Aufruf des Genossen Wolfgang Eggers
Heraus  zum Roten 1.Mai  - 2009 ! 



Proletarier aller Länder – vereinigt euch !  
Weltproletariat – vereinige alle Länder ! 







Auf ! Auf !
Städter und Landvolk !
Leidet nicht länger  Not ! 
Das Leben - es gehört euch !
Die Welt will leben – befreit sie !
Der Weltimperialismus ist am Ende !
Die Revolution bringt den Weltsozialismus !
Nie wieder Ausbeutung und Unterdrückung !
Übernehmt die Macht  – sie gehört euch !
Enteignen wir die Weltmonopole !  
Freiheit, Arbeit, Brot ! 
Solidarität ! 
Einheit !





Liebe
Kolleginnen und Kollegen !
Unser traditioneller Erster Mai-Kampftag  ist jetzt 120 Jahre alt. 
Was für eine stolze, eindrucksvolle Zeit ! 

Er hat das Auf und Ab der Weltgeschichte nicht nur überdauert, er hat  an Bedeutung dazu gewonnen, zeigt er doch uns selbst und der ganzen Welt jedes Jahr aufs Neue: 

Unsere internationale Arbeitersolidarität, unsere Arbeitereinheit 
lebt, wächst und erstarkt 

im Gleichschritt unserer Demonstrationen in allen großen Städten der Welt ! 
Unsere weltweiten Maidemonstrationen sind gemeinsame Demonstrationen für die Weltrevolution ! 
Die Weltrevolution marschiert im Gleichschritt in allen großen Städten der Welt !
Sie macht aus allen großen Städten weltrevolutionäre Städte !

Die Arbeiterbewegung ist die einzige Massenbewegung der Welt, die sich mit ihrem 1. Mai  in 120 Jahren gegen ihre Spaltung zur Wehr setzt und allen bürgerlichen Einflüssen zum Trotz ihre Einheit und Stärke demonstriert. 

Ob es nun auf dem 1. Mai fett gewordene Gewerkschaftsbosse gibt, ob dort revisionistische oder reformistische, faschistische, sozialfaschistische oder andere reaktionäre “Vertreter” (Arbeiterverräter!!!) mit großen Reden auftreten, um die Arbeiter für dumm zu verkaufen – sie alle haben es in 120 Jahren nicht geschafft, 
den großen internationalen Strom der Arbeitereinheit und Arbeitersolidarität aufzuhalten. 

Vergeblich haben die kapitalistischen Regierungen in 120 Jahren versucht, den 1. Mai als ihren eigenen  “Regierungsmai” einzuverleiben, aber selbst das “Tausendjährige Reich” ist damit gescheitert ! Ja, mehr noch:  Der “Regierungsmai” der revisionistischen Länder ist untergegangen. Der 1. Mai überlebte also auch den Sozialfaschismus an der Macht, der hinter roten, sozialistischen Fahnen seine arbeiterfeindliche (und in Wahrheit kapitalistische) Fratze verbarg.

Der 1. Mai der internationalen Arbeiterklasse hat sich in 120 Jahren als unbesiegbar  herausgestellt !

Der brüderliche Bund der Proletarier aller Länder ist unbesiegbar !


Unter Lenin und Stalin, wie auch unter Enver Hoxha, 
gab es auch einen Regierungsmai, 
aber nicht ein Regierungsmai der bürgerlichen, sondern der sozialistischen  Regierung. 
Die Roten Fahnen auf den Maidemonstrationen hielten dort Arbeiter in Händen,
 die selber die politische Macht in Händen hielten !
Heute tragen wir unsere roten Fahnen noch für die Weltrevolution – 
Morgen werden sie schon von den Arbeitern aller Länder getragen, 
die bereits ihre politische Weltmacht in Händen haben. 

Kolleginnen und Kollegen !
Dann flattern die roten Mai-Fahnen unserer neuen Weltregierung im Wind, 
der Weltregierung der Arbeiter !

Nun, bis dahin ist noch ein langer Weg !

