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TEIL II

Schulungstexte der Komintern-ML

1956 - 2006

50 Jahre Kommunismus

im Kampf gegen den modernen Revisionismus





Das Gesetz von der Häutung des Revisionismus:

Das Entwicklungsgesetz des Revisionismus ist das Gesetz von der Häutung des Revisionismus. Durch die Häutung wird dem Revisionismus wieder ein geschlossener Ausdruck verliehen, nachdem er als feindliche Strömung innerhalb der Arbeiterbewegung besiegt worden war. Wir Marxisten-Leninisten sprechen von den 3 historischen Häutungen des bürgerlichen Sozialismus :

Der vor-marxistische Sozialismus wurde von Marx und Engels zerschlagen. Nach ihrem Tod kämpfte er weiter als anti-marxistischer Revisionismus (1. Häutung), also nicht mehr in Form des alten Vor-Marxismus, sondern auf dem neuen Boden des Marxismus. Das ist die Periode der revisionistischen Verhinderung des Entstehens des Sozialismus, jene Periode also, in der noch gar kein Sozialismus existierte, wo die vor-marxistischen sozialistischen Ideologien restauriert wurden, indem ihnen die Revisionisten marxistische Gewänder verpassten. Zwischen Marxismus und Leninismus lag eine ganze Periode der Herrschaft des II. Internationale. Dieser Revisionismus der II. Internationale und Fett ansetzte, fand seinen Fäulnischarakter durch die Entwicklung des Imperialismus („lebendiger Leichnam“) und die Entstehung des Leninismus durch die leninistische Revision des Opportunismus der II. Internationale.

Das setzt sich weiter fort mit dem modernen Revisionismus, der den Boden des Marxismus-Leninismus betritt und von ihm aus gegen diesen kämpfte (2. Häutung). Das ist die revisionistische Periode der Restauration des Kapitalismus, also die Periode, in der der Sozialismus in „einem“ Land bereits ausgereift war. Zwischen dem Opportunismus der II. Internationale und dem modernen Revisionismus lag die ganze Periode des Sozialismus in „einem“ Land. Auch der moderne Revisionismus nahm, nachdem er Fett angesetzt hatte, Fäulnischarakter an durch die Entwicklung des Sozialimperialismus(„restaurierter Leichnam“) und durch die Entstehung des Hoxhaismus, die hoxhaistische Revision des modernen Revisionismus.

Und heute kämpft der Neo-Revisionismus auf dem Boden des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, den die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha anführte (3. Häutung). Das ist die gegenwärtige Periode der revisionistischen Verhinderung der Restauration des Sozialismus, also die Periode, in der sich der Sozialismus zum Weltsozialismus entwickelt. Auch er wird Fäulnischarakter annehmen durch die Globalisierung des Weltimperialismus („globalisierter Leichnam“). Der Marxismus wird seine höchste Stufe durch seine Revision des Neo-Revisionismus erreichen usw. usf.

Immer wenn der Marxismus soweit ausgereift war, dass er in einer neuen Periode des Klassenkampfes die dazu notwendigen theoretischen Voraussetzungen für die kommende Revolution, für den qualitativen Sprung der Gesellschaftsentwicklung, für die gesellschaftliche Umwälzung usw. geschaffen hatte, er also alle einigermaßen geschlossenen, ihm feindliche Lehren, insbesondere innerhalb der Arbeiterbewegung, verdrängt hatte, begannen diese anti-marxistischen Lehren in unvermeidbarer Weise nach neuen Wegen zu suchen, nämlich auf dem formalen Boden des neuen, auf eine höhere Stufe gehobenen (qualitativen Sprung des) Marxismus (Marxismus-Leninismus). Auf diesem fruchtbaren Nährboden siedelten sich dann die neuen ideologischen Parasiten der Kapitalisten an, um mit ihren „Korrekturen“ und „Überprüfungen“ ebenfalls einen geschlossenen ideologischen Ausdruck zu finden und ihre – eine dem neuen Marxismus (Marxismus-Leninismus) entsprechende - „höhere“ (zersetzender qualitativer Sprung) Entwicklung zu vollziehen – diesen klassenmäßig bürgerlichen, kleinbürgerlichen Zersetzungsprozess des Marxismus-Leninismus determinieren wir als die Häutung des Revisionismus. Die Häutung darf man hierbei keineswegs mit einem einfachen Auswechseln der Hülle gleichsetzen, ohne dass sich dabei der Inhalt ändern würde. Das Wesen des Revisionismus bleibt selbstverständlich prinzipiell erhalten, was aber nicht heißt, dass es sich nicht auch verändert. Der Revisionismus bleibt gleichzeitig dasselbe und verändert sich doch stets, steht mit sich selbst im Widerspruch. Wir haben es hier mit einem doppelseitigen Prozess des qualitativen Sprungs der Klassenideologie zu tun, nämlich wo die Umwälzung der Klassenideologie der neuen Gesellschaftsformation unbedingt auch eine (restaurative) Umwälzung der Klassenideologie der alten Gesellschaftsformation auslösen muss, ihr folgt, diese bedingt usw.. Die Restauration des Kapitalismus bedingt, bestimmt, die Restauration der kapitalistischen Ideologie, die Aufrechterhaltung/Wiederherstellung des Kapitalismus bestimmt den Revisionismus, bestimmt die bürgerliche Revision des Marxismus-Leninismus, bestimmt die Zersetzung des Marxismus-Leninismus, bestimmt seine Anpassung an die bürgerliche Ideologie. Jede qualitative Vorwärtsentwicklung des Marxismus zieht eine qualitative Zersetzungsentwicklung des Revisionismus nach sich. Zersetzungsentwicklung heißt hier nicht, dass der Revisionismus seine Wirkung etwa verliert. Das Dasein des Revisionismus besteht ja nicht darin, sich selbst, sondern den Marxismus zu zersetzen. Der Revisionismus stirbt ab erst nach einem erbitterten Klassenkampf, so wie seine kapitalistische Klasse abstirbt, die ihn hervorgebracht hat, aber nichts fällt, was nicht ohne erbitterten Klassenkampf zu Boden geworfen wird, weder der Kapitalismus, noch seine revisionistische Ideologie [vergleiche die Frage des Absterbens des Revisionismus mit Stalins Lehre vom Absterben der Diktatur des Proletariats]. Es handelt sich also um eine Erhöhung des Zersetzungsgrades vermittels eines qualitativen Zersetzungssprungs, um eine Zersetzung „auf höherer“ Ebene, aus dem einfachen Grund, weil die Kraft der Zersetzung des alten Revisionismus nicht mehr ausreicht, die noch sehr wohl für den Marxismus auf alter Stufe ausgereicht hatte ! Wenn Lenin davon sprach, dass der Klassengegner seine Anstrengungen verzehnfacht, um seine Macht zurückzuerlangen, dann haben wir darunter zu verstehen, dass diesem quantitativen Vorgang notwendigerweise ein qualitativer Vorgang vorausgegangen sein musste. Jeder grundsätzlichen Weiterentwicklung des Marxismus folgte daher ein ebenso grundsätzlicher Prozess seiner Anpassung an die bürgerliche Ideologie auf dem neu bereiteten Boden des Marxismus. Häutungen sind das Ergebnis der von der Bourgeoisie durchgeführten Generalrevisionen des Revisionismus, die mit den marxistischen Generalprüfungen und – säuberungen des Revisionismus unbedingt notwendig werden , voilà: – die Häutung, der Entwicklungsprozess des Revisionismus !

Die Häutungen des Revisionismus darf man nicht mit dem Wechsel der verschiedensten Masken der Spielarten des Revisionismus gleichsetzen. Bei den Masken handelt es sich (im engeren Sinne) um revisionistische Taktiken des konkreten verdeckten Manövrierens, des vertuschten Irreführens usw. usf., also maskierte Kampfformen und Organisationsformen des Klassengegners in den einzelnen Episoden des Klassenkampfes in verschiedenen Ländern, an den verschiedensten Fronten des Klassenkampfes usw., während es sich bei den historischen Häutungen des Revisionismus um grundlegende, wesentliche Veränderungen des Revisionismus handelt, die notwendig und unvermeidlich werden, wenn der Sozialismus historische Etappen durchläuft wie Erkämpfung des Sozialismus durch die sozialistische Revolution, Aufbau des Sozialismus in einem Land, Restauration des Kapitalismus in einem Land, Erkämpfung des Weltsozialismus durch die sozialistische Weltrevolution, Aufbau des Weltsozialismus, Restauration des Weltkapitalismus usw. So hat sich der unter den Bedingungen der Macht des Imperialismus entwickelte alte Revisionismus der II. Internationale gehäutet zum modernen Revisionismus unter den Bedingungen des Sozialismus an der Macht, unter den Bedingungen der Zweiteilung des Weltsystems. Und so hat sich der moderne Revisionismus mit vollzogener Restauration des Kapitalismus gehäutet zum Neo-Revisionismus unter den Bedingungen der einzig bestehenden globalen Macht des Weltkapitalismus. Es handelt sich bei den Häutungen also um solche revisionistischen Anpassungsprozesse, die durch qualitative Sprünge der gesellschaftlichen Entwicklung hervorgerufen werden.

Kommen wir zuerst zur naheliegenden Ableitung des Begriffs der

Revision :

Revision im negativen Sinne, das heißt Überprüfung der marxistisch-leninistischen Lehre durch die Bourgeoisie, die den Verzicht auf die Revolution, auf den Sozialismus, auf die Diktatur des Proletariats fordert. Daher der Name „Revisionismus“. Die bürgerliche Revision des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, also die bürgerliche Revision des Hoxhaismus, die Überprüfung des weiter entwickelten Marxismus-Leninismus, der Verzicht auf die sozialistische Weltrevolution, auf den Weltsozialismus, auf die Weltdiktatur des Proletariats, bezeichnen wir daher als Neo-Revisionismus oder als Welt-Revisionismus.

Normalerweise, also im positiven Sinne, dient uns eine Revision dazu, unsere einmal vertretene Haltung, unseren eingenommenen Standpunkt, unsere verfolgte Linie, unseren eingeschlagenen Kurs, unsere Kampferfahrungen, entweder von Seiten der kritischen Arbeiterklasse und den kritischen Massen, aber auch selbstkritisch zu überdenken zu überprüfen und notfalls zu korrigieren, insbesondere in Zeiten oder in Bereichen, wo sich die Bedingungen grundlegend geändert haben. Das ist an sich nicht schlecht, sondern im Gegenteil dringend notwendig. Täten wir das nicht, dann wären wir Dogmatiker, würden wir uns an alte Zöpfe klammern und damit untergehen, wären wir für die Arbeiterklasse nutzlos, ja schädlich. Nun, der Marxismus-Leninismus ist kein alter Zopf. Er hat ein festes Fundament und unverrückbare Grundpfeiler, Prinzipien, die sich bislang als unverzichtbar erwiesen haben und auch weiterhin als unverzichtbar erweisen – also Verallgemeinerungen von Erfahrungen des fortwährenden Befreiungskampfes des Weltproletariats. Es ist ein immanentes Gesetz des Marxismus-Leninismus, dass sich der Marxismus-Leninismus durch Kritik und Selbstkritik schöpferisch weiter entwickelt und er ist revolutionär, weil er der revolutionären Bewegung Rechnung trägt. Seine Revision ist daher grundsätzlich gewollt und notwendig, um lebendig und für die revolutionäre Bewegung unverzichtbar zu bleiben. Es gibt also Revision und „Revision“. Die eine ist positiv und dient dem Weltproletariat, die andere ist für das Weltproletariat negativ, weil sie dem Klassengegner, der Weltbourgeoisie dient. Wir unterscheiden grundsätzlich die proletarische von der bürgerlichen Revision des Marxismus-Leninismus. Mit der bürgerlichen Revision des Marxismus-Leninismus wollen die Klassengegner das ganze Gebäude der proletarischen Weltanschauung zum Zusammensturz bringen, den Marxismus-Leninismus deformieren. Lenin ist hierauf 1911/1912 eingegangen, als es um die Revision des Parteiprogramms ging:

Charakteristisch für die ´gegenwärtige Periode`- es wäre in vieler Hinsicht richtiger, sie als Periode der ´Stagnation` oder des ´Zerfalls` zu bezeichnen – ist das verächtliche Abtun des Programms und das Bestreben, es auf alle mögliche Weise zu kürzen, zu beschneiden, ohne den geringsten Versuch einer echten, entschiedenen Revision zu machen. Der ´Revisionismus` in seiner spezifischen Bedeutung als einer bürgerlichen Kastration der marxistischen Wahrheiten ist für die Epoche, die wir durchleben, charakteristisch nicht als kämpferischer Revisionismus, der das ´Banner des Aufstands` erhebt (und sei es auch nur so, wie das in Deutschland Bernstein vor etwa 10 Jahren und in Russland Struve vor 15 Jahren oder Prokopowitsch etwas später taten), sondern als eine feige, versteckte Verleugnung, die häufig mit ´praktischen` , vornehmlich mit angeblich praktischen Erwägungen gerechtfertigt wird. (...) Das Liquidatorentum wirft die Arbeit am Alten hin und macht aus dem Suchen nach dem ´Neuen` eine Legetimierung der Zersetzung(Lenin, Band 17, Seite 387/388 und Seite 391).

