Rote

Gewerkschafts-Internationale

 

 

 

 

 



15. 7. 1921 - 15. 7. 2011



 

 

90. Jahrestag


der Gründung der


Roten Gewerkschaftsinternationale

 



Die revolutionären Gewerkschaften waren vor dem Gründungskongress im Provisorischen Internationalen Rat der Fach- und Industrieverbände vereinigt.

Am 3. Juli 1921 wurde in Moskau der I. Internationale Kongress der revolutionären Fach – und Industrieverbände eröffnet. Die Delegierten schlugen vor, das zu bildende Gewerkschaftszentrum „Rote Gewerkschaftsinternationale“ zu nennen. Durch Stimmenmehrheit auf der Sitzung des Organisationskomitees wurde dieser Name angenommen. Der Kongress wählte den Zentralrat und das Exekutiv-Büro der RGI. Als Generalsekretär der RGI wurde S. A. Losowski gewählt. Der Kongress beschloss, internationale Propagandakomitees nach dem Produktionsprinzip zu bilden und die Zeitschrift „Die Rote Gewerkschafts-Internationale“ herauszugeben.

Während der 16 Jahre ihres Bestehens schrieb die RGI, die die organisatorische Verkörperung der internationalen revolutionären Gewerkschaftsbewegung war, viele hervorragende Seiten in die weltrevolutionären Geschichte des Proletariats. Von allen internationalen Organisationen, die mit der Komintern verbunden waren, war die RGI die bedeutendste.

Die von der RGI – unter maßgeblicher Beteiligung Lenins - ausgearbeitete internationale Strategie und Taktik der roten Klassengewerkschaft zielte von der Gründung bis zu ihrer Auflösung auf das Ziel ab, für die weltweite Befreiung der Arbeiterklasse vom Joch des Kapitalismus, für die Beseitigung der Lohnsklaverei, für die proletarische Weltrevolution, für den Sturz des Kapitalismus, für die Errichtung der Diktatur des Proletariats, für den Sieg des Sozialismus und Kommunismus in der ganzen Welt zu kämpfen.

Die RGI wurde gegründet als eine Weltorganisation, die den internationalen Gewerkschaftsmassen eine Zentralisierung und dadurch systematische Ausbreitung praktischer Aktionen im Weltmaßstab brachte, um das Weltkapital besser abzuwehren bzw. anzugreifen mit der internationalen Perspektive der endgültigen Niederwerfung der bürgerlichen Herrschaft und der Eroberung der Arbeitermacht.

Die imperialistische Verschärfung der Widersprüche zwischen Arbeit und Kapital, die Notwendigkeit der Koordinierung der Anstrengungen des Proletariats im Kampf gegen den gemeinsamen Feind - das internationale Kapital - , die Formierung der revolutionären Gewerkschaftsbewegung, die zunehmenden Ausschlüsse der revolutionären Kräfte aus den reformistischen Gewerkschaften, die Notwendigkeit, sich der reformistischen uns spalterischen Politik der Amsterdamer Internationale entgegen zu stellen, all das diente als Anlass für eine Beschleunigung bei der Gründung der RGI. Zu dem Zeitpunkt, als der Gründungskongress der RGI einberufen worden war, hatten W. I. Lenin und die Komintern die strategischen und taktischen Hauptprinzipien der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ausgearbeitet und begründet sowie die ideologisch-theoretisch-organisatorische, marxistische Basis für die RGI geschaffen.

Auf der Tagesordnung des Gründungskongresses standen folgende Punkte:

  • Referat des Provisorischen Internationalen Rats der Gewerkschaften über die Weltwirtschaftskrise

  • Aufgaben und Taktik der Gewerkschaften

  • Erörterung des Problems der gegenseitigen Beziehungen zwischen den Gewerkschaften und den Parteien

  • zwischen der Komintern und der RGI

  • die gegenseitige Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften, den Betriebsräten und den Betriebs-Vertrauensleuten

  • Fragen der Arbeiterkontrolle

  • der Arbeitslosigkeit und andere.

In seinem Begrüßungsschreiben an die 380 Delegierten aus 41 Ländern (Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika sowie Australien), die am Gründungskongress der Roten Gewerkschaftsinternationale teilgenommen hatten und 17 Millionen revolutionäre Gewerkschafter vertraten, schrieb Wladimir Iljitsch Lenin:

Die Gewinnung der Gewerkschaftsmitglieder für die Ideen des Kommunismus geht überall unaufhaltsam vorwärts, in allen Ländern, in der ganzen Welt. Sie geht nicht gradlinig, nicht regelmäßig, nicht gleichmäßig vor sich und hat Tausende Hindernisse zu überwinden, aber sie schreitet unaufhaltsam vorwärts. Der Internationale Gewerkschaftskongress wird diese Bewegung beschleunigen. Der Kommunismus wird in den Gewerkschaften siegen. Keine Kräfte der Welt werden den Zusammenbruch des Kapitalismus und den Sieg der Arbeiterklasse über die Bourgeoisie aufhalten.“ ( Lenin, Band 32, Seite 525 )

Diesem von Lenin gewiesenen Weg ist die RGI bis heute treu geblieben, die am 1. Mai 2003 wieder gegründet wurde und die traditionelle Zusammenarbeit mit der Kommunistischen Internationale ehrenvoll fortsetzt. Die RGI ist die globale Organisation des revolutionären Weltproletariats, mit der der Weltkommunismus in der Gewerkschaft siegen wird.

Die RGI stützte sich auf die Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin,und mit der Wiedergründung im Jahre 2003 auch auf die Lehren Enver Hoxhas, insbesondere auf deren Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus über den Gewerkschaftskampf. Die RGI war und ist wieder der verlängerte Arm der Kommunistischen Internationale in den Gewerkschaften.

Die RGI diente der Kommunistischen Internationale, die 1919 vom Genossen Lenin gegründet wurde, zur Umsetzung ihrer Kampfziele in den Gewerkschaften. Sie beschränkte sich nicht auf das klassische Proletariat im Westen, sondern die RGI trug auch zum Entstehen und zur Entwicklung der revolutionären Gewerkschaftsbewegung in den kolonialen und abhängigen Ländern bei. Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Gewerkschaftsbewegung das Ziel des Proletariats in die Praxis umgesetzt, sich international zu vereinigen. Und somit wurde die große Idee des proletarischen Internationalismus von der RGI in der revolutionären Gewerkschaftsbewegung auf der ganzen Welt in der Praxis verwirklicht.

