Schulungstexte der Komintern / ML
Was sind die
russischen
Nationalbolschewisten?
-
Und was
wollen wir
Weltbolschewisten?
Wolfgang Eggers
Februar 2005
Teil III (letzter Teil)
Sind die Nationalbolschewisten Nationalisten oder Internationalisten?
„Der Grundsatz der Nationalität ist in der bürgerlichen Gesellschaft historisch unvermeidlich, und der Marxist, der mit dieser Gesellschaft rechnet, erkennt die geschichtliche Berechtigung nationaler Bewegungen durchaus an. Damit aber diese Anerkennung nicht zu einer Apologie des Nationalismus werde, muss sie sich strengstens auf das beschränken, was an diesen Bewegungen fortschrittlich ist, damit sie nicht zur Vernebelung des proletarischen Klassenbewusstseins durch die bürgerliche Ideologie führe“ (Lenin, Band 20, Seite 19). Der Nationalbolschewismus führt eben zu dieser Vernebelung des proletarischen Klassenbewusstseins durch die bürgerliche Ideologie, verdunkelt und hemmt den internationalistischen Klassenkampf des Proletariats – wie es Lenin hier formuliert hat.
Man darf nationale Bewegung nicht mit nationalistischer Bewegung verwechseln oder beide Begriffe zusammen in einen Topf werfen, um die Linke nach rechts zu ziehen. Der Nationalismus ist anti-national. Er ist eine bürgerliche Ideologie, die gegen die unverzichtbaren nationalen Interessen der Mehrheit jedes Volkes gerichtet ist und zwar deswegen, weil der Nationalismus nur die Ideologie der herrschenden Minderheit des Volkes ist, eine Klassenideologie der Bourgeoisie, die über die Mehrheit des Volk herrscht, es unterdrückt und ausbeutet.
„Jedes feudale Joch, jede nationale Unterdrückung, jedwede Provilegien einer der Nationen oder Sprachen abzuschütteln ist die unbedingte Pflicht des Proletariats als einer demokratischen Kraft, ist das unbedingte Interesse des proletarischen Klassenkampfes, der durch den nationalen Hader verdunkelt und gehemmt wird. Aber den bürgerlichen Nationalismus ÜBER diese streng gezogenen, durch einen bestimmten historischen Rahmen gegebenen Grenzen HINAUS zu fördern heißt das Proletariat verraten und sich auf die Seite der Bourgeoisie schlagen“ (Lenin, ebenda, Seite 20).
Hier gibt es auch heute eine Grenze, die sehr fein gezogen ist und die die Nationalbolschewisten völlig außer Acht lassen, sich darüber hinwegsetzen und damit zum Schrittmacher des bürgerlichen Nationalismus in Russland machen:
„Der Grundsatz des bürgerlichen Nationalismus ist die Entwicklung der Nationalität schlechthin, daher die Ausschließlichkeit des bürgerlichen Nationalismus, daher der ausweglose nationale Hader. Das Proletariat dagegen übernimmt es keineswegs, die nationale Entwicklung jeder Nation zu verteidigen, sondern im Gegenteil, es warnt die Massen vor solchen Illusionen, setzt sich für die vollste Freiheit des kapitalistischen Verkehrs ein und begrüßt jede Assimilation von Nationen mit Ausnahme der gewaltsam durchgeführten oder auf privilegien gestützten. (...) Das Proletariat kann keinerlei Verankerung des Nationalismus unterstützen, im Gegenteil, es unterstützt alles, was dazu beiträgt, die nationale Unterdrückung zu verwischen, die Schranken zwischen den Nationen niederzureißen, alles, was den Zusammenhalt zwischen den Nationalitäten immer enger gestaltet, alles, was zur Verschmelzung der Nationen führt. Anders handeln heißt sich auf die Seite des reaktionären nationalistischen Spießertums schlagen“ (Lenin, Band 20, Seite 20-21). Und auf die reaktionäre Seite des nationalistischen Spießertums haben sich eben die Nationalbolschewisten geschlagen, indem sie den Marxismus Lenins ablehnen.
So, wie allgemein die Abweichung zum Nationalismus eine Anpassung der internationalistischen Politik der Arbeiterklasse an die nationalistische Politik der Bourgeoisie ist, so ist insbesondere in Russland heute der Nationalbolschewismus eine Anpassung des Bolschewismus an den großrussischen Nationalismus. Diente die Abweichung zum Nationalismus während der Diktatur des Proletariats der Restauration des Kapitalismus, so dient sie heute dem restaurierten Kapitalismus zur Verhinderung der Rückeroberung der Diktatur des Proletariats in Russland. Jede Abweichung des Marxismus-Leninismus zum Nationalismus, ob nun großrussischer oder ukrainischer oder irgendein anderer Nationalismus, jede Versöhnung mit ihm, bedeutet eine Abkehr vom Leninschen Internationalismus. Wer den Internationalismus gegenüber dem Nationalismus schwächt, wer den Internationalismus des Genossen Lenin und Stalin aufgibt, dem machen wir Feuer unterm Hintern, gegen den richtet sich unser Schlag! Nationalismus bedeutet russisches Völkergefängnis – Internationalismus – das hat die Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion Lenins und Stalins groß und stark gemacht, sind die Völker aufgeblüht.
Das bolschewistische Prinzip zur Lösung der nationalen Frage ist die internationale Zusammenfassung und Vereinigung der Arbeiter zu einer internationalen Front gegen das internationale Kapital. Entscheidend für die Befreiung der Nationen vom Knebel des Weltkapitalismus ist nicht die nationale Absonderung, des Schaffens von Reibungen unter den Nationen, des Kriegs von Nationen gegen Nationen etc. genau umgekehrt wird ein Schuh draus. An der Spitze aller Nationen steht der Arbeiter, der die Nationen zusammenführt im Kampf für ihre Befreiung – gegen den gemeinsamen Feind – den Weltimperialismus:
„Im Interesse der Entfaltung der Revolution und der Einkreisung des Imperialismus schlugen die Bolschewiki die Politik vor, die Befreiungsbewegung der unterdrückten Nationen und der Kolonien auf der Grundlage der Selbstbestimmung der Nationen zu unterstützen; sie entwickelten das Schema der Einheitsfront zwischen der proletarischen Revolution der fortgeschrittenen Länder und der revolutionären Befreiungsbewegung der Völker der Kolonien und unterdrückten Länder“ (Stalin, „Über einige Fragen der Geschichte des Bolschewismus“, Werke Band 13, Seite 82, dt. Ausgabe, KPD/ML).
An dieser bolschewistischen Politik halten wir fest. Diese internationalistische Linie verteigen wir. Im Programm der NBP sucht man diese bolschewistische Essenz vergeblich!
„Wer dem Proletariat dienen will, der muss die Arbeiter aller Nationen vereinigen und den bürgerlichen Nationalismus, sowohl den `eigenen` als auch den fremden, unentwegt bekämpfen. Wer die Losung der nationalen Kultur verficht, der gehört unter die nationalistischen Spießer, nicht aber unter die Marxisten“ (Lenin, Band 20, Seite 10). Die Nationalbolschewisten sind Verfechter der nationalen russischen Kultur und keine Bolschewisten.
„Bürgerlicher Nationalismus und proletarischer Internationalismus – das sind zwei unversöhnlich feindliche Losungen, die den beiden großen Klassenlagern der ganzen kapitalistischen Welt entsprechen und zwei Arten von Politik (mehr noch: zwei Weltanschauungen) in der nationalen Frage zum Ausdruck bringen“ (Lenin, ebenda, Seite 11). Die Nationalbolschewisten treten als bürgerliche Nationalisten auf, wir Weltbolschewisten Lenins und Stalins als proletarische Internationalisten.
„Der Kapitalismus kennt in seiner Entwicklung zwei historische Tendenten in der nationalen Frage. Die erste Tendenz: Erwachen des nationalen Lebens und der nationalen Bewegungen, Kampf gegen jede nationale Unterdrückung, Herausbildung von Nationalstaaten. Die zweite Tendenz: Entwicklung und Vervielfachung der verschiedensrtigsten Beziehungen zwischen den Nationen, Niederreißen der nationalen Schranken, Herausbildung der internationalen Einheit des Kapitals, des Wirtschaftslebens überhaupt, der Politik, der Wissenschaft usw. Beide Tendenzen sind ein Weltgesetz des Kapitalismus. Die erste über wiegt im Anfangsstadium seiner Entwicklung, die zweite kennzeichnet den reifen, seiner Umwandlung in die sozialistische Gesellschaft entgegengehenden Kapitalismus. Das nationale Programm der Marxisten rechnet mit beiden Tendenzen, es verficht erstens die Gleichberechtigung der Nationen und Sprachen, die Unzulässigkeit aller wie immer gearteten Privilegien in dieser Hinsicht ( aber auch das Selbstbestimmungsrecht der Nationen([..]) und zweitens den Grundsatz des Internationalismus und des unversöhnlichen Kampfes gegen die Verseuchung des Proletariats mit bürgerlichem Nationalismus, und sei es auch in seiner verfeinertsten Form“ (Lenin, ebenda, Seite 12). Der Kampf gegen den Nationalbolschewismus ist so ein Kampf gegen die Verseuchung des russischen Proletariats mit bürgerlichem Nationalismus.
Lenin unterstrich die „welthistorische Tendenz des Kapitalismus zum Niederreißen der nationalen Schranken, zum Verwischen der nationalen Unterschiede, zur Assimilation der Nationen, die mit jedem Jahrzehnt immer mächtiger hervortritt und eine der größten Triebkräfte darstellt, die den Kapitalismus in Sozialismus verwandeln (...) Wer nicht in nationalistischen Vorurteilen versumpft ist, kann nicht umhin, in diesem, durch den Kapitalismus bewirkten Assimilationsprozess der Nationen einen gewaltigen geschichtlichen Fortschritt, die Beseitigung der nationalen Verknöcherung der verschiedensten Krähwinkel zu sehen, die es namentlich in rückständigen Ländern wie Russland gibt. (Lenin, ebenda, Seite 13).
Ein russifiziertes eurasisches Reich führt aber zu allem anderen als zum Sozialismus, von dem Lenin spricht.
Entscheidend ist die soziale Stellung, die Lohnsklaverei der Arbeiter aller Nationen, die sie zum gemeinsamen Handeln befähigt, nicht ihre nationalen Besonderheiten und Merkmale, mit denen sie sich voneinander unterscheiden. Das Kapital trifft bei seiner Vermehrung auch nicht die Wahl der nationalen Besonderheit, sondern lässt sich unabhängig davon dort nieder, wo am meisten Profit abfällt. Der Wert einer Nation misst sich für die Imperialisten danach, wie hoch ihre höchste Profitabilität liegt. Wenn das Kapital international zuschlägt, müssen die Nationen vereinigt, also - international – zurückschlagen und zwar mit den vereinigten Arbeitern an der Spitze. Anders als durch die Hegemonie des Proletariats lassen sich die Nationen nicht retten, also sie in Bastionen des Sozialismus, in Bastionen der Diktatur des Proletariats zu verwandeln. Die Bourgeoisie schuf bürgerliche Nationen, um den Kapitalismus aufzubauen. Die Bourgeoisie zerstört die bürgerlichen Nationen nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil die Weltkrise, in die sie sich und uns alle hineinmanövriert hat, ihr gar nichts anderes übrig lässt, als ihr nationales Tafelsilber zu verscherbeln.
Entsprechend dem kleinbürgerlichen Charakter des Anarchismus wird der soziale Klassenantagonismus von den Nationalbolschewisten in einen Antagonismus zwischen Nationen und Völker umgefälscht. Das Verhältnis von sozialer und nationaler Frage ist auf den Kopf gestellt. Dadurch wird die soziale Frage aus einer Klassenfrage in eine nationale Frage umgedeutet. An Stelle der Arbeiterklasse als der revolutionärsten Kraft der russischen Gesellschaft wird eine undifferenzierte klassenlose Masse geschoben. An die Stelle des Klassengegensatzes zwischen Sozialismus und Kapitalismus wird der Gegensatz zwischen Völkern, Rassen und Nationen gesetzt.
Die national und international gesinnten Arbeiter erkennen immer besser, dass sie sich im Kampf gegen Sozialfaschismus und Faschismus, im Kampf gegen die imperialistische und sozialimperialistische Ideologie, im Kampf gegen den Verrat an der nationalen Frage, gegen den Verrat an den nationalen Interessen der Völker in einer Schicksalsgemeinschaft wiederfinden, dass sie sich zusammengehörig fühlen, dass sie sich zusammenschließen und vereinigen müssen und werden. Immer mehr national gesinnte Arbeiter erkennen, dass heute nur noch eine sozialistische Nation, die unter der Führung der Arbeiter steht, die nationalen Interessen verteidigen und wieder aufblühen lassen kann, während die Nation – egal ob bürgerlich oder sozialistisch - von der herrschenden Weltbourgeoisie gesetzmäßig verraten und zerstört werden. Die Arbeiter – egal welcher Nation sie auf dieser Erde angehören, sehen heute immer deutlicher, dass sowohl die Imperialisten als auch die Sozialimperialisten an den Nationen Hand anlegen, dass sie die Nationen zum Kniefall vor dem internationalen Finanzkapital zwingen, dass sie die Nationen auf dem Weltmarkt verscherbeln, dass sie die Weltvereinigung der Nationen für ihre weltweite imperialistische und sozialimperialistische Ausbeutung und Unterdrückung instrumentalisieren, dass sie nicht davor zurückschrecken, die Nationen gegenseitig für imperialistische Raubkriege aufzuhetzen und sich abschlachten zu lassen, kurz: dass sie die Nationen dem Höchstprofit opfern. Die national gesinnten Arbeiter lernen an Hand der realen Ereignisse in der Welt, dass die Globalisierung des internationalen Finanzkapitals die Verteidigung der nationalen Interessen jedes Volkes zu einem Problem aller Völker gemacht haben, das nur auf internationalem Wege gelöst werden kann und die Entwicklung eines internationalistischen proletarischen Bewusstseins voraussetzt. Das bestätigt, dass der Marxismus mit seinem alten Slogan - Proletarier aller Länder vereinigt euch – immer noch hochaktuell ist, dass sich alle Proletarier, ob nun national oder international gesinnt, zu einer weltproletarischen Kraft zusammenschließen, um den Weltimperialismus zu schlagen und damit die sozialen Voraussetzungen zu schaffen, um die nationalen Probleme jedes Volkes zu lösen! Erst in einer sozialistischen Weltgemeinschaft können die Nationen wieder aufblühen, denn der bürgerliche Nationalismus dient dem Kapital, das sich international vermehren will und dabei keine Rücksicht auf die lebensnotwendigen nationalen Strukturen nimmt und diese zerstört.
Der kosmopolitischen Welle der Nachkriegszeit rollt nun eine Welle des Nationalismus hinterher, die die Arbeitermassen um so tiefer zu erfassen droht, je mehr sie durch die „amerikanische Weltordnung“ ins Elend gestoßen werden. Nun gilt es für uns Kommunisten, die Massen nicht nur vor der kosmopolitischen, sondern auch von der nationalistischen „Seuche“ zu bewahren, denn nur der Marxismus-Leninismus, nur er allein, ist dazu imstande, dem Nationalismus und dem Kosmopolitismus die Waffe des Internationalismus, die Waffe der Einheit und Unteilbarkeit des internationalen Klassenkampfes entgegenzustellen. Je stärker nun diese nationale Welle heranrollt, um so lauter muss heute die Stimme der Einheit und Solidarität der Arbeiter aller Nationen und Nationalitäten gegen die nationalistische Bewegung erhoben werden, um so präziser müssen wir uns an die Lehren des Genossen Stalins über den Marxismus und die nationale Frage erinnern:
„Die Geschicke der ihrem Wesen nach bürgerlichen nationalen Bewegung sind naturgemäß an das Schicksal der Bourgeoisie gebunden. Ein endgültiges Verebben der nationalen Bewegung ist erst mit dem Sturz der Bourgeoisie möglich. Erst im Reiche des Sozialismus kann völliger Friede hergestellt werden. Aber der nationale Kampf auf ein Mindestmaß zu reduzieren, ihn an der Wurzel zu untergraben, ihn für das Proletariat in höchstmöglichem Grad unschädlich zu machen, das ist auch im Rahmen des Kapitalismus möglich“ (Stalin, Werke, Band 2, Seite 285, dt. Ausgabe, KPD/ML).
Es bedarf einer einmütigen und unermüdlichen Arbeit der Bolschewisten, den nationalbolschewistischen Nebel aufzulösen, woher er auch kommen mag.
Wenn die Nationalbolschewisten von der „Überwindung nationaler Schranken“, vom „eurasischen Reich“ sprechen, dann meinen sie natürlich nur die internationale Ausbreitung des Nationalbolschewismus damit. Die Nationalbolschewisten sind nicht gegen „Internationalismus“, sie sind nur für die internationale Verbreitung des Nationalbolschewismus und für internationale Vereinbarungen der Nationalbolschewisten. Sie sind für die Internationalisierung des Nationalbolschewismus, für den internationalen Chauvinismus, weil sie anders das eurasische Reich unmöglich aufbauen können. Eben dieser internationale Chauvinismus ist es, der bei der Komintern/ML Empörung und Widerstand hervorruft. Wir haben es also mit zwei verschiedenen internationalen RICHTUNGEN zu tun. Sowohl der Bolschewismus als auch der Nationalbolschewismus ist international, wobei die eine Richtung die Weltbourgeoisie vor der Weltrevolution zu retten versucht, während die andere Richtung den Sturz der Weltbourgeoisie durch das Weltproletariat herbeizuführen sucht. Während also die Bolschewisten tatsächlich Internationalisten der Tat sind, versuchen die Nationalbolschewisten im Lichte des Internationalismus zu scheinen, um ihren Chauvinismus dahinter zu verbergen. Die Nationalbolschewisten halten es für „internationalistisch“, den Arbeitern derjenigen Länder das Recht auf einen Verteidigungskrieg zuzugestehen, die von Russland ausgeplündert und unterjocht werden, das seinerseits sein Recht auf Raubkriege wahrnimmt.
Nationen sind KEINE Rassen- und ethnologische Volksstammesgemeinschaften, sondern
„Eine Nation ist eine historisch entstandene stabile Gemeinschaft von Menschen entstanden auf der Grundlage der Gemeinschaft der Sprache, des Territoriums, des Wirtschaftslebens und der sich in der Gemeinschaft der Kultur offenbarenden psychischen Wesensart.(Stalin, Werke, Band 2, Seite 272, dt. Ausgabe, KPD/ML).
Auf diese Definition des Begriffs „Nation“ von Stalin wird häufig zurückgegriffen, aber Stalin war damit noch nicht fertig. Es ist ein Fehler, wenn man den ersten Teil der Definition von dem zweiten Teil trennt, wenn man den zweiten Teil unter den Teppich kehrt. Stalin sagte nämlich in dem nächstfolgenden Satz etwas sehr Wichtiges:
„Dabei versteht sich von selbst, dass die Nation, wie jede historische Erscheinung überhaupt, dem Gesetz der Veränderung unterworfen ist, ihre Geschichte, ihren Anfang und ihr Ende hat.“
Dass also auch die sozialistische Nation, insbesondere die sowjetische Nation ihr historisches Ende hat, dass sie nicht auf ewig besteht, gesetzmäßig nicht ewig bestehen kann, das unterscheidet uns Marxisten-Leninisten von allen anderen politischen Strömungen. Man kann nur wirklich die nationale Frage lösen, wenn man sie bis zu Ende denkt und bis zu Ende praktisch umsetzt: Vervollkommnung der Nation durch ihren sozialistischen Inhalt, Verschmelzung der sozialistischen Nationen, Absterben der Nationen in der kommunistischen Gesellschaft.
„Aus dem Gesagten wird klar, dass der nationale Kampf unter den Bedingungen des aufsteigenden Kapitalismus ein Kampf der bürgerlichen Klassen untereinander ist. Manchmal gelingt es der Bourgeoisie, das Proletariat in die nationale Bewegung hineinzuziehen, und dann scheint der nationale Kampf äußerlich ein Kampf „des ganzen Volkes“ zu sein, aber nur äußerlich. Seinem Wesen nach bleibt er stets ein bürgerlicher Kampf, der hauptsächlich für die Bourgeoisie vorteilhaft und ihr genehm ist“ (Stalin, Band 2, Seite 282, dt. Ausgabe, KPD/ML).
Dies lehrt uns der Genosse Stalin ausdrücklich über den nationalen Kampf unter den Bedingungen des aufstrebenden Kapitalismus. Diese Lehre mechanistisch auf den nationalen Kampf unter den Bedingungen des sterbenden, parasitären Kapitalismus, auf die heutige Phase des Globalismus des Weltkapitalismus zu übertragen und damit gleichzusetzen, ist nicht im Sinne Stalins, ist revisionistisch und nicht marxistisch-leninistisch. Der nationale Kampf ist ebenso wie die Nation selbst ein historischer Begriff und daher unter den verschiedenen historischen Bedingungen unterschiedlich zu betrachten. Wie sieht also der nationale Kampf unter den Bedingungen des sterbenden Kapitalismus aus?
Die bürgerliche Nation ist zwar immer noch eine historisch gewachsene, aber längst nicht mehr so stabile Gemeinschaft von Menschen wie noch in der Vergangenheit, sodass wir heute sogar – und völlig zu Recht - von einer globalen Erscheinung der nationalen Krise der bürgerlichen Gesellschaft ausgehen müssen, ja sogar von einer existentiellen Vernichtung der nationalen Interessen der unterdrückten und ausgebeuteten Völker durch den Kosmopolitismus der „Groß“mächte.
So ist die Sprache des Zentrums der heutigen kapitalistischen Weltherrschaft englisch, wodurch die Bedeutung der nationalen Sprachen der Welt immer weiterzurückgedrängt werden. Wer die materielle Macht über die Nationen hat, hat auch die geistige Macht über die Nationen, auch die Macht über die Sprachen, Kulturen etc. Das nationale Territorium, der Reichtum an nationalen Bodenschätzen etc. wird mit tausenderlei internationaler Fäden und Stricken unterhöhlt und ausgesogen durch die Ausbeutung und Unterdrückung der multinational operierenden Weltbourgeoisie, die die bürgerlichen Nationen schließlich nur noch als Hülle übriglassen, nachdem sie ihren Lebenssaft ausgesogen haben. Die Grundlagen des nationalen Wirtschaftslebens sind durch die Globalisierung des Kapitals ruiniert. Die nationale Kultur fällt dem internationalen Finanzkapital zum Opfer und wird von deren Kosmopolitismus zerstört. Nationale psychische Wesensarten werden durch das internationale Profitstreben plattgemacht. Kurz: alles was die Nation, die Grundlagen nationaler Gemeinschaften von Menschen ausmacht, findet durch die multinationale und internationale Herrschaft des Kapitals heute immer schneller ihr Ende. Die bürgerlichen Nationen sind zersetzt und verfault, stehen insgesamt inhaltlich kurz vor ihrem Kollaps (wohlgemerkt nicht die Form der Nation an sich, die noch lange weiter bestehen bleibt, sondern nur der bürgerliche Inhalt!) und sind zum Tode verurteilt, wobei der Zerfallsprozess bei den einen weiter fortgeschritten ist als bei anderen. Dieser Prozess hat sich besonders beschleunigt, seit die sozialistischen Nationen mit Hilfe der Revisionisten in bürgerliche Nationen zurückverwandelt wurden. Die bürgerlichen Vaterländer werden bestehen, solange die sozialistische Weltrevolution sie nicht zerstört. „In Wirklichkeit kann nur die Zerstörung der bürgerlichen Vaterländer den Arbeitern aller Länder die `Verbindung mit dem Boden` , die Freiheit der Muttersprache, das Stück Brot und die Wohltaten der Kultur geben“ (Lenin, Band 21, Seite 111). Lenin spricht klar und deutlich von „der Epoche des letzten Entwicklungsstadium des Kapitalismus, in der sich die bürgerlichen Staaten im nationalen Rahmen überlebt haben“ (Lenin, Band 21, Seite 114). Nur der Weltsozialismus kann die Nationen vor dem Weltimperialismus retten und sie wieder aufblühen lassen, denn ihre Verschmelzung ist nicht mit dem Weltimperialismus verknüpft, sondern nur mit ihrem sozialistischen Aufblühen unter der Diktatur des Proletariats, also nur auf freiwilliger, selbstbestimmter und eigenständiger Basis möglich – ohne Druck und Zwang irgendeiner über ihnen stehenden kapitalistischen Macht. Die Nationen können erst verschmelzen, wenn es auf der Erde keine Menschen mehr gibt, die andere ausbeuten und unterdrücken.
