von Wolfgang Eggers / Herausgeber: Komintern (SH)

gewidmet der Gründung des RFB am 29. Juli 2019

 

LEITFADEN

DER ANTIFASCHISTISCHEN AKTION


DEN ANTIFASCHISMUS BEWAFFNEN !

DEN FASCHISMUS ENTWAFFNEN !

 

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6 antifaschistische Aktionen

zur Entwaffnung der Faschisten/Sozialfaschisten

und

6 antifaschistische Aktionen

zur Bewaffnung der Antifaschisten !

 


Vorbemerkung:

Sozialfaschisten - oder "linke" Faschisten definieren wir als Zwillinge der Faschisten, als „Antifaschisten“ in Worten, und Wegbereiter und Helfershelfer der Faschisten in Taten.

Sozialfaschisten an der Macht definieren wir als faschistische Staaten, die sich nach Stalins Tod das Mäntelchen des "Kommunismus" umgehängt haben, um den Kommunismus zu verraten und zu zerschlagen - wie zB. Jugoslawien, die DDR, die revisionistische Sowjetunion; China; andere Ostblockstaaten; Kuba; Nord Korea; Vietnam usw.

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Stalins Kampf gegen den Sozialfaschismus wurde von Enver Hoxha und vom sozialistischen Albanien verteidigt und gegen die modernen Revisionisten fortgesetzt.

Heute ist die Komintern (SH) die einzige Partei auf der Welt, die die stalinistisch-hoxhaistische Sozialfaschismusthese verteidigt und den Sozialfaschismus als Zwilling des Faschismus bekämpft.

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Der Faschismus konnte nur deshalb an die Macht kommen, weil die Sozialfaschisten die revolutionäre Arbeiterbewegung gespalten und im Kampf gegen den Faschismus geschwächt haben.

Die Sozialfaschisten sind Antikommunisten, haben die Kommunisten terrorisiert, verfolgt, verhaftet, ihre Partei verboten, ihre Führer hinterhältig ermordet und Arbeiter auf offener Straße erschossen, haben sich mit den Faschisten gegen die Kommunisten verbündet, haben in ihrem Hass auf die Sowjetunion den Faschisten den Weg geebnet, um die Sowjetunion zu überfallen, um so den Sieg des Weltkommunismus über den Weltkapitalismus zu verhindern.

Die Sozialfaschisten haben das sozialistische Weltlager Stalins in ein kapitalistisch-revisionistisches Weltlager verwandelt, um den Weltkommunismus zu vereiteln.

Die Sozialfaschisten haben schließlich für den Sturz der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion und in Albanien gesorgt, um die Basis für den Sieg der Weltdiktatur des Proletariats zu zerschlagen.

Heute bekämpfen die Sozialfaschisten den Stalinismus-Hoxhaismus, um die sozialistische Weltrevolution auszulöschen.

Daraus folgt: Ohne Sieg über den Sozialfaschismus kein Sieg über den Faschismus.

Deswegen ist die antifaschistische Aktion der Komintern (SH) stets mit der anti-sozialfaschistischen Aktion unzertrennlich verbunden.

Unser Leitfaden der antifaschistischen Aktion ist also gleichzeitig ein Leitfaden der anti-sozialfaschistischen Aktion.


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Erster Teil


6 antifaschistische Aktionen

zur Entwaffnung der Faschisten/Sozialfaschisten



1.

 

Ideologische Entwaffnung

 

Die faschistische Ideologie ist eine imperialistische Ideologie, die terroristische Klassenideologie der Weltbourgeoisie.

Ihre Entwaffnung geht der eigentlichen Entwaffnung des Weltimperialismus voraus, ja setzt sie voraus.

Der Zersetzungsprozess des Weltimperialismus erfasst in der heutigen Periode seines Untergangs auch ganz besonders seine Ideologie in vielfältigster Form.

Wir definieren die faschistische Ideologie als höchsten geistigen Ausdruck des Zerfallsprozesses des Weltimperialismus, als Ideologie des Abgesangs der Weltbourgeoisie, verhüllt durch soziale Demagogie, die den unterschiedlichen Besonderheiten eines jeden Landes angepasst ist.

Antikommunismus ist der Hauptausdruck der faschistischen Ideologie des Weltimperialismus.

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Nach der faschistischen Ideologie kann sich das eigene Volk angeblich nur durch Krieg entwickeln, nur durch seine kriegerische Überlegenheit gegenüber anderen Völkern. Je mehr Blutvergießen, desto überlebensfähiger die eigene Rasse. "Blut und Boden" - das ist das höchste faschistische Ideal. Aus diesem Grunde sind Militarismus und Raubkriege die deutlichsten Charakteristika des Faschismus. Die faschistische/sozialfaschistische Ideologie dient dem imperialistischen Krieg und seiner Vorbereitung, indem er mit Terror und Demagogie die Antifaschisten unschädlich macht und so für "Ruhe und Ordnung" im Staat sorgt, ohne die die Kriegsführung der Faschisten nicht durchsetzbar ist.

Faschisten sind keine Kriegsgegner, sondern die eifrigsten Kriegshetzer und schlimmsten Kriegsverbrecher der Menschheit.

Die faschistische/sozialfaschistische Ideologie des Militarismus findet bevorzugt im Militärapparat selbst Eingang. Und genau dort muss diese Ideologie entwaffnet werden. Mit der Entwaffnung der militaristischen Ideologie des Faschismus /Sozialfaschismus beginnen wir mit der Zersetzung und Zerschlagung des Militärapparates selbst, um die imperialistischen Eroberungskriege zu vereiteln und das Blutvergießen der Völker ein für alle Mal zu beenden.

Die Entwaffnung der faschistischen Ideologie besteht darin, diese als Waffe gegen die Faschisten selbst zu richten.

Die Waffen der Faschisten umdrehen - so entwaffnet der Antifaschismus den Faschismus.

Nehmen wir die Tatsache, dass sich die verschiedenen ideologischen Strömungen des Faschismus gegenseitig kritisieren. Mit jedem Nachweis der Unzulänglichkeit der einen durch die andere Strömung ergibt sich nicht nur ein klareres Bild über den Zerfallscharakter der faschistischen Ideologie, sondern auch die dialektisch-materialistische Waffe ihrer Widerlegung, ihrer ideologischen Entwaffnung.

Die faschistische Ideologie ist die Menschen feindlichste Ideologie, die es gibt, und ihrem Wesen nach ist sie die Ideologie der herrschenden Klasse, und zwar die extremste Form der Ideologie der imperialistischen Bourgeoisie.

Entwaffnet die faschistische und sozialfaschistische Ideologie der Bourgeoisie in Staat und Gesellschaft - im Allgemeinen!

Entwaffnet die Ideologie der faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen und ihr sympathisierendes Umfeld - im Besonderen !

Die faschistische/sozialfaschistische Ideologie, die dem Weltproletariat durch das kapitalistische Weltsystem aufgezwungen wird, soll sein Klassenbewusstsein trüben, um im imperialistischen Weltkrieg für die Weltbourgeoisie zu verbluten.

Die faschistische/sozialfaschistische Ideologie ist die extremste Form der bürgerlichen Ideologie des Antikommunismus. Wer die faschistische/sozialfaschistische Ideologie entwaffnen will, der muss die Ideologie des Antikommunismus entwaffnen, muss die Waffen des Antikommunismus gegen die Faschisten richten.

Die faschistische/sozialfaschistische Ideologie ist nicht nur ein tödliches Gift für das Weltproletariat, sondern für die ganze Gesellschaft, für die ganze Menschheit.

Das zeigt sich darin, dass die Faschisten vorgeben, die "Verteidiger der Volksgemeinschaft, der Kultur, der nationalen Interessen" usw. zu sein, aber in Wahrheit sind sie nicht nur die größten Feinde des kulturellen Erbes des "eigenen" Volkes, sondern auch die größten Feinde des Weltkulturerbes. Es waren und sind die Faschisten, die den Völkern (einschließlich des "eigenen" Volkes) nur Schutt und Asche hinterlassen haben (jüngst die Zerstörung historischer Denkmäler in Syrien durch die Allah-Faschisten).

