115th Birthday

February 10, 2013

BERTOLT BRECHT

10 February 1898

– 14 August 1956

 

On occasion of the 115th Birthday

the Comintern (SH) publishes works of

Bertolt Brecht

in 10 languages

Englisch, German, French, Spanish, Portuguese, Greek, Italian, Russian, Arab, Chinese

 

... written by Communists, ... published by Communists .... .

..systematically implemented by Communists !
We perform unpaid work !

We work voluntarily !

We are a non-profit, global organisation !
Everything for everybody free of charge ...
... in the service of the proletarian world revolution.

THIS IS OUR WAY TO WORLD COMMUNISM!

"Peoples of the world, together
Join to serve the common cause!"

(Bertolt Brecht - Solidarity Song)

Comrade Brecht  is surely one of the greatest playwrights of all time.

Even today, capitalists cannot stand him because comrade Brecht always called things by their names and presented reality as it truly is. Brecht's works are real proletarian and socialist art, in total contrast to the disgusting garbage that bourgeois writers produce and dare to qualify as "literature".

 

BRECHT - NEW PUBLICATIONS

on our special website

also

in German

and

Portuguese

 

 

 

Lob des Kommunismus


Er ist vernünftig, jeder verteht ihn. Er ist leicht.


Du bist doch kein Ausbeuter, Du kannst ihn begreifen.


Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm.


Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen


nennen ihn schmutzig.


Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.


Die Aubeuter nennen ihn ein Verbrechen.


Wir aber wissen:


Er ist das Ende der Verbrechen.


Er ist keine Tollheit, sondern


das Ende der Tollheit.


Er ist nicht das Rätsel


sondern die Lösung.


Er ist das Einfache


Das schwer zu machen ist.

 

 

 

Grabschrift für

Karl Liebknecht

 

Hier liegt

Karl Liebknecht

Der Kämpfer gegen den Krieg

Als er erschlagen wurde

Stand unsere Stadt noch.

 

 

 

 

 

 

Grabschrift für Rosa Luxemburg

 

Hier liegt begraben

Rosa Luxemburg

Eine Jüdin aus Polen

Vorkämpferin deutscher Arbeiter

Getötet im Auftrag

Deutscher Unterdrücker. Unterdrückte

Begrabt eure Zwietracht !

 

 

 

 

Grabschrift für Gorki

 

 

Gedichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

LIEDER

 

 

 


Das Einheitsfrontlied


Musik: Hanns Eisler
Text: Bertolt Brecht
Bekannte Interpretation: Ernst Busch
(1934)


Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum braucht er was zum Essen, bitte sehr!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,
das schafft kein Essen her.


Drum links, zwei, drei!
Drum links, zwei, drei!
Wo dein Platz, Genosse ist!
Reih dich ein, in die Arbeitereinheitsfront,
weil du auch ein Arbeiter bist.


Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum braucht er auch Kleider und Schuh!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht warm
und auch kein Trommeln dazu!


Drum links, zwei, drei!
Drum links, zwei, drei!
Wo dein Platz, Genosse ist!
Reih dich ein, in die Arbeitereinheitsfront,
weil du auch ein Arbeiter bist.


Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum hat er Stiefel im Gesicht nicht gern!
Er will unter sich keinen Sklaven sehn
und über sich keinen Herrn.


Drum links, zwei, drei!
Drum links, zwei, drei!
Wo dein Platz, Genosse ist!
Reih dich ein, in die Arbeitereinheitsfront,
weil du auch ein Arbeiter bist.


Und weil der Prolet ein Prolet ist,
drum wird ihn kein anderer befrein.
Es kann die Befreiung der Arbeiter
nur das Werk der Arbeiter sein.


Drum links, zwei, drei!
Drum links, zwei, drei!
Wo dein Platz, Genosse ist!
Reih dich ein, in die Arbeitereinheitsfront,
weil du auch ein Arbeiter bist.

