Training-text and lessons of the Comintern ML



Textbook

on the basis of the

Marxist-Leninist Military Science

and the mastery of the

worldrevolutionary class war



to apply

for the international liberation and emancipation of the world proletariat;

for the conquest of the dictatorship of the world proletariat by the armed overthrow of the ruling world bourgeoisie and its disarmament;

for the confiscation, expropriation and socuakization of all world imperialist riches as well as the complete international abolishment of capitalist, private property;

for the repelation and destruction of the ionternational counter-revolution, the defence of the dictatorship of the world proletariat and for upbuilding world socialism and workld communism.

August, 2004

written by

Wolfgang Eggers

in edition of the Comintern ML





The most consequent communists are the bravest soldiers!

Long live the revolutionary tradition of the armed struggle of the workers and people in all countries!

Immortal world glory and world honour for all revolutionary liberation fighters and soldiers !

Their blood did not draw in vain !

We conceive from their heroism and take our whole revolutionary forces of untiring willness and our whole flaming heart to finish victoriously their struggle !





Contents:

1. Our internationalist, military slogans



2. The Classics of Marxism-Leninism on the basis of military science and the skill to lead the worldrevolutioary class-war

a) Marx and Engels

b) Leninism

c) Stalin

d) Enver Hoxha



3.Military forms of class-struggle and weapons of the worldproletariat and the revolutionary peoples

a) On violence

b) On armament and disarmament

c) demonstrations, strikes and general strikes

d) insurrection

e) civil war

f) partisan and guerrilla warfare

g) national liberation warfare

h) socialist revolution in a single country

i) socialist world revolution

j) socialist defensive war

k) the worldproletarian class wars



4. World organisations of the proletarians of all countries and their military mission

a) First Internationale

b) Second Internationale

c) Comintern

d) Comintern ML



5.

History, construction and organisation of the Red Army of the Soviet Union under Lenin and Stalin



6.

History, construction and organisation of the Albanian people`s army under Enver Hoxha



7.

The Red World Army of the Communist International

and other armed organisations8. The struggle of the Marxist-Leninists against revisionism and military opportunismus

a) right military opportunism

b) „left“ military opportunism

c) centrist and reconciliatory military opportunism



Sorry! We hope that comrades translate this German text into their own language. First of all, it would be necessary to translate the text into English. However we are at present not strong enough to do so. We are dependent of volontaries, who would like to overtake this busy job !



Schulungstexte der Komintern ML



Teil II

Teil III

Teil IV

Teil V

Teil VI

Teil VII

Teil VIII

Teil IX

Teil X

Teil XI (letzter Teil)



6. 3. 2005

Dies ist leider immer noch nicht die beendete Fassung - bis zur endgültigen Fertigstellung wird der Text hier auf der Homepage laufend ergänzt und verbessert

– Wolfgang -en}D



I. Teil

Lehrbuch

über die marxistisch-leninistischen Grundlagen der

weltproletarischen Militärwissenschaft

und der Kunst der

weltrevolutionären Klassenkriegsführung

zur Anwendung

für die internationale Befreiung und Emanzipation der Arbeiterklasse,

für die Eroberung der Diktatur des Weltproletariats durch den bewaffneten Sturz der Herrschaft der Weltbourgeoisie und deren Entwaffnung,

für die Beschlagnahme, Enteignung und Vergesellschaftung allen weltimperialistischen Reichtums sowie die vollständige internationale Abschaffung des Privateigentums,

für die Zurückschlagung der internationalen Konterrevolution, die Verteidigung der Diktatur des Weltproletariats und des Weltsozialismus



August 2004

Wolfgang Eggers

(gewidmet dem Gründer des RSB – Genosse J. E.)


Die entschiedensten Kommunisten sind die mutigsten Soldaten!

Hoch die revolutionäre Tradition des bewaffneten Kampfes der Arbeiter und der Völker aller Länder!

Unsterblicher Weltruhm und Weltehre allen gefallenen revolutionären Freiheitskämpfern und Soldaten ! Ihr Blut ist nicht umsonst geflossen. Wir schöpfen aus ihrem Heldenmut die ganze revolutionäre Kraft unseres eisernen Willens und unserer flammenden Herzen, um ihren Kampf siegreich zu Ende zu führen!

Für Weltrevolutionäre gibt es keinen Kampf ohne Opfer. Weltrervolutionäre fallen – es lebe die Weltrevolution!





„Heer der Sklaven, wache auf !

Völker hört die Signale,

auf zum letzten Gefecht,

die Internationale erkämpft das Menschenrecht!“

( aus: Lied der Internationale)




Vor dem Lesen dieses Schulungstextes bin ich einmal so frei, den möglichen Leserkreis in drei Kategorien einzuteilen und bitte um einen kleinen Moment (ge)duldiger Nachsicht.

Auf ein knappes Wort vorweg an den Leser der ersten Kategorie:

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame! Sollte es Ihnen der seltene Zufall erlaubt haben, dieses noch geschlossene Buch in der Hand zu halten, so wird Ihnen auch beim Öffnen sein Inhalt wohl eher verschlossen bleiben. Sie gehören nicht (pardon, „Gott sei dank“ nicht) dem bescheidenen internationalen Leserkreis von über einer Milliarde Menschen an, für die es geschrieben wurde. Sie befinden sich zur Zeit noch in der glücklichen Lage, einem kleinsten, feinsten ( und, nochmals pardon, das reimt sich so schön weiter: gemeinsten!) auser(/ge)lesenen Stand anzugehören, der es nicht nötig hat, sich mit einem Lesestoff zu begnügen, der von ihnen als billige Massenware, als billige Propaganda der Massen, sowieso niemals gebilligt wird. Kurz: Folgen Sie meinem gut gemeinten Rat und tun Sie sich (und mir) den Gefallen – legen Sie bitte das Buch beruhigt wieder zur Seite ( Sie werden noch früh genug erfahren, was drin steht!). Auf (nimmer) Wiedersehen ! Hoch(ver)achtungsvoll – der Verfasser.

Auf ein aufmunterndes Wort vorweg an den Leser der zweiten Kategorie:

Sehr geehrte Ermittler vom Verfassungsschutz, von den Geheimdiensten!, sehr geehrte Terroristenfahnder und Testamentvollstrecker der Ziele der Weltrevolution !

Meine lieben Spitzel, Denunzianten und Verräter in den Reihen unserer revolutionären Bewegung!

Ob Sie sich nun freuen, dass es mit diesem Lehrbuch neue sensationelle, alarmierende und höchst gefährdende und verdächtige „Erkenntnisse“ für Sie gibt, mit denen Sie sich bei Ihrem Vorgesetzten goldene Lorbeeren verdienen und glänzen können - oder ob Sie das anstrengende Studium dieses Buches verfluchen, weil Sie diese durchgekaute, alte Propaganda-Scheiße` nach dem hundertsten Mal gelesen am liebsten schon vorher auskotzen möchten, aber sich zu übergeben, ihnen ja die Dienstpflicht verbietet, kurz, es tut mir alles schrecklich Leid, Ihnen so viel Unannehmlichkeiten zu machen und Sie zu allem Ärger am Ende noch enttäuschen zu müssen, weil sich nichts Konkretes zur Handhabe finden ließ. Aber vielleicht helfen ihnen diese persönlichen, an Sie gerichteten Worte, Ihren Eifer etwas aufzupeppen und Ihre Zeit mit dem Buch nicht all zu langweilig werden zu lassen.

Ich kann die Revolution weder auf Ihre Bestellung hin herbeischreiben noch herbeibomben. Ich kann mich Ihnen, selbst wenn ich wollte, gar nicht auf dem Silbertablett servieren und Sie mich damit nicht vom Observieren zum Abservieren überführen. Ich fasse keine Bombe an, sondern lediglich nur das schon geschriebene Wort zusammen, was jeder auch ohne mich überall auf der Welt zu wissen bekommen kann. Das was ich beschreibe und wovor Sie sich so sehr fürchten, kommt nicht von mir, sondern von Millionenmassen und zwar ganz von allein, ohne dass ich mich in irgendeiner Weise, durch irgendeine „staatsfeindliche Aktivität` verdächtig zu machen brauche.

Und ich habe alle Zeit der Welt und warte nur den Augenblick ab, bis ihr euch selber in den Dreck geritten habt wie eure Kollegen vom Stasi, die – einst eure Rivalen, nun national wieder vereint - euch gute Dienste leisten, weil ihr sie barmherzig aufgenommen und nicht habt arbeitslos werden lassen. Mir stand in all den Stunden dieser meiner Arbeit nicht der Sinn danach, euch mit unnötiger Beschäftigung eure ablaufende Lebensfrist zu verlängern.

Die eigenen politischen Erfahrungen der Millionenmassen mit Ihnen sind das Grundgesetz, das sie selber revolutionär gegen Sie in Bewegung setzt, von deren militärischen Organisierung hier die Rede sein wird, und nicht etwa das Grundgesetz des Bombenwerfens von einer Handvoll zu globalisierender Verschwörer. Die können Sie meinetwegen über den ganzen Erdball jagen, aber nicht die Millionenmassen, das können Sie nicht! Wenn ihr Spitzel im Volk so weit abdreht, euch ein „Volk in Spitzeln“ erschaffen zu wollen wie in der ehemaligen sozialfaschistischen DDR, dann wird das Volk die Spitzel nicht nur verjagen wie dort geschehen, sondern – wie noch geschehen wird - die Unvermeidbarkeit eures Daseins für immer beseitigt sein – für euch leichter verständlich: Arbeitslosigkeit für Spitzel für alle Ewigkeit! Ob ihr dies nun überhaupt begreift, ob ihr das nun zur Kenntnis nehmen wollt oder nicht, guckt euch lieber jetzt schon nach einem neuen Job um, bevor wir das für euch besorgen müssen.

Sie werden sehen, ein Verfassungsschutz, der die Verfassung eines Staates schützt, der nichts anderes schützt als das kapitalistische Privateigentum, liefert uns mit all seiner Plackerei letztendlich nur `Schützenhilfe` für den Verfassungsschutz des zukünftigen Staates, der das kapitalistische Privateigentum samt kapitalistischen Verfassungsschutz abschafft; kurz: der Verfassungsschutz selbst liefert uns die Mittel, mit denen wir uns vor ihm schützen.

Sollten Sie dieses Lehrbuch wirklich begriffen haben, dann werden Sie sicherlich vom voreiligen Glauben abgekommen sein, hier freiwillig preisgegebene Geheimnisse entdeckt zu haben. Es handelt sich hier nicht um das „Nähkästchen-Geplauder“ eines „Terroristen“. Seien Sie vielmehr gewiss, dass der millionenstarke Gegner, von dem in meinem Buch die Rede ist, seine Geheimnisse nicht jedem auf die Nase binden wird, und Ihnen schon gar nicht. Wenn Sie aber trotzdem dem Irrglauben erlegen sind, dass ihnen der eine oder andere Hinweis weiterhilft, ihren Kopf und den der Klasse, der Sie dienen, aus der Schlinge zu retten, dann schicken Sie mir – aber bitte möglichst vorher noch - Ihr Dankesschreiben.

Das zum Verfasserschutz....

Weiterhin viel Spaß bei den `Ermittlungen`.



Auf ein offenes und ehrliches Wort vorweg an die „Zielperson“, den Leser der allerbesten Kategorie, die sich ein Buchautor wünschen kann:

Arbeiter, in der ganzen Welt!

Hast du deine Waffe schon erkannt?

Deine Waffe richtet sich gegen die Bourgeoisie zur Verteidigung der Existenz deiner Proletarierklasse - nur aus dem einzigen Grund, nämlich dir damit deine Macht zu schaffen, ohne die du die ökonomischen Grundlagen der Existenz aller feindlichen Klassen nicht vernichten kannst. Du musst mit deiner Waffe erst deine Klasse emanzipieren, bevor du dich als Mensch emanzipieren kannst. Nur so hast du endlich aufgehört, nur ein „Arbeiter“ und sonst nichts zu sein. Nur so erschaffst du dir eine klassenlose und waffenlose Gesellschaft, in der du als Mensch einfach „nur“ Mensch sein kannst, wo du wirklich frei bist, wo du frei sein kannst, ohne jemals wieder dazu verdammt zu sein, nur das lebendige Anhängsel und entfremdete Instrument deiner Klasse sein zu müssen. Alle Menschen sind erst gleich wie du, wenn sie endlich durch dich aus dem Schattendasein ihrer Klassenzugehörigkeit heraustreten können, sich als wirkliche Menschen emanzipieren und sich nie wieder begegnen müssen als Angehörige dieser oder jener Klasse im Kampf der eigenen Klasse gegen die Angehörigen dieser oder jener anderen Klasse. Und wem allein auf dieser ganzen Welt gebührt die Ehre, dieses großartigste Werk der Menschheitsgeschichte - die kommunistische Gesellschaft - zu vollbringen? Diese Ehre gebührt einzig und allein – nur dir !!! Und wie verwirklichst du dir diesen Traum? Nur auf dem einzig möglichen Weg – auf dem schweren, aufopferungsvollen Weg deines bewaffneten Kampfes gegen die herrschenden Waffen !!! Das ist der ganze Sinn und Zweck, wozu du deine eigene proletarische Militärtheorie gebrauchen musst – die Militärtheorie des Marxismus-Leninismus. Und wie kannst du sie gebrauchen? Du kannst sie nur unter der Bedingung und in dem Augenblick gebrauchen, wo du dich selbst als Soldat in die große Armee des Weltproletariats einreihst ! Wenn du also ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorziehst, dann wird das Blut der Arbeiter all deiner vorangegangenen Generationen nicht umsonst geflossen sein für deine Befreiung und für die Befreiung der Menschheit überhaupt. Wir Soldaten, wir Arbeiter, wir Bauern führen unseren eigenen, gemeinsamen internationalen Befreiungskrieg, einen revolutionären Weltkrieg für unsere Freiheit, für die Freiheit aller Unterdrückten und Ausgebeuteten in dieser Welt! Das Weltproletariat als Klasse stirbt letztlich nicht in Unfreiheit, sondern nur durch seine eigene siegreiche Befreiung vom Weltkapitalismus.

Also setze dich hin und studiere dieses Buch, damit du weisst, warum und wie du die Waffe gebrauchen sollst.

Arbeiter, vorwärts zur proletarischen Weltrevolution! Es lebe die Rote Weltarmee des Proletariats!





Begleitwort zu diesem Lehrbuch

Dieses Lehrbuch dient dem Weltproletariat im Kampf für seine Befreiung. Es soll im revolutionären Weltproletariat Verständnis dafür wecken, dass es sich für seinen militärischen Befreiungskampf theoretisch wappnen muss und den Marxismus-Leninismus somit als eine Anleitung auch zu seinem militärischen Handeln zu begreifen, da sonst die wirkliche Erfüllung seiner historischen Weltmission unmöglich ist. Es ist insbesondere die Aufgabe der Kommunistischen Internationale und ihrer Sektionen, durch Agitation und Propaganda die Notwendigkeit der Verbindung zwischen dem bewaffneten Kampf der revolutionären Arbeiterweltbewegung und der internationalen, marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft nicht nur den Arbeitern, sondern auch den Bauern und ganz besonders den Soldaten überall auf der Welt überzeugend darzulegen, damit Hammer, Sichel und Gewehr zu einer geballten internationalen Kraft heranwächst, stark genug um den Sieg der proletarischen Weltrevolution zu erringen.

Als Parteipolitiker betrachte ich die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft in diesem Lehrbuch hauptsächlich vom Parteistandpunkt, vom Standpunkt der Klassengebundenheit der weltproletarischen Parteilichkeit aus. Das Lehrbuch versucht also, dem objektiven Zusammenhang von militärischer Wissenschaftlichkeit und Parteinahme für die bewaffneten Interessen des Weltproletariats zu entsprechen.

Ich kann den Militärexperten nicht zufriedenstellen, weil ich kein Militärexperte bin und bisher noch nicht einmal einen einzigen Schuss mit der Waffe abgefeuert habe. Jedem, der einigermaßen mit dem Militärleben aus eigener Erfahrung vertraut ist, also nicht nur dem Militärexperten, springt dieses Manko in jeder Zeile sofort ins Auge. Wer trotzdem einigermaßen Nutzen aus diesem Lehrbuch ziehen kann, wird mir diesen Mangel hoffentlich verzeihen. Wenn wir den militärischen Nutzen hervorheben, möge man uns nicht böswillig unterstellen, damit die Militärtheorie zu überschätzen oder ihr gar wundersame Allheilkräfte anzudichten. Wenn dieser Eindruck entstehen sollte, dann war das bestimmt nicht beabsichtigt. Die Militärtheorie ist ja nur ein Teil des Marxismus-Leninismus insgesamt und kann also auch nur seinen begrenzten Teil beitragen, aber: auf diesen Teil zu verzichten, ihn etwa auszuklammern, würde bedeuten, den Marxismus-Leninismus zu verstümmeln, ihn eines wesentlichen Elements zu berauben, ihn untauglich zu machen, woran ja seit Bestehen des Marxismus-Leninismus von ihren Feinden herumgebastelt wird, insbesondere von den Revisionisten. Das Problem ist ja gegenwärtig nicht die Überschätzung, sondern die Unterschätzung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie, ist ihre Schwächung, ja ihr jahrzehntelanges Dahinvegetieren. Das Lehrbuch möchte also ein Beitrag dazu leisten, die Militärtheorie wieder auf den Platz zu heben, der ihr gebührt – nicht mehr und nicht weniger.

Vor allem werden diejenigen Leser dieses Lehrbuch zu schätzen wissen, die sich darin noch weiter hineinzudenken verstehen, die dadurch zum eigentlichen Kern, zum eigentlichen Wert dieses Lehrbuchs vordringen werden: die Nutzbarmachung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie für die Herausbildung der Kommunistischen Internationale als Weltkampfpartei, als schärfste Waffe der internationalen Organisierung des Klassenkampfes des Weltproletariats. Die schärfste Waffe der Proletarier aller Länder ist ihre organisierte Einheit - geformt zu einer vereinigten, bewaffneten Kampfpartei. Die Schaffung der höchsten Organisierungsform des Weltproletariats als Instrument zur Verwirklichung der höchsten Form seines Klassenkampfes, die Ausstattung des Weltproletariats mit einem politisichen Generalstab, ist nur auf der allgemeinen Grundlage des Marxismus-Leninismus, zu der bis zu einem gewissen Grade auch die Grundlagen der militärischen Erkenntnisse des Weltproletariats gehören. Schaffung der weltproletarischen Militärtheorie zum Zwecke der methodisch sauberen Anwendung durch die Kommunistische Internationale zunächst für die Kommunistische Internationale selbst, als führende politische Waffe des Proletariats, das ist die Voraussetzung dafür, dass die Kommunistische Internationale für die sozialistische Weltrevolution überhaupt erst richtig kampffähig wird, dass sie das Weltproletariat überhaupt in die politische Lage bringen kann, die weltrevolutionäre Militärtheorie ihrem eigentlichen Zweck im bewaffneten Klassenkampf zuzuführen: Wenn das Weltproletariat nicht seine marxistisch-leninistischen Militärtheorie als unverzichtbares Hilfsmittel (aber nicht als ausschließliches, sondern als eines von vielen anderen Hilfsmitteln!) dazu benutzt, seine Kommunistische Internationale als politische Waffe zu schmieden, wird es die Welt auch mit der besten weltrevolutionären Militärtheorie nicht vom Imperialismus befreien können, wird die Kommunistische Internationale nicht zur kriegführenden Weltpartei heranwachsen, wird es auf der Welt weder Sozialismus, noch Kommunismus geben KÖNNEN. Nur wer dies wirklich begriffen hat, der wird auch den eigentlichen Wert dieses Lehrbuches zu schätzen wissen, wird daraus den größtmöglichen Nutzen für das Weltproletariat ziehen , wird sich zum weltrevolutionären Marxisten-Leninisten, zu einem wirklichen Führer der bewaffneten sozialistischen Weltrevolution entwickeln können. Man kann nicht ernsthaft Führer des Weltproletariats sein, es kann keine wirkliche Kommunistische Internationale geben, wenn man sie nicht mit der marxistisch-leninistischen Militärtheorie ausstattet, wenn sie es nicht versteht, diese Theorie zu meistern, das heißt sie siegreich anzuwenden. Das Lehrbuch ist also insbesondere für den marxistisch-leninistischen Weltberufsrevolutionär geschrieben worden, für den Erbauer der Kommunistischen Internationale, für den Kämpfer der sozialistischen Weltrevolution.

Schafft sich das Weltproletariat seine Weltberufsrevolutionäre zum Aufbau der Kommunistischen Internationale, dann wird die Welt aus den Angeln gehoben! Die Welt aber aus den Angeln heben zu wollen, ohne sich mit dem Rüstzeug der marxistisch-leninistischen Militärtheorie zu wappnen, ist und bleibt eine leere revolutionäre Phrase! Wer die Auffassung vertritt, dass die Kommunistische Internationale ohne marxistisch-leninistische Militärtheorie auskommen könne, wer sie - wie Kautsky - auf die Rolle eines „friedlichen“ Instruments reduziert und nicht ebenso als führendes Kriegsinstrument des revolutionären Weltproletariats anerkennt , der hat nicht kappiert, wozu das Weltproletariat seine Kommunistische Internationale braucht.

Was also die Grundlagen des Marxismus-Leninismus, die weltanschaulich-parteiliche Seite des bewaffneten Kampfes, die ideologisch-politischen Grundpfeiler der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft angeht, so ist dieses Lehrbuch hoffentlich brauchbar, insbesondere als militärpolitische Grundlage für die Strategie und Taktik der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution. Dieses Lehrbuch möchte daher ein bescheidener Beitrag zur Ergänzung der Generallinie der Komintern/ML auf militärpolitischem Gebiet sein. Das Lehrbuch enthält bereits die wichtigsten Ideen für ein noch auszuformulierendes Militärprogramm der Kommunistischen Internationale. Dieses Lehrbuch ist die erste umfassende Abhandlung über die weltproletarische Militärwissenschaft überhaupt auf der ganzen Welt. Man wird an ihr zukünftig nicht mehr vorbeikommen können, muss sich mit ihr auseinandersetzen, und das bedeutet, dass sich damit von nun ab ihre Gegner und Befürworter grundsätzlich wie konkret gegenüberstehen werden. Sozusagen mit ihrer Geburt erklärt die weltproletarische Militärwissenschaft dem weltimperialistischen Militärismus hiermit den Krieg!

