Schulungstexte der Komintern / ML

National“bolschewismus“ ist Anti-Bolschewismus!


Teil II

Teil III

Was sind die

russischen

Nationalbolschewisten?

-

Und was

wollen wir

Weltbolschewisten?



Wolfgang Eggers

Februar 2005


( Teil I )




„Bis zum Letzten treu bleiben der Sache des proletarischen Internationalismus, der Sache des brüderlichen Bundes der Proletarier aller Länder“

(Stalin, Werke, Band 13, Seite 336, dt. Ausgabe).


„Der konsequente und bis zum letzten revolutionäre Internationalismus der Bolschewiki ist ein Musterbeispiel des proletarischen Internationalismus für die Arbeiter aller Länder”

(Stalin, „Über einige Fragen der Geschichte des Bolschewismus“, Werke Band 13, Seite 84, deutsche Ausgab der KPD/ML).



Die Grundfragen der russischen Revolution

waren für Lenin und Stalin gleichzeitig

die Grundfragen der

Weltrevolution,

denen sich die Bolschewiki unterordnen-

aber über die sich die Nationalbolschewisten hinwegsetzen.


Der Bolschewismus Lenins, Stalins und Enver Hoxhas kann niemals durch irgendeinen anderen „Bolschewismus“ - also auch nicht durch den Nationalbolschewismus - ersetzt werden. Die Demarkationslinie ist gezogen:


National“bolschewismus“ = Anti-Bolschewismus !



Die Nationalbolschewisten sind besonders in Russland aktiv. Es handelt sich aber nicht nur um eine für die heutigen Verhältnisse in Russland typische nationalistische Strömung des Protests – insbesondere der Jugend - gegen das etablierte System Putins, sondern um militante, straff organisierte Kommandos, die sich grundsätzlich zu den Zielen gewaltsamer Aktionen gegen das „System an sich“ bekennen und insbesondere die Kollaboration Putins mit den „Groß“mächten der westlichen Welt anprangern, vor allem das größte Fremd-Herrschaftssystem der Welt – die USA. Da andere „Groß“mächte ebenfalls mit den USA kollaborieren, findet der Nationalbolschewismus auch in diesen Ländern günstigen Nährboden des rechten „Anti-Amerikanismus“ und des Nationalismus, um sich gegenüber den Massen als „Retter“ vor der Fremdherrschaft und „Beschützer“ der Interessen des eigenen Volkes zu präsentieren. Insofern können wir auch eine Verbreitung des Nationalbolschewismus über die Grenzen Russlands hinaus beobachten und durchaus von der Entstehung einer sich international ausdehnenden Bewegung sprechen, wenn auch von einer „Bewegung“, die in ihrer Größe (bislang) eher einer sektiererischen Splittergruppe entspricht. Da diese Gruppen aber sehr aktiv sind und die Stimmungen unter den Massen geschickt ausnutzen, heißt es wachsam zu sein, und den Nationalbolschewismus nicht zu unterschätzen. Es polarisieren sich schnell Gegner und Sympathisanten.Verschiedene Vertreter von den Nationalbolschewisten wurden als „Regimegegner“ in Putins Gefängnisse gesteckt und haben dadurch die Nationalbolschewisten besonders innerhalb der Jugend aufgewertet. Oberflächlich betrachtet scheint es sich also um „revolutionäre“ Kräfte zu handeln, deren Aktionen „gegen“ die Herrschenden gerichtet sind, mit denen man eigentlich zusammenarbeiten und die man unterstützen müsste. Beim näheren Hinsehen tauchen jedoch ernsthafte Zweifel auf, insbesondere, wenn man sich mit der politischen Zielsetzung, der Programmatik und dem ideologischen Hintergrund der Nationalbolschewisten beschäftigt, dann kommt ihr konterrevolutionärer Charakter hinter dem „revolutionären“ öffentlichen Auftreten krass zum Ausdruck, dann weht einem der alte, reaktionäre Geist der „Schwarzhunderter“ entgegen. Man darf die Nationalbolschewisten eben nicht nach dem beurteilen, was sie selber von sich halten, sondern danach, was sie wirklich sind, darf sich durch ihre geschickte Agitation und Propaganda nicht blenden lassen, sondern muss der Sache auf den Grund gehen, um herauszufinden, was die Nationalbolschewisten wirklich sind, kurz: Wir machen uns ein Bild von ihnen, indem wir wissenschaftlich vorgehen, also mit der Methode des Marxismus-Leninismus.

Wir räumen ein, dass wir als „Außenstehende“ nur beschränkten Einblick haben, und unsere Aussagen dementsprechend mit großer Wahrscheinlichkeit fehlerhaft und äußerst lückenhaft sind, weswegen wir auch keinen Anspruch auf das „letzte“ Wort erheben wollen. Es geht um unseren ersten Eindruck, um Schlussfolgerungen, die wir im Verlauf der weiteren Auseinandersetzung mit dem Nationalbolschewismus korrigieren möchten. Wir sind also an Informationen unserer russischen, marxistisch-leninistischen Genossen und ihre Einschätzung der Nationalbolschewisten „vor Ort“ interessiert und möchten ihre Standpunkte näher kennenlernen, um damit auch unseren eigenen Standpunkt klarer zu bestimmen. Umgekehrt würden wir uns freuen, wenn unseren russischen Bolschewiki unsere Auseinandersetzung mit dem Nationalbolschewismus weiterhelfen kann und die marxistisch-leninistische Weltbewegung sich im Kampf gegen den Nationalbolschewismus vereint. Wir halten die Nationalbolschewisten für eine ernstzunehmende faschistische Gefahr, der man frühzeitig begegnen muss und nicht erst, „wenn es dafür bereits wieder zu spät geworden ist“.

Wir Marxisten-Leninisten versuchen stets von der Frage auszugehen, welche Klassen und Schichten den Nährboden für eine bestimmte politische Strömung bilden, insbesondere, wenn sie „die Revolution“ auf eine „rote“ Fahnen schreibt, wessen Klasseninteressen der Nationalbolschewismus dient, aus welchen Klassen er hervorgeht und unter welchen spezifischen gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen er heranwächst, welchen historischen Hintergrund er hat und auf welcher ökonomischen , materiellen Basis er beruht, in welche Richtung er sich wie entwickelt usw. usf.

Welche Kräfte versuchen die Nationalbolschewisten zu beeinflussen?

Es handelt sich vor allem um Kräfte einer Generation, die den Sozialismus Lenins und Stalins selber nicht mehr miterlebt haben, die also entweder unter dem Sozialfaschismus der neuen Kremlzaren oder in dem sich daraus entwickelnden „wilden Westen“ des heutigen Russlands herangewachsen sind und sich mit der gegenwärtigen Krise Russlands nicht abfinden wollen, die nach einer revolutionären Alternative suchen, also Leute, die sowohl den internationalen Kapitalismus unter US-imperialistischer Oberherrschaft, deren Lakaien in Russland, aber auch den Revisionismus an der Macht kritisch gegenüber stehen und sich nach Lenin und Stalin zurücksehnen, „wo es den Russen besser ging als heute“. Die Nationalbolschewisten versuchen diese Kräfte dahingehend zu beeinflussen, dass am Zerfall Russlands insbesondere der Marxismus Schuld sei, dass Russland das historische Kapitel des Marxismus beenden muss, damit ein neues, ein nationalbolschewistisches Russland entstehen kann. Für den Nationalbolschewismus ist der Marxismus ein Hindernis, das es aus dem Wege zu räumen gilt. Diese offen anti-marxistische Haltung ist es, die sich hinter den „revolutionär“-nationalistischen Losungen der Nationalbolschewisten verbirgt.

Wer aber den Kommunismus und den Marxismus-Leninismus ablehnt, kann kein wahrer Anti-Kapitalist sein. Das russische Kleinbürgertum zeichnet sich heute dadurch aus, dass es sich sowohl gegen die Diktatur der Bourgeoisie als auch gegen die Diktatur des Proletariats wehrt und zwischen beiden Klassen hin- und her schwankt, gegen die Zerreibung zwischen der Klassenpolarisierung von Bourgeoisie und Proletariat um so lautstarker gestikuliert, je mehr sich die antagonistischen Klassenwidersprüche in Russland verschärfen. Daher das Revoluzzertum von Teilen des Kleinbürgertums, die in das Proletariat hinabgeworfen werden. Es handelt sich also um Klassenkräfte, die dem Proletariat gegenüber feindlich gegenüberstehen, wobei jene Teile, die ins Proletariat fallen, umerzogen und der Sache des Proletariats unterstellt werden können, aber keinesfalls umgekehrt!! . Es ist also nicht auszuschließen, dass sich aus den Reihen dieser nationalbolschewistischen Kräfte vielleicht Bündnispartner für den Sturz des Putin-Regimes gewinnen ließen, die unser Ziel der Wiedererrichtung der Diktatur des russischen Proletariats in Taten unterstützen wollen. Doch diese taktischen Fragen ergeben sich aus dem Verlauf des Klassenkampfes selbst, und können nur zum Erfolg führen, wenn wir eine klare Demarkationslinie gezogen und uns ideologisch vom Nationalbolschewismus korrekt abgegrenzt haben, worum es hier in erster Linie geht. Das russische Proletariat muss wieder eine selbständige politische Kraft in Russland werden, muss sich von solchen politischen Strömungen wie den Nationalbolschewismus emanzipieren, braucht seine eigene Klassenvorhut, die Wiedererrichtung der bolschewistischen Partei Lenins und Stalins.

Welche Klassen haben sich in Russland herausgebildet?

Die Restauration des Kapitalismus hat die Sowjetunion erschüttert, zersetzt, hat einen stinkenden Leichnam aus ihr gemacht, die einst sozialistischen Klassenverhältnisse völlig beseitigt. Die heute herrschende Klasse ging unmittelbar aus dem Partei- und Statsapparat der Revisionisten an der Macht hervor. Sie besetzt heute noch die Schlüsselposition über den Besitz der Produktionsmittel, verfügt über die Eigentums- und Produktionsverhältnisse, beherrscht den Staatsapparat, das ganze öffentliche Leben und vor allem das russische Finanz- und Industriekapital. Aus der Fäulnis hat sich eine parasitäre, verschwendungssüchtige Bourgeoisie, Kouponabschneider, Neureiche genährt, eine neue „feine“, in großem Luxus lebende und offen protzende, rücksichtslose Elitegesellschaft, unter deren Herrschaft das russische Volk heute schwer zu leiden hat. Auf der anderen Seite also die große Mehrheit in Russland mit Armut, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Verwahrlosung, Hunger, katastrophale Zustände bei der sozialen und gesundheitlichen Versorgung, Gewalt und Prostitution auf den Straßen, Perspektivlosigkeit der Jugend, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, Drogen und Alkoholismus, Verfall der Sitten und Ausschweifungen, kultureller Verfall, Demoralisierung, nationale Unterdrückung, Fremdbestimmung, Verlust der Identität, Manipulation, Zensur, Bestechung, Kriminalität, Mord, politische Unterdrückung, staatliche Bespitzelung, Willkür und Gewalt, brutale Klassenjustiz, lokale Kriege, also alle möglichen Eiterbeulen eines neuen kapitalistischen Systems begegnen wir in Russland auf Schritt und Tritt, ein menschenverachtendes, monopolkapitalistisches Ausbeutungs- unf Unterdrückungssystem, ein faschistisches System, dass sich mit dem Feigenblatt des westlichen Parlamentarismus bedeckt und in Wirklichkeit mit dem Weltfaschismus der USA wetteifert. Die Entwicklung der Klassen in Russland folgt der Entwicklung der Klassen des Westens. Sie fügen sich in die Weltordnung des westlichen Imperialismus, in den reichen russischen Metropolen am schnellsten und krassesten, in den verarmten Provinzen etwas langsamer. Russland gehört zu denjenigen Gebieten der Welt, in denen die Klassenwidersprüche am schärfsten zum Ausdruck kommen, die Klaseenkonflikte sich am schnellstn zuspitzen und eine revolutionäre Situation herannaht, die Klassen in radikale Bewegungen und wo die Revolution auf der Tagesordnung steht. Die russische Bourgeoisie ist geschwächt durch die Weltkrise, kann nicht mehr so herrschen wie sie will und die Arbeiterklasse ist nicht mehr länger bereit, unter den elenden Verhältnissen weiter leiden zu müssen. Das Aufkommen des Nationalbolschewismus ist ein Anzeichen für die bevorstehenden Veränderungen Russlands – Vorbote des offenen Zusammenpralls von Revolution und Konterrevolution (wobei sich die Konterrevolution den russischen Massen gegenüber als „revolutionäre Erneuerungs“kraft präsentiert und die tatsächlichen revolutionären Kräfte des russischen sozialistischen Proletariats als „historisch erledigt“ betrachtet, weil diese sich von ihrem internationalismus nicht lossagen und nicht bereit sind, sich von der nationalistischen Knute niederpeitschen zu lassen, weil die wahrhaft kommunistischen Arbeiter in Russland nicht die Fremdenn hassen, sondern die nationalistischen Progrome der eigenen Bourgeoisie, weil die revolutionären Proletarier Russlands heute nicht bereit sind, sich und die ausländischen Klassenbrüder in einem erneuten imperialistischen Eroberungskrieg gegenseitig abzuschlachten für den Profit der russichen Monopolbourgeoisie, sondern bereit sind, ihre Diktatur des Proletariats zurückzuerobern und den Staat der russischen Bourgeoisie zu zerschlagen, so wie Lenin es lehrte und so wie das russische Proletariat es siegreich in der Oktoberrevolution zu einer historischen Tatsache werden ließ. Die Nationalbolschewisten haben es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese internationalistische Entwicklung des russischen revolutionären Proletariats in nationalistische Bahnen zu lenken, stellen sie sich mit ihren verlogenen „revolutionären“ Phrasen in Wirklichkeit in den Dienst der russischen Konterrevolution, handeln sie im Auftrag der neuen( alten) russischen Monopolbourgeoisie). Russland ist groß. Russland ist ein großer Staat - wie geschaffen für einen großen proletarischen Staat eines großen Proletariats. Russland vermehrt sein Proletariat stündlich, regeneriert stündlich seine alte große sozialistische Kraft. Russland ist immer noch Basis und Hebel der proletarischen Weltrevolution, und seine internationalistische Bedeutung ist heute noch höher einzuschätzen als noch zur Zeit der Oktoberrevolution – Russland geht einem neuen Oktober entgegen, und kein Nationalbolschewist kann diesen weltrevolutionären Weg des russischen Proletariats aufhalten, kein Nationalbolschewist kann die russische Monopolbourgeoisie vor ihrem unvermeidlichen Sturz retten.

