30. Januar 1933

Machtergreifung des Hitler-Faschismus

 

Sammlung von Texten

herausgegeben von der Komintern (SH)

aus Anlass des 86. Jahrestages

 

 

 

 

Stalin:

"Chauvinismus und Kriegsvorbereitungen als Hauptelemente der Außenpolitik, Niederhaltung der Arbeiterklasse und Terror auf dem Gebiet der Innenpolitik als notwendiges Mittel zur Stärkung des Hinterlands der künftigen Kriegsfronten - das ist es, was die heutigen imperialistischen Politiker jetzt besonders beschäftigt."

"Kein Wunder, dass der Faschismus jetzt zum gangbarsten Modeartikel unter den kriegslüsternen bürgerlichen Politikern geworden ist. Ich spreche nicht nur vom Faschismus überhaupt, sondern vor allein von dem Faschismus deutschen Schlages, der sich zu Unrecht Nationalsozialismus nennt, denn selbst bei gründlichster Prüfung ist es unmöglich, in ihm auch nur eine Spur Sozialismus zu entdecken.

In diesem Zusammenhang darf man den Sieg des Faschismus in Deutschland nicht nur als ein Zeichen der Schwäche der Arbeiterklasse und als Ergebnis der Verrätereien an der Arbeiterklasse seitens der Sozialdemokratie betrachten, die dem Faschismus den Weg ebnete. Man muss ihn auch als Zeichen der Schwäche der Bourgeoisie betrachten, als Zeichen dafür, dass die Bourgeoisie nicht mehr imstande ist, mit den alten Methoden des Parlamentarismus und der bürgerlichen Demokratie zu herrschen, und in Anbetracht dessen gezwungen ist, in der Innenpolitik zu terroristischen Regierungsmethoden zu greifen - als Zeichen dafür, dass sie nicht mehr imstande ist, einen Ausweg aus der jetzigen Lage auf dem Boden einer friedlichen Außenpolitik zu finden, weshalb sie gezwungen ist, zur Politik des Krieges zu greifen.

Das ist die Lage.

Wie Sie sehen, geht es einem neuen imperialistischen Krieg entgegen, der als Ausweg aus der jetzigen Lage dienen soll."

"Während aber die Bourgeoisie den Weg des Krieges wählt, beschreitet die Arbeiterklasse der kapitalistischen Länder, die durch die vierjährige Krise und die Arbeitslosigkeit zur Verzweiflung gebracht worden ist, den Weg der Revolution. Das bedeutet, dass die revolutionäre Krise heranreift und weiter heranreifen wird. Und die revolutionäre Krise wird umso schneller heranreifen, je mehr sich die Bourgeoisie in ihren Kriegskombinationen verstrickt, je öfter sie zu terroristischen Kampfmethoden gegen die Arbeiterklasse und die werktätigen Bauern greift." (26. Januar 1934)

Es wäre aber lächerlich, die Hitlerclique mit dem deutschen Volk, mit dem deutschen Staat gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, dass die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt." (23. Februar 1942)

 

ENVER HOXHA

"Es ist eine bekannte Tatsache, dass, wenn das Kapital in eine Sackgasse getrieben wird, es unter schweren Schlägen der Arbeiterklasse gezwungen ist, sich entweder als bankrott zu erklären oder seine faschistische Diktatur zu errichten."

"Der Faschismus ist das letzte und verzweifelte Mittel, um dem drohenden Untergang des Imperialismus zu entgehen - durch wirtschaftlichen, politischen und militärischen Terror , durch brutalste Ausbeutung und Unterdrückung."

 

* * *

 

"Der Faschismus ist eine Methode der unmittelbaren Diktatur der Bourgeoisie"

Programm der Komintern, 1928

 

 

1933

Der Kampf der KPD gegen die Machtergreifung des Hitler-Faschismus

 

 

 

EKKI

ERKLÄRUNG

ZUR LAGE IN DEUTSCHLAND

UND ZUR EINHEITSFRONT 

11. März 1933

Herausgeber Komintern (SH)

 

 

 

 

RESOLUTION DES EKKI PRÄSIDIUMS  

ÜBER DIE LAGE IN DEUTSCHLAND 

1. April 1933

Herausgeber Komintern (SH)

 

 

 

Resolution der Parteikonferenz der KPD
über das XII. Plenum des EKKI und die Aufgaben der KPD
 

Tagung vom 15. bis 17. Oktober 1932

 

 

Ernst Thälmann

Die Internationale, Heft 6, 1932

Zu unserer Strategie und Taktik im Kampf gegen den Faschismus

 

 

 Ernst Thälmann

Internationale Presse-Korrespondenz,
Nr. 47, 1932

Die politische Lage in Deutschland und die Aufgaben der KPD

 

 

Ernst Thälmann 

Die Rote Fahne
26. 1. 1933

Die Nazi-Provokation vor dem Karl-Liebknecht-Haus und einige Lehren

 

Ernst Thälmann 

7. Februar 1933

Aus:

Rede Ernst Thälmanns
auf der illegalen Tagung des ZK der KPD
am 7. Februar 1933 im Sporthaus Ziegenhals

 

 

 

 

Ernst Thälmann 

27.2.1933

Ernst Thälmann ruft zur antifaschistischen Einheitsfront 

 

 

KPD-Flugblatt - 1933

 

 

 

 

Fighting Fascism in the Factories

1934

 

100 Tage illegaler Kampf

1933

 

 

Erich Weinert erzählt vom

1. Mai 1933 

 

 

The fight for communism in Germany

1933

 

The Background of German Fascism

1933

  

 

1933 - 1983

"50 Jahre danach..."

TEIL 1

TEIL 2

TEIL 3

 

Eine Broschüre der "Volksfront"

Massenorganisation der KPD/ML

 

 

 

KPD-Plakat - 1932

 

50 Jahre

30. Januar 1933

30. Januar 1983

HITLER - UND SEINE GROSS-KAPITALISTISCHEN HINTERMÄNNER

Teil 1

Teil 2

aus: ROTER MORGEN - Januar 1983

 

 

 

 

Die Stellung der KPD zur Errichtung der faschistischen Diktatur 

Klaus Mammach; Dietz Verlag Berlin 1974

 

 

 

Die Haltung der Führungen der SPD und des ADGB zur Errichtung der faschistischen Diktatur

Klaus Mammach; Dietz Verlag Berlin 1974

 

 

 

ROT-FRONTKÄMPFER BUND

 

 

Die Bedingungen des antifaschistischen Kampfes 

Klaus Mammach; Dietz Verlag Berlin 1974

 

 

 

 

 

 

Der Übergang der KPD in die Illegalität 

Klaus Mammach; Dietz Verlag Berlin 1974

 

 

ERNST AUST 

Tod dem Faschismus !

Juni 1974 

 

 

Zur Geschichte der deutschen Arbeiterklasse:

"Arbeiter gegen Hitler"

1983 geschrieben von Wolfgang Eggers

 

 

 

 

 

 

1933

 

 

 

 

* * *

 

ROTER MORGEN

 

1974

ROTER MORGEN Nr. 4 / 1974

 

1975

ROTER MORGEN Nr. 5

 

 

1978

ROTER MORGEN Nr. 4

 

1979

ROTER MORGEN Nr. 5

 

 

1980

ROTER MORGEN Nr. 4

 

 

 

1981

ROTER MORGEN

Sondernummer (PDF)

Wie Faschismus entsteht und verhindert wird

 

 

1982

ROTER MORGEN

 

 

1991

Januarausgabe

geschrieben von Wolfgang Eggers

 

 

 

2011 

Der Faschismus kann nur durch die sozialistische Revolution beseitigt werden !


 

 

2017

Antifaschistischer Aufruf der Komintern (SH)

21. Januar 2017


An alle Antifaschisten auf der ganzen Welt!


Antifaschistinnen und Antifaschisten !

Donald Trump - dieser multinationale Kapitalist – leitet mit heutigem Tage die brutalste Periode des USA-Faschismus und der faschistischen Barbarei des Weltimperialismus ein!

Tod den Faschisten in Amerika und auf der ganzen Welt! (einschließlich der Sozialfaschisten!)

Befreien wir die Welt von faschistischer Unterdrückung und kapitalistischer Versklavung!

Jetzt kommt es auf die sozialistische Weltrevolution an! Nur sie kann die Menschheit aus der schwarzen Nacht des Weltfaschismus retten !

Nieder mit dem US-Faschismus!

Nieder mit dem Faschismus aller anderen imperialistischen "Groß"-mächte!

Nieder mit dem Faschismus in jedem Land der Welt!

Nieder mit dem ganzen faschistischen Weltsystem!


"Wir machen Amerika wieder groß!" Dieser Slogan bedeutet nichts Anderes, als seine "eigene" nationale Bourgeoisie zu unterstützen, um andere Nationen zu unterdrücken. Globale Raubkriege und internationaler Faschismus – das gehört zum Wesen des Weltkapitalismus.

Der Weltfaschismus ist die brutalste Form der Unterdrückung durch den Weltimperialismus, welcher die höchste und letzte Stufe der Entwicklung des Kapitalismus ist : Der Weltimperialismus ist monopolistischer, parasitärer und sterbender Weltkapitalismus, bedeutet eine beispiellose Zunahme brutalster Ausbeutung, Unterdrückung und Reaktion auf allen Gebieten des gesellschaftlichen und ökonomischen Lebens.

Der Weltimperialismus ist der Vorabend der proletarischen sozialistischen Weltrevolution.

Der Weltfaschismus kommt nicht fertig zu Welt und flammt auch nicht urplötzlich auf. Dem Weltfaschismus geht ein längerer Gärungsprozess voraus, der Gärungsprozess ökonomischer (und folglich politischer) Krisen des Weltimperialismus, die unweigerlich die antifaschistische Weltbewegung, die globalen Ausbrüche antiimperialistischer Revolutionen, ökonomischer Kämpfe usw. auslösen, und damit den Beginn der sozialistischen Weltrevolution ankündigen.

Selbst der skeptischste Skeptiker innerhalb der kommunistischen Bewegung begreift allmählich, dass die kommende Weltrevolution nicht mehr in all zu weiter Ferne liegt. Die fieberhafte Atmosphäre des heutigen antifaschistischen Widerstandskampfes in Amerika und auf der ganzen Welt ist bereits Anzeichen für den Beginn der Weltrevolution. Selbst alle Regierungen auf der Welt befürchten jetzt das Schlimmste und bereiten sich vor, um zum Schutz ihrer Macht die Konterrevolution in faschistische Abenteuer zu lenken. Das Weltproletariat erkennt dadurch immer klarer, dass die Weltrevolution der einzige Ausweg ist, um den ganzen kapitalistischen Dreck für immer loszuwerden, um die Ketten der Lohnsklaverei abzuschütteln. Das Weltproletariat wird alle Länder vereinigen und sich im Kampf gegen den Weltimperialismus an die Spitze stellen, weil das Weltproletariat, die am meisten ausgebeutete Klasse der Welt und damit die einzig revolutionäre Klasse ist, die einzige Klasse, die den Weltimperialismus schlagen und die Epoche des Weltsozialismus einleiten kann.

Der antifaschistische Kampf ist die vereinigte Aktion der Völker aller Länder unter Führung des Weltproletariats , und zwar aus dem einfachen Grund, weil heute ausnahmslos alle Länder und alle Völker durch das faschistische Weltsystem des Kapitalismus unterdrückt werden.