Das Lehrbuch geht der Frage nach, worauf der bewaffnete revolutionäre Kampf beruht, welchen Zweck er zu erfüllen hat, welchen Zielen er dient und was wir heute in militärischer Hinsicht von den Klassikern lernen können - und deswegen kommen die Klassiker durch viele Zitate „zu Wort“. Dies hat auch zu tun mit der prinzipiellen Abgrenzung vom Neo-Revisionismus, vom militärischen Opportunismus, was ohne starke Rückendeckung durch die Klassikerzitate völlig unmöglich ist. Es wird mit diesem Lehrbuch also „so ganz nebenbei“ und unvermeidlich eine Lücke geschlossen auf dem „militärwissenschaftlichen Schlachtfeld“ gegen den Neo-Revisionismus, was sicherlich zur eigenständigen Entwicklung und Stärkung der Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung beitragen wird. Es muss ja von der jetzigen Situation ausgegangen werden, wo die heutige marxistisch-leninistische Weltbewegung noch große Lücken im Wissen über die Schatzkammer der militärischen Lehren der Klassiker und überhaupt über ihre militärische Sichtweise aufweist. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung kann aber das Weltproletariat nicht zur bewaffneten sozialistischen Weltrevolution führen, wenn sie deren theoretischen Grundlagen, die die Klassiker geschaffen haben, nicht begriffen, nicht erlernt und vor allem nicht gemeistert hat. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist geradewegs zum Untergang verurteilt, wenn sie nicht den internationalen Klassenkampf zielstrebig organisiert und zentralisiert mittels einer zentralen Organisation, der Kommunistischen Internationale. Um diesen Weg zu gehen, muss sich die marxistisch-leninistischen Weltbewegung zu allererst vom neo-revisionistischen Bazillus befreien, der sie in der Vergangenheit festhält, die charakteristischen Besonderheiten der proletarischen sozialistischen Weltrevolution in der neuen Periode der Globalisierung nicht sehen und die Notwendigkeit der internationalen zentralisierten Organisation, die Notwendigkeit neuer internationaler Kampfmethoden und Kampfmittel nicht begreifen lässt. Der typische militärische Neo-Revisionismus ist die Abkehr von den internationalistischen, militärischen Grundlehren des Marxismus-Leninismus, ist die Angst und Unfähigkeit der Neo-Revisionisten, offen, direkt, entschieden und klar mit den militaristischen Revisionisten abzurechnen. Daher die Blindheit, die Ratlosigkeit, die panische Angst vor den Schwierigkeiten in den Reihen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, daher die Gefahr, in den Nachtrab der Revisionisten zu geraten und in deren Schlepptau unterzugehen. Revisionistisches Gewürm gedeiht überall auf der Welt, wo der Marxismus-Leninismus zu Grabe getragen wird, nicht aber, wo der Marxismus-Leninismus lebendig ist. Man kann heute in keinem Land erfolgreich für den Sozialismus kämpfen, wenn man von vornherein auf den internationalen Sieg des Sozialismus verzichtet, wenn man nicht an die Weltrevolution glaubt und die Siegeszuversicht zur Eroberung der weltproletarischen Macht untergräbt, denn der volle, der garantierte Sieg des Sozialismus in jedem Land kann nur die Weltdiktatur des Proletariats sein, das hat die bisherige Geschichte des Sozialismus uns gelehrt. Hunderte und Tausende Male wurde verkündet, dass die militärischen Lehren des Marxismus-Leninismus widerlegt worden seien, und bis zum heutigen Tag hat man nie aufgehört die „Widerlegungen“ weiter fortzusetzen. Die Revisionisten unterscheiden sich von allen anderen bürgerlichen „Widerlegern“ nur dadurch, dass sie die marxistisch-leninistischen militärischen Lehren mit den Worten der Klassiker zu „widerlegen“ versuchen, indem sie die Worte verdrehen, sie den tatsächlichen militärischen Verhältnissen und Bedingungen, ihren Veränderungen im Wandel der Zeit usw. undialektisch entgegensetzen, aus dem historischen Zusammenhang reißen und für nicht mehr „zeitgemäß“ oder für „nicht mehr anwendbar“ ausgeben. Solche Leute bezeichnen sich nicht nur selber als „Marxisten-Leninisten“ , sondern erdreisten sich, den Marxismus-Leninismus vor den wahren Marxisten-Leninisten „in Schutz§ nehmen zu müssen, was nichts anderes heißt als den vergeblichen Versuch fortzusetzen, den Marxismus-Leninismus mit dem Revisionismus aufzuhalten und zu überwinden.

Was die Theorie von der `Globalisierung der bewaffneten proletarischen Klassenkampfformen` im Allgemeinen und die Theorie der `Weltarmee des Proletariats` im Besonderen anbelangt, so kann bislang nur von der grundsätzlichen Notwendigkeit zentralisierter, internationaler Abteilungen der zu schaffenden proletarischen Militärorganisationen gesprochen werden. Im Voraus schon Betrachtungen darüber anzustellen, wann, zu welchen konkreten Mitteln und mit welchen militärischen internationalen Organisationen, bzw. wie die Kämpfe in den einzelnen Ländern international kombiniert und koordiniert werden, um dem Weltimperialismus den entscheidenden Schlag zu versetzen, ob beispielsweise dem internationalen Aufstand, dem internationalen politischen Massenstreik, dem internationalen Bürgerkrieg oder einer anderen Angriffsmethode vorrangig oder nicht sein wird – alles das wäre heute noch weitestgehend Spekulation, ja das wäre Doktrinarismus und würde den Neo-Revisionisten gegen die proletarische Weltarmee nur Waffen in die Hand geben, was das Lehrbuch auf jeden Fall vermeiden möchte. Erinnert sei hier an Lenin, der da sagte: „Das wäre ungefähr dasselbe, wie wenn Generäle den Kriegsrat einberufen, bevor sie das Heer mobilisiert, aufgestellt und gegen den Feind ins Feld geführt hätten. Kämpft aber die Armee des Proletariats unentwegt und unter der Führung einer starken sozialdemokratischen [ „sozialdemokratisch“ ist der alte, damals verwendete Begriff für marxistisch-leninistisch – Abmerkung des Verfassers] Organisation für seine ökonomische und politische Befreiung, dann wird diese Armee selbst den Generälen die Methoden und die Mittel des Handelns weisen“ (Lenin, Band 2, Seite 345). Also erst dann lässt sich über die Frage entscheiden, wie, wo, wann etc dem Weltimperialismus der entscheidende Todesstoß zu versetzen ist – das hängt von tausenderlei Bedingungen ab, die wir heute noch nicht voraussehen können. Was wir aber mit Bestimmtheit sagen können und was auch das Lehrbuch aufzuzeigen und nachzuweisen versucht, ist die Unvermeidbarkeit der gemeinsamen Bewaffnung der revolutionären Völker, ist die zwingende Notwendigkeit der Vereinigung und Zentralisierung aller revolutionären Waffen der Welt in den Händen des Weltproletariats für die gewaltsame sozialistische Weltrevolution zur Eroberung der Weltmacht des Proletariats. Nur mit seinen zentralistisch organisierten Waffen kann das Weltproletariat die ganze Welt zur Befreiung vom Weltimperialismus führen – und das eben ist seine historische Bestimmung, die es nun einmal nicht anders als mit seiner proletarischen Weltarmee erfüllen kann. Das eben ist die heute entscheidende marxistisch-leninistische, weltrevolutionäre Erkenntnis, von der sich das Weltproletariat wird leiten lassen. Eben die systematisch bewaffnete, proletarische, sozialistische Weltrevolution ist es, von der die weltproletarische Militärwissenschaft in Zukunft auszugehen hat und womit sich dieses Lehrbuch beschäftigt. Nun denn: die theoretischen Grundvoraussetzungen des internationalen bewaffneten Klassenkampfes sind hier entworfen und niedergelegt – bereiten wir nunmehr die praktische Umsetzung vor! Das international vereinigte Proletariat gibt der Welt neue Formen, neue Methoden und Kombinationen der Mittel des offenen weltrevolutionären Kampfes – führen wir Marxisten-Leninisten es in diesem Kampf auf den richtigen Weg zum Sieg der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution!

Es kann hier keine erschöpfende Darstellung der weltproletarischen, militärischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus erwartet werden. Das würde den gedrängten Rahmen dieses Lehrbuches sprengen, welches nur als Überblick, als Orientierungshilfe für ein vertieftes Studium gedacht ist, das unverzichtbar bleibt und durch nichts ersetzt werden kann. Ebenso entbindet uns dieses Lehrbuch nicht von der Pflicht als Marxisten-Leninisten, die Grundlagen der militärischen Wissenschaft auch in Zukunft historisch stets aufs Neue anzuwenden, das heißt, ihre Grundlagen unter neuen Klassenkampfbedingungen ständig zu korrigieren, zu ergänzen und zu vervollkommnen.

Natürlich wäre ich dankbar, wenn es auf dieser Welt Freunde und Genossen gibt, die dieses Buch in ihre Sprache übersetzen und dadurch mithelfen, dieses Lehrbuch in die Sprache des Weltproletariats zu übersetzen, damit es auch Arbeiter aus allen Ländern lesen ( und vor allem praktisch nutzen und anwenden!) können, die nicht meine deutsche Muttersprache - die Sprache des Mutterlandes des wissenschaftlichen Kommunismus - verstehen.

Wolfgang Eggers



Die Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten sind heute der Funken im Ölfass, durch das die internationale Krise beschleunigt und schließlich zum Ausbruch gebracht wird. Daraus folgt unmittelbar die Ausbreitung politische Revolutionen sowohl in den unterdrückenden als auch in den unterdrückten Ländern der ganzen Welt..







Inhaltsübersicht



1. Kapitel

Die Definition der Theorie und Praxis des bewaffneten internationalen Klassenkampfes

und die weltproletarischen, internationalistisch- militärischen Losungen



2. Kapitel

Die Klassiker über die Grundlagen

der

marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft

und die Kunst der

weltrevolutionären Kriegsführung

Marx und Engels

Lenin

Stalin

Enver Hoxha



3. Kapitel

Die militärischen Kampfformen

und Waffen

der revolutionären Arbeiterklasse und der revolutionären Völker



Dialektik des bewaffneten Klassenkampfes

Über die Gewalt

Über Bewaffnung und Entwaffnung

Demonstrationen, Streiks und Generalstreiks

Der Aufstand

Der Bürgerkrieg

Partisanenkampf und Guerillakrieg

Der nationale Befreiungskrieg

Die sozialistische Revolution in einem Land

Die sozialistische Weltrevolution

Der sozialistische Volkskrieg

Die weltproletarischen Klassenkriege



4. Kapitel

Die Weltorganisationen der Proletarier aller Länder und ihre militärische Mission

Erste Internationale

Zweite Internationale

Komintern

Komintern/ML



5. Kapitel

Aufbau und Organisation der Roten Armee der Sowjetunion Lenins und Stalins







6. Kapitel

Aufbau und Organisation der albanischen Volksarmee Enver Hoxhas



7. Kapitel

Die Rote Weltarmee der Kommunistischen Internationale

und andere bewaffnete Organisationsformen



8. Kapitel

Der Kampf der Marxisten-Leninisten

gegen den Revisionismus und dem militärischen Opportunismus

Gegen den rechten militärischen Opportunismus

Gegen den „linken“ militärischen Opportunismus

Gegen den zentristischen/versöhnlerischen militärischen Opportunismus









1. Kapitel

Die Definition der Theorie und Praxis des bewaffneten internationalen Klassenkampfes

und

unsere internationalistischen und militärpolitischen Losungen:



[ Militärische Losungen sind „keine Bürgschaft für einen einfachen und leichten Sieg. Eine Losung weist das Ziel, das erreicht werden muss, um die gegebenen Aufgaben zu erfüllen“ (Lenin, Band 11, Seite 104).]



Es gibt Feinde, die man in so manchen Schlachten schlagen, die man eine Zeitlang niederhalten, die man aber nicht vernichten kann - Feinde wie die Arbeiterklasse, wie die armen Bauern lassen sich nicht vernichten !

Nichts auf Erden kann die Weltmassen aufhalten, wenn sie sich zur Revolution erhoben haben!

Gegen die Weltfront des Imperialismus die vereinigte Front der revolutionären Weltbewegung!

Wir leben heute in der Epoche des Niedergangs des Weltimperialismus und des Sieges der proletarischen Weltrevolution !

Die Entscheidung über Krieg und Frieden liegt heute in den Händen des Weltproletariats !

Der unvermeidliche Sieg der sozialistische Weltrevolution beruht auf dem unvermeidlichen Massenkampf der vom Weltproletariat geführten revolutionären Völker, der aus den ökonomischen Umwälzungen der unvermeidlichen Weltkrise hervorgeht.

Das Werk der Befreiung des Weltproletariats kann nur das Werk des Weltproletariats selber sein!

Die Befreiung des Proletariats kann nur eine internationale Aktion sein! (Engels, MEW, Band 39, Seite190).

Die Frage der proletarischen Weltrevolution ist zum unmittelbaren Sturm auf den Weltkapitalismus geworden – auf zum letzten Gefecht!

Die Weltrevolution kann nicht eher mehr abgeschlossen werden als mit der internationalen Herrschaft des Proletariats!

Proletarier aller Länder, vereinigt eure internationalen Waffen in der Roten Weltarmee gegen die konterrevolutionäre Armee der Weltbourgeoisie !

Es lebe das revolutionäre Weltproletariat und seine revolutionäre Weltarmee!

Das Weltproletariat besitzt keine andere Waffe im Kampf um die Weltmacht als die Weltorganisation. Ohne die führende Rolle der Kommunistische Internationale, ohne sich von den Ideen von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha leiten zu lassen, kann das Weltproletariat nicht über die Weltbourgeoisie, kann der Weltkommunismus nicht über den Weltkapitalismus siegen. Der Sieg über den Weltkapitalismus ist vom Weltproletariat letztendlich ohne seine meisterhafte Anwendung der marxistisch-leninistischen Militär-Theorie und Kunst/Taktik des internationalistischen Klassenkriegs nicht zu erringen.

Im Geiste des proletarischen Internationalismus bereitet die bolschewistische Weltpartei daher den bewaffneten, revolutionären Klassenkampf des Weltproletariats zur Zerschlagung des Weltimperialismus in der Einheit von Theorie und Praxis vor, organisiert und führt ihn.

Vorbereitung, Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Weltproletariats über die Weltbourgeoisie. Der Verwirklichung dieses Zieles mit proletarischer, internationalistisch-militärischer Disziplin zu dienen - das ist die Pflicht aller Pflichten der Kommunistischen Internationakle im tiefsten, umfassendsten und konkretesten Sinne.

Die Kommunistische Internationale ist und bleibt die Seele der Armee des Weltproletariats, das Gehirn, das sie auf marxistisch-leninistischem Weg leitet, die lebensspendende Kraft, die sie unbezwingbar macht. In der Armee des Weltproletariats, an der Spitze des internationalen bewaffneten Klassenkampfes, führt die Kommunistische Internationale das Kommando die Zentralisierung und Vereinheitlichung des internationalen Bürgerkrieges mit den nationalen Befreiungsbewegungen der Völker der ganzen Welt, um den Sozialismus in den einzelnen Ländern zurückzuerobern und ihn so schließlich in den Weltsozialismus zu überführen.

Der Weltbolschewismus ist durch nichts und niemanden zu besiegen, weder mit materieller Waffengewalt, noch mit der Gewalt der geistigen Waffen.

Gegenwärtig zeigt sich jenes Phänomen der Zeit Lenins, als die Trennung von der II. Internationale die Gründung der Komintern folgte: die Vollziehung der Trennung vom internationalen Neo-Revisionismus durch die Gründung der Komintern/ML. Die Komintern/ML hat die rissig gewordene revisionistische Mauer zwischen Oktoberrevolution und Weltrevolution zum Einsturz gebracht. Mit der Befreiung der Ideen von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha vom Neo-Revisionismus hat die Komintern/ML wieder die ideologischen Grundbausteine freigelegt für das höchste Etappenziel der Vereinigung der Proletarier aller Länder: die sozialistische Weltrevolution !



Über die Verwendung militärischer Begriffe im Klassenkampf


Wir verwenden im täglichen Leben den Begriff der „Waffe“ und insbesondere dann, wenn wir vom Klassenkampf sprechen. So beschränken wir den Begriff „Waffe“ zum Beispiel nicht allein auf die ursprüngliche Bezeichnung für ein Kampfgerät, sondern im übertragenen Sinne sprechen wir zum Beispiel von der „geistigen Waffe“, „ideologischen Waffe, „politischen Waffe“, „ökonomischen Waffe“ des Proletariats etc. Das sind einige die allgemeinen „Waffengattungen“, mit denen sich das Proletariat als streitbare Klasse gege den Klassenfeind ausrüstet, wobei die Waffengattungen im engeren, militärischen Sinne jene Truppenteile der Streitkräfte meint, die mit einer bestimmten gleichen Art von Waffen ausgestattet ist: „Luftwaffe“, „Heer“, „Marine“ etc. So sagte Lenin einmal zur Parlamentsfraktion der Partei: „Die Fraktion ist nicht der Generalstab ( wenn es gestattet sei [...], einen `militärischen` [Vergleich – Anmerkung des Verfassers] zu gebrauchen), sondern eher ihre Trompeterabteilung in dem einen oder eine Kundschaftertruppe in dem anderen Fall oder überhaupt eine bestimmte Hilfs-`Waffengattung`“ (Lenin, Band 15, Seite 291).

Der Begriff „militärischer“ und „bewaffneter“ Kampf wird häufig als Synonym für den allgemeinen Kampf mit (revolutionären) Waffen verwendet. Der militärische Kampf ist – genauer und präziser ausgedrückt - eine besondere Form des bewaffneten Kampfes und ist im allgemeinen Sprachgebrauch die staatliche Form unter den bewaffneten Kampfformen. Beim Proletariat spricht man also von seinem militärischen Kampf insbesondere dann, wenn man dabei vom Aufbau und Einsatz militärischer Organisationen, wenn man von den Streitkräften des proletarischen Staates ausgeht.

Der militärische/bewaffnete Kampf ist grundsätzlich dem politischen Kampf zugeordnet und eine ihm untergeordnete, mit bewaffneten/militärischen Mitteln fortgesetzte Form. Diese Unterodnung entspricht unbedingt dem Wesen des politischen Kampfes, der entscheidenden Form des Klassenkampfes des Proletariats. Der politische Sieg des Proletariats ist ohne den militärischen/bewaffneten Kampf völlig unmöglich, genauso wie die Unterordnung des militärischen/bewaffneten Kampfes unter den politischen Kampf eine wichtige Voraussetzung für den Sieg darstellt. Da letztendlich die politische Macht der Arbeiterklasse nur mit Waffengewalt erobert werden kann, ist der bewaffnete Kampf ein unverzichtbarer Bestandteil, ja ein Grundprinzip des Marxismus-Leninismus, ist der bewaffnete Kampf, ist die militärische Frage damit immer eine zentrale, von der Bourgeoisie heftig umstrittene und umkämpfte ideologische Klassenfrage gewesen und ist sie es noch, insbesondere, dass der bewaffnete Kampf in einen militärischen Kampf übergeht, sich die bewaffneten Kampforgane in militärische Staatsorgane verwandeln, - wenn aus den Waffen, die der Eroberung der Macht dienten, militärische Waffen geworden sind, die zunächst der Verteidigung der eroberten Macht dienen , schließlich der Entwaffnung des ganzen imperialistischen Weltsystems und endlich der eigenen = allgermeinen Entwaffnung.

Die Bedeutung der Definition besteht darin, dass sie hilft, die militärischen Begriffe in genauem, präzisen Sinne zu gebrauchen. Wir müssen die militärischen Begriffe kennen, mit denen wir im Lehrbuch arbeiten, ihren Inhalt, ihre wesentlichen Merkmale. Wir müssen deshalb die grundlegenden militärischen Begriffe, mit denen wir hier arbeiten, definieren, wohlwissend, dass die Definitionenselber kein Mittel der militärwissenschaftlichen Erkenntnis und Forschung ist. Definitionen, das haben die Klassiker immer wieder betont, sind immer nur annähernd, relativ; sie erschöpfen den zu behandelnden Gegenstand nicht vollständig.




Wie definieren wir im Einzelnen die Theorie und Praxis des internationalen bewaffneten Klassenkampfes?


In den „alten“ marxistisch-leninistischen Lehrbüchern sind die „wichtigsten Sachen“ hierzu bereits hervorragend definiert, wozu sich also die Mühe machen und alles neu definieren? Haben wir nicht aus dem Revisionismus gelernt, dass man uns mit der „Erneuerung“ von Definitionen aufs Glatteis geführt hat, wo man die alten, guten, marxistisch-leninistischen Lehrbücher aus dem Verkehr zog, um sie durch „moderne“ Lehrbücher, nämlich die des modernen Revisionismus zu ersetzen, weil das eben zum Zweck der Zurückeroberung des Kapitalismus dienlich war? Bräuchten wir nicht einfach nur die Finger von den revisionistischen Lehrbüchern lassen und uns wieder die „alten“ marxistisch-leninistischen Lehrbücher vornehmen? Das ist auf jeden Fall richtig. Aber reicht das aus? Ist es mit den besten, bewährtesten Definitionen nicht so wie mit allem anderem auch, dass sie „in die Jahre kommen“ und den Anforderungen der Zeit wirklich nicht mehr entsprechen, ohne den Argumenten der Revisionisten nun zum wiederholten Male auf den Leim gehen zu wollen. Schön, Lenin hat die Periode definiert, in der wir heute immer noch leben. Damit sind die allgemeinen Aufgaben der sozialistischen Revolution und die Notwendigkeit unseres bewaffneten Kampfes klar für uns vorgezeichnet, und sie haben sich historisch mit der Bewahrheitung der realen Existenz des Sozialismus als richtig erwiesen. Nur, Wahrheit ist auch, dass der Sozialismus sich wieder in Kapitalismus zurückverwandeln konnte, und so hat Enver Hoxha die allgemeinen Aufgaben des Marxismus-Leninismus durch die konkrete ökonomische und politische Situation des Revisionismus an der Macht als besonderen Zeitabschnitt des geschichtlichen Prozesses notwendigerweise modifiziert mit dem Ergebnis, dass der Sozialismus sich gegenüber dem Revisionismus an der Macht behaupten konnte, jedenfalls für einige Jahrzehnte. Wiederum ist es eine historische Wahrheit, dass auch der antirevisionistische Sozialismus in Albanien sich in den Kapitalismus zurückentwickelte, wodurch wir uns nun in einer neuen historischen Etappe befinden, wo der Marxismus-Leninismus dieser Entwicklung Rechnung tragen und entsprechend modifiziert werden muss. Und hier zeigen sich unsere theoretischen Schwächen. Wegen der Angst vor den Revisionisten darf man keine Angst vor der Revision des Marxismus-Leninismus haben. Wo sie tatsächlich notwendig ist, dürfen wir uns nicht scheuen, sie auch durchzuführen. Mit der Revision des Marxismus-Leninismus verlassen wir ja nicht seinen Boden wie es die Revisionisten getan haben und die Neo-Revisionisten weiter tun, sondern stablisieren wir ihn für die kommenden Belastungen und Bewährungen, bauen wir den zurückeroberten, neuen Sozialismus auf dem befestigten, revidierten Fundament des Marxismus-Leninismus auf. Stets jung bleibt der Marxismus-Leninismus ja nicht von alleine; er wird gestählt im Feuer des täglichen Klassenkampfes, ansonsten würden wir ihn verrosten lassen. Ein verrosteter Marxismus-Leninismus ist aber völlig untauglich für die Arbeiterklasse, kann sogar eine Blutvergiftung verursachen und die Arbeiterklasse damit in Lebensgefahr bringen. Der Marxismus-Leninismus macht also im Wandel der Zeit ganz natürliche Veränderungen durch und muss sie auch durchmachen, um überhaupt den neuen historischen Bedingungen entsprechen zu können.