Genosse Stalin hat in diesem Zusammenhang folgende kritischen Worte zur Sinowjewschen Auslegung des Begriffs „Revisionismus“ gesagt – und zwar auf dem VII. Erweiterten Plenum der EKKI. Wir möchten an dieser Stelle nicht versäumen anzumerken, dass nach dem Tode des Genossen Enver Hoxha, dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, das nachfolgende „Sinowjewsche Kriterium des Revisionismus“ in der Welt immer noch weit verbreitet ist, nicht nur was die marxistisch-leninistische Theorie des Anti-Revisionismus im Besonderen, sondern die ganze Theorie des Marxismus-Leninismus überhaupt anbelangt :

Nach Sinowjew wäre jede Verbesserung, jede Präzisierung der alten Formeln oder einzelner Lehrsätze von Marx oder Engels, um so mehr aber ihre Ersetzung durch andere, den neuen Bedingungen entsprechende Formel, Revisionismus. Es fragt sich, weshalb? Ist denn der Marxismus nicht eine Wissenschaft, und entwickelt sich die Wissenschaft nicht, indem sie sich durch neue Erfahrungen bereichert und die alten Formeln verbessert? Da nun aber ´Revision` ´Überprüfung` bedeutet, eine Verbesserung und Präzisierung der alten Formeln jedoch nicht ohne eine gewisse Überprüfung dieser Formeln vorgenommen werden kann, so wäre also jede Präzisierung und Verbesserung der alten Formeln, jede Bereicherung des Marxismus durch neue Erfahrungen und neue Formeln Revisionismus. Das alles ist natürlich lächerlich. Was kann man aber tun, wenn Sinowjew sich selbst lächerlich macht und sich dabei noch einbildet, einen Kampf gegen den Revisionismus zu führen? (...) Danach hätten wir also ein neues, ein Sinowjewsches Kriterium des Revisionismus, das den marxistischen Gedanken, will man nicht des Revisionismus beschuldigt werden, zu völliger Erstarrung verurteilt“ (Stalin Werke, Band 9, Seite 84-85, dt. Ausgabe, KPD/ML, Hamburg 1971).

Nach Sinowjew darf sich also der Marxismus nicht durch neue Erfahrungen bereichern, ist jede Verbesserung einzelner Lehrsätze und Formeln des einen oder des anderen Klassikers des Marxismus gleichbedeutend mit Revisionismus. Was ist der Marxismus? Der Marxismus ist eine Wissenschaft. Kann der Marxismus als Wissenschaft erhalten bleiben und sich entwickeln, wenn er sich nicht durch die neuen Erfahrungen des Klassenkampfes des Proletariats bereichert, wenn er diese Erfahrungen nicht vom Standpunkt des Marxismus, unter dem Gesichtswinkel der marxistischen Methode verarbeitet? Es ist klar, dass er das nicht kann.

Ist es danach nicht klar, dass der Marxismus eine Verbesserung und Bereicherung der alten Formeln unter Berücksichtigung der neuen Erfahrungen bei Aufrechterhaltung des Standpunktes des Marxismus, bei Aufrechterhaltung seiner Methode erfordert, während Sinowjew das Gegenteil tut, sich an den Buchstaben klammert und den Standpunkt des Marxismus, seine Methode durch den Buchstaben einzelner Lehrsätze ersetzt. Was kann es Gemeinsames geben zwischen dem wirklichen Marxismus und der Ersetzung der Grundlinie des Marxismus durch den Buchstaben einzelner Formeln und durch Zitate aus einzelnen Lehrsätzen des Marxismus? Kann man etwa daran zweifeln, dass das kein Marxismus, sondern eine Karrikatur auf den Marxismus ist“ ( ebenda, Seite 87-88).

Also die Bourgeoisie will der Arbeiterklasse Angst einjagen und sie demoralisieren, ja nicht den Marxismus-Leninismus zu überprüfen und zu erneuern, weil man dann den Revisionisten nur Nahrung gäbe, das Überprüfte im Sinne der Bourgeoisie, im Sinne des Revisionismus auszunutzen und dem Marxismus-Leninismus damit zu schaden, nach dem Motto: „ein konservierter Marxismus-Leninismus schütze immerhin besser vor einem revisionistisch überprüften ´Marxismus-Leninismus` als gar keiner.“ Das eine, also der verknöcherte Dogmatismus ist natürlich genauso falsch und gefährlich wie das andere, also die fortschreitende Demontage und schließliche Liquidierung des Marxismus-Leninismus durch revisionistische „Überprüfung“. In den 40er Jahren war diese Furcht in der Sowjetunion , bei der Revision des Marxismus-Leninismus Fehler zu machen unter den marxistisch-leninistischen Philosophen weit verbreitet, so dass viele lieber darauf verzichteten, ihre Beiträge zu veröffentlichen. Hinzu kam der wachsende Einfluss der Revisionisten in der Sowjetunion, die logischerweise kein Interesse an der Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus hatten und schon gar nicht an der Weiterentwicklung der Revisionismus-Kritik. Erst nachdem Stalin sich mit seinen wissenschaftlichen Schriften energisch in die Diskussion einmischte, wurde dieser erstarrten theoretischen Periode Einhalt geboten. Wenn wir es für unverzichtbar erachten, den Revisionismus mit Hilfe der dialektischen Logik zu bekämpfen, so müssen wir kritisch bemerken, dass man sich lediglich darauf beschränkte, Lehrbücher der formalen (elementaren) Logik in der Volksbildung einzuführen. Der Kampf kann nur von der ganzen sozialistischen Gesellschaft erfolgreich gegen den Revisionismus geführt werden, also hätte auch die dialektische Logik an den Schulen gelehrt, hätten dementsprechend Schulbücher eingeführt werden müssen. Wenn wir die Frage beantworten, warum der Revisionismus in der Sowjetunion an die Macht kommen konnte, so nicht zuletzt deswegen, weil dieser Kampf nicht konsequent genug in die Massen getragen wurde, die Massen nicht ausreichend mit dem entsprechenden Rüstzeug ausgestattet und voll mobilisiert wurden.

Die Renegaten Bernstein und Kautsky

Zwei der bekanntesten Revisionisten, Arbeiterverräter, Verräter am Marxismus, waren die beiden Renegaten Bernstein (1850-1932) und Kautsky (1854-1938), wobei bemerkenswert ist, dass Kautsky einer derjenigen war, die die revisionistische Bernsteiniade anfangs bekämpften, um später in seinen Schoß zurückzukehren und derBernstein weit in den Schatten stellte“ (Lenin, Band 28, Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky, Seite 230) Der Renegat Bernstein ist ein Waisenknabe im Vergleich zu dem Renegat Kautsky (ebenda, Seite 240). Wir verweisen darauf, dass die modernen Revisionisten in deren Fußstapfen getreten waren und dass sie den Kapitalismus nicht zuletzt auch auf den theoretischen Grundlagen von Bernstein und Kautsky restauriert hatten. Kautsky und Bernstein haben den internationalen Charakter des Revisionismus geprägt, haben immer noch Einfluss auf die revisionistische Bewegung in der ganzen Welt bis auf den heutigen Tag und dieser Einfluss muss weiter bekämpft werden. Es ist daher unumgänglich, die Kritik der 5 Klassiker an diesen beiden Urvätern des modernen Revisionismus zu studieren, denn diese alten revisionistischen Ideen ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte des Revisionismus; es ist der „alte Wein in neuen Schläuchen“ (Vom Kautskyanertum zum Neo-Kautskyanertum= Kautsky in Worten vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus zu kritisieren, aber in Taten zu den Wurzeln des Kautskyanertums zurückkehren und sie unter den neuen Bedingungen wieder wachsen zu lassen). Das Kautskyanertum war vor allem die zentristische Strömung in der II. Internationale, eine international verbreitete anti-marxistische Linie in den Fragen von Krieg und Frieden, in der nationalen und kolonialen Frage, in der Frage des Imperialismus (Theorie des „Ultra-Imperialismus“), ganz besonders in der Frage der sozialistischen Revolution (feindliches Verhalten zur Oktoberrevolution und dem Bolschewismus), in der Frage des Staates und der Diktatur des Proletariats, aber auch in weiteren Fragen wie die Frage der bürgerlichen Demokratie (Parlamentarismus Liebedienerei gegenüber der Bourgeoisie), der Ökonomie ( seine anti-marxistische Theorie der Produktivkräfte usw. usf.). Dieser Schulungstext kann die Aufgabe einer marxistisch-leninistischen Kritik am Kautskyanertum nicht gerecht werden, weil das den Umfang sprengen würde und so verweisen wir auf das Studium der 5 Klassiker, insbesondere auf Lenin und Stalin. Was uns hier im Zusammenhang mit der Unterscheidung zwischen marxistischer Revision und revisionistischer „Revision“ des Marxismus interessiert, ist die Tatsache, dass sich bei Kautsky beides in ein und derselben Person vollzog – der Weg zum Marxisten und schließlich der Weg zum Verrat am Marxismus, zum Revisionist Kautsky. In dem folgenden Zitat, das Ende des 19. Jahrhundert geschrieben wurde, hat Kautsky Marx und Engels noch gegen den Revisionismus verteidigt. Lenin hat in seiner Schrift Noch einmal zur Frage der Realisationstheorie´ (März 1899) in einer Anmerkung diese korrekte Erklärung von Kautsky veröffentlicht: Wir wollen übrigens die folgende interessante Erklärung Kautskys (...) festhalten:...`Sollte es mir gelungen sein, in vorliegender Schrift neue, fruchtbare Gedanken zu entwickeln, so bin ich dafür vor allem meinen beiden großen Meistern [Kautsky meint hier natürlich Marx und Engels – Anmerkung der Redaktion] zu Dank verpflichtet, und ich betone das hier um so lieber, als seit einiger Zeit selbst in sozialistischen Kreisen (...) sich Stimmen erheben, die den Standpunkt von Marx und Engels für veraltet erklären ... Die Ursache dieser Zweifel scheint mir mehr in der Person der Zweifler als in der angezweifelten Lehre begründet zu sein. Das schließe ich nicht nur aus den Resultaten, welche eine Prüfung solcher Bedenken ergibt, sondern auch aus den Erfahrungen, die ich an mir selbst gemacht. Meine Sympathien gehörten in den Anfängen meiner Beschäftigung mit dem Sozialismus (...) durchaus nicht dem Marxismus. Ich trat ihm ebenso kritisch und zweifelnd entgegen, wie nur irgendeiner derjenigen, die heute verachtungsvoll auf meinen Dogmenfanatismus herabsehen. Nur widerstrebend wurde ich Marxist. Aber damals, sowie später, so oft mir in einer grundlegenden Frage Zweifel aufstiegen, habe ich schließlich stets gefunden, dass die Schuld an mir lag und nicht an meinen Meistern, dass eine Vertiefung in den Gegenstand mich zwang, ihren Standpunkt als den berechtigten zu erkennen. So hat jede Neuprüfung, jeder Versuch einer Revision bei mir nur zu vermehrter Zuversicht, verstärkter Anerkennung der Lehre geführt, deren Verbreitung und Anwendung die Aufgabe meines Lebens geworden ist`(Zitat bei Lenin, Werke, Band 4, Seite 71).

