TEIL V
Schulungstexte der Komintern-ML
1956 - 2006
50 Jahre Kommunismus
im Kampf gegen den modernen Revisionismus
Was ist Weltrevisionismus und wie wird er entstehen ?
Was ist Neo-Revisionismus und wie ist er entstanden ?
Wir greifen hier zu einer zugegebenermaßen recht eigenwilligen Form der Darlegung des Begriffs Neo-Revisionismus, aber so ist alles einfacher, einleuchtender und daher sehr zweckdienlich.
Der Neo-Revisionismus, oder einfacher verständlich ausgedrückt, der Weltrevisionismus, ist jene Ideologie der Weltbourgeoisie, sich das Kommunistische Manifest von Marx und Engels privat anzueignen, um es gegen das Weltproletariat und seine sozialistische Weltrevolution einzusetzen. Die Weltbourgeoisie ist hierzu gezwungen, denn anders kann sie ihrem Untergang nicht entgehen. Den Kampf gegen den Weltrevisionismus kann man also in abgeleiteter Form als einen kommunistischen Kampf erklären, das weltkapitalistische Privateigentum am Kommunistische Manifest aufzuheben und es zu vergesellschaften.
Begründung
Wir wollen hierzu kurz darstellen, worin denn heute überhaupt die Bedeutung des Kommunistischen Manifests besteht - also seine Anwendung auf die heutigen konkreten Bedingungen des Weltkapitalismus in äußerst knapper Form:
Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Dieser Klassenkampf hat heute seinen bisherigen höchsten Entwicklungsstand erreicht mit dem Kampf für und gegen den Sturz des weltkapitalistischen und der Errichtung der weltsozialistischen Gesellschaft durch die sozialistische Weltrevolution. Die noch weiter bestehende, also herrschende kapitalistische Klassengesellschaft hat sich in zwei große antagonistische Weltlager gespalten, das bürgerliche Weltlager und das proletarische Weltlager. Die Waffen, womit die Weltbourgeoisie die sozialistische Gesellschaft geschlagen hat, richten sich jetzt gegen die Weltbourgeoisie selbst. Die Weltbourgeoisie hat nicht nur die Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch den Weltkapitalismus globalisiert, indem sie dem Gesetz des Kapitalismus folgen musste. Sie hat damit auch die Weltarmeee globalisiert, die diese Waffen führt – das Weltproletariat. Die Folge der Vereinigung der Weltbourgeoisie ist die Vereinigung des Weltproletariats. Die Arbeiter eines Landes hatten vorübergehend gesiegt, aber das eigentliche Resultat dieses Sieges war nicht die unmittelbare sozialistische Gesellschaft in diesem oder jenen Land, sondern die Vereinigung der Arbeiter zum Weltproletariat, das erst als internationale Klasse seine internationale Kraft zum Sturz des Weltkapitalismus entfalten kann. Die Lebensbedingungen der Weltbourgeoisie sind schon vernichtet in den Lebensbedingungen des Weltproletariats, das eigentumslos ist. Die Weltbourgeoisie ist unfähig, noch länger die herrschende Klasse des Weltkapitalismus zu bleiben und der Weltgesellschaft das Gesetz der Profitmaximierung aufzuzwingen. Sie ist unfähig, die Welt zu beherrschen, weil sie unfähig ist, den ausgebeuteten Klassen die Existenz selbst innerhalb ihres globalen Ausbeutersystems zu sichern, weil sie gezwungen ist, sie in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie sie ernähren muss, statt von ihr ernährt zu werden. Die Welt kann nicht mehr unter der Weltbourgeoisie leben, d.h., ihr Leben ist nicht mehr verträglich mit der Gesellschaft des Weltkapitalismus. Mit der Globalisierung der Weltwirtschaft wird der Weltbourgeoisie die Grundlage selbst weggezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem das Weltproletariat – ihren Totengräber.
Sie produziert damit auch die kommunistischen Führer der proletarischen Weltbewegung, die die Eigentumsfrage der materiellen und geistigen Weltproduktion als Grundfrage dieser Bewegung hervorheben, deren Lösung darin besteht, das globalisierte Privateigentum aufzuheben durch die Befreiung von der globalisierten Lohnsklaverei, woraus die Weltbourgeoisie ihren Weltreichtum schöpft, d.h. jene Weltmacht zu zerstören, sich fremde, materielle wie geistige Arbeit anzueignen, sie zu unterjochen und auszubeuten. Wenn die Proletarier aller Länder sich im Kampf gegen die Weltbourgeoisie notwendigerweise zum Weltproletariat vereinigen, das sich zur herrschenden Klasse macht und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktionsverhältnisse des Weltkapitalismus aufhebt, so hebt es mit diesen Produktionsverhältnissen nicht nur die Existenzbedingungen der Weltbourgeoisie auf, sondern die Existenzbedingungen aller bisherigen antagonistischen Klassengesellschaft, die Klassen überhaupt, und damit seine eigene Weltherrschaft als Klasse auf. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt die kommunistische Weltassoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.
Die kommunistische Weltrevolution ist das radikalste Brechen mit allen bisherigen Eigentumsverhältnissen aller bisherigen Klassengesellschaften. Sie kämpft für die klassenlose, das heißt eigentumslose, weltkommunistische Gesellschaft. Mit einem Wort, die Kommunisten unterstützen die weltrevolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände des Weltkapitalismus. Sie kämpfen für die Erreichung der unmittelbar vorliegenden Zwecke und Interessen des Weltproletariats, aber sie vertreten in der gegenwärtigen weltrevolutionären Bewegung zugleich die Zukunft der weltrevolutionären Bewegung – den Kommunismus.
Die Kommunisten kämpfen dafür, dass das Weltproletariat sich darüber bewusst wird, was in seinem Kopf vor sich geht, dass nämlich in Wirklichkeit nicht sein eigenes , sondern ein fremdes, nämlich das Klassenbewusstsein der Weltbourgeoisie vorherrscht, denn die geistige Produktion gestaltet sich mit der materiellen um. Die vorherrschenden Ideen in den Köpfen des Weltproletariats sind also nur die Ideen der herrschenden Klasse. Deswegen gerät das Klassenbewusstsein des Weltproletariats in immer größere Widersprüchen, verschärfen sich die Konflikte in seinem Bewusstsein, d.h., das, was das Weltproletariat an Hand seiner eigenen Erfahrungen in der realen Welt wahrnimmt, das heißt seine wirkliche Klassenlage, stimmt mit dem, was ihm von der Weltbourgeoisie täglich ausf Neue eingeimpft wird, immer weniger überein, gerät das Weltproletariat also immer tiefer in einen Bewusstseinskonflikt mit der bürgerlichen Weltanschauung, die in ihm weiter vorzuherrschen versucht und zwar logischerweise mit steigender Intensität. Die Kommunisten helfen dem Weltproletariat dabei, diesen Bewusstseinskonflikt zu lösen, indem es sich über sein eigenes Klassenbewusstsein bewusst wird, es weckt, es aktiviert, es revolutioniert, indem das Weltproletariat immer deutlicher seine Klassenlage erkennt, sich über seine Rolle als Klasse bewusst wird, sich über die Rolle seiner Klasse im Klassenkampf der ganzen Gesellschaft bewusst wird, sich darüber bewusst wird, sich selber und alle vom Weltkapitalismus zu befreien, seine eigene klassenlose Welt aufzubauen, das heißt sich seiner historischen Mission bewusst zu werden: kurz: die Kommunisten erarbeiten dem Weltproletariat die proletarische Weltanschauung, produzieren sie. Diese proletarische Weltanschauung ist gleichzeitig die geistige Waffe, das geistige Werkzeug, was und wie etwas zu tun ist, damit das Weltproletariat sein Ziel, sich zu befreien, auch wirklich erreicht. Die proletarische Weltanschauung liefert dem Weltproletariat seine Befreiungstheorie, das heißt sie zeigt ihm den Weg zur Befreiung auf, gibt ihm die Möglichkeit, sich in der jeweiligen Situation zu orientieren, den inneren Zusammenhang der rings um das Weltproletariat vor sich gehenden Weltereignisse zu verstehen, den Gang der Weltereignisse vorauszusehen und nicht nur zu erkennen, wie und wohin sie sich die Weltereignisse momentan entwickeln, sondern auch wie und wohin sie sich künftig entwickeln müssen. Es ist die Anleitung für die proletarische Revolution und für den Aufbau der kommunistischen Gesellschaft. Die Grundbausteine für diese Anleitung wurden im Kommunistischen Manifest von Marx und Engels gelegt.
Was macht nun die Weltbourgeoisie ? Guckt sie seelenruhig zu und wartet auf die Dinge die da kommen werden, die da kommen müssen ? Nein. Sie steht ja selber nicht ohne eigene Weltanschauung da, sie setzt ihre Weltanschauung selber ein im Klassenkampf gegen das Weltproletariat. Denn würde sie das nicht tun, wäre das Selbstmord, denn auch die Weltbourgeoisie ist sich darüber bewusst, dass das Weltproletariat seine historische Mission nur zu Ende führen kann , wenn es die Weltbourgeoisie als Klasse beseitigt hat. Die Ideologie der Weltbourgeoisie hat sich heute also zu einer solchen Ideologie entwickelt, die ihr eine Anleitung liefert, zu überleben, das heißt mit ihren Totengräbern fertig zu werden, deren Tun und Handeln zu untergraben. Also was für das Weltproletariat die Anleitung zur sozialistischen Weltrevolution, ist für die Weltbourgeoisie die Anleitung zur kapitalistischen Weltkonterrevolution. So stehen sich also die Ideologie des Weltproletariats und die Ideologie der Weltbourgeoisie immer feindlicher gegenüber, je mehr sich die beiden Klassen der revolutionären Umwälzung der Welt nähern.
Wir haben bereits theoretisch aufgezeigt, wie es der Weltbourgeoisie historisch gelungen ist, die sozialistische Gesellschaft eines Landes in den Kapitalismus zurückzuverwandeln. Wir haben nachgewiesen, dass sie sich dabei des modernen Revisionismus bediente. Wir haben bereits ausführlich dargelegt, warum der Revisionismus die bürgerliche Ideologie auf dem formalen Boden der proletarischen Ideologie ist. Wir haben ferner herausgefunden, dass der Revisionismus dem Gesetz des Kapitalismus unterworfen ist, nämlich nach Profitmaximierung zu streben. Wir wissen ferner, dass der moderne Revisionismus in letzter Instanz die Tendenzen und die Ideologie der sich entwickelnden feindlichen Klassen in der sozialistischen Gesellschaft zum Ausdruck brachte. Und wir haben erfahren, dass den feindlichen Klassen all dies nur durch Anwendung des Gesetzes der revisionistischen Häutung ermöglicht wurde, was nichts anderes heißt, als dass die neue Bourgeoisie das vorherrschende sozialistische Bewusstsein der Arbeiterklasse eines sozialistischen Landes in das vorherrschende revisionistische Bewusstsein der neuen Bourgeoisie verwandelt hatte. Heute hat es sich fast völlig in das offen bürgerliche Bewusstsein zurückverwandelt. Normalerweise könnte die Weltbourgeoisie nun endlich wieder ruhiger schlafen, aber sie kann es nicht aus dem einfachen Grund, weil das sozialistische Bewusstsein nicht völlig ausgeslöscht werden konnte. Es gibt immer noch sozialistische Überreste, die reaktiviert werden und deswegen den Bewusstseinskonflikt jedes Mal mehr verschärfen, je größer die Diskrepanz zwischen dem wird, was es einmal war, vorherrschend sozialistisch, und dem, was es geworden ist, nämlich vorherrschend kapitalistisch. Und es ist die krisenhafte Entwicklung des Weltkapitalismus selbst, die diese Diskrepanz nicht ruhen lässt, sondern sie offensichtlich immer lebendiger werden lässt. Das ist der Grund, weswegen die Bourgeoisie weiter darauf angewiesen ist, für revisionistisches Bewusstsein in der Arbeiterklasse zu sorgen. In Zeiten der Globalisierung globalisiert sich auch das Bewusstsein, besteht also für die gesamte Weltbourgeoisie nach wie vor die Gefahr, ja eine noch größere Gefahr als je zuvor, dass sich das sozialistische Bewusstsein im Weltproletariat entwickelt. Sie sucht also nach einer Anleitung, wie sie das sozialistische Bewusstsein des Weltproletariats so beeinflussen kann, dass es an der Entstehung gehindert werden kann. Sie würde am liebsten dazu den modernen Revisionismus verwenden, aber der diente ja eigens dazu, den Kapitalismus zu restaurieren und wurde von der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha entlarvt und ausgebrannt. Die Weltbourgeoisie ist also gezwungen, den Marxismus-Leninismus einer neuen Generalrevision, einer neuen Überprüfung und Korrektur zu unterziehen, und zwar derart, dass sie auf die Bedingungen des Weltproletariats zugeschnitten ist, das heißt, dass sie dem Ansturm der sozialistischen Weltrevolution gewachsen ist. Die Weltbourgeoisie braucht also keinen sowjetischen Revisionismus mehr, sie braucht keinen chinesischen, usw. usf., sondern was sie braucht, dass ist ein neuer Weltrevisionismus. Hierzu muss sie nicht nur die brauchbaren Grundzüge dieser oder jener Spielart des modernen Revisionismus herausfiltern, also den ganzen modernen Revisionismus einer Revision unterziehen, sondern die Weltbourgeoisie muss insbesondere jene Grundlehren des Marxismus-Leninismus einer neuen Revision unterziehen, die sich mit der proletarischen Weltrevolution befassen. Sie weiß ferner, dass wir Marxisten-Leninisten nicht schlafen, sondern fieberhaft an der marxistisch-leninistischen Revision unserer eigenen Weltrevolutionstheorie arbeiten, das heißt sie schöpferisch weiter entwickeln und zwar in der Gewissheit, dass die Anleitung für die sozialistische Weltrevolution dem Weltproletariat eine größere Schlagkraft verleiht als die Anleitung zur sozialistischen Revolution eines Landes. In den Händen des Weltproletariats wird der Marxismus-Leninismus unbesiegbar – das macht den qualitativen Unterschied und darüber ist sich die Weltbourgeoisie bewusst, denn hier geht es nicht um die Niederlage der Bourgeoisie in einem Land, sondern um die Niederlage der Weltbourgeoisie und damit nicht um den Verlust des Kapitalismus in einem Land, sondern um den Verlust des gesamten Weltkapitalismus. Das treibt die Weltbourgeoisie dazu, aktiv werden zu müssen, aktiv gegen den Marxismus-Leninismus – und zwar in seiner heutigen, weiter entwickelten Form ! Die Weltbourgeoisie hat die Generallinie der Komintern / ML studiert, die die neue Strategie und Taktik der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution dargelegt hat. Der Weg des revolutionären Weltproletariats ist also bereits beschrieben, er kann bewusst beschritten werden ! Sie kennt die Schriften der Komintern / ML und wird auch dieses Werk studieren und es in Stüpcke zu reißen versuchen. Was folgt aus all dem? Daraus folgt, dass sich die Weltbourgeoisie eine neue Theorie gegen die sozialistische Weltrevolution entwickeln muss, die auf dem formalen Boden des Marxismus-Leninismus ausgearbeitet wird. Die Negation der Negation des modernen Revisionismus liefert der Weltbourgeoisie den Neo-Revisionismus. Damit kommt sie aber nicht aus, seitdem wir den Marxismus-Leninismus bereits auf eine höhere Stufe gehoben haben. Die Weltbourgeoisie ist also zusätzlich gezwungen, zum Beispiel die Theorie der Komintern / ML einer bürgerlichen Revision zu unterziehen. Das zusammen, also Neo-Revisionismus plus Revision der heutigen, schöpferischen Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus = WELTREVISIONISMUS.
Was ist Weltrevisionismus ?
Der Weltrevisionismus ist im Grunde ein konterrevolutionäres, ideologisches Werkzeug der Klassenpolitik der Weltbourgeoisie zur Anpassung der weltrevolutionären proletarischen Klassenbewegung an die weltkapitalistische Klassengesellschaft mit dem Ziel sie aufrechtzuerhalten und damit den Weltsozialismus zu verhindern.
Das Gesetz des Weltrevisionismus
Der Weltrevisionismus resultiert also aus dem Überlebenskampf der Weltbourgeoisie, der sie zwingt, den unvermeidbaren Klassenkampf gegen den Marxismus-Leninismus auf dem formalen Boden des Marxismus-Leninismus führen zu müssen. s.
Die soziale Stütze der Weltbourgeoisie
Kommen wir zurück zur „privaten Aneignung des Kommunistischen Manifests“.Wir haben bei der Begründung für die Wirksamkeit der Anwendung des Gesetzes des Revisionismus darauf hingewiesen, dass es mit der privaten Aneignung längst nicht getan ist. Für den Weltrevisionismus im Besonderen wie für den Revisionismus im Allgemeinen gilt die gleiche Voraussetzung: Ohne ihre Agentur, ohne ihre politische Abteilung, ohne Schrittmacher ihres Einflusses, ohne ihre soziale Stütze, ohne ihre Helfer und Helfershelfer innerhalb der marxistisch-leninistischen und Welt- und Arbeiterbewegung, ist die Weltbourgeoisie alleine weder in der Lage noch fähig, das Gesetz des Weltrevisionismus überhaupt anzuwenden, weswegen es ohne diese Voraussetzung auch gar nicht wirksam werden kann! Der Weltrevisionismus kann also nur ins Bewusstsein der weltrevolutionären kommunistischen und Arbeiterbewegung eindringen vermittels der globalen sozialen Stütze der Weltbourgeoisie. Die soziale Stütze der Weltbourgeoisie innerhalb der kommunistischen und Arbeiterbewegung rekrutiert sich im Grunde genommen aus allen Gesellschaftsschichten und Klassen der globalisierten Welt, einschließlich der Arbeiterklasse, also aus der Arbeiteraristokratie, den kleinbürgerlichen Intellektuellen, dem Lumpenproletariat, Spitzeln, Provokateuren und anderen Kriminellen, insbesondere aus den nationalen und internationalen Apparaten aller Ausbeuter- und Unterdrückungsstaaten wie Geheimdienste, Polizei, Justiz, Armee, aber auch aus faschistischen, bürgerlichen, revisionistischen anarchistischen Parteien und Organisationen (usw. usf.) . Die Weltbourgeoisie arbeitet mit ihren Agenturen nicht nur in den revolutionären Organisationen der Arbeiterklasse auf nationaler und internationaler Ebene, sondern baut auch ihre Gegenorganissationen auf, eine 2., 3., 4. oder 5. „Kommunistische Partei“, irgendwelche Organisationen, denen sie revolutionär klingende Namen als Etikett aufkleben, um zu verwirren, konterrevolutionäre Sammelbecken zu schaffen, kurz, um damit der Einheit des Weltproletariats zu schaden. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Leute, die schon mal als Verräter, Agenten und verkommene Elemente aus der kommunistischen Partei und anderen revolutionären Arbeiterorganisationen hinaus gesäubert worden waren. Hinzu kommen schwankende Elemente in den eigenen Reihen, die sich von Agentendiensten der Bourgeoisie anwerben lassen. Ihre Gefährlichkeit besteht eben darin, dass sie kommunistisch geschult sind, Erfahrungen im Klassenkampf haben, die Parteien und die anderen Arbeiterorganisationen von innen her kennen, dass sie die Sprache der Arbeiter gelernt haben, in der revolutionären Arbeiterbewegung, insbesondere in der illegalen Arbeit, Bescheid wissen, und sie sich dadurch sehr gut tarnen und ihr wahres Gesicht sorgfältiger als alle anderen verbergen können.
Die Häutung des modernen Revisionismus
Die Häutung des modernen Revisionismus ist der Neo-Revisionismus. Der Neo-Revisionismus verleiht dem modernen Revisionismus wieder einen neuen geschlossenen Ausdruck, nachdem er als feindliche Strömung innerhalb der marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung theoretisch besiegt worden war .
Der internationale Kampf der Revisionisten gegen die Lehren der 5 Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha
Enver Hoxha ist der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus. Er ist nicht nur der Führer des Kampfes des Marxismus-Leninismus gegen den modernen Revisionismus, verteidigte nicht nur die Lehren des Marxismus-Leninismus siegreich gegenüber den modernen Revisionismus, sondern hob den Marxismus-Leninismus dabei auf eine höhere Stufe. Die Revisionisten beschimpften den Marxismus-Leninismus von da an als Hoxhaismus, so wie sie früher schon den Marxismus, den Leninismus, den Stalinismus beschimpft hatten. Der Name Hoxhaismus ist aber ein Ehrenname für die Marxisten-Leninisten, so wie der Marxismus, der Leninismus, der Stalinismus Ehrennamen sind, weil sie alle die Verjüngunskraft der proletarischen Weltanschauung, die Meisterung des anti-revisionistischen Kampfes, zum Ausdruck bringen. So wie die Lehren des Genossen Enver Hoxha den Marxismus-Leninismus auf eine neue qualitative Stufe gehoben haben, so stand die Weltbourgeoisie vor der Aufgabe, eben diese Weiterentwicklung an die bürgerliche Ideologie anzupassen, das heißt den Marxismus-Leninismus erneut einer Generalrevision unterziehen auf dem (formalen) Boden des Marxismus-Leninismus, denn der Hoxhaismus erwies sich als stärker als der moderne Revisionismus, hatte er doch alle seine Feuerproben im Kampf gegen den modernen Revisionismus glänzend bestanden.
So wie sich der Marxismus im Kampf gegen die vormarxistischen Sozialismus entwickelte, entwickelte sich der Leninismus im Kampf gegen die bürgerliche Revision des Marxismus, der Stalinismus im Kampf gegen die bürgerliche Revision des Leninismus und der Hoxhaismus im Kampf gegen die bürgerliche Revision des Stalinismus heraus.
So wie Lenin der beste Schüler von Marx und Engels, war Stalin der beste Schüler Lenins und Enver Hoxha der beste Schüler Stalins, wobei wir unter besten Schüler eben im Wesentlichen jenes Verdienst hervorheben möchten, dass sie die Lehren ihrer Lehrer nicht nur tapfer verteidigt, sondern auch auf eine höhere qualitative Stufe gehoben haben, was eine der wichtigsten Voirbedingungen ist, durch die ein Schüler selber zum Lehrer, zum Klassiker des Marxismus-Leninismus heranwächst.
Die Revisionisten sagen, dass Enver Hoxha ein Stalinist war, um sich mit dieser Beschimpfung einfach aus der Affäre zu ziehen nach dem Motto: Stalinismus ist unter durch, ist entlarvt, also braucht man allem, was stalinistisch folgt, keine weitere Aufmerksamkeit mehr zuwenden. Mit anderen Worten, wenn man mit Enver Hoxha fertig werden will, bräuchte man ihn nur in die stalinistische Schublade stecken und sie zuschieben – fertig!
Nur das funktioniert nicht so einfach, denn n Wirklichkeit sind die modernen Revisionisten aus logischen Gründen dazu übergegangen, Stalin zu rehabilitieren. Dies ist zur Häutung des modernen Revisionismus unerlässlich, um dem Vorwurf zu entgehen, dass der moderne Revisionismus stalinfeindlich war. Aber bekanntlich ändert das
Das Gleiche gilt für Enver Hoxha. Für die neo-revisionistische Weltbewegung, die aus der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha, der Weltbewegung gegen den modernen Revisionismus, hervorgegangen ist, ist es unerlässlich, Enver Hoxha auf ihrem Banner zu belassen, um dem Vorwurf zu entgegehen, Enver Hoxha verraten zu haben. Aber auch dies ändert nichts am Wesen des Neo-Revisionismus, wenn man den Kampf gegen den Marxismus-Leninismus auf dem formalen Boden der Lehren des Genossen Enver Hoxha zu führen versucht.
Die Revisionisten benötigen die Restauration des modernen Revisionismus, um den Revisionismus am Leben zu erhalten. Die aus dem modernen Revisionismus hervorgegangenen neue revisionistischen Stimmungen, Strömungen, Richtungen, Gruppierungen und Bewegungen fassen wir im Weltmaßstab mit dem allgemeinen Begriff des Neo-Revisionismus zusammen, wobei die Entwicklung zum Neo-Revisionismus noch nicht abgeschlossen, nicht ausgereift, noch nicht als fertige Theorie angesehen werden kann, wie beispielsweise der Opportunismus der II. Internationale oder der moderne Revisionismus. Der Neo-Revisionismus kann noch nicht genauso offen auftreten, weil er dazu noch zu schwach ist. Als der Kampf gegen den modernen Revisionismus in aller Schärfe geführt wurde, das heißt als er an der Macht war und als er seiner Niederlage entgegenging, hat sich daraus zwangsläufig die neo-revisionistische Häutung aus dem modernen Revisionismus ergeben, denn die Lehren des Genossen Enver Hoxha bedeuten den Sieg über den modernen Revisionismus in einem Lande. Der Neo-Revisionismus ist die Weiterentwicklung des modernen Revisionismus zum Weltrevisionismus, ist die Fortsetzung des modernen Revisionismus auf einer höheren Stufenleiter seiner Entwicklung. Der Neo-Revisionismus ist jene aus dem modernen Revisionismus hervorgegangene neueste Form des Revisionismus, die den Übergang von der Etappe des Sozialismus in „einem“ Land zur Etappe des Sozialismus in allen Ländern verhindern soll. Der Neo-Revisionismus ist also die höchste, am weitesten entwickelte und gefährlichste Form aller bisherigen Formen des Revisionismus, selbst wenn sie erst in Ansätzen sich herauszubilden beginnt. Er ist deswegen zur Zeit noch der verkappte, im Verborgenen operierende, heimliche Revisionismus.
Er befindet sich so zu sagen in einem Anfangsstadium, so wie sich der moderne Revisionismus noch in einem Anfangsstadium befand, als er während der Kominternzeit den Zerfall des Sozialismus vorbereitete und zwar solange dieser noch an der Macht war, bis dieser schließlich als offener moderner Revisionismus an die Macht gelangen konnte, um den Kapitalismus vollständig wieder herstellen zu können -
und umgekehrt bzw. weiter:
- von der fallengelassenen alten sozialistischen Hülle des vollendeten offenen modernen Revisionismus zur Regenierung vermittels seiner Häutung, also durch seine erneute Verkappung, durch seine neue Maskierung, was wir heute als „Neo- Revisionismus“ bezeichnen – und dies vollzieht sich auf einem sich dauernd fortentwickelnden revisionistischen Spiralband und zwar auf historischer Stufenleiter des real vor sich gehenden kapitalistischen Zerfallsprozesses –
oder anders ausgedrückt:
der Neo-Revisionismus ist die gegenwärtige und damit bislang höchste Stufe, der sich einander ablösenden Zerfallsstufen des Revisionismus innerhalb der gesamten Übergangsperiode des real vor sich gehenden Weges vom Kapitalismus zum Kommunismus. Neo-Revisionismus ist die Negation der Negation des modernen Revisionismus.
Die Revisionisten aus allen Ländern passen sich infolge ihrer anpassungssüchtigen, kleinbürgerlichen Natur der Weltbourgeoisie immer näher an, die Neo-Revisionisten aber passen sich ihrerseits den Revisionisten immer näher an im Interesse der `Einheitsfront gegen den Weltimperialismus`. Das Ergebnis wird wieder die Herrschaft des Revisionismus sein, denn die Kette zwischen der Politik der Revisionisten und der Politik der Neo-Revisionisten wird sich ein weiteres Mal als geschlossen erweisen.
Der Häutungsprozess des Revisionismus beginnt bereits in dem historischen Augenblick, in dem sich der illegale Revisionismus in den legalen Revisionismus gesetzmäßig umwandeln muss. Der Häutungsprozess des Revisionismus ist ein permanenter Prozess in der gesamten Periode des Überlebenskampfes des Kapitalismus, der nur im Augenblick der tatsächlich und vollständig abgeschlossenen Häutung an der Oberfläche erscheint und als historische Entwicklungsstufe sichtbar wird, aber dabei ständig die alten Zellen der bürgerlichen Ideologie weiter abstößt, um sie durch nachwachsende neue ideologische Zellen, `Theorien´, Scheinkonzepte, (bürgerliche) Sozalismen usw. usf. zu ersetzen (vorzugsweise dem Marxismus-Leninismus, der revolutionären Ideologie des aufstrebenden Weltproletariats entnommen), die alle dem gleichen Zweck dienen, nämlich die alten, reaktionären und revisionistischen Organismen gegenüber den neuen global-revolutionären, marxistisch-leninistischen Organismen der fortschreitenden Gesellschaft weiter am Leben zu erhalten.
Der Neo-Revisionismus ist jener Revisionismus, der den Leichnam des modernen Revisionismus wieder ins Leben zurückruft.
