"Die Rote Weltfront"

 

GRÜNDUNGSERKLÄRUNG DES RFB

vom 29. Juli 2019

" Tod dem Weltfaschismus ! "

- ENTWURF -

(Beschlussfassung am 29. Juli 2019)

 

ALLE FÄUSTE IN EINER GEBALLT !

Roter Frontkämpferbund zur Schaffung der roten Weltfront gegen Krieg und Faschismus

 

unser neues Buch:

 

"Stalins und Enver Hoxhas Ideen des Antifaschismus sind unbesiegbar"

 

 

In Hinblick auf die kurz bevor stehende Gründung des RFB, am 29. Juli 2019, stellt die Komintern (SH) die Lehren Stalins und Enver Hoxhas vom Sieg über den Hitlerfaschismus in den Mittelpunkt der Feierlichkeiten des 72. Jahrestags des Stalinismus-Hoxhaismus

 

 

Die rote Front marschiert ! (Video)

 

 

größtes

RFB-Album

der Welt !

Herausgeber: Komintern (SH)

 

BAUEN WIR DEN RFB WIEDER AUF

IN DEUTSCHLAND

UND IN DER GANZEN WELT!

 

Beschluss der Komintern (SH) vom 19. September 2018

 

 

 

 

Ernst Thälmann über den Roten Frontkämpferbund und die antifaschistische Aktion

Texte zusammengestellt von Wolfgang Eggers

 

 

ERNST THÄLMANN

Erstveröffentlichung der Komintern (SH)

vom 5. Juli 2019

[ Diese Rede ist nicht in den vier Bänden enthalten !! ]

aus: "Rote Fahne" Nr. 155 vom 14. Juli 1932

"DEUTSCHLAND FASCHISTEN-FREI GEMACHT!"

Kampfrede auf der Großkundgebung der Antifaschistischen Aktion in Wuppertal

mit über 50 000 Teilnehmern

 

 

 

Rot Front !

 

 

 

Bauen wir den Roten Frontkämpferbund wieder auf !

von Wolfgang Eggers

geschrieben Anfang der 90er Jahre

 

 

Der Aufbau des internationalen Rotfrontkämpferbundes

und die 9 Thesen über die anti-faschistisch / anti-sozialfaschistische Einheitsfront

 

1.

Zu den Feinden der sozialistischen Revolution zählen auch die Sozialfaschisten. Sozialfaschisten sind Antifaschisten in Worten und Faschisten in Taten . Wir schaffen eine einheitliche Front aller Antifaschisten und Antisozialfaschisten das heisst: Kampf gegen alle Versuche der Bourgeoisie und ihrer Agenturen innerhalb der Arbeiter- und Kommunistenbewegung, einen Keil zwischen Antifaschisten und Antisozialfaschisten zu treiben.

2.

Die Einheitsfront aller Antifaschisten und Antisozialfaschisten kämpft für die weltrevolutionäre Beseitigung des Weltapitalismus als Quelle des Weltfaschismus und des Weltsozialfaschismus. 

3.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten kämpft gegen alle Versuche der modernen Revisionisten und Neorevisionisten, die die Arbeiter und alle Werktätigen mit Reformen betrügen - bis hin zum "friedlichen Übergang zum Sozialismus", und zwar in der Reihenfolge die Massen aufzuhalten, weiter gegen den faschistischen und sozialfaschistischen Terror zu kämpfen und eine Klassenversöhnung als Mittel der Kapitulation zu erreichen.

4.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten entlarvt und bekämpft alle Versuche von Neorevisionisten, die die Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus im antifaschistisch-antisozialistischen Faschismuskampf missbrauchen, um den Terror des Sozialfaschismus zu rechtfertigen, und um unterstütze es indirekt.

5.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten schließt die Anwendung weltrevolutionärer Gewalt sowohl gegen den naziweltfaschistischen als auch gegen den sozialfaschistischen Terror nicht aus.

6.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten kämpft für die demokratischen Rechte aller ausgebeuteten und unterdrückten Klassen, für die proletarisch-sozialistische Demokratie und nicht für die Wiederherstellung der bürgerlichen "Demokratie", aus der unvermeidlich ein neuer Faschismus hervorgeht. Die Durchsetzung demokratischer Rechte ist ein wesentlicher Bestandteil des Sturzes des Weltkapitalismus und seiner bürgerlichen Staatenystem. 

7.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten kämpft für die Abschaffung der Unvermeidlichkeit von Faschismus und Sozialfaschismus durch die Errichtung der Weltdiktatur des Weltproletariats, durch die Errichtung der Sowjetmacht in Europa und auf der ganzen Welt.

8.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten kämpft für die Ausrottung der Überreste aller faschistischen und sozialfaschistischen Kräfte unter dem System der Weltdiktatur des Weltproletariats.

9.

Die Komintern (SH) ist das weltweite Zentrum der internationalen antifaschistischen und antisozialfaschistischen  Weltbewegung. Die Komintern (SH) vereint diese Bewegung in allen Ländern der Welt, um sie zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution zu führen.

* * *

 

„Der Faschismus ist eine Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus. […] Diese Organisationen schließen einander nicht aus, sondern ergänzen einander. Das sind keine Antipoden, sondern Zwillingsbrüder.“

STALIN: "Zur internationalen Lage"; Werke, Band 6; S. 251–269, hier S. 253.

 

* * *

Der Kampf gegen den Sozialfaschismus ist gleichbedeutend damit, die Mehrheit des Weltproletariats zu erobern und die wichtigste Voraussetzung für die proletarische Weltrevolution.

Komintern (SH)

 

 

1924

Aufruf der KPD

Bildet den Roten Frontkämpferbund!


...Auch die roten, proletarischen Frontkämpfer müssen sich heute zusammenfinden zum Kampf gegen die Not, die Versklavung und das ganze heuchlerische kapitalistische, faschistische sogenannte »Frontsoldaten«-Pack. Schon ist in Thüringen spontan die Gründung verschiedener Ortsgruppen des Roten Frontkämpferbundes erfolgt. Im ganzen übrigen Reich muß das gleiche geschehen.

Klassenbewußte Arbeiter in Thüringen, die ehemals, während des Weltkrieges, für den Imperialismus ihr Leben in die Schanze schlugen, haben die Initiative ergriffen, um einen Roten Frontkämpferbund zu gründen. Eine provisorische Leitung hat sich gebildet und erläßt an alle Roten Frontkämpfer Großthüringens einen Aufruf, in dem es u. a. heißt:

Ihr wißt alle, wie die Dinge in Thüringen und im ganzen Reich eine immer schärfere Wendung nehmen. Wie Pilze schießen die faschistischen Banden aus dem Erdboden. Kein Tag, an dem sie nicht unter Duldung der Behörden versuchen, ihre militärischen Übungen abzuhalten, kein Sonntag, an dem nicht irgendwo irgendein versoffener Etappenrummel aufgeführt wird mit ehemaligen Etappenschweinen, Prinzen und sonstigem Gesindel.

Daneben haben sich in letzter Zeit die sogen. Regierungsparteien der Mitte, die rosaroten Sozialdemokraten, die goldenen Demokraten und die schwarzen Pfaffen der Zentrumspartei zusammengefunden im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Sie rühren die große Reklametrommel für Pfaffen, Noskiden und den demokratischen Geldsack, und mancher Prolet glaubt das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold mit seinen katholischen Beichtvätern und sozialdemokratischen Polizeibütteln, die schon hundertmal den Faschismus gedeckt und geschützt haben, würde wirklich etwas unternehmen gegen den schwarz-weiß-roten Rummel und die reaktionäre und kapitalistische Gefahr. Kameraden! Das ist eine große Täuschung!

Schon in der kurzen Zeit seines Bestehens hat das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold gezeigt, was mit ihm los ist. Es veranstaltet Feldgottesdienste, Klimbim-Paraden und ähnliches, und wenn in irgendeiner Stadt die Faschisten aufmarschieren, dann ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold nicht da, oder es macht »zufällig« einen Ausflug nach außerhalb.

Inzwischen macht die kapitalistische Generaloffensive gegen das Proletariat immer weitere Fortschritte. Die Geldgeber von Schwarz-Weiß-Rot und die Geldgeber von Schwarz-Rot-Gold, sie machen inzwischen hinter den Kulissen den Pakt fertig, der das deutsche Proletariat an das internationale Großkapital verschachert, denn das ist der Sinn des Sachverständigengutachtens und der kapitalistischen »Erfüllungspolitik«.

