ROTER MORGEN - ARCHIV

1976

 

 


 

 

 

 

geschrieben von Ernst Aust

 

Krieg dem imperialistischen Krieg

Heraus zum Roten Antikriegstag 1976

 

aus: Roter Morgen, Nr. 34 vom 21. August 1976

 

 

1. September 1939:

die Kolonnen der faschistischen deutschen Wehrmacht überrollen die Grenze Polens und marschieren Richtung Warschau. Der 2. Weltkrieg begann.

45 Millionen Tote, 90 Millionen Verwundete und Krüppel, Trümmer, Hunger und Elend - das war der Preis, den die Völker zahlen mussten, weil die deutschen Imperialisten, die Krupp und Thyssen, die eigentlichen Drahtzieher des Hitlerfaschismus, in ihrer skrupellosen Profitgier zur Weltherrschaft griffen, um durch die Ausbeutung anderer Völker und die Ausplünderung der Reichtümer anderer Länder noch größere Profite zu machen.

Der 1. September wurde nach dem 2. Weltkrieg zum Roten Antikriegstag, zum Kampftag gegen den imperialistischen Krieg.

 

Und wie steht es am 1. September 1976 um den Frieden in der Welt ?

 

Auf der ganzen Welt kämpfen die beiden imperialistischen Supermächte, der russische Sozialimperialismus und der USA-Imperialismus, um die Weltherrschaft. Kaum mehr als 30 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges hat sich die Gefahr eines neuen imperialistischen Weltkrieges ungeheuer verschärft. Die Hauptkriegstreiber sitzen in Moskau und Washington.

Aber reden denn Washington und Moskau nicht ständig von ihrer Bereitschaft zur Entspannung, finden nicht unaufhörlich Konferenzen über Abrüstung, Begrenzung der strategischen Waffen, über so genannte "Fragen der Sicherheit und Entspannung" zwischen ihnen statt?

Sicher.

Auch Hitler sprach unablässig von seinen "friedlichen" Absichten. 1938 beteuerte er auf der Münchner Konferenz mit Tränen in den Augen, nun keine territorialen Ansprüche mehr zu haben. Der letzte Parteitag der Nazis, der auf Grund des Kriegsausbruches nicht mehr stattfand, sollte "Reichsparteitag des Friedens" heißen. Heute ist es nicht anders. Breschnew und Ford rühren am lautesten die Propagandatrommel der Friedensdemagogie, während die Sowjetunion und die USA zugleich fieberhaft Kriegsvorbereitungen treffen. 60 % der gesamten Rüstungsausgaben in der Welt entfallen heute auf Moskau und Washington. Über 6, 5 MIllionen Mann halten die russischen Sozialimperialisten und die USA-Imperialisten unter Waffen. 1939, kurz bevor die USA in den Weltkrieg eintraten, gaben sie 1,2 Milliarden Dollar für Rüstungszwecke aus. Heute - "Friedenszeiten" -, stecken die Wall-Street-Bosse die kaum vorstellbare Summe von 114, 7 Milliarden Dollar in die Rüstung.

Und die Sowjetunion?

Glaubt man den Lügen der modernen Revisionisten, wie sie in der Bundesrepublik von der D"K"P und in Westberlin von der SEW verbreitet werden, so sitzen im Moskauer Kreml wahre Friedensengel, deren oberste Anliegen Frieden und Entspannung sind. Die Wahrheit aber ist, dass die Kriegsvorbereitungen des russischen Sozialimperialismus alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Obwohl das Bruttosozialprodukt der Sowjetunion um die Hälfte kleiner ist als das der USA, steckt Moskau noch mehr Geld in die Rüstung als Washington. Für 1977 plant der Kreml einen Militäretat von 117 Milliarden Dollar. Und das sind nur die offiziellen Angaben. Dabei gehen die neuen Zaren im Kreml nach dem Prinzip "Kanonen statt Butter" vor. Während sie für ihre Kriegsvorbereitungen ungeheure Summen ausgeben, wird die Bevölkerung der Sowjetunion seit Kurzem ein "fleischloser Tag" in der Woche verordnet. Aus mehreren Provinzen der Sowjetunion wurden bereits Hungerunruhen gemeldet.

