Rote

Gewerkschafts-Internationale

 

 

R G I - ARCHIV

 

 

 

 

PLATTFORM

Rote Gewerkschaftsinternationale

 

Erklärung zur Wiedergründung am 1. Mai 2003

 

 

 

Verfassungsgebung

der

Roten Gewerkschaftsinternationale

beschlossen auf dem 2. Weltkongress der R G I

im November 1922

 

Im November 1922 versammelte sich in Moskau ein Forum des internationalen Proletariats - der Kongress der Profintern, der mehr als 18 Millionen Menschen vertritt. Auf dem Kongress wurde ein Sonderkomitee eingerichtet, um die Aktivitäten der Profintern mit der Kommunistischen Internationale zu koordinieren.

 

 

 

KOMINTERN

über die RGI und die Gewerkschaftsbewegung

 

 

 

RGI (1921 - 1937)

 

alle 5 Kongresse der RGI fanden in Moskau statt:

 

1. Kongress am 1. Juli 1921

 

2. Kongress vom November bis Dezember 1922

 

3. Kongress im Juli 1924

 

4. Kongress vom März bis April 1928

 

5. Kongress am 5. Juli 1930 ( 51 teilnehmende Länder)

 

 

 

Zur Gewerkschaftsfrage

Fritz Heckert

Koreferat (angenommen in der 15. Sitzung des III. Weltkongresses der Komintern vom 3. Juli 1921, nachmittags )

 

 

 

Resolution über

Betriebszeitungen

II. Org-Beratung des EKKI.

bestätigt vom Orgbüro des EKKI am 26. März 1926

 

 

 

 

 

RGI

RGI-RESOLUTION

der Straßburger Konferenz

über Fragen der Streiktaktik

in der heutigen Periode

1929

 

 

 

 

 

THESEN

der VI. Session des Zentralrats der Roten Gewerkschaftsinternationale

1929

 

 

 

Das Manifest der KI und der Roten Gewerkschaftsinternationale (RILU)

zur Einheitsfront

(Kommentar von Bill Bland mit Zitaten historischer Dokumente)

 

 

 

 

4. März 1933

 

 

 

Produkt-Information

Die Beziehungen zwischen der Roten Gewerkschafts-Internationale und der Kommunistischen Internationale.

Rede der Genossen Rosmer, Frankreich und Tom Mann, England mit der auf dem ersten Kongress der R. G. I. angenommenen Resolution (= Bibliothek der Roten Gewerkschafts-Intern... Band 3),

v Berlin, Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale (Broschiert - 1921)

 

 

 

Die rote Gewerkschafts-Internationale [Gewerkschaftsinternationale - Organ des Vollzugsbüros der RGI 7. Jahrgang Nr. 2 (73) Februar 1927. von Losowsky A.

(Hg.) und A. Andrejew u.v.a.: von Moskau, Berlin; Vollzugsbüro der Roten Gewerkschafts-Internationale (Verlag),

Führer-Verlag (Auslieferung für Deutschland), (Broschiert - 1927)

 

 

 

Ergebnisse und Aussichten der Arbeiten der Roten Gewerkschafts-Internationale 

von A. Losowsky - 1927

 

 

 

Losowsky, A.: Im Vormarsch gegen den Reformismus. Referat und Schlußwort gehalten auf dem VIII. Kongreß der Gewerkschaften der Sowjetunion 15. und 17. Dezember 1928. Anhang: Resolution des VIII. Kongresses der Gewerkschaften der USSR zum Bericht der Delegation des Zentralrates in der RGI. Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale / Führer-Verlag, Berlin. 1929. 
Von 1921 bis 1937 war Losowski (1878-1952) Generalsekretär der Roten Gewerkschafts-Internationale (auch Profintern genannt). Nach deren Auflösung war er von 1937 bis 1939 Direktor des staatlichen Verlags Goslitisdat und von 1939 bis 1946 stellvertretender Volkskommissar für Außenbeziehungen der SU. In seinem Referat agitiert Losowski vor allem gegen die "rechtsopportunistischen" Tendenzen in der kommunistischen Weltbewegung im allgemeinen und der Gewerkschaftsbewegung im besonderen. Dabei zielt er vorrangig gegen die sich Ende der 20er Jahre formierende parteiinterne wie -externe KPD-Opposition um Brandler und Thalheimer in Deutschland.

 

 

 

 

 

 

Amsterdam, Moskau, London. Hrsg. Vlg. d. Kommunistischen Internationale.

LOSOWSKY, A. Hbg., Hoym 1921. 29 S

 

 

 

 

 

Das Aktions-Programm der Roten Gewerkschafts-Internationale.

Losowsky, A. Berlin, Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale. 1922. 2. Aufl. 8°. 96 S.

 

 

 

 

Ergebnisse und Aussichten der Arbeiten der Roten Gewerkschafts-Internationale. Referat und Schlußwort, gehalten auf dem VII. Kongreß der Gewerkschafte ...

LOSOWSKY, A. Moskau, Vlg. d. roten Gewerkschafts-Internationale 1927. 50 S.

 

 

 

 

 

Die Rote Gewerkschafts-Internationale im Angriff. Drei Reden, gehalten auf dem V. Kongreß der RGI, mit den Thesen über „Weltkrise, Wirtschaftskampf un ...

LOSOWSKY, A. Moskau, Vlg. d. Roten Gewerkschafts-Internationale 1930.119 S

 

 

 

 

 

 

Die internationale Gewerkschaftsbewegung

vor und nach dem Kriege.

LOSOWSKY, A. Bln., Führer 1924. 221 S

 

 

 

 

 

 

Kommunisten und Gewerkschaften.

Referat und Schlußwort in der VI.Tagung des Erweiterten Exekutiv-Komitees der KI.

LOSOWSKY, A. Berlin Führer-Verlag 1926. 132 S

 

 

 

 

 

Der Streik. 5 Vorträge

gehalten an der Lenin-Schule zu Moskau.

Losowsky, A[lexander]: Moskau, Verl. d. Roten Gewerkschafts-Internationale, 1930.

 

 

 

 

 

Kommunisten und Gewerkschaften.

Berlin, Führer 1926.

Losowsky, A.. 132 S

 

 

Die Rote Gewerkschaftsinternationale

Organ des internationalen kommunistischer Gewerkschaftsdachverbandes.

Herausgegeben vom Vollzugsbüro der Roten Gewerkschafts-Internationale in Moskau. Enthält u.a.: B. Reinstein - Sacco und Vanzetti; Der deutsche Syndikalistenkongress; A. Losowsky - Die Hauptmomente des Werdegangs der RGI; Jules Humbert - Syndikalisten und Kommunisten in Frankreich; H. Brandler - Der Reichsbetriebsrätekongress der Metallindustrie.

 

 

Resolutionen, Statuten, Manifeste und Aufrufe des ersten internationalen Kongresses der Roten Fach- und Industrie-Verbände, 3.Juli bis 19.Juli 1921.

Bremen., Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale / Phönix-Verlag, 1921. 88 S. 8°, OBrosch. (Goldbeck 34) (= Bibliothek der Roten Gewerkschafts-Internationale, Band 1). Mit einem Vorwort des RGI-Vorsitzenden A. Losowsky. Hinsichtlich der Anforderungen an RGI-Aktivisten heißt es: Die Anhänger der Roten Gewerkschaftsinternationale müssen nicht nur ein Muster der revolutionären Gesinnung, sondern auch ein Muster der Ausdauer und Kaltblütigkeit sein. Das ganze Geheimnis des Erfolges liegt in der systematischen, planmäßigen und hartnäckigen Vorbereitung jeder Handlung, jeder Aktion. Geschwindigkeit und Unversöhnlichkeit der Aktionen müssen durch äußerst detaillierte Analyse der Verhältnisse und Bedingungen, sowie durch das Studium des Organisationsgrades der feindlichen Kräfte erreicht werden. Im Klassenkampf muß man, wie an der Front, nicht nur angreifen, sondern auch geschlossen sich in Reih und Glied zurückziehen können (.)

