Delegation der KPD/ML aus Albanien zurück

 

Brüderliche Kampfesgrüße des Genossen Enver Hoxha an die deutsche Arbeiterklasse und an die Partei

 

Beilage des Roten Morgen Nr. 51 vom 12 Dezember 1974

 



Am 29. November feierte das albanische Volk den 30. Jahrestag seiner Befreiung und des Tirumphs der Volksrevolution. Partei- und Staatsdelegationen aus der ganzen Welt waren in der Volkrepublik Albanien zu Gast. Auf Einladung der albanischen Genossen nahm auch eine Delegation der KPD/ML unter der Führung des Genossen Ernst Aust an den Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag teil. Wie Genosse Ernst Aust auch in einem Interview im deutschsprachigen Programm Radio Tiranas unterstrich, war dieser Besuch ein Ausdruck der engen und sich vertiefenden Verbundenheit des deutschen und des albanischen Volkes, der Partei der Arbeit Albaniens und der KPD/ML.

Auf einer Veranstaltung in Dortmund berichtete Genosse Ernst Aust vor 600 – 700 Freunden und Genossen über die Eindrücke unserer Parteidelegation bei ihrem zehntägigen Aufenthalt in der Volksrepublik Albanien. Genosse Ernst Aust überbrachte der deutschen Arbeiterklasse und der Partei die brüderlichen Kampfesgrüße des Genossen Enver Hoxha, des 1. Sekretärs des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens.

Wir veröffentlichen im Folgenden einige Auszüge aus der Rede des Vorsitzenden unserer Partei auf der Dortmunder Veranstaltung. Mit dieser Beilage möchten wir unseren Lesern, von denen viele in den letzten Wochen große Anstrengungen gemacht haben, um das leuchtende Beispiel des heldenhaften albanischen Volkes auf dem Weg des vollständigen Aufbaus des Sozialismus waren. Die großen Erfolge beim Aufbau des Sozialismus, die das albanische Volk am 30. Jahrestag seiner befreiung mit großem Stolz feiern kann, sind ein großer Ansporn für die Völker und die Marxisten-Leninisten der ganzen Welt in ihrem Kampf gegen Imperialismus und Revisionismus.

Es lebe die Volksrepublik Albanien, das Leuchtfeuer des Sozialismus in Europa !

Es lebe die Partei der Arbeit Albaniens mit dem Genossen Enver Hoxha an der Spitze !





 

AUSZÜGE AUS DER

 

REDE DES GENOSSEN ERNST AUST

 

VORSITZENDER DER KPD/ML



Kollegen, Freunde und Genossen !

Letzte Woche ist unsere Delegation von einem 10-tägigen Besuch in der Volksrepublik Albanien zurück gekehrt. Wir waren eingeladen, an den Feierlichkeiten des albanischen Volkes zum 30. Jahrestag seiner Befreiung teilzunehmen. ...

Beeindruckt hat uns der Empfang des Zentralkomitees und das Essen im Brigadenpalast, wo die Delegationen aus der ganzen Welt sich gemeinsam mit den albanischen Genossen versammelten. Aber was uns besonders tief beindruckt hat, Freunde und Genossen, war das Gespräch mit dem Genossen Enver ....

Vor mehr als einem Jahrzehnt war ich mit einer Delegation der KPD einmal in der Sowjetunion, und wir wurden damals auch vom Zentralkomitee empfangen. Das ging so vor sich:

Wir saßen als Delegation am Tisch, die Tür ging auf und "Genosse" Panomajew, einer der Revisionistenhäuptlinge, kam herein, hinter ihm einer, der die Aktentasche trug. Er setzte sich vorne an den Tisch, stand kurz auf, sagte "danke" und hielt ein 1 1/2 Stunden langes Referat über die Lage in Westdeutschland, was wir alles zu tun hätten usw. usf. Wir dachten, dazu wüssten wir auch etwas zu sagen, aber er wusste alles besser.. Dann hat er noch gegen China gehetzt und der Emil Carlebach, der heute im D"K"P-Vorstand ist, ist dann aufgestanden und hat gesagt: "wir danken dem Genossen Panomajew für seine Aufschluss reichen Ausführungen", der Panomajew hat "danke" gesagt und ist gegangen.

Aber bei den Gesprächen mit dem Zentralkomitee der Partei der Arbeit Albaniens und dem Genossen Enver Hoxha, sitzen dir Genossen gegenüber, mit denen du sprechen kannst, mit denen du die Meinungen austauschen kannst, keine "Vaterpartei", die sagt, das musst du machen und das musst du machen usw. Natürlich erzählen uns die Genossen von ihren Erfahrungen und wir lernen von ihren Erfahrungen. Aber sie fragen auch, welche Erfahrungen macht ihr bei euch in Westdeutschland, wie sieht es da aus ? Man lernt gegenseitig von einander und wir freuen uns über diese Hilfe, das ist eine echte revolutionäre Hilfe für unseren Kampf.

