Schulungstexte der Komintern ML

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16. 4. 2005

Dies ist leider immer noch nicht die beendete Fassung - bis zur endgültigen Fertigstellung wird der umfangreiche Text hier auf der Homepage von Zeit zu Zeit ergänzt und verbessert

Wolfgang -



I. Teil

Lehrbuch

über die marxistisch-leninistischen Grundlagen der

weltproletarischen Militärwissenschaft

und über die Kunst der

weltrevolutionären Klassenkriegsführung

zur Anwendung

für die internationale Befreiung und Emanzipation der Arbeiterklasse,

für die Eroberung der Diktatur des Weltproletariats durch den bewaffneten Sturz der Herrschaft der Weltbourgeoisie und deren Entwaffnung,

für die Beschlagnahme, Enteignung und Vergesellschaftung allen weltimperialistischen Reichtums sowie die vollständige internationale Abschaffung des Privateigentums,

für die Zurückschlagung der internationalen Konterrevolution, die Verteidigung der Diktatur des Weltproletariats und des Weltsozialismus



August 2004

Wolfgang Eggers

(gewidmet dem Gründer des RSB – Genosse J. E.)


Die entschiedensten Kommunisten sind die mutigsten Soldaten!

Hoch die revolutionäre Tradition des bewaffneten Kampfes der Arbeiter und der Völker aller Länder!

Unsterblicher Weltruhm und Weltehre allen gefallenen revolutionären Freiheitskämpfern und Soldaten ! Ihr Blut ist nicht umsonst geflossen. Wir schöpfen aus ihrem Heldenmut die ganze revolutionäre Kraft unseres eisernen Willens und unserer flammenden Herzen, um ihren Kampf siegreich zu Ende zu führen!

Für Weltrevolutionäre gibt es keinen Kampf ohne Opfer. Weltrervolutionäre fallen – es lebe die Weltrevolution!





Heer der Sklaven, wache auf !

Völker hört die Signale,

auf zum letzten Gefecht,

die Internationale erkämpft das Menschenrecht!“

( aus: Lied der Internationale)



Inhaltsübersicht



1. Kapitel

Die Definition der Theorie und Praxis des bewaffneten internationalen Klassenkampfes

und die weltproletarischen, internationalistisch- militärischen Losungen



2. Kapitel

Die Klassiker über die Grundlagen

der

marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft

und über die Kunst der

weltrevolutionären Kriegsführung

Marx und Engels

Lenin

(in Arbeit)

Stalin

(nocht nicht fertiggestellt)

Enver Hoxha

(noch nicht fertiggestellt)



3. Kapitel

Die militärischen Kampfformen

und Waffen

der revolutionären Arbeiterklasse und der revolutionären Völker



Dialektik des bewaffneten Klassenkampfes

Über die Gewalt

Über Bewaffnung und Entwaffnung

Demonstrationen, Streiks und Generalstreiks

Der Aufstand

Der Bürgerkrieg

Partisanenkampf und Guerillakrieg (unvollständig)

Der nationale Befreiungskrieg (unvollständig)

Die sozialistische Revolution in einem Land (unvollständig)

Die sozialistische Weltrevolution

Der sozialistische Krieg

(noch nicht fertiggestellt)

Die weltproletarischen Klassenkriege

(nich nicht fertiggestellt)



4. Kapitel

Die Weltorganisationen der Proletarier aller Länder und ihre militärische Mission

Erste Internationale

Zweite Internationale

Komintern

(unvollständig)

Komintern/ML

(noch nicht fertiggestellt)



5. Kapitel

Aufbau und Organisation der Roten Armee der Sowjetunion Lenins und Stalins

(noch nicht fertiggestellt)





6. Kapitel

Aufbau und Organisation der albanischen Volksarmee Enver Hoxhas

(noch nicht fertiggestellt)



7. Kapitel

Die Rote Weltarmee der Kommunistischen Internationale (in Rohfassung fertig)

und andere bewaffnete Organisationsformen (noch nicht fertiggestellt)



8. Kapitel

(wird vielleicht [?] in den anderen Kapiteln mit eingearbeitet und hier nicht als Extrakapitel verbleiben)

Der Kampf der Marxisten-Leninisten

gegen den Revisionismus und den militärischen Opportunismus

Gegen den rechten militärischen Opportunismus

Gegen den „linken“ militärischen Opportunismus

Gegen den zentristischen/versöhnlerischen militärischen Opportunismus




Anmerkung vorweg „über den Leserkreis“

Vor dem Lesen dieses Schulungstextes bin ich einmal so frei, den möglichen Leserkreis in drei Kategorien einzuteilen und bitte um einen kleinen Moment (ge)duldiger Nachsicht.



Auf ein knappes Wort vorweg an den Leser der ersten Kategorie:

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame! Sollte es Ihnen der seltene Zufall erlaubt haben, dieses noch geschlossene Buch in der Hand zu halten, so wird Ihnen auch beim Öffnen sein Inhalt wohl eher verschlossen bleiben. Sie gehören nicht (pardon, „Gott sei dank“ nicht) dem bescheidenen internationalen Leserkreis von über einer Milliarde Menschen an, für die es geschrieben wurde. Sie befinden sich zur Zeit noch in der glücklichen Lage, einem kleinsten, feinsten ( und, nochmals pardon, das reimt sich so schön weiter: gemeinsten!) auser(/ge)lesenen Stand anzugehören, der es nicht nötig hat, sich mit einem Lesestoff zu begnügen, der von ihnen als billige Massenware, als billige Propaganda der Massen, sowieso niemals gebilligt wird. Kurz: Folgen Sie meinem gut gemeinten Rat und tun Sie sich (und mir) den Gefallen – legen Sie bitte das Buch beruhigt wieder zur Seite ( Sie werden noch früh genug erfahren, was drin steht!). Auf (nimmer) Wiedersehen ! Hoch(ver)achtungsvoll – der Verfasser.



Auf ein aufmunterndes Wort vorweg an den Leser der zweiten Kategorie:

Sehr geehrte Ermittler vom Verfassungsschutz, von den Geheimdiensten!, sehr geehrte Terroristenfahnder und Testamentvollstrecker der Ziele der Weltrevolution !

Meine lieben Spitzel, Denunzianten und Verräter in den Reihen unserer revolutionären Bewegung!

Ob Sie sich nun freuen, dass es mit diesem Lehrbuch neue sensationelle, alarmierende und höchst gefährdende und verdächtige „Erkenntnisse“ für Sie gibt, mit denen Sie sich bei Ihrem Vorgesetzten goldene Lorbeeren verdienen und glänzen können - oder ob Sie das anstrengende Studium dieses Buches verfluchen, weil Sie diese durchgekaute, alte Propaganda-Scheiße` nach dem hundertsten Mal gelesen am liebsten schon vorher auskotzen möchten, aber sich zu übergeben, ihnen ja die Dienstpflicht verbietet, kurz, es tut mir alles schrecklich Leid, Ihnen so viel Unannehmlichkeiten zu machen und Sie zu allem Ärger am Ende noch enttäuschen zu müssen, weil sich nichts Konkretes zur Handhabe finden ließ. Aber vielleicht helfen ihnen diese persönlichen, an Sie gerichteten Worte, Ihren Eifer etwas aufzupeppen und Ihre Zeit mit dem Buch nicht all zu langweilig werden zu lassen.

Ich kann die Revolution weder auf Ihre Bestellung hin herbeischreiben noch herbeibomben. Ich kann mich Ihnen, selbst wenn ich wollte, gar nicht auf dem Silbertablett servieren und Sie mich damit nicht vom Observieren zum Abservieren überführen. Ich fasse keine Bombe an, sondern lediglich nur das schon geschriebene Wort zusammen, was jeder auch ohne mich überall auf der Welt zu wissen bekommen kann. Das was ich beschreibe und wovor Sie sich so sehr fürchten, kommt nicht von mir, sondern von Millionenmassen und zwar ganz von allein, ohne dass ich mich in irgendeiner Weise, durch irgendeine „staatsfeindliche Aktivität` verdächtig zu machen brauche.

Und ich habe alle Zeit der Welt und warte nur den Augenblick ab, bis ihr euch selber in den Dreck geritten habt wie eure Kollegen vom Stasi, die – einst eure Rivalen, nun national wieder vereint - euch gute Dienste leisten, weil ihr sie barmherzig aufgenommen und nicht habt arbeitslos werden lassen. Mir stand in all den Stunden dieser meiner Arbeit nicht der Sinn danach, euch mit unnötiger Beschäftigung eure ablaufende Lebensfrist zu verlängern.

Die eigenen politischen Erfahrungen der Millionenmassen mit Ihnen sind das Grundgesetz, das sie selber revolutionär gegen Sie in Bewegung setzt, von deren militärischen Organisierung hier die Rede sein wird, und nicht etwa das Grundgesetz des Bombenwerfens von einer Handvoll zu globalisierender Verschwörer. Die können Sie meinetwegen über den ganzen Erdball jagen, aber nicht die Millionenmassen, das können Sie nicht! Wenn ihr Spitzel im Volk so weit abdreht, euch ein „Volk in Spitzeln“ erschaffen zu wollen wie in der ehemaligen sozialfaschistischen DDR, dann wird das Volk die Spitzel nicht nur verjagen wie dort geschehen, sondern – wie noch geschehen wird - die Unvermeidbarkeit eures Daseins für immer beseitigt sein – für euch leichter verständlich: Arbeitslosigkeit für Spitzel für alle Ewigkeit! Ob ihr dies nun überhaupt begreift, ob ihr das nun zur Kenntnis nehmen wollt oder nicht, guckt euch lieber jetzt schon nach einem neuen Job um, bevor wir das für euch besorgen müssen.

Sie werden sehen, ein Verfassungsschutz, der die Verfassung eines Staates schützt, der nichts anderes schützt als das kapitalistische Privateigentum, liefert uns mit all seiner Plackerei letztendlich nur `Schützenhilfe` für den Verfassungsschutz des zukünftigen Staates, der das kapitalistische Privateigentum samt kapitalistischen Verfassungsschutz abschafft; kurz: der Verfassungsschutz selbst liefert uns die Mittel, mit denen wir uns vor ihm schützen.

Sollten Sie dieses Lehrbuch wirklich begriffen haben, dann werden Sie sicherlich vom voreiligen Glauben abgekommen sein, hier freiwillig preisgegebene Geheimnisse entdeckt zu haben. Es handelt sich hier nicht um das „Nähkästchen-Geplauder“ eines „Terroristen“. Seien Sie vielmehr gewiss, dass der millionenstarke Gegner, von dem in meinem Buch die Rede ist, seine Geheimnisse nicht jedem auf die Nase binden wird, und Ihnen schon gar nicht. Wenn Sie aber trotzdem dem Irrglauben erlegen sind, dass ihnen der eine oder andere Hinweis weiterhilft, ihren Kopf und den der Klasse, der Sie dienen, aus der Schlinge zu retten, dann schicken Sie mir – aber bitte möglichst vorher noch - Ihr Dankesschreiben.

Das zum Verfasserschutz....

Weiterhin viel Spaß bei den `Ermittlungen`.





Auf ein offenes und ehrliches Wort vorweg an die „Zielperson“, den Leser der allerbesten Kategorie, die sich ein Buchautor wünschen kann:

Arbeiter, in der ganzen Welt!

Hast du deine Waffe schon erkannt?

Deine Waffe richtet sich gegen die Bourgeoisie zur Verteidigung der Existenz deiner Proletarierklasse - nur aus dem einzigen Grund, nämlich dir damit deine Macht zu schaffen, ohne die du die ökonomischen Grundlagen der Existenz aller feindlichen Klassen nicht vernichten kannst. Du musst mit deiner Waffe erst deine Klasse emanzipieren, bevor du dich als Mensch emanzipieren kannst. Nur so hast du endlich aufgehört, nur ein „Arbeiter“ und sonst nichts zu sein. Nur so erschaffst du dir eine klassenlose und waffenlose Gesellschaft, in der du als Mensch einfach „nur“ Mensch sein kannst, wo du wirklich frei bist, wo du frei sein kannst, ohne jemals wieder dazu verdammt zu sein, nur das lebendige Anhängsel und entfremdete Instrument deiner Klasse sein zu müssen. Alle Menschen sind erst gleich wie du, wenn sie endlich durch dich aus dem Schattendasein ihrer Klassenzugehörigkeit heraustreten können, sich als wirkliche Menschen emanzipieren und sich nie wieder begegnen müssen als Angehörige dieser oder jener Klasse im Kampf der eigenen Klasse gegen die Angehörigen dieser oder jener anderen Klasse. Und wem allein auf dieser ganzen Welt gebührt die Ehre, dieses großartigste Werk der Menschheitsgeschichte - die kommunistische Gesellschaft - zu vollbringen? Diese Ehre gebührt einzig und allein – nur dir !!! Und wie verwirklichst du dir diesen Traum? Nur auf dem einzig möglichen Weg – auf dem schweren, aufopferungsvollen Weg deines bewaffneten Kampfes gegen die herrschenden Waffen !!! Das ist der ganze Sinn und Zweck, wozu du deine eigene proletarische Militärtheorie gebrauchen musst – die Militärtheorie des Marxismus-Leninismus. Und wie kannst du sie gebrauchen? Du kannst sie nur unter der Bedingung und in dem Augenblick gebrauchen, wo du dich selbst als Soldat in die große Armee des Weltproletariats einreihst ! Wenn du also ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorziehst, dann wird das Blut der Arbeiter all deiner vorangegangenen Generationen nicht umsonst geflossen sein für deine Befreiung und für die Befreiung der Menschheit überhaupt. Wir Soldaten, wir Arbeiter, wir Bauern führen unseren eigenen, gemeinsamen internationalen Befreiungskrieg, einen revolutionären Weltkrieg für unsere Freiheit, für die Freiheit aller Unterdrückten und Ausgebeuteten in dieser Welt! Das Weltproletariat als Klasse stirbt letztlich nicht in Unfreiheit, sondern nur durch seine eigene siegreiche Befreiung vom Weltkapitalismus.

Also setze dich hin und studiere dieses Buch, damit du weißt, warum und wie du die Waffe gebrauchen sollst.

Arbeiter, vorwärts zur proletarischen Weltrevolution! Es lebe die Rote Weltarmee des Proletariats!







Begleitwort

zu diesem Lehrbuch

Dieses Lehrbuch dient dem Weltproletariat im Kampf für seine Befreiung. Es soll im revolutionären Weltproletariat Verständnis dafür wecken, dass es sich für seinen militärischen Befreiungskampf theoretisch wappnen muss und den Marxismus-Leninismus somit als eine Anleitung auch zu seinem militärischen Handeln zu begreifen, da sonst die wirkliche Erfüllung seiner historischen Weltmission unmöglich ist. Es ist insbesondere die Aufgabe der Kommunistischen Internationale und ihrer Sektionen, durch Agitation und Propaganda die Notwendigkeit der Verbindung zwischen dem bewaffneten Kampf der revolutionären Arbeiterweltbewegung und der internationalen, marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft nicht nur den Arbeitern, sondern auch den Bauern und ganz besonders den Soldaten überall auf der Welt überzeugend darzulegen, damit Hammer, Sichel und Gewehr zu einer geballten internationalen Kraft heranwächst, stark genug um den Sieg der proletarischen Weltrevolution zu erringen.

Als Parteipolitiker betrachte ich die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft in diesem Lehrbuch hauptsächlich vom Parteistandpunkt, vom Standpunkt der Klassengebundenheit der weltproletarischen Parteilichkeit aus. Das Lehrbuch versucht also, dem objektiven Zusammenhang von militärischer Wissenschaftlichkeit und Parteinahme für die bewaffneten Interessen des Weltproletariats zu entsprechen.