Kameraden! Jeder Prolet, der ein bißchen nachdenkt über den Hunger und das Elend, das er und die Seinen nur zu sehr am eigenen Leibe spüren, jeder rote Frontkämpfer, der, nachdem er jahrelang im Schützengraben gelegen hat, für den Kapitalismus und seine Ludendorff und Lehmann, heute gewillt ist, seine körperliche Kraft und sein Können einzusetzen für die Interessen des Proletariats, muß beitreten.

Der Rote Frontkämpferbund muß die Vereinigung aller roten Frontkämpfer werden!

Er muß die Einheitsfront des roten Proletariats organisieren, soweit es im Soldatenrock gesteckt hat.

Genossen, Kameraden! Gründet überall sofort Ortsgruppen des Roten Frontkämpferbundes!

Der Kämpfer

(Organ der KPD-Sektion der Kommunistischen Internationale - Bezirk Sachsen)

vom 18. Juli 1924.

_________

Anmerkung:

Die offizielle Gründungsversammlung des Roten Frontkämpferbundes fand statt kurz nach dem Erscheinen des hier vorgestellten Aufrufs am 29. Juli 1924 in Halle. Im Frühjahr 1925 gab es 225 Ortsgruppen. Vorsitzender des RFB wurde Thälmann, 2. Vorsitzender und eigentlicher Leiter Willi Leow. Nach den Berliner Maiereignissen 1929 wurde der RFB verboten, aber illegal fortgeführt.

 



Roter Tag in Altenburg. Die Aufnahme entstand 1925.


Fahneneid des Roten Frontkämpferbundes

Sieg oder Tod - ein heiliger Schwur

„Wir klassenbewusste Proletarier schwören:

alle unsere Kräfte einzusetzen

im Kampf um die Befreiung aller Werktätigen

von kapitalistischer Ausbeutung, Unterdrückung und

Verfolgung.

In eiserner Disziplin und strengster Zucht

unterwerfen wir uns allen Befehlen und Anordnungen

die im Kampf für die Interessen des Proletariats

notwendig sind.

Die schärfste Verachtung der arbeitenden Klasse

und das strenge Urteil der revolutionären Gerechtigkeit

treffen jeden, der der roten Front untreu wird,

oder Verrat an den Interessen des Proletariats übt.

Frontkämpfer auf, die Faust gereckt.

Wir schwören rot. Sieg oder Tod.

Dem grossen Klassenkampf sind wir geweiht.

Wir sind die roten Pioniere einer neuen Zeit.

Sieg oder Tod ein heiliger Schwur

Wir leben oder sterben für dich

Du rote Fahne der Proletarier-Diktatur."


Fahneneid des RFB.

 

Der rote Kampfschwur

Ich gelobe:

Niemals zu vergessen,

dass der Weltimperialismus

den Krieg

gegen die Sowjetunion vorbereitet

* * *

Niemals zu vergessen,

das das Schicksal

der Arbeiterklasse der ganzen Welt

unlöslich verbunden ist mit der Sowjetunion

* * *

Niemals zu vergessen

die Erfahrungen

und die Leiden der Arbeiterklasse

im imperialistischen Weltkrieg

* * *

Niemals zu vergessen

den 4. August 1914

und den Verrat der Reformisten

* * *

Niemals zu vergessen

dass die Bourgeoisie und ihre Lakaien

mit allen Mittel bestrebt sind,

die ROTE FRONT zu zerschlagen

* * *

Stets und immer

meine revolutionäre Pflicht

gegenüber der Arbeiterklasse und dem Kommunismus

zu erfüllen

* * *

Stets und immer

ein Soldat der Revolution zu bleiben

* * *

Stets und immer

in allen proletarischen Massenorganisationen,

in Gewerkschaft und Betrieb,

ein Pionier des unversöhnlichen Klassenkampfes zu sein

* * *

An der Front und in der Armee des Imperialismus

nur für die Revolution zu wirken

* * *

Den revolutionären Kampf zum Sturz der Klassenherrschaft

der deutschen Bourgeoisie zu führen

* * *

die russische und die chinesische Revolution

mit allen Mitteln zu verteidigen

* * *

Ich gelobe:

Stets und immer

für die Sowjetunion

und für die siegreiche Weltrevolution zu kämpfen.



Der RFB marschiert gegen das Stahlhelmaufgebot.


Gemeinsame Abwehr des Stahlhelmtreffens am 7. und 8. Mai 1927

Offener Brief

Gauführung des RFB

An den Ortsausschuß des ADGB!
An den Bezirksverband der Sozialdemokratischen Partei Berlin!
An die Gauleitung des Reichsbanners Berlin!

Werte Genossen! Nur wenige Tage trennen uns noch vom 8.Mai, den die Leitung des Stahlhelms dazu ausersehen hat, „das rote Berlin national zu erobern und der Berliner Arbeiterschaft", dem „frechen roten Gesindel", wie sie der Stahlhelmführer Seldte beschimpfte, „die Macht des Stahlhelms zu zeigen". Es ist eine bewußte Irreführung der Berliner Arbeiterschaft, zu behaupten, es handle sich beim Stahlhelmaufmarsch nur um eine friedliche politische Demonstration, die durch Fernbleiben der Arbeitermassen von den Straßen Berlins am wirksamsten bekämpft werden könne. Die Stahlhelmführer schicken ihre Anhänger mit der bewußten Absicht der Provokation nach Berlin. Der Arbeiterschaft Berlins sollen die Machtorganisationen der deutschen Bourgeoisie im Kampfe für die weitere Unterdrückung und kapitalistische Ausbeutung demonstriert werden. Noch bei allen Veranstaltungen der nationalistischen Sturmbrigaden der Reaktion waren Überfälle auf Arbeiter, auf Gewerkschaftshäuser usw. an der Tagesordnung. Wir erinnern nur daran, wie die Nationalsozialisten beim „Völkischen Tag" in Weimar gehaust haben, wir erinnern daran, daß die sozialdemokratische „Rheinische Zeitung" nach dem vorjährigen Stahlhelmtag in Köln an eine Registrierung der zahlreichen Verbrechen der Stahlhelmleute folgende Ausführungen anschloß:

„Diese Registrierung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie genügt aber, um den Beweis zu erbringen, daß künftig einem derartigen Gesindel der geschlossene Aufmarsch in Köln nicht mehr erlaubt werden darf."

Aber die Ereignisse in Weimar und Köln werden übertrumpft werden durch die Terrormaßnahmen, die der Stahlhelm in Berlin beabsichtigt.

Die Berliner Arbeiterschaft braucht sich nicht vor 50000 bis 80000 Stahlhelmleuten in ihren Wohnungen zu verkriechen, um den Terror dieser „Wandalen" - wie die „Rheinische Zeitung" schrieb - über sich ergehen zu lassen. Berlin ist eine Arbeiterstadt. Die letzten Wahlen zum Berliner Stadtparlament brachten eine sozialdemokratisch-kommunistische Mehrheit. Über anderthalb Millionen Stimmen wurden allein in Berlin für die Enteignung der Fürsten abgegeben, deren Wiederkehr der Stahlhelm erstrebt. Die diesjährige Maidemonstration des Berliner Proletariats war eine Generalmusterung von so unvergleichlicher Wucht, sie zeigte den Willen zur Einheit und zum geschlossenen Kampfe gegen die Reaktion so mächtig, daß es ein Verbrechen am deutschen Proletariat bedeuten würde, wenn die Millionenarmee der Berliner Arbeiter dem Stahlhelmaufmarsch gegenüber auf den organisierten Selbstschutz verzichten würde.

Die Parole, den Stahlhelm am 8. Mai unter sich zu lassen, würde auf eine Unterstützung der provokatorischen Pläne der Stahlhelmleitung hinauslaufen. Die Kommunistische Partei will keine Provokationen und kein Blutvergießen, wie der „Vorwärts" es behauptet. Aber sie hält es für die Klassenpflicht der Berliner Arbeiterschaft, gegenüber dem Aufmarsch des Stahlhelms den Selbstschutz in den Arbeiterbezirken zu organisieren und in mächtigen Massenkundgebungen den Willen der Arbeiter zu diesem Selbstschutz, ihren Willen zum Kampfe gegen Nationalismus und Faschismus zu demonstrieren. Werden diese Demonstrationen gemeinsam von allen Arbeiterorganisationen einberufen und organisiert, würde der ADGB die Forderung der Belegschaften zahlreicher Betriebe, den Stahlhelmaufmarsch mit einem Verkehrsstreik am 7. und 8. Mai zu beantworten, unterstützen, dann würde kein Stahlhelmmann es wagen, gegen Arbeiter vorzugehen und Arbeitergut zu beschädigen.

