60. Jahrestag des Arbeiteraufstands in der DDR

17. Juni 1953 - 17. Juni 2013


Der Erz-Revisionist Ulbricht provozierte mit seiner antistalinistischen Politik den Aufstand der Arbeiterklasse in der DDR


Der 17. Juni 1953 war Ausdruck des Machtkampfes zwischen den Berijanern und den Chruschtschowianern.

 

 

 

 

 

Am 9. Mai 1945, am Tage des Sieges über Hitlerdeutschland, erklärte Stalin in seinem Aufruf an das Sowjetvolk:

 

Die Sowjetunion feiert den Sieg, wenn sie sich auch nicht anschickt, Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten.“

 

Bis in seinen Tod ist Stalin seinem Aufruf treu geblieben. Verraten haben ihn die Revisionisten. Zerstückelt wurde Deutschland zwischen Imperialismus und Sozial-imperialismus und seinen deutschen Lakaien in Ost und West.

Entscheidend für Stalins Deutschlandpolitik war die Berücksichtigung der tatsächlich vorhandenen Verhältnisse in Deutschland. Der Hitlerfaschismus war nicht etwa zusammengebrochen unter dem Ansturm einer antifaschistischen Revolution des deutschen Volkes, sondern der faschistische Staats-, Militär- und Wirtschaftsapparat ist durch eine „Befreiung von außen“ zerschlagen worden, also durch die Eroberung Deutschlands durch alliierte Armeen (wohlgemerkt nicht allein, aber hauptsächlich durch die Rote Armee!).

 

Befreiungstruppen waren nur Stalins Truppen. Nach seinem Tod wurden es sozialimperialistische Besatzungstruppen. Die angloamerikanischen Truppen sind nie Befreiungstruppen gewesen, sondern imperialistische Besatzungstruppen, die dem gleichen Zwecke wie den sozial-imperialistischen Besatzungstruppen dienten, aus dem deutschen Volk Profite zu ziehen und es zu versklaven.

 

Es ging Stalin nicht etwa um die „Befreiung von außen“, denn er wollte nicht die Ersetzung der Herrschaft des deutschen Monopolkapitals durch das amerikanische und englische Monopolkapital, sondern ihm ging es um die Beseitigung jeglichen (revanchistischen) Monopolkapitals in Deutschland.

 

Um das zu verhindern, zerrissen die angloamerikanischen Imperialisten Deutschland eben nicht um es zu befreien, sondern um es zu versklaven. Dagegen wandte sich Stalin in seiner Deutschlandpolitik. Entscheidend aber war der Umstand, dass sich das deutsche Volk nicht selber befreite, dass es ihm nicht gelang, seine eigene Souveränität, Unabhängigkeit und Freiheit, seine demokratischen Rechte selber zu erkämpfen und nach außen hin zu verteidigen – die notwendige„Befreiung von innen“ fand nicht statt und so musste die „Befreiung nach außen“ scheitern. Stalin hat in seiner Außenpolitik stets den Standpunkt vertreten, dass der Sozialismus nur unter der Diktatur des Proletariats aufgebaut werden kann. Ohne sozialistische Revolution ist das nicht möglich. Und an diese marxistisch-leninistische Wahrheit hat Stalin sich stets gehalten – auch in seiner Deutschlandpolitik.

 

Gemäß der Lehren des Marxismus-Leninismus kann man den Sozialismus nicht ohne die Schaffung eben dieser fundamentalen demokratischen Voraussetzungen aufbauen, nicht ohne Friedensvertrag und nicht ohne Einheit des deutschen Volkes. Deutschland war durch den Vernichtungskrieg völlig zerstört und das Volk ausgeblutet, zerbombt und ausgezehrt. Auch das russische Proletariat konnte den Zarismus nicht direkt mit der Oktoberrevolution besiegen, sondern ging den Weg über die Februarrevolution. Russland verfügte damals über eine revolutionäre Arbeiterklasse, die der bolschewistischen Partei folgte. Davon konnte im Nachkriegsdeutschland nicht die Rede sein, und eben das hat Stalin in seiner revolutionären Deutschlandpolitik in Rechnung zu stellen gehabt. Nicht Stalin konnte den Sozialismus in Deutschland errichten, sondern dies hätte nur die deutsche Arbeiterklasse unter Führung der revolutionären Thälmannschen KPD vermocht, die von den Revisionisten verraten und liquidiert worden war. Stalin konzentrierte sich darauf, den Einfluss des angloamerikanischen Imperialismus auf Deutschland zurückzudrängen, aber Deutschlands imperialistische Versklavung durch die Angloamerikaner, das hätte nur das deutsche Volk selbst verhindern können.

Bis spätestens zum Tod Stalins trug die Deutschlandpolitik noch Stalins Handschrift, wenn sie bis dahin auch von den modernen Revisionisten immer mehr unterhöhlt, sabotiert und zerstümmelt worden war. Die Ermordung Stalins und die damit in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Ereignisse des 17. Juni 1953 bildeten den Wendepunkt zur „Entstalinisierung“ der Deutschlandpolitik durch die Antistalinisten Berija und (kurze Zeit später durch) Chruschtschow. Von da an nahm die Unterjochung der Arbeiter und Bauern der DDR durch diese Sozialfaschisten, und ihre deutschen Lakaien Ulbricht und Co., ihren Lauf – und weder Ochs noch Esel hielt sie auf, sondern nur die revolutionäre Kraft der DDR-Bevölkerung - nicht zuletzt der illegale Klassenkampf der KPD/ML Sektion DDR ! Wenn Stalin noch gelebt hätte, wäre es zur imperialistischen Einverleibung der DDR wahrscheinlich gar nicht erst gekommen. Ein Grund mehr, die Deutschlandpolitik Stalins konsequent fortzusetzen! Deutschland hätte seinen Sozialismus auf Stalin aufbauen sollen und nicht auf der revisionistischen Politik seiner Mörder!

Am 31. März 1952 wurde Stalin von einer Gruppe von Redakteuren amerikanischer Zeitungen gefragt: „Sind Sie der Meinung, dass der gegenwärtige Zeitpunkt für die Vereinigung Deutschlands geeignet ist?“ Darauf antwortete Stalin: Ja ich bin der Meinung.“ Und auf die nächste Frage: „Auf welcher Grundlage ist ein Nebeneinander bestehen von Kapitalismus und Kommunismus möglich?“ antwortete Stalin:

 

Ein friedliches Nebeneinander bestehen von Kapitalismus und Kommunismus ist durchaus möglich, wenn der beiderseitige Wunsch nach Zusammenarbeit und die Bereitschaft vorhanden sind, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, wenn der Grundsatz der Gleichberechtigung und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten gewahrt wird“ (Stalin Werke Band 17, Seite 167, KPD/ML, 1973)

 

Das war natürlich nur ein taktisch-propagandistischer Schachzug gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit, um die USA-Regierung mit ihren weltimperialistischen Kurs des Kalten Krieges in Zugzwang zu setzen und ihre antifaschistischen Vereinbarungen mit der Sowjetunion verbindlich einzuhalten- z.B. das Potsdamer Abkommen.

 

Strategisch und grundsätzlich hielt Stalin an der Unvermeidlichkeit der revolutionären, gewaltsamen Beseitigung des Kapitalismus durch die revolutionäre Arbeiterklasse und ihre kommunistische Partei fest, so wie Karl Marx es schon im Kommunistischen Manifest gelehrt hatte.

 

Wo der Klassenkampf als unliebsame ´rohe` Erscheinung auf die Seite geschoben wird, da bleibt als Basis des Sozialismus nichts als ´wahre Menschenliebe` und leere Redensarten von ´Gerechtigkeit`“ (MEW, Band 19, Seite 164).

 

Und diese prinzipienfeste Generallinie hat er bis zu seiner Ermordung in Wort und Tat durchgeführt. Was aber machten seine Feinde im Präsidium der KPdSU daraus? Sie ersetzten die Strategie durch die Taktik, erhoben die Taktik zur Generallinie und heraus kam derfriedliche Weg zum Sozialismus“ - die Generallinie des modernen Revisionismus. Diese beiden Generallinien standen sich nach dem Krieg bis zum Tod Stalins unversöhnlich gegenüber. Das war es, was den Klassenkampf in der sowjetischen Außenpolitik beherrschte. In der Innenpolitik war dies der Klassenkampf für den Übergang zum Kommunismus, zur klassenlosen Gesellschaft – also der Klassenkampf gegen die „Abschaffung des Klassenkampfes“, also der „friedliche Weg zum Kommunismus“. Was hätte diese revisionistische Linie deutlicher entlarven können als die „friedliche“ Ermordung Stalins ?!



Konnte Deutschland auf dem friedlichen Weg zum Sozialismus“ kommen ? Würde man die am Boden zerstörte Monopolbourgeoisie nach dem Krieg für sich allein betrachten, wäre es durchaus möglich gewesen, sie zu zerschlagen vielleicht sogar ohne Opfer eines Bürgerkrieges, ohne blutige bewaffnete Aufstände, denn der Unterdrückungsapparat der deutschen Bourgeoisie war völlig zerschlagen worden, worauf die Diktatur des Proletariats auch auf friedlichem Wege vielleicht hätte errichtet werden können – aber das war nicht der entscheidende Faktor. Das wäre also möglicherweise ohne viel Blutvergießen erreichbar gewesen, wenn die KPD eine marxistisch-leninistische Linie und ausreichenden Einfluss in den Massen gehabt hätte, wenn es in Deutschland eine bolschewistische Partei wie in Russland gegeben hätte. Dies war aber nicht der Fall.

 

Stalin schloss also diese Möglichkeit nicht aus, betrachtete sie als durchaus machbar und schaffte Voraussetzungen, um diese Möglichkeit in die Tat umzusetzen. Darin besteht sein großes Verdienst. Man musste „nur noch“ die Westalliierten raushalten durch eine „Neutralitätspolitik“ gegenüber Deutschland, dann hätte die deutsche Arbeiterklasse die Kraft gehabt, sich ohne Einmischung von außen auf demokratischem Wege selber zu „verteidigen“ also sich bewaffnen zu können – Stalin hätte die Waffen geliefert. Über die Volksdemokratie hätte die Arbeiterklasse als revolutionärste Kraft in Deutschland ihre Diktatur des Proletariats errichten können:

Voraussetzung war 1. ein Friedensvertrag, um die Besatzer vor die Tür setzen zu können, denn die hätten die Arbeitermacht blutig niedergeschlagen ( Die Westalliierten weigerten sich ja sogar, ein demokratisches Deutschland zuzulassen und spalteten es !!!) und 2. die Einheit des deutschen Volkes. Ohne die Einheit des deutschen Volkes = auch eine gespaltene Arbeitsklasse, eine gespaltete revolutionäre Bewegung, eine geschwächte sozialistische Kraft. 3. eine deutsche bolschewistische Partei von stalinschen Typs, aber die stalinistischen Führer wie Ernst Thälmann waren im Krieg ermordet worden und die KPD befand sich in den Händen der Revisionisten. Voraussetzung für ein sozialistisches Deutschland war also die Hinaussäuberung der Revisionisten bzw. - wenn dies nicht durchsetzbar gewesen wäre - hätte eine neue bolschewistische Partei gegründet werden müssen, die aber erst einmal hätte aufgebaut werden müssen von bewussten Anti-Revisionisten, von Stalinisten. Diese Kraft des Stalinismus war aber in den Reihen der Arbeiterklasse und ihrer Partei in Deutschland damals nicht stark genug. Mit einer gespaltenen Arbeiterklasse wäre es schwer aber möglich gewesen, eine gesamtdeutsche KPD aufzubauen. Insgesamt aber kann man heute von der realistischen Einschätzung ausgehen, dass erstens die marxistisch-leninistischen Kräfte in Deutschland geschwächt waren wegen Krieg, Faschismus und Revisionismus und dass zweitens der Einfluss der KPD auf die Massen längst nicht mehr so groß war, wie in der Zeit vor Krieg und Faschismus.