Heute protestieren die Kolleginnen und Kollegen dagegen, dass ihnen immer mehr Krisenlasten von den Regierungen auferlegt werden, obwohl es sowieso schon nicht mehr zum Leben reicht. 
Sie protestieren dagegen, dass die Regierungen die Kapitalisten für ihre Verbrechen am einfachen Volk noch obendrein mit  Steuergeldern belohnen, die eigentlich dem Volk gehören und ihm fehlen. Das Volk kann seine dringendsten Bedürfnisse nun nicht mehr befriedigen und versinkt in Armut, muss seine Arbeitskraft nunmehr zu noch viel menschenunwürdigeren Bedingungen als bisher an die Weltkapitalisten verkaufen. Die Regierungen reißen den Völkern das letzte Hemd vom Leib und treiben die Staaten einer nach dem anderen unvermeidlich in den Bankrott. Alles, nicht nur die Staaten, sondern die gesamte Weltproduktion, die Weltmärkte liegen brach und verlieren rasant ihren Wert. Alle durch die Globalisierung mühselig geschaffenen Werte der ganzen Welt liegen den Weltmonopolisten nun zu Schleuderpreisen zu Füßen. Sie brauchen sie nur noch aufzuheben und sie in Besitz nehmen. Enteignet wurden die Völker. Ihr Eigentum, ihr Grund und Boden gehören nun nicht mehr ihnen, sondern den internationalen Monopolkapitalisten. Sie haben die Völker ausgeraubt und sie ins Elend gestürzt, um dann auch noch hinterher deren elende Lage mit viel brutaleren Ausbeutermethoden auszunutzen, um somit noch viel mehr Profit aus ihnen herauszupressen. Die Weltbourgeoisie dreht sich im Kreis ihrer Roulettekugel: Nichts geht mehr ! Auf welcher Zahl sie auch immer zu stehen kommt – die Weltbanken gewinnen immer ! Es sind frech gewordene Räuber, der den Kopf verloren haben. Sie machen eine Dummheit nach der anderen, verschärfen die Weltlage und beschleunigen ihren Untergang, je mehr man ihnen in den Rachen schiebt !

Die bürgerliche Ordnung in der ganzen Welt macht eine ungeheure revolutionäre Krise durch. Wir müssen jetzt durch die Praxis der revolutionären Parteien `beweisen` , dass sie genügend Bewusstheit, Organisiertheit, Verbindung mit den ausgebeuteten Massen, Entschlossenheit und Fähigkeit besitzt, um diese Krise für eine erfolgreiche, eine siegreiche Revolution auszunutzen.”

Das hat Lenin auf dem II. Kongress der Kommunistischen Internationale gesagt, der vom 19. Juli bis zum August 1920 stattfand. 
Und genau hieran möchte heute am 1. Mai die Komintern / ML  alle revolutionären Parteien in der ganzen Welt erinnern.
Heute müssen sich die revolutionären Parteien genauso wie vor 89 Jahren als Abteilungen der revolutionären Weltpartei begreifen, sich in der Weltpartei organisieren und sich mit den ausgebeuteten Massen verbinden, so wie es Lenin gefordert und die Komintern es beschlossen hatte. Nur eins ist doch klar. Die Weltkrise von damals und heute ist nicht die gleiche. Sie hat sich natürlich geändert und damit auch unsere weltrevolutionäre Taktik:

Damals begann die Weltrevolution zunächst mit der Machtübernahme der Arbeiter in einem Land. Das war die Zeit, wo die Arbeiter eines Landes die Macht der Kapitalisten zum ersten Mal durchbrochen und zwei Weltlager geschaffen hatten. Das war die Zeit,  wo die Arbeiter eines einzigen Landes für das gesamte Weltproletariat in heldenhafter Arbeit und internationalistischem Geiste eine feste Basis und einen starken  Hebel zur Befreiung vom Weltkapitalismus schufen. Der Funke sprang jedoch nicht über. Das Weltproletariat erwies sich noch nicht reif, um die Weltmacht zu übernehmen und ein Land allein war natürlich für den Sturz des Weltkapitalismus zu schwach. Die Arbeitermacht in einem Land stand und fiel mit der Ausbreitung der Arbeitermacht in einer Reihe weiterer Länder, denn endgültig siegen kann der Arbeiter über den Kapitalisten nur im Weltmaßstab. Das ist der Grund, warum die Arbeiter der ganzen Welt ihre weltrevolutionäre Taktik ausschließlich auf den proletarischen Internationalismus stützen. 
Die Arbeitermacht eines einzelnen Landes konnte sich gegenüber der Übermacht des Weltkapitalismus trotz solidarischer Unterstützung der Arbeiter aller Länder nicht behaupten und die Arbeiter verloren wieder die Macht in ihrem Land, unfähig sie sich wieder zurückzuerobern oder dabei auf die Unterstützung des Weltproletariats hoffen zu können. Damit war die typische Anfangszeit der Weltrevolution mit ihrer Arbeitermacht in einem Land unter historisch ungemein erschwerten Bedingungen abgeschlossen. Selbst die Ausbreitung der Arbeitermacht eines Landes über seine Grenzen hinaus konnte die Weltrevolution, konnte das Weltproletariat nicht zum Sieg führen. Im nationalen Maßstab können die Arbeiter zwar günstige Voraussetzungen für die Weltrevolution schaffen, aber die kapitalistische Welt in eine sozialistische Welt verwandeln, das können die Arbeiter in den einzelnen Ländern nur im Weltmaßstab, das kann nur das Weltproletariat. 
Heute  - “im Zeitalter der Globalisierung” - ist das Weltproletariat endlich reif  für den Sieg der Weltrevolution und es verfügt über genügend Erfahrungen, um Fehler der Vergangenheit zu vermeiden und dadurch schneller und leichter zum Ziel zu gelangen. Mit der Globalisierung ist das Weltproletariat endlich zu einer weltumspannenden  Klasse herangewachsen und damit  stark genug, den Weltkapitalismus endgültig zu stürzen.

Heute  ist das Problem der Weltrevolution also taktisch viel einfacher zu lösen - “dank” der Globalisierung. 
Jetzt bestimmt eine einheitliche globale  Klassenfront über die taktische Vorgehensweise in den einzelnen Ländern und nicht umgekehrt: 

Die Fronten sind heute also viel klarer als früher – 
hier das Weltproletariat – da die Weltbourgeoisie.

Wer eine neue Welt ohne Kapitalismus will, sammele sich unter der Führung des Weltproletariats – 

Wer die kapitalistische Weltordnung aufrecht erhalten will, der sammele sich unter der Führung der Weltbourgeoisie.

Zwischen diesen beiden Weltlagern wird der Klassenkampf ausgetragen. Und mit seinem Ergebnis  wird sich entscheiden wie die Welt in Zukunft aussieht.

Die neue weltrevolutionäre Taktik ergibt sich aus der Kombination der beiden Losungen der Komintern / ML:

Proletarier aller Länder vereinigt euch!”  UND (!)  “Weltproletariat – vereinige alle Länder !”

Das Weltproletariat formiert sich heute unter weltzentraler Führung  zu national gegliederten Kampfabteilungen, die in global gebündelter Einheitsfront  in direkter Schlacht um die Macht in einem Land ein Stück ihrer Weltmacht erobern. Mit der Eroberung der Macht in jedem einzelnen Land fügen die Arbeiter Stück für Stück ihre Weltmacht zusammen. 
So entsteht die Macht des Weltproletariats aus den zentral geführten und in den einzelnen Ländern richtig umgesetzten Klassenkämpfen der Arbeiter. Die Konterrevolution wird auf diese Weise in allen Ländern gebunden und daran gehindert, konzentriert ein Land zu umkreisen, es zu stürzen und zu erwürgen - so wie das in der ersten Periode des Sozialismus für den Weltkapitalismus noch möglich war.  
Erstens stellt auf diese Weise das Weltproletariat sicher, dass dem globalisierten Weltkapitalismus die Macht über die Arbeiter in jedem Land entzogen wird. Zweitens stellen die Arbeiter jedes Landes ihrerseits auf diese Weise sicher, dass sie mit den Arbeitern aller anderen Länder zusammen produzieren und ihre Produkte austauschen können, ohne dass  die Weltkapitalisten sie daran hindern oder sie untereinander ausspielen und gegeneinander aufbringen können. 
So schaffen sich die Arbeiter sowohl eine neue gemeinsame Weltwirtschaft als auch eine neue Wirtschaft in ihrem Land ! 

Wer kann besser wirtschaften ? 

Sind es etwa die Weltkapitalisten und die Kapitalisten in allen Ländern – die die Welt zwecks Profitmaximierung rücksichtslos ausgeplündert und ruiniert haben und auch nichts Anderes können, als stets aufs Neue in Heuschreckenschwärmen über sie herzufallen ? 

