13. Die Komintern/ML und ihre Sektionen müssen das Weltproletariat und die breiten Massen der Werktätigen der ganzen Welt darüber aufklären, dass Imperialismus und Sozialimperialismus unvermeidlich Krieg bedeuten und die imperialistische und sozialimperialistische Kriegsgefahr nicht unterschätzt werden darf. Es genügt aber nicht allein zu sagen, dass sich die aggressive Natur des Imperialismus nicht geändert hat, sondern man muss dauernd täglich die Politik und die konkreten kriegs- und Aggressionshandlungen der Imperialisten enthüllen, die Wachsamkeit der Völker in jedem Moment auf der nötigen Höhe erhalten und diese mobilisieren. Die praktische Bedeutung besteht darin, in allen Ländern, nicht nur in Europa, wegen der Gefahr eines neuen Krieges Alarm zu schlagen, die Wachsamkeit der Arbeiter und Soldaten der kapitalistischen Länder, nicht nur der NATO-Länder, zu erhöhen und die Massen darauf vorzubereiten, unablässig darauf vorzubereiten, allen und jeglichen Versuchen der bürgerlichen Regierungen und ihrer internationalen Organisationen zur Organisierung eines neuen Krieges wohlgerüstet, mit revolutionärem Kampf zu begegnen. Die Aufgabe besteht auch darin, alle jene sich Marxisten-Leninisten nennenden Opportunisten, alle jene Führer der Arbeiterbewegung anzuprangern, die die Gefahr eines neuen Krieges »für ein Hirngespinst halten«, die die Arbeiter mit pazifistischen Lügen einlullen, die die Augen davor verschließen, dass die Weltbourgeoisie einen neuen Krieg vorbereitet, denn diese Leute wollen, dass der Krieg die Arbeiter überrascht. Mit einem Schwall »linker« Phrasen darf man sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Darüber hinaus haben die Komintern/ML und ihre Sektionen die Pflicht, alle friedlichen Kräfte der Welt und jedes Landes gegen den imperialistischen und sozialimperialistischen Krieg und seine drohende Gefahr zu mobilisieren. Der imperialistische wie auch der sozialimperialistische Krieg kann verhindert werden, wenn die friedliebenden Kräfte revolutionären Widerstand leisten, sich nicht vor den Karren der Kriegstreiber spannen lassen und die Kriegsvorbereitungen mit allen verfügbaren Mitteln und unter Einsatz aller vereinten Kräfte aktiv sabotieren. Falls der imperialistische bzw. sozialimperialistische Krieg nicht verhindert wird, dann muss er in einen Bürgerkrieg verwandelt werden. Um die Unvermeidbarkeit der imperialistischen und sozialimperialistischen Kriege zu beseitigen, ist es unvermeidlich, den Imperialismus ebenso wie den Sozialimperialismus abzuschaffen. Die Komintern/ML und ihre Sektionen müssen in der Einheitsfront des Friedenskampfes die Führung übernehmen und in allen Antikriegsorganisationen die Interessen nicht nur des Proletariats der involvierten Länder , sondern des gesamten Weltproletariats vertreten und auch eigenständige Organisationen zu diesem Zweck schaffen. Hierzu gehören auch die militanten, bewaffneten Formen, z.B. Rote Interbrigaden. Ohne die Revisionisten und Opportunisten im Friedenskampf zu schlagen, wird es niemals gelingen, den imperialistischen und sozialimperialistischen Krieg zu beseitigen. Aufgabe ist die Herstellung der Einheitsfront der Arbeiter der imperialistischen Länder mit dem Proletariat und den werktätigen Massen der Neo-Kolonien und abhängigen Ländern, um die Kriegsgefahr abzuwenden, oder, wenn ein Weltkrieg ausbricht, den imperialistischen Krieg in einen internationalen Bürgerkrieg umzuwandeln, den Faschismus zu zerschlagen, den Kapitalismus zu stürzen, die Sowjetmacht zu errichten, die Neo-Kolonien von der Sklaverei zu befreien und mit allen Mitteln die Verteidigung eines oder mehrerer wahrscheinlich neu entstehender sozialistischer Staaten zu organisieren.