Ich kann den Militärexperten nicht zufriedenstellen, weil ich kein Militärexperte bin und bisher noch nicht einmal einen einzigen Schuss mit der Waffe abgefeuert habe. Jedem, der einigermaßen mit dem Militärleben aus eigener Erfahrung vertraut ist, also nicht nur dem Militärexperten, springt dieses Manko in jeder Zeile sofort ins Auge. Wer trotzdem einigermaßen Nutzen aus diesem Lehrbuch ziehen kann, wird mir diesen Mangel hoffentlich verzeihen. Wenn wir den militärischen Nutzen hervorheben, möge man uns nicht böswillig unterstellen, damit die Militärtheorie zu überschätzen oder ihr gar wundersame Allheilkräfte anzudichten. Wenn dieser Eindruck entstehen sollte, dann war das bestimmt nicht beabsichtigt. Die Militärtheorie ist ja nur ein Teil des Marxismus-Leninismus insgesamt und kann also auch nur seinen begrenzten Teil beitragen, aber: auf diesen Teil zu verzichten, ihn etwa auszuklammern, würde bedeuten, den Marxismus-Leninismus zu verstümmeln, ihn eines wesentlichen Elements zu berauben, ihn untauglich zu machen, woran ja seit Bestehen des Marxismus-Leninismus von ihren Feinden herumgebastelt wird, insbesondere von den Revisionisten. Das Problem ist ja gegenwärtig nicht die Überschätzung, sondern die Unterschätzung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie, ist ihre Schwächung, ja ihr jahrzehntelanges Dahinvegetieren. Das Lehrbuch möchte also ein Beitrag dazu leisten, die Militärtheorie wieder auf den Platz zu heben, der ihr gebührt – nicht mehr und nicht weniger.

Vor allem werden diejenigen Leser dieses Lehrbuch zu schätzen wissen, die sich darin noch weiter hineinzudenken verstehen, die dadurch zum eigentlichen Kern, zum eigentlichen Wert dieses Lehrbuchs vordringen werden: die Nutzbarmachung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie für die Herausbildung der Kommunistischen Internationale als Weltkampfpartei, als schärfste Waffe der internationalen Organisierung des Klassenkampfes des Weltproletariats. Die schärfste Waffe der Proletarier aller Länder ist ihre organisierte Einheit - geformt zu einer vereinigten, bewaffneten Kampfpartei. Die Schaffung der höchsten Organisierungsform des Weltproletariats als Instrument zur Verwirklichung der höchsten Form seines Klassenkampfes, die Ausstattung des Weltproletariats mit einem politisichen Generalstab, ist nur auf der allgemeinen Grundlage des Marxismus-Leninismus, zu der bis zu einem gewissen Grade auch die Grundlagen der militärischen Erkenntnisse des Weltproletariats gehören. Schaffung der weltproletarischen Militärtheorie zum Zwecke der methodisch sauberen Anwendung durch die Kommunistische Internationale zunächst für die Kommunistische Internationale selbst, als führende politische Waffe des Proletariats, das ist die Voraussetzung dafür, dass die Kommunistische Internationale für die sozialistische Weltrevolution überhaupt erst richtig kampffähig wird, dass sie das Weltproletariat überhaupt in die politische Lage bringen kann, die weltrevolutionäre Militärtheorie ihrem eigentlichen Zweck im bewaffneten Klassenkampf zuzuführen: Wenn das Weltproletariat nicht seine marxistisch-leninistischen Militärtheorie als unverzichtbares Hilfsmittel (aber nicht als ausschließliches, sondern als eines von vielen anderen Hilfsmitteln!) dazu benutzt, seine Kommunistische Internationale als politische Waffe zu schmieden, wird es die Welt auch mit der besten weltrevolutionären Militärtheorie nicht vom Imperialismus befreien können, wird die Kommunistische Internationale nicht zur kriegführenden Weltpartei heranwachsen, wird es auf der Welt weder Sozialismus, noch Kommunismus geben KÖNNEN. Nur wer dies wirklich begriffen hat, der wird auch den eigentlichen Wert dieses Lehrbuches zu schätzen wissen, wird daraus den größtmöglichen Nutzen für das Weltproletariat ziehen , wird sich zum weltrevolutionären Marxisten-Leninisten, zu einem wirklichen Führer der bewaffneten sozialistischen Weltrevolution entwickeln können. Man kann nicht ernsthaft Führer des Weltproletariats sein, es kann keine wirkliche Kommunistische Internationale geben, wenn man sie nicht mit der marxistisch-leninistischen Militärtheorie ausstattet, wenn sie es nicht versteht, diese Theorie zu meistern, das heißt sie siegreich anzuwenden. Das Lehrbuch ist also insbesondere für den marxistisch-leninistischen Weltberufsrevolutionär geschrieben worden, für den Erbauer der Kommunistischen Internationale, für den Kämpfer der sozialistischen Weltrevolution.

Schafft sich das Weltproletariat seine Weltberufsrevolutionäre zum Aufbau der Kommunistischen Internationale, dann wird die Welt aus den Angeln gehoben! Die Welt aber aus den Angeln heben zu wollen, ohne sich mit dem Rüstzeug der marxistisch-leninistischen Militärtheorie zu wappnen, ist und bleibt eine leere revolutionäre Phrase! Wer die Auffassung vertritt, dass die Kommunistische Internationale ohne marxistisch-leninistische Militärtheorie auskommen könne, wer sie - wie Kautsky - auf die Rolle eines „friedlichen“ Instruments reduziert und nicht ebenso als führendes Kriegsinstrument des revolutionären Weltproletariats anerkennt , der hat nicht kapiert, wozu das Weltproletariat seine Kommunistische Internationale braucht.

Was also die Grundlagen des Marxismus-Leninismus, die weltanschaulich-parteiliche Seite des bewaffneten Kampfes, die ideologisch-politischen Grundpfeiler der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft angeht, so ist dieses Lehrbuch hoffentlich brauchbar, insbesondere als militärpolitische Grundlage für die Strategie und Taktik der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution. Dieses Lehrbuch möchte daher ein bescheidener Beitrag zur Ergänzung der Generallinie der Komintern/ML auf militärpolitischem Gebiet sein. Das Lehrbuch enthält bereits die wichtigsten Ideen für ein noch auszuformulierendes Militärprogramm der Kommunistischen Internationale. Dieses Lehrbuch ist die erste umfassende Abhandlung über die weltproletarische Militärwissenschaft überhaupt auf der ganzen Welt. Man wird an ihr zukünftig nicht mehr vorbeikommen können, muss sich mit ihr auseinandersetzen, und das bedeutet, dass sich damit von nun ab ihre Gegner und Befürworter grundsätzlich wie konkret gegenüberstehen werden. Sozusagen mit ihrer Geburt erklärt die weltproletarische Militärwissenschaft dem weltimperialistischen Militärismus hiermit den Krieg!

Das Lehrbuch geht der Frage nach, worauf der bewaffnete revolutionäre Kampf beruht, welchen Zweck er zu erfüllen hat, welchen Zielen er dient und was wir heute in militärischer Hinsicht von den Klassikern lernen können - und deswegen kommen die Klassiker durch viele Zitate „zu Wort“.

Dies hat auch zu tun mit der prinzipiellen Abgrenzung vom Neo-Revisionismus, vom militärischen Opportunismus, was ohne starke Rückendeckung durch die Klassikerzitate völlig unmöglich ist. Es wird mit diesem Lehrbuch also „so ganz nebenbei“ und unvermeidlich eine Lücke geschlossen auf dem „militärwissenschaftlichen Schlachtfeld“ gegen den Neo-Revisionismus, was sicherlich zur eigenständigen Entwicklung und Stärkung der Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung beitragen wird. Es muss ja von der jetzigen Situation ausgegangen werden, wo die heutige marxistisch-leninistische Weltbewegung noch große Lücken im Wissen über die Schatzkammer der militärischen Lehren der Klassiker und überhaupt über ihre militärische Sichtweise aufweist. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung kann aber das Weltproletariat nicht zur bewaffneten sozialistischen Weltrevolution führen, wenn sie deren theoretischen Grundlagen, die die Klassiker geschaffen haben, nicht begriffen, nicht erlernt und vor allem nicht gemeistert hat. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist geradewegs zum Untergang verurteilt, wenn sie nicht den internationalen Klassenkampf zielstrebig organisiert und zentralisiert mittels einer zentralen Organisation, der Kommunistischen Internationale. Um diesen Weg zu gehen, muss sich die marxistisch-leninistischen Weltbewegung zu allererst vom neo-revisionistischen Bazillus befreien, der sie in der Vergangenheit festhält, die charakteristischen Besonderheiten der proletarischen sozialistischen Weltrevolution in der neuen Periode der Globalisierung nicht sehen und die Notwendigkeit der internationalen zentralisierten Organisation, die Notwendigkeit neuer internationaler Kampfmethoden und Kampfmittel nicht begreifen lässt. Die Globalisierung hat objektive Bedingungen für internationale Verbindungen zwischen den Proletariern aller Länder geschaffen, und gerade jetzt in der gegenwärtigen Situation, müssen diese Bedingungen in internationale revolutionäre Aktionen umgesetzt werden. Die Internationalisierung der Arbeiterbewegung muss einhergehen mit der Revolutionierung ihrer internationalen Kampfformen, Kampfmethoden und Kampforganisationen.

Bevor wir schießen können müssen wir eine genaueste Klärung der Hauptströmungen und – richtungen im gegenwärtigen internationalistischen Kommunismus zu erreichen suchen und dann danach trachten, dass die Arbeitermassen sich mit diesen Strömungen bekannt machen, sie allseitig erörtern und an Hand der praktischen Erfahrungen des bewaffneten Kampfes prüfen. Das Weltproletariat muss über alle Waffenhandlungen in der Welt aktuell informiert sein. Das Weltproletariat muss – ob Krieg oder Frieden - sein eigenes (illegales, bei Verbot durch Militärzensur) Nachrichtensystem aufbauen, eine gemeinsame Diskussionsplattform, um die brennenden Fragen des internationalen bewaffneten Klassenkampfes zu erörtern, muss sich mit feindlichen Strömungen im eigenen Lager auseinandersetzen durch die Schaffung eines gemeinsamen Forums, eines gemeinsamen Agitators, Propagandisten und Organisators. Wenn das Weltproletariat seinen Feind in den eigenen Reihen nicht erkennt, wenn man ihn nicht dingfest macht, wird er uns gar nicht erst Gelegenheit geben zu schießen. Er wird uns nicht einmal die Gelegenheit geben, unsere Kommunistische Internationale, unseren Generalstab zu schaffen, wird die Fiktion der Einheit mit dem Neo-Revisionismus aufrechterhalten, um dem Revisionismus die Hintertür offen zuhalten. Der größte Schaden ist es, wenn die tatsächliche Einheit durch eine fiktive Einheit gestört wird, wenn man für das herannnahende Gefecht dadurch uneins und nicht rechtzeitig gerüstet ist, wenn sich die Herstellung und Bereitstellung der Waffen verzögert und der Feind uns zuvorkommt. Jede Verzögerung des vollständigen Bruchs mit dem Neo-Revisionismus kann uns Kopf und Kragen kosten. Freies Schussfeld gegen die Imperialisten haben wir erst, wenn wir die Revisionisten aus dem Schussfeld entfernt haben – und eben daran versuchen uns die Neo-Revisionisten zu hindern. Dieses Lehrbuch dient der internationalen Vereinigung der sozialistischen Waffen in der ganzen Welt, deren Träger mit der verlogenen Phrase des „Anti-Revisionismus“ gebrochen haben und an der Propagierung und Vorbereitung der proletarischen Weltrevolution durch die Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten mitwirken! Wer mit der Waffe in der Hand kämpft, muss die Heuchler auseinanderjagen und ihre internationalen Fäden durchschneiden. Die Kommunistische Internationale gibt den stärksten Anstoß zur Annäherung von solchen – und nur von solchen, revolutionären Arbeitern, die den internationalistischen Waffen wirklich treu geblieben sind. Diese Arbeiter in einer internationalen Kampfabteilung, unter einem Kommando zu vereinigen, das ist es, was der Arbeiterklasse aller Länder Not tut! Und die revolutionärsten Arbeiter der Welt, sie suchen sich bereits, und sie werden sich mit Sicherheit finden, sie werden sich gemeinsam annähern, sie werden sich vereinigen und sich als internationaler Generalstab herausbilden, denn die internationale Bourgeoisie und ihre Agenturen in der Arbeiterbewegung können dies auf Dauer nicht verhindern, können sie nicht ewig ablenken und im Zustand der Trennung und Spaltung konservieren, denn diese Arbeiter werden von der anschwellenden Bewegung an die Spitze ihres Wellenkamms getragen. Dieser Strom kann durch keine Macht der Welt aufgehalten werden – der Strom des internationalen Klassenkampfes des Weltproletariats:

So erfolgreich auch der Revisionismus zur Restauration des Kapitalismus und Beseitigung sozialistischer Länder einst beigetragen hatte, so negativ wirkt sich dieser mit seinem heutigen Zerfalls- und Fäulnisprozess aus, droht er zum untauglichen, veralteten Instrument in den Händen der Weltbourgeoisie zu werden. Das ist nicht nur den Revisionisten bewusst. Der Revisionismus ist heute für die Weltbourgeoisie insofern für sich selber gefährlich geworden als sowohl seine Entlarvung durch die Marxisten - Leninisten als auch durch den tatsächlich vollzogenen objektiven Sterbeprozess in den ehemaligen und heute noch bestehenden revisionistischen Ländern ein kommunistisches „Vakuum“ entstanden ist, welches wieder unbedingt von der Bourgeoisie selbst aufgefüllt werden muss, bevor sich neue, wahrhafte marxistisch-leninistische Parteien herausbilden, bevor der Kommunismus wiedergeboren wird – außerhalb der Kontrolle der Bourgeoisie. – Also ist sie gezwungen, dem Revisionismus zur Geburt des Neo-Revisionismus zu verhelfen, um der kommenden Renaissance des Kommunismus vorzubeugen. Mit dem Scheingefecht zwischen Revisionisten und Neo-Revisionisten soll das Weltproletariat von der Verwirklichung seiner revolutionären Mission abgelenkt werden. Die Bourgeoisie kann heute nicht überleben ohne Parteien mit radikalen Worten, damit die Massen weiter an radikale Worte glauben. Deswegen der Neo-Revisionismus; deswegen die neo-revisionistischen Organisationen und Parteien auf nationaler und internationaler Ebene.

Der Prüfstein für jeden Internationalisten, der mit revolutionären Waffen in der Hand kämpft, ist dessen ablehnende Haltung gegenüber dem Neo-Revisionismus. Nur der ist heute wahrhaft ein Internationalist, der gegen die Waffen des Neo-Revisionismus kämpft und begreift, dass der Neo-Revisionist - selbst nach scheinbaren Schwenkungen und Manövern seiner Führer - in Prinzipienfragen der Waffenbruder der offenen Sozialchauvinisten und offenen Revisionisten bleibt. In Worten schwören die Neo-Revisionisten ihre Treue zu den marxistisch-leninistischen Waffen, aber in Taten unterwerfen sie unsere marxistisch-leninistischen Waffen den Revisionisten. Der typische militärische Neo-Revisionismus ist die Abkehr von den internationalistischen, militärischen Grundlehren des Marxismus-Leninismus, ist die Angst und Unfähigkeit der Neo-Revisionisten, offen, direkt, entschieden und klar mit den militaristischen Revisionisten abzurechnen. Daher die Blindheit, die Ratlosigkeit, die panische Angst vor den Schwierigkeiten in den Reihen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, daher die Gefahr, in den Nachtrab der Revisionisten zu geraten und in deren Schlepptau zu verkümmern. Revisionistisches Gewürm gedeiht überall auf der Welt, wo der Marxismus-Leninismus zu Grabe getragen wird, nicht aber, wo der Marxismus-Leninismus lebendig ist. Man kann heute in keinem Land erfolgreich für den Sozialismus kämpfen, wenn man von vornherein auf den internationalen Sieg des Sozialismus verzichtet, wenn man nicht an die Weltrevolution glaubt und die Siegeszuversicht zur Eroberung der weltproletarischen Macht untergräbt, denn:

Der volle, der garantierte Sieg des Sozialismus in jedem Land kann nur die Weltdiktatur des Proletariats sein, das hat die bisherige Geschichte des Sozialismus uns gelehrt. Hunderte und Tausende Male wurde verkündet, dass die militärischen Lehren des Marxismus-Leninismus widerlegt worden seien, und bis zum heutigen Tag hat man nie aufgehört die „Widerlegungen“ weiter fortzusetzen. Die Revisionisten unterscheiden sich von allen anderen bürgerlichen „Widerlegen“ nur dadurch, dass sie die marxistisch-leninistischen militärischen Lehren mit den Worten der Klassiker zu „widerlegen“ versuchen, indem sie die Worte verdrehen, sie den tatsächlichen militärischen Verhältnissen und Bedingungen, ihren Veränderungen im Wandel der Zeit usw. undialektisch entgegensetzen, aus dem historischen Zusammenhang reißen und für nicht mehr „zeitgemäß“ oder für „nicht mehr anwendbar“ ausgeben. Solche Leute bezeichnen sich nicht nur selber als „Marxisten-Leninisten“ , sondern erdreisten sich (mit Waffengewalt), den Marxismus-Leninismus vor den wahren Marxisten-Leninisten „in Schutz“ nehmen zu müssen, was nichts anderes heißt als den vergeblichen Versuch fortzusetzen, den Marxismus-Leninismus mit dem Revisionismus aufzuhalten und zu überwinden. Die Neo-Revisionisten wollen uns die stumpfen Waffen des revisionistischen Sozialismus andrehen, indem sie diese wie alten Wein in neuen Schläuchen als marxistisch-leninistische Waffen deklarieren.

Was die Theorie von der `Globalisierung der bewaffneten proletarischen Klassenkampfformen` im Allgemeinen und die Theorie der `Weltarmee des Proletariats` im Besonderen anbelangt, so kann bislang nur von der grundsätzlichen Notwendigkeit zentralisierter, internationaler Abteilungen der zu schaffenden proletarischen Militärorganisationen gesprochen werden. Im Voraus schon Betrachtungen darüber anzustellen, wann, zu welchen konkreten Mitteln und mit welchen militärischen internationalen Organisationen, bzw. wie die Kämpfe in den einzelnen Ländern international kombiniert und koordiniert werden, um dem Weltimperialismus den entscheidenden Schlag zu versetzen, ob beispielsweise dem internationalen Aufstand, dem internationalen politischen Massenstreik, dem internationalen Bürgerkrieg oder einer anderen Angriffsmethode vorrangig oder nicht sein wird – alles das wäre heute noch weitestgehend Spekulation, ja das wäre Doktrinarismus und würde den Neo-Revisionisten gegen die proletarische Weltarmee nur Waffen in die Hand geben, was das Lehrbuch auf jeden Fall vermeiden möchte. Erinnert sei hier an Lenin, der da sagte: Das wäre ungefähr dasselbe, wie wenn Generäle den Kriegsrat einberufen, bevor sie das Heer mobilisiert, aufgestellt und gegen den Feind ins Feld geführt hätten. Kämpft aber die Armee des Proletariats unentwegt und unter der Führung einer starken sozialdemokratischen [ „sozialdemokratisch“ ist der alte, damals verwendete Begriff für marxistisch-leninistisch – Abmerkung des Verfassers] Organisation für seine ökonomische und politische Befreiung, dann wird diese Armee selbst den Generälen die Methoden und die Mittel des Handelns weisen“ (Lenin, Band 2, Seite 345). Also erst dann lässt sich über die Frage entscheiden, wie, wo, wann etc dem Weltimperialismus der entscheidende Todesstoß zu versetzen ist – das hängt von tausenderlei Bedingungen ab, die wir heute noch nicht voraussehen können. Was wir aber mit Bestimmtheit sagen können und was auch das Lehrbuch aufzuzeigen und nachzuweisen versucht, ist die Unvermeidbarkeit der gemeinsamen Bewaffnung der revolutionären Völker, ist die zwingende Notwendigkeit der Vereinigung und Zentralisierung aller revolutionären Waffen der Welt in den Händen des Weltproletariats für die gewaltsame sozialistische Weltrevolution zur Eroberung der Weltmacht des Proletariats. Nur mit seinen zentralistisch organisierten Waffen kann das Weltproletariat die ganze Welt zur Befreiung vom Weltimperialismus führen – und das eben ist seine historische Bestimmung, die es nun einmal nicht anders als mit seiner proletarischen Weltarmee erfüllen kann. Das eben ist die heute entscheidende marxistisch-leninistische, weltrevolutionäre Erkenntnis, von der sich das Weltproletariat wird leiten lassen. Eben die systematisch bewaffnete, proletarische, sozialistische Weltrevolution ist es, von der die weltproletarische Militärwissenschaft in Zukunft auszugehen hat und womit sich dieses Lehrbuch beschäftigt. Nun denn: die theoretischen Grundvoraussetzungen des internationalen bewaffneten Klassenkampfes sind hier entworfen und niedergelegt – bereiten wir nunmehr die praktische Umsetzung vor! Das international vereinigte Proletariat gibt der Welt neue Formen, neue Methoden und Kombinationen der Mittel des offenen weltrevolutionären Kampfes – führen wir Marxisten-Leninisten es in diesem Kampf auf den richtigen Weg zum Sieg der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution!

Es kann hier keine erschöpfende Darstellung der weltproletarischen, militärischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus erwartet werden. Das würde den gedrängten Rahmen dieses Lehrbuches sprengen, welches nur als Überblick, als Orientierungshilfe für ein vertieftes Studium gedacht ist, das unverzichtbar bleibt und durch nichts ersetzt werden kann. Ebenso entbindet uns dieses Lehrbuch nicht von der Pflicht als Marxisten-Leninisten, die Grundlagen der militärischen Wissenschaft auch in Zukunft historisch stets aufs Neue anzuwenden, das heißt, ihre Grundlagen unter neuen Klassenkampfbedingungen ständig zu korrigieren, zu ergänzen und zu vervollkommnen.

Natürlich wäre ich dankbar, wenn es auf dieser Welt Freunde und Genossen gibt, die dieses Buch in ihre Sprache übersetzen und dadurch mithelfen, dieses Lehrbuch in die Sprache des Weltproletariats zu übersetzen, damit es auch Arbeiter aus allen Ländern lesen ( und vor allem praktisch nutzen und anwenden!) können, die nicht meine deutsche Muttersprache - die Sprache des Mutterlandes des wissenschaftlichen Kommunismus - verstehen.

Wolfgang Eggers



Die Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten sind heute der Funken im Ölfass, durch das die internationale Krise beschleunigt und schließlich zum Ausbruch gebracht wird. Daraus folgt unmittelbar die Ausbreitung politische Revolutionen sowohl in den unterdrückenden als auch in den unterdrückten Ländern der ganzen Welt..















1. Kapitel

Die Definition der Theorie und Praxis des bewaffneten internationalen Klassenkampfes

und

unsere internationalistischen und militärpolitischen Losungen:



[ Militärische Losungen sindkeine Bürgschaft für einen einfachen und leichten Sieg. Eine Losung weist das Ziel, das erreicht werden muss, um die gegebenen Aufgaben zu erfüllen“ (Lenin, Band 11, Seite 104).]



Es gibt Feinde, die man in so manchen Schlachten schlagen, die man eine Zeitlang niederhalten, die man aber nicht vernichten kann - Feinde wie die Arbeiterklasse, wie die armen Bauern lassen sich nicht vernichten !

Nichts auf Erden kann die Weltmassen aufhalten, wenn sie sich zur Revolution erhoben haben!

Gegen die Weltfront des Imperialismus die vereinigte Front der revolutionären Weltbewegung!

Wir leben heute in der Epoche des Niedergangs des Weltimperialismus und des Sieges der proletarischen Weltrevolution !

Die Entscheidung über Krieg und Frieden liegt heute in den Händen des Weltproletariats !

Der unvermeidliche Sieg der sozialistische Weltrevolution beruht auf dem unvermeidlichen Massenkampf der vom Weltproletariat geführten revolutionären Völker, der aus den ökonomischen Umwälzungen der unvermeidlichen Weltkrise hervorgeht.

Das Werk der Befreiung des Weltproletariats kann nur das Werk des Weltproletariats selber sein!

Die Befreiung des Proletariats kann nur eine internationale Aktion sein! (Engels, MEW, Band 39, Seite190).

Die Frage der proletarischen Weltrevolution ist zum unmittelbaren Sturm auf den Weltkapitalismus geworden – auf zum letzten Gefecht!

Die Weltrevolution kann nicht eher mehr abgeschlossen werden als mit der internationalen Herrschaft des Proletariats!

Proletarier aller Länder, vereinigt eure internationalen Waffen in der Roten Weltarmee gegen die konterrevolutionäre Armee der Weltbourgeoisie !

Es lebe das revolutionäre Weltproletariat und seine revolutionäre Weltarmee!

Das Weltproletariat besitzt keine andere Waffe im Kampf um die Weltmacht als die Weltorganisation. Ohne die führende Rolle der Kommunistische Internationale, ohne sich von den Ideen von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha leiten zu lassen, kann das Weltproletariat nicht über die Weltbourgeoisie, kann der Weltkommunismus nicht über den Weltkapitalismus siegen. Der Sieg über den Weltkapitalismus ist vom Weltproletariat letztendlich ohne seine meisterhafte Anwendung der marxistisch-leninistischen Militär-Theorie und Kunst/Taktik des internationalistischen Klassenkriegs nicht zu erringen.

Im Geiste des proletarischen Internationalismus bereitet die bolschewistische Weltpartei daher den bewaffneten, revolutionären Klassenkampf des Weltproletariats zur Zerschlagung des Weltimperialismus in der Einheit von Theorie und Praxis vor, organisiert und führt ihn.

Vorbereitung, Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Weltproletariats über die Weltbourgeoisie. Der Verwirklichung dieses Zieles mit proletarischer, internationalistisch-militärischer Disziplin zu dienen - das ist die Pflicht aller Pflichten der Kommunistischen Internationakle im tiefsten, umfassendsten und konkretesten Sinne.

Die Kommunistische Internationale ist und bleibt die Seele der Armee des Weltproletariats, das Gehirn, das sie auf marxistisch-leninistischem Weg leitet, die lebensspendende Kraft, die sie unbezwingbar macht. In der Armee des Weltproletariats, an der Spitze des internationalen bewaffneten Klassenkampfes, führt die Kommunistische Internationale das Kommando die Zentralisierung und Vereinheitlichung des internationalen Bürgerkrieges mit den nationalen Befreiungsbewegungen der Völker der ganzen Welt, um den Sozialismus in den einzelnen Ländern zurückzuerobern und ihn so schließlich in den Weltsozialismus zu überführen.

Der Weltbolschewismus ist durch nichts und niemanden zu besiegen, weder mit materieller Waffengewalt, noch mit der Gewalt der geistigen Waffen.

Gegenwärtig zeigt sich jenes Phänomen der Zeit Lenins, als die Trennung von der II. Internationale die Gründung der Komintern folgte: die Vollziehung der Trennung vom internationalen Neo-Revisionismus durch die Gründung der Komintern/ML. Die Komintern/ML hat die rissig gewordene revisionistische Mauer zwischen Oktoberrevolution und Weltrevolution zum Einsturz gebracht. Mit der Befreiung der Ideen von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha vom Neo-Revisionismus hat die Komintern/ML wieder die ideologischen Grundbausteine freigelegt für das höchste Etappenziel der Vereinigung der Proletarier aller Länder: die sozialistische Weltrevolution !



Über die Verwendung militärischer Begriffe im Klassenkampf


Wir verwenden im täglichen Leben den Begriff der „Waffe“ und insbesondere dann, wenn wir vom Klassenkampf sprechen. So beschränken wir den Begriff „Waffe“ zum Beispiel nicht allein auf die ursprüngliche Bezeichnung für ein Kampfgerät, sondern im übertragenen Sinne sprechen wir zum Beispiel von der „geistigen Waffe“, „ideologischen Waffe, „politischen Waffe“, „ökonomischen Waffe“ des Proletariats etc. Das sind einige die allgemeinen „Waffengattungen“, mit denen sich das Proletariat als streitbare Klasse gege den Klassenfeind ausrüstet, wobei die Waffengattungen im engeren, militärischen Sinne jene Truppenteile der Streitkräfte meint, die mit einer bestimmten gleichen Art von Waffen ausgestattet ist: „Luftwaffe“, „Heer“, „Marine“ etc. So sagte Lenin einmal zur Parlamentsfraktion der Partei: Die Fraktion ist nicht der Generalstab ( wenn es gestattet sei [...], einen `militärischen` [Vergleich – Anmerkung des Verfassers] zu gebrauchen), sondern eher ihre Trompeterabteilung in dem einen oder eine Kundschaftertruppe in dem anderen Fall oder überhaupt eine bestimmte Hilfs-`Waffengattung`“ (Lenin, Band 15, Seite 291).

Der Begriff „militärischer“ und „bewaffneter“ Kampf wird häufig als Synonym für den allgemeinen Kampf mit (revolutionären) Waffen verwendet. Der militärische Kampf ist – genauer und präziser ausgedrückt - eine besondere Form des bewaffneten Kampfes und ist im allgemeinen Sprachgebrauch die staatliche Form unter den bewaffneten Kampfformen. Beim Proletariat spricht man also von seinem militärischen Kampf insbesondere dann, wenn man dabei vom Aufbau und Einsatz militärischer Organisationen, wenn man von den Streitkräften des proletarischen Staates ausgeht.

Der militärische/bewaffnete Kampf ist grundsätzlich dem politischen Kampf zugeordnet und eine ihm untergeordnete, mit bewaffneten/militärischen Mitteln fortgesetzte Form. Diese Unterodnung entspricht unbedingt dem Wesen des politischen Kampfes, der entscheidenden Form des Klassenkampfes des Proletariats. Der politische Sieg des Proletariats ist ohne den militärischen/bewaffneten Kampf völlig unmöglich, genauso wie die Unterordnung des militärischen/bewaffneten Kampfes unter den politischen Kampf eine wichtige Voraussetzung für den Sieg darstellt. Da letztendlich die politische Macht der Arbeiterklasse nur mit Waffengewalt erobert werden kann, ist der bewaffnete Kampf ein unverzichtbarer Bestandteil, ja ein Grundprinzip des Marxismus-Leninismus, ist der bewaffnete Kampf, ist die militärische Frage damit immer eine zentrale, von der Bourgeoisie heftig umstrittene und umkämpfte ideologische Klassenfrage gewesen und ist sie es noch, insbesondere, dass der bewaffnete Kampf in einen militärischen Kampf übergeht, sich die bewaffneten Kampforgane in militärische Staatsorgane verwandeln, - wenn aus den Waffen, die der Eroberung der Macht dienten, militärische Waffen geworden sind, die zunächst der Verteidigung der eroberten Macht dienen , schließlich der Entwaffnung des ganzen imperialistischen Weltsystems und endlich der eigenen = allgermeinen Entwaffnung.

Die Bedeutung der Definition besteht darin, dass sie hilft, die militärischen Begriffe in genauem, präzisen Sinne zu gebrauchen. Wir müssen die militärischen Begriffe kennen, mit denen wir im Lehrbuch arbeiten, ihren Inhalt, ihre wesentlichen Merkmale. Wir müssen deshalb die grundlegenden militärischen Begriffe, mit denen wir hier arbeiten, definieren, wohlwissend, dass die Definitionenselber kein Mittel der militärwissenschaftlichen Erkenntnis und Forschung ist. Definitionen, das haben die Klassiker immer wieder betont, sind immer nur annähernd, relativ; sie erschöpfen den zu behandelnden Gegenstand nicht vollständig.




Wie definieren wir im Einzelnen die Theorie und Praxis des internationalen bewaffneten Klassenkampfes?


In den „alten“ marxistisch-leninistischen Lehrbüchern sind die „wichtigsten Sachen“ hierzu bereits hervorragend definiert, wozu sich also die Mühe machen und alles neu definieren? Haben wir nicht aus dem Revisionismus gelernt, dass man uns mit der „Erneuerung“ von Definitionen aufs Glatteis geführt hat, wo man die alten, guten, marxistisch-leninistischen Lehrbücher aus dem Verkehr zog, um sie durch „moderne“ Lehrbücher, nämlich die des modernen Revisionismus zu ersetzen, weil das eben zum Zweck der Zurückeroberung des Kapitalismus dienlich war? Bräuchten wir nicht einfach nur die Finger von den revisionistischen Lehrbüchern lassen und uns wieder die „alten“ marxistisch-leninistischen Lehrbücher vornehmen? Das ist auf jeden Fall richtig. Aber reicht das aus? Ist es mit den besten, bewährtesten Definitionen nicht so wie mit allem anderem auch, dass sie „in die Jahre kommen“ und den Anforderungen der Zeit wirklich nicht mehr entsprechen, ohne den Argumenten der Revisionisten nun zum wiederholten Male auf den Leim gehen zu wollen. Schön, Lenin hat die Periode definiert, in der wir heute immer noch leben. Damit sind die allgemeinen Aufgaben der sozialistischen Revolution und die Notwendigkeit unseres bewaffneten Kampfes klar für uns vorgezeichnet, und sie haben sich historisch mit der Bewahrheitung der realen Existenz des Sozialismus als richtig erwiesen. Nur, Wahrheit ist auch, dass der Sozialismus sich wieder in Kapitalismus zurückverwandeln konnte, und so hat Enver Hoxha die allgemeinen Aufgaben des Marxismus-Leninismus durch die konkrete ökonomische und politische Situation des Revisionismus an der Macht als besonderen Zeitabschnitt des geschichtlichen Prozesses notwendigerweise modifiziert mit dem Ergebnis, dass der Sozialismus sich gegenüber dem Revisionismus an der Macht behaupten konnte, jedenfalls für einige Jahrzehnte. Wiederum ist es eine historische Wahrheit, dass auch der antirevisionistische Sozialismus in Albanien sich in den Kapitalismus zurückentwickelte, wodurch wir uns nun in einer neuen historischen Etappe befinden, wo der Marxismus-Leninismus dieser Entwicklung Rechnung tragen und entsprechend modifiziert werden muss. Und hier zeigen sich unsere theoretischen Schwächen. Wegen der Angst vor den Revisionisten darf man keine Angst vor der Revision des Marxismus-Leninismus haben. Wo sie tatsächlich notwendig ist, dürfen wir uns nicht scheuen, sie auch durchzuführen. Mit der Revision des Marxismus-Leninismus verlassen wir ja nicht seinen Boden wie es die Revisionisten getan haben und die Neo-Revisionisten weiter tun, sondern stablisieren wir ihn für die kommenden Belastungen und Bewährungen, bauen wir den zurückeroberten, neuen Sozialismus auf dem befestigten, revidierten Fundament des Marxismus-Leninismus auf. Stets jung bleibt der Marxismus-Leninismus ja nicht von alleine; er wird gestählt im Feuer des täglichen Klassenkampfes, ansonsten würden wir ihn verrosten lassen. Ein verrosteter Marxismus-Leninismus ist aber völlig untauglich für die Arbeiterklasse, kann sogar eine Blutvergiftung verursachen und die Arbeiterklasse damit in Lebensgefahr bringen. Der Marxismus-Leninismus macht also im Wandel der Zeit ganz natürliche Veränderungen durch und muss sie auch durchmachen, um überhaupt den neuen historischen Bedingungen entsprechen zu können.