Wie sehr sich die Faschisten dabei des politischen Klerikalismus bedienen, sieht man heute an den Mordtaten der so genannten "Verteidiger des christlichen Abendlandes" und genauso an denen der Allah-Faschisten. Religion ist Opium des Volkes. "Friedensengel" in Worten - Gotteskrieger in Taten. Aber auch die von den Nazis missbrauchte Mythologie des Heidentums (Hakenkreuz), mit der sie ihre KZ-Morde rechtfertigten, wird heute von den Neo-Nazis ungehindert fortgesetzt.

Dieses ganze Giftgemisch der faschistischen Ideologie, dem nicht zuletzt sogar von der proletarischen Ideologie entlehnte Bruchstücke als "Geschmacksverstärker" beigemengt sind, muss daher am Eindringen in die Gesellschaft unbedingt gehindert werden. Und dort, wo das Gift bereits eingedrungen ist, muss die Gesellschaft wieder in einem langwierigen Prozess entgiftet werden.

Das einzig wirksame Gegenmittel ist die antifaschistische/anti-sozialfaschistische Ideologie, die proletarische Ideologie.

Die Aufgabe der Antifaschisten besteht darin, ihr ideologisches Gegenmittel, die proletarische, antifaschistische Ideologie, schöpferisch weiter zu entwickeln, theoretisch zu untermauern, in ausreichender Menge zu produzieren, im nötigen Umfang zu propagieren, in optimaler Dosierung zu verabreichen und den Besonderheiten unterschiedlicher örtlicher und zeitlicher Gegebenheiten korrekt anzupassen.

Die Geschichte des Faschismus lehrt, dass die Gesellschaft die tödliche Wirkung der faschistischen Ideologie schließlich nur aus eigener Erfahrung selber erkennen, bekämpfen und überwinden kann. Wir Antifaschisten führen zwar die antifaschistische Bewegung an, ebnen ihren Weg zum Sieg, aber dieser Sieg ist unmöglich, wenn wir eine Stellvertreter-Rolle gegenüber der Gesellschaft einnehmen.

Die Entwaffnung der Ideologie des Faschismus ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, wobei wir Antifaschisten nur die konsequent revolutionäre, treibende Kraft sind, aber eben auch nicht mehr sein können.

Die ideologische Entwaffnung des Faschismus ist eine globale Aufgabe.

Sie setzt die Vereinigung aller ideologischen Waffen der Antifaschisten auf der ganzen Welt voraus.

Die Ideologie des Weltfaschismus kann nicht allein von uns Antifaschisten, sondern nur vereinigt mit der gesamten Weltgesellschaft entwaffnet werden.


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2.

 

Organisatorische Entwaffnung

 

Die Organisation des Faschismus ist die terroristische Organisation des politischen Machtsystems des Imperialismus.

Um die Organisation des Faschismus zu entwaffnen, muss man das Herrschaftssystem des Imperialismus selbst entwaffnen.

Die politische Organisation der Faschisten ist gekennzeichnet durch Terror, Banditentum und hemmungslose politische Gewalt, um so mehr, wenn die Faschisten erst einmal an die Macht gelangt sind. Dann hinterlassen sie nichts als eine millionenfache Blutspur des Krieges und Bürgerkrieges, Spuren der Verwüstung der Welt und ihrer Gesellschaft.

Faschistische/sozialfaschistische Organisationen sind Organisationen der Tyrannei. Wer die Tyrannei verhindern bzw. beseitigen will, muss die faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen entwaffnen und zerschlagen.

Konterrevolutionäre Organisationen, die Arbeiterorganisationen und revolutionäre Organisationen entwaffnen und zertrümmern, müssen selber entwaffnet und zertrümmert werden.

Vollständige Entwaffnung aller faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen !

Forderungen nach Verbot und Auflösung faschistischer/sozialfaschistischer Organisationen sind schön und gut, aber vom kapitalistischen System der Diktatur der Bourgeoisie nicht durchzusetzen, weil dieses System ja schließlich selber den Faschismus hervorbringt, den es zur Existenzsicherung als "letzten Ausweg" braucht. Um ihre eigenen faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen zu entwaffnen, müsste sich die Bourgeoisie selbst entwaffnen. Aber die Bourgeoisie kann sich nicht selbst entwaffnen, denn damit würde sie freiwillig auf ihre Macht verzichten. Und eben weil der Faschismus niemals freiwillig auf seine Macht verzichten kann, weil er nicht bereit ist, auf friedlichem Wege von der Bühne abzutreten, müssen seine Organisationen mit Gewalt zerschlagen werden.

Die gewaltsame Zerschlagung des Faschismus, das ist die wichtigste Lehre der Geschichte, das ist das eigentliche Hauptziel der antifaschistischen Massenaktion. Den Faschismus gewaltsam zu zerschlagen, das macht das ganze Wesen des Antifaschismus aus. An der Frage der gewaltsamen Zerschlagung des Faschismus muss sich die Ernsthaftigkeit eines jeden Antifaschisten messen lassen. Alles Andere mag wohl "gut gemeint sein", hat sich aber als wirkungslos erwiesen und wird sich immer wieder als wirkungslos erweisen. Der Faschismus wurde schon einmal zerschlagen. Warum ist er dann aber heute wieder (immer noch !) da ? Erstens, weil man die Gefahr seiner unvermeidlichen Wiedergeburt in einer imperialistischen Klassengesellschaft ignoriert, unterschätzt oder sogar leugnet und ihn somit zweitens eben nicht immer wieder zerschlägt, sobald er seinen Kopf aus seinem Loch heraus zu strecken wagt. "Sozialismus oder Barbarei."

Zersetzung von innen und Zertrümmerung von außen – anders können faschistische/sozialfaschistische Organisationen nicht entwaffnet werden.

Denn:

Der bürgerliche Staat folgt nicht etwa den Forderungen der Mehrheit der Gesellschaft, die faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen zu verbieten und aufzulösen, sondern er schützt diese, egal ob mit und ohne Polizeigewalt, macht sie salonfähig und hetzt sie auf zu Terror, Mord und Bürgerkrieg.

Die kapitalistische Bourgeoisie unterstützt und ermutigt die Faschisierung des Lebens und die Tätigkeit der faschistischen Banden gegen die revolutionäre Bewegung des Proletariats.

Die Zusammenarbeit von Polizei, Geheimdiensten und Faschisten/Sozialfaschisten muss zerschlagen werden.

Der faschistische Staat ist ein Polizeistaat. Kennzeichnend für den Faschismus ist die totale Aufrüstung der Polizei, die Verschärfung der Polizei- und Strafgesetze gegen seine Kritiker, totale Überwachung, Bespitzelung und absolute Staatskontrolle und Staatsgewalt über die Bevölkerung.

Wer also gegen den Faschismus/Sozialfaschismus kämpfen will, muss den Polizei- und Überwachungsstaat samt Justizapparat zerschlagen.

Die faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen sind bestrebt, den bürgerlichen Staat zu übernehmen, mit dem sie ihren Mordterror - „verstaatlichen“, also gesetzlich legetimieren und damit willkürlich ausweiten. Und all das dank finanzieller heimlicher Spenden der Kapitalisten, deren Diener sie sind, so wie schon Hitler deren Diener war.

Staatsterror und Terror der faschistischen/antifaschistischen Organisationen bilden stets eine Einheit. Deswegen kann man nicht die faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen entwaffnen, ohne den kapitalistischen Staat zu entwaffnen, der sie schützt.

Der staatliche Apparat im kapitalistischen System lässt sich nicht von seinen faschistischen Elementen reinigen, die er selber hervorbringt. Das kann nur ein sozialistischer Arbeiter- und Bauernstaat.

Die faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen gedeihen auf dem verfaulten Boden der Krise des abgewirtschafteten politischen Systems der Bourgeoisie. Das gesamte verfaulte politische System der Bourgeoisie muss zerschlagen werden und nicht nur seine faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen.

Die antifaschistische Massenaktion beginnt mit der Entwaffnung, aber kann erst als beendet gelten mit der restlosen Zerschlagung der faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen, sowie mit der restlosen Zerschlagung des faschistischen Staates.

Entwaffnen kann man die Konterrevolution nur mit der bewaffneten sozialistischen Revolution. Die Entwaffnung erfolgt im Dienste der sozialistischen Revolution, die von der Arbeiterklasse angeführt wird.

