DEUTSCH

 

August Bebel

 

Es lebe August Bebel !

Ein großer revolutionärer Führer der deutschen und internationalen Arbeiterklass !

 


 

 

AUGUST BEBEL

[ in Bildern ]

 

 

Grußadressen der Solidarität


22 - 2 - 1840
22 - 2 - 2015


Grußadresse

der Komintern (SH)
anlässlich des 175. Geburtstag von August Bebel

 

22. Februar 2015

 

 

Heute feiern wir den 175. Geburtstag von August Bebel, der "Vater" der revolutionären Sozialdemokratie.

Wir grüßen alle Genossen in der ganzen Welt, die das revolutionäre Erbe der August Bebel gemeinsam mit uns verteidigen, gegen den Reformismus und Revisionismus, gegen Lassallianertum und alle Schattierungen des Opportunismus.

 

August Bebel war der Mitbegründer der ersten marxistischen Partei der Welt im Jahre 1869.

Er war einer der großen Führer der sozialdemokratischen Weltbewegung, Mitglied der Ersten Internationale seit 1866, und einer der revolutionären Führer der Zweiten Internationale seit ihrer Gründung im Jahre 1889.

Er war einer der prominentesten Führer des internationalen Klassenkampfes über mehr als 44 Jahre lang.

August Bebel wurde in Deutz geboren, in der Nähe von Köln. Er erlernte den Beruf eines Drechslers. Als Vollwaise wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf.

Als junger Mann reiste Bebel nach Leipzig, dem Nabel der politischen Aktivitäten in Deutschland. Er wurde politisch aktiv mit dem radikalen "Gewerblicher Bildungsverein". Er studierte Marx und Engels und andere Prominente der Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die zu seiner wachsenden sozialistischen Weltanschauung beitrugen. Bebel genoss den ehrenvollen Ruf eines Volkstribuns, eines volksnahen revolutionären Redners. 1867 wurde er in den Norddeutschen Reichstag gewählt, als Vertreter der Sächsischen Volkspartei.

 

August Bebel entwickelte als einer der Ersten die Strategie und Taktik der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung.

Unter seiner Führung errang die marxistische Massenpartei einen bedeutenden Sieg im illegalen Kampf gegen die Sozialistengesetze.

 

Insgesamt für 57 Monate wurde August Bebel zu Festungshaft verurteilt.

August Bebel war nicht nur ein hervorragender Organisator, Redner und Arbeiterpolitiker auf allen Schlachtfeldern des Klassenkampfes ( unter anderem im Kampf für die Emanzipation der Frau).

August Bebel war auch ein bedeutender Theoretiker und Philosoph.

Er entwickelte die Wissenschaft des historischen und dialektischen Materialismus auf fast allen Gebieten des ideologischen Klassenkampfes weiter.

 

Die Komintern (SH) begann zu Beginn dieses Jahres mit einer Kampagne gegen die Religion. Daher möchten wir in unserer Grußadresse die verdienste hervorheben, die sich August Bebel im Kampf gegen das Christentum erworben hat:

 

"Das Christentum ist der Feind der Freiheit und Zivilisation. Es hält die Menschheit in Sklaverei und Unterdrückung. Die Kirche und der Staat haben sich stets brüderlich vereint, wenn es um die Unterdrückung des Volkes ging."

 

"Wir wollen auf dem Gebiet der Politik den Republikanismus; im Bereich der Volkswirtschaftslehre den Sozialismus und statt Religion den Atheismus."

 

"Antisemitismus ist der Sozialismus der Narren."

 

August Bebel hat sich ausführlich mit Fragen der Religion beschäftigt, ihre Ideen und historischen und sozialen Wurzeln und ihre soziale Funktion offen gelegt. In seinem Essay "Glossen Ives Guyot's und Sigismund Lacroix's" (1878) untersuchte er vor allem den Klassencharakter der verschiedenen Formen des Bewusstseins und enthüllte die Beziehung zwischen Religion und Philosophie (Klerikalismus und der Sozialismus, 1903).

 

In seinem berühmten Werk "Frau und Sozialismus" schrieb August Bebel im Kapitel ""Die Zukunft der Religion":

 

"Ohne gewaltsamen Angriff und ohne Unterdrückung der Meinungen, welcher Art immer sie sind, werden die religiösen Organisationen und mit ihnen die Kirchen allmählich verschwinden.

