Karl Liebknecht

Reden und Schriften

 

 

 

 

 

"Was will der Spartakusbund?"

 

 

 

 

 

Rosa und Karl über die russische Revolution

aus: "Rote Fahne" 1930 vom 15. Januar

 

 

 

 

 

Der Kampf im Ruhrrevier und die Revolution in Russland

 

12. Februar 1905

 

 

 

 

Rekrutenabschied

 

22. September 1906

 

 

 

 

Eine Entgegnung an Collmar

Zuschrft an eine Kommission des Internationalen Sozialistenkongresses in Stuttgart

20. August 1907

 

 

 

KARL LIEBKNECHT

Jugend im Kampf gegen den Militarismus

Bericht über die Rede auf der Ersten Internationalen Konferenz der Sozialistischen Jugendorganisationen in Stuttgart

26. August 1907

 

 

 

 

 

Fort mit dem Damoklesschwert der Ausweisung !

18. September 1907

Rede auf dem Parteitag der SPD in Essen

 

 

 

 

 

Arbeiterbewegung und Jugendorganisation

1. August 1908

(aus: Karl Liebknecht - Gesammelte Reden und Schriften - Band II - 1907 - 1910, Seite 245 - 253)

 

 

 

 

 

Zur Taktik im parlamentarischen Kampf

Karl Liebknecht

vom 11. Dezember 1913

Reden und Aufsätze, Hamburg 1921, Seite 224 - 226

 

 

 

 

 

Deutsch-französische Friedenskundgebung

mit Karl Liebknecht

14. Juli 1914

 

 

 

 

 

 

 

 

Karl Liebknecht

Ablehnung der Kriegskredite

2. Dezember 1914

 

 

 

 

 

 

Militarismus und Antimilitarismus

 

 

 

Wir bleiben Todfeinde des Militarismus.

Diesem System keinen Mann und keinen Groschen !

(28. August 1913)

 

und

Hokuspokus

(27. und 28. August 1913)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbrüderung der Frontsoldaten

 

Flugblatt

Mai 1915

Der Hauptfeind steht im eigenen Land !

 

 

Die Aufgaben der proletarischen Jugendbewegung

Resolution, angenommen auf der Jugendkonferenz in Jena

23. und 24. April 1916

 

 

 

 

 

 

Studien

1916 - 1918 - geschrieben im Zuchthaus Luckau

 

 

 

An die Arbeiter und Soldaten der Entente !

Berlin, 31. Oktober 1918

 

 

Grußbotschaft vom 6. November 1918 an den VI. Allrussischen Sowjetkongress

Karl Liebknecht:

„Es lebe die Diktatur des internationalen Proletariats!“

Werte Genossen!

Ein Jahr ist vergangen, seit die Arbeiter, Bauern und Soldaten Russlands den russischen Imperialismus zu Boden warfen. Die Imperialisten des Vierbundes triumphierten. Die erbittertsten Feinde der Arbeiterklasse – die Hohenzollern, die Hindenburg, die deutschen Generäle, Junker, Kapitalisten und Reaktionäre – schrien begeistert: „Sieg!“

Wie ein Rudel Wölfe und Hyänen stürzten sie sich auf das waffenlose Russland, plünderten und schlugen es, rissen es in Stücke, tränkten es mit dem Blut von Zehntausenden seiner revolutionären Kämpfer. „Sieg! Triumph!“ jauchzten die Würger. Aber die soziale Revolution, die sie als Instrument für ihre Zwecke auszunutzen gedachten, hat ihre Pläne zunichte gemacht. Selbst die Niederlage auf dem Schlachtfeld war eine Tat des revolutionären Geistes, und es wurde offenbar, dass der Militarismus nicht in der Lage ist, diesen Geist der Revolution zu unterdrücken, sondern nur, ihn zu verstärken, dass er nicht in der Lage ist, ihn zu vernichten, sondern nur, ihn zu verbreiten.

Wir stehen an einem Wendepunkt der Geschichte. Die Revolution ist für die Werktätigen und Unterdrückten aller Völker zum Appell und zum Kampfruf geworden. Die russische Sowjetrepublik wurde zum Banner der kämpfenden Internationale, sie rüttelt die Zurückgebliebenen auf, erfüllt die Schwankenden mit Mut und verzehnfacht die Kraft und Entschlossenheit aller. Verleumdung und Hass umgeben sie. Doch sie erhebt sich hoch über diesen ganzen schmutzigen Strom – ein großartiges Werk voll gigantischer Energie und edelsten Idealen. Eine neue, bessere Welt nimmt ihren Anfang.

Und dieses Werk wurde vom russischen Proletariat geschaffen, dem ausgebeutetsten Proletariat Europas, das sich noch vor wenigen Monaten unter der Faust der Zarenschergen befand und dessen beste Kämpfer noch vor kurzem in den Kasematten der Peter-Pauls-Festung, Schlüsselburgs oder im Schnee Sibiriens schmachteten.

Hört das, ihr Herrscher, und zittert! Mit Hilfe eines Walls aus Randstaaten, die sie nach eigenem Muster schufen, in denen der Bolschewismus mit Feuer und Eisen ausgebrannt wird, glaubten die Mittelmächte sich vor der lodernden Flamme retten zu können. Doch vergeblich! Diese Flamme übersprang alle Hindernisse – Bulgarien und Österreich-Ungarn stehen in Flammen, und in Deutschland züngeln die Flammen dieses heiligen Feuers an Hunderten Stellen zugleich empor. Die Revolution des deutschen Proletariats hat begonnen. Diese Revolution wird die russische Revolution vor allen Schlägen retten und die Grundfesten der imperialistischen Welt zum Einsturz bringen.

