31. Dezember 2013

Die deutsche Sektion der Komintern (SH) feiert heute den 45. Jahrestag der Gründung unserer Partei - die KPD/ML des Genossen Ernst Aust.

Wir grüßen die Komintern (SH) und ihre Sektionen.

Wir grüßen die Genossinnen und Genossen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die damals mit unserer Partei für die Weltrevolution gekämpft haben, und wir grüßen die Genossinnen und Genossen der PAA, die uns seit Gründung unserer Partei so großartig unterstützt haben.

45 Jahre sind eine lange Zeit. Nicht viele wahrhaft kommunistischen Parteien auf dieser Welt erreichen dieses hohe Alter.

Genossinnen und Genossen, lasst uns stolz sein auf unsere Partei ! Lassen wir sie uns niemals aus der Hand schlagen ! Wir haben sie 45 Jahre lang beschützt und werden sie für immer beschützen.

Gleichzeitig feiern wir den 95. Jahrestag der KPD des Genossen Ernst Thälmann.

Wir haben auf dieser Webseite eine Reihe von Dokumenten für euch zusammen getragen.

Rot Front !

 

Es lebe unser Genosse Ernst Aust !

Es lebe unsere KPD/ML !

Wolfgang Eggers

 

 

 

 

Es lebe der 45. Jahrestag der KPD/ML des Genossen Ernst Aust !

31. Dezember 1968

 

Es lebe der 95. Jahrestag der KPD des Genossen Ernst Thälmann !

31. Dezember 1968

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gründung der KPD/ML


Die Gründung der KPD/ML war zu einer historischen Notwendigkeit geworden, nachdem die KPD revisionistisch entartet war. Diejenigen Elemente der westdeutschen Arbeiterbewegung, die dem Marxismus-Leninismus treu geblieben waren, wurden sich dieser Aufgabe bewußt und legten den Grundstein für ihre Verwirklichung, indem sie gegenden revisionistischen Verrat der KPD-Führung den Kampf aufnahmen. In diesem Kampf nahm der Genosse Ernst Aust die führende Rolle ein. Unter seiner Führung konstituierte sich im Sommer 1967 in Hamburg die erste marxistisch-leninistische Gruppe innerhalb der KPD.

Sie gab im Juli 1967 den ersten ROTEN MORGEN heraus. Damals trug der ROTE MORGEN die Bezeichnung: "Zeitschrift der KPD, Marxisten-Leninisten". Der ROTE MORGEN führte einen scharfen ideologischen Kampf gegen den modernen Revisionismus.

Er wurde zum kollektiven Organisator, zum Hauptinstrument der Sammlung der marxistisch-leninistischen Kräfte in der BRD und Westberlin. Er wurde zum entscheidenden Faktor bei der Vorbereitung und Gründung einer neuen, einer marxistisch-leninistischen Partei.

Unter der Leitung des Genossen Ernst Aust wurde am 31. Dezember 1968, am 50. Jahrestag der Gründung der KPD, in Hamburg die Gründung der KPD/ML vollzogen. Dies war ein Ereignis von großer historischer Bedeutung für die Entwicklung der westdeutschen Arbeiterbewegung.

Es war ein bewußter revolutionärer Akt der besten Kräfte des westdeutschen Proletariats. Damit wurden die historisch notwendigen Konsequenzen aus der revisionistischen Entartung der KPD/DKP gezogen, wurde eine neue Etappe in der Entwicklung der revolutionären Arbeiterbewegung Westdeutschlands eingeleitet. Die Gründung der KPD/ML war ein entscheidender Schritt vorwärts auf dem Wege zu RevoIution. Sie war ein schwerer Schlag gegen das kapitalistische System. Sie war ein schwerer Schlag gegen den modernen Revisionismus, gegen den Trotzkismus und gegen alle anderen bürgerlichen Strömungen in der gesamten revolutionären Bewegung unseres Landes.

Trotz noch vorhandener ideologischer Unklarheiten wurde in den wichtigsten Fragen, die durch die Aufgabe des Parteiaufbaus aufgeworfen wurden,eine korrekte marxistisch-leninistische Linie festgelegt.

So wurde von Anfang an die Notwendigkeit des Parteiaufbaus von oben nach unten erkannt. Die Rebelleute (heute KAB) spalteten sich aus diesem Grunde kurz vor der Gründung von der Partei ab. Sie diffamierten dieses wichtige Lenistische Prinzip als "revisionistisch" und schlugen den Holzweg des Liga-Konzeptes ein, der sie in den Sumpf des Neorevisionismus führte.