Es ist also die Globalisierung des Kapitals selbst, die als reißender, mächtiger Strom alle nationalen Schranken niederreißt und an seinen Ufern genauso mächtige Strudel erzeugt. Was sich an liberalem Nationalismus durch den Globalisierungsstrom mitschwemmen ließ, ging unter oder wurde an Land gespült. Widerstandsfähige , rechts-fundamentalistische Kräfte, die sich aus dem Strudel der Ufernähe ans Land retten konnten, spüren wieder Boden unter den Füßen und halten sich dort um so hartnäckiger am Nationalismus fest, je brutaler ihnen von kosmopolitischer Seite jahrzehntelang zugesetzt wurde. Nun wird es auch nicht mehr lange dauern, bis der reaktionäre Nationalismus wieder „salonfähig“, das heißt für die Herrschaft des Faschismus brauchbar wird, um sich die Kohlen aus dem Feuer der Weltkrise holen zu lassen, um sie danach wieder wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen.
Um ihren Hals aus der Schlinge zu retten, ist der Weltbourgeoisie jedes Mittel recht. Sie ist momentan dabei, ihre parlamantarische Haut in einen faschistischen Panzer zu verwandeln, um sich vor der Weltrevolution, vor dem Aufstand der revolutionären Weltmassen zu schützen. Zu diesem Schutzschild gegen die internationale Arbeiterbewegung gehört auch die Wiederbelebung des Nationalismus. Die soziale Bewegung unter den Einfluss der nationalen Bewegung zu bekommen, sie vom Internationalismus abzuhalten, das ist eine der Aufgaben, die die Weltbourgeoisie heute lösen muss. Doch je mehr sie sich darum bemüht, desto mehr Massenbewegungen führt sie der sozialistischen Weltrevolution zu, desto mehr Totengräber schafft sie sich damit. Um zu überleben, muss der Weltkapitalismus seinen Profit weiter steigern und das ist nun mal ohne Ausbeutung und Unterdrückung der Massen nicht möglich, weswegen die nationale wie soziale Demagogie der Weltbourgeoisie früher oder später wie eine Seifenblase platz an den Realitäten, die sie selber geschaffen hat. Die Weltbourgeoisie schaufelt sich also mit dem National“kommunismus“, mit dem „National“bolschewismus“, mit dem National-“Sozialismus“ ihr eigenes Grab, denn es sind alles Waffen, die sie gegen den proletarischen Internationalismus einsetzt. Wer das internationale Proletariat und seinen Befreiungskampf angreift, greift auch den sozialen und nationalen Befreiungskampf eines jeden Proletariers aus jeder einzelnen Nation , jedes einzelnen Landes an, denn die weltproletarische Armee setzt sich aus nichts anderem zusammen, als aus ihren nationalen Abteilungen.
Der bisherige Kurs der Globalisierung, des rücksichtslosen Niederreißens der nationalen Schranken hat ihm schnell zu enormen Profiten und Anhäufung von Reichtum verholfen, aber eine neue Weltkrise beschert ( beziehungsweise die alte vertieft), mit der es immer schwieriger wird, die Profite weiter zu steigern. Mit dem Nationalismus wird der Hass unter den Nationen wieder aufgestachelt, um einen neuen imperialistischen Weltkrieg zu rechtfertigen als letzten Ausweg aus der Krise. Es ist kein Zufall, dass dieser Krieg mit einem „anti-imperialistischen“ Ettikett versehen werden muss, um alle Kräfte gegen den Globalisierungsterror des amerikanischen Imperialismus, dem Herrscher der Welt zu mobilisieren, um einen noch gigantischeren Globalisierungsterror an seiner Stelle zu errichtend. Dazu gehört auch, den Linken ihr anti-imperialistisches Instrument aus den Händen zu reißen. Der Grund, weswegen sich die Nationalbolschewisten formieren, ist also nicht etwa die Beseitigung des amerikanischen Imperialismus, um die Menschheit vom Imperialismus überhaupt zu befreien, sondern einen neuen Imperialismus an dessen Stelle zu schaffen – zum Beispiel das eurasische Reich der russischen Imperialisten ( von Gibraltar bis Wladiwostock!). Wie der Marxismus-Leninismus lehrt, darf man den anti-imperialistischen Phrasen der konkurrierenden Imperialisten nicht trauen, darf man sich nicht unter diese oder jene ihrer Schirmherrschaften oder unter ein Bündnis von ihren Schirmherrschaften stellen, die mit ihren revolutionären Phrasen sich als „Globalisierungsgegner“ als „revolutionäre Kraft“ gegen das internationale Finanzkapital ausgeben, um die Massen zu betrügen. Wir müssen die wahren anti-imperialistischen Kräften von den falschen „anti-imperialistischen Kräften“ unterscheiden, müssen nicht nur den Anti-Imperialismus als konkrete Waffe benutzen, also gegen diesen oder jenen bestimmten Imperialismus ( zB den amerikanischen Imperialismus, den eurasischen Imperialismus etc...), sondern auch als prinzipielle Waffe, was nichts anderes heißt, als JEDEN Imperialismus, den Imperialismus überhaupt zu beseitigen, und genau dies ist nur unter der Flagge des Weltsozialismus, unter der Flagge des Marxismus-Leninismus möglich. Das heißt also: Nur eine anti-Imperialistische Einheitsfront, die unter dem Banner des Marxismus-Leninismus hergestellt wurde, kann den Imperialismus nicht nur konkret, sondern auch prinzipiell besiegen. Nur die sozialistische Weltrevolution, nur der Marxismus-Leninismus ist in der Lage, die Macht des internationalen Finanzkapitals zu zerschlagen. Deswegen müssen wir alle ehrlichen Kräfte der verschiedensten Bewegung vom Marxismus-Leninismus überzeugen, müssen wir alle politischen Strömungen, insbesondere an der nationalen Front danach messen, welche Haltung sie zum Marxismus-Leninismus, zu uns Kommunistenm einnehmen, müssen wir geduldig alle nationalen Kräfte vom tiefen Graben zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus in der nationalen Frage aufklären, müssen wir uns stets vom Revisionismus abgrenzen, denn dieser versucht stets, die Demarkationslinie zu verwischen, um den bürgerlichen Einfluss in die proletarische, revolutionäre Bewegung hineinzutragen, sowohl bei den national als auch bei den international gesinnten Arbeitern. Die Linie der Revisionisten ist die, sich als „Einiger“ der linken und rechten Bewegung aufzuspielen, um damit die Einheit des Proletariats in seinem Kampf für den internationalen Sozialismus und für die nationale Befreiung zu untergraben, und damit dem Kapitalismus einen Bärendienst zu erweisen.
Kosmopolitismus und Nationalismus sind zwei Seiten einer Medaille. Man kann sich nicht auf die eine Seite stellen, um die andere zu bekämpfen – man muss beide zusammen bekämpfen, denn sie entspringen einer Klasse, der Klasse der Bourgeoisie. Man kann also nicht den eurasischen Kosmoplotismus erfolgreich bekämpfen, wenn man nicht gleichzeitig den russischen „Groß“macht-Chauvinismus, den „groß“russischen Nationalismus bekämpft. Und sie sind gerichtet insbesondere gegen eine andere Klasse – das Proletariat, das russische Proletariat wie auch gegen die Proletarier Eurasiens. Das Proletariat soll die „Alternative wählen“ zwischen kosmopolitischer Ausbeutung oder nationaler Ausbeutung – dabei wird das Proletariat stets sowohl vom fremd - als auch vom inländischen Kapital ausgebeutet, und das Proletariat entscheidet sich weder für das eine noch für das andere, sondern gegen Ausbeutung überhaupt, woher sie auch kommt. Dem Proleten ist es egal, ob die Mehrarbeit, die aus ihm herausgepresst wurde, schließlich als Profit in der linken oder der rechten Tasche der Kapitalisten verschwindet, in der inländischen oder ausländischen Tasche, der nationalistischen oder kosmopolitischen Tasche etc. – der Unterschied ist kein neuer imperialistischer Krieg wert. Wert hat für den Proleten nur der Sozialismus, denn es kann kein Profit mehr in in- und ausländischen Taschen verschwinden, wenn es keine Kapitalisten mehr auf der Welt gibt. Nicht Kosmopolitismus, nicht Nationalismus – sondern nur Sozialismus dient dem eigenen Interesse der Arbeiterklasse, dient der Mehrheit des Volkes und nicht der Minderheit, ob sie nun die nationale oder die internationale Minderheit ist.
Damit sich die sozialen und nationalen Befreiungsbewegungen der unterdrückten und der unterdrückenden Nationen nicht zum gemeinsamen Sturz des Weltkapitalismus vereinigen, verfolgt die Weltbourgeoisie die Strategie, diese beiden Bewegungen gegeneinander zu richten- eben auch mit Hilfe des bürgerlichen Nationalismus. Der Nationalbolschewismus dient der Spaltung beider Befreiungsbewegungen.
Man kann mit der Vererbungslehre versuchen, die historischen Wurzeln des Marxismus und die historischen Wurzeln des Anti-Marxismus miteinander zu kreuzen, um damit eines Tages solche anti-marxistischen Pflanzen heranzuzüchten, die wie schöne marxistische Pflanzen aussehen und deren Früchte wie herrliche, zuckersüße „marxistische“ Früchten schmecken, aber die nichts anderes als bürgerliches Gift enthalten. Zu den Züchtungen solcher tödlichen Früchte gehört der Nationalbolschewismus. Der Nationalbolschewismus kann heute auf russischesm Boden gut gedeihen, weil dafür alle Voraussetzungen gegeben sind.
Mit dem deutschen Marxismus kam auch der deutsche Opportunismus nach Russland. Lenins Antwort hieß: Bolschewismus und damit der Sieg des Sozialismus im ersten Land der Welt! In Deutschland wurde der Leninsche Bolschewismus seinerzeit umgemodelt in den „Nationalbolschewismus“ - die deutsche Novemberrevolution erlitt eine Niederlage, die Oktoberrevolution konnte ihre erste und einzige sozialistische Frucht erst nach über 25 Jahren im Kampf gegen die Besatzung der deutschen Faschisten in Albanien ernten. Während man heute aus dem Deutschland des beginnenden 20. Jahrhunderts die Ideologie des Nationalbolschewismus in Russland wieder importiert hat, um dort die Wiederbelebung des Marxismus durch die Wiederbelebung des russischen Großmacht-Chauvinismus – gegen den Lenin und Stalin siegreich gekämpft hatten, verteidigen wir von Deutschland aus den Kampf der russischen Bolschewiki im Interesse der siegreichen russischen Oktoberrevolution, im Interesse der Fortsetzung der gescheiterten deutschen Novemberrevolution , im Interesse der sozialistischen Weltrevolution! Schulterschluss der russischen und deutschen Bolschewiki – das ist das Signal für den Schulterschluss aller Bolschewiki, zum internationalen Kampf gegen den Nationalbolschewismus, wo immer er auch in aller Welt aufzutreten versucht!
Die Renaissance des Bolschewismus in einem Land erzeugt unvermeidlich die Renaissance des Nationalbolschewismus, um den bolschewistischen Hebel und die Basis des zurückeroberten Sozialismus für die Weltrevolution unbrauchbar zu machen. Der Bolschewismus beginnt sich gleichzeitig zu formieren gegen internationale Formen des Anti-Bolschewismus in seiner letzten Schlacht im Kampf für den endgültigen Sieg über den Kapitalismus im Weltmaßstab.