Aber genauso wie der Kapitalismus nach der Oktoberrevolution nicht mehr der Gleiche war, so ist er es auch nach der Einverleibung des Sozialismus schon nicht mehr. Wir leben in einer Zeit, in der der Kapitalismus, der sich den Sozialismus einverleibt hat, nun eben darum reif geworden ist für die Wiedergeburt des Sozialismus. Die Wiedergeburt ist aber nicht eine einfache Wiederholung der ersten Geburt, sondern die zweite, erneute Geburt wird auch einen zweiten, einen neuen, besseren, lebensfähigeren Sozialismus hervorbringen als den ersten, denn er kommt bereits mit den besten Anlagen des ersten Sozialismus ausgestattet auf die Welt. Und da es kein Zufall ist, dass er aus dem Schoß der globalisierten kapitalistischen Gesellschaftsordnung kommt, wird er auch seine Lebensfähigkeit als internationaler Sozialismus glänzend unter Beweis stellen können. Nichts anderes geschieht mit der Wiedergeburt des Marxismus-Leninismus, der sich nicht an die Theorie von gestern klammert, sondern den exakten Tatsachen des wirklichen Lebens Rechnung trägt, nicht nur die revolutionären Ereignisse der sozialistischen Wiedergeburt widerspiegeln wird, sondern diese Ereignisse auch voraussieht und damit beschleunigen kann. Der Marxismus-Leninismus wird seinem internationalen Charakter unter den Bedingungen der Globalisierung noch gerechter werden als je zuvor, wird er seine ganze militärische Stärke und Überlegenheit unter den Bedingungen der Internationalisierung des Klassenkrieges voll unter Beweis stellen können, erlebt er seine Wiedergeburt und wird er neue Definitionen des bewaffneten Klassenkampfes hervorbringen, die seinem internationalen Charakter noch weiter näher kommen. Und so kann es auch gar nicht anders sein, dass nicht nur auf dem militärischen Gebiet des Marxismus-Leninismus neue Lehrbücher geschaffen werden, die den Erfordernissen der Gegenwart besser entsprechen als es die alten je könnten. Deswegen ist es notwendig, im Einzelnen die Theorie und Praxis des internationalen bewaffneten Klassenkampfes unter den Bedingungen der Globalisierung neu zu definieren:

Abschließend sagte Lenin über Definitionen u.a.:

Doch sind allzu kurze Definitionen [oder alte, dogmatisch übernommene Definitionen - Anmerkung des Verfassers] zwar bequem, denn sie fassen das Wichtigste zusammen, aber dennoch unzulänglich, sobald aus ihnen die wesentlichsten Züge der zu definierenden Erscheinung speziell abgeleitet werden sollen [insbesondere in ihrem historischen Wandlungsprozess unter veränderten Situationen und Bedingungen – Anmerkung des Verfassers]; Deshalb muss man – ohne zu vergessen, dass alle Definitionen überhaupt nur bedingte und relative Bedeutung haben, da eine Definition niemals die allseitigen Zusammenhänge einer Erscheinung in ihrer vollen Entfaltung umfassen kann – eine solche Definition (...) geben, die [eine Auswahl derEinfügung des Verfassers] wichtigsten Merkmale enthalten würde...“ (Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Ausgewählte Werke, Band I, Seite 839).




Was ist allgemein unter der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft zu verstehen?


Zunächst ist die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus entwickelt worden.

Der Marxismus-Leninismus ist die revolutionäre Weltanschauung des Proletariats und ihrer Partei, die die Einheit und Geschlossenheit des dialektischen und historischen Materialismus, der politischen Ökonomie und des wissenschaftlichen Kommunismus darstellt und dabei von den objektiven Gesetzmäßigkeiten der Natur und der Gesellschaft ausgeht. Der Marxismus-Leninismus ist die einzige wissenschaftliche Weltanschaung, das heißt, eine Weltanschauung, die darauf beruht, die objektive Wahrheit systematisch-gesetzmäßig und immer tiefer und umfassender durch die menschliche Erkenntnis richtig widerzuspiegeln anhand des Kriteriums der Praxis, der Natur und des tatsächlichen gesellschaftlichen Lebens.

Der Marxismus-Leninismus ist die Wissenschaft des Weltproletariats von der Entwicklung der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Befreiung der Menschheit, die Wissenschaft von der Arbeiterbewegung, die Wissenschaft von der proletarischen Revolution, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft.

Diese revolutionäre Wissenschaft hat sich weit verzweigt und somit auch auf dem militärischen Gebiet spezialisiert. Sie hat sich mittlererweile zu einer selbständigen marxistisch-leninistischen, zu einer sozialistischen Militärwissenschaft entwickelt:


Die marxistisch-leninistische militärische Wissenschaft ist die militärische Wissenschaft des Weltproletariats von den militärischen Gesetzen der Entwicklung der Klassengesellschaft, die Wissenschaft von der bewaffneten Befreiung der Menschheit, die Wissenschaft von der bewaffneten Arbeiterbewegung, die Wissenschaft von der bewaffneten proletarischen Revolution, die Wissenschaft von der militärischen Verteidigung der proletarischen Revolution und schließlich die Wissenschaft von der militärischen Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen durch Menschen.


Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft ist also die Wissenschaft vom bewaffneten Kampf der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen aller Länder im Allgemeinen und der Arbeiterbewegung aller Länder im Besonderen. Sie ist die Wissenschaft von der gewaltsamen Eroberung der Weltmacht des Proletariats, der proletarischen Weltrevolution, die Wissenschaft vom Schutz der Weltdiktatur des Proletariats, der militärischen Verteidigung des Weltsozialismus und schließlich die Wissenschaft von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit von jeglicher militärischer Gewalt durch die zukünftige kommunistischen Gesellschaft auf der ganzen Welt.


Die Geschichte der Wissenschaft zeigt, dass die dialektische Methode die einzig wissenschaftliche Methode ist. Auch auf militärischem Gebiet muss alles in der Bewegung, im Werden und Vergehen betrachtet werden. Für die ganze Epoche zwischen Kapitalismus und Kommunismus geht die Frage „Wer- wen?“ nie auf halbem Wege gelöst, nie gradlinig, endgültig oder garantiert ab, sondern gibt es Perioden, in denen diese Frage durch die Waffen immer wieder neu entschieden werden muss, findet permanent ein erbitterter Klassenkampf mit und ohne Waffen statt, stehen die bewaffneten Kräfte der Klassen nie wirklich „still“, selbst die revolutionäre Ebbe befindet sich nie in einem völligen Stillstand, sie bewegt sich fortwährend, wenn auch langsamer als die revolutionäre Flut. So ist die Waffenbereitschaft genauso wichtig wie der Einsatz der Waffen selbst.


Die marxistisch-leninistische militärische Wissenschaft ist ein großer Hebel der Weltgeschichte, eine weltrevolutionäre Kraft. Die militärische Wissenschaft des Proletariats ist also ein unverzichtbares Instrument des revolutionären Proletariats, sich nicht nur aus seiner Versklavung zu befreien, sondern eine neue Weltordnung aufzubauen und zum Kommunismus voranzuschreiten.



Von der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft ist die marxistisch-leninistische Militärtheorie begrifflich zu unterscheiden

Der Begriff der marxistisch-leninistischen Militärtheorie darf nicht mit dem der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft identifiziert werden. Die marxistisch-leninistische Militärtheorie hat aus der Militärwissenschaft erst eine wirkliche Wissenschaft gemacht, hat die militärische Wissenschaft auf feste Grundlagen gestellt und den Weg vorgezeichnet, der beschritten werden muss, um die militärische Wissenschaft weiterzuentwickeln und in allen Einzelheiten auszuarbeiten. Die Lehren des bewaffneten Klassenkampfes des Proletariats sind keine ausgedachten Erfindungen, um Verschwörungsaktionen zu organisieren, sondern es sind die Lehren der Partei, den bewaffneten Klassenkampfs des Proletariats zu führen, zu organisieren, zu zentralisieren und zu leiten als ein Mittel zur Verwirklichung des politischen Zieles der Eroberung und Verteidigung der Macht des Proletariats.

Der Marxismus ist die Theorie der Befreiungsbewegung des Proletariats“ (Lenin, Band 21, Seite 216).


»Die gewaltige, in der Welt noch nie dagewesene Befreiungsbewegung einer unterdrückten Klasse, der revolutionärsten Klasse der Geschichte, ist unmöglich ohne revolutionäre Theorie. Sie kann nicht ausgedacht werden, sie wächst heran aus der Gesamtheit der revolutionären Erfahrungen und der revolutionären Ideen aller Länder der Welt.« (Lenin Bd. 21, Seite 358, dt. Ausgabe).



Die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus ist das militärwissenschaftliche Fundament, die wissenschaftlich begründete Zusammenfassung und Generalisierung sämtlicher praktischer Erfahrungen und Ideen des bewaffneten Klassenkampfes der Proletarier aller Länder, in ihrer historischen und gegenwärtigen Entwicklung zusammengenommen.

Die wichtigsten Bestandteile der marxistisch-leninistischen Militärtheorie sind die in ihr formulierten objektiven Gesetze und marxistisch-leninistischen Prinzipien des militärischen Kampfes, die als militärische Richtschnur, als Kompass auf dem Weg zur gewaltsamen Eroberung und Verteidigung der Diktatur des Proletariats dienen und diesen Weg beleuchten.

Die Kraft der militärischen, marxistisch-leninistischen Theorie besteht darin, dass sie den bolschewistischen Parteien, insbesondere ihrer Weltpartei, die Möglichkeit gibt, sich in der jeweiligen Kriegssituation zu orientieren, den inneren Zusammenhang der rings um sie vor sich gehenden Ereignisse der bewaffneten internationalen Klassenauseinandersetzungen zu verstehen, den Gang dieser Ereignisse vorauszusehen, und zu erkennen nicht nur, wie und wohin sich diese Ereignisse gegenwärtig entwickeln, sondern auch wie und wohin sie sich künftig entwickeln müssen.

Die militärische, marxistisch-leninistische Theorie ist eine internationalistische Theorie, die Verallgemeinerung der Kriegskunst der Proletarier aller Länder. Sie ist die Wissenschaft von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit des militärischer Konflikte und Kriege überhaupt. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft beschränkt sich aber nicht nur auf diese Beseitigung der Unvermeidbarkeit militärischer Konflikte, sondern beruht auf der Erkenntnis, dass die Bourgeoisie dem Proletariat jene Waffen, die es gegen die Unterdrückten und Ausgebeuteten richtet, um ihre Profite zu maximieren, in die Hand liefert, um damit nicht nur die Bourgeoisie zu besiegen, nicht nur seine eigene proletarische Weltmacht zu errichten, sondern damit einen Schritt in der Menschheitsgeschichte einzuleiten, in der nie wieder ein Mensch einen anderen ausbeutet oder unterdrückt.


Die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus ist eine starke Waffe des Weltproletariats, den Sieg der bolschewistischen Weltrevolution zu erringen. Die Komintern/ML versteht unter bolschewistischer Weltrevolution.......den gewaltsamen, bewaffneten Sturz der Weltbourgeoisie und die endgültige Zerschlagung ihres internationalen Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparates, mit dem sie ihr System des Weltkapitalismus aufrecht erhält. Sie wird geführt durch das Weltproletariat und seine Kommunistische Internationale zur vollständigen, revolutionären Befreiung der Weltproduktivkräfte aus den Fesseln der imperialistischen Produktionsverhältnisse durch weltweite Enteignung des Privateigentums, dessen internationale Vergesellschaftung unter dem Schutzschild der Weltdiktatur des Proletariats als Voraussetzung für das nächste Ziel des Aufbaus des Weltsozialismus und dem ferneren Ziel des Aufbaus des Weltkommunismus, der klassenlosen Gesellschaft. Es kann keine militärisch starke Kommunistische Internationale geben, wenn es keine weltrevolutionäre Militär-Theorie gibt, die alle Sektionen zum bewaffneten Kampf vereinigt, aus der sie alle ihre militärischen Überzeugungen schöpfen und die sie auf die Methoden ihres bewaffneten Kampfes und ihrer militärischen Tätigkeit konkret anwenden; wenn man eine solche Militär-Theorie, die man nach bestem Wissen für richtig hält, vor unbegründeten Angriffen und Versuchen, sie zu verschlechtern, schützt, so heißt das noch keineswegs, ein Feind jeder Kritik zu sein. Wir betrachten die marxistisch-leninistische Militär-Theorie keineswegs als etwas Abgeschlossenes und Unantastbares; wir sind im Gegenteil davon überzeugt, dass sie nur das Fundament der militärischen Wissenschaft des Weltproletariats gelegt hat, die die marxistisch-leninistische Weltbewegung nach allen Richtungen weiterentwickeln muss, wenn sie nicht hinter den Ereignissen der proletarischen Weltbewegung hinterherhinken will.



Wie müssen wie den militärischen/bewaffneten Kampf führen ?


Wir brauchen dafür eine ausgearbeitete militärische Strategie und Taktik:

Die militärische Strategie und Taktik ist als ein besonderer Teil der allgemeinen bolschewistischen Strategie und Taktik, die Wissenschaft von der Führung des bewaffneten Klassenkampfes des Proletariats einschließlich der Kunst der Führung.

Sie beruht zwar auf wichtigen Grundsätzen und Grundprinzipien, aber erkennt keine universell gültigen, unveränderlichen Schlussfolgerungen und Formeln an, die sozusagen für alle Perioden obligatorisch wären. Die militärische Strategie und Taktik des Proletariats und seiner Partei wird historisch angewandt und nicht dogmatisch. Also ändert sie sich in den verschiedenen Perioden der Revolution. So unterscheidet sich die militärische Strategie und Taktik in der Periode der bürgerlich-demokratischen Revolution von derjenigen in der Periode der sozialistischen Revolution, und diese wiederum von derjenigen, die zur Verteidigung des Sozialismus angewandt wird. Wir unterscheiden auch die militärische Strategie und Taktik der einzelnen Länder von derjenigen im Weltmaßstab, ferner die militärische Strategie und Taktik vom Angriff und Rückzug, von der Ausnutzung aller die Revolution begünstigenden Bedingungen und der Verbündeten, die Strategie und Taktik der militärischen Einheitsfront usw. usf. Die militärische Strategie und Taktik muss man auch im engen Zusammenhang mit der Wahl des entscheidenden, wichtigsten Kettengliedes und der Wahl des Zeitpunkts für den entscheidenden Schlag sehen. Das Verhältnis von militärischer Strategie und Taktik kommt später noch ausführlich zur Sprache, weswegen wir uns hier mit einer kurzen Definition begnügen wollen.