Heute ist es die Kommunistische Internationale (Stalinisten-Hoxhaisten), die als einzige Organisation auf der ganzen Welt aus Anlass ihres Gründungsjahres das Banner der RGI hoch hält und verteidigt.



Unter dem Einfluss der Ideen der Großen Oktoberrevolution wurden immer mehr Massen der Arbeiter, die in den Gewerkschaften organisiert waren, von einer weltrevolutionären Stimmung erfasst, organisierten sich die ersten kommunistischen, klassenkämpferischen Gewerkschafter der ganzen Welt in einem gemeinsamen Dachverband – in der RGI. Innerhalb der bestehenden Gewerkschaftsorganisationen führten diese Genossen einen revolutionären Kampf gegen die reformistischen Führer, die den „Klassenfrieden“ , die „Klassenversöhnung“ predigten. Die reformistischen Führer in den bestehenden Gewerkschaften versuchten mit ihrem Reformismus und Ökonomismus, die Arbeiter nicht nur von ihrem Kampf um die revolutionäre Befreiung vom Kapitalismus abzuhalten, sondern auch von den Ideen des Kommunismus. Mit der Oktoberrevolution, mit dem Sturz der Diktatur der Bourgeoisie in Russland, mit der Errichtung der Diktatur des Proletariats in Sowjetrussland taten die reformistischen Gewerkschaftsführer alles, um das Proletariat Westeuropas und Amerikas von der sozialistischen Gewerkschaftsbewegung fern zu halten und die RGI zu isolieren. Sie verteidigten den vorherrschenden Einfluss der bürgerlichen Parteien in den Gewerkschaften und predigten „politische Neutralität der Gewerkschaften“, die Unantastbarkeit des kapitalistischen Systems in der Absicht, die Gewerkschaftsmitglieder vom Einfluss der proletarischen Parteien fernzuhalten, die die Gewerkschaftsmitglieder zum Sturz dieses Ausbeutersystem aufriefen.

Die gelbe und die rote Gewerkschaft unterscheidet sich vor allem dadurch, dass die eine die Lohnsklaverei durch „Reformen“ „erträglicher“ gestalten will, während die andere die Lohnsklaverei als Ursache des Elends der Arbeiter revolutionär beseitigen will.

Die gelbe (Amsterdamer) Internationale wurde von den Reformisten gegründet, um gegen die anwachsende kommunistische Strömung in der internationalen Gewerkschaftsbewegung einen erbitterten Kampf zu führen. Zur Aufrechterhaltung ihrer führenden Stellung und zur Fortsetzung der Politik der Zusammenarbeit mit der Bourgeoisie, mit den Kapitalisten, begannen die Führer der Amsterdamer Internationale alle Gewerkschaftsmitglieder auszuschließen, die sich ihnen oppositionell entgegenstellten, vor allem die kommunistischen Gewerkschaftsmitglieder. Das war nicht nur anti-kommunistisch, sondern auch anti-demokratisch, war gegen die proletarische Gewerkschaftsdemokratie gerichtet. Und seit 100 Jahren hat sich an dieser Praxis der bürgerlich-reformistischen oder revisionistischen Gewerkschaften nichts geändert. Die fortschrittlichsten und klassenbewusstesten Arbeiter begannen sich dagegen zusammenzuschließen und organisierten sich im Kampf gegen die Spaltung der Arbeiterbewegung durch die reformistischen Gewerkschaftsführer. Seit der Gründung der gelben Amsterdamer und der roten Gewerkschaftsinternationale stehen sich die bürgerlich-reformistische bzw. revisionistische Gewerkschaftsbewegung und die proletarische, die kommunistische Gewerkschaftsbewegung unversöhnlich im Weltmaßstab gegenüber. Und auch nicht das größte Geschrei über Verletzung der„Einheit“, der Vorwurf des angeblichen „kommunistischen Spaltertums“ oder „Sektierertum“ wird an der unversöhnlichen Klassenfront zwischen bürgerlicher und proletarischer ewerkschaftsbewegung etwas ändern können. So wie sich nicht die Interessen von Kapital und Arbeit niemals vereinigen lassen, so lassen sich auch nieamals die Interessen der bürgerlichen Gewerkschafter mit den Interessen der proletarischen Gewerkschafter vereinigen. Dieser weltweite Kampf zwischen den bürgerlichen und den proletarischen Gewerkschaftern ist ein Kampf, der letztendlich nicht anders enden kann als mit dem revolutionären Sieg der proletarischen Gewerkschafter, die für den Kommunismus, für die Vernichtung des Kapitalismus kämpfen, so wie Lenin es voraus gesagt hat:



Der Kommunismus wird in den Gewerkschaften siegen !

Es lebe der 90. Gründungstag der RGI !





1. Mai 2003

– Wiedergründung der

Roten Gewerkschaftsinternationale



Die Revisionisten „würdigen“ die RGI rein „historisch“, was nichts anderes heißt, als die aktuelle Fortsetzung ihrer Arbeit zum gegenwärtigen Klassenkampf-Zeitpunkt zu leugnen, nämlich sie mit einem historischen „Glorienschein“ versehen, für immer zu versenken, um sie niemals wieder auferstehen zu lassen. Mit ins Grab versinken lassen wollen die Revisionisten auch den Marxismus-Leninismus, auf dem die praktische Arbeit der RGI beruhte. Man kann die RGI kritisieren so viel man will, wer ihr aber Anti-Marxismus anzuhängen versucht – und sei es auch nur in dieser oder jener Frage, bzw. sei es auch nur in dieser oder jener Periode ihrer 16 jährigen Geschichte – der stellt sich auf die Seite der bürgerlichen Gewerkschaften, ob er es nun offen tut oder versteckt unter „marxistisch-leninistischer“ Maskierung. Der revolutionäre Gewerkschafter lässt sich nicht täuschen. Er weiß schließlich ganz genau: Man kann nicht die Kommunistische Internationale verteidigen und wieder aufbauen wollen, ohne die Rote Gewerkschaftsinternationale zu verteidigen und wieder aufzubauen. Man kann nicht mit Hilfe einer Gewerkschaftsopposition den Weltsozialismus aufbauen, sondern nur auf dem Fundament einer sozialistischen Weltgewerkschaft. Diese entsteht nicht anders als die Diktatur des Weltproletariats, nämlich bereits im Klassenkampf gegen das Weltkapital, durch weltbolschewistische Organisationen, die sich das Weltproletariat heute schafft sowohl gegen die bürgerlichen Parteien als auch gegen die bürgerlichen Gewerkschaften.