Solange der Bolschewismus an der Macht war, hatte der Nationalbolschewismus dort keine Chance sich durchzusetzen. Diese Chance hat er erst durch den historischen Verrat der Revisionisten bekommen. Deswegen konnte es ohne den Revisionismus nicht zur neuen Entwicklung des Nationalbolschewismus kommen, deswegen stehen degenerierter Revisionismus und neu entstehender Nationalbolschewismus in direktem Verhältnis zueinander, ergänzen sie sich, ist der heutige Nationalbolschewismus im Grunde aus dem verfaulten Revisionismus hervorgegangen, konnte er sich nur mit Hilfe des verfaulten Revisionismus häuten und als selbständige Strömung entwickeln:
„Die politische Haltung solcher `Internationalisten` , die nicht zugleich konsequente und entschlossene Gegner des Opportunismus sind, wird immer eine Förderung oder Unterstützung der nationalistischen Strömung bedeuten“ (Lenin, Band 21, Seite 146).
„Der Sozialnationalismus ist aus dem Opportunismus hervorgegangen, und gerade dieser hat ihm Kraft verliehen“ (Lenin, Band 21, Seite 144).
Deswegen ist der Nationalbolschewismus nicht ohne vollständiges Herausreißen seiner revisionistischen Wurzeln zu beseitigen. Der Nationalbolschewismus ist damit nichts anderes als ein totgeborenes Kind der sterbenden russischen Monopolbourgeoisie. Das russische Proletariat wird ihn mit der sozialistischen Revolution hinwegfegen samt der russischen Monopolbourgeoisie, die ihn hochzupäppeln versucht, um ihr Dasein künstlich zu verlängern.
Die Faschisten erlitten eine empfindliche Niederlage, als sie mit ihrem offenen Anti-Bolschewismus von bolschewistischen Panzern vor 60 Jahren überrollt wurden. Also ist es historisch nicht verwunderlich, wenn der Weltfaschismus seine Lehren gezogen hat und sich diesmal u.a. ein „bolschewistisches“ Mäntelchen umhängt, um die Front des Gegners aufzuweichen und von Innen heraus erfolgreicher als damals anzugreifen. Die Revisionisten sind heute die Wegbereiter des Faschismus. Nur ändern wird sich an der Niederlage des Weltfaschismus dadurch genauso wenig wie damals an der Niederlage des Hitlerfaschismus – trotz der Auflösung der Komintern. Der Weltbolschewismus wird über den Weltfaschismus siegen, ob sein altes Zentrum nun noch in den Amerika zertrümmert oder erst sein neu errichtetes Zentrum vielleicht in Eurasien zerschlagen werden wird.
Der Bolschewismus ist jedenfalls stärker als jede Kopie, wobei der Nationalbolschewismus die bislang die allermiserabelste ist. Der Kapitalismus hat über das einzelne sozialistische Land gesiegt, aber dieser Sieg war nur die Vorstufe zum Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab. Der proletarische Sozialismus wurde mit Hilfe des Revisionismus besiegt und verwandelte sich zurück zum Kapitalismus. Erst durch den Marxismus-Leninismus, durch die Entdeckung der Gesetze der Entwicklung des Revisionismus erkannte das Weltproletariat, dass der proletarische Sozialismus eines Landes endgültig erst im Weltmaßstab siegen kann, dass die einzige gesellschaftliche Kraft zur Beendigung des Weltkapitalismus das geschlossen handelnde Weltproletariat ist. Kein einziger Sieg der politischen Freiheit über die Klasse der Kapitalisten wurde errungen ohne deren verzweifelten Widerstand. Kein sozialistisches Land entwickelte sich, ohne dass ein Kampf auf Leben und Tod zwischen den verschiedenen Klassen der sozialistischen Gesellschaft auf der einen Seite und der Kampf gegen die imperialistischen Umkreisung auf der anderen Seite stattfand. Die welthistorische Lehre aus diesem Klassenkampf eines einzelnen sozialistischen Landes ist die sozialistische Weltrevolution, deren Kraft unaufhaltsam wächst.
Sind die Nationalbolschewisten Befürworter oder Gegner des „groß“russischen Nationalismus?
Lesen wir, was Lenin bereits 1914 schrieb:
„Wenn die Geschichte die Frage zugunsten des großrussischen Großmachtkapitalismus entscheiden wird, so folgt daraus zweitens, dass die sozialistische Rolle des großrussischen Proletariats, als der Haupttriebkraft der kommunistischen Revolution, die der Kapitalismus erzeugt, um so größer sein wird. Für die Revolution des Proletariats bedarf es aber einer langwierigen Erziehung der Arbeiter im Geiste der vollsten nationalen Gleichheit und Brüderlichkeit. Also ist gerade vom Standpunkt der Interessen des großrussischen Proletariats eine langwierige Erziehung der Massen im Sinne des entschlossensten, konsequentesten, kühnsten und revolutionärsten Eintretens für die volle Gleichberechtigung und das Selbstbestimmungsrecht aller von den Großrussen unterdrückten Nationen erforderlich“ (Lenin, Band 21, Seite 95).
So weit die sozialistische Haltung der Bolschewisten im Gegensatz zur nationalistischen Haltung der Nationalbolschewisten, die Verrat an der proletarischen Verbrüderung aller Völker Russlands nehmen, Verrat an der Sache des internationalen Sozialismus.
„Wir fordern das Selbstbestimmungsrecht, d.h. die Unabhängigkeit, d.h. die Freiheit der Separation der unterdrückten Nationen nicht deshalb, weil wir von der wirtschaftlichen Zerstückelung oder vom Ideal der Kleinstaaten träumen, sondern im Gegenteil, weil wir Großstaaten und die Annäherung, ja die Verschmelzung der Nationen wünschen, aber auf wahrhaft demokratischer, wahrhaft internationalistischer Grundlage, die ohne die Freiheit der Separation undenkbar ist“ (Lenin, Band 21, Seite 420-421).
Der „groß“russische Nationalismus durchläuft wie jeder Nationalismus verschiedene Phasen. Bis 1905 gab es hauptsächlich nur die Nationalreaktionäre. Nach der Revolution von 1905 kamen in Russland die Nationalliberalen auf, gegen die die Bolschewisten energisch auftraten. Lenin und Stalin verteidigten den Bolschewismus gegenüber den Menschewisten und Trotzkisten, die die nationale und koloniale Frage unterschätzten. Heute müssen wir den Bolschewismus gegen die Nationalbolschewisten verteidigen, die die nationale und koloniale Frage überschätzen.
Nach der Oktoberrevolution konnten die Vertreter des „groß“russischen Nationalismus nicht mehr offen auftreten, war der Schlüssel zur richtigen Lösung der nationalen Frage durch die Sowjetordnung gefunden worden – die Organisierung festgefügter Nationalitätenstaaten auf der Grundlage der nationalen Gleichberechtigung und der Freiwilligkeit. Mit dem Sieg der Leninschen Nationalitätenpolitik schob der Sozialismus dem „groß“russischen Nationalismus einen starken Riegel vor, ebenso dem lokalen Nationalismus, konntebeide aber nicht restlos beseitigen.
Dieser Sieg über den „groß“russischen Nationalismus war dadurch zu erklären, dass die Ausbeuterklassen, die einst die Hauptorganisatoren der Zwietracht zwischen den Nationen waren, nicht mehr weiterbestanden, dass die Arbeiterklasse an der Macht war als Vertreterin des proletarischen Internationalismus, dass das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Völker der UdSSR aufblühen konnte (der Form nach national, dem Inhalt nach sozialistisch!). Die Diktatur des Proletariats zwang ihre Vertreter, sich als „Bolschewisten“, als „Internationalisten“ zu verkleiden und in die KPdSU (B) einzudringen, um den „groß“russischen Nationalismus wieder aus den Händen der Bolschewiki zu befreien, die konsequentesten Feinde des „groß“russischen Nationalismus. So hieß es in der Resolution zum Bericht des ZK auf dem XVI. Parteitag der KpdSU (B) im Juli 1930:
„Die Hauptgefahr bildet in der gegenwärtigen Etappe die Großmachtabweichung, die die Grundlage der Leninschen nationalen Politik zu revidieren sucht und, unter der Flagge des Internationalismus, die Bestrebungen der absterbenden Klassen der ehemals herrschenden großrussischen Nation, ihre verlorenen Privilegien wiederzugewinnen, verschleiert. Gleichzeitig wird die Abweichung zum lokalen Nationalismus aktiver, der die Einheit der Völker der Sowjetunion lockert und der Intervention in die Hände arbeitet. Die Partei muss den Kampf gegen beide Abweichungen in der nationalen Frage und gegen die versöhnlerische Haltung ihnen gegenüber verstärken, sie muss zugleich verstärkte Aufmerksamkeit auf die praktische Durchführung der Leninschen nationalen Politik, auf die Überwindung der Elemente der nationalen Ungleichheit und auf eine weitgehende Entwicklung der nationalen Kulturen der Völker der Sowjetunion richten.“
Auf dem XVI. Parteitag sagte Stalin im politischen Bericht des ZK über die Abweichungen in der nationalen Frage:
„Worin besteht unter unseren gegenwärtigen Verhältnissen das Wesen der Abweichung zum großrussischen Chauvinismus? Das Wesen der Abweichung zum großrussischen Chauvinismus besteht in dem bestreben, die nationalen Unterschiede der Sprache, der Kultur, der Lebensformen zu umgehen, in dem Bestreben, die Liquidierung der nationalen Republiken und Gebiete vorzubereiten; in dem Bestreben, das Prinzip der nationalen Gleichberechtigung zu untergraben und die Nationalisierung des Apparats, Nationalisierung der Presse, der Schulen und der anderen staatlichen und öffentlichen Organisationen gerichtete Politik der Partei zu diskreditieren.
Die Abweichler dieses Schlages gehen dabei von der Auffassung aus, dass, da die Nationen sich beim Sieg des Sozialismus zu einer einheitlichen Nation verschmelzen müssen und ihre nationalen Sprachen sich in eine einheitliche, gemeinsame Sprache verwandeln müssen, die Zeit gekommen sei, die nationalen Unterschiede aus der Welt zu schaffen und auf die Politik zu verzichten, die die Entwicklung der nationalen Kultur der ehemals unterdrückten Völker unterstützt.
Sie berufen sich dabei auf Lenin, indem sie Lenin falsch zitieren und mitunter seine Worte direkt verdrehen und ihn verleumden. Lenin sagte, dass unter dem Sozialismus die Interessen der Nationalitäten zu einem Ganzen verschmolzen werden – ist daraus nicht die Folgerung zu ziehen, dass es an der Zeit sei, mit den nationalen Republiken und Gebieten im Interesse ... des Internationalismus aufzuräumen? Lenin sagte im Jahre 1913 in seiner Polemik gegen die Bundisten, dass die Losung der nationalen Kultur eine bürgerliche Losung ist - ist daraus nicht die Folgerung zu ziehen, dass es an der Zeit sei, mit der nationalen Kultur der Völker der UdSSR im Interesse ... des Internationalismus aufzuräumen?
Lenin sagte, dass die nationale Unterdrückung und die nationalen Schranken unter dem Sozialismus beseitigt werden – ist daraus nicht die Folgerung zu ziehen, dass es an der Zeit sei, mit der Politik der Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten der Völker der UdSSR aufzuräumen und zur Politik der Assimilierung im Interesse ... des Internationalismus überzugehen? Und so weiter und so fort.
Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass diese Abweichung in der nationalen Frage, die sich noch dazu unter der Maske des Internationalismus und dem Namen Lenins verbirgt, die raffinierteste und daher gefährlichste Art des großrussischen Nationalismus ist.“
„Es ist nicht schwer zu begreifen, dass diese Abweichung [in der Richtung zum großrussischen Chauvinismus – Anmerkung des Verfasser] das Bestreben der untergehenden Klassen der großrussischen Nation, die früher die herrschende war, widerspiegelt, sich die verlorenen Vorrechte zurückzuholen“
So wie sich die großrussischen Klassen ihre Vorrechte mit der Restauration des Kapitalismus zurückholten, so wollen sie heute ihre Vorrechte gegenüber den heutigen Machtverhältnissen des internationalen Finanzkapital verteidigen.