Für die Kriegskunst des Rückzugs bei Vorrücken feindlicher Truppen sei hier ein Telegramm von Lenin an den Vorsitzenden des Deputiertensowjets der Stadt Drissa als veranschaulichendes Beispiel angeführt:

Leisten Sie Widerstand, wo es möglich ist. Schaffen Sie alles Wertvolle und die Lebensmittel aus der Stadt. Alles Übrige vernichten Sie. Überlassen Sie dem Feind nichts. Reißen Sie die Eisenbahnschienen auf – je zwei Werst auf zehn Werst. Sprengen Sie die Brücken“ (Lenin, Band 35, Seite 307, geschrieben am 19. Februar 1918).



Wie wird die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik methodisch grundsätzlich angewandt?


Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft ist die beste, höchst entwickeltste, fortschrittlichste und revolutionärste Militärwissenschaft in der Geschichte der Menschheit. Sie ist stärker als alle bürgerlichen Militärwissenschaften zusammengenommen. Sie ist die schärfste Waffe der Kritik an der räuberischen bürgerlichen Militärwissenschaft. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft hat sich auch im Kampf gegen den Revisionismus entwickelt und die Revisionisten auf dem Gebiet der Militärwissenschaft entlarvt. Die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik lässt sich also methodisch immer nur eigenständig in Abgrenzung von der militärischen Wissenschaft der anderen Klassen , insbesondere in Abgrenzung von der revisionistischen Militärwissenschaft anwenden, denn es ist ja gerade das Ziel des Klassenfeindes, den bürgerlichen Einfluss in der revolutionären Arbeiterbewegung zu stärken und den kommunistischen Einfluss zu schwächen, die marxistisch-leninistische Methoden der Anwendung der militärischen Wissenschaft durch bürgerliche Methoden zu ersetzen.

Die proletarische Militärwissenschaft meistern heißt, sie in jeder militärischen Situation und zu jedem Zeitpunkt des Kriegsgeschehens praktisch am effektivsten anzuwenden und dabei die daraus gemachten Erfahrungen zur Weiterentwicklung umgehend zu verallgemeinern, um sie zukünftig noch effektiver zu gebrauchen. Dabei darf das Weltproletariat nicht davor zurückschrecken, ausgehend vom Wesen der Theorie, einzelne ihrer Leitsätze und Schlussfolgerungen, die bereits veraltet sind, durch neue, der neuen historischen Situation entsprechende Leitsätze und Schlussfolgerungen zu ersetzen. Hier ein kurzes Beispiel, ein Telegramm, das Genosse Stalin an Genossen Lenin sandte (16. Juni 1919), wo Stalin gegen die sogenannte „Militärwissenschaft“ hielt:

Unmittelbar nach Krasnaja Gorka wurde Seraja Loschadj ( ) liquidiert. [ Die Garnison dieser beiden Forts vor Petrograd war der konterrevolutionären Agitation der mit Sozialrevolutionären und Menschewiki verbundenen Weißgardisten erlegen und begann eine Meuterei gegen die Sowjetmacht. Auf Befehl Stalins gingen die Schiffe der Baltischen Flotte zu Operationen gegen die Meuterer in See. Gleichzeitig wurde in Oranienbaum eine Gruppe von Küstentruppen formiert, deren Kern Matrosenabteilungen bildeten. Stalin beraumte eine Beratung ein, Krasnaja Gorka durch einen gleichzeitigen Schlag von der Seeseite und vom Lande her einzunehmen. Unter unmittelbarer Führung Stalins, der sich in der Kampflinie befand, führten die Küstengruppe und andere Truppenteile mit Unterstützung der Schiffe der Baltischen Flotte den Angriff durch. Nach der Zerschlagung der Meuterer nahmen die Sowjettruppen das Fort ein und einige Stunden später schließlich auch das Fort Seraja Loschadj - Anmerkung] ( ..) Die Marinespezialisten versichern, dass die Einnahme von Krasnaja Gorka von der Seeseite her die Marinewissenschaft über den Haufen wirft. Mir bleibt nichts übrig, als die sogenannte Wissenschaft zu bedauern. Die rasche Einnahme von Gorka erklärt sich durch das rücksichtslose Eingreifen meinerseits und überhaupt der Zivilisten in die operativen Dinge, das so weit ging, dass die Befehle zu Wasser und zu Lande aufgehoben und unseren eigenen aufgezwungen wurden. Ich halte es für meine Pflicht, zu erklären, dass ich auch weiterhin so handeln werde, trotz all meiner Hochachtung vor der Wissenschaft“ (Stalin, Band 4, Seite 231, 16. Juni 1919).

Am 17. Mai 1938, ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sagte Stalin in seiner Rede beim Empfang der Mitarbeiter der Hochschule im Kreml etwas sehr Bemerkenswertes zur Frage der Wissenschaft, was heute auch das Leitmotiv der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft im Sinne des proletarischen Internationalismus sein sollte:

Auf das Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, die sich vom Volk nicht abgrenzt, sich vom Volk nicht fernhält, sondern bereit ist, dem Volk zu dienen, bereit ist, dem Volk alle Errungenschaften der Wissenschaft zu übermitteln, die dem Volk nicht aus Zwang, sondern freiwillig, mit Freuden dient. Auf das Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, die es nicht zulässt, dass ihre alten und anerkannten Führer sich selbstgefällig als Priester der Wissenschaft, als Monopolisten der Wissenschaft abkapseln, die den Sinn, die Bedeutung und die Allmacht des Bundes der alten Wissenschaftler mit den jungen Wissenschaftlern begreift, die freiwillig und mit Freuden alle Tore des Wissens den jungen Kräften unseres Landes öffnet und ihnen die Möglichkeit gibt, die Gipfel des Wissens zu bezwingen, die anerkennt, dass die Zukunft den jungen Wissenschaftlern gehört. Auf Gedeihen der Wissenschaft, jener Wissenschaft, deren Vertreter, obgleich sie die Kraft und Bedeutung der Traditionen, die sich in der Wissenschaft herausgebildet haben, begreifen und sie verständnisvoll im Interesse der Wissenschaft ausnutzen, dennoch nicht Sklaven dieser Traditionen sein wollen, der Wissenschaft, die die Kühnheit und Entschlossenheit besitzt, alte Traditionen, Normen, Einstellungen zu brechen, wenn sie veralten, wenn sie zu einem Hemmschuh für den Vormarsch werden, und die es versteht, neue Traditionen, neue Normen, neue Einstellungen zu schaffen. Die Wissenschaft kennt in ihrer Entwicklung nicht wenige mutige Menschen, die es verstanden, das Alte zu zerstören und Neues zu schaffen, ungeachtet aller Hindernisse, allem zum Trotz“ (Stalin, Band 14, Seite 175-176, KPD/ML-Ausgabe).

Wir sind fest davon überzeugt, dass es auch den einfachen roten Soldaten der Kommunistischen Internationale geben wird, der die internationalistische Militärwissenschaft revolutioniert, neue unternationale, militärische Normen schafft und alte nationalistische soldatische Einstellungen über den Haufen wirft, um das Weltproletariat auf seinem Weg zur Befreiung voranzubringen.

Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft kennt keine nationalen Schranken und so müssen die Schöpfer der imperialistischen Weltarmee naturgemäß auch die Schöpfer ihrer Totengräbder sein, die proletarische Weltarmee der Kommunistischen Internationale..

Und Lenin zitierte Marx, um auf die Schädlichkeit von vorgefassten, sektiererischen Militärdoktrinen hinzuweisen, die mit der marxistisch-leninistischen Lehre der weltrevolutionären Klassenkriegskunst unvereinbar sind:

Marx sagte einmal, das Verdienst der Pariser Kommunarden habe darin bestanden, dass sie Beschlüsse in die Tat umgesetzt hätten, die nicht irgendeiner vorgefassten Doktrin entlehnt, sondern von den tatsächlichen Erfordernissen vorgeschrieben waren“ ( siehe MEW, Band 22, Seite 195/196, dt. Ausgabe – zitiert von Lenin in Band 29, Seite 137).

Die Unbesiegbarkeit der Waffe des Marxismus-Leninismus entwickelt sich nur in den Händen und Köpfen des Proletariats selbst, das die Eigenschaft besitzt, sich selbst zu kritisieren, und sein Handeln und Denken stets aufs Neue in dialektischen Einklang zu bringen, kurz: die Eigenschaft, sich und seine Waffen, seine Operationen im Klassenkampf ständig zu revolutionieren. Nur in den Händen einer revolutionären Klasse können die revolutionären Waffen zur materiellen Gewalt über die reaktionäre Klassen werden. Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus ist nicht nur Gemeingut des Weltproletariats, sondern aller Völker der Welt.

Wir Marxisten-Leninisten sind die Revolutionäre der militärischen Wissenschaft – Revolutionär zu handeln, lernen wir durch die militärische Wissenschaft!

Ohne militärische Theorie kann es auch keine revolutionäre militärische Bewegung geben. Eine revolutionäre Linie verliert ihre Daseinsberechtigung, wenn die Theorie fehlt, und sie ist unweigerlich – früher oder später – zum politischen Bankrott verurteilt. Keine ernsthafte militärische Organisation kann auf die Lösung von Streitfragen in der militärischen Wissenschaft verzichten. Sich von Dogmen zu befreien kann nicht gleichgesetzt werden mit der Revision der Prinzipien von militärischen Organisationen. Andererseits wird die militärische Theorie des Marxismus-Leninismus gegenstandslos, wenn sie nicht mit der militärischen Praxis verknüpft wird, genauso wie die militärische Praxis ein Blindgänger ist, wenn das revolutionäre Ziel nicht anvisiert wird: Bedenkt, dass jeder praktische Schritt der revolutionären Bewegung die jungen Rekruten unvermeidlich und unausbleiblich gerade die sozialdemokratische Wissenschaft lehren wird, denn diese Wissenschaft beruht auf der objektiv richtigen Einschätzung der Kräfte und Tendenzen der verschiedenen Klassen (...). Degradiert nur nicht unsere revolutionäre Wissenschaft zu einem bloßen Buchstabendogma, banalisiert sie nicht durch jämmerliche Phrasen über `Taktik als Prozess` und `Organisation als Prozess`, Phrasen, mit denen man Zerfahrenheit, Unentschlossenheit und Mangel an Initiative rechtfertigt“ (Lenin, Band 8, Seite 208/209).

Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus kann zu einer gewaltigen Kraft der Weltrevolution werden, wenn sie sich in untrennbarer Verbindung mit dem internationalen revolutionären bewaffneten Klassenkampf des Weltproletariats herausbildet. Die militärische Wissenschaft des Marxismus-Leninismus verleiht dem internationalen bewaffneten Kampf Sicherheit, Orientierungsvermögen und Verständnis für den inneren Zusammenhang der weltweiten Kampfschauplätze der Revolution. Nur mit der militärischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus lässt sich erkennen, wie und wohin die Arbeiterarmeen sich heute und in Zukunft bewegen: Ohne die Meisterung der militärischen Theorie des Marxismus-Leninismus, kann es auch keine revolutionäre Weltarmee geben, die die Weltrevolution zum endgültigen Sieg führt. Die weltbolschewistische Partei kann ihre militärischen Aufgaben nur erfüllen, wenn sie sich von der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus leiten lässt. Die Negation der bisherigen militärischen Schriften im Lichte des heutigen militärischen Kampfes ist eine Voraussetzung, ein Erfahrungspotential, eine historische Schatzkammer, die als Grundlage und Ausgangspunkt für neue Entwicklungsmöglichkeiten dient durch Wiederholung auf höherem Niveau. Die Negation, die In-Fragestellung, was wir richtig, was wir falsch gemacht haben, was wir in Zukunft besser machen müssen, das Nutzbarmachen und Verwerten aller bisherigen Ideen, positiven Errungenschaften, Kräfte, Methoden usw. , ja sogar in bedingtem Umfang auch eine direkte Übernahme von Kampfformen und Waffen, welche sich in der Ausgangsstufe als unentbehrlich und ungeheuer nützlich erwiesen haben. Dazu gehören auch die negativen Erfahrungen, die militärischen Niederlagen, deren zukünftige Vermeidung uns unnötige Irrwege erspart, den Weg erleichtert und unsere Kräfte schneller uns sicherer zur erneuten Erstürmung der feindlichen Bastion führt. Deswegen ist das Entwicklungsgesetz der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik bezüglich der militärischen Theorie des Marxismus-Leninismus ebenfalls ein Gesetz der Negation der Negation, womit wir alle negativen Entwicklungen und Fehler der vergangenen bewaffneten Aktionen und Revolutionen aufdecken können. um sie das nächste Mal, in der Weltrevolution, nicht wiederholen zu müssen, sondern vermeiden und überwinden können. Nur so ist es uns Revolutionären möglich, vorwärts zu schreiten und die fortschreitende, aufsteigende Linie der bewaffneten, weltrevolutionären Bewegung, die Kontinuität der Weltrevolution zu begreifen und zu nutzen. Bereits der VIII. Parteitag der KPR (B) wies auf die Notwendigkeit hin, die höchsten Errungenschaften der bürgerlichen Militärwissenschaften auszunutzen. Das gilt auch heute für die neuesten und modernsten Errungenschaften der bürgerlichen Militärwissenschaften, aber auch für die Ausnutzung der militärischen Erfahrungen der gesamten Epoche der Klassengesellschaft der Menschheit. Alles, was der Weiterentwicklung der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft dient, gilt es zu nutzen und dialektisch anzuwenden.

Die Darstellung der Bedeutung der militärische Theorie des Marxismus-Leninismus wäre unvollständig, ohne die ideologische Bedeutung der führenden Rolle der bolschewistischen Parteien und ohne ihren Zusammenschluss in der Komintern/ML zu erklären, denn schließlich handelt es sich auch um die theoretische Wappnung der führenden Kampfstäbe. Durch die Partei sind jegliche ideologische Schwankungen oder Zerfahrenheit innerhalb der bewaffneten Bewegung unbedingt zu bekämpfen, denn sie wirken sich schädlich für uns und vorteilhaft für den Feind aus, weil sie unseren klaren Durchblick entweder trüben oder ihn blenden, was einerseits zum verblendeten Abenteuertum und andererseits zum blinden Praktizismus führen kann. Stimmt etwas nicht mit der Beleuchtung unserer bewaffneten Bewegung, so irritiert das unser Sichtfeld, droht die bewaffnete Bewegung in falsche Bahnen gelenkt zu werden. Deswegen muss die Militärtheorie die militärische Praxis ohne Schwankungen, stets sicher und hell erleuchten, muss das vereinigte Vorgehen entwickelt werden auf der Basis eines verbindlichen Militärprogramms, eines Kampfplanes usw. usf. Mit Beschlüssen und Befehlen allein kann man diesem Problem innerhalb der bewaffneten Bewegung nicht beikommen. Hier braucht man den organisierten politischen Einfluss der Partei in den bewaffneten Organisationen. Bevor wir das (ideologische) Gewehr in die Hand nehmen, und um es in die Hand zu nehmen, müssen wir natürlich wissen, warum und wie - aber zuerst müssen wir dabei im Hinterkopf haben, wozu und wie wir es auf keinen Fall in die Hand nehmen dürfen.

Wie die marxistisch-leninistische Militärtheorie und – taktik methodisch richtig angewandt wird, das lehren uns die kommunistischen Parteien, das lehren uns die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, die größten Militärtheoretiker und – taktiker in der Geschichte des Kommunismus. Genosse Enver Hoxha charakterisierte Marx, Engels, Lenin und Stalin zu Recht als „Weltmarschälle“. Die Komintern/ML ehrt den Genossen Enver Hoxha ebenfalls mit dem Rang eines Weltmarschalls.



In welchem Zusammenhang steht der militärische, proletarische Kampf und die proletarische Militärwissenschaft mit der materialistischen Geschichtsauffassung, mit der revolutionären Umwälzung von Basis und Überbau der alten, kapitalistischen in die neue, sozialistische Gesellschaft ?

So wenig man das, was ein Soldat ist, nach dem beurteilt, was er sich selbst dünkt, ebenso wenig kann man die historischen Epochen von Kriegen aus ihrem Bewusstsein beurteilen, sondern muss vielmehr dies Bewusstsein aus den Widersprüchen des materiellen Lebens, aus den vorhandenen gewaltsamen Konflikten und revolutionären Umwälzungen von gesellschaftlichen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen und der diesem Verhältnis innewohnenden Unvermeidbarkeit von bestimmten Kriegen erklären.

