Rote

Gewerkschafts-Internationale

 

 

 

NEWS - DEUTSCH

 

2020

aus: ROTE FAHNE" vom 14. Juli 1930

10 Jahre RGI

Am 15. Juli 1920, vor zehn Jahren, wurde in Moskau in einer Zusammenkunft namhafter gewerkschaftlicher Führer von Russland, Italien, Spanien, Bulgarien, Frankreich usw. beschlossen, die Rote Gewerkschaftsinternationale zu bilden. Die Zweite Internationale war bekanntlich unter dem Kanonendonner des Weltkrieges schmählich zusammen gebrochen. Die reformistischen Gewerkschaftsführer verwandelten die Losung:

"Proletarier aller Länder - vereinigt euch!"

in:

"Proletarier aller Länder - stecht euch gegenseitig tot!"

Das Banner der internationalen Klassensolidarität wurde von diesen Führern Legien, Leipart, Jonhaux, Thomas und wie sie alle heißen, schmählich im Stich gelassen. Nach dem Kriege setzten sich diese "Helden" wieder zusammen, nachdem sie wacker die "nationalen" Belange ihrer Bourgeoisie im Weltkrieg wahr genommen haben. Auf der Gründungskonferenz nach dem Krieg verlangten die Franzosen und Belgier als Vorbedingung ihrer Teilnahme die Anerkennung der Kriegsschuld durch die Deutschen. Die einzige Sorge des IGB in der Nachkriegszeit galt dem Wiederaufbau des kapitalistischen Europa, wobei jede Sektion wacker für die nationalen Interessen der eigenen Bourgeoisie kämpfte.

Die klassenverräterische Tätigkeit der reformistischen Gewerkschaftsführer als Lakaien ihrer Bourgeoisie machte die Schaffung einer Internationale des proletarischen Klassenkampfes und der brüderlichen Solidarität zur Notwendigkeit. In Gestalt der Roten Gewerkschaftsinternationale wurde sie am 15. Juli 1920 in Moskau geschaffen. In dem ersten Aufruf umriss die Rote Gewerkschaftsinternationale als ihr Ziel die Sammlung und Organisierung der internationalen Gewerkschaftsbewegung unter dem Banner des revolutionären Klassenkampfes. Es heißt in diesem Aufruf unter Anderem:

"Es versteht sich von selbst, dass der Amsterdamer Gewerkschaftsbund, welcher im Völkerbund eine Dienerrolle spielt, nicht Führer der revolutionären Klassenkampfbewegung sein kann. Ein solches Zentrum, ein solcher Stab muss als Gegengewicht zum Amsterdamer Zentrum geschaffen werden."

Die Kongresse der RGI und ihr Vollzugsbüro stellten mehrmals die Notwendigkeit der Organisation der revolutionären Kräfte innerhalb der unter der Führung der reformistischen Gewerkschaftsführer stehenden Gewerkschaften fest.

Die RGI ist aber auch in Gebiete vorgestoßen, in denen unter dem Tempo der kapitalistischen Industrialisierung eine Arbeiterbewegung aus dem Boden gestampft wird. Sie hat das latein-amerikanische Sekretariat und das Pazifik-Sekretariat geschaffen. Sie erweckt in den unterdrückten Völkern in Indien und China das Klassenbewusstsein, so wie sie den Arbeitern der kapitalistischen Länder beisteht mit ihren Ratschlägen und ihrer Unterstützung.

In der RGI vereinigen sich die weißen Arbeitssklaven mit den unterdrückten Völkern mit schwarzer und gelber Hautfarbe. Gemeinsam werden sie ausgebeutet, gemeinsam werden sie vom Kapitalismus unterdrückt und rechtlos gemacht, gemeinsam müssen sie kämpfen.

Die große Stärke der RGI ist der revolutionäre Gedanke der tausendfach genährt und entzündet wird durch die grausame Unterdrückung und Ausbeutung der Millionenmassen der Arbeiter. Über den Weg des täglichen Kampfes gegen wirtschaftliche Not kommen die Arbeiter durch die Erfahrung und Erziehung des Kampfes zum Kommunismus.

Fest ist die RGI mit der Komintern verbunden. Ihr Ziel ist ein gemeinsames, es ist das Ziel aller Arbeiter, sich frei zu machen von der kapitalistischen Herrschaft und Ausbeutung.

Die wichtigste und stärkste Sektion der RGI, sind die Gewerkschaften der Sowjetunion. Die Existenz der Sowjetunion, die Entwicklung des Sozialismus auf einem Sechstel der Erde ist einer der wichtigsten Eckpfeiler für die Entwicklung der RGI und ihre Stärke.

Es kann kein Zweifel bestehen darüber, wie das über 10 Jahre bereits andauernde Ringen in der Arbeiterbewegung - Amsterdam oder Moskau - ausgehen wird. Die Zukunft gehört dem Sozialismus, gehört Moskau, gehört der RGI und der Komintern, die die einzig wahren Vollstrecker der Lehren des Marxismus und Lenins sind !

Immer breitere Schichten der Arbeiterschaft zählen sich zur Anhängerschaft der RGI und RGO in Deutschland. Diese Organe werden wachsen und stark werden durch die Führung der Kämpfe der Arbeiter. Die RGI, der rote Generalstab der Wirtschaftskämpfe hat sich in 1000 Kämpfen bewährt. Auch die deutschen Arbeiter sehen in ihr ihren Führer. Das beweisen Mansfeld und Nordwest, das beweisen die täglichen Kämpfe im Betrieb unter Führung der RGO.

* * *

 

 

 

 

Die Komintern (SH) beschloss am 3. Juli 2020 die Planung der Kampagne "100 Jahre RGI" für das Jahr 2021.

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zum 99. Jahrestag der Gründung der Roten Gewerkschaftsinternationale veröffentlichen wir folgende Schrift:

Der Kampf der Kohlearbeiter in den USA

T. Loaf - 1922

Verlag der Kommunistischen Internationale

 

 

 

 

 

Gegen Arbeitslosigkeit !

Kämpft für den Weltkommunismus !

Spezielle Webseite (*) der Komintern (SH)

in Zusammenarbeit mit der

Roten Gewerkschaftsinternationale

(*) in Englisch

 

 

 

2019

Es lebe der

16 Jahrestag der Wiedergründung

der Roten Gewerkschaftsinternationale!

1. Mai 2003 - 1. Mai 2019




Am 1. Mai begrüßen wir alle Sektionen der Roten Internationale der Gewerkschaften, alle revolutionären Gewerkschafter und alle militanten Arbeiter der Welt, die gegen das globale Bündnis der Ausbeutung der Kapitalisten, den Verrat der gelben Gewerkschaften und die Unterdrückung bürgerlicher Staaten kämpfen.

16 Jahre sind seit der Neugründung der RILU am 1. Mai 2003 vergangen.

Im Zusammenhang mit dem 100. Gründungstag der Komintern nutzen wir die Gelegenheit, historische Lehren aus der Gründung der Roten Gewerkschaftsinternationale zu ziehen.

 

 

Wie ist die Rote Gewerkschaftsinternationale entstanden ?


Gewerkschaftliche Lehren aus der Oktoberrevolution für die sozialistische Weltrevolution


Mit dem Zusammenbruch der II. Internationale brachen auch die internationalen Beziehungen der Gewerkschaften zusammen, die es bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab. Im Krieg stellten sich dann die meisten Gewerkschaften als Sozialpatrioten ("Vaterlandsverteidiger") fast ohne Ausnahme auf die Seite ihres Krieg führenden imperialistischen Landes. Die internationale Solidarität der Gewerkschaften im gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus endete somit in den Schützengräben, in denen sich die Gewerkschafter feindlich gegenüberstanden und von wo aus sie sich gegenseitig abschlachten ließen unter dem Schlachtruf der sozialimperialistischen Gewerkschaftsführer, diesen Lakaien der Imperialisten.

Im Januar 1918 fasste der erste Gewerkschaftskongress Sowjetrusslands den Beschluss, nach dem ersten Weltkrieg wieder einen internationalen Gewerkschaftsverband aufzubauen. Das war bereits eineinhalb Jahre vor der Gründung der gelben Amsterdamer Internationale (!).

Durch den Bürgerkrieg waren jedoch die Kräfte der roten Gewerkschaften in Russland gebunden, so dass dieser Beschluss nicht sofort umgesetzt werden konnte. Während des Bürgerkriegs waren jegliche Verbindungen zu den ausländischen Gewerkschaften von den Imperialisten blockiert worden. Die weltkapitalistische Einkreisung der Sowjetunion wurde auch auf dem Gebiet der Gewerkschaften vollzogen. Die Welt war in zwei Lager gespalten - in das kapitalistische und sozialistische Weltlager. Und das bedeutete auch unvermeidlich die Spaltung der Weltgewerkschaftsbewegung, insbesondere der Einkreisung und internationalen Isolierung der sowjetischen Gewerkschaften, was nicht nur den Protest gegenb die gelben Gewerkschaften, sondern auch die Solidarität mit den sowjetischen Gewerkschaften hervorrief. Als den Arbeitern in den Gewerkschaften der kapitalistischen Länder bewusst wurde, dass die Oktoberrevolution den Interesse des gesamten Weltproletariats dienten, wuchs schnell die Sympathie für Sowjetrussland, für die sowjetischen Gewerkschaften.

Anfangs waren die linken Kräfte in den ausländischen Gewerkschaften durch den Ersten Weltkrieg noch zu sehr geschwächt, um den gelben Gewerkschaftsführern gefährlich werden zu können. Aber nach dem Kriege nahm die Weltgewerkschaftsbewegung schnell Fahrt auf.

Es wurde der Ruf laut, eine gemeinsame Weltgewerkschaftsinternationale zu gründen, in der alle Gewerkschafter der Welt vereinigt sind, unabhängig von Ideologie, Parteien, Rasse, Religion usw.

Eine Weltgewerkschaft, die die gewerkschaftlichen Interessen der Arbeiter aller Länder gegen die Kapitalisteninteressen vertritt - dafür hatten sich die sowjetischen Gewerkschaften von Anfang an eingesetzt.

Das scheiterte an den gelben Gewerkschaftsführern, die sich von Beginn an in den Dienst des Weltimperialismus gestellt hatten - nicht Klassenkampf, sondern Klassenversöhnung, nicht Revolution, sondern Klassenfrieden, nicht Sozialismus, sondern Kapitalismus.

Diese Vertreter der gekauften Arbeiteraristokratie setzten alles daran, um das revolutionäre Proletariat Sowjetrusslands von den Arbeitern Europas und Amerikas zu isolieren.

Bis heute haben die bürgerlichen Gewerkschaftsführer ihre sozialimperialistische, sozialchauvinistische und sozialfaschistische Handlungsweise niemals aufgegeben. Man muss nicht nur in die USA schauen, wo die Gewerkschaften Trumps Slogan "America first!" blindlings folgen. Das ist in keinem Land anders.

Statt internationale Solidarität, Spaltung der Weltgewerkschaftsbewegung, Verrat an den Arbeitern.

Worin sich die gelben Gewerkschaftsführer von Anfang an allerdings alle einig waren, das war und ist nicht etwa ihr Kampf gegen die Kapitalisten, sondern ihr Kampf gegen die Kommunisten.

Sie haben von Anfang an die kommunistischen Gewerkschafter in den kapitalistischen und kolonialen Ländern ausgeschlossen oder sogar faschistischen Henkern ausgeliefert. An den Händen der sozialfaschistischen Gewerkschaften klebt das Blut des revolutionären Proletariats. Heute sind die gelben Gewerkschaften fest integriert in das weltimperialistische Ausbeuter- und Unterdrückersystem. Jeder Versuch von revolutionären Gewerkschaftern, in der Weltgewerkschaftsbewegung Fuß zu fassen, wird mit allen Mitteln verhindert und möglichst im Keim erstickt.

Die heute herrschenden antikommunistischen Gewerkschaftsverbände haben in ihrer ganzen Geschichte bislang jede Einheitsfront im Kampf gegen den Weltkapitalismus abgelehnt. Sie sind die bürgerlichen Agenturen in der Weltgewerkschaftsbewegung, damit niemand an den Türen des Weltkapitalismus rüttelt.

Jeder Antrag auf Aufnahme der damals größten Gewerkschaft der Welt, die sowjetischen Gewerkschaften, wurden von den bürgerlichen Gewerkschaften abgelehnt.

Bis heute erweisen sich die antikommunistischen Gewerkschaften als Spalter der internationalen Gewerkschaftsbewegung.

All das hat den gelben Gewerkschaften nichts genützt. Die revolutionäre Weltgewerkshaftsbewegung haben sie niemals auslöschen können, sie lebt, wie die Tätigkeit der RGI dies zeigt.

Zum 100. Jahrestag der Komintern wollen wir auch die Gründung der Roten Gewerkschaftsinternationale nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Wie kam es damals zur Gründung der Roten Gewerkschaftsinternationale ?

Die Vertreter des Allrussischen Zentralrates der Gewerkschaftsverbände wurden nicht zu dem im Juni 1919 durchgeführten Amsterdamer Kongress eingeladen, auf dem die gelben westlichen Gewerkschaftsführer die Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale gründeten.

Die führende Rolle in der gelben Amsterdamer Internationale spielten der britische Imperialismus. Da saßen wieder all die alten Führer der II. Internationale, die nach dem Krieg im Februar 1919 wieder hergestellt worden war.

Und die Gewerkschaftsvertreter in Osteuropa ? Und die in den Kolonialländern ? Sie alle waren ebenfalls von der Gründung der Amsterdamer Internationale ausgeschlossen.

Also der größte Teil aller Gewerkschafter der Welt war gar nicht von der Amsterdamer Internationale vertreten, vertreten waren nur Gewerkschaften aus dem Westen.

Ganze Gewerkschaftsverbände, die der Amsterdamer Internationale beigetreten waren, wurden zudem von dieser wieder ausgeschlossen. Abgesehen von der reaktionären Zielsetzung verdient die Amsterdamer Internationale allein deswegen nicht den Namen einer Internationale, weil sie faktisch gar nicht alle Gewerkschaften der Welt vertrat. Und das ist ja noch nicht alles. Die Amsterdamer Internationale bekämpfte alle Gewerkschaften, die nicht von ihr aufgenommen wurden. Und sowas kann man nicht anders bezeichnen als eine Spalterorganisation in der Weltgewerkschaftsbewegung. Und die internationale Solidarität mit den Streiks in den einzelnen Ländern? Nichts hat die Amsterdamer Internationale dafür getan. Eine Gewerkschaftsinternationale, die in einer verschärften Kampfsituation wie den Streik in einem Land keine internationale Solidarität organisiert, ist keine Internationale.

Gegen die Amsterdamer Internation ale bildeten sich nicht nur oppositionelle Gruppen heraus, sondern wurden sogar neue Klassengewerkschaften gegründet. Das waren Gewerkschaften, die nicht den Kapitalismus "reformieren", sondern ihn stürzen wollten. Dazu ghörten auch die neuen Gewerkschaften in den Kolonialländern. Mit der Oktoberrevolution begann die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in den kolonialen Ländern. Bis zur Liquidierung der RGI im Jahre 1937 gab es kein Land in der Welt, in der die RGI keinen Einfluss hatte.

* * *

Es war vorgesehen, im Februar 1918 in Petrograd eine Internationale Gewerkschaftskonferenz einzuberufen. Das wurde durch die ausländische Intervention und den Bürgerkrieg verhindert.

Erst nach dem siegreichen Bürgerkrieg begannen die freundschaftlichen Beziehungen der sowjetischen Gewerkschaften zu ausländischen Gewerkschaftsvertretern. Das war die Zeit, in der ausländische Gewerkschaftsdelegationen trotz aller Einreiseschwierigkeiten in die Sowjetunion kamen, um sich selber ein Bild vom Land der siegreichen Oktoberrevolution zu machen. Darunter befanden sich auch solche Delegierte, die wegen ihres revolutionären Kampfes aus ihren Gewerkschaften ausgeschlossen waren.

Die sowjetische Gewerkschaft unternahm erneute Versuche zur Gründung einer Gewerkschaftsinternationale. Im September 1920 nahm eine Delegation unter Führung von Losowsky in Berlin an einem Treffen mit dem ADGB teil. Losowsky überbrachte die Grüße der sowjetischen Gewerkschaften an die deutschen Betriebsräte. Losowsky nahm ferner am Parteitag der USPD teil, um die Teilnehmer von der Gründung einer neuen Gewerkschaftsinternationale zu überzeugen. Für ähnliche Besuche in Frankreich, England und Italien wurde von den bürgerlichen Regierungen kein Einreisevisum genehmigt, so dass es bei schriftlichen Grußadressen blieb. Auch später, auf der Haager Friedenkonferenz, wurden die Vorschläge der sowjetischen Gewerkschaften abgelehnt.

Im Jahre 1920 wurde dann die Gründung der RGI vorbereitet.

Die RGI ist nicht vor, sondern nach der Komintern gegründet worden, obwohl diese Idee schon auf der III. Allrussischen Gewerkschaftskonferenz im Juni 1917 formuliert worden war.

1917 nahm Lenin die Gründung der Komintern in seinen Aprilthesen auf, aber nicht die RGI.

Die RGI war ein Kind der Oktoberrevolution.

In der Resolution des I. Allrussischen Gewerkschaftskongresses vom Januar 1918 hieß es:

"Der Kongress betrachtet es als seine Aufgabe, nach Kräften zur Wiedergeburt der Weltgewerkshaftsbewegung beizutragen und stellt die Einberufung eines Internationalen Gesamtgewerkschaftskongresses und einer Reihe internationaler Fachkongresse für die einzelnen Produktionszweige auf die Tagesordnung."

Zwischen 1919 und 1920 wurde mit ausländischen Gewerkschaftsdelegationen über die Gründung einer Weltgewerkschaft beraten.

1920 fanden in Moskau Konferenzen statt mit Teilnehmern aus England, Italien, Spanien, Frankreich, Bulgarien, Deutschland, USA, Jugoslawien und Australien. Die dort vertretenen verschiedenen Vorstellungen über eine Weltgewerkschaft gingen weit auseinander (Anarcho-Syndikalisten). Die Meinungsverschiedenheiten führten nicht zu einer Einigung. Lenin hatte sich daraufhin eingeschaltet und schlug vor, sich zumindest auf den Grundstein einer revolutionären Weltgewerkschaft zu einigen. Dem Rat Lenins folgend unterzeichneten die Vertreter der Gewerkschaften Sowjetrusslands, Italiens, Spaniens, Frankreichs, Bulgariens, Jugoslawiens und Grusiniens die Deklaration über die Bildung eines Provisorischen Internationalen Rates der Gewerkschaften zur Vorbereitung der Gründung der RGI.

Das Manifest dieses Provisorischen Rates, gerichtet an die Gewerkschaften aller Länder zur Vereinigung im Klassenkampf, rief im April 1920 dazu auf...

"... mit denen zu brechen, die die verbrecherische Politik der Zusammenarbeit mit der Bourgeoisie betreiben, und sich stattdessen unter die Fahne des unerbittlichen Klassenkampfes zu stellen zur Befreiung der geknechteten Menschheit."

"Die alten Gewerkschaftsführer werden wieder versuchen, die Gewerkschaften auf den bürgerlichen Weg zu drängen ...
Was hat in den alten Gewerkschaften dazu geführt, dass sie vor der Bourgeoisie kapitulierten? Ihr engstirniger Gildengeist, um sich Vorteile gegenüber der Masse der Arbeiter zu verschaffen. Ein übertriebener Respekt vor der bürgerlichen Legalität. Beschränkung auf die Interessenvertretung der Arbeiteraristokratie und
Missachtung der Masse ungelernter Arbeiter außerhalb der Gewerkschaft. Hohe Mitgliedsbeiträge, die sich ein gewöhnlicher Arbeiter nicht leisten konnte.
Es bildete sich ein bürokratischer Beamtenapparat heraus, mit dem die Gewerkschaftsdemokratie behindert wurde. Die Befürwortung einer angeblich 'neutralen' Haltung gegenüber politischen Fragen, die tatsächlich eine Unterstützung für die bürgerliche Politik darstellte. "

Auf dem ersten Weltkongress der RGI wurde diese Theorie von der „Neutralität“ und „Unabhängigkeit“ der Gewerkschaften von politischen Parteien abgelehnt. Es gibt keinen neutralen Klassenstandpunkt in einer Klassengesellschaft. Man kan keine sozialistische Weltrevolution machen mit einer unabhängigen Gewerkschaft, sondern nur mit Gewerkschaften, die die kommunistishe Weltpartei unterstützen. Der rein ökonomische Kampf des Weltproletariats wird immer auf die Grenze der politischen Weltherrschaft der Bourgeoisie stoßen. Politik ist konzentrierter Ausdruck der Ökonomie.

* * *

Einige Delegierte schlugen vor, die revolutionären Gewerkschaften einfach direkt in die Komintern einzugliedern. Das aber würde eine RGI überflüssig machen. Lenin war daher gegen diese "linken" Vorschläge und sprach sich für eine selbständige Gewerkschaftsorganisation aus, die sich der Komintern anschließt, aber sich nicht nur aus Kommunisten, sondern auch aus Parteilosen zusammensetzt, die für den Klassenkampf sind. Von Richtung gebender Bedeutung war Lenins Buch: "Der 'linke Radikalismus' - Kinderkrankheit im Kommunismus", das genau zu diesem Zeitpunkt im Juni 1920 erschien. Was die Gewerkschaften anbelangt, so hatte Lenin darin die 'linke' Losung vom Austreten aus den reaktionären Gewerkschaftem strikt abgelehnt und die Kommunisten aufgefordert, dort zu kämpfen, wo die Massen sind. Man muss um die Massen kämpfen dort, wo sie sind, und darf sie nicht hilflos dem Einfluss der gelben Gewerkschaftsführer überlassen. Jede Entfernung von den Massen ist gleichbedeutend mit der Entfernung von der sozialistischen Weltrevolution.

Es ging nicht darum, eine zweite Internationale Gewerkschaftsorganisation zu gründen in Konkurrenz zur bestehenden. Es ging darum, die revolutionären Kräfte in den Gewerkschaten zusammenzufassen und zu vereinigen, um in den reformistischen Gewerkschaften kommunistischen Einfluss auf die Masse der Gewerksachaftsmitglieder zu bekommen.

Lenins taktische Leitlinie in der Gewerkschaftsfrage lautete also :

"Nicht aus den Gewerkschaften austreten, sondern dort in der Aktion die Gewerkschaftsmassen erobern !"

Bevor also die RGI gegründet wurde, hatte Lenin mit der Komintern bereits alle wichtigen theoretisch-strategischen Hauptprinzipien der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ausgearbeitet und festgelegt mit dem Ziel der Erringung des Sieges des Kommunismus in den Gewerkschaften.

So wurde die RGI am 3. Juli 1921 in Moskau auf den festen Grundlagen des Marxismus-Leninismus gegründet. In Lenins Begrüßungsschreiben an die RGI hieß es:

"Die Gewinnung der Gewerkschaftsmitglieder für die Ideen des Kommunismus geht überall unaufhaltsam vorwärts, in allen Ländern, in der ganzen Welt. Sie geht nicht geradlinig, nicht regelmäßig, nicht gleichmäßig vor sich und hat Tausende Hindernisse zu überwinden, aber sie schreiten unaufhaltsam vorwärts. Der Internationale Gewerkschaftskongress wird diese Bewegung beschleunigen. Der Sieg des Kommunismus ist unausbleiblich."

Welche Rolle spielt die RGI vor, während und nach der sozialistischen Weltrevolution ?

Zuerst ist die RGI Verteidigerin des Weltproletariats gegen Ausbeutung durch die Weltbourgeoisie.

Dann ein Kampfinstrument zum Sturz der Weltbourgeoisie.

Und schließlich Instrument zum Aufbau des Weltsozialismus.

Auf dem ersten Weltkongress 1921, wurde die RGI gegründet, wurden Programm und taktische Linie festgelegt, sowie die wichtigsten Losungen der revolutionären Gewerkschaftsbewegung fixiert.

Die Anerkennung der Komintern als Weltpartei war Grundbedingung für die Gewerkschaftspolitik de RGI.

Der Gründungskongress der RGI setzte sich zum internationalen Ziel den Sturz der Bourgeoisie, die Errichtung der Diktatur des Proletariats und die Abschaffung der Lohnsklaverei.

Zur Errichtung der Diktatur des Proletariats braucht die Arbeiterklasse nicht nur die führende Rolle der bolschewistischen Partei in der sozialistischen Revolution, ihre Revolutionsgarden, Rote Armee und andere Exekutivorgane, um die Konterrevolution niederzuschlagen, den bürgerlichen Staat zu zertrümmern und die Bourgeoisie zu entmachten.

Das gilt auch für die Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats.

Die Aufgabe der Arbeiterklasse in der sozialistischen Revolution besteht nicht allein darin, ihre politische Macht zu erobern. Die Arbeiterklasse muss auch die ökonomische Macht übernehmen, d.h., die Kapitalisten enteignen, ihre Fabriken besetzen, die Kontrolle über die Produktion übernehmen und die Produktionsmittel zu vergesellschaften.

Auch das trifft auf die sozialistische Weltrevolution zu.

Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ist nicht identisch mit der Arbeiterkontrolle. Die Arbeiterkontrolle ist nur ein erster Schritt zur Vergesellschaftung. Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel setzt die Arbeiterkontrolle voraus.

Bevor man über die Vergesellschaftung der Produktivekräfte spricht, müssen die Fabriken besetzt und enteignet werden. Sonst kommt das raus, was in der Novemberrevolution in Deutschland 1918/19 herausgekommen ist, nämlich gar nichts. Arbeiterkontrolle kommt zuerst, und zwar nur durch den Sturz der Bourgeoisie und durch die Errichtung der Diktatur des Proletariats – alles Andere endet früher oder später im Kapitalismus.

Am 27. November 1917 wurde zum ersten Mal in der Geschichte ein Dekret über die Arbeiterkontrolle verabschiedet mit folgendem Wortlaut:

Die Organe der Arbeiterkontrolle haben das Recht, die Produktion zu überwachen, das Minimum der Produktionsleistung sicher zu stellen und Maßnahmen zur Festlegung der Produktionskosten zu ergreifen.
Die Organe der Arbeiterkontrolle haben das Recht, die gesamte Geschäftskorrespondenz des Unternehmens zu kontrollieren; das Verschleiern der Geschäftsbücher ist strafbar. Betriebsgeheimnisse sind abgeschafft. Die Eigentümer sind verpflichtet, ihre Bücher und Konten für das aktuell Jahr sowie für die vorangegangenen Jahre an die Kontrollgremien auszuhändigen. Die Entscheidungen der Organe der Arbeiterkontrolle sind für die Besitzer verbindlich und kann nur durch eine Anordnung der höheren Organe der Arbeiterkontrolle geändert werden.“

Das war nur der erste und natürlich nicht der letzte Schritt zur vollständigen Verwirklichung der Arbeiterkontrolle. Entscheidend aber war, dass dieses Dekret ein Dekret der Diktatur des Proletariats war. Die Tatsache darf nicht außer Acht gelassen werden, dass bei der NÖP die Arbeiter schon die Macht hatten und nicht mehr die Kapitalisten. Die sozialistische Weltproduktion kann nicht am ersten Tag nach dem Sieg der Weltrevolution auf vollen Touren laufen.

Was das Dekret betrifft, so war es ein Dekret der bewaffneten Arbeitermacht. Die Konfiskation der Betriebe wurde nicht durch einen Vertrag mit dem Kapitalisten vollzogen, der seine Fabrik quasi per Unterschrift den Arbeitern freiwillig , aus reiner Menschenfreundlichkeit, übereignet. Die Konfiskation der Produktionsmittel ist ein gewaltsamer Akt der Diktatur des Proletariats. Hierfür setzt das revolutionäre Proletariat bewaffnete Organe der sozialistischen Revolution ein, die zur Besetzung, zum äußeren Schutz der Fabriken eingesetzt werden.

Aber die entscheidende Rolle bei der Enteignung der Betriebe spielen die Arbeiter der Betriebe selbst.

Für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution ist das Betriebsrätesystem unverzichtbar bei der Umwandlung der kapitalistischen in die sozialistische Weltproduktion. Ohne rote Betriebsräte keine Vergesellschaftung der Produktionsmittel. Das legale Betriebsrätesystem muss von uns instrumentalisiert werden, muss der sozialistischen Weltrevolution dienen.

Der Eroberung der Betriebe durch die Revolution folgt die Kontrolle der Produktion durch die Arbeiter, folgt die Umwandlung der kapitalistischen Privatbetriebe in sozialistische Staatsbetriebe, die Einbindung der Betriebe in die politische Ökonomie des sozialistischen Staates usw.

Ohne die Diktatur des Proletariats, die in der sozialistischen Revolution erobert wird, können weder die kapitalistischen Produktionsverhältnisse beseitigt, noch die Produktivkräfte vergesellschaftet werden.

Die roten Gewerkschaften und ihre Fabrikkomitees (Vertreter des Industrieproletariats) organisierten eigene bewaffnete Einheiten nicht nur als Vollzugsorgane der Oktoberrevolution, nicht nur zum Schutz der Fabriken, sondern auch gegen solche Gewerkschaften wie die der Büro- und Bankangestellten, die zwar nur eine gewerkschaftliche Minderheit darstellten, sich aber auf die Seite der Kapitalisten, auf die Seite der Konterrevolution gestellt hatten und Widerstand leisteten. Die einzige Industriegewerkschaft, die gegen die Oktoberrevolution war, war die Druckergewerkschaft. Sie wollte die „Pressefreiheit“ gegen die Oktoberrevolution „verteidigen“.

Auf dem Höhepunkt der Oktoberrevolution, als das Proletariat gerade seine Macht eroberte, reagierte daraufhin die Konterrevolution in den Betrieben. Die Kapitalisten riefen zum Streik auf, aber sie konnten damit nicht die Oktoberrevolution aufhalten. Die roten Gewerkschaften standen hinter Lenin und der bolschewistischen Partei: Streik gegen Kapitalisten – ja. Streik gegen die eigene Arbeiterregierung – nein. Klassenkampf gegen den Kapitalismus - ja. Klassenkampf gegen den Sozialismus - nein.

Der von den Kapitalisten angeordnete Produktionsstop war ein Kampfmittel gegen die Oktoberrevolution. Aber die Maschinen in den Fabriken wurden von den Gewerkschaften wieder eingeschaltet. Die Arbeiter in den von den Kapitalisten stillgelegten Betriebe brachten die Produktion wieder in Gang unter der roten Gewerkschaftsführung und ihren Betriebskomitees. Arbeiterkontrolle – das war eine der wichtigsten Forderungen der Oktoberrevolution, die nur mit heftigstem Klassenkampf in den Betrieben errungen wurde.

Wir ziehen daraus die wichtige Lehre, dass wir von Anfang an die Maschinen für den Aufbau des Weltsozialismuswieder in Gang setzen werden, um die Versorgung der Weltbevölkerung zu sichern.

Die Fabriken der ganzen Welt werden dem Weltproletariat als Ganzes gehören und somit auch den Arbeitern jeder einzelnen Fabrik, denn die Arbeiter aller Produktionsstätten der Welt bilden zusammen das Weltproletariat.

Die Kapitalisten, die sich mit ihrer misslichen Lage nicht abfinden wollten, gingen entweder ins Gefängnis oder waren gezwungen, sich in den Dienst der Arbeiter zu stellen.