Kautsky war also einmal Marxist, ein so guter Theoretiker des Marxismus, dass Lenin ihn gegen die Revisionisten in Russland verteidigte. Kautsky war nicht nur in positiver Hinsicht wertvoll für die theoretische Vorbereitung der siegreichen Oktober-Revolution, sondern auch in negativer Hinsicht insofern, als Lenin Kautskys allmählichen Abweichungen vom Marxismus rechtzeitig durchschaute, seine Gegenerschaft zur Oktoberrevolution und dem Bolschewismus und ihn schließlich wegen seines abtrünnigen Wechsels ins konterrevolutionäre Lager verurteilte und dessen revisionistische und äußerst gefährliche Ideologie einer scharfen Kritik unterzog, wodurch der Marxismus auf eine höhere Stufe gehoben und in die Tiefe und Breite gestärkt wurde, was wie gesagt, den Sieg des Sozialismus in einem Land beschleunigte. In Russland gab es ein ähnliches Beispiel – Plechanow. Plechanow war der erste in Russland, der den Marxismus gegen den russischen Revisionismus verteidigte, ging dann aber ebenfalls ins konterrevolutionäre Lager über und stellte sich mit seinen revisionistischen Anschauungen schließlich gegen Lenin, der einst einer seiner engsten Kampfgefährten war. Die gefährlichsten Revisionisten kamen also – wie man sieht – nicht direkt aus dem bürgerlichen Lager, sondern waren einst zum Teil sogar hervorragende Marxisten, waren marxistische Führer nicht zuletzt im Kampf gegen den Revisionismus. Lenin schrieb:Wie ist diese ungeheuerliche Entstellung des Marxismus durch den im Marxismus so bewanderten Kautsky zu erklären? Spricht man von den philosophischen Grundlagen der Erscheinung, so läuft die Sache auf die Vertauschung der Dialektik mit Eklektizismus und Sophistik hinaus. Kautsky ist ein großer Meister solch einer Unterschiebung. Spricht man praktisch politisch, so handelt es sich um Lakaientum gegenüber den Opportunisten, d.h. letzten Endes gegenüber der Bourgeoisie“ (Lenin, Ausgewählte Werke in 2 Bänden, Band II, Moskau 1947, S. 415-416).

In der ganzen Geschichte des Revisionismus haben sich stets diejenigen Revisionisten als die gefährlichsten erwiesen, die zuvor mal als Marxisten-Leninisten im Kampf gegen den Revisionismus hervorgetreten waren und Kautsky hatte leider Recht behalten, als er 1934 in einem Brief prophezeiteMeine Zeit wird wieder kommen, davon bin ich fest überzeugt.“ Kaum dass Kautskys Sarg versenkt war, öffneten die modernen Revisionisten den Sargdeckel, bedienten sie sich der Theorien Kautskys ( natürlich versteckt hinter marxistisch-leninistischer Phraseologie), um an die Macht zu gelangen. Andere, die den Sargdeckel Kautskys schon zu Lebzeiten Stalins zu öffnen versuchten – wie Bucharin – erlitten empfindliche Niederlagen, während die Position des Marxismus-Leninismus und der Aufbau des Sozialismus dadurch nur noch mehr gefestigt wurden.

Da das bürgerliche Lager alles andere als einheitlich ist, gibt es dort entsprechend unterschiedliche Strömungen, von denen einige ganz und gar nicht mit dem Treiben der Revisionisten einverstanden sind und waren und selbst den schlimmsten Renegaten nicht über den Weg trauen. Das galt nicht nur für die offen reaktionärsten Kräfte, sondern auch für die offen reformistische Sozialdemokratie. Die revisionistische Agentur der Bourgeoisie durfte ja nicht auffliegen, also traten die Reformisten mit ihrem offenen Anti-Marxismus gegen den verkappten Anti-Marxismus der Revisionisten nur zum Schein auf, unterstützten diese natürlich aber in Taten in deren anti-marxistischen Kampf. Reformismus und Revisionismus arbeiten seit eh und je auf diese Weise gegen den Marxismus-Leninismus Hand in Hand zusammen. Offiziell wurden die Revisionisten von den Reformisten als „Marxisten“ „bekämpft“, aber dem Wesen nach waren es zwei aufeinander abgestimmte Strömungen und Taktiken der Bourgeoisie, auf die sich diese im Kampf gegen die Arbeiterbewegung und den Marxismus stützte und weiterhin stützt.

Wir Marxisten-Leninisten griffen und greifen die Revisionisten von marxistisch-leninistischen Positionen, also von links als Verräter an, während die rechten, reformistischen „Sozialisten“ die Revisionisten nur zum Schein, von bürgerlichen Positionen aus, also von rechts angriffen und angreifen, damit die Revisionisten ihrer Rolle als Zentristen und Versöhnler gerecht werden konnten, die ja bekanntlich darin besteht, die Anpassung der proletarischen Interessen an die Interessen der kleinbürgerlichen Interessen und damit deren Unterordnung in einer marxistisch-leninistischen Partei durchzusetzen – eben zur Anpassung an die Herrschaft der Bourgeoisie. Dadurch bot sich der Bourgeoisie die Gelegenheit, den Zentrismus als ideologische Waffe der Klassenversöhnung im Kampf gegen den Marxismus-Leninismus einzusetzen. Die verkappten Revisionisten um Kautsky waren demnach für die Bourgeoisie ihr „Zentrum des Marxismus“, das von rechts angegriffen (offene Reformisten) und von links angegriffen wurde, also von den „Dogmatikern“, „Sektierern“, „Linksextremisten“ usw.( damit waren natürlich wir Marxisten-Leninisten gemeint). Von ´Ultralinks` (vom „linken“ Opportunismus) wurde versucht, den Angriff des Marxismus von links zu paralysieren. Der „linke“ Opportunismus sollte den Marxismus schwächen und den Revisionismus stärken. Einer der bekanntesten und gefährlichsten Zentristen war Trotzki, weil er damit sein Liquidatorentum maskierte. Nach zentristischem Muster wurde zum Beispiel auch das revisionistische China unter der Führung Mao Tsetungs aufgebaut. Mao war ein typischer Zentrist, der das Pingpong-Spiel mit den rechten und „linken“ Lager perfekt beherrschte, und zwar so gut beherrschte,sie immer in Übereinstimmung, im Gleichgewicht hielt, so dass dadurch überhaupt jegliche Organisierung der Marxisten-Leninisten verhindert, zumindest aber erschwert, wurde. So hat es bis auf den heutigen Tag in China noch gar keine wahrhaft marxistisch-leninistische Partei gegeben.

Womit wir es zu tun haben, ist eine alte Taktik der Bourgeoisie, sich zum Schein - also offiziell - „gegen“ ihre eigenen Agenturen innerhalb des marxistischen Lagers zu stellen und sie nur zum Schein als „Marxisten“ zu „bekämpfen“, damit die Massen das glauben sollen : Seht her: das ist einer von euch. Wir würden den doch nicht etwa bekämpfen, wenn es ein Mann von uns wäre!“ (Taktik des Doppelagenten). Die Revisionisten an der Macht, also die modernen Revisionisten und ihre Gefolgsleute in der ganzen Welt wurden von der Bourgeoisie nicht nur dem Lager des Marxismus zugeordnet, sondern wurden sogar als Repräsentanten, als „Zentrum“ des marxistischen Lagers hingestellt, während die wahren Marxisten-Leninisten, die Vertreter des wahren marxistisch-leninistischen Zentrums in der bürgerlichen Propaganda als „stalinistischer Wurmfortsatz“, als „Chaoten“, „Revoluzzer“ und „Linksextremisten“ hingestellt, ausgegrenzt und isoliert. Als der Maoismus aufkam, bezeichnete die Bourgeoisie die Marxisten-Leninisten als „Maoisten“, die angeblich gegenüber den „orthodoxen Marxisten-Leninisten“ ( so bezeichnete die Bourgeoisie das Lager der Sowjetrevisionisten) „linkssektiererische“ Positionen vertreten würden. Als „Orthodoxe“ hatten nach herrschender Auffassung der Bourgeoisie die sowjetischen Revisionisten zu gelten, während die Marxisten-Leninisten ( die einzig wirklichen Orthodoxen!!) als „Neue Linke“, als „Linksextremistische K-Gruppen“, als „terroristische Vereinigungen“ usw. usf. zu bezeichnen wären – als alles andere, nur nicht als Marxisten-Leninisten. Die Marxisten-Leninisten wurden so behandelt, als würden sie sich unberechtigterweise! Staatsfeindliche Gruppierungen, die sich den Marxismus-Leninismus als „Tarnkappe“ aneignen, um damit ihre Gewalttätigkeit, ihr „Revoluzzertum“ zu rechtfertigen, den Marxismus-Leninismus als Aushängeschild des blanquistischen, “linken Terrorismus“ innerhalb der Arbeiterbewegung zu benutzen, „Feinde“ der Arbeiter, die sich als „Retter des Arbeiters“ ausgeben und von außen in die Arbeiterbewegung eindringen, um sie vor ihren terroristischen Karren zu spannen – so stellt die Bourgeoisie die Marxisten-Leninisten in der Arbeiterbewegung dar, so stellen die Revisionisten uns dar, während sie die Rolle des „Hüters“ des Marxismus-Leninismus spielen dürfen. Der Kampf der Marxisten-Leninisten gegen den Revisionismus wurde in der Propaganda der Bourgeoisie (wenn überhaupt!) hingestellt als Kampf von „Linksextremisten“ und „Sektierern“ gegen die „Marxisten-Leninisten“ (Lager der sowjetischen Revisionisten). Nach dem Bruch mit China bezeichnete die Bourgeoisie die Marxisten-Leninisten als „albanienfreundliche Chaoten-Gruppierungen“, als „Hoxhaisten“, als Stalinisten“. Nachdem die albanischen Revisionisten das sozialistische Albanien mit Hilfe der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung zerschlagen hatten und sich die ehemals „albanienfreundlichen Parteien“ (also die einzig wahrhaft marxistisch-leninistischen Parteien) entweder aufgelöst oder gespalten hatten, bzw. neo-revisionistisch entarteten, werden sie von der Bourgeoisie als Überbleibsel ( aber noch als „Repräsentanten“!) der ehemaligen hoxhaistischen Parteien bezeichnet. Dass es Marxisten-Leninisten gibt, wie die Komintern / ML, die sich auf die 5 Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha stützen, wird bislang überwiegend verschwiegen, da es sich bei uns momentan noch um eine verschwindend kleine Minderheit in der Welt handelt, der man keine Beachtung schenken darf, wenn man sie nicht unnötig aufwerten will. Die Bourgeoisie dreht zu gegebener Zeit den Spieß um, indem sie die Komintern /ML als Repräsentant der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxhas leugnet und sie später als isolierte „Abspaltung“ aus eben dieser neorevisionistischen Bewegung betrachtet, während sie diejenigen, die sich in Wirklichkeit von der marxistisch-leninistischen Weltbewegung Enver Hoxhas ideologisch- inhaltlich isolierten und abspalteten (wie zum Beispiel die Parteien von „Unity and Struggle“ , die Unterzeichner der Quito-Erklärung von 1992 usw. ), das Etikett „Vertreter der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha“ verpasst. Spaltung und Zersplitterung der revolutionären Bewegung, das war und ist stets die Taktik im Klassenkampfes der Bourgeoisie gegen die Arbeiterklasse, Entfremdung der Arbeiterklasse gegenüber ihrer eigenen Weltanschauung, Entfremdung gegenüber ihren eigenen Klassenorganisationen, Schaffung unzähliger revisionistischer Sammelbecken, um die Vereinigung der Proletarier aller Länder zu stören, zu verhindern.

Heute versucht die Bourgeoisie besonders mit dem Eklektizismus und der Metaphysik, insbesondere mit ihrer imperialistischen Sophistik als deren Kehrseite, den Marxismus-Leninismus bis zur Unkenntlichkeit zu zerstümmeln, zu verwässern, zu entstellen und nichts von ihm übrig zu lassen, die Existenz des Revisionismus scholastisch zu leugnen. Die verschiedensten anti-marxistisch-leninistischen „Revisionismuskritiken“ sind auf dem Markt bzw. eklektisch miteinander verbunden worden, auch in Vermengungen mit der marxistisch-leninistischen Revisionismuskritik. Es herrscht ein heilloses Durcheinander. Alles, was der Marxismus-Leninismus an Revisionismus-Kritik hervorgebracht hat, wird entweder im relativistischen Nebel in alle Winde verstreut oder als veraltete Doktrin an den unrühmlichen „historischen Nagel“ gehängt. Die Neo-Revisionisten helfen fleißig dabei mit, indem sie die marxistisch-leninistische Revisionismuskritik zu einer formalistischen Kritik degradieren (jedenfalls beginnen sie dies mit zaghaften Versuchen). Es ist gefährlich, eine formalistische Kritik am Revisionismus mit der dialektischen Kritik am Revisionismus zu vermischen, weil dies einen günstigen Boden schafft, um die dialektische Kritik am Revisionismus durch die formalistische Kritik zu ersetzen. Das aber führt theoretisch zum Eklektizismus und hat auch in der praktischen Bewegung bereits zum Eklektizismus geführt. Es gibt entweder die formalistische oder die dialektische Kritik am Revisionismus – ein Zwischending gibt es nicht, denn beide Kritikern stehen sich unversöhnlich gegenüber, was natürlich nicht ausschließt, dass es auch hier wieder Versöhnler gibt, die das Unversöhnliche zu versöhnen versuchen, um die dialektische Kritik am Revisionismus der formalistischen Kritik anzupassen. Nur die dialektische Kritik am Revisionismus zeigt den richtigen Weg zur Beseitigung der Unvermeidbarkeit des Revisionismus auf, während die formalistische Kritik am Revisionismus auf Irrwegen stets zurück in den Revisionismus führt. Die Neo-Revisionisten vulgarisieren und banalisieren den Begriff des Revisionismus, begnügen sich mit einer Art primitiver „Revisionismuskritik für den Hausgebrauch“. Sie gehen nicht unnötig darüber hinaus, was am häufigsten ins Auge springt, wenn es um die Behandlung der Revisionismus-Frage geht. Sie scheuen sich, auf das Wesentliche am Revisionismus einzugehen und meiden es beflissentlich. Als Marxisten-Leninisten verlangen wir aber, dass man mit der Revisionismus-Kritik unbedingt darüber hinaus gehen, das man die Revisionismuskritk vor ihrer Vulgarisierung schützen muss. Die Neo-Revisionisten haben die Kritik am modernen Revisionismus, wenn überhaupt, so dann nur noch im Wesentlichen als historisch abgehakt betrachtet und, eingefroren, haben des Kapitel „moderner Revisionismus“ mit einem Schlussstrich beendet. Um den Revisionismus zu bekämpfen, muss man ihn jedoch wirklich richtig kennen, muss man ihn von allen Seiten und in all seinen Zusammenhängen untersuchen und zwar bis hin in unsere heutige Zeit, muss man die Weiterentwicklung des modernen Revisionismus unter den heutigen Bedingungen studieren. Die metaphysische Verabsolutierung aller Grenzen und Unterschiede des modernen Revisionismus und die sophistische Verwischung, ja Aufhebung aller seiner Grenzen und Unterschiede sind im Grunde genommen ein und dasselbe. Es wurde nie mehr zur Verwirrung des Kampfes gegen den Revisionismus beigetragen wie heute und das hat natürlich globalistische Methode. Sogar die ärgsten Revisionisten spielen sich heute ungeniert als „Anti-Revisionisten“ auf. Heute gibt es nur noch die guten „Anti-Revisionisten“ - böse Revisionisten gibt es schon längst nicht mehr, Ihre Gattung ist längst ausgestorben ?! Aber sobald wir diese „Logik“ der Revisionisten entlarven, sobald wir diese feinen „Anti-Revisionisten“ ihres tatsächlichen Revisionismus überführen, sie beim Namen nennen, sie an Hand ihrer revisionistischen Taten überführen, dann fangen sie an, blindwütig um sich zu schlagen, wenn sie mit versöhnlerischen Beschwichtigungen nicht mehr landen können. In ihrem Größenwahn phantasieren sie von „Selbstkritik“, von den „Selbstheilungskräften“ des Revisionismus, so als ob der Revisionismus sich selber aus dem Sumpf ziehen könne und reumütig, wie Phönix aus der Asche als Marxismus-Leninismus wieder gereinigt in Erscheinung treten könne. Was wir den Revisionisten allerdings nicht absprechen können, ist, dass sie fähig sind und auch die Mittel haben, aus ihren Fehlern zu lernen, aber eben nur um ihren Betrug weiter zu verfeinern und zu vervollkommnen, ihn auf die heutigen und zukünftigen Bedingungen noch besser als je zuvor anzupassen usw. usf. Allein aus dieser nicht zu leugnenden Tatsache heraus haben wir genug Grund, unsere Wachsamkeit zu erhöhen, und unsere Revisionismuskritik auf eine höhere Stufe zu heben.

Manche dreiste Revisionisten behaupten sogar, sie wären „nie“ Revisionisten gewesen, das wäre nur ein Hirngespinst, üble Nachrede der „Dogmatiker“ und „Sektierer“. Andere revisionistische („einsichtige“) „Genossen“ reichen dir „kameradschaftlich“ die Hand, um dich in ihren Abgrund zu ziehen. Natürlich gibt es auch ehrliche Menschen, die tatsächlich ihre Fehler einsehen und sich zum Marxismus-Leninismus hin entwickeln, denen wir natürlich kameradschaftlich die Hand reichen und denen wir helfen, sich von den revisionistischen Führern zu trennen! Ihnen nicht die Hand zu reichen heißt, sie wieder in die Arme der revisionistischen Führer zu treiben.

Die subjektiv angewandte Elastizität des Begriffs Revisionismus ermöglicht es den heutigen Revisionisten, den Begriff des Revisionismus nach Belieben zu verwirren, die Wahrheit über den modernen Revisionismus durch maskierte Lügen zu übertünchen, aus der Rolle des Täters in die Rolle des Opfers zu schlüpfen usw. usf.. Die wahre Geschichte des modernen Revisionismus wird von ihnen entstellt, ja sie spielen sogar mit dem Begriff des Revisionismus oder verschweigen ihn völlig. Den alten Revisionismus in einen neuen „Anti-Revisionismus“ zu verwandeln, das Vertauschen dieser Begriffe, die prinzipienlose Austauschbarkeit der marxistisch-leninistischen Begriffe überhaupt hat heute weitestgehende Verbreitung gefunden. Alles mit allem zu verwirren – das ist heute nach 50 Jahren von unserem anti-revisionistischen Kampf übrig geblieben. Diese Methode des Betrugs, das Spiel mit Worten an Stelle einer tiefen Analyse des Revisionismus, die Versuche, den Begriff des Revisionismus mit dem Begriff des „Anti-Revisionismus“ zu vertauschen oder: in ein und denselben Begriff des Revisionismus einen verschiedenen, ja entgegengesetzten Inhalt und Sinn hineinzulegen – all diese Skrupellosigkeit, all diese subjektive Willkür des Jonglieren mit dem Begriff Revisionismus scheint keinerlei Grenzen mehr zu kennen. Diese sich wie ein Virus ausbreitende Herrschaft der subjektivistischen Willkür ist besonders bequem für diejenigen, die versuchen, die marxistisch-leninistische Lehre von der Fortsetzung des Kampfes gegen den Revisionismus, von der Fortsetzung als globalisierten Kampf gegen den Revisionismus zu „widerlegen“ und den Revisionismus zu „verewigen“. Die marxistisch-leninistische Revisionismuskritik geht davon aus, dass im Entwicklungsprozess des Revisionismus unbedeutende und verborgene quantitative Veränderungen sprunghaft in qualitative Veränderungen übergehen. Wir Marxisten-Leninisten bekämpfen den Revisionismus permanent, wobei wir sowohl seine verborgenen quantitativen Veränderungen als auch seine qualitativen Sprünge bekämpfen. Die so genannten „Anti-Revisionisten“ von heute vergessen dagegen bewusst, entweder hinter der revisionistischen Evolution die Sprünge, oder hinter den Sprüngen die Evolution des Revisionismus zu sehen. Man geht sorgloser und unbekümmerter als je zuvor mit der tatsächlich wachsenden Gefahr des Revisionismus um, bis der Revisionismus wieder mit voller Wucht zuschlägt, wenn man ihm weitere Atempausen gibt oder gar den Kampf gegen ihn einstellt. Für das Weltproletariat ist die gesamte Gefahr des Revisionismus viel größer als die einzelne Gefahr in jedem Land der Welt. Das Proletariat eines Landes steht dem Revisionismus eines Landes gegenüber. Das Weltproletariat steht dem Weltrevisionismus gegenüber.

Wir müssen uns unsererseits vor sektiererischen Gefahren in Acht nehmen, vor der gefährlichen Auffassung, die jene evolutionäre Entwicklung des (verkappten) Revisionismus leugnet, die den Boden für den Sprung zur Zurückeroberung seiner offenen sozialfaschistischen Macht vorbereitet. Die „Ruhe“ der gegenwärtigen revisionistischen Bewegungen, ist in Wahrheit eine trügerische Ruhe, ist eigentlich gar keine Ruhe, sondern Regenerationsphase für die weitere Entwicklung des revisionistischen Einflusses im Weltproletariat in Vorbereitung auf die Unterhöhlung der sozialistischen Weltrevolution. Jede schwankende Haltung gegenüber der tatsächlich vor sich gehenden Entwicklung des Revisionismus ist unzulässig. Entweder der Revisionismus wird zur wachsenden Gefahr, dann müssen wir den Kampf gegen ihn verstärken. Oder der Revisionismus ebbt ab, dann können und dürfen wir uns eine solche Aufgabe nicht stellen. Bei dieser Entscheidung darf es keine Mittellinie geben, etwa: Gefahr des Revisionismus nimmt einerseits zu und andererseits ab“ - das ist undialektisch, entweder nimmt sie zu oder sie nimmt ab. Der gegenwärtige Revisionismus ist genauso real wie sein Kampf gegen ihn. In gegenwärtigen Entwicklungsstadium der marxistisch-leninistischen Weltbewegung ist es nicht verwunderlich, ja ist der Missbrauch des Begriffs „Anti-Revisionismus“ unvermeidlich. Das war schon immer ein Wesensmerkmal des Revisionismus und ist natürlich nichts Neues, aber das Ausmaß ist viel größer geworden als es in der Vergangenheit jemals war. Das beweist nur die Verdorbenheit, den globalisierten Fäulnisprozess der bürgerlichen Ideologie einschließlich des Revisionismus und kündigt den notwendig folgenden erneuerten revolutionären Sturm gegen den Revisionismus an. Auch revisionistische Lügen haben kurze Beine. Die Praxis des Klassenkampfes wird dies unvermeidlich beweisen. Man kann die Wahrheit, die Einsicht in die Notwendigkeit des anti-revisionistischen Kampfes des Weltproletariats nicht ignorieren, nicht leugnen, nicht entstellen. Das Weltproletariat wird sich von der Verlogenheit des Revisionismus aus eigener Kraft und mit unserer Hilfe an Hand der eigenen Erfahrungen überzeugen. Die Ideen des Anti-Revisionismus sind unbesiegbar, denn es sind die Ideen des Marxismus-Leninismus, sind unzertrennlicher Bestandteil der Weltanschauung des revolutionären Weltproletariats.

