Es lebe der

Stalinismus – Hoxhaismus !







Wie der

Genosse Enver Hoxha den Genossen Stalin

gegen Mao Tse-tung

und den chinesischen Revisionismus verteidigte





Herausgeber Exekutivkomitee der Komintern-ML

von Wolfgang Eggers



Heute, am 5. März 2003, jährt sich zum 50. Mal der Todestag des Genossen Stalin.

Aus diesem Anlass gedenken die Komintern-ML und ihre Sektionen , gedenken die Marxisten-Leninisten in der ganzen Welt, gedenken das revolutionäre Weltproletariat und die Völker dieser Erde des Genossen Stalin, der das große Werk von Marx, Engels und Lenin in hervorragender Weise fortgesetzt und weiterentwickelt hat und als Klassiker des Marxismus-Leninismus in die Geschichte des Kommunismus eingegangen ist. Der Name und das Werk Stalins sind unvergänglich. Stalin wird immer in den Herzen des Weltproletariats leben. Er wird in dem Herzen eines jeden ehrlichen und aufrichtigen kommunistischen Revolutionärs leben. Der Klassenfeind hat niemals aufgehört - und wird dies gewiss auch in Zukunft niemals tun - uns Kommunisten auf jede erdenkliche neue Weise vom Weg Stalins abzubringen. Wir Marxisten-Leninisten haben stets jeden Angriff siegreich zurückgeschlagen und werden auch in Zukunft wachsam bleiben und Stalin erfolgreich verteidigen.

Das großartige Werk des Genossen Stalin bleibt stets aktuell und stellt heute für unseren Kampf für die Zurückeroberung der Diktatur des Proletariats, für die Wiedergeburt des Sozialismus, für die Fortsetzung unseres Weges zum Weltkommunismus einen unerschöpflichen Schatz des Marxismus-Leninismus dar. Stalins Lehren sind gerade heute eine der schärfsten Waffen des Proletariats für seine revolutionäre Befreiung vom Imperialismus und wird es immer bleiben. Von Stalin lernen, heisst siegen lernen!

Die Lügen, Verleumdungen und Angriffe der Weltbourgeoisie gegen Genossen Stalin sind auch 50 Jahre nach seinem Tod neuerlich angeheizt worden, denn sie weiss, was ihr blüht. Die Weltbourgeoisie stellt in diesen Tagen wieder demonstrativ unter Beweis wie sehr sie ihren größten Feinde hasst. Durch Stalin erlitt der Weltimperialismus nämlich seine größte und empfindlichste Niederlage in seiner Geschichte und nun ist dieser gerade wieder dabei, einer erneuten Niederlage, einer noch größeren Niederlage entgegenzugehen. Die internationale Konterrevolution erzittert, wenn sie auch nur den Namen Stalin hört! Und wir werden sie an diesen Namen stets erinnern, nicht nur am 50. Todestag!!! Die Weltrevolution, der Kampf für den endgültigen Sturz des Weltimperialismus, schreitet siegreich voran mit dem Namen Stalin auf unseren roten Fahnen, denn die Weltbourgeoisie befindet sich zur Zeit im kritischsten Stadium ihrer Macht über das Weltproletariat und die Völker. Ihre ökonomische wie politisch-ideologische Weltherschaft ist schwer angeschlagen und ins Wanken geraten, der Weltimperialismus befindet sich in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Diese Krise bringt unvermeidlich und unvermittelt den neuen imperialistischen Krieg hervor, und nähert sich damit nach eisernem Gesetz seinem endgültigen Untergang. Stalin hat der Welt bewiesen, dass der imperialistische Krieg mit einer imperialistischen Niederlage endet, die proletarischen Revolutionen und revolutionären nationalen Befreiungsbewegungen einläutet, unvermeidlich der Geschichte des Sozialismus neue Siege beschert und den Befreiungsprozess der Völker beschleunigt. Erweisen wir uns als würdige Schüler Stalins und treten wir einen neuerlichen historischen Beweis dafür an, dass Stalins Vorausschau konkret der Wahrheit entspricht! Die Zeichen stehen auf Sturm! Der Weltimperialismus ist objektiv reif, um von der Bühne der Geschichte zu treten, und objektiv ist auch der Sozialismus reif, wieder auf die Treppe zur Bühne der Geschichte zu steigen, aber das bedeutet keineswegs, dass er dies auch automatisch tun wird. Das hängt von den subjektiven Bedingungen derjenigen revolutionären Kräfte in der Welt ab, die berufen sind, diesen historischen Wandel der kapitalistischen Weltordnung in eine sozialistische Weltordnung zu vollstrecken und umzugestalten, die Proletarier aller Länder und ihre führenden revolutionären Parteien. Da liegt der schwache Punkt. Und genau da müssen wir von Stalin lernen, der genau diese Schwäche in Stärke verwandelte. Wir müssen jetzt gemeinsam unsere revolutionäre Befreiung vorbereiten und dürfen bei unserer Vereinigung unter dem Sturmbanner Stalins keine Zeit verlieren! Die revolutionären Arbeiter der ganzen Welt müssen sich in der Kommunistischen Internationale Marxisten-Leninisten zusammenschließen und den internationalen, revolutionären Befreiungskampf, den Kampf zur Zurückeroberung der Arbeitermacht organisieren und so das begonnene Werk Stalins zu Ende führen. Die Marxisten-Leninisten müssen die 12 Bolschewisierungsthesen des Genossen Stalin in die Tat umsetzen und starke Parteien Leninschen und Stalinschen Typs schaffen und stärken. Den Kampf, den Stalin gegen den Opportunismus, gegen den Sozialdemokratismus, gegen den trotzkismus, gegen den Revisionismus geführt und den Enver Hoxha fortgesetzt hat, müssen wir weiter und zu Ende führen.

Mit den Lehren Stalins müssen wir dem Neo-Revisionismus aufs Haupt schlagen!

Das ist unsere heutige Aufgabe, wenn wir Stalin zum 50. Todestag wahrhaft verteidigen wollen.

In dem Gründungsdokument „Die Gründung der Komintern-ML und Genosse Enver Hoxha, der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus“ habe ich auf die Bedeutung und die Notwendigkeit der Verteidigung der Klassiker gegenüber dem Revisionismus und Neo-Revisionismus aufmerksam gemacht. Da ging es um die Verteidigung Enver Hoxhas gegenüber dem Neo-Revisionismus. Im Wesentlichen geht es hier bei Stalin um dieselbe Aufgabe, nämlich diejenigen, die die Namen von Stalin und Enver Hoxha nur auf den Lippen tragen oder diese beiden namen trennen zu wollen - um uns in die Irre zu leiten und uns zu betrügen - zu entlarven und der Arbeiterklasse zu beweisen, dass die Neo-Revisionisten in Wirklichkeit Stalins und Enver Hoxhas Kampf gegen den Revisionismus verraten und somit den Revisionismus tatsächlich verteidigen, den sie vorgeben zu bekämpfen. Darüberhinaus sind gerade die Neo-Revisionisten die ersten, die uns treue Schüler Stalins und Enver Hoxhas als „Sektierer“ und „Dogmatiker“ beschimpfen, so wie damals die Revisionisten die Genossen Stalin und Enver Hoxha als „Dogmatiker“ und „Sektierer“ beschimpften.

Ein wahrer Marxist-Leninist kann keinen Unterschied im Kampf zur Verteidigung der Klassiker des Marxismus-Leninismus machen, egal ob es um Lobhudelei und Personenkult auf der einen Seite , oder um offene wüste Beschimpfungen, Beschuldigungen und Anprangerungen auf der anderen Seite geht. Meistens werden diese beiden Taktiken parallel angewandt, aber oft beginnt es im Verborgenen, dann mit verkappten Angriffen, die, wenn sie nicht von uns energisch bekämpft werden, immer offen - reaktionäre Züge annehmen. Offene und versteckte Angriffe auf die Klassiker, ob grob oder fein gesponnen, dienen nur dem gemeinsamen Zweck:

Die Klassiker und damit den Marxismus-Leninismus selbst über Bord zu werfen, um den Boden für die Revision des Marxismus-Leninismus zu bereiten, und um stattdessen opportunistische Auffassungen zu verbreiten und damit die Marxisten-Leninisten zu bekämpfen und das revolutionäre Erbe des Weltproletariats und des internationalen Kommunismus zu vernichten.

Es ist natürlich leichter, gegen einen Chruschtschow Partei zu ergreifen, der Stalin nach seinem Tode offen attackierte und auf dem 20. und 22. Parteitag der KPdSU Schmutzkübel über Stalin ausleerte, als gegen einen heimtückischen, speichelleckenden, intriganten Chruschtschow, der Stalin zu dessen Lebzeiten nicht offen bekämpfte und seinen Verrat mit Personenkult und Lobhudelei tarnte. Das war aber nur dadurch möglich geworden, dass dieser Verrat jahrzehntelang vorher betrieben wurde und lange vorbereitet war. Das war der gleiche Chruschtschow! Und das ist auch genau das übliche Strickmuster, nach dem die Bourgeoisie - in diesem Falle die neue Bourgeoisie in der Sowjetunion - die Diktaturen des Proletariats und deren Führer beseitigen. Man sehe sich Ramiz Alia an, wo das genauso abgelaufen ist. Dieses Strickmuster müssen wir von vorherein zerschlagen, wenn wir die Diktatur des Proletariats zurückerobern wollen. Wir Marxisten-Leninisten können Stalin nur auf eine einzige Weise erfolgreich verteidigen, auf dem Boden des Marxismus-Leninismus, auf dem gleichen Weg, auf dem Enver Hoxha Stalin verteidigte, das heisst Aneignung der Lehren Stalins und deren politische Umsetzung in der gegebenen Situation.

Die Frage der Haltung zu den Klassikern, die Haltung zu Stalin, war, ist und bleibt also für immer eine zutiefst prinzipielle und überlebenswichtige Frage. Es ist eine Demarkationslinie, die die wahren Marxisten-Leninisten, die Revolutionäre, von den Revisionisten, den Renegaten und Konterrevolutionären scharf voneinander trennt. Das ist für die richtige Orientierung des proletarischen Klassenkampfes von allergrößter Bedeutung. Diese Demarkationslinie muss von uns nicht nur ständig nachgezogen und erneuert , sondern immer tiefer gezogen werden. Das ist keine rein quantitative Angelegenheit, die man mal beiläufig auf einem 50 Todestag wieder in Erinnerung bringt. Wir müssen die Demarkationslinie in der Haltung zu Stalin vor allem im permanenten ideologischen Klassenkampf qualitativ betrachtet vertiefen und ständig weiterentwickeln, denn es liegt im Wesen des Revisionismus, im Wesen der Bourgeoisie, diese Demarkationslinie ständig weiter aufzuweichen, zu schwächen und schließlich zu überwinden, um in das revolutionäre Lager einzudringen und es zu liquidieren, um damit die Macht der Bourgeoisie zu behaupten bzw. diese wieder zurückzugewinnen, falls diese an die Macht des Proletariats verloren gegangen ist. Der Bourgeoisie geht es um die Klassenversöhnung, mit deren Hilfe sie das Proletariat unter ihre Fittiche nimmt. Deswegen strebt sie auch die Versöhnung des Marxismus-Leninismus mit dem Revisionismus an, um mit dieser Taktik den Marxismus-Leninismus unter die bürgerlichen Fittiche nehmen zu können. Eine Versöhnung zwischen Marxisten-Leninisten und Revisionisten darf es also Stalin gegenüber niemals geben. Zu versäumen, die Demarkationslinie ständig schärfer zu ziehen, erleichtert es den Klassenfeinden, sie zu überwinden. Besonders veraltete Demarkationslinien sind gefährlich, weil sie allmählich brüchiger und unschärfer werden im Verlaufe des sich ständig verschärfenden Klassenkampfes. Das wissen auch die Neo-Revisionisten sehr genau, wo sich die revolutionäre Bewegung im Aufwind andeutet! Sie sind ja diejenigen, die uns an alte Demarkationslinien fesseln wollen, und unser Bemühen, sie schärfer zu ziehen, als „Sektierertum“ und „Dogmatismus“ zu verurteilen. Sie sind diejenigen, die Stalin bei den Revisionisten wieder hoffähig machen. Liefen die Revisionisten noch vor Jahrzehnten mit ihren Marx, Engels, Lenin - Fahnen auf der Straße herum, so schwenken heutzutage immer mehr alte Revisionisten wie Neo-Revisionisten die Fahne mit den 4 Köpfen - Marx, Engels, Lenin und Stalin.

Man darf ja nicht glauben, dass selbst in der ehemaligen Sowjetunion nur ehrliche Kommunisten Stalinbilder auf den Demonstrationen mit sich führen. Da gibt es vor allem eine Reihe neorevisionistischer Organisationen, die diese Täuschungsmanöver systematisch betreiben , was ausdrücklich auf internationaler Ebene der Neo-Revisionisten beschlossen und durchgeführt wird, wie zB. durch den „Stalinverehrer“ Ludo Martens von der neo-revisionistisch-maoistisch verseuchten Belgischen Arbeiterpartei. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Die Täuschungsmanöver gegenüber Stalin gehören nach wie vor zum wesentlichen Bestandteil des Arsenals der ideologischen Waffen der international organisierten und operierenden verschiedenen Verbrecherbanden der Neo-Revisionisten!

Wer also einst der stolzen - gegen den modernen Revisionismus gerichteten und - der anti-maoistischen marxistisch-leninistischen Bewegung des Genossen Enver Hoxha mit den 4 Köpfen angehörte, muss sich nunmehr entscheiden, in welches Lager er gehört, in unser neues 5 köpfige Team mit Enver Hoxha oder in das jetzt veraltete 4 köpfige Lager ohne Enver Hoxha. Das heisst natürlich nicht, dass wir den Revisionisten den 4. Kopf auf ihren Fahnen gönnen und Marx, Engels, Lenin und Stalin gar als veraltet abwerten. Im Gegenteil, wir schützen sie durch den 5. Kopf viel besser! Das ist nicht nur eine notwendige Maßnahme zur Abgrenzung vom Revisionismus, sondern eine generelle und zutiefst prinzipielle Frage der Klassiker des Marxismus-Leninismus, der Richtschnur unseres Kampfes für den Kommunismus.

Genauso wie die Revisionisten mit ihren Fahnen von Marx Engels und Lenin kein Recht haben, sie zu tragen, so haben sie auch nicht das Recht, unsere alte 4 köpfige Fahne zu übernehmen! Die Klassiker gehören den Marxisten-Leninisten und dem Proletariat, aber niemals den Revisionisten und der Bourgeoisie. So wie sich die Bourgeoisie mit der Fahne Stalins zu seinen Lebzeiten schmückte, um sie hinterher besser zerreißen zu können, so schwenken die Revisionisten auch heute wieder die Fahne Stalins, um sie hinterher zu zerreißen, falls wir es zulassen, dass sie sich unseres Sozialismus wieder bemächtigen, nachdem wir diesen zurückerobert haben. Wir müssen nicht nur heute jedem Revisionisten die Fahne der Klassiker entreißen, egal um welchen und um wieviel Klassiker es sich dabei handelt. Prinzipiell müssen wir immer wieder verhindern, dass sich die Revisionisten überhaupt unserer revolutionären Fahnen bemächtigen. Es kommt vor allem darauf an, dass man die Klassiker nicht nur auf den Fahnen schwenkt, sondern ihre Lehren im Klassenkampf umsetzt. Es kommt nicht darauf an, die Klassiker auf den Lippen zu tragen, sondern im Herzen.

Wir müssen außerdem lernen von dem anti-neorevisionstischen Kampf, den der Genosse Enver Hoxha zur Verteidigung Stalins gegenüber Mao Tsetung so glänzend geführt hat. Es ist und war falsch, Mao als 5. Klassikerkopf aufzunehmen. Wer Mao im Zusammenhang mit Marx, Engels, Lenin und Stalin oder mit Enver Hoxha als Klassiker des Marxismus-Leninismus auf die Fahnen zu schreiben versucht, lässt zu, dass die Klassiker mit dem Revisionismus versöhnt werden, was nichts anderes bedeutet, als die Klassiker des Marxismus-Leninismus vor den Karren der Revisionisten spannen zu lassen. Mao war zweifellos ein Klassiker, aber ein Klassiker des Revisionismus! Mao war niemals Klassiker des Marxismus-Leninismus, er war auch niemals Marxist-Leninist. Demgegnüber war aber der Genosse Enver Hoxha nicht nur ein herausragender Marxist-Leninist, sondern ist auch ein Klassiker des Marxismus-Leninismus und der treueste Schüler Stalins. Deswegen gehört er in die Reihe mit Marx, Engels, Lenin und Stalin und eben nicht der Revisionist Mao tsetung. Das mag uns Marxisten-Leninisten heute klar geworden sein, aber wir müssen selbstkritisch feststellen, wieviele Jahre wir brauchten.