Die Genossin, die vorhin ihreEindrücke von ihrem Besuch bei Tante Polixenia vorgetragen hat, brachte etwas zum Ausdruck, was auch wir tief empfunden haben:

Die große Liebe des albanischen Volkes zum Genossen Enver. Wo Enver auch hin kommt, in die Fabriken oder zu den bauern hoch droben in den Bergen, überall schlägt ihm die Liebe seines Volkes entgegen. Er ist der Führer der Arbeiterklasse und des ganzen Volkes. Und Enver ist der größte Marxist-Leninist hier in Europa.

Enver hat unbeugsamen Mut bewiesen. Er hat den Marxismus-Leninismus nicht nur propagiert, er hat nicht nur gesagt, was gemacht werden muss, er ist selbst voran gegangen, hat selbst die Waffe in die Hand genommen. Gegen jeden Widerstand hat er an den Prinzipien des Marxismus-Leninismus fest gehalten, sie konkret auf die Bedingungen Albaniens angewandt, er hat die Erfahrungen des Kampfes in Albanien zusammen gefasst und verallgemeinert, und das ist heute für den Kampf in der ganzen Welt von großer Bedeutung. Er ist aufgestanden und hat dem Chruschtschow die Maske vom Gesicht gerissen, ihm und natürlich dem Genossen Mao Tsetung gebührt ein großer Verdienst an der Tatsache, dass heute auf der ganzen Welt marxistisch-leninistische Parteien existieren, die der moderne Revisionismus nicht zerschlagen konnte

Nicht umsonst schließt unsere Partei – und das ist sehr gut – in ihren Kampfruf "Marx, Engels, Lenin, Stalin, Mao Tsetung" auch den Genossen Enver Hoxha ein [Anmerkung der Redaktion – die KPD/ML hat sich 1978 vom Maoismus distanziert und seitdem als revisionistische Ideologie bekämpft ].

Und es ist genauso wichtig, dass wir neben dem Studium der Klassiker des Marxismus-Leninismus auch die Werke des Genossen Enver Hoxha studieren.

Unsere Partei hat zum 30. Jahrestag ein erstes Buch mit ausgewählten Reden und Aufsätzen des Genossen Enver Hoxha heraus gebracht, und ich bin der Meinung, dass es nicht das Letzte sein sollte ....

Wir unterhielten uns beim Empfang des Zentralkomitees mit dem genossen Enver.

Ihr wisst, dass Stalin einmal gesagt hat, dass die Hitlers kommen und gehen, das deutsche Volk aber bleibt.

Darauf ging Genosse Enver ein und er sagte, das deutsche Volk sei ein fleißiges und diszipliniertes Volk. Er wies auf die großen Verdienste unseres Volkes hin, auf die große Tradition unserer Arbeiterklasse, auf Marx und Engels, bebel, Liebknecht, Luxemburg und Ernst Thälmann.

Er bat uns, der deutschen Arbeiterklasse, den Sympathisanten und Genossen unserer Partei, Euch allen, seine brüderlichen Kampfesgrüße auszurichten. ( tosender Applaus!)

Freunde und Genossen,

dieses Vertrauen, dass die PAA in uns setzt, ist für uns eine hohe Verpflichtung, heißt für uns, unsere Anstrengungen im Kampf zu steigern, zu verdoppeln. (tosender Beifall)

Dass Genosse Enver auf die revolutionäre Tradition des deutschen Volkes eingegangen ist, unterstreicht die Bedeutung dieser Frage ...

Jeder Genosse, der schon einmal in Albanien war, kennt die tiefe Liebe der Albaner zur revolutionären Geschichte ihres Volkes, ihres Stolzes auf den Jahrhunderte langen Kampf des Volkes für seine nationale Befreiung gegen die Fremdherrschaft, die Verehrung für den Volkshelden Skanderbeg, der einen langjährigen Krieg gegen die Türken führte. Überall in Albanien, vor Allem auch in den vielen Museen, ist die Geschichte des Volkes lebendig. Und auch wir sind stolz auf die revolutionäre Geschichte unseres Volkes. Diese geschichte ist für uns eben nicht, wie die Bourgeoisie lehrt, die Geschichte raffgieriger Kaufleute. Macht hungriger Könige und Profot gieriger Kapitalisten und ihrer reaktionären Lakaien einschließlich Hitlers. Das ist nicht die Geschichte unseres Volkes. Die revolutionäre Geschichte unseres Volkes – das sind die großen Bauernkriege verbunden mit den Namen der großen Bauernführer Thomas Münzer und Jos Fritz, das sind die Befreiungskämpfe unseres Volkes gegen die napoleonische Fremdherrschaft, das sind die Helden auf den Barrikaden von 1848, das sind vor Allem unserer großen Führer Marx und Engels, das sind die schlesischen Weber, das ist die Geschichte der ruhmreichen Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse, wie sie sich zum Beispiel in der Bayrischen Räterepublik in den Kämpfen der Roten Ruhrarmee oder im Hamburger Aufstand ausdrücken. Das ist unsere Geschichte, auf die wir stolz sind und die wir fortsetzen werden.

