KORRESPONDENZ 3



FRAGE des Genossen Y.

Vom 2. Januar 2011





Lieber Genosse Wolfgang,



Ich habe eine Frage zum VII. Weltkongress der Komintern.



Zitat der Komintern (SH):



Allerdings lehrt der Stalinismus-Hoxhaismus nicht, dass die Weltrevolution den endgültigen und unumkehrbaren Sieg des Weltsozialismus garantieren kann. Das wäre Revisionismus. Diesen fatalen Fehler hatte die Komintern in ihrer Zeit begangen, als sie den endgültigen, unumkehrbaren „Sieg“ der Sowjetunion auf dem VII. Weltkongress proklamierte. (Zitat aus: „Plattform der Komintern [SH]“ - beschlossen am 7. November 2009 aus Anlass des 92. Jahrestages der Oktoberrevolution und des 90. Jahrestages der Komintern Lenins und Stalins).



Es ist das erste Mal, dass ich davon etwas höre – insbesondere über den endgültigen und unumkehrbaren Sieg der Sowjetunion“.



Wo kann ich in den Dokumenten des VII. Weltkongresses diese Stelle finden, wo es heißt : endgültiger und unumkehrbarer Sieg der Sowjetunion“.









ANTWORT DER Komintern (SH)

vom 2. 1. 2011



Lieber Genosse Y !



Du findest die Stelle, die du suchst, (im Original)

Protokoll des VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale“ [ Moskau 25. Juli – 20. August 1935 ] ungekürzte Ausgabe auf Seite 984:



RESOLUTION

( angenommen am 20. August 1935)

1. Der VII. Kongress der Kommunistischen Internationale stellt fest, dass folgende grundlegende Veränderungen in der Weltlage die Gruppierung der Klassenkäfte auf der internationalen Arena und die Aufgaben der internationalen Arbeterbewegung bestimmen:

a) Der endgültige, unwiderrufliche Sieg des Sozialismus im Lande der Sowjets, ein Sieg von weltgeschichtlicher Bedeutung.“ (Komintern)





Soweit das besagte (revisionistische) Zitat der vom VII. Weltkongress einstimmig beschlossenen Resolution. Damit du erkennst, dass es sich hier nicht um irgendeine unbedeutende, nebensächliche Stellungnahme des VII. Weltkongresses gehandelt hat, haben wir hinter dem Komma weiter zitiert: „ein Sieg von weltgeschichtlicher Bedeutung“. Die Revisionisten haben dieser Resolutionsthese des VII. Weltkongresses also eine zentrale Bedeutung von historischer Weltbedeutung beigemessen ( ! ). Und in der Tat: Diese falsche, diese revisionistische These bedeutete welthistorisch die Liquidierung der Sowjetunion Lenins und Stalins.



Hier unser Kommentar zu deiner Frage:



Lieber Genosse Y. !

Du bist der ERSTE GENOSSE SEIT 10 JAHREN (! ) GRÜNDUNG DER KOMINTERN (SH), der zum ersten Mal aufmerksam wurde und diesem von uns entdeckten Zitat große Bedeutung beimisst. Herzlichen Glückwunsch !

Es ist ja nicht damit getan, dass die Komintern (SH) im Jahre 2001 diesen revisionistischen Fehler zuerst entdeckt hat , sondern dass du, ein wachsamer Marxist-Leninist, dies bei uns gelesen, nachgefragt und Bereitschaft gezeigt hast, dieses ungeheuer entlarvende Zitat des VII. Weltkongresses zu überprüfen. Nur mit solchen wachsamen Genossen wie dich kann man die Kommunistische Internationale auf korrekten Grundlagen der 5 Klassiker der Marxismus-Leninismus aufbauen.

Denn: Wie soll man eine neue Komintern erfolgreich aufbauen können, wenn diese revisionistische Haltung des VII. Weltkongresses ignoriert oder gar übernommen und verteidigt wird ?

In der Tat, haben die Feinde der Komintern Lenins und Stalins, die Feinde der Komintern (SH), die revisionistische These vom endgültigen, unwiderruflichen Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion“ bis 2001 verschwiegen. Seit 2001 konnte dies nicht mehr von den Feinden des Weltproletariats verschwiegen werden – dank der Komintern (SH).

An diesem Zitat verläuft die Demarkationslinie zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus. Die Marxisten-Leninisten bekämpfen die revisionistische Resolutions-These des VII. Weltkongresses und die Revisionisten verteidigen sie !



Damit du dich näher mit der Entlarvung dieser revisionistischen These befassen kannst, veröffentlichen wir hier noch einmal einen entsprechenden Auszug aus der

Generallinie der Komintern/ML“

aus dem Jahre 2001:



»Endgültiger« Sieg des Sozialismus in einem Lande?

Schlüsselkritik am VII. Weltkongress

Kommen wir nun zu einer der Schlüsselkritiken am VII. Weltkongress, die wir auch für ausschlaggebend für das Scheitern der Komintern halten, und die das Ende des Sozialismus in der ersten Phase seiner historischen Entwicklung bedeutete. Dieser folgenschwere Fehler war die Fehleinschätzung des Sozialismus in der Sowjetunion und damit auch die Abkehr der Komintern von der Weltrevolution. Dieser Fehler ist unseres Erachtens der Hauptfehler der rechten Abweichung des VII. Weltkongresses, woraus sich alle übrigen Fehler ergeben, also auch der Fehler der rechten Abweichung in der Einheitsfronttaktik gegenüber Krieg und Faschismus. Es handelt sich um dessen Haltung zum »endgültigen Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion«.

Die Resolution zum Referat Dimitroffs vertritt gleich am Anfang diese falsche Ausgangsthese, nach der die Aufgabe der internationalen Arbeiterbewegung bestimmt wurde: unter Punkt I, a definiert der VII. Weltkongress den

»endgültigen, unwiderruflichen Sieg des Sozialismus im Lande der Sowjetunion« (Protokoll des VII. Weltkongress der Komintern, Seite 984, dt. Ausgabe).

In Gegenüberstellung Stalins Zitat:

»(...) das verpflichtet uns, besser zu arbeiten und besser zu kämpfen für den endgültigen Sieg des Sozialismus in unserem Lande, für den Sieg des Sozialismus in allen Ländern« (Stalin, Bd. 13, Seite 336, dt. Ausgabe)

Dimitroff / VII. Weltkongress = endgültiger Sieg in einem Land, keine sozialistische Revolution mehr auf der ganzen Welt notwendig, kein Kampf mehr für den Sozialismus in allen Ländern;

Stalin= kämpfen für den Sieg in allen Ländern = kämpfen für den endgültigen Sieg in einem Land.

Stalin zieht folgende drei Schlussfolgerungen gegenüber diesem falschen Standpunkt des VII. Weltkongresses:

»`Für uns ist jetzt alles ein Kinderspiel`, `Wir werden mit jedermann leicht fertig` usw. (...) Es gibt nichts Gefährlicheres als solche Stimmungen, denn sie entwaffnen die Partei und demobilisieren ihre Reihen. Wenn solche Stimmungen in unserer Partei überhandnehmen, so können wir der Gefahr gegenüberstehen, dass alle unsere Erfolge zunichte gemacht werden« (Stalin, Bd. 13, »Rechenschaftsbericht an den XVII. Parteitag«, Seite 333, dt. Ausgabe).

Das ist der liquidatorische Standpunkt, den sich die rechten Abweichler des VII. Weltkongresses zunutze machten, indem sie verdeckt vorgingen. Die Komintern nicht einschläfern zu lassen, die Wachsamkeit erhöhen, den Zustand der Kampfbereitschaft aufrechterhalten, nicht Entwaffnung, sondern Bewaffnung, nicht Demobilisierung, sondern Mobilisierung. Die Rechten vertreten den einen, die Marxisten-Leninisten den anderen Standpunkt. Der Trick der rechten Abweichung bestand eben darin, ihre wahren Ziele hinter revolutionären Phrasen zu verbergen, die sie angeblich »bekämpften«. Sie bedienten sich der euphorischen Stimmungen, um die Massenmobilisierung für die Revolution in eine Massenmobilisierung für den Kapitalismus zu verwandeln, indem die revolutionären Losungen zur Feigenblattfunktion verkamen.

»Sich nicht von den erzielten Erfolgen hinreißen lassen und nicht überheblich werden (...) Eine richtige Linie haben und sie durchzuführen verstehen - das ist eine große Seltenheit im Leben regierender Parteien (...) Eigentlich gibt es solche Parteien jetzt nirgends auf der Welt (...) Nur unsere Partei weiß, welchem Ziel sie zusteuert, und führt ihre Sache erfolgreich vorwärts, (weil) sie eine marxistische, eine leninistische Partei ist (...) Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass wir, solange wir dieser Lehre treu bleiben, solange wir diesen Kompass besitzen, Erfolge in unserer Arbeit haben werden« (Stalin, ebenda, Seite 334).

Das hat Stalin nicht so daher gesagt. Es bestand ernsthafte Sorge, dass die rechte Abweichung diesem Kompass untreu zu werden gedachte. Soviel zur Verbrüderung der marxistisch-leninistischen Partei mit der regierenden sozialdemokratischen Partei! Und als Konsequenz dieser Abweichung auf den heutigen Tag bezogen sagte Stalin dabei noch etwas sehr Wichtiges, was wir nach dem Niedergang des Sozialismus niemals vergessen dürfen und was auch Stalins Antwort auf die rechte Abweichung auf dem VII. Weltkongress vorwegnahm:

»Die bürgerlichen Regierungen kamen und gingen, der Marxismus aber ist geblieben (...) in einem Lande errungen, in dem man den Marxismus für endgültig vernichtet hielt« (Stalin, ebenda, Seite 335).