Oder sind es vielmehr die weltweit zusammengeschlossenen  Arbeiter und Bauern,  die die Weltproduktionsmittel und den gesamten Boden der Erde vergesellschaften, sie also in Welteigentum überführen, um mit der planmäßig organisierten Weltproduktion sowohl die Bedürfnisse der gesamten Weltbevölkerung als auch die Bedürfnisse der Bevölkerung eines jeden Landes maximal zu befriedigen ?

Die Arbeiter und Bauern werden in gemeinsamen Anstrengungen beweisen, das sie mehr von globalisierter Wirtschaft verstehen als die Kapitalisten !

Die Kapitalisten wurden von der Globalisierung ihres Profits beherrscht  zum Schaden der Welt – die Arbeiter und Bauern beherrschen  umgekehrt die Globalisierung ihrer Produktion zum Nutzen der Welt ! 
Das ist der Unterschied zwischen Weltkapitalismus und Weltsozialismus !

In den Händen der Arbeiter und Bauern werden die dämonischen Kräfte der Globalisierung in willige Diener der Weltbevölkerung verwandelt werden.

  Aus den globalisierten Entwicklungsformen der Weltproduktion schlagen die alten Eigentumsverhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt die Epoche der Weltrevolution ein. Der Weltkapitalismus geht unter, nachdem er die von ihm geschaffenen Verhältnisse des Privateigentums an den Produktionsmitteln nicht mehr an die von ihm globalisierten Weltproduktivkräfte anpassen kann. Diese sind dadurch unweigerlich zum Dahinvegetieren,  zum Verkümmern und zum Zerfall verurteilt. Weil diese keinen maximalen Profit mehr abwerfen, gehen alle Länder zu Grunde, obwohl sie die Weltproduktivkräfte gemeinsam geschaffen haben.
 Jedoch, mit der weltrevolutionären Beseitigung der weltkapitalistischen privaten Produktionsverhältnisse werden die globalisierten Weltproduktivkräfte schließlich in gemeinsames Eigentum aller sozialistischen Länder überführt. Die Arbeiter haben in ihren Ländern darüber Verfügungsgewalt, und nunmehr verwandeln sich die neu geschaffenen weltsozialistischen Besitzverhältnisse der Produktionsmittel unmittelbar in eine Haupttriebfeder für die Wiederankurbelung der Weltproduktivkräfte und einer für alle Menschen ausreichenden Versorgung mit Produkten.
Befindet sich die Weltproduktion in den Händen der Produzenten, also in den Händen der herrschenden Arbeiter und Bauern der ganzen Welt, dann werden sich aus dem Schoß der alten kapitalistischen Nationen neue sozialistische Nationen herausbilden, werden sich die Arbeiter und Bauern der ganzen Welt gegenseitig ausreichend mit Produkten versorgen, die sie zum Leben brauchen. 
In den gemeinsamen Händen der Arbeiter und Bauern tritt an die Stelle der gesellschaftlichen, globalisierten Produktionsanarchie des Weltkapitalismus eine weltgesellschaftlich-planmäßige Regelung der Produktion nach den Bedürfnissen der gesamten Weltbevölkerung genauso wie nach den Bedürfnissen jedes Einzelnen.



Unsere sozialistische Weltproduktion dient nicht dem Zweck der Profitmaximierung, der Zerstörung von Mensch und Natur, sondern der materiellen und kulturellen Bedürfnisbefriedigung der Weltbevölkerung im Einklang mit den Naturgesetzen. Sie sichert die maximale Befriedigung der ständig wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse der gesamten Menschheit und rettet diesen Erdball vor seiner Zerstörung. Mittel zur Erreichung dieses Zwecks ist ununterbrochenes Wachstum und ununterbrochene Vervollkommnung der weltsozialistischen Produktion, sowohl auf der Basis einer höchsten Technik, als auch auf der Basis des nachhaltigsten Schutzes und der schnellsten  Regenerierung der Natur, einschließlich der Weltressourcen. 

Arbeiter und Bauern wirtschaften also besser als die Kapitalisten ! 
- sowohl im nationalen, als auch im internationalen Maßstab !





Es lebe der Sieg 
der Großen 
Sozialistischen Weltrevolution !
Es lebe der Rote 1. Mai 2009 !