Der Weltfaschismus ist der letzte Strohhalm, an den sich die Weltkapitalisten vergeblich klammern, um damit ihr brutales Weltsystem der Unterdrückung und Ausbeutung aufrechtzuerhalten. Wer den Weltfaschismus beseitigen will, der muss das kapitalistische Weltsystem zerschlagen. Einen anderen Weg gibt es nicht für einen aufrechten Antifaschisten.
Antifaschistische Widerstandskämpfe können unter keinen Umständen die Losung der sozialistischen Weltrevolution abschwächen oder gar ersetzen. Im Gegenteil, der proletarische Antifaschismus beschleunigt vielmehr das Tempo der sozialistischen Weltrevolution, verbreitert ihre Basis in den revolutionären Massenbewegungen und zieht somit immer neue Teile der Kleinbourgeoisie und der halb-proletarischen Massen in den sozialistischen Weltkampf hinein. Auf der anderen Seite sind antifaschistische Proteste im Zuge der sozialistischen Weltrevolution unvermeidlich, die bekanntlich nicht als ein „einziger Akt“ betrachtet werden darf, sondern als eine ganze Periode der verschiedensten revolutionären Umwälzungen, des intensivsten Klassenkampfes, des Bürgerkriegs, des Ringens um die Macht zwischen Revolutionen und Konterrrevolutionen, Es kann entweder nur das Weltproletariat oder die Weltbourgeoisie siegen. Und von diesem Sieg hängt heute das gesamte Schicksal der Menschheit ab.

Worauf kommt es an ? Es kommt in erster Linie darauf an, den weltweiten antifaschistischen Kampf in den Kampf für den Weltsozialismus zu verwandeln – und zwar in jedem Land der Welt!

Faschismus bedeutet brutale Gewalt gegen die Mehrheit der Weltbevölkerung. Die revolutionäre Gewalt der unterdrückten und ausgebeuteten Völker ist deswegen die einzige Möglichkeit, die Unvermeidlichkeit der Wiederkehr immer neuer faschistischer Diktaturen auf der Welt abzuschaffen. Der Weltkapitalismus kann nicht anders beseitigt werden als durch revolutionäre Gewalt der Massen, denn so lange es den Weltkapitalismus gibt, ist auch der Faschismus und seine Wiederkehr unvermeidlich.

Die sozialistische Weltrevolution kann von niemandem aufgehalten werden, und deswegen ist jeglicher Widerstand durch die Konterrevolution zwecklos!

Tod dem Weltfaschismus und allen seinen Lakaien!

Tod den sozial-faschistischen Lakaien auf der ganzen Welt! ("Antifaschismus" in Worten und Faschismus in Taten = Sozialfaschismus)

Jeder Pakt mit der Weltbourgeoisie (von den Neo-Revisionisten und anderen "Linken" als "Volksfront" propagiert), führt zur Liquidierung der kommunistischen Weltbewegung, der führenden Kraft des proletarischen Antifaschismus, führt unvermeidlich stets zurück zu Faschismus und Sozialfaschismus. Das lehrt die Geschichte des Klassenkampfes.

Daher müssen sich die Antifaschisten auf die Seite des proletarischen antifaschistischen Kampfes stellen und den bürgerlichen und kleinbürgerlichen „Antifaschismus“ bekämpfen, weil dieser bürgerliche und kleinbürgerliche „Antifaschismus“ nichts Anderem dient, als der Aufrechterhaltung des Weltkapitalismus.

Jeder "antifaschistische" Kampf, der nicht die Diktatur des Weltproletariats anstrebt, steht im Dienst der Diktatur der Weltbourgeoisie und muss als solcher prinzipienfest bekämpft werden.

Das kapitalistische Weltsystem wird durch die sozialistische Weltrevolution zerschlagen werden - unter der Führung des Weltproletariats und seiner revolutionären Weltpartei - der Komintern (SH).


Es lebe der proletarische, der einzig revolutionäre Antifaschismus !

Es lebe die Diktatur des Weltproletariats!

Es lebe die sozialistische Weltrevolution!

Es lebe der Weltsozialismus und der Weltkommunismus!

Es lebe die Komintern (SH)!


21. 1. 2017

 

2018

vor 85 Jahren ...

30. Januar 1933

Das Großkapital brachte Hitler an die Macht

aus: Roter Morgen Nr. 10 vom 11. März 1983

Hitler kam mit Hilfe des deutschen Monopolkapitals an die Macht. Die Initiative dazu ging von Papen, dem Vertrauensmann der Chemie/Elektro-Gruppe aus. Er ließ über den Kölner Bankier Kurt von Schroeder eine Zusammenkunft mit Hitler am 4. Januar arrangieren. Papen versuchte zwar noch ein letztes Mal, den absoluten Führungsanspruch Hilters und seiner schwerindustriellen Hintermänner zu unterlaufen, indem er vorschlug, eine neue Regierung gemeinsam zu leiten. Aber darüber ging Hitler einfach hinweg. Er gestand lediglich die Beteiligung von Papen-Leuten an einer von ihm geführten Regierung zu und forderte darüber hinaus die vollständige Anerkennung seines Programms. Wie der Bankier von Schroeder später vor dem Nürnberger Gericht in einer eidesstattlichen Erklärung aussagte, skizzierte Hitler dabei die vorzunehmenden Änderungen "einschließlich der Entfernung aller Sozialdemokraten, Kommunisten und Juden von führenden Stellungen in Deutschland und der Wiederherstellung der Ordnung im öffentlichen Leben. Von Papen und Hitler erzielten eine prinzipielle Einigung."

Man einigte sich auch noch über andere Punkte, beispielsweise die Auflösung der Gewerkschaften und legte ein gemeinsames Vorgehen zum Sturz des amtierenden Kanzlers Schleicher fest. Einen Tag nach dieser Unterredung traf Papen mit dem Braunkohle-Magnaten Silverberg zusammen, um den hinter ihm stehen Kreis des Finanzkapitals über die Ergebnisse der Verhandlungen zu informieren. Hitler fand sich am gleichen Tag und zu dem gleichen Zweck bei Thyssen und Kirdorf ein. Die Monopolherren waren mit dem Ausgang des konspirativen Treffens vom 4. Januar zufrieden. Die endgültige Zerschlagung der Weimarer Republik konnte beginnen.

Dazu bedurfte es jetz nur noch eines kurzen Intrigenspiels, in dessen Verlauf Papen beim Reichspräsidenten Hindenburg beispielsweise das Gerücht ausstreute, Schleicher wolle den Präsidenten mit Hilfe der Reichswehr stürzen. Der "soziale General", der nun keinerlei Rückhalt in der Monopolbourgeoisie mehr hatte, wurde ohne jeden Widerstand abgeschoben, und Hindenburg ernannte am 30 Januar Hitler zum Reichskanzler. Noch am gleichen Tag drängten sich die führenden Figuren des Finanzkapitals, darunter auch Krupp und Bosch, in der Reichskanzlei, um den neuen Regierungschef "zu begrüßen."

Es geht darum, die bürgerliche Legendenbildung über den Machtantritt des Faschismus zu demaskieren und zu zeigen, dass es erstens die agressivtsen Kräfte des Finanzkapitals waren, die diesen Machtantritt von langer Hand vorbereitet hatten und dass sich diese Kräfte zweitens bis zum Beginn des Jahres 1933 mit ihren Absichten innerhalb der Monopolbourgeoisie vollständig durchgesetzt hatten.

Es gab unter den Monopol- und Bankherren keinen "anti-faschistischen Flügel", keinen - nicht einmal einen passiven Widerstand gegen Hitlers Ernennung zum Reichskanzler. Sie war vielmehr von allen, in voller Kenntnis der damit eingeleiteten Entwicklung, GEWOLLT. Das zeigt schließlich auch ein letzter Ausblick auf die Entwicklung unmittelbar nach der Machtergreifung. Am 20. Februat 1933 berief Göring eine Versammlung von Industriellen ein, um eine Geldsammlung in großem Stil einzuleiten, die dringend notwendig war, um die noch labile Stellung des neuen Regimes zu festigen. Anwesend waren nicht nur die Vertreter der Thyssen/Kirdorf-Gruppe, wie etwa Schacht oder Albert Vögler vom Stahltrust, sondern beispielsweise auch die gesamte Leitung der IG Farben oder Krupp, der noch wenige Monate zuvor Schleicher unterstützt hatte. Und alle spendeten sie nun sechsstellige Beträge für den Topf der Nazi-Partei. Krupp selbst, damals Vorsitzender der des Reichsverbands der Deutschen Industrie, und in der Folgezeit bekanntlich einer der Hauptprofiteure der faschistischen Barbarei, dankte Hitler in "bewegten" Worten für eine Rede bei dieser Zusammenkunft. Und es soll hier auch nicht vorenthalten werden, mit welchen Ausführungen der "Führer" die versammelten Herren zu gewinnen wusste:

"Wir müssen erst die ganzen Machtmittel in die Hand bekommen, wenn wir die anderen Gegner zu Boden werfen wollen. Solange man noch an Kraft gewinnt, soll man den Kampf gegen den Gegner nicht aufnehmen. Erst wenn man weiß, dass man auf dem Höhepunkt der Macht angelangt ist, dass es keine weitere Aufwärtsentwicklung gibt, soll man losschlagen. Wir müssen in Preußen noch 10, und im Reichstag noch 33 Mandate erringen. Das ist, wenn wir alle Kräfte einsetzen, nicht unmöglich. Dann beginnt erst die zweite Aktion gegen den Kommunismus. Die Frage der Wiederherstellung der Wehrmacht wird nicht in Genf, sondern in Deutschland entschieden werden, wenn wir durch innere Ruhe zur inneren Kraft gekommen sind. Innere Ruhe gibt es aber nicht eher, als bis der Marxismus erledigt ist."

 

Und heute ? 85 Jahre danach ?

Die Geschichte wiederholt sich. Das Monopolkapital, welches erst die Weimarer Republik zerstört hat, ist damit fieberhaft beschäftigt, nun auch die BRD in einen offenen faschistischen Staat zu verwandeln. Gegen den Wählerwillen des deutschen Volkes hat jetzt das Monopolkapital die GROKO wieder eingesetzt, um mit ihr die Profitinteressen der deutschen Imperialisten maximal durchzusetzen.

Nach G20 heißt die anti-kommunistische Losung: "Ruhe und Ordnung" an der inneren Front (=Faschismus), um nach außen seine Vormachtstellung in Europa zu behaupten und die Ausbeutung und Unterdrückung der Völker zu intensivieren (imperialistische Raubkriege, Rüstungsprofite usw.) - das ist die Blutspur, die das deutsche Monopolkapital unter Hitler hinterlassen hat und die heute unter der GROKO weiter verfolgt wird.

Nach 85 Jahren hat sich das Monopolkapital globalisiert, hat sich die Monopolbourgeoisie international vereinigt, hat sie sich ein weltimperialistisches Ausbeuter- und Unterdrückungssystem geschaffen, in dem der deutsche Imperialismus ein wichtiger Stützpfeiler ist. Wir Kommunisten in Deutschland stehen daher nicht mehr allein vor der Aufgabe, ein neues 1933 zu verhindern, denn geht es nicht mehr nur um die Zerschlagung des deutschen Faschismus, sondern um die Zerschlagung des Weltfaschismus. Man kann den deutschen Faschismus nicht endgültig zerschlagen, ohne den Weltfaschismus zu zerschlagen, der ihn täglich nährt. Unsere Aufgabe als internationalistische Kämpfer für die sozialistische Weltrevolution ist es, den deutschen Imperialismus im eigenen Land anzugreifen, um damit das ganze imperialistische Weltsystem zu schwächen, ihm möglichst eine seiner Stützen zu entreißen und es so dem Weltproletariat zu erleichtern, das gesamte imperialistische Weltsystem zu zerschlagen und die Diktatur des Weltproletariats zu errichten.