 

 


 

 

 

Resolution der Kommunarden 

     

Musik: Hanns Eisler
Text: Bertolt Brecht

(1934)


In Erwägung unserer Schwäche machtet
ihr Gesetze, die uns knechten soll'n
die Gesetze seien künftig nicht beachtet
in Erwägung,
daß wir nicht mehr Knecht sein woll'n.


In Erwägung, daß ihr uns dann eben
mit Gewehren und Kanonen droht
haben wir beschlossen,
nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.


In Erwägung, daß wir hungrig bleiben
wenn wir dulden, daß ihr uns bestehlt
wollen wir mal feststell'n,
daß nur Fensterscheiben
uns vom Brote trennen, das uns fehlt.


In Erwägung, daß ihr uns dann eben
mit Gewehren und Kanonen droht
haben wir beschlossen,
nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.


In Erwägung, daß da Häuser stehen
während ihr uns ohne Bleibe laßt
haben wir beschlossen,
jetzt dort einzuziehen
weil es uns in uns'ren Löchern nicht mehr paßt.


In Erwägung, daß ihr uns dann eben
mit Gewehren und Kanonen droht
haben wir beschlossen,
nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.


In Erwägung, es gibt zuviel Kohlen
während es uns ohne Kohlen friert
haben wir beschlossen,
sie uns jetzt zu holen
in Erwägung, daß es uns dann warm sein wird.


In Erwägung, daß ihr uns dann eben
mit Gewehren und Kanonen droht
haben wir beschlossen,
nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.


In Erwägung, es will euch nicht glücken
uns zu schaffen einen guten Lohn
übernehmen wir jetzt
selber die Fabriken
in Erwägung, ohne euch reicht's für uns schon.


In Erwägung, daß ihr uns dann eben
mit Gewehren und Kanonen droht
haben wir beschlossen,
nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.


In Erwägung, daß wir der Regierung
was sie immer auch verspricht, nicht trau'n
haben wir beschlossen,
unter eig'ner Führung
uns ein gutes Leben aufzubau'n.


In Erwägung, ihr hört auf Kanonen
and're Sprachen könnt ihr nicht versteh'n
müssen wir dann eben,
ja das wird sich lohnen
die Kanonen auf euch dreh'n.

 

 

 

 

 

 

Solidaritätslied

Musik: Hanns Eisler
Text: Bertolt Brecht

(1929)


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin unsere Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen, vorwärts,
und nie vergessen: die Solidarität!
Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde,
und die große Näherin.


Vorwärts, und nie vergessen,
und die Frage konkret gestellt
beim Hungern und beim Essen:
Wessen Morgen ist der Morgen?
Wessen Welt ist die Welt?


Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde,
und die große Näherin.


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin unsere Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen, vorwärts,
und nie vergessen: die Solidarität!
Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde,
und die große Näherin.


Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber!
Endet ihre Schlächterein!
Reden erst die Völker selber,
werden sie schnell einig sein.


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin unsere Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen, vorwärts,
und nie vergessen: die Solidarität!
Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde,
und die große Näherin.


Wollen wir es schnell erreichen,
brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich läßt seinesgleichen,
läßt ja nur sich selbst im Stich.


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin unsere Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen, vorwärts,
und nie vergessen: die Solidarität!
Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde,
und die große Näherin.


Unsre Herrn, wer sie auch seien,
sehen unsre Zwietracht gern,
denn solang sie uns entzweien,
bleiben sie doch unsre Herrn.


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin unsere Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen, vorwärts,
und nie vergessen: die Solidarität!
Auf ihr Völker dieser Erde,
einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde,
und die große Näherin.


Proletarier aller Länder,
einigt euch und ihr seid frei!
Eure großen Regimenter
brechen jede Tyrannei!


Vorwärts und nie vergessen
und die Frage konkrekt gestellt
beim Hungern und beim Essen:
Wessen Morgen ist der Morgen?
Wessen Welt ist die Welt?

