Schulungstexte der Komintern / ML


Teil I


Teil III

Was sind die

russischen

Nationalbolschewisten?

-

Und was

wollen wir

Weltbolschewisten?



Wolfgang Eggers

Februar 2005



( Teil II )



Was ist nationalbolschewistisches Eigentum?

Kommen wir zur Frage des Eigentums, einer ebenso umwerfenden Auffassung der Nationalbolschewisten: sozialistisches und kapitalistisches Eigentum = Eigentum von „siamesischen Zwillingen“.

Der Kapitalismus hat sowohl die Bedingungen für die Vermehrung des Privateigentums als auch dadurch gleichzeitig die Voraussetzungen für die Abschaffung des Privateigentums erzeugt. Er ist aber unfähig, die private Aneignung fremden Eigentums aus sich selbst heraus zu beseitigen, denn das kapitalistische System ist deswegen kapitalistisch, weil es auf der privaten Aneignung fremder Produktionsmittel aufgebaut ist, die in Fesseln derselben umschlagen und ihre revolutionäre Umwälzung bedingt. Erst das vergesellschaftete Eigentum, die sozialistischen Produktionsverhältnisse sorgen dafür, dass das Privateigentum im Kommunismus ganz abgeschafft werden kann. Die Aufhebung des Privateigentums wird durch die gewaltsame Revolution und nicht auf friedlichem Wege erfolgen - sagen wir Marxisten-Leninisten. Das Privateigentum beseitigt sich von selbst, ohne gewaltsame Revolution, friedlich und evolutionär – das weissagen die Nationalbolschewisten. Für uns Bolschewisten ist die Beseitigung des Privateigentums die Hauptsache, für die Nationalbolschewisten ist das nicht die Hauptsache, so lenkt Limonka mit ökologischen Problemen von dieser Hauptsache ab:

„What should be discussed is not [!!] the problem of property (to this mister in stripped pants or to these dozens of types in jeans does the business' actions belong) but the problem of getting rid the human kind from this filth, which the factories and the plants are.

„I am certain that the question of the form of property of businesses, factories and plants, means of production, not only ceased to be revolutionary (I already mentioned above that nobody will go today under the slogan "Factories to the people!") but also became a scholastic, meaningless question. (...)

When some transnational corporation is owned by so much thousands auctioneers, that it can be considered a collective property, the limits between socialism and capitalism do not exist. (...)

It is clear that the more you are enslaved by work, the more you're getting paid. (...)

All that man needs for happiness was given by nature from the start and money is an artificial invention. For instance, good sex doesn't depend in any way on money. “ (Limonka).

Also, Limonka will hier nicht über das Eigentum diskutieren, sondern ihm liegt viel mehr die Beseitigung des Schmutzes in der Fabrik am Herzen, weil er sich mal irgendwann dort die Hände schmutzig gemacht hatte. Dass das ökologische Problem nicht ohne sozialistische Revolution, nicht ohne sozialistisches Eigentum gelöst werden kann, ist für ihn indiskutabel. Für ihn ist Schmutz=Schmutz und keine Klassenfrage. Heute gehören die kapitalistischen Fabriken tausenden von Aktionären, was unterscheidet das von tausend Arbeitern, denen eine sozialistische Fabrik gehört? Kollektives Eigentum von 1000 Aktionären oder das von 1000 Fabrikarbeitern - wo soll es da noch einen Unterschied geben, fragt Limonka. 1000 = 1000; Aktionäre = Arbeiter! Beide Wörter fangen mit dem Buchstaben „A“ an, folglich haben sie die gleiche Bedeutung. Wir wären schon von Limonka überzeugt, wenn er einen einzigen russischen Arbeiter mit Namen benennt, der heute mit seiner Fabrikarbeit sein eigener Aktionär, geschweige denn sein eigener Millionär geworden ist und als solcher lebenslang als Fabrikarbeiter weitermalocht! „Und überhaupt, was ist Geld schon wert, guter Sex ist kostenlos. Also warum sich abrackern für den Kapitalismus? Warum sich abrackern für den Sozialismus? Geld ist nicht alles. Was der Mensch braucht, hält die Natur im Übermaß bereit. Er braucht nur Besitz von ihr zu ergreifen, um glücklich zu sein“.

Also wirklich, was ist das für eine spießige Scheiße, die Limonka hier verkauft ? Für wie dumm hält er eigentlich den russischen Arbeiter, dass er diese alten kapitalistischen Märchen glaubt? Wir hoffen nur, dass alle diejenigen, welche bis hier her noch gehofft haben, Nationalbolschewismus hätte irgendetwas mit Bolschewismus zu tun, nun vom Gegenteil überzeugt sind. Wer das immer noch hofft, mag das tun - dem ist witrklich nicht zu helfen!

Was Engels vor über 100 Jahren sagte, sagen wir heute auch den russischen Arbeitern über die Nationalbolschewisten:

„Heute gibt es Leute genug, die den Arbeitern von der „Unparteilichkeit“ ihres höheren Standpunktes einem über allen Klassengegensätzen und Klassenkämpfen erhabenen Sozialismus predigen, und danach streben, in einer höheren Menschlichkeit die Interessen beider widerstreitenden Klassen zu versöhnen. Aber diese Leute sind entweder Neulinge, die noch massenhaft zu lernen haben, oder aber die schlimmsten Feinde der Arbeiter, Wölfe im Schafspelz“ (Engels, MEW, Band 22, Seite 270).

Wer den Sozialismus Lenins und Stalins leugnet , kann heute kein „Neuling“ mehr sein – der ist der Wolf im Schafspelz!



Für Limonka ist „klar, dass der Arbeiter um so mehr bezahlt wird, je mehr er malocht.“ Karl Marx sagt das genaue Gegenteil: „Je mehr er arbeitet, um so weniger Lohn erhält er“ (Lohnarbeit und Kapital). Wer hat denn nun Recht, Limonka oder Karl Marx? Limonka ist uns eines Beweises schuldig. Den wissenschaftlichen Beweis von Karl Marx aber liefern wir hier mit Vergnügen:

„Und zwar aus dem einfachen Grunde, weil er in demselben Maß seinen Mitarbeitern Konkurrenz macht, sich daher ebensoviel Konkurrenten aus seinen Mitarbeitern macht, die sich zu ebenso schlechten Bedingungen anbieten wie er selbst, weil er also in letzter Instanz sich selber Konkurrenz macht, sich selbst als Mitglied der Arbeiterklasse“. Und gleichzeitig tut der Krieg der Kapitalisten das Seine: „Dieser Krieg hat das eigentümliche, dass die Schlachten in ihm gewonnen werden weniger durch Anwerben als durch Abdanken der Arbeiterarmee. Die Feldherren, die Kapitalisten, wetteifern untereinander, wer am meisten Industrie-Soldaten entlassen kann“ (Karl Marx, Lohnarbeit und Kapital).

Der Nationalismus der Nationalbolschewisten führt sowohl zur Verschärfung dieses Krieges der Kapitalisten Russlands gegen die Kapitalisten aller anderen Nationen als auch zur Verwandlung des weltweiten, globalisierten Konkurrenzkampfes der Arbeiter in einen Krieg der Arbeiter Russlands gegen die Arbeiter aller anderen Nationen, eben deswegen treten die Nationalbolschewisten gegen die Interessen des Weltproletariats auf, machen sie seine revolutionäre Befreiung von den internationalen Fesseln seiner Konkurrenz auf dem internationalen Arbeitsmarkt zunichte. Imperialistische Kriege führen das Weltproletariat nicht zur Befreiung von der Geißel seines Konkurrenzkampfes, sondern geradewegs in den Tod. Deswegen ist das nationalistische Aufhetzen der Arbeiter, das Problem ihrer Konkurrenz durch gegenseitiges Abschlachten zu beenden, dem Wesen nach nichts anderes als das Schüren des Rassenhasses und der Ausländerfeindlichkeit der Faschisten, um ihren Völkermord zu rechtfertigen.

Den Krieg, den die Nationalbolschewisten gegen Karl Marx antreten - sie haben ihn schon vorher verloren, denn in Russland spielt sich heute nichts anderes ab, als das was Karl Marx hier beschrieben hat:

„Je mehr das produktive Kapital wächst, desto mehr dehnt sich die Teilung der Arbeit und die Anwendung der Maschinerie aus. Je mehr sich die Teilung der Arbeit und die Anwendung der Maschinerie ausdehnt, um so mehr dehnt sich die Konkurrenz unter den Arbeitern aus, je mehr zieht sich ihr Lohn zusammen. Und zudem rekrutiert sich die Arbeiterklasse noch aus den höheren Schichten der Gesellschaft; es stürzt eine Masse kleiner Industriellen und kleinen Rentiers in sie herab, die nichts Eiligeres zu tun haben, als ihre Arme zu erheben neben den Armen der Arbeiter. So wird der Wald der in die Höhe gestreckten und nach Arbeit verlangenden Arme immer dichter, und die Arme selbst werden immer magerer“ (Karl Marx, Lohnarbeit und Kapital). Aber Limonka will diesen russischen „Wald“ vor lauter Proletarierarmen nicht sehen! „Je größer endlich die Lazarusschicht der Arbeiterklasse und die industrielle Reservearmee, desto größer der offizielle Pauperismus. Dies ist das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation“ (Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW, Band 23, Seite 673/674).

Die steigende Weltarbeitslosigkeit ist das Ergebnis der Konkurrenz der Arbeiter auf dem Weltarbeitsmarkt einerseits und der Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen durch die internationale Konkurrenz der der Kapitalisten andererseits. Der internationale Monopolkapitalismus ruiniert das Weltproletariat über alle nationalen Schranken hinweg. Das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation kann mit Nationalismus nicht aus der Welt geschafft werden, denn es ist ein international wirkendes Gesetz, das auch nur international aus dem Verkehr gezogen werden kann, also nicht durch eine bürgerliche, nationale „Revolution“ der Nationalbolschewisten, sondern nur durch eine internationale proletarische Revolution der Bolschewisten.

Was sagt Karl Marx dazu, wenn Limonka vom „Kapital“ im Sozialismus faselt?

„Es ist ein bürgerliches Produktionsverhältnis, ein Produktionsverhältnis der bürgerlichen Gesellschaft“ (Lohnarbeit und Kapital). Wie kann es da ein gleichzeitig ein sozialistisches Produktionsverhältnis sein? Das Kapital ist ein Ausbeutungsverhältnis. Im Sozialismus haben die Produktionsmittel aufgehört, Instrument der Ausbeutung von Klassen zu sein. Das wurde erst mit der Restauration des Kapitalismus durch die Sowjetrevisionisten wieder rückgängig gemacht und aufgehoben.

In der bisherigen Geschichte der Menschheit wanderte das Eigentum von der alten herrschenden Minderheit der Gesellschaft in die Hände der neuen Minderheit, durch revolutionäre Umwälzung der Gesellschaft durch die Entmachtung von den einen Klassen durch die anderen.

„Jede Veränderung in der gesellschaftlichen Ordnung, jede Umwälzung der Eigentumsverhältnisse ist die notwendige Folge der Erzeugung neuer Produktivkräfte gewesen, welche den alten Eigentumsverhältnissen sich nicht mehr fügen wollten. Das Privateigentum selbst ist so entstanden. Denn das Privateigentum hat nicht immer existiert, sondern, als gegen Ende des Mittelalters in der Manufaktur eine neue Art der Produktion erschaffen wurde, welche sich dem damaligen feudalen Und Zunfteigentum nicht unterordnen ließ, da erzeugte diese, den alten Eigentumsverhältnissen entwachsene Manufaktur eine neue Eigentumsform, das Privateigentum. Für die Manufaktur und für die erste Entwicklungsstufe der großen Industrie war aber keine andere Eigentumsform möglich als das Privateigentum, keine andere Gesellschaftsordnung als die auf dem Privateigentum beruhende. Solange nicht so viel produziert werden kann, dass nicht nur für alle genug vorhanden ist, sondern auch noch ein Überschuss von Produkten zur Vermehrung des gesellschaftlichen Kapitals und zur weiteren Ausbildung der Produktivkräfte bleibt, solange muss es immer eine herrschende, über die Produktivkräfte der Gesellschaft verfügende und eine arme, unterdrückte Klasse geben. (...) Jetzt aber, wo durch die Entwicklung der großen Industrie erstens Kapitalien und Produktivkräfte in einem nie vorher gekannten Maße erzeugt und die Mittel vorhanden sind, diese Produktivkräfte in kurzer Zeit ins Unendliche zu vermehren; wo zweitens diese Produktivkräfte in den Händen weniger Bourgeois zusammengedrängt sind, während die große Masse des Volkes immer mehr zu Proletariern wird, während ihre Lage in demselben Maße elender und unerträglicher wird, in welchem die Reichtümer der Bourgeoisie sich vermehren; wo drittens diese gewaltige und leicht zu vermehrenden Produktionskräfte so sehr dem Privateigentum und den Bourgeois über den Kopf gewachsen sind, dass sie jeden Augenblick die gealtsamsten Störungen in der gesellschaftlichen Ordnung hervorrufen, jetzt erst ist die Aufhebung des Privateigentums nicht nur möglich, sondern sogar durchaus notwendig geworden“ (Engels, „Grundsätze des Kommunismus“, MEW Band 4, Seite 371-372), dt. Ausgabe).

Der Kapitalismus hat die Reichtümer der Welt am weitesten vermehrt, aber es in den Händen weniger konzentriert und den Weltproduzenten geraubt. Die weltkapitalistischen Produktionsverhältnisse haben längst aufgehört, dem Stand der Weltproduktivkräfte zu entsprechen und sind zu ihnen in einen unversöhnlichen Gegensatz geraten, der durch die Umwälzung der sozialistischen Weltrevolution beseitigt wird, indem das kapitalistische Eigentum an den Weltproduktionsmitteln durch das sozialistische Welteigentum ersetzt wird. Der Sozialismus gibt das Eigentum der ganzen Welt zurück, die es geschaffen hat, um damit seine Bedürfnisse zu befriedigen, indem die internationalen Produktivkräfte und die internationalen Produktionsverhältnisse in Übereinstimmung gebracht werden.

„Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. (...) Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet, wird sich stets finden, dass die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozess ihres Werdens begriffen sind (Marx, „Viorwort zur kritik der Politischen Ökonomie“, Ausgewählte Schriften, Band 1, Seite 359/60).

Die Erhebung des Weltproletariats, das ist die Abschaffung von bürgerlicher Verschuldung und bürgerlichen Krediten, die Abschaffung einer Welt auf Pump, von dem dass herrschende Finanzkapital sich speist und alle Völker in den Bankrott treibt. Es ist die Abschaffung der bürgerlichen Weltproduktion und der bürgerlichen Weltordnung. Es beseitigt nicht die Überproduktion, sondern die Überproduktion von ihrer kapitalistischen Weltkrise. Das Weltproltariat wird seine politische Weltherrschaft dazu benutzen, der Weltbourgeoisie nach und nach das gesamte Weltkapital zu entreißen, um damit die Produktivkräfte auf einem Niveau zu entwickeln, das erforderlich ist, die kommunistische Weltgesellschaft zu schaffen und alle menschen im Überfluss zu versorgen. Der Weltkapitalismus stirbt nicht an Mangel an Produktion,sondern an Überproduktion, die sich keiner mehr leisten kann.

„Die aller Wahrscheinlichkeit nach eintretende Revolution des Proletariats wird also nur allmählich die jetzige Gesellschaft umgestalten und erst dann das Privateigentum abschaffen können, wenn die dazu nötige Masse von Produktionsmitteln geschaffen ist“ (Engels, „Grundsätze des Kommunismus“, MEW, Band 4, Seite 372).

Es geht also nicht nur darum, die proletarische politische Weltmaschinerie zu leiten, sondern ebenso die gesamte Weltproduktion in die Hand zu nehmen, und hier sind anstatt hochtönender Phrasen solide Kenntnisse und hochgekrempelte Arme vonnöten, schweißtreibendste Schufterei gefragt, verehrte Nationalbolschewisten, wir Kommunisten machen euch Arme!

Was Kapital und Eigentum anbelangt, „handelt es sich darum, dass unter unseren sozialistischen Verhältnissen die wirtschaftliche Entwicklung nicht auf dem Wege von Umwälzungen vor sich geht, sondern auf dem Wege allmählicher Veränderungen, wobei das Alte nicht einfach beseitigt wird, sondern seine Natur unter Anpassung an das Neue verändert und dabei lediglich seine Form bewahrt, das Neue aber das Alte nicht einfach vernichtet, sondern das Alte durchdringt, seine Natur und seine Funktionen verändert, dabei seine Form nicht zerbricht, sondern diese für die Entwicklung des Neuen ausnutzt“ (Stalin, Werke Band 15, Seite 344, dt. Ausgabe, KPD/ML).

Kapitalismus und Sozialismus funktionieren aufgrund eines vollkommen entgegengesetzten ökonomischen Grundgesetzes:

„Statt Sicherung von Maximalprofiten – Sicherung der maximalen Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft; statt Entwicklung der Produktion mit Unterbrechungen von Aufschwung zu Krise und von Krise zu Aufschwung – ununterbrochenes Wachstum der Produktion; statt periodischer, von Zerstörung der Produktivkräfte der Gesellschaft begleiteter Unterbrechungen in der Entwicklung der Technik – stetige Vervollkommnung der Produktion auf der Basis der höchstentwickelten Technik“ ( Stalin, Werke Band 15, Seite 331-332, dt. Ausgabe).

Wir sind gegen revisionistisches, sondern nur für sozialistisches Eigentum, die einzige Voraussetzung, um kommunistisches Eigentum zu schaffen, nämlich das Eigentum von seinem Klassencharakter zu befreien, es von sich selbst zu befreien, denn Privateigentum ist eine historische Größe, eine Erscheinung der Klassengesellschaft, der kapitalistischen wie der sozialistischen. Das Eigentum von Klassen überhaupt zu beseitigen ist erst möglich in der klassenlosen, kommunistischen Gesellschaft. Da gehört allen alles, teilen alle alles, produzieren alle alles - für alle, da gehört jedem Individuum alles, da teilt jedes Individuum alles, da produziert jedes Individuum alles: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen. In der kommunistischen Gesellschaft braucht weder die Gesellschaft noch das Individuum Eigentum zum Leben, in der kommunistischen Gesellschaft stirbt das Eigentum ab, denn es ist für jeden einzelnen ebenso wie für die Gemeinschaft alles in Überfluss vorhanden.

Friedrich Engels hat auf die Frage: Was werden die Folgen der schließlichen Beseitigung des Privateigentums sein? folgende wissenschaftliche Antwort gegeben:

„Die allgemeine Assoziation aller Gesellschaftsmitglieder zur gemeinsamen und planmäßigen Ausbeutung der Produktivkräfte, die Ausdehnung der Produktion in einem Grade, dass sie die Bedürfnisse der einen auf Kosten der anderen befriedigt werden, die gänzliche Vernichtung der Klassen und ihrer Gegensätze, die allseitige Entwicklung der Fähigkeiten aller Gesellschaftsmitglieder durch die Beseitigung der bisherigen Teilung der Arbeit, durch die industrielle Erziehung, durch den Wechsel der Tätigkeit, durch die Teilnahme aller an den durch alle erzeugten Genüssen, durch die Verschmelzung von Stadt und Land – das sind die Hauptresultate der Abschaffung des Privateigentums“ (Engels, „Grundsätze des Kommunismus“, MEW, Band 4, Seite 377), dt. Ausgabe).

Für uns Marxisten-Leninisten ist das sozialistische Eigentum das wirkungsvollste anti-kapitalistische Eigentum, aber immer noch Klasseneigentum und damit eines Tages ein Hindernis für die Entwicklung zur klassenlosen Gesellschaft. Mit dem Sozialismus ist unser Ziel noch lange nicht erreicht, ist der Sozialismus nur die erste Stufe des Kommunismus, niemals die Endstufe unseres politischen Kampfes. Wir wollen das Eigentums nicht nur mit dem Ziel ändern, es von seinem Klassencharakter zu befreien, sondern es von sich selbst zu befreien – also das Privateigentum ganz abzuschaffen.

Stalin war ein Gegner jener Auffassung, „dass die Überführung des Eigentums einzelner Personen und Gruppen in staatliches Eigentum die einzige, jedanfalls aber die beste Form der Nationalisierung sei. Das stimmt nicht. In Wirklichkeit ist die Überführung in staatliches Eigentum nicht die einzige und nicht einmal die beste Form der Nationalisierung, sondern die Anfangsform der Nationalisierung, wie Engels im `Anti-Dühring` ganz richtig sagt. Solange der Staat besteht, ist die Überführung in stattliches Eigentum unbedingt die verständlichste, die Anfangsform der Nationalisierung. Der Staat wird jedoch nicht bis in alle Ewigkeit bestehen. Mit der Erweiterung des Wirkungsbereiches des Sozialismus auf die meisten Länder der Welt wird der Staat absterben, und im Zusammenhang damit wird natürlich die Frage der Überführung des Eigentums einzelner Personen und Gruppen in staatliches Eigentum entfallen. Der Staat wird absterben, aber die Gesellschaft wird bleiben. Folglich wird das allgemeine Volkseigentum dann nicht mehr vom Staat übernommen werden, der absterben wird, sondern von der Gesellschaft selbst, vertreten durch ihr zentrales leitendes Wirtschaftsorgan“ (Stalin, Band 15, Seite 378, dt. Ausgabe, KPD/ML):

Für uns Marxisten-Leninisten ist der Sozialismus in einem Land nicht die Endstufe des Sozialismus, sondern eine Stufe zum Weltsozialismus, der Weltsozialismus eine Stufe zum Weltkommunismus! Für uns Marxisten-Leninisten war die bürgerliche Nation eine Stufe zur sozialistischen Nation. Die sozialistische Nation ist für uns Marxisten-Leninisten eine Stufe zur Vereinigung aller sozialistischen Nationen, zur Weltnation und schließlich erkennen wir auch das historische Ende der Nation als solche an, weil sie ihre Funktion nur in einer Klassengesellschaft erfüllen kann. Die klassenlose Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der sich jene Klassengesellschaft, die sich historisch auf Nationen aufgebaut hatte, überlebt. Diese Entwicklung ist gesetzmäßig und vollzieht sich unabhängig vom Willen der Menschen. Sie wird nicht erreicht auf dem Wege des Kosmopolitismus, sondern im Gegenteil - auf dem Wege seiner Beseitigung und Vernichtung, denn er dient nicht dem Fortschritt, sondern der Reaktion, ist eine Ideologie, die dem Imperialismus und nicht dem Kommunismus dient, zwingt den Nationen gewaltsam ihre Kapitulation vor anderen Nationen auf, hindert eine Nation nach der anderen daran, ihre lebensnotwendige Funktion in einer friedlichen Gemeinschaft aller Nationen zu erfüllen. Nationen können heute nur ihre soziale Funktion erfüllen, wenn sie sich vom Kapital befreien. Das aber ist nur die eine Seite. Die andere Seite ist die, dass das gesamte wirtschaftliche, politische und geistige Leben sich in ausschließlich allen Nationen mehr oder weniger rasant internationalisiert. Das Schicksal einer jeden Nation ist mit dem jeder anderen Nation unzertrennlich verbunden, kann dieser Prozess nicht umgekehrt werden durch den Nationalismus. Das ist der springende Punkt. Wir sind nicht generell gegen die Internationalisierung , sind nicht gegen die internationale Zentralisierung und Konzentration an sich, sondern gegen die Konzentration und Zentralisation des fremden Kapitals in den wenigen Händen von Menschen, die die Mehrheit der Weltbevölkerung damit ausbeuten und unterdrücken, um sie dem Profit zu opfern. Die Frage des Internationalismus ist eine Klassenfrage, eine Frage über Leben und Tod zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat. Bürgerlicher und proletarischer Internationalismus, kapitalistischer und sozialistischer Internationalismus sind antagonistische Gegensätze. Wir kämpfen für den Sieg der Internationalisierung der Arbeit über die Internationalisierung des Kapitals nicht mit dem Instrument des Nationalismus, sondern mit dem des proletarischen Internationalismus. Am heutigen Zustand kann nur die siegreiche sozialistische Weltrevolution etwas ändern, wofür dementsprechend Weltbolschewisten und keine Nationalbolschewisten gebraucht werden, und weswegen ist es unsere Aufgabe, revolutionäre nationale Kräfte zu weltrevolutionären Kräften zu entwickeln. Darum unterstützen wir nur solche Nationalbolschewisten, die bei der Überwindung ihrer Abweichungen vom Bolschewismus und bei ihren Bemühungen um Annäherung an den Bolschewismus mit uns zusammenarbeiten und unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Das ist etwas völlig anderes als den Nationalbolschewismus zu unterstützen. Als Bolschewisten können und werden wir nur dem Bolschewismus, also nicht dem Nationalbolschewismus folgen.



In der ganzen Geschichte hat es nie Zwillinge von Systemen gleichzeitig gegeben – wie es die Nationalbolschewisten behaupten. Innerhalb einer sozioökonomischen Formation hat es noch nie zwei verschiedene Produktionsweisen in Form von siamesischen Zwillingen gegeben und kann es nicht geben. Welche Produktionsweise siegt, die kapitalistische oder die sozialistische, das ist in der ganzen Übergangsperiode des Sozialismus noch nicht endgültig entschieden, findet ein erbitterter Kampf zwischen Kapitalismus und Sozialismus statt. Ausgerechnet als RUSSISCHE Nationalbolschewisten den Sozialismus der Sowjetunion und den Kapitalismus des Westens als Fiktion von „siamesische Zwillinge“ zu bezeichnen, angesischts des Großen Vaterländischen Krieges usw. usf., das zeigt, wie wenig Achtung sie vor ihrer einst sozialistischen Heimat haben, dass ihr Nationalismus vor der großartigen sozialistischen Nation halt macht, die stolze sowjetische Diktatur des Proletariats Lenins und Stalins als Fiktion abgetan wird, die wir ganz real als Internationalisten, als Marxisten-Leninisten der ganzen Welt, die mit uns alle fortschrittlichen Völker und Arbeiter bis zum letzten Blutstropfen verteidigt haben und für die wir immer wieder bis zu ihrem endgültigen Sieg zu sterben bereit sind! Das rote Siegesbanner der Sowjetunion Lenins und Stalins ist unsterblich. Wir wissen, dass die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion nicht schicksalhaft vorausbestimmt war, sondern hätte vermieden werden können, wenn die KPdSU [B)] dem Marxismus-Leninismus treu geblieben wäre und ihn nicht verraten hätte. Das Übel der Restauration des Kapitalismus droht der Diktatur des Proletariats und dem Sozialismus in jedem Land, in dem der Sozialismus aufgebaut wird, wenn dort nur schematisch und einseitig die quantitative Steigerung der Produktivkräfte und der Produktion („Chruschtschows Gulasch -“Kommunismus“) angekurbelt wird und dabei geduldet wird, dass sich der Revisionismus im Überbau, besonders in der Ideologie, und in der Basis ausbreitet. Die marxistisch-leninistische Theorie und die revolutionäre Praxis lehren uns, dass der proletarische Sozialismus nur dann kontinuierlich aufgebaut werden und erfolgreich zum Kommunismus voranschreiten kann, wenn die Revolution und der Klassenkampf ununterbrochen auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens entfaltet werden, wenn sie nicht nur die Entwicklung der Produktivkräfte, sondern auch die Festigung und Vervollkommnung der sozialistischen Produktions- und Eigentumsverhältnisse auf dem korrekten, marxistisch-leninistischen revolutionären Weg, wenn sie auch die Bewahrung und Festigung der Diktatur des Proletariats und vor allem das Festhalten an der proletarischen revolutionären Linie, die Reinhaltung der marxistisch-leninistischen Ideologie in sich einschließt. Ansonsten, wenn man duldet, dass sich die revisionistische Konterrevolution ausbreitet, kann kein Entwicklungsniveau der Produktivkräfte, und sei es auch noch so hoch, den Sozialismus vor der Gefahr der Entartung und der Wiederherstellung des Kapitalismus bewahren.

Wir, die marxistisch-leninistische Weltbewegung mit Enver Hoxha an der Spitze haben die Sowjetunion Lenins und Stalins gegen die Revisionisten schon vor 50 Jahren verteidigt und den einzig richtigen Weg aufgezeigt, den Weg der erneuten sozialistischen Revolution, den Weg der Zurückeroberung der Diktatur des Proletariats, des Wiederaufbaus des Sozialismus – zu einer Zeit also, als die Nationalbolschewisten noch nichts von sich selbst wussten.

Worin besteht aber nun der Trick Limonkas zu behaupten, dass das Kapital auch im Sozialismus existiert? Der Trick besteht einzig und allein darin, die Pleiten der revisionistischen Sowjetunion, die die Pleiten einer bürgerlichen Gesellschaft waren, dem sozialistischen System zuzuschreiben. Die neue Bourgeoisie hat das Kapital aus seinem Käfig befreit, das die Arbeiterklasse darin eingesperrt hatte. Limonka spricht vom proletarischen Sozialismus Lenins und Stalins, aber meint den bürgerlichen Chruschtschow-Revisionismus also den bürgerlichen Sozialismus ( den von den Revisionisten mit Hilfe des Kapitals in Kapitalismus restaurierten proletarischen Sozialismus !) und gibt diesen als „Sozialismus“ aus. Die historische Niederlage des Sozialismus wird damit „begründet“ , dass dem Sozialismus die prinzipielle Gesetzmäßigkeit des Schicksals eines jeden SYSTEMS zu Grunde läge. Das System als solches sei der Übeltäter und deswegen jedes System zu bekämpfen, egal ob es sich nun um ein kapitalistisches oder sozialistisches handele. Im Programm der NBP treten die Nationalbolschewisten als Systemgegner auf, wollen aber gleichzeitig einen totalen Staat !! errichten: [„Having come to power, NBP will make revolutionary on the scales of transformation in Russia, will construct the TOTAL STATE.“ - Programm der NBP].

Ist denn ein totaler Staat nicht etwa das „Grundübel jedes totalen Systems“, so wie jeder Staat ein System der herrschenden Klasse ist? Da wird also ganz offensichtlich Augenwischerei, wird nicht ehrliche Politik betrieben. Die Nationalbolschewisten kämpfen für den totalen Staat einer klassenlosen Gesellschaft ? Entweder Staat ODER klassenlose Gesellschaft - es gibt weder eine Klassengesellschaft ohne Staat, noch einen Staat ohne Klassengesellschaft und auch keinen Staat über den Klassen. Hier wird von den Nationalbolschewisten in die alte Truhe der antikommunistischen Propaganda der Kapitalisten gegriffen, die die Diktatur des Proletariats als ein diktatorisches System über dem Volk hinstellt.

Die historische Erfahrung zeigt, dass die tiefen Wurzeln des revisionistischen konterrevolutionären und regressiven Prozesses in der Sowjetunion in der allmählichen Bürokratisierung des sozialistischen Staatsapparates gesucht werden muss, in seiner Ablösung von den Volksmassen, in der Entstehung einer privilegierten Schicht von Bürokraten, in der Einführung von Kommandomethoden, Misstrauen gegenüber den Massen, auf die man sich nicht stützte,... sowie im Schwinden und in der Schwächung der Demokratie für die breiten werktätigen Massen”, dass gerade die Verbreitung des Bürokratismus einen günstigen Boden für die Usurpierung der Macht durch die chruschtschow`sche Renegatenclique schuf. Die Entartung der sozialistischen Eigentumsverhältnisse in der Sowjetunion war begleitet von der Entartung der Verhältnisse der Verteilung, des Austausches und der Leitung. Diese Entartung von Elementen der sozialistischen Produktionsverhältnisse war ein komplexer, komplizierter Prozess mit wechselseitigen Verbindungen und Einflüssen. Der Prozess der Wiederherstellung des Kapitalismus in der Sowjetunion ging aus von der Veränderung des Charakters der Partei und des Staates, mit der konterrevolutionären Wandlung im Bereich des politischen und ideologischen Überbaus, mit dem Verrat an den Lehren des Marxismus-Leninismus und in erster Linue den Lehren über den Klassenkampf. Wenn die Sowjetrevisionisten damals noch vom Abnehmen des Klassenkampfes sprachen, so leugnen die Nationalbolschewisten heute ganz offen überhaupt den Klassenkampf. Die sowjetischen Revisionisten verwandelten nach Stalins Tod die Diktatur des Proletariats in eine bürgerliche Diktatur, in eine brutale faschistische Diktatur der neuen revisionistischen Bourgeoisie, und den sozialistischen Staat verwandelten sie in einen sozialimperialistischen Staat. Der Kern des Prozesses der Zerstörung der sozialistischen Produktionsverhältnisse bildete die Entartung der Eigentumsverhältnisse, der Verwandlung des sozialistischen Eigentums in kapitalistisches Eigentum neuen Typs. Das Eigentum ist es, auf dem die Basis und der Überbau jeder Gesellschaft errichtet ist. Das Staatseigentum in der revisionistischen Sowjetunion war eine besondere Form des kapitalistischen Eigentums mit einem hohen Grad der Konzentration der Produktion und der Kapitalien. Die revisionistische Bourgeoisie war der wahre Eigentümer der staatlichen Betriebe, in denen die kapitalistische Ausbeutung stattfand und worauf sie ihre politische Herrschaft ausüben und festigen konnten. Wie Karl Marx betont hat, geht es nicht darum, wer der nominelle Eigentümer der staatlichen Betriebe ist, sondern darum, wer aus diesem Eigentum Profite macht. Kann ein Eigentum sozialistisch sein, wenn die Angehörigen der Klasse der revisionistischen Bourgeoisie, die Betriebsleiter usw. das Recht haben, die Arbeiter willkürlich zu entlassen, die Höhe des Lohnes der Arbeiter, den Umfang des Profits, den sie selbst einstecken, nach Belieben festlegen, wenn sie das Recht haben, die Produktionsmittel ungehindert zu verkaufen, das freie Spiel der Preise und der kapitalistischen Beziehungen zu den anderen monopolistischen Betrieben zu betreiben usw.? Dass in der revisionistischen Sowjetunion das Eigentum in der Form des staatlichen Eigentums auftrat, schloss nicht nur die Ausbeutung der Arbeiter durch die revisionistische Bourgeoisie aus, es vertiefte diese Ausbeutung noch vielmehr.

„Der heutige Sowjetstaat verwaltet als kollektiver Kapitalist die Produktionsmittel im Namen und im Interesse der neuen Sowjetbourgeoisie. Das sozialistische, gemeinsame Eigentum verwandelte sich in einen Staatskapitalismus neuen Typs“ (Enver Hoxha, Bericht an den 6. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, Seite 229, alb. Ausgabe).

Für die Arbeiter ist es letzten Endes unwichtig, ob sich das Eigentum in den Händen einzelner Kapitalisten oder des vereinten Kapitals in Form staatlicher Monopole befindet. In dem einen wie im anderen Fall gibt es Ausbeutung, sei es nun die individuelle kapitalistische Ausbeutung oder die kollektive kapitalistische Ausbeutung. Private oder kollektive Ausbeutung – das sind durchaus „siamesische Zwillinge“. Aber den Revisionismus zu verschweigen und dafür den Sozialismus zum siamesischen Zwilling des Kapitalismus zu machen, darauf baut sich eben die ganze falsche politische Linie der Nationalbolschewisten auf. Der Charakter und der Inhalt des Eigentums hängen letzten Endes von der Natur und dem Charakter des Staates ab, ob er kapitalistisch oder sozialistisch ist. Diejenigen, die die Staatsmaschinerie in den Händen haben, verfügen auch über die Hauptproduktionsmittel, und sie bedienen sich der Staatsmaschinerie als mächtiger Waffe zur Bewahrung und Konsolidierung ihrer ökonomischen Basis und zur Erhöhung ihrer kapitalistischen Reichtümer und Profite. Es war bereits Karl Marx, der uns lehrte, dass, solange die reichen Klassen an der Macht bleiben, jede Verstaatlichung nicht die Beseitigung der Ausbeutung bedeutet, sondern nur die Änderung der Ausbeutungsform. Formal und rein äußerlich wurde das staatliche Eigentum in der revisionistischen Sowjetunion immer noch als „sozialistisch“ getarnt, um den Arbeitern Sand in die Augen zu streuen, doch in Wirklichkeit hatte es ganz und gar nichts Sozialistisches an sich, weder dem Inhalt noch der Form nach. Das einstmals sozialistische Eigentum war von der neuen Sowjetbourgeoisie übernommen worden, die dieses Eigentum als Mittel der Bereicherung und zum kapitalistischen Profit benutzte, indem sie sich den von der Arbeiterklasse und den werktätigen Massen geschaffenen Mehrwert aneigenete. Mit den „Apparatschiks“ schuf sich die neue Bourgeoisie in der revisionistischen Sowjetunion ihre soziale Basis, um die totale Kontrolle über die Arbeiter auszuüben und den Arbeitern die Macht aus den Händen zu nehmen, und um damit die Arbeiter in eine bloße Produktivkraft zu verwandeln, die zu nichts anderem mehr gebraucht wird als schonungslos ausgebeutet zu werden.

Der Kampf zwischen Kapital und Arbeit ist ein Klassenkampf auf Leben und Tod. Siamesische Zwillinge sind auf Leben und Tod miteinander verbunden, Kapital und Arbeit aber verschärfen derart ihren Widerspruch, dass sich die Arbeiter vom Kapital befreien durch die sozialistische Revolution. Wird aus dem Sozialismus Kapital herausgeschlagen, ist er natürlich zum Sterben verurteilt, deswegen ist die Verstärkung der Diktatur des Proletariats unverzichtbar, um die Restauration des Kapitalismus zu verhindern. Das Kapital ist also nicht Grundlage des sozialistischen Systems, sondern im Gegenteil, Grundlage des Absterbens des Sozialismus. Warum? Ganz einfach, weil „ das Ziel der sozialistischen Produktion nicht der Profit, sondern der Mensch mit seinen Bedürfnissen ist, das heißt die Befriedigung seiner materiellen und kulturellen Bedürfnisse; Vervollkommnung der sozialistischen Produktion auf der Basis der höchstentwickelten Technik – das ist das Mittel für das Erreichen dieses Ziels. (Stalin, Band 15, Seite 368-369).

Wozu die Kapitalisten das Kapital einsetzen, stellte Karl Marx wie folgt fest:

„Es ist der beständige Zweck der kapitalistischen Produktion, mit dem Minimum von vorgeschossenem Kapital ein Maximum von Merhwert oder Mehrwertprodukt zu erzeugen, und soweit dieses Resultat nicht durch Überarbeitung der Arbeiter erreicht wird, ist es eine Tendenz des Kapitals, wodurch es mit dem möglichst geringen Aufwand – Ersparung an Arbeitskraft und Kosten – ein gegebenes Produkt zu schaffen sucht ... Die Arbeiter selbst erscheinen in dieser Auffassung als das, was sie in der kapitalistischen Produktion sind – bloße Produktionsmittel; nicht als Selbstzweck und nicht als Selbstzweck der Produktion“ (siehe, „Theorien über den Mehrwert“, Band II, Teil 2).