Es gibt nur einen wahren Anti-Faschismus.

Das ist der weltproletarische Antifaschismus,

das ist die international vereinigte Betätigung des antifaschistischen Hebels für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution.

Deswegen haben sich die wahren Kommunisten in Deutschland der deutschen Sektion der Kommunistischen Internationale (Stalinisten-Hoxhaisten) in ihrem antifaschistischen Kampf angeschlossen, um die sozialistische Weltrevolution von Deutschland aus zu unterstützen.

Wenn man den deutschen faschistischen Staat beseitigen will, muss man den Kapitalismus in Deutschland beseitigen und die Diktatur des Proletariats errichten. Genauso muss man den Kapitalismus auf der ganzen Welt beseitigen, wenn man den Weltfaschismus beseitigen will und muss die Diktatur des Weltproletariats errichten, um jede Rückkehr in den Faschismus zu verhindern.

Im Weltsozialismus stellt die Restauration des Faschismus durchaus noch eine Gefahr dar (verschärfter Klassenkampf auf der Welt), aber der Faschismus ist dann nicht mehr unvermeidlich, so wie heute. Im Weltsozialismus hat es das Weltproletariat selber in der Hand, damit die Menschheit zur klassenlosen Weltgemeinschaft voranschreitet. Im Weltkommunismus sind dann alle letzten Voraussetzungen geschaffen, den Faschismus endgültig ins Museum der Geschichte zu verbannen.

Machen wir den 30. Januar zum Kampftag gegen den heutigen deutschen Faschismus !

Zerschlagt den deutschen Ausbeuter- und Unterdrückerstaat !

Befreien wir die ganze Welt vom Faschismus !

Kämpfen wir für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution !

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus !

Es lebe die deutsche Sektion der Komintern (SH) !

 

 

 

30. Januar 1933 - 30 Januar 2018

Der Faschismus in Deutschland schreitet weiter schnell voran, aber die sozialistische Revolution noch schneller !!!

deutsche Sektion der Komintern (SH)

30. Januar 1933

85 Jahre Kampftag gegen Faschismus und Reaktion

Vor 85 Jahren

wurde am  30.  Januar  1933  Hitler  zum  Reichskanzler  ernannt: 

Der Klassenkampf  unter  Führung  der KPD  1929  bis zum Sieg  des Nazi-Faschismus  1933

Niazifascho- Terror der AFD, Pegida und den sogenannten Reichsbürgern auf den Straßen, Nazifascho -Aufmärsche unter Polizeischutz, schrittweise Faschisierung nicht nurdes Staatsapparats, sondern der gesammten Gesellschaft, ein chauvinistisch-kriegstreiberischer staatsmonopolistischer Kapitalismus der BRD als "Friedensengel", der sich von angeblicher "Knechtschaft" u.a. des  US-Imperialismus befreien muß ... mit diesen heute wieder höchst aktuellen Problemen waren in den  Jahren von 1929 bis 1933 die Kämpfer und Klassenbrüder der KPD konfrontiert. Als 1933 schließlich der offene faschistischen Staat in seiner nazifaschistischen Form errichtet und der nun staatliche Naziterror verschärft wurde,  sollte zunächst die weltrevolutionäre Arbeiter-und Bauernbewegung in Deutschland, voran die KPD,  zerschlagen werden, um der deutschen Bourgeoisie freie Hand für ihre Raubkriegs-,  Weltherrschafts- und Völkermordpläne zu geben, nachde in den Monaten zuvor Schritt für Schritt Maßnahmen  auf dem Weg zu einer polizeistaatlichen Diktatur eingeleitet und durchgeführt worden waren. Die Ernennung Hitlers zum  Reichskanzler in einer Koalition aus Nazifaschos und Deutschnationalen im  Januar 1933, der Reichstagsbrand im Februar und schließlich die "Gleichschaltung" der  Gewerkschaften im Mai waren Marksteine auf dem Weg zur vollständigen Errichtung der nazifaschistischen Diktatur . Vor diesem Weg hatte die KPD sehr laut und für jeden hörbar gewarnt:  ,,Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler ! Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!" Die imperialistische Expansion Nazi­-Deutschlands, der imperialistische Angriffskrieg auf die sozialistische Sowjetunion, die Deportation und systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung und der Sinti und Roma,  die ganze Palette der nazifaschistischen Verbrechen konnte nicht von einer kommunistisch geführten Massenbewegung verhindert werden,  Nazifascho-Deutschland  mußte von den Völkern und Armeen der Anti-HitIer-Koa lition besiegt und besetzt werden.



Es ist die geschichtliche Wahrheit, daß es den Kämpfern und Klassenbrüdern der KPD nicht gelun­gen ist, militante bewaffnete Massenkämpfe gegen die Errichtung  und Festigung der nazifaschistischen Diktatur 1933 in Deutschland zu entfalten. Als Weltbolschewisten und Stalinisten-Hoxhaisten stehen wir vor der Aufgabe, auf Grundlage der Kenntnis der realen damaligen Situation und der damaligen Kräfteverhältnisse die Gründe hierfür zu analysieren. Dabei werden wir die weltrevolutionären Grundpositionen der KPD, den mutigen Kampf der KPD-Kämpfer und - Klassenbrüder im antinazistischen Kampf gegen alle antikommunistischen Schmutzangriffe verteidigen, die Mängel und Fehler der revolutionären KPD insbesondere in takti­schen Fragen einer solidarischen,  aber wissenschaftlich-rücksichtslosen Kritik unterziehen.  Gleichzeitig müssen wir auch die Methoden,  demagogischen Fähigkeiten und das verbrecherische Potential des deutschen Imperialismus erkennen und durchschauen, wie es ihm durch Täuschung,  Zersplitterung, Demagogie,  Schmeichelei und Terror Schritt für Schritt gelungen ist, sich eine millionenfache Massenbasis für seine Ziele zu schaffen und die weltrevolutionäre Bewegung in Deutschland weitgehend zu zerschlagen.

Das Programm des  wiedererstarkenden deutschen Imperialismus 

Nach einer Periode massenhafter bewaffneter weltrevolutionärer Kämpfe und Aufstände im Anschluß an die Niederlage des deutschen Imperialismus im Ersten  Weltkrieg - von der Novemberrevolution 1918, über die Münchner Räterepublik im Apri­ Mai 1919, den Generalstreik und bewaffneten Abwehrkampf Hunderttausender Bauern und Arbeiter gegen die Errichtung einer Militärdiktatur durch den Kapp-Putsch im März 1920, die bewaffneten Märzkämpfe 1921 vor allem in der Re­gion von Merseburg-Halle und besonders in den Leuna-Werken, bis zum bewaffneten Aufstand kommunistisch orientierter Bauern und Arbeiter in Hamburg unter Führung der KPD im Oktober 1923  - folgte bis 1928 eine Periode der relativen Stabilisierung des deutschen Kapitalismus. Der im Ersten Weltkrieg besiegte,  zunächst am Boden liegende deutsche Imperialismus erholte sich schrittweise von seiner Niederlage und bereitete Stück für Stück die Wiederaufrüstung und einen  Revanchekrieg vor. Diese Tendenz hob Stalin in seinem Rechen­schaftsbericht auf dem XIV.  Parteitag der KPdSU(B)  1925, nach Abschluß des "Locamo- Ver­trages"  hervor:  ,,Was  Locarno anbelangt, so ist es nur eine Fortsetzung von Versailles und kann nur den Zweck haben, den ,Status  quo'  auf rechtzuerhalten ... das heißt,  die bestehende Ordnung der Dinge aufrechzuerhalten, kraft deren Deutschland ein besiegtes Land und die Entente die Siegerin ist...Anzunehmen, das wachsende und vorwärtsschreitende Deutschland werde sich mit dieser Lage abfinden, hieße an Wunder glauben." (Stalin Werke,  Band  7,  S. 237) 

Ursachen

Der Grund für dieses Wiedererstarken, für die Entwicklung des besiegten Deutschland hin zu einer erneut erstarkten imperialistischen Großmacht, war das Wirken  des Gesetzes der ungleichmäßigen Entwicklung der einzelnen imperialistischen Staaten. Hier galt es, sich nicht von der Demagogie der deutschen Bourgeoisie täuschen  zu lassen, nicht eine Momentaufuahme des aktuellen Kräfteverhältnisses der verschiedenen imperialistischen Staten zur Grundlage für eine Einschätzung  der Stärke des deutschen Imperialismus zu nehmen. Ernst Schneller, ein führendes KPD-Mitglied,  erklärte diese Frage im Schulungsmaterial, das den Kämpfern und  Klassenbrüdern der KPD die Thesen der Kommunistischen Internationale über "Krieg und Kriegsgefahr"  vom Mai 1927 erläutern und verständlich machen sollte:  "Die Neuaufteilung der Welt durch die Verträge von 1918 kann keine dauernde sein, und  es ist überhaupt unmöglich, daß sich die verschiedenen imperialistischen  Länder jemals auf Dauer über die Teilung der Welt verständigen könnten. Das liegt daran, daß sich der Kapitalismus in den verschiedenen Ländern zu verschiedenen  Zeiten in verschiedenem Tempo entwickelt ." (Schneller , S. 141)  Dabei boten diese Verträge von 1918, der Versailler Friedensvertrag, dem deutschen Imperialismus besondere demagogische Möglichkeiten, um die deutsche Bevölkerung mit der Ideologie des Revanchismus und Chauvinismus zu verhetzen und zu verseuchen , während er gleichzeitig die räuberischen finanziellen Bedingungen dieses Vertrages auf die werktätigen Massen abzuwälzen und von sich selbst abzulenken versuchte mit dem Verweis auf die Reparationsforderungen der Siegermächte.

  Abschüttelung  der  finanziellen  Forderungen 

Zug um Zug entledigte sich der deutsche Imperialismus der ökonomischen Forderungen von Ver­saiIl:

•  1929 wurden die Verpflichtungen Deutschlands an die Siegennächte im "Young-Plan" neu ge­regelt. Die Reparationszahlungen, die von nun an nur aus den  Einnahmen der Reichsbahn und des Staatshaushalts zu leisten waren,  wurden auf 113,9  Milliarden Mark herabgesetzt und begrenzt. Die Reparationskommission  wurde aufgelöst, alle Kontrollinstrumentarien fielen weg, Reichsbahn und  Reichsbank wurden in den Besitz des deutschen Imperialismus zurückgegeben. 

•  1930 zogen unter frenetisch-chauvinistischem Applaus die letzten französische  Ententetruppen aus dem besetzten Rheinland vorfristig  ab. 

•  Mitte 1931 veranlaßte der US-Imperialismus durch das Hoover-Moratorium die Reparati­onsgläubiger Deutschlands, für ein Jahr auf deutsche Reparationszahlungen  zu  verzichten.

•  Mitte 1932 wurde auf der Reparationskonfe­renz von Lausanne die Restsumme der Repa­rationsverpflichtungen auf nur noch 3 Milliarden Mark, zahlbar ab 1935, festgelegt. Faktisch beendete der deutsche Imperialismus 1932 die Reparationszahlungen. 

Militarisierung  und  Wiederaufrüstung 

Entsprechend seiner wiedergewonnenen ökono­mischen Stärke forcierte der deutsche Imperialismus die Militarisierung und Wiederaufrüstung:

•  Die im Versailler Vertrag geforderte Festlegung der Stärke der Reichswehr auf 100 .000 Soldaten unterlief er durch eine neunjährige Reservezeit. Damit waren  zwar offiziell lediglich 100.000 Reichswehr-Soldaten ständig unter Watfen, weitere 300.000 jedoch waren ausgebildet, standen neun Jahre lang unter unmittelbarer  militärischer Führung (für den Einsatz im "Bahnschutz"  oder  "Grenzsiedelungen") und waren jederzeit abrufbereit. Hinzu kam die staatliche militarisierte Schutzpolizei (rund 200.000) sowie die Hunderttausende umfassenden paramilitärischen sogenannten " Wehrverbände" wie Stahlhelm und SA. 

