Ideologische Generallinie

der Komintern / ML

(das 9. Kapitel aus der Generallinie – Fassung aus dem Jahre 2001)

Der Stalinismus-Hoxhaismus

ist die Weltanschauung des Weltproletariats im Zeitalter der Globalisierung,

ist die Theorie und Taktik der weltproletarischen Revolution im Allgemeinen und die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats im Besonderen.

(von der Komintern / ML erarbeitete Definition aus dem Jahre 2009)






12 ideologische Richtlinien

    Diese 12 Thesen bilden die ideologische Grundlage der Generallinie der Komintern/ML . Sie beruhen auf der Lehre des Marxismus-Leninismus unter Berücksichtigung der historischen Erfahrungen, und den entsprechenden Schlussfolgerungen aus den gemachten Fehlern - sowohl der bisherigen drei Internationalen als auch der einzelnen kommunistischen Parteien.

    (1)

    Die Weiterentwicklung der Wissenschaft des Marxismus- Leninismus ist die ideologische Grundlage der Komintern/ML.

    »Der Marxismus ist die Wissenschaft von den Entwicklungsgesetzen der Natur und der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Revolution der unterdrückten und ausgebeuteten Massen, die Wissenschaft vom Siege des Sozialismus in allen Ländern, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft« (Stalin,Band 17, Seite 253, dt. Ausgabe der KPD/ML).

    Die Theorie der Komintern/ML ist die Erfahrung der Arbeiterbewegung aller Länder in ihrer allgemeinen Form genommen. Das heisst nichts anderes als dass diese Theorie nur in einer Weltpartei des Weltproletariats entwickelt werden können, wo alle marxistisch-leninistischen Parteien an der theoretischen Entwicklung zusammenarbeiten und die allen gemeinsam dient.

    Die Generallinie der Komintern/ML basiert auf den Lehren der 5 Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha, auf deren internationalen Übersetzung und Verbreitung in allen Muttersprachen der Welt, damit das Weltproletariat und alle Werktätigen der Welt sie studieren und für sich und die Weltrevolution und die Revolutionen in allen Ländern nutzen und anwenden können. Die Komintern/ML und ihre Sektionen betrachten die Verteidigung der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus gegenüber jeder »Links-« und Rechtsabweichung und gegen jegliches Versöhnlertum in den Reihen der internationalen marxistisch-leninistischen Bewegung, sowie die prinzipienfeste Kritik an jeder marxistisch-leninistischen Partei, welche die marxistischen Prinzipien des proletarischen Internationalismus und der proletarischen Revolution verletzt oder entstellt und sich von den Interessen des Proletariats auf irgendeine Weise entfernt, nicht nur als Recht, sondern auch als internationalistische, ideologische Pflicht und Hilfe gegenüber dem revolutionären Weltproletariat und ihren marxistisch-leninistischen Parteien, die mit dem Opportunismus zu kämpfen haben. Dies geht aus dem prinzipiellen Inhalt und dem internationalen Charakter der marxistisch-leninistischen Lehre hervor, aus den gemeinsamen Interessen und Zielen aller Abteilungen der Arbeiterklasse, aus der proletarischen Parteilichkeit und der Verantwortung jeder Sektion der Komintern/ML für die Geschicke der internationalen kommunistischen Bewegung.

    (2)

    Die Generallinie der Komintern/ML ist die Richtschnur der Unterstützung des Weltproletariats bei seiner revolutionären Befreiung, ist der gemeinsame Weg der vereinigten Proletarier aller Länder zum gewaltsamen Sturz der kapitalistischen Gesellschaftsordnung durch die sozialistische Revolution, zur Errichtung der Diktatur des Proletariats jedes Landes, zur Schaffung der sozialistischen Weltrepublik, zum Aufbau des Kommunismus auf der ganzen Welt.