Wer die marxistische, politische Ökonomie abschafft, ist nicht im entferntesten in der Lage, die elementarste Leitung der Wirtschaft im Interesse des Volkes wissenschaftlich zu organisieren. Der totale Staat der Nationalbolschewisten wird daher im totalen Chaos des ökonomischen Abenteurtums enden – also im Kapitalismus:

„Die gesellschaftlich wirksamen Kräfte wirken ganz wie die Naturkräfte: blindlings, gewaltsam, zerstöremd, solange wir sie nicht erkennen und nicht mit ihnen rechnen. Haben wir sie aber einmal erkannt, ihre Tätigkeit, ihre Richtungen, ihre Wirkungen begriffen, so hängt es nur von uns ab, sie mehr und mehr unserem Willen zu unterwerfen und vermittelst ihrer unsre Zwecke zu erreichen. Und ganz besonders gilt dies von den heutigen gewaltigen Produktivkräften. Solange wir uns hartnäckig weigern, ihre Natur und ihren Charakter zu verstehen – und gegen dieses Verständnis sträubt sich die kapitalistische Produktionsweise und ihre Verteidiger – solange wirken diese Kräfte sich aus trotz uns, gegen uns, solange beherrschen sie uns, wie wir das ausführlich dargestellt haben. Aber einmal in ihrer Natur begriffen, können sie in den Händen der assoziierten Produzenten aus dämonischen Herrschern in willige Diener verwandelt werden. Es ist der Unterschied zwischen der zerstörenden Gewalt der Elektrizität im Blitze des Gewitters und der gebändigten Elektrizität des Telegrafen und des Lichtbogens; der Unterschied der Feuersbrunst und des im Dienst des Menschen wirkenden Feuers. Mit dieser Behandlung der heutigen Produktivkräfte nach ihrer endlich erkannten Natur tritt an die Stelle der gesellschaftlichen Produktionsanarchie eine gesellschaftlich-planmäßige Regelung der Produktion nach den Bedürfnissen der Gesamtheit wie jedes Einzelnen. Damit wird die kapitalistische Aneignungsweise in der das Produkt zuerst den Produzenten, dann aber auch den Aneigner knechtet, ersetzt durch die in der Natur der modernen Produktionsmittel selbst begründete Aneignungsweise der produkte: einerseits direkt gesellschaftliche Aneignung als Mittel zur Erhaltung und Erweiterung der Produktion, andererseits direkt individuelle Aneignung als Lebens- und Genussmittel“ (Engels, Anti-Dührung, Seite 346/347).

Es reicht also nicht aus, einfach nur gegen das Privateigentum zu sein, es für eine bestimmte Zeit, für ein bestimmtes (nationales) Gebiet „loszuwerden“, sondern wir Marxisten-Leninisten kämpfen nur für eine ganz bestimmte Beseitigung des Privateigentums, nämlich diejenige, die auch das Gesetz der Unvermeidbarkeit der Wiederherausbildung von Privateigentum aus dem gesellschaftlichen Eigentum abschafft – die Schaffung des anti-revisionistischen weltsozialistischen Eigentums, das deswegen grundsätzlich keine nationalen Schranken akzeptiert und auch nicht akzeptieren kann. Die Gesellschaft braucht den Welt-Sozialismus, um die Klassenunterschiede abzuschaffen. Die Klassenunterschiede können aber erst abgeschafft werden, wenn man sämtliche Produktions- und Eigentumsverhältnisse abgeschafft hat, die die Klassenunterschiede erzeugen. Nicht bereits in der Übergangsphase des Kapitalismus zum Kommunismus wird die Gesellschaft von den Muttermalen des Kapitalismus befreit sein, sondern ERST im Kommunismus. Der Kapitalismus ist nicht schon im Sozialismus gestorben, sondern erst im Kommunismus.



Überwindung nationaler Schranken – was der Kapitalismus begonnen hat, wird der Sozialismus vollenden!



Nationale Schranken werden erhalten bleiben, solange die sozialistischen Nationen die kapitalistische Umkreisung nicht beseitigt haben, wenn also die Gefahr kriegerischer Überfälle von außen noch nicht überwunden ist. Die nationalen Schranken verändern sich entsprechend den Veränderungen der inneren und äußeren Situation der sozialistischen Nationen. Die nationalen Schranken sterben ab mit den sozialistischen Nationen, nachdem die kapitalistische Umkreisung beseitigt ist, wenn die sozialistischen Nationen im Weltmaßstab gesiegt haben. Die nationalen Schranken fallen, aber die nationalen Unterschiede bleiben noch eine Periode bestehen, selbst noch in der kommunistischen Gesellschaft.

Die Überwindung der nationalen Schranken wird erst gelöst durch die Überwindung der Klassenschranken. Ohne Überwindung der Klassenschranken können auch nicht die nationalen Schranken überwunden werden.

Nicht nur die Konkurrenz der Proletarier aller Länder, sondern noch viel mehr die Konkurrenz des internationalen Arbeitslosenheeres zwingt zur Überwindung nationaler Schranken, kommt es zu riesigen internationalen Lohnsklaven und Arbeitslosen-Wanderungen von einem Ort des Erdballs bis hin zu seinem entgegengesetzten Ort auf dem Erdball, also nicht nur innerhalb jeder Nation. Es fließen noch riesigere Ströme von Arbeitslosen von Süd nach Nord und von Ost nach West, es kommt zu Vermischungen verschiedenster Nationalitäten in einem Tempo, das durch keine chinesische Mauer, durch keinen „nationalen Schutzwall“, nicht mal durch international vereinbarte „Schutzwälle“ eingedämmt oder aufgehalten werden kann. Die Globalisierung des Weltkapitals globalisiert vor allem Lohnsklaven wie auch Arbeitslose – setzt die größte „Völkerwanderung“ in der Geschichte der Menschheit in Gang, vereinigt mit jedem Tag, mit jeder Sekunde ein neues, globalisiertes Weltproletariat , das seiner historischen Mission mit jedem Tag, mit jeder Sekunde näher kommt. Der Monopolkapitalismus hat mit der Globalisierung begonnen, der Weltsozialismus wird sie mit dem Sieg der sozialistischen Weltrevolution vollenden, und kein Nationalbolschewist der Welt kann diesen Lauf der Geschichte aufhalten. Der Weg zum Sozialismus ist heute unvermeidlich an die Globalisierung des Weltkapitals geknüpft. Die sozialistische Einheit der ganzen Welt ist ohne die gesamte Zerschlagung der Weltherrschaft der Bourgeoisie unmöglich, im Gegenteil, es gibt keinen anderen Weg für den Sozialismus als den globalisierten Kapitalismus in einen globalisierten Sozialismus zu verwandeln. Die objektiven Bedingungen sind hierzu reif. Es kommt darauf an, die Proletarier aller Länder zu diesem gemeinsamen Ziel zu vereinigen und ihren internationalen Klassenkampf zu organisieren.

Die Weltbourgeoisie ist gezwungen, die nationalen Schranken als Hemmschuh der Höchstprofite zu überwinden, um sich auf Kosten der Konkurrenz der Arbeiter und anderer Werktätiger aller Nationen weltweit zu bereichern und entzieht damit allen Nationen die Lebensgrundlage, beuten sie die Reichtümer der Nationen rücksichtslos aus, unterwirft das internationale Kapital sich die Produktivkräfte sämtlicher Nationen, was dazu führt, dass die unterdrückenden Nationen die unterdrückten Nationen noch brutaler ausbeuten, sie an den Rand ihrer Existenz drängen. Wir Bolschewisten verteidigen dagegen die nationalen und sozialen Interessen, insbesondere die von allen imperialistischen Nationen unterdrückten und ausgebeuteten Klassen. Durch die Vereinigung des Klassenkampfes der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen sowohl in den unterdrückenden als auch in den unterdrückten Nationen erreichen wir das Ziel, nicht nur die Ausbeutung in den unterdrückten Nationen, sondern auch die Ausbeutung in den unterdrückenden Nationen selbst zu beseitigen – das ist das Prinzip des proletarischen Internationalismus, die Welt von jeglicher Ausbeutung und Unterdrückung zu befreien.

Wir Kommunisten sind für die Konzentration und Zentralisierung des internationalen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens, Konzentration und Zentralisation der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse in den Händen aller Ausgebeuteten und Unterdrückten dieser Erde zum Wohle der Mehrheit in ALLEN Nationen und wir Kommunisten sind GEGEN die Ausplünderung der Welt von einer kleinen kapitalistischen Minderheit, wir sind dagegen, dass sich die imperialistischen „Groß“mächte die Welt untereinander aufteilen und dafür Krieg und Faschismus einsetzen und die Welt damit zerstören. Die sozialistische Weltrevolution ist der einzige Ausweg aus der nationalen und sozialen Weltkrise.

„Die Periode des Sieges des Sozialismus im Weltmaßstab unterscheidet sich eben vor allem von der Periode des Sieges des Sozialismus in einem Lande dadurch, dass sie den Imperialismus in allen Ländern liquidiert, den Drang, andere Nationen zu unterwerfen, sowie die Furcht vor der Gefahr der nationalen Unterjochung beseitigt, das nationale Misstrauen und die nationale Feindschaft radikal untergräbt, die Nationen in einem einheitlichen System einer sozialistischen Weltwirtschaft vereint und somit die realen Bedingungen schafft, die für eine allmähliche Verschmelzung aller Nationen zu einem Ganzen notwendig sind. Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen diesen beiden Perioden. Daraus folgt aber, dass es hieße, einen unverzeihlichen Fehler zulassen, wollte man diese beiden verschiedenen Perioden vermengen und in einen Topf werfen“ (Stalin, Werke, Band 11, 18. März 1929).

Was der Kapitalismus begonnen hat, wird der Sozialismus vollenden. Was er nicht im ersten Schritt vollenden konnte, wird er im zweiten, dritten, vierten ... Schritt vollenden. Je mehr Steine der Kapitalismus dem Sozialismus in den Weg wirft, desto vollkommener wird sich der Sozialismus entwickeln: „Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie (...) Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen“ (Marx, Engels, „Kommunistisches Manifest“, Abschnitt: Proletarier und Kommunisten). Angesichts dieses Zitats nur all zu verständlich, dass die Nationalbolschewisten sich gegen den Marxismus stellen. Das Problem der Nationalbolschewisten ist eben, dass sie mit dem nationalen Kapital nicht das internationale Kapital beseitigen können, sich auf dem Wege des Kapitalismus nicht von der Knechtschaft des amerikanischen Imperialismus befreien können. Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden ja nicht von selbst, sondern nur durch den Klassenkampf, nur durch die Diktatur des Proletariats. Der Nationalismus will ja die nationalen Schranken letztendlich nicht gegen den Kapitalismus, sondern gegen den Sozialismus errichten, denn wenn die eine oder andere kapitalistische „Groß“macht untergeht, ist das nicht so gefährlich als wenn der Kapitalismus als ganzes Weltsystem untergeht. Also dienen die nationalistischen Blockaden letztendlich der Vermeidung des weltkapitalistischen Untergangs und dem Widerstand gegen den Wiederaufbau des Sozialismus. Das Gift des Nationalismus soll die nationalen Kettenglieder des Weltimperialismus stärken, um ihrer Tendenz, sich von der imperialistischen Kette loszutrennen, emtgegenzuwirken.

Der internationale Höchstprofit reißt die nationalen Schranken nieder, um den nationalen Profit zu fressen. Der Nationalismus bzw. die nationalistische Vereinigung zu miteinander um den internationalen Höchstprofit streitenden Koalitionen von „Großmächten“, vertieft nur noch die allgemeine Krise des kapitalistischen Weltsystems, führt zum weiteren Zerfall des bestehenden Weltmarktes, verwandelt die Konkurrenz in imperialistische Kriege zur Neuaufteilung des Weltmarktes, schwächt das kapitalistische Gesamtsystem und erleichtert es dem schwächsten Glied in der imperialistischen Kette, sich von ihr abzusprengen, bahnt dem unvermeidbaren Weltsozialismus also wieder den Weg.

Den Weg der selbständigen Entwicklung Russlands kann nur auf sozialistischer Basis erfolgreich sein. Konfiskation des ausländischen Kapitals für den Wiederaufbau des Sozialismus unter der russischen Diktatur des Proletariats und nicht zur Neuordnung eines Russlands unter der Herrschaft eines kapitalistischen eurasischen Reiches. Die gesetzmäßige Unvermeidbarkeit der Entwicklung des internationalen Kapitals aus dem nationalen Kapital ist irreversibel. Mit nationalen Kapitalismus kann man den internationalen Kapitalismus nicht schlagen, denn dieser ist daraus entstanden und wird sich immer wieder daraus entwickeln, geht täglich und stündlich daraus hervor. Dadurch, dass die unterdrückenden und ausbeutenden Nationen an der Weltspitze nur ausgetauscht werden, kann man weder die soziale noch die nationale Weltkrise überwinden, sondern nur noch weiter vertiefen. Deswegen muss man den international entwickelten Produktivkräften keine nationalen kapitalistischen Ketten anlegen, sondern den internationalen kapitalistischen Produktionsverhältnissen. Es versteht sich von selbst, dass man den internationalen kapitalistischen Produktionsverhältnissen nur sozialistische, nationale Ketten anlegen kann, denn die internationalen Produktionsverhältnisse kann man nicht mit einem einzigen internationalen „Schlag“ beseitigen. Das ist ein langwieriger Prozess, der sich nur dadurch verkürzen lässt, dass immer mehr sozialistische Revolutionen in den einzelnen Ländern dieser Erde siegen, um den kapitalistischen, internationalen Produktionsverhältnissen eine Kette nach der anderen zu schmieden, durch den Aufbau eines zweiten sozialistischen Weltmarktes, der eben den kapitalistischen Weltmarkt nicht von heute auf morgen, sondern nur allmählich beseitigen kann. Die internationalen können also nicht in nationale kapitalistische Produktionsverhältnisse „auf alle Ewigkeit“ zurückverwandelt, sondern müssen international vergesellschaftet , das heißt der Entwicklung der internationalen Produktivkräfte angepasst werden. Das ist es, was wir meinen, wenn wir sagen: was die Kapitalisten begonnen haben, werden wir Sozialisten zu Ende führen. Der Kapitalismus hat mit seiner Globalisierung die objektiven ökonomischen Bedingungen für den Weltsozialismus geschaffen. Jetzt kommt es darauf an die kapitalistische Weltwirtschaft in die sozialistische Weltwirtschaft zu verwandeln, indem die Produktionsverhältnisse so umgewälzt werdeb, dass sie mit den internationalen Produktivkräften übereinstimmen, nicht nationalisieren, sondern internationalisieren – das ist das Ziel des Weltsozialismus. Das globalisierte Ausbeutersystem wird beseitigt durch die Vergesellschaftung der Weltproduktionsmittel, die Verwandlung des privaten Welteigentums in das vergesellschaftete Welteigentum der Völkergemeinschaft mit Hilfe des weltpolitsichen Systems der Diktatur des Weltproletariats. Warum ist es ohne die Weltdiktatur des Proletariats nicht möglich, dem ökonomischen Gesetz der unbedingten Übereinstimmung der Weltproduktivkräfte und der Weltproduktionsverhältnisse zum Durchbruch zu verhelfen? Weil das den Interessen der herrschenden gesellschaftlichen Kräfte auf dieser Welt widerspricht und sie deswegen Widerstand leisten. Diese gesellschaftlichen Kräfte der heutigen kapitalistischen „Groß“mächte mit den USA an der Spitze können nur von der überwältigenden Mehrheit derjenigen Kräfte zerschlagen werden, die einzig und allein in der Lage sind, deren Widerstand zu brechen – das Weltproletariat insbesondere im Bündnis mit den armen Bauern der ganzen Welt, denn der Arbeiter kann die Weltrevolution nicht siegreich durchführen, kann die Weltproduktion nicht wieder in Schwung bringen, kann dem ökonomischen Gesetz der unbedingten Übereinstimmung der Weltproduktionsverhältnisse mit dem Chrakter der Weltproduktivkräfte keinen freien Lauf lassen, wenn der Bauer ihn nicht mit Brot versorgt. Auf internationaler ökonomischer Basis entwickelt sich der ganze internationale gesellschaftliche Überbau, entsteht daraus die internationale Kultur.

Der Internationalismus, die internationale Kultur, die seit langem systematisch vom Proletariat aller Länder geschaffen wird, nimmt nicht die nationale Kultur irgendeiner „Groß“macht (ist sie nun amerikanisch oder sei sie russisch, chinesisch, europäisch etc) als Ganzes auf (= Kosmopolitismus der Imperialisten), sondern entnimmt jeder nationalen Kultur ausschließlich ihre konsequent demokratischen und sozialistischen Elemente. Wir Bolschewisten sind ausschließlich für diese proletarische Art von internationaler Kultur. Stalin sagte auf dem XVI. Parteitag:

„Was ist die nationale Kultur unter der Herrschaft der nationalen Bourgeoisie? Bürgerlich ihrem Inhalt und national ihrer Form nach, hat diese Kultur das Ziel, die Massen durch das Gift des Nationalismus zu verseuchen und die Herrschaft der Bourgeoisie zu festigen. Was ist die nationale Kultur unter der Diktatur des Proletariats? Sozialistisch ihrem Inhalt und national ihrer Form nach, hat diese Kultur das Ziel, die Massen im Geiste des Sozialismus und des Internationalismus zu erziehen.

Wie kann man diese beiden prinzipiell verschiedenen Erscheinungen verwechseln, ohne mit dem Marxismus zu brechen? Ist es denn nicht klar, dass Lenin in seinem Kampf gegen die Losung der nationalen Kultur unter dem bürgerlichen Regime den Schlag gegen den bürgerlichen Inhalt der nationalen Kultur und nicht gegen ihre nationale Form führte? Es wäre dumm anzunehmen, dass Lenin die sozialistische Kultur als anational, als Kultur ohne eine bestimmte nationale Form, betrachtet hat.“

Die internationale Kultur des Proletariats ist also von ihrem Inhalt sozialistisch und von ihrer Form zunächst national und erst nach einem langen historischen Entwicklungsprozess auch international der Form nach. Das ist es, was die Nationalbolschewisten nicht begreifen wollen, weswegen sie das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen, weswegen sie in Worten die nationale Kultur befreien, aber sie mit ihrem bürgerlichen Nationalismus tatsächlich zerstören.

Stalin sagte weiter auf dem XVI. Parteitag:

„Es mag sonderbar erscheinen, dass wir, die wir Anhänger der künftigen Verschmelzung der nationalen Kulturen zu einer ( der Form wie dem Inhalt nach) gemeinsamen Kultur mit einer gemeinsamen Sprache sind, gleichzeitig Anhänger des Aufblühens der nationalen Kulturen im gegenwärtigen Augenblick, in der Periode der Diktatur des Proletariats, sind. Das hat aber nichts Sonderbares an sich. Man muss den nationalen Kulturen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln und zu entfalten, alle ihre Potenzen zu offenbaren, um die Bedingungen für ihre Verschmelzung zu einer gemeinsamen Kultur mit einer gemeinsamen Sprache in der Periode des Sieges des Sozialismus in der ganzen Welt zu schaffen. Das Erblühen der ihrer Form nach nationalen und ihrem Inhalt nach sozialistischen Kulturen unter den Bedingungen der Diktatur des Proletariats in einem Lande zum Zwecke ihrer Verschmelzung zu einer gemeinsamen ( der Form wie dem Inhalt nach) sozialistischen Kultur mit einer gemeinsamen Sprache, wenn das Proletariat in der ganzen Welt gesiegt haben und der Sozialismus in das Alltagsleben übergegangen sein wird – darin besteht gerade die Dialektik der Leninschen Fragestellung in Bezug auf die nationale Kultur.“

Um heute aus den nationalen Kulturen überhaupt die demokratischen und sozialistischen Elemente entnehmen zu können, muss man sie vor dem undemokratischen und anti-sozialistischen Einfluss des Kosmopolitismus als auch des Nationalismus ( in Worten national, in Taten anti-national ) schützen, muss man in ausschließlich jeder nationalen Kultur deren demokratischen und sozialistischen Elemente fördern, sie hegen und pflegen, sie entfalten, bzw. sie wieder zum Leben erwecken, wenn sie zerstört wurden. Das ist eine Aufgabe, die wir gern mit den Nationalbolschewisten zu teilen bereit sind, wenn die russischen Nationalbolschewisten denn auch ihrerseits bereit sind, es den Proletariern aller anderen Länder „zu gestatten“, sich ein Stück ihrer internationalen Kultur aus den demokratischen und sozialistischen Elementen der russischen Kultur „ zu entnehmen“. Wir sind bereit und willens, uns mit den Nationalbolschewisten Russlands so wie mit den Nationalbolschewisten aller anderer Nationen zu vereinigen, um gemeinsam die internationale Kultur des proletarischen Sozialismus zu entwickeln und zu fördern, wobei die nationalen Kulturen der sozialistischen Länder dafür die wichtigste Grundlage bilden. Wir sind aber weder bereit noch willens, die internationale Kultur des Weltproletariats zu russifizieren. Es gibt keine wirklich internationale proletarische Kultur, wenn sie sich nicht konsequent auf die Lehren des Marxismus-Leninismus stützt, wenn sie nicht im Geiste des konsequenten proletarischen Internationalismus heranwächst. Der Schutz der internationalen Kultur des Weltproletariats steht uns mindestens genauso hoch wie jede sozialistische Kultur irgendeines Landes, denn erst der Schutz der internationalen Kultur des Weltproletariats garantiert den Schutz jedes demokratischen und sozialistischen Elements einer jeden nationalen Kultur, so auch den Schutz der Kultur jeder sozialistischen Nation. Wir können die demokratischen und sozialistischen Elemente der nationalen Kulturen nur bewahren und beschützen durch die Schaffung des Weltsozialismus. Der Kosmopolitismus genauso wie der Nationalismus kann also durch nichts anderes besiegt werden als durch den Marxismus-Leninismus.

Wir Bolschewisten haben also andere Vorstellungen über den Kampf gegen den Kosmopolitismus. Die einzige siegreiche Kraft im Kampf gegen den Kosmopolitismus war und ist stets nur der Bolschewismus!! Es waren und sind die Revisionisten, die unter dem Deckmantel des Bolschewismus den Kosmopolitismus zu retten versuchten und weiter versuchen. Man mag uns Fehler und Schwächen im Kampf gegen den Revisionismus vorwerfen können, aber man kann dem Marxismus deswegen nicht unterstellen, die historische Rolle der „linken“ Hand des Kosmopolitismus zu spielen. Unser marxistisch-leninistischer Kampf gegen den Kosmopolismus war und ist stets mit dem Kampf gegen den Revisionismus verbunden – schon zu Zeiten, als es noch gar keinen Nationalbolschewismus gab. Ohne den Revisionismus nicht zu besiegen, kann der Bolschewismus auch nicht den Kosmopolismus besiegen. Wir sagen es hier ganz offen: Das Programm der NBP - „Russland über alles!“ - dient der Fortsetzung des alten Ziels der russischen Sozialimperialisten: Russischer Sozialismus in Worten – russischer Imperialismus in Taten! Wir appelieren solidarisch an die demokratischen und sozialistischen Elemente in der nationalbolschewistischen Bewegung, diesen falschen Kurs unbedingt, umfassend und konsequent zu bekämpfen. Wir missbilligen diesen unverhüllten Chauvinismus und können ihn folglich nicht mit Stillschweigen übergehen. Er stellt für uns ein Hindernis auf dem Weg zur sozialistischen Weltrevolution dar. Man kann verschiedener Meinung sein welches im Einzelfall einer nationalen Frage der Standpunkt des Proletariats ist, aber grundsätzlich lassen wir Marxisten-Leninisten uns nicht von nationalen Losungen den Kopf verdrehen, gehen wir unseren internationalistischen Weg, vergessen wir niemals unsere elementare Pflicht, jegliche offene oder versteckte nationalistische und chauvinistische Hetze gegen irgendeine Nation zu bekämpfen und für die Anerkennung der völligen und vorbehaltlosen Gleichberechtigung, für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht ausnahmslos aller Nationen einzutreten.

Der unversöhnliche Widerspruch zwischen dem Prozess der wirtschaftlichen Vereinigung der Völker und den imperialistischen Methoden dieser Vereinigung führten zu der Unfähigkeit, der Hilflosigkeit, der Ohnmacht der Bourgeoisie, den richtigen Weg zur Lösung der nationalen Frage zu finden. Die bürgerliche Gesellschaft hat in der Lösung der nationalen Frage international vollständig bankrott gemacht. Die Geschichte des Nationalismus hat bewiesen, dass der Nationalismus die Lösung der nationalen Frage unmöglich macht. Nachdem nun der Sozialismus vom Erdball gefegt wurde, in dessen Folge die Lösung der nationalen Frage weit zurückgeworfen wurde, versucht sich der Nationalismus den Massen wieder als Alternative aufzudrängen, gibt er vor, sich der durch die Globalisierung gewaltig angewachsene nationale Unterdrückung entgegenzustellen und den nationalen Widerstand auf seine Fahnen zu heften. Da der alte Nationalismus gescheitert ist, muss er in einem neuen Gewand auftreten, um die Massen zu täuschen: Er will nicht kapitalistisch und nicht sozialistisch sein, sondern einfach nur national – so wie der deutsche Kaiser einst zum Krieg aufrief: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“ Die nationale Frage unter der Herrschaft der Bourgeoisie lösen zu wollen, ist eine reaktionäre Losung.



Der Bolschewismus war, ist und bleibt die schärfste Waffe des Weltproletariats gegen den Faschismus !

– Diese Waffe für eine „Fiktion“ zu erklären, nützt dem Faschismus!

- Der Nationalbolschewismus hat den Bolschewismus zur „Fiktion“ erklärt!

- Der Nationalbolschewismus nützt dem Faschismus!

Seit 60 Jahren ist bewiesen: Der Bolschewismus ist der Sieger – der Faschismus der Besiegte. Wir sind nicht so lebensmüde, dass wir Kommunisten freiwillig auf diese schärfste Waffe verzichten. Warum zum Teufel sollten wir sie also eintauschen mit irgendeiner anderen Waffe, wer will uns Bolschewisten den Nationalbolschewismus aufdrängen?

Es wäre lächerlich und selbsttrügerisch anzunehmen, der Besiegte würde sich etwa mit seiner Niederlage zufrieden geben. Diesen Gefallen könnten uns die Faschisten niemals tun, selbst wenn sie es wollten, denn gesetzmäßig gilt noch immer - und zwar solange der Kapitalismus nicht besiegt ist - : Kapitalismus führt zum Faschismus, wenn der Sozialismus dies nicht verhindert ! Der Imperialismus führt zum Krieg, wenn der Sozialismus dies nicht verhindert ! Faschismus nach innen und imperialistischer Krieg nach außen gehören heute im Kapitalismus zusammen wie der Deckel zum Topf. Hinzugekommen ist seit dem Sieg über den Hitlerfaschismus die historische Lehre: Revisionismus verwandelt Sozialismus in Kapitalismus zurück, verwandelt den Sozialismus nach innen zum Sozialfaschismus und nach außen zum Sozialimperialismus. Hierauf würde Limonkas Vergleich der „siamesischen Zwillinge“ durchaus zutreffend sein, denn Revisionismus an der Macht bedeutet nichts anderes als Kapitalismus an der Macht. Wenn man aber, wie Limonka das tut, den Sozialismus mit dem Revisionismus gleichsetzt , dann erst wird es der Bourgeoisie durch die Nationalbolschewisten möglich, eine Ideologie des „Antikapitalismus“ zu verbreiten, die den einzigen Antikapitalisten, den Kommunisten, den Wind aus den Segeln zu behmen versucht. Darum ist die Ideologie, „über rechts und links“ zu stehen, ja „rechts und links“ zu leugnen eine bürgerliche Ideologie. „Weder links noch rechts“ - das ist die anti-proletarische Formel zum Aufbau des Faschismus und zur Ablösung des Parlamentarismus, mit dem die Bourgeoisie die Losung „rechts=links“ ausgab, um sich vor der Errichtung der Diktatur des Proletariats zu schützen. All das ist ohne den Revisionismus nicht möglich. Daher: Revisionismus dient der Bourgeoisie dazu, die rote Farbe mit brauner Farbe zu übertünchen, denn rote Farbe in braune Farbe verwandeln kann man nicht. Der Kapitalismus versucht sich alles einzuverleiben, was seine Lebensdauer verlängert. So schreckt er heute selbst nicht mehr davor zurück, den roten Lenin und den roten Stalin mit brauner Farbe zu übergießen, denn den roten Lenin und den roten Stalin kann man unmöglich in einen braunen Lenin und einen braunen Stalin verwandeln. Sie bleiben immer das was sie waren – Marxisten, Rote, Kommunisten, Bolschewisten.

Der wiederholte Sieg des Bolschewismus über den Faschismus wird also dadurch gesichert, dass wir dem Revisionismus so aufs Haupt schlagen, dass er den Faschismus nicht mehr wie beim ersten Mal zur Hilfe eilen kann - also wie damals zur Zeit des Hitlerfaschismus, wo mit der revisionistischen Volksfrontpolitik sämtliche internationalen und sodann nationalen kommunistischen Organisationen zersetzt wurden – zuerst die im internationalen Rahmen und dann die im nationalen Rahmen. Dadurch wurde schließlich die Befreiung von der Unvermeidbarkeit des Kapitalismus, von der Unvermeidbarkeit des Faschismus vereitelt , konnte die Wiederbelebung des Kapitalismus, die Wiederbelebung des Faschismus also wieder hergestellt werden, die Bourgeoisie also überleben. Als die Revisionisten an der Macht ihre Schuldigkeit getan hatten, wurden sie wieder vom Kapitalismus entmachtet, aber weiter dafür eingesetzt, die Wiedergeburt des Sozialismus zu berhindern. Diese historischen Lehren dürfen wir Anti-Revisionisten niemals vergessen, und deswegen müssen wir den Nationalbolschewismus bekämpfen, der die Kommunisten an den Revisionismus zu binden versuchen. Den Kommunismus mit dem Revisionismus gleichzusetzen, um den Kommunismus besser bekämpfen zu können, diese Notwendigkeit besteht grundsätzlich für die Aufrechterhaltung der Herrschaft der Bourgeoisie, sowohl für die Aufrechterhaltung der Herrschaftsform der bürgerlichen Demokratie als auch für den Übergang und die Aufrechterhaltung der bürgerlichen Herrschaftsform des Faschismus – und wiederum für die Zurückverwandlung der faschistischen Herrschaftsform in die parlamenmtarische usw. usf.

Wir Bolschewisten haben Hitler besiegt, aber nicht den Kapitalismus weltweit, deswegen ist die Mission des Bolschewismus noch nicht erfüllt, muss sie bis zum siegreichen Ende fortgesetzt werden, das heißt bis zum Sieg über dem Kaputalismus im Weltmaßstab - mit Hilfe der sozialistischen Weltrevolution. Deswegen darf unsere internationale Waffe des Bolschewismus nicht auf eine nationale Waffe, nicht auf den Nationalbolschewismus zurückgestutzt werden, denn dies würde bedeuten, dem Kapitalismus das internationale Feld der Reserve und damit seiner Regeneration zu überlassen. Der Nationalbolschewismus dient dem Kapitalismus also insbesondere dazu, dem Kapitalismus den internationalen Rücken frei zu halten, um im Falle des Nichtverhinderns des Sieges des Sozialismus in einem Land wieder die nötige Kraft der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung zu bekommen, und damit die Kraft zu erhalten, die nötig ist, um den Revisionisten innerhalb des Sozialismus in einem Land wiederholt den Rücken zu stärken, um das Werk der Restauration des Kapitalismus erneut siegreich zu Ende zu bringen. Der Kapitalismus braucht den Nationalbolschewismus bereits heute dazu , um den internationalen Marxismus daran zu hindern, die Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus nicht nur im nationalen Maßstab, sondern zukünftig auch im Weltmaßstab zu beseitigen. Der Sozialismus kann also weder seine Wiedergeburt im nationalen Maßstab, noch seine Macht im Weltmaßstab erobern und diese behaupten, ohne den Nationalbolschewismus geschlagen zu haben. Deswegen kann der Nationalbolschewismus auch keine Alternative sein für den Wiederaufbau des Sozialismus in einem Lande. Der Nationalbolschewismus wird den Sozialismus in einem Land zu verhindern suchen, weil ihm klar ist, dass man den Weltsozialismus nicht ohne Sozialismus in einem Land aufbauen kann. Wenn er also den Weltsozialismus verhindern will, muss er also den Wiederaufbau des Sozialismus in einem Land verhindern, und die größte Gefahr für den Wiederaufbau des Sozialismus besteht weltweit in Russland, weswegen der Nationalbolschewismus auch von Russland ausgeht, um von dort aus die Welt zu erobern. Deswegen müssen wir uns vor allem mit den russischen Bolschewiki vereinigen, müssen wir ihnen den Rücken stärken in ihrem kampf gegen den Nationalbolschewismus. Wollen wir den Nationalbolschewismus weltweit stoppen, dann müssen wir damit in Russland anfangen! Die Nationalbolschewisten haben es sich zur Rettung der russischen „Groß“macht zur Aufgabe gemacht, die Verhinderung der Zurückeroberung der Diktatur des Proletariats, der Verhinderung der sozialistischen Revolution des Proletariats hinter der anti-imperialistischen Weltbewegung gegen den US-Imperialismus, hinter der nationalen Befreiungsbewegung der Völker gegen den Weltimperialismus zu verbergen. Da der Weltbolschewismus die einzige Kraft ist, die den Weltfaschismus und Weltimperialismus besiegt, sehen sich die konterrevolutionären Kräfte der ganzen Welt gezwungen, den Bolschewismus ideologisch zu entwaffnen und die Bolschewisten unschädlich zu machen, sich eine „bolschewistische“ Maske aufzusetzen, um die Massen zu täuschen. Nach dem Vorbild Hitlers, der mit dem Begriff „Nationalsozialismus“ (der Faschismus ist sowohl anti-national als auch anti-sozialistisch!) den Sozialismus vom Marxismus zu befreien versuchte, versuchen heute nun bestimmte Strömungen der Neo-Faschisten über die Ländergrenzen hinweg, sich mit Hilfe des Nationalbolschewismus zu vereinigen, um den Bolschewismus vom Marxismus-Leninismus zu befreien. Nationalbolschewismus ist Grundlage für einen „antifaschistischen“- „antiamerikanischen“ Weltfaschismus zur Rettung des Weltkapitalismus. Wesensmerkmale des deutschen Faschismus und des Sozialfaschismus verschiedener Länder werden im russischen Faschismus verschmolzen zur ideologischen Grundlage eines neuen Weltfaschismus. Sollte der Weltfaschismus nicht auf der Grundlage des US-Imperialismus funktionieren, müsste er durch diesen ersetzt werden. Eine faschistische Internationale soll aufgebaut werden, in der sich die Nationalbolschewisten eine russische Führung sichern wollen. Was Hitler mit der Weimarer Republik gemacht hat, wollen die russischen Nationalbolschewisten mit der GUS machen.

Wir Bolschewisten müssen uns jetzt auf die gesetzmäßige Wiedergeburt des Faschismus einstellen, müssen wachsam sein, müssen wir vor allem dafür sorgen, dass den Massen das Gift des Faschismus nicht wieder mit „sozialistischer Süße“ verabreicht wird. Damals versuchten die Faschisten den Kommunisten die Arbeiterbewegung zu entreißen mit Hilfe der Sozialfaschisten, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Faschismus tüfftelt schon seit seiner Niederlage an seiner Wiedergeburt, die Bourgeoisie wird auf dieses Instrumente niemals verzichten, wenn sein Einsatz taktisch wieder aktuell wird. Der Kampf zwischen Faschismus und Antifaschismus ist noch nicht historisch entschieden. Um dem Bolschewismus, dem Sieger über den Hitlerfaschismus, eine Lehre zu erteilen, um ihn für immer zu beseitigen und auszuschalten, fordert er uns zur Revanche heraus, und wir müssen uns besser rüsten als er. Mit den veralteten antifaschistischen Mitteln ist dem Faschismus nicht beizukommen. Wir brauchen zusätzlich neue Mittel. Vor allem aber müssen wir uns vor unseren eigenen alten Fehlern und Schwächen hüten, die es heute den Faschisten überhaupt möglich macht, wieder gegen uns antzutreten. Wir dürfen diesmal dem Revisionismus nicht wieder die Gelegenheit geben, unseren antifaschistischen Kampf für den Sieg des Sozialismus zu entreißen und ihn ins bürgerliche Fahrwasser zu leiten.

Der Kampf zwischen Bolschewismus und Faschismus wird erst beendet sein, wenn der Sozialismus weltweit über den Kapitalismus gesiegt hat. Faschismus ist nichts anderes als die brutalste Form des Klassenkampfes zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat. Ein Kampf um die Macht zweier Klassen auf Leben und Tod. Der Kampf Stalins gegen Hitler war also nur ein Vorgefecht in der entscheidenden internationalen Schlacht zwischen Weltbolschewismus und Weltfaschismus. Bei den Kriegsvorbereitungen spielt der Nationalbolschewismus eine nicht unwesentliche Rolle. Der Nationalbolschewismus weiß, dass die Endschlacht zwischen Kapitalismus und Sozialismus unausbleiblich sein wird. Wohldosiert verabreicht versucht der Faschismus sich diesmal an das Gift des Bolschewismus zu gewöhnen und seinen Organismus somit zu immunisieren, um sein Überleben zu verlängern. Das Medikament heißt Nationalbolschewismus – eine Ideologie, die die Wiedergeburt des Faschismus erleichtern, ihn verjüngen und widerstandfähiger machen soll gegenüber dem gefürchteten proletarisch-internationalistischen Antifaschismus.

Die Welle der Bewusstwerdung der Verteidigung der nationalen Interessen und der nationalen Kultur der Völker gegenüber dem globalen imperialistischen Heuschreckenschwarm erreicht die breiten Massen, und es wäre ein nicht wieder gut zu machender Fehler, wenn wir hierin nicht eine brennende Frage der revolutionären Bewegung erkennen, die es auf marxistisch-leninistisch prinzipienfester Grundlage und taktischem Geschick der Einheitsfrontpolitik gegenüber den fortschrittlichen Elementen der nationalen Kräften der Bewegungen zu lösen gilt. Die fortschrittlichen Elemente der nationalen Kräfte stehen auf unserer Seite, müssen für unsere revolutionäre Sache gewonnen werden, sind unsere Freunde, nicht unsere Feinde, müssen gegen den faschistischen Einfluss immunisiert werden. Doch wer sich als fortschrittliches Element der nationalen Bewegung bezeichnet, muss es deswegen in Wirklichkeit noch lange nicht sein. Um den Weizen von der Spreu zu trennen, muss man sich in der nationalen Bewegung umgucken, muss man ihre verschiedensten Strömungen untersuchen und bewerten, muss man ausschließlich und konsequent mit der Methode des dialektischen und historischen Materialismus an diese Aufgabe herangehen. Und man muss sich auch in der linken Bewegung umgucken, muss sowohl die kosmopolitischen Strömungen als auch die nationalistischen Strömungen in ihr analysieren und dabei ebenso konsequent mit der Methode des dialektischen und historischen Materialismus an diese Aufgabe herangehen. Die nationale Bewegung ist ebensowenig einer faschistischen Bewegung gleichzusetzen, nur weil sie national ist, wie die sozialistische Bewegung auch mit der kosmopolitischen Bewegung nicht gleichzusetzen ist, nur weil diese internationalistisch ist. Kapitalismus bedeutet sowohl nationale als auch internationale Ausbeutung und Unterdrückung, genauso wie Sozialismus auch nationale als auch internationale Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung bedeutet. In der revolutionären Bewegung gibt es Kräfte, die sich hinter dem Anti-Faschismus verbergen, um dem Faschismus den Weg zu bereiten. In der revolutionären Bewegung gibt es ferner Kräfte, die sich hinter dem Sozialismus verbergen, um dem Faschismus den Weg zu bereiten. In der revolutionären Bewegung gibt es also Kräfte, die sozialistisch in Worten, aber faschistisch in Taten sind , also sozialfaschistische Kräfte. In der revolutionären Bewegung gibt es darüber hinaus Kräfte, die in Worten national und sozialistisch, aber in Taten faschistisch sind, denn der Faschismus ist weder national noch sozialistisch. Und schließlich gibt es in der revolutionären Bewegung Kräfte, die in Worten national und bolschewistisch sind, aber in der Tat faschistisch sind, denn der Bolschewismus ist international. Wiederum gibt es in der revolutionären Bewegung Kräfte, die in Worten internationalistisch, aber in Wirklichkeit kosmopolitisch sind. Umgekehrt gibt es in der konterrevolutionären Bewegung Kräfte, die fortschrittlich sind, die für Widersprüche in der konterrevolutionären Bewegung sorgen und die wir als Überläufer in unsere revolutionäre Bewegung gewinnen müssen. Solange es Faschisten auf dieser Erde gibt, haben sie mit mehr oder weniger Erfolg versucht, Kräfte aus unserer revolutionären Bewegung für ihre konterrevolutionäre Bewegung zu rekrutieren, und zwar nicht nur aus der marxistisch-leninistischen Bewegung, sondern aus dem ganzen Spektrum der verschiedenen „linken“ Strömungen, wobei wir „linke“ Strömungen als Strömungen des bürgerlichen Lagers bezeichnen. Auch das rechte Spektrum ist alles andere als einheitlich. Wir Marxisten-Leninisten kämpfen entschieden gegen den Nationalismus in all seinen Spielarten, in welcher Bewegung er auch immer aufzutreten und Fuß zu fassen versucht, insbesondere den verfeinerten, verhüllten, in sozialistischen Phrasen gekleideten Nationalismus in unseren eigenen revolutionären, internationalistischen Reihen.

Wer glaubt, dass die ganze rechte Szene „faschistisch“ ist, der hilft mit diesem Pauschalurteil nur den Faschisten, alle rechten Strömungen für sich um so leichter zu vereinnahmen und bringt uns Kommunisten um die erfolgreiche Aufgabe, fortschrittliche Elemente aus dem rechten Lager herauszubrechen und als faschistische Reserve unbrauchbar zu machen. Hier haben wir Marxisten-Leninisten noch eine Menge Arbeit zu leisten und uns vor allem auf die reichhaltigen Erfahrungen der kommunistischen Weltbewegung zu stützen, zum Beispiel auf die Klassiker des Marxismus-Leninismus und auf einzelne hervorragende kommunistische Führer, wie Ernst Thälmann von der KPD es war, der sehr erfolgreich für die Einheit der national gesinnten und kommunistisch gesinnten Arbeiter gegen den Hitler-Faschismus gekämpft hat. Die revolutionäre Einheitsfront des Weltproletariats gegen den Weltfaschismus zu schmieden, um die sozialistische Weltrevolution zum Sieg zu führen, ist eine der Schlüsselaufgaben der ganzen marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Um den Faschismus errichten zu können, muss die Bourgeoisie vor allem ideologische Vorarbeit leisten, muss sie die Massen darauf geistig einstimmen, muss sie sich vor allem mit den anti-faschistischen Kräften und Organisationen auseinandersetzen, in sie eindringen, sie zersetzen oder versuchen, sie vor ihren Karren zu spannen. Es zeigt sich, dass insbesondere die kleinbürgerlichen Elemente in der antifaschistischen Bewegung zu schwanken beginnen – wie sollte es auch anders sein. Diese schwankende kleinbürgerliche Haltung darf sich aber nicht auf die antifaschistische Haltung der proletarischen Bewegung übertragen. Die proletarische antifaschistische Bewegung muss ihren Standpunkt jetzt unbedingt überprüfen, ihn festigen und stärken, muss seine antifaschistischen Kräfte vorbereiten und mobilisieren, wo der Faschismus auf dem Vormarsch ist. Der Wiederbeginn des Faschismus bedeutet Verschärfung des Kampfes der Wiedergeburt des Sozialismus.

»Wenn es unmöglich ist, mit der Auflehnung der Arbeiter und des Volkes mit pseudodemokratischen Formen und den Schwatzmethoden der Parlamente fertig zu werden, greift der bürgerliche Staat mit Gesetzen, Gewalt und der Peitsche ein. Dies geschieht gegenwärtig in den meisten Ländern, wo die Krise die Widersprüche zwischen Arbeit und Kapital zugespitzt hat und wo die Empörung der Werktätigen über die entstandene Lage immer stärker wird. In dieser Situation wird die Gefahr des Faschismus immer drohender. Es ist bekannt, dass das Kapital, wenn es in eine Sackgasse gerät und den starken Schlägen der Arbeiterklasse ausgesetzt ist, entweder gezwungen ist, seinen Bankrott zu erklären oder die faschistische Diktatur zu errichten und auf den Krieg hin zu steuern« Und Enver Hoxha ergänzt diese Aussage mit einem Leninzitat aus seinen Werken Bd. 24, Seite 201, dt. Ausgabe):

»Denn die große Bedeutung jeder Krise besteht darin, dass sie das Verborgene offenkundig macht, das Bedingte, Oberflächliche, Kleinliche beiseite schiebt, den politischen Schutt wegräumt, die wahren Triebfedern des wirklich vor sich gehenden Klassenkampfes aufdeckt«.

»Wenn die arbeitenden Massen, die marxistisch-leninistischen Parteien und die fortschrittlichen Menschen nicht begreifen, dass die faschistische Diktatur das Produkt der schwierigen Situationen ist, in denen sich die Macht des Kapitals befindet, und sie nicht bekämpfen, wird der Faschismus über kurz oder lang errichtet werden« (Enver Hoxha, »Die marxistisch-leninistische Bewegung und die Krise des Weltkapitalismus«, Social Studies, Bd. 3, 1986, Tirana, engl. Ausgabe).

»Der Faschismus ist der letzte Trumpf des ausbeutenden Kapitals« (Enver Hoxha, Social Politics, Bd. 3, page 23, 1986, Tirana, engl. Ausgabe).

»Der Faschismus ist die brutalste Diktatur der Bourgeoisie« (Enver Hoxha, ebenda).

»Sobald die Kapitalisten sehen, dass ihre Sache verloren ist, werfen sie die Maske ab und errichten eine faschistische Diktatur« (Enver Hoxha, Rede des 1. Sekretärs des ZK der PAA am 3.10.1974 vor seinen Wählern im Wahlkreis 209 von Tirana, Verlag Roter Morgen, dt. Ausgabe).

Der Faschismus ist sowohl die Weiterentwicklung der Herrschaft der Bourgeoisie als auch die Ablösung des zerfallenden Parlamentarismus (ob als Putsch oder in einem längeren Prozess). Diese Weiterentwicklung und Ablösung einer Form der bürgerlichen Herrschaft durch eine andere, ist nicht nur auf die Schwäche, sondern auf das höchste Stadium der Degeneration der Bourgeoisie zurückzuführen, die schließlich an ihrer eigenen Herrschaft zugrunde geht. Der Faschismus ist grausamste Ausbeutung und Unterdrückung in der Menschheitsgeschichte. Der Faschismus ist das terroristischste Herrschaftssystem des verfaulenden, parasitären und sterbenden Kapitalismus. Der Faschismus ist das letzte ausweglose Mittel, die brutalste Form der Klassenherrschaft der Bourgeoisie, um dem drohenden Untergang des Imperialismus durch ökonomischen, politischen und militärischem Terror zur äußersten Steigerung von Ausbeutung und Unterdrückung zu entgehen. Der Faschismus ist Produkt der schärfsten Krise des Weltkapitalismus. Die menschenfeindlichste Form der Ausnutzung der kapitalistischen Wolfsgesetze hat in der faschistischen Gesellschaft immer einen klassenmäßigen Hintergrund, wobei als Triebkraft der Ausnutzung des imperialistischen ökonomischen Gesetzes nach Maximalprofit die Monopolbourgeoisie auftritt, während die von ihr ausgebeuteten Klassen sich dem mit revolutionärer Gewalt widersetzen.

Der Faschismus richtet sich dabei insbesondere gegen die Arbeiterklasse, weil diese als einzige revolutionäre Klasse die Herrschaft der Bourgeoisie stürzen und die Unvermeidlichkeit des Imperialismus für immer beseitigen kann. Faschismus ist das brutalste Mittel der Herrschaft des Weltkapitals, den Sozialismus gewaltsam zu zerschlagen. Der Faschismus ist das durch die höchste Zuspitzung des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit zwingend notwendige gewordene Mittel der Konterrevolution, um die proletarische Revolution niederzuschlagen bzw. ihren Ausbruch zu verhindern, denn da, wo die Ausbeutung und Unterdrückung unerträglich wird, steigert sich gesetzmäßig im gleichen Ausmaß und in gleicher Stärke der organisierte revolutionäre Widerstand als roter Terror, beschleunigt und erhöht sich der Zusammenstoß der antagonistischen Triebkräfte des Klassenkampfes zwischen Lohnarbeit und Kapital aufs entschiedenste. Der Faschismus ist der verzweifelte Versuch der alten Welt, die neue Welt mit aller Macht und mit den gewalttätigsten Methoden daran zu hindern, die alte Welt abzulösen, weil diese sich weigert, freiwillig von der Bühne der Geschichte zu treten. Der Faschismus dient der Vorbereitung imperialistischer Kriege. Faschistischer Pakt = Antikominternpakt.

Der Faschismus ist Ausdruck und Ergebnis des aus dem Wesen des Finanzkapitals herauswachsenden Drangs zur schwärzesten reaktionären Herrschaft auf der ganzen Linie, gleichviel, unter welchem politischen System sich die inneren Gegensätze des Monopols aufs äußerste zuspitzen. Wird das Monopolkapital zur Fessel der Produktionsweise, so legt das Monopolkapital den Produktivkräften faschistische Fesseln an. Wenn die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt, schlägt der Faschismus zu. Die blutige Herrschaft spielt bei der Ausdehnung und Sicherung der in die tiefe Krise geratenen ökonomischen Macht der Monopolherren eine nicht unwichtige Rolle, aber nicht der Faschismus bildet die Grundlage des Imperialismus, sondern das monopolistische Privateigentum. Der Faschismus muss sich gesetzmäßig der bürgerlichen Staatsgewalt bemächtigen, um damit das durch und durch verfaulte und von innen zerfressene und krisenerschütterte imperialistische System vor seinen Totengräbern, (»Expropriation der Expropriateure« [Marx]) zu retten, das sich in den Händen einiger weniger mächtiger Finanzkapitalisten und Vertretern der Monopolbourgeoisie befindet. Diese sind bei Strafe ihres Untergangs selber gezwungen, sich als Monopolkapitalisten über das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate hinwegzusetzen, dem Gesetz der Akkumulation des Kapitals Folge zu leisten und durch immer aggressivere und brutalere Ausplünderung der werktätigen Massen, durch kriegerische Expansion nach außen, durch Enteignung selbst größerer, mittlerer und kleinerer Kapitalisten ( »Je ein Kapitalist schlägt viele tot« usw. usf..) , nach Maximalprofit zu streben und sich durch brutales Ausräubern der Völker der ganzen Welt Höchstprofite zu sichern. Zur Jagd nach Maximalprofit braucht der Kapitalismus den Faschismus, um den Reichtum bis ins Gigantische vermehren und anhäufen zu können - bis zu dem endgültigen Punkt, wo der Kapitalismus sich selber vernichtet (»Es ist dies die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise selbst und damit ein sich selbst aufhebender Widerspruch« [Karl Marx, Das Kapital, Bd. III, Seite 454, dt. Ausgabe] ). Das revolutionäre Proletariat wird auf diesen Punkt jedoch nicht warten können, bis er herangereift ist, weil das auch seine eigene Existenz in Mitleidenschaft zieht als bedrohliche Zerstörung der Produktivkräfte. Es wird gezwungen sein, vorher die Macht zu ergreifen, um sich aus den Fesseln der kapitalistischen Produktionsverhältnisse zu befreien, die sich vermittels faschistischer Gewalt immer fester zuschnüren - und genau davor fürchtet sich die Handvoll Finanzmagnaten, die die Welt unbedingt in ihrem Besitz halten wollen. Sie wehren sich gegen die drohende Enteignung und sei es mit brutalstem faschistischen Terror. Das internationale Finanzkapital, die Weltmonopolisten, haben sich durch die immer tiefere Weltwirtschaftskrise, in die sie geraten sind, längst ihre eigene extrem reaktionäre »neue Weltordnung« zu schaffen versucht, und beherrschen die Welt mit eisernem Griff. Sie nimmt immer offener die Züge eines neuen Weltfaschismus an, der vor allem vom US-Imperialismus ausgeht. Durch die Ungleichmäßigkeit der sprunghaften Entwicklung der kapitalistischen Länder sind die anderen Imperialisten aufgrund des verschärften Konkurrenzkampfes gegen den US-Imperialismus ihrerseits gezwungen, ihre eigenen faschistischen Regimes zu errichten und zu verschärften Ausplünderung und Unterdrückung zu greifen. Um ihr Bedürfnis nach Maximalprofiten befriedigen zu können gerade auf Kosten der anderen Imperialisten, brauchen sie den Faschismus. Sie zetteln imperialistischen Kriege an, um die Welt neu unter sich aufzuteilen und ihre eigene neue Weltherrschaft gewaltsam zu errichten - und vor den anderen gewaltsam zu verteidigen. Die faschistischen Staaten richten ihre Gewalt also nicht nur gegen die Ausgebeuteten und Unterdrückten, sondern auch gegeneinander, weil die kapitalistischen Länder ihren mörderischen Gesetzen selber unterworfen sind. Deswegen ist es der Imperialismus, der die Unvermeidlichkeit von Faschismus und Krieg niemals selber beseitigen kann, sondern immer mehr Völker der Welt in ihren Kampf hineinziehen. Dies kann nur das Weltproletariat durch die Weltrevolution verhindern, indem es den Weltimperialismus für immer beseitigt. »Nie wieder Faschismus!«. »Kapitalismus führt zu Faschismus!«. Kapitalismus muss weg!«

Wer sind also die Faschisten?