Die meisten ehemaligen Fabrikbesitzer aber flüchteten ins Ausland, um von dort aus – unterstützt vom Weltkapital – ihre Fabriken wieder irgendwann in ihren Privatbesitz zu bringen. In der sozialistischen Weltrevolution wird es jedoch kein Land auf der Erde mehr geben, wo sich die Kapitalisten verkriechen können, um von dort aus den Kapitalismus zu restaurieren. Das ist der Unterschied zwischen Weltrevolution und Oktoberrevolution.

Die Gewerkschaften, die bisher unter kapitalistischen Verhältnissen als
Kampforgane der Arbeiterklasse dienten, verwandelten sich mit der Oktoberrevolution zum ersten Mal in der Geschichte in Organe der Diktatur des Proletariats [Beschlüsse des 9. Parteitags der KPR (B)].

Der erste russische Gewerkschaftskongress vom Januar 1918 vertrat die Ansicht, dass der Oktobersieg der Arbeiter und der armen Bauern
gleichzeitig den Anfang des Internationalen sozialistische Revolution bedeutet, den Sieg über das kapitalistische System der Weltproduktion.

All das, was sich in der Oktoberrevolution bei den russischen Gewerkschaften ereignet hatte, wird sich innerhalb der Weltgewerkschaftsbewegung in der einen oder anderen Form unvermeidlich wiederholen. Das wird eine der wichtigsten Lehren für die sozialistische Weltrevolution sein. Darauf werden wir uns vorbereiten. Wozu die Arbeiter in der Oktoberrevolution gezwungen waren, nämlich alle Probleme spontan zu lösen, das wird in der sozialistischen Weltrevolution von Anfang an systematisch und planmäßig vorbereitet und durchgeführt – eine Arbeiterkontrolle des globalisierten Weltproletariats unter der Führung der Komintern (SH) vermittels ihrer RGI.

Und all das, was sich in Russland ereignet hatte, beeinflusste damals die ganze Weltgewerkschaftsbewegung, in der die Widersprüche zwischen dem reformistischen und revolutionären Weg der Gewerkschaften auch ihren organisatorischen Ausdruck finden mussten. Die RGI entstand erst nach der Gründung der bolschewistishen Gewerkschaftsorganisationen in der Sowjetunion (Januar 1918), welche der RGI als Vorbild dienten. Auf diesem ersten Kongress der russischen Gewerkschaften wurde in einer Resolution die Schaffung einer linken internationalen Gewerkschaft als Punkt erwähnt - als Gegengewicht zur Amsterdamer Internationale. Im April 1920 wurden die russischen Gewerkschaftsvertreter in der Komintern aufgenommen.

Mit der Oktoberrevolution stand die Lösung der Frage "Reform oder Revolution?" auf der Tagesordnung – auch auf der Tagesordnung der Weltgewerkschaftsbewegung. Mit der Gründung der RGI gibt es eine revolutionäre und eine reformistische Weltgewerkschaftsbewegung.

Die Gründung der RGI wurde vor allem von der Komintern unterstützt. Von Anfang an betrachtete die Komintern die Gewinnung der Gewerkschaftsmassen für die Weltrevolution als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Die Komintern wirkte über die RGI hinein in die Weltgewerkschaftsbewegung. Die RGI war der wichtigste und bedeutendste Transmissionsriemen der Komintern.

Und heute ?

Genauso, wie die Komintern die RGI gründete, hat auch die Komintern (SH) die RGI wieder gegründet.

Bei der Wiedergründung der RGI im Jahre 2003 ging es um die Reorganisierung der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung, die von den Revisionisten zerschlagen worden war.

Die Wiedergründung der RGI wird gerechtfertigt von den objektiven Bedingungen des globalen Klassenkampfes.

Die heutige Organisationsstruktur der gelben Gewerkschaften ist den Bedürfnissen der Globalisierung des Weltkapitals angepasst. Die Weltbourgeoisie zieht jene Organisationsstruktur vor, die am effektivsten gegen die Globalisierung des Klassenkampfes des Weltproletariats eingesetzt werden kann. In dieser Hinsicht hinkt die Organisationsstruktur der revolutionären Gewerkschafter auf der ganzen Welt hinterher – ein wichtiger Grund für die Schaffung der RGI zu Beginn des neuen Jahrtausends. Wir brauchen eine gewerkschaftliche Organisationsstruktur, die der sozialistischen Weltrevolution am effektivsten dient: Vereinigung aller Industriegewerkschaften zum Stirz der Weltbourgeoisie.

1921 ging es nicht um die Zerschlagung der Gewerkschaften, sondern um die Zerschlagung des vorherrschenden bürgerlichen Einflusses in den Gewerkschaften. inzwischen sind 100 Jahre vergangen und unsere Erfahrungen sind eindeutig: auf diesem Wege allein kommen wir nicht an die Massen der Weltgewerkschafter heran.

Wir müssen Internationale Propagandakomitees in den einzelnen Industriezweigen bilden. Um das weltweite Inustrieproletariat für die sozialistische Weltrevolution zu gewinnen, müssen wir zuerst propagandistisch und dann organisatorisch horizontal und gleichzeitig vertikal vorgehen!

Was heißt das ?

Erstens müssen wir von jedem Land aus globalen Einfluss im Industrieproletariat jedes einzelnen Industriezweiges gewinnen.

Zweitens müssen wir das Industrieproletariat für gemeinsame, übergreifende Aktionen aller Industriezweige gewinnen.

Welche Organisationsformen stehen der RGI heute zur Verfügung ?

1. Gewerkschaften, die der RGI angeschlossen, aber illegal arbeiten und somit äußerlich nur lose mit der RGI verbunden sind.

2. von den gelben Gewerkschaften ausgeschlossene Gewerkschaftsmitglieder oder Gruppen.

3. revolutionäre Gewerkschaftsoppositionen innerhalb der gelben Gewerkschaften (kommunistische Fraktionen)

4. linke Blocks, in denen verschiedene Richtungen außerhalb und innerhalb der Gewerkschaften gemeinsam gegen die reformistischen Gewerkschaften kämpfen.

5. Gewerkschaftsorganisationen der Arbeitslosen außerhalb der gelben Gewerkschaften, die direkt oder lose mit der RGI verbunden sind.

Diese und andere Organisationsformen der RGI ergeben sich aus den derzeitigen objektiven Beingungen des Klassenkampfes gegen die gelben Gewerkschaften.

Die RGI kann zur Zeit nur unter schwierigsten Bedingungen legal arbeiten. Alles was sich in den einzelnen Ländern um die RGI herum organisiert, ist dem Polizeiterror und den sozialfaschistischen Gewerkschaftsführern ausgesetzt, die der Polizei in die Hand arbeiten.

Deswegen ist für die RGI die Gründung Internationaler Antifaschistischer Aktionskomitees, Gründung von Selbstverteidigungsorganisationen, antifaschistische Agitation und Propaganda in Betrieb und Gewerkschaft möglichst mit Verbindung nach außen unverzichtbar.

Wir können das Weltproletariat nicht für den Kampf gegen Krieg und Faschismus gewinnen, wenn wir um Betrieb und Gewerkschaft einen großen Bogen machen.

Einheitsfront aller Betriebe und Gewerkschaften gegen Kapitalismus, Krieg und Faschismus bedeutet für die RGI Einheitsfront nicht mit, sondern gegen die Weltbourgeoisie, wobei das Hauptinstrument gegen Kapitalismus, Krieg und Faschismus stets die sozialistische Weltrevolution sein muss.

Wenn die Tausende von Gewerkschaften der ganzen Welt heute nicht reformistisch, sondern revolutionär wären, dann wäre der Sturz der Weltbourgeoisie nicht eine Sache von Jahren und Jahrzehnten, sondern von Wochen, Tagen, Stunden.

Mit dem Zerfall des Weltimperialismus werden auch die gelben Gewerkschaften zerfallen. Es wird dann nur noch eine Gewerkschaftsinternationale geben – die RGI.

Wir haben also keinen Grund zum Pessimismus. Unsere hartnäckige und aufopferungsvolle kommunistische Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft wird eines Tages mit dem Sieg belohnt werden.

Wir kommen daher zu dem Schluss, dass alle Formen der Arbeiterbewegung, die sich im Verlauf der Weltrevolution entwickeln werden, sich ihrerseits auf die Revolutionierung der breiten Massen mobilisierend auswirken und diese zum Sieg führen werden.

Mit jeder Stärkung des gewerkschaftlichen und betrieblichen Kampfes des Weltproletariats gegen den Weltimperialismus nähern wir uns der kommunistischen Weltgesellschaft.

Es lebe der 16. Jahrestag der Roten Gewerkschaftsinternationale !

Wolfgang Eggers

1. Mai 2019

 

 

 

2018

Neuigkeiten von der

Roten Gewerkschaftsinternationale

 

 

Revolutionäre Fraktion der proletarischen Erneuerung in der Ukraine

RFPE

wichtige Mitteilung der Ukrainischen Sektion der

Roten Gewerkschaftsinternationale

17. August 2018

 


Vom 8. August 2018 bis zum 12. August 2018 hat die Revolutionäre Fraktion der proletarischen Erneuerung (ukrainische Sektion der RILU, Profintern) ihr Sommerzelt-Sportagitationslager "Rote Adler" durchgeführt. Das Lager wurde unter harten Bedingungen der vollen Illegalität an der Küste des Schwarzen Meeres geführt. 144 Genossinnen und Genosen nahmen an der Arbeit des Lagers teil, vor Allem die Arbeiter aus so großen ukrainischen Unternehmen wie Kriukov Wagenreparaturwerk, Lvov Autowerk, Dnepropetrovsk Werk 'Interpipe', Kiewer Werk 'Arsenal', Nikolajew Schiffsbauwerk 'Communar', Kiewer Werk "Elektronmash", Kiewer Konditoreiwerk Karl Marx, Staatsbetrieb "Chervonograd-Kohle", Luzk-Autowerk und Werk Sumy Mikhail Frunze. Die Teilnehmer des Sommerlagers haben besonders herzlich die Arbeiter außerhalb der Kiewer Regierungsgebiete begrüßt - die Arbeiter der Nudelfabrik von Lugansk und der Zuckerfabrik von Donetsk.

An jedem Tag fanden im Sommerlager Agitation-Propaganda-Seminare statt mit Dozenten für junge Arbeiter. Diese Seminare widmeten sich den Problemen der Wiedererrichtung der echten marxistisch-leninistischen Bewegung in der Ukraine sowie einer entschiedenen Abgrenzung von den Verrätern, von verschiedenen Ideologen und Praktikern wie Trotzkisten, Titoisten und anderen Revisionisten und Verrätern der ukrainischen und internationalen Arbeiterklasse.

Am 10. August 2018 wurde ein Mini-Fußball-Wettbewerb für junge marxistisch-leninistische Arbeiter organisiert. Die Sieger waren ein gemeinsames Team von Lvov und Chervonongrad Arbeitern 'Molotow-Cocktail '. Die Gewinner erhielten einen besonderen Preis - Tassen mit dem farbigen Porträt des Genossen Enver Hoxha.

Am 11. August 2018 wurde ein Jugendrockkonzert veranstaltet, bei dem junge Arbeiter viele revolutionäre und antiimperialistische Lieder aus dem Repertoire zahlreicher internationaler Künstler aufführten.

Genosse Dmytro Zalizniak erklärte in seiner Programmrede, dass unsere Organisation "Revolutionäre Fraktion der proletarischen Erneuerung" im aktuellen Jahr 2018 einem sehr wichtigen Ereignis gegenüberstand - wir fanden unsere Mitdenker und wurden Vollmitglied von RILU und Profintern.

"Wir sind nicht allein in dieser Welt, und jetzt werden unsere Kräfte jedes Jahr verzehnfachen", erklärte der Führer der "Revolutionären Fraktion der proletarischen Erweckung".

"Wir müssen unseren entscheidenden Einfluss in der allukrainischen Gewerkschaft" Verteidigung der Arbeit "(" Zakhyst Pratsi ") jeden Tag vergrößern. Unsere Linie zu einer wirklichen sozialistischen Revolution, das ist unsere permanente Linie; und wir werden siegen.

Wir senden brüderliche Kampfesgrüße im Namen unseres Zeltlagers in der Ukraine an alle unsere verbündeten Organisationen in Deutschland und Côte d'Ivoire. Gemeinsam werden wir siegen !

Zentralkomitee der RFPR

 

 

 

 

Auszug aus unserem Buch:

"Weltproletariat - vereinige alle Länder!"

 

Die „Gewerkschaftsfrage“

– eines der größten Hindernisse auf dem Weg zur Einheit des Weltproletariats


Es dürfte den Gewerkschaften der führenden kapitalistischen Länder nicht entgangen sein, dass das Weltkapital die traditionelle Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung in diesen Ländern immer stärker beeinflusst und zwar dahingehend, dass es sich rücksichtslos über die Errungenschaften dieser über 150 Jahre alten Arbeiterbewegungen hinwegsetzt, hinwegsetzen kann, weil keine Gewerkschaft eines einzelnen Landes etwas zur Verteidigung der Arbeiterrechte ausrichtet und auch nicht ausrichten könnte, selbst wenn sie es denn wollte, was ja schon seit über hundert Jahren nicht mehr der Fall ist, als sich die Gewerkschaften schon damals aus Instrumenten der Arbeiter in Instrumente des kapitalistischen Systems, als Instrumentge gegen die Arbeiter verwandelt hatten. Wer ist aber der Wegbereiter des internationalen Angriffs auf die Errungenschaften der Arbeiter der einzelnen Länder ? Die Wegbereiter des globalisierten Feldzug auf die Arbeiterrechte und die sozialen Systeme, die einst aus der Arbeiterbewegung der einzelnen kapitalistischen Länder entstanden, das sind die Gewerkschaften in den einzelnen kapitalistischen Ländern ! Die Regierungen , die Gewerkschaften, das ganze alte Instrumentarium der Ausbeutung und Unterdrückung in den einzelnen Ländern gerät mit den Interessen des Weltkapitals in Konflikt, das keinerlei Rücksichten gegenüber der Weltarbeit zu nehmen braucht. Während die Kapitalisten in den einzelnen Ländern an bestimmte, wenn auch minimale Rücksichtnahmen gegenüber dem kapitalistischen System gebunden sind, ist es der Weltkapitalist um so weniger. Er ist an nichts gebunden, kann sich der Reservearmeen aller Länder bedienen. Da der Weltkapitalist seine Weltarbeitskräfte aber nicht auf den Mond ausbeutet, sondern mitten in den Ländern, wo auch die Lohnarbeiter der nationalen Kapitalisten ausgebeutet werden, „wildert“ der internationale Kapitalist sozusagen in den fremden Revieren der nationalen Kapitalisten, setzt er sie untereinander in Konkurrenz, setzt er sie unter Druck. Vergleicht man irgendwo auf der Welt die Arbeitsbedingungen in Fabriken internationaler Monopole mit denen in Fabriken mit lokal „sesshaftem“ Eigentum, so sind die Arbeitsbedingungen viel schlechter, die Löhne niedriger bei den Weltkapitalisten, sind die „bodenständigen“ Unternehmen also ihrerseits gezwungen, ihre Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und die Löhne zu drücken, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Das ist unter den gesetzlichen Bedingungen der einzelnen Staaten nicht immer elegant zu lösen, gibt es Reibungsverluste und Wettbewerbsverzerrungen. Solche Hürden wie Tarifautonomie ( auch, wenn es formal nur noch auf dem Papier gibt und faktisch immer weiter ausgehebelt wird !!) und andere Hürden des kapitalistischen Ländersystems, hat der Weltkapitalist einfach überspringen können. Die Auslagerung ganzer Fabriken und ganzer Industrien in Billiglohnländer ( und die Rückkehr der Fabriken an alte Standorte, aber unter verschlechterten Arbeits- und Lohnbedingungen!) – das alles sind bekannte Erscheinungen; kurz: das Weltkapital setzt sich über die Hürden in den einzelnen Ländern hinweg, wird Schrittmacher der Verschlechterung der Lage der Arbeiterklasse in allen Ländern der Welt, wird Schrittmacher der Ausbeutung und Unterdrückung in allen Ländern der Welt, wird Schrittmacher der Aushebelung der über hundert Jahre alten Arbeiterbewegungen in den kapitalistischen Ländern. Was die nationale Bourgeoisie in 100 Jahren nicht geschafft hat, das macht die Weltbourgeoisie heute im Handumdrehn. Das bekommt insbesondere die Arbeiterklasse solcher Länder schmerzhaft zu spüren, die einen besonders harten Klassenkampf geführt hatte, um den Kapitalisten, um dem kapitalistischen Staat diese und jene Verbesserung ihrer Lage abzuringen und dementsprechend ist ihr Widerstand größer als in anderen Ländern. Das Problem ist nur, dass der Weltkapitalist dafür wenig Verständnis hat und jeden Arbeiter, der aufmuckt, arbeitslos macht, denn er kann aus einer Millionenreservearmee schöpfen und das Kapital ist inzwischen beweglich genug, um sich zu jeder Zeit einen besseren Standort zu verschaffen, wo die Profite reibungsloser, schneller und höher zu machen sind, wo der Widerstand der Arbeiter am geringsten ist. So geht die Autoindustrie in den Osten bis nach China, weil dort die Ausbeutungsbedingungen und die Vermehrung des Kapitals am größten ist. Das billigste Billiglohnland der Welt ist heute das sozialimperialistische China. Das viertgrößte Finanzkapital der Welt befindet sich bereits in seinen Händen, um nur ein Beispiel zu nennen. Und umgekehrt ist die Deutsche Bank, die Bank des Exportweltmeisters Deutschlands, vom 4. auf den 23. Weltplatz aller Banken abgesunken und das in nur wenigen Jahren. Das internationale Bankkapital gerät außer Rand und Band.

Die alten Kampfinstrumente und Kampfformen, die alten Traditionen beherrschen noch die Arbeiterklasse, erschweren ihre Einsicht, dass sie unter den heutigen Bedingungen immer mehr ihre Wirkung verlieren gegenüber den neuen Kampfinstrumenten und Kampfformen des Weltkapitalisten. Der Kampf der beiden Weltanschauungen dauert nicht nur zwischen Bourgeoisie und Proletariat fort, sondern auch zwischen den Arbeitern, die sich von den Fesseln der untauglich gewordenen Traditionen befreien wollen und den Arbeitern, die sich noch von diesen alten (dabei sind die untauglich gewordenen gemeint, nicht die bewährten) Traditionen beherrschen lassen. Und das gilt nicht weniger für die Marxisten-Leninisten, wobei die einen sich von den Hemmschuhen überholter Leitsätze und Anschauungen befreit haben, während andere noch von ihnen gefangen sind und sich daran klammern. Der Kampf gegen eine übermächtige Welt ist zwangsläufig auch ein unvermeidlicher Kampf unter den Neuerern, sowohl unter den Arbeitern als auch unter den Kommunisten. Die weltweiten Massenbewegungen der Arbeiter wie auch die internationalen Bewegungen der Kommunisten sind heute noch konfus in zweierlei Hinsicht: erstens, weil alles internationale Massendenken sich noch in Widersprüchen, Unklarheiten, Zusammenhanglosigkeiten bewegt, konfus aber auch zweitens, wegen der schädlichen Rolle, die die Revisionisten darin spielen. Der Kampf gegen die Revisionisten in den eigenen Reihen ist ebenso heftig wie der Kampf draußen in der kapitalistischen Welt. Da lässt sich auch keine Einheit predigen, wo keine Einheit möglich ist. Es braucht große Kraft und lange Zeit, die internationale Konfusion zu überwinden mit einem qualitativen Schritt zur internationalen Einheit. Das gilt für die internationale Arbeiterbewegung nicht anders wie für die marxistisch-leninistische Weltbewegung, und vor allem deren beider notwendigen Verschmelzung.

Nun, es handelt sich zum Beispiel um nationale Kampfformen der Arbeiter, die den internationalen Kampfformen des Kapitals gegenüberstehen , welche den nationalen Kampfformen natürlich überlegen sind. Kämpfen die Arbeiter einer Autofabrik für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, wird die Autofabrik ins Ausland verlegt, wo die Löhne niedriger sind und weniger Widerstand von den Arbeitern zu erwarten ist. Oder es werden Arbeiter aus dem Ausland zu Dumpinglöhnen hereingeholt, die nicht nur den Lohn der inländischen Arbeiter drückt, sondern diese auch auf die Straße wirft. Der Weltkapitalist hat die moderneren Waffen, die Arbeiterklasse eines einzelnen Landes veraltete Waffen, mit denen sie gegeneinander kämpfen – ein ungleicher Kampf. Man kann noch so heroisch kämpfen, aber mit veralteten Waffen ist die Niederlage vorprogrammiert. Und tatsächlich kann jeder mit seinen eigenen Augen sehen, dass die Arbeiter in ihren Ländern dieser Entwicklung ziemlich hilflos und machtlos gegenüberstehen, dass es ihnen immer bewusster wird, das man ihnen auf der Nase herumtanzt, dass die Kapitalisten immer frecher auftrumpfen und die Positionen der Arbeiter von Land zu Land immer „besch....er“ werden. Die Waffe, die hier hilft, ist die Waffe der internationalen Vereinigung der Arbeiter. Was sagen die nationalen Gewerkschaften dazu ? Nun, die Gewerkschaftsbosse schauen nicht nur weg und zucken mit den Achseln, sondern sie tun auch noch alles, um die Empörung der Arbeiter ins Leere laufen zu lassen, unternehmen nichts gegen die Regierungen, die diese Konkurrenz mit den ausländischen Arbeitern gesetzlich erlauben. Es ist eine historische Tatsache, dass die Gewerkschaften in den kapitalistischen Ländern seit über hundert Jahren den internationalen Charakter der Arbeiterbewegung vergewaltigt haben, dass die Kapitalisten eine starke Arbeiteraristokratie herangezüchtet hatten, um den proletarischen Internationalismus mit bürgerlichem Nationalismus, Sozialimperialismus, Sozialfaschismus usw. usf. aus den Arbeiterköpfen zu vertreiben, die internationale Front der revolutionären Arbeiterbewegung zu spalten, den weltrevolutionären Vereinigungsprozess zu unterlaufen beziehungsweise brutal zu unterbinden. Heute spürt der Arbeiter auf der ganzen Welt am eigenen Leibe, wohin das geführt hat – er steht in jedem Land isoliert und machtlos da, in Stich gelassen von gewerkschaftlichen Lakaien des Weltimperialismus ! Die Staaten der ganzen Welt mit samt ihren gelben Gewerkschaften befinden sich mittlerweile fast vollständig in den Händen der Monopole, der internationalen Konzerne, des gesamten Weltkapitals. Ja selbst die Mitgliedschaft in einer gelben Gewerkschaft ist für sie schon ein Grund zur Ablehnung einer Bewerbung oder ein Kündigungsgrund. Unter dem Diktat des Weltkapitals kuschen die Regierungen, kuschen die Staaten, kuschen die gelben Gewerkschaften, sind sie in Hilfsinstrumente des Weltkapitals verwandelt worden, werden die Arbeiterrechte, die Gewerkschaftsrechte, die Rechte der Völker, die Menschenrechte ausgehebelt, setzt man sich immer rücksichtsloser darüber hinweg, reagieren die Betroffenen mit Ratlosigkeit und Wut gegenüber dem aufkommenden Weltfaschismus, werden die Arbeiter der ganzen Welt behandelt, so wie die Kolonialisten einst die asiatischen Kulis behandelten. Es ist kein Zufall, dass die Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten deswegen die Rote Gewerkschaftsinternationale gegründet hat, nicht nur um den Proletariern dabei zu helfen, in ihrem Land wieder eine Klassengewerkschaft aufzubauen, die sich ausschließlich vom proletarischen Internationalismus leiten lässt, sondern die gesamte internationale revolutionäre Gewerkschaftsbewegung auf den weltrevolutionären Weg zu bringen. Die RGI wurde gegründet in der weisen Voraussicht, dass die Gewerkschaftsbewegung gegen das Weltkapital neue internationale Kampfformen hervorbringt, um die Gewerkschaftsinteressen des Weltproletariats besser, zentral und geschlossen, zu vertreten und durchzusetzen. Mit der Internationalisierung des gewerkschaftlichen Kampfes verfolgt das Weltproletariat einen doppelten Zweck: Die Konkurrenz der Arbeiter unter den verschiedenen Ländern einzudämmen , indem es diese zu einer Weltkonkurrenz zusammenfasst und als Gesamtverhandler an den Weltverhandlungstisch tritt, nicht nur mit den Kolleg/innen dieses oder jenes Landes im Rücken, sondern mit dem Kampfeswillen der Kolleg/innen der ganzen Welt im Rücken!!!! Wenn es am Anfang nur um den Stop des freien Falls des Weltlohns geht, wird das Weltproletariat seine gewerkschaftlich zentralisierte Vereinigung auch zu allen weiteren Forderungen gegenüber den Weltkapitalisten ausdehnen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, usw. usf. , wird also die Aufrechterhaltung der Weltgewerkschaftsfront selbst notwendiger als die der Weltlöhne. In diesem Gewerkschaftskampf auf höchster Stufe vereinigen und entwickeln sich sowohl auf der Seite des Kapitals als auch auf der Seite der Arbeiter schließlich alle Elemente für die kommende Weltschlacht. Einmal an diesem Punkt angelangt, wird die Revolutionäre Gewerkschaftsinternationale ihre politischen Aufgaben erfüllen können, nämlich dabei mitzuwirken, die ruinöse Konkurrenz unter den Arbeitern endlich im Weltmaßstab für immer aufzuheben und an ihre Stelle die Welt-Assoziation der sozialistischen Gewerkschaft zu setzen.

Ohne die internationale Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ist die internationale Arbeiterbewegung machtlos, steht sie auf tönernen Füßen, fehlt ihr die Basis, kann sie sich ohne Basis nicht entfalten. Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Vereinigung, die das Weltproletariat in seiner Gesamtheit erfasst, aber die damit noch lange nicht unmittelbar die Weltdiktatur des Proletariats zu verwirklichen vermag. Dazu bedarf es differenzierter internationaler Vereinigungen, ja eines gewaltigen Weltorganisationsmechanismus ( internationale Transformationsriemen), der erst durch eine Reihe von Zahnrädern in Gange gebracht wird. Die Weltdiktatur des Proletariats kann nur durch seine Avantgarde, die proletarische Weltpartei verwirklicht werden, die mit der RGI eng verzahnt ist. Ohne diesen Mechanismus ist der Weg vom Weltimperialismus zum Weltsozialismus nicht zu bewerkstelligen.

Wie stellt sich nun das dialektische Verhältnis von nationaler und internationaler Gewerkschaftsbewegung, insbesondere im Kampf gegen die neue globalisierte Weltlohnsklaverei dar?

Die gelben Gewerkschaften sind Instrumente des Imperialismus zu Niederhaltung und Spaltung des revolutionären Proletariats. Das Weltkapital braucht die Weltlohnsklaverei und damit auch die ihm passende Weltform der gelben Gewerkschaft als künftiges Bollwerk gegen den weltproletarischen Kampf, dessen Ziel die Abschaffung der Weltlohnsklaverei ist. Das Weltkapital kann die gelben Gewerkschaften, so wie sie sich bis heute in den einzelnen Ländern entwickelt haben, nicht einfach „übernehmen“, kann sie aber auch nicht zerschlagen. Das kann das Weltkapital aus dem einfachen Grund nicht, da sie weiter als Regulierungsinstrument des Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem der nationalen Bourgeoisien erhalten bleiben müssen als Abteilungen der Weltbourgeoisie. Also müssen die gelben Gewerkschaften in jedem Land völlig umgewandelt, globalisiert werden, damit sie seinen Weltinteressen auch dienen können. Indem die gelben Gewerkschaften als Abteilungen der neuen gelben Weltgewerkschaft des globalisierten Weltkapitals auftreten - und das Weltkapital zwingt sie dazu -, führt jede gelbe Gewerkschaft in einem Land nicht mehr nur ihren arbeiterfeindlichen Kampf zur Aufrechterhaltung der Lohnsklaverei im eigenen Land, sondern ist gezwungen, ihre eigenen nationalen Interessen den gelben Gesamtgewerkschaftsinteressen des Weltkapitals unterzuordnen, das heißt die gelben Gewerkschaftsinstrumente aller Länder müssen in ein einziges, zentralisiertes Instrument des Weltkapitals verwandelt werden, um die Weltarbeit disponibel, verfügbar zu gestalten, was wiederum heißt: ihr bislang reaktionäres, nationales Zunftwesen, das die Arbeiterbewegung eines jeden Landes ungemein in ihrer revolutionären Entwicklung gehemmt hat, muss fallen. Das ist gut und nicht schlecht! Insofern handelt es sich nicht mehr um eine Amsterdamer Internationale (gegen die revolutionäre, klassenkämpferische Gewerkschaftsbewegung in den einzelnen Ländern). Es handelt sich auch nicht mehr so sehr um einen losen gewerkschaftlichen Weltdachverband, wo die einzelnen gelben Gewerkschaften ihre eigenen (sozialimperialistischen) Interessen vertraten, sich sozusagen nur gegenseitig unterstützten, bzw. dort um ihre (sozialimperialistische) Hegemonie kämpften, sondern um eine globalisierte gelbe Gewerkschaftsbewegung des globalisierten Weltkapitalismus, das heißt eine neue Gewerkschaftsform, mit der die gesamte Weltarbeit im Zaun gehalten werden kann, indem sie in die Ländergewerkschaften hineinwirkt, sie sich umformt und sie so zur internationalen Spaltung des Weltproletariats zentral lenken kann. Für die revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung ist das insofern - und nur insofern - gut, als das Weltkapital die nationalen Schranken der gelben Gewerkschaftsbewegung durch die globale Gestaltung der Weltarbeit schleift und damit der internationalen Entfaltung der Vereinigung der weltrevolutionären Gewerkschaftsbewegung bessere Ausgangsbedingungen verschafft – und zwar nicht nur für das Weltproletariat insgesamt, sondern auch für die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land der Welt. Dadurch wird die Gewinnung der Gewerkschaftsmitglieder für die Ideen des Kommunismus auf der ganzen Welt und in allen Ländern erleichtert und beschleunigt.