Der materialistischen Gesellschaftsauffassung von Marx und Engels entsprechend bestimmt ganz allgemein das Sein das Bewusstsein, und so wird auch im Besonderen, sozusagen das „militärische Bewusstsein“ vom „militärische Sein“ bestimmt. Die militärische Wissenschaft steht mit der materialistischen Grundauffassung von den bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb einer Klassengesellschaft in untrennbarem Zusammenhang und beruht darauf. Die heutige proletarische Militärwissenschaft muss also konkret bezogen werden auf die gesellschaftlichen Verhältnisse des Imperialismus und deren Zurückführung auf die imperialistischen Produktionsverhältnisse. Nur auf dieser Grundlage kann die Militärwissenschaft wirklich wissenschaftlich sein, eben wenn sie sich ausschließlich auf die Gesetze der historischen Entwicklung der Gesellschaft gründet. Die Militärwissenschaft ist also niemals losgelöst von dem gegebenen Gesellschaftssystem zu betrachten. Beleuchten wir die proletarische Militärwissenschaft nun vom Standpunkt des historischen Materialismus im Zusammenhang von Basis und Überbau der imperialistischen Gesellschaftsordnung:

Wie Stalin richtig festgestellt hat, ist die Basis die ökonomische Struktur der Gesellschaft in der gegebenen Etappe ihrer Entwicklung“ (Stalin, Werke Band 17, Seite 192, KPD/ML, Hamburg 1973). Die ökonomische Struktur des Imperialismus, die kapitalistische Basis in ihrer heutigen Entwicklung ist ausgerichtet auf die weltweite Vergesellschaftung von Produktivkräften bei gleichzeitiger privater Aneignung zwecks Erzielung maximaler Profite. Charakteristisch ebenso wie unvermeidlich für dieses Gesellschaftssystem sind die diesem Zweck dienenden imperialistischen Eroberungs- und Raubkriege, für die eine gigantische Kriegsproduktion, eine riesige imperialistische, globalisierte Kriegsmaschinerie eingesetzt wird. Die ökonomischen Produktionsbedingungen des Imperialismus sind also ohne die globalisierte Rüstungswirtschaft nicht denkbar. Globalisierung heißt Militarisierung der Weltwirtschaft zwecks Höchstprofite. Die globalisierte Kriegswirtschaft vertieft das Missverhältnis zwischen den Produktionsmöglichkeiten und der sinkenden kaufkräftigen Nachfrage der Weltbevölkerung und zieht unvermeidlich die Weltwirtschaftskrise nach sich. Die globalisierte Militarisierung der Weltwirtschaft beschleunigt den parasitären Zerfall der imperialistischen Weltordnung, denn die Rüstung erzeugt die unproduktive Welt, die sich durch den imperialistischen Krieg schließlich selbst zerstört. Die imperialistische Basis hemmt also die Entwicklung der Produktivkräfte, wird zu ihrer Fessel, und es vollzieht sich durch die Weltrevolution eine Umwälzung der Basis als historische Notwendigkeit. Die Wissenschaft der Waffen, die der Imperialismus für seine Weltherrschaft entwickelt hat, verwandelt sich in eine bewaffnete Wissenschaft zur Vernichtung des Imperialismus und seiner Weltherrschaft. Ohne Waffen kann sich keine neue Gesellschaftsformation und damit weder eine neue Basis noch ein neuer Überbau entwickeln. Für Lenin ist die Basis „das Gerippe“, das sich durch den Überbau mit „Fleisch und Blut umgeben hat (Lenin, Band 1, Seite 132). Der globalisierte Klassenantagonismus, der sich aus den heutigen imperialistischen Produktionsverhältnissen erklärt, hat in seiner schärfsten Konsequenz militärische Klassenauseinandersetzungen zur Folge. Es ist nun der imperialistische Überbau, der die Weltherrschaft der Bourgeoisie schützt durch Militär und Polizei, durch militaristische Ideen usw.

Der Überbau – das sind die politischen, juristischen, religiösen, künstlerischen, philosophischen Anschauungen der Gesellschaft und die ihnen entsprechenden politischen, juristischen und anderen Institutionen. Jede Basis hat ihren eigenen, ihr entsprechenden Überbau. (...) Ändert sich die Basis und wird sie beseitigt, so ändert sich anschließend ihr Überbau und wird beseitigt; entsteht eine neue Basis, so entsteht anschließend auch ein entsprechender Überbau“ (Stalin, ebenda, Seite 192-193).

Die Revolution aber ist nichts anderes als das Zerstören des alten Überbaus und das selbständige Auftreten verschiedener Klassen, die auf ihre Art einen neuen Überbau zu errichten trachten“ (Lenin, Band 8, Seite 208).

Ein Gesetz der Mechanik lautet: Die Wirkung ist gleich der Gegenwirkung. In der Geschichte hängt die zerstörerische Kraft der Revolution [und insbesondere ihrer bewaffneten Kraft- Anmerkung des Verfassers] in nicht geringem Maße auch davon ab, wie stark und andauernd die Unterdrückung [insbesondere die bewaffnete Unterdrückung – Anmerkung des Verfassers] der Freiheitsbestrebungen war und wie tief der Widerspruch zwischen dem vorsintflutlichen `Überbau` und den lebendigen Kräften der gegenwärtigen Epoche ist. Auch die internationale politische Situation...“ (Lenin, Band 9, Seite 45). Dieses Gesetz der Mechanik ist natürlich auch im Weltmaßstab gültig und anzuwenden !!


Der imperialistische Überbau vollzog sich nach und nach bis zur heute existierenden militaristisch-terroristischen Weltdiktatur der Monopolbourgeoisie. Er ist ein weltfaschistischer Überbau nach innen und ein globalisierter militaristisch-kriegerischer Überbau nach außen geworden. Die Militarisierung der Weltwirtschaft hat sich auch einen globalisierten militaristisch-faschistischen Überbau zugelegt.

Es ist also der für den Höchstprofit unvermeidlich notwendige imperialistische Krieg, der die militaristischen Eroberungspläne und die für ihre Umsetzung erforderlichen militaristischen Institutionen hervorbringt. Die imperialistische Kriegswissenschaft ist folglich Teil des imperialistischen Überbaus, der der ökonomischen Basis des Imperialismus dient. Die Kriegswissenschaft des heutigen Imperialismus muss folglich stets im Zusammenhang mit dem globalisierten Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Produktivkräften und kapitalistischen Produktionsverhältnissen begriffen werden, sie ist wie ihre Basis parasitär, und sie ist eine sterbende, verfaulende Kriegswissenschaft, die ihr höchstes und letztes Stadium erreicht hat. Zerfällt die imperialistische Basis, so stirbt auch ihr Überbau ab. Dieser Zerfallsprozess, der auch zugleich ein Zerfallssprozess des Militärs und der Militärwissenschaft des Imperialismus ist, spielt sich heute tausendfach vor unseren Augen ab. Militär und Kriegswissenschaft, ja die ganze Militarisierung des globalisierten imperialistischen Gesellschaftssystem steht in unmittelbarem, umgekehrten Verhältnis zur Weltwirtschaftskrise, zur Überproduktionskrise, zur Verknappung der Produktionskapazitäten insbesondere bei den Konsumgütern im zivilen Sektor, zur Verknappung der wissenschaftlichen Ressourcen im zivilen Sektor, kurz: die Globalisierung des Militärs beschleunigt die Globalisierung des zivilen Elends auf der Welt, Weltarbeitslosigkeit, Hunger usw. usf. Der Weltmilitarismus wird zu einer Fessel der Weltproduktivkräfte und beschleunigt den weltrevolutionären Gärungsprozess, die Sprengung der weltkapitalistischen Produktionsverhältnisse. Zwischen der globalisierten imperialistischen Kriegspolitik und der Globalisierung der Verelendung des Weltproletariats besteht ein gesetzmäßiger und vor allem ein weltrevolutionärer Zusammenhang. Die Erkenntnis all dieser Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Weltrevolution sind nicht zuletzt Resultat der Schlussfolgerungen der marxistisch-leninistischen Militärtheorie.


Mit der revolutionären Umgestaltung der ökonomischen Produktionsbedingungen wälzte sich im Sozialismus auch der Überbau um, wurde eine sozialistische Kriegswissenschaft entwickelt, die der sozialistischen Gesellschaft diente. Mit der Restauration des Kapitalismus durch die Revisionisten wurde die sozialistische Umgestaltung der ökonomischen Produktionsbedingungen rückgängig gemacht und die sozialistische Kriegswissenschaft verwandelte sich in eine Kriegswissenschaft des Sozialimperialismus. Mit der revisionistischen Basis vollzog sich auch der revisionistische Überbau, der sich im Wesentlichen nicht vom kapitalistischen Überbau unterscheidet. Heute geht es uns Marxisten-Leninisten darum, die Globalisierung des Imperialismus als Ausgangspunkt für die revolutionäre gobalisierte Umwälzung der weltökonomischen Produktionsbedingungen, für die Schaffung einer sozialistischen Weltökonomie zu begreifen. Unsere marxistisch-leninistische Militärtheorie ist genau auf dieses Ziel konzentriert und deswegen Keimform der weltsozialistischen Militärwissenschaft, die durch die Umwälzung der weltökonomischen Basis hervorgebracht werden wird, ihr dient und aktiv auf die neue Basis zurückwirkt. Einmal auf die Welt gekommen, wird die weltsozialistische Kriegswissenschaft zu einer gewaltigen aktiven Kraft gegen die alte Weltbasis und die alten Weltausbeuter und -unterdrücker, eine Kraft, die sie beseitigen wird auf dem Weg zur kommunistischen Gesellschaft. Das ist kurz zusammengefasst die Betrachtungsweise des historischen Materialismus in der Frage des Militärs und der Militärwissenschaft bezogen auf Basis und Überbau.




Wie ordnet sich der bewaffnete Kampf des Weltproletariats ein in den allgemeinen Rahmen des internationalen Klassenkampfes?

Welche besondere Rolle spielt dabei der militärische proletarische Kampf ?



Zunächst - was ist überhaupt Klassenkampf?


Lenin definiert den Klassenkampf wie folgt:

Der Kampf der Arbeiter wird erst dann zum Klassenkampf, wenn alle fortschrittlichen Vertreter der gesamten Arbeiterklasse des ganzen Landes sich bewusst werden, eine einheitliche Arbeiterklasse zu sein, und den Kampf nicht gegen einzelne Unternehmer, sondern gegen die ganze Klasse der Kapitalisten und gegen die diese Klasse unterstützende Regierung aufnehmen. Erst dann, wenn der einzelne Arbeiter sich bewusst ist, ein Teil der ganzen Arbeiterklasse zu sein, wenn er in seinem tagtäglichen Kleinkampf gegen einzelne Unternehmer und einzelne Beamte den Kampf gegen die ganze Bourgeoisie und gegen die ganze Regierung sieht, erst dann wird sein Kampf zum Klassenkampf“ (Lenin, Band 4, Seite 210). Lenin sah die revolutionäre Aufgabe der Kommunistischen Parteiin der Organisierung des proletarischen Klassenkampfes, in der Förderung dieses Kampfes, im Aufzeigen seines notwendigen Endziels, in der Analyse der Bedingungen, die die Methoden der Führung dieses Kampfes bestimmen“ (Lenin, Band 4, Seite 323).


Was also ist internationaler Klassenkampf?


Der Kampf der Arbeiter in jedem Land wird erst dann zum internationalen Klassenkampf, wenn alle fortschrittlichen Vertreter der gesamten Arbeiterklasse in jedem Land sich bewusst werden, ein Teil der einheitlichen Weltarbeiterklasse zu sein, und den Kampf nicht nur gegen die einzelnen Unternehmer im eigenen Land, nicht nur gegen die ganze Klasse der Kapitalisten und ihre Regierung im eigenen Land, sondern auch in allen Ländern und gegen die diese internationale Kapitalistenklasse unterstützenden Regierungen aller Länder aufnehmen. Erst dann, wenn der einzelne Arbeiter sich bewusst ist, ein Teil nicht nur der Arbeiterklasse seines Landes, sondern gleichzeitig auch ein Teil der Arbeiterklasse aller Länder zu sein, wenn sich das Proletariat jedes Landes darüber bewusst ist, eine Abteilung der Weltarmee des Proletariats zu sein, wenn der einzelne Arbeiter in seinem tagtäglichen Kleinkampf gegen einzelne Unternehmer und einzelne Beamte nicht nur den Kampf der eigenen Arbeiterklasse gegen die eigene ganze Bourgeoisie und gegen die eigene ganze Regierung, sondern darin auch den Kampf gegen die ganze Weltbourgeoisie und das ganze Herrschaftssystem des Weltimperialismus sieht - erst dann wird sein Kampf, wird der Kampf der Arbeiterklasse in jedem Land zum internationalen Klassenkampf. Die Führung des gesamten internationalen Klassenkampfes setzt die Führung des Klassenkampfes in jedem einzelnen Land voraus. Der Kampf der marxistisch-leninistischen Parteien in allen Ländern ist stets die Grundlage des internationalen Klassenkampfes, der von der Kommunistischen Internationale geführt wird. Ohne diese Grundlage gibt es keinen internationalen Klassenkampf und kann es ihn im Sinne des Marxismus-Leninismus auch nicht geben, das wäre Trotzkismus, etc., alles andere, - jedenfalls kein Marxismus-Leninismus.

Es ist also die Aufgabe der internationalen marxistisch-leninistischen Weltbewegung, durch Organisierung des Weltproletariats, durch Agitation und Propaganda innerhalb der Arbeiterweltbewegung, den spontanen Kampf gegen die internationale Kapitalistenklasse und den Weltimperialismus als ganze internationale Klasse, in den Kampf der marxistisch-leninistischen Weltpartei für die Ziele der proletarischen Weltrevolution und des Weltsozialismus zu verwandeln, das heißt auf internationaler Ebene die Verbindung zwischen Arbeiterbewegung und Sozialismus herzustellen, so wie es dem Geiste des Kommunistischen Manifestes entspricht. Durch die einzelnen marxistisch-leninistischen Parteien allein, durch die Arbeit auf Länderebene allein, kann diese Aufgabe nicht annähernd gelöst werden. Den internationalen Klassenkampf zwar in Worten anerkennen, aber ihn in Taten nur halbherzig zu führen bzw, den internationalen Klassenkampf überwiegend auf den nationalen Rahmen begrenzen zu wollen und somit der Spontaneität zuüberlassen, darauf zu beharren, nicht über den nationalen „Tellerrand“ zu arbeiten bzw, aus der nationalen Beschränkung der Arbeit sogar ein Prinzip zu machen, das ist kein internationaler Klassenkampf, das entspricht nicht dem internationalistischen Charakter des Marxismus-Leninismus, das ist mit dem Geist des proletarischen Internationalismus nicht vereinbar, das ist die Verteidigung des Zurückbleibens hinter der revolutionären marxistisch-leninistischen Weltbewegung und im Grunde genommen nichts anderes als internationale Handwerkelei. Und umgekehrt: Den internationalen Klassenkampf isoliert, nicht gestützt auf den Klassenkampf in den einzelnen Ländern, ohne die unverzichtbare Verbindung mit ihm, aufbauen zu wollen, heißt, dem internationalen Klassenkampf seine Grundlage zu entziehen, ist eine hohle Phrase und im Ergebnis internationales Kapitulanten- und Liquidatorentum gegenüber der politischen Führung der spontanen internationalen Massenbewegung. Die Einengung und Beschränkung des Marxismus-Leninismus auf den nationalen Rahmen führt zur opportunistischen Verflachung des internationalen Charakters des Klassenkampfes und zur Herabminderung der Rolle der Kommunistischen Internationale, ohne die der internationale Klassenkampf unmöglich ist. Der Opportunismus in der Frage des internationalen Klassenkampfes entwickelt sich von einer Strömung abweichender hierüber hin zum organisierten Werkzeug der Weltbourgeoisie unnerhalb der revolutionären Arbeiterweltbewegung. Macht man dies den Massen nicht klar, bleibt die „Anerkennung“ des internationalen Klassenkampfes phrasenhaft. Es ist klar, dass wir je nach konkreter Einschätzung der einzelnen Parteien, den einen gegenüber mit solidarischer und geduldiger Überzeugungsarbeit über das passive Verständnis über den internationalen Klassenkampf hinweghelfen durch dessen Aktivierung, wohingegen wir gegen andere einen unversöhnlichen Kampf führen , wenn sie mit ihrer Haltung und ihren Handlungen dem internationalen Klassenkampf bewusst Schaden zufügen und uns feindlich behandeln.

Was hier über den internationalen Klassenkampf im Allgemeinen gesagt wurde, das trifft natürlich auch seine besonderen Formen zu, also auch auf die bewaffneten Formen des internationalen Klassenkampfes:


Was ist also der internationale bewaffnete Klassenkampf?