In Worten spielen sich die Faschisten nach dem Bankrott des Parlamentarismus demagogisch als »der große Retter aus der Not« auf und ködern die Massen mit Zuckerbrot, um sie als Basis gegen den Einfluss des Kommunismus zu missbrauchen, in Taten aber ist der Faschismus die reaktionärste, aggressivste, totalitärste und ausgebildetste Maschinerie der imperialistischen Bourgeoisie in ihrer schärfsten Krisensituation, die ihr zur rücksichtslosesten Ausbeutung, Ausplünderung, Versklavung, Vertreibung, und Völkermord, zur Unterwerfung, Verwertung und Gleichschaltung allen Lebens auf der Erde, (einschließlich allen geistigen Lebens) zu einem einzigen Sinn und Zweck dient: - zur Steigerung des Profits durch das Monopol der Kapitalisten ... und im Umkehrschluss ist Faschismus dementsprechend die bedingungslose Bezwingung und Vernichtung aller Kräfte der ganzen Welt, insbesondere ihrer kommunistischen, proletarischen Führung, deren einziger Sinn und Zweck es ist, sich dieser Herrschaft des Maximalprofits in den Weg zu stellen, ihr Widerstand gegenüber zu leisten, sie anzugreifen, sie zu stürzen, sie zu vernichten durch die Zerschlagung der Fesseln der kapitalistischen Produktionsverhältnisse, um alle Produktivkräfte (einschließlich der geistigen) zu befreien, wobei nur eine einzige Herrschaftsform die Vermeidbarkeit des Faschismus für immer garantiert: die Diktatur des Proletariats, die jegliche Klassenherrschaft beseitigt, einschließlich die eigene.

Den heutigen Vormarsch der Rechten muss man im Zusammenhang sehen mit der notwendigen Umwandlung des Parlamentarismus in Faschismus zur Aufrechterhaltung der Herrschaft der Bourgeoisie in der tiefsten Krise ihrer Macht. Der Nationalismus muss wieder massentauglich gemacht werden, um den kommenden imperialistischen Krieg beginnen und siegreich beenden zu können. Der Anti-Amerikanismus der Rechten ist dabei der Ausgangspunkt, um nationalen Hass zu schüren. Er wird der linken Bewegung nicht nur entlehnt, sondern die Rechte versucht auch mit ihm, die Linke zu instrumentalisieren, indem sie den antagonistischen Charakter des Unterschieds zwischen links und rechts leugnet, um mit dem Kampf gegen den US-Imperialismus nicht den Weltimperialismus zu beseitigen, sondern diesen zu retten durch die Stärkung eines neuen Imperialismus zur Ablösung des abgewirtschafteten US-Imperialismus, also Umwandlung des alten bestehenden imperialistischen Systems durch Schaffung eines neuen imperialistischen Systems, das zwischen Gibraltar und Wladiwostock errichtet werden soll. Kampf gegen die einen unterdrückenden Nationen, um anderen unterdrückenden Nationen in die Hände zu arbeiten, Befreiung von Nationen aus den Händen unterdrückender Nationen, um selber die „befreiten“ Nationen zu unterdrücken, die Nationen wie auf dem Schachbrett hin und her zu schieben und zwecks Profitmaximierung zu opfern, das ist heute der ganze Sinn und Zweck des bürgerlichen Nationalismus. Die Arbeiter der unterdrückten Nationen, die ihren „eigenen“ Nationalismus bekämpfen, dürfen darüber nicht den Kampf gegen den Nationalismus der unterdrückenden Nationen vergessen. Ebenso dürfen die Arbeiter der unterdrückenden Nationen im Kampf gegen den „eigenen“ Nationalismus nicht den Kampf gegen den Nationalismus der unterdrückten Nationen vergessen.

Befreiung aller unterdrückten Nationen von allen unterdrückenden Nationen, Befreiung aller Nationen vom Joch des internationalen Kapitalismus durch den vereinigten Kampf der Arbeiter aller unterdrückten und unterdrückenden Nationen, das ist der Sinn und Zweck des proletarischen Internationalismus. Die internationale Einheit des proletarischen Klassenkampfes für den Weltsozialismus zu wahren, allen Einflüssen des Nationalismus und Kosmopolitismus zu widerstehen – darin besteht unsere Aufgabe als Internationalisten, als Bolschewisten.

Die Rechten leugnen den proletarischen Klassencharakter des Anti-US-Imperialismus, denn die Arbeiterklasse ist für sie eine Gefahr, weil sie nicht nur gegen den eigenen Imperialismus, sondern gegen jeglichen Imperialismus kämpft – eben dem Wesen nach als internationale und nicht als nationale Klasse. Dieser internationale Kampf des Proletariats soll an den nationalen Kampf angepasst werden, soll unter nationalistischen Losungen und nicht internationalistischen Losungen geführt werden. Die internationalistischen Losungen des Proletariats sollen den kosmopolitischen Losungen des Weltimperialismus angepasst werden, um dann vom nationalistischen Standpunkt aus das Proletariat nicht als Opfer zu „beschützen“, sondern als Handlanger des internationalen Finanzkapitals anzuprangern, wenn es sich durch nationale Losungen nicht von seinem Internationalismus abbringen lassen will. Der Nationalismus läuft auf eine Spaltung des internationalen Proletariats hinaus, damit es sich leichter auf die Schlachtbank führen lässt. Mit einem Weltproletariat auf der Schlachtbank siegt aber immer das internationale Finanzkapital. Der Nationalismus ist dafür nur Mittel zum Zweck. Deswegen ist für die Bekämpfung des Krebsschadens des Nationalismus die Propagierung des Sozialismus von sehr großer Bedeutung. Das ist ein Problem für die Nationalisten, und so suchen sie im Lager der Sozialisten nach Verbündeten, nach Verrätern, versuchen sie die Widersprüche im linken Lager für sich auszunutzen, das linke Lager zu zersetzen, es zu liquidieren. Die Faschisten bedienen sich der Sozialfaschisten, wobei die Sozialfaschisten selber ihre Chance wittern, um den Sozialimperialismus wieder salonfähig zu machen, die Herrschaft des Sozialimperialismus über die ganze Welt zu errichten. Deswegen ist es kein Zufall, dass sie maßgeblich daran beteiligt sind, die Anpassung der linken an die rechte Bewegung anzubahnen und zu erleichtern. Ja, ohne die Sozialfaschisten wäre es für die Faschisten viel schwieriger, sogar fast unmöglich, in die linke Bewegung einzudringen, weswegen die Sozialfaschisten Schrittmacher des Einflusses des Faschismus in der proletarischen Bewegung sind. Revisionismus führt zu Sozialfaschismus und sodann zum offenen Faschismus. Diese Konsequenzen müssen wir Marxisten-Leninisten uns einhämmern, wenn wir den Neo-Revisionismus bekämpfen: eine Form des Revisionismus, der heute in das anti-revisionistische, marxistisch-leninistische Gewand geschlüpft ist, um den Anti-Revisionismus mit dem Revisionismus zu versöhnen, um den Marxismus-Leninismus an den Revisionismus anzupassen, das heißt den revolutionären Inhalts des Marxismus-Leninismuse zu liquidieren bei Aufrechterhaltung der anti-revisionistischen Hülle des Marxismus-Leninismus. Auf diese gefährlichste Weise arbeitet der Neo-Revisionismus dem Kapitalismus, Reaktion, Krieg und Faschismus und deren sozialen Stützen in die Hände, wozu auch die extreme rechte Bewegung gehört!!

Es ist kein Zufall, dass ein Teil der „linken“ Kapitulanten und Liquidatoren sowohl in Deutschland als auch in Russland und anderswo sich

erstens von dieser nationalistischen Welle mitreißen und deswegen ihre internationalistische rote Parteifahne auf dem Weg zum Nationalismus fallen ließen,

zweitens, dass ein anderer Teil von ihnen grundsätzlich die Notwendigkeit der Verteidigung der nationalen Interessen des Volkes aufgegeben haben, weil sie vom anti-nationalen Geist des Kosmopolitismus vergiftet wurden und angesichts des „übermächtigen“ reaktionären Globalisierungsstromes des internationalen Finanzkapitals gegenüber eines „dahinvegetierenden, sozialistischen Rinnsales“ nicht mehr an die Sache der sozialistischen Nation glaubten und

drittens, dass ein weiterer -nicht unbeträchtlicher Teil - der „linken“ Kapitulanten und Liquidatoren aus dem revisionistischen Lager kommen und das Ziel verfolgen, ihren alte revisionistische Macht, ihre sozialfaschistische Herrschaft wieder herzustellen.

Alle „linken“ Kapitulanten und Liquidatoren gemeinsam ist das Ziel, die sozialen und nationalen Interessen der Völker zu verraten, zu opfern und zu zerstören.

Das Eindringen rechten Gedankengutes in die linke Bewegung ist heute nicht zu übersehen. Wir Marxisten-Leninisten müssen dieser Erscheinung also die nötige Aufmerksamkeit widmen, um unsere Reihen geschlossen zu halten und sie vom rechten Einfluss zu säubern. Wir müssen uns den gegenwärtigen nationalistischen Tendenzen stellen, dürfen uns aber von ihnen nicht erdrücken lassen, müssen unseren sozialistischen Kurs unbeirrbar mit den Prinzipien des Marxismus-Leninismus weiterverfolgen, müssen den nationalistischen Tendenzen aktiv und entschlossen entgegentreten mit unserer sozialistischen Gegenoffensive! Nicht die Nationen voneinander zu trennen ist unsere kommunistische Aufgabe, sondern die Arbeiter aller Nationen zusammenzuschließen. Nationalisten können keine „Auch Sozialisten“ sein. Der Sozialismus lässt sich nicht dem Nationalismus anpassen, genausowenig wie sich der Nationalismus dem Sozialismus anpassen kann. Es gibt keine „Auch Nationalisten“. Jedes Versöhnlertum zwischen Nationalismus und Sozialismus dient den Herrschenden und schadet den Unterdrückten. Manche Leute meinen, der Nationalbolschewismus sei ein nationaler Zweig des Bolschewismus, die zwar irren, nicht wenig Dummheiten verbreiten, mitunter sogar offen anti-bolschewistische Töne anschlagen, aber immerhin dem bolschewistischen Lager zuzuordnen seien. Daher ein gewisser Liberalismus gegenüber den Nationalbolschewisten. Es wird hier aber wohl klar und deutlich genug dargelegt, warum die Auffassungen der Nationalbolschewisten äußerst falsch und schädlich sind. In Wirklichkeit ist der Nationalbolschewismus ein Vortrupp der faschistischen Bourgeoisie im Kampf gegen den Kommunismus überhaupt – nicht nur im Kampf gegen die Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats der UdSSR. Wer liefert der konterrevolutionären Bourgeoisie eine „revolutionäre“ geistige, ideologische Waffe gegen den Bolschewismus in Gestalt des Nationalbolschewismus? Diese Waffe liefern die Nationalbolschewisten. Diese Tatsache ist kein Zufall, denn der Zerfall ist in Russland am weitesten fortgeschritten, ist die Errichtung des Faschismus am dringendsten notwendig, um die Herrschaft der russischen Bourgeoisie aufrechtzuerhalten, ist der Übergang von Sozialfaschismus zum offenen Faschismus eine logische Konsequenz. Wir dürfen nicht vergessen, dass der westliche Parlamentarismus in Russland zu einer Zeit importiert wurde, als dieser bereits verrottet war und sich als Hindernis erwiesen hatte für die Bourgeoisie. Deswegen ist der offene Faschismus in Russland um so ausgeprägter, erleichtert er der Weltbourgeoisie, den Weltfaschismus aufzubauen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Nationalbolschewisten nicht nur in ihrem eigenen Land gegen die Bolschewisten auftreten, sondern international Fuß zu fassen versuchen.

„Die Aufgabe, der ich mein Leben widme, besteht (...) nicht in der Festigung irgendeines `National`staates, sondern in der Festigung des sozialistischen, und folglich eines internationalen, Staates, wobei jede Festigung dieses Staates zur Stärkung der gesamten internationalen Arbeiterklasse beiträgt“ (Stalin, Werke Band 13, Seite 94, dt. Ausgabe, KPD/ML).

Im Gegensatz hierzu das Programm der NBP über ihren Staat:

„THE STATE

4. Having come to power, NBP will make revolutionary on the scales

of transformation in Russia, will construct the TOTAL STATE, the

human rights will concede a place to the rights of a nation. Inside

the country the iron Russian order, climate of discipline, bellicose

and diligence will be established.“

Bolschewismus und Nationalbolschewismus sind in der Frage des Staates also zwei ganz verschiedene Welten. Deshalb ist der Liberalismus gegenüber dem Nationalbolschewismus, auch wenn er sich mit Lenin und Stalin maskiert, eine Torheit, die an ein Verbrechen, an einen Verrat an der Sowjetunion Lenins und Stalins grenzt. Deswegen müssen wir gegen alle Versuche entschieden vorgehen, den Bolschewismus mit dem Nationalbolschewismus zu vereinigen, denn daraus kann nur eine Schwächung des Bolschewismus und eine Stärkung des Nationalismus hervorgehen. Wir dürfen den Nationalbolschewisten keine Tribühne für die Verbreitung ihrer konterrevolutionären Ideologie bieten, wenn wir nicht lebensmüde sein wollen. Es reicht nicht aus, die Nationalbolschewisten von diesem oder jenen Standpunkt aus zu kritisieren, wir müssen sie stets und konsequent vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus kritisieren.

Das Positive an den Nationalbolschewisten hieran ist lediglich, dass sie uns Marxisten-Leninisten dab