Der Marxismus-Leninismus- eine immer junge und wissenschaftliche Lehre

aus der Sendereihe von Radio Tirana

22. 2. 1976

Wir setzen in dieser Sendereihe die Beiträge über die Materialien des 19. Bandes der Werke des Genossen Enver Hoxha fort und bringen heute:



Die Partei der Arbeit Albaniens



Auf der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien im November 1960 in Moskau, der größten bis dahin stattgefundenen Konfontration zwischen dem revolutionären Marxismus-Leninismus und dem modernen Revisionismus, brachte Genosse Enver Hoxha durch seine dort gehaltene Rede die marxistisch-leninistische Ansicht und die tiefe Überzeugung der Partei der Arbeit Albaniens in die Korrektheit und Lebenskraft der Prinzipien und Normen zum Ausdruck, die die Beziehungen zwischen den marxistisch-leninistischen Parteien regeln. Genosse Enver Hoxha verteidigte diese Normen und Prinzipien und enthüllte die Ursachen, warum sie die sowjetrevisionistische Partei sowie andere Parteien dieses Schlages aufgegeben haben.

Den Prinzipien und Normen, die die Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien regeln, liegen die gemeinsame Ideologie, die gleichen Ziele, die Einheit der Interessen und Aufgaben einer jeden Partei auf nationaler, internationaler Ebene zu Grunde. Grundlage dafür, dass die modernen Revisionisten die marxistisch-leninistische Ideologie aufgaben, dass sie die Strategie ausarbeiteten, den Kapitalismus dort wieder herzustellen, wo er gestürzt ist und dort zu erhalten, wo er an der Macht ist, dass die Sowjetrevisionisten die Strategie ausarbeiteten, in Teilhaberschaft und in Rivalität mit dem US-Imperialismus die Welt zu beherrschen, besteht in dem Bruch der Prinzipien und Normen, die die Beziehungen zwischen den marxistisch-leninistischen Parteien regeln. Dieser Bruch ist gleichzeitig eine vollständige Abweichung vom ideologischen Charakter und ein ein Verrat.

Die Verletzung der Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien regelnden Normen durch die Sowjetrevisionisten und die anderen Revisionisten spiegelt sich darin wider, dass sie von Anfang an an das Prinzip der Gleichheit, ein Hauptkennzeichen dieser Beziehungen, brachen. Die marxistisch-leninistischen Parteien sind in ihren Beziehungen untereinander gleich. Die strikte Achtung dieses Prinzips ist eine Bedingung, um ihre wirkliche und unverbrüchliche marxistisch-leninistische Einheit zu gewährleisten. Sich über den Inhalt und die Bedeutung des Prinzips der Gleichheit bewusst, entlarvte die Partei der Arbeit Albaniens, Genosse Enver Hoxha, auf der Moskauer Beratung und bei anderen Gelegenheiten die Ansichten und Haltungen der Chruschtschow-Revisionisten, die die Parteien

- in Mutterparteien und Tochterparteien teilten,

Ein Spiegel des Bruchs der Prinzipien und Normen, die die Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien regeln, des Bruchs des Prinzips der Gleichheit war die Praxis zu der die Chruschtschow-Revisionisten griffen, um die Bukarester Beratung im Sommer 1960 einzuberufen und abzuhalten. Dabei verletzten sie schamlos das Prinzip der Konsultation über die Frage der Organisierung der Beratung. Ebenso verletzten sie das Prinzip der Gleichheit, indem sie versuchten, die Partei der Arbeit Albaniens und die Kommunistische Partei Chinas dazu zu zwingen, sich über ihre verleumderischen anti-chinesischen Angriffe zu äußern, ohne die nötige Zeit zur Vorbereitung zu haben. Das Prinzip der Gleichheit brachen die Chruschtschow-Revisionisten auch dadurch, dass sie gegen die Partei der Arbeit Albaniens vor und nach der Moskauer Beratun geinseitige Angriffe und Verleumdungen starteten, dass sie versuchten, die Partei der Arbeit Albaniens zu spalten und in ihr Agenturen zu schaffen, dass sie sie ignorierten und die Volksrepublik Albanien als sozialistisches Land leugneten und auf die Volksrepublik Albanien politischen, militärischen und wirtschaftlichen Druck ausübten.

Die Partei der Arbeit Albaniens und Genosse Enver Hoxha, die die Prinzipien und Normen, die die Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien regeln, verteidigten, entlarvten die modernen Revisionisten, weil diese ständig dem Prinzip der Unabhängigkeit der Parteien zuwider handelten. Das Prinzip derUnabhängigkeit ist ein weiteres Kennzeichen der Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien. Alle Parteien, hat Genosse Enver Hoxha gesagt, sind gleich und unabhängig. Gemäß diesem Prinzip arbeiten die marxistisch-leninistischen Parteien ihre Linie auf Grund der Lehren des Marxismus-Leninismus aus, indem sie diese Lehren entsprechend den historischen Bedingungen, den spezifischenUmständenihrer Länder und unter Berücksichtigung der internationalen Lage anwenden.

