Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten

am 31. 12. 2006 ( am 6. Gründungstag) beschlossener

Aufruf





Weltproletariat – vereinige alle Länder!



!!!! Der Kommunismus schlägt zurück !!!!



4 Worte, die die Welt verändern !











Vom heutigen Tage an werden diese 4 Worte für immer in die Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung eingehen, wird sie ihren mächtigsten revolutionären Aufschwung erleben, wird das Weltproletariat mit diesen 4 Worten seinen großen Siegeszug antreten und zum größten Herrscher der Weltgeschichte aufsteigen, dem einzigen Herrscher, der seine Herrschaft jemals selber beseitigt und damit die Unvermeidbarkeit der Herrschaft von Menschen über Menschen überhaupt und für immer aus der Welt schafft !

Man könnte der Komintern / ML durchaus vorwerfen, dass sie bislang nur endlos lange theoretische Papierchen und „markige Sprüche“ auf Lager hat ( womöglich um dahinter nur ihr sektiererisches Würmchendasein zu verbergen?!). Müssen wir uns deswegen schämen? Genauso kann man über die heutige marxistisch-leninistische Weltbewegung jammern: etwa über Kopf- , Orientierungs- , Mut – und Ratlosigkeit und sonst noch was, vor allem aber, dass ihre revolutionäre Theorie momentan noch weiter hinter dem Weltgeschehen hinterherhinkt als sie selbst. Es liegt im Wesen des Kleinbürgers, ständig nur zu jammern. Er jammert, wenn den viel zu vielen revolutionären Worten viel zu wenig revolutionäre Taten folgen“ und er jammert nicht minder: statt Neues zu erarbeiten, wird nur wiedergekäut“. Doch er möge doch mal bedenken: Frisches Futter ist gut, wenn es gut wiedergekäut wird ! Mancher Esel dünkt sich allerdings deswegen klüger als die Kuh zu sein, weil sie nur stumm wiederkäuen und nicht wie er so laut „i-a“, „i-a“, i-a“ rufen kann. Mit Wiederholungen ist es so eine Sache besonders bei denjenigen, die entweder nicht begreifen wollen oder nicht begreifen können, wozu sie gut sind: Nicht der Esel, die Kuh gibt Milch !

Das Weltproletariat braucht kein Jammern ( am allerwenigsten von den Revolutionären !!!). Es braucht eine zündende Idee, um dem Jammer ein Ende zu machen. Es braucht eine überzeugende Vision von einer besseren Welt. Es braucht eine weltrevolutionäre Losung, die seinen Klassenkampf antreibt , die ihm den Weg zur Befreiung zeigt, die ihm den Beginn, den Aufschwung seiner eigenen revolutionären Befreiungsbewegung ankündigt. Der Arbeiter braucht ein internationales Kampfbanner, unter dem er zusammen mit allen Arbeitern der ganzen Welt gegen das Elend anmarschiert ! Nun, der eigentliche revolutionäre Aufschwung der proletarischen Weltbewegung steht zwar noch nicht unmittelbar bevor, aber um so wichtiger ist die Ausarbeitung der revolutionären Welttheorie, um der Bewegung, wenn sie dann in Gang gekommen ist, ihre spontaneistischen, ihre kleinbürgerlichen Irrwege zu ersparen und den kürzesten und leichtesten Weg der Befreiung beschreibt. Kurz: Es ist an der Zeit, dem Weltproletariat ganz offen und ehrlich unsere weltpolitische Richtung, unsere weltrevolutionäre Idee in kurzer, prägnanter Form zu präsentieren.

Alle unsere Anstrengungen, alle unsere Ziele und Aufgaben, unsere Linie und unser Programm konzentrieren sich in diesem neuen Aufruf: Weltproletariat – vereinige alle Länder!“ Mit ihr zeigt die Komintern / ML der heutigen internationalen Arbeiterbewegung die Richtung auf, die sie unverfehlbar zum endgültigen Sieg führen wird. Wir wissen selber, dass dieses Weltbanner nur von der Massenbewegung aufgehoben und vorangetragen werden kann, und es ansonsten keinen Pfifferling wert ist. Wir wissen, dass es mit einer Losung allein nicht getan ist; wir müssen sie in die Bewegung hineintragen und das werden wir auch tun. Es gibt Leute, die unangenehme theoretische Diskussion mit der Herausgabe einer neuen Losung abzuwürgen und zu beenden pflegen. Wir hingegen fordern sie damit heraus. Dass es diese Losung wirklich in sich (!) hat, werden wir hier gerne nachzuweisen und zu begründen versuchen.

Wir haben zwar noch keine sozialistische Weltrevolution, die den Weltimperialismus hinwegfegt, aber wir haben schon mal ihre Losung herausgefunden, die die stärkste weltimperialistische Losung bereits jetzt schon entmachtet hat. Unsere Losung ist deswegen unschlagbar, weil sie unwiderlegbar ist. Und sie ist unwiderlegbar, weil sie den Verlauf richtig widerspiegelt , den die Menschheitsgeschichte unter den gegebenen Umständen und Bedingungen nehmen wird, nehmen muss. Was sagten Marx und Engels dazu ? „Ehe das Proletariat seine Siege auf Barrikaden und in Schlachtlinien erficht, kündet es die Ankunft seiner Herrschaft durch eine Reihe intellektueller Siege an“ (MEW, Band 7, Seite 416). Dazu muss man sich aber erst einmal von den eigenen veralteten Auffassungen der proletarischen Weltanschauung befreien, denn als Wissenschaft will der Sozialismus auch wissenschaftlich behandelt, also studiert werden. Als revolutionäre Wissenschaft will der Sozialismus revolutioniert, das heißt weiterentwickelt werden. Mit verrosteten intellektuellen Waffen kann das Proletariat unmöglichseine Herrschaft durch eine Reihe intellektueller Siege ankündigen“. Dem Proletariat aber verrostete Waffen anzubieten, ist noch viel unmöglicher, das ist ganz einfach niederträchtig, das ist ein Verbrechen am Arbeiter, denn sie verurteilen ihn zur Niederlage bevor er den Kampf überhaupt aufgenommen hat !

Was ist eine internationale Arbeiterbewegung ohne Orientierung, ohne intellektuelle Siege? Ein blindes Umherirren auf Barrikaden und Schlachtlinien ! Welcher Arbeiter will schon umherirren? Wohl keiner ! Und der Kommunist? Welcher Kommunist lässt den Arbeiter umherirren? Wohl keiner ! Der Arbeiter will wissen,wie er aus seinem Schlamassel, den ihm die Kapitalisten eingebrockt haben, rauskommen kann. Der Kommunist hat Antwort zu geben, wenn er vom Arbeiter gefragt wird; nicht irgendeine Antwort, sondern die reine, die offene, die ganze Wahrheit und zwar ungeschminkt und ohne Umschweife, vor allem verständlich. Der Arbeiter will wissen, was Sache ist und was er tun muss, um etwas an seiner Lage zu ändern. Es gibt für den klassenbewussten Weltproletarier daher zunächst keine wichtigere Aufgabe als die, seine eigene Bewegung als Klasse, ihr Wesen, ihre Ziele und ihre Aufgaben, ihre Bedingungen und praktischen Formen zu erkennen, sich selbst zu erkennen, um über sich selbst bewusst zu werden. Denn die ganze Stärke der internationalen Arbeiterbewegung liegt in ihrem weltrevolutionärem Bewusstsein und in ihrem Massencharakter: Der globalisierte Weltkapitalismus vermehrt mit jedem Tag seiner Entwicklung die Zahl der Weltproletarier, der Weltlohnarbeiter, schweißt sie zusammen, organisiert sie, klärt sie auf und bildet auf diese Weise eine Weltklassenkraft heran, die unvermeidlich ihren weltrevolutionären Zielen zustreben muss. Wenn also die internationale Arbeiterbewegung siegen will, dann muss sie sich auf drei Grundsäulen stützen. Welches sind diese drei Grundsäulen der internationalen Arbeiterbewegung? 1. welttheoretischer Kampf; 2. weltpolitischer Kampf; 3. praktisch-ökonomischer Kampf (Widerstand gegen die Weltkapitalisten). Werden diese 3 Seiten des Kampfes im Einklang und Zusammenhang gebracht und der Kampf planmäßig organisiert und durchgeführt, dann haben wir nicht nur eine starke, sondern auch eine unbesiegbare internationale Arbeiterbewegung. Um nun herauszufinden, ob die theoretische Grundsäule den neuen internationalen Anforderungen und Belastungen noch standhält, ob irgendwo Risse oder Materialmängel entstanden sind, muss man eine Analyse vornehmen, muss man die marxistisch-leninistische Theorie einer gründlichen und sorgfältigen Revision unterziehen, das heißt veraltete Bausteine entfernen und sie durch neue ersetzen. Dazu braucht man professionelle Leute. Falsche Leute mögen die Grundsäule vielleicht äußerlich wieder prächtig überpinseln, aber damit hat die Grundsäule noch keine Tragfestigkeit erhalten, auf die es schließlich ankommt. Durch die Pinselei werden die gefährlichen Risse sogar „vertuscht“, was nichts als Sabotage ist. Sehen wir uns also die theoretische Säule der internationalen Arbeiterbewegung - insbesondere die Frage der Vereinigung - einmal genau an, unterziehen wir sie einer Generalüberholung.

Bevor wir zum Ergebnis der Generalüberholung kommen, also bevor wir unsere neue Losung dem Weltproletariat vorstellen, ist es unvermeidlich, die historische Entwicklung der internationalen Arbeiterbewegung unter der alten, nach wie vor gültigen Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ zurückzuverfolgen. Wenn man einfach eine neue Losung aus dem hohlen Bauch hinknallt, ohne sie erstens auf die dringendsten gegenwärtigen Fragen der internationalen Arbeiterbewegung hin zu überprüfen und ohne sie zweitens aus der Verallgemeinerung des historisch zurückgelegten Entwicklungsweges abzuleiten, dann wird weder die Richtung noch das Ziel der heutigen internationalen Arbeiterbewegung wissenschaftlich, objektiv bestimmt werden können, erhalten wir nichts weiter als eine rein spekulative, subjektivistische Wunsch-Losung. Mit spekulativen Losungen ist dem Weltproletariat aber nicht gedient, im Gegenteil, das dient nur der Irreführung der internationalen Arbeiterbewegung, sprich: ihrer Unterordnung unter die Klasseninteressen der Weltbourgeoisie – und genau das soll ja mit unserer neuen Losung vermieden und überwunden werden. Um das Weltproletariat also aus der weltreaktionären Finsternis ans weltrevolutionäre Licht zu führen, ist äußerste Sorgfalt geboten, denn mit der Aufstellung der zentralsten Losung des Weltproletariats übernehmen wir eine große Verantwortung. Aber wir wären schlechte Weltrevolutionäre, wenn wir uns vor dieser Verantwortung drücken würden. Wenn wir dem Weltproletariat dienen wollen, dann ist es unsere Pflicht, voranzugehen, denn keiner auf der ganzen Welt kann uns diese Pflicht abnehmen. Das Weltproletariat wird uns Weltrevolutionären verzeihen, wenn wir Fehler machen, aber es wird uns gnadenlos zur Hölle schicken, wenn wir uns der weltbolschewistischen Kritik und Selbstkritik verweigern. Der Kritik stellen wir uns voll und ganz. Völlig unnützer Ballast für das Weltproletariat sind hingegen solche „Weltrevolutionäre“, die ihren Führungsanspruch erheben, ohne zur Entfaltung der internationalen Arbeiterbewegung und zur Lösung ihrer dringendsten Probleme irgendetwas Ernsthaftes beizutragen. Das Weltproletariat zu führen heißt, es von der Richtigkeit unserer revolutionären Weltpolitik zu überzeugen, heißt, solch eine Losung aufzustellen und durchzuführen, die das Weltproletariat an die Positionen der sozialistischen Weltrevolution heranführt und es ihm erleichtert, an Hand seiner eigenen Erfahrungen die Richtigkeit unserer revolutionären Weltpolitik zu erkennen, das Weltproletariat auf ein höheres Bewusstseinsniveau zu heben und sich somit die Unterstützung des Weltproletariats, seine Bereitschaft zum Kampf für die sozialistische Weltrevolution zu sichern.

Wichtig ist die kommunistische Idee selbst und dass sie alle Arbeiter erreicht, von allen Arbeitern aufgegriffen und umgesetzt wird, vor allem, dass sie in ihnen lebendig bleibt und weiterlebt. Wichtig ist, dass sich die kommunistische Idee weiterentwickelt, dass sie eine sich weiterentwickelnde Idee bleibt, um die Welt weiter verändern zu können. Es wird uns hoffentlich keiner verübeln, dass wir unsere bescheidene Freude darüber nicht verbergen wollen, dass es eine Idee von Marx und Engels ist, und dass wir deutschen Genossen ihre alte Losung Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ durch eine neue, darauf aufbauende LosungWeltproletariat – vereinige alle Länder!“ ergänzen konnten – ein weiterführendes Glied in der unendlichen kommunistischen Ideen-Kette. Arbeiter, trage das Banner des Kommunismus fest in deinen Händen, erkenne und erkämpfe deine Macht! Wir wünschen uns, dass dieser Aufruf alle Arbeiter in allen Ländern erreicht , dass er in alle Sprachen übersetzt wird, dass er das Weltproletariat zum Sieg führt.





Ihr Weltimperialisten, ihr Weltrevisionisten, ihr Lakaien des Weltkapitals – alle mal aufpassen und herhören:

Der Kommunismus wurde geschlagen – aber als Weltkommunismus schlägt er zurück ! ! !



Als das Manifest der Kommunistischen Partei im Februar 1848 von Marx und Engels geschrieben wurde, das mit dem Aufruf abschloss: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“, da begannen die Arbeiterklassen einzelner kapitalistischer Länder gerade einmal damit, ihre vereinigten Kräfte zu entdecken, war das sozialistische Proletariat deswegen aber noch lange nicht revolutionsreif und schon gar nicht weltrevolutionsreif. Damals waren sich die Proletarier ihrer welthistorischen Mission noch gar nicht bewusst, konnten sie sich darüber auch noch gar nicht bewusst sein, denn der Marxismus war noch eine sehr junge Wissenschaft, begann sich erst auszubreiten in wenigen westeuropäischen Staaten, Frankreich, England, Deutschland usw. usf. Mit der Arbeiterbewegung entstand also auch der wissenschaftlichen Sozialismus, aber nicht aus der spontanen Arbeiterbewegung heraus (die Arbeiterbewegung gelangt nicht von allein, nicht durch ihre Spontaneität, zur Wissenschaftlichkeit!), sondern außerhalb der Arbeiterbewegung – eben auf wissenschaftlichen Grundlagen. Der Weltsozialismus ist die Weltideologie des weltproletarischen Klassenkampfes, ist den allgemeinen Bedingungen der Entstehung, Entwicklung und Festigung einer Ideologie untergeordnet, d.h., er fußt auf dem gesamten Rüstzeug des menschlichen Wissens, setzt eine hohe Entwicklung der Wissenschaft voraus, erfordert wissenschaftliche Arbeit usw. usf.“ (Lenin, Band 6, Seite 155, „Brief an den ´Nordbund`“).. Der wissenschaftliche Sozialismus spiegelt die kapitalistische Klassengesellschaft wider, hat darin die Arbeiterbewegung für sich entdeckt und ihren revolutionären Weg der Befreiung wissenschaftlich ausgearbeitet. Die Kommunisten sammelten Erkenntnisse über das kapitalistische System, analysierten die realen Klassenkämpfe, entdeckten darin die revolutionäre Rolle und Mission des Proletariats, entwickelten die Lehren der proletarischen Revolution, die Lehre von der Diktatur des Proletariats, erkannten das internationalistische Wesen des Proletariats, die Notwendigkeit der Vereinigung der Proletarier aller Länder, den proletarischen Internationalismus, den Weltsozialismus, Weltkommunismus, die sozialistische Weltrevolution, schufen die proletarische Weltanschauung – aber all das sind nicht irgendwelche utopischen „Ideen“ von irgendwelchen Kommunisten, die in ihren „schlauen Köpfen“ zusammenkonstruiert wurden, sondern Ergebnis ihrer mühevollen, wissenschaftlichen Arbeit über die tatsächlich vor sich gehende gesellschaftliche Entwicklung. Wenn wir also im Laufe des Textes von weltsozialistischem und weltproletarischem Klassenbewusstsein sprechen, müssen wir beides stets auseinanderhalten, ist eine Identifizierung insofern falsch, als sich der Sozialismus eben nicht spontan entwickeln kann, sondern als Ideologie des Proletariats wissenschaftlich herausgearbeitet werden muss, während sich das Klassenbewusstsein des Weltproletariats im Klassenkampf gegen die Weltkapitalisten, gegen die Weltbourgeoisie, also spontan, entwickelt. Entscheidend ist nun, dass sich das weltproletarische Bewusstsein nicht von allein auf die Stufe des weltsozialistischen Bewusstseins heben kann, sondern hierfür unbedingt die Hilfe der Kommunisten braucht. Es ist die kommunistische Weltpartei, die das systematisch und planmäßig organisiert. Das Weltproletariat kann nicht spontan, sondern nur bewusst für den Weltkommunismus kämpfen: –

Die notwendige Entwicklung der weltproletarischen Bewegung hin zur weltkommunistischen Bewegung unter Führung der kommunistischen Weltpartei – das ist die einzig korrekte marxistisch-leninistische Auffassung, die der Formel: Weltproletariat – vereinige alle Länder!“ zu Grunde liegt. Jede kleinste Abweichung davon, macht unsere Formel zum Instrument des Klassenfeindes gegen uns. Deswegen ist unsere Formel auch nur so gut wie es uns gelingt, ihren Missbrauch durch die Anti-Kommunisten zu verhindern.

Die Identifizierung weltproletarischer und weltkommunistischer Bewegung ist also nur insofern zulässig, als man damit meint: die Verschmelzung von internationaler Arbeiterbewegung und wissenschaftlichem Sozialismus, die Führung des weltproletarischen Klassenkampfes auf der Grundlage der proletarischen Weltanschauung, auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus, also die Verschmelzung von weltrevolutionärer Theorie und weltrevolutionärer Praxis. Das Weltproletariat kann also alle Länder nur unter der Voraussetzung vereinigen, wenn sie den Marxismus-Leninismus mit sich vereinigt. – All das macht das Wesen der eigentlichen kommunistischen oder marxistisch-leninistischen, oder (heute) hoxhaistischen Weltbewegung aus ( dem Wesen nach machen diese verschiedenen Bezeichnungen keinen Unterschied, aber hoxhaistisch deshalb, um damit in Abgrenzung zu unseren Gegnern auszudrücken, dass die Ideologie der heutigen weltrevolutionären proletarischen Bewegung auf den Lehren aller 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus beruht, nämlich auf den kommunistischen Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Hoxha).

Wie alles begann...

Auf der allerersten Stufe der Entwicklung der Arbeiterbewegung, in ihrer Anfangsform, wünschten sich die Arbeiter, sich an ihrem Fabrikbesitzer zu rächen und zerschlugen in ihrem Hass die Maschinen (Maschinenstürmerei), sprengten ganze Fabriken in die Luft und so mancher Fabrikant wurde von Arbeiterhand aus Hass wegen der menschenverachtenden Ausbeuterei und Verzweiflung wegen der täglichen Duldung der ungeheuren Not der Arbeiterfamilien erschossen. An die Stelle des dumpfen Hasses gegen den einzelnen Kapitalisten entfaltete sich eine Feindschaft zwischen der ganzen Klasse der Kapitalisten und der ganzen Klasse der Arbeiter, die die Freundschaft und Solidarität gegenüber den eigenen Klassenbrüdern gleichermaßen stärkte. Die Triebkraft der ersten Vereinigung der Arbeiterklasse entsprang dem Klassenhass auf und schließlich gegen die Kapitalisten. Man spricht auch davon, dass die Arbeiter ihrem Klasseninstinkt folgend ihre Vereinigung „von selbst“ anstreben, dass sie instinktiv zur Vereinigung „hinneigen“. Es gibt belesene Leute, die über den Begriff „Klasseninstinkt“ die Nase rümpfen, aber es ist nun einmal eine wichtige Lehre der internationalen Arbeiterbewegung, eine wichtige Lehre der Vereinigung der Arbeiterklasse, dass der proletarische Klasseninstinkt in bestimmten Augenblicken die Proletarier vor einer verderblichen Vereinigung mit „gleichgesinnten“ Klassenelementen bewahrte hat, mit denen manche intellektuelle Schlauköpfe die Arbeiterklasse ins Verderben geritten hätten. Klasseninstinkt hilft (nicht als ausschließliches Kriterium, aber manchmal als ein nicht zu unterschätzendes, durchaus wertvolles Kriterium!) dem Arbeiter, wirkliche Verbündete von falschen „Verbündeten“ zu unterscheiden. Spontane und sozialistisch bewusste Vereinigung sind einerseits ein himmelweiter Unterschied, aber sie liegen andererseits ganz nah beieinander, können ohne einander nicht auskommen, ja sie sind miteinander verschmolzen die ideale Form der proletarischen Vereinigung, so wie es der Marxismus-Leninismus lehrt (also weder Anbetung der Spontaneität der Vereinigung, noch Anbetung der sozialistischen Vereinigung! Die sozialistische Bewegung ist die Vereinigung von spontaner Massenbewegung und wissenschaftlichem Sozialismus). Nicht zu leugnen ist, dass die Arbeiter ihre Erfahrungen mit und durch die Vereinigung von einer Generation an die nächste weitergegeben und sozusagen ihr Bewusstsein, sich zu vereinigen, „weitervererbt“ haben. Nicht zu leugnen ist ferner, dass die Bourgeoisie bis heute daran fieberhaft arbeitet, den Klasseninstinkt der Arbeiter mit ihrer bürgerlichen Kultursklaverei zuzuschütten, dass sie alle ihre ideologischen Mittel einsetzt, um ja zu verhindern, dass sich der Arbeiter über seine Klassenlage bewusst wird, sich zur Klasse vereinigt, sich im Klassenkampf vereinigt. Sie führt regelrecht einen ideologischen Klassenkrieg gegen die große Tradition der Arbeitervereinigung.

Der Maschinenstürmerei folgten die Arbeiterstreiks als Hauptform der Arbeiterbewegung. „Einen Finger kann man brechen, eine Faust nicht!“, „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!“ - Das sind zwei der vielen bekannten Kampfparolen der damaligen Arbeiterbewegung, die ihre Aktualität nicht verloren haben. Sie drücken aus, dass sich die Arbeiter der Kraft ihrer Vereinigung sehr wohl bewusst waren, so wie sich auch der Kapitalist darüber bewusst war. Anstatt sich an den Kapitalisten nur zu rächen, vereinigten sich die Arbeiter für verbesserte Arbeitsbedingungen, für höheren Lohn, für verkürzte Arbeitstage usw. usf, kurz zwangen sie die Kapitalisten zu kollektiven Zugeständnissen zur Verbesserung ihrer Lebenslage bzw. zur Abwehr der ständigen Verschlechterungen.

Die ersten Versuche der Arbeiter, sich untereinander zu assoziieren, nehmen stets die Form von Koalitionen an“ (MEW, Band 4, Seite 180).

Diese Koalitionen, Assoziationen, erste Formen der Gewerkschaft, waren nicht nur die ersten Versuche, der ruinösen Konkurrenz der Arbeiter auf dem Arbeitsmarkt entgegenzutreten, sondern die ersten Versuche, die Konkurrenz überhaupt aufzuheben. Die Geschichte der Arbeiterbewegung zeigt, dass der Weg zur Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Konkurrenz der Arbeiter auf dem Arbeitsmarkt im Weltmaßstab seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts mit unzähligen Niederlagen gepflastert ist. Je größer das Weltkapital, desto größer die Konkurrenz der Arbeiter auf dem Weltarbeitsmarkt, desto größer die Zersplitterung der Proletarier, desto größer das Elend ihrer Familien, desto größer die Erbitterung des Proletariers als das einzige Mittel, sich zu vereinigen, desto größer die Notwendigkeit der internationalen Vereinigung der Arbeiter gegen ihre globalisierte Konkurrenz untereinander. Der sich internationalisierende Widerstand der Arbeiter entspringt ihren internationalisierten Lebensbedingungen – dem Verkauf der Arbeitskraft auf dem Weltmarkt. Durch die Konzentration des Kapitals und die Konkurrenz auf dem Weltarbeitsmarkt, der der ruinöseste aller Arbeitsmärkte ist, wird das Elend und die Not des gesamten Weltproletariats, wird die internationale Arbeitslosigkeit erhöht und kein Arbeiter irgendeines Landes wird davon „verschont“. Wenn eine globalisierte Fabrik schließt, werden die Arbeiter gleichzeitig oder nacheinander in vielen verschiedenen Ländern auf die Straße geworfen. Kein Arbeitsmarkt macht es einem Arbeiter schwieriger als der Weltarbeitsmarkt, um für ein noch erträgliches Lebensniveau zu kämpfen. Unter diesen sich international zuspitzenden erschwerten Bedingungen ist die Einheit ein sehr langer mühseliger und aufopferungsvoller Entwicklungsprozess des Klassenkampfes und trotzdem:

Leute, die so viel erdulden, um einen einzigen Bourgeois zu beugen, werden auch imstande sein, die Macht der ganzen Bourgeoisie zu brechen“ (Engels, MEW, Band 2, Seite 442). Und Leute, die so viel erduldet haben, um ein ganzes kapitalistisches Land zu beugen, werden auch imstande sein, die Macht der ganzen Weltbourgeoisie zu brechen. Und Leute, die sich (und vor allem die Arbeiter) an die große Geschichte des Sozialismus in „einem“ Land nicht mehr „erinnern“ (wollen), wo das erste Mal die Konkurrenz unter den Arbeitern bereits aufgehoben und die Lohnsklaverei schon beseitigt war, werden niemals Weltrevolutionäre sein können. Die Proletarier aller Länder werden sich bald vereinigt haben, und dann über so viel Kraft verfügen, dass sie politische Macht über dieses weltkapitalistische Ausbeutungs-Instrumentarium erlangen, um dieses Jahrhunderte alte Übel des Verkaufs ihrer Arbeitskraft, die Lohnsklaverei, für immer zu beseitigen. In der „Deutschen Ideologie“, Band 3, MEW, Seite 61 äußern sich Marx und Engels zur Konkurrenz, die die Vereinigung erschwert, wie folgt:

Die Konkurrenz isoliert die Individuen, nicht nur die Bourgeois, sondern noch mehr die Proletarier gegeneinander, trotzdem dass sie sie zusammenbringt. Daher dauert es eine lange Zeit, bis diese Individuen sich vereinigen können [insbesondere im Weltmaßstab – Anmerkung der Redaktion], abgesehn davon, dass zu dieser Vereinigung – wenn sie nicht bloß lokal sein soll – die nötigen Mittel, die großen Industriestädte und die wohlfeilen und schnellen Kommunikationen durch die große Industrie erst hergestellt sein müssen, und daher ist jede organisierte Macht gegenüber diesen isolierten und in Verhältnissen, die die Isolierung täglich reproduzieren, lebenden Individuen erst nach langen Kämpfen zu besiegen.“

Engels schreibt über die Vereinigungen in der Arbeiterbewegung in: „Lage der arbeitenden Klassen in England“ (MEW, Band 2, Seite 436):

Sie setzten die Einsicht voraus, dass die Herrschaft der Bourgeoisie nur auf der Konkurrenz der Arbeiter unter sich beruht, d.h. auf der Zersplitterung des Proletariats, aus der Entgegensetzung der einzelnen Arbeiter gegeneinander. Und gerade weil sie sich, wenn auch nur einseitig, nur auf beschränkte Weise gegen die Konkurrenz, gegen den Lebensnerv der jetzigen sozialen Ordnung richten, gerade deshalb sind sie dieser sozialen Ordnung so gefährlich. Der Arbeiter kann die Bourgeoisie und mit ihr die ganze bestehende Einrichtung der Gesellschaft an keinem wunderen Fleck angreifen als an diesem. Ist die Konkurrenz der Arbeiter unter sich gestört, sind alle Arbeiter entschlossen, sich nicht mehr durch die Bourgeoisie ausbeuten zu lassen, so ist das Reich des Besitzes am Ende. Der Arbeitslohn ist ja bloß deshalb von dem Verhältnis von Nachfrage und Angebot, von der zufälligen Lage des Arbeitsmarktes abhängig, weil die Arbeiter sich bisher gefallen ließen, als Sache, die man kauft und verkauft, behandelt zu werden. Beschließen die Arbeiter, sich nicht mehr kaufen zu lassen, treten sie bei der Bestimmung, was denn eigentlich der Wert der Arbeit sei, als Menschen auf, die neben der Arbeitskraft auch einen Willen haben, so ist es aus mit der ganzen heutigen Nationalökonomie [ und erst Recht der ganzen Weltökonomie – Anmerkung der Redaktion] und den Gesetzen des Lohns. Die Gesetze des Lohns würden allerdings auf die Dauer sich wieder geltend machen, wenn die Arbeiter bei der Aufhebung der Konkurrenz unter sich selbst stehenbleiben; aber das können sie nicht, ohne ihre bisherige Bewegung aufzugeben, ohne diese Konkurrenz der Arbeiter unter sich wieder herzustellen, d.h., sie können es überhaupt nicht. Die Notwendigkeit zwingt sie dazu, nicht nur einen Teil der Konkurrenz, sondern die Konkurrenz überhaupt aufzuheben – und das werden sie auch tun.“

Und wüssten selbst die Arbeiter nicht zu gut, dass die Verbindungen die wetteifernde Lohnkürzungslust ihrer Brotherren wenigstens einigermaßen im Zaume halten, so würden sie schon deshalb dabei bleiben, weil sie den Fabrikanten, ihren Gegnern, dadurch schaden. Im Kriege ist der Schaden einer Partei der Nutzen der anderen“ (MEW, ebenda, Seite 439).

Von Nutzen ist der Bourgeoisie die Spaltung der Proletarier. Vom Nutzen ist dem Proletariat, seine Spaltung durch die Bourgeoisie zu überwinden. Die Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung ist die Geschichte der Überwindung ihrer Spaltung durch die Bourgeoisie, so wie die Geschichte der kommunistischen Weltbewegung die Geschichte der Überwindung ihrer Spaltung durch die Revisionisten ist.

Das Wesentliche am Streik formulierte Engels wie folgt:

Diese Strikes sind allerdings erst Vorpostenscharmützel, zuweilen auch bedeutendere Gefechte; sie entscheiden nichts, aber sie sind der sicherste Beweis, dass die entscheidende Schlacht zwischen Proletariat und Bourgeoisie herannaht. Sie sind die Kriegsschule der Arbeiter, in der sie sich auf den großen Kampf vorbereiten, der nicht mehr zu vermeiden ist; sie sind die Pronunciamentos einzelner Arbeitszweige über ihren Anschluss an die große Arbeiterbewegung“ (MEW, Band 2, Seite 441).

Die Vereinigung der Arbeiter entwickelte sich vom einzelnen Fabrikgelände, auf die Straße der Stadt und schließlich zu Generalstreiks im ganzen Land. Häufig wirkte ein einziger Streik wie ein Steppenbrand, breitete er sich in Windeseile aus. Unter den Bedingungen der Globalisierung nehmen die Streiks direkt und unmittelbar internationalen Charakter an, entsprechen sie also erst dadurch vollkommen dem internationalistischen Charakter der proletarischen Klasse und erhalten genau deswegen, weil die internationale Kampfform mit dem internationalistischen Charakter des Proletariers in ÜBEREINSTIMMUNG gebracht wird, schließlich und endlich auch ihre höchste, vollendete Wirkungskraft, die die Spaltungsversuche der Weltkapitalisten auf eine harte Probe stellen werden. Was ist der Steppenbrand eines Streiks in einem Land gegen die Feuersbrunst des internationalen Streiks, dem sich alle Länder der Welt anschließen ? Welche solidarische Kraft spüren die Arbeiter eines Landes, wenn sich alle anderen Länder anschließen ? Welche Kraft spürt das Weltproletariat, wenn es alle Länder zum Streik vereinigt hat ? Was lehrt ein internationaler Flächenstreik das Weltproletariat, worin die Kraft der Weltkapitalisten und worin die Kraft des Weltproletariats besteht ? Wovon wir sprechen müssen, was wir organisieren und meistern müssen, sind also die Streiks des Weltproletariats als ihre höchste, weitest entwickelte Form von Streiks. Streiks des Weltproletariats sind, um den Ausdruck von Engels zu übernehmen , Kriegsschulen“ für die sozialistische Weltrevolution, sind die Pronunciamentos“ der Arbeiterbewegungen der einzelnen Länder über ihren Anschluss an die internationale Arbeiterbewegung: Wenn dein starker Arm es will, steht jeder Weltkapitalist still !“ Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass Engels eben nur von den Schulen des Krieges spricht, nicht vom Krieg selbst, dass Streiks allein nichts entscheiden, es sei denn sie entwickeln sich direkt zum politischen Streik, zum Aufstand, zur Revolution. Das ist aber nur möglich, wenn es sich um einen Streik in einer revolutionären Situation handelt, wenn die Revolution quasi „vor der Tür steht“, wenn der Streik von der kommunistischen Partei geführt wird usw. usf.

Das Proletariat eines jeden Landes kämpft, streikt (und vereinigt sich!) anders, was nichts anderes heißt, dass die Proletarier einesteils besser und anderenteils schlechter streiken (und sich vereinigen!) als ihre Klassenbrüder in den anderen Ländern. Was folgt daraus? Daraus folgt erstens, dass man nicht nur im internationalen Streik alle positiven Eigenschaften und Erfahrungen der Proletarier jedes am Streik beteiligten ( und unbeteiligten) Landes sammelt und zusammenfügt, also vereinigt und gleichzeitig ihre sämtlichen hemmenden, negativen Eigenschaften und Erfahrungen vermeidet und zweitens, dass sich aus der Entwicklung internationaler, also höherer Kampfformen des Streiks auch in jedem beliebigen Land höhere Kampfformen des Streiks entwickeln, die sich wiederum positiv auf die internationalen Streiks auswirken werden, um endlich zu ihrer Vereinigung, ihrer Verschmelzung beizutragen. Meisterung des Streiks als internationale Kampfform heißt demnach: Meisterung der Verschmelzung der Streiks der Proletarier aller Länder zum internationalen Streik des Weltproletariats, zum internationalen politischen Generalstreik - als die stärkste aller Streikformen. Dazu braucht man natürlich eine rote internationale Gewerkschaft – und die RGI ist zu diesem Zweck bekanntlich bereits gegründet worden ( siehe homepage der RGI). Was wir hier über den internationalen Streik gesagt haben, trifft natürlich nicht allein auf diese besondere Kampfform zu, erschöpft sich nicht in ihr, sondern ist Grundlage und Ausgangspunkt für alle anderen Kampfformen des Weltproletariats, also auch für die politischen Kampfformen, wozu man natürlich die Kommunistische Internationale braucht. Bekanntlich wurde die Komintern/ML im Jahre 2000 gegründet ( siehe homepage der Komintern/ML). Schließlich kommen wir zu dem entscheidenden Punkt der Vereinigung zwischen Arbeiterbewegung und kommunistischer Bewegung. Die Vereinigung der internationalen Arbeiterbewegung mit der Vereinigung der kommunistischen Weltbewegung ist die höchste Form der vereinigten kommunistischen und Arbeiterbewegung. Die Verschmelzung dieser beiden vereinigten Bewegungen im Weltmaßstab, das heißt insbesondere die Kombination all ihrer Kampfformen, die Entwicklung neuer Kampfformen auf immer höherer Stufe wird im Kampf zur Überwindung der Spaltung erreicht, im Klassenkampf gegen die Weltbourgeoisie.

Die wissenschaftliche Entdeckung der internationalen Vereinigung des Proletariats machte Karl Marx. Unter der LosungProletarier aller Länder – vereinigt euch!“ wurde 1864 in London die Erste Internationale ins Leben gerufen. Es war die Zeit der ersten großen europäischen Klassenzusammenstöße gegen die Bourgeoisie. Es war eine Zeit, in der das Proletariat offen gegen die nationale Bourgeoisie aufzutreten begann und die ganze Welt die kommende neue Ära des politischen Klassenkampfes herannahen fühlte. Und Marx forderte die Proletarier aller Länder in seiner Inauguraladresse der I. Internationale dazu auf, zu erreichen, dass die Arbeiter der verschiedenen Länder sich nicht nur als Brüder und Kameraden der Emanzipationsarmee fühlen, sondern auch als solche handeln (MEW, Band 16, Seite 191, dt. Ausgabe).

Im Manifest legten Marx und Engels die Geschichte der Entstehung der Arbeiterklasse dar. Es handelte sich dabei tatsächlich nicht um die heutige Frage des Weltproletariats, also des Proletariats als Weltklasse, sondern um das Proletariat der Länder zur damaligen Zeit, was nicht dasselbe ist, denn die Herausbildung des Proletariats einzelner Länder bis zur proletarischen Welt-Klasse war ein langer Weg. Zur Zeit der Ersten Internationale entwickelten sich die einzelnen Arbeiterklassen der kapitalistischen Länder, begann man, den Hemmnissen der nationalen Schranken im Klassenkampf entgegenzuwirken, und zwar erst nachdem die Kapitalisten schon lange die Arbeiter der verschiedenen Länder gegeneinander ausgespielt hatten. Mit der Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ dachten Marx und Engels damals nicht bloß an ein zahlenmäßiges „Massenaufgebot“ aller Proletarier der kapitalistischen Länder: Ein Element des Erfolges besitzt sie, die Zahl. Aber Zahlen fallen nur in die Waagschale, wenn Kombinationen sie vereint und Kenntnis sie leitet. Die vergangene Erfahrung hat gezeigt, wie Missachtung des Bandes der Brüderlichkeit, welches die Arbeiter der verschiedenen Länder verbinden und sie anfeuern soll, in allen ihren Kämpfen für Emanzipation fest beieinander zu stehen, stets gezüchtigt wird durch die gemeinschaftliche Vereitlung ihrer zusammenhanglosen Versuche. Es war das Bewusstsein, das die Arbeiter verschiedener Länder (...) anspornte zur Stiftung der Internationalen Assoziation“ (MEW, Band 16, Seite 12/13).

So wie sich das Kapital Zugang zur Arbeit eines Nachbarlandes verschaffte, um damit die Arbeiter im eigenen Land unter Druck zu setzen und zu erpressen, so verschafften sich zur Gegenwehr die Arbeiter des einen Landes Kontakt zu den Arbeitern des anderen Landes, um sich gegen die spalterischen Akte des Kapitals zusammenzuschließen zu einer gemeinsamen Abwehrfront. Die begann mit ökonomischen Kämpfen, mit Streiks. Aus den vereinzelten ökonomischen Bewegungen ging die politische Bewegung hervor, nämlich in jenem Moment, wo die Arbeiter als Klasse auftraten, um ihre Interessen durchzusetzen ( wie zum Beispiel für den 8-Stundentag). Daraus entstand später ja auch die 1. Mai-Bewegung, der Kampftag der internationalen Arbeiterklasse. Bis heute vereinigt dieser Tag die internationale Arbeiterklasse, was von der Kraft und Lebendigkeit der alten Tradion der Arbeitervereinigung zeugt. Nie ist es der Bourgeoisie in der ganzen Welt gelungen, den Arbeitern diesen Tag ihres vereinigten, internationalen Klassenkampfes zu rauben, trotz unzähliger gewaltsamer wie „friedlicher“ Versuche.

Die ursprüngliche spontane gegenseitige Hilfe resultierte also zunächst aus den praktischen Erfahrungen mit der Schädlichkeit nationaler Zersplitterung. Die Arbeiter erkannten, dass soziale Reformen letztlich niemals allein durch die Schwäche der Starken bewirkt werden, sondern immer durch die vereinigte Stärke der Proletarier aller Länder. Durch die I. Internationale wurde die spontane Solidarität der Arbeiter verschiedener Länder immer mehr zur bewussten Klassenaktion im Geiste echter proletarischer Internationalität. In dem Maße wie die Arbeiter des einen Landes davon erfuhren, dass es den Arbeitern des anderen Landes nicht anders ging als ihnen selbst, erkannten sie ihre gemeinsame Klassenlage, entwickelten sie ein nachbarschaftliches Klassenbewusstsein, entstand ein allgemeines Klassenbewusstsein des Proletariats, das Klassenbewusstsein der Proletarier aller Länder in Keimform. Das war ein internationalistisches Klassenbewusstsein auf seiner allerersten Stufe. Im Laufe der Geschichte der proletarischen Weltbewegung hat es sich natürlich weiter entwickelt, hat es höhere Stufen seiner Entwicklung erfahren, doch dazu später. Wichtig ist hier nur die Feststellung der Tatsache, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Losung:Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ und dem jeweiligen historischen Entwicklungsstand des internationalen Klassenbewusstseins des Proletariats. Die welthistorische Bedeutung der Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ bestand also erstens darin, dass die Arbeiterklasse mit ihrer Hilfe den Übergang vom Sektierertum einzelner, sich selbst genügender Arbeiterzirkel und Arbeitervereine zur proletarischen Massenbewegung und Bildung von Arbeiterparteien vollzog, und zweitens darin, dass die Arbeiter die Spaltung und Feindschaft zwischen den Arbeitern der verschiedenen benachbarten Nationen durch Vereinigung und Zusammenschluss zu überwinden suchten, um so den Kampf gegen die kapitalistischen Länder gemeinsam zu führen und schließlich für die Eroberung der politischen Macht, für den Kommunismus - vereint - zu kämpfen. In seinem Ersten Entwurf zum „Bürgerkrieg in Frankreich“ formulierte Karl Marx: (...) die internationale Zusammenarbeit der Arbeiterklassen, die erste Bedingung ihrer Emanzipation“ (MEW, Band 17, Seite 558). Die Pariser Kommune war im 19. Jahrhundert das höchste Beispiel der proletarischen Bewegung und bildete einen Höhepunkt in der Tätigkeit der I. Internationale: ... ein neuer Ausgangspunkt von welthistorischer Wichtigkeit ist gewonnen“ wie Marx es in einem Brief an Kugelmann am 17. April 1871 formulierte. Jedoch:Der Fall der Pariser Kommune“, schreibt Engels im Artikel Karl Marx“, brachte die Internationale in eine unmögliche Lage. Sie wurde in den Vordergrund der europäischen Geschichte gedrängt, in einem Augenblick, wo ihr die Möglichkeit aller erfolgreichen, praktischen Aktionen überall abgeschnitten war. Die Ereignisse, die sie zur siebenten Großmacht erhoben, verboten ihr gleichzeitig, ihre Streitkräfte mobil zu machen und tätig zu werden, bei Strafe der unfehlbaren Niederlage und Zurückdämmung der Arbeiterbewegung auf Jahrzehnte“ (Engels. Karl Marx. Aus: Ausgewählte Schriften, Band 1, Seite 8 f).

Organisatorisch war das ein Rückzug gegenüber der europäischen konterrevolutionären Gegenreaktion auf die Pariser Kommune, aber die internationalen Ideen, die politischen Ziele der I. Internationale, befruchteten die Proletarier selbst innerhalb ihrer nationalen Grenzen, begann die internationalistische Saat dort aufzugehen und sich über die ganze kapitalistische Welt auszubreiten. So ist die Internationale, anstatt abzusterben, bloß aus einer ersten Periode in eine höhere getreten, wo ihre ursprünglichen Tendenzen zum Teil verwirklicht worden sind. Im Laufe der fortschrittlichen Entwicklung wird sie noch manche Veränderung durchzumachen haben, bevor das letzte Kapitel ihrer Geschichte geschrieben werden kann“ (Marx: Mr. George Howells Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation. In: „Die Neue Zeit“, 20. Jahrgang, I. Band, Seite 589).

Man könnte sagen, dass ihre [Marx und Engels - Anmerkung der Redaktion] Bedeutung als geistige Führer der Arbeiterbewegung immer größer wurde, weil auch die Bewegung selbst ununterbrochen wuchs“ (Lenin, „Friedrich Engels“, Band 2, Seite 12/13).

Was nun die Situation der internationalen Arbeiterbewegung und insbesondere die Frage der Vereinigung der Proletarier aller Länder zur Zeit der 1. Internationale anbelangt, so können wir zweierlei Lehren ziehen:

Es handelte sich um eine Vereinigung unter den damaligen Klassenkampfbedingungen, wo das Proletariat in seiner Anfangsgeschichte noch sehr schwach entwickelte Kräfte besaß, also insbesondere seine Kräfte sich zu vereinigen nur begrenzt entfalten konnte. Seine Vereinigungskräfte entwickelt das Proletariat also nur im schwersten Kampf der Gegensätze, in einem langwierigen historischen Prozess , mit all seinen Niederlagen und Rückzügen. Es handelte sich im Grunde genommen um den ersten Versuch, dass sich die Proletarier der größten kapitalistischen Länder Europas und Nordamerikas zu einem Bündnis zusammenzuschließen versuchten (worin natürlich schon der Keim der Vereinigung der Proletarier aller Länder praktisch herausbildete). Nicht mehr und nicht weniger. Die Proletarier dieser Länder vereinigten sich nicht gleichförmig und nur in ununterbrochen-aufsteigender Linie und Richtung. Die I. Internationale musste unter der Niederlage der Pariser Kommune einen Rückzug antreten, um einen neuen Anlauf mit der II. Internationale nehmen zu können. Wir müssen begreifen lernen, dass der Vereinigungsprozess ein dialektischer Prozess ist, der von einer Unmenge kompliziertester historischer Zusammenhänge bestimmt wird, dass sich die Vereinigung der Proletarier aller Länder in qualitativen Sprüngen vollzieht usw. usf.. Der Vereinigungsprozess ist erst mit der vollständigen Herausreifung des Weltproletariats als eine sozialistische Klasse abgeschlossen. Davon waren die Proletarier des 19. Jahrhunderts natürlich noch sehr weit entfernt. Die vereinigten Proletarier aller Länder von damals und das Weltproletariat von heute sind dasselbe und doch nicht ganz dasselbe. Zwischen beiden liegt eine ganze historische Epoche. Was ist also unter dieser Doppeldeutigkeit zu verstehen? Man kann das nur dialektisch erklären: Es ist nur insofern dasselbe, dass es sich um ein und dieselbe Klasse und um ein und denselben Vereinigungsprozess handelt. Der Vereinigungsprozess der Proletarier aller Länder ist ein doppelseitiger Prozess: ein Prozess der Vereinigung des Proletariats eines jeden Landes im Besonderen und der Vereinigung zum Weltproletariat im Allgemeinen. Der Marxismus-Leninismus betrachtet die Vereinigung des Proletariats als Ganzes, das zwei unlöslich zusammenhängende Seiten hat: die Vereinigung des Proletariats in einem Lande, um den Kapitalismus und die Bourgeoisie im eigenen Land zu besiegen und die Vereinigung als internationale Klasse, um den Weltkapitalismus und die Weltbourgeoisie im Weltmaßstab zu besiegen. Eins ist nicht möglich ohne das Andere, eins bedingt das Andere. Es gibt also zwei ganz verschiedene Seiten der Vereinigung des Proletariats, obwohl sie unlöslich zusammenhängen. Und gerade weil sie zwei verschiedene Seiten der Vereinigung des Proletariats sind, können sie aufeinander einwirken und tun sie das auch, täglich, stündlich. Zu behaupten, die eine Seite der Vereinigung könnte von der anderen aufgesogen werden, müßte der anderen geopfert bzw. willkürlich zurücktreten oder hervortreten, oder das Zusammenspiel beider Seiten müsse etwa der „Spontaneität überlassen“ bleiben usw. usf., - all das kann nur heißen, den Boden des proletarischen Internationalismus verlassen. Leute, die diese Zusammenhänge leugnen, bezweifeln offensichtlich, dass das Weltproletariat zur Verwirklichung seiner Einheit überhaupt fähig ist. Sie unterliegen dem Fehler, von sich auf andere zu schließen.

Anders verhält es sich mit der Haupt- und Nebenseite. Die haben sich während der historischen Entwicklung des Proletariats vertauscht, so wie sich auch die Haupt- und Nebenseite der Vereinheitlichung des Kapitals vertauscht haben. Im 19. Jahrhundert ging es um die Herausbildung der bürgerlichen Nationen, vollzog sich die Zentralisation und die Konzentration des Kapitals in der Hauptseite auf nationaler Ebene. Erst später, mit der Entwicklung der Monopole, Trusts, Syndikate usw., also mit der Entewicklung des Imperialismus nahm die Zentralisation und Konzentration des Kapitals in der Hauptseite internationale Formen an. War der Vereinigungsprozess der Proletarier im 19. Jahrhundert noch in der Hauptseite ein Prozess auf nationaler Ebene, so ist heute die Herausbildung des Weltproletariats unter den Bedingungen der Globalisierung offensichtlich und zweifellos die Hauptseite des Vereinigunsgprozesses des Proletariats, muss dieser Tatsache unbedingt weltpolitisch Rechnung getragen werden, was nicht heißt, die Nebenseite, die Vereinigung des Proletariats eines jeden Landes, unter den Tisch fallen zu lassen und keine Beachtung mehr zu schenken.

Es war kein Zufall, dass der internationale Vereinigungsprozess der Proletarier ausgerechnet in den kapitalistischen Ländern begann, dass die Ideen des proletarischen Internationalismus in den kapitalistischen Ländern geboren wurden und nirgendwo sonst auf der Welt. Das internationale Klassenbewusstsein des Proletariats entwickelt sich nur da, wo das Kapital dafür vorher schon die materiellen Voraussetzungen geschaffen hatte. Wir unterscheiden also den objektiven vom subjektiven Vereinigungsprozess des Proletariats. Der objektive Vereinigungsprozess vollzieht sich durch die kapitalistische Weltproduktion unabhängig vom Willen der Proletarier. Die Weltherrschaft der Bourgeoisie hat dem Weltproletariat nicht nur ganz neue, globale Waffen zum Kampf gegen die Weltbourgeoisie in die Hand gegeben, hat die national beschränkte, zertrennende Stellung als Proletariat einzelner Länder nicht nur abgeschafft, sondern ihm zu einer ganz anderen Stellung verholfen, hat dem Proletarier eine Weltstellung als anerkannte Weltpartei verschafft, als Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten.

Der subjektive Vereinigunsprozess beruht auf dem Klassenbewusstsein des Proletariats, beruht auf der wissenschaftlichen Kenntnis der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und der Gesetze, die ihre Entwicklung bestimmen, beruht auf der Einsicht, dass die Vereinigung zur Eroberung der politischen Macht der einzige Ausweg aus Lohnsklaverei und Unterdrückung bedeutet. Über den Zusammenhang zwischen objektivem und subjektivem Vereinigungsprozess des Proletariats wollen wir hier noch nicht näher eingehen, sondern lediglich feststellen, dass das Bewusstsein stets erst eine Weile nach dem tatsächlichen Dasein der Proletarier heranwächst, dass sich in der Anfangsphase des Klassenkampfes zwischen Proletariat und Bourgeoisie der subjektive Vereinigungsprozess zunächst auf die kapitalistischen Länder beschränkte, also dort, wo auch der objektive Vereinigungsprozess des Proletariats vorangegangen war.

Der proletarische Internationalismus zur Zeit der I. Internationale diente also der Überwindung der bislang zerstreuten Anstrengungen der Arbeiterklasse in den verschiedenen Ländern, sich von der Lohnsklaverei zu befreien. Ziel war es, den Befreiungskampf zu vereinigen und zu verallgemeinern. Auf Grund ihrer Klassenlage haben die Arbeiter in der ganzen Welt das gleiche Ziel: Befreiung von der Ausbeutung, Sturz des Kapitalismus und Errichtung einer von Ausbeutung freien, klassenlosen, der kommunistischen Gesellschaft. Der Kampf für dieses Ziel kann nur siegreich sein, wenn er vereint geführt wird, wenn sich die Arbeiter der verschiedenen Länder gegenseitig solidarisch unterstützen, wenn sie der internationalen Strategie und Taktik des Kapitals eine eigene internationale Strategie und Taktik des proletarischen Klassenkampfes entgegenstellen. Das ist die Linie der internationalen Arbeiterbewegung. Und zur Verwirklichung dieser Linie dient die Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“

Während die Klassenbewegungen zuvor Bewegungen von Minderheiten im Interesse von Minderheiten waren, so war die proletarische Bewegung die erste selbständige Bewegung der erdrückenden Mehrheit im Interesse dieser Mehrheit. Diese proletarische Bewegung war damals im Grunde genommen noch eine Bewegung auf nationaler Ebene. Marx und Engels konnten in der zweiten Hälfte der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts noch nicht in allen Einzelheiten voraussehen, wie sich die Weltbewegung der Arbeiter entwickeln, wie sich die kommunistische Revolution gestalten würde. Sie sagten nur in großen Linien voraus, wie sich der historische Prozess der Selbsterkenntnis des Proletariats abspielen, wie sein Klassenkampf verlaufen würde. Durch die Oktoberrevolution, durch die Sowjetunion Lenins und Stalins erhielten die Ideen des „Manifests“ zum ersten Mal ihre allseitige Begründung und Konkretisierung – stellten die proletarischen Massen die welthistorische Bedeutung ihres Klassenkampfes praktisch unter Beweis. Die Diktatur des Proletariats in einem Land stützte sich die Proletarier aller Länder, die sich mit ihrem ersten Vaterland solidarisierten, es verteidigten und unterstützten, u.a. dadurch, dass sie ihrerseits im eigenen Land des Klassenkampf führten im Geiste des proletarischen Internationalismus. Der proletarische Internationalismus nahm damals zur Zeit Lenins eine bestimmte, historisch bedingte feste Formel an ( so, wie er heute zu einer höher entwickelten Formel überzugehen begonnen hat, nämlich wie sie in unserer neuen Losung zum Ausdruck gebracht wurde!) und Lenin selbst definierte den proletarischen Internationalismus für die damaligen Verhältnisse zutreffend folgendermaßen aus:

Es gibt nur einen wirklichen Internationalismus: die hingebungsvolle Arbeit an der Entwicklung der revolutionären Bewegung und des revolutionären Kampfes im eigenen Lande, die Unterstützung ( durch Propaganda, durch moralische und materielle Hilfe) eben eines solchen Kampfes, eben einer solchen Linie und nur einer solchen allein in ausnahmslos allen Ländern.“ (Lenin, Band 24, Seite 59/60 dt. Ausgabe)

Schon im Jahre 1848 war der Kommunismus eine Macht, gegen die die gesamte europäische Reaktion zu Felde zog. Aber es waren nur die fortschrittlichsten proletarischen Kräfte, die dem Kommunismus folgten. Hundert Jahre später war die kommunistische Weltanschauung schon zum Banner von Millionen Werktätigen in vielen Ländern der Welt geworden. Die Träume von Marx und Engels wurden von Lenin, Stalin und Hoxha verwirklicht, doch heute , wo die finsterste Weltreaktion herrscht, hat sich der Kommunismus wieder in einen Traum verwandelt, in den Traum seiner Rückkehr.

Im 19. Jahrhundert verlagerte sich die Spitze der proletarischen Bewegung von einem Land ins andere – von Frankreich in die anderen westeuropäischen Länder – vor allem nach England und Deutschland – und dann, Anfang des 20. Jahrhunderts nach Osten nach Russland, und von dort nach Albanien. Die proletarische Bewegung entfaltete sich im nationalen Rahmen und das Proletariat konnte auch zunächst nur im nationalen Rahmen die Diktatur des Proletariats erobern und den Sozialismus in einem Land aufbauen. Deswegen sprechen wir von der ersten Periode des Sozialismus ja auch von der Periode des Sozialismus in „einem“ Land als er seine Macht noch mit dem Weltimperialismus teilen musste, er in der Welt noch die Vormachtstellung einnahm. Die Leninsche Theorie der sozialistischen Revolution ging bekanntlich davon aus, dass die sozialistische Revolution nicht unbedingt in denjenigen Ländern siegen wird, wo der Kapitalismus am höchsten entwickelt ist, sondern vor allem in denjenigen Ländern, wo die Front des Kapitalismus schwach ist, wo es für das Proletariat leichter ist, diese Front zu durchbrechen und wo die Entwicklung des Kapitalismus wenigstens das Durchschnittsniveau erreicht hat. Für heute lernen wir aus dieser Leninschen Theorie, dass das Weltproletariat noch weniger seiner Mehrheit in der Weltbevölkerung bedarf, um die Weltmacht zu erobern, als das russische Proletariat in der russischen Bevölkerung zum Sieg der Oktoberrevolution. Wenn zu Lenins Zeiten sich das Proletariat eines einzelnen Landes als stark genug erwies, um die weltimperialistische Kette an seiner schwächsten Stelle zu durchbrechen, dann ist das Weltproletariat (zumindest objektiv) heute um so stärker, die gesamte weltimperialistische Kette zu zerschlagen. Ein Stück aus ihr herauszuschlagen, das war der Weg der Oktoberrevolution Lenins. Dem Weg Lenins zu folgen, kann heute nichts anderes heißen, als die ganze Kette zu vernichten, sobald es möglich ist – und es ist möglich auf Grund der objektiven Bedingungen ! Deswegen sprechen wir heute bereits von der zweiten Periode des Sozialismus – vom Weltsozialismus – konzentriert sich unsere internationale Strategie und Taktik des Weltproletariats nicht mehr wie damals auf den möglichen Aufbau des Sozialismus in einem Land, sondern auf die Möglichkeit des Aufbaus des Weltsozialismus durch die Zersetzung der ganzen Kette des Weltimperialismus

Erst mit der vollendeten Entwicklung der Globalisierung des Weltkapitalismus kann sich das Proletarier aller Länder als eine einzige, vereinigte internationale Klasse vollständig, das heißt aus einem Guss, herausbilden. Erst mit der Bildung einer selbständigen Klasse aus einem internationalen Guss kann sich das Selbstbewusstsein dieser Klasse sozusagen „in einem Guss“ entfalten, kann das Klassenbewusstsein des Weltproletariats entstehen, kann es zur Selbsterkenntnis gelangen, kann es zur Einsicht über die Notwendigkeit der Schaffung einer weltrevolutionären proletarischen Kampforganisation kommen, wird es als sozialistisches Weltproletariat reif für die sozialistische Weltrevolution. Und erst mit diesem Bewusstwerdungsprozess über die historische Mission des Weltproletariats werden der Weltbourgeoisie letztendlich die Grundlagen unter den Füßen weggeschwemmt, auf denen sie ihre Weltherrschaft errichtet hat. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Also bestimmt das Sein des Weltproletariats auch sein Bewusstsein, wächst aus dem internationalen Klassendasein auch das internationale Klassenbewusstsein heraus, kann sich wissenschaftlicher Sozialismus und internationale Arbeiterbewegung weltrevolutionär verschmelzen, wird der proletarische Internationalismus auf eine höhere Stufe gehoben. Erst durch seinen Bewusstwerdungsprozess wird das Weltproletariat von einer Klasse „an sich“ zu einer Klasse „für sich“. Erst dadurch, dass der Weltkapitalismus die nationalen Schranken niederreißt, reißt er auch die Schranken nieder, die die Proletarier aller Länder bislang daran gehindert hatten, sich zu einer einzigen internationalen Klasse zu vereinigen. Der Weltkapitalismus versklavt die Länder, und er begnügt sich nicht damit, nur die nationalen Schranken niederzureißen, sondern er reißt alles nieder, was die Länder hervorgebracht haben, ihre Kultur, ihren Reichtum usw. usf. und stürzt die Länder in seine räuberischen weltimperialistischen Kriege, unterwirft er die Welt dem Gesetz des Kapitals, dem Streben nach Höchstprofiten. Ganz im Gegensatz dazu das Weltproletariat: Die Länder werden vom Weltkapital verwüstet, aber sie kommen wieder auf die Beine durch das Weltproletariat. Nicht die Nationen, sondern der Kapitalismus der Nationen geht durch das Weltproletariat in Stücke. Nationen kommen gut ohne die Kapitalisten aus, aber nicht ohne die Arbeiterklasse, die die kapitalistischen Nationen in sozialistische Nationen verwandeln wird, indem sie alle Nationen vom Weltkapitalismus befreit hat. Das Weltproletariat, das alle Länder im Kampf gegen das Weltkapital vereinigt, um seine politische Weltmacht zu erobern, das sich von allen sozialen und nationalen Ketten befreit, schafft den Weltsozialismus, der allen Ländern nicht nur ihre Existenzbedingungen auf den Grundlagen des Sozialismus sichert, sondern das Weltproletariat führt sie auch in eine neue Welt, wo die Menschheit noch eine Zukunft hat. Erst als internationale Klasse kann das Weltproletariat alle Länder von ihrer Versklavung durch den Weltkapitalismus befreien. Die Losung:Weltproletariat – vereinige alle Länder!“ ist also von großer, unzerstörbarer, weltrevolutionärer Kraft. Im Namen dieser Losung wird das Weltproletariat die Macht des Weltkapitals über alle Länder der Welt abschütteln. Unter dieser Losung wird das Weltproletariat die Kommunistische Internationale aufbauen und sich die Kommunisten auf der ganzen Welt in ihr zusammenschließen.

Was hat das alles aber mit der Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch“ zu tun? Sehr viel sogar, haben wir es hier doch bei der Vereinigung mit einem historischen und dialektischen, also einem gesetzmäßigen Entwicklungsprozess der proletarischen (sozialistischen) Bewegung zu tun: Der Entwicklungsgrad der internationalen proletarischen Bewegung ist direkt abhängig vom Entwicklungsgrad der internationalen Vereinigung der Proletarier, denn die Stärke der internationalen proletarischen Bewegung liegt in ihrer internationalen Einheit begründet. Der Entwicklungsgrad der internationalen Vereinigung der Proletarier ist direkt abhängig vom Entwicklungsgrad des weltproletarischen Klassenbewusstseins, denn die Stärke der internationalen Einheit liegt in ihrem weltrevolutionären Klassenbewusstsein begründet. Der Entwicklungsgrad des weltrevolutionären Klassenbewusstseins ist direkt abhängig vom Entwicklungsgrad der Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, denn die Stärke des weltrevolutionären Klassenbewusstseins liegt im proletarischen Internationalismus begründet, dessen Träger die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist. Und der proletarische Internationalismus kommt wiederum mit der Losung: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ zum Ausdruck, womit wir erklärt haben wollen, dass es sich bei dieser Losung um mehr, als nur um ein simples, quantitatives Ansammeln von Proletariern handelt. Nicht die Masse macht`s – die bewusste Masse macht`s! Das internationalistische Bewusstsein der Massen ist die wichtigste revolutionäre Kraft für ihre Vereinigung. Präziser: die im Geiste des proletarischen Internationalismus vereinigten Proletarier aller Länder sind mit der I. Internationale gemeint. Das heißt also, dass die Proletarier der ganzen Welt nicht nur durch die Vereinigung der Proletarier aller Länder zu Klasse des Weltproletariats werden, sondern auch durch ihr wachsendes internationalistisches Bewusstsein. Beides bedingt einander, beides wirkt positiv aufeinander ein. Es ging Marx und Engels also um nichts anderes, als eben um diese bewusste Weltvereinigung, um dieses vereinigte Weltbewusstsein - das ist alles!

Der Aufruf ist schön und gut, aber wenn man nicht die Gesetzmäßigkeiten des sich tatsächlich vollziehenden Vereinigungsprozesses der Proletarier studiert, wird man auch niemals die richtige Antwort auf die entscheidende Frage finden: Wie sollen es die Proletarier aller Länder denn überhaupt anstellen, wie erreichen sie es, sich erfolgreich zu vereinigen, wie soll es mit der Vereinigung vorangehen, wenn stattdessen „alles den Bach runter läuft“ und das Erreichen dieses Zieles einem gegenwärtig ferner als je zuvor, ja fast aussichtslos, also eher als ein schier unerfüllbarer Wunschtraum erscheint. Die richtige Formel zur Lösung des Widerspruchs bei der Vereinigung des Proletariats kann nur der Marxismus-Leninismus ableiten und aufstellen. Man muss die Bewegungs- und Entwicklungsgesetze der objektiven Widersprüche erkennen, damit sie leichter gelöst werden können. Die Widersprüche, die die Vereinigung der Proletarier heute erschweren und behindern, müssen eine neue Form erhalten, in der sie von der Stelle kommen und sich weiter bewegen können. Die Beweglichkeit des Widerspruches bedarf eines Anstoßes, um seiner Lösung, der Überwindung des Widerspruchs, näherzukommen. Und so kommt die Formel: Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ unter den Bedingungen, wo das Weltkapital die Weltarbeit „von selbst“ für die Weltproduktion sowieso vereinigen muss, erst richtig in Bewegung durch die Formel:Weltproletariat – vereinige alle Länder“!“ Das ist, unserer Meinung nach, heute der erfolgreichste, einfachste und sicherste Weg zur Vereinigung. Die Einsicht, dass die Stärke des Weltproletariats in seiner Einheit der Proletarier aller Länder begründet ist, das versteht jeder, wie jedoch diese Einheit in Theorie und Praxis herzustellen ist, welche Formeln dazu gebraucht wird, da fangen die Schwierigkeiten schon an.

Da, wo das Proletariat in der Anfangszeit selber noch auf nationaler Ebene große Probleme bei seiner Vereinigung zu bewältigen hatte, da war es natürlich ungleich schwerer, seine Vereinigung im Weltmaßstab (oder präziser ausgedrückt: damals nur innerhalb der kapitalistischen Länder Europas und Nordamerikas) erfolgreich voranzutreiben. Erst auf einer bestimmten Entwicklungsstufe des Kapitalismus, mit dem internationalen Kapital, wurde der unterdrückten Klasse des Proletariats die Möglichkeit gegeben, sich ihrer selbst als eine geschlossene, einheitliche, internationale Klasse bewusst zu werden und die internationale Arbeiterbewegung zu schaffen. Zwischen der Losung: Proletarier eines jeden Landes – vereinigt euch!“ und Proletarierer aller Länder - vereinigt euch!“ besteht also ein dialektischer Zusammenhang, denn das eine entsteht und entwickelt sich nicht losgelöst vom anderen, entwickelt sich nicht ohne die Entwicklung des Kapitalismus. Dabei drücken beide Losungen das Wesen des proletarischen Internationalismus aus, das sich im Laufe der proletarischen Bewegung ständig vertieft und dabei einen qualitativen Sprung macht, der sich in der neuen Losung ausdrückt. Die Proletarier aller Länder können sich nicht unabhängig von ihrer nationalen Vereinigung vereinigen, so wie sie sich auch nicht national vereinigen können, ohne sich in den Betrieben, in den Städten, Regionen usw. usf. vereinigt zu haben. Das bedingt sich auch umgekehrt, wirkt zurück. Hier haben wir es mit einem Abhängigkeitsverhältnis zu tun, denn es sind nicht die einzelnen Proletarier, die sich international vereinigen, sondern das tun sie vermittels ihrer Vereinigung in ihren Ländern. Und so bildet sich das Weltproletariat auch nicht aus vereinzelten, über der ganzen Welt verstreuten proletarischen Individuen , also so wie in der Anfangszeit des sich erst bildenden Kapitalismus heraus, sondern eben aus den Proletariern aller Länder, basiert die höchste Vereinigungsstufe stets auf der vorangegangenen Vereinigungsstufe, kann diese Stufe nicht übersprungen werden, weil das den Bewegungsgesetzen der Vereinigung des Proletariats im kapitalistischen System widersprechen würde. Dabei gibt es keine Vereinigungsbewegung des Proletariats außerhalb des Wirkungskreises des Widerspruchs von Kapital und Arbeit.

Der Vereinigungsprozess des Proletariats hängt entscheidend vom Vereinigungsprozess ( Konzentration und Zentralisation) des Kapitals ab (und umgekehrt), denn der Grundwiderspruch der kapitalistischen Gesellschaft, in der sich das Proletariat vereinigt, ist nun einmal der zwischen Kapital und Arbeit. Und so vollzieht sich der Vereinigungsprozess der Proletarier bereits unvermeidlich in jeder einzelnen Fabrik als die entscheidende und grundlegende Keimzelle der Vereinigung. Die Keimzelle der Vereinigung des Weltproletariats liegt in der aus der Weltproduktionsweise hervorgegangenen globalisierten Fabrik, der internationalen Fabrik mit nationaler Arbeitsteilung (Die Weltpartei trägt diesem Umstand entsprechend mit ihrem auf Betriebszellen beruhenden Zellenaufbau Rechnung, denn die internationale Fabrik gilt es vorrangig zu erobern!).

Wie die einfache Reproduktion fortwährend das Kapitalverhältnis selbst reproduziert, Kapitalisten auf der einen Seite, Lohnarbeiter auf der anderen, so reproduziert die Reproduktion auf erweiterter Stufenleiter oder die Akkumulation das Kapitalverhältnis auf erweiterter Stufenleiter, mehr Kapitalisten oder größere Kapitalisten auf diesem Pol, mehr Lohnarbeiter auf jenem“ (MEW, Band 23, Karl Marx „Das Kapital“ [1], Seite 645).

