Weltrevolution und internationale Konterrevolution = Weltbarbarei oder Weltsozialismus

Auf die Frage »Weltbarbarei oder Weltsozialismus« gab Lenin folgende treffende Antwort:

»Indessen verlief die Bewegung in Wirklichkeit nicht so geradlinig, wie wir erwartet hatten. In den anderen großen, kapitalistisch am meisten entwickelten Ländern ist die Revolution bis heute nicht ausgebrochen. Die Revolution entwickelt sich wohl - wir können das mit Befriedigung feststellen - in der ganzen Welt, und nur dank diesem Umstand ist die internationale Bourgeoisie, obwohl sie ökonomisch und militärisch hundertmal stärker ist als wir, nicht imstande, uns zu erdrosseln« (Lenin, Bd. 32, Seite 502,503, dt. Ausgabe).

Hauptfeind im internationalen Maßstab und Zentrum des Lagers der internationalen Konterrevolution ist heute nach wie vor der US-Imperialismus - wie dies vom Kominformbüro nach dem 2. Weltkrieg festgestellt und durch die Partei der Arbeit Albaniens bestätigt wurde, wobei die EU - Imperialisten und die sogenannten »G8- Länder« die engsten und gefährlichsten Verbündete der US-Imperialisten geworden sind, nachdem die zweite Supermacht, der sowjetische Sozialimperialismus, kollabierte, aber weiter als »Bündnispartner der Weltallianz« fungiert unter dem Generalstab der US-Imperialisten. Unterschätzt werden darf auch nicht der sehr gefährliche chinesische Sozialimperialismus mit seiner »Drei-Weltentheorie« als einer der übelsten sozialfaschistischen Feinde der Weltrevolution, obwohl die imperialistische Weltallianz den chinesischen Sozialimperialismus in Schach zu halten versucht. Was die Zusammenarbeit z.B. im sogenannten »Krieg gegen den Terrorismus« anbelangt, so führen sie alle untereinander einen erbitterten Konkurrenzkampf um die obersten Plätze, aber gegen das Weltproletariat und gegen die Völker ist sich die Weltbourgeoisie insgesamt einig. Jeder Imperialist versucht dort einzudringen, wo ein anderer verdrängt wurde, und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden - einschließlich der zwischenimperialistischen Kriege. Dieser Zwiespalt, die Gewalt einerseits gegeneinander richten zu müssen, um den Profit zu maximieren und andererseits die gemeinsame Konterrevolution gegen die Weltrevolution aufrechtzuerhalten - das bereitete den Imperialisten bereits im ersten und zweiten Weltkrieg Kopfschmerzen. Und so sehr sie sich auch bemühen, durch neue Strategien und Taktiken aus diesem Dilemma herauszukommen, desto tiefer verstricken sie sich in diesen Widersprüchen, desto schwieriger und bedrohlicher wird für sie die weltpolitische Lage, desto schwächer wird ihre Position, desto wilder werden sie um sich schlagen. Und genau da muss der weltrevolutionäre Hebel angesetzt werden! Genau auf diesen kritischen Punkt der internationalen Konterrevolution muss die Strategie und Taktik der proletarischen Weltrevolution ausgerichtet sein! Nur im Bündnis können sie sich eine Zeit lang die Revolution vom Halse halten, aber sie selber können dieses Bündnis nicht auf Dauer zusammenhalten, wird es bröckeln und auseinanderfallen - das wird so kommen mit der NATO, mit den UNO-Truppen und mit den internationalen Sondereinheiten usw. usf. Ein Bündnispartner nach dem anderen wird auf der Strecke bleiben und den ganzen Prozess dadurch nur noch beschleunigen.

»Die Revolution wird durch die Tat, im Kampf, im Feuer den ernstlichsten Prüfungen unterworfen. Wenn du unterdrückt und ausgebeutet bist und daran denkst, die Macht der Ausbeuter abzuschütteln, wenn du den Entschluss gefasst hast, die Sache ihrer Niederwerfung zu Ende zu führen, dann musst du wissen, dass du den Ansturm der Ausbeuter der ganzen Welt zu bestehen haben wirst; und wenn du bereit bist, diesem Ansturm zu begegnen und neue Opfer zu bringen, um im Kampfe zu bestehen, dann bist du ein Revolutionär; andernfalls wirst du zertreten« (Lenin, Bd. 29, Seite 52, »Erfolge und Schwierigkeiten der Sowjetmacht«, dt. Ausgabe).

»Jede revolutionäre Erhebung, mag ihr Ziel noch so fernliegend dem Klassenkampf scheinen, muss scheitern bis die revolutionäre Arbeiterklasse siegt,...bis die proletarische Revolution und die ... Konterrevolution sich in einem Weltkrieg mit den Waffen messen« (Marx, Engels, Bd. 6, Seite 397/398, »Lohnarbeit und Kapital«, dt. Ausgabe)

    Seit der Pariser Kommune hat die Konterrevolution zunehmend internationalen Charakter angenommen. Die Weltrevolution wird in Blut ertränkt, wenn die subversiven Kräfte zur inneren Zersetzung der revolutionären Bewegung versagen, wenn die bewerte Taktik des Weltimperialismus versagt, vom internationalen Klassenkampf abzulenken durch Ausnutzung von Widersprüchen auf Nebenschauplätzen, wenn das Schüren religiöser, ethnischer, nationaler und anderer Konflikte, nachbarstaatlicher Streitigkeiten etc. nicht mehr greifen und die Konflikte nicht mehr unter Kontrolle zu halten sein werden. Für den Fall, falls dies nicht mehr verfängt und die Weltrevolution bedrohlich herannaht, werden Truppen von einem Land ins andere über den ganzen Erdball geschickt, schrickt die internationale Konterrevolution vor nichts zurück, greift sie zu den äußersten Mitteln, lässt sie sich zur Abschreckung zu bestialischen Strafexpeditionen gegen das Weltproletariat und die Völker hinreißen, versucht sie so viel wie möglich mit in den Tod der herrschenden Klasse hineinzuziehen. So oder ähnlich lautet dann der gegenseitige Schutzvertrag der internationalen Obermacher: »Aktives Eingreifen in die inneren Angelegenheiten verbündeter Staaten zwecks Unterdrückung und Einschränkung der revolutionären Bewegung ist erwünscht und nützlich«. So war Afghanistan als »Krieg gegen den Terror« eine Probe - so wie auch der Einsatz der Faschistenbomber im Spanischen Bürgerkrieg eine Probe für den zweiten Weltkrieg waren. Als die internationale Konterrevolution in Spanien zuschlug, hatte dies die Aufstellung internationaler Brigaden zur Folge und Spanien wurde Republik.