Das Weltproletariat, dass seinen Klassenkampf international führt, kann hierbei in dem Augenblick nicht gegen seine eigene internationale Bewaffnung sein, wenn die Weltbourgeoisie ihren Klassenkampf mit Waffengewalt fortsetzt.

Der bewaffnete Kampf der Arbeiter in jedem Land wird erst dann zum internationalen bewaffneten Klassenkampf, wenn sich diese Arbeiter als Abteilung in die Weltarmee des Proletariats einreihen, um nicht nur für den Sturz der Bourgeoisie im eigenen Land mit Unterstützung der Weltarmee zu kämpfen, sondern um selber als Abteilung, als Trupp, dieser Armee am gemeinsamen Sturz der Welt-bourgeoisie teilzunehmen, um die ganze Welt vom Imperialismus zu befreien. Der Welt-imperialismus kann nur mit welt-revolutionären Waffen zur Strecke gebracht werden, die das gesamte Welt-proletariat unter der zentralen Führung ihrer Welt-partei auf der Grundlage eines vereinigten bewaffneten proletarischen Kampfes der marxistisch-leninistischen Parteien aller Länder einsetzt. Um aber einen systematischen, planmäßig organisierten, zentralisierten, internationalen, bewaffneten Kampf gegen die Weltbourgeoisie führen zu können, müssen wir alle revolutionären Organisationen der Welt, ihre Disziplin uw. usf. auf die höchste Stufe der Vollkommenheit bringen.


Der bewaffnete Klassenkampf

kommt in der relativ kurzen, sich revolutionär entladenden Phase des Klassenkampfes, also in einer angespannten revolutionären Situation zur vollen Geltung, wenn die antagonistischen Klassenwidersprüche sich aufs Äußerste zugespitzt haben und sich die aufgestaute Höchstspannung gesetzmäßig entlädt, wenn die Klassen sich in orkanartige Bewegungen verwirbeln, diese Bewegungen sich so sehr aneinander reiben, dass sie schließlich ihren höchsten Schmelzpunkt erreichen, wenn die geballten Klassenkräfte mit heftigster Macht wie aus einem Vulkan herausschleudern und die unvermeidliche Schlacht um die Macht mit Waffengewalt geschlagen und die alte oder neue Macht besiegt und zertrümmert wird. Diese Kulminationen treten also auf, wenn die neue Klasse der alten Klasse die Macht entreißt oder die alte Klasse ihre verlorene Macht wieder zurückerobert. In allen anderen Phasen des politischen Klassenkampfes spielt seine militärische Form durchaus keine unwesentliche Rolle, insbesondere unmittelbar vor oder nach der Revolution; manchmal sogar noch eine größere Rolle als der eigentliche Punkt des Machtwechsels, wenn die Revolution also von einem längeren Bürgerkrieg begleitet ist. Die Hauptrolle spielt der militärische Kampf nun einmal nur in jenen Klassenkampfsituationen, in denen der Kampf durch nichts anderes mehr fortgesetzt und entschieden werden kann als mit bewaffneten Mitteln. Der bewaffnete Aufstand ist die Klassenkampf bis zur letzten Konsequenz. Jedoch in der langjährigen vor- und nachrevolutionären Phase, in den „friedlichen“ Zeiten der revolutionären Ebbe, bei allen anderen Grundformen des internationalen Klassenkampfes steht der militärische Kampf meistens im Hintergrund, werden die revolutionären Kräfte an anderen Schauplätzen konzentriert und mobilisiert als auf dem Kriegsschauplatz der sozialistischen Revolution in einem Land.

Diesen Kriegsschauplatz betrachten wir Internationalisten stets auch – und vor allem - im Weltmaßstab, also nicht nur von dem einen, bestimmten Kriegsschauplatz in diesem oder jenen Gebiet, in diesem oder jenen Land, nicht nur vom einzelnen, konkreten, sondern vom Kriegsschauplatz aller Länder, vom internationalen Kriegsschauplatz aus. Es handelt sich ja bei der Arbeiterklasse und der Bourgeoisie ihrem Wesen nach um internationale Klassen, die über ihren nationalen Rahmen in einer langen Periode ihrer Entwicklung hinausgewachsen sind. Und deswegen treten sie in zunehmenden Maße auch international auf, betreten sie den internationalen Schauplatz ihrer Klassenauseinandersetzungen und fechten schließlich den Kampf um ihre internationale Macht aus. Der militärische Kampf in einem Land ist also dem internationalen Ganzen als Teil untergeordnet. In der gesamten Geschichte des Klassenkampfes, insbesondere aber in der Etappe des Imperialismus, wo der Zerfallsprozess der einzelnen imperialistischen Staaten immer ungleichmäßiger verläuft, finden überall auf dem Erdball ununterbrochen bewaffnete Klassenzusammenstöße und militärische Auseinandersetzungen statt, flackern sie in diesem oder jenen Teil der Welt immer wieder auf, aber nicht um eines Tages wieder zu verlöschen, sondern sich zu einem großen Brand zu vereinigen bis das imperialistische Weltsystem in Schutt und Asche liegt. Und um genau diesen Brand zu beschleunigen, dazu brauchen wir den internationalen militärischen Kampf des Weltproletariats, dazu brauchen wir die marxistisch-leninistische Militärtheorie, gehen wir Marxisten-Leninisten wissenschaftlich an die Lösung der internationalen militärischen Frage heran, die der politischen Frage auch – und ganz besonders - im Weltmaßstab untergeordnet ist. Die militärische Frage der sozialistischen Revolution der einzelnen Länder mit der militärischen Frage der proletarischen Weltrevolution dialektisch und materialistisch zu vereinigen und daraus taktische Schlussfolgerungen zu ziehen, d.h., die nationalen Militärtaktiken zu einer internationalen Militärtatik zusammenzuknüpfen - gerade darin liegt die besondere internationalistische Aufgabe der militärischen Wissenschaft und der revolutionären Klassenkriegskunst der Proletarier aller Länder.





Was sind die drei Grundformen des proletarischen Klassenkampfes, die der Marxismus-Leninismus unterscheidet ?



1. Der ökonomische Kampf

ist die historisch erste Form des proletarischen Klassenkampfes in allen Ländern, als der Arbeiter damit begann, sich für seine ökonomischen Interessen einzusetzen, die für ihn lebenswichtige Bedeutung haben, um den Grad der Ausbeutung zu mildern und damit der Verelendungstendenz entgegenzuwirken. Um Missverständnisse zu vermeiden, wollen wir bemerken, dass wir (...) unter ökonomischem Kampf (dem bei uns üblichen Wortgebrauch gemäß) stets den `praktisch-ökonomischen Kampf` verstehen, den Engels (...) als `Widerstand gegen die Kapitalisten` bezeichnet und der in freien Ländern gewerkschaftlicher, syndikaler oder trade-unionistischer Kampf heißt“ (Lenin, Band 5, Seite 410).

Der ökonomische Kampf ist aber nicht nur für die materielle Lage des Arbeiters, sondern auch für seine Organisierung als Klasse und die Entwicklung seines Klassenbewusstseins von Bedeutung, da – wie Lenin lehrte:nur der Kampf um sofortige, unmittelbare Verbesserungen ihrer Lage die zurückgebliebenen Schichten der ausgebeuteten Massen aufzurütteln vermag, ihnen wirklich Erziehung gibt und – in einer Revolutionsepoche – während weniger Monate aus ihnen eine Truppe politischer Kämpfer bildet“ (Lenin, Werke, Band 19, Seite 442); [Hervorhebung vom Verfasser]. Wird aber der politische Kampf auf den ökonomischen Kampf reduziert, ist das Reformismus, denn es können nur Reformen erkämpft werden im Rahmen des Kapitalismus. Mit dem ökonomischen Kampf allein kann man die kapitalistische Ausbeuterordnung jedoch nicht beseitigen, kann man die kapitalistischen Eigentums-, Klassen- und Machtverhältnisse grundsätzlich nicht ändern: Führt die Arbeiterklasse nur den ökonomischen Kampf, so verliert sie ihre politische Selbständigkeit, wird sie zum Anhängsel anderer Parteien und übt Verrat an dem großen Vermächtnis: `Die Befreiung der Arbeiter kann nur das Werk der Arbeiter selbst sein`“ (Lenin, Band 4, Seite 367).Die trade-unionistische Politik der Arbeiterklasse ist eben die bürgerliche Politik der Arbeiterklasse“ (Lenin, Band 5, Seite 441).

Das gobalisierte Kapital bringt die Proletarier aller Länder zusammen. Die Weltkonkurrenz spaltet sie in ihren Interessen, aber die Aufrechterhaltung des Lohnes sind gemeinsame Interessen, sind Grundlage der Formierung des Weltproletariats, der Vereiniguntg der Proletarier aller Länder gegen das vereinigte Weltkapital.In diesem Kampfe – ein veritabler [wahrhaftiger, echter (!) – Anmerkung des Verfassers] Bürgerkriegvereinigen und entwickeln sich alle Elemente für eine kommende Schlacht. Einmal auf diesem Punkt angelangt, nimmt die Koalition [die Vereinigung der ökonomischen Interessen der Proletarier aller Länder – Anmerkung des Verfassers] einen politischen Charakter an“ (Lenin zitiert hier Marx im Band 21, Seite 65).

In der Gegenwart sind in den kapitalistischen Ländern die Demonstrationen und Streiks gegen Preissteigerungen, Steuererhöhungen, Kürzungen der Sozialleistungen, gegen die Plünderungen der Staatskassen, gegen Rüstungsausgaben, gegen die Abwälzung der Lasten der kapitalistischen Krise usw. usf. nicht nur Ausdruck des ökonomischen, sondern zunehmend Ausdruck des politischen Kampfes gegen den Dreierbund von Kapital, Staat und reaktionärer Gewerkschaft, also gegen das imperialistische System der Ausbeutung und Unterdrückung gerichtet, nimmt der ökonomische Kampf immer offener politischen Charakter an. So spricht Marx auch zu Recht davon, dass jeder ökonomische Kampf gleichzeitig ein politischer Kampf ist. Aus den Erfahrungen des ökonomischen Kampfes mit seinen unvermeidbaren Klassenzusammenstößen lernt das Proletariat für seinen zukünftigen bewaffneten Kampf. Umgekehrt lassen sich die Resultate des ökonomischen Kämpfes des Proletariats unter Anwendung der marxistisch-leninistischen Militärtheorie effektiver und durchschlagender gestalten, kann der Druck auf die Kapitalisten, auf den Staat und die imperialistischen Gewerkschaftsführung erhöht und legale Schranken des ökonomischen Kampfes leichter überwunden werden. `Jeder Klassenkampf ist ein politischer Kampf` (Marx und Engels- Kommunistisches Manifest)diese berühmten Worte von Marx dürfen nicht in dem Sinne verstanden werden, jeder Kampf der Arbeiter gegen die Unternehmer wäre stets ein politischer Kampf. Sie müssen so verstanden werden, dass der Kampf der Arbeiter gegen die Kapitalisten notwendigerweise in dem Maße politischer Kampf wird, als er zum Klassenkampf wird (Lenin, Band 4, Seite 210). Ohne eine wirklich marxistisch-leninistische Partei würde der ökonomische Kampf der Arbeiterklasse und der revolutionären Gewerkschaftsbewegung scheitern, der Spontaneität verfallen und sich der Bourgeoisie unterwerfen und zu ihrem Anhängsel werden genauso wie ohne eine wirkliche Kommunistische Internationale der Kampf des Weltproletariats als Ganzes und der revolutionären Weltgewerkschaftsbewegung scheitern würde, der Spontaneität der Globalisierung verfallen und sich dem internationalen Finanzkapital unterwerfen und zu dessen globalisierten Anhängsel werden würde.

So wie die ökonomischen Enthüllungen eine Kriegserklärung an die Kapitalisten sind, so sind die politischen Enthüllungen eine Kriegserklärung an die Regierungen. Mit dieser Kriegserklärung beginnt das Weltproletariat seinen politischen Krieg gegen die Weltbourgeoisie:


2. Unvermeidlich zum politischen Kampf wird der Kampf zwischen den feindlichen Klassen auf einer gewissen Stufe seiner Entwicklung. Der vollendetste, stärkste und klarste Ausdruck des politischen Kampfes der Klassen ist der Kampf der Parteien. Parteilosigkeit ist Gleichgültigkeit gegenüber dem Kampf der Parteien (...) Gleichgültigkeit ist stillschweigende Unterstützung desjenigen, der stark ist, desjenigen, der die Herrschaft hat“ (Lenin, Band 10, Seite 65).

Der politische Kampf der kommunistischen Partei ist viel umfassender und komplizierter als der ökonomische Kampf der Arbeiter gegen die Kapitalisten und deren Regierung. Dementsprechend ist die Organisation des politischen Kampfes unvermeidlich anderer Art als die Organisation der Arbeiter, die Gewerkschaft, für den ökonomischen Kampf. Der politische Kampf ist die entscheidende Form des proletarischen Klassenkampfes, wobei der politische Kampf von der Partei geführt wird, deren Entwicklung gleichzeitig Bedingung und Gradmesser der politischen Entwicklung des Klassenkampfes in einem Land ist. Lenin hat hervorgehoben: Die Teilnahme der Arbeiterklasse am politischen Kampf und selbst an der politischen Revolution macht ihre Politik noch keineswegs zur sozialdemokratischen Politik“ (Lenin, Band 5, Seite 452). Je bewusster eine Klasse ist, desto höher ist in der Regel ihre parteimäßige Entwicklung und die Ausgereiftheit ihrer Politik. Mit der Partei kämpfen die Arbeiter als Klasse gegen die herrschende Bourgeoisie zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen, für ihre politische Befreiung, und auch als Vorkämpfer für die politische Freiheit anderer unterdrückter Klassen - und in letzter Instanz für den Sturz des ganzen kapitalistischen Ausbeuter- und Unterdrückungssystem, für die Zertrümmerung des bürgerlichen Staates. Der Kampf der Arbeiterklasse gegen die Klasse der Kapitalisten muss notwendigerweise ein politischer Kampf sein, weil die ökonomischen Interesen der Kapitalisten, vor allem das kapitalistische Eigentum an den Produktionsmitteln, vom bürgerlichen Staat geschützt werden. Die Beseitigung der kapitalistischen Ausbeutung erfordert daher die Zerschlagung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse. Der proletarische Klassenkampf zielt auf die Errichtung der Diktatur des Proletariats. Welche Form des politischen Kampfes in bestimmten Entwicklungsetappen des proletarischen Klassenkampfes im Vordergrund steht, hängt von den konkreten historischen Bedingungen ab. Der bewaffnete Kampf des Proletariats ist die schärfste, gewaltsamste, opferreichste und einschneidenste Form des politischen Kampfes des Proletariats, ist seine Fortsetzung mit kriegerischen Waffen, mit gewaltsamen Mitteln des Bürgerkrieges, des Aufstandes, der Revolution, des sozialistischen Krieges, macht seine Partei zur kriegführenden Partei. Die (spontane)Teilnahme der Arbeiterklasse am bewaffneten Kampf und selbst an der bewaffneten Revolution macht diesen Kampf noch nicht zum bewaffneten marxistisch-leninistischen Kampf, sondern erst durch dessen Führung durch die Partei des Proletariats, und das gilt über den nationalen Rahmen hinaus auch für den internationalen bewaffneten Klassenkampf, der von der Partei des Weltproletariats, der Kommunistischen Internationale geführt wird, der die höchste Form aller internationalen bewaffneten revolutionären Kämpfe darstellt.

