1921 - 2011




Es lebe der 90. Jahrestag der


Portugiesischen Kommunistischen Partei


PCP !




Es lebe der 35. Jahrestag der


Portugiesischen Kommunistischen Partei


(Wiederaufgebaut)


PCP ( R ) !





Für die Gründung einer neuen


Stalinistisch-Hoxhaistischen Partei


in Portugal !



Aufruf vom 1. Mai 2011









1917 siegte in Russland die Große Sozialistische Oktoberrevolution. Mit diesem größten welthistorischen Ereignis begann die sozialistische Weltrevolution, die den Befreiungskampf der Völker in der ganzen Welt beflügelte. Sie eröffnete den Weg zum Sozialismus – und weiter zum Kommunismus.


Infolge dieses großartigen Sieges des Weltproletariats und der unterdrückten Massen wurde die Portugiesische Kommunistische Partei 1921 ins Leben gerufen.

Zu jener Zeit flammte auch der politische und ökonomische Kampf der Massen in Portugal auf. Ein bürgerlich-demokratischer Staatsstreich wurde 1910 gegen die Monarchie versucht. Trotz der Tatsache, dass er von fortschrittlichen Grundsätzen beflügelt war, erwies sich die neue republikanische Bourgeoisie als unfähig, die soziale Unzufriedenheit durch Portugals Beteiligung am Ersten Weltkrieg zu lindern, der zu einer tiefen ökonomischen Krise führte. Die Wahrheit ist die, dass die republikanische Bourgeoisie nicht die Bedürfnisse des Volkes befriedigen wollte, sondern ihre eigenen bürgerlichen Interessen für die Festigung des kapitalistischen Systems vertrat, ob nun „progressiv“ oder nicht. Als die Oktoberrevolution in Portugal bekannt wurde, verschärfte die „demokratisch“ republikanische Bourgeoisie die Unterdrückung der Arbeiterbewegung. Deshalb waren die ersten Jahre der Kommunistischen Partei in Portugal geprägt durch intensive Überwachungen und Repressionen seitens der „liberalen“ Bourgeoisie. Anfangs war die KP Portugals noch eine sehr kleine Partei, in der diverse Strömungen miteinander kämpften, u.a. anarchistische und trotzkistische Strömungen. Trotz ihres Anspruchs, von der Oktoberrevolution inspiriert worden zu sein, war die KP Portugals zunächst noch weit davon entfernt, eine authentische Partei von bolschewistischem Typ zu ein.


In den ersten Jahren ihres Bestehens hatte die KP Portugals eine ganze Reihe von Schwierigkeiten, nicht nur bei der Anwendung des wesentlichen Prinzips des demokratischen Zentralismus, sondern vor allem, den Marxismus-Leninismus zu herrschenden Ideologie in der Partei zu machen. Zu den inneren Hindernissen kamen noch die äußeren hinzu. Die portugiesischen Monopolisten, die Großgrundbesitzer und die mächtige katholische Kirche wurde nervös, als es zu zahlreichen Streiks und Aufbegehren des Volkes kam, die mit dem Beispiel der bolschewistischen Revolution in Russland großen Auftrieb erhielten. 1926, als die Bourgeoisie sah, dass sie ihre illusionistische „Demokratie“ als kapitalistische Herrschaftsform nicht mehr aufrechterhalten konnte, errichtete die portugiesische Bourgeoisie eine rechtsgerichtete offene Diktatur nach dem Vorbild des italienischen Faschismus. Man muss also vom Faschismus in Portugal sprechen, der bis 1974 herrschte. Wie bei allen anderen Arten von Faschismus auch, zeichnete sich der portugiesische Faschismus in seinem Wesen durch ausgeprägtesten Anti-Kommunismus aus. Und obwohl die KP Portugals relativ klein war, bildete sie das Hauptangriffsziel der Faschisten. Mitte der 30er Jahre, wurde die KP Portugals fast völlig liquidiert. Die Faschisten schickten ihre Agenten in die KP, um auf diese Weise eine große Zahl portugiesischer Kommunisten einzukerkern und zu ermorden (der Erste Generalsekretär der KP Portugals wurde von den Folterknechten der faschistischen Geheimpolizei ermordet und mit ihm viele andere Parteimitglieder).


In den nachfolgenden Jahrzehnten führte die KP Portugals ihren Kampf in der Illegalität weiter - auf Grund des anti-kommunistischen Terrors der herrschenden Faschisten. Nach den ersten Schlägen erholte sich die Partei und begann sich im Inneren zu reorganisieren mit dem Ziel, eine wahrhaft Leninistische Partei zu werden. Dabei erhielten die portugiesischen Kommunisten die brüderliche Unterstützung von der Sowjetunion des Genossen Stalin. Und dies war die Zeit, mit der die Gruppe um Alvaro Cunhal (einer der bekanntesten Kommunisten Portugals, der später zu einem der berüchtigsten Sozialfaschisten wurde) in der KP Portugals die Führung übernommen hatten. All dies fand zu einer Zeit statt als die PKP eine aktive Sektion der Kommunistischen Internationale Lenins und Stalins war. Die Kommunistische Internationale gewährte der KP Portugals nicht nur große Unterstützung im Kampf gegen den Faschismus im eigenen Land, sondern auch in den Ländern des portugiesischen Kolonialreichs – so auch in den afrikanischen Kolonien, die der grausamsten Barbarei des Kolonialismus ausgesetzt waren. Selbst als der Faschismus in Portugal am schlimmsten wütete, organisierte die KP Portugals starke illegale Aktionen und propagierte den Marxismus-Leninismus unter den portugiesischen werktätigen Massen. Als Portugal zum Beispiel die klerikal-faschistischen Kräfte Francos während des Spanischen Bürgerkrieges mit Lebensmitteln und Waffen versorgten, unterstützte die KP Portugals ihrerseits die anti-faschistischen Kräfte durch Propaganda, materielle Hilfe und auch durch Sabotage an den Waffentransporten der portugiesischen Faschisten an die Streitkräfte Francos. Die portugiesischen Kommunisten arbeiteten unter schwierigsten Bedingungen, wobei sie fortwährend ihr Leben aufs Spiel setzten. Jede Sekunde konnten sie in die Fänge der faschistischen Polizei geraten, was Folter und Tod bedeutete. Bis zu dem Augenblick als die Revisionisten in der Sowjetunion die Macht an sich rissen, war die KP Portugals eine sehr kämpferische und tapfere Partei. In der Illegalität gestählt, entwickelten ihre Mitglieder äußerste Wachsamkeit, größten Mut, Kampfentschlossenheit und ideologische Reife (ein Phänomen wie es noch ausgeprägter festzustellen war zum Beispiel in der spanischen, italienischen und deutschen kommunistischen Partei) .


Während des Zweiten Weltkriegs identifizierte sich das Regime in Portugal ideologisch mit den Achsenmächten und nur die extrem verschärfte ökonomische Krise, die über Portugal hereinbrach, und auch der schlechte Zustand der Armee des Landes verhinderte die Teilnahme am Krieg an der Seite der Achsenmächte. Jedoch hatten die portugiesischen Faschisten beschlossen, ihren ideologischen Gesinnungsfreunden auf andere Art zu helfen. Hinter ihrer scheinheiligen „Neutralität“ bemächtigten sie sich riesiger Mengen aus den Getreidelagern und anderer Nahrungsdepots, um damit die Achsenmächte zu versorgen. Das Land litt dadurch unter schrecklichem Hunger, besonders die Landbevölkerung. Die KP Portugals führte eine Kampagne gegen diese verdeckten Hilfslieferungen, mit denen die portugiesischen Faschisten die Achsenmächte versorgten. Sie leistete Aufklärungsarbeit darüber, wo das ganze Getreide abgeblieben war. Außerdem entlarvte die KP Portugals die faschistischen Lügen über die Sowjetunion und über den Genossen Stalin. Sie vereinigte das portugiesische Volk zur Solidarität mit dem heroischen Kampf der Roten Armee gegen die faschistischen Nazihorden. “Avante” Nr. 56, vom Juni 1944 (die Zeitung “Avante” [„Vorwärts“] war die das wichtigste informative Organ der KPP ) illustrierte diese Kampagne sehr gut.


Die Niederlage der Achsenmächte war ein schwerer Schlag für das faschistische Regime in Portugal. Es verlor seine wichtigsten externen Referenzen und war konfrontiert mit der überwältigenden Popularität der siegreichen Sowjetunion und dem Entstehen der Volksdemokratien. Dadurch konnte die KP Portugals ihre Kräfte vervielfachen und überall im Land Streiks und Demonstrationen organisieren, um den Sturz des Nazi-Faschismus zu feiern.


Gleich nach Ende des Zweiten Weltkrieges begannen einige Elemente der portugiesischen Bourgeoisie, die Abschaffung der offen faschistischen Diktatur zu verteidigen und diese nach britischem Modell durch eine bürgerliche “Demokratie“ zu ersetzen. Die KP Portugals erachtete es für korrekt, mit diesen bürgerlichen Elementen für den Sturz des faschistischen Regimes zusammenzuarbeiten, wobei sie nicht die ideologische und organisatorische Unabhängigkeit der Partei gegenüber der Bourgeoisie aus den Augen verlor in Hinblick auf ihre zukünftige Rolle bei der Weiterführung der demokratisch-antifaschistischen Revolution zur sozialistischen Revolution.


Aber das faschistische Regime, das nunmehr Rückendeckung vom Anglo-Amerikanischen Imperialismus erhalten hatte, setzten eine neue Welle von Repressionen gegen die portugiesischen Kommunisten in Gang. 1949 wurden die wichtigsten Führer der KP Portugals von der faschistischen Partei festgenommen und inhaftiert, darunter auch Cunhal selbst. Diese Führer verbrachten die ganzen 50er Jahre hinter faschistischen Kerkermauern, während sich in der Kommunistischen Weltbewegung tiefgreifende Veränderungen mit schwersten Niederlagen vollzogen hatten. Nachdem Genosse Stalin 1953 starb hatten die Chruschtschow-Revisionisten die Macht übernommen und mit der Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion begonnen. Die portugiesischen kommunistischen Führer waren von diesen Ereignissen abgeschirmt und erfuhren hierüber erst nach vielen Monaten (wenn nicht nach Jahren). Aber der revisionistische Geist, der die gesamte Partei vergiftete, war schon vorhanden. So hieß es im Juli 1956 in der Zeitung „Avante“ („Vorwärts“):


Der 20. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, der im Februar kürzlich stattfand, stellt eine neue Stufe der schöpferischen Entwicklung des Marxismus-Leninismus dar, der für die Kommunisten, für die internationale Arbeiterbewegung und für alle Völker der Welt von großer Bedeutung ist“ („Avante“, Nr. 217, Juli 1956, Übersetzung aus dem Englischen).


Sie wagten sogar folgende Verlautbarung abzugeben:


Der 20. Parteitag der KPdSU ist lebendiger Beweis für den stürmischen Vormarsch des Sowjetvolkes zum Kommunismus“ („Avante“, Nr. 217, Juli 1956, Übersetzung aus dem Englischen).


Und ferner:


Die Verurteilung des Stalin-Personenkults stärkte den leninistischen Führungsstil und das Vertrauen der Sowjetführer in die internationale Arbeiterbewegung. Dadurch wurde die kollektive Führung in der KPdSU wieder hergestellt (…) Eine Partei, ehrlich gegenüber den Massen und mit großem Vertrauen in die Massen ausgestattet, kann nur eine echte marxistisch-leninistische Partei sein, die von erfahrenen und verdienstvollen Führern geleitet wird” (“Avante”, Nr. 217, Juli 1956, Übersetzung aus dem Englischen).


Also für die portugiesischen Revisionisten war die Chruschtschow-Bande, die in der Sowjetunion an der Macht war, “verdienstvoll”.


Und sie gingen noch weiter mit ihrer revisionistischen, verräterischen Linie:


Die entscheidenden Siege des sozialistischen Aufbaus und seine Verteidigung gegen die internationale Reaktion, die fälschlicherweise Stalin zugeschrieben wurden, ist der Tatkraft der Partei und des Sowjetvolkes zu verdanken. Stalin war kein bescheidener Kommunist, sondern förderte seinen Personenkult. Stalin verstieß damit gegen die Lehren von Marx, Engels und Lenin (...)”

Die falsche Theorie, die Stalin bezüglich der Verschärfung des Klassenkampfes in der Periode nach der proletarischen Revolution aufgestellt hatte, führte zur Anwendung von Terror gegen die reaktionären Klassen, welche schon viel zu schwach waren, um noch eine nennenswerte Gefahr für die Revolution darstellen zu können. Sie führte zu ungerechtfertigten und schweren Bestrafungen von vielen unschuldigen Menschen, (…) und zur Vernichtung guter kommunistischer Kämpfer und verdienstvollen Sowjetbürgern. Stalin brach die Regeln des demokratischen Zentralismus und der sozialistischen Gesetzlichkeit (...)” (“Avante”, Nr. 217, Juli 1956, Übersetzung aus dem Englischen).


Damit leugneten die portugiesischen Revisionisten eindeutig die Fortsetzung des Klassenkampfes nach dem Sieg der proletarischen Revolution, indem sie fälschlicherweise in der Sowjetunion davon ausgingen, dass “die reaktionären Klassen viel zu schwach als in der Lage zu sein, für die Revolution eine nennenswerte Gefahr darzustellen.” Dies ist der eindeutige Beweis dafür, dass die portugiesischen Revisionisten für den Chruschtschow-Revisionismus Partei ergriffen hatten. Es ist eine historische Tatsache, dass der Klassenkampf nach der proletarischen Revolution und während der Diktatur des Proletariats nie aufgehört hatte. Im Gegenteil, er hat an Intensität immer weiter zugenommen, weil die reaktionären Klassen immer verzweifelter wurden und die schwersten Verbrechen gegen die neue proletarische Macht verübten.


Die Diktatur des Proletariats ist nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Klassenkampfes; im Gegenteil, er wird auf neue Weise fortgesetzt. Die Diktatur des Proletariats ist der siegreiche Klassenkampf des Proletariats, die die politische Macht der Bourgeoisie niedergeworfen hat. Die Bourgeoisie ist zwar geschlagen, aber nicht vernichtet, ist nicht verschwunden, und sie setzt daher ihren Widerstand fort und verstärkt diesen Widerstand sogar noch.” (Lenin, zitiert von Stalin, in: Fragen des Leninismus”, Übersetzung aus dem Französischen).


Selbstverständlich ist die Diktatur des Proletariats nicht irgendein abstrakter ideologischer Sieg über die Bourgeoisie. Nein. Die Diktatur des Proletariats kann nur den Aufbau des Sozialismus und die “überlegene Organisation der produktiven Arbeit” (Lenin) garantieren durch die tatsächliche Beseitigung der imperialistisch-kapitalistischen Ordnung. Jeder Marxist-Leninist weiß, dass es bis zu dem Tag, wo die kommunistische Gesellschaft als gesichert gilt und wo also die Gefahr der kapitalistischen Restauration völlig überwunden ist, immer unbedingt notwendig bleibt, die Diktatur des Proletariats zu stärken, um die Bourgeoisie restlos zu vernichten und sämtliche Grundlagen für ihr kapitalistisch-sozioökonomisches System zu zerschlagen.


Es ist sonnenklar, dass dieser Prozess nicht vorangetrieben werden kann ohne den Gebrauch von revolutionärer Gewalt durch das Proletariat gegen die reaktionären Kräfte.


Wissenschaftlich formuliert ist die Diktatur (des Proletariats) eine Macht, die nicht an Gesetze gebunden ist (…) und die direkt auf Gewalt basiert” (Lenin, zitiert bei Stalin in: “Fragen des Leninismus”, 1931, übersetzt aus dem Französischen).

Das Gegenteil zu behaupten bedeutet Verteidigung des Kapitulantentums und des Anti-Kommunismus, bedeutet Verteidigung der Chruschtschow'schen These, nach der der Sozialismus “unumkehrbar” sei. Diese These verteidigt nur die Interessen des Kapitalismus, weil sie die Diktatur des Proletariats schwächt und es der Bourgeoisie erlaubt, in die Reihen der Kommunisten einzudringen.


Wie der Genosse Enver Hoxha richtig feststellte:


Auf politischem Gebiet besudelten und verwarfen Chruschtschow und seine Gruppe die marxistisch-leninistische Theorie und Praxis über den Klassenkampf und die Diktatur des Proletariats, indem sie diese als “Stalinistische Verzerrung” verunglimpften und indem sie die gesamte historische Periode unter Stalins Führung als “dunkle, anti-demokratische Periode, als Periode der Verletzung der sozialistischen Gesetzlichkeit, als Periode von Terror und Mord, von Gefängnissen und Konzentrationslagern” verurteilten. Damit wurde der Weg zur Liquidierung der Diktatur des Proletariats geebnet und zu ihrer Ersetzung durch die bürokratische und konterrevolutionäre Diktatur der neuen “sozialistischen” Aristokratie, die heranwuchs und sich entwickelte unter dem Tarnschild der “Demokratisierung” und der “Wiederherstellung von Freiheit und sozialistischer Gerechtigkeit”, die angeblich “beseitigt und nun wieder hergestellt worden” sei” (Enver Hoxha, “Die Demagogie kann das verräterische Antlitz der Sowjetrevisionisten nicht verbergen”, 1969, englische Ausgabe).


Als ob dies noch nicht reicht, bezeichneten die portugiesischen Revisionisten alle jene Verbrecher, die sich gegen die sowjetrussische proletarische Revolution gestellt hatten und die die Befreiung der Menschheit mit dem blutigen, ausbeuterischen kapitalistischen System austauschen wollten, als “unschuldige Menschen”, als “gute kommunistische Kämpfer”, die “zu unrecht verfolgt” worden seien !!!


Und weiter: “Der Kampf gegen die Tyrannei der Person Stalins war deswegen so schwierig, weil Stalins Ansehen viel zu groß war, als dass man ihn hätte einfach so entmachten können. Das hätte von den Sowjetmenschen und der internationalen Arbeiterbewegung missverstanden werden können” (“Avante”, Nr. 217, Juli 1956, Übersetzung aus dem Portugiesischen).

Die portugiesischen Revisionisten hielten die Sowjetmenschen und die internationale Arbeiterbewegung also für so dumm, dass diese außerstande seien, die “großen Übel” zu erkennen, die Stalin begangen haben soll und dass sie es “wagten”, sein Ansehen nicht in Zweifel zu ziehen. Ohne es zu wollen, sprachen die portugiesischen Revisionisten die Wahrheit aus. Stalin hatte tatsächlich großes Ansehen beim Weltproletariat. Aber es war mehr als das. Stalin war nicht nur beim Weltproletariat angesehen, sondern wurde von ihm geliebt. Und deswegen mussten die Revisionisten alle Lügenregister ziehen, um die unterdrückten Menschen zu täuschen und das große Ansehen auszuradieren, das Stalin bei jenen Menschen genoss.


Stalin war ein großartiger Mensch – er ist der vierte Klassiker des Marxismus-Leninismus, er ist einer der größten Führer des Proletariats. Wie es Genosse Enver Hoxha ausdrückte:


Es ist ein Verbrechen, das großartige Werk der Komintern und die marxistisch-leninistische Autorität Stalins anzugreifen, die eine Hauptrolle bei der Entwicklung und organisatorischen, politischen und ideologischen Konsolidierung der kommunistischen und Arbeiterbewegung in der Welt gespielt hatten. Die Partei der Bolschewiki war ihrerseits eine mächtige Hilfe für die anderen Parteien, und die Sowjetunion mit Stalin an der Spitze war eine großartige Kraft zur Unterstützung der Revolution auf internationaler Ebene” (Enver Hoxha, “Die Chruschtschowianer”, Tirana, 1980, englische Ausgabe).



In logischer Konsequenz nahm die KP Portugals mit der Verteidigung des Sowjetrevisionismus auch eine kapitulantenhafte und opportunistische Haltung gegenüber der Einheitsfront ein und gegenüber ihren politischen Kräften. Im August 1956 heißt es in einem Artikel “Für die vereinigte Wählerfront”:


Wir, die Kommunisten, (…) beanspruchen nicht, die führende Kraft der vereinigten anti-faschistischen Bewegung zu sein (…) weil die Leitung dieser Bewegung in die Hände aller anti-faschistischen Kräfte gehört, wobei die Kommunisten nur eine ihrer Kräfte darstellen” (“Avante”, Nr. 218, August 1956, Übersetzung aus dem Portugiesischen).



Eine derartige Konzeption von Strategie und Taktik in der Frage der Einheitsfront mit nicht-kommunistischen Parteien steht im Gegensatz zu der von Genossen Enver Hoxha:

Die marxistisch-leninistische Partei ist nicht gegen Zusammenarbeit oder Einheitsfront mit anderen politischen Parteien und Kräfte und kann es prinzipiell auch nicht sein. Aber die marxistisch-leninistische Partei betrachtet diese nicht als Koalition von Anführern oder als Selbstzweck, sondern als Mittel, um die Massen zum Kampf zu mobilisieren und zu vereinigen. Das Wichtigste an diesen Einheitsfronten ist, dass die proletarische Partei auch nicht für einen Augenblick die Klasseninteressen und das Endziel des Proletariats aus den Augen verliert, dass sie sich nicht in diesen Fronten aufreibt, sondern ihre ideologische Linie und ihre politische, organisatorische und militärische Unabhängigkeit bewahrt, dass sie für die Absicherung der führenden Rolle in diesen Fronten kämpft und ihre revolutionäre Politik hineinträgt” (Enver Hoxha, Imperialismus und Revolution”, Tirana 1979, englische Ausgabe).



Aber kehren wir wieder zurück zur Geschichte der KP Portugals. Im Januar 1960 gelang es den Führern der KP Portugals, aus dem Gefängnis zu fliehen, um danach in Moskau Unterschlupf zu finden. Dort nahmen sie auch im November 1960 an der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien teil. Dies war die historische Beratung, auf der Genosse Enver Hoxha offen und unerschrocken den Sowjetrevisionismus entlarvte. Aber die Führer der KP Portugals zogen es vor, sich bei den neuen Sowjetführern einzuquartieren, dem Revisionismus voll zu frönen und sich gegen die korrekte leninistische Haltung der albanischen Genossen zu stellen. Von dieser bemerkenswerten Beratung wussten sie Folgendes zu berichten:


Die Beratung bestätigte nicht nur die Stärke und den internationalen Zusammenhalt (?!!) des Sozialistischen Lagers, sondern auch die Stärke und internationale Einheit der kommunistischen Weltbewegung” (“Avante”, Nr. 219 vom Januar 1961, Übersetzung aus dem Portugiesischen).



Kurz danach wurde bekannt, dass die portugiesischen, revisionistischen Führer die Schlussfolgerungen der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien einstimmig gutgeheißen und gebilligt hatten.


Indem sie den Meinungsstreit mit der Partei der Arbeit Albaniens mit keinem Wort erwähnten, taten sie also so, als wäre alles “friedlich” verlaufen, und als ob alle mit dem verräterischen Kurs Chruschtschows einverstanden gewesen seien. Sie unternahmen noch nicht einmal den Versuch, die albanischen Marxisten-Leninisten zu kritisieren, dass sie sich der revisionistisch-sozialimperialistischen Linie widersetzt hatten und an der sich die KP Portugals verkauft hatte. Es ist eine Tatsache, dass die KP Portugals nach der Machtübernahme der Sowjetrevisionisten die Existenz eines sozialistischen Albaniens vollkommen ignoriert hatte. Für die portugiesischen Revisionisten hat der anti-revisionistische Kampf der Partei der Arbeit nie existiert.

Und heute ? Wer ist in ihre revisionistischen Spuren gestapft ? Die neo-revisionistische ICMLPO ! Es ist eine Tatsache, dass die ICMLPO die Verdienste des Genossen Enver Hoxha nach der Machtübernahme der Revisionisten in Albanien vollkommen ignoriert hat. Die ICMLPO “verteidigt” angeblich die Verdienste des Genossen Stalin, aber dies ist völlig unmöglich, ohne die Verdienste des Genossen Enver Hoxha zu verteidigen, des besten Stalinisten, den es je gegeben hat, des 5. Klassikers des Marxismus-Leninismus. Auch für die ICMLPO existiert der anti-revisionistische Kampf der Partei der Arbeit Albaniens nicht mehr.


Nachdem Revisionismus und Verrat des 20. Parteitags der KPdSU historisch längst bewiesen und verurteilt worden ist, versuchen sich die portugiesischen Revisionisten heute immer noch damit herauszureden, dass ihre Führer zu jenem Zeitpunkt im Gefängnis saßen, kaum Kontakt zur Außenwelt hatten und somit außerstande gewesen seien, die Ergebnisse des 20. Parteitags richtig einzuschätzen. Aber wie wir noch sehen werden, ist dieses Argument nicht wasserdicht, denn alle Handlungen, die die Cunhal-Clique unternommen hatte, nachdem sie aus dem Gefängnis ausgebrochen war, stimmen mit den revisionistischen “Theorien” des 20. Parteitags der KPdSU überein und waren gegen den Marxismus-Leninismus gerichtet zu Gunsten des sowjetischen Sozialimperialismus.


Die Cunhal-Clique behauptete zwar, gegen den rechten Opportunismus innerhalb der Partei gekämpft zu haben, aber Fakt ist, dass die Führung der KP Portugals vom Chruschtschow-Revisionismus verseucht war. Einige Jahre später gab Cunhal seinen Verrat am Kommunismus zu, indem er sich von Chruschtschow distanzierte, weil “dieser das sozialistische Lager geschwächt habe”.


Die Wahrheit aber ist, dass die Führer der KP Portugals außerstande waren, den Chruschtschow'schen Verrat anzuprangern, dass sie außerstande waren, die Ehre der Partei zu verteidigen. Stattdessen verwandelten sie die KP Portugals in nichts Anderes als in ein Instrument des sowjetischen Sozialfaschismus, der die Völker der Welt ausbeutete und unterdrückte. Das portugiesische Volk wurde in seinem Kampf gegen den Faschismus hintergangen. Ein Volk kann sich nicht von der Herrschaft des Faschismus befreien, wenn es sich dabei durch den Sozialfaschismus blenden lässt. Die Revisionistenführer bedeckten die Kommunistische Bewegung Portugals mit Schande.


In den 60er und Anfang der 70er Jahre hatten sich die portugiesischen Revisionisten vollkommen dem Sozialimperialismus verschrieben. 1964 gaben die portugiesischen Revisionisten mit Cunhal an der Spitze ein “Kommunique über die Lage der internationalen kommunistischen Bewegung” heraus, in dem sie verkündeten, “alles nur Mögliche zu tun, um die Einheit der internationalen kommunistischen Bewegung zu verteidigen” - gegen “die spalterische Tätigkeit” der KP Chinas. Damit bewiesen sie nur ihre jümmerliche Unterwürfigkeit unter den Revisionismus.


Die P“K”P- Führer weigerten sich nicht nur, den Marxismus-Leninismus gegen den Chruschtschow-Revisionismus zu verteidigen, sondern versuchten auch noch ihren Verrat hinter Lügen über ihren “Kampf für die Einheit” zu verbergen. Die portugiesischen Revisionisten klopften sich auf die Brust: “Wir sind stets für die Einheit innerhalb der kommunistischen Bewegung.” Aber Einheit mit wem ? Was die P“K”P anbelangt, so war sie natürlich nicht für die Einheit der wahrhaft marxistisch-leninistischen Kräfte. Im Gegenteil, sie war für die Einheit mit dem sowjetischen Sozialimperialismus. Die portugiesischen Revisionisten waren eingefleischte Anti-Kommunisten, denn sie wünschten sich die Liquidierung der internationalen kommunistischen Bewegung herbei und unterwarfen sich dabei der Herrschaft der sowjet-revisionistischen Führer.


Im gleichen Jahr schrieb Álvaro Cunhal eine Antwort auf ein Schreiben der KPdSU – “eine zeitgerechte Initiative” -, in der er offen Partei ergriff für die verräterische Linie der KPdSU, nämlich die Verurteilung der KP Chinas und der PAA. Wir weisen darauf hin, dass das Jahr 1964 für die portugiesischen Revisionisten eine entscheidende Rolle gespielt hatte. Ihre ganze opportunistische Politik der 60er und 70er Jahre wurde ganz wesentlich von den internationalen Beratungen der Sowjetrevisionisten geprägt, die in jenem Jahr stattgefunden hatten.

Im darauf folgenden Jahr feierten die Sowjetrevisionisten den 30. Jahrestag des 7. Weltkongresses der Komintern. Die Beschlüsse des 7. Weltkongresses ( die später durch den 20. Parteitag der KPdSU bekräftigt wurden), stellten eine Rechtsabweichung von den stalinistischen Beschlüssen des 6. Weltkongresses dar, weswegen sie von den Sowjetrevisionisten gefeiert wurden. Mit dieser Feier wurde der “friedliche Weg zum Sozialismus” bekräftigt, den die Chruschtschow-Revisionisten propagierten. Die portugiesischen Revisionistenführer hatten zwar an dieser “Beratung” nicht teilgenommen, aber Tatsache ist, dass der 7. Weltkongress der Komintern einen großen Einfluss auf den falschen Kurs hatte, den die P“K”P dann im anti-faschistischen Kampf verfolgte.

1966 ließ der Sozialfaschist Cunhal erneut einen Artikel vom Stapel, der in der “Prawda” veröffentlicht wurde und in dem er von der Geschichte der Sowjetunion sprach – aber von den großen Verdiensten Stalins war nicht die Rede. Als wenn dies nicht schon genug Revisionismus war,sagte er: “Wir betrachten die Sowjetunion weiterhin als Bollwerk des Sozialismus”, und:Es darauf anzulegen, die Welt des Sozialismus zu spalten, sich nicht nur von der UdSSR loszureißen, sondern gegen die Sowjetunion aufzubringen – das ist ein schweres Verbrechen gegen die Werktätigen, gegen den Sozialismus (…) das bedeutet, dem Imperialismus in die Hand zu arbeiten”. Cunhals ultra-revisionistische Haltung stand völlig im Gegensatz zur marxistisch-leninistischen Haltung des Genossen Enver Hoxha:

Ein wahrer Marxist-Leninist hat die Pflicht des proletarischen Internationalismus, den Verrat der Sowjetrevisionisten zu brandmarken, hat die Pflicht gegen den Sozialimperialismus und Sozialfaschismus der Sowjetunion zu kämpfen, hat die Pflicht, sich dem revisionistischen Einfluss der UdSSR entgegenzustellen.”