    Stehen sich die Weltbourgeoisie und das Weltproletariat im ökonomischen Kampf gegenüber, d.h. übt das internationale Finanzkapital ökonomischen Terror aus, so sind beide Klassen gezwungen, ihren politischen Kampf um die Macht zu führen und es folgt der politische Terror des Klassengegners, der im Bürgerkrieg dann fortgesetzt wird mit den Mitteln des militärischen Terrors der Konterrevolution. Das heisst, dass das Weltproletariat nur in der Weltrevolution siegen kann, wenn es sich sowohl gegenüber dem ökonomischen, als auch gegenüber dem politischen und militärischen Terror des Klassengegners rüstet. All diese Elemente müssen in der Strategie und Taktik dialektisch Berücksichtigung finden. Es ist selbstredend: Um der internationalen Konterrevolution wirkungsvoll zu begegnen, ist eine gut gerüstete Weltpartei erforderlich, die weltweit überlegene Kräfte um sich herum vereinigen und einsetzen kann, revolutionäre Kampfeinheiten wie die »Roten Interbrigaden«, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

Die Imperialisten fliegen mit Koffern voll Geld um die Welt, um diese zu kaufen. Tanzt irgendeine Regierung aus der Reihe, dann hagelt es Bomben statt Geldsäcke. Entstehen revolutionäre Unruhen, werden also die »Spielregeln« der Imperialisten verletzt oder gefährdet, wird der Raub der Reichtümer und deren Transfer in die Metropolen gestört, dann wird Druck auf die Regierungen und dann auch auf die Massen ausgeübt. Auf diese Weise verwandelt der Imperialismus die Welt in ein einziges Völkergefängnis in ein einziges internationales Flüchtlingslager. Was auf »friedlichem« Wege nicht mehr zu »regeln« ist, wird durch eine militärische Intervention wieder in »Ordnung« gebracht. Die moderne Konterrevolution operiert das aufständische Geschwür mit sauberen, selektiven Schnitten, Heraustrennung des revolutionären Nervs unter Vermeidung zu hohen Blutverlusts, damit der koloniale Organismus nicht beschädigt wird und weiter funktioniert als »friedens(=profit-)erhaltende Maßnahme« , im TV = NATO-Soldaten als »Samariter der Humanität«, als »Wohltäter und Befreier der Zivilisation«, moderne Konterrevolution im Dienste des » demokratischen Fortschritts«. Aber die Weltbourgeoisie gibt nicht allein deswegen Milliarden Dollar aus, um ungehindert weiter ausbeuten zu können, sie gibt Milliarden Dollar nicht freiwillig aus, sondern weil sie sich gezwungen sieht, sich selber vor der Weltrevolution retten. Warum haben die US-Imperialisten sonst eine Länderliste für den Abwurf von Atombomben in ihrer Schublade, auf denen auch solche Länder verzeichnet sind, die bereits mit dem marxistisch-leninistischen »Bazillus« historisch infiziert waren? Weil der Weltimperialismus nichts mehr fürchtet, als seine kommunistischen Totengräber, denen er ja immerhin ( zu Recht!) noch »Einiges« zuzutrauen scheint, obwohl diese Länder bereits revisionistisch verseucht, also ideologisch »gesäubert« und entwaffnet wurden. Der Imperialismus wird niemals freiwillig auf die internationale Konterrevolution verzichten, denn nach wie vor ist sein Hauptfeind Nr. 1 = Kommunismus! Die Marxisten-Leninisten werden in der ganzen Welt verfolgt, ausgewiesen, verhaftet, eingesperrt, misshandelt, gefoltert ermordet, weil die Weltbourgeoisie sie fürchtet.

Es ist richtig, dass die Konterrevolution in der heutigen Welt durch die Waffen lebt ( wir wissen, was Sturz der Diktatur des Proletariats bedeutet und dass die Konterrevolution der Weltbourgeoisie es versteht, die Waffe der Kritik in eine Kritik der Waffen zu verwandeln!). Es ist aber ebenso richtig, dass die Konterrevolution durch die Waffen stirbt , durch ihre eigenen Waffen (sie wird ferner sterben durch viele andere Faktoren u.a. durch mangelndes Geld - nicht nur durch revolutionäre Steuer-Verweigerungsaktionen der Massen - ). Vielleicht kommt die Weltrevolution dem Staatsbankrott zuvor. Die internationale Konterrevolution schreitet rasch, aber die Weltrevolution noch schneller voran. Das heisst durchaus nicht, dass die Konterrevolution erst dann aktiv wird, wenn die Revolution an ihre Tür klopft - sozusagen als Reflexbewegung. Nein, die Konterrevolution verfügt über eine Jahrtausend-alte Erfahrung und ist zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte besser ausgerüstet gewesen als heute. Sie wird zu keinen brutaleren Schandtaten, zu keiner größeren Unmenschlichkeit, keiner tieferen Menschenverachtung und keiner grausameren Menschenvernichtung fähig und willens sein, als gerade bei ihrer allerletzten historischen Untat: die Verhinderung des Endes nicht nur der jetzigen Klassenherrschaft, sondern der Klassengesellschaft in der Weltgeschichte überhaupt. Es wird die erste Untat sein, in der die Konterrevolution verliert, weil es zugleich ihre letzte ist. Das muss sich das Weltproletariat vor Augen halten, wenn es in die Schlacht zieht. Die größte und »zivilisierteste« Ordnung, die jemals auf diesem Erdball geherrscht hat, wird nun in unzivilisiertester Weise ( also historisch nicht mehr zu überbieten) vom Erdball für immer hinweg gefegt durch die Weltrevolution. Gemessen an der neue entstehenden zivilisierten Weltordnung des Sozialismus wird man den »zivilisiertesten« Kapitalismus nicht einmal mehr mit der Lupe finden können, denn die Diktatur des Weltproletariats wird die internationalen Konterrevolution des Kapitalismus vernichten.

Die Konterrevolution des sterbenden Kapitalismus ist die stärkste und schlimmste Konterrevolution, gegen die jemals eine revolutionäre Klasse zu kämpfen hatte. Aber es gibt auch nur eine einzige Klasse, die die Geschichte der Klassengesellschaft hervorgebracht hat, die diese Konterrevolution besiegen kann - das ist das Weltproletariat. Das weiss die Weltbourgeoisie. Sie hat längst die Notwendigkeit einer ausgefeilten Strategie und Taktik erkannt, geht planmäßig vor, verfügt über einen riesigen Apparat des Krisenmanagements, leistet täglich, stündlich auf der Welt ( und vom Weltall aus!) subversive Zersetzungsarbeit, so dass ihr die Bedeutung von Präventivschlägen nicht nur nicht unbekannt ist, sondern diese auch hervorragend beherrscht und einsetzt. Und je perfekter die Konterrevolution heranreift, desto perfekter organisiert sie sich als »Revolution einer untergehenden herrschenden Klasse«, als herrschende Klasse der letzten Klassengesellschaft der Welt. Sie richtet sich bereits gegen sich selbst und schwankt bis sie im Sturm der Revolution kentert und auf den historischen Grund der Weltmeere der Millionenmassen versinkt, so als wenn es sie nie zuvor gegeben hätte.

Der Kampf des internationalen Bürgerkrieges kann also nicht auf dem friedlichen Wege durch internationale Versammlungen, Konstitutionen, parlamentarische Weltorganisationen etc. zu Ende geführt werden («Weniger Illusionen über den Liberalismus der konterrevolutionären Bourgeoisie.!..[in der ganzen Welt]...Mehr Aufmerksamkeit dem Wachstum des internationalen revolutionären Proletariats!« [Lenin, Bd. 11, Seite 183, »Zündstoff in der Weltpolitik«, dt. Ausgabe]), sondern muss letztlich auf militärischem Wege entschieden werden. Die Lehren der revolutionären Gewalt einer sozialistischen Revolution in einem Land, die Lehren der Bewaffnung der Diktatur des Proletariats in einem Land, gilt in noch höherem Maße für die internationalistische Gewalt, für die Gewalt des Sozialismus in allen Ländern in der zweiten Etappe der ersten Stufe des Kommunismus. Wir dürfen niemals vergessen, dass die internationale Konterrevolution stets sowohl von innen, als auch gleichzeitig von außen alle bisherigen Diktaturen des Proletariats früher oder später niedergeschlagen hat. Wir dürfen niemals vergessen, dass die internationale Konterrevolution gegen das sozialistische Albanien aus einer gemeinsamen Front des Imperialismus und des Sozialimperialismus bestand, wobei die eine Seite mehr an der äußeren und die andere mehr an der inneren Front operierte. Ohne Zusammenarbeit mit der internationalen Konterrevolution und ohne deren Unterstützung, wäre es der albanischen Konterrevolution aus eigener Kraft niemals gelungen, die Diktatur des Proletariats zu stürzen. Historisch gesehen hat diese internationale Konterrevolution mit ihrem Pyrrhussieg über das letzte sozialistische Land diejenigen revolutionären Kräfte auf der ganzen Welt geweckt, die berufen sind, die internationale konterrevolutionäre Allianz des Sozialimperialismus und des Imperialismus durch die Weltrevolution in einem Waffengang zu erledigen.

