1975 - 1989

 

Unsere Kritik am "DDR-Artikel" des Gerd von Scheven



Wir stellen unserer folgenden Kritik an der „DDR-Analyse“ ein Zitat aus unserer Neujahrsgrußadresse 2005 voran:

Ihr schreibt:

Der KPD/ML, die mit ihrer illegalen Sektion in der DDR kommunistischen Widerstand“

(das war doch nicht nur eine Widerstandsbewegung, sondern der Kampf der bolschewistischen Partei zum Sturz des sozialfaschistischen Staates, Sturz des Kapitalismus der ostdeutschen Bourgeoisie, Befreiung vom russischen Sozialimperialismus, Errichtung der Diktatur des Proletariats, Aufbau des antirevisionistischen Sozialismus durch den Sieg der sozialistischen Revolution!)

gegen die SED führte und für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland eintrat.“

(Wieso soll dafür nur die illegale Sektion in der DDR gekämpft haben? Diese Linie vertrat die KPD/ML in ganz Deutschland, also schon lange bevor die Sektion DDR gegründet wurde. Für euch gibt es also die Tradition des vereinten, unabhängigen, sozialistischen Deutschlands erst seit Gründung der DDR-Sektion? Damit stellt ihr euch nicht in die Tradition unserer Partei, sondern stellt euch „drauf“, besser gesagt, tretet sie mit Füßen. Ihr leugnet den ZK-Beschluss von 1974 - „Deutschland dem deutschen Volk!“ Und da geben wir euch Recht, steht ihr wirklich in der Tradition der alten Möllerpartei gegen die Tradition der KPD/ML des Genossen Ernst Aust!!! In beiden Traditionen könnt ihr also unmöglich gleichermaßen stehen, denn beide schließen sich gegenseitig aus. (Ende dieses Zitats aus der Neujahrsgrußadresse der KPD/ML 2005)

Wir hatten dem „Roten Oktober“ vorgeworfen, die Tradition der KPD/ML des Genossen Ernst Aust zu missbrauchen. Wir sehen nun an Hand ihrer eigenen Dokumentation mit ihrer „Analyse der DDR“, dass dieser Vorwurf von uns berechtigt war. Noch bei ihrer Gründung des „Roten Oktober“ las man ihren Satz:

Der KPD/ML, die mit ihrer illegalen Sektion in der DDR kommunistischen Widerstand“.. „gegen die SED führte und für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland eintrat...“.

Und heute, liebe Genossen ? Kein Sterbenswörtchen mehr von der KPD/ML in ihrer „DDR-Analyse“ ( ! ) – nach dem Motto: „was interessiert mich schon mein Geschwätz von gestern?!“ Die anfangs zur Schau getragene

Tradition der von Ernst Aust 1968/69 gegründeten KPD/ML“

- mag euch als Etikett für die Gründung des „Roten Oktober“ für eure Augenwischerei nützlich gewesen sein, aber nun wird sie anscheinend nicht mehr gebraucht und ist im Mülleimer gelandet. Stattdessen seid ihr - ja ihr dürft es ruhig zweimal lesen – in die Fußstapfen des Stasi getreten, denn heute schweigt ihr die Sektion DDR der KPD/ML tot !!! Wisst ihr, ihr seid sogar noch gefährlicher als der Stasi, denn die Arbeiterklasse der DDR wusste, was sie von ihm zu halten hatte, während ihr die Sektion der KPD/ML mit eurem „anti-revisionistischen,"marxistisch-leninistischen“ Schleier vor der Arbeiterklasse zu verbergen versucht, um dadurch noch „sauberer“ da zu stehen ! Wir fragen den Arbeiter, welche Methode des Totschweigens ist schlimmer und verabscheuenwürdiger ?