 

Die Rote Gewerkschaftsinternationale, Nr. 8/1921-12/1922. Hrsg. vom Vollzugsbüro der Roten Gewerkschafts-Internationale Moskau.

 

 

 

 

 

 

Die Rote Gewerkschaftsinternationale. Nr. 9 (1. Dezember 1921).

S. 429 - 546 4°, OBrosch. Organ des internationalen kommunistischer Gewerkschaftsdachverbandes. Herausgegeben vom Vollzugsbüro der Roten Gewerkschafts-Internationale in Moskau. Enthält u.a.: Werbewochen der RGI; Hauptmomente des Werdeganges der RGI; Genfer Konferenz; Ueber die Frage der Arbeitslosigkeit; Washingtoner Abrüstungskonferenz.

 

 

 

 

 

Die Rote Gewerkschaftsinternationale. Nr. 11 (31. Dezember 1921).

S. 655 - 784. 4°, OBrosch. Organ des internationalen kommunistischer Gewerkschaftsdachverbandes. Herausgegeben vom Vollzugsbüro der Roten Gewerkschafts-Internationale in Moskau. Enthält u.a.: A. Losowsky - Die proletarische Einheitsfront im Kampf gegen die Offensive des Kapitals; H. Brandler - Reichskongreß der Betriebsräte in der Metallindustrie; S. Forgeron - Unsere Kräfte; R. Schüller - Lebensfragen

 

 

Die Rote Gewerkschaftsinternationale. Nr. 12

Nr. 12/Dezember 1922: Berichterstattung über den Gewerkschaftskampf (besonders) in den europäischen Ländern.

 

 

 

Der Streik in England und die Arbeiterklasse der Sowjetunion.

A.L - ss [Salomon Abramovic Losowsky]: Moskau, Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale, 1926

 

 

 

Die rote Gewerkschafts-Internationale [Gewerkschaftsinternationale] - Organ des Vollzugsbüros der RGI 7. Jahrgang Nr. 2 (73) Februar 1927.

Losowsky, A. (Hg.) und A. Andrejew u.v.a.: Moskau, Berlin; Vollzugsbüro der Roten Gewerkschafts-Internationale (Verlag), Führer-Verlag

 

 

 

Revolution und Konterrevolution in China.

Losowsky, A. Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale Moskau 1928 Broschur 79 S

 

 

 

Losowsky, A.

Ergebnisse und Aussichten der Arbeiten der Roten Gewerkschafts-Internationale.

 

 

Losowsky, A..

Im Vormarsch gegen den Reformismus. Referat und Schlußwort gehalten auf dem VIII. Kongreß der Gewerkschaften der Sowjetunion. 15. und 17. Dezember 1928. Hrsg. vom Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale, Moskau. Berlin, Führer-Verlag 1929. 57 S.

 

 

 

Die Kampfbeschlüsse des

V. Kongresses der

Roten Gewerkschafts-Internationale.

Berlin., Verlag der RGI / Führer-Verlag, 1930. 63 S.

 

1.Teil

eine Resolution zu den Referaten von Losowsky und Heckert zu Weltkrise, Wirtschaftskampf und Aufgaben der revolutionären Gewerkschaftsbewegung und eine Resolution zu den Referaten von Monmousseau und Niederkirchner zu Organisatorische Fragen der revolutionären Gewerkschaftsbewegung .

 

 

 

2.Teil

Resolution über die Internationale Rote Hilfe; Die Aufgaben der RGI-Anhänger in den kolonialen und halbkolonialen Ländern; Resolution über die Aufgaben der revolutionären Gewerkschaftsbewegung in China; Resolution über die Arbeit unter den Negern.

 

 

Aufruf der Roten Gewerkschaftsinternationale zum

14. Jahrestag der Oktoberrevolution

1931

Am 7. November begehen die russischen Arbeiter und Bauern und mit ihnen die Werktätigen der ganzen Welt den XIV. Jahrestag der siegreichen Oktoberrevolution. 14 Jahre schon baut das russische Proletariat am Sozialismus. Aus imperialistischem Krieg und Bürgerkrieg siegreich hervorgegangen, gegen den wütenden Widerstand der ganzen kapitalistischen Welt, im erbarmungslosen Kampfe gegen die von der ausländischen Bourgeoisie und ihren sozialfaschistischen Agenten bestochenen Schädlinge und Saboteure, aber begleitet von der heißen Liebe und Sympathie der Werktätigen aller Länder führt das russische Proletariat sein Werk siegreich zu Ende. Auf einem Sechstel der Welt weht die rote Fahne der siegreichen proletarischen Revolution und des siegreichen sozialistischen Aufbaues. Das 14. Jahr der Oktoberrevolution ist zugleich das dritte entscheidende Jahr des Fünfjahrplanes. Dank des Enthusiasmus der Massen und der Stoßbrigadenbewegung, dank der sozialistischen Wettbewerbe und der heroischen Anstrengungen der Werktätigen, die sozialistische Produktion zu steigern und dank der Entschlossenheit des internationalen Proletariats, keinen Angriff gegen die Sowjetunion zuzulassen, ist es im dritten Jahr des Fünfjahrplanes gelungen, den Umfang der sozialistischen Industrie und Landwirtschaft gewaltig zu erweitern und damit eine bedeutende Verbesserung der materiellen und kulturellen Lage der Werktätigen durchzuführen. Während in den kapitalistischen Ländern die Produktion ständig zurückgeht, die Betriebe einge- schränkt und massenweise geschlossen werden, ist die Produktion im dritten Jahr des Fünfjahrplanes allein um 40 Prozent gestiegen.

Nicht weniger als 518 Betriebe werden bis zum Ende des Jahres eröffnet werden, darunter wahre Giganten der sozialistischen Industrie. Während in den kapitalistischen Ländern eine vernichtende Agrarkrise wütet und die Anbaufläche von Jahr zu Jahr zurückgeht, wächst sie in der Sowjetunion ständig. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anbaufläche von 127 Millionen auf 143 Millionen Hektar gestiegen. Kollektivwirtschaften und Sowjetgüter umfassen bereits 70 Prozent der Anbaufläche. Während in den kapitalistischen Ländern die Löhne ständig sinken und kaum mehr für das nackte Leben der Arbeiter ausreichen, wachsen die Löhne in der Sowjetunion ununterbrochen. Im Vergleich zum ersten Jahre des Fünfjahrplanes sind die durchschnittlichen Monatslöhne der Industriearbeiter um mehr als 30 Prozent gestiegen. Während in den kapitalistischen Ländern die ganze Sozialversicherung zertrümmert wird, wurde in der Sowjetunion der Sozialversicherungsfonds, der ausschließlich von den Betrieben und dem Staat aufgebracht wird, ständig erhöht. Der Fond für Sozialversicherung ist von 1.667.000.000 Rubel im Jahre 1930 auf 2.174.000.000 Rubel im Jahre 1931 gestiegen. Während in den kapitalistischen Ländern die Hungerarmee der Arbeitslosen auf mehr als vierzig Millionen angewachsen ist, wurde in der Sowjetunion die Arbeitslosigkeit restlos liquidiert. Obwohl die Zahl der in der Industrie beschäftigten Arbeiter ständig wächst, sie ist von 11,5 Millionen im Jahre 1928 auf 15,8 Millionen im Jahre 1931 gestiegen, erfordert die sozialistische Industrie immer neue Arbeitskräfte. Dieser gigantische Aufschwung in der Sowjetunion vollzieht sich unter aktivster Mitwirkung der russischen Gewerkschaften, die ihre ganze Kraft in den Dienst des sozialistischen Aufbaus stellen, während in den kapitalistischen Ländern die reformistischen und andere reaktionäre Gewerkschaften ausschließlich im Dienste der Rettung des bankerotten kapitalistischen Systems stehen. Diese Erfolge an der Front des sozialistischen Aufbaus, die allen Werktätigen die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus täglich beweisen, verstärken bei der Bourgeoisie den Willen zur Entfesselung des Interventionskrieges gegen die Sowjetunion, deren Bestand die schwerste Bedrohung des kapitalistischen Systems bedeutet, während für die Unterdrückten aller Länder die Sowjetunion das stärkste Bollwerk der internationalen proletarischen Revolution ist.

Arbeiter und Arbeiterinnen der kapitalistischen und kolonialen Länder!

Den 14. Jahrestag der siegreichen Oktoberrevolution nehmt zum Anlaß, den Weg zu überprüfen: den Weg der proletarischen Revolution, den die russischen Arbeiter und Bauern gegangen sind, den Weg des Ausbaues einer neuen sozialistischen Ordnung, in der es keine Ausbeutung, keine Arbeitslosigkeit und keinen Hunger gibt, und den Weg der „Demokratie“, den Euch die sozial- und nationalfaschistischen Führer gewiesen haben, den Weg der Rettung der bankrotten kapitalistischen Ordnung, den Weg der Ausplünderung der Werktätigen, den Weg das Hungers und der Arbeitslosigkeit. Hört nicht auf jene, die das Land der proletarischen Diktatur verleumden und die Massen zum Krieg vorbereiten, die den schöpferischen Enthusiasmus der Werktätigen in der Sowjetunion mit Feuer und Schwert vernichten und in Strömen von Blut ertränken wollen.

Hört nicht länger auf jene Agenten der Bourgeoisie, die von Euch im Interesse der Erhaltung und Verewigung des kapitalistischen Regimes immer neue und größere Opfer fordern. Vorwärts, schließt Euch zusammen: gegen den Raub der Löhne und der Arbeitslosenunterstützung, gegen die Zertrümmerung der Sozialversicherung, gegen den Faschismus. Ohne Unterschied Eurer Partei- oder gewerkschaftlichen Zugehörigkeit, ob organisiert oder unorganisiert Euch alle treffen diese Angriffe, deshalb müßt Ihr Euch auch gemeinsam dagegen wehren. Über die Köpfe der verräterischen und von der Bour-geoisie bestochenen Führer hinweg, die ein Interesse an der Spaltung der Arbeiterschaft haben, reicht Euch brüderlich die Hände. Schließt die Einheitsfront in den Betrieben und Stempelstellen. Kämpft unter Führung der revolutionären Gewerkschaften und der revolutionären Gewerkschaftsopposition gegen jeden Raub der Löhne, gegen jeden Raub der Arbeitslosenunterstützung, gegen die Hungeroffensive der Bourgeoisie. Kämpft für Arbeit, Brot und Freiheit!

Es lebe das Proletariat der Sowjetunion, die Stoßbrigade der Weltrevolution!
Es lebe der sozialistische Aufbau in der Sowjetunion!
Es lebe die Einheitsfront aller Werktätigen im Kampfe gegen das Kapital!
Es lebe die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung!
Nieder mit den Kriegstreibern und Interventionshetzern!
Es lebe der Sieg der proletarischen Revolution in der ganzen Welt!
"

 

 

Vorwärts zur Gegenoffensive des Proletariats. Referat und Schlußwort, gehalten auf der VIII. Session des Zentralrats der RGI. am 7., 8. und 17. Dezemb ...

Losowsky, (Salomon) A(bramovic): Berlin, Sefer, [1932],

 

 

 

 

 

Syndikalismus und Kommunismus

herausgegeben von der KPD (Spartakusbund)

Juni 1919

 

 

 

 

 

 

Internationale Zigarren-Arbeiter-Union

gegründet 1864

 

Statut vom September 1896

 

 

 

 

 

STALIN

ÜBER DIE GEWERKSCHAFTEN IM WESTEN

20. September 1924

 

Noch schwieriger und eigenartiger sind die Entwicklungsbedingungen der Gewerkschaften im Westen.

Erstens sind sie durch ihre "bewährte" Zunftpraxis beschränkt und dem Sozialismus feindlich gesinnt, denn da sie früher als die sozialistischen Parteien entstanden sind und sich ohne deren Hilfe entwickelt haben, sind sie es gewohnt, sich mit ihrer "Unabhängigkeit" zu brüsten, stellen sie die Zunftinteressen über die Klasseninteressen und wollen außer "Pfennigzulagen" nichts anerkennen.

Zweitens sind sie ihrem Geiste nach konservativ und jeglichem revolutionären Beginnen feindlich gesinnt, denn an ihrer Spitze steht die alte, korrupte, von der Bourgeoisie aufgepäppelte Gewerkschaftsbürokratie, die stets bereit ist, die Gewerkschaften in den Dienst des Imperialismus zu stellen.

Schließlich stellen diese Gewerkschaften, die um die Amsterdamer Reformisten vereinigt sind, jenes viele Millionen umfassende Heer des Reformismus dar, auf das sich die moderne kapitalistische Gesellschaftsordnung stützt.

Natürlich gibt es außer den Amsterdamer reaktionären Verbänden noch revolutionäre Verbände, die sich der Roten Gewerkschaftsinternational [63] anschließen. Aber erstens verbleibt ein beträchtlicher Teil der revolutionären Verbände, da er keine Spaltung in der Gewerkschaftsbewegung zu verursachen wünscht, in der Amsterdamer Vereinigung [64] und unterwirft sich deren Disziplin; zweitens vertreten die Amsterdamer in den ausschlaggebenden Ländern Europas (England, Frankreich, Deutschland) immer noch die Mehrheit der Arbeiter. Es darf nicht vergessen werden, dass Amsterdam nicht weniger als vierzehn Millionen gewerkschaftlich organisierter Arbeiter vereinigt. Zu glauben, man könne in Europa die Diktatur des Proletariats gegen den Willen dieser Millionen Arbeiter erringen, heißt, sich ganz gewaltig täuschen, den Boden des Leninismus verlassen, sich unweigerlich zu einer Niederlage verurteilen. Daher besteht die Aufgabe darin, diese Millionenmassen für die Revolution und den Kommunismus zu gewinnen, sie vom Einfluss der reaktionären Gewerkschaftsbürokratie zu befreien oder zumindest zu erreichen, dass sie gegenüber dem Kommunismus eine Stellung wohlwollender Neutralität einnehmen.

So lagen die Dinge bis in die letzte Zeit hinein. Aber in den letzten Jahren beginnt das Bild, sich zum Besseren zu ändern. Die Heimat der abgekapselten und reaktionären Gewerkschaften ist England, das einst der industriekapitalistische Hegemon auf dem Weltmarkt war. Der Verlust dieser Monopolstellung hängt mit der Entwicklung des Finanzkapitals zusammen, das durch den Kampf einer Reihe Großmächte um das Kolonialmonopol gekennzeichnet ist. Die imperialistische Phase des Kapitalismus bringt eine Erweiterung des Territoriums für die engen reaktionären Gewerkschaften mit sich, aber zugleich engt sie ihre materielle Basis ein, denn um den imperialistischen Extraprofit kämpft eine Reihe von Ländern, die Kolonien aber sind immer weniger geneigt, weiterhin die Rolle von Kolonien zu spielen. Es darf auch nicht vergessen werden, dass der Krieg die Produktion Europas beträchtlich erschüttert hat. Bekanntlich beträgt die Gesamtproduktion Europas jetzt nicht mehr als 70 Prozent der Vorkriegsproduktion. Daher die Einschränkung der Produktion und die erfolgreiche Offensive des Kapitals gegen die Arbeiterklasse. Daher die Kürzung des Arbeitslohns, die faktische Abschaffung des Achtstundentags und eine Reihe erfolgloser Abwehrstreiks, die ein übriges Mal den Verrat der Gewerkschaftsbürokratie an der Arbeiter-klasse offenbart haben. Daher die kolossale Arbeitslosigkeit und die wachsende Unzufriedenheit der Arbeiter mit den reaktionären Gewerkschaften. Daher die Idee einer Einheitsfront auf dem Gebiet des wirtschaftlichen Kampfes der Arbeiterklasse und der Plan einer Vereinigung der beiden Gewerkschaftsinternationalen zu einer einheitlichen Internationale, die imstande wäre, den Abwehrkampf gegen das Kapital zu organisieren. Die Reden der Reformisten auf dem Wiener Kongress der Amsterdamer Internationale (Juni 1924) über Verhandlungen mit den "russischen" Verbänden und der auf dem Kongress der Trade-Unions (Anfang September 1924) von den englischen Gewerkschaften ergangene Aufruf zur Einheit der Gewerkschaften sind nur die Widerspiegelung des wachsenden Drucks der Massen auf die reaktionäre Gewerkschaftsbürokratie. Als das Bemerkenswerteste an all dem ist die Tatsache zu betrachten, dass gerade die englischen Verbände, die einen Herd des Konservatismus und den Grundkern von Amsterdam darstellen, die Initiative zur Vereinigung der reaktionären und der revolutionären Gewerkschaften ergreifen. Das Auftreten von linken Elementen in der englischen Arbeiterbewegung ist das sicherste Anzeichen dafür, dass "bei ihnen dort" in Amsterdam nicht alles zum besten bestellt ist.

Manch einer glaubt, die Kampagne für die Vereinigung der Gewerkschaften sei gerade jetzt nötig, weil in Amsterdam linke Elemente aufgetreten sind, die man unbedingt mit allen Kräften und mit allen Mitteln unterstützen müsse. Das ist nicht richtig oder, genauer gesagt, nur zum Teil richtig. Die Sache ist die, dass die kommunistischen Parteien im Westen zu Massenorganisationen werden, sich in wirklich bolschewistische Parteien verwandeln, wachsen und sich mit dem Anwachsen der Unzufriedenheit breiter Arbeitermassen der Machtergreifung nähern, dass die Dinge also zur proletarischen Revolution treiben. Man kann aber die Bourgeoisie nicht stürzen, ohne ihr ihre Stütze, das reaktionäre Amsterdam, entrissen zu haben, man kann die Diktatur nicht erkämpfen, ohne diese bürgerliche Zitadelle in Amsterdam für die Revolution erobert zu haben. Das lässt sich aber nicht durch eine einseitige Arbeit von außen erreichen. Dieses Ziel wird im gegebenen Augenblick nur durch eine kombinierte Arbeit von innen und von außen auf der Linie der Sicherung der Einheit der Gewerkschaftsbewegung erreicht werden können. Darum wird die Frage der Vereinigung der Gewerkschaften und des Eintritts in internationale Industrieverbände zu einer höchst aktuellen Frage. Natürlich muss man die Linken unterstützen und vorantreiben. Aber zu einer tatsächlichen Unterstützung der Linken kann es nur dann kommen, wenn das Banner der revolutionären Gewerkschaften nicht eingeholt wird, wenn die reaktionären Führer von Amsterdam wegen ihres Verrats und ihrer Spaltungstätigkeit gegeißelt werden, wenn die linken Führer wegen ihrer Halbheit und Unentschlossenheit im Kampf gegen die reaktionären Führer kritisiert werden. Nur eine solche Politik kann die tatsächliche Vereinigung der Gewerkschaften vorbereiten. Andernfalls kann es zu der gleichen Lage kommen, zu der es im Oktober des vergangenen Jahres in Deutschland kam, als die linke Levi-Gruppe [65] von der reaktionären rechten Sozialdemokratie mit Erfolg zur Einkreisung der deutschen revolutionären Arbeiter ausgenutzt wurde.