14. Die Komintern/ML und ihre Sektionen führen den revolutionären Kampf für die organisierte Einheit der Arbeiter, Bauern und Soldaten zum Erringen und zur Verteidigung der Diktatur des Proletariats, deswegen ist das Symbol der Komintern/ML und ihrer Sektionen auch Hammer, Sichel UND Gewehr.
»Die Armee ist die Waffe der Diktatur, sie muss stets bereit, auf richtigem marxistisch-leninistischem Weg und aufs äußerste wachsam gegenüber den inneren und äußeren Feinden sein. Die Armee muss stets politisch klar sein, und damit sie politisch klar ist, muss die Parteiorganisation in der Armee rein sein und ein hohes politisches und ideologisches Niveau haben, muss sie alles nur in diesem Licht verstehen und anwenden, im Licht des Marxismus-Leninismus, im Licht des Interesses des Volkes und der Partei. Deshalb ist es auch unerlässlich, dass die Kader der Armee treu zur Partei, zum Marxismus-Leninismus und zum Volk stehen. Nur so kann der Feind nichts ausrichten, nur so kann er in der Armee nicht überleben, auch wenn diese beeinflusst wird, nur so bleibt die Armee die wirkliche Waffe der Diktatur des Proletariats in den Händen der Partei« (Enver Hoxha, »Betrachtungen über China«, Bd. I, Seite 357, Tirana 1979, dt. Ausgabe).
In den imperialistischen und sozialimperialistischen Armeen müssen die Komintern/ML und ihre Sektionen eine anti-militaristische, zersetzende, revolutionäre Tätigkeit entfalten. Die Revolution braucht revolutionäre Soldaten, d.h. Soldaten, die für die soziale und nationale Befreiung der Arbeiterklasse und der Werktätigen kämpfen und ihre Gewehre gegen die imperialistische und sozialimperialistische Armee richten und im Bürgerkrieg Partei für die Revolution ergreifen. Um diese Aufgabe zu lösen, müssen die Komintern/ML und ihre Sektionen in der imperialistischen und sozialimperialistischen Armee organisiert arbeiten. Das ersetzt nicht die Notwendigkeit, eigene militärische Formationen aufzubauen und für die Bewaffnung der Arbeiter und ihrer Verbündeten zu sorgen. Die Weltrevolution wird auch einen neuen proletarisch-militärischen Ausdruck haben, und werden die Komintern/ML und ihre Sektionen eine neuartige internationale Kriegsmethode entwickeln, eine neue militärische Strategie und Taktik des proletarischen Internationalismus erarbeiten und umsetzen.
»Ohne `Desorganisation` der Armee ist noch keine große Revolution ausgekommen und kann sie auch nicht auskommen. Denn die Armee ist das am meisten verknöcherte Werkzeug, mit dem sich das alte Regime hält, das festeste Bollwerk der bürgerlichen Disziplin, ein Werkzeug, mit dem das Kapital seine Herrschaft stützt, die Werktätigen zu sklavischer Unterwürfigkeit und Unterordnung unter das Kapital erzieht und sie in diesem Zustand hält. Die Konterrevolution hat nie neben der Armee bewaffnete Arbeiter geduldet und konnte sie auch nicht dulden. In Frankreich, schrieb Engels, waren nach jeder Revolution die Arbeiter bewaffnet; ´für die am Staatsruder befindlichen Bourgeois war daher Entwaffnung der Arbeiter erstes Gebot` (MEW,dt. Ausgabe, Bd. 17, Seite 616). Die bewaffneten Arbeiter waren Keim einer n e u e n Armee, Organisationszelle der n e u e n Gesellschaftsordnung. Diese Zelle zu zertreten, sie nicht wachsen zu lassen, war erstes Gebot der Bourgeoisie. Das erste Gebot jeder siegreichen Revolution - Marx und Engels haben das wiederholt betont - war: die alte Armee zu zerschlagen, sie aufzulösen, sie durch eine neue zu ersetzen (MEW, dt. Ausgabe, Bd. 17, Seite 338). Eine neue, zur Herrschaft aufsteigende Gesellschaftsklasse hat nie diese Herrschaft erlangen und befestigen können, und sie kann es auch jetzt nicht tun, ohne das alte Heer völlig zersetzt zu haben.« (Lenin Bd. 28, Seite 284, dt. Ausgabe).
