Dokumente der Geschichte der KPD/ML des Genossen Ernst Aust

 

Roter Morgen - Januar 1989
 

7. Parteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands

 

erfolgreich abgeschlossen

 

 

In einer begeisternden, kämpferischen Grundstimmung fand vom 27. bis zum 30. Dezember 1988 in Hannover der 7. Parteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands statt und wurde nach vier Tagen mit der Wahl eines neuen, mehrheitlich proletarischen Zentralkomitees erfolgreich abgeschlossen.

Im Vorfeld des Parteitags waren auf Delegiertenkonferenzen im Oktober 1988 überwiegend proletarische Delegierte gewählt worden und dabei alle Grundorganisationen und Stützpunkte berücksichtigt worden..

Mit dem 7. Parteitag wurde die Reorganisierungsperiode beendet, und es wurden Perspektiven für die 90er Jahre erarbeitet. Es wurde ein neues Parteistatut verabschiedet, sowie ein Aufruf an die deutschen Industriearbeiter. Zur Programmatik wurden wichtige Beschlüsse gefasst sowie viele Parteianträge behandelt.

Am letzten Tag des Parteitages wählten die Genossinnen und Genossen Delegierten ihr neues Zentralkomitee sowie die ZPKK. Der Parteitag hatte durch ein Quotierungssystem dafür gesorgt, dass die proletarische Führung mehrheitlich gewährleistet ist und die kleinbürgerlich-intellektuellen Genosinnen und Genossen stimmten dieser Regelung begeistert und in bewundernswerter Disziplin und kommunistischer Reife zu: Der Beschluss wurde erneuert und gilt für alle Zukunft:

„Die Mehrheit in den Führungsorganen der KPD besteht aus proletarischen Genossen!“.

Während der Reorganisierungsphase nach dem Tod unseres geliebten ehemaligen Vorsitzenden, Genossen Ernst Aust, im Jahre 1985 hatte Genosse Wolfgang Eggers seit dem 6. Parteitag in Bremen im Januar 1986 unsere Partei erfolgreich als Erster Sekretär des Zentralkomitees geführt. Genosse Eggers hatte dir Richtlinienkompetenz , und er verstand es meisterhaft, seine schwierige Arbeit immer mit der korrekten Mehrheit des Gesamt-ZK-Kollektivs durchzuführen. Trotz vieler Anfeindungen von außen; trotz einiger Krisen im Inneren der Partei, hervorgerufen durch karrieristische Fraktionisten, spätere Denunzianten u.a., trotz persönlicher menschlicher Enttäuschungen hat er seinen Schwur am Grab des Genossen Ernst Aust in die Tat umgesetzt:

„Die Kommunistische Partei Deutschlands wird nicht liquidiert, die KPD lebt weiter!!

Die Genossinnen und Genossen Delegierten des 7. Parteitages sprachen Genossen Eggers ihr volles Vertrauen aus, dankten dem alten Zentralkomitee und der ZPKK insgesamt für die opfervolle Arbeit der letzten drei Jahre, wählten Genossen Eggers, weitere bisherige ZK-Mitglieder und ZPKK und forderten einstimmig gemäß Statut die Wahl eines Vorsitzenden des Zentralkomitees, also eines Parteivorsitzenden.

Genosse Wolfgang Eggers ist der neue Parteivorsitzende und wird gleichzeitig seine Pflichten als 1. Sekretär im Sekretariat des Zentralkomitees erfüllen.

Mit dem Gesang der Internationale wurde die Parteitagsarbeit beendet. Wir werden in den folgenden Ausgaben unseres Zentralorgans und in Sonderbeilagen laufend über die Ergebnisse des 7. Parteitags berichten.


 

 

 

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