•  Ein wichtiger Meilenstein der zunehmend offen betriebenen Wiederaufrüstung und Kriegs­ vorbereitung war 1928 der Bau von Panzerkreuzern zur Schaffung einer  eigenen Kriegs­ flotte.

• Der zweite Markstein war 1931 das "Zweite  Rüstungsprogramm", das von 1933 bis 1938 durchgeführt werden sollte mit dem Ziel, 34 Divisionen (ca. 20.000  Soldaten pro  Division) der Reichwehr aufzustellen. 

•  In geheimen Mobilmachungsplänen der Reichswehr wurde 1931 der Einsatz von  " Freiwilligen aller Parteien"  - sprich der bewaffneten Formationen SA, Stahlhelm  und Reichs­banner - für den " Landes- und  Grenzschutz "  vereinbart. 

• Im Dezember 1932 erklärten sich die Siegermächte des Ersten Weltkriegs in Genf schließlich mit der Wiederaufrüstung Deutschlands einverstanden, die unter der  Phrase der " Abrüstungsgleichberechtigung " präsentiert wurde.  Der deutsche Imperialismus erhob immer frecher sein  Haupt. Ernst ThäImann stellte in seiner Rede auf der 3. Parteikonferenz der KPD im Oktober 1932 schließlich fest:  "Vierzehn Jahre nach Abschluß des vorigen Weltkriegs ist das Problem der Neuaufteilung der  Welt für die Imperialisten wieder zu einer brennenden Frage geworden, die sie mit dem Mittel des Krieges zu lösen versuchen  ... Zugleich verschärft sich die imperialistische Aggresivität der Außenpolitik der deutschen Bourgeoisie...  Was die Brüning-Regierung mit dem damaligen Außenmi nister Curtius vor ein­ dreiviertel Jahren mit der deutsch-österreichischen Zollunion versucht hat, wird jetzt von den Papen-Schleicher auf weitaus höherer Stufe unternommen : die Durchbrechung  jener Schranken, die das Versailler System dem Ex­pansionsdrang des deutschen Imperialismus gesetzt  hat."  (Thälmann  1930  - 1933,  S. 293  f.) 

Manöver  des  Weltimperialismus

Lange Zeit brachte der deutsche Imperialismus seine Forderungen nicht offensiv als Bruch der Be­stimmungen des Friedensvertrags vor, sondern operierte heimlich  und über den Umweg der "For­derung nach internationaler Abrüstung". In seinen Memoiren beschrieb Ex-Kanzler Brüning, daß er im April 1932 auf der  Abrüstungskonferenz in Genf seinem englischen Amtskollegen vorschlug, man solle Deutschland " die Freiheit geben, Versuchstypen für die schweren Angriffswaffen  zu konstruieren".  Brüning ergänzt in Klammem für die Leser: " (die wir übrigens seit lahren hatten)".  (10/S.  561)  In seiner Schrift "Der neue Weltkrieg. Was tun die  deutschen Arbeiter gegen den drohenden imperialistischen  Krieg "  analysierte Ernst Schneller 1927 die speziellen Manöver der deutschen Bourgeoisie, die heute wieder höchst aktuell sind:  "Ohne modernes Heer , ohne Flotte, ohne Flugzeuge, Tanks,  Giftgas und schwere Artillerie - wie will sich das neue imperialistische Deutschland am Kampf um die Märkte mit Aussicht auf Erfolg beteiligen  können! ... Liegt in dieser Entwicklung (verschärfter Kampf um Märkte, A.D.V.)  die Tendenz zur Verschärfung der Gegensätze zu den übrigen imperialistischen Mächten, so zugleich auch der Antrieb, sich aktiv an jeder möglichen Auseinandersetzung um die  Neuaufteilung der bereits aufgeteilten Welt zu beteiligen. Daraus erwächst die geschäftige Lebendigkeit der deutschen Außenpolitik , die Bereitwilligkeit, im albanischen Konflikt als Schiedsrichter mitzuwirken, der Drang, in die Mandatskommission des Völkerbunds zu kommen, überhaupt die gesamte Völkerbundspolitik ."  (Schneller , S.  221)  Vor dem Hintergrund dieses nun wiedererstarkten, besonders aggressiven deutschen Imperialismus, der in imperialistischer Rivalität seinen erneuten Anspruch als imperialistische Großmacht fonnulierte und die seit 1929 wirkende Weltwirtschaftskrise für Massenentlassungen, Lohnabbau und die Schaffung  eines Millionenheers von Erwerbslosen in Deutschland nutzte, wuchs und erstarkte die revolutionäre KPD, die mit ihren weltrevolutionären Grundpositionen, der Vorbereitung des bewaffneten Bürgerkrieges des Proletariats im Kampf für die Diktatur des Proletariats und den Kommunismus, ihrem Ziel,  die Mehrheit der  working class für den Kommunismus zu gewinnen und in Klassenkämpfen zum Sturz des deutschen Imperialismus zu führen,  Stück  für Stück näher kam.  Beim Studium der Dokumente der KPD von 1929 bis 1932 wird jedoch deutlich, daß die KPD einen eigenständigen Weg des deutschen Imperia­lismus hin zu einem imperialistischen Krieg - und im  Zusammenhang damit die wesentliche Funktion des Nazi-Faschismus als Instrument zur Massenmobilisierung für einen solchen  Weltkrieg und zur Zerschlagung der weltrevolutionären Kräfte in Deutschland und auf der Welt - trotz punktuell richtiger Einschätzung insgesamt unterschätzt hat.  Das KPD-Mitglied Rudolf Gerber ließ sich von Dimitroffs falscher , revisionistischer Faschismusanalyse leiten und analysierte in seinem Beitrag "Unser Kampf gegen  den deutschen Imperialismus" von 1935, der in der  inzwischen revisionistisch entarteten "Kommunistischen Internationale" unter der Rubrik "Tribüne des VII. Weltkongresses"  abgedruckt wurde,  selbstkritisch die Haltung der KPD gegen den Versailler Vertrag als Reaktion auf die chauvinistische Anti-VersaiIIes-Propaganda  der Nazis, wie sie insbesondere in der " Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes"  der KPD von 1930 formuliert worden war.  Die KPD hatte versucht,  der chauvinistischen Demagogie von Nazis und Deutschnationalen entgegenzutreten,  indem sie sich selbst als einzig konsequente Kraft im  Kampf gegen die imperialistischen Verträge präsentierte und die falsche These vertrat, daß die Durchbrechung des Versailler Vertrags unter Führung der Nazi-Partei  nicht möglich sei.  Gerber hob jedoch hervor, daß es zwei Möglichkeiten zur Liquidierung der Versailler Bedingungen gab: eine proletarische Option, die durch die  proletarische Revolution und die Dikta­tur des Proletariats einheimisches und ausländisches Kapital expropriiert und dem WeItimperia­lismus im Bündnis mit den Ausgebeuteten und Unterdrückten der ganzen Welt, insbesondere mit der Sowjetunion, den Krieg erklärt, und eine imperialistisch-chauvinistische Option des  deutschen Imperialismus, die die Versailler Bedingungen durch imperialistische Aggression und Raubkrieg abschüttelt:  " Unsere Propaganda litt teilweise unter dem  Fehler, daß wir die zweite Möglichkeit in unzulässiger Vereinfachung vielfach als nicht vorhanden behandelten."  (Gerber,  S.  725)  Aus der von Gerber kritisierten  unrealistischen Leugnung der tatsächlichen Möglichkeit und Gefahr,  daß der Versailler Vertrag durch einen imperialistisch-faschistischen Krieg gesprengt wird,  folgt  im Grunde, daß diese Gefahr nicht richtig gesehen und bekämpft werden konnte. Nicht zuletzt mußte es bei den werktätigen Massen dann so herauskommen, daß  angesichts der  "Erfolge"  der Nazi-Faschisten bei der Abschüttelung  des Versailler Vertrags die Kommunisten angeblich unrecht behalten hätten,  Hitler aber " sein  Wort"  gehalten habe. Dies war wohl einer der gefährlichsten Siege der Nazi-Faschisten im Kampf um die Millionenmassen des Volkes,  der die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs durch  Nazi-Deutschland wesentlich erleichtert hat.

Der sozialfaschistische Sozialdemokratismus treibt die Faschisierung voran

Für jeden kommunistisch  orientierten  Arbeiter,  für  jeden  kommunistisch orientierten Bauer der Weimarer Zeit war klar: Der sozialimperialistische Sozialdemokratismus war der Mörder Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Sie waren es, die 1918 ein Bündnis mit der Reichswehr-Generalität  zur "restlosen  Bekämpfung der Revolution" hergestellt hatten.  Bluthund Noske,  Kriegsminister der 1919 gebildeten  sozialfaschistischen SPD­ Regierung,  hatte offen erklärt:  "Einer  muß  der  Bluthund  sein!"  Sie waren die antikommunissehen Mordhetzer, auf deren Konto rund 30.000 ermordete weltrevolutionäre Bauern und Arbeiter während  der Novemberrevolution bis zur Zerschlagung der Münchener Räterepublik im Mai 1919 gingen. Sie waren es, die nach der Abwehr des Kapp-Putsches 1920 die Entwaffnung der kämpfenden Bauern und Arbeiter veranlaßt und die Massakrierung von 1.000  Kämpfenden ermöglicht  hatten. 



Wie die die sozialfaschistische, sozialimperialistische Sozialdemokratie  die  Faschisierung  und  Wiederaufrüstung  vorantrieb 

Auch in den Folgejahren blieb der sozialfaschistische Sozialdemokratismus zunächst die politische Hauptkraft,  auf die der deutsche Imperialismus bei der Faschisierung und Wiederaufrüstung des Weimarer Staats  setzte: 

•  Der Bau von Panzerkreuzern für die Kriegsflotte des deutschen Imperialismus wurde von einer sozialfaschistischen, sozialimperialistischen  SPD-Regierung forciert. 

•  Der " Blutmai",  das Polizei-Massaker vom 1. Mai  1929 in Berlin war das Werk der sozialfaschistischen Sozialdemokratie,  insbesondere des SPD-Polizeipräsidenten  ZörgiebeI. Trotz des Demonstrationsverbots folgten rund 200.000 Bauern und Arbeiter an diesem Tag dem Aufruf der KPD. Darin hieß  es:  "Der Sozialdemokrat Grzesinski droht mit dem Verbot der KPD und des RFB. Über Berlin und Hamburg ist bereits der Belagerungszustand verhängt. Demonstrationsver­bote der sozialdemokratischen Polizeipräsidenten sind für eine Reihe weiterer Städte angekündigt.  Der sozialdemokratische Polizeipräsident von Berlin, Zörgiebel,  verbündet sich mit den Führern des ADGB zum Verbot des 1. Mai.  Was dem wilhelminischen Deutschland nicht  gelungen, was Jagow und Keudell nicht vollhrachten,  wollen die sozialdemokratischen Lakaien der Trustbour­geoisie vollbringen. "  ("Rote Fahne",  13. April  1929)  Die Knüppelkunden überfielen den Maiaufmarsch und  schossen in die Menschenmenge. Im Verlaufe der Kämpfe errichteten die Bauern und Arbeiter in  Neukölln und im Wedding Barrikaden, die sie teilweise zwei Tage  lang gegen die Polizeiübermacht verteidigen konnten. Auf die Bedeutung eigener Erfahrungen, die die Bauern und  Arbeiter bei diesem bewaffneten Abwehrkampf  gegen die Knüppelkunden machen konnten, ging Ernst Schneller auf dem 12. Parteitag der KPD im Juni 1929 in einem Diskussions­beitrag ein:  " Der Aberglaube an die Überlegenheit der bewaffneten Macht, dieser teilweise vorhandene ungeheure Respekt vor Uniformen und Waffen, der hat sich gerade am 1.Mai als absolut unberechtigt erwiesen. 30 Arbeiter in Neukölln, 30 Arbeiter im Wedding, die aktiv gekämpft haben, sie haben Tausende von Schutzpolizisten in Schach gehalten,  nicht kraft ihrer besonderen Tapferkeit, sondern kraft der Verbundenheit mit dem Proletariat." (12.  Parteitag,  S.  403)  Die Polizei ennordete 33 Demonstranten,  verletzte fast 100 schwer und verhaftete 2.000, die in den anschließenden "  Mai-Prozessen " im Schnellverfahren verurteilt wurden. Das Zentralorgan der KPD, die  " Rote  Fahne " ,wurde für mehrere Wochen verboten. Aus Protest gegen das Polizeimassaker traten im Anschluß an den Berliner Blutmai 25.000  Bauern und  Arbeiter in Berlin und 50.000 in Deutschland in den ersten Massenstreik seit 1923. 