Wenn wir den 90. Gründungstag der RGI feiern, dann bedeutet das nicht, dass wir heute wieder vom Ausgangspunkt anfangen müssen, wo für die rote Gewerkschaft alles begann. Inzwischen sind 90 Jahre vergangen, weswegen wir uns nicht mit der Losung anfreunden dürfen: „Zurück zum 17. Juli 1920!“ Das heißt, dass die Wiedergründung der RGI im Jahre 2003 unter völlig anderen Bedingungen stattfand. Gemeint sind die heutigen Bedingungen der Globalisierung, wie sie damals noch nicht vorherrschten. Die Losung: „Zurück zum 17. Juli 1920!“ würde bedeuten, dass die Wiedergründung der RGI am 1. Mai 2003 bereits einen Schritt vorwärts bedeutet, und eben das führt zu nichts anderem als die wieder neu gegründete RGI zurückzuzerren auf Positionen, die damals richtig, heute aber ungeeignet bzw. falsch sind. Das liegt eben an der veränderten historischen Situation, die man nicht ignorieren darf.


Für die Revisionisten war die RGI von an Anfang an „links“-sektiererisch, weil sie sich prinzipiell weigerte, unter dem Aushängeschild der „Einheitsgewerkschaft“, mit den reformistischen Gewerkschaftsführern gemeinsame Sache zu machen und das Ziel der revolutionären Beseitigung der Lohnsklaverei, das Ziel der gewaltsamen Beseitigung der Privateigentums an den Produktionsmitteln zu verzichten, vor allem aber weil die RGI die Gewerkschaften als Schule des Kommunismus betrachteten, als ein Instrument zum Aufbau des Sozialismus, als ein Klassenkampf-Instrument gegen die Bourgeoisie.

Die Revisionisten bedienten sich der Methode, die revolutionäre Politik der Roten Gewerkschaftsinternationale mit dem „linken“ Radikalismus, der Kinderkrankheit des Kommunismus, in einen Topf zu werfen, wobei sie reichlich Lenin-Zitate als „Beweismittel“ heranzogen und das Schreckgespenst der „Zerstörung“ der Gewerkschaften an die Wand malten. Bei der Zerstörung des bürgerlichen Staatsapparates ( vor allem durch den Kampf ihre proletarischen Bürger !), gibt es kaum Einwände gegen die Lehren des Marxismus-Leninismus. Aber bei der Zerstörung des bürgerlichen Gewerkschaftsapparates (, die vor allem von den proletarischen Gewerkschaftsmitgliedern selbst unvermeidlich vollzogen wird !!), ist das plötzlich „etwas ganz Anderes“. Kann es in einer Klassengesellschaft eine Gewerkschaft geben, die über den Klassen steht ? Natürlich nicht. In der bürgerlichen Klassengesellschaft unterscheiden wir die Klassengewerkschaft der Bourgeoisie [ die unter besonderen Bedingungen (sozial)faschistischen Charakter annimmt ] und die Klassengewerkschaft des Proletariats [ die unter (sozial)faschistischen Bedingungen illegalen Charakter annimmt ]. Eine Gewerkschaft, in der beide Klassen „vereint“ und „versöhnt“ werden, eine so genannte „Einheitsgewerkschaft“ („über“ den Klassen) kann und wird es nicht geben. Erst mit der Beseitigung der Bourgeoisie kann die Spaltung des Proletariats und damit die Spaltung der Gewerkschaft überwunden werden.

Wir Stalinisten-Hoxhaisten kämpfen bekanntlich gegen die Unvermeidlichkeit der Restauration der bürgerlichen Gesellschaft, so auch gegen die Unvermeidbarkeit sowohl bürgerlich-reformistischer, als auch gegen die Unvermeidbarkeit bürgerlich-(sozial)faschistischer Gewerkschaften. Nicht die bürgerlich-reformistische Gewerkschaft beseitigt für immer die Unvermeidbarkeit (sozial)faschistischer Gewerkschaften, sondern nur die proletarischen Klassengewerkschaften.

Deswegen darf sich das Proletariat zu keinem Zeitpunkt seine selbständigen Organisationen oder zumindest den Kampf für seine selbständige Organisierung – auch und nicht zuletzt in den Gewerkschaften - aus der Hand schlagen lassen - durch nichts und von niemandem.



Für die Revisionisten war der Kampf für die Klassengewerkschaft ein „linker“ Fehler, und der Hauptfeind stand für sie nicht rechts sondern links.

Die Revisionisten waren der Auffassung, dass man mit reiner „Stimmenmehrheit“ der Gewerkschaftsmitglieder die alten, reformistischen Gewerkschaften in Klassen-Instrumente des Proletariats „verwandeln“ könne, ohne zu begreifen, dass dies unter den Bedingungen der Herrschaft des Kapitals unmöglich ist.

Für die Revisionisten hat das Ziel der Diktatur des Proletariats nichts in den Gewerkschaften zu suchen und auch nicht die proletarische Weltrevolution. Solange sie die Kommunistische Internationale nicht direkt liquidieren konnten, versuchten sie, den Reformismus in die RGI hineinzutragen, um damit die Komintern zu schwächen. So gelang dann die Auflösung der RGI auch schon vor der Auflösung der Komintern. Im Kampf gegen den Faschismus wurden allmählich die kommunistischen Positionen in bürgerlich-reformistische Positionen verwandelt, verzichtete die RGI auf ihren selbständigen Charakter, ging sie in der bürgerlichen Weltgewerkschaftsbewegung auf.

Dimitroff: „Wir sind sogar bereit, auf die Bildung kommunistischer Fraktionen in den Gewerkschaften zu verzichten.“

Im Dezember 1937 wurde die RGI aufgelöst. Das war das vorläufige Ende der ersten selbständigen internationalen revolutionären Klassengewerkschaft.

Als dann der Revisionismus nach dem Tode des Genossen Stalin an der Macht war, halfen die revisionistischen Gewerkschaftsführer dem Weltkapital, die kapitalistischen Gewerkschaften zu restaurieren.