Das Entscheidende an der Verteidigung Stalins durch Enver Hoxha war erstens, dass unter den Bedingungen des modernen Revisionismus an der Macht der Sozialismus durch Anwendung der Lehren Stalins trotzdem siegreich aufgebaut wurde, zweitens, dass damit den Revisionisten die Erreichung des Zieles, mit dem Sturz Stalins, mit dem Sturz der Sowjetunion, den Sozialismus und die Beseitigung der Führer des Weltproletariats den Kommunismus zum Stoppen und zum Untergehenherbeizuführen, nicht gelungen ist und drittens, dass dem Weltproletariat ein neues sozialistisches Vaterland erhalten blieb und ein neues Zentrum der Weltrevolution geschaffen wurde, das das zerstörte Weltzentrum der Leninschen und Stalinschen Sowjetunion ruhmreich weiterführte. Erst mit dem Verrat Ramiz Alia und dem wachsenden Druck der imperialistisch-sozialimperialistischen Umkreisung , war das Werk Stalins, das Genosse Enver Hoxha fortgesetzt und weiterentwickelt hatte, vorübergehend zerstört worden. Deswegen müssen wir diesen Verrat Ramiz Alia auch noch viel schärfer aufdecken und entlarven als bisher, denn damit verteidigen wir ja nicht nur das Werk Enver Hoxhas und nicht nur das des Genossen Stalin, die Werke aller 5 Klassiker, sondern damit schaffen wir auch eine der wichtigsten ideologischen Voraussetzungen, um die gemachten Fehler des bisherigen Sozialismus im Kampf gegen den Revisionismus zu überwinden, den Sozialismus wieder zurückzuerobern, den der Revisionismus uns geraubt hat und den neu aufzubauenden Sozialismus niemals wieder durch Revisionisten aus der Hand reißen zu lassen. Die Tatsache, dass der albanische Revisionismus sich hinter dem Kampf gegen den Revisionismus getarnt hatte und sich vermittels der Lehren Enver Hoxhas hinter dem Kampf gegen den chinesischen Revisionismus versteckte, der sich seinerseits mit dem Anti-Revisionismus getarnt hatte, um wiederum den eigenen Revisionismus zu stärken, diese Tatsache macht den albanischen Revisionismus qualitativ viel gefährlicher als den Maoismus, weswegen wir auch vom albanischen Neo-Revisionismus mit seinem Führer Ramiz Alia sprechen. Bei seiner populäreren Verbreitung in der Welt ist der Maoismus deswegen aber noch lange nicht nur eine quantitative Gefahr, nachdem Enver Hoxha seine qualitative Gefahr aufgedeckt hatte. Man darf nicht unterschätzen, dass der Maoismus sich inzwischen gehäutet hat und ensprechende qualitative Veränderungen auch zu seiner Reaktivierung geführt haben, weil wir sie nicht genug bekämpft haben. Vor allem müssen wir nachweisen, dass auch ein gehäuteter Maoismus, ein neorevisionistischer Maoismus, seine feindliche Haltung zum Genossen Stalin nicht aufgegeben hat, hinter dem er sich verbirgt, ja dadurch noch gefährlicher geworden ist. Deswegen ist jeder Versöhnung mit dem gehäuteten Maoismus ein Angriff auf Stalin, und muss daher dieser Angriff des Versöhnlertums von uns zurückgeschlagen werden.

Der Maoismus hat vor Stalins Tod bis heute, also auch nach dem Tod Enver Hoxhas, ununterbrochen den Kampf gegen Stalin geführt mit dem Namen Stalin auf der Fahne und betreibt damit Verwirrung im Weltproletariat und in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die heute starken Einfluss des Versöhnlertums gegenüber dem Maoismus aufweist. Es ist klar, wir können weder den Genossen Stalin, noch den Genossen Enver Hoxha siegreich verteidigen, wenn wir den Maoismus nicht besiegt haben.

Diesem Artikel vorangestellt wurde erstmalig in der Welt der Kopf Stalins und der Kopf Enver Hoxhas nebeneinander, wie damals die beiden Köpfe Lenins und Stalins. Das soll nicht nur die tiefe Verbundenheit dieser beiden großen Marxisten-Leninisten ausdrücken, sondern soll uns auch ein starkes Symbol als Hinweis sein, dass wir die Verbindungen der Lehren Stalins und Enver Hoxhas studieren müssen, weil damit der an sich schon sehr hohe Wert der Lehren jedes einzelnen Klassikers durch diese Verbindung noch größer wird und von uns noch besser weiterentwickelt werden kann. Die Neo-Revisionisten sind sich darüber bewusst, was das für sie bedeutet, nicht nur gegen Lehrer und Schüler zu kämpfen, sondern gegen zwei Lehrer, deren neue Schüler heranwachsen werden. Das ist ja der Grund, warum sie die Werke Enver Hoxhas und Stalins in Worten anerkennen, aber in Taten auseinander dividieren und zu spalten versuchen. Allein, dass die Komintern-ML den Genossen Enver Hoxha zum 5. Klassiker erhoben hat, war für den Neo-Revisionismus eine herbe Niederlage.

Deswegen sollte der 50. Todestag Stalins für uns Marxisten-Leninisten ein würdiger Anlass sein, den Genossen Enver Hoxha für uns alle sprechen zu lassen. Wir wollen aus dem reichen Schrifttum Enver Hoxhas schöpfen, das darüber Zeugnis ablegt, wie sehr der damalige Schüler Genosse Enver Hoxha seinen Lehrer Stalin gegenüber dem Maoismus zu verteidigen wusste.und damit selber eine große Stufe auf der Treppe zum Klassiker bestieg. Wir haben hier eine Reihe von Zitaten aus den Werken Enver Hoxhas ausgewählt:



Enver Hoxha - der würdigste Schüler Stalins

und sein vorbildlicher Kampf gegen die Angriffe des Maoismus auf Stalin

Bei Mao Tsetung finden wir in den Werken kaum Hinweise, wo dieser den Genossen Stalin auf marxistisch-leninistische Weise gegen den Revisionismus verteidigt. Bei Enver Hoxha hingegen finden wir reichhaltiges Beweismaterial, dass dieser den Genossen Stalin gegen jegliche revisionistische Spielart verteidigt hat, sei es der jugoslawische, der sowjetische, der euro`kommunistische` oder sonst eine revisionistische Spielart. Enver Hoxha verteidigte Stalin gegen jeglichen Opportunismus in einer Weise und in einem Umfang wie es nach Stalins Tod kein anderer getan hat. Deswegen kann man auch heute nicht Stalin verteidigen ohne Enver Hoxha zu verteidigen, den 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus. Dass Stalin historisch ein unverzichtbarer Bestandteil der marxistisch-leninistischen Weltbewegung blieb, das haben wir vor allem dem Genossen Enver Hoxha zu verdanken.

Am 3. Januar 1967 schrieb Enver Hoxha in sein Tagebuch zur Rolle Stalins und der sogenannten Stalinfrage:

Ich kann mit den chinesischen Genossen auch in der Stalinfrage nicht einverstanden sein. Sie verdunkeln Stalins Werk. In dieser grundsätzlichen Frage sind sie nicht objektiv und nicht vollständig auf marxistischem Kurs. Die chinesischen Genossen beurteilen Stalin weiter nach ihren opportunistischen Ansichten. ...gehen sie über Stalins großen prinzipiellen Kampf gegen den Opportunismus, die Rechten, die Trotzkisten, die Bucharinisten usw. Hinweg, sie geben ihn fast vollständig der `Vergessenheit` anheim. Er führte diesen Kampf unter schwierigen Bedingungen gegen die inneren und äußeren Feinde der Sowjetunion, gegen jene, die nichts unversucht ließen, um den Kapitalismus in der Sowjetunion wieder herzustellen. Ist das ein kleiner Kampf gewesen?! Ist das eine geringe Erfahrung gewesen?!“ Und Enver Hoxha fuhr an gleicher Stelle fort:

Stalin hat bis zu seinem Tod entschlossen gegen die offenen und verkappten Feinde gekämpft. Was war denn mit Leningrad nach dem Krieg? Was waren denn das für Reformen im Zentralkomitee? Was war es denn, als eine große Zahl von neuen Leuten in die Führung gebracht wurde? Was bedeutete denn die Verurteilung Schukows, der sich bald darauf als das erwies, der er war? Was war denn Kossygins Entfernung, der sich ebenfalls als der erwies, der er war? Was hatte es denn zu bedeuten, dass Chruschtschow zugab, Stalin habe kein Vertrauen zu ihnen gehabt und ihnen gesagt: Ìhr werdet vor dem Imperialismus kapitulieren`? Und alles, was Stalin sagte, hat sich bestätigt.

Das sind keine einzelne Dinge, über die wir Bescheid wissen; hätten wir aber einen vollen Überblick über Stalins Tätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg, würden wir noch besser seine titanenhafte marxistisch-leninistische Größe erkennen.

Unsere Partei zog Nutzen aus Stalins Lehren, sie befolgte sie getreulich, deshalb ging sie auch nicht fehl. Dies ist der Grund dafür, dass in Albanien nicht das geschieht, was augenblicklich in China vor sich geht. Das, was die Kommunistische Partei Chinas heute mit der Kulturrevolution tut, das hat unsere Partei rechtzeitig, ständig, konsequent, Schritt für Schritt, auf revolutionäre Weise und mit Qualität getan.

Es ist ganz und gar nicht richtig, Stalins große Rolle zu verdunkeln, um sich selbst herauszustellen, die Rolle Stalins, der mit so großer Konsequenz gekämpft hat; es ist ganz und gar nicht marxistisch, für sich in Anspruch zu nehmen, was andere marxistisch-leninistische Parteien konsequent getan haben und tun. Aber die chinesischen Genossen könnten sagen: `Seht her, es ist eine Tatsache, dass in der Sowjetunion die Revisionisten die Macht ergriffen haben`. Ja, die Tatsache ist bitter, nur ergriffen die Revisionisten dort die Macht erst nach Stalins Tod. Warum ergriffen sie die Macht nicht, als er noch lebte?

Nehmen wir einmal an, Stalin sei `nicht wachsam gewesen` und habe `nicht schon früher Maßnahmen ergriffen`. Aber ihr, meine chinesischen Genossen, die ihr Stalin kritisiert, warum habt ihr 10-14 jahre lang Chruschtschow nicht durchschaut, 18 Jahre lang Tito und mindestens 16 Jahre lang die Gruppen von Liu Schao-tschi und Peng Tschen? Ihr hattet sowohl die große revolutionäre Erfahrung Lenins und Stalins, als auch die bittere Erfahrung mit Tito, Chruschtschow, Gao Gang, Wang Ming usw.

Nein! Stalin war und bleibt in den Jahrhunderten ein großer Mann, ein großer Revolutionär, ein großer Marxist-Leninist. Stalins Fehler sind, wenn es sie überhaupt gibt, gering. Und um sie zu zählen, muss man sie finden, und wenn man sie findet, muss man sie nach den Zeitumständen beurteilen.

Liu Schao-tschi, dieser Revisionist, hielt den Genossen einer unserer Delegationen einmal ein ganzes Referat über Stalins angebliche rechte Fehler. Stalin habe gesagt, der Klassenkampf habe aufgehört usw. Welch eine Ironie! Und wer hat das gesagt? Genau der, der auf dem 8. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas die Koexistenz mit den Kapitalisten predigte! Liu Schao-tschi hat sich als der chinesische Chruschtschow entpuppt!

Oder da kommt Tschou En-Lai zu uns und hält uns ein ganzes Referat, um uns davon zu überzeugen, dass Stalin den Chinesen gegenüber `große Fehler gemacht hat!` Und wann hat er uns dieses Referat gehalten? Genau zu einer Zeit, da in China die Anti-Stalinisten, die chinesischen Revisionisten eine Verschwörung anzettelten, um die Macht an sich zu reißen!

Nein, das nehmen wir ihnen nicht ab. Diese Anschauungen der chinesischen Genossen sind falsch, und sie müssen sie korrigieren, denn es geht dabei um große prinzipielle Fragen. Die Revolution, sei es auch eine `große Revolution` , sei es auch eine `Große Proletarische Kulturrevolution` , kann nicht vorwärtsschreiten, ohne Stalin und sein Werk richtig zu verstehen, ohne sie zu verteidigen, ohne die Ideen von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Die Chinesen fügen jetzt auch noch Maos Iden hinzu. Gut, das ist eure Sache: nennt ihn den `großen`Mao. Aber niemals kann er mit Stalin verglichen werden, Stalin war wahrhaft groß, und Lenin noch größer.“

An anderer Stelle schreibt Enver Hoxha zur Stalinfrage:

Wir befanden uns in erstrangigen politischen Fragen in offenem Gegensatz zu den chinesischen Genossen, besonders in der Stalinfrage. Wir verteidigten Stalin, sie griffen ihn heftig an“ (Enver Hoxha, „Betrachtungen über China“ Band II, Seite 644, dt. Ausgabe).

Und weiter:

Von Stalin wollen wir gar nicht reden, gegen den waren und sind die Chinesen. In Worten sind die Chinesen für Stalin, weil sie nicht anders können, haben sie doch nun einmal zu dieser Frage Stellung bezogen, und der Form halber stellen sie Stalin in Opposition zu Chruschtschow.“ ( ebenda, Seite 211-212, Januar 1976).

Den haltlosen Vorwurf Maotsetungs, die Albaner hätten zunächst den ``Stalinkult` attackiert, später aber diese Kritik zurückgenommen, wies Enver Hoxha entschieden zurück und entlarvte Mao Tsetungs Äußerungen gegen Stalin auf der Moskauer Beratung 1957:

Sie machen uns einige haltlose Vorwürfe, zum Beispiel, wir seien für die Thesen der chruschtschowschen `friedlichen Koexistenz` , hätten den Stalinkult attakiert, später aber diese Kritik getilgt, für uns gäbe es `nur die eine Möglichkeit - dass der Krieg verhindert wird`, und andere solche Aussagen, die sich weder durch die Handlungen der Partei, noch durch ihre schriftlichen Dokumente belegen lassen. Doch an diesen haltlosen Vorwürfen, die sie vorbringen, erweist sich etwas anderes, für China und die kommunistische Weltbewegung sehr Kritisches und sehr Wichtiges. Unserer Meinung nach erweist sich, dass Mao Tsetung und das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas nach Stalins Tod, während der chruschtschowschen Umwandlungen, bis zum 20. Parteitag, sozusagen eine gewisse Befriedigung dahingehend empfanden, dass `wir (die Chinesen) von nun an in unseren Angelegenheiten und auf internationaler Ebene mehr Handlungsfreiheit haben`. Dies ist unser Eindruck, wie wir ihn sowohl aus den Gesprächsbeiträgen als auch aus den späteren Thesen Mao Tsetungs gewannen, wonach angeblich `Stalin den Chinesen und allen anderen marxistisch-leninistischen Parteien die Ansichten der Bolschewistischen Partei aufzwang` . Also waren, laut Mao, zur Zeit Stalins alle marxistisch-leninistischen kommunistischen Parteien der Welt gezwungen, die Sowjetunion und ihre Linie zu unterstützen, standen sie im Dienst der Bolschewistischen Partei und fühlten sich nicht als selbständige marxistisch-leninistischen Parteien. Dies behauptete Mao Tsetung persönlich auf der Moskauer Beratung 1957. Außerdem schnitt Mao Tsetung auf dieser Beratung die Frage an, dass `wir alle, die kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt, also das Lager des Sozialismus, ein Haupt haben müssen, und dieses Haupt muss die Sowjetunion sein`. Diese These unterbreitete und verfocht Mao Tsetung auf der Moskauer Beratung, während Chruschtschow so tat, als stehe ihm danach nicht der Sinn. Wir müssen zugeben, dass auch wir, auch die anderen diese These vertraten. Doch Genosse Mao Tsetung mit all seiner großen Autorität sagte auch noch etwas anderes: `Chruschtschow ist ein herausragender Marxist-Leninist, ein großer Führer der Sowjetunion`, `mit Chruschtschow kann man reden und vorankommen`, während man bei Stalin, das wollte er damit sagen, in `Habtachtstellung` zu verharren hatte.