Stalins Deutschlandpolitik hatte aber rein gar nichts mit der Linie Berijas zu tun, die ihren konterrevolutionären Kern nur hinter Stalins Deutschlandpolitik geschickt verbarg. Das Märchen von der Fortsetzung“ der stalinschen Deutschlandpolitik durch den Marxisten-Leninisten“ Berija wird heute von den Berijanern auch in Deutschland schamlos innerhalb der marxistisch-leninistischen Bewegung Deutschlands verbreitet. Doch dazu später.

Was hieß Stalins Deutschlandpolitik ganz konkret – also in Hinblick auf die Revolution? Das hieß vor Allem: konsequente und unverzügliche Umsetzung der von den Siegermächten gemeinsam gefassten Beschlüsse des Potsdamer Abkommens.

 

Stalin betrachtete Deutschland als den zentralen Prüfstein der Siegermächte für die Verwirklichung des beiderseitigen Wunsches, also der kapitalistischen und der kommunistischen Welt, nach Zusammenarbeit, die darin zum Ausdruck kommt, dass beide Seiten ihre Pflicht erfüllen, Deutschland als gleichberechtigten Staat in die Weltstaatengemeinschaft aufzunehmen und sich nicht in dessen inneren Angelegenheiten einzumischen. Deutschland sollte für Stalin ein Symbol des Friedens, eine Lehre aus dem Krieg zwischen den Systemen, also ein historischer Meilenstein der friedlichen Koexistenz zwischen Kapitalismus und Kommunismus werden. Deutschland durfte nicht zu einem Aufmarschgebiet für einen neuen Krieg zwischen Kapitalismus und Kommunismus missbraucht werden. Deutschland sollte nicht zum Zentrum des Kalten Krieges, sondern Zentrum der gegenseitigen Entspannung, eine neutrale und friedfertige, sich selbst schützende Pufferzone werden, die unantastbar und von beiden Seiten geachtet bleiben sollte. Freundschaft zum neuen demokratischen Deutschland sollte von beiden Seiten gehegt und gepflegt werden wie auch von Seiten Deutschlands zu allen Völkern der Welt, ob in Ost oder West. Es sollte eine Brücke der Verständigung und kein Eiserner Vorhang“ zwischen den Völkern des Ostens und Westens werden. Die weltpolitische Bedeutung der stalinschen Deutschlandpolitik kam in zwei wesentlichen Punkten zum Ausdruck: erstens bessere Voraussetzungen für die Verknüpfung der Weltrevolution in Ost und West und zweitens bessere Voraussetzungen für die Revolution der deutschen Arbeiterklasse selbst . Dazu sollte Deutschland natürlich selber seinen Teil beitragen, also das Potsdamer Abkommen erfüllen, Reparationen für die Kriegslasten zahlen usw. und schließlich sollte der neu entstandene, souveräne, demokratische deutsche Staat einen Friedensvertrag mit den Siegermächten unterzeichnen. In der Stalinnote heißt es daher:

 

Deutschland verpflichtet sich, keinerlei Koalitionen oder Militärbündnisse einzugehen, die sich gegen irgendeinen Staat richten, der mit seinen Streitkämpfen am Krieg gegen Deutschland teilgenommen hat.“

 

Und umgekehrt hätte das natürlich für die kapitalistische Welt heißen müssen: „Finger weg von Deutschland!“ Der Entmilitarisierung Nazi-Deutschlands hätte unbedingt die Entmilitarisierung der Siegermächte selbst folgen müssen: sprich - Abzug der Besatzungstruppen aus ganz Deutschland und Aufbau einer eigenen Volksarmee des einheitlichen, unabhängigen und demokratischen Deutschlands. Auch das deutsche Volk hätte das Recht haben müssen, sich in Zukunft verteidigen zu dürfen so wie jedes andere souveräne Land dies auch ganz selbstverständlich in Anspruch nahm. Deutschland hätte seine friedensbringende, neutrale Position nur erfüllen können, wenn sich die Siegermächte ihrerseits die Verpflichtung auferlegen würden, sich gegenüber Deutschland strikt neutral zu verhalten und jeglicher Versuchung zu widerstehen, es in Kuchenstücke aufzuteilen, um diese zu verschlingen. Frei sein konnte Deutschland nur unter der Voraussetzung des Abzugs aller Besatzungstruppen. Waren sie noch gegen Hitlerdeutschland notwendig, so waren sie gegenüber dem neuen demokratischen Deutschland des deutschen Volkes reaktionär.

Diese Gier nach Einverleibung Deutschlands gab es nicht nur bei den Westmächten, sondern auch in der Führungsspitze der KPdSU und Stalin hatte alle Hände voll zu tun, gegen solche Mitglieder des Politbüros vorzugehen, die diese Gier hinter seinem Rücken befriedigen wollten. Schon im Jahre 1945 verhinderte Stalin auf der Berliner Konferenz der Siegermächte die Aufspaltung Deutschlands und trat er für die Erhaltung der Einheit Deutschlands, für die Bildung einer gesamtdeutschen Regierung und für die Vorbereitung eines Friedensvertrages mit Deutschland ein. Stalin hat eine eindeutige Erklärung für die Politik der Verschleppung und Verletzung der Umsetzung des Potsdamer Abkommens durch die herrschenden Kreise der Vereinigten Staaten und Englands abgegeben:

 

Es handelt sich darum, dass die Inspiratoren der Aggressionspolitik in den USA und in England sich als nicht interessiert an einer Vereinbarung und Zusammenarbeit mit der UdSSR betrachten. Sie brauchen nicht Vereinbarung und Zusammenarbeit, sondern Gerede über Vereinbarung und Zusammenarbeit, um nach der Vereitlung einer Vereinbarung die Schuld auf die UdSSR abzuwälzen und damit die Unmöglichkeit der Zusammenarbeit mit der UdSSR zu `beweisen'. Die Kriegsbrandstifter, die einen neuen Krieg entfesseln wollen, fürchten am allermeisten Vereinbarungen und eine Zusammenarbeit mit der UdSSR, denn eine Politik der Vereinbarungen mit der UdSSR untergräbt die Positionen der Kriegsbrandstifter und macht die aggressive Politik dieser Herrschaften gegenstandslos.

Die Politik der gegenwärtigen Führer der USA und Englands ist eine Politik der Aggression, eine Politik der Endfesselung eines neuen Krieges.

Das kann nur mit einem schmählichen Fiasko der Brandstifter eines neuen Krieges enden. Churchill, der Hauptbrandstifter eines neuen Krieges, hat bereits erreicht, dass er sich das Vertrauen seiner Nation und der demokratischen Kräfte der ganzen Welt verscherzt hat. Das gleiche Schicksal harrt aller anderen Kriegsbrandstifter. Zu lebendig sind im Gedächtnis der Völker die Schrecken des jüngsten Krieges, und zu mächtig sind die sozialen Kräfte, die für den Frieden eintreten, als dass die Aggressionsschüler Churchills ihrer Herr werden und sie in die Richtung eines neuen Krieges lenken könnten“ (zitiert aus der Rede Molotows vom 6. 11. 1948 zum 31. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, Moskau 1949, Seite 637-638 und 639).

 

Und dieser Gier der Einverleibung nachzugeben, um daraus Vorteile zu ziehen, um mit spalterischen „Separatfrieden“ (Generalvertrag der Westmächte mit Adenauer) zu liebäugeln, solche Liebediener und Lakaien der Imperialisten und Revisionisten gab es auch in allen deutschen Besatzungszonen. Sowohl Adenauer als auch Ulbricht bettelten um die Gunst der Siegermächte, sich deren ganze Macht in einem geteilten Deutschland zu unterwerfen und ihnen dort ihre hündischen Lakaiendienste anzubieten, um von der Spaltung und Knechtung des deutschen Volkes ein Stückchen für sich behalten zu dürfen. Die Gefahr der Zerreißung Deutschlands nach dem Krieg wuchs mit jedem Tag und mit jedem Jahr, in dem sich die reaktionären, bourgeoisen Kräfte zu erholen begannen und wieder aus ihren Rattenlöchern krochen. Deutschland geriet schließlich immer weiter ins Netz herrschender Kreise von anglo-amerikanischen Ausbeutern und Unterdrückern, die sich auf ihre deutsche Quislinge stützen und diese hochpäppeln konnten. Die Revisionisten im Osten halfen ihnen dabei tatkräftig !

Ulbricht hatte gegenüber Stalins Neutralitätspolitik seine eigene Spalterpolitik schon im Jahre 1950 betrieben und genau das hat dem wirklichen Aufbau des Sozialismus in ganz Deutschland schließlich den größten Schaden zugefügt. Ulbricht wollte sich an Stalins gedeckten Tisch setzen und sich von der Roten Armee beschützen lassen. Der moderne Revisionismus ist eine sozialistische Heuschreckenplage. - Deswegen war Ulbricht von Anfang an ein Verräter am deutschen Volk, ein Verräter am einheitlichen, unabhängigen, demokratischen und friedliebenden Deutschland, ein Verräter am Sozialismus und am proletarischen Internationalismus, ein Verräter an der Sowjetunion, ein Verräter an Stalin. Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter und Bauern – das war stets die Linie, die Ulbricht in den kommunistischen Reihen in die Praxis umsetzte.

Er geht in die Geschichte ein als derjenige, welcher den Sozialismus auf deutschem Boden verindert hat - „im Namen des Sozialismus“.

 

Alle seine heuchlerischen Schwüre auf Stalin und auf dessen revolutionäre Deutschlandpolitik verschwanden später aus sämtlichen historischen Dokumenten der DDR, wurde Stalin und seine Deutschlandpolitik vom sozialfaschistischen Staat der DDR zur Unperson erklärt. Die westlichen Feinde des Stalinismus haben Ulbricht schlauer Weise als „Stalinisten“ tituliert und bezeichnen ihn auch weiter so, um Ulbrichts Verbrechen am deutschen Volk den Stalinisten, dem Stalinismus in die Schuhe zu schieben und von ihren eigenen Verbrechen am deutschen Volk abzulenken-.

 

Ulbricht war der schlimmste Anti-Stalinist – der verbrecherischste Anti-Kommunist auf deutschem Boden. An der revisionistischen Politik Ulbrichts scheiden sich die Geister !

 

Auf der Basis vollendeter Tatsachen eines mit einem vereinten, neutralen Deutschland abgeschlossenen Friedensvertrages , wären den Amerikanern und allen ihren Lakaien die Hände gebunden gewesen, könnten sie ihren Marshallplan nicht widerstandslos verwirklichen, könnten sie die Souveränität, die Selbständigkeit und Unabhängigkeit eines neuen Deutschlands nicht so ohne Weiteres völkerrechtlich verletzen, könnten sie einen Adenauer nicht so ohne Weiteres als Quisling einsetzen, um die westdeutsche Besatzungszone als Kolonie dem westlichen Imperialismus einzuverleiben. Und vor allem hätten sie sich an einem sozialistischen Deutschland die Zähne ausgebissen. Mehr noch:

 

ein sozialistisches Deutschland hätte den Niedergang des Weltimperialismus und den Weg zum Weltsozialismus beschleunigt.

 

Die Fehler der Novemberrevolution, die Spaltung der deutschen Arbeiterklasse, hätte korrigiert und die sozialistische Revolution in einem vereinigten Deutschland siegreich vollendet werden können. Aber selbst ein demokratisches, unabhängiges und friedliebende Deutschland wäre mitten in Europa ein anti-imperialistisches Bollwerk des Friedens gewesen – zumindest für eine gewisse Zeit, um die revolutionären Kräfte zu mobilisieren. Es wäre für die Entwicklung des Sozialismus in der Sowjetunion vorteilhaft und damit für die Basis der Weltrevolution, für das im Werden begriffene sozialistische Lager wäre es von großem Wert gewesen, es wäre förderlich für die sozialistische Revolution in den kapitalistische Ländern, wäre eine glänzende Bestätigung der Lehren des Stalinismus, wäre die richtige Antwort auf die Mörder Stalins.