Die Maidemonstration hat gezeigt, welche Macht die Berliner Arbeiterschaft darstellt, wenn sie geschlossen aufmarschiert. Diese Macht verpflichtet zur Abwehr faschistischer Gewaltstreiche. Wir fordern daher von euch, unverzüglich für den 8.Mai gemeinsam mit der Kommunistischen Partei und dem Roten Frontkämpferbund den Aufmarsch der Berliner Arbeiter in den Arbeiterbezirken zu organisieren. An diesem Tage muß die Arbeiterfront einheitlich und geschlossen den provokatorischen Absichten der Stahlhelmführer entgegengestellt werden. Es gilt eine eiserne Mauer der Abwehr zu errichten, an der jeder Versuch des Stahlhelms, das proletarische Berlin mit Terror zu überziehen, zerschellen muß. Von den Fahnen und Standarten der Maidemonstration leuchteten auch dieses Jahr die Worte des alten Arbeiterliedes: „Ihr habt die Macht in Händen, wenn ihr nur einig seid!" Es gilt diese Einigkeit im Aufmarsch der Arbeiter am 8. Mai zu verwirklichen.

Wir fordern euch auf, gleich uns die gesamte Arbeiterschaft zu Gegenkundgebungen gegen den Stahlhelmaufmarsch und seine Invasion in die Arbeiterviertel Berlins aufzurufen!

Bezirksleitung der KPD Berlin-Brandenburg-Lausitz

Gauführung des RFB

Die Rote Fahne vom 3. Mai 1927.

 

 

 

 

VI. Weltkongress der Komintern

1928

Grüße von der Delegation der deutschen Roten Frontkämpfer.

 

Sitzung unter dem Vorsitz von Genossen JILEK:

Die Delegierten der Rotfrontkämpfer werden dem Kongress Grüße überbringen. Genosse Olbrich wird in ihrem Namen sprechen. Ich gebe ihm jetzt das Wort.

Die aus 10 Rotfrontkämpfern bestehende Delegation wurde beim Betreten der Tribüne mit stürmischem Applaus begrüßt.

Es wurde gerufen: „Wir grüßen Euch, Genossen, Rot Front! Rot Front! Rot Front!"

 

Genosse OLBRICH:

Die R.F.B. Delegation antwortet auf die Begrüßung mit dem dreifachen Ruf: „Rot Front! Rot Front! Rot Front!"

Genossen, die deutsche Delegation der Roten Front, die jetzt auf Einladung der nordkaukasischen Gewerkschaften nach Moskau reist und heute Abend nach Süden abfährt, grüßt den Generalstab der Weltrevolution brüderlich und militant im Namen des Roten Frontkämpferbundes Deutschland. Ihr alle kennt die Aktivitäten des Roten Frontkämpferbundes Deutschland. Im Kampf gegen den Faschismus und den imperialistischen Krieg geboren, haben wir in den vier Jahren unseres Bestehens riesige Mengen deutscher Proletarier mobilisiert.

In den letzten Jahren haben wir enorme Fortschritte bei den Roten Frontkämpfern in Deutschland gesehen. Auf dem dritten nationalen Treffen im vergangenen Jahr leistete die Massenorganisation zu Hunderttausenden erstmals den Eid, "immer und überall bereit zu sein, die Sowjetunion zu verteidigen", davon überzeugt , dass der imperialistische Krieg und der Faschismus heute eine große Bedrohung darstellen, führen wir heute den heftigsten Kampf für die Verteidigung der Sowjetunion.

Bei der heutigen Übergabe der Grüße der Roten Front an die VI. Kongress erinnern wir uns an die Tatsache, dass der Kampf gegen die imperialistische Kriegsgefahr nach wie vor der zentrale und entscheidende Punkt in der revolutionären Bewegung auf der ganzen Welt sein wird. Wir sehen auch eine intensive imperialistische Offensive der deutschen Bourgeoisie mit Hilfe und aktiver Unterstützung der sozialdemokratischen Führer.

Der Rote Frontkämpferbund steht daher vor einer gewaltigen und anspruchsvollen Aufgabe, nämlich für die Verhinderung des imperialistischen Krieges und für die Verteidigung der Sowjetunion zu kämpfen.

Aus dieser Erkenntnis heraus, sehen wir uns veranlasst, heute vor den Vertretern der kommunistischen Parteien der Welt als Delegation der Roten Front zu erklären:

Der Rote Frontkämpferbund, der im Kampf gegen den Faschismus und den imperialistischen Krieg gegründet wurde, steht fest und vereint zusammen und ist bereit, auch in Zukunft weiter zu kämpfen. Und in diesem Sinne übergibt die Delegation im Namen der 200.000 Roten Frontkämpfer und des Jungsturms das Bild, das unseren letzten Marsch durch das Land unter dem Motto der Verteidigung der Sowjetunion und gegen den imperialistischen Krieg zeigt. Wir präsentieren das Bild dem Präsidium des VI. Der Weltkongress mit der Erklärung, dass wir den Kampf gegen den imperialistischen Krieg nicht nur führen werden, wann immer er begonnen werden kann, sondern dass auch heute die beste Antwort auf alle Kriegsvorbereitungen darin besteht, dass wir die Massen der sozialdemokratischen Arbeiter für die revolutionäre antiimperialistische Front gewinnen, dass wir unsere praktische revolutionäre Aktivität Tag für Tag in allen Fabriken und in allen Massenorganisationen entfalten, dass wir unsere Arbeit auf die erfolgreiche Vollendung der proletarischen Revolution in Deutschland und auf der ganzen Welt ausrichten werden. In diesem Sinne schließen wir unsere Grußbotschaft mit unserem kämpferischen und brüderlichen Gruß, der zum revolutionären Gruß aller revolutionären Proletarier in Deutschland geworden ist, dem mächtigen dreifachen Ruf: „Rot Front! Rot Front! Rot Front!"

(Stürmischer Applaus)

 

VI. Weltkongress der Komintern

1928

Verlesung eines Telegramms des RFB:


Genossen, der Vorsitzende des Roten Frontkämpferbundes, Genosse Ernst Thälmann, hat vom Mitteldeutschen Treffen der Roten Frontkämpfer in Leipzig ein Telegramm mit brüderlichen Grüßen erhalten:

"Versichern Sie den Soldaten, Arbeiter und Bauern des proletarischen Vaterlandes, unsere unbesiegbare Solidarität und den Glauben der deutschen Arbeiter an das russische Proletariat.

Der Rote Frontkämpferbund

Rotfront!

Leo Hoffmann "


(Lebhafter Applaus.)

 

 

Rote Fahne 1928

Zeitungsausschnitte zum RFB

 




Dem RFB wurde oft mit Verbot gedroht. Die Photographie zeigt eine Demonstration vom 17. Mai 1929 in Frankfurt am Main.


Ernst Schneller

1. Mai - Kampftag gegen das Verbot des RFB!

In allen Ländern der Welt sammeln sich am 1. Mai die revolutionären Arbeiter, die um nationale Freiheit kämpfenden Kolonialsklaven unter dem roten Banner des Sozialismus, um ihre internationale Solidarität zu bekunden und sich über Grenzen, Gebirge, Wüsten und Weltmeere hin die Hände zu reichen: Wir sind ein Fleisch und Blut, wir leiden eine Not und Knechtschaft, wir kämpfen einen Kampf und ersehnen einen Sieg: Sturz der Macht der Imperialisten, Zertrümmerung ihrer Gewaltmaschinerie, ihres Unterdrückungsapparates, Errichtung der Herrschaft des Proletariats - für den Aufbau des Sozialismus!

Der 1. Mai steht mehr als je im Zeichen des Kampfes zwischen den zwei großen Fronten, die sich immer stärker, klarer herausbilden: Hier die Front der Imperialisten und ihrer Nutznießer, ihrer reformistischen und ihrer faschistischen Helfershelfer, und hier die Front des Proletariats und aller Werktätigen, aller vom Kapital Ausgeplünderten und Unterdrückten; hier Imperialismus - hier Kommunismus, hier Diktatur des Kapitals - hier Kampf um die Errichtung der Diktatur des Proletariats, hier Vorbereitung gewaltiger imperialistischer Kriege - hier Vorbereitung der Kämpfe für die soziale Revolution!