Aber genauso wie der Kapitalismus nach der Oktoberrevolution nicht mehr der Gleiche war, so ist er es auch nach der Einverleibung des Sozialismus schon nicht mehr. Wir leben in einer Zeit, in der der Kapitalismus, der sich den Sozialismus einverleibt hat, nun eben darum reif geworden ist für die Wiedergeburt des Sozialismus. Die Wiedergeburt ist aber nicht eine einfache Wiederholung der ersten Geburt, sondern die zweite, erneute Geburt wird auch einen zweiten, einen neuen, besseren, lebensfähigeren Sozialismus hervorbringen als den ersten, denn er kommt bereits mit den besten Anlagen des ersten Sozialismus ausgestattet auf die Welt. Und da es kein Zufall ist, dass er aus dem Schoß der globalisierten kapitalistischen Gesellschaftsordnung kommt, wird er auch seine Lebensfähigkeit als internationaler Sozialismus glänzend unter Beweis stellen können. Nichts anderes geschieht mit der Wiedergeburt des Marxismus-Leninismus, der sich nicht an die Theorie von gestern klammert, sondern den exakten Tatsachen des wirklichen Lebens Rechnung trägt, nicht nur die revolutionären Ereignisse der sozialistischen Wiedergeburt widerspiegeln wird, sondern diese Ereignisse auch voraussieht und damit beschleunigen kann. Der Marxismus-Leninismus wird seinem internationalen Charakter unter den Bedingungen der Globalisierung noch gerechter werden als je zuvor, wird er seine ganze militärische Stärke und Überlegenheit unter den Bedingungen der Internationalisierung des Klassenkrieges voll unter Beweis stellen können, erlebt er seine Wiedergeburt und wird er neue Definitionen des bewaffneten Klassenkampfes hervorbringen, die seinem internationalen Charakter noch weiter näher kommen. Und so kann es auch gar nicht anders sein, dass nicht nur auf dem militärischen Gebiet des Marxismus-Leninismus neue Lehrbücher geschaffen werden, die den Erfordernissen der Gegenwart besser entsprechen als es die alten je könnten. Deswegen ist es notwendig, im Einzelnen die Theorie und Praxis des internationalen bewaffneten Klassenkampfes unter den Bedingungen der Globalisierung neu zu definieren:

Abschließend sagte Lenin über Definitionen u.a.:

„Doch sind allzu kurze Definitionen [oder alte, dogmatisch übernommene Definitionen - Anmerkung des Verfassers] zwar bequem, denn sie fassen das Wichtigste zusammen, aber dennoch unzulänglich, sobald aus ihnen die wesentlichsten Züge der zu definierenden Erscheinung speziell abgeleitet werden sollen [insbesondere in ihrem historischen Wandlungsprozess unter veränderten Situationen und Bedingungen – Anmerkung des Verfassers]; Deshalb muss man – ohne zu vergessen, dass alle Definitionen überhaupt nur bedingte und relative Bedeutung haben, da eine Definition niemals die allseitigen Zusammenhänge einer Erscheinung in ihrer vollen Entfaltung umfassen kann – eine solche Definition (...) geben, die [eine Auswahl der – Einfügung des Verfassers] wichtigsten Merkmale enthalten würde...“ (Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Ausgewählte Werke, Band I, Seite 839).




Was ist allgemein unter der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft zu verstehen?


Zunächst ist die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus entwickelt worden.

Der Marxismus-Leninismus ist die revolutionäre Weltanschauung des Proletariats und ihrer Partei, die die Einheit und Geschlossenheit des dialektischen und historischen Materialismus, der politischen Ökonomie und des wissenschaftlichen Kommunismus darstellt und dabei von den objektiven Gesetzmäßigkeiten der Natur und der Gesellschaft ausgeht. Der Marxismus-Leninismus ist die einzige wissenschaftliche Weltanschaung, das heißt, eine Weltanschauung, die darauf beruht, die objektive Wahrheit systematisch-gesetzmäßig und immer tiefer und umfassender durch die menschliche Erkenntnis richtig widerzuspiegeln anhand des Kriteriums der Praxis, der Natur und des tatsächlichen gesellschaftlichen Lebens.

Der Marxismus-Leninismus ist die Wissenschaft des Weltproletariats von der Entwicklung der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Befreiung der Menschheit, die Wissenschaft von der Arbeiterbewegung, die Wissenschaft von der proletarischen Revolution, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft.

Diese revolutionäre Wissenschaft hat sich weit verzweigt und somit auch auf dem militärischen Gebiet spezialisiert. Sie hat sich mittlererweile zu einer selbständigen marxistisch-leninistischen, zu einer sozialistischen Militärwissenschaft entwickelt:


Die marxistisch-leninistische militärische Wissenschaft ist die militärische Wissenschaft des Weltproletariats von den militärischen Gesetzen der Entwicklung der Klassengesellschaft, die Wissenschaft von der bewaffneten Befreiung der Menschheit, die Wissenschaft von der bewaffneten Arbeiterbewegung, die Wissenschaft von der bewaffneten proletarischen Revolution, die Wissenschaft von der militärischen Verteidigung der proletarischen Revolution und schließlich die Wissenschaft von der militärischen Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen durch Menschen.


Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft ist also die Wissenschaft vom bewaffneten Kampf der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen aller Länder im Allgemeinen und der Arbeiterbewegung aller Länder im Besonderen. Sie ist die Wissenschaft von der gewaltsamen Eroberung der Weltmacht des Proletariats, der proletarischen Weltrevolution, die Wissenschaft vom Schutz der Weltdiktatur des Proletariats, der militärischen Verteidigung des Weltsozialismus und schließlich die Wissenschaft von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit von jeglicher militärischer Gewalt durch die zukünftige kommunistischen Gesellschaft auf der ganzen Welt.


Die Geschichte der Wissenschaft zeigt, dass die dialektische Methode die einzig wissenschaftliche Methode ist. Auch auf militärischem Gebiet muss alles in der Bewegung, im Werden und Vergehen betrachtet werden. Für die ganze Epoche zwischen Kapitalismus und Kommunismus geht die Frage „Wer- wen?“ nie auf halbem Wege gelöst, nie gradlinig, endgültig oder garantiert ab, sondern gibt es Perioden, in denen diese Frage durch die Waffen immer wieder neu entschieden werden muss, findet permanent ein erbitterter Klassenkampf mit und ohne Waffen statt, stehen die bewaffneten Kräfte der Klassen nie wirklich „still“, selbst die revolutionäre Ebbe befindet sich nie in einem völligen Stillstand, sie bewegt sich fortwährend, wenn auch langsamer als die revolutionäre Flut. So ist die Waffenbereitschaft genauso wichtig wie der Einsatz der Waffen selbst.


Die marxistisch-leninistische militärische Wissenschaft ist ein großer Hebel der Weltgeschichte, eine weltrevolutionäre Kraft. Die militärische Wissenschaft des Proletariats ist also ein unverzichtbares Instrument des revolutionären Proletariats, sich nicht nur aus seiner Versklavung zu befreien, sondern eine neue Weltordnung aufzubauen und zum Kommunismus voranzuschreiten.



Von der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft ist die marxistisch-leninistische Militärtheorie begrifflich zu unterscheiden

Der Begriff der marxistisch-leninistischen Militärtheorie darf nicht mit dem der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft identifiziert werden. Die marxistisch-leninistische Militärtheorie hat aus der Militärwissenschaft erst eine wirkliche Wissenschaft gemacht, hat die militärische Wissenschaft auf feste Grundlagen gestellt und den Weg vorgezeichnet, der beschritten werden muss, um die militärische Wissenschaft weiterzuentwickeln und in allen Einzelheiten auszuarbeiten. Die Lehren des bewaffneten Klassenkampfes des Proletariats sind keine ausgedachten Erfindungen, um Verschwörungsaktionen zu organisieren, sondern es sind die Lehren der Partei, den bewaffneten Klassenkampfs des Proletariats zu führen, zu organisieren, zu zentralisieren und zu leiten als ein Mittel zur Verwirklichung des politischen Zieles der Eroberung und Verteidigung der Macht des Proletariats.


»Die gewaltige, in der Welt noch nie dagewesene Befreiungsbewegung einer unterdrückten Klasse, der revolutionärsten Klasse der Geschichte, ist u n m ö g l i c h ohne revolutionäre Theorie. Sie kann nicht ausgedacht werden, sie wächst heran aus der Gesamtheit der revolutionären Erfahrungen und der revolutionären Ideen aller Länder der Welt.« (Lenin Bd. 21, Seite 358, dt. Ausgabe).


Die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus ist das militärwissenschaftliche Fundament, die wissenschaftlich begründete Zusammenfassung und Generalisierung sämtlicher praktischer Erfahrungen und Ideen des bewaffneten Klassenkampfes der Proletarier aller Länder, in ihrer historischen und gegenwärtigen Entwicklung zusammengenommen.

Die wichtigsten Bestandteile der marxistisch-leninistischen Militärtheorie sind die in ihr formulierten objektiven Gesetze und marxistisch-leninistischen Prinzipien des militärischen Kampfes, die als militärische Richtschnur, als Kompass auf dem Weg zur gewaltsamen Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Proletariats dienen und diesen Weg beleuchten.

Die Kraft der militärischen, marxistisch-leninistischen Theorie besteht darin, dass sie den bolschewistischen Parteien, insbesondere ihrer Weltpartei, die Möglichkeit gibt, sich in der jeweiligen Kriegssituation zu orientieren, den inneren Zusammenhang der rings um sie vor sich gehenden Ereignisse der bewaffneten internationalen Klassenauseinandersetzungen zu verstehen, den Gang dieser Ereignisse vorauszusehen, und zu erkennen nicht nur, wie und wohin sich diese Ereignisse gegenwärtig entwickeln, sondern auch wie und wohin sie sich künftig entwickeln müssen.

Die militärische, marxistisch-leninistische Theorie ist eine internationalistische Theorie, die Verallgemeinerung der Kriegskunst der Proletarier aller Länder. Sie ist die Wissenschaft von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit des militärischer Konflikte und Kriege überhaupt. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft beschränkt sich aber nicht nur auf diese Beseitigung der Unvermeidbarkeit militärischer Konflikte, sondern beruht auf der Erkenntnis, dass die Bourgeoisie dem Proletariat jene Waffen, die es gegen die Unterdrückten und Ausgebeuteten richtet, um ihre Profite zu maximieren, in die Hand liefert, um damit nicht nur die Bourgeoisie zu besiegen, nicht nur seine eigene proletarische Weltmacht zu errichten, sondern damit einen Schritt in der Menschheitsgeschichte einzuleiten, in der nie wieder ein Mensch einen anderen ausbeutet oder unterdrückt.


Die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus ist eine starke Waffe des Weltproletariats, den Sieg der bolschewistischen Weltrevolution zu erringen. Die Komintern/ML versteht unter bolschewistischer Weltrevolution.......den gewaltsamen, bewaffneten Sturz der Weltbourgeoisie und die endgültige Zerschlagung ihres internationalen Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparates, mit dem sie ihr System des Weltkapitalismus aufrecht erhält. Sie wird geführt durch das Weltproletariat und seine Kommunistische Internationale zur vollständigen, revolutionären Befreiung der Weltproduktivkräfte aus den Fesseln der imperialistischen Produktionsverhältnisse durch weltweite Enteignung des Privateigentums, dessen internationale Vergesellschaftung unter dem Schutzschild der Weltdiktatur des Proletariats als Voraussetzung für das nächste Ziel des Aufbaus des Weltsozialismus und dem ferneren Ziel des Aufbaus des Weltkommunismus, der klassenlosen Gesellschaft. Es kann keine militärisch starke Kommunistische Internationale geben, wenn es keine weltrevolutionäre Militär-Theorie gibt, die alle Sektionen zum bewaffneten Kampf vereinigt, aus der sie alle ihre militärischen Überzeugungen schöpfen und die sie auf die Methoden ihres bewaffneten Kampfes und ihrer militärischen Tätigkeit konkret anwenden; wenn man eine solche Militär-Theorie, die man nach bestem Wissen für richtig hält, vor unbegründeten Angriffen und Versuchen, sie zu verschlechtern, schützt, so heißt das noch keineswegs, ein Feind jeder Kritik zu sein. Wir betrachten die marxistisch-leninistische Militär-Theorie keineswegs als etwas Abgeschlossenes und Unantastbares; wir sind im Gegenteil davon überzeugt, dass sie nur das Fundament der militärischen Wissenschaft des Weltproletariats gelegt hat, die die marxistisch-leninistische Weltbewegung nach allen Richtungen weiterentwickeln muss, wenn sie nicht hinter den Ereignissen der proletarischen Weltbewegung hinterherhinken will.



Wie müssen wie den militärischen/bewaffneten Kampf führen ?


Wir brauchen dafür eine ausgearbeitete militärische Strategie und Taktik:

Die militärische Strategie und Taktik ist als ein besonderer Teil der allgemeinen bolschewistischen Strategie und Taktik, die Wissenschaft von der Führung des bewaffneten Klassenkampfes des Proletariats einschließlich der Kunst der Führung.

Sie beruht zwar auf wichtigen Grundsätzen und Grundprinzipien, aber erkennt keine universell gültigen, unveränderlichen Schlussfolgerungen und Formeln an, die sozusagen für alle Perioden obligatorisch wären. Die militärische Strategie und Taktik des Proletariats und seiner Partei wird historisch angewandt und nicht dogmatisch. Also ändert sie sich in den verschiedenen Perioden der Revolution. So unterscheidet sich die militärische Strategie und Taktik in der Periode der bürgerlich-demokratischen Revolution von derjenigen in der Periode der sozialistischen Revolution, und diese wiederum von derjenigen, die zur Verteidigung des Sozialismus angewandt wird. Wir unterscheiden auch die militärische Strategie und Taktik der einzelnen Länder von derjenigen im Weltmaßstab, ferner die militärische Strategie und Taktik vom Angriff und Rückzug, von der Ausnutzung aller die Revolution begünstigenden Bedingungen und der Verbündeten, die Strategie und Taktik der militärischen Einheitsfront usw. usf. Die militärische Strategie und Taktik muss man auch im engen Zusammenhang mit der Wahl des entscheidenden, wichtigsten Kettengliedes und der Wahl des Zeitpunkts für den entscheidenden Schlag sehen. Das Verhältnis von militärischer Strategie und Taktik kommt später noch ausführlich zur Sprache, weswegen wir uns hier mit einer kurzen Definition begnügen wollen.

Für die Kriegskunst des Rückzugs bei Vorrücken feindlicher Truppen sei hier ein Telegramm von Lenin an den Vorsitzenden des Deputiertensowjets der Stadt Drissa als veranschaulichendes Beispiel angeführt:

„Leisten Sie Widerstand, wo es möglich ist. Schaffen Sie alles Wertvolle und die Lebensmittel aus der Stadt. Alles Übrige vernichten Sie. Überlassen Sie dem Feind nichts. Reißen Sie die Eisenbahnschienen auf – je zwei Werst auf zehn Werst. Sprengen Sie die Brücken“ (Lenin, Band 35, Seite 307, geschrieben am 19. Februar 1918).



Wie wird die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik methodisch grundsätzlich angewandt?


Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft ist die beste, höchst entwickeltste, fortschrittlichste und revolutionärste Militärwissenschaft in der Geschichte der Menschheit. Sie ist stärker als alle bürgerlichen Militärwissenschaften zusammengenommen. Sie ist die schärfste Waffe der Kritik an der räuberischen bürgerlichen Militärwissenschaft. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft hat sich auch im Kampf gegen den Revisionismus entwickelt und die Revisionisten auf dem Gebiet der Militärwissenschaft entlarvt. Die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik lässt sich also methodisch immer nur eigenständig in Abgrenzung von der militärischen Wissenschaft der anderen Klassen , insbesondere in Abgrenzung von der revisionistischen Militärwissenschaft anwenden, denn es ist ja gerade das Ziel des Klassenfeindes, den bürgerlichen Einfluss in der revolutionären Arbeiterbewegung zu stärken und den kommunistischen Einfluss zu schwächen, die marxistisch-leninistische Methoden der Anwendung der militärischen Wissenschaft durch bürgerliche Methoden zu ersetzen.

Die proletarische Militärwissenschaft meistern heißt, sie in jeder militärischen Situation und zu jedem Zeitpunkt des Kriegsgeschehens praktisch am effektivsten anzuwenden und dabei die daraus gemachten Erfahrungen zur Weiterentwicklung umgehend zu verallgemeinern, um sie zukünftig noch effektiver zu gebrauchen. Dabei darf das Weltproletariat nicht davor zurückschrecken, ausgehend vom Wesen der Theorie, einzelne ihrer Leitsätze und Schlussfolgerungen, die bereits veraltet sind, durch neue, der neuen historischen Situation entsprechende Leitsätze und Schlussfolgerungen zu ersetzen. Hier ein kurzes Beispiel, ein Telegramm, das Genosse Stalin an Genossen Lenin sandte (16. Juni 1919), wo Stalin gegen die sogenannte „Militärwissenschaft“ hielt:

„Unmittelbar nach Krasnaja Gorka wurde Seraja Loschadj ( ) liquidiert. [ Die Garnison dieser beiden Forts vor Petrograd war der konterrevolutionären Agitation der mit Sozialrevolutionären und Menschewiki verbundenen Weißgardisten erlegen und begann eine Meuterei gegen die Sowjetmacht. Auf Befehl Stalins gingen die Schiffe der Baltischen Flotte zu Operationen gegen die Meuterer in See. Gleichzeitig wurde in Oranienbaum eine Gruppe von Küstentruppen formiert, deren Kern Matrosenabteilungen bildeten. Stalin beraumte eine Beratung ein, Krasnaja Gorka durch einen gleichzeitigen Schlag von der Seeseite und vom Lande her einzunehmen. Unter unmittelbarer Führung Stalins, der sich in der Kampflinie befand, führten die Küstengruppe und andere Truppenteile mit Unterstützung der Schiffe der Baltischen Flotte den Angriff durch. Nach der Zerschlagung der Meuterer nahmen die Sowjettruppen das Fort ein und einige Stunden später schließlich auch das Fort Seraja Loschadj - Anmerkung] ( ..) Die Marinespezialisten versichern, dass die Einnahme von Krasnaja Gorka von der Seeseite her die Marinewissenschaft über den Haufen wirft. Mir bleibt nichts übrig, als die sogenannte Wissenschaft zu bedauern. Die rasche Einnahme von Gorka erklärt sich durch das rücksichtslose Eingreifen meinerseits und überhaupt der Zivilisten in die operativen Dinge, das so weit ging, dass die Befehle zu Wasser und zu Lande aufgehoben und unseren eigenen aufgezwungen wurden. Ich halte es für meine Pflicht, zu erklären, dass ich auch weiterhin so handeln werde, trotz all meiner Hochachtung vor der Wissenschaft“ (Stalin, Band 4, Seite 231, 16. Juni 1919).

Am 17. Mai 1938, ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sagte Stalin in seiner Rede beim Empfang der Mitarbeiter der Hochschule im Kreml etwas sehr Bemerkenswertes zur Frage der Wissenschaft, was heute auch das Leitmotiv der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft im Sinne des proletarischen Internationalismus sein sollte:

„Auf das Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, die sich vom Volk nicht abgrenzt, sich vom Volk nicht fernhält, sondern bereit ist, dem Volk zu dienen, bereit ist, dem Volk alle Errungenschaften der Wissenschaft zu übermitteln, die dem Volk nicht aus Zwang, sondern freuwillig, mit Freuden dient. Auf das Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, die es nicht zulässt, dass ihre alten und anerkannten Führer sich selbstgefällig als Priester der Wissenschaft, als Monopolisten der Wissenschaft abkapseln, die den Sinn, die Bedeutung und die Allmacht des Bundes der alten Wissenschaftler mit den jungen Wissenschaftlern begreift, die freiwillig und mit Freuden alle Tore des Wissens den jungen Kräften unseres Landes öffnet und ihnen die Möglichkeit gibt, die Gipfel des Wissens zu bezwingen, die anerkennt, dass die Zukunft den jungen Wissenschaftlern gehört. Auf Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, deren Vertreter, obgleich sie die Kraft und Bedeutung der Traditionen, die sich in der Wissenschaft herausgebildet haben, begreifen und sie verständnisvoll im Interesse der Wissenschaft ausnutzen, dennoch nicht Sklaven dieser Traditionen sein wollen, der Wissenschaft, die die Kühnheit und Entschlossenheit besitzt, alte Traditionen, Normen, Einstellungen zu brechen, wenn sie veralten, wenn sie zu einem Hemmschuh für den Vormarsch werden, und die es versteht, neue Traditionen, neue Normen, neue Einstellungen zu schaffen. Die Wissenschaft kennt in ihrer Entwicklung nicht wenige mutige Menschen, die es verstanden, das Alte zu zerstören und Neues zu schaffen, ungeachtet aller Hindernisse, allem zum Trotz“ (Stalin, Band 14, Seite 175-176, KPD/ML-Ausgabe).

Wir sind fest davon überzeugt, dass es auch den einfachen roten Soldaten der Kommunistischen Internationale geben wird, der die internationalistische Militärwissenschaft revolutioniert, neue unternationale, militärische Normen schafft und alte nationalistische soldatische Einstellungen über den Haufen wirft, um das Weltproletariat auf seinem Weg zur Befreiung voranzubringen.

Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft kennt keine nationalen Schranken und so müssen die Schöpfer der imperialistischen Weltarmee naturgemäß auch die Schöpfer ihrer Totengräbder sein, die proletarische Weltarmee der Kommunistischen Internationale..

Und Lenin zitierte Marx, um auf die Schädlichkeit von vorgefassten, sektiererischen Militärdoktrinen hinzuweisen, die mit der marxistisch-leninistischen Lehre der weltrevolutionären Klassenkriegskunst unvereinbar sind:

„Marx sagte einmal, das Verdienst der Pariser Kommunarden habe darin bestanden, dass sie Beschlüsse in die Tat umgesetzt hätten, die nicht irgendeiner vorgefassten Doktrin entlehnt, sondern von den tatsächlichen Erfordernissen vorgeschrieben waren“ ( siehe MEW, Band 22, Seite 195/196, dt. Ausgabe – zitiert von Lenin in Band 29, Seite 137).

Die Unbesiegbarkeit der Waffe des Marxismus-Leninismus entwickelt sich nur in den Händen und Köpfen des Proletariats selbst, das die Eigenschaft besitzt, sich selbst zu kritisieren, und sein Handeln und Denken stets aufs Neue in dialektischen Einklang zu bringen, kurz: die Eigenschaft, sich und seine Waffen, seine Operationen im Klassenkampf ständig zu revolutionieren. Nur in den Händen einer revolutionären Klasse können die revolutionären Waffen zur materiellen Gewalt über die reaktionäre Klassen werden. Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus ist nicht nur Gemeingut des Weltproletariats, sondern aller Völker der Welt.