Entsprechend liegt auch die für die kapitalistische Weltproduktion typische Vereinigung des Kapitals der Länder auf der einen und der Arbeit aller Länder auf der anderen Seite diesem von Marx entdeckten wechselwirkenden kapitalistischen System zu Grunde, um die reproduzierende Tendenz der Erhaltung seiner Systembedingungen zu gewährleisten. Es ist gerade dieser Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit, der das Proletariat und seine internationale Bewegung nicht nur maßgeblich beeinflusst, sondern seine Entwicklung bereits bestimmt hat, weswegen wir diese wichtige historische Tatsache nicht einfach übergehen können, zumal es sich eben nicht allein um den Grundwiderspruch in diesem oder jenen kapitalistischen Land handelt, sondern vielmehr um einen Grundwiderspruch im Weltmaßstab, der die Grundwidersprüche in den einzelnen Ländern in zunehmendem Maße bestimmt, nämlich in dem gleichen Maße, wie sich das globalisierte Kapital gegenüber dem nationalen Kapital vermehrt. Vermehrung des Weltkapitals zieht eine noch schnellere Vermehrung des Weltproletariats nach sich (siehe „Lohnarbeit und Kapital“ von Karl Marx). Vermehrung und Vereinigung bedingen einander, benötigen aber einen qualitativen Sprung, um ihre nationalen Qualitäten in eine internationale Qualität zu verwandeln. Und in dieser wechselseitigen Bewegung kommen wir auch zum Verständnis des Werdens und Vergehens dieser Vereinigungsbewegung, ergründen wir den internationalen Sprung der Vereinigung in ihre höhere Qualität. Die Vermehrung des Privateigentums an den Produktionsmitteln der ganzen Welt und ihre Vereinigung in immer weniger Händen, hängt mit der Vermehrung und Vereinigung des Weltproletariat direkt zusammen, sie bedingen einander. Die Vereinigungstendenz an diesen beiden Polen des kapitalistischen Weltsystems führt zu einem Punkt, wo sich die weltgesellschaftlichen Produktivkräfte nicht mehr innerhalb der alten kapitalistischen Produktionsverhältnisse bewegen können, wird die Vereinigung des Kapitals zur Fessel der vereinigten Produktivkräfte. Mit der Sprengung des in wenigen Händen vereinigten Privateigentums an den vereinigten Weltproduktionsmitteln, also mit der Weltvergesellschaftung der Weltproduktionsmittel, werden die Umwälzungen der kapitalistischen Weltordnung in die sozialistische Weltordnung vollzogen ( wobei diese internationale Umwälzung mit den sozialistischen Revolutionen in den einzelnen Ländern, die ihren eigenen Bewegungsgesetzen folgen natürlich dialektisch verbunden sind und folglich alle Umwälzungen aufeinander einwirken). Was bedeutet das, einfacher ausgedrückt?

Je mehr Proletarier auf der Welt, desto größer ihre Kraft als revolutionäre Klasse, desto näher und realer der Sozialismus. Je besser es dem Weltproletariat gelingt, seine Abteilungen in allen Ländern der Welt zu vereinigen, desto eher und leichter kann es den Weltkapitalismus besiegen und die alten Produktionsverhältnisse beseitigen, desto eher und leichter findet es seinen Weg zum Weltsozialismus. Durch die Weltherrschaft der anarchischen Konkurrenz aller bürgerlicher Länder gespalten, durch die globalisierte unfreie Arbeit für das Weltkapital niedergedrückt, ständig in den „Abgrund“ der Verelendung hinabgestoßen, kann und wird das Weltproletariat unbedingt nur dadurch eine unbesiegbare Weltkraft werden, dass seine ideologische Vereinigung auf Grund der Prinzipien des Marxismus-Leninismus, des proletarischen Internationalismus, gefestigt wird durch die materielle Einheit zwischen der Weltorganisation und ihrer nationalen Abteilungen, und diese über hundert nationalen Abteilungen zur milliardenstarken Weltarmee des Proletariats zusammenschweißt. Das Weltproletariat zu dieser weltrevolutionären Selbsterkenntnis zu bringen und sein Selbstbewusstsein entsprechend zu schärfen – das ist heute die Aufgabe der Kommunistischen Internationale / Marxisten-Leninisten und das ist der Grund für die Aufstellung unserer neuen Losung: Weltproletariat – vereinige alle Länder!“. Der Weltsozialismus wird erst dann eine Macht sein, wenn er zum bewussten Ziel des politischen Kampfes des Weltproletariats geworden ist, wenn das Weltproletariat die Proletarier aller Länder, und sodann alle werktätigen Massen, um dieses Ziel vereinigt.

Das Kapital geht immer da hin, wo es am meisten Profit abwirft und dorthin organisiert es auch die Arbeit, vereinigt es die Arbeiter im Weltmaßstab, tauscht es die Arbeiter weltweit aus, schweißt es sie weltweit zusammen, um sie im selben Augenblick am anderen Ende der Welt wieder auf die Straße zu werfen. Die Vereinigung der Arbeiter aller Länder ist eine absolute Notwendigkeit, dadurch hervorgerufen, dass die über die Arbeiter herrschende Kapitalistenklasse ihre Herrschaft nicht auf ein einzelnes Land beschränkt, sondern sich über alle Länder der Welt erstreckt. Die Abhängigkeit aller Länder wird durch die Zentralisation und Konzentration des Weltkapitals immer größer. Die Banken, diese weltgewaltigen Schatzkammern von Kapitalien, haben alles Kapital der ganzen Welt zusammengetragen, haben sich monopolisiert und internationalisiert. Das ist der Grund, weshalb auch der Kampf des Weltproletariats nur dann erfolgreich sein kann, wenn es die Arbeiter aller Länder zu festen internationalen Kampfabteilungen zusammenschließt. Da, wo die Kapitalisten ihre Hand ausstrecken, wo sie am meisten Profit machen können, wo sie die besten Bedingungen für die Ausbeutung der Arbeiter vorfinden, da werden auch die Abteilungen des Weltproletariats konzentriert, da setzt die internationale Arbeiterbewegung den Hebel ihres Kampfes an, da eilt sie zur Hilfe, da stellt sie sich als internationale Kraft gegen die internationalen Kraft des Kapitals.

Wo ist der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit schärfer als in der globalisierten Industrie? Wenn Friedrich Engels also mit seiner folgenden Feststellung Recht hat : Je weiter das Fabriksystem in einen Arbeitszweig eingedrungen, desto mehr nehmen die Arbeiter an der Bewegung teil; je schärfer der Gegensatz zwischen Arbeiter und Kapitalisten, desto entwickelter, desto schärfer das proletarische Bewusstsein im Arbeiter“ (MEW, Band 2, Seite 455), dann entwickelt der globale Industriearbeiter ein weltproletarisches Bewusstsein, das Bewusstsein des Weltproletariats, das schärfer“, entwickelter“ und bewusster als jedes andere proletarische Bewusstsein ist. Es ist eine unbestreitbare Wahrheit, dass die Globalisierung des Kapitals auch zu einer Globalisierung der Bedürfnisse des Weltproletariats führt, dass der globalisierte Produktionsaustausch zur globalisierten Kommunikation und zum globalisierten Gedankenaustausch führt, zur globalen Vereinigung des Weltproletariats führt – alles wichtige Voraussetzungen dafür, dass das Weltproletariat sein Klassenbewusstsein stärkt und es ihm die Möglichkeit gibt, gegen die räuberische weltimperialistische Ordnung global – also auf gleicher Augenhöhe - zu kämpfen. Erst die Stellung eines Industriearbeiters in einer globalisierten Industrie versetzt die Arbeiterklasse überhaupt in die Lage, für ihre internationale Befreiung vom Weltimperialismus siegreich zu kämpfen. Die weltrevolutionäre Disziplin fällt nicht vom Himmel, sie erwächst aus den materiellen Bedingungen der globalisierten Weltproduktion und nur aus ihnen. Und umgekehrt: Erst durch die Globalisierung der Industriearbeiter werden die materiellen Bedingungen geschaffen, ist das globalisierte Industrieproletariat der Träger der materiellen Bedingungen oder ihr Schrittmacher, der nicht nur den größten Anteil an der Schaffung des Reichtums in der Welt hat und den wichtigsten Posten in der gesellschaftlichen Organisation der Weltarbeit innehat, sondern auch im Vergleich zu allen anderen, in der Welt die höchste Mehrarbeit leistet und damit den höchsten Profit abwirft. ER füllt heute die Schlüsselrolle in der Weltproduktion aus. Das globalisierte Industrieproletariat setzt alle Kräfte des gesamten Weltproletariats für den weltrevolutionären Kampf in Bewegung, setzt alle weltrevolutionären Kräfte frei. Es reißt die rückschrittlicheren Schichten mit, und macht somit das Weltproletariat als gesamte Klasse für die proletarische Weltrevolution reif. Der globalisierte Industriearbeiter ist also der Repräsentant der gesamten ausgebeuteten und unterdrückten Weltbevölkerung im heutigen Gesamtsystem der weltkapitalistischen Gesellschaft. Und der globalisierte Industriearbeiter ist auch der neue Repräsentant und Führer der Proletarier jedes einzelnen Landes, das sich das Weltkapital seinen Zwecken unterworfen hat. Und somit ist er nicht nur Repräsentant, sondern auch der prädestinierte Führer des weltproletarischen Klassenkampfes, ist er das revolutionärste Element des heutigen Weltproletariats, ist die Vereinigung gerade dieser revolutionärsten Weltelemente vorrangig anzupacken. Es ist also vor allem der globalisierte Industriearbeiter, der für unsere marxistisch-leninistische Weltpolitik am zugänglichsten ist, und den wir vorrangig für die Bildung der Avantgarde des Weltproletariats gewinnen müssen, weil nur er es ist, der das Weltproletariat überhaupt zur revolutionären Vereinigung aller Länder führen kann, ohne die sich die Länder vom Weltkapital gar nicht befreien können. Ohne Existenz des globalisierten Industriearbeiters ließe sich die Losung: Weltproletariat – vereinige alle Länder!“ also gar nicht realisieren. Darüber lohnt es sich, eine ganze Weile nachzudenken. Die Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten hat jedenfalls längst begriffen, welche gesellschaftliche Kraft infolge ihrer Stellung in der globalisierten Welt an der Verwirklichung des Weltsozialismus am meisten interessiert ist, und deswegen werden wir auch dieser Kraft ihre Interessen und ihre historische Weltmission zum Bewusstsein bringen, werden wir zuallerst gerade ihr zum weltkommunistischen Bewusstsein verhelfen ! Von seiner ökonomisch-gesellschaftlichen Stellung ist der globalisierte Industriearbeiter der klassenlosen Weltgesellschaft am nächsten. Und daher auch sein Bewusstsein. Die weltrevolutionärste Kraft ist heute das globalisierte Industrieproletariat ! Es wird das höchste Klassenbewusstsein des Proletariats entwickeln und wird in Verbindung mit dem Marxismus-Leninismus zum Träger des sozialistischen Weltbewusstseins aller Proletarier. Er ist sowohl die wichtigste soziale Stütze als auch das führende Element des Weltkommunismus. Auf ihm und unter seiner Führung baut sich die kommunistische Weltpartei auf. Und keine Macht der Welt kann den Arbeitern dieses höchste proletarische Klassenbewusstsein, also das weltrevolutionäre Bewusstsein rauben, kann ihm seine kommunistische Weltpartei rauben. Ohne Wissen sind die Arbeiter wehrlos, wenn sie aber über das weltweite Wissen verfügen, insbesondere über das Wissen des Marxismus-Leninismus, werden sie eine Weltmacht! Zuerst aber müssen sie sich Wissen über sich selbst, über ihre eigene internationale Lage aneignen und die hat sich in relativ kurzer Zeit grundlegend geändert und wird sich weiter in äußerst rasantem Tempo verändern:

Das globalisierte Kapital bringt ein globalisiertes Proletariat hervor mit neuen internationalen Zügen, das schon nicht mehr das gleiche Proletariat ist, wie das internationale Proletariat vergangener Zeiten, mit seinen eigentümlich geprägten nationalen Wurzeln, Charakteren und Kulturen. Vor allem ist die wirkliche Lage des globalisierten Proletariats sowohl in ökonomischer, politischer und ideologischer Hinsicht nicht mehr vergleichbar mit der alten Konstellation von privilegierten Proletariern der Unterdrückernationen und unterprivilegierten Proletariern der unterdrücktern Nationen. Ferner benötigten die Arbeiter in den klassischen westlichen Industrieländern eine verhältnismäßig lange Zeit zur Entwicklung ihres Klassenbewusstseins, so entwickelten die russischen und albanischen Klassenbrüder das sozialistische Bewusstsein in viel schnellerer, also innerhalb relativ kurzer Zeit, da sie auf dem bereits vorher entwickelten Klassenbewusstsein der Arbeiter der westlichen Industrieländer aufbauen konnten, vor allem aber, dass sie sich das kommunistische Bewusstsein durch den Marxismus-Leninismus aneigneten. Je höher die Stufe der proletarischen Vereinigung, desto schneller wird sie erreicht, desto mehr verbreitet sie sich. Je höher die Stufe des Klassenbewusstseins, desto schneller wird es erreicht, desto weiter verbreitet es sich. Die Globalisierung bietet den günstigsten Nährboden für die Aneignung des weltproletarischen Bewusstseins, das sich auf alles bisher entwickelte Klassenbewusstsein, insbesondere auf dem sowjetischen und albanischen Bewusstseins der Arbeiter aufbauen kann. Das Weltproletariat legt den Weg zur Entfaltung seines weltrevolutionären Klassenbewusstseins in einem Bruchteil jenes Weges zurück, den die Proletarier aller Länder brauchten, um ihr Bewusstsein, insbesondere das sozialistische Bewusstsein in „einem“ Land zu entwickeln. Die proletarische Weltpartei wird sich durch die Globalisierung schneller, gründlicher und massenwirksamer aufbauen als das jede bisherige kommunistische Partei vermocht hat, als das es die Komintern vermocht hat. All das wird den Sieg der sozialistischen Weltrevolution in jedem Land beschleunigen. Nur das Weltproletariat selbst wird an Hand seiner eigenen Erfahrungen begreifen lernen, was sozialistische Weltrevolution in jedem Land überhaupt bedeutet. Die Weltbourgeoisie wird „diesen Unsinn“ jedenfalls erst hinterher begreifen, das heißt, wenn es für sie zu spät ist.