Gesetzmäßig bewirkt die internationale Konterrevolution die Ausbreitung der Revolution in diesem u n d in anderen Land. Die Revolution, die international bekämpft wird, durchbricht auch die Grenzen anderer Länder nach dem Prinzip des Durchbruchs des schwächsten Kettengliedes in der imperialistischen Kette - nicht in Form eines schmalen Kanals zu diesem oder jenen Land, sondern als mächtiger Strom, der sich international ergießt. Aus dem gemeinsamen »Krieg gegen den Terror« wird ein »Mittel des revolutionären Terrorismus«, wie Karl Marx es ausdrückt:

»Die resultatlosen Metzeleien....der Kannibalismus der Konterrevolution selbst wird die Völker überzeugen, dass es nur ein Mittel gibt, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel - den revolutionären Terrorismus« (Marx, Engels, Bd. 5, Seite 457).

»Die vereinigte internationale Konterrevolution, erweitert unermüdlich die Revolution, vereinigt die Proletarier aller Länder miteinander und legt das Fundament der internationalen Revolution... Die internationale Konterrevolution wird die internationale Revolution nur stärken und vertiefen, stärken und auf einen festen Boden stellen. Die Losung `Proletarier aller Lände, vereinigt euch!´ wird ihren wahren Ausdruck finden. Wohlan, arbeitet nur, Herrschaften, arbeitet! Der russischen Revolution, die sich verbreitert, wird die europäische Revolution folgen - und dann... dann wird die Stunde schlagen nicht nur für die Überbleibsel der Leibeigenschaft, sondern auch für euren geliebten Kapitalismus« (Stalin,Bd. 1, Seite 217, 218 »Die internationale Konterrevolution«, dt. Ausgabe).

Auch die internationale Konterrevolution gegen revolutionäre nationale Befreiungsbewegungen haben diesen Effekt, dass sie sich nicht nur ausbreiten als nationale Befreiungsbewegungen in anderen Ländern, sondern sich auch zur sozialistischen Revolution weiter entwickeln, bzw. sozialistische Revolutionen in anderen Ländern auslösen, kommt es zur Vereinigung des Weltproletariats und der unterdrückten Völker - durch die internationale Konterrevolution. Lenin sprach sogar davon, dass die internationale Konterrevolution die russische Revolution »in eine Weltrevolution verwandelt« (Lenin, Bd. 11, Seite 93, »Verschwörungen der Reaktion und Drohungen der Progromhelden, dt. Ausgabe).

    Wie in den rückständigeren Ländern zu beobachten, ist der internationale Staatsmonopolismus bemüht, die internationale Konterrevolution schon auf äußerstem Vorposten des Hinterlandes zu organisieren und zu stationieren. Die Bourgeoisien dieser Länder werden vor Ort mit dem »Know how« der Demonstrations- und Aufstandsbekämpfung ausgerüstet und die neu aufgestellten Polizei- und Militärkräfte unterstehen der direkten Kontrolle der Metropolen als verlängerter Arm der NATO für den Fall eines inneren Bürgerkrieges oder militärischen Überfalls von außen. Später können daraus Truppen für den 3. Weltkrieg rekrutiert werden. Mit der Fremdaufstockung der weltweiten US-Militärstützpunkte durch die NATO-Partner und die Mobilisierung von Truppen in den abhängigen Ländern würden die stationierten US-Truppen entlastet, entbunden werden, um so viel mobiler, zentrierter und effektiver in zukünftigen Krisenherden eingesetzt zu werden. Die Globalisierung des militärischen Terrors, die internationale Konterrevolution, schafft sich eine bewaffnete Weltarmee - und damit auch ihren Gegenpart: die revolutionäre Weltarmee. Die Spezialeinheiten werden international koordiniert unter einem »Krisen« - Einsatz-Kommando bei selbständiger Organisierung der vorher festgelegten, ganz bestimmten konterrevolutionären Aufgaben - und diese Spezialkräfte wird auch die Weltrevolution hervorbringen. So arbeiten auch die Geheimdienste der internationalen Konterrevolution - und so werden die revolutionären Geheimdienste arbeiten. All das birgt für die internationale Konterrevolution natürlich auch die Gefahr, dass sich ihre eigenen Kräfte verselbstständigen und sich eines Tages gegen sie selbst richten werden. aber der US-Imperialismus hat gar keine andere Wahl, dieses Risiko einzugehen, wenn er nicht vorzeitig unter der schweren Last seiner Rolle als alleiniger Weltgendarm kapitulieren will. So gibt es auch israelische Soldaten, die sich ihrem Befehl widersetzen, arabisches Blut in arabischem Boden zu vergießen und sie werden dabei international unterstützt, nicht nur von den arabischen Brudervölkern. Bei allen Völkern der Welt bleibt der Völkermord der internationalen Konterrevolution nicht ohne Wirkung, erkennen sie deren weltweite Strategie und Taktik, entwickeln sie ihre eigene Strategie und Taktik im Kampf gegen die internationale Konterrevolution. Sie werden sich mit dem hilflosen Zusehen des Blutvergießens nicht länger abfinden, insbesondere bei Nachrichtensperren. Da ahnt jeder, was in solchen Situationen passiert und die Welt wird gerade dadurch hellwach! Die Welt wird nicht nur Zeuge des Verbrechens in der Welt, sondern gleichzeitig Akteur zur Verhinderung von Verbrechen der internationalen Konterrevolution. Sie werden mit internationalen Augen die Geschehnisse in der Welt sehen, sie werden sich eine internationale Meinung über die internationale Konterrevolution machen und sie werden auch international gegen die Konterrevolution handeln - nicht wo keine Militärzensur stattfindet, sondern gerade da! Es werden internationale Barrikaden entstehen, die vom Krisenherd sich über die ganze Welt ausbreiten - und zu einer INTERNATIONALEN Barrikade heranwachsen. Ob also der Kampf tobt im Balkan, in Afghanistan, in Palästina oder sonst wo auf den Kontinenten der Welt, entstehen bereits gesetzmäßig diese internationalen Barrikaden, internationale Kämpfer, internationale rote Brigaden usw. usf. Sie kämpfen an allen Fronten, auf allen Barrikaden, ob im Krisenherd, oder auch in der ganzen Welt, ob im Krisenzentrum oder an der Peripherie - der Kampf wird sich zwangsläufig international ausweiten, und es kommt darauf an, diesen Kampf zu zentralisieren und zu koordinieren im Geiste des proletarischen Internationalismus. Die Krisenherde haben damit die ganze Welt bereits zu einem Pulverfass für den Ausbruch zwischen Weltkonterrevolution und Weltrevolution gemacht. Seit Jahrzehnten reisst der israelische Kettenhund des US-Finanzkapitals im Nahen Osten ( das sich zu einem nicht geringen Anteil im Besitz jüdischer Finanzgruppen befindet ) das palästinensische Volk blutig in Stücke, und er schreckt nicht davor zurück, es gänzlich von der Welt zu vertilgen. Am Blut, nicht nur am Öl der Araber hat sich der Weltkapitalismus gemästet, genauso wie am Blut aller unterdrückter Völker der Welt, ist der US-Imperialismus der Generalstab der internationalen Konterrevolution, befehligt er seine Kettenhunde auf der ganzen Welt, um den revolutionären Widerstand gegen die imperialistische Ausplünderung und physische Vernichtung der Völker zu brechen. Der US-Imperialismus hat die ganze Welt in schwärzeste Reaktion getaucht. Die Beute der Bestien wird an die Oberbestie abgeliefert und sie verteilt die Beute, nachdem sie sich das größte Stück selber einverleibt. Wenn dann besonders gierige Bestien vor Ort im Einsatz sind für die Oberbestie und sich dabei schnell den eigenen Bauch »übergebührlich« voll schlagen, dann ist die Oberbestie natürlich böse und pfeift die gierigsten Bestien zurück. Aber schon ist das »Gleichgewicht« der Verteilung dahin, wird um jeden Bissen gekämpft - schließlich nicht mehr im vereinbarten Rahmen der Oberbestie, sondern auf eigene Rechnung der untergebenen Bestien. All dies bleibt nicht ohne Wirkung auf die Entwicklung und die Zuspitzung des großen Kampfes zwischen der internationalen Konterrevolution und der Weltrevolution. Haben sich zwei Bestien in einer gemeinsamen Beute verbissen, kann die Weltrevolution zuschlagen, und das erste Glied in der imperialistischen Kette wird sich befreien. Alles trägt dazu bei, dass sich die Weltrevolution vereinigt und die internationale Konterrevolution sich zwar vergeblich zu einigen versucht, aber - »der Geist ist willig und das Fleisch schwach« - kämpfen sie gegeneinander und spalten und schwächen sich dabei selbst, verbeißen sich ineinander, so dass die Weltrevolution in diesem günstigen Augenblick ausbrechen kann. Die Weltrevolution wird deswegen siegen, weil jede Bestie ihrer Gier nach Beute nicht widerstehen kann, denn ist sie nicht stark genug, wird sie gnadenlos von einer anderen Bestie, nicht nur von der Oberbestie, gefressen.