Im Grunde genommen gibt es in der anti-kommunistischen Propaganda der Bourgeoisie „überhaupt keine eindeutigen, wahren“ Marxisten-Leninisten, ihre Auffassung über die Marxisten-Leninisten trägt bürgerlichen Klassencharakter. In Wahrheit weiß sie, was sie tut. Sie tut so, als wenn sich alle Gruppierungen verschiedenster Richtungen, Fraktionen, gegenseitig bekämpfen, die ihre Argumente gegenseitig aufheben und sich behindern. Sie weiß, dass sie es nicht verhindern kann, dass sich in diesem Getümmel nicht alles selber zerstört, sondern sich ein Kern herausbildet, der gefährlicher wird, wenn man ihm nicht immer mehr Getümmel zuführt, mit dem er sich auseinanderzusetzen hat. Aber damit hält sich die Bourgeoisie die Herausbildung des marxistisch-leninistischen Kerns nicht etwa vom Leibe, nein sie stärkt damit nur seine Durchsetzungskraft, wenn nicht von heute auf morgen, so aber auf lange Sicht – und das ist das, was jetzt in der ganzen verwirrenden Bewegung vor sich geht, ein anwachsender, wenn auch mühseliger Prozess ihrer Entwirrung. Je stärker die Kräfte der ideologischen Verwirrung wirken, desto stärker werden die Kräfte der ideologischen Klarheit – Kräfte erzeugen Gegenkräfte in gleichem Maße, das ist ein unumstößliches Gesetz der Mechanik, das auch die Bourgeoisie nicht außer Kraft setzen kann, selbst wenn sie es gerne wollte. Und dieses Gesetz wirkt auch zwischen den revisionistischen und den revolutionären Kräften. Die Bourgeoisie hat tausende und abertausende Organisationen geschaffen, um es der Arbeiterklasse schier unmöglich zu machen, sich da noch überhaupt zurechtzufinden. Dieses breit angelegte globalisierte Chaos hat also heute System, ist charakteristisch für den gegenwärtigen anti-marxistisch-leninistischen Kampf der Bourgeoisie, der seinen organisatorischen Ausdruck in der völligen Zersplitterung der revolutionären Bewegungen auf der ganzen Welt hat. Ein Gordischer Knoten ist da wesentlich leichter zu durchtrennen, als so ein verheddertes und völlig durcheinander gebrachtes Wollknäul mit tausenden von Fäden, die, wenn man sie aufribbelt, alle in bürgerlicher Ideologie enden, also Fäden sind, die nur zur Bourgeoisie führen. Unter all den rot angemalten Fäden ist nur ein einziger wirklich roter Faden dabei, der tatsächlich zum Anti-Revisionismus, zum Marxismus-Leninismus, zur sozialistischen Weltrevolution führt. Die Bourgeoisie kennt diesen Faden, kennt die Marxisten-Leninisten, die diesen Faden spinnen und deswegen haben sie auch ein Auge auf uns und versuchen sich taktisch klug zu verhaltentun sie alles, damit wir den Faden verlieren und die Arbeiterklasse ihn nicht findet. Noch ist die marxistisch-leninistische Linie der Komintern/ML nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber man kann das Weltproletariat nicht für dumm verkaufen. Es wird seinen Weg zum Marxismus-Leninismus unvermeidlich finden und die Weltbourgeoisie wird es letztendlich nicht verhindern können.

Die Taktik der Bourgeoisie bestand darin, die antagonistischen Widersprüche zwischen Revisionismus und Marxismus-Leninismus zu leugnen und sie stattdessen als nicht-antagonistisch auszugeben. Auf diese Weise konnte die Bourgeoisie mit dem Revisionismus der Arbeiterklasse, der Revolution und dem Sozialismus großen Schaden zufügen, denn sie schob alles dem Marxismus-Leninismus in die Schuhe und nicht etwa dem Revisionismus, dessen Existenz und Wirken die Bourgeoisie leugnet. Kurz: Die Bourgeoisie vertuscht im Allgemeinen den antagonistischen Unterschied zwischen Revisionismus und Sozialismus. Die Restauration des Kapitalismus wurde von der bürgerlichen Propaganda als„Verbrechen des Kommunismus“ ausgeschlachtet, während es in Wirklichkeit ein Verbrechen der Bourgeoisie am Kommunismus war. Nicht der Sozialismus ist für immer gescheitert, wie die anti-kommunistische Propaganda der Bourgeoisie es hinzustellen beliebt, sondern die Bourgeoisie hatte den Sozialismus lediglich in den Kapitalismus zurückverwandelt. Mit anderen Worten, solange die Bourgeoisie herrscht, will sie ganz allein darüber bestimmen, was Marxismus-Leninismus, was Sozialismus, was Kommunismus usw. ist, wer was ist, wer welche politischen Interessen vertritt usw. usf., drückt sie dem Weltproletariat ihre Auffassung vom Kommunismus auf . Dem Weltproletariat spricht die Bourgeoisie nicht nur seine Existenz ab, sondern auch seine eigene Weltanschauung, sein Recht auf seine Befreiung. Der Revisionismus, die bis zur Unkenntlichkeit zerstümmelte Revision des Marxismus-Leninismus im Interesse der Bourgeoisie reicht für alle Erdenbürger heute „vollkommen aus“. Und da der Revisionismus die Arbeiterklasse „gesetzmäßig, „zwangsläufig“ (?!) – „wie sich gezeigt hat“ (in Albanien seid ihr eurem Schicksal auch nicht entkommen ?!) - in die Armen der Bourgeoisie treibt, könne das Weltproletariat gut und gerne in Zukunft auf sozialistische „Experimente verzichten“. Den „längeren Arm“ hat der Bourgeois, also sollte der Arbeiter ruhig „seine Finger vom Kommunismus lassen“, wenn er sich unnötige Scherereien ersparen will. „Die Restauration des Kapitalismus war viel zu aufwendig und kostspielig, das Geld dafür hätte man sich sparen und lieber gleich direkt ins Kapital stecken sollen.“ Wenn der Sozialismus nicht wäre, würde es dem Kapitalismus heute „viel besser“ gehen usw. usf . Der Revisionismus – das bürgerliche Schreckgespenst gegen den Kommunismus – das anti-kommunistische Demoralisierungskonzept für die Arbeiterklasse wird tausendmal durchgekaut bis zum Erbrechen und stumpft sich mit jedem Mal genauso ab wie überhaupt der ganze Anti-Kommunismus – ohne unser Zutun, allein durch die Widersprüche, in die sich der Kapitalismus selber bringt.

Revision des Marxismus-Leninismus zwecks Liquidierung des Marxismus-Leninismus – das ist der konterrevolutionäre Weg in die schwärzeste Reaktion, den nur der Revisionismus ebnen konnte.

Unsere proletarische Weltanschauung ist etwas, was wir Marxisten-Leninisten niemals wegrevidieren, nur die Revisionisten tun das. Revisionismus ist – wie wir oben beschrieben haben - die Revision von den unverzichtbaren Grundprinzipien und Grundmethoden des Marxismus-Leninismus mit dem Ziel der Liquidierung des ganzen Gebäudes des Marxismus-Leninismus. Die Revision des Marxismus hat der Bourgeoisie in der ganzen Geschichte ihres Anti-kommunismus immer dazu gedient, sich jenen Raum und jene Zeit innerhalb des kommunistischen Lagers zu verschaffen, die sie benötigte, um dort ihre bürgerliche Ideologie in die sozialistische zu übertragen, um dort die bürgerlichen Ideen und bürgerlichen Elemente in den Sozialismus hineinzutragen und dort einzupflanzen.

Nun gibt es aber auch durchaus solche marxistisch-leninistischen Prinzipien, die unter alten Bedingungen zwar richtig waren, unter neuen Bedingungen aber falsch werden und deswegen korrigiert oder sogar durch neue Prinzipien ersetzt werden müssen. Die Marxisten-Leninisten tun das – die Revisionisten nicht. Der Marxismus-Leninismus ist – wie bereits hervorgehoben - eine lebendige, schöpferische, sich ständig selbst kritisierende und sich erneuernde Ideologie. Der Revisionismus ist eine tote, verknöcherte, rückschrittliche, bürgerliche Ideologie, die dies zu verhindern sucht, indem sie die Abweichungen vom Marxismus-Leninismus als „schöpferische Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus“ proklamiert und den Marxismus-Leninismus hingegen als „Dogma“, als etwas „Veraltetes“, „Überlebtes“, „Verknöchertes“ verurteilt. Revisionismus ist verbürgerlichter, verfaulender, sterbender, parasitärer „Marxismus-Leninismus“, der nicht nur nichts mit dem wahren Marxismus-Leninismus zu tun hat, sondern von der sozialistischen Revolution auf den Misthaufen der Geschichte geworfen wird.

Mit dem Revisionismus als „Trojanisches Pferd“ versucht die Weltbourgeoisie sich des Marxismus-Leninismus zu bemächtigen, ihn dem Weltproletariat so verfälscht zu verabreichen, dass er die gegenteilige Wirkung von dem erzeugt, die er eigentlich hat, Demobilisierung statt Mobilisierung, Demoralisierung statt Moralisierung. Der Revisionismus ist ein Allergen gegen den Marxismus-Leninismus, soll unbemerkt in das Immunsystem des Kommunismus eindringen, um diesen von innen heraus zu zerstören. Der Revisionismus ist kastrierter, prostituierter Kommunismus. Revisionismus ist der Versuch, dem Kommunismus seine wissenschaftlichen Grundlagen zu rauben und durch bürgerliche „Theorien“ zu ersetzen.

Man muss mit der Zeit gehen, muss sich von veralteten Prinzipien trennen, aber man darf deswegen nicht gleich seine eigenen Grundpfeiler, und dabei seine ganze Weltanschauung mit über Bord werfen. Anpassung an neue Bedingungen ist unerlässlich, aber wenn man die Anpassung nur als Alibi benutzt, um ein richtiges Prinzipien fallen zu lassen oder durch ein falsches zu ersetzen, dann ist das eine prinzipienlose Revision. Der Revisionismus entsteht eben aus der prinzipienlosen Revision des Marxismus. Und wenn man daraus auch noch eine Rechtfertigungs“theorie“ zurechtzimmert und das „Marxismus“ nennt, dann ist das nichts anderes als eben Revisionismus. Revisionismus ist Anpassung der proletarischen Ideologie an die bürgerliche Ideologie, Versöhnung und Vermischung (Eklektizismus) mit ihr mit dem Ziel, sie zu assimilieren und sie sich unterzuordnen. Revisionismus ist bürgerliche Entstellung der proletarischen Ideologie, ist Beraubung ihres revolutionären Geistes. Revisionismus ist die Wahrung der Form des Marxismus-Leninismus zwecks Vertuschung der Beseitigung ihres revolutionären Inhalts, ihres revolutionären Geistes. Revisionismus ist die Vulgarisierung, die Verwässerung und Verflachung des Marxismus-Leninismus, ist „alter Wein in neuen Schläuchen“. Revisionismus ist Entwaffnung des Marxismus-Leninismus mit Hilfe seiner eigenen Waffen.

Die Revisionisten versuchen, die Dialektik mit der Sophistik und Eklektik zu vertauschen. Während die offenen Revisionisten die Dialektik mit der Sophistik vertauschen, während diese versuchen, die Dialektik als Sophistik auszugeben, so versuchen die verkappten Revisionisten – den offenen Revisionisten zu Hilfe eilend - die Sophistik als Dialektik auszugeben, um auf diese Weise den Revisionismus durch die Hintertür ins Bewusstsein der Arbeiterklasse einzuschmuggeln.

Der Revisionismus hat die Eigenschaft, sich zu häuten durch die Negation der Negation des Revisionismus. Alle „Theorien“, die der Marxismus-Leninismus bereits widerlegt hat, werden mit den verschiedensten Gewändern wieder neu ausgestattet und den veränderten grundsätzlichen Bedingungen angepasst – modernisiert. So ist auch der Begriff des modernen Revisionismus zu verstehen.

Revisionismus ist die bürgerliche Ideologie, die versucht, die marxistisch-leninistische Einheit von Wort und Tat zu unterhöhlen und sie schließlich zu beseitigen, bedeutet Spaltung des Marxismus-Leninismus, Beseitigung seines monolithischen Charakters, Beseitigung seines Determinismus, seines Klassencharakters.

Die sozialistische Idee beschreibt nicht eine Linie, sondern eine Kurve, die sich einer Reihe von Kreisen, einer Spirale unendlich nähert. Jedes Bruchstück, Teilchen, Stückchen dieser Kurve kann verwandelt werden (revisionistisch verwandelt) werden in eine selbständige, ganze, gerade Linie ( zum Beispiel die Idee vom Sozialismus in „einem Land“), die (wenn man vor lauter einzelnen sozialistischen Stückchen den Weltsozialismus nicht sieht) dann in den Sumpf, zum Revisionismus führt ( wo sie durch das Klasseninteresse der neuen Bourgeoisie verankert wird). Geradlinigkeit und Einseitigkeit, Erstarrung und Verknöcherung, Subjektivismus und subjektive Blindheit, voilà die erkenntnistheoretische Wurzel des modernen Revisionismus.

Die Revisionisten leugnen die Einheit und den Kampf der Gegensätze, indem sie die Einheit verabsolutieren, sie vom Klassenkampf loslösen und den Kampf der Gegensätze, den Klassenkampf – insbesondere, aber nicht nur - in der sozialistischen Gesellschaft leugnen.

Die Revisionisten reißen Zitate der Klassiker auseinander, um Wahrheit in Lüge zu verwandeln, inde, sie damit ihre „Theorien marxistisch-leninistisch zu untermauern“ versuchen, um damit den Eindruck zu erwecken, sie stünden „wirklich“ auf „prinzipienfesten“ Grundlagen. Der Klassiker.