Noch im gleichen Jahr analysierte das ZK der KP Portugals die ernsten Probleme der Parteiarbeit” und zog daraus den Schluss: Die Schwäche und Schwierigkeiten im Parteileben – die auf dem 6. Parteitag analysiert worden waren – sind nicht gelöst; im Gegenteil, sie haben zugenommen”. Einen Grund, den sie dafür nannten, war Verletzung der Parteidisziplin durch die Mitglieder”. Die Schlussfolgerungen dieses angeblichen “Plenums” waren nichts weiter als ein großer Betrug. Dahinter verbargen die portugiesischen Revisionistenführer ihre Furcht, ihren Einfluss in der ganzen Partei zu verlieren. Und so verheimlichten sie den Parteimitgliedern auch die Spaltung, die in der gesamten kommunistischen Weltbewegung in vollem Gange war. Die Parteimitglieder sollten ferngehalten werden von Diskussionen, in denen sie sich über die Machenschaften des sowjet-revisionistischen Sozialimperialismus Klarheit verschafft hätten.

Im September 1966 führte die P“K”P ihren 6. Parteitag durch, wo sie ihr neues revisionistisches Programm annahm.

In jenem Programm wurden die “nicht-monopolistischen Klassen” festgeschrieben, um sie dem Faschismus gegenüberzustellen. Aber was sind “nicht-monopolistische Klassen ? Dieser Begriff ist von den Revisionisten mit dem Ziel verwendet worden, das Proletariat mit der Bourgeoisie schrittweise zu versöhnen. Und natürlich machten die portugiesischen Revisionisten dabei keine Ausnahme. Die “anti-monopolistische” Losung ist für diejenigen nützlich, die die sozialistische Revolution vermeiden wollen, also auch für die Revisionistenführer der P“K”P. Unter den illegalen Bedingungen der faschistischen Unterdrückung versuchten die portugiesischen Revisionisten ein “revolutionäres” und “kommunistisches” Aussehen zu bewahren, jedenfalls in Worten. So heißt es im Programm beispielsweise: “Das portugiesische Volk kann die faschistische Diktatur nur zerschlagen durch einen nationalen bewaffneten Aufstand.” Und: “Das Hauptziel der sozialistischen Revolution ist die Beseitigung der Ausbeutung von Menschen durch Menschen” … “sozialistische Gesellschaft bedeutet vergesellschaftetes Eigentum an den grundlegenden Produktionsmitteln, Planwirtschaft” … “Liquidierung der Ausbeuterklassen” … “ Beseitigung der antagonistischen Klassengesellschaft durch die sozialistische Revolution”; “Diktatur des Proletariats” … usw., usw.

  Ferner versuchten die “PK”P-Führer, den sozial-imperialistischen Charakter der Partei im Parteiprogramm unter Zuhilfenahme von Worten und Ausdrücken zu verbergen, und dem Leser oder der Leserin den Eindruck einer authentischen kommunistischen Partei zu vermitteln. So gesehen ist der portugiesische Revisionismus viel gefährlicher als der Revisionismus vom Typ des Euro”-kommunismus”, weil er viel trügerischer und heuchlerischer und damit viel schwieriger zu entlarven ist.


Nichtsdestoweniger handelt es sich um leere Worte, denn die portugiesischen Revisionisten hatten die Chruschtschow'sche “Theorie” vom “friedlichen Übergang zum Sozialismus” voll übernommen: “Die PKP wird alles Mögliche tun für einen friedvollen Weg zum Sozialismus, und nur wenn die Umstände es nicht anders erlauben, dann behält die PKP den nicht-friedlichen Weg im Auge.” “Alles Mögliche für den friedlichen Weg zum Sozialismus zu tun” - dies ist eine Tatsache, die nichts anderes als bürgerlichen Opportunismus bedeutet.

Es ist nun einmal so, dass die sozialistische Revolution unmöglich siegen kann, ohne die bewaffnete revolutionäre Gewalt der Arbeiterklasse – eben das entspricht dem vitalen und unverzichtbaren Prinzip des Marxismus-Leninismus. Niemand kann dieses fundamentale Gesetz leugnen, ohne dem Revisionismus und Anti-Kommunismus zu huldigen.

Es ist klar, dass die portugiesischen Revisionisten im Endeffekt das Land an den sowjetischen Sozialimperialismus verschachern wollten. Dieses Programm der P“K”P wurde geschrieben in der Zeit des 23. Parteitags der KPdSU: die P“K”P verurteilt die NATO und ihren Einfluss in Portugal, um angeblich “die nationalen Interessen des portugiesischen Volkes zu schützen”, aber in Wirklichkeit sind sie Lakaien der sowjetischen Revisionisten, die für ihre sozial-imperialistische Weltmacht streben. Die P“K”P wurde zur Agentur der Interessen der sowjetischen Imperialisten, die ihren “Friedensschutz für Portugal” nur dazu benutzten, um es in eine strategische Sowjetbasis an der Atlantikküsten zu verwandeln, die ihnen u.a. dazu dienen sollte, das Mittelmeer zu kontrollieren und zu beherrschen ( am Tor von Gibraltar). Die P“K”P propagierte zwar die “Friedenspolitik” der sowjetischen Sozialimperialisten, wobei man aber auch nicht vergessen darf, dass die portugiesischen Revisionisten auch gleichzeitig die Lakaien der portugiesischen Bourgeoisie waren und sind, die zur Aufrechterhaltung ihrer eigenen Interessen abzuwägen versuchte, unter welchem Schutzschirm der beiden Supermächten sie sich stellen sollte.

Wie wir schon hervorgehoben haben, ist die falsche und opportunistische Haltung zum anti-faschistischen Kampf in Portugal eine der hauptsächlichen Wesensmerkmale des portugiesischen Revisionismus. 1967 lassen die portugiesischen Revisionisten in einem Kommuniqué der Plenartagung des ZK der P“K”P verlautbaren, dass “die faschistische Politik unfähig ist, die Entwicklungsgesetze des Kapitalismus anzuwenden”. Diese Ansicht ist vollkommen irrsinnig, denn der Zweck des Faschismus besteht ja gerade darin, dass die Monopole mit allen Mitteln ihre Superprofite machen. Der Faschismus ist eine Form der kapitalistischen Herrschaft der Bourgeoisie und solange ihre Herrschaft existiert, nutzt sie auch die Entwicklungsgesetze des Kapitalismus aus. Sogar heute noch behaupten die portugiesischen Revisionisten von sich, “die konsequentesten Kämpfer gegen den Faschismus” gewesen zu sein. Aber stimmt denn das ? Was bedeutet anti-faschistischer Kampf im Sinne des Marxismus-Leninismus ?


 Genosse Stalin erklärte:

Die Kommunisten betrachten die Umwälzung des gesellschaftlichen Systems durch ein anderes nicht als einen spontanen, friedlichen Prozess, sondern als einen komplizierten und lang andauernden Prozess der Gewalt.” - Man kann keinen imperialistischen Krieg führen, wenn man nicht die Heimatfront gefestigt hat, wenn man nicht die Arbeiter unterdrückt hält. Und dazu wird der Faschismus gebraucht.


Die portugiesischen Revisionisten schienen aber diese Frage nie richtig verstanden zu haben. Sie betrachteten den demokratischen Kampf als Endlösung gegen den Faschismus. Aber Lenin lehrt uns, dass die Klassengesellschaft durch den demokratischen Kampf, für sich allein genommen, nicht abgeschafft werden kann. Wahre Marxisten- Leninisten kämpfen gegen die gesamte Bourgeoisie als Klasse und nicht nur gegen ihre reaktionärsten Elemente. Sie kämpfen für die Beseitigung des ganzen kapitalistischen Systems und nicht ausschließlich für die Beseitigung faschistischer Auswüchse der Macht der Bourgeoisie. Die portugiesischen Revisionisten waren keine echten anti-faschistischen Kämpfer, denn diese haben die endgültige und unumkehrbare Beseitigung der Gefahr des Faschismus zum Ziel, die nur durch die Errichtung der Diktatur des Proletariats und durch den Aufbau des Sozialismus und schließlich des Kommunismus gebannt werden kann. Die portugiesischen Revisionisten haben nie für die Errichtung der Diktatur des Proletariats und den Aufbau des Sozialismus gekämpft und deswegen haben sie auch nie ernsthaft gegen den Faschismus gekämpft. Werfen wir noch einmal den Blick auf das ehemalige Programm der P“K”P bezüglich der “demokratischen Revolution”:


Das Programm der PKP für die nationale und demokratische Revolution besteht aus acht Punkten oder Zielen:


1. Zerschlagung des faschistischen Staates und Errichtung eines demokratischen Regimes;
2. Absetzung der Macht der Monopole und Förderung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung;
3. Durchführung einer Landreform; diejenigen, die auf dem Land arbeiten, bekommen es auch;
4. Allgemeine Steigerung des Lebensstandards der Arbeiterklasse und des Volkes;
5. Demokratisierung von Bildung und Kultur;
6. Befreiung Portugals vom Imperialismus;
7. Anerkennung und Zusicherung des Rechts auf sofortige Unabhängigkeit für die Menschen der portugiesischen Kolonien;
8. Durchführung einer Friedenspolitik und Freundschaft mit allen Völkern.”


Dieses von den portugiesischen Revisionisten verabschiedete Programm spiegelt ihre Ideologie wider, die nichts Anderes ist als eine sozialdemokratische und kapitulantenhafte Ideologie, deren Ziel es war, den Sozialfaschismus zu fördern und die Arbeiterklasse an die zu erhaltende bürgerliche Ordnung zu fesseln unter dem Deckmantel eines “demokratischen Regimes”. Mit diesem Programm versteckte die P“K”P den ausbeuterischen und unterdrückenden Charakter des Kapitalismus hinter einer “sozialistischen” und “humanen” Maske. Die portugiesischen Revisionisten kämpften niemals für die sozialistische Revolution und die sozialistische Gesellschaft. Ihr eigentliches Ziel war die Errichtung eines “gemäßigten Kapitalismus” ( “ein Staat des politischen Gleichgewichts der Klassen” ) und die Schaffung eines “demokratischen Sozialismus” ( Klassenversöhnung von Arbeiterklasse und Bourgeoisie ). Wir weisen ferner darauf hin, dass die portugiesischen Revisionisten den Staatskapitalismus als Zwischenstadium zum Sozialismus betrachteten ( und bis heute weiterhin betrachten). Diese “Theorie” wurde stets von den Klassikern des Marxismus-Leninismus als opportunistisch und anti-sozialistisch verworfen. Und wo ist der Aufruf zur Zerschlagung des kapitalistischen Systems durch die bewaffnete, revolutionäre Gewalt durch die unterdrückten Massen – zur Diktatur des Proletariats ? Und wo ist die Perspektive der Verwandlung der bürgerlich-demokratischen Revolution in die sozialistische, proletarische Revolution ? Und wo ist der Aufruf für den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus ? Dieses miserable Programm erwähnt noch nicht einmal die Unvermeidlichkeit der des Kampfes gegen den Nährboden des Faschismus – den Kapitalismus. Die Anerkennung dieser Grundlagen ist deswegen so wichtig, weil wir im konsequenten Kampf gegen den Faschismus vor allem das sozio-ökonomische System beseitigen müssen, welches den Nährboden für den Faschismus bereitet – das kapitalistische System. Und um konsequent gegen das kapitalistische System zu kämpfen, müssen wir nicht nur gegen die faschistische Form der Diktatur der Bourgeoisie kämpfen, sondern auch gegen ihre schein-”demokratische” Form. Das Prinzip des Marxismus lautet: Faschismus besteht – oder wird wieder hergestellt – solange der Kapitalismus besteht. Diese Unvermeidbarkeit kann nur durch die Diktatur des Proletariats beseitigt werden. Demnach kämpfen wir Marxisten-Leninisten nicht nur gegen diesen und jenen konkreten Faschismus – wie gegen den Faschismus von Salazar in Portugal -, sondern für die Beseitigung der Unvermeidbarkeit des Faschismus – für die Abschaffung der Unvermeidbarkeit des Kapitalismus.

Faschismus kann nicht auf “friedlichem Wege” beseitigt werden. Der Anti-Faschismus – so lehrt Genosse Stalin – ist eine Sache der militärischen Zerschlagung des Faschismus durch die Masse der Klassen, die vom faschistischen Regime unterdrückt werden.


Was die Situation in den portugiesischen Kolonien anbelangt, so war die P“K”P unfähig, den portugiesischen Kolonialkrieg in einen revolutionären Krieg gegen den Kolonialismus zu verwandeln – durch die Zusammenführung von revolutionären Soldaten in Portugal und den Soldaten des Befreiungskampfes in den Kolonien. Sie verkam zu einer “Protest-Partei”, welche die Solidarität mit den Kolonien zwar in Worten propagierte, aber tatsächlich in Passivität verharrte ( kapitulantenhaftes Verhalten in Taten). Die portugiesischen Revisionisten ließen verlautbaren: “Die PKP kämpft für die Rechte dieser Völker und für ihre Selbstbestimmung und Unabhängigkeit wird respektiert und garantiert.” Diese Verlautbarung ist erstaunlich, weil es so klingt, als ob die P“K”P ausgerechnet diejenigen freundlich auffordert, diese Rechte zu “garantieren”, die sie den Völkern der afrikanischen Kolonien Portugals genommen hatten. Es ist doch klar, dass letztendlich nur der Sieg der sozialistischen Weltrevolution diesen Völkern ihre Rechte garantieren kann.

Aber diese Haltung der portugiesischen Revisionisten gegenüber dem anti-kolonialen Kampf der portugiesisch sprechenden afrikanischen Völker ist nicht überraschend. Sie stimmte vollkommen mit der Linie der sowjetischen Sozialimperialisten überein.

Fakt ist, dass die revisionistischen Führer der P“K”P im Exil lebten und viel Zeit damit verbrachten, bei den sowjetischen und osteuropäischen sozial-faschistischen Führern umher zu reisen. Fakt ist, dass sie von 1961 bis 1973 bei den “Volksdemokratien” ein und aus gingen – vom titoistischen Jugoslawien ( siehe: “Avante” Nr. 459) bis zur sozial-imperialistischen Sowjetunion – ganz zu schweigen von den zahlreichen Reisen nach Castros Kuba (siehe: “Avante” Nr. 342). Das einzige Land Osteuropas, auf das die portugiesischen revisionistischen Führer niemals ihren Fuß gesetzt hatten – war das sozialistische Albanien.

Die sozial-imperialistischen Staats – und Regierungsführer haben die P“K”P-Führer nicht aus purer Gastfreundschaft empfangen. Sie brauchten diesen Empfangsrummel, um den Eindruck zu erwecken, sie würden den anti-faschistischen Kampf des portugiesischen Volkes unterstützen. Sie missbrauchten die Tradition der Sowjetunion, die einst von Lenin und Stalin geschaffen wurde, um die werktätigen Massen nicht nur in Portugal zu täuschen, sondern auch in den afrikanischen Kolonien Portugals. Es waren die portugiesischen Revisionisten, die den sowjetischen Sozialimperialisten dabei behilflich waren, die portugiesischen Kolonien in die Einflusssphären der Sowjetunion zu bringen. Und Dank der portugiesischen Revisionisten, lief alles nach Wunsch der Sowjets. Schon als der Kolonialkrieg zwischen dem faschistisch-kolonialistischen Regime Portugals und den portugiesisch sprechenden afrikanischen Völkern in den frühen 60er Jahren ausgebrochen war, standen nahezu alle großen anti-kolonialistischen Bewegungen ( in Angola, Mosambik, Guinea, etc.) unter dem Einfluss der Sowjets. Die portugiesischen Revisionisten halfen den sowjetischen Imperialismus, den Volksbefreiungskampf gegen den portugiesischen Kolonialismus zu manipulieren, um auf diesem Wege die pro-sowjetischen Kräfte in den portugiesischsprachigen Ländern an die Macht zu hieven – und so geschah es denn ja auch.

Hieran sieht man sehr gut, wie gefährlich der Sozialimperialismus ist. Die portugiesischsprachigen Völker wurden von der Sowjetunion in die Irre geleitet durch eine “leninistische”, durch eine “kommunistische” Maske.


1967 gab Cunhal der “Mundo Obrero” ein Interview, in welchem er angeblich das “brüderliche Verhältnis zwischen der spanischen und portugiesischen Arbeiterklasse gegen den Salazar – und Franco-Faschismus” verteidigt. Cunhal hat anscheinend die Tatsache übersehen, dass es zwischen Salazar und Franco, trotz ideologischer Gemeinsamkeiten, fundamentale Widersprüche gibt, da es sich um zwei verschiedene und miteinander konkurrierende nationale Bourgeoisien handelt. Jede dieser beiden Bourgeoisien ( die portugiesische und die spanische ) befinden sich in erbittertem Konkurrenzkampf bei der Akkumulation von Reichtum und Profit. Das schließt natürlich nicht aus, dass sie auch gemeinsame Interessen haben. Das betrifft besonders die gemeinsame Bekämpfung der proletarischen, sozialistischen Revolution. Hier herrscht absolute Einigkeit über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Wenn es nach Cunhal ginge, würde es auch eine bessere “Zusammenarbeit” zwischen der revisionistischen Partei Portugals und Spaniens geben. Die Kollaboration von revisionistischen Parteien haben sich stets als schädlich für die Interessen des Proletariats und der unterdrückten Klassen erwiesen, und im Weltmaßstab ist diese Kollaboration schädlich für das Vorankommen der sozialistischen Weltrevolution.


Im September 1968, gleich nach dem Sturz von Salazar, brachte die P“K”P einen demagogischen Aufruf über die Bildung einer Militärregierung heraus. Die portugiesischen Revisionisten vertraten darin den Standpunkt: “Sollte so eine Regierung zustande kommen, dann wird dies nicht zur Lösung der ernsthaften nationalen Probleme beitragen, sondern blutige Konflikte, den Bürgerkrieg herauf beschwören”. So eine Aussage zum Bürgerkrieg ist sehr aufschlussreich, denn alle Revisionisten, nicht nur die der opportunistischen Führer der P“K”P, fürchten sich vor dem Bürgerkrieg. Was die portugiesischen Revisionisten in Wahrheit mit ihrem Statement erreichen wollten, war das Abwürgen des Klassenkampfes durch Verteidigung des konstitutionellen Weges - nach dem opportunistischen Motto: “Im Moment würde der Klassenkampf nur der Konterrevolution nützen.” Dahinter steckt ihr Bemühen, das Bestehen des bürgerlich-kapitalistischen Systems zu verlängern. Und mit diesem Ziel vermeiden sie die unverzichtbare Notwendigkeit des proletarischen Bürgerkrieges gegen die Bourgeoisie und leugnen dieses Grundprinzip der marxistisch-leninistischen Ideologie.


Die opportunistische P”K”P behauptet: “Der Kampf gegen Faschismus und für Freiheit ist ein national-patriotischer Kampf zur Verteidigung der Interessen des Volkes.”

Der Kampf gegen den Faschismus und für Freiheit ist für uns Marxisten-Leninisten in erster Linie ein internationalistischer Kampf, den das Proletariat zur Eroberung seiner Klassenherrschaft führt - für die Errichtung der Diktatur des Proletariats, um den Kapitalismus unwiderruflich zu zerstören und den Sozialismus und Kommunismus aufzubauen.


Außerdem sagt die P“K”P:

Die PKP ruft das portugiesische Volk dazu auf, sich für einen demokratischen Wandel stark zu machen – egal, welcher politischen oder religiösen Überzeugung man angehöre – ob Sozialist, Katholik, Liberaler, Republikaner.”

Was Sozialfaschisten unter “demokratischen Wandel” verstehen, muss uns nicht verwundern. Einen Wandel zur proletarischen Demokratie meinen sie auf keinen Fall damit. “Demokratischer Wandel” - in der Sprache der portugiesischen Revisionisten – heißt nichts weiter, als dem Kapitalismus einen “zivilisierten und demokratischen “ Anstrich zu geben.

Im Jahre 1968 unterstützte der Sozialfaschist Cunhal ganz offen den sowjet-imperialistischen Einmarsch in Prag mit den Worten, dies sei “notwendig zur Verteidigung des Sozialismus”.


Vom 5. bis 17. Juni 1969 fand in Moskau eine “Internationale Beratung der Kommunistischen und Arbeiterparteien” statt, auf der Cunhal eine Rede hielt. Das Image der sowjetischen Revisionisten war nach ihrer imperialistischen Aggression gegen die Tschechoslowakei stark ramponiert. Immer mehr “kommunistische” Parteien wandten sich von dieser Politik ab, entzogen sich der Vorherrschaft Moskaus und nahmen ein immer “westlicheres” Aussehen an. Genosse Enver Hoxha betrachtete dieses revisionistische Weltlager als einen “Korb voller Krebse”. Die korrekte Strategie, der die Marxisten-Leninisten folgen, ist die Verbindung des Kampfes gegen Bourgeoisie und Reaktion mit dem Kampf gegen die Revisionisten, diesen Handlangern des Sozialfaschismus.


Mit der Zeit nahm Cunhal - immer offener und unwiderruflich - politisch rechte Positionen ein. Er gab sich viel Mühe, seine Unterstützung durch die Sowjetrevisionisten nicht zu verlieren, denn davon hing die Beibehaltung der revisionistischen Parteiführung ab. Die revisionistischen Führer beschworen “Einheit um jeden Preis” in ihrem Lager, nicht nur auf internationaler, sondern auch auf nationaler, auf portugiesischer Ebene. Die Revisionisten machten große Worte um die Einheit, aber die PAA wurde auf internationaler Ebene ausgeschlossen und in Portugal bekämpften sie die Marxisten-Leninisten. Was die Revisionisten unter “Einheit” verstanden, waren ihre Einheitsbemühungen mit der Sozialdemokratie, war das Verschmelzen mit ihr, um zu einer bürgerlichen Partei zu werden, die Europa von der sozialistischen Revolution fern hält und mit der wachsenden Kollaborationspolitik der beiden Supermächte übereinstimmt. Anstatt gegen diesen ganzen Verrat anzukämpfen, rechtfertigte Cunhal die revisionistischen Verbrechen, denn er träumte weiter von einer “Einheit des proletarischen Internationalismus” unter der Diktatur des sowjetischen Imperialismus.


1970 sprach Cunhal von einem “Zwei-Fronten-Kampf” innerhalb der anti-faschistischen Bewegung – gegen die Rechten und gegen die “Ultra-Linken” ( siehe Erklärung der PKP “Avante” : “Salazarismus ohne Salazar”, nach dem Aufstieg des Caetano). Dass nunmehr von den “Ultra-Linken” die Rede war, wies eindeutig darauf hin, dass auch hier in Portugal die anti-revisionistische Bewegung im Entstehen war und schnell Fortschritte machte.


Im Mai 1970 startete die P“K”P mit ihrer ZK-Resolution “Neue Stufe des Kampfes” Angriffe gegen die Revolutionäre Portugals. Schon im allerersten (!) Satz der Resolution über die zunehmenden Aktionen und Streiks der portugiesischen Arbeiterbewegung fällt das Wort “pseudo-revolutionäre Phrasendrescher”. Ganz offensichtlich war dies ein Dienst der Revisionisten an der Bourgeoisie. Die P“K”P versuchte, ihren Fuß in die Kämpfe der Arbeiter in den Fabriken und Gewerkschaften zu bekommen (1.Mai-Demonstrationen =

6 000 in Barreiro, Moscavide, Vila Franca, Lissabon etc. - Streiks der Eisenbahner, Generalstreik der Werftarbeiter in Lisnave, etc.). Die P“K”P verurteilte den revolutionären Kurs der Arbeiter, die sich in Opposition zu den reaktionären Gewerkschaftsführern organisiert hatten und sich in illegalen Gewerkschaften zusammenschlossen. Auch dies hielt die P“K“P für “pseudo-revolutionäres Geschwätz”.


Im Mai 1972 erklärte die Exekutiv-Kommission des ZK der P“K”P in “Avante”, Nr. 144 [ “Über die wichtigsten Aufgaben in der gegenwärtigen politischen Lage”]:

Die Unterordnung unter den Imperialismus, das feindselige Verhalten gegenüber dem sozialistischen Lager und der Bruch mit den Ländern der Dritten Welt machen die portugiesische Wirtschaft zum Spielball in den Händen der internationalen Monopole und ihrer portugiesischen Partner und Helfershelfer”.

Nicht genug damit, dass die portugiesischen Revisionisten die sozial-faschistischen Länder als “sozialistisch” bezeichnet haben, präsentieren sie auch noch eine miserable und ultra-revisionistische Alternative zur “Europäischen Gemeinschaft” der Monopole: “die Stärkung des patriotischen Bewusstseins der Nation.”


Ein anderes veröffentlichtes Dokument der P“K”P hieß: “Neue Welle des Volkskampfes im Jahre 1971”. Darin wurde der portugiesische Kolonialkrieg durch bürgerlichen Pazifismus toleriert, anstatt die revolutionäre Bewaffnung der Soldaten zu propagieren und die Zersetzung der faschistischen Armee als Klassenkampfaufgabe zu betrachten. Statt zu revolutionären Aktionen innerhalb der Armee aufzurufen, beließen es die Revisionisten bei Passiv-Propaganda (“Desertieren und Kriegsdienstverweigerung sind Massenbewegungen des Protests und Widerstands”.)

Die opportunistischen portugiesischen Revisionistenführer verkündeten scheinheilig, die angeblich „ultra-linken Tendenzen in der demokratischen Bewegung“ überwinden zu wollen und dafür zu sorgen, dass das „ultra-linke Geschwätz“ über den Boykott der Wahlen aufhört. Sie betrachteten die Organisation der „bewaffneten revolutionären Aktion“ (ARA), die zur Zerschlagung der Regierung aufrief, für „ultra-linke Illusion“. Und sie gingen noch weiter mit ihrem Revisionismus, als sie sagten, dass „an einigen Fronten des anti-faschistischen Kampfes einige abenteuerliche Ideen (!!) Platz greifen, die zur Niederlage und zur Diskreditierung ( !!) der anti-faschistischen Bewegung beitragen“ und dass „der Revolutionär in der Armee bleiben muss, um von innen revolutionär in Aktion zu treten, es sei denn, er ist direkt gefährdet.“ Der letzte Satzabschnitt ist schon eine Perle des portugiesischen Opportunismus ! Der Satz ist ein Widerspruch in sich, denn der wahre Revolutionär zeichnet sich doch gerade dadurch aus, dass er bedingungslos bereit ist, selbst sein eigenes Leben für die sozialistische Weltrevolution hinzugeben – egal ob er nun persönlich direkt gefährdet ist oder nicht. Diese von den portugiesischen Revisionistenführern formulierte Einschränkung spiegelt die ganze politische Inkonsequenz und die „revolutionäre“ Phraseologie der P„K“P wider. Was sie im ersten Teil des Satzes korrekt formuliert, relativiert sie im zweiten Teil des Satzes und hebt damit ihre eigene Aussage wieder auf . Die P„K“P entwickelt also auf dem Papier eine korrekte Strategie und Taktik, aber auf dem gleichen Papier schränkt sie diese wieder ein: Sie zieht sich von ihren eigenen revolutionären Worten feige zurück und ersetzt diese auf kapitulantenhafte und liquidatorische Weise. In Wahrheit ist die P„K“P unfähig, den revolutionären Kampf in Portugal zu führen. Und um diese Tatsache zu verschleiern, brüstet sie sich mit den Worten:Der anti-faschistische Kampf der politischen Organisationen ist schwach – mit Ausnahme der PKP“. Analysiert man die Generallinie der P„K“P, dann erkennen wir bei den portugiesischen Revisionisten einen Widerspruch zwischen ihren Langzeit-Zielen und Nahzielen, zwischen den Minimal- und Maximalforderungen. Dies ist überhaupt typisch für revisionistische Parteien. Im Gegensatz zu den Auffassungen der Revisionisten werden die Fern- und Nahziele der kommunistischen Partei harmonisch miteinander verknüpft. Die Langzeit-Ziele, die revolutionären Prinzipien des Kampfes für den Kommunismus, dürfen niemals vorübergehenden Teilerfolgen geopfert werden.


Im gleichen Jahr (1971) brachte die P„K“P einen weiteren Artikel heraus, der auf Schlussfolgerungen der Politischen Kommission des ZK beruhte, und zwar über die „Fragen der Europäischen Sicherheit“. In diesem Artikel unterstützten die portugiesischen Revisionisten enthusiastisch die angeblichen „Friedens“-Verhandlungen von Helsinki und Wien und folgten artig dem Taktstock der beiden Supermächte – anstatt gegen diese „Show“ anzukämpfen, wie es die PAA getan hatte. Das Ziel war klar: Die Supermacht des Westens versuchte, den Einfluss der Sozialimperialisten innerhalb der P„K“P zurückzudrängen. Und tatsächlich gelang es ihr, einige Gruppierungen innerhalb der P„K“P dazu zu bewegen, sich in Helsinki nicht mehr vorbehaltlos der Linie der sowjetischen Sozialimperialisten unterzuordnen. Diese Erscheinung hing eng mit der Entwicklung des aufkommenden Euro-“Kommunismus“ zusammen, dem wachsenden Einfluss des amerikanischen Browderismus. Das führte zur Verringerung des Einflusses des Sowjetrevisionismus auf die westlichen revisionistischen Parteien. Und dies wurde auch tatsächlich deutlich innerhalb der P„K“P, wo sich zwei Fraktionen herausbildeten; wobei die eine den Sowjetrevisionisten die Treue hielt und die andere versuchte, die Bevormundung der Sowjetrevisionisten abzuschütteln.


1973 wurde der 600. Jahrestag der Allianz zwischen Portugal und England gefeiert. Natürlich hatte die P„K“P den englischen Imperialismus angegriffen und ihn insofern korrekt entlarvt, als dieser das faschistische Salazar-Regime unterstützte. Aber die P„K“P sprach dabei nur von der Ausbeutung des portugiesischen Volkes durch den europäischen Imperialismus. Sie verschwieg geflissentlich, dass Portugal selber die Reichtümer aus eigenen Kolonien zusammen gestohlen und damit in der Weltgeschichte ein Weltimperium geschaffen hatte - noch bevor das englische Empire existierte. Und so war der portugiesische Revisionismus von Anfang an gekennzeichnet durch einen ausgeprägten Sozial-Chauvinismus (reinster Chauvinismus unter dem Deckmantel „revolutionärer“ Phraseologie). Dabei wurden die Prinzipien des proletarischen Internationalismus durch die üblen „Theorien“ des bürgerlichen Nationalismus ersetzt, wurden die Verbrechen des eigenen portugiesischen Kolonialismus unter den Teppich gekehrt und dafür die Aufmerksamkeit um so mehr auf die Verbrechen der anderen Kolonialisten und Imperialisten gelenkt. Sie dienten in Wirklichkeit den Interessen der portugiesischen Kolonialisten, die ihre eigenen Kolonien behalten und sie gegenüber den Ambitionen der stärkeren imperialistischen Mächte, wie beispielsweise der britische Imperialismus, verteidigen wollten. Das war „Anti-Imperialismus“ in Worten und Sozialchauvinismus in Taten.