– Heute schleudert das Weltkapital das Weltproletariat über den ganzen Erdball, macht immer mehr Arbeiter global austauschbar, so austauschbar wie traditionelle Industrien, die auf der einen Seite des Erdballs verschwinden, um auf der anderen Seite wieder völlig neu aufgebaut zu werden auf immer höherer Stufenleiter der technischen Revolution, versetzt das Kapital jeden Ort der Welt zu einem Konkurrenzort unter den Arbeitern der ganzen Welt, nutzt es ihre internationale Konkurrenz auf dem Weltarbeitsmarkt immer brutaler aus, wird der durchschnittliche Weltlohn immer tiefer ans Existenzminimum gedrückt, wächst ein Milliarden großes Weltarbeitslosenheer heran, das sich über den ganzen Erdball bewegt und in seiner Bewegung von niemandem aufgehalten wird. Der einzelne Arbeiter hat also nicht nur die gesamte Weltordnung des Kapitalismus gegen sich, sondern auch die Konkurrenz auf dem Weltarbeitsmarkt, vor allem aber die ganze Weltreservearmee auf seinen Schultern, dessen Konkurrenz ihn erdrückt. So wird jeder Kampf um den Arbeitsplatz mehr als „nur“ ein Kampf gegen die gesamte Weltordnung. Eben deswegen erlangt die Vereinigung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Weltbedeutung, wird sein Kampf zum Kampf im Namen aller Werktätigen der ganzen Welt, also gegen jene Welt, die von fremder Weltarbeit lebt. Eben deswegen leitet der Kampf des heutigen Arbeiters die Epoche des Weltsozialismus ein, kündigt er die Befreiung des Weltproletariats von der Lohnsklaverei auf dem gesamten Erdball an. Die internationale Vereinigung der Arbeiter ist also unter dem globaliserten Arbeitsverhältnis eine unabdingbare Notwendigkeit geworden, weil es die Bindung zum heimatlichen Land zerreißt, den Proletarier dieses oder jenes Landes zum Weltproletarier, zum internationalen Arbeiternomaden macht, der zu Hause, in seiner alten Heimat, keine Existenzgrundlage mehr vorfindet und tausende von Kilometern von der Familie getrennt wird, um sie von dort aus überhaupt noch versorgen zu können. Das globalisierte Kapital sprengt unvermeidlich jede bisherige Bindung der Arbeiter an die alte Gesellschaft, jede Bindung an nationale Wurzeln, jede Bindung an irgendeinen Ort auf der Welt, an irgendeinen Ausbeuter auf der Welt. In dem Maße, wie das globale Kapital die Arbeiter global austauscht, tauschen sich die Arbeiter selbst global untereinander aus, tauschen sie ihre nationale Vereinigung aus:

Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser und widerstandsloser Träger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz, ihre revolutionäre Vereinigung durch die Assoziation“ (Marx, Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei“, London 1848, MEW, Band 4, Seite 474, 472).

Das Weltproletariat erkennt an Hand der eigenen Erfahrungen, dass die Lage und die Interessen der Arbeiter der ganzen Welt die Gleichen sind, dass sie sich immer mehr nach unten angleichen. Die Arbeiter lernen die Zustände und Verhältnisse in anderen Ländern kennen, vergleichen sie miteinander und überzeugen sich davon, dass die Ausbeutung im Grunde genommen überall die Gleiche ist, dass sie sich nach unten angleicht. Die Arbeiter der ganzen Welt lernen untereinander von ihren internationalen Erfahrungen, übernehmen die Erfahrungen der anderen, verallgemeinern ihre Erfahrungen, ziehen ihre Schlüsse, machen entscheidende Bewusstseinsprozesse über ihre eigene internationale Lage durch. Heute muss man unter Klassenbewusstsein des Arbeiters etwas anderes verstehen als vor hundert Jahren. Damals beschränkte sich das Klassenbewusstsein darauf, sich gegen den Kapitalisten der großen Fabriken zusammenzuschließen und für die Freiheit der Arbeiter zu kämpfen, später die Arbeitermacht in einem Land zu erobern und den Sozialismus in „einem“ Land aufzubauen. Mit einem solchen Klassenbewusstsein kann man dem Weltkapitalisten aber schwer beikommen, denn er kann die Arbeiter eines ganzen Landes kaltstellen, wann immer es ihm passt. Er kann auch ein sozialistisches Land in ein kapitalistisches Land zurückverwandeln, wann immer es ihm passt, wenn das Niveau des Klassenbewusstseins der Arbeiter nicht auf eine höhere Stufe gehoben wird. Das ist der springende Punkt. Es reicht nicht mehr aus, dass die Proletarier dieses oder jenen Landes den Proletariern dieses oder jenen Landes solidarisch „zur Hilfe eilen“, sich gegenseitig unterstützen. Auf diese Weise allein können sich die Proletarier aller Länder nicht mehr wirkungsvoll genug wehren, können sie ihre Stärken nicht genug ausschöpfen gegenüber einem international überlegenen Gegner. Mit der einfachen Formel der Vereinigung:Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ allein ( wir dürfen niemals den schweren Fehler begehen, das Wörtchen „allein“ zu streichen!!!!) ist es leider noch lange nicht getan, um den Weltkapitalismus in die Knie zu zwingen. Die Proletarier brauchen unbedingt noch eine zweite, qualitativ höhere Formel ihrer internationalen Vereinigung:

Das Weltproletariat ist eine Klasse gegenüber dem Weltkapital geworden, aber noch nicht eine Klasse für sich selbst, denn der Kampf - Weltklasse gegen Weltklasse - ist ein weltpolitischer Kampf. Die Klasse des Weltproletariats entwickelt sich erst jetzt auf dem Boden des internationalen Klassenkampfes, macht sie darin einen notwenigen Reifeprozess durch, der von uns Kommunisten gefördert werden muss. Das Weltproletariat muss die Proletarier aller Länder zentralisierend vereinigen und zwar als seine Abteilungen, muss die verteilten Kräfte zu einer einzig beweglichen Massenkraft verschmelzen. Das müssen natürlich die sich selbst organisierenden politischen Abteilungen (nicht autonomen !) des sich selbst organisierenden politischen Weltproletariats sein. Der Mangel der Beweglichkeit der Proletarier aller Länder liegt im Mangel ihrer Zentralisation. Nur das Weltproletariat kann eine in allen Ländern bewegliche (manövrierfähige) Zentralisation herstellen, mit der es alle Proletarier der Länder zu einer einzigen Kraft zusammenballen kann, um sie auf denselben Angriffspunkt zu richten. Nehmen wir zur Veranschaulichung ein Bild, die „Matruschka“, die sich übereinanderstecken lässt. Das Weltproletariat kann keinerlei revolutionäre Kraft entfalten, wenn es nur die letzte, die größte Puppe ist, unter der alle anderen Puppen von Proletariern eines Landes sich aus Eigeninitiative selber ineinander stecken. Das Weltproletariat kann sich nicht als Klasse formieren auf direktem Wege des Zusammenschlusses, sprich: der Übereinstimmung, der Übereinformung der Proletarier der einzelnen Länder. Die Proletarier der Länder können nicht selber unter sich heraussuchen, wie und was am besten zueinander passt, können untereinander keine Profilanpassungen vornehmen, um sich ihr Weltprofil zu schaffen. Nicht die Proletarier aller Länder formen/formieren das Weltproletariat – Das Weltproletariat formt/formiert die Proletarier aller Länder, seitdem das nationale Kapital seine internationale Form angenommen hat. Nicht die Kommunistischen Parteien der Länder gehen voran zur ihrer Formierung in der Kommunistischen Internationale, sondern voran geht die Kommunistische Internationale bei der Formierung der Kommunistischen Parteien. Das Weltproletariat kann nicht passiv abwarten, bis eine Puppe sich so weit entwickelt und herausgeformt hat, bis sie sich endlich über eine andere stülpen lässt, also bis alle so geformt sind, dass auch mit der letzten Übereinstimmung, mit der letzten übergestülpten Puppe das Weltproletariat „komplett formiert“ ist. Nach diesem naiven Muster (mechanistische Vereinigung) gingen die Revisionisten vor, indem für sie die Formvorlage, die Schablone für den Weltsozialismus, die erste Puppe, das erste sozialistische Land sei – die Sowjetunion. Die nächste Puppe, die darüber gestülpt werden sollte, wäre beispielsweise das revolutionäre Deutschland gewesen usw. usf. bis schließlich auch das letzte Land der Welt als Puppe drüber gestülpt wäre = „Sieg der sozialistischen Weltrevolution“ = „Sieg des Weltsozialismus“ = „Sowjetunion als Zentrum des Weltsozialismus“. Nach diesem Modell stellten sich die Revisionisten auch später die Entstehung des sozialistische Lager vor: alle sozialistischen Länder stülpen sich eines nach dem anderen über die Sowjetunion als dicke Panzerschicht und bilden deren Schutzschild im Kampf gegen den Weltkapitalismus. So konnte und so kann kein sozialistisches Lager auf den Grundlagen des Marxismus-Leninismus entstehen. Wie aber wirken nun die Vereinigungskräfte des Weltproletariats wirklich ?

Um es mit den entliehenen Worten von Friedrich Engels zu formulieren:

Die Vereinigungskräfte des Weltproletariats wirken ganz wie die Naturkräfte: blindlings, gewaltsam, zerstörend, solange das Weltproletariat sie nicht erkennt und nicht mit ihnen rechnet. Hat das Weltproletariat seine Vereinigungskräfte aber einmal erkannt, ihre Tätigkeit, ihre Richtung, ihre Wirkungen begriffen, so hängt es nur vom Weltproletariat selber ab, sie mehr und mehr seinem eigenen Willen zu unterwerfen und vermittels ihrer seine historische Mission zu erfüllen. Solange sich die Proletarier aller Länder hartnäckig weigern, ihre internationalistische Natur und ihren Weltklassencharakter zu verstehen, das heißt die bisherige Vereinigung von ihrer nationalen Beschränktheit, von ihren nationalen Fesseln zu befreien – und gegen dieses Verständnis sträubt sich die Weltbourgeoisie und ihre revisionistischen Verteidiger, setzen sie den revolutionären Vereinigungskräften des Weltproletariats ihre konterrevolutionären Widerstandskräfte entgegen, , - so lange wirken die Lohnsversklavungskräfte des Weltkapitals sich aus, trotz des Weltproletariats, gegen das Weltproletariat, solange beherrschen sie das Weltproletariat. Aber einmal in seiner internationalistischen Natur begriffen, können die Vereinigungskräfte in den Händen des Weltproletariats aus dämonischen Herrschern in willige Diener verwandelt werden. Es ist der Unterschied zwischen der zerstörerischen Gewalt der Jagd nach Höchstprofiten und der schöpferischen Kraft der Sicherung maximaler Befriedigung der ständig wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft aller Länder; der Unterschied der imperialistischen Kriegsverwüstung und Zerstörung der Natur und die globale Nutzung aller menschlichen Vereinigungskräfte im Dienst von Mensch und Natur“ (siehe Friedrich Engels, „Anti-Dührung“). Der Weltkapitalist vereinigt die Arbeit aller Länder zur Weltarbeit, um das Weltkapital zu vermehren. Entreißt der Weltarbeiter aber dem Welktkapitalisten den Besitz der vereinigten Weltarbeit, nimmt der Weltarbeiter also stattdessen selber Besitz von seiner Vereinigung, ist der Warencharakter der globalen Weltarbeit beseitigt, beherrscht die vereinigte Weltarbeit nicht mehr den Weltarbeiter, sondern herrscht der Weltarbeiter umgekehrt über die vereinigte Weltarbeit.

Die Vereinigungskräfte des Weltproletariats haben eine viel tiefere Bedeutung, auch ihrem Inhalt nach, als die Vereinigungskräfte der Proletarier aller Länder. Darüber muss man sich erst einmal völlig im Klaren werden, sonst kann die Losung:Weltproletariat – vereinige alle Länder!“ nicht richtig begriffen werden. Die Schaffung dieser höheren Dimension der Vereinigung setzt natürlich eine höher dimensionierte Vorstellungskraft vom Marxismus-Leninismus voraus, die sich die Proletarier heute unbedingt aneignen werden. Die Arbeiter werden sich also darüber bewusst werden, dass sie ihre Vereinigungskraft auf einer neuen, höheren Ebene viel besser entfalten können, dass sie diese globale Aufgabe viel leichter bewältigen können, wenn sie sich in internationale Abteilungen verwandeln. Bislang blieben die Arbeiter auf herkömmlicher Vereinigungsstufe immer nur die Arbeiterklasse eines Landes, also als Teil der Klassengesellschaft „ihrer“ Nation, die lediglich nur von außen unterstützt wurde, nicht vom Weltproletariat, sondern direkt von den Proletariern aller anderen Länder – z. B. gegen die weltkapitalistische Umkreisung der Arbeiterklasse eines jeden Landes, ob nun eines kapitalistischen oder (später) eines sozialistischen Landes. Die Arbeiterklassen in allen Ländern können sich aber erst dann als Teil des ganzen Weltproletariats erkennen, nachdem sie tatsächlich zu einem solchen (materiellen) Teil geworden sind, nämlich (zunächst urwüchsig) eine internationale (!) Abteilung aller internationalen(!) Abteilungen der Weltarbeit, die sich das Weltkapital geschaffen hat, um höchste Profite zu erwirtschaften. Der Internationalismus der Arbeiterklasse beruht darauf, dass die Arbeiterklasse selber eine einheitliche internationale und keine Anhäufung von nationalen Klassen ist.