Die Religion ist die transzendente Wiederspiegelung des jeweiligen Gesellschaftszustandes. In dem Maße, wie die menschliche Entwicklung fortschreitet, die Gesellschaft sich transformiert, transformiert sich die Religion, sie ist, wie Marx sagt, das Streben nach illusorischem Glück des Volkes, das einem Zustand der Gesellschaft entspringt, welcher der Illusion bedarf (Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Paris 1844), aber verschwindet, sobald die Erkenntnis des wirklichen Glücks und die Möglichkeit seiner Verwirklichung die Massen durchdringt. Die herrschenden Klassen streben in ihrem eigenen Interesse, diese Erkenntnis zu verhindern, und so suchen sie die Religion als Mittel für ihre Herrschaft zu konservieren, was am deutlichsten in dem bekannten Satze sich ausdrückt: "Dem Volke muss die Religion erhalten werden." Dieses Geschäft wird in einer auf Klassenherrschaft beruhenden Gesellschaft eine wichtige amtliche Funktion. Es bildet sich eine Kaste, welche diese Funktion übernimmt und ihren ganzen Scharfsinn darauf richtet, das Gebäude zu erhalten und zu erweitern, weil damit ihre eigene Macht und ihr Ansehen wächst.

Anfangs Feteschismus auf unterster Kulturstufe, in primitiven gesellschaftlichen Verhältnissen, wird die Religion Polytheismus bei höherer Entwicklung, Monotheismus bei noch vorgeschrittenerer Kultur. Es sind nicht die Götter, welche die Menschen erschaffen, es sind die Menschen, die sich die Götter, Gott machen. "Sich selbst (dem Menschen) zum Bilde, zum Ebenbilde schuf er ihn" (den Gott), nicht umgekehrt. Bereits hat sich auch der Monotheismus in einen alles umfassenden, alles durchdringenden Pantheismus aufgelöst und verflüchtigt sich immer mehr. Die Naturwissenschaft machte die Lehre von der Schöpfung der Erde in sechs Tagen zur Mythe; die Astronomie, die Mathematik und Physik machen den Himmel zu einem Luftgebilde, die Sterne am Himmelszelt, auf denen die Engel thronen, zu Fixsternen und Planeten, deren Natur jedes Engelleben ausschließt.

Die herrschende Klasse, die sich in ihrer Existenz bedroht sieht, klammert sich an die Religion als die Stütze aller Autorität, wie das jede herrschende Klasse bisher so gehalten hat. Die Bourgeoisie glaubt selbst nichts, sie hat durch ihre ganze Entwicklung, durch die aus ihrem Schoße hervor gegangene moderne Wissenschaft den Glauben an die Religion und alle Autorität zerstört. Ihr Glaube ist nur Scheinglaube, und die Kirche nimmt die Hilfe der falschen Freundin an, weil sie selbst der Hilfe bedarf. "Die Religion ist für das Volk nötig."

Für die neue Gesellschaft existieren keine Rücksichten. Der unausgesetzte menschliche Fortschritt und die unverfälschte Wissenschaft sind ihr Panier. Hat jemand noch religiöse Bedürfnisse, so mag er sie mit Seinesgleichen befriedigen. Die Gesellschaft kümmert sich nicht darum. Auch der Priester muss arbeiten, um zu leben, und da er dabei lernt, so kommt auch für ihn die Zeit, wo er einsieht, dass das Höchste ist: ein Mensch zu sein.

Sittlichkeit und Moral bestehen auch ohne die Religion; das Gegenteil können nur Einfältige oder Heuchler behaupten wollen. Sittlichkeit und Moral sind der Ausdruck für Begriffe, welche die Beziehungen der Menschen zueinander und ihre Handlungen regeln, die Religion umfasst die Beziehungen der Menschen zu übersinnlichen Wesen. Aber wie die Religion, so entspringen auch die Begriffe über die Moral dem jeweiligen Sozialzustand der Menschen. Der Kannibale betrachtet Menschenfresserei als sehr moralisch; als moralisch sahen Griechen und Römer die Sklaverei an, der Feudalherr des Mittelalters die Leibeigenschaft und Hörigkeit; hochmoralisch erscheint dem modernen Kapitalisten das Lohnarbeitsverhältnis, die Ausbeutung der Frauen und die Demoralisation der Kinder durch gewerbliche Arbeit. Vier Gesellschaftsstufen und vier Moralbegriffe, aber in keiner herrscht der höchste Moralbegriff. Der höchste moralische Zustand ist derjenige, in dem die Menschen sich als Freie und Gleiche gegenüber stehen, in dem der Grundsatz: "Was du nicht willst, das man dir tue, das füg' auch keinem Andern zu", alle menschlichen Beziehungen beherrscht. Im Mittelalter galt der Stammbaum des Menschen, in der Gegenwart entscheidet sein Besitz, in der Zukunft gilt der Mensch als Mensch. Und die Zukunft gehört dem Sozialismus."


Am 31. Dezember 1878 erklärte Bebel vor dem Reichstag:

"Auf dem Gebiet der Religion treten wir für den Atheismus ein". Und am 16. September 1878 sagte er:

"Das feste Vertrauen zum Sozialismus führt zum Atheismus."

 

Bebel bezeichnete sich selbst als "Feind aller Religionen". "Menschen von hoher Qualität haben für Religion keinerlei Verwendung."

Die Leugnung der religiösen Unsterblichkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg des Sozialismus, "denn mit jeder Schwächung des Glaubens an den Himmel verstärken sich die sozialistischen Forderungen auf Erden" (August Bebel).