Klar, dass die Taktik der internationalen Konterrevolution darauf abzielt, die revolutionären Kräfte zu zersplittern und zu vereinzeln, sie von den Massen zu isolieren und die (nicht proletarischen) Massen auf die Seite der Konterrevolution zu ziehen (z.B. Lumpenproletariat, Kleinbürgertum , Spaltung der Bauern von ihrer Einheit mit dem Proletariat, Bauernrevolten [unter Führung der Kulaken] gegen das Proletariat usw.), um sie dann Schritt für Schritt auf dem internationalen Schlachtfeld niederzuschlagen. Aber vorher wird dieser Kampf auch schon auf einem anderen internationalen Schlachtfeld geführt: nicht die militärische Armee der Konterrevolution ist hier gemeint, sondern Armeen von Parasiten, die über das Weltproletariat und die Werktätigen in der ganzen Welt herfallen, um ihre Kampfkraft von vorn herein zu schwächen und zu zersetzen. Die Weltparasitenarmee saugt heute das Blut der Völker schon aus, bevor es durch die Bajonette der Militärs in die Erde des Schlachtfeldes der Weltrevolution fließt. Diese Weltparasitenarmee besteht nicht nur aus der Oberschicht der internationalen luxuriösen Kouponabschneider - »High Scociety«, sondern dazu gehören die staatlichen Parasiten, die Steuereintreiber, Versicherungen, Mafia (übrigens auch international organisiert!), kleine Gauner und Ganoven. Sie alle plagen mit großen und kleinen Stichen und Saugrüsseln das Weltproletariat und die Völker Tag für Tag, lassen sie nicht zur Ruhe kommen, beschäftigen die Geplagten mit Abwehr und Widerstand, um die Haut zu retten - ABER das steigert nur noch mehr den Überlebenskampf, setzt neue revolutionäre Energien frei, die man braucht, um sich diese Parasitenplage FÜR IMMER vom Hals zu schaffen. All diesen Parasiten, den Reserven der internationalen konterrevolutionären Kraft müssen wir gezielt mit unserer Strategie und Taktik den Gar aus machen, werden das Weltproletariat und die Völker der Welt sie eines Tages für immer abschütteln, sich von ihnen befreien! Wer die Unvermeidlichkeit dieses Weltparasitismus beseitigen will, muss die Ursachen dieses Weltparasitismus beseitigen. Die Hauptursache aber ist der parasitäre Kapitalismus selbst - nicht nur auf nationaler, sondern eben auch - und in zunehmendem Maße organisiert - auf internationaler Ebene. Hinzu kommt der Faktor der Zerstörung der Produktivkräfte in Natur und Gesellschaft, der durch die internationale Konterrevolution an Bedeutung zunimmt. Unsere Strategie und Taktik muss darauf gerichtet werden, diese Produktivkräfte vor ihrer Zerstörung zu retten, weil sie die Grundlage der Revolution, die Grundlage der zukünftigen Gesellschaft, die Grundlage des Weltsozialismus sind. Je mehr zerstört wird, desto schwieriger ist es aufzubauen! Je schneller und gründlicher die Weltherrschaft der Weltbourgeoisie zerschlagen wird, je eher die internationale Konterrevolution besiegt wird, desto schneller und gründlicher können die Produktivkräfte in der ganzen Welt entwickelt, die Probleme der Umweltzerstörung usw. usf. - können die Probleme der heutigen Welt gelöst und der Aufbau der neuen Welt begonnen werden.

Die Kritik der Konterrevolution richtet sich gegen die Revolution, sie diffamiert die revolutionären Arbeiter und ihre Partei, den Kommunismus und zersetzt unseren Aufbau, desorganisiert, spioniert und schadet, wo sie nur kann, um uns und unsere Bewegung zu liquidieren - das ist in der Geschichte der bürgerlichen Konterrevolution nie anders gewesen, wenn die Opportunisten darüber auch immer hinweggetäuscht haben. So verhinderte die deutsche Konterrevolution die Ausbreitung der Oktoberrevolution zur Weltrevolution u.a. dadurch, dass sie der deutschen Novemberrevolution die Versorgungsquellen abschnitt. Die Arbeiter- und Soldatenräte kämpften ohne Bauernräte, die die aufständischen Arbeiter hätten mit Brot versorgen können. Die Arbeiterklasse kann ihre Revolution also niemals siegreich lenken, wenn sie nicht auf dem Land eine bewusste, geschlossene Unterstützung findet. Zerstörung der Versorgungsquellen und der Transportwege durch den Partisanenkampf, das sind unsererseits die notwendigen Gegenmaßnahmen gegenüber der internationalen Konterrevolution. Jeder kennt heute die Versorgungsquellen und Transportwege der internationalen Konterrevolution und ihre empfindlichen Stellen!

Besonders für die Massen, die entweder kurz vor dem Sieg ihrer Revolution standen oder sogar siegten, die also bereits über einen gewissen Grad des revolutionären, sozialistischen Bewusstseins verfügten und Erfahrungen mit den Taktiken der internationalen Konterrevolution gewonnen hatten, musste die internationale Konterrevolution ihre alte Taktik des offenen »Draufhauens« verfeinern und neue Taktiken entwickeln, die darin bestanden, sich als »Revolution« auszugeben. Die Weltbourgeoisie versteckt ihre internationale Konterrevolution also hinter hohlen Phrasen der »Befreiung«, so wie etwa heute die »Befreiung vom Terrorismus«. Die Geschichte der Konterrevolution ist also auch eine Geschichte ihrer Verschleierung im »revolutionären« Gewand.