Die Vereinigung der Proletarier aller Länder, die sich der Weltkapitalismus durch die Globalisierung zu höchster Ausbeutung geschaffen hat, kann nicht gleich jener Vereinigung aller Proletarier, wie sie das Proletariat selber braucht, um sich vom Weltkapitalismus zu befreien. Spontaneität der Vereinigung führt nicht zur Befreiung des Proletariats, sondern nur zur globalisierten Lohnsklaverei, denn durch die globalisierte Produktionsweise des Kapitalismus wird das Proletariat nur noch fester an das Weltkapital geschmiedet. Also: Das Weltproletariat braucht seine eigene Vereinigung, eine Vereinigung, die seinen eigenen Interessen dient, die der Vernichtung des Weltkapitals und damit der Vernichtung der Weltlohnskalverei dient. Das Weltproletariat, um sich aus einer willfährigen Masse des Kapitals in eine weltrevolutionäre Kraft gegen das Kapital zu verwandeln, muss sich seiner Vereinigung zur Akkumulation des Weltkapitals entgegenstellen, muss diese Vereinigung als Waffe gegen das Weltkapital einsetzen, muss selber von seinerVereinigung Besitz ergreifen zur Akkumulation seiner weltrevolutionären Kräfte. Das Weltproletariat braucht eine höhere Form der Vereinigung., die nicht der Weltkapitalismus schafft, sondern das Proletariat selbst, kurz:

Die kapitalistische Vereinigung der Weltarbeit muss in eine sozialistische Vereinigung einer einzigen Weltklasse, der selbstbewussten Klasse des Weltproletariats, verwandelt werden. Das geschieht nicht auf direktem Wege, da die Proletarier durch Länder voneinander getrennt sind, und getrennt sind die Proletarier aller Länder bekanntlich ohnmächtig. Sie bleiben aber auch auf niederer Stufe ihrer Vereinigung ohnmächtig, weil sie die Trennung durch eine ihnen global gegenüberstehende Macht nur auf einer höheren Stufe ihrer Vereinigung überwinden, indem sie eine ebenbürtige globale Macht werden, durch die Verschmelzung der Proletarier aller Länder zu einer einzigen Klasse. Das Ende der Trennung der Proletarier aller Länder beginnt mit der Trennung von alten Vorstellungen von allen bisherigen Formen ihrer Vereinigung. Mit der Negation der Negation gelangen die Proletarier jedoch zu neuen Ideen über ihre neuen Vereinigungsformen, sodann führt die Negation der Negation die Proletarier zu den neuen Vereinigungsformen selbst. Die Negation der Negation heißt aber nichts anderes, als die alten, nicht ausreichenden, zu schwachen Vereinigungsformen auf eine neue, höhere, globale Stufe heben zu können, die Vereinigungskräfte stark zu machen, damit die „Nuss“ – Weltkapitalismus – endlich geknackt werden kann. Erst durch die Negation der Negation der Vereinigung der Proletarier der Länder entfaltet sich die einzig revolutionäre Klasse der heutigen Welt, die Kraft des Weltproletariats. Nur als Weltproletariat sind die Proletarier heute revolutionär. Um ihre revolutionäre Kraft vollständig entfalten zu können, bedürfen die Proletarier aller Länder also dringend der revolutionären Kraft des Weltproletariats, die es aus allen Ländern der Welt zusammenzieht. Die Proletarier aller Länder sind also nur insofern revolutionär, als sie dazu beitragen, als sozialistisches Weltproletariat zu wachsen und zu erstarken.

Die Kräfte der Proletarier aller Länder, die im eigenen Land zur Vereinigung verbraucht werden, müssen aufgeteilt werden – ein Teil wird verbraucht zum Vereinigen des Weltproletariats, ein anderer Teil verbleibt für die Vereinigung im eigenen Land. Die revolutionären Kräfte, die das Proletariat eines Landes für die Vereinigung des Weltproletariats verbraucht hat (vorgeschossen, „investiert“ hat, kommen später also hundert und tausendfach zurück!). Die revolutionären Kräfte, die jeder einzelne Proletarier für sein Erstarken als Weltproletariat einsetzt, dient also letzendlich seinem eigenen Erstarken, kann er es als Soldat der proletarischen Weltarmee mit der gesamten Konterrevolution der Weltbourgeoisie aufnehmen. Also ein Teil der Kraft des Proletariers eines Landes wird für seine Einschmelzung ins Weltproletariat verausgabt, geht ihm also scheinbar „verloren“. Aber in Wirklichkeit erhält das Proletariat eines Landes dadurch eine Qualität zurück, die es vorher, ohne dass es sich diesem freiwilligen Verwandlungsprozess unterzogen hätte, nie erreicht hätte. Zum ersten Mal in der Geschichte des Sozialismus müssen die Proletarier nicht mehr ihre Kräfte gegen die Konterrevolutionären Kräfte der kapitalistisch-revisionistische Umkreisung ihres Landes verausgaben, sondern können diese ganz für sich selbst nutzen. Also heute Verausgabung der Kräfte für die Steigerung der globalen Kraft des Weltproletariats, für die gemeinsame proletarische Sache und morgen für die Interessen im eigenen Land, damit jedes Land übermorgen wieder einen noch größeren Beitrag für die gemeinsame, internationalistische Sache leisten kann und sich damit wiederum im eigenen Land auf eine höhere Entwicklungsstufe stellt.

Kleiden wir diesen Vereinigungsprozess in die Begriffswelt der politischen Ökonomie, können wir auch von den „Produktivkräften“ und „Produktionsverhältnissen“ bei der Weltproduktion von proletarischer Vereinigung sprechen. Sozusagen „produziert“ das Weltproletariat seine eigene Vereinigung, indem es die dafür notwendigen „Produktiv“kräfte und „Produktions“verhältnisse aller Länder in Übereinstimmung bringt. Durch die Einsicht in diese Notwendigkeit und den Kampf um die Übereinstimmung der Vereinigungskräfte mit den Vereinigungsverhältnissen nähert sich das Weltproletariat seiner weltrevolutionären Bewegungsfreiheit. Von allen Produktionsmitteln ist die größte Weltproduktivkraft die weltrevolutionäre Klasse selbst. Die Schaffung der Weltorganisation des Weltproletariats setzt die fertige Existenz des Weltproletariats als revolutionärste Produktivkraft selbstverständlich voraus. Hemmschuh sind dabei nicht nur die nationalen Schranken, sondern die Gesamtheit aller Erschwernisse jener Verhältnisse, die die Proletarier aller Länder gegenwärtig vorfinden, unter denen sie ihre organisierte Vereinigung selber „produzieren“ müssen. Die „Produktionsverhältnisse“ für die „Produktion“ der Vereinigung, also die Art und Weise wie die Proletarier ihre Vereinigung herstellen und unter welchen Umständen sie diese herstellen, um zum sozialistischen Weltproletariat werden zu können, müssen also revolutioniert werden, um sie mit den ständig weltweit anwachsenden Produktivkräften der Vereinigung in Übereinstimmung zu bringen. Revolutionierung der Produktionsverhältnisse der Vereinigung zum Weltproletariat bedeutet eben die Überwindung der alten Produktionsverhältnisse der Vereinigung der Proletarier der Länder. Die Proletarier aller Länder verwandeln den Haupthemmschuh ihrer Vereinigung in eine Haupttriebfeder mit der Formel: Weltproletariat – vereinige alle Länder!“- Also:

Proletarier aller Länder – vereinigt euch!- undWeltproletariat – vereinige alle Länder!“ sind die beiden zusammengehörigen Formeln, die im neuen Geiste des proletarischen Internationalismus von zwei Polen aus aufeinander wirken können und somit die Kraft des Proletariers auf eine völlig neue Stufe heben. Dies ist die dialektische Grundidee zur Entfaltungt des proletarischen Internationalismus für die weltrevolutionäre Vereinigung der Proletarier aller Länder unter den heutigen Bedingungen des globalisierten Weltkapitalismus. So wie die Vereinigung der Proletarier aller Länder die erste Bedingung, ist die Vereinigung der Länder durch das Weltproletariat die zweite Bedingung für die revolutionäre Befreiung der Proletarier.

Die Verschmelzung des proletarischen Internationalismus verläuft also nicht in der alten Form der Vereinigung der einzelnen Länder, sondern in neuen Formen der Vereinigung der Proletarier aller Länder, in Form ihrer Vereinigung durch das Weltproletariat selbst. Das Weltproletariat wird schließlich erst dann manövrierfähig, wenn es alle seine Abteilungen, die Arbeiterklassen der Länder manövrieren kann – auf dem Schlachtfeld des internationalen Klassenkampfes. Es ist der Weltkapitalismus, der die Arbeiterklassen aller Länder in das Weltproletariat verwandelt durch die Weltproduktion. Dieses Weltproletariat entwickelt sein Klassenbewusstsein aber nicht etwa aus den zusammengesetzten Teilchen von Klassenbewusstsein der Arbeiterklassen aller Länder. Das Klassenbewusstsein des Weltproletariats ist nicht die Summe des Klassenbewusstseins der Arbeiterklasse jeden Landes, sondern die Potenz ihres gemeinsamen Bewusstseins. Marx stellt diese „Kraftpotenz“ in seinem „Kapital“ wie folgt dar:

Abgesehn von der neuen Kraftpotenz, die aus der Verschmelzung vieler Kräfte [ Verschmelzung der Klassenkräfte des Proletariats einzelner Länder – Anmerkung der Redaktion], in eine Gesamtkraft entspringt [ in die Gesamtkraft der Klasse des Weltproletariats – Anmerkung der Redaktion], erzeugt bei den meisten produktiven Arbeiten der bloße gesellschaftliche Kontakt [und nun setze man an die Stelle dieses „bloßen gesellschaftlichen Kontakts“ das weltrevolutionäre Klassenbewusstsein !!!!! - Anmerkung der Redaktion] einen Wetteifer und eine eigene Erregung der Lebensgeister (animal spirits) [ der SOZIALISTISCHEN Lebensgeister !!! - Anmerkung der Redaktion], welche die individuelle Leistungsfähigkeit der Einzelnen erhöhen [also die revolutionäre Leistungsfähigkeit der Proletarier eines einzelnen Landes – Anmerkung der Redaktion]; (MEW, Band 23, Seite 345).

Der Totengräber des Weltkapitals ist also nicht etwa der lose Verbund aller Proletarier einzelner, voneinander unabhängiger Länder, die sich gegenseitig helfen und mit ihrem Zusammenschluss, ihrer Vereinigung, ihrem Zusammenhalt - Schulter an Schulter wie in einer Wagenburg enger zusammengerückt - (= eher für eine Verteidigungstaktik geeignet !) die Schläge des Weltkapitalismus gemeinsam abzuwehren, sondern Totengräber ist einzig und allein das zum Weltproletariat verschmolzene Proletariat, das der Weltbourgeoisie in Augenhöhe, nämlich auf dem entscheidenden internationalen Schlachtfeld, gegenübersteht:

Gerade wie bei Marx eine bestimmte, wenn auch veränderliche, Minimalgröße der Tauschwertsumme nötig war, um ihren Übergang in Kapital zu ermöglichen [Umschlagen von Quantität in Qualität – Anmerkung der Redaktion] , geradeso ist bei Napoleon eine bestimmte Minimalgröße der Reiterabteilungen nötig, um der in der geschlossenen Ordnung und planmäßigen Verwendbarkeit liegenden Kraft der Disziplin zu erlauben, sichtbar zu werden und sich zu steigern bis zur Überlegenheit selbst über größere Massen besser berittner, gewandter reitender und fechtender, und mindestens ebenso tapfrer irregulärer Kavallerie“ (MEW, Band 20, Engels, „Anti-Dührung“, Seite 120).

Was das Umschlagen von Quantität in Qualität anbelangt, so gilt dies für das Kapital ebenso wie für die Arbeiter. Für das Weltkapital wie für das Weltproletariat gilt gleichermaßen die Schöpfung ihres Kräftepotentials vermittels des Weltumschlags von Quantität in Qualität !

Mögen die Proletarier aller Länder im losen Verbund (Bündnis) den Weltkapitalismus durchaus begraben können, aber es kann den Weltkapitalismus auf diese Weise deswegen noch lange nicht töten (... worauf es schließlich ankommt, denn der Proletarier kann nicht etwas begraben, was er nicht vorher selber getötet hat! – das vermag er nur, wenn er sich ins Weltproletariat verschmilzt. Die Arbeiter aller Länder können sich zusammenschließen, aber nicht verschmelzen, das können sie nur als Weltproletariat ( in der Chemie: die Wirkung als Gemisch erwirbt durch die Verschmelzung eine neue Qualität – und nur mit dieser neuen Qualität können neue Eigenschaften ausgenutzt werden!). Die Arbeiter aller Länder aber, wenn sie sich selbst nur damit begnügen, sich auf alte Weise zu vereinigen, werden das also gar nicht schaffen können. Was also tun? Sie brauchen eine solche internationale Form der Vereinigung, die der internationalen Form des Weltkapitals auf gleicher Ebene entspricht. Verwandelt das Weltproletariat die Proletarier aller Länder nicht in seine eigenen internationalen Abteilungen, bleibt das Weltproletariat ganz einfach nur machtlos gegenüber dem Gesetz der kapitalistischen Umkreisung, das es historisch zu knacken gilt. Damit dass Weltproletariat seine zentralisierende Kraft gegenüber der zentralisierten Kraft des Klassengegners voll entfalten kann, fehlt noch ein entscheidender Punkt. Das Weltproletariat muss erst einmal seinerseits die Proletarier in jedem Land mobilisieren, um die Gesamtinteressen des Proletariats überhaupt durchsetzen zu können. Das passiert aber nicht automatisch, nicht im Selbstlauf, sondern das Proletariat muss das in mühevollem Kampf selber organisieren – das heißt, das Weltproletariat muss zum organisierten Weltproletariat werden, muss ein sozialistisch organisiertes Weltproletariat werden, muss sozusagen seinen Rohzustand veredeln, wird nicht im Selbstlauf zu einer scharfen Waffe, sondern muss sich selber als scharfe Waffe schmieden / formieren im Feuer des weltrevolutionären Klassenkampfes. Erst im Verlauf des direkten Klassenkampfes zwischen dem organisierten Weltproletariat und der organisierten Weltbourgeoisie, erst durch das Absolvieren einzelner Entwicklungsstufen des internationalen Klassenkampfes in allen Ländern der Welt wird sich die sozialistische Weltrevolution entfalten. Die sozialistische Weltrevolution reduziert sich nich