– So tief wie der „Rote Oktober“ ist ja nicht einmal seine Vorgängerorganisation, die verflossene Möller-“KPD“ gesunken !! Wer hätte das noch damals bei seiner Gründung gedacht, dass der „Rote Oktober“ so rasant „hinter roten Fahnen“ im revisionistischen Sumpf verschwindet. Wir sagen es euch ganz offen, liebe Genossen vom „Roten Oktober“ :

Was die Erzrevisionisten Ulbricht und Honecker mit der KPD damals gemacht haben, genau das Gleiche macht der „Rote Oktober“ heute mit der KPD/ML. Ihr hängt euch unser Mäntelchen um, schweigt uns tot, um uns besser zu liquidieren ! Schön, ihr Revisionisten, ihr glaubt aus eurer schändlichen Vergangenheit gelernt zu haben. Aber wir kennen euch, wir wissen was ihr wollt, wer ihr seid und woher ihr kommt. Schon vor eurer Gründung haben wir euren Neo-Revisionismus durchschaut und ihn entlarvt: Anti-Revisionismus in Worten – Revisionisten in Taten ! Wer – wie ihr – den anti-revisionistischen Kampf der KPD/ML leugnet oder totschweigt – und sich dabei selbst als „Anti-Revisionist“ ausgibt – der ist ein Revisionist – und zwar ein Neo-Revisionist, eben weil er sich der Tarnkappe des Anti-Revisionismus bedient.

Totschweigen der Sektion DDR der KPD/ML ist die größte Todsünde gegenüber den Marxismus-Leninismus, ist Verrat an den Marxisten-Leninisten, die gegen den Revisionismus auf dem Boden der DDR tatsächlich gekämpft haben und heute weiter für die sozialistische Revolution in ganz Deutschland kämpfen.

Es ist auch ein feiger Verrat an der Partei der Arbeit Albaniens und der ganzen marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die die Sektion DDR der KPD/ML flammend unterstützt haben. Es ist ein Verrat am proletarischen Internationalismus, am internationalen Kampf der Marxisten-Leninisten gegen den Revisionismus. Es ist eine einzige Diffamierung und Geringschätzung der deutschen Arbeiterklasse und des deutschen Volkes und der Proletarier aller Länder, die den anti-revisionistischen heldenhaften Kampf der KPD/ML-Genossen in der DDR stets hoch gehalten haben und gegen jeden verteidigen werden!

Erhebt im Vorwort den Anspruch, mit seiner DDR-Analayse „einen Anfang“ gemacht zu haben. Daraus folgt doch nichts anderes, als alle marxistisch-leninistischen Analysen, die vor Gerd von Scheven ausgearbeitet wurden ( z.B. von der PAA oder der KPD/ML), nie existiert hätten. Milde ausgedrückt, grenzt dies an intellektualistischer Selbstüberschätzung..., wobei dies noch nicht mal das Entscheidende ist, sondern der aNTI-MARXISTISCH-LENINISTISCHE parteifeindliche und arbeiterfeindliche Inhalt und damit die Vertuschung seiner schädlichen Absichten, nämlich die KPD/ML und die Albaner beispielsweise nicht offen anzugreifen, sondern versteckt. Soll er doch den Mut haben, Ross und Reiter zu nennen. Soll er die KPD/ML doch offen angreifen, dann werden wir ihm schon unsere Meinung dazu sagen.

Gerd von Scheven „möchte also helfen, klare Demarkationslinien für eine künftige revolutionär marxistische deutsche Arbeiterpartei zu ziehen und ihr damit auch helfen, sich in die richtige Traditionslinie zu stellen.“

Ja, er hat eine Demarkationslinie gezogen, aber nicht für sondern gegen die marxistisch-leninistische deutsche Arbeiterpartei, gegen die KPD/ML, die sich in Westdeutschland und Westberlin seit 1968/69 und in der DDR seit 1975/76 in die richtige Traditionslinie der KPD des Genossen Ernst Thälmann gestellt hat und immer noch steht. Wer diese historische Tatsache mit Totschweigen übergeht, der kann kein historischer Materialist sein, der leugnet den historischen Materialismus, grenzt sich von ihm ab, macht sich schuldig am Genossen Ernst Thälmann und der ruhmreichen KPD. Da nützen auch keine Beteurerungen und Schwüre !

G. v. Scheven: „Denn die wichtigste Aufgabe, vor der die fortschrittliche Linke heute steht, besteht darin, den Marxismus-Leninismus, seinen revolutionären Kern, wieder zu erkennen, ihn wieder herzustellen, um sich ihn wieder aneignen zu können und um ihn in einem weiteren Schritt für breitere Massen populär und attraktiv zu machen.“

Da haben wir ihn wieder, den typischen kleinbürgerlichen Intellektuellen als Führer der „fortschrittlichen Linken“ ... aber die revolutionäre Arbeiterklasse, ihr revolutionäres Bewusstsein, ihre Hegemonie usw. usf. ... sie existiert für diese sektiererischen Herren nicht ... da müssen erst die kleinbürgerliche Intelligenzler kommen, um sich „für breitere Massen populär und attraktiv zu machen“... Die „Analyse“ dient nicht der sozialistischen Revolution der deutschen Arbeiterklasse, sondern ist ein Restaurationsversuch der 68`er Studentenbewegung, mit der sich die KPD/ML damals herumzuschlagen hatte, um sich den beschwerlichen Weg zur Verankerung in der deutschen Arbeiterklasse zu bahnen.

G. von Scheven: „Ein besonderes Anliegen der vorliegenden Arbeit besteht darin, mit Mythen aufzuräumen.“

Sich mit der KPD/ML Sektion DDR auseinander zusetzen, dazu fehlte ihm der Mut. Würde er die Existenz und die historische Rolle der Sektion DDR der KPD/ML nicht verschweigen, dann würde ja seine ganze „erste“ DDR-Analyse wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Jede DDR-Analyse aber, die die Existenz und die Tätigkeit der Sektion DDR der KPD/ML totschweigt, hat sich selbst ihr eigenes Grab geschaufelt, kann keine wahrhaft marxistisch-leninistische Analyse sein, denn es war schließlich ja die KPD/ML, die mit der marxistisch-leninistischen Analyse des Revisionismus auf deutschem Boden angefangen und darauf ihre ganze politische Tätigkeit aufgebaut hatte , und die sie bis zum heutigen Tag konsequent fortgesetzt hat und weiter fortsetzen wird. Keine andere Partei hat den Kampf gegen den Revisionismus in Deutschland korrekt, also auf marxistisch-leninistischer Grundlage, geführt. Wer also wie G. von Scheven den Anspruch erhebt, den Kampf gegen den Revisionismus zu führen, der muss sich dabei an der KPD/ML messen, muss sich mit ihr kritisch auseinander setzen, muss den wissenschaftlich fundierten Nachweis erbringen, dass sie weder die anti-revisionistische Partei Deutschlands war und ist. Die Wahrheit ist aber die, dass G. von Scheven schon von Anfang an gegen die KPD/ML eingestellt war, also schon in Zeiten, als unsere DDR-Genossen hinter sozialfaschistischen Kerkermauern schmachteten, während er Mitglied einer Partei war, die für Millionen von DM, die die Sozialfaschisten der DDR übrigens aus der Arbeiterklasse heraus gepresst hatten, und die die Kommunisten in Westdeutschland und Westberlin hetzten, verfolgten, bekämpften und zudem die Arbeiterklasse mit dem Revisionismus systematisch vergifteten. Kein Sterbenswörtchen über diese DKP in seiner gesamten DDR-Analyse. Die Restauration des Kapitalismus in der DDR unter Ausklammerung der nicht unwichtigen Rolle der DKP erklären zu wollen, ist anti-marxistisch. Nichts kam den DDR-Sozialfaschisten für den Aufbau ihres Arbeiter- und Bauerngefängnisses mehr zu pass als die sozialistische Revolution in Westdeutschland und Westberlin zu paralysieren. Ein sozialistisches Westdeutschland wäre der Tod der Diktatur der Bourgeoisie in der DDR gewesen. Damit deckt G. von Scheven seinen eigenen und den Verrat der DKP an den revolutionären sozialen und nationalen Interessen der deutschen Arbeiterklasse, schweigt er sich über die Schandtaten der Revisionisten aus, ohne ein Sterbenswörtchen über eine ehrliche Selbstkritik zu verlieren, dass er nämlich schon von Anfang an ihr Geschäft betrieben hatte. Solche Revisionisten wie G. von Scheven, die sich als „Marxisten-Leninisten“, als „Anti-Revisionisten“ mit seriösen „wissenschaftlichen“, „marxistischen“ Analysen den Lesern präsentieren, die gehören eben zu demjenigen Kreis von Anti-Marxisten-Leninisten, die wir von der KPD/ML seit über 10 Jahren als Neo-Revisionisten bezeichnen und als solche entlarven und bekämpfen. Diese„geläuterten“ Revisionisten gehören – und gehörten in der Geschichte des Marxismus - zu der übelsten und gefährlichsten Sorte der Anti-Marxisten.