»Bewaffnung des Proletariats zum Zwecke, die Bourgeoisie zu besiegen, zu expropriieren und zu entwaffnen - das ist die einzig mögliche Taktik der revolutionären Klasse, eine Taktik, die durch die ganze objektive Entwicklung des kapitalistischen Militarismus vorbereitet, fundiert und gelehrt wird. Nur nachdem das Proletariat die Bourgeoisie entwaffnet hat, kann es, ohne an seiner weltgeschichtlichen Aufgabe Verrat zu üben, die Waffen zum alten Eisen werfen, was es auch ganz sicher dann - aber nicht früher - tun wird« (Lenin, Bd. 23, Seite 76, «Das Militärprogramm der proletarischen Revolution«, dt. Ausgabe).
15. Die Komintern/ML und ihre Sektionen verurteilen als Internationalisten alle Kriege, die gegen die Völker geführt werden. Sie beurteilen den Charakter eines Krieges nicht vom Standpunkt dieses oder jenes Landes. Ob es sich um einen reaktionären, imperialistischen und sozialimperialistischen Krieg oder revolutionären Befreiungskrieg handelt, hängt nicht davon ab, wer der Angreifer ist und in wessen Land der »Feind« steht, sondern davon, welche Klasse den Krieg führt, welche Politik durch diesen Krieg fortgesetzt wird. Ist der Krieg ein reaktionärer, imperialistischer oder sozialimperialistischer Krieg, d.h. ein Krieg, der von zwei Mächtigen oder Mächtegruppen oder in irgendeiner anderen Form von Seiten der imperialistischen, sozialimperialistischen gewalttätigen, raubsüchtigen, reaktionären Weltbourgeoisie geführt wird, so müssen die Komintern/ML und ihre Sektionen alle Anstrengungen unternehmen, damit dieser reaktionäre Krieg mit dem revolutionären Krieg, d.h. mit Revolution und Sozialismus, beantwortet werden:
»Ist der Krieg ein reaktionärer Krieg, imperialistischer Krieg, d.h. ein Krieg, der von 2 Gruppen der imperialistischen, gewalttätigen, raubsüchtigen, reaktionären Weltbourgeoisie geführt wird, so macht sich jede Bourgeoisie ( sogar die eines kleinen Landes) der Mittäterschaft am Raube schuldig, und meine Aufgabe, die Aufgabe eines Vertreters des revolutionären Proletariats, ist es dann, die proletarische Weltrevolution vorzubereiten als einzige Rettung vor den Schrecken des Weltgemetzels. Das eben ist Internationalismus, das ist die Aufgabe eines Internationalisten, eines revolutionären Arbeiters, eines wirklichen Sozialisten« (Lenin, Bd. 28, Seite 287, dt. Ausgabe).
Die Komintern/ML und ihre Sektionen müssen dem imperialistischen und dem sozialimperialistischen Krieg die Propaganda, Vorbereitung und Verwirklichung revolutionärer Massenaktionen zum Zweck der Niederwerfung der Herrschaft der Bourgeoisie mit dem Ziel des Sozialismus entgegensetzen. Den imperialistischen, den ungerechten Krieg in einen gerechten Krieg, in einen Bürgerkrieg zu verwandeln heisst: 1. Ablehnung der Kriegskredite 2. Bruch des `Burgfriedens`3. Unterstützung aller revolutionären Massenaktionen. Der Erfolg aller dieser Schritte führt unausbleiblich zum Bürgerkrieg. Ohne Sozialismus, ohne endgültige Abschaffung der Weltklassengesellschaft, keinen Frieden. »Krieg und Frieden« ist eine Frage des Klassenkampfes und kann nur revolutionär gelöst werden. Nur der Übergang der Macht in die Hände des Proletariats beendet den imperialistischen Krieg. Imperialistischer Weltkrieg bedeutet proletarischer Weltkrieg, bedeutet Weltrevolution, bedeutet Weltfrieden.