Der Revisionismus ist die entschiedene Wendung zur bürgerlichen „Kritik“ der Philosophie des dialektischen Materialismus. So wie der Marxismus entstand, indem er die bürgerliche Ideologie auf den Kopf stellte, die dialektische Methode beispielsweise auf den Boden des Materialismus verankerte und vom idealistischen Inhalt befreite, so entstand umgekehrt der Revisionismus, indem dieser die proletarische Ideologie auf den Kopf stellte. Mit der Restauration des Idealismus versucht der Revisionismus dem dialektischen Materialismus den Todesstoß zu versetzen. Der Marxismus versetzte allen buntscheckigen, schrillen Formen des vor-marxistischen Sozialismus den Todesstoß. Der Revisionismus versucht heute mit buntscheckigem Eklektizismus, dem dialektischen Materialismus den Todesstoß zu versetzen, damit dieser nicht die Restauration des Kapitalismus in die Restauration des Sozialismus verwandelt.

Die Revisionisten ersetzten den Materialismus durch den Idealismus und die Dialektik durch die Metaphysik, eigneten sich die reaktionäre Philosophie des Pragmatimus an“ (Enver Hoxha, Bericht an den 5. Parteitag der PAA, Seite 231, dt. Ausgabe).

Revisionismus ist bürgerlicher Antikommunismus, der sich insbesondere des kommunistischen Vokabulars bedient, ist verkappter Antikommunismus. Revisionismus ist Doppelzüngelei und die systematische Tarnung seiner wahren konterrevolutionären Absichten mit Hilfe von marxistisch-leninistischer Phraseologie. Revisionismus ist Pseudokommunismus, ist Kapitalismus mit kommunistischen Aushängeschild. Der Revisionismus ist die Ideologie der Agentur der Imperialisten innerhalb der kommunistischen und Arbeiterbewegung, und ist nach wie vor die Hauptgefahr.

Da es ohne revolutionäre Theorie keine revolutionäre Bewegung gibt, haben es sich die Revisionisten zur Aufgabe gemacht, eben die revolutionäre Theorie zu entstellen, sie unbrauchbar zu machen, sie zu beseitigen, sie durch die revisionistische Ideologie zu ersetzen, um so die revolutionäre Bewegung in die Arme des Weltimperialismus zu treiben. Um die revolutionäre Bewegung zu zerstören, muss die Bourgeoisie die revolutionäre Theorie zerstören, müssen die Revisionisten verhindern, dass sie die Massen ergreift.



Kommunismus ist eine viel zu großartige Sache als dass sein guter Ruf von den modernen Revisionisten für immer ausgelöscht werden könnte. Der Kommunismus kann doch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn er von der neuen Bourgeoisie in seinem Namen missbraucht wird. Die neue Bourgeoisie, die aus der sozialistischen Gesellschaftsordnung hervorgegangen war, die hat doch den Kommunismus missbraucht, nicht die Arbeiterklasse, nicht die sozialistische Gesellschaftsordnung. Die Arbeiterklasse ist nicht vom Kommunismus betrogen worden, sondern vom Revisionismus, einer kapitalistischen Ideologie, die sich unter dem Sozialismus entwickelt hatte, um diesen zu beseitigen. Der Kapitalismus war schon nicht mehr in der Lage, den Sozialismus im offenen Kampf zu besiegen. Er konnte den proletarischen Sozialismus nicht sofort, sondern nur allmählich durch Verwendung der verscheidensten Masken in den bürgerlichen Sozialismus und schließlich in den offenen Kapitalismus verwandeln. Im bürgerlichen Sozialismus war die Arbeiterklasse nur noch zur Wahrung der Form, tatsächlich aber schon nicht mehr an der Macht. Vom Machtantritt der Revisionisten bis zur endgültigen Verkündung des Endes des Sozialismus, des Übergangs zum offenen Kapitalismus, sind immerhin einige Jahrzehnte vergangen. Es handelt sich also um einen mehr oder weniger langwierigen Weg, einen „langen Marsch“, den die neue Bourgeoisie zurücklegen musste. Der Weg des modernen Revisionismus führte in einem langen Prozess vom „verschämten Marxismus-Leninismus“ über die „Karrikatur auf den Marxismus-Leninismus“ zum „unverschämten Anti-Marxismus-Leninismus“. Je weiter, tiefer und fester der Sozialismus von der Arbeiterklasse aufgebaut und je höher der Marxismus-Leninismus entwickelt werden konnte, um so größere Anstrengungen musste die Bourgeoisie unternehmen, desto länger brauchten sie für die Restauration des Kapitalismus. Das war besonders im ersten und stärksten Land des Sozialismus so, in der Sowjetunion Lenins und Stalins. Bis heute ist es dort der Bourgeoisie nicht gelungen und wird es niemals gelingen, das kommunistische Bewusstsein des Sowjetvolkes, das revolutionäre Bewusstsein der sowjetischen Arbeiterklasse völlig auszulöschen, wird sich der revolutionäre Funke zur Rückeroberung der Arbeitermacht wieder entzünden, dafür sorgt allein schon die Krise des Kapitalismus. Die Keimform für die Rückeroberung der Arbeitermacht, für die Restauration des Sozialismus, ist qualitativ höher als die Keimform der klassische Eroberung der Arbeitermacht aus dem Kapitalismus. Und diese Keimform bleibt erhalten, wenn für ihre Erhaltung weiter gesorgt wird. Und 50 Jahre sind nun vergangen, wo der Kapitalismus immer noch das revisionistisch-kapitalistische Gesellschaftssystem als abschreckendes Beispiel für den Kommunismus hinstellt, obwohl das Werk der revisionistischen Gesellschaftsordnung ein Werk der Restauration des Kapitalismus war, ein Instrument, mit dem der Kapitalismus sich seine an die sozialistischen Arbeiter verlorene Macht zurückerobert hatte. Grund genug, um die Arbeiter weiter geduldig darüber aufzuklären, was moderner Revisionismus ist und wie er entstehen konnte.

Wir Kommunisten sind keine Übermenschen. Auch wir gehören zu den Sterblichen, die in ihrem Leben Fehler machen und nicht wenige Fehler machen, sogar wiederholte Fehler, die wir also immer noch nicht oder nicht gründlich genug überwunden haben. Wir üben deswegen Kritik und Selbstkritik, weil wir nicht auf unsere Fehler beharren, sondern zu unseren Fehlern stehen und versuchen, sie ernsthaft zu analysieren und zu korrigieren. Das ist eine Stärke der Kommunisten, denn wer seine Fehler einsieht und bereit ist, sie zu überwinden, den nimmt man nicht nur ernst, sondern dem schenken die einen Vertrauen, während die anderen ihn bloßstellen und ihn mit ihrem Anti-Kommunismus vor den Augen der Arbeiter verächtlich machen, was das Vertrauen der anderen bestätigt und festigt. Fehler einzusehen und zu beheben – dazu ist es nie zu spät ! Es ist ein Wesensmerkmal des Kommunismus, dass man das Vertrauen in ihn für eine Zeit lang zwar unterbinden, aber nicht erschüttern kann. Jeden Tag Kapitalismus, jeden Tag Verelendung der ausgebeuteten und unterdrückten Klassen und Massen, jeden Tag Anti-Kommunismus, sind überzeugender für die Furcht vor dem Kommunismus als Millionen von kommunistischen Flugblättern. Es gibt keine andere Alternative zum Kapitalismus, zum Revisionismus als den Kommunismus.

Es gibt dabei jedoch auch üble Elemente, die kein Interesse daran haben, dass der Kommunismus unter den Arbeitern wieder Vertrauen gewinnt, die also weiterhin um Untergrund wühlen, ihre Demagogie betreiben, sich als „Kommunisten“ aufspielen und dem Kommunismus dadurch um so mehr Schaden zufügen. Freunde und „Freunde“, Kommunisten und „Kommunisten“ sind zweierlei: die einen sind wirklich Freunde und Kommunisten, die anderen tarnen sich nur als Freunde und als Kommunisten, weil man ihre Lügenmärchen sonst nicht abkaufen und ihre Täuschungsmanöver durchschauen würde. Fehler und „Fehler“ sind bekanntlich auch zwei grundverschiedene Dinge, die man manchmal nicht einfach auseinander halten kann. Diese Schwäche machen sich natürlich unsere Gegner, die sich als „Kommunisten“ ausgeben, zu Nutze. Sie unternehmen sogar große Anstrengungen, um unseren richtigen Standpunkten das Etikett „falsch“ und unseren irrtümlich eingenommenen Standpunkten das Etikett „richtig“ aufzukleben, eben deshalb, um uns Marxisten-Leninisten, vor allem aber die Arbeiterklasse und die Massen leichter in die Irre zu führen und uns zu kompromittieren. Damit hat man auch schon die Taktik des Revisionismus treffend veranschaulicht, nämlich: Den marxistisch-leninistischen Wegweiser zur revolutionären Befreiung der Arbeiterklasse in die falsche Richtung drehen, um die Arbeiter auf Umwegen wieder in die Lohnsklaverei zurückzuführen, also jenen Weg des bürgerlichen Sozialismus zu weisen, der wieder dort endet, wo er begonnen hat – im Kapitalismus. Der Clou dabei ist, den Wegweiser so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig in die falsche Richtung zu drehen, damit die revolutionären Arbeiter keinen Verdacht schöpfen.

Revisionismus ist wie gesagt eine Ideologie der untergehenden Klasse, die verzweifelt versucht, ihre Klassenherrschaft vor dem Untergang zu bewahren bzw diese zurück zu erobern, indem sie sich der Ideologie bzw. des gesamten Gesellschaftssystems der aufstrebenden Klasse bemächtigt. Revisionismus ist ein Instrument zur Aufrechterhaltung der untergehenden bzw. zur Restauration der entmachteten Ideologie. Die einzige Klasse, die mit der Aufrechterhaltung ihrer Klassendiktatur die Klassengesellschaft und damit jede Klassenideologie überhaupt abschafft, ist die revolutionäre Arbeiterklasse. Der Marxismus-Leninismus ist also die Ideologie des Proletariats, die die Klassendiktatur nicht aufrecht erhält, um als Klasse in alle Ewigkeit zu herrschen, sondern sich selbst als Klasse zu beseitigen. Nur ist dies weder im Kapitalismus, noch im Sozialismus möglich, weil es sich beides um Klassengesellschaften handelt, in der entweder die Bourgeoisie oder die Arbeiterklasse herrscht. Aber erst mit der im Sozialismus herrschenden Arbeiterklasse ist der nächste Schritt zu klassenlosen Gesellschaft im Kommunismus möglich. Wer den Kommunismus schon im Sozialismus zu verwirklichen versucht, wer den Sozialismus schon im Kapitalismus zu verwirklichen versucht, ist revisionistisch, denn das dient der Aufrechterhaltung der alten Gesellschaftsordnung und nicht der zukünftigen Gesellschaftsordnung. Wer also versucht, den Sozialismus „in einem Lande“ in den Kommunismus zu verwandeln, ohne dass der Sozialismus im Weltmaßstab gesiegt hat, ist ein Revisionist. Der Sozialismus kann nur als Weltsozialismus zur kommunistischen Gesellschaft übergehen. In Ergänzung und im Gegensatz dazu ist auch derjenige ein Revisionist, der die Irrlehre zu verbreiten versucht, dass die zeitlichen und räumlichen Bedingungen für den Aufbau des Kommunismus überall gleich seien.