Im Gegensatz zu den faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen können wir Antifaschisten den bürgerlichen Staat nicht einfach übernehmen und unseren Interessen unterordnen. Davon zu träumen, ist eine naive und auch gefährliche Illusion. Wir müssen ihn entwaffnen und zerschlagen und einen anderen Staat aufbauen, den antifaschistischen Staat, der nichts Anderes sein kann als die bewaffnete Diktatur des Proletariats.

Nur die Diktatur des Proletariats verfügt über die gewünschte Macht, mit der die faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen tatsächlich verboten, aufgelöst, entwaffnet werden! Deswegen haben die Faschisten die kommunistischen Organisationen zerschlagen und bereiten auch heute die Zerschlagung der kommunistischen Organisationen vor.


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3.

 

Entwaffnung der faschistischen Agitation und Propaganda

 

Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Menschen !

Wer die sozialen Netzwerke verbrennt, verbrennt auch Flüchtlinge in den Asylantenheimen!

Damals wie heute :

Faschistische Agitation und Propaganda war und ist die Agitation und Propaganda des imperialistischen Krieges, der KZ's und der rassistischen Völkermorde !

Die Faschisten sitzen in den Rundfunk- und Fernsehsendern, haben Zeitungen und andere Medien zur Verfügung, treten öffentlich gefördert und ungehindert auf, und belagern vor Allem die sozialen Netzwerke, die bereits faschistisch verseucht sind (= 1000 Mal schlimmer als jedes ihrer verbrannten Bücher!).

Kennzeichen der bürgerlichen Klassengesellschaft ist nicht nur die Duldung, sondern auch Förderung faschistischer Agitation und Propaganda, insbesondere in Krisen - und Kriegszeiten des Kapitalismus.

Außerdem gibt es faschistische Netzwerke in Polizei, Armee, Verfassungsschutz, Bildungseinrichtungen und anderen Behörden, wo faschistisches Gedankengut offen oder unterschwellig verbreitet und ausgetauscht wird.

Die bürgerlichen Medien, einschließlich der offen faschistischen, arbeiten eng mit dem kapitalistischen Staat, mit den bürgerlichen Parteien zusammen, und auch mit der Polizei und den Geheimdiensten. Wenn es um Kriegspropaganda, Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen geht, mischt auch der Militärapparat mit.

Es reicht also nicht aus, sich auf die Entwaffnung der Agitation und Propaganda der faschistischen/sozialfaschistischen Organisationen zu beschränken. Man muss viel weiter ausholen und bei denjenigen anfangen , die die materielle Macht besitzen, bei denjenigen, die das Medienmonopol haben. Man muss anfangen mit der Enteignung der Medienmogule, und man muss die 1000 Fäden durchschneiden, mit denen sie mit dem Ausbeuter- und Unterdrückersystem und den faschistischen Organisationen verbunden sind.

Freiheit der Medien ist die Freiheit der Reichen, die ausgebeuteten und unterdrückten Volksmassen zu verdummen, zu betrügen und vom revolutionären Kampf abzulenken und abzuhalten.

"Mit dieser bürgerlichen Demokratie kann man in der Zeitung, auf Versammlungen oder im Parlament die einen oder die anderen kritisieren. Man kann eine Partei oder eine Regierung, die an die Macht kommt, kritisieren, man kann reden soviel man will,, man kann aber nichts ändern.. Man ist gezwungen, nur bei Worten zu bleiben, denn die wirtschaftliche und politische Macht des Kapitals mit ihrem Apparat steht bereit, sie wie eine Bestie auf jeden zu stürzen, der sich mit Taten gegen die herrschende Klasse, gegen die Finanzoligarchie erhebt." (Enver Hoxha)

Nicht die faschistischen Medien werden verboten, sondern die revolutionären Medien, die sich allein durch Solidarität finanzieren, die als einzige die Wahrheit enthüllen und die Lügenmedien der Faschisten und der ganzen Bourgeoisie entlarven und angreifen.

Die Faschisten schimpfen auf die bürgerliche Lügenpresse. Sie selber aber verbreiten mit ihrer eigenen Presse frechere Lügen, als die Lügen aller anderen bürgerlichen Parteien zusammen genommen. Die Lügen der faschistischen Medien unterscheiden sich von den Lügen aller anderen Medien nur dadurch, dass die faschistischen Medien jene Lügen verbreiten, die andere bürgerliche Medien sich nicht trauen, offen auszusprechen oder sich sorgsam davor zu hüten.

Die Lügen der bürgerlichen Presse – und dazu zählen natürlich auch die Lügen der faschistischen Presse - werden wir erst dann zum Schweigen gebracht haben, wenn wir den Kapitalismus und seinen Staat gestürzt und alle bürgerlichen Parteien zum Schweigen gebracht haben, die in den Medien das Monopol über die Meinungsfreiheit besitzen.


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4.

 

Entwaffnung der faschistischen Aktion


Wer heute nicht gegen die sich häufenden faschistischen Morddrohungen, Todeslisten und politischen Morde auf die Barrikaden geht, wird den kommenden faschistischen Terror nicht überleben !

Es ist daher besser zu handeln und Fehler zu machen, als nichts zu tun und keine Fehler zu machen.

Die Polizei und der Geheimdienst kennt die Nazi-Mörderbanden, aber unternimmt nichts. Im Gegenteil, diese Nazi-Mörderbanden werden nicht nur verschont, sondern von Verfassungs"schützern" aufgehetzt. Es ist auch aus offiziellen Kreisen der Polizei bekannt, dass die Faschisten aus internen Polizeidateien ihre Informationen erhalten, um Todeslisten zusammen zu stellen und politische Morde systematisch auszuführen.

"Wie die Praxis beweist, lässt die Monopolbourgeoisie, wenn sie sieht, dass sich der Klassenkampf verschärft, die Masken fallen und spricht den werktätigen Massen auch jene wenigen Rechte ab, die sie mit Blut errungen haben." (Enver Hoxha)

Wenn es uns gelingt, die Mehrheit der Gesellschaft auf den Kampf gegen die faschistischen Aktionen politisch vorzubereiten und sie für den antifaschistischen Kampf zu gewinnen, dann wird sie dem faschistischen Terror trotzen, wird sie sich dem Kampf stellen, jedem Angriff der Faschisten unbeugsam standhalten und aus dem Kampf gegen die Faschisten siegreich hervorgehen.

Der Faschismus ist ein Feind, der uns durch seine Mittel, die er von der Bourgeoisie erhält, zwar überlegen ist, aber trotzdem bezwungen werden kann, wenn wir die Massen hinter uns haben. .

Im Kampf gegen die Faschisten können unsererseits keine vorgefertigten Regeln und unveränderlichen Formeln festgelegt werden. Wir müssen stets die Gesamtheit aller Faktoren und Elemente der faschistischen Aktionen kennen und berücksichtigen. Ihre Entwicklung und Kombinationen müssen uns dazu führen, unseren Widerstand darauf taktisch einzustellen.

Der gegenwärtige, überall sichtbare Rechtsruck in der Gesellschaft, der aus der Krise des Kapitalismus hervor gegangen ist, hat insbesondere den Faschisten Auftrieb gegeben und sie zur Steigerung ihres Terrors angespornt. Die wilden Terrorakte der Faschisten werden mit jedem Tag bedrohlicher. Der politische Mord hält Einzug, bestimmt das gesellschaftliche Leben und das politische Geschehen und weist auf den bevor stehenden Bürgerkrieg hin, den die Faschisten vorbereiten, um sich an die Macht zu putschen.

Diese sich weiter verschärfende Lage stellt eine große Herausforderung für die antifaschistische Bewegung dar, wo sich im unabdingbaren Umdenken die Spreu vom Weizen trennen wird. Die antifaschistische Bewegung wird sich neu formieren und rüsten müssen, wenn sie die auf sie zu kommenden Herausforderungen meistern will. Die Signale müssen ab sofort auf Sturm umgeschaltet werden. Es muss jetzt ein Ruck durch die antifaschistische Bewegung gehen. Jetzt wird es ernst. Der antifaschistische Kampf bekommt eine neue Qualität, die sich in der Verschärfung unsere Widerstandes ausdrücken muss. Wir müssen dem Vormarsch der Faschisten mutig entgegentreten. Kein Schritt breit den Faschisten ! Eine historische Wiederholung der Niederlage gegenüber dem Faschismus darf es nicht wieder geben.