    (3)

    Die Generallinie der Komintern/ML ist die Richtschnur zur korrekten, schöpferischen Anwendung der Prinzipien des proletarischen Internationalismus unter den sich verändernden Bedingungen des internationalen Klassenkampfes. Insbesondere ist die Generallinie gerichtet auf die Überwindung aller bürgerlichen-opportunistischen und revisionistischen Abweichungen und Auslegungen der Lehre über den proletarischen Internationalismus im internationalen Klassenkampf, sonst lässt sich der Weltimperialismus nicht besiegen. Die Komintern/ML und ihre Sektionen begnügen sich nicht damit, den proletarischen Internationalismus lediglich zu propagieren oder sich für Internationalisten zu »erklären« und Ratschläge zu erteilen, nicht nur in theoretischen Sätzen die tatsächlichen Verhältnisse des existierenden Klassenkampfes und der vor sich gehenden proletarischen Weltbewegung zu registrieren, sondern selber in den schwierigsten Momenten und Situationen Internationalist der Tat zu sein - also absolute Übereinstimmung von Wort und Tat, um nicht das Vertrauen des Weltproletariats und der Völker der Welt zu verletzen. Die Generallinie der Komintern/ML ist eine Anleitung zum revolutionären Handeln des Weltproletariats.

    (4)

    Die Generallinie der Komintern/ML ist gerichtet auf die Sammlung, Formierung, Ausrichtung und Vereinheitlichung des eisernen Willens und disziplinierten Handelns aller revolutionären Kräfte der Welt unter der Führung des Weltproletariats und unter dem Banner seiner Weltanschauung - dem Marxismus-Leninismus.

    (5)

    Die Generallinie der Komintern/ML ist gerichtet auf die Schaffung, den Aufbau, den Ausbau, die Festigung, Verteidigung, Weiterentwicklung und Stärkung der Verbindung von internationalem Marxismus-Leninismus und proletarischer Weltbewegung.

    (6)

    Die Generallinie der Komintern/ML ist die Zusammenfassung, Wiederbelebung, Weiterentwicklung, Fortsetzung und Erneuerung der revolutionären Generallinie der III. Kommunistischen Internationale, die die Erfahrungen des internationalen revolutionären Klassenkampfes zu ihrer Zeit korrekt widergespiegelt hat ( mit Ausnahme ihrer letzten Periode seit dem VII. Weltkongress, der die spätere revisionistische Entartung der kommunistischen Weltbewegung einleitete, der Weltrevolution des Weltproletariats durch ihren Verrat großen Schaden zufügte und auch mit zur Auflösung der III. Komintern beitrug.)

    (7)

    Die Generallinie der Komintern/ML gründet sich auf die Wappnung des revolutionären Weltproletariats mit den historischen Lehren des Marxismus Leninismus und deren allseitige Verteidigung gegenüber dem ( immer wieder in neuen Formen auftauchenden) alten Opportunismus, Lehren wie sie insbesondere...

    im Kommunistischen Manifest, der Generallinie der Internationale von Marx und Engels gegen den Anarchismus, der II. Internationale gegen den Reformismus, den Verrat der Sozialdemokratie, der Vaterlandsverteidiger und Sozialchauvinisten) und der Generallinie der III. Komintern Lenins und Stalins im Kampf für die Verbreitung der Oktoberrevolution auf dem ganzen Erdball und deren internationalen Unterstützung gegen den Verrat an der Diktatur des Proletariats, der Generallinie Stalins gegen den Tito-Revisionismus und der Generallinie der PAA mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze gegen die Chruschtschow-Revisionisten und ihre Vasallen vor allem in Osteuropa, gegen den westlichen Euro-«Kommunismus«, und schließlich gegen den maoistischen Revisionismus Chinas und ihrem Verrat an der Rückeroberung der Diktatur des Proletariats und anderen revisionistischen Ablegern - insbesondere in der sogenannten »Dritten Welt« entwickelt und verankert wurden. Während die Bourgeoisie von der schwärzesten Reaktion bis hin zum »rotesten« Revisionismus das Ziel verfolgt, die Erinnerungen und die Tradition der Kommunistischen Internationale, der Klassiker des Marxismus-Leninismus, des ehemals real existierenden Sozialismus aus dem Arbeiterbewusstsein gänzlich zu vertilgen und als Verbrechen hinzustellen, muss die Komintern/ML hingegen alle Kraft aufwenden, diese Erinnerungen und Traditionen lebendig zu halten, international , wie in jedem Land. Das ist ein ungeheuer wichtiger Bestandteil der Mobilisierung der revolutionären Triebkräfte und der Stärkung der kommunistischen Moral.