Wir meinen hier nicht nur die beiden internationalen Konterrevolutionen, durch die der Sozialismus in der Sowjetunion und in Albanien fiel, und auch nicht die Konterrevolutionen gegen die Diktatur des Proletariats von innen heraus, um die »Revolution vor den Kommunisten zu retten« ( die »Streikbrecher der Revolution«), sondern auch zwei andere Beispiele: Erstens die Machtergreifung des deutschen »Nationalsozialismus«, der vorgab, das deutsche Volk von der Knechtung und Unterjochung des internationalen Imperialismus [insbesondere des internationalen jüdischen Finanzkapitals] »zu befreien« - zunächst mit »sozialistischer« Perspektive, die man den deutschen Kommunisten abgeguckt hatte. Heute tarnen sich die neo-nazistischen Hilfstruppen der internationalen Konterrevolution mit ihrer »Revolution« gegen den US-Imperialismus, wiederum z. T. mit »sozialistischem« Deckmantel, so z.B. vertreten durch den europäischen »Nationalbolschewismus« und außerdem vertreten durch sozialfaschistische Kräfte (z.B. des deutschen STASI), die sich in der Welt als Teil der »marxistisch-leninistischen Weltbewegung« ausgeben. Als der Zeitpunkt reif war,entledigte sich damals der Hitler-Faschismus dieser sozialistischen Hülle schließlich (im Zusammenhang mit dem sogenannten »Röhmputsch«), und die Konterrevolution in Deutschland begann offen ihre Fratze zu zeigen und verhinderte schließlich, dass die erste internationalistische, russische rote Fahne außerhalb der Sowjetunion in Deutschland gehisst werden konnte (natürlich mit Hilfe der Feinde im kommunistischen Lage selbst). So oder ähnlich ging und geht die internationale Konterrevolution auf der ganzen Welt vor. Ferner:

»Neue Revolutionen« gab es seitens der »ultra-linken Opposition« in der Geschichte viele, die darauf abzielten, die kommunistische Partei von der führenden Spitze zu »befreien«. Zu diesem Zweck bedienten sich beispielsweise damals auch die Trotzkisten ihrer Freunde in der französischen und deutschen kommunistischen Partei, um Stalin zu beseitigen.

In die gleiche Richtung führt ein weiteres Beispiel: die sogenannte »chinesische proletarische Kulturrevolution« unter der Führung Mao Tsetungs. (Wir dürfen nicht den Fehler machen, nur aus deren negativen Seiten zu lernen. Sie hatte in der Nebenseiten ihre positiven Seiten, aber ihrem Wesen nach, in der Hauptseite, war sie weder proletarisch noch revolutionär oder etwa »nur« auf halbem Wege stehen geblieben, oder etwa vereitelt worden usw. usf., sondern sie war konterrevolutionär.) Durch sie entledigte sich eine Führungsclique der Bourgeoisie einer anderen Führungsclique auf pseudo-revolutionäre Weise, die den weiteren Weg zum offenen Revisionismus - eben durch revolutionäre Phrasen ermöglichte. Mao´s proletarische Kulturrevolution war gegen das Proletariat gerichtet unter Missbrauch der studentischen Jugend und der Bauernschaft. Mao´s Kulturrevolution war in Wahrheit eine putschistische Konterrevolution und zerstörte in anarchistisch-kleinbürgerliche Weise nicht nur die bürgerliche Kultur, sondern auch die proletarische und eben das macht die Kulturrevolution reaktionär:

»Die chinesischen Genossen meinen, die Hilfe für die kommunistische Weltbewegung und die Weltrevolution bestünde in der Empfehlung, die Große Proletarische Kulturrevolution zu machen, so wie sie China gemacht hat. Ihnen zufolge ist es fürderhin nicht nötig, sich von der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution (außer vielleicht von der Pariser Kommune) inspirieren zu lassen, sondern von der Kulturrevolution, denn so, wie der Marxismus-Leninismus durch die ´Mao Tsetungideen´ ersetzt worden sei, so trage auch die Kulturrevolution die Sozialistische Oktoberrevolution in sich (...). Diese Entstellung ist schändlich und antimarxistisch« (Enver Hoxha, »Betrachtungen über China, Bd. I, Seite 390, Tirana 1979, dt. Ausgabe).

Lenin verstand unter Kulturrevolution etwas ganz anderes. Damit die Oktoberrevolution siegreich in einem r ü c k s t ä n d i g e n Land wie Russland verteidigt werden konnte, mussten die Produktivkräfte auf ein enorm hohes Niveau gehoben werden durch die NÖP, was ohne revolutionäre Hebung des Kulturniveaus unmöglich war. Leben und Tod des Sozialismus hing nicht nur von der Gefahr der Intervention der internationalen Konterrevolution ab, sondern vor allem davon, ob es den Bolschewiki gelingen würde, innerhalb kürzester Zeit das Analphabetentum zu besiegen oder nicht. Revolutionierung des Überbaus zur Schaffung und Hebung der ökonomischen sozialistischen Basis - das war das Ziel und die Aufgabe der sowjetischen Kulturrevolution zur Zeit Lenins unter erschwerten Bedingungen des Aufbaus des ersten Sozialismus der Welt. Kulturrevolution in Worten und Konterrevolution in Taten, so würde hingegen Lenin den revisionistischen Missbrauch der Kulturrevolution durch Mao heute geißeln, wenn er noch lebte. Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen das »Alte« das Neue zerschlagen, das ist das Wesen jeder Konterrevolution, die nur dazu dient, die alte Klassenherrschaft aufrechtzuerhalten bzw. diese zurück zu erobern. Die Kulturrevolution des Proletariats hat genau das gegenteilige Ziel. Wenn die sozialistische Revolution gesiegt hat und die Diktatur des Proletariats errichtet ist, kann eine »Revolution« innerhalb des sozialistischen Systems logischerweise nur das Gegenteil von dem sein, was diese »Revolution« vorgibt: eine Konterrevolution. Das Proletariat kann sich nicht von seiner Befreiung »befreien«. Die unterdrückte Bourgeoisie bedient sich nur dieser Tarnung, um sich selber zu befreien von der Diktatur des Proletariats. Das heisst nicht, die Lehren der Fortsetzung des Klassenkampfes im Sozialismus zu vergessen, der mit der Restauration des Kapitalismus endete: Wir werden die Diktatur des Proletariats dazu benutzen, um den Sozialismus notfalls durch eine Revolution gegen die zur Herrschaft strebenden Revisionisten zu verteidigen, wenn dies notwendig werden sollte. Die Klassenkämpfe im Sozialismus nehmen nicht ab, sondern zu, wie Stalin lehrte, während die Revisionisten genau das Gegenteil behaupten,um das Proletariat in trügerischer Sicherheit zu wiegen, um das herrschende Proletariat zu entwaffnen und die Konterrevolution zu bewaffnen. Die Konterrevolution schlägt meistens in dem Augenblick zu, wo das Proletariat diese am wenigsten vermutet. So wurde aus dem Schritt des Sozialismus zum Kommunismus ein Weg zurück zum Kapitalismus.

Wenn das reformistische Ventil der bürgerlichen Klassenherrschaft eines Landes dem Druck der Revolution nicht mehr standhält, dann eilt die Weltbourgeoisie zur Hilfe, um es mit Gewalt zu schließen. Dafür gibt es viele Beispiele der Geschichte. So ein Ventil war auch die II. Internationale. Und nach dem 2. Weltkrieg war es Revisionismus + »Kalter Krieg«:

»Um den Sozialismus nieder zu ringen, um die revolutionären Befreiungsbewegungen zu ersticken, um den großen Einfluss der marxistisch-leninistischen Theorie zu bekämpfen und um die eigene Hegemonie auf der Welt zu errichten, bediente sich der amerikanische Imperialismus zweier Wege: Der eine Weg war die Aggression und die bewaffnete Intervention... Der andere Weg war der der ideologischen Aggression und Subversion... machte sich der Weltimperialismus und der Weltkapitalismus die modernen Revisionisten zunutze« (Enver Hoxha, »Imperialismus und Revolution«, Seite 19-20, dt. Ausgabe).