Das Weltkapital ergreift zusehends Besitz von den „unbegrenzten Möglichkeiten“, billigen Arbeitsressourcen und Bodenschätzen, Absatzmarkt, kurz: reichlich Profitpotential, das Russland als riesiges Land zu bieten hat, erschließt es sich dort einen dicken Brocken des Weltmarkts, exportiert wie wild sein Finanz- und Industriekapital, zieht aus Russland Höchstprofite raus, schafft den Reichtum des Landes ins Ausland, und der russische Staat verdient dabei kräftig mit, stärkt daraus seine eigene Macht der Ausbeutung und Unterdrückung im eigenen Land, gerät in immer größere Abhängigkeit (Verschuldung) von den anderen Imperialisten , vergrößert gleichzeitig das weltimperialistische Gesamtsystem, auf das die russische Monopolbourgeoisie in zunehmendem Maße auch Einfluss zu gewinnen versucht und auf welches sie sich gleichermaßen stützt. Sie ist selber expansionistisch und strebt nach Welthegemonie und unterscheidet sich dadurch nicht wesentluich von allen anderen imperialistischen „Groß“mächten. Das heutige Russland tritt als Konkurrent auf dem Weltmarkt auf, ist einer von den imperialistischen Räubern der ganzen Welt. Es ist also selber ein imperialistisches Land, das andere Nationen ausbeutet und unterdrückt. In Russland herrscht die Monopolbourgeoisie und ihr monopolkapitalistischer Staat. Die mittlere Bourgeoisie ist vom Finanzkapital und den großen Konzernen der Industrie und des Handels abhängig und ist somit der Konzentration und Zentralisation des Kapitals, der Bildung und Ausdehnung der Monopole in Russland, der staatsmonopolistischen Kontrolle ausgeliefert. Sie verliert immer mehr Positionen im Apparat, die von einer immer kleiner und mächtiger werdenden Elite an sich gerissen werden. Insgesamt liegt es im Interesse des russischen Proletariats, nicht nur die Monopolbourgeoisie, sondern die gesamte Herrschaft der russischen Bourgeoisie zu stürzen und zu zerschlagen durch seine sozialistische Revolution. Die Kleinbourgeoisie, kleine Händler, Handwerker, Bauern, große Teile der Intellektuellen usw. – sie alle haben ebenfalls zu leiden, insbesondere diejenigen, die in zunehmenden Maße ins Proletariat hinabsinken. Nur eine kleine Minderheit steigt zur Bourgeoisie auf. Vom unteren Kleinbürgertum sind vor allem die Bauern betroffen. Die große Masse der armen Bauern und die Dorfarmut , sie sind nach wie vor die natürlichen Bündnispartner des russischen Proletariats im Kampf um ihre revolutionäre Befreiung. Die Arbeiterklasse leidet am meisten, denn sie wird am brutalsten ausgebeutet, muss unter den schlimmsten Arbeitsbedingungen versuchen, ihre Familien am Leben zu erhalten. Ein Kollege nach dem anderen wird arbeitslos und weiß nicht wie er überleben soll. Viele haben noch nicht mal ihren Lohn bekommen, monatelang und jahrelang nicht. In den von den ausländischen Firmen aufgebauten Fabriken, wo die Arbeitsbedingungen zum Teil etwas besser und die Löhne etwas höher sind, wächst auch wieder eine neue Schicht der Arbeiteraristokratie heran. Doch diese Lohn- und Arbeitsunterschiede gleichen sich mit der Zeit wieder aus und beschleunigen nur die Verelendung des russischen Proletariats insgesamt und damit auch die Verschlechterung der Gesamtsituation des Weltproletariats auf dem internationalen Arbeitsmarkt durch das internationale Lohndumping. Das russische Industrieproletariat der Großbetriebe, insbesondere in der Metallidustrie und im Bergbau, ist der revolutionäre Kern des russischen Proletariats, der fähig ist, die Revolution in Russland anzuführen. Das Lumpenproletariat vermehrt sich und verkauft sich für ein Stück Brot an die Bourgeoisie, um das Proletariat zu verraten. Die russische Mafia herrscht über das russische Volk, brutal, rücksichtslos und weitet ihren Machtbereich im reichen Ausland immer mehr aus. In Russland polarisiert sich der Klassenwiderspruch zwischen Bourgeoisie und Proletariat schneller als in allen anderen imperialistischen Ländern. Die Epoche des Untergangs des Imperialismus und des Sieges der proletarischen Revolution – wie Lenin das verausgesagt hat, ist heute in Russland am deutlichsten zu erkennen. Dem Wesen nach hat sich seit dem Verrat der Revisionisten nichts geändert, die gleiche Mafia ist immer noch an der Macht, verschachert seine Ressourcen an das internationale Kapital, füllt sich die eigenen Taschen – Alles ist nur noch viel schlimmer und extremer, offener geworden. Armut und Reichtum steigen gleichermaßen ins Unermessliche.

Der gegenwärtige Antikommunismus ( vom Westen importiert) wird immer offener in Russland vorangetrieben, ist die Grundlage der aggressiven Ideologie und Politik des russischen Imperialismus, bringt die Interessen der russischen Monopolbourgeoisie zum Ausdruck und ist bestrebt, einerseits den Drang der Jugend nach Protestaktionen, neuen umstürzlerischen Ideen und andererseits ihre politische Unerfahrenheit auszunutzen, insbesondere die Diffusion von Kapitalismus und Sozialismus, deren angebliche Überwindung durch eine neue, freie, ideale Welt, moderne Formen von „Anti-Systemen“, die geeignet sind, die Jugend später wieder ins System zu integrieren. Das sind dem Wesen nach vor allem solche Modelle, die den Klassenkampf für veraltet, überholt und schädlich halten. In Russland ist es insbesondere für die Bourgeoisie wichtig, die Jugend vom Weg zurück in den Sozialismus abzuhalten, den Sozialismus als Vergangenheit zu bewältigen und ihn für Gegenwart und Zukunft für ungeeignet und unbrauchbar zu erklären, denn nirgends auf der Welt ist der Sozialismus tiefer in einem Volk lebendig als in Russland. Das ist nicht nur für die russische, sondern für die ganze Weltbourgeoisie immer noch eine tickende Zeitbombe, die zu jeder Zeit hochgehen kann und für deren Entschärfung ein großer Aufwand betrieben werden muss. Der Einfluss der alten sozialistischen Gesellschaft auf die Jugend ist durch aus wieder vorhanden, ist lebendig und kann von niemandem und durch nichts auf der Welt unterbunden werden, weder durch den Revisionismus noch durch den offenen Anti-kommunismus. Diese Tatsache ist für uns Marxisten-Leninisten in der ganzen Welt von außerordenlich großer Bedeutung, und das macht es uns auch zur Pflicht, uns mit dem Nationalbolschewismus kritisch auseinanderzusetzen, der gerade zum Ziel hat, die Jugend vom Marxismus-Leninismus fernzuhalten. – Bei den Nationalbolschewisten hat der Marxismus-Leninismus keinen Platz. Sie wollen nicht, dass die führende Arbeiterklasse und ihre bolschewistische Partei den Charakter ihren neuen Staat bestimmen. Sie wollen nicht, dass die Arbeiterklasse sich mit den anderen werktätigen Klassen und Schichten verbündet zur der Wiedererrichtung des Sozialismus als erneuten Schritt zum Kommunismus. Sie wollen nicht, dass die Arbeiterklasse aus dem Verrat der Revisionisten die richtigen Konsequenzen zieht und sich wieder dem Marxismus-Leninismus zuwendet, setzen den proletarischen mit dem bürgerlichen Sozialismus gleich, um die Massen vom proletarischen Sozialismus fernzuhalten

Die Ideologien des Antikommunismus sind ständig, auch in Russland, bemüht, die alten Thesen und Theorien „neu“ zu formulieren, um sie den besonderen Bedingungen und Anforderungen der historisch entstandenen russischen Verhältnisse anzupassen. Ein Ergebnis ihrer Aktivität ist auch die Theorie der „Entideologisierung“. Diese Theorie wird auch von den Führern der Nationalbolschewisten dankbar aufgenommern. Die Ideologie und der ideologische Kampf halten sie für überholt als anachronisch, sinnlos und überflüssig, besonders aber die Ideologie des Marxismus-Leninismus. Mit der Entideologisierung bemühen sich die Nationalbolschewisten, die Tiefe Krise der bürgerlichen Ideologie im Westen durch eine „neuformulierte“ bürgerliche Ideologie des Ostens zu ersetzen und damit den Marxismus-Leninismus zu bekämpfen. Karl Marx und Friedrich Engels haben in ihrem Werk „Die deutsche Ideologie“ vom „Ende der Ideologie“ gesprochen, sie meinten aber damit nicht dasselbe wie die Nationalbolschewisten. Sie meinten damit nur die bürgerliche, idealistische Ideologie, das gesamte internationale System aller Anschauungen der niedergehenden Klassen, die an der wissenschaftlichen Widerspiegelung der historischen Realität von Kapitalismus und Sozialismus nicht interessiert sind, weil sich das gegen sie richten würde. Darum stellen sie die realistischen Verhältnisse „wie in einer camera obscura auf den Kopf“ (Marx, Engels, Die Deutsche Ideologie, Werke Band 3, Seite 26, dt. Ausgabe).

Jede „anti-kapitalistische“ Strömung ist erlaubt mit Ausnahme der sozialistischen, der einzig wirklichen antikapitalistischen Strömung, die heute von der Bourgeoisie in Russland dem Revisionismus gleichgesetzt wird, also als eine Ideologie, die zur Restauration des Kapitalismus führt. Alle Kombinationen und Verflechtungen des „linken“ Radikalismus mit dem Nationalismus sind geeignet, um die revolutionäre Jugend vom Kommunismus abzuhalten. Auch, wenn heute der Staat noch empfindlich reagiert, so werden sich diese Strömungen im Laufe der Zeit anpassen, wird der Staat in zunehmendem Maße „toleranter“ mit ihnen umgehen, wird er ihren Nutzen immer besser begreifen und sie als Vervollständigung des Alltagsbildes der „gut funktionierenden“ kapitalistischen Gesellschaft akzeptieren. Die russische Bourgeoisie wird mit diesem Problem schneller fertig werden, als die westlichen Länder, denn sie kann von den Erfahrungen der Kontrolle und der Instrumentalisierung der „linken“ Strömungen des Westens lernen. Die anti-marxistisch-leninistischen politischen Strömungen sind allesamt von der Bourgeoisie gekauft. Der beste Prüfstein für die Kraft einer politischen Strömung, für die Aussicht auf ihren Erfolg ist es, auf dem Markt politisch neuer Ideen anerkannt zu werden, also auf dem Markt, den die monopolkapitalistische Klasse finanziert, kontrolliert und beherrscht. Das trifft auch auf dem Markt der „anti-amerikanischen Strömungen“ zu, die nicht nur der CIA organisiert. Auch die russische Monopolbourgeoisie tritt schon seit langem auf dem Markt der „anti-imperialistischen“ Strömungen auf, um davon zu profitieren. Der Maoismus ist für Russland keine Gefahr. Im Gegenteil, auch dort versucht die Bourgeoisie die Mao Tsetungideen, den Anarchismus, Guervarismus, Castro-ismus, alle Spielarten des kleinbürgerlichen Revoluzzertums als „revolutionär“ hinzustellen, um damit den Marxismus-Leninismus zu diskreditieren und seine Wiedergeburt in Russland zu untergraben. In Russland soll das kleinbürgerliche Revoluzzertum helfen, die Zurückeroberung des Sozialismus zu verhindern. Wie wir heute in Russland sehen, lenken die kleinbürgerlichen Ideologen des Antikommunismus die rebellierende Jugend in die falschen Bahnen des Revoluzzertums, wird die Zurückeroberung des Sozialismus mit der Zurückeroberung des Revisionismus mit all seinen reaktionären und sozialfaschistischen Taten gleichgesetzt. Es ist klar, dass wir Marxisten-Leninisten die ideologischen Führer der radikalisierten Jugend mit ihrer Basis nicht gleichsetzen. Die einen werden wir bekämpfen, die anderen kameradschaftlich zu überzeugen versuchen.