Wenn die globalisierten Gewerkschaftsinteressen des Weltkapitals also von außen auf die gelbe Gewerkschaft eines jeden Landes verstärkt Einfluss nimmt, wenn das Weltkapital über die Gewerkschaftsinstrumente (und deren Einsatz) eines jeden Landes bestimmt, können die Arbeiter in ihrem Land ihre revolutionären, klassenkämpferischen Gewerkschaften allein, auf sich gestellt, nicht (dauerhaft) aufbauen bzw. verteidigen, da sie in ihrem Land nunmehr einer gelben Abteilung der welt-sozialimperialistischen Gewerkschaftszentrale gegenüberstehen. Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land kann sich nicht voll entfalten, wenn die Roten Gewerkschaftler ihre Organisation nicht vom nationalen Boden loslösen, wenn die (innere) revolutionäre Gewerkschaft jedes Landes nicht vom Weltproletariat in jede (äußere) der RGI angehörende Abteilung (des Weltproletariats) vereinigt (qualitativ verwandelt) wird, um den internationalen gelben Gewerkschaftsapparat international zerschlagen zu können (= und das – und nur das, ist die einzige Garantie des Sieges über diie eigene gelbe Gewerkschaft in jedem Land unter den heutigen Bedingungen der globalisierten Weltlohnsklaverei !!). Sozusagen verwandelt das Weltkapital die (Landes-)Innere gelbe Gewerkschaft in ein Instrument der äußeren kapitalistischen Weltgewerkschaft, weckt sie aus ihrem nationalen Dornröschenschlaf auf, stärkt sie bei gleichzeitiger Verschärfung der Widersprüche und Konkurrenz zwischen der nationalen Arbeit und der Weltarbeit. Dadurch erst, dass das Weltkapital die globalisierte gelbe Weltgewerkschaft schafft, hebt sie auch die globalisierte revolutionäre Weltgewerkschaft auf die Weltbühne, kann die gelbe Gewerkschaft mit dem Kapitalismus, dessen Instrument sie ist, für immer nicht nur von der Weltbühne, sondern auch von der historischen Bühne jedes Landes verschwinden, kann sich die weltrevolutionäre Gewerkschaftsbewegung in allen Ländern der Welt voll entfalten. Das Weltproletariat kann die Länder nicht vereinigen, wenn es nicht seine ( und zwar gegen die gelben gerichteten !!) revolutionären Gewerkschaften vereinigt: „Weltproletariat – vereinige die revolutionären Gewerkschaften aller Länder!“ Das ist die weltrevolutionäre Idee zur Lösung der Gewerkschaftskrise: Die kapitalistische Gewerkschaft kann im eigenen Land durchaus aus eigener Kraft besiegt werden (allerdings unter viel größeren Opfern – eben wegen ihrer Verbindung zum Weltkapital), aber niemals kann der Sieg einer revolutionären Gewerkschaft über die reaktionäre Gewerkschaft in einem Land garantiert werden, solange sich die reaktionäre Gewerkschaft eines Landes aus dem Weltkapital genügend neue Restaurationskräfte ziehen kann. Deswegen müssen wir gegen alle gewerkschaftlichen Ideen, insbesondere gegen die Ideen des Weltökonomismus, antreten, die unsere Idee von der RGI, unsere Ideen vom weltrevolutionären Gewerkschaftskampf angreifen, denn damit nützen sie nicht, sondern schaden sie der revolutionären Gewerkschaftsbewegung im eigenen Land, schaden sie nicht etwa der gelben Gewerkschaft, sondern helfen sie ihr ( = weltrevolutionärer Gewerkschaftskampf in Worten – gelber, internationaler Gewerkschaftskampf in Taten). Garantie gegen gelbe Gewerkschaften, das heißt die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der konterrevolutionären Gewerkschaftsbewegung in der imperialistischen Weltordnung, schafft nur der internationale, weltrevolutionäre Gewerkschaftskampf, die Rote Gewerkschaftsinternationale, nur der Gewerkschaftskrieg zur Beseitigung der gelben Gewerkschaft, der anti-imperialistische Gewerkschaftskrieg des Weltproletariats nur insofern als dieser der Eroberung seiner Weltmacht dient. Es gibt heute für die klassenbewussten Arbeiter keine wichtigere Aufgabe als die, diese weltrevolutionäre Bedeutung der INTERNATIONALEN gewerkschaftlichen Bewegung zu begreifen und sie ganz genau zu kennen und sich fest einzuprägen. Die Schaffung der Roten Gewerkschaft in jedem Land geht also nicht gradlinig, nicht regelmäßig und nicht losgelöst von der internationalen Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung vor sich. Sie wird durch das Weltkapital gezwungen, sich über den „Umweg“ des internationalen Gewerkschaftskampfes des Weltproletariats in jedem Land also auch im eigenen Land zu entwickeln, was nicht zuletzt auch von den Bedingungen in jedem Land selbst abhängt. Die Rote Gewerkschaft in jedem Land hat also große Hindernisse zu überwinden, die sie nur gemeinsam mit den Proletariern aller Länder, nur als Abteilung des Weltproletariats überwinden kann. Das Weltkapital hindert die Rote Gewerkschaft daran, sich in jedem Land – von der weltgewerkschaftlichen Bewegung getragen - zu entfalten, aber anders als eine Abteilung der internationalen revolutionären Gewerkschaft des Weltproletariats kann die Rote Gewerkschaftsbewegung eines Landes die gelbe Gewerkschaft nicht schlagen, da diese nun einmal international in die Geschäfte des Weltkapitals eingebunden ist und die Rückendeckung der nationalen Bourgeoisie besitzt. Das heißt natürlich nicht, dass die Roten Gewerkschaftler in jedem Land ihre Hände in den Schoß legen und diese internationale Entwicklung „abwarten“. Sie müssensowohl in den gelben als auch außerhalb der gelben Gewerkschaften die revolutionäre Arbeit der Gewerkschaftsopposition organisieren und dazu geeignete Übergangsformen hin zur Schaffung einer selbständigen Roten Gewerkschaft bilden. Diese Übergangsformen werden in allen Ländern unterschiedlich ausfallen, da die gelben Gewerkschaften in den verschiedenen Ländern nicht alle gleich sind. Die Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftler in einem Land gehört mit zu den zähesten, aufreibendsten, kompliziertesten und schwierigsten, aber auch wichtigsten und notwendigsten Aufgaben der Weltrevolutionäre, weil große Teile der Proletarier, insbesondere die Industriearbeiter, noch in den gelben Gewerkschaften gefangen gehalten werden und täglich dem reaktionären Einfluss der Arbeiteraristokratie und der Gewerkschaftsintelligenz ausgesetzt sind. Die gelbe Gewerkschaft konnte sich nur deswegen so lange in der Arbeiterbewegung halten, weil die Arbeiter noch zögern, sie durch ihre eigene, revolutionäre Gewerkschaft zu ersetzen, weil die gelbe Gewerkschaft das dafür nötige revolutionäre Klassenbewusstsein täglich, stündlich untergräbt und täglich stündlich die Gewerkschafterhirne mit bürgerlicher Ideologie abfüllt. Die bürgerliche Gewerkschaft wird immer noch als die „heilige Kuh“ vergöttert, die man nicht schlachten darf, weil sonst noch alles „viel schlimmer“ kommen könnte. Dieser Aberglaube ist erst gebrochen, dieser Mythos ist erst überwunden, wenn die Arbeiter an Hand ihrer eigenen Erfahrungen restlos begriffen haben, dass eine Klassengewerkschaft der Bourgeoisie niemals die Interessen der Arbeiterklasse vertreten kann, sondern dass dies nur die eigene, die proletarische Klassengewerkschaft kann. Das ist dann der Anfang des historischen Endes der gelben Gewerkschaft, dann wird nach über 100 Jahren endlich die alte revolutionäre Gewerkschaft, ihre klassenkämpferische Tradition, wieder das Licht der Welt erblicken, wird die 100 Jahre lange Spaltung der Gewerkschaftsbewegung durch die Bourgeoisie beseitigt werden, wird es wieder freie Einheitsgewerkschaften geben, die niemandem anders mehr dienen, als den Arbeitern selbst. Das ist ein harter Kampf, der unvermeidlich ist, denn er wird der gespaltenen Arbeiterklasse aufgezwungen, um ihre Einheitsgewerkschaft, ihre gewerkschaftliche Einheit, wieder herzustellen.

Aber schauen wir uns bei den Kommunisten um. Die Schwäche der Kommunisten zeigt sich nirgends deutlicher als in der Gewerkschaftsfrage. Es sträuben sich die Haare zu Berge, wenn man selbst von alten, gestandenen Kommunisten Zitate von Lenin um die Ohren kriegt über die Haltung der Kommunisten in den Gewerkschaften vor 100 Jahren, wo es noch um die Bekämpfung der Kinderkrankheiten (!!!!!) des Kommunismus ging. Wir fragen uns heute ganz im Ernst, ob wir nicht ein Buch über die Alterskrankheiten des Kommunismus schreiben sollten, damit endlich von allen begriffen wird, dass wir die Gewerkschaftsfrage nicht mit den Antworten lösen können, die vor 100 Jahren richtig waren, aber heute den veränderten Bedingungen der Globalisierung ganz und gar nicht mehr entsprechen. Die Schande ist die, dass die überwiegende Mehrheit der Kommunisten sich heute in der Gewerkschaftsfrage an den Arbeitern schwer versündigt hat, dass sie unter der 100 Jahre lang angehäuften Last des Reformismus und Revisionismus in der Gewerkschaftsbewegung erdrückt worden sind, weil sie es versäumt haben, diese Last rechtzeitig abzuschütteln und eine revolutionäre Haltung einzunehmen. Ein weiterer Fehler ist der, dass gerade die Gewerkschaftsfrage ganz deutlich macht, wie groß noch der kleinbürgerliche Einfluss in den eigenen Reihen ist, die zur falschen Haltung in der Gewerkschaftsfrage nicht wenig beigetragen hat. Die Gewerkschaftsfrage ist die Frage, die die Kommunisten immer noch am meisten entzweit – eben weil der Reformismus und Revisionismus hier am tiefsten verwurzelt ist und leider viel mehr zur Stärkung des Anarcho-Syndikalismus und viel zu wenig zum weltrevolutionären Gewerkschaftskampf beigetragen hat. Wenn die Gewerkschaftsfrage die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung lahm legt, dann muss man die Gewerkschaftsfrage anpacken, das heißt sie einer marxistisch-leninistischen Lösung zuführen. Wenn dieser Knüppel zwischen den Zahnrädern beseitigt ist, wird die Vereinigung sowohl im Gewerkschaftskampf als auch im kommunistischen Kampf die gewünschten Fortschritte erzielen. Vereinigen wir uns also im Kampf für die revolutionäre Gewerkschaft – für welche Gewerkschaft denn sonst?!

Als die RGI am 1. Mai 2003 wiedergegründet wurde, trat sie mit ihrer Plattform vor das Weltproletariat, worin es (u.a). heißt:

„Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Organisation der Komintern/ML, eine selbständige internationalistische Schule des Kommunismus, die das Weltproletariat generell in ihrem revolutionären Gewerkschaftskampf vereint, erzieht und unterstützt.“

Die RGI lässt sich in ihrer gesamten Tätigkeit von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha – insbesondere von deren Gewerkschaftslinie - leiten, indem sie diese im täglichen internationalen Klassenkampf korrekt verteidigt, anwendet und weiterentwickelt.

Die einzelnen Erfahrungen des revolutionären Gewerkschaftskampfes in allen Ländern sind gleichzeitig in ihrer zentralisierten und konzentrierten Analyse und Verallgemeinerung der internationalen Weltarbeiterbewegung die Basis für die Weiterentwicklung der Generallinie der RGI.

Ziel ist in erster Linie die gegenseitige solidarische Unterstützung der revolutionären Gewerkschafter in der ganzen Welt, um den Gewerkschaftskampf des gesamten Weltproletariats in einen großen internationalen Hebel für die sozialistische Weltrevolution einzusetzen.

Kampf für die Vereinigung und Organisierung aller revolutionären Kräfte der Weltgewerkschaftsbewegung gegen Klassenversöhnung, Spaltung, Kapitulantentum und Liquidatorentum, insbesondere gegen alle Zweige des Revisionismus, Reformismus, Trotzkismus, Anarcho-Syndikalismus und gegen jeglichen bürgerlichen Einfluss innerhalb der Weltgewerkschaftsbewegung, um

a) die Selbständigkeit und Eigenständigkeit des Weltproletariats in seinem ökonomischen, politischen, ideologischen und organisatorischen Gewerkschaftskampf zu erreichen und sicherzustellen;

b) das gesamte Weltproletariat unter dem roten Banner der Einheitsfront zusammenzuführen im Gewerkschaftskampf gegen den Weltkapitalismus.

Die RGI kämpft für die revolutionäre Beseitigung der bürgerlicher Gewerkschaften. Diese Instrumente des Weltkapitalismus müssen zerschlagen und sozialistische Gewerkschaften als Instrumente der Macht des Weltproletariats zum Aufbau bzw. Wiederaufbau des Sozialismus zu schaffen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die RGI stützt sich dabei wiederum auf die Taktik der revolutionären Einheitsfront des Weltproletariats.“

Die RGI wirkt nicht nur vereinigend in die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes, vereinigend bis hinein in die letzte Fabrik der Welt, sondern auch umgekehrt wirkt die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes vereinigend, wirkt die letzte Fabrik der Welt vereinigend bis hinein in die RGI.


 

 

2017

 
Es lebe der 14. Jahrestag der
Wiedergründung der
Roten Gewerkschaftsinternationale (RGI)

1. Mai 2003 - 1. Mai 2017

 

Heute senden wir kämpferische Grüße der internationalen Klassensolidarität an alle Mitglieder und Unterstützer der Roten Gewerkschaftsinternationale, an alle revolutionären Gewerkschafter auf der ganzen Welt !

Wir haben unsere bisherige Gewerkschaftsarbeit darauf beschränkt, ihre ideologische Grundlinie zu bestimmen und uns dabei auf die Erfahrungen der Roten Gewerkschaftsinternationale der Komintern, auf die Erfahrungen der Gewerkschaftsarbeit der beiden einzigen sozialistischen Länder der Welt - die Sowjetunion Lenins und Stalins und das Albanien Enver Hoxhas - zu stützen. Wir haben die wichtigsten Lehren aus den Erfahrungen der Geschichte der internationalen revolutionären Gewerkschaftsbewegung gezogen und alles auf den Webseiten der RGI in einer Reihe von verschiedenen Sprachen in Wort und Bild dokumentiert. Mit der Wiedergründung der RGI haben wir diese Schule des Weltkommunismus neu eröffnet, aber noch nicht mit dem Leben gefüllt, wie es sich für eine echte RGI gehört. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wir noch weit weg sind von der einstigen Schlagkraft der RGI unter Lenin und Stalin. Wir haben auch keine Sowjetunion Lenins und Stalins mehr, ohne die es nicht zu den großen Erfolgen der RGI gekommen wäre.

Was wir in den vergangenen 14 Jahren nicht geschafft haben, ist die Verankerung im Weltproletariat vermittels unseres konkreten Gewerkschaftskampfes vor Ort. Dies lag ganz einfach daran, dass uns hierfür die erforderlichen Kräfte fehlten und deswegen unsere reichhaltigen Erfahrungen in Betrieb und Gewerkschaft praktisch gar nicht erst zum Tragen kommen konnten. Wir sind zwar die stalinistisch-hoxhaistische Weltpartei des Proletariats, aber noch eine winzige, eine gerade mal im Aufbau begriffene Organisation, von der noch gigantische Aufgaben zu lösen sind.

Alle Kraft mussten wir zu allererst auf die Komintern (SH) selbst konzentrieren. Dabei ist der Aufbau der RGI weitgehend auf der Strecke geblieben. Vom Prinzip her gesehen kann das auch gar nicht anders sein. Zuerst schafft sich das Weltproletariat seine Avantgarde, bevor es dazu übergehen kann, sich seine eigenen Massenorganisationen zu schaffen.

Wo verankern wir uns in der Arbeiterklasse ? In erster Linie dort, wo der Arbeiter gezwungen ist, seinen Lebensunterhalt zu verdienen - in seinem Betrieb, an seinem Arbeitsplatz. Die Verankerung in der Arbeiterklasse ist vor Allem auf dem Wege unserer aktiven Teilnahme am Klassenkampf zu erreichen, vorrangig in Betrieb und Gewerkschaft. Wir können neue proletarische Mitglieder nicht allein mit Propaganda auf unseren Webseiten gewinnen. Also kein Aufbau der RGI ohne den Aufbau der Komintern (SH) und umgekehrt, ohne Aufbau der RGI kein Zustrom von neuen proletarischen Parteimitgliedern. Beides entwickelt sich in einem dialektisches Verhältnis. Dieses Verhältnis zwischen Aufbau der proletarischen Partei und ihrer Massenorganisationen muss in jeder Entwicklungsphase konkret analysiert, festgelegt und umgesetzt werden.

Erst in einer fortgeschritteneren Entwicklungsphase der Komintern (SH) kann also allmählich der geeignete Zeitpunkt kommen, wo der Aufbau der RGI zu einem immer wichtigeren Instrument der Verankerung der Komintern (SH) in den proletarischen Massen wird. Wohlgemerkt, die Komintern (SH) befindet sich immer noch in ihrer ersten Aufbauphase, wo es um die Gewinnung der revolutionärsten Elemente des Weltproletariats und die Schmiedung der Avantgarde geht. Um mit unseren Massenorganisationen die Millionenmassen zu gewinnen, davon sind wir noch sehr weit entfernt. Dahin kommt man nicht, wenn man die erste Phase des Parteiaufbaus überspringt. Das istt Selbstbetrug und glatter Selbstmord. Man kann die Kräfte nicht auf Aufgaben konzentrieren, die noch gar nicht erfüllbar sind. Die Überschätzung der eigenen Kräfte und das vorzeitige Beenden der verschiedenen Entwicklungsphasen hat so mancher kommunistischen Parteien stets das Genick gebrochen. Davor warnen wir eindringlich. Wir dürfen diesen Fehler nicht wiederholen. Realistisch an die eigenen Kräfte herangehen, das bedeutet, sie nicht zu überschätzen und zu verschleißen. Die Partei kann ihre Aufgaben nur erfüllen, wenn diese auch tatsächlich erfüllbar sind. Noch müssen wir uns damit begnügen, eine kleine Organisation zu sein, die um nichts Anderes kämpft, als um ihren Selbsterhalt.

Der Zeitpunkt, wo die Komintern (SH) kräftemäßig in der Lage ist, ihre Verankerung in der Arbeiterklasse mit Hilfe der RGI systematisch und konkret vorzubereiten und Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen, dieser Zeitpunkt kommt nicht im Selbstlauf. Auf diesen Zeitpunkt muss in einem harten und zähen Kampf hingearbeitet werden. Von Nichts kommt Nichts.

Wir haben im Jahresplan 2017 diesen Zeitpunkt auf das kommende Jahr 2018 festgesetzt. Uns ist bewusst, dass im Jahre 2018 unsere Kräfte noch kaum ausreichen werden, um diese Aufgabe zu schaffen. Die RGI lässt sich nicht aus dem Boden stampfen. Aber uns ist auch bewusst, dass man diese Aufgabe nach 14 Jahren der Gründung der RGI energischer als bisher anpacken kann und muss. Dabei kommt es schließlich nicht darauf an, mit dem Jahr 2018 einen großen Durchbruch zu erreichen, sondern es geht lediglich darum, mit einem ersten Schritt zu beginnen, wie klein er auch immer sein mag. Was am Ende des Jahres 2018 dabei heraus kommt, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass wir diese Aufgabe endlich einmal konkret anpacken müssen.

Ohne gleich in politischen Ökonomismus und rechten Opportunismus zu verfallen, wird sich die Komintern (SH) für das Jahr 2018 auf das industrielle Weltproletariat und seinen revolutionären Kampf in den Gewerkschaften und Betrieben konzentrieren. Wir planen mit Anfang des Jahres 2018 neue Webseiten zu den wichtigsten globalisierten Industrien, wie zum Beispiel die "die Weltrevolution des Ölarbeiters" - "Die Weltrevolution des Bergarbeiters", "die Weltrevolution des Metallarbeiters" (oder vielleicht unter anderen Namen) usw. Diese neuen Webseiten dienen als weltweites Sprachrohr, als Propagandist, Agitator und Organisator für unsere Arbeiter in den wichtigsten globalisierten Industriezweigen. Darin wollen wir die Arbeiter bei der Internationalisierung ihres Kampfes unterstützen gegen die Dreier- Allianz von Staatsbündnissen, multinationalen Kapitalisten und ihren internationalen gelben Gewerkschaftsorganisationen.

Unser Ziel ist es, Betriebs- und Branchenzellen aufzubauen, die nicht nur international vernetzt sind, sondern das sind im wahrsten Sinne des Wortes "Weltbetriebszellen" der multi-nationalen Konzerne. In diesen Zellen sind nicht nur die Arbeiter eines Betriebes in diesem oder jenen Land organisiert und nicht etwa auf den Kampf im eigenen Land beschränkt, sondern in unseren zukünftigen "Weltzellen" sind alle Arbeiter auf der Welt vereinigt, die einem multi-nationalen Konzern angehören oder aus Betrieben kommen, die mit diesen multi-nationalen Konzernen engstens verknüpft sind.

Heute ist die internationale Arbeiterklasse zu einem globalisierten Weltproletariat zusammen gewachsen, d.h., über alle nationalen Grenzen hinweg vereinigt durch das Weltkapital selbst. Wenn man also heute einen globalisierten Klassenampf des Weltproletariats führen will, dann muss man hierfür auch die organisatorischen Voraussetzungen schaffen, und das werden unsere "Weltzellen" sein. Hieraus wird die Komintern (SH) vermittels der RGI ihre zukünftige Kraft schöpfen, aus dem zentralisierten und global organiserten Industrieproletariat der großen Weltunternehmen.

Dabei spielen die Sektionen der Komintern (SH) eine wichtige Rolle. So ist es beispielsweise für die weltweite Organisierung der Arbeiter aus der Autoindustrie unter den gegebenen Umständen naheliegend, dass die deutsche Sektion der Komintern (SH) sich maßgeblich an dem Aufbau eine "Weltzelle" in der Autobranche beteiligt. Dabei geht es zunächst darum, die Arbeiter verschiedener deutscher Autohersteller in Deutschland und ihren ausländischen Zweigbetrieben zu vereinigen. Und schließlich geht es darum, die Autobauer der ganzen Welt im gemeinsamen Kampf gegen die internationalen Autokonzerne zu mobilisieren. Eben dazu brauchen wir die "Weltzellen". Wir gehen außerdem davon aus, dass die so erzielten Ergebnisse des globalisierten Betriebs- und Gewerkschaftskampfes auch positive Auswirkungen auf die Verbesserung der Kampfbedingungen in den nationalen Betrieben und Gewerkschaften haben werden, dass das global organisierte Industrieproletariat also eine Vorreiterrolle für den Betriebs- und Gewerkschaftskampf aller anderen Proletarier auf der ganzen Welt einnehmen wird.

Das Weltkapital hat die Arbeit globalisiert. Also kann auch nur die globalisierte Arbeit das Weltkapital beseitigen. Deswegen müssen wir neue globalisierte Wege gehen. Deswegen müssen wir neue, international vernetzte Kampf- und Organisationsformen entwickeln.

Und dabei werden wir nicht darauf verzichten, uns auf die Erfahrungen der Roten Gewerkschaftsinternationale zu stützen. Wir werden ihren ruhmreichen Weg ehrenvoll und erfolgreich fortzusetzen.

 

* * *

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist niemals gefallen – sie ist am 1. Mai 2003 wieder gegründet worden, um auch im 21. Jahrhundert ihren Kampf für die gewerkschaftlichen Interessen des Weltproletariats fortzusetzen.

Nach ihrer Auflösung im Jahre 1937 bauen wir die alte RGI wieder auf im Geiste der alten Komintern. Wir stützen uns auf die alte Tradition des weltrevolutionären gewerkschaftlichen Klassenkampfes, auf die Erfahrungen des Weltproletariats, auf das alte RGI-Programm, die alten Aufrufe, Resolutionen, Beschlüsse und Erklärungen der RGI, auf die Generallinie Lenins und Stalins in der Gewerkschaftsfrage.

 

Vor 14 Jahren wurde die RGI wiedergegründet und gab sich ihre eigene revolutionäre Plattform für die Organisierung des internationalen revolutionären Gewerkschaftskampfes.

PLATTFORM

DER WIEDERGRÜNDUNG DER


ROTEN GEWERKSCHAFTSINTERNATIONALE

1.

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist die gewerkschaftliche Weltorganisation der Komintern-ML, eine selbständige internationalistische Schule des Kommunismus, die das Weltproletariat generell in ihrem revolutionären Gewerkschaftskampf vereint, erzieht und unterstützt.

Die RGI ist die Zentrale der bolschewistischen Weltgewerkschaftsbewegung, die aus ihrer ruhmreichen Tradition schöpft und zwar in kritischer und selbstkritischer Auseinandersetzung mit den Fehlern der Vergangenheit – mit dem Ziel, die rechten, „linken“ und zentristischen Abweichungen zu vermeiden bzw. deren Einflüsse zu überwinden.

Die RGI lässt sich in ihrer gesamten Tätigkeit von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha – insbesondere von deren Gewerkschaftslinie - leiten, indem sie diese im täglichen internationalen Klassenkampf korrekt verteidigt, anwendet und weiterentwickelt.

Die RGI ist der permanenten Bolschewisierung der internationalen revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung verpflichtet. Dem Wesen nach gelten die 12 Stalinschen Bolschewisierungsthesen nicht nur allgemein für die bolschewistischen Parteien, sondern finden insbesondere in der Gewerkschaftsfrage grundsätzlich Anwendung.



2.

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist die Dachorganisation aller weltrevolutionären Gewerkschaftskräfte , die von den bolschewistischen Parteien, den Sektionen der Komintern-ML, in den einzelnen kapitalistischen Ländern im Kampf für die weltsozialistische Revolution, den Sturz der Bourgeoisie und der Errichtung bzw. Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats gewonnen, organisiert, mobilisiert, geführt und angeleitet werden.

In jedem Land wird die Schaffung einer eigenständigen weltrevolutionären Gewerkschaft unterstützt, die sich ihrem Dachverband der RGI freiwillig anschließen kann.

Die Organisationsformen, die Strategie und Taktik des revolutionären Gewerkschaftskampfes, insbesondere gegenüber den reformistischen und revisionistischen Gewerkschaftsorganisationen sind in jedem Land anders auf Grund der dort bestehenden besonderen Bedingungen. Dadurch kommt den einzelnen bolschewistischen Parteien eine besondere Rolle bei der Umsetzung der generellen Linie der RGI zu, sowohl was die Elastizität und Manövrierfähigkeit als auch die Entfaltung und Wahrung der Prinzipienfestigkeit von zu schaffenden Gewerkschaftsorganisationen bzw. von der Organisierung der oppositionellen Kräfte innerhalb der bürgerlichen Gewerkschaften anbelangt.

In jedem einzelnen Land muss eine eigenständige weltrevolutionäre Gewerkschaftslinie entwickelt und praktisch umgesetzt werden, die mit der Generallinie der RGI übereinstimmt, mit ihr ständig abgestimmt wird, so wie es den Prinzipien des demokratischen Zentralismus entspricht.

Die einzelnen Erfahrungen des revolutionären Gewerkschaftskampfes in allen Ländern sind gleichzeitig in ihrer zentralisierten und konzentrierten Analyse und Verallgemeinerung der internationalen Weltarbeiterbewegung die Basis für die Weiterentwicklung der Generallinie der RGI.

Ziel ist in erster Linie die gegenseitige solidarische Unterstützung der revolutionären Gewerkschafter in der ganzen Welt, um den Gewerkschaftskampf des gesamten Weltproletariats in einen großen internationalen Hebel für die sozialistische Weltrevolution zu verwandeln.



3.

Kampf für die Vereinigung und Organisierung aller revolutionären Kräfte der Weltgewerkschaftsbewegung gegen Klassenversöhnung, Spaltung, Kapitulantentum und Liquidatorentum, insbesondere gegen alle Zweige des Revisionismus, Reformismus, Trotzkismus, Anarcho-Syndikalismus und gegen jeglichen bürgerlichen Einfluss innerhalb der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung, um

a) die Selbständigkeit und Eigenständigkeit des Weltproletariats in seinem ökonomischen, politischen, ideologischen und organisatorischen Gewerkschaftskampf zu erreichen und sicherzustellen;

b) das gesamte Weltproletariat unter dem roten Banner der Einheitsfront zusammenzuführen im Gewerkschaftskampf gegen den Weltkapitalismus.



4.

Im Kampf – globale Klasse gegen globale Klasse, im Kampf des Weltproletariats gegen die Weltbourgeoisie – meistert die RGI die Prinzipien der marxistisch-leninistischen Einheitsfronttaktik in Abgrenzung zur reformistischen, revisionistischen, so genannten „Einheitsfront“ der bürgerlichen Gewerkschaften in den Ländern und ihren Dachverbänden. Die RGI reinigt ihre Reihen von den bürgerlichen Gewerkschaftsagenturen der Weltbourgeoisie. Der Weltkapitalismus und seine gewerkschaftlichen Agenturen können nur zerschlagen werden durch die Zerschlagung des bürgerlichen Einflusses innerhalb der weltrevolutionären Gewerkschaftsbewegung.



5.

Die revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung kann ihre Ziele nicht erreichen, wenn sie nicht gleichzeitig den Befreiungskampf der unterdrückten und ausgebeuteten Völkern der Welt unterstützt.

Für die RGI ist die anti-imperialistische Weltbewegung daher eine unverzichtbare Reserve der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung.



6.

Die RGI kämpft für die revolutionäre Beseitigung der bürgerlicher Gewerkschaften. Diese Instrumente des Weltkapitalismus müssen zerschlagen und an ihrer Stelle sozialistische Gewerkschaften als Instrumente der Weltdiktatur des Proletariats geschaffen werden.

7.

Proletarier – vereinigt euch und baut eine weltrevolutionäre Gewerkschaft in eurem Land auf !

Weltproletariat – vereinige alle weltrevolutionären Gewerkschaften der Welt in der RGI !

 


Der Kommunismus

wird in den Gewerkschaften siegen !“ (Lenin)

 

 

Aus Anlass des 14. Jahrestages der Wiedergründung der RGI veröffentlicht die RGI folgende Thesen der Komintern:

Dritter Kongress der Komintern 

Thesen über die Kommunistische Internationale und die Rote Gewerkschaftsinternationale

angenommen in der 24. Sitzung des III. Weltkongresses vom 12. Juli 1921

 

Richtlinien für die kommunistische Aktion in den Gewerkschaften.

Vierter Weltkongress - November 1922

 

Die Aufgaben der
Kommunisten in den Gewerkschaften

Losowski:

in der 16. Sitzung des Vierten Kominternkongresses, 20. November 1922

 

2016

 

 

Aufruf NuitDeboutMunich #8 for die klassenkämpferische Richtung stärken, 

  Montag, 8. August um 19:00,    Gärtnerplatz in München


Frankreich:

Die Pariser Kommune muss und w i r d wiederhergestellt werden durch die rote Kampffront der französischen und deutschen Arbeiterklasse, durch den proletarischen Internationalismus des Weltproletariats!


In Frankreich beteiligen sich Hunderttausende an Protesten und Streiks gegen das geplante neue Arbeitsgesetz der sozialfaschistischen Regierung. Dabei rücken Streiks ( auch Generalstreiks!!) und Blockaden der Arbeiter und Bauern immer stärker ins Zentrum.

Die Regierung will Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden in der Woche und 12 Stunden am Tag möglich machen. Damit würde die erkämpfte gesetzliche 35-Stunden-Woche unterhöhlt. Firmen dürften dann von den Branchentarifen abweichen und mit den Gewerkschaften eigene Vereinbarungen treffen. Auch will die Regierung den Kündigungsschutz aushebeln und Entlassungen erleichtern. Staatspräsident und Oberbonze François Hollande hat sich dafür die „Agenda 2010“ des damaligen deutschen SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder mit seinem scheiß Hartz 4 und Agenda 2010 zum Vorbild genommen. Seine Pläne entsprechen 1 : 1 den Forderungen des französischen Unternehmerverbands Medef.