Seitdem die Tatsachen unwiderlegbar bewiesen haben, dass die Revisionisten trotz all ihrer einstigen „Schwüre auf dem weiteren Weg des Kommunismus, auf den schöpferischen Marxismus-Leninismus“ den Sozialismus tatsächlich in den Kapitalismus und den Marxismus-Leninismus tatsächlich in den Revisionismus verwandelt hatten, haben die Revisionisten ein großes Problem, sich noch als glaubwürdige „Kommunisten“ bzw. als „Marxisten-Leninisten“ zu präsentieren. Vom modernen Revisionismus nimmt heute keiner mehr das verfaulte Brot an. Damit ist aber das Problem des Revisionismus nicht vom Tisch. Im Gegenteil: Um wieder das Vertrauen in den Sozialismus aufbauen zu können, muss man diesen vollständig - und zwar radikal - vom Befall des Revisionismus säubern, der ja – wie man überall auf der Welt sehen kann - weiterhin existiert – existieren muss bei Strafe seines Unterganges. Wenn man das Vertrauen in den Sozialismus wieder herstellen will, muss man zuerst das Vertrauen in den Marxismus-Leninismus wieder herstellen und damit das Misstrauen in den Revisionismus, seinem ärgsten Feind in den eigenen Reihen, in den Reihen der revolutionären Arbeiterbewegung auf der ganzen Welt. Das ist jetzt die vordringliche und zentrale Aufgabe der marxistisch-leninistischen Weltbewegung und ihrer Weltpartei, die Komintern / ML.
Die Krise des Kapitalismus ist mit der Krise des Revisionismus dialektisch unzertrennlich verbunden bis in ihren gemeinsamen Tod. Was bedeutet aber der Zerfall des modernen Revisionismus an der Macht ? Bedeutet das etwa, dass wir den Revisionismus besiegt haben, kann sich die Arbeiterklasse auf die Schulter klopfen „weil dem Kapitalismus die mächtige Waffe des modernen Revisionismus aus der Hand geschlagen und nunmehr die Diktatur des Proletariats wieder auf seinen Trümmern errichtet wurde?“ Natürlich nichts von alledem. Aus Sozialismus wurde Kapitalismus und der moderne Revisionismus hat hierbei seine historische Schuldigkeit getan.
Wenn die Restauration des Kapitalismus abgeschlossen ist, wenn der Sozialismus, wenn die Arbeitermacht, beseitigt ist, dann braucht die Bourgeoisie halt nicht mehr die veraltete Ideologie des modernen Revisionismus, dann lässt sie die sozialistischen Hüllen fallen. Da der Sozialismus aber den Kapitalismus gesetzmäßig ablösen muss, ist die Bourgeoisie gezwungen, zu neuen Formen des Revisionismus zu greifen, um die ausgebeuteten Klassen, um die werktätigen Massen erneut zu betrügen, um sie von der Fortsetzung ihres revolutionären, ihres vorbestimmten, sozialistischen Weg erneut abzuhalten. Der Neo-Revisionismus leugnet ja nicht die Kritik am Revisionismus an sich. Der springende Punkt ist folgender: Mit der Beseitigung der veralteten Form des modernen Revisionismus wurde ja überhaupt nicht die Unvermeidbarkeit des Revisionismus beseitigt, denn im Kampf gegen den modernen Revisionismus haben wir weder den Kapitalismus , noch haben wir die Bourgeoisie beseitigt. Nicht nur die Überwindung dieses oder jenen Revisionismus, sondern vor allem und überhaupt die Überwindung der Unvermeidbarkeit des Revisionismus ist das eigentliche Ziel, das wir mit unserer Kritik am Revisionismus verfolgen und von der sich die marxistisch-leninistische Kritik am Revisionismus von jeder anderen Revisionismus-Kritik grundlegend unterscheidet. Darüber sollte man eine Weile nachdenken, um sich darüber wirklich bewusst zu werden. Um die Unvermeidbarkeit des Revisionismus zu beseitigen, muss man nämlich den Weltkapitalismus beseitigen, der ihn stets aufs Neue erzeugt- und genau das versuchen die Revisionisten bekanntlich zu verhindern: Kampf gegen diesen oder jenen Revisionismus, ja – Kampf gegen die Unvermeidbarkeit des Revisionismus, nein – das ist die bürgerliche, die revisionistische Auffassung vom Kampf gegen den Revisionismus, eine Revisionismus-Kritik, die dem Revisionismus durchaus nicht schadet, im Gegenteil, ihn weiter bringt. Im Grunde genommen ist der Neo-Revisionismus die Revision der marxistisch-leninistischen Kritik am modernen Revisionismus unter den gegenwärtigen historischen Bedingungen. Der Kampf der bürgerlichen Auffassungen gegen die marxistisch-leninistischen Auffassungen vom Revisionismus dauert an und welche über wen siegt, ist noch nicht entschieden. Das muss weiter ausgefochten werden. Bolschewistische Kritik am Revisionismus besteht in dem Nachweis seiner kapitalistischen Wurzeln und im Aufzeigen der Beseitigung des Revisionismus mit samt seinen kapitalistischen Wurzeln.
Die Konterrevolution hatte über den Sozialismus gesiegt. So konnte diese sich in die materielle Lage versetzen, zu neuen Formen des Revisionismus zu greifen, um ihre Macht vor der erneuten sozialistischen Revolution zu schützen. Die neu entstandenen revisionistischen Parteien, Gruppen und Organisationen in den ehemaligen revisionistischen Ländern sind dafür lebendiger Beweis. Gegen sie, wie gegen alle anderen weiter existierenden und neu geschaffenen revisionistischen Parteien, Gruppen und Organisationen auf der ganzen Welt geht unser anti-revisionistischer Kampf also unvermindert weiter und zwar auf höherer Stufe. Nur kämpfen wir nicht etwa gegen eine alte, fallen gelassene Hülle, nicht wie früher gegen den alten, aus der Mode gekommenen modernen Revisionismus, sondern gegen einen neuen, gehäuteten Revisionismus, dem wir, die Komintern / ML, eben den Begriff Neo-Revisionismus gegeben haben. Die Revisionisten trennen undialektisch Form und Inhalt der Kritik am Revisionismus, stellen beide undialektisch gegeneinander, ersetzen ihren Inhalt durch ihre Form usw. usf.. Der dialektische Materialismus erkennt den Relativismus unserer Revisionismus-Kritik an, aber er reduziert sich nicht auf ihn wie die Revisionisten das tun. Relative und absolute Kritik am Revisionismus schließen sich bei den Revisionisten aus. Die Annäherung unserer Erkenntnis über das absolute Wesen des Revisionismus ist zwar relativ, aber das ist geschichtlich bedingt. Es handelt sich bei der absoluten Kritik am Revisionismus philosophisch gesprochen um die absolute Übereinstimmung zwischen dem den Revisionismus widerspiegelnden anti-revisionistischen Bewusstsein und dem vom anti-revisionistischen Bewusstsein widergespiegelten Revisionismus und darum, dass wir dieser Übereinstimmung relativ näher kommen je nach den historischen Umständen und Veränderungen, denen die Entwicklung des Revisionismus unterworfen ist. Dies mit „dogmatischer“ Kritik am Revisionismus abzutun, ist eine altbekannte revisionistische Schimpfkanonade, die auf die dialektischen Materialisten schon über hundert Jahre lang vergeblich abgefeuert worden ist. Dem ideologischen Druck der Bourgeoisie, wir Marxisten-Leninisten seien „Dogmatiker“, reine „Theoretiker“, „Studierstubengelehrte“, „praxisfremd“ und „von der Arbeiterklasse abgehoben“ usw. usf, darf uns nicht dazu verleiten, diesem Druck weder nach „links“ noch nach rechts nachzugeben und auf eine wissenschaftlich ausgearbeitete und fundierte Kritik am Revisionismus zu verzichten oder uns sogar von der sozialistischen Wissenschaft zu entfremden und loszulösen. Das würde zur Liquidierung des anti-revisionistischen Kampfes führen, was ja beabsichtigt ist von der Bourgeoisie und wo sie uns mit allen Tricks hin haben will. Der Marxismus-Leninismus lehrt klar und deutlich: „Ohne anti-revisionistische Theorie keine anti-revisionistische Praxis.“ Diese richtige These ist heute auf den Neo-Revisionismus unbedingt anzuwenden, wenn sie nicht erneut zur hohlen Phrase verkommen soll.
Wer heute einseitig die Aufmerksamkeit weiter auf den Kampf gegen den veralteten, modernen Revisionismus lenkt und die Häutung des Revisionismus leugnet, macht sich – ob er nun will oder nicht – schuldig gegenüber dem Aufkommen des Neo-Revisionismus, gibt dem Kapitalismus eine Atempause und verlängert damit künstlich dessen Leben. So ein veralteter „anti-revisionistischer Kampf“ ist nicht revolutionär, sondern konterrevolutionär, muss entlarvt und verurteilt werden und verdient unsere ganze Verachtung.
Wir Marxisten-Leninisten haben zwar den Beweis erbracht, dass wir das letzte Bollwerk gegen den modernen Revisionismus für lange Zeit verteidigen konnten, dass der moderne Revisionismus an Albanien jahrzehntelang abgeprallt ist und es der Bourgeoisie in jener Zeit unmöglich war, die albanische Festung von innen zu nehmen solange Albanien auf marxistisch-leninistischem Kurs war. Aber wir Kommunisten in der ganzen Welt haben dabei auch Fehler gemacht, nicht nur die albanischen Kommunisten. Wir hätten den Kommunismus in Albanien noch weitere Zeit schützen können (und selbst wenn wir das letzte sozialistische Land nicht hätten retten können ! ), hätten wir wenigstens die PAA, die marxistisch-leninistischen Parteien in der Welt, die marxistisch-leninistische Weltbewegung vor dem Eindringen des Revisionismus schützen müssen, hätten wir auch in der uns aufgezwungenen Illegalität am Marxismus-Leninismus weiterhin festhalten und uns als Minderheit weiter entwickeln müssen. Hier liegt genau unser schwächster Punkt, denn nun müssen wir erst mühselig alles wieder von vorne aufbauen und logischerweise nur von sauberen, marxistisch-leninistischen Positionen aus – das hat uns zusätzlich enorme Kraft und Zeit gekostet, hat uns zusätzlich zurückgeworfen, uns aber auch eine Chance für einen sauberen Neuanfang gegeben, die es jetzt zu nutzen gilt !
Mit der sozialistischen Weltrevolution wäre das überhaupt kein Problem gewesen, aber ohne diese kann kein sozialistisches Land für immer ganz allein dem imperialistisch-revisionistischen Druck standhalten. Das haben wir oft genug betont. Eine sozialistische Weltrevolution hätte dem albanischen Sozialismus aber schwerlich zur Hilfe eilen können, denn das Weltproletariat und die kommunistische Weltbewegung waren seinerzeit nicht nur vom modernen Revisionismus viel zu sehr geschwächt als dass dies hätte klappen können. Einen wirklichen historischen Beweis für die Verwandlung des Prozesses der Restauration des Kapitalismus in die Restauration des Sozialismus haben wir bislang noch nicht vollbringen können und es sieht ganz so aus, als wenn die letzten revisionistischen Länder jetzt die Hüllen gänzlich fallen lassen und sich der moderne Revisionismus häutet, so wie das in allen anderen Ländern bereits passiert ist. Wir haben es weder geschafft, ein sozialistisches Land vor der Restauration des Kapitalismus zu bewahren, noch den Sozialismus durch die erneute sozialistische Revolution mit einem Sturz der neu entstandenen Bourgeoisie zurückzuerobern. Nicht die Arbeitermacht hat die Revisionisten an der Macht revolutionär beseitigt, sondern die Bourgeosie hat die alte Form des modernen Revisionismus gänzlich abgestreift, weil sie eben nur noch hinderlich war für ihre Herrschaft! Für die Aufrechterhaltung ihrer neuen Herrschaft schafft sie sich auch neue Formen des Revisionismus.
Solange der Kapitalismus noch nicht untergegangen ist, ist auch der Revisionismus noch nicht untergegangen, versucht er zwangsläufig weiter, den Kapitalismus zu retten, das ist sein Schicksal, an dem er zu Grunde gehen wird. Also musste er nach neuen Wegen und Mitteln suchen, um die Glaubwürdigkeit des Revisionismus wieder herzustellen.
Es blieb hierbei nicht aus, dass mehrgleisig verfahren wird, dass es heute zum Beispiel nicht wenige unter den alten und neuen Revisionisten gibt, die einfach am alten modernen Revisionismus festhalten, diesen nach wie vor als den „richtigen sozialistischen Weg“ verteidigen („Schuld sei nur der kapitalistische Druck von außen gewesen, dem man nicht hätte nachgeben dürfen!“ - wobei es angeblich unterschiedliche politische Auffassungen der Abstufungen des „Nicht-Nachgebens“ gab und gibt!), vor allem jene Revisionisten, die unter der Herrschaft des Revisionismus nicht schlecht gelebt hatten. Auch unter den Revisionisten an der Macht gab es Gewinner und Verlierer. Nicht die ganze Bourgeoisie der alten revisionistischen Länder profierte vom Fallenlassen der Hüllen. Die Bourgeoisie ist nicht einheitlich, es gibt Widersprüche und Kämpfe innerhalb der bürgerlichen Klasse und es gibt Klassen und Schichten der privilegierten Klassen, die ins Proletariat abstürzen und dort ihre alten Vorstellungen vom modernen Revisionismus wieder aufzuwärmen versuchen, die das Proletariat entsprechend beeinflussen. So gibt es solche Vertreter, die an alle Kräfte appellieren, die der Meinung sind, dass es dem Volk unter der einstigen revisionistischer Herrschaft „besser“ gegangen sei, als unter der heutigen Herrschaft des Weltkapitals. Die Revisionisten sehnen sich natürlich nach den alten privilegierten Zeiten zurück, wo sie noch mit der roten Fahne in der Hand die Arbeiter und Bauern an der Nase herumführen und sie nach Herzenslust ausbeuten und unterdrücken konnten, ohne dass sie den heraus gepressten Profit mit dem Westen teilen oder diesen gegen ein kleines Entgelt an ihn weiterleiten mussten wie heute. Sie kämpfen für nichts anderes, als dass das alte revisionistische System seine Macht zurück erobert und seine Wiedergeburt erlebt, damit sie ihre Taschen wie früher füllen können. Nun gibt es unter ihnen verschiedene Strömungen, die aber alle einig sind, dass der Revisionismus seine Macht eigentlich nur durch den Druck des westlichen Kapitals (also von außen und nicht von innen und außen) verloren habe. Die einen meinen, dass es Gorbatschow und schließlich Jelzin waren, die diesem Druck nachgegeben hätten, ansonsten könnte alles beim Alten bleiben, würde die Sache wieder in Ordnung kommen. Andere meinen, dass es vorher schon Breschnew und Chruschtschow waren, die mit ihren Zugeständnissen an den Westen zur Misere beigetragen haben. Mit einem Neo-Chruschtschowismus und einem Neo-Breschnewismus könne man einige Schönheitsoperationen vornehmen, um die Sache wieder einzuränken. Und wiederum gibt es solche Revisionisten, die sogar den Genossen Stalin bemühen, um ihren neuen bürgerlichen Sozialismus aufbauen zu können, denn der hat dem Westen schließlich gehörig auf die Finger gehauen und da ging noch nicht alles „drunter und drüber“, da „herrschte noch Ordnung und Diszipülin“. Man müsse den Marxismus-Leninismus nur entsprechend „reformieren“, um ihn wieder für einen neuen bürgerlichen Sozialismus „tauglich“ zu machen. Wieder andere sind der Meinung, man bräuchte Lenin und Stalin nur noch vom Marx und Engels abkoppeln, um ein neues russisches eurasisches Weltreich aus dem Boden zu stampfen. Und schließlich gibt es auch solche revisionistischen Kräfte, die sich auf alle alten Führer des modernen Revisionismus (als vereinigte Kraft) stützen würden (minus der von ihnen gemachten Fehler natürlich) – hauptsächlich wieder auf alte Weise – also konservativer Revisionismus. Manche stellen sich eine Art Sozialismus vor, wo Kapitalisten und Arbeiter auf ihre eigenen Klasseninteressen verzichten, einen „klassenlosen Kapitalismus“ usw. usf.. So könnten wir hier stundenlang weiter machen, denn es gibt heute unzählige verschiedene anti-marxistuich.-leninistische Strömungen, die wir hier unmöglich alle aufzählen, geschweige denn näher betrachten können. Es gibt heute also mehr revisionistische Strömungen als je zu vor, aber im Grunde wollen sie alle den Kapitalismus, allerdings am liebsten einen, der vom westlichen Kapitalismus unabhängig ist, einen „anti-imperialistischen Kapitalismus“, einen „anti-amerikanischen Kapitalismus“, einen Kapitalismus „ohne Weltherrschaft“, einen „dezentralisierten Kapitalismus“, einen „kontrollierten, gemäßigten“ Kapitalismus“, alles, was sich von der herrschenden Form des Kapitalismus abgrenzt usw. usf.. Die neuen Revisionisten kritisieren ihre alten revisionistischen Führer also nicht deswegen, weil sie den kapitalistischen Weg gegangen sind, sondern weil sie den neu aufgebauten Kapitalismus an den alten Kapitalismus des Westens verloren glauben. Sie wollen einen reformierten Kapitalismus. Sie wollen den nationalen, bürgerlichen Sozialismus zurück und weder einen zukünftigen globalisierten, also proletarischen Weltsozialismus noch den gegenwärtigen globalisierten Weltkapitalismus ( zumindest keinen mehr mit westlich-imperialistischer Prägung und Hegemonie).
Nur weiß die Bourgeoisie natürlich ganz genau, dass sie ihre alten Träume nicht ohne die Arbeiterklasse und die anderen unterdrückten Klassen verwirklichen kann. Eben deswegen will und kann sie nicht auf ein „arbeiterfreundliches“ Mäntelchen verzichten, weil die Arbeiterklasse letztendlich die einzige Klasse ist, die ihr die Kohlen aus dem Feuer holen kann. Jede untergehende Klasse hat stets versucht, ihrem Untergang dadurch zu entkommen und ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen, indem sie die aufstrebende Klasse hierfür einspannt, und das mit allen ihr dafür zur Verfügung stehenden Mitteln, also auch mit den Mitteln der ideologischen Indoktrination. Man musste dabei nur sicher stellen, dass die aufstrebende Klasse ihre eigenen Interessen an die Interessen der untergehenden Klasse bindet „zum gemeinsamen Wohl aller“ also auch zum Wohl der untergehenden Klasse. Seit 100 Jahren bedient sich die Bourgeoisie ihres Einflusses auf die proletarischen revolutionären Organisationen, insbesondere ihrer Partei. Selbst da, wo es keine gibt, werden bis auf den heutigen Tag immer neue „marxistisch-leninistische“, „bolschewistische“, „stalinistische“, „hoxhaistische“ Parteien usw. usf.. künstlich am Leben gehalten, um sie als Sammelbecken, als Auffanglager für „versprengte“ Marxisten-Leninisten anzubieten. Die Ziel dieser simplen Taktik ist ganz leicht zu erklären: Wenn sich die Bourgeoisie nun mal mit den Revolutionären auseinanderzusetzen hat, dann bitte schön in ihren eigens hierfür eingerichteten Auffangbecken. Mit einem Marxisten-Leninisten, der in einer von der Bourgeoisie getarnten „revolutionären“ Organisation aktiv ist, kann man leichter fertig werden, denn man kontrolliert ja diese „Organisation“. Das ist viel besser, als wenn die Bourgeoisie selber keinerlei getarnte „Organisationen anbieten kann“. Denn das würde bedeuten, dass sich die Marxisten-Leninisten selber ihre Partei aufbauen, was man schließlich vermeiden will, denn die lässt sich nicht so einfach von außen und innen manipulieren, insbesondere wenn sie illegal arbeitet und es dadurch um so schwerer ist, in sie einzudringen bzw in ihr Zersetzungsarbeit zu betreiben. Die Bourgeoisie weiß aus hundertfacher Erfahrung ganz genau, was passieren wird, wenn sie die revolutionären Organisationen vollständig zerschlägt. Dies wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass wieder eine neue, diesmal stärkere, wahrhaft marxistisch-leninistische Partei entsteht. Die Frage, ob die Bourgeoisie die kommunistischen Organisationen zerschlägt oder bestehen lässt, hängt natürlich von den gegebenen Machtverhältnissen und den jeweiligen Bedingungen des Klassenkampfes ab. Die Bourgeoisie „zerschlägt“ aus taktischen Gründen sogar ihre eigenen, selber gegründeten „bolschewistischen“ Parteien, wenn sie mit diesen verkappten Parteien die Kommunisten täuschen kann, wenn sie damit den Eindruck erwecken kann, dass es sich „tatsächlich“ um eine wirkliche „bolschewistische“ Partei handeln müsse, sonst würde sie ja schließlich nicht von der Bourgeoisie „attackiert“ oder sogar „liquidiert“ worden sein. Um die Marxisten-Leninisten zu täuschen, lässt sich die Bourgeoisie den Aufbau verschiedenster Scheinorganisationen einiges kosten. Und doch zahlt es sich für sie hundert Mal aus. Die Taktik des ständigen Aufbaus und der ständigen Spaltung, Auflösung verschiedenster Organisationen usw. wird gezielt angewendet, um die Revolutionäre zu zermürben, ihre Kräfte zu zersplittern und den Aufbau einer wirklich schlagkräftigen Kampfpartei des revolutionären Proletariats mit Massencharakter zu erschweren und zu verhindern. Dies wäre äußerst gefährlich, weswegen im Vorfeld die Anwendung der „präventiven Taktik“ für die Bourgeoisie unverzichtbar ist. Als nach dem 20. Parteitag der KPdSU eine Reihe neuer revisionistischer Parteien auf deren Kurs heranwuchsen, als sie von der Bourgeoisie legal anerkannt wurden, und nachdem die alten kommunistischen Parteien ihre kommunistischen Ideale aufgaben, als der Revisionismus immer offener wurde, da konnte die Bourgeoisie nicht verhindern, dass sich daraus nicht nur neue marxistisch-leninistische Parteien zur Abgrenzung herausbildeten, um die kommunistischen Ideale zu beschützen, sondern dass daraus auch eine starke marxistisch-leninistische Weltbewegung entstand. Daraus hat die Bourgeoisie Konsequenzen gezogen, und aus diesem Grund unterhält die Bourgeoisie also nicht nur ihre verschiedensten offenen revisionistischen Organisationen mit ihren verschiedenen Spielarten, sondern auch ihre eigenen verschiedenen „marxistisch-leninistischen“ Organisationen mit dem Markenzeichen der „Prinzipienfestigkeit“, mit dem Markenzeichen des „konsequenten Anti-Revisionismus“, mit dem Namen „Stalin“, „Enver Hoxha“ usw. usf, eben um diejenigen unter Kontrolle zu halten, die den Marsch in den Sumpf des Opportunismus, in den Revisionismus, nicht mitmachen wollen und sich hartnäckig dagegen wehren. Solche Organisationen der Bourgeoisie nennen wir neo-revisionistische Organisationen. Und wir können unsererseits nicht darauf verzichten, sie uns vom Leibe zu halten, weil wir sonst unfähig sind, unsere eigene marxistisch-leninistische Partei selber aufzubauen. Heute kann man keine wahrhaft bolschewistische Partei aufbauen, wenn man nicht den Neo-Revisionismus bekämpft. Das ist also unbedingt und absolut notwendig. Wer sich hartnäckig weigert, den Neo-Revisionismus zu bekämpfen, kann nicht zu uns gehören, hat in unseren Reihen nichts zu suchen, wird gefeuert! Nur ein Bruch mit der alten marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die den Weg des Neo-Revisionismus gegangen ist, kann uns neue revolutionäre Arbeiter zuführen, die treu am Marxismus-Leninismus und am proletarischen Internationalismus, an den Idealen des Kommunismus festhalten wollen.
Der einfachste Weg, den Revisionismus wieder salonfähig zu machen, um der neuerlichen Gefahr der Renaissance des Sozialismus Herr zu werden, war es, genauso vorzugehen wie einst die modernen Revisionisten ihrerseits vorgingen, nämlich damals gaben sie sich als „treue Anti-Revisionisten“ aus, um als verkappte Agenten der Bourgeoisie auf den Zug des anti-revisionistischen Kampfes der Marxisten-Leninisten zu springen, um diesen auf wiederholte Weise selber zum Halten zu bringen. Als die Komintern gegründet wurde, war es zum Beispiel unvermeidlich, dass sich verkappte Ableger der II. Internationale mit einschleusten. Deren Einfluss hat sich bis auf den Tag der Auflösung der Komintern halten können. Aus der Komintern heraus konnten diese Einflüsse dann auch noch weiter in die einzelnen Parteien gegeben werden, wo dann die revisionistische Saat nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr aufging. Das ging für die Bourgeoisie damals gut, aber die wahren Marxisten-Leninisten sind heute wachsamer, haben aus diesem Betrugsmanöver gelernt, haben es durchschaut und sind nunmehr zum Angriff übergegangen, indem sie die Komintern / ML gegründet haben, um dem Ziehen der Trennungslinie zum Neo-Revisionismus die dafür notwendige richtige internationale, organisatorische Gestalt zu geben. Die Komintern / ML ist ein Produkt des Kampfes gegen den Neo-Revisionismus.
Wenn sich das ehemalige Zentrum des modernen Revisionismus in Russland aufgelöst hat, so ist doch die Frage, welches Zentrum an seine Stelle getreten ist oder ob denn überhaupt noch ein neues Zentrum – jedenfalls in der alten Form – wieder am Entstehen ist. Wir können feststellen, dass es so ein Zentrum zur Zeit nicht mehr gibt und auch so nicht mehr geben wird (obwohl die einen oder anderen sich noch an diesen oder jenen Strohhalm krampfhaft festzuhalten versuchen!). Selbst dort, wo noch am modernen Revisionismus festgehalten wird, wo er noch an der Macht ist, stehen die Chancen, dass dort ein neues internationales Zentrum des modernen Revisionismus entsteht , denkbar schlecht, denn der moderne Revisionismus an der Macht hat nicht nur in diesem oder jenen Land total abgewirtschaftet, sondern sein Zerfall ist bekanntlich eine internationale Erscheinung . Bis das letzte Lichtlein des modernen Revisionismus an der Macht ausgehaucht ist, – das ist nur noch eine Frage der Zeit. Bei den einen Ländern ging die revisionistische Macht kooperativ mit einem „shake hands“ in den offenen Kapitalismus über; in anderen Ländern gab es Bürgerkriege und demokratische Revolutionen gegen die sozialfaschistische Diktatur, die nicht freiwillig weichen wollte, Revolutionen, die letztlich dem Weltkapitalismus den Weg öffneten, anstatt den Sozialismus wieder herzustellen; wieder in anderen Ländern geht der Revisionismus an der Macht mit einem in Szene gesetzten „strahlenden Glanz mit seinen alten, treuen Führern und deren tapferen Kampfgefährten“ unter, wird der Sarg mit pompösen „kommunistischen Heldengesängen“ zu Grabe getragen, wird das heuchlerische Lied des „Kampfes gegen den USA-Imperialismus bis in den Tod“ angestimmt“, während der moderne Revisionismus mit einem „sozialistischen“ Heiligenschein in die kapitalistische Hölle hinuntersaust, wo der moderne Revisionismus stirbt, aber seine Legende lebt – Länder, in denen der moderne Revisionismus doch noch den „Märtyrertod“ stirbt.
Aber, wie wir stets betont haben, ist der Revisionismus nicht gestorben, solange der Kapitalismus nicht gestorben ist. Was am Revisionismus abstirbt, ist lediglich seine Hülle, nicht sein ganzer Organismus, und wir bekämpfen nicht das, was abgestorben ist, sondern das, was sich neu häutet. Es ist der revisionistische Häutungsprozess, in dessen Verlauf eine neue Haut heranwächst und die alte abgestreift wird. Es entsteht ein neuer bunter Schmetterling als Hoffnungsträger des „Sozialismus“, der noch schöner anzuschauen ist als der vorangegangene, reizvoll genug jedenfalls, um den Betrachter erneut zu locken und in den Bann zu ziehen und statt in den blauen Himmel in die Hölle zu fliegen. Der Inhalt ist der gleiche Mist geblieben, nur die Mogelpackung ist neu. Der Neo- Revisionismus ist eben so eine neue Mogelpackung, um den alten modernen Revisionismus wieder an den Mann zu bringen. Die Marxisten-Leninisten dürfen sich heute nicht der Illusion hingeben, dass mit dem Kampf gegen den Revisionismus an der Macht der Kampf des Revisionismus überhaupt beendet sei, dass man den Kampf gegen den modernen Revisionismus einstellen könne, wenn das letzte sozialistische Land, Albanien, in ein kapitalistisches Land verwandelt worden sei. Die Wahrheit ist doch die, dass den Revisionisten gesetzmäßig gar nichts anderes übrig bleibt als ihre Lakaienrolle für den Weltimperialismus weiter zu spielen, eben um den Marxismus-Leninismus zu zerschlagen.
Die Bourgeoisie setzt sowohl den
offenen als auch den verkappten Revisionismus
als ideologische Waffe gegen den Marxismus-Leninismus ein. Was hat es damit auf sich? Die Bourgeoisie würde natürlich am liebsten ohne Revisionismus auskommen, aber das ginge nur unter der Voraussetzung, wenn die Unvermeidbarkeit des Marxismus-Leninismus beseitigt werden könnte. Das ist aber für die untergehende Weltbourgeoisie unmöglich, denn er ist schließlich die Ideologie der aufstrebenden Klasse und die kann die Bourgeoisie nicht beseitigen, ganz einfach, weil sie ohne Weltproletariat nicht überleben kann, die Arbeiterklasse wohl aber ohne Bourgeoisie. Wenn die Bourgeoisie also schon nicht die Ideologie der Arbeiterklasse beseitigen kann, so versucht sie diese wenigstens zu unterlaufen, sie der Arbeiterklasse zu entfremden, sie als „klassenfremde“ Ideologie abzustoßen. Das geht nicht auf einen Schlag, sondern nur schrittweise, deswegen also erst der verkappte und dann der offene Revisionismus in zwei taktischen Schritten. Dem Wesen nach handelt es sich selbstverständlich um ein und dieselbe Sache. Würde die Bourgeoisie gleich mit dem offenen Revisionismus loslegen, dann wäre das all zu leicht zu durchschauen. Dort wo der marxistisch-leninistische Einfluss vorherrscht, wo er eine Mehrheit bildet, wo er an der Macht ist, wo die Massen hinter ihm stehen, wo sein Einfluss überwiegt usw. usf., da wo der Revisionismus durchschaubar ist, können die Revisionisten noch nicht offen auftreten. Da müssen sie ihren Revisionismus hinter einer marxistisch-leninistischen Maske verbergen, um nicht erkannt zu werden – denn wären sie erst mal draußen, wäre es viel schwieriger, wieder in die marxistisch-leninistische Bewegung einzudringen, könnten sie von innen heraus nicht mehr agieren. - deswegen verkappter Revisionismus. Erst allmählich können sich die Revisionisten aus ihren Rattenlöchern herauswagen, denn sie müssen ständig auf der Hut sein, um nicht enttarnt zu werden. Erst wenn sie sich sicher sein können, dass sich ihr revisionistischer Einfluss genügend ausgebreitet hat, wenn sie die Mehrheit erobert haben, wenn sie die Marxisten-Leninisten isoliert und kalt gestellt haben, weil diese angeblich den Marxismus-Leninismus „verraten“ haben usw. usf., wenn sie die Macht in Händen halten, erst dann können sie ihre revisionistischen Ansichten offen und unbehelligt verbreiten, denn sie verfügen nunmehr über die Herrschaftsinstrumente, um jeden Marxisten-Leninisten, der den offenen Revisionismus bekämpft, an die Wand zu stellen oder unschädlich zu machen. Ein Marxist-Leninist der das revisionistische System angreift, greift ja ein System an, dass sich als „sozialistisches“ System tarnt. In den Augen der revisionistischen Herrscher greift ein Marxist-Leninist ja ein „sozialistisches“ System an, verstößt er gegen die Gesetze der „sozialistischen Gesellschaft“, ist es also viel schwieriger für den Sozialismus zu kämpfen als in jedem anderen Herrschaftssystem. Wie schwierig es tatsächlich war, eine sozialistische Revolution in einem offen revisionistischen Land durchzuführen, das hat die Geschichte gezeigt. Obwohl die Arbeiterklasse bereits an der Macht war, scheiterte sie daran, ihre Macht zurück zu erobern, nachdem die modernen Revisionisten ihr diese geraubt hatten – während die Oktoberrevolution über den Revisionismus der ganzen II. Internationale siegte. Die modernen Revisionisten konnten sich der Herrschaftsinstrumente der Arbeiterklasse an der Macht bedienen, was die alten Revisionisten damals noch nicht konnten. Bevor der moderne Revisionismus im Sozialismus an die Macht gelangte, war er als bürgerliche Ideologie genauso lange ein verkappter Revisionismus, wie die Diktatur des Proletariats noch herrschte.
Die offenen Revisionisten versuchten, den Marxismus-Leninismus für „Dogmatismus“ auszugeben und damit den Marxismus-Leninismus in Misskredit zu bringen. Die verkappten Revisionisten sind deshalb gefährlicher, weil sie versuchen, den Revisionismus für „Marxismus-Leninismus“ auszugeben und so der Arbeiterklasse die feindlichen, konterrevolutionären Ideen als revolutionäre, proletarische Ideen einzuschmuggeln.
In der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die sich gezielt auf den Kampf gegen den modernen Revisionismus gerichtet hatte, war es für die Revisionisten auch nicht anders möglich als die Taktik des verkappten Revisionismus anzuwenden, denn offen revisionistische Positionen wären sofort durchschaut worden. In verkappter Form war es dem Revisionismus natürlich leichter, in die marxistisch-leninistische Weltbewegung einzudringen. Hier musste sich die Bourgeoisie die Maske des „Kampfes gegen den modernen Revisionismus“ aufsetzen, um unerkannt Zersetzungsarbeit zu betreiben. Erst nach dem Tod des Genossen Enver Hoxha, nach dem Sturz der Diktatur des Proletariats in Albanien war es möglich, die Maske etwas herunter zu lassen, gelang es, immer mehr revisionistischen Einfluss auf die geschwächte marxistisch-leninistische Weltbewegung auszuüben. Bereits auf der Konferenz in Quito wurde offen sichtbar, dass der Kampf gegen den modernen Revisionismus seine alte Bedeutung eingebüßt hatte, dass man sich vom prinzipienfesten marxistisch-leninistischen Standpunkt entfernt hatte. Man öffnete dem Revisionismus schließlich eine Tür nach dem anderen mit den bekannten Folgen. Von Marxismus-Leninismus, von sozialistischer Revolution, von Kommunismus ist nur noch wenig zu hören und zu sehen. Jede politische Richtung, die heute die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha mit Schweigen übergeht oder sie entstellt, steht im Widerspruch zum proletarischen Internationalismus, zur proletarischen Revolution und zur Diktatur des Proletariats, richtet sich gegen den Marxismus-Leninismus, schüttet Wasser auf die Mühlen der Revisionisten. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist allmählich revisionistisch entartet, hat den Kampf gegen den Revisionismus fast gänzlich eingestellt und vertritt heute sogar eine immer offenere revisionistische Linie. Wenn die Komintern / ML dies vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus verurteilt und den Weg der ehemaligen marxistisch-leninistischen Weltbewegung in die Entartung kritisiert, werden es die Revisionisten nicht unversucht lassen, auch die Komintern / ML umzukrempeln und die Taktik vom verkappten zum offenen Revisionismus anzuwenden. Mit dem verkappten Revisionismus wird jetzt versucht, die Reorganisierung der marxistisch-leninistischen Weltkräfte zu unterwandern, die neu entstehende hoxhaistische Weltbewegung vom marxistisch-leninistischen Weg gegen den Neo-Revisionismus abzubringen und in die Entartung, in den offenen Revisionismus zu treiben. Die Taktik des Revisionismus ist klar: vom verkappten zum offenen Revisionismus und umgekehrt - auf einer immer höheren Stufenleiter ! Ins Gewand des anti-neo-revisionistischen Kampfes zu schlüpfen, das Deckmäntelchen des Kampfes gegen den neu entstehenden Weltrevisionismus überziehen – dies zu entlarven, das sind dann die Zukunfstformen des anti-revisionistischen Kampfes, mit denen sich dann die zukünftige nachrückenden Marxisten-Leninisten auseinanderzusetzen haben. So weit dazu.
Welcher Revisionismus, welche seiner Spielarten, ist am schwierigsten zu durchschauen ? Am schwersten zu durchschauen sind immer die verkappten Spielarten, weil diese sich links, das heißt revolutionär ausgeben. Man darf das aber auf gar keinen Fall mit der Frage nach der Hauptgefahr verwechseln.
Der offene Revisionismus, der die Arbeitermassen sofort von sich abstößt, ist stumpf. Der so genannte „Mittelweg“ hingegen, das ist der Weg, wo du als Marxist-Leninist am ehesten ins Rutschen kommst. Die Revisionisten versuchen dich mit Vorliebe an die Schmerzgrenze des noch Aushaltbaren, Verträglichen, des noch Tolerierbaren, des noch im positiven Bereich Liegenden zu bringen, denn dort bildet sich über dem festen marxistisch-leninistische Boden ein angetauter Feuchtigkeitsfilm auf dem Eis. In diesem Aggregatzustand, wo sich die bürgerliche Ideologie ganz leicht wie eine dünne Schmierschicht über die marxistisch-leninistische Ideologie schiebt, da ist es am aller gefährlichsten, denn da kann man am leichtesten auf dem Glatteis ausrutschen und sich das Genick brechen. Das ist der Aggregatzustand des Revisionismus, den wir vom Wetterbericht her als „überfrorene Nässe“ kennen. Die Versöhnler sind dabei diejenigen, die rufen: „lasst uns gegenseitig bei der Hand nehmen und uns zusammen festhalten, damit keiner von uns ausrutscht!“ - aber sie tun das in Wirklichkeit nur, um dich Marxisten-Leninisten durch das Festhalten auch noch von allen anderen Abweichlern und Opportunisten um so leichter zu Fall zu bringen und um so härter zu Boden zu stürzen. Auch das Aufstehen wird erschwert, weil sich alle an dir festzuhalten versuchen und nicht loslassen wollen.
Opportunisten, die diesen halsbrecherischen Mittelweg als den idealen, als den sichersten, den pragmatischen, nach allen Seiten offensten Weg theoretisch aufbereiten, nennt man bei den Marxisten-Leninisten „Mädchen für alle!“ - so wie man einst Kautsky treffend titulierte.
Am gefährlichsten ist immer die revisionistische Spielart, die wir unterschätzen, weil sie sich am besten getarnt hat, die nicht unsere Aufmerksamkeit und unser Misstrauen geweckt hat, deren Entwicklung wir mehr oder weniger tatenlos zugesehen haben, die wir nicht richtig und nicht umfassend genug bekämpft haben, die uns am meisten die Hölle heiß macht, uns am empfindlichsten Nerv trifft, die uns am meisten daran hindert, den Klassenkampf so zu führen, wie es am notwendigsten ist, die es dem Klassenfeind am leichtesten macht, in unsere Festung einzudringen und sie von innen zu nehmen. Nun, um unsere Festung ist es momentan nicht gut bestellt. Man kann nicht in eine Festung eindringen, die noch gar nicht wieder aufgebaut ist !! Solange wir damit beschäftigt sind, diese wieder zu errichten, werden die Revisionisten ihr Hauptaugenmerk darauf legen, eben diesen Regenerationsprozess der revolutionären Kräfte zu schwächen. Um sich zu regenerieren, brauchen die revolutionären Kräfte erst einmal wieder eine neue Perspektive, eine klare ideologische und politische Linie, insbesondere eine neue anti-revisionistische Perspektive, eine klare Linie in der Frage des anti-revisionistischen Kampfes. Hier setzt das Verwirrspiel der Revisionisten ein. Sie versuchen bewusst falsche Antworten auf die Frage zu geben, wie der Kampf gegen den Revisionismus fortzusetzen ist, wo der neue revisionistische Feind steht, womit er sich heute tarnt, wie man ihn erkennen kann. Gegen wen muss die marxistisch-leninistische Weltbewegung heute die anti-revisionistische Hauptstoßrichtung führen ? Immer bei solchen Entscheidungen, die an historischen Nahtstellen gezogen werden müssen, setzen die Revisionisten mit Vorliebe ihren Hebel an, um die marxistisch-leninistische Bewegung in die Irre zu führen. Der Zerfall des modernen Revisionismus an der Macht ist eine solche Nahtstelle, durch die eine neue Entscheidung über die Zukunft des anti-revisionistischen Kampfes auf die Tagesordnung gesetzt werden muss. Es war die Komintern / ML, die diese Entscheidung nicht nur auf die Tagesordnung gesetzt hat, sondern auch gehandelt hat. Die Komintern / ML hat sich entschlossen, die marxistisch-leninistische Weltbewegung neu aufzubauen - hauptsächlich im Kampf gegen den Neo-Revisionismus, aber auch gegen alle gegenwärtigen anderen revisionistischen Strömungen in der ganzen Welt. Der Neo-Revisionismus ist vor allem aus den ehemaligen Kräften der alten marxistisch-leninistischen Weltbewegung mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze hervor gegangen. Was wir den ehemaligen Genossen unserer Bruderparteien vorwarfen, war zunächst, dass wir bei ihnen den aktiven Kampf des Anti-Revisionismus immer mehr vermissten, dass sie diesen Kampf nicht konsequent fortsetzten, hinterherhinkten, ihn einschlafen ließen. Was wir inzwischen viel schlimmer finden, ist ihre Methode, das Wesen des Anti-Revisionismus unter dem Deckmantel einer Kritik an seiner Form preiszugeben und dass sie den Weg in den Sumpf des Revisionismus eingeschlagen haben. Wir haben Jahre lang vergeblich versucht, Kontakte aufzunehmen, Gespräche zu führen, unsere Meinungen auszutauschen – umsonst. Die Komintern / ML „existiert“ nicht für sie und wird weiter totgeschwiegen. Es ist uns nicht gelungen, sie kameradschaftlich von ihrem neo-revisionistischen Kurs abzubringen, weswegen wir sie nunmehr offen bekämpfen, indem wir ihnen die ruhmreiche Geschichte der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha wie einen Spiegel vorhalten, damit sie sehen, was sie so schändlich verraten haben. Und es wird der Tag kommen, wo sich alle ehrlichen und aufrechten revolutionären Kräfte auf der ganzen Welt von der Richtigkeit unserer Handlungen überzeugt haben und uns folgen werden.
Der Neo-Revisionismus ist im ideologischen Meinungsstreit entstanden wie der gegen den modernen Revisionismus begonnene Kampf vom richtigen marxistisch-leninistischen Standpunkt aus fortgesetzt und zu Ende geführt werden soll. Der Neo-Revisionismus entpuppte sich dabei als eine Ideologie, die den anti-revisionistischen Kampf in die Irre, in eine Sackgasse, in den Sumpf des modernen Revisionismus führt, entpuppte sich also als eine Ideologie, die zwar vorgab, den modernen Revisionismus vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus weiter zu bekämpfen, aber in Taten für die Entstellung, für die Verfälschung, für die Einschläferung, für die Einstellung und Beendigung und Begrabung dieses Kampfes eintrat und weiter eintritt, entpuppte sich letztendlich als eine Ideologie der Verteidigung, der Rettung des modernen Revisionismus, die Ideologie der Restauration seiner Macht und des Weltimperialismus durch die erneute Zurückdrängung und schließlich endgültige Liquidierung des Marxismus-Leninismus. Der Neo-Revisionismus ist heute die 5. Kolonne des Antikommunismus, der Wegbereiter eines neuen Revisionismus an der Macht, des Revisionismus an der Weltmacht, einesWeltsozialimperialismus, zur Rettung bzw. Wiedergeburt des Weltimperialismus. Nieder mit dem Neo-Revisionismus – es lebe der Marxismus-Leninismus !
Wer rekrutiert den Neo-Revisionismus?
Stets sind die schlimmsten Opportunisten aus den Reihen der revolutionären Marxisten selbst hervorgegangen. Das ist gesetzmäßig so. Ohne sie wäre die Bourgeoisie nicht überlebensfähig und : Ohne den Kampf gegen die Opportunisten, ohne sie aus den eigenen Reihen, aus der kommunistischen Partei, aus dem kommunistischen Lager, aus der kommunistischen Weltbewegung hinauszusäubern, hätte sich der Marxismus-Leninismus zu keinem Zeitpunkt weiter entwickeln können. So wurde es für die Komintern / ML schließlich unvermeidlich, gegen die Neo-Revisionisten anzutreten, die aus der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, aus dem ruhmreichen Kampf gegen den modernen Revisionismus hervorgegangen waren. Eben dieser ihr anti-revisionistischer Kampf aber war ins Schwanken geraten, hörte auf zu leuchten und verglühte wie ein Stern an und ward nicht mehr gesehen, so sehr man den Himmel auch danach absuchte. Das schmerzt natürlich, denn schließlich hat man einst Seite an Seite gekämpft. Aber nicht die Komintern / ML hat den Marxismus-Leninismus verlassen, sondern eben diese ehemaligen marxistisch-leninistischen Parteien oder besser was von ihnen übrig geblieben ist: neo-revisionistische Parteien. Der Kampf gegen den Revisionismus, so auch der Kampf gegen den Neo-Revisionismus, darf sich von Sentimentalität und falsch verstandener Rücksichtnahme wegen der „gemeinsamen vergangenen Zeiten“ nicht beeinflussen lassen. Es musste getan werden, was zu tun war, gegen die eigenen einstigen Kampfgefährten mutig aufzutreten, um sie des Verrats anzuklagen und ihren Verrat zu entlarven. Das ist die Komintern / ML dem Weltproletariat schuldig, das ist die Komintern / ML dem Kampf gegen den Revisionismus schuldig, der Reinhaltung des Marxismus-Leninismus schuldig. Die 5 Klassiker sind in diesem schwierigen Kampf voran gegangen und die Komintern / ML wird ihnen mutig und entschlossen folgen. Revolutionär ist heute, wer den Neo-Revisionismus bekämpft und nicht wer den modernen Revisionismus wiederbelebt, indem er ihm ein „anti-revisionistisches“ Alibi verschafft. Wir haben nicht nur die Pflicht, gegen den sich wieder regenerierenden alten revisionistischen Sumpf zu kämpfen, sondern auch gegen diejenigen alten Parteien der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha selbstbewusst aufzutreten, die sich diesem Sumpf zugewendet haben, sich diesem Sumpf tatsächlich, nachweisbar, zugewendet haben, auch wenn sie dies empört zurückweisen.
Auch die Revisionisten und ebenfalls die modernen Revisionisten haben auf Marx, Engels, Lenin und Stalin vorher Lobeshymnen gesungen, bevor sie diese verrieten. Das war bei Enver Hoxha nicht anders. Der Neo-Revisionismus ist also nicht vom Himmel gefallen, sondern entstand innerhalb der einstigen marxistisch-leninistischen Weltbewegung mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze. Nach Enver Hoxhas Tod, nach dem Verrat von Ramiz Alia, nachdem das letzte sozialistische Bollwerk auf dieser Erde gefallen war, wurden diese Kräfte, wurden die einst jungen marxistisch-leninistischen Parteien schwach und schnell wieder alt, gerieten sie unter dem Druck der Bourgeoisie in ihrem eigenen Land, gerieten sie unter dem internationalen Druck des Weltimperialismus ins Schwanken und verließen einer nach dem anderen die alten anti-revisionistischen Positionen, verrieten sie die Prinzipien des Marxismus-Leninismus schließlich und halfen den modernen Revisionisten , deren Haut zu retten, sich zu häuten.
Der neue Revisionismus ist nicht einfach eine Wiederholung des alten modernen Revisionismus, aber zweifellos bewahrt er im Grunde genommen alle Besonderheiten des alten modernen Revisionismus - natürlich angewandt auf die heutigen veränderten Bedingungen. Der Neo-Revisionismus wagte nicht, als offen-militante Kraft gegen den 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, gegen Genossen Enver Hoxha aufzutreten, er zog es vor, unter der gemeinsamen Flagge des Genossen Enver Hoxha zu wirken und sich unter der Losung einer „Auslegung und Verbesserung“ der Lehren Enver Hoxhas, insbesondere über den modernen Revisionismus, zu bestätigen. Das kommt daher, weil er noch zu schwach war. Man kann die Tatsache nicht als Zufall betrachten, dass das Auftreten des Neo-Revisionismus zeitlich mit Enver Hoxhas Tod zusammenfiel. Zu Enver Hoxhas Lebzeiten hatte er sich nicht zu diesem gewagten Schritt entschließen können. Er musste den Neo-Revisionismus vielmehr sorgsam hinter dem Kampf gegen den modernen Revisionismus verborgen halten, um nicht vorzeitig entlarvt zu werden um erstens den Kampf gegen den Sozialismus an der Macht nicht zu gefährden und zweitens seine Zersetzung innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung nach dem Sturz der Macht des Sozialismus ohne Unterbrechung fortsetzen zu können. Die bisherige Taktik war gekennzeichnet durch eine allgemeine Maske „der Verteidigung des Genossen Enver Hoxha“, um damit die behutsame und scheibchenweise Revision und Demontage in Detailfragen einzuschmuggeln. Dieses mühselige Zerteilen in Bruchstücke vollzog sich in einem langwierigen Prozess, der jetzt immer mehr Tempo gewinnt und immer offensichtlicher wird, wodurch wir Marxisten-Leninisten zum Handeln herausgefordert sind und uns dieser Herausforderung unbedingt stellen müssen.
Der Neo-Revisionismus teilte den Kampf gegen den modernen Revisionismus inzwischen in zwei historische Etappen – erstens in den Kampf zur Zeit Enver Hoxhas, des „damals“ richtig, aber heute „leider“ „veraltetet“, „unbrauchbar“ geworden ist, nachdem der Revisionismus nicht mehr an der Macht war und es keinen Sozialismus mehr gab, den es gegen den Revisionismus zu verteidigen galt und zweitens in den Kampf nach der Zeit Enver Hoxhas, den die Neo-Revisionisten dem Revisionismus anzupassen versuchen, damit der Hoxhaismus sich heute nicht mehr im Kampf gegen ihn weiter entwickeln kann.
Mit dem ersten Schritt der Zweiteilung wurde also die „erste Hälfte“ des Hoxhaismus historisch „abgehakt und erledigt“ (indem man ihn einfach nicht mehr propagiert, sondern einschläfert und totschweigt!), während man in der „zweiten Hälfte“ dazu übergehen musste, den Hoxhaismus dem Revisionismus anzupassen und ihn durch den Revisionismus schrittweise zu ersetzen. Die heutige Physiognomie der marxistisch-leninistischen Weltbewegung spiegelt wie eh und je nur die ideologische Strömung ihrer nichtproletarischen Elemente wider.
Der Hoxhaismus ist aber eine geschlossene Theorie, die man nicht zuerst in zwei Teile auseinanderreißen und dann mit anti-hoixhaistischen Theorien zusammenkleistern und verwässern kann.
Die neo-revisionistischen Prozesse vollziehen sich also dialektisch. Was heißt das? Wenn wir von der Definition ausgehen, dass der Revisionismus den Marxismus-Leninismus zersetzt und dass er ihn an die herrschende bürgerliche Ideologie anpasst, ihn durch diese ersetzt, und schließlich liquidiert, dann gilt das heute genauso für den Hoxhaismus, der ja der Marxismus-Leninismus der heutigen Zeit ist. Dabei wirken im neo-revisionistischen Entwicklungsprozess zwei Hauptkräfte, gegen die eine Art höhere Kampfform unseres ideologischen Zweifrontenkrieges zu führen ist.
Die einen liquidatorischen Hauptkräfte wirken partikulär-abgrabend in dem Sinne, dass sie anfangs kleine, scheinbar unbedeutende und später immer entscheidendere, anfangs nicht-tragende und später tragende und sogar fundamentale, große Bausteine des Gebäudes der hoxhaistischen Theorie herauslösen und abtragen, um den Hoxhaismus zum Einsturz zu bringen - Zusammenbruchsprozesse . Wir haben das richtige Zitat von Lenin nicht gefunden, wo er sinngemäß darauf hinwies, dass wir es auf keinen Fall zulassen dürften, dass auch nur ein einziger Baustein aus dem einheitlichen Gebäude der Theorie des Marxismus entfernt oder durch klasenfremde Bauteile ersetzt wird. = Aufrechterhaltung des Gebäudes des Hoxhaismus – bei Duldung und Zulassung neu „hinzugekommener“ (sprich: revisionistischer) Lehrsätze.
Die anderen liquidatorischen Hauptkräfte wirken synthetisch-eklektisch, auf die Kräfte der Elastizität aufbauend, und zwar in dem Sinne, dass sie anfangs scheinbar unbedeutende und später immer entscheidendere, anfangs nichttragende und später tragende und fundamentale Elemente der bürgerlichen Ideologie elastisch hinzufügt, um somit die Festigkeit des Gebäudes aufzuweichen, um den festen proletarischen Charakter des Hoxhaismus zu verwässern, formbar und verformbar zu machen, weichzukneten, um bürgerliche Inhalte leichter mit einkneten zu können – Deformierungsprozesse. Umformung des Hoxhaismus in eine revisionistischen -ismus.
Diese beiden Hauptkräfte wirken aufeinander ein, bedingen einander, greifen wie Zahnräder ineinander und verbinden sich zu einem einzigen, einheitlichen zerstörerischenVorgang, der seine Vervollkommnung dadurch erfährt, dass für jedes herausgetrennte hoxhaistische Teilchen ein Äquivalent, das passendste, schön (anti-)“hoxhaistisch“ angemaltes bürgerliches Schein-Teilchen eingefügt wird, um so den Anschein des Weiterbestehens des ganzen theoretischen Gebäudes aufrechtzuerhalten, damit die Zusammenbruchs – und Deformierungskräfte im neo-revisionistischen Prozess optimal, reibungslos, bis zu Ende wirken können. Man bewahrt also zunächst die Form des theoretischen Gebäudes, um darunter die revolutionären Inhalte zu ändern, was darauf hinausläuft, den Hoxhaismus in eine bürgerliche Ideologie zu verwandeln, die die Bourgeoisie als Waffe gegen die revolutionäre Weltbewegung einsetzt (Deformierung).
Es ist nun die Aufgabe der Hoxhaisten, diese miteinander wirkenden Kräfte des neo-revisionistischen Prozesses auf eine optimale Weise so zu entlarven und zu zerschlagen, dass sie nicht mehr ineinander greifen können, dass man dem theoretische Gebäude im Kampf gegen den Neo-Revisionismus sowohl neue, bessere Bausteine hinzufügt und gleichzeitig die Festigkeit verbessert, indem man die Bausteine immer mehr von bürgerlicher Verunreinigung und Eindringung säubert, das heißt das Zusammenwirken von Zusammenbruchs- und Deformierungsprozessen des Neo-Revisionismus durch das Zusammenwirken von Aufbauprozessen und Formierungsprozessen des Marxismus-Leninismus außer Kraft setzt.
Der Kampf gegen den Neo-Revisionismus nimmt folgende allgemeine Form an: die von der sozialistischen Gesellschaft weiter entwickelte Kraft des Marxismus-Leninismus wird gegen die vernichtende, zerstörende Wirkung der revisionistischen Gesellschaftsordnung geschützt, indem den Revisionisten die Herrschaft über den Marxismus-Leninismus entzogen, sie ihnen abgenommen wird, um sie dem Weltproletariat zum Zwecke der Schaffung der weltsozialistischen Gesellschaftsordnung zu übertragen – das ist die heutige allgemeine Form des Kampfes zur revolutionären Beseitigung des Revisionismus, des Kampfes für den Sieg des Marxismus-Leninismus im Weltmaßstab ( Beseitigung der privaten Aneignung des Marxismus-Leninismus von der Weltbourgeoisie).
Man kann das Erbe der Lehren des Genossen Enver Hoxha als positive, erhaltende Seite des Marxismus-Leninismus, die Anpassung des Hoxhaismus an die bürgerliche Ideologie als die negative, das Erbe des Marxismus-Leninismus permanent zerstörende Seite betrachten. Aber fassen wir das Erbe des Hoxhaismus dogmatisch auf, dann ist die Anpassung des Hoxhaismus an die veränderten Bedingungen des Klassenkampfes als die revolutionäre, schöpferische, aktive, positive Seite zu bewerten, während die dogmatische Konservierung des Erbes als die konterrevolutionäre, passive, negative, hemmende, alternde und sterbende Seite aufzufassen ist. So verhält es sich mit der Dialektik des Erbes der Lehren Enver Hoxhas. Vergessen wir niemals, dass die revolutionäre Anwendung der Dialektik des Hoxhaismus darin besteht, dass wir den Hoxhaismus permanent schöpferisch weiterentwickeln, um ihn für die Weiterentwicklung der revolutionären Weltbewegung als Orientierung nutzbar zu machen.
Der Hoxhaismus wurde zu Lebzeiten des Genossen Enver Hoxha genauso vom Weltproletariat und der marxistisch-leninistischen Weltbewegung als Kampfbanner gegen den Revisionismus vorangetragen wie nach seinem Tod. Zwischen den hoxhaistischen Genossen von damals und heute kann man keinen Keil treiben, sie dienten und dienen weiter der gleichen Sache, dafür zu sorgen, dass die marxistisch-leninistische Weltbewegung wächst und erstarkt. Daran hat sich überhaupt nichts geändert und wird sich auch nichts ändern, denn der Hoxhaismus hat historisch alle Prüfungen im Kampf gegen den Revisionismus bestanden und kann nicht mehr als „veraltete Waffe im Kampf gegen den Revisionismus“ verworfen werden! Marxismus-Leninismus und Hoxhaismus sind eins und keinem Neo-Revisionisten wird es jemals gelingen können, sie auseinanderzureißen und gar gegeneinander zu stellen. Für den Neo-Revisionismus existiert keine einheitliche und geschlossene Geschichte und Gegenwart der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha. Die Geschichte der marxistisch-leninistischen Weltbewegung wird als eine Art „Vorgeschichte“ der heutigen neo-revisionistischen „Weiterentwicklung“ betrachtet, um damit die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxhas zu liquidieren, sie für „veraltet“ zu erklären. Wer daran festhält, wie die Komintern / ML, ist „dogmatisch“ und „sektiererisch“, wird als „ewig Gestriger“ abgestempelt und soll isoliert werden. Der moderne Revisionismus war bemüht, Enver Hoxha anfangs verdeckt, später mehr offen zu diffamieren, ohne sich dabei um die Folgen, seiner Selbstentlarvung und Diskreditierung zu kümmern. Der Neo-Revisionismus geht aus diesem Grund viel vorsichtiger vor. Er ist bemüht, den modernen Revisionismus fortzusetzen unter dem Schein der „anti-revisionistischen Prinzipienfestigkeit“, unter dem Schein der „Verteidigung“ des Genossen Enver Hoxha in seinem Kampf gegen den modernen Revisionismus. Deshalb ist der Neo-Revisionismus so gefährlich, denn er ist dadurch zum Zentrum und Sammelbecken nichtproletarischer Elemente der marxistisch-leninistischen Weltbewegung geworden, um ihren alten proletarischen Charakter zu schwächen und zu zersetzen und durch einen kleinbürgerlichen zu ersetzen. Es ist daher für die Weiterentwicklung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung auf dem von Enver Hoxha vorgezeichneten Weg unbedingt unverzichtbar, den Neo-Revisionismus als ideologische Strömung zu begraben. Was wir jetzt brauchen, ist ein entfalteter ideologischer Kampf gegen die neuen Inhalte des wieder auflebenden Revisionismus in der Form des Neo-Revisionismus.
Die Neo-Revisionisten haben im Grunde genommen die frühere Rolle der modernen Revisionisten auf höherer Entwicklungsstufe übernommen, nachdem diese alle ohne Ausnahme vom Marxismus-Leninismus vollständig diskreditiert worden waren. Die Marxisten haben stets eine Zeit gebraucht, bevor sie ohne Zögern den unvermeidlichen Bruch mit den neusten Revisionisten aus den eigenen Reihen vollzogen. Man muss als Marxist-Leninist stets gegen die neusten Formen und Spielarten des Revisionismus kämpfen, denn die sind wie gesagt am gefährlichsten. Wir haben in den Veröffentlichungen der ehemaligen hoxhaistischen Parteien, also unserer ehemaligen Bruderparteien ( zum Beispiel in der Erklärung von Quito 1992) so gut wie nichts mehr über die notwendige Fortsetzung ihres anti-revisionistischen Kampfes gefunden. Warum verschweigen diese Organisationen ihre historischen Wurzeln innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha? Sie verschweigen die Dokumente aus der damaligen Zeit, die sie selber nicht nur mit unterzeichnet haben, sondern für deren praktische Umsetzung sie tatsächlich gekämpft haben, was wir nicht nur hochhalten und verteidigen, sondern auch öffentlich dokumentieren. Sie aber leugnen unsere gemeinsame marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha. Sie mögen das bestreiten, aber bestreiten allein, das ist zu wenig, sie müssen es beweisen. Vielleicht haben wir uns geirrt, vielleicht ist unsere Kritik unberechtigt, überzogen, unsolidarisch und zu polemisch, zu parteiisch, zu dogmatisch, zu sektiererisch. Vielleicht sind die ehemaligen hoxhaistischen Parteien der Meinung, dass unsere kritischen Auffassungen über sie nichts beweisen würden. Hätten sie in diesem Falle nicht dafür Beweise erbringen müssen? Aber sie haben bislang nicht einmal den geringsten Versuch unternommen, unseren Vorwurf als haltlos abzuweisen. Wir existieren für sie gar nicht. Sie verschweigen uns schändlich, obwohl wir ihre ehemalig korrekte Linie weiter propagieren, obwohl wir einst Kampfgefährten waren und Seite an Seite gegen den modernen Revisionismus gekämpft haben. Keine einzige Tatsache wurde von ihnen vorgebracht, um unsere Behauptungen, die wir auf Grund des Studiums ihrer Veröffentlichungen aufgestellt haben, aus der Welt zu schaffen. Wenn heute die Komintern / ML diese marxistisch-leninistische Weltbewegung nicht verteidigen würde, wenn sie nicht die historischen Dokumente veröffentlichen würde, wüsste heute keiner mehr, dass es überhaupt einmal diese Bewegung gegeben hat. Das muss doch zu denken geben oder etwa nicht ? ! Es ist doch merkwürdig, dass nur noch die Komintern / ML als einzige Organisation auf der ganzen Welt die Linie der ehemaligen marxistisch-Leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha propagiert, sie so zusagen „vor sich selbst schützt“, und dass sie dies tut ohne irgendeine Unterstützung seitens auch nur einer einzigen aller damaligen Bruderparteien. Schweigen, das ist alles, was sie können, schweigen zu ihrer eigenen Vergangenheit, die ihnen unangenehm ist und die ihnen so viel Kopfschmerzen bereitet, die unlösbar an ihr kleben bleibt. Dass die ehemaligen hoxhaistischen Parteien ihre eigene Geschichte leugnen, die Geschichte der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha leugnen, ist das nicht Verrat an der Sache der Arbeiter nicht nur im eigenen Land, sondern auch Verrat am Weltproletariat? Wir fürchten uns vor dieser harten Kritik nicht, denn sie beruht auf Tatsachen, ist die Wahrheit. Marxisten-Leninisten müssen bei der Wahrheit bleiben, dürfen nichts verschweigen, sonst machen sie sich an der Sache der Arbeiter schuldig. Sie selbst haben ihre eigene ehemalige marxistisch-leninistische Linie verlassen, wir haben sie dazu weder überredet , noch sie dazu gezwungen. Im Gegenteil, sie zwingen uns deswegen dazu, sie kritisieren und bekämpfen zu müssen und zwar mit der gleichen Linie, Haltung und Auffassung, die sie selber einst gemeinsam mit uns in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha konsequent vertreten hatten. Wer die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha verschweigt und sie leugnet, wie kann der sie dann noch verteidigen ? Der moderne Revisionismus wird doch nur noch bemäntelt, wenn man Enver Hoxhas Kampf gegen den modernen Revisionismus unter den Tisch fallen lässt. In unseren Augen kann das nichts anderes sein als Neo-Revisionismus. Wenn die Neo-Revisionisten sich vom Revisionismus „lossagen“, dann nur aus dem einzigen Grund, nämlich ihren eigenen Revisionismus zu bemänteln. Mögen die ehemaligen Genossen uns eines Besseren belehren...
Der Weltimperialismus kann seinen offenen Anti-Kommunismus: „Kommunismus ist Teufelskraut“ vor den Massen nur glaubwürdig verkaufen, wenn er an der reaktionären Formel festhält: „Kommunismus = Verbrechen an der Menschheit“. Zuerst schickt er seine Ideologen mit der Verbreitung von nicht-sozialistischen Befreiungskonzepten, dann mit verschiedenste Modellen nicht-marxistischen Sozialismus an die Front. Da wo diese „sozialistischen“ Modelle nicht mehr weiter helfen, schickt er seine Ideologen an die Front, die das Gleichheitszeichen von Kommunismus und Revisionismus neu aufpolieren, um die Krise und den Zerfall des modernen Revisionismus an der Macht als Krise und Zerfall des Marxismus-Leninismus und als Schuld des Sozialismus hinzustellen. Ist der Lack dann ab, schickt er schließlich seine Neo-Revisionisten an die Front. Und wo die Neo-Revisionisten auf Granit stoßen, kommt er mit der konterrevolutionären, faschistischen Keule des blutigen Weltbürgerkriegs.
Die Neo-Revisionisten, die verkappten Revisionisten von heute, öffnen den Revisionisten die Türen, damit diese in die marxistisch-leninistische Weltbewegung eindringen können.
Der Neo-Revisionismus ist eine Kraft, mit der sich die Marxisten-Leninisten heute einschüchtern und beugen lassen sollen, um sich mit irgendeiner Art des Opportunismus, mit irgendeiner Art von Abweichung, mit irgendeiner Entstellung vom Marxismus-Leninismus abzufinden.
Der Neo-Revisionismus ist heute deswegen die gefährlichste revisionistische Strömung, weil er versucht den heutigen Marxismus-Leninismus zu widerlegen, ihn heute zu entstellen und heute für gescheitert, heute vom Leben überholt und für die heutige Zeit wertlos zu erklären – wohlgemerkt mit „marxistisch-leninistischer“ Phraseologie.
Neo-Revisionismus ist Verrat an der Wiedergeburt des Sozialismus, ist der verloren gegangene Glaube an den endgültigen Sieg über den Revisionismus. Der Neo-Revisionismus ist ein restaurierter Revisionismus, ist die Wiedergeburt des modernen Revisionismus in einer globalisierten kapitalistischen Welt ohne Sozialismus, ist die revisionistische Restauration des Sozialismus.
Der Neo-Revisionismus versucht mit buntscheckigen, schrillen Formen dem nach der Restauration des Kapitalismus wieder neu entstehenden Marxismus den Todesstoß zu versetzen.
Der Neo-Revisionismus verhüllt die Schwächen des modernen Revisionismus und umgeht feige die Geschichte des anti-revisionistischen Kampfes, um den Revisionismus zu retten. Der Phraseologie des modernen Revisionismus wird vom Neo-Revisionismus nichts anderes entgegengesetzt als wiederum Phrasen, lässt die wissenschaftliche Aufklärung des modernen Revisionismus auf der Stelle treten. Der Neo-Revisionismus ist die Vulgarisierung des modernen Revisionismus, des Übergehens, des Vertuschens des Wesens des modernen Revisionismus.
Der Neo-Revisionismus ist ein globales Amalgam aller pseudo-antirevisionistischer Theorien zusammengenommen. Damit soll der moderne Revisionismus nicht etwa durch den revolutionären Klassenkampf, sondern durch seine friedliche Reformierung überwunden werden.
Der Neo-Revisionismus erkennt den Sozialismus in „einem“ Lande nur deshalb an, da er sich historisch für die Weltbourgeoisie für besiegbar herausgestellt hat. Der Neo-Revisionismus erkennt aber nicht die sozialistische Weltrevolution mit deren Ziel der Errichtung der Diktatur des Weltproletariats an, weil dies den Untergang des Weltkapitalismus bedeuten würde, den der Neo-Revisionist heute zu retten versucht. Der Neo-Revisionismus ist die Anpassung des Revisionismus an die Bedürfnisse des globalisierten Imperialismus. Daher hat der Neo-Revisionismus den Charakter eines globalisierten Revisionismus. Ein Marxist ist nur, wer nicht nur die Anerkennung der Revolution auf die sozialistische Weltrevolution erstreckt, sondern auch sein ganzes revolutionäres Handeln darauf ausrichtet. Was sollen wir Marxisten-Leninisten tun, verehrte Neo-Revisionisten, wenn der Sozialismus „in einem“ Land nicht zurückkommen mag? Gibt es da irgendeinen Lichtblick für die revolutionäre Weltbewegung? Bei den Neo-Revisionisten gibt es keinen Lichtblick, denn sie warten vergeblich auf die Wiederkehr des alten Sozialismus. Nach dieser Aussicht verbleibt der revolutionären Weltbewegung heute nur eine Perspektive: in ihren eigenen Widersprüchen fortzuvegetieren, im eigenen Saft zu schmoren, und in Erwartung des wiederkehrenden sozialistischen Landes auf dem Halm zu verfaulen. Der Neo-Revisionist erkennt die Negation der Negation des modernen Revisionismus an, um die Negation der Negation des Sozialismus zu leugnen, erkennt den Sozialismus als etwas Allgemeines, als etwas Historisches, aber nicht als Konkretes, Zukünftiges, sich auf höherer Stufe Weiterentwickelndes und qualitativ neues, Wiederkehrendes an. Ohne auf das nächste sozialistische Land zu warten, beginnen wir den Kampf auf internationalem Boden und setzen ihn in allen Ländern fort, um ihn mit der sozialistischen Revolution zu Ende zu führen. Einen anderen Weg gibt es zur Zeit nicht.
Unglaube an die Kräfte und Fähigkeiten der sozialistischen Weltrevolution, Unglaube an die Kräfte und Fähigkeiten des Bündnisses zwischen dem führenden Weltproletariat und der internationalen Bauernschaft - das ist die Grundlage der Theorie des Neo-Revisionismus.