Aus den verschiedenen bewaffneten Formen des politischen Klassenkampfes der Proletarier in den einzelnen Ländern entwickeln sich internationalisierte, zentralisierte Formen wie internationale Aufstände, internationaler Bürgerkrieg, Kriege des sozialistischen Lagers, proletarische Weltrevolution. Wie die Marxisten-Leninisten im Kapitalismus kämpfen sollen, wie sie ein sozialistisches Land verteidigen sollen, wie sie diesen Kampf internationalistisch unterstützen sollen, all das haben die Marxisten-Leninisten bereits gelernt. Was sie noch lernen müssen ist, den globalisierten Klassenkampf des Weltproletariats geegn den globalisierten Klassenkampf der Weltbourgeoisie zu führen. Dies ist die schwierigste Aufgabe, und bevor sie militärisch gelöst werden kann, muss sie erst einmal politisch vorbereitet werden. Die Zurückeroberung des Sozialismus wird viel schwieriger sein als die Eroberung [der Klassenfeind hat auch seine Lehren ziehen können!], aber dafür wird die Schaffung eines sozialistischen Lagers ungemein schneller und leichter vorangehen als in der Nachkriegsperiode des zweiten Weltkriegs, weil dies durch die heutige Globalisierung des Klassenkampfes auch gar nicht anders der Fall sein kann. Der Übergang zum Weltsozialismus ist deswegen so schwierig, weil wir es mit einem politischen Widerstand von solchen Kräften in unseren Reihen zu tun haben, die sich mit dem Sozialismus in einem Land zur Ruhe gesetzt haben und auch zukünftig gar nichts anderes wollen als sich damit zur Ruhe zu setzen, sprich: seine momentanen sozialistischen Früchte genießen, um ihn dann – verkostet und aufgezehrt, dem Schicksal, also wieder dem Kapitalismus, zu überlassen. Sie haben kein Interesse daran, das Ziel des Sozialismus in einem Land als Basis und Hebel, als ein Etappenziel, als Voraussetzung für das nächste Ziel, den Weltsozialismus zu begreifen und mit dem Aufbau der Internationale praktisch zu beginnen. Diese Neo-Revisionisten erkennen zwar die Idee der Kommunistischen Internationale, ihre Notwendigkeit, grundsätzlich in Worten an, aber sie tun nichts anderes als sich hinzustellen und immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass der Zeitpunkt zu „früh“ sei, anstatt diese Aufgabe jetzt mit anzupacken. An diesen Leuten ist auch die Komintern politisch gescheitert. Diesen lähmenden Zustand zu überwinden, ist die entscheidenste Frage des heutigen politischen Klassenkampfes. Der politische Klassenkampf für den Sozialismus in einem Land muss stets dem politischen Klassenkampf des Weltsozialismus untergeordnet werden, auch und gerade wenn dafür jetzt erst einmal alles wieder dafür getan werden muss, den Sozialismus in einem Land zurückzuerobern. Die ganze Schwierigkeit des politischen Kampfes und dessen ganze Kunst, besteht darin, den Übergang von einem einzelnen sozialistischen Land zum sozialistischen Lager, zum Weltsozialismus als eine lange Periode mit vielfältigen Übergängen zu begreifen, in denen Rückzüge und Niederlagen unvermeidlich sind. Der Sozialismus kann nur zurückerobert werden, wenn er wieder zum Ziel des politischen Kampfes des Proletariats geworden ist.


3. Der ideologische Kampf

ist die dritte Grundform des Klassenkampfes. Der Inhalt des ideologischen Klassenkampfes besteht darin, die Ideologie der Bourgeoisie anzugreifen- insbesondere die Ideologie des Revisionismus, sie zurückzudrängen und schließlich zu zerschlagen und dabei das sozialistische Klassenbewusstsein im Proletariats zu entwickeln bzw. zu reaktivieren, den Marxismus-Leninismus mit der Arbeiterbewegung (erneut) zu verknüpfen und ihn (wieder) in den proletarischen Massen zu verankern, damit das Proletariat seine historische Mission (wieder) erkennen und erfüllen kann. Die sozialistische Ideologie wird von der marxistisch-leninistischen Partei in die Arbeiterbewegung hineingetragen. Die Partei ist also die Verkörperung der Einheit von Arbeiterbewegung und wissenschaftlichen Sozialismus. Erfolgreich kann der ideologische Kampf nur dann sein, wenn er im engsten Zusammenhang mit dem ökonomischen und politischen Kampf geführt wird:Die wirkliche Erziehung der Massen kann niemals getrennt und außerhalb vom selbständigen politischen und besonders revolutionären Kampf der Massen selbst geschehen. Erst der Kampf erzieht die ausgebeutete Klasse, erst der Kampf gibt ihr das Maß ihrer Kräfte, erweitert ihren Horizont, steigert die Fähigkeit, klärt ihren Verstan auf, hämmert ihren Willen“ (Lenin, Band 19, Seite 441). Was Lenin hier lehrt, beschränkt sich nicht nur im nationalen Rahmen. Die Ideologie des Proletariats ist international und damit auch der ideologische Kampf, den das Weltproletariat gegen die Ideologie der Weltbourgeoisie internationalistisch führt. Hier spielt die Kommunistische Internationale die internationale Rolle, die die Partei im nationalen Maßstab spielt. Bestandteil des wissenschaftlichen Sozialismus ist auch die militärische Wissenschaft des Sozialismus, die somit auch internationalen Charakter hat und entsprechend im Weltproletariat verankert werden muss, um es für die bewaffnete sozialistische Weltrevolution mit den internationalisierten, ideologischen Waffen auszurüsten.

Was die heutige konkrete Situation anbelangt, so müssen wir die Niederlage des Sozialismus auch als Niederlage der sozialistischen Ideologie begreifen, wenn man sie an ihrem gegenwärtig äußerst geringen Einfluss unter den Massen misst – und daran muss man sie messen. In dem Maß wie der Kampf für die sozialistische Ideologie nachlässt, das heißt, je mehr Masseneinfluss sie verliert, desto offensiver geht die konterrevolutionäre Ideologie Schritt für Schritt weiter, um das sozialistische Gedankengut, die sozialistischen Traditionen, das Klassenbewusstsein selbst völlig aus den Hirnen der Weltbevölkerung zu vertilgen. Wollen wir den Sozialismus zurückerobern, müssen wir auch das Klassenbewusstsein wieder neu wecken, die sozialistische Ideologie zurückerobern, müssen wir den ideologischen Klassenkampf gegen diejenigen führen, die den Massen das sozialistische Bewusstsein auszutreiben versuchen, bzw. versuchen, dass es nicht ins Proletariat eindringt, bzw. die dafür sorgen, dass nur das bürgerliche Bewusstsein eindringt, insbesondere dasjenige, welches als „sozialistisches Bewusstsein“ ausgegeben wird, um damit dem Eindringen der marxistisch-leninistischen Ideologie vorzubeigen, um kein Vakuum aufkommen zu lassen, in das die marxistisch-leninistische Ideologie einfließen kann. Deswegen muss vor allem der Kampf gegen die revisionistische Ideologie der Weltbourgeoisie geführt werden, müssen die in den Schmutz getretenen Werte, Eigenschaften, Traditionen des Sozialismus gesäubert, gehegt und gepflegt werden, muss das revolutionäre Klassenbewusstsein auf neue Weise entwickelt werden. Das gilt natürlich auch für das militärisch-revolutionäre Klassenbewusstsein. Wir müssen die alten Kampftraditionen der militärischen sozialistischen Organisationen stets hochhalten, aber insbesondere in ultra-reaktionären Zeiten, wo die Konterrevolution sie total auszulöschen versucht. Wir müssen den Massen klar zu verstehen geben, dass die Lehren aus der Niederlage des Sozialismus stets von antagonistischen Klassen gezogen werden, dass sie den Interessen antagonistischer Klassen dienen und sich diametral voneinander entscheiden. Wenn die Marxisten-Leninisten von Fehlern sprechen, ist das nicht das Gleiche wie die bürgerliche Intelligenz und die Revisionisten beispielsweise über die Fehler sprechen, die zur Niederlage des Sozialismus geführt haben. Die Neo-Revisionisten sind dabei bemüht, diese antagonistischen Widersprüche bei der Ursachenforschung unserer Fehler zu verkleistern, um sie mit dem Revisionismus zu versöhnen. Dieses ganze komplizierte Verwirrspiel muss von uns bis ins Letzte aufgeklärt werden, muss den Massen transparent gemacht werden. Die revolutionäre Klasse und sodann die revolutionären Massen werden sich erst für die sozialistische Ideologie entscheiden können, wenn ihnen der wesentliche Unterschied zur revisionistischen Ideologie völlig klar geworden ist, wenn sie den völligen Bankrott des Revisionismus von dem unvermeidlichen Sieg des Sozialismus (der nur eine vorübergehenden Niederlage erlitten hat!) nicht nur unterscheiden können, sondern die Lehren aus dem Bankrott des Revisionismus als äußerst wichtige revolutionäre Lehre für sich nutzen können, um den Kampf für die Zurückeroberung des Sozialismus in Angriff zu nehmen. Der wahre Gewinn für das Weltproletariat aus dem Bankrott des Revisionismus besteht im Verlust seiner revisionistischen Illusionen, der die Fortsetzung des sozialistischen Siegeszuges auf höherer Stufe wieder konkret machen wird. Dieser Kampf für die Befreiung von revisionistischen Illusionen wird von den Marxisten-Leninisten heute dadurch siegreich zu Ende geführt, dass sie erstens viel überzeugender als früher beweisen können und müssen, wohin (!!) der Revisionismus an der Macht geführt hat und führt – eben anhand der historischen und gegenwärtigen Erfahrungen – nämlich tief zurück in den Kapitalismus – und zweitens gleichzeitig dem Weltproletariat aufzeigt, wohin der Marxismus-Leninismus führt, wo der Ausweg aus dem revisionistischen Irrgarten zu finden ist . Der Revisionismus hat für die Massen 1000 - fach sichtbar den Sozialismus vergewaltigt, prostituiert, zu Grunde gerichtet, die Massen belogen und betrogen und verraten; sie sozialfaschistisch und sozialimperialistisch ausgebeutet und unterdrückt und danach – entsprechend der konterrevolutionären Natur des Revisionismus - den Imperialisten zum Fraß überlassen, die sich wie die Aasgeier über den Kadaver des Sozialismus hergemacht haben und weiter hermachen!! Ideologische Würmer finden nur auf der Leiche der sozialistischen Ideologie ihre Lebensbedingungen, nicht auf dem lebendigen Körper der marxistisch-leninistischen Ideologie. Die Hegemonie der Revisionisten, der Einfluss des Intellektuellenopportunismus vereinigt mit der arbeiteraristikratischen Ideologie beeinträchtigte das sozialistische Bewusstsein des Weltproletariats, zersetzte seine revolutionäre Organisiertheit, stumpfte die Erkenntnisse des sozialistischen Aufbaus ab. Mit Hilfe des Revisionismus radierte der Weltimperialismus den Sozialismus (vorübergehend) aus! Die Zurückeroberung des Sozialismus kann nur das Werk der Arbeiterklasse selber sein! Die Wiederbelebung des Marxismus-Leninismuskann nur das Werk der Avantgarde des Weltproletariats sein! Die Wiederbelebung der weltproletarischen Militärwissenschaft kann nur das Werk der weltproletarischen Militärwissenschaftler selber sein! Die Grundform des ideologischen Klassenkampfes kann sich aber nur im Klassenkampf unter der Leitung der wahren kommunistischen Parteien weiterentwickeln, wenn sie von ihnen mit neuem Inhalt gefüllt und dieser neue Inhalt mit den alten Traditionen des ideologischen Kampfes richtig verknüpft wird. Das Spezifische der neuen Grundform des ideologischen Kampfes aber ist ihr internationaler Charakter. Die Entfaltung dieser spezifischen ideologischen Grundform des Klassenkampfes zu neuer Blüte wird um so schneller kommen, je tiefer die Weltkrise des Imperialismus die Kluft zwischen Kapital und Arbeit gräbt !!! Die Globalisierung der Ideologie der Bourgeoisie ist der beste Anstoß, damit sich die Ideologie des Weltproletariats globalisierend formiert !!! Die ideologische Globalisierung der imperialistischen Kriegsführung erzeugt zwingend die Globalisierung der weltproletarischen Kriegsführung !!


Die drei Grundformen

des Klassenkampfes bilden eine untrennbare Einheit, sie gehen ineinander über, sind drei verschiedene Seiten des einheitlichen Kampfes des Proletariats:

... Wird der Kampf nach seinen drei Seiten hin – nach der theoretischen, der politischen und der praktisch-ökonomischen (Widerstand gegen die Kapitalisten) – im Einklang und Zusammenhang und planmäßig geführt...“ (MEW, Band 7, Seite 541), so ist das Weltproletariat, die Einheit der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung, unbesiegbar. Der Marxismus-Leninismus hat die drei Grundformen des Klassenkampfes der Arbeiter zu einem unteilbaren Ganzen verbunden und wird diese Verbindung in ihrer internationalen Entfaltung zur Höchstform bringen. Insbesondere die internationalen Formen des Klassenkampfes voneinander zu trennen oder sie gleichzusetzen oder gar die eine auf Kosten der anderen einzusetzen, gehört zu den schlechtesten und traurigsten Abweichungen vom Marxismus-Leninismus. Als Bestandteil des politischen Kampfes sind die militärischen und bewaffneten Formen des Klassenkampfes stets in die Einheit der Grundformen des Klasenkampfes eingebunden und niemals losgelöst von dieser Einheit, niemals auf sich selbst beschränkt, anzuwenden.

Aus den drei Grundformen bilden sich unter den Massen Kampfkomitees, Streikkomitees, Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte usw.usf. als unmittelbare Organe des proletarischen Massenkampfes.Solche Organe können nicht in jedem beliebigen Moment gebildet werden, während Gewerkschaftsverbände und politische Parteien immer und unbedingt notwendig sind und unter allen Verhältnissen gebildet werden können und müssen“ (Lenin, Band 11, Seite 77). Lenin wies darauf hin, dass es nicht nur auf die Bildung von Kampforganen ankommt,sondern ihre Koordinierung, ihre Abstimmung mit den Kampforganisationen der Bauernschaft usw. [und z. B. der Soldatenräte – Anmerkung des Verfassers] (...), weil es noch eine neue, jetzt besonders anschaulich hervortretende Voraussetzung für den Erfolgzu berücksichtigen gilt, nämlich das gemeinsame Handeln der revolutionären Bauern und Arbeiter“ und Soldaten (Lenin, Band 11, Seite 78) im internationalen Maßstab.


Der Klassenkampf hört in der sozialistischen Gesellschaft nicht auf,

sondern ist ein permanenter Prozess, der sich über die ganze Übergangsperiode bis hin zum Kommunismus ausdehnt, solange andauert und sich je nach den historischen Bedingungen und den zeitlichen Entwicklungsetappen der revolutionären Umgestaltung der Welt und insbesondere in den einzelnen Ländern unterschiedlich herausformt und verändert. Dies trifft auch für den politischen Klassenkampf und seine fortgesetzte und schärfste Form, den militärischen Klassenkampf zu. „Der Klassenkampf ist die Haupttriebkraft nicht nur in einer Gesellschaft mit antagonistischen Klassen, sondern in jeder Klassengesellschaft, auch in der sozialistischen gesellschaft. Solange die Frage `Wer wen?` noch nicht vollständig und endgültig entschieden ist, da der Grundwiderspruch bis zum Kommunismus der Widerspruch zwischen Sozialismus und Kapitalismus, zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Weg bleibt, ändert sich im Wesentlichen nicht die Definition des Klassenkampfes durch die Klassiker des Marxismus-Leninismus. Drer Klassenkampf ist die Seele aller anderen Triebkräfte der sozialistischen gesellschaft. Nur ein tiefes Verständnis und die nachdrückliche und unaufhörliche Entfaltung des Klassenkampfes schafft die Möglichkeit, dass auch die anderen Triebkräfte der sozialistischen Gesellschaft mit ihrer ganzen Kraft wirken“ (Nexhmije Hoxha, „Einige grundlegende Fragen der revolutionären Politik der Partei der Arbeit Albaniens zur Entfaltung des Klassenkampfes, Seite 7, dt. Ausgabe, Tirana 1977).

Der Klassenkampf muss auch mit gewaltsamen Mitteln im Sozialismus fortgesetzt werden, wenn dies unvermeidlich wird, nämlich um die revisionistischen Elemente daran zu hindern, die Macht zu erobern. Es ist ein marxistisch-leninistisches Prinzip: Kann die sozialistische Arbeiterklasse nicht verhindern, dass sie die Macht verliert, dann muss sie eine erneute Revolution zur Zurückeroberung ihrer Diktatur durchführen, muss sie mit einem Aufstand, mit einem Bürgerkrieg, mit allen zur Verfügung stehenden anti-revisionistischen Mitteln, mit allen gewaltsamen und nicht gewaltsamen Kampfformen und -organisationen die Diktatur der Revisionisten stürzen. Die Armee bleibt bis zum Kommunismus Organ der Revolution, Organ des revolutionären Klassenkampfes, ein Kampfinstrument zur Schaffzung der klassenlosen Gesellschaft in den Händen der Arbeiterklasse.



- Ende Teil I -


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Teil II

Teil III

Teil IV

Teil V

Teil VI

Teil VII

Teil VIII

Teil IX

Teil X

Teil XI

Teil XII

Teil XIII

Teil XIV

Teil XV (letzter Teil)