Wir befinden uns in der jetzigen Phase von der Durchführung relativ kleiner antifaschistischer Aktionen, die sich aber in kürzester Zeit ausweiten können. Noch herrscht die Kampfform der Demosntrationen vor, aber schon bald wird sie nicht mehr ausreichen, um dem Terror der Faschisten wirkungsvoll zu begegnen. Das trifft auch auf den antifaschistischen Streik zu. Wenn das Morden der Faschisten weiter zunimmt, dann müssen wir größere Geschütze auffahren. Dann treten wir in die Phase des bewaffneten Kampfes ein, nicht sofort in Form eines bewaffneten Aufstandes (dafür sind die Bedingungen noch nicht reif), sondern erst einmal in der Form der Schaffung kleiner Guerillaeinheiten, um die Faschisten punktuell in die Schranken zu weisen, nicht in Form des individuellen Terrors, sondern verbunden mit der Massenaktion. Unsere Guerillaeinheiten dienen lediglich als Vorstufe, um zu höheren Kampfformen überzugehen, nicht zu persönlichen Racheakten, sondern zu militärischen Aktionen, die mit den Massenaktionen verbunden sind.

Zahlreiche kleine Aktionen sind die elementare Grundlage der Partisanentaktik. Sie sollen die Faschisten verwirren, sie beunruhigen, ihnen Schaden und Verluste zufügen und ihre Lage verunsichern und die Moral der antifaschistischen Bewegung heben und zur Mobilisierung der Massen beitragen. Die Geruillaeinheiten werden ergänzt durch kleine Einheiten, die spezielle Aufgaben übernehmen. Gleichzeitig sind Agitations- und Propagandatrupps zu bilden. Lenin lehrt:

"Den Massen die Notwendigkeit eines erbitterten, vernichtenden Krieges als unmittelbare Aufgabe der bevor stehenden Aktion verhehlen, heisst sich selbst und das Volk betrügen" (Band 11, Seite 160).

Es ist notwendig, dass die ganze Bevölkerung die ganze Größe und Gefahr des Faschismus begreift, die in jedem Land der Welt droht. Es gilt Schluss zu machen mit der sorglosen Gelassenheit und unbekümmerten Stimmung in der Bevölkerung. Die Bevölkerung spürt sehr wohl die zunehmende Unsicherheit ihrer Lebensbedingungen, aber die Bourgeoisie wiegelt ab. Sie gibt damit grünes Licht für die Ausweitung faschistischen Terrors, denn alle Besorgnis der Bevölkerung wird als "Hirngespinst und Gefühlsduselei" abgetan, denn die Besorgnis der Bevölkerung könne an Hand von angeblich "objektiven Statistiken" nicht bestätigt werden.

Die Faschisten sind grausam und unerbittlich, und die Bevölkerung muss lernen, sich auf den Kampf gegen den Faschismus vorzubereiten und sich auf den Kampf gegen den von den Faschisten geschürten Bürgerkrieg einzustellen.

Habt kein Erbarmen mit den Faschisten, denn die Faschisten hatten und haben kein Erbarmen mit euch. Jeder, der sich den Faschisten in den Weg stellt und sie an der Macht zu hindern versucht, wird ausgeschaltet. Die Faschisten schrecken nur zurück, wenn man sie gewaltsam dazu zwingt. Das war bei Hitler so, das wird bei allen Faschisten immer so sein und immer so bleiben.


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5.

 

Entwaffnung der faschistischen Moral


Die faschistische Moral ist extremster Ausdruck der Moral des monopolistischen, parasitären und verfaulenden Kapitalismus. Die Würde des Menschen wird an seinem Geldsack gemessen; das Kapital kennt keine Menschenwürde; das Kapital geht über Leichen, um sich selbst zu erhalten und um sich zu vermehren. Die faschistische Moral ist die imperialistische Moral der verbrannten Erde – "nach uns die Sintflut".

Die faschistische Moral gründet sich auf schlimmste Menschenverachtung seit Menschengedenken:

Andere ausbeuten, unterdrücken und töten, anstatt selber ausgebeutet,, unterdrückt und getötet zu werden. Kampf ums Dasein durch Zerstörung des Daseins der Anderen. Krieg gegen andere Völker, um noch mehr Profit zu scheffeln.

Flüchtlinge sind für Faschisten „minderwertig“ und werden ermordet, Asylantenheime werden in Brand gesetzt - ethnischen Säuberungen, genauso wie damals bei den Juden. Die Faschisten des "christlichen Abendlandes" sind genauso Massenmörder wie die faschistischen Islamisten. Bezahlt und gesteuert werden diese Massenmorde auf allen Seiten von den Imperialisten.

Den Faschisten muss die Waffe des religiösen Fanatismus aus der Hand geschlagen werden, mit dem sie den Hass der Völker schüren.

Die faschistische Moral ist die Moral des Massenmords des vermeintlich „Stärkeren“ an den Schwächeren. Andere erniedrigen, unterwerfen oder als wertlos selektieren – Herrschaft der eigenen Rasse über andere Rassen, das entspricht der faschistischen Rassenideologie.

Die Faschisten sonnen sich in ihrer verlogenen Moral der „Volksgemeinschaft“, wobei sie das eigene Volk mit ihrem räuberischen Weltkrieg in den Tod getrieben haben und es ohne Skrupel auch in ihrem nächsten Raubkrieg opfern werden.

Es sind die Faschisten, die zum Erreichen ihrer "höchsten Moralvorstellungen" die Welt in den Abgrund stürzen.

Der Nationalismus der imperialistischen Bourgeoisie ist Synonym für Rassenhass und Chauvinismus. Hinter der Verherrlichung des bürgerlichen Nationalismus, hinter der angeblichen „Vaterlandsliebe“ der Faschisten verbirgt sich das Streben nach imperialistischen Kriegen, Streben nach Weltherrschaft, Streben nach Versklavung, Unterwerfung und Vernichtung der Völker und Rassen. Dafür lassen die Faschisten selbst das "eigene" Volk verbluten.

Die Doppelmoral der Faschisten besteht darin, den Kapitalismus mit Terror zu verteidigen und gleichzeitig die Massen durch Demagogie zu täuschen.

Es ist die Aufgabe der antifaschistischen Aktion, diese Verlogenheit der Menschen verachtenden Moral des Faschismus vor den Massen zu entlarven, zu widerlegen, zu bekämpfen und schließlich, samt Kapitalismus auszurotten, der diese Menschen feindliche Moral hervor gebracht hat und immer wieder hervor bringen wird.

Mit der antifaschistischen Aktion muss der Faschismus/Sozialfaschismus auch moralisch entwaffnet und geschlagen werden.

Hierzu gehört der Kampf gegen den staatlichen Rassismus, gegen die vom Staat systematisch verbreitete Moral des Kapitalismus, gegen die verstaatlichte Moral des Faschismus.

Volsverdummung geht nicht nur von den Faschisten/Sozialfaschisten aus, sondern von allen bürgerlichen Parteien und vor Allem vom bürgerlichen Staat, der sich im Besitz der Monopolbourgeoisie befindet. Wer die Volksverdummung beenden will, muss denen, die die Volksverdummung betreiben, das Handwerk legen, muss ihnen die Waffe der Volksverdummung aus der Hand schlagen.

* * *

Warum siegt die antifaschistische Moral über die faschistischen Moral ? Weil die Faschisten von heute die faschistische Moral ihrer Großväter, die Schuld an den begangenen Verbrechen, nie mehr von sich abstreifen, weder auslöschen, abstreiten, noch rechtfertigen können. Der Faschist von heute ist von Anfang an mit der historischen moralischen Schuld des Faschismus gebrandmarkt, moralisch tot am lebendigen Leibe.

Beim ersten Mal fiel die Mehrheit der Bevölkerung auf die faschistische Demagogie herein, weil sie sich solche schrecklichen Greueltaten der Faschisten nicht vorstellen konnten. Heute, nach Allem was geschehen ist, gilt das nicht mehr. Heute macht sich jeder schuldig, der nichts gegen die Faschisten tut. Heute entzieht sich jeder seiner moralischen Verantwortung, der schweigt, zusieht und das faschistische Treiben ungehindert gewähren lässt.

Entweder du zerschlägst den Faschismus, oder der Faschismus zerschlägt dich. So und nicht anders war die Frage damals gestellt, und so und nicht anders ist sie auch heute gestellt.

Den Antifaschismus bewaffnen, um den Faschismus zu entwaffnen !

