Schulungstexte der Komintern/ML





XIV. Teil



Lehrbuch

über die Grundlagen der

marxistisch-leninistischen

Militärwissenschaft

und über die Kunst der

weltrevolutionären Klassenkriegsführung

6. Kapitel

Die albanische Volksarmee

(nicht fertiggestellt)

„Die Volksarmee ist nur ein Teil des bewaffneten Volkes, wie sich das 12. Plenum des ZK der PAA vom Juli 1971 ausdrückte, das Vaterland aber wird vom ganzen Volk verteidigt. Der (6.) Parteitag bezeichnete die Armee als Armee des Volkes, als Armee der Revolution und der Diktatur des Proletariats, als eine mit dem bewaffneten Volk verschmolzene Armee, anders als die Armeen der bürgerlichen und revisionistischen Länder; letztere sind Kasernenarmeen, eine abgeschlossene Kaste, losgelöst vom Volk, über dem Volk, gegen das Volk“ (Geschichte der PAA, Band II, Seite 122, dt. Ausgabe).

MAD – Innenministerium - NKWD- Dschersinsky !!! Spionageabwehr- strategische Aufklärung: nicht nur militärische Informationen über die internationale Konterrevolution; Revolutionäre Aufklärung unterscheidet sich grundsätzlich von den kapitalistischen Ländern durch Klassencharakter, Aufgabenstellung und Methode

.Enver Hoxha: (Ansprache zum 35. Jahrestag der Gründung der albanischen Volksarmee in Albanien Heute, Nr. 4 (34) / 1978

„und eine zutiefst revolutionäre, volksverbundene Armee, wie es unsere Armee ist, ist keine Kasernenarmee, keine bürgerliche konventionelle Armee. Unsere Armee ist von einer ganz anderen Natur, sie ist eine Armee, die die Diktatur des Proletariats verteidigt, den Sozialismus verteidigt und nicht die Bourgeoisie und ihre Reichtümer.“

„In unserer Armee, als einer politischen Armee, die in der marxistisch-leninistischen Ideologie geformt und gestählt ist, wird das Prinzip angewandt, der proletarischen Politik das Kommando zu geben, was bedeutet, dass der ideologisch-politische Faktor dem militärischen Faktor überlegen ist.“

Aufgaben der Partei in der Armee Enver Band I, Seite254 ff)

Änderung von Organisationsformen Enver Band I, Seite 326

Die Nationale Armee, Enver Band II, Seite 48

Reserven der regulären revolutionären Truppen, Volsmilizen (Mao-Abgrenzung), Arbeiterwehren, Volk in Waffen, Landesverteidigung ganzes Volk einbeziehen und kampfbereit haltern

Partisanenkampf

In der einen Hand den Spaten, in der anderen das Gewehr !



7. Kapitel

Die Rote Weltarmee der Kommunistischen Internationale

16 dialektische Elemente der

proletarischen, revolutionären Weltarmee

nach Lenins dialektischer Methode:

a) die Bestimmung des Begriffes aus ihm selbst ( das Ding selbst soll in seinen Beziehungen und in seiner Entwicklung betrachtet werden)

b) das Widersprechende im Ding selbst ( das Andere seiner), die widersprechenden Kräfte und Tendenzen in jedweder Erscheinung;

c) die Vereinigung von Analyse und Synthese.

Dies sind allem Anschein nach die Elemente der Dialektik.

Man kann sich diese Elemente dataillierter wohl so vorstellen:

Was haben wir uns unter einer revolutionären Weltarmee vorzustellen

und welche Voraussetzungen muss sie erfüllen?

1. Die Objektivität der Betrachtung (nicht Beispiele, nicht Abschweifungen, sondern das Ding an sich selbst).

Die Frage des bewaffneten Kampfes wird eine gewaltige Rolle im Kampf um die zukünftigen weltrevolutionären Ereignisse spielen. Blind ist die Notwendigkeit einer proletarischen Weltarmee nur, insofern dieselbe noch nicht begriffen wird als zukünftiges Produkt der geschichtlichen Entwicklung des weltproletarischen Klassenkampfes.

Das Weltproletariat kann seine politische Herrschaft, der einzige Weg zu einer neuen Weltordnung, nicht ohne die gewaltsame proletarische Weltrevolution erringen. Damit sich das Weltproletariat im geeigneten Augenblick als siegreich erweisen kann, braucht es eine revolutionäre Weltarmee, die sich von allen Armeen der Welt abgrenzt, die zu ihnen im Gegensatz steht und selbständigen Charakter hat. Damit die Proletarier aller Länder gegen die Bourgeoisie aller Länder einen revolutionären Krieg führen können ( und die Weltrevolution ist ein revolutionärer Weltkrieg], brauchen die Proletarier aller Länder eine revolutionäre Weltarmee gegen die konterrevolutionäre Weltarmee. Die Mobilisierung der weltrevolutionären Kräfte steht die Mobilisierung der internationalen konterrevolutionären Kräfte in ( und vor allem unmittelbar nach! ) der sozialistischen Weltrevolution gegenüber. Die Schaffung einer revolutionären Armee des Weltproletariats ist objektiv notwendigfür die militärische Solidarität der revolutionären Völker und ein unverzichtbarer Bestandteil der Organisierung und Verteidigung der Weltrevolution. Die erste und wichtigste Maßregel der proletarischen Weltrevolution ist die Aufstellung einer disziplinierten proletarischen Weltarmee zur Organisierung des internationalen Klassenkrieges. Denn nur durch diese Weltarmee ist die Offensive möglich, und nur in der Offensive liegt der Sieg. Das lehrt der Marxismus-Leninismus. Die Aufstellung, die Ausbildung und der Einsatz internationalistischer, bewaffneter Kampfverbände ist eine Aufgabe, die sich die Komintern/ML als einzige politische Kraft der Welt heute stellt, die sie somit als erste proletarische Weltorganisation auf die Tagesordnung gesetzt hat – wenn auch zunächst erst einmal als bloße Idee, als theoretische Voraussetzung, als unverzichtbarer Bestandteil der Strategie und Taktik der Weltrevolution, ihrer Generallinie. Die in Angriff zu nehmende Organisierung des bewaffneten Weltproletariats erfolgt als ein Ergebnis der Zuspitzung der Widersprüche zwischen dem Weltproletariat und der Weltbourgeoisie, der Spaltung der Klassen in zwei militärische, feindliche Lager: Bourgeoisie und Proletariat. Die rote Armee der Kommunistischen Internationale ist Ausdruck der konsequenten Fortsetzung der revolutionären Politik des Weltproletariats mit militärischen Mitteln. Sie ist unverzichtbares Instrument für den Sturz der Weltbourgeoisie, für die Zerschlagung des kapitalistischen Weltsystems und dient der Verwirklichung der politischen Macht des Weltproletariats über seine Klassengegner, sie entscheidet schließlich mit revolutionären Waffen über den Sieg des Weltproletariats und die Kapitulation bzw. den Untergang, die Beseitigung der Weltbourgeoisie nicht nur als herrschende Klasse, sondern ihr Absterben und Verschwinden als Klasse überhaupt. Jede revolutionäre Armee, um siegreich zu sein, muss internationalistisch sein.

2. die ganze Totalität der mannigfaltigen Beziehungen dieses Dinges zu den anderen. ( Militär nicht nur gegen Militär, sondern Instrument zur Umkrempelung der ökonomischen Basis, Durchdringung der ökonomischen Basis und aller Bereiche des Überbaus).

Es wäre borniert und vermessen zu glauben, dass die Rote Weltarmee ein Allheilmittel gegen alles Böse in der Welt ist. Uns Marxisten-Leninisten ist bekannt, dass es in der Weltgeschichte noch andere und stärkere Mächte gibt als Armeen.

So wie der politische Klassenkampf die ökonomische Befreiung des Weltproletariats zum Ziel hat, so hat auch der militärische Klassenkampf das Ziel der militärischen Zerschlagung der internationalen Konterrevolution zur Erringung der politischen Herrschaft des Weltproletariats, ohne die die eigentliche soziale und ökonomische Umgestaltung der Welt des Kapitalismus in die Welt des Sozialismus nicht durchgeführt werden kann.

Der Kampf der Armee der Weltrevolution erschöpft sich nicht darin, lediglich die konterrevolutionäre Weltarmee der Weltbourgeoisie militärisch zu schlagen und schließlich zu zerschlagen, sondern dieser Kampf ist verknüpft mit dem übergeordneten Ziel, die Bedingungen und Voraussetzungen für die Beseitigung der Unvermeidbarkeit des kapitalistischen Ausbeutungssystems, also durch die Errichtung der sozialistischen Weltordnung zu schaffen mit einer eigenständig zu schaffenden ökonomischen Basis. Die weltrevolutionäre proletarische Armee zielt ihren Kampf darauf ab, den Weltimperialisten nicht nur die Herrschaft über die militärischen Waffen, sondern die Herrschaft über die ökonomischen Waffen, über die Weltproduktivkräfte, über die Weltproduktionsmittel aus den Händen zu reißen, d. h die gewaltsame Zerschlagung der weltimperialistischen Produktionsverhältnisse . Nur durch weltrevolutionäre Gewalt wird es dem Proletariat ermöglicht, das globalisierte Privateigentum zu sprengen, die ökonomische Macht des Weltimperialismus zu zerschlagen und die eigene weltökonomische Herrschaft zu erlangen, die Welt vom kapitalistischen Privateigentum zu befreien und sie den unterdrückten und ausgebeuteten Klassen dieser Erde zu übereignen. Die militärische Befreiung des Weltproletariats ist also eine unabdingbare Voraussetzung für seine ökonomische und soziale Befreiung. Die weltrevolutionäre Rolle der proletarischen Weltarmee erschöpft sich also nicht in Befreiung und Machtergreifung, sondern dient schließlich der Errichtung und Verteidigung der sozialistischen Weltordnung, wird zum festen Bestandteil der Weltdiktatur des Proletariats, wird zur Armee der proletarischen Weltdiktatur, von einer Weltarmee Unterdrückter und Ausgebeuteter zu einer Armee Befreiter und Herrschender, erhält sie eine neue Qualität. Ihre Rolle gilt erst dann als erfüllt, wenn es nicht nur keine kapitalistische Weltordnung mehr gibt, sondern wenn die Gefahr der Restauration jeglicher kapitalistischen Ordnung für immer gebannt ist, wenn die Menschen auf dieser Welt nicht mehr andere ausbeuten und unterdrücken und dies auch nicht mehr können.

Ohne die Organisierung ihrer Bewaffnung kann das Weltproletariat die imperialistische Armee der Weltbourgeoisie nicht schlagen. Ohne eine vereinigte, übergeordnete militärische Strategie und Taktik wird es den revolutionären Armeen in einzelnen Ländern nicht gelingen, die Macht auf Dauer zu behaupten. Ohne sie ist der revolutionäre nationale Befreiungskampf der Völker letztendlich nicht siegreich zu Ende zu führen. Ohne sie kann die Unvermeidbarkeit imperialistischer Kriege nicht beseitigt werden. Ohne sie kann der Sozialismus nicht weltweit aufgebaut geschweige denn in einzelnen Ländern auf Dauer verteidigt und behauptet werden. Mit der ideologischen, politischen und militärischen Waffe ausgestattet wird das Weltproletariat den kürzesten Weg zum Kommunismus nehmen. Die internationale Proletarierarmee ist die einzige Armee der Welt, die nicht nur alle Armeen der Welt besiegen kann, sondern eines Tages überhaupt jegliche Armee überflüssig macht, einschließlich sich selbst. Sie ist eine Armee zur endgültigen Abschaffung der Armee. In einer Gesellschaft, in der die Klassen abgeschafft werden, brauchen die Menschen auch keine Waffen mehr, die einst der Befreiung einer Klasse bzw der Errichtung und Aufrechterhaltung ihrer Macht gedient hatten. Diese proletarische Weltarmee wird dafür sorgen, sich eines Tages selbst überflüssig zu machen,und sich aufzulösen, weil kein Mensch mehr die Waffe gegen einen anderen Menschen erheben wird, einer Zukunft, in der die Waffen nur noch im Museum der Menschheitsgeschichte zu finden sein werden. In der Übergangsperiode, in der zu schaffenden sozialistischen Weltordnung, wird die Aufrechterhaltung der proletarisch-revolutionären Weltarmee jedoch noch sehr lange, und zwar so lange notwendig bleiben, bis die Gefahr der Restauration des Kapitalismus, der Zurückeroberung der Macht der Bourgeoisie in einem Land, bzw. der Wiedergeburt der Bourgeoisie im Weltmaßstab, der Wiedererrichtung des Weltimperialismus endgültig gebannt ist.

3. die Entwicklung dieses Dinges (resp. Der Erscheinung) seine eigene Bewegung, sein eigenes Leben.

Die globalisierte Konterrevolution erzeugt die Globalisierung des organisierten, bewaffneten Weltproletariats. Die einzelnen roten Soldaten aller Länder bilden ja nur insofern eine Weltarmee, als sie einen gemeinsamen Krieg gegen die Armee der Weltbourgeoisie zu führen haben. Die rote Weltarmee fällt nicht vom Himmel, genauso wie sie ewig erhalten bleibt, nachdem die imperialistische Weltarmee geschlagen wurde; sie entwickelt sich im internationalen bewaffneten Klasenkampf des Weltproletariats. Heute gibt es noch keine proletarische, revolutionäre Weltarmee, aber durch die Globalisierung des Weltimperialismus wird die rote Soldateninternationale schließlich unvermeidbar historisch in Erscheinung treten, wird sie ein eigenes Leben entwickeln, wird sie zu einer selbständigen Kraft in dem Maße, wie die Proletarier aller Länder erkennen, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Waffen vereinigen müssen, um ihre historische Mission erfüllen zu können, nämlich die alte kapitalistische Ausbeuterordnung samt konterrevolutionären, militärischen Plunder zu beseitigen und die neue, klassenlose Gesellschaft zu schaffen, eine waffenlose Weltordnung. Es ist die Wahrheit nicht zu leugnen, dass die Weltrevolution gerade in den Schlachten mit der globalisierten Konterrevolution wächst und erstarkt. Diese internationalen Schlachten werden eine revolutionäre Armee nach dem anderen hervorbringen, die sich alle zur revolutionären Weltarmee zusammenschließen und den Sieg über die internationale Konterrevolution davontragen werden. Wie anders sollen die Völker sich sonst wehren und schützen als mit einer vereinigten, internationalen Gegenarmee, wenn die Raubritter des Westens mit ihren internationalen hochgerüsteten Heerscharen ein Land nach dem anderen überfallen und besetzen. Ein einzelnes Volk hat da keine Chance - nur die Verteidigungskräfte aller Völker zusammengenommen bieten dem einzelnen Volk den nötigen Schutz vor der imperialistischen Übermacht. Wer will dieses überzeugende Argument in Frage stellen? Die proletarische Weltarmee kann nicht etwas Neues aus Nichts schaffen; nur insofern wird sie erfolgreich sein, als sie es versteht, die tatsächliche Situation richtig auszunutzen. Es bedarf nur eines leichten Fingerdrucks, um die ganze Maschinerie der Weltgeschichte „von allein“ ins Rollen zu bringen, wenn sie in der optimal richtigen Bahn positioniert wird. Da wo der Klassenfeind am schwächsten ist, wird es am einfachsten gelingen, die Macht des Proletariats zu erobern, ohne sie teilen zu müssen und ohne sie wieder schnell zu verlieren. Die interkontinentale Ausdehnung des Weltproletariats erlaubt ihm,. Seine Kräfte in JEDEM Land der Welt zu mobilisieren, verleiht der proletarischen Weltarmee einen viel größeren Aktionsrahmenals beispielsweise der USA-Imperialismus, des sen Zentrum sich auf ein kleines Gebiet des amerikanischen Kontinents beschränkt. Je internationaler die Kampffront, desto schwerer für die Konterrevolution, die proletarische Weltarmee zu packen und in irgendeine nationale Falle zu treiben, dort zu erwürgen und die Kapitulation zu erzwingen. Beim Weltproletariat handelt es sich um eine internationale Klasse, die man nicht wie einen nationalen Staat besiegen kann. Das Weltproletariat ist eine Klasse, die überall auf der Welt organisert ist und von jedem beliebigen Punkt aus angreifen, sich verteidigen wie auch sich zurückziehen kann. Sie kann sich wie eine Amöbe auf dem ganzen Erdball elastisch bewegen, vefügt über riesiges Massenreservepotential, wächst schneller nach als die Kräfte des Gegners, kann die Militärstützpunkte des Gegners einkreisen und vernichten, ihr eigenes Zentrum selber beliebig verlagern, braucht nicht die enorme Logistik, wie Kriegsschiffe oder Transportflugzeuge über den ganzen Erdball vom Herstellungsort in den Einsatzort zu schaffen etc. Sie kann ohne großen Kraftaufwand beliebig operieren und verfügt somit über eine unangreifbare militärische Machtstellung. Durch ihre unbegrenzten Reserven fällt der proletarischen Weltarmee die Ehre der letzten Entscheidung zu – sie wird über eine sich verausgabende Weltbourgeoisie siegen, wenn sie sich die Herzen der revolutionären Völker erobert hat und von diesen vorbehaltlos unterstützt wird. Die Armee der unterdrückenden Nationen wird überrannt werden von der proletarischen Weltarmee, der sich sämtliche Armeen der unterdrückten Nationen anschließen werden zu einer internationalen Allianz aller Befreiungskämpfer. Es ist die Ironie der Geschichte, dass durch die Solidarität der Völker JEDES BELIEBIGE KLEINE, vom Imperialismus okkupierte LAND in die Lage versetzt wird, JEDEN, auch den Größten und Brutalsten, bis an die Zähne bewaffneten und hochgerüsteten imperialistischen Goliath zu schlagen und zu vernichten! „Dieser Umschlag in sein Gegenteil, dies schließliche Anlanden bei einem dem Ausgangspunkt polarisch entgegengesetzten Punkt ist das naturnotwendige Schicksal aller geschichtlichen Bewegungen“ (MEW, Engels, Band 22, Seite 21).

4. die innerlich widersprechenden Tendenzen ( und # Seiten) in diesem Ding

Ausgehend von dem Gesetz der Ungleichmäßigkeit der militärischen Entwicklung der kapitalistischen Länder, der Verschärfung und Zunahme dieser Ungleichmäßigkeit, entwickelt der Marxismus-Leninismus nicht nur die Idee der Möglichkeit der bewaffneten Zurückeroberung des Sozialismus in einem Land, sondern damit auch gleichzeitig die Möglichkeit des militärischen Sieges des Sozialismus im Weltmaßstab. Marx und Engels vertraten die für die damaligen Verhältnisse richtige These, dass die Revolution nur siegen könne, wenn sie in mehreren Ländern gleichzeitig bewaffnet durchgeführt wird. Lenin entdeckte, von der Lehre Marx` ausgehend, das Gesetz von der Ungleichmäßigkeit der ökonomischen und politischen Entwicklung des Kapitalismus im Stadium des Imperialismus und die damit bestehende Möglichkeit und Notwendigkeit des Sieges des Sozialismus in wenigen oder einem Lande. Die Geschichte hatte Lenins These bestätigt. Der Sieg der Sowjetunion über das faschistische Deutschland hat aber auch die Richtigkeit der Engelsschen These von der überlegenen Stärke der Armee eines Landes bewiesen, in dem sich das „Proletariat wirklich emanzipiert“. Heute hat sich aber auch die Lenin-Stalinsche These bestätigt, dass sich der Sozialismus in einem Land wieder in den Kapitalismus zurückverwandelt, wenn die Weltrevolution ausbleibt, bzw. wenn sich der Sozialismus nicht wenigstens in einige weitere Länder ausdehnt. Heute ist daraus also die These entstanden, dass der Sozialismus wieder zurückerobert werden kann, wenn wir - uns auf die Thesen der Klassiker stützend - die Globalisierung der Krise des Weltimperialismus als Voraussetzung für die Globalisierung der proletarischen Revolution begreifen. Allein mit einer bloßen Anwendung der alten Kriegskunst des Sozialismus in einem Lande können wir heute keine neuen Resultate erzielen. Erst die Globalisierung der weltproletarischen Kriegskunst, die Herstellung neuer, gewaltigerer Mittel macht die Erzielung neuer weltrevolutionärer Resultate möglich. Das Weltproletariat wird in der Kriegsgeschichte durch internationalisierte, verallgemeinerte Kombinationen aller revolutionären Befreiungskriege der Vergangenheit die Weltepoche des Sozialismus machen, erfindet selbst entweder neue materielle Mittel oder es entdeckt zuerst den richtigen Gebrauch neuer, vor ihm erfundener materieller Mittel. Das Epochemachende in der Bürgerkriegswissenschaft besteht darin, dass das Weltproletariat innerhalb der Grenzen der bisherigen Kriegsführung die alte Taktik den neuen Instrumenten gemäß umwandeln und herausbilden wird. Jeder Versuch, die alten revolutionären Kriege lediglich durch Kopieren wiederholen zu wollen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Kurzum, unsere heutige These kann nur lauten: Die proletarische Weltrevolution wird mit den modernen Kriegsmitteln und der modernen Kriegskunst gegen moderne Kriegsmittel und moderne Kriegskunst kämpfen müssen, um - beginnend am schwächsten imperialistischen Kettenglied und vermittels der internationalen zentralisierten Organisierung des bewaffneten Proletariats - ein Land nach dem anderen zu befreien und nicht eher damit aufzuhören, bis auch die letzte Hochburg des Imperialismus im Sturm erobert und geschleift ist. Der bewaffnete Kampf ist selbst dann noch nicht beendet, wenn die Weltbourgeoisie bereits zur Kapitulation gezwungen worden ist, denn sie wird alles tun, um ihre Kapitulation wieder rückgängig zu machen und den Weltkapitalismus zu restaurieren, denn das Weltproletariat darf niemals vergessen, dass die Bourgeoisie über große Kriegserfahrungen verfügt, während wir erst mit unserer proletarischen, internationalen Kriegskunst am Anfang stehen.

Die erneute Verteilung der Rohstoffe und Absatzmärkte zwischen den imperialistischen Gruppen führen zu militärischen Konflikten und Kriegen untereinander und damit unweigerlich zu deren anwachsenden gegenseitigen Schwächung. Diese anwachsende gegenseitige Schwächung ermöglicht die Durchbrechung der imperialistischen Front und schafft günstige Voraussetzung für die Zurückeroberung des Sozialismus in einem Land, für die Errichtung und Wiedererrichtung des Sozialismus in mehreren Ländern, für die Niederwerfung des Weltimperialismus und damit für den Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab. Historisch wird sich die alte Lage des Sozialismus als Insel in einem Meer des kriegslüsternen Imperialismus verwandeln in eine neue Lage, in der die sozialistischen Länder das Meer bilden, Verbündete gewinnen und ihrerseits den Imperialismus einkreisen und erdrosseln, sein Hinterland durch proletarische Revolutionen zerstückeln, die imperialistischen Reserven, die „kleinen Völker“, in sozialistische Reserven verwandeln und damit seine Zentren schwächen. Dann werden die Zentren des Weltimperialismus zu Inseln zusammenschrumpfen, um eines Tages gänzlich vom Meer verschluckt zu werden. Und mit ihnen werden die heute noch vor militärischer Überlegenheit strotzenden imperialistischen Armeen versinken. Die Weltarmee des Proletariats wird den unvermeidlichen Sieg der proletarischen Weltrevolution erringen.

Die militärische Schwächung durch die Ungleichmäßigkeit der Entwicklung der kapitalistischen Länder in der Zerfallsphase des Weltimperialismus erleichtert die Sprengung und den Durchbruch der imperialistischen Front an seiner schwächsten Stelle, beschleunigt die stetige Entwicklung des bewaffneten, revolutionären Klassenkampfes im Weltmaßstab. Das sich verschärfende Ungleichgewicht der kapitalistischen Entwicklung in den verschiedenen Ländern kann von den Proletariern aller Länder militärisch immer besser ausgenutzt, organisiert und koordiniert werden. Widerprechende Tendenz des internationalen bewaffneten revolutionären Kampfes in den verschiedenen Ländern nehmen gleichermaßen ab. Widersprechende Tendenzen zwischen dem internationalen und nationalen Chrakter des revolutionären, militärischen Kampfes werden schließlich aufgehoben. Schließlich entstehen im Verlauf der Entwicklung der Weltrevolution neben den militärischen Zentren des Imperialismus militärische Zentren des neuen Sozialismus, wobei der Kampf zwischen diesen beiden militärischen Zentren die Geschichte der Entfaltung der Weltrevolution ausfüllen wird.

5. das Ding ( die Erscheinung etc.) als Summe # und Einheit der Gegensätze

Der bewaffnete internationale Kampf ist die Summe (aber nicht nur die arithmetische Summe) aller bewaffneten Kämpfe in allen Ländern der Welt. Die Weltarmee ist die Summe ( und nicht nur die arithmetische Summe) aller Armeen der Proletarier aller Länder. Die Armee des Proletariats in einem bestimmten Land ist für sich genommen ein einheitliches Ganzes, ein Instrument zur Eroberung der politischen Macht des Proletariats in diesem bestimmten Land. Gleichzeitig aber ist die proletarische Armee eines Landes im Weltmaßstab betrachtet nur eine von vielen anderen Armeen des Weltproletariats, ist sie nur eine Abteilung der proletarischen Weltarmee. Die proletarische Armee eines Landes ist also eigenständiger Teil der internationalen Befreiung und zugleich auch dessen Gegensatz, ein eigenständiges Ganzes der nationalen Befreiung. Sie bildet also eine Einheit von Gegensätzen, befindet sich mit sich selbst im Widerspruch, nämlich gleichzeitig in einem Land und international die Waffen zu erheben, aufrechtzuerhalten und schließlich abzuschaffen. Die Einheit der Gegensätze zwischen dem militärischen Kampf des Proletariats in Weltmaßstab und in einem einzelnen Land besteht darin, dass beide Kämpfe einander bedingen, sich gegenseitig durchdringen und befruchten, beide zusammengenommen den Sieg bedeuten und damit gemeinsam Bedingungen erzeugen zur Abschaffung der Waffen im internationalen wie nationalen Rahmen und damit wiederum zur Abschaffung jeglicher militärischer Kämpfe überhaupt. Der internationale Kampf sichert den Kampf in einem einzelnen Land ab und verhindert die dortige imperialistisch-sozialimperialistische Einkreisung und die Restauration des Kapitalismus. Durch den internationalen bewaffneten Kampf werden die nationalen Waffen in dem Maße abgebaut wie sich die Nationen selbst abbauen, zunächst die kapitalistischen und sodann die sozialistischen. Die Voraussetzungen und Bedingungen für die Abschaffung der Waffen im Weltmaßstab bestehen in der Abschaffung der Waffen in den einzelnen Ländern. Dies ist in einer einzelnen Aktion nicht erreichbar, sondern braucht eine sehr lange Entwicklungsperiode, an derem Anfang wir heute noch stehen. Die Universaltheorie des gleichzeitigen Sieges der Revolution in allen Ländern, dieses trotzkistische Entwicklungsschema der Weltrevolution, war und ist unannehmbar. Der Sieg der proletarischen Armee in einem Land ist nicht nur das Produkt der ungleichmäßigen Entwicklung und des fortschreitenden Zerfalls des Imperialismus. Es ist zugleich der Beginn und die Voraussetzung des Kampfes der proletarischen Weltarmee. Der Reifegrad für die bewaffnete Revolution, der Charakter und die Entwicklung des militärischen Kampfes können nicht in allen Ländern gleich sein. Sie sind abhängig von den konkreten historischen Bedingungen jedes einzelnen Landes, von seinem wirtschaftlichem und gesellschaftlichen Entwicklungsstadium, vom Verhältnis der kämpfenden Klassen zueinander, vom Zustand und Organisationsniveau der proletarischen Waffen, vom Grad der militärischen Einmischung bzw. Präsenz der fremden Mächte, insbesondere der Großmächte und ihrer Bündnisse in den verschiedenen Ländern usw. Es wäre naiv und ein schwerwiegender Fehler zu glauben, die internationale Weltarmee könne die bewaffnete, sozialistische Revolution, die nationale Befreiungsbewegung der einzelnen Länder ersetzen, überflüssig machen, indem sie von Land zu Land zieht und eins nach dem anderen befreit. Dies konnte auch nicht von der Roten Sowjetarmee Lenins und Stalins erwartet werden. Das Weltproletariat muss sich selbst als ganze Klasse mit der Waffe in der Hand befreien; diese Aufgabe kann nicht von einer führenden revolutionären Sturmabteilung stellvertretend für die Proletarier aller Länder erledigt werden. Die revolutionäre Weltarmee kann die Revolution nicht exportieren, weil diese in jedem Land unter unterschiedlichen Bedingungen und zu verschiedenen Zeitpunkten heranreift. Die Weltrevolution kann nicht auf einen Schlag, nicht gleichzeitig in ausnahmslos allen Ländern der Erde siegen. Das ist ein langer, komplizierter Prozess, eine Aufgabe, die die Proletarier und Völker aller Länder nur unter gemeinsamen Anstrengungen, im vereinigten Kampf, Schritt für Schritt verwirklichen können, indem alle dem einen und jeder jedem hilft und unterstützt. Das ist es, was die Stärke und Unbesiegbarkeit des proletarischen Internationalismus, der vereinigten Armee des proletarischen Internationalismus ausmacht.

Es wäre aber ebenso naiv und ein weiterer schwerwiegender Fehler, würde man den bewaffneten Kampf eines einzelnen Landes dem internationalen bewaffneten Kampf entgegenstellen oder gar als entbehrlich abtun. Der internationale wie der in einem Land organisierte bewaffnete Kampf ist unteilbar. Die Einheit und Unteilbarkeit des bewaffneten Proletariats eines Landes und des bewaffneten Kampfes der Proletarier aller Länder ermöglicht den sichersten Weg zum Sieg des militärischen Kampfes der Weltrevolution. Gerade deshalb waren der Sieg der Oktoberrevolution und der Sieg der albanischen Volksrevolution nicht Selbstzweck, sondern Mittel und Hilfe für die Entwicklung und den Sieg der Revolution in allen Ländern, dienten sie dem militärischen Sieg der Weltrevolution. Im eigenen, in einem einzelnen Land, mit der Waffe für den Sieg des Proletariats kämpfen heißt, für den Sieg der Weltrevolution kämpfen. Umgekehrt unterstützen internationale Kampfeinheiten des proletarischen Internationalismus als Keimzellen der zukünftigen proletarischen Weltarmee den Sieg der bewaffneten Revolution in einem einzelnen Land. Beides ist eng miteinander zu verknüpfen, nichts dem Zufall oder Selbstlauf zu überlassen. Der Kampf im einzelnen Land ist dem allgemeinen , dem ganzen Kampf für die Weltrevolution untergeordnet, dient ihm und damit letztlich auch umgekehrt sich selbst. Der internationale bewaffnete Kampf seinerseits ist ebenfalls kein Selbstzweck, sondern dient dem bewaffneten Kampf in jedem einzelnen Land. Die internationale Unterstützung der proletarischen Revolution eines Landes dient der gemeinsamen Sache der Proletarier aller Länder, das heißt, damit den Sieg über das Kapital nicht nur in einem einzelnen Land, sondern in allen kapitalistischen Ländern zu schmieden, denn die proletarische Revolution eines einzelnen Landes ist eben der Teil der Weltrevolution, ist ihr Anfang und die Basis für ihre Entfaltung. Der endgültige Sieg des Sozialismus in dem Land, das sich erneut als erstes befreit, das als erstes den Sozialismus in einem Land zurückerobert hat, ist ohne die militärischen Anstrengungen der Proletarier aller anderen Länder oder zumindest mehrerer Länder unmöglich. Umgekehrt wird sich der internationale bewaffnete Kampf um so schneller und gründlicher entfalten, je wirksamer die militärische Hilfe ist, die von diesem ersten zurückeroberten sozialistischen Land den proletarischen Armeen aller übrigen Länder zur Verfügung gestellt wird.

6. Kampf resp. Entfaltung dieser Gegensätze, der widersprechenden Bestrebungen etc.

Weder die Weltarmee, noch die einzelnen Abteilungen dieser Weltarmee in jedem Land, sind als etwas Passives zu betrachten, die lediglich dazu berufen sind, internationalistische Unterstützung von außen anzunehmen. Sie sind gleichzeitig innerer Teil eines eigenständigen,aktiven, zentralisierten Gesamtsystems der organisierten revolutionären Waffen des Weltproletariats, gleichzeitig zugehöriges Teil einer international-vereinheitlichten kommunistischen Kriegsmaschinerie. In jedem Land kämpft eine Abteilung der internationalen Armee des Weltproletariats.

Die weltgeschichtliche Bedeutung der proletarischen Weltarmee besteht nicht nur darin, dass sie eine mächtige Basis und einen starken Hebel für die Entwicklung der Weltrevolution darstellt, dass sie nicht nur insgesamt die Sache der Niederwerfung des Weltimperialismus, sondern dass sie auch umgekehrt die Unterstützung der einzelnen proletarischen Armeen in jedem Land der Welt zur Niederwerfung des Kapitalismus beschleunigt und vorwärtsbringt.

Am Anfang steht der Weltarmee der internationalen imperialistischen Konterrevolution nur die eine oder andere Abteilung des anti-imperialistischen bewaffneten Widerstandes gegenüber, beispielsweise in diesem oder jenen vom Imperialismus ausgebeuteten und unterdrückten Land. Im Verlauf des weltrevolutionären Prozesses aber wandelt sich das Bild, wird der zunächst starke Klassengegner immer schwächer, fällt er auseinander, zerbricht seine Weltmacht allmählich, während sich von Tag zu Tag die bewaffneten Widerstände auf der Welt verstärken, vereinigen und sich zu einem riesigen revolutionären internationalen Widerstandsverbund entwickeln.

Die bewaffnete Macht des Weltproletariats stützt sich in den Metropolen auf proletarische Einheiten der Städte und interstützende Einheiten der Bauern auf dem Lande, wobei insbesondere die Städte als Festungen ausgebaut und zwischen den Städten Festungslinien eingerichtet werden. In den unterdrückten Ländern werden die Bauerngarden von den proletarischen Einheiten der Industriezentren geführt zum Dienst im Innern. Hinzu kommen die regulären Roten Armeen, die sich dort den imperialistischen Okkupantentruppen entgegenstellt, wo die Invasion -von außen – einzudringen versucht. Bei dem ganzen Bewaffnungsplan wird vorausgesetzt, dass die kriegführende Komintern/ML die politischen Verhältnisse im internationalen wie nationalen Maßstab richtig einzuschätzen versteht, die strategische, taktische und Detailkenntnisse über alle Waffen besitzt und die gehörige Portion Energie, Schnelligkeit, Entschlossenheit und vor allem freie Hand hat. „Man müsste Napoleon sein oder entsetzlich dumme Feinde und entsetzlich viel Glück haben“ (Engels, MEW, Band 7, Seite 490), wenn man heute ohne jegliche Vorbereitung und Vorbedingung den USA-Imperialismus besiegen wollte. Man kann auch nicht voraussetzen, dass die Revolution und Invasion automatisch einen Bürgerkrieg hervorruft, aber dieser wird auf jeden Fall dadurch wahrscheinlicher - wie wir heute im Irak sehen können. Wahrscheinlicher wird aber auch gleichzeitig, dass sich die internationale Konterrevolution noch enger zusammenschließen wird als zum gegenwärtigen Zeitpunkt, um die Weltrevolution abzuwehren.

Nehmen wir an, in einem bestimmten Land mit einer revolutionären Situation kommt es zum revolutionären Ausbruch und geht es also bewaffnet zur Sache. Die Sache wird sich doch dann so oder ähnlich entwickeln, dass die revolutionären Kräfte eines jeden Landes in der Überzahl aus „einheimischen“ und aus einer mehr oder weniger geringeren Anzahl von ausländischen Kräften bestehen, die dort leben und arbeiten, aber mit den revolutionären Kräften der eigenen Herkunftsheimat Verbindungen haben und für Unterstützung sorgen können. Es werden auch die Kräfte aus den Nachbarländern zur Hilfe eilen und Freiwillige Kämpfer aus der ganzen Weld anreisen. Es wird auch Unterstützung geben von revolutionären Kräften, die nicht direkt auf dem revolutionären Schlachtfeld dieses Landes teilnehmen, aber die konterevolutionären ausländischen Bündniskräfte dieses Landes im eigenen Land, auf einem anderen Kriegsschauplatz „beschäftigen“ können. Auch die Losung: „Dreht die Gewehre um!“ wird ihre Wirkung in den konterrevolutionären Einheiten nicht verfehlen, die ja auch Ausländer in ihren eigenen Reihen haben und aus dem Ausland unterstütz werden. Das Schlachtfeld eines Landes ist also nicht auf sein eigenes Territorium und auf (geographisch gesehene) nationale Kräfte beschränkt, sondern wir haben es in der modernen Kriegsführung mit einem internationalen Schlachtfeld, internationalen Fronten, internationalen Kräften, Reserven, Ausrüstungen usw. usf. zu tun. Hier wird deutlich, dass es einer internationalen Zentralisierung der Führung des internationalen bewaffneten Klassenkampfes bedarf, sowohl was die Revolution in einem Land, als auch die Revolutionen in allen Ländern anbelangt. An dieser Notwendigkeit kann die Strategie und Taktik in der Kriegführung des Weltproletariats nicht dran vorbei. An den Vorbereitungen hierfür muss fieberhaft gearbeitet werden, denn es gibt viele Anzeichen nicht nur für die Entstehung der revolutionären Situation in einem Lande, sondern auch Anzeichen für die Entstehung einer weltrevolutionären Situation. Diese Einsicht muss erst einmal in die Köpfe der revolutionären Kräfte eines jeden Landes. Heute ist jede revolutionäre, bewaffnete Einheit der Revolution eines Landes von Anfang an zum Scheitern verurteilt, wenn sie mit nationalen Scheuklappen geführt wird. Die nationalen Schranken werden also in den revolutionären Reihen noch schneller und umfassender fallen müssen als dies schon in den konterrevolutionären Reihen mehr oder weniger der Fall ist. Der US-Imperialismus vollzieht seinen Weltterror, indem er mit dem permanenten Krieg die permanente Weltrevolution aufzuhalten versucht. Dieser Weltterror erzeugt gesetzmäßig den Gegenterror, der an die Stelle des permanenten Krieges die permanente Weltrevolution setzt. Am Ende steht der geschlagene konterrevolutionäre Weltarmee die siegreiche revolutionäre Weltarmee gegenüber. Die Weltarmee der Bourgeoisie und die Weltarmee des Proletariats bilden gerade in ihrer unversöhnlichen, einander ausschließenden Gegensätzlichkeit eine Einheit. Der Globalisierung des Klassenwiderspruches zwischen Bourgeoisie und Proletariat , der in der heutigen Gesellschaft auf dem globalisierten gesellschaftlichen Charakter der Produktivkräfte, der Weltproduktion und der globalisierten imperialistischen Produktionsverhältnisse, der privat-kapitalistischen Aneignung, beruht, verwandelt im Verlauf des sich verschärfenden internationalen, bewaffneten Klassenkampfes die herrschende militärische Macht der Weltbourgeoisie schließlich in die herrschende militärische Macht des Weltproletariats und schafft damit alle ökonomischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine neue Weltordnung.

Es geht um die Vereinigung der Analyse und Synthese der revolutionären Bedingungen und Voraussetzungen des bewaffneten Kampfes, die in den Beziehungen zwischen dem einzelnen Land und der Welt enthalten sind und berücksichtigt werden müssen. Es geht um die Zerlegung der einzelnen Teile und um deren Zusammenführung zu einer Gesamtheit aller bewaffneten revolutionären Kräfte der Welt. Das muss eine revolutionäre Weltarmee der zentralisierten Organisierung werden, um die Qualität zu erreichen, die eine Armee braucht, um eine imperialistische Weltarmee zu schlagen. Spontaneität, Selbstlauf, Passivität – all diese Dinge können nur ein Hemmschuh für die Lösung dieser großen Aufgabe sein. Zentralisierung des Kommandos ja, aber nicht dass asiatische Truppen der Roten Weltarmee in Europa und südamerikanische Truppen in Afrika kämpfen. Sicherlich, ein roter Weltarmist ist fähig, auf jedem Ort des Erdballs ehrenvoll seinen Dienst zu verrichten, aber die Zweckmäßigkeit,der Maßstab zwischen Aufwand und Effekt und der „einfache Menschenverstand“ muss beim Einsatzort der Truppen gewahrt bleiben.

7. Vereinigung von Analyse und Synthese – das Zerlegen in einzelne Teile und die Gesamtheit, die Summierung dieser Teile.

Die freie Vereinigung der proletarischen Armeen zu einer einzigen Armee des Weltproletariats ist unmöglich ohne einen mehr oder weniger langwierigen, hartnäckigen Kampf dieser Armeen gegen die imperialistische Weltarmee, gegen die kapitalistischen Armeen in den einzelnen Ländern, einschließlich in den revisionistischen Ländern; bzw gegen die konterrevolutionären Kräfte der Restauration des Kapitalismus in den neu zu schaffenen sozialistischen Ländern.

8. Die Beziehungen jedes Dinges (jeder Erscheinung etc.) sind nicht nur mannigfaltig, sondern allgemein, universell. Jedes Ding (Erscheinung, Prozess etc.) ist mit JEDEM verbunden.

Die internationale Arbeiterarmee ist nicht für die Ewigkeit konzipiert. Sie erfüllt ihre historische Mission nur für die Periode und unter den Bedingungen, unter denen sie notwendig und unverzichtbar ist. Genauso wie sie gekommen ist, wird sie nach Erfüllung ihrer Aufgabe wieder aufgelöst. Der Gründungsopportunismus hängt mit dem Auflösungsopportunismus der revolutionären internationalen Armee eng zusammen und muss auf marxistisch-leninistischen Grundlagen überwunden werden, so wie das auch im Kampf gegen den Gründungs- und Auflösungsopportunismus der Kommunistischen Internationale selbst der Fall ist, die die Rote Weltarmee befehligt. Wenn alte Organisationsformen untauglich werden, müssen natürlich neue an deren Stelle geschaffen werden, die auf die veränderten Bedingungen abgestimmt sind. Das kann aber niemals heißen, die prinzipielle Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Prinzips der Solidarität zum Schutz der internationalen Arbeiterbewegung in Frage zu stellen, und das Prinzip der Parteilichkeit und des demokratischen Zentralismus bei der Organisierung der internationalen proletarischen Solidarität fallen zu lassen oder in irgendeiner Form abzuschwächen.

9. nicht nur Einheit der Gegensätze, sondern Übergänge jeder Bestimmung, Qualität, Eigenheit, Seite, Eigenschaften in jede andere [in ihren Gegensatz?]

Unbestritten - die US-Armee ist gegenwärtig (noch!) allen anderen Armeen der Welt haushoch überlegen, aber das heißt nicht, dass wir sie deswegen überschätzen müssen. Immerhin ist das vorherrschende Prinzip der Militärpolitik der Weltimperialisten die Angst vor dem Weltproletariat. Auch die beste Armee der Welt ist, war und wird immer den Gesetzen des Aufstiegs und des Untergangs unterworfen sein , so wie die Gesellschaftsordnung selbst, die sie hervorgebracht hat. Strategisch gesehen ist sie letztendlich eine zum Tode verurteilte Armee, aber taktisch gesehen, in ihrer gegenwärtigen Kampfkraft die gefährlichste, stärkste Armee der Welt, weswegen man sie trotz Zerfallserscheinungen auf keinen Fall unterschätzen darf. Nichts fällt, wenn es nicht zu Fall gebracht wird – und das geht nie unter Aufbringung größter Opfer ab. Die imperialistische US-Armee hat keinen guten Ruf in der Welt, außer vielleicht den ihrer Tradition. Die amerikanische Armee ist heute alles andere, als eine Armee, die einst dazu beitrug, den Faschismus des deutschen Imperialismus zu besiegen. Auch wenn sie sich heute damit vor aller Welt herausputzt, rechtfertigt sie damit nichts anderes als die Fortsetzung ihrer internationalen Raubzüge. Sie ist schließlich seit dem Zweiten Weltkriegs diejenige Armee , die den Weltfrieden am kaltschnäuzigsten gebrochen und die räuberischsten und grausamsten Kriege nicht gegen die Tyrannen, sondern gegen viele Völker in der ganzen Welt geführt hat - wahrlich kein Vorbild für die „überlegenste und bestens ausgerüstete Armee der Welt“ und wahrlich kein Ruhmesblatt für den „Schutz und die Verteidigung des Weltfriedens“, der „zivilisierten“ Menschheit, „Demokratie“, „Freiheit“ , „Kampf gegen den Terror“ und andere hehre Lügenpropaganda - wohl aber eine Armee der Glücksquelle für ihre Zivilschmarotzer, die Kriegsgewinnler, die Wall Street und das ganze internationale Finanzkapital, und - im Zuge der Verschärfung der kapitalistischen Weltkrise - der Hoffnungsträger, der letzte Rettungsanker zur Aufrechterhaltung des Reichtums und der Macht des Weltimperialismus. Dass dieser Fäulnisprozess einer Armee die Truppen demoralisiert und zersetzt, ihre Moral zerstört, sie sich missbraucht und vergewaltigt fühlt von den Reichen, für die sie ihren Kopf hinhalten, all das kann nicht verwundern. In keiner Armee der Welt wird mehr veruntreut, herrscht mehr Korruption, Verachtung gegenüber den Vorgesetzten und vor allem gegenüber der Regierung, ihrem Kriegsminister usw, in keiner Armee gibt es mehr Dienstverletzungen und Verfall der Disziplin wie in der US-Armee. Die Soldaten kommen nicht mit erhobenem sondern mit gesenktem Haupt zurück – nicht nur aus Vietnam. Und so hat die Weltkrise, das ganze verrottete System der Amis auch ihre weltimperialistische Armee in die größte Krise ihrer Geschichte gestürzt. Die Yankee-Armee hat mit ihren Greueltaten sozusagen ihr Grab geschaufelt, erzeugt ihre Rivalen und Bezwinger. Vor allem aber hat sie selber den weltweiten Widerstand auf sich gezogen und damit auf alle anderen imperialistischen Armeen der Welt, auf sämtliche „verbündete“ Hilfstruppen aus den verschiedensten Ländern der Welt, die sie unter ihren Oberbefehl zu zwingen versuchen (unvergessen sind die Bilder des Grauens aus dem irakischen Militärgefängnis, die die Welt erschütterten, nicht nur die Bilder an sich, sondern deren Bagatellisierung durch die US-Regierung!). Lenin umschrieb das Wesen einer internationalen konterrevolutionären Armee als aktive militärische Einmischung ausländischer Mächte in die inneren Angelegenheiten eines Landes, als eine internationale Armee zur Niederwerfung des revolutionären Befreiungskampfes der Völker, als eine Armee, die versucht, den Einfluss revolutionärer militärischer Kräfte, die Revolutionzum Beispiel in einem Land zu unterstützen, zu unterbinden , zu verhindern und zu zerstören. Eine solche Armee kann trotz Tapferkeit der Soldaten keinen Krieg gewinnen, wird vom Feind besiegt werden und schließlich untergehen, wird durch eine bessere und überlegenere ersetzt. Und welche könnte das anders sein, als eine neu entstehende Rote Armee in den Vereinigten Staaten von Amerika, die ihren Beitrag für die Weltrevolution leisten und ihre Tradition ehrenvoll zurückerlangt. Entweder diese Armee dreht die Gewehre um stürzt den Kapitalismus oder sie wird mit diesem zu Grunde gehen - mit den eigenen Waffen! Eine andere Perspektive gibt es nicht. Keine imperialistische Armee und wenn sie auch noch so viele internationale Hilfstruppen befehligt, ist imstande dem Angriff der Völker der Welt in Waffen zu widerstehen. Der Aufstand der Völker aller Welt wird entweder Ursache oder Folge des Sieges über die US-imperialistische Weltarmee sein. Auf jeden Fall ist der herannahende Zusammenbruch der amerikanischen, imperialistischen Weltarmee ein Signal für die herannahende Weltrevolution.

Man darf räumliche Entfernungen auf dem Erdball und militärische Isoliertheit der internationalen Kampfeinheiten in den einzelnen Länder nicht miteinander verwechseln. Erstens werden die bewaffneten revolutionären Einheiten in den Ländern der imperialistischen Kriegsführer nicht tatenlos ihre Waffen schweigen lassen und zweitens werden die bewaffneten Kräfte in den weltrevolutionären Zentren nicht dem Treiben der imperialistischen Kriegsführer ruhig zusehen, in welchem Gebiet der Welt sie auch gegen die bewaffneten revolutionären Kräfte vorgehen, auch nicht im entlegendsten Gebiet. Um den imperialistischen Kriegsräubern zu schaden, ist es keineswegs erforderlich, dass man mit den weltrevolutionären Zentren unbedingt räumlich verbunden ist. Hierzu genügt es zur Unterstützung des Zentrums die konterrevolutionären Armeen an den verwundbarsten Punkten ihres eigenen Territoriums zu treffen, damit sie die Gefahr spüren und die ganze Realität des streitbaren proletarischen Internationalismus begreifen. Vergeltungsschläge werden nicht nur auf dem gleichen Kriegsschauplatz ausgetragen. Das gilt sowohl für die revolutionären als auch für die revolutionären Armeen. Da der amerikanische Kontinent mit dem imperialistischen US-Zentrum zwischen dem asiatischen und europäischen Kontinent liegt, wird er von den Revolutionen Asiens und Europas in die Zange genommen, indem sich beide Revolutionsgebiete konzentrisch vereinigen werden durch das explodierende Pulverfass Naher/Mittlerer Osten. Wer die Erdölgebiete beherrscht, beherrscht auch die Welt. Der US-Imperialismus wird sodann seinen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent und seine Bastionen in Mittel- und Südamerika verlieren und schließlich gänzlich ohne jegliches Hinterland isoliert da stehen und reif sein für die Revolution im eigenen Land, die das ihrige zu seinem Sturz beitragen wird. Die Standortnachteile des US-Imperialismus bei der Führung internationaler konterrevolutionärer Eroberungskriege können von den revolutionären Kräften ausgenutzt werden, indem die Militärstützpunkte auf den umliegenden Kontinenten angegriffen werden, insbesondere in Europa und Asien. Zwar hat der US-Imperialismus Standortvorteile der Verteidigung nach außen, da es relativ schwierig ist, massenweise Truppen über die Ozeane zu transportieren, aber das kann mit moderner Waffentechnik mit Langstreckenreichweite ausgeglichen werden. Die Weltrevolution ist in der Lage, den Tisch des weltimperialistischen Oberkommandos in die Luft zu sprengen oder besser: ihn für sich auszunutzen. Jede Entscheidung, die dort gegen die Weltrevolution getroffen wird, ist eine Entscheidung, die letztendlich der Weltrevolution nützt. Was wir hier vor uns sehen, ist der langwierige und komplizierte, aber kommende Umkehrprozess und Übergang, Verwandlung von der imperialistisch-sozialimperialistischen Einkreisung in die weltrevolutionäre , sozialistische Einkreisung.g

10- unendlicher Prozess der Erschließung neuer Seiten, Beziehungen etc.

Eine weitere Besonderheit der internationalen revolutionären Armee ist ihre Zusammensetzung aus verschiedensten Nationalitäten. Dies stärkt die Kampfkraft, weil damit eine große internationalistische Verbundenheit entsteht, dass alle gemeinsam, geschlossen kämpfen im Geiste des proletarischen Internationalismus. Hier entwickelt sich im Kampf das Nebeneinander der Nationalitäten zum kausalen Zusammenschluss bis hin zur Verschmelzung. Ganz anders das Nationalitätenproblem bei den imperialistischen Truppen der internationalen Konterrevolution. Hier wird die Tendenz begünstigt, dass bestimmte Nationalitäten nicht gegen andere Nationalitäten kämpfen, die in Abhängigkeit voneinander oder in Sympathie zueinander stehen; ferner die Tendenz, dass Truppen bestimmter Nationalitäten überlaufen oder sich kampflos auf die Seite der Aufständischen stellen bzw. sich weigern, gegen die Revolution zu kämpfen; vor allem aber die Tendenz, nicht gerne als Hilfstruppen degradiert zu sein und sich dagegen zu wehren, die Kohlen für eine fremde Supermacht aus dem Feuer zu holen und sich für deren Profite an der vordersten Front für nichts und wieder nichts abschlachten zu lassen, während die amerikanischen Truppen besser versorgt werden und ihren Arsch retten, wenn`s brenzlig wird.

11. Wir haben es zunächst mit einer Idee von einer revolutionären Weltarmee zu tun, sammeln Informationen, schauen uns um in der Welt und stehen am Anfang der Theorie einer revolutionären Weltarmee. Es ist klar, dass diese Idee vertieft und gründlicher zu einer Theorie wissenschaftlich ausgearbeitet werden muss, bevor man an die systematische Umsetzung in die Praxis herangeht. Erst mit der ersten Kugel, die die internationale Armee abgegeben haben wird, werden wir dann tiefer in ihr Wesen eindringen können vermittels der gemachten Erfahrungen, vermittels eines unendlichen Prozesses der Vertiefung der Erkenntnisse über die proletarische Weltrevolution. Da wir die Entwicklung voraussehen können, wissen wir, dass es auch spontan zu einer Internationalisierung und Vereinigung der Kräfte der nationalen und sozialen Befreiung kommen wird – also ganz ohne unser Zutun. Es ist aber gerade die Aufgabe der internationalistischen Kommunisten, den sich spontan entwickelnden bewaffneten Kampf mit der marxistisch-leninistischen Theorie zu verbinden, um ihn seinen Entwicklungsprozess zu beschleunigen, ihm sozialistische Richtung und Kraft zu verleihen, ihn von den falschen Ideen des Spontaneismus etc. befreien, ihn zu zentralisieren und zu organisieren, neue, verbündete Kräfte zu erschließen und einzubeziehen, all das, um das Ziel der proletarischen Weltrevolution schneller zu erreichen.

12. vom Nebeneinander zur Kausalität und von der einen Form des Zusammenhanges und der wechselseitigen Abhängigkeit zu einer anderen, tieferen, allgemeineren.

Die militärischen Abteilungen des Weltproletariats in den befreiten und noch nicht befreiten Gebieten der Welt stehen in einem kausalen Zusammenhang. Die militärischen Abteilungen in den befreiten Gebieten müssen ein Höchstmaß dessen durchführen, was in den befreiten Gebieten für die militärische Entwicklung, Unterstützung, Entfachung der Revolution in den noch nicht befreiten Gebieten durchführbar ist. Die militärischen Abteilungen des Weltproletariats in den befreiten Gebieten, die sich der gesamten übrigen kapitalistischen Welt entgegenstellen, müssen die bewaffneten Kräfte der ausgebeuteten und unterdrückten Klassen in den Ländern dieser kapitalistischen Welt auf ihre Seite ziehen, deren Aufstand gegen die Kapitalisten aktiv unterstützen – nötigenfalls mit Waffengewalt. Zwischen den Armeen der proletarischen Weltrevolution und den Armeen der antiimperialistischen Bewegung muss eine Brücke geschlagen werden und so ein allumfassender militärischer Ring um den wild um sich schlagenden, aber verendenden Weltimperialismus gelegt werden.





13. die Wiederholung bestimmter Züge, Eigenschaften etc. eines niederen Stadiums in einem höheren und die

Die Sowjetarmee wird sich vom niederen zum höheren Stadium erst noch entwickeln müssen. Sie ist nicht nur ihrem Charakter nach, sondern auch von ihrem Typ her eine internationalistische, eine internationale Armee, die in allen Ländern der Welt noch erst Nachahmung finden wird. Bestimmte Züge und Eigenschaften der Sowjetarmee haben nach wie vor Gültigkeit in ausnahmslos allen Ländern der Welt. Mit der Ära der Sowjets begann auch die Ära der Sowjetarmee, die sich zuerst in Russland herausbildete, bald die ganze Welt prägen und schließlich die sowjetische Weltarmee hervorbringen wird. Die Sowjetarmee war und wird wieder der bewaffnete Hebel der revolutionären Bewegung der ganzen Welt sein, die Armee des Weltproletariats. Die Basis für die Entwicklung der Weltrevolution ist die Sowjetmacht mit ihrer Sowjetarmee. Ohne diese Basis kann man keine proletarische Armee der Weltrevolution aufbauen.

Der internationale Rotarmist nennt sich stolz Soldat der Weltrevolution. Er weiß, dass er nicht für die Profite der Kapitalisten in der ganzen Welt, sondern für die Befreiung der Welt vom Kapitalismus kämpft. Er weiß das und geht offenen Auges kühn in den Kampf.. Eine nicht geringere Bedeutung hat die Bildung eines internationalen Stamms roter Offiziere, ehemaliger Soldaten, die in einer Reihe von Schlachten ihre internationale Feuertaufe erhalten haben. Diese roten Offiziere bilden das Hauptbindemittel unserer revolutionären Weltarmee, das sie zu einem homogenen disziplinierten Organismus zusammenschweißt. Aber die Kraft der internationalen roten Armee erschöpft sich nicht in ihren eigenen Qualitäten. Eine Armee – und schon gar keine internationale Armee – kann ohne festes Hinterland existieren. Für eine stabile Weltfront ist es notwendig, dass die Armee regelmäßig Ersatz, Munition und Proviant aus dem Hinterland erhält. Eine große Rolle spielen in dieser Hinsicht die im Hinterland heranzubildenden Verwaltungsfunktionäre, hauptsächlich aus fortgeschrittenen Arbeitern, die gewissenhaft und unermüdlich auf dem Gebiet der Mobilmachung und Versorgung arbeiten. All dies wird unsere Weltarmee in eine achtungsgebietende Macht verwandeln, die jeden Widerstand des internationalen Gegners zu brechen imstande sein wird.

14. scheinbare Rückkehr zum Alten (Negation der Negation)

Brauchen wir wieder eine rote Sowjetarmee Lenins und Stalins und brauchen wir eine antifaschistische nationale Befreiungsarmee, wie die des Genossen Enver Hoxhas? Sicherlich brauchen wir die eine wie die andere, brauchen wir so eine Armee in allen Ländern der Welt, aber reicht die Summe dieser nationalen Armeen allein aus, um den Weltimperialismus endgültig vom Erdball zu fegen? Wir brauchen vor allem revolutionäre proletarische Armeen in allen Ländern der Welt, die miteinander vernetzt sind und eine gemeinsame, vereinigte, zentralistische Führung besitzen und globalisiert operieren können. Das ist der Kernpunkt der Sache. Ohne Negation der Diktatur des Proletariats in einem Lande = keine Entwicklung zur Weltdiktatur des Proletariats. Der Sturz der Diktatur des Proletariats hält uns z.B. nicht davon ab, das Prinzip der Rätemacht der Arbeiter, Bauern und Soldaten im Weltmaßstab wieder zu verwenden, weil es sich wieder bewähren wird, vielleicht in neuer Form, aber im Prinzip nicht anders, vielleicht werden sich auch völlig neue Formen entwickeln, wir werden sehen.



Die neue proletarische Weltarmee entsteht aus der Negation der alten proletarischen Armee des Oktoberumsturzes und der antifaschistischen, nationalen Befreiungsarmee der albanischen Volksrevolution, entwickelt sich also vom Niederen zum Höheren, wobei die historischen revolutionären Armeen im Grunde genommen die Keimzelle darstellen, für die Armee der Zukunft, die weltrevolutionäre Armee. Wir Marxisten-Leninisten betrachten diese Armeen also nicht als „untergegangene“ Armeen des „gescheiterten“ Sozialismus „in einem Land“, sondern dem Wesen nach als internationalistische Armeen auf erster, nationaler Entwicklungsstufe. Die dialektische Negation durch die diese neue Armee entsteht, schließt also die Erhaltung, Bewahrung der revolutionären Eigenschaften der alten revolutionären Armeen notwendigerweise und unbedingt mit ein. Im Prozess der Entwicklung des Weltsozialismus wird die alte Armee des Sozialismus „in einem Lande“ also aufgehoben, aber bleibt gleichzeitig als revolutionäres Element enthalten. Es geht also nicht darum, die Bedeutung der alten revolutionären Armeen der Sowjetunion Lenins und Stalins sowie Albaniens zur Zeit des Genossen Enver Hoxhas gering zu schätzen und „als veraltet“ zu betrachten, sondern die wichtigsten Elemente dieser heldenhaften, siegreichen Armeen für den Aufbau, den Kampf und den Sieg der neuen Armee der Weltrevolution zu nutzen. Ohne jegliche Schwankung, ohne jeglichen Eklektizismus stehen die Armeen Lenins, Stalins und Enver Hoxhas im Zusammenhang mit unserer neu zu schaffenden Weltarmee. Wir Marxisten-Leninisten verteidigen die Armeen Lenins, Stalins und Enver Hoxhas, indem wir sie wieder aufbauen, mit ihren alten besten Eigenschaften ausstatten, sie auf eine höhere Stufe heben, um sie so in die heutige Weltlage einzupassen, dass es uns gelingt, den Weltimperialismus zur Strecke zu bringen, obwohl es ihm vorübergehend gelang, unsere revolutionären, proletarischen Armeen in seine konterrevolutionären,bürgerlichen Armeen zurückzuverwandeln. Wir müssen eine solche neuartige Qualität von revolutionärer Armee schaffen, durch die sie sich von der Weltbourgeoisie nicht wieder ummodeln lässt und es geht dabei nicht allein um die Summe nationaler Abteilungen, sondern um eine regelrecht international geleitete und operierende Armee, nicht um die Armee dieser oder jener bolschewistischen Partei, sondern um die gemeinsame Armee der bolschewistischen Parteien in allen Ländern der Welt, um die Armee der Kommunistischen Internationale / Marxisten-Leninisten. Die rote Sowjetarmee Stalins war auf dem besten Wege, internationale Qualität zu entwickeln, aber mit der Auflösung der Komintern und spätestens mit dem Tod des Genossen Stalin wurde diese Entwicklung einer weltrevolutionären Armee, einer vereinigten Armee sozialistischer Länder, einer Armee des sozialistischen Lagers, usw. durch die Revisionisten zunichte gemacht.

„Die kennzeichnende Besonderheit dieser Hilfe von Seiten des siegreichen Landes“, so sagte Stalin, „besteht nicht nur darin, dass sie den Sieg der Proletarier in den anderen Ländern beschleunigt, sondern auch darin, dass sie durch die Erleichterung des Sieges zugleich den endgültigen Sieg des Sozialismus in dem ersten siegreichen Lande gewährleistet“ (Stalin, Band 6, Seite 357, „Die Oktoberrevolution und die Taktik der russischen Kommunisten“).

Die inhaltliche Seite, die verschiedenen Aufgaben, die die revolutionäre Weltarmee zu erfüllen hat, steht auch den verschiedenen Formen dieser Armee gegenüber. Das geht nicht ohne einen komplizierten Umgestaltungsprozess ab, der sich unter den veränderten Kampfbedingungen ständig verändert. Bestimmte Formen am Anfang ( zB. Freiwilligencharakter) werden auf bestimmter Entwicklungsstufe abgeworfen (reguläre Armee z. B.) Auch die Umgestaltung der inhaltlichen Aufgaben geht damit einher ( z.B. Vor während und nach der internationalen Machtergreifung des Weltproletariats oder Wechsel vom Kampf in einem Land zum Kampf in mehreren Ländern usw. usf. ). Auf jeder Stufe müssen die richtigen Voraussetzungen erfüllt und die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um Inhalt und Form der proletarischen Weltarmee umzugestalten. Das setzt auch die genaue Kenntnis dieser ganzen Entwicklungsprozesse beim Gegner voraus, um auch dessen Armeen in unserem Sinne beeinflussen und schwächen zu können.

15. Kampf des Inhalts mit der Form und umgekehrt. Abwerfen der Form, Umgestaltung des Inhalts.



Der Inhalt aller revolutionären Armeen in der Geschichte der Arbeiterbewegung war stets die bewaffnete Eroberung der Macht der Proletarier aller Länder, die Diktatur des Proletariats zur Emanzipation des Weltproletariats. Der Form nach war es bei der Pariser Kommune das Proletariat der Stadt, das zu den Waffen griff. In Russland gab es die Rote Armee als eine Armee der Arbeiter und Bauern des Sozialismus in einem Land. In Albanien konnte sich die albanische Befreiungsarmee im Zweiten Weltkrieg auf die Sowjetarmee stützen, um ihrerseits den Sozialismus aufzubauen – noch in Zeiten als die Sowjetunion noch nicht revisionistisch war, wobei die albanische Armee auch weiterhin den Sozialismus siegreich verteidigte, als die Sowjetunion revisionistisch entartet war. Seit der revisionistischen Entartung des albanischen Sozialismus ist wieder eine Welt ohne Sozialismus entstanden, müssen also neue Formen des bewaffneten Kampfes entwickelt werden, um im internationalen Bürgerkrieg unter Führung des Weltproletariats im Bündnis mit den revolutionären Völkern gegen die globalisierten Mächte des Weltimperialismus mit den USA- Imperialisten an der Spitze zu siegen. Entscheidend wird dabei sein, in wie weit es der Weltrevolution gelingt, alle globalisierten Kräfte des Proletariats zu zentralisieren, um die qualitativ wie quantitativ überlegene internationale Konterrevolution im Augenblick ihrer größten Schwäche, ihrer Zerrissenheit durch innere Widersprüche der Führung, im Endstadium ihres Zersetzungsprozesses zu paralysieren, zu neutralisieren, zu zermürben und zu demoralisieren und schließlich zu entwaffnen. Die Frage der Zentralisation aller revolutionären Kräfte der Welt, der Internationalisierung der revolutionären Waffen wird ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage werden. Jede imperialistische, zusammengewürfelte Koalitionsarmee ist nicht so manovrierfähig und operativ einsetzbar wie eine geschlossene, einheitliche internationale Armee, allein was die Rekrutierung der Kräfte, der Reserven, der Massen usw. Anbelangt. Die internationale Armee des Proletariats ist faktisch in jedem Land potentiell verfügbar, während die Kräfte der Konterrevolution vergleichbare Massen über tausende von Kilometern transportieren müssten. Wir haben große potentielle Reserven an Massen als Defensivmitteln und Beweglichkeit von Defensivmitteln. Unsere internationale Beweglichkeit wird durch die Volksmassen in der ganzen Welt möglich und unsere Beweglichkeit wird sich mit jedem Augenblick steigern, wo es uns gelingt, diese Massen zu mobilisieren und zu zentralisieren. Aber nicht nur die Beweglichkeit des einzelnen Roten Weltarmisten, auch die der revolutionären Massen selbst setzt den Klassenbewusstseinsgrad des gesamten Weltproletariats voraus. Die moralische Anfälligkeit und Verwundbarkeit der imperialistischen Armeen hängt mit dem verfaulenden, parisitären und sterbenden Charakter des Imperialismus zusammen, dem sie dienen. Erst durch die Globalisierung des Weltimperialismus kann die weltrevolutionäre Armee in Bewegung gesetzt werden. Was die internationale Beweglichkeit anbelangt, so ist diese also in jeder Beziehung eine Eigenschaft des internationalen Proletariats. Die Beweglichkeit ist aber nicht nur eine notwendige Ergänzung der Massivität der zentralisierten Armeen aller revolutionären Völker, sie ersetzt sie eines Tages auch, wenn die imperialistischen Armeen geschlagen sind. Basis weltrevolutionärer Kriegskunst ist internationale Produktion und Kommunikation. Die moderne, weltrevolutionäre Kriegsführung setzt die Emanzipation des Weltproletariats und mit ihm die Emanzipation des Bauern voraus, sie ist der militärische Ausdruck dieser Emanzipation. Die Emanzipation des Weltproletariats wird eine eigene, neue Kriegsmethode erzeugen, wobei die anfängliche weltrevolutionäre Kriegsführung von der Kriegsführung des wirkliche emanzipierten Weltproletariats weit entfernt ist. Für die vollständige Beseitigung der Klassenunterschiede im internationalen Maßstab setzt die Globalisierung aller vorhandenen Produktionsmittel voraus. Gerade das aber setzt eine neue Art der Kriegführung ebenfalls voraus. Das Pentagon kann nicht durch ein Wunder beseitigt werden und auch nicht mit einer Bombe. Die heutige weltrevolutionäre Kriegswissenschaft muss ein ebenso notwendiges Produkt der neuen gesellschaftlichen Verhältnisse sein, wie die von Stalin geschaffene Kriegswissenschaft des Sozialismus in der Sowjetunion und die von Enver Hoxha geschaffene Kriegswissenschaft des Sozialismus in Albanien. „Wie es sich aber in der proletarischen Revolution für die Industrie nicht darum handelt, die Dampfmaschinen abzuschaffen, sondern sie zu vermehren, so für die Kriegführung handelt es sich darum, die Massenhaftigkeit und Beweglichkeit nicht zu vermindern, sondern zu potenzieren“ (Engels, MEW, Band 7, Seite 481). Die Voraussetzung für die weltrevolutionäre Kriegsführung sind globalisierte Produktivkräfte, so wie in der Vergangenheit die Produktivkräfte gesetzmäßig stets Voraussetzungen in der Vervollkommnung der Kriegsführung waren. Die Globalisierung der Produktivkräfte steigert die Kräfte des Weltproletariats, weswegen seine Unterjochung mit militärischen Mitteln von tag zu Tag immer schwieriger und schließlich unmöglich wird. Die Macht der neuen, durch die Abschaffung der Klassen zu erzeugenden Kriegführung muss darin bestehen, alle Völker der Welt in einer gigantischen Summe zu den Waffen zu rufen, was ohne die globalisierte Revolutionierung der Weltproduktivkräfte völlig unmöglich sein wird. Erst ein gigantisches Ausmaß der produktion setzt genügend Massd frei, um für die Waffe in der Hand freigestellt zu sein. Das ist ohne internationale Arbeitsteilung nicht zu bewerkstelligen. Die proletarische Weltarmee muss nicht nur in ihrer Masse und Ausrüstung, sondern auch in ihrer Beweglichkeit robuster, geschickter und intelligenter sein als alles, was die jetzige Gesellschaft bieten kann. All diese Voraussetzungen heute noch nicht zur Verfügung, können diese erst nach langen Jahren geschaffen werden. Aber potentiell ist das Weltproletariat bereits heute zu einer großen Armee herangewachsen, so dass es die zukünftigen Aufgaben seiner Kriegsführung auch bewältigen wird. Mit der globalisierten Kriegsführung des Weltimperialismus wird auch der internationale Bürgerkrieg schneller ausbrechen als heute noch erwartet, in den das Weltproletariat noch nicht seine vollen Kontingente werfen kann. Die ganze Sache wird sich aber Schritt für Schritt ausweiten, so wie sich auch die Greueltaten der internationalen Konterrevolution von Stufe zu Stufe über Hand nehmen werden. Die großen Kriege des Weltproletariats stehen ihm noch bevor.

Die moderne Kriegsführung des Proletariats ist also nicht als begrenzter Guerillakrieg in einem dünnbesiedelten, abgelegenen Gebiet möglich, und auch die maoistische Volkskriegstaktik ist dafür völlig ungeeignet. Das Proletariat muss sowohl innerhalb der imperialistischen Armeen operieren als auch in den Metropolen, muss die weut entfernten Versorgungs -und Nachschubwege der imperialistischen Truppen unbrauchbar machen, muss im eigenen Hinterland partisanenartig operieren, während die revolutionären Völker damit ihre Befreiungskriege koordinieren. Und bis zu einem gewissen Grade sogar verschmelzen unter einem zentralisierten Oberkommando. Die Völker und die Proletarier jedes Landes können den Heimatvorteil gegenüber fremden imperialistischen Okkupationstruppen vorteilhaft ausnutzen, wenn sie Hand in hand miteinander kämpfen. Es gibt unzählige Vorteile, über die die bestausgerüstetste konterrevolutionäre imperialistische Armee niemals verfügen kann.

Sicherlich sind die hochtechnisierten konterrevolutionären Kräfte anfangs besser ausgerüstet, aber im Verlauf des internationalen Bürgerkrieges würden unsere Kräfte sich vermehren, wären unsere Kräfte also auf längere Sicht doch die überlegenen Kräfte. Zumindest wären die Chancen der überlegenen Strategie und Taktik im Großen und Ganzen auf beiden Seiten gegeben, sowohl auf Seiten der internationalen Konterrevolution als auch auf Seiten der Weltrevolution, die am Anfang des internationalen Bürgerkrieges auf konterrevolutionärer Seite mehr Gewicht hätten, aber im Kriegsverlauf würde sich dieses Gewicht zu Gunsten der Weltrevolution verlagern. Die Weltrevolution wird neue Kriegsmittel und neue Kriegsführungen hervorrufen, die die jetzige internationale konterrevolutionäre Armee des USA-Imperialismus eines Tagesverblassen und ohnmächtig erscheinen lassen wird, denn die internationale Bürgerkriegführung ist das Produkt der proletarischen Weltrevolution. Ihre Voraussetzung ist die soziale und politische Emanzipation der Arbeiter und Bauern der ganzen Welt. Die Befreiung beider Klassen von den imperialistischen Fesseln ist nötig, um die proletarische Weltarmee aufzustellen. Die imperialistischen Armeen selbst liefern uns dafür das nötige Material an Waffen, Munition, Lebensmittel, um die nötigen Offiziere und Soldaten für unsere Armee auszubilden und aufzustellen.

Alte Formen der Roten Armee eines einzelnen sozialistischen Landes sind historisch abgeworfen worden, neue, internationalisierte, zentralisierte Kampfformen werden an Stelle der alten treten, die Bewaffnung des Sozialismus in einem Lande gestaltet sich um in die Bewaffnung des internationalen proletarischen Sozialismus. Zersetzung und Auseinanderfallen der zentralisierten Konterrevolution auf der einen Seite, Zentralisation und Zusammenschluss der weltrevolutionären Kräfte auf der anderen Seite. Der Ausgang des bewaffneten Kampfes dieser beiden Weltpole wird über das Schicksal der Menschheit entscheiden. Wird uns die Zentralisierung unserer internationalen sozialistischen Waffen nicht im ersten Anlauf gelingen, wird es die Konterrevolution retten und die schwärzeste Weltreaktion geben bis zum zweiten Anlauf, bis sich unsere Niederlagen in einen Sieg verwandelt haben, aber mit jeder Niederlage wird ein gründlicherer und sicherer Boden für die Emanzipation des Weltproletariats geschaffen.

Lenin betonte, „dass der Zentralismus notwendig ist zum erfolgreichen Kampf ( ...) gegen die sich immer enger zusammenschließende internationale [hervorgehoben vom Verfasser] Bourgeoisie“ (Lenin, Band 6, Seite 461).

16) Übergang der Quantität in die Qualität und vice versa/umgekehrt. (( 15 und 16 sind Beispiele von 9))



sprunghafte Entwicklung: Der Oktoberumsturz hat den qualitativen Sprung von einer schwarzen zu einer roten Armee bereits in einer relativ kurzen Zeitspanne vollzogen. Weltumsturz durch eine rote Weltarmee als qualitativer Sprung braucht „einige“ Jahre länger. Die sprunghaften Veränderungen können sich global nicht so rasch vollziehen wie in einem einzelnen Land. Es kommt zu vielen Rückschritten beim Aufbau der roten Weltarmee bevor sie ihre volle Kraft entfalten und sich sprunghaft nach vorn entwickeln kann. Bevor sich der Sozialismus weltweit ausdehnen konnte, wurde der „Sozialismus in einem Land“ sogar wieder in Kapitalismus zurückverwandelt, wurde die sozialistische Armee in eine kapitalistische Armee verwandelt. Doch in jedem Fall handelt es sich bei der Armee des Sozialismus in einem Lande um einen Sprung in der Entwicklung zur Armee des Weltsozialismus. Der Widerspruch in der Entwicklung der weltrevolutionären Armee ist die Einheit von ihrer Existenz und Nichtexistenz, ist das Wesen des Sprungs ihrer Entwicklung von der Armee des „Sozialismus in einem Lande“ zur Weltarmee des Sozialismus.

Im Kampf zwischen den revolutionären und konterrevolutionären Armeen reift ein Umschlagen , ein Übergang der Armeen des Imperialismus auf die Seite der Weltrevolution heran. Dies wird entscheidend sein für die Niederwerfung der weltimperialistischen Armeen. Deswegen muss sich die Komintern/ML der revolutionären Arbeit insbesondere in den imperialistischen Armeen widmen, muss sie im feindlichen Lager gegen die Erdrosselung der Weltrevolution kämpfen. „Es ist eine evidente Tatsache, dass die Desorganisation der Armeen und die gänzliche Lösung der Disziplin sowohl Bedingung wie Resultat jeder bisher siegreichen Revolution war“ (Engels, MEW, Band 27, Seite 353). Das trifft am allermeisten auf die proletarische Weltrevolution zu.



(?) 17. Welche grundlegenden Voraussetzungen sind notwendig, um die weltbolschewistischen Wesensmerkmale der Armee der Komintern/ML Welche Lehren ziehen wir aus den 12 Bolschewisierungsthesen des Genossen Stalin für ihren Aufbau und ihre Entwicklung

1. Es ist notwendig, dass sich die Armee des Weltproletariats als bewaffnete, politische Form der Klassenvereinigung des Weltproletariats betrachtet, die von der höchsten Form der Klassenvereinigung des Weltproletariats, der Kommunistischen Internationale / Marxisten-Leninisten geführt wird.

2. Es ist notwendig, dass die Armee der Weltrevolution, besonders ihre führenden Kader, sich der revolutionären Theorie des Marxismus-Leninismus ( nicht nur auf militärischem Gebiet) voll bemächtigt und die militärischen Praxis mit der marxistisch-leninistische Ideologie untrennbar verbindet.

3. Es ist notwendig, dass die revolutionäre Weltarmee die militärischen Losungen und Befehle nicht aus blindem Gehorsam oder auf Grund eingelernter Formeln aus historischen oder örtlichen Traditionen, sondern aus revolutionärem Klassenbewusstsein und politischer Überzeugung als Ergebnis von sorgfältigen Analysen der konkreten Kampfbedingungen und das Kräfteverhältnis zwischen den kämpfenden Kräften der bewaffneten Bewegung im internationalen Maßstab wie auch in den einzelnen Ländern . Dabei müssen die Erfahrungen des bewaffneten Kampfes aus allen Ländern verallgemeinert und diese Verallgemeinerung für die gegebene militärische Lage konkret angewandt werden.

4.Es ist notwendig, dass die internationale Sowjetarmee die Richtigkeit ihrer militärischen Losungen und Befehle im Feuer des revolutionären Kampfes der Massen überprüft.

5. Es ist notwendig, dass die gesamte Kampftätigkeit der internationalen roten Armee , besonders wenn anti-proletarische militärische Traditionen noch nicht überwunden sind, auf neue, revolutionäre Art umgestellt wird, darauf berechnet, dass jeder Kampfhandlung im Bewusstsein und Geist der Weltrevolution ausgeführt wird.

6. Es ist notwendig, dass die weltsozialistische Armee es in ihrer marxistisch-leninistischen Massenlinie versteht, die höchste Prinzipienfestigkeit ( nicht zu verwechseln mit Sektierertum!) mit einem Maximum an Verbundenheit und Kontakt mit den Massen ( nicht zu verwechseln mit Nachtrabpolitik!) zu verbinden, da es ohne diese Bedingungen für die roten Weltarmee unmöglich ist, nicht nur die Massen zu lehren, sondern auch von ihnen zu lernen, nicht nur die Massen militärisch auszubilden und bewaffnete Kämpfer zu rekrutieren und sie auf das Niveau der weltrevolutionären Armee zu heben, sondern auch auf die Stimme der Massen zu lauschen und ihre brennendsten Nöte zu erkennen.

7. Es ist notwendig, dass die proletarische Weltarmee es versteht, in ihrem disziplinierten Kampf eine unversöhnliche revolutionäre Einstellung (nicht zu verwechseln mit revolutionärem Abenteuertum und Putschismus!) mit einem Maximum an Elastizität und Manövrierfähigkeit ( nicht zu verwechseln mit militärischem Opportunismus und Kapitulantentum!) zu verbinden, da es ohne diese Bedingung für die Armee unmöglich ist, alle Formen des Kampfes und der Organisation zu meistern, die taktischen militärischen Tagesaufgaben mit den grundlegenden, strategischen Interessen des Weltproletariats zu verbinden, den nationalen Befreiungskampf mit der sozialistischen Weltrevolution zu vereinigen, den offenen Kampf mit dem Aufklärungskampf, die Offensive mit der Defensive, den hinten abgesicherten Angriff mit dem geordneten Rückzug zu meistern und den Kampf der Armee nach außen und innen zusammenhängend, entschlossen und wachsam zu führen. „Die Kunst der bolschewistischen Politik besteht keineswegs darin, wahllos aus allen Geschützen an allen Fronten zu schießen, ohne die Bedingungen der Zeit und des Ortes zu berücksichtigen, ohne die Bereitschaft der Massen zur Unterstützung dieses oder jenes Schrittes der Führung zu berücksichtigen. Die Kunst der bolschewistischen Politik besteht darin, Zeit und Ort geschickt auszuwählen und alle Umstände in Betracht zu ziehen, um das Feuer an der Front zu konzentrieren, an der am raschesten die größten Ergebnisse erzielt werden können“ (Stalin, Band 11, Seite 46, dt. Ausgabe).

8.Es ist notwendig, dass die weltbolschewistische Armee ihre Fehler nicht verhüllt, dass sie die Kritik nicht fürchtet, dass sie es versteht, ihre Kader an Hand ihrer eigenen Fehler zu verbessern und politisch-ideologisch richtig zu erziehen.

9. Es ist notwendig, dass die höchste Form der militärischen, internationalen Klassenorganisation es versteht, in den führenden Stab die besten Elemente der fortschrittlichen Kämpfer aufzunehmen, die genügend Heldenmut und Hingabe besitzen, um wahrhafte Vertreter der Bestrebungen des militanten Weltproletariats zu sein und die genügend Kampferfahrung haben, um wirkliche Führer der proletarischen Weltarmee zu werden, die fähig sind, die Taktik und Strategie des streitbaren Marxismus-Leninismus anzuwenden.

10. Es ist notwendig, dass die internationale Proletarierarmee die soziale Zusammensetzung aller ihrer Kampfverbände von unten bis oben systematisch verbessert und sich von zersetzenden opportunistischen Elementen reinigt, wobei sie die Erreichung einer maximalen Einheitlichkeit und Geschlossenheit im Denken und Handeln als Ziel vor Augen haben muss.

11. Es ist notwendig, dass die bolschewistische Armee der Kommunistischen Internationale eine eiserne proletarische Disziplin entwickelt, die auf der Grundlage der ideologischen Einheit des proletarischen Internationalismus, der Klarheit und Ziele der revolutionären Weltbewegung, die Einheit des praktischen Handelns und des bewussten Verhaltens jedes einzelnen roten Weltsoldaten zu den Aufgaben der ganzen Armee beruht.

12. Es ist notwendig, dass die rote Weltarmee die Durchführung ihrer eigenen Befehler und Direktiven systematisch und fest organisiert überprüft, da ohne diese Bedingungen die Gefahr besteht, dass sie ins Leere treffen, was nur dazu führen würde, das Vertrauen der weltproletarischen Massen und aller unterdrückten und ausgebeuteten Klassen zu ihrer eigenen Armee zu untergraben.

13. Es ist notwendig, dass jeder in der proletarischen Weltarmee von der Pike auf dienen muss. „Akademische Bildung“ ist kein Offizierspatent mit Anspruch auf einen entsprechenden Posten in der Armee. Da gibt es nur Vertrauensposten, die man sich erst einmal im Kampf selber erwerben muss – also nicht bloß durch Rednerttalent und theoretische Kenntnisse, sondern Vertrautheit mit den Bedingungen des bewaffneten Kampfes und Eingewöhnung in die Armee durch persönliche Zuverlässigkeit, Charaktertüchtigkeit und schließlich willige Einordnung in die Reihen der Kämpfenden – kurz: die Intellektuellen haben viel mehr von den Arbeitern zu lernen als diese von ihnen. Die Führung einer proletarischen Weltarmee kann selbstredend nur durch die Führung des Weltproletariats garantiert werden, und das eben heißt, Unterordnung aller anderen Klassen unter den Befehl der Arbeiterklasse. „Jeder, der auch nur ein wenig Erfahrung in der internationalen Bewegung hat, weiß, dass im Falle einer Spaltung derjenige, der sie hervorgerufen hat oder hervorgerufen zu haben scheint, in den Augen der Arbeiter immer unrecht hat“ (Engels, MEW, Band 22, Seite 72).

14. Es ist notwendig, die Kunst des internationalen Bürgerkriegs zu meistern, unser Möglichstes zu tun zu beweisen, dass wir in der revolutionären Armee auch etwas gelernt haben, dass bei den neuen, nicht kriegsgewöhnten Truppen die Länge der Dienstzeit bei der Roten Weltarmee über die allgemeine Kriegsverwendbarkeit und Tüchtigkeit zur Offensive entscheidet. Jeder Waffentaugliche und Wehrfähige soll international gleichermaßen zum revolutionären Militärdienst und politischer Schulung bei der Armee herangezogen werden – möglichst schon in Verbindung mit der militärischen Ausbildung während der Jugenderziehung [„Bei dem heutigen komplizierten Stand des Kriegswesens ist ohne militärische Vorbildung der Jugend an einen Übergang zum Milizsystem gar nicht zu denken“ MEW, Engels, Band 22, Seite 383).] -, wobei der typische militärische Drill der bürgerlichen Armeen, die „ Stechschrittparaden, Lametta“ usw. usf, also jeglicher militaristische, hohle Pomp, jede traditionelle Antiquität, jeder militärische Feteschismus völlig überflüssig und abzuschaffen sind. Auch das Gegenstück des Paradedrills, die sogenannte Soldatenschinderei und Schikane der Vorgesetzten muss ein für alle mal abgeschafft werden. Wir sind Gegner des Kasernenkommunismus. [„Es wird so viel geredet vom entscheidenden Wert der moralischen Faktoren im Krieg. Und was anders tut man im Frieden, als sie fast systematisch vernichten?“ (ebenda, Seite 395)]. Auch gegenüber den „Autoritäten“ mit sogenanntem militärischen „Fachurteil“ sollte man misstrauisch sein. Diese Erfahrung haben jedenfalls stets alle einfachen revolutionären Soldaten gemacht. Engels verspottete die künstlichen Eiertänze „die entsetzlich geschmacklosen, aber dafür um so heiliger gehaltenen Epauletten lieber auf dem Altar des Vaterlandes zu opfern als den Epaulettenträger selbst“ (MEW, Band 22, Seite 381).

15. Es ist notwendig, dass die internationale technische Revolution aller Waffengattungen mit der Revolutionierung ihrer internationalen Träger, der Überwindung konservativen Aberglaubens innerhalb der Armee, Schritt halten.

16. Es ist notwendig, dass alles mit einer Schnelligkeit durchgeführt wird, die allein den Erfolg sichert. Jede Aktion kann durch Verszögerung, Zaudern und Schwanken schon zu spät sein und um so leichter vom Feind zerschlagen werden. Jede Verschleppung und Beseitigung von Maßnahmen, die die Weltrevolution hätte weitertragen können, ist Verrat an der Revolution, die hart bestraft weren muss.

17. Es ist notwendig, nach dem Sieg oder bereits nach einem Teilsieg, Maßnahmen für die Massen zu ergreifen, die ihr Leben durch die Befreiung erleichtern, und die sie dazu veranlasst, sich den Kämpfenden anzuschließen.



Ohne diese und ähnliche Bedingungen ist die Bolschewisierung der Armee der Weltrevolution ein leerer Schall.



Fahneneid

des Roten Weltarmisten:

Als Rotarmist der Weltrevolution leiste ich diesen Fahneneid und schwöre feierlich, stets ein internationalistischer, ehrlicher, tapferer, disziplinierter, wachsamer Soldat zu sein, Militärgeheimnisse streng zu wahren, alle militärischen Dienstanordnungen und Befehle der Kommandeure, Kommissare und Vorgesetzten der Kommunistischen Internationale widerspruchslos auszuführen.

Ich schwöre, die Kriegskunst der Völker gewissenhaft zu erlernen, das Eigentum der Armee wie das aller Völker mit ganzer Kraft zu hüten und bis zum letzten Atemzug dem Weltproletariat und den Völkern dieser Welt treu zu sein.

Ich bin immer bereit, auf Befehl der Kommunistischen Internationale für die Verteidigung der Heimat aller Völker einzutreten und schwöre als Soldat der Roten Weltarmee, sie tapfer, umsichtig, mit Ehre und Würde zu verteidigen, ohne mein Blut oder sogar mein Leben zu schonen, zur Erringung des endgültigen Sieges über den Weltimperialismus.

Wenn ich diesen meinen feierlichen Eid jedoch böswillig breche, so mögen mich die strenge Strafe der Kommunistischen Internationale, der allgemeine Hass und die Verachtung der Werktätigen der ganzen Welt treffen.

Roter Soldatenbund (RSB) jeder Sektion der Komintern ML als Abteilung des Internationalen Roten Soldatenbundes (IRSB)





Andere bewaffnete Organisationsformen

Das kommunistische Milizsystem

proletarische Milizen



Lenin bezeichnete während des Aufstandes von 1905 die Arbeitermiliz als „einziges, festes Bollwerk der Revolution“ (Lenin, Band 9, Seite 435).

Lenin: „Wir (...) brauchen eine militärische Organisation von Agenten“ (Lenin, Band 5, Seite 536).

Erst eine kommunistisch eingerichtete und erzogene Gesellschaft kann sich dem Milizsystem sehr nähern und auch da noch niemals ganz erreichbar“ (Engels an Marx 1868, MEW, Band 32, Seite 21).

„Was die Miliz betrifft, so würden wir sagen: Wir sind nicht für eine bürgerliche, sondern für eine proletarische Miliz. Deshalb keinen Mann und keinen Groschen nicht nur für das stehende Heer, sondern auch für die bürgerliche Miliz auch in solchen Ländern wie die Vereinigten Staaten, die Schweiz, Norwegen usw., um so mehr, als wir selbst in den freiesten republkanischen Staaten die fortschreitende Verpreußung der Miliz, besonders seit 1907 und 1911, und deren Prostituierung zu Militäraufgeboten gegen die Streiks sehen. Wir können fordern: Wahl der Offiziere durch die Mannschaften, Abschaffung jeder Militärjustiz (...), weiter das Recht jeder, sagen wir, hundert Einwohner des Staates, freie Vereinigungen zur Erlernung des Kriegshandwerks zu bilden (...). Nur so könnte das Proletariat alles Militärische wirklich für sich und nicht für seine Sklavenhalter erlernen, was absolut in seinem Interesse liegt“ (Lenin, Band 23, Seite 81).

“Einführung des Milizsystems (...) - das heißt nach der Ersetzung des stehenden Heeres durch due allgemeine Bewaffnung des Volkes. Einzig und allein diese Maßnahme, die nicht über den Rahmen der bürgerlichen Gesellschaft hinausgeht, ist imstande, das Heer zu demokratisieren und die Sache des Friedens auch nur um einen Schritt ernsthaft voranzubringen“ (Lenin, Werke, Band 19, Seite 67).











8. Kapitel

Der marxistisch-leninistische Kampf

gegen den

militärischen Opportunismus



Jede Abweichung von der marxistisch-leninistischen Militärtheorie, dass die Klassen im Kapitalismus gewaltsame Mittel, bewaffnete Kampfformen und militärische Organisationsformen anwenden, gesetzmäßig anwenden müssen, um ihre Interessen durchzusetzen, jede Leugnung des militanten Charakter des Klassenkampfes, insbesondere des bewaffneten, proletarischen Klassenkampfes,

genauso umgekehrt

wie jede Abweichung, die den proletarischen Klassenkampf auf seinen militanten Charakter reduziert oder die Militärpolitik fetischisiert,

also jede Auffassung, die dem dialektischen Verhältnis aller Kampfformen, also aller bewaffneten und nicht bewaffneten Kampfformen, und ihrer verschieden kombinierten Anwendung je nach den sich verändernden Bedingungen im Klassenkampf widerspricht,

führt – wie die gesamte geschichtliche Erfahrung lehrt – zu bürgerlicher Ausartung jeder bewaffneten sozialistischen Bewegung – und folglich auch unausweichlich und gesetzmäßig zu ihrer militärischen Niederlage.



„Der Marxist steht auf dem Boden des Klassenkampfes und nicht des sozialen Friedens

Der dialektische Materialismus bewahrt vor Revisionismus, vor rechten, „linken“ und zentristischen Handlungen

Plechanows Opportunismus in der Frage des Aufstandes: „Man hätte nicht zu den Waffen greifen sollen.“

Die „Theorie“ der Spontaneität ist die Theorie des Opportunismus, die Theorie der Anbetung der Spontaneität der bewaffneten Arbeiterbewegung, die Theorie der tatsächlichen Leugnung der führenden Rolle der Avantgarde der Arbeiterklasse, der Partei der Arbeiterklasse. Jeder Kampf der Arbeiterklasse ist letztendlich zum Scheitern verurteilt, wenn er nicht von der Avantgarde der Arbeiterklasse geführt wird. Spontaneismus führt die Truppen früher oder später geradewegs in die Arme des Feindes. Der Opportunismus auf dem Gebiet der Spontaneität verfolgt stets die Linie des „geringsten Widerstandes“, der Zweifel an den militärischen Aktionen, das Zaudern und Hin- und Herschwanken usf. usf., der Ablehnung disziplinierten, geplanten und bewussten Vorgehens, der lieberalen Haltung gegenüber den selbst gemachten Fehlern. Der Opportunismus will nicht, dass die Partei bei den militärischen Aktionen des Proletariats vorangeht, weil er das als Gängelung, als Aufzwingen eines fremden Willens usw. Ablehnt. Die Theorie der Spontaneität ist die Theorie von der Herabminderung der Rolle des bewussten Elements in der Armee und in jeder Kampfeinheit, ist Nachtrabpolitik.

Die Opportunisten neigen dazu, die Kräfte des Gegners zu überschätzen und die eigenen Kräfte zu unterschätzen und können damit in der revolutionären Truppe, die ja dem protzigen Gegener meistens in vielem unterlegen ist und der es an an vielem mangelt, großen Schaden an Demoralisierung anrichten..

Gegen den rechten militärischen Opportunismus

Engels charakterisierte in kurzen Worten die reaktionäre Haltung des Kleinbürgertums gegenüber dem bewaffneten Kampf :

„Die kleine Bourgeoisie, hätte es von ihr abgehangen, würde schwerlich den Rechtsboden des gesetzlichen, friedlichen und tugendjaften Kampfes verlassen und statt der sogenannten Waffen des Geistes die Musketen und den Pflasterstein ergriffen haben. Die Geschichte aller politischen Bewegungen seit 1830 in Deutschland wie in Frankreich und England zeigt uns diese Klasse stets großprahlerisch, hochbeteuernd und stellenweise selbst extrem in der Phrase, solange sie keine Gefahr sieht; furchtsam, zurückhaltend und abwiegend, sobald die von ihr angeregte Bewegung von anderen Klassen aufgegriffen und ernsthaft genommen wird; um ihrer kleinbürgerlichen Existenz willen die ganze Bewegung verratend, sobald es zum Kampfe mit den Waffen in der hand kommt – und schließlich infolge ihrer Unentschlossenheit stets vorzugsweise geprellt und misshandelt, sobald die reaktionäre Partei gesiegt hat“ (MEW, Band 7, Seite 112).

Er warf den Führern des Parlametarismus vor, dass sie durch parlamentarische Methoden das zu erreichen vorgaben, was nur mit revolutionären Methoden, mit Waffengewalt erreicht werden kann. Marx und Engels kritisierten scharf den bürgerlichen Parlamentarismus und erläuterten gleichzeitig die Taktik der revolutionären Parlamentsabgeordneten, deren wichtigste Aufgabe die organische Verbindung der parlamentarischen Tätigkeit mit dem außerparlementarischen Kampf der Volksmassen ist.

Der dialektische Materialismus bewahrt vor Revisionismus, vor rechten, „linken“ und zentristischen Handlungen

Was ist militärischer Rechtsopportunismus? Gibt es einen revisionistischen Volkskrieg ???????

Der spontaneistische Befreiungskrieg wendet sich gegen die Führung der bolschewistischen Partei, wendet sich dagegen, den bewaffneten Kampf der Massen auf das Niveau des proletarischen Klassenbewusstseins zu heben, wendet sich gegen den Kampfstab der bolschewistischen Partei. Der spontaneistische Volkskriegstheorie ist dafür, dass die Marxisten-Leninisten die Bewegung nicht „hindern“, nicht „indoktrinieren“ sollen, dass die Volkskriegsbewegung ihren eigenen Weg gehen soll, hinter der die bolschewistische Partei hinterherzutrotten hat. Diese militärische Nachtrabpolitik ist die Grundlage jeder Art von Opportunismus in allen militärischen Fragen, die das Proletariat zu lösen hat. Der spontane bewaffnete Kampf, die Theorie der Anbetung der Spontaneität des bewaffneten Kampfes ist eine Theorie der tasächlichen leugnung der führenden Rolle der Avantgarde der Arbeiterklasse. Nur jener bewaffnete Kampf , der von einer bolschewistischen Partei geführt wird, kann den Kapitalismus besiegen. Die Beseitgung der Unvermeidbarkeit imperialistischer Kriege ist nur durch die bolschewistische Weltpartei und ihre Sektionen möglich.



Die Sozialimperialisten führten Eroberungskriege unter dem Deckmantel der Befreiung unterdrückter Völker



Revisionismus und der „friedliche Weg“ zum Sozialismus

„Eine friedliche Entwicklung zum Sozialismus kann es nicht geben“ (Lenin, Band 29, Seite 352).

Die Anerkennung der Notwendigkeit, den Klassenkampf bis zur Diktatur des Proletariats zu führen, bildet den Eckstein der marxistisch-leninistischen Theorie von der Umgestaltung der kapitalistischen in eine sozialistische Gesellschaft. Der Marxismus-Leninismus ist mit der opportunistischen Vorstellung unvereinbar, wonach der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus auf friedlichem Wege, durch ein Hineinwachsen des Kapitalismus in den Sozialismus, durch eine parlamentarische Abstimmung oder durch Überzeugungsarbeit unter den kapitalistischen Ausbeutern , ihr Mitwirken am Sozialismus usw., verwirklicht werden könnte. Keine Abstimmung, kein Parlament, kein Bitten und Betteln ist imstande, die Bourgeoisie davon zu überzeugen, dass es besser für sie und für uns alle sei, ihre die Macht freiwillig abzugeben und das Kapital friedlich abzutreten. Lenin lehrte, dass der Sozialismus ohne Klassenkampf nicht zu verwirklichen sei, dass die Ausbeuter nicht widerstandslos von der Bühne abtreten werden, dass die Anerkennung des bewaffneten Klassenkampfes das einzig richtige Programm der marxistisch-leninistischen Partei darstelle. Wenn es aber möglich wäre, friedlich in den Sozialismus überzugehen, dann bräuchten wir keinen bewaffneten Kampf zu führen, bräuchten wir keine Diktatur des Proletariats, bräuchten wir keinen Marxismus-Leninismus, aber eher gehen die Imperialisten durch ein Nadelöhr als dass sie ihr kapitalistisches Privateigentum, das sie sich mit ihren gierigen Vampirzähnen aus dem Blut der Völker gesogen haben, wieder freiwillig an die Völker zurückgeben, damit diese in Freiheit und Wohlstand leben können. Friede, Freude, Eierkuchen – das ist der süßliche Stoff, aus dem die Bourgeoisie ihren revisionistischen Trunk für das Proletariat gebraut hat, um dessen Bewusstsein zu betäuben. Der Revisionismus soll den Kapitalismus retten, soll ihm einen Bärendienst erweisen, aber nicht umsonst heißt es, „ein dienstfertiger Bär ist schlimmer als ein Feind“. Die Harmonisierung der Klassengegensätze ist im Rahmen des Kapitalismus völlig unmöglich – deswegen die marxistisch-leninistische Theorie vom bewaffneten Klassenkampf. „Kann man die Kapitalisten verdrängen und die Wurzeln des Kapitalismus vernichten ohne erbitterten Klassenkampf? Nein, das kann man nicht“ (Stalin, Band 12, Seite 29). Kann das Proletariat durch demokratische Abstimmungsmehrheit über die Waffen bestimmen, können aus den Reihen der Soldaten Soldatenräte gewählt werden, die ihre Waffen legal unter ihre eigene Kontrolle bringen, kann es ohne erbitterten Klassenkampf den Einsatz der Waffen für imperialistische Krieg verhindern, kann man den Kapitalismus, seine Armeen, seinen Machtapparat friedlich entwaffnen? Nein, das kann man nicht, das sind Lügenmärchen der Revisionisten, um den bewaffneten Klassenkampf des Proletariats zu ersticken und zu sabotieren.

Verrostetes Waffenarsenal des Revisionismus über Bord werfen und neue Arten von Waffen schmieden. Ohne den ideologischen Kampf gegen den Neo-Revisionismus vorzubereiten, kann man gegen den Weltimperialismus nicht in den Krieg ziehen.

Der Sieg der Revisionisten in den sozialistischen Ländern Sowjetunion und in Albanien bedeutete einen Sieg des Weltimperialismus. Der Sieg der Weltreaktion über den Sozialismus hemmte die internationale gesellschaftliche Entwicklung, entfernte unfehlbar den Zeitpunkt, wo die Arbeiter ihren sozialistischen Siegeszug fortsetzen bzw. zur Zurückeroberung ihrer Macht zu gelangen, behinderte den Entwicklungsprozess der Weltrevolution.

Es ist ein erzopportunistischer Standpunkt, dass der „Friedens“kampf nach außen auch dem Friedenskampf nach innen, dem „sozialen Frieden“ dient, was nichts anderes heißt, als die Unterordnung des Weltproletariats unter die Weltbourgeoisie, die Besänftigung des Weltproletariats, die weitere Existenz des Weltkapitalismus – also Friedenskampf zur Vermeidung des internationalen Bürgerkriegs, anstatt Ausnutzung des Friedenskampfes zur Beschleunigung des Untergangs des Kapitalismus. Das Weltproletariat ordnet die Friedenslosung der Losung des internationalen Bürgerkrieges unter, denn Frieden bedeutet im Kapitalismus nur Atempause zwischen den Kriegen, während der Bürgerkrieg der Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Kriege dient. Die proletarische Friedenslosung ist also unlösbar mit der proletarischen Bürgerkriegslosung zu verknüpfen, wenn sie nicht dem Opportunismus geopfert werden soll.

Die Opportunistren billigen den bewaffneten Aufstand nicht und verurteilen ihn als eine besondere Form des Militarismus und des Krieges

Lenin lehrte, „dass der Militarismus nie und keinesfalls auf irgendwelche andere Art und Weise überwunden und abgeschafft werden kann als durch den siegreichen Kampf eines Teils des Volksheeres gegen den anderen Teil. Es genügt nicht, den Militarismus zu verwünschen, zu verfluchen, `abzulehnen` , seine Schädlichkeit mit der Kritik der Argumente zu beweisen, es ist dumm, den Dienst friedlich zu ver