Wenn die revisionistischen Verräter der D"K"P/SEW dennoch Lobeshymnen über die "Politik des Friedens und der Völkerfreundschaft" der Kremlzaren singen, zeigt das nur, dass diese Verräter am Kommunismus die zig Millionen von Moskauer Vasallen in Ostberlin nicht umsonst kriegen, sondern, dass sie dafür hier als 5. Kolonne Moskaus arbeiten, um die Wachsamkeit gegenüber den Kriegsvorbereitungen und Aggressionsplänen der russischen Sozialimperialisten einzuschläfern.

Wer heute nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern die Weltlage analysiert, der erkennt, wie der Kampf um die Weltherrschaft zwischen den beiden Supermächten sich immer mehr zuspitzt. Wo stehen sich nicht überall ihre Truppen Lauf gegen Lauf gegenüber ? Ihre Kriegsschiffe kreuzen auf allen Weltmeeren. Alle Konflikte, die heute auf der Welt ausbrechen, stehen in irgendeinem Zusammenhang mit dem Machtkampf der beiden Supermächte.

Die weltweite Rivalität der beiden Supermächte muss eines Tages zum Weltkrieg führen. Wie Lenin sagte, ist

"für den Imperialismus wesentlich der Wettkampf einiger Großmächte in ihrem Streben nach Hegemonie."

Und die Entscheidung dieses Wettkampfes wird mit Gewalt herbei geführt. In der Periode des Imperialismus, wies Lenin nach, ist die Expansion einer imperialistischen Macht

"nur noch auf Kosten anderer, auf Kosten eines Staates im Interesse eines anderen möglich. In dieser Frage eine Entscheidung herbeizuführen, kann man nur durch Gewalt - und deshalb wurde der Krieg zwischen den räuberischen Weltmächten unvermeidlich."

 

Das deutsche Volk muss sich in die weltweite Front gegen die beiden Supermächte einreihen

 

Allerdings, die Pläne der Supermächte sind eine Sache, ob sie sie verwirklichen können, eine andere.

Auch Hitler , der deutsche Imperialismus, wollte die Weltherrschaft. Aber das Ende kam schnell und seine Weltherrschaftspläne verbrannten im Feuer des antifaschistischen Befreiungskampfes der Völker. Heute können auch die beiden Supermächte nicht mehr schalten und walten, wie sie wollen. Gerade die jüngste Geschichte hat das bewiesen. Die heldenhaften Völker Kambodschas, Laos, Vietnams haben im lang andauernden Volkskrieg die Supermacht USA besiegt, die amerikanischen Söldernertruppen aus ihren Ländern vertrieben. (...)

Viele Völker haben das bereits erkannt und sich mit der Waffe in der Hand gegen gegen den Imperialismus, besonders die beiden Supermächte, erhoben. Überall stoßen die Hegemoniebestrebungen der beiden Supermächte auf wachsenden Widerstand. Die weltweite Einheitsfront gegen den Imperialismus, besonders gegen die beiden Supermächte, erstarkt immer mehr. An ihrer Spitze stehen (...) die Volksrepublik Albanien unerschütterlich an der Seite der Völker und der Arbeiter aller Länder.

Das ist der einzige Weg, wie die unterdrückten Völker und das internationale Proletariat den beiden Supermächten und der von ihnen geschürten Kriegsgefahr entgegentreten können:

überall, wo diese größten internationalen Ausbeuter und Unterdrücker und Hauptkriegstreiber stehen oder wo sie ihren Militärstiefel hinzusetzen versuchen, müssen sie schonungslos bekämpft und vertrieben bzw. zurück geschlagen werden. Nur so können die Kriegspläne der russischen Sozialimperialisten und der USA-Imperialisten durchkreuzt werden.