»Zugleich ist die Perspektive der Revolution und der Befreiung der Völker infolge des Verrats der ... Revisionisten nicht nur nicht verschwunden, sondern die Revolution befindet sich jetzt nach einem zeitweiligen Rückzug sogar vor einem neuen Aufschwung« ( ebenda, S. 24-25).

»Die kapitalistische Bourgeoisie hat sich (nach den Niederlagen, die der Sozialismus erlitten hat - die Red.) allerdings nicht frei gemacht und wird sich auch nie frei machen vor der Angst vor dem wahren Kommunismus, im Gegenteil, der wahre Kommunismus hat den Imperialismus und Sozialimperialismus in Schrecken versetzt und wird sie noch mehr in Schrecken versetzen« (ebenda, Seite 29)

Die US-Imperialisten gaben beispielsweise zu, dass sie die Faschisten Hitler, Mussolini, Hirohito, Franco usw. umarmten aus Angst vor dem Kommunismus. Und heute geben sie zu, unter dem Vorwand des Anti-Terrorismus, ihre eigene faschistische Diktatur über der ganzen Welt zu errichten. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie, wird getötet, notfalls mit Atombomben. Das ist die internationale Konterrevolution, wie wir sie heute vorfinden, und sie ist dabei, den Hitlerfaschismus zu übertreffen.

Es ist die Aufgabe der proletarischen Kriegsführung, ihrerseits die internationale Konterrevolution zu zersplittern und zu vereinzeln, sie daran zu hindern, sich der rückschrittlichen Schichten der breiten Massen zu bedienen, sich in gezielten Stoßtruppmanövern zu sammeln, zu vereinigen und zu konzentrieren, indem man ihre Kräfte ebenso gezielt auf den verschiedenen Schauplätzen der Welt zur gleichen Zeit b i n d e t . »Dreht die Gewehre um!« Auch diese wirkungsvolle Losung dient dazu, um die Konterrevolution anzugreifen und zumindest einzelne Gruppen innerhalb der Konterrevolution auf die revolutionäre Seite der Barrikade zu ziehen und zum Frontwechsel zu veranlassen.

Offensive Angriffsaktionen sind das Fleisch und Blut jedes Aufstandes, um so mehr gilt dies für die internationalen Aufstände. Marx schrieb schon vor 150 Jahren :

»...kann man ihnen(den Kräften des Gegners) nicht mit starker Überlegenheit entgegentreten, so ist man geschlagen und vernichtet; hat man einmal den Weg des Aufstandes beschritten, so handle man mit der größten Entschlossenheit und ergreife die Offensive. Die Defensive ist der Tod jedes bewaffneten Aufstandes... Überrasche deinen Gegner, solange seine Kräfte zerstreut sind, sorge täglich für neue, wenn auch noch so kleine Erfolge; erhalte dir das moralische Übergewicht, das der Anfangserfolg der Erhebung dir verschafft hat; ziehe so die schwankenden Elemente auf deine Seite, die immer dem stärksten Antrieb folgen und sich immer auf die sichere Seite schlagen; zwinge deine Feinde zum Rückzug, noch ehe sie ihre Kräfte gegen dich sammeln können; um mit den Worten Dantons, des größten bisher bekannten Meisters revolutionärer Taktik zu sprechen: `Kühnheit! Kühnheit und abermals Kühnheit!« ( Marx/Engels, Bd. 8, Seite 95, »Revolution und Konterrevolution in Deutschland«, dt. Ausgabe).

Klar, dass man mit Defensive, mit »passivem Widerstand« nicht weiter kommt, wenn diese nicht mit dem »aktiven Widerstand«, der Offensive gegen die Konterrevolution verknüpft werden. Das Weltproletariat wird sich durch die Drohungen der internationalen Konterrevolution nicht einschüchtern lassen, dass durch die Weltrevolution »Ströme von Blut fließen« werden. Unser Ziel ist es, dass die Ströme von Blut -die der Weltimperialismus bereits vergossen hat, jeden Tag vergießt und auch morgen vergießen wird, g e s t o p p t und für immer verhindert werden! Was sind Blutströme gegen Blutmeere! Ihr Herren Konterrevolutionäre glaubt doch nicht, dass die Völker die Blutmeere vergessen haben, die ihr für die Weltherrschaft eurer Geldsäcke vergossen habt! Tretet ab und gebt den Völkern zurück, was ihr ihnen geraubt habt, dann bräuchten keine Ströme von Blut fließen!

»Große Revolutionen, selbst wenn sie friedlich anfingen, wie die Große Französische Revolution, haben mit erbitterten Kriegen geendet, die von der konterrevolutionären Bourgeoisie begonnen wurden. Anders kann es auch nicht sein, wenn man diese Frage vom Standpunkt des Klassenkampfes und nicht des spießbürgerlichen Wortgeklingels über Freiheit, Gleichheit, Arbeiterdemokratie, Mehrheitswillen betrachtet (...) Eine friedliche Entwicklung des Sozialismus kann es nicht geben« (Lenin, Bd. 29, Seite 351 - 352, dt. Ausgabe).

In einer Welt, die zerrüttet ist und ausgebeutet am Boden liegt, ist es die erste Aufgabe der Weltrevolution, das Weltproletariat und die übrigen Werktätigen zu retten, das heisst vor allem mit Brot und Frieden. Das ist heute die wichtigste agitatorische Losung. Die erste Produktivkraft der ganzen Menschheit ist der Arbeiter, der Werktätige, wie Lenin sagte. Wenn wir für sein Überleben kämpfen, »wenn er am Leben bleibt, werden wir alles retten und wiederherstellen«. Die Weltrevolution wird zu Grunde gehen, wenn wir den Arbeiter nicht retten. Der Arbeiter ist der erste, der unter den Trümmern der kapitalistischen Katastrophe unter der Zerstörung des imperialistischen Krieges, der Schlächterei der internationalen Konterrevolution, geborgen werden muss, denn nur er kann die Trümmer beseitigen und eine neue Welt aufbauen.

Wir kommen hier anschließend auf den Kriegskommunismus zu sprechen, der in einer solchen Notsituation nach dem 1. Weltkrieg unvermeidlich war. Der Kriegskommunismus ist keine unvermeidbare Phase der proletarischen Revolution, sondern wie Lenin sagte: eine vom Interventen aufgezwungene »traurige Notwendigkeit«, aber kein Prinzip des Marxismus-Leninismus

»Eine Revolution ist nur dann etwas wert, wenn sie sich zu verteidigen versteht, aber die Revolution lernt nicht auf einmal, sich zu verteidigen« (Lenin Bd. 28, Seite 115, dt. Ausgabe).

»Der Kriegskommunismus ist eine durch Kriegssituation und Intervention diktierte Politik der Diktatur des Proletariats, darauf berechnet, nicht vermittels des Marktes, sondern unter Ausschluss des Marktes, durch Maßnahmen hauptsächlich außer-ökonomischen und teilweise militärischen Charakters den direkten Produktenaustausch zwischen Stadt und Land herzustellen, mit dem Ziel, die Verteilung der Produkte so zu organisieren, dass die Versorgung der revolutionären Armeen an der Front sowie der Arbeiter im Hinterland gewährleistet ist. Wenn nicht die Kriegssituation und die Intervention gewesen wären, so ist klar, dass es auch keinen Kriegskommunismus gegeben hätte. Daher darf man nicht behaupten, der Kriegskommunismus bilde eine ökonomische unvermeidliche Entwicklungsphase der proletarischen Revolution. Man sagt, die proletarische Revolutionen würden isoliert verlaufen und deshalb könne keine einzige proletarische Revolution ohne Intervention, also auch ohne Kriegskommunismus auskommen. Das ist falsch. Nachdem wir die Festigung der Sowjetmacht in der UdSSR, ein Anwachsen der kommunistischen Parteien in den ausschlaggebenden Ländern des Kapitalismus und eine Stärkung der Komintern erreicht haben, kann und darf es schon keine isolierten proletarischen Revolutionen mehr geben. Man darf solche Faktoren wie die sich verschärfende Krise des Weltkapitalismus, wie die Existenz der Sowjetunion und das Anwachsen des Kommunismus in allen Ländern nicht außer acht lassen« (Stalin, Bd. 11, Seite 129-131, dt. Ausgabe).