Die Revisionisten fanden bei den Trotzkisten Unterstützung für die Liquidierung der RGI. Bis heute zieht der Trotzkismus über die so genannte „dritte Periode“ der Kommunistischen Internationale und der RGI her, und schüttet Mistkübel über sie aus.

Bekanntlich hielt Trotzki die ersten vier Kongresse der Komintern für „marxistisch“, ab dem 5. Weltkongress stünde sie angeblich „unter der Fuchtel der stalinistischen Bürokratie“ ( warum? Weil der V. Kongress der Komintern eine resolution annahm über den kampf gegen den trotzkismus als kleinbürgerliche Abweichung !).

So wie die Revisionisten, so wetterte Trotzki auch gegen den „Radikalismus“ als „Glaubensartikel“, verspottete er die Radikalisierung der Massen als „Beschwörungsformel“ der „Stalinisten“, bezeichnete Trotzki den Sozialismus in „einem“ Land als „Verlassen der internationalen Ebene“. Umgekehrt lehrte Genosse Stalin: Wer den Sozialismus „in einem“ Land bekämpft, bekämpft die Basis und den Hebel der sozialistischen Weltrevolution. Den Aufbau des Sozialismus in „einem“ Land leugnen, das hieß damals eben: „Verteidigung“ der Weltrevolution in Worten und verlassen der internationalen Ebene in Taten. Das machte damals die trotzkistische Haltung zur proletarischen Weltrevolution aus. Und diese Haltung spiegelte sich auch in Trotzkis liquidatorischen Kampf innerhalb der sowjetischen Gerwerkschaften wider. Diese trotzkistischen Elemente in den sowjetischen Gewerkschaften reichten auch in die RGI hinein und damit auch in die gesamte revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung. Bis heute führen wir Stalinisten-Hoxhaisten einen unversöhnlichen und erbitterten Kampf gegen den trotzkistischen Einfluss in der Weltgewerkschaftsbewegung und dies wird auch noch so lange andauern, solange es in ihr kleinbürgerliche Einflüsse gibt.

Wo es eine rechte Abweichung in der Gewerkschaftsfrage gibt, dort muss es auch eine „linke“, eine trotzkistische Abweichung geben, solange es in der Gewerkschaftsbewegung kleinbürgerliche Elemente gibt.

Trotzkistische Gewerkschafter sind im Grunde genommen ebenfalls reformistische Gewerkschafter, nur umgestülpte Gewerkschafter, die sich hinter „linken“ Phrasen verbergen. Es liegt also an den gleichen kleinbürgerlichen Wurzeln, dass die Rechten und „Linken“ direkt oder indirekt gegen die korrekte marxistisch-leninistische Gewerkschaftslinie gemeinsam kämpfen.

Daher kann es in der RGI und um die RGI nur den Kampf an zwei Fronten geben, und zwar sowohl gegen die rechte als auch gegen die „linke“ Abweichung in der Gewerkschaftsfrage.

Wir Stalinisten-Hoxhaisten sind in der reformistischen Gewerkschaft die äußerste linke Opposition. Die Geschichte der revolutionären Gewerkschaftsopposition lehrt uns Stalinisten-Hoxhaisten, dass wir uns in einer solchen Opposition nicht mit trotzkistischen und anderen „Oppositionellen“ vereinigen wollen, die den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus in der Gewerkschaftsfrage feindlich gegenüberstehen. Man kann mit solchen kleinbürgerlichen Elementen in seiner Mitte nicht die revolutionären, klassenbewussten Gewerkschafter gewinnen und schon gar nicht breite Gewerkschaftsmassen. Im Gegenteil, revolutionäre Gewerkschaftsoppositionen wurden von den kleinbürgerlichen, von den trotzkistischen Elementen unterwandert, um sie regelmäßig zu liquidieren, so wie sie auch von den revisionistischen Elementen liquidiert worden sind. Die Taktik und die Ideologie der Schaffung roter Gewerkschaften werden früher oder später selbstverständliche Grundlage des gesamten Weltproletariats sein. Wir Stalinisten-Hoxhaisten sind daher verpflichtet, die Idee der Spaltung der Gewerkschaft zu propagieren, denn ohne diese Losung werden es die Gewerkschaftsmitglieder nicht schaffen, sich vom Einfluss der bürgerlich-reformistischen Gewerkschaft zu befreien, werden sie es nicht schaffen, mit einer eigenen, aus einem Guss geformten revolutionären Gewerkschaft den gewerkschaftlichen Klassenkampf zu organisieren, eine Gewerkschaft, in der die Gewerkschaftsmitglieder die Führung innehaben und nicht die bürgerlichen Lakaien des Kapitals.


Stalin:


Was heißt Kampf an zwei Fronten ? Ist das nicht Zentrismus? Sie wissen, dass die Trotzkisten die Sache gerade so hinstellen: Es gibt, so meinen sie, 'Linke', das sind 'wir', die Trotzkisten, die 'wahren Leninisten'; es gibt 'Rechte', das sind alle Übrigen; schließlich gibt es 'Zentristen', die zwischen den 'Linken' und den Rechten hin und her schwanken. Kann man eine solche Auffassung von unserer Partei für richtig halten ? Es ist klar, dass man das nicht kann. So können nur Leute reden, bei denen sich alle Begriffe verwirrt haben und die schon längst mit dem Marxismus gebrochen haben. So können nur Leute reden, die den prinzipiellen Unterschied zwischen der sozialdemokratischen Partei der Vorkriegsperiode, die eine Partei des Blocks proletarischer und kleinbürgerlicher Interessen war, und der Kommunistischen Partei, die eine aus einem Guss geformete Partei des revolutionären Proletariats ist, nicht sehen und nicht verstehen.

Zentrismus ist ein politischer Begriff. Seine Ideologie ist die Ideologie der Anpassung, die Ideologie der Unterordnung der proletarischen Interessen unter die Interessen der Kleinbourgeoisie innerhalb einer gemeinsamen Partei . Diese Ideologie ist dem Leninismus fremd und widerwärtig. (Stalin, Band 11, Seite 250 – aus der zeit der so genannten „Dritten Periode“)


Was heißt demnach Zentrismus in der Gewerkschaftfrage ?

Das heißt, zwischen den bürgerlichen und proletarischen Gewerkschaften hin und her zu schwanken.