Ausbeuterklasse gegen Arbeiterklasse!

So ist der 1. Mai für das revolutionäre Weltproletariat ein Kampftag zur Sammlung der Massen: Gegen die Kapitalsoffensive; gegen die faschistischen Verbände; gegen die reformistische Politik der Spaltung und Verwirrung der Arbeiterklasse; gegen die Kriegsvorbereitungen der großen kapitalistischen Weltmächte; gegen den imperialistischen Völkerbunds- und Abrüstungsschwindel; gegen Imperialismus und Militarismus!

Für die Tagesforderungen der Werktätigen um Achtstundentag, um ausreichende Löhne, um Sicherung des Streikrechts; für die Freilassung aller proletarischen politischen Gefangenen; für die Entwaffnung und Ablösung der bürgerlichen Wehrverbände; für die Auflösung der Reichswehr; für die Verteidigung der Sowjetunion; für die Solidarität mit der chinesischen Revolution; für den Kampf um die Errichtung einer revolutionären Arbeiter-und-Bauern-Regierung; für den Sozialismus!

Für die Werktätigen in Deutschland ist der 1. Mai in diesem Jahr besonders bedeutungsvoll. Für Millionen von Arbeitern steht die Lohnfrage auf der Tagesordnung. Der Wahlkampf für den Reichstag und die Landesparlamente in Preußen, Bayern und Württemberg ist in vollem Gange. In diesen Auseinandersetzungen steht schärfstens Klasse gegen Klasse! Für uns Rote Frontkämpfer ist es eine stolze Aufgabe, als einzige proletarische Schutz- und Wehrorganisation gerade am 1. Mai mit unserem Kampfruf der Sammlung der Arbeiterklasse und aller Werktätigen zu dienen:

Rot Front für die Forderungen der Arbeiter und Werktätigen!

Gegen die besitzende Klasse, gegen die Trustgewaltigen!

Gegen die Bankmagnaten, gegen die Junker!

Alle Arbeiter hinein in die rote Front, in den Kampfblock der Werktätigen in Stadt und Land für das große Werk der Zertrümmerung und Vernichtung der Kapitalswirtschaft und für die Errichtung einer revolutionären Arbeiter-und-Bauern-Regierung!

Unser Sammelruf wendet sich besonders an die Arbeiter im Reichsbanner, darüber hinaus an die Arbeiter im Stahlhelm: Wollt ihr abseits stehen im Kampf? Wollt ihr in den Reihen der Feinde des Proletariats marschieren gegen eure Klasseninteressen, gegen eure Klassengenossen, mit denen ihr zusammen an der Werkbank, im Schacht, hinter dem Pflug front?

Eure schwarzweißroten Fahnen, eure schwarzrotgoldenen Fahnen sind Wahrzeichen der herrschenden Klasse, Wahrzeichen des kapitalistischen Unterdrückungsstaates! Laßt euch nicht länger mißbrauchen! Reiht euch ein in die rote Front!

Es kann keine Gemeinschaft mit den Besitzern der Fabriken, Bergwerke, Hochöfen, der Banken, der großen Güter geben. Klasse gegen Klasse! Die rote Front der Arbeiter gegen die schwarze Front der Ausbeuter!

Insbesondere wenden wir uns an die proletarische Jugend: Ihr seid am stärksten entrechtet, und ihr seid die Hoffnung der Arbeiterklasse!

Die herrschende Klasse sieht in euch das Kanonenfutter eines vielleicht sehr nahen mörderischen imperialistischen Krieges!

Wir sehen in euch die erste Reihe, die in der roten Front anstürmt gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen das reaktionäre Regime des Kapitalismus, für den Sieg der Arbeiterklasse!

Als erste müßt ihr am 1. Mai die Fabriken verlassen und aufrufen für die Forderungen aller Arbeiter! Euer Masseneintritt in die rote Front ist der schwerste Schlag gegen die Bourgeoisie, gegen Bürgerblock und gegen Koalition!

Der Aufmarsch am 1. Mai wird für die herrschende Klasse ein Gradmesser sein, inwieweit sie damit rechnen kann, ohne größeren Widerstand des Proletariats ihren reaktionären Kurs, ihre Kapitalsoffensive, ihre Entrechtung und Unterdrückung des arbeitenden Volkes verstärken zu können! Für uns ist er ein Gradmesser der revolutionären Empörung, des verstärkten Kampfwillens, der Kampfbereitschaft der roten Front!

Wenige Tage vor dem 1. Mai, vier Wochen vor der Wahl zum Reichstag, dem 20. Mai, hat die Bürgerblockregierung, die Regierung des Reichsbannerführers a. D. Marx und des reaktionären Stahlhelmmannes, des Kapp-Verschwörers Keudell, eine Anweisung auf Verbot des Roten Frontkämpferbundes gegeben.

Ein ungeheurer Sturm der Empörung in den Betrieben, in den Arbeiterquartieren war die erste Antwort der Arbeiterklasse!

Gerade in diesen Tagen, da wir gegen das Verbot auf die Straße gingen und die Massen zum Millionenprotest aufriefen, da zeigte sich mit voller Klarheit, und mit Stolz können wir es feststellen: Der Rote Frontkämpferbund ist stärkstens mit dem Proletariat verbunden, er gilt der Arbeiterklasse als einzige Schutz- und Wehrorganisation, unser Bundesgruß ist zum Kampfruf der empörten Arbeiter gegen die herrschende Klasse geworden, die geschwungene Faust ist mehr als ein Bundeszeichen, sie ist das Zeichen der Kampf Verbrüderung, der Kampfbereitschaft und des heißen Klassenhasses der Proletarier gegen die Bourgeoisie und ihre Helfershelfer geworden.

Mit Recht empfindet die Arbeiterschaft den Angriff auf den Roten Frontkämpferbund als einen Vorstoß gegen die gesamte Arbeiterklasse zur weiteren Ausplünderung und Entrechtung. In dem Maße, wie die Wirtschaftskämpfe um höheren Lohn und Achtstundentag von stärkerem Kampfgeist getragen sind, richten sich die Kämpfe um Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zugleich bewußt gegen das bestehende Regime überhaupt. Die herrschende Klasse fürchtet den gesteigerten Kampf- und Machtwillen des ausgebeuteten, unterdrückten Volkes. Sie fürchtet, daß die Schlichtungsfessel zerrissen und das Streikrecht in vollem Maße wiederhergestellt und für große Kämpfe ausgenutzt wird - sie fürchtet, daß die Machtorgane, Polizei, TENO, Klassenjustiz, Reichswehr, gegen die empörten Massen eines Tages machtlos sein werden. Darum muß rechtzeitig vorgebaut werden, darum gilt es eine so wirksame Samrnel- und Werbeorganisation für die rote Front aller Werktätigen in Stadt und Land wie den Roten Frontkämpferbund rechtzeitig unschädlich zu machen! Nach ihm sollen andere Organisationen an die Reihe kommen, der Kommunistische Jugendverband, die Kommunistische Partei Deutschlands. Verstärkte politische Offensive, verschärfter reaktionärer, faschistischer Kurs zur Durchführung einer ungeheuerlichen, gesteigerten Ausplünderung des schaffenden Volkes - das ist die Bedeutung des Vorgehens der Bürgerblockregierung gegen den Roten Frontkämpferbund!

In demselben Zusammenhang steht die Bedeutung des RFB-Verbots für die Durchführung der neuen deutschen imperialistischen Politik: Aufrüstungspolitik, unerhörte Verstärkung der Kriegsvorbereitungen, Verschärfung der Beziehungen zur Sowjetunion! Die „Kreuzzeitung" hat es offen ausgesprochen, daß der Rote Frontkämpferbund für den Fall von Verwicklungen und Konflikten mit der Sowjetunion als Verbündeter der Arbeiter und Bauern der Sowjetunion der deutschen Politik gefährlich werden kann. Damit ist offen ausgesprochen, daß sich die deutsche Außenpolitik gegen die Sowjetunion richtet und mit stärksten Konflikten rechnet! Damit ist zugleich anerkannt, daß sich nur ein unterdrücktes und völlig entrechtetes Proletariat als Kanonenfutter für die imperialistische Politik mißbrauchen lassen wird. Und anerkannt wird: Der Rote Frontkämpferbund steht auf dem Posten gegen die kapitalistische Rüstungs- und Kriegspolitik, er ist die einzige Massenorganisation für die Sammlung der proletarischen Frontkämpfer gegen Imperialismus und Faschismus!