Europa ist das Schlüsselgebiet im Kampf der beiden Supermächte um die Hegemonie, und Deutschland ist einer der Brennpunkte dieses Kampfes. Die Grenze der Einflusszonen der Supermächte verläuft mitten durch Deutschland. Die DDR ist militärisch vom russischen Sozialimperialismus besetzt. Sie steht völlig unter dem Diktat Moskaus, und das Honecker-Regime ist nichts Anderes als ein Vasallenregime der neuen Zaren im Kreml. Im Rahmen des Warschauer Pakts sind die deutschen Soldaten der "Nationalen Volksarmee" Söldner des Kreml. Das bewies zB. der Überfall des russischen Sozialimperialismus auf die CSSR 1968, an dem auch DDR-Truppen beteiligt waren. Die DDR ist heute Aufmarschgebiet der sozialimperialistischen Truppen und Speerspitze des unter Moskauer Oberbefehl stehenden aggressiven Warschauer Paktes gegen Westdeutschland und Westeuropa.

In der Bundesrepublik und Westberlin dagegen stehen weit über 200 000 US-Besatzer mit modernsten Waffen, darunter auch taktischen Atomwaffen. Zig Milliarden mussten und müssen die Werktätigen Westdeutschlands für den Unterhalt der US-Besatzertruppen zahlen. Wie die DDR in den Militärblock Moskaus eingegliedert ist, ist die Bundesrepublik Mitglied des unter Oberbefehl Washingtons stehenden aggressiven NATO-Paktes. Die russischen Sozialimperialisten "begründen" ihre Besetzung der DDR damit, sie müssten die DDR "vor dem Imperialismus schützen". Die Amerikaner erklären, ihre Besatzertruppen in Westdeutschland dienten zur "Verteidigung der freien Welt" gegen die Sowjetunion. So schaffen die beiden Supermächte eine Atmosphäre der Angst und der Bedrohung.

 

"Zur Rettung vor dieser Psychose und Drohung", sagt Genosse Enver Hoxha, der Führer des albanischen Volkes, "werden mit großem Lärm zwei Schirme propagiert, ein amerikanischer und ein sowjetischer, zwischen denen man wählen muss, wenn man überleben will."

 

Ginge es also nach dem Willen der beiden Supermächte, hätte das deutsche Volk nur die Wahl, für die "Freiheit" des USA-Imperialismus oder für die des russischen Sozialimperialismus zu sterben, und dabei sollen sich die Werktätigen der DDR und die Werktätigen der Bundesrepublik und Westberlins auch noch gegenseitig für die Interessen Moskaus bzw. Washingtons umbringen.

In dieser Lage gibt es für das deutsche Volk nur einen Weg:

sich einzureihen in die weltweite Front der gegen die beiden Supermächte kämpfenden Völker. In Ost und West müssen sich die Werktätigen unseres Vaterlandes gegen die Besatzer erheben und für die Vertreibung der beiden Supermächte von deutschem Boden kämpfen:

Russen raus aus der DDR !

Amis und alle anderen aisländischen Truppen raus aus der Bundesrepublik und Westberlin!

 

Bonn auf der Seite der Kriegstreiber

 

Und was macht die Bundesregierung ? -

Sie selbst behauptet im Zusammenhang mit der so genannten "neuen Ostpolitik", sie betreibe "eine Politik der Entspannung und der Friedenssicherung". Schaut man sich aber die tatsächliche Rolle an, die der westdeutsche Imperialismus heute in der Welt spielt, verflüchtigen sich die Propagandanebel schnell. Dann wird klar, dass die westdeutschen Imperialisten, unter denen sich ja die größten Kriegsverbrecher des letzten Weltkrieges befinden, heute mit den beiden Hauptkriegstreibern zusammenarbeiten, wenn auch in unterschiedlichem Maße, und selbst Kriegsvorbereitungen treffen.