Insbesondere eine solche revolutionäre Gewerkschaftsopposition, die nicht konsequent genug von der Kommunistischen Partei geführt ( = inkonsequenter Zweifrontenkampf innerhalb der revolutionären Gewerkschaftsopposition) wird, ist besonders anfällig für den Zentrismus. Es gehört zum Wesen der kleinbürgerlichen Elemente in der revolutionären Gewerkschaftsopposition – unabhängig davon, ob sie nun innerhalb oder/und außerhalb der bürgerlich-reformistischen Gewerkschaften tätig ist - , dass sie sich SOWOHL in Opposition zu den bürgerlich-reformistischen ALS AUCH in Opposition zu den roten Gewerkschaften bzw. in Opposition zur Notwendigkeit der Schaffung roter Gewerkschaften befinden. Selbstverständlich bedeutet dies auch die Unvermeidbarkeit der kleinbürgerlichen Opposition ( und damit auch die Unvermeidbarkeit des Kampfes gegen sie) in den roten Gewerkschaften, wenn diese denn bereits geschaffen worden sind.



Der Trotzkismus ist die Ideologie kleinbürgerlicher Oppositioneller in der Gewerkschaft ( denn: in einer Klassengesellschaft wie heute, in der die Bourgeoisie und das Proletariat dominieren, hat eine eigenständige kleinbürgerliche Gewerkschaft so gut wie keine Überlebens-Chance – im Gegensatz zur roten Gewerkschaft, die eine um so größere Chance bekommt, als der Reformismus der bürgerlichen Gewerkschaft besonders in der Weltkrise weiter verfault und abstirbt !), mit der sowohl die bürgerliche als auch die proletarische Gewerkschaft im Interesse des Kleinbürgertums zersetzt werden soll.

Die Trotzkisten kämpfen bis heute für das Ersetzen der Gewerkschaftspolitik der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus durch die trotzkistische Gewerkschaftspolitik, die nichts anderes ist, als die Politik der 5. Kolonne des Weltbourgeoisie in der revolutionären Weltgewerkschafts-Bewegung und die keinem anderen Zweck dient, als die marxistisch-leninistische, die stalinistisch-hoxhaistische Gewerkschaftsbewegung zu unterwandern, zu unterhöhlen, zu spalten und zu liquidieren, sie der bürgerlichen Gewerkschaftsbewegung anzupassen, um damit den Weg des Weltproletariats zum Kommunismus aufzuhalten. Man kann die RGI nicht konsequent gegen die bürgerlich-trotzkistische Gewerkschaftsbewegung verteidigen, wenn man nicht vor allem die so genannte „dritte Periode“ der RGI verteidigt, in der Stalin konsequent gegen den „Block der Rechten und Trotzkisten“ gekämpft hatte. Es ist klar, dass bis heute Trotzkisten in führenden Positionen der bürgerlich-reformistischen Gewerkschaftsbürokratie niemals geduldet worden wären, wenn sie sich nicht als „nützlich“ im Interesse der Aufrechterhaltung des kapitalismus erwiesen hätten. Bedeutet dies, dass der trotzkistische Einfluss in der Gewerkschaft die Hauptgefahr für die Gewerkschaftsmassen darstellen ? Nein, die Hauptgefahr stellen bis heute immer noch die reformistisch-revisionistischen Illusionen dar, die wir Stalinisten-Hoxhaisten in den Köpfen der Gewerkschaftsmassen zu bekämpfen haben.



Es ist kein Zufall, dass die Kommunistische Internationale (Stalinisten-Hoxhaisten) die Rote Gewerkschaftsinternationale wieder gegründet hatte, nicht nur um den Proletariern dabei zu helfen, in ihrem Land wieder eine Klassengewerkschaft aufzubauen, die sich ausschließlich vom proletarischen Internationalismus leiten lässt, sondern die gesamte internationale revolutionäre Gewerkschaftsbewegung auf den weltrevolutionären Weg zu bringen. Die RGI wurde gegründet in der weisen Voraussicht, dass die Gewerkschaftsbewegung gegen das Weltkapital neue internationale Kampfformen hervorbringt, um die Gewerkschaftsinteressen des Weltproletariats besser, zentral und geschlossen, zu vertreten und durchzusetzen. Mit der Internationalisierung des gewerkschaftlichen Kampfes verfolgt das Weltproletariat einen doppelten Zweck: Die Konkurrenz der Arbeiter unter den verschiedenen Ländern einzudämmen , indem der Weltarbeiter als Gesamtverhandler an den Weltverhandlungstisch tritt, nicht nur mit den Kolleg/innen dieses oder jenes Landes im Rücken, sondern mit dem Kampfeswillen der Kolleg/innen der ganzen Welt im Rücken!!!! Wenn es am Anfang nur um den Stop des freien Falls des Weltlohns geht, wird das Weltproletariat seine gewerkschaftlich zentralisierte Vereinigung auch zu allen weiteren Forderungen gegenüber den Weltkapitalisten ausdehnen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, usw. usf. , wird also die Aufrechterhaltung der Weltgewerkschaftsfront selbst notwendiger als die der Weltlöhne. In diesem Gewerkschaftskampf auf höchster Stufe vereinigen und entwickeln sich sowohl auf der Seite des Kapitals als auch auf der Seite der Arbeiter schließlich alle Elemente für die kommenden Weltschlachten. Einmal an diesem Punkt angelangt, wird die Revolutionäre Gewerkschaftsinternationale ihre politischen Aufgaben erfüllen können, nämlich dabei mitzuwirken, die ruinöse Konkurrenz unter den Arbeitern endlich im Weltmaßstab für immer aufzuheben und an ihre Stelle die Welt-Assoziation der sozialistischen Gewerkschaft zu setzen.



Ohne die internationale Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftsbewegung ist die internationale Arbeiterbewegung machtlos, steht sie auf tönernen Füßen, fehlt ihr die Basis, kann sie sich ohne Basis nicht entfalten. Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Vereinigung, die das Weltproletariat in seiner Gesamtheit erfasst, aber die damit noch lange nicht unmittelbar die Weltdiktatur des Proletariats zu verwirklichen vermag. Dazu bedarf es differenzierter internationaler Vereinigungen, ja eines gewaltigen Weltorganisationsmechanismus ( internationale Transformationsriemen), der erst durch eine Reihe von Zahnrädern in Gange gebracht wird. Die Weltdiktatur des Proletariats kann nur durch seine Avantgarde, die proletarische Weltpartei verwirklicht werden, die mit der RGI eng verzahnt ist. Ohne diesen Mechanismus ist der Weg vom Weltimperialismus zum Weltsozialismus nicht zu bewerkstelligen.