Dabei haben wir uns im Falle G. von Schevens nicht leicht gemacht. Wir haben einige Jahre lang solidarisch versucht, uns wie unter marxistisch-leninistischen Genossen üblich, mit ihm auseinanderzusetzen, haben ihn immer als Genossen eingestuft. Den ersten Knacks gab es als er die Genossin Rosa Luxemburg als „Revisionistin“ verurteilte. Und jetzt hat er sich mit seiner „DDR-Analyse“ noch weiter von uns entfernt. Wir denken, dass er selber damit den Zeitpunkt gewählt hat, wo wir ihn nicht mehr „schonen“ können, wo sich die KPD/ML entschieden gegen seine anti-marxistisch-leninistische Position abgrenzen muss, wo sie sich gezwungen sieht, ihm die „anti-revisionistische“ Maske vom Gesicht zu reißen, denn das, was er vertritt, ist Neo-Revisionismus:

Anti-Revisionismus in Worten und Revisionismus in Taten.



G. von Scheven : „Die ehemalige DDR wird, je nach politischer Orientierung, mit bestimmten Etiketten versehen, die nicht das Ergebnis einer ausschließlich an den Fakten orientierten marxistisch-leninistischen Anlyse der tatsächlichen Abläufe und einer sorgfältigen Einschätzung sind.“ Und die KPD/ML scheint er wohl offensichtlich auch dazu zu rechnen !

G. von Scheven: Er setzt sich mit der Position der KPD/ML nicht auseinander, sondern pauschaliert Positionen, vermischt sie, um dann zu behaupten, dass alle Positionen insgesamt falsch seien und baut darauf seine ganze eigene Position auf: „Es heißt zum Beispiel, dass es in der DDR bis zuletzt einen 'real existierenden Sozialismus' gegeben habe, der zwar seine Mängel gehabt habe, aber dennoch eine große, ja die 'größte Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung' gewesen sei. Dann heißt es von anderer Seite, dass es in der DDR einen 'entarteten Sozialismus', der mit 'Revisionismus' umschrieben wird, gegeben haben soll. Die DDR sei 'nach und nach' immer mehr entartet (ab wann und wodurch wird nicht genau gesagt), nachdem es 'ursprünglich' einen Sozialismus gegeben habe. Schließlich wird das System der DDR als 'bürokratischer Kapitalismus' bezeichnet, ohne dies im Einzelnen aus den historischen Fakten abzuleiten und zu beweisen.“

Die plumpe „Eleganz“ wie G. von Scheven hier pauschal über verschiedene Positionen über die DDR hinweg postuliert, ist in Wirklichkeit typisch für einen Intellektuellen wie er einer ist, und daran krankt seine ganze „Analyse“. Ihr habt ja im Gegensatz zu mir alle keine Ahnung... In altgewohnter Weise der kleinbürgerlichen Intelligenz wird auch die marxistisch-leninistische Position für falsch erklärt, um die eigene Position besser an den Mann zu bringen zu können, um sie „in einem weiteren Schritt für breitere Massen populär und attraktiv zu machen.“ Ist es denn so falsch, wenn die Positionen zur DDR „Teil des ideologischen Fundaments der jeweiligen Gruppierung sind“ ? Was sollen sie denn sonst sein ? Es kommt doch darauf an, ob diese ideologischen Fundamente den Interessen der deutschen Arbeiterklasse entsprechen oder nicht. Gibt es auch nur eine einzige DDR-Position, die NICHT „Teil des ideologischen Fundaments der jeweiligen Gruppierung“ innerhalb der Gesellschaft ist, die so zu sagen „über den Klassen“ steht ? Auch deine nicht, lieber Genosse von Scheven ! Doch dazu später... Jede Klasse hat bekanntlich ihr eigenes ideologisches Fundament, aus dem sie ihre Haltung zur DDR ableitet. Sie ist simpel und einfach gesagt: determiniert. Wer diese klassenmäßige Determiniertheit der verschiedenen DDR-Positionen bereits in seinem Vorwort kritisiert, kann doch nicht ernsthaft vom Leser erwarten, dass dieser ihm seine „marxistisch-leninistische“ Analyse der DDR abkaufen wird. Da muss man gar nicht erst im Verlaufe des Textes krampfhaft danach suchen. Man wird sie nicht finden, und es ist ganz einfach eine unverschämte, lästige Zumutung, mit der man sich verärgert durchlesen muss. Das ideologische Fundament der revolutionären Arbeiterklasse ist nun mal der Marxismus-Leninismus. Die Haltung der revolutionären Arbeiterklasse zur DDR beruht auf ihrer wissenschaftlichen Analyse des dialektischen und historischen Materialismus, beruht auf der Verallgemeinerung der revolutionären Erfahrungen, die die Arbeiterklasse, die die Marxisten-Leninisten im Laufe der Entwicklung der DDR gemacht haben – insbesondere in der DDR selbst (!). Und genau das leistet die Analyse nicht und kann sie auch gar nicht leisten, weil genau diese zu lösende Aufgabe vom Genossen G. von Scheven tragischerweise vollkommen ausgeklammert wurde. Er kaut nur das wieder, was andere vor ihm durchgekaut haben – schon eine sorgsame, kritische Durchsicht der von ihm angeführten Quellen belegt das! -