Aber zurück zu Albanien.

Tief beeindruckt hat uns die stählerne Verbundenheit der Partei der Arbeit unter der Führung des Genossen Enver mit dem albanischen Volk, wie sie sich in der Demonstration am 29. November 1974 ausdrückte. Dieses Bild der Begeisterung und des Kampfeswillen. Dort marschierten sie, die Veteranen, die als Partisanen mitgekämpft haben, heute 60 bis 70 Jahre alt und älter, die Kampfgruppen der Betriebe, der Jugend und der Volksarmee. Und jeder spürte, die dort marschieren, werden es niemals zulassen, dass ihre Heimat wieder das Opfer einer faschistischen und sozialfaschistischen Aggression wird.

Und dann kamen die Volksmassen und der Jubel für die Partei und für Enver klang auf ....

Und das kommt auch in der albanischen Kunst zum Ausdruck. Zu unserem Besuchsprogramm gehörte die Teilnahme an der Eröffnung einer Ausstellung über Malerei. Wir haben uns diese Bilder angesehen, Werke des sozialistischen Realismus. Wenn man von der Maltechnik, von der Farbgebung usw. ausgeht, waren diese Bilder natürlich ganz unterschiedlich, aber eins war ihnen allen gemeinsam: Du konntest immer erkennen, was auf diesen Bildern dargestellt war,aus diesen Werken sprach das Denken und Fühlen des albanischen Volkes, seine Begeisterung beim Aufbau der neuen Gesellschaft, seine Entschlossenheit im Kampf für den Sozialismus, seine Liebe zur Partei und zum sozialistischen Staat. Und jetzt geht einmal in eine Kunstausstellung bei uns und schaut euch das an, was euch da geboten wird ...

All das erinnert mich ein wenig an das Jahr 1951: Weltjugendfestspiele in der DDR. Damals jubelten auch in der DDR die Menschen,, da war Kampfbegeisterung da, und als wir zurück kehrten, waren wir begeistert, weil wir unser Volkk beim Aufbau des Sozialismus gesehen hatten. Wie könnte und würde die DDR heute aussehen, wenn sie am Weg des sozialistischen Aufbaus fest gehalten hätte sow wie die Volksrepublik Albanien ? In Albanien waren die Bedingungen doch viel schwieriger, dort gab es doch kaum Industrie, keine große Arbeiterklasse mit zahlreichen technischen Erfahrungen. Aber die Albaner haben die Picke und das Gewehr in die Hand genommen und in ihrer Heimat den Sozialismus aufgebaut.

Wenn man das Albanien vor der Befreiung, in dem die Werktätigen in Not und Elend lebten, in dem es nur ein paar kleine Werkstätten gab, in dem die Landwirtschaft in den Händen einiger Großgrundbesitzer die Menschen nicht ernähren konnte, in dem es nur wenige Schulen für die Reichen gab, mit dem heutigen Albanien vergleicht, dem blühenden Agrar-Industriestaat, dann wird klar, was das albanische Volk hier geleistet hat.

... Wozu der Kapitalismus 200 Jahre gebraucht hat, dazu hat dieses kleine Volk knappe 30 Jahre gebraucht. Und das ist ein Beweis für die Überlegenheit des Sozialismus.

Aber das Entscheidende und Wichtigste für uns sind nicht die wirtschaftlichen Erfolge des albanischen Volkes beim Aufbau des Sozialismus, sondern die Tatsache, dass in Albanien die Arbeiterklasse an der macht ist, dass hier die Diktatur des Proletariats im Bündnis mit den anderen werktätigen Schichten des Volkes verwirklicht ist. Das macht Albanien zum Vorbild für die Völker der Welt.