Das Kapitel »Weltrevolution und internationale Konterrevolution« wäre völlig nutzlos und würde nur unseren Feinden in die Hände arbeiten, wollten wir die größte internationale Konterrevolution in der Geschichte des Sozialismus ausklammern - die Zerschlagung der Diktatur des Proletariats durch die Revisionisten, die Arbeiteraristokratie an der Macht, die neue Sozialbourgeoisie, die Bourgeoisie des restaurierten Kapitalismus - also gerade diejenige internationale Konterrevolution, die sich aus dem Sozialismus selber herausgebildet hat und weiter herausbilden wird, solange diese Konterrevolution durch die Weltbourgeoisie genährt und gespeist wird. Sozialismus und Restauration des Kapitalismus verhalten sich wie Revolution und Restauration der Konterrevolution. So wie die Revisionisten den Kapitalismus im Sozialismus »eines Landes« restaurierten durch die Restauration der Konterrevolution, so werden die Revisionisten auch versuchen, den Weltkapitalismus im »internationalen« Sozialismus zu restaurieren durch die Restauration der internationalen Konterrevolution. Was der internationalen Konterrevolution von außen nicht gelang, gelang ihr von innen, wobei die äußere vermittelst der inneren wirkte. Eine internationale Konterrevolution, die unter dem Deckmantel des Sozialismus unter dem Deckmantel der Revolution, unter dem Deckmantel des Marxismus-Leninismus operiert, die also vorgibt, die Diktatur des Proletariats zu »schützen«, aber die Diktatur der Bourgeoisie in Wirklichkeit zurückerobert, die die Revolution im Namen der »Revolution« erwürgt, die vorgibt, die Konterrevolution im Namen der »Revolution« nieder zu ringen, aber in Wahrheit die Revolution selber tötet, ist eine Revolution in Worten und eine Konterrevolution in Taten, ist revisionistisch, ist eine revisionistische Konterrevolution. Und wer vorgibt, die internationale revisionistische Konterrevolution zu bekämpfen, vom Marxismus-Leninismus aus zu bekämpfen, aber der sie in Wirklichkeit gewähren lässt oder ihr gar Dienste erweist oder der sie direkt unterstützt als verlängerter Arm, als 5. Kolonne, der ist ein neo-revisionistischer Konterrevolutionär, also ein Konterrevolutionär, der in der Weltrevolution vorgibt, die revisionistische Konterrevolution zu bekämpfen, aber ihnen hilft, die Weltrevolution von innen her zu zerschlagen. Die Neo-Revisionisten sind die Nachfolger der alten Revisionisten, die einst den Sozialismus »in einem Land« beseitigt hatten. Die Neo-Revisionisten sind die Revisionisten von heute, die uns an der Vorbereitung, der Durchführung und am Sieg der Weltrevolution hindern wollen und -, falls ihnen dies nicht gelingen sollte, unseren internationalen Sozialismus von morgen durch eine soziale Konterrevolution beseitigen wollen. Der Sieg über den Neo-Revisionismus ist also ein Sieg der Weltrevolution gegenüber die internationalen Konterrevolution. Die Niederlage im Kampf gegenüber dem Neo-Revisionismus hat daher unweigerlich die Niederlage der Weltrevolution zur Folge. Deswegen ist die gefährlichste Konterrevolution der Welt heute die neo-revisionistische Konterrevolution! Sie ist verheerender und grausamer als alle revisionistischen Konterrevolutionen, die die Proletarier nicht nur in den ehemaligen sozialistischen Ländern zu spüren bekamen! Ob in den kapitalistischen Ländern, ob in den revisionistischen Ländern oder in den Ländern der unterdrückten Völker haben die Revisionisten das Blut der Marxisten-Leninisten vergossen, das Blut der revolutionären Arbeiter und Werktätigen in der ganzen Welt - und sie haben nicht aufgehört und werden nicht aufhören, dies weiter zu tun! Die Revisionisten provozierten Staatsstreiche, nicht anders wie dies der CIA tut. Sie führen Kriege und üben (militärische) faschistische Gewalt aus, wie es die US-Imperialisten auch tun. So sind die Revisionisten auch gegen Albanien vorgegangen. Der Sozialfaschismus in den einzelnen revisionistischen Ländern war und ist noch heute das schlimmste Zuchthaus für die Arbeiter und Werktätigen, bedeutete und bedeutet weiter den Tod von Millionen revolutionärer Arbeiter und Werktätiger. Der Weltsozialfaschismus wäre eine Katastrophe für das Weltproletariat.

Welche Lehren muss die Weltrevolution aus dem Sieg der Oktoberrevolution und der Volksrevolution in Albanien und gleichermaßen aus ihren beiden Niederlagen ziehen, die durch die internationale Konterrevolution im Gewand des »Sozialismus« und des »anti-revisionistischen« Sozialismus zugefügt wurden? Hieraus resultiert die zwingende Notwendigkeit der Weltrevolution, die internationale Konterrevolution in der Weise zu besiegen, dass sie das Band der offenen und versteckten - der inneren und äußeren - internationalen Konterrevolution zerschlägt, indem sie die Weltbourgeoisie vernichtet, die dieses Band immer wieder erneut verknüpft, solange es uns noch nicht endgültig gelungen ist, die Herrschaft der Weltbourgeoisie und deren Zustrom aus der Arbeiteraristokratie zu beseitigen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass nicht nur das Kleinbürgertum Kapitalismus immer wieder neu produziert, sondern mit ihr auch die Arbeiteraristokratie. Diese Erkenntnisse hat das Weltproletariat infolge der Restauration des Kapitalismus gewonnen. Den Opportunisten, den Helfershelfern der Konterrevolution, wird es nichts nützen, diese Erkenntnisse über die Arbeiteraristokratie zu verschleiern. Es gibt nur eine Klasse, die das Problem der Arbeiteraristokratie und ihrer sozialfaschistischen Konterrevolution auf revolutionäre Weise lösen kann; es gibt nur eine Klasse, die die Frage : »Sozialismus oder Barbarei« lösen kann. Es gibt nur eine Klasse, die darüber entscheidet, ob die Menschheit in der Katastrophe endet, oder den Weg in die sozialistische Zukunft beschreitet - das ist die Arbeiterklasse. Sie ist infolge ihrer ökonomischen und gesellschaftlichen Lage genötigt, jede Konterrevolution hinweg zu fegen, um sich und damit die Menschheit zu befreien. Indem das Proletariat die Konterrevolution vernichtet, vernichtet es sich selbst, als eine Klasse, die der Produktionsmittel beraubt ist, ihre Arbeitskraft verkaufen muss, dem Mehrwertgesetz unterworfen ist, und an der Lohnsklaverei im Kapitalismus zu Grunde gerichtet wird. »Wenn das Proletariat siegt, so ist es dadurch keineswegs zur absoluten Seite der Gesellschaft geworden, denn es siegt nur, indem es sich selbst und sein Gegenteil aufhebt. Alsdann ist ebensowohl das Proletariat wie sein bedingter Gegensatz, das Privateigentum, verschwunden« (Marx/Engels, Bd. 2, Seite 37fdt. Ausgabe).