    »Derselbe Marx, der die revolutionären Traditionen so hoch schätzte und schonungslos jede renegatenhafte und philisterhafte Entstellung zu ihnen geißelte, forderte zugleich von den Revolutionären die Fähigkeit zu denken, die Fähigkeit, die Bedingungen der Anwendbarkeit der alten Kampfmethoden zu analysieren und nicht einfach bekannte Losungen zu wiederholen« (Lenin, Bd. 13, Seite 27, dt. Ausgabe).

    Konkret heisst das Organisierung von Schulungen nicht nur für die Kader und Mitglieder der marxistisch-leninistischen Organisationen, sondern für die Massen auf der ganzen Welt. Das ist eine enorme Aufgabe, die sich die Komintern/ML stellt und die sie erfüllen muss. Die Aneignung des Marxismus-Leninismus ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Maßstab ein ununterbrochener Prozess, d.h. dass diese Aufgabe niemals als »gelöst« betrachtet werden kann, sondern eine tägliche Aufgabe »über die Jahrhunderte« darstellt. Die Frage, wie diese Aufgabe gelöst wird oder nicht, ist eine Frage des Sieges und der Niederlage der Weltrevolution, denn diese Aufgabe kann nur im Klassenkampf gelöst werden. Man kann sich den Marxismus-Leninismus nicht schematisch »angeeignet haben«, um danach alle Probleme der Praxis zu lösen. Der Marxismus-Leninismus ist kein Privileg oder Monopol für einige Leute, die den Kopf dazu haben, ihn zu begreifen. Er ist die wissenschaftliche Ideologie der Arbeiterklasse und der werktätigen Massen und nur dann, wenn seine Ideen zum allgemeinen Gut der werktätigen Massen werden, bleibt er nicht etwas Abstraktes sondern verwandelt sich in eine große revolutionäre Kraft zur Umgestaltung der Welt. Das ist seine einzige Bestimmung.

    (8)

    Die Generallinie der Komintern/ML basiert darüber hinaus auf der schöpferischen Anwendung der internationalen Lehren des Sozialismus und des internationalen Kampfes des Proletariats. Sie geht von der Erfahrung und Erkenntnis aus, dass sich die Zuspitzung des Grundwiderspruches zwischen Bourgeoisie und Proletariat in der ganzen Welt, dass sich die Polarisierung der Klassen zwischen der Weltbourgeoisie und dem Weltproletariat, dass sich die soziale Basis der internationalen Klassengesellschaft, dass sich der internationale Klassenkampf selbst, der Kampf zwischen der Diktatur des Proletariats und der Diktatur der Bourgeoisie, der Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus, zwischen Weltimperialismus und Weltkommunismus, unaufhörlich prinzipiell weiter entwickelt zugunsten des aufstrebenden Weltproletariats und zu Ungunsten der sterbenden Klasse der Weltbourgeoisie. In diesen Kämpfen werden notwendigerweise immer wieder neue Formen entwickelt und hervorgebracht, wird deswegen die ideologische Trennungslinie als Voraussetzung für die ideologische Vereinheitlichung international immer wieder schärfer formuliert, neu definiert und festgelegt. Die schöpferische Erneuerung des Marxismus-Leninismus ist notwendig zur ständigen Korrektur und Weiterentwicklung der Generallinie der Komintern/ML. Die Komintern/ML kämpft für die Auflösung starrer fertiger marxistischer Denkformen, die uns daran hindern, sie ständig zu revolutionieren. Wenn sich die Weltrevolution entwickelt, müssen wir unser weltrevolutionäres Denken entwickeln, um die revolutionäre Entwicklung in der Welt nicht nur richtig zu interpretieren, sondern die Welt zu verändern. Dabei werden durch Kritik und Selbstkritik auftretende Fehler und Schwierigkeiten überwunden, damit der internationale Klassenfeind des Proletariats diese nicht ausnutzen und der Opportunismus keine Chance bekommen kann, sich neu zu häuten und wieder auszubreiten Nur wenn wir in unserer ideologischen und theoretischen Entwicklung stehen geblieben sind oder gar hinterher hinken, wird es der bürgerlichen Ideologie ermöglicht, sich der marxistisch-leninistischen Ideologie zu bemächtigen und sie in den Dienst der Bourgeoisie zu stellen.

    (9)

    »Die kommunistische Revolution ist der radikalste Bruch mit den überlieferten Eigentumsverhältnissen; kein Wunder, dass in ihrem Entwicklungsgange am radikalsten mit den überlieferten Idee gebrochen wird« (MEW, Bd. 4, Seite 481, dt. Ausgabe).

    Die Generallinie richtet sich insbesondere gegen jegliche Kritik von rechts.

    Die Generallinie der Komintern/ML richtet sich gegen die Ideologie der Bourgeoisie und die Ideologie aller bisherigen ausbeutenden und unterdrückenden Klassen in der Geschichte der Klassengesellschaft, insbesondere gegen ihren Einfluss in der gegenwärtigen Arbeiterbewegung. Wir haben der bürgerlichen Ideologie und ihrem Einfluss in der Arbeiterbewegung noch keine volle Niederlage beigebracht, hat der Marxismus-Leninismus noch nicht endgültig über den Revisionismus gesiegt, sondern nur die Fäulnis der bürgerlichen Ideologie beschleunigt, und sie ihrem Grab näher gebracht. Die Bourgeoisie versucht, solange sie dazu die Kraft hat, die bürgerliche Ideologie aus dem Grab zu retten, indem sie selber vorgibt, den Einfluss der bürgerlichen Ideologie in der Arbeiterbewegung, den bürgerlichen Einfluss auf den Marxismus-Leninismus zu »kritisieren«, zu »bekämpfen« oder sogar zu »überwinden«. Wird der Kampf nicht konsequent genug und nicht ununterbrochen gegen den bürgerlichen Einfluss innerhalb der revolutionären, proletarischen Bewegung zu Ende geführt, bis der Revisionismus als Ideologie gänzlich begraben wird, dann bedeutet das Rückzug von den bereits gewonnenen Positionen, bedeutet das einen Vorteil für die Revisionisten, werden sie ihre Positionen wieder stärken und sich erneut Vorteile verschaffen.

    Die Komintern/ML zieht gegenüber dem Revisionismus eine immer schärfere Trennungslinie - ein für allemal und auf allen Gebieten. Sie basiert auf dem Kampf gegen den Revisionismus als Hauptfeind in der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung und in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, wobei schon nicht mehr der moderne Revisionismus im Mittelpunkt steht, sondern seine bereits vollzogenen gefährlichen Häutungen - also Formen, die sich immer wieder unter dem Deckmantel des »anti-revisionistischen Kampfes« herausgebildet haben und sich weiter herausbilden und die wir unter dem Begriff »Neo-Revisionismus« ( bestehend aus verschiedenen Strömungen, z.B. Maoismus) zusammenfassen. Wir Marxisten-Leninisten grenzen uns also von vorn herein von denjenigen Kräften ab, die uns darauf beschränken wollen, den heutigen Kampf gegen den Revisionismus lediglich auf den alten »modernen Revisionismus« zu beschränken. Es geht uns in der permanenten Revisionismuskritik nicht nur um die Formen, sondern vor allem um die Inhalte des Revisionismus, durch den er sich den Veränderungen des Klassenkampfes und neuen Bedingungen innerhalb der revolutionären Bewegung anzupassen versucht.

    In der ersten Phase seiner Entwicklung konzentrierte sich der Neo-Revisionismus auf die Bemäntelung des Revisionismus an der Macht bzw. dessen Versöhnung mit ihm

    a) zum Zwecke des Aufbaus bzw. der Stärkung eines eigenen, unabhängigen Revisionismus an der Macht bzw. zum Zwecke der gegenseitigen Unterstützung aller Revisionisten auf nationaler und internationaler Ebene, um gemeinsam den Weg zurück in den Kapitalismus, d.h. in das herrschende weltimperialistische System zu beschleunigen und zu sichern

    b) zum Zwecke des Sturzes des Sozialismus in Albanien, der sich als einziger Staat der Welt im Kampf gegen den Revisionismus entwickelt hatte und sich gegenüber ALLEN modernen revisionistischen Spielarten der Welt als resistent erwies. Da in Albanien keine einzige Spielart des modernen Revisionismus verfing (insbesondere auch nicht nach den revisionistischen Ideen Mao Tsetungs), und Albanien sowohl der imperialistischen als auch der sozialimperialistischen Umkreisung standhielt, wurden die Revisionisten gezwungen, sich selber als »anti-Revisionisten« zu verkleiden. Nur so gelang es ihnen - und das auch nur mit vereinten Kräften-, in das albanische anti-revisionistische Weltbollwerk von innen und außen einzudringen, das sich für die Revisionisten über die Welt gefährlich ausbreitete.

    So konnte sich der Revisionismus doch noch häuten im letzten sozialistischen Land der Welt. Mit der Beendigung der ersten Etappe des Sozialismus »in einem Lande«, begann gleichzeitig seine zweite, also die heutige Phase des Neo-Revisionismus, der Etappe des Sozialismus »im Weltmaßstab«. In dieser zweiten Phase dient der Neo-Revisionismus

    a) dazu, die marxistisch-leninistische Kritik - am gealterten und verfaulten, parasitären Überrest des revisionistischen Systems an der Macht, die Kritik am Sozialimperialismus und Sozialfaschismus, die Kritik an der Herrschaft der Arbeiteraristokratie und die Kritik an der Transformation hin zur vollständigen Assimilation in das kapitalistische, herrschende Weltsystem - abzuwehren und

    b) dazu, den Vormarsch der marxistisch-leninistischen Weltbewegung - unter der Fahne Enver Hoxhas als 5. Klassiker - abzuwehren, die Rückeroberung des Sozialismus und damit seine Ausbreitung im Weltmaßstab und schließlich die Weltrevolution zu verhindern.

    Hier kratzen die Revisionisten die ganzen alten revisionistischen Strömungen zusammen, um sich mit denjenigen gegen uns zu vereinigen, die sich in unseren eigenen Reihen eingenistet haben und sich häuten. Die Häutung des Neo-Revisionismus im Gewand des Klassikers Enver Hoxhas ist heute deswegen die gefährlichste Strömung des Revisionismus. Wir verteidigen Enver Hoxha vor allem gegen die Verfälscher des Klassikers Enver Hoxhas.

    Es gibt zwei Wege, den Revisionismus zu bekämpfen - einen proletarischen und einen bürgerlichen. Der proletarische Weg ist der des Marxismus-Leninismus, nämlich den Inhalt der bürgerlichen Ideologie, der von der Bourgeoisie in eine marxistisch-leninistische Form gegossen wurde, zu entlarven und bloßzustellen, um ihren konterrevolutionären Einfluss auf die revolutionäre Bewegung zu beseitigen. Der bürgerliche Weg ist der Weg des Neo-Revisionismus, nämlich den auf proletarischem Wege beseitigten revisionistischen Einfluss auf die revolutionäre Bewegung dadurch wieder aufzuheben, zu revidieren, dass der bürgerliche Inhalt seine alte revisionistische, wertlos gewordene Hülle ablegt, sich häutet, um in eine neue Form, eben in die Form des »Anti-Revisionismus« zu schlüpfen.

    Wie Stalin gegen Sinowjew polemisierte (VII. Erweitertes Plenum des EKKI, Bd. 9, Stalin Werke, dr. Ausgabe), ist die Revision nicht nur ein völlig legitimes dialektisches Mittel (z.B. Negation der Negation), um die Tauglichkeit der Leitsätze des Marxismus-Leninismus kritisch zu überprüfen, insbesondere, wenn die veränderte Lage dies erforderlich macht, sondern das ist auch ein notwendiges Mittel, ja sogar ein zwingendes Gesetz, um den Marxismus-Leninismus nicht in Dogmen abzutöten, um ihn lebendig zu halten, um ihn weiter zu entwickeln und zu stärken. In diesem Sinne ist es auch nicht nur völlig legitim, sondern auch dringend erforderlich, die marxistisch-leninistischen Leitsätze über den modernen Revisionismus auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen, vor allem, wenn der moderne Revisionismus gar nicht mehr so modern ist, wie er scheint. Dieser Ausdruck »modern« soll sogar verwirren, denn er ist bereits alter, verwesender, stinkender Revisionismus, während sich längst ein neuer Revisionismus gehäutet hat - der Neo-Revisionismus. Er ist das Ergebnis der Revision der Revisionisten. Sie waren durch den Sieg des Marxismus-Leninismus über den modernen Revisionismus gezwungen, die Untauglichkeit der alten revisionistischen Leitsätze zu überprüfen, und wären von der Bühne der Geschichte verschwunden, wenn sie sich nicht gehäutet hätten. Als Neo-Revisionismus kann aber der alte »moderne« Revisionismus seine wesentliche Funktion weiter erfüllen, nämlich den bürgerlichen Einfluss auf die revolutionäre Bewegung fortzusetzen, verstärkt fortzusetzen, womit wir darauf hinweisen wollen, dass der Neo-Revisionismus viel gefährlicher ist als der moderne Revisionismus und insofern auch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdient.

    Die Komintern/ML hat diese marxistisch-leninistische Theorie des Kampfes gegen den Neo-Revisionismus als erste auf der Welt begründet und im Klassenkampf erfolgreich angewandt und steht damit an vorderster und führender ideologischer Front im Kampf gegen den heutigen Revisionismus. Der Kampf gegen den Revisionismus kann nicht siegreich zu Ende geführt werden, wenn er auf der Stufe des Kampfes gegen den modernen Revisionismus stehen bleibt. Es entspricht gerade dem Wesen des Neo-Revisionismus, über den Kampf gegen den Revisionismus Verwirrung zu stiften und z.B. die »anti-revisionistische« Einheitsfront auf die Epoche des modernen Revisionismus zu beschränken, um seine Häutung zu tarnen und unter der Flagge des Marxismus-Leninismus mitzusegeln. Die Linie des Neo-Revisionismus äußert sich auch darin, den Revisionismus zu verharmlosen und den Marxismus-Leninismus mit ihm zu versöhnen und den Kampf gegen ihn einzustellen.

    Die Generallinie richtet sich also immer verstärkt auf diejenigen Strömungen des Revisionismus, die sich unter dem Deckmantel des »Anti-Revisionismus« auf den »neuesten Stand« gehäutet haben und daher besonders schwer zu durchschauen und gefährlich sind fürs Weltproletariat. Es gibt nur einen Anti-Revisionismus, das ist der Marxismus-Leninismus, jeder Anti-Revisionismus außerhalb des Marxismus-Leninismus ist Neo-Revisionismus, d.h. Anti-Revisionismus in Worten und Revisionismus in der Tat. Die Einheit der Anti-Revisionisten ist die Einheit der Marxisten-Leninisten, die Einheit des Proletariats - und nicht die Einheit der Marxisten-Leninisten mit den Neo-Revisionisten. Das Proletariat kann sich nur befreien GEGEN seine Klassenfeinde, NICHT MIT ihnen, auch nicht, wenn sich diese Feinde als Freunde verkleiden. Es ist auch sinnlos, mit den Neo-Revisionisten zu sprechen, denn sie sind nicht nur die Speerspitze des modernen Revisionismus, sondern des gesamten Renegatentum in der Geschichte des Klassenkampfes.

    (10)

    Die Generallinie richtet sich in gleicher Weise - und dies insbesondere im dialektischen Zusammenhang mit dem rechten Opportunismus - gegen jegliche Kritik von »links«, gegen den »linken« Opportunismus, Dogmatismus und das Sektierertum und ganz besonders gegen alle Formen, die sich ständig aus ihnen entwickeln und häuten. Neo-Sektierertum bedeutet verkapptes Sektierertum, das sich mit dem Anti-Sektierertum tarnt. Die wahren Kommunisten haben keine von den Interessen des ganzen Proletariats getrennte Interessen, keine getrennten Organisationen, keine getrennte Ideologie und haben den Proletariern und ihrer Bewegung keine Vorschriften zu machen oder ihnen irgend etwas aufzuschwatzen oder gar aufzuzwingen. Die Komintern/ML ist nicht der Stellvertreter der proletarischen Bewegung steht nicht über ihr, sondern ist nur ihre treibende Kraft. Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiter selbst sein, nicht das Werk der Kommunisten ohne die Proletarier und nicht das Werk von Vertretern irgendeiner anderen Klasse, der sich die proletarische Weltbewegung unterzuordnen hätte. Dabei lässt sich weder das internationale Proletariat noch seine Komintern/ML durch hohle Phrasen und feierliche Beschwörungen von Vertretern anderer Klassen blenden und täuschen, die sich als Vertreter der proletarischen Interessen, als Vertreter des Kommunismus ausgeben, und sich in die proletarische Bewegung nur deswegen einnisten wollen, um das Weltproletariat an seiner historischen Mission zu hindern. Die Komintern/ML bewahrt die Lehre von der Hegemonie des Proletariats gegenüber dem Sektierertum, auch wenn es sich hinter dem Neo-Sektierertum versteckt.

    (11)

    Die Generallinie der Komintern/ML basiert - und dies im dialektischen Zusammenhang mit dem Kampf gegen rechts und »links« - auf dem Kampf gegen das Versöhnlertum, das die Opportunisten unter seine Fittiche nimmt, das vorgibt, den Opportunismus zu überwinden, aber ihm in Taten den Weg bereitet. Versöhnlertum ist eine Form der Vorbereitung und Ermöglichung der Spaltung der Einheit des Proletariats und verschafft den Klassengegner in den eigenen Reihen die Möglichkeit, innerhalb des Proletariats, innerhalb der Komintern/ML und ihrer Sektionen leichter schädlichen Einfluss zu gewinnen. Von allen Formen des Versöhnlertums ist diejenige am gefährlichsten, die glaubhaft zu machen versucht, das Versöhnlertum » selber bekämpfen zu wollen« - das ist das Neo-Versöhnlertum. Schützen kann sich das Proletariat aber nur durch sich selbst, nicht etwa durch Versöhnung mit dem Klassengegner. Die Komintern/ML kämpft gegen den Zentrismus, der eine Ideologie der Anpassung, eine Ideologie der Unterordnung der proletarischen Interessen unter die Interessen des Kleinbürgertums innerhalb der Komintern/ML und ihrer Sektionen ist. Sehr gefährlich ist das Versöhnlertum gegenüber dem Trotzkismus ( siehe Beschlüsse des V. Kongresses der Komintern).

    Der Trotzkismus ist auch heute noch von allen bestehenden oppositionellen Strömungen die ausgeprägteste Strömung des Opportunismus und eine kleinbürgerliche Abweichung, die die Liquidierung der Grundlagen des Marxismus-Leninismus zum Ziel hat. Die Komintern/ML bekämpft den kleinbürgerlichen, intelligenzlerischen Trotzkismus und alle Formen der schwankenden Linie des Zentrismus, auch wenn er sich als Neo-Zentrismus tarnt, der sich aus dem alten Zentrismus gehäutet hat und vorgibt, diesen zu bekämpfen. Mit ihren verschiedensten rechten und »linken« Zick-Zack-Manövern versuchen sie zwischen den Fronten der revisionistischen »Einheitsfronttaktik« der Bourgeoisie und der Einheitsfronttaktik des Proletariats prinzipienlos hin und her zu lavieren ( sprich: die proletarische Einheitsfrontpolitik zu irritieren, vom Weg abzubringen und sie allmählich über den Weg des Kleinbürgertums schließlich ins bürgerliche Lager zu schaukeln, um es der Bourgeoisie leichter zu machen, sie zu assimilieren und damit zu liquidieren). Den Zentrismus zwischen Marxismus-Leninismus und Neo-Revisionismus und jede Form des Strebens nach seiner Vereinigung lehnt die Komintern/ML ab. Erst eine »anti-revisionistische« Einheitsfront aufbauen, um dann die Marxisten-Leninisten als »Sektierer« heraus zu katapultieren, das ist die hinterhältige Aufgabe der Erfüllungsgehilfen der Neo-Revisionisten. Damit schüren die Zentristen unter dem Deckmantel der »anti-revisionistischen Einheit« spalterische Strömungen und Abweichungen, um durch Fraktionsbildungen die Einheit des Weltproletariats, ihrer marxistisch-leninistischen Parteien und der Komintern/ML zu schwächen und die notwendige, prinzipielle organisatorische Abgrenzung und Loslösen von der opportunistischen Linie des sogenannten »Anti-Revisionismus« zu unterlaufen. Der Spagat des Kleinbürgertums zwischen Proletariat und Bourgeoisie kann und wird niemals gelingen. Die Schädlingsarbeit der bürgerlichen/kleinbürgerlichen Intellektuellen ist eine der gefährlichsten Formen des Widerstands gegen die Arbeiter, gegen ihre Ideologie. Diese Schädlingsarbeit ist um so gefährlicher, als sie mit dem internationalen Kapital und mit der Arbeiteraristokratie verbunden ist. Deswegen muss sich die Arbeiterklasse in der ganzen Welt das nötige Wissen aneignen, muss sie sich mit dem Rüstzeug der Theorie des Marxismus-Leninismus wappnen, um nicht nur diesen intellektuellen Angriffen des Klassenfeindes gewachsen zu sein, sondern sie zurückzuschlagen und zu vernichten, muss die Arbeiterklasse auch ihre geistige Kraft, ihre geistigen Waffen einsetzen, um sich und die ganze Welt von der Vorherrschaft der bürgerlichen Ideologie zu befreien. Es ist die Aufgabe der Komintern/ML, das Weltproletariat entsprechend zu schulen und zu lehren, wobei sie selber die Verhältnisse des existierenden Klassenkampfes durch Teilnahme daran studieren und von den Arbeitern lernen muss, um nicht in die ausgeklügelten Fallen hinein zu tappen, die die bürgerliche und kleinbürgerliche Intelligenz gegen die Komintern/ML und ihre Sektionen immer wieder aufs neue aufstellt.