 

Das Potsdamer Abkommen ließ sich von den Westmächten leichter verletzen in einem gespaltenen Deutschland und so glaubten sie, schließlich mehr Nutzen aus einer Spaltung als aus der Einheit Deutschlands ziehen zu können, das sich damals gegenüber der Sowjetunion zumindest neutral verhalten hätte und somit als anti-bolschewistisches Bollwerk der angloamerikanischen Imperialisten ungeeignet gewesen. Das deutsche Volk hat sich zwar gegen die Spaltung gewehrt – an der Spitze Kommunisten und Demokraten. Seine revolutionären und nationalen Kräfte erwiesen sich jedoch als zu schwach gegenüber den Spaltern in Ost und West, die ihnen in den Rücken fielen. Anstatt die Spalter abzuschütteln und seine Vereinigung selbst in die Hand zu nehmen, hatte das deutsche Volk die Spaltung letztlich mit sich geschehen lassen. Mit dem Verlust seiner nationalen Einheit trug und ertrug das deutsche Volk jahrzehntelang die schwere, schmerzvolle und blutige Kette seiner Spaltung, litt es schwer unter dem Kalten Krieg, den die Supermächte auf deutschem Boden austrugen, lebte es in ständiger Angst, wieder zum Schlachtfeld eines 3. Weltkrieges zu werden. Das deutsche Volk hätte auf Stalin hören sollen, dann wäre ihm viel Leid erspart geblieben. Es gibt nur eine Lehre daraus: In Zukunft besser auf die Lehren Stalins zu hören und dazu beizutragen, das sein großes Werk vollendet wird, nicht zuletzt auch im Interesse des deutschen Volkes.

 

Stalin war ganz bewusst für ein einheitliches, unabhängiges, demokratisches, friedliebendes Deutschland, nicht weil er etwa gar kein sozialistisches Deutschland wollte (wer so von Stalin denkt, hat Stalin nie begriffen!), sondern weil er gerade darin die maximalsten Voraussetzung für die Schaffung eines zukünftigen sozialistischen Deutschlands für gegeben erachtete. Und diese Linie haben wir Stalinisten in der ganzen Welt immer verteidigt. Ein Sozialismus in einem gespalteten Deutschland war früher oder später zum Scheitern verurteilt. Stalin war entschieden für die Einführung sozialistischer Maßnahmen, aber das musste taktisch klug angestellt werden, damit die misstrauisch gewordenen westlichen imperialistischen Mächte vor vollendete Tatsachen gestellt werden konnten. Stalin hat mit deutschen Vertretern alles vorher freundschaftlich beratschlagt wie man an den Aufbau des Sozialismus richtig herangehen muss. Die Revisionisten gaben vor, die Ratschläge von Stalin zu beherzigen und sie ehrlich umzusetzen, aber sie gingen nur halbherzig an diese Aufgabe heran, setzten schließlich alles aufs Spiel und verrieten Stalin und das deutsche Volk.

Nach Ansicht von Stalin waren die Westmächte verpflichtet gewesen, sich an das Potsdamer Abkommen zu halten und sie wären in einem vereinigten Deutschland mit einem verbindlichen Friedensvertrag nicht so einfach an Stalins Deutschlandpolitik vorbeigekommen. Die Bedingungen waren – zugegebenermaßen – eine Gratwanderung, aber dieses wegweisende Werk Stalins hätte durchaus Aussicht auf Erfolg gehabt, wenn ihm die Revisionisten in der SU und in Deutschland nicht in den Rücken gefallen wären, und vor allem, wenn das deutsche Volk Stalins Ratschlag konsequent befolgt hätte. Ulbricht widersetzte sich der Stalin`schen Linie und zögerte den Einigungsprozess Deutschlands nicht nur künstlich hinaus ( mit den Westalliierten zusammen!!), sondern sabotierte die Einheit ganz offen und direkt:

 

In Worten für die Einheit – in Taten für die Spaltung! Das war die revisionistische Linie Ulbrichts gegen die marxistisch-leninistische Linie Stalins in der Deutschlandpolitik.

 

Ja, Ulbricht ließ noch nicht einmal alle Stalinnoten zu den Vereinigungsverhandlungen in der DDR veröffentlichen !!

Natürlich wollte Stalin den Sozialismus in Deutschland, aber er wollte und konnte ihn dem deutschen Volk in keinster Weise aufzwingen oder sich in dessen inneren Angelegenheiten einmischen. Der Sozialismus in Deutschland kann nur von der deutschen Arbeiterklasse selbst aufgebaut werden und von niemandem sonst – das ist Marxismus-Leninismus- und an den hat sich Stalin gehalten, ob man es nun zugeben will oder nicht ! Das betraf auch die Haltung zu den Revisionisten in Deutschland. Sie zu entlarven sah er als seine Pflicht an. Ob aber die Arbeiterklasse Ulbricht an der Macht halten oder ihn stürzen würde, das zu entscheiden hat Stalin einzig und allein der deutschen Arbeiterklasse, dem deutschen Volk überlassen. Auch diese Frage sah er als innere Angelegenheit der Deutschen an, in die er sich nicht einmischte.

Was den Sozialismus anbelangte, so war er natürlich war er bereit, - aus der Distanz - als Freund des deutschen Volkes sozialistische Ratschläge und Unterstützung zu geben, aber Stalin vermied es tunlichst, den Westen mit plakativen Ausrufungen eines „beschleunigten Aufbaus des Sozialismus in Ostdeutschland“ (neuer Kurs Ulbrichts Referat auf der II. Parteikonferenz vom 9. - 12. Juli 1952) zu provozieren. Ulbrichts Linie war offen und frech gegen die Beschlüsse Stalins gerichtet. Stalin wollte den Kalten Krieg nicht unnötig anheizen, wollte den Imperialisten keine Vorwände zur Rechtfertigung ihrer verbrecherischen Machenschaften gegenüber dem deutschen Volk liefern. Er wollte die Vereinigung Deutschlands durch zügige Einigungsverhandlungen unter Dach und Fach bringen, um auf dieser Grundlage den Abschluss eines Friedensvertrages zu beschleunigen, dessen Entwurf er selber ausgearbeitet und unterbreitet hatte – und es gibt eine ganze Reihe von „Stalinnoten“, die beweisen, wie sehr er sich um die Beschleunigung dieses Friedensprozesses bemühte. Er richtete sein Augenmerk dabei gegen alles, was dies gefährden könnte, auch gegen Widerstände in seinen eigenen Reihen kurz vorm XIX. Parteitag. Auf dem XIX. Parteitag sagte Stalin in seiner Schlusswortrede am 14. Oktober 1952 – und dieses Zitat ist hier konkret auf die aktuellen Verhältnisse in Deutschland anzuwenden und also als allgemeiner Ausdruck seiner revolutionären Linie seiner Deutschlandpolitik zu werten:

 

Früher leistete es sich die Bourgeoisie, sich liberal aufzuspielen; sie trat für bürgerlich-demokratische Freiheiten ein und erwarb sich damit Popularität im Volke. Jetzt ist von Liberalismus auch nicht eine Spur geblieben. Es gibt keine so genannte 'Freiheit der Persönlichkeit` mehr – die Rechte der Persönlichkeit werden jetzt nur bei denen anerkannt, die Kapital besitzen, alle übrigen Bürger aber werden als menschlicher Rohstoff betrachtet, der nur zur Ausbeutung taugt. In den Staub getreten ist das Prinzip der Gleichberechtigung der Menschen und Nationen, es ist ersetzt durch das Prinzip der vollen rechte für die ausbeutende Minderheit und der Rechtlosigkeit der ausgebeuteten Mehrheit der Bürger. Das Banner der bürgerlich-demokratischen Freiheiten ist über Bord geworfen. Ich denke, dass Sie, die Vertreter der kommunistischen und demokratischen Parteien, dieses Banner werden erheben und vorantragen müssen, wenn Sie die Mehrheit des Volkes um sich sammeln wollen. Es gibt sonst niemanden, der es erheben könnte“ (Stalin Werke Band 17, Seite 189, KPD/ML 1973).

 

Was die Großbourgeoisie in Ostdeutschland anbelangte, so wählte diese den Weg nach Westen in die Emigration. Eben diese emigrierte Großbourgeoisie gehörte später zu den eifrigsten Vertretern des Revanchismus, zu den übelsten Anti-Stalinisten.

Wer am 17. Juni 1953 dieses stalinsche Banner über Bord geworfen hatte, war kein anderer als Walter Ulbricht, denn von einer Mehrheit des Volkes“, also der Einheit des deutschen Volkes, wollte dieser größte Spalter der Nation nichts wissen. Er hatte nur seine eigenen Interessen vor Augen.

Stalin war gegen Ulbrichts sektiererischen, abenteuerlichen Kurs, der mit der II. Parteikonferenz vom Juli 1952 eingeschlagen wurde. Postwendend folgte die Stalinnote vom 23. August 1952, um Ulbricht wieder auf Kurs zu bringen. Und was macht Ulbricht? Er tat so als würde er sich fügen, aber in Wirklichkeit widersetzte er sich den Parteibeschlüssen zur Wiedervereinigung und trieb stattdessen seinen spalterischen Kurs des „beschleunigten Aufbaus des Sozialismus“ immer weiter voran, so als hätte es nie einen 17. Juni 1953 gegeben. Er bekämpfte die Befürworter der stalinschen Deutschlandpolitik in den eigenen Reihen, beschimpfte sie alsFeinde des Sozialismus“, als Kapitulanten“ undSozialdemokraten“. Er stellte sie schließlich nach dem 17. Juni 1953 „als Parteifeinde“ kalt. In Wahrheit war es, der Erz-Revisionist Ulbricht selber, der mit seiner antistalinistischen Politik den Aufstand der Arbeiterklasse in der DDR mit provoziert hatte. Er ließ unzählige Provokationen vom Stapel, um auf Kosten der Einheit des deutschen Volkes Herrscher in seinem kleinen „Königreich“ zu werden, das die Sowjetunion ihm schön herrichten und finanzieren sollte. Er provozierte also alle Alliierten einschließlich die Sowjetunion, um deren Widersprüche für sich auszuschlachten. Nur, was hatte Ulbricht schon in Händen ? Nichts. Die Arbeiterklasse hatte er gegen sich aufgebracht, so dass ein Teil in den Westen und der andere Teil gegen ihn auf die Barrikaden ging. Ulbricht hatte die Sowjetregierung in enorme Schwierigkeiten gebracht: in Worten schwor er der Sowjetunion die Treue, aber in Taten verriet er sie. Dem Westen lieferte er mit seinem provokativem Auftreten Munition, sich Westdeutschland einzuverleiben. Die revisionistischen Sowjetführer waren verständlicherweise ziemlich sauer auf Ulbrichts Eskapaden, weil er ihre eigenen verräterischen Pläne durcheinander brachte und sie hatten seine Absetzung schon in der Tasche, die sie ihm auch vor seine eigene Nase hielten.

 

In Wirklichkeit musste Ulbricht schließlich die Kröte Chruschtschows am 2. - 4. Juni 1953 in Moskau schlucken, ob er es nun wollte oder nicht, er war und blieb nur ein kleiner Lakai, der dem Willen der neuen Moskauer Kreml-Zaren völlig ausgeliefert war. So paradox es auch klingen mag:

 

Im Endeffekt war es Berija, der Ulbrichts Kopf unfreiwillig gerettet hatte, obwohl er Ulbricht beseitigen wollte, mit der Folge, seinen eigenen Kopf zu verlieren. Die russischen Truppen der neuen Kreml-Zaren schützten die DDR-Regierung vor der Arbeiterklasse und nicht die Arbeiterklasse vor der DDR-Regierung.

 

Im Grunde genommen hätten die deutschen Marxisten-Leninisten noch zu Lebzeiten Stalins eine reelle Chance gehabt, die Machtpläne der Revisionisten zu vereiteln, ja selbst noch am Tag des 17. Juni 1953 war das noch, wenn auch sehr bedingt möglich, denn so gelähmt wie am 17. Juni waren die DDR-Revisionisten erst wieder 1989. Aber wie in der Novemberrevolution scheiterte die Arbeiterklasse daran, dass sie nicht über eine marxistisch-leninistische, über eine wahrhaft bolschewistische Partei verfügte. Das ist das ganze A & O der Schwäche der deutschen Arbeiterklasse und daraus muss die Arbeiterklasse endlich Lehren ziehen. Nach dem 17. Juni wäre der Arbeiterklasse der revolutionären Sturz des revisionistischen Regimes und die Vertreibung der Besatzertruppen nur noch mit Hilfe ihrer illegal aufgebauten bolschewistischen Partei gelungen. Und diese Partei hat tatsächlich existiert. Es war die KPD/ML, die 1975 in der DDR gegründet wurde. Historisch gesehen war es die einzige stalinistische Partei, die jemals in den revisionistischen Ländern für den revolutionären Sturz der revisionistischen Cliquen, und für den Sozialismus gekämpft hatte.

 

Stalin war gegen Ulbricht. Er wollte ein vereinigtes Deutschland, einen gesamtdeutschen Staat, einen Staat, in dem die Volksdemokratie verwirklicht wird, in dem dann Bedingungen für die Revolution und den Aufbau des Sozialismus vom deutschen Volk selbst geschaffen werden konnten. Stalin war niemals für einen solchen deutschen „Sozialismus“, in dem das deutsche Volk auf seine Einheit und seine demokratischen Rechte zu verzichten hätte.

Den Sozialismus kann keine gespaltene, sondern nur eine vereinigte Arbeiterklasse aufbauen.

Der Sozialismus kann nur durch eine vereinigte Arbeiterklasse, auf den von ihr selbst eroberten und verwirklichten demokratischen Grundlagen in ganz Deutschland aufgebaut werden – uns zwar unter der von der Arbeiterklasse geführten revolutionären, marxistisch-leninistischen Partei. Alles andere ist anti-proletarisch, anti-sozialistisch – und sozialistisch in Worten, aber revisionistisch in Taten - das war eben der SED-Staat – und zwar von Anfang an, was nicht heißt, dass die Arbeiterklasse keine Erfolge in Richtung Sozialismus aufzuweisen hatte. Trotz der revisionistischen Führung hatte die Arbeiterklasse in Ostdeutschland das Potsdamer Abkommen in herausragender Weise in die Tat umgesetzt, war sie auf dem Weg zum Sozialismus, kämpfte sie für den Sozialismus, aber ohne bolschewistische Partei waren die Anstrengungen der Arbeiterklasse begrenzt. Der Schwachpunkt war nicht die Arbeiterklasse, sondern die mehrheitlich revisionistische Führung, die am 17. Juni ihren vollkommenen Bankrott unter Beweis stellte. Spätestens am 17. Juni 1953 hätten die revisionistischen Führer um Ulbricht entmachtet und marxistisch-leninistische Führer an die Spitze der Partei gestellt werden müssen. Aber die SED selbst war ja ein Produkt der Einheit mit dem Sozialdemokratismus.

 

Man kann den Sozialdemokratismus nicht bolschewisieren, sondern den Sozialismus nur auf den Trümmern des Sozialdemokratismus aufbauen – das war die revolutionäre Linie Ernst Thälmanns.

 

Diese marxistisch-leninistische Lehre fand keine Anwendung, weil sie von niemandem auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Es gab nach dem Krieg Möglichkeiten genug und auch durchaus hoffnungsvolle Ansätze für eine wirkliche Diktatur des Proletariats auf deutschem Boden dank Stalin, aber sie wurden von den revisionistischen Führern verraten, im Keim erstickt und der Sozialismus war deshalb zum Scheitern verurteilt. Dieser revisionistisch-sozialdemokratische Verrat an der Arbeiterklasse, ihre revolutionäre Führungslosigkeit, ist unbestreitbar die wichtigste Lehre aus der deutschen Geschichte der Arbeiterklasse.

 

Was wollte Berija in Deutschland ? Berija tarnte sich mit der Deutschlandpolitik Stalins und darauf beruht auch der heutige Verrat der Berijaner. Berija wollte ein starkes menschewistisches Deutschland und kämpfte mit den menschewistischen Kräften in Deutschland gegen die bolschewistischen Kräfte der Deutschlandpolitik Stalins, die mit dem Tod Stalins einknickten. Für Berija stellte Deutschland ein Brückenkopf - Pakt zwischen einem restaurierten Kapitalismus in der UdSSR und dem angloamerikanischen Imperialismus dar, also ein Brückenkopf zur Verwirklichung seiner welt-hegemonistischen Pläne . Berija verfolgte also nicht die sozialistische Friedenspolitik Stalins, sondern eine imperialistische Kriegspolitik, bei der Deutschland als Aufmarschgebiet gegen den angloamerikanischen Weltimperialismus herhalten sollte. Deutschland sollte für Berija zum Schlachtfeld der Supermächte werden, um dort auf dem Rücken des deutschen Volkes den Kampf um die Weltherrschaft auszutragen.

Für Stalin war Deutschland genau das Gegenteil eines Brückenkopfes. ER betrachtete Deutschland als das entscheidende Schlachtfeld zwischen dem kapitalistischen und sozialistischen Weltlager, als Schauplatz des internationalen Klassenkampfes, wobei er von Anfang an großes Vertrauen zum deutschen revolutionären Proletariat hegte und dessen welthistorische Mission richtig einschätzte. Ein sozialistisches Deutschland wäre nicht nur für das deutsche Volk eine Erlösung vom deutschen Imperialismus, sondern nach dem Krieg hätte ein sozialistisches Deutschland das sichere Ende des Weltimperialismus bedeutet. Dem deutschen Proletariat einen ehrenvollen Platz im Kampf für die Weltmacht des Sozialismus zu weisen – und das deutsche Proletariat dabei zu unterstützen – das war die Linie seines proletarischen Internationalismus, der die Deutschlandpolitik Stalins folgte.

ER war es, der diese Linie nicht erst mit der Besetzung Hitlerdeutschlands verfolgte. Schon Lenin setzte seine Hoffnung auf das rote deutsche Proletariat als Brückenkopf zwischen der UdSSR und der Weltrevolution, und Stalin versuchte es in einen verlängerten Arm und erweiterte Basis zu verwandeln, indem er mit großem Einsatz die Linie des Genossen Ernst Thälmanns unterstützte und den deutschen Bolschewismus stärkte (auch durch bolschewistische Kritik und Selbstkritik!), wo er nur konnte. Berija aber wollte nicht etwa den deutschen Bolschewismus stärken, sondern diesen – ganz im Gegenteil - schwächen, ja ihn liquidieren. Berija wollte das alte revolutionäre Band zwischen dem Proletariat der UdSSR und dem Proletariat Deutschlands mit Hilfe des Mordes an Genossen Stalin durchschneiden. Berija konnte dieses Band zwar empfindlich beschädigen, aber nicht vernichten - solange es in der UdSSR und in Deutschland Stalinisten gibt, die dieses starke Band des proletarischen Internationalismus, eines der stärksten Bänder des proletarischen Internationalismus in der Zeit zwischen Marx und Stalin, treu verteidigten und heute weiter verteidigen.

Berijas und Chruschtschows Deutschlandpolitik waren ihrem anti-stalinistischen Wesen nach gleich, aber sie unterschieden sich in der taktischen Umsetzung, was natürlich weitreichende politische Folgen mit sich brachte – nicht zuletzt sollte dies den weiteren Verlauf der Geschichte des Berijanertums und die ideologische Motivation seines Einflusses auf die marxistisch-leninistische Weltbewegung maßgeblich bestimmen.

 

Wir kommen hier zur Beerdigungsfeier des Berijanertums – um uns von diesem dahingeschiedenen, einst so fanatisierten „agent provocateur“ innerhalb der anti-revisionistischen Weltbewegung für immer zu verabschieden. Für uns Stalinisten sind die Berijaner gestorben.

 

Der Putsch Berijas, angezettelt in der DDR gegen seine Rivalen in Moskau, wurde mit dem Putsch seiner Rivalen gegen ihn in Moskau umgehend gekontert und zerschlagen. Das war nicht nur das Atem beraubendste anti-kommunistische Kriminalstück hinter der Bühne der Weltgeschichte, sondern die schmerzhafteste Wunde, die dem Berijanertum jemals zugefügt wurde. Diese Wunde verursachte derartige Schmerzen, dass das herzzerreißende Stöhnen aus allen Schriften des Berijanertums nicht zu überhören ist. Diese Tantalusqualen, die die Berijaner seit Jahrzehnten bis zu ihrem Ende erdulden müssen, waren es, die zunächst unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere kameradschaftliche Solidarität mit ihnen erweckten. Wir glaubten anfangs tatsächlich, dass ihr Hass und unser Hass auf den modernen Revisionismus stalinistisch-hoxhaistischen Ursprungs seien und dass ihr Hass und unser Hass zu einer gemeinsamen Kraft gegen den Revisionismus zusammenwachsen würde. Wir merkten aber schnell, dass uns im Kampf gegen den Revisionismus Welten voneinander trennten, dass ihr konterrevolutionärer „Anti-Revisionismus“ und unser revolutionärer Anti-Revisionismus nicht nur miteinander unvereinbar waren, sondern sich auch feindlich gegenüberstanden, dass wir den ideologischen Kampf „wer-wen?“ unvermeidlich auszufechten hatten. Die Berijaner verurteilen alle , die die Tarnkappe des „Stalinismus“ abgeworfen hatten oder sich weigerten, sie wieder aufzusetzen.

 

Nur um diese berijanische Maske zu retten, sahen sie sich als Agenten des angloamerikanischen Imperialismus gezwungen, einen Scheinkampf gegen den Revisionismus zu führen. Von der Wirksamkeit oder Unwirksamkeit dieses Scheinkampfes gegen den Revisionismus hing es für diese angloamerikanischen Agenten ab, ihre Wühlarbeit in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung fortsetzen zu können oder nicht. Mit der Entlarvung dieses Scheinmanövers hat die Komintern / ML das Schicksal des Berijanertums besiegelt und somit einen Sieg des Zurückdrängens des bürgerlichen Einflusses des Weltimperialismus innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung errungen.

 

Dies ist ein kleiner Beitrag, den die Komintern / ML zur ihrer Befreiung von bürgerlichen Einflüssen geleistet hat, der die marxistisch-leninistischen Weltbewegung insgesamt stärken wird und der das Vertrauen der treu ergebenen Marxisten-Leninisten in die Komintern / ML genauso festigt wie das Vertrauen der treu ergebenen Komintern / ML in die marxistisch-leninistische Weltbewegung.

Aus der Liquidierung Berijas durch die Chruschtschowianer lässt sich von uns Stalinisten das tiefe Trauma der Berijaner nicht einmal annähernd erahnen, welches sie zur blinden Wut anstachelte, eine Wut, mit der sie sich am Ende selber entlarvt haben und die sie nun begraben müssen, weil ihr Ziel verfehlt ist. Solange das Berijanertum durch den Mord an Berija fieberhaft um Vergeltung, um seine politische Daseinsberechtigung kämpfen musste, war es für uns Stalinisten eine große Gefahr. Da wir aber nun dem Berijanertum ideologisch die verbitterten Zähne gezogen haben, kann sich das von innerer Unrast getriebene Berijanertum endlich zur Ruhe setzen und sich aufs Altenteil der Geschichte zurückziehen.

Wir helfen den Berijanern im Grunde nur solidarisch dabei, sich von ihrem schrecklichen Trauma zu befreien. Nun haben wir das Berijanertum neben seinem Berija begraben, damit beide in Ewigkeit vereint in Frieden ruhen können.

 

Die verbrecherische Deutschlandpolitik Chruschtschows haben wir Stalinisten seit über 40 Jahren in Wort und Tat bekämpft und wir wollen hier unseren marxistisch-leninistischen Standpunkt gegenüber dem modernen Sowjetrevisionismus nicht unnötig wiederholen. Wir wollen nur an die Tatsache erinnern, dass Berija und Chruschtschow zwar schon zu Lebzeiten Stalins Rivalen waren, was sie aber nicht daran hinderte, gemeinsam die Verschwörung gegen den Stalinismus zu planen und durchzuführen. Der Verrat an Stalins Deutschlandpolitik, der Verrat am Sozialismus in Deutschland, der Verrat an der deutschen Arbeiterklasse und ihrer Revolution, der Verrat am deutschen Volk - geht also auf ihrer beider verbrecherisches Konto !!