Ebenso unterstützte Mao Tsetung Chruschtschow - und das haben wir mit eigenen Ohren gehört - vorbehaltlos, als er die sogenannte parteifeindliche Gruppe Molotows und seiner Genossen liquidierte. All diese Fakten zeigen also, dass Mao Tsetung voll und ganz für die revisionistische Linie und die putschistischen, entwürdigenden und verschwörerischen Akte gegen die (bolschewistische) Kommunistische Partei, gegen Stalin, gegen die Sowjetunion war.

Unsere Partei nahm nicht diese Position Mao Tsetungs oder der Kommunistischen Partei Chinas ein. Nach Stalins Tod meinten wir, jemand anders werde an die Spitze der Partei kommen, und, nebenbei gesagt, wir dachten dabei an Molotow. Genau nach dem Tod Stalins kamen wir in Konflikt mit der neuen Führung der Sowjetunion, mit Malenkow, Bulganin, Chruschtschow, Mikojan, und anderen. Drei, vier Monate nach dem Tod Stalins griffen sie uns unverschämt und scharf an... Wir nahmen an den Beratungen der kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau teil, doch wir gingen nicht mit den Anschauungen Mao Tsetungs dorthin. Wir äußerten uns nicht gegen die Sowjetunion solange die Bedingungen noch nicht reif waren, doch in uns nagten großer Kummer und Zweifel an ihrer Führung. Sie zeigte sich nicht entschlossen, befand sich in Konfusion. Wir witterten Widersprüche, die in ihrem Innern, unter den Führern bestanden, besonders was die Linie Stalins anbelangte, wussten aber nichts darüber. Unserer Meinung nach wusste Mao tsetung von diesem Zustand, und er muss mit der Linie und dem Vorgehen Chruschtschows gegen Stalin und die Linie der Bolschewistischen Partei einverstanden gewesen sein...

Auch Mao hatte, so meinen wir, seine eigenen Absichten. Mao (das sind natürlich nur Vermutungen) stellte sich nach Stalins Tod, auch wenn er sagte, Chruschtschow sei `ein großer Mann` , selbst über Chruschtschow und meinte als `großem philosophischem Kopf` und Führer des bevölkerungsreichsten Landes der Welt stehe der Platz hinter Lenin zu.“ („Betrachtungen über China“, Seite 412-415, Bd. II, dt. Ausgabe).

Er (Mao) begann eine konformistische Linie zu verfolgen. Solange Stalin lebte, verfolgte Mao ihm gegenüber eine Linie der `Freundschaft` und `Bewunderung` . Damals pflegte man in China die Freundschaft mit der Sowjetunion. Nach Stalins Tod verhielt sich Mao opportunistisch und versuchte, dessen Platz in der kommunistischen Weltbewegung einzunehmen. Er begann auch mit Lobhudeleien, um Chruschtschow Sand in die Augen zu streuen, und übte natürlich Kritik an Stalin. 1956 verteidigte er in Peking uns gegenüber den Revisionisten und Verräter Tito, denn er war selbst ein Revisionist, ein Liberaler, ein Fürsprecher Chruschtschows.“ ( ebenda, Seite 241.

Ich habe schon in anderen Aufzeichnungen dieses Tagebuches geschrieben, dass Mao Tsetung, Tschou En-lai und die ganze chinesische Partei- und Staatsführung, die stets unter dem Banner Mao Tsetungs gekämpft hat, gegen Stalin, gegen die leninistische Sowjetunion, gegen die Bolschewistische Partei und gegen die Komintern waren, diese gesamte Einstellung aber unter einem Tarnschleier verborgen hielten. Später, nach Stalins Tod, kamen ihre langgehegten Auffassungen und Ansichten ans Licht. Die chinesische Führung hatte die Absicht, Chruschtschow und den Chruschtschowianern nach ihrem Staatsstreich in der Sowjetunion zum Sturz der Ideen des Marxismus-Leninismus dabei zu helfen, festen Fuß zu fassen. Das Ziel Mao Tsetungs, Tschou En-lais und der anderen war zugleich, China mit Hilfe der Sowjetunion zur Großmacht zu machen und Mao Tsetung auf den Platz nach Lenin zu heben. Er sollte also unter den großen Klassikern eingereiht werden, die dann ihrer Meinung wären: Marx, Engels, Lenin, Mao Tsetung. Dafür musste Mao natürlich Chruschtschow schmeicheln und helfen. Das tat er nicht nur insgeheim, sondern auch offen, nicht nur auf der Hintertreppe, sondern auch auf internationalen Beratungen der kommunistischen und Arbeiterparteien, an denen auch wir teilnahmen. Wir hörten mit eigenen Ohren, was Mao über Chruschtschows Taten sagte. Nichts als Lob.“ (ebenda Seite 293-294).

Chruschtschow (1956) erstarkte und ging unverzüglich zum Angriff auf den sogenannten `Stalinkult` über. Er wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: innerhalb des Landes den `Stalinkult` durch seinen eigenen Kult ersetzen und in der kommunistischen Weltbewegung selbst die erste Geige spielen. Er wollte keinen anderen neben sich, selbstverständlich auch nicht Mao. Dieser dagegen hatte die Hoffnung, danach würden die Rollen vertauscht: Chruschtschow werde `Maos Schüler sein` . Doch Chruschtschow begriff die Situation und schlug einen anderen Kurs ein, nahm das Gewehr auf die andere Schulter.

So fing Mao an, eine beinahe `marxistisch-leninistische`Haltung einzunehmen. Auf der Beratung der 81 Parteien in Moskau waren die Chinesen genötigt, Änderungen an ihrer Rede vorzunehmen und sie auf unsere abzustimmen. Ich sage, sie begannen, eine beinahe `marxistisch-leninistische` Haltung einzunehmen, denn später, auf dem 21., 22. und 23. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion unternahmen die Maoisten Versöhnungsversuche. Doch mittlererweile hatten die Chruschtschowianer alle Zügel schießen lassen. Das war die Zeit, da Mao und die Maoisten die Polemik begannen. Wir waren natürlich zufrieden, sahen wir doch, dass Mao `begann, die Situation richtig zu sehen`. Das war die Zeit einer großen Freundschaft zwischen China und uns.“ ( ebenda Seite 257).

Zu dem Freundschaftstreffen zwischen Nixon und Mao, insbesondere zum Kommuniqué zwischen Nixon und Tschou Enl-ai im Jahre 1972, sagte Enver Hoxha in seinen Betrachtungen über China“ Band I, Seite 725, deutsche Ausgabe) bezogen auf die Frage der Kollaboration mit dem amerikanischen Imperialismus:

`Unser Hauptfeind ist die Sowjetunion`. Wer gegen die Sowjetunion auftritt, ist Chinas Freund, auch wenn er ein Faschist ist. Das ist Chinas gegenwärtige Linie.“ (1. April 1976, Seite 249, ebenda).

Was die Weltrevolution, den Kommunismus und den Sozialismus anbelangt, so will er sie zu Grabe tragen, wie dies die Revisionisten in der Sowjetunion und anderswo taten.“ Auf Seite 420 schreibt Enver Hoxha:

Die Situation in der Sowjetunion nach Stalins Tod und die Machtergreifung durch die Chruschtschowianer bedeuteten eine Hilfestellung und Ermutigung für die chinesischen Revisionisten, ihre Position in der Partei und im Staat zu festigen und die vollständige Usurpierung der Macht anzubahnen“. Nicht anders gingen die albanischen Revisionisten unter der Führung Ramiz Alias nach dem Tod Enver Hoxhas vor. Dort in Albanien schleifte die Konterevolution die Stalin - und Enver Hoxha Statuen gleich in einem Zuge.

Auf Mao tsetungs Freundschaft mit dem CIA - Agenten und Stalinhasser Edgar Snow ging Enver Hoxha ein, um dessen wichtige Rolle bei der Annäherung zwischen den USA und China zu entlarven:

In diesem Buch präsentiert sich Edgar Snow als wütender Sowjetgegner, nicht aber in Hinblick auf die Sowjetunion der jüngsten Vergangenheit, sondern als Sowjetgegner mit einem, wie die Franzosen sagen viszeralen (abgrundtiefen) Groll und Hass gegen die Diktatur des Proletariatas, gegen Stalin, gegen die Sowjetunion. Und wann redet er so? Zur Zeit des großen antifaschistischen Kriegs der Sowjetunion gegen die Hitleraner. Es ist merkwürdig, dass eine so zweifelhafte, ja sogar sehr verdächtige Figur, ein solcher Sowjetfeind, der seine Sowjetfeindlichkeit nicht verbarg, bei Mao Tsetung und den anderen Mitgliedern des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas so großen Kredit hatte.... ehe er starb, fuhr er sogar noch einmal nach China und wurde dort von Mao Tsetung mit großen Ehren empfangen.“ („Betrachtungen über China, Bd. II, Seite 496-497, dt. Ausgabe).

Enver Hoxha verteidigte Stalin auch gegen den polnischen Maoisten Mijal, der Stalins sowjetisch-deutschen Nichtangriffspakt als „Kompromiss“ fehlinterpretierte, um den Maoisten damit ein Argument zu deren Rechtfertigung ihres Bündnisses mit dem amerikanischen Imperialismus zu liefern. Dieser polnische Maoist erdreistete sich, den Albanern „verhängnisvolle antistalinistische Fehler` vorzuwerfen, nur weil diese die Mao tsetungideen kritisierten. Dabei „verteidgte“ Mijal die Albaner vorher gegen die Chinesen und wechselte dann die Fahnen:

Der polnische Renegat behauptet also, die Marxisten-Leninisten könnten zu jeder Zeit, in jeder Situation `auch mit dem Teufel` Bündnisse und Kompromisse eingehen, um den `Beelzebub` auszutreiben. All das dient ihm dazu, die Freundschaft der Maoisten mit den Amerikanern zu verteidigen, denn `es kann nicht gleichzeitig zwei Hauptfeinde geben, sondern nur einen, also kann man sich auf den einen Feind stützen, um den anderen zu bekämpfen`. Wäre diese These des revisionistischen Renegaten richtig, dann müsste er konsequenterweise auch erklären, dass Giereks Einheit mit der Sowjetunion in Ordnung, richtig ist“. (Betrachtungen über China, Bd. II, Seite 457)

In diesem Zusammenhang zitiert Enver Hoxha die KPD/ML:

Und die Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten - wer ist, nach Mijal für sie der Hauptfeind? Er sagt es nicht, denkt aber: `Die Sowjetunion`. Dass aber Westdeutschland gleichzeitig unter den Bonner Revanchisten leidet und von der Vereinigten Staaten von Amerika unterdrückt wird, und Ostdeutschland gleichzeitig von der Sowjetunion unterdrückt wird, das ist diesem maoistischen `Dialektiker` egal.“

Warum Mao Tsetung zum „Freund“ der Amerikaner wurde, genauso wir er der „Freund“ der Sowjetunion gewesen war - seine prinzipienlose, opportunistische Pingpongideologie, schätzt Genosse Enver Hoxha folgendermaßen ein:

Mao Tsetung und seine Genossen haben im Verlauf von 50 Jahren eine Strategie und Taktik nicht des Triumphs der Revolution unter dem Banner des Marxismus-Leninismus, sondern des Triumphs eines China als Weltgroßmacht entwickelt... Die chinesischen Bündnisse auf auswärtiger Ebene waren sowohl während des Krieges, als auch danach, als die Volksmacht errichtet wurde, niemals beständig. Was wichtig ist, diese Bündnisse hatten keine prinzipienfesten, revolutionären Grundlagen, sondern waren von scheinheiligen Winkelzügen gekennzeichnet, von konjunkturbedingten Schwenks, aufbauend auf der Idee, China als großen Staat zu stärken! China, einst - zur Zeit Stalins - Freund der Sowjetunion, wurde, als die Chruschtschowianer die Macht ergriffen, auch zu deren Freund und dann, als es von ihnen keinen Nutzen hatte, zum Freund der Amerikaner. Morgen mag es sich wieder mit den Sowjets vereinigen, und es wird sich in noch stärkerem Maß auch mit den Titoisten zusammentun.“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 395, dt. Ausgabe).

Vor allem konfrontierte Enver Hoxha die Chinesen offen mit der notwendigen Lösung der Stalinfrage, die bedeutsamer Bestandteil ist für die Ziehung der Demarkationslinie gegenüber dem modernen Revisionismus - und zwar bezogen auf die gesamte marxistisch-leninistischen Weltbewegung und ihre Generallinie.

In seinen Thesen über die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung schrieb Enver Hoxha auf Seite 302 (ebenda):

Der Kampf gegen die modernen Revisionisten kann nicht ohne marxistisch-leninistische Einheit geführt werden...

... kapitale Probleme, die einer gemeinsamen Festlegung bedürfen, die die Einheit stählt und den Kampf gegen den modernen Revisionismus stärkt:... 3) die Stalinfrage... ...Hinsichtlich der Stalinfrage und der Ursachen der Entstehung des Revisionismus in der Sowjetunion und anderswo gibt es viele Ansichten, die übereinstimmen, aber es gibt auch solche, die nicht übereinstimmen. Wenn sie nicht geklärt werden und wenn nicht eine mehr oder weniger einheitliche Meinung erreicht wird, können Widersprüche entstehen, und der Keim dieser Widersprüche existiert, was die Festigung der Einheit beeinträchtigt.“

weiter schrieb Enver Hoxha in der Frage der Rehabilitierung Stalins (Seite 156-157, ebanda):

Ein Problem, dem Vorrang eingeräumt werden muss und an das die Chinesen keinen Gedanken verschwenden, ist: Wird man zulassen, dass an Stalin der ganze Schmutz hängen bleibt, den die modernen Revisionisten, vor allem die sowjetischen, über ihn ausgeschüttet haben? Wird Stalin rehabilitiert werden oder nicht? Werden die Sowjetrevisionisten sagen, worin und wieviel sie und Chruschtschow Stalin gegenüber Fehler begangen haben?

Wie können die chinesischen Genossen zu der anderen grundsätzlichen Frage übergehen, der Frage der öffentlichen Verurteilung Chruschtschows, der öffentlichen Anprangerung seines ideologischen, politischen, organisatorischen Verrats, OHNE diese große Frage gelöst zu haben? Die Chinesen dagegen wollen dies zu den Akten legen, mit Schweigen übergehen. Sich Verstöße in solchen prinzipiellen Fragen zu erlauben, auf diese Weise vorzugehen, ist antimarxistisch, ist Verrat. Die chinesischen Genossen mögen uns erklären: Angenommen, wir sind in der Stalinfrage mit euch Albanern nicht einer Meinung. Dann haben wir das Recht zu fragen: Aber in der Chruschtschowfrage, seid ihr da einig mit uns, dass er ein Verräter ist? Sie werden uns antworten : Ja. Dann werden wir erneut fragen: Wie ist es möglich zu akzeptieren, dass Chruschtschows Verrat am Marxismus-Leninismus vertuscht wird (denn das wollen ihre Genossen)? Wie soll es möglich sein, dass wir diesen verräterischen Standpunkt akzeptieren und nicht für die Rehabilitierung des Giganten Stalin und die Entlarvung des Renegaten Chruschtschow kämpfen? Nein, die chinesischen Genossen sind in diesem Punkt von allen guten Geistern verlassen. Ihre ideologischen und politischen Standpunkte sind nicht marxistisch.“

An einer anderen Stelle fragt Enver Hoxha Mao Tsetung, wieso dieser alle Chruschtschowschen Artikel gegen Stalin in China veröffentlichen ließ ( „Betrachtungen über China Band II, Seite 654-655, dt. Ausgabe):

Einst, zur Zeit Mao Tsetungs und Chruschtschows, verfochten die Chinesen die Taktik, in ihren Zeitungen alle Reden Chruschtschows zu veröffentlichen, nicht nur die Reden, in denen er die imperialistischen Beziehungen rühmte, die Reden, in denen er Stalin diskreditierte, sondern auch die, in denen er China angriff. Wir fragten sie: Warum veröffentlicht ihr das alles? Mao antwortete mit seiner `großen` Philosophie: `Wir veröffentlichen das, damit die Chinesen von den Fehlern der Sowjets lernen`. Dabei, von dieser `blendenden` Philosophie Maos, profitierten die chinesischen Chruschtschows, Liu Schao-tschi, Deng Hsiao-ping - Tschou En-lai nicht ausgenommen.“

Warum Mao tsetung so begeistert war, als Stalin mit Schmutz beworfen wurde, beschreibt Enver Hoxha im Zusammenhang mit der herausgabe der vier Bände Mao tsetungs (Seite 651-652, ebenda):

Betrug liegt auch in der Verwendung einer marxistischen Terminologie. Mit ihr tarnten Mao Tsetung und seine Clique ihre bürgerlichen, kapitalistischen und revisionistischen Aktivitäten. Als wir die 4 Bände der Werke Mao tsetungs lasen, zogen wir daraus einige Schlüsse, und diese Schlüsse waren positiv. Ich habe sogar geschrieben, es sei schwer, dort irgendein theoretisch falsch behandeltes Problem zu finden. Mao gab viele Parolen aus, die einfach schienen, aber auch verschwommen, philosophisch, marxistisch. In Wirklichkeit entwickelte sich die chinesische Gesellschaft ganz anders. Was geschah also? Warum deckten sich die Schriften Maos nicht mit den Handlungen dieses allmächtigen Menschen? Das ist die Frage, das Rätsel bei diesem Problem und dieses Rätsel lässt sich nicht anders erklären, als durch die Tatsache, dass diese Bände der Werke Maos bei ihrer Zusammenstellung und Vorbereitung für die Veröffentlichung natürlich von kompetenten Leuten überarbeitet wurden, die sich im Marxismus-Leninismus auskannten und den revisionistischen Abweichungen Maos einen marxistisch-leninistischen Anstrich zu geben hatten.