• Im Anschluß an den Berliner Blutmai schürte die sozialimperialistische SPD-Regierung eine massive antikommunistische Hetze, die sie für das Verbot des " Rotfrontkämpferbundes"  (RFB)  nützte. 

•  Mit der angeblichen Option des "kleineren Übels" versuchte der sozialfaschistische Sozialdemokratismus,  legalistische Illusionen unter den SPD-beeinflußten  Bauern und Arbeitern zu verstärken, die gegen die erstarkende nazi faschistische Bewegung kämpfen wollten. Sie setzte sich 1932 massiv für die Wahl des Reichswehr-Generals Hindenburg zum Reichspräsidenten als " kleineres Übel "  im Vergleich zu Hitler ein. Dem setzte die KPD die richtige Parole  " Wer Hin­denburg  wählt, wählt Hitler !  Wer Hitler wählt,  wählt den Krieg!"  entgegen. Ernst Thälmann erklärte in seiner Rede im Berliner Sportpalast im März 1932, daß die Tatsache,  daß die deutsche Bourgeoisie neben dem Kriegshetzer Hitler nur Generale und Obersten aufstellte, ein weiterer Beleg  " ... für die imperialistischen Pläne, für die Kriegslüsternheit,  für die Kriegsentschlossenheit des kapitalistischen Deutschland und seiner herrschenden Klasse (ist)."  (Thälmann 1930  - 1933, S.27) Auf die Demagogie des "kleineren Übels"  - ein Standard,.argument"  der damaligen sozialfaschistischen Sozialdemokratie zur Rechtfertigung sämtlicher konterrevolutionärer Aktionen - ging Clara Zetkin in ihrer Reichstagsrede im August 1932  ein:  " Die  Politik des " kleineren Übels "  stärkte das Machtbewußtsein der  reaktionären Gewalten und sollte und soll noch das größte aller Übel erzeugen, die Massen an Passivität zu gewöhnen. Diese sollen darauf verzichten, ihre volle  Macht außerhalb des Parlaments einzusetzen."  (4/S.  367)  Die von Clara Zetkin aufgezeigte Tatsache ist auch einer der wesentlichen Gründe, warum der sozialfaschistische, konterrevolutionäre  Sozialdemokratismus völlig zu Recht als Wegbereiter des Nazi-Faschismus bezeichnet wurde. 

•  Beim "AItonaer Blutsonntag" am 17. Juli  1932 marschierten nahezu 10.000 SA-Männer auf als "Strafexpedition" gegen die antinazifaschistischen Bauern und Arbeiter Ham­burg-Altonas, einer Hochburg der KPD.  Auf Befehl des sozialfaschistischen SPD-Polizeipräsidenten Eggerstedt schützten mit Maschinenpistolen und Panzerwagen bewaffnete Knüppelkunden den Nazi-Auf­marsch. Der Nazi-Angriff konnte von den Bauern und Arbeitern zurückgeschlagen werden, SA-Trupps und  Bullen wurden von den umliegenden Häusern aus unter Beschuß genommen. Den flüchtenden Nazifaschos  kam die sozialfaschistische SPD-Polizei zu Hilfe. Mit Maschinengeweh­ren schoß sie in die Menge. 18 antinazistische Arbeiter und  Bauern wurden ennordet, 70  verletzt  und 132  verhaftet. (Merker,  S.  246,  sowie  I/S.  241) 

Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen gab es also unter den kommunistisch orientierten Bauern und Arbeitern in Deutschland keinen Zweifel daran, daß die sozialfaschistische SPD eine konterrevolutionäre Partei war, eine Schutztruppe des Finanzkapitals, eine politische Abteilung desdeutschen Imperialismus, die sich im  Gewand der  "Arbeiterpartei" auch nach Kriegsende mit Willy Brandt, Schmidt und co , trotz Berufsverbote und Notstandsgesetze, präsentierte und dem deutschen  Imperialismus innerhalb der Arbeiter- und Bauernbewegung Masseneinfluß sicherte, um rückständige Bauern und Arbeiter durch Refonnismus, Nationalismus und Antikommunismus an den bürgerlich-reaktionären Staat zu binden. Dabei war es taktisch nicht unerheblich, welche politische Abteilung des deutschen Imperialismus  in welcher Phase in den Vordergrund geschoben wurde - sei es im Staatsapparat, sei es auf der Straße -,  um gegen die Kräfte der proletarischen Revolution vorzugehen.  In dieser Hinsicht war die sozialimperialistische Sozialdemokratie ab 1930 bis 1933 nicht mehr der politische Hauptakteur der Repression,  sondern vielmehr die übrigen faschistoiden,  polizeistaatlich herrschenden Parteien auf Seiten des konterrevolutionären Staatsapparats und das inzwischen Millionen verhetzter Ratten in Menschengestalt umfassende Heer der Anhänger der Nazifascho-Partei  auf der Straße.

Fest steht:  Es durfte kein Raum für Illusionen in das Wesen der sozialfaschistischen Sozialdemokratie gelassen werden. Allen vorschnellen Kritikern des Begriffs "Sozialfaschismus" soll zudem gesagt sein: 

•  Es waren SPD-Polizeipräsidenten (wie Olaf Scholz beim G20 in Hamburg 2017 ! ) , die noch im Februar 1933 in Hamburg, Dortmund und anderen Städten  antinazistische Proteste verboten und Verhaftungen von KPD-Kadem anordneten  (7/S.  55). 

• Es war der SPD-Parteivorstand,  der im März 1933 eine Rundreise zu verschiedenen Parteien der gelben ," Sozialistischen Internationale " antrat,  um  diese  aufzufordern, endlich mit der Anprangerung des Nazi-Terrors in Deutschland aufzuhören, und wenige Wochen später seinen Austritt aus der "Sozialistischen  Internationale" erklärte,  um die Nazi-Faschisten "milde zu stimmen".  (9/S.  217) 

•  Es war der Vorstand des ADGB, der seine Mitglieder am 19. April zur Teilnahme an den na­zistischen 1.-Mai-Aufmärschen am " Nationalfeiertag der Arbeit'" unter  der Hakenkreuzflagge aufrief.  (9/S. 194)

•  Es war die sozialfaschistische SPD,  die am 17. Mai 1933 im Nazi­-Reichstag ihre Zustimmung zu Hitlers Regierungserklärung,  der sogenannten " Friedensrevolution",  gab.  Beim Absingen der " Nationalhymne "  zusammen mit den Nazis nickte sie die Aufrüstungs- und Kriegsvorbereitungsplä­ne des deutschen Imperialismus  ab.  (9/S.  213) 

•  Es war der sozialfaschistische SPD-Parteivorstand, der am 19. Juni 1933 durch Bildung eines neuen " judenreinen"  Parteivorstands einem Verbot durch die Nazi­Faschisten zu entgehen versuchte.  (5/S.  61)  Es galt,  in der Zeitspanne von 1930 bis 1933, als die SPD  zunehmend aus wesentlichen Komponenten des Staatsapparats  entfernt  wurde, während die Nazifascho-Partei noch nicht daran beteiligt war bei der klaren Einschätzung, daß Apparat und Führungsspitze beider  politischen Abteilungen, SPD und NSDAP, niemals gewonnen werden können, die Frage aufzuwerfen, wie es um die Allhängerschaft  bestellt ist. Es galt, die Anhängerschaft der sozialdemokratisch und gewerkschaftlich orientierten Bauern und Arbeiter durch einen vor­bildhaften, anspornenden Kampf gegen die Nazis zu  beeindrucken, heranzuziehen und zu gewinnen. Dieses Hauptkettenglied in taktischer Hinsicht hätte geschickt durch richtige Losungen für die Tageskämpfe, durch  Aktionen, auch militante Kampfaktionen, konsequent und ohne Schwankungen zu einer vor allem indirekten Entlarvung des sozialfaschistischen Sozialdemokratismus und ihres konterrevolutionären Anhangs führen müssen. Der Kern des Kampfes gegen den Weltfaschismus war der demokratische Tageskampf gegen den staatlichen Terror und den Straßen-Terror der Nazifaschos  - und nicht vager "Sozialismus" . Für die Gewinnung der Mehrheit der Bauern und Arbeiter für die sozialistische Weltrevolution war innerhalb der Arbeiterbewegung zweifellos die sozialfaschistische Sozialdemokratie der Hauptfeind. Die taktische Frage war, an  welchen Themen die Autorität der KPD bei den sozialdemokratisch orientierten Bauern und Arbeitern gesteigert werden konnte. Denn nur, wer auch bei für die  sozialistische Weltrevolution sekundären Fragen über Autorität verfügt, kann Überzeugungskraft und Aufmerksamkeit erwarten bei den Kernfragen Haltung zur sozialistischen Sowjetunion, zum bewaffneten Bürgerkrieg und zur Diktatur des Proletariats. In dieser Richtung argumentierte das Sekretariat des ZK der KPD in seinem Rundschreiben vom 4. Juni 1932 an die Parteiorganisationen: " Diese strategische Orientierung des Hauptstoßes in der Arbeiterklasse gegen die Sozialdemokratie bedeutet jedoch keineswegs, daß wir in unserer Agitation und Propaganda plump und schematisch die Entlarvung der SPD in allen Fragen voranstellen.  Wir schlagen die SPD am besten, indem wir die SPD­ Arbeiter zum gemeinsamen Kampf gegen den Faschismus, gegen das Unternehmertum, gegen die imperialistische Kriegshetze gewinnen."  (14/S.  240) 

Veränderungen im Zusammenspiel der politischen Abteilungen des deutschen Imperialismus

Durch die Faschisierung der gesamten Gesellschaft , die massive Einschränkung demokratischer Rechte, das Erstarken der nazifaschistischen Partei und die schrittweise Entfernung der sozialfaschistischen Sozialdemokratie aus dem Staatsapparat war ab 1930 eine neue Lage ent­standen, die das Bündnis aller antinazistischen Kräfte im demokratischen antinazistischen und an­timilitaristischen Kampf gegen die Nazifaschos und den konterrevolutionären Staatsapparat  erfordert hat, ohne das strategische Ziel der KPD, die Errichtung der Diktatur des Proletariats, über den Haufen zu werfen. Die Verschärfung der wirtschaftlichen Krise ab 1929 und die verstärkten Klassenkämpfe führten jedoch zu einem Schwinden der "Popularität" der sozialfaschistischen Sozialdemokratie. Massenentlassungen, Lohnsenkungen, Tarifkündigungen und Aussperrungen waren an der Tagesordnung. Rund 6 Mio. offiziell registrierte Erwerbslose plus 2-3 Mio.  nicht Re­gistrierte bildeten die industrielle Reservearmee.