 

Berija wollte den russisch besetzten Teil Deutschlands als Kriegsbeute an die Amerikaner um jeden Preis und ohne jede Bedingungen für 10 Milliarden Dollar verkaufen. Berija verzichtete bewusst und vollständig auf die historische Option der weiteren Ausbreitung des Sozialismus, um damit bei den reichen Amis Kasse zu machen. Berija spekulierte auf die Nachkriegskonjunktur und wollte die Konjunktur des Kalten Krieges auszunutzen für Zugeständnisse an die kapitalistischen Staaten, um sie zu neutralisieren und von ihnen Unterstützung zu erhalten für die Restauration des Kapitalismus in der UdSSR. Berija betrachtete Deutschland als Schacherobjekt bei seinen internationalen Transaktionsplänen, sowie alle anderen Vertreter der Großmächte dies im Interesse ihres Welthegemoniestrebens taten. Die großen Siegerfische verschlucken die besiegten und kleinen Fische. Ostdeutschland sollte ein autonomes Gebiet im vereinigten Deutschland sein. Er tat dabei gerade so, als würde er auf Deutschland einen Besitzanspruch haben. Das Schicksal des deutschen Volkes ging ihm am Arsch vorbei. Die für die „Transaktion“ notwendigen Sondierungen mit dem Westen, unter anderem auch mit Adenauer sollten unter strengster Geheimhaltung von seinen eigenen Geheimdienstleuten durchgeführt werden und zwar an Molotow und dem Außenministerium, und vor allem an der KPdSU, vorbei. Erst in einer zweiten Gesprächphase sollte Molotow eingeschaltet werden, wenn er die Sache schon gedeichselt hatte und Molotow nur noch unterzeichnen konnte. Maßgebend für Berijas Deutschlandpolitik war ein abenteuerlicher Alleingang eines Intriganten, der seine Kriegskünste und militärische Potenz maßlos überschätzte. Berija richtete seine menschewistische Geheimdiplomatie gegen Stalin, um sie nach dessen Tod noch viel weiter auszudehnen. Er war aber nicht nur ein gerissener und skrupelloser Geheimdiplomat, sondern zog auch seine Fäden zur Provokation eines Putsches gegen den Erzrevisionist Ulbricht. Beija war maßgeblich für die blutigen Ereignisse des 17. Juni verantwortlich. Schon bald verlor die SU die Kontrolle über die Ereignisse in Deutschland, nicht zuletzt auf Grund von Berijas abenteuerliche Offensive. Im Mai und Juni 1953 fanden zwischen Moskau und DDR Debatten statt. Wollweber, Zaisser und andere Nachrichtenoffiziere Berijas berichteten über einen tiefen Riss in der ostdeutschen Führungsspitze infolge von Ulbrichts Aussage (!!!!). Nach Ulbrichts „unbedachten Äußerungen“ (Sudoplatow. Seite 422) sei das Ziel ein von der SU hochgepäppelter SED- Staat der „Diktatur des Proletariats“ - also kein Sozialismus, sondern eine Kolonie der revisionistischen SU. Genau diese Aussage heizte den Bruch mit dem bisherigen Stalinschen Kurs der Vereinigung Deutschlands an. Judin wurde gerügt. Molotow forderte vom Präsidium eine Resolution, dass das Ziel des beschleunigten Aufbaus des Sozialismus in Deutschland falsch sei. „Doch“ (???? Sudoplatow S. 423) Berija, der ein neutrales, vereinigtes Deutschland anstrebte, war der Meinung, mit einem instabilen sozialistischen Deutschland, dessen Bestehen ständig von der Unterstützung der SU abhinge, sei nicht gedient. Molotow widersprach aufs Heftigste und bald richteten Berija, Malenkow und Molotow eine Kommission zur Ausarbeitung der künftigen sowjetischen Politik für Ostdeutschland ein. DDR und Polen sollten als sozialimperialistische Kolonien hochgepäppelt werden. Das bedeutete aber Abschied von der Wiedervereinigung, Abschied vom Vermächtnis Stalins, dass das deutsche Volk selber über sein Schicksal entscheidet. Das bedeutete, dem deutschen Volk seine Nation, seine Einheit zu rauben, bedeutete dem Willen der Supermächte gnadenlos ausgeliefert zu sein, Deutschland auszubeuten und zu unterdrücken. Das war der SU-Plan zur Versklavung Deutschlands. Berija wollte Einvernehmen mit dem Westen, dass jeder sein Stück Kuchen „friedlich“ mit nach Hause nimmt. Er war mit den Forderungen der Westalliierten einverstanden dass sich die Sowjetunion von ihren Sozialismusplänen in Deutschland für immer verabschiedet.

 

So fügt sich das Puzzle des Berijanertums zusammen, aus dem – getarnt mit Berijas „Verteidigung“ der stalinschen Deutschlandpolitik – in Wahrheit die Fratze einer Agentur des angloamerikanischen Imperialismus in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung hervorschaut.

 

Berija inszenierte den 17. Juni 1953. Das war wirklich das Werk der Westalliierten, aber ohne Berija nicht durchführbar. Berija putschte in Ostberlin gegen die Chruschtschowianer. Der Putsch wurde niedergeschlagen und der Putschist erschossen. Am 17. Juni wurde Zaisser aus der SED ausgeschlossen. Zaisser und Herrnstedt waren die Leute, die in der DDR den „Neuen Berijanischen Kurs“ der revisionistischen Sowjetführer umsetzen sollten. So wie in der UdSSR Berijas Superministerium aufgelöst wurde, so degradierten die Chruschtschowianer auch den MfS in ein Staatssekretariat des Innenministeriums (Minister Stoph, Sekretär Wollweber, Stellv. Sekretär Mielke. Ulbricht verstand es, Berijas Mielke zu seinem Mann zu machen, insbesondere, nachdem Berija liquidiert worden war. Zaissers Schiene lief indirekt über Berijas Mann Gogolidze (Gespräche am 20. und 24. Juni 1953), während Mielke mit Berija vorher noch in direktem Kontakt stand. Mielke war Berijaner und Ulbricht in der Zwickmühle. Aber mit Hilfe der Chruschtschowianer rettete er seinen Kopf, was ihn zu einem der widerlichsten Speichellecker Chruschtschows machte.

 

Was sich im Großen in der UdSSR zwischen den Berijanern und Chruschtschowianern abspielte, das spiegelte sich im Kleinen auch zwischen den beiden revisionistischen Fraktionen in der DDR wider. Der 17. Juni 1953 war Ausdruck des Machtkampfes zwischen den Berijanern und den Chruschtschowianern.

 

Die einen stützten sich auf die Macht des Staates und seinen Staatstruppen Berijas, die anderen auf die Macht der Partei, auf die Macht der Armee Chruschtschows. Die „mächtigen Anti-Stalinisten der Parteisiegten über die „mächtigen Anti-Stalinisten des Staates, sowohl in der UdSSR als auch unmittelbar darauf in der DDR.

Der Kampf um die DDR war alles andere als ein Kampf zwischen Menschewiki und Bolschewiki, sondern ein Machtkampf zweier rivalisierender Gruppierungen des Anti-Stalinismus, wobei die deutschen Berijaner rechts [reformistisch !!] vom Chruschtschowianer Ulbricht (revisionistisch!!) standen. In der Deutschlandpolitik verstecken sich die Berijaner heute weiterhin hinter dem Stalinismus, was sie gefährlicher erscheinen lässt, während die deutschen Chruschtschowianer spätestens mit dem XX. Parteitag ihre stalinistische Tarnkappe mit der leninistischen Tarnkappe eintauschten. „Prinzipienfest“ blieben die Berijaner lediglich gegenüber ihrer stalinistischen Tarnkappe – und ihre Wut über uns Stalinisten ist verständlich, wenn wir ihre betrügerische Art und Weise von „Prinzipienfestigkeit“ nicht mit einer Eintrittskarte in die marxistisch-leninistische Weltbewegung belohnen.

 

Was sich im Präsidium der KPdSU nach Stalins Tod abspielte, das kam schließlich am Aufstand des 17. Juni 1953 in der DDR offen zum Ausdruck. Von einigen Historikern ist zu hören, dass Berija bereits am 16. Juni 1953 die Straßenaufmärsche zum Sturz Ulbrichts heimlich angezettelt haben soll. Erstens passt das zum Handwerkszeug Berijas, Aufstände zu provozieren und zweitens versuchte er, die Präsidiumsmitglieder durch vollendete Tatsachen zum Handeln zu zwingen, nämlich Ulbrichts Pläne zu vereiteln, sich von der Sowjetunion „sozialistisch“ beschenken zu lassen, und aus den festgefahrenen Deutschland-Verhandlungen der Alliierten sein eigenes Königreich aufbauen zu lassen. Es gibt Leute, die Berija dafür Beifall klatschen, aber Berija hatte dabei ja gar nicht die Verteidigung der marxistisch-leninistischen Linie Stalins im Auge- er stand noch weiter rechts als Chruschtschow – das ist doch die Wahrheit, die mit dem 17. Juni 1953 zu Tage trat. 1953 Zaisser wurde mit Berija in Verbindung gebracht und Chruschtschow beauftragte Ulbricht, ihn abzusetzen:

 

Was tun Sie mit einem Minister für Staatssicherheit, der uns über ideologische Divergenzen in ihrer Partei unterrichtet? Das entspricht ganz der Tradition von Berija und Merkulow“.

 

Der MfS war vom KGB kontrolliert, das heißt, sowohl Zaisser als auch Wollweber haben im Auftrag der sowjetischen Revisionisten interne Informationen über die SED-Führung weitergeleitet – waren NKWD-Offiziere, die Berija und nach dessen Liquidierung Chruschtschow in die Hände arbeiteten.

Statt auf die Verlangsamung des Tempos des Sozialismus und auf die Hinarbeit zur Einheit einzugehen, der Linie, die am 5. Juni 1953 von der SU vorgegeben wurde, zögerte Ulbricht diese Entscheidung hinaus. Seit Stalins Tod war dieser politisch von der Sowjet-Führung bereits begraben worden. Die Ulbrichts bedienten sich hingegen nach Stalins Tod weiterhin des „Personenkults“, um ihren Sozialfaschismus mit dem „Sozialismusaufbau“ zu tarnen. Als er in dieser brenzligen Situation auch noch 2 Wochen Bedenkzeit haben wollte, wurde ihm von Semjonow erklärt, dass sein SED-Staat dann schon bereits auf ein autonomes Gebiet in einem wiedervereinigten Deutschland reduziert sein kann !! Das hätte den Untergang Ulbrichts bedeutet. Da Ulbricht sich weigerte, wurde von Berija, Malenkow und Chruschtschow seine Absetzung beschlossen – all das beweist, dass es in der DDR nie die Diktatur des Proletariats gegeben hat, dass also auch von einem proletarischen Sozialismus nie die Rede sein konnte.

 

Insofern waren die Befehlshaber der sowjetischen Panzertruppen am 17. Juni 1953 keine Befehlshaber von sozialistischen Befreiungstruppen mehr, die zur Entstehung eines neuen, demokratischen, unabhängigen und friedliebenden Deutschlands beigetragen hätten, sondern sozialimperialistische Besatzertruppen, die das Anheizen des Kalten Krieges auf Kosten des deutschen Volkes mit verschuldet hatten, ganz im Interesse von Sozialimperialisten ! Wer aber befehligte die Niederwerfung des Aufstandes vom 17. Juni 1953 ? Das war kein anderer als Berija ! Er befahl Gretschko und Semjonow, den Aufstand mit Truppen der Roten Armee niederzuschlagen, angeblich „um den Westen an den Verhandlungstisch zu zwingen“.

 

Warum nahm er aber dabei die brutale Niederschlagung streikender Arbeiter in Kauf? Streikende Arbeiter unter Beschuss zu nehmen und sie mit Panzer zu überrollen, das konnte wohl kaum imstalinschen Geiste des proletarischen Internationalismus“ geschehen sein und das ist auch der Punkt, wo man sich entscheiden muss, ob das die Tat eines Marxisten-Leninisten sein konnte oder nicht. An den Ereignissen des 17. Juni 1953 scheiden sich die Geister !!!