Wir Marxisten-Leninisten sind die Revolutionäre der militärischen Wisenschaft – Revolutionär zu handeln, lernen wir durch die militärische Wissenschaft!

Ohne militärische Theorie kann es auch keine revolutionäre militärische Bewegung geben. Eine revolutionäre Linie verliert ihre Daseinsberechtigung, wenn die Theorie fehlt, und sie ist unweigerlich – früher oder später – zum politischen Bankrott verurteilt. Keine ernsthafte militärische Organisation kann auf die Lösung von Streitfragen in der militärischen Wissenschaft verzichten. Sich von Dogmen zu befreien kann nicht gleichgesetzt werden mit der Revision der Prinzipien von militärischen Organisationen. Andererseits wird die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus gegenstandslos, wenn sie nicht mit der militärischen Praxis verknüpft wird, genauso wie die militärische Praxis ein Blindgänger ist, wenn das revolutionäre Ziel nicht anvisiert wird: „Bedenkt, dass jeder praktische Schritt der revolutionären Bewegung die jungen Rekruten unvermeidlich und unausbleiblich gerade die sozialdemokratische Wissenschaft lehren wird, denn diese Wissenschaft beruht auf der objektiv richtigen Einschätzung der Kräfte und Tendenzen der verschiedenen Klassen (...). Degardiert nur nicht unsere revolutionäre Wissenschaft zu einem bloßen Buchstabendogma, banalisiert sie nicht durch jämmerliche Phrasen über `Taktik als Prozess` und `Organisation als Prozess`, Phrasen, mit denen man Zerfahrenheit, Unentschlossenheit und Mangel an Initiative rechtfertigt“ (Lenin, Band 8, Seite 208/209).

Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus kann zu einer gewaltigen Kraft der Weltrevolution werden, wenn sie sich in untrennbarer Verbindung mit dem internationalen revolutionären bewaffneten Klassenkampf des Weltproletariats herausbildet. Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus verleiht dem internationalen bewaffneten Kampf Sicherheit, Orientierungsvermögen und Verständnis für den inneren Zusammenhang der weltweiten Kampfschauplätze der Revolution. Nur mit der militärischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus lässt sich erkennen, wie und wohin die Arbeiterarmeen sich heute und in Zukunft bewegen: Ohne die Meisterung der militärischen Theorie des Marxismus-Leninismus, kann es auch keine revolutionäre Weltarmee geben, die die Weltrevolution zum endgültigen Sieg führt. Die weltbolschewistische Partei kann ihre militärischen Aufgaben nur erfüllen, wenn sie sich von der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus leiten lässt. Die Negation der bisherigen militärischen Schriften im Lichte des heutigen militärischen Kampfes ist eine Voraussetzung, ein Erfahrungspotential, eine historische Schatzkammer, die als Grundlage und Ausgangspunkt für neue Entwicklungsmöglichkeiten dient durch Wiederholung auf höherem Niveau. Die Negation, die In-Fragestellung, was wir richtig, was wir falsch gemacht haben, was wir in Zukunft besser machen müssen, das Nutzbarmachen und Verwerten aller bisherigen Ideen, positiven Errungenschaften, Kräfte, Methoden usw. , ja sogar in bedingtem Umfang auch eine direkte Übernahme von Kampfformen und Waffen, welche sich in der Ausgangsstufe als unentbehrlich und ungeheuer nützlich erwiesen haben. Dazu gehören auch die negativen Erfahrungen, die militärischen Niederlagen, deren zukünftige Vermeidung uns unnötige Irrwege erspart, den Weg erleichtert und unsere Kräfte schneller uns sicherer zur erneuten Erstürmung der feindlichen Bastion führt. Deswegen ist das Entwicklungsgesetz der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik bezüglich der militärischen Theorie des Marxismus-Leninismus ebenfalls ein Gesetz der Negation der Negation, womit wir alle negativen Entwicklungen und Fehler der vergangenen bewaffneten Aktionen und Revolutionen aufdecken können. um sie das nächste Mal, in der Weltrevolution, nicht wiederholen zu müssen, sondern vermeiden und überwinden können. Nur so ist es uns Revolutionären möglich, vorwärts zu schreiten und die fortschreitende, aufsteigende Linie der bewaffneten, weltrevolutionären Bewegung, die Kontinuität der Weltrevolution zu begreifen und zu nutzen. Bereits der VIII. Parteitag der KPR (B) wies auf die Notwendigkeit hin, die höchsten Errungenschaften der bürgerlichen Militärwissenschaften auszunutzen. Das gilt auch heute für die neuesten und modernsten Errungenschaften der bürgerlichen Militärwissenschaften, aber auch für die Ausnutzung der militärischen Erfahrungen der gesamten Epoche der Klassengesellschaft der Menschheit. Alles, was der Weiterentwicklung der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft dient, gilt es zu nutzen und dialektisch anzuwenden.

Die Darstellung der Bedeutung der militärische Theorie des Marxismus-Leninismus wäre unvollständig, ohne die ideologische Bedeutung der führenden Rolle der bolschewistischen Parteien und ohne ihren Zusammenschluss in der Komintern/ML zu erklären, denn schließlich handelt es sich auch um die theoretische Wappnung der führenden Kampfstäbe. Durch die Partei sind jegliche ideologische Schwankungen oder Zerfahrenheit innerhalb der bewaffneten Bewegung unbedingt zu bekämpfen, denn sie wirken sich schädlich für uns und vorteilhaft für den Feind aus, weil sie unseren klaren Durchblick entweder trüben oder ihn blenden, was einerseits zum verblendeten Abenteuertum und andererseits zum blinden Praktizismus führen kann. Stimmt etwas nicht mit der Beleuchtung unserer bewaffneten Bewegung, so irritiert das unser Sichtfeld, droht die bewaffnete Bewegung in falsche Bahnen gelenkt zu werden. Deswegen muss die Militärtheorie die militärische Praxis ohne Schwankungen, stets sicher und hell erleuchten, muss das vereinigte Vorgehen entwickelt werden auf der Basis eines verbindlichen Militärprogramms, eines Kampfplanes usw. usf. Mit Beschlüssen und Befehlen allein kann man diesem Problem innerhalb der bewaffneten Bewegung nicht beikommen. Hier braucht man den organisierten politischen Einfluss der Partei in den bewaffneten Organisationen. Bevor wir das (ideologische) Gewehr in die Hand nehmen, und um es in die Hand zu nehmen, müssen wir natürlich wissen, warum und wie - aber zuerst müssen wir dabei im Hinterkopf haben, wozu und wie wir es auf keinen Fall in die Hand nehmen dürfen.

Wie die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik methodisch richtig angewandt wird, das lehren uns die kommunistischen Parteien, das lehren uns die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, die größten Militärtheoretiker und – taktiker in der Geschichte des Kommunismus. Genosse Enver Hoxha charakterisierte Marx, Engels, Lenin und Stalin zu Recht als „Weltmarschälle“. Die Komintern/ML ehrt den Genossen Enver Hoxha ebenfalls mit dem Rang eines Weltmarschalls.



In welchem Zusammenhang steht der militärische, proletarische Kampf und die proletarische Militärwissenschaft mit der materialistischen Geschichtsauffassung, mit der revolutionären Umwälzung von Basis und Überbau der alten, kapitalistischen in die neue, sozialistische Gesellschaft ?

So wenig man das, was ein Soldat ist, nach dem beurteilt, was er sich selbst dünkt, ebensowenig kann man die historischen Epochen von Kriegen aus ihrem Bewusstsein beurteilen, sondern muss vielmehr dies Bewusstsein aus den Widersprüchen des materiellen Lebens, aus den vorhandenen gewaltsamen Konflikten und revolutionären Umwälzungen von gesellschaftlichen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen und der diesem Verhältnis innewohnenden Unvermeidbarkeit von bestimmten Kriegen erklären.

Der materialistischen Gesellschaftsauffassung von Marx und Engels entsprechend bestimmt ganz allgemein das Sein das Bewusstsein, und so wird auch im Besonderen, sozusagen das „militärische Bewusstsein“ vom „militärische Sein“ bestimmt. Die militärische Wissenschaft steht mit der materialistischen Grundauffassung von den bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb einer Klassengesellschaft in untrennbarem Zusammenhang und beruht darauf. Die heutige proletarische Militärwissenschaft muss also konkret bezogen werden auf die gesellschaftlichen Verhältnisse des Imperialismus und deren Zurückführung auf die imperialistischen Produktionsverhältnisse. Nur auf dieser Grundlage kann die Militärwissenschaft wirklich wissenschaftlich sein, eben wenn sie sich ausschließlich auf die Gesetze der historischen Entwicklung der Gesellschaft gründet. Die Militärwissenschaft ist also niemals losgelöst von dem gegebenen Gesellschaftssystem zu betrachten. Beleuchten wir die proletarische Militärwissenschaft nun vom Standpunkt des historischen Materialismus im Zusammenhang von Basis und Überbau der imperialistischen Gesellschaftsordnung:

Wie Stalin richtig festgestellt hat, ist „die Basis die ökonomische Struktur der Gesellschaft in der gegebenen Etappe ihrer Entwicklung“ (Stalin, Werke Band 17, Seite 192, KPD/ML, Hamburg 1973). Die ökonomische Struktur des Imperialismus, die kapitalistische Basis in ihrer heutigen Entwicklung ist ausgerichtet auf die weltweite Vergesellschaftung von Produktivkräften bei gleichzeitiger privater Aneignung zwecks Erzielung maximaler Profite. Charakteristisch ebenso wie unvermeidlich für dieses Gesellschaftssystem sind die diesem Zweck dienenden imperialistischen Eroberungs- und Raubkriege, für die eine gigantische Kriegsproduktion, eine riesige imperialistische, globalisierte Kriegsmaschinerie eingesetzt wird. Die ökonomischen Produktionsbedingungen des Imperialismus sind also ohne die globalisierte Rüstungswirtschaft nicht denkbar. Globalisierung heißt Militarisierung der Weltwirtschaft zwecks Höchstprofite. Die globalisierte Kriegswirtschaft vertieft das Missverhältnis zwischen den Produktionsmöglichkeiten und der sinkenden kaufkräftigen Nachfrage der Weltbevölkerung und zieht unvermeidlich die Weltwirtschaftskrise nach sich. Die globalisierte Militarisierung der Weltwirtschaft beschleunigt den parasitären Zerfall der imperialistischen Weltordnung, denn die Rüstung erzeugt die unproduktive Welt, die sich durch den imperialistischen Krieg schließlich selbst zerstört. Die imperialistische Basis hemmt also die Entwicklung der Produktivkräfte, wird zu ihrer Fessel, und es vollzieht sich durch die Weltrevolution eine Umwälzung der Basis als historische Notwendigkeit. Die Wissenschaft der Waffen, die der Imperialismus für seine Weltherrschaft entwickelt hat, verwandelt sich in eine bewaffnete Wissenschaft zur Vernichtung des Imperialismus und seiner Weltherrschaft. Ohne Waffen kann sich keine neue Gesellschaftsformation und damit weder eine neue Basis noch ein neuer Überbau entwickeln. Für Lenin ist die Basis „das Gerippe“, das sich durch den Überbau mit „Fleisch und Blut umgeben hat (Lenin, Band 1, Seite 132). Der globalisierte Klassenantagonismus, der sich aus den heutigen imperialistischen Produktionsverhältnissen erklärt, hat in seiner schärfsten Konsequenz militärische Klasseauseinandersetzungen zur Folge. Es ist nun der imperialistische Überbau, der die Weltherrschaft der Bourgeoisie schützt durch Militär und Polizei, durch militaristische Ideen usw.

„Der Überbau – das sind die politischen, juristischen, religiösen, künstlerischen, philosophischen Anschaungen der Gesellschaft und die ihnen entsprechenden politischen, juristischen und anderen Institutionen. Jede Basis hat ihren eigenen, ihr entsprechenden Überbau. (...) Ändert sich die Basis und wird sie beseitigt, so ändert sich anschließend ihr Überbau und wird beseitigt; entsteht eine neue Basis, so ensteht anschließend auch ein entsprechender Überbau“ (Stalin, ebenda, Seite 192-193).

„Die Revolution aber ist nichts anderes als das Zerstören des alten Überbaus und das selbständige Auftreten verschiedener Klassen, die auf ihre Art einen neuen Überbau zu errichten trachten“ (Lenin, Band 8, Seite 208).

„Ein Gesetz der Mechanik lautet: Die Wirkung ist gleich der Gegenwirkung. In der Geschichte hängt die zerstörerische Kraft der Revolution [und insbesondere ihrer bewaffneten Kraft- Anmerkung des Verfassers] in nicht geringem Maße auch davon ab, wie stark und andauernd die Unterdrückung [insbesondere die bewaffnete Unterdrückung – Anmerkung des Verfassers] der Freiheitsbestrebungen war und wie tief der Widerspruch zwischen dem vorsintflutlichen `Überbau` und den lebendigen Kräften der gegenwärtigen Epoche ist. Auch die internationale politische Situation...“ (Lenin, Band 9, Seite 45). Dieses Gesetz der Mechanik ist natürlich auch im Weltmaßstab gültig und anzuwenden !!


Der imperialistische Überbau vollzog sich nach und nach bis zur heute existierenden militaristisch-terroristischen Weltdiktatur der Monopolbourgeoisie. Er ist ein weltfaschistischer Überbau nach innen und ein globalisierter militaristisch-kriegerischer Überbau nach außen geworden. Die Militarisierung der Weltwirtschaft hat sich auch einen globalisierten militaristisch-faschistischen Überbau zugelegt.

Es ist also der für den Höchstprofit unvermeidlich notwendige imperialistische Krieg, der die militaristischen Eroberungspläne und die für ihre Umsetzung erforderlichen militaristischen Institutionen hervorbringt. Die imperialistische Kriegswissenschaft ist folglich Teil des imperialistischen Überbaus, der der ökonomischen Basis des Imperialismus dient. Die Kriegswissenschaft des heutigen Imperialismus muss folglich stets im Zusammenhang mit dem globalisierten Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Produktivkräften und kapitalistischen Produktionsverhältnissen begriffen werden, sie ist wie ihre Basis parasitär, und sie ist eine sterbende, verfaulende Kriegswissenschaft, die ihr höchstes und letztes Stadium erreicht hat. Zerfällt die imperialistische Basis, so stirbt auch ihr Überbau ab. Dieser Zerfallsprozess, der auch zugleich ein Zerfallssprozess des Militärs und der Militärwissenschaft des Imperialismus ist, spielt sich heute tausendfach vor unseren Augen ab. Militär und Kriegswissenschaft, ja die ganze Militarisierung des globalisierten imperialistischen Gesllschaftssystem steht in unmittelbarem, umgekehrten Verhältnis zur Weltwirtschaftskrise, zur Überproduktionskrise, zur Verknappung der Produktionskapazitäten insbesondere bei den Konsumgütern im zivilen Sektor, zur Verknappung der wissenschaftlichen Ressourcen im zivilen Sektor, kurz: die Globalisierung des Militärs beschleunigt die Globalisierung des zivilen Elends auf der Welt, Weltarbeitslosigkeit, Hunger usw. usf. Der Weltmilitarismus wird zu einer Fessel der Weltproduktivkräfte und beschleunigt den weltrevolutionären Gärungsprozess, die Sprengung der weltkapitalistischen Produktionsverhältnisse. Zwischen der globalisierten imperialistischen Kriegspolitik und der Globalisierung der Verelendung des Weltproletariats besteht ein gesetzmäßiger und vor allem ein weltrevolutionärer Zusammenhang. Die Erkenntnis all dieser Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Weltrevolution sind nicht zuletzt Resultat der Schlussfolgerungen der marxistisch-leninistischen Militärtheorie.


Mit der revolutionären Umgestaltung der ökonomischen Produktionsbedingungen wälzte sich im Sozialismus auch der Überbau um, wurde eine sozialistische Kriegswissenschaft entwickelt, die der sozialistischen Gesellschaft diente. Mit der Restauration des Kapitalismus durch die Revisionisten wurde die sozialistische Umgestaltung der ökonomischen Produktionsbedingungen rückgängig gemacht und die sozialistische Kriegswissenschaft verwandelte sich in eine Kriegswissenschaft des Sozialimperialismus. Mit der revisionistischen Basis vollzog sich auch der revisionistische Überbau, der sich im Wesentlichen nicht vom kapitalistischen Überbau unterscheidet. Heute geht es uns Marxisten-Leninisten darum, die Globalisierung des Imperialismus als Ausgangspunkt für die revolutionäre gobalisierte Umwälzung der weltökonomischen Produktionsbedingungen, für die Schaffung einer sozialistischen Weltökonomie zu begreifen. Unsere marxistisch-leninistische Militärtheorie ist genau auf dieses Ziel konzentriert und deswegen Keimform der weltsozialistischen Militärwissenschaft, die durch die Umwälzung der weltökonomischen Basis hervorgebracht werden wird, ihr dient und aktiv auf die neue Basis zurückwirkt. Einmal auf die Welt gekommen, wird die weltsozialistische Kriegswissenschaft zu einer gewaltigen aktiven Kraft gegen die alte Weltbasis und die alten Weltausbeuter und -unterdrücker, eine Kraft, die sie beseitigen wird auf dem Weg zur kommunistischen Gesellschaft. Das ist kurz zusammengefasst die Betrachtungsweise des historischen Materialismus in der Frage des Militärs und der Militärwissenschaft bezogen auf Basis und Überbau.




Wie ordnet sich der bewaffnete Kampf des Weltproletariats ein in den allgemeinen Rahmen des internationalen Klassenkampfes?

Welche besondere Rolle spielt dabei der militärische proletarische Kampf ?



Zunächst - was ist überhaupt Klassenkampf?


Lenin definiert den Klassenkampf wie folgt:

„ Der Kampf der Arbeiter wird erst dann zum Klassenkampf, wenn alle fortschrittlichen Vertreter der gesamten Arbeiterklasse des ganzen Landes sich bewusst werden, eine einheitliche Arbeiterklasse zu sein, und den Kampf nicht gegen einzelne Unternehmer, sondern gegen die ganze Klasse der Kapitalisten und gegen die diese Klasse unterstützende Regierung aufnehmen. Erst dann, wenn der einzelne Arbeiter sich bewusst ist, ein Teil der ganzen Arbeiterklasse zu sein, wenn er in seinem tagtäglichen Kleinkampf gegen einzelne Unternehmer und einzelne Beamte den Kampf gegen die ganze Bourgeoisie und gegen die ganze Regierung sieht, erst dann wird sein Kampf zum Klassenkampf“ (Lenin, Band 4, Seite 210). Lenin sah die revolutionäre Aufgabe der Kommunistischen Partei „in der Organisierung des proletarischen Klassenkampfes, in der Förderung dieses Kampfes, im Aufzeigen seines notwendigen Endziels, in der Analyse der Bedingungen, die die Methoden der Führung dieses Kampfes bestimmen“ (Lenin, Band 4, Seite 323).


Was also ist internationaler Klassenkampf?


Der Kampf der Arbeiter in jedem Land wird erst dann zum internationalen Klassenkampf, wenn alle fortschrittlichen Vertreter der gesamten Arbeiterklasse in jedem Land sich bewusst werden, ein Teil der einheitlichen Weltarbeiterklasse zu sein, und den Kampf nicht nur gegen die einzelnen Unternehmer im eigenen Land, nicht nur gegen die ganze Klasse der Kapitalisten und ihre Regierung im eigenen Land, sondern auch in allen Ländern und gegen die diese internationale Kapitalistenklasse unterstützenden Regierungen aller Länder aufnehmen. Erst dann, wenn der einzelne Arbeiter sich bewusst ist, ein Teil nicht nur der Arbeiterklasse seines Landes, sondern gleichzeitig auch ein Teil der Arbeiterklasse aller Länder zu sein, wenn sich das Proletariat jedes Landes darüber bewusst ist, eine Abteilung der Weltarmee des Proletariats zu sein, wenn der einzelne Arbeiter in seinem tagtäglichen Kleinkampf gegen einzelne Unternehmer und einzelne Beamte nicht nur den Kampf der eigenen Arbeiterklasse gegen die eigene ganze Bourgeoisie und gegen die eigene ganze Regierung, sondern darin auch den Kampf gegen die ganze Weltbourgeoisie und das ganze Herrschaftssystem des Weltimperialismus sieht - erst dann wird sein Kampf, wird der Kampf der Arbeiterklasse in jedem Land zum internationalen Klassenkampf. Die Führung des gesamten internationalen Klassenkampfes setzt die Führung des Klassenkampfes in jedem einzelnen Land voraus. Der Kampf der marxistisch-leninistischen Parteien in allen Ländern ist stets die Grundlage des internationalen Klassenkampfes, der von der Kommunistischen Internationale geführt wird. Ohne diese Grundlage gibt es keinen internationalen Klassenkampf und kann es ihn im Sinne des Marxismus-Leninismus auch nicht geben, das wäre Trotzkismus, etc., alles andere, - jedenfalls kein Marxismus-Leninismus.

Es ist also die Aufgabe der internationalen marxistisch-leninistischen Weltbewegung, durch Organisierung des Weltproletariats, durch Agitation und Propaganda innerhalb der Arbeiterweltbewegung, den spontanen Kampf gegen die internationale Kapitalistenklasse und den Weltimperialismus als ganze internationale Klasse, in den Kampf der marxistisch-leninistischen Weltpartei für die Ziele der proletarischen Weltrevolution und des Weltsozialismus zu verwandeln, das heißt auf internationaler Ebene die Verbindung zwischen Arbeiterbewegung und Sozialismus herzustellen, so wie es dem Geiste des Kommunistischen Manifestes entspricht. Durch die einzelnen marxistisch-leninistischen Parteien allein, durch die Arbeit auf Länderebene allein, kann diese Aufgabe nicht annähernd gelöst werden. Den internationalen Klassenkampf zwar in Worten anerkennen, aber ihn in Taten nur halbherzig zu führen bzw, den internationalen Klassenkampf überwiegend auf den nationalen Rahmen begrenzen zu wollen und somit der Spontaneität zuüberlassen, darauf zu beharren, nicht über den nationalen „Tellerrand“ zu arbeiten bzw, aus der nationalen Beschränkung der Arbeit sogar ein Prinzip zu machen, das ist kein internationaler Klassenkampf, das entspricht nicht dem internationalistischen Charakter des Marxismus-Leninismus, das ist mit dem Geist des proletarischen Internationalismus nicht vereinbar, das ist die Verteidigung des Zurückbleibens hinter der revolutionären marxistisch-leninistischen Weltbewegung und im Grunde genommen nichts anderes als internationale Handwerkelei. Und umgekehrt: Den internationalen Klassenkampf isoliert, nicht gestützt auf den Klassenkampf in den einzelnen Ländern, ohne die unverzichtbare Verbindung mit ihm, aufbauen zu wollen, heißt, dem internationalen Klassenkampf seine Grundlage zu entziehen, ist eine hohle Phrase und im Ergebnis internationales Kapitulanten- und Liquidatorentum gegenüber der politischen Führung der spontanen internationalen Massenbewegung. Die Einengung und Beschränkung des Marxismus-Leninismus auf den nationalen Rahmen führt zur opportunistischen Verflachung des internationalen Charakters des Klassenkampfes und zur Herabminderung der Rolle der Kommunistischen Internationale, ohne die der internationale Klassenkampf unmöglich ist. Der Opportunismus in der Frage des internationalen Klassenkampfes entwickelt sich von einer Strömung abweichender hierüber hin zum organisierten Werkzeug der Weltbourgeoisie unnerhalb der revolutionären Arbeiterweltbewegung. Macht man dies den Massen nicht klar, bleibt die „Anerkennung“ des internationalen Klassenkampfes phrasenhaft. Es ist klar, dass wir je nach konkreter Einschätzung der einzelnen Parteien, den einen gegenüber mit solidarischer und geduldiger Überzeugungsarbeit über das passive Verständnis über den internationalen Klassenkampf hinweghelfen durch dessen Aktivierung, wohingegen wir gegen andere einen unversöhnlichen Kampf führen , wenn sie mit ihrer Haltung und ihren Handlungen dem internationalen Klassenkampf bewusst Schaden zufügen und uns feindlich behandeln.