Die antifaschistische Moral ist schon allein dadurch stark, weil sie auf den historischen Sieg über die faschistische Moral zurückblicken kann. Wir Antifaschisten werden in jeder unserer Aktion von der moralischen Überzeugung und Gewissheit getragen, dass das von den Faschisten vergossene Blut und die vergossenen Tränen der Menschheit bereits erbarmungslos gerächt und verurteilt worden sind.

"Nie wieder Faschismus!" Das ist die Mahnung von befreiten Überlebenden des KZ Buchenwalds. Kann es eine tiefere moralische Verpflichtung für die Menschheit geben, als diese Mahnung ernst zu nehmen? Es ist an uns, dass diese Mahnung niemals in Vergessenheit gerät, dass sie für immer im Bewusstsein der Menschheit tief verankert bleibt und alle Menschen verpflichtet, kein Opfer zu scheuen und stets aktiv am antifaschistischen Kampf teilzunehmen, solange bis der faschistische Spuk für immer ausgerottet ist.

Der Antifaschismus hat das moralische Übergewicht, wenn er immer wieder aufs Neue dafür Sorge trägt, von der breiten Masse unterstützt und getragen zu werden.



6.

 

Ökonomische Entwaffnung

 

"Das Kapital, wenn es in die Sackgasse gerät und den starken Schlägen der Arbeiterklasse ausgesetzt ist, ist entweder gezwungen seinen Bankrott zu erklären, oder die faschistische Diktatur zu errichten und auf den Krieg hinzusteuern". (Enver Hoxha).

Die Expropriation der Expropriateure - das ist die ökonomische Entwaffnung des Faschismus/Sozialfaschismus.

Vernichten wir den Faschismus/Sozialfaschismus , indem wir ihm seinen materiellen Boden entziehen, ohne den er nicht gedeihen kann.

Der Kampf gegen den Faschismus entscheidet sich also nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Betrieben, entscheidet sich durch die antifaschistische Aktion der Arbeiterklasse an der ökonomischen Front des Klassenkampfes.

Faschisten haben sich an die Kapitalisten verkauft, sind korrupt. Ohne die Unterstützung der Kapitalisten sind die Faschisten ein Nichts.

Die Faschisten wollen der Bevölkerung all das nehmen, was die verfaulte bürgerliche Demokratie ihr zu nehmen bisher noch nicht geschafft hat.

Die Faschisten greifen die Unzufriedenheit der „kleinen Leute“ gegenüber den etablierten Parteien auf und präsentieren sich als "Retter der Armen". In Wahrheit schützen sie mit brutalsten Mitteln den Reichtum ihrer kapitalistischen Herren und sorgen mit ihrem Terror gegen revolutionäre Arbeiter für verschärfte Ausbeutung und Unterdrückung am Arbeitsplatz.

Die Faschisten wollen weder die Löhne erhöhen, noch die Unternehmerprofite senken, wollen nicht die Kapitalisten mit Steuern und Zöllen belasten, sondern der Bevölkerung die Krisenlasten mit Gewalt aufzwingen.

Antreiberei und Schikanen am Arbeitsplatz bei Androhung des Arbeitsplatzverlustes - das ist ökonomischer Terror, den Faschisten auf die Spitze treiben.

Wer den önomischen Faschismus entwaffnen will, muss die Arbeiteraristokratie und ihre Zusammenarbeit mit der Polizei entwaffnen, die gemeinsam Streikbrecherfunktionen im Dienste der Kapitalisten erfüllen und Demonstrationen und Streiks der Arbeiter in den Betrieben gewaltsam unterdrücken, dort Spitzeldienste betreiben und dort unliebsame politische oder gewerkschaftliche Aktivitäten verhindern oder behindern bzw, kriminalisieren ("Störung des Betriebsfriedens"). Eines der charakteristischsten Merkmale des Faschismus und seine Zusammenarbeit mit den Sozialfaschisten, das ist die Jagd auf kommunistische Arbeiter in den Betrieben, ist deren Rauswurf, ist die Zerstörung ihrer Existenz, und vor Allem ihre Isolierung von der Belegschaft, die somit gefügig gemacht werden soll unter Verlust ihrer revolutionären Führung. Um das Vertrauen der Belegschaft zu gewinnen, bedarf es vieler Jahre harter Arbeit, aber es bedarf nur eines einzigen Augenblicks, um denunziert, rausgeworfen, verhaftet oder ermordet zu werden.

Der Faschismus in den Betrieben richtet sich nicht nur gegen uns Kommunisten, sondern auch gegen ausländische Arbeiter und gegen die Mitarbeiterinnen. Er dient der Spaltung, Zersetzung, Schwächung und Verhinderung der Solidarität der Kolleginnen und Kollegen in ihrem gemeinsamen Kampf gegen den ökonomischen Terror der Kapitalisten und ihre gewerkschaftlichen Helfershelfer.








Zweiter Teil


6 antifaschistische Aktionen

zur Bewaffnung der Antifaschisten !

Ohne Bewaffnung - keine Entwaffnung des Faschismus/Sozialfaschismus.


 

1.

 

Ideologische Bewaffnung

Der Faschismus ist der verhassteste Feind der Menschheit.

Bewaffnet euch mit der antifaschistischen Ideologie des Weltproletariats.

Die Geschichte lehrt: Mit den antifaschistischen Ideen von Stalin und Enver Hoxha wurde die Vorherrschaft der faschistischen Ideologie im Zweiten Weltkrieg beendet.

Bewaffnet euch mit der stalinistisch-hoxhaistischen Ideologie, mit der weltproletarischen Ideologie, die über die weltfaschistische Ideologie triumphiert. Macht den Stalinismus-Hoxhaismus zur herrschenden Weltideologie des Proletariats!

Von größtem Wert ist der ideologische Kampf, den die Sowjetunion und die vom Hitlerfaschismus unterdrückten Völker gegen den Faschismus besonders vor, während und nach dem Großen Vaterländischen Krieg geführt haben. Damals war die Entlarvung der "Grundlagen" der faschistischen Weltanschauung und der ihr dienenden philosophischen und soziologischen Konzeption vorrangige Aufgabe der marxistisch-leninistischen Philosophie. Sich gewissenhaft dem Studium dieser Schriften zu widmen, ist ein wichtiger Bestandteil der ideologischen Bewaffnung der Antifaschisten von heute. Deswegen ist es heute die Aufgabe der Antifaschisten, diese Schriften in den wichtigsten Sprachen der Welt zum Studium zur Verfügung zu stellen.

Als Leitfaden der ideologischen Bewaffnung ist auch die Schrift der Komintern (SH): "Stalins und Enver Hoxhas Ideen des Antifaschismus sind unbesiegbar" dringend empfohlen.

Außerdem ist es unverzichtbar, die Kritik der Komintern (SH) an der falschen "Faschismustheorie" von Dimitroff zu studieren, die in zahlreichen Dokumenten der Komintern (SH) ausführlich dargelegt worden ist, und worin die Kritik an der fallen gelassenen Stalinschen Sozialfaschismusthese eine zentrale Rolle spielt. Die Komintern (SH) lehnt alle "Theorien" ab, die die gewaltsame Zerschlagung des Weltfaschismus durch die sozialistische Weltrevolution leugnen und stattdessen den "friedlichen Weg des Antifaschismus" propagieren.

Der Dimitroff'sche "Antifaschismus" äußert sich im Besonderen in seiner Unterschätzung der Revolutionierung der Massen, in der Unterschätzung des Tempos ihrer Abkehr von den Positionen des bürgerlichen "Antifaschismus", in seinem kapitulantenhaften Hinterherlaufen hinter der antifaschistischen Bewegung, und äußert sich schließlich darin, sich zu weigern, die antifaschistische Bewegung zur sozialistischen Revolution zu führen, zur Diktatur des Proletariats, der einzigen Herrschaftsform, die dem Faschismus ein unumkehrbares, sprich: endgültiges Ende machen kann.

Mit der Volksfront von Dimitroff kommt man nicht zum Sozialismus, sondern verbleibt im Rahmen der bürgerlichen Demokratie, in der jedes anfänglich gegebene "sozialistische Zugeständnis" im Laufe der Zeit allmählich vollkommen verblichen ist. Die bürgerliche Demokratie endet im Faschismus und jeder Weg vom Faschismus zurück zur bürgerlichen Demokratie endet erneut im Faschismus. Diese wichtige Lehre des Stalinismus-Hoxhaismus ist unwiderlegbar. Sie ist durch die geschichtliche Erfahrung zur eine der bittersten Erkenntnisse der Arbeiterklasse geworden.