Von Anfang an wurde auch die Bedeutung des Programms erkannt und die Erarbeitung des Programms als eine der wichtigsten Aufgaben der Partei definiert.

Mit der Veröffentlichung der zwölf Thesen Stalins zur Bolschewisierung der KPD im ROTEN MORGEN direkt nach der Gründung der Partei, wurde klar der Kurs auf den bolschewistischen Charakter der aufzubauenden Partei bestimmt und gleichzeitig der ideologische Kampf gegen kleinbürgerliche Vorstellungen vom Aufbau und Charakter der Partei eröffnet.

 

aus: "ROTER MORGEN" Nr. 1/2 vom 17. Januar 1972

 

 

 

Grußadresse aus Albanien

zum 8. Jahrestag der KPD/ML

Radio Tirana

aus "Roter Morgen" Nr. 1 vom 7. Januar 1977

 

 

 

 

 

10 Jahre KPD/ML

Zehn Jahre Kampf für ein vereintes, unabhängiges Deutschland

(Text aus dem Bildband)

 

 

 

 

 



Die Gründung der KPD/ML

 

- Originalausgabe des ROTEN MORGEN 1968/69

 



Gründungserklärung der KPD/ML


 

Genosse Ernst Aust - Gründungsparteitag in Hamburg

am 31. 12. 1968


Grußadresse

 

des Gründungsparteitages der KPD/ML

 

an das ZK der Partei der Arbeit Albanien

 

vom 31.12.1968


 

31. Dezember 1972

4. Jahrestag der Gründung der KPD/ML

"Roter Morgen" Nr. 1 vom 14. Januar 1972

 

 

31. Dezember 1988

zum 20. Jahrestag der KPD/ML

verfasst von Wolfgang Eggers

-Parteivorsitzender -

 

 

31. Dezember 1993

 

zum 25. Jahrestag der KPD/ML

( Parteivorsitzender Wolfgang Eggers) 

 

1968 - 2009

Die Geschichte der KPD/ML unter dem Stalinbanner

Wolfgang Eggers

Ernst Aust - Rede zum 100. Geburtstag Josef Stalins - 1979

 

 

Interview von E. Kasakow
mit dem Genossen Wolfgang Eggers
 Mi., 28. Oktober 2009

Fragen zur Ernst Aust und der Geschichte der KPD/ML

 

 

Die Geschichte des Kampfes unseres Genossen Ernst Aust

ist die Geschichte des Kampfes unserer KPD/ML,

deren Gründer und Vorsitzender er war -

- geschrieben von Wolfgang Eggers - 

1. Teil 

2. Teil 

3. Teil 

4. Teil 

5. Teil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ernst Thälmann

Zehn Jahre Kommunistische Partei Deutschlands


Zehn Jahre Geschichte der Kommunistischen Partei Deutschlands - das sind zehn Jahre voller revolutionärer Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse, zehn Jahre voller Heroismus und proletarischen Heldentums, zehn Jahre voller ideologischer, politischer und organisatorischer Erfahrungen und Lehren unserer Partei.

Der 4. August 1914 hatte mit einem Schlage die Maske heruntergerissen, hinter der sich, auf der Grundlage der imperialistischen Entwicklung Deutschlands und der Herausbildung einer Arbeiteraristokratie, der Verbürgerlichungsprozeß der deutschen Sozialdemokratie bis dahin verborgen hatte. Der 4. August war für die Massen der klassenbewußten sozialistischen Arbeiter ein furchtbarer Schlag, eine schmerzliche Enttäuschung. Wofür sie gekämpft, woran sie geglaubt hatten, die Partei und die Internationale des Sozialismus, existierten nicht mehr.