Was hier über den internationalen Klassenkampf im Allgemeinen gesagt wurde, das trifft natürlich auch seine besonderen Formen zu, also auch auf die bewaffneten Formen des internationalen Klassenkampfes:


Was ist also der internationale bewaffnete Klassenkampf?


Das Weltproletariat, dass seinen Klassenkampf international führt, kann hierbei in dem Augenblick nicht gegen seine eigene internationale Bewaffnung sein, wenn die Weltbourgeoisie ihren Klassenkampf mit Waffengewalt fortsetzt.

Der bewaffnete Kampf der Arbeiter in jedem Land wird erst dann zum internationalen bewaffneten Klassenkampf, wenn sich diese Arbeiter als Abteilung in die Weltarmee des Proletariats einreihen, um nicht nur für den Sturz der Bourgeoisie im eigenen Land mit Unterstützung der Weltarmee zu kämpfen, sondern um selber als Abteilung, als Trupp, dieser Armee am gemeinsamen Sturz der Welt-bourgeoisie teilzunehmen, um die ganze Welt vom Imperialismus zu befreien. Der Welt-imperialismus kann nur mit welt-revolutionären Waffen zur Strecke gebracht werden, die das gesamte Welt-proletariat unter der zentralen Führung ihrer Welt-partei auf der Grundlage eines vereinigten bewaffneten proletarischen Kampfes der marxistisch-leninistischen Parteien aller Länder einsetzt. Um aber einen systematischen, planmäßig organisierten, zentralisierten, internationalen, bewaffneten Kampf gegen die Weltbourgeoisie führen zu können, müssen wir alle revolutionären Organisationen der Welt, ihre Disziplin uw. usf. auf die höchste Stufe der Vollkommenheit bringen.


Der bewaffnete Klassenkampf

kommt in der relativ kurzen, sich revolutionär entladenden Phase des Klassenkampfes, also in einer angespannten revolutionären Situation zur vollen Geltung, wenn die antagonistischen Klassenwidersprüche sich aufs Äußerste zugespitzt haben und sich die aufgestaute Höchstspannung gesetzmäßig entlädt, wenn die Klassen sich in orkanartige Bewegungen verwirbeln, diese Bewegungen sich so sehr aneinander reiben, dass sie schließlich ihren höchsten Schmelzpunkt erreichen, wenn die geballten Klassenkräfte mit heftigster Macht wie aus einem Vulkan herausschleudern und die unvermeidliche Schlacht um die Macht mit Waffengewalt geschlagen und die alte oder neue Macht besiegt und zertrümmert wird. Diese Kulminationen treten also auf, wenn die neue Klasse der alten Klasse die Macht entreißt oder die alte Klasse ihre verlorene Macht wieder zurückerobert. In allen anderen Phasen des politischen Klassenkampfes spielt seine militärische Form durchaus keine unwesentliche Rolle, insbesondere unmittelbar vor oder nach der Revolution; manchmal sogar noch eine größere Rolle als der eigentliche Punkt des Machtwechsels, wenn die Revolution also von einem längeren Bürgerkrieg begleitet ist. Die Hauptrolle spielt der militärische Kampf nun einmal nur in jenen Klassenkampfsituationen, in denen der Kampf durch nichts anderes mehr fortgesetzt und entschieden werden kann als mit bewaffneten Mitteln. Der bewaffnete Aufstand ist die Klassenkampf bis zur letzten Konsequenz. Jedoch in der langjährigen vor- und nachrevolutionären Phase, in den „friedlichen“ Zeiten der revolutionären Ebbe, bei allen anderen Grundformen des internationalen Klassenkampfes steht der militärische Kampf meistens im Hintergrund, werden die revolutionären Kräfte an anderen Schauplätzen konzentriert und mobilisiert als auf dem Kriegsschauplatz der sozialistischen Revolution in einem Land.

Diesen Kriegsschauplatz betrachten wir Internationalisten stets auch – und vor allem - im Weltmaßstab, also nicht nur von dem einen, bestimmten Kriegsschauplatz in diesem oder jenen Gebiet, in diesem oder jenen Land, nicht nur vom einzelnen, konkreten, sondern vom Kriegsschauplatz aller Länder, vom internationalen Kriegsschauplatz aus. Es handelt sich ja bei der Arbeiterklasse und der Bourgeoisie ihrem Wesen nach um internationale Klassen, die über ihren nationalen Rahmen in einer langen Periode ihrer Entwicklung hinausgewachsen sind. Und deswegen treten sie in zunehmenden Maße auch international auf, betreten sie den internationalen Schauplatz ihrer Klassenauseinandersetzungen und fechten schließlich den Kampf um ihre internationale Macht aus. Der militärische Kampf in einem Land ist also dem internationalen Ganzen als Teil untergeordnet. In der gesamten Geschichte des Klassenkampfes, insbesondere aber in der Etappe des Imperialismus, wo der Zerfallsprozess der einzelnen imperialistischen Staaten immer ungleichmäßiger verläuft, finden überall auf dem Erdball ununterbrochen bewaffnete Klassenzusammenstöße und militärische Auseinandersetzungen statt, flackern sie in diesem oder jenen Teil der Welt immer wieder auf, aber nicht um eines Tages wieder zu verlöschen, sondern sich zu einem großen Brand zu vereinigen bis das imperialistische Weltsystem in Schutt und Asche liegt. Und um genau diesen Brand zu beschleunigen, dazu brauchen wir den internationalen militärischen Kampf des Weltproletariats, dazu brauchen wir die marxistisch-leninistische Militärtheorie, gehen wir Marxisten-Leninisten wissenschaftlich an die Lösung der internationalen militärischen Frage heran, die der politischen Frage auch – und ganz besonders - im Weltmaßstab untergeordnet ist. Die militärische Frage der sozialistischen Revolution der einzelnen Länder mit der militärischen Frage der proletarischen Weltrevolution dialektisch und materialistisch zu vereinigen und daraus taktische Schlussfolgerungen zu ziehen, d.h., die nationalen Militärtaktiken zu einer internationalen Militärtatik zusammenzuknüpfen - gerade darin liegt die besondere internationalistische Aufgabe der militärischen Wissenschaft und der revolutionären Klassenkriegskunst der Proletarier aller Länder.





Was sind die drei Grundformen des proletarischen Klassenkampfes, die der Marxismus-Leninismus unterscheidet ?



1. Der ökonomische Kampf

ist die historisch erste Form des proletarischen Klassenkampfes in allen Ländern, als der Arbeiter damit begann, sich für seine ökonomischen Interessen einzusetzen, die für ihn lebenswichtige Bedeutung haben, um den Grad der Ausbeutung zu mildern und damit der Verelendungstendenz entgegenzuwirken. „Um Missverständnisse zu vermeiden, wollen wir bemerken, dass wir (...) unter ökonomischem Kampf (dem bei uns üblichen Wortgebrauch gemäß) stets den `praktisch-ökonomischen Kampf` verstehen, den Engels (...) als `Widerstand gegen die Kapitalisten` bezeichnet und der in freien Ländern gewerkschaftlicher, syndikaler oder trade-unionistischer Kampf heißt“ (Lenin, Band 5, Seite 410).

Der ökonomische Kampf ist aber nicht nur für die materielle Lage des Arbeiters, sondern auch für seine Organisierung als Klasse und die Entwicklung seines Klassenbewusstseins von Bedeutung, da – wie Lenin lehrte: „nur der Kampf um sofortige, unmittelbare Verbesserungen ihrer Lage die zurückgebliebenen Schichten der ausgebeuteten Massen aufzurütteln vermag, ihnen wirklich Erziehung gibt und – in einer Revolutionsepoche – während weniger Monate aus ihnen eine Truppe politischer Kämpfer bildet“ (Lenin, Werke, Band 19, Seite 442); [Hervorhebung vom Verfasser]. Wird aber der politische Kampf auf den ökonomischen Kampf reduziert, ist das Reformismus, denn es können nur Reformen erkämpft werden im Rahmen des Kapitalismus. Mit dem ökonomischen Kampf allein kann man die kapitalistische Ausbeuterordnung jedoch nicht beseitigen, kann man die kapitalistischen Eigentums-, Klassen- und Machtverhältnisse grundsätzlich nicht ändern: „Führt die Arbeiterklasse nur den ökonomischen Kampf, so verliert sie ihre politische Selbständigkeit, wird sie zum Anhängsel anderer Parteien und übt Verrat an dem großen Vermächtnis: `Die Befreiung der Arbeiter kann nur das Werk der Arbeiter selbst sein`“ (Lenin, Band 4, Seite 367). „Die trade-unionistische Politik der Arbeiterklasse ist eben die bürgerliche Politik der Arbeiterklasse“ (Lenin, Band 5, Seite 441).

In der Gegenwart sind in den kapitalistischen Ländern die Demonstrationen und Streiks gegen Preissteigerungen, Steuererhöhungen, Kürzungen der Sozialleistungen, gegen die Plünderungen der Staatskassen, gegen Rüstungsausgaben, gegen die Abwälzung der Lasten der kapitalistischen Krise usw. usf. nicht nur Ausdruck des ökonomischen, sondern zunehmend Ausdruck des politischen Kampfes gegen den Dreierbund von Kapital, Staat und reaktionärer Gewerkschaft, also gegen das imperialistische System der Ausbeutung und Unterdrückung gerichtet, nimmt der ökonomische Kampf immer offener politischen Charakter an. So spricht Marx auch zu Recht davon, dass jeder ökonomische Kampf gleichzeitig ein politischer Kampf ist. Aus den Erfahrungen des ökonomischen Kampfes mit seinen unvermeidbaren Klassenzusammenstößen lernt das Proletariat für seinen zukünftigen bewaffneten Kampf. Umgekehrt lassen sich die Resultate des ökonomischen Kämpfes des Proletariats unter Anlwendung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie effektiver und durchschlagender gestalten, kann der Druck auf die Kapitalisten, auf den Staat und die imperialistischen Gewerkschaftsführung erhöht und legale Schranken des ökonomischen Kampfes leichter überwunden werden. `Jeder Klassenkampf ist ein politischer Kampf` (Marx und Engels- Kommunistisches Manifest) – diese berühmten Worte von Marx dürfen nicht in dem Sinne verstanden werden, jeder Kampf der Arbeiter gegen die Unternehmer wäre stets ein politischer Kampf. Sie müssen so verstanden werden, dass der Kampf der Arbeiter gegen die Kapitalisten notwendigerweise in dem Maße politischer Kampf wird, als er zum Klassenkampf wird (Lenin, Band 4, Seite 210). Ohne eine wirklich marxistisch-leninistische Partei würde der ökonomische Kampf der Arbeiterklasse und der revolutionären Gewerkschaftsbewegung scheitern, der Spontaneität verfallen und sich der Bourgeoisie unterwerfen und zu ihrem Anhängsel werden genauso wie ohne eine wirkliche Kommunistische Internationale der Kampf des Weltproletariats als Ganzes und der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung scheitern würde, der Spontaneität der Globalisierung verfallen und sich dem internationalen Finanzkapital unterwerfen und zu dessen globalisierten Anhängsel werden würde.

So wie die ökonomischen Enthüllungen eine Kriegserklärung an die Kapitalisten sind, so sind die politischen Enthüllungen eine Kriegserklärung an die Regierungen. Mit dieser Kriegserklärung beginnt das Weltproletariat seinen politischen Krieg gegen die Weltbourgeoisie:


2. Unvermeidlich zum politischen Kampf „wird der Kampf zwischen den feindlichen Klassen auf einer gewissen Stufe seiner Entwicklung. Der vollendetste, stärkste und klarste Ausdruck des politischen Kampfes der Klassen ist der Kampf der Parteien. Parteilosigkeit ist Gleichgültigkeit gegenüber dem Kampf der Parteien (...) Gleichgültigkeit ist stillschweigende Unterstützung desjenigen, der stark ist, desjenigen, der die Herrschaft hat“ (Lenin, Band 10, Seite 65).

Der politische Kampf der kommunistischen Partei ist viel umfassender und komplizierter als der ökonomische Kampf der Arbeiter gegen die Kapitalisten und deren Regierung. Dementsprechend ist die Organisation des politischen Kampfes unvermeidlich anderer Art als die Organisation der Arbeiter, die Gewerkschaft, für den ökonomischen Kampf. Der politische Kampf ist die entscheidende Form des proletarischen Klassenkampfes, wobei der politische Kampf von der Partei geführt wird, deren Entwicklung gleichzeitig Bedingung und Gradmesser der politischen Entwicklung des Klassenkampfes in einem Land ist. Lenin hat hervorgehoben: „Die Teilnahme der Arbeiterklasse am politischen Kampf und selbst an der politischen Revolution macht ihre Politik noch keineswegs zur sozialdemokratischen Politik“ (Lenin, Band 5, Seite 452). Je bewusster eine Klasse ist, desto höher ist in der Regel ihre parteimäßige Entwicklung und die Ausgereiftheit ihrer Politik. Mit der Partei kämpfen die Arbeiter als Klasse gegen die herrschende Bourgeoisie zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen, für ihre politische Befreiung, und auch als Vorkämpfer für die politische Freiheit anderer unterdrückter Klassen - und in letzter Instanz für den Sturz des ganzen kapitalistischen Ausbeuter- und Unterdrückungssystem, für die Zertrümmerung des bürgerlichen Staates. Der Kampf der Arbeiterklasse gegen die Klasse der Kapitalisten muss notwendigerweise ein politischer Kampf sein, weil die ökonomischen Interesen der Kapitalisten, vor allem das kapitalistische Eigentum an den Produktionsmitteln, vom bürgerlichen Staat geschützt werden. Die Beseitigung der kapitalistischen Ausbeutung erfordert daher die Zerschlagung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse. Der proletarische Klassenkampf zielt auf die Errichtung der Diktatur des Proletariats. Welche Form des politischen Kampfes in bestimmten Entwicklungsetappen des proletarischen Klassenkampfes im Vordergrund steht, hängt von den konkreten historischen Bedingungen ab. Der bewaffnete Kampf des Proletariats ist die schärfste, gewaltsamste, opferreichste und einschneidenste Form des politischen Kampfes des Proletariats, ist seine Fortsetzung mit kriegerischen Waffen, mit gewaltsamen Mitteln des Bürgerkrieges, des Aufstandes, der Revolution, des sozialistischen Krieges, macht seine Partei zur kriegführenden Partei. Die (spontane)Teilnahme der Arbeiterklasse am bewaffneten Kampf und selbst an der bewaffneten Revolution macht diesen Kampf noch nicht zum bewaffneten marxistisch-leninistischen Kampf, sondern erst durch dessen Führung durch die Partei des Proletariats, und das gilt über den nationalen Rahmen hinaus auch für den internationalen bewaffneten Klassenkampf, der von der Partei des Weltproletariats, der Kommunistischen Internationale geführt wird, der die höchste Form aller internationalen bewaffneten revolutionären Kämpfe darstellt.

Aus den verschiedenen bewaffneten Formen des politischen Klassenkampfes der Proletarier in den einzelnen Ländern entwickeln sich internationalisierte, zentralisierte Formen wie internationale Aufstände, internationaler Bürgerkrieg, Kriege des sozialistischen Lagers, proletarische Weltrevolution. Wie die Marxisten-Leninisten im Kapitalismus kämpfen sollen, wie sie ein sozialistisches Land verteidigen sollen, wie sie diesen Kampf internationalistisch unterstützen sollen, all das haben die Marxisten-Leninisten bereits gelernt. Was sie noch lernen müssen ist, den globalisierten Klassenkampf des Weltproletariats geegn den globalisierten Klassenkampf der Weltbourgeoisie zu führen. Dies ist die schwierigste Aufgabe, und bevor sie militärisch gelöst werden kann, muss sie erst einmal politisch vorbereitet werden. Die Zurückeroberung des Sozialismus wird viel schwieriger sein als die Eroberung [der Klassenfeind hat auch seine Lehren ziehen können!], aber dafür wird die Schaffung eines sozialistischen Lagers ungemein schneller und leichter vorangehen als in der Nachkriegsperiode des zweiten Weltkriegs, weil dies durch die heutige Globalisierung des Klassenkampfes auch gar nicht anders der Fall sein kann. Der Übergang zum Weltsozialismus ist deswegen so schwierig, weil wir es mit einem politischen Widerstand von solchen Kräften in unseren Reihen zu tun haben, die sich mit dem Sozialismus in einem Land zur Ruhe gesetzt haben und auch zukünftig gar nichts anderes wollen als sich damit zur Ruhe zu setzen, sprich: seine momentanen sozialistischen Früchte genießen, um ihn dann – verkostet und aufgezehrt, dem Schicksal, also wieder dem Kapitalismus, zu überlassen. Sie haben kein Interesse daran, das Ziel des Sozialismus in einem Land als Basis und Hebel, als ein Etappenziel, als Voraussetzung für das nächste Ziel, den Weltsozialismus zu begreifen und mit dem Aufbau der Internationale praktisch zu beginnen. Diese Neo-Revisionisten erkennen zwar die Idee der Kommunistischen Internationale, ihre Notwendigkeit, grundsätzlich in Worten an, aber sie tun nichts anderes als sich hinzustellen und immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass der Zeitpunkt zu „früh“ sei, anstatt diese Aufgabe jetzt mit anzupacken. An diesen Leuten ist auch die Komintern politisch gescheitert. Diesen lähmenden Zustand zu überwinden, ist die entscheidenste Frage des heutigen politischen Klassenkampfes. Der politische Klassenkampf für den Sozialismus in einem Land muss stets dem politischen Klassenkampf des Weltsozialismus untergeordnet werden, auch und gerade wenn dafür jetzt erst einmal alles wieder dafür getan werden muss, den Sozialismus in einem Land zurückzuerobern. Die ganze Schwierigkeit des politischen Kampfes und dessen ganze Kunst, besteht darin, den Übergang von einem einzelnen sozialistischen Land zum sozialistischen Lager, zum Weltsozialismus als eine lange Periode mit vielfältigen Übergängen zu begreifen, in denen Rückzüge und Niederlagen unvermeidlich sind. Der Sozialismus kann nur zurückerobert werden, wenn er wieder zum Ziel des politischen Kampfes des Proletariats geworden ist.


3. Der ideologische Kampf

ist die dritte Grundform des Klassenkampfes. Der Inhalt des ideologischen Klassenkampfes besteht darin, die Ideologie der Bourgeoisie anzugreifen- insbesondere die Ideologie des Revisionismus, sie zurückzudrängen und schließlich zu zerschlagen und dabei das sozialistische Klassenbewusstsein im Proletariats zu entwickeln bzw. zu reaktivieren, den Marxismus-Leninismus mit der Arbeiterbewegung (erneut) zu verknüpfen und ihn (wieder) in den proletarischen Massen zu verankern, damit das Proletariat seine historische Mission (wieder) erkennen und erfüllen kann. Die sozialistische Ideologie wird von der marxistisch-leninistischen Partei in die Arbeiterbewegung hineingetragen. Die Partei ist also die Verkörperung der Einheit von Arbeiterbewegung und wissenschaftlichen Sozialismus. Erfolgreich kann der ideologische Kampf nur dann sein, wenn er im engsten Zusammenhang mit dem ökonomischen und politischen Kampf geführt wird: „Die wirkliche Erziehung der Massen kann niemals getrennt und außerhalb vom selbständigen politischen und besonders revolutionären Kampf der Massen selbst geschehen. Erst der Kampf erzieht die ausgebeutete Klasse, erst der Kampf gibt ihr das Maß ihrer Kräfte, erweitert ihren Horizont, steigert die Fähigkeit, klärt ihren Verstan auf, hämmert ihren Willen“ (Lenin, Band 19, Seite 441). Was Lenin hier lehrt, beschränkt sich nicht nur im nationalen Rahmen. Die Ideologie des Proletariats ist international und damit auch der ideologische Kampf, den das Weltproletariat gegen die Ideologie der Weltbourgeoisie internationalistisch führt. Hier spielt die Kommunistische Internationale die internationale Rolle, die die Partei im nationalen Maßstab spielt. Bestandteil des wissenschaftlichen Sozialismus ist auch die militärische Wissenschaft des Sozialismus, die somit auch internationalen Charakter hat und entsprechend im Weltproletariat verankert werden muss, um es für die bewaffnete sozialistische Weltrevolution mit den internationalisierten, ideologischen Waffen auszurüsten.

