2021

(seit November 2020)

 

Willkommen bei der Komintern (SH)

Afrikanische Sektion

in deutscher Sprache

 

 

Was bedeutet es, die Revolution zu verteidigen?

Die Verteidigung der Revolution bedeutet nichts anderes, als weiter in Richtung der sozialistischen Revolution zu marschieren!

Afrikanische Sektion der Komintern (SH)

 

 

 

 

TUNESIEN

"Das Volk will den Sturz des Regimes."

"Keine Angst. Die Straße gehört dem Volk."

 

Im kapitalistischen Tunesien:

Mehr als 1.000 Menschen wurden in Tunesien in den vergangenen zwei Wochen bei Protesten gegen Korruption und Polizeibrutalität festgenommen.

"Polizei überall,

Gerechtigkeit nirgends!"

Der Tod des ermordeten säkularen Aktivisten und Anwalts Chokri Belaid im Februar 2013 löste in Tunesien eine Welle von Protesten aus.

 

 

Grußadresse der Solidarität

in englischer Sprache

Due to the plundering of its natural resources, namely oil, we launched a

Message of solidarity

with the All Africa Section of the Comintern (SH).

 

 

NIGERIA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis heute gilt Ogoniland als eine der am schlimmsten verpesteten Regionen der Welt

Bei der Ölkatastrophe im Nigerdelta handelt es sich um eine anhaltende Ölverschmutzung, bei der in den letzten 50 Jahren mehr als zwei Millionen Tonnen Rohöl das Ökosystem des Nigerdeltas verschmutzt haben.

Diese Drecksbande von europäischen Imperialisten arbeiten mit allen Mitteln , wenn nur der Profit brummt: Klimazerstörung, Umweltzerstörung, Massenmord, Korruption, Zerstörung der Lebensgrundlage armer Bauern.

Zwei nigerianische Dörfer sollen nun laut Gerichtsurteil in Den Haag für die Verseuchung ihrer Äcker entschädigt werden. Der Shell-Konzern wird dies locker aus seiner Portokasse bezahlen, aber das Urteil ist von internationaler politischer Bedeutung. Hier geht nicht nur der Ruf der Ölmultis weiter flöten. Hier steht der Ruf des ganzen Weltimperialismus auf dem Spiel. Es zeichnen sich zwei Tendenzen in der Welt ab:

Die Imperialisten können nicht mehr so schalten und walten wie bisher. Und die verarmte Weltbevölkerung lässt sich von den Imperialisten nicht mehr alles ohnmächtig gefallen, wie bisher. Sind das nicht die Grundvoraussetzungen für das Heranreifen der Weltrevolution ? Welche Beweise brauchen unsere Gegner denn noch, um zuzugeben, dass die Komintern (SH) mit ihren Voraussagen Recht behalten hat ?!

* * *

Dieses Urteil gegen Verbrechen der Imperiaisten ist längst überfällig. Und dass es überhaupt gefällt wurde, ist nicht etwa dem "Gerechtigkeitssinn" des Gerichtshofes in Den Haag zu verdanken, der den Prozess gegen Shell schließlich Jahre lang hinausgezögert hat, sondern dieser Sieg ist dem hartnäckigen Widerstandskampf der armen Bauern im Niger-Delta zu verdanken, die durch die internationale Solidarität von Umweltschützern unterstützt wurden. Shell wies die Vorwürfe immer wieder zurück und erklärte, dass Saboteure für die Lecks verantwortlich seien. Der Gerichtshof von Den Haag musste aber unter dem wachsenen Druck der globalen Umweltschutzbewegung nachgeben, um nicht selber als Helfershelfer der Großkonzerne ins Feuer der Kritik zu geraten.

Leider ist dieses Urteil nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und selbst wenn jetzt hoffentlich weitere Urteile gegen die Ölkonzerne in Nigeria und überall in der Welt folgen werden, so wird sich dadurch grundsätzlich am weltimperialistischen Räubersystem nichts ändern. Die Imperialisten machen vor keinem neuen Verbrechen halt, denn Imperialisten sind ja nichts anderes als Verbrecher.

Es geht nicht allein um die Entschädigung der armen Bauern und Fischer der Region für die angerichteten Schäden, es geht auch nicht nur um die Entschädigung für die angerichteten Schäden an der Natur, sondern es geht darum, endlich die Ursachen zu bekämpfen, und zwar so, dass sowas gar nicht erst wieder passieren kann.

Es ist der Weltkapitalismus, gegen den man sich nicht nur wehren muss, sondern den man revolutionär beseitigen und durch den Weltsozialismus ersetzen muss. Dafür kämpft die Komintern (SH) !

Die von den Imperialisten ausgebeutete Natur und ausgebeuteten Menschen werden nicht durch einen bürgerlichen internationalen Gerichtshof vertreten. Das Urteil ist Augenwischerei !

Erst mit einem proletarischen internationalen Gerichtshof können die Verbrechen der Weltimperialisten wirklich bestraft werden, denn im Weltimperialismus gibt es keine Gerechtigkeit. Gerechtigkeit kann sich das Weltproletariat, und mit ihm die armen Bauern, nur durch den bewaffneten Sturz der Diktatur der Weltbourgeoisie erkämpfen.

* * *

"Don't Let Shell Kill Again"

Ken Saro-Wiwa

Erhobenen Hauptes zum Galgen

Am 31. Oktober 1995 wurde er in einem Schauprozess mit acht weiteren Bürgerrechtlern zum Tode verurteilt und zehn Tage später hingerichtet. An diesem Mord trägt auch Shell Mitschuld.

recommended website:

The Life & Death of Ken Saro-Wiwa:

[ a history of the struggle for justice in the Niger Delta ]

Als am 4. Januar 1993 - dem sogenannten Ogoni-Tag - 300.000 Menschen demonstrierten, antwortete das Militärregime mit brutaler Gewalt und besetzte das Ogoni-Gebiet.

 

Funding Murder in Nigeria

 

 

WESTERN SAHARA

 

Die Polisario-Front, die von 1975 bis 1991 einen Krieg für die Unabhängigkeit von Marokko geführt hat, wird ihre Waffen niemals niederlegen, bis ihr Heimatland vollständig befreit und unabhängig ist.

"Wir haben 30 Jahre gewartet. Dreißig Jahre gebrochene Versprechen, Ausweichmanöver und unhaltbares Warten."

Zerschlagt die UNO

- den verlängerten Arm des Weltimperialismus !

Marokko - raus aus der Sahraui !

Solidarität mit dem Befreiungskrieg des saharauischen Volkes !

Es lebe die sozialistische Revolution in der arabischen Welt !

Dies ist der einzige Ausweg zur Beendigung der imperialistischen Versklavung aller arabischen Völker !

Für die Gründung der saharauischen Sektion der Komintern (SH) !

 

 

 

 

UGANDISCHE SEKTION

Wir können Museveni nicht durch Wahlen loswerden - nur durch die Waffengewalt der Revolution !

 

 

Ugandas korrupteste Wahl seit der Unabhängigkeit !

 

Ugandas Präsidentschaftswahl vom 14. Januar war eine Wahl, die mit vorgehaltener Waffe im Schutz der faschistischen Dunkelheit abgehalten wurde.

Tage vor dem Urnengang ordnete Museveni nicht nur eine vollständige Abschaltung des Internets an, sondern demonstrierte auch die militärische Macht seines diktatorischen Regimes, indem er Kampalas Straßen mit Panzern und den Himmel mit Hubschraubern füllte. Seine Botschaft an die Wähler war klar: "Entweder ich oder Krieg".

Sein Regime nutzte auch Restriktionen, die eingeführt wurden, um die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen, um Kundgebungen der Opposition ins Visier zu nehmen und seine Rivalen daran zu hindern, mit den Wählern im ganzen Land in Kontakt zu treten.

Bobi Wine wurde in den Monaten vor der Wahl dreimal unter erfundenen Anschuldigungen verhaftet und inhaftiert. Seine zweite Verhaftung Mitte November, weil er angeblich gegen die Versammlungsbeschränkungen von COVID-19 verstoßen hatte, führte zu weitreichenden Protesten im ganzen Land. Als Bobi Wines Unterstützer in den städtischen Zentren auf die Straße gingen, um freie und faire Wahlen zu fordern, reagierten die Sicherheitskräfte mit Schüssen und Tränengas. Nach Angaben von Museveni selbst verloren bei diesen staatlich geförderten Gewaltepisoden mindestens 54 Menschen ihr Leben. Das jüngste Opfer der Gewalt war ein 15-jähriger Junge namens Amos Segawa.

 

 

 

Tunesien

Die Revolution geht weiter!

 

Zehn Jahre nach dem Sturz von Ben Ali müssen wir weiter für die gleichen grundlegenden revolutionären Forderungen kämpfen.

 

"Das System muss gehen!"

Demonstranten blockieren eine Straße während Zusammenstößen mit Sicherheitskräften in Ettadhamen am 17. Januar

 

Was wir derzeit erleben, ist eine Protestbewegung gegen eine vielschichtige Krise, die aus der politischen und wirtschaftlichen Ausbeutung und Unterdrückung des tunesischen Volkes seit über zwei Jahrzehnten resultiert. Diese kapitalistische Krise wird so lange andauern, wie der Kapitalismus in Tunesien existiert.10 Jahre nach der Revolution hat Tunesien ein hochgradig dysfunktionales politisches System, eine kaputte Wirtschaft und eine zänkische Bourgeoisie, die um ihren Anteil am Kuchen kämpft. Die tunesische Bourgeoisie unterdrückt brutal jeden revolutionären Widerstand, aber die tunesische Revolution wird weitergehen, bis die Bourgeoisie gestürzt und ihr kapitalistisches System in 1000 Stücke zerschlagen ist !

 

Zur Geschichte Libyens

Teil 1

Libyen vor Gaddafi



Libyen wurde 1911 nach dem osmanisch-italienischen Krieg von Italien erobert und kolonisiert.
Widerstand gegen den italienischen Imperialismus formierte sich besonders in der Hauptstadt Tripolis, wo 1918 die „Republik Tripolis“ ausgerufen wurde. Dieser erste Versuch, die Besatzer aus dem Land zu vertreiben, wurde von der italienischen Armee jedoch schnell mit Gewalt erstickt.
Nach der Niederwerfung der „Republik Tripolis“ organisierten sich Stämme um den Emir Mohammad Idriss Snoussi in der Region Barka, um den Imperialisten Widerstand zu leisten. 1922 konnte Snoussi in Barka eine Regierung etablieren, die auch auf Tripolis Einfluss ausübte. Aus Angst um sein Leben verließ der Emir Ende der 20er Jahre Libyen und floh nach Großbritannien. Den militärischen Widerstand leitete nun Omar Mokhtar, der noch heute in der arabischen Welt als Held gefeiert wird. 1931 wurde er von den italienischen Faschisten gehängt (Omar Mokhtars Kampf gegen die Besatzung wird in dem Film „Der Löwe der Wüste“ dargestellt). Nach dem Seitenwechsel Italiens zu den West-Allierten im Zweiten Weltkrieg 1943, ind em auch Libyen Schauplatz erbitterter Schlachten gewesen war, strebten Großbritannien und Frankreich eine Aufteilung des Landes unter ihnen und Italien an. Doch diese Überlegungen wurden 1946 auf Druck der USA fallengelassen und es wurde ganz im Sinne des Kampfes gegen den Kommunismus ein proimperialistisches Königreich mit dem aus England zurückgekehrten Snoussi als Monarchen aufgebaut. Dieses feudale, auf die einzelnen Stämme gestützte Königreich war komplett von den ausländischen Imperialisten abhängig. Mit Hilfe der USA wurden Heer und Verwaltung eingerichtet und die reichen Erdöl-Vorräte ausgebeutet.
Gaddafis Putsch

Muammar Gaddafi wurde 1942 in Syrte geboren. Die Schule in Massrata musste er wegen politischer Aktivitäten ohne Abschluss verlassen. Später besuchte er die Königliche Militärakademie in Bengazi. Dort machte er 1963 den Abschluss und wurde Offizier der Königlichen Armee. 1965 war Gaddafi Mitglied einer Delegation der libyschen Armee, die nach Großbritannien zur Weiterbildung gesandt wurde.
Bereit 1964 hatte Gaddafi beim Aufbau einer Gruppe von Offizieren mitgewirkt, die vom arabischen Nationalismus Nassers beeinflusst war. Beim Militärputsch gegen die Monarchie 1969 spielte Gaddafi mit seiner Gruppe, trotz seines jugendlichen Alters von gerade einmal 27 Jahren und seines niedrigen Rangs eine führende Rolle.
Der Weltöffentlichkeit erschien der Putsch von 1969 als der Beginn einer gewöhnlichen Militärdiktatur, wie sie damals in den abhängigen Ländern nicht ungewöhnlich war.
Doch Gaddafi, der um einen dauerhaften Machterhalt bemüht war, ließ seine alten Mitverschwörer und Kameraden schnell beseitigen und setzte loyale Verwandtschaft in hohe Positionen von Wirtschaft, Bürokratie und Militär.