Gewiss, der westdeutsche Imperialismus ist gegenwärtig nicht in der Lage, allein einen neuen Weltkrieg vom Zaun zu brechen, um gewaltsam eine Neuaufteilung der Welt zu seinen Gunsten zu erzwingen. Dafür ist er gegenüber den beiden Supermächten zu schwach. Das bedeutet aber nicht, dass die westdeutschen Imperialisten ihre aggressiven Pläne aufgegeben haben. Die westdeutschen Imperialisten wollen vielmehr als Komplizen und Handlanger des USA-Imperialismus am Kampf um die Neuaufteilung der Welt teilnehmen.

"Bis zu einem gewissen Grade - so empfinde ich es - sind wir alle Amerikaner geworden. Das trifft auf die Bundesrepublik Deutschland zu ..."

Das erklärte Bundeskanzler Schmidt, als er vor einigen Wochen in Washington war. Gleichzeitig erklärte Schmidt vor Kurzem, dass die Bonner Regierung weitere 171, 2 Millionen DM an Steuergeldern für die Unterhaltung einer weiteren Brigade von 12 000 US-Besatzern in Norddeutschland zahlen wird. Der westdeutsche Imperialismus ist der wichtigste und stärkste Verbündete des USA-Imperialismus. Mit der 665 000 Mann starken Bundeswehr, mit 32 Milliarden Rüstungsausgaben im Jahr ist Bonn der wichtigste Stützpfeiler des von den USA beherrschten aggressiven NATO-Paktes. Unter den Ländern Westeuropas tut sich der deutsche Imperialismus als der eifrigste und und bereitwilligste Sachwalter der amerikanischen Interessen und der Oberherrschaft des USA-Imperialismus über Westeuropa hervor. Als Handlanger und Komplize des USA-Imperialismus strebt der westdeutsche Imperialismus die Vorherrschaft über die anderen Länder Westeuropas an. Aber auch sein altes revanchistisches Ziel der Rückeroberung der DDR hofft der westdeutsche Imperialismus an der Seite des USA-Imperialismus verwirklichen zu können.

Gleichzeitig arbeiten die westdeutschen Imperialisten auch mit dem russischen Sozialimperialismus zusammen. Der russische Sozialimperialismus, der gegenüber dem USA-Imperialismus die jüngere, aufsteigende, aggressive Supermacht ist, die besonders auf eine Neuaufteilung der Welt drängt, versucht mit allen Mitteln, in den Einflussbereich des USA-Imperialismus in Westeuropa einzudringen. Er versucht dabei, die Widersprüche des westdeutschen Imperialismus zum USA-Imperialismus auszunutzen und zu verschärfen. Um das zu erreichen, machten die neuen Zaren im Kreml den westdeutschen Imperialisten gewisse Zugeständnisse (zB. in der Berlin-Frage, mit der Ausklammerung der Frage der völkerrechtlichen Anerkennung der DDR aus den deutsch-sowjetischen Verträgen usw.). So sollten die westdeutschen Imperialisten zu einer Änderung ihrer Haltung gegenüber der Sowjetunion bewegt werden. Mit der so genannten "neuen Ostpolitik" schluckte Bonn Moskaus Köder. Für die Aussischt auf Riesenprofite im Ostgeschäft ließen sich die westdeutschen Imperialisten auch mit dem russischen Sozialimperialismus ein, der bereits einen Teil Deutschlands, die DDR, versklavt hat und Westdeutschland mit Aggression bedroht. Jede Mark aber, die die westdeutschen Imperialisten in der Sowjetunion investieren, macht russisches Kapital für die weitere Steigerung der Kriegsproduktion flüssig. Jeder sowjetische Auftrag, den die westdeutsche Industrie ausführt, macht sowjetische Kapazitäten für die Kriegsproduktion frei. Das ist die eine Seite der so genannten "neuen Ostpolitik". Die andere Seite ist die, dass die westdeutschen Imperialisten hoffen, ihren Einfluss in Osteuropa verstärken zu können, um so ihren revanchistischen Zielen näher zu kommen.