Was die heutige konkrete Situation anbelangt, so müssen wir die Niederlage des Sozialismus auch als Niederlage der sozialistischen Ideologie begreifen, wenn man sie an ihrem gegenwärtig äußerst geringen Einfluss unter den Massen misst – und daran muss man sie messen. In dem Maß wie der Kampf für die sozialistische Ideologie nachlässt, das heißt, je mehr Masseneinfluss sie verliert, desto offensiver geht die konterrevolutionäre Ideologie Schritt für Schritt weiter, um das sozialistische Gedankengut, die sozialistischen Traditionen, das Klassenbewusstsein selbst völlig aus den Hirnen der Weltbevölkerung zu vertilgen. Wollen wir den Sozialismus zurückerobern, müssen wir auch das Klassenbewusstsein wieder neu wecken, die sozialistische Ideologie zurückerobern, müssen wir den ideologischen Klassenkampf gegen diejenigen führen, die den Massen das sozialistische Bewusstsein auszutreiben versuchen, bzw. versuchen, dass es nicht ins Proletariat eindringt, bzw. die dafür sorgen, dass nur das bürgerliche Bewusstsein eindringt, insbesondere dasjenige, welches als „sozialistisches Bewusstsein“ ausgegeben wird, um damit dem Eindringen der marxistisch-leninistischen Ideologie vorzubeigen, um kein Vakuum aufkommen zu lassen, in das die marxistisch-leninistische Ideologie einfließen kann. Deswegen muss vor allem der Kampf gegen die revisionistische Ideologie der Weltbourgeoisie geführt werden, müssen die in den Schmutz getretenen Werte, Eigenschaften, Traditionen des Sozialismus gesäubert, gehegt und gepflegt werden, muss das revolutionäre Klassenbewusstsein auf neue Weise entwickelt werden. Das gilt natürlich auch für das militärisch-revolutionäre Klassenbewusstsein. Wir müssen die alten Kampftraditionen der militärischen sozialistischen Organisationen stets hochhalten, aber insbesondere in ultra-reaktionären Zeiten, wo die Konterrevolution sie total auszulöschen versucht. Wir müssen den Massen klar zu verstehen geben, dass die Lehren aus der Niederlage des Sozialismus stets von antagonistischen Klassen gezogen werden, dass sie den Interessen antagonistischer Klassen dienen und sich diametral voneinander entscheiden. Wenn die Marxisten-Leninisten von Fehlern sprechen, ist das nicht das Gleiche wie die bürgerliche Intelligenz und die Revisionisten beispielsweise über die Fehler sprechen, die zur Niederlage des Sozialismus geführt haben. Die Neo-Revisionisten sind dabei bemüht, diese antagonistischen Widersprüche bei der Ursachenforschung unserer Fehler zu verkleistern, um sie mit dem Revisionismus zu versöhnen. Dieses ganze komplizierte Verwirrspiel muss von uns bis ins Letzte aufgeklärt werden, muss den Massen transparent gemacht werden. Die revolutionäre Klasse und sodann die revolutionären Massen werden sich erst für die sozialistische Ideologie entscheiden können, wenn ihnen der wesentliche Unterschied zur revisionistischen Ideologie völlig klar geworden ist, wenn sie den völligen Bankrott des Revisionismus von dem unvermeidlichen Sieg des Sozialismus (der nur eine vorübergehenden Niederlage erlitten hat!) nicht nur unterscheiden können, sondern die Lehren aus dem Bankrott des Revisionismus als äußerst wichtige revolutionäre Lehre für sich nutzen können, um den Kampf für die Zurückeroberung des Sozialismus in Angriff zu nehmen. Der wahre Gewinn für das Weltproletariat aus dem Bankrott des Revisionismus besteht im Verlust seiner revisionistischen Illusionen, der die Fortsetzung des sozialistischen Siegeszuges auf höherer Stufe wieder konkret machen wird. Dieser Kampf für die Befreiung von revisionistischen Illusionen wird von den Marxisten-Leninisten heute dadurch siegreich zu Ende geführt, dass sie erstens viel überzeugender als früher beweisen können und müssen, wohin (!!) der Revisionismus an der Macht geführt hat und führt – eben anhand der historischen und gegenwärtigen Erfahrungen – nämlich tief zurück in den Kapitalismus – und zweitens gleichzeitig dem Weltproletariat aufzeigt, wohin der Marxismus-Leninismus führt, wo der Ausweg aus dem revisionistischen Irrgarten zu finden ist . Der Revisionismus hat für die Massen 1000 - fach sichtbar den Sozialismus vergewaltigt, prostituiert, zu Grunde gerichtet, die Massen belogen und betrogen und verraten; sie sozialfaschistisch und sozialimperialistisch ausgebeutet und unterdrückt und danach – entsprechend der konterrevolutionären Natur des Revisionismus - den Imperialisten zum Fraß überlassen, die sich wie die Aasgeier über den Kadaver des Sozialismus hergemacht haben und weiter hermachen!! Ideologische Würmer finden nur auf der Leiche der sozialistischen Ideologie ihre Lebensbedingungen, nicht auf dem lebendigen Körper der marxistisch-leninistischen Ideologie. Die Hegemonie der Revisionisten, der Einfluss des Intellektuellenopportunismus vereinigt mit der arbeiteraristikratischen Ideologie beeinträchtigte das sozialistische Bewusstsein des Weltproletariats, zersetzte seine revolutionäre Organisiertheit, stumpfte die Erkenntnisse des sozialistischen Aufbaus ab. Mit Hilfe des Revisionismus radierte der Weltimperialismus den Sozialismus (vorübergehend) aus! Die Zurückeroberung des Sozialismus kann nur das Werk der Arbeiterklasse selber sein! Die Wiederbelebung des Marxismus-Leninismuskann nur das Werk der Avantgarde des Weltproletariats sein! Die Wiederbelebung der weltproletarischen Militärwissenschaft kann nur das Werk der weltproletarischen Militärwissenschaftler selber sein! Die Grundform des ideologischen Klassenkampfes kann sich aber nur im Klassenkampf unter der Leitung der wahren kommunistischen Parteien weiterentwickeln, wenn sie von ihnen mit neuem Inhalt gefüllt und dieser neue Inhalt mit den alten Traditionen des ideologischen Kampfes richtig verknüpft wird. Das Spezifische der neuen Grundform des ideologischen Kampfes aber ist ihr internationaler Charakter. Die Entfaltung dieser spezifischen ideologischen Grundform des Klassenkampfes zu neuer Blüte wird um so schneller kommen, je tiefer die Weltkrise des Imperialismus die Kluft zwischen Kapital und Arbeit gräbt !!! Die Globalisierung der Ideologie der Bourgeoisie ist der beste Anstoß, damit sich die Ideologie des Weltproletariats globalisierend formiert !!! Die ideologische Globalisierung der imperialistischen Kriegsführung erzeugt zwingend die Globalisierung der weltproletarischen Kriegsführung !!


Die drei Grundformen

des Klassenkampfes bilden eine untrennbare Einheit, sie gehen ineinander über, sind drei verschiedene Seiten des einheitlichen Kampfes des Proletariats:

„... Wird der Kampf nach seinen drei Seiten hin – nach der theoretischen, der politischen und der praktisch-ökonomischen (Widerstand gegen die Kapitalisten) – im Einklang und Zusammenhang und planmäßig geführt...“ (MEW, Band 7, Seite 541), so ist das Weltproletariat, die Einheit der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung, unbesiegbar. Der Marxismus-Leninismus hat die drei Grundformen des Klassenkampfes der Arbeiter zu einem unteilbaren Ganzen verbunden und wird diese Verbindung in ihrer internationalen Entfaltung zur Höchstform bringen. Insbesondere die internationalen Formen des Klassenkampfes voneinander zu trennen oder sie gleichzusetzen oder gar die eine auf Kosten der anderen einzusetzen, gehört zu den schlechtesten und traurigsten Abweichungen vom Marxismus-Leninismus. Als Bestandteil des politischen Kampfes sind die militärischen und bewaffneten Formen des Klassenkampfes stets in die Einheit der Grundformen des Klasenkampfes eingebunden und niemals losgelöst von dieser Einheit, niemals auf sich selbst beschränkt, anzuwenden.

Aus den drei Grundformen bilden sich unter den Massen Kampfkomitees, Streikkomitees, Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte usw.usf. als unmittelbare Organe des proletarischen Massenkampfes. „Solche Organe können nicht in jedem beliebigen Moment gebildet werden, während Gewerkschaftsverbände und politische Parteien immer und unbedingt notwendig sind und unter allen Verhältnissen gebildet werden können und müssen“ (Lenin, Band 11, Seite 77). Lenin wies darauf hin, dass es nicht nur auf die Bildung von Kampforganen ankommt, „sondern ihre Koordinierung, ihre Abstimmung mit den Kampforganisationen der Bauernschaft usw. [und z. B. der Soldatenräte – Anmerkung des Verfassers] (...), weil es noch eine neue, jetzt besonders anschaulich hervortretende Voraussetzung für den Erfolgzu berücksichtigen gilt, „nämlich das gemeinsame Handeln der revolutionären Bauern und Arbeiter“ und Soldaten (Lenin, Band 11, Seite 78) im internationalen Maßstab.


Der Klassenkampf hört in der sozialistischen Gesellschaft nicht auf,

sondern ist ein permanenter Prozess, der sich über die ganze Übergangsperiode bis hin zum Kommunismus ausdehnt, solange andauert und sich je nach den historischen Bedingungen und den zeitlichen Entwicklungsetappen der revolutionären Umgestaltung der Welt und insbesondere in den einzelnen Ländern unterschiedlich herausformt und verändert. Dies trifft auch für den politischen Klassenkampf und seine fortgesetzte und schärfste Form, den militärischen Klassenkampf zu. „Der Klassenkampf ist die Haupttriebkraft nicht nur in einer Gesellschaft mit antagonistischen Klassen, sondern in jeder Klassengesellschaft, auch in der sozialistischen gesellschaft. Solange die Frage `Wer wen?` noch nicht vollständig und endgültig entschieden ist, da der Grundwiderspruch bis zum Kommunismus der Widerspruch zwischen Sozialismus und Kapitalismus, zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Weg bleibt, ändert sich im Wesentlichen nicht die Definition des Klassenkampfes durch die Klassiker des Marxismus-Leninismus. Drer Klassenkampf ist die Seele aller anderen Triebkräfte der sozialistischen gesellschaft. Nur ein tiefes Verständnis und die nachdrückliche und unaufhörliche Entfaltung des Klassenkampfes schafft die Möglichkeit, dass auch die anderen Triebkräfte der sozialistischen Gesellschaft mit ihrer ganzen Kraft wirken“ (Nexhmije Hoxha, „Einige grundlegende Fragen der revolutionären Politik der Partei der Arbeit Albaniens zur Entfaltung des Klassenkampfes, Seite 7, dt. Ausgabe, Tirana 1977).

Der Klassenkampf muss auch mit gewaltsamen Mitteln im Sozialismus fortgesetzt werden, wenn dies unvermeidlich wird, nämlich um die revisionistischen Elemente daran zu hindern, die Macht zu erobern. Es ist ein marxistisch-leninistisches Prinzip: Kann die sozialistische Arbeiterklasse nicht verhindern, dass sie die Macht verliert, dann muss sie eine erneute Revolution zur Zurückeroberung ihrer Diktatur durchführen, muss sie mit einem Aufstand, mit einem Bürgerkrieg, mit allen zur Verfügung stehenden anti-revisionistischen Mitteln, mit allen gewaltsamen und nicht gewaltsamen Kampfformen und -organisationen die Diktatur der Revisionisten stürzen. Die Armee bleibt bis zum Kommunismus Organ der Revolution, Organ des revolutionären Klassenkampfes, ein Kampfinstrument zur Schaffzung der klassenlosen Gesellschaft in den Händen der Arbeiterklasse.



Wie verhält sich die militärische Kampfform zur politischen Grundform des proletarischen Klassenkampfes ?


Die militärische Kampfform ist die Fortsetzung der politischen Kampfform mit bewaffneten Mitteln. Für die Revolution, die eine Fortsetzung des politischen Kampfes mit gewaltsamen Mitteln unvermeidlich macht, schafft sich die Arbeiterklasse unvermeidlich militärische Kampforgane und wendet unvermeidlich militärische Kampfformen an, auf die noch im Einzelnen näher einzugehen sein wird. Wenn die Klassiker des Marxismus-Leninismus also militärische Begriffe im politischen Sinne benutzen, dann wollen sie damit nicht etwa nur dem politischen Inhalt mehr revolutionäre Würze verleihen, ist das kein kämpferisch klingendes, schmückendes Beiwerk, sondern die Klassiker drücken damit eine historische Wahrheit aus, dass ein Arbeiterheer, eine Reservearmee, ein Kampfstab, eine internationale proletarische Arbeiterarmee, Strategie und Taktik, Angriff und Verteidigung usw. usf. potentiell vorhanden ist und sich gesetzmäßig in den Klassenzusammenstößen immer deutlicher und schärfer herausbilden wird, also sich zunächst politisch herausbildet oder herausgebildet hat. In diesem politischen Entwicklungsrozess des Klassenkampfes tritt dann unvermeidlich der Punkt ein, wo in einer revolutionären Situation der politische Charakter eines Arbeiterheeres, einer Reservearmee... usw. usf. eine militärische Qualität annimmt und sich diese materiell, eigenständig herausbildet, dass alle militärischen Begriffe ihre ursprüngliche Bedeutung im engeren militärischen Sinne tatsächlich zurückgewinnen, sich „vergegenständlichen“ in den kleinen und großen Klassenkriegen, die die Arbeiterklasse und die Partei in ihrer Geschichte bereits konkret geführt hat, führt und führen wird. Dies entspricht also nicht nur den allgemeinen Erkenntnissen des historischen Materialismus, sondern ist auch durch die ganze Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung tausendfach bewiesen. Aus diesem Grund ist es für den größten, den internationalen Klassenkrieg nicht nur erlaubt, zum Beispiel den Begriff „proletarische Weltarmee“ im weitesten Sinne, also politisch zu verwenden, sondern es entspricht vollkommen und konsequent dem Marxismus-Leninismus, (wenn man denn den Mut hat, konsequent zu Ende zu denken!), dass das Weltproletariat, wenn es seine Politik mit bewaffneten Mitteln fortsetzen wird, dann auch militärische Kampfformen einsetzt und sich dafür militärische Kampforgane schafft, von denen eine proletarische Weltarmee sicherlich die möglicherweise entscheidende sein dürfte.

Die militärischen Begriffe stehen also für das wehrhafte, militante Wesen des Marxismus-Leninismus. Militärische Begriffe drücken die militärische Programmatik des Marxismus-Leninismus aus, zum Beispiel dass die politische Macht in der entscheidenden Phase des Machtwechsels nur durch Anwendung militärischer Mittel verwirklicht werden kann, erinnern die militärischen Begriffe des Marxismus-Leninismus uns bereits in vorrevolutionären Zeiten daran, das wir auf militärische Ziele zusteuern, dass die revolutionäre Bewegung militärische Formen annehmen wird, wenn uns die Revolution eine ernsthafte Sache ist. Sie erinnern uns ebenfalls daran, dass wir in der nachrevolutionären Phase wachsam bleiben müssen, um unsere sozialistischen Errungenschaften mit allen Mitteln zu verteidigen, und schließlich erinnern sie uns daran, dass das Proletariat bis zum Übergang zum Kommunismus, für die ganze Periode des Sozialismus die Waffen niemals aus der Hand legen darf, dass es die Waffen benutzen muss, um einen verloren gegangenen Sozialismus zurückzugewinnen und dass das Proletariat auch danach noch hundertmal zur Waffe greifen muss, bevor seine Befreiung auch tatsächlich garantiert ist.

Und was zum Beispiel den Begriff „proletarische Weltarmee“ anbelangt, drückt der Marxismus-Leninismus damit nicht etwa eine „erfundene“, abstrakte, doktrinäre, „größenwahnsinnige“, revoluzzerhafte, kleinbürgerlich-radikale Spinnerei aus, sondern erstens eine Kampfform der revolutionären Klasse, nämlich des Weltproletariats, und zweitens eine Form des Massenkampfes, der „nur“ in der Größenordnung einer Weltarmee zu führen ist. Wir Marxisten-Leninisten denken unsere militärischen Kampfformen und Kampforganisationen ja nicht aus, sondern lernen nur aus der Massenpraxis, beobachten wir, dass sich das Weltproletariat gegen den Globalisierungsangriff der Weltbourgeoisie zu formieren, zu organisieren und zu zentralisieren beginnt und damit ja nicht aufhört, sondern dass es konsequenterweise neue, internationale Kampfformen entwickeln wird, die gar nicht von irgendeinem Stubensystematiker ausgetüftelt zu werden brauchen. Wenn die Arbeiterklasse eines jeden Landes „ein Bestandteil der Weltarmee des Proletariats ist“ (Lenin, Band 2 (Seite 332),

wenn das Weltproletariat eine internationale Klasse ist, wird ihre Politik auch eine internationale Politik sein, nämlich darauf gerichtet, die Weltmacht zu erobern, wird sie folgerichtig bereit sein, ihre internationale Politik selbst mit internationalen bewaffneten Mitteln fortsetzen zu wollen, und weil die internationale Konterrevolution das Weltproletariat an der Eroberung seiner Weltmacht gewaltsam zu verhindern suchen wird, muss sich also das Weltproletariat internationale, militärische Kampforgane schaffen, um zur Erfüllung ihrer historischen Weltmission die internationale Konterrevolution gewaltsam aus dem Weg zu räumen. Wie das konkret aussehen wird, welchen Namen die ganze Sache bekommen wird, wissen wir noch nicht genau, aber wir wissen bereits jetzt sehr wohl, dass es sich hierbei nicht gerade um eine nebensächliche, sondern um die unvermeidliche, planmäßig und bewusst zu organisierende, marxistisch-leninistische Aufgabe handelt, die theoretisch wasserdicht begründet sein muss, also um eine zwingende Notwendigkeit, auf die wir das Weltproletariat – und das ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit gegenüber ihrer gerechten Sache, unbedingt vorzubereiten haben. Was soll daran – bitte schön - nicht marxistisch-leninistisch sein? Nicht marxistisch-leninistisch ist es vielmehr, diesen Standpunkt zu bezweifeln, zu widerlegen und zu entstellen, denn das schadet vielmehr und nützt dem Weltproletariat gar nichts, denn: ohne diesen Standpunkt anzunehmen, wird es dem Weltproletariat unmöglich sein, seine historische Mission zu erfüllen! Wir Marxisten-Leninisten kämpfen gegen die Verneinung des internationalen Charakters der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft. Wir Marxisten-Leninisten grenzen uns von dem Revisionismus doch deswegen ab, weil wir den internationalen militärischen Kampf nicht nur in Worten anerkennen, nicht nur die militärischen Begriffe der Form nach verwenden ( weil diese Form nun mal von den Klassikern ausgewählt wurden und man daran deswegen nicht offen Kritik zu üben wagt), sondern den internationalen militärischen Kampf auch in die Tat umsetzen und die militärischen Begriffe inhaltlich benutzen, also für den unsrigen, den tatsächlichen internationalen militärischen Kampf für die sozialistische Weltrevolution. Diese Abgrenzung von den Revisionisten in Wort und Tat bewusst zu vollziehen, daran erkennt das Weltproletariat die politische Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit unseres prinzipienfesten Standpunktes gegenüber dem Revisionismus, und nur daran wird die Klasse ihre Avantgarde messen, bevor sie sich ihrer (politischen und sodann militärischen) Führung im Weltmaßstab anvertrauen kann.



Lenin räumte ein: „Freilich ist ein Vergleich revolutionärer Klassen mit Armeen nur in sehr begrenztem Sinne richtig“ (Lenin, Band 15, Seite 203). Das hat Lenin extra betont, um nicht beides miteinander zu verwechseln oder gleichzusetzen, aber das hat ihn überhaupt nicht davon abgehalten, von der Verwendung militärischer Begriffe im Vergleich von Klasse und Armee ausgiebig Gebrauch zu machen, ganz im Gegenteil. Es ist weder Zufall, noch verwunderlich, dass die Klassiker für den Marxismus-Leninismus ganz bewusst ausgerechnet militärische Begriffe entlehnten. So charakterisierte Lenin die Parteidisziplin als eine Disziplin, die der militärischen Disziplin nahekommt usw. usf. Der ganze Parteiaufbau ist straff organisiert nach dem Grundprinzip des demokratischen Zentralismus. Zwischen disziplinierter Ausführung der Parteibeschlüsse und der disziplinierten Ausübung des militärischen Befehls in der Roten Armee ist also beispielsweise grundsätzlich kein Unterschied, wohl aber in der qualitativen Abstufung. Als Marxisten-Leninisten wissen wir natürlich, dass der militärische Kampf dem politischen Kampf dient, dass der Parteibeschluss also absolute Priorität gegenüber allen Beschlüssen hat, die die Arbeiterklasse in ihrem Klassenkampf fasst, umsetzt, kontrolliert, korrigiert usw. usf. Natürlich führt die Partei ihren militärischen Kampf nicht allein, unabhängig oder etwa gar gegen den Willen der Arbeiterklasse. Verschwörungsaktionen der Partei sind Abenteuertum, dem Wesen einer proletarischen Kampfpartei fremd, schädlich und zum Scheitern verurteilt ( siehe Maos Kulturrevolution). Militärische Erfolge erzielt die Partei nur dann, wenn sie sich nicht auf sich selbst allein, sondern auf die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten, auf das revolutionäre Volk stützt und genauso umgekehrt von der Arbeiterklasse und dem revolutionären Volk gestützt wird.



Keinesfalls darf man die Sache arbeitsteilig, isoliert und getrennt voneinander auffassen, dass die Partei sozusagen den politischen Kampf führt und die Armee den militärischen – unabhängig „in eigener Regie“ . Es ist vielmehr so, dass die Partei grundsätzlich als höchste Form der Klassenorganisation der Arbeiterklasse entsprechend über „alles Militärische“ militärpolitisch entscheidet und auch mit „allem Militärischen“ organisch engstens verbunden ist. Die Kommunistische Partei ist und bleibt mit Zeitpunkt ihrer Geburt eine politische KAMPFpartei der ganzen Arbeiterklasse, und daher muss sie - angepasst an die jeweiligen, sich ändernden Bedingungen des Klassenkampfes und je nach der Front, an der sie kämpft - in ihrer Politik auch mehr oder weniger militärische Gesichtspunkte berücksichtigen und nutzen, aber die proletarische Politik darf man nicht „militarisieren“ oder gar militärisch ummodeln, man darf ihr nicht das „Militärische“ überstülpen. Dann ist zum Beispiel die Gefahr eines Putsches, einer „Palastrevolte“ nicht auszuschließen. Es wäre also ein Fehler, Partei und Armee, politischen und militärischen Kampf gleichzusetzen oder gar die politischen den militärischen Gesichtpunkten grundsätzlich unterzuordnen. Der militärische Kampf und die Armee sind der Partei und ihrem politischen Kampf - wie bereits mehrfach hervorgehoben - untergeordnet. Zweifellos ist der militärische Kampf der Partei die Fortsetzung ihres politischen Kampfes mit militärischen Mitteln, aber der militärische Kampf ist deswegen noch lange kein Mittel, das man der proletarischen Politik aufzwingen darf und das Militär ist auf keinen Fall sozusagen „die letzte Machtinstanz“ über der Politik. Die proletarische Politik hat stets über die Gewehre zu entscheiden und die Partei über der Armee; die Gewehre niemals über die proletarische Politik, und die Armee niemals über die Partei. Wenn allerdings die Gewehre versuchen sollten, der proletarischen Politik ihren „Willen“ aufzuzwingen und sich somit in konterrevolutionäre Mittel verwandeln, dann kann sich die proletarische Politik hier nicht anders fortsetzen als durch Fortsetzung ihres Kampfes mit gewaltsamen Mitteln gegen die gewaltsamen Mittel der Konterrevolution in den eigenen Reihen wie auch außerhalb ihrer Reihen. Die politische Partei darf sich niemals von Gewehren überrumpeln lassen und schon gar nicht von Gewehren aus den eigenen Reihen. Deswegen muss sie wachsam sein, muss auf diese Möglichkeit (auch!) militärisch vorbereitet sein – . Die Entwaffnung ihres politischen Kampfstabes bedeutet ja stets die Entwaffnung der ganzen Arbeiterklasse und damit die Gefahr der Restauration des Kapitalismus. Deswegen muss die Partei stets ein gutes Auge auf die Armee haben und die Armee auch ein gutes Auge auf ihre eigenen Truppen und Führer. Vor allem aber muss die Arbeiterklasse ein gutes Auge auf beide, Partei und Armee haben. Die Diktatur des Proletariats bestimmt die Politik – auch die Militärpolitik und den militärischen Kampf selbst. Der militärische Kampf ist durch und durch Politik. Die Arbeiterklasse setzt ihre bisherige Politik lediglich nur fort mit gewaltsamen Mitteln, um dann ihre Politk auch ohne gewaltsame Mittel wieder fortsetzen zu können. Der Kampf um die Macht des Proletariats kann nicht siegreich sein ohne Berücksichtigung der Rolle der Armee in diesem Kampf. Das heißt nicht, dass dabei automatisch eine militärische Diktatur der Armee herauskommt. Man darf die siegreiche revolutionäre Armee des Volkes nicht zu einem Schreckgespenst machen, dass man dem politischen Kampf entgegenhält, denn die Macht muss mit Gewalt, muss im Kampf, muss militärisch erobert werden, und dazu braucht man eben eine politische Partei, die die revolutionären Kräfte militärisch mobilisiert, organisiert, formiert und führt.

Ihrem Wesen entsprechend muss die Partei während der ganzen Zeit ihres Bestehens politisch kämpfen, egal ob zu Zeiten der Ebbe oder der Flut der revolutionären Bewegung. Sie kommt auch in Zeiten der Ebbe zwar nicht ohne militante Aktionen aus, aber ihr militärischer Kampf steht nur in der Zeit und in den Situationen der offenen Schlachten der Revolution und ihrer Verteidigung, den offenen und konspirativen Schlägen der inneren und äußeren Konterrevolution, im Krieg und Bürgerkrieg im Mittelpunkt. Der militärische Kampf der Partei hängt also von ganz bestimmten, von verschärften, gewaltsamen, zeitlich begrenzten Kampfbedingungen ab, jedoch ist der politische Kampf im Unterschied dazu permanent und unter allen Kampfbedingungen stets vorrangig zu führen. Sieg und Niederlage jeder Klasse, Sieg und Niederlage der Weltanschaung einer Klasse usw. usf, alles wird letztendlich politisch entschieden, auch wenn die Politik zu diesem Zweck vorübergehend gezwungen ist, zu militärischen Mitteln zu greifen, um sich durchsetzen und behaupten zu können. Der Charakter der leninschen Partei ist politisch und nicht militärisch, auch wenn manche militärischen Eigenschaften übernommen sind. Die Armee ist umgekehrt von ihrem Charakter nach militärisch, auch wenn sie sich als politisch bewusste Armee versteht und sich ja auch politisch bewusst verstehen muss. Lenin hat die Doktrin: „Die Armee muss außerhalb der Politik bleiben“ stets als „abgeschmackte, heuchlerische und verlogene Doktrin“, bezeichnet. Sie „ist für die Maskierung der wahren Bestrebungen der Bourgeoisie (...) besonders bequem“ (Lenin, Band 11, Seite 72). „Die Armee kann und darf nicht neutral sein. Die Armee nicht in die Politik hineinziehen – das ist die Losung der heuchlerischen Lakaien der Bourgeoisie und des Zarismus, die in Wirklichkeit stets die Armee in die reaktionäre Politik hineingezogen und die russischen Soldaten in Handlanger der Schwarzhundertschaften, in Helfershelfer der Polizei verwandelt haben. Im allgemeinen Freiheitskampf des Volkes kann und darf man nicht abseits stehen. Wer sich zu diesem Kampf gleichgültig verhält, der unterstützt die Ausschreitungen der Polizeiregierung, die die Freiheit versprochen hat, um die Freiheit zu verhöhnen“ (Lenin, Band 10, Seite 41).

Beide, Partei und Armee müssen sich gemeinsam auf die gesamte Klasse stützen genauso wie in Kriegszeiten, in der Epoche des Bürgerkriegs, restlos die gesamte Klasse sich hinter die Partei stellen und unter ihrer Leitung handeln muss. Stalin zog einen Vergleich mit den Kampf der Arbeiterklasse im Allgemeinen und ihrem militärischen Kampf im Besonderent bezüglich des Grades der Kompliziertheit seiner Bedingungen: “Ich sprach bereits über die Schwierigkeiten des Kampfes der Arbeiterklasse, über die Kompliziertheit der Kampfbedingungen, über Strategie und Taktik, über Reserven und Manövrieren, über Angriff und Rückzug. Diese Bedingungen sind nicht weniger kompliziert – wenn nicht gar komplizierter – als die Bedingungen des Krieges“ (Stalin, Band 6, Seite 151).

Dies kann normalerweise auch gar nicht anders sein, denn die politischen Kampfbedingungen sind im Allgemeinen vielfältiger und umfassender als die militärischen Kampfbedingungen, die ja nur ein Teil der politischen Kampfbedingungen sind, auch wenn sie manchmal im Vordergrund des Kampfes stehen. Insofern sind die militärischen Begriffe, die wir Marxisten-Leninisten auf die politischen Kampfbedingungen anwenden, allgemeiner und im weiteren Sinne zu verstehen als wenn wir sie für die besonderen militärischen Kampfbedingungen, also im engeren Sinne verwenden. Dies sei hier den „Kritikern“ in Erinnerung gerufen, die diese unterschiedliche Verwendung militärischer Begriffe einerseits „übersehen“, um die Unterschiede zu verkleistern und andererseits die Einheit und den dialektischen Zusammenhang der politischen und militärischen Kampfbedingungen „übersehen“, um zwischen der Einheit der unterschiedlichen Verwendung der militärischen Begriffe künstliche, unüberbrückbare Gräben zu ziehen und diese gegeneinander zu richten oder eins mit dem anderen auszuschließen.



Was ist unter der Militärpolitik der Partei/ der Kommunistischen Internationale zu verstehen?



Was ist Politik?


„Was ist unter Politik zu verstehen? Politik – das ist der Kampf zwischen den Klassen; Politik – das sind die Beziehungen des Proletariats, das für seine Befreiung gegen die Weltbourgeoisie [Hervorhebung vom Verfasser] kämpft“ (Lenin, Band 31, Seite 365) Der Inhalt der Politik hat Klassencharakter- die politische Form ist die wesentliche Art und Weise, wie der Klassenkampf organisiert und geführt wird.



Politik - das ist das entscheidende Mittel, das hauptsächliche Instrument von Parteien, Staaten, Staatenbündnissen, ihrer Institutionen und Organisationen usw. usf. zur Durchsetzung von Klasseninteressen mit dem Ziel, die Macht von Klassen zu erobern, aufrechtzuerhalten, zu verteidigen, zu stärken usw. usf. Die Politik der Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen.


Die proletarische Politik ist das entscheidende Mittel zur Durchsetzung der proletarischen Klasseninteressen mit dem Ziel, mit seiner Macht jene Bedingungen zu schaffen, mit denen sich die Klassen „selbst“ abschaffen. Die proletarische Politik ist das entscheidende Mittel, um die Politik aus den Fesseln ihres Klassencharakters zu befreien.

Die Politk der von der marxistisch-leninistischen Partei geführten Arbeiterklasse ist also im Unterschied zur Politik aller bisherigen Klassen eine Politik zur eigenen Befreiung und zugleich zur Befreiung der Menschheit von Ausbeutung, Krisen und Kriegen, eine Politik zur Gestaltung der sozialistischen und kommunistischen Gesellschaft. Die proletarische Politik der marxistisch-leninistischen Partei ist schöpferische Anwendung der von den Marxisten-Leninisten ausgearbeiteten theoretischen und methodologischen Grundlagen und ist damit die einzige wissenschaftliche Politik.

Die Politik der proletarischen Gewalt ist im eigentlichen Sinne die organiserte Gewalt der Arbeiterklasse für ihre Befreiung von der Unterdrückung der ausbeutenden Klassen, zur Unterdrückung der ausbeutenden Klassen.



Die Politik wird durch die jeweilig herrschenden Produktionsverhältnisse und dementsprechende Klassenbeziehungen bestimmt. Seit Marx wissen wir, dass die proletarische Politik auf der materialistischen Wissenschaft der Politökonomie basiert, dass die Wurzeln der Politik in der Ökonomie liegen, dass hinter der Politik handfeste ökonomische Interessen der Klassen stehen, dass „Politik konzentrierte Ökonomik“ ist (Lenin, Band 33, Seite 302). So, wie die marxistisch-leninistische Politökonomie den gesetzmäßigen Untergang des Kapitalismus aufdeckt, leitet sich daraus die ökonomische Politik der marxistisch-leninistischen Partei zur Eroberung der Macht des Proletariats durch die sozialistische Revolution ab. Und so wie die politische Ökonomie durch Lenin, Stalin und Enver Hoxha zur wissenschaftlichen Grundlage des ökonomischen Aufbaus der sozialistischen Gesellschaft weiterentwickelt wurde, ist auch die sozialistische Politik der marxistisch-leninistischen Parteien konzentrierter Ausdruck der sozialistischen Ökonomie, und so sind auch die sozialistischen Waffen konzentrierter Ausdruck der sozialistischen Politik, wie alle Waffen konzentrierter Ausdruck der Politik im Allgemeinen sind.

Aber die Politik erschöpft sich nicht in ihren ökonomischen Wurzeln, Grundlagen, Zielen usw. Die dialektische Einheit von Politik und Ökonomie besteht darin, dass sich aus der Ökonomie die Klassenstrukturen einer Gesellschaft ergeben und damit auch die grundlegenden Interessen der Klassen, die wiederum die entscheidenden Inhalte und Ziele der Politik der Klassen bestimmen. (Lenin, Band 7, Seite 48).

Die marxistisch-leninistische Partei richtet ihre Politik also auf die Durchsetzung der Interessen der Arbeiterklasse, mit der Beseitgung ihrer Ausbeutung schließlich jegliche Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen - in der kommunistischen Weltgesellschaft.

Um das zu erreichen, genügt jedoch weder eine bloße Verbesserung der ökonomischen Existenzbedingungen noch die Entwicklung der Ökonomie. Hierzu bedarf es der Eroberung und der Behauptung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse, bedarf es der Diktatur des Proletariats. Deswegen hat laut Lenin die Politik notwendigerweise das Primat gegenüber der Ökonomie. Da die Arbeiterklasse ihre Grundinteressen nur vermittels der Politik umfassend durchsetzen kann, muss die Ökonomie den jeweiligen politischen Zielen untergeordnet sein. Ohne politisch richtig an die Sache heranzugehen, wird die Arbeiterklasse ihre Herschaft nicht behaupten und folglich auch ihre Produktionsaufgabe nicht lösen können, wird die Ökonomie also umgekehrt von der Politik bestimmt. Das heißt aber nicht, dass die Gesetze der politischen Ökonomie, die meistens für eine bestimmte historische Periode wirken, durch die Politik, auch nicht durch die Militärpolitik, willkürlich oder gealtsam aufgehoben werden können. Stalin sagte: „Aber (...) diese Gesetze werden nicht aufgehoben, sondern verlieren ihre Kraft kraft der neuen ökonomischen Verhältnisse und treten ab, um neuen Gesetzen Platz zu machen, die nicht nach dem Willen der Menschen geschaffen werden, sondern auf der Basis der neuen ökonomischen Verhältnisse entstehen“ (Stalin, Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR, Moskau 1952, Seite 7). Und bezogen auf die Gesetze des militärische Tuns der Klassengesellschaft sei hier das bekannte Engelszitat angeführt:

„Die Gesetze ihres eigenen gesellschaftlichen Tuns, die ihnen bisher als fremde, sie beherrschende Naturgesetze gegenüberstanden, werden dann von den Menschen mit voller Sachkenntnis angewandt und damit beherrscht“ (Engels, „Anti-Dühring“). Die Arbeiterklasse ist also nicht den ökonomischen Gesetzen machtlos ausgeliefert, ist nicht Sklave dieser Gesetze, sondern kann sie in ihrem Interesse ausnutzen und die Gewalt unter Kontrolle bringen Wenn sich die Politik also nicht auf die objektiven Gesetze stützt, kann sie ihre Aufgabe auch nicht erfüllen.


Was ist Militärpolitik?


Militärpolitik ist die Politik der militärisch organisierten Gewalt von Klassen zur Unterdrückung von anderen Klassen. Sie ist die Politik einer Klasse oder eines Klassenbündnisses, deren Partei oder Parteienbündnis, deren Staat oder deren Staatenbündnis seine/ihre Klasseninteressen zur Eroberung bzw. Aufrechterhaltung der Klassenherrschaft auch mit militärischen Mitteln wahrzunehmen und durchzusetzen. Der Inhalt der Militärpolitik ist also die Eroberung und Aufrechterhaltung der Macht und wird bestimmt durch ihren bewaffneten Klassenkampfcharakter. Die militärpolitische Form des Klassenkampfes ist die Art und Weise wie dieser - mit welchen bewaffneten Mitteln, Formen und Organisationen dieser - organisiert, geführt und durchgesetzt wird.


Die marxistisch-leninistische Militärpolitik ist im nationalen Rahmen die Politik des Proletariats und seiner bolschewistischen Partei gegen die Bourgeoisie in einem Land, und im Weltmaßstab die Politik des Weltproletariats und seiner Weltpartei gegen die Weltbourgeoisie, um sich mit militärischen Mitteln vom Kapitalismus, vom Weltimperialismus zu befreien. Sie ist die militärisch organisierte Gewalt der Arbeiterklasse zur Unterdrückung der ausbeutenden Klassen. Diese militärpolitische Aufgabe dkann nur von der Sowjetmacht gelöst werden, wie Lenin es folgendermaßen definierte: Nur die Sowjetmacht als ständige Staatsorganisation eben der durch den Kapitalismus unterdrückten Klassen ist imstande, die Unterordnung des Heeres unter die bürgerliche Kommandogewalt aufzuheben und das Proletariat wirklich mit dem Heer zu verschmelzen, die Bewaffnung des Proletariats und die Entwaffnung der Bourgeoisie wirklich durchzuführen, weil sonst der Sieg des Sozialismus unmöglich ist (Lenin auf dem 1. Weltkongress der Komintern).

Die Militärpolitik des Weltproletariats ist ein politisches Instrument, um den Sieg der sozialistischen Weltrevolution mit militärischen Mitteln zu erringen und zu sichern - eine Kampfaufgabe, die zur praktischen Lösung vor uns steht, und schon nicht mehr allein eine rein theoretisch-programmatische bzw. eine rein propagandistisch-agitatorische Aufgabe ist.



Die Bourgeoisie ist bekanntlich nicht bereit, die Politik des Proletariats freiwillig zu akzeptieren. Sie ordnet sich der Politik der feindlichen, antagonistischen Klasse nicht bedingungslos unter, sondern stützt sich auf ihre eigene Politik, nämlich das Herrschaftssystem zur ökonomischen Ausbeutung aufrechtzuerhalten – und schreckt dabei eben auch vor gewaltsamen militärischen Mitteln nicht zurück, wenn dieses Herrschaftssystem angegriffen und gefährdet wird.

Die Militärpolitik der Bourgeoisie ist ihrem Wesen nach militaristisch.


Was ist Militarismus ?

Karl Liebknecht bezeichnete den Militarismus als die Summe und das Extrakt „aller friedenstörenden Tendenzen des Kapitalismus“ und Lenin und Martow zusammen mit Rosa Luxemburg als „ein Hauptwerkzeug der Klassenunterjochung“ [siehe deren Abänderungsantrag zur Bebelschen Resolution gegen den Militarismus auf dem Internationalen Stuttgarter Kongress der Sozialdemokratie 1907]; (dazu: Lenin, Band 13, Seite 84).

In der bürgerlichen Geschichtsschreibung und in verschiedensten bürgerlichen Wörterbüchern wird der Militarismus als eine Art „Vorherrschen und Überbetonung militärischer Gesinnung und eines starken militärischen Einflusses auf die Politik“ abgetan. Es wird auch von „einseitigen Entscheidungen politischer Fragen durch militärische an Stelle von staatspolitischen Erwägungen und auch vom Überwiegen militärischer Züge in der politischen Grundhaltung eines Staates oder Staatsmannes“ gesprochen. Mit dieser Art von verharmlosender Definition werden dem Begriff Militarismus seine eigentlichen reaktionären, klassenpolitischen und expansionistischen Wurzeln und gesellschaftlich-ökonomischen Basis geraubt, die heute der Weltimperialismus ist. Wir können und müssen heute vom Weltmilitarismus, vom faulenden, parasitären und sterbenden Weltmilitarismus sprechen, was nichts anderes für das Weltproletariat bedeutet, einen international organisierten, bewaffneten anti-militaristischen Klassenkampf zu führen (ohne dabei die friedlichen Kampfformen zu ignorieren!). Was ist Anti-Militarismus? Lenin verstand unter Anti-Militarismus, „dass der Militarismus nie und keinesfalls auf irgendwelche andere Art und Weise überwunden und abgeschafft werden kann als durch den siegreichen Kampf eines Teils des Volksheeres gegen den anderen Teil. Es genügt nicht, den Militarismus zu verwünschen, zu verfluchen, `abzulehnen` , seine Schädlichkeit mit der Kritik der Argumente zu beweisen, es ist dumm, den Dienst friedlich zu verweigern – es gilt, das revolutionäre Bewusstsein des Proletariats wachzuhalten, und zwar nicht nur im allgemeinen, sondern auch seine besten Elemente im konkreten dazu vorzubereiten, im Momente der höchsten Gärung im Volke sich an die Spitze der revolutionären Armee zu stellen“ (Lenin, Werke, Band 23, Seite 254). „Eine spezielle antimilitaristische Propaganda muss um so energischer betrieben werden, als die Fälle der Einmischung bewaffneter Kräfte in den Kampf zwischen Arbeit und Kapital immer häufiger werden und die Bedeutung des Militarismus nicht nur im heutigen Kampf des Proletariats, sondern auch im kommenden – im Augenblick der sozialen Revolution – immer klarer zu Tage tritt (...) Für eine spezielle antimilitaristische Propaganda sprechen nicht nur prinzipielle Erwägungen, sondern auch bedeutsame geschichtliche Erfahrungen“ (Lenin, Band 15, Seite 192).

Der proletarische Anti-Militarismus bedient sich nur solcher Kampfmethoden und Kampfmittel, die dem Ziel des Sozialismus dienen und lehnt gleichzeitig solche Kampfmethoden und Kampfmittel ab, die diesem Ziel entgegenstehen. Ziel des Anti-Militarismus ist die Beseitigung der Unvermeidbarkeit des Militarismus durch die Beseitigung seiner Ursachen und Grundlagen, die Zerschlagung des Imperialismus. Ziel ist „nicht allein die Ersetzung des Krieges durch den Frieden, sondern die Ersetzung des Kapitalismus durch den Sozialismus (...). Es handelt sich nicht allein darum, den Ausbruch des Krieges zu verhindern, sondern darum, die durch den Krieg hervorgerufene Krise zur Beschleunigung des Sturzes der Bourgeoisie auszunutzen“ (Lenin, Band 13, Seite 71). Im Sinne des proletarischen Internationalismus handelt es sich beim Anti-Militarismus darum, „dass man in den Massen ein lebendigeres Bewusstsein der internationalen Solidarität der Arbeiter und der Verlogenheit des bürgerlichen Patriotismus schaffen muss“ (ebenda, Seite 71-72) , denn der sich globalisierende bürgerliche Patriotismus dient heute dem Weltimperialismus als eine der wesentlichen ideologischen Grundlagen für die bewaffnete Einmischung der internationalen Konterrevolution im Machtkampf zwischen Arbeit und Kapital – also im Weltmaßstab.

Wie definierte Lenin den Militarismus?

„Der moderne Militarismus ist ein Resultat des Kapitalismus. In seinen beiden Formen bildet er eine `Lebenserscheinung` des Kapitalismus: als Militärmacht, die die kapitalistischen Staaten bei ihren äußeren Zusammenstößen einsetzen (`Militarismus nach außen`...) und als Waffe in den Händen der herrschenden Klassen zur Niederhaltung aller (ökonomischen und politischen) Bewegungen des Proletariats (`Militarismus nach innen`)“ [Lenin, Band 15, Seite 187]. Der moderne Militarismus (in Abgrenzung vom alten [zum Beispiel preußischen] Militarismus) wird nicht nur von der imperialistischen/sozialimperialistischen Armee, von bewaffneten Machtorganen verkörpert; er ist vielmehr ein System, das alle Sphären der kapitalistischen Gesellschaft durchdringt („Jetzt durchdringt die Militarisierung das ganze öffentliche Leben“, Lenin).

Militarismus nach innen ist also die Umsetzung der kapitalistischen Militärpolitik mit dem Mittel des Bürgerkrieges, der bewaffneten Konterrevolution. Die Militärpolitik der Bourgeosie dient nach der Definition Lenins darüberhinaus nicht nur der Verteidigung der Herrschaft ihres Ausbeutungssystems gegenüber den revoltierenden unterdrückten Klassen, sondern auch außenpolitisch zur Führung von Kriegen und folgt damit dem ökonomischen Gesetz des Imperialismus, das heißt zwecks Jagd auf Höchstprofite imperialistische Raubkriege vom Zaun zu brechen und die Weltbeute neu aufzuteilen. Die imperialistische Militärpolitik ist also konzentrierter militäristischer Ausdruck der imperialistischen Ökonomie. Die Militärpolitik umfasst also nicht nur die militärischen Verhältnisse und Beziehungen der Klassen und Schichten innerhalb eines Staates (militärische Innenpolitik), sondern auch die militärischen Verhältnisse und Beziehungen zwischen den Staaten und Nationen (Gebiet der militärischen Außenpolitik), wobei die militärische Außenpolitik im Wesentlichen die Fortsetzung der militärischen Innenpolitik ist. Sie umfasst auch die militärpolitische Ideologie.


Die Militärpolitik des Proletariats ist jene Politik des Proletariats, seinen Kampf für die Befreiung, für die Eroberung und Verteidigung seiner Macht mit militärischen Mitteln solange fortzusetzen und wieder aufzunehmen wie dies im Rahmen der vollständigen Erfüllung seiner historischen Weltmission notwendig ist.

Die Militärpolitik des Proletariats wendet zur Verwirklichung seiner Klasseninteressen Gewalt begrenzt ein, also nach der Regel: so „kurz und schmerzlos“ wie möglich, und nur soviele Opfer wie nur unbedingt nötig. Niemals nimmt die proletarische Militärpolitik Opfer billigend in Kauf, wohlwissend, dass der revolutionäre Kampf ohne Opfer nicht abgehen kann – das hängt alles von den jeweiligen objektiven und subjektiven Bedingungen ab, von der Militärpolitik der herrschenden Klassen, dem Kräfteverhältnis zwischen den antagonistischen Klassen usw. usf. - also von einer Reihe Faktoren, die wir hier nicht alle aufzählen können. Jedenfalls ist es ein besonderes Merkmal der imperialistischen Militärpolitik, dass die Eskalation ihrer Gewalt dazu führt, den imperialistischen Koalitionen über den Kopf zu wachsen, dass die imperialistische Militärpolitik in einen nicht mehr zu steuernden Strudel des Kriegsverlaufs gerät, dass die „Mächte, die sie heraufbeschwor“, sich nunmehr der Militärpolitik bemächtigen und die militärischen Instrumente ihnen aus der Hand gleiten. Wer Wind säht, wird Sturm ernten. Ebenfalls eine Besonderheit der bürgerlichen Militärpolitik ist, dass sie nur den Interessen von wenigen Tausenden dient, die diese Welt tatsächlich in ihren Händen halten, die internationalen Finanzkapitalisten, während die Militärpolitik des Weltproletariats der überwiegenden Bevölkerungsmehrheit dient:“ Nicht dort, wo man mit Tausenden, sondern dort, wo man mit Millionen zu tun hat, beginnt erst die ernste Politik“ (Lenin, Band 27, Seite 86). „In der Politik ist es nicht so wichtig, wer unmittelbar bestimmte Anschauungen vertritt. Wichtig ist, wem diese Anschauungen, diese Vorschläge, diese Maßnahmen nützen.

Nehmen wir als Beispiel `Europa`: Staaten, die sich `zivilisiert` nennen, veranstalten jetzt ein tolles Hindernisrennen um die Rüstungen. In Tausenden Tonarten, in Tausenden Zeitungen, von Tausenden Kanzeln schreit und zetert man über Patriotismus, Kultur, Heimat, Frieden, Fortschritt - und alles, um die Ausgabe neuer Millionen und aber Millionen Rubel für alle möglichen Vernichtungswaffen, für Kanonen, für `Dreadnoughts` (Panzerkreuzer neuesten Typs) usw. zu rechtfertigen. Meine Herrschaften, wertes Publikum! - möchte man sagen, wenn man all diese Phrasen der `Patrioten` hört – traut nicht ihren Phrasen, schaut lieber nach, wem es nützt! (Lenin, Band 19, Seite 34-35). Es sind die globalen Kriegsgewinnler, insbesondere die internationale Waffen-Mafia, der die imperialistische Militärpolitik nützt.


Die Militärpolitik der Imperialisten beruht auf der militärischen Arbeitsteilung, dem Widerspruch zwischen körperlicher und geistiger Arbeit, womit sich auch größtenteils der Hass der Mannschaftsgrade auf die Offiziersschicht erklärt. Die imperialistische Militärpolitik ist nicht in der Lage, diese Kluft zu überwinden, sondern vertieft sie vielmehr. Die proletarische Militärpolitik hingegen hebt diesen Widerspruch zwar erst in einem längeren Prozess auf, wodurch tatsächlich kameradschaftliche Verhältnisse geschaffen werden, wo alle wie „ein Mann“ operieren - unabhängig von den militärischen Rängen und Graden – und wo alle als Kameraden und Genossen sich der gemeinsamen Sache verbunden fühlen, wo alle gemeinsam am erfolgreichen Gelingen der revolutionären Kampfaufträge und Befehle interessiert sind. Dieser Prozess geht um so schneller und um so gründlicher vonstatten, je besser sich die Soldaten qualifizieren, ihr Niveau heben und selber Offizierstätigkeiten übernehmen und damit die alten Normen und Strukturen überwunden werden können.


Die Militärpolitik der Bourgeoisie unterscheidet sich von der proletarischen Militärpolitik ferner darin, dass sie im Zwiespalt zwischen Wort und Tat steht, während Wort und Tat der proletarischen Militärpolitik übereinstimmen, sie also ehrlich und aufrichtig ist. Die revolutionäre Militärpolitik ist Sache des Volkes, Sache des Proletariats, Sache der Soldaten. Die imperialistische Militärpolitik verschachert ihre Grundsätze, feilscht mit ihnen, die proletarische Militärpolitik ist hingegen eine geradlinige, prinzipienfeste Politik, die Prinzipienlosigkeit moralisch verurteilt, weil sie nur dadurch auf Dauer von den Massen akzeptiert und unterstützt wird. Die ganze militärpolitische Tätigkeit der Kommunistischen Partei hat nur in dem Maße ernsthafte Bedeutung, in dem es ihr gelingt, die Arbeiterklasse aufzurütteln, ihr militärisches Interesse zu wecken, ihr militärisches Bewusstsein zu heben und sie zur aktiven, führenden Teilnahme am bewaffneten Klassenkampf zu mobilisieren.

Die Militärpolitik der Imperialisten darf man niemals nach ihren feierlichen Erklärungen und zur Schau gestellten Absichten beurteilen, sondern immer nur nach dem Klasseninhalt, nach den Klasseninteressen, denen sie dient. Die „Friedenspolitik“ des Weltimperialismus ist also nur die Fortsetzung seiner Kriegspolitik, die „Abrüstungspolitik“ nur die Fortsetzung seiner Aufrüstungspolitik, seine „Verteidigungspolitik“ nur die Fortsetzung seiner Erobrungspolitik, seine „Entspannungspolitik“ nur Fortstzung seiner Aggressionspolitik, seine „Konfliktvermeidungspolitik“ nur die Fortsetzung seiner Politik unvermeidbarer, militärischer Konflikte, seine „Konvergenzpolitik“ nur die Fortsetzung seiner globalen, konterrevolutionären Politik gegen die Befreiungskämpfe, gegen die Revolution und den Sozialismus usw. usf. Was für die Politik im Allgemeinen, gilt für die Propagandamaschinerie der imperialistischen Militärpolitik ganz besonders, wenn Lenin sagt: Je klüger und gebildeter die Klassen sind, die Lakaien halten, desto systematischer und überlegter betreiben sie ihre Politik, nutzen sie die Lakaien aus, um unter den Werktätigen zu spionieren, um die Werktätigen durch Zugeständnisse an einen bestimmten Teil von ihnen zu entzweien, um die eigene Lage zu festigen, um den `Dienenden` durch die Hoffnung, ein Almosen zu erhalten, an der Vergrößerung des Reichtums des Herrn zu interessieren usw. usf.“, (Lenin, Band 29, Seite 533).

Die imperialistische Militärpolitik ist also auf die Verschleierung der tatsächlichen Raubinteressen der Imperialisten, auf eine Rechtfertigung ihrer konterrvolutionären Tätigkeit gegenüber den um ihre Befreiung kämpfenden Völker ausgerichtet. Zur proletarischen Militärpolitik aber gehört es, diese Lügenmärchen aufzudecken und anzuprangern und über den wahren Charakter der imperialistischen Militärpoltik die Masen aufzuklären und sie wachzurütteln.

Die Militärpolitik der Bourgeoisie ist auch darauf ausgerichtet, die sozialistische Revolution gewaltsam zu verhindern. So unterstützten die Imperialisten die russische Konterrevolution durch Anzettelung eines Bürgerkrieges unmittelbar nach der Oktoberrevolution. Dadurch war es dem russischen Volk erschwert, sich von den Folgen der Kriegslast ökonomisch zu erholen. Im Vordergrund stand die Militärpolitik der Bolschewiki, um den militärischen Kampf zur Verteidigung der Diktatur des Proletariats zu führen. Die militärische Front kostete Kraft, die an der Wirtschaftsfront fehlte, war die Wirtschaftspolitik also der Militärpolitik untergeordnet. Lenins Militärpolitik aber war darauf gerichtet, die bestemöglichen und schnellstmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, um die Wirtschaftspolitik zu reaktivieren:

„Unsere Politik muss jetzt hauptsächlich der wirtschaftliche Aufbau des Staates sein (...), damit niemand hungert. Darin besteht unsere Politik. Und darauf muss die ganze Agitation und Propaganda aufgebaut sein. Es gilt, weniger Phrasen zu dreschen, denn mit Phrasen werden Sie die Werktätigen nicht zufriedenstellen. Sobald der Krieg uns die Möglichkeit gibt, den Schwerpunkt vom Kampf gegen die Bourgeoisie, vom Kampf gegen Wrangel, gegen die Weißgardisten zu verlegen, werden wir uns der Wirtschaftspolitik zuwenden“ (Lenin, Band 31, Seite 366).

Was hier deutlich wird, ist Lenins Einbindung der Militärpolitik in die Gesamtpolitik der Partei und die Verlagerung der militärischen auf die wirtschaftliche Front in einem bestimmten Moment des revolutionären Kampfes. So hat Lenin auch der Gesetzmäßigkeit der Revolution folgend in Brest-Litowsk den aufgezwungenen Friedensvertrag der deutschen Imperialisten hingenommen, um die Revolution durch die so erkaufte Atempause zu retten, um sich den wirtschaftspolitisch dringenden Aufgaben zuwenden zu können, ohne deren Lösung die Diktatur des Proletariats sich nicht lange hätte halten können.


Die revisionistische Militärpolitik [hierzu später noch sehr ausführlich! - Anmerkung des Verfassers] ist ihrem Wesen nach eine kapitalistisch-militaristische Politik, die sich hinter einer Maske der marxistisch-leninistischen Militärpolitik verbirgt und die der Restauration des Kapitalismus unter Anwendung militaristischer Mittel dient. Sie ist jene Form der bürgerlichen Militärpolitik, die sich der proletarischen Militärpolitik mehr oder weniger bedient, um sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, um sie zu zwingen, sich den globalen militärischen Zielen und Zwecken der Herrschaft des Weltimperialismus zu unterwerfen, ihre Kapitulation zu erreichen, sie zu erledigen, bzw. sie sich einzuverleiben durch Verwandlung der proletarischen Militärpolitik in eine sozialimperialistische Militärpolitik, um damit den Untergang des Imperialismus hinauszuzögern. Die revisionistische Militärpolitik ist die Politik zur Rettung des Militarismus im Feldlazarett des Imperialismus. Die neo-revisionistische Militärpolitik ist das anti-revisionistische Leichentuch, mit dem er die Opfer seines Raubkrieges überdeckt.




Was verstehen wir unter dem Militärprogramm der Partei/ der Kommunistischen Internationale?


Das allgemeine, politische Programm ist eine kurze, klare und genaue Darlegung alles dessen, was die Partei anstrebt und wofür sie kämpft, während das Militärprogramm insbesondere eine kurze, klare und genaue Darlegung alles dessen ist, was die Partei militärisch anstrebt und wofür sie militärisch kämpft.


Lenin hat gesagt, „dass das Wesen dieses [allgemeinen, politischen – Anmerkung des Verfassers] Programms (Lenin, Band 4, Seite 206) darin besteht, den Klassenkampf des Proletariats zu organisieren und diesen Kampf zu leiten, dessen Endziel die Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat und die Errichtung der sozialistischen Gesellschaft ist“.


Das Wesen des internationalen Militärprogramms besteht demnach darin, die Organisierung und Leitung des internationalen Klassenkampfes mit militärischen Mitteln fortzusetzen, dessen Endziel die Eroberung der politischen Weltmacht durch das Proletariat und die Errichtung der sozialistischen Weltgesellschaft ist .


Damit machte Lenin deutlich, dass man ein Militärprogramm nicht mit einer lehrbuchartigen Prinzipienerklärung, nicht mit einem militärischen Programm einer reinen Propagandapartei verwechseln darf, sondern dass es sich um das Programm einer bewaffneten Kampfpartei handelt.


Das Militärprogramm wird vom Parteitag beschlossen und ist die knappe Zusammenfassung der wissenschaftlich formulierten, militärischen Grundanschauungen der marxistisch-leninistischen Partei, bzw. der Kommunistische Internationale. In ihm sind ihre grundsätzlichen militärpolitischen Forderungen, Aufgaben und Ziele umrissen, und werden die hauptsächlichsten Kräfte, Wege und Mittel zu deren Umsetzung und Erfüllung im allgemeinsten Sinne benannt ( wobei die Kräfte, Wege und Mittel im Einzelnen und Konkreten die Angelegenheit der Beschlüsse der kämpfenden Organisationen und ihrer Taktik sind. Wegen der absoluten Geheimhaltungspflicht vor dem Klassenfeind können brisante Fragen der Taktik kaum ins Militärprogramm aufgenommen werden, natürlich mit Ausnahme der Beantwortung der prinzipiellsten Fragen wie zum Beispiel die bolschewistische Taktik gegen den imperialistischen Krieg; Verwandlung in den Bürgerkrieg; dreht die Gewehre um; Zersetzung der bürgerlichen Armee, ihr Übertritt zur proletarischen Revolution usw. usf.).

Das Militärprogramm einer Partei beschränkt sich auf das einzelne Land. Das Militärprogramm der Kommunistischen Internationale muss hingegen das militärisch Hauptsächliche und Grundlegende aller Parteien, Länder, Völker und Nationen umfassen. Das Militärprogramm ist keine Aneinanderreihung leerer Formeln, sondern (thesenartig) formulierte militärische Leitsätze, die auf alle zugeschnitten sind und von allen genutzt und angewendet werden können. Der Umfang eines internationalen Militärprogramms überschreitet damit bei Weitem dem eines für den nationalen Rahmen erstellten Militärprogramms - aber der Umfang eines Militärprogramms ist natürlich auch geringer als der des allgemeinen Parteiprogramms bzw. des Programms der Kommunistischen Internationale.

In einem Militärprogramm ist kein Platz für Wiedeholungen, Erläuterungen oder konkrete, taktisch-militärische Instruktionen, auch nicht für Kommentare: „Alles, was im Programm überflüssig, schwächt es“ (Engels in seinen Bemerkungen zum Erfurter Programm, MEW, Band 22, Seite 228).

Zwischen dem Kapitel über die Klassenkriege im Kapitalismus und der Rolle des bewaffneten Kampfes in der sozialistischen Übergangsperiode gehört das Kapitel des Kommunismus. „Man kann nicht von der Übergangsperiode sprechen, ohne vorher (...) vom kommunistischen (...)system zu sprechen, zu dem im Programm der Übergang gefordert wird. (...) Aber Übergang wozu, zu was für einem System – davon muss die Rede sein, bevor die Übergangsperiode selbst charakterisiert wird. Das Programm muss vom Unbekannten zum Bekannten, vom weniger Bekannten zum mehr Bekannten führen (...) soll die Heranführung des Lesers (...), der auch der Programmentwurf entsprechen muss (...) erleichtern und nicht erschweren (...) “ (Stalin, Band 11, Seite 127).

Das Militärprogramm hätte keinen internationalistischen Charakter, wenn es die gemeinsame militärische Aufgabe der Weltrevolution unterschlagen würde. Ohne Militärprogramm kann man der Weltrevolution nicht kommen. Im Militärprogramm muss die Grundfrage behandelt werden, welche militärischen Verpflichtungen die Proletarier aller Länder gegenseitig für die Revolution zu erfüllen haben. Diese militärische Grundfrage leiten wir ab von der politischen Grundfrage, die Stalin für das Programm der Komintern seinerzeit stellte:

„Was für einen Wert hätte ein Programm der Komintern, das von der proletarischen Weltrevolution handelt, wenn es die Grundfrage, die Frage des Charakters und der Aufgaben der proletarischen Revolution in der UdSSR, die Frage ihrer Pflichten gegenüber den Proletariern aller Länder und der Pflichten der Proletarier aller Länder gegenüber der proletarischen Diktatur in der UdSSR, überginge? (Stalin, Band 11, Seite 135).

Natürlich haben wir heute andere Bedingungen, kann man nicht alte Militärprogramme schablonenhaft übertragen, muss das Militärprogramm der Kommunistischen Internationale also nei gefasst werden, um diesen neuen Bedingungen zu entsprechen.


Wir durch eine mögliche Kriegssituation und Intervention der Politik der Diktatur des Proletariats eine Phase des Kriegskommunismus aufgezwungen, dann muss sein besonderer militärischer Charakter herausgestellt werden zum Beispiel beim „direkten Produktaustausch zwischen Stadt und Land mit dem Ziel, die Verteilung der Produkte so zu organisieren, dass die Versorgung der revolutionären Armeen an der Front sowie der Arbeiter im Hinterland gewährleistet ist“ (Stalin, Band 11, Seite 129).


Eine wichtige politische Frage, - die nicht aus dem Militärprogramm ausgeklammert werden darf, um uns nicht selbst zu entwaffnen -, ist die militärische konterrevolutionäre Rolle des Revisionismus insbesondere bei der Verhinderung der Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Proletariats, vor allem aber bei ihrer Zurückeroberung.


Das Militärprogramm der Partei ist stets bezogen auf einen bestimmten militärischen Kampf, bzw. auf eine bestimmte Periode dieses Kampfes, zum Beispiel das Militärprogramm der proletarischen Revolution; das Militärptogramm zur Verteidigung der Diktatur des Proletariats; das Militärprogramm des nationalen Befreiungskrieges, etc. Mit einer abgeschlossenen historischen Periode und den Übergang zur nächsten Periode erlischt das alte Militärprogramm oder wird einer notwendigen Revision unterzogen bzw. durch ein neues ersetzt, das auf diesen neuen historischen Kampfabschnitt abzustimmen ist. Der gegenwärtige Kampfabschnitt ist gerichtet auf das Ziel der Zurückeroberung der Diktatur des Proletariats.

Das Militärprogramm ist auf wissenschaftlichem Fundament,auf der Theorie des Marxismus-Leninismus aufgebaut, insbesondere auf der marxistisch-leninistischen Militärtheorie, die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft, sowie die im politischen Parteiprogramm/ Programm der Kommunistischen Internationale und in der Generallinie der Partei/Generallinie der Kommunistischen Internationale festgelegte politische Strategie und Taktik des (internationalen) Klassenkampfes. Letztendlich stimmen alle kommunistischen Programme der Welt mit dem Kommunistischen Manifest von Marx und Engels überein, bzw. gehen sie alle daraus hervor, leiten sich davon ab.


Die wichtigsten Bestandteile eines Militärprogramms sind: a) Charakterisierung und Einschätzung der politischen und militärischen der Lage in einem Land/Weltlage in der jeweiligen Etappe, für die das Militärprogramm zu gelten hat( zum Beispiel Wesen der Unvermeidbarkeit imperialistischer Kriege und ihre Verwandlung in den Bürgerkrieg und die sozialistische Revolution, Unvermeidlichkeit der kommunistischen Weltrevolution aus der Natur des Kapitalismus hervorgehend), die grundsätzliche Haltung der Partei dazu, sowie die daraus in Kurzform abzuleitenden, militärpolitischen Lehren und Schlussfolgerungen für die Revolution; b) Festlegung der wichtigsten militärpolitischen Aufgaben und Ziele in Ableitung von den allgemeinen politischen Aufgaben und Zielen der Partei (Parteiprogramm/ Programm der Kommunistischen Internationale); c) Festlegung und Bestimmung des internationalistischen Charakters, der Aufgaben und der Ausrüstung der bewaffneten revolutionären Kräfte, ihrer militärischen Organisationen und ihrer Führung; d) Grundlegende Kritik an den imperialistischen Militärprogrammen, die der Führung räuberischer Kriege und der Niederwerfung der Revolution dienen, also einen internationalen, konterrevolutionärer Charakter haben; Festlegung der wichtigsten Prinzipien und Kriterien in der Stellung zum Klassenfeind und seinen konterevolutionären, militärischen Kräften (einschließlich seiner revisionistischen Kräfte); e) Festlegung der militärischen Aufgaben und Ziele des proletarischen Internationalismus und der proletarischen Weltrevolution.

Im Grunde bräuchte man auch ein militärpolitisches Arbeitsprogramm zur Umsetzung und zur „Kontrolle der Umsetzung“ des Militärprogramms, doch dessen Organisierung ist Sache der Parteiarbeit in den dafür vorgesehenen Parteigremien und deren Zusammenarbeit mit den militärischen Organisationen und ihren entsprechenden Gremien, und: die erfolgreiche Umsetzung des Militärprogramms ist schließlich ohne Beteiligung und Mitwirkung der ganzen Klasse und der ganzen Masse nicht möglich.

Mit einem Militärprogramm allein ist es nicht getan: „Ein Marxist darf keinesfalls vergessen, dass die Losung des unmittelbar bevorstehenden Kampfes nicht einfach und direkt aus der allgemeinen Losung eines bestimmten Programms abgeleitet werden kann. Es genügt nicht, sich auf unser Programm zu berufen (...).Dazu muss man die konkrete historische Situation berücksichtigen, die ganze Entwicklung und den ganzen Ablauf der Revolution Schritt für Schritt verfolgen und unsere Aufgaben nicht allein aus den Prinzipien des Programms, sondern auch aus den vorangegangenen Schritten und Etappen der Bewegung ableiten. Nur eine solche Analyse wird eine wirklich historische Analyse sein, zu der der dialektische Materialist verpflichtet ist“ (Lenin, Band 11, Seite 102-103).

Es gibt Zeiten, wo man ein Militärprogramm entwickeln muss, wo man das Volk zur praktischen Umsetzung des Programms aufrufen muss, aber diese Zeiten sind irgendwann einmal vorbei, wo das Volk uns nicht am Militärprogramm, sondern an unseren bewaffneten Handlungen selbst messen wird, ob wir auch bereit und in der Lage sind, unsere Programme und Versprechungen durch Taten zu beweisen und letztlich tatsächlich einzuhalten. Wenn wir keine bewaffneten Organisationen aufgebaut haben, um das Militärprogramm umzusetzen, erübrigt sich alles weitere. Es kommt die Zeit, wo es notwenig sein wird, den Schwerpunkt der Ausbildungsmethoden von friedlichen Unterrichtsstunden auf Kampfhandlungen zu verlagern.

Dann kommt der Zeitpunkt der Wahrheit, wo die Kommunisten beweisen müssen, dass sie besser schießen können als die Kapitalisten und wo die Arbeiterklasse ihr Kriegshandwerk besser als die Bourgeoisie beherrschen muss und dann heißt es: „Wer – wen?“


Jeder einzelne Schuss der wirklichen bewaffneten Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Militärprogramme. ( Abgewandelte Form des berühmten Ausspruches von Karl Marx in seiner „Kritik des Gothaer Programms“; MEW, Band 19, Seite 13). Der bewaffnete Klassenkampf ist stärker als alle Militärprogramme der Welt zusammengenommen.


Es gehört zum ABC des Marxismus-Leninismus, dass das kämpfende Proletariat nicht aus Definitionen lernt, - was der internationale bewaffnete Klassenkampf ist so wie man es hier aus dem Lehrbuch lernt - sondern aus der praktisch erworbenen Kenntnis.




Somit sind hier in groben Zügen die wichtigsten militärischen Begriffe kurz umrissen und ihre Definition vorweggenommen, um die Bedeutung des bewaffneten Klassenkampfes besser zu verstehen und ihn optimaler anzuwenden ... wovon die marxistisch-leninistische Militärtheorie schließlich auszugehen hat.

Kommen wir nun zu den militärischen Lehren der Klassiker des Marxismus-Leninismus:







Teil II

Teil III

Teil IV

Teil V

Teil VI

Teil VII

Teil VIII

Teil IX

Teil X (letzter Teil)