Drei von vier Franzosen gegen das Gesetz

75 Prozent der Bevölkerung lehnen das Gesetz ab. Der Zusammenschluss der vier staatstragenden ,sozialfaschistischen  Gewerkschaftsverbände CGT, FO, FSU und SUD im „Intersyndicale“ entspricht dem Willen des französischen Imperialismus , die echten klassenkämpferischen Gewerkschaften und Kampforganisationen RGI Rote Gewerkschaftsinternationale und RGO Revolutionäre Gewerkschaftsopposition in Frankreich zu sabotieren ! Dagegen muß Rache geschworen werden und das französische Proletariat wird sich auch rächen!  Auch die sozialfaschistische , sozialdemokratistische orientierte CFDT, sabotiert und hetzt heftigst  in Auseinandersetzungen, wenn es um die Bildung und Herrauskristalisierung der RGO und RGI geht ,  auch wenn sie , also die Sozen  mit den anderen Bonzen über den Kurs des Co-Managements mit der Regierung um die millionenschwere Beute rumbuhlt und rumzankt  .

Dynamik und Verbreiterung erfuhren die Kämpfe von vornherein durch die Verbindung mit der von Jugendlichen geprägten Bewegung „Nuit debout“ („Aufrecht durch die Nacht“). Klassenkämpferisch gestärkt werden sie durch den nach wie vor geltenden Ausnahmezustand, der unter dem Vorwand des faschistischen IS-Attentats am 14. November 2015 verhängt wurde.

Gegen wen er sich tatsächlich richtet, offenbart der Medef-Vorsitzende Pierre Gattaz – er beschimpft die Streiken­den als „Terroristen“. Der Rechtsruck, den die Hollande-Regierung und der Madame Guillotine Marine Penner (äähh...)  Le Pen vom faschistischen Front National  seitdem vollzogen hat, geht auch in Frankreich mit einer deutlichen gesellschaftlichen Polarisierung einher. Die Arbeiterklasse rückt mit immer härteren und ausgedehnteren Streiks, teils illegalen Blockaden ins Zentrum der Revolte.

Streiks in verschiedenen Branchen

Eisenbahner sind in einen unbefristeten Streik getreten. Atomkraftwerke werden bestreikt und ein großer Teil der acht Raffinerien Frankreichs steht still. Die Streikenden blockieren die Zufahrten, die die Polizei aber immer wieder freiräumt. Es gibt dort ständige Streikposten, zum Teil mit offenem Mikro und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung, die Spenden sammelt, Essen bringt usw.

Offene Krise der Regierung und Machtprobe

Die Massenproteste ließen die gesetzmäßige  Krise des Weltkapitalismus in allgemeinen, insbesondere der Hollande/Valls-Regierung und ihren scheiß französischen Imperialismus offen ausbrechen. Auch im Lager der sozialfaschistischen Sozen- Regierungspartei PS wachsen die Widersprüche und das sozialdemokratistische Sozen-Pack zankt belanglos  rum was denn nun zuerst kommt ,das Ei oder das Huhn . Selbst im Parlament finden die Pläne keine Mehrheit. Mit Hilfe des Notparagraphen 49,3 will der französische Imperialismus nun das Gesetz unter Umgehung der Abgeordneten durchbringen.

An bislang acht Aktionstagen führte die Protestbewegung Streiks, Demonstrationen und Blockaden durch. Am 14. Juni planten die Gewerkschaften im Rahmen eines erneuten Aktionstags – nach Beginn der Europameisterschaft in Frankreich – eine zentrale Großdemonstration in Paris. Bisher hält Hollande an seinen Plänen fest, aber auch die Proletenrevolte im Bündnis mit den Bauern weicht nicht – eine Machtprobe um die Herrschaft der Produktionsmittel  bahnt sich an.

die deutsche Sektion der Komintern (SH) unterstützt die Aktionstage

Die Massenkämpfe in Frankreich zeigen, wie notwendig es ist, den Aufbau einer stalinistisch-hoxhaistischen Massenpartei voranzubringen. Das will die deutsche Sektion der Komintern (SH) unter allen Umständen  mit internationaler Solidarität und proletarischen Internationalismuis  zum Aktionstag am 8.August 2016 unterstützen. Denn nur die französische Sektion der Komintern (SH) kann das ruhmreiche Banner der Pariser Komune wieder entfachen. Nur die Komintern (SH) kann die weltproletarische Flamme der Pariser Kommune wieder zum Leuchten bringen.


Also kommt alle zum NuitDeboutMunich #8,    Montag, 8. August um 19:00,    Gärtnerplatz in München

 

 

 

 

Weltkommunistische Basisarbeit im Betrieb

Weltrevolutionäre Strategie und Taktik im Klassenkampf

7. Mai 2016

Was ist die weltrevolutionäre Gewerkschaftslinie der Komintern (SH) ?

Wir Stalinisten-Hoxhaisten verteidigen die RGO-Linie von Ernst Thälmann und die RGI-Linie der Komintern Lenins und Stalins.

Wir wenden diese einzig richtige revolutionäre Gewerkschaftslinie auf die heutigen Verhältnisse korrekt an, genauso wie es die KPD/ML in den 70er und 80er Jahren getan hat. Ernst Aust war der Initiator für die Wiedergründung der RGO von Ernst Thälmann. Die Komintern (SH) war der Initiator der Wiedergründung der Roten Gewerkschaftsinternationale und der Fortsetzung der RGO-Linie von Ernst Thälmann und Ernst Aust.

Wir folgen der Linie der sozialistischen Gewerkschaften in der Sowjetunion Lenins und Stalins ebenso wie der im sozialistischen Albanien von Enver Hoxha.

Das ist die revolutionäre Gewerkschaftslinie der Komintern (SH), nämlich die Fortsetzung der kommunistischen Weltgewerkschaftsbewegung unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung.

Damit haben wir uns klar mit unserer Gewerkschaftslinie positioniert, mit der wir uns von allen reformistischen, revisionistischen, trotzkistischen, maoistischen, anarcho-syndikalistischen und anderen opportunistischen Strömungen in der internationalen Gewerkschaftsbewegung scharf abgrenzen und diese bekämpfen.

Wir haben immer klar gesagt, wozu uns die Gewerkschaftsarbeit dient - als Hebel des Klassenkampfes bis hin zur sozialistischen Weltrevolution, als Hebel zur Abschaffung der Lohnsklaverei, als Hebel zur Schaffung einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, als Hebel für eine kommunistische Weltgesellschaft, in denen es keine gelben Gewerkschaften mehr geben wird.

 

Die deutsche Sektion Komintern (SH) zeigt im folgenden einen Beitrag von befreundeten RGO-Aufbauzellen und - Gewerkschaftern zur Frage weltrevolutionärer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit. Wir halten diesen Beitrag wichtig für den Klassenkampf, der in der bolschewistischen Weltbewegung in der BRD und auf der Welt dringend unterstützt werden muss. Wir möchten alle Mitleser dazu einladen, zu den betreffenden Fragen Stellung zu nehmen.


Einschätzung zum sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparat und seinem imperialistischen "1.Mai"

1. Geschichte der gewerkschaftlichen Bewegung und Gewerkschaften in Deutschland


1.1. Die Weimarer Zeit
Mit dem Verrat der SPD (Kriegskredite und Burgfrieden 1914 bis 1918; Niederschlagung der Revolution 1918 bis 1923) gingen auch die sozialdemokratischen Gewerkschaften in Deutschland vom Weg der sozialistischen  Revolution ab. Schon während des imperialistischen Raubkrieges hatte die Regierung gegen den Widerstand konservativer Kreise im Krieghilfsdienstgesetz als Zugeständnis an die Mehrheitssozialdemokratie den Gewerkschaften eine gewisse Mitsprache in betrieblichen Belangen eröffnet.
Unter dem Druck der revolutionären Rätebewegung im November 1918 waren die Kapitalisten bemüht, mit Hilfe der SPD als Regierungspartei die Forderungen der Arbeiter- und Soldatenräte in reformistische Bahnen umzulenken. Wenige Tage nach der Revolution, am 15. November 1918, wurde zwischen den Spitzenverbänden aller Gewerkschaftsrichtungen und den Arbeitgeberverbänden eine Vereinbarung über die Errichtung einer zentralen Arbeitsgemeinschaft geschlossen. Sie sollte die Demobilisierung durchführen, die Wirtschaft aufrecht erhalten und für die Regelung der Löhne und Arbeitsverhältnisse zuständig sein.
Die revolutionären Aufstände und großen Streikbewegungen der Arbeiterräte für die Sozialisierung der Wirtschaft wurden zwar militärisch unterdrückt, führten aber letztlich 1922 zum Betriebsrätegesetz. Damit wurde erstmals in der Weimarer Republik eine eng begrenzte betriebliche "Mitsprache" der Arbeiter und Bauern durch gewählte Vertreter gesetzlich verankert [Mitsprache ist noch weniger als Mitbestimmung, die es im Kapitalismus in Wirklichkeit nicht gibt und nicht geben kann].
In den 20er Jahren entstand daraus im ADGB die weitergehende Diskussion um die „Wirtschaftsdemokratie“; eine reformistische Illusion, die nach dem 2. Weltkrieg in der Mitbestimmung und heute im Ko-Management endete.
Die Einbindung der Gewerkschaft in den Staatsapparat begann. So wurde die Arbeitslosenverwaltung und Jobvermittlung zur quasi staatlichen Institution Arbeitsamt, die "sozialpartnerschaftlich" der sogenannten „Selbstverwaltung“ unterliegt.


1.2. Neuaufbau von 1945 bis 1949 und die Entstehung des DGB-Gewerkschaftsapparates
Der Neuaufbau der Gewerkschaften nach 1945 erfolgte in den westlichen Besatzungszonen im Rahmen zweier gegensätzlicher Bewegungen.
Getragen vom „antifaschistischen Konsens“ als breites, fortschrittliches Bündnis wollten viele Aktivisten an der Basis eine entmonopolisierte, entmilitarisierte und entnazifizierte Gesellschaft aufbauen. Die politische Ordnung sollte einem Rechtsstaat und Sozialstaat entsprechen. In diesem Rahmen sollte auch die neue Einheitsgewerkschaft aufgebaut werden.
Die Gewerkschaftsbasis bestand damals mehrheitlich aus sozialdemokratischen Arbeitern und als Minderheiten gab es die konservativ-christlichen sowie die kommunistischen Bauern und Arbeiter. Die weit verbreitete Idee der Einheitsgewerkschaft sah eine demokratische Gewerkschaftsstruktur von unten nach oben vor.
Das Gegenteil strebten die staatsmonopolistischen  Kapitalisten, die Westallierten und die sozialfaschistischen SPD- und Gewerkschaftsführer an. Sie wollten eine Gewerkschaft als zentralistischen Machtapparat, der die Aufrechterhaltung des kapitalistischen Systems und eine Zerschlagung der „kommunistischen Gefahr“ garantierte.
Den damaligen Einfluss der KPD in den Betrieben zeigten z.B. die ersten offiziellen Betriebsratswahlen 1946: 38% der gewählten Betriebsräte gehörten der KPD an.

Fritz Tarnow, Sekretär im Gewerkschaftsapparat, spricht offen aus, worum es geht:
„Wir müssen dies (den Aufbau von Einheitsgewerkschaften) um jeden Preis zu verhindern trachten, da es den Kommunisten die Möglichkeit geben würde, die Gewerkschaften zu beherrschen. Daher müssen wir jetzt mit den britischen und amerikanischen Stellen die geeigneten Vorkehrungen treffen, damit wir so schnell wie möglich zurückkehren können, um die Entwicklung antikommunistischer Gewerkschaften zu leiten. (Geschichte der dtsch. Arbeiterbew. Bd. 6, S. 93)

Mit Hilfe des Besatzungsrechts, durch die Arbeit des Geheimdienstes CIA und der Unterstützung durch den amerikanischen antikommunistischen Gewerkschaftsverband AFL wurde das Konzept des „free trade unionism“durchgesetzt. Diese sogenannte „freie Gewerkschaft“ bedeutete strenger Antikommunismus und Beschränkung der Gewerkschaft auf „bread and butter“, also wirtschaftliche Fragen. Marshall Montgomery erläutert die dahinter stehenden Überlegungen:
„Die Russen unterstützen die Gewerkschaften, ich beschloss, das nicht zu tun. Ich war zwar sehr dafür, dass die Gewerkschaften den Verhältnissen entsprechend wachsen sollten, aber dagegen, dass sie forciert würden. Dafür hoffe ich zu erreichen, dass im Laufe der Zeit aus ihren eigenen Reihen die richtigen Leute an die Spitze kamen.“ (Deppe (Was für ein Depp!), u.a., Einheitsgewerkschaft - Quellen, Grundlagen, Probleme, S. 25)

Die Umsetzung dieser Strategie bedeutete organisatorisch die Schaffung eines zentralistischen Gewerkschaftsapparates, der eine demokratische Einflussnahme der Basis auf Grundsatzentscheidungen von vornherein ausschließt.


1.3. Kommunistensäuberung
Parallel zum Verbot der KPD, mit dem der Weg zur Wiederbewaffnung frei gemacht wurde, wurden die Kommunisten aus dem Gewerkschaftsapparat entfernt. Eine vollständige Säuberung auf betrieblicher Ebene war angesichts der zahlenmäßigen Stärke der KPD in den 50er Jahren weder möglich noch wirklich notwendig. Aufgrund des zentralistischen Organisationsaufbaus genügte es, die Kommunisten aus den Führungsgremien der Gewerkschaften zu entfernen, um die Kontrolle über die Gewerkschaftspolitik sicherzustellen.
„Eine vollständige Übersicht über Ausschlüsse besteht nicht. Nach Unterlagen des DGB wurden von 1949 bis 1955 wegen `gewerkschaftsschädigenden Verhaltens´ 654 DGB-Mitglieder ausgeschlossen, davon waren nach Schätzungen 650 KPD-Mitglieder, die meist mittlere bis höhere Funktionen bis hinein in den Hauptvorstand der Gewerkschaften innehatten.“

Entsprechend bestand die Gewerkschaftspolitik in der Zeit von 1945 bis 1955 darin, den Weg der kapitalistischen Wiederherstellung in der Arbeiterklasse und Bauern gegen deren spontanen Widerstand abzusichern und durchzusetzen. So stellte die sozialfaschistische  DGB-Führung zum Beispiel nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Adenauer am 13. Juni 1952 alle Proteste gegen das reaktionäre Betriebsverfassungsgesetz ein.
Damit war der Aufbau des Gewerkschaftsapparates als zentralistische Machtstruktur unter Führung der sozialfaschistischen Sozialdemokratie abgeschlossen und somit auch die politische Richtung der deutschen Gewerkschaften festgeschrieben.


1.4. Einheitsgewerkschaften, Richtungsgewerkschaften, Industriegewerkschaften

Das Prinzip der Einheitsgewerkschaft ist ein Prinzip der Einheit der Streikbrecher, Arbeiteraristokratie und Betriebsratsesselvollfurzer , die sich um die Belegschaften nix scheißen. Es ist ein tragendes Element des Wiederaufbaus der deutschen bürgerlichen , staatstragenden Gewerkschaften nach 1945. Es beruht auf der Tradition des Sozialfaschismus der SPD, die zum Zwillingsbruder und Steigbügelhalter des Kapitalismus, Imperialismus und Faschismus wurde, und der Spaltung der Arbeiterklasse  und der KPD, welches den Aufstieg des Faschismus erleichterte.
Geträumt wurde von Einheit mit dem Sozialdemokratismus als überragendes Prinzip des antifaschistischen Konsens , aufgewacht sind sie alle in KZs.
Durch die nazifaschistischen Traditionen   in den KZ's und des Faschismus war die Einheit der Bonzen, Schreibtischtäter und goldenen Chefetagen  ein alles überragendes Prinzip des pseudo-antifaschistischen Konsens nach der Befreiung vom 2. Weltkrieg am 8. Mai 1945.
Die sogenannte " Einheitsgewerkschaft"  bedeuteten in Worten , dass alle (partei)politischen Widersprüche aus den Gewerkschaften herausgehalten werden, da angeblich  nur so die Entstehung von politischen Richtungsgewerkschaften (wie sie international häufig anzutreffen sind) vermieden werden kann, aber tatsächlich wollte man sich damit nur vom Klassenkampf und der Arbeiterbewegung entfernen [Das so genannte "Neutralitäts"prinzip der Gewerkschaften bedeutet nichts Anderes als die Unantastbarkeit des kapitalistischen Systems, also der Tolerierung der Lohnsklaverei!]. Weiterhin sollten alle Werktätigen (auch die Angestellten und Beamten) in einer Gewerkschaft zusammengefasst werden. Das ist dann aber nicht realisiert worden, da mit der DAG (Deutsche Angestellten Gewerkschaft) und dem Beamtenbund eigenständige, berufsständige Gewerkschaften entstanden [Spaltung statt Vereinigung].
Was sich politisch zunächst sehr fortschrittlich anhört – und von manchen Gewerkschaftslinken bis heute gegen jede Realität erbittert verteidigt wird – bedeutete in der Nachkriegssituation nichts Anderes, als ein Mittel zur Sicherung einer sozialfaschistischen  Beherrschung der Gewerkschaften durch den Sozialdemokratismus  mit eingeschränkten Rechten für christlich-konservative Gewerkschafter. Für Kommunisten konnte es in den gelben Gewerkschaften natürlich keinen "Minderheitenschutz" geben, da die kommunistischen Arbeiter die Gewerkschaften als Hebel betrachten, um das kapitalistische System der Lohnsklaverei grundsätzlich zu beseitigen, welches die gelben Gewerkschaften verteidigen. Die kommunistischen Gewerkschafter wurden trotz ihrer Beliebteinheit unter den KollegInnen in den Betrieben bekämpft und aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. Sie bekamen zudem noch Berufsverbote – ein sozialfaschistischer Angriff auf die Lebensgrundlagen von Arbeitern, nur weil sie sich nicht von den Gewerkschaftsbossen verraten lassen wollten.

Logische Konsequenz einer Einheitsgewerkschaft wäre die Zusammenfassung aller Werktätigen in einer einzigen Organisation. Solche Zusammenschlüsse entstanden nach 1945 teils auch spontan (z.B. Eintopf-Gewerkschaften in Bayern auf dem flachen Land). Dies widerspricht aber dem Interesse der (Welt)Kapitalisten, umso mehr als nach der Befreiung eine antifaschistische Grundströmung spürbar war und die Frage, wem die Betriebe gehören, politisch heftig diskutiert wurde. Deswegen blieb die Einheit bei der Industriegewerkschaft stehen, die nach dem Prinzip „ein Betrieb – eine Gewerkschaft“ organisiert wird und jeweils nur die Arbeiter einer Branche in einer Gewerkschaft zusammenfasst (z.B. IG Metall oder Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr, ÖTV).
„Durchgesetzt hatte sich das Prinzip der Einheitsgewerkschaft – allerdings nur in dem Sinn, dass die Spaltung in Richtungsgewerkschaften überwunden wurde. Durchgesetzt hatte sich zudem, dass in der deutschen Tradition angelegte und von den Alliierten geförderte Prinzip des föderalen Zusammenschlusses von selbständigen Industrie- bzw. Berufsverbänden. (...) Dies war, sieht man die Zentralisierung und Organisierung als Beitrag zur Stärkung der gewerkschaftlichen Machtmöglichkeiten, durchaus ein Fortschritt gegenüber der richtungspolitischen Spaltung und beruflich und ständischen Aufgliederung der Gewerkschaftsbewegungen in der Weimarer Zeit.“ Es muss dabei jedoch immer die grundsätzliche Frage gestellt werden: Zentralisierung in wessen Interesse ? Im Interesse der Arbeiter oder im Interesse der Kapitalisten? Man sehe sich im letzten Jahr die Liquidierung der kleinen, eigenständigen Eisenbahnergewerkschaft an, als diese militante Streikmaßnahmen durchführte, die den Herren in den Chef-Etagen nicht gefielen und dann von den bürgerlichen Medien in den Dreck gezogen wurden. Hier wurde eine kämpferische kleine Gewerkschaft aufs Abstellgleis gefahren, unter den Augen des DGB und mit dessen Unterstützung. Soweit zum Thema "Zentralisierung" auf dem Rücken der Gewerkschafter.


1.5. Unvereinbarkeitsbeschlüsse
Die Gewerkschaften sind satzungsgemäß der kapitalistischen "Demokratie" verpflichtet. Was bedeutet das für revolutionäre Gewerkschafter? Das bedeutet sozialfaschistische Hetzjagd auf alle fortschrittlichen, arbeiteroffensiven, arbeitertheoretischen  und kommunistischen Ansätze vor (Reverspolitik in den 50er Jahren; Unvereinbarkeitsbeschlüsse bezüglich der Mitgliedschaft in so genannten "K-Gruppen". Heute gelten die "Unvereinbarkeitsbeschlüsse" auch für Gewerkschafter, die die deutsche Sektion der Komintern (SH) unterstützen. Es gibt eine ganze Palette von Maßregeln, die von der schriftlichen Rüge über Funktionsverbot bis zu Gewerkschaftsausschlüssen gehen. Aber auch ganze Gewerkschaftsorganisationen werden zerschlagen, wenn es der Säuberung von Kommunisten dient. Am 16. Januar 1956 wird der Bezirk Nordrhein mit 49.000 Mitgliedern durch den Vorstand der IG Bau, Steine, Erden aufgelöst. Genauso erging es dem kompletten Landesverband der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) mit 13.000 Mitgliedern in Westberlin Mitte der 70er Jahre.
Nach dem 10. ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall erlässt der IGM-Vorstand am 16.4.1973 per Rundschreiben einen Unvereinbarkeitsbeschluss, in dem pauschal festgelegt wird:

„Rundschreiben Nr. 4/1973
Betrifft: Gegnerische Organisationen
Der Beirat hat am 16. April 1973 beschlossen:
1. Die Zielsetzungen und Aktivitäten der unter den Bezeichnungen KPD, KPD/ML, KPD/AO, Arbeiter-Basis-Gruppen, Kommunistischer Bund, Kommunistischer Arbeiterbund und Kommunistische Arbeiterpresse tätigen linksextremistischen Gruppen und der von ihnen getragenen sogenannten (Revolutionären) Gewerkschaftsopposition sind gewerkschaftsfeindlich.
2. Die genannten Gruppen werden zu gegnerischen Organisationen erklärt. (...)
3. Mitglieder der Industriegewerkschaft Metall, die sich an deren gewerkschaftsfeindlichen Aktivitäten beteiligen oder diese unterstützen, verstoßen gegen die Interessen unserer Gewerkschaft und müssen mit dem Ausschluß rechnen.

Damit werden bewusst alle Unterschiede in Strategie und Taktik der genannten „linksextremistischen Gruppen“ ignoriert und in der Folge alle Oppositionellen mit Repression überzogen. So war die MLPD seit ihrer Gründung ein Handlanger des DGB, indem sie die RGO gemeinsam mit dem DGB bekämpft – übrigens in einheitlicher Front mit der D"K"P.
Nach Gründung der MLDP 1982 wird diese als Nachfolgeorganisation des KABD pauschal einbezogen, um eine Konfrontation mit der RGO taktisch zu vermeiden. Ansonsten würde die RGO gefährlichen Zulauf erhalten, den der DGB auf jeden Fall unterbinden will. 1987 werden eine Reihe von MLPD-Mitgliedern ausgeschlossen, darunter ihr Vorsitzender Stefan Engel. Als Begründung wird jetzt nicht mehr „gewerkschaftsfeindliches Verhalten“ angeführt, sondern das Ziel der MLPD, die „Diktatur des Proletariats“ errichten zu wollen. So hat der DGB die MLPD kostenlos mit einer Tarnkappe ausgestattet. Genauso nannte der DGB die DDR als ein "stalinistisches Regime", obwohl diese n ie stalinistische gewesen ist. Das Ziel ist klar: Abschreckung gegen den Kommunismus ! Gegen die Klage von Stefan Engel, gegen seinen Ausschluss argumentiert die IGM:
„Da das Ziel der MLPD ausweislich ihres Statuts der Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung ist, muß es geradezu als Aufgabe der Beklagten angesehen werden, Mitglieder der MLPD aus ihren Reihen auszuschließen.“ Dies war ein Kampf der Sozialdemokratie um ihre absolute Vormachtstellung im DGB, aus der nicht nur wir echten Kommunisten, sondern auch Schein-"Kommunisten" aus der MLPD und D"K"P ausgeschlossen wurden, obwohl sich diese als Speichellecker des DGB betätigen. Das zeigt nur, wie sehr sich der DGB vor der RGO fürchtet, wenn er zu solchen sozialfaschistischen Maßnahmen greift.

Die MülLPD hat mit ihrem "Rechtsstreit" ein Grundsatzurteil herbei geführt, dass dem Gewerkschaftsapparat noch mehr freie Hand gibt, als je zuvor. Das oberste Gericht bestätigt den Rausschmiss mit der Begründung, dass der MLPD zwar bisher kein (!!!!) gewerkschaftsfeindliches Verhalten nachzuweisen sei, dies aber in der Zukunft – aufgrund der Zielsetzung der MLPD – durchaus "möglich" wäre. Damit hat die Klassenjustiz ein für allemal klargestellt, dass die Gewerkschaften uns Kommunisten jederzeit schon wegen unserer Überzeugung rausschmeißen können und sie uns keinerlei konkrete Handlungen mehr nachweisen müssen, die z.B. gegen die imperialistischen Interessen des Gewerkschaftsapparates verstoßen. Kritik und Selbstkritik als Entwicklungsgesetz der Partei – bei den Maoisten = Fehlanzeige. Erinnert alles stark an die Missionierungsversuche der 68er Intelektuellen in den Betrieb, um Arbeiter zu werden. Und als es nicht klappte, gingen sie wieder an die Unität um sich weiche Sessel zu besorgen. Heute tattern sie: "Weißt Du damals, oha, da schüttelten wir die Fäuste und revoluzzten. " Heute sind sie abgesattelte Politrentner, die zur Lachnummer geworden sind, die entweder Millionenspenden aus China bekommen oder / und um ihre Altersversicherung aus Parteigeld bangen und alle ihre Götter verteufeln (Peter Platzman, etc.). Bei der MLPD wird das noch ergänzt mit Bratwurst und Bier bei den Maifeiern des DGB.  Die Arbeiteraristokratie sitzt mit feinem Schlips in Aufsichtsräten, fährt einen Dienstwagen mit der Nummer WOB-V...., hat seine Lehre beim KABD, später MLPD gemacht und wurde aus taktischen Gründen ausgeschlossen und spendet seine Millionentantiemen an Stefan Engel, damit der Millionär wird, genießt das Vertrauen vom Patriarchen Fedinand Piech der ihn zum Aufsichtsratsvorsitzenden hievte. Gemeint ist Berthold Huber, der von dem Dieselgate überhaupt nichts wusste und nun dafür sorgt, daß 400 000 VW-Arbeiter zur Arge laufen müssen. Bemerkenswert dabei ist, wie Stefan Engel sich als Chamäleon betätigt. Siehe hierzu seine jüngsten literarischen Ergüsse. Entlarvung ist anders als das läppische Getue der spontaneistischen Anarchos und Autonomen am 1.Mai mit Schimpfworten und eins auf die Schauze und so. Auch Horst-Dieter Koch (Hodschi) saß bei HOESCH im Betriebsrat und putschte am 6. November 1983 gegen  Ernst Aust als Vorsitzenden der KPD/ML. Und der Spezl bei BMW scheint ja auch recht munter zu sein beim Spalten und Liquidieren  der RGO, und ist ja wohl mit der Kassse stiften gegangen. Zuckerbrot und Peitsche ! Das ist die alte Methode der Herrschenden, derer sich auch der DGB bedient. Wir Kommunisten rekrutieren keine Arbeiteraristokraten, die sich in den Dienst des DGB stellen, um uns noch besser bekämpfen zu können! Solche arbeiterfeindlichen Elemente haben wir aus der KPD/ML und der RGO rausgeworfen, sonst hätte es heute weder eine RGO noch eine deutsche Sektion der Komintern (SH) gegeben.


1.6. Struktur, Aufbau und zentralistisch geführter Machtapparat

Die Struktur des sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparates
Nachfolgendes Schaubild stellt die unterste Organisationsebene der Gewerkschaften schematisch dar.
Die Gewerkschaft baut organisatorisch auf zwei Säulen auf, ihrer betrieblichen Struktur und der geografisch gegliederten Struktur des Apparates, dessen sichtbarster Ausdruck die Gewerkschaftshäuser sind. Von der Verwaltungsstelle, die als kleinste Einheit eine Stadt oder Kreis umfasst; über Bezirk und Bundesland bis hin zum Vorstand, der für ganz Deutschland zuständig ist, gliedert sich die Aufbauorganisation des Apparats.
Beide Säulen sind gekennzeichnet durch eine scheinbar paradoxe Doppelstruktur aus zumindest theoretisch demokratisch wählbaren Vertretern und hauptamtlichen Funktionären [ nicht etwa Kampf erfahrene Kollegen aus den Betrieben, sondern gesucht per Werbe-Annonce von "Führungskräften" in den Medien!]. Wobei die Machtmittel und im Zweifelsfall die Entscheidungsgewalt bei den Hauptamtlichen liegen. Um nur ein Beispiel zu geben: Alle hauptamtlichen Funktionäre sind per Arbeitsvertrag beim Vorstand angestellt. Der DGB ist ein kapitalistisches Unternehmen.
Das kapitalistische Arbeitsrecht bietet nun aber einem "Arbeitgeber" , also Ausbeuter beliebig viele Möglichkeiten unliebsame Mitarbeiter loszuwerden. Wie der Fall des Antifaschisten und ver.di Funktionärs Angelo Lucifero in Thüringen zeigt, scheuen Gewerkschaftsführer nicht davor zurück, diese auch einzusetzen. Im konkreten Fall wurde der fortschrittliche Gewerkschafter und engagierte Antifaschist Lucifero wegen angeblicher privater Nutzung gewerkschaftseigener Betriebsmittel aus seiner Position entfernt. Er soll den Gewerkschafts-PC benutzt haben, um antifaschistische E-Mails zu verbreiten. Die Angestellten des DGB haben weniger Rechte als Angestellte in der "freien Wirtschaft". Eine schöne Gewerkschaft!!

Auf der betrieblichen Ebene geht es bei den „Funktionären“ um die freigestellten Betriebsräte und insbesondere um die Betriebsratsvorsitzenden, sowie bei den großen Aktiengesellschaften um die im Rahmen der Mitbestimmung in die Geschäftsleitung entsandten gewerkschaftlichen Aufsichtsräte und Arbeitsdirektoren. Die BRD - und Weltkapitalisten übertragen diesen Arbeiterfeinden in eher nebensächlichen Bereichen gerade soviel Macht wie die benötigen, um ihre Funktion als Ordnungsmacht, also Arbeiteraristokrat wahrzunehmen und nebenbei ihre individuelle Karriere auf Kosten der Belegschaften zu pflegen. Als ein Beispiel sei hier das Mitspracherecht des Betriebsrates bei Versetzungen, Entlassungen und Einstellungen genannt, dass die so genannten Betriebsratsfürsten nur zu gut immer wieder zur Pflege der eigenen Seilschaften und Ausschaltung von „Aufrührern“ zu nutzen wissen.