Wie stellt sich nun das dialektische Verhältnis von nationaler und internationaler Gewerkschaftsbewegung, insbesondere im Kampf gegen die neue globalisierte Weltlohnsklaverei dar?

Die gelben Gewerkschaften sind Instrumente des Imperialismus zu Niederhaltung und Spaltung des revolutionären Proletariats. Das Weltkapital braucht die Weltlohnsklaverei und damit auch die ihm passende Weltform der gelben Gewerkschaft als künftiges Bollwerk gegen den weltproletarischen Kampf, dessen Ziel die Abschaffung der Weltlohnsklaverei ist. Das Weltkapital kann die gelben Gewerkschaften, so wie sie sich bis heute in den einzelnen Ländern entwickelt haben, nicht einfach „übernehmen“, kann sie aber auch nicht zerschlagen. Das kann das Weltkapital aus dem einfachen Grund nicht, da sie weiter als Regulierungsinstrument des Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem der nationalen Bourgeoisien erhalten bleiben müssen als Abteilungen der Weltbourgeoisie. Also müssen die gelben Gewerkschaften in jedem Land völlig umgewandelt, globalisiert werden, damit sie seinen Weltinteressen auch dienen können. Indem die gelben Gewerkschaften als Abteilungen der neuen gelben Weltgewerkschaft des globalisierten Weltkapitals auftreten - und das Weltkapital zwingt sie dazu -, führt jede gelbe Gewerkschaft in einem Land nicht mehr nur ihren arbeiterfeindlichen Kampf zur Aufrechterhaltung der Lohnsklaverei im eigenen Land, sondern ist gezwungen, ihre eigenen nationalen Interessen den gelben Gesamtgewerkschaftsinteressen des Weltkapitals unterzuordnen, das heißt die gelben Gewerkschaftsinstrumente aller Länder müssen in ein einziges, zentralisiertes Instrument des Weltkapitals verwandelt werden, um die Weltarbeit disponibel, verfügbar zu gestalten, was wiederum heißt: ihr bislang reaktionäres, nationales Zunftwesen, das die Arbeiterbewegung eines jeden Landes ungemein in ihrer revolutionären Entwicklung gehemmt hat, muss fallen. Das ist gut und nicht schlecht!

Insofern handelt es sich nicht mehr um eine Amsterdamer Internationale (gegen die revolutionäre, klassenkämpferische Gewerkschaftsbewegung in den einzelnen Ländern). Es handelt sich auch nicht mehr so sehr um einen losen gewerkschaftlichen Weltdachverband, wo die einzelnen gelben Gewerkschaften ihre eigenen (sozialimperialistischen) Interessen vertraten, sich sozusagen nur gegenseitig unterstützten, bzw. dort um ihre (sozialimperialistische) Hegemonie kämpften, sondern um eine globalisierte gelbe Gewerkschaftsbewegung des globalisierten Weltkapitalismus, das heißt eine neue Gewerkschaftsform, mit der die gesamte Weltarbeit im Zaun gehalten werden kann, indem sie in die Ländergewerkschaften hineinwirkt, sie sich umformt und sie so zur internationalen Spaltung des Weltproletariats zentral lenken kann.

Für die revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung ist das insofern - und nur insofern - gut, als das Weltkapital die nationalen Schranken der gelben Gewerkschaftsbewegung durch die globale Gestaltung der Weltarbeit schleift und damit der internationalen Entfaltung der Vereinigung der weltrevolutionären Gewerkschaftsbewegung bessere Ausgangsbedingungen verschafft – und zwar nicht nur für das Weltproletariat insgesamt, sondern auch für die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land der Welt. Dadurch wird die Gewinnung der Gewerkschaftsmitglieder für die Ideen des Kommunismus auf der ganzen Welt und in allen Ländern erleichtert und beschleunigt.

Wenn das Weltkapital mit seinen globalisierten Gewerkschaftsinteressen also von außen auf die gelbe Gewerkschaft eines jeden Landes verstärkt Einfluss nimmt, wenn das Weltkapital über die Gewerkschaftsinstrumente (und deren Einsatz) eines jeden Landes tendenziell immer mehr bestimmt, können die Arbeiter in ihrem Land ihre revolutionären, klassenkämpferischen Gewerkschaften allein, auf sich gestellt, nicht (dauerhaft) aufbauen bzw. verteidigen, da sie in ihrem Land nunmehr einer gelben Abteilung der globalisierten , welt-sozialimperialistischen Gewerkschaftszentrale gegenüberstehen. Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung in jedem Land kann sich nicht voll entfalten, wenn die Roten Gewerkschafter ihre Organisation nicht vom nationalen Boden loslösen, wenn die (innere) revolutionäre Gewerkschaft jedes Landes nicht vom Weltproletariat in jede (äußere) der RGI angehörende Abteilung (des Weltproletariats) vereinigt (qualitativ verwandelt) wird, um den internationalen gelben Gewerkschaftsapparat international zerschlagen zu können

(= und das – und nur das, ist die einzige Garantie des Sieges über die eigene gelbe Gewerkschaft in jedem Land unter den heutigen Bedingungen der globalisierten Weltlohnsklaverei !!).

Sozusagen verwandelt das Weltkapital die (Landes-)Innere gelbe Gewerkschaft in ein Instrument der äußeren kapitalistischen Weltgewerkschaft, weckt sie aus ihrem nationalen Dornröschenschlaf auf, stärkt sie bei gleichzeitiger Verschärfung der Widersprüche und Konkurrenz zwischen der nationalen Arbeit und der Weltarbeit.

Dadurch erst, dass das Weltkapital die globalisierte gelbe Weltgewerkschaft schafft, hebt sie auch die globalisierte revolutionäre Weltgewerkschaft auf die Weltbühne, kann die gelbe Gewerkschaft mit dem Kapitalismus, dessen Instrument sie ist, für immer nicht nur von der Weltbühne, sondern auch von der historischen Bühne jedes Landes verschwinden, kann sich die weltrevolutionäre Gewerkschaftsbewegung in allen Ländern der Welt voll entfalten. Das Weltproletariat kann die Länder nicht vereinigen, wenn es nicht seine ( und zwar gegen die gelben gerichteten !!) revolutionären Gewerkschaften vereinigt:

Weltproletariat – vereinige die revolutionären Gewerkschaften aller Länder!“

Das ist die weltrevolutionäre Idee zur Lösung der Gewerkschaftskrise.