 

in der Verfolgung dieser Politik schreckt der westdeutsche Imperialismus vor keinem Verbrechen zurück:

 

- Aus hemmungsloser Profitgier und Machtstreben unterstützt er nicht nur die Kriegsvorbereitungen des USA-Imperialismus, sondern auch die des russischen Sozialimperialismus.

 

- Wie die beiden Supermächte wollen auch die westdeutschen Imperialisten die Werktätigen der Bundesrepublik und Westberlins und die Werktätigen der DDR gegeneinander in den Krieg hetzen.

 

- Bis zum Jahre 2005 haben die westdeutschen Imperialisten der Besetzung Westdeutschlands, durch die USA-Besatzungstruppen zugestimmt. Jedes Jahr presst Bonn den westdeutschen Werktätigen mehr Steuergelder zur Finanzierung der US-Besatzer ab.

Der westdeutsche Imperialismus unterstützt die Strategie der US-Kriegsplaner im Pentagon, im Falle eines Vorrückens der sowjetischen Truppen Westdeutschland entsprechend der Taktik der verbrannten Erde völlig zu zerstören. Sie unterstützen dabei auch NATO-Pläne, nach denen taktische Atomwaffen in Westdeutschland eingesetzt werden sollen.

 

- Die westdeutschen Imperialisten tun nichts, um das Volk auf den drohenden Kriegsfall vorzubereiten. Im Gegenteil: mit Entspannungs- und Abrüstungsphrasen versucht die Bundesregierung die Wachsamkeit der Werktätigen einzuschläfern. Nicht nur der USA-Imperialismus, sondern auch der russische Sozialimperialismus werden von ihr als "friedliebend" hingestellt.

 

- Während ständig für zig Milliarden Aggressionswaffen gekauft werden, um die Bundeswehr für die USA-Strategie schlagkräftiger zu machen, geschieht nichts für den Schutz der westdeutschen Bevölkerung. Rechnet man zB. alle Bunker, Luftschutzräume und Unterstände zusammen, so bieten sie platz für 2,3% der Bevölkerung. Die Kapitalisten und ihre Regierung haben natürlich ihre Bunker, wenn sie es nicht im Ernstfall ohnehin vorziehen, nach den Bahamas abzuhauen. Die westdeutschen Werktätigen aber wären im Kriegsfall schutzlos den Bomben- und Raketenangriffen der russischen Sozialimperialisten und der Taktik der verbrannten Erde der USA-Imperialisten ausgeliefert.

 

 

Wie muss man gegen die Kriegsgefahr kämpfen ?

 

Der Frieden kann nur im revolutionären Kampf gegen den russischen Sozialimperialismus und sein Vasallenregime in der DDR und gegen den USA-Imperialismus und seine westdeutschen Handlanger und Komplizen verteidigt werden.

Wie aber soll man kämpfen ?

- "Gewaltlosigkeit ! Zerbrecht die Gewehre!" schreien die modernen Revisionisten der D"K"P/SEW. Lassen sich die imperialistischen Kriegstreiber durch solche pazifistischen Losungen in ihren Kriegsvorbereitungen aufhalten ? Sicher nicht. Solche Losungen machen die Arbeiterklasse und alle Kämpfer gegen den imperialistischen Krieg wehrlos. Die modernen Revisionisten wollen den revolutionären anti-imperialistischen Kampf sabotieren, abwürgen und verhindern, dass sich ihm viele anschließen. So rufen die D"K"P-Revisionisten die Jugendlichen auf, den Wehrdienst zu verweigern, Wozu führt es, wenn gerade revolutionäre, anti-imperialistische Jugendliche sich weigern, in die Bundeswehr zu gehen? Die Folge ist doch, dass der revolutionäre Kampf in der Bundeswehr geschwächt wird und das nützt allein den Imperialisten. Wem nützt es, wenn die Arbeiterjugend nicht lernt, wie man die Waffen bedienen muss ? Auch das nützt wiederum nur den Imperialisten: denn eine Arbeiterklasse, die nicht über die nötige Kenntnis im Umgang mit den Waffen verfügt, wird niemals die sozialistische Revolution durchführen können.

Die pazifistischen Losungen der modernen Revisionisten bedeuten Verrat an den grundlegenden Interessen der Arbeiterklasse und am Kampf gegen den imperialistischen Krieg. Jeder Jugendliche, der gegen den imperialistischen Krieg kämpfen will, muss erkennen, dass es notwendig ist, den anti-imperialistischen Kampf in der Bundeswehr zu führen, dass es notwendig ist, in der Bundeswehr den Umgang mit den Waffen zu lernen.

Wer den Krieg abschaffen will, muss das Gewehr in die Hand nehmen. Diese Wahrheit muss jeder, der gegen den imperialistischen Krieg kämpfen will, begreifen. Denn letztlich gibt es nur einen Weg, die Gefahr der imperialistischen Kriege zu bannen: der Sturz und die Zerschlagung des Imperialismus durch die gewaltsame sozialistische Revolution.

Wie man ein Unkraut nicht ausrotten kann, wenn man die Wurzeln im Boden lässt, so kann man den imperialistischen Krieg nicht grundlegend bekämpfen, wenn man nicht sieht, dass der Sturz des Imperialismus durch die sozialistische Revolution auch der Hauptweg zur Verhinderung imperialistischer Kriege und zur Erhaltung des Friedens ist.

Deshalb ist es auch im Kampf gegen einen neuen Weltkrieg, der gegenwärtig hauptsächlich durch den Kampf der beiden Supermächte um die Weltherrschaft droht, die wichtigste Aufgabe der Arbeiterklasse, sich für die sozialistische Revolution zu rüsten. Wir müssen dafür kämpfen, dass die proletarische Revolution den Kriegstreibern zuvor kommt. In Westdeutschland muss die Diktatur der Bourgeoisie zerschlagen, die US-Besatzer und alle ausländischen Truppen verjagt und die Diktatur des Proletariats errichtet werden. In der DDR muss die Herrschaft des russischen Sozialimperialismus und der neuen ostdeutschen Bourgeoisie gestürzt, die sozialimperialistischen Besatzer vertrieben und die Diktatur des Proletariats wieder errichtet werden. Ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland - das ist der größte Beitrag, den die deutsche Arbeiterklasse und das deutsche Volk zur Verteidigung des Weltfriedens leisten kann.

Der Weg dahin wird sicher nicht kurz und leicht, sondern lang, kompliziert und hart sein. Wir kämpfen für die Verhinderung des drohenden Krieges. Aber die Kriegsgefahr verschärft sich sehr schnell. Es ist möglich, dass ein neuer Weltkrieg ausbricht, bevor in Deutschland die proletarische Revolution gesiegt hat. Auch auf diese Möglichkeit müssen wir uns vorbereiten. Wir werden uns nicht in einem imperialistischen Krieg zwischen den beiden Supermächten für die Interessen des USA-Imperialismus und seiner westdeutschen handlanger und Komplizen und den russischen Sozialimperialismus und seiner ostdeutschen Vasallen als Kanonenfutter verheizen lassen. Sollten die Supermächte stur einen solchen Krieg vom Zaun brechen, werden wir diesem imperialistischen Krieg den revolutionären Krieg gegen die imperialistischen und sozialimperialistischen Kriegstreiber, für den Sturz des Kapitalismus in ganz Deutschland, für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland entgegensetzen.

 

Demonstriert mit uns am Roten Antikriegstag unter den Losungen:

 

Krieg dem imperialistischen Krieg!

Nieder mit den beiden Supermächten, den Hauptkriegstreibern auf der Welt !

Für die sozialistische Revolution in Ost und West !

Für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland !