Training-text and lessons of the Comintern ML



Textbook

on the basis of the

Marxist-Leninist Military Science

and the mastery of the

worldrevolutionary class war



to apply

for the international liberation and emancipation of the world proletariat;

for the conquest of the dictatorship of the world proletariat by the armed overthrow of the ruling world bourgeoisie and its disarmament;

for the confiscation, expropriation and socuakization of all world imperialist riches as well as the complete international abolishment of capitalist, private property;

for the repelation and destruction of the ionternational counter-revolution, the defence of the dictatorship of the world proletariat and for upbuilding world socialism and workld communism.

August, 2004

written by

Wolfgang Eggers

in edition of the Comintern ML





The most consequent communists are the bravest soldiers!

Long live the revolutionary tradition of the armed struggle of the workers and people in all countries!

Immortal world glory and world honour for all revolutionary liberation fighters and soldiers !

Their blood did not draw in vain !

We conceive from their heroism and take our whole revolutionary forces of untiring willness and our whole flaming heart to finish victoriously their struggle !





Contents:

1. Our internationalist, military slogans



2. The Classics of Marxism-Leninism on the basis of military science and the skill to lead the worldrevolutioary class-war

a) Marx and Engels

b) Leninism

c) Stalin

d) Enver Hoxha



3.Military forms of class-struggle and weapons of the worldproletariat and the revolutionary peoples

a) On violence

b) On armament and disarmament

c) demonstrations, strikes and general strikes

d) insurrection

e) civil war

f) partisan and guerrilla warfare

g) national liberation warfare

h) socialist revolution in a single country

i) socialist world revolution

j) socialist defensive war

k) the worldproletarian class wars



4. World organisations of the proletarians of all countries and their military mission

a) First Internationale

b) Second Internationale

c) Comintern

d) Comintern ML



5.

History, construction and organisation of the Red Army of the Soviet Union under Lenin and Stalin



6.

History, construction and organisation of the Albanian people`s army under Enver Hoxha



7.

The Red World Army of the Communist International

and other armed organisations8. The struggle of the Marxist-Leninists against revisionism and military opportunismus

a) right military opportunism

b) „left“ military opportunism

c) centrist and reconciliatory military opportunism



Sorry! We hope that comrades translate this German text into their own language. First of all, it would be necessary to translate the text into English. However we are at present not strong enough to do so. We are dependent of volontaries, who would like to overtake this busy job !



Schulungstexte der Komintern ML



Teil II

Teil III

Teil IV

Teil V

Teil VI

Teil VII

Teil VIII

Teil IX

Teil X

Teil XI (letzter Teil)



6. 3. 2005

Dies ist leider immer noch nicht die beendete Fassung - bis zur endgültigen Fertigstellung wird der Text hier auf der Homepage laufend ergänzt und verbessert

– Wolfgang -en}D



I. Teil

Lehrbuch

über die marxistisch-leninistischen Grundlagen der

weltproletarischen Militärwissenschaft

und der Kunst der

weltrevolutionären Klassenkriegsführung

zur Anwendung

für die internationale Befreiung und Emanzipation der Arbeiterklasse,

für die Eroberung der Diktatur des Weltproletariats durch den bewaffneten Sturz der Herrschaft der Weltbourgeoisie und deren Entwaffnung,

für die Beschlagnahme, Enteignung und Vergesellschaftung allen weltimperialistischen Reichtums sowie die vollständige internationale Abschaffung des Privateigentums,

für die Zurückschlagung der internationalen Konterrevolution, die Verteidigung der Diktatur des Weltproletariats und des Weltsozialismus



August 2004

Wolfgang Eggers

(gewidmet dem Gründer des RSB – Genosse J. E.)


Die entschiedensten Kommunisten sind die mutigsten Soldaten!

Hoch die revolutionäre Tradition des bewaffneten Kampfes der Arbeiter und der Völker aller Länder!

Unsterblicher Weltruhm und Weltehre allen gefallenen revolutionären Freiheitskämpfern und Soldaten ! Ihr Blut ist nicht umsonst geflossen. Wir schöpfen aus ihrem Heldenmut die ganze revolutionäre Kraft unseres eisernen Willens und unserer flammenden Herzen, um ihren Kampf siegreich zu Ende zu führen!

Für Weltrevolutionäre gibt es keinen Kampf ohne Opfer. Weltrervolutionäre fallen – es lebe die Weltrevolution!





„Heer der Sklaven, wache auf !

Völker hört die Signale,

auf zum letzten Gefecht,

die Internationale erkämpft das Menschenrecht!“

( aus: Lied der Internationale)




Vor dem Lesen dieses Schulungstextes bin ich einmal so frei, den möglichen Leserkreis in drei Kategorien einzuteilen und bitte um einen kleinen Moment (ge)duldiger Nachsicht.

Auf ein knappes Wort vorweg an den Leser der ersten Kategorie:

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame! Sollte es Ihnen der seltene Zufall erlaubt haben, dieses noch geschlossene Buch in der Hand zu halten, so wird Ihnen auch beim Öffnen sein Inhalt wohl eher verschlossen bleiben. Sie gehören nicht (pardon, „Gott sei dank“ nicht) dem bescheidenen internationalen Leserkreis von über einer Milliarde Menschen an, für die es geschrieben wurde. Sie befinden sich zur Zeit noch in der glücklichen Lage, einem kleinsten, feinsten ( und, nochmals pardon, das reimt sich so schön weiter: gemeinsten!) auser(/ge)lesenen Stand anzugehören, der es nicht nötig hat, sich mit einem Lesestoff zu begnügen, der von ihnen als billige Massenware, als billige Propaganda der Massen, sowieso niemals gebilligt wird. Kurz: Folgen Sie meinem gut gemeinten Rat und tun Sie sich (und mir) den Gefallen – legen Sie bitte das Buch beruhigt wieder zur Seite ( Sie werden noch früh genug erfahren, was drin steht!). Auf (nimmer) Wiedersehen ! Hoch(ver)achtungsvoll – der Verfasser.

Auf ein aufmunterndes Wort vorweg an den Leser der zweiten Kategorie:

Sehr geehrte Ermittler vom Verfassungsschutz, von den Geheimdiensten!, sehr geehrte Terroristenfahnder und Testamentvollstrecker der Ziele der Weltrevolution !

Meine lieben Spitzel, Denunzianten und Verräter in den Reihen unserer revolutionären Bewegung!

Ob Sie sich nun freuen, dass es mit diesem Lehrbuch neue sensationelle, alarmierende und höchst gefährdende und verdächtige „Erkenntnisse“ für Sie gibt, mit denen Sie sich bei Ihrem Vorgesetzten goldene Lorbeeren verdienen und glänzen können - oder ob Sie das anstrengende Studium dieses Buches verfluchen, weil Sie diese durchgekaute, alte Propaganda-Scheiße` nach dem hundertsten Mal gelesen am liebsten schon vorher auskotzen möchten, aber sich zu übergeben, ihnen ja die Dienstpflicht verbietet, kurz, es tut mir alles schrecklich Leid, Ihnen so viel Unannehmlichkeiten zu machen und Sie zu allem Ärger am Ende noch enttäuschen zu müssen, weil sich nichts Konkretes zur Handhabe finden ließ. Aber vielleicht helfen ihnen diese persönlichen, an Sie gerichteten Worte, Ihren Eifer etwas aufzupeppen und Ihre Zeit mit dem Buch nicht all zu langweilig werden zu lassen.

Ich kann die Revolution weder auf Ihre Bestellung hin herbeischreiben noch herbeibomben. Ich kann mich Ihnen, selbst wenn ich wollte, gar nicht auf dem Silbertablett servieren und Sie mich damit nicht vom Observieren zum Abservieren überführen. Ich fasse keine Bombe an, sondern lediglich nur das schon geschriebene Wort zusammen, was jeder auch ohne mich überall auf der Welt zu wissen bekommen kann. Das was ich beschreibe und wovor Sie sich so sehr fürchten, kommt nicht von mir, sondern von Millionenmassen und zwar ganz von allein, ohne dass ich mich in irgendeiner Weise, durch irgendeine „staatsfeindliche Aktivität` verdächtig zu machen brauche.

Und ich habe alle Zeit der Welt und warte nur den Augenblick ab, bis ihr euch selber in den Dreck geritten habt wie eure Kollegen vom Stasi, die – einst eure Rivalen, nun national wieder vereint - euch gute Dienste leisten, weil ihr sie barmherzig aufgenommen und nicht habt arbeitslos werden lassen. Mir stand in all den Stunden dieser meiner Arbeit nicht der Sinn danach, euch mit unnötiger Beschäftigung eure ablaufende Lebensfrist zu verlängern.

Die eigenen politischen Erfahrungen der Millionenmassen mit Ihnen sind das Grundgesetz, das sie selber revolutionär gegen Sie in Bewegung setzt, von deren militärischen Organisierung hier die Rede sein wird, und nicht etwa das Grundgesetz des Bombenwerfens von einer Handvoll zu globalisierender Verschwörer. Die können Sie meinetwegen über den ganzen Erdball jagen, aber nicht die Millionenmassen, das können Sie nicht! Wenn ihr Spitzel im Volk so weit abdreht, euch ein „Volk in Spitzeln“ erschaffen zu wollen wie in der ehemaligen sozialfaschistischen DDR, dann wird das Volk die Spitzel nicht nur verjagen wie dort geschehen, sondern – wie noch geschehen wird - die Unvermeidbarkeit eures Daseins für immer beseitigt sein – für euch leichter verständlich: Arbeitslosigkeit für Spitzel für alle Ewigkeit! Ob ihr dies nun überhaupt begreift, ob ihr das nun zur Kenntnis nehmen wollt oder nicht, guckt euch lieber jetzt schon nach einem neuen Job um, bevor wir das für euch besorgen müssen.

Sie werden sehen, ein Verfassungsschutz, der die Verfassung eines Staates schützt, der nichts anderes schützt als das kapitalistische Privateigentum, liefert uns mit all seiner Plackerei letztendlich nur `Schützenhilfe` für den Verfassungsschutz des zukünftigen Staates, der das kapitalistische Privateigentum samt kapitalistischen Verfassungsschutz abschafft; kurz: der Verfassungsschutz selbst liefert uns die Mittel, mit denen wir uns vor ihm schützen.

Sollten Sie dieses Lehrbuch wirklich begriffen haben, dann werden Sie sicherlich vom voreiligen Glauben abgekommen sein, hier freiwillig preisgegebene Geheimnisse entdeckt zu haben. Es handelt sich hier nicht um das „Nähkästchen-Geplauder“ eines „Terroristen“. Seien Sie vielmehr gewiss, dass der millionenstarke Gegner, von dem in meinem Buch die Rede ist, seine Geheimnisse nicht jedem auf die Nase binden wird, und Ihnen schon gar nicht. Wenn Sie aber trotzdem dem Irrglauben erlegen sind, dass ihnen der eine oder andere Hinweis weiterhilft, ihren Kopf und den der Klasse, der Sie dienen, aus der Schlinge zu retten, dann schicken Sie mir – aber bitte möglichst vorher noch - Ihr Dankesschreiben.

Das zum Verfasserschutz....

Weiterhin viel Spaß bei den `Ermittlungen`.



Auf ein offenes und ehrliches Wort vorweg an die „Zielperson“, den Leser der allerbesten Kategorie, die sich ein Buchautor wünschen kann:

Arbeiter, in der ganzen Welt!

Hast du deine Waffe schon erkannt?

Deine Waffe richtet sich gegen die Bourgeoisie zur Verteidigung der Existenz deiner Proletarierklasse - nur aus dem einzigen Grund, nämlich dir damit deine Macht zu schaffen, ohne die du die ökonomischen Grundlagen der Existenz aller feindlichen Klassen nicht vernichten kannst. Du musst mit deiner Waffe erst deine Klasse emanzipieren, bevor du dich als Mensch emanzipieren kannst. Nur so hast du endlich aufgehört, nur ein „Arbeiter“ und sonst nichts zu sein. Nur so erschaffst du dir eine klassenlose und waffenlose Gesellschaft, in der du als Mensch einfach „nur“ Mensch sein kannst, wo du wirklich frei bist, wo du frei sein kannst, ohne jemals wieder dazu verdammt zu sein, nur das lebendige Anhängsel und entfremdete Instrument deiner Klasse sein zu müssen. Alle Menschen sind erst gleich wie du, wenn sie endlich durch dich aus dem Schattendasein ihrer Klassenzugehörigkeit heraustreten können, sich als wirkliche Menschen emanzipieren und sich nie wieder begegnen müssen als Angehörige dieser oder jener Klasse im Kampf der eigenen Klasse gegen die Angehörigen dieser oder jener anderen Klasse. Und wem allein auf dieser ganzen Welt gebührt die Ehre, dieses großartigste Werk der Menschheitsgeschichte - die kommunistische Gesellschaft - zu vollbringen? Diese Ehre gebührt einzig und allein – nur dir !!! Und wie verwirklichst du dir diesen Traum? Nur auf dem einzig möglichen Weg – auf dem schweren, aufopferungsvollen Weg deines bewaffneten Kampfes gegen die herrschenden Waffen !!! Das ist der ganze Sinn und Zweck, wozu du deine eigene proletarische Militärtheorie gebrauchen musst – die Militärtheorie des Marxismus-Leninismus. Und wie kannst du sie gebrauchen? Du kannst sie nur unter der Bedingung und in dem Augenblick gebrauchen, wo du dich selbst als Soldat in die große Armee des Weltproletariats einreihst ! Wenn du also ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorziehst, dann wird das Blut der Arbeiter all deiner vorangegangenen Generationen nicht umsonst geflossen sein für deine Befreiung und für die Befreiung der Menschheit überhaupt. Wir Soldaten, wir Arbeiter, wir Bauern führen unseren eigenen, gemeinsamen internationalen Befreiungskrieg, einen revolutionären Weltkrieg für unsere Freiheit, für die Freiheit aller Unterdrückten und Ausgebeuteten in dieser Welt! Das Weltproletariat als Klasse stirbt letztlich nicht in Unfreiheit, sondern nur durch seine eigene siegreiche Befreiung vom Weltkapitalismus.

Also setze dich hin und studiere dieses Buch, damit du weisst, warum und wie du die Waffe gebrauchen sollst.

Arbeiter, vorwärts zur proletarischen Weltrevolution! Es lebe die Rote Weltarmee des Proletariats!





Begleitwort zu diesem Lehrbuch

Dieses Lehrbuch dient dem Weltproletariat im Kampf für seine Befreiung. Es soll im revolutionären Weltproletariat Verständnis dafür wecken, dass es sich für seinen militärischen Befreiungskampf theoretisch wappnen muss und den Marxismus-Leninismus somit als eine Anleitung auch zu seinem militärischen Handeln zu begreifen, da sonst die wirkliche Erfüllung seiner historischen Weltmission unmöglich ist. Es ist insbesondere die Aufgabe der Kommunistischen Internationale und ihrer Sektionen, durch Agitation und Propaganda die Notwendigkeit der Verbindung zwischen dem bewaffneten Kampf der revolutionären Arbeiterweltbewegung und der internationalen, marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft nicht nur den Arbeitern, sondern auch den Bauern und ganz besonders den Soldaten überall auf der Welt überzeugend darzulegen, damit Hammer, Sichel und Gewehr zu einer geballten internationalen Kraft heranwächst, stark genug um den Sieg der proletarischen Weltrevolution zu erringen.

Als Parteipolitiker betrachte ich die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft in diesem Lehrbuch hauptsächlich vom Parteistandpunkt, vom Standpunkt der Klassengebundenheit der weltproletarischen Parteilichkeit aus. Das Lehrbuch versucht also, dem objektiven Zusammenhang von militärischer Wissenschaftlichkeit und Parteinahme für die bewaffneten Interessen des Weltproletariats zu entsprechen.

Ich kann den Militärexperten nicht zufriedenstellen, weil ich kein Militärexperte bin und bisher noch nicht einmal einen einzigen Schuss mit der Waffe abgefeuert habe. Jedem, der einigermaßen mit dem Militärleben aus eigener Erfahrung vertraut ist, also nicht nur dem Militärexperten, springt dieses Manko in jeder Zeile sofort ins Auge. Wer trotzdem einigermaßen Nutzen aus diesem Lehrbuch ziehen kann, wird mir diesen Mangel hoffentlich verzeihen. Wenn wir den militärischen Nutzen hervorheben, möge man uns nicht böswillig unterstellen, damit die Militärtheorie zu überschätzen oder ihr gar wundersame Allheilkräfte anzudichten. Wenn dieser Eindruck entstehen sollte, dann war das bestimmt nicht beabsichtigt. Die Militärtheorie ist ja nur ein Teil des Marxismus-Leninismus insgesamt und kann also auch nur seinen begrenzten Teil beitragen, aber: auf diesen Teil zu verzichten, ihn etwa auszuklammern, würde bedeuten, den Marxismus-Leninismus zu verstümmeln, ihn eines wesentlichen Elements zu berauben, ihn untauglich zu machen, woran ja seit Bestehen des Marxismus-Leninismus von ihren Feinden herumgebastelt wird, insbesondere von den Revisionisten. Das Problem ist ja gegenwärtig nicht die Überschätzung, sondern die Unterschätzung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie, ist ihre Schwächung, ja ihr jahrzehntelanges Dahinvegetieren. Das Lehrbuch möchte also ein Beitrag dazu leisten, die Militärtheorie wieder auf den Platz zu heben, der ihr gebührt – nicht mehr und nicht weniger.

Vor allem werden diejenigen Leser dieses Lehrbuch zu schätzen wissen, die sich darin noch weiter hineinzudenken verstehen, die dadurch zum eigentlichen Kern, zum eigentlichen Wert dieses Lehrbuchs vordringen werden: die Nutzbarmachung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie für die Herausbildung der Kommunistischen Internationale als Weltkampfpartei, als schärfste Waffe der internationalen Organisierung des Klassenkampfes des Weltproletariats. Die schärfste Waffe der Proletarier aller Länder ist ihre organisierte Einheit - geformt zu einer vereinigten, bewaffneten Kampfpartei. Die Schaffung der höchsten Organisierungsform des Weltproletariats als Instrument zur Verwirklichung der höchsten Form seines Klassenkampfes, die Ausstattung des Weltproletariats mit einem politisichen Generalstab, ist nur auf der allgemeinen Grundlage des Marxismus-Leninismus, zu der bis zu einem gewissen Grade auch die Grundlagen der militärischen Erkenntnisse des Weltproletariats gehören. Schaffung der weltproletarischen Militärtheorie zum Zwecke der methodisch sauberen Anwendung durch die Kommunistische Internationale zunächst für die Kommunistische Internationale selbst, als führende politische Waffe des Proletariats, das ist die Voraussetzung dafür, dass die Kommunistische Internationale für die sozialistische Weltrevolution überhaupt erst richtig kampffähig wird, dass sie das Weltproletariat überhaupt in die politische Lage bringen kann, die weltrevolutionäre Militärtheorie ihrem eigentlichen Zweck im bewaffneten Klassenkampf zuzuführen: Wenn das Weltproletariat nicht seine marxistisch-leninistischen Militärtheorie als unverzichtbares Hilfsmittel (aber nicht als ausschließliches, sondern als eines von vielen anderen Hilfsmitteln!) dazu benutzt, seine Kommunistische Internationale als politische Waffe zu schmieden, wird es die Welt auch mit der besten weltrevolutionären Militärtheorie nicht vom Imperialismus befreien können, wird die Kommunistische Internationale nicht zur kriegführenden Weltpartei heranwachsen, wird es auf der Welt weder Sozialismus, noch Kommunismus geben KÖNNEN. Nur wer dies wirklich begriffen hat, der wird auch den eigentlichen Wert dieses Lehrbuches zu schätzen wissen, wird daraus den größtmöglichen Nutzen für das Weltproletariat ziehen , wird sich zum weltrevolutionären Marxisten-Leninisten, zu einem wirklichen Führer der bewaffneten sozialistischen Weltrevolution entwickeln können. Man kann nicht ernsthaft Führer des Weltproletariats sein, es kann keine wirkliche Kommunistische Internationale geben, wenn man sie nicht mit der marxistisch-leninistischen Militärtheorie ausstattet, wenn sie es nicht versteht, diese Theorie zu meistern, das heißt sie siegreich anzuwenden. Das Lehrbuch ist also insbesondere für den marxistisch-leninistischen Weltberufsrevolutionär geschrieben worden, für den Erbauer der Kommunistischen Internationale, für den Kämpfer der sozialistischen Weltrevolution.

Schafft sich das Weltproletariat seine Weltberufsrevolutionäre zum Aufbau der Kommunistischen Internationale, dann wird die Welt aus den Angeln gehoben! Die Welt aber aus den Angeln heben zu wollen, ohne sich mit dem Rüstzeug der marxistisch-leninistischen Militärtheorie zu wappnen, ist und bleibt eine leere revolutionäre Phrase! Wer die Auffassung vertritt, dass die Kommunistische Internationale ohne marxistisch-leninistische Militärtheorie auskommen könne, wer sie - wie Kautsky - auf die Rolle eines „friedlichen“ Instruments reduziert und nicht ebenso als führendes Kriegsinstrument des revolutionären Weltproletariats anerkennt , der hat nicht kappiert, wozu das Weltproletariat seine Kommunistische Internationale braucht.

Was also die Grundlagen des Marxismus-Leninismus, die weltanschaulich-parteiliche Seite des bewaffneten Kampfes, die ideologisch-politischen Grundpfeiler der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft angeht, so ist dieses Lehrbuch hoffentlich brauchbar, insbesondere als militärpolitische Grundlage für die Strategie und Taktik der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution. Dieses Lehrbuch möchte daher ein bescheidener Beitrag zur Ergänzung der Generallinie der Komintern/ML auf militärpolitischem Gebiet sein. Das Lehrbuch enthält bereits die wichtigsten Ideen für ein noch auszuformulierendes Militärprogramm der Kommunistischen Internationale. Dieses Lehrbuch ist die erste umfassende Abhandlung über die weltproletarische Militärwissenschaft überhaupt auf der ganzen Welt. Man wird an ihr zukünftig nicht mehr vorbeikommen können, muss sich mit ihr auseinandersetzen, und das bedeutet, dass sich damit von nun ab ihre Gegner und Befürworter grundsätzlich wie konkret gegenüberstehen werden. Sozusagen mit ihrer Geburt erklärt die weltproletarische Militärwissenschaft dem weltimperialistischen Militärismus hiermit den Krieg!

Das Lehrbuch geht der Frage nach, worauf der bewaffnete revolutionäre Kampf beruht, welchen Zweck er zu erfüllen hat, welchen Zielen er dient und was wir heute in militärischer Hinsicht von den Klassikern lernen können - und deswegen kommen die Klassiker durch viele Zitate „zu Wort“. Dies hat auch zu tun mit der prinzipiellen Abgrenzung vom Neo-Revisionismus, vom militärischen Opportunismus, was ohne starke Rückendeckung durch die Klassikerzitate völlig unmöglich ist. Es wird mit diesem Lehrbuch also „so ganz nebenbei“ und unvermeidlich eine Lücke geschlossen auf dem „militärwissenschaftlichen Schlachtfeld“ gegen den Neo-Revisionismus, was sicherlich zur eigenständigen Entwicklung und Stärkung der Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung beitragen wird. Es muss ja von der jetzigen Situation ausgegangen werden, wo die heutige marxistisch-leninistische Weltbewegung noch große Lücken im Wissen über die Schatzkammer der militärischen Lehren der Klassiker und überhaupt über ihre militärische Sichtweise aufweist. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung kann aber das Weltproletariat nicht zur bewaffneten sozialistischen Weltrevolution führen, wenn sie deren theoretischen Grundlagen, die die Klassiker geschaffen haben, nicht begriffen, nicht erlernt und vor allem nicht gemeistert hat. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist geradewegs zum Untergang verurteilt, wenn sie nicht den internationalen Klassenkampf zielstrebig organisiert und zentralisiert mittels einer zentralen Organisation, der Kommunistischen Internationale. Um diesen Weg zu gehen, muss sich die marxistisch-leninistischen Weltbewegung zu allererst vom neo-revisionistischen Bazillus befreien, der sie in der Vergangenheit festhält, die charakteristischen Besonderheiten der proletarischen sozialistischen Weltrevolution in der neuen Periode der Globalisierung nicht sehen und die Notwendigkeit der internationalen zentralisierten Organisation, die Notwendigkeit neuer internationaler Kampfmethoden und Kampfmittel nicht begreifen lässt. Der typische militärische Neo-Revisionismus ist die Abkehr von den internationalistischen, militärischen Grundlehren des Marxismus-Leninismus, ist die Angst und Unfähigkeit der Neo-Revisionisten, offen, direkt, entschieden und klar mit den militaristischen Revisionisten abzurechnen. Daher die Blindheit, die Ratlosigkeit, die panische Angst vor den Schwierigkeiten in den Reihen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, daher die Gefahr, in den Nachtrab der Revisionisten zu geraten und in deren Schlepptau unterzugehen. Revisionistisches Gewürm gedeiht überall auf der Welt, wo der Marxismus-Leninismus zu Grabe getragen wird, nicht aber, wo der Marxismus-Leninismus lebendig ist. Man kann heute in keinem Land erfolgreich für den Sozialismus kämpfen, wenn man von vornherein auf den internationalen Sieg des Sozialismus verzichtet, wenn man nicht an die Weltrevolution glaubt und die Siegeszuversicht zur Eroberung der weltproletarischen Macht untergräbt, denn der volle, der garantierte Sieg des Sozialismus in jedem Land kann nur die Weltdiktatur des Proletariats sein, das hat die bisherige Geschichte des Sozialismus uns gelehrt. Hunderte und Tausende Male wurde verkündet, dass die militärischen Lehren des Marxismus-Leninismus widerlegt worden seien, und bis zum heutigen Tag hat man nie aufgehört die „Widerlegungen“ weiter fortzusetzen. Die Revisionisten unterscheiden sich von allen anderen bürgerlichen „Widerlegern“ nur dadurch, dass sie die marxistisch-leninistischen militärischen Lehren mit den Worten der Klassiker zu „widerlegen“ versuchen, indem sie die Worte verdrehen, sie den tatsächlichen militärischen Verhältnissen und Bedingungen, ihren Veränderungen im Wandel der Zeit usw. undialektisch entgegensetzen, aus dem historischen Zusammenhang reißen und für nicht mehr „zeitgemäß“ oder für „nicht mehr anwendbar“ ausgeben. Solche Leute bezeichnen sich nicht nur selber als „Marxisten-Leninisten“ , sondern erdreisten sich, den Marxismus-Leninismus vor den wahren Marxisten-Leninisten „in Schutz§ nehmen zu müssen, was nichts anderes heißt als den vergeblichen Versuch fortzusetzen, den Marxismus-Leninismus mit dem Revisionismus aufzuhalten und zu überwinden.

Was die Theorie von der `Globalisierung der bewaffneten proletarischen Klassenkampfformen` im Allgemeinen und die Theorie der `Weltarmee des Proletariats` im Besonderen anbelangt, so kann bislang nur von der grundsätzlichen Notwendigkeit zentralisierter, internationaler Abteilungen der zu schaffenden proletarischen Militärorganisationen gesprochen werden. Im Voraus schon Betrachtungen darüber anzustellen, wann, zu welchen konkreten Mitteln und mit welchen militärischen internationalen Organisationen, bzw. wie die Kämpfe in den einzelnen Ländern international kombiniert und koordiniert werden, um dem Weltimperialismus den entscheidenden Schlag zu versetzen, ob beispielsweise dem internationalen Aufstand, dem internationalen politischen Massenstreik, dem internationalen Bürgerkrieg oder einer anderen Angriffsmethode vorrangig oder nicht sein wird – alles das wäre heute noch weitestgehend Spekulation, ja das wäre Doktrinarismus und würde den Neo-Revisionisten gegen die proletarische Weltarmee nur Waffen in die Hand geben, was das Lehrbuch auf jeden Fall vermeiden möchte. Erinnert sei hier an Lenin, der da sagte: „Das wäre ungefähr dasselbe, wie wenn Generäle den Kriegsrat einberufen, bevor sie das Heer mobilisiert, aufgestellt und gegen den Feind ins Feld geführt hätten. Kämpft aber die Armee des Proletariats unentwegt und unter der Führung einer starken sozialdemokratischen [ „sozialdemokratisch“ ist der alte, damals verwendete Begriff für marxistisch-leninistisch – Abmerkung des Verfassers] Organisation für seine ökonomische und politische Befreiung, dann wird diese Armee selbst den Generälen die Methoden und die Mittel des Handelns weisen“ (Lenin, Band 2, Seite 345). Also erst dann lässt sich über die Frage entscheiden, wie, wo, wann etc dem Weltimperialismus der entscheidende Todesstoß zu versetzen ist – das hängt von tausenderlei Bedingungen ab, die wir heute noch nicht voraussehen können. Was wir aber mit Bestimmtheit sagen können und was auch das Lehrbuch aufzuzeigen und nachzuweisen versucht, ist die Unvermeidbarkeit der gemeinsamen Bewaffnung der revolutionären Völker, ist die zwingende Notwendigkeit der Vereinigung und Zentralisierung aller revolutionären Waffen der Welt in den Händen des Weltproletariats für die gewaltsame sozialistische Weltrevolution zur Eroberung der Weltmacht des Proletariats. Nur mit seinen zentralistisch organisierten Waffen kann das Weltproletariat die ganze Welt zur Befreiung vom Weltimperialismus führen – und das eben ist seine historische Bestimmung, die es nun einmal nicht anders als mit seiner proletarischen Weltarmee erfüllen kann. Das eben ist die heute entscheidende marxistisch-leninistische, weltrevolutionäre Erkenntnis, von der sich das Weltproletariat wird leiten lassen. Eben die systematisch bewaffnete, proletarische, sozialistische Weltrevolution ist es, von der die weltproletarische Militärwissenschaft in Zukunft auszugehen hat und womit sich dieses Lehrbuch beschäftigt. Nun denn: die theoretischen Grundvoraussetzungen des internationalen bewaffneten Klassenkampfes sind hier entworfen und niedergelegt – bereiten wir nunmehr die praktische Umsetzung vor! Das international vereinigte Proletariat gibt der Welt neue Formen, neue Methoden und Kombinationen der Mittel des offenen weltrevolutionären Kampfes – führen wir Marxisten-Leninisten es in diesem Kampf auf den richtigen Weg zum Sieg der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution!

Es kann hier keine erschöpfende Darstellung der weltproletarischen, militärischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus erwartet werden. Das würde den gedrängten Rahmen dieses Lehrbuches sprengen, welches nur als Überblick, als Orientierungshilfe für ein vertieftes Studium gedacht ist, das unverzichtbar bleibt und durch nichts ersetzt werden kann. Ebenso entbindet uns dieses Lehrbuch nicht von der Pflicht als Marxisten-Leninisten, die Grundlagen der militärischen Wissenschaft auch in Zukunft historisch stets aufs Neue anzuwenden, das heißt, ihre Grundlagen unter neuen Klassenkampfbedingungen ständig zu korrigieren, zu ergänzen und zu vervollkommnen.

Natürlich wäre ich dankbar, wenn es auf dieser Welt Freunde und Genossen gibt, die dieses Buch in ihre Sprache übersetzen und dadurch mithelfen, dieses Lehrbuch in die Sprache des Weltproletariats zu übersetzen, damit es auch Arbeiter aus allen Ländern lesen ( und vor allem praktisch nutzen und anwenden!) können, die nicht meine deutsche Muttersprache - die Sprache des Mutterlandes des wissenschaftlichen Kommunismus - verstehen.

Wolfgang Eggers



Die Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten sind heute der Funken im Ölfass, durch das die internationale Krise beschleunigt und schließlich zum Ausbruch gebracht wird. Daraus folgt unmittelbar die Ausbreitung politische Revolutionen sowohl in den unterdrückenden als auch in den unterdrückten Ländern der ganzen Welt..







Inhaltsübersicht



1. Kapitel

Die Definition der Theorie und Praxis des bewaffneten internationalen Klassenkampfes

und die weltproletarischen, internationalistisch- militärischen Losungen



2. Kapitel

Die Klassiker über die Grundlagen

der

marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft

und die Kunst der

weltrevolutionären Kriegsführung

Marx und Engels

Lenin

Stalin

Enver Hoxha



3. Kapitel

Die militärischen Kampfformen

und Waffen

der revolutionären Arbeiterklasse und der revolutionären Völker



Dialektik des bewaffneten Klassenkampfes

Über die Gewalt

Über Bewaffnung und Entwaffnung

Demonstrationen, Streiks und Generalstreiks

Der Aufstand

Der Bürgerkrieg

Partisanenkampf und Guerillakrieg

Der nationale Befreiungskrieg

Die sozialistische Revolution in einem Land

Die sozialistische Weltrevolution

Der sozialistische Volkskrieg

Die weltproletarischen Klassenkriege



4. Kapitel

Die Weltorganisationen der Proletarier aller Länder und ihre militärische Mission

Erste Internationale

Zweite Internationale

Komintern

Komintern/ML



5. Kapitel

Aufbau und Organisation der Roten Armee der Sowjetunion Lenins und Stalins







6. Kapitel

Aufbau und Organisation der albanischen Volksarmee Enver Hoxhas



7. Kapitel

Die Rote Weltarmee der Kommunistischen Internationale

und andere bewaffnete Organisationsformen



8. Kapitel

Der Kampf der Marxisten-Leninisten

gegen den Revisionismus und dem militärischen Opportunismus

Gegen den rechten militärischen Opportunismus

Gegen den „linken“ militärischen Opportunismus

Gegen den zentristischen/versöhnlerischen militärischen Opportunismus









1. Kapitel

Die Definition der Theorie und Praxis des bewaffneten internationalen Klassenkampfes

und

unsere internationalistischen und militärpolitischen Losungen:



[ Militärische Losungen sind „keine Bürgschaft für einen einfachen und leichten Sieg. Eine Losung weist das Ziel, das erreicht werden muss, um die gegebenen Aufgaben zu erfüllen“ (Lenin, Band 11, Seite 104).]



Es gibt Feinde, die man in so manchen Schlachten schlagen, die man eine Zeitlang niederhalten, die man aber nicht vernichten kann - Feinde wie die Arbeiterklasse, wie die armen Bauern lassen sich nicht vernichten !

Nichts auf Erden kann die Weltmassen aufhalten, wenn sie sich zur Revolution erhoben haben!

Gegen die Weltfront des Imperialismus die vereinigte Front der revolutionären Weltbewegung!

Wir leben heute in der Epoche des Niedergangs des Weltimperialismus und des Sieges der proletarischen Weltrevolution !

Die Entscheidung über Krieg und Frieden liegt heute in den Händen des Weltproletariats !

Der unvermeidliche Sieg der sozialistische Weltrevolution beruht auf dem unvermeidlichen Massenkampf der vom Weltproletariat geführten revolutionären Völker, der aus den ökonomischen Umwälzungen der unvermeidlichen Weltkrise hervorgeht.

Das Werk der Befreiung des Weltproletariats kann nur das Werk des Weltproletariats selber sein!

Die Befreiung des Proletariats kann nur eine internationale Aktion sein! (Engels, MEW, Band 39, Seite190).

Die Frage der proletarischen Weltrevolution ist zum unmittelbaren Sturm auf den Weltkapitalismus geworden – auf zum letzten Gefecht!

Die Weltrevolution kann nicht eher mehr abgeschlossen werden als mit der internationalen Herrschaft des Proletariats!

Proletarier aller Länder, vereinigt eure internationalen Waffen in der Roten Weltarmee gegen die konterrevolutionäre Armee der Weltbourgeoisie !

Es lebe das revolutionäre Weltproletariat und seine revolutionäre Weltarmee!

Das Weltproletariat besitzt keine andere Waffe im Kampf um die Weltmacht als die Weltorganisation. Ohne die führende Rolle der Kommunistische Internationale, ohne sich von den Ideen von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha leiten zu lassen, kann das Weltproletariat nicht über die Weltbourgeoisie, kann der Weltkommunismus nicht über den Weltkapitalismus siegen. Der Sieg über den Weltkapitalismus ist vom Weltproletariat letztendlich ohne seine meisterhafte Anwendung der marxistisch-leninistischen Militär-Theorie und Kunst/Taktik des internationalistischen Klassenkriegs nicht zu erringen.

Im Geiste des proletarischen Internationalismus bereitet die bolschewistische Weltpartei daher den bewaffneten, revolutionären Klassenkampf des Weltproletariats zur Zerschlagung des Weltimperialismus in der Einheit von Theorie und Praxis vor, organisiert und führt ihn.

Vorbereitung, Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Weltproletariats über die Weltbourgeoisie. Der Verwirklichung dieses Zieles mit proletarischer, internationalistisch-militärischer Disziplin zu dienen - das ist die Pflicht aller Pflichten der Kommunistischen Internationakle im tiefsten, umfassendsten und konkretesten Sinne.

Die Kommunistische Internationale ist und bleibt die Seele der Armee des Weltproletariats, das Gehirn, das sie auf marxistisch-leninistischem Weg leitet, die lebensspendende Kraft, die sie unbezwingbar macht. In der Armee des Weltproletariats, an der Spitze des internationalen bewaffneten Klassenkampfes, führt die Kommunistische Internationale das Kommando die Zentralisierung und Vereinheitlichung des internationalen Bürgerkrieges mit den nationalen Befreiungsbewegungen der Völker der ganzen Welt, um den Sozialismus in den einzelnen Ländern zurückzuerobern und ihn so schließlich in den Weltsozialismus zu überführen.

Der Weltbolschewismus ist durch nichts und niemanden zu besiegen, weder mit materieller Waffengewalt, noch mit der Gewalt der geistigen Waffen.

Gegenwärtig zeigt sich jenes Phänomen der Zeit Lenins, als die Trennung von der II. Internationale die Gründung der Komintern folgte: die Vollziehung der Trennung vom internationalen Neo-Revisionismus durch die Gründung der Komintern/ML. Die Komintern/ML hat die rissig gewordene revisionistische Mauer zwischen Oktoberrevolution und Weltrevolution zum Einsturz gebracht. Mit der Befreiung der Ideen von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha vom Neo-Revisionismus hat die Komintern/ML wieder die ideologischen Grundbausteine freigelegt für das höchste Etappenziel der Vereinigung der Proletarier aller Länder: die sozialistische Weltrevolution !



Über die Verwendung militärischer Begriffe im Klassenkampf


Wir verwenden im täglichen Leben den Begriff der „Waffe“ und insbesondere dann, wenn wir vom Klassenkampf sprechen. So beschränken wir den Begriff „Waffe“ zum Beispiel nicht allein auf die ursprüngliche Bezeichnung für ein Kampfgerät, sondern im übertragenen Sinne sprechen wir zum Beispiel von der „geistigen Waffe“, „ideologischen Waffe, „politischen Waffe“, „ökonomischen Waffe“ des Proletariats etc. Das sind einige die allgemeinen „Waffengattungen“, mit denen sich das Proletariat als streitbare Klasse gege den Klassenfeind ausrüstet, wobei die Waffengattungen im engeren, militärischen Sinne jene Truppenteile der Streitkräfte meint, die mit einer bestimmten gleichen Art von Waffen ausgestattet ist: „Luftwaffe“, „Heer“, „Marine“ etc. So sagte Lenin einmal zur Parlamentsfraktion der Partei: „Die Fraktion ist nicht der Generalstab ( wenn es gestattet sei [...], einen `militärischen` [Vergleich – Anmerkung des Verfassers] zu gebrauchen), sondern eher ihre Trompeterabteilung in dem einen oder eine Kundschaftertruppe in dem anderen Fall oder überhaupt eine bestimmte Hilfs-`Waffengattung`“ (Lenin, Band 15, Seite 291).

Der Begriff „militärischer“ und „bewaffneter“ Kampf wird häufig als Synonym für den allgemeinen Kampf mit (revolutionären) Waffen verwendet. Der militärische Kampf ist – genauer und präziser ausgedrückt - eine besondere Form des bewaffneten Kampfes und ist im allgemeinen Sprachgebrauch die staatliche Form unter den bewaffneten Kampfformen. Beim Proletariat spricht man also von seinem militärischen Kampf insbesondere dann, wenn man dabei vom Aufbau und Einsatz militärischer Organisationen, wenn man von den Streitkräften des proletarischen Staates ausgeht.

Der militärische/bewaffnete Kampf ist grundsätzlich dem politischen Kampf zugeordnet und eine ihm untergeordnete, mit bewaffneten/militärischen Mitteln fortgesetzte Form. Diese Unterodnung entspricht unbedingt dem Wesen des politischen Kampfes, der entscheidenden Form des Klassenkampfes des Proletariats. Der politische Sieg des Proletariats ist ohne den militärischen/bewaffneten Kampf völlig unmöglich, genauso wie die Unterordnung des militärischen/bewaffneten Kampfes unter den politischen Kampf eine wichtige Voraussetzung für den Sieg darstellt. Da letztendlich die politische Macht der Arbeiterklasse nur mit Waffengewalt erobert werden kann, ist der bewaffnete Kampf ein unverzichtbarer Bestandteil, ja ein Grundprinzip des Marxismus-Leninismus, ist der bewaffnete Kampf, ist die militärische Frage damit immer eine zentrale, von der Bourgeoisie heftig umstrittene und umkämpfte ideologische Klassenfrage gewesen und ist sie es noch, insbesondere, dass der bewaffnete Kampf in einen militärischen Kampf übergeht, sich die bewaffneten Kampforgane in militärische Staatsorgane verwandeln, - wenn aus den Waffen, die der Eroberung der Macht dienten, militärische Waffen geworden sind, die zunächst der Verteidigung der eroberten Macht dienen , schließlich der Entwaffnung des ganzen imperialistischen Weltsystems und endlich der eigenen = allgermeinen Entwaffnung.

Die Bedeutung der Definition besteht darin, dass sie hilft, die militärischen Begriffe in genauem, präzisen Sinne zu gebrauchen. Wir müssen die militärischen Begriffe kennen, mit denen wir im Lehrbuch arbeiten, ihren Inhalt, ihre wesentlichen Merkmale. Wir müssen deshalb die grundlegenden militärischen Begriffe, mit denen wir hier arbeiten, definieren, wohlwissend, dass die Definitionenselber kein Mittel der militärwissenschaftlichen Erkenntnis und Forschung ist. Definitionen, das haben die Klassiker immer wieder betont, sind immer nur annähernd, relativ; sie erschöpfen den zu behandelnden Gegenstand nicht vollständig.




Wie definieren wir im Einzelnen die Theorie und Praxis des internationalen bewaffneten Klassenkampfes?


In den „alten“ marxistisch-leninistischen Lehrbüchern sind die „wichtigsten Sachen“ hierzu bereits hervorragend definiert, wozu sich also die Mühe machen und alles neu definieren? Haben wir nicht aus dem Revisionismus gelernt, dass man uns mit der „Erneuerung“ von Definitionen aufs Glatteis geführt hat, wo man die alten, guten, marxistisch-leninistischen Lehrbücher aus dem Verkehr zog, um sie durch „moderne“ Lehrbücher, nämlich die des modernen Revisionismus zu ersetzen, weil das eben zum Zweck der Zurückeroberung des Kapitalismus dienlich war? Bräuchten wir nicht einfach nur die Finger von den revisionistischen Lehrbüchern lassen und uns wieder die „alten“ marxistisch-leninistischen Lehrbücher vornehmen? Das ist auf jeden Fall richtig. Aber reicht das aus? Ist es mit den besten, bewährtesten Definitionen nicht so wie mit allem anderem auch, dass sie „in die Jahre kommen“ und den Anforderungen der Zeit wirklich nicht mehr entsprechen, ohne den Argumenten der Revisionisten nun zum wiederholten Male auf den Leim gehen zu wollen. Schön, Lenin hat die Periode definiert, in der wir heute immer noch leben. Damit sind die allgemeinen Aufgaben der sozialistischen Revolution und die Notwendigkeit unseres bewaffneten Kampfes klar für uns vorgezeichnet, und sie haben sich historisch mit der Bewahrheitung der realen Existenz des Sozialismus als richtig erwiesen. Nur, Wahrheit ist auch, dass der Sozialismus sich wieder in Kapitalismus zurückverwandeln konnte, und so hat Enver Hoxha die allgemeinen Aufgaben des Marxismus-Leninismus durch die konkrete ökonomische und politische Situation des Revisionismus an der Macht als besonderen Zeitabschnitt des geschichtlichen Prozesses notwendigerweise modifiziert mit dem Ergebnis, dass der Sozialismus sich gegenüber dem Revisionismus an der Macht behaupten konnte, jedenfalls für einige Jahrzehnte. Wiederum ist es eine historische Wahrheit, dass auch der antirevisionistische Sozialismus in Albanien sich in den Kapitalismus zurückentwickelte, wodurch wir uns nun in einer neuen historischen Etappe befinden, wo der Marxismus-Leninismus dieser Entwicklung Rechnung tragen und entsprechend modifiziert werden muss. Und hier zeigen sich unsere theoretischen Schwächen. Wegen der Angst vor den Revisionisten darf man keine Angst vor der Revision des Marxismus-Leninismus haben. Wo sie tatsächlich notwendig ist, dürfen wir uns nicht scheuen, sie auch durchzuführen. Mit der Revision des Marxismus-Leninismus verlassen wir ja nicht seinen Boden wie es die Revisionisten getan haben und die Neo-Revisionisten weiter tun, sondern stablisieren wir ihn für die kommenden Belastungen und Bewährungen, bauen wir den zurückeroberten, neuen Sozialismus auf dem befestigten, revidierten Fundament des Marxismus-Leninismus auf. Stets jung bleibt der Marxismus-Leninismus ja nicht von alleine; er wird gestählt im Feuer des täglichen Klassenkampfes, ansonsten würden wir ihn verrosten lassen. Ein verrosteter Marxismus-Leninismus ist aber völlig untauglich für die Arbeiterklasse, kann sogar eine Blutvergiftung verursachen und die Arbeiterklasse damit in Lebensgefahr bringen. Der Marxismus-Leninismus macht also im Wandel der Zeit ganz natürliche Veränderungen durch und muss sie auch durchmachen, um überhaupt den neuen historischen Bedingungen entsprechen zu können.


Aber genauso wie der Kapitalismus nach der Oktoberrevolution nicht mehr der Gleiche war, so ist er es auch nach der Einverleibung des Sozialismus schon nicht mehr. Wir leben in einer Zeit, in der der Kapitalismus, der sich den Sozialismus einverleibt hat, nun eben darum reif geworden ist für die Wiedergeburt des Sozialismus. Die Wiedergeburt ist aber nicht eine einfache Wiederholung der ersten Geburt, sondern die zweite, erneute Geburt wird auch einen zweiten, einen neuen, besseren, lebensfähigeren Sozialismus hervorbringen als den ersten, denn er kommt bereits mit den besten Anlagen des ersten Sozialismus ausgestattet auf die Welt. Und da es kein Zufall ist, dass er aus dem Schoß der globalisierten kapitalistischen Gesellschaftsordnung kommt, wird er auch seine Lebensfähigkeit als internationaler Sozialismus glänzend unter Beweis stellen können. Nichts anderes geschieht mit der Wiedergeburt des Marxismus-Leninismus, der sich nicht an die Theorie von gestern klammert, sondern den exakten Tatsachen des wirklichen Lebens Rechnung trägt, nicht nur die revolutionären Ereignisse der sozialistischen Wiedergeburt widerspiegeln wird, sondern diese Ereignisse auch voraussieht und damit beschleunigen kann. Der Marxismus-Leninismus wird seinem internationalen Charakter unter den Bedingungen der Globalisierung noch gerechter werden als je zuvor, wird er seine ganze militärische Stärke und Überlegenheit unter den Bedingungen der Internationalisierung des Klassenkrieges voll unter Beweis stellen können, erlebt er seine Wiedergeburt und wird er neue Definitionen des bewaffneten Klassenkampfes hervorbringen, die seinem internationalen Charakter noch weiter näher kommen. Und so kann es auch gar nicht anders sein, dass nicht nur auf dem militärischen Gebiet des Marxismus-Leninismus neue Lehrbücher geschaffen werden, die den Erfordernissen der Gegenwart besser entsprechen als es die alten je könnten. Deswegen ist es notwendig, im Einzelnen die Theorie und Praxis des internationalen bewaffneten Klassenkampfes unter den Bedingungen der Globalisierung neu zu definieren:

Abschließend sagte Lenin über Definitionen u.a.:

„Doch sind allzu kurze Definitionen [oder alte, dogmatisch übernommene Definitionen - Anmerkung des Verfassers] zwar bequem, denn sie fassen das Wichtigste zusammen, aber dennoch unzulänglich, sobald aus ihnen die wesentlichsten Züge der zu definierenden Erscheinung speziell abgeleitet werden sollen [insbesondere in ihrem historischen Wandlungsprozess unter veränderten Situationen und Bedingungen – Anmerkung des Verfassers]; Deshalb muss man – ohne zu vergessen, dass alle Definitionen überhaupt nur bedingte und relative Bedeutung haben, da eine Definition niemals die allseitigen Zusammenhänge einer Erscheinung in ihrer vollen Entfaltung umfassen kann – eine solche Definition (...) geben, die [eine Auswahl der – Einfügung des Verfassers] wichtigsten Merkmale enthalten würde...“ (Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Ausgewählte Werke, Band I, Seite 839).




Was ist allgemein unter der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft zu verstehen?


Zunächst ist die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus entwickelt worden.

Der Marxismus-Leninismus ist die revolutionäre Weltanschauung des Proletariats und ihrer Partei, die die Einheit und Geschlossenheit des dialektischen und historischen Materialismus, der politischen Ökonomie und des wissenschaftlichen Kommunismus darstellt und dabei von den objektiven Gesetzmäßigkeiten der Natur und der Gesellschaft ausgeht. Der Marxismus-Leninismus ist die einzige wissenschaftliche Weltanschaung, das heißt, eine Weltanschauung, die darauf beruht, die objektive Wahrheit systematisch-gesetzmäßig und immer tiefer und umfassender durch die menschliche Erkenntnis richtig widerzuspiegeln anhand des Kriteriums der Praxis, der Natur und des tatsächlichen gesellschaftlichen Lebens.

Der Marxismus-Leninismus ist die Wissenschaft des Weltproletariats von der Entwicklung der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Befreiung der Menschheit, die Wissenschaft von der Arbeiterbewegung, die Wissenschaft von der proletarischen Revolution, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft.

Diese revolutionäre Wissenschaft hat sich weit verzweigt und somit auch auf dem militärischen Gebiet spezialisiert. Sie hat sich mittlererweile zu einer selbständigen marxistisch-leninistischen, zu einer sozialistischen Militärwissenschaft entwickelt:


Die marxistisch-leninistische militärische Wissenschaft ist die militärische Wissenschaft des Weltproletariats von den militärischen Gesetzen der Entwicklung der Klassengesellschaft, die Wissenschaft von der bewaffneten Befreiung der Menschheit, die Wissenschaft von der bewaffneten Arbeiterbewegung, die Wissenschaft von der bewaffneten proletarischen Revolution, die Wissenschaft von der militärischen Verteidigung der proletarischen Revolution und schließlich die Wissenschaft von der militärischen Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen durch Menschen.


Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft ist also die Wissenschaft vom bewaffneten Kampf der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen aller Länder im Allgemeinen und der Arbeiterbewegung aller Länder im Besonderen. Sie ist die Wissenschaft von der gewaltsamen Eroberung der Weltmacht des Proletariats, der proletarischen Weltrevolution, die Wissenschaft vom Schutz der Weltdiktatur des Proletariats, der militärischen Verteidigung des Weltsozialismus und schließlich die Wissenschaft von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit von jeglicher militärischer Gewalt durch die zukünftige kommunistischen Gesellschaft auf der ganzen Welt.


Die Geschichte der Wissenschaft zeigt, dass die dialektische Methode die einzig wissenschaftliche Methode ist. Auch auf militärischem Gebiet muss alles in der Bewegung, im Werden und Vergehen betrachtet werden. Für die ganze Epoche zwischen Kapitalismus und Kommunismus geht die Frage „Wer- wen?“ nie auf halbem Wege gelöst, nie gradlinig, endgültig oder garantiert ab, sondern gibt es Perioden, in denen diese Frage durch die Waffen immer wieder neu entschieden werden muss, findet permanent ein erbitterter Klassenkampf mit und ohne Waffen statt, stehen die bewaffneten Kräfte der Klassen nie wirklich „still“, selbst die revolutionäre Ebbe befindet sich nie in einem völligen Stillstand, sie bewegt sich fortwährend, wenn auch langsamer als die revolutionäre Flut. So ist die Waffenbereitschaft genauso wichtig wie der Einsatz der Waffen selbst.


Die marxistisch-leninistische militärische Wissenschaft ist ein großer Hebel der Weltgeschichte, eine weltrevolutionäre Kraft. Die militärische Wissenschaft des Proletariats ist also ein unverzichtbares Instrument des revolutionären Proletariats, sich nicht nur aus seiner Versklavung zu befreien, sondern eine neue Weltordnung aufzubauen und zum Kommunismus voranzuschreiten.



Von der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft ist die marxistisch-leninistische Militärtheorie begrifflich zu unterscheiden

Der Begriff der marxistisch-leninistischen Militärtheorie darf nicht mit dem der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft identifiziert werden. Die marxistisch-leninistische Militärtheorie hat aus der Militärwissenschaft erst eine wirkliche Wissenschaft gemacht, hat die militärische Wissenschaft auf feste Grundlagen gestellt und den Weg vorgezeichnet, der beschritten werden muss, um die militärische Wissenschaft weiterzuentwickeln und in allen Einzelheiten auszuarbeiten. Die Lehren des bewaffneten Klassenkampfes des Proletariats sind keine ausgedachten Erfindungen, um Verschwörungsaktionen zu organisieren, sondern es sind die Lehren der Partei, den bewaffneten Klassenkampfs des Proletariats zu führen, zu organisieren, zu zentralisieren und zu leiten als ein Mittel zur Verwirklichung des politischen Zieles der Eroberung und Verteidigung der Macht des Proletariats.


»Die gewaltige, in der Welt noch nie dagewesene Befreiungsbewegung einer unterdrückten Klasse, der revolutionärsten Klasse der Geschichte, ist u n m ö g l i c h ohne revolutionäre Theorie. Sie kann nicht ausgedacht werden, sie wächst heran aus der Gesamtheit der revolutionären Erfahrungen und der revolutionären Ideen aller Länder der Welt.« (Lenin Bd. 21, Seite 358, dt. Ausgabe).


Die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus ist das militärwissenschaftliche Fundament, die wissenschaftlich begründete Zusammenfassung und Generalisierung sämtlicher praktischer Erfahrungen und Ideen des bewaffneten Klassenkampfes der Proletarier aller Länder, in ihrer historischen und gegenwärtigen Entwicklung zusammengenommen.

Die wichtigsten Bestandteile der marxistisch-leninistischen Militärtheorie sind die in ihr formulierten objektiven Gesetze und marxistisch-leninistischen Prinzipien des militärischen Kampfes, die als militärische Richtschnur, als Kompass auf dem Weg zur gewaltsamen Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Proletariats dienen und diesen Weg beleuchten.

Die Kraft der militärischen, marxistisch-leninistischen Theorie besteht darin, dass sie den bolschewistischen Parteien, insbesondere ihrer Weltpartei, die Möglichkeit gibt, sich in der jeweiligen Kriegssituation zu orientieren, den inneren Zusammenhang der rings um sie vor sich gehenden Ereignisse der bewaffneten internationalen Klassenauseinandersetzungen zu verstehen, den Gang dieser Ereignisse vorauszusehen, und zu erkennen nicht nur, wie und wohin sich diese Ereignisse gegenwärtig entwickeln, sondern auch wie und wohin sie sich künftig entwickeln müssen.

Die militärische, marxistisch-leninistische Theorie ist eine internationalistische Theorie, die Verallgemeinerung der Kriegskunst der Proletarier aller Länder. Sie ist die Wissenschaft von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit des militärischer Konflikte und Kriege überhaupt. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft beschränkt sich aber nicht nur auf diese Beseitigung der Unvermeidbarkeit militärischer Konflikte, sondern beruht auf der Erkenntnis, dass die Bourgeoisie dem Proletariat jene Waffen, die es gegen die Unterdrückten und Ausgebeuteten richtet, um ihre Profite zu maximieren, in die Hand liefert, um damit nicht nur die Bourgeoisie zu besiegen, nicht nur seine eigene proletarische Weltmacht zu errichten, sondern damit einen Schritt in der Menschheitsgeschichte einzuleiten, in der nie wieder ein Mensch einen anderen ausbeutet oder unterdrückt.


Die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus ist eine starke Waffe des Weltproletariats, den Sieg der bolschewistischen Weltrevolution zu erringen. Die Komintern/ML versteht unter bolschewistischer Weltrevolution.......den gewaltsamen, bewaffneten Sturz der Weltbourgeoisie und die endgültige Zerschlagung ihres internationalen Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparates, mit dem sie ihr System des Weltkapitalismus aufrecht erhält. Sie wird geführt durch das Weltproletariat und seine Kommunistische Internationale zur vollständigen, revolutionären Befreiung der Weltproduktivkräfte aus den Fesseln der imperialistischen Produktionsverhältnisse durch weltweite Enteignung des Privateigentums, dessen internationale Vergesellschaftung unter dem Schutzschild der Weltdiktatur des Proletariats als Voraussetzung für das nächste Ziel des Aufbaus des Weltsozialismus und dem ferneren Ziel des Aufbaus des Weltkommunismus, der klassenlosen Gesellschaft. Es kann keine militärisch starke Kommunistische Internationale geben, wenn es keine weltrevolutionäre Militär-Theorie gibt, die alle Sektionen zum bewaffneten Kampf vereinigt, aus der sie alle ihre militärischen Überzeugungen schöpfen und die sie auf die Methoden ihres bewaffneten Kampfes und ihrer militärischen Tätigkeit konkret anwenden; wenn man eine solche Militär-Theorie, die man nach bestem Wissen für richtig hält, vor unbegründeten Angriffen und Versuchen, sie zu verschlechtern, schützt, so heißt das noch keineswegs, ein Feind jeder Kritik zu sein. Wir betrachten die marxistisch-leninistische Militär-Theorie keineswegs als etwas Abgeschlossenes und Unantastbares; wir sind im Gegenteil davon überzeugt, dass sie nur das Fundament der militärischen Wissenschaft des Weltproletariats gelegt hat, die die marxistisch-leninistische Weltbewegung nach allen Richtungen weiterentwickeln muss, wenn sie nicht hinter den Ereignissen der proletarischen Weltbewegung hinterherhinken will.



Wie müssen wie den militärischen/bewaffneten Kampf führen ?


Wir brauchen dafür eine ausgearbeitete militärische Strategie und Taktik:

Die militärische Strategie und Taktik ist als ein besonderer Teil der allgemeinen bolschewistischen Strategie und Taktik, die Wissenschaft von der Führung des bewaffneten Klassenkampfes des Proletariats einschließlich der Kunst der Führung.

Sie beruht zwar auf wichtigen Grundsätzen und Grundprinzipien, aber erkennt keine universell gültigen, unveränderlichen Schlussfolgerungen und Formeln an, die sozusagen für alle Perioden obligatorisch wären. Die militärische Strategie und Taktik des Proletariats und seiner Partei wird historisch angewandt und nicht dogmatisch. Also ändert sie sich in den verschiedenen Perioden der Revolution. So unterscheidet sich die militärische Strategie und Taktik in der Periode der bürgerlich-demokratischen Revolution von derjenigen in der Periode der sozialistischen Revolution, und diese wiederum von derjenigen, die zur Verteidigung des Sozialismus angewandt wird. Wir unterscheiden auch die militärische Strategie und Taktik der einzelnen Länder von derjenigen im Weltmaßstab, ferner die militärische Strategie und Taktik vom Angriff und Rückzug, von der Ausnutzung aller die Revolution begünstigenden Bedingungen und der Verbündeten, die Strategie und Taktik der militärischen Einheitsfront usw. usf. Die militärische Strategie und Taktik muss man auch im engen Zusammenhang mit der Wahl des entscheidenden, wichtigsten Kettengliedes und der Wahl des Zeitpunkts für den entscheidenden Schlag sehen. Das Verhältnis von militärischer Strategie und Taktik kommt später noch ausführlich zur Sprache, weswegen wir uns hier mit einer kurzen Definition begnügen wollen.

Für die Kriegskunst des Rückzugs bei Vorrücken feindlicher Truppen sei hier ein Telegramm von Lenin an den Vorsitzenden des Deputiertensowjets der Stadt Drissa als veranschaulichendes Beispiel angeführt:

„Leisten Sie Widerstand, wo es möglich ist. Schaffen Sie alles Wertvolle und die Lebensmittel aus der Stadt. Alles Übrige vernichten Sie. Überlassen Sie dem Feind nichts. Reißen Sie die Eisenbahnschienen auf – je zwei Werst auf zehn Werst. Sprengen Sie die Brücken“ (Lenin, Band 35, Seite 307, geschrieben am 19. Februar 1918).



Wie wird die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik methodisch grundsätzlich angewandt?


Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft ist die beste, höchst entwickeltste, fortschrittlichste und revolutionärste Militärwissenschaft in der Geschichte der Menschheit. Sie ist stärker als alle bürgerlichen Militärwissenschaften zusammengenommen. Sie ist die schärfste Waffe der Kritik an der räuberischen bürgerlichen Militärwissenschaft. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft hat sich auch im Kampf gegen den Revisionismus entwickelt und die Revisionisten auf dem Gebiet der Militärwissenschaft entlarvt. Die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik lässt sich also methodisch immer nur eigenständig in Abgrenzung von der militärischen Wissenschaft der anderen Klassen , insbesondere in Abgrenzung von der revisionistischen Militärwissenschaft anwenden, denn es ist ja gerade das Ziel des Klassenfeindes, den bürgerlichen Einfluss in der revolutionären Arbeiterbewegung zu stärken und den kommunistischen Einfluss zu schwächen, die marxistisch-leninistische Methoden der Anwendung der militärischen Wissenschaft durch bürgerliche Methoden zu ersetzen.

Die proletarische Militärwissenschaft meistern heißt, sie in jeder militärischen Situation und zu jedem Zeitpunkt des Kriegsgeschehens praktisch am effektivsten anzuwenden und dabei die daraus gemachten Erfahrungen zur Weiterentwicklung umgehend zu verallgemeinern, um sie zukünftig noch effektiver zu gebrauchen. Dabei darf das Weltproletariat nicht davor zurückschrecken, ausgehend vom Wesen der Theorie, einzelne ihrer Leitsätze und Schlussfolgerungen, die bereits veraltet sind, durch neue, der neuen historischen Situation entsprechende Leitsätze und Schlussfolgerungen zu ersetzen. Hier ein kurzes Beispiel, ein Telegramm, das Genosse Stalin an Genossen Lenin sandte (16. Juni 1919), wo Stalin gegen die sogenannte „Militärwissenschaft“ hielt:

„Unmittelbar nach Krasnaja Gorka wurde Seraja Loschadj ( ) liquidiert. [ Die Garnison dieser beiden Forts vor Petrograd war der konterrevolutionären Agitation der mit Sozialrevolutionären und Menschewiki verbundenen Weißgardisten erlegen und begann eine Meuterei gegen die Sowjetmacht. Auf Befehl Stalins gingen die Schiffe der Baltischen Flotte zu Operationen gegen die Meuterer in See. Gleichzeitig wurde in Oranienbaum eine Gruppe von Küstentruppen formiert, deren Kern Matrosenabteilungen bildeten. Stalin beraumte eine Beratung ein, Krasnaja Gorka durch einen gleichzeitigen Schlag von der Seeseite und vom Lande her einzunehmen. Unter unmittelbarer Führung Stalins, der sich in der Kampflinie befand, führten die Küstengruppe und andere Truppenteile mit Unterstützung der Schiffe der Baltischen Flotte den Angriff durch. Nach der Zerschlagung der Meuterer nahmen die Sowjettruppen das Fort ein und einige Stunden später schließlich auch das Fort Seraja Loschadj - Anmerkung] ( ..) Die Marinespezialisten versichern, dass die Einnahme von Krasnaja Gorka von der Seeseite her die Marinewissenschaft über den Haufen wirft. Mir bleibt nichts übrig, als die sogenannte Wissenschaft zu bedauern. Die rasche Einnahme von Gorka erklärt sich durch das rücksichtslose Eingreifen meinerseits und überhaupt der Zivilisten in die operativen Dinge, das so weit ging, dass die Befehle zu Wasser und zu Lande aufgehoben und unseren eigenen aufgezwungen wurden. Ich halte es für meine Pflicht, zu erklären, dass ich auch weiterhin so handeln werde, trotz all meiner Hochachtung vor der Wissenschaft“ (Stalin, Band 4, Seite 231, 16. Juni 1919).

Am 17. Mai 1938, ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sagte Stalin in seiner Rede beim Empfang der Mitarbeiter der Hochschule im Kreml etwas sehr Bemerkenswertes zur Frage der Wissenschaft, was heute auch das Leitmotiv der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft im Sinne des proletarischen Internationalismus sein sollte:

„Auf das Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, die sich vom Volk nicht abgrenzt, sich vom Volk nicht fernhält, sondern bereit ist, dem Volk zu dienen, bereit ist, dem Volk alle Errungenschaften der Wissenschaft zu übermitteln, die dem Volk nicht aus Zwang, sondern freuwillig, mit Freuden dient. Auf das Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, die es nicht zulässt, dass ihre alten und anerkannten Führer sich selbstgefällig als Priester der Wissenschaft, als Monopolisten der Wissenschaft abkapseln, die den Sinn, die Bedeutung und die Allmacht des Bundes der alten Wissenschaftler mit den jungen Wissenschaftlern begreift, die freiwillig und mit Freuden alle Tore des Wissens den jungen Kräften unseres Landes öffnet und ihnen die Möglichkeit gibt, die Gipfel des Wissens zu bezwingen, die anerkennt, dass die Zukunft den jungen Wissenschaftlern gehört. Auf Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, deren Vertreter, obgleich sie die Kraft und Bedeutung der Traditionen, die sich in der Wissenschaft herausgebildet haben, begreifen und sie verständnisvoll im Interesse der Wissenschaft ausnutzen, dennoch nicht Sklaven dieser Traditionen sein wollen, der Wissenschaft, die die Kühnheit und Entschlossenheit besitzt, alte Traditionen, Normen, Einstellungen zu brechen, wenn sie veralten, wenn sie zu einem Hemmschuh für den Vormarsch werden, und die es versteht, neue Traditionen, neue Normen, neue Einstellungen zu schaffen. Die Wissenschaft kennt in ihrer Entwicklung nicht wenige mutige Menschen, die es verstanden, das Alte zu zerstören und Neues zu schaffen, ungeachtet aller Hindernisse, allem zum Trotz“ (Stalin, Band 14, Seite 175-176, KPD/ML-Ausgabe).

Wir sind fest davon überzeugt, dass es auch den einfachen roten Soldaten der Kommunistischen Internationale geben wird, der die internationalistische Militärwissenschaft revolutioniert, neue unternationale, militärische Normen schafft und alte nationalistische soldatische Einstellungen über den Haufen wirft, um das Weltproletariat auf seinem Weg zur Befreiung voranzubringen.

Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft kennt keine nationalen Schranken und so müssen die Schöpfer der imperialistischen Weltarmee naturgemäß auch die Schöpfer ihrer Totengräbder sein, die proletarische Weltarmee der Kommunistischen Internationale..

Und Lenin zitierte Marx, um auf die Schädlichkeit von vorgefassten, sektiererischen Militärdoktrinen hinzuweisen, die mit der marxistisch-leninistischen Lehre der weltrevolutionären Klassenkriegskunst unvereinbar sind:

„Marx sagte einmal, das Verdienst der Pariser Kommunarden habe darin bestanden, dass sie Beschlüsse in die Tat umgesetzt hätten, die nicht irgendeiner vorgefassten Doktrin entlehnt, sondern von den tatsächlichen Erfordernissen vorgeschrieben waren“ ( siehe MEW, Band 22, Seite 195/196, dt. Ausgabe – zitiert von Lenin in Band 29, Seite 137).

Die Unbesiegbarkeit der Waffe des Marxismus-Leninismus entwickelt sich nur in den Händen und Köpfen des Proletariats selbst, das die Eigenschaft besitzt, sich selbst zu kritisieren, und sein Handeln und Denken stets aufs Neue in dialektischen Einklang zu bringen, kurz: die Eigenschaft, sich und seine Waffen, seine Operationen im Klassenkampf ständig zu revolutionieren. Nur in den Händen einer revolutionären Klasse können die revolutionären Waffen zur materiellen Gewalt über die reaktionäre Klassen werden. Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus ist nicht nur Gemeingut des Weltproletariats, sondern aller Völker der Welt.

Wir Marxisten-Leninisten sind die Revolutionäre der militärischen Wisenschaft – Revolutionär zu handeln, lernen wir durch die militärische Wissenschaft!

Ohne militärische Theorie kann es auch keine revolutionäre militärische Bewegung geben. Eine revolutionäre Linie verliert ihre Daseinsberechtigung, wenn die Theorie fehlt, und sie ist unweigerlich – früher oder später – zum politischen Bankrott verurteilt. Keine ernsthafte militärische Organisation kann auf die Lösung von Streitfragen in der militärischen Wissenschaft verzichten. Sich von Dogmen zu befreien kann nicht gleichgesetzt werden mit der Revision der Prinzipien von militärischen Organisationen. Andererseits wird die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus gegenstandslos, wenn sie nicht mit der militärischen Praxis verknüpft wird, genauso wie die militärische Praxis ein Blindgänger ist, wenn das revolutionäre Ziel nicht anvisiert wird: „Bedenkt, dass jeder praktische Schritt der revolutionären Bewegung die jungen Rekruten unvermeidlich und unausbleiblich gerade die sozialdemokratische Wissenschaft lehren wird, denn diese Wissenschaft beruht auf der objektiv richtigen Einschätzung der Kräfte und Tendenzen der verschiedenen Klassen (...). Degardiert nur nicht unsere revolutionäre Wissenschaft zu einem bloßen Buchstabendogma, banalisiert sie nicht durch jämmerliche Phrasen über `Taktik als Prozess` und `Organisation als Prozess`, Phrasen, mit denen man Zerfahrenheit, Unentschlossenheit und Mangel an Initiative rechtfertigt“ (Lenin, Band 8, Seite 208/209).

Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus kann zu einer gewaltigen Kraft der Weltrevolution werden, wenn sie sich in untrennbarer Verbindung mit dem internationalen revolutionären bewaffneten Klassenkampf des Weltproletariats herausbildet. Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus verleiht dem internationalen bewaffneten Kampf Sicherheit, Orientierungsvermögen und Verständnis für den inneren Zusammenhang der weltweiten Kampfschauplätze der Revolution. Nur mit der militärischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus lässt sich erkennen, wie und wohin die Arbeiterarmeen sich heute und in Zukunft bewegen: Ohne die Meisterung der militärischen Theorie des Marxismus-Leninismus, kann es auch keine revolutionäre Weltarmee geben, die die Weltrevolution zum endgültigen Sieg führt. Die weltbolschewistische Partei kann ihre militärischen Aufgaben nur erfüllen, wenn sie sich von der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus leiten lässt. Die Negation der bisherigen militärischen Schriften im Lichte des heutigen militärischen Kampfes ist eine Voraussetzung, ein Erfahrungspotential, eine historische Schatzkammer, die als Grundlage und Ausgangspunkt für neue Entwicklungsmöglichkeiten dient durch Wiederholung auf höherem Niveau. Die Negation, die In-Fragestellung, was wir richtig, was wir falsch gemacht haben, was wir in Zukunft besser machen müssen, das Nutzbarmachen und Verwerten aller bisherigen Ideen, positiven Errungenschaften, Kräfte, Methoden usw. , ja sogar in bedingtem Umfang auch eine direkte Übernahme von Kampfformen und Waffen, welche sich in der Ausgangsstufe als unentbehrlich und ungeheuer nützlich erwiesen haben. Dazu gehören auch die negativen Erfahrungen, die militärischen Niederlagen, deren zukünftige Vermeidung uns unnötige Irrwege erspart, den Weg erleichtert und unsere Kräfte schneller uns sicherer zur erneuten Erstürmung der feindlichen Bastion führt. Deswegen ist das Entwicklungsgesetz der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik bezüglich der militärischen Theorie des Marxismus-Leninismus ebenfalls ein Gesetz der Negation der Negation, womit wir alle negativen Entwicklungen und Fehler der vergangenen bewaffneten Aktionen und Revolutionen aufdecken können. um sie das nächste Mal, in der Weltrevolution, nicht wiederholen zu müssen, sondern vermeiden und überwinden können. Nur so ist es uns Revolutionären möglich, vorwärts zu schreiten und die fortschreitende, aufsteigende Linie der bewaffneten, weltrevolutionären Bewegung, die Kontinuität der Weltrevolution zu begreifen und zu nutzen. Bereits der VIII. Parteitag der KPR (B) wies auf die Notwendigkeit hin, die höchsten Errungenschaften der bürgerlichen Militärwissenschaften auszunutzen. Das gilt auch heute für die neuesten und modernsten Errungenschaften der bürgerlichen Militärwissenschaften, aber auch für die Ausnutzung der militärischen Erfahrungen der gesamten Epoche der Klassengesellschaft der Menschheit. Alles, was der Weiterentwicklung der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft dient, gilt es zu nutzen und dialektisch anzuwenden.

Die Darstellung der Bedeutung der militärische Theorie des Marxismus-Leninismus wäre unvollständig, ohne die ideologische Bedeutung der führenden Rolle der bolschewistischen Parteien und ohne ihren Zusammenschluss in der Komintern/ML zu erklären, denn schließlich handelt es sich auch um die theoretische Wappnung der führenden Kampfstäbe. Durch die Partei sind jegliche ideologische Schwankungen oder Zerfahrenheit innerhalb der bewaffneten Bewegung unbedingt zu bekämpfen, denn sie wirken sich schädlich für uns und vorteilhaft für den Feind aus, weil sie unseren klaren Durchblick entweder trüben oder ihn blenden, was einerseits zum verblendeten Abenteuertum und andererseits zum blinden Praktizismus führen kann. Stimmt etwas nicht mit der Beleuchtung unserer bewaffneten Bewegung, so irritiert das unser Sichtfeld, droht die bewaffnete Bewegung in falsche Bahnen gelenkt zu werden. Deswegen muss die Militärtheorie die militärische Praxis ohne Schwankungen, stets sicher und hell erleuchten, muss das vereinigte Vorgehen entwickelt werden auf der Basis eines verbindlichen Militärprogramms, eines Kampfplanes usw. usf. Mit Beschlüssen und Befehlen allein kann man diesem Problem innerhalb der bewaffneten Bewegung nicht beikommen. Hier braucht man den organisierten politischen Einfluss der Partei in den bewaffneten Organisationen. Bevor wir das (ideologische) Gewehr in die Hand nehmen, und um es in die Hand zu nehmen, müssen wir natürlich wissen, warum und wie - aber zuerst müssen wir dabei im Hinterkopf haben, wozu und wie wir es auf keinen Fall in die Hand nehmen dürfen.

Wie die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik methodisch richtig angewandt wird, das lehren uns die kommunistischen Parteien, das lehren uns die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, die größten Militärtheoretiker und – taktiker in der Geschichte des Kommunismus. Genosse Enver Hoxha charakterisierte Marx, Engels, Lenin und Stalin zu Recht als „Weltmarschälle“. Die Komintern/ML ehrt den Genossen Enver Hoxha ebenfalls mit dem Rang eines Weltmarschalls.



In welchem Zusammenhang steht der militärische, proletarische Kampf und die proletarische Militärwissenschaft mit der materialistischen Geschichtsauffassung, mit der revolutionären Umwälzung von Basis und Überbau der alten, kapitalistischen in die neue, sozialistische Gesellschaft ?

So wenig man das, was ein Soldat ist, nach dem beurteilt, was er sich selbst dünkt, ebensowenig kann man die historischen Epochen von Kriegen aus ihrem Bewusstsein beurteilen, sondern muss vielmehr dies Bewusstsein aus den Widersprüchen des materiellen Lebens, aus den vorhandenen gewaltsamen Konflikten und revolutionären Umwälzungen von gesellschaftlichen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen und der diesem Verhältnis innewohnenden Unvermeidbarkeit von bestimmten Kriegen erklären.

Der materialistischen Gesellschaftsauffassung von Marx und Engels entsprechend bestimmt ganz allgemein das Sein das Bewusstsein, und so wird auch im Besonderen, sozusagen das „militärische Bewusstsein“ vom „militärische Sein“ bestimmt. Die militärische Wissenschaft steht mit der materialistischen Grundauffassung von den bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb einer Klassengesellschaft in untrennbarem Zusammenhang und beruht darauf. Die heutige proletarische Militärwissenschaft muss also konkret bezogen werden auf die gesellschaftlichen Verhältnisse des Imperialismus und deren Zurückführung auf die imperialistischen Produktionsverhältnisse. Nur auf dieser Grundlage kann die Militärwissenschaft wirklich wissenschaftlich sein, eben wenn sie sich ausschließlich auf die Gesetze der historischen Entwicklung der Gesellschaft gründet. Die Militärwissenschaft ist also niemals losgelöst von dem gegebenen Gesellschaftssystem zu betrachten. Beleuchten wir die proletarische Militärwissenschaft nun vom Standpunkt des historischen Materialismus im Zusammenhang von Basis und Überbau der imperialistischen Gesellschaftsordnung:

Wie Stalin richtig festgestellt hat, ist „die Basis die ökonomische Struktur der Gesellschaft in der gegebenen Etappe ihrer Entwicklung“ (Stalin, Werke Band 17, Seite 192, KPD/ML, Hamburg 1973). Die ökonomische Struktur des Imperialismus, die kapitalistische Basis in ihrer heutigen Entwicklung ist ausgerichtet auf die weltweite Vergesellschaftung von Produktivkräften bei gleichzeitiger privater Aneignung zwecks Erzielung maximaler Profite. Charakteristisch ebenso wie unvermeidlich für dieses Gesellschaftssystem sind die diesem Zweck dienenden imperialistischen Eroberungs- und Raubkriege, für die eine gigantische Kriegsproduktion, eine riesige imperialistische, globalisierte Kriegsmaschinerie eingesetzt wird. Die ökonomischen Produktionsbedingungen des Imperialismus sind also ohne die globalisierte Rüstungswirtschaft nicht denkbar. Globalisierung heißt Militarisierung der Weltwirtschaft zwecks Höchstprofite. Die globalisierte Kriegswirtschaft vertieft das Missverhältnis zwischen den Produktionsmöglichkeiten und der sinkenden kaufkräftigen Nachfrage der Weltbevölkerung und zieht unvermeidlich die Weltwirtschaftskrise nach sich. Die globalisierte Militarisierung der Weltwirtschaft beschleunigt den parasitären Zerfall der imperialistischen Weltordnung, denn die Rüstung erzeugt die unproduktive Welt, die sich durch den imperialistischen Krieg schließlich selbst zerstört. Die imperialistische Basis hemmt also die Entwicklung der Produktivkräfte, wird zu ihrer Fessel, und es vollzieht sich durch die Weltrevolution eine Umwälzung der Basis als historische Notwendigkeit. Die Wissenschaft der Waffen, die der Imperialismus für seine Weltherrschaft entwickelt hat, verwandelt sich in eine bewaffnete Wissenschaft zur Vernichtung des Imperialismus und seiner Weltherrschaft. Ohne Waffen kann sich keine neue Gesellschaftsformation und damit weder eine neue Basis noch ein neuer Überbau entwickeln. Für Lenin ist die Basis „das Gerippe“, das sich durch den Überbau mit „Fleisch und Blut umgeben hat (Lenin, Band 1, Seite 132). Der globalisierte Klassenantagonismus, der sich aus den heutigen imperialistischen Produktionsverhältnissen erklärt, hat in seiner schärfsten Konsequenz militärische Klasseauseinandersetzungen zur Folge. Es ist nun der imperialistische Überbau, der die Weltherrschaft der Bourgeoisie schützt durch Militär und Polizei, durch militaristische Ideen usw.

„Der Überbau – das sind die politischen, juristischen, religiösen, künstlerischen, philosophischen Anschaungen der Gesellschaft und die ihnen entsprechenden politischen, juristischen und anderen Institutionen. Jede Basis hat ihren eigenen, ihr entsprechenden Überbau. (...) Ändert sich die Basis und wird sie beseitigt, so ändert sich anschließend ihr Überbau und wird beseitigt; entsteht eine neue Basis, so ensteht anschließend auch ein entsprechender Überbau“ (Stalin, ebenda, Seite 192-193).

„Die Revolution aber ist nichts anderes als das Zerstören des alten Überbaus und das selbständige Auftreten verschiedener Klassen, die auf ihre Art einen neuen Überbau zu errichten trachten“ (Lenin, Band 8, Seite 208).

„Ein Gesetz der Mechanik lautet: Die Wirkung ist gleich der Gegenwirkung. In der Geschichte hängt die zerstörerische Kraft der Revolution [und insbesondere ihrer bewaffneten Kraft- Anmerkung des Verfassers] in nicht geringem Maße auch davon ab, wie stark und andauernd die Unterdrückung [insbesondere die bewaffnete Unterdrückung – Anmerkung des Verfassers] der Freiheitsbestrebungen war und wie ti