Anders lässt sich dieser Zustand, der in China enstand, mit seinen großen ideologischen und politischen Unruhen, nicht erklären. Anders lassen sich die Unbeständigkeit in der politischen Linie der Partei und die ständige Änderung der Strategie der chinesischen Partei und des chinesischen Staates, von den Taktiken ganz zu schweigen, nicht erklären. Jetzt wird verständlich, warum Mao tsetung so begeistert war, als Stalin mit Schmutz beworfen wurde, warum er so begeistert von Chruschtschow war, den er als `Lenin unserer Zeit` bezeichnete (was wir mit eigenen Ohren gehört haben). Diese Begeisterung hat ihren Grund darin, dass Mao gegen den Marxismus-Leninismus, gegen den von Lenin aufgebauten und von Stalin gestärkten sozialistischen Staat, gegen die leninistischen Normen der Partei und der Diktatur des Proletariats war, dass er für eine persönliche Diktatur war und in Chruschtschow einen neuen revisionistischen Diktator sah, einen Feind der Lenin-Stalinschen Prinzipien und Normen.“

Dann gibt es noch die vier Bände mit Schriften Maos aus der Zeit des Kriegs. Sie wurden gesammelt, `zurechtgemacht und ausgeschmückt`, damit man meinen soll, sie gründeten auf der marxistisch-leninistischen Theorie. Diese Schriften erschienen einige Jahre nach der Befreiung Chinas, und es heisst, sie seien von dem sowjetischen Philosophen Judin, der Botschafter in China war, zurechtgebogen worden. Andere Werke Maos gibt es nicht. Man kämpft mit seinen alten eklektischen Zitaten. Was hat der `große Theoretiker` während all dieser Jahre getan? Gedanken geäußert, gesprochen, für eine Reihe großer Probleme eine Lösung gefunden? Fast nichts davon ist veröffentlicht. Nur dass man in der Propaganda die `Mao tsetungideen` mit dem Marxismus-Leninismus gleichsetzt. Es gibt sogar Lakaien Maos, die sein Bild in der Reihe der Klassikerfotografien hinter Engels und vor Lenin gesetzt haben.“ ( ebenda Seite 235).

Stalins Gedanken sind in diesen Bänden nicht zu finden. In China findet man Stalin nur auf einem Portrait am Tienanmenplatz.(ebenda, Seite 238)

Zu den vier Bänden äußert sich Enver Hoxha auch an anderer Stelle wie folgt:

Die ganze Welt kennt nur die 4 Bände Mao Tsetungs mit Schriften aus der Zeit vor der Befreiung. Nach der Befreiung wurde fast gar nichts veröffentlicht, kein Referat, keine Rede Maos. Merkwürdig! Warum ließ der Vorsitzende Mao, dessen Kult in den Himmel gehoben wurde, nichts von seinen Kostbarkeiten ans Licht dringen?! Oder waren es vielleicht gar keine Kostbarkeiten, sondern nur Staub und Asche?“ ( ebenda Seite 337). Übrigens hat Mao nie die Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas in einer Zusammenfassung niedergelegt, so wie übrigens von der ganzen Kommunistischen Partei Chinas so ein Buch nie erschien. Im Gegensatz dazu hat Stalin den Kurzen Lehrgang, Geschichte der KPdSU (B) geschrieben, eines der wichtigsten Dokumente, die Stalin uns hinterlassen hat und das auch heute noch Grundlage jeder bolschewistischen Partei ist.

An weiterer Stelle schreibt Enver Hoxha zu dem Bemühen der chinesischen Revisionisten, die Macht mit den sowjetischen Revisionisten zu teilen (Seite 151-152 Band I, Betrachtungen über China):

Bilden sich die chinesischen Genossen etwa ein, dass es die beiden größten Parteien, die KP der Sowjetunion und die KP Chinas sind, die alle Probleme des Weltkommunismus lösen werden und lösen müssen, während ihnen die anderen gesenkten Hauptes zu folgen haben?...Früher habt ihr, die Sowjets, mit Stalin (fahren die Chinesen fort) uns getreten ( die Sache vom Schüler und vom Lehrer). Stalin starb. Ihr, die Sowjets, habt ihn diskreditiert, während bei uns ( den Chinesen) große Hoffnungen aufkeimen...Nun wurde Chruschtschow abgesetzt. Große Freude, alles vergessen, was ihr Chruschtschowianer uns angetan habt, wenn ihr nur jetzt akzeptiert, dass wir beide, die Chinesen und die Sowjets, zusammen leiten, und das müsst ihr, die Sowjets akzeptieren, denn Stalin handelte falsch, Chruschtschow handelte falsch, nur Mao hat nicht falsch gehandelt.“

In Maos „Zehn große Beziehungen“

(eine 10 Punkte umfassende Rede - „Dekalog“, die er auf der erweiterten Sitzung des Politbüros im April 1956 gehalten hat) werden die Weltrevolution, die Diktatur des Proletariats, der Klassenkampf und die Hilfe für die Völker... mit keinem Wort erwähnt. Diese 10 Punkte Maos wurden nach dem 20. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion geschrieben und vorgelegt, auf dem der Revisionist und Renegat Chruschtschow den Marxismus-Leninismus angegrifen, Stalin verleumdet und mit Schmutz beworfen hatte. Mit dieser Schrift ergriff Mao die Initiative, eine Initiative, die mit den Chruschtschowianern hätte koordiniert sein können. Und so war es auch. Chruschtschow hatte Mao über seine revisionistischen Ideen und die Schritte, die er unternehmen würde, ins Bild gesetzt. Mao war mit Chruschtschow einverstanden gewesen, was er auf der Moskauer Beratung im Jahre 1957 auch öffentlich sagte. Dort rühmte er Chruschtschow, griff Stalin an und hieß die Liquidierung der `parteifeindlichen Gruppe von Molotow und Konsorten` durch Chruschtschow gut. So half Mao Chruschtschow. Er war einverstanden mit der Linie des 20. Parteitags, war gegen Stalin...

... Maos Ziel war es nicht, Chruschtschow zu helfen, sondern sich selbst. China sollte zur Hauptführungsmacht der kommunistischen Welt werden, und Mao an die Stelle Stalins treten, von dem sie glaubten, sie hätten ihn unter die Erde gebracht...

Eine der Hauptziele dieses `Dekalogs`Maos ist, zwischen ihm und Stalin, zwischen dem sozialistischen Aufbau der Sowjetunion und der Ideologie, die den Aufbau des Sozialismus in China leitet, eine Scheidelinie zu ziehen. Mit anderen Worten, Mao Tsetung setzt der marxistischen Theorie seine Ideen entgegen, die `Mao Tsetungideen`... Diese reaktionären und antirevolutionären Thesen Maos sind also auch im `Dekalog` von 1956 fixiert. In seinen in 4 Bänden veröffentlichten Werken sind solche offenkundig antimarxistischen und antileninistischen Thesen nicht zu finden. Wie sich zeigt, war Mao Tsetung ein Eklektiker, ein getarnter Revisionist, der die Maske fallen ließ, als er sich mit dem Chruschtschowrevisionismus zusammentat, um den Leninismus zu entthronen und Stalin zu attackkieren. Mao tsetung entfaltete seine pseudomarxistische Theorie im Gewand des Marxismus-Leninismus, und diese `Theorie` sollte `von nun an das Weltproletariat und die Revolution leiten`. Hier liegen die Wurzeln des betrügerischen, Größenwahnsinnigen, den Marxismus-Leninismus Verleumdenden der `Mao Tsetungidee.` Die `Mao Tsetungideen` führten auch die `Große Proletarische Kulturrevolution` an, um sie der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution entgegenzustellen, die für Mao, in anderen Worten, `überholt`, `veraltet` war, zusammen mit der Theorie von Marx und Lenin. Die Zeiten hätten sich geändert, meinte er, deshalb müsse `der Marxismus durch eine neue Theorie ersetzt werden` - die `Mao Tsetungideen`. Dies ist die Theorie des modernen Revisionismus, die, wie die chruschtschowsche auch, die leninistische Maske wahrt. Beide Varianten des modernen Revisionismus sind eins und unteilbar, doch die Frage besteht darin, welche dominieren wird, Chruschtschows oder Maos revisionistische Variante, unabhängig davon, dass beide auf das Gleiche hinauslaufen, auf den Antimarxismus. Bei dieser Rivalität geht es darum, welcher der großen Staaten es schaffen wird, über den anderen zu dominieren, welcher das Gesetz machen wird.

Beide nahmen die Verunglimpfung von Stalins genialem Werk als Ausgangspunkt auf diesem Weg. Die Chruschtschowianer gingen in ihren Verleumdungen gegen Stalin bis zum Äußersten, während Mao von dieser Diffamierung Stalins profitierte und sich das herausgriff, was er brauchte, um seine revisionistische Linie zu verhüllen, sie als marxistisch-leninistisch in den Himmel zu heben und besser zu tarnen, damit sie gegenüber den Chruschtschowianern an Boden gewännen. Mao sagte 30 Prozent des Werkes von Stalin seien falsch und 70 % seien richtig. Ein großer Meister der Waage! Er wog das Werk Stalins mit der gleichen Genauigkeit, mit der auch Tomaten auf dem Feld abgewogen werden!!“ (Betrachtungen über China, Band II, Seite 371- 375, dt. Ausgabe).

Genosse Enver Hoxha verteidigte Stalin auch gegenüber dem maoistischen Agenten Hill, der den 7. Parteitag der PAA angriff,

weil die Partei der Arbeit Albaniens nicht daran denkt, den Marxismus-Leninismus mit den `Mao tsetungidee` gleichzusetzen, weil wir Mao tsetung nicht in einer Reihe mit den vier großen Klassikern Marx, Engels, Lenin und Stalin gestellt haben.“

Um Mao Tsetungs Wert zu heben, greift Hill bei dieser Gelegenheit Engels an, behauptet, er habe Fehler gemacht, deshalb gebühre ihm nicht der Rang der Vier. Die gleiche Ansicht hat Hill auch über Stalin. Auf den Platz dieser beiden großen Marxisten, Engels und Stalins, hebt er Mao und betont, er sei ein Marxist-Leninist von den Dimensionen eines Marx und Lenin.“ ( Betrachtungen über China , Bd. II, Seite 359, dt. Ausgabe).

Hill bezichtigt in seinem Brief an uns die Komintern und Stalin, sie hätten vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg die kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt in den Dienst der Kommunistischen Partei der Sowjetunion gestellt. Diese Parteien, so Hill, `konnten nicht auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus handeln und kämpfen`, der, wie wir wissen, von Lenin, Stalin und der Bolschewistischen Partei korrekt angewendet wurde. Für Hill waren sie nichts als Agenturen der Bolschewistischen Partei und Stalins. Was Hill da sagt, deckt sich mit den Thesen, die die reaktionäre Weltbourgeoisie propagiert, um die kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt zu bekämpfen und den Kommunismus zu diskreditieren ( ebenda Seite 361-362).

Was die anti-stalinistische Haltung Mao tsetungs in der Frage der Rolle der bolschewistischen Partei anbelangt, kritisiert Genosse Enver Hoxha die bürgerliche Theorie Mao Tseungs von den 100 blühenden Blumen und 100 miteinander wetteifernden Schulen, indem Enver Hoxha zunächst Stalin zitiert:

´ ... die Diktatur des Proletariats nur dann vollkommen sein kann, wenn eine einzige Partei, die Partei der Kommunisten, sie führt, die die Führung nicht mit anderen Parteien teilt noch teilen darf`. (Stalin, alb. Ausgabe, Werke Band 10, Seite 97)

Mit ihrer Predigt von der Notwendigkeit der Existenz vieler Parteien in der Führung des Landes, dem sogenannten politischen Pluralismus stehen die `Mao Tsetungideen` in vollem Gegensatz zur marxistisch-leninistischen Lehre über die unteilbare Rolle der kommunistischen Partei in der Revolution und beim Aufbau des Sozialismus.... Und damit nicht genug, diese Parteien der Bourgeoisie... sollen erst verschwinden können, wenn eines Tages auch die Kommunistische Partei Chinas verschwindet, das heißt, sie sollen bis zum Kommunismus koexistieren.... Diese opportunistische Haltung in den ideologischen Fragen hat unter anderem auch darin ihre Wurzeln...,dass sie nicht gearbeitet hat, um die Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin ... zu verankern.“ ( Enver Hoxha „Imperialismus und Revolution“, dt. Ausgabe, Seite 473, 474, 475, 476, 477).

In diesem Zusammenhang entlarvte Enver Hoxha auch Mao Tsetungs opportunistische Abweichung von der Existenz vieler Linien und entgegengesetzter Strömungen in der Kommunistischen Partei, die Stalin nie zugelassen hat. Wieder beginnt Enver Hoxha mit einem Zitat Stalins:

`... die Kommunistische Partei eine aus einem Guss geformte Partei des Proletariats ist und nicht eine Partei des Blocks verschiedenartiger Klassenelemente` (Stalinzitat aus Band 11, S.280, albanische Ausgabe).

Mao tsetung dagegen stellt sich die Partei als einen Zusammenschluss von Klassen mit entgegengesetzten Interessen vor, als eine Organisation, in der sich zwei Kräfte gegenüberstehen und bekämpfen, das Proletariat und die Bourgeoisie... Unter Verzicht auf den prinzipienfesten Kampf in den Reihen der Partei betrieb Mao Tsetung das Spiel der Fraktionen, suchte er Kompromisse mit einigen von ihnen, um einige andere abzuwehren und so die eigene Position zu festigen. Mit einer solchen organisatorischen Plattform war die Kommunistische Partei Chinas niemals eine marxistisch-leninistische Partei und konnte es nicht sein.“ (ebenda, Seite 464-465).

Mao Tsetungs Legitimierung der Existenz bürgerlicher Parteien innerhalb der Diktatur des Proletariats bezeichnete Enver Hoxha als vollständig revisionistische, opportunistische Linie und führt als Beweis folgendes Stalinzitat an:

Ebenso sagt Stalin: ` Es genügt, die Partei nur ein wenig ins Wanken zu bringen, sie zu schwächen, und sofort wird auch die Diktatur des Proletariats ins Wanken geraten und geschwächt werden.` Stalin Werke Bd. 7, S. 317, alb. Ausgabe) (Betrachtungen über China, Bd. II, Seite 384, dt. Ausgabe).

Maos Vorwürfen, Stalin hätte in der Frage des Klassenkampfes und in der Ausübung der Diktatur des Proletariats Fehler gemacht ( Maos „Dekalog“), begegnete Enver Hoxha mit den Worten:

Leute wie Mao tsetung werfen Stalin vor, er habe im Zusammenhang mit dem Klassenkampf Fehler gemacht, während sie doch selbst beteuern, im Sozialismus schwäche sich der Klassenkampf immer mehr ab. Mao tsetung spricht sogar ganz offen davon, man solle den Klassenkampf nicht führen, die Verbrecher nicht hinrichten, die gefährlichen Feinde nicht erschießen, niemanden ins Gefängnis werfen. Stalin dagegen verfuhr niemals so. Er führte in der Praxis weiter hart, entschlossen und bis zuletzt den Kampf gegen die Volksfeinde. ..

... Mao möchte die Gewalt, die Todesstrafe, die Gerichte und Staatsanwaltschaften abschaffen, damit die Konterrevolutionäre ohne Strafe davonkommen. Er predigt ausschließlich Erziehung und Propaganda. Wo gibt es hier Klassenkampf bei Mao? Wo existiert in seinen Anschauungen und in seiner Praxis die Diktatur des Proletariats.“

...“Er (Mao) sagt: `Stalin hat Leute für den geringsten Fehler hinrichten lassen`: das ist eine Verleumdung. Stalin ließ Leute nicht hinrichten, weil sie Fehler gemacht hatten, im Gegenteil, er kämpfte darum, Menschen, die Fehler gemacht hatten, zu bessern, und es gibt Dokumente, die belegen, dass dies wahr ist. Stalin gab die Richtlinie aus, Übeltäter ins Gefängnis oder in Straflager zu stecken und die Konterrevolutionäre, Verräter und Agenten und andere Feinde des Volkes, wenn sie besonders gefährliche Verbrechen begangen hatten, zu erschießen. Hätte er dies nicht getan, hätte der Sozialismus in der Sowjetunion nicht aufgebaut werden können, hätte Stalin nicht den leninistischen Weg gehen können. Mao tsetung steht im Gegensatz zu dieser Linie. Er verallgemeinert die Frage und behandelt diejenigen, die keine sehr gefährlichen Verbrechen begangen haben und keinesfalls hingerichtet werden dürfen, genaus wie die Konterrevolutionäre. Wer sagt, man müsse Leute hinrichten, die keine schweren Verbrechen begangen haben? Niemand, im Gegenteil, wir sind dafür, solche Leute zu bessern, und so sind wir verfahren.“ („Betrachtungen über China“, Bd. II, Seite 387-388, dt. Ausgabe).

Es muss hier angemerkt werden, dass hinter den sogenannten erzieherischen Maßnahmen und liberal - demokratischen Phrasen der chinesischen Revisionisten von heute wie damals eine blutige Wahrheit steckt, dass nämlich die wahren Revolutionäre, die Kommunisten, die wahren Marxisten-Leninisten vor und nach Mao von der sozialfaschistischen Konterrevolution nicht nur im Namen Maos, sondern auch zum Teil sogar im Namen Stalins zu Tausenden und Abertausenden umgebracht wurden und noch immer umgebracht werden!

Was die Frage des nationalen, proletarischen Staates anbelangt, verteidigt Enver Hoxha den Genossen Stalin gegen die KP Chinas wie folgt, indem er wieder mit einem Stalin-Zitat beginnt:

Im Interview mit Emil Ludwig sagt Stalin über die Aufgaben, die sich der marxistisch-leninistischen Partei bei der Schaffung des proletarischen Staates stellen: `Diese Aufgabe besteht nicht in der Festigung irgendeines `National`staates, sondern in der Festigung des sozialistischen, und folglich eines internationalen, Staates...` (Stalin, alb. Ausgabe, Band 13, Seite 101) Diesen Weg hätte die KP Chinas verfolgen müssen. Bei Mao dagegen, der ständig von Kaisern, von Märchenhelden redet, sie einmal rühmt und einmal angreift, finden wir diese klare Definition des Kampfes für einen internationalen proletarischen Staat nicht. Wir finden diese Definition der Zukunft Chinas, der richtigen Lösung des Problems dieser großen Ansammlung von Nationen auch nicht in der Zeit seiner Reife.“ (Betrachtungen über China, Band II, Seite 794-795, dt. Ausgabe).

Maos Vorwürfe über die angebliche Entstellung der Beziehung von Zentrum und Basis durch Stalin werden von Enver Hoxha entkräftet:

Im Punkt fünf des `Dekalogs`, in dem von den Beziehungen zwischen Zentrum und Basis die Rede ist, bestimmt Mao tsetung, wie diese Beziehungen auszusehen haben. Das hängt natürlich von den Kompetenzen ab, die das Zentrum in China der Basis übertragen hat. Das alles hat zu tun mit der territorialen Ausdehnung und Größe dieses Landes. Hierzu legt Mao Tsetung dar, , man dürfe nicht dem Beispiel der Sowjetunion folgen, alles in den Händen der Zentralbehörden zu konzentrieren und dadurch die Initiative der lokalen Organe zu erdrücken, sondern müsse sich um deren selbständige Leitung bemühen. Damit unterstellte Mao, die föderativen Republiken in der Sowjetunion hätten keinerlei Kompetenz gehabt. Das ist ein Bluff, eine Lüge, denn bekanntlich stellten die Sowjetrepubliken ihre eigenen Wirtschaftsentwicklungspläne, ihre Industrie- und Landwirtschaftspläne usw. auf, natürlich in enger Verbindung mit dem Zentrum. Wenn man also behauptet, die Republiken der Sowjetunion hätten nicht, wie das bei den Provinzen Chinas der Fall sein mag, ihre eigenen Kompetenzen gehabt, dann heisst das, den Sozialismus zu verunglimpfen, der dort zur Zeit Stalins aufgebaut wurde, dann bedeutet das, dass man zu erzählen versucht, Organisation, Leitung, Ideologie und Politik in China seien auf einem höheren Stand als in der Sowjetunion, die leninistische Praxis des ökonomischen Aufbaus des Sozialismus in der Sowjetunion sei (Maos Meinung nach) nicht richtig, weil diese leninistische Praxis von Stalin entstellt worden sei! Doch wir wissen, dass Stalin getreulich die ökonomische und ideologische Politik Lenins angewandt gat. Dass im Verlauf dieser ganzen kolossalen Arbeit auch Fehler vorgekommen sind, ist nicht auszuschließen. Mao Tsetung selbst sagt, dass auch in China Fehler gemacht worden sind. Wenn aber die Rede auf die Sowjetunion kommt, bläht er diese Fehler mächtig auf, übertreibt sie sogar dermaßen, dass offensichtlich wird, dass es ihm darum geht, das richtige System des sozialistischen Aufbaus zur Zeit Stalins schlechtzumachen.

Es ist absurd zu behaupten, zur Zeit Stalins habe es in der Sowjetunion seitens der lokalen Organe keine Initiative gegeben. Will Mao Tsetung mit dieser Behauptung die Rolle des demokratischen Zentralismus schmälern und schwächen und den Weg der titoistischen `Selbstverwaltung` rechtfertigen?“

Wir vergessen nicht Mao Tsetungs Schwäche für Tito, sagte Enver Hoxha weiter:

Wenn Mao tsetung annimmt, Stalin habe Tito gegenüber Fehler gemacht, so heisst dies, dass er die Methoden der `Selbstverwaltung` der jugoslawischen Wirtschaft billigt, d.h., die Methoden der titoistischen revisionistischen `Selbstverwaltung` . Diese `Selbstverwaltung` möchte Mao fortschreitend auch in China einführen. Er versäumt es auch nicht, über die Besonderheiten zu sprechen. Es ist interessant, was die Chinesen sagen: sie wollten einen spezifischen Sozialismus aufbauen. In dieser Frage trefffen sie sich mit Tito, der seit langem vom Aufbau des `spezifischen Sozialismus` schwatzt. Hier geht es nicht nur um den Begriff, den die Chinesen verwenden, sondern auch um den Inhalt, darum, dass darin auch die Erfahrungen à la Tito einbezogen wird.“ (Betrachtungen über China“, Dezember 1976, Band II, Seite 381-382, dt. Ausgabe).

Die Chinesen stehen im Gegensatz zur Linie unserer Partei und unseres Staates. Sie haben uns offen empfohlen, ein Bündnis mit Jugoslawien einzugehen ( so sagte Tschou En-lai zu Beqir Balluku). Das heisst, sie wärmten die alte Geschichte wieder auf, den Traum der Titoisten, aus Albanien die siebte Republik Jugoslawiens zu machen. Täglich bringen die chinesischen Zeitungen Nachrichten über Jugoslawien, verteidigen seine Politik, lobhudeln Tito offen in überschwenglichen Worten. Mao Tsetung hat seit damals als er zu mir und Mehmet sagte: `Tito hat keine Schuld, Schuld haben vielmehr Stalin und die Komintern`, seine Ansicht über Tito nicht im geringsten geändert. Doch Stalin war und bleibt ein großer Marxist, Tito und Mao dagegen haben die gleiche Farbe, allerdings keine rote.

Irgendwann einmal, wenn offen zutage tritt, was Mao wirklich gewesen ist, wird man die Frage stellen, warum wir ihn tatsächlich als `großen Marxisten-Leninisten` bezeichnet haben. Das haben wir tatsächlich gesagt, doch nicht mit voller Überzeugung. Waren wir also Opportunisten? Nein, wir wollten stets das beste für das chinesische Volk, die Kommunistische Partei Chinas, die offen Stalin verteidigten, wir wollten auch das Beste für Mao selbst. Die Chinesen und Mao kämpften, doch in ihrer Linie nach der Befreiung gab es ausgeprägt opportunistische, liberale Elemente. Wir glaubten, diese Auffassungen seien vorübergehend. Nach Stalins Tod zeigte sich Mao `gemäßigt` in der Kritik an Stalin, aber begeistert über die Handlungen Chruschtschows. Später schoss er gegen Chruschtschow ins Horn, und wir meinten, er sei wieder in die Reihe gekommen, doch es waren andere, konjunkturbedingte, ideologische Motive, die ihn zu dieser volte-face(Kehrwendung) trieben.“ (29.Juli 1976;ebenda, Seite 268) .

In Maos viertem Punkt seines „Dekalogs“ ist die Rede von den Beziehungen zwischen dem Staat, den Produktionseinheiten und den Produzenten, worauf Enver Hoxha hier kritisch eingeht:

Natürlich haben wir von dieser Organisierung und dieser organisatorischen Gliederung in China weder jemals irgendetwas erfahren, noch wissen wir, wie die Beziehungen zwischen dem Staat, den Produktionseinheiten und den Produzenten aussehen. China kann und muss seine Besonderheiten haben, denn es hat ein großes, von vielen Nationalitäten bewohntes und nicht in Republiken, sondern in Provinzen untergliedertes Territorium. Wir waren der Meinung, dort gebe es demokratischen Zentralismus, doch dass die Provinzen keine Kompetenzen in Bezug auf die innere Verteilung in ihrem Bereich hatten und die Fabriken sich nicht selbst trugen, das konnten wir uns nicht vorstellen. Mao behauptet, in der Sowjetunion (selbstverständlich zur Zeit Stalins!) habe es einen starken bürokratischen Zentralismus gegeben und, so meint er, den Sowjetrepubliken seien die Hände gebunden gewesen. Inwieweit das stimmt, wissen wir nicht, doch mindestens genausoviel Bürokratie und Zentralismus wie in der Sowjetunion, wenn nicht noch mehr, gab und gibt es heute auch in China. Doch China ist auf dem Kurs der Verunglimpfung der Sowjetunion der Zeit Stalins und geht vor wie Chruschtschow. Mao möchte zeigen, dass er ein besserer `marxistisch-leninistischer` Organisator ist, doch geht er da nicht mit dem, was er tut, den Weg der titoistischen `Selbstverwaltung?“ ( Betrachtungen über China, Bd. II, Seite 379, dt. Ausgabe).

Enver Hoxha kritisiert den chinesischen „Gulaschkommunismus“ und verteidigt Stalin:

Im ersten Punkt des `Dekalogs` von Mao Tsetung wird die antimarxistische These aufgestellt, der Leichtindustrie und der Landwirtschaft müsste der Vorrang eingeräumt werden und nicht der Schwerindustrie. Diese kossyginistische Abweichung begründet Mao tsetung damit, dass die Investitionen in der Schwerindustrie hoch und unrentabel seien, die Bonbon- und Gummistiefelindustrie dagegen Einnahmen brächte, rentabler sei...

.. Mao kritisiert in seinem `Dekalog` Stalin und die wirtschaftliche Lage in der Sowjetunion. Doch `die Sonne kann man nicht mit einem Sieb verdecken`. In Wirklichkeit wurde in der Sowjetunion in den 24 oder 25 Jahren von der Revolution bis zum Zweiten Weltkrieg unter der Führung Lenins und danach Stalins dank einer richtigen Linie und Politik eine Schwerindustrie aufgebaut, die nicht nur der Binnenwirtschaft dieses ersten sozialistischen Landes einen Aufschwung gab, sondern der es auch allein zu verdanken war, dass dem Überfall der furchtbaren Maschine Hitlerdeutschlands standgehalten werden konnte...

Mao tsetung sagt geringschätzig: `Was für einen Sinn hat es, von der Entwicklung der Schwerindustrie zu reden? Man muss den Lebensunterhalt der Arbeiter sichern`. Das ist, anders formuliert, Chruschtschows `Gulaschtheorie`. Und als Schlussfolgerung versucht Mao in seinem `Dekalog` die Behauptung aufzustellen, sie hätten keine Fehler gemacht wie angeblich die Sowjetunion, oder genauer (doch das sagt er nicht laut), wie Lenin und Stalin. Um diese Abweichung zu verschleiern, versäumt er es jedoch nicht zu sagen, man `müsse auch die Schwerindustrie entwickeln, allerdings der Landwirtschaft und der Leichtindustrie größere Bedeutung beimessen. (Betrachtungen über China, Bd.II, Seite 375-377, dt. Ausgabe).

Maos geringschätzige Haltung gegenüber der sowjetischen Landwirtschaft zur Zeit Stalins kontert der Genosse Enver Hoxha energisch:

...begann er (Mao) Stahl in Öfen auf den Gehsteigen zu gießen oder in Miniöfen für Gusseisen. China blieb zurück, China blieb ohne moderne Technologie. Zwar hatte das chinesische Volk nicht mehr unter Hunger zu leiden wie früher, doch sich wie Mao zu der Behauptung versteigen, der chinesische Bauer habe im Jahre 1956 besser gelebt als der sowjetische Kolchosbauer, während er tatsächlich hinter ihm zurück war, das heißt die Kollektivierung der Landwirtschaft und den Aufbau des Sozialismus zur Zeit Lenins und Stalins zu verunglimpfen.“ (Betrachtungen über China, Band II, Seite 376-377, deitsche Ausgabe).

...ist nur eine Demonstration der erlogenen `Überlegenheit`der chinesischen Landwirtschaft gegenüber der sowjetischen. Chruschtschow trat auf als `Theoretiker der Landwirtschaft` , der sie aus `dem Sumpf` ziehen würde, `in den Stalin sie geführt hatte` . Und Mao imitiert nun diesen Kulaken und Schieber.

Dieses so wichtige Problem beschließt Mao mit Worten, die zeigen sollen, in China liefe alles gut; die Schwerindustrie setzt er an die dritte Stelle, die bürgerlichen Fabrikanten integriert er in den Sozialismus. Das Gleiche predigt er für die Kulaken auf dem Land, und alles wird gemäß seiner maoistischen Theorie geregelt, die angeblich vollständig richtig, fehlerlos ist! In Wirklichkeit stehen diese Ideen Maos im Gegensatz zu den Ideen Lenins und Stalins. Klarer kann der Größenwahn dieses revisionistischen `Klassikers` und seine Verunglimpfung des Werkes Lenins und Stalins nicht zum Ausdruck gebracht werden.“ (Betrachtungen über China, Bd.II, Seite 380-381, Dezember 1976, dt. Ausgabe).

