Die bolschewistische Partei ist stärker als alle Liquidatoren !

 


Vorbemerkung

 

des Genossen Wolfgang Eggers zur Wiederveröffentlichung dieses Textes nach 33 Jahren

Dieses Dokument wurde zur Zeit des außerordentlichen Parteitages verfasst unter der Führung des Genossen Ernst Aust , der damals an der Spitze des Kampfes gegen das Liquidatoren stand. Die Partei ist aus diesem Kampf siegreich und gestärkt hervorgegangen, obwohl zunächst ein großer Teil der Landesverbände an die Liquidatoren verloren ging (... es gab vorübergehend nur noch den LV Wasserkante im Norden und den LV Bayern im Süden). Es handelte sich um einen kritischen Moment in der Geschichte der Partei, der sehr bedrohlich für die Existenz war. Die Marxisten-Leninisten befanden sich in der Partei in der Minderheit. Es ging um die Frage: bolschewistische Partei der Arbeiterklasse oder kleinbürgerlicher Zirkel? Zum Zeitpunkt des außerordentlichen Parteitags hatte die Partei den antimarxistischen Charakter der Mao Tsetungideen noch nicht durchschaut und verteidigte diese. Das war ein Fehler, den die Partei einpaar Jahre später korrigierte. Aber die KPD/ML verteidigte die leninsche und stalinsche Linie der bolschewistischen Partei trotz dieser ideologischen Schwäche von Anfang an aktiv gegen Menschewismus und Zirkelwesen, bekämpfte bereits 1971 jenes Liquidatorentum, welches seine Ideologie und Politik mit den Mao Tsetungideen rechtfertigte. Der Kampf gegen das Liquidatorentum auf dem außerordentlichen Parteitag erleichterte es der Partei, den Kampf gegen den Einfluss des Maoismus erfolgreich fortzusetzen und die bolschewistische Linie zu stärken. Dies war vor allem dem Genossen Ernst Aust zu verdanken.

Die Lehre, die die Partei aus der Geschichte des Kampfes gegen das Liquidatorentum zieht, ist die Erkenntnis, dass dieser Kampf ständiger Begleiter in der gesamten Periode bleibt, solange die KPD/ML für die klassenlose Gesellschaft in Deutschland eintritt. Damals glaubten viele von uns, dass die Liquidatoren nun für immer besiegt worden seien und dass die Partei sich nun ungehindert entfalten, die revolutionären Arbeiter für die Partei schnell gewinnen, ihre Mehrheit in der Partei endgültig sichern und die Partei in der Arbeiterklasse im täglichen Klassenkampf ohne Einfluss des Führungsanspruches durch das intellektuelle Kleinbürhertum verankern könne. Aber das war eine gefährliche Illusion. Ein besonders harter Kampf gegen das Liquidatorentum wurde zum Beispiel geführt kurz vor und nach dem Tod des Genossen Ernst Aust im Jahre 1985. Der Kampf wurde sowohl gegen das offene Liquidatorentum geführt ( rechtes Pauli-Papier, in dem die Selbstauflösung der KPD/ML gefordert wurde und linke Kieler/Berliner-Fraktionen, die zur Gründung einer neuen KPD/ML aufriefen ), als auch gegen das versteckte, schleichende Liquidatorentum, das rechts auftrat seitens des Koch ZK`s und links seitens der Möllerfraktion. Unterstützung fanden diese ganzen Fraktionen durch einige Versöhnler, die vor den Liquidatoren kapitulierten. Der Kampf gegen das Liquidatorentum war die härteste Bewährungsprobe für die Partei seit ihrem Bestehen.

Bis heute musste die KPD/ML den Kampf gegen das Liquidatorentum mit unverminderten Anstrengungen fortsetzen, verteidigt sie weiter ihre Existenz und kämpft sie für ihren Wiederaufbau im Geiste des Genossen Ernst Aust. Es gibt eine Reihe von Organisationen, die sich seit Bestehen der KPD/ML in Worten auf den Genossen Ernst Aust berufen, aber in Theorie und Praxis eine Linie vertreten, die von der Linie des Genossen Ernst Aust abweicht, oder dieser zum Teil diametral entgegensteht. Es gibt zur Zeit nur noch sehr wenige Genossen, die die KPD/ML des Genossen Ernst Aust durch alle Zeiten tatsächlich weiter treu verteidigen. Einheit der Marxisten-Leninisten ist heute dringender denn je, aber eine Einheit kann es stets nur geben auf der Basis der bolschewistischen Linie unseres Genossen Ernst Aust. Davon dürfen und werden wir niemals abweichen.

Der Genosse Wolfgang Eggers formulierte 1971 übrigens den Aufruf: „Die bolschewistische Partei ist stärker als alle Liquidatoren!“. Er kämpfte in Hamburg gegen die Liquidatoren treu an der Seite des Genossen Ernst Aust. Während die marxistisch-leninistischen Genossen mit Ernst Aust an der Spitze auf dem außerordentlichen Parteitag als Minderheit für die bolschewistische Linie der Partei kämpfte, gelang es dem Genossen Wolfgang Eggers im persönlichen Geheim-Auftrag des Genossen Ernst Aust, die gesamte Roter Morgen-Redaktion, Vertrieb, Maschinen, Material usw. , die sich bereits in der Gewalt der Liquidatoren befunden hatten und von ihnen auch bewacht worden waren, in einer nächtlichen, gewaltsamen Blitzaktion wieder zurück in den Besitz der Partei zu bringen. Dadurch war es zum Beispiel möglich, dass nicht die Liquidatoren ( wie sie es bereits mit einer eigens von ihnen vorbereiteten RM Ausgabe geplant hatten), sondern die Partei im Roten Morgen über den außerordentlichen Parteitag anschließend berichten konnte. Der Kampf gegen das Liquidatorentum war also alles andere als nur ein reiner ideologischer Kampf zweier Linien. Es war ein existentieller Kampf, der auch mit außerordentlichen Mitteln sehr hart geführt werden musste. Der Kampf gegen das Liquidatorentum hat die Partei und ihre treuesten Genossen in jeder Hinsicht gestählt!

Die Dokumente des außerordentlichen Parteitags der KPD/ML sind sehr lehrreich, und dienen uns dazu, stets die Wachsamkeit gegenüber den Versuchen zu erhöhen, die KPD/ML zu liquidieren. Das ist das Ziel und Bestreben der deutschen Bourgeoisie vor 33 Jahren gewesen und wird es immer bleiben, solange die KPD/ML existiert und kämpft.

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

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Mit kommunistischen Grüßen

i.A. Des Gründungsparteitages der Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten