Rote

Gewerkschafts-Internationale

 

 

 

 

 

 

 

 

11. 2. 1945

Gründungstag der albanischen Gewerkschaften

 

Rita Marko

 

 

 

Der

ALBANISCHE

GEWERKSCHAFTSVERBAND

 

 

19451965

 

 

Grußadressen der Solidarität

 

Grußadresse der Komintern (SH) an die Albanische Sektion der Komintern (SH)

aus Anlass des 70. Jahrestages

der Gründung der

Albanischen Gewerkschaften

am 11. Februar 1945

 

Liebe Genossinnen und Genossen der albanischen Sektion der Komintern (SH) !

 

 

Die Komintern (SH) gratuliert euch heute zum heutigen 70. Jahrestag der Gründung des albanischen Gewerkschaftsverbandes.

 

Wir erinnern an alle Veteranen und Helden der sozialistischen Arbeit, an die alten Aktivisten und Mitglieder der albanischen Gewerkschaften und an die heroische albanische sozialistische Arbeiterklasse.

 

Dieser Tag ist nicht nur von großer Bedeutung für den Aufbau des Sozialismus in eurer Heimat, sondern auch von großer Bedeutung für die internationale revolutionäre Gewerkschaftsbewegung. Mit ihrem mutigen Kampf gegen die internationalen bürgerlichen, reformistischen und revisionistischen Gewerkschaften, wurden die albanischen Gewerkschaften zum Führer der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung. Wir versichern euch, dass die Komintern (SH) und die Rote Gewerkschaftsinternationale dieses revolutionäre Banner der albanischen Gewerkschaften nicht nur treu verteidigen, sondern auch im heutigen Kampf für den Weltsozialismus voran tragen.

 

Im Oktober 1945, also einige Monate vor der Gründung der albanischen Gewerkschaft, wurde der Weltgewerkschaftsbund gegründet. Die albanischen Gewerkschaften führten im Weltgewerkschaftsbund einen heldenhaften Kampf für die revolutionäre Gewerkschaftslinie gegen die revisisionistische Gewerkschaftslinie.

Es gilt heute, diesen heldenhaften Kampf gegen den revisionistischen Weltgewerkschaftsbund bis zum endgültigen Sieg fortzusetzen. Unsere grundsätzliche Zielsetzung ist klar:

Im Weltsozialismus ist kein Platz für bürgerlich-reformistisch-revisionistische Gewerkschaften. Wer den Weltkapitalismus zerschlagen will, muss auch die kapitalistischen Gewerkschaften zerschlagen und der Roten Gewerkschaftsinternationale zum Sieg verhelfen, die sich um den Aufbau des Weltsozialismus genauso verdient macht, wie sich die albanischen Gewerkschaften um den Aufbau des Sozialismus in Albanien verdient gemacht haben.

 

Die internationale Führungsrolle der albanischen Gewerkschaften in der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung beruhte auf dem Hoxhaismus.

Die hoxhaistische Taktik des Gewerkschaftskampfes ist die am weitesten fortgeschrittene und universelle Taktik - gültig für alle Länder der ganzen Welt.

 

Obwohl die albanische Arbeiterklasse zahlenmäßig klein und noch unerfahren im Gewerkschaftskampf war, gelang es ihr unmittelbar nach dem siegreichen Befreiungskrieg gegen die faschistischen Besatzer in einem der kleinsten und rückständigsten Ländern der Welt nicht nur die Volksrevolution zum Sieg zu führen, sondern auch eine sozialistische Gewerkschaft aufzubauen. Darin kommt die Universalität der Lehren des 5. Klassikers des Marxismus-Leninismus zum Ausdruck.

Der Hoxhaismus in der Gewerkschaftsfrage besteht darin, dass er die ideologische Grundlage bildete für die revolutionäre Durchbrechung der reformistisch-revisionistischen Umkreisung der bürgerlichen Weltgewerkschaftsbewegung.

Der Hoxhaismus ist die ideologische Grundlage der revolutionären Gewerkschaftslinie im Kampf gegen die reformistisch-revisionistische Gewerkschaftslinie im internationalen Maßstab. Die hoxhaistische Gewerkschaft ist die Schule des anti-reformistisch-revisionistischen Kampfes für den Weltkommunismus. Darin eben besteht die internationale Bedeutung des Hoxhaismus in der Frage der Gewerkschaften.

 

Die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus lehrten, dass der erste und wichtigste Transmissionsriemen, der die Partei mit der Arbeiterklasse verbindet,die Gewerkschaft ist:

"Die wichtigsten Massenorganisationen sind die Gewerkschaften"

(Enver Hoxha: "Imperialismus und Revolution")

 

In enger Verbindung und unter Führung der Partei der Arbeit Albaniens - mit dem Genossen Enver Hoxha an der Spitze - trugen die albanischen Gewerkschaften maßgeblich zur Errichtung und Festigung der Diktatur des Proletariats bei.

Die albanischen Gewerkschaften wurden auf der Grundlage der Prinzipien des Marxismus-Leninismus aufgebaut.

Sie erfüllten ihre Rolle als wichtigster Hebel der Partei, als Glied der Diktatur des Proletariats, als Transmissionsriemen der Partei mit den werktätigen Massen.

In den albanischen Gewerkschaften wuchsen Tausende von Neuerern heran, die der Partei treu ergeben waren. Sie spielten sowohl in der Produktion als auch im täglichen Leben eine vorbildliche Rolle beim Aufbau des Sozialismus und bei der Erfüllung ihrer Pflicht gegenüber dem proletarischen Internationalismus.

Die albanischen Gewerkschaften waren eine Schule des Kommunismus im Allgemeinen, und eine Schule des anti-revisionistischen Kampfes im Besonderen.

Die albanischen Gewerkschaften haben auf internationaler Ebene einen prinzipienfesten Kampf gegen die revisionistischen Gewerkschaften geführt und ihre revolutionäre Vorhutstellung behauptet. Von großer Bedeutung war die Solidarität der albanischen Gewerkschaften mit dem Gewerkschaftskampf der revolutionären Arbeiter auf der ganzen Welt.

In den kapitalistischen Ländern waren die albanischen Gewerkschaften für die noch jungen marxistisch-leninistischen Parteien ein Leitstern für ihre revolutionäre Gewerkschaftsarbeit innerhalb und außerhalb der bürgerlich-reformistischen Gewerkschaften. Der albanische Staat war der einzige Staat in der Welt, der die Organisationen der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) unterstützt hat.

Aber die albanischen Gewerkschaften nahmen auch in den revisionistischen Ländern eine Richtung weisende Stellung ein. Als Beispiel sei der revolutionäre Gewerkschaftskampf der KPD/ML in den revisionistischen Gewerkschaften der DDR genannt, der auf der Basis des Hoxhaismus geführt wurde.

 

Die albanischen Gewerkschaften nahmen stets eine revolutionäre Haltung ein gegenüber der Ausbeutung und Unterdrückung auf der ganzen Welt, gegen Imperialismus und Sozialimperialismus, gegen den alten und neuen Kolonialismus, gegen den Reformismus und Revisionismus und gegen alle opportunistischen Strömungen in der Gewerkschaftsbewegung (Anarcho-Syndikalismus, Trotzkismus, Maoismus etc.).

Die albanischen Gewerkschaften kämpften stets für den Triumph der Weltrevolution, des Weltsozialismus und Weltkommunismus.

In diesem vorbildlichen Kampf standen die albanischen Gewerkschaften nicht allein. Die ganze marxistisch-leninistische Weltbewegung stand solidarisch hinter ihnen. Viele Freunde und Verbündete in allen Ländern der Welt unterstützten die albanischen Gewerkschaften solidarisch und folgten den Einladungen, um sich in Albanien vom siegreichen Aufbau des Sozialismus mit eigenen Augen zu überzeugen.

An den Gewerkschaftskongressen nahmen Delegierte von revolutionären Gewerkschaftsorganisationen der ganzen Welt teil.

In der Geschichte der revolutionären Gewerkschaftsbewegung nahmen die albanischen Gewerkschaften einen Ehrenplatz ein.

Aber es geht nicht nur um die Würdigung der historischen Verdienste der albanischen Gewerkschaften.

Es geht vielmehr darum, von ihnen zu lernen und ihrem Beispiel im heutigen Klassenkampf zu folgen.

 

Wie sieht es heute in Albanien aus ? Wem dienen heute die albanischen Gewerkschaften ?

 

Mit dem Sturz der Diktatur des Proletariats wurden auch die albanischen Gewerkschaften zerschlagen und neue reformistische Gewerkschaften aufgebaut.

Damit sind die heutigen albanischen Gewerkschaften Erfüllungsgehilfen der Kapitalisten und des kapitalistischen Staates, also reaktionäre Gewerkschaften im Dienst der Bourgeoisie. Die heutigen albanischen Gewerkschaften unterscheiden sich im Wesentlichen nicht von den kapitalistischen Gewerkschaften auf der ganzen Welt. Sie alle dienen nicht den Interessen des Weltproletariats, sondern den Interessen des Weltkapitals.

 

Die albanische Arbeiterklasse und die anderen albanischen Werktätigen haben in Europa am schwersten unter der kapitalistischen Weltkrise zu leiden. Es gibt eine große Arbeitslosigkeit in Albanien, einen sehr niedrigen Lebensstandard, schlechte Arbeitsbedingungen und eine korrupte Regierung, die das Blut des albanischen Volkes rücksichtslos aussaugt und sich maßlos bereichert.

Wie zur Zeit der faschistischen Besatzer, wie zur Zeit der Gründung der albanischen Gewerkschaften, muss das albanische Volk heute wieder die Waffe in die Hand nehmen und das Joch der ausländischen und inländischen Kapitalisten abschütteln, sich zur sozialistischen Revolution erheben, die Diktatur der Bourgeoisie zerschlagen und wieder die Diktatur des Proletariats errichten.

Die albanische Arbeiterklasse braucht heute wieder eine revolutionäre Gewerkschaft - mehr denn je.

Die revolutionäre Aufgabe in Albanien ist klar gestellt:

Es geht heute darum, unter der Führung der albanischen Sektion der Komintern (SH) eine neue revolutionäre Gewerkschaft aufzubauen, die an die revolutionäre Tradition der albanischen Gewerkschaften des Genossen Enver Hoxha anknüpft und ihre Mission siegreich zu Ende führt.

Hierzu ist es unvermeidlich, den Kampf gegen die reformistischen Gewerkschaften aufzunehmen, und zwar nicht nur von innen, sondern auch von außen. Es geht vor Allem darum, die fortschrittlichsten albanischen Gewerkschafter in der zu gründenden albanischen Sektion der Roten Gewerkschaftsinternationale zu vereinigen. Wir müssen die fortschrittlichsten Arbeiter Albaniens davon überzeugen, dass sie ihre elende Lage nur dadurch überwinden können, indem sie wieder dafür kämpfen, selber Herren der Fabriken, selber Herren ihrer albanischen Heimat zu werden.

Es ist notwendig, einen prinzipienfesten Kampf in Betrieb und Gewerkschaft zu führen gegen alle reformistischen, revisionistischen und anderen opportunistischen Strömungen zu führen.

Die Gewerkschaftsfrage kann nur auf stalinistisch-hoxhaistischer Grundlage gelöst werden.

Stalinismus-Hoxhaismus in der Gewerkschaftsfrage bedeutet, revolutionäre Gewerkschaften zu schaffen als Transmissionsriemenfür die sozialistische Weltrevolution.

Stalinismus-Hoxhaismus in der Gewerkschaftsfrage kann nichts Anderes heißen, als den proletarischen Internationalismus der Roten Gewerkschaftsinternationale praktisch zu unterstützen unter Führung der Komintern (SH) und ihrer albanischen Sektion.

 

Es lebe der 70. Jahrestag der Gründung der albanischen Gewerkschaften !

 

Bauen wir neue albanische Gewerkschaften auf, die sich vom Stalinismus-Hoxhaismus leiten lassen ! bauen wir die albanische Sektion der Roten Gewerkschaftsinternationale auf !

 

Es lebe die revolutionäre albanische Arbeiterklasse !

 

Es lebe der proletarische Internationalismus !

 

Es lebe die revolutionäre Weltgewerkschaftsbewegung !

 

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

 

Es lebe die Diktatur des albanischen Proletariats und des Weltproletariats !

 

Es lebe das sozialistische Albanien in einer sozialistischen Welt !

 

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus !

 

 

11. Februar 2015

 

Wolfgang Eggers

 

Komintern (SH)

 

 

 

 

 

 

11. Februar 1975

30. Jahrestag der Gründung der albanischen Gewerkschaften

 

Artikel in "Roter Morgen" Zentralorgan der KPD/ML

- Nr. 9, 1. März 1975

 

 

Am 11. 2. 1975 feierte die albanische Arbeiterklasse und alle albanischen Werktätigen den 30. Jahrestag der Gründung der albanischen Gewerkschaften. Die albanischen Gewerkschaften, in denen alle Arbeiter und andere Werktätige organisiert sind, wurden gegründet, als das albanische Volk unter Führung seiner marxistisch-leninistischen Partei bereits seine Unabhängigkeit errungen und in der Volksrevolution gesiegt hatte. Die Gründung der albanischen Gewerkschaften zu diesem Zeitpunkt war eine historische Notwendigkeit, um die vor dem albanischen Volk liegenden Aufgaben der Festigung der Volksmacht und des Aufbaus des Sozialismus erfüllen zu können.

 

Glaubt man der Propaganda der Bourgeoisie, so haben die Gewerkschaften in den sozialistischen Ländern nicht viel mit Organisationen der Arbeiterklasse zu tun. Die bürgerliche Presse verleumdet sie als arbeiterfeindliche Organisationen, die auf Teufel komm raus den staatlichen Plan gegen die Arbeiter durchsetzen, willkürlich die Normen erhöhen und die Löhne senken, und so zu sagen Wachhunde der Partei in den Betrieben sind. Dagegen lobt die bürgerliche Presse die DGB-Gewerkschaften, die angeblich weder von irgendeiner Partei, noch vom Staat abhängig seien, sondern ausschließlich die Interessen der Arbeiter vertreten.

Es ist zweifellos richtig, dass die albanischen Gewerkschaften nicht gegen den Staat und die Partei kämpfen, sondern ihre Aufgabe vielmehr ist, die staatliche Macht zu festigen, die Aufgaben, die der Staat stellt, zu erfüllen. Es ist weiter richtig, dass die albanischen Gewerkschaften dabei eng mit der Partei zusammen arbeiten und von ihr geführt werden. Aber das ist nicht schlecht für die albanischen Werktätigen, sondern gut. Denn der albanische Staat ist ja nichts Anderes, als die Diktatur, die die Arbeiterklasse, in der die Besten der Klasse organisiert sind. Partei und Staat haben keine andere Aufgabe, als die Interessen der Arbeiterklasse und des gesamten werktätigen Volkes zu sichern.

Auf der anderen Seite ist es mit der "Unabhängigkeit" der DGB-Gewerkschaften nicht weit her. Jeder Tarifabschluss ist ein Beispiel dafür, dass die DGB-Gewerkschaften keine "unabhängigen Arbeiterorganisationen", sondern Handlanger des Kapitals sind. Seit ihrer Gründung ist die gesamte ideologische, politische und organisatorische Tätigkeit des DGB-Apparates darauf ausgerichtet, die Interessen des Kapitals gegen die Arbeiterklasse und die anderen Werktätigen durchzusetzen. Von Anfang an auch sind sie mit dem imperialistischen Staatsapparat verflochten. Die DGB-Gewerkschaften werden also von der bürgerlichen Propaganda nicht deshalb als "unabhängig" gelobt, weil sie es wirklich sind, sondern allein deshalb, um zu verschleiern, dass sie Feinde der Arbeiterklasse, Handlanger des Kapitals sind.

Die albanischen Gewerkschaften dagegen brauchen keine Angst zu haben, sich zu ihrer Parteilichkeit, zu ihrer engen Verbundenheit mit der Partei der Arbeiterklasse und mit der Diktatur des Proletariats zu bekennen. Denn diese Parteilichkeit ist im Interesse der Arbeiterklasse. Denn nur wenn die Gewerkschaften dabei helfen, wird die Arbeiterklasse die Erfüllung ihrer Aufgaben, die Festigung der Diktatur des Proletariats und der weitere Aufbau des Sozialismus, erfolgreich bewältigen können.

Die Aufgabe haben die albanischen Gewerkschaften vom Tag ihrer Gründung an erfüllt. In einem Artikel von "Zeri i Popullit" zum 30. Jahrestag der albanischen Gewerkschaften heißt es:

 

"Von Anfang an hat die Partei Sorge getragen, dass die Gewerkschaften auf der Grundlage der Prinzipien des Marxismus-Leninismus aufgebaut sind. Deshalb wurden sie als Organisationen der Arbeiterklasse und anderer Werktätigen mit ausgesprochen politischem, klassenmäßigem und revolutionärem Charakter aufgebaut. Der Rahmen ihrer Aufgaben ist definiert durch ihre Rolle als wichtiger Hebel der Partei, als Glied der Diktatur des Proletariats, das von der marxistisch-leninistischen Vorhut geführt wird, als Transmissionsriemen, der der die Partei mit den werktätigen Massen verbindet und als Schule des Kommunismus."

 

Genosse Rita Marko, Vorsitzender der albanischen Gewerkschaften und Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der PAA, sagte dazu auf der feierlichen Versammlung zum 30. Jahrestag der Gründung der albanischen Gewerkschaften:

 

"Die Gewerkschaften wurden (in den letzten 30 Jahren -RM) ein mächtiger Rückhalt der Partei im Kampf für die Verwirklichung der historischen Aufgaben, die das Aussehen unseres geliebten Vaterlandes veränderten. Indem die Arbeiter diese Aufgaben, die die Partei stellte, erfüllten, liquidierten sie und die anderen Werktätigen die Rückständigkeit, meisterten sie die Technik, die Technologie und die Kunst der Organisierung und Leitung der Produktion und anderer Sektoren des Lebens."

 

"Die Partei", so betonte Rita Marko, "stählte die neue Arbeiterklasse mit einem hohen revolutionären Geist, mit einem tief gehenden Bewusstsein ihrer Klasse und des Sozialismus, mit einem heißen Gefühl des Heroismus und der Selbstlosigkeit, mit politischer Reife, mit den hohen Tugenden der kommunistischen Moral und mit einer beispielhaften Hingabe an die Sache der Partei, den Sozialismus und die Revolution. Die Partei rüstet die Arbeiter und die anderen Werktätigen mit revolutionären Vorstellungen für den Aufbau des Sozialismus gestützt auf die eigenen Kräfte, für die Entwicklung des Klassenkampfes, mit sozialistischen Gefühlen gegenüber der Arbeit und dem gesellschaftlichen Eigentum, mit revolutionären Vorstellungen im gesamten Leben, in der Familie und in der Gesellschaft.

Die hohen Qualitäten unserer Arbeiterklasse zeigen sich am deutlichsten in der großen Arbeit für den Aufbau des Sozialismus, in dem schnellen Tempo, mit dem das Sozialprodukt und die Arbeitsproduktivität wachsen, in der Entwicklung von Erziehung, Kultur und Kunst, in der allgemeinen Stärkung der internationalen Positionen und der wachsenden Autorität des sozialistischen Albanien."

"Das Wesen aller Arbeit der Gewerkschaften", sagte Genosse Rita Marko dann, "ist die ideologisch-politische Erziehung der werktätigen Massen. Lenin hat die Gewerkschaften 'Schulen des Kommunismus' genannt. Unsere Partei hat betont, dass die Gewerkschaften als ihr Hebel vor Allem die Aufgabe der Erziehung der Arbeiterklasse und des gesamten werktätigen Volkes haben. Die Gewerkschaften haben daran gearbeitet, diese Direktiven der Partei unter ihrer Führung im Kampf in die Praxis umzusetzen, unsere Werktätigen mit den revolutionären Zügen der Arbeiterklasse auszurüsten, sie zu unbeugsamen Kämpfern für die Erfüllung der Parteilinie und für den Schutz der Errungenschaften der Revolution und unseres sozialistischen Vaterlandes zu erziehen."

 

Genosse Rita Marko sprach dann über die große Rolle, die die direkte Kontrolle der Arbeiterklasse gespielt hat und auch heute spielt. Sie hat die Aufgabe, die Errungenschaften der Revolution und des sozialistischen Aufbaus zu sichern und das Eindringen der bürgerlich-revisionistischen Ideologie zu verhindern und ein unbeirrbares Voranschreiten der albanischen Arbeiterklasse und des gesamten werktätigen Volkes hin zum Sozialismus und Kommunismus zu garantieren.

Die Arbeiterkontrolle in Albanien ist nicht, wie manchmal von bürgerlichen "Albanienkennern" behauptet wird, als "Gegengewicht" zur Partei und zum Staat gedacht. Denn die Partei ist ja die Avantgarde der Arbeiterklasse, der Staat ist nichts Anderes als die Diktatur der Arbeiterklasse. Die direkte Kontrolle der Arbeiter hat vielmehr gerade die Aufgabe, die führende Rolle der Arbeiterklasse und die revolutionäre Linie der Partei in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens durchzusetzen. Genosse Enver Hoxha charakterisierte die grundsätzliche Aufgabe der Arbeiterklassenkontrolle so:

 

"Die Arbeiterklassenkontrolle ist ein grundlegendes Mittel, mit dem die Arbeiterklasse die Diktatur des Proletariats fest in der Hand hält und die Anwendung der Linie und des Programms der Partei garantiert."

 

Der Arbeiterkontrolle unterliegt jeder - vom Direktor eines Betriebes bis zum am wenigsten qualifizierten Arbeiter. Kontrolliert wird, ob der Plan richtig erfüllt wird, ob die Lebens- und Arbeitsbedingungern der Werktätigen verbessert werden, ob auf die Stimme der Arbeiter gehört wird, um die Vorschläge der Arbeiter in die Praxis umzusetzen, welche Haltung die Leitung des Betriebes gegenüber den Arbeitern hat und auch, ob die Haltung der Werktätigen zu ihrer Arbeit und zum gesellschaftlichen Leben der proletarischen Moral entspricht. Das Ziel der Arbeiterkontrolle ist es dabei, einmal die Hindernisse zu bekämpfen, die der Entwicklung der Produktion und des sozialistischen Lebens im Weg stehen. Das bedeutet, dass die Arbeiter einen Kampf gegen bürokratische und intellektualistische und liberalistische Tendenzen führen und denen, die solche Fehler machen, helfen, sie zu korrigieren. Das zweite Ziel der Arbeiterkontrolle ist es, die Bedingungen zu verbessern, damit die Produktion und das gesellschaftliche Leben einen noch größeren Aufschwung nehmen können. Das bedeutet vor Allem, dass die Arbeiter dafür kämpfen müssen, dass die Zahl der Kader aus der Arbeiterklasse vermehrt und ihr Niveau verbessert wird.

Die Arbeiterkontrolle ist aber keine "Feuerwehr", die nur eingreift, wenn es brennt. Über ihre Gewerkschaftsorganisation in den Betrieben und anderen Unternehmen werden die Arbeiter und die anderen Werktätigen ständig mit dem Problem ihres Betriebes oder ihrer Institution konfrontiert. Diese Probleme werden auf den Gewerkschaftsversammlungen in freier Diskussion beraten und gelöst. Jeder Arbeiter, egal welche Funktion er hat, kann hier seine Meinung sagen und Vorschläge machen.

 

Genosse Rita Marko ging in seiner Rede auf der Gewerkschaftsversammlung noch auf einen weiteren wichtigen Bereich der albanischen Gewerkschaften ein:

auf die Notwendigkeit, die Arbeiterklasse und die anderen Werktätigen für die Erfüllung der Aufgaben der Partei zu mobilisieren, sei es in Massenaktionen, sei es durch Methoden des moralischen Anreizes, wie zum Beispiel den sozialistischen Wettbewerb für die Erlangung der Auszeichnung "Held der sozialistischen Arbeit."

 

Genosse Rita Marko sagte:

"Unter der Führung der Partei haben die albanischen Gewerkschaften besondere Sorgfalt auf die allseitige Erziehung und breite Mobilisierung der Arbeiter und der anderen Werktätigen beim Kampf für die Entwicklung der Wirtschaft und des Staatsplans gelegt. In diesem großen Kampf wuchs die Arbeiterklasse und nahm ihre Aufgabe begeistert wahr. Aus ihrem Schoß bildeten sich hunderte von Neuerern und Arbeitern heran, die sowohl ihre Aufgaben in der Produktion als auch im Leben hervorragend erfüllten. Übertausende von talentierten Kadern, die der Sache der Partei ergeben waren, wuchsen heran."