„Revolutionsführer“ Gaddafi – Ideen, Politik und Persönlichkeit voller Widersprüche und Seltsamkeiten

Das Grüne Buch und die „Dritte-Welt-Theorie“

Im April 1973 offenbarte sich das „Phänomen Gaddafi“. In einer berühmten Rede in Zouara proklamierte er die „Volksrevolution“, die auf fünf Grundsätzen basiere. Er forderte den Aufbau von Massenorganisationen „in jedem Dorf und in jeder Stadt“, die die „Herrschaft der Massen“ durchsetzen sollten
Die fünf Grundsätze der angestrebten „Volksrevolution“, die Gaddafi in dieser Rede darlegte waren:
Abschaffung aller alten Gesetze, Reinigung des Landes von allen politisch „Kranken“ , die sich gegen Volk und die „Revolution“ stellen, kulturelle Revolution, „Revolution“ der Verwaltung, Volksbewaffnung und zuletzt „Freiheit für das Volk, keine Freiheit für Volksfeinde“: „Das Land muss von allen politisch Kranken gereinigt werden. Jeder, der von Kommunismus oder Marxismus redet, wird ins Gefängnis gesteckt.“
1976 gab er sein berühmtes „Grünes Buch“ heraus, in dem er seine „Dritte Universaltheorie“ vorstellte. Gaddafi behauptete, die „Bestrebungen von Anarchismus, Kommunismus und dem Idealstaat Platons“ hätten sich in seinem Modell der Dschamahiriyya, der „Volksmassenherrschaft“ endgültig verwirklicht. Die Dschamahiriyya sei das Ergebnis der historischen Leistung der Menschheit und das Paradies auf Erden.
1988 ließ er auf öffentlichen Plätzen im ganzen Land ausländische Bücher und Musikinstrumente verbrennen und machte aus seinem Buch eine Ikone. Den Beruf des Anwalts hat er abgeschafft . Sogenannte „Revolutionskomitees“ propagierten Gaddafis diffuse Ideologie in Stadt und Land und sollten die Diktatur als eine Herrschaft des Volkes erscheinen lassen.
Das „Grüne Buch“, Gaddafis weltanschauliche Programmschrift, ist ein verwirrter Mix aus quasi-religiösem Sendungsbewusstsein und pseudo-revolutionärer Rhetorik. Im zweiten Kapitel behauptet Gaddafi, sein Buch werde nicht nur die Probleme der „materiellen Produktion“ lösen, sondern alle sozialen und seelischen Probleme der gesamten Menschheit.

Gaddafis volksfeindliche Innenpolitik

Um ein ähnliches Schicksal wie der weggeputschte König Snoussi zu vermeiden, schwächte Gaddafi den Einfluss der Armee und setzte stattdessen auf seine getreuen „Revolutionskomitees“, durch die er paramilitärische Verbände aufstellen ließ, die seine Söhne befehligten. Mit diesen loyalen Paramilitärs konnten erfolgreich diverse Volksaufstände unterdrückt werden.
1976 ließ Gaddafi die Studentenproteste blutig niederwerfen, die Studentenführer wurden ermordet.
1984 wurden elf Studenten, denen „Verbrechen gegen die Revolution“ vorgeworfen wurde, in der Universität von Bengazi exekutiert, die Hinrichtung live im TV ausgestrahlt.
1996 kam es im Abou-Slim-Gefängnis in Tripolis zu Gefangenenprotesten, die äußerst grausam aufgelöst wurden. 1200 Gefangene wurden auf der Stelle hingerichtet.
Dies sind nur einige Beispiele, wie Gaddafi unter dem Deckmantel der „Revolution“ das Volk auf grausame Art und Weise unterdrückt hat.

 

Libyen

Europas Geschäfte mit dem "Bruder Führer"

Im folgenden dokumentieren wir einige Fakten über die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Verbindungen Deutschlands und anderer europäischer Länder mit dem Gaddafi-Regime:

Deutsche Geschäftsinteressen in Libyen

 



Die Internetseite german-foreign-policy.com berichtete am 07.11.2006 über das damals bevorstehende „Deutsch-Libysche Wirtschaftsforum“ in Tripolis und Bengasi. In dem Artikel wurde deutlich herausgestellt, wie Deutschland im Rahmen einer Wirtschaftsoffensive in Nordafrika und dem Mittleren Osten gegen seine Hauptkonkurrenten Frankreich und die USA ankämpft und wie strategisch bedeutsam gerade Libyen für deutsche Kapital- und Großmachtinteressen ist:

„(...) Das Land gehört zu den traditionellen Wirtschaftsstützpunkten Deutschlands in der arabischen Welt und war in den 1970er Jahren sogar Schwerpunkt (west-) deutscher Investitionstätigkeit. Infolge des späteren Konflikts zwischen Washington und Tripolis sowie der Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat 1993 gegen Libyen verhängte, litten die Geschäfte. Berlin gelang es in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, die politischen Kontakte erneut herzustellen; Medium war die Kooperation der EU mit den südlichen und östlichen Mittelmeerstaaten, an der Tripolis seit 1999 als Beobachter teilnimmt. Seit 1997 finden in jährlichem Abstand deutsch-libysche Wirtschaftsgespräche statt, die Deutschland den Rang des zweitwichtigsten libyschen Wirtschaftspartners nach der ehemaligen Kolonialmacht Italien gesichert haben. Rom und Berlin importieren rund 50 Prozent der gesamten libyschen Warenausfuhr (fast ausschließlich Energierohstoffe) und liefern fast ein Drittel der libyschen Importe. Wie die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) verlautbart, befinden sich in der Öl- und Gasbranche Libyens ‚die bedeutendsten deutschen Engagements in der arabischen Welt.’“ (www.german-foreign-policy.com v. 07.11.2006)

Es wird auch herausgestellt, wie insbesondere die deutschen Konzerne Wintershall und der Energiemonopolist RWE in Libyen verankert sind:
„Entsprechend prominent sind die Energiekonzerne Wintershall und RWE beim Deutsch-Libyschen Wirtschaftsforum vertreten. Wintershall-Vorstandsmitglied Ties Tiessen war bis 2005 in Tripolis stationiert und ist seit dem vergangenen Jahr Vorsitzender des Wirtschaftsforums. Wintershall, eine BASF-Tochter, arbeitet seit 1958 ununterbrochen in Libyen, hat dort bislang rund 1,5 Milliarden US-Dollar investiert und erschließt derzeit neue Ölfelder . Das Unternehmen nimmt einen bedeutenden Rang in der Erdölbranche des Landes ein. Auch die Essener RWE AG will ihre Explorationen in Libyen ausweiten. (...) Libyen ist drittwichtigster deutscher Erdöllieferant und gilt als langfristiger Garant der deutschen Energieversorgung(...)“ (ebd.)

Waffen und Militärausbildung

Vor diesem Hintergrund ökonomischer Verbindungen ergab sich für den deutschen Imperialismus die Notwendigkeit, mit dem Gaddafi-Regime auch in militärisch-technischer Hinsicht zusammenzuarbeiten. Der historische Verlauf der deutsch-libyschen Kooperation auf dem Repressionssektor ist besonders interessant.

Im September 2003, nach einer von Muammar Gaddafis bemerkenswerten politischen Kehrtwenden, hoben die Vereinten Nationen ein Waffenembargo gegen das Land auf. Die EU folgte im Oktober 2004. Im Mai 2006 wurde Libyen dann auch von der „Terrorliste“ der US-Regierung gestrichen. „Nur zwei Monate später, im Juli 2006 (...) entsandte das Bundesinnenministerium offiziell eine Delegation nach Tripolis, darunter Beamte des Bundeskriminalamts.“ (www.german-foreign-policy.com v. 10.04.2008).

Die Initiative des BKA zur Kooperation mit libyschen Sicherheitskräften, die zunächst mangels Interesse auf libyscher Seite nicht zustandekam, hatte eine lange Vorgeschichte, die mit erstaulicher Kontinuität bis in die Zeit vor Gaddafis Putsch 1969 zurückgeht, als Libyen noch eine britische Neokolonie unter König Idris Snoussi gewesen ist:

„Bereits zwischen 1965 und 1983 wurden libysche Soldaten bei der Bundeswehr ausgebildet. In den 1970er Jahren nahmen libysche Polizisten an Kursen des Bundeskriminalamts teil. So wurden zwischen 1979 und 1982 rund 30 Beamte aus dem nordafrikanischen Land vom Bundeskriminalamt und anderen deutschen Polizeibehörden trainiert.(...) Erst in den 1980er Jahren wurde die Zusammenarbeit abgebrochen.“ (ebd.)
Weil die ökonomischen Beziehungen zwar gleichzeitig – zumindest offiziell – gelitten haben, aber niemals eingestellt wurden, liegt es nahe, dass „unter der Hand“ auch auf dem militärischen Sektor die Zusammenarbeit weiterlief. Und genau so war es: Statt offizieller staatlicher Behörden übernahmen nun private deutsche „Initiativen“ die Aufgabe der Ausbildung von Gaddafis Scharfschützen, Henkern und Folterknechten:
„So trainierte ein ehemaliger Fallschirmjäger-Major der Bundeswehr von 1979 bis 1983 libysche Offiziere und Unteroffiziere – ohne offene Zusammenarbeit mit den Polizeien oder der Armee der Bundesrepublik. Trainingsthemen waren unter anderem Scharfschießen, Minenlegen, Häuserkampf und die Festnahme von Verdächtigen. Offiziell waren nur der Ex-Soldat und seine Firma an dem Deal beteiligt, vermittelt jedoch hatte ihn – auf ganz informellem Wege – der Bundesnachrichtendienst.“ (ebd.)

Dieses Verfahren wurde auch im letzten Jahrzehnt mit der Hilfe privater Söldnerfirmen fortgeführt, als die politische Zusammenarbeit Deutschlands mit Libyen wieder intensiviert wurde:

„Demnach leitete eine Anfrage Libyens an das Auswärtige Amt die Kooperation im März 2005 ein. Darin äußerte Tripolis den Wunsch nach Zusammenarbeit der Repressionsbehörden. Das Bundesinnenministerium überprüfte die Anfrage, weiterführende staatliche Maßnahmen blieben jedoch aus: Das nordafrikanische Land stand noch auf der US-‚Terrorliste’. Wenig später erhielt das weithin unbekannte Unternehmen Ibos Limited einen Auftrag aus Tripolis – zur Erstellung einer Sicherheitsanalyse sowie zur Überprüfung der libyschen Polizeiausbildung. Ibos sei dazu ‚weder personell noch fachlich’ in der Lage gewesen, sagt Volker B. über das obskure Unternehmen (‚eine Briefkastenfirma’), dem die Regierung Libyens ihre Polizei anvertraute. B. ist ehemaliges Mitglied eines Polizei-Spezialeinsatzkommandos (SEK). Ibos Limited verfügte jedoch über ausreichend Know-How, um B.’s bislang nur Insidern bekannte BDB Protection GmbH aus Wiesmoor (Bundesland Niedersachsen) mit dem Auftrag zu betrauen. (...)

Bei der Vergabe des Hauptauftrags war der Umweg über die Briefkastenfirma Ibos Limited nicht mehr nötig. Tripolis wandte sich direkt an die BDB Protection GmbH, die den Job übernahm: Trainingsmaßnahmen für rund 120 libysche Repressionkräfte, neben Fahrübungen auch ‚Taktisches Vorgehen beim Zugriff in Gebäuden’, das Entern von Schiffen und das Absetzen aus Hubschraubern. BDB Protection verfügte über hochqualifiziertes Personal: ehemalige Mitglieder von Polizei-Spezialeinsatzkommandos (SEK) und der ‚Anti-Terror’-Einheit GSG9. Rund 30 aus dem Dienst geschiedene deutsche Polizisten waren von November 2005 bis Juni 2006 mit den Arbeiten in Libyen befasst.“ (ebd.)

Deutschland stand mit seiner Militärhilfe für Libyen nicht allein. Sein Hauptkonkurrent im Mittelmeerraum ist die alte Kolonialmacht Frankreich. Die französische Regierung blieb auch in Bezug auf Libyen in den vergangenen Jahren nicht untätig. Im Juli 2007, kurz nach dem Ende einer diplomatischen Krise um bulgarische Mediziner, die in Libyen inhaftiert waren, besuchte Frankreichs Präsident Sarkozy Gaddafi in Tripolis. Beide Staaten vereinbarten „eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen“ (Süddeutsche Zeitung online v. 26.07.2007). Konkret wurde u.a. über den Bau eines Atomkraftwerks mit französischer Hilfe in Libyen gesprochen, aber auch über Rüstungszusammenarbeit:
„Die beiden Politiker unterschrieben einen Vertrag über eine umfassende militärische Zusammenarbeit ihrer Länder und die Lieferung von Rüstungsgütern an Libyen. Kurz darauf gab der paneuropäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS, dessen größter Einzelaktionär der deutsche Autobauer Daimler ist, die Lieferung von Panzerabwehrraketen an Gaddafis Regime im Wert von 168 Millionen Euro bekannt.“ (faz.net v. 08.03.2011)

Ein Geschäft, an dem über EADS wiederum auch Deutschland mitprofitierte. Über den zahlungskräftigen Kunden an der Mittelmeerküste konnte sich in den folgenden Jahren aber manches europäische Rüstungsunternehmen freuen:
„Auf der libyschen Luftfahrtmesse Lavex präsentierte die Industrie noch 2009 Kriegsgeräte wie den EADS-Kampfhubschrauber Tiger. Der französische Flugzeugbauer Dassault rüstete in den vergangen Jahren veraltete Mirage-Flugzeuge der Libyer nach – Maschinen, die Gaddafi nach Erkenntnissen des Sipri (Stockholmer Internationales Friedensforschungsinstitut, A.d.R.) heute gegen die libyschen Revolutionäre einsetzt. Der amerikanische Waffenriese General Dynamics verkaufte 2008 über seine britische Tochtergesellschaft Kommunikationstechnik für die Elitetruppen des Diktators. Der belgische Hersteller FN Herstal lieferte 2009 Schusswaffen und Munition an Libyen. Russland stellte dem Land vergangenen Sommer auf der britischen Luftfahrtmesse in Farnborough die Lieferung von Kampfjets vom Typ SU-35 in Aussicht. Am italienischen Rüstungskonzern Finmeccanica, der ebenfalls zu den Gaddafi-Lieferanten zählt, hält Libyen sogar eine Beteiligung von 2 Prozent.“ (ebd.)