Ist schon die innere Struktur der Gewerkschaften durch die Vormachtstellung der Funktionäre als undemokratischer Machtapparat zu bewerten, so tritt der konterrevolutionäre Charakter der gelben sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaften insbesondere durch jene Teile des Apparats hervor, die in der politischen Öffentlichkeit mit dem Begriff 'institutionelle Macht' gefasst werden.
Auf der überbetrieblichen Ebene geht es dabei einerseits um die Verschmelzung mit dem Staatsapparat. Ganz direkt indem Gewerkschaftsvertreter z.B. bei den Arbeitsgerichten, in den Berufsgenossenschaften, den Sozialkassen usw. tätig werden. Indirekt über die personellen Verflechtungen mit den bürgerlichen Parteien und den entsprechenden Posten und Einfluss im bürgerlichen Politikbetrieb.
Andererseits geht es dabei um Wirtschaftsunternehmen und viel Geld, das sich als Kapital vermehrt. Im Fall der IGM wird deren Vermögen auf ca. 2 Milliarden Euro geschätzt. Aber schon auf der untersten Ebene einer Verwaltungsstelle lässt sich mit der Verwaltung der Massenarbeitslosigkeit durch sogenannte Beschäftigungsgesellschaften gut verdienen. Der von den Steuern der Lohnabhängigen finanzierte Markt der beruflichen Weiterbildung von Arbeitslosen wird in Deutschland auf jährlich über 100 Milliarden Euro Umsatz geschätzt. Es ist ein offenes Geheimnis in der Branche, dass der Kuchen kartellartig zwischen gewerkschaftsnahen Firmen und Kapitalistenverbänden aufgeteilt ist. Ohne entsprechende Verbindungen hat da niemand eine Chance, einen Fuß in die Tür zu kriegen. Und die Streikkassen sind angeblich "leer", denn sie sind ja als Kapitalanlage einträglicher, als für Streiks "verplempert" zu werden, die man sowieso von vornherein zu verhindern sucht. Prävention von Streiks ist die effektivste Streikbrechertaktik.


1.7. Gelbe Gewerkschaften – Vertreter des Kapitals – Verflechtung mit dem Kapital , Monopolen und Staatsapparat
Der bürokratische Gewerkschaftsapparat heute in der BRD ist nach dem Muster eines Großkonzerns organisiert, der über verschiedene „Tochterunternehmen“ verfügt, die formell selbständig, faktisch aber Teil der Konzernstruktur sind, die von der Zentrale aus gesteuert wird.
Der staatstragende Gewerkschaftsapparat besteht aus den Hauptamtlichen, die meistens noch nie einen Betrieb von innen gesehen, geschweige denn, darin jemals als Lohnsklave gegen Lohnsklaverei gekämpft haben. Dazu gehören die Sekretärin und die Reinigungskraft, die in jedem anderen Büro genauso arbeiten könnten, ebenso wie der schein-selbständige linke Industriesoziologe, der nur zu gut weiß, dass sein Institut ohne die Aufträge des Monopolkunden Gewerkschaft sofort pleite wäre. Sie alle und viele weitere Menschen unterschiedlicher Berufe bilden die Angestellten des Konzerns "Gewerkschaft".
Dirigiert und organisiert wird die Arbeit wie in jedem anderen Großunternehmen durch Manager, die bei der Gewerkschaft "Sekretäre" heißen. Das sind die eigentlichen Gewerkschaftsfunktionäre in der Verwaltung, die sich hierarchisch in Orts- Bezirks-, Landesebene und schließlich die Zentrale gliedert. Arbeiteraristokratie eben ....

An der Spitze der Hierarchie stehen die Gewerkschaftsbonzen. Das sind jene Manager und Politiker im Vorstand der Gewerkschaften, zb. Der ehemalige Vorsitzenden Dr. Sommer, die in Personalunion in aller Regel auch in diversen Aufsichtsräten sitzen. Sie treffen die Entscheidungen und kungeln hinter dem Rücken der eigentlich zuständigen Gremien die Vereinbarungen mit den Kapitalistenschweinen aus. Aber auch die Betriebsratsvorsitzenden der mächtigsten Großkonzerne insbesondere der Autoindustrie gehören zu dieser Machtelite, z.b. Peter Harz ist bei VW Wolfsburg und initierte die berüchtigten Hartz 4 Gesetze zum Sozialkahlschlag. Als Teil der herrschenden Klasse ist es für sie selbstverständlich, ihre persönliche Karriere zu pflegen und gegebenenfalls auch in Managementpositionen in die freie Wirtschaft oder als Minister in die Politik zu wechseln.

Zum staatstragenden Gewerkschaftsapparat gehören auch eine ganze Reihe wirtschaftlicher Unternehmen, auch wenn die großen gemeinwirtschaftlichen Firmen wie die Bank für Gemeinwirtschaft und die Wohnungsbaugesellschaft Neue Heimat nach diversen Skandalen und Pleiten inzwischen verkauft wurden. Dazu gehören u.a. Stiftungen, Forschungsinstitute sowie Partnerschaften mit Reiseveranstalter, Versicherungen usw.

Anlässlich des IG Metall-Gewerkschaftstages 2007 wird bekannt, dass das Vermögen allein der IGM bei ca. 2 Milliarden € liegt. Auch wenn die Gewerkschaftsführung detailliertere Angaben darüber verweigert, so ist doch offensichtlich, dass eine solche Geldmenge nicht im Sparstrumpf liegt, sondern in der einen oder anderen Form als Kapital fungiert und sich durch die Ausbeutung von der working class  vermehrt. Der DGB macht also doppelten Profit: einmal profitiert der DGB direkt von der Ausbeutung seiner eigenen Angestellten und zum Anderen indirekt nicht nur von der Ausbeutung der eigenen Gewerkschaftsmitlieder, sondern von der Ausbeutung der gesamten Arbeiterklasse. Das ist unabhängig davon, ob direkt in Firmen oder in profitträchtigere Anlageformen des modernen Finanzkapitals investiert wird. Dass diese Behauptung keine Übertreibung ist, zeigt die Pleite des Österreichischen Gewerkschaftsverbandes ÖGB, der sein Vermögen und damit die Streikkasse der Mitglieder mit Finanzanlagen verspekuliert hat.

Die enge Verknüpfung mit dem Finanzkapital hat den Gewerkschaften weitere einträgliche Betätigungsfelder eröffnet. Klassisch sind da die gut dotierten Aufsichtsratsposten im Rahmen der sogenannten Mitbestimmung in Aktiengesellschaften. Neueren Datums ist der seit den 80er Jahren enorm gewachsene Markt der Erwachsenenbildung, Qualifizierung und Arbeitslosenverwaltung.

Die Privatisierung der Altersvorsorge bringt dem `Konzern Gewerkschaft´ ein neues einträgliches Geschäftsfeld. Stolz berichtet Oliver Burkhard, zuständig für Tarifpolitik im IG Metall Vorstand in der „Metall“ Nr. 4, 2006 davon, dass „wir Ende 2001 in vier Monaten ein gemeinsames Versorgungswerk mit Gesamtmetall aufgebaut haben. Inzwischen ist es von der Zahl der Versicherten her das größte deutsche Versorgungswerk, (...) Metall-Rente hat 8600 Unternehmen unter Vertrag.“

Auch die sogenannte Selbstverwaltung der Sozialversicherung ist eine wichtige Quelle von Einkommen und Einfluss des Konzerns Gewerkschaft.
Zum Konzern Gewerkschaft gehört natürlich auch die politische Abteilung, auch wenn diese aus rechtlichen Gründen wie bei anderen Großkonzernen formal nicht in der Unternehmensstruktur auftaucht. Das sind all jene Gewerkschafter, die als Lobbyisten und Politiker im Umfeld der Parlamente ihr einträgliches Auskommen haben. Als Beleg wollen wir ein Zitat von bekannten Gewerkschaftslinken bringen:
„(...) war das Führungspersonal der Gewerkschaften eng mit der SPD verwoben. Aufstieg in der Gewerkschaft und in der SPD, Wechsel von gewerkschaftlichen zu parteipolitisch besetzten Ämtern war (und ist) ein häufiges Karrieremuster.“


1.8 Warum wir diesen Gewerkschaftsapparat nicht brauchen

So wie der staatstragende Gewerkschaftsapparat aufgebaut ist, lassen sich seine Strukturen nicht grundlegend verändern. Die zentralistischen, bürokratischen Machtstrukturen und seine Verzahnung mit dem Kapital und dem Staat sind für die Entwicklung einer gewerkschaftlichen Basisarbeit gänzlich unbrauchbar, die das Ziel verfolgt, zu gewerkschaftlichen Organisationen im Sinne des Stalinismus-Hoxhaismus zu kommen.
Wir brauchen als Schule des Weltproletariats im Klassenkampf und zur Unterstützung der sozialistischen  Weltrevolution keine Gewerkschaften, wo alle Mitglieder registriert und die Aktivisten dem Kapital bekannt sind. Wir brauchen keine Masse an Mitgliedern, die die Gewerkschaft als Versicherung und Rechtsschutz versteht, die darauf bauen, dass Stellvertreter für sie ihre Probleme lösen. Und wir lassen es nicht zu, dass wie in den gelben , sozialfaschistischen  Gewerkschaften reaktionäre oder faschistische Kräfte sich in unseren Reihen organisieren und ihre chauvinistische Ideologie Raum bekommt.
Was wir als Weltrevolutionäre/Weltbolschewisten/Stalinisten-Hoxhaisten stattdessen brauchen, werden wir gerade am weltrevolutionären roten 1.Mai  erläutern.




2. Funktionen im  sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparat und in den Betrieben


2.1. Gewerkschaftsfunktionäre
Gewerkschaftsfunktionäre sind hauptamtliche "Gewerkschafter".
 Sie steuern die Arbeit und damit die Politik im Konzern "Gewerkschaft". Zu ihnen zählen sowohl die Manager in den Gewerkschaftsvorständen als auch die untergeordneten Sekretäre in den Verwaltungsstellen.


2.2. Gewerkschaftsausschüsse
Gewerkschaftsausschüsse sind die Arbeitsgruppen bzw. Arbeitskreise, die zu bestimmten Themen (z.B. Tarifkommission) bzw. Gruppen (z.B. Migranten, Frauen, Erwerbslose, Angestellte, Jugendliche) auf den verschiedenen regionalen Ebenen (Verwaltungsstelle, Bezirk, Bundesland, BRD) gebildet werden.
Gewerkschaftsausschüsse bieten Basisgewerkschaftern die Möglichkeit, unter Kontrolle des Apparats in dem vorgegebenen Rahmen eine Arbeit zu entwickeln. Wichtigere Ausschüsse, vor allem auf überregionaler Ebene, werden dagegen vollständig von den Gewerkschaftsfunktionären kontrolliert, da z.B. schon die Einladung zur Sitzung ein Amt voraussetzt.


2.3. Aufsichtsräte und Mitbestimmung
Mitbestimmung bedeutet, dass in den großen Aktiengesellschaften im Aufsichtsrat Vertretern der Gewerkschaften sowie gewählte "Arbeitnehmer"vertreter "( Ausgebeutetenvertreter") sitzen, also nix anderes als Arbeiteraristokratie. Der Aufsichtsrat ist in Aktiengesellschaften mit mehr als 2000 Beschäftigten paritätisch besetzt, aber der Vorsitzende, der von der Kapitalseite gestellt wird, hat bei Patt-Abstimmungen ein doppeltes (!) Stimmrecht.
Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, den Vorstand der Aktiengesellschaften zu "kontrollieren", wobei der Vorstand die eigentliche Geschäftsführung ist. Der Aufsichtsrat unterliegt nicht nur einer absoluten Geheimhaltungspflicht, sondern muss natürlich auch im Sinne der Eigentümer, der Aktionäre, an der Gewinnsteigerung arbeiten. Ansonsten würde er persönlich haftbar gemacht werden können. Die oft mit unverschämt hohen Gehältern und großzügigen Spesen bedachten Aufsichtsratsposten sind ein Bestechungsinstrument und dienen der Einbindung der Gewerkschaftsbonzen ins Finanzkapital. Repräsentiert wird die gesellschaftlich schmale Schicht der Gewerkschaftsbonzen durch Personen wie den ehemaligen VW-Arbeitdirektor Hartz, dessen Namen mit Sozialabbau, Korruption und Lustreisen verbunden ist. Aktuell gibt es laut IG Metall ca. 5600 "Arbeitnehmer"vertreter  , also Ausgebeutetenvertreter in Aufsichtsräten der Aktiengesellschaften in Deutschland.


2.4. Betriebs- und Personalräte
Die Institution Betriebsrat, wie sie heute besteht, wurde mit dem reaktionären Betriebsverfassungsgesetz von 1952 geschaffen. Der Betriebsrat wird von allen Beschäftigten gewählt und soll sie in „betrieblichen“ Belangen vertreten. In immer mehr Betrieben wird die Betriebsrätewahl von der Geschäftsleitung behindert oder sabotiert. Die Zahl der Betriebe ohne Betriebsräte nimmt ständig zu – womit die Kapitalisten in Deutschland dem großen "Vorbild" der USA folgen.

Es gibt Betriebsräte, die sich stark für Interessen der Kollegen engagieren, leider bleiben diese aber eher eine Ausnahme. Diese Betriebsräte werden gemoppt und landen früher oder später auf der Straße, nachdem man sie nach allen Regeln der Kunst in seelische Wracks verwandelt hat. Die Kapitalisten haben genug Geld, um ihre Rechtsanwälte auf revolutionäre Betriebsräte anzusetzen. Faktisch sind Betriebsräte ein staatstragendes Ordnungsinstrument zur Wahrung des kapitalistischen „Betriebsfriedens“. Trotzdem gibt es im BVG genug Paragraphen, die es den Betriebsräten erlauben, das Leben der Kapitalisten so schwer wie möglich zu machen. Deswegen kämpft die Komintern (SH) für revolutionäre Betriebsräte und gegen die weitere Aushöhlung des BVG. Wenn wir das BVG nicht für die Interessen der belegschaften nutzen, dann tragen wir selber zur Aushöhlung des BVG bei. Es ist zwar ein Gesetz des kapitalistischen Staates, aber das hält uns Kommunisten nicht davon ab, es auch für den kleinsten Vorteil auszunutzen.
Betriebsräte dürfen nicht zu Kampfmaßnahmen wie z.B. Streiks aufrufen und müssen vertrauensvoll mit den Kapitalistenratten zum Wohl der "Arbeitnehmer" (also Ausbeuter) und des Betriebes zusammenarbeiten (§2 des Betriebsverfassungsgesetzes). Sie dürfen in wirtschaftlichen Fragen nicht mitbestimmen, sondern sollen nur enge betriebliche Belange "regeln" ( meistens die Regeln der Kapitalisten im Betrieb durchwinken).
Rechtlich gesehen gehören die Betriebsräte nicht zur Gewerkschaft. Faktisch sind die meisten Betriebsräte Mitglied einer sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaft. Gleichzeitig stützt sich die staatstragende  Gewerkschaft im Betrieb immer mehr auf solche Betriebsräte, die dem DGB dabei helfen, revolutionäre Betriebsräte loszuwerden. Daher gehören die Betriebsräte und Personalräte (zumindest die Vorsitzenden und ihr Anhang) zum Gewerkschaftsapparat und bilden einen wesentlichen Bestandteil, der aus Sicht des Konzerns "Gewerkschaft" praktischerweise nicht bezahlt werden muss. Das übernehmen die Kapitalistenratten über die Freistellungen der Betriebsräte, die unter Weiterzahlung ihres Gehalts als "Arbeitnehmervertreter", also Ausgebeutetenvertreter,  faktisch für die Gewerkschaft arbeiten. Als die RGO mit ihren eigenen Betriebsratslisten größere Wahlerfolge zu verzeichnen hatten, als die Listen des DGB, da brannte es im DGB lichterloh, und es begann eine Hetzjagd gegen die RGO – sondergleichen. Alle Versuche, die RGO zu zerschlagen, scheiterten. Die RGO lebt !!!


2.5. Vertrauensleute
Nachdem die staatstragenden Gewerkschaften mit dem Betriebsverfassungsgesetz 1952 auf einen Schlag ihre Basisstrukturen in den Betrieben verloren hatten, reagierten sie 1956 mit dem Aufbau einer gewerkschaftlichen Struktur der Vertrauensleute. Diese sollen demokratisch von unten nach oben durch die gewerkschaftlichen Kollegen gewählt werden. Sie können aber auch durch die hauptamtlichen Funktionäre ernannt werden. In der Satzung der IG Metall werden die Vertrauensleute nur als Objekt der Ortsverwaltung erwähnt, d.h. die einfachen Mitglieder haben satzungsgemäß keine garantierten Rechte und Entscheidungskompetenzen. Vertrauensleute sind der verlängerte Arm des DGB-Apparates im Betrieb. Das hält uns Kommunisten nicht davon ab, unsere revolutionären Vertrauensleute in den Betrieben zu wählen. Die revolutionäre Vertrauensleutearbeit gehört zu den Hauptstützen der Arbeit der RGO – schon allein deswegen, weil die Vertrauensleute direkt Einfluss auf die Belegschaften nehmen können.


2.6. Gewerkschaftsbasis
Die Gewerkschaftsbasis der ehrenamtlichen Aktivisten ist sehr unterschiedlich. Es lassen sich grob zwei Motive unterscheiden. Den Karrieristen dient ihre Arbeit nur als Sprungbrett zum individuellen Aufstieg z.B. im Betriebsrat, der Firma oder in der Hoffnung auf eine Stelle im Gewerkschaftsapparat. Den Basisgewerkschaftern geht es bei ihrem ehrenamtlichen Engagement dagegen um ihre gewerkschaftspolitische Überzeugung, die sich oft aus einer sozialdemokratischen , sozialfaschistischen oder christlich-sozialen Grundhaltung speist. Sie halten daran fest, dass ihre Gewerkschaft die Interessenvertretung der Arbeiter und Angestellten ist- welch eine Illussion und Betrug!!


3. stalinistisch-hoxhaistische  Einschätzung des  sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaftsapparates


3.1. Aufgabe der Gewerkschaften aus kommunistischer Sicht
Karl Marx und Friedrich Engels betrachteten die Gewerkschaften unter den Bedingungen des Kapitalismus als Schule des Klassenkampfes des Proletariats. Marx formulierte die Rolle und Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung und das Wesen der Gewerkschaftspolitik in seinem Vortrag „Lohn, Preis und Profit“ wie folgt:

Schlusssatz aus „Lohn, Preis und Profit“
„Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstandes gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht einen unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems.“

Unsere Aufgabe als Kommunisten in den Betrieben ist es in erster Linie, die fortschrittlichsten Arbeiter für den Kommunismus, für die sozialistische Weltreolution zu gewinnen. Unsere Aufgabe als Kommunisten in den Gewerkschaften ist es, die Gewerkschaftsmitglieder für die RGO zu gewinnen.


3.2. Einschätzung der sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaften aus weltbolschewistischer  Sicht

Blicken wir zurück auf unsere Ausführungen über den Aufbau, die Funktion, die Struktur und die Ziele der sozialfaschistischen  DGB-Gewerkschaften im Abschnitt 1 und 2, dann stellen wir fest:

Der sozialfaschistische DGB als Dachverband und die verschiedenen Industriegewerkschaften sind kein Sammelpunkt und auch nie nach 1945 ein Sammelpunkt gewesen, in dem die Aufruhr , ja noch nicht mal der Widerstand gegen die Gewalttaten des (Welt)Kapitals organisiert wurde oder wird. Konkret heißt das, dass der sozialfaschistische  DGB ein zentralistischer Apparat, eine sozialimperialistische Richtungsgewerkschaft des Sozialdemokratismus ist, in dem die Funktionäre eng mit dem staatsmonopolistischen Kapital verflochten sind. Seit seiner Gründung hat es im DGB noch nie Gewerkschaftsdemokratie gegeben und wird es sie niemals geben, denn der DGB ist eine Waffe in den Händen der deutschen Imperialisten – mehr noch: der DGB ist die größte Gewerkschaft der Welt und betätigt sich als wichtigster Handlanger des Weltimperialismus. Deswegen ist der Kampf gegen den DGB-Apparat ein internationaler Kampf. Jede Schwächung des DGB-Apparates hilft und nützt den revolutionären gewerkschaftern auf der ganzen Welt.

Der sozialfaschistische DGB steht seit seiner Gründung voll und ganz hinter dem staasmonopolistischen  Kapital, ist mit diesem zutiefst verflochten und verteidigt dessen Interessen. Für eine Systemänderung ist er aus diesem Grund nie gewesen und kann er nie sein. Deswegen muss er zusammen mit dem Staat und dem Kapital zerschlagen werden. Im Weltsozialismus ist kein Platz für gelbe Gewerkschaften.

Der sozialfaschistische DGB als Richtungsgewerkschaft des Sozialdemokratismus  benutzt seine Macht, um Arbeitskämpfe abzuwürgen, zu beruhigen oder zu verraten. Der DGB ist die größte Streikbrecherorganisation der Welt. Dagegen hilft nur die globalisierte Organisierung in der Roten Gewerkschaftsinternationale !

Der sozialimperialistische  DGB handelt mit den statsmonopolistischen Kapitalisten und deren Politiker, Bonzen und Marionetten „Lösungen“ für die Klasse aus, die den Interessen des Kapitals entsprechen.

Die Interessen und Forderungen der Belegschaften aus den verschiedensten betrieblichen Bereichen werden von den "Gewerkschaften" nicht vertreten sondern enden z. B. in Lohnraub, faulen Kompromissen oder werden in sozialpartnerschaftlichen Verträgen verraten.

Auf der ideologischen Ebene erfüllt die Gewerkschaft eine wichtige Funktion für den (Welt)Imperialismus. Die Kombination aus Traditionalismus (Gründung der ersten Gewerkschaftsverbände und des ADGB) und verbal fortschrittliches, radikales Auftreten von Gewerkschaftern vermitteln in der Klasse den Eindruck, dass diese "Gewerkschaften" ihre Gewerkschaften sind.
Doch dieses Image ist trügerisch. Die gelben Gewerkschaften sind nicht automatisch fortschrittlich, weil sich die working class in ihnen organisieren und die Arbeiter sind nicht deswegen fortschrittlich oder klassenbewusst, weil sie sich in den gelben Gewerkschaften organisieren. Dieser Automatismus ist eine falsche Denkweise und führt zu fatalen Schlussfolgerung über den sozialfaschistischen Charakter des DGB, wenn wir die Gründung, den Aufbau, seine Funktion, seine Ideologie und seine Handlungen analysieren. Entscheidend ist, wie Marx beschrieben hat, was die Gewerkschaften als ihre Aufgaben verstehen und umsetzen, wenn das die Massen verstehen und sich genau aus diesem Grund organisieren um im marxistischen Sinn zu Handeln, dann sind wir im Klassenkampf einen Schritt weiter. Unser Ziel sind sozialistische Gewerkschaften wir in der Sowjetunion Lenins und Stalins und im sozialistischen Albanien von Enver Hoxha ! Unser Ziel ist die Schaffung einer sozialistischen Weltgewerkschaft, die nicht nur dafür sorgt, dass sich nicht wieder gelber Gewerkschaften herausbilden, sondern auch maßgeblich am Aufbau des Weltsozialismus mitwirken. Im Weltkommunismus stirbt der Klassencharakter der Gewerkschaften mit den Klassen selbst. Dann verwandeln sich die Gewerkschaften in freie (klassenlose) Assoziationen der weltkommunistischen Betriebe.

Wir müssen das Funktionieren des Gewerkschaftsapparates, seine Wirkung und seinen sozialfaschistischen Einfluss auf die Massen im Ganzen sehen.
Die Mitglieder der Gewerkschaften mit bürgerlichem Denken vergiftet und angehalten, entsprechend zu handeln. Die sozialfaschistische und reformistische Ideologie erlangt darüber erheblichen Einfluss auf die Mitglieder und hat so auch in vielen Belegschaften tiefe Wurzeln geschlagen. Der sozialimperialistische DGB fördert auf ideologischer Ebene ein Verständnis, eine Rücksichtnahme, eine Identifizierung und Solidarisierung mit dem staatsmonopolistischen Kapital bei seinen Mitgliedern.
Das wiederum heißt, dass die Klassenfrage und die Klasseninteressen weitgehend verdrängt worden sind, bzw. eine große deklassierte Verwirrung und Unklarheit dazu entstanden ist (Entfremdung vom Klassendasein der Arbeiter). Dazu gehört auch das ganze Belegschaften sich als Teil ihrer Firma verstehen ("ich bin Opel"), wo oftmals an die Stelle von Solidarität die Konkurrenz tritt. Und was heute aus "Ich bin VW" geworden ist, bekommt jeder VW-Arbeiter am eigenen Leibe zu spüren, nicht aber die VW-Manager, deren Boni unberüht bleiben. Wer sich mit den eigenen Kapitalisten identifiziert, verrät seine eigenen Klasseninteressen !
Das nationale Standortdenken (AEG ist Deutschland) wird durch die Politik der " Gewerkschaften" gefördert, so dass der solidarische Internationalismus bei vielen Mitgliedern aus dem Bewusstsein gedrängt wird. Dabei braucht das internationale Industrieproletariat dringend seine internationale rote Gewerkschaft als Gegenpol.
Die sozialfaschistischen DGB-Gewerkschaften verwischen damit die Klassenfrage und verhindern Klassenkämpfe, die über ökonomische Forderungen hinausgehen bzw. bereit sind radikale Wege zur Durchsetzung der Ziele zu gehen. Und selbst die Kämpfe um ökonomische Forderungen werden verraten.

Die aktive Basis der Gewerkschaften wird nicht im Apparat organisiert, um diesen als Werkzeug zu nutzen, der im Kampf für ihre Befreiung dienen wird, sondern um sie über Funktionen in Gremien als Stellvertreter für die Interessen des Sozialdemokratismus heran zu ziehen, um sie dann in ihr System zu integrieren. Der DGB ist ein Instrument zur Paralysierung und schließlich Entwaffnung der gewerkschaftlichen Solidarität der KollegInnen.

Für die große Mehrheit der Mitglieder bleibt durch den zentralistischen Aufbau und die organisatorisch institutionalisierte Stellvertreterpolitik von vorn herein nur die Rolle als passiver Beitragszahler.


3.3. Schlussfolgerung aus stalinistisch-hoxhaistischer  Sicht
Mit dieser gesamten Sicht ist für uns klar, dass dieser Apparat als gewerkschaftliche Struktur nicht zu gebrauchen ist. Das schließt keineswegs aus, dass in dieser Struktur vielleicht hier und da etwas zu ändern geht. Aber als Ganzes ist sie nicht veränderbar in einem Sinn, wie er in dem einleitenden Marxzitat genannt wird. Trotzdem überlassen wir die Gewerkschafter nicht ihrem Schicksal. Es gilt, sie dem Einfluss des DGB-Apparats zu entziehen durch klassenkämpferische Gewerkschaftsarbeit der RGO.

Wenn die real existierenden sozialdemokratistischen Gewerkschaften ein konterrevolutionäres Instrument sind und wir sie nicht erobern oder in ihrem Wesen verändern können, dann stellt sich für Weltkommunisten die Aufgabe, eine gewerkschaftliche Arbeit und dazu passende Organisationformen zu entwickeln, die Sammelpunkte gegen die Gewalttaten des staatsmonopolistischen Kapitals und gleichzeitig Hebel zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems sind.

Diese logische Schlussfolgerung aus einer nüchternen Analyse der gesellschaftlichen Realität ist eine Provokation und ein Schock für alle kämpferischen Gewerkschafter. Sie löst immer wieder heftigste Abwehrreaktionen aus.
Dass die Linksreformisten, Revisionisten und Trotzkisten sich in der sozialdemokratischen Ideologie wohl fühlen, wundert ja keinen wirklich. Für sie sind die gelben Gewerkschaften die "Organisationen der Arbeiterklasse", einmal weil dort sechs Millionen Arbeiter und Angestellte organisiert sind und sie zum Anderen zwischen Führung und Basis unterscheiden. Das ist ein unmarxistisches Schema, welches den Klassencharakter verwischt und zeigt deutlich, wie weit der sozialfaschistische, sozialdemokratische Einfluss geht, aber auch wie vor der Frage eines Machtkampfes zurückgeschreckt wird.

Mit der Konsequenz, die aus stalinistisch-hoxhaistischer Einschätzung der sozialfaschistische DGB Gewerkschaften folgt, nämlich dass der bürgerlich-imperialistische Gewerkschaftsapparat als konterrevolutionäre Organisation zerschlagen werden muss, stellt das insgesammt die Machtfrage, die Frage von Reform oder Revolution auf. Die Gewerkschaften können nicht zwei Herren - Kapital und Arbeit gleichzeitig dienen. Klassenversöhnlerische Gewerkschaften sind Gewerkschaften der Klasse die herrscht, der Weltbourgeoisie. Wenn man die Weltbourgeoisie beseitigen will, muss man ihnen auch ihre Machtinstrumente aus der Hand schlagen – und dazu gehört vor Allem der DGB im internationalen Maßstab. Gewerkschaften, die nicht für die Beseitigung der Lohnsklaverei kämpfen, müssen letztendlich zerschlagen werden, was ohne revolutionäre Gewerkschaften unmöglich ist.

Die entristische Theorie - dass man als "radikale Linke " , so wie sich die Zecken nennen , oder Kommunisten innerhalb des Gewerkschaftsapparats Funktionen übernehmen, darüber einen Machteinfluss gewinnen, den Apparat verändern können, so das man die jetzige Führung entmachten und selber die Führung übernehmen und damit die sozialfaschistischen DGB Gewerkschaften zu "unseren Gewerkschaften"  machen – wird so nicht funktionieren. Zum Einen, weil sich die Funktionäre nicht auf friedlichen, demokratischen Weg abwählen lassen (siehe z.B. Staat und Revolution/Lenin) und zum andren, weil wir für den Klassenkampf und die Revolution ganz andere Strukturen benötigen. Welche Strukturen dies sein könnten, werden wir  in der konkreten Prxis am roten weltrevolutionären 1. Mai ausführen.

Unter Eroberung der Gewerkschaften verstehen wir Kommunisten nichts Anderes als die Eroberung der Gewerkschaftsmassen für den Kampf zur Abschaffung der Lohnsklaverei. Alles Andere ist Augenwischerei und im Dienste des herrschenden Kapitals !

Darüber wie der Machtkampf gegen die gelben Gewerkschaften gewonnen wird, entscheidet letztendlich die sozialistische Weltrevolution. Im Kapitalismus lässt sich die Beseitigung der Lohnsklaverei jedenfalls nicht verwirklichen. Erst wenn das Weltproletariat seine politische Macht erobert hat, ist das Ziel der Abschaffung der Lohnsklaverei erreicht. Die Diktatur des Weltproletariats spielt die entscheidende Rolle in der Gewerkschaftsfrage. Darin unterscheiden wir uns grundsätzlich vom Anarcho-Syndikalismus. Der übliche Weg ist die "Revolution"  inhaltslos zu umschreiben, indem nur proklamatorisch das Wort als Parole z.B. am Ende von Flugblättern der Vollständigkeit halber eingefügt wird (linker Wurmfortsatz als Feigenblatt). Oder der Begriff wird gleich ganz gestrichen und durch blumige Umschreibungen ersetzt. Im Grunde wird an dem revisionistischen und trotzkistischen Gedanken festgehalten, dass Gewerkschaftsapparat und Gesellschaft durch Vernunft, Sozialarbeit und dem Glauben an das Gute in jedem Menschen (auch den Kapitalisten der Welt ) grundlegend veränderbar sei. Dies wird so nicht funktionieren, das hat die Geschichte bewiesen und die (welt)kapitalistische Gegenwart zeigt es uns täglich an vielen Beispielen. Darum bleibt uns nur der weltrevolutionäre Kampf, ebend Reform oder Revolution.



Es lebe die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition - RGO - !
Es lebe die Rote Gewerkschaftsinternationale

- RGI - !

3. - 19. Juli 1921

zum 95. Jahrestag des 1. Weltkongresses der Roten Gewerkschaftsinternationale



RGI damals, heute und forever!