Und Stalin sagte weiter auf dem XVI. Parteitag:
„Ich wende mich dagegen [gegen die national-chauvinistische Theorie Kautskys – Anmerkung des Verfassers], weil die Theorie der Verschmelzung aller Nationen, sagen wir, in der UdSSR zu einer einheitlichen großrussischen Nation, mit einer gemeinsamen großrussischen Sprache, eine national-chauvinistische Theorie, eine antileninistische Theorie ist; sie widerspricht den Grundthesen des Leninismus, die besagt, dass die nationalen Unterschiede in der nächsten Periode nicht verschwinden können, dass sie noch lange Zeit, selbst nach dem Sieg der proletarischen Revolution in der ganzen Welt, bestehen bleiben müssen“ (Stalin, aus dem Schlusswort zum XVI. Parteitag).
Und im Programm der NBP heißt es (englisch):
„Global purpose of National-bolshevism is the creation of Empire from Vladivostok up to Gibraltar on the basis of Russian civilization. The purpose will be achieved in four stages: à) Transformation of Russian Federation into the national state Russia by Russian Revolution, b) Joining of the territories of former republics of the Soviet Union, inhabit by Russians c) Rallying around of Russians Eurasian nations of the former USSR. d) Creation of huge continental Empire.
Having come to power, NBP will make revolutionary on the scales of transformation in Russia, will construct the TOTAL STATE, the human rights will concede a place to the rights of a nation. Inside the country the iron Russian order, climate of discipline, bellicose and diligence will be established.
THE ONE WHO CONSIDERS RUSSIAN LANGUAGE AND RUSSIAN CULTURE – HIS OWN, HISTORY of RUSSIA – HIS OWN HISTORY, WHO HAS SPILLED AND IS READY TO SPILL THE OWN AND ANOTHER'S BLOOD IN A NAME OF RUSSIA AND ONLY FOR IT, ANY OTHER NATIVE LAND AND NATION DOES NOT THINK, IS RUSSIAN.“
Dazu sagte Stalin:
„Ist es denn nicht klar, dass alle diese und ähnliche Fragen, die mit dem Problem der nationalen Kulturen und nationalen Sprachen zusammenhängen, im Rahmen eines Staates, im Rahmen der UdSSR nicht gelöst werden können? Ist es denn nicht klar, dass die Theorie des Absterbens der nationalen Sprachen und ihrer Verschmelzung zu einer gemeinsamen Sprache im Rahmen eines Staates in der Periode des Sozialismus in einem Lande eine falsche, eine antimarxistische, antileninistische Theorie ist?“ (ebenda).
Und Lenin sagte:
„Was heißt das, obligatorische Staatssprache? Praktisch heißt das, dass die Sprache der Großrussen, die die Minderheit der Bevölkerung Russlands bilden, der ganzen übrigen Bevölkerung Russlands aufgezwungen wird. (...) die obligatorische Staatssprache ust mit Zwang und Einhämmern verbunden. Wir glauben, dass die erhabene und gewaltige russische Sprache es nicht nötig hat, dass jemand, wer immer es auch sei, gezwungen wird, sie unter Stockhieben zu erlernen. Wir sind überzeugt, dass die Entwicklung des Kapitalismus in Russland und überhaupt der gesamte Verlauf des gesellschaftlichen Lebens zur gegenseitigen Annäherung der Nationen führt. Hunderttausende Menschen werden von einem Ende Russlands an das andere geworfen, die Bevölkerung vermischt sich in ihrer nationalen Zusammensetzung, Absonderungen und nationale Verknöcherung müssen verschwinden. Diejenigen, die infolge ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen auf die Kenntnis der russischen Sprache angewiesen sind, werden sie auch ohne Stockhiebe erlernen. Der Zwang (der Stock) aber wird nur dazu führen, dass der erhabenen und gewaltigen russischen Sprache der Eingang in die übrigen nationalen Gruppen erschwert wird, und vor allem dazu, dass sich die Feindschaft verschärft, Millionen neuer Reibereien geschaffen sowie die Gereiztheit und das gegenseitige Nichtverstehen vermehrt werden usw. Wer braucht das? Das russische Volk, die russische Demokratie brauchen das nicht. Das russische Volk erkennt keinerlei nationale Unterdrückung an, selbst nicht `im Interesse der russischen Kultur und Staatlichkeit`“ (Lenin, Band 20, Seite 59 und 61).
Die sowjetischen Revisionisten traten nach dem Tode Stalins als russische Sozialimperialisten auf. Betrachtet man aufmerksam die vielen Artikel und Schriften der Chruschtschowianer, dann erkennt man, was sie mit dem Begriff „einheitliches Sowjetvolk“ bezweckten – Identifizierung des Sowjetvolkes mit dem russischen Volk, Verschmelzung zu einer russischen Nation, in der die Russen und ihre Kultur den Dirigentenstab über die Sowjetvölker in ihren Händen halten. (Man schaue sich das NBP-Programm an, wo sich ein Ei dem andern ähnelt). Gewaltsame Russifizierung der nicht-russischen Republiken – das kleideten die neuen Kremlzaren damals noch in marxistische Phrasen, als eine Lösung der nationalen Frage auf „marxistisch-leninistischer“ Grundlage, während dies heute ganz frech und offen von der rechten Bewegung in Russland vertreten wird. Was Genosse Enver Hoxha über die imperialistische Bourgeoisie allgemein bemerkte, traf auch besonders auf die sowjetischen Sozialimperialisten zu:
„Die imperialistische Bourgeoisie hat sich ständig bemüht, die kulturellen Traditionen der kleineren Völker, den nationalen Geist ihrer Kunst und Kultur zu verunglimpfen oder ganz verschwinden zu lassen. Das ist einer der Wege, um ihre kulturelle Aggression zur Unterwerfung der Völker in die Tat umzusetzen. Die reaktionäre bürgerliche Vorstellung über die „Internationalisierung“ von Kultur und Künsten, die Ansicht, die Phase der `nationalen Schulen` sei inzwischen überwunden, wollen nichts anderes, als die Kulturen anderer Völker auszuschalten“ (Enver Hoxha, „Den ideologischen Kampf gegen die für den Sozialismus fremden Erscheinungen und die liberalen Haltungen zu ihnen vertiefen“, Seite 28; zitiert aus: „Albanien heute“ 4/1974, Seite 41, dt. Ausgabe).
Die Nationen der ehemaligen Sowjetunion gehen nicht ineinander auf, indem die einen immer stärker und die anderen immer schwächer werden. Die Verschmelzung und schließliche Auflösung der Nationen geschieht vielmehr in einem Prozess ihrer ständigen Stärkung und allseitigen Entfaltung. Genau diese marxistisch-leninistische These wurde aber von den Chruschtschow-Revisionisten bekämpft genauso wie von den „groß“russischen Nationalisten von heute. Solange die Ausbeuterklasse herrscht, kann von nationalem Aufblühen nicht die Rede sein, weder vom Aufblühen der russischen Nation noch von allen anderen Nationen der ehemaligen Sowjetunion. Nur durch eine erneute Oktoberrevolution wird dies möglich sein, die Herrschaft von Ausbeuterklassen zu beseitigen und alle Ausgebeuteten und Unterdrückten aus dem russischen Völkergefängnis zu befreien. Das aber ist ohne bolschewistische Partei nicht möglich. Die Erfahrungen des sowjetischen Revisionismus zeigen , dass Ausbeuterklassen niemals die nationale Frage der unterdrückten Nationen lösen können, weder in Russland, noch irgendwo sonst auf der Welt.
In der revisionistischen Sowjetunion drückte sich die Internationalisierung des gesellschaftlichen Lebens in vielerlei Hinsicht aus. In erster Linie zeigte sie sich in der Unterwerfung der nichtrussischen Nationen, in ihrer nationalen Unterdrückung, was wiederum nationale Widersprüche hervorrief, aus denen die heutigen nationalen Befreiungskriege resultieren, vereinigen sich die Proletarier aller ehemaligen Sowjetvölker, um sich aus dem russischen Völkergefängnis zu befeien. Der russische Nationalismus ist der proletarischen Ideologie der Proletarier der ehemaligen Sowjetrepubliken wesensfremd. Er säht Zwietracht in ihre Reihen. Die gemeinsamen Interessen aller Proletarier der ehemaligen Sowjetrepubliken stehen dabei höher als die Interessen des russischen Proletariats. Wobei diese gemeinsamen Interessen aller Proletarier die nationalen Unterschiede und Besonderheiten weder ausschließen noch leugnen, also nicht nur den „groß“russischen Nationalismus, sondern auch den nationalen Nihilismus ablehnen, der die nationalen Eigenschaften verneint und nationale Differenzen ignoriert. Nationaler Nihilismus ist nicht nur Wasser auf den Mühlen des „groß“russischen Nationalismus, sondern auf die Mühlen des Nationalismus jeder anderen ehemaligen sowjetischen Nation. Die sowjetischen Sozialimperialisten haben das Vertrauen der ehemaligen sowjetischen Völker bis ins tiefste Innerste verletzt und erschüttert, haben damit auch das Vertrauen in den Sozialismus erschüttert, muss der Kampf zwischen Revisionismus und Marxismus-Leninismus in Russland zu Ende geführt werden, um das Vertrauen in den Sozialismus wieder zurückzugewinnen. Es ist klar, dass jeder Nationalismus den Weg zum Sozialismus in Russland erschwert, dass wir Sozialisten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den „Groß“machtegoismus und Chauvinismus kämpfen müssen. Und es ist ebenso klar, uns der Tendenz der Wiederbelebung nationalistischer Strömungen entgegenzustellen, die aufgrund der nationalen Unterdrückung und des Chauvinismus in Russland zur Tatsache geworden ist. Wir Bolschewisten sind gegen jegliche Diskriminierung der Russen in den ehemaligen Sowjetrepubliken, so wie wir gegen die Diskriminierung aller anderen nationalen Minderheiten in den ehemaligen Sowjetrepubliken sind.
„Das Spekulieren auf die Vergangenheit und die Verwendung von Thesen, die einst richtig waren, können heute, wo die Sowjet-Revisionisten den Marxismus-Leninismus verraten und die Sowjetunion zu einem imperialistischen Staat gemacht haben, niemanden überzeugen. Als Kriterium für proletarischen Internationalismus dient auch heute die Haltung zur Sowjetunion, jedoch in einem anderen, entgegengesetzten Sinne, als zur Zeit Lenins und Stalins, als die Sowjetunion Zentrum und Basis der Weltrevolution war. Revolutionär und Internationalist ist heute derjenige, der die Sowjet-Revisionisten bekämpft, ihren Verrat entlarvt und fest entschlossen ihre anti-marxistische und imperialistische Politik und Linie ablehnt“ (Enver Hoxha, Bericht auf dem VI. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, 1971, Seite 24).
Die Verräter der russischen Nation sind nicht nur diejenigen, die sie an das ausländische Kapital, an den amerikanischen Kosmopolitismus verraten haben. Die russische Nation wird von den Revisionisten und auch von Kräften des Wiederauflebens des offenen „groß“russischen Nationalismus zersetzt, aber auch dem zersetzenden Einfluss des bürgerlichen Nationalismus der ehemaligen Republiken ausgesetzt. Es gibt verschiedene nationalistische Strömungen, um den „groß“russischen Nationalismus direkt oder indirekt, offen oder verdeckt zu retten, und dazu zählen wir auch den Nationalismus des russischen Kleinbürgertums, zählen wir auch die Nationalbolschewisten. Heute versucht sich also der „groß“russische Nationalismus unter anderem auch mit Hilfe des Nationalbolschewismus zu retten - mit dem Banner Lenins und Stalins. Das hat es bislang noch nicht gegeben, und es wird höchste Zeit, Lenin und Stalin vor dem „groß“russischen Nationalismus in Schutz zu nehmen und sie als Vorkämpfer gegen den „groß“russischen Nationalismus zu verteidigen, in dem wir uns von Lenin und Stalin gegen den erneuerten „groß“russischen Nationalismus leiten lassen, um die Mehrheit in der russischen Nation zu verteidigen. Es ist kein Zufall, dass die Komintern/ML hier mit gutem Beispiel vorangeht, Flagge zeigt und das Feuer eröffnet hat. Keiner kann also der Komintern / ML vorwerfen, gegen den aufkeimenden Nationalismus in Russland Front zu machen.