Zeitweiser Spitzenreiter bei den Waffendeals mit Gaddafi blieb aber die deutsche Rüstungsindustrie:
„Auch die deutsche Industrie, die einer der größten Waffenexporteure der Welt ist, mischte im libyschen Rüstungshandel kräftig mit: Nach dem im Januar veröffentlichten Waffenexportbericht der Europäischen Union wurden 2009 Ausfuhrlizenzen im Wert von 53 Millionen Euro für Lieferungen aus Deutschland nach Libyen erteilt. Dabei handelte es sich vor allem um nicht näher bezeichnete Kommunikationstechnik. Deutschland war damit in der EU vor Frankreich und Großbritannien der größte Lieferant für Militärausrüstung für Gaddafis Regierung.“ (ebd.)

Flüchtlingsbekämpfung

Die Legalisierung der Zusammenarbeit auf dem Repressionssektor und der Waffenexporte fiel zusammen mit strategischen Projekten der europäischen Imperialisten zur Abwehr von Flüchtlingen aus Afrika und dem Mittleren Osten. Den nordafrikanischen Ländern und insbesondere Libyen kamen auf diesem Gebiet besondere Aufgaben zu, die auf dem Wege einer verdeckten Zusammenarbeit nicht hätten gelöst werden können - sprich: Libyen war im Auftrag der Europäer für die Drecksarbeit zuständig und hat die Abschottung Europas gegen großzügige Bezahlung mit brutalsten Mitteln durchgesetzt:
„Einstiegsmittel und erstes Feld der neuen Kooperation ist dabei die Flüchtlingsabwehr. Den Auftakt markierte der damalige Innenminister Otto Schily (SPD), als er im Sommer 2004 die Einrichtung von Lagern in der libyschen Wüste für nach Europa reisende Migranten verlangte. Bald darauf, am 11. Oktober, hob die EU ihr Waffenembargo gegen Libyen auf. Damit war die Voraussetzung für engere Zusammenarbeit gegeben. Im Mittelpunkt standen zunächst afrikanische Flüchtlinge, die auf Booten über das Mittelmeer nach Europa einzureisen suchten. ‚Bezeichnenderweise begann die Kooperation im Jahre 2004 mit der Lieferung von u.a. tausend Leichensäcken“, erinnert Karl Kopp, Europareferent der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl, und weist darauf hin, dass zugleich ‚der Einstieg in Schulungen für libysche Polizisten’ begann“. (www.german-foreign-policy.com v. 10.04.2008).
Das Gaddafi-Regime war besonders berüchtigt für seinen grausamen Umgang mit den Flüchtlingen: „(...) die libyschen Repressionsapparate gehen brutal gegen Migranten vor. Schwerste Verbrechen von Vergewaltigung über Misshandlungen bis hin zu Menschenhandel sind in zahlreichen Berichten dokumentiert. (...) Auch lägen Berichte vor, dass es in sogenannten Auffanglagern zu ‚Folter und Ermordungen’ komme. Flüchtlinge würden gelegentlich sogar ‚im menschenleeren Grenzgebiet zwischen Libyen und anderen afrikanischen Staaten ausgesetzt’. Dabei handelt es sich um lebensfeindliche Wüstengebiete der Sahara, in denen ohne geeignete Ausrüstung faktisch keine Chance auf Überleben besteht.“ (www.german-foreign-policy.com v. 15.10.2010).

Italien wiederum ist als eines der europäischen Hauptankunftsländer von Flüchtlingen bekannt dafür, dass es sie massenhaft illegal und in Kenntnis der dortigen humanitären Verhältnisse nach Libyen abschiebt: „Offizielle Zustimmung aus Brüssel zu seiner völkerrechtswidrigen Abschiebepolitik erhielt Italien erst Ende Juli 2010. Erst wenige Wochen zuvor hatte Tripolis die Schließung des UNHCR-Büros in der libyschen Hauptstadt verfügt. Es war die einzige offizielle Anlaufstelle für Flüchtlinge dort. Zur selben Zeit hatten Schiffe der Küstenwache Libyens ein sinkendes Flüchtlingsboot in maltesischen Gewässern aufgegriffen – Malta und Italien hatten einen 24 Stunden zuvor ergangenen Notruf der Flüchtlinge ignoriert. (...).
Am 12. September hatte eines der sechs libyschen Küstenwachschiffe, die Italien Libyen 2009 für die Flüchtlingsabwehr zur Verfügung gestellt hatte, auf ein Fischerboot aus Italien geschossen. Der italienische Innenminister mutmaßte danach, das libysche Personal habe es wohl für ein Flüchtlingsboot gehalten. Tatsächlich liegen Berichte vor, denen zufolge die libyschen Küstenwachschiffe auch sonst auf Flüchtlingsboote schießen. Dabei sei, heißt es, gewöhnlich italienisches Personal zugegen, begebe sich jedoch für die Zeit des Beschusses unter Deck.“ (ebd.)
Erst im Oktober 2010 – vier Monate vor Beginn des Aufstands gegen Gaddafi - schloss die EU mit Libyen einen neuen „Flüchtlingsabwehrpakt“: „Brüssel hat Tripolis für die nächsten drei Jahre 50 Millionen Euro zugesagt; mit den Mitteln sollen die Landesgrenzen abgeschottet sowie neue Flüchtlingslager erbaut werden.“ (ebd.)

Die Fortsetzung der Zusammenarbeit bei der Flüchtlingsbekämpfung gehört für die EU-Kommission jetzt zu den “Bedingungen, denen die künftige libysche Regierung ebenso wie alle anderen Regierungen Nordafrikas zu entsprechen hat”. (german-foreign-policy.com v. 10.03.11).


16. 02. 2011

 

Am Mittwoch, den 16.02.2011, haben in der libyschen Stadt Bengasi laut Medienberichten mehrere tausend Leute demonstriert und den Rücktritt der Regierung von Baghdadi Ali al-Mahmudi gefordert. Auch die Verjagung des “Revolutionsführers” Gaddafi, der seit 1969 faktisch an der Spitze des Staates steht , sei von Demonstranten gefordert worden. Nach Berichten der BBC griff die libysche Polizei die Demonstranten mit Wasserwerfen, Tränengas und Gummigeschossen an. Für Donnerstag wurde über Facebook zu einem “Tag des Zorns” in Libyen aufgerufen. Im Internet schlossen sich innerhalb kurzer Zeit bereits knapp 10.000 Leute diesem Aufruf an. Gaddafis Polizeischergen knüppelten und stachen am Donnerstag, den 17.02. 2011 auf die Demonstranten ein. Es ist von bis zu 50 Toten die Rede.
Das Gaddafi-Regime war ein enger Kooperationspartner der europäischen imperialistischen Mächte, wenn es um die brutale Bekämpfung der Flüchtlingsströme aus Afrika und dem Mittleren Osten nach Europa geht. Frankreich und Deutschland beliefern das Regime spätestens seit 2004, als ein entsprechendes EU-Embargo aufgehoben wurde, mit Waffen. Die libysche Polizei wurde außerdem über mehrere Jahre unter anderem unter der Aufsicht des Bundesnachrichtendiensts trainiert.

Libyen: Gaddafi ist fällig

Seit dem Wochenende im Februar 2010 hatten die Aufstände in Libyen eine neue Qualität erreicht. Obwohl die Nachrichtenlage unsicher ist, kann man davon ausgehen, dass bereits Teile des Landes in der Hand der aufständischen Bevölkerung sind. Am Montag hat das Gaddafi-Regime Demonstrationen in den Städten Tripolis und Bengasi mit Flugzeugen bombardieren lassen – ähnlich, wie es einst Spaniens faschistischer Diktator Franco getan hat. Es rollen Panzer. Seit letzter Woche sollen mehrere hundert Demonstranten von den
Repressionskräften ermordet worden sein. Gaddafis Anhänger schießen auch auf Krankenwagen. Verwundete haben keine Möglichkeit der medizinischen Behandlung. Gaddafis Sohn, der ebenso wie sein Vater formell keinerlei Staatsamt bekleidet, rief zum „Kampf bis zum letzten Blutstropfen“ gegen die Protestbewegung auf. Gaddafi selbst brüllte in
einer Fernsehansprache am Dienstagabend, er wolle als Märtyrer sterben. Presseberichten zufolge sind Teile der Armee und der Regierung bereits auf die Seite der Opposition übergelaufen, und zwar als Folge davon, dass sich einige der einflussreichen libyschen Stämme von Gaddafi losgesagt haben. Gaddafi habe ausländische Söldnertruppen engagiert, um die Protestbewegung niederzuschlagen. Trotzdem ist bereits jetzt klar, dass Gaddafi ebenso zum Teufel gejagt werden wird wie zuvor Ben Ali in Tunesien und Mubarak in Ägypten. Beim Aufstand in Libyen scheint es auch bereits heute um weitaus mehr zu gehen als die Verjagung eines einzigen Despoten von der Staatsspitze: Im Osten des Landes (Cyrenaika) hat die aufständische Bevölkerung sich bereits in Volkskomitees organisiert und die Kontrolle über den Landesteil übernommen, den sie mit Waffengewalt gegen Gaddafis Söldner verteidigen. Hier erwartet das Volk ganz offensichtlich nicht mehr, dass die Militärs des Landes oder "bessere" Politiker die Demokratisierung des Landes vollziehen. Hier wird die Machtfrage direkt durch das Volk gestellt. Das beunruhigt alle Imperialisten die es am liebsten hätten, wenn der "demokratische Prozess"durch eine von ihnen gekaufte Marionette durchgeführt werden würde. Es droht deshalb die Gefahr einer militärischen Invasion der Imperialisten in Libyen, mit der Gaddafi und sein Sohn auch bereits indirekt gedroht haben: "Glaubt Ihr wirklich, dass ein islamisches Emirat an der Mittelmeerküste geduldet werden wird?" (sinngemäß)
Damit wird einmal mehr deutlich, dass das Gaddafi-Regime, das sich als "revolutionär" bezeichnet, mitunter wortradikal auftritt und Terroranschläge in den 80er Jahren in Europa inszeniert hat, hinter dieser Fassade ein Kollaborateur der imperialistischen Mächte ist. Gaddafis Libyen wurde – entgegen aller Eindrücke, die jetzt von Westerwelle und Co. erweckt werden - vor allem von Frankreich und Deutschland unterstützt, unter anderem mit Waffenlieferungen und Polizeitrainings. Libyen ist vor allem für die brutale Niederschlagung von Flüchtlingsströmen aus Afrika und dem Mittleren Osten nach Europa ein gern gesehener Partner der europäischen Imperialisten. Libyen ist außerdem ein wichtiger Öl- und Gaslieferant, was sich u.a. im heute gestiegenen Ölpreis äußert und darin, dass Spaniens Ministerpräsident in Hinblick auf die Versorgungslage seines Landes ein Krisenkabinett einberufen hat. Das deutsche Kapital unterhält enge Wirtschaftsbeziehungen mit dem Gaddafi-Regime.
Eine imperialistische Invasion würde damit begründet werden, dass die öffentliche Ordnung im Land zusammengebrochen, Libyen zum "gescheiterten Staat" geworden ist und dass man die Gewaltexzesse stoppen müsse. In Wahrheit ginge es aber darum, das wirklich revolutionäre Potential in diesem Land zu unterdrücken, den Aufstand niederzuschlagen und - wie in Tunesien und Ägypten - eine Marionette durch die andere zu ersetzen.
Das libysche Volk darf diese historische Chance, die es nun hat, nicht verspielen und sich die erlangte Macht unter keinen Umständen aus den Händen reißen lassen! Leider gibt es in diesen Ländern keine kommunistische Partei, die so im Volk verankert ist, dass sie den revolutionären Schwung in die Bahnen einer sozialistischen Revolution lenken und die Diktatur des Proletariats errichten könnte. Denn nur der Sozialismus und der konsequente Kampf gegen den Imperialismus werden die Befreiung der Völker Nordarfikas und des Nahen Ostens vollziehen.
Die Erhebungen in Nordafrika und dem Mittleren Osten sind Teil der politischen Krise des Imperialismus als Folge der Weltwirtschaftskrise. Die Aufstände geben allen Völkern der Welt das Bewusstsein, dass sie ihre Diktatoren und korrupten Politiker, die nur im eigenen und vor allem im Interesse der imperialistischen Mächte agieren, nicht mehr hinnehmen müssen. Die Nationen die sich heute erheben, schwächen den Imperialismus und befruchten auch die Erhebungen in anderen Nationen. Vor diesem Hintergrund ist es klar, dass sich sofort nach den Berichten in Libyen der Iran zu Wort gemeldet hat und alle Aufstände als vom Westen gesteuert bezeichnet. Denn auch das reaktionäre Mullah-Regime des Ayatollah Khamenei fürchtet um seine Macht.

 

 

 

2021

 

 

 

 


20 Years COMINTERN (SH)

 

31st of December 2000 - 31st of December 2020

 

 

in englischer Sprache

Since Abiy Ahmed came to power over three million Ethiopians have been internally displaced.

SOLIDARITY WITH THE PEOPLE OF TIGRAY !

 

 

 

 

The blood of the Ethiopian peoples is on the hands of the world imperialists.

 

 

Abiy declared war on the Regional Government of Tigray in early November 2020.

 

Ethiopia’s fascist Prime Minister Abiy Ahmed is a "Nobel Peace Prize winner" - thus in service of world imperialism for spilling the blood of the Ethiopian peoples.

 

Fascist occupation troops from Addis Ababa

Hands off Tigray ! Hands off Mekelle!

Soldiers of the Ethiopian National Defence Force (ENDF)

- turn around the rifles !

Long live the liberation war in Tigray !

At least, provide passive resistance and stay home in your barracks.

Fight the imperialists who instigate the blood bath - and not the people !

Let us together overthrow the exploitative and oppressive regime in Ethiopia !

All traitors and renegades who sold Ethiopia to world imperialism - to the gallows !

Long live the armed socialist revolution in Ethiopia and the solidarity of the world proletariat with the Ethiopian peoples !

 

The revolutionary Tigrayan fighters led the rebel march to drive out the fascist Derg regime in 1991.

They could repeat this heroic deed by the overthrow of the brutal regime of the terrorist Abiy Ahmed !

However, the decisive difference between before 1991 and now, is the different ideology which commands the weapons.

The civil war and ethnic conflicts in Ethiopia can only be solved on the basis of the Stalinist nationality policy.

Once , the Marxist-Leninist League of Tigray was affiliated to the Marxist-Leninist World movement of comrade Enver Hoxha.

The German KPD/ML maintained good relationships in the 80s. Comrade Wolfgang Eggers was invited to participate in celebrations in Tigray, but because of conflicts that happened at the border to Sudan, his trip to Tigray failed.

Meanwhile, Marxism-Leninism in Tigray was betrayed and the MLLT was dissolved in favor of the "popular front" model of the traitor Dimitrov (coalition with bourgeois elements that opened doors to the development of a capitalist Ethiopia) which ended in bloody terrorism of a social-fascist regime. Self-critically we must state that we did not understand this neo-revisionist betrayal in Tigray in time. As far as we know, the ICMLPO was involved in this revisionist degeneration in Tigray, too. Thus, this process of dissolution of the revolutionary forces was influenced from outside.

Today, the conflict in Ethiopia is an example for the consequences of abondening from Marxism-Leninism, namely in result = fascism and the sell-out of Ethiopia to the world imperialists under the most brutal oppression and exploitation of the people.

After the fall of Socialist Albania many movements in the world turned away from Marxism-Leninism. All these movements, they have two faces:

On our Ethiopian website we have already critisized all those movements that betrayed the PLA of Enver Hoxha:

1. The one movements turned away directly and openly.

2. The other movements turned also away in deeds, however they still "stick" to comrade Enver Hoxha by pure lip service .... to deceive the people !

Both sorts of movements are treacherous, counter-revolutionary movements which will be combatted consistently by the Comintern (SH) !

Here, we publish some historical documents:



Communist Party Ethiopia / Marxist-Leninists

Radio Tirana

Broadcast period from August 18 to August 31, 1978

The Central Committee of the KP Ethiopia / ML

writes in a telegram to the Central Committee of the PAA among other things:

We are deeply outraged by the Chinese government's arrogant act against the glorious party, the socialist state and the revolutionary people of Albania. The Chinese leaders have trampled under foot the principles of proletarian internationalism and Marxism-Leninism, one after the other. By spreading the extraordinarily pragmatic and reactionary “Theory of the Three Worlds”, Chinese leaders are pursuing a policy of great power. This behavior towards the PLA and the courageous people of Albania is an expression of this reactionary theory and the deep hatred they have against the communist, Marxist-Leninist movement, the world proletariat and the oppressed peoples.

Ethiopia's working class, led by its party, its revolutionary vanguard department, condemns the criminal act of the Chinese government. It expresses its unconditional support for the working class and the PLA, which continues to wage a principled, unwavering struggle against the capitalist-revisionist encirclement, the aggression and subversion of imperialism, social-imperialism and the opportunists of all shades. We are determined to defend the homeland of the banner of Marxism-Leninism and proletarian internationalism, such as the international proletariat, the SVR Albania, from the hateful attacks of the Chinese opportunists and all other reactionaries and renegades of Marxism-Leninism. We also trust that the glorious PLA will emerge from this attack successfully and continue to build socialism on its own, that it will stand like a safe bulwark of the world revolution. ”


Radio Tirana

Broadcast period August 4 to August 17, 1978

Some friends of Albania from Ethiopia write in a letter to the embassy of the SVR Albania in Cairo:

We condemn the Chinese government's arbitrary and unilateral cessation of economic aid to Albania. We are certain that, just like in 1960, when you used your own resources to overcome the blackmailing of the Soviet revisionists - in order to bring the Albanian people to their knees - they also overcome these difficulties and thus the banner of Marxism-Leninism will lift even higher. All upright Marxist-Leninists in the world are on the right line of the PLA. ”

The Comintern (SH) calls to all former members and supporters of the MLLT, not to forget their sympathy for comrade Enver Hoxha.

Make contact with the Comintern (SH) to establish the Ethiopian Section.

Long live the socialist Ethiopia in a socialist Africa !

Long live the world socialist revolution !

Long live Stalinism-Hoxhaism !

 

website of the Comintern (SH)

on Ethiopia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALTE AFRIKANISCHE WEBSEITE

in deutscher Sprache

Zerschlagt die beiden Supermächte

USA und China

- die Hauptfeinde der sozialistischen Revolution in Afrika!

 

 

 

 

Grußadressen der Solidarität

 

Grußadresse der Komintern (SH) zum Tag der Befreiung Afrikas am 25. Mai 1963

 55. Jahrestag

Wir grüßen heute alle revolutionären Freiheitskämpfer in Afrika.

Ein wirkliches freies Afrika kann nur ein sozialistisches Afrika in einer sozialistischen Welt sein. Für das Ziel der Errichtung der Diktatur des Proletariats in ganz Afrika kämpft die Komintern (SH).

Afrika ist erst frei, wenn nicht nur die Weltbourgeoisie insgesamt besiegt ist, sondern auch sämtliche nationalen Bourgeoisien auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verschwunden sind!

Ohne eine revolutionäre Organisation, die sich von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lässt, wird es keinen Kommunismus in Afrika geben. Es ist daher Zeit für das afrikanische Proletariat, das zu vollenden, was es begonnen hat, seine Befreiung von der Lohnsklaverei. Hierzu bedarf es des Aufbaus der Sektionen der Komintern (SH) in allen Ländern Afrikas, die sich stützen auf die unbesiegbaren Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus: Marx, Engels, Lenin , Stalin und Enver Hoxha.

Nur auf diese Weise wird das afrikanische Proletariat zu einer untrennbaren Abteilung der glorreichen roten proletarischen Weltarmee, die den Weltimperialismus für immer besiegen und in Richtung Weltsozialismus und Weltkommunismus marschieren wird.

Imperialismus bedeutet Krieg – auch auf dem afrikanischen Kontinent.

Infolge der Weltwirtschaftskrise hat in diesem Jahr das Ringen der weltimperialistischen Mächte um die Ausbeutung der ganzen Welt seinen Höhepunkt erreicht. Das betrifft auch Afrika. Die Neuaufteilung imperialistischer Einflusssphären auf dem gesamten afrikanischen Kontinent steht bevor. Das bedeutet Krieg auf afrikanischem Boden seitens der imperialistischen USA, seitens des imperialistischen Europas (zB. Frankreich, England, Deutschland), des imperialistischen Chinas, und anderer imperialistischer Staaten wie Russland, Brasilien usw. Aber auch die afrikanischen Imperialisten wie die in Südafrika, werden Krieg um die Neuaufteilung Afrikas führen. Jede imperialistische Weltmacht kämpft um die absolute Vorherrschaft über Afrika.

Betrachtet man die gegenwärtigen Aktivitäten des Weltimperialismus, so spricht Einiges dafür, dass Afrika zukünftig in 4 hauptsächliche imperialistische Einflusssphären aufgeteilt wird:

In Nordafrika wird der europäische Imperialismus voherrschen, aber er wird seine Vorherrschaft insbesondere gegenüber USA und China verteidigen müssen.

In Westafrika wird der amerikanische Imperialismus voherrschen und von dort seinen Einfluss auf ganz Afrika auszudehnen versuchen.

In Ostafrika wird der chinesische Imperialismus voherrschen. Die Supermacht China wird sich jedoch nicht mit Ostafrika zufrieden geben. Sie bereitet die Machtübernahme des gesamten afrikanischen Kontinents vor.

In Südafrika wird der südafrikanische Imperialismus weiter herrschen und sich nach Norden ausdehnen, aber dabei bleibt er gleichzeitig abhängig von verschiedenen dort operierenden weltimperialistischen Mächten.

Sollte diese Entwicklung durch den vereinigten bewaffneten, anti-imperialistischen Befreiungskrieg der Völker Afrikas nicht verhindert werden, dann wird dieser Krieg um die Neuaufteilung Afrikas unweigerlich einen Bürgerkrieg hervorrufen, der sich auf dem ganzen afrikanischen Kontinent ausbreitet. Der afrikanische Bürgerkrieg ist Teil des Weltbürgerkriegs zwischen der Weltbourgeoisie und dem Weltproletariat, zwischen den Kräften des Weltimperialismus und den Kräften des Weltsozialismus. Sieg oder Niederlage der sozialistischen Weltrevolution wird über die Zukunft der Menschheit entscheiden, insbesondere dort, wo sie entstand – in Afrika.


Nieder mit dem kapitalistischen Afrika –

Es lebe das sozialistische Afrika !

Seit dem afrikanischen Unabhängigkeitstag sind inzwischen 55 Jahre vergangen. Aber sind die afrikanischen Völker heute unabhängig ? Nein. Sind die afrikanischen Völker heute frei ? Nein.

Was schrieb Enver Hoxha bereits vor 40 Jahren in seinem berühmten Buch: “Imperialismus und Revolution” ?

"Die Politik der Großgrundbesitzer, der reaktionären Bourgeoisie, der Imperialisten und der Neokolonialisten zielt darauf ab, die afrikanischen Völker ständig unter dem Joch und in Finsternis zu halten, ihre gesellschaftliche, politische und ideologische Entwicklung und ihren Kampf um ihre Rechte zu verhindern."

(Enver Hoxha, Imperialismus und Revolution, Tirana, 1979, Seite 211 ff)

Afrika wird nicht nur durch fremde imperialistische Mächte ausgebeutet und unterdrückt, sondern auch durch die einheimische Bourgeoisie, die mehr oder weniger im Dienste der weltimperialistischen Mächte steht.

Heute herrscht in ganz Afrika der Kapitalismus. In Afrika existiert die kapitalistische Klassengesellschaft mit ausbeutenden und ausgebeuteten Klassen.

Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Bourgeoisie und Proletariat, ist in Afrika längst zum Hauptwiderspruch geworden und beherrscht die Klassenkämpfe in Afrika.

Wie in jedem kapitalistischen Land wird der Klassenkampf in den Ländern Afrikas unweigerlich zur Macht der Arbeiterklasse führen, die mit dem Sieg der sozialistischen Revolution die Diktatur des Proletariats errichtet und den Sozialismus aufbauen wird.

Der Kolonialismus hat die Entstehung des Kapitalismus in Afrika nicht verhindert, sondern nur verzögert. Nirgends entwickelt sich der Kapitalismus schneller als auf dem heutigen afrikanischen Kontinent. Die Weltimperialisten haben bemerkt, dass ein kapitalistisches Afrika viel profitabler ist als ein Kolonialismus alten Stils. Der afrikanische Kapitalismus produzierte eine starke afrikanische Arbeiterklasse - eine der neuen Totengräber des Weltimperialismus. Die afrikanische Arbeiterbewegung ist noch jung, aber sie wird schneller lernen als die Arbeiterbewegungen auf den anderen Kontinenten. Sie wird eine immer wichtigere Rolle in der sozialistischen Weltrevolution spielen.


Afrika ist der Kontinent mit den größten Klassenwidersprüchen der Welt.

Die Lage der Arbeiterklasse ist katastrophal. Jede Streikbewegung wird durch das Bündnis zwischen bürgerlichem Staat, den Kapitalistenverbänden und den bürgerlichen Gewerkschaftsführern unterdrückt und gewaltsam verfolgt. Aktuelles Beispiel ist das Anti-Streik-Gesetz in Südafrika. Der gegen die Arbeiter gerichtete Pakt dieses Dreierbundes sieht vor, dass im Falle von Gewaltanwendung oder von Schäden seitens der Arbeiter, bei Streiks alles dafür getan wird, dass der Streik so schnell wie möglich beendet wird, notfalls mit Gewalt. Wilde Streiks werden von staatlicher Seite zukünftig als „Streikbrechertum“ (als Verletzung des Streikgesetzes) verurteilt. Per Anordnung des Arbeitsgerichts werden Streikposten von wilden Streiks verhaftet und verurteilt.

Die Gewerkschaften in Südafrika hatten am 25. April zum Generalstreik gegen das Mindestlohngesetz aufgerufen, welches nichts Anderes ist als die Legalisierung von Sklavenlöhnen. Die Arbeiterklasse hat die Apartheid besiegt und sie wird auch die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung besiegen.

Bergarbeiter demonstrierten am 10. Mai vor der Minenkammer in Johannesburg gegen den Tod von 33 Bergleuten in diesem Jahr. Im Jahr 2017 kamen 76 Bergleute zu Tode, gegenüber 73 im Jahr 2016.
Im Jahr 2012 war der ehemalige Minen-Gewerkschaftsführer Cyril Ramaphosa (der heutige Präsident Südafrikas !!!) verantwortlich für den Tod von 34 streikenden Minenarbeitern in Marikana [die Komintern-SH hat hierüber berichtet], die von der Polizei erschossen wurden. Der milliardenschwere Investor Ramaphosa veranlasste die Regierung des Afrikanischen Nationalkongresses dazu, bewaffnete Polizisten einzusenden, um den Streik zu brechen.

Im Moment werden in Südafrika die Lohnverhandlungen für Busfahrer von den Kapitalisten verzögert, weswegen zu einem landesweiten 4-wöchigen Busfahrerstreik aufgerufen wurde. Weitere Lohnstreiks sind dieses Jahr geplant für den Öffentlichen Dienst.

In Südafrika haben in den großen Metropolen immer häufiger gewalttätige Protestkundgebungen in Arbeiterstädten stattgefunden, unter anderem im Großraum Kapstadt und Johannesburg. Sie verweisen auf eine wachsende Unzufriedenheit über die Unfähigkeit der Gemeinden, der wachsenden Arbeiterklasse in diesen Gebieten grundlegende Dienste zu leisten.


In Ghana plant die größte Gewerkschaft der Minenarbeiter Proteste und Streiks in allen Betrieben des Landes, wenn die Regierung der Gold Fields Ltd. Zustimmt, mehr als 2000 Bergarbeiter zu entlassen.


In Afrika bricht das Gesundheitswesen zusammen. Nun soll es durch ausländische Investoren privatisiert werden.


Die Streiks im Gesundheitswesen breiten sich auf dem ganzen Kontinent aus:

In Algerien machte die Polizei Hexenjagd auf die protestierenden Ärzte. Streiks sind seit 2001 verboten. Die Ärzte wurden wie Kriminelle behandelt. Sicherheitskräfte verhindern, dass algerische Ärzte an einem Sit-in teilnehmen. Polizeibeamten verhafteten auf Bus- oder U-Bahn-Stationen wahllos Passanten, nur weil sie im Gesundheitswesen beschäftigt sind. Außerhalb der Hauptstadt wurden sie wieder auf freien Fuß gelassen.
Rückläufige Öl- und Gaseinnahmen, Kürzungen bei den Subventionen für Nahrungsmittel und Treibstoff und die steigende Inflation belasten die Algerier weiterhin, da sie mit einer Wirtschaftskrise zu kämpfen haben, die jetzt in das vierte Jahr geht. Angesichts der zunehmenden sozialen Spannungen haben Arbeiterdemonstrationen, Streiks und Sit-Ins in den letzten Monaten massiv zugenommen und ihren Höhepunkt am 14. Februar 2018 in einem landesweiten Generalstreik in öffentlichen Schulen und Krankenhäusern erreicht.
Vor dem Generalstreik berichteten zahlreiche Demonstranten, dass sie in mehreren Provinzen und Städten von Sicherheitskräften und Zivilpolizisten vorübergehend verhaftet oder willkürlich kontrolliert worden seien. Neben den Unruhen im Gesundheits- und Bildungssektor veranstalteten Flugbegleiter der staatlichen Fluggesellschaft Air Algérie Ende Januar 2018 einen überraschenden Streik, der lokale und internationale Flüge tagelang lahmlegte. Ihre Forderungen nach Lohnreform wurden von Unternehmen und Regierungsvertretern verurteilt. Air Algérie verhängte Disziplinarmaßnahmen. Zwei Tage nach dem Generalstreik drohte Ministerpräsident Ahmed Ouyahia, er werde "das Fortbestehen dieser Anarchie nicht tolerieren" und versprach, ein Ende zu setzen. Die Antwort der Arbeiter ist klar: Die algerische Arbeiterklasse wird dem Kapitalismus in Algerien ein Ende setzen.


Ärztestreiks im Sudan; in Togo und Mauretanien; in Zimbabwe streiken die Krankenschwestern. Die Streikenden wurden entlassen und ihnen wurde die Rentenansprüche gestrichen. Es waren vor Allem die 15 000 Krankenschwestern, die dazu beigetragen hatten, dass 2016 der faschistische Präsident Robert Mugabe seinen Hut nehmen musste und dessen Vizepräsident Emmerson Mnangagwa heute Präsident ist. Dieser fürchtet sich vor dem gleichen Schicksal, welches Mugabe ereilte.

In Nigeria haben die Krankenhäuser ihren Streik verlängert und national ausgeweitet, weil die Regierung die medizinischen Einrichtungen mit Waffengewalt besetzt hält und die Streikenden mit der Bedrohung erpresst, Ebola-Epidemien aus der Demokratischen Republik Kongo könnten sich in Nigeria ausbreiten.


In Zimbabwe streiken die Lehrer trotz Streikbrechertum der Gewerkschaftsbonzen, die mit der Regierung einen faulen Kompromiss aushandeln wollen. Die Lehrer lehnen diesen faulen Kompromiss ab. Daraufhin hat die Regierung damit gedroht, streikende Lehrer zu entlassen und ihre Pension zu streichen.

Die alten Eliten der nationalen Unabhängigkeitsbewegungen fallen einer nach dem anderen unter dem Druck des Protests der Öffentlichkeit. Unter der Herrschaft der afrikanischen Bourgeoisie hat sich die vor 55 Jahren noch junge afrikanische Demokratie längst in offenen Faschismus und Sozialfaschismus verwandelt. Auch der Sozialfaschist Jacob Zuma, Südafrikas Präsident aus der ehemaligen Anti-Apartheidsbewegung, musste seinen Hut nehmen. In TOGO protestiert die Opposition schon seit August 2017 fast wöchentlich. Das Ausmaß der Proteste ist enorm: 800.000 Demonstranten in einem Land von 6,6 Millionen. Die Proteste haben bereits 16 Menschenleben gefordert und die Regierung hat landesweit das Internet blockiert, um die Proteste zu unterbinden.

Die Regierungen und Parlamente in Afrika sind so korrupt, dass sie eine nach den anderen früher oder später fallen werden. Ausweg ist nicht die Wahl neuer korrupter Regierungen, sondern Abschaffung des kapitalistischen Parlamentarismus und Errichtung der sozialistischen Rätemacht unter der Diktatur des Proletariats.


Wachsende Protestbewegung in Afrika


Im Jahre 2018 hat die Protestbewegung in Afrika weiter zugenommen. Es ist unsere Aufgabe als Stalinisten-Hoxhaisten, diese Protestbewegung in Richtung sozialistische Revolution zu lenken.

Dabei stützen wir uns insbesondere auf die Protestbewegung der Jugend.

Hervorzuheben ist der Hungerstreik der Studenten in Marokko.

Die afrikanische Jugnd ist die hellste Flamme der afrikanischen Revolution. Das zeigt sich in der protestierenden Jugend auf allen Straßen Afrikas. Afrika bietet seinen Jugendlichen keine Perspektive. Die meisten Jugendlichen finden keine Arbeit und müssen vor Ort um ihre Lebensexistenz kämpfen oder sie verlassen ihre Heimat als Flüchtlinge. Wir nennen nur ein Beispiel für das wachsende afrikanische Flüchtlingselend: der Konflikt zwischen Oromia und Somali, in dessen Folge fast 1 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sind.


Auch im Jahre 2018 wurden viele protstierende Afrikaner auf den Straßen getötet oder verletzt. Weil sie für ihre Rechte kämpfen, werden sie inhaftiert und fallen dem Staatsterrorismus zum Opfer, der in allen afrikanischen Ländern herrscht.

Der Staatsterror in Afrika richtet sich gegen die Protestbewegung, welche als “terroristische Bewegung” diffamiert wird. Das zeigen zum Beispiel die Proteste in Äthiopien, wo Hunderte von Menschen getötet wurden.


Wir berichten von den Unruhen in Tunesien.
Demonstranten sind in einer Reihe von tunesischen Städten auf die Straße gegangen und haben gefordert, dass die Regierung neue Sparmaßnahmen streicht, die eine Erhöhung der Treibstoffpreise und Warensteuern beinhalten.
Mindestens ein Demonstrant starb in der Stadt Tebourba, in der Nähe der Hauptstadt Tunis.
Das tunesische Innenministerium bestritt am Dienstag Berichte, dass der Tote von einem Polizeiauto überfahren wurde.
Die Polizei hatte 328 Demonstranten festgenommen. 2100 Soldaten waren eingesetzt worden, um lebenswichtige Einrichtungen wie "Banken, Postämter und andere Regierungsgebäude in den wichtigsten Städten des Landes" zu schützen.
Die neue Jugendbewegung in Tunesien protestiert auf den Straßen, um Druck auf die Regierung auszuüben und die Sparmaßnahmen zu kippen.
Wogegen richten sich die Proteste?
Das sind vor allem die Preiserhöhungen. Die tunesische Regierung hat die Steuern nach dem Finanzgesetz 2018 erhöht. Das neue Budget erhöhte laut der Nachrichtenagentur Reuters die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuer) auf Autos, Alkohol, Telefonanrufe, das Internet, Hotelübernachtungen und andere Gegenstände. Der wichtige Tourismussektor hat sich nach den tödlichen Terroranschlägen in Sousse und Tunis im Jahr 2015 noch nicht erholt. Die Inflation in Tunesien liegt derzeit bei etwa 6% pro Jahr, was die Einkommen der Menschen schmälert und die Steuererhöhungen treffen die Ärmsten der Armen – nicht die Reichen.
Wer steht hinter den Protesten?
Die Proteste scheinen auf lokaler Ebene spontan unter Menschen ausgebrochen zu sein.
Eine neue, informelle Jugendbewegung, die sich Fech-Neustan nennt - oder "Worauf warten wir?" - entstand zu Beginn des Jahres und nutzt nun soziale Medien, um gegen die Preissteigerungen Widerstand zu leisten.
Die Gruppe, die einen Wecker als Logo verwendet, um die Notwendigkeit zu symbolisieren, dass die Bevölkerung aufwachen und handeln muss, setzt ihre eigenen Mitglieder auf etwa 6.000 im ganzen Land, mit Hunderten von Mitgliedern in Tunis. Vertreter sagen, es sei eine lose organisierte Basisbewegung ohne Führer. Einige seiner Mitglieder gehören Oppositionsparteien an – wie die „Volksfront“-Neo-Revisionisten von der ICMLPO (Hamma Hammami). Diese Führer versuchen, die tunesische Revolution abzuwürgen und in bürgerliche Bahnen zu lenken, anstatt die tunesische Revolution zum Sozialismus zu führen.


Auch in mehreren Ländern des gesamten Kontinents wurden 2018 Protestbewegungen fortgesetzt. In Marokko sind die Proteste seit Ende Dezember 2017 in der ehemaligen Bergbaustadt Jerada (Region Oriental) über die wirtschaftliche Marginalisierung ungebrochen. Die Bergarbeiter fordern bessere Sicherheitsbestimmungen für den Bergbau. Die Spannungen nahmen zu, als die Regierung zwei Schlüsselführer der Protestbewegung verhaftete und anschließend alle Proteste verbot. Die Einwohner von Jerada widersetzten sich dem Verbot und gingen auf die Barrikaden.

In Guinea protestierten die Studenten in Conakry, als die Streiks - vor allem die Lehrer - in die dritte Woche gingen. Seit den Wahlen am 4. Februar 2018 gab es in Guinea anhaltende Wellen von Protesten. 14 Demonstranten starben bei den Zusammenstößen.

Kamerun steht in seinem Süden immer noch vor einem eskalierenden Aufstand.

Ein Anstieg der revolutionären Gewalt war auch in der Zentralafrikanischen Republik (CAR) und in Mali zu verzeichnen.

In Madagaskar stießen die Studenten mit anderen Demonstranten zusammen, die den Rücktritt des Präsidenten in den letzten Wochen forderten und die politische Krise im Land verschärften. In Senegal kam es am 15. Mai zu Zusammenstößen zwischen den Studenten und der Polizei in Saint Louis, was den Tod eines Studenten zur Folge hatte, was am nächsten Tag zu weiteren Studentenprotesten führte.

Die afrikanischen Bauern protestieren gegen die Überschwemmung Afrikas mit ausländischen Agrarwaren. Der heimische Agrarmarkt wird zerstört und damit die Existenzgrundlage der Bauern. Verantwortlich sind nicht nur die Agrarkapitalisten aus Europa, sondern auch im zunehmenden Maße aus China.

 


Eskalierender Kampf um die Ressourcen in Afrika


Der Kampf ums Wasser ist auch in Afrika ein Klassenkampf, ein Kampf zur Abschaffung des Privateigentums an den afrikanischen Wasserressourcen. Der Krieg ums Wasser , der Krieg ums Öl und andere Bodenschätze wird sich in gleichem Maße verschärfen wie ihre Verknappung.
Die Rohstoffgewinnung durch Bergbau (einschließlich Öl, Diamanten, Kupfer und Kobalt) hat ein enormes wirtschaftliches Potenzial für die bürgerlichen Regierungen in Afrika. Korruption ist an der Tagesordnung. Diejenigen bleiben arm, die die Rohstoffe gewinnen, die Arbeiter. Der Profit geht in die Taschen der einheimischen Bourgeoisie und der multinationalen Konzerne. Diese ungleiche Verteilung führt immer mehr zu sozialen Konflikten. Von Rebellengruppen werden Profite aus Konfliktdiamanten zur Finanzierung von Bürgerkriegen in Angola, der DR Kongo und Sierra Leone verwendeten. Ölarbeiter werden entführt und als Geiseln genommen. Das Auftreten von Konflikten ist fünfmal so hoch wie vor zehn Jahren. Während solche Unruhen und Proteste in ganz Afrika vorkommen, sind ressourcenbezogene Kämpfe und Fälle von Gewalt gegen Arbeiter vor allem in nur wenigen Ländern zu beobachten: Nigeria, Sudan, Südsudan, DR Kongo und Somalia. Nigeria weist durchweg einen hohen direkten Konflikt mit Ressourcen auf. Als 12. größter Erdölproduzent weltweit und als achtgrößter Exporteur dreht sich der ressourcenbezogene Konflikt in Nigeria um Öl.

Ungefähr 5% der gewaltsamen Konflikte im Südsudan seit 2011 sind explizit ressourcenbezogen. Die große Mehrheit dieser Art von Konflikten, die im Südsudan beobachtet wird, besteht aus Schlachten, in erster Linie zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen. Ressourcenkonflikte im Südsudan sind ebenfalls mit Öl verbunden. Auch der Sudan hat eine große Anzahl dieser Ölkonflikte erlebt.
Während Erdöl in Nigeria, im Sudan und im Südsudan für ressourcenbezogene Konflikte sorgt, wird der rohstoffbedingte Konflikt in der DR Kongo hauptsächlich durch den Bergbau (z. B. Diamanten, Kobalt) angeheizt. Schätzungen zufolge verfügt die DR Kongo über unerschlossene Lagerstätten von Rohmineralerzen im Wert von etwa 24 Billionen US-Dollar, einschließlich der weltweit größten Kobaltvorräte. Der Großteil dieser Art von Konflikten in der DR Kongo findet in erster Linie statt zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen. Es geht um die Kontrolle über die Minen.
Somalia sieht eine hohe Anzahl von Konflikten direkt verbunden mit Ressourcen, die hauptsächlich durch Kämpfe zwischen Clan-Milizen über den Zugang zu und die Kontrolle über Land- und Wasserressourcen verursacht werden. In einer Region mit ganzjährig hohen Temperaturen und begrenzten / unregelmäßigen Niederschlägen werden diese natürlichen Ressourcen politisch noch wertvoller.
Aufstände und Proteste im Zusammenhang mit Ressourcen haben in den letzten Jahren zugenommen. Nigeria und zuletzt Libyen weisen den größten Anteil dieser Ereignisse auf . Da Nigeria der größte Ölproduzent des Kontinents ist und Libyen die größten Ölreserven Afrikas beheimatet, sind Nahrungsmittelunruhen und Proteste in diesen Ländern in erster Linie auf die Ölindustrie ausgerichtet. Büros lokaler Ölfirmen werden besetzt und geschlossen, um den Forderungen nach mehr Transparenz, höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen Ausdruck zu verleihen.
Angesichts der geringen Durchsetzung von Bergbaufirmen in Afrika ist die Korruption in diesen Branchen hoch. Obwohl die Region eine Reihe extrem ressourcenreicher Länder aufweist, sind viele immer noch extrem arm und unterentwickelt.

Unsere Antwort ist klar:

Kampf der Ausplünderung der Ressourcen Afrikas durch die Weltimperialisten !

Alles gehört in die Hände der afrikanischen Arbeiterklasse! Enteignung der Kapitalisten ! Abschaffung des Privateigentums an den Ressourcen ! Ressourcen in die Hände der Werktätigen !

Abschaffung des Kapitalismus ! Errichtung des Sozialismus !

Die heutigen Krisen des Weltkapitalismus haben verheerende Folgen für die verarmte Bevölkerung in Afrika. Die Weltkrise wird von den Weltimperialisten dazu genutzt, um noch mehr Reichtümer aus Afrika herauszuholen. Das entspricht dem parasitären Wesen des Weltimperialismus (die Konzentration und Zentralisierung der Ausbeutung, die Monopolisierung von Finanz- und Industriekapital, das Geschäft mit Hunger, mit Wasser, mit Ressourcen, mit Lohnsklaverei, mit Flüchtlingen, mit Stellvertreterkriegen usw.) Das Blut der afrikanischen Völker fließt weiter für den maximalen Profit der Imperialisten auf der ganzen Welt.

Die heroische Geschichte der anti-imperialistischen Kriege und Befreiungskämpfe der Afrikaner wird eines Tages mit dem Sieg der sozialistischen Revolution in ganz Afrika belohnt werden. In Afrika wird eines Tages die Diktatur des Proletariats errichtet und eine afrikanische Union der Sozialistischen Republiken gegründet werden, und zwar nach dem Vorbild der Sowjetunion Lenins und Stalins, und nach dem Vorbild des Sozialismus in Albanien des Genossen Enver Hoxha.

Die Afrikanische Tag der Befreiung steht für eine sozialistische Afrika in einer sozialistischen Welt!

Die Schwächung der Kette des Weltimperialismus bedeutet die gleichzeitige Stärkung der anti-imperialistischen Kette in Afrika.

Der Stalinismus-Hoxhaismus ist die Lehre vom Aufbau der internationalen proletarischen Armee im Allgemeinen, und die Umwandlung der Reserven des imperialistischen Hinterlandes in proletarische Abteilungen der sozialistischen Weltrevolution im Besonderen. Die Komintern (SH) ist die revolutionäre Weltorganisation, die die afrikanischen sozialistischen Revolutionen mit der sozialistischen Weltrevolution vereinigt.

 

 

Es lebe der 25. Mai 1963, der 55. Jahrestag der Befreiung Afrikas!

Es lebe die afrikanische Arbeiterklasse !

Es lebe die sozialistische Revolution in Afrika und die Diktatur des Proletariats in Afrika !

Für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Afrika in einer sozialistischen Welt!

Arbeiter auf allen anderen Kontinenten - solidarisiert euch mit der afrikanischen Arbeiterklasse, mit den ausgebeuteten und unterdrückten Völkern Afrikas!

Vereinigen wir uns im weltrevolutionären Kampf zur Zerschlagung des Weltimperialismus !

Es lebe der Marxismus-Leninismus-Stalinismus-Hoxhaismus!

Es lebe die sozialistische Weltrevolution und die bewaffnete Diktatur des Weltproletariats!

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus!

Bauen wir in Afrika Sektionen der Komintern (SH) auf !

Es lebe die Komintern (SH) - die einzig wahre bolschewistische Weltpartei!

 

 

Komintern (SH)

25. 5. 2018

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Bedeutung der Revolution in Marokko für die sozialistische Weltrevolution

Komintern (SH)

05. 08. 2017

     

     

Es lebe der 

Tag der Befreiung Afrikas

25. Mai 1963 - 25. Mai 2016

 

 

Grußadressen der Solidarität

 

 

Grußadresse der Komintern (SH) zum Tag der Befreiung Afrikas am 25. Mai 1963

 

Wir grüßen heute alle revolutionären Freiheitskämpfer in Afrika.

Jeder weiß, dass Afrika heute alles Andere als befreit ist. Im Gegenteil. Heute ist die Ausbeutung und Unterdrückung Afrikas durch den Weltimperialismus größer als jemals zuvor. Trotzdem markiert der 25. Mai 1963 einen historisch bedeutenden Tag auf dem Weg zur endgültigen Befreiung Afrikas vom Weltimperialismus. In Afrika erkämpften sich die Völker eines nach dem anderen ihre Unabhängigkeit, und es bildeten sich eigenständige afrikanische Staaten heraus. Damit wurde aber die Ausbeutung und Unterdrückung längst noch nicht beseitigt. Der Hauptwiderspruch in Afrika ist - wie überall auf der Welt - der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat.

Ein wirkliches freies Afrika kann nur ein sozialistisches Afrika in einer sozialistischen Welt sein. Für das Ziel der Errichtung der Diktatur des Proletariats in ganz Afrika kämpft die Komintern (SH).

Die Geschichte der Versklavung der afrikanischen Völker ist gleichzeitig die Geschichte ihrer heroischen Sklavenaufstände. Die Geschichte der afrikanischen Klassengesellschaft ist die Geschichte eines heldenhaften Klassenkampfes gegen Sklaverei und Ausplünderung, die Geschichte von Niederlagen und Siegen auf dem Weg seiner endgültigen Befreiung vom Joch des Imperialismus. Die afrikanischen Völker sind reich an Lehren des Kampfes zur Befreiung vom Kolonialismus und Rassismus, aus denen sie für ihre vollständige Befreiung und Emanzipation schöpfen werden. Und auch das afrikanische Proletariat ist in der Lage, die Lehren aus der jungen Geschichte der Arbeiterbewegung in Afrika zu ziehen. Das gilt auch für die Lehren der afrikanischen kommunistischen Bewegung im Allgemeinen, und insbesondere für den anti-revisionistischen Kampf in Afrika.

Afrika hat die schlimmsten Völkermorde und Holocausts erlebt und mehr unter Sklaverei und Kolonialismus gelitten als viele andere Völker der Welt - bis auf den heutigen Tag.

Sklavenhalter und Sklaven - das war die erste große afrikanische Klassenscheidung. Die zweite große afrikanische Klassenscheidung war die zwischen Fronherren und leibeigenen Bauern. Und schließlich - heute - polarisiert sich das inzwischen kapitalistische Afrika in die Klasse der Proletarier und der Bourgeoisie.

Nachdem Afrika in Kolonien aufgeteilt war, begann ein neuer, noch blutigerer Kampf um die Neuaufteilung der Einflusssphären, Rohstoffquellen und Märkte. Die afrikanischen Völker wurden in die imperialistischen Kriegen hinein gezogen.

Dann folgten die Stellvertreterkriege, die die Weltimperialisten unter den neuen afrikanischen Staaten anstifteten - sowohl gemeinsam als auch als imperialistische Rivalen. Die alte Kolonialmacht verschwand und wurde ersetzt durch den Neo-Kolonialismus, der höchsten Stufe des Kolonialismus - Der Neo-Kolonialismus ist parasitärer, verfaulender, sterbender Kolonialismus. Indem der Imperialismus sein eigenes Hinterland zerstört, ist er selber zum Sterben verurteilt.

"Die Politik der Großgrundbesitzer, der reaktionären Bourgeoisie, der Imperialisten und der Neokolonialisten zielt darauf ab, die afrikanischen Völker ständig unter dem Joch und in Finsternis zu halten, ihre gesellschaftliche, politische und ideologische Entwicklung und ihren Kampf um ihre Rechte zu verhindern."

(Enver Hoxha, Imperialismus und Revolution, Tirana, 1979, Seite 211 ff)

Die heutigen Krisen des Weltkapitalismus haben verheerende Folgen für die verarmte Bevölkerung in Afrika. Die Weltkrise wird von den Weltimperialisten dazu genutzt, um noch mehr Reichtümer aus Afrika herauszuholen. Das entspricht dem parasitären Wesen des Weltimperialismus (die Konzentration und Zentralisierung der Ausbeutung, die Monopolisierung von Finanz- und Industriekapital, das Geschäft mit Hunger, mit Wasser, mit Ressourcen, mit Lohnsklaverei, mit Flüchtlingen, mit Stellvertreterkriegen usw.) Das Blut der afrikanischen Völker fließt weiter für den maximalen Profit der Imperialisten auf der ganzen Welt.

Die heroische Geschichte der anti-imperialistischen Kriege und Befreiungskämpfe der Afrikaner wird eines Tages mit dem Sieg der sozialistischen Revolution in ganz Afrika belohnt werden. In Afrika wird eines Tages die Diktatur des Proletariats errichtet und eine afrikanische Union der Sozialistischen Republiken gegründet werden, und zwar nach dem Vorbild der Sowjetunion Lenins und Stalins, und nach dem Vorbild des Sozialismus in Albanien des Genossen Enver Hoxha.

Die Afrikanische Tag der Befreiung steht für eine sozialistische Afrika in einer sozialistischen Welt!

Die Schwächung der Kette des Weltimperialismus bedeutet die gleichzeitige Stärkung der anti-imperialistischen Kette in Afrika.

Der Stalinismus-Hoxhaismus ist die Lehre vom Aufbau der internationalen proletarischen Armee im Allgemeinen, und die Umwandlung der Reserven des imperialistischen Hinterlandes in proletarische Abteilungen der sozialistischen Weltrevolution im Besonderen. Die Komintern (SH) ist die revolutionäre Weltorganisation, die die afrikanischen sozialistischen Revolutionen mit der sozialistischen Weltrevolution vereinigt.

Afrika ist erst frei, wenn nicht nur die Weltbourgeoisie insgesamt besiegt ist, sondern auch sämtliche nationalen Bourgeoisien auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verschwunden sind!

Ohne eine revolutionäre Organisation, die sich von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lässt, wird es keinen Kommunismus in Afrika geben. Es ist daher Zeit für das afrikanische Proletariat, das zu vollenden, was es begonnen hat, seine Befreiung von der Lohnsklaverei. Hierzu bedarf es des Aufbaus der Sektionen der Komintern (SH) in allen Ländern Afrikas, die sich stützen auf die unbesiegbaren Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus: Marx, Engels, Lenin , Stalin und Enver Hoxha.

Nur auf diese Weise wird das afrikanische Proletariat zu einer untrennbaren Abteilung der glorreichen roten proletarischen Weltarmee, die den Weltimperialismus für immer besiegen und in Richtung Weltsozialismus und Weltkommunismus marschieren wird.

 

Es lebe der 25. Mai 1963, der 53. Jahrestag der Befreiung Afrikas!

Es lebe die afrikanische Arbeiterklasse !

Es lebe die sozialistische Revolution in Afrika und die Diktatur des Proletariats in Afrika !

Für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Afrika in einer sozialistischen Welt!

Arbeiter auf allen anderen Kontinenten - solidarisiert euch mit der afrikanischen Arbeiterklasse, mit den ausgebeuteten und unterdrückten Völkern Afrikas!