August Bebel verspottete "die Drohung mit der Hölle" und verhöhnte den Rummel gegen die Gotteslästerung.

 

Als Marxist suchte August Bebel die grundlegenden Ursachen aller gesellschaftlichen Veränderungen und Revolutionen nicht in den Köpfen der Menschen und nicht in ihre Ansichten über die "ewige Gerechtigkeit und das Recht", sondern in den Veränderungen in der Produktions- und Distributionsweise. Die Ansichten über Recht, Sitte, Moral sind nur die Folgen der bestehenden sozialen Beziehungen, und nicht deren Ursachen.

 

August Bebel war einer derersten Verfechter der Trennung von Kirche und Staat, die zu einem der beliebtesten Programmpunkte aller revolutionären sozialdemokratischen Parteien der Welt wurde.

 

Aus Anlass des 175. Geburtstags hat die Komintern (SH) das größte Bebel-Internet-Archiv zur Verfügung gestellt - und zwar in 7 Sprachen der Welt. Und wir planen die Erweiterung des Archivs in weiteren Sprachen.

 

Wir schließen unsere Grußadresse mit einem Zitat des Genossen Stalin, der sagte:

 

"Nur das kämpfende Proletariat konnte einen Bebel gebären, so lebendig, ewig jung, ständig vorwärts blickend, wie es auch selbst ist. "


Es lebe der 175. Geburtstag von August Bebel!
Es lebe das Erbe der revolutionären sozialdemokratischen Weltbewegung des 19. Jahrhunderts!
Es lebe die August Bebel, einer der größten marxistischen Führer des Weltproletariats!

 

 

Internationales

August Bebel - Archiv

in

Deutsch

Englisch

Chinesisch

Französisch

Italienisch

Portugiesisch

Russisch

 

Autobiographie

"Aus meinem Leben"

(1910)

Erster Teil

Zweiter Teil

Dritter Teil

 

 

Aus der Reichstagsrede vom 25. Mai 1871

Über die Pariser Kommune

 

 

 

Unsere Ziele

1872

 

 

 


Christentum und Sozialismus

 

Eine religiöse Polemik zwischen Herrn Kaplan Hohoff in Hüffe und August Bebel

 

"Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." - Die Frau und der Sozialismus. Erstausgabe 1883. belegt in: Ausgabe 31, Dietz, 1900. S. 339

"Selbst Engelszungen haben nur Erfolg, wenn der Resonanzboden für das, was sie predigen, vorhanden ist."

- Die Frau und der Sozialismus

 

1874

 

 

 

Gegen den Krieg und die Kriegsgefahr

1876

 

 

 

"In Dresden war eine Kiste mit zweihundert Exemplaren des Buches« »Die Frau und der Sozialismus« konfisziert worden. Das Gericht sprach die Vernichtung der zweihundert Exemplare aus, sie sollten also den Tod im feurigen Ofen erleiden. Wie ich aber nachher aus sicherster Quelle erfuhr, erlitten diesen Feuertod nur wenige Exemplare, alle übrigen wanderten in die Hände der Gerichtsbeamten." [ August Bebel]

Die Frau und der Sozialismus

1879

Teil 1

Teil 2

 

"Die Frau wurde Sklavin, ehe der Sklave existierte."

- Die Frau und der Sozialismus, S. 52

"Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter." - Die Frau und der Sozialismus

"Genau genommen ist aber ein Arbeiter, der Kloaken auspumpt, um die Menschen vor gesundheitsgefährdenden Miasmen zu schützen, ein sehr nützliches Glied der Gesellschaft, wohingegen ein Professor, der gefälschte Geschichte im Interesse der herrschenden Klassen lehrt, oder ein Theologe, der mit übernatürlichen transzendenten Lehren die Gehirne zu umnebeln sucht, äußerst schädliche Individuen sind." - Die Frau und der Sozialismus

 

 

 

Bebels Rede zur Reichstagsdebatte über das Sozialistengesetz

16. September 1878

aus: Karl Marx; Konspekte, MEW, Band 34, Seite 491 - 500

- geschrieben Ende September 1878 -

 

 

 

Petition an den Deutschen Reichstag

21. Februar 1882

 

von August Bebel die polizeilichen Ausweisungen aus dem Königreich Sachsen betreffend, nebst dem stenographischen Bericht über die Verhandlungen der II. Kammer des sächsischen Landtages am 21. Februar 1882, denselben Gegenstand betreffend / bearb. von August Bebel. - Nürnberg : Wörlein, 1882.

 

 

Die mohamedanisch-arabische Kulturperiode

1883

 

 

 

Aus der Reichstagsrede vom 11. Februar 1885

Für eine sozialistische Landwirtschaft

 

 

 

 

Die Kolonialpolitik dient allein der Stärkung des Kapitalismus

Reichstagsrede vom 26. Januar 1889

 

 

Charles Fourier

Sein Leben und seine Theorien.