 

Die militärische Intervention des 17. Juni 1953 hat jedenfalls nicht nur dem deutschen Volk, nicht nur dem sowjetischen Volk, sondern allen Völkern der Welt mehr geschadet als genutzt. Zwei Tage später war Berija schon seines Amtes enthoben. Gretschko erhielt den Auftrag, mit Hilfe der GRU alle hohen Funktionäre des sowjetischen Staatssicherheitsdienstes festzunehmen. Berijas geheime Sondierung mit den Alliierten war im Keim erstickt worden. Am 29. Juni 1953 widerrief das Präsidium offiziell Berijas Deutschland“politik“.

Wollweber informierte Berija über die zunehmende Unruhe in Deutschland, die durch wirtschaftliche Engpässe und Lähmung der Regierungsbürokratie verursacht sei. Am 12. Juni 1953 verabschiedete das Präsidium „Maßnahmen zur Schaffung einer stabilen politischen Situation in der DDR“. Ulbricht sollte gezwungen werden, seinen Kurs zu ändern. Dieses „Maßnahmen“-Dokument ist bis heute „unauffindbar“. Ulbricht nahm Berijas Verhaftung als Anlass, seine Gegner in der Führungsspitze (Zaisser und Hernnstedt) zu bezichtigen, mit Berija gemeinsame Sache gegen ihn gemacht zu haben.

 

Berijas zwielichtige Haltung in der Deutschlandfrage klärt sich ganz schnell und grundlegend in seiner Haltung zur Jugoslawienfrage und zur Ungarnfrage auf.

 

Doch kurz zuvor noch ein Abstecher zum MfS:

Mielke war nach dem Krieg in der Sowjetunion. 1946 wurde der DV dl gegründet. Berija richtete schon 1946 seinen Sicherheitsapparat in der SBZ ein (NKWD/NKGB bzw. MWD/MGB).

Stalin errichtete mit dem Politbürobeschluss vom 28. 12. 1948 einen eigenständigen Geheimdienst ein „zum Schutz der Volkswirtschaft“. Ulbricht Pieck und Grothewohl arbeiteten zu jener Zeit insgeheim gegen Abakumow und damit gegen Stalin.

Am 8. 2. 1950 erfolgte die Gründung des MfS mit Zaisser als Leiter und Mielke als Stellvertreter. Übrigens entspricht das Vernichten von StaSi-Akten genau der Methode Berijas. Alles, was ihn belastete, was seine Verbrechen ans Tageslicht bringen könnte, wurde vernichtet. Aber aus dem „Wenigen“, was übrig blieb, ist ein Riesenberg von Verbrechen sichtbar geworden. Berijas Verbrechen sind heute noch wie die Spitze eines Eisbergs.

 

Der sozialfaschistische StaSi der DDR – eine Kreatur Berijas !!!

 

Nebenbei“ bemerkt: Berija hatte seine Geheimdienstoffiziere in allen Volksdemokratien, so auch in der DDR. Mielke, der unsere KPD/ML jahrelang als „Staatsfeind Nr. 1“ mit hunderten von OMs und IMs verfolgte, war stolz darauf, ein Schüler Berijas gewesen zu sein. Mielke lernte also sein Folterhandwerk direkt von seinem Herrn Berija, der (s)ein „Meister“ (Kerkermeister) im Kampf gegen uns Stalinisten, gegen uns Marxisten-Leninisten war ! Unsere Sektion DDR der KPD/ML wurde von Berijas Schülern zerschlagen ! Und bis heute haben die Schüler Berijas, wie der ehemalige StaSi-Agent Herbert Polifka , in der abgespalteten „KPD/ML“ (Roter Stern) Spalterei betrieben. Man lese seine plumpe und dümmliche Geschichtsfälschung über den „ 40. Jahrestag der KPD/ML“ (in dem von ihm dreist usurpierten „Roten Stern“) und man versteht, um was für einen kleinen liliputiner Spitzel es sich hierbei tatsächlich handelt!.Bei uns wird die Geschichte der KPD/ML (Roter Morgen) nicht von Putin, sondern von Genossen geschrieben, die dieser Partei und dem Genossen Ernst Aust seit 1970, also fast 40 Jahre lang, treu gedient haben und weiter treu dienen !

Jeder weiß , warum die Berijaner bis heute unsere marxistisch-leninistische Sozialfaschismus-Theorie bekämpfen. Es gibt dafür nur einen einzigen Grund:

 

Das Berijanertum ist selber eine sozialfaschistische, konterrevolutionäre Ideologie, die von den Berijanern als geheime Waffe in die Reihen der Marxisten-Leninisten geschleust worden ist.

 

Insofern können sich die Menschen an Hand der Verbrechen des StaSi, der Verbrechen der Berijaner in Deutschland, eine annähernde Vorstellung davon machen, wie Berijas StaSi in der UdSSR und in den Volksdemokratien gewütet haben musste. So einen so genannten „marxistisch-leninistischen“ StaSi in unserem Weltsozialismus der Zukunft – Nein Danke! Niemals !

Berija benutzte die kurz nach Stalins Tod von ihm angeordnete Amnestie von politischen Schwerverbrechern, um sie für seinen Geheimdienst gegen Stalinanhänger einzusetzen. Wer hätte einen größeren Hass auf Kommunisten, auf den Stalinismus, gehabt als diese freigelassenen Häftlinge? Dies waren schließlich Berijas treueste Diener bei der Ausrottung und Verfolgung ihrer ehemaligen „Peiniger“, die sie hinter Gitter gebracht hatten. Gründlich wie er war, blieb diese Amnestie nicht auf russischem Boden beschränkt. Diese Methode wandte er in allen Unionsrepubliken, im ganzen Ostblock und auch in ganz Deutschland an (also nicht nur in der DDR!):

Berija amnestierte Naziverbrecher genauso wie es der CIA machte ! Wozu ? Er setzte sie u.a. als Agenten gegen Kommunisten ein, also Agenten, die schon mit der Gestapo genügend Erfahrung hatten, 100.000e von KPD-Genossen und deutschen Antifaschisten umzubringen. Es ist bekannt, dass die Komintern /ML davon überzeugt ist, dass Genosse Ernst Thälmann nicht von der Gestapo allein ermordet wurde, sondern dass die Nazis sich ihrer Informanten innerhalb der KPD und der Komintern bedienten, die Genossen Ernst Thälmann auslieferten, um ihn als unbequemen, politischen Gegner aus den eigenen Reihen zu entfernen (seine Treue zu Stalin und dessen Sozialfaschismus – These, sein Kampf für die sozialistische Revolution, für die soziale und nationale Befreiung des deutschen Volkes, all das war hinderlich auf dem Weg zur bürgerlichen „Demokratie“, war hinderlich für den Antikommunismus, war hinderlich im Kampf gegen Stalin!). Vom Thälmann-Stab überlebte nicht ein einziger ! Die Stalinisten ermordet und die Revisionisten alle am Leben – das ist doch mehr als merkwürdig!!! Hingegen solche Kapos der Nazis wie Honecker sie überlebten Buchenwald, machten revisionistische Karriere und wurden zu schlimmsten Feinden der deutschen Arbeiterklasse und des deutschen Volkes ! Dieser Verrat lässt sich bis in die Komintern, bis ins EKKI verfolgen – und wir haben die Namen der Verräter genannt: Pieck und Ulbricht ! Wo waren sie die ganze Zeit abgeblieben? Sie waren einzig und allein mit ihrem Verrat an Thälmann, mit ihrem Verrat an der KPD beschäftigt! Haben sie in Deutschland als Kommunist für den Sturz Hitlers gekämpft? Nein! Ulbicht hat sogar befohlen, dass das Wort „Nazi“ aus dem Vokabular der KPD zu entfernen sei. Zur Zeit des Hitler-Stalin-Pakts stellten sie den antifaschistischen kampf ein, sabotierten und bekämpften sie die Antifaschisten und mit ihnen ihre Kumpanen in der Komintern. Sogar die revisionistischen Positionen des VII. Weltkongresses verschwanden in der Versenkung. Dieses Revisionistenpack hat die KPD und ihre Genossen auf allerschändlichste Weise ihrem Schicksal überlassen !

 

Sie haben systematisch die Liquidierung der bolschewistischen KPD-Ernst Thälmanns und ihrer Führer betrieben. Sie sind Mörder am deutschen Kommunismus !

 

Haben sie während des Stalin-Hitlerpaktes auch nur einen Finger gekrümmt, um für die sozialistische Revolution in Deutschland zu kämpfen? Nein, sie haben noch nicht einmal ein Sterbenswörtchen der leisesten Kritik an Hitler von sich gegeben. In diesem Zeitraum ist in den „Werken“ Ulbrichts gähnende Leere. Was da verschwiegen wurde, entlarvt Ulbricht als Kollaborateur Hitlers ! Hauptfeind war nun plötzlich nicht mehr der Hitlerfaschismus, sondern der englische und französische Imperialismus! Sie haben die deutschen Kommunisten, die tapfer gegen den Hitlerfaschismus in ihrer Heimat kämpften und dort für den Kommunismus ihr Leben ließen, verraten. Diese „pieckfeinen Herren“ ließen die Illegalen in Stich, amüsierten sich in Moskau, ließen es sich dort gut gehen und warteten ab, bis die Rotarmisten Deutschland vom Hitlerfaschismus befreit hatten, um dort ihre Karriere auf Kosten der Sowjetvölker zu machen. Schmarotzer ! Parasiten am Körper der Kommunisten ! Als die Drecksarbeit erledigt war, bezogen sie – ohne irgendeinen Kratzer während Krieg und Faschismus auf ihrer „weißen Weste“ abbekommen zu haben - in Berlin ihre eigenen Hotels – ein guter Tausch mit ihrem Hotel in Moskau , ließen sie sich das Bett von den Sowjetvölkern machen, in das sie sich nur noch reinzulegen brauchten – so sah ihr persönlicher „friedlicher“ Weg zum Sozialismus aus – eine Schande für das revolutionäre deutsche Proletariat! Diese Antifaschisten“ wurden in ihren Moskauer Hotels herrschaftlich beköstigt, während Ernst Thälmann im KZ schmachtete ! Ernst Thälmann war der beste Stalinist, den das deutsche Volk hervorgebracht hattePieck, Ulbricht und Honecker waren Antistalinisten, waren die größten Verräter am Kommunismus, die Deutschland jemals hervorgebracht hatte ! Wenn diese revisionistischen Verbrecher nicht wären, wäre Thälmann am Leben und frei , wäre die KPD eine bolschewistische Partei geblieben, sähe es in Deutschland nach dem Krieg anders aus, würden wir vielleicht schon lange in einem vereinten, unabhängigen und sozialistischen Deutschland leben! Klar, dass der MfS die Geheimnisse ihres Verrats hütete.

 

Laut Sudoplatow gäbe es angeblich „zwei Ursachen“ für den Aufstand des 17. Juni: erstens die Anführer der Rebellierenden erkannten die Handlungsunfähigkeit der Regierung. Zweitens Ulbricht habe den Aufstand provoziert, indem er sich weigerte, der Forderung der streikenden Arbeiter nach Lohnerhöhung nachzukommen. Sudoplatows Meinung nach spielten beide Faktoren eine Rolle.

Zwei Tatsachen verschweigt Sudoplatow allerdings: erstens, dass Berija den Aufstand einen Tag vorher ( am 16. Juni 1953) von ausgewählten SED-Mitgliedern provozieren ließ, also initiiert hatte und zweitens, dass die Amis ihrer Taktik vom „Befreiungskampf“ der DDR-Bevölkerung folgten und dafür Berija Flankenschutz gaben.