    (12)

    Bevor man sich vereinigt und um sich zu vereinigen, muss man sich zuerst entschieden und bestimmt voneinander abgrenzen. Es ist klar, dass nach jeder Abgrenzung alle Pseudo-Marxistisch-Leninistischen Strömungen gezwungen sind, sich neu zu tarnen, neu zu häuten, nachdem sie enttarnt und entlarvt wurden und damit ihren schädlichen Einfluss in der Arbeiterbewegung verloren haben. Es ist klar, dass der Klassengegner darüber sehr wütend ist und sich sein anti-marxistisch-leninistischer Widerstand dort erneuert und verschärft, wo die Marxisten-Leninisten den Opportunisten empfindliche Schläge versetzt haben. Es ist klar, dass die Generallinie der Komintern/ML sich also nicht nur damit begnügen darf, den Neo-Trotzkismus, das Neo-Sektierertum, den Neo-Revisionismus und alle anderen aufs neue getarnten Ideologien nur einzeln abzuwehren. Es ist erstens erforderlich, den dialektischen Zusammenhang und das Zusammenspiel aller feindlichen Strömungen zu erkennen, den gemeinsamen Klassencharakter, der sich hinter dem Gewand des Marxismus-Leninismus verbirgt, zweitens prinzipienfest und taktisch klug alle diese ideologischen Klippen zu umschiffen und drittens zum richtigen Zeitpunkt diesen Feinden allesamt schwer aufs Haupt zu schlagen und ihre Machenschaften vor den Augen und mit Hilfe der Massen zu verurteilen. Es ist klar, dass die Generallinie der Komintern/ML nur dann ihren bolschewistischen Charakter bewahren und festigen kann, wenn sie STETS das lebendige Wesen, die Verwandlungsfähigkeit des Opportunismus und die Manöver gründlich, im richtigen Augenblick, kompromisslos und umfassend durchschaut durchkreuzt und unschädlich macht und den opportunistischen Unrat, der auf die Arbeiterklasse abgelassen wird, gemeinsam mit den Massen beseitigt. Die Komintern/ML und ihre Sektionen sammeln ihre Erfahrungen, d.h. sie systematisieren ihren Kampf gegen nichtkommunistische Strömungen, und nur in diesem Kampf erstarken sie, verhindern sie, dass das Proletariat diesen Strömungen schutzlos ausgesetzt ist. Man kann aus der Lehre des Marxismus-Leninismus nicht eine einzige grundlegende These, nicht einen einzigen wesentlichen Bestandteil wegnehmen oder die eine durch die andere These willkürlich ersetzen, ohne sich von der objektiven Wahrheit zu entfernen, ohne den bürgerlich-reaktionären Winkelzügen - und gerade wenn sie schön »marxistisch« verpackt sind - in die Fänge zu geraten. Was drauf steht, muss nicht drin sein!