1890

 

Reichstagsrede

vom 28. November 1891

 

 

 

Unsere wirtschaftliche und politische Lage

(Dezember 1892 in Zürich)

 

 

 

 

Der Hochverraths-prozess wider Liebknecht, Bebel, Hepner: Vor dem Schwurgericht zu Leipzig (1894)

 

 

 

Attentate und Sozialdemokratie

(1898)

 

 

 

Die Sozialdemokratie im Deutschen Reichstag

Tätigkeitsberichte und Wahlaufrufe

aus den Jahren 1871 - 1893

 

Berlin 1909
Verlag: Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68
(Hans Weber, Berlin)

 

TEIL 1

TEIL 2

Teil 3

 

 

 

August Bebel im Kampf gegen den

Bernstein'schen Revisionismus

(PDF)

(aus der Rede auf dem Hannover Parteitag 1899

und auf dem Dresdner Parteitag 1903)

 

“Sobald die Prinzipienfrage bei unserer praktischen Tätigkeit in den Hintergrund tritt…vielleicht geradezu verleugnet wird, verlässt die Partei den festen Boden, auf dem sie steht und wird eine Fahne, die sich dreht wie der Wind weht. Der prinzipelle Maßstab muss allen unseren Forderungen auch in der Praxis angelegt werden, er muß der Prüfstein bilden, ob wir auf den richtigen Weg sind oder nicht. ”

 

 

 

Die bevorstehende Reichstagswahl

Rede auf dem Münchener Parteitag am 19. September 1902

 

 

Sozialdemokratie und Zentrum

Bamberger Rede 1903

 

 

Der nationalliberale Parteitag und die Sozialdemokratie

(1907)

 

 

Brief an Karl Liebknecht

10. November 1908

 

 

 

 

Rede im Reichstag
zum Massenstreik im Kriegsfall

11. November 1911

Gegen die imperialistische Kolonialpolitik und Geheimdiplomatie

aus der Reichstagsrede vom 5. Dezember 1911

 

 

"Diesem System keinen Mann und keinen Groschen !"

August-Bebel-Gedicht

von Konrad Klinger

 

Weltproletariat,  in deiner schwärzesten Stunde.
Du bist verraten, im Stich gelassen, verarscht , doch nicht allein
Mit dir, August Bebel, haben wir einen treuen Kampfgefährten im Bunde.
Es kommt der rote Morgen, diese Welt wird unser sein !

Diesem System keinen Groschen, keinen Mann hast du dir und haben auch wir uns  geschworen.
Dein Herz wurde zu Stein.
Doch tief in dir brennt ein Feuer.
Denn  du wusstest immer: das Sein bestimmt das Bewußtsein.
Sozialistische Weltrevolution - Feuer und Flamme für eine neue Zeit !
Klassenlose Gesellschaft in alle Ewigkeit!

Doch auch obwohl  du schon tot bist , stehst du uns auch heute  mit Rat und Tat beiseite.
Du kämpftest immer wie ein Löwe,  und die Bourgoisie suchte das Weite!
Fern im Jenseits, doch dein Kampfesgeist naht wie Drachen.
Wenn wir von dir lernen, haut `s uns das Blech weg.
Proleten aller Länder und unterdrückte Völker - ihr werdet erwachen
Denn die Weltkapitalisten , Imperialisten und ihre Klassenjustiz behandeln uns wie den letzten Dreck.
Ein neuer roter Morgen mit der proletarischen Revolution geht auf über das Land.
Am Tahrir-Platz stehen sie  auf Barrikaden, denn am roten Meer flackt keiner mehr am Strand!

 

 

 

 

 

 

Rede im Reichstag
zur Frage der Wahl
eines sozialdemokratischen Vizepräsidenten

20. Februar 1912

 

"Was sind Marx und Engels ?

Proletarier ?

Trotzdem ist unsere Bewegung eine proletarische und muss eine proletarische bleiben, wie es Marx und Engels aufs Schärfste gefordert haben, wenn sie nicht zu Grunde gehen solle"

[August Bebel]

MARX und ENGELS

Briefwechsel mit August Bebel

Als 1882 die Presse eine Falschmeldung vom Tod Bebels brachte, schrieb Marx:

„Das größte Unglück für unsere Partei !

Er war eine einzige Erscheinung innerhalb der deutschen (man kann sagen der europäischen) Arbeiterklasse.“

Karl Marx

 

„Und so entstand bald,
dank vor allem den Bemühungen Liebknechts
und Bebels, eine Arbeiterpartei,
die die Prinzipien des 1848er „Manifests“
offen proklamierte.“
(MEW Bd. 22, S. 249)

"Einigung ist ganz gut, solange sie geht, aber es gibt Dinge, die höher stehn als die Einigung. Und wenn man wie M[arx] und ich unser ganzes Leben lang mehr die angeblichen Sozialisten bekämpft hat als sonst jemand (denn die Bourgeoisie nahmen wir nur als Klasse und haben uns auf Einzelkämpfe mit Bourgeois fast nie eingelassen), so kann man sich eben nicht sehr darüber grämen, daß der unvermeidliche Kampf ausgebrochen ist." (Engels an Bebel)

 

 

 

 

LENIN

über August Bebel

Lenin erklärte August Bebel

"zum fähigsten Parlamentarier Europas, zum talentiertesten Organisator und Taktiker, zum einflussreichsten Führer der internationalen Sozialdemokratie, die dem Reformismus und dem Opportunismus feindlich gegenüberstand."