Die kapitalistische Gewerkschaft kann im eigenen Land durchaus aus eigener Kraft besiegt werden (allerdings unter viel größeren Opfern – eben wegen ihrer Verbindung zum Weltkapital), aber niemals kann der Sieg einer revolutionären Gewerkschaft über die reaktionäre Gewerkschaft in einem Land garantiert werden, solange sich die reaktionäre Gewerkschaft eines Landes aus dem Weltkapital genügend neue Restaurationskräfte ziehen kann. Deswegen müssen wir gegen alle gewerkschaftlichen Ideen, insbesondere gegen die Ideen des Weltökonomismus antreten, die unsere Idee von der RGI, unsere Ideen vom weltrevolutionären Gewerkschaftskampf angreifen. Denn damit nützen sie nicht, sondern schaden sie der revolutionären Gewerkschaftsbewegung im eigenen Land, schaden sie nicht etwa der gelben Gewerkschaft, sondern helfen sie ihr ...

( = weltrevolutionärer Gewerkschaftskampf in Worten – gelber, internationaler Gewerkschaftskampf in Taten = gewerkschaftlicher Weltrevisionismus).

Garantie gegen gelbe Gewerkschaften, das heißt die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der konterrevolutionären Gewerkschaftsbewegung in der imperialistischen Weltordnung, schafft nur der internationale, weltrevolutionäre Gewerkschaftskampf, die Rote Gewerkschaftsinternationale, nur der Gewerkschaftskrieg zur Beseitigung der gelben Gewerkschaft, der anti-imperialistische Gewerkschaftskrieg des Weltproletariats nur insofern als dieser der Eroberung seiner Weltmacht dient.

Es gibt heute für die klassenbewussten Arbeiter keine wichtigere Aufgabe als die, diese weltrevolutionäre Bedeutung der INTERNATIONALEN gewerkschaftlichen Bewegung zu begreifen und sie ganz genau zu kennen und sich fest einzuprägen.

Die Schaffung der Roten Gewerkschaft in jedem Land geht also nicht gradlinig, nicht regelmäßig und nicht losgelöst von der internationalen Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung vor sich. Sie wird durch das Weltkapital gezwungen, sich über den „Umweg“ des internationalen Gewerkschaftskampfes des Weltproletariats in jedem Land also auch im eigenen Land zu entwickeln, was nicht zuletzt auch von den Bedingungen in jedem Land selbst abhängt.

Die Rote Gewerkschaft in jedem Land hat also große Hindernisse zu überwinden, die sie nur gemeinsam mit den Proletariern aller Länder, nur als Abteilung des Weltproletariats überwinden kann. Das Weltkapital hindert die Rote Gewerkschaft daran, sich in jedem Land – von der weltgewerkschaftlichen Bewegung getragen - zu entfalten, aber anders als eine Abteilung der internationalen revolutionären Gewerkschaft des Weltproletariats kann die Rote Gewerkschaftsbewegung eines Landes die gelbe Gewerkschaft nicht schlagen, da diese nun einmal international in die Geschäfte des Weltkapitals eingebunden ist und die Rückendeckung der nationalen Bourgeoisie besitzt. Das heißt natürlich nicht, dass die Roten Gewerkschaftler in jedem Land ihre Hände in den Schoß legen und diese internationale Entwicklung „abwarten“. Sie müssen sowohl in den gelben als auch außerhalb der gelben Gewerkschaften die revolutionäre Arbeit der Gewerkschaftsopposition organisieren und dazu geeignete Übergangsformen hin zur Schaffung einer selbständigen Roten Gewerkschaft bilden. Diese Übergangsformen werden in allen Ländern unterschiedlich ausfallen, da die gelben Gewerkschaften in den verschiedenen Ländern nicht alle gleich sind.

Die Vereinigung der revolutionären Gewerkschaftler in einem Land gehört mit zu den zähesten, aufreibendsten, kompliziertesten und schwierigsten, aber auch wichtigsten und notwendigsten Aufgaben der Weltrevolutionäre, weil große Teile der Proletarier, insbesondere die Industriearbeiter, noch in den gelben Gewerkschaften gefangen gehalten werden und täglich dem reaktionären Einfluss der Arbeiteraristokratie und der Gewerkschaftsintelligenz ausgesetzt sind.

Andererseits bildet sich ein riesiges Weltheer von Emigranten-Arbeitern (insbesondere Industriearbeitern), die vom gewerkschaftlichen Kampf in den einzelnen Ländern nahezu ausgesondert werden und dazu übergegangen sind, sich eigene gewerkschaftliche Organisationen zu schaffen, die dem proletarischen Internationalismus hundert Mal näher stehen als die „Einheimischen“. Es ist die Aufgabe der RGI, sich besonders um die gewerkschaftlichen Interessen dieser Emigranten-Arbeiter zu kümmern, ihnen eine „Weltheimat“ zu schaffen, um sich gegenüber den reaktionären Gewerkschaften in den einzelnen Ländern zu behaupten.

Die gelbe Gewerkschaft konnte sich nur deswegen so lange in der Arbeiterbewegung halten, weil die Arbeiter noch zögern, sie durch ihre eigene, revolutionäre Gewerkschaft zu ersetzen, weil die gelbe Gewerkschaft das dafür nötige revolutionäre Klassenbewusstsein täglich, stündlich untergräbt und täglich stündlich die Gewerkschafterhirne mit bürgerlicher und kleinbürgerlicher Ideologie abfüllt.

Die bürgerliche Gewerkschaft wird immer noch als die „heilige Kuh“ vergöttert, die man nicht schlachten darf, weil sonst noch alles „viel schlimmer“ kommen könnte.