Was Marx hier so kurz auf einen Nenner bringt, ist in Wirklichkeit ein Prozess, bei dem man in Jahrhunderten rechnen muss, bevor dieser Prozess tatsächlich abgeschlossen ist. Das sind Dimensionen, die wir Kommunisten erst durch unsere Niederlagen ernsthaft begreifen, wenn wir das Lied von der »Internationale« singen - »Auf zum letzten Gefecht«. Der entscheidende Kampf zwischen Revolution und Konterrevolution wird eines Tages für die Revolution endgültig gewonnen sein, aber nicht in einem Blitzkrieg. Deswegen sind wir Kommunisten Kämpfer mit besonderen Eigenschaften, sind wir uns dank des Marxismus-Leninismus selbst dann noch unseres Sieges sicher, wenn wir unsere bisher größte Niederlage erlitten und wir dabei wohlwissend die längste Strecke des Weges noch vor uns haben:

Abschaffung der Konterrevolution = Abschaffung der Klassen = Sozialismus (nicht auf einen Schlag also, sondern als langwierige Übergangsperiode = alles auf dem Wege zur Abschaffung der Konterrevolution!):

  1. Phase des Kapitalismus = vormonopolistische Aufbauphase (Niederschlagung der Konterrevolution mit Hilfe des Proletariats zur Errichtung der Diktatur der Bourgeoisie; bürgerliche Konterrevolutionen zur Niederschlagung des zum ersten Mal nach Macht strebenden Proletariats; Niederschlagung der bürgerlichen Konterrevolution in einer Stadt gelungen, Arbeitermacht für ein Paar Tage erobert, Pariser Kommune 1871 - von der Konterrevolution im Blut ertränkt, die von außen Unterstützung erhielt)

    II. Phase Kapitalismus = Übergang von der aufstrebenden zur sterbenden Gesellschaftsordnung (Konterrevolution versucht vergeblich, die Herrschaft der Bourgeoisie aufrechtzuerhalten, aber Oktoberrevolution besiegt die Konterrevolution, sterbende Gesellschaftsordnung damit zum Teil überwunden, neue sozialistische Gesellschaftsordnung wächst heran, versucht sich international auszubreiten und wird in seine nationalen Schranken verwiesen durch die internationale Konterrevolution);

    I. Phase Sozialismus »in einem Lande« = Gesellschaftsordnung in der Übergangsperiode in einem Land, in der die alten Klassen langsam absterben und die neuen Klassen langsam zusammenwachsen, aber sich nicht aufheben können wegen Weltherrschaft des Kapitalismus. Also heranwachsender, noch schwacher Sozialismus neben der alten sterbenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung, die noch über die Weltherrschaft verfügt (Konterrevolution versucht, die verlorene Herrschaft der Bourgeoisie im Sozialismus zurück zu erobern, und es gelingt ihr dank revisionistischer Konterrevolution von innen und internationaler Konterrevolution von außen, den Vormarsch des Sozialismus ins sozialistische Lager zu stoppen und damit den Sozialismus im ersten Anlauf zu Fall zu bringen, ebenso nationale Befreiungsbewegungen und national befreite Länder im Blut erstickt durch die internationale Konterrevolution); also bereits internationale revisionistische Konterrevolution als die entscheidende Kraft der internationalen Konterrevolution);

    III. Phase Kapitalismus = sterbende Gesellschaftsordnung erobert Weltherrschaft zurück, die sich aber durch den Zerfall zusehends schwächt, wankt und seine Kräfte aufreibt; (Weltproletariat und unterdrückte Völker vereinigen sich zur Weltrevolution, Konterrevolution verschlingt Kraft, die existenzbedrohende Ausmaße annimmt. Kaum noch Chance, den Weltkapitalismus dauerhaft gegen den Ansturm der Weltrevolution zu verteidigen - Sieg der Weltrevolution über den Weltkapitalismus);

  1. Phase Sozialismus »international« = Gesellschaftsordnung in der internationalen Übergangsperiode, in der alle alten Klassen der Welt schneller absterben und die neuen Klassen weltweit schneller zusammenwachsen und sich verschmelzen und sich dadurch zusehends aufheben; (Konterrevolution nicht mehr international; versucht am schwächsten Glied der weltsozialistischen Kette durchzubrechen; Chancen der Konterrevolution nicht ausgeschlossen, aber sehr gering wegen Weltherrschaft des Proletariats; Klassenkampf geht aber weiter und damit Konterrevolution zwar international geschlagen, aber noch nicht vernichtet, solange Klassen weiter bestehen bleiben; revisionistische Konterrevolutionen müssen weiter bekämpft werden, aber sie nehmen zusehends ab, bis sie ganz verschwinden);

    III. Phase des Sozialismus = Kommunismus = neue Gesellschaftsordnung ohne Klassen = klassenlose Gesellschaft (keinerlei Chance mehr für die Konterrevolution).

Nach ihrem Sieg über die Konterrevolution ist die Arbeiterklasse nicht mehr das vom Kapitalismus ausgebeutete Proletariat. Wenn der Kapitalismus zerschmettert ist, kann er auch kein altes Proletariat als Bestandteil der kapitalistischen Klassengesellschaft mehr produzieren. Das Proletariat verwandelt sich also in eine völlig neue Arbeiterklasse und schafft sich eine neue ökonomische und gesellschaftliche Basis durch das vergesellschaftete, sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln, eben die Verwandlung des Proletariats des Kapitalismus in die Arbeiterklasse des Sozialismus. Das ist dann also schon eine ganz andere Arbeiterklasse, die der Konterrevolution gegenüber steht und damit auch eine neue, eine viel schwierigere Situation für die Konterrevolution. Das Proletariat hat bewiesen, die Konterrevolution zu schlagen, aber es konnte sie nicht auf einen Schlag vernichten, weil es die herrschenden Klassen nicht auf einen Schlag vernichten kann. Im Sozialismus »in einem Lande«, sind die Klassen geblieben und werden für die Dauer der Diktatur des Proletariats bestehen bleiben. Solange diese Klassen bleiben, bleibt auch die Konterrevolution - vor allem wenn sie international noch weiter genährt werden kann. Der Klassenkampf und die Konterrevolution verschwinden also nicht, sondern nehmen nur andere Formen an - das sind die Lehren unserer Niederlage in der Etappe des Sozialismus »in einem Lande«. Und es stellt sich für das Proletariat eine neue Aufgabe, nämlich einen solchen Sozialismus zu schaffen, der es dem Proletariat ermöglicht, bis in den letzten Winkel der Welt zur herrschenden Klasse zu werden, um bis in den letzten Winkel der Welt die Konterrevolution jagen und schlagen zu können. Diese Aufgabe heisst: Weltrevolution und Errichtung der Diktatur des Proletariats über den ganzen Erdball. Auch im Weltmaßstab können die Klassen nicht auf einmal verschwinden, sind die Weltimperialisten geschlagen, aber die Klassen noch nicht vernichtet, ist die internationale Konterrevolution geschlagen, aber nicht vernichtet - eben weil die Klassen auch im »internationalen Sozialismus« für gewisse Zeit weiter bestehen. Was aber den entscheidenden Unterschied der ersten Etappe des Sozialismus »in einem Lande« und der zweiten Etappe des »internationalen Sozialismus« ausmacht, ist der Entzug des internationalen Kapitals, der Basis der internationalen Konterrevolution. Nun ist es nicht mehr die Revolution, die am schwächsten Kettenglied des Kapitalismus durchbrechen kann, sondern die Konterrevolution, die am schwächsten Kettenglied des »internationalen Sozialismus« durchzubrechen versucht! Durchbrechung der sozialistischen Kette an seinem schwächsten Kettenglied - das wird dann das zukünftige Ziel der Konterrevolution sein, was wir zu verhindern haben.