STATUT

 

der KPD/ML

 

 

verabschiedet auf dem Gründungsparteitag der KPD/ML vom 31.12.1968,

mit den auf dem II., III. und IV. Parteitag vorgenommenen Änderungen.

 

 

Mit der Gründung der Komintern-ML , am 31. 12. 2000, ist die KPD/ML eine Sektion der Komintern /ML

Vom 1. 1. 2009 bis 7. November 2011 hieß die KPD/ML = KPD (SH).

Seite dem 7. 11. 2011 gilt der Name :
 
Komintern (SH) - Sektion Deutschland

zur Zeit kann das Statut auf Grund mangelnder Mitglieder nicht vollständig angewandt werden.

 
 

 

hier die Originalfassung des Statuts - einschließlich aller Abänderungsbeschlüsse:

 

 

 

 

  • Die Kommunistische Partei Deutschlands/ Marxisten-Leninisten ist die Partei der Arbeiterklasse in Deutschland, ihr bewusster und organisierter Vortrupp, die höchste Form ihrer Klassenorganisation.

  • Die KPD/ML vereinigt den fortschrittlichsten Teil der Werktätigen Deutschlands in ihren Reihen. Sie steht und kämpft in der Tradition der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung und lässt sich als einzige Partei Deutschlands in ihrer gesamten Tätigkeit von der Theorie des Marxismus-Leninismus leiten.

  • Das Ziel der Partei ist die Errichtung eines vereinten, unabhängigen, sozialistischen Deutschlands. Das heißt, die kapitalistische Ausbeuterordnung restlos zu zerschlagen, die Diktatur der Bourgeoisie durch die Diktatur des Proletariats zu ersetzen, den Sozialismus in ganz Deutschland zu errichten mit dem Endziel des Kommunismus in der ganzen Welt.

  • Die Partei ist eine einheitliche Kampforganisation. In ihr herrscht eine nach den Prinzipien des demokratischen Zentralismus für alle Parteimitglieder in gleicher Weise verbindliche Disziplin. Kritik und Selbstkritik sind ein Entwicklungsgesetz der Partei.

  • Die Stärke der Partei liegt in der Geschlossenheit ihrer Reihen, in der Einheit des Willens und Handelns. Unvereinbar damit sind Abweichungen von den Prinzipien des Marxismus-Leninismus, dem Statut und Programm der Partei, ebenso wie Verletzung der Parteidisziplin und die Bildung von fraktionellen Bestrebungen und Gruppierungen. Die Partei wird Karrieristen, Doppelzünglern, Agenten und Verschwörern gegenüber besonders wachsam sein, um zu verhindern, dass Halunken dieser Art auf irgendeine Parteiebene die Führung an sich reißen, und sie wie jeden, der das Statut, die Beschlüsse sowie die Disziplin der Partei bewusst und gröblichst verletzt, rücksichtslos aus ihren Reihen entfernen.

  • Die Partei ist die Führerin der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen in Stadt und Land, das heißt, der breitesten Volksmassen, im Kampf für die Schaffung eines vereinten, unabhängigen sozialistischen Deutschlands. Sie verwirklicht die führende Rolle der Arbeiterklasse mit den werktätigen Bauern und den anderen werktätigen Schichten des Volkes.

  • Die Partei kämpft unermüdlich für die Herstellung der Einheit der Arbeiterklasse und der von der Partei geführten revolutionären Einheitsfront, in der sich die Arbeiterklasse mit allen werktätigen Volksschichten zusammenschließt, die dem Kapitalismus ebenfalls feindlich gegenüberstehen, die im Kampf steht:

  • für die Verbesserung der Lebenslage der Werktätigen, gegen den ständigen Abbau der demokratischen Rechte des Volkes, gegen Faschisierung und Reaktion, für die Wiedervereinigung unserer geteilten Heimat und gegen alle Spalter der Nation (– diese Kampffront hat sich inzwischen historisch verändert), gegen das Hegemoniestreben und die Kriegspolitik des Imperialismus, besonders der zwei imperialistischen Supermächte Sowjetunion und USA ( inzwischen: gegen die gesamte Front der Weltimperialisten mit den USA-Imperialisten an der Spitze) , mit dem Ziel der Niederschlagung des Imperialismus, des modernen Revisionismus und der Reaktionäre aller Länder, für die Beseitigung des Systems der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

  • Die KPD/ML steht und kämpft in einer Reihe mit ihren Bruderparteien in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung ( die sich der Komintern / ML angeschlossen haben).