 

 

 

STALIN

über August Bebel

Stalin 1913

AUGUST BEBEL,
DER FÜHRER DER DEUTSCHEN ARBEITER

 

Wer kennt nicht Bebel, den ehrwürdigen Führer der deutschen Arbeiter, der einst ein "einfacher" Drechsler war, heute aber der berühmte Politiker ist, vor dessen Kritik mehr als einmal "gekrönte Häupter" und patentierte Gelehrte wie vor Hammerschlägen zurückwichen, dessen Worten Millionen und aber Millionen Proletarier Deutschlands wie den Worten eines Propheten lauschen.

Am 22. Februar dieses Jahres waren es 70 Jahre, dass er geboren wurde.

Feierlich begingen an diesem Tage das kämpfende Proletariat ganz Deutschlands, das Internationale Sozialistische Büro, die organisierten Arbeiter aller Länder des Erdballs den siebzigsten Geburtstag des alten Bebel.

Wodurch hat Bebel diese Verehrung verdient, was hat er für das Proletariat geleistet?

Wie ist Bebel aus der Masse der Arbeiter emporgestiegen, wie hat er sich aus dem "einfachen" Drechsler in den großen Kämpfer des Weltproletariats verwandelt?

Wie sieht die Geschichte seines Lebens aus?

Bebels Kindheit verlief in Elend und Entbehrungen. Schon mit drei Jahren verliert er den Vater, den Ernährer, einen armen, schwindsüchtigen Unteroffizier. Um den Kindern einen anderen Ernährer zu verschaffen, heiratet die Mutter Bebels zum zweiten Mal, und zwar einen Gefängnisaufseher. Aus der Kaserne, in der die Mutter bis dahin gewohnt hat, zieht sie mit den Kindern in das Gefängnisgebäude.

Doch drei Jahre später stirbt auch der zweite Mann. Die Familie, ohne Ernährer geblieben, siedelt in die Heimat, in ein Provinznest, über, wo sie ein Hungerdasein fristet. Bebel wird als Armeleutekind in die "Armenschule" aufgenommen, die er im 14. Lebensjahr mit Erfolg beendet. Doch ein Jahr vor Beendigung der Schule trifft ihn ein neuer Schlag - er verliert seine Mutter, seine letzte Stütze. Als Vollwaise, sich selbst überlassen, der Möglichkeit beraubt, weitere Bildung zu gewinnen, geht Bebel zu einem Drechsler, den er kennt, in die Lehre.

Es beginnt ein eintöniges, hartes Leben. Von fünf Uhr morgens bis sieben Uhr abends ist er in der Werkstatt. Eine gewisse Abwechslung bringen ihm die Bücher, denen er seine ganze freie Zeit widmet. Dazu lässt er sich für die zehn bis zwölf Pfennige, die er wöchentlich damit verdient, dass er jeden Morgen vor Beginn der Arbeit für seine Meisterin Wasser schleppt, in die Bibliothek einschreiben.

Offensichtlich haben Not und Entbehrungen den jungen Bebel nicht nur nicht zerbrochen, das Streben zum Licht in ihm nicht nur nicht abgetötet, sondern im Gegenteil - sie haben seinen Willen noch mehr gestählt, seinen Wissensdurst gesteigert und in ihm Fragen aufkommen lassen, auf die er in den Büchern gierig nach Antwort suchte.

So wuchs im Kampf mit der Not der zukünftige unermüdliche Kämpfer für die Befreiung des Proletariats.

Im 18. Lebensjahr beendet Bebel die Lehrzeit und tritt als selbständiger Drechsler ins Leben. Mit 20 Jahren wohnt er bereits einer Arbeiterversammlung in Leipzig bei und hört die Reden sozialistischer Arbeiter. Das war die erste Versammlung, in der Bebel Arbeiterrednern von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand. Bebel war noch kein Sozialist, er sympathisierte mit den Liberalen, aber er freut sich aufrichtig über das selbständige Auftreten der Arbeiter, er beneidet sie, es entbrennt in ihm der Wunsch, ein ebensolcher Arbeiterredner zu werden wie sie.

Von nun ab fängt für Bebel ein neues Leben an - er sieht bereits einen bestimmten Weg. Bebel tritt Arbeiterorganisationen bei und ist in ihnen intensiv tätig. Schnell gewinnt. er Einfluss, er wird in den Ausschuss eines gewerblichen Bildungsvereins gewählt. Bei seiner Tätigkeit innerhalb der Arbeitervereine kämpft er gegen die Sozialisten, geht er mit den Liberalen zusammen, jedoch im Kampf gegen die Sozialisten kommt er allmählich zu der Überzeugung, dass sie Recht haben.