Der Revisionismus ist die Ideologie der Agentur der Bourgeoisie in den Reihen der kommunistischen und Arbeiterbewegung. Die Bourgeoisie sah sich durch den Sozialismus genötigt, an das Proletariat zu appellieren, seine Hilfe in Anspruch zu nehmen und es so in die politische Bewegung hineinzureißen. Mit dem Revisionismus führt die Bourgeoisie dem Proletariat die Waffen gegen sich selbst, gegen den Sozialismus zu. Die Arbeiterklasse hat auf der gesellschaftlichen Entwicklungsstufe des Revisionismus an der Macht einen revolutionären Klassenkampf geführt für die Rückeroberung der Diktatur des Proletariats in einem sozialistischen Land, für den revolutionären Sturz der Revisionisten an der Macht. Das ist eine historische Tatsache. Es ist ebenso eine Tatsache, dass es der Arbeiterklasse bis heute nicht gelungen ist, den Sozialismus wieder herzustellen. Wir Kommunisten sagen aber, dass es gar keinen Zweifel daran geben kann, dass die Arbeiterklasse den Kapitalismus revolutionär beseitigt und den Sozialismus auf dessen Trümmern wieder aufbaut und zwar nicht nur vorübergehend, sondern für immer. Der Marxismus-Leninismus hat den Nachweis erbracht, dass dies unvermeidlich eintreffen wird, dass es der Bourgeoisie letztendlich nicht gelingen kann, den Kapitalismus mit Hilfe der Revisionisten wieder herzustellen. Wir sagen ferner, dass der proletarische Internationalismus die entscheidende Kraft des Weltproletariats ist, dass die Arbeiterklasse aller Länder sich als Weltproletariat zusammenschließt und sich international organisiert, dass es sich seine Kommunistische Internationale schafft. Dieser Kampf gegen den Revisionismus kann also nur siegreich beendet werden, wenn das gesamte Weltproletariat einen internationalen Klassenkampf gegen den Revisionismus führt, wenn das Weltproletariat seine politische Macht mit Hilfe der sozialistische Weltrevolution erobert hat, wenn es von der Kommunistischen Weltpartei angeführt wird, die sich vom Marxismus-Leninismus leiten lässt. Das Weltproletariat kann sich selbst nur von Kapitalismus und Revisionismus befreien, wenn es die ganze Welt vom Kapitalismus und Revisionismus befreit. Einzig positiv an der Geschichte des modernen Revisionismus ist , dass die sozialistischen Arbeiter ihre Illusionen gegenüber dem Revisionismus verlieren und ihren Glauben an den Marxismus-Leninismus, die Überzeugung von der Notwendigkeit des Kampfes gegen den Revisionismus, die Überzeugung von der Notwendigkeit der Revolution, von der Notwendigkeit der marxistisch-leninistischen Partei, zurückgewinnen. Das ist unserer Meinung nach die wichtigste Lehre aus 50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus.





Was ist moderner Revisionismus und wie ist er entstanden ?

Die allererste Erwähnung des Begriffs „moderner Revisionismus“ findet sich 1909 in Lenins Buch „Materialismus und Empiriokritizismus“ auf Seite 334:

Eine immer raffiniertere Verfälschung des Marxismus, immer raffiniertere Unterschiebungen von anti-materialistischen Lehren unter den Marxismus – das kennzeichnet den modernen Revisionismus sowohl in der politischen Ökonomie als auch in den Fragen der Taktik und in der Philosophie überhaupt“ (Lenin, Materialismus und Empiriokritizismus, dt. Ausgabe, Seite 334).

Wir brauchen nur den von Lenin verwendeten Begriff des „Marxismus“ auf den Begriff des „Marxismus-Leninismus“ auszudehnen, dann trifft er auch auf den modernen Revisionismus der Revisionisten an der Macht zu. Diese Leninsche Definition des modernen Revisionismus ist nach wie vor gültig und bleibt stets aktuell.

Beginnen wir dieses Kapitel mit den Worten Enver Hoxhas, dem Klassiker des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg herausbildete:

Die Strömung, die dem modernen Revisionismus an der Macht vorausging, war der

Browderismus.

Diese Strömung entstand in den Vereinigten Staaten von Amerika und bezog ihren Namen vom Ex-Generalsekretär der Kommunistischen Partei der USA, Earl Browder.

1944, als sich der Sieg der Völker über den Faschismus klar abzeichnete, trat Browder mit einem durch und durch reformistischen Programm an die Öffentlichkeit. Er war der erste Apostel jener ideologischen und politischen Kapitulationslinie, die der amerikanische Imperialismus später den kommunistischen Parteien und den revolutionären Bewegungen aufzuzwingen versuchte. Unter dem Vorwand, die historischen Bedingungen der Entwicklung des Kapitalismus und der internationalen Lage hätten sich geändert, erklärte Browder den Marxismus-Leninismus für ´überholt` und bezeichnete ihn als ein System von Dogmen und starren Schemata. Browder predigte den Verzicht auf den Klassenkampf, die Klassenversöhnung auf nationaler und internationaler Ebene. Seiner Ansicht nach war der amerikanische Imperialismus nun nicht mehr reaktionär, war er imstande, die Übel der bürgerlichen Gesellschaft zu heilen, sich demokratisch zum Wohl der Werktätigen zu entwickeln. Im Sozialismus sah er nicht mehr ein Ideal oder Ziel, das es anzustreben galt. Aus seinem Blickfeld waren der amerikanische Imperialismus, seine Strategie und Politik völlig verschwunden. Die Großmonopole, die Säulen dieses Imperialismus, stellten für Browder eine fortschrittliche Kraft für die wirtschaftliche, soziale und demokratische Entwicklung des Landes dar. Browder leugnete den Klassencharakter des kapitalistischen Staates und betrachtete die amerikanische Gesellschaft als eine einige und harmonische Gesellschaft ohne soziale Gegensätze, als eine Gesellschaft, in der Einvernehmen und Klassenzusammenarbeit herrschen. Ausgehend von diesen Vorstellungen, leugnete Browder auch die Notwendigkeit der revolutionären Partei der Arbeiterklasse überhaupt. Er wurde zum Initiator der Auflösung der Kommunistischen Partei der USA im Jahre 1944. [und man kann mit gewisser Einschränkung hinzufügen: Browder war einer der liquidatorischen Helfershelfer, zumindest einer ihrer offensten Vertreter, bei der Vorbereitung der Auflösung der Komintern – Anmerkung der Redaktion].

`Die Kommunisten`, schrieb er, ´sehen voraus, dass ihre praktischen politischen Ziele für lange Zeit in allen grundlegenden Fragen mit den Zielen einer viel größeren Masse von Nichtkommunisten übereinstimmen werden und daher unser politisches Handeln in solch größeren Bewegungen aufgehen wird. Die Existenz einer besonderen politischen Partei der Kommunisten dient deshalb nicht länger einem praktischen Ziel, sondern könnte im Gegenteil ein Hindernis für die breiteste Einheit sein. Also werden die Kommunisten ihre besondere politische Partei auflösen und eine andere, neue Organisationsform, einen neuen Namen finden, der den Tagesaufgaben und der politischen Struktur, durch die diese Aufgaben erfüllt werden müssen, besser entspricht` (Earl Browder, Teheran, Our Path in War and Peace, New York 1944, S. 117).

Als Ausgangspunkt und Rechtfertigung für die Formulierung seiner liquidatorischen bürgerlichen Theorien nahm Browder die Konferenz der alliierten Mächte 1943 in Teheran, deren Ergebnisse er auf anti-marxistische und völlig falsche Weise analysierte und interpretierte.

Die Übereinkunft der anti-faschistischen Allierten, den Kampf gegen das faschistische Deutschland zu Ende zu führen, stellte Browder als den Beginn einer neuen historischen Epoche hin, in der Sozialismus und Kapitalismus im Rahmen ´einer einheitlichen und gleichartigen Welt`, wie er sich ausdrückte, den Weg der Zusammenarbeit gefunden hätten. Browder stellte die Aufgabe, den Geist der Zusammenarbeit und der friedlichen Koexistenz zwischen den alliierten Mächten, der dem Abkommen von Teheran entsprang, nicht nur zwischen dem sozialistischen Sowjetstaat und den kapitalistischen Staaten zum Tragen zu bringen, sondern auch innerhalb der kapitalistischen Länder in den Beziehungen zwischen den antagonistischen Klassen. ´Die Klassenunterschiede und die politischen Gruppen sin nun völlig bedeutungslos geworden`, erklärte Browder. Das einzige Ziel, das sich die Kommunisten setzen mussten, war für ihn die reibungslose Verwirklichung der ´nationalen Einheit` in einer Atmosphäre des Klassenfriedens. Unter dieser ´nationalen Einheit` verstand er einen Block, der in sich die Gruppen des Finanzkapitals, die Organisation der Monopolherren, die republikanische und die demokratische Partei und schließlich auch die Kommunisten und die Gewerkschaftsbewegung vereinigte. Ausnahmslos alle betrachtete er als ´demokratische und patriotische` Kräfte.

Dieser Einheit zuliebe, so erklärte Browder, müssten die Kommunisten bereit sein, auch ihre Überzeugung, ihre Ideologie und ihre eigenständigen Interessen zu opfern. Die amerikanischen Kommunisten hätten diesen Grundsatz vor allem sich selbst gegenüber angewandt. ´Die politischen Ziele, die wir mit der Mehrheit der Amerikaner teilen`, sagte er, ´werden wir über die bestehende Parteienstruktur unseres Landes, die im Wesentlichen die des spezifisch amerikanischen ´Zwei-Parteien-Systems` ist, einzubringen versuchen` (ebenda, Seite 118).

Verwirrt durch die relativ friedliche Entwicklung des amerikanischen Kapitalismus nach den bekannten Reformen Roosevelts, mit deren Hilfe der amerikanische Präsident aus der Wirtschaftskrise zu Beginn der Dreißiger Jahre herauszukommen suchte, sowie durch das stürmische Produktionswachstum und die Vollbeschäftigung während der Kriegszeit, zog Browder die Schlussfolgerung, der amerikanische Kapitalismus habe sich verjüngt, werde sich nun krisenfrei entwickeln, die Hebung des allgemeinen Wohlstandes garantieren usw.

Er hielt das amerikanische Wirtschaftssystem für fähig, alle Widersprüche und Probleme der Gesellschaft zu lösen und sämtliche Forderungen der Massen zu erfüllen. Zwischen Kommunismus und Amerikanertum setzte er ein Gleichheitszeichen und erklärte: ´Der Kommunismus ist das Amerikanertum des 20. Jahrhunderts`. Browder war der Meinung, wenn alle entwickelten kapitalistischen Länder die bürgerliche Demokratie nutzten, als deren Modell die amerikanische Demokratie zu gelten habe, könnten sie sämtliche Konflikte lösen und allmählich zum Sozialismus übergehen.

Deshalb bezeichnete es Browder als Aufgabe der amerikanischen Kommunisten, das normale Funktionieren des kapitalistischen Regierungssystems zu garantieren, und erklärte offen, dass sie zur Zusammenarbeit bereit seien, um das wirkungsvolle Funktionieren des kapitalistischen Regierungssystems in der Nachkriegszeit und die ´maximale Erleichterung der auf dem Volk lastenden Verpflichtungen zu gewährleisten`. Diese Erleichterungen sollten von den ´vernünftigen` amerikanischen Kapitalisten vorgenommen werden, so meinte er, denen die Kommunisten die Hand zur Freundschaft reichen müssten.

Entsprechend seinen ultrarechten Vorstellungen und unter dem Druck der Bourgeoisie verkündete Browder im Mai 1944 nach der Auflösung der Kommunistischen Partei an ihrer Stelle die Gründung einer aufklärerischen Kulturvereinigung, die ´Kommunistische Politische Assoziation` genannt wurde. Das rechtfertigte er mit der Behauptung, die amerikanische Tradition lasse nur die Existenz von zwei Parteien zu. Diese Assoziation war als Netz von Clubs organisiert und sollte sich vorwiegend ´mit politischer Erziehungsarbeit auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene` befassen.

Im Statut dieser Vereinigungt heißt es: ´Die Kommunistische Politische Assoziation ist eine parteilose Organisation von Amerikanern, die gestützt auf die Arbeiterklasse unter den veränderten Bedingungen der modernen Industriegesellschaft die Tradition Washingtons, Jeffersons, Paines, Jacksons und Lincolns weiterführt`. Und weiter: ´... Sie verteidigt die Unabhängigkeitserklärung, die Verfassung der Vereinigten Staaten und ihre Bill of Rights sowie die Errungenschaften der amerikanischen Demokratie gegen alle Feinde der Freiheiten des Volkes` (Earl Browder, The Patz of Peace, Progress and Prosperity, New York 1944, Seite 47, 48).

Browder tilgte alle Zielsetzungen der kommunistischen Bewegung. Im Programm der Vereinigung war weder vom Marxismus-Leninismus noch von der Hegemonie des Proletariats, noch vom Klassenkampf, noch von der Revolution, noch von Sozialismus mehr die Rede. Als einziges Ziel setzte sie nunmehr die nationale Einheit, den sozialen Frieden, die Verteidigung der bürgerlichen Verfassung und die Steigerung der kapitalistischen Produktion.

