RGO

Revolutionäre Gewerkschafts - Opposition

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GESCHICHTE

der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit der KPD

( vor der Gründung der RGO )

 

Krupp - Betriebszeitung der KPD

Kruppianer

1924 - Nr. 2

 

BASF - Betriebszeitung der KPD

"Aniliner"

1924 - Nr. 2

1924 - Nr. 3

1924 - Nr. 4

 

 

 

 

GESCHICHTE DER RGO





BROT – ARBEIT - FREIHEIT ! “

 

Stalin

über die Rolle der Gewerkschaften ist in Deutschland

 

Die Rolle der Gewerkschaften ist in Deutschland eine andere als in Rußland. In Rußland sind die Gewerkschaften nach der Partei entstanden und waren im Grunde genommen Hilfsorgane der Partei. Anders war es in Deutschland und in Europa überhaupt. Dort ist die Partei aus den Gewerkschaften hervorgegangen, hinsichtlich des Einflusses auf die Massen konkurrierten die Gewerkschaften erfolgreich mit der Partei und hingen der Partei oft wie ein schweres Bleigewicht an den Füßen. Würde man die breiten Massen in Deutschland oder in Europa überhaupt fragen, mit welcher Organisation sie sich mehr verbunden fühlen, mit der Partei oder mit den Gewerkschaften, so würden sie ohne Zweifel antworten, dass ihnen die Gewerkschaften näher stehen als die Partei. Ob das nun schlecht ist oder gut, jedenfalls ist es Tatsache, dass die parteilosen Arbeiter in Europa die Gewerkschaften als ihre Hauptfestungen betrachten, die ihnen im Kampf gegen die Kapitalisten (Arbeitslohn, Arbeitstag, Versicherung und dergleichen mehr) helfen, während sie die Partei als eine Art Hilfsorganisation, als etwas Zweitrangiges, wenn auch Notwendiges einschätzen. Daraus erklärt sich denn auch, dass der direkte Kampf, den die „Ultralinken” gegen die heutigen Gewerkschaften von außen her führen, von den breiten Arbeitermassen als Kampf gegen ihre Hauptfestungen gewertet wird, an denen sie jahrzehntelang gebaut haben und die die „Kommunisten” jetzt zerstören wollen. Dieser Besonderheit keine Rechnung tragen heißt die ganze Sache der kommunistischen Bewegung im Westen zugrunde richten. Hieraus aber ergeben sich zwei Schlussfolgerungen:

Erstens, man kann im Westen die Millionenmassen der Arbeiterklasse nicht gewinnen, ohne die Gewerkschaften zu erobern, und zweitens, man kann die Gewerkschaften nicht erobern, ohne innerhalb dieser Gewerkschaften zu arbeiten und dort seinen Einfluss zu festigen.

Gerade darum muss man auf die Arbeit unserer Genossen in den Gewerkschaften besondere Aufmerksamkeit richten.

(STALIN - 28. 2. 1925.)

 

Genosse Stalin antwortet auf Fragen:

Frage.

Wird die wachsende linke Bewegung in den Gewerkschaften im Westen nicht zu einer Loslösung eines gewissen Teils des Proletariats von den kommunistischen Parteien führen?

 

Antwort.

Nein, dazu muss sie nicht führen. Im Gegenteil, die Linksentwicklung der Gewerkschaften muss den Einfluss der kommunistischen Parteien in der Arbeiterbewegung verstärken. Die Stärke der Sozialreformisten in der Arbeiterbewegung besteht nicht nur und nicht einmal so sehr darin, dass sie die sozialdemokratischen Parteien zu ihrer Verfügung haben, sondern hauptsächlich darin, dass sie sich auf die Gewerkschaften der Arbeiter stützen. Man braucht ihnen nur diese Stütze zu nehmen, und sie werden in der Luft hängen. Die Linksentwicklung der Gewerkschaften bedeutet, dass ein erheblicher Teil der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter von den alten, reformistischen Führern abzurücken beginnt und neue, linke Führer sucht. Der Fehler der kommunistischen Parteien besteht darin, dass sie diesen günstigen Prozess nicht begreifen und, statt den sich nach links entwickelnden Arbeitern aus der Sozialdemokratie die Hand entgegenzustrecken und ihnen zu helfen, aus dem Sumpf herauszukommen, sie Verräter zu schimpfen beginnen und sie von sich stoßen.

Man muss in Betracht ziehen, dass es sich mit den Gewerkschaften im Westen anders verhält als bei uns. Bei uns sind die Gewerkschaften nach der Partei entstanden, nachdem die Partei bereits erstarkt war und eine große Autorität unter den Arbeitern erworben hatte. Bei uns wurden die Gewerkschaften mit den Kräften der Partei, unter Führung der Partei, mit Hilfe der Partei geschaffen und organisiert. Hieraus erklärt sich unter anderem auch die Tatsache, dass bei uns die Autorität der Partei unter den Arbeitern viel größer ist als die Autorität der Gewerkschaften. Ein vollkommen anderes Bild beobachten wir im Westen. Dort sind die Gewerkschaften viel früher entstanden als die politische Partei der Arbeiter-klasse. Es gab dort noch keine Partei, als die Gewerkschaften die Arbeiter zum Streik führten, sie organisierten und ihnen halfen, ihre Interessen im Kampf gegen die Kapitalisten zu verteidigen. Mehr noch, dort sind die Parteien aus den Gewerkschaften hervorgegangen. Daraus erklärt sich unter anderem auch die Tatsache, dass die Gewerkschaften im Westen eine viel größere Autorität unter den Massen genießen als die Partei. Ob die Gewerkschaften und ihre Führer dort nun gut oder schlecht sind, eins ist immerhin klar, dass die Arbeiter die Gewerkschaften als ihre Bastionen gegen die Kapitalisten betrachten. Alle diese Besonderheiten muss man bei der Entlarvung der reformistischen Gewerkschaftsführer berücksichtigen. Mit Schimpfen auf die reformistischen Führer und mit Kraftausdrücken ihnen gegenüber ist der Sache nicht gedient - im Gegenteil, Schimpfen und Kraftausdrücke können bei den Arbeitern nur den Eindruck erwecken, dass es hier nicht um die Entfernung untauglicher Führer, sondern um die Zerstörung der Gewerkschaften geht. (14. Oktober 1925)

 

Das Verdienst der deutschen Kommunisten besteht ja gerade darin, dass sie sich durch das Geschwätz vom „Gewerkschaftsrahmen“ nicht haben schrecken lassen und über diesen Rahmen hinausgegangen sind, indem sie entgegen dem Willen der Gewerkschaftsbürokraten den Kampf der unorganisierten Arbeiter organisiert haben. Das Verdienst der deutschen Kommunisten besteht ja gerade darin, dass sie neue Formen des Kampfes und der Organisation der unorganisierten Arbeiter gesucht und herausgefunden haben. Möglicherweise haben sie dabei eine Reihe unwesentlicher Fehler begangen. Aber eine neue Sache geht niemals ohne Fehler ab. Aus der Feststellung, dass wir in den reformistischen Gewerkschaften arbeiten müssen - vorausgesetzt, dass diese Gewerkschaften Massenorganisationen sind -, folgt jedoch keineswegs, dass wir unsere Massenarbeit auf die Tätigkeit in den reformistischen Gewerkschaften beschränken, dass wir zu Sklaven der Normen und Forderungen dieser Verbände werden sollen. Wenn die reformistische Führung mit dem Kapitalismus verwächst (siehe die Resolution des VI. Kongresses der Komintern und des IV. Kongresses der Roten Gewerkschaftsinternationale), die Arbeiterklasse aber gegen den Kapitalismus kämpft, kann man da behaupten, die Arbeiterklasse, mit der kommunistischen Partei an der Spitze, könne den Kampf führen, ohne den bestehenden reformistischen Rahmen der Gewerkschaften bis zu einem gewissen Grade zu sprengen? Es ist klar, dass man das nicht behaupten kann, ohne in Opportunismus zu verfallen. Man könnte sich daher durchaus eine Situation vorstellen, die es erforderlich macht, entgegen dem Willen der Gewerkschaftsbonzen, die sich den Kapitalisten verkauft haben, parallele Massenvereinigungen der Arbeiterklasse zu schaffen. Eine solche Situation haben wir bereits in Amerika. Es ist durchaus möglich, dass auch in Deutschland die Entwicklung in dieser Richtung verlaufen wird.

Stalin, Werke Band 11, Seite 268

 


Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition

Die Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition (RGO) war die kommunistische Gewerkschaft in der Weimarer Republik.

Als der IV. Weltkongress der Roten Gewerkschafts-Internationale (RGI) und der VI. Weltkongress der Kommunistischen Internationale (Komintern) der Kampf gegen den Sozialfaschismus und Anti-Kommunismus der Sozialdemokratie beschlossen, begann 1928 unsere systematische Fraktionsarbeit im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB). Am 14. März 1929 beschloss das ZK der KPD, die aus den Gewerkschaften ausgeschlossenen Parteimitglieder zu registrieren. Der im Juni 1929 aus dem DMV ausgeschlossene Michael Niederkirchner gründete eine Hilfsorganisation für Ausgeschlossene, die zur Keimzelle der RGO wurde. Die im ADGB verbliebenen KPD-Mitglieder gingen zu einer prinzipiellen Opposition über. Es ging uns letztendlich um die Organisierung und Stärkung unserer eigenständigen kommunistischen Gewerkschaftsbewegung, sowohl innerhalb als auch außerhalb der sozialfaschistischen Gewerkschaften.

Seit 1930 wurde die RGO als „rote Klassengewerkschaft“ propagiert und mehrfach Übertrittskampagnen eingeleitet. Unsere maximale Mitgliederzahl wurde 1932 mit 322.000 angegeben. Mehr als die Hälfte der RGO-Mitglieder war arbeitslos. Ab 1931 leistete die KPD im ADGB und allen ihren Verbänden revolutionäre Oppositionsarbeit mit der Perspektive der Schaffung roter Verbände als Vorläuferorganisationen kommunistischer Einzelgewerkschaften. Die drei größten roten Verbände organisierten in den Bereichen Metall, Bergbau und Bau mehr als 1 % der Beschäftigten. Die Leitung der RGO arbeitete mit der Gewerkschaftsabteilung des Zentralkomitees der KPD, mit der RGI und der Komintern eng zusammen.

1932 streikte die RGO in den Berliner Verkehrsbetrieben gegen den verordneten Lohnabbau. Der reaktionäre ADGB hatte die Unterstützung der BVG-Beschäftigten abgelehnt und ihr Streik als „wilder Streik“ bekämpft. Nach der Machtübernahme der Nazis wurden nicht nur der ADGB , sondern auch die RGO von den Nazis.

 
 
 
Mit der Gründung der KPD/ML am 31. Dezember 1968 wurde der Wiederaufbau der RGO vorbereitet. Die Wiedergründung der RGO erfolgte 10 Jahre später, am 25./26. November 1978. Nachdem die trotzkistische Kochführung der KPD/ML versuchte, die KPD/ML zu liquidieren mittels Vereinigung mit der trotzkistischen GIM, kam es auch zu deren Versuch, die RGO zu liquidieren, die bereits von Arbeiteraristokraten in der Führung verseucht worden war. Die Marxisten-Leninisten in der KPD/ML - unter der Führung des Genossen Wolfgang Eggers - führten insbesondere seit 1985 einen entschlossenen und prinzipienfesten Kampf für die weitere Existenz der RGO des Genossen Ernst Thälmann und Ernst Aust. Sie haben bis heute die Liquidierung der RGO erfolgreich verhindert, und das nicht nur gegenüber den ehemaligen trotzkistischen Koch-Führung. Auch heute noch wird die RGO von allen Seiten angegriffen und als "sektiererisch" verurteilt, sowohl vom DGB als auch von allen seinen "linken" Lakaien in Deutschland und in der ganzen Welt. Die RGO lebt ! Wir verteidigen die RGO gegen alle Widerstände. Sie wurde nicht umsonst gegründet von Ernst Thälmann und wieder gegründet von Ernst Aust. Diesem Vermächtnis bleiben wir für immer treu.
 

Es lebe die RGO !

 

Gründer der RGO - 1930


Ernst Thälmann:

"Hinein in die RGO!"

Die Kunst unserer Streiktaktik muß darin bestehen:
1. rechtzeitig die Tagesforderungen und politischen Losungen den jeweiligen objektiven und
subjektiven Bedingungen zur höheren Entfaltung des revolutionären Klassenkampfes
anzupassen,
2. die erweiterte Massenkampffront durch geschickte Verknüpfung der wirtschaftlichen und
politischen Streiks herzustellen,
3. die größtmögliche Manövrierfähigkeit an den Tag zu legen und die Steigerung der
Bewegung auf ein höheres revolutionäres Niveau zu erstreben,
4. alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Massen zu der Erkenntnis der
Unvermeidlichkeit und Notwendigkeit des Kampfes für den Sturz der Bourgeoisie und für
die Diktatur des Proletariats zu bringen,
5. mit größter Zähigkeit und Überzeugung die mutige und kühne Anwendung der
proletarischen Einheitsfrontpolitik von unten mit den richtigen Methoden der
proletarischen Demokratie zu verbinden zur systematischen Loslösung der
sozialdemokratischen, gewerkschaftlich organisierten und unorganisierten Arbeiter aus
der Einflußsphäre der sozialfaschistischen und faschistischen Führer,
6. Herausarbeitung der führenden Rolle der Kommunistischen Partei und der revolutionären
Gewerkschaftsorganisationen bei der Vertretung der Klasseninteressen des Proletariats,
7. schonungslose und schnelle Entlarvung und Bekämpfung der „linken“ Betrugsmanöver
der sozialdemokratisch-reformistischen Gewerkschaftsbürokratie,
8. Stärkung der Positionen der revolutionären Gewerkschaftsbewegung (wie RGO,
Oppositionsbewegung und Rote Verbände), wie auch der kommunistischen Parteien und
der kommunistischen Jugendverbände in den Betrieben.

 

 

Wiedergründer der RGO 1978


ERNST AUST
Verfasser der

RGO - Gründungserklärung - 1978

 

 

 

Ernst Thälmann:

„Bericht der deutschen Kommission des erweiterten EKKI vom 15. März 1926

 

 
Ernst Thälmann:

"Die nächsten Aufgaben der revolutionären Gewerkschaftsopposition"

(aus der Rede in der Sitzung des Reichskomitees der RGO)

Berlin, 23. Mai 1930

 

 

RGO - 1932 - Bremen

Die neuen Betriebsrätewahlen

Plakat der Revolutionären Gewerkschaftsopposition, Bezirk Weser-Ems zu Betriebsratswahlen
Druck: Nordwestdruck
Bremen, 1932

 

 

 

 

RGO - KPD/ML

 

Verteidigen wir die marxistisch-leninistische Linie der Betriebs- und

Gewerkschaftsarbeit der KPD/ML unter der Führung des Genossen Ernst Aust

Bauen wir die RGO in Deutschland wieder auf !

Unterstützen wir den Aufbau der Roten Gewerkschaftsinternationale!

Mai 2003

von Wolfgang Eggers

 

 

Die KPD/ML über den Aufbau einer Revolutionären Gewerkschaftsopposition

( 21.7.1975 Sendung Radio Tirana)

 

 

Roter Morgen” ruft Kollegen auf, sich in der RGO zusammenzuschließen

( 10.10. und 13. 10. 1975 Sendungen Radio Tirana)

 

 

Die KPD/ML kämpft für den Aufbau der RGO

( Radio Tirana 3.11. 1975)

 

 

Roter Morgen” entlarvt Demagogie der verräterischen Gewerkschaftsführer

( 26.12. 1975 Radio Tirana)

 

 

Roter Morgen”

verurteilt Klassenversöhnungspolitik des DGB und der D”K”P-Revisionisten

(7.4. 1976 Radio Tirana)

 

 

Roter Morgen”:

DGB greift zu faschistischen Methoden

(27.7.1976 Radio Tirana)

 

 

Der Kampf der KPD/ML für den Aufbau der RGO

(Radio Tirana 2. 1. 1978)

 

 

Die Arbeit der marxistisch-leninistischen Parteien in der Gewerkschaft für die Festigung der Einheit der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse

(Radio Tirana 1. 2. 1978)

 

 

Streik der Metallarbeiter

– ein Schritt vorwärts auf dem Weg des revolutionären Zusammenschlusses der Arbeiterklasse

(Radio Tirana 11. 4. 1978)

 

 

Delegation der RGO zum 1. Mai in Albanien

(Radio Tirana 12. 5. 1978)

 

 

Die marxistisch-leninistischen Parteien stählen und stärken sich im Feuer der Klassenschlachten und Klassenaktionen des Proletariats

(Radio Tirana – 24. 5. 1978)

 

 

RGO-Solidaritätsadresse

an den Generalrat des Gewerkschaftsverbandes Albaniens zur Verurteilung der chinesischen Großmachtpolitik gegenüber der SVRA

(Radio Tirana 7. 8. 1978)

 

 

Delegation der RGO

auf dem 9. Kongress des Gewerkschaftsverbandes Albaniens

(Albanien Heute, Nr. 4/1982)

sowie Auszüge aus dem Bericht von Rita Marko



 

 

 


Zentralorgan der Partei der Arbeit Albaniens

11. März 1981

Farije Salicaj und Ilir Bocka

"Mitten unter Proletariern"

(Übersetzung aus dem Albanischen)

Eindrücke der Delegation des Gewerkschaftsverbandes Albaniens, die am 2. RGO-Kongress in Westdeutschland teilnahm.

 

 

 


zum

ARCHIV

der

RGI

(ROTE GEWERKSCHAFTSINTERNATIONALE)



 

50 Jahre deutscher Imperialismus und die deutschen Gewerkschaften

Karl Fugger

Berlin 1947

 

 

last revision: 04. 10. 2018

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