 

Die albanischen Gewerkschaften haben als breite Massenorganisationen der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen ihre Aufgabe nie engstirnig auf ihre Heimat beschränkt gesehen. Die albanischen Gewerkschaften haben unter Führung der Partei einen harten, prinzipienfesten Kampf gegen den revisionistischen Gewerkschaftsverband geführt und gegen ihn ihre Unabhängigkeit behauptet. Sie kämpfen gleichermaßen gegen die reformistischen Theorien, die die Gewerkschaften in den kapitalistischen Ländern verbreiten, um die Arbeiter und die anderen Werktätigen dort an den Kapitalismus zu ketten..

Rita Marko sagte dazu:

"Die albanischen Gewerkschaften, die sich fest auf die marxistisch-leninistische Ideologie der Partei stützen, auf den proletarischen Internationalismus und die Solidarität der Arbeiter, haben immer die große Bedeutung der aktiven Unterstützung des revolutionären Kampfes der Völker für nationale und soziale Befreiung, für die demokratischen Rechte der Werktätigen und ihrer gewerkschaftlichen Arbeit, gegen die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Imperialismus und Sozialimperialismus, alten und neuen Kolonialismus, Revisionismus und alle opportunistischen und reformistischen Strömungen, für den Triumph der Revolution und des Sozialismus gesehen und werden sie weiter beachten."

 

Abschließend sagte Genosse Rita Marko:

"Der entschlossene Kampf unserer Partei und aller albanischen Menschen gegen Imperialismus und Revisionismus hat unserem Land und der albanischen Arbeiterklasse zahlreiche Freunde und Verbündete überall in der Welt und vor Allem des brüderlichen chinesischen Volkes und der brüderlichen Arbeiterklasse der VR China, denen wir durch gemeinsame Ziele und Ideale verbunden sind. Diese tiefe revolutionäre Freundschaft, die durch die Parteien und die großen Führer beider Länder, Genossen Enver Hoxha und Genossen Mao Tsetung, geschmiedet wurde und ein leuchtendes Beispiel der Erfüllung der Prinzipien des proletarischen Internationalismus ist, wird sich in Zukunft weiter entwickeln und festigen."

[ 3 Jahre später grenzte sich das sozialistische Albanien offen von der VR China ab und entlarvte den Verrat des chinesischen Revisionismus und den reaktionären Charakter der Mao Tsetung-Ideen - Anmerkung der Komintern (SH)]

 

"Das Anwachsen, die Ausweitung und die Verschärfung des Klassenkampfes, den das Proletariat gegen die Monopolbourgeoisie, gegen den US-Imperialismus und den sowjetischen Sozialimperialismus führt, die Intensivierung des revolutionären und nationalen Befreiungskampfes gibt genauso wie die Vertiefung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise, die kürzlich die kapitalistischen und revisionistischen Länder erfasst hat, Zeugnis von der großen kämpferischen Rolle der Arbeiterklasse und dem Anwachsen ihres Klassenbewusstseins. Hier beweist sich vollständig, dass die These des 6. Kongresses unserer Partei der Arbeit, dass die Haupttendenz in der Entwicklung der heutigen Welt die Revolution und der Triumph des Sozialismus ist, richtig ist."

 

 

 

 

NEU

in albanischer Sprache

ENVER HOXHA

Grußadresse an den Ersten Gewerkschaftskongress

31. Oktober 1945

 

NEU

in englischer Sprache

Bulletin "PUNA" - 3 / 1983

 

 

 

 

NEU

in französischer Sprache

Les Unions Professionelles d'Albanie dans leur 35e anniversaire

Le 11 Février 1945 - 1980

Message de salutations du Comité central du Parti du travail d'Albanie

Simon Stefani

"PUNA" - 1, 1980

 

 

Les Unions Professionelles d'Albanie dans leur 35e anniversaire

Le 11 Février 1945 - 1980

Discours prononcé par le camarade RITA MARKO

 

"PUNA" - 1, 1980