Auch in der Frage der Gebietsansprüche verteidigte Enver Hoxha Stalin gegenüber den chinesischen Revisionisten Seite 80-81; ebenda):

Genosse Stalin urteilte in diesen so heiklen und komplizierten Fragen sehr richtig, besonnen und prinzipienfest:

In den Zeiten der schwersten Krise in den Beziehungen zu Tito-Jugoslawien, als die Feindschaft zwischen uns und den Titoisten ihren Höhepunkt erreicht hatte, als wir alle im Kampf mit den Belgrader Revisionisten lagen, die sich dem Sozialismus und der kommunistischen Bewegung entgegengestellt hatten, war es Stalin, der in einem Gespräch, das ich mit ihm führte, unter anderem sagte, dass die jugoslawische Föderation als Vereinigung verschiedener Republiken der Form nach fortschrittlich sei. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, bestehe kein Grund, sie aufzulösen. Der Titoismus aber und die Titoisten müssten als Verräter am Marxismus-Leninismus ideologisch und politisch bekämpft werden. Der Kampf gegen sie dürfe nicht von chauvinistischen Positionen, von Gebietsansprüchen ausgehend geführt werden und auch nicht gegen die Völker Jugoslawiens. Vielmehr müsse man den Nationen, die die Föderation bilden, dabei helfen, in den Genuss ihres Selbstbestimmungsrechts bis hin zur Loslösung von der Föderation zu kommen. Wir dürften Jugoslawien und das jugoslawische Volk weder antasten noch angreifen, sondern müssten sie davon überzeugen, dass an ihrer Spitze eine Verräterführung steht, die sie in den Abgrund treibt. Das jugoslawische Volk habe selbst die Entscheidung zu fällen, die jugoslawischen Kommunisten hätten selbst darüber zu befinden.

Das war Stalins prinzipienfeste Haltung und wir stimmten und stimmen mit dieser Haltung vollständig überein. Die Fragen der Gebietsansprüche aller jener Länder, die von den chinesischen Genossen ins Feld geführt werden, können erst dann aufgerollt werden, wenn der Revisionismus ZERSCHLAGEN worden ist und an die Spitze dieser Länder die bolschewistischen, marxistisch-leninistischen Parteien getreten sind. Es wird DANN möglich sein, mit ihnen an die strittigen Grenzfragen heranzugehen, wie unter Marxisten-Leninisten üblich darüber zu sprechen und im Geist des proletarischen Internationalismus die richtigen Lösungen zu finden, NICHT NUR im Sinne der rein nationalen Interessen, sondern auch der Interessen des WELTKOMMUNISMUS. Einen anderen Weg gibt es nicht, der andere Weg ist falsch, und ich meine, dass die chinesischen Genossen ganz und gar in diesen schweren Fehler verfallen sind.“

An einer anderen Stelle beschreibt Genosse Enver Hoxha der Vorwurf der Chinesen gegen Stalin, die Staatsgrenzen seien „falsch festgelegt worden“ ( Betrachtungen über China, Seite 512, Bd. II , dt. Ausgabe):

Wenn es um die Bereinigung der schon zur Zeit der Zaren zwischen China und der Sowjetunion festgelegten Grenzen geht, so erheben Mao Tsetung und die Kommunistische Partei Chinas die Forderung danach, und zwar lautstark. Doch während sie das Problem aufwerfen, die Abkommen des Zweiten Weltkrieges müssten rückgängig gemacht werden, da die `Staatsgrenzen falsch festgelegt worden sind, selbstverständlich von Stalin -, finden sie Titos angebliche Lösung für das Problem der Nationen innerhalb der jugoslawischen Föderation `richtig` und `marxistisch-leninistisch`. Eine größere Lanze können die Chinesen für Tito nicht mehr brechen.“

An anderer Stelle heisst es:

Zu Lebzeiten Stalins war Mao einmal in Moskau, wo er mit ihm zusammentraf und sprach. Was für Gespräche sie führten, wissen wir nicht, doch wir können uns vorstellen, dass Stalin Mao sehr gut empfing und China sicherlich jede Hilfe zuteil werden ließ, um die er ersuchte. Die Kommunistische Partei Chinas hat selbst offiziell erklärt, dass `sowohl Lenin als auch Stalin anerkannt haben, das das zaristische Regime China Gebiete geraubt hat, die ihm zustehen und zurückgegeben werden müssen`. Diese Erklärung veröffentlichten die Chinesen, als China in Konflikt mit den Chruschtschow-revisionisten geriet.

Soweit wir es beurteilen können, behandelte Stalin China also als Freund, als sozialistisches Land. Die Grenzfrage behandelte er in marxistisch-leninistischem Geist und Mao Tsetung betrachtete er aufrichtig als Genossen. Doch auf der Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau 1957, also noch vor der Beratung der 81 Parteien, erklärte Mao zur Unterstützung Chruschtschows, der dabei war, den Marxismus-Leninismus zu verraten, offen, geringschätzig und ironisch, bei seinem Zusammentreffen mit Stalin sei er s sich `wie der kleine Schüler vor seinem Lehrer` vorgekommen. Damit wollte Mao - und das gelang ihm - Chruschtschows Verleumdungen über den `Stalinkult` unterstützen, da doch Stalin `diesen großen Mao` angeblich als Bürschchen betrachtete. Das war ein Angriff Maos auf Stalin. Das sage ich in vollster Überzeugung, denn bei dem ersten Treffen, das ich, jung und bewegt wie ich war, mit Stalin hatte, behandelte dieser mich mit seinem so menschlichen, von Liebe und Achtung für den Genossen geprägten Verhalten wie einen Gleichen. Und er sprach so warmherzig mit mir, dass die Befangenheit bei mir sofort schwand. Mao ging auf jener Beratung sogar noch weiter. Er gab Chruschtschow hinsichtlich der Liquidierung der `parteifeindlichen` Gruppe Molotows usw. recht, ja bezeichnete Chruschtschow gar als `Lenin unserer Zeit`. Was lässt sich aus diesen Handlungen Maos schließen?

Dass Mao gegen Stalin war und zusammen mit seinen Genossen an seinem eigenen Kult bastelte. Mao sollte in der Reihe der großen Marxisten in der kommunistischen Weltbewegung den Platz des von den Verrätern `gestürzten und besudelten` Stalin einnehmen.“ (ebenda Seite 241-242).

Zur Verteidigung der Stalinschen Auffassung über die nationalen Minderheiten argumentiert Enver Hoxha gegenüber Mao Tsetung:

Im sechsten Punkt ( des „Dekalogs“) spricht Mao von den Beziehungen zwischen der Han-Nationalität und den nationalen Minderheiten. Man kann in der Theorie über die Gleichberechtigung der Nationen reden, soviel man will, in Wirklichkeit herrscht in China doch die Han-Nationalität. In den Beziehungen zwischen den Nationalitäten behielt und wahrt die Han-Bevölkerung ihre Vorrangstellung, sie dominiert und gebietet über die anderen Nationalitäten, ungeachtet der abgedroschenen, demagogischen Formeln, derer man sich bedient. Der Zustand in den Beziehungen zwischen der russischen Nationalität und den nationalen Minderheiten war zur Zeit Stalins nicht so, wie Mao unterstellt. Fehler gab es, doch nicht so, wie er behauptet. In China gibt es keine Demokratie und Gleichberechtigung unter den Nationalitäten. Dort existiert, wie in früheren Zeiten, eine Militärdiktatur. Die Fraktion jener Nationalität, die die Armee auf ihrer Seite hatte, zwang den Volksmassen und der Partei ihren Willen auf. Also steht dort an der Spitze der Partei die Armee, und an der Spitze des Staates steht ebenfalls die Armee.“ (Betrachtungen über China, Band II, Seite 382-383, dt. Ausgabe).

In der Frage der chinesischen Armee stellte Enver Hoxha in seinen „Betrachtungen über China“ (Bd.II, deutsche Ausgabe, Seite 790-791) fest:

In den ersten Jahren war nicht zu erkennen, dass eine solide und fundierte Organisierung der chinesischen Armee nach dem Beispiel der Stalinschen Armee vorgenommen worden wäre. Auch wenn sie im nationalen befreiungskampf, einem Partisanenkrieg, in großen Abteilungen organisiert war, trugen diese nicht immer die Merkmale von Partisanenabteilungen, denn es gab Tendenzen zu einer bürgerlichen kapitalistischen Armee. Das lag daran, dass sich die Armee Mao Tsetungs ganze Abteilungen der Kuomintang und der `Kriegsherren` angeschlossen hatten. Und so drangen zusammen mit ihnen auch reaktionäre Ansichten in die chinesische nationale Befreiungsarmee ein, denn an der Spitze dieser Abteilungen der Kuomintang und der `Kriegsherren` standen Kommandeure und hohe Offiziere der Kuomintang, gedrillt im Kampf gegen das Volk und gegen den Kommunismus.“

Mao übernimmt die Verleumdung Chruschtschows, Stalin habe die Sowjetunion schutzlos den Hitleranern ausgesetzt:

Im dritten Punkt des `Dekalogs` bestimmt Mao Tsetung das Verhältnis zwischen dem Wirtschaftsaufbau und dem Aufbau der Verteidigung. Wenn er sagt, man müsse die Verteidigungsausgaben senken, zeigt sich klar, dass er sich auf falsche Bestimmungen stützt. Die chinesische Verteidigungskraft soll laut Mao doch tatsächlich stärker sein als die der Sowjetunion vor dem Zweiten Weltkrieg. Chruschtschow stellte die These auf, Stalin habe die Sowjetunion schutzlos den Hitleranern ausgesetzt. Diese Verleumdung übernimmt auch Mao, der prahlt, mit den Flugzeugen und den Kanonen, über die er verfügte ( und der Atombombe, die ihm Chruschtschow geben sollte), sei Chinas Verteidigung gewährleistet. Die Tatsachen zeigen, dass China in Rückstand geriet. Dies war Folge der Unterschätzung der Schwerindustrie, des Sichstützens auf die anderen, um die Verteidigungsfähigkeit mit einer falschen Militärstrategie zu stärken. Inzwischen hat China begonnen, seine Meinung über die Verteidigung zu ändern, gleichzeitig hat es aber auch die Bündnisse gewechselt. Es hat sich den Amerikanern angenähert und bei ihnen moderne Kriegstechnologie eingekauft. In diesem Punkt des `Dekalogs` spricht sich Mao eindeutig für eine leichte Bewaffnung aus, für die Besoldung der chinesischen Soldaten (wie in einer Söldnerarmee) und Kürzungen in der Verwaltung, ohne dass dafür irgendetwas getan worden wäre - im Gegenteil, sie ist für China zu einem Krebsgeschwür geworden. Das konnten wir feststellen, als wir 1956 dort waren und sie uns selbst sagten: alle Exoffiziere Tschiang Kai-cheks werden als besoldete Beamte gehalten.“ ( Betrachtungen über China, Bd. II, Seite 378-379, dt. Ausgabe, Dezember 1976).



Enver Hoxha zitiert in seinen Erinnerungen „Die Chruschtschowianer“ , wie Mao Chruschtschow und Gomulka lobt (dt. Ausgabe Seite 367ff) folgende Worte Mao Tsetungs:

`Es ist, als sei mit der Kritik am Personenkult eine Art schweres Dach von uns genommen worden, das stark auf uns drückte und uns daran hinderte, viele Fragen richtig zu verstehen. Wer nahm dieses Dach von uns, wer erleichterte es uns allen, den Personenkult richtig zu begreifen?! Genosse Chruschtschow, und dafür sei ihm gedankt!´“ - bedarf es da noch eines Kommentars? Zu dem Erzrevisionisten Gomulka zitiert Enver Hoxha auch die entlarvende Beurteilung Mao tsetungs, der da sagte:

`Gomulka ist ein guter Genosse, man muss ihn unterstützen und ihm vertrauen!`“ ( Enver Hoxha, „Die Chruschtschowianer“, Seite 368, dt. Ausgabe).



Warum Mao tsetung den Genossen Stalin des linken Abenteurertums bezichtigt, erklärt Enver Hoxha so:

Mao Tsetung bezichtigte Stalin des linken Abenteurertums, er beschuldigte ihn, starken Druck auf China und die Kommunistische Partei Chinas ausgeübt zu haben. Stalin hat wohl kein Vertrauen in die Führung der Kommunistischen Partei Chinas gehabt. Als China befreit wurde, äußerte Stalin den Verdacht, die chinesische Führung werde den titoistischen Weg gehen. Wirft man einen Blick auf alle wesentlichen Prinzipien der revisionistischen Linie Mao Tsetungs, dann kann man zu allem, was er gegen Stalin vorbringt, getrost sagen, dass Stalin wirklich ein großer Marxist-Leninist war und richtig voraussah, wohin China gehen würde, beizeiten sah, was Mao Tsetung für Anischten hatte, dass er sie in vielerlei Hinsicht als revisionistische, titoistische Ansichten beurteilte - sowohl in der internationalen als auch in der Innenpolitik, in bezug auf den Klassenkampf, die Diktatur des Proletariats, die friedliche Koexistenz zwischen Ländern mit unterschiedlichen Gesellschaftssystemen usw.“ (Betrachtungen über China, Band II, Seite 390, dt. Ausgabe).

In „Imperialismus und Revolution“ schrieb Enver Hoxha zum Vergleich Maos mit Stalin (Seite 522, deutsche Ausgabe):

... gibt es ... Leute, die einen Vergleich ziehen zwischen Deng Hsiao-pings Kampf gegen Mao, der nie ein Marxist-Leninist gewesen ist, und Chruschtschows Verbrechen, Stalin, der ein großer Marxist-Leninist war und bleibt, mit Schmutz zu bewerfen. Niemand, und mag er noch so wenig Verstand im Kopf haben, kann eine solche Analogie akzeptieren.“

Mao hat sich gegen den `Stalinkult` ausgesprochen, doch er liess zu, dass um ihn selbst ein Kult getrieben wurde, der skandalöse Formen annahm und bei den breiten Massen Chinas eine nahezu religiöse Verehrung züchtete, wie für einen Gott.“ (ebenda Seite 335).

Auf Seite 506/507 heisst es zu den Vorwürfen der Chinesen, Stalin habe Fehler begangen:

Die Führung der Kommunistischen Partei Chinas hat den Marxismus-Leninismus als Monopol der Sowjetunion betrachtet, gegenüber der Mao Tsetung und Konsorten chauvinistische Ansichten, Ansichten eines großen Staates hegten, sozusagen eine gewisse bürgerliche Eifersucht empfanden. Sie betrachteten die Sowjetunion der Zeit Lenins und Stalins nicht als das große Vaterland des Weltproletariats, auf das sich die Proletarier der ganzen Welt stützen mussten, um die Revolution zu erreichen, das sie mit all ihren Kräften gegen den großen Angriff der Bourgeoisie und des Imperialismus verteidigen mussten.

Schon vor Jahrzehnten haben sich Mao Tsetung und Tschou En-lai, die zwei Hauptführer der Kommunistischen Partei Chinas, gegen die von Stalin geführte Sowjetunion geäußert und gegen sie gehandelt, sie haben sich auch gegen Stalin selbst geäußert. Mao tsetung bezichtigte Stalin des Subjektivismus, behauptete, dass er `unfähig war, den Zusammenhang zwischen dem Kampf und der Einheit der Gegensätze zu sehen`, dass er `China gegenüber einiges falsch gemacht` habe, dass `das `linke`Avbenteuertum Wang Mings in der letzten Periode des zweiten revolutionären Bürgerkrieges und sein Rechtsopportunismus in der Anfangsperiode des Widerstandskrieges gegen die japanische Aggression auf Stalin ` zurückgehe, dass Stalins Handlungen gegenüber Jugoslawien und Tito falsch gewesen seien, usw.

Zum Schein nahm Mao Tsetung zwar Stalin manchmal in Schutz, sagte, dass die Fehler bei ihm nur 30 % ausmachten, tatsächlich aber sprach er nur von Stalins Fehlern. ( Anmerkung des Verfassers: Im Gegensatz zu Mao tsetung verteidigte Enver Hoxha den Genossen Stalin nicht nur, sondern mit ihm verband sich auch eine tiefe Freundschaft zwischen Schüler und Lehrer. Das belegen auch die Erinnerungen über die „Begegnungen mit Stalin“, die Enver Hoxha niederschrieb (siehe KPD/ML-Ausgabe Dortmund 1980) Maos Erklärung auf der Moskauer Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien im Jahre 1957 kommt nicht von ungefähr, wo er sagte: `Als ich zu Stalin kam, fühlte ich mich wie ein Schüler vor dem Lehrer, jetzt dagegen, wenn wir uns mit Chruschtschow treffen, sind wir wie Genossen,, sind wir frei`. Damit begrüßte und billigte er öffentlich die Verleumdungen Chruschtschows gegen Stalin und verteidigte die chruschtschowsche Linie. Wie die anderen Revisionisten benutzte Mao Tsetung die Kritik an Stalin, um die Abkehr von den marxistisch-leninistischen Prinzipien zu rechtfertigen, die Stalin konsequent verteidigt und weiterentwickelt hat. Mit dem Angriff auf Stalin zielten die chinesischen Revisionisten darauf ab, sein Werk und seine Autorität herabzusetzen, und die Autorität Mao Tsetungs in den Rang eines Weltführers, eines Klassikers des Marxismus-Leninismus zu erheben, der angeblich stets eine richtige und fehlerlose Linie verfolgt hat! Diese Kritiken waren ebenfalls ein Ausdruck der gegenüber Stalin angehäuften Unzufriedenheit über die Ermahnungen und Kritiken, die er und die Komintern an die Führung der Kommunistischen Partei Chinas und Mao Tsetung gerichtet hatten, die die Prinzipien des Marxismus-Leninismus im Zusammenhang mit der führenden Rolle des Proletariats in der Revolution, mit dem proletarischen Internationalismus, mit der Strategie und Taktik des revolutionären Kampfes usw. nicht konsequent anwandten. Dieser Unzufriedenheit gab Mao Tsetung offen Ausdruck, als er sagte: `Stalin hatte den Verdacht, unser Sieg sei ein Sieg von der Tito-Art, und in den Jahren 1949 und 1950 waren wir wirklich einem starken Druck ausgesetzt`. Ebenso hat Tschou En-lai bei den Gesprächen, die er in Tirana mit uns führte, erklärt: `Stalin argwöhnte, wir seien für die Amerikaner bzw. verfolgten den jugoslawischen Weg`. Die Zeit hat bewiesen, dass Stalin volkommen recht gehabt hat. Seine Prognosen im Zusammenhang mit der chinesischen Revolution und den Ideen, von denen sie geleitet wurde, erwiesen sich als exakt.

Die Widersprüche zwischen der von Mao Tsetung geführten Kommunistischen Partei Chinas und der von Stalin geführten Kommunistischen Partei der Sowjetunion sowie die Differenzen zwischen der Kommunistischen Partei Chinas und der Komintern waren prinzipieller Art, sie betrafen grundlegende Fragen der marxistisch-leninistischen revolutionären Strategie.“

Besonders haarsträubend sind die Angriffe Mao tsetungs und der Kommunistischen Partei Chinas auf Stalin im Zusammenhang mit der Komintern wie Enver Hoxha dies in seinen „Betrachtungen über China“ (dt. Ausgabe Band II, Seite 778 ff) beschreibt:

Auf der 7. Plenartagung der chinesischen Kommission des Exekutivkomitees der Komintern sagte Stalin am 30. November 1926 unter anderem: `Der ganze Verlauf der chinesischen Revolution, ihr Charakter, ihre Perspektive sprechen eindeutig dafür, dass die chinesischen Kommunisten in der Kuomintang verbleiben und dort ihre Arbeit verstärken müssen` (Stalin, Bd. 8, Seite 374/375, alb. Ausgabe) . Die Zusammenarbeit der beiden Parteien wurde bis 1927 aufrechterhalten. Da gerieten die Dinge durcheinander, und das war nichts Erstaunliches, denn die bürgerliche Reaktion ist und bleibt Reaktion... Kanton 1926 und Schanghai 1927, in deren Verlauf eine große Zahl von Proletariern und Kommunisten liquidiert wurden ... in der Haltung zur Kuomintang.. verstand es die KP Chinas nicht, eine klare marxistisch-leninistische Linie festzulegen.

(Seite 783ff) Die Schuld an ihren Niederlagen und Abweichungen, die Schuld daran, dass sie die Entwicklung der Verhältnisse in China nicht verstanden und nicht die richtigen Schlussfolgerungen daraus gezogen haben, lasten die chinesischen Kommunisten mit Mao Tsetung der Komintern bzw. ihren Vertretern in China an. Sie beschuldigen die Komintern heftig, sie habe an der Entfaltung eines konsequenten Kampfes um die Machtergreifung und den Aufbau des Sozialismus in China gehindert und aus dem Konzept gebracht. Die Periode der chinesischen Revolution ist natürlich lang und kompliziert, doch die Chinesen sind den Nachweis für ihre Ansichten schuldig geblieben. Ich habe oft gesagt, dass sich die Dokumente der Komintern, nicht nur über die chinesische Frage, sondern auch über viele andere Probleme dieser Zeit, in den Händen der Sowjets, in den Archiven der Kommunistischen Partei der Sowjetunion befinden. Viele von ihnen sind nicht veröffentlicht worden, weil die verschiedenen Fraktionen und die gegenwärtigen Sowjetrevisionisten die Wahrheit nicht aus ihren Archiven herauslassen, so dass die Chinesen mit den Fakten nach Belieben manipulieren, sie nach Wunsch interpretieren können. Man kann die chinesische Vertretung bei der Komintern und die Vertreter der Komintern in China nicht restlos von aller Schuld freisprechen, doch genauso wenig kann man die Kommunistische Partei Chinas freisprechen, die an Ort und Stelle wirkte, denn ihre Handlungen waren nicht reif, die berichte, die sie über die Lage im Land erstattete, nicht realistisch. Unter diesen Umständen haben möglicherweise einige Beschlüsse der Komintern die Sache nicht getroffen oder sind von den Vertretern der Komintern in China nicht richtig übermittelt und umgesetzt worden, ob dies nun Sowjets oder Chinesen waren. Dafür gibt es viele Gründe, denn zu jener Zeit gab es in der Komintern Elemente wie Trotzki, Bucharin, Sinowjew, Kamenew, die erst später als das entlarvt wurden, was sie waren. Anfang der zwanziger jahre war der Sowjet Adolf Abramowitsch Joffe als Vertreter der Komintern nach China geschickt worden. Es war ein Anhänger des Trotzkismus und verübte später Selbstmord. Im Oktober 1923 ging Borodin nach China, auch er ein trotzkistisches Element.

Ich bin jedoch der Meinung, dass die Beschlüsse und Direktiven der Komintern, vor allem in der Zeit Lenins, aber auch in der Zeit Stalins, im Großen und Ganzen richtig waren. Betrachten wir die Fakten, so gab es weder in der Periode des ersten Bürgerkrieges, bzw. der ersten Periode der Zusammenarbeit Kuomintang/Kommunistische Partei noch in den anderen Perioden eine Richtlinie der Komintern für die Entwicklung des Kampfes der KP Chinas als einer selbständigen Partei, die sich als falsch herausgestellt hätte. Stalin forderte grundsätzlich, die KP Chinas sollte im engen Bündnis mit der Kuomintang kämpfen, als die historische Entwicklung Chinas dies objektiv verlangte. Meiner Meinung nach war das eine richtige Direktive. Doch ich kann nicht glauben, dass Stalin, wie die Chinesen behaupten, die Direktive gegeben haben soll, die KP Chinas solle liquidiert werden und in der Kuomintang aufgehen, ohne ihre Eigenständigkeit zu wahren. Das kann niemals Stalins Meinung gewesen sein. Die Chinesen sind nicht in der Lage, auch nur ein einziges Dokument vorzuweisen, das dies belegen würde, es gibt aber Dokumente, die das Gegenteil beweisen. Dies wird auch durch die Aussagen der Chinesen selbst untermauert, wonach Stalin angeblich Selbstkritik geübt hat, als Mao Tsetung in Moskau war - allerdings nicht in diesen Fragen. Er soll zugegeben haben, er habe `in einem bestimmten Moment der chinesischen Revolution in gewisser Weise Einfluss auf die KP Chinas genommen, sich nur auf das Proletariat und weniger auf die Bauernschaft zu stützen`. `Das ist der einzige Fehler, den ich China gegenüber begangen habe, und dafür übe ich Selbstkritik`soll Stalin den Chinesen zufolge gesagt haben. Auch wenn das stimmen sollte, ist es dennoch unannehmbar, wie die Chinesen daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, ihre Niederlagen, die Fraktionsauseinandersetzungen in der KP Chinas, das Blutvergießen mit der Kuomintang sei von der `falschen` Politik der Komintern und Stalin verursacht worden!“

An anderer Stelle führt Enver Hoxha ferner aus:

Wir wissen vieles nicht, doch was wir wissen ist, dass die Kommunistische Partei Chinas`in petto`(hinter vorgehaltener Hand) tönt: Die Komintern hat China gegenüber falsch gehandelt, denn Stalin hat Fehler gemacht ( und laut Mao hat die Kommunistische Partei (B) der Sowjetunion den Fehler eingesehen), denn die Sowjetunion hat die Direktive gegeben, die Kommunistische Partei Chinas solle mit der Kuomintang zusammenarbeiten, als es nicht statthaft war, usw. usf. All das sagt man in Winkeln und auf Korridoren, und zwar meiner Meinung nach mit dem Ziel, Mao, `der niemals Fehler gemacht hat`, aufzuwerten und Stalin, `der Fehler gemacht hat`, herabzusetzen. Was lässt sich aus all diesen Dingen, die niemals analysiert wurden, schließen? Stalin und die Kominform haben in der allgemeinen Linie weder in Bezug auf den revolutionären Kampf in China, noch in Bezug auf das Bündnis der Kommunistischen Partei Chinas mit der Kuomintang Fehler gemacht. Mao und die Kommunistische Partei Chinas dagegen haben Fehler gemacht. Sie haben die Linie der Kuomintang weder richtig interpretiert noch richtig in der Praxis umgesetzt. Um China von den Kolonisatoren, vom militaristischen Japan zu befreien, war das Bündnis dieser beiden Kräfte, der Kommunisten und der fortschrittlichen Bourgeoisie, erforderlich. Möglich, dass in diesem Kampf, bei diesen Kontakten Leute wie Blucher und andere Delegierte der Komintern, die sich als Trotzkisten entpuppten und verurteilt wurden, Fehler begangen haben, doch die Linie der Komintern, ein Bündnis der gegen Japan kämpfenden fortschrittlichen Kräfte in China herzustellen, war richtig. Tschian Kai-scheck beging Verrat, er trennte sich von den Kommunisten und versuchte, sie zu liquidieren. Er schwächte den kampf gegen Japan ab und gab ihn auf. Das ist ein Problem, das eine dunkle, komplizierte Periode betrifft, für die man die Schuld nicht, wie die chinesischen genossen das tun, Stalin und der Komintern zuschieben kann. `Stalin hat Fehler begangen` begauptet Mao, doch in Wirklichkeit ist es Mao Tsetung selbst, der Fehler begangen hat. Nicht nur damals wird er Fehler gemacht haben, auch jetzt hat er viele Fehler begangen, Fehler, die wir nun mit ihren bitteren Konsequenzen sehen. In China heisst es weiter, Mao habe niemals Fehler begangen, weder gestern noch heute, und auch morgen werde er keine Fegler machen. Für die Chinesen ist das ein tabu, doch das ist eine antimarxistische Begauptung. (ebenda Seite 239-240, April 1976).

In der Frage der 3-Weltentheorie der chinesischen Sozialimperialisten verteidigte Enver Hoxha den Genossen Stalin in seinen „Betrachtungen über China (Bd.II, Seite 681ff, dt. Ausgabe) wie folgt:

Um ihre antimarxistische Theorie zu `untermauern`, führen die Artikelschreiber (chinesischer Artikel zur Theorie der „drei Welten“, auf den Enver am 3. November 1977 eingeht) verstümmelte Zitate von Lenin und Stalin an, die ganz zu Recht festgestellt haben, dass die nationalen und internationalen Probleme im Weltaismaß und nicht isoliert betrachtet werden müssen. Diese hervorragenden Marxisten und Führer des Weltproletariats betrachteten die Welt vom Standpunkt der proletarischen Revolution, vom Standpunkt des Bündnisses des Proletariats mit den unterdrückten Völkern aus. In flagrantem Gegensatz zu den Lehren von Lenin und Stalin, die sie zitieren, betrachten die chinesischen Revisionisten die nationalen und internationalen Probleme nicht vom Klassenstandpunkt und den Positionen des dialektischen und historischen Materialismus aus, sondern idealistisch und metaphysisch. Sie behandeln diese Fragen auf der grundlage der Entwicklung, an der China gegenwärtig interessiert ist, um zur Führung der Länder zu werden, die es `dritte Welt` nennt. Das ist eines ihrer Ziele...

[eingefügte Anmerkung von mir - W.E.]:

1963 zitierte Peking in dem Kommentar „Ist Jugoslawien ein sozialistischer Staat?“ (Seite 16, dt. Ausgabe) Stalins Antwort auf die Frage, ob es neben dem sozialistischen und dem kapitalistischen Weg noch einen dritten Weg gäbe: „Stalin sagte: `Der sogenannte dritte Weg ist in der Tat der zweite, der Weg der Rückkehr zum Kapitalismus“ (Stalin „Rede auf dem 1. Unionskongress der Stoßarbeiter der Kollektivwirtschaft“, Werke, Bd. 13).

...Stalins Worte: `Die Welt hat sich entschieden und unwiderruflich in zwei Lager gespalten: in das Lager des Imperialismus und in das Lager des Sozialismus`.... Weil dies aber ihre Theorie der `drei Welten` in sich zusammenfallen lässt, versäumen es die Chinesen nicht, unverzüglich zu betonen, diese... Zitate spiegelten `den neuen Grundwiderspruch in der Welt nach der Oktoberrevolution` wieder. Demnach sind also für sie auch diese Feststellungen veraltet, überholt!.. Als dialektische Materialisten bestimmten Lenin und Stalin die Widersprüche richtig, doch die chinesischen Opportunisten - Eklektiker, die sie sind - bestimmen diese Widersprüche in ihrem Artikel überhaupt nicht. Täten sie es nämlich, käme ans Licht, wie sehr sie Marx, Engels, Lenin und Stalin verdrehen.

Nehmen wir das andere Zitat von Stalin. 1924 schrieb er in seinem Werk `Über die Grundlagen des Leninismus`:

`a) die Welt ist in zwei Lager geteilt: in das Lager einer Handvoll zivilisierter Nationen, die über das Finanzkapital verfügen und die die gewaltige Mehrheit der Bevökerung des Erdballs ausbeuten, und in das Lager der unterdrückten und ausgebeuteten Völker der Kolonien und der abhängigen Länder, die diese Mehrheit bilden` (Stalin, Bd. 6, seite 148, alb. Ausgabe). Dieses Zitat führen die Chinesen an, um zu `belegen` dass es auf der Welt außer dem Grundwiderspruch, auf den sich Lenin und Stalin beziehen, auch andere Widersprüche gibt, die wir albanischen Kommunisten angeblich vergessen haben!... Alle Marxisten-Leninisten auf der Welt erkennen an, dass man, um die heutige Epoche definieren zu können, die hauptsächlichen Widersprüche in ihrer Gesamtheit analysieren muss, um den Grundwiderspruch zu bestimmen. Es sind gerade die Chinesen, die sich darum drücken, die Einteilung der politischen Kräfte in der Welt auf diese realistische Weise zu untersuchen. Wir die Chinesen die Welt in eine `erste`, eine `zweite` und `dritte Welt` einzuteilen, das bedeutet, die Widersprüche zu verschleiern, einen oder den anderen großen gesellschaftlichen Widerspruch fallenzulassen, nicht aber, sie in ihrer Gesamtheit zu analysieren... Unsere Klassiker gingen an jede nationale Bewegung und an die verschiedenen politischen Kräfte vom Stanpunkt der Interessen des internationalen Proletariats aus heran. Sie haben uns gelehrt, dass die Revolution am schwächsten Kettenglied des Weltkapitalismus triumphieren kann. Ebenso lehren uns unsere großen Lehrer, dass die durch die Revolution errungene Unabhängigkeit eines Volkes auch zur Befreiung der anderen Völker beiträgt, sei es nun in Europa, in Asien oder in anderen Teilen der Welt. Die chinesischen Revisionisten gehen nicht von diesen marxistischen Anschauungen aus. Im Gegenteil, sie betrachten die nationalen Bewegungen und die verschiedenen politischen Kräfte durch die Brille ihres Interesses, eine Supermacht zu werden. Daher unterstützten und unterstützen sie nicht den Unabhängigkeitskampf der Völker, sondern die reaktionären Cliquen, die über diese Völker herrschen. Aus diesem Grund predigen die Chinesen dem Proletariat sozialen Frieden und die Zusammenarbeit mit der Bourgeoisie.... Der Missbrauch von Zitaten zur mechanischen und prinzipienlosen Verquickung der Anschauungen der Klassiker mit den eigenen Anschauungen ist typisch für den chinesischen Ekleklizismus Mao Tsetungs. Dieser hat, wie ich schon früher mehrfach gesagt habe, selbst zugegeben, seiner Ansichten würden sich sowohl die Linken als auch die Rechten bedienen...