Weltkommunistische Basisarbeit im Betrieb

- Revolutionäre Strategie -

Teil 2


(Diskussionsentwurf)



Gewerkschaftliche - und Basisarbeit im Betrieb und Aktions-/Streikformen

1. Gewerkschaftliche Arbeit im ursprünglichen Sinn

1.1. Vorweg:
Aus der Geschichte des 19. Jahrhunderts können wir entnehmen, dass es die working class war, die selber für ihre Interessen aktiv wurde und ihre Vertretung selbst in die Hand genommen hat. Sie war es auch, die sich die ersten gewerkschaftlichen Organisationen für ihre Arbeit, zur Zusammenkunft und als Vereine für eine Arbeiterbildung geschaffen hat, aus denen die Gewerkschaften hervorgegangen sind. Hintergrund war die Industrialisierung und damit die verschärften Arbeitsbedingungen und Ausbeutung. Unabhängig von diesen revolutionären Prozessen der Entstehung der Arbeiterbewegung entstand auch der wissenschaftliche Sozialismus und insbesondere die marxistische politischen Ökonomie.

Daran knüpfen wir an. Unsere RGI - Arbeit ist eine Basisarbeit, um die Kollegen wieder zu aktivieren, dass sie ihre Interessen wieder selbst in die Hand nehmen, sich innerhalb der Betriebe Strukturen schaffen, sich mit anderen Betrieben vernetzen, sich ihre Organisationen schaffen. Dabei wird erstmal ersichtlich, ob die Kollegen in den gelben Gewerkschaften sind oder nicht.
Da wir als Weltbolschewisten arbeiten, kann das nur der erste Schritt in einer Strategie sein, die die Kollegen an die Weltrevolution heranführt. Dazu kommen wir nach der Vorstellung der betrieblichen Basisarbeit.


1.2. Betriebliche Basisarbeit
Allgemein gilt es für jede betriebliche Arbeit, eine Analyse über den Betrieb zu erstellen, wie wir es z.B. im Anhang zu dem Thema Betriebsarbeit von außen darstellen.

Heute ist die Situation in den Betrieben, nett ausgedrückt, desolat. Kollegen die aktiv werden, entwickeln ihr Klassenbewusstsein zunächst aus eigener Betroffenheit und sodann durch Kontakt mit der RGI und der Komintern (SH). Im Vordergrund steht erst einmal ihr Interesse, sich gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen direkt am Arbeitsplatz zu wehren, um dann die Betroffenheit der Belegschaft als Ganzes zu begreifen und entsprechend solidarisch zu denken und zu handeln.
Bürgerlicher Einfluss wie Konkurrenz, Isolation, Uninformiertheit, Spaltung oder nationales Standortdenken sind immer stärker verbreitet in den Belegschaften. Und die Erwartungshaltung, dass Probleme von "Stellvertretern" erledigt werden, ist immer noch vorhanden, obwohl diese Illusionen durch die tägliche Praxis wie eine Seifenblase zerplatzen. Dass es so weit gekommen ist, haben die gelben Gewerkschaften mit ihrer Politik und ihrer Arbeit maßgeblich zu verantworten.


In dieser heutigen Situation sind die ersten Schritte für eine gewerkschaftliche Basisarbeit:

Die Kollegen müssen für ihre Interessen selbst aktiv werden. Und zwar in erster Linie in den Gewerkschaften im Kampf gegen den Gewerkschaftsapparat und gegen die Bonzen, die darin das Sagen haben. Das allein reicht nicht aus. Als Kommunisten müssen wir überall dort kämpfen, wo die Arbeiter tätig und organisiert sind, also vor Allem in den Betrieben und sowohl innerhalb als auch außerhalb der gelben Gewerkschaften:
Die Kollegen müssen sich zur Vorbereitung auf ihren Kampf innerhalb der Gewerkschaft auch unabhängig von der Gewerkschaftsbonzen treffen (außerhalb oder innerhalb des Betriebes), um nicht vereinnahmt und von ihren Interessen abgelenkt zu werden.
Hier können sie gemeinsam ihre Probleme sammeln und überlegen was möglich ist .
Diese Ideen müssen sie selbstorganisiert umsetzen und nicht an Stellvertreter delegieren

Betriebsgruppen bilden .
In der Betriebsgruppe muss ein kollektives Arbeiten und Vorgehen entwickelt werden .
Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen und getragen werden .
Kontakt zu anderen Abteilungen aufnehmen und so innerhalb des Betriebs Organisationsstrukturen schaffen.
in einem weiteren Schritt Kontakte zu anderen Betrieben herstellen und eine Vernetzung schaffen, nach Bedarf Unterstützung von außen annehmen .
Entscheidend ist nicht, ob ein Kollege DGB-Gewerkschaftsmitglied ist oder nicht. Willkommen ist jeder Kollege, der eine revolutionäre, oppositionelle Stellung in Betrieb und Gewerkschaft einnimmt.


Probleme die dabei auftreten können:

Durch die Stellvertreterpolitik der gelben Gewerkschaften ist die Eigeninitiative im Betrieb bewusst erschwert worden.
Die Kollegen trauen sich nicht zu, dass sie ihre Interessen selbst anpacken können.   Sich zusammenfinden, zu diskutieren, zu einigen und gemeinsam vor zu gehen muss neu erlernt werden.
Das Interesse, sich zu treffen und Arbeit und Zeit dafür zu investieren, ist vor allem bei Betroffenheit da.
Nicht nur für sich selbst , sondern für alle aktiv zu werden, Solidarität ist nicht besonders ausgeprägt.
Das kollektive Arbeiten und Handeln muss neu gelernt werden.
Resignation und Schwankungen kommen immer wieder vor.
Angst, „negativ“ auf zu fallen, ist weit verbreitet .
Das Denken der Kollegen ist stark von der bürgerlichen Ideologie beeinflusst, das kann von konservativ über rückschrittlich bis nationalistisch oder rechts gehen und reformistisch, sozialdemokratistisch bzw. sozialfaschistisch. Weniger sind solche Kollegen an zu treffen, die ein fortschrittliches Denken haben, und noch weniger, die sich als Kommunisten verstehen und auch so verhalten.

Sind diese Schritte getan, sollten auch tagesaktuelle, klassenkämpferische Themen, die über den Betrieb hinausgehen in der Betriebsgruppenarbeit einen Platz finden. Ökonomischen Forderungen müssen verbunden werden mit politischen Forderungen. Dazu ist es nötig, dass neben den praktischen Erfahrungen im Klassenkampf auch eine marxistische Schulung stattfindet.
Dafür ist eine wichtige Voraussetzung, dass die Kollegen nun bereit sind, ihre Zeit zu investieren, um eine gemeinsame kommunistische Schulung anzugehen, dass sie ein Interesse daran haben,  an einer Veränderung mitzuwirken.

Hier kommt die Workingclass-Schule ins Spiel. Das Lernen sollte an den betrieblichen Problemen, mit Einbeziehung der Teilnehmer und lebendig mit modernen Mitteln durchgeführt werden. Wichtig ist, dass das Lernen Interesse weckt und es auch Spaß macht, gemeinsam Themen aus der Weltgeschichte  und Ökonomie zu bearbeiten. Wenn das gut läuft, werden die Kollegen in der Lage sein, die Theorie und Praxis der revolutionären betriebs- und Gewerkschaftsarbeit miteinander zu verbinden.
Zu bedenken ist dabei, dass alle Kollegen stark beeinflusst sind von der (welt)bürgerlichen , weltkapitalistischen Ideologie und dass sich damit viel falsche Geschichtsschreibung, Vorurteile und Antikommunismus in den Köpfen festgesetzt haben. Wir müssen beweisen, warum was falsch ist und unsere Meinung und Positionen argumentativ nachvollziehbar herleiten, um das zu ändern.

Damit wäre ein wichtiger Baustein der Organisierung in den Betrieben geschaffen zur Mobilisierung der gesamten Belegschaft gegen alle Feinde der Arbeiterklasse in Betrieb und Gewerkschaft.

Wie gesagt, wir sind Stalinisten-Hoxhaisten und haben eine Strategie und ein Ziel, dabei ist diese Arbeit für uns nur ein wichtiger Baustein, wie es weitergeht erfahren wir im letzten Teil zur RGI. Zuvor schauen wir uns aber noch einige Aktionsformen, wie z.B. Streiks und Betriebsbesetzungen an und was diese für Möglichkeiten innehaben, um die Streikziele zu erreichen.


1.3. Arbeit in den Gewerkschaftsgremien oder Funktionen
Unseres Erachtens ist die Arbeit in den gewerkschaftlichen Gremien/Funktionen unverzichtbar. Und eben weil die Arbeit von unten aus dem Betrieb geschickt abgebügelt wird von Seiten der Gewerkschaftsbürokratie, muss die oppositionelle Arbeit von den Kollegen zunächst im Betrieb mitgestaltet und mitbestimmt werden, um von dort aus den Gewerkschaftsbonzen und ihren Lakaien Damp unter dem Hintern zu machen. Natürlich haben die Bonzen auch den einen oder anderen Spitzel im Betrieb, den man entweder für uns gewinnen oder demaskieren und isolieren muss. Verlieren die Gewerkschafsbonzen ihre Spitzel im Betrieb, so verlieren sie auch ihren Einfluss auf die Belegschaft. Und darum geht es, wenn sich die Belegschaft gegenüber dem Verrat der gelben Gewerkschaft behaupten will. Es ist schwierig, den Einfluss der Lakaien der gelben Gewerkschaften im eigenen Betrieb zu durchbrechen. Dazu müssen Entscheidungen vom oppositionellen Kollektiv festgelegt werden, von einer revolutionären Betriebsgruppe, die die Arbeit als was Gemeinsames versteht und das Vertrauen und den Schutz der Belegschaft besitzt, was nur durch zähe revolutionäre Arbeit erreicht werden kann.
Die Erfahrung zeigt auch, dass die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit zu den schwierigsten und gefährlichsten Fronten des Klassenkampfes gehört, die von den Kollegen ein Höchstmaß an Zähigkeit, Durchhaltevermögen und Opferbereitschaft verlangt. Die Fabrikbesitzer haben über 100 Jahre Erfahrungen damit wie man im Betrieb gegen revolutionäre Arbeiter vorgeht. Hier in den Betrieben schaffen die Arbeiter all die Werte, die sich die Eigentümer an den Produktionsmitteln privat aneignen. Die Betriebe sind die Basis für die materielle und geistige Macht nicht nur eines einzelnen Kapitalisten, sondern für das reibungslose Funktionieren des weltweiten kapitalistischen Ausbeuter- und Unterdrückungssystems. Wer also genau in dieser Keimzelle des Profits, an dieser Nahtstelle der herrschenden Macht, Widerstand zu leisten versucht, und den "Betriebs[Profit]frieden stört, die Belegschaft "aufwiegelt" und "politisch zweckentfremdet", dem wird der Brotkorb weggehängt, der wird auf die verschiedenste Weise "außer Gefecht gesetzt". Deswegen müssen wir aus der Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in Betrieb und Gewerkschaft lernen und uns die Erfahrungen der RGO und der RGI aneignen durch gemeinsam organisierte Schulungen. Wir müssen nicht nur aus den positiven Erfahrungen der RGO und RGI lernen, sondern auch aus ihren Niederlagen.
Durch eine opportunistische Politik in Betrieb und Gewerkschaft sind viele Betriebsräte und Vertrauensleute aus linken Parteien wie z.B.  der sozialfaschistischen DKP, der maoistischen  KPD - AO , und einigen miesen Verrätern innerhalb unserer eigenen KPD/ML in den 70er und vor Allem 80er Jahren "umgedreht" worden. Sie entwickelten sich zu Handlangern und Lakaien der gelben Gewerkschaften – nicht zuletzt gegen die revolutionären Arbeiter und ihre Partei, die KPD/ML. Diese wurden durch die Unvereinbarkeitsbeschlüsse aus Betrieb und Gewerkschaft rausgeworfen und verloren ihre Arbeit, ihre einzige Existenzgrundlage.

Schauen wir uns doch mal den Millionärssohn Peter Vollmer an, der Mitglied der KPD/ML war. Er hat wie viele damals auf eine akademische Karriere verzichtet und ging in die Betriebe. Als RGO-Betriebsrat bei BMW erlangte er Anfang der 80er Jahre durch den erfolgreichen Kampf gegen seine politisch motivierte Kündigung überregionale Bekanntheit. Noch heute ist er Vorsitzender der von ihm gegründeten Stiftung " Menschenwürde und Arbeitswelt" eine wichtige Schnittstelle bei deutschen Gewerkschaftsreformisten. Peter Vollmer (wohl eher Vollpfosten) war von 1976-78 2 Jahre im Kabelwerk Winckler Berlin. Ein Rückblick nach persönlichen Aufzeichnungen ; trafo Verlag ; 1. Auflage 2003 schreibt Vollmer in der Einleitung auf S. 17 selbst :"  Die von mir initiierte Kandidatenliste zur BR-Wahl 1978 im Kabelwerk Winckler mit dem Namen "Frischer Wind" war damals schon eine RGO-Liste, in deren Programm "Revolution" nicht vorkam. Streng genommen stellte sie nach damaliger Begrifflichkeit eine "rechtsopportunistische Abweichung" von der RGO dar."
Wir können heute feststellen, dass es damals unserem Arbeitsschwerpunkt in Betrieb und Gewerkschaft zu verdanken war, viele Belegschaften im revolutionären Sinne zu mobilisieren und den gelben Gewerkschaften Dampf unter dem Hintern zu machen. Aber mit dem wachsenden trotzkistischen Einfluss in unserer Partei musste die RGO-Arbeit unvermeidlich scheitern, mussten wir die RGO wieder neu aufbauen – und das unter heute wesentlich schwierigeren Bedingungen. Wenn die Partei ihre Farbe wechselt, dann wechselt auch ihre Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit ihre Farbe, verliert die RGI ihre Kraft. Diese Erfahrung musste auch die RGI machen, als die Komintern-Führung vom revolutionären Weg abkam. Heute gibt es wieder die Komintern und die RGI, und es ist jetzt unsere Aufgabe, in Betrieb und Gewerkschaft diese revolutionäre Linie praktisch umzusetzen. Besonders die sozialfaschistischen Gewerkschaften haben in den letzten Jahrzehnten immer weiter die Belegschaften zum Arschkriechertum, Arbeiteraristokratie, Speichellecker , Chauvinismus und Nationalismus gedreht. Zum anderen ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, innerhalb der Betriebe Strukturen aufzubauen, in denen die Kollegen aktiv ihre Interessen und Widerstand selbst vertreten und organisieren. Aufgrund der Analyse der Ergebnisse von Jahrzehnten kommunistischer Betriebsarbeit seit den 20er , 30er , 70er Jahren halten wir es für notwendig, die revolutionäre Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft an Hand der gewonnenen eigenen Erfahrungen wieder neu aufzubauen und im harten Kampf das Vertrauen der Belegschaften zurückzugewinnen.

1.4. Bündnisarbeit
In der betrieblichen Basisarbeit wird es immer wieder notwendig werden, eine klare Demarkationslinie gegenüber allen anti-kommunistischen Organisationen zu ziehen, die sich in Worten für die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit stark machen, um diese in Taten zu verraten. Das Ziehen dieser Demarkationslinie ist notwendig nicht nur in the Theorie, sondern auch im praktischen Klassenkampf, ist nicht nur eine Aufgabe im Betrieb und auch nicht begrenzt im nationalen Rahmen, sondern eine internationale Aufgabe des gesamten Weltproletariats, welches sozusagen in einem einzigen "globalen Gesamtbetrieb" von der Weltbourgeoisie ausgebeutet wird. Unter den heutigen Bedingungen des globaliserten Weltimperialismus ist die opportunistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit global vernetzt, gegen die wir eine ebenso globale Vernetzung der revolutionären Betrieb- und Gewerkschaft aufbauen müssen. Dazu sind wir gegenwärtig kräftemäßig noch nicht in der Lage, aber wir haben hierfür bereits die Weichen gestellt und haben uns auf den Weg gemacht, diese gigantische Aufgabe zu lösen.

Vor allem müssen wir verhindern, dass unsere betriebliche Basisbewegung von dem Machtapparat der sozialfaschistischen DGB - Gewerkschaft übernommen und instrumentalisiert wird, für Ziele, die nicht mit denen den Interessen der Basisbewegung übereinstimmen. Es ist wichtig klar zu haben, wann und warum es Sinn macht, Bündnisse einzugehen und wann und wo es sinnvoller ist, auf Bündnisse zu verzichten. Maßstab für die richtige Bündnispolitik in Betrieb und Gewerkschaft ist immer das Gesamtinteresse der Arbeiterklasse. Eine Bündnisarbeit, die auf eine Anpassung an den sozialfaschistischen Sozialdemokratismus oder Reformismus im Rahmen der weltimperialistischen Verhältnisse hinausläuft, lehnen wir ab. Wir streben ja gerade umgekehrt danach, den gewerkschaftlichen und betrieblichen Legalismus durch revolutionäre Aktionen von untern zu durchbrechen. Nur scheinbar geht es bei Bündnissen um eine offene, gleichberechtigte Zusammenarbeit verschiedener Kräfte. In Wirklichkeit geht es bei Bündnissen in betrieblichen Konflikten immer darum, die oppositionelle Betriebsgruppenarbeit gegenüber dem gewerkschaftlichen sozialfaschistischen  Sozialdemokratisten zu stärken. Zeitweilige Bündnisse oder Bündnisse im betrieblichen Einzelfall schließen wir nicht aus, wenn sie uns nützlich erscheinen. Aber ein Bündnis, in dem die Basis vor den Karren der gelben Gewerkschaft gespannt wird, lehnen wir ab. Wir sind gegen faule Kompromisse, die die Grundlage des Verrats der gelben Gewerkschaften sind. Bündnisarbeit ist eine Form von Machtkampf. Auch hier findet Klassenkampf statt. Wenn es notwendig wird aus taktischen Gründen  Kompromisse einzugehen, ist es wichtig, nicht die Kontrolle aufzugeben. Es müssen die Absichten und Handlungen der Bündnispartner jederzeit konkret eingeschätzt werden und man darf unter der Belegschaft keine Illusion über das arbeiterfeindliche Ziel und Tätigkeit der gelben Gewerkschaft im Betrieb schüren. Man kann den Gewerkschaftsapparat zur Zeit nur in Ausnahmefällen zwingen, dem Druck von unten nachzugeben. Stets wird die gelbe Gewerkschaft versuchen, sich als Streikbrecher zu betätigen und sich an die Spitze der Bewegung zu stellen, in der Absicht, den Kampf abzuwürgen und vorzeitig zu beenden. Es sollte auf die finanzielle und logistische Übernahme durch bürgerliche ,sozialfaschistische Gewerkschaften und Parteien z.B. bei Aktionen verzichtet werden, weil sie damit auch den Protest oder Aufruhr durch ihre Machtpolitik und das nicht erst seit heute, ideologisch bestimmen. Das Wichtigste ist nicht, dass über die bürgerliche , sozialfaschistische Gewerkschaften und Parteien eine Menge Teilnehmer angekarrt werden, sondern den betrieblichen Kampf gegen die Unternehmer zu stärken.
Das Wichtigste ist, dass über eine betriebliche Basisarbeit die Menschen verstehen, um was es geht und sich eigenständig entscheiden, klassenbewußt zu handeln, indem sie z.B. von sich aus zur Demo o. Montagsdemo, Nuit Debout etc. kommen.


1.5. Streikkämpfe
Die kollektive Verweigerung der Arbeit in ihren vielfältigen Formen ist das wichtigste gewerkschaftliche Kampfmittel der working class. Die Vorbereitung auf und Durchführung von Streiks und anderen Kämpfen ist wichtiger Teil der gewerkschaftlichen Basisarbeit in den Betrieben. Ziel ist es dabei, eigenständig zu kämpfen, und dem  sozialfaschistischen Gewerkschaftsapparat nicht die Kontrolle über einen Streik zu überlassen, bzw. ihm die Kontrolle zu entreißen.

Als Aktionsform lassen sich unter anderem unbefristete tarifliche Kampfstreiks, befristete Protest- und Warnstreiks, Solidaritätsstreiks zur Unterstützung streikender Kollegen anderer Betriebe, sowie passiver Widerstand durch Bummelstreiks und kurzfristige rollende Streiks unterscheiden.
Wegen des stark eingeschränkten Streiksrechts in der BRD spielen die spontanen betrieblichen Kämpfe, die als „wilde Streiks“ bezeichnet werden, eine große Rolle für die Entwicklung des gewerkschaftlichen Kampfes der working class. Da legal nur Gewerkschaften für Tarifverträge streiken dürfen, bleibt den Kollegen bei spontanen betrieblichen Aktionen keine andere Wahl als „wild“ zu streiken und damit den vorgegebenen legalen Rahmen zu durchbrechen und zu überschreiten. Eben das Durchbrechen des Gewerkschaftslegalismus zu propagieren und praktische zu organisieren, das ist eine der zentralen Aufgaben der RGO. Gerade auf diesem Weg wird es uns gelingen, neue Mitglieder für die RGO aus den Betrieben zu gewinnen.

Wirtschaftliche Streiks
Unter wirtschaftlichen Streiks werden dabei alle Kämpfe um die Höhe des Arbeitslohns und bessere Bedingungen des Verkaufs der Arbeitskraft verstanden, wie z.B. die Länge des Arbeitstages. Aufgrund der Gesetzmäßigkeiten des Weltkapitalismus hat der Lohn die Tendenz, unter das Existenzminimum zu fallen. Durch ökonomische Streiks können die Arbeiter den Preis der Ware Arbeitskraft im beschränkten Rahmen erhöhen bzw. dem Lohnraub Einhalt gebieten. Dabei ist es wichtig für die RGO, den Streikenden klar zu machen, dass der wirtschaftliche Streik mit dem politischen Ziel verbunden werden muss, das ganze kapitalistische System der Lohnsklaverei abzuschaffen, was nicht anders als durch die sozialistische Weltrevolution möglich ist. Eine grundlegende Verbesserung der Arbeiterklasse ist im Kapitalismus nichts als Illusion. Die Lage des Weltproletariats kann sich erst im Weltsozialismus grundsätzlich verbssern, wo die Arbeiter der ganzen Welt selber Herren über die Produktion und die Lohnfestsetzung sind.

Käuferboykott oder Konsumstreik
Eine Sonderrolle nimmt der Käuferboykott oder Konsumentenstreik als Kampfmittel ein, da hier nicht die Arbeitskraft entzogen wird, sondern zur Entfaltung wirtschaftlichen Drucks die Kollegen in ihrer Eigenschaft als Käufer in den Streik treten. Der erfolgreiche Electrolux-Boykott im Rahmen des Kampfes gegen die Schließung des AEG-Werkes in Nürnberg hat die Wirksamkeit dieses Kampfmittels bestätigt und die Diskussion darüber wieder belebt. Auch hier muss man allerdings den Vorrang der Gesamtinteressen des Weltproletariats gegenüber den Eigeninteressen der Arbeiter in diesem oder jenen Betrieb, in diesem oder jenen Land beachten. Die Arbeiterklasse kann dieses Kampfmittel also nur bedingt und unter bestimmten Bedingungen erfolgreich einsetzen, ohne in die Gefahr zu geraten, sich dabei letztlich selber zu schaden und den Kapitalisten anderer Betriebe oder anderer Länder Vorteile am Markt zu schaffen. Der RGO geht es letztendlich darum, die im Kapitalismus unvermeidliche ruinöse Konkurrenz der Arbeiter auf dem Arbeitsmarkt, das globalisierte Lohndumping, für immer zu beseitigen, was nur auf dem Wege der politischen Machtübernahme durch das Proletariat möglich ist.

Politische Streiks
Unter politischen Streiks werden alle Kämpfe der working class verstanden, die sich nicht auf den ökonomischen Streik, also gegenLohnraub und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen beschränken. Ein Beispiel sind die gewerkschaftlichen Proteste und betrieblichen Aktionen Anfang 2007 gegen die Rente mit 67. In Deutschland hat es nach 1945 kaum politische Streiks gegeben, da diese von dem staatstragenden, sozialfaschistischen Gewerkschaftsapparat meistens abgelehnt werden. Kennzeichen der politischen Streiks ist der Kampf gegen die politische Herrschaft der Ausbeuterklasse im Allgemeinen, und der Kampf einzelner politischer Forderungen im Besonderen, z.B. für die Zulassung von Gewerkschaften und Legalisierung der Streiks, Rücktritt einer Regierung, für oder gegen bestimmte Gesetze der Regierung.
Politische Streiks sind Ausdruck des Kampfes Klasse gegen Klasse, sowohl vom Inhalt her als auch der Form nach. Inhaltlich stehen sich letztlich die beiden antagonistischen Klassen, Proletariat und Bourgeoisie, mit ihren Forderungen und Interessen gegenüber. Das wird besonders deutlich, wenn es um die Frage der Kontrolle der Produktionsmittel z.B. durch Arbeiterräte geht. Aber auch politische Fragen, wie z.B. ein Streik gegen einen imperialistischen Krieg, bringen unmittelbar den Klassenantagonismus zum Ausdruck. Von der Aktionsform her betrachtet, vereinigt der politische Streik das Arbeitervolk zur Klasse, d.h. hier kämpft nicht mehr eine Belegschaft oder eine Branche für (beschränkte) wirtschaftliche Forderungen, sondern die Arbeiterklasse für ihre Klassenziele.

Die Unterscheidung zwischen wirtschaftlichen und politischen Streiks darf nicht verabsolutiert werden. Jeder wirtschaftliche Streik trägt zumindest in Keimform auch die dialektische Auseinandersetzung in sich. Ein Beispiel wäre die Frage der Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel, die bei jedem Kampf gegen Massenentlassungen und Werksschließungen von uns auf die Tagesordnung gestellt wird, auch wenn die Kollegen nur rein wirtschaftlich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze streiken.


1.6. Eigenständige Aktions- /Streikkomitees
Wir erleben es immer wieder, daß in den Streiks, die von den Gewerkschaften ausgerufen werden, Forderungen aufgestellt werden, die gerade mal die Krümel vom Brot sind. Die Stalinistisch-Hoxhaistische Weltbewegung kämpft aber um die ganze Großbäckerei/Großkonditorei. Um das zu ändern müssen die Kollegen auch in den Streiks selbst aktiv werden und notfalls "wilde" Streiks organisieren – ohne und gegen die gelbe Gewerkschaftsbürokratie. Ein Erfolg kann vor allem dann erkämpft werden, wenn die Kollegen gut vorbereitet und organisiert sind. Die Erfahrungen wie z.B. in Bellinzona 2008 zeigen uns, dass dafür ein Aktions-/Streikkomitee eine geeignete Form ist. Das Aktions-/Streikkomitee wird von der ganzen Belegschaft gewählt, um den Streik oder andere Aktionen im Interesse der Kollegen zu organisieren, zu koordinieren und zu leiten. Das heißt konkret, dass über jeden Schritt den Kollegen gegenüber Rechenschaft abgelegt wird und dass die gewählten Kollegen jederzeit abgewählt oder ausgetauscht werden können. Das ist ein Mittel um eine starke Einheit und breiteste Solidarität unter der Belegschaft her zu stellen. Widersprüche im Aktions-/Streikkomitee müssen der Belegschaft vorgelegt werden und in der Streikversammlung nach Diskussion durch Abstimmung entschieden werden. Ebenso entscheidet die Streikversammlung – und nur sie - über die Streiktaktik, die Streikaktionen, sowie über den Zeitpunkt der Beendigung des Streiks und schließlich über die Zustimmung zum Streikergebnis oder über die Entscheidung, den Streik fortzusetzen bis alle Forderungen erfüllt sind.

Aufgaben eines eigenständigen Aktions-/Streikkomitees sind zum Beispiel:
- wilde Streiks durch zulässige Aktionen einzuleiten
- aktiv alle Kollegen in den Streik einzubeziehen
- ständig Informationen über den Verlauf geben und kollektive Diskussionen darüber organisieren
- Forderungen aufstellen
- alle Mittel des (Klassen)Kampfes gegen Streikbrecher und Polizei einsetzen
- finanzielle Unterstützung organisieren bei offener und durch die Kollegen kontrollierbarer Rechnungsführung
- Öffentlichkeitsarbeit machen, um das Meinungsübermonopol der Weltbourgeoisie zu durchbrechen
- den Kampf überregional bekannt machen und internationale Solidarität organisieren
- die Klasse mobilisieren und alle fortschrittlichen Massenorganisationen und Gruppen zur praktischen Unterstützung des Streiks gewinnen, z.B. als Streikposten


1.7. Betriebsbesetzung
Betriebsbesetzungen, aber auch Blockaden und Sabotageaktionen, sind an sich nichts weiter als die konsequente Fortführung der Verweigerung der Arbeit mit letzten Mitteln. Ihr Ziel ist nämlich zu verhindern, dass die Wirksamkeit des Streiks durch den Einsatz von Streikbrechern unterlaufen wird.
Dialektisch gesehen  handelt es sich trotz des damit verfolgten Ziels um eine höhere Aktionsform, da im Gegensatz zum bloßen Streik nicht nur die Arbeitsleistung verweigert wird, sondern den WeltKapitalisten (vorübergehend) faktisch die Verfügungsgewalt über ihre Produktionsmittel eingeschränkt oder entzogen wird. Und natürlich haben wir auch die großen globalen "Betriebsbesetzungen" im Auge, wenn es mit der sozialistischen Weltrevolution um die Weltenteignung restlos aller kapitalistischen Betriebe und um den Übergang sämtlicher Produktionsmittel in die Hände des Weltproletariats geht. Jede Betriebsbesetzung die dazu dient, den Kapitalisten unter Druck zu setzen ist auch ein kleiner Schritt zur "letzten" Betriebsbesetzung, nämlich zur Weiterführung der Produktion – ohne die Kapitalisten.

Deshalb gelten alle solche Aktionen in den Augen der Klassenjustiz als illegal. Je nach Einbindung der Fabrik in die globalen Liefer- und Produktionsketten, sind Betriebsbesetzungen und vollständige Werksblockaden in der heutigen Zeit der „just-in-time“1 Produktion mit einer weitgehend abgeschafften Lagerhaltung ein sehr wirksames Kampfmittel. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Aktionsform besteht darin, dass besetzte Betriebe sehr gute Möglichkeiten für die Solidarisierung von außen bieten, sowie die Entwicklung stalinistisch-hoxhaistischer Organisationsformen und kollektiver Handlungsweisen der streikenden Kollegen fördern.