Die rote Fahne des proletarischen Klassenkampfes lag beschmutzt und verraten am Boden. Da war es jene kleine Gruppe unerschrockener Kämpfer, voran Karl Liebknecht, Rosa

Luxemburg, Leo Jogiches, Franz Mehring und andere, die im allgemeinen Zusammenbruch der sozialistischen Bewegung in Deutschland das Banner der Internationale hochhielten und nicht verzagten, die das Banner der proletarischen, der sozialistischen Bewegung von neuem entrollten. Karl Liebknecht nahm im Reichstag den schärfsten Kampf gegen den imperialistischen Krieg und seine sozialpatriotischen Helfershelfer und Burgfriedenspolitiker auf. Rosa Luxemburg schrieb im Gefängnis die „Junius-Broschüre” über die Krise der Sozialdemokratie, nachdem die von ihr und Franz Mehring gegründete Zeitschrift „Die Internationale”, die noch heute das Organ unserer Partei ist, infolge der wilhelminischen Militärzensur leider nur in einer Nummer erscheinen konnte. Unter der Führung von Leo Jogiches, dem meisterhaften Organisator illegaler revolutionärer Propaganda, erschienen die „Spartakusbriefe”. Die „Gruppe Internationale”, der spätere Spartakusbund, nahm ihre große revolutionäre Arbeit gegen den Krieg auf.

Langsam sammelten sich auch in den breiten Arbeitermassen die Kader des proletarischen Widerstandes gegen die sozialchauvinistische Verräterpolitik. Es kam dann zur Gründung der USPD, in deren Führung sozialpazifistische und zentristische Elemente die Oberhand hatten, deren Mitgliedermassen sich aber zum größten Teil aus den klassenbewußten und revolutionären Teilen der Arbeiterschaft rekrutierten.

Das Jahr 1918 brachte im Januar die großen Munitionsarbeiterstreiks in Deutschland und Österreich, die ersten Anzeichen, daß die Welle der russischen Revolution, des siegreichen Oktobers, nicht an der Grenze Sowjetrußlands zum Stillstand kam, sondern in die übrigen kriegführenden Länder, insbesondere die der Mittelmächte, vorzudringen begann. Dann folgte der 9. November, die Geburtsstunde der deutschen Revolution, die Geburtsstunde zugleich der revolutionären Partei der deutschen Arbeiterklasse, der Kommunistischen Partei Deutschlands. An der Jahreswende von 1918 zu 1919 fand der Gründungsparteitag der KPD statt. Schon zwei Wochen später waren ihre Gründer und großen revolutionären Führer, Karl und Rosa, von den weißen Banditen des Sozialdemokraten Noske gemeuchelt und ermordet.

Der erste Ansturm der revolutionären Avantgarde des deutschen Proletariats wurde von der Bourgeoisie mit Hilfe der Sozialdemokratie im Blut der Arbeiterschaft erstickt.

Die Niederlage war unvermeidlich, denn die junge, soeben im revolutionären Kämpfe geborene Kommunistische Partei vermochte noch nicht die Führung der proletarischen Massen an sich zu reißen. Die schwankenden und feigen Führer der USPD verhinderten mit allen Mitteln eine zielbewußte Organisierung des proletarischen Aufstandes, sosehr auch die Arbeitermassen der USPD zum revolutionären Kampf entschlossen waren. Und auch der Spartakusbund selbst war in jener Zeit noch belastet mit allen Schwächen und ideologischen Unklarheiten, die dem Mangel an revolutionären Erfahrungen der gesamten deutschen Arbeiter-klasse entsprachen. Aber dennoch war das Blut der besten Führer des deutschen Proletariats und der mit ihnen auf dem Schlachtfeld der Freiheit Gefallenen nicht umsonst vergossen. Die furchtbare Lehre jener Januarkämpfe und der bestialischen Verbrechen der Noske, Ebert, Wels und Scheidemann legte den Grund für den Aufstieg der revolutionären Partei der deutschen Arbeiterklasse, der KPD! Die Rolle der Partei als der einzigen Führerin der proletarischen Massen bei der Organisierung der Revolution - das war es, was die besten und revolutionärsten Elemente der deutschen Arbeiterklasse aus der Niederlage zu erkennen begannen.

Weitere große revolutionäre Kämpfe folgten. In der Massenpartei der revolutionären Arbeiter, der USPD, setzte der Prozeß der Klassenscheidung zwischen den feigen, jämmerlichen zentristischen Führern - den Kautsky, Dittmann, Crispien und Hilferding - einerseits und den zur Partei der proletarischen Revolution und zur Kommunistischen Internationale hindrängenden Arbeitern andererseits ein. Die Kommunistische Partei überwand mit dem Heidelberger Parteitag jene syndikalistischen und antiparlamentarischen Kinderkrankheiten, die ein Hemmnis für ihre Massenentwicklung bildeten. Nach dem Parteitag der USPD in Halle vollzog sich die Vereinigung zwischen der revolutionären Mehrheit der USPD und der KPD. Die VKPD, die revolutionäre Massenpartei der deutschen Arbeiter, war geschmiedet.