So schätzt die Bourgeoisie den Roten Frontkämpferbund als Kampforganisation ein! Und wir sind stolz darauf, von der Bourgeoisie als schärfster Feind verfolgt zu werden. Wir werden uns zu wehren wissen.

Das Verbot unmittelbar vor den Wahlen sollte zweifellos auch dazu dienen, den Roten Frontkämpferbund, der für die einzige revolutionäre Arbeiterpartei, für die Kommunistische Partei Deutschlands, wirbt, die er als Führerin im revolutionären Kampf gegen Imperialismus Faschismus und Reformismus anerkennt, als Organisation im Wahlkampf auszuschalten und den bürgerlichen Wehrorganisationen die Straße zu überlassen, den Wahlkampf unter den Druck ihres Terrors zu setzen.

Der Massenprotest hat eins erreicht: Keine der Länderregierungen (außer Bayern, wo die Organisation erst im Aufbau ist) wagt angesichts der Empörung der Massen, das Verbot durchzuführen. Sie fürchten die Massenantwort bei den Wahlen, deshalb wollen sie sich noch etwas demokratisch drapieren, und besonders die SPD will sich aufspielen: Seht ihr, ohne unsere Beteiligung an der Regierung wäre das Verbot des Roten Frontkämpferbundes schon durchgeführt. Sie glauben vertuschen zu können, daß gerade durch die SPD-Regierungspolitik, wie sie seit 1918 betrieben worden ist, die Diktatur der Kapitalisten Schritt für Schritt gestärkt worden ist. Sie glauben besonders vertuschen zu können, daß gerade die SPD-Politik in Preußen mit den Maßnahmen Grzesinskis, der die Ortsgruppen des Roten Frontkämpferbundes m Dortmund, Hindenburg, Falkenberg auflösen ließ, die Einleitung für die Offensive der Bürgerblockregierung darstellt.

Der erste Schlag ist abgewehrt!

Es wäre verhängnisvoll, wollten wir uns und wollte sich das Proletariat durch den Einspruch der Länder gegen das Verbot einlullen lassen! Nun erst recht Massensturm gegen das Verbot, gegen die Offensive des Bürgerblocks. Nun erst recht Kampf gegen die faschistischen Organisationen, gegen die Reichsbannerpolitik, und insbesondere nun erst recht Kampf gegen die imperialistische Rüstungspolitik, gegen die deutschen Kriegsvorbereitungen gegen die Sowjetunion! Mit verstärkter Energie in den Massen werben für die Ziele des Roten Frontkämpferbundes in den Betrieben, in den Gewerkschaften, in allen Massenorganisationen!

Der Boden ist günstig! Das zeigen die bisherigen spontanen Proteste gegen das Verbot!

Der Kampf für den Roten Frontkämpferbund und damit für die Forderungen und Interessen des Proletariats muß gesteigert werden.

Der 1. Mai muß im Zeichen der roten Front stehen!

Der Massenaufmarsch der roten Front am 1. Mai ist zugleich ein Aufruf an das werktätige Volk: Kommt hinein in die rote Front, schließt euch uns an, kämpft unter den roten Fahnen der Revolution, kämpft unter der Führung der Kommunistischen Partei für eure Tagesforderungen, für den Sturz der Kapitalsherrschaft, für die Errichtung einer revolutionären Arbeiter-und-Bauern-Regierung in Deutschland! Bekundet am 20. Mai euren Willen zur Durchsetzung unser aller Forderungen, euren Willen zum revolutionären Kampf gegen die Bourgeoisie durch die Stimmabgabe für die Kommunistische Partei - Wählt Kommunisten! Wählt Liste 5!

Die Rote Front,

Nr. 9 vom Mai 1928.

 

 


 

 

1929

Stassfurt

31. Juli 1929 (aus "Rote Fahne" vom 1. August 1929)

RFB demonstriert in Uniform

Bei dem hier am Sonntag, den 28. Juli stattgefundenen Anti-Kriegstreffen marschierten Hunderte über Hunderte Rote Frontkämpfer in voller Bundeskleidung geschlossen im Demonstrationszug auf. Viele Transparente mit Inschriften, die u. A. die Aufhebung des RFB-Verbots forderten, wurden von den Roten Frontkämpfern getragen. Die Arbeiterschaft begrüßte begeistert die "verbotenen" RFB-Kameraden. Die Polizei verhielt sich in Anbetrachtet der großen Zahl der Demonstranten zurückhaltend.

 

 

 

Proleten der SA- und SS- Stürme.

Die Kommune spricht zu Euch!

Volks- und Klassengenossen vom Hakenkreuz!

Wir, die Soldaten der roten Klassenfront richten an Euch die Frage: wo und in wessen Front stehen die feinen Leute, die Prinzen und Grafen, die Fürsten und Barone?

Wer kämpft für die Armen, gegen die feinen Herren, gegen die Grafen und Barone?

SA- und SS- Proleten!

Warum stellen wir, die Kommune an Euch diese Frage?

Weil wir Euch hiermit beweisen wollen, daß die Hitler, die Goebbels und Strasser Euch nur vorlügen, gegen das kapitalistische System und gegen die feinen Herren zu kämpfen, während sie in Wirklichkeit durch all ihre Taten zeigen, daß sie weiter nichts als feige Knechte und würdelose Lakaien dieser ganzen modernen Raubritterbande, die jetzt durch die Hilfe Hitlers regieren und alle täglich mehr knechten, ausbeuten und aushungern.

Schamlose Lügner und Volksbetrüger!

Hitler, Goebbels und Strasser schreiben in allen Zeitungen und schimpfen in allen Versammlungen gegen die feinen Leute, gegen die kapitalistische Parasiten, gegen die Mitglieder des feudalen Herrenklubs, mit denen am 6. November fürchterliche Abrechnung gehalten werden soll.

Alles ist Lüge! Wir beweisen!

Wer sind die Mitglieder des feudalen Herrenklubs?

Die Mitglieder des Herrenklubs sind Eure Füher!

Herr von Jagow.

Regierungspräsident a. D., Berlin, Brückenalle 30. Dieser feine Herr ist führendes Mitglied Eurer Partei und spielt eine große Rolle.

Dr. Edgar v. Schmidt-Pauli.

Berlin W, Keithsttraße 18. Dieser feine Herr ist ein Freund Hitlers und hat einen üblen Schmöker über Hitler geschrieben.

v. Strauss.

Direktor der Deutschen Bank und Diskontogesellschaft. Bei diesem feinen Herrn ist Hitler, Euer großer Osaf, ständiger Gast.

Die Genannten und Dutzende andere feiner Herren sind Eure Führer. Diese adlige Brut, welche der Modergeruch der Vergangenheit anhaftet, gehören zu Euren Führern. Diese Tatsache kann von Hitler, Goebbels und Konsortern nicht abgeleunet werden.

Diese feinen Herren reden für die Arbeiter, aber handeln für die Grafen und Barone

Dr. Goebbels.

Ein Musterexemplar eines arischen Herrenmenschen. Vom Institut für Rassenforschung als Bastard einer judenähnlichen Rasse bezeichnet, einer der größten Judenfresser und selbst Ehemann einer reichen, umgetauften Jüdin, ist einer der größten Betrüger. Goebbels redet im Sportpalast gegen den Herrenklub. Am gleichen Abend hält jedoch sein Schwager, der mecklenburgische Ministerpräsident Granzow einen Vortrag im Herrenclub.

Was ist denn mit der Tante Härlert?

Eine aus der Vorkriegszeit bekannte und vorbestrafte Kupplerin. Die Villa dieser nationalen Kupplerin in Caputh hat Dr. Goebbels für 5 Sommermonate gemietet und dafür 1200 Mark Miete bezahlt. Goebbels kann es sich ja leisten, dafür betteln die SA jetzt auf der Sraße.

Feine Arbeiterführer, die Hitler und Goebbels!

Und was mach Euer „Arbeiterführer" Prinz Auwi?

Dieser Führer Eurer Partei und Naziabgeordnete bewohnt die Villa Liegnitz mit über 60 Zimmern und verhurt die Millionen, welche die sozialdemokratischen Führer dem Hohenzollerngesindel bewilligt haben.

Kämpft Prinz Auwi gegen die feinen Herren und für Sozialismus?

Nein! So dumm seid Ihr doch nicht, das zu glauben?

Hunderte von Prinzen, Grafen, Fürsten und Baronen sind Naziführer! Gehören diese adligen Naziführer nun zu den feinen Herren oder zu den Untermenschen?