Aufgrund der vielen Vorzüge von Betriebsbesetzungen für den Kampf der Kollegen ist es nicht verwunderlich, dass das Weltfinanzkapital besetzte Betriebe durch seine Staatsapparate räumen lassen bzw. dies zumindest versuchen wird, wie die vielen geschichtlichen Erfahrungen der internationalen Arbeiterbewegung immer wieder gezeigt haben. Deshalb sollte man sich bei Betriebsbesetzungen immer auf eine zu erwartende Räumung einstellen, die Kollegen entsprechend aufklären und gemeinsam mit der Belegschaft und den Unterstützern von außen entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Neben technischen Dingen wie Wachen und Alarmplänen zur schnellen Mobilisierung der Unterstützer, gilt es vor allem die Bewegung zu verbreitern und durch die Solidarität von außen den  Preis einer polizeilichen Räumung so weit in die Höhe zu treiben, dass die Gegenseite gezwungen wird, darauf zu verzichten oder besser den Forderungen der Arbeiter. Nachzugeben.
Erfolgreiche Betriebsbesetzungen insbesondere beim Kampf gegen Werksschließungen, werden von den Trotzkisten fälschlich als Kampfmittel zur "Arbeiterkontrolle", "Selbstverwaltung" usw. propagiert. Arbeiterkontrolle kann es aber im Rahmen des Kapitalismus niemals geben, weswegen wir diese Illusionen, die die Trotzkisten verbreiten, scharf verurteilen. Nur wenn die Arbeiterklasse die politische Herrschaft in Händen hält, und die Bourgeoisie gestürzt hat, kann sie auch die Betriebe und ihre Produktion kontrollieren. Wer die Arbeiterkontrolle bereits im engen Rahmen des Kapitalismus propagiert, ist also ein Feind der Arbeiterklasse und Helfershelfer der Aufrechterhaltung des kapitalistischen Systems. Unabhängig von den im Einzelfall und in den einzelnen Staaten  sehr unterschiedlichen Modellen und Rechtsformen (z.B. Fortführung durch neuen Eigentümer mit Hilfe staatlicher Subventionen, Verstaatlichung des Betriebes, Bildung einer Genossenschaft, selbstverwaltete Betriebe) entsteht dabei das Problem, dass die erfolgreichen Arbeiter dann als kapitalistische Eigentümer unter Marktbedingungen handeln müssten. Selbstausbeutung, kollektive Lohnkürzungen, die Frage, wer entscheidet über Entlassungen, der Widerspruch zwischen angestrebter sinnvoller Produktion und schnöden weltkapitalistischen Marktzwängen und viele weitere Erfahrungen in der langen Geschichte der `Arbeiterselbstverwaltung´ (Jugoslawien) beweisen ein ums andere Mal, dass es im Rahmen des Weltkapitalismus keine Freiheit für die Arbeiter geben kann. Wer zuletzt lacht, ist dabei der Kapitalist. Es gilt sich darüber klar zu werden, dass Betriebsbesetzungen und die Übernahme der Fabriken im Weltkapitalismus ein wirksames Kampfmittel sind, aber eben nicht als Mittel zum direkten "Übergang zum Sozialismus". Den Sozialismus erreichen die Arbeiter nicht durch Besetzung ihres Betriebs, sondern nur durch die gewaltsame sozialistische Revolution und den Sturz der Kapitalistenklasse samt ihres Staatsapparates.

1.7. Massenstreik und Generalstreik
Massenstreiks sind große, umfassende Streikbewegungen, in denen der Zusammenstoß Klasse gegen Klasse einen großen bzw. sehr großen  Charakter annimmt, indem auch Massen mobilisert werden, die mit den Streikenden sympathisieren und mit ihrer Solidarität den Druck auf die Ausbeuter verbreitern. Sie werden vielfach die Form einer Demonstration annehmen, die z.B. zum Sturz einer Regierung und ihrer Ersetzung durch eine andere bürgerliche Partei führen, siehe aktuell Griechenland und den Rest Südeuropas. Solche Massenaktionen sind eine wichtige Stufe in der fortgeschrittenen Entwicklung des Klassenkampfes.

Die höchste Form des Massenstreiks ist der Generalstreik. Sofern er ernsthaft geführt wird und nicht als symbolischer Protest angelegt ist, kann ein umfassender, unbefristeter Generalstreik das gesamte öffentliche Leben lahmlegen, und damit die herrschende Klasse in eine schwierige Lage bringen. Uns geht es darum, den Generalstreik als Hebel für die Vorbereitung der sozialistischen Revolution zu nutzen, für die bewaffnete Übernahme der Macht. Als Stalinisten-Hoxhaisten wissen wir, dass zum Beispiel in Griechenland die Revisionisten und ihr vorherrschender Einfluss in den Gewerkschaften den Generalstreik als Druckmittel für reine Reformen missbrauchen, anstatt als Kampfmittel zum Sturz der griechischen Bourgeoisie, die nichts anderes ist als Lakai imperialistischer Großmächte. Anders zeigte sich z.B. bei dem bislang erfolgreichsten Generalstreik in der deutschen Geschichte, der im März 1920 zur Abwehr des faschistischen Kapp-Putsches geführt wurde. Er fegte nicht nur die Putschisten in wenigen Tagen hinweg, sondern entwickelte sich im Ruhrgebiet und im sächsischen Vogtland zu bewaffneten Aufständen.
Die Gründe für die Dialektik von Generalstreik und Aufstand sind naheliegend. Ein ernsthafter Generalstreik erfordert von Seiten der Arbeiter und Bauern eine solche Massenaktivität, Organisierung und Politisierung, dass diese Voraussetzungen in der Regel erst in einer zumindest vor-revolutionären Situation erfüllt sein werden. Andererseits muss jeder erfolgreiche unbefristete Generalstreik, der nicht durch „Notdienste“ zum zahnlosen Protest abgeschwächt wird, innerhalb kürzester Zeit nicht nur das wirtschaftliche sondern das gesamte gesellschaftliche Leben zum Erliegen bringen. Die Unterbrechung der Verkehrswege, der Kommuniktionsnetze, der notwendigen Infrastruktur usw. führt dabei nicht zum Zusammenbruch   einen Teils des Weltkapitalismus, sondern zur revolutionären Zuspitzung der Machtfrage  im allgemeinen und insbesondere zur weltrevolutionären Zuspitzung der Machtfrage beim weltweiten Generalstreik. Fakt ist , als am 1.Mai 2003 die RGI Rote Gewerkschaftsinternationale wieder gründet wurde , hat sie sich zum Ziel gesetzt , den 1. weltweiten Generalstreik in der Menschheitssgeschichte durchzuführen und nix und niemand wird sie daran hindern und kann sie aufhalten. Vergessen wir nicht, dass ein Generalstreik ohne führenden Einfluss der kommunistischen Partei niemals zur Machtergreifung des Proletariats führen kann, sondern stets im Kapitalismus endet, wie es die Geschichte der Generalstreiks lehrt.


Entweder wird das Finanzmonopolkapital mit Hilfe des bürgerlichen Staatsapparat die Machtfrage für sich entscheiden. Dazu muss der Generalstreik beendet und Ruhe und Ordnung wieder hergestellt werden. Wenn dieses Ziel nicht mit  Manövern der herrschenden Politiker ( wohlbemerkt der Begriff Politiker ist ein Schimpfwort)  erreicht werden kann, wird der Ausnahmezustand verhängt und der Generalstreik mit militärischer Gewalt gebrochen werden. Deshalb betreiben die imperialistischen , monopolistischen Staatsapparate ihre Militariserung der Gesellschaft bis ins Unermessliche.
Oder die Arbeiterklasse nutzt den Generalstreik in der revolutionären Situation unter Führung der Kommunisten für die Machtergreifung des Proletariats. Das setzt aber die den bewaffneten Kampf und  revolutionären Aufstand voraus, da die konterrevolutionären Truppen allein durch den Generalstreik nicht entwaffnet werden können. Stehen sich dann die bewaffneten Revolten/ Aufständischen und die konterrevolutionären Truppen gegenüber, muss die Machtfrage durch militärische Mittel, d.h. den bewaffneten Bürgerkrieg entschieden werden, siehe Syrien Ägypten, Libyen und die anderen Mahgrebstaaten. Der Generalstreik ist nur die höchste Form des ökonomischen Kampfes und nicht des politischen Kampfes der Arbeiterklasse. Die höchste Form des politischen Kampfes der Arbeiterklasse ist die bewaffnete, sozialistische Weltrevolution, mit der die Epoche des Weltkapitalismus beendet und die Epoche des Weltsozialismus begonnen wird.

Zum Schluß noch Auszüge aus dem V. Weltkongress der RGI - 1930 .


" 1. In Ländern mit einer großen Zahl ausländischer Arbeiter (Vereinigten Staaten, Lateinamerika, Frankreich, Australien, Kanada, Belgien, Südafrika) wird die Arbeit unter den ausländischen Arbeitern zu einer der wichtigsten Aufgaben der revolutionären Gewerkschaftsbewegung.

Die ausländischen Arbeiter, die der elementarsten Rechte beraubt sind und sich in viel schlechteren Verhältnissen als die einheimischen und ortsansässigen Arbeiter befinden, stellen unter den kapitalistischen Verhältnissen billige Arbeitskräfte dar, welche die Unternehmer auszunützen suchen, um ihre Profite zu erhöhen und um die Kämpfe der einheimischen Arbeiter abzuwürgen. Die Politik der Kapitalisten auf dem Gebiet der Einwanderung bildet einen Bestandteil der gesamten imperialistischen Politik, die darauf gerichtet ist, die Arbeiterklasse zu spalten.

Jetzt, da die Weltwirtschaftskrise hereingebrochen ist, sind die ausländischen Arbeiter als erste den Schlägen der Unternehmeroffensive ausgesetzt. Gestützt auf den Staatsapparat, auf den Sozialfaschismus, auf die reformistischen und sonstigen reaktionären Verbände, steigern die Kapitalisten die Ausbeutung der ausländischen Arbeiter aufs äußerste und bilden aus ihnen zur Zeit der Streiks einheimischer Arbeiter Streikbrecherkader. Die Regierungen reagieren auf die Linksentwicklung der breiten Massen der ausländischen Arbeiter damit, daß sie ihre Repressalien gegenüber denselben verschärfen. Gewöhnlich pflegen am Vorabend wirtschaftlicher Streiks die grausamsten Repressalien gegenüber den ausländischen Arbeitern angewandt zu werden. Es erfolgen Massenentlassungen und Ausweisungen, gleichzeitig werden unter den ausländischen Arbeitern faschistische Organisationen geschaffen, der Nationalhaß zwischen den Arbeitern des betreffenden Landes und den Einwanderern angefacht usw. Die reformistische Gewerkschaftsbürokratie übt den ausländischen Arbeitern gegenüber dieselbe Taktik; sie macht alle Anstrengungen, um die ausländischen Arbeiter daran zu hindern, aktiven Anteil an der revolutionären Gewerkschaftsbewegung und am Klassenkampf zu nehmen.

Was das Problem der Erwerbslosigkeit anbelangt, so ergreift die reformistische Bürokratie die Initiative, dieses dadurch zu lösen, daß die Einwanderer massenhaft nach der Heimat zurückbefördert werden und die Einwanderung unter dem Vorwand des Schutzes der nationalen Arbeit verboten wird; ebenso unterstützt sie die dahingehenden Pläne der Bourgeoisie.

Die Roten Gewerkschaften und die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition müssen dieser Politik der Reformisten eine energische Arbeit zur Herbeiführung einer Einheitsfront der einheimischen und ausländischen Arbeiter auf dem Boden eines gemeinsamen Schutzes der allgemeinen Interessen der gesamten Arbeiterklasse des betreffenden Landes sowie der speziellen Interessen der ausländischen Arbeiter entgegenstellen.

Die größte Beachtung ist dem Kampf gegen die Versuche einer Faschisierung der ausländischen Arbeiter zu widmen, die von den Regierungen und den Konsulaten derjenigen Länder unternommen werden, aus denen die ausländischen Arbeiter mit Unterstützung der sogenannten demokratischen Regierungen und der reformistischen Führer ausgewandert sind. Man muß einen gemeinsamen Kampf der einheimischen und ausländischen Arbeiter gegen diese Politik organisieren.

2. Der reformistischen Politik der "Einwanderungsregelung" (Auslese, Beschränkungen, Verbote usw.), die unter Beteiligung des Internationalen Arbeitsamtes betrieben wird, und ähnlichen Tendenzen, die sich sogar in den Reihen der revolutionären Gewerkschaften geltend machen, müssen die Anhänger der RGI den Kampf um völlige Freiheit der Aus- und Einwanderung, den Kampf um den Schutz der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Interessen der ausländischen Arbeiter entgegenstellen.

Die Anhänger der RGI müssen einen energischen Kampf für das Asylrecht, für völlige Gleichstellung, gegen Entlassung und Ausweisung ausländischer Arbeiter gegen jegliche Beschränkung ihrer bürgerlichen und gewerkschaftlichen Rechte, für die Abschaffung jeglicher Ausnahmegesetze für die Ausländer (Ausländergesetze, besondere Steuern, Personalausweise usw.) führen. Sie müssen systematisch und energisch für die Ausdehnung der sozialen Gesetzgebung auf die eingewanderten Arbeiter gegen die weitere Verschlechterung der an und für sich schon schlimmen Verhältnisse, in die sie auf dem Gebiete der Sozialversicherung häufig geraten (französisches Gesetz), und für gleiche Löhne kämpfen. Auf die Politik der gegen die Ausländer gerichteten Maßregelungen muß man in jedem konkreten Fall damit reagieren, daß man gemeinsame Solidaritätskundgebungen der einheimischen und der ausländischen Arbeiter organisiert (Straßenumzüge, Streiks usw.). Diesen Kampf muß man mit der allgemeinen Bewegung gegen die Repressalien verknüpfen.

Bei den Anhängern der RGI, macht sich gegenwärtig Unterschätzung der Arbeit unter den Ausländern, opportunistischer Mangel an Interesse für diese Arbeit und Mißachtung der speziellen Forderungen der Ausländer geltend. Ungenügend entwickelt ist der Kampf gegen die chauvinistischen Strömungen gegenüber den ausländischen Arbeitern.

Außer den Sprachsektionen auf sämtlichen Stufen der gewerkschaftlichen Organisationen muß man auch für mehrere Verbände Sprachkomitees ins Leben rufen, welche die Arbeit unter den Arbeitern der entsprechenden Nationalität zu leiten haben; außerdem ist es erforderlich, an den Aufnahmestellen für Einwanderer an den Grenzen und in denjenigen Gegenden, wo sich die Einwanderer niederzulassen pflegen, Zentralbüros für ausländische Arbeiter zu schaffen.

Alle diese Organisationen sind von den entsprechenden revolutionären Verbänden einzurichten, welche auch die Tätigkeit dieser neuen Organe leiten und kontrollieren sollen. Dabei muß man autonomistische Tendenzen, falls sie unter den Sprachgruppen auftauchen sollten, bekämpfen, andererseits müssen die Sprachgruppen bei der Organisierung und der Leitung der Arbeit unter den ausländischen Arbeitern größte Elastizität und Biegsamkeit an den Tag legen.

Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung muß rückhaltlos die Bildungs-, Sport- und die sonstigen Organisationen unterstützen, die die Klassenerziehung der Arbeiter fördern, und unter den ausländischen Arbeitern für den Beitritt zur revolutionären Gewerkschaftsbewegung werben. Auch für die Betätigung in den Streikleitungen müssen die ausländischen Arbeiter gewonnen werden.

Besonders große Aufmerksamkeit muß man der Arbeit unter den eingewanderten Saisonarbeitern schenken, die in großer Anzahl aus faschistischen Ländern eintreffen, in denen der weiße Terror herrscht, und wo die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung zum unterirdischen Dasein verurteilt ist. Dadurch muß erreicht werden, daß die ausländischen Saisonarbeiter nach ihrer Rückkehr in die Heimat zu aktiven Kämpfern der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ihres Heimatlandes werden.

3. Das Problem der Kader hat für die ausländischen Arbeiter eine ganz besonders große Bedeutung, da ihre aktive Beteiligung an der Gewerkschaftsarbeit und an den Kämpfen der Arbeiterklasse gewöhnlich zu einer Entlassung der fortgeschrittensten Elemente und zu einem Nachlassen der Bewegung unter den ausländischen Arbeitern führt. Infolgedessen muß die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der ausländischen Arbeiter vor Maßregelungen ergreifen und gleichzeitig die Ausbildung und Erziehung neuer Kader steigern und dieses Problem mit der allgemeinen Aufgabe der Schulung von Gewerkschaftskadern verknüpfen (entsprechende Vertretung in den Schulen, in den Kursen und Konferenzen).

Die Arbeit unter den ausländischen Arbeitern muß auch von den revolutionären Gewerkschaftsorganisationen derjenigen Länder ausgeübt werden, aus denen die ausländischen Arbeiter eingewandert sind. Zu diesem Zweck ist folgendes erforderlich:

a) den Auswanderern von der Lage in dem Land zu berichten, wohin sie sich begeben, und sie mit der revolutionären Gewerkschaftsbewegung dieses Landes in Verbindung zu bringen;

b) die Auswanderer zum Kampf gegen die Faschisten und Reformisten in denjenigen Ländern, in die sie auswandern, vorzubereiten;

c) Solidaritätskundgebungen mit den Arbeitern der Länder, aus denen die Einwanderer stammen, zu organisieren.

4. Der V. Kongreß der RGI erinnert an die Beschlüsse des III. und des IV. Kongresses über die Schaffung eines Internationalen Auswandererbüros der RGI, und stellt fest, daß diese Beschlüsse nicht verwirklicht worden sind. Deshalb beauftragt er das neue Vollzugsbüro, ein solches in kürzester Frist zu schaffen. Wichtigste Aufgabe dieses Büros ist die Sammlung von Material über die Arbeit unter den ausländischen Arbeitern, die Vorbereitung einer Konferenz der revolutionären gewerkschaftlichen Organisationen der Aus- und Einwanderer, die Ausnutzung der diesbezüglichen internationalen Erfahrungen und die Leitung der Arbeit unter den ausländischen Arbeitern im Geiste der Beschlüsse der RGI-Kongresse.

Bei der Durchführung der Arbeit unter den ausländischen Arbeitern ist ganz besondere Beachtung den Aufgaben der Arbeit unter den aus den Kolonien und Halbkolonien stammenden Arbeitern zu schenken.

(Die Kampfbeschlüsse des V. Kongresses der RGI, 1930, Teil I, S. 51-53)

 

 

 


Es lebe der 13. Jahrestag

der Wiedergründung der

Roten Gewerkschaftsinternationale !

Heute senden wir kämpferische Grüße der internationalen Klassensolidarität an all Mitglieder und Unterstützer der Roten Gewerkschaftsinternationale, an alle revolutionären Gewerkschafter auf der ganzen Welt !

Vor 13 Jahren wurde die RGI wiedergegründet und gab sich ihre eigene revolutionäre Plattform für die Organisierung des internationalen revolutionären Gewerkschaftskampfes.


PLATTFORM

Erklärung zur Wiedergründung am 1. Mai 2003

 

13 Jahre sind vergangen, als dieses historische Dokument zur Neugründung der Roten Gewerkschaftsinternationale veröffentlicht wurde.

Ab 1. Mai 3003 gab es wieder zum ersten Mal die RGI, die 1937 aufgelöst worden war.



Es war kein Zufall, dass die Kommunistische Internationale (Stalinisten Hoxhaisten) die Rote Gewerkschaftsinternationale neu gründete. Erstens ging es darum, die Proletarier mit der Schaffung ihrer unabhängigen, revolutionären Klassengewerkschaften in ihrem eigenen Land zu unterstützen, und zweitens sollte mit der RGI die globale revolutionäre Gewerkschaftsbewegung gestärkt werden, sollte sie ein wichtiges Instrument in den Händen des Weltproletariats werden, um die Organisierung des revolutionären Sturzes des Weltkapitalismus
zu erleichtern.

 

Die RGI wurde gegründet in der weisen Voraussicht, dass die Gewerkschaftsbewegung gegen das Weltkapital neue internationale Kampfformen hervorbringt, um die Gewerkschaftsinteressen des Weltproletariats besser, zentral und geschlossen, zu vertreten und durchzusetzen. Mit der Internationalisierung des gewerkschaftlichen Kampfes verfolgt das Weltproletariat einen doppelten Zweck: Die Konkurrenz der Arbeiter unter den verschiedenen Ländern einzudämmen , indem der Weltarbeiter als Gesamtverhandler an den Weltverhandlungstisch tritt, nicht nur mit den Kolleg/innen dieses oder jenes Landes im Rücken, sondern mit dem Kampfeswillen der Kolleg/innen der ganzen Welt im Rücken!!!! Wenn es am Anfang nur um den Stop des freien Falls des Weltlohns geht, wird das Weltproletariat seine gewerkschaftlich zentralisierte Vereinigung auch zu allen weiteren Forderungen gegenüber den Weltkapitalisten ausdehnen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, usw. usf. , wird also die Aufrechterhaltung der Weltgewerkschaftsfront selbst notwendiger als die der Weltlöhne. In diesem Gewerkschaftskampf auf höchster Stufe vereinigen und entwickeln sich sowohl auf der Seite des Kapitals als auch auf der Seite der Arbeiter schließlich alle Elemente für die kommenden Weltschlachten. Einmal an diesem Punkt angelangt, wird die Revolutionäre Gewerkschaftsinternationale ihre politischen Aufgaben erfüllen können, nämlich dabei mitzuwirken, die ruinöse Konkurrenz unter den Arbeitern endlich im Weltmaßstab für immer aufzuheben und an ihre Stelle die Welt-Assoziation der sozialistischen Gewerkschaft zu setzen.



Ohne die internationale Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ist die internationale Arbeiterbewegung machtlos, steht sie auf tönernen Füßen, fehlt ihr die Basis, kann sie sich ohne Basis nicht entfalten. Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Vereinigung, die das Weltproletariat in seiner Gesamtheit erfasst, aber die damit noch lange nicht unmittelbar die Weltdiktatur des Proletariats zu verwirklichen vermag. Dazu bedarf es differenzierter internationaler Vereinigungen, ja eines gewaltigen Weltorganisationsmechanismus ( internationale Transformationsriemen), der erst durch eine Reihe von Zahnrädern in Gange gebracht wird. Die Weltdiktatur des Proletariats kann nur durch seine Avantgarde, die proletarische Weltpartei verwirklicht werden, die mit der RGI eng verzahnt ist. Ohne diesen Mechanismus ist der Weg vom Weltimperialismus zum Weltsozialismus nicht zu bewerkstelligen.

Wie stellt sich nun das dialektische Verhältnis von nationaler und internationaler Gewerkschaftsbewegung, insbesondere im Kampf gegen die neue globalisierte Weltlohnsklaverei dar?

Die gelben Gewerkschaften sind Instrumente des Imperialismus zu Niederhaltung und Spaltung des revolutionären Proletariats. Das Weltkapital braucht die Weltlohnsklaverei und damit auch die ihm passende Weltform der gelben Gewerkschaft als künftiges Bollwerk gegen den weltproletarischen Kampf, dessen Ziel die Abschaffung der Weltlohnsklaverei ist. Das Weltkapital kann die gelben Gewerkschaften, so wie sie sich bis heute in den einzelnen Ländern entwickelt haben, nicht einfach „übernehmen“, kann sie aber auch nicht zerschlagen. Das kann das Weltkapital aus dem einfachen Grund nicht, da sie weiter als Regulierungsinstrument des Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem der nationalen Bourgeoisien erhalten bleiben müssen als Abteilungen der Weltbourgeoisie. Also müssen die gelben Gewerkschaften in jedem Land völlig umgewandelt, globalisiert werden, damit sie seinen Weltinteressen auch dienen können. Indem die gelben Gewerkschaften als Abteilungen der neuen gelben Weltgewerkschaft des globalisierten Weltkapitals auftreten - und das Weltkapital zwingt sie dazu -, führt jede gelbe Gewerkschaft in einem Land nicht mehr nur ihren arbeiterfeindlichen Kampf zur Aufrechterhaltung der Lohnsklaverei im eigenen Land, sondern ist gezwungen, ihre eigenen nationalen Interessen den gelben Gesamtgewerkschaftsinteressen des Weltkapitals unterzuordnen, das heißt die gelben Gewerkschaftsinstrumente aller Länder müssen in ein einziges, zentralisiertes Instrument des Weltkapitals verwandelt werden, um die Weltarbeit disponibel, verfügbar zu gestalten, was wiederum heißt: ihr bislang reaktionäres, nationales Zunftwesen, das die Arbeiterbewegung eines jeden Landes ungemein in ihrer revolutionären Entwicklung gehemmt hat, muss fallen. Das ist gut und nicht schlecht!

Insofern handelt es sich nicht mehr um eine Amsterdamer Internationale (gegen die revolutionäre, klassenkämpferische Gewerkschaftsbewegung in den einzelnen Ländern). Es handelt sich auch nicht mehr so sehr um einen losen gewerkschaftlichen Weltdachverband, wo die einzelnen gelben Gewerkschaften ihre eigenen (sozialimperialistischen) Interessen vertraten, sich sozusagen nur gegenseitig unterstützten, bzw. dort um ihre (sozialimperialistische) Hegemonie kämpften, sondern um eine globalisierte gelbe Gewerkschaftsbewegung des globalisierten Weltkapitalismus, das heißt eine neue Gewerkschaftsform, mit der die gesamte Weltarbeit im Zaun gehalten werden kann, indem sie in die Ländergewerkschaften hineinwirkt, sie sich umformt und sie so zur internationalen Spaltung des Weltproletariats zentral lenken kann.

Für die revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung ist das insofern - und nur insofern - gut, als das Weltkapital die nationalen Schranken der gelben Gewerkschaftsbewegung durch die globale Gestaltung der Weltarbeit schleift und damit der internationalen Entfaltung der Vereinigung der weltrevolutionären Gewerkschaftsbewegung bessere Ausgangsbedingungen verschafft – und zwar nicht nur für das Weltproletariat insgesamt, sondern auch für die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land der Welt. Dadurch wird die Gewinnung der Gewerkschaftsmitglieder für die Ideen des Kommunismus auf der ganzen Welt und in allen Ländern erleichtert und beschleunigt.

Wenn das Weltkapital mit seinen globalisierten Gewerkschaftsinteressen also von außen auf die gelbe Gewerkschaft eines jeden Landes verstärkt Einfluss nimmt, wenn das Weltkapital über die Gewerkschaftsinstrumente (und deren Einsatz) eines jeden Landes tendenziell immer mehr bestimmt, können die Arbeiter in ihrem Land ihre revolutionären, klassenkämpferischen Gewerkschaften allein, auf sich gestellt, nicht (dauerhaft) aufbauen bzw. verteidigen, da sie in ihrem Land nunmehr einer gelben Abteilung der globalisierten , welt-sozialimperialistischen Gewerkschaftszentrale gegenüberstehen. Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land kann sich nicht voll entfalten, wenn die Roten Gewerkschafter ihre Organisation nicht vom nationalen Boden loslösen, wenn die (innere) revolutionäre Gewerkschaft jedes Landes nicht vom Weltproletariat in jede (äußere) der RGI angehörende Abteilung (des Weltproletariats) vereinigt (qualitativ verwandelt) wird, um den internationalen gelben Gewerkschaftsapparat international zerschlagen zu können

(= und das – und nur das, ist die einzige Garantie des Sieges über die eigene gelbe Gewerkschaft in jedem Land unter den heutigen Bedingungen der globalisierten Weltlohnsklaverei !!).

Sozusagen verwandelt das Weltkapital die (Landes-)Innere gelbe Gewerkschaft in ein Instrument der äußeren kapitalistischen Weltgewerkschaft, weckt sie aus ihrem nationalen Dornröschenschlaf auf, stärkt sie bei gleichzeitiger Verschärfung der Widersprüche und Konkurrenz zwischen der nationalen Arbeit und der Weltarbeit.

Dadurch erst, dass das Weltkapital die globalisierte gelbe Weltgewerkschaft schafft, hebt sie auch die globalisierte revolutionäre Weltgewerkschaft auf die Weltbühne, kann die gelbe Gewerkschaft mit dem Kapitalismus, dessen Instrument sie ist, für immer nicht nur von der Weltbühne, sondern auch von der historischen Bühne jedes Landes verschwinden, kann sich die weltrevolutionäre Gewerkschaftsbewegung in allen Ländern der Welt voll entfalten. Das Weltproletariat kann die Länder nicht vereinigen, wenn es nicht seine ( und zwar gegen die gelben gerichteten !!) revolutionären Gewerkschaften vereinigt:

Weltproletariat – vereinige die revolutionären Gewerkschaften aller Länder!“

Das ist die weltrevolutionäre Idee zur Lösung der Gewerkschaftskrise.

Die kapitalistische Gewerkschaft kann im eigenen Land durchaus aus eigener Kraft besiegt werden (allerdings unter viel größeren Opfern – eben wegen ihrer Verbindung zum Weltkapital), aber niemals kann der Sieg einer revolutionären Gewerkschaft über die reaktionäre Gewerkschaft in einem Land garantiert werden, solange sich die reaktionäre Gewerkschaft eines Landes aus dem Weltkapital genügend neue Restaurationskräfte ziehen kann. Deswegen müssen wir gegen alle gewerkschaftlichen Ideen, insbesondere gegen die Ideen des Weltökonomismus antreten, die unsere Idee von der RGI, unsere Ideen vom weltrevolutionären Gewerkschaftskampf angreifen. Denn damit nützen sie nicht, sondern schaden sie der revolutionären Gewerkschaftsbewegung im eigenen Land, schaden sie nicht etwa der gelben Gewerkschaft, sondern helfen sie ihr ...

( = weltrevolutionärer Gewerkschaftskampf in Worten – gelber, internationaler Gewerkschaftskampf in Taten = gewerkschaftlicher Weltrevisionismus).

Garantie gegen gelbe Gewerkschaften, das heißt die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der konterrevolutionären Gewerkschaftsbewegung in der imperialistischen Weltordnung, schafft nur der internationale, weltrevolutionäre Gewerkschaftskampf, die Rote Gewerkschaftsinternationale, nur der Gewerkschaftskrieg zur Beseitigung der gelben Gewerkschaft, der anti-imperialistische Gewerkschaftskrieg des Weltproletariats nur insofern als dieser der Eroberung seiner Weltmacht dient.

Es gibt heute für die klassenbewussten Arbeiter keine wichtigere Aufgabe als die, diese weltrevolutionäre Bedeutung der INTERNATIONALEN gewerkschaftlichen Bewegung zu begreifen und sie ganz genau zu kennen und sich fest einzuprägen.

Die Schaffung der Roten Gewerkschaft in jedem Land geht also nicht gradlinig, nicht regelmäßig und nicht losgelöst von der internationalen Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung vor sich. Sie wird durch das Weltkapital gezwungen, sich über den „Umweg“ des internationalen Gewerkschaftskampfes des Weltproletariats in jedem Land also auch im eigenen Land zu entwickeln, was nicht zuletzt auch von den Bedingungen in jedem Land selbst abhängt.

Die Rote Gewerkschaft in jedem Land hat also große Hindernisse zu überwinden, die sie nur gemeinsam mit den Proletariern aller Länder, nur als Abteilung des Weltproletariats überwinden kann. Das Weltkapital hindert die Rote Gewerkschaft daran, sich in jedem Land – von der weltgewerkschaftlichen Bewegung getragen - zu entfalten, aber anders als eine Abteilung der internationalen revolutionären Gewerkschaft des Weltproletariats kann die Rote Gewerkschaftsbewegung eines Landes die gelbe Gewerkschaft nicht schlagen, da diese nun einmal international in die Geschäfte des Weltkapitals eingebunden ist und die Rückendeckung der nationalen Bourgeoisie besitzt. Das heißt natürlich nicht, dass die Roten Gewerkschaftler in jedem Land ihre Hände in den Schoß legen und diese internationale Entwicklung „abwarten“. Sie müssen sowohl in den gelben als auch außerhalb der gelben Gewerkschaften die revolutionäre Arbeit der Gewerkschaftsopposition organisieren und dazu geeignete Übergangsformen hin zur Schaffung einer selbständigen Roten Gewerkschaft bilden. Diese Übergangsformen werden in allen Ländern unterschiedlich ausfallen, da die gelben Gewerkschaften in den verschiedenen Ländern nicht alle gleich sind.