  • Die Mitglieder der Partei müssen bereit sein, unermüdlich für die Verwirklichung der Beschlüsse der Partei und ihrer Organe zu kämpfen, für die Partei und die Arbeiterklasse Opfer zu bringen, die Arbeiterklasse im Geiste des proletarischen Internationalismus, der tiefen Kampfverbundenheit mit den sozialistischen Ländern ( zur Zeit noch kein sozialistisches Land wieder zurückerobert), der Freundschaft mit den unterdrückten Völkern und unterdrückten Nationen, im Geiste und gemäß den Lehren der großen Führer der Arbeiterklasse der Welt, Marx, Engels, Lenin und Stalin, zu erziehen. ( seit 31. 12. 2000 ist auf Beschluss der Komintern / ML Enver Hoxha als 5. Klassiker hinzugekommen).



 

 

I

 

 

PARTEIMITGLIEDSCHAFT,

 

PFLICHTEN UND RECHTE DES PARTEIMITGLIEDS



Mitglied der KPD/ML zu sein, ist eine hohe Ehre und eine große Verpflichtung. Mitglied der KPD/ML kann sein, wer das Programm und das Statut der Partei anerkennt, sich den Beschlüssen der Partei bewusst unterordnet, aktiv in einer der Grundorganisationen arbeitet und regelmäßig Beiträge zahlt.

 

 

  1. Das Parteimitglied ist verpflichtet:

 

 

a) ständig sein politisches Wissen durch das Studium des Marxismus-Leninismus in enger Verbindung mit der revolutionären Praxis zu erweitern, sich mit den Beschlüssen der Partei vertraut zu machen und die Parteipresse regelmäßig zu lesen;

b) aktiv am Parteileben teilzunehmen, regelmäßig die Zellensitzungen zu besuchen und alles zu tun, um die Politik der Partei in der Praxis durchzuführen sowie ständig die Arbeit der Partei zu verbessern;

c) die Parteidisziplin strengstens einzuhalten;

d) mit den parteilosen Massen eine enge Verbindung zu schaffen, sie von der Richtigkeit der Politik der Partei zu überzeugen;stets auf die Meinung der Massen zu achten und von ihnen zu lernen. Seine Arbeit in den Masenorganisationen sowie in geeigneten Institutionen entsprechend den Beschlüssen der Partei im Interesse der Werktätigen durchzuführen:

e) in seiner politischen Tätigkeit und im persönlichen Leben Vorbild zu sein. Der kommunistischen Moral entsprechend zu leben und zu arbeiten, seine persönlichen Interessen der Partei unterzuordnen, wirkungsvolle Solidarität mit in Not geratenen und durch den Klassenfeind verfolgten Genossen zu üben und auch zu den größten Opfern für die Partei und die Interessen der Arbeiterklasse bereit zu sein;

f) aufrichtig und ehrlich gegenüber der Partei zu sein. Kritik und Selbstkritik zu üben, die Mängel in der Arbeit aufzudecken und sich für ihre Beseitigung einzusetzen; gegen Selbstzufriedenheit, Schönfärberei und gegen Unterdrückung der Kritik zu kämpfen;

g) Wachsamkeit gegenüber der Tätigkeit des Feindes zu üben, mutig den Verfolgungen des Klassenfeindes entgegenzutreten, offensiv die Politik der Partei zu vertreten, keinerlei Aussagen über Organisation, Tätigkeit und Mitgliedschaft in der Partei und ihren Massenorganisationen gegenüber der Polizei, den Gerichten und sonstigen Institutionen des Klassenfeindes zu machen; Verrat ist ein Verbrechen an der Partei, an der Arbeiterklasse und unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur KPD/ML.

 

 



  1. Das Parteimitglied hat das Recht:

 

 

a) in seiner Parteiorganisation an der Erörterung aller Fragen der Politik der Partei teilzunehmen, seine Vorschläge zu unterbreiten, seine Meinung frei zu äußern;

b) in der Parteiorganisation Kritik an der Tätigkeit der Mitglieder und Funktionäre der Partei, unabhängig von ihrer Stellung, zu üben;

c) in die Parteiorgane zu wählen und in sie gewählt zu werden;

d) persönlich anwesend zu sein, wenn in seiner Parteiorganisation zu seinem Verhalten und seiner Tätigkeit Stellung genommen wird oder Beschlüsse gefasst werden; dieses Recht kann eingeschränkt werden bei Gefährdung der Partei;

e) sich mit jeder Frage der Reihe nach an jedes höhere Organ der Partei bis zum Zentralkomitee der KPD/ML zu wenden.

