kommunistische

Lieder und Gedichte

 

 

 

 

    GEDICHTE

     

    Gedichte aus der Sowjetunion Lenins und Stalins

     

    Gedichte aus dem sozialistischen Albanien Enver Hoxhas

     

    Gedichte der KPD/ML:


    Gedicht



    I.

    Die Herren haben verraten,

    verraten das Proletariat.

    Sie haben das Land beladen

    mit Mauern und Stacheldraht.



    Sie haben ein Heer im Lande,

    ein fremdes, ein russisches Heer;

    und es setzt die Besatzer-Bande

    aufs Land ihre Stiefel schwer.



    Und frech die Herren stolzieren,

    ostdeutsche und russische frech. -

    Doch einmal werd`n sie verlieren,

    einmal zahl`n sie die Zech`!



    Einmal wird man sie packen

    trotz all ihrer Rüstung schwer! -

    Sie haben doch heut schon im Nacken

    die KPD / ML – Sektion DDR !



    II.

    Irgendwo in einer Wohnung, drüben in einer Stadt

    in dem anderen Teil Deutschlands, da hintern Stacheldraht,-

    da sitzen welche und halten Rat.



    Die Tür ist verschlossen. Das Fenster auch.

    Sie sitzen schon lange. Der Raum hängt voll Rauch.

    Sie sprechen gedämpft. Müssen aufpassen jeden Moment. -

    Denn auf dem Tisch, um den sie sitzen,

    da zwischen Schriftkram, Tassen, Notizen,-

    da liegt, jawohl, das Gründungsdokument!



    Und draußen jagt Feuerwerk auf und zerkracht:

    Das Jahr geht zu Ende – Silvvesternacht.



    Und einer steht auf und spricht: „Genossen!

    Hiermit sind die Vorarbeiten abgeschlossen.

    Ihr wisst: unwiderruflich ist der Verrat

    der Herren da oben in Partei und Staat.-



    Groß waren die Mühen, die nun hinter uns liegen!

    Vor uns der Weg, Genossen, wird schwer! -

    Doch von nun an führt uns ja vorwärts, zu siegen -

    die KPD / ML – Sektion DDR!“



    III.

    Und irgendwo drüben, in einer Stadt

    im anderen Teil Deutschlands, da hinterm Stacheldraht, -

    da rauscht ein Neujahrsball in einem Saal;

    am Fenster steht ein russischer General

    und neben ihm steht von der SED

    ein Herr und hebt sein Glas in die Höh: -

    Prosit Neujahr, General! Auch für künftige Zeit

    auf brüderliche Zusammenarbeit!“



    • Ein Prost, General! Prost auf die Lohnsklaverei!

    • Auf das Normensystem! Auf die Antreiberei!

    • Ein Prost auf den russischen Extraprofit

    • und ein Prost auf den russischen Stiefeltritt!

    • Ein Prost auf die Mauer und Stacheldraht,

    • auf Folter, Gefängnis, Überwachungsapparat!

    • Ein Prost auf die Träume von Glanz und Sieg

    • und ein Prost auf die Rüstung und ein Prost auf den Krieg!...



    • Und ein Prost! Und ein Prost! ... Und es rauscht der Ball.

    • - Und Prost-Neujahr! ... Und Gläserklang!

    • - Ja, lach` nur, Bourgeois! Trink, General!

    • Ihr trinkt und lacht nicht mehr lang!

    • Bald wird euch das Lachen im Halse stecken,

    • bald schmeckt auch der Sekt nicht mehr! -

    • Denn ihr habt jetzt im Land euren Tod, euren Schrecken: -

    • die KPD / ML – Sektion DDR!



    IV.

    Und draußen verknistern die Feuerwerksbrände,

    Funken versprühn im Wind.

    Das Jahr, das alte, ging zu Ende,

    das neue Jahr beginnt.



    Und mit dem neuen Jahr fängt still

    was Neues an und breitet sich aus:

    Am Neujahrstag steigt es in Auto und Bahn,

    fährt in das Land hinaus.



    Und gelangt in die Städte, läuft durchs Dorf,

    knüpft Verbindungen weit im Land.

    Es schlüpft durch die Netze vom Staatssicherheitsdienst,

    hält Kerkern und Folter stand.



    Es setzt sich fest in den Fabriken,

    es reicht den Bauern die Hand;

    es schreibt die Parolen der Freiheit

    rot auf die Häuserwand.



    Und es sammelt und schafft im Untergrund

    ein unüberwindliches Heer!

    • Einen Gruß Euch nach drüben, illegale Genossen

    • der KPD / ML – Sektion DDR !



    V.

    Im Mauerstaat drüben bricht sich was Bahn! -

    Sie hinüber, Bauer! Arbeiter, hör!

    Dort bricht aus Nacht und Kerker die Fahn`

    mit Hammer, Sichel und Gewehr!



    Sie ruft dort zum Kampf das Proletariat;

    sie stößt dort den Bauern an; -

    und es ist wie hier im westdeutschen Staat

    die gleiche rote Fahn`.



    Es ist die Fahne der Einheit,

    die Fahne einer Nation!

    Sie zeigt in Ost und West den Weg -

    Revolution!



    Und rot wird sie einst überm ganzen Land,

    rot über der Ruhr, über Sachsen aufziehn,

    überm süddeutschen Land, an der Wasserkant`

    und über der Stadt Berlin!



    • Ja, drüben im Mauerstaat bricht sich was Bahn! -

    • Sieh hinüber, Bauer! Arbeiter, hör!

    • Deinem Kampf geht die KPD / ML voran

    • in Westdeutschland und in der DDR!


     

     

    ERICH WEINERT

     

     

    Gedichte von Berthold Brecht

     

    Gedichte von Konrad Klinger