Vereinigen wir uns im weltrevolutionären Kampf zur Zerschlagung des Weltimperialismus !

Es lebe der Marxismus-Leninismus-Stalinismus-Hoxhaismus!

Es lebe die sozialistische Weltrevolution und die bewaffnete Diktatur des Weltproletariats!

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus!

Bauen wir in Afrika Sektionen der Komintern (SH) auf !

Es lebe die Komintern (SH) - die einzig wahre bolschewistische Weltpartei!

 

Komintern (SH)

25. Mai 2016


 

 

Die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus

    Über AFRIKA

    (in Arbeit)

     

     

Die afrikanisch-albanische

Das US-amerikanische Regionalkommando für Afrika, AFRICOM, wurde von George W. Bush in der Tradition einer aggressiven und expansionistischen westlichen Politik gegenüber Afrika ins Leben gerufen. Als Vorwand dienen die nationalen Sicherheitsinteressen der USA, die durch die Stärkung der Verteidigungskapazität der afrikanischen Staaten gegen transnationale Bedrohungen geschützt und dadurch die Bedingungen für eine "harmonische" Entwicklung in Afrika gefördert werden sollen. [3]

Seit 2008 befindet sich das Hauptquartier von AFRICOM in Stuttgart. Der ehemalige Bundesaußenminister Walter Steinmeier (2005-2009) und Günther Oettinger, Ministerpräsident Baden-Württembergs zwischen 2005 und 2010, haben den Beschluss der Einrichtung des Hauptquartiers in Deutschland seinerzeit unhinterfragt abgesegnet. Stuttgart beherbergt außerdem die für Militäreinsätze und Manöver auf dem afrikanischen Kontinent verantwortliche U.S. Marine Forces Africa (MARFORAF).

 

In der Tat dienen AFRICOM, NATO und unilaterale Initiativen einiger NATO-Staaten wie Frankreich ausschließlich dem Interesse der dominierenden Länder und ihrer lokalen Kompradoren.

 

Die Entmündigung der Länder Afrikas ist sehr weit fortgeschritten: Seit drei Jahrzehnten werden sie durch Strukturanpassung und Rückzug des Staates, rein technokratische Regierungsarbeit, Scheindemokratie und Entpolitisierung unserer Bevölkerung geschwächt. Im militärischen Bereich sind die afrikanischen Länder zersplittert, geschwächt und uneins über fundamentale Fragen zu ausländischen Besetzungen wie etwa im Kongo, in der Elfenbeinküste, in Libyen oder in Mali. Auch der Sudan, Ägypten, Nigeria, Tunesien, der Zentralafrikanischen Republik und Algerien sind von Destabilisierung bedroht und werden damit erpresst. Auf den Kriegsschauplätzen wurde die UNO instrumentalisiert und ebnete den NATO-Einsatzkräften den Weg.36 Länder des Kontinents entsandten im März 2013 die "nächste Generation von Führungskräften im Sicherheitssektor" nach Washington, um dort an einem Kurs teilzunehmen, der von dem African Center for Strategic Studies (ACSS) durchgeführt wurde. Diese hochrangigen Militärs werden in den Strukturen zur Verstärkung der operationellen und militärischen Kapazitäten im Rahmen von AFRICOMs Theater Security Cooperation Programs (TSCP) eingesetzt. Das Africa Contingency Operations Training and Assistance (ACOTA) Programm vervollständigt diese Truppenbildungsprogramme und dringt sogar in die multilaterale Ausbildung der UNO-Friedenstruppen ein. In der letzten Dekade nahmen immer mehr afrikanische Streitkräfte an verschiedenen Manövern teil: an FLINTLOCK in Nord- und Westafrika, einem jährlich durchgeführten Anti-Terror-Manöver; AFRICA ENDEAVOR, einem Manöver auf dem Gebiet der Fernmeldeaufklärung; CUTLASS EXPRESS, einer Serie von Manövern im Indischen Ozean und an der Küste Ostafrikas, die die Kontrolle aller Arten von Handel und Verkehr in dieser Region zum Ziel hat.

AFRICOM und NATO arbeiten Hand in Hand und lassen sich kaum mehr voneinander abgrenzen. Anfang Mai 2013 erhielt der NATO-Generalsekretär Rasmussen die Auszeichnung für herausragende Führerschaft (Distinguished Leadership Award) durch den Atlantik-Rat (Atlantic Council). Wie die NATO kontrolliert auch AFRICOM den afrikanischen Kontinent und führt damit eine Politik fort, die eine lange Vorgeschichte hat: Die Behinderung der Unabhängigkeiten und der Sturz fortschrittlicher Regime, der vergebliche Versuch, den Sieg über die Apartheid zu verhindern, die Irrungen und Wirrungen der US-Politik in Somalia und im Sudan sowie ihre geheimen Machenschaften mit Al-Qaeda - schon vor den Ereignissen um den 11. September 2001 - und schließlich der darauf folgende so genannte "Krieg gegen den Terror"

2002 entstand im Zusammenhang mit dem "Krieg gegen den Terror" die antiterroristische Pan-Sahel Initiative (PSI), die vier Staaten der Sahelzone einbezog. Drei Jahre später wird sie zur Trans-Sahara Counterterrorism Initiative (TSCTI) mit fünf weiteren Mitgliedsstaaten. In Ostafrika schließt die East African Counterterrorism Initiative (EACTI) mit sechs weiteren Ländern an. Im gleichen Jahr (2005) schaltete sich die NATO in die Operationen der Afrikanischen Union in Darfur ein. Zwei Jahre später gestaltete die NATO eine Studie, die die Grundlage für die Afrikanische Eingreiftruppe, African Standby Force (ASF) wurde, die den "kontinentalen Frieden" erhalten und voraussichtlich 2015 einsatzbereit sein soll. Dies ist eine völlige Missachtung der kontinentalen Souveränität. De facto benötigen NATO und AFRICOM keine höhere militärische "Autorität" in entscheidenden Fragen als den leitenden Kontaktoffizier (Senior Military Liaison Officer - SMLO), der als Kontaktpunkt mit der Afrikanischen Union agiert.

Afrika muss die Interessen seiner Bevölkerung selbst verteidigen und darf sich nicht in die Hände der NATO oder AFRICOMs begeben.

 

- AFRICOM, Hände weg von Afrika - Afrika den Afrikanern!

- Keine ausländischen Militärbasen - weder in Deutschland, noch in Afrika!

- Nein zu terroristischer Militarisierung und zu ausländischen Militärbasen, von Chagos bis Diego Garcia, weder in Libreville, Sao Tomé, Njadema, Djibouti oder Tripolis!

- Nein zu ausländischer Jagd nach Afrikas Ressourcen und Böden durch multinationale Konzerne!

- Nein zu afrikanischen Regierenden, die Afrika dem Imperialismus ausliefern

- Es lebe die Dekolonisierung eines vereinten und unteilbaren Afrika!

Es lebe das sozialistische Afrika in einer sozialistischen Welt !

Zerschlagt den Weltimperialismus durch die sozialistische Revolution auf dem afrikanischen Kontinent !

 

Schafft die rote afrikanische Armee !

Errichtet die afrikanische Diktatur des Proletariats!

Es lebe die sozialistische Union Afrikas !

 

 

 

Deutsche Soldaten - deutsche Polizei - RAUS AUS AFRIKA !

    - damals und heute -

     

     

Die Komintern in Afrika

    (historische Dokumente)

     

     

     

 

Theorie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution in Afrika

    "Afrika-Plattform"

    beschlossen am 10. Oktober 2012

    von der Kommunistischen Internationale

    (Stalinisten - Hoxhaisten)

     

     

     

     

    Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete August Bebel war ein entschiedener Gegner des Kolonialismus. Am 17.02.1894 hielt er diese Rede vor dem Reichstag:"Meine Herren, was bedeutet denn aber in Wahrheit Ihre christliche Zivilisation in Afrika? Täuschen Sie sich doch nicht darüber, oder versuchen Sie nicht, Andere zu täuschen - denn ich kann unmöglich glauben, daß Sie sich darüber täuschen - also: was bedeutet in Wahrheit diese ganze sogenannte christliche Zivilisation in Afrika? Äußerlich Christenthum, innerlich und in Wahrheit Prügelstrafe, Weibermißhandlung, Schnapspest, Niedermetzelung mit Feuer und Schwert, mit Säbel und Flinte. Das ist Ihre Kultur. Es handelt sich um ganz gemeine materielle Interessen, ums Geschäftemachen und um nichts weiter!"

    "Das ist mit einem Worte gesagt, um was es sich handelt. Millionäre will man züchten - das hat Fürst Bismarck seinerzeit selbst geäußert - das ist das eigentliche Ziel. Wenn man bisher in Ostafrika keine Millionäre züchten konnte, dann war nicht der Wille daran schuld, sondern die Verhältnisse, die es dazu nicht kommen ließen. Gegen diese Art von Zivilisation wenden wir uns. In Rücksicht auf diesen brutalen Egoismus, in Rücksicht auf die rein materiellen und geschäftlichen Ziele, für die die Herren von der nationalliberalen Partei die Missionen als Deckmantel und Förderungsmittel gebrauchen, und für die umgekehrt die Herren vom Zentrum die Förderung der 'nationalen Interessen' im Sinne der nationalliberalen Partei sich angelegen sein lassen, erklären wir uns gegen die ganze Politik. Hoffnung auf große materielle Vortheile, das ist der wahre Grund dieser Kolonialpolitik. Es handelt sich einfach um Ausbeutung und Ausraubung der Negerbevölkerung zu Gunsten christlicher Kapitalisten.""Was es bedeutet, wenn Sie davon sprechen, Sie wollen die scheußlichen Sklavenzustände beseitigen, das beweist am besten der Umstand, daß Sie dafür eintreten, daß die Haussklaverei bestehen bleibt. Und was diese bedeutet, haben wir aus den Worten eines sachkundigen Mannes wie des Herrn Kollegen Ehni vorhin gehört. Dort drüben Haussklaverei und hier Lohnsklaverei - das ist Ihre ganze Mission!"

     

    Schon am 26.01.1889 hatte August Bebel Carl Peters und seine 'Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft' scharf kritisiert:

    "Wer ist denn diese Ostafrikanische Gesellschaft? Ein kleiner Kreis von Großkapitalisten, Bankiers, Kaufleuten und Fabrikanten, d. h. ein kleiner Kreis von sehr reichen Leuten, deren Interessen mit den Interessen des deutschen Volkes gar nichts zu tun haben, die bei ihrer Kolonialpolitik nichts als ihr eigenes persönliches Interesse im Auge haben, die ... nur den Zweck hatten, auf Grund größerer Mittel gegenüber einer schwächeren Bevölkerung sich auf alle mögliche Weise zu bereichern.

    Einer solchen Kolonialpolitik werden wir nie unsere Zustimmung geben. Im Grunde genommen ist das Wesen aller Kolonialpolitik die Ausbeutung einer fremden Bevölkerung in der höchsten Potenz. Wo immer wir die Geschichte der Kolonialpolitik in den letzten drei Jahrhunderten aufschlagen, überall begegnen wir Gewalttätigkeiten und der Unterdrückung der betreffenden Völkerschaften, die nicht selten schließlich mit deren vollständiger Ausrottung endet. Und das treibende Motiv ist immer Gold, Gold und wieder nur Gold zu erwerben. Und um die Ausbeutung der afrikanischen Bevölkerung im vollen Umfange und möglichst ungestört betreiben zu können, sollen aus den Taschen des Reichs, aus den Taschen der Steuerzahler Millionen verwendet werden, soll die Ostafrikanische Gesellschaft aus den Mitteln des Reichs unterstützt werden, damit ihr das Ausbeutungsgeschäft gesichert wird. Dass wir von unserem Standpunkt aus als Gegner jeder Unterdrückung nicht die Hand dazu bieten, werden Sie begreifen. 

    in: "Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Deutschen Reichstages"

     

     

     

 

 

 

 

 Publikationen

der Partei der Arbeit

Albaniens über Afrika

 

Die amerikanische "Hilfe" für Afrika im Dienst der neo-kolonialistischen Politik Washingtons

    "Albanien heute" - Nr. 2 - 1974

     

     

     

     

     

Jeder Dollar oder jeder Rubel "Hilfe"

Die neo-kolonialistischen Kremlherren unterdrücken und berauben die Völker

    "Albanien heute" - Nr. 1 - 1975

     

     

     

     

    Radio Tirana vom 18. 5. 1975

     

     

     

     

     

Die Sowjetimperialisten haben seit langem schon die Prinzipien des proletarischen Internationalismus mit Füßen getreten und verfolgen genau wie die US-Imperialisten eine kolonialistische Politik gegenüber den Entwicklungsländern

     

    Radio Tirana vom 22. 6. 1975

     

     

     

Der Kampf um die vollständige Souveränität über die nationalen Reichtümer

     

     

     

    Radio Tirana vom 22. 8. 1975

     

Hinter der so genannten sowjetischen "Hilfe" verbergen sich expansionistische und versklavende Absichten

     

     

    Radio Tirana vom 13. 9. 1975

    Zeri i popullit

     

Die imperialistische "Hilfe" ist für die Völker der Entwicklungsländer eine wirkliche Fessel

     

     

     

Radio Tirana vom 9. 9. 1975

Die Sowjetunion plündert die Reichtümer der Entwicklungsländer

     

     

     

Radio Tirana vom 28. 4. 1976

Der Besuch Kissingers in Afrika

- ein Versuch, die Raub- und
Hegemoniepolitik des US-Imperialismus auf diesem
Kontinent zu verwirklichen

 

Die Nachrichtenagenturen berichten, daß der Chef der US-Diplomatie Henry Kissinger am 24. April zu einer Rundreise durch den afrikanischen Kontinent startete. Seine erste Station machte er in Nairobi , der Hauptstadt Kenias, und eine zweite in Daressalam , Tansania. Danach besuchte er Sambia. Während
seines zweiwöchigen Aufenthaltes in Afrika wird Kissinger auch Zaire, Ghana, Liberia und Senegal besuchen. Der US-Staatssekretär begibt sich nach Afrika, um dort die Hegemonie- und Raubinteressen des US-Imperialismus durchzusetzen.
Dieser Besuch des Washingtoner Abgesandten findet im Rahmen der heftigen Rivalität zwischen den beiden Supermächten, den USA und der Sowjetunion, in diesem Raum statt. Jede dieser beiden imperialistischen Supermächte versucht, den Rivalen auszubooten und ihre eigenen Stellungen auf diesem Kontinent zu festigen. Der Besuch Kissingers wird wie die Besuche der Moskauer Abgesandten in Afrika von den afrikanischen Völkern als Versuche der beiden imperialistischen Supermächte betrachtet, ihre Hegemoniepolitik zu realisieren.