 

 



  1. Die Aufnahme in die Partei

 

 

Die Aufnahme in die Partei erfolgt ausschließlich individuell.

Die Aufnahme in die Partei kann frühestens nach Vollendung des 16.Lebensjahres erfolgen.

Mitglied der Partei kann werden, wer seinen Wohnsitz in Deutschland hat.

Jeder, der Mitglied werden will, stellt in der für ihn zuständigen Grundorganisation (Zelle) einen Aufnahmeantrag. Für die Aufnahme ist die Empfehlung von zwei Parteimitgliedern erforderlich. Die Zelle entscheidet einstimmig über die Aufnahme. Dieser Beschluss wird der übergeordneten Leitung mitgeteilt. Dort, wo keine Grundorganisationen der Partei bestehen, werden die Aufnahmeanträge an die übergeordnete Leitung gerichtet, die über die Aufnahme entscheidet.

Der Aufnahme in die Partei als Vollmitglied geht grundsätzlich eine Kandidatenzeit von mindestens 3 Monaten bis zu einem Jahr voraus, die in Ausnahmefällen bis zu 2 Jahren ausgedehnt werden kann. Über die Aufnahme des Kandidaten als Vollmitglied entscheiden die Vollmitglieder der Grundorganisation einstimmig. Die Aufnahme muss der übergeordneten Leitung mitgeteilt werden.

Als Datum für den Eintritt in die Partei wird nach Bestätigung der Vollmitgliedschaft der Tag gerechnet, an dem der Genosse, die Genossin als Kandidat in die Partei aufgenommen wurde.

Ehemalige Mitglieder anderer Parteien werden entsprechend den geltenden Aufnahmebedingungen in die Partei aufgenommen. Ihr Antrag muss vor Aufnahme als Kandidat durch die nächsthöhere Leitung beraten und befürwortet werden. In schwierigen Fällen ist vor der Aufnahme als Kandidat die Bestätigung der entsprechenden Kontrollorgane einzuholen.

Die Kandidatenzeit stellt eine Bewährungszeit dar. Der Kandidat hat während dieser Zeit alle Rechte und Pflichten eines Vollmitglieds, außer dem zu wählen und gewählt zu werden und abzustimmen. Er kann in Ausnahmefällen auf Zellenebene jedoch, wenn dies die Vollmitglieder bestimmen, Funktionen übernehmen.



  1. Parteierziehung, Strafen, Ausschluss

 

 

Die Parteimitgliedschaft endet

a) durch Austritt

b) durch Ausschluss.

Wer gegen die Einheit und Reinheit der Partei verstößt, ihre Beschlüsse nicht erfüllt, die innerparteiliche Demokratie nicht achtet, seine Mitgliedschaft und die ihm übertragenen Funktionen missbraucht, wessen Grundhaltung das Ansehen der Partei schädigt, die Parteidisziplin verletzt, ist von der Grundorganisation oder einem höheren Parteiorgan zur Verantwortung zu ziehen.

Es können entsprechend dem Vergehen Parteistrafen beschlossen werden, die von der Verwarnung, der Rüge, der strengen Rüge, der Zurückversetzung in den Kandidatenstand bis zum Ausschluss aus der Partei reichen. Mit der Rüge und der strengen Rüge kann eine Enthebung aus Parteifunktionen oder ein zeitweiliges Leitungsverbot verbunden sein.

Bei solchen Mitgliedern, die Fraktionismus betreiben oder sich hartnäckig jeder Parteierziehung verschließen, erfolgt der Ausschluss. Der Ausschluss aus der Partei ist die höchste Parteistrafe. Bei der Entscheidung über den Ausschluss aus der Partei ist große Vorsicht zu üben und eine sorgfältige Prüfung der gegen das Parteimitglied erhobenen Beschuldigungen zu gewährleisten.

Der Ausschluss aus der Partei und die Erteilung einer anderen Parteistrafe wird in der Grundorganisation des Mitglieds beraten und mit 2/3- Mehrheit entschieden. In besonderen Fällen haben die übergeordneten Leitungen das Recht, den Ausschluss aus der Partei zu beschließen oder eine andere Parteistrafe zu verhängen. Davon ist die Grundeinheit mit Begründung in Kenntnis zu setzen.