Aber der Weg der bitteren Erfahrungen, den die deutschen Arbeiter gehen mußten, ehe sie ihre revolutionäre Partei zu jener Reife, Klarheit und Geschlossenheit entwickelten, mit der die Partei Lenins den Sieg der russischen Revolution, des russischen Oktobers, erfechten konnte - dieser Weg des inneren Entwicklungsprozesses war noch schwer und langwierig. Der Kapp-Putsch, der März 1921, der Oktober 1923 gaben die weiteren entscheidendsten Lehren, auf Grund deren sich der langsame und komplizierte Prozeß der Bolschewisierung der deutschen Kommunistischen Partei vollzog.

Gerade weil unsere Partei aus den besten und revolutionärsten Elementen der Sozialdemokratie der Vorkriegszeit, den einzigen, die den Verrat der Ebert und Scheidemann nicht mitgemacht hatten, hervorging, war sie naturgemäß nicht nur reich an jenen guten und revolutionären Traditionen der sozialistischen Arbeiterbewegung, sondern zugleich belastet mit manchen Rückständen sozialdemokratischer Schwäche.

Der Kampf gegen opportunistische, kleinbürgerliche Schwankungen und Abweichungen, der Kampf gegen jene Tendenzen, die die Partei vom Wege zum Bolschewismus abdrängen und der Sozialdemokratie annähern wollten - die Illusionen über die Entwicklung zum Sozialismus, über den Staat, über die SPD, über den Zentrismus in die Reihen der revolutionären Partei hineinzutragen suchten -, dieser Kampf gegen die Cliquen um Levi und Reuter-Friesland im Jahre 1921, gegen Brandler und Thalheimer 1923, dann später gegen die „ultralinke” Abart des Liquidatorentums, waren die notwendigen und unvermeidlichen Schritte der inneren Klärung und Reifung, auf Grund deren die KPD sich zur Höhe ihrer historischen Aufgabe durchkämpfen mußte. Dieser Reifeprozeß und ideologische Kampf ist heute noch nicht beendet. Die Beschlüsse des VI. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale stoßen auf den schärfsten Widerstand einer kleinen liquidatorischen Gruppe unter Führung von Brandler und Thalheimer, die die Grundgesetze des Kommunismus bekämpfen und sich durch ihre Tätigkeit gegen die Partei und gegen die Komintern zu offenen Feinden der Partei entwickeln.

In zehn Jahren Kampf gegen die Imperialisten und gegen die Sozialdemokratie ist die Kommunistische Partei Deutschlands gewachsen und reifer geworden. Die Geschichte unserer Partei, von den Anfängen des antimilitaristischen Kampfes der Spartakusgruppe im vergangenen Weltkrieg, über die Lehren der revolutionären Kämpfe und Niederlagen und der inneren Auseinandersetzungen bis zur Gegenwart, ist ein einziger großer Prozeß der Vorbereitung der revolutionären Avantgarde der deutschen Arbeiter auf ihre gewaltige historische Mission, die die revolutionäre Geschichte von ihr verlangt: die Errichtung der proletarischen Diktatur auch in Deutschland! Diese Erfahrungen, diese Lehren befähigen unsere Partei zur Lösung jener großen und immer größer werdenden revolutionären Aufgaben, die vor uns stehen. Wenn das imperialistische Verbrechen des Interventionskrieges gegen das Land der Arbeiter und Bauern, die Festung des Sozialismus, das einzige Vaterland der Arbeiter in der ganzen Welt - die Sowjetunion - beginnen wird, dann wird die KPD, getreu den Lehren und der Praxis unseres großen Meisters Lenin, ihre revolutionären Aufgaben durchzuführen verstehen: die Umwandlung des imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg gegen die eigene Bourgeoisie, die Verbrüderung mit der Roten Armee der Sowjetunion zum gemeinsamen Kampf gegen den Imperialismus, für die Errichtung der deutschen Sowjetrepublik!


„Trotz. alledem, 10 Jahre KPD”,

Bilderzeitung, herausgegeben vom ZK der KPD,

vom November 1928.

Band II, Seite 20 - 24