 

Radio Tirana vom 7. 5. 1976

    Organisation für Afrikanische Einheit


Auf einer kürzlichen Sitzung billigte die Organisation für Afrikanische Einheit ein Finanzhilfeprogramm für die Befreiungsbewegungen im südlichen Teil Afrikas. Zu diesem Programm betonte der Außenminister Mosambiks Chissano, sein Land werde weiterhin die Patrioten des benachbarten Simbabwe
unterstützen, trotz des Drucks durch das Rassistenregime Rhodesiens.
"Es ist absurd anzunehmen", sagte der Minister, "daß Mosambik seine Hilfe für die Befreiungsbewegungen wegen der Drohungen des Smith-Regimes einstellen wird." Der Präsident von Liberia, Tolbert, unterstrich in einer Erklärung unter anderem, daß es für die Völker Afrikas keine andere Alternative gebe, als mit allen Kräften gegen die Feinde an allen Fronten zu kämpfen.
Tolbert hob hervor, daß die Praktiken der Apartheid und die Politik der Herrschaft der Minderheit so rasch wie möglich in Südafrika beseitigt werden müssen.

"Liberia", betonte der Präsrdent, "Wird den Kampf um die vollständige Befreiung Afrikas von den Ketten des Rassismus, Kolonialismus und allen Formen der Unterdrückung weiterhin unterstützen. "

 

     

Radio Tirana vom 18. 8. 1976

    [ See-Recht ]

Ausdruck der Hegemoniepolitik des amerikanischen Imperialismus

 

     

 

Radio Tirana vom 3. 9. 1976

Plünderer der Völker der Entwicklungsländer

    "Albanien heute" - Nr. 3 - 1976

     

     

     

     

Imperialismus und Sozialimperialismus in der Krise und

unter den revolutionären Schlägen der Völker

    "Albanien heute" - Nr. 3 - 1976

     

     

     

Radio Tirana vom 12. 10. 1976


Die Expansionspolitik und fieberhafte Rivalität der beiden imperialistischen Supermächte wird entlarvt


Bei der dieser Tage in der UNO stattfindenden Generaldebatte entlarven die Vertreter einer Reihe Entwicklungsländer die Expansionspolitik und die fieberhafte Rivalität der beiden Supermächte, des USA-Imperialismus und des sowjetischen
Sozialimperialismus.
Der Außenminister von Sambia, Cetepe Demarte, betonte, nachdem er das Wettrüsten um Einflußbereiche verurteilt hatte: "Die Rivalität im Indischen Ozean stellt eine Gefahr und große Bedrohung der Interessen der Küstenstaaten und aller Länder dieses Raumes dar."
In der Debatte bekundeten die Vertreter vieler Entwicklungsländer die Unterstützung für die Kämpfe der unterdrückten Völker, besonders für den bewaffneten Kampf in Südafrika. Sie betonten, daß die einzige Lösung in Afrika die Beseitigung der Rassistenstützpunkte in diesem Raum ist.
Der Außenminister von Uganda, Juma Oris Abda la , sprach über die Notwendigkeit, den Befreiungskampf zu verstärken bis zur vollständigen Befreiung der Völker von Azania, Namibia und Simbabwe von der kolonialistischen Herrschaft der Rassisteregime von Südafrika und Rhodesien.
Der Minister für Äußeres und Zusammenarbeit von Mali , Char les Samba Cissoko, unterstrich die Notwendigkeit des bewaffneten Kampfes für die Befreiung.
"Azania , Namibia und Simbabwe," unterstrich er, "werden unbedingt befreit!"

Die Vertreter vieler Entwicklungsländer verurteilten in ihren Reden scharf den Imperialismus wegen der Ausbeutung und Ausplünderung der Entwicklungsländer.
Sie forderten, daß neue auf Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zwischen den Nationen beruhende Beziehungen geschaffen werden.

 

     

Radio Tirana vom 17. 12. 1976

Radio Tirana vom 12. 1. 1977

Fieberhafte neo-kolonialistische Bemühungen der EWG

     

     

Radio Tirana vom 10. 3. 1977

Auf der ersten Gipfelkonferenz der arabischen und afrikanischen Länder wird die Solidarität mit dem Kampf gegen Imperialismus, Kolonialismus, Hegemonismus und Rassismus zum Ausdruck gebracht

     

     

Radio Tirana vom 1. 4. 1977

(Zeri i Popullit)

Neue Expansionsversuche der Sozialimperialisten in Afrika

     

     

     

Radio Tirana vom 22. 5. 1977

Radio Tirana vom 28. 5. 1977

Expansionismus und hegemonistische Tendenzen - Grundzüge der Außenpolitik der Bonner Revanchisten

     

     

     

Die afrikanischen Völker werden den von den beiden Supermächten hinter ihrem Rücken geschmiedeten Intrigen die gebührende Antwort erteilen

Radio Tirana vom 15. 7. 1977

Amerikanisch-sowjetische Spannungen und Übereinkünfte

(Artikel aus: Zeri i Popullit)
 

 

Radio Tirana vom 5. 8. 1977

Der afrikanische Kontinent-

Gegenstand der Intrigen und der Rivalität der beiden Supermächte

 

 

Radio Tirana vom 28. 10. 1977

Die Rivalität der beiden Supermächte bringt große Gefahren für die Freiheit liebenden Völker Afrikas

 

 

Radio Tirana vom 9. 12. 1977

Der Indische Ozean, Arena der imperialistischen Interessen der USA und der Sowjetunion

     

 

Radio Tirana vom 29. 12. 1977

Das Jahr 1977

ein Jahr des Anwachsens und der Erweiterung der nationalen Befreiungsbewegung der Völker gegen Imperialismus und Reaktion

 

 

Radio Tirana vom 24. 1. 1978

Die EG - eine neo-kolonialistische Großmacht

 

 

Radio Tirana vom 27. 1. 1978

Die Präsenz der beiden Supermächte auf den Meeren und Ozeanen - ein Ausdruck ihrer expansionistischen und hegemonistischen Politik

 

 

 

 

Radio Tirana vom 31. 1. 1978

Hinter der Ausweitung des Konflikts am Horn von Afrika stehen die hegemonistischen Ziele der beiden Supermächte

     

     

Der anti-imperialistische Befreiungskampf der afrikanischen Völker ist unaufhaltsam

    "Albanien heute" - Nr. 1 - 1978

     

     

     

     

     

Entschlossen, auf dem afrikanischen Kontinent die Wurzeln des Rassismus ausrotten

    "Albanien heute" - Nr. 2 - 1978

     

     

     

     

Radio Tirana vom 3. 3. 1978

 

Radio Tirana vom 24. 3. 1978

Die Reise von Strauß

- ein Ausdruck der expansionistischen Ziele des westdeutschen Imperialismus in Südafrika

     

     

     

     

Radio Tirana vom 23. 5. 1978

Die Konflikte in Afrika tragen die blutige Handschrift der imperialistischen Mächte

     

     

     

Radio Tirana vom 6. 6. 1978

Eine gefährliche Eskalation der Einmischung der imperialistischen Mächte in Afrika

     

     

     

Radio Tirana vom 28. 6. 1978

Die strategische Position und die natürlichen Reichtümer wecken die Gier der imperialistischen Wölfe in Afrika

     

     

Radio Tirana vom 30. 6. 1978

Die Theorie der "blockfreien Welt" und die "Theorie der drei Welten" verteidigen einhellig den imperialistischen Status quo

     

     

     

Radio Tirana vom 21. 7. 1978

Die USA und die Sowjetunion

- Anstifter von Konflikten und Spaltung zwischen den Nationen

 

 

Das albanische Volk unterstützt den gerechten Kampf der afrikanischen Völker

    aus den Arbeiten der 33. Sitzung der UNO-Vollversammlung

    Radio Tirana vom 22. 10. 1978

     

     

     

Der Neokolonialismus und der Kampf der Völker für politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit

    Radio Tirana Oktober 1978

     

Kritik an der chinesischen "Drei-Welten-Theorie"

Das Bild von der "Dritten Welt"

- ein anti-marxistisches Bild, das die Klassen und den Klassenkampf nicht berücksichtigt

Spiro Dede

 

 

 

In Südafrika schlagen die Flammen des Freiheitskampfes immer höher

     

    "Albanien heute" - Nr. 5 - 1978

     

     

     

     

Die chinesischen Sozialimperialisten unterstützen die reaktionären und faschistischen Regime

    (u.a. - Mobutu - Zaire)

     

    "Albanien heute" - Nr. 5 - 1979

     

     

     

     

Die Ambitionen des westeuropäischen Kapitals in Afrika

    "Albanien heute" - Nr. 3 - 1980

     

     

     

     

Keine Kraft vermag den Kampf der afrikanischen Völker für Freiheit und Unabhängigkeit aufzuhalten

    aus:"Albanien heute" - Nr. 4 - 1980

     

     

     

     

Instrumente der neo-kolonialistischen Ausbeutung

     

    aus:"Albanien heute" - Nr. 4 - 1980

     

     

     

     

    Der Neo-Kolonialismus

    eine Waffe der imperialistischen Herrschaft über die Völker

    aus:"Albanien heute" - Nr. 6 - 1980

     

     

     

     

Die national-demokratischen und anti-

Die "neue Weltwirtschaftsordnung"

Der Befreiungskampf der Völker

Aktivierung der amerikanischen Gewaltdiplomatie in

MAGHREB

     

    aus:"Albanien heute" - Nr. 5 - 1982

     

     

     

     

Der Kampf des Proletariats gegen


DIE NATIONALEN BEFREIUNGSBEWEGUNGEN –

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Webseite in verschiedenen Sprachen:

Englisch

Albanisch

Französisch

Portugiesisch

 

Afrikanische Sektion

Gründungserklärung

8. November 2020


 

 

Library

- Archive -


21

Conditions of Admission to

the Communist International

(Stalinist-Hoxhaists)

 


 

central organ

of the Comintern (SH)

"World Revolution"

Archive

2020

November - December


 

contact

com.2000@protonmail.com

 

About us

 

Join us

 

 


 

"Path of the World Party"

Theoretical Organ

 


 

OUR

SECTIONS

 

ALBANIA

EGYPT

GEORGIA

GERMANY

INDIA

PORTUGAL

RUSSIA

UGANDA

USA

 

All-African

Section

 

 

All-Arab Section

 

Sections under construction:

GREECE

IRAQ

ITALY

POLAND

Yugoslavia



 

 

5 classics of Marxism-Leninism:

 

Marx and Engels

 

Lenin

 

Stalin


Enver Hoxha

 


 

Comintern

SECTION OF THE USA

 

I - II - III International

and the Communist World Movement

 

 

CPSU(b)

 

 

Party of Labor of Albania

 

Soviet Union

(Lenin and Stalin)

 

 

ALBANIA

 

Historical events of the international revolutionary movement

 

The Paris Commune

 

 

Songs and Poems

 

 

revolutionary literature

 


 

List of countries

 

 

 

Comintern (SH)

facebook

sections

statut

programm

platform

 

Call of founding

31st of December 2000


 

Platform

decided on 7th of November 2009

[programmatic declaration]

also available in PDF-format

 


The Foundations

and Concerning Questions of

Stalinism

 

book written in German language (excerpts also in pdf-format)


Enver Hoxha

– the 5th Architect of Marxism-Leninism and the re-foundation of the Comintern


 

ENVER HOXHA

The 5th Classic of Marxism-Leninism and the Foundations of Hoxhaism


 

What is Stalinism-Hoxhaism?

 


 

 

General-Line

“The proletarian, socialist world revolution

– strategy and tactics”

[German language]

online (complete):

PDF-Format-Download

 

English translation

of the general-line of the Comintern (SH):

Introduction

I Chapter

II Chapter

VIII Chapter

(all the other missing chapters will be translated and published in the next couple of month)

 


 

2003

Manifesto

of the World- Bolchevist Party


 

What does the Comintern (SH) want?

Programme of the

World Commune

"No. 1"

(Principles of World Communism)


SHWM

Stalinist-Hoxhaist World Movement

 

 


RILU

Red International of the Labour Unions

USA

 


Y C I

 

Young Communist International

 

YCI (SH)

Chinese Section


C W I

 

Communist Women 's - International

 


ICS

INTERNATIONAL OF COMMUNIST SOLIDARITY

 


RED PEASANT INTERNATIONAL

[KRESTINTERN]


 

IURW

International Union of Revolutionary Writers

 


RFL