Die Nationalbolschewisten verzichten nicht nur auf den Kampf gegen den bis auf den heutigen Tag allmächtigen erzreaktionären „groß“russischen Nationalismus, sondern sie propagieren ihn offen und demonstrativ als Bollwerk gegen den globalisierten Kapitalismus und gegen den globalisierten Sozialismus. In Wirklichkeit aber soll die Revolution der Unterdrückten und Ausgebeuteten zwischen den international herrschenden und national herrschenden Klassen aufgerieben werden. Die Doppelstrategie des Überlebenskampfes des Weltimperialismus hat zum Ziel, die revolutionäre Antiglobalisierungsbewegung durch Unterstützung nationalistischer Bewegungen aufzufangen und zu paralysieren. Jeden Kampf, den wir Kommunisten gegen den Weltimperialismus führen, müssen wir also auch gegen seine nationalistischen „Gegen“bestrebungen führen, um jeglicher Spaltung der internationalen Arbeiterbewegung entgegenzuwirken.
Das Weltproletariat wird also von der Weltbourgeoisie von zwei Seiten angegriffen:
Das Weltproletariat würde mit seiner sozialistischen Weltrevolution dem Kosmopolitismus des internationalen Finanzkapitals zum Opfer fallen, würde mit seinen eigenen Globalisierungsbestrebungen die weltkapitalistische Zerstörung der Nationen nur noch weiter beschleunigen, und sich damit nicht nur selbst, sondern allen Völkern der Welt das Grab schaufeln. Die Proletarier aller Länder sollen sich also nicht international vereinigen, sollen darauf verzichten, sich zur Weltrevolution zu erheben, sondern sollen sich nach Auffassung der Nationalbolschewisten ihrer „nationalen Befreiungsbewegung Russlands zur Überwindung der Herrschaft des Fremdkapitals unterzuordnen.“
Die Nationalbolschewisten kennen keinen Unterschied zwischen den großen, unterdrückenden und den kleinen unterdrückten Nationen. Jede Nation „soll nach ihrer Façon glücklich werden“. „Friss Vogel oder stirb!“ Die Nationalbolschewisten demoralisieren die Arbeiter durch ihre nationalistischen Losungen, denn die Arbeiter erreichen ihre Befreiung nicht auf dem Wege der nationalen, sondern der sozialistischen Revolution.
Der russische Imperialismus verfolgt zwei Taktiken, die die herrschende Klasse in zwei Lager spaltet, die mitinander konkurrieren, wenn es um den Weg zur Weltmacht geht, die sich aber gegenseitig unterstützen, wenn es gemeinsam gegen die Zurückeroberung des Diktatur des Proletariats geht, wenn es gegen die sozialistische Revolution geht. Diese Gegensätze im Lager der russischen Imperialisten, einerseits seine Weltmacht durch die Aufweich-Taktik der „friedlichen Koexistenz“ zu erreichen und andererseits durch einen offenen imperialistischen Weltkrieg zu erzwingen, das heißt die Vorherrschaft des US-Imperialismus mit Gewalt zu brechen, diese Gegensätze kann man ausnutzen aber das ist auch alles. Man kann auf keinen Fall die einen durch Unterstützung der anderen bekämpfen. Die gefährlichere Variante von beiden ist diejenige, die wir aufhören konsequent genug zu bekämpfen. Die Freiheit der Völker wird auf jeden Fall auf der Strecke bleiben, wenn die Völker auf die Revolution gegen jegliche imperialistische Macht verzichten und sich darauf beschränken die Vorherrschaft dieser oder jener imperialistischen Macht zu beseitigen. Eine Befreiung vom US-Imperialismus bedeutet noch keine Befreiung vom Weltimperialismus, wenn man sich nicht auch vom eurasischen Imperialismus befreit. Man kann den Weltimperialismus nicht dadurch bekämpfen, dass man den einen Imperialismus gegen den anderen unterstützt, dass man sich unter den Schutzschirm einer anderen imperialistischen Macht stellt, sondern nur die sozialistische Weltrevolution kann den Weltimperialismus beseitigen.
Wenn die Nationalbolschewisten die Frage der nationalen Befreiung von der sozialen Befreiung lostrennen, verwandeln sie sich in Handlanger des Kapitals, ob sie das nun zugeben oder nicht. Die Nationen Eurasiens können sich von Amerika nur befreien, wenn sie nicht nur das Fremdkapital, sondern auch das innländische Kapital vergesellschaften, wenn sie sich in der sozialistischen Revolution nicht nur von den ausländischen, sondern auch von den innländischen Ausbeutern befreien, wenn sie die gesamte Bourgeoisie im eigenen Land stürzen und ihren Unterdrückerstaat zerschlagen. Es geht um den Klassenkampf, um die gemeinsame revolutionäre Befreiung der Arbeiter und Bauern Eurasiens sowohl von einem imperialistischen Westen mit oder ohne Führung der USA, alsn auch von einem imperialistischen Osten, ob nun unter der russischen Führung oder irgendeiner anderen. Nur die bis zu Ende geführte ökonomische und politische Befreiung der Arbeiter und Bauern aller eurasischen Völker vermag die Möglichkeit einer wie immer neu gearteten nationalen wie internationalen Unterdrückung unter dem Vorwand des Kampfes gegen das westliche Kapital auszuschließen. Nur die Wiederherstellung der völligen Freiheit und Selbständigkeit der einstigen sowjetischen Völker vermag den besten Ausweg aus der gegenwärtigen Krise Russlands und der Welt zu weisen und die wirkliche Lösung der nationalen Frage durch die Anerkennung der völligen Gleichberechtigung und des unbedingten Rechts auf politische Selbstbestimmung für ausnahmslos alle Nationalitäten herbeizuführen. Wir Bolschewisten entlarven den Betrug solcher Parteien, die mit der Losung zur Beseitigung dieser oder jener nationalen Unterdrückung nur einen Tapetenwechsel haben wollen, also eigene Tapeten nationaler Unterdrückung und nicht fremde Tapeten. Wir Bolschewisten wollen die Nationen nicht nur von ihrer „imperialistischen Fremdeinwirkung“ befreien, sondern von jeglicher kapitalistischen Einwirkung, ob nun von außen oder von innen, ob Staatskapitalismus oder sonstiger Formen kapitalistischer Einwirkung. Nationale Unterdrückung kann nur beseitigt werden, indem man die sozialen Wurzeln dieser Unterdrückung beseitigt. Wir wollen ein Eurasien, in dem sich die Nationen von jeglichem Kapitalismus überhaupt befreien, wir wollen ein Eurasien sozialistischer Nationen, wollen ein sozialistisches Eurasien. Für jedes andere Bündnis sind wir nicht zu haben. Wir bekämpfen die Losung vieler russischer Nationalbolschewisten, ein großrussisches, neues imperialistisches Reich über Eurasien und damit über der ganzen Welt zu errichten, so wie wir den einstigen Sozialimperialismus der revisionistischen Kremlzaren an der Macht bekämpft hatten, die die russische Supermacht zur Nr. 1 in der Welt machen wollte. Wir wissen, dass diese Träume nicht ausgeträumt sind. Wir wissen, dass die Forderungen der Nationalbolschewisten sich im Wesen nicht davon unterscheiden, sondern darauf abzielen, den Weltimperialismus dadurch zu retten und wiederzubeleben, dass man ihn aus der amerikanischen Fäulnis befreit, dass der russische Imperialismus den Weltimperialismus vom amerikanischen Bazillus, vom amerikanischen Parasitismus säubern kann, dass Russland den Weltimperialismus reformieren kann. Wir wissen, dass Verbindungen innerhalb Russlands wie auch zum Ausland bestehen, die daran mit großer Intensität arbeiten, gemeinsam Russland doch noch zur Nr. 1 in der Welt zu machen. Wir Bolschewisten denken, dass die Zeit hierfür historisch abgelaufen ist. Was wir heute brauchen, ist ein sozialistischer Weltstaat, der von den Proletariern aller Länder regiert wird, ist die internationale Demokratie des Weltproletariats, die nur auf dem Wege der sozialistischen Weltrevolution möglich ist, durch die das historische Kapitel des Weltimperialismus für immer abgeschlossen wird, Unser Kampf ist vom Wesen her ein internationalistischer Kampf und kein nationaler Kampf, so wie der Bolschewismus vom Wesen her international und nicht national ist ( national ist er höchstens seiner Form nach ), und so kämpfen wir in erster Linie für die ganze sozialistische Welt und wenn das sozialistische Eurasien dazu beitragen kann, um so besser. Es gab seit über hundert Jahren für uns Bolschewiki keinen Grund, weswegen wir unseren internationalistischen Kampf dem nationalistischen Kampf unterordnen sollten und es wird diesen Grund auch für alle Zukunft nicht geben.
Der Kampf für die Befreiung der Völker vom US-Imperialismus darf nicht dazu missbraucht werden, hinter der Maske des Anti-Imperialismus, andere Imperialisten zu stärken oder einen neuen Imperialismus aufzubauen. Das sind nur effekthaschende und inhaltsleere Duelle, die das Weltproletariat nur von seinem selbständigen Kampf für den Sozialismus ablenken, die die Entstehung einer sozialistischen Weltordnung verhindern soll.
Wir Bolschewisten verteidigen nicht den einen Imperialismus gegen den anderen, kämpfen nicht für die Hegemonie einer neuen Supermacht, sondern die einzige Hegemnoie für die wir kämpfen ist die Welthegemonie des Proletariats – die Nationalbolschewisten kämpfen derweil für die Hegemonie des russischen Imperialismus.
Schlussfolgerungen
Der Kommunismus wird über den Kapitalismus, über seine Zwillinge, den Kosmopolitismus und den Nationalismus siegen, wenn dem Weltproletariat seine soziale und internationale Befreiung durch die sozialistische Weltrevolution gelingt !
Die einzig Befreiungstaktik für die Proletarier aller Länder ist und bleibt der siegreiche Bolschewismus Lenins, Stalins und Enver Hoxhas, die sich auf die internationalistischen Lehren von Marx und Engels stützten und diese schöpferisch weiterentwickelten.
Wir Kommunisten kämpfen für den Sieg des proletarischen Internationalismus, denn diese Lehre des Marxismus-Leninismus gründet sich auf den internationalen Charakter der proletarischen Klasse, auf die internationale Völkergemeinschaft und den einheitlichen Interessen der Menschheit als Ganzes, um die Ausbeutung von Menschen durch Menschen für immer zu beseitigen. Der Weg zur Befreiung der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung kann nur siegreich fortgesetzt werden auf dem Wege der Befreiung der Proletarier aller Länder! Der Weg der Befreiung der Proletarier aller Länder kann wiederum nur siegreich fortgesetzt werden, wenn diese sich mit allen anderen unterdrückten Klassen auf der ganzen Welt vereinigen und sie zur sozialistischen Weltrevolution führen. Allein das Weltproletariat verteidigt die wahre Freiheit der Nationen und die Einheit der Arbeiter aller Nationen. Keinerlei Privilegien für irgendeine Nation, für irgendeine Sprache! Nicht die geringste Ungerechtigkeit gegenüber kleineren und schwächeren Nationen, nicht die geringste Ungerechtigkeit gegenüber nationalen Minderheiten – das sind die internationalen Prinzipien unserer proletarischen Demokratie. Damit verschiedene Nationen frei und friedlich nebeneinander leben oder ( wenn das für sie vorteilhafter ist) auseinandergehen und verschiedene Staaten bilden können, bedarf es heute des Weltsozialismus, bedarf es der internationalen Demokratie der Arbeiter. Die Herrschenden im In- und Ausland wollen um jeden Preis die Arbeiter der verschiedenen Nationen entzweien, um die Arbeiter aller Nationen einträchtig auszubeuten. Deswegen kämpfen die Arbeiter aller Nationen für ihre völlige Einheit und lassen sich weder durch den Nationalismus noch durch den Kosmopolismus und nationalen Nihilismus auseinanderbringen. Wir lassen uns wegen der globalen Ausbeutung nicht schrecken und überlassen es der Bourgeoisie aller Nationen, sich an den verlogenen rechten Phrasen über „Schutz der nationalen Interessen gegenüber der Macht des Fremdkapitals“ zu ergötzen. Wir Arbeiter aller Nationen verteidigen einmütig, einträchtig, in gemeinsamen Organisationen, die volle Freiheit und Gleichberechtigung aller Arbeiter – das Unterpfand der internationalen Arbeiterkultur. Wir Arbeiter aller Nationen stellen der alten Welt, der Welt der nationalen Unterdrückung, des nationalen Hasses und der nationalen Absonderung eine neue Welt, eine Welt der Einheit der Werktätigen aller Nationen entgegen, in der weder Platz ist für irgendein Privileg noch für geringste Unterdrückung des Menschen durch den Menschen, egal auf welchem Fleck der Erde, egal in welcher Nation, egal zwischen welchen nationen. Wir Arbeiter schaffen unsere eigene Welt, so wie es uns die Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha gelehrt haben – den Weltkommunismus.
Sozialismus in Worten – Kapitalismus in Taten,
- das ist der Revisionismus in der Frage des sozialen Befreiungskampfes des Proletariats.
Internationalismus in Worten - Nationalismus in Taten,
- das ist der Revisionismus in der Frage des nationalen Befreiungkampfes des Proletariats.
Die nationale Frage kann nur durch die soziale Frage gelöst werden. Die nationale Frage ist der sozialen Frage untergeordnet. Der nationale Befreiungskampf dient der sozialistischen Weltrevolution, aber darf weder überschätzt noch unterbewertet werden- das hängt ganz von den jeweiligen unterschiedlichen nationalen und sozialen Bedingungen überall auf der Welt ab.
Die soziale und nationale Frage kann nur revolutionär und in gemeinsamer Verbindung , kann nur durch den Marxismus-Leninismus , kann nur durch die Hegemonie des Proletariats als einzig revolutionäre Klasse gelöst werden.
Die nationale Frage ist der internationalen Frage untergeordnet.
Der Weltkapitalismus kann nur auf dem Wege des Weltsozialismus beseitigt werden.
Proletarier aller Länder vereinigt euch zur nationalen und sozialen Befreiung!
Die sozialistische Revolution, die nationale und soziale Befreiung des Proletariats, die Zurückeroberung des Sozialismus wird verhindert, wird scheitern oder ihre Errungenschaften werden wieder eingebüßt, wenn der Revisionismus nicht allseitig und tiefgehend besiegt wird, wenn sich die nationalen und sozialen Kräfte eines jeden Landes nicht unter der Führung des revolutionären Weltproletariats gegen den Revisionismus vereinigen.
Der Nationalismus und der Kosmopolitismus(nationaler Nihilismus, sind bourgeoise Zwillinge im Kampf gegen die nationalen und sozialen Interessen der Mehrheit in allen Nationen und dienen einzig und allein dem Profitstreben der kapitalistisch-revisionistischen Welt. Diese Zwillinge in ein „marxistisch-leninistisches“ Gewand zu kleiden, das ist heute die Aufgabe der Revisionisten, den Hauptagenten des Weltimperialismus im revolutionären Lager. Mit Revisionismus die sozialistische Nation von innen her zu zersetzen und durch imperialistische Umkreisung von außen zu isolieren, so setzte der Weltkapitalismus die sozialistischen Nationen unter Druck und bereitete damit ihre Zerstörung vor.
Der Revisionismus ist sowohl der soziale als auch der nationale Wegbereiter der faschistischen Herrschaft des Imperialismus, ist seine soziale und nationale Stütze innerhalb der revolutionären Arbeiterweltbewegung, ist der Wegbereiter des Zerfalls und des Untergangs der Nation !
Inwieweit das Handeln, die Praxis der Akteure im Klassenkampf mit diesen Grundsätzen übereinstimmt oder von ihnen abweicht, daran erkennen die wahren Revolutionäre, die wahren Bolschewisten jene Feinde, die sich als „Revolutionäre“, als „Bolschewisten“, etc. verkleiden, um ihre konterrevolutionäre Aufgabe als Trojanisches Pferd innerhalb der revolutionären Bewegung erfolgreich zu erfüllen.
Dies ist eine sehr komplizierte und schwierige Aufgabe, die nur in der Praxis überprüft werden kann. Deswegen muss man sich sowohl vor isolierendem Sektierertum als auch vor opportunistischer, spontaneistischer Anpassung in Acht nehmen, muss man sowohl konkret als auch prinzipiell einen marxistisch-leninistischen Standpunkt einnehmen, darf man von ihm nicht abweichen, um ins bürgerliche Fahrwasser zu geraten, muss man in jeder Frage immer wieder aufs Neue marxistisch-leninistisch herausarbeiten, was der Arbeiterklasse nützt und was ihr schadet.
Dokumentarisches von der NBP-homapage
Wen es interessiert, für den haben wir hier einpaar markante politische Statements der NBB gesammelt, die die Richtigkeit unserer Kritik am russischen Nationalbolschewismus bekräftigen:
Ein pan-arischen Reiches als „Befreier“ der Welt aus dem Würgegriff amerikanischer Gangster, findet selbst in den USA Anhängerschaft.
Antwort der NBP auf die Frage zu deren Haltung zum Zionismus hier zitiert - (ohne Kommentar!) :“ We consider the situation on Middle East to be fight for "lebensraum" - the "living space" in which every side of enemies has its own "right" so its not so easy to accuse one or other side...07:57, 29.09.2004 (NBP Homepage-Guestbook)
Unser Kommentar hierzu: Hilters imperialistische Lebensraum-Ideologie unverhüllt übertragen für den Nahen Osten - das propagieren die Nationalbolschewisten ganz offen und ungeniert – im Prinzip nicht anders wie beo den US-Imperialisten. Die Nationalbolschewisten unterscheiden nicht zwischen unterdrückten und unterdrückenden Nationen und entlarven sich dadurch ganz offen und plump als Großmachtchauvinisten der eigenen russischen Monopolbourgeoisie. Hinter diesem imperialistischen „Neutralismus“ verbirgt sich die Aufrechterhaltung des imperialistischen Status Quo: wer stärker ist, darf sich die Kolonien der anderen Großmächte unter den Nagel reißen. Wenn sich die Nationalbolschewisten also nicht auf die Seite des palästinensischen Volkes stellen, rechtfertigen sie nicht nur den Mord am palästinensichen Volk, unterstützen sie nicht nur die Zionisten, sondern damit auch die „Lebensraum“-Politik der US-Imperialisten, dessen Kettenhund die israelische Monopolbourgeoisie im Nahen Osten ist – ein schöner „Anti-US-Imperialismus“ ist das !! Wer hier nicht die imperialistische Ideologie des „eurasischen Lebensraums“ der russischen Monopolbourgeoisie sieht, die die Nationalbolschewisten hier verteten, muss blind sein, erkennt nicht, dass die russischen Imperialisten hier ganz offen die Konflikte im Nahen Osten schüren, um daraus für die angestrebte eigene Vorherrschaft Vorteile zu ziehen – eine Linie der russischen Sozialimperialisten, die zunächst versteckt und dann mit offenen, brutalen Mittel fortgesetzt wurde wie damals gegen das afghanische Volk. Der Kernpunkt der gegenwärtigen politischen Lage im Nahen Osten ist einzig und allein der, ob man die revolutionäre Situation, die dort bereits vorhanden ist, durch internationale Unterstützung und Entfaltung der revolutionären Bewegung ausnutzen soll. Ja oder nein. In dieser Frage trennen sich heute die Sozialchauvinisten von den revolutionären Internationalisten – unabhängig davon, welche revolutionären, internationalen Phrasen seitens der Nationalbolschewisten gedroschen werden. In Worten alles, in Taten nichts. Schwüre und Beteuerungen, man sei „Internationalist“ und Revolutionär, in Wirklichkeit aber Unterstützung der Sozialchauvinisten und Opportunisten in der ganzen Welt in ihrem Kampf gegen den internationalen Marxismus, in ihrem Kampf gegen die Befreiungsbewegung der unterdrückten Völker.
Actually National Bolshevism born in Germany or at least there was born this term. It was first used by Ernst Niekisch in the beginings of previous century..... He is a great theretician of National Bolshevism I advice you to read him in German... We don't like embodiment of NS ideas and their narrowmindness...but we are pretty fond for NS military and cultural aesthetics....by the way Niekisch was eventually close to the NS...but nevertheless Hitler put him to jail 10:14, 25.09.2004
What is your position on the pan-slavism ideology, the slavic brotherhood, the slavic question etc... ?
nbpinfo: Well we support that kind of ideology, we have common roots, common history but nevertheless we aren't radical Slavianphils who deny absolutely technology and prefer to live in huts in woods .... We think there is some things that maybe borrowed from West - such as
hightech, but not to create all kind of stupid snickers, vulgar cosmetics, pop-corn and so on but to develope laser weapon, spaceships and so on....02:43, 13.09.2004
I would like to know what is your attitude towards the Army:
„When we will come to power we will introduce spirit of militarism to the whole society... 07:57, 11.09.2004
hier ein kritischer Beitrag eines chinesischen Genossen an die NBP:
„You cannot combine nationalism with communism - communism is an internationalist ideology in nature and incorporating nationalism into it would destroy the basis of proletarian class unity. Patriotism however could be incorporated into a communist ideology, but I believe
the NBP's major mistake here is in their nationalist flaw, in saying "I am better because I am Russian" you doom yourself to a fate of stagnation instead of progress. Saying "I love Russia" is no problem - saying "I am better because I am Russian" IS a problem.
The NBP could not possibly be anti-capitalist while advocating fascism, which is itself a unification of fascist and capitalist power - Mussolini himself once said," Fascism is a direct unification of state and corporate power." The idea of corporatism has been the one part of fascist ideology that has succeeded in the 20th century, it is the basis of the entire global political system at the moment. Fascism itself advocates capitalism - communism does NOT.
You cannot claim to oppose the current system while advocating extreme authoritarian capitalist ideology (fascism) and at the same time praising an anti-capitalist ideology.“
Wir fügen diesem kritischen Beitrag die korrekte Faschismus-Definition des IV. (!!) Weltkongresses vom Dezember 1922 hinzu die da lautete:
»Internationaler Faschismus (...) Die Bourgeoisie (...) sucht deshalb überall Zuflucht in der Schaffung gewisser weissgardistischer Eingreifkommandos, um damit besonders jeden Versuch und alle Anstrengungen, die das revolutionären Proletariat zur Verbesserung seiner Lage unternimmt, mit immer brutalerer Gewalt niederzuschlagen... Das charakteristische Merkmal des italienischen Faschismus - des `klassischen` Faschismus - der zur Zeit über das ganze Land triumphiert - besteht darin, dass die Faschisten sich nicht nur eng auf die Bildung konterrevolutionärer Kampforganisationen beschränken, sondern mit ihrer sozialen Demagogie unter den Massen Fuß zu fassen versuchen - unter den Bauern, dem Kleinbürgertum und sogar unter einigen Schichten der Arbeiterklasse, wobei sie geschickt die unausbleibliche Enttäuschung über die so gepriesene bürgerliche »Demokratie« für ihre eigenen reaktionären Zwecke ausnutzen. Die Gefahr besteht bereits in vielen Ländern, in der Tschechoslowakei, Ungarn, praktisch in allen Balkanländern, Polen...« (Taktische Thesen,Protokolle des IV. Weltkongress der Komintern, 1922),
nbpinfo: „Well do you know that ultra-democratic Germany has in its anthemn words "Uber alles" and so on which mean Germany is above all....And no German is ashamed of it... The same as we say "Russia is all the rest is nothing...." it is not means we are negating all others
nations but that we really love our Motherland..... If you really want to get sense of National-Bolshevism visit Russia meet nazbols....then I'm sure you will change your attitude towards our Party!
