlig im Klaren, der sich mit der bürgerlichen Demokratie tarnte, aber eine Diktatur der Bourgoisie war. Die Sozialdemokratie übte an den revolutionären Zielen der Arbeiterbewegung Verrat und ertränkte die Novemberrevolution im Blut. Die SPD war eine anti-kommunistische, sozialfaschistische Partei des deutschen Imperialismus und Weltimperialismus und ließ die Arbeiterklasse im 1. Weltkrieg für den Profit der Reichen verbluten. Wie Rosa Luxemburg richtig sagte: Die Sozialdemokratie war zu einem "stinkenden Leichnam" geworden, den es endgültig zu begraben gilt.

Gegen die heutigen Kräfte, die sich heuchlerisch auf den genialen Kampfgefährten Ernst Thälmann und die rumreiche Tradition der KPD berufen (Kräfte wie DKP, MülLPD, Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD u.a.m.) genügt es, einige zentrale Thesen Ernst Thälmanns zu benennen, um den unversöhnlichen Wiedrspruch zwischen diesem kämpferischen Bolschewisten und allen Reformisten , Revisionisten und Opportunisten klarzustellen.

Er sagte 1921 in einer Rede vor der Hamburger Bürgerschaft über die Weimarer Republik:
"Hier herrscht nicht Demokratie, sondern die Diktatur des Kapitalismus".
Und er propagiert unermüdlich den revolutionären Sturz der Bourgoisie und die Errichtung der Diktatur des Proletariats.
Ernst Thälmann selbst organisierte den ruhmreichen Hamburger Aufstand 1923 und er erklärte:

" Erstens , daß das Proletariat den bürgerlichen Staatsapparat nicht übernehmen und auf demokratischen Weg in den proletarischen Staatsapparat verwandeln kann, sondern daß die proletarische Revolution den bürgerlichen Staat zerschlagen und durch den proletarischen Machtapparat ersetzen muß, durch die Räte, die  die beschließenden und führenden Organe der Arbaiterklasse und Bauern sind.
Zweitens , daß das Proletariat rücksichtslos, brutal die Bourgoisie niederschlagen, ihre Truppen entwaffnen, seine eigene bewaffnete Macht aufrichten muß, weil die Bourgoisie , wenn man ihr nur wenige Tage Zeit läßt , um sich zu sammeln, zu organisieren, zu bewaffnen, ihre Macht rücksichtslos gebraucht und an der Arbeiterschaft , die ihre Ansprüche als Klasse anmeldete, grausam blutige Rache nimmt."

Den besonderen Hass aller Rechtsopportunisten hat sich Ernst Thälmann zugezogen, weil er im Kampf für die Einheitsfront mit den sozialdemokratischen, antifaschistischen Arbeitern und Bauern nicht darauf verzichtete , die verbrecherische, mörderische Rolle der sozialdemokratischen Führung als sozialfaschistisch zu brandmarken: von der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, über die Massenerschießungen in der Novemberrevolution , über die Erschießung von 31 bolschewistische gesinnten Arbeitern und Bauern in Berlin 1929, Beteiligung am Verbot der KPD, bis hin zur Wahlpropaganda für Hindenburg, der Hitler zur Macht verhalf. Auf dem 12. Parteitag der KPD , 1929 erklärte er un missverständlich :
" Jeder Arbeiter und Bauer muß erkennen , was die Versöhnler nicht erkannt haben, dass der Sozialfaschismus darin besteht , dass er unter dem Deckmantel der sogenannten reinen Demokratie der faschistischen Diktatur den Weg bahnt."

Dass Ernst Thälmann Recht hatte, wurde den ehrlichen sozialdemokratischen Arbeitern spätestens am 1. Mai 1933 klar, als die Führer des ADGB zum 1. Mai Adolf Hitlers aufriefen. Die Zerschlagung des ADGB am 2. Mai 1933 durch SA und Gestapo folgte auf dem Fuß.

Der gesamte historische Zeitabschnitt der bolschewistischen Arbeiterbewegung unter Führung der Thälmannschen KPD ist das Banner der klassenlosen, weltbolschewistischen Zukunft. Und nur wenn wir als Stalinisten-Hoxhaisten von dieser grundlegenden Einschätzung ausgehen und alle Verleumdungen gegenüber Ernst Thälmann und der KPD zurückweisen und energisch bekämpfen, können wir auch die gesamte Theorie und Praxis der weltweiten Arbeiterbewegung und ihres Protagonisten Ernst Thälmann, der Schüler von Marx, Engels, Lenin , Stalin war, kritisch auswerten.

Zentrale , aktuelle Lehren sind :
* Studiert die stalinistisch-hoxhaistische (Welt)Theorie
* Für eine starke Kommunistische Internationale (SH)
* Kein Pardon mit dem Opportunismus, besonders dem Trotzkismus, Maoismus , Rechtsopportunismus und Revisionismus!
* Der Staatsapparat des deutschen Imperialismus und die Staatsapparate der Staatengemeinschaft des Weltimperialismus müssen von oben bis unten im Bürgerkrieg des Proletariats und Weltproletariats zerschlagen werden, sonst passiert die selbe Scheiße wie in Ägypten, wo dieser komische Sisi und seine Militätjunta an der Macht sind , die bei russischen Imperialismus um Almosen betteln...!
* Keine Illussionen über den sozialfaschistischen Sozialdemokratismus und Reformismus des sogenannten " Europäischen Frühling!"
Es lebe die Weltdiktatur des Weltproletariats und der Weltbolschewismus!

GEGEN REFORMISMUS UND VERRAT AM SOZIALISMUS DURCH DIE SOZIALFASCHISTISCHE  DKP !
Das revolutionäre Erbe ERNST THÄLMANNS verteidigen !


"WIR SIND, WIR BLEIBEN DIE PARTEI DER REVOLUTION, DES UMSTURZES, DER PROLETARISCHEN DIKTATUR."
(Ernst Thälmann - 26. 11. 1926 )