Gleichzeitig konnte die KPD in der Entwicklung ihrer Organisation und ihres Masseneinflusses große Schritte vorwärts machen. Aus einer Partei mit 120.000  Mitgliedern - eine Zahl, die über viele Jahre hindurch stagniert hatte  - und einer Wählerschaft von 2,7 Millionen (1928) wurde sie 1932 zu eine  Partei mit 360.000  Mitgliedern, für die bei den Reichstagswahlen bis zu 6 Mio. Stimmen abgegeben wurden. 

Wobei man sagen muß,  daß die KPD  schon 1921 mit etwa 450 000 Mitgliedern eine Massenpartei wurde.http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-129494147.html

In Berlin hatte die KPD 1932 rund 860.000 Wähler. Erstmals war es damit einer revolutionären Partei gelungen, in der Hauptstadt eines imperialistischen Staates die stärkste Partei zu werden. Gegen die Gewerkschafisbürokratie des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafisbundes ADGB und der hinter ihm stehenden sozialfaschistischen Sozialdemokratie war es der KPD seit 1930 gelungen einige große Streikaktionen unter Führung der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) durchzuführen. Genannt sei hier nur der Streik der 13.000 Bergarbeiter der Mansfeld AG im Juni-Juli 1930, der erste große Abwehrkampf während der Weltwirtschaftskrise, dann der zweiwöchige Streik der rund 130.000 Metallarbeiter in Berlin, darunter 40.000 Metallarbeiter und 1.000 Lehrlinge, im Oktober 1930, der größte Massenstreik der Weimarer Zeit, oder der zweiwöchige Streik von 75.000 Bergarbeitern im Januar 1931 im Ruhrgebiet, bei dem die Bullen drei Streikende ermordet und 200 verhaftet hatte. Die deutsche Bourgeoisie war gezwungen, sich eine weitere Massenbasis zu schaffen. Ab 1930 wurde die sozialfaschistische SPD nach und nach aus dem Staatsapparat gedrängt, Schritt für Schritt ausrangiert. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang die jämmerliche Empörung nach der Absetzung der letzten sozialfaschistischen SPD-Landesregierung in Preußen 1932. In seinem 1944 im mexikanischen Exil verfaßten Buch " Deutschland - Sein oder Nicht-Sein?" beschreibt das KPD-Mitglied Paul Merker, wie sozialfaschistische Ex-SPD-Minister Braun nicht wahrhaben wollte, daß die sozialfaschistische SPD ihre Schuldigkeit getan hatte. In seiner Beschwerde an den Staatsgerichtshof empörte sich Braun, denn schließlich habe die sozialfaschistische SPD-Regierung ja mehr Arbeiter/Bauern als Faschos ermorden lassen. Er erklärte: " Die preußische Regierung ist in der Lage, an Hand von Polizeistatistiken nachzuweisen, daß das Eingreifen der preußischen Polizei mehr Tote und Verwundete auf der linken Seite als auf der rechten verursacht hat." (Zitiert in: Merker, S. 254) Das Zusammenspiel der verschiedenen politischen Abteilungen des deutschen Imperialismus änderte sich zu Ungunsten der sozialfaschistischen Sozialdemokratie. Der deutsche Imperialismus " sattelte um" auf die Deutschnationalen und Nazi-Faschisten. Die Nazifascho-Partei hatte noch in den Parlamentswahlen von 1928 kaum mehr als 2,6 % der Stimmen erhalten, gewann aber ab 1929 Masseneinfluß. Sie stärkte sich organisatorisch, bildete Nazi­ Gruppierungen zur Organisierung verschiedener Schichten und Bevölkerungsgruppen, darunter auch die Nazi-"Betriebszellenorganisation" NSBO. Einfluß sollte die NSBO, die Ende 1932 rund 300.000 Mitglieder zählte (13/S. 416), vor allem in kleinen, mittleren und staatlichen Betrieben wie der Reichsbahn gewinnen. 1929 wurde der Aufbau der SA als paramilitärische Bürgerwehr der Nazifascho-Partei verstärkt. Zweifellos stieg der Anteil der jugendlichen Arbeiter und Erwerbslosen in der SA, in ihrer großen Mehrzahl jedoch nicht Industriearbeiter, sondem Handwerksgesellen insbesondere aus Kleinbetrieben. Wurden 1931 noch durch Nazifascho-Terror 49 und durch Bullenterror 55 Kommunisten und Bolschewisten ermordet, so hatte sich das Verhältnis 1932 umgekehrt, denn es gab 81 Opfer des Bullen-Terrors und 139 Opfer des Nazifascho-Terrors.

Zusammen mit der Deutschnationalen Partei und dem ihr nahestehenden paramilitärischen Stahl­helm initiierte die Nazifascho-Partei 1929 ein " Volksbegehren gegen den Young-Plan". Das Volksbegehren scheiterte, aber erstmals gelang es der Nazi­fascho-Partei, sich an einer großen politischen Kampagne mit anderen bürgerlichen Parteien zu beteiligen. Nach den Landtagswahlen in Thüringen im Dezember 1929 wurde die Nazifascho-Partei erstmals an einer Landesregierung beteiligt. Bei den Reichstagswahlen vom September 1930 erhielt die Nazifascho-­Partei 6,4 Mio. Stimmen (1928: knapp 800.000). Mit einem Schlag waren die Nazis die zweitstärkste Partei in Deutschland geworden. ( Und die AFD ist bei der letztzen Bundestagswahl drittstärkste Partei geworden!) Das taktische Prinzip, ein Hauptkettenglied festzulegen, mit dem Fortschritte auf dem Weg zum strategischen Ziel der Gewinnung der Mehrheit der Bauern und Arbeiter errungen werden konnten, war nun zunehmend klar: Die Faschisierung der Gesellschaft, der massenhafte Terror der Nazifaschos auf der Straße, die drohende Übergabe der Staatsgeschäfte an die Nazifascho-Partei - das erforderte als Tageskampf die antikapitalistische Aktion, den antiimperialistischen Selbstschutz, den militanten Kampf zur Abwehr der Nazifaschos. Das war ein gewichtiger Hebel, um an die noch antikommunistisch verhetzten und verseuchten , aber dennoch gegen die Nazifaschos eingestellten sozialdemokratisch beinflußten Bauern und Arbeiter heranzukommen, im praktischen Kampf gegen die Nazifaschos das Gefühl der Solidarität zu stärken und solche Bauern und Arbeiter in der Praxis geschickt von ihren sozialfaschistischen Führern, Parteien und Organisationen zu lösen. Das zweite taktische Prinzip war, daß nur durch eigene Erfahrungen, nur im praktischen Kampf, nicht allein durch theoretische Argumente, jene sozialdemokratisch beeinflußten Teile der working class erreicht werden können, um unter Leitung und Federführung der KPD zunächst in den Tageskämpfen um die unmittelbaren Forderungen die Mehrheit der working class und Bauern zusammenzuschließen mit dem langfristigen Ziel, an die proletarische Revolution als Teil der sozialistischen Weltrevolution heranzukommen. Der springende Punkt war also, im praktischen Kampf vor anzugehen, ohne Illusionen in die sozialfaschistische SPD, ihren Apparat und ihre Führung zu schüren. Dabei galt es auch im demokratischen Abwehrkampf gegen die Nazifaschos, das dritte taktische Prinzip, das Prinzip der Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Staates richtig anzuwenden: Die in Deutschland wie in keinem anderen Staat der Welt verwurzelte Staatsgläubigkeit zu bekämpfen, die durch die deutsche Ideologie und insbesondere auch durch die revisionistische Sozialdemokratie in den Köpfen der Mehrheit der Bauern und Arbeiter verankerte "Gesetzestreue" anhand der Erfahrungen und Notwendigkeiten im Anti-Nazifascho Kampf abzustreifen und die befreiende Rolle massenhafter militanter, auch bewaffneter Aktionen im Tageskampf gegen die Nazifaschos zu entfalten.

Weitere Etappen der Faschisierung

Nachdem im März 1930 die letzte Weimarer Regierung mit der sozialfaschistischen SPD-Beteiligung unter SPD-Kanzler Müller zurückgetreten war, folgten eine ganze Reihe von "Präsidialkabinetten", die über keine parlamentarische Mehrheit verfügten und zunächst mit parlamentarisch tolerierten "Notverordnungen" , gestützt auf Artikel 48 der Weimarer Verfassung , später über Parlamentsauflösungen und Verhängung des Ausnahmezustands regierten. Hinter den sich ablösenden Kabinetten stand als Garant für die politische Kontinuität der Kriegsverbrecher des Ersten Weltkriegs, Reichspräsident Hindenburg. Clara Zetkin erklärte hierzu treffend: " Die politische Macht in Deutschland hat ein Präsidialkabinett an sich gerissen mit Ausschaltung des Reichstags ... Die treibende Kraft ist die Reichswehrgeneralität." (4/S, 366) Nachfolger Müllers wurde zunächst der Zentrums-Mann und ehemalige Freikorps-Leutnant Brüning mit seinem " Kabinett der Frontkämpfer" .  Mit der Bildung der "Nationalen  Front" in Harzburg am 11. Oktober 1931 war der Schulterschluß zwischen der Nazi-Partei, den Deutschnationalen und ihrer paramilitärischen  " Stahlhelm" -Organisation mit Hugenberg an der Spitze besiegelt . Die Nazifaschos demonstriteren ihre Stärke bei einem Massenaufmarsch von 70.000 SA-Männern in Braunschweig am 17. Oktober 1931. Bei der Präsidentenwahl im März 1932 erhielt Hitler 11,3 Mio. Stimmen, Hindenburg 18,7 Mio. Durch Stimmengewinne bei den Landtagswahlen wurden in Anhalt, Thüringen, Mecklenburg und Oldenburg Nazi-Landesregierungen gebildet. Im Preußischen Landtag zog die Nazifascho-Partei mit 162 (statt vorher 8 Mandaten) ein. (Merker, S. 235) Das SA-und SS- Verbot vom 13. April 1932 kam für die Nazi-Partei nicht überraschend. Durch ihre engen Kontakte zur Reichwehr-Führung war sie darauf vorbereitet gewesen. Auch wenn SA-Massenaufmärsche nun für kurze Zeit von der Bildfläche verschwanden, so wurde das SA-und SS-Verbot insbesondere in ländlichen Gegenden von der Bullerei, die selbst bereits in erheblichem Umfang aus SA- und NSDAP-Mitgliedern bestand, nicht umgesetzt.