Von einem westlich initiierten Aufstand wie ihn Ulbricht darstellte, erwähnte Sudoplatow natürlich kein einziges Wort, denn damit hätte Berijas „Deal“ mit dem Westen aufgedeckt werden können, der vorher auf dem Wege des Geheimdienstes, also auf dem Wege Sudoplatows, informiert worden war. 1939 -1953 war Berija Sudoplatows Mentor! Wer den Ehrenkodex des KGB kennt, der weiß, was Sudoplatow Berija bis in den Tod schuldig ist ! 1953 war Sudoplatow Berijas rechte Hand im KGB! Im Auftrage Berijas öffnete Sudoplatow den Imperialisten die Tür ins Zentrum Moskaus !

 

Als der Name Berija nach 1991 erneut in der Öffentlichkeit auftaucht, als Russland damit begann, seine Archive zu öffnen und kritische Stimmen gegen Berija wieder lauter wurden, da bricht Sudoplatow sein Schweigen, denn nun musste Berija in Schutz genommen werden, galt es zu retten, was noch zu retten war – natürlich so wir er es von Berija, wie er es als Geheimdienstler verinnerlicht hat – ablenken und Spuren verwischen mit Worten wie „ der Schurke Berija“ usw. usf. Just zu dieser Zeit und im gleichen Augenblick (Anfang der 90er Jahre - also mit dem Ende der revisionistischen Sowjetunion) begannen die Berijaner im Weltmaßstab Berija als „Marxisten-Leninisten“ zu preisen und für ihn die Propagandatrommel zu rühren. Ein Zufall? Nein, die Wahrheit ist vielmehr diese:

Sowohl die Veröffentlichungen von Sudoplatow über denSchurken Berija“ als auch die Veröffentlichung über denMarxisten-Leninisten“ Berija waren initiiert von den gleichen anti-stalinistischen Drahtziehern– von den amerikanischen Geheimdiensten !!!

 

Sudoplatow, hat von den Plänen John Foster Dulles natürlich gewusst, aber sie verschwiegen, denn die USA denken gar nicht daran, hierüber sensible Akten zu öffnen, denn sie haben schließlich den Kalten Krieg gewonnen.

Als Sieger konnten sie die sowjetischen Archive nun öffnen, um erneut Öl auf ihr Feuer des Antistalinismus zu gießen ! Und die Person Berija kam ihnen hierfür gerade Recht !

Öffnen musste das besiegte Russland seine Archive also nur deswegen, um damit das große „Unheil“ zu offenbaren, welches der Kommunismus über die Menschheit gebracht hatte und dass die „zivilisierte Welt“ die Menschheit von diesem „kommunistischen Alptraum befreit“ hat.

Die USA planten mit ihrer psychologischen Kriegsführung von Anfang an, sich die wirtschaftliche Not der Bevölkerung in den Volksdemokratien zunutze zu machen ( und das tat Berija auf der „Gegen“seite mit Sudoplatows Unterstützung).

Die USA bombardierten die Bevölkerung mit pro-westlicher Propaganda und forderten sie auf „sich zu befreien“ („Captive People“). Der in den 90er Jahren veröffentlichte geheime „Carroll-Speyer-Report“ drückte deutlich aus, was unter „taking the offensive“ zu verstehen war: „Die Befreiung der DDR aus dem Machtbereich der UdSSR“. Mit der Losung: „Objectives and actions to exploit the unrest in the Satellite“ wurde im gesamten Einflussbreich der Sowjetunion der konterrevolutionäre Widerstand organisiert, wurden die Regierungen von westlichen Geheimdiensten ( wie von Berijas Geheimdienst auch) paralysiert, die Unruhen geschürt und propagandistisch ausgeschlachtet. CIA - Emigranteneinheiten gab es schon seit den 40er Jahren, die dann auch in den 50er Jahren die Unruhen in den volksdemokratischen Ländern und in den Republiken der Sowjetunion unterstützten. Die russischen Truppen taten das Ihrige.

 

Das war die „Friedenspolitik“ der westlichen Alliierten, die sich um keinen Zentimeter von der „Friedenspolitik“ Berijas unterschied! Sie standen in einer Einheitsfront gegen die Friedenspolitik Stalins !

 

Und Sudoplatow, dieser „Handlanger der Macht“ Berijas ? Er machte sich später im Afghanistankrieg zum Handlanger der sowjetischen Sozialimperialisten, indem er die teuflischsten und verbrecherischsten Kriegspläne für den Überfall auf Afghanistan ausheckte und dafür von diesen belohnt wurde. Sudoplatows Vorschläge für Partisanenausbildung wurden 1979 in Afghanistan umgesetzt ! Damit brachte er die sozialimperialistische Fratze seines ehemaligen Gebieters noch einmal deutlich zum Ausdruck!

 

Stalin schreibt:

Ich denke (bei der nationalen Frage) erstens an die Abweichung zum großrussischen Chauvinismus und zweitens an die Abweichung zum lokalen Nationalismus. Diese Abweichungen sind nicht so augenfällig und draufgängerisch wie die „linke“ und die rechte Abweichung. Man könnte sie schleichende Abweichung nennen. Dies bedeutet aber noch nicht, dass sie nicht existieren. Nein, sie existieren, und – was die Hauptsache ist – sie nehmen zu. Das kann keinem Zweifel unterliegen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, weil die ganze Atmosphäre zugespitzten Klassenkampfes zu einer bestimmten Verschärfung der nationalen Reibungen führen muss, die ihre Widerspiegelung in der Partei finden“ (Band 12, Seite 316).

 

Und genau das nutzte Berija gegen Stalin aus, genau das unterschied die Außenpolitik Stalins von der „Außenpolitik“ Berijas.


Der 17. Juni 1953 läutete den Vormarsch des sowjetischen Sozialimperialismus ein. Die KPD/ML war die einzige Partei , die vom gesamten Boden Deutschland aus, einen revolutionären Kampf zur Befreiung des deutschen Proletariats führte, sowohl gegen die beiden Supermächte als auch gegen die Bourgeoisie im westlichen und östlichen Teil der geteilten deutschen Nation.

Der 17. Juni 1953 ist ein Gedenktag an alle Opfer, die das deutsche Proletariat und das deutsche Volk gebracht haben für den revolutionären Kampf um den Sozialismus.

Der 17. Juni 1953 erinnerte an den heldenhaften Beitrag, den das deutsche Proletariat zur Stärkung des proletarischen Internationalismus geleistet hat.

Der 17. Juni 1953 ist aber nicht nur ein Gedenktag, sondern ein Aufruf an das Weltproletariat und die unterdrückten Völker, den Kampf gegen den Weltimperialismus und seine Lakaien, die Bourgeoisie aller Nationen auf revolutionäre Weise fortzusetzen, bis der Weltsozialismus gesiegt hat mit der Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats !

 

Es lebe der 17. Juni 1953

der Arbeiteraufstand gegen den Sozialfaschismus !

 

 

 

 

[Wir veröffentlichen anschließend an dieser Stelle auch den folgenden Artikel erneut.

Er stammt vom 17. Juni 2003 ]

 

Vor 50 Jahren:

17. Juni 1953

 

Bis zum heutigen Tag verging kein Jahr, in dem der deutsche Imperialismus nicht versuchte, die historischen Ereignisse vom 17. Juni 1953 für seine revanchistischen Ziele auszuschlachten und seine Expansion gen Osten voranzutreiben. Nach der Einverleibung der DDR ist das Hegemoniestreben des deutschen Imperialismus , die Völker des Ostens unter dem deutschen Stiefel im Rahmen der EU-Osterweiterungspläne zu versklaven und zu unterdrücken, ist die Kriegsgefahr, die vom deutschen Imperialismus ausgeht, noch nie so groß gewesen wie jetzt. Die KPD/ML hat seit ihrer Gründung gegen den Revanchismus und die Kriegstreiberei des deutschen Imperialismus einen erbitterten Kampf geführt mit dem Ziel der Beseitigung des deutschen Imperialismus durch die sozialistische Revolution in ganz Deutschland. Wir nehmen den 50. Jahrestag des 17. Juni als Anlass, für die revolutionären Ziele der KPD/ML weiter zu kämpfen für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland.

Mit dem verlogenen kapitalistischen “Tag der deutschen Einheit“ erträumten sich die westdeutschen Imperialisten nicht etwa die nationale Einheit des deutschen Volkes, sondern die Einverleibung der DDR.

Sowohl die alten Faschisten des Adenauer - Regimes als auch die neuen Sozialfaschisten des Ulbricht-Regime waren gemeinsam Verräter an der Einheit Deutschlands, waren die beiderseits größten Spalter der Nation. Insofern ist der 17. Juni 1953 auch ein Datum, das uns erinnert an den Verrat der gesamten deutschen Bourgeoisie an der deutschen Nation. Die Arbeiter und Bauern der DDR wurden nicht nur um den Sozialismus betrogen, sondern auch die Arbeiter in Westdeutschland und Westberlin, die sich ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland durch das Aufblühen des Sozialismus in der DDR erhofften. Aber auch die nationalen Interessen des deutschen Volkes in Ost und West wurden durch die Bourgeoisie gewaltsam begraben vor allem auch durch die Herrschaft der beiden damaligen Supermächte USA und Sowjetunion über Deutschland. Nach 40 Jahren Unterdrückung und Ausbeutung durch die ostdeutsche Bourgeoisie und die russischen Sozialimperialisten, die die DDR an den Westen verschacherten, sie sterben ließen, nachdem man sie total ausgeplündert und wie die Parasiten befallen hatte, gelang es den Werktätigen in der DDR mit einer anti-sozialfaschistischen Revolution Mauer und blutigen Stacheldraht samt der Macht, die sie errichteten, niederzureißen, aber noch nicht im gleichen Schritt den Sozialismus zurückzuerobern. Die KPD/ML ist seit 35 Jahren die einzige Partei in Deutschland, die nicht nur für die revolutionäre Zurückeroberung der ersten Anfänge des Sozialismus auf deutschem Boden kämpft, dessen Entwicklung durch die Sozialfaschisten in der DDR erstickt und zerstört wurde, sondern darüber hinaus für die Errichtung der Diktatur des Proletariats in ganz Deutschland durch eine gewaltsame sozialistische Revolution.

Die deutsche Bourgeoisie hat weder im Westen noch im Osten jemals die nationalen Interessen des deutschen Volkes vertreten, sondern immer nur zertreten. Manche glauben, dass sich dies nach der Wiedervereinigung geändert habe, aber das ist ein großer Irrtum wie das heute jeder miterleben kann. Die KPD/ML war von Anfang an für die Wiedervereinigung, aber nicht für eine Wiedervereinigung unter dem westdeutschen Imperialismus! Es war und ist niemals im Interesse der Werktätigen und der Arbeiterklasse der ehemaligen DDR gewesen, die Herrschaft ihrer sozialfaschistischen Bourgeoisie durch die Wiedereroberung der Macht durch die alte imperialistische Bourgeoisie einzutauschen. Sie erkennen durch die KPD/ML mehr und mehr , “dass der Kampf für die Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats in einer zweiten proletarischen Revolution ihre Lage entscheidend ändern und den Sozialismus wiedererrichten kann.“ (Ernst Aust, “Deutschland dem deutschen Volk“, Erklärung des ZK der KPD/ML zur nationalen Frage, 1974, Verlag Roter Morgen).

Das deutsche Volk kann seine nationale Freiheit, Unabhängigkeit und Einheit nie in einem imperialistisch beherrschten Deutschland erlangen. Diese Wahrheit darf niemals unter den Tisch gefegt werden. An dieser revolutionären Haltung der KPD/ML gibt es erst Recht nichts nach 1989/90 irgendetwas zu rütteln.