Ein Baron bleibt ein Baron, auch wenn er Nazi wird. Und Hitler und Goebbels sind würdelose Lakaien dieser adligen Herren und Barone, auch wenn sie noch so viel gegen die feinen Herren reden.

SA- und SS- Prolet! Was war denn in Koburg los? In Koburg haben Eure Führer gezeigt, was sie sind.

Fürstenknechte.

Eure Majestäten - königliche Hoheiten!

Höchste und allerhöchste Gäste, alleruntertänigste Glück- und Segenswünsche - so lautet wörtlich die „Kampfrede", die Euer Führer Schrumpf, Vorsitzender des Festausschusses, in Anwesenheit Hitlers an die feinen Herren und fürstlichen Prasser hielt.

Dann sollen die Hitler und Schrumpf mit den Prinzen und Fürsten französischen Sekt, während in den Walddörfern um Koburg Proletarierkinder kaum trockenes Brot zum Leben haben.

Macht Schluss mit diesen Volksbetrügern!

Euer Sozialismus, Euer Nationalismus, Euer Antisemitismus - alles ist Lug und Trug!

Hitler, Goebbels, Strasser einst und jetzt.

Einst: Keinen Pfennig Tribute, keine Minute Mehrarbeit.

Heute: Wir erkennen unsere Schulden an und unsere Verpflichtung, sie zu zahlen.

Einst: Verstaatlichung und Enteignung der Industrie. Revolution, wirtschaftliche Revolution wollen wir!

Heute: Wir sind gegen die Verstaatlichung der Industrie. Wir sind gegen die Verstaatlichung des Handels. Wenn wir zur Macht kommen, wird es keine gewaltsamen Aenderungen geben.

Der Kampf gegen Papen und Barone, gegen die Herren und Ausbeuter, gegen das fluchwürdige kapitalistische Hungersystem, der Kampf um die nationale und soziale Befreiung der Werktätigen wird nur von der Kommune geführt.

Die Kommune wird siegen.

Und Ihr? Proleten der SA und SS?

Ihr seid gegen dieses System!

Ihr seid gegen Notverordnungen, gegen Lohn- und Brotraub.

Ihr seid gegen die Herren - Reichen, gegen die Herren und Barone.

Los von Hitler! Her zu uns!

Mit Thälmann gegen die Papen und Schleicher, gegen die Hitler und Goebbels. Gegen die Fürsten, Grafen und Barone, gegen Hungerregierung und Hungersystem,

für ein sozialistisches Deutschland!

Wir sind die Sturmbrigaden des Sozialismus.

Wir erobern diese Welt!

Arme gegen Reiche! Klasse gegen Klasse!

Mit Euch oder auch gegen Euch

aber siegen werden wir!

Proleten, überlegt, wohin Ihr gehört! Arbeiter, so arm wie Ihr, haben zu Euch geprochen.

Arbeiter, kampfbereit und kampfentschlossen, fordern Euch auf zum gemeinsamen Kampf.

Die Kommune marschiert!

Proleten, zu uns und mit uns.

Rot Front!

die Kämpfer der roten Front.

 

 

 

"Sozialismus" in Worten - Faschismus in Taten !

Was ist Sozialfaschismus ?

INTERNATIONALER ARBEITERVERLAG - BERLIN

(etwa 1930)

 

 

 

 

Appell der halleschen Kommunisten

an die Polizeibeamten zum Kampf gegen den Faschismus

Polizeibeamte!

Achtung!!

Die Bourgeoisie hat den Urheber aller in der letzten Zeit begangenen Arbeitermorde zum Kanzler der "Deutschen Republik" gemacht!

Das bedeutet - Legalisierung des Arbeitermordes!

Das bedeutet - den verschärften Kurs auf den Abbau der Löhne der Arbeiter und die Gehälter der unteren Beamten!

Das bedeutet - die Kürzung der kärglichen Erwerbslosenunterstützung!

Das bedeutet - verschärftes Elend für Millionen Werktätiger!

Was Papen und Schleicher nicht fertigbrachten, nämlich die Niederschlagung des revolutionären Proletariats und Ausbeutung der werktätigen Massen, das soll Hitler mit seiner braunen Mördergarde schaffen, und Ihr sollt die Helfer und Henker sein!

In den vergangenen Nacht schon verübten die Nazis mörderische Ueberfälle auf die Arbeiterschaft von Halle!

Kameraden im Waffenrock!

Das Proletariat rüstet zum Generalstreik!

Haltet Euch bereit, auf der Seite des Proletariats zu kämpfen!

Schiesst nicht auf Eure Brüder! Verweigert die Ausführung der Befehle der faschistischen Offizierskamarilla!

Das Flugblatt wurde Januar/ Februar 1933 in Halle/ Saale verbreitet.

 

 

ROT FRONT !

Wenn morgens hoch die Sonne kommt

Hört man in Berlin schon: "Rot Front!"

Die Milchfrau sagt's, der Zeitungsmann

und auch der Bäcker rückt so an.

Der Vater spricht's zu seiner Frau

und der Kollege auf dem Bau.

Es grüßen laut sich so die Kinder

und auf dem Markt die Frauen nicht minder.

Und abends, wenn man kommt nach Hause,

dann sagt es sogar Nachbar's Krause,

der doch bisher so sehr dagegen

und hoffte stets auf Gottes Segen.

Auch wo sich findet noch 'ne Lücke,

da schlagt, Proleten, schnell die Brücke,

damit ein jeder Außenseiter

wird für "ROT FRONT!" ein neuer Streiter

Alice Hoffmann

7. Juli 1932 - "Rote Fahne"

 

 

 

"Rote Fahne"

vom 9. Juli 1932

 

 

 

 

10 Juli 1932

Ein Feind, eine Front, ein Kampf!

Das Kampfgelöbnis der Antifaschistischen Aktion

Der Kampfkongress gegen Faschismus beschloss auf seiner Tagung das nachfolgende Gelöbnis zum Kampfesschwur der Antifaschistischen Aktion zu erheben:

Wir geloben mit Leib und Leben, mit unserer ganzen Kraft, einzustehen für den antifaschistischen Massenkampf:

gegen die faschistischen Todfeinde des werktätigen Volkes,
gegen die Aufrichtung der faschistischen Diktatur.
gegen den faschistischen Mordterror,
gegen Notverordnungen, Verbote, Unterdrückungsmaßnahmen,
gegen Lohnraub, Gehaltsraub, Unterstützungsraub,
gegen Tributsklaverei und imperialistische Kriegspolitik,
gegen das kapitalistische System von Hunger und Knechtschaft!
Mit aller Kraft gegen den Faschismus!
Es lebe die Antifaschistische Aktion!

Wir geloben nicht zu ruhen und zu rasten, sondern in Betrieb und Stempelstellen, in Stadt und Land alle Kraft einzusetzen:
für die gemeinsame rote Einheitsfront,
für die Freiheit der Arbeiterklasse,
für die Verteidigung der Kommunistischen Partei und aller proletarischen Organisationen,
für die Verteidigung der Sowjetunion,
für den roten Massenselbstschutz,
für Streiks und Kampfaktionen,
für den politischen Massenstreik gegen die faschistischen Machthaber.
für eine Arbeiter- und Bauernregierung,
für ein freies, sozialistisches Deutschland!
Alles für den Sozialismus!
Es lebe die Antifaschistische Aktion!
Ein Feind – eine Front – ein Kampf!
Her zu uns! Wir sind die Antifaschisten der Tat!
Wir geloben es mit unserem Kampfruf:

„Rot Front“!

 

 

Nationalsozialismus - Todfeind der Arbeiterklasse!