Das Russland der Arbeiter und Bauern, das heute seinen ersten Geburtstag begeht, und das revolutionäre Deutschland, das in diesen Wochen geboren wird, sind in ihrem Schicksal untrennbar miteinander verbunden.

Wir grüßen Sowjetrussland am Tag seines Triumphes und schwören, alle unsere Kräfte für die Lösung der historischen Aufgabe des deutschen Proletariats anzuspannen, für die Vernichtung des deutschen Klassenstaates, für die Schaffung der sozialistischen Republik Deutschland.

Mit Euch sind unsere Herzen. Eure Sache ist auch unsere Sache.

 

Nieder mit allen Thronen und Kronen!

Nieder mit der Klassenherrschaft, nieder mit dem Weltimperialismus!

Es lebe die russische Revolution!

Es lebe das Sowjetrussland der Arbeiter und Bauern!

Es lebe die soziale Weltrevolution!

Es lebe die Diktatur des internationalen Proletariats!

 

 

 

 

 

Die nächsten Ziele eures Kampfes.

Arbeiter und Soldaten !

Nun ist eure Stunde gekommen. Nun seid ihr nach langem Dulden und stillen Tagen zur Tat geschritten. Es ist nicht zuviel gesagt: In diesen Stunden blickt die Welt auf euch und haltet ihr das Schicksal der Welt in euren Händen.

Arbeiter und Soldaten ! Jetzt, da die Stunde des Handelns gekommen ist, darf es kein Zurück mehr geben. Die gleichen "Sozialisten", die vier Jahre lang der Regierung Zuhälterdienste geleistet haben, die in den vergangenen Wochen von Tag zu Tag euch vertröstet haben mit der "Volksregierung", mit Parlamentarisierung und anderem Plunder, sie setzen jetzt alles daran, um euren Kampf zu schwächen, um die Bewegung abzuwiegeln.

Arbeiter und Soldaten! Was euren Genossen und Kameraden in Kiel, Hamburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Flensburg, Hannover, Magdeburg, Braunschweig, München und Stuttgart gelungen ist, das muß auch euch gelingen. Denn von dem, was ihr erringt, von der Zähigkeit und dem Erfolge eures Kampfes hängt auch der Sieg eurer dortigen Brüder ab, hängt der Erfolg des Proletariats der ganzen Welt ab.

Soldaten! Handelt wie eure Kameraden von der Flotte, vereinigt euch mit euren Brüdern im Arbeitskittel. Laßt euch nicht gegen eure Brüder gebrauchen, folgt nicht den Befehlen der Offiziere, schießt nicht auf die Freiheitskämpfer.

 

Soldatenrat

 

Arbeiter und Soldaten! Die nächsten Ziele eures Kampfes müssen sein:

1. Befreiung aller zivilen und militärischen Gefangenen.

2. Aufhebung aller Einzelstaaten und Beseitigung aller Dynastien.

3. Wahl von Arbeiter- und Soldatenräten, Wahl von Delegierten hierzu in allen Fabriken und Truppenteilen.

4. Sofortige Aufnahme der Beziehungen zu den übrigen deutschen Arbeiter- und Soldatenräten.

5. Übernahme der Regierung durch die Beauftragten der Arbeiter- und Soldatenräte.

6. Sofortige Verbindung mit dem internationalen Proletariat, insbesondere mit der russischen Arbeiterrepublik.

Arbeiter und Soldaten! Nun beweist, daß ihr stark seid, nun zeigt, daß ihr klug seid, die Macht zu gebrauchen.

 

Hoch die sozialistische Republik!

Es lebe die Internationale!

 

Die Gruppe "Internationale" (Spartakusgruppe)
Karl Liebknecht, Ernst Meyer

Flugblatt der Gruppe "Internationale"
8./9. November 1918

 

 

 

 

Die proletarische Jugend in der Revolution

27. November 1918

 

 

 

 

 

Aufruf zum Sturz der Regierung

Karl Liebknecht

6. Januar 1919

 

 

 

 

 

letztes Flugblatt

Trotz alledem !

Rote Fahne, 15. Januar 1919.

 

 

 

 

 

 

 

Briefe aus dem Felde

aus der Untersuchungshaft und dem Zuchthaus

 

 

 

 

 

 

Karl Liebknecht

 

Liebknecht !

Tausend Liebknechts hat Deutschland !

Arbeiter, die an der Drehbank getrotzt;

Jünglinge, heiliges Feuer im Auge,

Mädchen, deren Brüste welken unter der Sträflingsjacke;

Matrosen, niedergeschossen als Meuterer;

Mütter, von ihren Kindern getrennt;eisgraue Männer,

Ehrlos erklärt nach einem Leben der Ehre und Arbeit.

Liebknechts !

Weil ihr Herz nicht mittat in viehischer Mordlust,

Weil ihr Gedanke nicht stillhielt im knöchernen Schädel,

Weil ihr Gewissen mächtiger schrie als Ludendorffs Mörser.

Wo wäre Hoffnung, wo Zukunft,

Wenn diese nicht wären ?

Liebknecht !

Tausend Liebknechts hat Deutschland !

Edwin Hoernle

 

 

 

Karl Liebknecht

28. August 1916


 

 

 

 

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