Die Unabhängigkeit und die Gleichheit gehören zu den wichtigsten Bedingungen der wirklich marxistisch-leninistischen Einheit der marxistisch-leninistischen Parteien. Das Prinzip der Unabhängigkeit wurde von der Partei der Arbeit Albaniens niemals als Ignorierung der Erfahrungen der anderen marxistisch-leninistischen Parteien betrachtet. Die Erfahrungen einer jeden Partei, hat Genosse Enver Hoxha gesagt, ist ein großer Schatz aller und sie muss von allen genutzt werden. Das Studium des Marxismus-Leninismus selbst ist seinem Wesen nach Studium der Erfahrungen der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung. Die Erfahrungen der anderen Parteien zu studieren und aus ihr Lehren und Schlüsse zu ziehen, heißt nicht, diese Erfahrungen mechanisch anzuwenden, sie zu kopieren und blindlings zur Generallinie einer bestimmten Partei zu machen. Das Kopieren der fremden Erfahrung, ihre mechanische Anwendung führt zur Loslösung von der Realität des eigenen Landes, zu schweren Fehlern in der Politik, führt zu sektiererischen Positionen und folglich zur unvermeidlichen Niederlage. All das haben aber die Sowjet-Revisionisten niemals berücksichtigen wollen. Sie schlagen sich auf der einen Seite auf die Brust und prahlen damit, alles im Namen des Kampfes gegen den Dogmatismus und Sektierertum zu tun. Auf der anderen Seite versuchen sie auf äußerst plumpe und dogamtische Art und Weise den anderen durch herrisches Benehmen ihre ganz und gar revisionistische Linie aufzuzwingen. Die Versuche der Chruschtschow-Revisionisten um der Partei der Arbeit Albaniens die revisionistische Linie des 20. Parteitags aufzuzwingen, um diese Linie zur Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung zu machen, stellen eine brutale Verletzung des Prinzips der Unabhängigkeit der Parteien, eine flagrante Verletzung der Prinzipien und Normen dar, die die Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien regeln.

Während des Prozesses der Verteidigung der Prinzipien und Normen, die die Beziehungen zwischen den marxistisch-leninistischen Parteien regeln, haben die Partei der Arbeit Albaniens und Genosse Enver Hoxha dafür gekämpft, das Prinzip der Kritik in den zwischenparteilichen Beziehungen auf marxistisch-leninistischem Weg anzuwenden. Das Prinzip der Kritik gehört zu den wichtigsten Prinzipien in den Beziehungen dieser Parteien. „Kritik und Selbstkritik sind ein Entwicklungsgesetz nicht nur für eine einzelne Partei“, hat Genosse Enver Hoxha in seinem Bericht auf dem 21. Plenum des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens betont, der im 19. Band seiner Werke enthalten ist, „sie sind ein Entwicklungsgesetz für die gesamte internationale kommunistische Bewegung.“

Indem sie das Üben von Kritik in der kommunistischen Weltbewegung verteidigte, hat die Partei der Arbeit Albaniens dafür gekämpft, dass es eine wirklich kommunistische, prinzipienfeste Kritik ist, die man in der erforderlichen Form, zur rechten Zeit und am richtigen Platz übt, wie es die entsprechenden Regeln verlangen. So hat die Partei der Arbeit Albaniens dementsprechend ihre Kritik im Einklang mit den bekannten Regeln geübt, im Briefwechsel mit anderen Parteien, auf bilateralen Treffen der Vertreter der Parteien, sowie auf Beratungen des internationalen Kommunismus. Gleichzeitig entlarvte die Partei der Arbeit Albaniens die Haltung der Chruschtschow-Revisionisten, die die Prinzipien und Regeln der Beziehungen zwischen den marxistisch-leninistischen Parteien brutal verletzten und das Prinzip der Kritik in der internationalen kommunistischen Bewegung übel verfälschten. In dieser Hinsicht ersetzten die Chruschtschow-Revisionisten die kameradschaftliche und prinzipienfeste Kritik durch gemeine Verleumdungen und Erfindungen, die der kommunistischen Ideologie und Moral völlig fremd sind.

Im Kampf gegen die Anstrengungen der modernen Revisionisten, vor allem der Chruschtschow-Revisionisten um die Prinzipien und Normen, die die Beziehungen zwischen marxistisch-leninistischen Parteien regeln, zu begraben, haben die Partei der Arbeit Albaniens und Genosse Enver Hoxha konsequent das Prinzip der Polemik und des entschlossenen und prinzipienfesten Kampfes gegen die Renegaten am Marxismus-Leninismus verteidigt. Die Chruschtschow-Revisionisten haben in dieser Frage eine ganz und gar anti-marxistische Haltung eingenommen. Die Frage der Polemik haben sie lediglich vom pragmatischen Standpunkt aus behandelt. Das Wesen dieser Haltung machte die Partei der Arbeit Albaniens klar, bei deren Entlarvung hat sie die wirklichen Ursachen dieser Haltung aufgedeckt. Die Partei der Arbeit Albaniens hat zudem hervorgehoben, dass die Chruschtschow-Revisionisten als Initiatoren der öffentlichen Polemik, als Verleumder und Betrüger überhaupt kein Recht darauf haben, zu verlangen, dass die Polemik dann eingestellt wird, wenn dies in ihrem Interesse liegt. Unsere großen Lehrer Marx, Engels, Lenin und Stalin waren Parteigänger der prinzipienfesten Polemik. Sie waren bis zuletzt konsequent in ihrer Haltung für die Sache der Arbeiterklasse und gegen die Renegaten, und sie haben mit ihrer eigenen Haltung in dieser Hinsicht ein großes Beispiel gegeben. Die Perioden der Polemik waren und sind zugleich Perioden des allseitigen Gedeihens des marxistisch-leninistischen Denkens. Deshalb hat die Partei der Arbeit Albaniens ihre kämpferische Polemik vom Standpunktdes Marxismus-Leninismus aus entfaltet, tut es weiterhin und wird es auch in Zukunft tun bis zur vollständigen Liquidierung des modernen Revisionismus.

- Ende der Sendung von Radio Tirana -