Nehmen wir irgendein Beispiel, nur zur Illustration. Stalin geht in seinem Werk `Über die Grundlagen des Leninismus` auf den Charakter der verschiedenen nationalen Bewegungen ein und kommt dabei zu der Schlussfolgerung, dass das Kriterium, um zu beurteilen, ob eine nationale Bewegung revolutionären oder reaktionären Charakter trägt, darin besteht, ob sie objektiv darauf gerichtet ist, den Imperialismus zu schaden und ihn zu zerschlagen, oder aber darauf, den Sieg des Imperialismus zu konsolidieren.

`Der Kampf des Emirs von Afghanistan für die Unabhängigkeit Afghanistans`sagt Stalin, `ist objektiv ein revolutionärer Kampf...`(Stalin, Bd. 6, Seite 146-147, alb. Ausgabe).

Stalin hat recht, denn der betreffende Emir rieb auf den Pässen des Pamir die englische Armee auf... Dieses Beispiel Stalins, der sich richtig auf einen konkreten historischen Fall bezieht, verabsolutieren die chinesischen Revisionisten, um dann mit der Schlussfolgerung anzukommen, sie hätten quasi Stalins Autorisierung, allen reaktionären Königen und Fürsten auf der Welt Hilfe und Unterstützung zu geben, bis hin zu Mobutu, der nichts anderes ist als ein Agent des amerikanischen Imperialismus, ein `moderner`Unterdrücker des kongolesischen Volkes.

Die chinesischen Revisionisten versäumen es nicht, als `Argument` zur Rechtfertigung des Bündnisses des Proletariats und der unterdrückten Völker mit dem amerikanischen Imperialismus und den anderen Imperialisten der Welt gegen den sowjetischen Sozialimperialismus die große antifaschistische Allianz der Sowjetunion und der Anglo-Amerikaner gegen Hitlerdeutschland im II. Weltkrieg anzuführen. Diese Beweisführung nach chinesischer Art ist dermaßen absurd, dass sich ihre Urheber damit nur selbst entlarven können. Die historischen Fakten und Ereignisse müssen in engem Zusammenhang mit den Bedingungen und Umständen der betreffenden Zeit begriffen werden.

In einer meiner früheren Schriften habe ich gesagt, dass Stalin und die Sowjetregierung tatsächlich den Engländern und Franzosen ein Bündnis anboten, um den Aggressionskrieg abzuwenden, den Hitler mit der Besetzung der Tschechoslowakei erklärt hatte. Bekanntlich bestand damals zwischen der Sowjetunion und Frankreich ein Abkommen, der Tschechoslowakei zur Hilfe zu kommen, falls sie von einer dritten Macht angegriffen würde. Frankreich hielt sein Versprechen nicht ein, und nach dem Münchener Verrat der westlichen `Demokratien` wurde die Tschechoslowakei von den Hitlernazis besetzt. Nach diesem Akt versuchten die westlichen `Demokratien` Hitlerdeutschland gegen den Osten zu lenken. Angesichts der Hitlerschen Gefahr bemühten sich Frankreich und England um eine `Kampfeinheit` mit der Sowjetunion, die dazu ihre Bereitschaft erkennen ließ. Doch dies war ein lächerliches `Schauspiel` Englands und Frankreichs. In richtiger Beurteilung der Situation und im Wissen um die Gefahr der Hitleraggression unterschrieben die Sowjetunion und Stalin, um Zeit zu gewinnen, den `Nichtangriffspakt` mit Nazideutschland. Dies war ein Akt auf marxistisch-leninistischem Weg. Hitler überfiel Polen, dann traten Frankreich und England in den Krieg ein, und als Deutschland die Sowjetunion angriff, wurde die antifaschistische Allianz der Sowjetunion mit England hergestellt.

Zu diesem Zeitpunkt war es vollkommen natürlich, dass die Sowjetunion mit diesen imperialistischen Staaten eine Allianz gegen den deutschen Faschismus einging, der die Welt bedrohte. Der II. Weltkrieg begann demnach als Raubkrieg, verwandelte sich aber mit dem Kriegseintritt der Sowjetunion in einen Befreiungskrieg. Deshalb lässt sich das Vorgehen Stalins und der Sowjetregierung bei dieser antifaschistischen Allianz nicht mit dem gegenwärtig von China gepredigten Bündnis mit den Vereinigten Staaten von Amerika, mit den anderen Imperialisten und mit der `dritten Welt` gegen die Sowjetunion gleichsetzen. Die Geschichte lässt sich nicht verfälschen, wie es die chinesischen Revisionisten tun, um ihren Verrat zu vertuschen.

China meint, wir stünden unmittelbat vor einem Krieg. Es kann über kurz oder lang zum imperialistischen Krieg kommen. Doch Deng Hsiao-ping hat erklärt, es werde in den nächsten 20 Jahren keinen Krieg geben; deshalb dürfen sich nach der opportunistischen chinesischen Theorie der `drei Welten` die Völker in diesen zwei jahrhunderten nicht zur Revolution erheben. Sie dürfen nicht gegen ihre in- und ausländischen Unterdrücker kämpfen, sondern müssen stattdessen die Bündnisse mit den Imperialisten und ihren eigenen Unterdrückern konsolidieren und alle räuberischen Pakte und Bündnisse verteidigen, die der amerikanische Imperialismus und die anderen westlichen Imperialisten eingegangen sind.

Betrachtet man Stalins Haltung zum deutschen Nazismus und zum italienischen Faschismus vor dem II. Weltkrieg, so zeigt sich klar, dass der Vergleich, den die chinesischen Revisionisten anzustellen versuchen, sich mit den Thesen des Marxismus-Leninismus nicht in Einklang bringen lässt. Ans Licht kommt aber auch das Ziel dieses Vergleichs. China predigt das Bündnis mit dem Imperialismus, weil es die Unterstützung des amerikanischen Imperialismus und der anderen entwickelten kapitalistischen Länder der Welt möchte, um selbst ebenfalls zur Supermacht zu werden. Die Chinesen betreiben nun dieselbe Erpressung mit dem drohenden Krieg und der Atombombe wie die Amerikaner und die Sowjets. Damit wollen sie das Proletariat einschüchtern, damit es sich nicht zur Revolution erhebt, keine Bündnisse mit der armen Bauernschaft und den ausgebeuteten Werktätigen des eigenen Landes und auf internationaler Ebene eingeht und konsolidiert, sondern stillhält, bis China zur Supermacht geworden ist und ein Gegengewicht zu den anderen beiden Supermächten darstellt, kurz gesagt, bis es selbst ebenfalls auf einen Raubkrieg und die Besetzung von Märkten vorbereitet ist.

... zeigen sich die chinesischen Revisionisten auch bei der Verwendung von Zahlen als Chauvinisten. Lenin und Stalin führten Ziffern an, um die Zahl der unter der Herrschaft und Ausbeutung des Imperialismus geknechteten Menschen zu illustrieren und zeigten dabei auf, was sie und die Marxisten-Leninisten zu tun haben, um sich selbst und ihre Völker von der Knechtschaft zu befreien. Doch was passiert mit den chinesischen Revisionisten? Sie wiederholen diese Zahlen unf und vergleichen sie mit der Größe von Chinas Territorium und Bevölkerung, um - angeblich - zu beweisen, dass die `dritte Welt` , China darin eingeschlossen, die erdrückende Mehrheit ausmachte und diese `Welt` als Ganzes die Haupttriebkraft der Revolution sei! Das ist eine Verzerrung des Sinns der Zitate von Lenin und Stalin, die in sehr übler antimarxistischer Absicht erfolgt: die Völker und das Proletariat irrezuführen, damit sie sich nicht zur Revolution erheben, damit sie dem China Mao Tsetungs mit seinen 800 Millionen Menschen... seine Hegemonie in der sogenannten dritten Welt anerkennen, denn die Tatsache, dass China diese Zahlen anführt und sich selbst in die `dritte Welt` einbezieht, zeigte deutlich, welch großes Gewicht es in dieser gewaltigen Zusammenballung von vielen hundert Millionen Menschen haben möchte.“

An anderer Stelle geht Enver Hoxha noch einmal auf das Bündnis Stalins mit England und den USA ein, um den Revisionismus der Maoisten zu entlarven:

Stalin ging mit England und den Vereinigten Staaten von Amerika erst ein Bündnis ein, als Deutschland die Sowjetunion schon überfallen hatte und nicht vorher. Die Chinesen jedoch benutzen die Taktik, die Stalin unter diesen Bedingungen einzuschlagen gezwungen war, als Argument, um zu sagen: Warum sollten nicht auch wir uns diesem künftigen Krieg aif die Vereinigten Staaten von Amerika stützen?“ (Betrachtungen über China, Seite 419, Bd.II, dt. Ausgabe).

Mit der vorgetäuschten parallel angewandten Taktik der sogenannten Verteidigung Stalins hievt sich der Revisionist Hua Guo-feng in China an die Macht. Hierzu schreibt Genosse Enver Hoxha in seinen „Betrachtungen über China“ ( Bd. II, Seite 535, dt. Ausgabe) folgendermaßen:

Bisher war eine Art Salat bekannt, die man russischen Salat nannte. Inzwischen gibt es noch einen anderen Salat, den chinesischen Salat. Dieser Salat ist so faulig, dass er Tausende von Meilen weit stinkt. `Renmin Ribao` bringt gegenwärtig redaktionelle Artikel, in denen Stalin `verteidigt` wird, doch die `Verteidigung` Stalins wird gleichgesetzt mit der Verteidigung Hua Guo-fengs. Hua Guo-feng spielt sich als `Stalin Chinas` auf. Zur Zeit wird dort reichlich davon gesprochen, Stalin sei ein großer Marxist-Leninist gewesen, der gegen die Trotzkisten und die Bucharinisten, gegen Sinowjew, Kamenew, gegen X und Y gekämpft habe. Diesen Stalin hat Mao angeblich so sehr geliebt und gelobt, usw. Usf., und von hier aus kommt man zur Schlussfolgerung, dass `Genosse Hua Guo-feng gegen die Vier kämpft`, die ihrer Aussage nach in der und der der Beziehung wie die Trotzkisten, die Bucharinisten usw. sind.“ ( Enver entlarvte die Heuchelei der sogenannten Verteidigung Stalins genau zu dem Zeitpunkt [1977], als die Chinesen den Erzfeind Stalins als Freund nach China einluden: Tito ! Diese Freundschaft zu Tito sah in Peking 1963 noch ganz anders aus, nachzulesen in dem dritten Kommentar zum Offenen Brief des ZK der KPdSU „Ist Jugoslawien ein sozialistischer Staat?“ Da hieß es noch auf Seite 48, dt. Ausgabe: „Tito greift Stalin an, um den Marxismus-Leninismus vom Grundsätzlichen her zu bekämpfen. Aus ebendemselben Grund verwirft Chruschtschow Stalin in Bausch und Bogen“ ).



Die Chinesen würdigen Solschenizyn, obwohl er Lenin und Stalin usw, angreift!

Der chinesische Botschafter in Stockholm erklärt unserem Botschafter, die Chinesen zögerten, an der Zeremonie zur Verleihung des Nobelpreises an den sowjetischen Dissidenten Solschenyzin teilzunehmen. Aber das war nur Geschwätz. Und ob die Chinesen daran teilnahmen! Wir nahmen natürlich nicht teil, und zwar nicht, weil Solschenyzin Chruschtschowgegner ist, sondern weil er Marx, Engels, Lenin Stalin und den Kommunismus angreift. Das haben wir den Chinesen gesagt, doch für sie reichte es, dass jemand gegen die Sowjets ist, um sofort ihr Amen zu geben. So achten sie Solschenyzin, obwohl er Lenin, Stalin usw. angreift! Schande!“ (ebenda Seite 100, Dezember 1974).



Die Stalinfrage wurde von der Kommunistischen Partei Chinas vom Tisch gefegt, weil sie nie konsequente Anti-revisionisten und Stalinanhänger waren - wie sie es gerne darstellten, und wie dies von den Maoisten und den Versöhnlern heute immer noch als Lügenmärchen aufgetischt wird. Mao bekämpfte den sowjetischen Revisionismus nur so weit und stützte sich verbal nur in dem beschränkten Maße ( „Stalins Fehler 70:30“) so weit auf Stalin, wie ihm das nützlich war, um seinen eigenen chinesischen Revisionismus zu tarnen. Den Kampf gegen den Revisionismus aber nur dazu missbrauchen, um den eigenen Revisionismus dahinter zu verbergen, das ist nichts anderes als Neo-Revisionismus. Und den eigenen Revisionismus zu verbergen hinter der Verteidigung Stalins gegen den Revisionismus - das genau ist Neo-Revisionismus in der Stalinfrage. Und genau das müssen wir heute in der neo-revisionstischen Weltbewegung entlarven und bekämpfen. Nach wie vor halten die Maoisten in der ganzen Welt die ungerechtfertigte Kritik von Mao Tsetung an Genossen Stalin für korrekt, verbreiten diese und denken nicht im Traum daran, davon abzuweichen. Diese Tatsache macht jede Versöhnung mit dem Maoismus in der Stalinfrage zu einem Akt des Angriffs auf den Genossen Stalin, auf die marxistisch-leninistische Weltbewegung und die Komintern/ML und wird von uns entsprechend abgelehnt und aktiv bekämpft. Ohne Stalin, ohne eine marxistisch-leninistische Linie, die sich auf Stalin stützt, führt jeglicher Weg in den Revisionismus. Dieser Weg beginnt genau da, wo man den Versöhnlern gegenüber einen Zentimeter Zugeständnisse macht, und dazu ist die Komintern-ML weder bereit noch willens. Mögen sie uns „Spalter der Einheitsfront“ „Dogmatiker“ und „Sektierer“ nennen so viel sie wollen, keiner kann und wird uns vom Weg des Genossen Stalin abbringen. Stalin war ein großer Kämpfer gegen den Revisionismus. Die erste Kritik am Revisionismus an der Macht - Titos Jugoslawien - wurde zuallererst von Stalin und von der Kominform, die er gegen den Revisionismus gründete, vorgenommen. Enver Hoxha hat dieses Erbe des Vorkämpfers gegen den Revisionismus übernommen und es gibt keinen Marxisten-Leninisten auf der Welt, der den Genossen Stalin besser gegen Revisionismus und Neo-Revisionismus verteidigt hat als Genosse Enver Hoxha. Und nun waren wir nach Enver Hoxhas Tod, dessen Kampf zur Verteidigung Stalins fortzusetzen.



Stalin bezeichnete die Partei der Arbeit Albaniens als „Stoßbrigade der revolutionären Weltbewegung“. Hierzu schrieb Enver Hoxha in seinen letzten Sätzen seiner Erinnerungen „Begegnungen mit Stalin“:

Schon damals schworen wir, dass die Partei der Arbeit Albaniens den Namen `Stoßbrigade` in Ehren halten und Stalins Lehren und Weisungen wie ihren Augapfel, als ein historisches Vermächtnis hüten und mit äußerster Konsequenz in die Tat umsetzen werde. Diesen feierlichen Schwur erneuerten wir auch in den so schmerzlichen Tagen, als der unsterbliche Stalin von uns schied, und wir sind stolz darauf, dass unsere Partei als Stalinsche Stoßbrigade ihr Versprechen immer eingehalten und niemals etwas anderes über sich gestellt hat und stellen wird als die Lehren von Marx, Engels, Lenin und ihrem Schüler, dem konsequenten Fortsetzer ihres Werkes, unserem teuren Freund, dem ruhmreichen Führer, Josef Wissarionowitsch Stalin“.

( Verlag Roter Morgen, August 1980, KPD/ML, Seite 198, dt. Ausgabe)