Das Mitglied, gegen das ein Parteiverfahren durchgeführt wird, muss ordnungsgemäß eingeladen werden. Das betreffende Mitglied hat des Recht, zu den Beschuldigungen Stellung zu nehmen. Der Ausschluss ist dem Betreffenden unter Angabe der Gründe mitzuteilen. Wenn der Ausschluss aus Sicherheitsgründen erfolgte, ist es zulässig, von dieser Regel abzuweichen.

Gegen ein Mitglied einer übergeordneten Parteileitung kann die Grundeinheit kein Parteiverfahren eröffnen, kein Funktionsverbot, keine Rückversetzung in den Kandidatenstand und keinen Ausschluss verhängen.

Hält die Grundeinheit ein Parteiverfahren oder solche Parteistrafen für notwendig, hat sie das Recht und die Pflicht, ihre Stellungnahme den zuständigen Parteiorganen mitzuteilen. Gegen den Beschluss über eine Parteistrafe und seine Bestätigung durch die übergeordnete Leitung kann das Mitglied der Reihe nach bei den übergeordneten Parteiorganen Einspruch erheben.

Die Untersuchung von Einsprüchen soll innerhalb von drei Monaten von den jeweils behandelnden Organen abgeschlossen sein. Einsprüche gegen einen Parteiausschluss werden von der Parteikontrollkommission behandelt.

Ein früher ausgeschlossenes Mitglied kann nach einem längeren Zeitraum der Bewährung um seine Neuaufnahme in die Partei ersuchen. Vor einer Neuaufnahme muss die Genehmigung der entsprechenden Kontrollorgane eingeholt werden. Eine entsprechende Mitteilung über die Aufnahme ist der Zentralen Parteikontrollkommission zu machen.

Die Wiedereinsetzung zu Unrecht Ausgeschlossener in die vollen Rechte von Parteimitgliedern wird von der Zentralen Parteikontrollkomission behandelt und entschieden und obliegt der Bestätigung des Zentralkomitees.

 

 



II

 

 

DER PARTEIAUFBAU UND DIE INNERPARTEILICHE DEMOKRATIE



Der Organisationsaufbau der Partei beruht auf dem Prinzip des demokratischen Zentralismus. Das heißt:

a) dass alle Parteiorgane demokratisch von unten nach oben gewählt werden;

b) dass die gewählten Parteiorgane zur regelmäßigen Berichterstattung über ihre Tätigkeit vor Organisationen verpflichtet sind, durch die sie gewählt wurden;

c) dass alle Beschlüsse der höheren Parteiorgane für jede untere Organisation verbindlich sind und strenge, einheitliche Parteidisziplin zu üben ist und sich die Minderheit der Mehrheit unterordnet.

Die innerparteiliche Demokratie verbürgt jedem Parteimitglied das Recht, frei und sachlich in den Parteiorganisationen zu allen Fragen der Politik der Partei Stellung zu nehmen.

Jede Parteiorganisation und ihre Leitung ist verpflichtet, Kritik und Selbstkritik zu entfalten, weil sie die gesunde Entwicklung und Festigung der Partei sichern und untrennbare Bestandteile der innerparteilichen Demokratie sind.

Jede Organisation, jedes Parteimitglied übt bewusst die Parteidisziplin und schützt die innerparteiliche Demokratie gegen parteifeindliche Elemente und tritt für die Einheit und Reinheit der Partei ein. Mit Mehrheit gefasste Beschlüsse sind von allen Mitgliedern durchzuführen.

Bei Wahlen hat jedes Mitglied des betreffenden Parteiorgans das Recht, Einwände gegen die aufgestellten Kandidaten zu erheben und neue Vorschläge zu machen. Über jeden vorgeschlagenen Kandidaten wird einzeln beraten und abgestimmt.

Unter illegalen Bedingungen kann die Anwendung des Prinzips des demokratischen Zentralismus hinsichtlich der Wählbarkeit der leitenden Parteiorgane und der Berichterstattung der höheren Parteiorgane vor den unteren nicht immer vollständig gewährleistet werden. Die Ernennung unterer Organe durch höhere Parteiorgane ist statthaft, in Ausnahmefällen auch unter halblegalen Bedingungen.