Mit 26 Jahren ist er bereits Sozialdemokrat. Die Popularität Bebels wächst so rasch, dass man ihn nach einem Jahr (1867) zum Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Arbeitervereine und als ersten Arbeiterabgeordneten ins Parlament wählt.

So arbeitet sich Bebel unter Kämpfen und Siegen, Schritt für Schritt die sich ihm entgegenstellenden Hindernisse beseitigend, schließlich aus der Masse der Arbeiter empor und wird zum Führer der kämpfenden Arbeiter Deutschlands.

Nun tritt Bebel schon offen für die Sozialdemokratie ein. Sein nächstes Ziel heißt: Krieg gegen die Liberalen, Befreiung der Arbeiter von ihrem Einfluss, Zusammenschluss der Arbeiter in einer eigenen sozialdemokratischen Arbeiterpartei.

Im folgenden Jahr, 1868, erreicht Bebel sein Ziel auf dem Nürnberger Vereinstag. Der geschickte und rücksichtslose Angriff Bebels auf diesem Vereinstag führte dazu, dass die Liberalen eine völlige Niederlage erlitten und dass auf den Trümmern des Liberalismus die deutsche Sozialdemokratie geboren wurde.

Die Befreiung der Arbeiter kann nur die Sache der Arbeiter selbst sein, führte Bebel auf dem Arbeitervereinstag aus, deshalb müssen die Arbeiter mit der liberalen Bourgeoisie brechen und sich in einer eigenen Arbeiterpartei vereinigen, und die große Mehrheit der Tagung stimmte mit ihm, einem Häuflein Liberaler zum Trotz, in die großen Worte von Karl Marx ein.

Zur völligen Befreiung der Arbeiter ist es notwendig, dass sich die Arbeiter aller Länder vereinigen, führte Bebel aus, darum muss man sich der Internationalen Arbeiter-Assoziation anschließen, und die Mehrheit der Tagung stimmte mit ihm einmütig in die Worte des großen Lehrmeisters ein.

So wurde die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands geboren. Bebel war ihr Geburtshelfer.

Von da ab verschmilzt das Leben Bebels mit dem der Partei, seine leiden und Freuden werden eins mit denen der Partei. Bebel selbst wird zum Liebling der deutschen Arbeiter, die er begeistert; denn, Genossen, man kann nicht umhin, einen Mann zu lieben, der soviel dafür getan hat, die Arbeiter auf ihre eigenen Füße zu stellen, sie von der Vormundschaft der liberalen Bourgeoisie frei zu machen und ihnen eine eigene Arbeiterpartei zu geben.

Das Jahr 1870 brachte für die junge Partei die erste Prüfung. Es begann der Krieg mit Frankreich, die deutsche Regierung forderte vom Reichstag, dessen Mitglied auch Bebel war, Gelder für den Krieg, es galt, sich ausdrücklich für oder gegen den Krieg auszusprechen. Bebel begreift natürlich, dass der Krieg nur für die Feinde des Proletariats von Vorteil ist, indessen werden alle Schichten der deutschen Gesellschaft, vom Bourgeois bis zu den Arbeitern, von einer falschen patriotischen Begeisterung erfasst, und die Verweigerung der Geldmittel für die Regierung wird als Vaterlandsverrat bezeichnet. Doch ohne Rücksicht auf die "patriotischen" Vorurteile, ohne Furcht, gegen den Strom zu schwimmen, erklärt Bebel von der Parlamentstribüne aus mit lauter Stimme: "Als Sozialist und Republikaner bin ich nicht für den Krieg, sondern für den Bruderbund der Völker, nicht für die Feindschaft gegen die französischen Arbeiter, sondern für die Vereinigung unserer deutschen Arbeiter mit ihnen." Vorwürfe, Spott, Verachtung - das war die Antwort sogar von Seiten der Arbeiter auf das mutige Auftreten Bebels. Doch Bebel, den Grundsätzen des wissenschaftlichen Sozialismus getreu, lässt nicht einen Augenblick lang das Banner bis zu den irrigen Auffassungen seiner Klassenbrüder sinken - im Gegenteil, auf jede Art und Weise bemüht er sich, sie zu der klaren Erkenntnis zu bringen, wie verwerflich der Krieg ist. In der Folgezeit sahen die Arbeiter ihren Fehler ein und liebten ihren standhaften, starken Bebel umso mehr. Die Regierung hingegen belohnte ihn mit zwei Jahren Festung, wo er aber nicht müßig da saß, sondern das berühmte Buch "Die Frau und der Sozialismus" schrieb.