Je höher heute die imperialistische Welle über die Erde rollt, je verheerender und katastrophaler sie die ganze Menschheit in ihren Strudel zieht, desto schneller erzeugt sie ein Anwachsen einer Empörungs-, Widerstands- und Befreiungswelle aller Unterdrückten und Ausgebeuteten auf dieser Erde, die Vorboten der sozialistischen Weltrevolution. Dieses größte historische Ereignis in der Geschichte der Befreiung der Menschheit kündigt sich jetzt an. Es kann durch nichts aufgehalten werden – auch nicht durch die neuen nationalistischen Bewegungen. Mit der rapiden Einverleibung Russlands erzeugt der Weltimperialismus gerade in diesem Land eine rapide Entwicklung des Klassenkampfes nicht nur dort, sondern auch in Europa und der ganzen Welt. Mit dem Nachholbedarf des Weltkapitalismus in Russland wird auch der anti-revisionistische Nachholbedarf des Sozialismus in Russland befriedigt, ist die sozialistische Renaissance in Russland vorausbestimmt, ist sie ein noch größerer Impuls für die Ausbreitung der sozialistischen Weltrevolution als noch zu Zeiten Lenins und Stalins.

Dem Strom des Grundgesetzes des Kapitalismus folgend ist die nationalistische Welle heute nicht zufällig weltweit im Steigen begriffen, denn sie ist die logische und natürliche Folge des riesigen Wellentals, das die kosmopolitische, gewaltige und gewaltsame Globalisierungswelle des Weltkapitals hinterlässt, die durch die Weltkrise zum Ausbruch kam und sich über die ganze Welt ergoss und nationale Schranken niederriss, nachdem die sozialistischen Dämme brachen, die die sozial-faschistischen Ratten zuvor von innen untergraben hatten. Das Wesen der nationalen Unterdrückung ist im Wesen des Imperialismus begründet. Der von der objektiven Gemeinsamkeit der Grundinteressen des internationalen Proletariats getragene proletarische Internationalismus ist daher dem internationalen Kapital, seiner Politik und Ideologie von vornherein entgegengesetzt. Der heutige antinationale Charakter des Nationalismus offenbart sich im Stadium des imperialistischen Kapitalismus am deutlichsten. Die Imperialismus-Analyse Lenins ist also nicht nur für den heutigen Weltimperialismus generell aktuell, sondern trifft insbesondere auf die russischen Verhältnisse zu.

Am Bau von solchen Dämmen, um den Globalisierungsstrom von Amerika weg ins eigene, gelobte Land ( zum Beispiel nach Russland und Europa) umzulenken, werden wir Marxisten-Leninisten uns nicht beteiligen. - Alle „antikapitalistischen“ - nichtsozialistischen „Neuschöpfungen“ laufen stets und gesetzmäßig immer wieder nur auf eines hinaus – auf Kapitalismus und nichts als auf Kapitalismus! – Das einzige „Kraut, was gegen den Kapitalismus gewachsen“ ist, bleibt der proletarische (anti-revisionistische, internationalistische) Sozialismus!!

Genosse Stalin, einer der Klassiker des Marxismus-Leninismus, hob hervor:

„Hervorgehoben sei, dass unser Land einstweilen das einzige Land war, bereit, den Kapitalismus zu stürzen. Und unser Land hat tatsächlich den Kapitalismus gestürzt und die Diktatur des Proletariats aufgerichtet“ (Stalin, Werke Band 11, 18. März 1929).

Man sollte auf den ersten Blick meinen, dass die Nationalbolschewisten von dieser unwiderlegbaren Wahrheit als Grundlage ihres politischen Handelns ausgehen würden. Weit gefehlt!! Genau diese Wahrheit bestreiten die Nationalbolschewisten nämlich – und das wohlgemerkt, obwohl sie Stalin auf ihr Banner geschrieben haben. "`We knocked down autocracy and capitalism`, the Bolsheviks said. They knocked down the autocracy but there was no capitalism“ (zitiert aus Limonkas Artikel: „Kapitalismus und Sozialismus – siamesische Zwillinge“ - veröffentlicht auf der homepage der NBP – Nationalbolschewistische Partei Russlands. Es handelt sich dabei um das Kapitel 14 des Schlungstextes für Nationalbolschewisten „Another Russia“ - herausgegeben von Edward Limonow, mit welchem wir uns noch näher beschäftigen werden).

Unsere

Grundthese

zur Einordnung der Ideologie des Nationalbolschewismus heißt:

Die Wurzel des Nationalbolschewismus, die ganze politische Linie der Nationalbolschewisten, Sinn und Zweck ihres Daseins ist die Abgrenzung vom Marxismus-Leninismus mittels Anpassung des Bolschewismus an den Kosmopolitismus des Imperialismus, der in Nationalismus gehüllt ist, genauer in einen „groß“russischen Neo-Nationalismus. Der Nationalbolschewismus ist ein Abgesang des verfaulten, sterbenden, russischen Sozialimperialismus, träumt von der Wiederauferstehung des zaristischen Reiches, ist eine konterrevolutionäre Ideologie der heute herrschenden russischen Monopolbourgeoisie, ist Verschleierung imperialistischer Politik durch nationale Ideologie.

Was das für internationale politische Konsequenzen hat, wollen wir hier ganz offen und frei heraus kundtun:

Der in Nationalbolschewismus verhüllte Kosmopolitismus , hervorgegangen aus dem Hegemoniestreben der russischen Sozialimperialisten, soll dem Weltimperialismus reibungslos beim Umzug von New York nach Moskau helfen, um ihn vor der Pleite zu retten, denn in den USA ist er nun schon zu lange, dort kann er sich nicht mehr entwickeln, dort droht er, sich durch seinen eigenen Parasitismus, seine eigene Fäulnis all zu schnell zu zerstören. Raketen sind Magneten, da soll New York nicht zum Totenbett des internationalen Finanzkapitals werden. Der Weltimperialismus soll sich in Moskau auskurieren, soll sich dort von seinem parasitären Ballast befreien und sich dort einigen Schönheitsoperationen unterziehen, da ihn - so wie er heute aussieht - keiner mehr in der Welt lieb hat (sprich: der Weltimperialismus ist besser in einem Land untergebracht, das die „Welt vom Satan befreit“, als in einem Land, das Sinnbild für den Satan und seit dem 11. September auch ein zu heißes Pflaster geworden ist. So ein vorgetäuschter „internationaler Befreiungs“krieg vom Joch Amerikas würde von der Welt viel eher begrüßt werden als ein „Verteidigungs“krieg von amerikanischen Weltherrschern. Beliefern kann man beide Seiten mit Material, das brächte viel mehr Gewinn als nur für die Kriegswirtschaft der USA.

„Unter russischer Schirmherrschaft wird`s dir besser ergehen als bei den Amerikanern!“ – das wollen die Nationalbolschewisten den Weltfinanziers versprechen, und diese freundliche Einladung ist auch schon bis New York vorgedrungen – die Nationabolschewisten jubeln, dass sie schon bei einigen Interessenten auf Sympathie stoßen – das verspricht, ihren Zielen nach Selbstverwirklichung von „Brüderlichkeit, Sex und Befreiung von der Arbeit“ ein großes Stück näher zu kommen! Und dem Weltimperialismus ist es egal, wer ihm das Bett macht, hauptsächlich er kann von überall aus dem Gesetz des Strebens nach Maximalprofiten leichter folgen als bisher – und Eurasien ist schon mal ein größeres Bett als das zu eng werdende Bett der USA. Man wäre auch zentraler dran am Welt(kriegs-)geschehen. Aus Russland kann man die Waffen „schneller an den Mann bringen“ als aus Amerika, denn die profitable Zone liegt zwischen Gibraltar und Wladiwostock und nicht zwischen Texas und New York – ein ohnehin zu verschwenderisches sprich: zu kostenträchtiges Pflaster. Die Geschäfte könnten woanders noch besser laufen als in den USA, da schöpfen noch zu viele den Rahm ab, woanders könnte man den Elitekreis des Finanzkapitals noch verkleinern – ohne zu hohe Reibungsverluste, versteht sich. Also alles in allem, eine schöne neue Welt – ohne Satan, ohne Kapitalismus, ohne Sozialismus – das Kapital wird sein Ziel erreichen und „länger“ leben als die kapitalistische und die sozialistische Welt! Und liegt sie in Schutt und Asche, naja, es ist doch nicht schade drum, dann wird das Kapital eben wieder ganz von vorne anfangen, sich zu vermehren und wird die Welt erneut „beglücken“.

Der Weltimperialismus will nicht in Amerika untergehen, er wird sein sinkendes Schiff rechtzeitig versuchen zu verlassen: „Sollen doch die USA ruhig verrecken, solange es mir dort gut ging, war das Geschäft „bombig“. Ich bin der größte vaterlandslose Geselle der Welt – da brauche ich mich nicht von nationalen Krisen einengen, von nationalen Grenzen nicht einsperren lassen, denn ich bin zu nichts anderem da als zu `grenzenlosem` Profit!“

Russland ist immer noch attraktiv fürs Kapital, reich an Schätzen und den Sozialismus hat es historisch auch schon „bewältigt“ – wie praktisch – dafür haben die Revisionisten schon vorgesorgt- und das Zentrum des Weltkapitals in der ehemaligen Sowjetunion Lenins und Stalins zu errichten – das hat schon etwas Triumphales und Abschreckendes für alle „Ewig-Gestrigen“, die darin den Hebel und die Basis der sozialistischen Weltrevolution sahen. Verwandlung des Hebels und der Basis der sozialistischen Weltrevolution in den neuen Hebel und die neue Basis einer „klassenlosen“ Gesellschaft, in der jeder nach Herzenslust Profit machen kann, friedliche Zeiten für die Akkumulation des Kapitals - da muss das Herz jedes Antikommunisten höher schlagen. Warum also die Hand ausschlagen, die die Nationalbolschewisten entgegenstrecken? Bevor der Sozialismus vielleicht auch noch nach Amerika käme, (welch ein Alptraum!) und wohl noch das Zentrum des Weltkapitals dort an sich reißt – dann doch lieber in ein Land umziehen, das den Sozialismus bereits „hinter“ sich hat und noch ausreichend Erfahrung vorhanden ist wie man mit dem Sozialismus fertig wird, wenn er sich trauen sollte, zurückzukommen – wenn nicht in Russland, wo denn sonst? Sollen die ruhig ihren Lenin und Stalin im Land behalten, aber Marx und Engels sollen als „vaterlandslose Gesellen“ dahin abgeschoben werden, wo sie hergekommen sind. Mag dieses Szenario auch übertrieben sein und weit hergeholt klingen, aber ein Kern Wahrheit mag darin enthalten sein. Ein System, das selber weiß, dass es dem Untergang geweiht ist, hält sich an dem schwächsten Strohhalm fest, klammert sich an jede Idee, die den Ausweg aus der aussichtslosen Lage verspricht. Nun, die Idee, die Supermacht Amerika durch die Supermacht Russland abzulösen, ist bekanntlich kein Hirngespinst, ist nicht neu. Das Ziel, dass die russischen Sozialimperialisten damals verfolgten, wird heute (nur in modernerer Form) weiter verfolgt, nämlich Russlands Weltherrschaft zu erobern. Damals war Stalin dabei im Wege, heute wird er gebraucht und mit ihm Mao, Che und Castro. Lenin wird beibehalten und Marx und Engels sind rausgeflogen. Mit diesen neuen Leitfiguren tritt heute der russische Nationalbolschewismus auf, um die Welt zuerobern, nicht mehr wie die Revisionisten in Worten marxistisch-leninistisch, sondern ganz offen antimarxistisch-nationalistisch – in Taten imperialistisch. Verwandlung des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus in offenen Imperialismus und Faschismus. Die Nationalbolschewisten befreien den russischen Imperialismus von seiner lästig gewordenen sozialistischen Hülle.

Das zentraler gelegene Russland könnte auf diesem Wege den Weltimperialismus vor seinem Untergang „retten“, indem es das marode,verfaulte weltimperialistische System der USA beseitigt und an seiner Stelle ein neues Reich errichtet – das „eurasische Reich von Gibraltar bis Wladiwostock“ – ein imperialistisches, russisches Bollwerk, das der sozialistischen Weltrevolution und dem Kommunismus vielleicht besser standhalten könnte. Das „eurasische Reich“ der Nationalbolschewisten sichert die russische Weltherrschaft - ein Traum, den die russischen Sozialimperialisten ihrerzeit noch nicht verwirklichen konnten, aber dessen Weg sie in jahrzehntelangem Kampf ebneten. Das riesige Russland wäre ein glänzender Boden und mächtiger Ausgangspunkt für die Expansion eines ungeheuren Territoriums, das die wichtigsten Schätze dieser Welt beinhaltet – mit eben viel größerem Standortvorteil gegenüber dem amerikanischen Imperialismus, ja selbst gegenüber dem imperialistischen Europa. Verhinderung eines sozialistischen Eurasiens, das für den Weltsozialismus von größtem Vorteil wäre, durch russische Militärstiefel zu verhindern – das ist der Auftrag, den die Nationalbolschewisten im Namen ( nicht nur!) der russischen Monopolbourgeoisie bereit sind zu erfüllen.

Die Nationalbolschewisten schwenken also wild die rote Fahne, um die „Fremdherrschaft des Kapitals“ von Amerika nach Russland zu transferieren und auf den Kopf zu stellen, damit seine internationale Vergesellschaftung zu verhindern und den Massen den Weg zum internationalen Sozialismus gewaltsam zu versperren, was nichts anderes heißt, als den Sozialismus sowohl im Westen als auch im Osten an die Kette des eurasischen Reiches zu legen – eben russischer „Nationalsozialismus“ - .d.h.: der nach vorne gestreckte Arm des Hitlergrußes wurde von der NBP übernommen und nur durch unsere bolschewistische Faust ersetzt. Ebenso wurde die Parteifahne der deutschen Faschisten übernommen und nur das Hakenkreuz mit Hammer und Sichel ausgetauscht. Nichts bringt klarer zum Ausdruck als diese symbolische Verknüpfung, auf welcher Ideologie das neue, „groß“russische Reich der NBP beruhen soll: Die brauchbaren Elemente des Hitlerfaschismus mit den brauchbaren Elementen des Bolschewismus werden zur Errichtung des ideologischen Gebäudes des Nationalbolschewismus verwendet, also eines Gebäudes, das angeblich den beiden „siamesischen Zwillingen“ - Kosmopolitismus des US- Kapitalismus und Weltherrschaft des internationalen Marxismus – haushoch „überlegen“ sei, und damit ein Krieg gegen beide erfolgreicher und profitabler machen würde. Wenn Stalin und Hitler das „nationalbolschewistische eurasische Reich“ schon früher gemeinsam errichtet hätten, so die Nationalbolschewisten, wäre der „Satan USA“ besiegt und die Gefahr des internationalen Marxismus „beseitigt“. Durch den 2. Weltkrieg aber wurde der „Satan USA“ der „lachende Dritte“ auf Kosten Deutschlands und Russlands. Da der Nationalbolschewismus rechte und „linke“ Elemente gezielt in sich zu vereinigen sucht, will er ihre ihnen innewohnende Feindschaft „neutralisieren“ und sie sich dadurch nutzbar machen. Wird die Partei zu rechtslastig, wird sie von den „linken“ Kräften ausbalanciert; wird sie zu „links“lastig, wird sie von den eigenen rechten Abwehrkräften wieder ins Gleichgewicht gebracht – ein recht widerstandsfähiger Organismus, der auch Mao in ähnlicher Weise dazu verhalf, aus China eine Supermacht zu machen mit der chinesisch-revisionistischen Formel der Vereinigung nationalistischer und „sozialistischer“ Elemente gegen den Sozialismus. Verjüngungskuren des Kapitalismus durch Aufnahme frischen „sozialistischen“ Blutes - das ist eins der Rezepte, mit der sich die Weltordnung des Imperialismus heute retten soll.

Aber wie nehmen die Nationalbolschewisten das frische „sozialistische“ Blut in sich auf, ohne sich erstens damit ihren eigenen Nationalismus zu vergiften und zweitens ohne dass es eigenmächtig der Kommunistischen Internationale zufließt? Das möchte das Kapital schon vorher gerne wissen, um sicher zu gehen. Die Nationalbolschewisten teilen das sozialistische Gedankengut seiner Herkunft entsprechend nach Osten und Westen auf und binden ihn an die Gegnerschaft derjenigen die „Groß“Russland gegenüber wohlgesonnen sein werden und derjenigen die die Nationalbolschewisten als Feinde ansehen, egal ob es sich um kapitalistische oder sozialistische Feinde handelt – sie alle sind gemeinsam halt die „nationalen“ Feinde „Groß“-Russlands. ( Russia - a country that Marx openly disliked. (...) Marx came up with his biting opinion about Russians: "A mix of the psychology of a slave and of the Mongol world conqueror" – Zitat von Limonka „capitalism and socialism – siamese twins“ - homepage der Nationalbolschewistischen Partei im Internet. Dass die Oktoberrevolution den Marxismus bestätigte, das bestreiten die Nationalbolschewisten!).

Die Nationalbolschewisten tragen Lenin als Heiligenbild vor sich her, der von einem “konterrevolutionärem russischen Volk“ (zum Beispiel 1848) sprach. Wollen wir doch mal Lenin zu Wort kommen lassen, um zu beweisen, dass die Nationalbolschewisten gar nicht auf der Seite Lenins stehen können, weil dieserauf der Seite von Marx stand, der zu revolutionären nationalen Kriegen gegen den Absolutismus aufrief, also auch 1848 und später zum Krieg gegen Russland. Lenin stand auch auf der Seite von Friedrich Engels, der den revolutionären Nationalhass der Deutschen gegen den russischen Zarismus geschürt hat. Heute aber den nationalen Hass zu schüren, wie es die Nationalbolschewisten tun, heißt nur noch, den Hass gegen die Völker, gegen die Proletarier aller Länder zu schüren, da wir in der Epoche des Imperialismus und nicht mehr in der Epoche des Absolutismus leben, heißt nur noch, Lenin hassen und verachten.

Leninzitat aus: „Zusammenbruch der II. Internationale“ Band 21, Seite 214:

„Nebenbei bemerkt, bezeichnet Herr Gardenin in der `Shisn` zwar als `revolutionären Chauvinismus`, aber immerhin als Chauvinismus, dass Marx 1848 für den revolutionären Krieg gegen diejenigen Völker Europas eintrat, die sich in der Tat als konterrevolutionär erwiesen hatten, nämlich `die Slawen und insbesondere die Russen`. Ein solcher Vorwurf gegen Marx beweist nur ein übriges Mal den Opportunismus (oder – richtiger: und -den absoluten Unernst) dieses `linken` Sozialrevolutionärs. Wir Marxisten waren und sind stets für den revolutionären Krieg gegen konterrevolutionäre Völker. Würde zum Beispiel der Sozialismus in Amerika oder in Europa im Jahre 1920 siegen und sollten dann, nehmen wir einmal an, Japan und China – sei es auch zunächst nur auf diplomatischem Wege – ihre Bismarcks gegen uns in Bewegung setzen, so würden wir für einen revolutionären Angriffskrieg gegen sie eintreten.“


Die Nationalbolschewisten greifen Marx an, um den Zarismus ganz offen zu verteidigen! Der Revolutionär Marx war aber gegen den reaktionären Zarismus, gegen dessen Allmacht und seinem vorherrschenden reaktionären Einfluss auf die demokratische Entwicklung des europäischen Westens Mitte des 19. Jahrhunderts. Lenin verteidigte Marx zu Recht, wenn er sagt:

„Die Richtigkeit dieser Ansicht erhielt ihre höchste anschauliche und faktische Bestätigung 1849, als das russische Leibeigenheer den national-freiheitlichen und revolutionär-demokratischen Aufstand in Ungran niederwarf. Von dieser Zeit an bis zum Tode von Marx, ja sogar später, bis 1890, als ein reaktionärer Krieg des Zarismus im Bündnis mit Frankreich gegen das nicht-imperialistische, aber national unabhängige Deutschland drohte, trat Engels vor allem und am stärksten für den Kampf gegen den Zarismus ein. Aus diesem und nur aus diesem Grunde waren Marx und Engels gegen die nationale Bewegung der Tschecjen und Südslawen. Ein kurzer Einblick in das, was Marx und Engels in den Jahren 1848/49 geschrieben haben, wird jedem, der sich für den Marxismus nicht nur interessiert, um ihn mit einer Handbewegung abzutun, zeigen, dass Marx und Engels damals klar und eindeutig `ganze reaktionäre Völker`, die als `russische Vorposten` in Europa dienten, den `revolutionären Völkern` - Deutschen, Polen und Ungarn – gegenüberstellten. Das ist eine Tatsache. Und auf diese Tatsache ist damals zweifellos richtig hingewiesen worden, denn 1848 fochten die revolutionären Völker für die Freiheit, deren Hauptfeind der Zarismus war, während die Tschechen usw. wirklich reaktionäre Völker, Vorposten des Zarismus waren. Was sagt uns dieses konkrete Beispiel, das wir konkret analysieren müssen, wenn wir dem Marxismus treu bleiben wollen? Nur, dass 1. die Interessen der Befreiung einiger großer und größter Völker Europas höher stehen als die Interessen der Befreiungsbewegungen kleiner Nationen; 2. dass die Forderung der Demokratie im gesamteuropäischen Ausmaß – jetzt muss man sagen: im Weltmaßstab – betrachtet werden muss und nicht isoliert. (...) Ein Volk kann nicht frei sein, das andere Völker unterdrückt.

Wenn die konkrete Situation, von der Marx in der Epoche des vorherrschenden Einflusses des Zarismus in der internationalen Politik stand, sich wiederholen sollte, z.B. in der Form, dass einige Völker die sozialistische Revolution beginnen ( wie 1848 in Europa die bürgerlich-demokratische Revolution begonnen wurde), andere Völker sich aber als Stützpfeiler der bürgerlichen Reaktion erweisen sollten – so müssten auch wir für einen revolutionären Krieg gegen sie sein, für ihre `Niederwerfung`, für die Zerstörung aller ihrer Vorposten eintreten, ganz gleich, welche kleinen nationalen Bewegungen hier auch hervortreten mögen. Folglich dürfen wir die Beispiele der Marxschen Taktik nicht beiseite werfen – das hieß sich in Worten zum Marxismus bekennen, in der Tat aber mit ihm brechen -, sondern müssen aus der konkreten Analyse dieser Beispiele unschätzbare Lehren für die Zukunft ziehen. Die einzelnen Forderungen der Demokratie, darunter das Selbstbestimmungsrecht, sind nichts Absolutes, sondern ein kleiner Teil der allgemein-demokratischen (jetzt: allgemein-sozialistischen) WELT-Bewegung. Es ist möglich, dass in einzelnen konkreten Fällen der Teil dem Ganzen widerspricht, dann muss man den Teil verwerfen. Es ist möglich, dass die republikanische Bewegung in einem Lande nur das Werkzeug einer klerikalen oder einer finanzkapitalistisch-monarchistischen Intrige anderer Länder ist – dann dürfen wir diese gegebene, konkrete Bewegung NICHT unterstützen; es wäre aber lächerlich, aus diesem Grunde die Losung der Republik aus dem Programm der internationalen Sozialdemokratie hinauswerfen zu wollen. (...) Damals war die westeuropäische Demokratie, die die größten Nationen befreite, gegen den Zarismus, der einzelne kleine nationale Bewegungen zu reaktionären Zwecken ausnutzte. Jetzt steht das Bündnis des zaristischen Imperialismus mit dem fortgeschrittenen kapitalistischen europäischen Imperialismus auf der Basis ihrer gemeinsamen Unterdrückung einer Reihe von Nationen dem sozialistischen Proletariat entgegen, das in ein chauvinistisches, `sozialimperialistisches`und ein revolutionäres Proletariat gespalten ist. (...) Heute geht es gegen die ausgerichtete Einheitsfront der imperialistischen Mächte, der imperialistischen Bourgeoisie, der Sozialimperialisten, für die Ausnutzung aller nationalen Bewegungen gegen den Imperialismus im Interesse der sozialistischen Revolution. Je reiner der Kampf des Proletariats gegen die gesamte imperialistische Front jetzt ist, um so aktueller wird offenbar das internationale Prinzip: Ein Volk kann nicht frei sein, das andere Völker unterdrückt“ (Lenin, Band 22, Seite 348-350).


Die Nationalbolschewisten können nicht wirklich für die Rückgabe der US-imperialistischen Beute sein, wenn sie nicht gleichzeitig für die Herausgabe der Beute der Monopolkapitalisten Russlands sind. Darüber hüllen sie sich in Schweigen!

Die Nationalbolschewisten versuchen sich insbesondere an dem Kunststück, die Klassiker Lenin und Stalin, den vorangegangenen Klassikern Marx und Engels entgegenzustellen, wobei sie sich zu Enver Hoxha noch nicht geäußert haben, dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, der bisher als einziger auf der Welt den Faschismus in Sozialismus verwandelt hat – also eine unserer schärfsten Waffen gegen den Nationalbolschewismus ist !!!! Auf diese Weise, also des nationalistischen Herausbrechens Lenins und Stalins aus dem internationalistischen Gebäude des Marxismus-Leninismus soll dieses zum Einsturz gebracht werden. Das Schema, das die Nationalbolschewisten hierbei verfolgen ist klar zu erkennen: Die Nationalbolschewisten ordnen Marx und Engels, also den Marxismus dem Machtbereich des Westens zu, während sie Lenin und Stalin dem Machtbereich des Ostens zurechnen und vom proletarischen Internationalismus zu trennen versuchen. Internationalismus – ob kapitalistischer oder marxistischer Prägung = Feind; Nationalismus, ob kapitalistischer oder „sozialistischer“ Prägung = Freund. Diesem Schema werden auch die „Anti-Kapitalisten“ Che, Fidel und Mao angepasst – die gegenüber dem internationalen Marxismus-Leninismus „zuverlässige“ Leitbilder für die Nationalbolschewisten sind. Das Motto lautet: Alles, was gegen den westlichen Kapitalismus und den westlichen Marxismus ist, alles was vom östlichen Kapitalismus und östlichen Sozialismus für die nationalbolschewistische Bewegung brauchbar erscheint, versuchen sie in ihren nationalistischen Dienst zu stellen. Deswegen nicht mehr das Schema „links gegen rechts“, sondern das Schema „West gegen Ost“. Die Macht des Ostens soll die Macht des Westens ablösen - in diesen Strom sollen alle Strömungen zusammenfließen, ob sie nun „links“ oder rechts sind . So geben sie sich den Nimbus eines „Befreiers“ und „Retters“ der Welt aus den Klauen der westlichen Welt, leugnen sie den Klassencharakter der Welt, leugnen sie die Hegemonie des Weltproletariats, leugnen sie den proletarischen Internationalismus, leugnen sie den internationalen Charakter des Bolschewismus und versuchen sie diesen in einen nationalistischen „Bolschewismus“ zu verwandeln, nicht um die Weltherrschaft des Imperialismus überhaupt zu beseitigen, sondern – im Gegenteil – den Weltimperialismus in Wirklichkeit zu retten, indem sie den westlichen Imperialismus dem östlichen Imperialismus unterzuordnen versuchen. Das sagen die Nationalbolschewisten natürlich nicht, aber ihre Politik läuft darauf hinaus. Ein treuer Lakai, dem Imperialismus aus der Patsche zu helfen ( – und damit nicht zuletzt auch dem amerikanischen Imperialismus aus der Patsche zu helfen, was sich die Nationalbolschewisten natürlich gebührend bezahlen lassen!). Nationalbolschewismus bedeutet Raubpolitik, bedeutet Raubkrieg. Die NBP in Russland streckt ihre Hände nach Europa aus, um das neue Reich Eurasien zu erobern und den Konkurrenten USA mit Unterstützung Europas in einem Dritten Weltkrieg aus dem Weg zu räumen. Die Nationalbolschewisten sprechen heuchlerisch von der „Befreiung“ der Völker vom US-Imperialismus, um diese selber für eigene Profite auf die Schlachtbank zu führen. Die Nationalbolschewisten handeln nach der Devise: „Entweder Russland geht zugrunde oder wir machen Russland gesund und richten dafür andere zugrunde!“ Unterstützung der Reaktion im Innern und reaktionäre imperialistische Großmachtpolitik nach außen – das ist die Linie des russischen Nationalbolschewismus – das verbirgt sich hinter ihrem „Anti-Amerikanismus“ und ihren „Kampf“ gegen die Kräfte, die davon profitieren, Russland an den Westen zu verschachern. Es darf den Nationalbolschewisten nicht gelingen, die europäischen Völker auf der Schlachtbank eines Imperialismus zu opfern, der die Vorherrschaft des US-Imperialismus ablösen will, um sich selber die fetteste Beute zu sichern. Dahinter steckt der alte russische Großmachtchauvinismus, eine Allianz mit den europäischen Mächten einzugehen, um fremde Gebiete auszuplündern. Die Nationalbolschewisten bieten sich als Alternativpartner an, der zukünftig einen größeren Beuteanteil garantiert als den, der vom gegenwärtigen amerikanischen Partner zugestanden wird.Die eurasischen Völker in Kanonenfutter verwandeln im imperialistischen Krieg um die Ablösung der Vorherrschaft des US-Imperialismus durch den russischen Imperialismus. Wer mit in den Krieg zieht, dem wird versprochen, alte Rechnungen zu begleichen und dass die Kriegsbeute gerecht verteilt wird.


Es gibt jedoch Kräfte, die glauben, im Nationalbolschewismus einen „Schutzwall“ gegen das internationale Finanzkapital zu sehen.

Dieser Schutzwall kann aber tatsächlich nur durch die Führung des Weltproletariats gewährleistet werden, durch den internationalistischen, nicht durch den nationalistischen Kampf. [Wobei unser internationalistischer Kampf anfangs noch nationale Formen annimmt, der nationale Rahmen des internationalistischen Kampfes anfangs, also jetzt, noch eine größere Bedeutung hat als in der Endphase dieses Kampfes. Also: Formal auf den nationalen Rahmen bezogen - wird der Bolschewismus durch die unterschiedlichen nationalen Bedingungen differenziert angewandt, aber dem Wesen, dem Inhalt nach handelt es sich beim Bolschewismus um eine Taktik des gesamten Weltproletariats, stützt sich der Bolschewismus auf den proletarischen Internationalismus und nicht auf den bürgerlichen Nationalismus, der heute – wie bereits gesagt - zu nichts anderem führt als zur Verteidigung des Weltimperialismus gegen die proletarische Weltrevolution, gegen den Weltkommunismus!]

Nie und nirgends haben unterjochte Völker durch den Krieg des einen Volkes gegen ein anderes ihre „Freiheit“ errungen. Die Völkerkriege verstärken lediglich die Knechtung der Völker. Die Befreiung Russlands vom Weltimperialismus ist nicht möglich durch Stärkung des eigenen Imperialismus, sondern nur durch die Zerschlagung des russischen Kapitalismus, die Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats und die Zurückeroberung des Sozialismus Lenins und Stalins! Die Arbeiter in Russland werden im Kampf für die Zurückgewinnung ihrer Freiheit keine Opfer scheuen, denn sie erinnern noch sehr gut, dass nur die Oktoberrevolution die politischen Verhältnisse des russischen Lebens tatsächlich verändert hatten, dass nur die völlige Sicherung der Prinzipien und der Grundpfeiler des Marxismus-Leninismus imstande ist, den Sieg des Sozialismus über den Kapitalismus zu garantieren.

Wir können das hier nicht in allen Einzelheiten darstellen, aber bemühen uns, dafür einige wichtige Beweisstücke für die Bestätigung unserer These zu sammeln, dass der



Nationalbolschewismus nämlich im Grunde genommen eine

anti-marxistische und nicht etwa eine marxistische

Strömung

ist.

Die Nationalbolschewisten hängen dem Marxismus-Leninismus das Etikett des Fiktionalismus an [ jede Lehre, die dem Staat keinen Höchstprofit als Beweis für ihre Richtigkeit liefern kann, wird als „Fiktion“ auf den Abfalleimer der Geschichte geworfen. Der Wert einer Theorie steigt nur in dem Maße, wie sie sich für das Kapital als nützlich erwiesen hat oder zukünftig erweisen könnte ]; die Marxisten-Leninisten würden so tun „als ob es jemals einen Widerspruch zwischen Kapitalismus und Sozialismus gegeben hätte, letztendlich siegt der Stärkere über den Schwächeren.“ Der Fiktionalismus ist ein Grundzug des pragmatischen Positvismus, den sich die US-Imperialisten zu ihrer Denkweise erkoren hatten. Was nützt den Imperialisten die Wahrheit, wenn sie damit keinen Profit machen können? Würden sie mit vorsintflutlichen Mitteln mehr Profit herausholen können, würden sie selbst auf die modernste Technik pfeifen. Und was das, auf die Geschichtstheorie übertragen, heißt, das zitieren wir beim amerikanischen Positivisten John Fiske:

„Politisch beurteilen wir Erfolg oder Misserfolg bei der Erreichung dieses höchsten Zwecks, die Zivilisation der angelsächsischen Rasse“. „Ich trinke auf das Wohl der Vereinigten Staten – im Norden begrenzt durch den Nordpol, im Süden durch den Südpol, im Osten durch die aufgehende und im Westen durch die untergehende Sonne!“ (American Political Ideas“, Seite 6 und 101; New York 1885).

Man ersetze die angelsächsische Rasse durch die russische Rasse und schon hat man im Wesen den gleichen Kern im Programm der Nationalbolschewistischen Partei getroffen: „- Global purpose of National-bolshevism is the creation of Empire from Vladivostok up to Gibraltar on the basis of Russian civilization. Russia is everything, rest is nothing!".

Es geht den Nationalbolschewisten mit ihrer „östlichen Welt“ genauso wie John Fiske um die „westliche Welt“: Die Geschichte der USA oder die Geschichte Russlands = eine Geschichte des Kampfes „auserwählter“ Völker gegen „minderwertige“ Völker. Hitler sah die Geschichte Deutschlands ja auch nicht anders (Unterwerfung der slawischen Völker). Heute führt Bush die „überlegene“ weiße Rasse in die letzte Schlacht zur Unterwerfung aller „minderwertigen“ Rassen unter die „Zivilisation“ der westlichen Welt. „Erst dann kann man von der Welt behaupten, sie sei wahrhaft christlich“ (Fiske, ebenda, S. 151/152).

Verbiete das Verbotene zum Zwecke der Profitmaximierung. Machst du gute Geschäfte, dann ist deine Theorie auch „gut“ und „wahr“. Machst du keine guten Geschäfte, dann ist sie „falsch“ und „unbrauchbar“. Jeder, der den Gegenbeweis liefert - wie wir Marxisten das tun – unterliegt einem „Irrtum“, einer „Fiktion“, die „ falsch“ und „schlecht“ ist, denn die sozialistische Theorie ist nur deswegen nicht „wahr“, weil sie für die Kapitalisten unnütz und außerordentlich schädlich ist. Der Verlust des russischen Marktes durch die Diktatur des Proletariats der sozialistischen Sowjetunion Lenins und Stalins war für das Weltkapital ein herber Verlust, die Weltrevolution pochte an seine weltherrschaftliche Türe. Die Kapitalisten haben es aber schließlich verstanden, aus der sozialistischen Theorie Kapital für sich herauszuschlagen, indem sie diese ins Arsenal ihrer demagogischen Lügen aufgenommen hatten. Ein Sozialismus in Worten und ein Kapitalismus in Taten, das ist der „wahre“ Sozialismus“ (= Revisionismus). Der Revisionismus ist daher nützlich gewesen für die Kapitalisten, galt er doch als ein Beweis ihres Erfolges, die Diktatur des Proletariats in die Diktatur der Bourgeoisie zurückzuverwandeln. Nur, das Proletariat lernt eben nicht allein aus den Fehlern der Kapitalisten, sondern auch aus seinen eigenen Fehlern, wird sich seine zurückeroberte Diktatur diesmal nicht wieder von Revisionisten aus den Händen nehmen lassen. Wenn sich also der Revisionismus im Wiederholungsfalle als weniger nützlich erweisen sollte, um die Zurückeroberung der Diktatur des Proletariats zu verhindern, dann kann man es ja auch mal mit dem Nationalbolschewismus (Bolschewismus in Worten und Nationalismus in Taten) versuchen oder mit Kombinationen zwischen beiden. Also darf sich das Proletariat davon nicht täuschen lassen, muss alle neuen Masken, die sich der Kapitalismus aufsetzt, runterreißen und unbeirrbar seinen proletarischen, revolutionären Weg zurückverfolgen, um den Anfang des roten Fadens wiederzufinden, um die verlorene Macht wieder zurückzugewinnen – den Marxismus.

Wir müssen den Einfluss des Nationalbolschewismus als bürgerlichen Einfluss in den Reihen der Arbeiterbewegung entlarven, weil alle anti-marxistisch-leninistischen, rechten und „links“opportunistischen Strömungen heute als Reservoir zur Stärkung des Faschismus mobilisiert werden. Die Krise in Russland zwingt dort die Kapitalisten, einen immer größeren faschistischen Knüppel aus dem Sack zu ziehen und den unbrauchbar gewordenen „parlamentarischen“ (vielleicht für später) wieder einzustecken. Ein vorzeitiger offener Kampf zwischen rechts und links ist diesem Ziel nicht zweckdienlich, weswegen diese Widersprüche jetzt noch nicht unnötig geschürt, also möglichst übertüncht werden sollen, um zum richtigen Zeitpunkt später die linken Führer totzuschlagen. Sie wollen zunächst erst mal herausbekommen, wer sich gewinnen lässt und wer nicht – sie sondieren. Drohen ihnen die Felle davonzuschwimmen, dann werden sie auch andere Seiten aufziehen. Dass sie gefestigte und felsenfest überzeugte Kommunisten nicht auf ihre Seite bekommen können, ist ihnen klar. Das Problem versuchen sie dann nicht mit Überzeugung, sondern mit den altbewährten Mitteln „zu lösen“.

Unser Kampf gegen die Nationalbolschewisten ist heute daher integraler Bestandteil unseres antifaschistischen und anti-imperialistischen Klassenkampfes, der den Sieg des Weltbolschewismus, dem Sieg des proletarischen Internationalismus, dem Sieg des Weltkommunismus zum Ziel hat:

„Sozialismus statt Imperialismus! Internationaler Klassenkampf gegen die faschistischen Diktaturen der Bourgeoisie und ihren imperialistischen Kriegen – mit welcher Rechtfertigung sie auch immer errichtet und geführt werden ! Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Es lebe die sozialistische Weltrevolution!“

Das ist das Banner, unter dem wir Kommunisten die ganze Welt heute sammeln und vereinigen. Mögen die Nationalbolschewisten ihre Wahl treffen, sich unter unser Banner oder sich dagegen zu stellen.

Wessen Zeit ist abgelaufen, die des Kapitalismus oder die des Sozialismus? Abgelaufen ist die Zeit des Kapitalismus, die Zeit des Sozialismus hat noch gar nicht erst richtig begonnen! Sie beginnt erst richtig, wenn sie das kapitalistischeWeltsystem durch das sozialistische Weltsystem ersetzt hat! Mit der Sowjetunion Lenins und Stalins begann der Sozialismus – dieses Russland verteidigen wir Kommunisten treu bis in unseren Tod. Aber es waren auch die russischen Verräter, die die Sowjetunion Lenins und Stalins den Kapitalisten zum Fraß vorwarfen. An dem Anfang UND dem Ende des bisherigen Sozialismus war Russland also gleichermaßen beteiligt. Deswegen ist es für uns Kommunisten außerhalb und innerhalb Russlands so wichtig, das zurückzuerobern, was Lenin und Stalin einst geschaffen hatten, und es nicht aufzugeben (die Nationalbolschewisten wollen aber erklärtermaßen „nichts zurückerobern“, sondern etwas „Neues“ schaffen, verwerfen also den Sozialismus). Wir lassen uns nicht das Recht nehmen, uns zurückzuholen, was wir einst mit unserem Schweiß und Blut bezahlt haben. Was uns gehört hat, gehört uns immer noch, und wir kämpfen solange dafür, bis die Kapitalisten vom Erdball gefegt sind, denn sie haben uns den Sozialismus geraubt! Auf welche Seite ihr hingehört, das ist ganz allein eure Entscheidung, aber seid gewiss, wer uns nicht hilft, unterstützt nur diejenigen, die jetzt an der Macht sind in Russland!!! Die einzigen, die bewiesen haben, die Herrschenden in Russland zu stürzen, waren wir Kommunisten, nicht die Nationalbolschewisten.

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit:

Wenn es uns Kommunisten gelingt, das Weltproletariat jetzt zur sozialistischen Weltrevolution zu führen mit der Speerspitze auf das US-Machtzentrum des internationalen Finanzkapitals gerichtet, werden wir diesen vollgefressenen, aufgeblähten, kriegsmüden und krisenzermürbten USA-Imperialismus mit einem einzigen Nadelstich zum Platzen bringen und ihm die zusammengeklaute Beute mühelos entreißen können, um damit der hungernden Welt die Mäuler zu stopfen, sie kampffähig zu machen, ihr die Machtmittel der Weltproduktion und deren gerechte Verteilung zu geben, den Weltmarkt in ihre eigenen Hände zu legen, den Weltlohnsklaven all das zurückzugeben, was sie für die Imperialisten über 100 Jahre lang zusammengeschuftet haben, vor allem aber sie damit aus der Lohnsklaverei des Kapitalismus zu befreien, um sich ihre eigene neue sozialistische Weltordnung zu schaffen. Mit allen anderen imperialistischen „Groß“mächten machen wir dasselbe, denn ein besiegter „großer Bruder“ kann und wird ihnen auch nicht mehr weiterhelfen, stehen sie schutzlos den revolutionären Massen gegenüber, die sie hinwegfegen werden mit den Machtmitteln, die sie den Yankees abgenommen haben, und das sind heute eindeutig die besseren Waffen. Einem nach dem anderen entreißen wir ihnen die Macht, und alle von den Imperialisten unterjochten Völker werden uns dabei mit größter Freude helfen, denn der aufgestaute Hass gegen die fremden Besatzer und ihre innländischen Lakaien ist grenzenlos. Wir verfügen über die besten Voraussetzungen, dass uns die Mehrheit der ganzen Welt uns dabei unterstützt, unser sozialistisches Werk weltweit zu Ende zu bringen, den Menschen Brot, Freiheit und Frieden zu geben, die Weltkrise für immer zu überwinden und damit nicht nur dem heute drohenden Ausbruch eines imperialistischen Raubkrieges zuvorzukommen, sondern mit der Beseitigung des Weltimperialismus, die Wiederholung eines neuen imperialistischen Krieges für immer unmöglich zu machen.

Dies wird uns allerdings nur gelingen, wenn wir denjenigen Raubtieren zuvorkommen, die sich jetzt bereits zusammenrotten, um die Machtverhältnisse in der Welt zu ihren Gunsten zu verändern. Der US-Imperialismus, der selber mit dem Rücken zur Wand steht, zwingt sie sogar dazu, ihm die Beute abzujagen und militärisch gegen ihn aufzurüsten. Anders als durch einen imperialistischen Krieg kommen sie nicht aus der Krise heraus. Die Imperialisten sind gezwungen, sich die Beute gegenseitig abzujagen durch einen imperialistischen Raubkrieg. Diesmal geht es nicht um die Rettung dieser oder jener imperialistischen „Groß“macht, sondern um den Weltimperialismus als Ganzes. Einen anderen Weg hat die Weltbourgeoisie nicht, um sich zu retten, als nach innen den Weltfaschismus zu errichten, um zu verhindern, dass wir Kommunisten die Intiative ergreifen und die Gunst der Stunde für den Kommunismus nutzen. Sie wird zuerst versuchen, die Massen davor zu bewahren, sich wieder mit dem Kommunismus zu infizieren und muss daher die kommunistischen Führer kurzer Hand physisch zu vernichten, wenn es nicht gelingt, sie ideologisch zu liquidieren, sie auf ihre Seite zu ziehen und sie zu assimilieren, zu spalten, zu zersetzen, kurz: sich selber handlungsunfähig zu machen. Die Schlacht zwischen Imperialismus und Kommunismus wird entschieden von den Massen, wer sie gewinnt, der hat die Macht, wer sie gegen sich hat, verliert die Macht.

Das wissen natürlich auch die Nationalbolschewisten. Sie halten sich für die Auserwählten, für die Elitetruppe, die den Weltimperialismus retten kann, erstens vor seinem Untergang, in den ihn die Verschwendungssucht des westlichen Kapitalismus hineinreitet und zweitens gegen den Untergang durch den Weltsozialismus, der ihm durch die Kommunistische Internationale droht. Die Nationalbolschewisten bietet dem Weltimperialismus also ein neues Zuhause an - das „Reich Eurasien“, dessen Zentrum Russland sein muss – das ist der Preis, den sie für ihre Söldnerdienste verlangen. Weltherrschaft Russlands – das hat bislang nur deswegen keiner geschafft, weil es eben noch nicht die Nationalbolschewisten gab!

Immer mehr Kapitalisten auf der ganzen Welt werden nach Ansicht der Nationalbolschewisten erkennen, dass ihre „revolutionäre“ Bewegung“ nicht nur für die russischen Räuber, sondern für alle Räuber der Welt nützlich sein kann – sogar für einige amerikanische, die ihr Interesse schon angemeldet und mit den Nationalbolschewisten verhandelt haben (so erzählt es Limonka wenigstens in seinem Märchen von den „siamesischen Zwillingen“, natürlich um damit die Werbetrommel zu rühren als Beweis wie ernst sie bereits zu nehmen sind. Wir Kommunisten lassen uns jedenfalls davon nicht beeindrucken und schon gar nicht einschüchtern.

Wenn die imperialistischen Konkurrenten des amerikanischen Finanzkapitals ihren Hals gemeinsam aus der Schlinge der Krise herauszuziehen versuchen durch einen Krieg, wenn solche Strömungen wie die der Nationalbolschewisten uns zuvorkommen, wenn der Weltkrieg zwischen beiden imperialistischen Lagern nicht von uns verhindert wird, dann wird der Sieg des Weltsozialismus über das „eurasische Reich“ schwerer werden und länger dauern. Deswegen müssen wir die Herausbildung dieses „eurasischen Reichs“ rechtzeitig verhindern, indem wir die gefährlich werdende Ost/West-Front der Imperialisten und der Kriegsgefahr dadurch begegnen, dass wir Bolschewisten des Westens und des Ostens uns vereinigen, um zwischen den Arbeitern des Westens und den Arbeitern des Ostens eine Brücke zu schlagen, um sie zu einer Front gegen den Weltimperialismus zusammenzuschmieden, müssen wir alle unterdrückten Völker der Welt in diese Front einbeziehen, müssen wir die gegenerischen Widersprüche zwischen der Verteidigung der westlichen Weltherrschaft des Imperialismus und dem neuerlichen Hegemonialstreben des östlichen Imperialismus ausnutzen, müssen sich Ost- und West-Imperialismus gegenseitig so sehr schwächen, dass wir sie beide einer nach dem anderen vernichten können, damit die sozialistische Weltevolution sozusagen als „lachender Dritter“ siegreich aus dieser hegemonialen Weltschlacht hervorgeht und der Sozialismus die Weltherrschaft erobert. Es ist klar, dass dabei das russische Proletariat eine nicht unwichtige Rolle spielt und es sich gegen den Einfluss des Nationalbolschewismus wappnet, sich ihm nicht unterwirft, sondern ihn verwirft als eine bürgerliche Ideologie.

Mit Geld wird sich die sozialistische Weltrevolution nicht kaufen lassen, etwa wie die Sowjetunion nach Stalins Tod. Ohne die Schaffung einer konterrevolutionären Bewegung lässt sich die sozialistische Weltrevolution nicht aufhalten, das wissen die Reichen genauso gut wie die NB- „Revolutionsmanager“. Warum nicht von Hitler lernen, der hat mit seiner „nationalsozialistischen Revolution“ die sozialistische Revolution doch auch zum Stoppen gebracht und ist dafür von den Reichen reichlich belohnt worden. Also muss eine „nationalbolschewistische Revolution“ noch ein größeres Geschäft werden können, um die bolschewistische Weltrevolution zum Stoppen zu bringen. Jedenfalls erhoffen sich die Nationalbolschewisten mit ihrer Bewegung nicht nur russischen Geldregen, sondern auch den Geldregen von amerikanischen und anderen Finanzgewaltigen in der ganzen Welt, die zu ihren eigenen „Groß“mächten immer weniger Vertrauen haben und nach neuen Wegen suchen, um ihr Geld gewinnbringender anzulegen. Zumindest verstreuen sie ihr Kapital an verschiedene politische Strömungen, damit es nicht gleich gänzlich verloren ist, wenn die eine oder andere politische Bewegung versagt. Jedenfalls ist die Investition in parlamentarisches Geschwätz heute keinen Pfifferling mehr wert und Teile des amerikanischen Finanzkapitals hüten sich, ihre ganze Karte auf Bush zu setzen. Es gibt Finanzkreise in der ganzen Welt, die Ausschau halten nach denjenigen politischen Strömungen , die diesem parlamentarischen Geschwätz ein Ende bereiten und mit diesen politischen Schmarotzern und ihren verknöcherten, profithemmenden Bürokratismus kurzen Prozess machen. Aber sie schauen sehr genau hin, unter welcher dieser neuen „revolutionären“ Strömungen sich ungestört weiter Profit machen lässt, welche „verlässlich“ und „loyal“ sind und nicht etwa versuchen, dem „Business“ ins Geschäft zu pfuschen. Das Kapital macht nur die politischen Kräfte stark, die ihm den Ärger vom Hals halten, politische Bedingungen, unter denen sich reibungslos Profit scheffeln lässt und die schwindelerregend hohen politischen „Nebenkosten“ nicht das Geschäft gefährden wie in Amerika (radikale Reduzierung der politischen Nebenkosten aufwendiger politischer Systeme durch faschistische „Vereinfachung“ - nicht lange herumdiskutieren, nicht fackeln, sondern schneller entscheiden und effektiver durchgreifen!!). Die Nationalbolschewisten sind da viel bescheidener und viel effektiver, handeln statt zu lamentieren, also warum nicht lieber in sie investieren? Sind die Bedingungen in Russland nicht ausgezeichnet? „Für Geld machen die alles, um aus ihrer elendigen Lage herauszukommen. Wir werden sie reichlich belohnen, wenn sie sich in unseren Dienst stellen “ sagt das internationale Kapital. - „Gebt uns Geld zur Eroberung der politischen Macht in Russland und wir schießen euch den Weg frei“ – versprechen die Nationalbolschewisten. „Dann haben wir jeder unseren Vorteil“ einigen sich internationales Kapital und Nationalbolschewisten [ Originalton Limonka: In 1997, if I'm not mistaking, in the press-center of the Tretyakov Gallery was held a meeting with George Soros. The meeting of the capital's society and the "Institute of an Open Society", headed by this eccentric American philanthropist. (...) Our presence and appearance was beforehand discussed with the Russian Soros helpers and Soros himself was informed: two dangerous revolutionaries will come. He could have said: "Lord have mercy, no!" But he said - let them come.(...) Conquerors from Eastern Europe, they came in the 50s to the Yankees who already got lazy, however, they easily passed them by. (...) In his last book Soros - a philanthropist and financial man, and as people tell, a brave and aggressive speculator, who ruined Indonesia's currency, an entire country, suddenly comes forth as almost an enemy of capitalism, states doubts in capitalism. (...) In any case he declares himself enemy of the capitalism that formed in Russia. (...) the philanthropist spends a wild quantity of millions of dollars (...) in publishing of Russian textbooks that explain to the students how the word is made according to Soros. It is a person with a colossal megalomania, with the desire to impose himself on the world. And with huge money, which makes his desire realizable. (zitert aus den „siameischen Zwillingen“).

Mit „anti-kapitalistischen“ Kapitalisten zusammen die „siamesischen Zwillinge“ bezwingen – damit kommen wir zur Märchenstunde Limonkas:



Limonkas

Hirngespinst von den siamesischen Zwillingen

Limonka predigt eine total neues Russland. Die Zeit des Kapitalismus und des Sozialismus ist für Limonka erklärtermaßen „abgelaufen“ - punktum. Die Zukunft der Menschheit liegt in den Händen eines nationalbolschewistischen Groß-Russlands – einer Welt der „Brüderlichkeit, der Befreiung von mechanischer Arbeit, sexuellem Wohlbefinden und dem Recht auf Krieg!“ - das predigt Limonka als etwas „total-total Neues“.

Was würde Lenin zu den Nationalbolschewisten sagen, wäre er noch am Leben:


„Sage ich: das neue Russland muss man so und so, vom Standpunkt, sagen wir, der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der ausgleichenden Verteilung nach dem Arbeitsprinzip u. dgl. m. errichten, so ist das Subjektivismus, der mich in das Gebiet von Hirngespinsten führt. In Wirklichkeit werden die Kämpfe der Klassen, und nicht meine guten Wünsche [oder die von Limonka – Anmerkung des Verfassers] die Errichtung eines neuen Russlands bestimmen. Meine Ideale von der Errichtung eines neuen Russlands [wie auch die „Ideale“ des nationalbolschewistischen Programms – Anmerkung des Verfassers] werden nur dann keine Hirngespinste sein, wenn sie wirklich die Interessen einer existierenden Klasse ausdrücken, deren Lebensbedingungen dazu zwingen, in einer bestimmten Richtung tätig zu sein. Stelle ich mich auf diesen Standpunkt der Objektivität des Klassenkampfes, so rechtfertige ich keineswegs die Wirklichkeit, sondern zeige im Gegenteil in dieser Wirklichkeit selbst die tieftsen ( wenn auch auf den ersten Blick nicht sichtbaren) Quellen und Kräfte ihrer Umgestaltung.

Sage ich aber: `Das neue Russland errichtet niemand, es wird errichtet im Kampf der Interessen` [auch dies sagen die Nationalbolschewisten – Anmerkung des Verfassers], so werfe ich sofort einen gewissen Schleier über das klare Bild des Kampfes bestimmter Klassen, mache ich denjenigen Zugeständnisse, die nur die an der Oberfläche sichtbaren Handlungen der herrschenden Klassen, d.h. besonders der Bourgeoisie, sehen. Ich verfalle unwillkürlich in eine Rechtfertigung der Bourgeoisie, statt der Objektivität des Klassenkampfes nehme ich die auffälligste oder die zeitweilig erfolgreiche bürgerliche Richtung zum Kriterium“ (Lenin, Band 18, Seite 322).


Das Unglück jeder Nation - wie auch der gesamten Menschheit - ist heute dadurch entstanden, dass sie in antagonistische Klassen aufgeteilt ist, dass die einen die anderen Klassen ausbeuten und unterdrücken und dass einige wenige Nationen wiederum alle anderen Nationen ausbeuten und unterdrücken. Um die Menschheit von diesen Übeln zu befreien, muss man sie von ihrem antagonistischen Klassencharakter befreien, um sie dann im nächsten Schritt überhaupt von Klassen befreien zu können. Dies ist aber ohne Klassenkampf und Revolution nicht möglich, denn die eine Klasse, die Weltbourgeoisie, lebt auf Kosten der anderen, verschlimmert dadurch die Krise und ist deswegen weder willens noch in der Lage, die Klassengesellschaft zu beseitigen, weil damit ihre eigene Klasse zum Untrgang verurteilt ist, sie also nicht freiwillig abtreten will und auch nicht kann. Die Weltbourgeoisie braucht die Klassengesellschaft, um zu überleben. Das Weltproletariat muss sie beseitigen, um zu überleben. Es gibt also eine Klasse, die die objektiven und subjektiven Voraussetzungen mit sich bringt, die Menschheit von der Klassengesellschaft zu befreien einschließlich von sich selbst – das ist das Weltproletariat. Ohne eine Weltordnung des Proletariats keine Befreiung der Menschheit von ihrer Aufteilung in antagonistische Klassen, keine Befreiung des Menschen von seiner zwanghaften Klassengebundenheit, keine klassenlose Gesellschaft, keine Menschheit ohne Klassencharakter, keine Lösung der Probleme der Menschheit, sondern deren Zerstörung und Vernichtung, Zerstörung und Vernichtung der Welt, also unserer aller Lebensgrundlage. Der Weltkapitalismus zerstört unser aller Lebensgrundlage (einschließlich die der Kapitalisten übrigens). Deswegen muss der Weltkapitalismus zerstört werden, um unser aller Lebensgrundlage zu sichern und zu verbessern und darauf eine höhere Kultur, eine menschliche Kultur aufzubauen, die allen Menschen auf dieser Erde gleichermaßen zugute kommt – die kommunistische Kultur.

Kommunismus heißt heute, die Weltprobleme der Menschheit gemeinschaftlich zu lösen, Menschen und Natur von der unmenschlichen antagonistischen Weltklassengesellschaft zu befreien, dabei Freud und Leid im Kampf gegen die ausbeutenden und unterdrückenden Klassen und Nationen zu teilen, das Glück eines jeden ausgebeuteten und unterdrückten Volkes mit dem Glück eines anderen ausgebeuteten und unterdrückten Volkes zu verbinden.

Das Glück des russischen Volkes ohne das Glück aller anderen Völker, ohne den gemeinsamen Kampf für das Glück aller Völker, ist ein Unglück für das russische Volk. Das sozialistische russische Volk war dadurch stark, dass es von den unterdrückten und ausgebeuteten Völkern unterstützt wurde. Wer das Glück einer eigenen, einzelnen, stärkeren, überlegeneren, reicheren oder sonst einer Nation höher stellt als das Glück aller anderen Nationen, der bringt sich um das gemeinsame Glück, weil es die anderen ihr versagen werden, der bringt alle anderen Nationen ums Glück, genauso wie das der eigenen. Jedes Privileg einer Nation gegenüber einer anderen, ist ein Schaden für alle Nationen, auch für die privilegierte Nation. Das zukunftssichernde Prinzip ist heute das Prinzip des proletarische Internationalismus, mit dem sozialistische Nationen geschaffen werden, also Abschaffung jeglicher Privilegien – der bürgerliche Nationalismus ist das Prinzip einer untergehenden Gesellschaftsordnung, der die Unterdrückung und Ausbeutung der Nationen erzeugt hat, die Aufrechterhaltung oder Zurückgewinnung von Privilegien.

Die Befreiung der ganzen Menschheit garantiert die Befreiung eines jeden Volkes, wobei die Befreiung eines jeden Volkes ein unersetzbares Kettenglied der Befreiung der ganzen Menschheit ist, denn die Befreiung der Menschheit schreitet in dem Maße voran, wie sich die einzelnen Kettenglieder miteinander zu ihrer eigenen Befreiung vereinigen. Nicht Befreiung gegeneinander, auf Kosten anderer, sondern Befreiung miteinander, füreinander – das ist der einzige Ausweg aus der heutigen Krise aller Nationen, das ist der Ausweg aus der Krise der russischen Nation.

Auf dieser Welt besteht das höchste Bestreben darin, alle Menschen untereinander wie jeden einzelnen mit der Natur in Einklang zu bringen und die dafür notwendige Beseitigung der bestehenden Ausbeutung und Unterdrückung von Mensch und Natur durch den Menschen mittels internationalen Klassenkampfes zu erreichen, durch den Sieg der sozialistischen Revolution, des Sturzes der Weltbourgeoisie durch das Weltproletariat, durch den Sieg des Weltsozialismus über den Weltkapitalismus, durch Beschreiten des Weges zum Kommunismus.


Das sind die Ideale, von denen wir Kommunisten unsere revolutionäres Handeln ableiten. Wir lassen uns vom Marxismus-Leninismus leiten, weil er nicht „ausgedacht“ ist, sondern wissenschaftlich mit den objektiven Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der Welt übereinstimmt. Das macht unsere Bedeutung und Stärke aus, macht uns zu einer Kraft, die den Herrschenden dieser Welt das Fürchten lehrt und wir für sie immer noch der Feind Nr. 1 in der Welt sind, denn der Kommunismus lebt, ist unbesiegbar. Unsere Niederlagen machen unseren Sieg nur noch vollkommenerer. Die kommunistische Gesellschaft ist die einzige Gesellschaft, mit der die Menschheit eine Zukunft hat.

Wir Kommunisten fragen die Nationalbolschewisten also , was ihre Ideale eines neuen Russlands mit diesen kommunistischen Idealen Lenins und Stalins zu tun haben und warum sie die Kommunisten Lenin und Stalin in Nationalisten umtaufen? Sicherlich, Stalin und Lenin haben - wie bereits schon vorher Marx und Engels – (also lange, lange vor den Nationalbolschewisten) erkannt, dass die Zeit des Kapitalismus und des Sozialismus eines Tages abgelaufen sein wird. Der Unterschied ist nur der, dass sie nicht den Nationalbolschewismus dabei vor Augen hatten, sondern den Weltkommunismus, was die Nationalbolschewisten selbstverständlich leugnen.


Limonka – einer der politischen Führer der NBP (Nationalbolschewistische Partei in Russland) stellt in diesem seinem Artikel „Sozialismus und Kapitalismus – siamesische Zwillinge“ kühne, „revolutionäre“ Losungen auf, von denen wir hier einige zitieren: „ freedom of man from mechanical labor“.


Stalins Antwort hierauf:

„Darum müsste gesagt werden, dass nirgends so gern Maschinen angewandt werden, wie in der UdSSR, denn die Maschinen ersparen der Gesellschaft Arbeit und erleichtern die Arbeit des Arbeiters, und da es in der UdSSR keine Arbeitslosigkeit gibt, wenden die Arbeiter sehr gern Maschinen in der Volkswirtschaft an“ (Stalin Werke, Band 15, Seite 334-335, dt. Ausgabe, KPD/ML).



„In der bürgerlichen Gesellschaft ist die lebendige Arbeit nur ein Mittel, die aufgehäufte Arbeit zu vermehren. In der kommunistischen Gesellschaft ist die aufgehäufte Arbeit nur ein Mittel, um den Lebensprozess der Arbeiter zu erweitern, zu bereichern, zu befördern“ (Marx, Engels, „Kommunistisches Manifest“)

Wir Kommunisten verachten nicht grundsätzlich die Arbeit, sondern nur die Lohnarbeit, weil sie auf kapitalistischer Sklaverei beruht. Maloche ist nicht gleich Maloche. Mir kommt es nicht darauf an wie mechanisch, wie schwer oder wie anstrengend irgendeine Arbeit für mich ist, wenn ich weiß, dass sie meiner Familie, der Gesellschaft dient und nützlich ist für sie, wenn sie allen wie auch mir selbst Wohlstand und mehr Lebensqualität verschafft. Ich bin sogar freiwillig und gerne bereit, ohne Geld zu arbeiten, wenn es dem Gemeinwohl aller Menschen auf dieser Erde dient. Für mich ist aber schon der kleinste Handschlag, selbst wenn ich dabei von machanischer Arbeit befreit wäre und mein Arbeitsplatz „interessanter“ oder vielleicht“ abwechslungsreicher“ gestaltet wäre, schon zu viel, stinkt es mir gewaltig, wenn ich damit statt meiner Familie, statt dem Wohl der Gemeinschaft, nur den Geldsäcken das Bankkonto damit auffülle, die ihren Hals nicht voll kriegen können, während meine Familie, während die Gemeinschaft hungern und den Gürtel enger schnallen muss, also wenn jeder Handschlag nur dazu führt, mich vielleicht schon am nächsten Tag selber wegzurationalisieren und arbeitslos auf der Straßezu liegen. Wenn ich mit meiner Arbeit gezwungen werde, die Macht der Reichen und ihren Reichtum nur vermehren, und dadurch noch mehr Armut zu produzieren dann allerdings ist das eine verfluchte Maloche, macht sie mich, macht sie jeden, macht sie alle kaputt, werde ich mich, wird sich jeder, werden sich alle von dieser Art von Arbeit befreien, indem ich mich, sich jeder mit allen Kollegen der Welt vereinigt und für unser aller revolutionären Befreiung von der Lohnsklaverei kämpfen. Also eine mechanische Arbeit für das Wohl aller ist mir tausendmal lieber als die „tollste“ Arbeit, wenn diese den Kapitalisten oder dem kapitalistischen Staat dient, ob er nun amerikanisch, russisch, deutsch oder chinesisch ist. Das ist in erster Linie eine soziale und nicht nationale Frage.