Jede Gruppierung innerhalb der Partei, die die Einheit und Geschlossenheit der Partei, die Disziplin der Partei und ihre Arbeitsfähigkeit untergräbt, die Durchführung der Beschlüsse verhindert oder deren Ziel auf die Verhinderung der Durchführung der Beschlüsse und damit gegen die Partei gerichtet ist, stellt eine Fraktion dar. Jeder Versuch und jeder Verdacht der Fraktionsbildung ist sofort der nächsthöheren Leitung zu melden, die unverzüglich das Zentralkomitee zu benachrichtigen hat.

Die Partei ist nach dem Betriebs- und Gebietsprinzip aufgebaut, wobei die Schaffung von Betriebsparteizellen Vorrang hat. Andere Grundeinheiten wie Branchen- und Bereichszellen bleiben Ausnahmen und bedürfen der Genehmigung auf Landesebene. Nicht weniger als drei Mitglieder und höchstens sieben in einem Betrieb, einer Arbeitsstätte, einem Wohngebiet bilden mit Bestätigung der übergeordneten Leitung eine Grundorganisation, eine Parteizelle.

Je nach den Erfordernissen der Parteiarbeit schließt das Zentralkomitee die Parteiorganisationen innerhalb der drei Sektionen in Landes-, Bezirks-, Gebiets-, Kreis-, Orts- bzw. Betriebsorganisationen, Stadtbezirksorganisationen oder Regionen zusammen, deren Wirkungskreis vom Zentralkomitee festgelegt wird. Es ist ihre Aufgabe, ihre Arbeit entsprechend der Generallinie der Partei sowie den Beschlüssen und dem Statut der Partei zu organisieren und alle Kraft dafür einzusetzen, die Politik der Partei durchzuführen. Dabei haben die Sektionen in taktischen Fragen eine gewisse Selbständigkeit.



III

 

 

PARTEIORGANE



Das höchste Organ der Partei ist der Parteitag. Er wird in der Regel alle vier Jahre einberufen. Das Zentralkomitee kann entweder aus eigener Initiative und muss auf Verlangen von mehr als einem Drittel der Parteimitglieder abweichend von der Regel Parteitage einberufen.

Der Schlüssel für die Delegierten zum Parteitag wird vom Zentralkomitee festgelegt.

Der Parteitag nimmt den Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees sowie der Zentralen Parteikontrollkommission entgegen und fasst darüber Beschluss Er beschließt bzw. ändert das Programm und das Statut der Partei. Der Parteitag legt die Zahl der Mitglieder und Kandidaten des Zentralkomitees sowie der Zentralen Parteikontrollkommission fest und wählt die beiden Organe. Die Mitgliedschaft in einer Parteikontrollkommission ist unvereinbar mit der Mitgliedschaft einer Leitung auf gleicher Parteiebene (ZPKK-ZK,LPKK-LL).

In der Zeit zwischen den Parteitagen ist das Zentralkomitee das höchste Organ der Partei und leitet deren gesamte politische und organisatorische Tätigkeit. Es führt regelmäßig mindestens zweimal im Jahr Plenartagungen durch. Die Kandidaten des Zentralkomitees nehmen an den Plenartagungen mit beratender Stimme teil.

Das Zentralkomitee wählt aus seiner Mitte:

a) das Politbüro des Zentralkomitees;

b) den Vorsitzenden des Zentralkomitees;

c) das Sekretariat.

Das Politbüro des Zentralkomitees und sein Sekretariat üben zwischen den Plenartagungen des Zentralkomitees die Funktionen und Befugnisse des Zentralkomitees aus.

Scheidet ein Mitglied des Zentralkomitees aus, so wird vom Zentralkomitee an seine Stelle ein vom Parteitag gewählter Kandidat als Mitglied des Zentralkomitees gewählt. Das Zentralkomitee ist berechtigt, bei besonderen Umständen zu seiner Ergänzung und Erweiterung neue Mitglieder und Kandidaten zu kooptieren. Die gleiche Regelung gilt auch für die unteren Leitungen.

Das Zentralkomitee verteilt die Mittel der Partei und verwaltet die zentrale Kasse. Es gibt das Zentralorgan der Partei »Roter Morgen« und das Theoretische Organ »Der Weg der Partei« heraus.