Der Stalinismus-Hoxhaismus, und keine andere Ideologie, hat den Weltfaschismus schon einmal verhindert, wird ihn immer wieder verhindern, bis dieser endgültig hinweggefegt ist.

Bewaffnung mit der Ideologie des Antifaschismus kann nichts Anderes heißen, als sich mit der stalinistisch-hoxhaistischen Theorie der sozialistischen Weltrevolution und der proletarischen Ideologie des Weltsozialismus zu wappnen.

 

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2.

 

Organisatorische Bewaffnung


Nehmen wir die Tatsache, dass sich die verschiedenen Organisationen des Faschismus gegenseitig bekämpfen. Mit jedem Kampf untereinander ergibt sich nicht nur ein klareres Bild über die Krise und den Zerfallscharakter der faschistischen Organisationen, sondern auch die dialektisch-materialistische Waffe zur Ausnutzung ihrer Widersprüche, zu ihrer organisatorischen Entwaffnung und Zerschlagung. Die faschistischen Organisationen geben uns täglich Gelegenheit, ihre Korruptionen, ihre Skandale, ihre inneren Widersprüche, ihre Schandtaten, ihren Terror zu enthüllen, anzugreifen und zu verurteilen, sie auf frischer Tat zu erwischen, und diese wenn möglich, auch von vornherein zu vereiteln.

Die antifaschistische Aktion setzt sich aus Freiwilligen zusammen, die sich aus freiem Willen in die antifaschistische Front einreihen. An ihr beteiligt sich jeder, ob alt oder jung und ist in einfacher Form organisiert. Die antifaschistische Aktion rüstet sich aus mit einfachen Abwehrmitteln, um sich vor dem Terror der Faschisten zu schützen. Die Form des Kampfes ist die des Protests und Widerstands. Im Allgemeinen weicht die antifaschistische Aktion dem frontalen Kampf gegen die Faschisten aus, zumal diese von überlegenen Polizeieinheiten geschützt werden. Dann wird die antifaschistische Aktion nur von den Flanken oder aus dem Hinterhalt angreifen.

Die antifaschistische Aktion verfolgt das Ziel, den Faschisten in vielerlei Hinsicht zu schaden, ihre Lage unsicher zu machen, ihre Kräfte an dem einen Ort zu binden, um sie an anderem Ort zu schwächen und dort entschlossen anzugreifen. Die antifaschistische Aktion muss die Formierung der Faschisten auf ihren Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen bereits auf dem Weg dorthin stören, ebenso nach dem Verlassen ihrer Veranstaltungen Kundgebungen und Demonstrationen. Auf den Veranstaltungen, Kungebungen und Demonstrationen selbst hängt das Eingreifen der antifaschistischen Aktion vom konkreten Kräfteverhältnis ab. Zumeist ist davon auszugehen, dass dort massive Polizeikräfte zum Schutz aufgefahren werden, worduch ein frontaler Angriff als eher ungünstig einzuschätzen ist.

Die antifaschistische Aktion selbst kann das Land nicht von den Faschisten säubern. Dazu bedarf es anderer Organisationsformen, die im Moment noch nicht zur Diskussion stehen. Die antifaschistische Aktion beschränkt sich hauptsächlich auf den Überraschungsmoment, auf Schnelligkeit (Manövrierfähigkeit), auf den Angriffsgeist und die Initiative zum Ausgleich gegenüber dem überlegenen Kräfteverhältnis des faschistischen Gegners.

Für die Faschisten müssen wir weitest gehend "unsichtbar", also nicht so leicht zu erkennen sein. Die antifaschistische Aktion wird dort aktiv, wo es die Fashisten am wenigsten vermuten oder erwarten, meistens nachts oder zu unerwarteten Tageszeiten. Vorher muss das Terrain gut auskundschaftet und die Aktion planmäßig vorbereitet sein, um Eventualitäten wie zB. der Abbruch der Aktion oder um den vorzeitigen Rückzug einzukalkulieren. Natürlich müssen alle Kampfhandlungen der antifaschistischen Aktion vorher geübt werden.

Die antifaschistische Aktion muss nicht nur ihre Angriffe organisieren, sondern auch ihre Verteidigung. Hier spielt die Organisierung der Schutzwehren, Beobachtungs- und Wachposten usw. eine wichtige Rolle. Die Schutzwehren müssen zu jeder Zeit in der Lage sein, notfalls zum Gegenangriff überzugehen.

Bekanntlich ist der Angriff die beste Verteidigung. Und im Kampf gegen den Faschismus kann man nicht allein in einer Verteidigungsstellung verharren, um zu siegen. Das ist sowieso klar. Die Verteidigung der antifaschistischen Aktion darf also nicht passiv sein, sondern muss immer beweglich bleiben.

Zur Taktik der antifaschistischen Aktion gehört auch die Fähigkeit, die Faschisten in eine Falle zu locken, um sie zu überwältigen.

Ferner müssen wir auch unsere Spitzel in die faschistische Bewegung einschleusen und die Spitzel in unseren eigenen Reihen entwaffnen.

Es gibt also viel zu lernen und vor Allem viel zu tun, um die antifaschistische Aktion optimal zu organisieren.


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3.

 

Bewaffnung mit antifaschistischer Agitation und Propaganda

 

Es ist die Aufgabe der Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten, die grausamen Erinnerungen an Faschismus und Sozialfaschismus ständig wach zu halten und die Lehren des siegreichen Kampfes gegen sie propagieren.

Wir dürfen nicht müde werden, darüber aufzuklären, wie der Faschismus und Sozialfaschismus entstand, wer ihn unterstützt hat, welche Schrecken er verbreitet hat, vor Allem wie er siegreich nieder geschlagen werden konnte und wer ihn besiegt hat. Angesichts der heutigen Ausbreitung des Weltfaschismus müssen sich die Völker der Welt ganz besonders daran erinnern, wie sie sich schon einmal erhoben und die faschistische und sozialfaschistische Pest zerschlagen haben. Diese Wahrheiten können und dürfen niemals aus dem Gedächtnis der Geschichte des Antifaschismus gelöscht werden. Dafür haben wir Antifaschisten unermüdlich zu sorgen.

Und dafür schaffen wir uns ein Zentralorgan als antifaschistischen Propagandist, Agitator und Organisator, ein virtuelles Netzwerk zur Korrespondenz, zur Information, Mobilisierung und Koordinierung der antifaschistischen Aktion sowie andere weitere Formen der antifaschistischen Agitation und Propaganda, wie zum Beispiel Einsatz von Propagandisten und Agitatoren unter den Massen usw.


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4.

 

Bewaffnung der antifaschistischen Aktion


„Beantwortet Gewalt mit Gewalt, tut alles, was in Euren Kräften steht, um zu verhindern, dass die alte, sterbende Ordnung Euch zermalmt, lasst nicht zu, dass sie Fesseln um Eure Hände legt, um die Hände, mit denen Ihr das alte System niederreißen werdet!" (aus Stalins Unterredung mit H. G. Wells - 1934)

Entweder Kampf für die Rote Weltfront oder gegen sie !

Der Sieg über den Weltfaschismus muss in einer militärischen Weltschlacht entschieden werden, der höchsten Form der antifaschistischen Aktion.

Schützt Demonstranten vor Übergriffen von Polizei und Faschisten !

Befreit fest genommene Antifaschisten !

Leistet Erste Hilfe !

Versorgt verletzte Demonstranten

Als Waffe gegen den Faschismus haben wir den individuellen Terror abgelehnt und haben den Kampf gegen den Faschismus vielmehr in Massenaktionen der Arbeiterklasse organisiert.

Obwohl wir den individuellen Terror nicht unterstützen, wissen wir Kommunisten natürlich, dass der individuelle Terror gegen die Faschisten seine Ursachen hat. Die erschreckende Zunahme der Faschisierung von Staat und Gesellschaft, die sich häufenden Verbrechen, die die Faschisten heute begehen, der faschistische Terror und seine Gehirnwäsche - all das ist äußerst provokativ, ruft Wut, Panik oder Verzweiflung hervor, die Anreiz für individuellen Terror geben. Das ist aber nicht der Weg, dem Arbeiter folgen. Arbeitern ist der individuelle Terror fremd, denn sie handeln als vereinigte, organisierte Kraft, zusammengeschweißt durch ihre proletarische Solidarität und eiserne Disziplin:

Einen Finger kann man brechen, aber 1000 Arbeiterfäuste entwickeln revolutionäre Kräfte, die nun einmal nicht so leicht zu brechen sind, wie ein einzelner Finger. Das lehrt die ganze Geschichte der Arbeiterbewegung und insbesondere die ihres antifaschistischen Kampfes.