 


 

 

Das Lied vom SA-Mann

Als mir der Magen knurrte, schlief ich
Vor Hunger ein.
Da hört ich sie ins Ohr mir
Deutschland erwache! schrein.

Da sah ich viele marschieren
Sie sagten: ins dritte Reich.
Ich hatte nichts zu verlieren
Ich lief mit, wohin war mir gleich.

Als ich marschierte, marschierte
Neben mir ein dicker Bauch
Und als ich „Brot und Arbeit“ schrie
Da schrie der Dicke das auch.

Ich wollte nach links marschieren
Nach rechts marschierte er
Da ließ ich mich kommandieren
Und lief blind hinterher.

Und die da Hunger hatten
Marschierten matt und bleich
Zusammen mit den Satten
In irgendein drittes Reich.

Sie gaben mir einen Revolver
Sie sagten: Schieß auf unsern Feind!
Und als ich auf ihren Feind schoß
Da war mein Bruder gemeint.

Jetzt weiß ich: drüben steht mein Bruder.
Der Hunger ist 's, der uns eint
Und ich marschiere, marschiere
Mit seinem und meinem Feind.

So stirbt mir jetzt mein Bruder
Ich schlacht' ihn selber hin
Und weiß nicht, daß, wenn er besiegt ist
Ich selber verloren bin.

 

 

Das Lied vom Klassenfeind

1.

Als ich klein war, ging ich zur Schule
und ich lernte, was mein und was dein.
Und als da alles gelernt war,
schien es mir nicht alles zu sein.
Und ich hatte kein Frühstück zu essen,
und andre, die hatten eins:
Und so lernte ich doch noch alles
vom Wesen des Klassenfeinds.
Und ich lernte, wieso und weswegen
da ein Riss ist durch die Welt?
Und der bleibt zwischen uns, weil der Regen
von oben nach unten fällt.

2.

Und sie sagten mir: Wenn ich brav bin,
dann werd ich dasselbe wie sie.
Doch ich dachte: Wenn ich ihr Schaf bin,
dann werd ich ein Metzger nie.
Und manchen von uns sah ich,
der ging ihnen auf den Strich.
Und geschah ihm, was dir und was mir geschah,
dann wunderte er sich.
Mich aber, mich nahm es nicht wunder,
ich kam ihnen frühzeitig drauf:
Der Regen fließt eben herunter
und fließt eben nicht hinauf.

3.

Da hört ich die Trommel rühren,
und alle sprachen davon:
Wir müssten jetzt Kriege führen
um ein Plätzlein an der Sonn.
Und heisere Stimmen versprachen uns
das Blaue vom Himmel herab.
Und herausgefressene Bonzen
schrien: Macht jetzt nicht schlapp!
Und wir glaubten: Jetzt sind's nur mehr Stunden,

dann haben wir dies und das.
Doch der Regen floss wieder nach unten,
und wir fraßen vier Jahre lang Gras.

4.

Und einmal, da hieß es auf einmal:
Jetzt machen wir Republik!
Und der eine Mensch ist da dem andern gleich,
ob er mager ist oder dick.
Und was vom Hungern matt war,
war so voll Hoffnung nie.
Doch was vom Essen satt war,
war hoffnungsvoll wie sie.
Und ich sagte: Da kann was nicht stimmen
und war trüber Zweifel voll:
Das stimmt doch nicht, wenn der Regen
nach aufwärts fließen soll.

5.

Sie gaben uns Zettel zum Wählen,
wir gaben die Waffen her.
Sie gaben uns ein Versprechen,
und wir gaben unser Gewehr.
Und wir hörten: Die es verstehen,
die würden uns helfen nun.
Wir sollten an die Arbeit gehen,
sie würden das übrige tun.
Da ließ ich mich wieder bewegen
und hielt, wie's verlangt wurd', still
und dachte: Das ist schön von dem Regen,
dass er aufwärts fließen will.