"Rote Fahne" - 8. Juli 1932

 

 

 

 

 

 

August Lütgens 

Ein Roter Frontkämpfer

1934

 

100 Tage illegaler Kampf

1933

 

 

 


 

Dokumente der deutschen Sicherheits- und Geheimdienste

(Gestapo + Reichskommissariat für innere Ordnung)

Oktober 1924 - Januar 1925

Akte 9

Dossier des Reichskommissariats für die Unterstützung der öffentlichen Ordnung

“Roter Frontkämpferbund. Band II.”:

Berichte, Meldungen und Mitteilungen, Auszüge aus polizeilichen Auskunftsberichten (Städte Bremen, Schwerin, Dresden, Lübeck, Stuttgart, Karlsruhe, Berlin u.a.), sowie vom Wirtschaftsministerium und Ministerium des Innern in Thüringen über die Versammlungen in unterschiedlichen Regionen Deutschlands zur Gründung des Roten Frontkämpferbundes, über die Tätigkeit des Bundes, die Leiter örtlicher Organisationen, rote Jungsturmgruppen, proletarische Hundertschaften, Durchsuchungsergebnisse und Einleitung von Gerichtsverfahren gegen einzelne Funktionäre der KPD und des Rotfrontkämpferbundes (RFB);

Kopien der Rundschreiben regionaler Abteilungen der KPD mit Empfehlungen zu Organisationsweisen des RFB Vorort, Kopien der Verfassung des RFB u.a. Dokumente des Bundes;

Zeitungsausschnitte aus „Die Rote Front“, “Thüringer Volksblatt“ (Gotha), „Die Rote Fahne, „Sächsisches Arbeiter Zeitung“, „Deutsche Zeitung“, Broschüre „Rotes Merkblatt. Für die Krieger der Arbeiter u. Bauernarmee und der Roten Flotte über die wichtigsten Fragen des Kriegshandwerks“.

Hamburg, 1924. 28 S., Flugblätter etc.

Originale und Kopien


 


AKTE 10

Dossier des Reichskommissariats für die Unterstützung der öffentlichen Ordnung

“Roter Frontkämpferbund. Band 3.”:

Berichte, Reports und Meldungen, Auszüge aus polizeilichen Auskunftsberichten der Städte Hessens, Mecklenburgs, Gera, Hannover, Braunschweig, Bremen, München, Hamburg, Köln, Dresden, Stuttgart, Weimar, Elberfeld, Karlsruhe, Dessau, Berlin etc., sowie des Ministeriums des Innern und Wirtschaftsministerium von Thüringen, des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen zur Tätigkeit der RFB in unterschiedlichen Regionen Deutschlands, zur Struktur von Organisationen und deren Leiter;

Liste der RFB-Leiter (Berlin-Brandenburg), Kopien der Satzung des RFB, Flugblätter des kölnischen RFB, Bekanntmachungen des RFB (1925) und andere Dokumente des RFB;

Informationen für Nachrichtenagenturen zur Tätigkeit des RFB und der Roten Jugendsturmgruppen, zur propagandistischen Tätigkeit des Bundes;

Zeitungsausschnitte aus: „Die Rote Front“, “Thüringer Volksblatt“, „Die Rote Fahne“ etc. Originale und Kopien

 

1924-1928

Akte 12

Dossier des Reichskommissariats für die Unterstützung der öffentlichen Ordnung

“Geldquellen”:

Meldungen von V-Leuten über die eingehenden Gelder des EKKI bei der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin, über die Finanzierung der KPD und anderer kommunistischer Parteien durch die Komintern, über die Kuriere der Komintern, die aus Moskau Geld liefern;

Dokumente von V-Leuten zum Budget der Komintern (1925-1926);

Übersetzung eines Auszugs aus dem Brief von M. Kaschen [М. Кашен] an den Generalstaatsanwalt im Justizpalast in Paris, mit Kommentaren zur Publikation in der Zeitung “Temps” über die Finanzierung durch die Bolschewiki der kommunistischen Propaganda ins Deutsche;

Übersetzungen von geheimen Briefe der Botschaft der UdSSR in Deutschland an die sowjetische Handelsvertretung in Berlin und an das ZK der KPD, von Briefen des EKKI und des Revolutionären Militärrats der UdSSR zur finanziellen Unterstützung des deutschen RFB im Jahr 1927 ins Deutsche;

Aktennotizen über Verkaufspläne von russischem Platin in Deutschland, über die Finanzierung der Streikbewegung und der propagandistischen Tätigkeit in europäischen Ländern durch die Komintern und Profintern.

Originale und Kopien

 


 

1927-1928

AKTE 40

Dossier [des Reichskommissariats für die Unterstützung der öffentlichen Ordnung]*

„Komintern und RFB“:

Berichte und Auskünfte über die Gründung und Tätigkeit des internationalen RFB, über Instuktionen für den RFB in Deutschland, über die Finanzierung des Bundes, über die Konferenz der Vertreter des RFB Österreichs und Deutschlands in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin, über die Ausbildung von Kadern für den RFB, über die Rolle der Komintern bei der Leitung der Tätigkeit des RFB, über die Beziehungen zwischen der Roten Armee und dem RFB, über die Deutschlandreisen von Skoblewskij (Gorew) [Скоблевский (Горев)] und P. Dybenko [П. Дыбенко] u.a., über die Tätigkeit des Militärattachés der sowjetischen Botschaft P. Lunew [П. Лунев] und andere Fragen.

Originale und Kopien

 

 

1927-1928

Akte 41

Dossier [des Reichskommissariats für die Unterstützung der öffentlichen Ordnung]*

“VI. Weltkongress der Komintern. 17. Juli bis 2. September 1928 in Moskau”:

Übersetzungen aus der “Prawda”, “Iswestija”, “Krasnaja Swesda”, Zeitungsausrisse aus “Vorwärts”, “Die Arbeiter Illustrierte Zeitung”, “Die Rote Fahne”, “Deutsche Zentral-Zeitung”, “ Basler Nachrichten”, der Zeitschrift “Internationale Presse-Korrespondenz”, Informationsbulletin “O-Dienst” mit Publikationen zum VI. Kongress der Komintern und den dort getroffenen Entscheidungen;

Berichte und Meldungen über die Vorbereitung des VI. Kongresses der Komintern, über die Kongressdelegation von Max Hölz, über die Rede von N.I. Bucharin [Н.И. Бухарин], über die Delegation des RFB, über die Ausstellung der revolutionären Literatur in Moskau, über die Weltrevolution-Pläne, über die Delegation Deutschlands, Österreichs, Ungarns u.a.

Originale und Kopien

 

1927-1929

AKTE 51

Dokumente [des Reichskommissariats für die Unterstützung der öffentlichen Ordnung]*

“II. Komintern u. KPD. 1928”:

Aktennotizen über die Gründung der Frauen-Sektion bei der Agitpropabteilung der Komintern;

über die Gründung einer Verbindungszentrale in Königsberg zur Komintern in Moskau;

über die Teilnahme von RFB-Mitglieder an der Konferenz der Vertreter “roter Militärorganisationen West-Europas” in Moskau (November 1927);

über das IX. Plenum des EKKI (Februar 1928);

über einzelne Mitglieder der KPD (E. Thälman, G. Brandler, W. Pieck u.a.); über die Reisen von J.W. Hirschfeld durch europäische Länder mit dem Ziel die Verbindung zu europäischen Zentren mit Moskau herzustellen;

über Besprechungen in der sowjetischen Handelsvertretung zur Zusammenarbeit deutscher Kommunisten und Sozialdemokraten (Oktober 1927), über den Kampf gegen die Opposition in der KPD, über die Vorbereitung von Streiks, über Empfehlungen der Komintern zu taktischen Fragen etc.;

Kopie des Auskunftsberichts No. 19 vom 10. Oktober 1927 (Bremen) über den Besuch des sowjetischen Dampfschiffes “Grigori Sinowjew” durch Mitglieder des RFB;

Brief vom 22. Oktober 1927 an die Nachrichtenstellen der Länder[1] über die Veröffentlichung der Briefe des Abgeordneten des preußischen Landtags M. Dörr in der russischen Emigrantenzeitung “Rul’”, mit Übersetzung der jeweiligen Briefe;

analytischer Bericht “Rückblick und Ausblick auf die kommunistischen Bewegung in Deutschland” (Ausgabe “O-Dienst”, Nr. 2, 7. Februar 1928);

Ausrisse und Abschriften aus Zeitschriften zur Tätigkeit der KPD etc.

Originale und Kopien

 

 

1927-1933

Akte 59

Dokumente [des Reichsministeriums des Innern]* zu Sachsen: Berichte des Reichsministerium des Innern und des Reichskommissars für

Überwachung der öffentlichen Ordnung über Zusammenstöße zwischen der Polizei

und den gegen die Hinrichtung von Sacco und Vanzetti (USA) protestierenden Demonstranten in Leipzig am 23. August 1927;

über Zusammenstöße zwischen Mitgliedern des RFB und Teilnehmern einer Kundgebung des “Stahlhelms” in Leipzig am 17-18. November 1928;

Auszüge aus Gerichtsakten der angeklagten Personen;

Beschwerde des Bundesvorstandes des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold an den Reichsminister des Innern über die Zusammenstöße mit Nationalsozialisten am 9. Juni 1929. in Plauen, Briefwechsel zwischen dem Reichsministerium des Innern und dem Sächsischen Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten zu der Frage, Antwort des Reichsministers des Innern vom 22. August 1929;

über den Prozess gegen junge Kommunisten, angeklagt wegen Zusammenstößen während des Jugendtages in Leipzig (1930);

Briefwechsel, Anfragen, Beschwerden, Informationen zu der Tätigkeit der Nationalsozialisten in Sachsen; Zeitungsausrisse aus “Tägliche Rundschau”, “Deutsche Allgemeine Zeitung”, “Berliner Tageblatt”, sowie aus Veröffentlichungen der Agentur “Wolff’s Telegraphisches Büro” zu den Ereignissen in Sachsen.