Die antifaschistische Aktion von heute muss sich die historischen Erfahrungen der antifaschistischen Aktion grundlegend aneignen und sie unter den heutigen veränderten Bedingungen korrekt anwenden. Dort, wo sich die antifaschistische Bewegung von den Klassikern des Marxismus-Leninismus leiten ließ, war sie unüberwindbar. Aber dort, wo sie davon abwich, wo sie über Bord geworfen wurde, wurde sie schwach und zerfiel. Diese Abweichungen haben wir in unserer Schrift: "Stalins und Enver Hoxhas Ideen des Antifaschismus sind unbesiegbar" beschrieben.

Alle Abweichungen haben etwas Gemeinsames, nämlich dass die antifaschistische Aktion den Faktor des Menschen unterschätzt, die Massen zu wenig oder gar nicht einbezieht, was sich entweder im Vorauseilen oder Hinterherlaufen ausdrückt, und was auf eine Isolierung von den Massen und damit auf die Schwächung der Wirksamkeit der antifaschistischen Aktion auswirkt. Das gibt den Faschisten wiederum unnötig Gelegenheit, gegen die "Antifa" vermehrt zu hetzen. Der Erfolg der antifaschistischen Aktion misst sich daran, wie weit sie von den Massen unterstützt wird und nicht an den Waffen, die wir bei der antifaschistischen Aktion mit uns führen. Es muss jedem Antifaschisten klar sein, dass der Faschismus ohne die Mehrheit der Bevölkerung nicht besiegbar ist.

Die Einbeziehung der Massen ist nicht nur eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der antifaschistischen Aktion, sondern auch für die sozialistische Revolution, auf die die antifaschistische Aktion von Anfang an ausgerichtet sein muss, um den endgültigen Sieg über den Faschismus zu sichern. Diese Ausrichtung der antifaschistischen Aktion ist alles Andere als Konsensus innerhalb der heute bestehenden buntscheckigen antifaschistischen Bewegung. Deswegen muss gegen alle abweichenden Tendenzen ein konsequenter Kampf geführt werden. Das individualistische Abenteuertum muss genauso bekämpft werden wie das prinzipielle Zurückweichen vor dem faschistischen Feind, was nicht mit einem taktischen Rückzug im Falle des kräftemäßigen Übergewichts der Faschisten zu verwechseln ist.

Es ist notwendig, dass sich die Komintern (SH) nicht als Anhängsel der spontanen Bewegung betrachtet, sondern als Führerin der antifaschistischen Aktion. Davon sind wir im Moment noch weit entfernt, aber darauf müssen wir hinarbeiten, das müssen wir unbedingt erreichen.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH), besonders ihre führenden Elemente, sich der revolutionären Theorie des Stalinismus-Hoxhaismus, die mit der antifaschistischen Aktion untrennbar verbunden ist, voll bemächtigen.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) ihre antifaschistischen Losungen und Direktiven nicht auf Grund eingelernter Formeln und geschichtlicher Parallelen, sondern als Ergebnis einer sorgfältigen Analyse der konkreten Bedingungen der antifaschistischen Bewegung im eigenen Lande und im internationalen Maßstab ausarbeitet, wobei die Erfahrungen der antifaschistischen Bewegungen aller Länder unbedingt mit in Rechnung gestellt werden müssen.

Es ist notwendig, dass sowohl die Komintern (SH) als auch die beteiligten Massen selbst die Richtigkeit unserer antifaschistischen Losungen und Direktiven im Feuer der antifaschistischen Aktion überprüfen.

Es ist notwendig, dass die gesamte antifaschistische Arbeit der Komintern (SH), besonders wenn in ihr falsche Auffassungen noch nicht überwunden sind, auf neue, revolutionäre Art umgestellt wird, darauf berechnet, dass jeder Schritt der Partei, jede ihre antifaschistischen Aktionen naturgemäß zur Revolutionierung der Massen, zur Vorbereitung und Erziehung der breiten Massen der Arbeiterklasse im Geiste der Revolution führt.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) es in ihrem antifaschistischen Kampf versteht, die höchste Prinzipienfestigkeit (nicht zu verwechseln mit Sektierertum!) mit einem Maximum an Verbundenheit und Kontakt mit den Massen (nicht zu verwechseln mit Nachtrabpolitik!) zu verbinden, da es ohne diese Bedingung für die Komintern (SH) unmöglich ist, nicht nur die Massen den antifaschistischen Kampf zu lehren, sondern auch von ihnen zu lernen, nicht nur die Massen zu führen und sie auf das Niveau der Partei emporzuheben, sondern auch auf die Stimme der Massen zu lauschen und jede Bedrohung durch die Faschisten zu erkennen.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) es versteht, in ihrer antifaschistischen Arbeit eine unversöhnliche revolutionäre Einstellung (nicht zu verwechseln mit revolutionärem Abenteurertum!) mit einem Maximum an Elastizität und Manövrierfähigkeit (nicht zu verwechseln mit Anpassungspolitik!) zu verbinden, da es ohne diese Bedingung unmöglich ist, alle Formen des antifaschistischen Kampfes und der antifaschistischen Organisierung zu meistern, den antifaschistischen Tageskampf mit den grundlegenden Interessen der proletarischen Revolution zu verbinden und dabei den legalen antifaschistischen Kampf mit dem illegalen antifaschistischen Kampf zu verknüpfen.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) ihre Fehler nicht verhüllt, dass sie die Kritik nicht fürchtet, dass sie es versteht, ihre antifaschistischen Kader an Hand ihrer eigenen Fehler zu verbessern und zu erziehen.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) es versteht, in die grundlegende führende Gruppe die besten Elemente der antifaschistischen Kämpfer aufzunehmen, die genügend Hingabe besitzen, um wahrhafte Vertreter der antifaschistischen Bestrebungen des revolutionären Proletariats zu sein und die genügend Erfahrung haben, um wirkliche Führer der antifaschistischen Aktion und der aus ihr hervor gehenden proletarischen Revolution zu werden, die fähig sind, die antifaschistische Taktik und die Strategie des Stalinismus-Hoxhaismus anzuwenden.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) die soziale Zusammensetzung ihrer antifaschistischen Organisationen systematisch verbessert und sich von zersetzenden opportunistischen Elementen reinigt, wobei sie das Erreichen einer maximalen Einheitlichkeit als Ziel vor Augen haben muss.

Es ist notwendig, dass die antifaschistischen Organisationen der Komintern (SH) eine eiserne proletarische Disziplin entwickeln, die auf der Grundlage der ideologischen Einheit, der Klarheit der Ziele der antifaschistischen Bewegung, der Einheit in der antifaschistischen Aktion und des bewussten Verhaltens jedes Antifaschisten erwächst.

Es ist notwendig, dass die Komintern (SH) die Durchführung ihrer eigenen antifaschistischen Beschlüsse und Direktiven systematisch überprüft, da ohne diese Bedingung die Gefahr besteht, dass sie sich in leere Versprechungen verwandeln, die nur geeignet wären, das Vertrauen der Antifaschisten zur Partei zu untergraben.

Ohne diese und ähnliche Bedingungen ist die antifaschistische Ausrichtung der Komintern (SH) ein leerer Schall.


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5.

 

Bewaffnung mit der antifaschistischen Moral

Die antifaschistische Moral ist nicht vererbbar. Sie ensteht aus den Lehren der Geschichte des antifaschistischen Befreiungskampfes, aus der vorbildlichen Haltung und des Heldentums der Kämpfer gegen den Faschismus, aus der Verpflichtung den Opfern des Faschismus gegenüber. Vor allem aber wächst die antifaschistische Moral aus der gemeinsamen antifaschistischen Aktion selbst heran.