Staatsstreich in Preußen

Zusätzlich zu der Aufgabe der Gewinnung der noch an die sozialfaschistischen Sozialdemokratie gebundenen Schichten der working class trat nun noch das Problem, nazistisch verhetzte Schichten des Kleinbürgertums, aber auch Teile der working class von der Nazifascho-Partei zu lösen oder zumindest zu neutralisieren. Maßnahmen zur Neutralisierung dieser Teile der Werktätigen mußten die grundlegende Besonderheit der Nazifascho-Anhängerschaft berücksichtigen: Sie war, wenn überhaupt, nur sehr schwer allein mit Argumenten zu überzeugen. Entscheidender als die unverzichtbaren Argumente war die demonstrierte Stärke und Kampfkraft der Antinazisten durch antinazifaschistische Aktionen. Nach dem Sturz der Brüning-Regierung wurde am 1. Juni 1932 der ehemalige Militär-Attache` Papen Kanzler. Die Nazifascho-Partei " tolerierte" die Hindenburg-Papen-Regierung unter der Bedingung, daß das Verbot von SA und SS aufgehoben wird. Dies geschah am 14. Juni 1932 durch die "Verordnung gegen politische Ausschreitungen", die insbesondere das Presse- und Versammlungsrecht massiv einschränkte und das Verbot von SA und SS außer Kraft setzte. Bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 verdoppelten die Nazifaschos ihre Stimmen und erreichten 13,8 Mio. Die NSDAP wurde stärkste Partei, Göring zum Reichstagspräsidenten ernannt. Nach dem Wahlerfolg der Nazifaschos und der Aufhebung des SA-Verbots im Juli verschärften die Nazifaschos ihren Terror ungemein: Allein im Juli ermordeten sie 86 Nazigegner.

In der Region um Görlitz kam es zu einer regelrechten Welle von Angriffen, Bombenanschlägen und Attentaten auf Nazi-Gegner, die Bullerei griff nicht ein. Gezielt wurden auch Geschäfte jüdischer Inhaber angegriffen (12/ S. 158). Nach mehreren Nazifascho-Angriffen und -Morden innerhalb weniger Stunden in Berlin erklärten am 14. Juli die Bauern und Arbeiter mehrerer Großbetriebe einen Proteststreik mit der Losung "Heraus mit allen faschistischen Mordbanditen aus den Betrieben !. Sie erklärten: "Gegen die braune Mordpest der Hitler und Goebbels hilft nur der proletarische Massenselbstschutz in jedem Betrieb, auf jeder Stempelstelle, in jedem Wohngebiet. " (" Rote Fahne",  15.  Juli 1932). In Hamburg hatten am 12. Juli 1.300 SA -Nazifaschos das Gewerkschaftshaus in Eckernförde gestürmt und verwüstet, zwei Arbeiter ermordet und weitere 17 zum Teil schwer verletzt. Die Schweißer der Deutsche Werke Werft, die Bauern und Arbeiter der Lederfabrik Knecht und anderer Betriebe traten in den Streik undf orderten die Entlassung der SA- Mörder ihrer Be triebe, die an dem Überfall beteiligt waren. (" Rote Fahne", 13. Juli 1932). In Hagen traten die Bauern und Arbeiter der Elektrizitätswerke am 13. Juli 1932 wegen einer geplanten Nazi-Veranstaltung mit Goebbels als Redner in den Proteststreik und erklärten "Kein Licht für die Nazi-Versammlung '" (" Rote Fahne ", 13. Juli 1932). Am gleichen Tag konnten rund 10.000 Kämpfer und Antinazisten einen SA-Aufmarsch in Wuppertal durch offensiven militanten Kampf sprengen. Sie stürmten die SA -Lastwagen der anreisenden Nazifaschos und SA -Lokale. Nach dreistündigen Straßenkämpfen waren keine uniformierten Nazis auf den Straßen mehr zu sehen Merker, S. 245} In dieser Situation inszenierte Reichskanzler Papen am 20. Juli 1932 einen Staatsstreich in Preußen gegen die noch amtierende sozialfaschistische SPD-Landesregierung. Sozialimperialistische SPD-Funktionäre wurden aus dem Preußischen Staatsapparat entfernt. Am 9. August 1932 ließ Papen sogenannte Sondergerichte einsetzen, bei denen im Schnellverfahren weder Berufung noch Revision möglich war und die den staatlichen Terror gegen kommunistische und narxistisch-leninistische Kräfte verschärften. Rund 33.600 Kommunisten und Bolschewisten wurden 1932 in über 7.000 Prozessen angeklagt und verurteilt. Anfang November 1932 traten die 20.000 Bauern und Arbeiter der BVG in Berlin in den Streik. Vom 3. bis 7. November streikten sie trotz sozialfaschistischer Hetze der SPD- und ADGB-Apparate unter Leitung der RGO gegen geplante Lohnsenkungen. Bei militanten Straßenkämpfen wurden vier Arbeiter von den Knüppelkunden ermordet. Die Bullerei besetzte die Streiklokale und verhaftete rund 1.000 Streikende. Die Brisanz dieses Streiks lag aber auch darin: Erstmals war es der Nazifascho-Partei, die ihre NSBO-Faschohool aufgrund der großen Sympathien für die Streikenden bei den Werktätigen Berlins und den unmittelbar bevorstehenden Reichstagswahlen zur Unterstützung des Streiks aufgerufen hatte, gelungen, in die 22köpfige Zentrale Streikleitung gewählt zu werden.  (Streik, S.  7) Bei den Parlamentswahlen im November 1932 kassierte die Nazifascho-Partei 2 Mio. Stimmenverluste, Mit 11,7 Mio. Stimmen wurde sie dennoch wieder stärkste Partei. Papen trat am 16. November 1932 zurück , Hitler wurde von Hindenburg mit der Bildung einer Regierung beauftragt.  Nachdem dessen Verhandlungen mit Zentrum und Deutschnationalen gescheitert waren, emannte Hindenburg am 3. Dezember 1932 den Reichswehr-General Schleicher zum Kanzler. Anfang Januar 1933 folgten dem KPD-Aufruf rund Hunderttausend Teilnehmer und protestierten in Berlin und anderen Städten gegen die Hindenburg-Schleicher-Regierung. Zum Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und  Karl Liebknecht in Berlin demonstrierten am 15. Januar wiederum Hunderttausende ( LLL 1933 würden wir jetzt sagen).  Einen Nazi-Aufmarsch von 15.000 SA-Männern unter Polizeischutz am 22. Januar 1933 gegenüber dem Karl­ Liebknecht-Haus in Berlin beantworteten mehrere  Zehntausend Kommunisten und Stalinisten-Hoxhaisten mit verbotenen Gegendemonstrationen. Drei Tage später marschierten 130.000 Kommunisten und Stalinisten-Hoxhaisten durch Berlin am KarI-Liebknecht­ Haus vorbei.

Weitere Schritte zur Errichtung und Konsolidierung der nazifaschistischen  Diktatur 

Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

Am 30. Januar 1933 wurde Hitler von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Er bildete ein Kabinett mit Papen und Hugenberg mit sieben Nazi- und fünf Deutschnationalen Ministern. Noch favorisierte das Finanzkapital die Nazifaschos nicht endgültig als seine bevorzugte politische Abteilung: Beide, Nazis und Deutschnationale, erhielten im Februar 1933 3 Mio. Mark finanzielle Hilfe für die geplanten Neuwahlen. (7/S. 25) Die SA verfügte inzwischen über 500.000 Mitglieder, der deutschnationale Stahlhelm über rund 1 Mio. Die Nazifascho-Partei hatte rund 746.000 Mitglieder. Im Siegestaumel verschärfte die SA ihren Terror auf den Straßen. Am 22. Februar 1933 wurden 50.000 SA-und SS-Männer mit Pistolen bewaffnet und zu "Hilfspolizisten" ernannt. Der Widerstand gegen die Nazis direkt nach der Ernennung HitIers zum Reichskanzler ist -vor allem in Hinblick auf lokale militante Widerstandsaktionen -noch ungenügend erforscht. Auch die nachfolgenden Daten müssen noch genauer überprüft werden. Am Tag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gab es Demonstrationen in Berlin und im ganzen Land. In Berlin-Charlottenburg, Chemnitz, Duisburg, Kaiserslautern und Wernigerode kam es zu Feuergefechten und Straßenkämpfen mit Nazifaschos. In Düsseldorf wehrten Kommunisten und Marxisten-Leninisten Angriffe von 300 Nazis auf das Parteihaus und die Druckerei der KPD ab. (7/S. 52) In Wupperlal sprengten Kommunisten und Stalinisten-Hoxhaisten einen Nazi-Aufmarsch (2 Bd X/S. 15). Am 31. Januar protestierten nach der Beerdigung von 9 ermordeten Klassenbrüdern in Dresden rund 30.000 Bauern und Arbeiter gegen den Nazi-Terror (2. Bd X/S. 15). In Stuttgart zogen nach einer Kund gebung der KPD rund 10.000 Teilnehmer durch die Stadt. (8 /S. 13) Am 1. Februar 1933 demonstrierten 2.000 Bauern und Arbeiter in Sulzl gegen die Nazi-Regierung, am 2. Februar 1.000 Kommunisten und Weltbolschewisten in Erfurt. In Tangermünde streikten die Arbeiter am 5. Februar 1933 wegen eines Nazi-Mordes, in Stettin demonstrierten 25.000 Klassenbrüder (7/S. 53) Am 7. Februar 1933 demonstrierten 200.000 Klassenbrüder in Berlin auf einer Anti- Hitler -Demonstration dersozialfaschistischen SPD (3 Bd 11/ S. 311) Trotz der spärlichen verfügbaren Informationen kann mit Sicherheit festgestellt werden, daß der Widerstand insgesamt betrachtet schwach war. In den Materialien zur Vorbereitung des revisionistischen VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale 1935 wurde zur Tätigkeit der KPD in Deutschland konstatiert: "Ohne auf einen ernstlichen Widerstand der Arbeiterklasse zu stoßen, konnte die Bourgeoisie die Staatsgewalt in die Hände der Faschisten legen." (KI-Materialien, S. 1331) Geschickt vemied es der deutsche Imperialismus, durch einen "braunen Tag X" den befürchteten massenhaften antinazistischen Widerstand hervorzurufen; sondern verschärfte Terror und Verfolgung Schritt für Schritt. Die KPD wurde nicht sofort generell verboten, ebensowenig die legale kommunistische Presse. Selbstverständlich nahmen Verfolgung und Terror durch Polizei und Nazis ständig zu, Veranstaltungen wurden aufgelöst oder durch Polizeiterror unterbunden, die kommunistische Presse durch zeitweise Verbote weitgehend zum Schweigen gebracht. In der Dramatik dieser Tage beriet sich das ZK der KPD am 7. Februar 1933 in Ziegenhals. Ernst Thälmann stellte in seinem Referat fest: "Es ist der Bourgeoisie Ernst damit, die Partei und die Avantgarde der Arbeiterklasse zu zerschmettern. Sie wird deshalb kein Mittel unversucht lassen, um dieses Ziel zu erreichen. Also nicht nur Vernichtung der letzten spärlichen Rechte der Arbeiter , nicht nur Parteiverbot, nicht nur faschistische Klassenjustiz, sondern alle Formen faschistischen Terrors : Masseninternierung von Kommunisten in Konzentrationslagern, Lynchjustiz und Meuchelmorde an unseren tapferen antifaschistischen Kämpfern, insbesondere an kommunistischen Führern - das alles gehört zu den Waffen, deren sich die offene faschistische Diktatur uns gegenüber bedienen wird. Schon die ersten Tage der Hitlerregierung beweisen den ganzen tiefen Ernst der Situation. Es wäre ein Verbrechen irgendwelche legalistische Illusionen in unseren Reihen zu dulden." (Thälmann 1930 - 1933, S. 441) Nun kam es darauf an, durch eine nicht abbrechende Kette von Aktionen zu verhindern, daß sich die nazifaschistische Diktatur konsolidieren konnte: "Wenn in ganz Deutschland kein Tag vergeht, wo nicht an ein paar Stellen Feuergefechte zwischen faschstischen Terrorbanden und der Arbeiterschaft stattfinden, sei es mit Kommunisten oder Reichsbannerleuten, so sind das bestimmte Elemente des Bürgerkriegs, die wir sehen und bei unserer Beurteilung der Lage und der Aufgaben berücksichtigen müssen. Die Bourgeoisie hat dem Proletariat den Bürgerkrieg erklärt ... Worauf kommt es jetzt besonders an? Wir müssen erreichen, daß die Kette der Massenaktionen und Massenkämpfe gegen die faschistische Diktatur in ganz Deutschland nicht mehr abreißt ... So müssen wir dazu kommen, die Organisierung ununterbrochener Massenaktionen des Proletariats in allen Formen, auf allen Gebieten in die Wege zu leiten. Das ist es, was wir für ganz Deutschland, aber auch für jeden einzelnen Bezirk als Aufgabe stellen: eine Kette ununterbrochener , miteinander verflochtener und sich gegenseitig ablösender Aktionen, die Entfaltung aller Formen des Massenwiderstands und Massenkampfes gegen die faschistische Diktatur ." (Thälmann 1930-1 933, S. 443 f. ) In seinem Bericht auf dem revisionistischen VII. Weltkongreß der KI "Die Offensive des Faschismus und die Aufgaben der KI im Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen den Faschismus" vom August 1935 zog der Revi Georgi Dimitroff völlig falsche Schlußfolgerungen für den antifaschistischen Kampf: "Man darf sich nicht vom Faschismus überrumpeln lassen, man darf ihm nicht die Initiative überlassen, man muß ihm entscheidende Schläge versetzen, solange er es noch nicht vermocht hat, seine Kräfte zu sammeln, man darf es nicht zulassen, daß er sich festigt, man muß ihm auf Schritt und Tritt entgegentreten, wo er sich zeigt." (Dimitroff, S. 16)