Originale und Kopien

 


 

1930-1931

AKTE 67

Dokumente aus dem Dossier [des Reichsministeriums des Innern]*

zur Zersetzungstätigkeit der Kommunisten in Reichswehr und Polizei:

Informationsbriefe des Reichsministeriums des Innern an die Nachrichtenstellen der Länder, mit beigefügten Informationen über Veröffentlichungen in kommunistischen Druckschriften von Artikeln zu militärpolitischen und politischen Fragen, über das Vorhaben der KPD die Tätigkeit des verbotenen Rot-Frontkämpferbundes in Thüringen erneut zu beginnen, über die Teilnahme der Mitglieder des RFB an Manövern der Roten Armee, über die illegale Konferenz des RFB in Hagen (September 1931), über die Tätigkeit des Kommunistischen Jugendverbandes, über das Rundschreiben der KPD zu Durchsuchungen bei den verantwortlichen Parteifunktionären, über die Empfehlungen des ZK der KPD zu den Kampfmethoden gegen die NSDAP u.a. Fragen;

Informationen der KPD zur proletarischen Selbstwehr;

Kopien der Gerichtsakten zum Fall Fritz Schälike sowie zum Fall Otto Gustav Mettin u.a., angeklagt wegen Hoch- und Landesverrats;

Abschriften aus Zeitschriften, Zeitungsausrisse aus “Die Rote Fahne”, der Zeitschrift “Die Kommunistische Internationale” u.a.

Originale und Kopien

 

1930-1933

Akte 69

Dokumente aus dem Dossier [des Reichsministeriums des Innern]* für die

Vorbereitungen auf die Illegalität durch die KPD:

Informationsbriefe für die Nachrichtenstellen der Länder mit Anlage, Empfehlungen der KPD zu den Vorbereitungen für die Arbeit in der Illegalität (“Illegalität und die Aufgaben der Partei”), über illegale Druckereien und die Verbreitung kommunistischer Literatur;

über Anweisungen an die Propagandisten unter der „Diktaturverordnung“, Rundbriefe der KPD über Organisation von Parteitreffen, über die Vorbereitungen für die Reichspräsidentenwahlen und Wahlen zum preußischen Landtag (1932), sowie der Kommunistische Jugendverband Deutschlands über die Vorbereitungen zum Übergang in die Illegalität, Abschriften aus der Zeitschrift des RFB “Der Rote Frontsoldat” zu den Kampfzielen und -methoden;

Bericht des Polizeipräsidiums Dresden über Polizeiaktionen gegen die KPD;

Bericht der Polizeidirektion Bremen über Verhaftungen von Personen, wegen des Verdachts der illegalen Ausgabe der Zeitung “Rote Sturmbahne” u.a. Literatur;

Bericht der Hamburger Polizeibehörde über die Aushebung von illegalen Druckereien;

Bericht der Polizeidirektion München zum Fall des Leiters der illegalen Druckerei in München Albert Wimmer u.a.;

Kopien der Anklageschrift zum Prozess gegen die an der Herausgabe und Verbreitung der illegalen Literatur beteiligten Personen;

Kopien der Anweisungen der Internationalen Roten Hilfe für die “Verantwortlichen für Verbreitung der Literatur im Bezirk”;

Ausrisse aus deutschen Zeitungen.

Originale und Kopien

 

1933 (3)

Akte 84

 

Dokumente aus dem Dossier [des Reichsministeriums des Innern]*:

Informationen für die Nachrichtenstellen der Länder zu der Konferenz des RFB in Braunschweig (Dezember 1932),

über die Arbeit der KPD unter Kindern, über die Ziele und Aufgaben der Internationalen Roten Hilfe, über den Rundbrief der IRH vom 4. Februar 1933, über den bevorstehenden antifaschistischen Arbeiterkongress im April 1933, über den Rundbrief des Kommunistischen Jugendverbandes bezüglich der Vorbereitungen und Durchführung der antifaschistischen Mai-Aktion, über die Ziele der KPD in der Illegalität;

Informationen für Ministerien und andere Behörden über die Direktiven des Sekretariats der KPD bezüglich der Kampagne anlässlich des 10. Jahrestages der Besetzung des Ruhrgebiets (1923-1933), über den Rundbrief der Bezirksleitung der MOPR, Zentrales Schwarzerde-Gebiet, Woronesch, an die Bezirksleitung der Roten Hilfe Württemberg vom 16. Januar 1933, über den Verband proletarischer Freidenker, über den Internationalen Seemannsklub in Hamburg;

Anfragen der Nachrichtenabteilung des Reichsministeriums des Innern an das Sächsische Ministerium des Innern, an den Reichspostminister, sowie an das Auswärtige Amt über den legalen Postversand von propagandistischer Literatur aus der Schweiz;

Briefe des Sächsischen Ministeriums des Innern zu Fällen des Geldversands in Briefen an Adressaten in der Sowjetunion und Ermittlungsakten;

Schreiben des Gausachbearbeiters für Beamtenfragen in Görlitz (Niederschlesien) Konrad Jenzen und des Reichsverkehrsministeriums an den Reichsminister des Innern Frick zu Spionagefällen in Seidenberg;

Kopie des Berichts der Informationsabteilung der Gestapo an den Reichsminister des Innern über Änderungen in den Auslandsorganisationen der KI etc.;

Ausrisse aus der Zeitschrift “Internationale Presse-Korrespondenz”, der Zeitung “Die Rote Fahne” und anderen Zeitschriften zu den Ereignissen in Deutschland.

Originale und Kopien


 

1933-1941

Akte 284

 

 

Dokumente aus dem Dossier des Gestapa*

über die antifaschistische Bewegung in unterschiedlichen Ländern:

Ausrisse, Abschriften und Übersetzungen aus Zeitschriften (USA, Frankreich, Deutschland, Dänemark und andere Länder) über Protestbewegung gegen den Nationalsozialismus in Deutschland, zur Verteidigung von Ernst Thälmann und von anderen Antifaschisten, über die Volksfront in Deutschland, über die Solidaritätsbewegung mit dem republikanischen Spanien, über die Taktik der KPD;

Flugblätter (Kopien) diverser Organisationen und Bulletin des Internationale Komitees für die Befreiung von Ernst Thälmann und von anderen inhaftierten Antifaschisten (Nr. 14, Juni 1934);

Kopien der Berichte der deutschen Botschaften in Washington, Madrid, Rom, Paris, London an das Auswärtige Amt, der Generalkonsulate in Barcelona, Zürich, New York, Boston, Chicago, Cleveland, San Francisco, Montreal, den Haag, Basel und der deutschen Gesandtschaften in Stockholm, Kopenhagen, Oslo, Brüssel, Mexico – über die Proteste gegen den Nationalsozialismus in Deutschland, über die antideutsche Propaganda in Europa und Amerika, über eine Propagandareise von Willi Münzenberg, Kurt Rosenfeld und Aneurin Sevan durch die USA, über den Boykott deutscher Waren;

Protestbriefe gegen die Festnahmen von Antifaschisten;

Liste ausländischer Organisationen, die die Politik Deutschlands verurteilen;

Bericht des Polizeipräsidiums der Stadt Essen über die Pläne der KPD den Roten Frontkämpferbund zu aktivieren (Mai 1934);

Aktennotiz mit der Inhaltwiedergabe zu Funksendungen der Komintern über den deutschen Nationalsozialismus (15.8.1934), über die Taktik der KPD (April 1937); Liste der Mitglieder des ZK der KPD (Juni 1929);

Resolution des ZK der KPD vom 1. August 1934 über die Gründung der Einheitsfront.




 

Das Schwert, mit dem die Weltfaschisten die sozialistische Weltrevolution zur Strecke bringen wollen, wird das Herz der Weltbourgeoisie durchbohren !

Komintern (SH)