Diejenigen aber, die den Sieg des Sozialismus in einem Land für »endgültig« hielten, sind die ideologischen Zwillingsbrüder denjenigen, die den Sieg des Sozialismus in einem Lande für »vernichtet« bzw. für »unmöglich« hielten.

Und dass Stalin dies zwar so nicht gesagt, aber indirekt gemeint hat, zeigt die zweite Schlussfolgerung gegenüber dem Standpunkt des VII. Weltkongresses, woraus ein sehr ernster Ton herauszuhören ist, ja etwas sehr Eindringliches herausklingt. Es handelt sich hierbei gleichzeitig um die allerletzte Stalin´sche Stellungnahme, bevor die Sowjetrevisionisten die Veröffentlichung seine Werke mit Band 13 abrupt beendeten. Daher messen wir ihr bezogen auf den VII. Weltkongress eine sehr große Bedeutung für die Strategie und Taktik der Weltrevolution bei, insbesondere in der Phase des Faschismus:

»Daraus ergibt sich die zweite Schlussfolgerung:

Bis zum letzten treu bleiben dem großen Banner von Marx, Engels, Lenin. Die Stärke der Arbeiterklasse der UdSSR besteht nicht nur darin, dass sie von den Millionenmassen der werktätigen Bauern unterstützt wird. Ihre Stärke besteht auch noch darin, dass das Weltproletariat sie unterstützt und ihr hilft. Die Arbeiterklasse der UdSSR ist ein Teil des Weltproletariats, seine Vorhut, und unsere Republik ist eine Schöpfung des Weltproletariats. Es kann kein Zweifel darüber bestehen: Wenn sie nicht die Unterstützung der Arbeiterklasse der kapitalistischen Länder gehabt hätte, dann hätte sie nicht die Macht behauptet, dann hätte sie nicht die Bedingungen für den sozialistischen Aufbau schaffen können - sie hätte also nicht die Erfolge aufzuweisen, die sie jetzt aufzuweisen hat. Die internationalen Verbindungen der Arbeiterklasse der UdSSR mit den Arbeitern der kapitalistischen Länder, das brüderliche Bündnis der Arbeiter der UdSSR mit den Arbeitern aller Länder - das ist einer der Grundpfeiler der Stärke und Macht der Republik der Sowjets. Die Arbeiter im Westen sagen, dass die Arbeiterklasse der UdSSR die Stoßbrigade des Weltproletariats ist. Das ist sehr gut. Das bedeutet, dass das Weltproletariat auch in Zukunft bereit ist, die Arbeiterklasse der UdSSR nach Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen. Aber das erlegt große Pflichten auf. Das bedeutet, dass wir durch unsere Arbeit den Ehrennamen der Stoßbrigade der Proletarier aller Länder rechtfertigen müssen. Das verpflichtet uns, besser zu arbeiten und besser zu kämpfen für den ENDGÜLTIGEN SIEG DES SOZIALISMUS in UNSEREM Land, für den SIEG DES SOZIALISMUS in ALLEN Ländern (hervorgehoben von uns - Red.).

Daraus ergibt sich die dritte Schlussfolgerung:

Bis zum letzten treu bleiben der Sache des proletarischen Internationalismus, der Sache des brüderlichen Bundes der Proletarier aller Länder. Das sind die Schlussfolgerungen. Es lebe das große und unbesiegbare Banner von Marx, Engels, Lenin!« (Stalin, ebenda, Seite 335-336), dt. Ausgabe).

Diesen weltrevolutionären Standpunkt Stalins sucht man bei den rechten Abweichlern des VII. Weltkongresses vergeblich.

Lenin und Stalin haben in vielen Zitaten und vielen Kämpfen gegen den Opportunismus diese falsche These bekämpft, denn die Sowjetunion steht und fällt mit der Weltrevolution. Die Weltrevolution voranzutreiben und den Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion durch verschärften Klassenkampf gegen die inneren und äußeren Feinde zu verteidigen,das war eigentlich immer die Generallinie der Komintern gewesen. Diese These vom »endgültigen, unwiderruflichen Sieg« ist historisch beantwortet und seit dem XX. Parteitag der KPdSU auch unwiderruflich falsch, und die Revisionisten in der ganzen Welt halfen den Revisionisten in der Sowjetunion, den Sozialismus zu Grabe zu tragen. Wer die Notwendigkeit der Weltrevolution leugnet, um den Sozialismus in der Sowjetunion endgültig zu sichern, ist kein Vertreter der marxistisch-leninistischen Lehre vom »Sozialismus in einem Lande« und auch kein Vertreter der marxistisch-leninistischen Lehre von der Weltrevolution. Die These der Resolution des VII. Weltkongresses zum Referat Dimitroffs ist also kapitulantenhaft und liquidatorisch, ja sie ist sogar in gewisser Weise sektiererisch weil sie davon ausgeht, dass jeder selber den endgültigen Sieg des Sozialismus erreichen kann ohne die Weltrevolution, ohne das internationale Proletariat, ohne die antifaschistische Einheitsfront des Proletariats, ohne die Komintern, ohne die Kommunistischen Parteien. Nie hat die Komintern jemals eine solch falsche anti-marxistische These vertreten wie diese. Durch diese folgenschwere falsche These wird die Aufgabe der internationalen Arbeiterbewegung in die völlig falsche Richtung gelenkt, die zur Isolierung Schwächung und Liquidierung der Sowjetunion führte, womit die Weltrevolution ihrer größten Basis und ihres wichtigsten Hebels beraubt wurde. Die Aufgabe des endgültigen Sieges des Sozialismus in einem Land ist gemäß dieser falschen These des VII. Weltkongresses »gelöst«, und es bedarf nicht mehr der Hilfe des internationalen Proletariats, die jedoch umgekehrt nach Auffassung Lenins und Stalins »jene Kraft ist, ohne die die Aufgabe des endgültigen Sieges des Sozialismus in einem Lande nicht gelöst werden kann«.

Das nämlich hat Stalin in folgendem Zitat geäußert:

An die Adresse solche Kräfte gerichtet, die großprahlerisch und selbsttrügerisch behaupteten, man habe bereits die »volle Garantie gegen die Intervention und die Restaurierung des Kapitalismus« erreicht, gab Stalin am 12. 2. 1938 in einer Antwort an Genossen I. I. Filippowitsch einen bemerkenswerten Hinweis auf die bekannte Resolution der XIV. Konferenz der KPdSU(B):

»Der Leninismus lehrt, dass `der endgültige Sieg des Sozialismus im Sinne der vollen Garantie gegen die Restaurierung der bourgeoisen Beziehungen nur in internationalem Maßstab möglich ist`. Das bedeutet, dass die ernste Hilfe des internationalen Proletariats jene Kraft ist, ohne die die Aufgabe des endgültigen Sieges des Sozialismus in einem Lande nicht gelöst werden kann... Man muss die internationalen proletarischen Beziehungen der Arbeiterklasse der UdSSR mit der Arbeiterklasse der bourgoisen Länder festigen und verstärken. Man muss die politische Hilfe der Arbeiterklasse der bourgeoisen Länder für die Arbeiterklasse unseres Landes für den Fall eines Kriegsüberfalls auf unser Land organisieren, desgleichen wie man jegliche Hilfe der Arbeiterklasse der bourgeoisen Länder organisieren muss.« (Stalin Werke Bd. 14, dt. Ausgabe, Seite 173). Das war die einzig korrekte, revolutionäre Generallinie des Weltproletariats zum damaligen Zeitpunkt. Man vergleiche sie mit der Position des VII. Weltkongresses und wird feststellen, dass sie sich einander ausschließen! Hier verteidigt die Komintern/ML den leninistischen Standpunkt Stalins gegen den Standpunkt Dimitroffs auf dem VII. Weltkongress, der vom Stalin´schen Weg abgewichen ist:

»Was bedeutet die Unmöglichkeit des vollen, endgültigen Sieges des Sozialismus in einem Lande ohne den Sieg der Revolution in anderen Ländern? Das bedeutet die Unmöglichkeit einer vollständigen Garantie gegen die Intervention und folglich auch gegen die Restauration der bürgerlichen Ordnung, wenn die Revolution nicht wenigstens in einer Reihe von Ländern gesiegt hat. Die Verneinung dieses unbestreitbaren Leitsatzes bedeutet Abkehr vom Internationalismus, Abkehr vom Leninismus« (Stalin, »Fragen des Leninismus«, Bd. 8, Seite 59, dt. Ausgabe).

»Endgültiger Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion« bedeutet faktisch, dass der Klassenkampf für die Sicherung des Sieges des Sozialismus in der Sowjetunion nicht mehr notwendig sei. Dieser Leugnung des Klassenkampfes halten wir Stalins Worte von 1937 entgegen:

»Es ist notwendig, die faule Theorie zu zerschlagen und beiseite zu werfen, dass der Klassenkampf bei uns mit jedem Schritt unseres Vormarsches mehr und mehr erlöschen müsse, dass der Klassenkampf in dem Maße, wie wir Erfolge erzielen, immer zahmer würde. Das ist nicht nur eine faule Theorie, sondern auch eine gefährliche Theorie, denn sie schläfert unsere Leute ein, lockt sie in die Falle, während sie dem Klassenfeind die Möglichkeit gibt, für den Kampf gegen die Sowjetunion Kräfte zu sammeln« (Aus: »Über die Mängel der Parteiarbeit und die Maßnahmen zur Liquidierung der trotzkistischen und sonstigen Doppelzüngler«).

Allmähliches Absterben des Klassenkampfes im Sozialismus, Vereinigung des Revisionismus mit der Sozialdemokratie, das war das spätere konterrevolutionäre Bündnis im Dienste der Weltbourgeoisie. Die Linie des VII. Weltkongresses führte genau in diese Richtung. Stalin gab auf die Frage des »endgültigen Sieges« bereits ein Jahr vor dem Kongress folgende Antwort:

»Kann man jedoch sagen, dass wir bereits alle Überreste des Kapitalismus in der Wirtschaft überwunden haben? Nein, das kann man nicht sagen. Um so weniger kann man sagen, dass wir die Überreste des Kapitalismus im Bewusstsein der Menschen überwunden haben. Das kann man nicht nur deshalb nicht sagen, weil das Bewusstsein der Menschen in seiner Entwicklung hinter ihrer wirtschaftlichen Lage zurückbleibt, sondern auch deshalb, weil immer noch die kapitalistische Umwelt besteht, die bestrebt ist, die Überreste des Kapitalismus in der Wirtschaft und im Bewusstsein der Menschen in der Sowjetunion zu beleben und aufrechtzuerhalten, und gegen die wir Bolschewiki immer unser Pulver trocken halten müssen« (Stalin, »Fragen des Leninismus«, S.564/565, dt. Ausgabe).

Die »Bolschewiki« des VII. Weltkongresses dachten jedoch gar nicht daran, ihr Pulver trocken zu halten. Anstatt die weltrevolutionäre Windrichtung auf Stalins Kurs auf die internationale Praxis des Klassenkampfes auszurichten und einen Weltsturm zu entfachen, ließen sie von ihrem »Olymp« einen Schauer von Lobhudeleien auf Stalin und die Sowjetunion hinunterprasseln, wurde das bolschewistische Pulver gegen die rechte Abweichung im Weltmaßstab verwässert und somit unbrauchbar gemacht. Eine großartige Speisekarte entwerfen, aber das Weltproletariat und vor allem das sowjetische Proletariat abzukochen und mit einer wässrigen Suppe abzuspeisen, das war das Küchenrezept des VII. Welt“köchen“kongresses. Als ehemalige „Weltköche“ lebten sie später dann nicht schlecht von der Unterstützung der Sowjetunion, als sie die Komintern schlossen und zurück in ihrem Land die eigenen revisionistischen Küchen öffneten.

»Endgültiger Sieg«, dies ist im Grunde genommen die größte der »revolutionären hohlen Phrase«, gegen die Dimitroff auf dem VII. Weltkongress prinzipiell polemisiert, aber die er selber dort aufgestellt hat und die einstimmig verabschiedet wurde.

»Endgültiger Sieg« - das ist vielmehr eine durch und durch revisionistische und reaktionäre Linie. Sie jubelt den Kommunismus in den Himmel, aber übt gerade deswegen Verrat am Weltproletariat, an der Weltrevolution, Verrat an der Oktoberrevolution, Verrat an der Komintern, an der Sowjetunion Lenins und Stalins, Verrat am Marxismus-Leninismus und damit ist das nichts anderes als eine

RIESENHILFE für den Weltimperialismus, um mit seinem Antikommunismus in das Bollwerk des Kommunismus vorzudringen und es zu isolieren,

eine RIESENHILFE für den Weltimperialismus, sich eines Tages das zurückzuholen, was der Sozialismus ihm genommen hatte, und der Weltimperialismus hat sich alles zurückgeholt mit dem VII. Weltkongress als sein Trojanisches Pferd.

Gerade nach dem Sieg des Aufbaus des Sozialismus nimmt der Klassenkampf die schärfsten Formen an. Und nicht das Geringste taugen Kommunisten, die sich und andere täuschen, wenn sie sagen: Der Sozialismus in der Sowjetunion hat »endgültig« gesiegt, also ist die Sache zu Ende. Wie wir gesehen haben, hat sich die Bourgeoisie bislang nicht mit dem Gedanken abgefunden, dass der Sozialismus gesiegt hat, sie hat den Sozialismus vielmehr gestürzt, denn keine gestürzte Klasse wird sich mit dem Sturz abfinden, auch nicht die gestürzte Diktatur des Proletariats! Mit dem Sieg des Sozialismus in einem Lande, fängt der Kampf für den endgültigen Sieg erst an, der Kampf für den Sieg der Weltrevolution.

Das sind starke Beschuldigungen und wir müssen uns bei dieser Frage des »endgültigen Sieges« in Acht nehmen, diese rechte Abweichung nicht zu übertreiben. Damit würden wir nämlich Gefahr laufen, uns mit der »linken« Abweichung zu versöhnen. Diese »linke« Abweichung existierte auch noch zum Zeitpunkt des VII. Weltkongresses als den Trotzkisten der Moskauer Prozess gemacht wurde. Es ist bekannt, dass die Trotzkisten prinzipiell die Unmöglichkeit des Sieges des Sozialismus in einem Land propagierten, weil sie - im Gegensatz zu den rechten Abweichlern, den Kapitalismus nicht unterschätzten, sondern überschätzten. Wir halten es daher für sehr aufschlussreich, hier kurz der rechten Abweichung in der Kardinalfrage des Internationalismus auch die »linke« Abweichung in der Kardinalfrage des Internationalismus gegenüberzustellen, um darzustellen, dass beide Abweichungen- eben nur auf die eine und andere Weise - in der Frage des endgültigen Sieges des Sozialismus in einem Lande gegen den Internationalismus und gegen den Leninismus gerichtet waren.

In der Resolution der XIV. Parteikonferenz »Über die Aufgaben der Komintern und der KPR (B) im Zusammenhang mit dem erweiterten Plenum des EKKI« heißt es:

»Das Bestehen zweier diametral entgegengesetzter gesellschaftlicher Systeme ruft die ständige Gefahr der kapitalistischen Blockade, anderer Formen des ökonomischen Druckes, der bewaffneten Intervention und der Restauration hervor. Die einzige Garantie für den endgültigen Sieg des Sozialismus, das heißt die Garantie gegen die Restauration ist folglich die siegreiche sozialistische Revolution in einer Reihe von Ländern...« »Der Leninismus lehrt, dass der endgültige Sieg des Sozialismus im Sinne der vollständigen Garantie gegen eine Restauration der bürgerlichen Verhältnisse nur im internationalen Maßstab möglich ist...« »Daraus folgt keineswegs, dass die Errichtung der vollendeten sozialistischen Gesellschaft in einem so rückständigen Lande wie Russland ohne `staatliche Hilfe` (Trotzki) der in technischer und ökonomischer Hinsicht entwickelteren Länder unmöglich sei (siehe Resolution« (Resolution zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 63, dt. Ausgabe).

»Noch vor kurzem haben Kamenew und Sinowjew im Politbüro den Standpunkt vertreten, dass wir infolge unserer technischen und ökonomischen Rückständigkeit nicht imstande wären, mit den inneren Schwierigkeiten fertig zu werden, es sei, denn, dass uns die internationale Revolution rette. Wir aber sind, zusammen mit der Mehrheit des ZK, der Meinung, dass wir den Sozialismus bauen können, dass wir ihn bauen und den Aufbau zu Ende führen werden, ungeachtet unserer technischen Rückständigkeit, und ihr zum Trotz. Wir sind der Meinung, dass dieser Aufbau natürlich viel langsamer vor sich gehen wird, als es bei einem Sieg im Weltmaßstab der Fall wäre, aber dennoch schreiten wir vorwärts und werden vorwärtsschreiten. Ebenso sind wir der Ansicht, dass der Standpunkt Kamenews und Sinowjews den Unglauben an die inneren Kräfte unserer Arbeiterklasse und der ihr folgenden Bauernmassen zum Ausdruck bringt. Wir sind der Ansicht, dass dieser Standpunkt eine Abkehr von der Leninschen Position bedeutet«. (siehe `Antwort` )« (Moskauer Komitee zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 65, dt. Ausgabe).

Da Sinowjew seinen Unglauben an den Sieg des Sozialismus in einem Lande obendrein noch als »Internationalismus« bemäntelte, stellte Stalin die Frage:

»Wäre es nicht richtiger, dass nicht die Partei, sondern Sinowjew sich hier gegen den Internationalismus und die internationale Revolution versündigt? Denn was ist unser Land, das Land `des Sozialismus im Aufbau` , anderes als die Basis der Weltrevolution. Kann es aber die wirkliche Basis der Weltrevolution sein, wenn es nicht fähig ist, die sozialistische Gesellschaft zu errichten? Kann es das gewaltige Anziehungszentrum für die Arbeiter aller Länder, das es jetzt zweifellos ist, bleiben, wenn es unfähig ist, im eigenen Lande den Sieg über die kapitalistischen Elemente unserer Wirtschaft, den Sieg des sozialistischen Aufbaus zu erringen? Ich glaube, das kann es nicht. Folgt aber daraus nicht, dass der Unglaube an den Sieg des sozialistischen Aufbaus, die Propagierung dieses Unglaubens zur Diskreditierung unseres Landes führt aber zur Schwächung der revolutionären Weltbewegung« (Stalin, Bd. 8, Seite 66, dt. Ausgabe).

Die »linke« Abweichung wurde also jahrelang von der Komintern erfolgreich bekämpft, aber die rechte Abweichung in der kommunistischen Weltbewegung wurde vom VII. Weltkongresses nicht nur nicht konsequent bekämpft, sondern bildete ein Reservoir der rechten Abweichung in der kommunistischen Weltbewegung, das sich natürlich in Moskau verhüllt hatte. Das jedenfalls ist heute noch vielen Genossen unklar, und deswegen ist jede helle Aufregung gegen unsere Vorwürfe zwar im ersten Moment verständlich, aber damit ändert das überhaupt nichts am damaligen falschen Kurs des VII. Weltkongresses. Im Gegenteil, wir dürfen uns mit dieser Feststellung nicht begnügen, sondern müssen Schritt für Schritt weiter an dieser kritischen Front gegen den VII. Weltkongress voranschreiten. Wenn wir die Fehler der Bewegung nicht beseitigen, werden wir in Zukunft abermals scheitern. Hierzu gehört auch die kritische Betrachtung der übermäßigen Betonung des nationalen und der mangelhaften Betonung des internationalen Elements des proletarischen Internationalismus. Nationalismus kann man nur durch Internationalismus überwinden, deswegen ist das unser programmatischer, strategischer und taktischer Schwerpunkt in unserer gesamten Arbeit. Es wird aber meistens nur von der nationalen Frage gesprochen. Gegen die Behandlung der nationalen Frage ist eigentlich nichts einzuwenden, aber meistens fehlt der Bezug zur übergeordneten internationalen Frage. Diese wird häufig noch nicht einmal als eigenständige Frage gestellt, sondern lediglich als »Abfallprodukt« der nationalen Frage - das beobachten wir auch schon lange innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Wir versuchten daher die Aufmerksamkeit auf die internationale Frage zu lenken und fanden dafür erstaunlich wenig Widerhall und das ist symptomatisch für das gegenwärtige Unverständnis gegenüber der zentralsten aller Fragen - der Frage der Weltrevolution. Wenn die Marxisten-Leninisten der internationalen Frage mindestens genauso viel Zuwendung geschenkt hätten wie der nationalen Frage, dann würden wir mit der Organisierung des internationalen Marxismus-Leninismus nicht mehr Jahrzehnte zurück hinken. Und man muss sich ernsthaft nach den Ursachen und Wurzeln dieser Schwäche des weltrevolutionären Bewusstseins innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung fragen. Und die Wurzeln und Ursachen liegen unverkennbar im Revisionismus. Im Kampf gegen den Revisionismus kam die internationale Frage immer schlechter weg als die nationale Frage, wurde der Revisionismus zwar in der richtigen Richtung bekämpft, aber nicht immer konsequent genug mit der Frage unserer internationalen Ziele und deren Umsetzung verbunden. Vor allem wurde der VII. Weltkongress unkritisch verteidigt und nicht konsequent nach seinen Fehlern analysiert. Die falsche Weichenstellung wurde unserer Meinung nach aber gerade auf dem VII. Weltkongress vorgenommen, indem man hinter dem »endgültigen Sieg« einen Punkt setzte und damit der alten Strategie und Taktik der Weltrevolution, die die Komintern bislang korrekt entwickelte, das Wasser abgrub. Dieser rote Faden lässt sich bis auf den heutigen Tag verfolgen.

Der »endgültige Sieg« bedeutet im Grunde genommen eine Vergewaltigung der Weltrevolution zu einem nationalen Akt, und so begünstigte die rechte Abweichung zwangsläufig den lokalen Nationalismus (Sozialnationalismus), nachdem man den »endgültigen« Sieg des Sozialismus in einem Land proklamiert hatte. Als die faschistischen Besatzer in Osteuropa vertrieben wurden, strebten die ablebenden Klassen in den osteuropäischen Ländern unter dem Schutzschild der Sowjetunion danach, ihre verlorenen Privilegien wiederzuerlangen. Die rechte Abweichung zum lokalen Nationalismus unter der Fahne der Freundschaft mit der Sowjetunion kultivierte das Bestreben in den osteuropäischen Ländern, sich zu einem eigenen bürgerlichen Nationalstaat von der Sowjetunion abzusondern und dort die eigene Klassenherrschaft zu errichten, die Sowjetunion zu verraten und zu schwächen, mit den westlichen Imperialisten zusammenzuarbeiten und nach deren Diktat von Stalin, vom Marxismus-Leninismus abzuschwören: Tito vorneweg, aber ihm folgten früher oder später alle anderen auf die eine oder andere Weise.

Zum Wesen der Abweichung zum lokalen Nationalismus sagte Stalin in seinem Politischen Rechenschaftsbericht an den XVI. Parteitag am 27. Juni 1930:

»Das Wesen der Abweichung zum lokalen Nationalismus besteht in dem Bestreben, sich abzusondern und sich im eigenen nationalen Schneckenhaus abzukapseln, in dem Bestreben, die Klassengegensätze innerhalb der eigenen Nation zu vertuschen, in dem Bestreben, sich vor dem großrussischen Chauvinismus durch die Abkehr vom gemeinsamen Strom des sozialistischen Aufbaus zu schützen, in dem Bestreben, nicht zu sehen, was die werktätigen Massen der Nationen der UdSSR einander näher bringt und vereinigt, und nur das zu sehen, was geeignet ist, sie voneinander zu entfernen« (Stalin, Bd. 12, Seite 324, dt. Ausgabe).

Wir sind also heute der Meinung, dass diese Abkehr im Sinne des lokalen Nationalismus auch auf die osteuropäischen Staaten der Volksdemokratien von der Sowjetunion zutraf und bereits aus der falschen These des VII. Weltkongresses vom »endgültigen« Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion resultierte. Wobei das nur für die Zeit der Sowjetunion Lenins und Stalins zutrifft, denn mit der Lostrennung von der Herrschaft der Sowjetunion zu Beginn der Ära Chruschtschows und Breschnews nahm die Sache einen anderen Verlauf, vor allem, wenn wir uns an die Tschechoslowakei des Jahres 1968 erinnern und auch an den großrussischen Sozialchauvinismus der revisionistischen Kremlzaren gegenüber den Sowjetvölkern. Auch hier spielte die These vom endgültigen Sieg des Sozialismus eine wichtige Rolle für die spätere Entstehung des Sozialchauvinismus in der revisionistisch entarteten Sowjetunion und die Entwicklung des sowjetischen Sozialimperialismus.

Nehmen wir an , der VII. Weltkongresses würde heute stattfinden und wir würden uns dort alle treffen in Moskau. Wir würden Dimitroff aus dem Konferenzsaal holen und auf die Strasse schicken: Ja, Genosse Dimitroff, sieh genau hin, so sieht heute dein »endgültiger“ Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion aus! Die Freundschaft zur Sowjetunion als Kriterium des proletarischen Internationalismus predigen, aber den »endgültigen« Sieg des Sozialismus beschließen, das ist es, was die Sowjetunion in eine ausweglose Lage brachte, und die Restauration des Kapitalismus erleichterte. Die Komintern hatte bis zum VII. Weltkongress den Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion als ein unabdingbares Kettenglied betrachtet, um den Sieg der Werktätigen in der ganzen Welt über das Kapital zu erleichtern, weil es nach Lenin die Aufgabe der siegreichen Revolution ist, all das zu tun, was einem Land überhaupt möglich ist, um die Revolution in anderen Ländern zu entwickeln, zu unterstützen und zu wecken. Wer diesen Weg der Sowjetunion als Basis der Weltrevolution verlässt, begibt sich - ob er nun will oder nicht - auf den Weg, die Ideale der Oktoberrevolution zu verraten und die Sowjetunion in eine Basis eines der gefährlichsten internationalen Zentren der Konterrevolution zu verwandeln. Und so kam es denn ja auch, wie es kommen musste.

Die Errichtung der Diktatur des Proletariats in weiteren Ländern, und schließlich in allen Ländern, das ist es, was die Komintern bislang auf allen Weltkongressen auf ihre Fahne geschrieben hatte. Die Weltrevolution muss zur Hilfe eilen, sonst bedeutet das das Ende der Oktoberrevolution, das Ende des Sozialismus überhaupt - das ist das Vermächtnis, welches uns Lenin und Stalin hinterlassen haben - und das durch den »endgültigen Sieg« in einem sozialistischen Land unmöglich gemacht wird, solange es wie die Sowjetunion noch allein auf der Welt stand. Und daran müssen wir in Zukunft nicht nur immer denken, sondern daran muss man den internationalistischen Charakter der Generallinie der Komintern/ML messen, daran muss man nicht nur die fortzusetzende Freundschaft zur Sowjetunion Lenins und Stalins, daran muss man nicht nur die fortzusetzende Freundschaft zum sozialistischen Albanien des Genossen Enver Hoxha , daran muss man die ganze Ernsthaftigkeit unseres Bestrebens messen, durch die weltrevolutionäre Linie den Sozialismus »in einem Lande«, den Sozialismus in jedem Lande anzustreben, zu verwirklichen und schließlich als endgültigen Sieg zu garantieren. Jede Haltung, jede Erscheinung, die auch nur im geringsten den proletarischen Internationalismus verletzt, und das tut die These des VII. Weltkongresses, bahnt den Weg zum Aufblühen des Revisionismus, fügt sowohl der Sache des Sozialismus »in einem Lande« als auch dem Sozialismus »in allen Ländern« schweren Schaden zu. Nur unter der ungeteilten Führung der Kommunistischen Internationale kann die Sache des Weltproletariats, kann die Sache der Weltrevolution während der ganzen historischen Periode des Übergangs vom Weltimperialismus zum Weltkommunismus erhalten, gefestigt und vervollkommnet werden:

»Ich kann mir nicht vorstellen«, sagte Stalin, »dass die Interessen unserer Republik nicht ein Höchstmaß an revolutionärem Elan und politischer Aktivität der Arbeiter des Westens, sondern eine Herabsetzung dieser Aktivität, ein Dämpfer des revolutionären Elans fördern könnten« (Stalin, Bd. 8, Seite 97, »Rede in der deutschen Kommission des erweiterten Plenums der EKKI«, dt. Ausgabe).