Eine wahrhaft marxistisch-leninistische Partei hätte die Widersprüche unter den Kolonialisten auf revolutionäre Weise ausgenutzt, um den Befreiungskampf in den Kolonien zu unterstützen und voranzutreiben – in Verbindung mit dem Befreiungskampf der Arbeiterklasse in Portugal UND in Verbindung mit dem Befreiungskampf der englischen Arbeiterklasse. Sie hätte die Notwendigkeit des Bündnisses der portugiesischen und englischen kommunistischen Partei propagiert, um sich im Klassenkampf gegen Kolonialismus und Neo-Kolonialismus zusammenzuschließen. Der anti-kolonialistische Kampf ist nicht auf nationale Ebene begrenzt, nicht beschränkt auf die Verbindung zwischen dem Befreiungskampf in den portugiesischen Kolonien und in Portugal – der anti-kolonialistische Kampf ist internationaler Klassenkampf. Nur so kann man die Prinzipien des proletarischen Internationalismus korrekt anwenden, nur so wird der Klassenkampf als unverzichtbarer TEIL der sozialistischen Weltrevolution geführt.

Aber wir müssen den Tatsachen ins Gesicht sehen – die P„K“P war nie eine wahrhaft marxistisch-leninistische Partei. Sie entwickelte sich stetig und kontinuierlich zu einer ultra-revisionistischen und sozial-faschistischen Partei, die an der sozialistischen Weltrevolution gar kein Interesse hatte. Im Gegenteil, sie diente genau dem Zweck, diese zu verhindern

und eben deswegen müssen wir auch ganz klar und deutlich die Demarkationslinie ziehen zwischen der alten revolutionären PKP

zur Zeit der Komintern Lenins und Stalins und der revisionistischen P„K“P, die unter dem Einfluss des sowjetischen Revisionismus und Sozialimperialismus stand.


1979 unterstützte Cunhal vorbehaltlos den sowjetischen faschistischen Krieg gegen das afghanische Volk. Zu jener Zeit war die revisionistische Führung in Portugal überall bekannt für ihren bedingungslosen Pro-Sowjetismus und ihrem Übereifer bezüglich der Rechtfertigung der schlimmsten und schrecklichsten Verbrechen der sowjetischen Sozialimperialisten. Selbst die bürgerlichen Quellen schätzen die Cunhal-Clique noch heute ein als „eine der pro-sowjetischsten kommunistischen Führungen Westeuropas in der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts.

Die portugiesischen Revisionisten waren auch glühende Verehrer der sozial-faschistischen DDR, die sie als ein Beispiel priesen, dem man folgen müsse. In einem Interview von 1965, das Cunhal der Zeitung “Neues Deutschland” (DDR) gab, sagte er: “Wie die DDR ihre politischen Fragen löst, ist morgen wichtig für uns. Wir hoffen, dass dieses 'Morgen' nicht in allzu weiter Ferne liegt.”

Und als der Faschist Walter Ulbricht im Jahre 1973 starb, schrieben die portugiesischen Revisionisten einen Lobesartikel unter der Überschrift: Ein großer Revolutionär ist tot”. In diesem Artikel hieß es, dass der Tod des Genossen Ulbricht nicht nur ein Verlust für die deutsche Arbeiterklasse bedeutet, sondern für das Proletariat der ganzen Welt (…) , dass die DDR eine der wichtigsten Bastionen des Friedens und des Sozialismus ist, hängt eng mit der revolutionären Selbstaufopferung des Genossen Walter zusammen (…) Sein Leben war ein schönes Beispiel für die Treue zum Marxismus-Leninismus und dem proletarischen Internationalismus. (?!) Walter Ulbricht war ein loyaler Schüler Lenins.” (?!!) (Avante”, Nr. 457, September 1973, übersetzt aus dem Portugiesischen). Allein dieser Artikel reicht aus, um die Prinzipienlosigkeit zu beweisen, von der sich die portugiesischen Revisionisten leiten ließen. Hinter diesen Lügen über die angebliche “Loyalität” zum Marxismus-Leninismus steckt selbstverständlich blanker Sozialfaschismus – die wahre Ideologie der P“K”P.


Inzwischen war das faschistische Regime in Portugal in den Zustand der Verwesung übergegangen. Extern war die Epoche des klassischen Kolonialismus beendet, während die Supermächte ihre neo-kolonialistische Weltherrschaft errichteten. Somit endete auch die Unterstützung, die der anglo-amerikanische Imperialismus den portugiesischen Kolonialisten bislang gewährt hatte. Intern gab es einen wachsenden Teil der Bourgeoisie, der mehr nach “Demokratie” verlangte, obwohl es auch noch die reaktionär-traditionalistischen Kräfte gab, die die Fortsetzung des faschistischen Regimes befürworteten. Hinzu kam, dass die Bevölkerung mit dem Koloniaklkrieg immer unzufriedener wurde und der Portugal immer tiefer belastete.



Schließlich brach am 25. April 1974 die Nelken-Revolution aus und das faschistische Regime Portugals wurde niedergeschlagen. Diese Revolution hatte einen bürgerlich-demokratische Charakter. Es waren die Elemente der “liberalen” Bourgeoisie, die mit der Einführung einer bürgerlichen “Demokratie” über die “konservativen” bürgerlichen Elemente siegten, welche den Faschismus aufrecht erhalten wollten. Es handelte sich also im Grunde genommen um das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen zwei Teilen der bürgerlichen Klasse. Heute bestehen einige portugiesische Revisionisten immer noch darauf, die Nelken-Revolution zu romantisieren und malen sie als eine Art ”Aufstand der Arbeiter” aus. Die Wahrheit aber ist, dass die Nelken-Revolution viel mehr mit den Interessen der Bourgeoisie zu tun hatte als mit den sozialistischen Interessen der Arbeiter. Tatsächlich gebraucht die Bourgeoisie den Faschismus, wenn ihre Privilegien in ernsthafter Gefahr sind und die proletarische Revolution an die Tür klopft. Aber das Problem mit dem Faschismus liegt darin, dass er das wahre, ungeschminkte und brutale Gesicht des Kapitalismus nicht verbergen kann, jedenfalls nicht so wie das mit der bürgerlichen “Demokratie” möglich ist. Während des Faschismus tritt der Klassencharakter des kapitalistischen Staates und seines Unterdrückungsapparates klar und ohne Schönfärberei vor die Augen des Proletariats. Einerseits versucht der Faschismus die Arbeiterbewegung auszuhöhlen und die Interessen der monopolistischen Großbourgeoisie und der Großgrundbesitzer durch Anwendung von offenem Terror und Waffengewalt durchzusetzen. Aber gleichzeitig entlarvt sich das kapitalistisch System als das, was es wirklich ist. Der Faschismus kann also nicht verhindern, dass die unterdrückten Massen ein revolutionäres Bewusstsein entwickeln und die proletarische, sozialistische Revolution anstreben. Deswegen tut sich die Bourgeoisie schwer, zum offenen Faschismus zu greifen, und deswegen zieht sie es nach Möglichkeit vor, ihre Klasseninteressen hinter dem Deckmantel der “Demokratie” zu verbergen. Und so war es auch in Portugal.

Faschismus und bürgerliche “Demokratie” unterscheiden sich in der Form, aber beides sind Formen der Diktatur der Bourgeoisie. Das trifft auch auf den Kolonialismus und den Neo-Kolonialismus zu. Es ist so, dass sich der Faschismus zur bürgerlichen “Demokratie” genauso verhält, wie der klassische Kolonialismus zum Neo-Kolonialismus.


Eine andere wichtige Frage der Nelken-Revolution betrifft die Rolle der Armee. Innerhalb des kapitalistischen Systems ist die Armee im Allgemeinen mehr den rückschrittlichen und reaktionären Kräften der Gesellschaft zuzuordnen. Und in der Tat gibt es zahlreiche historische Beispiele, die dies bestätigen. Allerdings kann die Armee auch eine gewisse fortschrittliche Rolle unter bestimmten sozio-ökonomischen und politischen Voraussetzungen spielen. Dies traf auch auf die portugiesische Armee zu, die in der Nelken-Revolution eine entscheidende Rolle bei der Neutralisierung der pro-faschistischen Kräfte und bei der Besetzung von Schlüsselpositionen der Regierung spielte. Natürlich hörte die portugiesische Armee nicht auf, eine kapitalistische Armee der Bourgeoisie zu sein. Bis Anfang der 70er Jahre war die Armee eine der Hauptstützen des portugiesischen Faschismus. Die Offiziere wurden aber immer unzufriedener angesichts der sich verschlechternden Bedingungen. In Folge des Kolonialkriegs, den das faschistische Regime in Afrika führte, schwanden die Privilegien dahin ( das faschistische Regime glich den Status der Berufsoffiziere dem aller anderen Offizieren an, um deren Kriegsbereitschaft zu erhöhen). Die portugiesische Armee verbündete sich mit der “liberalen” Bourgeoisie, die die “Demokratie” besonders deswegen einforderten, um die Fortsetzung des Krieges zu stoppen, der nicht gewonnen werden konnte und der Ursache für den Verlust von Privilegien war. Insofern sah sich die portugiesische Armee nicht veranlasst, revolutionär gesinnt zu sein ( geschweige denn marxistisch-leninistisches Bewusstsein zu entwickeln).

Historisch betrachtet wurde die Beteiligung der Armee an der Revolution inspiriert vom peruanischen, bürgerlich-fortschrittlichen Experiment, das sich Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre ereignet hatte. Da ging es genau darum, dass die Armee eine fortschrittliche Rolle im “revolutionären Prozess” spielen sollte. Dabei müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass diese “fortschrittliche Rolle” nie über die Grenzen des kapitalistischen Systems hinausging und dass dieser “revolutionäre Prozess” im Rahmen der bürgerlich-demokratischen Revolution verlief. Daran ist nichts Besonderes, denn die portugiesische und peruanische Revolution war keine proletarische Revolution, sondern eben nur progressive Revolution.

Die Dinge sähen natürlich anders aus, wenn es sich um eine wirklich proletarische Armee gehandelt hätte, wie die der Befreiungsarmee Albaniens. Die Armee des sozialistischen Albanien entstand im Kern aus Werktätigen, die sich zum Ziel setzten, die Diktatur des Proletariats zu errichten, um den Sozialismus und Kommunismus aufzubauen. Dies war bei der portugiesischen Armee nicht der Fall, die ganz klar auch weiterhin eine kapitalistische Armee blieb. Die positive Rolle, die sie in der Nelken-Revolution gespielt hatte, ändert nichts an dieser Tatsache.

Die portugiesischen Revisionisten betonten immer wieder, dass die Armee “ausschlaggebend” für die “Revolution” gewesen sei, aber dies bedeutet, dass diese “Revolution” nichts mit einer marxistisch-leninistischen, proletarischen Revolution zu tun hatte. Ist die Armee eine bürgerlich-kapitalistische Armee ( wie das bei der portugiesischen Armee der Fall war), dann wird sie immer vom Volk getrennt sein, egal welchen “populären” Waffenrock die Armee in bestimmten wirtschaftlichen und politischen Konjunkturen trägt. Genosse Enver Hoxha machte hierzu folgene Bemerkung:

Während sie die Lehren der Komintern mit Füßen treten, arbeiten die Revisionisten mit der Bourgeoisie und den reaktionären bürgerlichen Parteien zusammen. Daraus enstand eine neue Strategie der Revisionisten, die von Cunhal in Portugal als “Revolution durch die Armee” entwickelt wurde.

Diese nachdrückliche Aussage illustriert perfekt die gesamte Strategie der portugiesischen Revisionistenführer. Die “Revolution vermittels Armee” war nichts weiter als eine revisionistische Taktik. Und sie war deswegen revisionistisch, weil wir eine nicht-proletarische, eine kapitalistische Armee in Portugal hatten. Man kann doch nicht so tun als ob man tatsächlich mit so einer Armee eine authentische sozialistische Revolution machen kann. Das ist doch keine proletarische, keine sozialistische Organisation. Als eine Armee, die ihren bürgerlich-kapitalistischen Klassencharakter beibehält, kann diese keine einflussreiche Kraft der proletarisch-sozialistischen Revolution sein. Wir stellen nicht in Abrede, dass eine bürgerlich-kapitalistische Armee in gewisser Weise auch zu einer entscheidenden Kraft für die bürgerlich-demokratische Revolution werden kann ( wie das in Portugal und Peru der Fall war). Aber das ist auch schon alles, es sei denn - die wahren marxistisch-leninistischen Kräfte üben ihren Einfluss innerhalb der bürgerlichen Armee in einem solchen Maße aus, dass sie die revolutionären Elemente zur Unterstützung der marxistisch-leninistischen Kräfte gewinnen können, um den Sieg zu erringen.

In Wahrheit ist die Taktik des Revisionisten Cunhal , “Revolution vermittels Armee”, eine anti-marxistisch-leninistische Taktik. So wie bei allen anderen Arten von Revisionismus, ist es auch das Ziel des portugiesischen Revisionismus, die sozialistische Revolution und die Errichtung der Diktatur des Proletariats abzuwenden; und die “Theorie” der “Revolution vermittels der Armee” war geeignet, um dieses Ziel zu verwirklichen. Letztendlich bestand die wesentliche Rolle der portugiesischen, kapitalistisch-bürgerlichen Armee in der Nelken-Revolution darin, den Übergang zur authentischen sozialistisch-proletarischen Revolution zu verhindern. Aus diesem Grunde waren die portugiesischen Revisionistenführer nie müde geworden, die Schlüsselrolle der Armee in der “Revolution” zu unterstreichen.

Den unterdrückten Massen wurde vorgekaukelt, sie würden nach dem Ende des Faschismus “frei” sein und bräuchten keine proletarische Revolution. Dabei hat die portugiesische Bourgeoisie das alte Regime nur in eine typisch “bürgerliche Demokratie” verwandelt, deren Zweck nicht anders ist als der Faschismus, nämlich die kapitalistische Ausbeutung fortzusetzen.

Damit wollen wir die positive Rolle der Nelken-Revolution keinesfalls herabmindern, schließlich brachte sie dem portugiesischen Volk nach 48 Jahren Faschismus demokratische Grundrechte. Es wäre sektiererisch, den Fortschritt gegenüber dem Faschismus zu leugnen. Zum Beispiel wurde eine Agrarreform eingebracht, mit der man im Süden des Landes begann, die Großgrundbesitzer zu enteignen. Dies war eine positive Maßnahme, mit der man versuchte, den landlosen Bauern Land zu geben. Es gab auch einige Produktionsmittel, die man den faschistischen Monopolisten weggenommen hatte. Aber keine dieser “Reformen” waren konsequent und sie waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt auf Grund des Klassencharakters des Staates. Es war weiterhin ein bürgerlicher Staat, trotz aller Ereignisse und Maßnahmen. Aber es hätte auch alles anders laufen können. Die bürgerlich-demokratische Nelken-Revolution hätte auch in eine veritable sozialistische Revolution übergehen können, wenn es eine echte marxistisch-leninistische Partei gegeben hätte, die die Massen zum Sieg führt und für die Errichtung der Diktatur des Proletariats gekämpft hätte.


Die herrschenden Klassen Portugals und mit ihnen die portugiesischen Revisionisten erzählen stolz von der Nelken-Revolution, dass sie eine “friedliche Revolution” gewesen sei, eine “Revolution, die sich ohne Gewalt und Blutvergießen” vollzogen habe. Allein dies ist ein schlagender Beweis dafür, dass diese Revolution nichts weiter war, als eine bürgerliche Revolution mit einpaar fortschrittlichen Errungenschaften, denn es ist unmöglich, eine authentische proletarische Revolution ohne revolutionäre Gewalt zum Sieg zu führen. Die revolutionäre Gewalt ist vollkommen unvermeidlich und auch notwendig im positiven Sinne, denn sie hilft den unterdrückten Massen, ihre Mentalität der Unterwürfigkeit loszuwerden. Ihre historische Mission besteht schließlich darin, das kapitalistische System abzuschaffen und die Ausbeutung von Menschen durch Menschen zu beseitigen.


In der Periode kurz nach der Nelken-Revolution enstanden viele neue politische Parteien. In der großen Mehrzahl waren dies neue Parteien, die nichts weiter waren als opportunistische und sektiererische Instrumente zur Irreführung der werktätigen Massen. Sie waren unreif und schlecht vorbereitet, nannten sich “Marxisten-Leninisten und “Anti-Revisionisten”, wobei sie weit davon entfernt waren, echte kämpferische Marxisten-Leninisten zu sein. Viele dieser jungen “Kämpfer” kamen aus bürgerlichem Hause, wollten aus dem “System” ausbrechen und “revoltieren” , um dann wieder nach kurzer Zeit in ihr bürgerliches Leben zurückzukehren. Sie verfügten über keinerlei ernsthafte marxistisch-leninistischen Fähigkeiten und in diesen Parteien ging es mehr anarchistisch zu als mit dem demokratischen Zentralismus. Es überrascht nicht, dass die Mehrheit dieser pseudo-revolutionären Parteien den Maoismus als offizielle Ideologie annahmen ( wobei einige von ihnen den Trotzkismus, Castroismus und Guevarismus, usw. … verteidigten. Dies ist völlig verständlich, weil bürgerliche Parteien nun einmal bürgerlichen Ideologien folgen.). Natürlich gaben fast alle vor, den P“K”P – Revisionismus zu “verurteilen”, aber sie griffen diesen Verrat von maoistischen Positionen aus an. Sie kritisierten die Ideologie des sowjetischen Sozialimperialismus, um gleichzeitig den chinesischen Sozialimperialismus zu unterstützen. Sie haben die eigentlichen proletarischen Prinzipien nie verteidigt und waren vollkommen isoliert von den werktätigen Massen.


Diese Beschreibung traf auf die Mehrzahl dieser neuen pseudo-marxistisch-leninistischen Parteien zu, aber nicht auf die einzig wahre marxistisch-leninistisch-stalinistische Partei, die nach dem 20. Parteitag der KPdSU existierte – die Portugiesische Kommunistische Partei (Wiederaufgebaut). Wie aus dem Namen klar hervorgeht, sah diese Partei ihre Aufgabe darin, die portugiesische kommunistische Bewegung wieder aufzubauen, sie von jeder Art von revisionistischen und opportunistischen Strömungen zu reinigen, welche in die portugiesischen arbeitenden Klassen hineingetragen wurden. Die PCP (Reconstruido) war die erste – und bis heute die einzige portugiesische Partei, die das sozialistische Albanien und den anti-revisionistischen Kampf der PAA verteidigte. Sie folgte den Lehren Enver Hoxhas und hielt die Verdienste des Genossen Stalin hoch. Die PCP (R) war eine wichtige Sektion der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung unter Führung des Genossen Enver Hoxha.


Im Januar 1976 schickte der Gründungsparteitag eine Grußadresse an das Zentralkomitee der Partei der Arbeit Albaniens, in der es u.a. hieß:


Der Parteitag zum Wiederaufbau der Portugiesischen Kommunistischen Partei entbietet der ruhmreichen Partei der Arbeit Albaniens und ihrem großen Führer, dem Genossen Enver Hoxha und dem heroischen albanischen Volk die wärmsten Grüße übermitteln. Das sozialistische Albanien ist das Land der Diktatur des Proletariats, ist das Leuchtfeuer des Sozialismus in Europa. Eure im Kampf gegen den internationalen Imperialismus und Revisionismus stets treue und unerschrocken kämpfende Partei hat ein hervorragendes Beispiel für die Verteidigung der marxistisch-leninistischen Prinzipien und der Sache des Kommunismus gegeben.

Vom ersten Augenblick des revisionistischen Verrats an hat die Partei der Arbeit Albaniens das Banner der Revolution stets hoch gehalten, ohne sich jemals den Drohungen und Intrigen zu unterwerfen und hat alle Schwierigkeiten erfolgreich überwunden. (…) Die Geschichte der Partei der Arbeit Albaniens ist eine lebendige Quelle von Lehren für die Marxisten-Leninisten Portugals im Kampf gegen Imperialismus und Faschismus (…) gegen die revisionistischen Verräter, die die Arbeiterbewegung von innen her sabotieren, gegen die bürgerliche Ideologie (…) und für die Volksrevolution und den Aufbau des Sozialismus in unserem Land (…)

Die Partei, die wir heute wieder aufbauen, ist 1921 entstanden und ist mehrere Jahrzehnte lang die organisierte Vorhut der Arbeiterklasse und des Volkes, gegen Kolonialismus und Imperialismus, für Volksdemokratie und Sozialismus gewesen. Die Vergangenheit der Portugiesischen Kommunistischen Partei, ihre Kämpfer und Helden gehören vollständig den marxistisch-leninistischen Kommunisten und nicht der revisionistischen Cunhal-Clique, die sie vollkommen verraten hat. Die PCP ( R ) entstand im Ergebnis eines 12 jährigen Kampfes gegen den modernen Revisionismus (…). Der Sozial-Imperialismus versuchte das revolutionäre Feuer der Revolution in unserem Land auszulöschen (…) Die PCP ( R ) setzt die revolutionären Traditionen in unserem Lande fort und erhebt das Banner von Marx, Engels, Lenin und Stalin (…) Die PCP ( R ) will die führende Kraft werden zur Erfüllung der historischen Mission des portugiesischen Proletariats, die darin besteht, den Weg zu bereiten für den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus in unserem Lande.”


Am 6. März 1976, dem 55. Jahrestag der PCP, gab eine Delegation der PCP ( R ) ein Interview bei Radio Tirana über “Die Lage in Portugal und die gegenwärtigen Aufgaben der PCP ( R )” :


Die PCP ( R ) lässt sich vom Marxismus-Leninismus leiten und vereinigt in ihren Reihen die besten Kämpfer für die Sache des Proletariats. Ihr Aufbau hat eine wichtige Bedeutung für den Zusammenschluss des ganzen Volkes und die Bekräftigung der führenden Rolle der Arbeiterklasse im revolutionären Kampf.“


Portugal ist in einer schwierigen politischen Lage. Die Volksmassen müssen heute einem Feind widerstehen, der seine Kräfte erneuert und zu allem bereit ist. Die Vertreter des Großkapitals und des internationalen Imperialismus, angeführt von den Amerikanern, fordern offen die Rückkehr zur alten faschistischen Diktatur. Die Preise steigen täglich, die Löhne sind eingefroren, die Arbeitslosigkeit hat fast eine halbe Million erfasst, auf dem Land herrscht große Armut. Um aus der Wirtschaftskrise herauszukommen, nimmt die Regierung weiter Anleihen von den Kapitalisten und Revisionisten auf, wodurch sie noch mehr die Abhängigkeit Portugals von anderen Ländern vertieft. In dieser Lage legt die Portugiesische Kommunistische Partei (Wiederaufgebaut) als Hauptaufgabe den Zusammenschluss des ganzen portugiesischen Volkes fest, um die Rückkehr des Faschismus zu verhindern. Kämpfen wir gegen die volksfeindliche Politik der Bourgeoisie ! Verteidigen wir die Freiheit, nationale Unabhängigkeit und die Volkssiege ! Das sind einige Hauptparolen der Partei.

(…) die Partei erhöht auch die Wachsamkeit gegenüber der Tätigkeit der sowjetischen Sozialimperialisten und ihrer Agenten, die in Rivalität mit dem US - Imperialismus darum kämpfen,in Portugal und Spanien herrschende Stellungen zu erlangen.

(…) Keine der Aufgaben der Partei wird Erfolg haben, ohne einen entschlossenen Kampf gegen die Revisionisten-Clique, die weiterhin mit sozialistischen Losungen versucht, die Massenorganisationen zu infiltrieren, Klassenversöhnung zu praktizieren und die Werktätigen zu spalten.Sie nährt Illusionen unter den Massen, dass die demokratische Form der kapitalistischen Herrschaft ihre Probleme lösen könne. Die Politik der Revisionisten steht im direkten Gegensatz zu den Interessen des Volkes. Sie ist sehr gefährlich, denn sie verhindert seinen Kampf gegen die Feinde.

(…) Die PCP ( R ) entfaltet ihren ideologischen Kampf durch ihre Parteipresse, indem sie die Arbeiterklasse erzieht

(…) Daneben leistet die Partei eine tägliche Arbeit, um den revisionistischen Einfluss in den Massenorganisationen, den Gewerkschaften und Kooperativen zu bekämpfen

(…) dies ist eine schwierige Aufgabe, die eine ständig wachsende Verbindung mit den Massen erfordert und die eine große Ergebenheit verlangt, um die Interessen der Werktätigen zu verteidigen. Das Ziel der Partei ist es, die Revisionisten-Clique zu isolieren, die die ehrlichen Elemente von ihrem revolutionären Kampf abzuhalten versuchen.“


Die PCP ( R ) entwickelte enge Freundschaft mit den anderen marxistisch-leninistischen Parteien und erhielt eine Vielzahl von Grußbotschaften zu ihrer Gründung. Solche Grußbotschaften kamen von der Kommunistischen Partei Boliviens / ML, der Partei der Arbeit Irans (Toufan), der Kommunistischen Partei Brasiliens, usw.

Der internationalistische Charakter der PCP ( R ) kam zum Beispiel zum Ausdruck in den sehr herzlichen Beziehungen, die die Partei zur KP Brasiliens aufnahm. In einer gemeinsamen Erklärung der PCP ( R ) und der Kommunistischen Partei Brasiliens, Die marxistisch-leninistischen Parteien festigen ihre internationalistische Solidarität“, hoben beide Parteien hervor:

Die marxistisch-leninistischen kommunistischen Parteien festigen jeden Tag mehr ihre internationalistischen Verbindungen, ihre Solidarität und gegenseitige Unterstützung im gemeinsamen Kampf gegen das Monopolkapital, gegen Imperialismus, Sozialimperialismus und Reaktion. Ein lebendiger Ausdruck des internationalen Charakters und der internationalen Einheit der marxistisch-leninistischen Bewegung sind auch die Treffen zwischen den Vertretern der marxistisch-leninistischen Parteien der verschiedenen Länder, die stets von herzlichem brüderlichen Geist, internationalistischer Solidarität und gegenseitiger Unterstützung gekennzeichnet sind.“

(…) (beide Parteien) bekunden ihre Entschlossenheit, die gegenseitige Zusammenarbeit zu verstärken (…), um stets an der Spitze der revolutionären Kämpfe der Arbeiterklasse und der werktätigen Massen zu stehen und sie zu führen, für die gemeinsame Sache, die proletarische Revolution.“

Es ist notwendig, dass das portugiesische Proletariat weiß, dass sich hinter der 'kommunistischen' und 'revolutionären' Phraseologie die revisionistische Cunhal-Clique verbirgt, diese infamen Verräter, Lakaien der Bourgeoisie und des sowjetischen Sozialimperialismus. Die Cunhal-Clique hat nichts gemein mit dem Marxismus-Leninismus, hat nichts gemein, weder mit der Arbeiterklasse, noch mit dem Kampf der lateinamerikanischen Völker.

(…) unsere Reihen werden immer in vorderster Front des Kampfes der werktätigen Massen stehen gegen die faschistische Regimes, die der amerikanische Imperialismus eingesetzt hat; sie werden immer nach der Volksbefreiung streben.“


Es ist klar, dass die P „K“ P nicht gerne zusehen konnte wie eine echte marxistisch-leninistische Partei sich vor ihren Augen entwickelte und heranwuchs. Um dies zu verhindern, setzte sie ihre typisch revisionistische Strategie ein, die darin bestand, die wahren Kommunisten als „Sektierer“ und „linken Abweichler“ zu diffamieren. Zudem hatte die PCP ( R ) die Verteilungsaktionen der portugiesischen Revisionisten verurteilt, durch die die Agrarreform scheiterte und die ausbeuterischen Grundbesitzer rehabilitiert wurden.

Die PCP ( R ) bemerkte 1976:

Die zuletzt getroffene Maßnahme betrifft die Rückgabe der Güter von weniger als 50 000 „Punkten“ ( diese „Punkte“ werden je nach der Qualität des Bodens berechnet) an die Großgrundbesitzer. Auch die Landarbeitergewerkschaft, in der die revisionistische Linie von Cunhal vorherrscht, hat dieses Gesetz unterstützt.“



Leider zeigten sich in der PCP ( R ) ernsthafte Schwächen, die letztendlich zu ihrer Auflösung beigetragen hatten. Die “Archilles-Ferse” der PCP ( R ) , ihre empfindlichste Schwäche – bestand darin, dass sie den Einfluss des Maoismus nicht konsequent genug abzuschütteln vermochte. Der maoistische Einfluss war zwar von Anfang an in der Partei vorhanden, aber mit Hilfe von Envers marxistisch-leninistischen Lehren distanzierte sich die Partei vom Maoismus und dem chinesischen Sozialimperialismus. Als China die Beziehungen zu Albanien 1978 abbrach, da stellte sich die PCP (R ) solidarisch auf die Seite der Albaner. Bedauerlicherweise wurde die Linie des “Anti-Maoismus” der PCP ( R ) nicht nachhaltig befolgt und ihr Zerfallsprozess Anfang der 90er Jahre endete schließlich mit der vollständigen Auflösung der Partei im Jahre 1992. Dabei darf man natürlich nicht die äußeren Umstände vergessen. Der Machtübernahme des albanischen Revisionismus und der damit verbundene Niedergang des Sozialistischen Albaniens in den Jahren 1991-1992 bildete den hauptsächlichen äußeren Faktor für den Untergang der PCP ( R ).

Wir, die portugiesischen Stalinisten-Hoxhaisten, müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Wir müssen die Fehler aufdecken, die zur Liquidierung der PCP ( R ) geführt hatten, um diese in Zukunft zu vermeiden; wir müssen einen unerbittlichen Kampf gegen alle maoistischen Strömungen führen, mit denen das revolutionäre Bewusstsein der wahren marxistisch-leninistischen Elemente untergraben wird.




Die revisionistische P “C” P setzte ihren Zerfallskurs weiter fort, ebenso wie die vielen anderen revisionistischen Parteien in Westeuropa. Wir sind bereits darauf eingegangen, dass die portugiesischen Revisionisten in der Zeit des Faschismus zur illegalen Arbeit gezwungen waren und immer noch bemüht sind, sich immer noch als “revolutionär” darzustellen. Aber kaum war die Nelken-Revolution vollbracht, proklamierten sie ihre legalistisch-parlamentaristische Linie, nachdem die bürgerliche “Demokratie” etabliert war. Damit schlossen sie jede Art von illegaler Arbeit unter den Massen aus. Dieser Linie folgte auch die Kommunistische Partei Frankreichs, die Kommunistische Partei Italiens, die Kommunistische Partei Spaniens usw. Diese Tendenzen wurden schon deutlich in der Haltung der P “C” P, die sie zu den Streiks der Arbeiter unmittelbar nach der Nelken-Revolution eingenommen hatten. Am 30. Mai 1974 fasste die Exekutiv-Kommission des ZK der PCP einen Beschluss “Die Kommunistische Partei ruft zur Wachsamkeit auf”. Darin hieß es seitens der unehrlichen portugiesischen, revisionistischen Führer: “Wir prangern die Kollaboration der reaktionären Elemente und ihre direkte und indirekte Unterstützung durch 'Abenteuer-Gruppen' und die so genannte 'Linken' an, die versuchen, eine ökonomische Krise herbeizuführen – mit dem Ziel, die demokratischen Errungenschaften zu zerstören.” Aber wen meinten die sozial-faschistischen P “C” P – Führer damit ? Wen beschimpften sie tatsächlich als “Abenteurer und Linke” ? Sie bezogen dies auf die Arbeiter, wie zum Beispiel die Busfahrer, die für ihren Lohn streikten. Aber in den Augen der P “C” P hätten “die Busfahrer den ganzen Verkehr in der Hauptstadt lahmgelegt und damit Produktion und Handel verhindert.” Und sie meinten damit außerdem die Arbeiter, die in den Bäckerläden streikten, denen sie zynisch “vorwarfen”, Schuld daran zu sein, “unter den Arbeitern und armen Familien eine Brotknappheit hervorgerufen” zu haben. ( Und spätestens an diesem Beispiel wird endgültig klar, dass die portugiesischen Revisionisten in ihrer Demagogie und Heuchelei nicht mehr zu überbieten sind. Dieser Zynismus der P “C” P unterscheidet sich durch nichts vom Zynismus der Kapitalisten. Nur Lakaien des Kapitals können so sprechen ! ! ! ). Die portugiesischen Revisionistenführer brachten ihre abscheuliche sozial-imperialistische Ideologie zum Ausdruck als sie erklärten, dass “soziale Konflikte, und Streiks eine Beeinträchtigung von Produktion und Transport und damit eine Gefährdung der Versorgung des Volkes heraufbeschwören würden, was von der Konterrevolution ausgenutzt werden könne.” Man bedenke: fünf Jahrzehnte der faschistischen Herrschaft waren zu Ende gegangen, wo es den Arbeitern verboten war zu streiken. Und ausgerechnet nach dem 25. April 1974 wollte die sozial-faschistische P “C” P die Streiks der Arbeiter verhindern ! ! !

Am 1. Juni 1974 gab Cunhal dem Sonderkorrespondenten des DDR-Rundfunks in Lissabon ein Interview: “Die Kommunisten haben das Vertrauen der Werktätigen”. Darin gab Cunhal folgende Äußerung von sich: “Wir glauben, dass im Augenblick eine große Welle von Streiks – einige von ihnen, BEVOR alle Mittel von Verhandlungen mit den Unternehmern ausgeschöpft wurden – Interessen dienen werde, die nicht die Interessen der Arbeiter sind.” Diese Aussage ist ein klarer Beweis für die verabscheuenswürdige sozial-faschistische Ideologie von Cunhal. Auf der einen Seite, “verteidigt” Cunhal das (ökonomische) Streikrecht der Arbeiter und auf der anderen Seite, “erlaubt” er nur solche Streiks, die nicht gegen die provisorische Regierung gerichtet sind ( politische Streiks der Arbeiter). Demnach sei es der Regierung vorbehalten, sich um die politischen Angelegenheiten zu kümmern, während die Arbeiter nur für ihre wirtschaftlichen Interessen kämpfen dürften ( das entspricht der alten Ideologie der Ökonomisten – wie sie einst schon von Lenin gebrandmarkt worden war). Cunhal ist ferner der Auffassung, dass die Streiks der Arbeiter angeblich “die Konterrevolution unterstützen würden” - und damit entlarvt sich Cunhal selbst als der Lakai des Sozial-Imperialismus, der er war; er hat ausdrücklich seinen Willen bekräftigt, den Kapitalismus zu verlängern durch Verhinderung des Klassenkampfes für die sozialistische Revolution. Es kann nicht anders sein, als dass die Streiks gegen die bürgerliche provisorische Regierung den Arbeitern nützt und nicht etwa der Konterrevolution. Aber Cunhals Bestreben war es eben, die bürgerliche provisorische Regierung zu verteidigen und nicht die Interessen der Arbeiter.


Dennoch waren die portugiesischen Revisionisten noch gewitzter als ihre französischen, italienischen und spanischen Kontrahenten. So ließ die Mehrzahl der westeuropäischen, revisionistischen Parteien den Marxismus-Leninismus offiziell fallen, um ihn durch die „Theorien“ des Euro-“Kommunismus“ zu ersetzen, welche die Ergebenheit für die bürgerliche Ordnung und das kapitalistische System predigen. Dagegen setzten die portugiesischen Revisionisten ihr Bemühen fort, sich als orthodoxe Marxisten“ auszugeben und sich als die wahren Verteidiger der Sowjetunion“ darzustellen. Aber auch dies waren nur leere Worte, denn seit 1974 beschränkten sich die großen Ziele“ der portugiesischen Revisionisten auf das Ergattern einiger Sitze im Parlament und darauf, den Klassenkampf der portugiesischen Arbeiterklasse in die Irre zu führen.


In Wahrheit machen sich die portugiesischen Revisionisten bei der Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung sehr nützlich, indem sie zur Idealisierung der bürgerlichen „Demokratie“ beitragen und den ausgebeuteten Arbeitern irgendwelche „Freiheiten“ vorgaukeln, die es bekanntlich nicht geben kann, solange der Kapitalismus existiert.

Das betrifft auch beispielsweise die Gewerkschaften. Nach der Nelken-Revolution schuf sich die P „C“ P ihre eigene Gewerkschaft mit dem Ziel,das portugiesische Proletariat zu betrügen und jede Annäherung an eine revolutionäre Gewerkschaftsbewegung auszumerzen. Die Aufgaben des AVPA (Allgemeiner Verband der Portugiesischen Arbeiter) bestehen darin, den Kapitalismus aufrechtzuerhalten, auftretende Spannungen abzumildern und Zuspitzungen in den Klassenauseinandersetzungen zu vermeiden.


Der AVPA entspricht ganz dem Stereotyp der revisionistischen Gewerkschaften, die der Genosse Enver Hoxha wie folgt entlarvte:


Sie (die revisionistischen Gewerkschaften) bemühen sich, das Proletariat unterjocht zu halten, in Schlaf zu wiegen und es dann, wenn es revoltiert und in Zorn gerät, auf den Weg der Verhandlungen mit dem Unternehmertum zu bringen und den Arbeitern mit ein paar sehr, sehr kleinen Brosamen, die von den kapitalistischen Superprofiten abfallen, den Mund zu stopfen. (…) Deshalb muss das Proletariat jedes Landes, um sich vom Kapitalismus zu befreien, unbedingt das Joch der von der Bourgeoisie und den Opportunisten beherrschten Gewerkschaften wie auch jeder Art sozialdemokratischer und revisionistischer Organisation oder Partei abwerfen. All diese Organismen unterstützen das Unternehmertum in verschiedenen Formen und versuchen, die Illusion zu schaffen, dass sie 'eine große Kraft' seien, dass sie 'ein Zügel' seien, dass sie 'die Großkapitalisten' angeblich zu Gunsten des Proletariats 'unter Druck setzen' könnten. Das ist nichts als eine große Lüge”. (Enver Hoxha, “Imperialismus und Revolution”, Tirana 1979, Seite 267 – 268, deutsche Ausgabe).


Demnach ist es eine der wichtigsten Aufgaben des portugiesischen Proletariats, die pro-kapitalistischen Gewerkschaften zu zerschlagen. Doch wie soll es sie zerschlagen ?


Es muss sie zerschlagen, indem es die Führung dieser Gewerkschaften bekämpft, indem es sich gegen ihre verräterischen Verbindungen mit der Bourgeoisie erhebt, indem es die 'Ruhe' stört, den 'sozialen Frieden' bricht, den sie herzustellen suchen, jenen 'Frieden', der durch die gelegentliche angebliche Empörung der Gewerkschaften gegen das Unternehmertum getarnt wird.

Im Sinne der Zerstörung dieser Gewerkschaften kann man auch tätig sein, indem man in sie eindringt, um sie von innen heraus zu bekämpfen und zu zersetzen, um ihren ungerechten Beschlüssen und Handlungen Widerstand entgegenzusetzen. (…)

Die wuchtige Entlarvung aller verräterischen Elemente an der Spitze der Gewerkschaften, der Verbürgerlichung der Gewerkschaftsführung und der reformistischen Gewerkschaften im Allgemeinen befreit die Arbeiter von vielen Illusionen, die sie noch über diese Führung und diese Gewerkschaften haben.” (Enver Hoxha, “Imperialismus und Revolution”, Tirana 1979, Seite 268 – 269, deutsche Ausgabe).


1976 war sich die PCP (R) über den schädlichen Einfluss der revisionistischen Gewerkschaften bewusst und benannte sogar die revolutionären Lösungen dieses Problems:

Die marxistisch-leninistischen Parteien müssen der Entwicklung der revolutionären Aktivitäten innerhalb der Gewerkschaften besondere Aufmerksamkeit widmen. (…)

(Die Gewerkschaften) sind entscheidende Instrumente, um die Einheit der arbeitenden Massen in ihrem Kampf für ihre grundlegenden Interessen herzustellen. (…)

Die Partei [ die PCP ( R ) ] ist der Auffassung, dass es nicht nur eine der wichtigsten Aufgaben der Kommunisten ist, die Revisionisten davon abzuhalten, die Gewerkschaften in ihren verräterischen Dienst zu stellen, sondern auch das portugiesische Proletariat in den Gewerkschaften zum Kampf zu motivieren.

Die PCP ( R ) reißt der Cunhal-Clique die Maske ihres politischen Verrats in den Gewerkschaften herunter. Diese Clique versucht, die Massenbewegung ruhig zu stellen und dem Kampf der Massen zu schaden. Die Revisionisten versuchen, die Kontrolle über die Führung der Gewerkschaften zu bekommen, um den Kampf der arbeitenden Klassen gegen das Ausbeutersystem auszubremsen. Indem sie sich hinter ihren “sozialistischen” Losungen verstecken, wollen die Revisionisten ihren Einfluss auf die Menschen aufrechterhalten und die Bourgeoisie davon überzeugen, dass sie noch populär genug sind, um den bürgerlichen Interessen dienen zu können.

Die PCP ( R ) unterstreicht die wichtige Aufgabe, die revisionistischen Führer der Gewerkschaften zu isolieren und sie vor den breiten Massen zu entlarven. Hierum müssen sich alle Parteimitglieder bemühen.

Um diese Ziele zu erreichen ( …) , müssen wir unter den Massen arbeiten, müssen wir sie mobilisieren und ihnen den Weg zur Revolution aufzeigen. Es wird uns nur gelingen, die Gewerkschaften für uns zu gewinnen, wenn wir die Verteidigung dieser Generallinie meistern. Unter diesen Bedingungen muss die PCP ( R ) Parteizellen in den Fabriken und an anderen Arbeitsplätzen aufbauen, wo das Proletariat konzentriert ist. Dies ist sehr wichtig, um die Partei zu stärken in ihrem Kampf innerhalb der Gewerkschaften und in ihrem revolutionären Kampf unter den Massen. Wir müssen gegen die Revisionisten kämpfen, indem wir ihre Verrätereien entlarven – und zwar direkt vor den Augen derer, die sie betrügen (...).”


Die portugiesischen Revisionisten wollen die Arbeiter glauben machen, dass der AVPA eine Vertrauen erweckende “proletarische” Gewerkschaft sei, indem sie Scheingegensätze konstruierten. In Portugal gibt es nämlich auch die offen reformistischen Gewerkschaften. Der AVPA macht sich diese Tatsache zu Nutze und versucht, sich selber als “revolutionäre” Gewerkschaftsalternative darzustellen, die den “reformistischen” Gewerkschaften angeblich “gegenüberstehe”. In gleicher Weise versucht die P “K” P, sich als “Gegenkraft” gegen alle anderen raektionären Parteien darzustellen, die es in Portugal gibt. Dies ist natürlich eine einzige Maskerade. Heute gibt es in Portugal keine revolutionären, marxistisch-leninistischen Gewerkschaften in Portugal, genauso wie es gegenwärtig keine revolutionäre marxistisch-leninistische Partei gibt. Lenin hat einmal gesagt, dass die Gewerkschaften Schulen des Kommunismus sind. Leider sind die portugiesischen Gewerkschaften heute nichts weiter als Schulen des Opportunismus.

Wir Stalinisten-Hoxhaisten müssen dazu beitragen, dass sich das Proletariat aus den Fesseln der bürgerlich-revisionistischen Gewerkschaftsbewegung befreit, müssen hierfür auch innerhalb den reformistischen Gewerkschaften kämpfen. Dabei werden wir niemals vom korrekten Weg Lenins abweichen. In diesem Sinne sind folgende Worte des Genossen Enver Hoxhas lehrreich:


Wenn die Marxisten-Leninisten in die bestehenden Gewerkschaften hineingehen, gleiten sie dabei nie auf trade-unionistische, reformistische, anarcho-syndikalistische, revisionistische Positionen ab. Sie werden nie zu Partnern der Revisionisten und der anderen opportunistischen und bürgerlichen Parteien in der Führung der Gewerkschaften. Sie haben das Ziel, den bürgerlichen Charakter und die reaktionäre Rolle zu entlarven, die die heutigen Gewerkschaften in den kapitalistischen und revisionistischen Ländern im Allgemeinen haben, diese Organisationen zu unterminieren, um den Weg für die Schaffung wahrer proletarischer Gewerkschaften frei zu machen” ( (Enver Hoxha, “Imperialismus und Revolution”, Tirana 1979, Seite 269 – 270, deutsche Ausgabe).


Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre erlitten die portugiesischen Revisionisten eine Niederlage, von der sie sich nie vollständig erholt hatten. Der sowjetische Sozialimperialismus und alle seine Satelliten brachen zusammen. Dies war ein schwerer Schlag für die P “K” P, denn der sowjetische Sozialimperialismus war schließlich ihr Standbein nach außen, war die Quelle ihrer Unterstützung von außen. Die portugiesischen Revisionisten versuchen weiter, den Untergang des sowjetischen Sozialfaschismus als “Rollback des Kommunismus” hinzustellen. Das ist eine vollkommen irrige Auffassung, denn nach Stalins Tod und der Machtübernahme Chruschtschows, gab es in der Sowjetunion keinen Sozialismus mehr. Vielmehr wurde dort das kapitalistische Ausbeuter – und Unterdrückungssystem restauriert ( und dies ereignete sich já nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch bei ihren Satellitenstaaten, in denen die neue sozial-faschistische Bourgeoisie herrschte). Die Sowjetunion wurde eine imperialistische Supermacht, deren Ziel es war, die Weltmärkte zu beherrschen durch koloniale und neo-koloniale Expansion. Auf diesem Ohr sind die portugiesischen Revisionisten natürlich taub und so geben sie Gorbatschow die Schuld an der “Zerschlagung des Sozialismus”. Diese Ansicht entbehrt jeder Grundlage, denn Gorbatschow kam Mitte der 80er Jahre an die Macht. Insofern konnte er gar keinen Sozialismus mehr zerschlagen, denn den gab es in der Sowjetunion 1985 schon längst nicht mehr. Gorbatschows “Perestroika” war nur der Schlussstrich unter einen langen Prozess, der schon mit dem Tod Stalins begonnen hatte. Die “Perestroika” bedeutete den Abschluss der Restauration des klassischen Kapitalismus in der Sowjetunion.


Und auch die Ansicht der kapitalistischen Ideologen, dass es mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion „erwiesen“ sei, dass „der Kapitalismus dem Kommunismus gegenüber überlegen“ sei, ist genauso falsch. Die USA und die Sowjetunion nach Stalins Tod waren beide kapitalistisch, waren unbestreitbar die beiden imperialistischen Supermächte. Als der amerikanische Imperialismus die Sowjetunion unterminierte, unterminierte er nicht ein Land mit einem entgegengesetzten Sozialsystem, sondern warf ganz einfach nur seinen imperialistischen Rivalen aus dem Rennen.

Wir können also nicht so tun, als ob der Sozialismus 1989 – 1991 liquidiert wurde, also wie die portugiesischen Revisionisten. Was sich wirklich zu dieser Zeit abgespielt hatte, das war die Demontage des sowjetischen Sozialimperialismus. Genosse Enver Hoxha hatte diese schon lange vorausgesagt:


Diese ( die amerikanischen Imperialisten) werden die Sowjetunion ausnehmen, märchenhafte Gewinne aus ihr herauspressen, die ihnen dazu dienen werden, die Macht ihres Weltreichs zu vergrößern. Auf der anderen Seite wird das Eindringen amerikanischen Kapitals in die Sowjetunion mithelfen, auch noch die letzten Überreste der Errungenschaften der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution auf schnellstem Wege zu beseitigen. Es wird beitragen zum Zerfall der Sowjetunion als Union von Republiken. Das ist die Absicht des amerikanischen Imperialismus: die Sowjetunion als gefährliche rivalisierende kapitalistische Macht zu zersetzen.

Die 'Neunmalklugen' werden sagen: 'Das wird sich kaum erreichen lassen'. Im Gegenteil, das lässt sich sehr leicht erreichen, wenn einer vom marxistisch-leninistischen Kurs abgeht.“ (Enver Hoxha, „Betrachtungen über China“, Band II, 30. Juni 1973, Seite 56 – 57, Tirana 1979, deutsche Ausgabe).


Heute ist aus der P “K” P eine echte bürgerliche Partei geworden ohne jedwede Anzeichen von revolutionärer Initiative. Sie ist nichts anderes als ein Instrument, welches die Bourgeoisie dazu benutzt, die arbeitenden Massen zu betrügen und in die Irre zu führen, sie von der proletarischen Revolution und von der wahrhaft marxistisch-leninistischen Ideologie abzubringen.


Lenin lehrt uns, dass einer der hauptsächlichsten Unterschiede zwischen Revisionisten und Marxisten-Leninisten darin bestehen, dass die Revisionisten die Diktatur des Proletariats als eine der grundlegendsten Prinzipien des Marxismus-Leninismus leugnen. Und tatsächlich, wenn wir uns das Statut und Programm der P “K” P ansehen, sucht man vergeblich auch nur einen einzigen kleinen Hinweis auf die Notwendigkeit und Unverzichtbarkeit der Diktatur des Proletariats. Stattdessen findet sich Folgendes:


Die fortgeschrittene Demokratie des 21. Jahrhunderts, die die PKP dem portugiesischen Volk vorschlägt, setzt sich aus fünf hauptsächlichen Punkten zusammen:



1 – ein politisches Regime, das die Freiheit fördert, mit welcher das Volk über sein eigenes Schicksal entscheiden kann, und ein demokratischer, repräsentativer und moderner Staat.

2 – die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, die auf einer gemischten Ökonomie basiert, die dem Volk und dem Land dient.

3 – eine Sozialpolitik, die den allgemeinen Wohlstand des portugiesischen Volkes garantieren kann.

4 – (…)

5 – ein unabhängiges und souveränes Land , welches eine Friedenspolitik betreibt und in dem die Menschen hierfür zusammenarbeiten.”

(Programm der PCP, aus dem englisch übersetzten portugiesischen Original).


Gemischte Ökonomie ? Wohlfahrtsstaat ? Diese Punkte sind weder marxistisch-leninistisch noch im Entferntesten revolutionär. Das ist doch jämmerlichste Kapitulation vor der bürgerlichen Ideologie. Wo ist die Anerkennung der Unvermeidlichkeit der Diktatur des Proletariats ? Wo ist der Aufruf zu bewaffneten proletarischen Revolution ? Wo ist die Verteidigung der Notwendigkeit der kollektiven und geplanten Wirtschaft ?

Ein politisches Regime, das Freiheit fördert ? Freiheit kann ohne Kommunismus nicht existieren. Kommunismus IST Freiheit, so wie wirkliche Freiheit nur kommunistisch sein kann. Aber um den Kommunismus zu erreichen, müssen wir erst den Sozialismus aufgebaut haben. Und all das kann ohne die Diktatur des Proletariats nicht zustande kommen, was die portugiesischen Revisionisten glattweg leugnen.



Auf internationaler Ebene ist die P “C” P mit den schlimmsten Kräften des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus vereinigt. Im Jahre 2003 schrieb Cunhal einen Artikel mit der Überschrift: “Die Welt von heute”. Darin heißt es schamlos: “Die Länder, in denen die Kommunisten an der Macht sind (China, Kuba, Vietnam, Laos, Nord-Korea) fühlen sich dem Aufbau der sozialistischen Gesellschaft verpflichtet (…) und es ist wesentlich für die Menschheit, dass diese Länder dieses Ziel erreichen können.”



Also, nach Einschätzung der portugiesischen Revisionistenführer sind China, Kuba, Laos und Nordkorea angeblich Länder, in denen “Kommunisten an der Macht” sind, um die “sozialistische Gesellschaft aufzubauen” ! ! ! Die Wahrheit ist doch, dass die erwähnten Länder nichts anderes sind als sozial-faschistische Staaten, als Unterdrücker dieser Völker, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das von Cunhal bejahte China sozial-imperialistisch ist. Darüber hinaus beherbergen China, Kuba und Nordkorea die verräterischsten und gefährlichsten revisionistischen Strömungen: Maoismus, Castroismus und Kim-Il-Sungismus, welche von den wahren Marxisten-Leninisten unermüdlich bekämpft werden.

Trotz alledem und unabhängig vom Willen der portugiesischen Revisionisten, wird die weltproletarische Revolution das kapitalistische System unvermeidlich und gänzlich beseitigen. Das ist keine Utopie, sondern objektive historische Notwendigkeit.


Was das portugiesische Proletariat braucht, das ist eine echte marxistisch-leninistische-stalinistisch-hoxhaistische Partei, eine Partei, die sich entschlossen gegen alle Formen des Revisionismus stellt ( seien sie nun rechts oder “links”), eine Partei, die wieder das Banner der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung erhebt, eine Partei, die sich in Wort und Tat von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lässt, von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha. Im Gegensatz zu den portugiesischen Revisionisten, die unausweichlich an die reaktionären Normen der “demokratischen Legalität” gebunden sind, wird die portugiesische stalinistisch-hoxhaistische Partei niemals zögern, ihre illegale Arbeit aufzunehmen und sich über die bürgerlichen Regeln und Gesetze notwendigerweise hinwegsetzen, die nichts anderes sind als Instrumente der kapitalistischen Klassenherrschaft.


Wie Genosse Enver Hoxha schon sagte:


Die marxistisch-leninistischen Parteien sind Parteien der Revolution. Im Gegensatz zur Theorie und Praxis der revisionistischen Parteien, die vollkommen aufgegangen sind in bürgerlicher Legalität und “parlamentarischen Kretinismus”, beschränken sie sich weder auf die legale Arbeit, noch sehen sie darin ihre hauptsächliche Aktivität. (…) Sie widmen sich mit besonderer Aufmerksamkeit der Verbindung von legaler und illegaler Arbeit, wobei sie ihren Schwerpunkt auf die Letztere setzen, was entscheidend ist für den Sturz der Bourgeoisie und der wirklichen Gewährleistung des Sieges.”

In ihren revolutionären Aktionen lassen sich die Marxisten-Leninisten nicht davon abhalten, die bürgerliche Verfassung, die Gesetze, Regeln und Normen zu brechen und zu überschreiten. Sie kämpfen für die Unterwanderung dieser Ordnung, um die Revolution vorzubereiten. Deshalb bereitet die marxistisch-leninistische Partei sich selbst und die Massen auf die Schläge der Konterrevolution vor, mit denen die Bourgeoisie auf die revolutionären Aktionen des Proletariats und der Volksmassen antworten wird.” (Enver Hoxha, “Imperialismus und Revolution”, Tirana, 1979, Übersetzung aus dem Englischen).


Diese Partei wird den Sozialfaschismus der P “C” P unnachgiebig anprangern, wird die portugiesischen unterdrückten Massen wachrufen und sie mit der wahren proletarischen Ideologie vertraut machen.

Wir haben keine Illusionen, was den reaktionären und ausbeuterischen Charakter der bürgerlichen “Demokratie” betrifft:



Was aber ist die bürgerliche Demokratie in Wirklichkeit ? Sie ist eine Form der Herrschaft der Bourgeoisie, während die verkündeten Rechte und Freiheiten 'für alle' dort absolut formell und verlogen sind, weil unter den Bedingungen der Existenz des Privateigentums die sozioökonomischen Mittel fehlen, die ihre tatsächliche Anwendung gewährleisten. Mit dieser bürgerlichen Demokratie kann man in der Zeitung, auf verschiedenen Versammlungen oder im Parlament den Einen oder Anderen kritisieren, man kann eine Partei oder eine Regierung, die an die Macht kommt, kritisieren, man kann reden so viel man will, man kann aber nichts ändern, man ist gezwungen, nur bei den Worten zu bleiben, denn die wirtschaftliche und politische kapitalistische Macht mit ihren Apparaten bereit steht, sich wie eine Bestie auf jeden zu stürzen, der sich mit Taten gegen die herrschende Klasse, gegen die Finanzoligarchie erhebt” (Enver Hoxha, “Die proletarische Demokratie ist die echte Demokratie”, Rede auf der Tagung des Generalrats der Demokratischen Front Albaniens, vom 20. September 1978, Seite 20, Tirana, 1978, Verlag “8 NËNTORI”, deutsche Ausgabe).


Wir haben keinerlei Zweifel an der Tatsache, dass die stalinistisch-hoxhaistische Bewegung in Portugal anwachsen wird, dass sich ihre Kräfte jenseits der “zu akzeptierenden” Grenzen entfalten werden, so dass die Bourgeoisie sicherlich nicht vor Repressionen und einem Blutbad halt machen wird. Schließlich schätzen die kapitalistisch-revisionistischen Kräften den Stalinismus-Hoxhaismus als eine reale Gefahr für das kapitalistische System ein. Sie wissen genau, dass dies die einzige Ideologie ist, die die Interessen des Proletariats und der unterdrückten Massen vertritt, die also die einzige Ideologie ist, die den Marxismus-Leninismus die Treue hält und diesen korrekt weiter entwickelt.


Die portugiesischen Stalinisten-Hoxhaisten verschmähen es, ihre stalinistisch-hoxhaistischen Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie werden allen bürgerlich-revisionistischen Beleidigungen und Verleumdungen offen die Stirn bieten. Sie sind bereit, sich allen möglichen Hindernissen entgegenzustellen und alles zu tun für die weltproletarische Revolution. Bei dieser Aufgabe werden wir mit der entschlossenen und prinzipienfesten internationalistischen Unterstützung der Komintern (Stalinisten-Hoxhaisten) rechnen können, die der wahre Bannerträger der weltproletarischen Revolution ist !


In der Hauptsache werden die portugiesischen Stalinisten-Hoxhaisten niemals das Endziel aus den Augen verlieren, nämlich die Errichtung und Stärkung der Diktatur des Proletariats und den Aufbau der sozialistischen ( und später dann kommunistischen) Gesellschaft.


Die Herausbildung einer starken und kämpferischen stalinistisch-hoxhaistischen Partei in Portugal ist nicht nur entscheidend für den Verlauf des revolutionären Kampfes des portugiesischen Proletariats. Sie ist auch sehr wichtig für den Verlauf des revolutionären Kampfes des Proletariats im Weltmaßstab.


Aus Anlass des 90. Jahrestages der PCP möchten die portugiesischen Stalinisten-Hoxhaisten ihren Willen zum Ausdruck bringen, eine stalinistisch-hoxhaistische Partei in Portugal zu gründen. Genossen, helft uns hierbei !



Vor ihrer revisionistischen Entartung propagierte und praktizierte die PKP einen den wahren proletarischen Internationalismus, die revolutionären Ideen des Leninismus und Stalinismus, war sie Bannerträger der Komintern in Portugal, war sie eine ihrer Sektionen, war sie eine ihrer großartigen Abteilungen der revolutionären Armee des Weltproletariats, nahm sie am Vormarsch zur sozialistischen proletarischen Weltrevolution teil, um das kapitalistische Weltsystem zu zerschlagen und die sowjetische Weltrepublik zu errichten.

Die stalinistisch-hoxhaistische Partei Portugals wird die Propagierung und Praktizierung des wahren proletarischen Internationalismus fortsetzen und sich von den weltrevolutionären Ideen der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lassen, wird bannerträger der Komintern (SH) in Portugal sein, als eine ihrer Sektionen, als eine ihrer großartigen Abteilungen der revolutionären Aqrmee des Weltproletariats, als Teilnehmer des Vormarsches der sozialistischen proletarischen Weltrevolution, um den Weltkapitalismus zu zerschlagen und die Diktatur des Weltproletariats zu errichten.

Die stalinistisch-hoxhaistische Partei Portugals wird die ehrenvolle kommunistische Tradition in Portugal fortsetzen – einschließlich die der PKP ( R ), die einst Teil der marxistisch-leninistischen Weltbewegung unter der Führung des Genossen Enver Hoxha war.

Aus Anlass des 90. Jahrestages senden wir kämpferische Grüße an die Komintern (SH) und an alle Genossen auf der ganzen Welt, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie wir in unserem Land.

Wir sind davon überzeugt, dass sich alle diese Probleme im Geiste des proletarischen Internationalismus lösen lassen.

Indem wir uns gegenseitig solidarisch unterstützen, wird der Sieg unvermeidlich unser sein.



Portugiesische Arbeiter – vereinigt euch !


Baut euch eure eigene stalinistisch-hoxhaistische Partei auf, die sich auf die Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus stützt!


Stürzt die Bourgeoisie durch revolutionäre Gewalt !


Zerschlagt die kapitalistische Ausbeuterordnung durch die bewaffnete Revolution !


Entlarvt den Verrat der portugiesischen Revisionisten !


Kämpfen wir gegen die verräterische Portugiesische “Kommunistische ”Partei !


Lasst euch nicht von der Schein”demokratie” der Bourgeoisie täuschen !


Errichtet die Diktatur des Proletariats !


Kämpft für die wahre proletarische Demokratie !


Es lebe die Komintern (SH)!


Es lebe der proletarische Internationalismus !


Es lebe die sozialistische Weltrevolution !