19:16, 29.12.2004
We don't have any golden calves The all Perfect Communism and the All Bad Fascism, we are beyound left and right, now we are trying to create a Completely new Ideology....but as you know that all material things in this world are build of atoms so also we have to build
our Ideology from the existing ones.... From Mussolini we took devotion to our country, militaristic aesthetics but NO racial issues.... from Communism - social justice, from Democracy - desire for Freedom. So now we have a New Ideology which took the best sides of all
political and moral doctrines and is being constantly developed and purified by our comrades!“
21:44, 26.12.2004
„- Dugin is our ideologist, the party treasure, in a certain sense. That is, he plays the role of the high priest.“
the book "Another Russia". The Manifesto
1. The National-bolshevik wants to become the Creator of the New World. That's in principle. Not to restore any boring historical justices, not to give people back something stolen but to create a new world and to put his great party - the NBP - in the center of this new world.
Our goal is in the following: literally to suck up all alive strength from the organism of the growing decrepit and dying old Russian-soviet nation and include it into the New Russian Nation.
Now two main slogans are inscribed on the NBP flags: Nation and Freedom. ".
The National-bolshevik must not be afraid of the advice of Nietzsche: "Push a falling man!".
10. The Party greeting "Yes, Death!" is a cheerful expression of love to Life.
Unter welchen Bedingungen und auf welchen prinzipiellen Grundlagen strebt die Komintern/ML die internationale Klassenfront mit national gesinnten Arbeitern an?
Wir Genossen und Genossinnen der Komintern/ML verschmähen es, unsere Ansichten und Absichten zur nationalen Frage und gegenüber den national-gesinnten Arbeitern zu verheimlichen. Wir erklären ganz offen, dass die sozialistische Revolution nur siegen kann, wenn wir mit ihnen zusammen und nicht gegen sie auf die sozialistische Revolution zumarschieren, denn die nationalen Arbeiter sind ein Teil der weltrevolutionären Arbeiterklasse, also sie gehören genau derselben Klasse an wie wir, und damit sind wir ein Teil ihrer Kameraden, genauso wie sie ein Teil von uns Genossen sind, oder: „aus ein und demselben Fleisch und Blut der Arbeiterklasse“ - wie Ernst Thälmann es treffender ausdrückte. Also müssen wir uns daran orientieren, uns danach ausrichten, müssen wir unsere Marschroute mit ihnen zusammen prinzipienfest bestimmen :
Die national gesinnten Arbeiter allseitig und mit ganzer Kraft an allen Fronten unterstützen so wie sie ihrerseits unseren kommunistischen Kampf allseitig und mit ganzer Kraft an allen Fronten unterstützen
- also keinesfalls nur beschränkt auf den Kampf zur Lösung der nationalen Frage, auf den Kampf zur Verteidigung der nationalen Interessen der Arbeiterklasse und des Volkes etc.,
sie weder ausklammern, noch ausgrenzen,
sondern sie viel mehr einbeziehen, ihnen Verständnis und Solidarität entgegenbringen und von ihnen lernen,
ihnen unsere Hand für die Eroberung der Arbeitermacht reichen,
Waffenbrüderschaft pflegen nach dem Vorbild Richard Scheringers,
und Berührungsängste auf beiden Seiten gemeinsam abbauen und schließlich überwinden
unter strenger Einhaltung folgender Bedingungen!
1. dem allgemeinem politischen Rechtsruck durch die Zwänge der politischen und ökonomischen Krise des Kapitalismus nicht einen Zentimeter nachgeben! Keinerlei Abstriche von der internationalistischen, anti-imperialistischen und anti-faschistischen Linie der Komintern/ML: Tod dem Faschismus in der ganzen Welt und im nationalen Maßstab, Beseitigung der Herrschaft des Imperialismus in der Welt und im nationalen Maßstab, Freiheit allen revolutionären Völkern und jedes einzelnen Volkes ohne Ausnahme! Proletarische, antifaschistische Einheitsfront in der Welt und im nationalen Maßstab! Proletarische, anti-imperialistische Front in der Welt und im nationalen Maßstab, ... etc.
2. absolut scharfer Kampf gegen jegliche Versöhnungsversuche des „linken“ Flügels der Faschisten, aus welchen Reihen sie auch immer gesteuert werden! Fehlende Wachsamkeit wäre ein krasser großer Fehler, der absolut fatale Folgen hätte, der nie wieder gut zu machen wäre! Keine Chance für die Faschisten, die Kommunisten für sich auch nur im Entferntesten in irgendeiner Weise für irgendetwas zu instrumentalisieren.
Der Nationalbolschewismus hat mit dem Weltbolschewismus des Marxismus-Leninismus absolut nichts gemein, sondern steht ihm feindlich gegenüber. Der Nationalbolschewismus ist eine Taktik des Imperialismus, während der Bolschewismus als Taktik des Weltproletariats, eine Taktik des Kommunismus ist. Der Bolschewismus kann nicht siegen, wenn er nicht den Nationalbolschewismus besiegt.
3. Die Demarkationslinie zwischen den national gesinnten Arbeitern und der Faschistenbrut insbesondere bei den Massen immer deutlich ziehen. Studiert den Beitrag Stalins: „Was sind die `Nationalsozialisten`?“
4. dem Gegendruck der opportunistischen , sogenannten „Linken“ nicht nachgeben. Wir lassen uns nicht zum schwarzen Schaf der linken Weltbewegung machen, sondern werden gegenoffensiv, wenn man uns wegen der internationalistischen Haltung der Komintern/ML zur nationalen Frage als „verkappte“ Rechte angreift. Hier müssen wir besonders dem Sektierertum, dem Revisionismus, aber vor allem dem Neo-Revisionismus gegenüber wachsam sein.
Mit der Losung: “Für eine sozialistische, aber nicht revisionistisches Welt!“ sprechen wir auch den national gesinnten revolutionären Arbeitern aus dem Herzen, die ihre Begeisterung für den Sozialismus solange lieber im Hintergrund gelassen haben, um nicht als Sympathieträger des Revisionismus an der Macht geächtet zu werden. Die national gesinnten Arbeiter sind sich prinzipiell mit uns einig, den revisionistischen Einfluss in der Arbeiterbewegung und im Volk zu bekämpfen, also schmieden wir mit ihnen eine anti-revisionistische Einheitsfront. Wir berauben uns unserer eigenen Entfaltungsmöglichkeiten, wenn wir schablonenhaft davon ausgehen, die national gesinnten Arbeiter nur für die Durchsetzung der nationalen Interessen der Arbeiterklasse zu gewinnen – wir wollen sie vor allem für die sozialistische Revolution gewinnen, für die Befreiung der Arbeiterklasse von der Lohnsklaverei, von Krieg und Faschismus! Wobei wir ihnen erklären wollen: Sozialfaschismus und Faschismus sind zwei Seiten einer Medaille, ebenso kapitalistische und revisionistische Lohnsklaverei, ebenso imperialistische und sozialimperialistische Kriege etc.. Im Kampf gegen beide Seiten all dieser kapitalistischen Medaillen stehen wir mit unseren national gesinnten Arbeitern in einer festen revolutionären proletarischen Einheitsfront!
Wir von der Komintern/ML werden wahrscheinlich die einzigen in der Welt sein, die den national gesinnten Arbeitern in der einheitlichen Klassenfront des Proletariats die Hand reichen, weswegen es um so mehr auf uns ankommt, diese unverzichtbaren, wertvollen nationalen Kräfte der Arbeiterklasse für die Schaffung einer wirklich proletarischen sozialistischen Welt zu gewinnen und sie nicht an die Konterrevolution zu verlieren, denn die macht keinen Unterschied zwischen nationalen und internationalen revolutionären Arbeitern und schlägt beide tot, weil sie beide revolutionär, anti-imperialistische und anti-revisionistische Arbeiter sind! Wir dürfen nicht zulassen, dass die Faschisten unsere national gesinnten Klassenbrüder wieder belügen und betrügen und vor ihren Karren spannen, die Arbeiterklasse darf sich nicht spalten lassen. Es ist die Aufgabe der Komintern/ML, die revolutionäre Arbeiterweltbewegung sowohl gegen den Kosmopolitismus als auch gegen den Nationalismus zusammenzuschließen, Es ist die Aufgabe der Avantgarde des Weltproletariats die revolutionären Reihen gegen den Nationalbolschewismus zu schließen, die Marxisten-Leninisten der ganzen Welt zum Kampf gegen den Nationalbolschewismus auf marxistisch-leninistischen Grundlagen zusammenzuschließen und zu vereinigen. Der Weg zur sozialistischen Welttrevolution führt über den Weg der Bekämpfung des nationalbolschewistischen, des sozialchauvinistischen und nationalistischen Einfluss auf das Weltproletariat.
International heißt nicht antinational, schließt nicht national aus;
national und kommunistisch sind keine Gegensätze, wohl aber Nationalismus und Kommunismus(Internationalismus)!
Es wird nicht leicht sein, an die Anhänger der Nationalbolschewisten heranzukommen. Eine entscheidende Quelle des faschistischen Aufschwungs bildet die nationale Demagogie der NBP, indem sie die Erbitterung der Massen über die doppelte Sklaverei der russischen Kapitalisten und des ausländischen Finanzkapitals (...) ausnutzen und sich dadurch als Retter und als Vorkämpfer für die nationale Befreiung Russlands aufspielen (...) Wir Kommunisten schämen uns nicht einer nationalen Befreiungspolitik. Hier handelt es sich um das Erbteil an pazifistischen Tendenzen in der Geschichte der Arbeiterweltbewegung in der nationalen Frage.
Wir müssen den russischen Massen zeigen, dass die Nationalbolschewisten auch in der Frage des Befreiungskampfes jenseits der Barriakden stehen und Todfeinde dieses Kampfes sind.
Es gibt keinen `nationalen Bolchewismus`. Es gibt nur einen internationalen Bolschewismus.
„Die gemeinsamen von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats stehen für uns im Vordergrund“ (Marx und Engels, „Kommunistisches Manifest).
„Ohne soziale – keine nationale Befreiung!“ (Ernst Thälmann, aus: „Die Ergebnisse des 12. EKKI-Plenums und unsere Aufgaben“)
Aufs schärfste müssen wir den Massen einhämmern, dass man nicht Seite an Seite mit den Nationalbolschewisten kämpfen kann.
Aufruf
an die national gesinnten Arbeiter in der ganzen Welt
zum gemeinsamen Kampf für die sozialistische Weltrevolution
1. Februar, 2005
Die Komintern/ML verspricht euch hiermit, sich für die folgenden Ziele mit ganzen Kraft einzusetzen:
Wir kämpfen und sterben für die revolutionäre Einheitsfront der nationalen und der internationalen Arbeiter zum Nutzen der sozialistischen Interessen der gesamten Arbeiterklasse in der Welt, zum Wohl aller sozialistischen Vaterländer im gemeinsamen Kampf gegen alle inneren und äußeren Feinde der Völker – kurz:
Wir reichen euch fest die Hand für eine unverbrüchliche und treue Waffenbrüderschaft im Geiste von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha !
Wir internationalen revolutionären Arbeiter erklären darum feierlich:
Wir Arbeiter, ob national oder international, lassen uns niemals und von niemandem gegeneinander aufhetzen, ob nun von unseren gemeinsamen Feinden aus dem „linken“ oder aus dem rechten Spektrum, wobei ihr uns die rechte Meute genauso vom Halse haltet, wie wir euch gegen die „linke“ Meute verteidigen, die zu Unrecht im Namen der Arbeiterklasse sprechen. Nur wir Arbeiter selber können und wollen im eigenen Namen sprechen. Es gibt nur ein Weltproletariat, die Proletarier aller Länder, deren gemeinsam Fleisch und Blut wir sind, und wir lassen uns nicht für den Profit der Reichen spalten. Wir Arbeiter befreien uns nicht von unseren Unterdrückern, nur um uns dann selber gegenseitig zu unterdrücken - zur Freude der anderen Klassen. Das Gewehr, das die Herrschenden uns in die Hand drücken, um dem Schauspiel unseres gegenseitigen Abschlachtens amüsiert zuzuschauen, werden wir gemeinsam ergreifen und gemeinsam