zu den Dokumenten der KPD/ML

Betrieb und Gewerkschaft

 

 

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2020

CORONA – der Virus wird gehen, der Weltkapitalismus bleibt


Fallen wir nicht rein auf die Propaganda von Nazifaschos und Verschwörungsmystikern. Das sind lakaien der Kriegstreiber!

Abbau von Grundrechten?
Ja, die Herrschenden nutzen die Pandemie, um demokratische Rechte einzuschränken und Staatsgewalt und Kriegsvorbereitungen auszubauen.
Dagegen kämpfen wir die sozialistische Weltrevolution.

Aber wir sind auch gegen jede Verschwörungsideologie, die die Existenz von Corona leugnet.

Die Skandale bei Fleisch-Tönnies oder in den Textilfabriken in Leicester/England - Das ist
bittere CORONA-Realität.

Alles für den Profit!

Prekär beschäftigte Arbeiter auf engsten Raum in Fabriken und Elendsquartieren zusammengepfercht wie im KZ sind bewusst hoher Infektionsgefahr ausgesetzt.

In den großen Autofabriken, wo zwar keine Betriebsversammlungen stattfinden dürfen, müssen die Arbeiter mit Maske den Akkord am Band leisten, damit die Bonzen ihre Milliarden einstecken können.

Und wegen der Wirtschaftskrise haben viele große  Existenzangst und lassen sich einschüchtern …

Wieder einmal sollen wir Werktätigen, Bauern und Arbeiter die Weltkrise bezahlen!

Wieder einmal müssen die Ärmsten der Armen ihre Gesundheit, sogar ihr Leben lassen, weil die herrschende Klasse der Weltkapitalisten sämtliche Schutzbestimmungen ignoriert!

Denn der Maximeal/Profit steht für die Weltkapitalisten über unserer Gesundheit.

Schluss damit – Solidarität mit allen in Zwangsquarantäne eingesperrten, erkrankten oder von Infektion bedrohten Werktätigen!

Jeder durch Corona vernichtete Arbeitsplatz muss ersetzt werden !

Gesundheit, Leben und Arbeitsplatz schützen!#
Weltkapitalismus durch die sozialistische Weltrevolution abschaffen!

Klassenkampf!

sozialistische Weltrevolution trotz alledem!

Wut und Angst sind eine explosive Mischung!

Als Brandbeschleuniger funktioniert die Corona-Pandemie und als Brennglas. Die Widersprüche des weltkapitalistischen Systems prallen aufeinander. Die Weltkrise verschärft sich.
Die herrschende Klasse will nur eins: Profite und Weltkapital retten, die Ausbeuterordnung aufrecht erhalten und festigen. Sie setzen auf Deals mit den „Sozialpartnern“ – Betriebsräte und Gewerkschaften. Sie rechnen nicht mit unserem breiten Kampf, aber der wird sie überraschend treffen - der Klassenkampf wird die Entscheidung herbei führen ! Gewerkschafts- und Betriebsratsbonzen haben uns Arbeiter jahrzehntelang mit Stellvertreterpolitik ruhig gestellt und beschissen. Das wird bald ein Ende haben!

Gegen die Kahlschlagpolitik der Konzerne wird nicht etwa für den Kampf mobilisiert, sondern hinter verschlossenen Türen verhandelt. Wir gucken zu und dann in die Röhre. Wollen wir tatsächlich dieses Schmierentheater immer wieder und immer weiter mitmachen? Nein ! Zerschmettern wir dieses Schmierentheater mit unserer Arbeiterfaust !

Verflochten mit Kabinett und Weltkapital sind „unsere“ Gewerkschaften Apparate zur Unterdrückung unserer Interessen. Solange wir diese nicht von innen zerschlagen und rote RGO-Gewerkschaften aufbauen , wird der Betrug an unseren Arbeiterinteressen witer gehen!

Hunderttausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel … die Bosse und Bonzen drohen nicht erst seit Corona mit Massenentlassungen. Jetzt ziehen sie das knallhart durch … Leiharbeiter fliegen als erste raus … Erleichterung bei der „Stamm“-Belegschaft, denn diese moderne Sklaverei funktioniert auch als Abschreckung und zur Spaltung!

Das ist das weltkapitalistische Ausbeutungs-Regime: Innerhalb einer Woche im Juli hat es der Vorstand des Daimler-Konzerns geschafft, einerseits Milliarden Euro an die Aktionären auszuschütten und andererseits allen Belegschaften das Messer auf die Brust zu setzen. Damit – und das ist der Hohn – die Dividendenmilliarden wieder reingeholt werden.  

Erst pressen sie aus unserer Arbeit den Profit, dann erpressen sie uns. Sie nutzen eiskalt unsere Existenzangst, um Zugeständnisse zu bekommen: Tarifliche Leistungen und Schutzbestimmungen seien nicht mehr "zeitgemäß…"

HA!

Wer ist den in Wahrheit nicht mehr zeitgemäß? Profitorientierte Monopolweltkapitalisten sind nicht mehr zeitgemäß!

Der Weltkapitalismus gehört schon lange auf den Müllhaufen der Geschichte!
Angst wollt Ihr uns machen?
Also: Verdammt noch eins … wie lange wollen wir noch zugucken und abwarten bis wir wieder einmal verraten und verkauft im Regen stehen gelassen werden???!!!!
Unsere Wut, Zorn unnd Hass sollt ihr spüren!

Für unsere Kämpfe:
Streik- und Kampfkomitees aufbauen
Kampf gegen die Bosse und Bonzen mobilisieren!


SOLIDARITÄT ist UNSERE WAFFE!


Tausende Bosch-Arbeiter stellen sich am 17. Juli 2020 mit einer „Kette der Solidarität“ gegen die Kahlschlagpolitik der Konzernleitung!

 

In Sonthofen schließt die Firma Voith das profitable Werk – Crailsheim, Heidenheim ... Voithler unterstützen ihre Sonthofener Kollegen ...  

In vielen Städten gehen  an den Aktionstagen für die Pflege insgesamt Tausende auf die Straße ...

All das und noch viel mehr kriegen wir Proletarier aller Länder hin – trotz Corona und alledem!


 

Jeder Kampf bringt uns VORAN!

Trotz alledem!

Arbeiter!

An die Macht, sonst werdet ihr platt gemacht !

Jetzt hilft nur noch die sozialistische Weltrevolution, um uns aus dem Elend zu erlösen!

 

 

Folgender Nachtrag zum Bericht über den 5. Weltkongress der Roten Gewerkschaftsinternationale ist gegenwärtig von großer Bedeutung:

 

Schafft eine Kampforganisation !

Was der 5. Kongress der Roten Gewerkschaftsinternationale beschlossen hat.

Fritz Heckert

 

Der 5. Kongress der Roten Gewerkschaftsinternationale, der vom 15. August bis zum 30. August 1930 in Moskau tagte, war ein Kongress der Selbstkritik und der praktischen Arbeit der revolutionären Gewerkschafter. Je größer die Schwierigkeiten der kapitalistischen Wirtschaft auf Grund der sich immer mehr entfaltenden weltökonomischen Krise werden, um so brutaler und rücksichtsloser werden die Mittel der Unternehmeroffensive. Es gibt kein kapitalistisches Land, in dem nicht die Unternehmeroffensive auf die breitesten Schichten der Arbeiterklasse in vollem Gange ist. Die Angriffe, die die deutschen Arbeiter erleben, sind also keine Ausnahmen, sondern sie sind dasselbe, was ihre Klassengenossen in anderen Ländern erfahren.

Die kapitalistische Klasse ist um die Erhaltung ihres Systems willen gezwungen, täglich neue Methoden der Niederwerfung und Fesselung der Arbeiterklasse zu finden. Ihr steht der Machtapparat des kapitalistischen Staates voll zur Verfügung. Aber nicht nur dieser Machtapparat, sondern auch der Sozialfaschismus mit seinen Partei- und Gewerkschaftsorganen. Um die kapitalistische Gesellschaft vor dem Untergang zu retten, ja auch nur um den einheimischen Kapitalisten auf dem Weltmarkt gegenüber den ausländischen Kapitalisten konkurrenzfähiger zu machen, sind die Gewerkschaftsführer bereit und mit ihnen die sozialdemokratischen Parteibeamten und Parlamentarier, die Arbeitsbedingungen der Arbeiter zu verschlechtern. Die Zusammenarbeit mit der Kapitalistenklasse ist die Regel der gewerkschaftlichen Betätigung der Sozialdemokraten geworden. Nicht Entfaltung der Arbeitermacht, sondern Verhinderung des Klassenkampfes durch Arbeitsgemeinschaft, Industriefrieden, Schlichtungswesen ist i h r Ziel. Die Resultate einer solchen Politik sind besonders verhängnisvoll für die Arbeiterklasse in der Periode einer solchen Krise, wie sie das kapitalistische System gegenwärtig durchmacht.

 

Wie sieht es in Deutschland aus ?

Die Arbeiter stehen also bei der Verteidigung ihrer Klasseninteressen und ihrer Proletenexistenz nicht nur dem Unternehmer gegenüber, sondern der ganzen im kapitalistischen Staat vereinigten Macht der Bourgeoisie und des mit ihr verbundenen Sozialfaschismus. Die deutschen Arbeiter haben es erst in dieser Reichstagswahlkampagne erlebt, dass die

Sozialdemokraten zur Verteidigung ihrer Klassenzusammenarbeit mit dem Unternehmertum eine Million aus den zentralen Kassen der Gewerkschaften genommen haben, und aus den lokalen Kassen der Gewerkschaften eine noch größere Summe, um die unternehmerfreundliche Politik der sozialdemokratischen Bonzokratie zu unterstützen.

Wir haben es erlebt, in dem großen Streik von Mansfeld, und in den Kämpfen der Hüttenarbeiter an der Ruhr, wie die sozialdemokratischen Gewerkschaftsbürokraten gemeinsam mit den Beauftragten der kapitalistischen Regierung Brüning, die Arbeiterkämpfe gemeuchelt haben, wie sie den Streikbruch organisierten, damit der Lohnabbau, den die Unternehmer für das ganze arbeitende Deutschland planen, mit Erfolg durchgeführt werden kann.

Die Arbeiter werden in den kommenden Monaten, in denen sich der Unternehmerangriff verbreiten, vertiefen und an Wucht zunehmen wird, erfahren, dass die sozialdemokratischen Bonzen das freche Spiel von Mansfeld und von Nordwest wiederholen. Der Arbeiter, der auch nur die leiseste Hoffnung in sich trägt, dass die sozialdemokratischen Gewerkschaftsführer oder die sozialdemokratischen Parlamentarier den Kampf der Arbeiter auslösen und führen werden, um den Angriff auf die Lebensexistenz der Arbeiter zurückzuschlagen, der wäre ein großer Tor und es ist unsere Aufgabe, durch eine Aufklärungsarbeit diese Arbeiter von ihrem Irrtum zu heilen, damit sie nicht passiv oder gar auf der anderen Seite der Barrikaden bei den unvermeidlichen großen Klassenkämpfen stehen werden.

Die Arbeitermassen werden begreifen, dass es nur eine organisierte Kraft gibt, die die Kämpfe der Arbeiter gegen ihre Unterdrücker vorbereitet, organisiert und durchführt. Das ist in Deutschland die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition - RGO - , geführt von der kommunistischen Partei.

Der 5. Kongress der Roten Gewerkschaftsinternationale hat mit größter Klarheit und an vielen Beispielen aufgezeigt, dass die Arbeiter in allen kapitalistischen Ländern keine anderen Verteidiger ihrer Interessen haben, als die kommunistischen Parteien, als die revolutionären Gewerkschaften, als die revolutionären Gewerkschaftsoppositionen. Es genügt aber nicht, nur eine solche Feststellung vor den Arbeitern zu machen. Wenn wir den Klassenkampf der Arbeiter erfolgreich organisieren und durchführen wollen, ist es notwendig, dass wir nicht nur den Arbeitern sagen, dass wir Herz und Willen zu den Kämpfen haben. Wir müssen das den Arbeitern täglich beweisen, indem wir im Betrieb, im Verband und auf den Stempelstellen und an allen Plätzen, wo Arbeiter ihren Unterdrückern gegenüber stehen, die Arbeiter über ihre Lage aufklären und ihnen zeigen, wie man mit Erfolg kämpfen kann.

Die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition in Deutschland, und die roten Gewerkschaften in anderen Ländern, sie haben noch nicht genügend der Arbeiterklasse durch ihre Taten bewiesen, dass sie die einzige Kraft sind, die erfolgreich die Arbeiterkämpfe führt.

Der Verrat der Sozialfaschisten ist so offenkundig und die Not der Arbeiterklasse ist so groß, dass die Arbeiter in Massen zu uns kommen würden, wenn bei ihnen das Gefühl wäre, sie könnten sich in ihren täglichen Kämpfen unserer Führung anvertrauen, weil unsere Führung geeignet ist, ihre Kämpfe mit Erfolg vorzubereiten und durchzuführen. Wir dürfen uns nicht bescheiden, dass wir in einer Anzahl von Ländern und auch in Deutschland schon erfolgreiche Kämpfe durch die revolutionären Gewerkschafter organisiert und geführt haben.

Nur wenn das auf breiter Basis geschieht, werden die Arbeitermassen mit uns gehen,

werden sie die Hemmungen, die sie jetzt noch haben, und die uns täglich vor die Augen treten, wenn wir die Brutalität des Unternehmerangriffs und den reformistischen Verrat sehen, überwinden. Deswegen ist es notwendig, dass wir aus allen unseren Fehlern und Mängeln, die bei der Vorbereitung und Durchführung von Arbeitskämpfen zu Tage getreten sind, vor dem ganzen Proletariat die Lehren ziehen, damit diese Fehler und Mängel nicht wieder gemacht werden, damit jeder einzelne Arbeiter merkt, die Kommunisten führen deshalb eine Selbstkritik, um die Massen besser zu mobilisieren, um den Kampf besser vorzubereiten, um die Streiks mit einer größeren Aussicht auf Erfolg durchführen zu können.

Vorbereitung und Führung der Kämpfe.

Was sind die hervorstechendsten Fehler und Mängel unserer bisherigen Arbeit ? Sie sind eine nicht genügende ideologische und organisatorische Vorbereitung und Führung der Kämpfe. Die meisten unserer revolutionären Genossen haben die Bedeutung der Organisierung des Kampfes der Arbeiter noch nicht genügend erkannt. Sie setzen noch ihre Hoffnung auf die Spontaneität der Massen, weil sie die Hemmnisse, die Schwierigkeiten, die ihnen bei der Vorbereitung eines Kampfes im Betrieb, in der Gewerkschaft oder sonstwo entgegen treten, als "unüberwindlich" erachten. Darum hoffen sie, dass so zu sagen ein "kleines Wunder" geschieht, dass die Massen plötzlich von sich heraus, auf unseren einfachen Ruf hin, kommen werden, um unter unserer Führung zu kämpfen. Diese Hoffnung ist eine trügerische.

Unser Klassenfeind und seine sozialdemokratischen Helfer sind sich vollkommen der Gefährlichkeit der Klassenkämpfe in der gegenwärtigen Krise für den kapitalistischen Staat und für das kapitalistische System bewusst. Darum haben sie einen ausgezeichneten Apparat geschaffen, um die Kämpfe der Arbeiter unmöglich zu machen, um die Spontaneität der Massen zu zersetzen, und um ausgebrochene Kämpfe auf ein totes Gleis zu schieben, damit sie schnell zusammen brechen. Sie wissen ganz gut, dass, wenn sie wieder einmal einen Kampf der Arbeiter vermasselt haben, dass dadurch gewisse Depressionsstimmungen in der Arbeiterschaft auftreten und der Unternehmer Gelegenheit bekommt, die "revolutionären Hetzer" aus den Betrieben zu verjagen, um so die gewünschte Ruhe und Ordnung unter den Arbeitssklaven wieder eintreten zu lassen.

Die Unternehmer wissen, was sie an ihren sozialdemokratischen Gewerkschaftsführern für Helfer haben. Sie sehen die sozialdemokratische Partei mit ihren Millionen Stimmen, soweit die Frage des Klassenkampfes der Arbeiter in Betracht kommt, als eine große Null an. Diese, ihre Einschätzung der Sozialdemokratie und der reformistischen Gewerkschaften zeigt sich deutlich jetzt im Wahlkampf.

Während es sonst üblich ist, dass die bourgeoisien Parteien die Wählermassen das Paradies versprechen, um sich ihre Stimmen zu ergaunern, kündigten in der Wahlperiode die Kohlenbarone Rheinland-Westfalens und die Metallindustriellen Berlins die Tarifverträge und erklären, dass sie den Arbeitern den Lohn kürzen werden, dass sie Mehrarbeit von ihnen verlangen, dass die Unterstützung für die Arbeitslosen unbedingt herab gesetzt werden muss.

Die Borsig und Klöckner wissen ganz genau, dass bei dieser Aktion die Severing und Graßmann helfen werden, auch wenn die Sozialdemokratie wiederum 9 Millionen Stimmen erhalten würde.

Die Unternehmer wagen diesen Schritt, weil sie glauben, die Kommunistische Partei und die Revolutionäre Gewerkschafsopposition haben noch nicht genügend Kraft, um trotz dieser verräterischen Erbärmlichkeit der sozialdemokratischen Bonzen die Arbeitermassen in den Kampf zu führen.

Sie hoffen, wenn es trotzdem gelingt, dass der sozialdemokratische Streikbruch und die Zörgiebeleien der Polizei so sicher wie das Amen in der Kirche folgen werden.

Können wir, die wir das alles wissen, die wir das den Arbeitern mit absoluter Sicherheit, dass es eintreffen wird, prophezeien können, deswegen beruhigt sein, weil wir doch die Hoffnung haben, es werde uns gelingen, so wie wir jetzt organisiert sind, die Kämpfe der Arbeiter erfolgreich durchzuführen ?

Wir glauben nicht.

Und der 5. Kongress der RGI hat uns gesagt, dass wir nicht einen solchen Glauben hegen dürfen. Die Lage in einer Fabrik wird noch nicht von dem Tage an eine fundamental andere sein, wenn die Arbeiter einen roten Betriebsrat gewählt haben. Und wir haben noch keine Organisation für die erfolgreiche Durchführung unserer Kämpfe, wenn in einer Belegschaftsversammlung die Arbeiter sich damit einverstanden erklären, dass man revolutionäre Vertrauensleute wählen muss.

Die selbständigen Organe der RGO

Ein roter Betriebsrat kann seine Arbeit als Massenmobilisator und Führer nur erfüllen, wenn die Belegschaft kampfentschlossen hinter ihm steht. Der rote Betriebsrat kann nur das Gefühl dieser Sicherheit haben, revolutionärer Funktionär der Massen zu sein, wenn ein revolutionärer Betriebsvertrauensleutekörper wirklich existiert, wenn jede Abteilung, wenn jede 10 Mann ihren Vertrauensmann haben, auf dessen Ruf die anderen Arbeiter hören.

Heute ist das leider noch nicht so in den Betrieben. Noch haben die sozialdemokratischen Funktionäre viele Positionen inne, die sie zur Zersetzung der Kampfkraft der Arbeiter anwenden, wodurch es dem Unternehmer erleichtert wird, die besten revolutionären Kämpfer aus den Betrieben zu verjagen.

Diesen Zustand zu ändern, das ist unsere fundamentale Aufgabe, wenn wir den Kampf der Unternehmer gegen die Arbeiterklasse in einer Konteroffensive der Arbeiter umwandeln wollen. Wir, die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition, müssen uns einen Apparat schaffen, der fähig ist, den Einfluss der streikbrecherischen Sozialfaschisten und Reformisten in den Betrieben zu brechen.

Ohne eine wirkliche organisatorische Arbeit auf diesem Gebiet werden wir weder uns noch der Arbeitermasse die notwendige Sicherheit für die Führung der Kämpfe schaffen. Wir können vollkommen beruhigt darüber sein, dass die Arbeiter einen solchen Schritt der Revolutionären Gewerkschaftsopposition nicht nur begreiflich finden, sondern ihn gut heißen und mithelfen werden, ihn durchzuführen.

Angesichts der ungeheuren Aufgaben, die vor der Revolutionären Gewerkschaftsopposition in Deutschland stehen, hat der RGI-Kongress beschlossen, dass die revolutionären Gewerkschafter in Deutschland den Kurs nehmen müssen auf die Schaffung von oben bis unten selbständiger Organe der revolutionären Gewerkschaftsbewegung, und dass sie ihre ganze Gewerkschaftsarbeit - insbesondere den raschen Aufbau der Betriebsgruppen der RGO, die Schaffung der Oppositionsfraktionen in den reformistischen Verbänden - diesem Ziel unterordnen müssen.

Wir revolutionären Gewerkschafter und Kommunisten müssen begreifen, dass das ein Schritt ist, der Erfolg verheißt, dann, wenn wir ohne Schwanken und ohne Zögern gehen. Es ist sicher: die gewerkschafstsspalterische, sozialfaschistische Bonzokratie wird Zeter und Mordio schreien, dass wir es wagen, die organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen und zu festigen, die es uns erlauben, selbständig die Massenkämpfe der Arbeiter vorzubereiten und erfolgreich zu führen. Es werden viele Unken auftreten und schreien: "Ein neues Manöver der Moskauer, das zum Scheitern verurteilt ist." Sie werden uns höhnen, dass wir nicht imstande sind, die Kämpfe der Arbeiter zu organisieren, die Schwachen und Feigen werden an den Fingern und Zehen uns die Widerstände aufzählen, die "unüberwindlich" sind.

Wir antworten ihnen:

Die Proletarier, die gelernt haben, 1918 gegen den Willen der Sozialdemokratie und des ganzen Klüngels der reformistischen Bürokraten, gegen Zuchthaus und Todesdrohungen, den Januarstreik 1918 zu organisieren, die werden auch lernen, die Gegenoffensive der Arbeitermassen gegen das angreifende Kapital, seinen Staat und seine sozialdemokratischen Helfer zu organisieren.

Unsere roten Betriebsräte, unsere revolutionären Vertrauensleute in den Betrieben und auf den Nachweisen, sie werden in den kommenden Monaten fest zusammen geschweißt werden zu einem Organ, dass den Widerstand der Arbeiter in jedem einzelnen Betrieb oirganisiert und das die Arbeitermassen in ihren großen Kämpfen gegen die Unternehmer siegreich führen wird.

 

 

 

 

Solidaritätsadresse von Fleischer zu Fleischer

an die Tönnies-Kollegen



Kampf gegen Diskriminierung und Unterdrückung von Migranten und Wanderarbeiter!


Der finanzkapitalistische Fleischerkonzern Tönnies kann bei der Ausbeutung und Ausplünderung von Mensch, Tier, Natur, Umwelt aber vor auch von "Gast"arbeitern, Migranten und Wanderarbeitern auf eine lange Tradition der Diskriminierung und Unterdrückung von Arbeitern und ehemaligen Bauern aus anderen Ländern , von "Fremdarbeitern", "Ostarbeitern" usw. usf. zurückgreifen. Der Tönnies-Konzern hat sein Handwerk unter dem Motto "Teile und herrsche" gründlich gelernt. Diese Tradition findet in der Coronakrise ihren mörderischen Höhepunkt.
Das schmutzige Geschäft dieser Fleisch-Mafia ist nicht nur korrupt ohne Ende, sondern es ist auch durch Lohndrückerei und räuberische Ausbeutung gekennzeichnet. Neben den in die Millionen Tonnen gehenden Fleischproduktion, die auch in anderen Ländern durch Export geliefert wird, tritt die direkte Plünderung, der Raub und die millionenfache, mit Sklavenarbeit teils noch verharmlosend gekennzeichnete Auspressung der Arbeitskraft Dutzender Tausender von Arbeitern aus den verschiedenen Ländern, sowohl für den Maximalprofit als auch zur Anhäufung von Reichtümern in Milliardenhöhe.

Der verbrecherische Tönnies-Konzern warb ab den 70er Jahren mal offen Arbeitskräfte aus anderen Ländern an, spielte Arbeitsuchende aus der einen Region gegen jene aus einer anderen aus und propagierte auf der anderen Seite, dass das "Boot voll" (gemeint ist der Betrieb) sei, um Spaltung und Progromstimmungen zu erzeugen, um dann wieder lauthals die Notwendigkeit eines erneuten Zustroms von neuen "billigen Arbeitskräften", zu verkünden.

In den 1970er Jahren kamen Arbeiter aus den sogenannten Anwerbeländern, vor allem aus Jugoslawien, Griechenland, der Türkei, Italien, Portugal und Spanien, in großer Zahl zu Tönnies (in Ostdeutschland besonders aus Vietnam und Mozambique). Im Jahr 1975 gab es bereits über 1000 Werktätige aus anderen Ländern (davon fast 400 aus Italien).

1979 waren es 5000. 1983 gab es 2600 Werktätige aus anderen Herkunftsländern, die mit Familien rund 4000 der Wohnbevölkerung in Gütersloh ausmachen, davon rund 1000 aus der Türkei. Danach gab es eine leichte Abnahme wegen Zuzugsbechränkungen.
Schon  damals wurde zwischen den verschiedenen Staaten eine Art Hierarchie geschaffen, wobei die Leute aus der Türkei und Marokko am meisten unter alltäglichem Nationalismus und Rassismus leiden mussten.
Heute nach fast 50 Jahren, nach dem viele dieser migrantischen Arbeiter auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben, ihre Kinder und Enkel hier geboren wurden, werden sie von Tönnies immer noch in einer gesonderten Kategorie geführt: "Personen mit Migrationshintergrund".

In den letzten Jahren ist jedoch vor allem eine verstärkte Zuwanderung aus Osteuropa, aber auch aus Asien und Afrika zu beobachten, ohne dass diese Arbeitskräfte - mit Ausnahme vielleicht von Saisonarbeitern - "angeworben" worden sind. Angesichts zunehmender Erwerbslosigkeit und Verelendung in Osteuropa, der ehemaligen Sowjetunion und Südosteuropa/Balkanregion sowie angesichts des ungeheuren Elends in den meisten industriell weniger entwickelten Ländern der Welt ist somit eine verstärkte "moderne Völkerwanderung" im Gange.

Die Arbeiter und ehemaligen Bauern aus anderen Ländern wurden vom Tönnies-Konzern schon immer besonders brutal ausgebeutet und unterdrückt, als "Menschen zweiter Klasse" wie der letzte Dreck behandelt. Sie sind gezwungen, in den Fabriken und Betrieben von Tönnies die schwersten, gefährlichsten und beschissensten Arbeiten zu verrichten und zumindest in den schlechtesten Buden und Bunkern zu leben. (100-45 Euro Miete wird vom Lohn abgezogen und die Hütten sind die total verwahrlosten Bruchbunker...)

Die weltreaktionären "Ausländergesetze" sind Sondergesetze für Arbeiter und Werktätige ohne deutschen Pass, sie machen diese und auch die (Ex)-Bauern ohne deutschen Pass praktisch völlig rechtlos. Von den Wahlen der Betriebsräte, die es in den meisten Fällen eh nicht gibt, sind die Werktätigen und andere hier lebende Personen ohne deutschen Pass ohnehin ausgeschlossen. Mehrere Tausen Arbeiter, Werktätige und  Bauern ohne ohne deutschen Pass, ob sie jahrzehntelang oder erst seit Monat hier bei Tönnies arbeiten, sind im Gegensatz zu Arbeitern, Werktätigen und Bauern mit deutschen Pass von Abschiebung oder Ausweisung bedroht, zum Beispiel wenn sie von den Staatsorganen wegen der Corona-ausbreitung bei Tönnies als "Gefahr für die öffentliche Ordnung" eingeschätzt werden, das heißt, wenn sie sich zum Beispiel im Kampf gegen den Fleisch-Oligarchen entscheiden, der ein Teil seine Knete lieber an Schalke spendet, anstatt noch offen stehende Löhne auszuzahlen.

Werktätige Frauen aus anderen Herkunftsländern sind in dreifacher Hinsicht diskriminiert: als "Ausländerinnen", als Arbeiterinnen und als Frauen. Sie erhalten oft nur eine an ihre Ehe gebundene Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, die sie im Falle einer Scheidung verlieren.
Besonders bei Tönnies erhalten sie meist die am schlechtesten bezahlten Jobs, oft sogar ohne festen Arbeitsvertrag und ohne soziale Absicherung.

Besonders krass werden die Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter, die in den letzten Jahren vor allem aus Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Slowakei usw. usf. kommen, in den Ställen, im Direktverkauf, in den Läden und Imbissen und - zumeist Frauen - als Pflegekraft und als Haushaltshilfen ausgebeutet. Unerträglich ist die Lage der Tausenden von illegal Beschäftigten, die keine Arbeitserlaubnis, keinerlei soziale Absicherung und keinerlei gewerkschaftliche Rechte haben. Auf dem künstlich geschaffenen illegalen Arbeitsmarkt machen sie die schwersten und dreckigsten Arbeiten zu den niedrigsten Löhnen, für die sie zudem überhaupt keine Garantien erhalten und deshalb oft genug um das ihnen zustehende Geld betrogen werden.

Deshalb ist es richtig, dass es eine besondere Aufgabe ist, dass die deutschen Arbeiter/Arbeiterinnen und Bauern/Bäuerinnen sich mit den Arbeitern/Arbeiterinnen und Bauern/Bäuerinnen aus anderen Ländern, die nicht nur bei Tönnies arbeiten, solidarisch zusammenschließen und mit ihnen zusammen kämpfen müssen. Aber es muss zunehmend klar werden, dass (und das ist keinesfalls eine schlechte Sache) die "deutschen" Arbeiter und Arbeiterinnen als Kategorie im Grunde schon lange nicht mehr  existieren, dass insofern lediglich die schon seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik Deutschland Lebenden Arbeitenden von den erst kurz hier Lebenden und Arbeitenden unterschieden werden können.

WIR SIND ALLE DAS WELTPROLETARIAT!!

Dabei müssen selbstverständlich alle Spaltungs- und Verhetzungsmanöver bekämpft werden, mit denen die "eigentlichen Deutschen" oder auch die sich seit Jahrzehnten in der BRD lebenden Arbeitern und Bauern aus anderen Ländern ausgespielt werden sollen.
Dabei muss bewusst sein, dass Tönnies-Konzern sehr wohl nach wie vor bei seiner Spaltungspolitik auf diese oder jene wirklich vermeintlich existierenden Unterschiede zurückgreifen, um mit der Begrifflichkeit "Migrationshintergrund" diejenigen zu diskriminieren und als "minderwertiger" einzustufen, die keinen "reinen deutschen Stammbaum" vorweisen können, sondern Eltern oder  Großeltern aus anderen Herkunftsländern haben.

Jegliche "Sondergesetze" wie das "Ausländergesetz" sowie "Zuzugsregelungen", "Einwanderungsgesetze" usw. dienen solchen korrupten Drecks-konzernen wie Tönnies dazu, die "eigene" Stammbelkegschaft mit dem Geist der Überheblichkeit und des Nationalismus anzustecken. Jede fortschrittliche Weltbewegung der weltproletarischen Klasse muss unbedingt für die gleichen Rechte aller in den jeweiligen Ländern lebenden und unterdrückten, dass heißt für die Abschaffung der "Ausländergesetze" und gegen jede Einwanderungsbeschränkung kämpfen, gegen jegliche Sondergesetze und gegen jede Beschränkung für Arbeiter und Bauern ohne Pass.
Die deutsche Sektion der Kommunistischen Internationale (SH) kämpft gleichzeitig mit der RGO vor allem für die maximale internationalistische Unterstützung des Kampfes besonders der Arbeiter, Bauern und Werktätige aus anderen Ländern, die hier oder dort leben und arbeiten und vor allem als Weltrevolutionäre  für die Vorbereitung und Durchführung der Revolution in ihren Herkunftsländern kämpfen sowie für die maximale internationalistische Unterstützung des Kampfs der weltproletarischen Klasse, Bauern und der anderen werktätigen und ausgebeuteten Massen, vor allem der Revolutionen in den vom Tönnies-Konzern abhängigen Ländern, als Etappe und integraler Bestandteil der SOZIALISTISCHEN WELTREVOLUTION.

Kollegen aller Länder, nehmt die Produktion selbst in die Hand!

Hinein in die RGO!

Folgt dem Beispiel der proletarischen Revolution der Sowjets und
Albaner, der Diktatur des Proletariats!

Weltrevolutionärer Ausweg – einziger Ausweg!

Nagelt die Verbrecher dees sozialfaschistischen DGB, vor allem der NGG, die nix tut, ans Kreuz!

Hoch die internationale Solidarität!

Arbeiter und "Gast"arbeiter eine Arbeitereinheitsfront!

Mit der sozialistischen Weltrevolution - Enteignung der Fleisch produzierenden weltkapitalistischen Mafia, Tönnies, Wiesenhof, Danish Crown, Westfleisch und wie sich dieses Dreckspack noch so nennt, und ab in den Gulag mit denen!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Revolutionärer Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

 

 

 

 

Zur revolutionären Gewerkschaftspolitik

Sammlung von Auszügen aus den Schriften von Fritz Heckert

 

 

8. März

Es lebe der 109.

Internationale Frauentag

und

der 9. Jahrestag der Gründung der KFI (SH)

 

 

 

 

Warum Rote Betriebsrätinnen ?

In vielen Großbetrieben besteht die Belegschaft schon überwiegend aus Arbeiterinnen. Im großen Siemens-Konzern sind rund 40 % Frauen beschäftigt. Im Durchschnitt beträgt der Anteil der Frauen an der Produktion 30 %.

Der Arbeiterin im Betrieb geht es schlechter als dem Kollegen. Oft mutet man ihr, der Ungeschulten, die schmutzigste oder die gefährlichste Arbeit zu. Meister und Unternehmer versuchen, sie besonders zu schikanieren.

Sich gegen ihre schlechte Lage zu wehren, ist Aufgabe jeder Kollegin. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Arbeiterinnen auch außerordentlich tüchtige Mitkämpfeinnen sein können. Ohne die Masse der Frauen dagegen kann keine Bewegung in den Betrieben siegreich verlaufen.

Diese Struktur der Betriebe findet aber noch lange nicht den genügenden Ausdruck in der Verteilung der Betriebsfunktionen. Als Betriebsräte und Vertrauensleute machen sich auch in ausgesprochen weiblichen Belegschaften die männlichen Kollegen breit. Warum das ? Es zeigt, dass auch viele revolutionäre Kollegen ihre Aufgaben noch nicht klar sehen.

Die sozialfaschistische Gewerkschaftsbürokratie, deren Aufgabe der Verrat an den Arbeiterinteressen ist, fürchtet sich vor dem revolutionären Elan der jungen Arbeiterinnen. Sie tut alles, ihn zu ersticken, weil der Moment, wo die Massen der Jungarbeiterinnen mit frischem Wagemut an die Erkämpfung ihrer Forderungen gehen, gleichzeitig der Bürokratie den Todesstoß versetzt. Aber die Anstrengungen der Sozialdemokraten um die reformistische Verseuchung der Arbeiterinnen sind fast erfolglos geblieben; die Gewerkschaftsverbände erfassen nur einen verschwindenden Bruchteil der Arbeiterinnen.

Die Losung der Revolutionären Gewerkschaftsopposition:

"Heran an die Massen - Gewinnung der entscheidenden Schichten des Proletariats",

stellt mehr und mehr die Aufgabe der Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterinnen aus den Groß- und Mittelbetrieben in den Vordergrund.

Es ist ein Überrest reformistischer Praxis, dass die Listen der Revolutionären Gewerkschaftsopposition im vergangenen Jahr zum größten Teil nicht die Struktur der Betriebe widerspiegelten, sondern in Betrieben mit überwiegend weiblicher Belegschaft, wie zum Beispiel bei Sarotti, die wenigen im Betrieb beschäftigten Arbeiter die Betriebsfunktionen besetzten.

Die diesjährigen Betriebsrätewahlen müssen da eine Durchbruchsschlacht sein ! Im Kampf um die elementarsten Forderungen und für die Eroberung der Betriebe für die sozialistische Revolution muss eine innige Verbundenheit der ganzen Belegschaft, der Erwachsenen und der Jugendlichen, der männlichen und weiblichen Kollegen, hergestellt werden.

Das gilt besonders für die Betriebsrätewahlen. Entsprechend der Zusammensetzung der Betriebe ein Drittel, die Hälfte oder sämtliche roten Kandidaten Frauen - das ist die bolschewistische Losung.

Die Ausrede: Die Arbeiterinnen sind noch nicht so weit geschult, kann man nicht gelten lassen. In den Versammlungen zum Internationalen Frauentag stimmten die Arbeiterinnen begeistert der Losung zu:

"Wählt überall rote Betriebsrätinnen !"

Wo die Kollegen die Frage richtig gestellt haben, bei Agfa-Treptow, bei Osram und bei Telephon-Berliner, waren die Kolleginnen freudig bereit, auf der Roten Liste zu kandidieren. Voraussetzung ist, dass das politische Programm die Forderungen der Frauen enthält und auf der Betriebsversammlung gründlich diskutiert wird. Eine Voraussetzung ist ferner, dass die Kolleginnen im roten Wahlausschuss bereits ihrer Stärke entsprechend vertreten sind.

Oft wird es nötig sein, dass die Arbeiter den jungen Kolleginnen hilfreich zur Hand gehen. Die Frau, früher durch Hausfrauentätigkeit auf den engen Kreis der Familie beschränkt, hat weniger Erfahrung in der Arbeiterbewegung als der schon immer in der Produktion stehende Mann. Um so stärker und elementarer ist der revolutionäre Drang der Arbeiterin, ihr Lerneifer und ihre Aufnahmefähigkeit. Sie wird eine gute Schülerin und Meisterin der revolutionären Strategie und Taktik im Betrieb sein !

Neben den allgemeinen Interessen können die weiblichen Betriebsräte auch am besten die Aufmerksamkeit der Belegschaft auf die speziellen Forderungen der Arbeiterinnen richten und die besonderen Bedürfnisse der Klassengenossinnen verteten. Maßnahmen zum besonderen Schutz der weiblichen Arbeitskraft, Schwangerenschutz und Ähnliches kann am besten eine Frau selbst vertreten. In der Frage der Erkämpfung des gleichen Lohnes für Mann und Frau, bei dem Streitobjekt, ob rote Betriebsräte verheiratete Frauen zur Entlassung vorschlagen dürfen, werden es besonders die weiblichen Betriebsfunktionäre sein, die das Denken der Belegschaft in marxistische Bahnen lenken können.

Die Rote Betriebsrätin, aus der Mitte der Kolleginnen heraus gewählt, hat die beste Möglichkeit, für den festen Zusammenschluss der Gesamtbelegschaft zu wirken, die revolutionäre Einheit zum Klassenkampf herzustellen.

Also: Platz im Betriebsrat für die Kollegin!

(aus: "Rote Fahne" Nr. 57 vom 8. März 1930)

 

Grußadresse der Solidarität

 

Grußadresse der KFI (SH)

zum 8. März 2020

- deutsche Sektion -

 

Proletarische, internationalistische Kampfesgrüße an alle ausgebeuteten und unterdrückten Frauen dieser Welt !

Mit dem Weltfrauentag erheben die proletarischen Frauen in der ganzen Welt ihre gemeinsame Stimme gegen Ausbeutung und Unterdrückung !

Die Befreiung der Frau kann nur das gemeinsame Werk der weltweit vereinigten Frauen sein !

Weltproletarische Frauen - vereinigt euch in allen Ländern zur sozialistischen Weltrevolution !

 

Die BRD, eines der reichsten Staaten der Welt, ist nach wie vor eine Klassengesellschaft. Hier sind werktätige Frauen doppelt ausgebeutet und unterdrückt: sexualfaschistisch & kapitalistisch. Politische und ökonomische Teilhabe und Gleichstellung?

Frauen werden im Schnitt mit 21 Prozent weniger Lohn als Männer abgespeist. Im Arbeitsalltag haben sie, vor allem bei so genannter „Frauenarbeit“ miese Arbeitszeiten, niedrigste Löhne, unterbezahlte Teilzeit und Minijobs. Zusätzlich lastet auf sie der Hauptanteil der unbezahlten Haus-, Sorge und Erziehungsarbeit. Mütter geben mit sechs Stunden jeden Tag doppelt soviel Zeit dafür wie Väter. Nur 29 Prozent aller Männer übernehmen täglich Arbeit im Haushalt.

Frauenunterdrückung

... kein Hirngespinst sondern Alltag!

Schlechte Bildungschancen in der Jugend und Niedrigstrenten im Alter – Frauenrealität. Als allein erziehende Frauen leben sie von Hartz IV mit ihren Kindern in Armut und sind sozial komplett abgehängt.

Als Migrantinnen trifft sie zusätzlich rassistische und faschistische Ausgrenzung und deutsch-chauvinistische Anfeindung. Asylantische Frauen sind völlig rechtlos – Abschiebemaschinerie und KZ-Lagerrealität ausgeliefert.

Brutalste häusliche Gewalt, sexualfaschistische Übergriffe gegen Mädchen und Frauen, das ist Alltag! Ehreenmorde von Männern an Frauen sind weiterhin an der Tagesordnung! Der Sexualfaschismus wird von den HERRschenden geschürt. Werktätige Männer sollen nicht gegen Konzernchefs losgehen, sondern sich an„ihren“ Frauen „abreagieren“.

Weltweit ... Frauenleid beenden durch die sozialistische Weltrevolution!

Proletarischer Frauenkampf ist Kampf um die sozialistische Weltrevolution!

In den armen Ländern ist die Lage der arbeitenden Frauen und Bäuerinnen noch viel elender. Die weltimperialistische Auspressung der Erde zerstört die Lebensgrundlagen. Frauen sind von den verheerenden Folgen der globalen Klimakatastrophe stärker betroffen als Männer. Hunger und fehlender Zugang zu Trinkwasser und Gesundheitsversorgung – auch hier sind Frauen weltweit extrem benachteiligt. Die Frauen sind besonders in Ländern mit feudalem und halbfeudalem Brauchtum den schlimmsten Verfolgungen ausgeliefert und brutalster Gewalt ausgesetzt - gesetzlich legalisiert. Mädchenmord, Sklavenhandel, Zwangsprostitution, Sex-Tourismus mit minderjährigen Mädchen, Ausbeutung proletarischer Frauen in Billiglohnländern - Hunger, Elend, Armut, Erwerbslosigkeit, Leid durch imperialistische Kriege, gefährliche, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, ausgepresst von den weltimperialistischen Metropolen… Das ist die viel gepriesene Globalisierung der imperialistischen Welt für die Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Die unterdrückte Frauen rund um den Erdball kämpfen jeden Tag für Menschenwürde, für tatsächliche Gleichberechtigung, um den GANZEN "Himmel auf Erden". Sie widersetzen sich mutig der reaktionären Gewalt, der Unterdrückung und Ausbeutung.

In Mexiko demonstrieren am diesjährigen Frauentag 100 000 Frauen gegen den täglichen brutalen Mord an Frauen, verübt von Mörderbanden in den Elendsvierteln der Großstädte - sanktioniert von Staat und Polizei.

Millionen Frauen in Indien demonstrieren gegen rassistische Einbürgerungsgesetze, die vor allem gegen die 100 Millionen muslimischen indischen Frauen gerichtet sind, ebenso wie gegen die Frauen in Kaschmir.

Werktätige Frauen organisieren den Frauenstreik: Wenn sie streiken steht die Welt still.

Pflegerinnen setzen Tarifverträge für mehr Personal und Würde durch. Lehrerinnen und Erzieherinnen pochen auf Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit.

Überall Frauensolidarität auf der ganzen Welt!

Kämpft am 8. März mit den weltproletarischen und bäuerlichen Frauen in der Kommunistischen Fraueninternationale (SH) für eine frauenfreundliche Welt, für den Weltsozialismus!

* * *

Warum erhalten Frauen weniger Lohn als Männer ?

Da ist ERSTENS das Märchen vom „schwachen Geschlecht“. Weil sie grundsätzlich nicht so leistungsfähig seien, sei es nur angebracht, dass Frauen niedrigere Löhne bekommen.

ZWEITENS, die Legende vom Zuverdienst. Das gehört irgendwie zu ERSTENS – weil ja die Männer die höheren Löhne bekommen, sind sie die „Ernährer“. In dieser Logik kann eine Frau ja nur „dazuverdienen“. Ein eigenständiges Frauen-Einkommen ist im herrschenden Konzept der bürgerlichen Kleinfamilie nicht vorgesehen.

DRITTENS haben viele Frauen wegen der gesellschaftlichen Bedingungen im Weltkapitalismus schlechtere Voraussetzungen, qualifiziertere Jobs zu besetzen. Der Hauptteil der Reproduktionsarbeit wird den Frauen aufgebürdet. Es gibt ungenügend staatliche Unterstützung bei der Erziehungs- oder Pflegearbeit (KITA-Plätze usw.). Kochen, Putzen, Waschen wird entweder gar nicht oder unterirdisch entlohnt…

VIERTENS werden Frauen allein schon benachteiligt, weil sie Kinder bekommen. Staat und Gesellschaft im Kapitalismus sind nicht an Sorge um die Mütter interessiert.

FÜNFTENS ist es Teil der weltkapitalistischen Spaltungspolitik, männliche und weibliche Proletarier gegeneinander auszuspielen.

SECHSTENS: Globales Lohndumping bei proletarischen Frauen. Konkurrenzkampf der Frauen auf dem Weltarbeitsmarkt.

SIEBTENS: 100 Millionen Frauen sind heute mit ihren Kindern auf der Flucht und haben somit keinen Zugang zu einer Beschäftigung, um sich und ihre Kinder am Leben zu halten.

All diese Probleme der Arbeiterinnen und Bäuerinnen, der weiblichen Arbeitslosen und Flüchtlinge - das sind globale Probleme, die auch nur global gelöst werden können - durch die solidarische Teilnahme der werktätigen Frauen am Sturz des Weltimperialismus durch die sozialistische Weltrevolution !

Unermessliche Kraft entsteht, wenn wir zusammenstehen. Wenn wir die Arbeit niederlegen und streiken. Mit dem Frauenstreik prangern wir die doppelte Ausbeutung und Unterdrückung der werktätigen Frauen an. Nicht nur die Lohnarbeit nein, auch die Arbeit in unserer„Freizeit“, im sogenannten Privaten, bestreiken wir.

Vielfältige Aktionsmöglichkeiten

Wir machen solidarischen Kampf sichtbar, wo immer die proletarische Frau benachteiligt wird oder leiden muss - nicht nur am 8. März, sondern im täglichen Daseinskampf der werktätigen Frau, am Arbeitsplatz oder zu Hause. Stärken wir die revolutionäre Opposition der Frauen in Betrieb und Gewerkschaft. Untestützen wir rote Betriebsrätinnen am Arbeitsplatz und kämpfen wir gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in den Betrieben. Aber auch in Bundeswehr, Justiz und Polizei müssen wir für die revolutionären Forderungen der Frauen kämpfen. Im Kampf gegen den imperialistischen Krieg stehen Mann und Frau in einer Front.

Frauen auf der ganzen Welt stehen an vorderster Front des Klassenkampfes

Unsere Kämpfe um Frauenrechte und für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen nehmen zu. Ob Chile, Polen, Spanien, Schweiz, Indien, Argentinien, Kongo oder Bundesrepublik Deutschland, offensichtlich haben wir Grund genug, unseren Kampf auf die Straße zu tragen. Auch die werktätigen Frauen in der BRD verstärken unseren Kampf: Sie vertreten ihre Interessen häufiger und kämpferischer – in betrieblichen Arbeitskämpfen und in der Öffentlichkeit auf der Straße . Streiks im Reinigungsbereich, im Einzelhandel, im Erziehungsbereich und in der Pflege. In Ost und West lassen sie nicht länger alles mit sich machen und kämpfen gegen das Lohngefälle zwischen Ost und West.

Mehr Wert!

Erzieherinnen und Lehrerinnen kämpfen um die Anerkennung ihrer Arbeit – nicht nur durch höhere Löhne. Unter dem Motto „Mehr von uns ist besser für alle“ waren die Kämpfe in den Krankenhäusern erfolgreich. In Berlin, aber auch im Saarland, in Bayern, in Baden-Württemberg und in den Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen. In Jena , Heidelberg, …

Der alte Kampf um „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ geht aktuell in eine neue Runde. Wir fragen: „Warum bezahlen wir Automobilarbeiter, die unsere Autos bauen, mehr als Arbeitern, denen wir unsere Kinder anvertrauen?“ Ob in der Produktion oder Reproduktion - gleicher Lohn für gleiche Arbeit !

Frauenkampf ist Klassenkampf für die sozialistische Weltrevolution - Nicht die Eroberung weltkapitalistischer Machtpositionen ist das Ziel! Weltproletarierinnen aller Länder streben nicht nach einem Leben á la Merkel, von der Leyen, Schäffler, Clinton, Lagarde usw. Nein! Sieir wissen, dass es ohne Befreiung der Gesellschaft keine Befreiung für werktätige Frauen geben kann.

Ohne Befreiung der Frau kann weder die Gesellschaft noch die Natur befreit werden - befreit von der Sklaverei der weltkapitalistischen Ausbeutung und ihren für Mensch und Umwelt zerstörerischen Auswirkungen.

Das wollen wir und dafür kämpfen wir!

UND WIE sie in Weltbewegung sind: Frauenstreik am 8. März 2018 und 2019 in Spanien, an dem sich jeweils in hunderten Orten mehrere Millionen Frauen beteiligten„Ni Una Menos“ („Nicht eine weniger“)

Bewegung in Argentinien, Proteste gegen Abtreibungsgesetze z.B.in Polen, in der BRD und in vielen anderen Ländern, wo viele neue kämpferische Einheitskampffronten entstehen, um den 8. März wieder zu einem Kampftag der weltproletarischen und bäuerlichen Frauen zu machen. Auch Frauen in der Schweiz sind in Weltbewegung: AmFreitag, den 14. Juni 2019 mischte der erste große Frauenstreik seit 1991 das ganze Land auf. Die Frauenfrage ist erst gelöst, wenn das Problem der sozialistischen Weltrevolution gelöst ist!

"Die Revolution ist kein Ideal , sondern ein Problem, was zur Lösung ansteht (Enver Hoxha).

Faschistischer Anschlag in Hanau

Solidarität mit Opfern und Angehörigen!

Wut ! Empörung ! Rache!

Wir gedenken Ferhat Ünvar, Hamza Kurtović, Bilal Gökçe, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Mercedes K. (Mama von zwei Kindern), Said H., Kalojan W. und Can G.

Es war nie vorbei - Stunde Null, Schlussstrich ... alles Phrasen organisierter Meinungsmache der HERRschenden. Fakt ist, der deutsche Faschismus ist auch nach dem II. Weltkrieg nie von der Erdoberfläche verschwunden. Alte Nazifaschos besetzten in Deutschland schnell wieder einflussreiche Posten in Wirtschaft, Justiz und Politik. Frauenfeindlichkeit der AfD ! Neue Nazifaschos werden nachgezogen. Nicht verwunderlich, dass ihre Netzwerke immer noch massiv die öffentliche Meinung beinflussen. Gesellschaftlich geschürter Rassismus bis zu Hetzkampagnen wie „Ausländerstopp“, „das Boot ist voll“ und „Asylantenflut“, gehen auf das Konto deutscher Nazifascho-Tradition und dienen dem imperialistischen Ausbeuter- und Unterdrückerstaat. In den letzten 20 Jahren gezielte Hetze gegen Menschen muslimischen Glaubens. Flankiert von Angriffen auf „Wohnheime“ und auf „nicht deutsch“ klassifizierte MigrantInnen. Die Frauen kämpfen gegen den deutschen Rassismus an vorderster Front ("Omas gegen Faschismus!")

9. September 2000: Das Terrornetzwerk NSU startet seine barbarische Mordserie unter Aufsicht des Verfassungsschutzes quer durch die BRD. Enver Şimsek, erstes Opfer, auf offener Straße exekutiert. Seine Angehörigen, wie die Angehörigen der weiteren acht migrantischen Opfer der NSU-Morde, von den staatlichen Behörden als „Täter“ verdächtigt, verfolgt und drangsaliert - 11 lange Jahre bis der NSU 2011 auffliegt. Morddrohungen gegen eine Rechtsanwältin der Opfer und ihre Bespitzelung durch Polizeibeamte.

In der „Asylkrise“, 2015 werden zig Asylie-Unterkünfte von Nazifaschoss angegriffen. Es folgen: Menschenjagd in Karl-Mmarx-Stadt von Pegida und Konsorten, der antisemitische, rassistische Anschlag in Halle, 2019. Diese Anschlag- und Mordserien gehen weiter. Asylantisches Leben wird in all seinen Formen bedroht. Asylies vertreiben - vernichten. Der ganze deutsche Rassenwahn - nicht nur geduldet, sondern aktiv betrieben vom bürgerlichen Staat.

Jetzt in Hanau!

Wir treffen auf rassistisches Gedankengut in allen staatlichen Institutionen und in offener oder verdeckter Machart in allen bürgerlichen Parteien. Auch öffentliche Medien und soziale Netzwerke verbreiten rassistische faschisitische Hetze. Das sind die geistigen Brandstifter und Biedermänner. Nazifaschos fühlten sich bestärkt und führen in diesem Klima aus, was die Chefideologen vorgeben. Der Staat schaut den Morden zu oder mordet mit. Wer diese Zusammenhänge nicht sehen will, verharmlost den faschistischen Mob und die faschistische Gefahr.

Die Hauptgefahr des Faschismus geht vom kapitalistischen Staat aus, von der herrschenden Bourgeoisie! Deswegen müssen wir die Herrschaft der Bourgeoisie stürzen und ihren Ausbeuter- und Unterdrückerstaat revolutionär zerschlagen und die Diktatur des Proletariats errichten. Und eine Diktatur des Proletariats wird es ohne proletarische Frauen nirgends auf der Welt geben.

Nach dem Anschlag in Hanau wird die Mordaktion als die Einzeltat eines „Irren“ hingestellt. Fragen nach Hintergründen, nach Netzwerken... ausgeblendet. Der Mörder ist ein normaler, deutscher Spießbürger, der sich in seinem rassistischen Umfeld und faschistischen Netzwerk sicher und wohlgefühlt hat. Der Mord war eine Gesinnungstat.

Die sich nun ach so „betroffen“ gebenden „Sicherheitskräfte“ haben den Mörder agieren lassen. Sein „Manifest“ kursierte seit Monaten im Internet - den Behörden bekannt. Wie beim NSU-Komplex: Drei angeblich mit Haftbefehl gesuchte Serienmörder konnten jahrelang nicht festgenommen werden, obwohl sie sich offen bewegten?! Jahrzehnte lang wird die stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung, der Kommunismus zum Hauptfeind stilisiert, hingegen faschistische und sozialfaschistische Umtriebe verharmlost und nicht verfolgt. Und nun halten diese Politiker und Bonzen Brandreden gegen Rassismus und „Rechtsterrorismus“. Innenminister Seehofer z.B., der in der „Migration die Mutter aller Probleme“ sieht. Oder Ministerpräsident Bouffier, der dafür sorgte, dass die NSU-Akten zum Verfassungsschutzbeamten A. Temme, der während des Mordes an Halit Yozgat in Kassel am selben Ort war, für 120(!!!) Jahre gesperrt wurden. Das alles ist nichts als unendliche Heuchelei. Sie soll den Zusammenhang von Rassismus und Weltfaschismus mit Staaten und Weltkapitalismus verdecken. Unfassbar und ein Schlag ins Gesicht von Opfern und anti-imperialistischen und antizionistischen Kämpfern sind die staatlich geforderten Maßnahmen: Erweiterte Befugnisse für Verfassungsschutz und Bullen . Gestärkt werden sollen die Behörden, denen in den letzten Jahren Unterstützung, Zusammenarbeit und Mittäterschaft mit faschisitischen Mörderbanden nachgewiesen werden konnten!!! Die Behörden, die belegbar anti-imperialistischeem und anderem fortschrittlichen Kampf mit brutalster Gewalt begegnen. Lassen wir uns von den Krokodilstränen der heute „Mächtigen“ nicht täuschen. Wir können, sollen und werden uns nicht auf diesen Staat verlassen.

Dieser Staat ist nicht unser Staat! Die BRD ist nicht unser Staat , alle Macht dem proletarischen Staat, der roten Räterepublik Deutschlands ! Unterstützen und schützen wir uns gegenseitig mit dem RFB!

Mit jedem Anschlag sind wir alle gemeint, schließen wir uns aus den Betrieben heraus mit den antirassistischen, antifaschistischen Reihen zusammen!

Unser Kampf kann nur erfolgreich geführt werden als globaler Kampf gegen jedenden bürgerlichen Staat und gegen den Weeltkapitalismus.

Gemeinsam für eine weltbolschewistische Gesellschaft, frei von jeglicher Ausbeutung und Unterdrückung!

Für Weltsozialismus & Weltkommunismus!

Staat, Nazifaschisten und Sozialfaschisten Hand in Hand! Unsre Antwort ist der militante Kampf!

Es lebe der 109. internationale revolutionäre Frauentag - 8. März 1911!

Es lebe der 9. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Fraueninternationale (Stalinistinnen-Hoxhaistinnen) - 8. März 2020 !

 

Kommunistische Fraueninternationale (SH)

deutsche Sektion

 

 

 

 

KARL MARX

gegen den Gewerkschafts-Reformismus

Karl Marx hat nachgewiesen, dass das Proletariat mit eherner Notwendigkeit im Kapitalismus verelendet -. Die reformistischen Gewerkschaftsführer haben den Arbeitern vorgelogen, dass durch den Gewerkschaftskampf das Gesetz der absoluten Verelendung im Kapitalismus überwunden werden kann. Sie haben damit den Marxismus geschändet und den Kampf um den Kommunismus aufgegeben, denn wenn das Proletariat im Kapitalismus nicht mehr verelendet und sich ein immer besseres Leben im Kapitalismus erkämpfen kann, wird der Kampf um den Kommunismus überflüssig. - Das Elend feiert heute Triumphe. Die Lehren von Marx werden täglich erneut bestätigt. Im Zeichen des Marxismus wird die Rote Gewerkschaftsinternationale siegen !

Karl Marx

Die Verelendung im Kapitalismus

"Je größer der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital, Umfang und Energie seines Wachstums, also auch die absolute Größe des Proletariats und die Produktivkraft seiner Arbeit, desto größer die industrielle Reservearmee. Die disponible Arbeitskraft wird durch die selben Ursachen entwickelt, wie die Epansivkraft des Kapitals. Die verhältnismäßige Größe der industriellen Reservearmee wächst also mit den Potenzen des Reichtums. Je größer aber diese Reservearmee im Verhältnis zur aktiven Arbeiterarmee, desto massenhafter die konsolidierte Überbevölkerung, deren Elend im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Arbeitsqual steht. Je größer endlich die Lazarusschicht der Arbeiterklasse und die industrielle Reservearmee, desto größer der offizielle Pauperismus. Dies ist das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation."

 

 

Zum Elend der Hohn der Gewerkschaftsführer

aus der Rede des Wirtschaftstheoretikers des ADGB, Naphtali, 1928, auf dem Hamburger Gewerkschaftskongress

 

"Es ist der Gewerkschaftsbewegung gelungen, einer entscheidenden kapitalistischen Tendenz entgegenzutreten und zu überwinden, die Tendenz der Verelendung. Elend des Proletariats ist durch die moderne Arbeiterbewegung und insbesondere durch die Gewerkschaftsbewegung überwunden worden. Ich will nicht darüber streiten, wieviel erreicht ist, wie man das Erreichte bewerten soll, aber die Verelendungstendenzen sind überwunden und der Aufstieg der Arbeiterklasse ist vorhanden, mag man ihn auch für viel zu langsam halten."

 

Kampf für Beendigung der Lohnsklaverei

"Wenn die Gewerkschaften unumgänglich sind für den täglichen Guerillakrieg (Kleinkrieg) zwischen Kapital und Arbeit, so sind sie noch weit wichtiger als organisierte Fördermittel der Aufhebung des Systems der Loharbeit selbst."

( KARL MARX )

 

 

Seid einig im Klassenkampf

"Die Macht der Masse wird jedoch durch Uneinigkeit gebrochen. Die Zersplitterung der Arbeiter wird erzeugt und erhalten durch ihre unvermeidliche Konkurrenz unter sich selbst. Die Gewerkschaften entstanden zuerst aus spontanen Versuchen von Arbeitern zur Beseitigung oder mindestens Einengung dieser Konkurrenz, um Vertragbedingungen zu erringen, die sie wenigstens über die Stellung bloßer Sklaven erhoben."

( KARL MARX in der Resolution des Genfer Kongresses, 1866 )

 

 

"Mit entsprechendem Profit wird das Kapital kühn. 10 Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent - es wird lebhaft; 50 Prozent - positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert. Selbst auf Gefahr des Galgens."

KARL MARX ( DAS KAPITAL)

 

 

150 Jahre Streikrecht

 

 

Das Streikrecht

wurder von der deutschen Arbeiterklasse in ihrem schärfsten politischen Massenkampf errungen und kann auch nur durch den proletarischen politische Masssenkampf verteidigt werden.

Das Streikrecht

ist weder Almosen der Kapitalisten, noch Aushängeschild für das Streikbrechertum des DGB, ist weder ein demokratisches Pappschild des imperialistischen Staates, sondern ein "Schulrecht des Kommunismus" zur Befreiung der Arbeiterklasse aus kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung.

 

150 Jahre Streikrecht

Streikrecht wird im praktischen Klassenkampf verteidigt und nicht auf dem Papier.

150 Jahre Streikrecht und kein Recht auf Generalstreik heißt die Ketten der Lohnsklaverei noch fester schmieden.

Generalstreik als Mittel der Arbeiterklasse für die Abschaffung des Kapitalismus und die Errichtung des Sozialismus wird im Grundgesetz ausgeschlossen.

Abschaffung der Lohnsklaverei verstößt gegen die so genannte "freiheitlich-demokratische Grundordnung", gegen die Grundordnung der kapitalistischen Klassengesellschaft.

Deswegen braucht die Arbeiterklasse nicht nur revolutionäre Gewerkschaften, sondern auch die Komintern (SH), die den gewerkschaftlichen Kampf als Hebel der sozialistischen Revolution organisiert.

Ein Generalstreik, der ganz Deutschland lahm legt, ist in diesem kapitalistischen Staat rechtswidrig, wenn mit ihm ein politisches Ziel verfolgt wird. Das deutsche Streikrecht bezieht sich nur auf konkrete Lohnabschlüsse für ganz bestimmte Branchen. Streiken dürfen in Gewerkschaften organisierte Arbeiter und Angestellte gegen ihre Tarifpartner, die Arbeitgeber. Das Streikrecht legitimiert den Kampf für bessere Lohnabschlüsse, aber keine allgemeinen anderen politischen Zielsetzungen.

 

Der DGB ist eine imperialistische Streikbrecherorganisation, die zerschlagen werden muss.

Das Streikrecht kann und wird nur durch Rote Gewerkschaften verteidigt werden.

Es lebe die RGO !

Es lebe die Rote Gewerkschaftsinternationale !

 

110 Jahre Streikrecht

aus: Nr. 3, 1980, 18. Januar

 

 

Metaller !

Streikt nicht nur für höheren Lohn, Verteidigung eurer Arbeitsplätze und Verbeserung eurer Arbeitsbedingungen, sondern vor Allem für das Ende der kapitalistischen Lohnsklaverei !

 

Rüstet auch für einen heißen März !

Gedenkt eurer Ur-Großeltern, die vor 100 Jahren ihr Leben ließen in der Märzrevolution !

100 Jahre Märzrevolution 1920 !

Rüstet euch für die sozialistische Revolution in Deutschland und auf der ganzen Welt !

 

vor 40 Jahren

Historische Ereignisse der internationalen revolutionären Bewegung

 

 

Britischer Stahlarbeiterstreik

1980

 

 

 

 

 

Poststreik in ganz Finnland – Solidarität kommt aus anderen Branchen

Finnland. Nichts geht mehr bei der finnischen Post. Seit dem 11. November (voraussichtlich bis zum 22. Dezember) befinden sich die Postler im Streik. Zur Unterstützung des „Postilakko“ legen inzwischen auch andere Branchen die Arbeit nieder, beispielsweise Seeleute, Hafenarbeiter, Busfahrer und Bahn sowie Frachtabfertigung an den Flughäfen. Bestreikt werden auch die Poststellen in den Supermärkten. Der Fährverkehr wurde komplett eingestellt.

"Posti", ein Konzern im Eigentum des finnischen Staates, hat 700 Paketsortierer in eine private Tochtergesellschaft „verschoben“. Dagegen protestiert die Post- und Logistikgewerkschaft PAU, denn diese gehörten ohnehin schon zu den Geringverdienern und hätten in Zukunft noch weitere Abschläge zu erwarten. In dem neuen Betrieb fielen sie nicht mehr in den Bereich der Post-Tarife. Die Lohneinbußen betragen 30 bis 50 Prozent. Ziel der Auslagerung sind Einsparungen, denn im Paketbereich konkurriert die Post mit anderen Anbietern.

Und was "verdient" der Postchef ?

Der Postchef bezieht fast eine Million Euro (!) im Jahr.

Der Poststreik beeinflusst das tägliche Leben in Finnland.

 

Begriffe und Erklärungen für Streiks in Finnland:

Streik:

Die Arbeiter erklären , die Arbeit einzustellen. Ein Streik ist ein Mittel, um Druck auf Arbeitgeber auszuüben.

wilder Streik:

Ein Streik ist "rechtswidrig", wenn die Beschäftigungsbedingungen während des Inkrafttretens des Tarifvertrags kollektiviert werden. Ein Streik ist auch illegal, wenn er gegen die Beschäftigungsbedingungen verstößt.

Arbeitsunterbrechung:

Unter Arbeitsunterbrechung versteht man eine kollektive Handlung, bei der die Arbeit grundsätzlich unterbrochen wird.

Kollektivstreit:

Ein Oberbegriff, der verwendet wird, um Druck auf Arbeitgeber auszuüben, um diese zu einer Vereinbarung zu zwingen. Kollektivmaßnahmen können angewendet werden, wenn die Arbeiter und Unternehmer keine Einigung über die Beschäftigungsbedingungen erzielen können.

Aussperrung:

Lockout ist ein Druckmittel der Arbeitgeber gegen (streikende) Arbeiter. Eine Aussperrung bedeutet, dass Arbeitgeber Gewerkschaftsarbeiter daran hindern, in einem bestimmten Sektor zu arbeiten, und ihre Löhne aussetzen. Die Aussperrung kann auch rechtswidrig erfolgen, solange der Tarifvertrag in Kraft ist.

Überstundenverbot:

Im Überstundenverbot lehnen Arbeitnehmer Überstunden oder zusätzliche Arbeit ab.

Generalstreik:

Ein Streik, der sogar alle Gewerkschaften betrifft. Der Generalstreik wird von den Zentralorganisationen gemeinsam vereinbart.

Großer Streik:

Ein landesweiter Streik. In Finnland gab es 1905 so einen großen Streik.

Ausstieg:

Mitarbeiter protestieren und verlassen einige ihrer Arbeitsplätze während der Arbeitszeit. Ein Marsch ist illegal, wenn der Tarifvertrag in Kraft ist. Der Marsch kann spontan oder wie geplant arrangiert werden.

Demonstration im Arbeitskampf:

Die Demonstration verlässt in der Regel den Arbeitsplatz bzw. die Arbeitsplätze und versammelt sich an einem vereinbarten Ort, um zu protestieren.

Italienischer Streik:

Ein Bummelstreik, bei dem Mitarbeiter in schleppendem Tempo arbeiten oder jede einzelne Regel befolgen oder nur das tun, was speziell angeordnet wurde.

Basketballstreik:

Ein illegaler Streik, der von einer anderen Person als der Organisation entschieden wurde.

Solidaritätsstreik:

Ein Streik, mit dem Streikende in einer anderen Branche oder einem anderen Unternehmen unterstützt werden sollen. Unterstützungsstreiks können auch politisch sein. Ein Streik bedeutet dasselbe wie Solidarität.

Aktionstag:

Am Aktionstag streiken Mitarbeiter, indem sie beispielsweise eine Veranstaltung oder ein Meeting besuchen.

Sitzstreik:

Arbeiter kommen zur Arbeit, weigern sich jedoch zu arbeiten.

Streikwarnung:

Ein Warnstreik sollte mindestens zwei Wochen vor dem Streik der anderen Partei und dem Mediator gemeldet werden. In der Mitteilung sind die Ursachen, der Zeitpunkt des Beginns und der Umfang des vorbereiteten Arbeitskampfs anzugeben.

Streikbrecher:

Eine externe Person außerhalb der Streikgewerkschaft, die bei einem Streikjob arbeitet. Wenn die Post zum Beispiel während des Streiks Zeitarbeit geleistet hätte, wären die angeheuerten Arbeiter Streikbrecher gewesen.

Streikführung:

Leiter der konkreten Umsetzung eines Streiks.

Streikbeauftragter:

Der Streikbeauftragte benachrichtigt unter anderem diejenigen, die wegen Streiks und unbezahlter Arbeit zur Arbeit kommen, verteilt ein Streikbulletin und meldet potenzielle Streiks und Störungen an das Streikkomitee. Ein Streikschutz hat kein Recht, den Verkehr zum Arbeitsplatz zu blockieren oder gewaltsam zu verhindern, dass jemand den Arbeitsplatz betritt.

Streikschlichtung:

Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern werden beigelegt.

Nationaler Mediator:

Der nationale Mediator und die Mediatoren unterstützen ihre Verhandlungspartner bei der Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten, wenn ein Arbeits- oder Tarifvertrag nicht ohne fremde Hilfe erreicht werden kann. 2015 startete Minna Helle als nationale Mediatorin.

Einreichung eines Vergleichs:

Wenn der Mediator den Arbeitskonflikt nicht durch Verhandlungen beigelegt hat, kann er einen schriftlichen Vergleich einreichen und die Parteien auffordern, diesen zu akzeptieren.

Unbestrittener Status:

Nach Ablauf der Kündigungsfrist für die Tarifverträge beginnt der unbestrittene Status, sofern noch keine neuen Verträge abgeschlossen wurden. Es besteht keine Verpflichtung, während einer Vertragslaufzeit in Frieden zu sein, was bedeutet, dass Arbeitskampfmaßnahmen, dh Streiks und Aussperrungen, möglich sind.

 

 

650 0000 Reinigungskräfte im Streik !

Wer bei den Reinigungskräften unter den schlechtesten Arbeitsbedingungen beschäftigt ist, schneidet im neuen Tarifvertrag am schlechtesten ab - natürlich typisch für den Verrat der Gewerkschaftsführung der IG BAU !

 

Leere Versprechungen und die Kolleginnen und Kollegen billig abgespeist!

Die Kapitalisten über das Tarifergebnis hoch erfreut ! Die Reinigungskräfte gucken wieder einmal in die Röhre und werden wie der letzte Dreck behandelt!

Wo bleibt das Weihnachtsgeld, wofür wir auf die Straße gegangen sind ? Das Weihnachtsgeld haben die Gewerkschaftsführer der IG BAU unter den Tisch fallen lassen. Eine Sauerei !

Mit den Kapitalisten müssen die Reinigungskräfte die IG BAU-Führer gleich mit wegfegen, denn wer kann den Dreckmist der IG BAU besser beseitigen als die Reinigungskräfte ?

Da muss nachverhandelt werden, sonst wird der Streik wieder aufgenommen - wenn's sein muss: auch gegen den Willen der Gewerkschaftsbosse! Was sind einpaar Gewerkschaftsbonzen gegen den entschlossenen Willen von 650 000 Kolleginnen und Kollegen ?!

Und bei den Überstunden hat sich die IG BAU von den Kapitalisten auch über den Tisch ziehen lassen. Die Unternehmer wollen künftig erst ab der neunten Arbeitsstunde pro Tag Überstunden anrechnen. Und wer geht mal wieder leer aus ? Die Teilzeitbeschäftigten gehen also wieder einmal leer aus, obwohl die IG BAU vorher ihr Maul für die Teilzeitbeschäftigten groß aufgerissen hat. Ein schändlicher Tarifvertrag!

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts hätten die Kapitalisten den Zuschlag auch an Teilzeitbeschäftigte mit kürzer vereinbarten Arbeitszeiten zahlen müssen. Dank der Vereinbarung mit der IG BAU sind die Unternehmer fein raus. Sie brauchen den Teilzeitbeschäftigten nun keinen Zuschlag zahlen.

Am düstersten sieht es mit dem Urlaub aus: Erst 2021 soll es nur für Vollzeitbeschäftigte Urlaub von 30 Tagen geben. Ein Hohn !

Und war da nicht noch von einem 13. Monatsgehalt die Rede ?

Abgelehnt von den Kapitalisten - natürlich im Einvernehmen mit der IG BAU !

Eine sauberer Verein - dieser Staat der Kapitalisten und seine treuen Lakaien von der Gewerkschaft

Wer mit uns diesen Dreckhaufen unserer Gesellschaft wegfegen will, der komm zu uns

- zur Revolutionären Gewerkschaftsopposition !

 

 

 

vor 50 Jahren

siegreiche wilde Streiks

1969

SEPTEMBERSTREIKS

Auszüge aus dem "Roten Morgen"

von 1969 und 1979

Die Septemberstreiks waren eine Reihe wilder Streiks im September 1969 in der Bundesrepublik Deutschland. Sie begannen am 2. September 1969 mit einem Arbeitskampf bei der Hoesch AG in Dortmund, der von der IG Metall weder geplant noch verantwortet wurde. Es kam zu einem Demonstrationszug der Beschäftigten, die die Arbeit niedergelegt hatten, zum Gebäude der Firmenleitung. Die Forderung nach Lohnerhöhung um dreißig Pfennig pro Stunde wurde innerhalb sehr kurzer Zeit von der Firmenleitung akzeptiert.

Diesem erfolgreichen außergewerkschaftlichen Arbeitskampf folgte in den kommenden Wochen eine Reihe weiterer wilder Streiks, hauptsächlich in der Montanindustrie und der Stahlindustrie, aber auch im öffentlichen Dienst. Vom 2. bis zum 19. September waren mindestens 150.000 Personen im Ruhrgebiet und im Saarland an den Arbeitsniederlegungen beteiligt; später folgten weitere Streiks in der Oberpfalz, in Kiel und Bremen. Sie führten für über acht Millionen Beschäftigte zu Lohnerhöhungen außerhalb der gewöhnlichen Tarifverhandlungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vor 130 Jahren

Gründung der Bergarbeitergewerkschaft in Deutschland

18. August 1889

aus diesem Anlass veröffentlicht die deutsche Sektion folgende Artikel:

 

20 Jahre Bergarbeitergewerkschaft

aus: "Bergarbeiter-Zeitung" Nr. 34 - August 1909

 

 

90 Jahre Bergarbeitergewerkschaft

aus Roter Morgen Nr. 36, 37, 39

* * *

siehe auch unsere historische Webseite:

1889 - Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet

 

 

Terrorismus der Autoindustrie zerschlagen !

Staatliche Behörden, Politiker und Gewerkschaftsbonzen, die den Abgasskandal decken, zum Teufel jagen !

Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt !

Neuer Abgasskandal !!

Kraftfahrtbundesamt und Verkehrsministerium schweigen !


Ein offenes Wort der Kritik an euch

Kolleginnen und Kollegen in der Autoindustrie !

Wollt ihr in eurem Autowerk etwa weiterhin mitschweigen ?

Geht endlich auf die Straße und erhebt eure revolutionäre Stimme !

Man will eure Betriebe kaputt schlagen !

Fegt die verbrecherische Führung eurer Betriebe hinweg !

Übernehmt selber die Fabriken !


Das fortgesetzte Schweigen eurer Belegschaften zum erneuten Abgasskandal zeigt, dass ihr derzeit immer noch unfähig seid, euch als stärkste politische Kraft in unserem Land zu organisieren und mal mit der Faust auf den Tisch zu hauen.

Das ist - gelinde gesagt - ein Armutszeugnis für die gesamte Arbeiterklasse.

Die Kette von Skandalen reißt ja nur deswegen nicht ab, weil die einzige Kraft, die diese Kette zerreißen kann, die Arbeiterklasse, untätig bleibt und nicht bereit dazu ist, auf die Barrikaden zu gehen.

Wie soll sich eine gemeinsame Kampffront aller Autobauer der Welt entwickeln können, wenn die Arbeiter in Deutschland, im Land der Autobauer, nicht an ihrer Spitze stehen.

Der deutsche Autobauer hat sich als untauglich erwiesen, die Autobauer in der Welt mitzureißen. Der deutsche Autobauer ist nicht in der Lage, den internationalen Kampf gegen das Automobilkapital anzuführen, das nicht nur die Hälfte aller Arbeitsplätze der Welt wegrationalisiert, sondern sich rücksichtslos über die Interessen der Verbraucher hinwegsetzt und die Umwelt verpestet.

Die deutschen Belegschaften sind noch nicht einmal in der Lage, gemeinsam zu handeln, sich im eigenen Land selber gegenseitig zu unterstützen und sich wie ein Mann gegen die frechen Angriffe der Autokapitalisten zu wehren, die von ihren Lakaien in Staat und Gewerkschaften immer frecher unterstützt werden und das Volk belügen und betrügen. Das dürft ihr nicht zulassen !

Autobauer ! Wach auf, setz dich in Bewegung und tu endlich was !

Heraus aus den Betrieben !

Heraus auf die Straße !

Jetzt geht es nicht nur um deinen Lohn, nicht nur um deinen Arbeitsplatz, sondern um die Verteidigung grundlegender Lebensinteressen der gesamten Gesellschaft, die mit jedem neuen Tag immer wieder mit Füßen getreten werden.

Es geht darum, nicht nur bei diesem oder jenen Skandal aufzuschreien, sondern sich endlich vom ganzen kapitalistischen Dreck zu befreien, von den Ursachen dieser Skandale, die im kapitalistischen System selbst liegen.

Es geht nicht darum, den verfaulten Kapitalismus zu retten. Den kann niemand retten.

Es geht darum, eine neue Gesellschaft auf den Trümmern der morsch gewordenen alten Gesellschaft aufzubauen – eine neue Gesellschaft, die fähig ist, das einzig Richtige durchzusetzen, nämlich die Lohnsklaverei ein für alle Mal abzuschaffen. Um nichts Anderes kann es dem Arbeiter gehen!

Wer denn anders als die Arbeiterklasse kann die alte Gesellschaft zertrümmern und die neue Gesellschaft aufbauen ? Niemand anders !

Was jetzt zu tun ist ?

Was soll diese Frage ? Ihr wisst doch selber aus täglicher leidvoller Erfahrung, was für euch am Besten ist. Ihr wisst selber, so kann es nicht weiter gehen.

Ihr müsst jetzt endlich euren eigenen politischen Kampf führen und euch nicht länger von den Gewerkschaftsbonzen und Politikern an der Nase herum führen lassen.

Organisiert euren eigenen, selbständigen politischen Massenstreik !

Bildet Aktions- und Streikkomitees !

Ohne euren Kampf wird die Selbstherrschaft der Autokapitalisten niemals aufhören!

Demnächst wird man euch nicht mehr brauchen, könnt ihr das Werkstor von außen betrachten.

Wollt ihr das ? Wenn ihr das nicht wollt, müsst ihr kämpfen und an eure alten Kampftraditionen anknüpfen!

Und wenn ihr euch erst einmal gemeinsam und geschlossen an die Spitze der Bewegung gegen die Autokonzerne gesetzt habt , dann werden dies die Autobauer der ganzen Welt begrüßen und euch folgen ! Sie warten schon viel zu lange auf euer Signal zum Losschlagen. Das Signal muss von euch kommen, denn ihr bildet die Vorhut des Weltzentrums der Autoindustrie.

Die Solidarität aller Autobauer der Welt ist eine Macht, die niemand auf der Welt aufhalten kann, nur ihr selbst!

Es lebe die internationale Kampffront der Autobauer !

Autobau in Arbeiterhand !

Produktion unter Kontrolle der Arbeiter !

Mobilität im Interesse der Menschheit und der Umwelt und nicht im Interesse der Profitmaxmierung !

Gemeinsam werden wir siegen !

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

Es lebe die Diktatur des Weltproletariats !

Es lebe der Weltkommunismus !

Es lebe die Komintern (SH) und ihre deutsche Sektion !

 

 

 

Merkel eröffnet die IAA 2019

und deckt die Verbrechen der Autokapitalisten.

 

 


Autobauer der Welt

vereinigt euch im revolutionären Klassenkampf

 

Finger WEG von unseren Arbeitsplätzen!


Es klingt so harmlos: Die deutschen Autobauer hätten die Entwicklung zur E-Mobilität „verschlafen“. Außerdem gäbe es eine Absatzkrise wegen schwächelnder Konjunktur, der Handelskrieg, in erster Linie geführt von der faschistischen Trump-Administration, tue das Übrige. Ach ja, nicht zu vergessen: Diesel-Absturz. Das alles sei Ursache für die Autoweltkrise.
Ehrlich, für wie dumm halten die uns?
Seit fast 130 Jahren ist das Auto eine Erfolgsgeschichte aus Europa, vor allem aus dem deutschen Staat. Inklusive Infrastruktur und mit blutigen Kriegen eroberten Zugängen zu den notwendigen Rohstoffen. Die Maximalprofite der Autoindustrie mit dem Verbrennungsmotor sind immens. Das sieht mit der E-Mobilität anders aus. Was macht ein schlauer Weltkapitalist? Richtig, er versucht in der verbleibenden Zeit der Verbrennungsmotor-Ära so viel wie möglich einzusacken! Logische Folge sind Überproduktion und dann – Absatzkrise. Und dann: Vernichtung von Arbeitsplätzen und damit Lebensgrundlagen Tausender Arbeitern. Es gibt also eine Profit-„Weltrise“. So sehen das zumindest die Milliardenprofite gewöhnten Autobosse, weil so gut wie alle Autokonzerne weniger Reibach machen als im Vorjahr. Und diese „Krise“ wird auf unseren Rücken abgewälzt. So liest sich das dann in den Medien:
Stellenabbau bei Audi – 10 000 Jobs stehen bei Audi in Ingolstadt und Neckarsulm auf dem Spiel. Wie viele noch?
Bis zum Jahr 2030 ist laut IG Metall wegen der Transformation fast jeder zehnte Job in der deutschen Autoindustrie gefährdet.
In Ingolstadt arbeiten mehr als 44 000 Arbeiter bei Audi. Nur Asylbewerber? Harte Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung: Die bis 2025 geltende Beschäftigungssicherung werde nicht in Frage gestellt – das betonen führende Gewerkschaftsbonzen. Fakt ist: Es werden künftig weniger Automobilarbeiter bei Audi arbeiten.
VW, Audi, BMW, GM, Ford, Daimler … In der Automobilbranche wächst der Konkurrenzkampf um Märkte und Monopolstellungen. In China, dem weltweit größten Automarkt lag im ersten Halbjahr 2019 der Neuwagenverkauf 14 Prozent unter dem des Vorjahrs. Die Folge: Seit Juli 2018 wurden in der chinesischen Autoindustrie 220 000 Arbeitsplätze vernichtet.
Ford veranstaltete bereits ein Arbeitsplatz-Massaker, dem 12 000 Produktionsstellen in ganz Europa (5 400 in Bundesrepublik Deutschland) und 7 000 Bürostellen in den USA zum Opfer fielen. Im Juni hat Ford die Produktion in Russland mit der Schließung von drei Werken faktisch eingestellt.
Opel will 1 100 Jobs in Rüsselsheim, Eisenach & Kaiserslautern abbauen.
Mahle, Bosch, Siemens … die Autozulieferindustrie ist genauso betroffen. Mahle z.B. schließt sein Werk in Öhringen.
Der Angriff auf unsere Arbeitsplätze ist direkte Folge der Forderungen nach immer höheren Renditen trotz Weltkrise. Extreme Produktionssteigerung, Arbeits- und Leistungsverdichtung für uns Arbeiter, Rationalisierung, Abbau von Arbeitsschutzmaßnahmen und Zunahme von Leih- und Gelegenheitsarbeitsverhältnissen. Die Weltkapitalisten profitieren von niedrigeren Löhnen und der Rechtlosigkeit, von der Spaltung der Belegschaften.

Handelskrieg ist weltkapitalistischer Konkurrenzkampf

Das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa steht im Brennpunkt der Handelskriege. Der Daimler-Konzern käme bei neuen Strafzöllen schlecht weg. In Tuscaloosa hat er seit 1995 sechs Mrd. Euro investiert. Für den Bau einer Batteriefabrik wird‘s noch eine Milliarde. Die in dem Werk vor allem hergestellten SUVs, werden zu zwei Dritteln exportiert, nicht zuletzt nach China.
Daimler 2018: „Ein Werk mit einer Kapazität von 300 000 Fahrzeugen verlegt man nicht wegen kurzfristiger Probleme.“
ABER: Wenn der weltkapitalistische Konkurrenzkampf zu weiteren Strafzöllen u.ä. führt, stehen auch die rund 3 800 Arbeitsplätze in Tuscaloosa auf dem Spiel.
Trotz drohender wirtschaftlicher Sanktionen investieren deutsche Konzerne immer mehr in den USA. Na klar, sie erhoffen sich lukrative Geschäfte. Das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in den USA ist vielversprechend. Außerdem profitieren auch deutsche Firmen von Trumps Steuerreform: u.a. Senken der Körperschaftssteuer von 35 auf 21 Prozent. Dies brachte z.B. Daimler und BMW Einsparungen im Wert von jeweils rund einer Milliarde Euro. Deutsche Konzerne spekulieren auch, auf diese Art die Profite schmälernden Strafzöllen auf Kfz-Importe aus der EU zu vermeiden. Und: Weitere Sanktionspläne bedrohen das deutsche Russlandgeschäft. Sollten Trump & Co auch gegen Unternehmen aus China Sanktionen verhängen, gucken die deutschen Konzernbosse in die Röhre. China ist ihr drittwichtigster Absatzmarkt (93 Mrd. Euro) und ihr drittgrößter Investitionsstandort.
Der Angriff auf unsere Lebensbedingungen stößt auch auf Kampf. Anfang des Jahres verhinderten z.B. 70 000 Arbeiter der Fahrzeugteile-Industrie in Matamoros (Mexiko) die Lieferung von wichtigen Teilen an amerikanische und kanadische Autofabriken. Lasst uns diese KollegInnen zum Vorbild nehmen.
Unser Recht bekommen wir nicht am Verhandlungstisch!

Die IG Metall und andere mit dem Weltkapital verflochtene sozialfaschistischen Gewerkschaften machen immer weitere angeblich Standort sichernde Zugeständnisse, anstatt Widerstand gegen den Angriff auf unsere Arbeitsplätze und Lebensbedingungen zu mobilisieren. Gewerkschaftsbonzen argumentieren, dass wir Arbeiter uns den Forderungen unseren „eigenen“ monopolkapitalistischen Ausbeutern unterwerfen müssen, um unsere Arbeitsplätze zu retten. So werden wir aber gezwungen, uns in Konkurrenz zu unseren Kollegen in anderen Ländern stellen. Wir sollen sie unterbieten und dann dankbar die Autos für die Bosse bauen und ihre Taschen füllen. Inzwischen wissen wir aus bitterer Erfahrung: Keins unserer Zugeständnisse hat jemals einen Arbeitsplatz gesichert. Im Weltkapitalismus ist kein Job sicher. Denn Arbeitsplatzvernichtung gehört zum Weltkapitalismus.
Karl Marx schildert in „Lohnarbeit und Kapital“ den „industriellen Krieg der Kapitalisten“ untereinander: „Dieser Krieg hat das Eigentümliche, daß die Schlachten weniger in ihm gewonnen werden durch Anwerben als durch Abdanken der Arbeiterarmee. Die Feldherren, die Kapitalisten, wetteifern untereinander, wer am meisten Industrie-Soldaten entlassen kann.“
Mit jährlichen Subventionen in Milliardenhöhe und „Branchen-Schutz-Programmen“ in der Krise (z.B. die „Abwrackprämie“) wird die Autoindustrie vom deutschen Staat massiv finanziell gefördert. Und das obwohl Großaktionäre, die Familien Porsche, Piëch, Quandt und Klatten sowie die Staatsfonds reaktionärer Staaten wie Qatar und Kuwait, Blackrock mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Friedrich Merz (CDU), Milliarden-Gewinne einstreichen: So werden z.B. die BMW-Eigner täglich um 5,5 Mio. Euro reicher, der Porsche-Piëch-Clan bekommt dieses Jahr zwei Mrd. Euro Dividende. VW hat dann immer noch Rücklagen von über 70 Mrd. Euro.

Im Kampf zur Verteidigung von Arbeitsplätzen müssen wir Arbeiter unser soziales Recht auf Arbeit und angemessenen Lebensstandard dem, im Weltkapitalismus geltendem Recht der Konzerne, Fabriken zu schließen, entgegensetzen.

Der Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung ist untrennbar verbunden mit dem Kampf um Arbeitszeitverkürzung! In der letzten Fabrikzeitung haben wir frech die Forderung nach je fünf Stunden an fünf Arbeitstagen formuliert. Tatsache ist, das ist angesichts des gesellschaftlichen Reichtums möglich. Einfach die Gewinne aus Wertschöpfung und Spekulation für die Finanzierung des Lohnausgleichs bei Arbeitszeitverkürzung verwenden ... Problem gelöst!
Na, klar!

Das müssen wir mit unserer als working class ind der Einheitsfront durchsetzen. Die Maximalprofite „unserer“ Bosse machen uns wütend. Das gibt uns Kraft für unseren Kampf!
Allein VW, Daimler und BMW – haben 2017 zusammengerechnet rund 30 Mrd. Euro Gewinn eingesackt und um ein Vielfaches höhere Rücklagen. Die Autoindustrie könnte also aus ihren Profiten heraus die Arbeitszeitverkürzung finanzieren. Auch wenn der Gewinn geringer ausfällt, weil Produktion und Absatz reduziert werden, wäre sogar im Weltkapitalismus diese Arbeitszeitverkürzung drin. Und noch genug Geld vorhanden für notwendige soziale Investitionen.
In den vergangenen 200 Jahren ging kein Betrieb wegen Arbeitszeitverkürzung in den Ruin. Nee! Sämtliche Profite aus Produktivitätssteigerung landeten komplett in den Taschen der Weltkapitalisten.
Der Produktivitätsschub durch die Digitalisierung muss für eine radikale Arbeitszeitverkürzung genutzt werden!
Für unsere Kämpfe


RGO-Streik- und Kampfkomitees organisieren

Aufruhr und Kampf gegen die Autobosse u. -Bonzen mobilisieren! "

 


 

 

 

Industrie 4.0

Ja - in den Händen der Arbeiterklasse !

Nein - in den Händen der Kapitalisten !

Propaganda-Maschinerie der Kapitalisten:

"Wachstumspotenzial durch Industrie 4.0 zwischen 200 und 425 Milliarden Euro bis 2025.“

„Rund 15 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt,und indirekt von der produzierenden Wirtschaft ab.,Mit der Digitalisierung der Industrie werden sich,nicht nur Wertschöpfungsprozesse verändern, es,werden auch neue Geschäftsmodelle und neue,Perspektiven für Beschäftigte entstehen. Gerade für,kleine und mittlere Unternehmen bieten intelligente,,digitale Produktionsverfahren große Chancen.“

„54 Prozent der Betriebe in der Auto- und Zuliefererindustrie rechnen mit einer sinkenden Zahl von Arbeitsplätzen.“

Willkommen in der Wirklichkeit der lügnerischen Dreckspropaganda!

Von wegen „neue Perspektiven für Beschäftigte“.

Immer wenn von Chancen für Unternehmen (egal ob klein, mittel oder groß) die Rede ist, bedeutet das für uns: Stellenvernichtung, Lohnkürzung, Betriebe gehen pleite usw.

SO sehen die „neuen Perspektiven“ für uns aus!

Was ist zu tun?

Was macht unsere Revolutionäre Gewerkschaftsopposition?

Wir wissen, worum es geht. Denn unter weltkapitalistischen Rahmenbedingungen können wir die Herrschenden nicht dazu bewegen. unsere Interessen - Natur und Mensch - über ihre Profitwirtschaft zu stellen. Das heißt, um den technischen Fortschritt in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, muss die sozialistische Welktrevolution alle bürgerlichen Staatsapparate zerschlagen und mit der Errichtung der Weltdiktatur des Weltproletariats und dem weltsozialistischen Aufbau ein neus Zeitalter beginnen.

Die schmutzige Demagogie von  „Projekt Zukunft“, „E-Mobilität und Industrie 4.0“, „Zukunftsbild“ soll die arbeitenden Massen verblenden. Für solch hohle Phrasen, von wegen Zukunftssicherung, werden von den Belegschaften für den „technologischen Wandel“ massive Zugeständnisse erpresst, die unannehmbar sind.

Wie sieht die Komintern (SH) und die RGO das Problem "Industrie 4.0 ?

Hierzu veröffentlichen wir einige Texte

u.A. aus:

 

Roter Morgen Nr. 20 vom 18. Mai 1984

Schöne elektronische Welt

 

"Unter dem Banner des Marxismus"

- Jahrgang 1934, Heft 2 / Juni-Juli

 

Marx über den revolutionären Fortschritt der Technik im Sozialismus

(Krshishanowski)

 

Die Liquidierung der Vielfältigkeit der Wirtschaftsformen und Lenins Theorie über den Aufbau des Sozialismus

(Chmelnitzkaja)

 

Kapitalistische Rationalisierung, Krise und Sozialfaschismus

(Karl Schmidt)

 

Die kapitalistische Industrialisierung

Kapitel aus dem Lehrbuch der Politischen Ökonomie (1955)

 

Die Grundlagen des technisch-ökonomischen Rekonstruktionsplanes der Sowjetunion

Gleb Maximilianowitsch Krshishano

* * *

Welche Lehren können wir Stalinisten-Hoxhaisten heute ziehen, um das kapitalistische Weltwirtschaftssystem durch unser sozialistisches Weltwirtschaftssystem zu ersetzen ? 

05. 12. 2015 

Wolfgang Eggers

* * *

Die am weitesten fortgeschrittene Wissenschaft von der Politischen Ökonomie ist konzentriert in unseren

14 Grundsätzen des Weltkommunismus:

Programm

der "Weltkommune Nr. 1"

ökonomischer Grundsatz (5)

 

* * *

zu unserem Gesamtarchiv

Politische Ökonomie

 

 

 

Solidarität mit dem LKW-Fahrer Streik 2019

in Portugal

 

Die Instrumentalisierung des Militärs in einem Arbeitskampf muss verboten werden!

Der Tarifvertrag gilt nur für Arbeitnehmer, die der Gewerkschaft angehören. Dies ist eine Provokation und ein Verrat der Gewerkschaftsführer an der Arbeiterklasse. Tarifverhandlungen müssen für alle Arbeitnehmer gelten - ausnahmslos!

Diese besondere Art der "Konfliktlösung" richtet sich gegen die Arbeiterklasse, weil sie auf der Zusammenarbeit von Kapitalisten, reaktionären Gewerkschaftsführern und dem kapitalistischen Staat beruht.

Diese kapitalistische Allianz muss revolutionär niedergeschlagen werden!

Die Fahrer von Gütern und gefährlichen Gütern haben am Montag einen unbefristeten Streik begonnen.

Der STRUN-Streik, der rund 1.000 Frachtfahrer aus dem Norden vertritt, begann am Montag um 12:00 Uhr in den Distrikten Aveiro, Braga, Bragança, Porto, Viana do Castelo und Vila Real.

"Ich bin seit 48 Stunden ohne Schlaf. Wie kann ich so noch weiter fahren?", Sagte der inhaftierte Fahrer, weil er die Mindestleistungen nicht erbracht hatte.

"Zwei GNR-Ermittler waren bereits zu Hause. Sie sagten mir, wenn ich nicht käme, würde ich eingesperrt werden."

Der Gefahrgutstreik findet am Freitag, dem fünften Tag, statt, nachdem eine der beiden Gewerkschaften, die zum Streik aufgerufen hatten, den Protest abgesagt (!) hatte.

Das ist Streikbrechertum !

Eine Gruppe von Sympathisanten des Streiks appellierte diesen Freitag an die Regierung, ihr " militärisches Eingreifen" im Streik der Fahrer sofort einzustellen. Das ist ein Frontalangriff auf das Streikrecht . Die Mobilisierung der Streitkräfte ist eindeutig rechtswidrig, nicht nur, weil das Militär als Streikbrecher für den Arbeitgeberverband, der eine der Konfliktparteien ist, kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, sondern auch, weil es ohne Belagerung oder Erlass erfolgt ist. Die Regierung beruft sich auf die Anwendung des "Ausnahmezustands", der verfassungskonform sei.

Alle diese Maßnahmen, die die Regierung mit Zustimmung des Präsidenten und des Obersten Befehlshabers der Streitkräfte ergriffen hat, stellen nicht nur einen objektiven und illegalen Boykott des derzeit eingeleiteten Streiks dar, sondern bilden einen gefährlichen Präzedenzfall für die Zukunft.

Portugal befindet sich vor der Wahl. So setzte sich auch der Minister entsprechend öffentlich in Szene:

"Ich danke den Streitkräften, dem GNR-Militär und der PSP für ihre Leistung während dieser fünf Streiktage." (!!!)

Staatliches Streikbrechertum - finanziert aus den Steuergeldern der streikenden Arbeiter !

Und Streikbrechertum des Staates auch noch obendrein zu Wahlkampfzwecken - so sieht es zur Zeit in Portugal aus !

Wir fordern:

Die viel zu lange Arbeitszeiten müssen drastisch reduziert und das Grundgehalt entsprechend erhöht werden.

Das Streikrecht kann nur mit dem Streik selbst vertteidigt werden !

Wir sind hier hart wie Stahl!

Setzen wir den Streik fort!

Ohne Treibstoff kann der Kapitalismus nicht überleben, nicht in Portugal und nirgends sonst auf der Welt!

Was lernen wir Arbeiter daraus ?
Jeder Arbeiter muss wissen, wenn er mit der sozialistischen Revolution die Herrschaft der Bourgeoisie zerschlagen will, brauchen die LKW-Fahrer nur den Benzinhahn abdrehen !

Alle Zapfsäulen stehen still, wenn dein starker Arm es will !

 

Aus einem Gespräch mit einem LKW-Fahrer an der Raststätte:

In Portugal streiken die LKW-Fahrer. Im Frühjar streikten bereits die Fahrer von Gefahrengut, sprich die Tanklaster etc.. Schon nach zwei Tagen waren die Tankstellen leergetankt. Die Flugzeuge konnten nicht mehr starten, weil das Kerosin fehlte. Was tat dann die "sozialistische" Regierung ( sie wird von den revisionistischen Eurokommunisten toleriert) ? Sie trat selber als Streikbrecher auf und gab den Flugzeugen ihren Kraftstoff aus Militärbeständen. Am Ende einigte man sich auf eine Erhöhung der Bezüge für die LKW-Fahrer. Sie haben die Lohn-/Gehaltserhöhung jedoch nie erhalten. Jetzt Streiken wir alle, so ein kampfbereiter Brummifahrer.

Wie ich hörte, wurden Vorbereitungen getroffen Streikbrecher von ihrem miesen Vorhaben abzuhalten. Jetzt kommt an die Flughäfen kein Fahrzeug mit Kraftstoff mehr. An den Landesgrenzen nach und von Spanien blockieren LKW‘s die Autobahnen und lassen keinen Lastwagen durch. „Wir haben aus gutem Grund den August ausgesucht“, war zu erfahren. Einen Finger kann man brechen, aber wir alle bilden eine Faust.

Wer jetzt durch Portugal zieht, stellt fest, es fehlt an vielen Stellen. Selbst die Märkte sind zur Hälfte leer. Es kommt nichts mehr dorthin, wohin es soll. Viele Portugiesen unterstützen den Kampf der Kraftfahrer.

Als in Portugal lebender Kommunist, sende ich allen Streikenden solidarische Kampfesgrüße

Kommentar von der Reaktion:

Baut die RGO auch in Portugal als Sektion der RGI !

kollegiale RGO-Grüße von der Streikfront

 

 

 

 

 

 

Historische Ereignisse

 der

internationalen revolutionären Bewegung

vor 130 Jahren ...

Bergarbeiterstreik

Ruhrgebiet Mai 1889

 

1889 - 100 Jahre nach dem "Sturm auf die Bastille" erheben sich die deutschen Bergarbeiter zum Sturm gegen ihre Ausbeuter - die Bergwerkskapitalisten !

1889 - Vor dem Hintergrund der wachsenden sozialistischen Weltbewegung, den großen Streikbewegungen wie dem Haymarket Riot in Chicago, dem Dockarbeiterstreik in England und dem Bergarbeiterstreik von 1889 im Ruhrgebiet wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Gründung der II. Internationale gekrönt, an der Friedrich Engels maßgeblich mitgewirkt hatte..

Diese internationale Zusammenarbeit wurde mit der Komintern erfolgreich fortgesetzt, die 30 Jahre nach dem Bergarbeiterstreik, 1919, gegründet wurde.

Heute kämpft die Komintern (SH) für die globale Vereinigung der Bergleute im internationalen Klassenkampf gegen die Bergwerkskapitalisten, für die gemeinsame revolutionäre Aktion aller Bergleute der Welt zur Befreiung aus der Lohnsklaverei .

IG Bergbau, Chemie, Energie

- ein Instrument in den Händen von reaktionären Gewerkschatsführern im Bündnis mit Staat und Kapital zur Ausbeutung der Arbeiter und Aufrechterhaltung der Lohnsklaverei.

Wer ist für das Zechenlegen und die völlige Vernichtung der Bergbau-Arbeitsplätze in Deutschland mit verantwortlich ?

Die gelbe IG Bergbau und ihre sozialdemokratischen Gewerkschaftsführer.

Sie begingen an den Bergleuten das größte Verbrechen in der gesamten Geschichte des deutschen Bergbaus. Was Anderes war auch nicht zu erwarten von diesen Erfüllungsgehilfen der Kapitalisten und ihres kapitalistischen Staates!

Der Verrat des DGB an der Arbeiterklasse muss eine wichtige Lehre für jeden Gewerkschafter sein. Der Arbeiter braucht eine Gewerkschaft, die seine Interessen vertritt und nicht die der Kapitalisten. Eine Gewerkschaft der Arbeiter kann nicht zweien Herren gleichzeitig dienen !

Entweder gelbe oder rote Gewerkschaft !

Entweder Kapitalismus oder Sozialismus ?

 

HINEIN IN DIE RGO !

Bergarbeiter aller Länder vereinigt euch in der Roten Gewerkschaftsinternationale!

Organisiert eure globalen revolutionären Aktionen gegen das globalisierte Bergwerkskapital !

Lohnsklaverei abschaffen !

Kämpft für die sozialistischen Weltrevolution und errichtet die Diktatur des Weltproletariats !

Alle Bergwerke der Welt in die Hände des Weltproletariats und ihres sozialistischen Weltstaates!

"GLÜCK AUF !"

 

 

Es lebe der

16. Jahrestag der Wiedergründung

der Roten Gewerkschaftsinternationale!

1. Mai 2003 - 1. Mai 2019


 

Am 1. Mai begrüßen wir alle Sektionen der Roten Internationale der Gewerkschaften, alle revolutionären Gewerkschafter und alle militanten Arbeiter der Welt, die gegen das globale Bündnis der Ausbeutung der Kapitalisten, den Verrat der gelben Gewerkschaften und die Unterdrückung bürgerlicher Staaten kämpfen.

16 Jahre sind seit der Neugründung der RILU am 1. Mai 2003 vergangen.

Im Zusammenhang mit dem 100. Gründungstag der Komintern nutzen wir die Gelegenheit, historische Lehren aus der Gründung der Roten Gewerkschaftsinternationale zu ziehen.

 

Wie ist die Rote Gewerkschaftsinternationale entstanden ?

Welche Rolle spielt die RGI unter den Bedingungen der Globalisierung und welche Aufgaben ergeben sich daraus ?

 

 

Artikel des Genossen Wolfgang Eggers aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung der Komintern Lenins und Stalins und dem 16. Jahrestag der Wiedergründung der Roten Gewerkschaftsinternationale - vom 1. Mai 2019

 

 

Heraus zum roten 1. Mai 2019 !

AUFRUF DER RGO

G e g e n den von der gelben Gewerkschaftsführung des DGB veranstalteten "Regierungs-Mai".


Die reaktionären, ausländer-und asylfeindlichen DGB-Führer, die sich an der Hetze gegen die Arbeiter und Bauern aus anderen Ländern beteiligen und diese Hetze in den politischen Mainstream tragen, m ü s s e n bekämpft werden. Diese Heuchler und (Ab)Schaumschläger , die am 1. Mai die Politik des deutschen - und Weltimperialismus propagieren, sollen n i c h t  u n g e s t ö r t bleiben.

DEMONSTRIEREN WIR GEGEN DIE HANDLANGER DES DEUTSCHEN IMPERIALISMUS UND WELTIMPERIALISMUS , GEGEN DIE REAKTIONÄRE DGB-FÜHRUNG!

Kampfgefährten, Kollegen und Freunde!

 

ES LEBE DER WELTREVOLUTIONÄRE ROTE 1. MAI !

GEGEN DEN DREIERBUND VON

KAPITAL, GEWERKSCHAFTSBONZEN UND KAPITALISTISCHEM STAAT !

VEREINIGT EUCH IM REVOLUTIONÄREN KLASSENKAMPF !

DIE GELBEN GEWERRKSCHAFTEN HABEN UNS VERRATEN!

WAS WIR BRAUCHEN,

SIND ROTE GEWERKSCHAFTEN !

KOMMT ZUR RGO !

Schließen wir uns weltweit zusammen in der Roten Gewerkschaftsinternationale!

 

 

 

70 Jahre DGB

70 Jahre im Dienst der deutschen Imperialisten zur Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiterklasse

 

wir veröffentlichen hierzu unseren Artikel aus:

Roter Morgen von 1974 - Nr. 17 - 27. April

- denn es hat sich bis heute nichts geändert am konterrevolutionären Charakter des DGB

 

Weltkisenbewältigung im Interesse der Autobosse und Autobonzen ?

Nein ! Eine solche Weltkrisen"beseitigung" schafft nur wieder eine neue Weltkrise in der Automobilbranche - und zwar solange der Weltkapitalismus nicht vernichtet ist!

Wer das Sterben der Autowerke weltweit beenden will, der muss das Profitstreben der Autobosse und Autobonzen beseitigen, muss das Privateigentum an den Produktionsmitteln revolutionär beseitigen und die Autowerke und ihre Zuliefererbetriebe vergesellschaften.

Die Weltproduktion von Autos muss in die Hände der Weltproduzenten überführt werden! Ansonsten wird sich nichts an der eleenden Lage der Autobauer ändern !

Bei Ford Europa sollen mehr als 20.000 Arbeitsplätze vernichtet werden, um die Profite zu maximieren. 5.000 Entlassungen in Köln, Saarlouis, Aachen ...


Aufstehen- Solidarisieren – gemeinsam Widerstand leisten!


Gegen Massenentlassungen- STREIK!

Solidarität aller Ford-Werke in der ganzen Welt organisieren !

Solidarität aller Autoarbeiter in der ganzen Welt organisieren !


Man stellt uns Automobilarbeiter vor vollendete Tatsachen. Wir werden s belogen und betrogen. Es wird über unsere Köpfe hinweg entschieden. „Null Info, Funkstille. Absolut keine Nachricht.“

Wir hören von Zwangsversetzungen. Betroffen sind Getriebewerk, FK-Halle, Motorenwerk.

Die Y-Halle ist knallvoll. Leiharbeiter werden schikaniert und dann rausgeworfen. Runterfahren der Stückzahl, immer wieder Schichten abgesagt. Kurzarbeit. Abfindungen ... Die Gerüchteküche brodelt.
So geht‘s nicht nur in Köln, nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Masche versuchen sie uns alle, von Brasilien über die BRD nach Frankreich, zu verunsichern. Das dürfen wir nicht zulassen. Wenn wir nicht als Opfer der Weltkrise in der Automobil-Industrie enden wollen, haben wir nur eine Chance:

Spaltung überwinden, in die RGO eintreten – gemeinsam kämpfen! Für jeden Arbeitsplatz, egal wo!

Wir sind nicht einverstanden mit dem Kurs des verschärften Kunkurrenzkampfes, den die Konzernbosse gegen uns immer weiter voran treiben. Das geht alles auf unsere Knochen ! Schändlich die Arschkriecherei und Hinhaltetaktik der Gewerkschaftsbonzen – alles nur leere Versprechungen und Trostpflaster, die sie sich selber in die Haare schmieren können. Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, wohin das führt:ein Werk nach dem anderen wird geschlossen - weltweit !
Ford schreibt Verluste?

Wir haben bisher nicht mitbekommen, dass ein einziger Chef dafür blechen musste. Aber wir sollen dran glauben und zuerst mit Lohnkürzung, Kurzarbeit und schließlich Entlassungen , den Konzern “retten”.

Retten können wir uns nur selbst im Kampf für unsere Forderungen. Wir werden doch nicht noch selber am Verlust unserer Arbeitsplätze mitwirken ! Die uns aufgezwungene Konkurrenz unter den Kollegen muss zerschlagen werden , letztendlich durch die Beseitigung des Verkaufs unserer Arbeitskraft auf dem Weltmarkt der Kapitalisten ! Wir unterstützen keine “Wettbewerbsfähigkeit” , mit der unsere Arbeitsplätze vernichtet werden.

Und dann die Werke: Kein C-MAX mehr in Saarlouis. Aber der Fiesta bleibt hier! 2014 Genk und 10.000 Jobs weg. Sao Campo wird dicht gemacht. Kosten sparen auf Kosten unserer Kollegen im Ausland? Niemals !

Internationale Solidarität gegen ruinöse kapitalistische Konkurrenz !

Keine Fabrik darf geschlossen werden. Für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich kämpfen !

Betriebsratsbonzen "retten" Autokonzerne und opfern Arbeitsplätze: Als echter Co-Manager kümmert sich der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Europa-Ford Martin Hennig um die Zukunft der Ford-Maximalprofite. Er beklagt, dass Ford eine schlechte interne Struktur besäße. „Es werden viel zu viele Berichte geschrieben oder Meetings abgehalten, die gar nicht nötig sind.“ Den bevorstehenden Kahlschlag nennt Hennig „Redesign“: „Wir müssen uns anders aufstellen für die aktuelle Situation.“ Mit dem Argument, dass Personalkosten nur 12 Prozent bei der Herstellung ausmachen, wirbt er für Jobvernichtung bei den Zulieferern . „Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir schaffen die Wende und werden profitabel, oder wir werden sukzessive dichtgemacht.“ Mit solchen Ankündigungen wurden nicht nur bei Ford in Köln in der Vergangenheit Arbeitsplatzvernichtung, und Lohnraub scheinheilig gerechtfertigt.
Noch so ein CO-Manager wie aus dem Bilderbuch: Kaum meldet der Daimler-Konzern einen Gewinnrückgang (das Ergebnis vor Steuern lag 2018 „nur“ noch bei 11,1 Milliarden Euro) fordert Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht zusammen mit Aktionären heftige Angriffe auf die weltweit mehr als 300.000 Beschäftigten des Autokonzerns.

In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte Brecht: „Wenn bei steigenden Stückzahlen die Ergebnisse schlechter werden, müssen wir die Effizienz erhöhen, keine Frage.“ Jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, weiß, was dies bedeutet. Höhere Effizienz, schlankere Produktion, heißt Arbeitsplatzabbau, niedrigere Löhne und verschärfte Arbeitshetze.

Da mag Herr Brecht noch so oft betonen, er unterstütze nur Dinge, die „nicht gegen das Personal“ laufen.
Vielen Kollegen stinkt das schon lange. Wenn wir zu unserem Recht kommen wollen, müssen wir unseren Widerstand organisieren! Schieben wir die Betriebsratsfürsten und DGB-Bonzen beiseite. Sie haben sich uns lange genug in den Weg gestellt! Schaffen wir Kampfkomitees der RGO gegen die Arbeiteraristokratie. Solange die uns im Naken sitzt, wird sich nichts ändern!


Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren! (Berthold Brecht)


Lassen wir uns nicht spalten !


Vereint gegen das Weltkapital!


Alle Räder stehen still, wenn unsere Klasse, unserer starker Arm es es will!


44 Millionen Erwerbstätige gibt es in der Bundesrepublik Deutschland. Davon arbeiten 32 Millionen an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, von denen nur 22,8 Millionen Vollzeitstellen sind.
Insgesamt malochen 21,7 Millionen Werktätige, die entweder einen nicht festen sozialversicherungspflichtigen oder sonst atypischen prekären Arbeitsplatz haben.
So sieht die Realität der weltkapitalistischen Produktionsweise in Deutschland aus:

2017 wurden insgesamt 2,127 Milliarden Überstunden geleistet. Davon rund eine Milliarde noch nicht einmal bezahlt. Auf der anderen Seite sind “offiziell” 2,2 Millionen ohne Erwerbsarbeit. Es sind aber in Wahrheit viel mehr: Nicht alle sind registriert. Nicht gezählt werden diejenigen, die keinen Vollzeitjob finden und mit ein, zwei, vielen Jobs über die Runden kommen müssen...

Wie sieht die Arbeitswelt im Kapitalismus aus ?

Die einen müssen immer mehr arbeiten (Überstunden, Wochenarbeitszeitverlängerung, Rente mit 67, bald mit 70?), während andere keine Arbeit haben oder in Teilzeitjobs unterbeschäftigt sind.
Uns Arbeitern in den Fabriken, in Leiharbeit, mit befristeten aber auch festen Jobs wird mit Arbeitsplatzverlust gedroht, wenn wir aufmucken.

Die erwerbslosen Werktätigen dienen dem Weltkapital als Reserve. Sie sind, mürbe gemacht, bereit, für einen Hungerlohn zu arbeiten. Es ist kein Zufall, dass wir Werktätigen in immer neue Gruppen gespalten und gegeneinander aufgehetzt werden: Von wegen faule Hartz IVler, „Die-wissen-sowieso-nicht-was-arbeiten-heißt“ geflüchtete Asylies und Ausländer. Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus. Sie spalten und hetzen uns gegeneinander auf, damit wir nicht vereint gegen den Kapitalismus aufstehen.


ARBEITSZEITVERKÜRZUNG

bei vollem Lohn- und Personalausgleich:

Mit täglich sechs Stunden an fünf Tagen von Montag bis Freitag schaffen bzw. erhalten wir allein in der Bundesrepublik Deutschland acht Millionen Arbeitsplätze auf Kosten der Profite.

Grundsätzlich ändert sich nur etwas, wenn wir die Lohnsklaverei überhaupt abgeschafft haben!

Das geht nur auf dem Wege der Revolution und nicht auf dem Weg der Reform, denn ein Kapitalismus lässt sich nicht reformieren. Er muss revolutionär beseitigt werden!

Dafür kämpfen wir!

Revolutionäre Gewerkschaftsopposition

 

 

Kämpft gegen die Entlassungen bei Ford!

Arbeiter – vereinigt euch gegen den Dreierbund von Kapital, Staat und gelben Gewerkschaften !

Organisiert euch in der RGO !

Die Ankündigung des Ford-Konzerns, Werke stillzulegen und Tausende Autoarbeiter in ganz Europa zu entlassen, ist der jüngste Schritt einer globalen Offensive der Automobilkonzerne gegen Arbeitsplätze, Löhne und Lebensbedingungen der Arbeiterklasse.

Der europäische Präsident von Ford, Steven Armstrong, sagte der Financial Times , dass die Entlassungen, die Teil eines internationalen 14-Milliarden-Dollar-Kosteneinsparungsplans sind, einen „erheblichen“ Teil der 53.000 Ford-Arbeiter in den 19 europäischen Werken betreffen würden. Obwohl Ford derzeit plane, den Betrieb in Europa aufrechtzuerhalten, fügte er hinzu, dass „alles möglich ist, wenn wir die Neuaufstellung nicht durchführen können“. Diese Androhung weiterer Kürzungen dient einzig und allein dazu, von den Arbeitern noch in diesem Jahr weitere Zugeständnisse zu erpressen.

Zehntausende Arbeiter und ihre Familien, die für den Konzern die besten Jahre ihres Lebens gegeben haben, werden einfach so weggeworfen. In der Presseerklärung von Ford vom 10. Januar wird dies als „Reduzierung der überschüssigen Arbeitskräfte in allen Funktionen“ umschrieben. Dazu gehört die Schließung des Werks von Ford Aquitaine Industries in Blanquefort im August 2019, dem einzigen Ford-Montagewerk in Frankreich, die die direkte Zerstörung von 900 Arbeitsplätzen plus die von 3000 in der Zulieferindustrie beinhaltet. Eine große Anzahl von Stellen, die Rede ist von bis zu 1.600, soll im Montagewerk im deutschen Saarlouis wegfallen, weil dort die Produktion der C-Max-Modelle eingestellt werden soll.

Mindestens 370 Arbeiter sollen im Motorenwerk Bridgend in Südwales entlassen werden, so die BBC, weitere Entlassungen werden von den mehr als 13.000 Ford-Arbeitern in Großbritannien erwartet. Russische Medien berichten, dass das Schicksal der Ford-Werke im Land „besiegelt“ ist, mit erwarteten Schließungen von Werken in Wsewoloschsk bei St. Petersburg (2.700 Arbeiter) und Nabereschnyje Tschelny (1.000 Arbeiter).

Die Arbeiterklasse darf das angebliche „Recht“ der Konzerne nicht akzeptieren, Werke zu schließen, ganze Stadtgebiete und das Leben Zehntausender Arbeiter zu zerstören! Die illegitimen Vorhaben von Ford sind einzig und allein vom Wunsch motiviert, immer größere Vermögen in die Taschen seiner milliardenschweren Aktionäre und Finanzspekulanten zu stopfen. Letztes Jahr zahlte Ford allein 2,3 Milliarden Dollar an Dividenden aus, das entspricht 43.000 Dollar pro europäischem Fordarbeiter.

Die Arbeiter müssen einen Kampf gegen alle Schließungen, Entlassungen und Zugeständnisse organisieren, indem sie in den Werken in ganz Europa Kampfkomitees bilden, um weltweite Kommunikationswege mit Arbeitern aller Werke aufzubauen und eine gemeinsame Gegenoffensive zu organisieren.

Es darf kein Vertrauen in die Gewerkschaften gesetzt werden. Nichts werden sie tun. Ob die CGT in Frankreich, die Unite Gewerkschaft in Großbritannien, die IG Metall in Deutschland oder sonst wo, sie alle arbeiten als verlängerter Arm des Managements gegen die Arbeiter. Die einzige ehrliche Aussage in Fords Pressemitteilung vom 10. Januar ist, dass sie diese als ihre „Gewerkschaftspartner“ bezeichnet haben, mit denen sie bei der Umsetzung ihrer „umfassenden Transformationsstrategie" zusammenarbeiten werden.

Die Unite Gewerkschaft im Vereinigten Königreich hat bereits deutlich gemacht, dass sie zu „freiwilligen“ Entlassungen aufrufen wird, um Ford zu unterstützen und oppositionelle Arbeiter zu entwaffnen. Der nationale Sekretär von Unite Des Quinn erklärte, dass „die Herausforderung für die Regierung, die Automobilhersteller und die Gewerkschaften“ darin bestehe, „die Umwelt zu erhalten“, um den „Erfolg“ der britischen Fertigung zu sichern - was nichts anderes bedeutet, als dass die Arbeiter im Vereinigten Königreich niedrigere Löhne und ausbeuterischere Bedingungen akzeptieren sollen.

Was die IG Metall betrifft, so wurde ihre Haltung am deutlichsten vom Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats von Ford, Martin Hennig, im August letzten Jahres in einem Interview zum Ausdruck gebracht. Damals erklärte er, dass die kleinen und mittleren Autos von Ford „gut laufen und wir mit ihnen gutes Geld verdienen“, dass aber nichts vom Gewinn übrig bliebe. Daher müssten „wir die Kosten in den Blick nehmen“. „Das muss die wichtigste Aufgabe des Topmanagements sein.“ Hennig beklagte sich dann über den hohen Krankenstand, den er auf die hohe Zahl der Beschäftigten über 50 Jahre zurückführt. „In dem Alter haben die Mitarbeiter schon Wehwehchen“, sagte er.

Die Gewerkschaften in ganz Europa haben zu keinem Streik aufgerufen, weil sie daran arbeiten, die Kürzungen bei Ford und in der gesamten Branche durchzusetzen. Im vergangenen November gab General Motors die Schließung von fünf Werken in Kanada und den USA sowie von zwei weiteren, noch nicht namentlich benannten Werken außerhalb Nordamerikas bekannt.

Als Ford Massenentlassungen in Europa ankündigte, bestätigte Jaguar Land Rover den Abbau von 4.500 Arbeitsplätzen in diesem und dem nächsten Jahr. Der französische Automobilhersteller PSA schließt nun Werke in ganz Europa und zerstört mehr als 3.700 Vollzeitstellen bei seiner Tochtergesellschaft Opel in Deutschland und Hunderte bei Vauxhall in Großbritannien. In Deutschland plant Volkswagen den Abbau von 7.000 Arbeitsplätzen an den Standorten Hannover und Emden.

Während sie gemeinsam mit den Konzernen diese Angriffe planen, arbeiten die Gewerkschaften daran, die Arbeiter in verschiedenen Ländern und verschiedenen Unternehmen gegeneinander auszuspielen. Im globalen Wettlauf nach unten drängen sie die Arbeiter in jedem Land, niedrigere Löhne und Bedingungen zu akzeptieren, um „international wettbewerbsfähig“ zu bleiben.

Der Weg vorwärts für die Arbeiter besteht darin, sich aus dem organisatorischen Würgegriff der Gewerkschaften zu befreien und einen internationalen Kampf unter Führung der Roten Gewerkschaftsinternationale zu organisieren. Sie müssen in allen Werken neue Organisationen aufbauen – Streikkomitees gegen das Streikbrechertum der gelben Gewerkschaften.

Im Jahr 2018 kam es zu einem ersten Ausbruch des Kampfes der Arbeiterklasse auf internationaler Ebene, beginnend mit den Massenstreiks von Lehrern in den Vereinigten Staaten, bis hin zu den weiter andauernden Demonstrationen der Gelbwesten in Frankreich, die von tiefer Wut über die soziale Ungleichheit und die wirtschaftsfreundliche Politik der Macron-Regierung befeuert werden.

Die Arbeiter von GM in Oshawa, Kanada, haben in einem von der Gewerkschaft Unifor unabhängig eingeleiteten wilden Sitzstreik die Arbeit niedergelegt, nachdem GM die geplante Schließung des Werks Ende 2019 bestätigt hatte.

Es ist höchste Zeit, dass die Arbeiterklasse sich mit den Autoarbeitern zusammentut, um kommende Kämpfe abzusprechen. Die Verkehrsarbeiter müssen sich mit den Autoarbeitern zusammenschließen!

Es gilt auch, für die Tausenden Arbeiter in den Zulieferbetrieben solidarisch zu kämpfen, die genauso bedroht sind. Die Arbeiter die nicht so viel verdienen, meist um 1/3 weniger als die Fordler, müssen auch Familien ernähren und Rechnungen zahlen, aber sprechen tut keiner von Ihnen.

Umso wichtiger ist es, dass sich die Arbeiter der Zulieferbetriebe mit den Ford-Arbeitern zusammen tun und gemeinsam kämpfen. Auf die Gewerkschaften wird dabei nicht zu zählen sein, die solche "Ausweitungen des Arbeitskampfes" verhindern. Deshalb müssen sich die Arbeiter in der RGO organisieren und oppositionelle Kampfkomitees bilden.

 

Betriebsversammlungen: Ford bestätigt

Abbau von 5000 Stellen

 

Auf drei Betriebsversammlungen in den Werken Köln und Saarlouis bestätigte der Ford-Konzern Anfang der Woche, dass er in Deutschland mehr als 5000 Stellen abbauen will und dabei eng mit Betriebsrat und IG Metall zusammenarbeitet.

Am Montag, den 25. März, nahmen in Saarlouis 6000 Arbeiter an der Betriebsversammlung teil und am Dienstag insgesamt 9000 in Köln-Merzenich und Köln-Niehl.

Der Abbau von 5000 Stellen ist Teil eines Sparprogramms, mit dem Ford bis zu 14 Milliarden Dollar einsparen will. Derzeit beschäftigt der US-Konzern in Deutschland eine Stammbelegschaft von rund 24.000 Arbeitern sowie eine nicht bekannte Zahl an Leiharbeitern.

Laut einem internen Ford-Papier, das dem Kölner Stadt-Anzeiger vorliegt, bietet der Konzern der Stammbelegschaft ab sofort Abfindungen und Frühverrentungsprogramme an. Auf diese Weise sollen in Köln von knapp 18.000 Beschäftigten 3400 „freiwillig“ gehen, und in Saarlouis, wo eine ganze Schicht wegfallen soll, 1600. Laut Süddeutscher Zeitung beträgt die angebotene Abfindung 30.000 Euro plus mehrere Monatsgehälter, je nach Betriebszugehörigkeit – eine lächerlich geringe Summe, die „nicht viele annehmen werden“, wie sie einen 52-jährigen Fordarbeiter zitiert.

Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann begründete den Stellenabbau auf den Betriebsversammlungen mit der Lage in der internationalen Autoindustrie, in der „Druck ohne Ende“ herrsche. Er wies darauf hin, dass bei den Zulieferern Bosch und Schaeffler ebenfalls ein Stellenabbau in der Verbrennersparte drohe und große Autobauer wie Audi, BMW oder Daimler zuletzt deutlich weniger Gewinn erwirtschaftet hätten.

Die Ford Motor Company will weltweit 25.000 Arbeitsplätze abbauen, den größten Teil davon in Europa. Darüber hinaus wird in Brasilien ein ganzes Ford-Werk in São Paulo stillgelegt. In den Vereinigten Staaten baut Ford gerade über tausend Arbeitsplätze in Flat Rock (Michigan) ab. Und am gestrigen Mittwoch teilte der Konzern mit, dass das Gemeinschaftsunternehmen Ford Sollers zwei Montagewerke sowie eine Motorenfabrik in Russland dicht machen werde; die Schließungen seien mit „erheblichen“ Arbeitsplatzverlusten verbunden.

Ford nutzt – wie auch die anderen Autokonzerne – die Umstellung auf Elektro-Mobilität und andere technische Neuerungen, die die Arbeit und das gesellschaftliche Leben erheblich erleichtern könnten, um die Ausbeutung der Arbeiter drastisch zu verschärfen und die Rendite zu steigern. Als Maßstab dient dabei das Ford-Werk im rumänischen Craiova, wo Arbeiter unter unmenschlichen Bedingungen für einen Hungerlohn schuften. Neueingestellte verdienen zum Teil nicht mehr als 300 Euro im Monat.

Vieles deutet darauf hin, dass der gegenwärtige Kahlschlag nur der Auftakt zum völligen Rückzug von Ford aus Europa ist. So wird als erstes schon im kommenden August das französische Werk in Blanquefort bei Bordeaux geschlossen, in dem noch 850 Arbeiter beschäftigt sind, und auch aus Großbritannien will Ford sich ganz zurückziehen.

Um den Kahlschlag durchzusetzen, hat der Konzern den Ford-Europachef Steven Armstrong durch den 51-jährigen Stuart Rowley ersetzt und mit Tim Stone einen neuen Finanzchef angeheuert, der zuvor 20 Jahre lang für Amazon gearbeitet hatte.

Der zweitgrößte Autobauer in den USA erzielt in Europa deutlich weniger Gewinn als im weltweiten Durchschnitt. Darüber hinaus bedrohen der Brexit und der globale Handelskrieg die Profite zusätzlich. So wird jeder dritte in Köln produzierte Fiesta nach Großbritannien geliefert, wo die Verkäufe aufgrund des gesunkenen Pfund-Kurses bereits eingebrochen sind.

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg hält Ford für „zu klein“, um in Europa eigenständig zu überleben, deshalb sei ein Verkauf die beste Option. Er verglich Ford mit Opel, der früheren Tochter des US-Konzerns General Motors, die ein Werk nach dem anderen stillgelegt hatte und schließlich an den französischen PSA-Konzern verkauft wurde, der den Arbeitsplatzabbau fortsetzt.

Der Vergleich mit Opel ist tatsächlich angebracht, vor allem was die Rolle der IG Metall und ihrer Betriebsräte betrifft. Diese hatten gemeinsam mit dem Management ein Kürzungsprogramm nach dem anderen ausgearbeitet und gegen die Opel-Belegschaft durchgesetzt. Jedes Mal begründeten sie Personalabbau und Lohnsenkungen damit, dass so die restlichen Arbeitsplätze „sicherer“ würden. Sie unterstützten sowohl die Stilllegung der Werke in Antwerpen und in Bochum wie den Verkauf an PSA und unterdrückten jeden Widerstand dagegen.

Ford-Gesamtbetriebsratschef Martin Hennig ließ keinen Zweifel daran, das Betriebsrat und IG Metall bei Ford dieselbe Rolle spielen werden wie bei Opel. Nach den Betriebsversammlungen sagte er der Presse, man gehe in Arbeitsgruppen die ganze Kostenstruktur von Ford Europa durch und wolle die Situation verbessern. Zwar sei wegen des Strukturwandels in der Autobranche umfassender Stellenabbau nicht zu vermeiden, dieser könnte aber möglicherweise über die nächsten Jahre gestreckt werden.

Wie dieses „Strecken“ stattfinden soll, erklärte er ebenfalls: Durch drastische Kürzungsmaßnahmen auf Kosten der Belegschaft, die Ford in Europa wieder „in die Gewinnzone“ bringen. „Wenn wir in den nächsten zwei Jahren zumindest ein bisschen in die Gewinnzone kommen, wird niemand mit harten Bandagen Personal abbauen wollen“, sagte er.

Die Betriebsräte und die Vertrauenskörperleitung stehen als Juniorpartner an der Seite der Geschäftsführung, deren Interessen sie gegen die Arbeiter durchsetzen. Sie sind in die Konzernleitung integriert und an der Gewinnsteigerung interessiert und beteiligt. Im Aufsichtsrat sitzen neben dem Betriebsratsvorsitzenden von Saarlouis, Markus Thal, dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Martin Hennig und dem stellvertretenden Kölner Vertrauenskörperleiter Mustafa Cözmez weitere drei IG Metall-Mitglieder.

Auch in Saarlouis war die Gewerkschaft am Montag rasch bereit, den Angriffen zuzustimmen. Sie versuchte bloß, der Belegschaft weiszumachen, dies sei das Ergebnis harter Verhandlungen um die Zukunft des Werks. So behauptete Lars Desgranges, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen, es sei „in jedem Fall ein Teilerfolg“, dass Ford sich bereit erklärt habe, in Saarlouis für das Modell Focus ab 2022 einen „Facelift“ (eine Art Rundumerneuerung) zu bewilligen. Unterstützt wurde Desgranges von der Wirtschaftsministerin des Saarlandes, Anke Rehlinger (SPD), die das Versprechen eines Focus-Facelifts als „wichtiges Signal“ bezeichnete.

Es ist völlig klar, dass diese Betriebsräte, IG Metall-Funktionäre und SPD-Politiker zum Abbau der Arbeitsplätze bereits Ja und Amen gesagt haben. Als nächstes werden sie daran gehen, den Arbeitern die Aufhebungsverträge aufs Auge zu drücken, um schnellstmöglich 5000 Arbeiter loszuwerden. Dabei bedienen sie sich bewährter Methoden, die Arbeiter zu spalten, indem sie deutsche gegen ausländische Standorte, Köln gegen Saarlouis und Stammarbeiter gegen Leiharbeiter ausspielen.

Bereits 2014 hatten sie die Schließung des Ford-Werks im belgischen Genk unterstützt. Nun lassen sie die Leiharbeiter, die kein Recht auf eine Abfindung haben, über die Klinge springen. So sind in Saarlouis von den bis zu tausend Leiharbeitern mehr als 400 bereits Ende 2018 gekündigt worden. Für weitere rund 600 Leiharbeiter laufen die Verträge im Juni aus. Diese Arbeiter, die hauptsächlich in der Nachtschicht arbeiten, bauen bisher das Modell C-Max, das komplett eingestellt werden soll.

Die Betriebsversammlung in Saarlouis, die über drei Stunden dauerte, wurde teilweise von Tumulten und Pfeifkonzerten unterbrochen. Ein Arbeiter stand auf und fragte, was denn nun die Pläne für die Leiharbeiter seien, die über Adecco im Werk beschäftigt seien. „Kollege, das kannst du dir ja zwischen den Zeilen heraushören“, antwortete ihm der Versammlungsleiter.

Das Management will die Leiharbeiter nach dem Prinzip „Hire and fire“ rasch loswerden, und die IG Metall und der Betriebsrat haben sie abgeschrieben. Der Arbeiter, der in der Versammlung aufgestanden war, sagte anschließend: „Über die Zukunft der Leiharbeiter hat der Betriebsrat kein einziges Wort verloren.“

Um ihre Zukunft und die ihrer Familien zu verteidigen, müssen sich die Ford-Arbeiter in der RGO organisieren und international zusammenschließen in der RGI. Dazu müssen revolutionäre Aktionskomitees aufgebaut und Kontakte zu den Beschäftigten der gesamten Autoindustrie und anderen Arbeitern geknüpft werden. Die Arbeiterklasse ist eine mächtige gesellschaftliche Kraft; allein in Deutschland arbeiten rund 800.000 Arbeiter nur für die Autoindustrie.

Unter Bedingungen des kapitalistischen Profitsystems wird jede technische Entwicklung und jeder Produktionsfortschritt gegen die Arbeiterklasse gerichtet. Selbst gewaltige technologische Errungenschaften – E-Mobilität, selbstfahrende Autos, künstliche Intelligenz etc. – tragen nicht dazu bei, das Leben der arbeitenden Bevölkerung zu verbessern, sondern werden im Interesse der Profitmaximierung zur Steigerung der Ausbeutung, für bessere Überwachung oder für die Rüstung eingesetzt.

Das wird sich erst ändern, wenn die Arbeiter sich weigern, die Vorherrschaft der privaten Besitzer – der Banken, Konzerne und steinreichen Erben, wie Bill Ford – länger hinzunehmen.

 

Die Komintern (SH) tritt für ein sozialistisches Weltprogramm ein, das die Privateigentum an den Produktionsmittel in der Autoindustrie abschafft und diese global vergesellschaftet unter der Diktatur des Weltproletariats.

Die Weltproduktion von Autos in die Hände der Arbeiterklasse !


 

 

Autobauer auf der ganzen Welt!

Vereinigt eure revolutionären Aktionen der Solidarität!

 

 

 

deutsche und amerikanische Autobauer - steht zusammen in einer Kampffront aller Autobauer der Welt!


Hiermit erklären sich die deutschen Autobauer solidarisch mit dem Kampf der amerikanischen Autobauer !

Die deutsche Sektion der Komintern (SH) begrüßt den Aufruf der amerikanischen Sektion der Komintern (SH) zur Schaffung einer gemeinsamen amerikanisch-europäischen Kampffront der Autoarbeiter! Ob in den USA oder in Deutschland: der Betrug an den Autoarbeitern und an den Autofahrern wird staatlich gedeckt !

Wir sind uns mit der amerikanischen Sektion einig, dass der Handelskrieg letztendlich nur von den Autoarbeitern selbst beendet werden kann und nicht etwa vom Weltkapitalismus, der den Handelskrieg ja selber verursacht hat. In einem weltimperialistischen Staatensystem gibt es keinen "freien Weltmarkt", für den sich deutsche bürgerliche Politiker angeblich so stark machen, welche jedoch nichts Anderes sind, als die treuen Lakaien der deutschen Autoindustriellen.

Der Handelskrieg unter den Autokonzernen wird auf dem Rücken der internationalen Autobauer ausgetragen:

... noch mehr Ausbeutung, noch mehr Lohndumping, noch mehr Entlassungen , verlängerte Arbeitszeit gekoppelt mit Kurzarbeit (flexible Arbeitszeit), Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Einschnitte in die soziale Absicherung.

Die Automonopole spalten der internationalen Autoarbeiter zwecks Aufrechterhaltung der Ausbeutung, zwecks Profitmaximierung.

Handelskrieg bedeutet Verschärfung des Konkurrenzkampfes zwischen Weltkapital und Weltarbeit. Dagegen müssen sich die Automobilarbeiter in der Welt vereinigen in solidarischen Aktionen gegen den ruinösen Konkurrenzkampf am intenationalen Arbeitsmarkt der Autoarbeiter.

Die Autoarbeiter der klassischen Produktionsstandorte müssen sich mit den Autoarbeitern in den Ländern der ausgelagerten Produktionsstandorte vereinigen zu einem gemeinsamen Kampf gegen die internationalen Automonopole.

Solidarität der globalen Automobilarbeiter, das bedeutet Zusammenschluss von Amerika und Europa, Zusammenschluss in den Ländern der ausgelagerten Produktion (wie z.B. in Mexiko und Brasilien), das bedeutet Vereinigung der Autoarbeiter in den asiatischen Produktionsstätten, wie Japan, China, Süd-Korea usw., das bedeutet die Schaffung einer vereinigten westlichen und östlichen Kampffront der Autoarbeiter.

Diese internationale Vereinigung kann nicht hergestellt werden mit den internationalen gelben Gewerkschaften, sondern nur mit der Roten Gewerkschaftsinternationale, welche in erster Linie die gemeinsamen Interessen aller Autoarbeiter der Welt vertritt.

Dem Schlachtruf von Trump: "America first!" muss der Schlachtruf der internationalen Autobauer entgegengestellt werden: "Proletarischer internationalismus an erster Stelle!" Die gemeinsamen Interessen sind den nationalen Interessen der Autoarbeiter grundsätzlich voran zu stellen.

Demnächst werden über 100 000 Autoarbeiter den Rationalisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Produktionspozesse zum Opfer fallen. Elektromotoren haben weniger Teile und erfordern wesentlich weniger Aufwand bei der Montage = Massenvernichtung von Arbeitsplätzen ! In der ganzen Welt wird im Zuge der Automatisierung die Hälfte aller heute bestehenden Produktionsstätten stillgelegt werden. 50 % der Arbeitsplätze werden in den nächsten Jahren wegfallen !

Marx hatte Recht: "Es liegt also in der Anwendung der Maschinerie zur Produktion von Mehrwert ein immanenter Widerspruch, indem sie die Arbeiterzahl verkleinert. Mit der durch sie selbst produzierten Akkumulation des Kapitals produziert die Arbeiterbevölkerung also in wachsendem Umfang die Mittel ihrer eignen relativen Überzähligmachung."

Die technologische Umstellung auf Elektroautos wird auf die Autofahrer abgewälzt. Konsumenten werden zunehmend wegfallen durch unerschwingliche Verteuerung. Die nächste Überproduktionskrise im Automobilsektor ist also vorprogrammiert. Jeder Autoarbeiter weiß, was das für ihn bedeutet ! Allein ist er machtlos gegen diese Entwicklung. Solidarität verwandelt die Machtlosigkeit des einzelnen Autoarbeiters in die Macht des globalen Heeres der Autobauerarmee. Zusammen mit der Reservearmee der Arbeitslosen ist das Weltproletariat unbesiegbar.

Den Finger der Autobauer eines Landes kann man brechen, aber nicht die geballte Faust des vereinigten Proletariats der internationalen Autoindustrie ! Wer einen von uns angreift, greift uns alle an !

Die Wirklichkeit sieht so aus, dass sich die Lage der Autoarbeiter weltweit rapide verschlechtert hat und weiter verschlechtern wird. Erst im Weltsozialismus ist Schluss mit der Ausbeuterei.

Wir sind nicht gegen Roboter und Software, wenn sie uns die Arbeit erleichtern. Wir sind allerdings gegen eine Automatisierung auf Kosten der Arbeiterklasse - zu Gunsten der Kapitalisten.

Volkswagen (im Sinne von: "Wagen des Volkes") sind nach unserer Auffassung mit dem Privateigentum und Profitmacherei unvereinbar. Wir fordern daher die globalisierte Vergesellschaftung der gesamten Weltproduktion von Autos. Die Weltproduktion von Autos gehört in die Händer der Weltproduzenten und nicht in die Hände der Kapitalisten, den Ausbeutern unserer Arbeitskraft.

2007 begann VW mit seiner „Diesel-Offensive“ die Abgasnormen in den USA auf verbrecherische Weise zu umgehen. VW will mit allen Mitteln die Nummer 1 auf dem Weltmarkt werden, um maximale Profite zu scheffeln auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit der Weltbevölkerung. Selbst die bürgerlichen Gesetze, die sowieso gegen die Interessen der Weltbevölkerung verstoßen, sind von VW (und nicht nur von VW !!) gebrochen worden. Diese Verbrechen wurden lange Zeit vertuscht. Und als sie dann in den USA aufgedeckt wurden, da stellt sich der deutsche Staat schützend vor die deutschen Autokapitalisten. Anstatt die Autoindustrie für ihre Verbrechen zu bestrafen, legt der deutsche Staat die ganze Last auf die Autofahrer mit Fahrverboten , auf die Steuerzahler ab, also auf die Opfer des Verbrechens, welches die Autokapitalisten begangen haben und weiter begehen. So sieht Demokratie "Made in Germany" heute aus !

Winterkorn und Piech von der Konzernspitze, Ministerpräsident Weil ( sozialfaschistische SPD), Bertold Huber (Ex-IG-Metall-Vorsitzender und vor allem Ex-MLPD!!), Osterloh (Betriebsratsvorsitzender) – sie alle sind persönlich mit verantwortlich. Merkel (CDU) legte sich persönlich – zusammen mit Verkehrsminister Dobrindt (CSU) – ins Zeug, intervenierte in allen politischen Gremien und ließ die EU-Abgas-Grenzwerte erhöhen. Egal sind ihnen die über 400.000 Menschen, die jährlich in der imperialistischen EU als Folge der Luftverschmutzung sterben. Die VW-Krise ist nur die Spitze des Eisbergs einer skrupellosen Weltdiktatur der Monopole über die ganze Gesellschaft. Jahrelang haben VW, Porsche, Audi, Daimler und BMW in einem kriminellen Kartell tausende von heimlichen Absprachen getroffen zwecks Profitmaximierung - so auch zum Abgasbetrug.

Die gelben Gewerkschaftsführer betätigen sich als Streikbrecher und stellen sich offen auf die Seite der deutschen Autokonzerne.

Die Bourgeoisie und ihre gelben Gewerkschaftesbonzen rechtfertigen ihre Verbrechen an der Arbeiterklasse ausgerechnete damit, die "Arbeitsplätze nicht gefährden" zu wollen.

Dabei sind sie es doch , die die Arbeitsplätze massenhaft vernichten und die Gegenwehr der Arbeiter abzuwürgen versuchen. Kommunisten, die in den Autofabriken arbeiten, werden aus der Gewerkschaft ausgeschlossen.

Wenn VW jetzt im verschärften Konkurrenzkampf mit anderen Autokonzernen der Welt die Lasten auf die VW Arbeiter durch verschärfte Ausbeutung ablädt, dann müssern wir gemeinsam mit den Autoarbeitern der anderen deutschen und auch mit den ausländischen Autokonzernen eine internationale Kampffront der Solidarität bilden.

Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz auf der ganzen Welt, egal in welchem Land!

Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen.

Wir Autobauer haben einen gemeinsamen Feind - die internationalen Automonopole, unterstützt von ihren kapitalistischen Staaten und gelben Gewerkschaften. Und gegen diesen gemeinsamen Feind gilt es, gemeinsam zu kämpfen - zusammen mit den Autofahrern auf der ganzen Welt.

Autoarbeiter der ganzen Welt - brecht die Macht der internationalen Autokonzerne! Übernehmt die Fabriken !

Baut die rote Gewerkschaft der internationalen Autobauer auf !

Es lebe die Rote Gewerkschaftsinternationale in den USA, in Deutschland und auf der ganzen Welt !

Es lebe die Freundschaft der amerikanischen und deutschen Arbeiterklasse im Kampf zum Sturz des Weltkapitalismus !

Es lebe die proletarische Weltrevolution !

Es lebe der proletarische Internationalismus !

Es lebe die amerikanische Sektion der Komintern (SH) !

 

deutsche Sektion der Komintern (SH)

vom 1. April 2019

 

 

 

Revolutionärer Widerstand gegen das Jobmassaker in der globalen Autoindustrie

 

Der Volkswagen-Konzern, der zweitgrößte Autohersteller der Welt, baut im Rahmen eines brutalen Kostensenkungsprogramms bis zu 7.000 Arbeitsplätze ab, um seine Gewinnmargen zu steigern und die Investoren zu besänftigen, die den Kurs der VW-Aktie in den letzten sechs Monaten um 54 Prozent nach unten getrieben haben.

Vor fast drei Jahren hatte sich VW vorgenommen, im Rahmen des „Zukunftspakts 2016“ weltweit 30.000 Arbeitsplätze abzubauen, davon 23.000 in Deutschland. Autor dieses Pakts war die IG Metall, deren Vertreter aufgrund der Mitbestimmung im Vorstand sitzen.

Der Abbau bei VW ist Teil eines laufenden Jobmassakers in der globalen Autoindustrie. Vor dem Hintergrund zunehmender Handelskonflikte, einer heraufziehenden Rezession und sinkender Absatzzahlen wetteifern die globalen Autokonzerne darum, wer die Löhne am tiefsten drücken kann. Alle wollen ihre Konkurrenten aus dem Markt für elektrische und selbstfahrende Autos verdrängen, der hohe Kosten verursacht und zurzeit noch mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet ist.

Am Mittwoch bestätigte die US-amerikanische Ford Motor Co., dass sie ihre weltweite Umstrukturierung fortsetzt, um in den nächsten Jahren 25,5 Mrd. Dollar einzusparen und, so CEO Jim Hackett, die Gewinnmarge ab 2018 zu verdoppeln. Analysten zufolge könnten bis zu 25.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, vor allem in Europa.

Ford schließt sein Werk im brasilianischen São Paulo, beendet die Lkw-Produktion in Südamerika, schließt ein Getriebewerk im französischen Bordeaux, reduziert die Produktion in Saarlouis, konsolidiert seine britischen Aktivitäten, bereitet sich auf den Ausstieg aus Russland vor und baut Arbeitsplätze in China ab.

Die koreanischen Autohersteller Hyundai und Kia fahren die Produktion in China herunter, ebenso wie andere transnationale Unternehmen, die in China eingefallen waren, um billige Arbeitskräfte und den größten Automobilmarkt der Welt auszubeuten. Kia erwägt, ein Werk in Yancheng zu schließen, und Hyundai hat bereits die Produktion in seinem ältesten Werk in Peking eingestellt.

Letzte Woche lief die Produktion im Montagewerk von General Motors in Lordstown (Ohio) aus, wo einst 13.000 Arbeiter beschäftigt waren und in den frühen 1970er Jahren militante Arbeitskämpfe stattfanden. Vergangenen November kündigte GM an, fünf Werke in den USA und Kanada stillzulegen und mehr als 14.000 Arbeitsplätze zu vernichten. Das Unternehmen, das 2018 11,8 Mrd. Dollar Gewinn machte, will durch die Streichung von Arbeitsplätzen 4,5 Mrd. Dollar einsparen – weniger als die Hälfte der 10 Mrd. Dollar, die es in den letzten vier Jahren für Aktienrückkäufe zugunsten seiner reichsten Investoren ausgegeben hat.

Die Schaeffler Gruppe, ein deutscher Hersteller von Motoren- und Getriebekomponenten, hat am Mittwoch angekündigt, 900 Arbeitsplätze abzubauen. Nachdem das Unternehmen seine Gewinnziele verfehlt hatte, schickten die Anleger die Aktie auf Talfahrt; der Kurs sank um 44 Prozent.

Auch im mexikanischen Matamoros gab es Massenentlassungen, vor allem als Vergeltung für die mutigen Streiks der Arbeiter in den Sweatshops der Zulieferer, durch den die Teile für US-amerikanische und kanadische Autofabriken knapp wurden. Mindestens 4.000 Arbeiter wurden bereits entlassen, und der wichtigste Branchenverband Mexikos droht mit weiteren 50.000 Freistellungen.

Der wichtigste Mechanismus für diesen koordinierten globalen Angriff auf Autoarbeiter waren die Finanzmärkte. Indem sie die Aktienkurse nach unten treiben, geben mächtige Hedgefonds und reiche Aktionäre den Unternehmen den Marschbefehl: Sie sollen gefälligst den Angriff auf Arbeitsplätze und Löhne verschärfen und die Arbeitshetze steigern. Dies erhöht die Rendite der Investoren und leitet noch mehr Geld in die Taschen der Finanzoligarchie.

„Niedrige Kursbewertungen in der Branche zeigen, dass die Anleger größere Veränderungen verlangen. Die Ausgaben sind auf Rekordhöhe, die Gewinne sinken und neue Wettbewerber drängen auf den Markt“, schrieb Bloomberg News am 6. März. „Der große Umbruch in der Autoindustrie lässt nicht länger auf sich warten“, hieß es weiter. „Eine Konsolidierung löst zwar nicht alle Probleme, würde aber dazu beitragen, doppelte Ausgaben für alles Mögliche, von teurer Software bis hin zu Batterietechnik, zu vermeiden.“

Mehrere große Autohersteller klopfen ab, ob sie in bestimmten Bereichen zusammenarbeiten können. Dies gilt für VW und Ford, Daimler und BMW ebenso wie für den französischen Hersteller PSA, der mit Fiat Chrysler oder GM liebäugelt. Eine solche Konsolidierung würde auf Kosten der Arbeitsplätze von Hunderttausenden von Arbeitern und Angestellten vonstattengehen.

In seiner Schrift Lohnarbeit und Kapital beschrieb Karl Marx Mitte des 19. Jahrhunderts den „industriellen Krieg der Kapitalisten untereinander“, denn „dieser Krieg hat das Eigentümliche, dass die Schlachten in ihm gewonnen werden weniger durch Anwerben als durch Abdanken der Arbeiterarmee. Die Feldherren, die Kapitalisten, wetteifern untereinander, wer am meisten Industrie-Soldaten entlassen kann.“

Doch die Arbeiter beginnen sich zu wehren. Nach Jahrzehnten, in denen der Klassenkampf von den Gewerkschaften unterdrückt wurde, gibt es auf der ganzen Welt eine Welle von Arbeitsniederlegungen. In den ersten zehn Wochen des Jahres 2019 fanden in Ungarn, Kanada, Mexiko, Brasilien, China und anderen Ländern Streiks von Automobil- und Autoteilearbeitern statt. Dieser wachsende Widerstands wirft grundlegende Fragen nach einer Perspektive und Strategie auf.

Erstens muss der globale Angriff auf Arbeitsplätze mit einer globalen Reaktion der Autoarbeiter beantwortet werden. Es ist für Arbeiter unmöglich, transnationale Unternehmen auf einer nationalistischen Grundlage zu bekämpfen. Die Antwort auf ein spalterisches Rennen um die niedrigsten Löhne besteht darin, enge Verbindungen zwischen den Arbeitern in Amerika, Europa, Asien und Afrika zu knüpfen, um gemeinsam für die Arbeitsplätze und einen vernünftigen Lebensstandard zu kämpfen.

Zweitens haben die Gewerkschaften längst jede Verteidigung der Arbeiter aufgegeben und sich in direkte Instrumente der Unternehmensführungen und des Staats verwandelt. Der Grund dafür ist nicht nur die Feigheit und Korruption der Gewerkschaftsbürokraten, sondern auch die Unfähigkeit dieser nationalistischen und prokapitalistischen Organisationen, eine progressive Antwort auf die Globalisierung der Produktion zu finden.

Die Gewerkschaften United Auto Workers in den USA und Unifor in Kanada haben auf die Werksschließungen von GM mit einer anti-mexikanischen Kampagne reagiert. Dabei lehnten sich die mexikanischen Arbeiter gerade zur selben Zeit gegen Sklavenlöhne und extreme Ausbeutungsbedingungen auf. Auf ihrer soeben abgeschlossenen Tariftagung machte die UAW deutlich, dass sie den 150.000 Beschäftigten von GM, Ford und Fiat Chrysler, deren Verträge in diesem Sommer auslaufen, noch größere Zugeständnisse aufzwingen will. Dabei wendet sie seit vier Jahrzehnten die immer gleiche Lüge an: Zugeständnisse würden Arbeitsplätze „retten“.

Dieses üble Spiel findet in allen Ländern statt. Der langjährige IG-Metall-Chef und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats des Volkswagen-Konzerns, Bernd Osterloh (Jahresgehalt: bis zu 750.000 Euro), hat bereits seine Unterstützung für das neue Kostensenkungsprogramm von VW signalisiert.

Um zu kämpfen, brauchen die Autoarbeiter neue Organisationen: Aktionskomitees, die von den Gewerkschaften unabhängig sind. Diese Komitees müssen sich der Diktatur der Konzerne in den Fabriken widersetzen und breite Teile der Arbeiterklasse mobilisieren, um die Arbeitsplätze und Löhne durch Massenproteste, Werksbesetzungen und nationale und grenzüberschreitende Streiks zu verteidigen.

Vor allem muss die wachsende Bewegung der Arbeiterklasse in den Betrieben zu einer mächtigen politischen Bewegung gegen den Kapitalismus und gegen die wirtschaftliche und politische Dominanz der Unternehmens- und Finanzelite werden. Die neue Entlassungswelle zeigt, dass im Kapitalismus revolutionäre technologische Fortschritte wie künstliche Intelligenz, 3D-Druck, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und selbstfahrende Autos nicht dazu genutzt werden, das Leben für die breite Masse der Bevölkerung zu verbessern, sondern immer mehr Arbeiter ins Elend zu treiben.

Wir fordern daher die globalisierte Vergesellschaftung der gesamten Weltproduktion von Autos. Die Weltproduktion von Autos gehört in die Händer der Weltproduzenten und nicht in die Hände der Kapitalisten, den Ausbeutern unserer Arbeitskraft.

 

 

Es lebe die Solidarität der Autoarbeiter der USA und Deutschlands und in der ganzen Welt !

 

 

Auto workers all over the world !

Unite your revolutionary actions of solidarity globally !

 

 

 

Appeal of solidarity with American and German auto workers

 

On February 17th, the US Commerce Department delivered a report to Trump claiming that German automobiles were a “threat to national security” and since then, they have considered imposing 25% tariffs that will greatly affect production, decrease exports by 50%, and thousands of German and American auto workers will once again be used as hostages and cannon fodder for the latest imperialist trade war which must be fought.

This attack only brings more light to the lies and empty promises that Trump has offered, especially to the American workers of the auto industry who are facing more unemployment, lower wages, reactionary “right to work” laws that undermine unionization, less benefits, and worsening social security.

Meanwhile, yellow unions such as the UAW sit on their hands and ignore the 113,000 workers in America alone (and many of the others in Germany) that may lose their jobs, that will be thrown into the fire so the American bourgeoisie can delay its imminent decline and destruction and curb the imminence of globalization to preserve their rotting empire.

Workers of the auto industry in the US and Germany, conditions will only worsen under World Fascism and can only be solved by a revolutionary overthrow of the World Bourgeoisie and the expropriation of the expropriators! Build up revolutionary unions led by the RILU of the Comintern (SH)!

 

Down with American Fascism!!

Down with World Fascism!!

Long live the Proletarian Revolutions in America and Germany!!

Long live the World Proletarian Socialist Revolution!!

Long live the Comintern (SH)!!

Long live Stalinism-Hoxhaism!!


Section USA

(under construction)

 

 

6. März 2019

Weltkampftag gegen Arbeitslosigkeit

 

Proletarier aller Länder, vereinigt euch im weltweiten Klassenkampf

gegen die

Arbeitslosigkeit !

- diese schlimmste kapitalistische Geißel der Menschheit

 

 

Neuigkeiten von der

Roten Gewerkschaftsinternationale

 

 

Revolutionäre Fraktion der proletarischen Erneuerung in der Ukraine

RFPE

wichtige Mitteilung der Ukrainischen Sektion der

Roten Gewerkschaftsinternationale

17. August 2018

 


Vom 8. August 2018 bis zum 12. August 2018 hat die Revolutionäre Fraktion der proletarischen Erneuerung (ukrainische Sektion der RILU, Profintern) ihr Sommerzelt-Sportagitationslager "Rote Adler" durchgeführt. Das Lager wurde unter harten Bedingungen der vollen Illegalität an der Küste des Schwarzen Meeres geführt. 144 Genossinnen und Genosen nahmen an der Arbeit des Lagers teil, vor Allem die Arbeiter aus so großen ukrainischen Unternehmen wie Kriukov Wagenreparaturwerk, Lvov Autowerk, Dnepropetrovsk Werk 'Interpipe', Kiewer Werk 'Arsenal', Nikolajew Schiffsbauwerk 'Communar', Kiewer Werk "Elektronmash", Kiewer Konditoreiwerk Karl Marx, Staatsbetrieb "Chervonograd-Kohle", Luzk-Autowerk und Werk Sumy Mikhail Frunze. Die Teilnehmer des Sommerlagers haben besonders herzlich die Arbeiter außerhalb der Kiewer Regierungsgebiete begrüßt - die Arbeiter der Nudelfabrik von Lugansk und der Zuckerfabrik von Donetsk.

An jedem Tag fanden im Sommerlager Agitation-Propaganda-Seminare statt mit Dozenten für junge Arbeiter. Diese Seminare widmeten sich den Problemen der Wiedererrichtung der echten marxistisch-leninistischen Bewegung in der Ukraine sowie einer entschiedenen Abgrenzung von den Verrätern, von verschiedenen Ideologen und Praktikern wie Trotzkisten, Titoisten und anderen Revisionisten und Verrätern der ukrainischen und internationalen Arbeiterklasse.

Am 10. August 2018 wurde ein Mini-Fußball-Wettbewerb für junge marxistisch-leninistische Arbeiter organisiert. Die Sieger waren ein gemeinsames Team von Lvov und Chervonongrad Arbeitern 'Molotow-Cocktail '. Die Gewinner erhielten einen besonderen Preis - Tassen mit dem farbigen Porträt des Genossen Enver Hoxha.

Am 11. August 2018 wurde ein Jugendrockkonzert veranstaltet, bei dem junge Arbeiter viele revolutionäre und antiimperialistische Lieder aus dem Repertoire zahlreicher internationaler Künstler aufführten.

Genosse Dmytro Zalizniak erklärte in seiner Programmrede, dass unsere Organisation "Revolutionäre Fraktion der proletarischen Erneuerung" im aktuellen Jahr 2018 einem sehr wichtigen Ereignis gegenüberstand - wir fanden unsere Mitdenker und wurden Vollmitglied von RILU und Profintern.

"Wir sind nicht allein in dieser Welt, und jetzt werden unsere Kräfte jedes Jahr verzehnfachen", erklärte der Führer der "Revolutionären Fraktion der proletarischen Erweckung".

"Wir müssen unseren entscheidenden Einfluss in der allukrainischen Gewerkschaft" Verteidigung der Arbeit "(" Zakhyst Pratsi ") jeden Tag vergrößern. Unsere Linie zu einer wirklichen sozialistischen Revolution, das ist unsere permanente Linie; und wir werden siegen.

Wir senden brüderliche Kampfesgrüße im Namen unseres Zeltlagers in der Ukraine an alle unsere verbündeten Organisationen in Deutschland und Côte d'Ivoire. Gemeinsam werden wir siegen !

Zentralkomitee der RFPR


 

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Erlebnisbericht der RGO

80 Jahre VW

in Regensburg

am Montag 16.7.2018

 

 

Die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition mobilisierte mehrere hundert Teilnehmer. Der Mob zog durch die Kante. Die Mucke war schlecht, was auch daran lag, daß vor allem am Laudi und in der Führung des Aufmarsches sich konterrevolutionäre, proi-mperialistische Kräfte einmischten, die RGO wegdrängelten und total vom Thema ablenkten.

Trotz alledem skandierte die RGO :

Mord, Folter , Deportation

- das ist Volkswagen-Tradition !

Trotz alledem stellte die RGO klar :

Nicht nur in Wolfsburg selbst setzte VW KZ-Häftlinge in der Produktion ein. Im März 1944 wurde VW bei Himmler vorstellig und forderte für sein Erzbergwerk im französischen Tiercelet 3500 Häftlinge aus dem KZ Natzweiler für die V1-Produktion unter Tage an. (24) Wegen der herannahenden Truppen der Anti-Adolf-Koalition ließ VW die Produktion dann im September 1944 in das KZ Dora-Mittelbau verlegen.

In den Jahren 1944/45 wurden drei weitere KZs in Wolfsburg errichtet. Am 24. April 1944 wurde auf dem Laagberg, 3 km vom VW-Werk entfernt, eine Außenstelle des KZs Neuengamme errichtet. Dort wurden rund 800 französische sowie 350 spanische KZ-Häftlinge inhaftiert.(25)

Aber lassen wir dieses nazifaschistische Dreckspack doch mal zu Wort kommen :

" VIII/4 249  Fernschreiben     Geheime Reichssache !  Dringend!

SS-Obergruppenführer P o h l

B e r l i n

Leiber Pohl !

Professor P o r s c h e hat mich heute besucht. Er bittet uns, ein Werk für die Fabrikation einer Geheimwaffe, die in einem Bergwerk unter Tag stattfindet und 3 1/2 Tausend Arbeitskräfte braucht, als KL-Betrieb zu übernehmen.

Nehmen Sie doch bitte mit Porsche Verbindung auf.

Heil Hitler

Ihr

ges. H. Himmler

4.3.44    "

1944 : VW-Chef Porsche fordert bei Hitler KZ-Häftlinge für den Bau der VI- Raskete an

* Jüdische KZ-Häftlinge:

Im Mai kam eine Gruppe von 800 ungarischen Juden auf dem Lagerberg an, die in Ausschwitz von VW-Ingenieuren als "arbeitsfähig" selektiert worden waren und bei VW für die Produktion der "V1" eingesetzt werden sollten.(26) Im August 1944 wurden ungarische Juden von Ausschwitz in das VW-Werk deportiert. Für sie wurde im VW-Werk als Außenstelle des KZ Neuengamme im Keller Halle 1 ein KZ errichtet. Insgesamt mußten dort ca. 650 weibliche KZ-Häftlinge bei der Produktion von Munition und Tellerminen schuften.(27)

* Kinderermordungen:

Schwangere plnische und sowjetische Frauen aus dem Volkswagenwerk mußten kurz vor der Geburt in die Baracken des " VW-Kinderheims". Bei der Entbindung wurden sie nicht medizinisch betreut und spätestens 16 Tage nach der Geburt wurden sie wieder zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz gezwungen. Ihre Babys mußten die Frauen im " VW-Kinderheim" zurücklassen. Anfangs war das Kinderermordungsheim auf dem VW-Gelände im sog. " Ostlager" untergebracht, danach wurde es in in den Ort Rühlen verlegt.(28) Ungefair 400 Säuglinge und Babys wurden dort durch Unterernährung, mangelnder Hygiene und Krankheiten getötet.(29) 1944 betrug die Todesrate unter kranken Säuglingen beispielsweise nahezu 100 Prozent.(30) Leiter des " VW-Kinderheims" war der VW-Werksarzt 'Körbel, ein Nazifascho der ersten Stunde.(31)

                                  * * *                                         

Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge waren einem ungeheuren Terror ausgesetzt. Der VW-" Werkschutz", hervorgegangen aus dem "SS-Sondersturm Volkswagen", bestand fast ausschließlich aus SS-Schergen. In seine Zuständigkeit fielen auch die Bewacher der Lager der Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge (32). Über die Folterung eines französischen Zwangsarbeiters heißt es :

" Die SS brachte ihn in einen Wald, der sich auf dem Werksgelände befand, und zwang ihn, kniend eine schwere Eisenstange wiederholt hochzuheben. Jedes mal, wenn der so Bestrafte die Eisenstange anhob, erhielt er einen Schlag mit der Peitsche auf den nackten Rücken...(33)"

Der VW-Werkschutz verfügte auch über einen so genannten Strafbunker, wo die SS-Schergen aus den geringsten Anlässen, misshandelten und folterten. Auch die Gestapo hatte im VW-Werk eine Dienststelle.(34) In ihre Zuständigkeit fiel das VW-eigene "Straflager" [Lager18] (35)sowie das gefürchtete KZ-ähnliche " Arbeitserziehungslager" Lager 21 bei Salzgitter, in dem die Häftlinge nicht selten zu Tode geprügelt wurden. Jeden Monat wurden dort zur Abschreckung mehrere Zwangsarbeiter öffentlich erhängt.(36)

Überlebende Häftlinge des VW-eigenen KZs Laagberg bei ihrer Befreiung durch die Truppen der Anti-Adolf-Koalition im April 1945

 

Widerstandsaktionen bei VW

Selbst unter dem grausamen Terrorregime bei VW gab es Widerstand. Bei VW in Wolsburg erfolgte dieser fast ausschließlich von Seiten der Zwangsarbeiter, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen. Dokumentiert sind vor allem Sabotageaktionen, Manipulation von Werkzeugen, provozierte Kurzschlüsse und Stromausfälle sowie die Produktion von Ausschuss. Sowjetische Zwangsarbeiter, die in der Materialinspektion arbeiteten, unterrichteten z.B. die Arbeiter in der Produktion von dem zu hohen angefallenem Ausschuss, die dann den Ausschuss heimlich aus der Inspektion abholten und in den Mittelkanal warfen.(37) Versucht wurde auch Informationen über die Kriegsproduktion bei VW den Armeen der Anti-Adolf-Koalition zukommen zu lassen.(38)

Sowjetische und franzäsische Kriegsgefangene versuchten, in einer gemeinsam organisierten Widerstandsaktion mehrere Male im VW-Werk das Kraftwerk zu sprengen, um so den ganzen Betrieb lahmzulegen. Als diese Versuche gescheitert waren, beschlossen sie , die Turbine außer Kraft zu setzen, was auch gelang.(39)

Solidarität von Deutschen erfuhren die VW-Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen in erster Linie von deutschen KZ-Häftlingen oder sogenannten "Militärstrafgefangenen", also u.a. Wehrmachtsdeserteuren. Dokumentiert ist ein Fall bei dem 20 deutsche Militärhäftlinge gegen einen SS-Werkschutzmann vorgingen, der einen sowjetischen Kriegsgefangenen mißhandelte. (40)

Anders war die Situation in den VW-Betrieben außerhalb des Deutschen Reichs, so etwa in dem von Nazifascho-Deutschland okkupierten Frankreich.

Zum Beispiel verlief die Produktion im französischen Peugeot-Werk Montbéliard mit 15 500 Arbeitern nicht so, wie die Nazifaschos sich das gewünscht hatten. Es gab im besetzten Frankreich eine starke, auch bewaffnet kämpfende Widerstandsbewegung, die von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützt wurde. Seit 1943 mehrten sich auch im Peugeot-Werk Sabotageaktionen. So konnte im September 1943 das gesamte Reifenlager von der
Résistance abgebrannt werden. Der VW-SS-Werkschutzleiter schickte daher einen SS-Obersturmführer ins Peugeot-Werk. In seinem Bericht heißt es : "

" In dieser Zeit hatte die französische Mauis schon begonnen, sich zu regen. Daher ergab es sich als wichtige Aufgabe, die Werksanlagen und den Gang der Produktion so sehr zu sichern, wie es nur möglich war... Alle gefährdeten Hallen und Maschinen wurden durch Mauern, Drahtverhaue, Sondereingänge vor Sabotage geschützt. Tag und Nacht kontrollierten laufende Streifen, verstärkten dadurch die stehenden Doppelposten...(5a)

Wiederholt kam es im Werk zu Streiks:

Als die VE-Werksleitung 1944 ein Fahrradverbot erließ, weil Widerstandskämpfer auf Fahrrädern VW-Wachposten erschossen hatten, traten alle französischen Arbeiter und Ex-Bauern in einen Streik. Schließlich mußte VW die Fabrik schließen, nicht ohne vorher jedoch ihr Beutegut, "Arbeiter und Maschinen" ins Deutsche Reich zu verschleppen. (5b)

 

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Anmerkungen und Quellen

24 " Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung", Band 2; Niedersachen I, Köln 1985, S.67
25 Siegfried, K-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt, 1993, S.155
26 Mommsen, H./Grieger,M " Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich", Düsseldorf 1996, S.864
27 Siegfried, K-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1993, S.60
28 ebenda, S.169
29 " Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung", Band 2; Niedersachen I, Köln 1985, S. 66
30 Siegfried, K-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1993, S.19
31 Der VW-Werkarzt Körbel war am 1.12.1927 mit 18 in die NSDAP eingetreten, am 1.11.1929 in die SA. 1935 trat er in die SS ein, 1939 wurde er zum SS-Hauptsturmführer befördert ( Siehe :  Siegfried, K-J., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1988, S. 318 f.)
32 Mommsen, H./Grieger,M " Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich", Düsseldorf 1996, S.536
33  Siegfried, K-J., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1988, S.101
34 Mommsen, H./Grieger,M " Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich", Düsseldorf 1996, S.411
35  Siegfried, K-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1993, S.94
36 ebenda, S.104
37 Zitiert in : Siegfried, K-J., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1988, S. 204
38 Mommsen, H./Grieger,M " Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich", Düsseldorf 1996, S.737
39 Brodski, J.A., Im Kampf gegen den Faschismus, Berlin 1975, S.183, Zitiert in : Siegfried, K-J., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.- New York, 1988, S. 202
40 Mommsen, H./Grieger,M " Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich", Düsseldorf 1996, S.431
5a Zitiert in : Siegfried, K-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/, 1993, S.128
5b ebenda, S.129



 

Stärkt die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition !

Es lebe die RGO, die Sektion der Roten Gewerkschaftsinternationale in jedem Land !

 

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Aufrufe der

REVOLUTIONÄREN GEWERKSCHAFTSOPPOSITION

21.Juli 15.00 Königsplatz, 86150 Augsburg

u n d

22. Juli Morgen um 12:30 Sendlinger Tor, 13:00 Goethe Platz München


80 Jahre VW

VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT


Protest gegen die 80-Jahre-Jubelfeier des " Musterbetriebes " des Monopolweltkapitals

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Der faschistische Nazi-Konzern VW existiert von Anfang an auf dem Blut, Tränen und Schweiß der Sklavenarbeiter

Rund 18000 Angestellte waren während des Nazifaschismus bei VW beschäftigt, nur rund 1/6, also 3000, waren deutsche Arbeiter, größtenteils Arbeiteraristokraten, Vorarbeiter, Abteilungsleiter und Meister. Von den " Errungenschaften für die Belegschaft" des faschistischen Nazi-Konzerns kann in Herrenrassenmanier nur reden wer versucht, daß die Produktion bei VW in der Hauptsache auf der extremsten Ausbeutung von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen beruhte, dir dort vielfach zu Tode geschunden wurden. (7)


Zwangsarbeiter:

Auf der Suche nach Zwangsarbeitern folgte VW den Spuren der Nazifaschisten in die überfallenen Länder. Im Jahre 1940, also ein Jahr nach Produktionsbeginn, kamen die ersten Zwangsarbeiter, 1500 Polen, bei VW an.(8) Im Oktober 1942 wurden weitere 1500 polnische Zwangsarbeiter geschickt (9). Sie mußten das Kennzeichen "P" deutlich sichtbar auf der rechten Brustseite tragen. Mitte 1943 wurden ca. 1500 Franzosen und 500 Belgier für die Zwangsarbeit bei VW deportiert. (10) Nach größeren Steikaktionen in den Niederlanden 1943 wurden von den Nazifascho-Besatzern kurzerhand alle Studenten zur Zwangsarbeit " verpflichtet", 200 bis 300 niederländische Studenten wurden so zu VW verschleppt (11). Die größte Anzahl von Zwangsarbeitern - bis 1944 waren es zwischen 4000-5000 (12) -, wurden aus der damals noch sozialistischen Sowjetunion verschleppt. War die Lage der Zwangsarbeiter insgesamt von brutalster Unterdrückung gekennzeichnet, so war dies besonders der Fall bei den aus Polen und der damals noch sozialistischen Sowjetunion verschleppten Zwangsarbeitern. Auf der Grundlage der faschistischen Nazi-Ideologie von den " slawischen Untermenschen" wurden sie systematisch geschunden und mißhandelt. Gleich nach dem Überfall Nazifascho-Deutschlands auf die Sowjetunion 1941 schickte die VW Leitung einen persönlichen Referenten Porsches in die besetzte Sowjetunion, um sich " vor Ort" Zwangsarbeiter zu beschaffen. (13)

Schon vor 20 Jahren 97/98 protestierten Industriearbeiter von VW-Wolfsburg, die aus guten Grund anonym bleiben wollten, gegen die Verweigerung von von Entschädigungszahlungen an Zwangsarbeiter. Auf dem VW-Werk Wolfsburg hing eine Transparente , wo draufstand : In ungebrochener Tradition des Nazifascho-Musterbetriebes VW : Die VW-Ausbeuter verweigern Zwangsarbeitern die Entschädigung.

 Bei der " Beschaffung" von Zwangsarbeitern wurde mit äußerst brutalen Methoden vorgegangen: vom Sperren der Lebensmittelkarten, über die Androhung zur Erschießung, der Verhaftung von Familienmitgliedern bis hin zu regelrechten Menschenjagden. Vor allem in Polen und der Sowjetunion wurden ganze Dörfer umstellt. Die Einwohner wurden aus ihren Häusern gezerrt, zusammengetrieben und zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Darunter waren nicht selten auch Kinder, die schon ab 10 Jahren als " Arbeitskräfte" gerechnet wurden (14).

Über die qualvollen Tage und Wochen des Transports von nicht selten Tausenden Kilometern in Viehwaggons berichtet ein ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter:

" Hier (in Lublin) war ein Sammellager, wo furchtbare Bedingungen herrschten: Hunger, Kälte, Angst und wir mußten stundenlang in Reihen stehen. Viele weinten, jammerten und schrien, denn man nahm die Kinder von den Müttern weg und sortierte uns alle wie Ware zum Verkauf... Dann wurde ein großer Transport von arbeitsfähigen Personen zusammengestellt, und in Güterwagen wurden wir nach Deutschland gebracht. Wir waren ungefair zwei Wochen unterwegs... Manchmal versorgte man uns mit einem Stück Brot oder etwas Suppe. So brachte man uns in die ` Stadt des KdF-Wagens`. Hier sagte man uns, daß wir in der Fabrik arbeiten werden. So kamen mehrere Meister heraus an der Fabrik und suchten sich einige Personen aus. " (15)


* Kriegsgefangene:

Beim Einsatz von Kriegsgefangenen in der Rüstungsproduktion spielte VW eine Vorreiterrolle. VW-Beauftragte suchten sich Kriegsgefangene im " Stammlager XIB" in Fallingbostel (16), aber auch in den Kriegsgefangenenlagern in den von den Nazifaschisten besetzten Gebieten in der Sowjetunion aus. (17)

Schon im Herbst 1941 kamen 850 sowjetische Kriegsgefangene (18), 1942 verlangte VW weitere 800 französische Kriegsgefangene. 1943, nach dem Sturz Mussolinis, wurden 1400 italienische Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit bei VW gezwungen (19), ebenso erging es 200 serbischen Kriegsgefangenen (20). Übereinstimmend schildern Überlebende, daß die sowjetischen Kriegsgefangenen am brutalsten behandelt wurden. Jeglicher Kontakt mit den übrigen Industriearbeitern war ihnen verboten, sie litten unter Hunger, Kälte und der Brutalität ihrer Bewacher. Zeitweise hatten sie gar keine Unterkünfte und mußten unter freien Himmel schlafen.


* KZ-Häftlinge:

Besonders auch bei der Erprobung des "Einsatzes" von KZ-Häftlingen in der Rüstungsindustrie preschte VW voraus. Vier KZs wurden bis 1945 auf dem VW-Gelände oder in unmittelbarer Nähe davon errichtet.

Das erste KZ war ein KZ mit dem zynischen Namen "Arbeitsdorf" auf dem Gelände des VW-Werks. Auf Vorschlag Porsches hatten Hitler am 11.1.1942 angeordnet, daß für die Fertigstellung und Ausbau der Leichtmetall-Gießerei im VW-Werk KZ-Häftlinge eingesetzt werden sollen. Das KZ " Arbeitsdorf" war ein " Pilotprojekt", in dem die für die Nazifaschisten effektivste Form der Ausbeutung von KZ-Häftlingen in der Rüstungsindustrie "erprobt" werden sollte. Die SS stellte dafür rund 1200 KZ-Häftlinge zur Verfügung, vor allem aus den KZs Sachsenhausen, Neuengamme und Buchenwald. (21) Nahezu die Hälfte der Häftlinge wurde während der halbjährigen Dauer des " Pilotprojekts" zu Tode geschunden.

Joseph Sobieralski, ein Überlebender, berichtet:

" Ich wurde mit 600 anderen Häftlingen nach Fallersleben gebracht und nach drei Monaten waren von uns ca 150 gestorben und mit mir wurden 150 nach Sachenhausen als arbeitsfähig zurückgebracht. Am Ende der Aufbauarbeiten, d.h. nach sechs Monaten, kamen nochmals 150 Mann nach Sachsenhausen zurück, die mir selbst sagten, daß die restlichen 150 Mann während der letzten drei Monate gestorben waren." (22)

Den KZ-Häftlingen war jeder Kontakt mit den übrigen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen verboten. Geschunden durch die Schwerstarbeit bei VW, durch Unterernährung und Krankheiten waren die KZ-Häftlinge noch den Schlägen und Knüppeln der SS ausgesetzt. Über ein Drittel aller verstorbenen KZ-Häftlinge sind durch Mißhandlungen und Folter der VW-SS-Männer ermordet worden.(23)


Anmerkungen und Quellen

(7) " Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung " , Band 2; Niedersachsen I, Köln 1985, S.64
(8) Siegfried, K.-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt, 1993, S.13
(9) Siehe Mommsen, H./Grieger, M., Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, Düsseldorf 1996, S.528
(10) Siegfried, K.-J., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.-New York, 1988, S.34
(11) ebenda, S. 35
(12) ebenda, S. 36
(13) ebenda, S. 167
(14) ebenda, S. 154
(15) ebenda, S. 154
(16)  Siegfried, K.-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt, 1993, S.45
(17)  " Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung " , Band 2; Niedersachsen I, Köln 1985, S. 65
(18)  Siegfried, K.-J., Das Leben der Zwangsarbeiter im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt/M.-New York, 1988, S. 174
(19) Siegfried, K.-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt, 1993, S.36
(20)  Siehe Mommsen, H./Grieger, M., Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, Düsseldorf 1996, S.529
(21) " Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung " , Band 2; Niedersachsen I, Köln 1985, S. 67. Siehe auch : Siehe Mommsen, H./Grieger, M., Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, Düsseldorf 1996, S. 514
(22) " Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung " , Band 2; Niedersachsen I, Köln 1985, S. 67
(23) So wird berichtet, daß die SS-Schergen einem sowjetischen Häftling nach einem angeblichen Fluchtversuch mit einem Gewehrkolben den Schädel zertrümmeren. Zur Abschreckung wurde seine Leiche im Lager zur Scdhau gestellt und alle anderen KZ-Häftlinge mußten an ihm vorbeimarschieren.  Siehe Siegfried, K.-J., Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk 1939-1945, Frankfurt, 1993, S.154

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Selbst in München gingen heute 40000 auf die Straße. Auch wenn die Veranstalter von was Anderem reden, wir machen was wir wollen ! Denn sie alle gedenken am 80. Jahrestag der Gründung von VW über die faschistischen Verbrechen von VW zu schweigen.

Nur die RGO kriegt es in einer Woche eine Triple Threat Aktion auf die Beine, weil sie Sektion der RGI ist. Nur die RGO/RGI macht als einzigste überhaupt was zum Protest gegen 80 Jahre VW.

 
 

AUFRUF DER RGO ZU DEN

 

BETRIEBSRATSWAHLEN 2018

 

Verwandelt die Betriebe in Festungen der sozialistischen Weltrevolution !

 

 

zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution

Die zwei Wege in der deutschen Rätebewegung

1918/1919

- wie vor 100 Jahren die Betriebsräte entstanden -

 

 

Auszug aus unserem Buch:

"Weltproletariat - vereinige alle Länder!"

 

Die „Gewerkschaftsfrage“

– eines der größten Hindernisse auf dem Weg zur Einheit des Weltproletariats


Es dürfte den Gewerkschaften der führenden kapitalistischen Länder nicht entgangen sein, dass das Weltkapital die traditionelle Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in diesen Ländern immer stärker beeinflusst und zwar dahingehend, dass es sich rücksichtslos über die Errungenschaften dieser über 150 Jahre alten Arbeiterbewegungen hinwegsetzt, hinwegsetzen kann, weil keine Gewerkschaft eines einzelnen Landes etwas zur Verteidigung der Arbeiterrechte ausrichtet und auch nicht ausrichten könnte, selbst wenn sie es denn wollte, was ja schon seit über hundert Jahren nicht mehr der Fall ist, als sich die Gewerkschaften schon damals aus Instrumenten der Arbeiter in Instrumente des kapitalistischen Systems, als Instrumentge gegen die Arbeiter verwandelt hatten. Wer ist aber der Wegbereiter des internationalen Angriffs auf die Errungenschaften der Arbeiter der einzelnen Länder ? Die Wegbereiter des globalisierten Feldzug auf die Arbeiterrechte und die sozialen Systeme, die einst aus der Arbeiterbewegung der einzelnen kapitalistischen Länder entstanden, das sind die Gewerkschaften in den einzelnen kapitalistischen Ländern ! Die Regierungen , die Gewerkschaften, das ganze alte Instrumentarium der Ausbeutung und Unterdrückung in den einzelnen Ländern gerät mit den Interessen des Weltkapitals in Konflikt, das keinerlei Rücksichten gegenüber der Weltarbeit zu nehmen braucht. Während die Kapitalisten in den einzelnen Ländern an bestimmte, wenn auch minimale Rücksichtnahmen gegenüber dem kapitalistischen System gebunden sind, ist es der Weltkapitalist um so weniger. Er ist an nichts gebunden, kann sich der Reservearmeen aller Länder bedienen. Da der Weltkapitalist seine Weltarbeitskräfte aber nicht auf den Mond ausbeutet, sondern mitten in den Ländern, wo auch die Lohnarbeiter der nationalen Kapitalisten ausgebeutet werden, „wildert“ der internationale Kapitalist sozusagen in den fremden Revieren der nationalen Kapitalisten, setzt er sie untereinander in Konkurrenz, setzt er sie unter Druck. Vergleicht man irgendwo auf der Welt die Arbeitsbedingungen in Fabriken internationaler Monopole mit denen in Fabriken mit lokal „sesshaftem“ Eigentum, so sind die Arbeitsbedingungen viel schlechter, die Löhne niedriger bei den Weltkapitalisten, sind die „bodenständigen“ Unternehmen also ihrerseits gezwungen, ihre Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und die Löhne zu drücken, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Das ist unter den gesetzlichen Bedingungen der einzelnen Staaten nicht immer elegant zu lösen, gibt es Reibungsverluste und Wettbewerbsverzerrungen. Solche Hürden wie Tarifautonomie ( auch, wenn es formal nur noch auf dem Papier gibt und faktisch immer weiter ausgehebelt wird !!) und andere Hürden des kapitalistischen Ländersystems, hat der Weltkapitalist einfach überspringen können. Die Auslagerung ganzer Fabriken und ganzer Industrien in Billiglohnländer ( und die Rückkehr der Fabriken an alte Standorte, aber unter verschlechterten Arbeits- und Lohnbedingungen!) – das alles sind bekannte Erscheinungen; kurz: das Weltkapital setzt sich über die Hürden in den einzelnen Ländern hinweg, wird Schrittmacher der Verschlechterung der Lage der Arbeiterklasse in allen Ländern der Welt, wird Schrittmacher der Ausbeutung und Unterdrückung in allen Ländern der Welt, wird Schrittmacher der Aushebelung der über hundert Jahre alten Arbeiterbewegungen in den kapitalistischen Ländern. Was die nationale Bourgeoisie in 100 Jahren nicht geschafft hat, das macht die Weltbourgeoisie heute im Handumdrehn. Das bekommt insbesondere die Arbeiterklasse solcher Länder schmerzhaft zu spüren, die einen besonders harten Klassenkampf geführt hatte, um den Kapitalisten, um dem kapitalistischen Staat diese und jene Verbesserung ihrer Lage abzuringen und dementsprechend ist ihr Widerstand größer als in anderen Ländern. Das Problem ist nur, dass der Weltkapitalist dafür wenig Verständnis hat und jeden Arbeiter, der aufmuckt, arbeitslos macht, denn er kann aus einer Millionenreservearmee schöpfen und das Kapital ist inzwischen beweglich genug, um sich zu jeder Zeit einen besseren Standort zu verschaffen, wo die Profite reibungsloser, schneller und höher zu machen sind, wo der Widerstand der Arbeiter am geringsten ist. So geht die Autoindustrie in den Osten bis nach China, weil dort die Ausbeutungsbedingungen und die Vermehrung des Kapitals am größten ist. Das billigste Billiglohnland der Welt ist heute das sozialimperialistische China. Das viertgrößte Finanzkapital der Welt befindet sich bereits in seinen Händen, um nur ein Beispiel zu nennen. Und umgekehrt ist die Deutsche Bank, die Bank des Exportweltmeisters Deutschlands, vom 4. auf den 23. Weltplatz aller Banken abgesunken und das in nur wenigen Jahren. Das internationale Bankkapital gerät außer Rand und Band.

Die alten Kampfinstrumente und Kampfformen, die alten Traditionen beherrschen noch die Arbeiterklasse, erschweren ihre Einsicht, dass sie unter den heutigen Bedingungen immer mehr ihre Wirkung verlieren gegenüber den neuen Kampfinstrumenten und Kampfformen des Weltkapitalisten. Der Kampf der beiden Weltanschauungen dauert nicht nur zwischen Bourgeoisie und Proletariat fort, sondern auch zwischen den Arbeitern, die sich von den Fesseln der untauglich gewordenen Traditionen befreien wollen und den Arbeitern, die sich noch von diesen alten (dabei sind die untauglich gewordenen gemeint, nicht die bewährten) Traditionen beherrschen lassen. Und das gilt nicht weniger für die Marxisten-Leninisten, wobei die einen sich von den Hemmschuhen überholter Leitsätze und Anschauungen befreit haben, während andere noch von ihnen gefangen sind und sich daran klammern. Der Kampf gegen eine übermächtige Welt ist zwangsläufig auch ein unvermeidlicher Kampf unter den Neuerern, sowohl unter den Arbeitern als auch unter den Kommunisten. Die weltweiten Massenbewegungen der Arbeiter wie auch die internationalen Bewegungen der Kommunisten sind heute noch konfus in zweierlei Hinsicht: erstens, weil alles internationale Massendenken sich noch in Widersprüchen, Unklarheiten, Zusammenhanglosigkeiten bewegt, konfus aber auch zweitens, wegen der schädlichen Rolle, die die Revisionisten darin spielen. Der Kampf gegen die Revisionisten in den eigenen Reihen ist ebenso heftig wie der Kampf draußen in der kapitalistischen Welt. Da lässt sich auch keine Einheit predigen, wo keine Einheit möglich ist. Es braucht große Kraft und lange Zeit, die internationale Konfusion zu überwinden mit einem qualitativen Schritt zur internationalen Einheit. Das gilt für die internationale Arbeiterbewegung nicht anders wie für die marxistisch-leninistische Weltbewegung, und vor allem deren beider notwendigen Verschmelzung.

Nun, es handelt sich zum Beispiel um nationale Kampfformen der Arbeiter, die den internationalen Kampfformen des Kapitals gegenüberstehen , welche den nationalen Kampfformen natürlich überlegen sind. Kämpfen die Arbeiter einer Autofabrik für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, wird die Autofabrik ins Ausland verlegt, wo die Löhne niedriger sind und weniger Widerstand von den Arbeitern zu erwarten ist. Oder es werden Arbeiter aus dem Ausland zu Dumpinglöhnen hereingeholt, die nicht nur den Lohn der inländischen Arbeiter drückt, sondern diese auch auf die Straße wirft. Der Weltkapitalist hat die moderneren Waffen, die Arbeiterklasse eines einzelnen Landes veraltete Waffen, mit denen sie gegeneinander kämpfen – ein ungleicher Kampf. Man kann noch so heroisch kämpfen, aber mit veralteten Waffen ist die Niederlage vorprogrammiert. Und tatsächlich kann jeder mit seinen eigenen Augen sehen, dass die Arbeiter in ihren Ländern dieser Entwicklung ziemlich hilflos und machtlos gegenüberstehen, dass es ihnen immer bewusster wird, das man ihnen auf der Nase herumtanzt, dass die Kapitalisten immer frecher auftrumpfen und die Positionen der Arbeiter von Land zu Land immer „besch....er“ werden. Die Waffe, die hier hilft, ist die Waffe der internationalen Vereinigung der Arbeiter. Was sagen die nationalen Gewerkschaften dazu ? Nun, die Gewerkschaftsbosse schauen nicht nur weg und zucken mit den Achseln, sondern sie tun auch noch alles, um die Empörung der Arbeiter ins Leere laufen zu lassen, unternehmen nichts gegen die Regierungen, die diese Konkurrenz mit den ausländischen Arbeitern gesetzlich erlauben. Es ist eine historische Tatsache, dass die Gewerkschaften in den kapitalistischen Ländern seit über hundert Jahren den internationalen Charakter der Arbeiterbewegung vergewaltigt haben, dass die Kapitalisten eine starke Arbeiteraristokratie herangezüchtet hatten, um den proletarischen Internationalismus mit bürgerlichem Nationalismus, Sozialimperialismus, Sozialfaschismus usw. usf. aus den Arbeiterköpfen zu vertreiben, die internationale Front der revolutionären Arbeiterbewegung zu spalten, den weltrevolutionären Vereinigungsprozess zu unterlaufen beziehungsweise brutal zu unterbinden. Heute spürt der Arbeiter auf der ganzen Welt am eigenen Leibe, wohin das geführt hat – er steht in jedem Land isoliert und machtlos da, in Stich gelassen von gewerkschaftlichen Lakaien des Weltimperialismus ! Die Staaten der ganzen Welt mit samt ihren gelben Gewerkschaften befinden sich mittlerweile fast vollständig in den Händen der Monopole, der internationalen Konzerne, des gesamten Weltkapitals. Ja selbst die Mitgliedschaft in einer gelben Gewerkschaft ist für sie schon ein Grund zur Ablehnung einer Bewerbung oder ein Kündigungsgrund. Unter dem Diktat des Weltkapitals kuschen die Regierungen, kuschen die Staaten, kuschen die gelben Gewerkschaften, sind sie in Hilfsinstrumente des Weltkapitals verwandelt worden, werden die Arbeiterrechte, die Gewerkschaftsrechte, die Rechte der Völker, die Menschenrechte ausgehebelt, setzt man sich immer rücksichtsloser darüber hinweg, reagieren die Betroffenen mit Ratlosigkeit und Wut gegenüber dem aufkommenden Weltfaschismus, werden die Arbeiter der ganzen Welt behandelt, so wie die Kolonialisten einst die asiatischen Kulis behandelten. Es ist kein Zufall, dass die Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten deswegen die Rote Gewerkschaftsinternationale gegründet hat, nicht nur um den Proletariern dabei zu helfen, in ihrem Land wieder eine Klassengewerkschaft aufzubauen, die sich ausschließlich vom proletarischen Internationalismus leiten lässt, sondern die gesamte internationale revolutionäre Gewerkschaftsbewegung auf den weltrevolutionären Weg zu bringen. Die RGI wurde gegründet in der weisen Voraussicht, dass die Gewerkschaftsbewegung gegen das Weltkapital neue internationale Kampfformen hervorbringt, um die Gewerkschaftsinteressen des Weltproletariats besser, zentral und geschlossen, zu vertreten und durchzusetzen. Mit der Internationalisierung des gewerkschaftlichen Kampfes verfolgt das Weltproletariat einen doppelten Zweck: Die Konkurrenz der Arbeiter unter den verschiedenen Ländern einzudämmen , indem es diese zu einer Weltkonkurrenz zusammenfasst und als Gesamtverhandler an den Weltverhandlungstisch tritt, nicht nur mit den Kolleg/innen dieses oder jenes Landes im Rücken, sondern mit dem Kampfeswillen der Kolleg/innen der ganzen Welt im Rücken!!!! Wenn es am Anfang nur um den Stop des freien Falls des Weltlohns geht, wird das Weltproletariat seine gewerkschaftlich zentralisierte Vereinigung auch zu allen weiteren Forderungen gegenüber den Weltkapitalisten ausdehnen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, usw. usf. , wird also die Aufrechterhaltung der Weltgewerkschaftsfront selbst notwendiger als die der Weltlöhne. In diesem Gewerkschaftskampf auf höchster Stufe vereinigen und entwickeln sich sowohl auf der Seite des Kapitals als auch auf der Seite der Arbeiter schließlich alle Elemente für die kommende Weltschlacht. Einmal an diesem Punkt angelangt, wird die Revolutionäre Gewerkschaftsinternationale ihre politischen Aufgaben erfüllen können, nämlich dabei mitzuwirken, die ruinöse Konkurrenz unter den Arbeitern endlich im Weltmaßstab für immer aufzuheben und an ihre Stelle die Welt-Assoziation der sozialistischen Gewerkschaft zu setzen.

Ohne die internationale Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ist die internationale Arbeiterbewegung machtlos, steht sie auf tönernen Füßen, fehlt ihr die Basis, kann sie sich ohne Basis nicht entfalten. Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Vereinigung, die das Weltproletariat in seiner Gesamtheit erfasst, aber die damit noch lange nicht unmittelbar die Weltdiktatur des Proletariats zu verwirklichen vermag. Dazu bedarf es differenzierter internationaler Vereinigungen, ja eines gewaltigen Weltorganisationsmechanismus ( internationale Transformationsriemen), der erst durch eine Reihe von Zahnrädern in Gange gebracht wird. Die Weltdiktatur des Proletariats kann nur durch seine Avantgarde, die proletarische Weltpartei verwirklicht werden, die mit der RGI eng verzahnt ist. Ohne diesen Mechanismus ist der Weg vom Weltimperialismus zum Weltsozialismus nicht zu bewerkstelligen.

Wie stellt sich nun das dialektische Verhältnis von nationaler und internationaler Gewerkschaftsbewegung, insbesondere im Kampf gegen die neue globalisierte Weltlohnsklaverei dar?

Die gelben Gewerkschaften sind Instrumente des Imperialismus zu Niederhaltung und Spaltung des revolutionären Proletariats. Das Weltkapital braucht die Weltlohnsklaverei und damit auch die ihm passende Weltform der gelben Gewerkschaft als künftiges Bollwerk gegen den weltproletarischen Kampf, dessen Ziel die Abschaffung der Weltlohnsklaverei ist. Das Weltkapital kann die gelben Gewerkschaften, so wie sie sich bis heute in den einzelnen Ländern entwickelt haben, nicht einfach „übernehmen“, kann sie aber auch nicht zerschlagen. Das kann das Weltkapital aus dem einfachen Grund nicht, da sie weiter als Regulierungsinstrument des Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem der nationalen Bourgeoisien erhalten bleiben müssen als Abteilungen der Weltbourgeoisie. Also müssen die gelben Gewerkschaften in jedem Land völlig umgewandelt, globalisiert werden, damit sie seinen Weltinteressen auch dienen können. Indem die gelben Gewerkschaften als Abteilungen der neuen gelben Weltgewerkschaft des globalisierten Weltkapitals auftreten - und das Weltkapital zwingt sie dazu -, führt jede gelbe Gewerkschaft in einem Land nicht mehr nur ihren arbeiterfeindlichen Kampf zur Aufrechterhaltung der Lohnsklaverei im eigenen Land, sondern ist gezwungen, ihre eigenen nationalen Interessen den gelben Gesamtgewerkschaftsinteressen des Weltkapitals unterzuordnen, das heißt die gelben Gewerkschaftsinstrumente aller Länder müssen in ein einziges, zentralisiertes Instrument des Weltkapitals verwandelt werden, um die Weltarbeit disponibel, verfügbar zu gestalten, was wiederum heißt: ihr bislang reaktionäres, nationales Zunftwesen, das die Arbeiterbewegung eines jeden Landes ungemein in ihrer revolutionären Entwicklung gehemmt hat, muss fallen. Das ist gut und nicht schlecht! Insofern handelt es sich nicht mehr um eine Amsterdamer Internationale (gegen die revolutionäre, klassenkämpferische Gewerkschaftsbewegung in den einzelnen Ländern). Es handelt sich auch nicht mehr so sehr um einen losen gewerkschaftlichen Weltdachverband, wo die einzelnen gelben Gewerkschaften ihre eigenen (sozialimperialistischen) Interessen vertraten, sich sozusagen nur gegenseitig unterstützten, bzw. dort um ihre (sozialimperialistische) Hegemonie kämpften, sondern um eine globalisierte gelbe Gewerkschaftsbewegung des globalisierten Weltkapitalismus, das heißt eine neue Gewerkschaftsform, mit der die gesamte Weltarbeit im Zaun gehalten werden kann, indem sie in die Ländergewerkschaften hineinwirkt, sie sich umformt und sie so zur internationalen Spaltung des Weltproletariats zentral lenken kann. Für die revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung ist das insofern - und nur insofern - gut, als das Weltkapital die nationalen Schranken der gelben Gewerkschaftsbewegung durch die globale Gestaltung der Weltarbeit schleift und damit der internationalen Entfaltung der Vereinigung der weltrevolutionären Gewerkschaftsbewegung bessere Ausgangsbedingungen verschafft – und zwar nicht nur für das Weltproletariat insgesamt, sondern auch für die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land der Welt. Dadurch wird die Gewinnung der Gewerkschaftsmitglieder für die Ideen des Kommunismus auf der ganzen Welt und in allen Ländern erleichtert und beschleunigt.

Wenn die globalisierten Gewerkschaftsinteressen des Weltkapitals also von außen auf die gelbe Gewerkschaft eines jeden Landes verstärkt Einfluss nimmt, wenn das Weltkapital über die Gewerkschaftsinstrumente (und deren Einsatz) eines jeden Landes bestimmt, können die Arbeiter in ihrem Land ihre revolutionären, klassenkämpferischen Gewerkschaften allein, auf sich gestellt, nicht (dauerhaft) aufbauen bzw. verteidigen, da sie in ihrem Land nunmehr einer gelben Abteilung der welt-sozialimperialistischen Gewerkschaftszentrale gegenüberstehen. Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land kann sich nicht voll entfalten, wenn die Roten Gewerkschaftler ihre Organisation nicht vom nationalen Boden loslösen, wenn die (innere) revolutionäre Gewerkschaft jedes Landes nicht vom Weltproletariat in jede (äußere) der RGI angehörende Abteilung (des Weltproletariats) vereinigt (qualitativ verwandelt) wird, um den internationalen gelben Gewerkschaftsapparat international zerschlagen zu können (= und das – und nur das, ist die einzige Garantie des Sieges über diie eigene gelbe Gewerkschaft in jedem Land unter den heutigen Bedingungen der globalisierten Weltlohnsklaverei !!). Sozusagen verwandelt das Weltkapital die (Landes-)Innere gelbe Gewerkschaft in ein Instrument der äußeren kapitalistischen Weltgewerkschaft, weckt sie aus ihrem nationalen Dornröschenschlaf auf, stärkt sie bei gleichzeitiger Verschärfung der Widersprüche und Konkurrenz zwischen der nationalen Arbeit und der Weltarbeit. Dadurch erst, dass das Weltkapital die globalisierte gelbe Weltgewerkschaft schafft, hebt sie auch die globalisierte revolutionäre Weltgewerkschaft auf die Weltbühne, kann die gelbe Gewerkschaft mit dem Kapitalismus, dessen Instrument sie ist, für immer nicht nur von der Weltbühne, sondern auch von der historischen Bühne jedes Landes verschwinden, kann sich die weltrevolutionäre Gewerkschaftsbewegung in allen Ländern der Welt voll entfalten. Das Weltproletariat kann die Länder nicht vereinigen, wenn es nicht seine ( und zwar gegen die gelben gerichteten !!) revolutionären Gewerkschaften vereinigt: „Weltproletariat – vereinige die revolutionären Gewerkschaften aller Länder!“ Das ist die weltrevolutionäre Idee zur Lösung der Gewerkschaftskrise: Die kapitalistische Gewerkschaft kann im eigenen Land durchaus aus eigener Kraft besiegt werden (allerdings unter viel größeren Opfern – eben wegen ihrer Verbindung zum Weltkapital), aber niemals kann der Sieg einer revolutionären Gewerkschaft über die reaktionäre Gewerkschaft in einem Land garantiert werden, solange sich die reaktionäre Gewerkschaft eines Landes aus dem Weltkapital genügend neue Restaurationskräfte ziehen kann. Deswegen müssen wir gegen alle gewerkschaftlichen Ideen, insbesondere gegen die Ideen des Weltökonomismus, antreten, die unsere Idee von der RGI, unsere Ideen vom weltrevolutionären Gewerkschaftskampf angreifen, denn damit nützen sie nicht, sondern schaden sie der revolutionären Gewerkschaftsbewegung im eigenen Land, schaden sie nicht etwa der gelben Gewerkschaft, sondern helfen sie ihr ( = weltrevolutionärer Gewerkschaftskampf in Worten – gelber, internationaler Gewerkschaftskampf in Taten). Garantie gegen gelbe Gewerkschaften, das heißt die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der konterrevolutionären Gewerkschaftsbewegung in der imperialistischen Weltordnung, schafft nur der internationale, weltrevolutionäre Gewerkschaftskampf, die Rote Gewerkschaftsinternationale, nur der Gewerkschaftskrieg zur Beseitigung der gelben Gewerkschaft, der anti-imperialistische Gewerkschaftskrieg des Weltproletariats nur insofern als dieser der Eroberung seiner Weltmacht dient. Es gibt heute für die klassenbewussten Arbeiter keine wichtigere Aufgabe als die, diese weltrevolutionäre Bedeutung der INTERNATIONALEN gewerkschaftlichen Bewegung zu begreifen und sie ganz genau zu kennen und sich fest einzuprägen. Die Schaffung der Roten Gewerkschaft in jedem Land geht also nicht gradlinig, nicht regelmäßig und nicht losgelöst von der internationalen Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung vor sich. Sie wird durch das Weltkapital gezwungen, sich über den „Umweg“ des internationalen Gewerkschaftskampfes des Weltproletariats in jedem Land also auch im eigenen Land zu entwickeln, was nicht zuletzt auch von den Bedingungen in jedem Land selbst abhängt. Die Rote Gewerkschaft in jedem Land hat also große Hindernisse zu überwinden, die sie nur gemeinsam mit den Proletariern aller Länder, nur als Abteilung des Weltproletariats überwinden kann. Das Weltkapital hindert die Rote Gewerkschaft daran, sich in jedem Land – von der weltgewerkschaftlichen Bewegung getragen - zu entfalten, aber anders als eine Abteilung der internationalen revolutionären Gewerkschaft des Weltproletariats kann die Rote Gewerkschaftsbewegung eines Landes die gelbe Gewerkschaft nicht schlagen, da diese nun einmal international in die Geschäfte des Weltkapitals eingebunden ist und die Rückendeckung der nationalen Bourgeoisie besitzt. Das heißt natürlich nicht, dass die Roten Gewerkschaftler in jedem Land ihre Hände in den Schoß legen und diese internationale Entwicklung „abwarten“. Sie müssensowohl in den gelben als auch außerhalb der gelben Gewerkschaften die revolutionäre Arbeit der Gewerkschaftsopposition organisieren und dazu geeignete Übergangsformen hin zur Schaffung einer selbständigen Roten Gewerkschaft bilden. Diese Übergangsformen werden in allen Ländern unterschiedlich ausfallen, da die gelben Gewerkschaften in den verschiedenen Ländern nicht alle gleich sind. Die Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftler in einem Land gehört mit zu den zähesten, aufreibendsten, kompliziertesten und schwierigsten, aber auch wichtigsten und notwendigsten Aufgaben der Weltrevolutionäre, weil große Teile der Proletarier, insbesondere die Industriearbeiter, noch in den gelben Gewerkschaften gefangen gehalten werden und täglich dem reaktionären Einfluss der Arbeiteraristokratie und der Gewerkschaftsintelligenz ausgesetzt sind. Die gelbe Gewerkschaft konnte sich nur deswegen so lange in der Arbeiterbewegung halten, weil die Arbeiter noch zögern, sie durch ihre eigene, revolutionäre Gewerkschaft zu ersetzen, weil die gelbe Gewerkschaft das dafür nötige revolutionäre Klassenbewusstsein täglich, stündlich untergräbt und täglich stündlich die Gewerkschafterhirne mit bürgerlicher Ideologie abfüllt. Die bürgerliche Gewerkschaft wird immer noch als die „heilige Kuh“ vergöttert, die man nicht schlachten darf, weil sonst noch alles „viel schlimmer“ kommen könnte. Dieser Aberglaube ist erst gebrochen, dieser Mythos ist erst überwunden, wenn die Arbeiter an Hand ihrer eigenen Erfahrungen restlos begriffen haben, dass eine Klassengewerkschaft der Bourgeoisie niemals die Interessen der Arbeiterklasse vertreten kann, sondern dass dies nur die eigene, die proletarische Klassengewerkschaft kann. Das ist dann der Anfang des historischen Endes der gelben Gewerkschaft, dann wird nach über 100 Jahren endlich die alte revolutionäre Gewerkschaft, ihre klassenkämpferische Tradition, wieder das Licht der Welt erblicken, wird die 100 Jahre lange Spaltung der Gewerkschaftsbewegung durch die Bourgeoisie beseitigt werden, wird es wieder freie Einheitsgewerkschaften geben, die niemandem anders mehr dienen, als den Arbeitern selbst. Das ist ein harter Kampf, der unvermeidlich ist, denn er wird der gespaltenen Arbeiterklasse aufgezwungen, um ihre Einheitsgewerkschaft, ihre gewerkschaftliche Einheit, wieder herzustellen.

Aber schauen wir uns bei den Kommunisten um. Die Schwäche der Kommunisten zeigt sich nirgends deutlicher als in der Gewerkschaftsfrage. Es sträuben sich die Haare zu Berge, wenn man selbst von alten, gestandenen Kommunisten Zitate von Lenin um die Ohren kriegt über die Haltung der Kommunisten in den Gewerkschaften vor 100 Jahren, wo es noch um die Bekämpfung der Kinderkrankheiten (!!!!!) des Kommunismus ging. Wir fragen uns heute ganz im Ernst, ob wir nicht ein Buch über die Alterskrankheiten des Kommunismus schreiben sollten, damit endlich von allen begriffen wird, dass wir die Gewerkschaftsfrage nicht mit den Antworten lösen können, die vor 100 Jahren richtig waren, aber heute den veränderten Bedingungen der Globalisierung ganz und gar nicht mehr entsprechen. Die Schande ist die, dass die überwiegende Mehrheit der Kommunisten sich heute in der Gewerkschaftsfrage an den Arbeitern schwer versündigt hat, dass sie unter der 100 Jahre lang angehäuften Last des Reformismus und Revisionismus in der Gewerkschaftsbewegung erdrückt worden sind, weil sie es versäumt haben, diese Last rechtzeitig abzuschütteln und eine revolutionäre Haltung einzunehmen. Ein weiterer Fehler ist der, dass gerade die Gewerkschaftsfrage ganz deutlich macht, wie groß noch der kleinbürgerliche Einfluss in den eigenen Reihen ist, die zur falschen Haltung in der Gewerkschaftsfrage nicht wenig beigetragen hat. Die Gewerkschaftsfrage ist die Frage, die die Kommunisten immer noch am meisten entzweit – eben weil der Reformismus und Revisionismus hier am tiefsten verwurzelt ist und leider viel mehr zur Stärkung des Anarcho-Syndikalismus und viel zu wenig zum weltrevolutionären Gewerkschaftskampf beigetragen hat. Wenn die Gewerkschaftsfrage die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung lahm legt, dann muss man die Gewerkschaftsfrage anpacken, das heißt sie einer marxistisch-leninistischen Lösung zuführen. Wenn dieser Knüppel zwischen den Zahnrädern beseitigt ist, wird die Vereinigung sowohl im Gewerkschaftskampf als auch im kommunistischen Kampf die gewünschten Fortschritte erzielen. Vereinigen wir uns also im Kampf für die revolutionäre Gewerkschaft – für welche Gewerkschaft denn sonst?!

Als die RGI am 1. Mai 2003 wiedergegründet wurde, trat sie mit ihrer Plattform vor das Weltproletariat, worin es (u.a). heißt:

„Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Organisation der Komintern/ML, eine selbständige internationalistische Schule des Kommunismus, die das Weltproletariat generell in ihrem revolutionären Gewerkschaftskampf vereint, erzieht und unterstützt.“

Die RGI lässt sich in ihrer gesamten Tätigkeit von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha – insbesondere von deren Gewerkschaftslinie - leiten, indem sie diese im täglichen internationalen Klassenkampf korrekt verteidigt, anwendet und weiterentwickelt.

Die einzelnen Erfahrungen des revolutionären Gewerkschaftskampfes in allen Ländern sind gleichzeitig in ihrer zentralisierten und konzentrierten Analyse und Verallgemeinerung der internationalen Weltarbeiterbewegung die Basis für die Weiterentwicklung der Generallinie der RGI.

Ziel ist in erster Linie die gegenseitige solidarische Unterstützung der revolutionären Gewerkschafter in der ganzen Welt, um den Gewerkschaftskampf des gesamten Weltproletariats in einen großen internationalen Hebel für die sozialistische Weltrevolution einzusetzen.

Kampf für die Vereinigung und Organisierung aller revolutionären Kräfte der Weltgewerkschaftsbewegung gegen Klassenversöhnung, Spaltung, Kapitulantentum und Liquidatorentum, insbesondere gegen alle Zweige des Revisionismus, Reformismus, Trotzkismus, Anarcho-Syndikalismus und gegen jeglichen bürgerlichen Einfluss innerhalb der Weltgewerkschaftsbewegung, um

a) die Selbständigkeit und Eigenständigkeit des Weltproletariats in seinem ökonomischen, politischen, ideologischen und organisatorischen Gewerkschaftskampf zu erreichen und sicherzustellen;

b) das gesamte Weltproletariat unter dem roten Banner der Einheitsfront zusammenzuführen im Gewerkschaftskampf gegen den Weltkapitalismus.

Die RGI kämpft für die revolutionäre Beseitigung der bürgerlicher Gewerkschaften. Diese Instrumente des Weltkapitalismus müssen zerschlagen und sozialistische Gewerkschaften als Instrumente der Macht des Weltproletariats zum Aufbau bzw. Wiederaufbau des Sozialismus zu schaffen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die RGI stützt sich dabei wiederum auf die Taktik der revolutionären Einheitsfront des Weltproletariats.“

Die RGI wirkt nicht nur vereinigend in die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes, vereinigend bis hinein in die letzte Fabrik der Welt, sondern auch umgekehrt wirkt die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes vereinigend, wirkt die letzte Fabrik der Welt vereinigend bis hinein in die RGI.


 

 

Gedicht 100 Jahre Munitionsarbeiterstreik

Die Zeit vor 100 Jahren im Januarstreik wollen die Revis vergessen
Doch an der Kohle u. Profit hat sich das Weltkapital vollgefressen
Zeitsoldat im 1. Weltkrieg, später Kosovo, Afghanisatan oder irgendwo
Revisionisten den Marxismus-Leninismus verdrehen
weil sie die Notwendigkeit der bewaffneten Weltrevolution nicht verstehen
vor 100 Jahren beim Januarstreik und heute bei den Warnstreiks Streikbruch begehen
Untertanengeist und Kadavergehorsam ist was der preußische Militarismus versteht
der Spießer will nicht wissen was in Afghanistan und Kosovo geschieht.


Mit euch da hat die Arbeiterbewegung nix zu schaffen
ihr seid sozialfaschistische Modeaffen
Heute geht ihr unseren Weg
Bis der Wind die Spartakusfahne dreht


Heute begehen die Sozen Streikbruch und müssen dreckig lachen
Ohne Pille kriegen die Lumpengefreiten und Landsknechte nix gebacken
Spielt immer noch Welt-Security
Man ihr Lumpengefreite und Landsknechte kapiert es wirklich nie
Die Revis u. Sozialfaschisten werden

niemals sein so wie wir
voller Fehler aber ohne Profitgier
Wir müssen nicht die Größten sein.
Doch in der dritten Internationale kommst du nicht rein.


Mit euch da hat die Arbeiterbewegung nix zu schaffen
ihr seid sozialfaschistische Modeaffen
Heute geht ihr unseren Weg
Bis ihr Sozialfaschisten u. Streikbrecher den Arsch nach dem Wind dreht

 

R G O

deutsche Sektion der RGI

(Rote Gewerkschaftsinternationale)

Aufruf zum STREIK !

WAS SONST?


Die Forderungen der Metaller in der laufenden Tarifrunde verdienen volle Solidarität:

6 Prozent mehr Lohn und Gehalt und die Wahloption zur Verkürzung der Arbeitszeit – zum Teil mit Lohnausgleich – auf 28 Stunden bis zu 24 Monate!

Die RGO als Sektion der RGI ruft alle zur Solidarität auf!


Endlich ist das Thema Arbeitszeitverkürzung wieder auf dem Tisch!

Schluss mit der Vernachlässigung der geltenden 35-Stunden-Woche durch die Führung der IG Metall!

Im Weltkapitalismus geht es brutal und skrupellos zu. Ja als einzelner Arbeiter ist man im Betrieb und in der Fabrik ein kleiner Fisch im Haifischbecken. Das zeigt sich tagtäglich trotz gegenteiliger Beteuerungen der bürgerlichen Politiker und Bonzen, der Gewerkschaftsbonzen , die alle in der Glotze- in der Volksverblödungsmaschine, im Radio und natürlich im Internet Krokodilstränen vergießen. Das zeigt sich nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, in Rheinhausen und Hattingen, in Peine-Salzgitter, bei der Maxhütte, bei Saarstahl, bei Klöckner/Bremen, der Georgsmariehütte in Osnabrück und anderswo. Das zeigt sich ebenso in anderen Ländern, in Großbritannien, im französischen Lothringen, in Belgien, in Österreich oder bei den Opelkollegen in der Russischen Föderation, genauso bei den Kollegen der 3 BMW-Werke in Shenyang , 40 km von der nordkoreanischen Grenze, etc.

Die sogenannte " freie Marktwirtschaft" ist in Wahrheit nichts als eine dreckige Lüge, die den Kampf vertuschen soll, den die Monopole mit allen Mitteln auf dem Rücken der working class und der anderen Werktätigen austragen, um ihre Konkurrenten niederzuringen. Die geplante Zusammenarbeit der Konzerne Krupp, Thyssen und Siemens in Karl-Marx-Stadt ist notwendiger Ausdruck des weltimperialistischen Systems , dient dem weltweiten Kampf um Maximalprofit, und deshalb soll Rheinhausen, geht es nach dem Willen dieser Finanzkapitalisten, fallen. Die Ruinierung riesiger Industriebetriebe durch andere, noch größere im eigenen Land oder in andern Ländern im Kampf um immer gigantischere Profite und damit einhergehend Arbeitslosigkeit , Ghettorisierung, Elend für die Massen - das ist Ausdruck des völligen Widersinns dieses weltkapitalistischen Systems, das gestürzt werden muß.

* Arbeitslosigkeit, Betriebsstilllegungen, Rationalisierungen auf Kosten der Werktätigen, Lohnkürzungen, Ausbeutung und Unterdrückung wird es geben, solange es Weltkapitalismus gibt. Darüber muß man sich bewußt sein. Wenn der eine Kampf Erfolg hat, muß man schon wieder in den Startlöchern für den nächsten Kampf stehen. Je härter, geeinter und entschlossener dieser Kampf geführt wird, um so besser, um so erfolgversprechender . Doch der notwendige Abwehrkampf gegen all diese Übel kann nur etwas an den Auswirkungen des weltkapitalistischen Systems ändern, nichts aber am Weltsystem selbst.

In diesen Auseinandersetzungen kann einiges klar werden, was für die weiteren Kämpfe ( die ökonomischen, die tagesaktuellen und vor allem für den KAMPF UM DEN STURZ DER WELTKAPITALISTENKLASSE UND DIE ARBEITERMACHT) ausschlaggebend ist :

Klarheit darüber, wie dieses Weltsystem in Wirklichkeit funktioniert ( und vor allem dem Märchen der sogenannten " Vollbeschäftigung" schonungslos an den Pranger stellen - Fakten nennen, anstatt hohle Phrasen und hirnlose Parolen!),  das Massenarbeitslosigkeit, Weltfinanzkrisen und Elend für diejenigen bringt, die alle Werte schaffen ; Klarheit über die schäbige Rolle ALLER Parteien, die bei der Bundestagswahl angetreten sind, egal ob groß oder klein, und ihre Bonzen und Politiker ; Klarheit über die Funktion der gelben und sozialfaschistischen Gewerkschaften; darüber , wozu eigentlich die Knüppelkunden, Bundeswehr und das Gewaltmonopol des Staates da sind.

Diese Kämpfe sind auch der richtige Rahmen um folgendes klarzustellen:

Wenn der Weltkapitalismus als System wirklich verrottet, verfault, vergammelt, millionenfach verflucht, überfällig, überflüssig ist und gestürzt werden muß , wie , mit wem macht man das ?

Ja, das heißt Weltrevolution und  " gewaltigste Bürgerkrieg" ( Rosa Luxemburg ; KPD Programm 1918. Aber was tun, da Bundeswehr und Knüppelkunden, Bundesgrenzschutz, DSO, KSK, und andere Elitetruppen des Finanzkapitals wie die GSG9, SEK , EU-Battlegroup, Gladionetzwerk und andere sicherlich auf den Plan treten?

Und vor allem:  Was ist die  Alternative? Kubas und Nordkoreas  "Sozialismus",  wo die working class auch nichts zu sagen hat, und sich das ganze Wirtschaftssystem heute immer unverhüllter als Profitsyste mit all seinen üblen Folge entpuppt?

Wie  kann  man  gewährleisten,  daß nach der  Weltrevolution die Weltdiktatur des Weltproletariats, eine  wirklich  weltsozialistische  Demokratie für die  Bauern und  Arbeiter,  für die Massen der Ausgebeuteten und Werktätigen entsteht, und die ehemaligen Ausbeuter, die Anhänger des alten weltkapitalistischen Systems und seine  Kreaturen, die Weltreaktionäre,  Kriegshetzer'  und Faschisten  unterdrückt werden, damit sie nicht mehr hoch kommen?

Wie funktioniert eine weltproletarische Planwirt­schaft?  Wie wird verhindert, daß nicht eine kleine Clique von bürokratischen Kapitalisten,  die sich "Sozialisten" oder  "Kommunisten" nennen,  für die Interessen einer kleinen privilegierten Schicht plant, sondern daß  wirklich von den Werktätigen für die Werktätigen geplant und gewirtschaftet wird? 

Welche Rolle muß bei all dem eine wirkliche Arbeiterinternationale,  eine kommunistische Internationale (Stalinisten-Hoxhaisten)  spielen? 

Das sind  die auf lange Sicht entscheidenden  Fragen, die gestellt, diskutiert und beantwortet werden müssen, wenn die kämpferische Kraft der Arbeiterbewegung  heute nicht nur kurz aufflammen und dann wieder von den berufsmäßigen Abwieglern und Streikbrechern eingeschläfert und fertig gemacht, sondern für die kommenden Kämpfe  wachsen und stärker werden soll. 

Werktätige, Bauern und   und  Arbeiter! 

Mit  Betteln  und  Bitten,  mit  blindem  Vertrauen  in  die  sozialfaschistische IG-Metall ,  mit blindem Vertrauen in den Stimmzettel und die sozialfaschistische  SPD,  mit rein legalen und "feinen"  Methoden, mit  all diesem Krampf kommen wir nicht weiter, werden wir fertiggemacht, plattgemacht und erledigt. Das Gebot der Stunde  ist der harte, radikale Klassenkampf, sind eigenständige Organisationsformen wie die der RGO und der RGI,  ist  die  weitergehende  Auseinandersetzung und/oder die Grundfragen dieser Gesellschaftweltsordnug.

ÜBER DIE GRÜNDE, WARUM DER SOZIALFASCHISTISCHE DGB UND ANDERE GELBE GEWERKSCHAFTEN NOTORISCHE FEINDE JEDER KLASSENKÄMPFERISCHEN ARBEITEROFFENSIVE SIND

Nicht erst seit heute verschachert die sozialfaschistische IG Metall genau wie die Apparate anderer gelber Gewerkschaften des sozialfaschistischen DGB die  Arbeiterinteressen in "zähen Verhandlungen""konzertierten  Aktionen" "Optimierungskonzepten" an die Weltkapitallisten.  So gab es im Oktober 1987  Verhandlungen zwischen der Bundesregierung, den Stahlkonzernen, der IG  Metall und der DAG. Heraus kam eine Einigung über Massenentlassungen von 34 000 Stahlarbeitern, natürlich verschleiert durch angebliche "Arbeitsplatzgarantien bis Ende 1989""soziale  Flankierungen " u.a.m. , womit die  Gewerkschaftsbonzen meinen, ihren Verrat  den Werktätigen und Arbeitern besser verkaufen zu können. Solche Schachereien ebenso wie ihre Abwiegelei bei Arbeitskämpfen u.ä. bringen die sozialfaschistischen DGB-Bonzen immer mehr in Verruf und stoßen bei den kämpferischsten Teilen der working class auf offene Feindschaft. Woraus  erklären sich diese niederträchtigen  Verrätereien dieser angeblichen "Arbeitervertreter" ? Keinesfalls einfach aus sicherlich auch reichlich vorhandener Charakterlosigkeit , aus Karrierismus oder anderen  ekelerregenden Eigenschaften. Die Gründe liegen tiefer. Bei genauer Betrachtung des Gesellschaftssystems in der BRD  zeigt  sich, daß ein wesentlicher Zug die  Ausbeutung der Völker anderer Länder ist.  Durch diese imperialistlische Ausbeutung - z.B. in sogenannten "Billiglohnländern"  - wird ein Extraprofit erzielt.  Lenin  erklärte  uns, wozu die Imperialisten die- Extraprofit unter anderem verwenden:

" Es ist klar, daß man aus solchem gigantischen EXTRAPROFIT (denn diesen Profit streichen die Kapitalisten über den Profit hinaus ein, den sie aus den Arbeitern ihres "eigenen" Landes herauspressen) die Arbeiterführer und die Oberschicht der Arbeiteraristokratie b e s t e c h e n kann. Sie wird denn auch von den Kapitalisten der "fortgeschrittenen" Länder bestochen - durch tausenderlei Methoden, direkte und indirekte, offene und versteckte.

Diese Schicht der verbürgerten Arbeiter oder der "Arbeiteraristokratie", in ihrer Lebensweise, nach ihrem Einkommen, durch ihre ganze Weltanschauung vollkommen verspießert, ist die Hauptstütze der II. Internationale und in unseren Tagen die soziale (nicht militärische) Hauptstütze der Bourgeoisie. Denn sie sind wirkliche Agenten der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiterbewegung, Arbeiterkommis der Kapitalistenklasse (labor lieutenants of the capitalist class), wirkliche Schrittmacher des Reformismus und Chauvinismus. Im Bürgerkrieg zwischen Proletariat und Bourgeoisie stellen sie sich in nicht geringer Zahl unweigerlich auf die Seite der Bourgeoisie, auf die Seite der "Versailler" gegen die "Kommunarden". ( LENIN, " Der Imperialismus als höchstes Stadion des Kapitalismus", 1920, LW 22, S.198 Änderungen von RGO vorgenommen)

Der sozialfaschistische DGB mit samt seinem gelben Apparat, zu dem auch die IG-Metall gehört,  ist ein wichtiger Teil und steht an der Spitze dieser Schicht der Arbeiteraristikratie.


Die Solidarität mit dem Kampf der Metaller geht alle an!

Arbeitszeitverkürzung nicht nur für einzelne, sondern für alle!

Voller Streik, was sonst? Streikbrechern auf die Fresse!

30-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich!

Sich nicht spalten lassen!

 

 

 

 

Krank ist der Kapitalismus !

Kapitalismus macht uns krank !

Diese Krankheit ist unheilbar !

Kapitalismus muss weg !

 

R G O

 

Aufruf der RGO

( Revolutionäre Gewerkschaftsopposition)

zum Warnstreik

am Dienstag den 19. 9 2017 und Montag den 25. 9. 2017



WARNSTREIKS UND AUFMÄRSCHE

der Pflege- und Krankenarbeiter !

 

Nicht tausende, zehntausende , nein hundertausend beteiligen sich an den Wanrstreiks seit heute Dienstag den 19. 9. 2017. Die bürgerlichen Gesetze müssen durchbrochen werden!

Das ist der richtiger Weg : Je radikaler, energischer und massenhafter die Proteste und Kämpfe sind ,desto besser . Denn das ist die einzige Sprache, die das Weltkapital versteht. Mit Verhandlungen, Petitionen , scheuen Worten , mit Hoffen und Warten wird lediglich die Sache hingeschleppt, der Kampf in die Länge gezogen, werden die Betroffenen eingeseift.

Nichts und niemand wird Euch helfen, wenn ihr Euch nicht selber helft. Niemand wird Euch Euren Kampf abnehmen, nichts kann ihn ersetzen oder ersparen. Keine Regierung , keine Führer dieser sozialfaschistischen Gewerkschaften wie Verdi ,der DGB und Konsorten , keine der bürgerlichen Parteien da oben kann es tun, sondern Ihr selbst müßt Euer Schicksal in die Hand nehmen, müsst euch auf die eigenen Kräfte stützen - das ist ein Kern im Kampf gegen prikäre Arbeitsverhältnisse und Lohndrückerei.

Gründet Kampfkomitees für alle kämpferischen Kollegen und Mitarbeiter, egal ob ausländische oder deutsche, egal ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht, und stellt Verbindungen zu anderen Betrieben her. 

Es muß gewährleistet sein, daß sich alle zusammenschließen, die ehrlich beim Kampf dabei sind, egal aus welchem Land sie kommen, welche Nationalität sie haben, egal ob Arbeiter mit oder ohne Bauernhof. Und jeder, der die Spaltung zwischen deutschen und ausländischen Arbeitern unterstützt, mitmacht oder gar in den Kampf hineinträgt , spielt das Spiel der Unternehmer, die selbstverständlich mit einer gespaltenen Belegschaft tausendmal leichter fertig werden können, als mit einem im Kampf gestählten, geeinten Proletariat.

Es gibt verschiedene Vorschläge der Kollegen , wie weiter vorzugehen ist:

* Betriebe und Krankenhäuser besetzen
* Das Augsburger und Günzburger Rathaus , also Parlament und Regierungsviertel besetzen und lahmlegen , um die dortigen bezahlten Volksbetrüger einmal richtig am Schlafitt zu packen.
* Fernseh-, Radiosender und Zeitungsredaktionen besetzen, damit dort nicht nur Lügen, warme Worte und Drohgebärden gegen die Kämpfe in den Krankenhäusern und Bezirkskliniken losgelassen werden, sondern auch einmal die Wahrheit gesagt wird.
* Sofortiger Gewerkschaftsausschluß von allen Betriebsräten, die Entlassungen zustimmen. ( z.b. von Streikbrechern und denen, die es als ihre Lebensaufgabe sehen, und Zustimmern von " Optimierungskonzepten" das - wie es vornehm heißt- den " Abbau" von Arbeitsplätzen vorsieht.)
* Mehrsprachige Betriebsversammlungen, um die Kampffront zwischen deutschen und ausländischen Arbeitern zu stärken. Vollständige Gleichberechtigung ! Laßt keinerlei Diskriminierung zu !
* Aus den Betrieben muß Widerstand kommen!
* Nehmt selbst Kontakt zu anderen Betrieben auf, um sich im Kampf zusammenzuschließen.
* Nehmt Kontakt auf mit den Arbeitern anderer Länder ( China, Indonesien, Dänemark, Weißrussland u.a.) die im Kampf gegen Massenentlassungen, prikäre Arbeitsverhältnisse  und Stillegungen wertvolle Erfahrungen gesammelt haben. Denn die weltweite Einheit der working class ist eine wirksame Waffe gegen das Weltfinanzkapital.

Alle diese Vorschläge müssen wie jeder andere Vorschlag auch geprüft werden, ob sie die Kampfkraft stärken oder schwächen. Denn das ist es , wovor die hohen Herren Angst haben, was sie treffen wird: der entschlossene solidarische und eigenständige Kampf gegen prikäre Arbeitsverhältnisse und unzumutbare Bedingungen in den Krankenhäusern ohne Rücksicht auf die bürgerlichen Gesetze und " Spielregeln" . Das ist es auch , was die bezahlten Gewerkschaftsbonzen fürchten und warum die Politiker beschwören, doch einige flauschige Almosen und Abfindungen zu geben , damit es nicht zum " Flächenbrand" kommt. ( Augsburger TV, 12.9.2017)

Wenn die Kollegen und Mitarbeiter bei ihrem Kampf gegen Personalmangel ( der in vielen Krankenhäusern und Kliniken traurige Wirklichkeit geworden ist ), nicht nur streiken, sondern zu weiter gehenden Aktionen greifen, und z.b. die Bezirkskrankenhauszentrale heimsuchen, Brücken, Straßenkreuzungen besetzen und Straßensperren errichten, was passiert dann?

* Für alle Fälle werden Knüppelkunden und Bundesgrenzschutz in Alarmbereitschaft versetzt, von der für die " innere Sicherheit" zuständigen Bundeswehr ganz zu schweigen. Sie sind die entscheidende Macht im Staat und sollen eingesetzt werden, wenn die Herrschaft des Weltfinantkapitals in irgendeiner Hinsicht angegriffen wird.
* Die Politiker , diese Werkzeuge des Weltimperialismus , tun alles, um deine " Radikalisierung" zu untermidern und euch einzuschüchtern mit Arbeitsplatzverlust. Demagogie und Heuchelei werden immer ekelhafter : Jedermann , von Merkel, Schulz über Gauland bis Wagenknecht ist "natürlich " auf der " Seite der Arbeitnehmer". Ach , wie sehr zeigen sich alle so sehr " betroffen", diese verfluchten Bonzen, die Euch die Ohren voll schwätzen, übelst rumgrunzen und übelst rumlarven, wie leid es ihnen tut, dass die Finanzierung der Krankenhäuser krachen geht.
* Der sozialfaschistische DGB mit samt Apparat taucht höchst persönlich auf. Seine Stunde der Bewährung im Streikbruch ist gekommen. Jetzt müssen sie ihren Herren da oben zeigen, was sie können und für was sie das Kapital bezahlt: blöde Sprüche klopfen, das Maul aufreißen, sich kämpferisch und sozial geben, um Symphatien zu gewinnen, die Führung des Kampfes fest in der Hand zu behalten, die kämpfenden Kollegen und Symphatisanten richtig in den Griff zu bekommen und den sozialen Frieden predigen im Interesse der Kapitalisten, die es sind welche den sozialen Frieden brechen. Vor allem ist ihnen die RGO ein Dorn im Auge, weil sie die einzige Kraft ist, die gegen den Dreierbund von Gewerkschaft, Kapital und Staat mutig und unerschrocken Flagge zeigen.

 Und was hat man uns nicht alles für Seifenblasen zu bieten, was wird uns nicht alles vorgeschwätzt und eingehämmert, um von den wirklichen Ursachen der katastrophalen Zustände in den Krankenhäusern, das Profitstreben, abzulenken und unseren Kampf in klassenversöhnlerisches Fahrwasser zu lenken?

Gemäß dem Motto " Deutschland, Deutschland über alles"! soll den Kollegen eingeredet werden , es ginge um deutsche Arbeitsplätze und deutsches Personal und die " Flüchtlingskrise " sei schuld , wenn aufgrund der Quotenregelung hier nur eingeschränkt Personal eingestellt werden dürfe.

Abgesehen davon, daß das deutsche Großkapital innerhalb der imperialistischen EU ohnehin die erste Geige spielt, daß also die imperialistische EU gerade auch für die deutschen Imperialisten immer mehr ein Instrument wird, um ihre Vorherrschaft gegenüber anderen europäischen Imperialisten abzusichern und auszubauen ( siehe der britische Hindernismperialismus und der Brexit) muß man doch all diese falschen Freunde fragen:

Wem gehören denn die ganzen Pharmakonzerne und die Kliniken? Es sind doch die Großfinanziers, die sich die Profite aus unserer Arbeit unter den Nagel reißen. Und kann es denn in unserem Interesse sein, wenn wir uns um das Wohl unserer Ausbeuter sorgen? Geht es uns denn gut , wenn es unseren Ausbeutern gut geht ? Das Bezirksklinikum Schwaben zeigt doch gerade : Geht es den Kapitalisten gut , werden Ausbeutung und Arbeitshetze noch schärfer, die Rationalisierungen werden vorangetrieben, auf unserem Buckel werden Belegschaften dezimiert. Geraten die Weltkapitalisten in Schwierigkeiten, wird Konkurs angemeldet, die " Verluste" und Folgen der Krise werden auf uns abgewälzt, ganze Krankenhäuser werden geschlossen , damit die Weltkapitalisten kurzerhand ihr investiertes Kapital woanders rentabler anlegen können. Die Gesund heit der Menschheit wird im Spielkasino der Reichsten der Reichen verzockt und die Regierungen treiben die Gelder für diese Herrschaften ein.
Von diesem unversöhnlichen Klassengegensatz wollen all diese Leute ablenken, sie wollen ihn vertuschen , wenn sie ,wie früher die Nazifaschisten, ins Horn von der " deutschen Herrenrasse" stoßen.  So wird von der sozialfaschistischen SPD , von Gewerkschaftsbonzen, und auch von verschiedenen Politikern der Ökofaschisten Grüne in die kämpferische Weltbewegung gegen das gekürzte und fehlende Personal - mehr oder minder offen- der gefährliche Unsinn hineingetragen, als ginge es bei diesem Kampf um die " Belange der Nation" , " um Deutschland" u.ä. Das kann weder im Interesse der kranken Menschen, noch iim Interesse der Beschäftigten sein, die sie pflegen.

Von der sozialfaschistischen DKP, den Ökofaschisten Gründe , Gewerschaften und anderen wird eine " Verstaatlichung" der Krankenhäuser und Kliniken gefordert. Doch eine etwaige Verstaatlichung ist keine Rettung , solange damit Profit gemacht wird. Verstaatlichung und den Kapitalismus dabei unangetastet lassen – Nein!. Verstaatlichung, wo die Mehrheit der Bevölkerung das Sagen hat – JA!

Wie katastrophal sich die Verstaatlichung im Kapitalismus auswirkt, zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre und Jahrzehnte z.B. in Großbritannien. Die Verstaatlichung des Bahnbetriebs, des Kohlebergbaus, usw. war dort kein Hindernis, um Hunderttausende Arbeiter auf die Straße zu setzen. Oder nehmen wir das Beispiel Österreich . Gerade die " Verstaatlichung" betreiben zur Zeit Massenentlassungen in einem noch nie dagewesenen Umfang, bauen Lohn- und Sozialleistungen ab u.a.m.

Mit alle diesem und sonstigen Erklärungen und Patentrezepten soll um eine Sache herumgeredet werden:
Die Ursache von wachsender Arbeitsbelastung, Arbeitslosigkeit, die Ursache auch der drohenden Massenarbeitslosigkeit in den Kliniken und Krankenhäusern ist nicht ein Fehler des Politkers X oder des Aufsichtsratsvorsitzenden Y. Die Ursache der zunehmenden Offensive des Kapitals gegen die arbeitenden Menschen, insbesondere unter dem Druck der Wirtschaftskrise, liegt im weltkapitalistischen System selbst, in dem die Profitmacherei oberstes Gesetz ist, dem alles untergeordnet wird.

Denn dieser angeblich " sozialen Marktwirtschaft " , in dieser in Wahrheit gnadenlosen weltkapitalistischen Gesellschaft sind nicht die Arbeitenden Ausgangspunkt der wirtschaftlichen Entscheidungen. Nein, im Gegenteil ! Hier wird über und gegen sie entschieden, nach einem Kriterium, so als ob es sich um Maschinen handeln würde:

Bringt ihr Einsatz Profit? Bringt er Maximalprofit? Wenn ja, dann ist es gut. Bringen sie keinen Profit, dann werden sie massenhaft entlassen! Je größer der Profit, desto größer der Druck auf die Arbeiterklasse. Und wer im Wettkampf ums Geschäft mit der Gesundheit nicht mithalten kann, der gleicht seine Verluste durch Anheben der ausbeuterischen Arbeitsbedingungen aus.

 

Brecht das kapitalistische Zwei-Klassensystem im Gesundheitswesen !

Globale Zerschlagung der globalen

WEISSEN MAFIA !

 


Im Weltkapitalismus geht es brutal und skrupellos zu . Das zeigt sich tagtäglich trotz gegenteiliger Beteuerungen der bürgerlichen Politiker, der Gewerkschaftsbonzen, die alle im Internet, Fernsehen und im Radio Krokodilstränen vergießen. Das zeigt sich nicht nur in der BRD, im Bezirksklinikum Augsburg , Günzburg und anderswo . Das zeigt sich ebenso in andern Staaten, in Großbritanien, im französichen Lothringen, in Belgien, in Österreich oder in Nordkorea, Südafrika etc. - von der katastrophalen ärztlichen "Versorgung" in den armen (also den meisten) Ländern und internationalen Kriegsgebieten ganz zu schweigen. Unser Streik in Deutschland stärkt nicht zuletzt auch den Kampf gegen die katastrophale Krankenversorgung in diesen Ländern.

Das Gesundheitsproblem ist ein internationales Problem und kann auch nur durch internationale Solidarität der Betroffenen gelöst werden. Die Komintern (SH) vertritt die Auffassung, dass der Weg zu einem humanen Gesundheitswesen über den Sturz des Weltkapitalismus zum Weltsozialismus führen muss:

Der Weltsozialismus sorgt flächendeckend für kostenlose Gesundheitsversorgung.

Das kapitalistische Gesundheitssystem, an dem sich die Kapitalisten goldene Nasen verdient haben, wird weltweit zerschlagen und ein sozialistisches Weltgesundheitssystem aufgebaut.

Das Klassensystem der kapitalistischen Medizin, das die Kranken in Arme und Reiche aufgeteilt hat, wird konsequent abgeschafft.



SOLIDARITÄT MIT DEM KAMPF ALLER VON MASSENENTLASSUNGEN UND PRIKÄREN ARBEITSVERHÄLTNISSEN BETROFFENEN KOLLEGEN!

Kollegen!  Geht zum Warnstreik! Falls ihr in anderen Berufen arbeitet, geht nach der Arbeit zu den betreffenden Terminen und Veranstaltungen!

 

Seht euch (kritisch!) die folgenden Links an:
https://pflegestreik-schwaben.de/
https://www.facebook.com/PflegebuendnisAugsburg
https://www.facebook.com/pflegestreikschwaben
https://www.krankenhaus-statt-fabrik.de/



RGO

19. 9. 2017

 

 

 

120. Jahrestag

21. November 1896

Hafenarbeiterstreik

in Hamburg

 

 

vor 60 Jahren ...

1956

24. Oktober 1956 - 24. Oktober 2016

METALLARBEITERSTREIK

in Schleswig-Holstein

- längster Streik in der Geschichte der BRD -

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufruf NuitDeboutMunich #8 for die klassenkämpferische Richtung stärken, 

  Montag, 8. August um 19:00,    Gärtnerplatz in München


Frankreich:

Die Pariser Kommune muss und w i r d wiederhergestellt werden durch die rote Kampffront der französischen und deutschen Arbeiterklasse, durch den proletarischen Internationalismus des Weltproletariats!


In Frankreich beteiligen sich Hunderttausende an Protesten und Streiks gegen das geplante neue Arbeitsgesetz der sozialfaschistischen Regierung. Dabei rücken Streiks ( auch Generalstreiks!!) und Blockaden der Arbeiter und Bauern immer stärker ins Zentrum.

Die Regierung will Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden in der Woche und 12 Stunden am Tag möglich machen. Damit würde die erkämpfte gesetzliche 35-Stunden-Woche unterhöhlt. Firmen dürften dann von den Branchentarifen abweichen und mit den Gewerkschaften eigene Vereinbarungen treffen. Auch will die Regierung den Kündigungsschutz aushebeln und Entlassungen erleichtern. Staatspräsident und Oberbonze François Hollande hat sich dafür die „Agenda 2010“ des damaligen deutschen SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder mit seinem scheiß Hartz 4 und Agenda 2010 zum Vorbild genommen. Seine Pläne entsprechen 1 : 1 den Forderungen des französischen Unternehmerverbands Medef.

Drei von vier Franzosen gegen das Gesetz

75 Prozent der Bevölkerung lehnen das Gesetz ab. Der Zusammenschluss der vier staatstragenden ,sozialfaschistischen  Gewerkschaftsverbände CGT, FO, FSU und SUD im „Intersyndicale“ entspricht dem Willen des französischen Imperialismus , die echten klassenkämpferischen Gewerkschaften und Kampforganisationen RGI Rote Gewerkschaftsinternationale und RGO Revolutionäre Gewerkschaftsopposition in Frankreich zu sabotieren ! Dagegen muß Rache geschworen werden und das französische Proletariat wird sich auch rächen!  Auch die sozialfaschistische , sozialdemokratistische orientierte CFDT, sabotiert und hetzt heftigst  in Auseinandersetzungen, wenn es um die Bildung und Herrauskristalisierung der RGO und RGI geht ,  auch wenn sie , also die Sozen  mit den anderen Bonzen über den Kurs des Co-Managements mit der Regierung um die millionenschwere Beute rumbuhlt und rumzankt  .

Dynamik und Verbreiterung erfuhren die Kämpfe von vornherein durch die Verbindung mit der von Jugendlichen geprägten Bewegung „Nuit debout“ („Aufrecht durch die Nacht“). Klassenkämpferisch gestärkt werden sie durch den nach wie vor geltenden Ausnahmezustand, der unter dem Vorwand des faschistischen IS-Attentats am 14. November 2015 verhängt wurde.

Gegen wen er sich tatsächlich richtet, offenbart der Medef-Vorsitzende Pierre Gattaz – er beschimpft die Streiken­den als „Terroristen“. Der Rechtsruck, den die Hollande-Regierung und der Madame Guillotine Marine Penner (äähh...)  Le Pen vom faschistischen Front National  seitdem vollzogen hat, geht auch in Frankreich mit einer deutlichen gesellschaftlichen Polarisierung einher. Die Arbeiterklasse rückt mit immer härteren und ausgedehnteren Streiks, teils illegalen Blockaden ins Zentrum der Revolte.

Streiks in verschiedenen Branchen

Eisenbahner sind in einen unbefristeten Streik getreten. Atomkraftwerke werden bestreikt und ein großer Teil der acht Raffinerien Frankreichs steht still. Die Streikenden blockieren die Zufahrten, die die Polizei aber immer wieder freiräumt. Es gibt dort ständige Streikposten, zum Teil mit offenem Mikro und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung, die Spenden sammelt, Essen bringt usw.

Offene Krise der Regierung und Machtprobe

Die Massenproteste ließen die gesetzmäßige  Krise des Weltkapitalismus in allgemeinen, insbesondere der Hollande/Valls-Regierung und ihren scheiß französischen Imperialismus offen ausbrechen. Auch im Lager der sozialfaschistischen Sozen- Regierungspartei PS wachsen die Widersprüche und das sozialdemokratistische Sozen-Pack zankt belanglos  rum was denn nun zuerst kommt ,das Ei oder das Huhn . Selbst im Parlament finden die Pläne keine Mehrheit. Mit Hilfe des Notparagraphen 49,3 will der französische Imperialismus nun das Gesetz unter Umgehung der Abgeordneten durchbringen.

An bislang acht Aktionstagen führte die Protestbewegung Streiks, Demonstrationen und Blockaden durch. Am 14. Juni planten die Gewerkschaften im Rahmen eines erneuten Aktionstags – nach Beginn der Europameisterschaft in Frankreich – eine zentrale Großdemonstration in Paris. Bisher hält Hollande an seinen Plänen fest, aber auch die Proletenrevolte im Bündnis mit den Bauern weicht nicht – eine Machtprobe um die Herrschaft der Produktionsmittel  bahnt sich an.

die deutsche Sektion der Komintern (SH) unterstützt die Aktionstage

Die Massenkämpfe in Frankreich zeigen, wie notwendig es ist, den Aufbau einer stalinistisch-hoxhaistischen Massenpartei voranzubringen. Das will die deutsche Sektion der Komintern (SH) unter allen Umständen  mit internationaler Solidarität und proletarischen Internationalismuis  zum Aktionstag am 8.August 2016 unterstützen. Denn nur die französische Sektion der Komintern (SH) kann das ruhmreiche Banner der Pariser Komune wieder entfachen. Nur die Komintern (SH) kann die weltproletarische Flamme der Pariser Kommune wieder zum Leuchten bringen.


Also kommt alle zum NuitDeboutMunich #8,    Montag, 8. August um 19:00,    Gärtnerplatz in München

 

Machtvolle

Nationale Protestwelle der französischen Arbeiterklasse

Es lebe der proletarische Internationalismus !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Nuit debout"

in München

So 15. Mai 2016

Auswertung Erlebnisbericht Nuit debout in München So 15. Mai 2016 S, ab 18h, Richard-Strauß-Brunnen (zwischen Karlsplatz und Marienplatz)



Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung ging es dann los. Wenn es hoch kommt, waren wir vielleicht 20-40 Teilnehmer. Die Ausrichtung der Veranstaltung war doch stark an den staatstragenden Reformismus der Attac Organisation angelehnt, von denen auch zum Großteil dieser Event veranstaltet wird.
Das muss aber nicht heißen das in Frankreich Gleiches getan wird. Das erkennt man auch daran, dass in Frankreich gerade die Hölle los ist. Barrikaden brennen , selbst die AKWs streiken , auch ohne den Atomlobbys von Gruppen wie  " Neue Einheit" und dem zionistischen, antideutschen "Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD".

Es waren auch viele junge Leute dort. Bei einigen war der Alkohlpegel und mehr noch aber zu hoch.
Wir wollen hier nur die 2 Redebeiträge der reformistischen Attac Organisation mit ihren staatstragenden Alternativvorschlägen und denen der stalinistisch-hoxhaistischen Partei Deutschlands gegenüber stellen.
Man wollte die Veranstaltung auch bis 0:00 Uhr durchziehen, was aber bei der Kälte sehr fraglich war.
So kamen und gingen Leute.
Wir werten diese Aktion vom Klassenstandpunkt aus dennoch als Erfolg, denn aus einem Funken können mal schnell Flammen hochspringen. Die Flammen in Frankreich restaurieren die Pariser Kommune, wie man gerade sieht ,  in der BRD muß der Funke die Flammen des leuchtenden Beispiel der Bayrischen Räterepublik im allgemeinen, insbesondere der Münchner Räterepublik bis zum Dachstuhl jagen.



Zu den Redebeiträgen am offnen Mikro


 Vorschlag von unserer Seite aus , ist das nächstes Mal nicht ein Redebeitrag über 'ne dreiviertel Stunde geht, sonst grunzen die Teilnehmer vor langer Weile noch ein. Stattdessen schlagen wir eine maximale Redezeit von grob gesagt 3- 5 min vor , damit jeder mal dran kommt.
Die Attac Beiträge schwörten zu sehr aufs bürgerliche Grundgesetz der BRD, auch wenn sie damit die Willkür der Banken, Konzerne und des Großkapitals angeißelten. Zwar wurde sich von den esoterischen Mahnwachen distanziert, auch wurde eine klare Absage an reaktionäre, nationalistischen, chauvinistischen Tendenzen erteilt, aber in der Gewaltfrage wurde sich einfach destruktiv verhalten.
Als wir uns Mikrofon reinlappten stellten wir unser Redeverbot von der sogenannten " Montagsdemo/Montagsmahnwache Augsburg " an den Pranger, feierten aber die Zerstörung der lokalen Sektion der esoterischen Mahnwache in Augsburg nicht nur als Erfolg, sondern als Meilenstein in der Geschichte der Arbeiter-und Bauernbewegung. Zur Gewaltfrage stellten wir die weltrevolutionären Bewegungen im spanischen und syrischen Bürgerkrieg in Rojava (Nordsyrien) und die reaktionären Stellvertreterkriege des Weltimperialismus gegenüber.
Den Maidan in der Ukraine und den Honkonger Aufstand vor einiger Zeit geißelten sie  als NGO (Nichtregierungsorganisation) an ,also von Undercoveragenten gesteurte Verschwörung und Sabotage zum " Regimechange".
Das sind ehrhebliche Widersprüche . Wir sahen das anders und lappten ins Mikrofon, dass der Hong Konger Aufstand in der Tradition des Shanghaier Aufstand 1925/27 fortgesetzt werden muss.
Wir gingen im Kontext auf die Chinesischen Bolschewiki und die Sowjetbewegung in China in den 20er , 30er in scharfer Abgrenzung zu dem konterrevolutionären Maoismus ein, erwähnten dabei auch die fast 600 (592) Milliardäre im heutigen China. Ähnlich argumentierten wir über die Ukraine.
Der Moderator erzählte noch was vom Establishment , gemeint is wohl eher damit die Bourgoisie.
Er erzählte dann noch wie der US-Präsident in den 50ern sämtliche Leute , die in Hollywood arbeiteten ,  aus antikommunistischen Motiven entlassen ließ und Berufsverbote für diese erteilte.
Es gab noch viele  weitere Redebeiträge und spannende Unterhaltungen am offenen Mikrofon.

 


Doch was geschieht in Frankreich?

 

Der Generalstreik ist zum Greifen nah:

Immer größere Sektoren der französischen Wirtschaft liegen brach. Nach allen Raffinerien und vielen Häfen sind nun auch alle Atomkraftwerke des Landes im unbefristeten Streik. Und auch in der Privatwirtschaft dehnt sich die Bewegung aus: Beschäftigte von Amazon traten ebenfalls in unbefristeten Streik – für einen Tarifvertrag und den Rückzug des Arbeitsgesetzes. Ein erneuter Aktionstag brachte gestern wieder hunderttausende Menschen auf die Straße.

Der achte landesweite Aktionstag gegen das reaktionäre Arbeitsgesetz der Hollande/Valls-Regierung begann fulminant: Die Arbeiter*innen der Atomkraftwerke traten in einen unbefristeten Streik. Nachdem sich inzwischen die Ölarbeiter*innen aller französischen Raffinerien im unbefristeten Ausstand befinden und Kraftstoff in vielen Regionen nur noch mit stundenlangen Autoschlangen zu ergattern ist, steht nun auch das französische Stromnetz vor dem potenziellen Kollaps.



 

 

Vor den Depots sind die Straßen mit LKWs oder brennenden Reifen blockiert. Zwei Drittel der staatlichen Eisenbahnlinien (SNCF) standen gestern ebenfalls still – ab nächste Woche streiken die Arbeiter*innen der SNCF unbefristet. Streiks an Flughäfen diese und nächste Woche legen den Waren- und Personenverkehr noch weiter lahm. In Cerbourg im Südosten wurde auch eine U-Boot-Fabrik und ein Militärhafen bestreikt.

 

 



Der völlige Stillstand der französischen Infrastruktur steht kurz bevor. Hinzu kommen immer mehr Streiks bei Großunternehmen des privaten Sektors. Besonders brisant: Die Arbeiter*innen von drei von vier Amazon-Standorten in Frankreich haben ebenfalls den unbefristeten Ausstand beschlossen – nicht nur für ihre Tarifforderungen, für die sie seit Langem kämpfen, sondern auch für den Rückzug des Arbeitsgesetzes.

 

 



Gestern gingen zudem wieder hunderttausende Menschen gegen die Arbeitsmarktreform auf die Straße. Allein in Paris waren es über 100.000 – die kämpferischen Arbeiter*innen der strategischen Sektoren der Wirtschaft an ihrer Spitze.

 

 



Noch nie zuvor seit 1995  stand Frankreich dem politischen Generalstreik – dem Streik aller zentralen Sektoren der Wirtschaft zum Zwecke des Sturzes der Regierung – so nah wie heute. Die Ölarbeiter*innen sind die Avantgarde dieses Kampfes. Das letzte große Aufbäumen der französischen Arbeiter*innenklasse im Jahr 2010 gegen die Rentenreform der Sarkozy-Regierung scheiterte daran, dass die Ölarbeiter*innen ihre Streiks zu früh abbrachen. Heute steht der Wind jedoch anders. Die Koordinierung aller kämpfenden Sektoren – die convergence des luttes – mit der militanten Arbeiter*innenbewegung an der Spitze drängt die Regierung immer mehr in die Enge.

Diese reagiert mit Hasspropaganda und Repression: Die Arbeiter*innen nähmen Frankreich „Geisel“, so Ministerpräsident Valls. Gleichzeitig greift die Polizei immer wieder Streikposten an, wie am Dienstag in der Ölraffinerie in Fos-du-Mer. Die Hetzkampagne der Regierung hat womöglich sogar schon für Tote gesorgt. Beim gestrigen Aktionstag gab es mehrere Schwerverletzte, nachdem Blockaden im Südosten des Landes, unter anderem in Fos-du-Mer, von aufgebrachten Auto- und Lastwagenfahrern durchbrochen wurden. Zu Redaktionsschluss dieses Artikels befand sich mindestens noch ein Arbeiter in Lebensgefahr. Ein Gewerkschaftsmitglied der CGT und Bürgermeister einer kleinen Gemeinde für die Front de Gauche verstarb bei einem Verkehrsunfall vor der Blockade einer Müllverwertungsanlage.

Für den 14. Juni mobilisieren die Gewerkschaftsspitzen für eine landesweite Großdemonstration in Paris. Doch schon in den nächsten Tagen wird der Klassenkampf in Frankreich immer heißer.

Unsere Sektion entschuldigt sich noch mal, dass wir gestern den Nuit Debout (28.5.2016) https://www.facebook.com/events/1534434973531488/  vergeigt haben. Der eine gibt den Termin erst am 20. bekannt, der andere verbreitet es erst vor 22 Stunden.

 

 

Weltkommunistische Basisarbeit im Betrieb

Weltrevolutionäre Strategie und Taktik im Klassenkampf

7. Mai 2016

Was ist die weltrevolutionäre Gewerkschaftslinie der Komintern (SH) ?

Wir Stalinisten-Hoxhaisten verteidigen die RGO-Linie von Ernst Thälmann und die RGI-Linie der Komintern Lenins und Stalins.

Wir wenden diese einzig richtige revolutionäre Gewerkschaftslinie auf die heutigen Verhältnisse korrekt an, genauso wie es die KPD/ML in den 70er und 80er Jahren getan hat. Ernst Aust war der Initiator für die Wiedergründung der RGO von Ernst Thälmann. Die Komintern (SH) war der Initiator der Wiedergründung der Roten Gewerkschaftsinternationale und der Fortsetzung der RGO-Linie von Ernst Thälmann und Ernst Aust.

Wir folgen der Linie der sozialistischen Gewerkschaften in der Sowjetunion Lenins und Stalins ebenso wie der im sozialistischen Albanien von Enver Hoxha.

Das ist die revolutionäre Gewerkschaftslinie der Komintern (SH), nämlich die Fortsetzung der kommunistischen Weltgewerkschaftsbewegung unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung.

Damit haben wir uns klar mit unserer Gewerkschaftslinie positioniert, mit der wir uns von allen reformistischen, revisionistischen, trotzkistischen, maoistischen, anarcho-syndikalistischen und anderen opportunistischen Strömungen in der internationalen Gewerkschaftsbewegung scharf abgrenzen und diese bekämpfen.

Wir haben immer klar gesagt, wozu uns die Gewerkschaftsarbeit dient - als Hebel des Klassenkampfes bis hin zur sozialistischen Weltrevolution, als Hebel zur Abschaffung der Lohnsklaverei, als Hebel zur Schaffung einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, als Hebel für eine kommunistische Weltgesellschaft, in denen es keine gelben Gewerkschaften mehr geben wird.

 

Die deutsche Sektion Komintern (SH) zeigt im folgenden einen Beitrag von befreundeten RGO-Aufbauzellen und - Gewerkschaftern zur Frage weltrevolutionärer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit. Wir halten diesen Beitrag wichtig für den Klassenkampf, der in der bolschewistischen Weltbewegung in der BRD und auf der Welt dringend unterstützt werden muss. Wir möchten alle Mitleser dazu einladen, zu den betreffenden Fragen Stellung zu nehmen.


Einschätzung zum sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparat und seinem imperialistischen "1.Mai"

1. Geschichte der gewerkschaftlichen Bewegung und Gewerkschaften in Deutschland


1.1. Die Weimarer Zeit
Mit dem Verrat der SPD (Kriegskredite und Burgfrieden 1914 bis 1918; Niederschlagung der Revolution 1918 bis 1923) gingen auch die sozialdemokratischen Gewerkschaften in Deutschland vom Weg der sozialistischen  Revolution ab. Schon während des imperialistischen Raubkrieges hatte die Regierung gegen den Widerstand konservativer Kreise im Krieghilfsdienstgesetz als Zugeständnis an die Mehrheitssozialdemokratie den Gewerkschaften eine gewisse Mitsprache in betrieblichen Belangen eröffnet.
Unter dem Druck der revolutionären Rätebewegung im November 1918 waren die Kapitalisten bemüht, mit Hilfe der SPD als Regierungspartei die Forderungen der Arbeiter- und Soldatenräte in reformistische Bahnen umzulenken. Wenige Tage nach der Revolution, am 15. November 1918, wurde zwischen den Spitzenverbänden aller Gewerkschaftsrichtungen und den Arbeitgeberverbänden eine Vereinbarung über die Errichtung einer zentralen Arbeitsgemeinschaft geschlossen. Sie sollte die Demobilisierung durchführen, die Wirtschaft aufrecht erhalten und für die Regelung der Löhne und Arbeitsverhältnisse zuständig sein.
Die revolutionären Aufstände und großen Streikbewegungen der Arbeiterräte für die Sozialisierung der Wirtschaft wurden zwar militärisch unterdrückt, führten aber letztlich 1922 zum Betriebsrätegesetz. Damit wurde erstmals in der Weimarer Republik eine eng begrenzte betriebliche "Mitsprache" der Arbeiter und Bauern durch gewählte Vertreter gesetzlich verankert [Mitsprache ist noch weniger als Mitbestimmung, die es im Kapitalismus in Wirklichkeit nicht gibt und nicht geben kann].
In den 20er Jahren entstand daraus im ADGB die weitergehende Diskussion um die „Wirtschaftsdemokratie“; eine reformistische Illusion, die nach dem 2. Weltkrieg in der Mitbestimmung und heute im Ko-Management endete.
Die Einbindung der Gewerkschaft in den Staatsapparat begann. So wurde die Arbeitslosenverwaltung und Jobvermittlung zur quasi staatlichen Institution Arbeitsamt, die "sozialpartnerschaftlich" der sogenannten „Selbstverwaltung“ unterliegt.


1.2. Neuaufbau von 1945 bis 1949 und die Entstehung des DGB-Gewerkschaftsapparates
Der Neuaufbau der Gewerkschaften nach 1945 erfolgte in den westlichen Besatzungszonen im Rahmen zweier gegensätzlicher Bewegungen.
Getragen vom „antifaschistischen Konsens“ als breites, fortschrittliches Bündnis wollten viele Aktivisten an der Basis eine entmonopolisierte, entmilitarisierte und entnazifizierte Gesellschaft aufbauen. Die politische Ordnung sollte einem Rechtsstaat und Sozialstaat entsprechen. In diesem Rahmen sollte auch die neue Einheitsgewerkschaft aufgebaut werden.
Die Gewerkschaftsbasis bestand damals mehrheitlich aus sozialdemokratischen Arbeitern und als Minderheiten gab es die konservativ-christlichen sowie die kommunistischen Bauern und Arbeiter. Die weit verbreitete Idee der Einheitsgewerkschaft sah eine demokratische Gewerkschaftsstruktur von unten nach oben vor.
Das Gegenteil strebten die staatsmonopolistischen  Kapitalisten, die Westallierten und die sozialfaschistischen SPD- und Gewerkschaftsführer an. Sie wollten eine Gewerkschaft als zentralistischen Machtapparat, der die Aufrechterhaltung des kapitalistischen Systems und eine Zerschlagung der „kommunistischen Gefahr“ garantierte.
Den damaligen Einfluss der KPD in den Betrieben zeigten z.B. die ersten offiziellen Betriebsratswahlen 1946: 38% der gewählten Betriebsräte gehörten der KPD an.

Fritz Tarnow, Sekretär im Gewerkschaftsapparat, spricht offen aus, worum es geht:
„Wir müssen dies (den Aufbau von Einheitsgewerkschaften) um jeden Preis zu verhindern trachten, da es den Kommunisten die Möglichkeit geben würde, die Gewerkschaften zu beherrschen. Daher müssen wir jetzt mit den britischen und amerikanischen Stellen die geeigneten Vorkehrungen treffen, damit wir so schnell wie möglich zurückkehren können, um die Entwicklung antikommunistischer Gewerkschaften zu leiten. (Geschichte der dtsch. Arbeiterbew. Bd. 6, S. 93)

Mit Hilfe des Besatzungsrechts, durch die Arbeit des Geheimdienstes CIA und der Unterstützung durch den amerikanischen antikommunistischen Gewerkschaftsverband AFL wurde das Konzept des „free trade unionism“durchgesetzt. Diese sogenannte „freie Gewerkschaft“ bedeutete strenger Antikommunismus und Beschränkung der Gewerkschaft auf „bread and butter“, also wirtschaftliche Fragen. Marshall Montgomery erläutert die dahinter stehenden Überlegungen:
„Die Russen unterstützen die Gewerkschaften, ich beschloss, das nicht zu tun. Ich war zwar sehr dafür, dass die Gewerkschaften den Verhältnissen entsprechend wachsen sollten, aber dagegen, dass sie forciert würden. Dafür hoffe ich zu erreichen, dass im Laufe der Zeit aus ihren eigenen Reihen die richtigen Leute an die Spitze kamen.“ (Deppe (Was für ein Depp!), u.a., Einheitsgewerkschaft - Quellen, Grundlagen, Probleme, S. 25)

Die Umsetzung dieser Strategie bedeutete organisatorisch die Schaffung eines zentralistischen Gewerkschaftsapparates, der eine demokratische Einflussnahme der Basis auf Grundsatzentscheidungen von vornherein ausschließt.


1.3. Kommunistensäuberung
Parallel zum Verbot der KPD, mit dem der Weg zur Wiederbewaffnung frei gemacht wurde, wurden die Kommunisten aus dem Gewerkschaftsapparat entfernt. Eine vollständige Säuberung auf betrieblicher Ebene war angesichts der zahlenmäßigen Stärke der KPD in den 50er Jahren weder möglich noch wirklich notwendig. Aufgrund des zentralistischen Organisationsaufbaus genügte es, die Kommunisten aus den Führungsgremien der Gewerkschaften zu entfernen, um die Kontrolle über die Gewerkschaftspolitik sicherzustellen.
„Eine vollständige Übersicht über Ausschlüsse besteht nicht. Nach Unterlagen des DGB wurden von 1949 bis 1955 wegen `gewerkschaftsschädigenden Verhaltens´ 654 DGB-Mitglieder ausgeschlossen, davon waren nach Schätzungen 650 KPD-Mitglieder, die meist mittlere bis höhere Funktionen bis hinein in den Hauptvorstand der Gewerkschaften innehatten.“

Entsprechend bestand die Gewerkschaftspolitik in der Zeit von 1945 bis 1955 darin, den Weg der kapitalistischen Wiederherstellung in der Arbeiterklasse und Bauern gegen deren spontanen Widerstand abzusichern und durchzusetzen. So stellte die sozialfaschistische  DGB-Führung zum Beispiel nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Adenauer am 13. Juni 1952 alle Proteste gegen das reaktionäre Betriebsverfassungsgesetz ein.
Damit war der Aufbau des Gewerkschaftsapparates als zentralistische Machtstruktur unter Führung der sozialfaschistischen Sozialdemokratie abgeschlossen und somit auch die politische Richtung der deutschen Gewerkschaften festgeschrieben.


1.4. Einheitsgewerkschaften, Richtungsgewerkschaften, Industriegewerkschaften

Das Prinzip der Einheitsgewerkschaft ist ein Prinzip der Einheit der Streikbrecher, Arbeiteraristokratie und Betriebsratsesselvollfurzer , die sich um die Belegschaften nix scheißen. Es ist ein tragendes Element des Wiederaufbaus der deutschen bürgerlichen , staatstragenden Gewerkschaften nach 1945. Es beruht auf der Tradition des Sozialfaschismus der SPD, die zum Zwillingsbruder und Steigbügelhalter des Kapitalismus, Imperialismus und Faschismus wurde, und der Spaltung der Arbeiterklasse  und der KPD, welches den Aufstieg des Faschismus erleichterte.
Geträumt wurde von Einheit mit dem Sozialdemokratismus als überragendes Prinzip des antifaschistischen Konsens , aufgewacht sind sie alle in KZs.
Durch die nazifaschistischen Traditionen   in den KZ's und des Faschismus war die Einheit der Bonzen, Schreibtischtäter und goldenen Chefetagen  ein alles überragendes Prinzip des pseudo-antifaschistischen Konsens nach der Befreiung vom 2. Weltkrieg am 8. Mai 1945.
Die sogenannte " Einheitsgewerkschaft"  bedeuteten in Worten , dass alle (partei)politischen Widersprüche aus den Gewerkschaften herausgehalten werden, da angeblich  nur so die Entstehung von politischen Richtungsgewerkschaften (wie sie international häufig anzutreffen sind) vermieden werden kann, aber tatsächlich wollte man sich damit nur vom Klassenkampf und der Arbeiterbewegung entfernen [Das so genannte "Neutralitäts"prinzip der Gewerkschaften bedeutet nichts Anderes als die Unantastbarkeit des kapitalistischen Systems, also der Tolerierung der Lohnsklaverei!]. Weiterhin sollten alle Werktätigen (auch die Angestellten und Beamten) in einer Gewerkschaft zusammengefasst werden. Das ist dann aber nicht realisiert worden, da mit der DAG (Deutsche Angestellten Gewerkschaft) und dem Beamtenbund eigenständige, berufsständige Gewerkschaften entstanden [Spaltung statt Vereinigung].
Was sich politisch zunächst sehr fortschrittlich anhört – und von manchen Gewerkschaftslinken bis heute gegen jede Realität erbittert verteidigt wird – bedeutete in der Nachkriegssituation nichts Anderes, als ein Mittel zur Sicherung einer sozialfaschistischen  Beherrschung der Gewerkschaften durch den Sozialdemokratismus  mit eingeschränkten Rechten für christlich-konservative Gewerkschafter. Für Kommunisten konnte es in den gelben Gewerkschaften natürlich keinen "Minderheitenschutz" geben, da die kommunistischen Arbeiter die Gewerkschaften als Hebel betrachten, um das kapitalistische System der Lohnsklaverei grundsätzlich zu beseitigen, welches die gelben Gewerkschaften verteidigen. Die kommunistischen Gewerkschafter wurden trotz ihrer Beliebteinheit unter den KollegInnen in den Betrieben bekämpft und aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. Sie bekamen zudem noch Berufsverbote – ein sozialfaschistischer Angriff auf die Lebensgrundlagen von Arbeitern, nur weil sie sich nicht von den Gewerkschaftsbossen verraten lassen wollten.

Logische Konsequenz einer Einheitsgewerkschaft wäre die Zusammenfassung aller Werktätigen in einer einzigen Organisation. Solche Zusammenschlüsse entstanden nach 1945 teils auch spontan (z.B. Eintopf-Gewerkschaften in Bayern auf dem flachen Land). Dies widerspricht aber dem Interesse der (Welt)Kapitalisten, umso mehr als nach der Befreiung eine antifaschistische Grundströmung spürbar war und die Frage, wem die Betriebe gehören, politisch heftig diskutiert wurde. Deswegen blieb die Einheit bei der Industriegewerkschaft stehen, die nach dem Prinzip „ein Betrieb – eine Gewerkschaft“ organisiert wird und jeweils nur die Arbeiter einer Branche in einer Gewerkschaft zusammenfasst (z.B. IG Metall oder Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr, ÖTV).
„Durchgesetzt hatte sich das Prinzip der Einheitsgewerkschaft – allerdings nur in dem Sinn, dass die Spaltung in Richtungsgewerkschaften überwunden wurde. Durchgesetzt hatte sich zudem, dass in der deutschen Tradition angelegte und von den Alliierten geförderte Prinzip des föderalen Zusammenschlusses von selbständigen Industrie- bzw. Berufsverbänden. (...) Dies war, sieht man die Zentralisierung und Organisierung als Beitrag zur Stärkung der gewerkschaftlichen Machtmöglichkeiten, durchaus ein Fortschritt gegenüber der richtungspolitischen Spaltung und beruflich und ständischen Aufgliederung der Gewerkschaftsbewegungen in der Weimarer Zeit.“ Es muss dabei jedoch immer die grundsätzliche Frage gestellt werden: Zentralisierung in wessen Interesse ? Im Interesse der Arbeiter oder im Interesse der Kapitalisten? Man sehe sich im letzten Jahr die Liquidierung der kleinen, eigenständigen Eisenbahnergewerkschaft an, als diese militante Streikmaßnahmen durchführte, die den Herren in den Chef-Etagen nicht gefielen und dann von den bürgerlichen Medien in den Dreck gezogen wurden. Hier wurde eine kämpferische kleine Gewerkschaft aufs Abstellgleis gefahren, unter den Augen des DGB und mit dessen Unterstützung. Soweit zum Thema "Zentralisierung" auf dem Rücken der Gewerkschafter.


1.5. Unvereinbarkeitsbeschlüsse
Die Gewerkschaften sind satzungsgemäß der kapitalistischen "Demokratie" verpflichtet. Was bedeutet das für revolutionäre Gewerkschafter? Das bedeutet sozialfaschistische Hetzjagd auf alle fortschrittlichen, arbeiteroffensiven, arbeitertheoretischen  und kommunistischen Ansätze vor (Reverspolitik in den 50er Jahren; Unvereinbarkeitsbeschlüsse bezüglich der Mitgliedschaft in so genannten "K-Gruppen". Heute gelten die "Unvereinbarkeitsbeschlüsse" auch für Gewerkschafter, die die deutsche Sektion der Komintern (SH) unterstützen. Es gibt eine ganze Palette von Maßregeln, die von der schriftlichen Rüge über Funktionsverbot bis zu Gewerkschaftsausschlüssen gehen. Aber auch ganze Gewerkschaftsorganisationen werden zerschlagen, wenn es der Säuberung von Kommunisten dient. Am 16. Januar 1956 wird der Bezirk Nordrhein mit 49.000 Mitgliedern durch den Vorstand der IG Bau, Steine, Erden aufgelöst. Genauso erging es dem kompletten Landesverband der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) mit 13.000 Mitgliedern in Westberlin Mitte der 70er Jahre.
Nach dem 10. ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall erlässt der IGM-Vorstand am 16.4.1973 per Rundschreiben einen Unvereinbarkeitsbeschluss, in dem pauschal festgelegt wird:

„Rundschreiben Nr. 4/1973
Betrifft: Gegnerische Organisationen
Der Beirat hat am 16. April 1973 beschlossen:
1. Die Zielsetzungen und Aktivitäten der unter den Bezeichnungen KPD, KPD/ML, KPD/AO, Arbeiter-Basis-Gruppen, Kommunistischer Bund, Kommunistischer Arbeiterbund und Kommunistische Arbeiterpresse tätigen linksextremistischen Gruppen und der von ihnen getragenen sogenannten (Revolutionären) Gewerkschaftsopposition sind gewerkschaftsfeindlich.
2. Die genannten Gruppen werden zu gegnerischen Organisationen erklärt. (...)
3. Mitglieder der Industriegewerkschaft Metall, die sich an deren gewerkschaftsfeindlichen Aktivitäten beteiligen oder diese unterstützen, verstoßen gegen die Interessen unserer Gewerkschaft und müssen mit dem Ausschluß rechnen.

Damit werden bewusst alle Unterschiede in Strategie und Taktik der genannten „linksextremistischen Gruppen“ ignoriert und in der Folge alle Oppositionellen mit Repression überzogen. So war die MLPD seit ihrer Gründung ein Handlanger des DGB, indem sie die RGO gemeinsam mit dem DGB bekämpft – übrigens in einheitlicher Front mit der D"K"P.
Nach Gründung der MLDP 1982 wird diese als Nachfolgeorganisation des KABD pauschal einbezogen, um eine Konfrontation mit der RGO taktisch zu vermeiden. Ansonsten würde die RGO gefährlichen Zulauf erhalten, den der DGB auf jeden Fall unterbinden will. 1987 werden eine Reihe von MLPD-Mitgliedern ausgeschlossen, darunter ihr Vorsitzender Stefan Engel. Als Begründung wird jetzt nicht mehr „gewerkschaftsfeindliches Verhalten“ angeführt, sondern das Ziel der MLPD, die „Diktatur des Proletariats“ errichten zu wollen. So hat der DGB die MLPD kostenlos mit einer Tarnkappe ausgestattet. Genauso nannte der DGB die DDR als ein "stalinistisches Regime", obwohl diese n ie stalinistische gewesen ist. Das Ziel ist klar: Abschreckung gegen den Kommunismus ! Gegen die Klage von Stefan Engel, gegen seinen Ausschluss argumentiert die IGM:
„Da das Ziel der MLPD ausweislich ihres Statuts der Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung ist, muß es geradezu als Aufgabe der Beklagten angesehen werden, Mitglieder der MLPD aus ihren Reihen auszuschließen.“ Dies war ein Kampf der Sozialdemokratie um ihre absolute Vormachtstellung im DGB, aus der nicht nur wir echten Kommunisten, sondern auch Schein-"Kommunisten" aus der MLPD und D"K"P ausgeschlossen wurden, obwohl sich diese als Speichellecker des DGB betätigen. Das zeigt nur, wie sehr sich der DGB vor der RGO fürchtet, wenn er zu solchen sozialfaschistischen Maßnahmen greift.

Die MülLPD hat mit ihrem "Rechtsstreit" ein Grundsatzurteil herbei geführt, dass dem Gewerkschaftsapparat noch mehr freie Hand gibt, als je zuvor. Das oberste Gericht bestätigt den Rausschmiss mit der Begründung, dass der MLPD zwar bisher kein (!!!!) gewerkschaftsfeindliches Verhalten nachzuweisen sei, dies aber in der Zukunft – aufgrund der Zielsetzung der MLPD – durchaus "möglich" wäre. Damit hat die Klassenjustiz ein für allemal klargestellt, dass die Gewerkschaften uns Kommunisten jederzeit schon wegen unserer Überzeugung rausschmeißen können und sie uns keinerlei konkrete Handlungen mehr nachweisen müssen, die z.B. gegen die imperialistischen Interessen des Gewerkschaftsapparates verstoßen. Kritik und Selbstkritik als Entwicklungsgesetz der Partei – bei den Maoisten = Fehlanzeige. Erinnert alles stark an die Missionierungsversuche der 68er Intelektuellen in den Betrieb, um Arbeiter zu werden. Und als es nicht klappte, gingen sie wieder an die Unität um sich weiche Sessel zu besorgen. Heute tattern sie: "Weißt Du damals, oha, da schüttelten wir die Fäuste und revoluzzten. " Heute sind sie abgesattelte Politrentner, die zur Lachnummer geworden sind, die entweder Millionenspenden aus China bekommen oder / und um ihre Altersversicherung aus Parteigeld bangen und alle ihre Götter verteufeln (Peter Platzman, etc.). Bei der MLPD wird das noch ergänzt mit Bratwurst und Bier bei den Maifeiern des DGB.  Die Arbeiteraristokratie sitzt mit feinem Schlips in Aufsichtsräten, fährt einen Dienstwagen mit der Nummer WOB-V...., hat seine Lehre beim KABD, später MLPD gemacht und wurde aus taktischen Gründen ausgeschlossen und spendet seine Millionentantiemen an Stefan Engel, damit der Millionär wird, genießt das Vertrauen vom Patriarchen Fedinand Piech der ihn zum Aufsichtsratsvorsitzenden hievte. Gemeint ist Berthold Huber, der von dem Dieselgate überhaupt nichts wusste und nun dafür sorgt, daß 400 000 VW-Arbeiter zur Arge laufen müssen. Bemerkenswert dabei ist, wie Stefan Engel sich als Chamäleon betätigt. Siehe hierzu seine jüngsten literarischen Ergüsse. Entlarvung ist anders als das läppische Getue der spontaneistischen Anarchos und Autonomen am 1.Mai mit Schimpfworten und eins auf die Schauze und so. Auch Horst-Dieter Koch (Hodschi) saß bei HOESCH im Betriebsrat und putschte am 6. November 1983 gegen  Ernst Aust als Vorsitzenden der KPD/ML. Und der Spezl bei BMW scheint ja auch recht munter zu sein beim Spalten und Liquidieren  der RGO, und ist ja wohl mit der Kassse stiften gegangen. Zuckerbrot und Peitsche ! Das ist die alte Methode der Herrschenden, derer sich auch der DGB bedient. Wir Kommunisten rekrutieren keine Arbeiteraristokraten, die sich in den Dienst des DGB stellen, um uns noch besser bekämpfen zu können! Solche arbeiterfeindlichen Elemente haben wir aus der KPD/ML und der RGO rausgeworfen, sonst hätte es heute weder eine RGO noch eine deutsche Sektion der Komintern (SH) gegeben.


1.6. Struktur, Aufbau und zentralistisch geführter Machtapparat

Die Struktur des sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparates
Nachfolgendes Schaubild stellt die unterste Organisationsebene der Gewerkschaften schematisch dar.
Die Gewerkschaft baut organisatorisch auf zwei Säulen auf, ihrer betrieblichen Struktur und der geografisch gegliederten Struktur des Apparates, dessen sichtbarster Ausdruck die Gewerkschaftshäuser sind. Von der Verwaltungsstelle, die als kleinste Einheit eine Stadt oder Kreis umfasst; über Bezirk und Bundesland bis hin zum Vorstand, der für ganz Deutschland zuständig ist, gliedert sich die Aufbauorganisation des Apparats.
Beide Säulen sind gekennzeichnet durch eine scheinbar paradoxe Doppelstruktur aus zumindest theoretisch demokratisch wählbaren Vertretern und hauptamtlichen Funktionären [ nicht etwa Kampf erfahrene Kollegen aus den Betrieben, sondern gesucht per Werbe-Annonce von "Führungskräften" in den Medien!]. Wobei die Machtmittel und im Zweifelsfall die Entscheidungsgewalt bei den Hauptamtlichen liegen. Um nur ein Beispiel zu geben: Alle hauptamtlichen Funktionäre sind per Arbeitsvertrag beim Vorstand angestellt. Der DGB ist ein kapitalistisches Unternehmen.
Das kapitalistische Arbeitsrecht bietet nun aber einem "Arbeitgeber" , also Ausbeuter beliebig viele Möglichkeiten unliebsame Mitarbeiter loszuwerden. Wie der Fall des Antifaschisten und ver.di Funktionärs Angelo Lucifero in Thüringen zeigt, scheuen Gewerkschaftsführer nicht davor zurück, diese auch einzusetzen. Im konkreten Fall wurde der fortschrittliche Gewerkschafter und engagierte Antifaschist Lucifero wegen angeblicher privater Nutzung gewerkschaftseigener Betriebsmittel aus seiner Position entfernt. Er soll den Gewerkschafts-PC benutzt haben, um antifaschistische E-Mails zu verbreiten. Die Angestellten des DGB haben weniger Rechte als Angestellte in der "freien Wirtschaft". Eine schöne Gewerkschaft!!

Auf der betrieblichen Ebene geht es bei den „Funktionären“ um die freigestellten Betriebsräte und insbesondere um die Betriebsratsvorsitzenden, sowie bei den großen Aktiengesellschaften um die im Rahmen der Mitbestimmung in die Geschäftsleitung entsandten gewerkschaftlichen Aufsichtsräte und Arbeitsdirektoren. Die BRD - und Weltkapitalisten übertragen diesen Arbeiterfeinden in eher nebensächlichen Bereichen gerade soviel Macht wie die benötigen, um ihre Funktion als Ordnungsmacht, also Arbeiteraristokrat wahrzunehmen und nebenbei ihre individuelle Karriere auf Kosten der Belegschaften zu pflegen. Als ein Beispiel sei hier das Mitspracherecht des Betriebsrates bei Versetzungen, Entlassungen und Einstellungen genannt, dass die so genannten Betriebsratsfürsten nur zu gut immer wieder zur Pflege der eigenen Seilschaften und Ausschaltung von „Aufrührern“ zu nutzen wissen.

Ist schon die innere Struktur der Gewerkschaften durch die Vormachtstellung der Funktionäre als undemokratischer Machtapparat zu bewerten, so tritt der konterrevolutionäre Charakter der gelben sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaften insbesondere durch jene Teile des Apparats hervor, die in der politischen Öffentlichkeit mit dem Begriff 'institutionelle Macht' gefasst werden.
Auf der überbetrieblichen Ebene geht es dabei einerseits um die Verschmelzung mit dem Staatsapparat. Ganz direkt indem Gewerkschaftsvertreter z.B. bei den Arbeitsgerichten, in den Berufsgenossenschaften, den Sozialkassen usw. tätig werden. Indirekt über die personellen Verflechtungen mit den bürgerlichen Parteien und den entsprechenden Posten und Einfluss im bürgerlichen Politikbetrieb.
Andererseits geht es dabei um Wirtschaftsunternehmen und viel Geld, das sich als Kapital vermehrt. Im Fall der IGM wird deren Vermögen auf ca. 2 Milliarden Euro geschätzt. Aber schon auf der untersten Ebene einer Verwaltungsstelle lässt sich mit der Verwaltung der Massenarbeitslosigkeit durch sogenannte Beschäftigungsgesellschaften gut verdienen. Der von den Steuern der Lohnabhängigen finanzierte Markt der beruflichen Weiterbildung von Arbeitslosen wird in Deutschland auf jährlich über 100 Milliarden Euro Umsatz geschätzt. Es ist ein offenes Geheimnis in der Branche, dass der Kuchen kartellartig zwischen gewerkschaftsnahen Firmen und Kapitalistenverbänden aufgeteilt ist. Ohne entsprechende Verbindungen hat da niemand eine Chance, einen Fuß in die Tür zu kriegen. Und die Streikkassen sind angeblich "leer", denn sie sind ja als Kapitalanlage einträglicher, als für Streiks "verplempert" zu werden, die man sowieso von vornherein zu verhindern sucht. Prävention von Streiks ist die effektivste Streikbrechertaktik.


1.7. Gelbe Gewerkschaften – Vertreter des Kapitals – Verflechtung mit dem Kapital , Monopolen und Staatsapparat
Der bürokratische Gewerkschaftsapparat heute in der BRD ist nach dem Muster eines Großkonzerns organisiert, der über verschiedene „Tochterunternehmen“ verfügt, die formell selbständig, faktisch aber Teil der Konzernstruktur sind, die von der Zentrale aus gesteuert wird.
Der staatstragende Gewerkschaftsapparat besteht aus den Hauptamtlichen, die meistens noch nie einen Betrieb von innen gesehen, geschweige denn, darin jemals als Lohnsklave gegen Lohnsklaverei gekämpft haben. Dazu gehören die Sekretärin und die Reinigungskraft, die in jedem anderen Büro genauso arbeiten könnten, ebenso wie der schein-selbständige linke Industriesoziologe, der nur zu gut weiß, dass sein Institut ohne die Aufträge des Monopolkunden Gewerkschaft sofort pleite wäre. Sie alle und viele weitere Menschen unterschiedlicher Berufe bilden die Angestellten des Konzerns "Gewerkschaft".
Dirigiert und organisiert wird die Arbeit wie in jedem anderen Großunternehmen durch Manager, die bei der Gewerkschaft "Sekretäre" heißen. Das sind die eigentlichen Gewerkschaftsfunktionäre in der Verwaltung, die sich hierarchisch in Orts- Bezirks-, Landesebene und schließlich die Zentrale gliedert. Arbeiteraristokratie eben ....

An der Spitze der Hierarchie stehen die Gewerkschaftsbonzen. Das sind jene Manager und Politiker im Vorstand der Gewerkschaften, zb. Der ehemalige Vorsitzenden Dr. Sommer, die in Personalunion in aller Regel auch in diversen Aufsichtsräten sitzen. Sie treffen die Entscheidungen und kungeln hinter dem Rücken der eigentlich zuständigen Gremien die Vereinbarungen mit den Kapitalistenschweinen aus. Aber auch die Betriebsratsvorsitzenden der mächtigsten Großkonzerne insbesondere der Autoindustrie gehören zu dieser Machtelite, z.b. Peter Harz ist bei VW Wolfsburg und initierte die berüchtigten Hartz 4 Gesetze zum Sozialkahlschlag. Als Teil der herrschenden Klasse ist es für sie selbstverständlich, ihre persönliche Karriere zu pflegen und gegebenenfalls auch in Managementpositionen in die freie Wirtschaft oder als Minister in die Politik zu wechseln.

Zum staatstragenden Gewerkschaftsapparat gehören auch eine ganze Reihe wirtschaftlicher Unternehmen, auch wenn die großen gemeinwirtschaftlichen Firmen wie die Bank für Gemeinwirtschaft und die Wohnungsbaugesellschaft Neue Heimat nach diversen Skandalen und Pleiten inzwischen verkauft wurden. Dazu gehören u.a. Stiftungen, Forschungsinstitute sowie Partnerschaften mit Reiseveranstalter, Versicherungen usw.

Anlässlich des IG Metall-Gewerkschaftstages 2007 wird bekannt, dass das Vermögen allein der IGM bei ca. 2 Milliarden € liegt. Auch wenn die Gewerkschaftsführung detailliertere Angaben darüber verweigert, so ist doch offensichtlich, dass eine solche Geldmenge nicht im Sparstrumpf liegt, sondern in der einen oder anderen Form als Kapital fungiert und sich durch die Ausbeutung von der working class  vermehrt. Der DGB macht also doppelten Profit: einmal profitiert der DGB direkt von der Ausbeutung seiner eigenen Angestellten und zum Anderen indirekt nicht nur von der Ausbeutung der eigenen Gewerkschaftsmitlieder, sondern von der Ausbeutung der gesamten Arbeiterklasse. Das ist unabhängig davon, ob direkt in Firmen oder in profitträchtigere Anlageformen des modernen Finanzkapitals investiert wird. Dass diese Behauptung keine Übertreibung ist, zeigt die Pleite des Österreichischen Gewerkschaftsverbandes ÖGB, der sein Vermögen und damit die Streikkasse der Mitglieder mit Finanzanlagen verspekuliert hat.

Die enge Verknüpfung mit dem Finanzkapital hat den Gewerkschaften weitere einträgliche Betätigungsfelder eröffnet. Klassisch sind da die gut dotierten Aufsichtsratsposten im Rahmen der sogenannten Mitbestimmung in Aktiengesellschaften. Neueren Datums ist der seit den 80er Jahren enorm gewachsene Markt der Erwachsenenbildung, Qualifizierung und Arbeitslosenverwaltung.

Die Privatisierung der Altersvorsorge bringt dem `Konzern Gewerkschaft´ ein neues einträgliches Geschäftsfeld. Stolz berichtet Oliver Burkhard, zuständig für Tarifpolitik im IG Metall Vorstand in der „Metall“ Nr. 4, 2006 davon, dass „wir Ende 2001 in vier Monaten ein gemeinsames Versorgungswerk mit Gesamtmetall aufgebaut haben. Inzwischen ist es von der Zahl der Versicherten her das größte deutsche Versorgungswerk, (...) Metall-Rente hat 8600 Unternehmen unter Vertrag.“

Auch die sogenannte Selbstverwaltung der Sozialversicherung ist eine wichtige Quelle von Einkommen und Einfluss des Konzerns Gewerkschaft.
Zum Konzern Gewerkschaft gehört natürlich auch die politische Abteilung, auch wenn diese aus rechtlichen Gründen wie bei anderen Großkonzernen formal nicht in der Unternehmensstruktur auftaucht. Das sind all jene Gewerkschafter, die als Lobbyisten und Politiker im Umfeld der Parlamente ihr einträgliches Auskommen haben. Als Beleg wollen wir ein Zitat von bekannten Gewerkschaftslinken bringen:
„(...) war das Führungspersonal der Gewerkschaften eng mit der SPD verwoben. Aufstieg in der Gewerkschaft und in der SPD, Wechsel von gewerkschaftlichen zu parteipolitisch besetzten Ämtern war (und ist) ein häufiges Karrieremuster.“


1.8 Warum wir diesen Gewerkschaftsapparat nicht brauchen

So wie der staatstragende Gewerkschaftsapparat aufgebaut ist, lassen sich seine Strukturen nicht grundlegend verändern. Die zentralistischen, bürokratischen Machtstrukturen und seine Verzahnung mit dem Kapital und dem Staat sind für die Entwicklung einer gewerkschaftlichen Basisarbeit gänzlich unbrauchbar, die das Ziel verfolgt, zu gewerkschaftlichen Organisationen im Sinne des Stalinismus-Hoxhaismus zu kommen.
Wir brauchen als Schule des Weltproletariats im Klassenkampf und zur Unterstützung der sozialistischen  Weltrevolution keine Gewerkschaften, wo alle Mitglieder registriert und die Aktivisten dem Kapital bekannt sind. Wir brauchen keine Masse an Mitgliedern, die die Gewerkschaft als Versicherung und Rechtsschutz versteht, die darauf bauen, dass Stellvertreter für sie ihre Probleme lösen. Und wir lassen es nicht zu, dass wie in den gelben , sozialfaschistischen  Gewerkschaften reaktionäre oder faschistische Kräfte sich in unseren Reihen organisieren und ihre chauvinistische Ideologie Raum bekommt.
Was wir als Weltrevolutionäre/Weltbolschewisten/Stalinisten-Hoxhaisten stattdessen brauchen, werden wir gerade am weltrevolutionären roten 1.Mai  erläutern.




2. Funktionen im  sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparat und in den Betrieben


2.1. Gewerkschaftsfunktionäre
Gewerkschaftsfunktionäre sind hauptamtliche "Gewerkschafter".
 Sie steuern die Arbeit und damit die Politik im Konzern "Gewerkschaft". Zu ihnen zählen sowohl die Manager in den Gewerkschaftsvorständen als auch die untergeordneten Sekretäre in den Verwaltungsstellen.


2.2. Gewerkschaftsausschüsse
Gewerkschaftsausschüsse sind die Arbeitsgruppen bzw. Arbeitskreise, die zu bestimmten Themen (z.B. Tarifkommission) bzw. Gruppen (z.B. Migranten, Frauen, Erwerbslose, Angestellte, Jugendliche) auf den verschiedenen regionalen Ebenen (Verwaltungsstelle, Bezirk, Bundesland, BRD) gebildet werden.
Gewerkschaftsausschüsse bieten Basisgewerkschaftern die Möglichkeit, unter Kontrolle des Apparats in dem vorgegebenen Rahmen eine Arbeit zu entwickeln. Wichtigere Ausschüsse, vor allem auf überregionaler Ebene, werden dagegen vollständig von den Gewerkschaftsfunktionären kontrolliert, da z.B. schon die Einladung zur Sitzung ein Amt voraussetzt.


2.3. Aufsichtsräte und Mitbestimmung
Mitbestimmung bedeutet, dass in den großen Aktiengesellschaften im Aufsichtsrat Vertretern der Gewerkschaften sowie gewählte "Arbeitnehmer"vertreter "( Ausgebeutetenvertreter") sitzen, also nix anderes als Arbeiteraristokratie. Der Aufsichtsrat ist in Aktiengesellschaften mit mehr als 2000 Beschäftigten paritätisch besetzt, aber der Vorsitzende, der von der Kapitalseite gestellt wird, hat bei Patt-Abstimmungen ein doppeltes (!) Stimmrecht.
Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, den Vorstand der Aktiengesellschaften zu "kontrollieren", wobei der Vorstand die eigentliche Geschäftsführung ist. Der Aufsichtsrat unterliegt nicht nur einer absoluten Geheimhaltungspflicht, sondern muss natürlich auch im Sinne der Eigentümer, der Aktionäre, an der Gewinnsteigerung arbeiten. Ansonsten würde er persönlich haftbar gemacht werden können. Die oft mit unverschämt hohen Gehältern und großzügigen Spesen bedachten Aufsichtsratsposten sind ein Bestechungsinstrument und dienen der Einbindung der Gewerkschaftsbonzen ins Finanzkapital. Repräsentiert wird die gesellschaftlich schmale Schicht der Gewerkschaftsbonzen durch Personen wie den ehemaligen VW-Arbeitdirektor Hartz, dessen Namen mit Sozialabbau, Korruption und Lustreisen verbunden ist. Aktuell gibt es laut IG Metall ca. 5600 "Arbeitnehmer"vertreter  , also Ausgebeutetenvertreter in Aufsichtsräten der Aktiengesellschaften in Deutschland.


2.4. Betriebs- und Personalräte
Die Institution Betriebsrat, wie sie heute besteht, wurde mit dem reaktionären Betriebsverfassungsgesetz von 1952 geschaffen. Der Betriebsrat wird von allen Beschäftigten gewählt und soll sie in „betrieblichen“ Belangen vertreten. In immer mehr Betrieben wird die Betriebsrätewahl von der Geschäftsleitung behindert oder sabotiert. Die Zahl der Betriebe ohne Betriebsräte nimmt ständig zu – womit die Kapitalisten in Deutschland dem großen "Vorbild" der USA folgen.

Es gibt Betriebsräte, die sich stark für Interessen der Kollegen engagieren, leider bleiben diese aber eher eine Ausnahme. Diese Betriebsräte werden gemoppt und landen früher oder später auf der Straße, nachdem man sie nach allen Regeln der Kunst in seelische Wracks verwandelt hat. Die Kapitalisten haben genug Geld, um ihre Rechtsanwälte auf revolutionäre Betriebsräte anzusetzen. Faktisch sind Betriebsräte ein staatstragendes Ordnungsinstrument zur Wahrung des kapitalistischen „Betriebsfriedens“. Trotzdem gibt es im BVG genug Paragraphen, die es den Betriebsräten erlauben, das Leben der Kapitalisten so schwer wie möglich zu machen. Deswegen kämpft die Komintern (SH) für revolutionäre Betriebsräte und gegen die weitere Aushöhlung des BVG. Wenn wir das BVG nicht für die Interessen der belegschaften nutzen, dann tragen wir selber zur Aushöhlung des BVG bei. Es ist zwar ein Gesetz des kapitalistischen Staates, aber das hält uns Kommunisten nicht davon ab, es auch für den kleinsten Vorteil auszunutzen.
Betriebsräte dürfen nicht zu Kampfmaßnahmen wie z.B. Streiks aufrufen und müssen vertrauensvoll mit den Kapitalistenratten zum Wohl der "Arbeitnehmer" (also Ausbeuter) und des Betriebes zusammenarbeiten (§2 des Betriebsverfassungsgesetzes). Sie dürfen in wirtschaftlichen Fragen nicht mitbestimmen, sondern sollen nur enge betriebliche Belange "regeln" ( meistens die Regeln der Kapitalisten im Betrieb durchwinken).
Rechtlich gesehen gehören die Betriebsräte nicht zur Gewerkschaft. Faktisch sind die meisten Betriebsräte Mitglied einer sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaft. Gleichzeitig stützt sich die staatstragende  Gewerkschaft im Betrieb immer mehr auf solche Betriebsräte, die dem DGB dabei helfen, revolutionäre Betriebsräte loszuwerden. Daher gehören die Betriebsräte und Personalräte (zumindest die Vorsitzenden und ihr Anhang) zum Gewerkschaftsapparat und bilden einen wesentlichen Bestandteil, der aus Sicht des Konzerns "Gewerkschaft" praktischerweise nicht bezahlt werden muss. Das übernehmen die Kapitalistenratten über die Freistellungen der Betriebsräte, die unter Weiterzahlung ihres Gehalts als "Arbeitnehmervertreter", also Ausgebeutetenvertreter,  faktisch für die Gewerkschaft arbeiten. Als die RGO mit ihren eigenen Betriebsratslisten größere Wahlerfolge zu verzeichnen hatten, als die Listen des DGB, da brannte es im DGB lichterloh, und es begann eine Hetzjagd gegen die RGO – sondergleichen. Alle Versuche, die RGO zu zerschlagen, scheiterten. Die RGO lebt !!!


2.5. Vertrauensleute
Nachdem die staatstragenden Gewerkschaften mit dem Betriebsverfassungsgesetz 1952 auf einen Schlag ihre Basisstrukturen in den Betrieben verloren hatten, reagierten sie 1956 mit dem Aufbau einer gewerkschaftlichen Struktur der Vertrauensleute. Diese sollen demokratisch von unten nach oben durch die gewerkschaftlichen Kollegen gewählt werden. Sie können aber auch durch die hauptamtlichen Funktionäre ernannt werden. In der Satzung der IG Metall werden die Vertrauensleute nur als Objekt der Ortsverwaltung erwähnt, d.h. die einfachen Mitglieder haben satzungsgemäß keine garantierten Rechte und Entscheidungskompetenzen. Vertrauensleute sind der verlängerte Arm des DGB-Apparates im Betrieb. Das hält uns Kommunisten nicht davon ab, unsere revolutionären Vertrauensleute in den Betrieben zu wählen. Die revolutionäre Vertrauensleutearbeit gehört zu den Hauptstützen der Arbeit der RGO – schon allein deswegen, weil die Vertrauensleute direkt Einfluss auf die Belegschaften nehmen können.


2.6. Gewerkschaftsbasis
Die Gewerkschaftsbasis der ehrenamtlichen Aktivisten ist sehr unterschiedlich. Es lassen sich grob zwei Motive unterscheiden. Den Karrieristen dient ihre Arbeit nur als Sprungbrett zum individuellen Aufstieg z.B. im Betriebsrat, der Firma oder in der Hoffnung auf eine Stelle im Gewerkschaftsapparat. Den Basisgewerkschaftern geht es bei ihrem ehrenamtlichen Engagement dagegen um ihre gewerkschaftspolitische Überzeugung, die sich oft aus einer sozialdemokratischen , sozialfaschistischen oder christlich-sozialen Grundhaltung speist. Sie halten daran fest, dass ihre Gewerkschaft die Interessenvertretung der Arbeiter und Angestellten ist- welch eine Illussion und Betrug!!


3. stalinistisch-hoxhaistische  Einschätzung des  sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparates


3.1. Aufgabe der Gewerkschaften aus kommunistischer Sicht
Karl Marx und Friedrich Engels betrachteten die Gewerkschaften unter den Bedingungen des Kapitalismus als Schule des Klassenkampfes des Proletariats. Marx formulierte die Rolle und Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung und das Wesen der Gewerkschaftspolitik in seinem Vortrag „Lohn, Preis und Profit“ wie folgt:

Schlusssatz aus „Lohn, Preis und Profit“
„Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstandes gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht einen unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems.“

Unsere Aufgabe als Kommunisten in den Betrieben ist es in erster Linie, die fortschrittlichsten Arbeiter für den Kommunismus, für die sozialistische Weltreolution zu gewinnen. Unsere Aufgabe als Kommunisten in den Gewerkschaften ist es, die Gewerkschaftsmitglieder für die RGO zu gewinnen.


3.2. Einschätzung der sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaften aus weltbolschewistischer  Sicht

Blicken wir zurück auf unsere Ausführungen über den Aufbau, die Funktion, die Struktur und die Ziele der sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaften im Abschnitt 1 und 2, dann stellen wir fest:

Der sozialfaschistische DGB als Dachverband und die verschiedenen Industriegewerkschaften sind kein Sammelpunkt und auch nie nach 1945 ein Sammelpunkt gewesen, in dem die Aufruhr , ja noch nicht mal der Widerstand gegen die Gewalttaten des (Welt)Kapitals organisiert wurde oder wird. Konkret heißt das, dass der sozialfaschistische  DGB ein zentralistischer Apparat, eine sozialimperialistische Richtungsgewerkschaft des Sozialdemokratismus ist, in dem die Funktionäre eng mit dem staatsmonopolistischen Kapital verflochten sind. Seit seiner Gründung hat es im DGB noch nie Gewerkschaftsdemokratie gegeben und wird es sie niemals geben, denn der DGB ist eine Waffe in den Händen der deutschen Imperialisten – mehr noch: der DGB ist die größte Gewerkschaft der Welt und betätigt sich als wichtigster Handlanger des Weltimperialismus. Deswegen ist der Kampf gegen den DGB-Apparat ein internationaler Kampf. Jede Schwächung des DGB-Apparates hilft und nützt den revolutionären gewerkschaftern auf der ganzen Welt.

Der sozialfaschistische DGB steht seit seiner Gründung voll und ganz hinter dem staasmonopolistischen  Kapital, ist mit diesem zutiefst verflochten und verteidigt dessen Interessen. Für eine Systemänderung ist er aus diesem Grund nie gewesen und kann er nie sein. Deswegen muss er zusammen mit dem Staat und dem Kapital zerschlagen werden. Im Weltsozialismus ist kein Platz für gelbe Gewerkschaften.

Der sozialfaschistische DGB als Richtungsgewerkschaft des Sozialdemokratismus  benutzt seine Macht, um Arbeitskämpfe abzuwürgen, zu beruhigen oder zu verraten. Der DGB ist die größte Streikbrecherorganisation der Welt. Dagegen hilft nur die globalisierte Organisierung in der Roten Gewerkschaftsinternationale !

Der sozialimperialistische  DGB handelt mit den statsmonopolistischen Kapitalisten und deren Politiker, Bonzen und Marionetten „Lösungen“ für die Klasse aus, die den Interessen des Kapitals entsprechen.

Die Interessen und Forderungen der Belegschaften aus den verschiedensten betrieblichen Bereichen werden von den "Gewerkschaften" nicht vertreten sondern enden z. B. in Lohnraub, faulen Kompromissen oder werden in sozialpartnerschaftlichen Verträgen verraten.

Auf der ideologischen Ebene erfüllt die Gewerkschaft eine wichtige Funktion für den (Welt)Imperialismus. Die Kombination aus Traditionalismus (Gründung der ersten Gewerkschaftsverbände und des ADGB) und verbal fortschrittliches, radikales Auftreten von Gewerkschaftern vermitteln in der Klasse den Eindruck, dass diese "Gewerkschaften" ihre Gewerkschaften sind.
Doch dieses Image ist trügerisch. Die gelben Gewerkschaften sind nicht automatisch fortschrittlich, weil sich die working class in ihnen organisieren und die Arbeiter sind nicht deswegen fortschrittlich oder klassenbewusst, weil sie sich in den gelben Gewerkschaften organisieren. Dieser Automatismus ist eine falsche Denkweise und führt zu fatalen Schlussfolgerung über den sozialfaschistischen Charakter des DGB, wenn wir die Gründung, den Aufbau, seine Funktion, seine Ideologie und seine Handlungen analysieren. Entscheidend ist, wie Marx beschrieben hat, was die Gewerkschaften als ihre Aufgaben verstehen und umsetzen, wenn das die Massen verstehen und sich genau aus diesem Grund organisieren um im marxistischen Sinn zu Handeln, dann sind wir im Klassenkampf einen Schritt weiter. Unser Ziel sind sozialistische Gewerkschaften wir in der Sowjetunion Lenins und Stalins und im sozialistischen Albanien von Enver Hoxha ! Unser Ziel ist die Schaffung einer sozialistischen Weltgewerkschaft, die nicht nur dafür sorgt, dass sich nicht wieder gelber Gewerkschaften herausbilden, sondern auch maßgeblich am Aufbau des Weltsozialismus mitwirken. Im Weltkommunismus stirbt der Klassencharakter der Gewerkschaften mit den Klassen selbst. Dann verwandeln sich die Gewerkschaften in freie (klassenlose) Assoziationen der weltkommunistischen Betriebe.

Wir müssen das Funktionieren des Gewerkschaftsapparates, seine Wirkung und seinen sozialfaschistischen Einfluss auf die Massen im Ganzen sehen.
Die Mitglieder der Gewerkschaften mit bürgerlichem Denken vergiftet und angehalten, entsprechend zu handeln. Die sozialfaschistische und reformistische Ideologie erlangt darüber erheblichen Einfluss auf die Mitglieder und hat so auch in vielen Belegschaften tiefe Wurzeln geschlagen. Der sozialimperialistische DGB fördert auf ideologischer Ebene ein Verständnis, eine Rücksichtnahme, eine Identifizierung und Solidarisierung mit dem staatsmonopolistischen Kapital bei seinen Mitgliedern.
Das wiederum heißt, dass die Klassenfrage und die Klasseninteressen weitgehend verdrängt worden sind, bzw. eine große deklassierte Verwirrung und Unklarheit dazu entstanden ist (Entfremdung vom Klassendasein der Arbeiter). Dazu gehört auch das ganze Belegschaften sich als Teil ihrer Firma verstehen ("ich bin Opel"), wo oftmals an die Stelle von Solidarität die Konkurrenz tritt. Und was heute aus "Ich bin VW" geworden ist, bekommt jeder VW-Arbeiter am eigenen Leibe zu spüren, nicht aber die VW-Manager, deren Boni unberüht bleiben. Wer sich mit den eigenen Kapitalisten identifiziert, verrät seine eigenen Klasseninteressen !
Das nationale Standortdenken (AEG ist Deutschland) wird durch die Politik der " Gewerkschaften" gefördert, so dass der solidarische Internationalismus bei vielen Mitgliedern aus dem Bewusstsein gedrängt wird. Dabei braucht das internationale Industrieproletariat dringend seine internationale rote Gewerkschaft als Gegenpol.
Die sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaften verwischen damit die Klassenfrage und verhindern Klassenkämpfe, die über ökonomische Forderungen hinausgehen bzw. bereit sind radikale Wege zur Durchsetzung der Ziele zu gehen. Und selbst die Kämpfe um ökonomische Forderungen werden verraten.

Die aktive Basis der Gewerkschaften wird nicht im Apparat organisiert, um diesen als Werkzeug zu nutzen, der im Kampf für ihre Befreiung dienen wird, sondern um sie über Funktionen in Gremien als Stellvertreter für die Interessen des Sozialdemokratismus heran zu ziehen, um sie dann in ihr System zu integrieren. Der DGB ist ein Instrument zur Paralysierung und schließlich Entwaffnung der gewerkschaftlichen Solidarität der KollegInnen.

Für die große Mehrheit der Mitglieder bleibt durch den zentralistischen Aufbau und die organisatorisch institutionalisierte Stellvertreterpolitik von vorn herein nur die Rolle als passiver Beitragszahler.


3.3. Schlussfolgerung aus stalinistisch-hoxhaistischer  Sicht
Mit dieser gesamten Sicht ist für uns klar, dass dieser Apparat als gewerkschaftliche Struktur nicht zu gebrauchen ist. Das schließt keineswegs aus, dass in dieser Struktur vielleicht hier und da etwas zu ändern geht. Aber als Ganzes ist sie nicht veränderbar in einem Sinn, wie er in dem einleitenden Marxzitat genannt wird. Trotzdem überlassen wir die Gewerkschafter nicht ihrem Schicksal. Es gilt, sie dem Einfluss des DGB-Apparats zu entziehen durch klassenkämpferische Gewerkschaftsarbeit der RGO.

Wenn die real existierenden sozialdemokratistischen Gewerkschaften ein konterrevolutionäres Instrument sind und wir sie nicht erobern oder in ihrem Wesen verändern können, dann stellt sich für Weltkommunisten die Aufgabe, eine gewerkschaftliche Arbeit und dazu passende Organisationformen zu entwickeln, die Sammelpunkte gegen die Gewalttaten des staatsmonopolistischen Kapitals und gleichzeitig Hebel zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems sind.

Diese logische Schlussfolgerung aus einer nüchternen Analyse der gesellschaftlichen Realität ist eine Provokation und ein Schock für alle kämpferischen Gewerkschafter. Sie löst immer wieder heftigste Abwehrreaktionen aus.
Dass die Linksreformisten, Revisionisten und Trotzkisten sich in der sozialdemokratischen Ideologie wohl fühlen, wundert ja keinen wirklich. Für sie sind die gelben Gewerkschaften die "Organisationen der Arbeiterklasse", einmal weil dort sechs Millionen Arbeiter und Angestellte organisiert sind und sie zum Anderen zwischen Führung und Basis unterscheiden. Das ist ein unmarxistisches Schema, welches den Klassencharakter verwischt und zeigt deutlich, wie weit der sozialfaschistische, sozialdemokratische Einfluss geht, aber auch wie vor der Frage eines Machtkampfes zurückgeschreckt wird.

Mit der Konsequenz, die aus stalinistisch-hoxhaistischer Einschätzung der sozialfaschistische DGB Gewerkschaften folgt, nämlich dass der bürgerlich-imperialistische Gewerkschaftsapparat als konterrevolutionäre Organisation zerschlagen werden muss, stellt das insgesammt die Machtfrage, die Frage von Reform oder Revolution auf. Die Gewerkschaften können nicht zwei Herren - Kapital und Arbeit gleichzeitig dienen. Klassenversöhnlerische Gewerkschaften sind Gewerkschaften der Klasse die herrscht, der Weltbourgeoisie. Wenn man die Weltbourgeoisie beseitigen will, muss man ihnen auch ihre Machtinstrumente aus der Hand schlagen – und dazu gehört vor Allem der DGB im internationalen Maßstab. Gewerkschaften, die nicht für die Beseitigung der Lohnsklaverei kämpfen, müssen letztendlich zerschlagen werden, was ohne revolutionäre Gewerkschaften unmöglich ist.

Die entristische Theorie - dass man als "radikale Linke " , so wie sich die Zecken nennen , oder Kommunisten innerhalb des Gewerkschaftsapparats Funktionen übernehmen, darüber einen Machteinfluss gewinnen, den Apparat verändern können, so das man die jetzige Führung entmachten und selber die Führung übernehmen und damit die sozialfaschistischen DGB Gewerkschaften zu "unseren Gewerkschaften"  machen – wird so nicht funktionieren. Zum Einen, weil sich die Funktionäre nicht auf friedlichen, demokratischen Weg abwählen lassen (siehe z.B. Staat und Revolution/Lenin) und zum andren, weil wir für den Klassenkampf und die Revolution ganz andere Strukturen benötigen. Welche Strukturen dies sein könnten, werden wir  in der konkreten Prxis am roten weltrevolutionären 1. Mai ausführen.

Unter Eroberung der Gewerkschaften verstehen wir Kommunisten nichts Anderes als die Eroberung der Gewerkschaftsmassen für den Kampf zur Abschaffung der Lohnsklaverei. Alles Andere ist Augenwischerei und im Dienste des herrschenden Kapitals !

Darüber wie der Machtkampf gegen die gelben Gewerkschaften gewonnen wird, entscheidet letztendlich die sozialistische Weltrevolution. Im Kapitalismus lässt sich die Beseitigung der Lohnsklaverei jedenfalls nicht verwirklichen. Erst wenn das Weltproletariat seine politische Macht erobert hat, ist das Ziel der Abschaffung der Lohnsklaverei erreicht. Die Diktatur des Weltproletariats spielt die entscheidende Rolle in der Gewerkschaftsfrage. Darin unterscheiden wir uns grundsätzlich vom Anarcho-Syndikalismus. Der übliche Weg ist die "Revolution"  inhaltslos zu umschreiben, indem nur proklamatorisch das Wort als Parole z.B. am Ende von Flugblättern der Vollständigkeit halber eingefügt wird (linker Wurmfortsatz als Feigenblatt). Oder der Begriff wird gleich ganz gestrichen und durch blumige Umschreibungen ersetzt. Im Grunde wird an dem revisionistischen und trotzkistischen Gedanken festgehalten, dass Gewerkschaftsapparat und Gesellschaft durch Vernunft, Sozialarbeit und dem Glauben an das Gute in jedem Menschen (auch den Kapitalisten der Welt ) grundlegend veränderbar sei. Dies wird so nicht funktionieren, das hat die Geschichte bewiesen und die (welt)kapitalistische Gegenwart zeigt es uns täglich an vielen Beispielen. Darum bleibt uns nur der weltrevolutionäre Kampf, ebend Reform oder Revolution.



Es lebe die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition - RGO - !
Es lebe die Rote Gewerkschaftsinternationale

- RGI - !

 

 

 

 

DIE RGO

- EIN HEBEL DER REVOLUTION

Wolfgang Eggers

 

15. 3. 2007

 

Oktober 2014

Solidarität mit dem Streik bei der Bahn !

 

Die Maoisten der Knallköppe um Bob Avakian  haben nun endgültig ihre konterevolutionäre , arbeiterfeindliche, streikbrecherische Fratze gezeigt.  Sie hetzen gegen die aktuellen  Bahnstreiks und somit gegen die Arbeiter und Schaffner und begehen damit  Streikbruch. Diese Maoisten machen sich damit zum Kompradoren und Lakaien der deutschen Bourgoisie.
Der Streik ist derzeit die einzige Form des Klassenkampfes, den wir  gegenwärtig im imperialistischen Deutschland überhaupt  haben: Von allen andern sind wir meilenweit entfernt . Griechenland hat schon 15 Generalstreiks, die rote Ruhrarmee machte Generalstreik und verhindert den Kapp Putsch.  In der Oktoberrevolution und der albansichen Volksrevolution gab es Generalstreiks. Und was machen die Drecksmaoisten?  Hetzen gegen die Kollegen der Bahn, die um ihre elementaren Grundrechte/Grundbedürfnisse  wie Löhne und gegen Sozialkahlschlag kämpfen.
Es is klar, dass der sozialfaschistische DGB wieder nur faule Kompromisse macht und die Kollegen der deutschen Bahn mit flauschigen Almosen abspeist. Die DB ist ein staatsmonopolistischer Konzern und drückt Löhne unter anderem mit Lohndumbing, Leiharbeit etc, zur Steigerung der Maximalgewinne.
Ich fahr selber öfters mal mit dem Zug. Ich kann bezeugen, zu welchen Wucherpreisen die Tickets verkauft werden, und gleichzeitig  werden die Löhne unter Anderem mit Lohndumping  gedrückt .

Diese Drecksmaoisten ! Streiks und Gewerkschaften waren auch im Nazifaschismus verboten !


Was können die Industriearbeiter dafür, wenn der (Welt)imperialismus   halbfeudale, halbkoloniale Länder ausplündert? Geschieht das jetzt durch die Warnstreiks und Generalstreiks oder was ? Feuer auf die Maoisten!  Kriegserklärung an den Maoismus!


Umso dringender bedarf es den Aufbau der RGO.

Generalstreikgrüße

Konrad

 

 

 

RGO - Flugblatt !

2014

Es lebe der rote 1. Mai

- der Kampftag der internationalen Arbeiterklasse !


Gewerkschaftsmitglieder, die sich von den reaktionären Gewerkschaftsführern in die Pfanne hauen lassen, haben nichts Besseres verdient !

Erobern wir die Gewerkschaftsmassen für unsere revolutionären Ziele !

Jeder Betrieb muss eine revolutionäre Festung werden !

 

Die RGO grüßt zum Ersten Mai alle revolutionären Gewerkschafter in Deutschland und auf der ganzen Welt !


 

RGO im Kampf gegen die Unternehmeroffensive !

RGO gegen soziale, kulturelle und politische Unterdrückung !

RGO gegen den kapitalistischen Staat, seine Faschisierung und seine Kriegsvorbereitungen !

RGO – für die proletarische Revolution !

Revolutionäre Gewerkschaftsmitglieder - hinein in die RGO !


 


Angesichts der weiter um sich greifenden Weltkrise und der sich verschärfenden Kriegsgsgefahr ruft die RGO dazu auf, den Dreierbund von Kapitalisten, reaktionärer Gewerkschaften und kapitalistischem Staat mit revolutionären Aktionen anzugreifen.

Behandelt werden wir in Betrieb und Gewerkschaft wie der letzte Dreck!

Wir sind die Arbeiterklasse und kein Arbeitsvieh !

Unsere Aufgaber als revolutionäre Gewerkschafter ist es, klassenkämpferische, rote Gewerkschaften zu schaffen, um dem Weltkapitalismus in Betrieb und Gewerkschaft mutig entgegenzutreten. Die roten Gewerkschaften sind für die revolutionären Gewerkschafter Schulen des Kommunismus. Nur im Kampf für die Abschaffung der Lohnsklaverei wird sich die Arbeiterklasse vom Kapitalismus befreien.


Der DGB ist reiner Handlanger der Kapitalisten und insbesondere mit dem Finanzkapital eng verflochten. Er ist durch und durch verrottet, sozialfaschistisch und verrät die Interessen der Arbeiterklasse in Betrieb und Gewerkschaft.


Der DGB demobilisiert, wo er mobilisieren müsste !

Der DGB stimmt zu, wo er seine Zustimmung verweigern müsste !

Der DGB verweigert seine Zustimmung, wo er hätte zustimmen müssen !

Der DGB schweigt, wo er seine Stimme erheben müsste !

Der DGB legt die Hände in den Schoß, wo er die Ärmel hoch krempeln müsste.

Der DGB lässt diejenigen in Stich, die am dringendsten unsere Solidarität bräuchten !

Der DGB bekämpft diejenigen am schärfsten, die sich am konsequentesten für die Belegschaften einsetzen !

Der DGB spaltet da, wo er eine einheitliche Kampffront schmieden müsste !

Da, wo gestreikt wird, betätigt sich der DGB als Streikbrecher !

Die größte Anti-Gewerkschaft im Land, das ist der DGB- Verband !


Der Offensive des Kapitals, Lohnraub, Arbeitslosigkeit und Teuerung hat der DGB nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen.

Er ist ein Koloss auf tönernen Füßen !

Er ist ein zahnloser Löwe !

Er ist ein Pappsoldat ! Er ist ein lebendiger Leichnahm !

Begraben wir ihn endlich !


Die Imperialisten setzen sich so ziemlich über alles hinweg, was wir Arbeiter uns in über hundert Jahren mühselig erkämpft haben und der DGB guckt seelenruhig dabei zu und gibt seinen Segen.

Noch nie ist der Weltimperialismus mit so brutalem Terror der Ausplünderung unserer Arbeitskraft vorgegangen, um sich aus der Krise zu retten. Und der DGB hält auch noch die rechte backe hin, wenn er auf die linke geschlagen wurde !

Nun versuchen die Weltimperialisten auch noch, ihre morsche Herrschaft mit einem neuen Weltkrieg zu retten. Und der DGB betätigt sich als ihr Sprachrohr in der Arbeiterbewegung, anstatt die Arbeiter gegen die Kriegsgefahr auf die Straßen zu rufen. mit So tritt uns heute der verfaulende Kapitalismus auf der ganzen Welt entgegen. Und der DGB hält still. Mehr noch, er geht ebenso mit brutalem sozialfaschistischen Terror gegen jeden vor, der in Betrieb und Gewerkschaft für die sozialistische Revolution kämpft.


Aber am Ersten Mai treten wir mit allen Arbeitern der ganzen Welt solidarisch dieser ungeheuerlichen globalisierten Ausbeutung und Unterdrückung entgegen, demonstrieren wir Arbeiter unsere feste Entschlossenheit, diesem wilden Treiben revolutionär entgegenzutreten.

Die Arbeiterklasse weiß aus blutigen Erfahrungen der Vergangenheit, dass sich die Kapitalisten, die Bonzen der Gewerkschaft und der kapitalistische Staat nicht mit "friedlichen Mitteln" zurückdrängen lassen.

Reform oder Revolution

– hierauf laufen alle brennendsten Fragen der heutigen Arbeiterbewegung hinaus.

Und daraus ergibt sich auch die Frage, weiterhin dem DGB hinterzulaufen oder mit der roten Gewerkschaft voranzumarschieren.


Der DGB, von den US-Imperialisten nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, war schon von Anfang an ein Unterdrückungsinstrument der Kapitalisten gegen die Arbeiterklasse.

Und so wenig wie der Staat der Kapitalisten zu einem Staat der Arbeiterklasse gemacht werden kann, so wenig kann der DGB zu einer Kampforganisation der Arbeiterklasse gemacht werden. Wer sich, wie die Revisionisten und Neo-Revisionisten es tun, schützend vor den DGB stellen, stellt sich damit gegen uns, macht sich zum Streikbrecher, zum Handlanger der Imperialisten und hat in unserer Einheitsfront des Klassenkampfes nichts zu suchen.

Auge um Auge – Zahn um Zahn.

Wer die revolutionären Gewerkschafter und Arbeiter in den Betrieben ans Messer liefert, der kann nicht damit rechnen, von uns mit Samthandschuhen angefasst zu werden, der bekommt unsere Faust ins Gesicht.


Vorwärts beim Wiederaufbau der RGO !

 

Reiht euch ein gegen den "Regierungsmai" und jagt die Arbeiterverräter des DGB zum Teufel !

 

Es lebe der internationale Kampftag der Arbeiterklasse !

 

Für die 35 – Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich !

 

Zerreißt die Flexi-Vereinbarungen !

 

Weg mit dem Lohndumping !

 

Leiharbeit ist Sklavenhandel !

 

Gleicher Lohn und gleiche Arbeit !

 

Schluss mit der Arbeitslosigkeit !

 

Mindestlohn 15,50 Euro – und zwar für ALLE – OHNE AUSNAHME !!

 

Hartz IV nur für die Kapitalisten und ihre Handlanger vom DGB !

 

Weg mit Tarifverträgen, die uns mehr knechten als schützen ! Solche Ausbeuter-Verträge muss man zerreißen!

Wir wollen nur solche Tarifverträge, die uns schützen !

 

Auch das Streikrecht bleibt nur ein Fetzen Papier, wenn man es nicht in den Streikkämpfen immer wieder neu erkämpft.

Stellen wir einen Generalstreik gegen den Widerstand des DGB auf die Beine – das wär doch mal was oder ?


Wer uns am Streiken hindert, wer Streikbrecher einsetzt, dem antworten wir mit wilden Streiks, die wir trotz und gegen DGB und Polizei organisieren !

Der einengende, versklavende Rahmen der Gewerkschaftslegalität muss revolutionär durchbrochen werden !

 

Schluss mit dem Betrug des "sozialen Friedens"!

Die Kapitalisten kennen nur rücksichtslose Ausbeutung, und ihr angeblicher "sozialer Frieden" dient nichts Anderem als der möglichst reibungslosen, ungestörten Ausplünderung unserer Arbeitskraft.

Der DGB hat ausgespielt !

Das einzig Positive am DGB ist sein abschreckendes Beispiel !

 

Immer mehr Arbeiter werden sich vom DGB abwenden, zu uns kommen und sich unter dem revolutionären Banner sammeln:

 

"Schluss mit dem heuchlerischen, versklavenden "sozialen Frieden" – Es lebe der Klassenkampf !

Es lebe die Befreiung aus der Jahrhunderte langen Lohnsklaverei !

Es lebe die RGO !"



Wir gehn im Kampf voran


Wir machen Schluss mit Leid und Not,

im Kampf gehn wir voran

- das rote Aufgebot,

das nicht mehr warten kann.


Es zittern die Bonzen in ihren Palästen,

es zittern die Bonzen im Osten und im Westen.

Die roten Fahnen wehn im Wind,

Blut so rot die Fahnen sind

voran, Genossen voran !


Wir fürchten nicht die Poliezi

und nicht die Bundeswehr;

denn nur wer kämpft, der wird auch frei,

da hilft nichts Anderes mehr.

Wor stürmen die Stellung der feindlichen Heere,

wir brechen die Zwingburgen der Millionäre !


Es zittern die Bonzen in ihren Palästen,

es zittern die Bonzen im Osten und im Westen.

Die roten Fahnen wehn im Wind,

Blut so rot die Fahnen sind

voran, Genossen voran !



Und ist der Kampf auch lang und schwer

wir werden Sieger sein !

Es knechtet uns dann keiner mehr,

wenn wir uns selbst befrein.

Wir bauen die Zukunft, den Sozialismus,

und stürmen dann weiter zum Kommunismus !


Es zittern die Bonzen in ihren Palästen,

es zittern die Bonzen im Osten und im Westen.

Die roten Fahnen wehn im Wind,

Blut so rot die Fahnen sind

voran, Genossen voran !

 

 

1. 5. 2003 - 1. 5. 2014

 

 

Es lebe der 11. Jahrestag

der Wiedergründung der

Roten Gewerkschaftsinternationale !

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

Schluss mit der Repression gegen Ford Arbeiter!

Oktober 2013

 

 

 

KEIN LOHN

UNTER 15,50 EURO !

Weg mit der Leiharbeit !

Schluss mit der Lohnsklaverei !

24. September 2013

 

 

MAI-AUFRUF DER RGO

2013



Der 1. Mai ist seit jeher der weltweite Kampftag der Arbeiterklasse und das schon seit 1886.  Damals fand in Chicago ein Generalstreik statt zur Durchsetzung des 8 Stundentags.

Die bürgerliche Presse antwortete,  man solle dem mit Blei begegnen. Dies geschah auch, und der Generalstreik wurde in Blut ertränkt. Aber auch in Australien kam es 1856 am 1. Mai zu Massenprotesten. Unvergessen bleibt natürlich der Blutmai 1929 in Berlin.



Es hat sich in der Zeit einiges getan, aber eines bleibt gleich:

 

dass die weltweite Arbeiterklasse und deren Zwischenschichten für die Profite des Weltkapital mit Füßen getreten werden, um es mal milde auszudrücken. Heute kämpfen wir für die 25 h Woche bei vollem Lohnausgleich. 

 

Wir fordern Rente mit 60, bei Frauen 55.

 

Es ist ein Skandal wenn das Rentenalter bis ins unermessliche gesteigert wird, spekuliert wird mittlerweile zwischen 67 und 80 !! Dabei werden ja unsere Konten, und Steuergelder geplündert für die Rettungs- und Konjunkturprogramme des Weltkapitals!  Es ist eine Frechheit wenn die grünen Hampelmänner -und Frauen, gerade zur Bundestagswahl  8,50 Mindestlohn fordern! Davon kann man nicht leben ! Wenn man bedenkt was die werktätigen Massen nebenbei für Unkosten haben:   explodierende Spritpreise, Mieterhöhungen, Unterhalt mehrerer Wohnungen zwecks Zwangsflexiblität der Arbeitsorte, explodiernde Preise für Arzneien und Medikamente zwecks Profitmacherei der Pharmerkonzerne, steigende Lebensmittelpreise etc.

Deshalb fordern wir 15,5 Euro Mindestlohn! 

 

Wir kämpfen mit allen ausgeboiteten und unterdrückten Zwischenschichten für Übernahme nach der Lehre, unbefristete Beschäftigung, gegen Leiharbeit und private Dienstleistungsfirmen , gegen Harz 4 und 1- Euro Jobs .

 

Eins ist Fakt : 

 

Es sind nicht die Arbeiter, sondern die kapitalistischen Unternehmerverbände, die Arbeitslosigkeit verursachen! 

Denn sie sind gesetzmäßig dazu gezwungen, immer mehr Kapital anzuhäufen und zu vernichten,  weil sie es nicht mehr verscherbeln können, wenn es sich die Leute nicht mehr leisten können.

Die Arbeiteraristokratie tut da ihr Übriges.

 

Die Weltdiktatur des Weltkapital besteht aus 500 Monopolen und Übermonopolen die im Gegensatz zu Banken, Konzernen und Überkonzernen politische Macht ausüben und die Preise bestimmen.


Die deutsche Sektion der Komintern (SH) beteiligt sich an der revolutionären 1., Mai Demo, weil wir den Standpunkt vertreten: wir brauchen eine weltrevolutionäre Alternative.

 

  Wir scheißen auf die kurz bevorstehende Bundestagswahl 2013 und rufen zum aktiven Wahlboikott auf. 

 

Alle linken und rechten Feigenblätter des Monopolkapitals sind nur deren Lakein und 5. Wagenrad und haben den Auftrag, die unterdrückten Klassen und Zwischenschichten ins Leere laufen zu lassen. Wir solidarisieren uns mit den werktätigen Massen weltweit, insbesondere aktuell Zypern und Griechenland, wo man bereits schon von Merkelismus spricht, wo die FDJ Sekretärin und Bundeskanzlerin  Merkel mit ein Spardiktat nach dem anderem den deutschen Imperialismus weite Kreise ziehe lässt .

Dies hatten wir schon mal in der Geschichte. Das Endresultat waren 2 Weltkriege. Mitlerweile werden deutsche Intressen am Hindukusch verteidigt. Das wurde selbst vor 70 Jahren nicht geschafft. Für die bürokratischen Kapitalisten der DKP und die andern revisionistischen Minisekten scheint ja ein Traum der Groß BRDDR  wahr geworden zu sein. Doch dies nützt ihnen auch nichts, wenn sich das Weltproletariat erhebt und anfängt sich zu wehren. Man hat es ja zuletzt auf den 20. Parteitag der DKP gesehen, wie maßlos  intern zerstritten sie sind. Man braucht sich bloß mal einen derartigen Mitgliederschwund von 4000 auf 3500 binnen weniger Jahre anschauen, und dass sie politisch und ideologisch , vom Klassenkampf ganz zu schweigen, eh nix zu bieten haben...

Wir stehen ein für das Wiedererstarken  nicht nur der deutschen,  sondern der weltweiten Arbeiterbewegung , denn nichts fürchten die Herrschenden mehr, als wenn sich alle Proleten auf der Welt vereinigen.   Deshalb wehren wir uns gegen jede Form der Spaltung, Ausländer - Innländer, jung- alt , Osten- Westen etc. 

Denn:

Stalin wies in sein Werken darauf hin, dass die Frage der Prokutivität nicht von der Geografie abhängt, sondern von den Produktivkräften. Die kann nun erfolgen - weltkapitalistisch oder weltsozialistisch.  Wir kämpfen entschlossen gegen die Wirtschafts-Weltfinanzkrise, Europa-Krise, Eurokrise, indem die Masse der einfachen Leute immer wieder gegängelt wird mit Spardiktaten und Konjungturprogrammem in Trilliardenhöhe.

Wir setzen uns zu Wehr gegen jede Form von imperialistischen Aggressionen. Auch wenn mittlerweile ein Großeil des Potentials in Syrien von den Natoimperialisten gekauft sind, gibt es dort immer noch eine kleine Minderheit, die einen ehrlichen Anspruch hat und sich - wie Enver Hoxha sagte - von Religiösem Eifer die Birne vernebeln lässt.




Was sich aber im Gegensatz zu früher geändert hat - das sind die Gewerkschaften ! 

 

Wo sie früher noch im 19. Jahrhundert tatsächlich Massenorganisationen zur Selbstorganisierung der Arbeiter waren, ist der sozialfaschistische DGB  korrupt, gekauft, mit Staat und Kapital verschmolzen , hat seit der Gründung der BRD den Charakter eines Großkonzerns und wurde vom CIA aufgebaut, reformistisch und bürokratisch verseucht und verpestet, meintewegen auch degeneriert  aber nur nicht arbeiterfreundlich, wenn sie von gelben Gewerkschaftsbonzen und -bürokraten und gelben Arbeiteraristokraten  diktiert wird. Selbst wenn die führende Köpfe des DGB_Apparats fallen würden, würde es den Charakter des reaktionären bürgerlichen Gewerkschaftsapparats nicht ändern.

 

Dehalb ist die logische Konsequenz, dass mit Ausbrechen der sozialistischen Weltrevolution auch der DGB  mit samt Staats- und Gewaltapparat weltrevolutionär zerschlagen wird.

 

Wir haben es in de 70er bis heute erlebt, wo Angehörige der kleinbürgerlichen Pseudo ML-Bewegung immer wieder in Betrieb und Gewerkschaft leitende Funktionen ergatterten, sich bei den Proleten wie Propheten aufführten (reimt sich sogar), 'n Haufen Kohle abkassierten, die Betriebsratsessel vollfurzten  und die Angestellten mit leeren Bäuchen und falschen Almosen abgespeist wurden.   Deshalb hegen wir keine Illusionen in die bürgerlichen, sozialfaschistischen Gewerkschaften. Sie können nicht in eine Kampforganisation umgewandelt werden. Es ist ja auch nicht so verwunderlich, dass immer weniger Arbeiter im sozialfaschistischen DGB organisiert sind.    Ferner stellt sich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, für eine Mitgliedschaft im sozialfaschistischen DGB zu werben.




Was ist die Aufgabe der deutschen Sektion der Komintern (SH) und der RGO  auf der Straße und in der Fabrik ?

 


Sicherlich sollte jeder Kollege in und außerhalb der Gewerkschaft je nach seinen Möglichkeiten oppositionelle Arbeit verrichten, gerade wenn es um ausgetetene oder ausgeschlossene Kollegen geht. Natürlich ist ein absolut offenes Auftreten wegen der Gefahr der Entlassung  nur in genau abzuwägenden Fällen richtig. Bei aktuell wichtigen Konflikten und Kampfaktionen  ist die Komintern (SH) und die RGO mit Sicherheit vor Ort und klärt ab, ob es sinnvoll ist, Plakate, Flugblätter, etc. Aktionen auf verschiedenen Ebenen durchzuführen.  

Auch wenn, bzw gerade weil  uns die imperialistisch /bürgerliche Miesmachermedienkampagen und weltkapitalistische Regimepresse uns alle antikommunistisch und konterevolutionär infiltrieren und verhetzen will,  ist es wichtig, mit einer stalinistisch-hoxhaistischen Grundhaltung als Alternative  im alltäglichen Arbeits- und Feierabendleben zu leben und seinen Mann zu stehen.

 

 

Echte klassenkämpferische Arbeit kann nur aus unseren ehrlichen Willen entstehen !

 

Ein Proletariat, das kämpft ist alles, ein Proletariat, das nicht kämpft ist nichts ! 

 

Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz und wehren uns gegen Kündigungen und rabiaten  Arbeitsplatzabbau , denn arbeitslos zu sein, ist für die Proleten eine wirtschaftlich und politisch geschwächte Situation.

 

Wir wehren uns energisch  gegen die Diffarmierung des griechichen und zyprischen Volkes als angebliche "faule Parasiten und Sozialschmarotzer" - von der faschistischen Springerverlag Bildzeitung, das propagandistisch- imperialistische Hetzblatt des Weltmonopilkapitals. Denn bald wird die bürgerliche Regimepresse erkennen, dass Publikumsbeschimpfung propagandistisch kontraproduktiv ist, wenn das Weltproletariat im Anrollen ist und sie platt walzt.


Die Kollegen lassen sich nicht antikommunistisch, konterevolutionär und volkverhetzerisch verseuchen und verhetzen , sondern werden sich den Stalinismus-Hoxhaismus zuwenden, denn die Widersprüche in dem System werden immer größer.

Der beste Ansatzpunkt, unsere Haltung darzustellen, ist auch gerade bei unpolitischen Kollegen sich mit dem zu befassen, womit sie gerade unzufrieden sind, welche konkreten Widersprüche sie zum Kapitalismus haben ,  z.B. schlechte Bezahlung, falsche Eingruppierung, miserable Lohnabschlüsse durch zuständige Gewerkschaft bei Tarifauseinandersetzungen , keine oder miserable Arbeitskleidung und Arbeitswerkzeuge, Arbeitsplatzabbau etc.


Oft sind in solchen Zusammenhängen mehrer Kollegen betroffen, so dass Gruppengespräche , Proteste, Gegenmaßnahmen eventuell organisiert werden bzw. zumindest ins Auge  gefasst werden. Konkret heißt das Lauern, ob da einer halbwegs auf Wellenlänge ist. Man achte auf die Gleichung 1=0,  2=100.
Das ist doch mal was Effizienteres als mit irgendwelchen Maoisten, Revisionisten, Trotzkisten im Wolkenkukusheim der ideologisch-politischen Differenzen rumzustreiten, oder ?



In diesem Sinne:

 

Die EU hat keine Zukunft!

Für ein freies sozialistisches Deutschland und freie
sozialistische europäische Länder!

Für die sozialistische Räterepublik Deutschland!
Für sozialistische europäische Räterepubliken!
Für eine Europäische Räteunion statt EU des Kapitals!
Für ein freies unabhängiges sozialistisches Korea in einer weltsozialistischen Welt
Für ein freies , unabhängiges sozialistisches Indochina (Thailand, Vietnam,Kambodscha, Birma, Laos)
in einer weltsozialistischen Welt
Weg mit dem EU-Schrott!


Für Arbeit, Vollbeschäftigung und guten Lohn!
Heraus zum weltrevolutionären 1. Mai !

Es lebe die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO) und die Rote Gewerkschaftsinternationale (RGI) !

Es lebe Marx, Engels, Lenin, Stalin, und Enver Hoxha!
Es lebe die Sozialistische Weltrevolution!
Es lebe die Weltdiktatur des Weltproletariats!
Es lebe der Weltsozialismus  auf dem Weg zum Kommunismus!


 

 

 

 

 

 

Arbeiterkorrespondenz

17. 5. 2012     

 

 

Der Konzern, zu dem das Werk gehört, in dem ich arbeite, ist momentan nicht liquide und das ist nicht das erste Mal. Das wurde gestern in einer Abteilungsversammlung mitgeteilt. Darum hat der Vorstand kurzfristig beschlossen, konzernweit die Produktion und alles andere für einen Tag, am Montag, ruhen zu lassen, also für einen Tag zu schließen. Bezahlt bzw. ausgeglichen wird das, bei uns jedenfalls, mit Freizeitausgleich für bereits geleistete Mehrarbeit in der Woche und an Wochenenden. Die Schließung für einen Tag gilt für alle Werke, dabei ist das Werk hier in Berlin momentan und seit einiger Zeit das einzige, das dem Kapital Gewinn bringt. Trotzdem wird auch dieses Werk für einen Tag still gelegt.

Noch letzte Woche wollte die Werksleitung unbedingt, daß doch auch am morgigen „Brückentag“, der bei uns als freier Tag vereinbart ist, und am Sonnabend noch produziert wird, auf freiwilliger Grundlage. Es hat sich aber keiner dazu bereit gefunden. Die Kollegen sind erbost darüber, wie sie mit der ganzen sog. Flexibilisierung behandelt werden und ihr Familienleben darunter leidet und wie ihre Arbeit behindert wird, z.B. durch häufig fehlende Ersatzteile und anderes was nicht bestellt werden kann weil angeblich kein Geld da ist.

Es existieren Zahlungsschwierigkeiten, so daß schon Rohstofflieferanten die Lieferung abgelehnt haben, da sie nicht bezahlt bzw. nicht rechtzeitig bezahlt werden. Ohne Rohstoffe, Schrotte usw. können wir keinen Guß für die weitere Halbzeugproduktion herstellen. Die Gießerei wird wohl sogar erst wieder ab Mittwoch nächste Woche anlaufen. Bis dahin wird dann in den anderen Abteilungen noch alles, was im Werk in den Produktionslinien liegt, fertig gestellt.

Zahlungsschwierigkeiten existieren schon seit längerem. Der Vorstand des Konzerns, Sitz Italien, hatte schon vor längerer Zeit eine Begleichung der Rechnungen von 90 Tagen eingeführt. Und immer wieder hört man seitdem von Beschwerden von Firmen, die ihr Geld nicht rechtzeitig bekommen. Wenn man da mal nachfragt, bekommt man Antworten wie: einerseits ist das natürlich eine schlechte Zahlungsmoral, aber die „öffentliche Hand“ bezahlt ihre Rechnungen ja noch schlechter und den Lohn zahlen wir doch noch pünktlich.

Es gibt seit letztem oder vorletztem Jahr auch ein „Konzept“, welches Material möglichst für wenige Zeit in den Produktionslinien zwischen einzelnen Produktionsschritten zwischenlagert. Das ist eigentlich nicht so ungewöhnlich im Prozeß, so ein Werk durchzurationalisieren und auch nicht falsch. Aber hier kommt die Vorstellung hinzu, daß wenn zuviel zwischenlagert, dann soll die vorangehende Produktion solange gestoppt werden bis die Aufträge abgearbeitet sind. Auf der anderen Seite gibt es dagegen keine Neu-Investitionen in oder für bestimmte Anlagen, die diesen Stau verursachen. Das soll durch Strukturveränderungen verbessert werden, was nur bedingt geht - aber in der Realität ist es Illusionsmacherei

Das Kapital kann auf Grund seines eigenen Systems, auf Grund der Krise in der es steckt, seinen Profit nicht mehr wie gewünscht realisieren und drosselt statt dessen die Produktion, wälzt so weit es kann die Lasten der Krise ab, was nichts anderes als verschärfte Ausbeutung bedeutet und zum Schaden der Arbeiter und der ganzen Gesellschaft gereicht.

Abgewälzt wird dies soweit es geht eben auch auf die Belegschaft, die dann z.B. gleich wieder in einigen Abteilungen am darauffolgenden Sonnabend arbeiten muß. Möglich ist das über die Flexibilisierung der Arbeitszeit, die vor Jahren schon, übrigens mit Zustimmung der Gewerkschaft und einer Mehrheit im Betriebsrat, eingeführt wurde. Und diese Möglichkeiten nutzt die Firma immer aggressiver. Mit der Zeit spüren nun immer mehr der Kollegen was das bedeutet, nachdem man ihnen das anfänglich bei der Einführung noch schön geredet und nur scheibchenweise angewandt hat.

Überhaupt ist die Flexibilisierung der Arbeit mitsamt ihrer gleichzeitigen Ausdehnung auf den Sonnabend einer der Maßnahmen, womit das Kapital seine Krise auf die Arbeiter abwälzt.
Genauso gehört zum flexiblen Einsatz der Arbeiter auch die Reduzierung der sog. Stammbelegschaft und dann darauffolgend ihre Aufspaltung in den Teil der Belegschaft, der noch einen unbefristeten Vertrag hat und denjenigen Teil, der nur noch mit befristeten Verträgen eingestellt wird, oft mehrmals und über Jahre hinweg. Hinzu kommen die Kollegen, die von anderen Leihfirmen verliehen werden, die für einen Lohn, der kaum oder eher gar nicht zum Leben reicht, arbeiten müssen. Dazu gehört die Auslagerung von Teilen der Produktion oder die Vergabe von Teilen der Produktion mit Werksverträgen. Und nicht zu vergessen auch starke, brutale Lohnsenkungen, die mit Androhung von Entlassungen oder gänzlicher Werksschließung erzwungen und durchgesetzt werden. Einer der früheren Geschäftsführer äußerte einmal recht offen: wenn man in der Senkung der Lohnkosten nicht weiter kommt, dann macht man eben Outsourcing.

Es ist eben durchaus „Klassenkampf von oben“ was hier läuft. Und ausgehaltene Elemente in der Gesellschaft wollen abwiegeln und uns weis machen, es gäbe ihn hier gar nicht mehr - Quatsch. Auf Organisationen der Arbeiteraristokratie, Kräfte, die von der (vor allem internationalen) Ausbeutung mitprofitieren, können wir nicht setzen, die wiegeln alles ab. Einfach in Verweigerung verharren ist ebenfalls verkehrt. Was wieder auf die Tagesordnung gehört ist, daß wir unseren Klassenkampf anpacken, den proletarischen, und diesen organisieren und entwickeln, schließlich alle Produktivkräfte befreien und die Gesellschaft von allen Ausbeutungsverhältnissen befreien.

Es wäre doch gelacht, wenn wir es nicht besser könnten.

Diese Frage stellt sich momentan mehr denn je in sämtlichen europäischen Ländern, wobei das Unsrige, als obendrauf Schwimmendes und von den übrigen profitierendes Land, gegenwärtig es am aller schwersten macht, dagegen aufzustehen. Nicht ohne Grund hat die Bourgeoisie, ihre obersten Kreise international, eine teuflische Furcht davor, daß in Griechenland so etwas wie eine revolutionäre Umwälzung stattfinden könnte. Dabei ist Griechenland nur die Spitze des Eisbergs oder eben das schwächste Glied in der Kette.

kb [N-E]

 

 

 

 

Solidarität mit

Helena Iskraschnitz !!!   

An die gesamte Komintern (SH) und an die SH-Weltbewegung

Bitte helft uns, wir brauchen eure Solidarität.

 

Genossen und Kollegen

Vor 2 Wochen, am Freitag den 11. 5. 2012, wurde unsere Kollegin Helena Iskraschnitz aus ziemlich nichtigen Gründen entlassen.

Sie war Leiharbeiterin aus einer Leiharbeiterfirma und hatte so gut wie keine Recht und keinerlei Kündigungsschutz. Ich hab selber oft genug in einer Leiharbeiterfirma gearbeitet und weiß wie das ist, wenn zB. am nächsten Tag der Anruf kommt und gesagt wird: "Du brauchst morgen nicht mehr zu kommen".  Sie hat migrantischen Hintergrund, kommt aus Kasachstan und hat die ukrainische Staatsbürgerschaft.  Wenn sie nicht in kürzester Zeit wieder Arbeit findet, droht ihr die Abschiebung in die Ukraine. Sie war bekannt als Kollegin, die auch mal ihre kritische Meinung sagte, auch mehrmals gegenüber dem Chef.

Wir fordern die sofortige Wiedereinstellung unserer lieben Kollegin !

K. K.

 

ANTWORTSSCHREIBEN DER KOMINTERN (SH)

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Kolleginnen und Kollegen !


Die Komintern (SH) bedankt sich für euren Brief und wir erklären hiermit unsere volle Solidarität mit eurem Kampf für die Wiedereinstellung eurer Kollegin Helena. Auf unserer Webseite haben wir die Verurteilung dieses Willküraktes und eure Forderung weltweit publik gemacht.


Wir sagen:


Hier wird mit zweierlei Maß gemessen !


Eine ukrainische Kapitalistin, namensTimoschenko, hat sich auf kriminelle Weise ein Vermögen von mehreren hundert Millionen Euro ergaunert. Sie wird aber nicht nur von der Regierung Merkel, sondern von allen westlichen Regierungen in Schutz genommen und unterstützt. Timoschenko braucht sich um ihre Existenz also keine Sorgen zu machen.


Hingegen eine ukrainische Arbeiterin, wie eure Kollegin Helena, wird willkürlich entlassen und in die Ukraine abgeschoben, wenn sie nicht in kürzester Zeit woanders Arbeit nachweisen kann.

Das zeigt den krassen Klassencharakter der Merkel und Co, die sich für Kapitalisten stark machen, die Arbeiter aber gewissenlos ihrem Schicksal überlassen.


Im Kapitalismus wird mit einer Entlassung auf einen Schlag über das Schicksal nicht nur einer einzelnen Arbeiterin entschieden, sondern über das von Millionen Arbeiterinnen. Und dies geschieht tagtäglich im Interesse des Profits. Wer unbequem ist oder gar Kritik übt an den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, wird entlassen.

Wenn es sich zudem noch um eine Migrantin handelt, deren Arbeitskraft auch noch von Lohnsklavenhaltern an die Firmen verkauft wird, dann werden die Rechte dieser Arbeiterinnen um so mehr mit Füßen getreten.


Außerdem nutzen die Kapitalisten in gewissenlosester Weise die elende Lage der Arbeiter in den osteuropäischen Ländern schamlos aus und betreiben Lohndumping, um damit ihren Profit noch mehr zu steigern.

Der Dreierbund von Staat, Kapital und Gewerkschaft fördert diese Verbrechen an den Arbeitern auch noch ! Hilfe und Unterstützung ist von denen natürlich nicht zu erwarten.


Unsere Antwort ist klar:


Helfen können wir nur uns selbst ! Unsere Stärke liegt in unserer Solidarität ! Ihr organisiert die Solidarität in eurem Betrieb und wir verbreiten euren Kampf in der ganzen Welt ! Die Entlassung von der Kollegin Helena zeigt, dass wir klassenkämpferische Gewerkschaften brauchen, die sich vor allem für die Arbeitsrechte der Migrantinnen und Migranten einsetzen. In diesem Sinne müssen wir wieder eine starke RGO aufbauen !

Wir appelieren auch an die Unterstützung und Solidarität der AGIF, die sich speziell für die Rechte der Migrantinnen und Migranten einsetzt. Eine drohende Abschiebung muss unbedingt verhindert werden !


Mit den Migrantinnen und Migranten trägt der Weltkapitalismus selber dazu bei, das Weltproletariat noch enger zu vereinigen und zusammenzuschweißen, dessen Kraft sich aus der Solidarität über alle nationale Grenzen hinweg mit jedem Tag verstärkt.


Auf diese Weise wird der Internationalismus des Weltproletariat zur größten Triebkraft, die den Weltkapitalismus in Weltsozialismus verwandelt.


Im Weltsozialismus wird weltweit das Prinzip verwirklicht:


weltweite Beendigung der Lohnsklaverei und Willkür gegenüber Arbeiterinnen und Arbeitern !


Arbeiterfreundliche Arbeitsbedingungen !


Gleicher Lohn für gleiche Arbeit !


Weder Arbeitslosigkeit noch Entlassung !


Gleiche Rechte für alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt , insbesondere das Recht auf Arbeit !


Lasst uns in diesem Sinne kämpfen für eure Kollegin Helena !


Helena muss wieder eingestellt werden !


Mit solidarischen Grüßen


Komintern (SH)

 

 

Heraus zum roten 1. Mai 2012 !

 

 

Wir von der RGO fordern:

 

Die 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ( 35 Stunden-Woche als Übergang) !


10 Euro- Mindestlohn!

Drastische Verringerung der wahnsinnigen Einkommensunterschiede in Deutschland, und zwar gültig für ALLE – ohne Ausnahme:

Beschneidung der Höchstgrenze auf ein Jahreseinkommen von 100 000 Euro !

Heraufsetzung des Mindestjahreseinkommens auf 10 000 Euro !
Schluß mit den ausbeuterischen “ Leiharbeitsfirmen” [Lohn-Sklavenhändler].

Für die sofortige Abschaffung von Leiharbeit !

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit !
Unbefristete Übernahme aller Azubis nach bestandener Abschlussprüfung !
Unbefristete  Arbeitsverträge für alle Arbeiter und Angestellten !
Schluß mit Lohndumping !

Weg mit den “Mini-Jobs” - und “Ein-Euro” Jobs !
Weg mit Harz 4!
Rente mit 60 Jahren für Männer, 55 für Frauen!
Schluß mit der kapitalistischen Arbeitshetze im Betrieb, in Deutschland und in der ganzen Welt !
Für ein solidarisches, klassenkämpferisches Betriebsklima unter den Kolleginnen und Kollegen !

Gemeinsam gegen Mobbing und andere Schikanen gegen kämpferische Kolleginnen und Kollegen im Betrieb !
Gleiche Rechte für die Frau am Arbeitsplatz und für Migranten-Arbeiter !

Schluß mit der rassistischen, chauvinistischen , nationalistischen Spaltung und Hetze!

Geschlossene Kampffront aller Arbeiter gegen den Dreier-Bund: Kapital – Staat – und DGB !

Keine faulen Kompromisse mit gelben Gewerkschaftsbonzen und Sozen - wie dem DGB Vorsitzenden Dr. Sommer!

Kämpfen wir alle gemeinsam für unsere Rechte - insbesondere gegen kapitalistische Lohndrückerei, Lohndumping und imperialistische Kriege !


Wir Arbeiter zahlen nicht für die Weltwirtschaftskrise !  Das Kapital/Weltkapital soll die Krise bezahlen!

Solidarität mit den Arbeitern in Griechenland und allen anderen Arbeitern Europas !

Eine Kampffront des deutschen und europäischen Proletariats gegen die Versklavung durch den deutschen Imperialismus !

Nieder mit dem deutschen Imperialismus !

Proletarier aller Länder Europas - vereinigt euch zum revolutionären Sturz des europäischen Imperialismus !
Revolution statt Reform ! In Deutschland ! In Europa ! In der ganzen Welt !

 

 

Es lebe der Kampftag der internationalen Arbeiterklasse !

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Es lebe die Diktatur des Weltproletariats !

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

 

 

 

 

 

 

 

Es lebe der

9. Jahrestag

der Wiedergründung der

ROTEN

GEWERKSCHAFTS-

INTERNATIONALE

 

1. Mai 2003 - 1. Mai 2012

 

Plakat

RGI - 1930 - 5. Kongress in Moskau

 

 

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen der Roten Gewerkschaftsinternationale und all den anderen internationalen Gewerkschaftsverbänden ? Was unterscheidet unsere Gewerkschaftsorganisation im Wesentlichen von allen anderen ?

Der Unterchied ist klar: Klassenzusammenarbeit auf der einen Seite zur Aufrechterhaltung des Kapitalismus und Klassenkampf auf der anderen Seite zum Sturz des Kapitals. Das ist der springende Punkt !

Hieraus leiten sich alle anderen Unterschiede ab.

Wer die Klassenversöhnung, die Klassenzusammenarbeit, aufrecht erhält, der kettet den Gewerkschafter an die Fesseln der internationalen und nationalen Bourgeoisie, der richtet sich gegen die Weltdiktatur des Proletariats, der unterstützt den Reformismus und Revisionismus gegen die Weltrevolution, der unterstützt das Weltkapital gegenüber dem Weltsozialismus. Außerdem wird dadurch die imperialistische Weltpolitik und werden ihre Regierungen unterstützt, die die armen Länder, Kolonien und Halbkolonien ausbeuten und unterdrücken. Das bedeutet, dass sich die heutigen internationalen Gewerkschaftsverbände gegen den anti-imperialistischen Befreiungskampf stellen. Betriebsfrieden statt Klassenkampf im Betrieb, Burgfrieden statt Bürgerkrieg, Reform statt Revolution usw. usw. All das charakterisiert die heutigen internationalen Gewerkschaftsverbände, die sich in den Dienst des Weltkapitals gestellt haben und die die Arbeiter davon abhalten, die kapitalistische Weltkrise in die sozialistische Weltrevolution zu verwandeln. Sie wollen nicht die Beseitigung des Kapitalismus, sondern wollen ihn vor dem Kommunismus retten. Es sind also durch und durch anti-kommunistische Gewerkschaften, Gegner der Zuspitzung der globalen Klassenkämpfe. In all diesen Fragen sind die internationalen Gewerkschaftsverbände heute die totale Antithese von der Roten Gewerkschaftsinternationale. Und das ist genau der Grund für den unversöhnlichen Kampf zweier Linien in der Gewerkschaftsfrage: der Kampf zwischen den Befürwortern und den Gegnern eines Klassenkampfes, der den Sturz des Weltkapitals und die sozialistische Macht des Weltproletariats zum Ziel hat:

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist ein Hebel der sozialistischen Weltrevolution in den Händen des Weltproletariats.

Alle anderen internationalen Gewerkschaftsverbände sind ein Hebel GEGEN die sozialistische Weltrevolution, und zwar in den Händen der Weltbourgeoisie.

 

Die RGI war in den 1920er Jahren des letzten Jahrhunderts ein zentrales Instrument für die Ausbreitung des internationalen Kommunismus. Die Zahl der Anhänger der RGI wurde Ende der 20er Jahre weltweit auf knapp 17 Mio. geschätzt, weit über die Hälfte von ihnen waren Mitglieder der sowjetischen Gewerkschaften, in China waren es 2,8 Mio. Die „deutsche Sektion“ galt nach den sowjetischen Gewerkschaften als stärkste der RGI in Europa. Wichtig waren noch Frankreich, die Tschechoslowakei und Chile. In sechsundzwanzig Ländern gab es „revolutionäre Minderheiten“ in den reformistischen Gewerkschaften.

Die RGI war eine Errungenschaft des Sieges der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.

Die RGI war eine eigenständige kommunistische Weltgewerkschaftsorganisation und angeschlossen an die Komintern Lenins und Stalins. Sie integrierte den mit der Oktoberrevolution sympathisierenden revolutionären Teil der internationalen Gewerkschaftsbewegung und stand konträr zum sozialdemokratisch beeinflussten Internationalen Gewerkschaftsbund (gelbe "Amsterdamer" Gewerkschaft - IGB). Es gab Versuche, die Gemeinsamkeit der großen Arbeiterorganistionen herzustellen, doch die Aufforderungen an den IGB zur „Einheit“ Mitte der 1920er Jahre scheiterten. Die antikommunistische Doktrin der Sozialdemokratie führte zur Gründung der „revolutionären“ Gewerkschaften (RGO) zu Beginn der 1930er Jahre.

1933 wurden die Gewerkschaften von den an die Macht gelangten Nazis verboten und zerschlagen. Dies wirkte sich auch auf die der RGI angeschlossenen Gewerkschaftsbewegungen in der Tschechoslowakei, Frankreich, China und Großbritannien aus. Dank der Unterstützung durch die sowjetischen Gewerkschaften konnte die RGI ihren Kampf unbeirrbar fortsetzen.

Ab 1934 beginnend und unter dem Zeichen der Volksfront (VII. Weltkongress, 1935) wurde ein gemeinsamer antifaschistischer Abwehrkampf proklamiert. Der Einfluss des "linken" Sozialdemokratismus und Revisionismus innerhalb der kommunistischen Weltbewegung nahm dadurch rapide zu, wodurch das eigenständige Bestehen aller internationalen kommunistischen Organisationen bedroht war - bis es dann schließlich zur Auflösung der RGI (1937) und später zur Auflösung der Komintern (1943) selbst kam.

 

Der Weltgewerkschaftsbund (WBG) enstand unter den Bedingungen der anti-Hitlerkoalition, also als Folge der neuen Bedingungen Ende des Zweiten Weltkriegs. Die erste Weltgewerkschaftskonferenz fand vom 6. bis 17. Februar 1945 statt, an der 40 nationale Gewerkschaften und 15 internationale Organisationen teilnahmen und die sich den Kampf zur Ausrottung des Faschismus und den Kampf gegen den Imperialismus zum Hauptziel machte.

Die Imperialisten versuchten, den WGB in ein anti-kommunistisches Instrument zu verwandeln, und so kam es 1949 zur Spaltung. Nach dem Tod des Genossen Stalin (1953) nahmen die Chruschtschow-Revisionisten Einfluss auf den WGB. Das führte zur revisionistischen Entartung der Gewerkschaftsverbände in der Sowjetunion und den anderen von den Revisionisten beherrschten Ländern. Die Gewerkschaften befanden sich somit in den Händen der Imperialisten und Sozialimperialisten. Daran hat sich bis heute bei dem WGB nichts geändert. Es ist eine anti-marxistisch-leninistische Gewerkschaft, die wir bekämpfen.

Die albanischen Gewerkschaften verurteilten die Einverleibung des WGB durch die sowjetischen Revisionisten , und so wurde der Gewerkschaftsverband Albaniens (GVA) zur Vorhutabteilungt in der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung. Der albanische Gewerkschaftsverband wurde von der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, von asnti-imperialistischen Kräften und Organisationen in der ganzen Welt unterstützt.

 

Die wahre revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung gründet sich ausschließlich auf den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha. Denn: Allein das Weltproletariat, mit der Komintern (SH) an der Spitze, ist die entscheidende Kraft, die die Weltbourgeoisie vernichten wird.

Die Erfahrung der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung zeigt, dass sie nur dann nicht vom Reformismus und Revisionismus angesteckt und zerfressen wird, wenn sie von einer marxistisch-leninistischen Vorhutorganisation angeführt wird.

Opportunistische, reformistische, revisionistische, neo-revisionistische, maoistische, trotzkistische und anarcho-syndikalistische Einflüsse in der Weltgewerkschaftsbewegung dienen dazu, das Weltproletariat zu verraten, zu spalten und seine Bestrebungen nach eigenständigen revolutionären Gewerkschaften zu verhindern bzw. zu unterwandern. Daher muss der Kampf gegen diese Elemente energisch, kompromisslos und unvermindert fortgesetzt und zu Ende geführt werden. Ohne diese Elemente geschlagen zu haben, werden wir auch keine weltproletarischen Klassengewerkschaft aufbauen können, die den Kampf zur Zerschlagung des globalen kapitalistischen Ausbeutersystems vorantreibt, werden wir weder den Sieg des Weltsozialismus erreichen, noch kommunistische Gewerkschaften im Weltsozialismus errichten können.

 

Letztendlich kann niemand auf der Welt den Kommunismus aufhalten - und auch nicht die kommunistischen Gewerkschaften.

 

Es lebe der 1. Mai 2003,

der 9. Jahrestag der Wiedergründung der

Roten Gewerkschaftsinternationale !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29. 02. 2012

 

Solidarität mit dem
Solidaritätsstreik der Fluglotsen !


Die Organisierung seiner Soldidarität – das ist die Archillesferse des Arbeiters seit es die Arbeiterbewegung gibt.

Allein ist der Arbeiter nichts – vereinigt ist der Arbeiter eine unüberwindbare und unbesiegbare Kraft.

Die Stärke des Arbeiters liegt in der Organisierung seiner Solidarität.

Die Stärke der Arbeiter misst sich vor allem an der Stärke ihrer Solidarität, während sich die Stärke der Kapitalisten daran misst, wie weit es ihnen gelingt, die Solidarität der Arbeiter zu unterbinden. Das nennt man Klassenkampf.

Und der Einfluss der Kapitalisten auf den bürgerlichen Staat misst sich wiederum daran, in welchem Umfang die Klassenjustiz die Solidarität der Arbeiter “rechtlich” verbietet.

Das zeigt sich auch am Beispiel des gegenwärtigen Streikkampfes des Flughafenpersonals - und das zeigte sich auch schon damals bei den Lokführern und Piloten:

– das Ganze hat System und liegt voll im heutigen arbeiterfeindlichen Trend. Und die Medien hetzen gegen unser Recht auf Streik, hetzen gegen uns Arbeiter. Wer das Kapital hat, der hat auch nicht nur Macht über den Staat, sondern auch die Macht, die Medien zu manipulieren.

Gegen die Arbeiter hat sich in Deutschland heute eine rasch wachsende Übermacht der Zusammenarbeit von Kapital-Staat-und reaktionären Gewerkschaftsführern aufgebaut. Wir sprechen heute von der fast völligen Unterhöhlung des Arbeitsrechts, insbesondere der so genannten “Tarifautonomie” [deswegen “so genannt”, weil sie das Papier nicht wert ist, auf dem sie geschrieben wurde!].

Und warum bekommen in diesem deutschen Staat die Kapitalisten Recht und nicht etwa die Arbeiter, die den Reichtum schaffen ? Weil der deutsche Staat ein Kapitalistenstaat und kein Arbeiterstaat ist. Deswegen kann der echte Kampf ums Arbeitsrecht nichts anderes sein, als letztendlich ein Kampf um die Arbeitermacht. Denn nur da, wo der Arbeiter die Macht hat, bekommt er auch Recht !

Nun, zum Streikrecht gehört auch das Recht, sich mit Streiks zu solidarisieren. Das ist ein demokratisches Recht der Arbeiter, das den Fluglotsen im Moment durch Gerichtsurteil geraubt wurde. Das muss rückgängig gemacht werden mit unserer Arbeiterfaust ! Tarifpolitik hat im Gerichtssaal nichts zu suchen !

Es ist klar, dass die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO), die seit fast 40 Jahren in Deutschland für die Rechte der Arbeiter kämpft, hierzu nicht schweigt. Wenn wir Arbeiter unserer Rechte beraubt werden, dann lassen wir uns nicht überrumpeln und wir geben uns nicht geschlagen. Wir lassen uns von Gerichtsurteilen nicht abschrecken, sondern verstärken unseren Solidaritätskampf – nun erst Recht !

Wir fordern alle Arbeiter in Deutschland auf, sich zu solidarisieren, denn jeder kann der Nächste sein, der auf die Solidarität aller anderen Arbeiter angewiesen ist.

In der Krise, wo die Hauptlast auf dem Rücken der Arbeiter abgeladen wird, ist die Solidarität der Arbeiter zu einer unvermeidlichen Frage der Existenz und damit eine unbedingte Notwendigkeit geworden. Wenn wir Arbeiter jetzt nicht solidarische Stärke zeigen, sind wir verloren. Unsere Schwäche wird eiskalt ausgenutzt, um uns nur noch mehr zu schwächen.

Schluss mit unserer Rechtlosigkeit !

Arbeiter, geht auf die Barrikaden !

Wer heute nicht kämpft, hat morgen schon verloren !

Erinnert euch...

… an die großen Zeiten der ruhmvollen deutschen Arbeiterbewegung, die in der ganzen Welt Achtung, Bewunderung, Unterstützung und Nachahmung gefunden hatte.

Heute ist es nicht nur Zeit, euch daran zu erinnern, sondern euch auch aufzurufen, diese große Tradition der deutschen Arbeiterbewegung nicht zu vergessen, sie wieder zu beleben und den Kampf eurer Eltern, Großeltern und Ur-Großeltern ehrenvoll fortzusetzen. Hier geht es nicht nur um unseren Lohn, nicht nur um unsere Existenz – hier geht es darum, sich nicht mehr als Sklave behandeln zu lassen, hier geht es um unsere menschliche Würde, die uns von geldgierigen Parasiten weggenommen worden ist.

Und noch eins ...

.... “Proletarier aller Länder vereinigt euch !”

Erinnert ihr euch an diese Arbeiterlosung, die einst Karl Marx und Friedrich Engels geschaffen haben. Die ist heute wichtiger denn je !

Denn heute sprechen wir von der Globalisierung des Kapitalismus ! Und eben das macht die internationale Solidarität von uns Arbeitern unverzichtbar. Die Globalisierung der Macht der Kapitalisten über die Arbeiter kann mit Solidarität auf nationaler Ebene nicht überwunden werden. Was wir jetzt und in Zukunft dringend brauchen, das ist eine Globalisierung unserer Arbeitersolidarität – über alle Grenzen hinweg.

Wie soll sich die Solidarität der Arbeiter im Weltmaßstab verwirklichen lassen, wenn sie schon auf nationaler Ebene verhindert wird ? Wenn die Arbeiter eines Landes streiken, dann müssen sich die Arbeiter aller anderen Länder solidarisieren können. Deswegen ist die Solidarität mit dem Flughafenpersonal auch ein Kampf für das internationale Recht der Arbeiter.

Alle Flughäfen der Welt stehen still, wenn dein internationaler Arm es will !

Gemeinsame internationale Aktionen der Arbeiter, das ist das einzige Mittel, was das nimmersatte Finanzkapital stoppt.

Das ist das einzige Mittel, um diese Welt des Finanzkapitals in eine Welt der Arbeiter zu verwandeln.

 

 

RGO

 

 

 

 

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