Reichstagsbrand

Der Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 bot den Nazi-Faschisten den Vorwand, um den staat­lichen Terror gegen die KPD massiv zu verschärfen. Sofort wurde Propagandamaterial der KPD für vier Wochen verboten, in Berlin wurden 1.500 Bolschewisten und Kommunisten verhaftet und mißhandelt, in Deutschland 10.000. Einige hundert Kader der KPD wurden ennordet. Die ersten Verhaftungswellen trafen insbesondere Kämpfer und Klassenbrüder der mittleren und unteren Lei­tungsebene, die durch ihre jahrelange Arbeit und ihr öffentliches Auftreten bekannt waren und an­hand von vorbereiteten Listen aus ihren Wohnungen oder von ihrer Arbeitsstelle abgeholt wurden. Die Verhafteten wurden in "wilden" Folterkellern der SA mißhandelt und gefoltert, die ersten KZs wurden errichtet. Durch den Verrat des Spitzels Kattner fiel den Nazi-Schergen am 3. März 1933 auch Ernst Thälmann in die Hände. Kattner wurde daraufhin im Januar 1934 zur Strafe von einem Berliner Kommunisten hingerichtet. Im Februar und März wurden ganze Arbeiterbezirke und Vororte zum Teil besetzt und abgeriegelt, systematisch vom Keller bis zum Dach durchsucht und vielfach brutal verwüstet. Neben der Polizei beteiligten sich Hunderttausende von SA, SS- und anderen Nazi-Schergen an dem Terrorfeldzug gegen die KPD und die anderen freiheitskämpfenden Kräfte. Die Tatsache, daß sich der Nazi­-Faschismus auf eine riesige Massenbewegung stützen konnte, ennöglichte es den Nazi-Henkern, mit einem freiwilligen Massenapparat zur Bespitzelung und Verfolgung gegen die working class vorzugehen, wie ihn noch nie irgendeine Regierung der Bourgeoisie oder irgendeine Polizei zu ihrer Verfügung hatte. Die meisten Festgenommenen wurden nicht sofort in Polizeigefängnisse eingeliefert, sondern waren tagelang, vielfach auch für Wochen und Monate den Mißhandlungen der SA­ Schergen in  SA-Lokalen und neu eingerichteten SA-Kasernen ausgeliefert. Ein Teil wurde nach den Folterungen in die neu errichteten KZs überstellt. Elemente des Bürgerkriegs, bewaffnete Aktionen gegen die Nazis, wie Ernst Thälmann sie be­schrieben hatte, flackerten in der Tat auf, ohne daß sie jedoch zündende Signalwirkung auf Hunderttausende, geschweige denn Millionen von Werktätigen gehabt hätten. In Düsseldorf gelang es Klassenbrüdern und Kämpfern am 4. März 1933, einen SA-Aufmarsch zu sprengen. Acht Tage lang wehrten sie Versuche der Nazis, das KPD-Parteihaus zu stürmen ab. Vom 4. bis zum 6. März 1933 verhinderten bewaffnete Klassenbrüder in Johanngeorgenstadt Nazi-Übeljälle. In der Nähe Zittaus besetzten bewaffnete Kommunisten und Arbeiter das Gewerkschaftshaus. In verschiedenen Stadtteilen Hamburgs kam es Ende Februar zu mehreren bewaffneten Kämpfen mit SA-Banden und des RFB. 95 Antinazisten wurden bei diesen bewaffneten Kämpfen verhafiet und in Prozessen wie beim Hamburger G20 verurteilt. (7/S. 67) Für den 5. März 1933 wurden Reichstagswahlen angesetzt. Fast alle Kandidaten der KPD waren verhaftet oder verschleppt, die KPD selbst jedoch weiterhin zur Wahl zugelassen. Die Nazifascho-Partei erzielte rund 17,7 Mio. Stimmen. Die KPD erhielt trotz Verfolgung und Terror 4,85 Mio. Stimmen, nach absoluten Zahlen mehr als in der Septemberwahl 1930. Die 81 Mandate der KPD wurden am 9. März für ungültig erklärt, die KPD verboten. Am 23. März 1933 wurde das Ermächtigungsgesetz erlassen, das es der Regierung ermöglichte, mit einer bloßen Unterschrift Hitlers Gesetze zu erlassen. Der Nazi-Terror richtete sich nun auch zunehmend gegen die jüdische Bevölkerung, die terrorisiert, verprügelt und anderweitig mißhandelt wurde. Nach SA-Aufmärschen vor Gerichten am 3I. März 1933 wurde jüdischen Anwälten "kraft Hausrecht" das Betreten von Gerichtsgebäuden verboten, um ähnliche angeblich "spontane" Manifestationen des "Volkszorns" zu vemeiden. Am 1. April 1933 folgte der staatlich organisierte Boykott von Unternehmen von Juden mit massenhafter Unterstützung von Teilen der deutschen Bevölkerung unter dem antisemitischen Aufruf " Die Juden sind unser Unglück! Kauft nicht bei Juden!" Vom 25. März bis zum 10. April 1933 fanden unter Führung der RGO 97 Streiks gegen Lohnabbau und gegen das Eindringen der SA- Banden in die Betriebe statt. (Merker, S. 331). In Wuppertal streikten neun Betriebe für die Freilassung Ernst Thälmanns und anderer eingekerkerter Proleten und Kommunisten. In Berlin gab es Streiks gegen die Verhaftung von Betriebsräten. (3 Bd. 2 /S. 319 ) In Kiel streikten die Arbeiter der Germallia- Welft für die Freilassung verhafteter Betriebsratsmitglieder, ebenso 600 Kollegen der Hamburger Ölwerke und 3000 der Düsseldorfer Phoenix- Werke. (7/S. 66)

"Gleichschaltung" der Gewerkschaften

Im April 1933 wurde die Verfolgung von SPD und Gewerkschaften intensiviert. Der 1. Mai wurde zum arbeitsfreien bezahlten "Nationalfeiertag der Arbeirt erklärt und mit großem Pomp als Nazi­-Veranstaltung organisiert. Dem Aufruf des sozialfaschistischen ADGB-Vorstands folgten 1,5 Mio., die unter der Hakenkreuzflagge, eskortiert von SA und SS, durch die Straßen Berlins marschierten. Die Antwort der Nazis auf diese Anbiederei folgte prompt: Am Tag danach, dem 2. Mai, besetzten SA und Polizei die Gebäude von den sozialfaschistischen ADGB und AFA und verhafteten zahllose Gewerkschaftsführer. Am 23. Juni wurde schließlich selbst die sozialfaschistische SPD verboten, ihre Vertreter aus Parlamenten und Ämtern entfernt. Das "Gesetz gegen die Neubildung von Parteien"" vom 14. Juli 1933 erklärte alle politischen Parteien außer der NSDAP für verboten. Der Reichstag wurde durch das .. Gesetz über den Neuaufbau des Reiches" am 14. Februar 1934 aufgelöst. Am 31. Juli 1933 gab es in Nazi-Deutschland offiziell rund 26.800 KZ-Häftlinge.(9/S. 543) Die Gesamtzahl der Inhaftierten wird über 100.000 geschätzt, die Zahl der Ernmordeten zwischen 500 und 600. (12 /S. 172) Bei der Diskussion über den Kampf der KPD von 1919 bis zur Konsolidierung der nazifaschistischen Diktatur möchten wir als stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung klarstellen: Selbst wenn die KPD bis ins letzte taktische Detail " alles richtig" gemacht hätte, selbst dann wäre nicht garantiert gewesen, daß Zeit und Kräfte ausgereicht hätten, um die Nazi-Diktatur durch einen bewaffneten Abwehrkampf zu verhindern. Die Revolution 1905 in Rußland erlitt eine Niederlage trotz der Existenz einer revolutionären Partei mit einer richtigen Linie unter Federführung Lenins und Stalins, denn nicht unwesentlich für den Erfolg ist eben auch ein günstiges oder ungünstiges Kräfteverhältnis. 13 Millionen Wähler der Nazifascho-Partei, der reaktionäre, konterrevolutionäre Block der Deutschnationalen und " Stahlhelme" , mehrere Hundertausend bewaffnete SA-Banditen auf der Straße - dies war ein konterrevolutionäres Heer, gegen das auch eine bolschewisierte Partei mit einer in jeder Hinsicht noch so richtigen Linie möglicherweise eine Niederlage erlitten hätte. Hinzu kam die Schwierigkeit, daß der deutsche Imperialismus geschickt jede Eindeutigkeit vermied, einem großen Teil der Nazi-Gegner immer noch ein Fünkchen Hof fnung ließ: Am 30. Januar 1933 die Hoffnung, daß Hitler schnell abgewirt­schaftet habe und "alles nicht so schlimm" kommen werde, nach dem 27. Februar 1933 die Hoffnung auf die bevorstehende Wahl, zu der die KPD immer noch zugelassen war. Die Notwendigkeit einer sofortigen bewaffneten Verteidigung, eines bewaffneten Abwehrkampfes war nicht für alle Nazi -Gegner klar und deutlich sichtbar. Eine wichtige Lehre aus dem Kampf der KPD ist ohne Zweifel, daß in einem Land wie Deutschland neben dem vorrangigen Kampf um die Ge­winnung der  Mehrheit der Bauern und Arbeiter für die proletarische Revolution als Teil der sozialistischen Weltrevolution und den Kommunismus auch mit großem Kräfteaufwand der demokratische Kampf gegen die Nazi- Ideologie und den Chauvinismus geführt werden muß mit dem Ziel, die kleinbürgerlich verhetzten Massen wenn schon nicht zu gewinnen, so doch wenigstens zu neutral isieren. Im Bewußtsein dieser schwierigen Probleme werden wir als Stalinisten-Hoxhaisten die Linie der KPD von 1929 bis 1933 genauer analysieren, ihre Fehler auch im Sinne einer Selbstkritik wissenschaftlich-rücksichtslos im richtigen Rahmen aufdecken, analysieren und gleichzeitig mit den Kämpfern und Kollegen "unserer KPD'" in Form der deutschen Sektion der Kommunistischen Internationale mit ihrem praktischen Kampf und Einsatz, solidarisch sein.

Zitierte Literatur

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