Dieser Aberglaube ist erst gebrochen, dieser Mythos ist erst überwunden, wenn die Arbeiter an Hand ihrer eigenen Erfahrungen restlos begriffen haben, dass eine Klassengewerkschaft der Bourgeoisie niemals die Interessen der Arbeiterklasse vertreten kann, sondern dass dies nur die eigene, die proletarische Klassengewerkschaft kann. Das ist dann der Anfang des historischen Endes der gelben Gewerkschaft, dann wird nach über 100 Jahren endlich die alte revolutionäre Gewerkschaft, ihre klassenkämpferische Tradition, wieder das Licht der Welt erblicken, wird die 100 Jahre lange Spaltung der Gewerkschaftsbewegung durch die Bourgeoisie beseitigt werden, wird es wieder freie Einheitsgewerkschaften geben, die niemandem anders mehr dienen, als den Arbeitern selbst. Das ist ein harter Kampf, der unvermeidlich ist, denn er wird der gespaltenen Arbeiterklasse aufgezwungen, um ihre Einheitsgewerkschaft, ihre gewerkschaftliche Einheit, wieder herzustellen, die ihr der Kapitalismus genommen hat.

Aber schauen wir uns bei den Kommunisten um. Die Schwäche der Kommunisten zeigt sich nirgends deutlicher als in der Gewerkschaftsfrage. Es sträuben sich die Haare zu Berge, wenn man selbst von alten, gestandenen Kommunisten Zitate von Lenin um die Ohren kriegt über die Haltung der Kommunisten in den Gewerkschaften vor 100 Jahren, wo es noch um die Bekämpfung der Kinderkrankheiten (!!!!!) des Kommunismus ging. Wir fragen uns heute ganz im Ernst, ob wir nicht ein Buch über die Alterskrankheiten des Kommunismus schreiben sollten, damit endlich von allen begriffen wird, dass wir die Gewerkschaftsfrage nicht mit den Antworten lösen können, die vor 100 Jahren richtig waren, aber heute den veränderten Bedingungen der Globalisierung ganz und gar nicht mehr entsprechen. Die Schande ist die, dass die überwiegende Mehrheit der Kommunisten sich heute in der Gewerkschaftsfrage an den Arbeitern schwer versündigt hat, dass sie unter der 100 Jahre lang angehäuften Last des Reformismus und Revisionismus in der Gewerkschaftsbewegung erdrückt worden ist, weil sie es versäumt hat, diese Last rechtzeitig abzuschütteln und endlich eine konsequent revolutionäre Haltung in der Gewerkschaftsfrage einzunehmen.

Ein weiterer Fehler ist der, dass gerade die Gewerkschaftsfrage ganz deutlich macht, wie groß noch der kleinbürgerliche Einfluss in den eigenen Reihen ist, die zur falschen Haltung in der Gewerkschaftsfrage nicht wenig beigetragen hat. Die Gewerkschaftsfrage ist die Frage, die die Kommunisten immer noch am meisten entzweit – eben weil der Reformismus und Revisionismus hier am tiefsten verwurzelt ist und leider viel mehr zur Stärkung des Anarcho-Syndikalismus und viel zu wenig zum weltrevolutionären, zum wahrhaft marxistischen Gewerkschaftskampf beigetragen hat.

Wenn die Gewerkschaftsfrage die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung lahm legt, dann muss man die Gewerkschaftsfrage mutiger anpacken, das heißt sie einer marxistisch-leninistischen Lösung zuführen. Erst wenn dieser Knüppel zwischen den Zahnrädern beseitigt ist, wird die Vereinigung sowohl im Gewerkschaftskampf als auch im kommunistischen Kampf die gewünschten Fortschritte erzielen.

Als die RGI am 1. Mai 2003 wiedergegründet wurde, trat sie mit ihrer Plattform vor das Weltproletariat, worin es (u.a). heißt:

Die Rote Gewerkschaftsinternationale ist eine Organisation der Komintern/ML, eine selbständige internationalistische Schule des Kommunismus, die das Weltproletariat generell in ihrem revolutionären Gewerkschaftskampf vereint, erzieht und unterstützt.“

Die RGI lässt sich in ihrer gesamten Tätigkeit von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha – insbesondere von deren Gewerkschaftslinie - leiten, indem sie diese im täglichen internationalen Klassenkampf korrekt verteidigt, anwendet und weiterentwickelt.

Die einzelnen Erfahrungen des revolutionären Gewerkschaftskampfes in allen Ländern sind gleichzeitig in ihrer zentralisierten und konzentrierten Analyse und Verallgemeinerung der internationalen Weltarbeiterbewegung die Basis für die Weiterentwicklung der Generallinie der RGI.

Ziel ist in erster Linie die gegenseitige solidarische Unterstützung der revolutionären Gewerkschafter in der ganzen Welt, um den Gewerkschaftskampf des gesamten Weltproletariats in einen großen internationalen Hebel für die sozialistische Weltrevolution einzusetzen.

Kampf für die Vereinigung und Organisierung aller revolutionären Kräfte der Weltgewerkschaftsbewegung gegen Klassenversöhnung, Spaltung, Kapitulantentum und Liquidatorentum, insbesondere gegen alle Zweige des Revisionismus, Reformismus, Trotzkismus, Anarcho-Syndikalismus und gegen jeglichen bürgerlichen Einfluss innerhalb der Weltgewerkschaftsbewegung, um

a) die Selbständigkeit und Eigenständigkeit des Weltproletariats in seinem ökonomischen, politischen, ideologischen und organisatorischen Gewerkschaftskampf zu erreichen und sicherzustellen;

b) das gesamte Weltproletariat unter dem roten Banner der Einheitsfront zusammenzuführen im Gewerkschaftskampf gegen den Weltkapitalismus.

Die RGI kämpft für die revolutionäre Beseitigung der bürgerlicher Gewerkschaften. Diese Instrumente des Weltkapitalismus müssen zerschlagen und sozialistische Gewerkschaften als Instrumente der Macht des Weltproletariats zum Aufbau bzw. Wiederaufbau des Sozialismus zu schaffen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die RGI stützt sich dabei wiederum auf die Taktik der revolutionären Einheitsfront des Weltproletariats.“

    Die RGI wirkt nicht nur vereinigend in die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes hinein, vereinigend bis hinein in die letzte Fabrik der Welt,

sondern auch umgekehrt

wirkt die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung jedes Landes vereinigend, wirkt die letzte Fabrik der Welt vereinigend bis hinein in die RGI.





Es lebe der 1. Mai 2003

- der Tag der Wiedergründung der ruhmreichen Roten Gewerkschaftsinternationale !