 

Haltung der Partei der Arbeit Albaniens:

Die deutsche Arbeiterklasse, alle revolutionären Kräfte, halten die Augen offen und durchschauen immer besser den revisionistischen Verrat an den hohen Idealen des Marxismus-Leninismus. Die Gründung der Sektion DDR der KPD/ML ist ein glänzender Sieg für die deutsche Arbeiterklasse in ihrem Kampf für die Errichtung der Diktatur des Proletariats und für den Aufbau eines vereinten, unabhängigen, sozialistischen Deutschlands. Die Zeit arbeitet für die proletarische Revolution, und wenn nicht heute, so wird morgen die deutsche Arbeiterklasse bestimmt auf den Plan treten und, wie es in der Gründungserklärung der Sektion DDR der KPD/ML heißt, kann dies nur unter der Führung einer revolutionären Partei erreicht werden, die gemäß der revolutionären Theorie des Marxismus-Leninismus aufgebaut ist. In den Reihen dieser Partei ist heute der Platz der wahrhaften Marxisten-Leninisten.“

Ulbricht und nach ihm Honecker zerstörten die Diktatur des Proletariats und ersetzten sie durch die sozialfaschistische Diktatur der ostdeutschen Bourgeoisie, sie trugen den Sozialismus zu Grabe und brachten Ostdeutschland auf den kapitalistischen Weg, verwandelten es in eine Kolonie des sowjetischen Sozialimperialismus (Radio Tirana 27. 5. 76). Eeinerseits lobt Gerd von Scheven die Albaner als „marxistisch-leninistisch“, andererseits verschweigt er Albaniens Haltung zur KPD/ML (siehe oben):

Dann heißt es von anderer Seite, dass es in der DDR einen 'entarteten Sozialismus', der mit 'Revisionismus' umschrieben wird, gegeben haben soll.“

Dies erklärt auch, warum es Herr von Scheven vermieden hat, die Albaner zu zitieren. Wahrscheinlich hält er ihre Einschätzung der DDR für nicht marxistisch-leninistisch und zog es vor, sich lieber an Quellen und Zitate von Bürgerlichen zu halten. Scheven befindet sich in einer Zwickmühle: Wenn er die Einschätzung der DDR seitens der Albaner verteidigen würde, dann würde sofort die Frage auftauchen, warum die Albaner die KPD/ML unterstützt haben, insbesondere die KPD/ML Sektion DDR. Also ging er so weit, dass er lieber auf die Verteidigung des albanischen Standpunktes gegenüber der DDR stillschweigend verzichtete, um tunlichst die Existenz der KPD/ML und ihre historische Rolle im Kampf gegen den modernen Revisionismus auf deutschem Boden totzuschweigen. Das liegt ganz auf der Linie der ROTER Oktober -Leute, die diese Masche schon von Anfang an verfolgen: sich mit den Federn der KPD/ML zu schmücken und damit ihren Verrat an der Partei zu vertuschen.

Scheven verfährt ganz nach Art des Opportunismus, wenn er in Worten die Notwendigkeit der marxistisch-leninistischen Partei lobpreist, aber ihre tatsächliche Existenz, ihr tatsächliches Wirken gegen den Revisionismus leugnet. Scheven ist ein typischer Vertreter eines Opportunismus, der von Ant-Revisionismus zwar viel redet, aber die Partei, die gegen den Revisionismus angetreten ist und ihn bekämpft, totschweigt. Wenn er wirklich so anti-revisionistisch wäre, wie er tut, dann wäre sein Platz in den Reihen unserer Partei.