Am Ende der siebziger und in den achtziger Jahren wird die Partei vor neue Prüfungen gestellt. Alarmiert durch das Anwachsen der Sozialdemokratie, erlässt die deutsche Regierung "Ausnahmegesetze gegen die Sozialisten", löst die Partei- und Gewerkschaftsorganisationen auf, unterdrückt alle sozialdemokratischen Zeitungen ohne Ausnahme, hebt die Freiheit der Versammlungen und Vereine auf und zwingt die gestern noch legale sozialdemokratische Partei in die Illegalität. Mit all diesen Maßnahmen wollte die Regierung die Sozialdemokratie zu erfolglosen, verderblichen Handlungen provozieren, sie demoralisieren und zugrunde richten. Besondere Standhaftigkeit und beispiellose Voraussicht waren notwendig, um nicht den Kopf zu verlieren, um zur rechten Zeit die Taktik zu ändern und sich richtig den neuen Verhältnissen anzupassen. Viele Sozialdemokraten gaben den Provokationen nach und verfielen in Anarchismus. Andere verflachten völlig und sanken bis zu den Liberalen herab. Bebel jedoch stand unentwegt auf dem Posten, munterte die einen auf, mäßigte den unklugen Feuereifer der anderen, entlarvte die Phrasendrescherei der dritten und steuerte die Partei geschickt auf dem richtigen Weg immer vorwärts, nur vorwärts. Zehn Jahre später musste die Regierung der wachsenden Kraft der Arbeiterbewegung nachgeben und die "Ausnahmegesetze" aufheben. Die Linie Bebels hatte sich als die einzig richtige erwiesen.

Das Ende der neunziger Jahre und die ersten Jahre nach der Jahrhundertwende brachten der Partei eine weitere Prüfung. Aufgemuntert durch den industriellen Aufschwung und die verhältnismäßig leichten wirtschaftlichen Siege, begannen die gemäßigten Elemente in der Sozialdemokratie die Notwendigkeit des unversöhnlichen Klassenkampfes und der sozialistischen Revolution zu verneinen. Man brauche keine Unversöhnlichkeit, man brauche keine Revolution, meinten sie, man brauche eine Zusammenarbeit der Klassen, wir brauchen eine Verständigung mit der Bourgeoisie und der Regierung, um gemeinsam mit ihnen die bestehende Ordnung auszubessern - lasst uns deshalb für das Budget der bürgerlichen Regierung stimmen und uns an der bestehenden bürgerlichen Regierung beteiligen. Damit untergruben die Gemäßigten die Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus, die revolutionäre Taktik der Sozialdemokratie. Bebel sah die ganze Gefahr der Lage und erklärte, zusammen mit anderen Führern der Partei, den Gemäßigten den unversöhnlichen Krieg. Auf dem Dresdner Parteitag (1903) schlägt er die deutschen Führer der Gemäßigten, Bernstein und Vollmar, aufs Haupt und verkündet die Notwendigkeit der revolutionären Kampfmethoden. Ein Jahr darauf schlägt er in Amsterdam, vor den Sozialisten aller Länder, bereits den internationalen Führer der Gemäßigten, Jean Jaurès, und verkündet nochmals die Notwendigkeit des unversöhnlichen Kampfes. Von da ab gab er den "gemäßigten Feinden der Partei" keine Ruhe mehr, brachte ihnen Niederlage auf Niederlage bei - in Jena (1905), in Nürnberg (1908). Als Ergebnis geht die Partei aus dem inneren Kampf einheitlich und stark hervor, erstaunlich gefestigt und riesig gewachsen, und dies alles ist hauptsächlich August Bebel zu verdanken.

Aber Bebel begnügt sich nicht nur mit der Tätigkeit im Rahmen der Partei. Seine donnernden Reden im deutschen Reichstag, in denen er die verstockten Junker geißelt, den Liberalen die Maske vom Gesicht reißt und die "Reichsregierung" anprangert, seine langjährige Tätigkeit in den Gewerkschaften - alles dies spricht dafür, dass Bebel, als treuer Hüter der Interessen des Proletariats, überall da auf dem Plan erschien, wo der Kampf am heißesten, wo seine stürmische proletarische Energie am notwendigsten waren.

Dafür eben wird Bebel von den deutschen und internationalen Sozialisten so geschätzt.

Natürlich beging Bebel auch Fehler - wer begeht keine (nur die Toten machen keine Fehler) -, aber all die kleinen Fehler verblassen im Vergleich zu den gewaltigen Verdiensten um die Partei, die gegenwärtig, nach 42jähriger Führung durch Bebel, mehr als 600 000 Mitglieder zählt, über ungefähr 2 Millionen gewerkschaftlich organisierte Arbeiter verfügt, das Vertrauen von 3 bis 4 Millionen Wählern genießt, mit einer Handbewegung in Preußen hunderttausendköpfige Demonstrationen auf die Beine bringt.

Und es ist bezeichnend, dass die Tage der Jubiläumsfeier Bebels mit den Tagen zusammenfielen, an denen die Macht der deutschen Sozialdemokratie am stärksten zum Ausdruck kam, mit den Tagen der beispiellos organisierten Massendemonstrationen für das allgemeine Wahlrecht in Preußen.