Die antifaschistische Moral ist eine wehrhafte Moral, und zwar solange die Gefahr des Faschismus nicht für immer gebannt ist. Es ist also die Aufgbe von uns Antifaschisten, uns nicht nur gegenseitig zur antifaschistische Moral zu erziehen, sondern dies zur Aufgabe der ganzen Gesellschaft zu machen.

Wenn wir die faschistische Moral verurteilen, dann müssen wir gleichzeitig die Moral der spießbürgerlichen Gleichgültigkeit und "Neutralität" verurteilen, müssen wir die Heuchelei derjenigen verurteilen, die scheinheilig vorgeben, eine "antifaschistische Moral" zu besitzen, aber in Taten ihre faschistische Moral zum Ausdruck bringen bzw. diese vor sich selbst und anderen verbergen. Mit jeder Verharmlosung der faschistischen Moral macht sich jeder genauso schuldig wie die Faschistenbrut selbst.

Die faschistische Moral ist die extremste Form der Moral der Ausbeuter und Unterdrücker, also der Bourgeoisie. Um die bürgerliche Moral zu bekämpfen, muss man also die Bourgeoisie selbst bekämpfen, muss man den Kapitalismus bekämpfen, der diese verabscheuenswürdige Moral tagtäglich produziert.

In der proletarischen Solidarität, im proletarischen Internationalismus offenbart sich die überlegene Stärke der Moral des Weltproletariats gegenüber der Moral des Weltfaschismus, entwickelt sich die proletarische Moral zu einer scharfen Waffe gegen den Faschismus.

Der Hass gegen den Faschismus bewahrt das Weltproletariat vor Demoralisation, die durch seine Verelendung, durch seine Lohnsklaverei unter der Knute des faschistischen Terrors droht.

Mit der Globalisierung der weltfaschistischen Moral entsteht unvermeidlich die antifaschistische Moral des globalisierten Proletariats.

Genauso wie sich die Produktivkräfte der weltkapitalistischen Produktionsweise aus den Fesseln der privaten Produktionsverhältnisse befreien, befreit sich auch die proletarische Moral von der faschistischen Moral durch die sozialistische Weltrevolution.

Im Kampf gegen den Terror der kapitalistischen Ausbeutung entwickelt das Weltproletariat jene Moral, mit der es gleichzeitig auch die Interessen aller anderen Ausgebeuteten der Welt vertritt.

Im Kampf gegen den Terror der faschistischen Unterdrückung entwickelt das Weltproletariat jene Moral, mit der es gleichzeitig auch die antifaschistischen Interessen aller anderen Unterdrückten auf der Welt vertritt.

Die faschistische Moral beschränkt sich hingegen ganz allein auf die Eigeninteressen der Weltbourgeoisie, einer kleinen Minderheit, die die ganze Welt ausbeutet und unterdrückt.

Wer sich nirgends auf der Welt der faschistischen Gewalt beugt, besitzt auch die moralische Kraft, die faschistische Macht der Weltbourgeoisie zu brechen.

Im Kampf gegen den Weltfaschismus verteidigt das Weltproletariat nicht nur seine eigene Klassenmoral, sondern daraus entwickelt sich auch seine weltsozialistische Moral, gibt sie ihm die nötige Willenskraft, um eine Welt ohne Faschismus aufzubauen, eine sozialistische Welt, worin sich dann auch höchste Moral der Menschheit entwickeln wird, die weltkommunistische Moral.

Das moralische Bewusstsein des Weltproletariats entwickelt sich jedoch nicht spontan heraus aus dem Kampf gegen den Weltfaschismus selbst, sondern kann nur in Verbindung mit der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus, mit der stalinistisch-hoxhaistischen Theorie gestärkt werden, die von der Komintern (SH) entwickelt und ins Weltproletariat getragen wird.

Die antifaschistische Aktion des Weltproletariats, ist nicht nur das entscheidende Mittel zur Eroberung seiner politischen Macht, sondern auch eine wichtige Schule der Erziehung der moralischen Eigenschaften, mit denen sich das Weltproletariat bewaffnen muss, um über den Weltfaschismus zu siegen.

Die Bewaffnung mit der antifaschistischen Moral dient gleichzeitig der Erziehung zur weltkommunistischen Moral.


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6.

 

Ökonomische Bewaffnung


Wenn die Gesellschaft sich ökonomisch vom Faschismus befreien will, ist sie historisch gezwungen, alle ihre faschistischen Lebensbedingungen für immer aufzuheben.

Wer die Ketten der Ausbeutung an der Arbeiterklasse schmiedet, wer sie immer fester schmiedet, der hat damit gleichzeitig den eisernen Willen der Arbeiter geschmiedet, die ihre Fesseln in der Revolution sprengen.

Diktatur des Proletariats heißt: Sprengen der versklavenden Ketten des Kapitalismus und heißt gleichzeitig: Kapitalisten in Ketten !

Wo faschistische/sozialfaschistische Mörderbanden den Kapitalismus verteidigen, werden sich Millionen Arbeiterfäuste über den Erdball strecken und die Ketten der Lohnsklaverei sprengen.

Zur Befreiung vom Kapitalismus, muss man nicht nur die Macht des Auslandskapitals brechen, sondern man muss auch - und vor Allem - die Herrschaft der eigenen Bourgeoisie im eigenen Lande stürzen. Um das zu verhindern, dazu braucht die Bourgeoisie die Faschisten/Sozialfaschisten. Und eben darum müssen wir uns gegen sie bewaffnen.

Bildet Antifaschistische Komitees in den Betrieben!

Faschistenbrut – raus aus den Betrieben !

Für die Verbreitung faschistischer Ideen ist in den Betrieben kein Platz ! Dagegen muss sich die gesamte Belegschaft stellen !

Gehen wir Antifaschisten in die Fabriken und Betriebe, in die Gewerkschaften. Schaffen wir uns überall eine Basis unter den Arbeitern. Dann werden wir trotz Weltbourgeoisie, trotz Weltfaschismus die alte Welt des Kapitalismus besiegen und den Sieg der sozialistischen Weltrevolution sichern.





Zusammenfassung

Alle antifaschistischen Aktionen der Entwaffnung der Faschisten/Sozialfaschisten und alle antifaschistischen Aktionen zur Bewaffnung der Antifaschisten bilden eine unzertrennliche Einheit. Fehlt auch nur eine der oben genannten 12 antifaschistischen Aktionen, kann dies zum Scheitern aller antifaschistischen Aktionen führen, ist die Befreiung vom Weltfaschismus fraglich, wenn nicht unmöglich.

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Mit den Ereignissen von Chicago, der Pariser Kommune, der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution und der ganzen Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung hat sich gezeigt, das das Weltproletariat stark genug ist, der Weltbourgeoisie Widerstand zu leisten, sie zu entwaffnen und sie zu bezwingen. Das Weltproletariat zeigt, dass es vor der faschistischen Polizeiunterdrückung und vor faschistischen Mörderbanden nicht zurückschreckt, sich nicht beugt. Trotz der Versuche der Weltbourgeoisie und ihrer Agenturen, die Einheit und Organisierung des Weltproletariats durch Morde, Verhaftungen und andere Unterdrückungsmaßnahmen zu spalten, ist es ihnen nicht gelungen und wird es ihnen niemals gelingen, den Kampf für die sozialistische Weltrevolution zu verleumden und sonst wie aufzuhalten.

Das Weltproletariat, und mit ihm alle werktätigen Massen der Welt, stellen der faschistischen Gewalt und dem faschistischen Terror der Bourgeoisie ihre weltrevolutionäre Gewalt entgegen. Weder durch faschistische Gewalt, noch durch faschistische Demagogie kann das Weltproletariat und sein revolutionärer Kampf gegen den Weltimperialismus aufgehalten und unterdrückt werden.

Tod dem Weltfaschismus !

Tod dem Faschismus in jedem Land der Welt !

Unsere antifaschistischen Aufgaben sind schwierig und fordern Opfer, aber unsere weltkommunistischen Ziele sind groß und klar, und unserer revolutionärer Weg zum Weltsozialismus ist richtig und wird trotz allem siegen, denn wir bewegen uns in Einklang mit der objektiven Gesetzmäßigkeit der gesellschaftlichen Enwicklung, die nicht bei Weltfaschismus und Weltimperialismus stehen bleibt, sondern diese Epoche der Finsternis hinter sich lässt und uns weiter führt bis zum Weltkommunismus!

 

 

 

 

2019

Gegen Faschismus und Sozialfaschismus !