»Der imperialistische Krieg ist der Vorabend der sozialistischen Revolution. Und dies nicht nur deshalb, weil der Krieg mit seinen Schrecken den proletarischen Aufstand erzeugt - kein Aufstand wird den Sozialismus schaffen, wenn er nicht ökonomisch herangereift ist -, sondern deshalb, weil der staatsmonopolistische Kapitalismus die vollständige, materielle Vorbereitung des Sozialismus, seine Eingangspforte, jene Stufe der historischen Leiter ist, zwischen der (Stufe) und der Stufe, die man Sozialismus nennt, es keine Zwischenstufen gibt.« (Lenin, Die drohende Katastrophe, und wie soll man sie bekämpfen?, 1917)
Der Krieg selbst, wenn wir es nicht verstanden haben, ihn mit der Revolution zu b e a n t w o r t e n , wird die Massen die Revolution lehren, indem er eine revolutionäre Situation schafft, sie vertieft und erweitert.
16. Die Komintern/ML und ihre Sektionen lehnen die Taktik der Vaterlandsverteidigung in den imperialistischen und sozialimperialistischen Länder als konterrevolutionär ab, auch die »linken« Kritiker der Vaterlandsverteidigung. Länder, die für ihre nationale Unabhängigkeit gegen Krieg, Knechtung und Ausbeutung des Imperialismus und Sozialimperialismus kämpfen, werden von der Komintern/ML und ihren Sektionen unterstützt. Internationalisten betrachten die Proletarier und Werktätigen aller Länder als Verbündete im Krieg gegen den imperialistischen und sozialimperialistischen Krieg, wo immer dieser auf der Welt geführt wird, genauso wie die Internationalisten den Weltimperialismus als gemeinsamen Feind betrachten und ihn dort angreifen, wo er auftritt, ob im eigenen Land oder anderswo.
Wird ein zukünftiges sozialistisches Land oder das zukünftige sozialistische Lager in kriegerischer Absicht angegriffen, so wird dieses sozialistische Vaterland, wird dieses Lager aller Proletarier und Werktätigen der ganzen Welt mit allen Mitteln, auch mit kriegerischen Mitteln, geschützt und verteidigt und - wenn notwendig - wieder mit Waffen befreit. Frieden mit Ländern, die ein sozialistisches Land oder das sozialistische Lager angreifen, kann und wird es nicht geben. Je schneller sich der Sozialismus überall auf der Welt ausbreitet, desto leichter kann die imperialistische und sozialimperialistische Kriegsgefahr gebannt werden. Umgekehrt: Die Kriegsgefahr wächst schneller, wenn es kein sozialistisches Land mehr gibt wie ZB. die Sowjetunion. Der imperialistische Krieg stirbt nicht mit dem Kalten Krieg ab, sondern wird - im Gegenteil - ohne sozialistisches Land auf der Erde um so wahrscheinlicher, nicht zuletzt weil dieses Land wieder zur Neuverteilung unter den Imperialisten ansteht.
«Drittens schließt der in einem Lande siegreiche Sozialismus keineswegs mit einem Male alle Kriege überhaupt aus. Im Gegenteil, er setzt solche voraus. Die Entwicklung des Kapitalismus geht höchst ungleichmäßig in den verschiedenen Ländern vor sich. Das kann nicht anders sein bei der Warenproduktion. Daraus die unvermeidliche Schlussfolgerung: Der Sozialismus kann nicht gleichzeitig in allen Ländern siegen. Er wird zuerst in einem oder einigen Ländern siegen, andere werden für eine gewisse Zeit bürgerlich oder vorbürgerlich bleiben. Das muss nicht nur Reibungen, sondern auch direktes Streben der Bourgeoisie anderer Länder erzeugen, das siegreiche Proletariat des sozialistischen Staates zu zerschmettern. In solchen Fällen wäre ein Krieg unsererseits legitim und gerecht, es wäre ein Krieg für den Sozialismus, für die Befreiung anderer Völker von der Bourgeoisie (...) Erst nachdem wir die Bourgeoisie in der ganzen Welt, und nicht nur in einem Lande niedergeworfen, vollständig besiegt und expropriiert haben, werden Kriege unmöglich werden. Und es ist wissenschaftlich gar nicht richtig - und gar nicht revolutionär -, wenn wir eben das Wichtigste, die Niederwerfung des Widerstandes der Bourgeoisie, das Schwierigste, das am meisten Kampf Erfordernde im Übergange zum Sozialismus umgehen oder vertuschen« (Lenin, »Das Militärprogramm der proletarischen Revolution«, Bd. 23, Seite 74, dt. Ausgabe).