Was sich jedem in Albanien einprägt, das ist die Schaffung des neuen Menschen, des Menschen mit hohem sozialistischen Bewusstsein, der nicht durch Individualismus und Egoismus geprägt ist, sondern der als Revolutionär lebt, denkt und arbeitet. Und schaut euch dabei genau die Rolle der Partei der Arbeit in Albanien an, schaut euch die Kommunisten in Albanien an. Wie ist das in den revisionistischen Ländern ? Wenn du in der DDR Karriere machen willst, brauchst du das Parteibuch. Wie sie bei uns in der CDU und SPD sind, so sind die Typen drüben in der "S"ED, wenn sie Karriere machen wollen ...

Das genaue Gegenteil in Albanien:

In Albanien Kommunist zu sein, das heißt, die schwerste Arbeit zu machen, heißt bei der Lösung aller gesellschaftlichen Aufgaben voranzugehen, heißt sich Tag für Tag zu bewähren. Dort ist es eine schwere Aufgabe, aber auch eine große Ehre, in der Kommunistischen Partei zu sein.

Und das wissen die Menschen dort auch. Wenn beispielsweise ein Arbeiter in die Partei aufgenommen werden soll, dann berät vorher das Kollektiv darüber. Dann fragt die Partei die anderen Kollegen im Betrieb nach ihrer Meinung, ob der Kollege reif ist, Mitglied der Partei zu werden. Und dann werden die guten Eigenschaften, aber auch die Schwächen des Genossen diskutiert.

... In den revisionistischen Ländern sind es ja vor Allem die Intellektuellen, die die so genannte "Parteibuch-Karriere" machen. Wenn in Albanien ein Intellektueller in die Partei möchte, dann ist das für den keine leichte Sache. Für den heißt es ert einmal, drei Jahre in den Betrieb zu gehen. Der steht dann aber auch wirklich drei jahre an der Drehbank für den normalen Arbeitslohn, und dann entscheiden die Kollegen, ob das wirklich ein guter Genosse ist und in die Partei gehört. (...)

Auch hier zeigt sich also, hier bestimmt die Arbeiterklasse, hier hat sie die Macht ...

Ich möchte noch einmal darauf zurück kommen, wie die Parade am 29. die militärische Abwehrbereitschaft des albanischen Volkes gezeigt hat. Hier steht ein ganzes Volk unter Waffen. Wo ihr auch hinkommt, in die Fabriken, in die Schulen oder in die LPGs – überall haben die Massen Waffen. Wer es auch immer wagen sollte, Albanien anzugreifen, seien es die Imperialisten oder Sozialimperialisten, innerhalb einer Stunde würde das ganze albanische Volk ihm mit Waffen gegenüber stehen ...

Das müssen wir auch allen Kollegen sagen, das leuchtet ihnen ein: Eine Regierung, die dem ganzen Volk Waffen und Munition gibt, muss ungeheures Vertrauen in dieses Volk haben und umgekehrt muss das Volk großes Vertrauen in seine Regierung haben. Überlegt euch doch einmal, wir hätten bei Opel oder bei Hoesch die Gewehre im Spind – das würde die Probleme doch sehr vereinfachen, Kollegen ...

Freunde Genossen,

Ich möchte zum Schluss kommen. Was können wir als deutsche Kommunisten von den Albanern lernen? Es gibt sehr viele Dinge, aber ich möchte drei besonders hervor heben.

Erstens:

Das unbedingte Festhalten an den Prinzipien des Marxismus-Leninismus.

Genossen, ohne den Opportunismus, ohne den Revisionismus geschlagen zu haben, ohne den großen Teil der Arbeiterklasse seinem Einfluss entzogen zu haben, werden wir hier in der sozialistischen Revolution nicht siegen können. Deswegen ist es aber wichtig, klar an der revolutionären Linie des Marxismus-Leninismus festzuhalten und sie gegen jeden Angriff, woher er auch kommen mag, zu verteidigen.

Zweitens:

Wir müssen uns auf die eigenen Kräfte stützen.

Genossen, über die Qualität unserer Partei darüber, ob sie die Vorhut des Proletariats ist, entscheidet niemand Anderes als die Arbeiterklasse selbst. Wenn wir die richtige Politik machen, wird sie uns auf dem Weg der Revolution folgen. Das ist das einzige Kriterium. Wir freuen uns sehr über die Einladung in die Volksrepublik Albanien, über die enge Verbundenheit unserer Partei mit dem albanischen Volk, seiner Partei, seiner Partei der Arbeit und dem Genossen Enver Hoxha, aber nicht dadurch erweisen wir uns als die Vorhut der Arbeiterklasse unseres Landes, das kann nur unsere Theorie und Praxis beweisen, nur die Tatsache, dass wir vorwärts stürmen auf den Weg, den die deutsche Arbeiterklasse gehen muss bis zur Revolution.