Vor allem ist es nicht so wie die Nationalbolschewisten behaupten, dass sich in der Inbesitznahme der Fabriken durch die Arbeiter der Sozialismus erschöpft, sondern es ist so, dass mit der sozialistischen Umgestaltung die notwendigen Voraussetzungen für die kommunistische Gesellschaft geschaffen werden, wo die Arbeit nicht bloßes Mittel zum Zweck bleibt, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis geworden ist und sich das Prinzip: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ verwirklichen lässt.

Limonka predigt „Brüderlichkeit unter den Menschen“ unter den gegenwärtigen Verhältnissen in Russland, denn Kapitalismus und Sozialismus sind ja bereits „passé“, können „beide“ nicht mehr die Menschen als bloßes Werkzeug der Produktivität der Arbeit missbrauchen. Nationale Brüderlichkeit als Wundermittel zur Versöhnung zwischen Lohnarbeit und Kapital - zum Wohle des „ganzen“ Volkes oder zum Wohle einer Minderheit des ganzen Volkes?



„The Right of War“

Limonka fordert: „Right for war.“ Hat er mal die ältere russische Bevölkerung gefragt, was die von einem „Recht auf Krieg!“ halten? Sie werden Limonka antworten: „Recht auf Krieg zur Verteidigung des Sozialismus – ja, ansonsten aber GEGEN das Recht auf Krieg. Hat Limonka die russische Jugend, beispielsweise die russischen Söhne im Tschetschenischen Krieg befragt, ob sie „heiß“ darauf ist, für Putin zu sterben, um für die Eroberung des eurasischen Reiches, für die russische Weltherrschaft zu sterben? Eine Forderung nach Recht auf jedweden Krieg aufzustellen, ohne die Klassenfrage zu stellen, welcher Klasse dieses Recht nützt und welcher Klasse es schadet, ist die Forderung des Nationalismus, ist die Aufforderung zum imperialistischen Eroberungskrieg. Wenn es überhaupt irgendein Recht auf Krieg gibt, dann nur das Recht auf einen Krieg der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen gegen den Krieg der unterdrückenden und ausbeutenden Klassen. mit dem Ziel der Beseitigung der Unvermeidbarkeit von allen Kriegen für alle Zeiten. Der wirklich gerechte Krieg der Welt ist der Klassenkrieg des Weltproletariats gegen den Krieg des Weltimperialismus, weil er der einzige Krieg ist, der die Unvermeidbarkeit von Kriegen beseitigen kann.

Also Recht auf imperialistische Raubkriege?! Nie haben Lenin und Stalin solch eine reaktionäre Forderung aufgestellt! Wie wäre es mit Recht auf Frieden, liebe Nationalbolschewisten? Was war denn für euch Recht auf Krieg zwischen Russland und Afghanistan? Recht auf einen sozialen und nationalen Befreiungskrieg des Afghanischen Volkes gegen die Besatzer des russischen Sozialimperialismus oder Recht der russischen Sozialimperialisten auf Krieg zur Unterwerfung des Afghanischen Volkes? Oder etwa „Beides“ - nach dem Motto, „möge der Stärkere gewinnen“, weil das Recht nur immer auf der Seite des Stärkeren ist? Wie großzügig, wenn eine reiche Supermacht einen Krieg führt, und das Recht auf diesen Krieg mit einem der ärmsten Völker der Welt teilt! Wer in Afghanistan stärker war, hat sich ja wohl erwiesen. Die russischen Besatzertruppen mussten ihren Schwanz einziehen und die Kabuler Marionettenregierung der neuen Zaren ihren Hut nehmen. Das war Recht so - sagen wir Bolschewiki, nicht zuletzt im Interesse des russischen Volkes selbst, dessen Söhne für den kolonialen Profit der russischen Sozialimperialisten ihr Blut vergießen mussten! Das war nicht Recht so, sagen die Nationalbolschewisten, denn das hat Russland auf dem Kriegsweg zur Eroberung des eurasischen Weltreichs geschadet!

Ist der Krieg gegen Russland gerecht, führen wir mit den russischen Bolschewiki gegen Russland Krieg! Ist der Krieg gegen Russland ungerecht, dann führen wir mit den russischen Bolschewiki den Krieg zur Verteidigung Russlands, opfern wir für Russland unser Blut, so wie wir Kommunisten der Ganzen Welt es damals im zweiten Weltkrieg getan haben!!! Wir Kommunisten lassen uns von niemandem einen Krieg aufzwingen, auch nicht von den Nationalbolschewisten, (wenn sie es den könnten). Wenn uns irgendeine imperialistische Nation einen Krieg aufzuzwingen versucht, werden wir diese imperialistische Nation in eine sozialistische Nation verwandeln, genauso wie wir einen uns aufgezwungenen imperialistischen Weltkrieg in eine sozialistische Weltrepublik verwandeln werden. Wenn uns der Weltimperialismus daran hindert, die sozialistische Weltrevolution zum Sieg zu führen, damit wir für immer imperialistische Weltkriege verhindern, wenn er also mit einem imperialistischen Weltkrieg versucht, der sozialistischen Weltrevolution zuvorzukommen, dann werden wir den imperialistischen Weltkrieg in einen sozialistischen Weltkrieg verwandeln, dessen Sieg zwar noch mehr Opfer und Zerstörung kosten würde, aber genauso zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution führt – wir werden so oder so siegen, weil der Weltsozialismus gerecht ist, denn er befreit die ganze Menschheit vom Krieg: Die Zukunft der Menschheit wird durch Frieden gesichert, nicht durch Krieg. Die beste Voraussetzung für die sozialistische Weltrevolution ist der Frieden und nicht der Krieg.

Die Forderung des Rechts auf Krieg für Russen, wo auf der Welt „weder Kapitalismus noch Sozialismus existiert“, ist die Forderung des Rechts einer starken Rasse auf ihre Weltordnung über schwache Rassen, nämlich Krieg gegen jede Rasse zu führen, die nicht russisch ist oder zu schwach ist, sich der Russifizierung zu widersetzen. Das ist ein rassistischer Weltkrieg, ein Rassenkrieg, der den Krieg des Hitlerfaschismus zur Ausrottung einer Rasse, also der jüdischen Rasse, auf alle anderen Rassen der Welt ausdehnt, ein Krieg, der bis zur Ausrottung aller Rassen geführt wird, bis es nur noch Russen auf der Welt gibt. Hitlers Krieg für Lebensraum nach Osten wird von den Nationalbolschewisten verwandelt in einen Krieg für Lebensraum nicht nur nach Westen, sondern Lebensraum für Russen auf der ganzen Welt. Allen Völkern wird ihr Lebensraum geraubt, um der russischen Rasse darin Platz zu machen: „Russland ist alles, alles andere ist ein Nichts!“ Das ist die nationalbolschewistische Rechtfertigung für ihr „Recht auf Krieg“, für das Recht auf ihr „eurasisches Reich“ - und das ausgerechnet „im Namen“ Lenins und Stalins ! Befreien wir das Russische Volk, befreien wir Lenin und Stalin und alle Völker der Welt von den Nationalbolschewisten! Wenn der Platz für die Völker enger wird auf der Welt, dann werden sie friedlich zusammenrücken, aber in einem Völkerkrieg die schwachen vernichten, um Platz für die stärkeren zu schaffen oder umgekehrt: In einem Völkerkrieg schwächere Völker zusammenzuschließen, um ein stärkeres Volk auszulöschen – das ist reiner Sozialdarwinismus, imperialistische Ideologie des Kampfes aller gegen alle; so wie die großen Kapitalisten sich das Recht nehmen, die kleinen Kapitalisten zu fressen, die „Groß“mächte sich das Recht nehmen, die kleinen Mächte zu verschlingen, die großen Völker die kleinen verspeisen – all das ist Sozialdarwinismus, nämlich das Recht des Starken über den Schwachen. Sozialdarwinismus ist eine „natürliche“ Auslese zur Reinhaltung der menschlichen Rasse, eine „natürliche“ Schaffung von mehr Lebensraum durch kriegerische Beseitigung des Lebensraumes aller anderen. „Der Klassenkampf ist tot – es lebe der Rassenkampf!“ Verehrte Nationalbolschewisten, diese Parole laut schreien nützt euch gar nichts! Glaubt ihr, dass wir Marxisten-Leninisten vergessen haben, dass der Sozialdarwinismus als Reaktion auf die Verbreitung des Marxismus und der Arbeiterbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand, und dass Lenin und Stalin GEGEN den Sozialdarwinismus siegreich gekämpft haben, indem sie der Oktoberrevolution und dem großen Vaterländischen Krieg zum Sieg verholfen haben? Habt ihr Nationalbolschewisten etwa vergessen, dass das kleine Albanien die „große“ faschistische Hitlermacht im eigenen Land vernichtet und auf ihren Trümmern den Sozialismus errichtet hat? Ein kleines Land, eine kleine Nation, ein kleines Volk, eine kleine Rasse kann JEDEN besiegen, wenn der Kampf gerecht ist. Ein großes Land, eine große Nation, ein großes Volk, eine große Rasse wird besiegt, wenn dieser Kampf ungerecht ist. Das beweist die Geschichte, das wird die Zukunft beweisen. Der Sozialdarwinismus ist die Ideologie einer untergehenden Weltordnung, die sich verzweifelt vor ihrem Untergang wehrt. Der Sozialdarwinismus wird untergehen wie die Weltordnung, die sich diese Ideologie schuf! Und der Nationalbolschewismus wird untergehen, weil er seinem Wesen nach sozialdarwinistisch ist (Übrigens war es Krupp, der die sozialdarwinistische Theorie finanziert hat ebenso die davon abgeleitete Rassentheorie der Hitlerfaschisten, vielleicht finanziert ja auch das amerikanische Finanzkapital eines Soros den Nationalbolschewismus?). Man sieht, wird die demagogische Phrase des Nationalbolschewismus entkleidet, offenbart sich ihre ganze Primitivität und Menschenverachtung, kommt ihre rassistisch-faschistische Fratze zum Vorschein. Einzig und allein um für die Wiederaufrichtung eines großrussischen Reichs einen Weltkrieg vom Zaun zu brechen, das propagieren nur Nationalisten von der schlimmsten Sorte, das hieße, die Interessen einer kleinen Minderheit von Monopokapitalisten höher zu stellen als die Interessen von Hunderten Millionen Menschen, die durch den Krieg leiden.

Das siegreiche Proletariat kann keinem fremden Volk irgendwelche Beglückungen aufzwingen, ohne damit seinen eignen Sieg zu untergraben.

Lenin lehrt, „dass man gerade dann nicht nur ein antisozialistischer, sondern auch ein antinationaler Politiker ist, wenn man die Teilnahme am imperialistischen Krieg rechtfertigt, wenn man in diesem Krieg die Losung `gegen die Niederlage` ausgibt. Denn der gegenwärtige imperialistische Krieg ist ein Krieg der Großmachtvölker (= der Völker, die eine ganze Reihe anderer Nationen unterdrücken) zum Zwecke der Unterwerfung neuer Nationen. Man kann im imperialistischen Krieg nur dann `nationaler` Politiker sein, wenn man sozialistischer Politiker ist, d.h. nur dann, wenn man das Recht der unterdrückten Nationen auf ihre Befreiung, auf Lostrennung von den sie unterdrückenden Großmächten anerkennt. In der Epoche des Imperialismus gibt es für die Mehrzahl der Nationen der Welt keine andere Rettung als die revolutionäre Aktion des Proletariats der Großmachtnationen, die über die Schranken der Nationalität hinausgeht, diese Schranken durchbricht, die internationale Bourgeoisie stürzt. Kommt es nicht zu diesem Sturz, so bleiben die Großmachtnationen weiterbestehen, das heißt, es bleibt die Unterdrückung von neun Zehnteln aller Nationen der Welt weiterbestehen. Kommt es aber zu diesem Sturz, so wird er in gewaltigem Ausmaß den Fall aller und jedweder nationalen Scheidewände beschleunigen, und er wird dadurch die `Differenzierung` der Menschheit im Sinne von Reichtum und Mannigfaltigkeit des geistigen Lebens und der ideellen Strömungen, Bestrebungen und Schattierungen nicht abschwächen, sondern millionenfach steigern“ (Lenin, Band 21, Seite 272).

Das ist die Quintessenz unserer marxistisch-leninistischen Haltung zum imperialistischen Krieg- seine Verwandlung in den internationalen Bürgerkrieg, in den internationalen Klassenkrieg zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution. Diesen Standpunkt werden wir stets gegenüber dem Nationalbolschewismus verteidigen. Wir Bolschewisten kämpfen bekanntlich nur für gerechte Kriege und nur gegen ungerechte Kriege, also für den anti-imperialistischen Frieden mit der Waffe in der Hand ! Wir stellen dem Recht auf Krieg (Nationalismus!) das Recht auf Frieden (Internationalismus!) entgegen. Nur der Krieg des Internationalismus wird über den Krieg des Nationalismus siegen. Und erst wenn der Nationalismus beseitigt sein wird, kann es einen