Bebel kann mit Fug und Recht sagen, dass er nicht vergebens gearbeitet hat.

So sieht das Leben, so sieht das Wirken des alten, ja sehr alten, aber seelisch noch äußerst jungen Bebel aus, der nach wie vor auf seinem Posten steht und auf neue Schlachten und neue Siege wartet.

Nur das kämpfende Proletariat konnte einen Bebel gebären, so lebendig, ewig jung, ständig vorwärts blickend, wie es auch selbst ist.

Nur die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus konnte der rastlosen Natur Bebels, der unermüdlich zur Zerstörung der alten, verfaulenden, kapitalistischen Welt drängt, diesen weiten Schwung verleihen.

Bebel zeugt mit seinem Leben und seinem Werk von der Kraft und der Unbesiegbarkeit des Proletariats, von der Unvermeidlichkeit des Triumphs des Sozialismus...

Lasst uns denn, Genossen, unserem teuren Lehrmeister, dem Drechsler August Bebel, unseren Gruß entbieten!

Möge er uns russischen Arbeitern, die solche Bebels der Arbeiterbewegung besonders nötig haben, als Vorbild dienen!

 

Es lebe Bebel!

Es lebe die internationale Sozialdemokratie!

 

Das Bakuer Komitee der SDAPR

Erschienen als besondere Proklamation
am 23. März 1910.
Nach dem russischem Wortlaut der Proklamation.

 


 

August Bebel

der politische Führer der deutschen Arbeiterklasse

aus: "Die Gleichheit" - 1910

Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke Band 2, Seite 279 - 288

 

Rosa Luxemburg

 

[August Bebel in Zürich an Gustav Noske in Chemnitz]

2. September 1907

Ich bekomme soeben den Auszug aus Ihrem Bericht über Stuttgart, betreffend die Ungültigkeitserklärung des Mandats der Genossin Luxemburg. Ich meinerseits will energisch protestieren gegen die taktlose Art, wie Sie die Angelegenheit behandeln. Sie haben damit den Gegnern gezeigt, daß es in der Partei eine ganze Anzahl trauriger Gesellen gibt, die eine rein sachlich zu behandelnde Frage nur aus persönlicher Antipathie entscheiden. Das war mir nicht neu, aber das offen ausgesprochen zu haben, bleibt Ihr Verdienst. Die betreffenden Personen können sich bei Ihnen bedanken. Ich will hierbei nicht verschweigen, daß es eine Zeit gab, wo ich auf Ihre Entwicklung hoffte. Ich muß erklären, daß diese Hoffnung getäuscht wurde.

 

 

 

 

Bebels

Anteil an der marxistisch-theoretischen Festigung der Partei in der Zeit vom Eisenacher bis zum Stuttgarter Parteitag

1869 - 1870

Vera Wrona

TEIL 1

TEIL 2

 

 

Bebels Beiträge zur materialistischen Geschichtsauffassung

Vera Wrona

 

 

Bebels Grab in Zürich

13. August 1913

13. August 2013

Zum 100. Todestag

von August Bebel

 

* * *

 

August-Bebel-Gedicht

"Diesem System keinen Mann und keinen Groschen !"

 

von Konrad Klinger

 

Weltproletariat,  in deiner schwärzesten Stunde.
Du bist verraten, im Stich gelassen, verarscht , doch nicht allein
Mit dir, August Bebel, haben wir einen treuen Kampfgefährten im Bunde.
Es kommt der rote Morgen, diese Welt wird unser sein !

Diesem System keinen Groschen, keinen Mann hast du dir und haben auch wir uns  geschworen.
Dein Herz wurde zu Stein.
Doch tief in dir brennt ein Feuer.
Denn  du wusstest immer: das Sein bestimmt das Bewußtsein.
Sozialistische Weltrevolution - Feuer und Flamme für eine neue Zeit !
Klassenlose Gesellschaft in alle Ewigkeit!

Doch auch obwohl  du schon tot bist , stehst du uns auch heute  mit Rat und Tat beiseite.
Du kämpftest immer wie ein Löwe,  und die Bourgoisie suchte das Weite!
Fern im Jenseits, doch dein Kampfesgeist naht wie Drachen.
Wenn wir von dir lernen, haut `s uns das Blech weg.
Proleten aller Länder und unterdrückte Völker - ihr werdet erwachen
Denn die Weltkapitalisten , Imperialisten und ihre Klassenjustiz behandeln uns wie den letzten Dreck.
Ein neuer roter Morgen mit der proletarischen Revolution geht auf über das Land.
Am Tahrir-Platz stehen sie  auf Barrikaden, denn am roten Meer flackt keiner mehr am Strand!

 

 

 

Schweiz - Zürich - Friedhof -

August Bebels 100. Todestag 2013

Genosse Wolfgang Eggers legt Blumen nieder im Auftrag der Komintern (SH)

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