Drittens:

Wir müssen an der Linie des bewaffneten Kampfes festhalten.

Wir wissen, dass die Revolution nicht eine Sache von Tagen ist, sondern ein langer Prozess. Die Revolution kann niemals durch einen Staatsstreich gemacht werden, durch einen Militärputsch, wie das die Revisionisten jetzt in einigen Ländern Lateinamerikas empfehlen. Sie kann auch nicht das Werk einiger Helden sein, die meinen, die Revolution stellvertretend für die Massen machen zu müssen. Sie ist und bleibt das Werk der Volksmassen. Keine Revolution kann siegen, wenn die Massen nicht überzeugt, mobilisiert und organisiert sind. Ohne die Unterstützung der Massen kann es keinen bewaffneten Aufstand geben. Eine revolutionäre Situation liegt erst dann vor, wenn die Volksmassen nicht mehr so leben wollen, wie bisher, und wenn die herrschende Klasse nicht mehr so herrschen kann wie bisher. Und dazu bedarf es der Vorbereitung. Wie es uns Lenin lehrt, und wie die PAA es uns in der Praxis ihres Kampfes vorgemacht hat, müssen wir die Massen zur Revolution, zum bewaffneten Aufstand erziehen ...

Die Partei ist verpflichtet, die Massen politisch, organisatorisch und militärisch auf die Revolution vorzubereiten, ohne die die Arbeiterklasse sich nicht befreien kann.

Kollegen und Genossen,

Unter Lenin und Stalin war für die Arbeiterklasse der Welt die Sowjetunion das Vaterland der Werktätigen. Heute ist die Sowjetunion selbst eine imperialistische Supermacht. Damals war die Sowjetunion das einzige sozialistische Land der Welt, eingekreist von den imperialistischen Mächten. Und damals haben die Arbeiter in der ganzen Welt und auch die deutsche Arbeiterklasse gesagt, wir verteidigen dieses Vaterland der Werktätigen.

Heute ist das sozialistische Lager durch den Verrat der modernen Revisionisten verraten worden. Es gibt aber noch eine Reihe sozialistischer Staaten, es gibt das große Volkschina ( ab 1978 haben wir uns vom revisionistischen China und den Mao Tsetungideen getrennt – Anmerkung der Redaktion) , und es gibt hier in Europa das tapfere, ruhmreiche Albanien. Heute ist für uns, für die Werktätigen Europas, Albanien das Vaterland der Werktätigen. Und wir versichern unseren albanischen Klassenbrüdern, dass wir die ruhmreiche Tradition der KPD, wie sie sich in der Unterstützung des Kampfes des spanischen Volkes im kampf gegen Hitler ausdrückte, die Treue halten werden.

Jeder Angriff auf die Volksrepublik Albanien ist ein Angriff auf uns, und wir werden auf ihn antworten, wie unsere Spanienkämpfer geantwortet haben.

Kollegen und Genossen,

von Albanien und der Partei Envers lernen, heißt siegen lernen. Unser größter Beitrag im Sinne des proletarischen Internationalismus muss darin bestehen, hier in unserem Vaterland die Massen auf die sozialistische Revolution vorzubereiten. Es ist klar, als Kommunisten müssen wir im Betrieb im kampf voran gehen. Wir müssen das Vertrauen der Kollegen gewinnen, und das geht nur durch die tägliche Kleinarbeit, indem wir tagtäglich Seite an Seite mit ihnen stehen. Die Kommunisten müssen voran gehen, wenn es gilt zu streiken, einen Kampf gegen die Kapitalisten zu führen. Aber dabei dürfen wir nicht stehen bleiben, das ist nicht unsere hauptsächliche Aufgabe. Wir müssen den Kollegen klar sagen: Streik – schön und gut, wir lassen uns nicht die Butter vom Brot nehmen, und mit jedem Streik wächst die Kampferfahrung der Arbeiterklasse. Aber für uns ist wichtig, dass jeder Streik, jede Demonstration, alles was wir machen und unterstützen, nur dann einen wirklichen Fortschritt für die Arbeiterklasse bringt, wenn es ein Schritt der Arbeiterklasse auf dem Weg zur Entscheidungsschlacht ist, zu der wir eines tages antreten werden, der Entscheidungsschlacht in der sozialistischen Revolution für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland !

 

Es lebe die Freundschaft zwischen dem albanischen und dem deutschen Volk !

Es lebe der proletarische Internationalismus !

Es lebe das albanische Volk und seine ruhmreiche Partei der Arbeit mit dem Genossen Enver Hoxha an der Spitze !