Die Charakteristik des Revisionismus besteht darin, dass er außerordentlich widerstandsfähig ist, so widerstandsfähig wie die Klasse, der er dient. Er existierte einst als moderner Revisionismus weiter, längst als wir Kommunisten unsere Siege über ihn feierten. Und auch nach 50 Jahren Kampf gegen den modernen Revisionismus existiert dieser fort, obwohl sich die Bedingungen, unter denen er entstanden ist, grundlegend geändert haben. Der moderne Revisionismus nahm eine „neue“ Form an, eine neo-revisionistische Form, die sich hinter den Normen des Kampfes gegen den modernen Revisionismus verbirgt und dort auflebt, wo sie einen geeigneten Nährboden vorfindet. Es gehört mit zum Entwicklungsgesetz des Revisionismus, dass er an das Entwicklungsgesetz des Kapitalismus gebunden, mit ihm eng verknüpft, ja ein Bestandteil des Kapitalismus ist, ohne den dieser gar nicht seinen Untergang hinausschieben kann. Es ist klar, dass der gehäutete moderne Revisionismus nicht einfach von alleine abstirbt, nichts Reaktionäres fällt, wenn man es nicht revolutionär zu Fall bringt. Zwar ist die internationale Anhängerschaft des modernen Revisionismus geschrumpft, dadurch dass die großen Länder wie Russland und China sich in große imperialistische Länder des Ostens verwandelt haben, aber da gibt es noch das kleine Kuba und das kleine Nord-Korea beispielsweise, die sich als letzte revisionistische Sammelbecken eignen, wo sich noch die Überreste der Anhänger des modernen Revisionismus halten können, wo insbesondere die revisionistischen Auffassungen über den anti-imperialistischen Kampf noch von sozialfaschistischen Staaten propagiert werden, womit man versucht, fortschrittliche Menschen auf der ganzen Welt, die ehrlich gegen den Imperialismus kämpfen wollen, auf den revisionistischen Weg zu lenken und insbesondere vor den kubanischen und nord-koreanischen Karren zu spannen. All das wird auch durch großes Geschrei von internationalen revisionistischen Organisationen unterstützt, die zwar unterschiedliche Lager bilden, insgesamt aber herrscht Einheit mit den Revisionisten, Einvernehmen im Anti-Marxismus-Leninismus, Einigkeit gegen Weltrevolution und Weltsozialismus. Der Weltimperialismus hat erkannt, dass die kapitalistische Entartung in Kuba und Nord-Korea den Kampf gegen den Kommunismus, den Kampf gegen marxistisch-leninistische Parteien, die heute nicht an der Macht sind, weiterhin erleichtern anstatt erschweren. Es ist ja eine der wichtigsten Aufgaben des Revisionismus, die revolutionären Kräfte so zu binden, dass sie gegenüber dem Weltimperialismus paralysiert sind. Wenn also die Revisionisten alle Kräfte in die Arme der Führer Kubas und Nord-Koreas treiben, dann dient das dem Weltimperialismus. Mittlererweile ist die Komintern / ML die einzige internationale marxistisch-leninistische Organisation, die den Revisionismus nicht nur in der Frage des weltrevolutionären anti-imperialistischen Kampfes weltweit bekämpft und zwar von korrekten marxistisch-leninistischen Positionen aus. All das zeigt, dass der Geist des modernen Revisionismus noch sehr lebendig ist, was man vom einstigen anti-revisionistischen Kampf der Marxisten-Leninisten zur Zeit Enver Hoxhas so nicht mehr behaupten kann, insbesondere wenn man sieht, dass ehemalige hoxhaistische Parteien ihren Kampf gegen den Revisionismus nahezu eingestellt haben und die sozialfaschistischen Führer Kubas und/oder Nord-Koreas verteidigen – angeblich „gegen“ die Imperialisten. In Kuba und Nord-Korea steht aber die sozialistische Revolution der Arbeiterklasse zur Lösung an, muss der bürgerliche Sozialismus durch den proletarischen Sozialismus auf revolutionäre marxistisch-leninistische Weise, das heißt mit einer starken marxistisch-leninistischen Partei an der Spitze beseitigt werden , die sich ausschließlich vom Marxismus-Leninismus, vom marxistisch-leninistischen anti-revisionistischen Kampf leiten lässt,. Man erzähle uns doch nicht das Märchen, es handele sich in Kuba und Nord-Korea um „marxistisch-leninistische“ Parteien. Die gibt es weder in Kuba noch in Nord-Korea ! Nur mit einer marxistisch-leninistischen Partei kann man einen korrekten, also siegreichen anti-imperialistischen und anti-revisionistischen Kampf führen. Man kann nicht erst den anti-imperialistischen Kampf zusammen mit den Revisionisten führen, um dann den anti-revisionistischen Kampf zu führen. Der anti-imperialistische Kampf ist zugleich ein anti-revisionistischer Kampf und umgekehrt, den der moderne Revisionismus ist eine Ideologie des Imperialismus und keine Ideologie gegen den Imperialismus. Losgelöst voneinander ist es weder der eine noch der andere Kampf. Das Weltproletariat kann doch wohl nicht etwa von sozialfaschistischen Staaten zur sozialistischen Weltrevolution geführt werden oder? ! Dort in Kuba und Nord-Korea sitzen wahre Kommunisten, Demokraten, Arbeiter, die mutig gegen das sozialfaschistische Regime Widerstand leisten, im Gefängnis oder werden umgebracht nach dem Motto: „Wer die kubanische und die nordkoreanische Regierung angreift, ist ein „Verräter“, ein „Agent des USA-Imperialismus“!). In Kuba und Nord-Korea herrschen weder Revolution noch Sozialismus, sondern Konterrevolution und Kapitalismus! Dort wird die Arbeiterklasse, werden die werktätigen Massen faschistisch unterdrückt und elendig ausgebeutet – und zwar unterstützt von Faschisten und Sozialfaschisten in der ganzen Welt! Wir Marxisten-Leninisten unterstützen doch nicht die Bourgeoisie eines kleinen kapitalistisches Landes ( auch nicht, wenn es mit dem Etikett „Sozialismus“ versehen ist!) gegen ein großes kapitalistisches Land, wir kämpfen nicht mit dem einen kapitalistischen Lager gegen ein anderes, sondern wir unterstützen ausschließlich die Arbeiterklasse in allen kapitalistischen Ländern der Welt gegen alle kapitalistischen Länder der Welt, vor allem gegen das eigene. Wir gucken doch nicht weg, wenn in einem kleinen Land die Arbeiter bestialisch ausgebeutet und unterdrückt werden: „Leute, sorry, dass ihr von der eigenen Bourgeoisie in eurem kleinen Land so grausam ausgebeutet und unterdrückt werdet, aber ihr müsst sie verschonen, müsst eure Klassenbrüder in den Gefängnissen verschmachten lassen usw. usf., dürft keinen Klassenkampf führen, dürft eure Revolution nicht machen, weil nur die Kapitalisten in den großen Ländern, und nicht die in eurem eigenen Land von Übel sind.“ Der Klassenfeind steht überall im eigenen Land, muss in jedem Land durch die Revolution besiegt werden, wer möchte das bezweifeln. Und nur die Solidarität des Weltproletariats ist in der Lage, den Sieg des Befreiungskampfes der Arbeiter jedes Landes zu garantieren (nicht zu ersetzen) durch die Vollendung der sozialistische Weltrevolution mit dem Sturz des Weltimperialismus. Das lehrt der Marxismus-Leninismus, das besagt der proletarische Internationalismus. Zusammen mit der Bourgeoisie, mit den Revisionisten, egal wie sie heißen, was sie wollen oder wer sie sind, kann sich die Arbeiterklasse, kann sich das Weltproletariat niemals befreien, sondern nur durch den revolutionären Sturz der Bourgeoisie, nur durch den revolutionären Sturz der Weltbourgeoisie – und der gehören heute nun mal auch die kapitalistischen Führer in Kuba und Nord-Korea an oder etwa nicht?! Das ist eine unumstößliche Lehre des revolutionären Kampfes in der Geschichte der Arbeiterbewegung, an der die Proletarier aller Länder unbedingt festhalten müssen, wenn sie sich wirklich vom Kapitalismus befreien wollen. Das schließt auch die Unterstützung der Arbeiterklasse im weltweiten anti-imperialistischen Kampf ein – nur, dieser muss der Arbeiterklasse dienen, muss seiner revolutionären Befreiung dienen, denn die Arbeiterklasse kann sich nur befreien, wenn sie auch die Völker vom Weltkapitalismus befreit. Der anti-imperialistische Kampf ist dem Kampf für die sozialistische Revolution der Arbeiterklasse untergeordnet, dient diesem. Das ist der entscheidende Punkt, in dem wir uns von den Revisionisten unterscheiden. Wir unterstützen die Arbeiterklasse in Kuba und Nordkorea in ihrem Kampf für die sozialistische Revolution und das schließt die Unterstützung in ihrem Kampf gegen den USA-Imperialismus nicht etwa aus, sondern schließt ihn selbstverständlich mit ein, setzt ihn sogar voraus. Aber wir werden deswegen niemals den kubanischen Anti-Marxismus oder die revisionistischen JUCHE-Ideen und ihre Herrschaftssysteme verteidigen, die sich darauf stützen, denn das sind arbeiterfeindliche, kapitalistische Ideologien und Systeme, die zerschlagen werden müssen. Man kann nicht die großen Kapitalisten ungeschoren lassen, wenn man die kleinen bekämpft und umgekehrt. Man darf nicht vergessen, dass die Kapitalisten sich auf der ganzen Welt um den Profit streiten und darum auch Kriege führen, Wir Marxisten-Leninisten sind doch nicht dazu da, die großen Kapitalisten dazu zu bringen, den kleinen Kapitalisten auch mal ein paar Happen übrig zu lassen wegen der Gerechtigkeit usw. usf. Ebenso wie man nicht vergessen darf, dass sich alle Kapitalisten darüber einig sind, die revolutionäre Arbeiterklasse, den Sozialismus und die Revolution zu bekämpfen, auch die Führer in Kuba und Nord-Korea sind da keine Ausnahme! Und ebenso ist wahr, dass die Kapitalisten sich dabei auf soziale Schichten stützen, dass sie darum bemüht sind, die Arbeiterklasse vor ihren Karren zu spannen, dass sie sogar versuchen, die Arbeiterklasse anderen kapitalistischer Länder auszuspannen, um sie vor den eigenen Karren zu spannen, auch mit „anti-imperialistischer“, „revolutionärer“, „sozialistischer“ Phraseologie, also eben auch mit Hilfe der Revisionisten! Für die kubanische und nord-koreanische Bourgeoisie gibt es wohl kein geeigneteres Mittel zur Unterdrückung und Ausbeutung der eigenen Arbeiterklasse , der eigenen werktätigen Massen, zur Aufrechterhaltung ihrer kapitalistischen Herrschaft, ihres faschistischen Polizei- und Militärapparates, als mit ihrer verlogenen Propaganda für die eigene Bourgeoisie „gegen“ den USA-Imperialismus, wobei sie sich dreist auf die Tradition des einstigen heroischen Befreiungskampf dieser beiden Völker gegen den amerikanischen Imperialismus berufen ! Nicht um die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen vor dem USA-Imperialismus zu beschützen, nicht um sie zum revolutionären Kampf gegen den USA-Imperialismus aufzurufen, sondern die vollkommen verarmten Schweine sollen auch noch in ihrem Blut ertrinken, um der feinen Gesellschaft da oben ihre eigene Haut zu retten, die schon am Vermodern ist ! Das ist die ganze, traurige Wahrheit des Betrugs der untergehenden Bourgeoisie an den Massen – deswegen muss die Arbeiterklasse der Bourgeoisie ihre heuchlerische „anti-imperialistische“ Maske vom Kopf reißen, muss sie sich ihre marxistisch-leninistische Partei schaffen, die den anti-imperialistischen Kampf tatsächlich anführt ! Alles andere ist revisionistisches Geschwätz ! Der USA-Imperialismus fürchtet sich nicht vor der Bourgeoisie Kubas und Koreas, fürchtet sich nicht vor den Revisionisten dort, wohl aber vor der Revolution der Arbeiterklasse, die selber zu ihnen rüberschwappen und sie hinwegfegen kann. Wovor sich die ganze Weltbourgeoisie sehr wohl fürchtet, das sind die revolutionären Völker, ist die Armee des Weltproletariat, die in jedem Land ihre revolutionären Abteilungen kommandiert, sind die wahrhaften internationalistischen Revolutionäre, die Marxisten-Leninisten. Und diese Furcht ist durchaus berechtigt !
War der moderne Revisionismus die ideologische Waffe der neuen Bourgeoisie zur Beseitigung der Diktatur des Proletariats, so ist der Neo-Revisionismus ihre ideologische Waffe zu Verhinderung ihrer revolutionären Rückeroberung.
Der Neo-Revisionismus hat den „ideologischen Pluralismus“ der modernen Revisionisten übernommen und auf anti-marxistische Theorien vor allem des chinesischen Revisionismus eines Mao Tsetung, des Revisionismus eines Ramiz Alia oder den anti-marxistisch-leninistischen Theorien Che Guevaras, Kim Il Sung, Fidel Castro, ja sogar eines Trotzki übertragen - dabei aber auch offen und direkt auf solche Erz-Revisionisten wie Ulbricht, Pieck und Grothewohl, usw. usf. zurückgegriffen, die alle in verräterischer und konterrevolutionärer Absicht unter dem Schirm des „Marxismus-Leninismus“ subsummiert werden.
Das Charakteristische am Neo-Revisionismus ist, dass er sich zum Unterschied zum modernen Revisionismus ( der sich auf Lenin „stützte“ im Kampf gegen Stalin), neuerdings auf Stalin „stützt“ im Kampf gegen Enver Hoxha. Das entspricht vollkommen dem Wesen des über hundert Jahre alten Opportunismus, stets die entwickeltste Form des Marxismus mit den historisch vorangegangenen Formen des Marxismus zu widerlegen, zu bekämpfen und zu liquidieren, diese voneinander zu trennen, zu verabsolutieren und in Gegensatz zueinander zu setzen.
Das Leben hat eindeutig bewiesen, dass jene Strömung, die mit dem leninistischen Banner des Kampfes gegen den „Stalinismus“ auftrat, in Wirklichkeit eine regressive, konterrevolutionäre Strömung war, die den Marxismus-Leninismus und die Sache des Sozialismus unterhöhlte. Und das Leben beweist heute, dass jene Strömung, die mit dem Banner Lenins und Stalins gegen den „Hoxhaismus“ auftritt, in Wirklichkeit eine anti-marxistisch-leninistische, neo-revisionistische Strömung ist, die den Weg der Zurückeroberung des Sozialismus, den Weg der proletarischen, sozialistischen Weltrevolution, den Weg zum Kommunismus unterhöhlt. Die Häutung des Neo-Revisionismus aus dem modernen Revisionismus zeigt keineswegs eine erneute Niederlage des Marxismus-Leninismus gegenüber dem Revisionismus. Im Gegenteil, der Neo-Revisionismus wird heute von uns Marxisten-Leninisten genauso bekämpft und besiegt werden, wie Enver Hoxha den modernen Revisionismus bekämpft und besiegt hat. Die Häutung des modernen Revisionis