Man konnte damals die Leiche des NAZI-Regimes, den faschistischen Einfluss auf die Arbeiterklasse und auf die ganze Gesellschaft nicht in einen Sarg vernageln und ins Grab senken. Dieser Leichnam, diese alte faschistische deutsche Gesellschaftsordnung ging mitten unter der neu aufzubauenden Gesellschaft nach dem Kriege in Verwesung über. Es war daher historisch unvermeidbar, dass dieser Fäulnisprozess die revolutionären Kräfte anstecken musste, und dass die wahren Marxisten-Leninisten einen ideologischen harten Kampf dagegen zu führen hatten, um die werktätigen Massen von den Überresten der alten faschistischen Gesellschaft und später von der sozialfaschistischen Diktatur der DDR zu befreien. Der Kampf gegen Faschismus und dann gegen Sozialfaschismus ist eine einzige zusammenhängende historische Kampffront der deutschen Arbeiterklasse gegen die deutsche Bourgeoisie. Die wahren Marxisten-Leninisten hat es gegeben, dieser ideologische harte Kampf wurde geführt und dies dürfen wir Kommunisten niemals in Vergessenheit geraten lassen. Wir haben ihren Kampf ehrenvoll fortzusetzen und zu Ende zu führen. Das begonnene und zerstörte Werk des Aufbaus des Sozialismus zu vollenden, das ist die Lehre aus unserem Kampf. Das Banner des sozialistischen Deutschlands in einer sozialistischen Welt vereinigt alle wahren revolutionären Kräfte in unserem Land.

Von dem Ausgang des ideologischen Kampfes der Marxisten-Leninisten hängt es schließlich ab, ob der Sozialismus auf deutschem Boden aufgebaut und die Wiederherstellung des Kapitalismus verhindert werden wird, ob der Verbreitung der bürgerlichen und revisionistischen Ideologie Tür und Tor geöffnet und die Rückentwicklung zum Kapitalismus zugelassen wird. Zwischen dem zukünftigen Sozialismus und dem sterbenden Kapitalismus im Nachkriegsdeutschland fand national und international ein heftiger, unversöhnlicher Kampf statt, auch an der ideologischen Front. Die deutschen Kommunisten mussten nach dem Krieg der allseitigen ideologischen Aggression der bürgerlichen und revisionistischen Einflüsse in den eigenen Reihen wie in der Arbeiterklasse selbst trotzen – und das unter den erschwerten Bedingungen, die bereits durch Krieg und Faschismus, aber auch durch die Auflösung der Komintern und des anwachsenden Einflusses des internationalen Revisionismus ( einschließlich des Sowjetrevisionismus) verursacht waren. Die Voraussetzungen für die Entfaltung des ersten Sozialismus auf deutschem Boden standen damals trotz alledem durchaus nicht so schlecht wie manche angenommen hatten oder heute noch annehmen. Trotz der vorhandenen massiven Widerstände und trotz größter Gefahren – sowohl von innen als auch von außen - hätte der Sozialismus siegen und erfolgreich aufgebaut werden können. Dafür gab es sowohl eine Massenbewegung als auch beherzte, ehrliche Kommunisten. Aber wie es sich in der Geschichte erweisen sollte, ist die Bewegung für ein sozialistisches Deutschland noch nicht stark genug gewesen, um sich von den Revisionisten zu befreien. Daraus müssen wir Lehren ziehen: Ohne den Sieg über den Revisionismus kann das zukünftige sozialistische Deutschland, kann die kommende sozialistische Revolution nicht siegen. Das ist der entscheidende Punkt. Wir Marxisten-Leninisten dürfen nicht zulassen, dass unsere Front gegen den Revisionismus nicht geschwächt oder gespalten, sondern gestärkt und vereinigt wird. Wenn man allerdings die KPD/ML auszuklammern versucht, dann klammert man die Kraft aus, die sich in Deutschland im Kampf gegen den Revisionismus historische Dienste erworben hat, nicht zuletzt durch unseren Genossen Ernst Aust. Dieser Dolchstoßversuch in das Rückgrat des anti-revisionistischen Kampfes trifft nicht uns, sondern trifft die Neo-Revisionisten selbst, denn die sozialistische Revolution wird sie überrollen.