6.

Und bald darauf hörte ich sagen,
jetzt sei alles schon eingerenkt.
Wenn wir das kleinere Übel tragen,
dann würd' uns das größere geschenkt.
Und wir schluckten den Pfaffen Brüning,
damit's nicht der Papen sei.
Und wir schluckten den Junker Papen,
denn sonst war am Schleicher die Reih.
Und der Pfaffe gab es dem Junker,
und der Junker gab's dem General.
Und der Regen floss nach unten,
und er floss ganz kolossal.

7.

Während wir mit Stimmzetteln liefen,
sperrten sie die Fabriken zu.
Wenn wir vor Stempelstellen schliefen,

hatten sie vor uns Ruh.
Wir hörten Sprüche wie diese:
Immer ruhig! Wartet doch nur!
Nach einer größeren Krise
kommt eine größere Konjunktur!
Und ich sagte meinen Kollegen:
So spricht der Klassenfeind!
Wenn der von guter Zeit spricht,
ist seine Zeit gemeint.
Der Regen kann nicht nach aufwärts,
weil er's plötzlich gut mit uns meint.

Was er kann, das ist: er kann aufhör´n,
nämlich dann, wenn die Sonne scheint.

8.

Eines Tags sah ich sie marschieren
hinter neuen Fahnen her.
Und viele der Unsrigen sagten:
Es gibt keinen Klassenfeind mehr.
Da sah ich an ihrer Spitze
Fressen, die kannte ich schon,
und ich hörte Stimmen brüllen
in dem alten Feldwebelton.
Und still durch die Fahnen und Feste
floss der Regen Nacht und Tag.
Und jeder konnte ihn spüren,
der auf der Straße lag.

9.

Sie übten sich fleißig im Schießen
und sprachen laut vom Feind
und zeigten wild über die Grenze.
Und uns haben sie gemeint.
Denn wir und sie, wir sind Feinde
in einem Krieg, den nur einer gewinnt.
Denn sie leben von uns und verrecken,
wenn wir nicht mehr die Kulis sind.
Und das ist es auch, weswegen
ihr euch nicht wundern dürft,
wenn sie sich werfen auf uns, wie der Regen
sich auf den Boden wirft.

10.

Und wer von uns verhungert ist,
der fiel in einer Schlacht.
Und wer von uns gestorben ist,
der wurde umgebracht.
Den sie holten mit ihren Soldaten,
dem hat Hungern nicht behagt.
Dem sie den Kiefer eintraten,
der hatte nach Brot gefragt.
Dem sie das Brot versprochen,
auf den machen sie jetzt Jagd.
Und den sie im Zinksarg bringen,
der hat die Wahrheit gesagt.
Und wer ihnen da geglaubt hat,
dass sie seine Freunde sind,
der hat eben dann erwartet,
dass der Regen nach oben rinnt.

11.

Denn wir sind Klassenfeinde,
was man uns auch immer sagt:
Wer von uns nicht zu kämpfen wagte,
der hat zu verhungern gewagt.
Wir sind Klassenfeinde, Trommler!
Das deckt dein Getrommel nicht zu!
Fabrikant, General und Junker -
unser Feind, das bist du!
Davon wird nichts verschoben,
da wird nichts eingerenkt!
Der Regen fließt nicht nach oben,
und das sei ihm auch geschenkt!

12.

Da mag dein Anstreicher streichen,
den Riss streicht er uns nicht zu!
Einer bleibt und einer muss weichen,
entweder ich oder du.
Und was immer ich auch noch lerne,
das bleibt das Einmaleins:
Nichts habe ich jemals gemeinsam
mit der Sache des Klassenfeinds.
Das Wort wird nicht gefunden,
das uns beide jemals vereint!
Der Regen fließt von oben nach unten.
Und du bist mein Klassenfeind.