Die Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftler in einem Land gehört mit zu den zähesten, aufreibendsten, kompliziertesten und schwierigsten, aber auch wichtigsten und notwendigsten Aufgaben der Weltrevolutionäre, weil große Teile der Proletarier, insbesondere die Industriearbeiter, noch in den gelben Gewerkschaften gefangen gehalten werden und täglich dem reaktionären Einfluss der Arbeiteraristokratie und der Gewerkschaftsintelligenz ausgesetzt sind.

Andererseits bildet sich ein riesiges Weltheer von Emigranten-Arbeitern (insbesondere Industriearbeitern), die vom gewerkschaftlichen Kampf in den einzelnen Ländern nahezu ausgesondert werden und dazu übergegangen sind, sich eigene gewerkschaftliche Organisationen zu schaffen, die dem proletarischen Internationalismus hundert Mal näher stehen als die „Einheimischen“. Es ist die Aufgabe der RGI, sich besonders um die gewerkschaftlichen Interessen dieser Emigranten-Arbeiter zu kümmern, ihnen eine „Weltheimat“ zu schaffen, um sich gegenüber den reaktionären Gewerkschaften in den einzelnen Ländern zu behaupten.

Die gelbe Gewerkschaft konnte sich nur deswegen so lange in der Arbeiterbewegung halten, weil die Arbeiter noch zögern, sie durch ihre eigene, revolutionäre Gewerkschaft zu ersetzen, weil die gelbe Gewerkschaft das dafür nötige revolutionäre Klassenbewusstsein täglich, stündlich untergräbt und täglich stündlich die Gewerkschafterhirne mit bürgerlicher und kleinbürgerlicher Ideologie abfüllt.

Die bürgerliche Gewerkschaft wird immer noch als die „heilige Kuh“ vergöttert, die man nicht schlachten darf, weil sonst noch alles „viel schlimmer“ kommen könnte.

Dieser Aberglaube ist erst gebrochen, dieser Mythos ist erst überwunden, wenn die Arbeiter an Hand ihrer eigenen Erfahrungen restlos begriffen haben, dass eine Klassengewerkschaft der Bourgeoisie niemals die Interessen der Arbeiterklasse vertreten kann, sondern dass dies nur die eigene, die proletarische Klassengewerkschaft kann. Das ist dann der Anfang des historischen Endes der gelben Gewerkschaft, dann wird nach über 100 Jahren endlich die alte revolutionäre Gewerkschaft, ihre klassenkämpferische Tradition, wieder das Licht der Welt erblicken, wird die 100 Jahre lange Spaltung der Gewerkschaftsbewegung durch die Bourgeoisie beseitigt werden, wird es wieder freie Einheitsgewerkschaften geben, die niemandem anders mehr dienen, als den Arbeitern selbst. Das ist ein harter Kampf, der unvermeidlich ist, denn er wird der gespaltenen Arbeiterklasse aufgezwungen, um ihre Einheitsgewerkschaft, ihre gewerkschaftliche Einheit, wieder herzustellen, die ihr der Kapitalismus genommen hat.

Aber schauen wir uns bei den Kommunisten um. Die Schwäche der Kommunisten zeigt sich nirgends deutlicher als in der Gewerkschaftsfrage. Es sträuben sich die Haare zu Berge, wenn man selbst von alten, gestandenen Kommunisten Zitate von Lenin um die Ohren kriegt über die Haltung der Kommunisten in den Gewerkschaften vor 100 Jahren, wo es noch um die Bekämpfung der Kinderkrankheiten (!!!!!) des Kommunismus ging. Wir fragen uns heute ganz im Ernst, ob wir nicht ein Buch über die Alterskrankheiten des Kommunismus schreiben sollten, damit endlich von allen begriffen wird, dass wir die Gewerkschaftsfrage nicht mit den Antworten lösen können, die vor 100 Jahren richtig waren, aber heute den veränderten Bedingungen der Globalisierung ganz und gar nicht mehr entsprechen. Die Schande ist die, dass die überwiegende Mehrheit der Kommunisten sich heute in der Gewerkschaftsfrage an den Arbeitern schwer versündigt hat, dass sie unter der 100 Jahre lang angehäuften Last des Reformismus und Revisionismus in der Gewerkschaftsbewegung erdrückt worden ist, weil sie es versäumt hat, diese Last rechtzeitig abzuschütteln und endlich eine konsequent revolutionäre Haltung in der Gewerkschaftsfrage einzunehmen.

Ein weiterer Fehler ist der, dass gerade die Gewerkschaftsfrage ganz deutlich macht, wie groß noch der kleinbürgerliche Einfluss in den eigenen Reihen ist, die zur falschen Haltung in der Gewerkschaftsfrage nicht wenig beigetragen hat. Die Gewerkschaftsfrage ist die Frage, die die Kommunisten immer noch am meisten entzweit – eben weil der Reformismus und Revisionismus hier am tiefsten verwurzelt ist und leider viel mehr zur Stärkung des Anarcho-Syndikalismus und viel zu wenig zum weltrevolutionären, zum wahrhaft marxistischen Gewerkschaftskampf beigetragen hat.

Wenn die Gewerkschaftsfrage die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung lahm legt, dann muss man die Gewerkschaftsfrage mutiger anpacken, das heißt sie einer marxistisch-leninistischen Lösung zuführen. Erst wenn dieser Knüppel zwischen den Zahnrädern beseitigt ist, wird die Vereinigung sowohl im Gewerkschaftskampf als auch im kommunistischen Kampf die gewünschten Fortschritte erzielen.

Als die RGI am 1. Mai 2003 wiedergegründet wurde, trat sie mit ihrer Plattform vor das Weltproletariat, worin es (u.a). heißt:

 

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Organisation der Komintern/ML, eine selbständige internationalistische Schule des Kommunismus, die das Weltproletariat generell in ihrem revolutionären Gewerkschaftskampf vereint, erzieht und unterstützt.“

Die RGI lässt sich in ihrer gesamten Tätigkeit von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha – insbesondere von deren Gewerkschaftslinie - leiten, indem sie diese im täglichen internationalen Klassenkampf korrekt verteidigt, anwendet und weiterentwickelt.

Die einzelnen Erfahrungen des revolutionären Gewerkschaftskampfes in allen Ländern sind gleichzeitig in ihrer zentralisierten und konzentrierten Analyse und Verallgemeinerung der internationalen Weltarbeiterbewegung die Basis für die Weiterentwicklung der Generallinie der RGI.

Ziel ist in erster Linie die gegenseitige solidarische Unterstützung der revolutionären Gewerkschafter in der ganzen Welt, um den Gewerkschaftskampf des gesamten Weltproletariats in einen großen internationalen Hebel für die sozialistische Weltrevolution einzusetzen.

Kampf für die Vereinigung und Organisierung aller revolutionären Kräfte der Weltgewerkschaftsbewegung gegen Klassenversöhnung, Spaltung, Kapitulantentum und Liquidatorentum, insbesondere gegen alle Zweige des Revisionismus, Reformismus, Trotzkismus, Anarcho-Syndikalismus und gegen jeglichen bürgerlichen Einfluss innerhalb der Weltgewerkschaftsbewegung, um

a) die Selbständigkeit und Eigenständigkeit des Weltproletariats in seinem ökonomischen, politischen, ideologischen und organisatorischen Gewerkschaftskampf zu erreichen und sicherzustellen;

b) das gesamte Weltproletariat unter dem roten Banner der Einheitsfront zusammenzuführen im Gewerkschaftskampf gegen den Weltkapitalismus.

Die RGI kämpft für die revolutionäre Beseitigung der bürgerlicher Gewerkschaften. Diese Instrumente des Weltkapitalismus müssen zerschlagen und sozialistische Gewerkschaften als Instrumente der Macht des Weltproletariats zum Aufbau bzw. Wiederaufbau des Sozialismus zu schaffen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die RGI stützt sich dabei wiederum auf die Taktik der revolutionären Einheitsfront des Weltproletariats.“

 

    Die RGI wirkt nicht nur vereinigend in die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes hinein, vereinigend bis hinein in die letzte Fabrik der Welt,

sondern auch umgekehrt

wirkt die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes vereinigend, wirkt die letzte Fabrik der Welt vereinigend bis hinein in die RGI

 

 

 

2015

 

Es lebe der

94. Gründungstag der Roten Gewerkschafts-Internationale !

3. Juli 1921 - 3. Juli 2015

 

 

2014

 

1. 5. 2003 - 1. 5. 2014

 

 

Es lebe der 11. Jahrestag

der Wiedergründung der

Roten Gewerkschaftsinternationale !

 

 

ES LEBE DER WELTKAMPFTAG DER ARBEITERKLASSE !

 

Es lebe der Weltkommunismus !

1. Mai - Resolution

der Komintern (SH)

2014

 

 

 

 

2013

 

* * *

 

MAI-Demonstrationen

rund um die Welt

in Bildern

 

(drück aufs Poster)

 

 

 

1. Mai 2003 - 1. Mai 2013

10 Jahre

Wiedergründung

Rote Gewerkschaftsinternationale

R G I

spezielle Webseite ...

 

 

Heraus zum roten 1. Mai !

ES LEBE DER WELTKAMPFTAG DER ARBEITERKLASSE !

 

Es lebe der Weltkommunismus !

1. Mai - Resolution

der Komintern (SH)

2013

Grußadresse

der Deutschen Sektion der Komintern (SH)

zum 1. Mai 2013

 

 

 

 

Proteste gegen den Tod in der »Billignähstube«

In Bangladesch ist der Textilsektor der wichtigste Wirtschaftszweig - und der mörderischste. Wegen der Fabrikbrände wächst der Widerstand

Seit 2006 kamen in Bangladesch bei Bränden in Kleiderfabriken fast 1000 Menschen ums Leben. Die Arbeitsbedingungen sind grauenhaft. Dieses Jahr gab es deshalb mehr Streiks.

Der Einsturz des Gebäudekomplexes »Rana Plaza« am Mittwoch in einem Vorort von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka hat die Bekleidungsindustrie Bangladeschs wieder in den Fokus gerückt. Unter den über 230 Toten und mehr als 1000 Verletzten waren sehr viele Textilarbeiterinnen. Die Bemühungen um Rettung der unter Schutt und Trümmern Eingeklemmten sowie um Bergung der Toten hielten am Donnerstag unvermindert an.

In dem mehrstöckigen Geschäftshaus produzierten auch vier Textilunternehmen. Darunter ist die Firma »New Wave«, in deren Internetauftritt 27 Hauptkunden aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Spanien und den USA benannt sind.

Überlebende erklärten, dass sie zur Arbeit gezwungen worden waren, obwohl bereits am Dienstag Risse in der Gebäudestruktur festgestellt worden seien und die Industriepolizei die Räumung angeordnet habe. Der Eigentümer habe jedoch Ingenieure angeheuert, die alle Bedenken ausräumten. So sei den Arbeiterinnen am Mittwoch von Vorgesetzten gedroht worden, wer sich nicht an die Nähmaschinen setze, verliere seinen Job. Ein solches rigoroses Verhalten gehört zum Alltag in der Branche. Ebenso die Niedriglöhne. Gewerkschaften, wenn es sie überhaupt gibt, sind schwach.

Nach dem Großbrand im Textilbetrieb »Tazreen Fashions«, bei dem im November 2012 über 100 Menschen ums Leben kamen, war es deshalb in Dhaka zu Massenprotesten gekommen. Nach Angaben der von Amsterdam aus agierenden »Kampagne für saubere Kleidung« kamen seit 2006 bei Bränden in der Textilbranche Bangladeschs ungefähr 700 Menschen ums Leben, die Toten vom Mittwoch noch nicht mitgerechnet.

Großabnehmer wie Walmart, H&M, Sears, Gap, Tommy Hilfiger, C&A oder KiK üben nicht ausreichend Druck auf die Produzenten aus. Die Großkunden lockt Bangladesch vor allem als »Billignähstube der Welt« mit monatlichen Minimallöhnen von 37 Dollar.

Zu Recht stellte Laia Blanch von der britischen Wohltätigkeitsgruppe »War on Want« gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters fest: »Es ist furchtbar, dass führende Markenfirmen sowie Regierungen es weiterhin erlauben, dass Textilarbeiter, die in unsicheren Betrieben Kleidung für Käufer in westlichen Ländern herstellen, sterben oder schreckliche bleibende Verletzungen erleiden. Wie viele Menschen müssen noch ihr Leben verlieren, ehe Minister und Firmen diese skandalösen menschlichen Tragödien stoppen?«

In den vergangenen zehn Jahren hat Bangladeschs Textilsektor eine stürmische Entwicklung genommen, begünstigt durch steigende Löhne in China. Rund 80 Prozent aller Exportwaren kommen aus der »Billignähstube«. Das Land ist hinter China weltweit zweitgrößter Textilproduzent. Die Branche mit ein paar Millionen Beschäftigten in 5500 Betrieben verbucht einen jährlichen Umsatz von 20 Milliarden Dollar. Doch der Chef des Verbandes der Produzenten und Exporteure von Textilwaren, Atiqul Islam, sieht nicht nur wegen der von den Katastrophen verursachten Imagekrise dunkle Wolken am Horizont. Er verweist auf die 21 politisch motivierten Streiktage, die Bangladeschs Wirtschaft von Ende Januar bis zum 20. April erschütterten. Jeder Streiktag, so rechnete er vor, kostet die Bekleidungsindustrie 20 Millionen Dollar an Einbußen. Bei zahlreichen Betrieben seien die Bestellungen der Auslandskunden merklich zurückgegangen. Vietnam und Kambodscha verzeichneten hingegen Zuwächse.



 

 

 

 

 

Es lebe der militante Kampf der spanischen Bergleute!

 

Solidaritäts-Message der Komintern (SH)

 

Die Komintern (SH) bringt hiermit ihre tiefe Solidarität mit dem Streik der spanischen Bergleute zum Ausdruck.

Sie kämpfen gegen die neoliberalen, drakonischen "Sparmaßnahmen" der faschistischen Regierung Rajoy, die in Spanien Bergwerke stilllegt und ca. 30.000 Arbeitsplätze vernichtet. Wenn es der faschistische Regierung gelingt, ihre perversen Ziele zu erreichen, werden Tausende von spanischen Bergleute in tiefstes Elend versinken -ohne Beschäftigung, ohne Existenzgrundlage.

 

 



Die Rajoy die Regierung - hat des Erbe des Franko-Faschismus angetreten und tut ihr Möglichstes, um die Interessen des Landes an ausländische Gläubiger zu verschachern, auf Kosten der ausgebeuteten Bergleute. Mit dem angeblichen Ziel der "Rettung der Wirtschaft des Landes" (sprich: die Verteidigung der Gläubigerversammlung und die Befriedigung ihrer Gier nach Gewinn), behandelt die Rajoy-Regierung die Bergleute wie Müll, der beseitigt werden muss. Und sie tut dies mit ihren brutalen Machtmitteln wie mit den Einsatz ihrer"Sicherheitskräfte" gegen sie. Aber trotz der Brutalität der Polizei, haben die spanischen Bergleute ihren heldenhaften Kampf weiter fortgesetzt. Das ist nicht überraschend, denn in der Geschichte der Arbeiterbewegung haben die Bergleute stets zu den entschiedensten und mutigsten Arbeitern gehört, immer bereit, gegen die tyrannische Herrschaft der Ausbeuter zu kämpfen. So werden die spanischen Bergleute auch diesmal tapfer die militanten Kampftraditionen der internationalen Bergarbeiterbewegung fortsetzen.

All dies geschieht vor dem Hintergrund der tiefen Krise der spanischen Wirtschaft, die durch die Tycoons und Bankiers ausgebrochen ist. Die Bourgeoisie versucht jetzt, das spanische Proletariat zu zwingen, die Lasten für ihre ultra-spekulativen Aktivitäten zu tragen. Kürzlich haben sich die herrschenden Klassen des Landes offen und vollständig dem Diktat der imperialistischen Gläubiger unterworfen durch die Annahme einer "Kredit-Hilfe" von 100.000.000.000 EUR, deren einziges Ziel ist es, der Gläubigerversammlung Superprofite zuzuschanzen auf Kosten der spanischen unterdrückten Massen (höhere Steuern, niedrigere Löhne, etc ...).

Aber diese Ziele der Kapitalisten werden zweifellos scheitern. Der Kampf der spanischen Bergleute genießt nicht nur die Sympathie des Weltproletariats, sondern er wird auch als Inspiration für künftige Kämpfe gegen die kapitalistisch-imperialistische Ausbeuterordnung dienen.

 

 




Es lebe der militante Kampf der spanischen Bergleute!

 



Nieder mit den spanischen faschistischen Machthabern, den Lakaien der imperialistischen Gläubiger!

 




Es lebe das heroische spanische Proletariat!

 



Es lebe die sozialistische Weltrevolution!

 




 

Komintern (SH), 22. 06. 2012

 

 

 

 

Solidarität mit

Helena Iskraschnitz !!!   

An die gesamte Komintern (SH) und an die SH-Weltbewegung

Bitte helft uns, wir brauchen eure Solidarität.

 

Genossen und Kollegen

Vor 2 Wochen, am Freitag den 11. 5. 2012, wurde unsere Kollegin Helena Iskraschnitz aus ziemlich nichtigen Gründen entlassen.

Sie war Leiharbeiterin aus einer Leiharbeiterfirma und hatte so gut wie keine Recht und keinerlei Kündigungsschutz. Ich hab selber oft genug in einer Leiharbeiterfirma gearbeitet und weiß wie das ist, wenn zB. am nächsten Tag der Anruf kommt und gesagt wird: "Du brauchst morgen nicht mehr zu kommen".  Sie hat migrantischen Hintergrund, kommt aus Kasachstan und hat die ukrainische Staatsbürgerschaft.  Wenn sie nicht in kürzester Zeit wieder Arbeit findet, droht ihr die Abschiebung in die Ukraine. Sie war bekannt als Kollegin, die auch mal ihre kritische Meinung sagte, auch mehrmals gegenüber dem Chef.

Wir fordern die sofortige Wiedereinstellung unserer lieben Kollegin !

K. K.

 

 

ANTWORTSSCHREIBEN DER KOMINTERN (SH)

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Kolleginnen und Kollegen !


Die Komintern (SH) bedankt sich für euren Brief und wir erklären hiermit unsere volle Solidarität mit eurem Kampf für die Wiedereinstellung eurer Kollegin Helena. Auf unserer Webseite haben wir die Verurteilung dieses Willküraktes und eure Forderung weltweit publik gemacht.


Wir sagen:


Hier wird mit zweierlei Maß gemessen !


Eine ukrainische Kapitalistin, namensTimoschenko, hat sich auf kriminelle Weise ein Vermögen von mehreren hundert Millionen Euro ergaunert. Sie wird aber nicht nur von der Regierung Merkel, sondern von allen westlichen Regierungen in Schutz genommen und unterstützt. Timoschenko braucht sich um ihre Existenz also keine Sorgen zu machen.


Hingegen eine ukrainische Arbeiterin, wie eure Kollegin Helena, wird willkürlich entlassen und in die Ukraine abgeschoben, wenn sie nicht in kürzester Zeit woanders Arbeit nachweisen kann.

Das zeigt den krassen Klassencharakter der Merkel und Co, die sich für Kapitalisten stark machen, die Arbeiter aber gewissenlos ihrem Schicksal überlassen.


Im Kapitalismus wird mit einer Entlassung auf einen Schlag über das Schicksal nicht nur einer einzelnen Arbeiterin entschieden, sondern über das von Millionen Arbeiterinnen. Und dies geschieht tagtäglich im Interesse des Profits. Wer unbequem ist oder gar Kritik übt an den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, wird entlassen.

Wenn es sich zudem noch um eine Migrantin handelt, deren Arbeitskraft auch noch von Lohnsklavenhaltern an die Firmen verkauft wird, dann werden die Rechte dieser Arbeiterinnen um so mehr mit Füßen getreten.


Außerdem nutzen die Kapitalisten in gewissenlosester Weise die elende Lage der Arbeiter in den osteuropäischen Ländern schamlos aus und betreiben Lohndumping, um damit ihren Profit noch mehr zu steigern.

Der Dreierbund von Staat, Kapital und Gewerkschaft fördert diese Verbrechen an den Arbeitern auch noch ! Hilfe und Unterstützung ist von denen natürlich nicht zu erwarten.


Unsere Antwort ist klar:


Helfen können wir nur uns selbst ! Unsere Stärke liegt in unserer Solidarität ! Ihr organisiert die Solidarität in eurem Betrieb und wir verbreiten euren Kampf in der ganzen Welt ! Die Entlassung von der Kollegin Helena zeigt, dass wir klassenkämpferische Gewerkschaften brauchen, die sich vor allem für die Arbeitsrechte der Migrantinnen und Migranten einsetzen. In diesem Sinne müssen wir wieder eine starke RGO aufbauen !

Wir appelieren auch an die Unterstützung und Solidarität der AGIF, die sich speziell für die Rechte der Migrantinnen und Migranten einsetzt. Eine drohende Abschiebung muss unbedingt verhindert werden !


Mit den Migrantinnen und Migranten trägt der Weltkapitalismus selber dazu bei, das Weltproletariat noch enger zu vereinigen und zusammenzuschweißen, dessen Kraft sich aus der Solidarität über alle nationale Grenzen hinweg mit jedem Tag verstärkt.


Auf diese Weise wird der Internationalismus des Weltproletariat zur größten Triebkraft, die den Weltkapitalismus in Weltsozialismus verwandelt.


Im Weltsozialismus wird weltweit das Prinzip verwirklicht:


weltweite Beendigung der Lohnsklaverei und Willkür gegenüber Arbeiterinnen und Arbeitern !


Arbeiterfreundliche Arbeitsbedingungen !


Gleicher Lohn für gleiche Arbeit !


Weder Arbeitslosigkeit noch Entlassung !


Gleiche Rechte für alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt , insbesondere das Recht auf Arbeit !


Lasst uns in diesem Sinne kämpfen für eure Kollegin Helena !


Helena muss wieder eingestellt werden !


Mit solidarischen Grüßen


Komintern (SH)


 

Es lebe der

9. Jahrestag

der Wiedergründung der

ROTEN

GEWERKSCHAFTS-

INTERNATIONALE

 

1. Mai 2003 - 1. Mai 2012

 

Plakat

RGI - 1930 - 5. Kongress in Moskau

 

 

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen der Roten Gewerkschaftsinternationale und all den anderen internationalen Gewerkschaftsverbänden ? Was unterscheidet unsere Gewerkschaftsorganisation im Wesentlichen von allen anderen ?

Der Unterchied ist klar: Klassenzusammenarbeit auf der einen Seite zur Aufrechterhaltung des Kapitalismus und Klassenkampf auf der anderen Seite zum Sturz des Kapitals. Das ist der springende Punkt !

Hieraus leiten sich alle anderen Unterschiede ab.

Wer die Klassenversöhnung, die Klassenzusammenarbeit, aufrecht erhält, der kettet den Gewerkschafter an die Fesseln der internationalen und nationalen Bourgeoisie, der richtet sich gegen die Weltdiktatur des Proletariats, der unterstützt den Reformismus und Revisionismus gegen die Weltrevolution, der unterstützt das Weltkapital gegenüber dem Weltsozialismus. Außerdem wird dadurch die imperialistische Weltpolitik und werden ihre Regierungen unterstützt, die die armen Länder, Kolonien und Halbkolonien ausbeuten und unterdrücken. Das bedeutet, dass sich die heutigen internationalen Gewerkschaftsverbände gegen den anti-imperialistischen Befreiungskampf stellen. Betriebsfrieden statt Klassenkampf im Betrieb, Burgfrieden statt Bürgerkrieg, Reform statt Revolution usw. usw. All das charakterisiert die heutigen internationalen Gewerkschaftsverbände, die sich in den Dienst des Weltkapitals gestellt haben und die die Arbeiter davon abhalten, die kapitalistische Weltkrise in die sozialistische Weltrevolution zu verwandeln. Sie wollen nicht die Beseitigung des Kapitalismus, sondern wollen ihn vor dem Kommunismus retten. Es sind also durch und durch anti-kommunistische Gewerkschaften, Gegner der Zuspitzung der globalen Klassenkämpfe. In all diesen Fragen sind die internationalen Gewerkschaftsverbände heute die totale Antithese von der Roten Gewerkschaftsinternationale. Und das ist genau der Grund für den unversöhnlichen Kampf zweier Linien in der Gewerkschaftsfrage: der Kampf zwischen den Befürwortern und den Gegnern eines Klassenkampfes, der den Sturz des Weltkapitals und die sozialistische Macht des Weltproletariats zum Ziel hat:

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist ein Hebel der sozialistischen Weltrevolution in den Händen des Weltproletariats.

Alle anderen internationalen Gewerkschaftsverbände sind ein Hebel GEGEN die sozialistische Weltrevolution, und zwar in den Händen der Weltbourgeoisie.

 

Die RGI war in den 1920er Jahren des letzten Jahrhunderts ein zentrales Instrument für die Ausbreitung des internationalen Kommunismus. Die Zahl der Anhänger der RGI wurde Ende der 20er Jahre weltweit auf knapp 17 Mio. geschätzt, weit über die Hälfte von ihnen waren Mitglieder der sowjetischen Gewerkschaften, in China waren es 2,8 Mio. Die „deutsche Sektion“ galt nach den sowjetischen Gewerkschaften als stärkste der RGI in Europa. Wichtig waren noch Frankreich, die Tschechoslowakei und Chile. In sechsundzwanzig Ländern gab es „revolutionäre Minderheiten“ in den reformistischen Gewerkschaften.

Die RGI war eine Errungenschaft des Sieges der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.

Die RGI war eine eigenständige kommunistische Weltgewerkschaftsorganisation und angeschlossen an die Komintern Lenins und Stalins. Sie integrierte den mit der Oktoberrevolution sympathisierenden revolutionären Teil der internationalen Gewerkschaftsbewegung und stand konträr zum sozialdemokratisch beeinflussten Internationalen Gewerkschaftsbund (gelbe "Amsterdamer" Gewerkschaft - IGB). Es gab Versuche, die Gemeinsamkeit der großen Arbeiterorganistionen herzustellen, doch die Aufforderungen an den IGB zur „Einheit“ Mitte der 1920er Jahre scheiterten. Die antikommunistische Doktrin der Sozialdemokratie führte zur Gründung der „revolutionären“ Gewerkschaften (RGO) zu Beginn der 1930er Jahre.

1933 wurden die Gewerkschaften von den an die Macht gelangten Nazis verboten und zerschlagen. Dies wirkte sich auch auf die der RGI angeschlossenen Gewerkschaftsbewegungen in der Tschechoslowakei, Frankreich, China und Großbritannien aus. Dank der Unterstützung durch die sowjetischen Gewerkschaften konnte die RGI ihren Kampf unbeirrbar fortsetzen.

Ab 1934 beginnend und unter dem Zeichen der Volksfront (VII. Weltkongress, 1935) wurde ein gemeinsamer antifaschistischer Abwehrkampf proklamiert. Der Einfluss des "linken" Sozialdemokratismus und Revisionismus innerhalb der kommunistischen Weltbewegung nahm dadurch rapide zu, wodurch das eigenständige Bestehen aller internationalen kommunistischen Organisationen bedroht war - bis es dann schließlich zur Auflösung der RGI (1937) und später zur Auflösung der Komintern (1943) selbst kam.

 

Der Weltgewerkschaftsbund (WBG) enstand unter den Bedingungen der anti-Hitlerkoalition, also als Folge der neuen Bedingungen Ende des Zweiten Weltkriegs. Die erste Weltgewerkschaftskonferenz fand vom 6. bis 17. Februar 1945 statt, an der 40 nationale Gewerkschaften und 15 internationale Organisationen teilnahmen und die sich den Kampf zur Ausrottung des Faschismus und den Kampf gegen den Imperialismus zum Hauptziel machte.

Die Imperialisten versuchten, den WGB in ein anti-kommunistisches Instrument zu verwandeln, und so kam es 1949 zur Spaltung. Nach dem Tod des Genossen Stalin (1953) nahmen die Chruschtschow-Revisionisten Einfluss auf den WGB. Das führte zur revisionistischen Entartung der Gewerkschaftsverbände in der Sowjetunion und den anderen von den Revisionisten beherrschten Ländern. Die Gewerkschaften befanden sich somit in den Händen der Imperialisten und Sozialimperialisten. Daran hat sich bis heute bei dem WGB nichts geändert. Es ist eine anti-marxistisch-leninistische Gewerkschaft, die wir bekämpfen.

Die albanischen Gewerkschaften verurteilten die Einverleibung des WGB durch die sowjetischen Revisionisten , und so wurde der Gewerkschaftsverband Albaniens (GVA) zur Vorhutabteilungt in der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung. Der albanische Gewerkschaftsverband wurde von der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, von asnti-imperialistischen Kräften und Organisationen in der ganzen Welt unterstützt.

 

Die wahre revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung gründet sich ausschließlich auf den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha. Denn: Allein das Weltproletariat, mit der Komintern (SH) an der Spitze, ist die entscheidende Kraft, die die Weltbourgeoisie vernichten wird.

Die Erfahrung der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung zeigt, dass sie nur dann nicht vom Reformismus und Revisionismus angesteckt und zerfressen wird, wenn sie von einer marxistisch-leninistischen Vorhutorganisation angeführt wird.

Opportunistische, reformistische, revisionistische, neo-revisionistische, maoistische, trotzkistische und anarcho-syndikalistische Einflüsse in der Weltgewerkschaftsbewegung dienen dazu, das Weltproletariat zu verraten, zu spalten und seine Bestrebungen nach eigenständigen revolutionären Gewerkschaften zu verhindern bzw. zu unterwandern. Daher muss der Kampf gegen diese Elemente energisch, kompromisslos und unvermindert fortgesetzt und zu Ende geführt werden. Ohne diese Elemente geschlagen zu haben, werden wir auch keine weltproletarischen Klassengewerkschaft aufbauen können, die den Kampf zur Zerschlagung des globalen kapitalistischen Ausbeutersystems vorantreibt, werden wir weder den Sieg des Weltsozialismus erreichen, noch kommunistische Gewerkschaften im Weltsozialismus errichten können.

 

Letztendlich kann niemand auf der Welt den Kommunismus aufhalten - und auch nicht die kommunistischen Gewerkschaften.

 

Es lebe der 1. Mai 2003,

der 9. Jahrestag der Wiedergründung der

Roten Gewerkschaftsinternationale !

 

 

 

1921 - 2011

90. Jahrestag der Gründung der Roten Gewerkschaftsinternationale

 

 

 

 

 

Die „Gewerkschaftsfrage“

– eines der größten Hindernisse

auf dem Weg zur Einheit des Weltproletariats

(zum 1. Mai 2007)

 

 

 

 

 

 

Die Unvermeidbarkeit der Anwendung von Gewalt im gewerkschaftlichen und politischen Kampf gegen die Weltkrise

 

 

 

 

 

Maiaufruf der Komintern (SH)

2011

 

 

 

 

 

 

 

Maiaufruf der Komintern (SH

2010

 

 

 

 

 

Maiaufruf der Komintern/ML

2009

 

 

 

 

Maiaufruf der Komintern/ML

2007

 

 

 

 

Maiaufruf der Komintern/ML

2005

 

 

 

 

 

Maiaufruf der Komintern/ML

2004

 

 

 

Rote Gewerkschafts-Internationale

Aufruf zum

1. Mai 2004

 

 

Maiaufruf der Komintern/ML

2003