Kann man historisch von kapitalistischer Restauration auf deutschem Boden sprechen, ja oder nein ?

Die KPD/ML hat diese Frage mit Ja beantwortet. Alle Länder, in denen der Revisionismus an die Macht gelangte, vollzog sich der Prozess der Restauration des Kapitalismus gesetzmäßig. Nur haben wir nicht den Fehler gemacht, die Bedingungen der Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion Lenins und Stalins und im Albanien Enver Hoxhas mit einem Gleichheitszeichen zu versehen mit den Bedingungen der Restauration des Kapitalismus in der DDR, in den anderen osteuropäischen Ländern, in China usw. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass da erhebliche Unterschiede bestehen. Im Gegensatz zur Sowjetunion und Albanien ist der Arbeiterklasse in den übrigen Ländern nicht gelungen, ihre Hoffnungen auf den tatsächlichen Aufbau einer entwickelte sozialistischen Gesellschaft zu erfüllen. Wenn man überhaupt von Sozialismus sprechen kann, wenn man überhaupt von Diktatur des Proletariats in den übrigen revisionistischen Ländern sprechen kann, dann höchstens nur von allerersten Schritten, von Ansätzen, von Versuchen, den korrekten marxistisch-leninistischen Weg zu beschreiten. Mit dem Tod des Genossen Stalins änderte sich alles. Es ist klar, dass wir diese neue Entwicklung, die vor sich gehenden Prozesse in Richtung Sozialismus, die Kämpfe der Arbeiterklasse für die Verwirklichung des Sozialismus, vorbehaltlos verteidigen, dass wir als proletarische Internationalisten die Anstrengungen der Arbeiterklasse dieser Länder, den Sozialismus aufzubauen, nicht nur positiv bewerten, sondern auch feiern und als Sieg hochhalten. Nur die Bourgeoisie und ihre Lakaien ziehen die erzielten Erfolge, die Errungenschaften des Sozialismus, die die Arbeiterklasse historisch erkämpft hat, in Zweifel oder leugnen sie gar.

Wir haben ferner die Ursachen analysiert und aufgezeigt, warum der Sozialismus in der Sowjetunion Lenins und Stalind und warum der Sozialismus im Albanien Enver Hoxhas so erfolgreich aufgebaut werden konnte im Gegensatz zu den übrigen Ländern wie zum Beispiel das Vorhandensein einer wahrhaft marxistisch-leninistischen Partei, die sich vom Marxismus-Leninismus leiten ließ, ihre stählerne Einheit von Partei-Klasse-Masse, das revolutionierte Klassenbewusstsein des Proletariats, die bewaffnete Revolution, die gewaltsame Zerschlagung des Ausbeuter- und Unterdrückungsstaates und seiner staatlichen Machtinstrumente, die Errichtung der Diktatur über die Ausbeuterklassen im Bündnis mit den unterdrückten Klassen, die Beseitigung des Privateigentums an den Produktionsmitteln und des kapitalistischen Systems, Vergesellschaftung der Produktivkräfte, der Produktionsmittel usw., der Aufbau der sozialistischen Planwirtschaft und konsequente Umsetzung der Gesetzmäßigkeiten der sozialistischen Ökonomie, die tatsächliche, permanente Verbesserung der Lebensbedingungen der werktätigen Massen, wahre proletarische Demokratie, proletarischer Internationalismus, proletarische Humanität der Tat, Beseitigung der bürgerlichen Klassengesellschaft und Schaffung sozialistischer Klassenverhältnisse, allmähliche Verringerung der Klassenunterschiede unter permanenter Fortsetzung eines scharfen Klassenkampfes im Sozialismus gegen kapitalistisch-revisionistische Umkreisung und Restauration des Kapitalismus, Kampf gegen alle Versuche der Klassenfeinde, den Sozialismus zu zerschlagen, Kampf für die sozialistische Weltrevolution usw. usf.

Verteidigen wir das große Erbe unserer heroisch kämpfenden ehemaligen DDR-Genossen der KPD/ML gegen die Bourgeoisie und alle ihre Lakaien !

 

 

 

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