Wenn wir uns an den 17. Juni 1953 zurückerinnern, so wurde dieser Tag sowohl von der westdeutschen als auch von der ostdeutschen Bourgeoisie für die eigenen Klassenziele missbraucht - gegen die Klasseninteressen der Arbeiterklasse in Ost und West. Um die in der DDR verlorenen Besitztümer wieder zurückzuerobern, nutzte die westdeutsche Bourgeoisie den 17. Juni, um mit ihrer antikommunistischen Hetze und Wühlarbeit die berechtigte Empörung der ostdeutschen Arbeiter mit der Normenerhöhung, die die revisionistische Ulbricht-Clique der Arbeiterklasse in der DDR aufzwang , für sich auszunutzen, indem er dieses Vorgehen bewusst dem Sozialismus anzulasten versuchte, was natürlich eine Zweckbehauptung und infame Lüge war. Die Ursachen des 17. Juni waren nämlich alles andere als sozialistische Ursachen, sondern im Gegenteil, Ursachen des Verrats am Sozialismus. Die westdeutsche Bourgeoisie nutzte die Widersprüche zwischen der DDR-Regierung und den Arbeitern bloß dazu aus, um die Arbeiterklasse wieder fest vor ihren kapitalistischen Karren zu spannen und der DDR ein schnelles Ende zu bereiten. Die Ulbricht-Clique ihrerseits, verurteilte den 17. Juni als konterrevolutionären Putsch der kapitalistischen Westmächte „gegen den Sozialismus“, um die Arbeiterklasse im eigenen Land selber auszubeuten und den nach Osten grabschenden westlichen Imperialisten auf die Finger zu hauen. Dahinter standen natürlich die handfesten Interessen der USA und der UdSSR, die da am 17. Juni aufeinanderstießen. Solange Stalin noch lebte, wagten sich die sowjetischen Revisionisten nicht, offen gegen Stalins Politik aufzutreten, obwohl sie hinter ihrer sozialistischen Maske schon lange revisionistisch tätig waren. Am 17. Juni 1953 war Stalin bereits gestorben, so dass hier die Revisionisten schon offener zu Werke gingen mit ihrem “neuen Kurs“ der Normenerhöhung. Weder die sowjetischen noch die ostdeutschen Revisionisten hatten an einem blühenden Sozialismus der DDR ein Interesse. Im Gegenteil, sie waren an der Restauration des Kapitalismus viel mehr interessiert, weswegen sie am 17. Juni die deutschen Arbeiter für den gleichen Lohn mehr arbeiten ließen, um sie noch mehr auszubeuten.


Nun sagen einige, dass es nur eine Frage der falschen Methode war, die Normenerhöhungen den Arbeitern aufzudrücken. Man hätte sie vorher fragen sollen und dann wäre es gut gewesen- die Arbeiter wären nicht auf die Barikaden gestiegen. Wenn man davon ausgehen könnte, dass es sich bei der SED um eine bolschewistische Partei gehandelt hätte, also eine marxistisch-leninistische , wahre kommunistische Partei der Arbeiterklasse, dann wäre diese Sichtweise vielleicht zu vertreten gewesen. Mit Kritik und Selbstkritik hätte die Partei ihren Fehler korrigieren können, um Kurs auf den Sozialismus zu nehmen, und die Unzufriedenheit der Arbeiter in Zufriedenheit verwandeln können. Aber die KPD/ML teilt die Auffassung des Genossen Enver Hoxha, dass es nicht richtig sein kann, wenn die kommunistische Partei ihre Macht mit einer bürgerlichen Partei teilt, und das war die SPD. Also die Ursache, dass der Sozialismus in der DDR scheitern musste, lag bereits darin, dass sich die KPD mit der SPD zur SED vereinigte. Ja, die Ursachen lagen sogar bereits in der KPD selbst, die von dem Erzrevisionisten Ulbricht geführt wurde. Mit Genossen Ernst Thälmann hätte es mit Sicherheit keinen 17. Juni gegeben, aber den hatte die Ulbricht-Clique rechtzeitig ausgeschaltet. Zum Zeitpunkt der Vereinigung zur SED war die KPD also schon nicht mehr revolutionär, sondern unter revisionistischer Führung, die den Dimitroffschen Kurs des bürgerlichen Sozialismus im Visier hatte. Der 17. Juni 1953 beweist uns also, dass es sich schon damals nicht um eine Diktatur des Proletariats gehandelt haben konnte, die sich mit der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion Lenins und Stalins oder in Albanien vergleichen ließe.


Es ist klar, dass die nationalen Interessen des deutschen Volkes in einem wiedervereinten kapitalistischen Deutschland nicht verwirklichbar sind. Das ist erst möglich, wenn sich die deutschen Arbeiter durch die sozialistische Revolution als soziale Klasse befreit haben.

 

 

Ein Deutschland,

in dem das ganze deutsche Volk wirklich

frei, unabhängig und geeint ist,

kann

NUR EIN STARKES, REVOLUTIONÄRES

SOZIALISTISCHES

DEUTSCHLAND,

das Deutschland der herrschenden Arbeiterklasse

sein!


Bertholf Brecht, der bekannte kommunistische Schriftsteller, schrieb zum 17. Juni 1953 ein kleines Gedicht:



Nach dem Aufstand des 17. Juni

Ließ der Sekretär

des Schriftstellerverbandes

In der Stalinallee

Flugblätter verteilen

Auf denen zu lesen war,

dass das Volk

Das Vertrauen der Regierung

verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte

Arbeiterabwehr Zurückerobern könne. Wäre es da

Nicht einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

Wählte ein anderes?



Bertholt Brecht



 

1977

Auszug aus dem Programm der KPD/ML:

 

Die Diktatur der neuen ostdeutschen Bourgeoisie in der DDR unter der Oberherrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus

 
Der heutige staatsmonopolistische Kapitalismus in der DDR ist als Ergebnis der bürgerlichen Entartung der sozialistischen Wirtschaft und des sozialistischen Staates entstanden. Der Grad der staatsmonopolistischen Entwicklung in der DDR ist höher als in der Bundesrepublik und in Westberlin. Während in Westdeutschland die staatlichen Monopole gegenüber den privaten eine untergeordnete Rolle spielen und eingerichtet wurden, weil es die Interessen der privaten Monopole erforderten, gibt es in der DDR nur Staatsmonopole.

Unter der Oberherrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus übt die neue Bourgeoisie, vor allem die neue Monopolbourgeoisie, die Diktatur über die Arbeiterklasse und die Werktätigen der DDR aus. Diese Monopolbourgeoisie neuen Typs, die sich hauptsächlich aus den Spitzen der Partei- und Staatsführung rekrutiert, hat alle politische und wirtschaftliche Macht an sich gerissen. Diese Clique von 150-200 Personen übt, allerdings an der Leine Moskaus, die ganze Macht in der DDR diktatorisch aus.

Die wesentlichen Produktionsmittel befinden sich nicht im individuellen Besitz einzelner Mitglieder der neuen Bourgeoisie, sondern diese besitzt sie als Klasse. Die neue Bourgeoisie eignet sich den Mehrwert der Arbeit der Arbeiterklasse kollektiv an. Damit der vollständigen Restauration des Kapitalismus in der DDR die Jagd der Bourgeoisie nach Profit wieder ausschlaggebender Faktor ist, erhielten die einzelnen Betriebsdirektoren auch wieder die entsprechenden Befugnisse, um die Ausbeutung der Arbeiter zu verschärfen und alle anderen Maßnahmen zu treffen, damit die neue Bourgeoisie höchsten Profit erzielt. Diese Betriebsleitungen bekommen in Form von Prämien und Gehältern einen Profitanteil, dessen Höhe von der Höhe des von ihnen durch die Ausbeutung der Arbeiter insgesamt erzielten Profits abhängt.

Der hohe Grad der staatsmonopolistischen Entwicklung bewirkt nicht, daß es keine Konkurrenz zwischen den neuen Kapitalisten mehr gibt. Innerhalb der neuen Monopolbourgeoisie findet ein ständiger Kampf um die Machtpositionen und damit um den größten Anteil am Profit und die meiste Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel statt. Auch zwischen den Leitungen der verschiedenen Betriebe kommt es zunehmend zu scharfen Konkurrenzkämpfen.

Das Einkommen der neuen Kapitalisten in der DDR beträgt bis zum zigfachen eines Arbeiterlohnes. Sie haben ihre Kanäle für Westgeld und Westwaren, eigene 1.-Klasse-Krankenhäuser und Erholungsheime. Sie leben in luxeriösen Villen, sie haben ihre Datschen in bevorzugter, abgeschirmter Gegend, verkehren in eigenen Clubs, zu denen kein Werktätiger Zutritt hat, sie können ins westliche Ausland fahren, ihre Kinder werden in der Ausbildung bevorzugt usw.

Der Staat in der DDR ist das wichtigste Instrument der Diktatur der neuen ostdeutschen Bourgeoisie unter der Oberherrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus. Der Staatsapparat ist auf allen Ebenen eng mit dem Parteiapparat der SED verfilzt und verwachsen. Die Spitzenpositionen des Staatsapparates wie des Parteiapparates sind in den Händen der neuen Monopolbourgeoisie der DDR. Die neuen Zaren im Kreml wachen sorgfältig darüber, daß die Spitzenpositionen im Partei- und Staatsapparat mit Leuten besetzt werden, die sich als willfährige Lakaien Moskaus erwiesen haben.

Mit Hilfe des Staatsapparates verfügt die neue ostdeutsche Bourgeoisie über die wesentlichen Produktionsmittel. Über den Staatsapparat eignet sie sich den Mehrwert kollektiv an. Über die staatlichen Pläne bestimmt sie den Einsatz des Kapitals usw. All dies ist Ausdruck des hohen staatsmonopolistischen Entwicklungsgrades des Kapitalismus in der DDR.

Um ihre sozialfaschistische Diktatur über die Werktätigen zu verschleiern, hat die neue Bourgeoisie der DDR bestimmte äußere Formen und Hüllen des von ihr zerschlagenen sozialistischen Staates übernommen und ihnen einen sozialfaschistischen Inhalt gegeben. So bezeichnen die SED-Revisionisten das heutige sozialfaschistische Regime sogar noch als Diktatur des Proletariats. In Wirklichkeit hat die neue Bourgeoisie alles, was von der Erscheinungsform oder vom Namen her noch an den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden erinnert, in sein totales Gegenteil verkehrt. Die Volkskammer ist beispielsweise nur noch ein reines Akklamationsorgan, um den Beschlüssen der sowjetischen Sozialimperialisten und ihrer ostdeutschen Vasallen einen demokratischen Anstrich zu geben.

Die neue Bourgeoisie hat entgegen ihren Phrasen über die angebliche sozialistische Demokratie eine sozialfaschistische Diktatur über die Arbeiterklasse und die Werktätigen errichtet. Die Arbeiterklasse und die Werktätigen in der DD haben kaum Rechte, kaum legale Möglichkeiten des Kampfes gegen die Ausbeutung und Unterdrückung durch den sowjetischen Sozialimperialismus und die neue ostdeutsche Bourgeoisie. Tausende politische Gefangene sind in den ostdeutschen Gefängnissen eingekerkert. Die Zahl der Polizei im Verhältnis zur Bevölkerung gehört zu den höchsten der Welt. Wie Hitlers Gestapo hat auch der Staatssicherheitsdienst der DDR-Machthaber ein Spitzel- und Zuträgersystem aufgebaut, das oft bis in die Familien hineinreicht. Fernsehen, Funk, Presse, Erziehungs- und Bildungswesen- alles ist in den Händen der neuen Bourgeouisie zu Instrumenten der sozialfaschistischen Unterdrückung der Werktätigen geworden.

Die Hauptaufgabe des sozialfaschistischen Staatsapparates ist es, die Herrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus und der neuen ostdeutschen Bourgeoisie über die Arbeiterklasse und die Werktätigen in der DDR gewaltsam aufrechtzuerhalten. Die neuen Zaren im Kreml und ihre ostdeutschen Vasallen werden ohne zu zögern versuchen, die Arbeiterklasse und die Werktätigen der DDR blutig niederzuschlagen, wenn diese sich erheben.

Die Lage der Arbeiterklasse und der Werktätigen in der DDR unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der der Arbeiter und Werktätigen in den anderen kapitalistischen Ländern. Sie werden ausgebeutet und unterdrückt, führen ein schlechtes Leben voller Sorgen und Entbehrungen, während die neue Bourgeoisie in Luxus lebt. Auch für die Arbeiter und Werktätigen in der DDR gibt es nur einen Weg, ihre Lage grundsätzlich zu ändern: die Diktatur der neuen ostdeutschen Bourgeoisie und ihrer Moskauer Oberherren muß gestürzt werden, die Diktatur des Proletariats und der Sozialismus müssen wiedererrichtet werden.