Die Zentrale Parteikontrollkommission kämpft für die Erziehung der Partei zur revolutionären Wachsamkeit gegen jede fraktionelle Tätigkeit und feindliche Einflüsse. Sie kontrolliert die Politik der Partei und schlägt den Leitungsorganen Maßnahmen vor gegen alle Abweichungen von den Prinzipien des Marxismus-Leninismus und der Linie der Partei sowie zur Behebung von Missständen im Parteiapparat und auf allen Ebenen der Partei. Sie nimmt die Aufgabe der zentralen Revision wahr und hat das Recht, die Geschäftsführung und das Finanzgebahren aller Parteileitungen und Parteieinrichtungen zu kontrollieren.

Für die unteren Organe gilt das Prinzip:

Die Organisation, die für ein betreffendes Gebiet verantwortlich ist, gilt als höhere gegenüber allen Parteiorganisationen, die für Teile dieses Gebietes zuständig sind. Ausnahme:

Leitungen von Großbetrieben sind Ortsleitungen gleichgestellt. Die höchsten Organe auf allen Ebenen sind die Delegiertenkonferenzen, die in der Regel alle zwei Jahre zusammentreffen. Sie wählen ihre entsprechenden Leitungen und Kontrollorgane.

Die Grundlage der Partei bilden ihre Grundorganisationen, die Zellen. Die Zelle wählt ihren Leiter und dessen Stellvertreter in der Regel einmal im Jahr. Die Grundorganisation der Partei verbindet die Arbeiter und alle anderen Werktätigen Schichten in Stadt und Land, d.h. die breitesten Volksmassen, mit der Partei. Deshalb gehören zu den Aufgaben der Grundorganisationen:

a) die Durchführung einer gewissenhaften marxistisch-leninistischen Schulung der Mitglieder, ihre Erziheung zum entschiedenen Kampf gegen den Klassenfeind und seine Agenturen, gegen Revisionismus und Opportunismus;

b) die Propagierung der Politik der Partei, die Massenaufklärungs- und Organisationsarbeit unter den Arbeitern und anderen Werktätigen in Stadt und Land zur Durchführung der Beschlüsse und Losungen der Partei;

c) engste Verbindung mit den Massen zu halten, ihre Meinungen und Wünsche einzuholen;

d) die Gewinnung neuer Mitglieder für die Partei und ihre politische Erziehung:

e) die sorgfältige und fristgerechte Erfüllung der von den Parteileitungen beschlossenen praktischen Aufgaben;

f) die Mobilisierung der Massen zur Durchführung der von der Partei gestellten Aufgaben;

g) der tägliche Kampf für die Verbesserung der materiellen und kulturellen Lebensverhältnisse der Arbeiter,Angestellten, werkätigen Bauern;

h) die Wachsamkeit gegenüber Partei- und Volksfeinden.





Der Jugendverband der Partei

 

 

Die Rote Garde ist der kommunistische Jugendverband der Partei

 

[Heute umbenannt in KJD - Kommunistische Jugend Deutschlands].

 

 

 

Der Jugendverband arbeitet und kämpft unter der Führung der KPD/ML.

Das Zentralkomitee der Roten Garde als leitendes Organ des Jugendverbandes untersteht unmittelbar dem Zentralkomitee der Partei. Die politische Führung und Kontrolle der Tätigkeit der Landesverbände, Ortsgruppen und Grundeinheiten der Roten Garde obliegt den entsprechenden Organisationen der Partei.

Der Jugendverband Rote Garde ist aktiver Helfer und Reserve der Partei. Die Erziehung der in der Roten Garde organisierten Jugend im Geiste des Marxismus-Leninismus und des proletarischen Internationalismus, die Heranbildung der Rotgardisten zu aktiven, mutigen, gebildeten, der Sache des Proletariats ergebenen Kommunisten ist eine hohe, verantwortliche Aufgabe der gesamten Partei, aller ihrer Grundeinheiten und Leitungen.

Die Organisationen der Roten Garde setzen die Politik und Beschlüsse der Partei in allen Bereichen ihrer Arbeit aktiv in die Tat um. Ihre Vorschläge und Kritik, die auf die Verbesserung der Arbeit von Partei und Jugendverband abzielen, werden von den entsprechenden Organisationen der Partei gehört und berücksichtigt.



Die finanziellen Mittel der Partei

 

 

Mitgliedsbeiträge, Sonderbeiträge, Erträge aus den Parteieinrichtungen, Sammlungen und Spenden bilden die finanziellen Mittel der Partei.

Die monatlichen Mitgliedsbeiträge der Parteimitglieder werden entsprechend den Beschlüssen des Zentralkomitees festgelegt.