So ging Browder von der offenen Revidierung der Grundfragen des Marxismus-Leninismus, der revolutionären Strategie und Taktik weiter zur organisatorischen Liquidierung der kommunistischen Bewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Auch wenn im Juni 1945 auf dem XIII. Parteitag die Partei wieder gegründet und die opportunistische Linie Browders formal zurückgewiesen wurde, sein Einfluss in der Kommunistischen Partei der USA wurde niemals ausgerottet. Später, vor allem nach 1956, erlebten die Ideen Browders eine neue Blüte, und John Hayes forderte in seinem Artikel ´Die Zeit ist reif für Veränderungen` (Political Affairs Oktober 1956) im Geist des Browderismus die erneute Umwandlung der Kommunistischen Partei der USA in eine propagandistische Kulturvereinigung. Und das ist die Kommunistische Partei der USA heute tatsächlich: eine Organisation, in der der Browder-Revisionismus herrscht, verflochten mit dem Chruschtschow-Revisionismus.

Browder leistete mit seinen revisionistischen Vorstellungen von der Revolution und dem Sozialismus dem Weltkapitalismus eine direkte Hilfestellung. Nach Browder entsteht der Sozialismus nur aus einem großen Unglück, einer Katastrophe und nicht als unvermeidliches Ergebnis der historischen Entwicklung. ´Wir`, sagte er, `wünschen Amerika keine Katastrophe, auch wenn dies zum Sozialismus führen würde`. Er behauptete , der Sieg des Sozialismus liege in weiter Ferne, und predigte die Klassenzusammenarbeit in der amerikanischen Gesellschaft und auf der ganzen Welt. Für ihn gab es nur eine Alternative, die evolutionäre Entwicklung durch Reformen und mit Hilfe der Vereinigten Staaten von Amerika.

Browder war der Meinung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika, die über eine gewaltige Wirtschaftskraft und ein großes wissenschaftliches und technisches Potential verfügten, zur ´Entwicklung` der Völker der Welt, einschließlich der Sowjetunion, beitragen müssten. Diese ´Hilfe` , so sagte Browder, werde es Amerika ermöglichen, auch nach dem Krieg ein hohes Produktionswachstum beizubehalten, die Vollbeschäftigung zu gewährleisten und auf Jahre hinaus die nationale Einheit zu wahren. In diesem Sinne riet Browder den Washingtoner Magnaten, ´eine Reihe riesiger Wirtschaftsunternehmen zur Entwicklung der verwüsteten und unentwickelten Gebiete der Welt, in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika`zu gründen (ebenda, Seite 21). ´Wenn es uns gelingt, ohne zu schwanken die Wirklichkeit zu meistern und die große Tradition von Jefferson, Paine und Lincoln wiederzubeleben und in unsere Zeit zu übertragen, dann kann Amerika einig vor die Welt treten, eine Führerrolle übernehmen, ... um die Menschheit zu retten` (E. Browder, Teheran, Our Path in War and Peace, New York 1944, S. 128). Auf diese Weise machte sich Browder zum Sprachrohr und Propagandisten der großen Strategie des amerikanischen Imperialismus, seiner neo-kolonialistischen, expansionistischen Pläne und Theorien.

Der Browderismus diente direkt dem ´Marshallplan`, durch den die Vereinigten Staaten von Amerika ihre ökonomische Hegemonie in verschiednenen Ländern des vom Krieg zerstörten Europas sowie Asiens, Afrikas usw. errichten wollten. Browder predigte, die Länder der Welt, vor allem die volksdemokratischen Länder und die Sowjetunion, müssten von ihrer marxistisch-leninistischen Politik Abstriche machen und die ´uneigennützige` Hilfe der Vereinigten Staaten von Amerika annehmen, die über eine starke Wirtschaft und bedeutende Überschüsse verfügten, die allen Völkern dienen könnten und müssten (!).

Browder versuchte seine anti-marxistischen und konterrevolutionären Ansichten als Generallinie der kommunistischen Weltbewegung hinzustellen. Wie alle Revisionisten vor ihm, versuchte auch er unter dem Deckmantel der schöpferischen Weiterentwicklung des Marxismus und des Kampfes gegen den Dogmatismus nachzuweisen, dass die neue Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg von der kommunistischen Bewegung verlange, ihre bisherigen ideologischen Auffassungen zu überprüfen und die ´alten Formeln und Vorurteile`, die seiner Aussage nach ´nicht im Geringsten helfen können, unseren Weg in der neuen Welt zu finden`, über Bord zu werfen. Das war ein Aufruf zur Abkehr von den Prinzipien des Marxismus-Leninismus.

Die Ansichten Browders stießen auf den Widerstand der kommunistischen Parteien vieler Länder und auch der revolutionären amerikanischen Kommunisten selbst. Der Browderismus wurde relativ früh als unverhüllter Revisionismus, als offen liquidatorische Strömung, als direkte ideologische Agentur des amerikanischen Imperialismus entlarvt.

Der Browderismus schadete der kommunistischen und Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika und in einigen Ländern Lateinamerikas beträchtlich. In einigen alten kommunistischen Parteien Lateinamerikas kam es zu Erschütterungen und Spaltungen, die auf die Tätigkeit opportunistischer Elemente zurückzuführen waren. Diese griffen, erschöpft durch den revolutionären Kampf, nach den Ästen, die der amerikanische Imperialismus ausstreckte, um die Empörung der Völker, die Revolution zu ersticken und die Parteien, die an der Erziehung und Vorbereitung der Völker für die Revolution arbeiten, zu zersetzen.

In Europa war der Browderismus nicht so erfolgreich wie in Südamerika, doch konnte es nicht ausbleiben, dass diese Saat des amerikanischen Imperialismus bei jenen getarnten reformistischen, anti-marxistischen und anti-leninistischen Elementen aufging, die nur auf den geeigneten Augenblick warteten beziehungsweise ihn vorbereiteten, um sich offen von der wissenschaftlichen marxistisch-leninistischen Ideologie abzuwenden. Obwohl der Browderismus seinerzeit nicht zu einer revisionistischen Strömung von großer internationaler Ausbreitung werden konnte, wurden seine Anschauungen doch von den anderen modernen Revisionisten, die nach ihm kamen, wiederbelebt und übernommen. Diese Anschauungen liegen in unterschiedlicher Form den politischen und ideologischen Plattformen der chinesischen und jugoslawischen Revisionisten sowie der eurokommunistischen Parteien Westeuropas zu Grunde.“

Wir werden, was den Einfluss des Browderismus auf die Komintern anbelangt, noch einmal im Kapitel über den Euro“kommunismus“ zu sprechen kommen.

Nun wollen wir uns der Entstehung des modernen Revisionismus an der Macht zuwenden, der nicht wenig vom Browderismus inspiriert wurde:

Der Begriff „moderner Revisionismus“ entstand Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts. Er wurde zuerst verwendet im Kampf gegen den jugoslawischen Revisionismus. Insbesondere war der Kampf gegen den modernen Revisionismus Gegenstand einer Resolution des Informationsbüros „Über die Lage der Kommunistischen Partei Jugoslawiens“ vom 29. Juni 1948. Diese Resolution war ein historisches Dokument, das für die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung eine besondere Bedeutung im Kampf gegen den Revisionismus hatte. Man kann mit Fug und Recht diese Resolution als erstes internationales marxistisch-leninistische Dokument gegen den modernen Revisionismus bezeichnen, immerhin 5 Jahre nach der Auflösung der Komintern wieder eine klare weltrevolutionäre, marxistisch-leninistische Linie ! Sie deckte diese große, drohende Gefahr auf, das Auftreten des modernen Revisionismus, dem sich die Führer der KP Jugoslawiens verschrieben hatten. Es handelte sich dem Wesen nach um eine alte opportunistische Strömung, aber um eine höhere Form des Revisionismus, nämlich um einen Revisionismus an der Macht, also wo Revisionisten die Staatsgewalt ergriffen hatten. Diese Resolution wurde tatsächlich zu einer Waffe im Kampf der Marxisten-Leninisten für die Festigung der Einheit des Handelns und Denkens vor allem aber nicht nur der marxistisch-leninistischen Parteien in Ländern, in denen die Diktatur des Proletariats herrschte, in denen der Sozialismus aufgebaut wurde, wo die Arbeiterklasse die Staatsmacht in ihren Händen hielt. Die Resolution des Informationsbüros hatte einen programmatischen Charakter, weil sie nach dem Siege über den Faschismus und dem Triumph des Sozialismus in einer Reihe von Ländern die Haltung gegenüber dem modernen Revisionismus klar festlegte und die Rolle erneut unterstrich, welche die Partei und die Arbeiterklasse für die Liquidierung der Ausbeuterklassen in der Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus und für die Konsolidierung des jungen Staates spielen. Die Resolution des Informationsbüros vom Jahre 1948 und die historischen Briefe der Kommunistischen Partei der Sowjetunion „Über die Lage in der Kommunistischen Partei Jugoslawiens“, die von Stalin und Molotow unterzeichnet waren, hatten also eine große Bedeutung für die kommunistische Weltbewegung. Stalins großes Verdienst ist es, dass er diese anti-marxistisch-leninistische Entwicklung schon im Keime aufdeckte und die Rolle voraussagte, welche später die Belgrader Renegatenbande und ihre Nachbeter spielen sollte. Die Tito-Clique verwandelte sich in eine konterrevolutionäre Bande, in Agenten des USA-Imperialismus, in einen vorgeschobenen Posten von Revisionisten und gegen die sozialistischen Länder und die internationale kommunistische Bewegung, in eine nationalistische und chauvinistische bürgerliche Bande. Die amerikanischen Imperialisten sprachen offen aus, warum sie Milliarden von Dollar nach Jugoslawien pumpten: „Jugoslawien war und ist eine Quelle der Spaltung im Schoß des internationalen Kommunismus.“

Und hierin finden wir auch die besondere Eigenschaften, die den modernen Revisionismus vom herkömmlichen Revisionismus grundlegend unterscheidet. Der moderne Revisionismus ermöglichte dem Weltimperialismus nach dem Großen Vaterländischen Krieg, den Vormarsch zum Weltsozialismus zu stoppen durch eine neue imperialistisch-revisionistische Einkreisung. Was heißt das? Das heißt, dass der Sozialismus sich von da an nicht mehr nur allein gegen die imperialistische Einkreisung zur Wehr zu setzen hatte, sondern durch ein neu entstandenes revisionistisches Lager nunmehr in die Zange genommen werden konnte. Nur mit Hilfe des modernen Revisionismus gelang es den Imperialisten also, sich durch die Spaltung der kommunistischen Weltbewegung noch mal vor dem Galgen zu retten. Nur mit Hilfe des modernen Revisionismus war es dem Weltimperialismus möglich, den Sozialismus, die Arbeitermacht fürs Erste zu zerschlagen. Die soziale Stütze reifte im Verlauf des sich zuspitzenden Klassenkampfes im Sozialismus selber heran, eine neue Bourgeoisie, eine sozialistische Bourgeoisie, die den Sozialismus von innen her zersetzte, um diesen dann von außen wie eine restaurierte, kapitalistische Frucht nur noch einzusacken. Die Weltimperialisten waren selber also gar nicht mehr in der Lage, mit dem Sozialismus alleine fertig zu werden. Sie stützten sich auf die modernen Revisionisten, die damit begannen, die Entwicklung des Sozialismus in Jugoslawien zu vereiteln, um von hier aus ein sozialistisches Kettenglied nach dem anderen zu knacken und die ganze sozialistische Kette an der Nahtstelle zum Zentrum zu sprengen, um somit das Zentrum, die Sowjetunion zu isolieren und von innen her aufzulösen.

Der Kampf gegen den modernen Revisionismus wurde angesichts dieser großen drohenden Gefahr als grundsätzliche Demarkationslinie in den Moskauer Erklärungen von 1957 und 1960 beschlossen:

Die weitere Entlarvung der Führer der jugoslawischen Revisionisten und der aktive Kampf dafür, die kommunistische wie auch Arbeiterbewegung gegen die anti-leninistischen Ideen der jugoslawischen Revisionisten abzuschirmen, ist nach wie vor eine unerlässliche Aufgabe der marxistisch-leninistischen Parteien“, unterstrich die Erklärung von 1960. Diese beiden Erklärungen benutzten die Marxisten-Leninisten als Plattform im Kampf gegen die modernen Revisionisten, insbesondere im eigenen Lager, vor allem gegen die Sowjet-Revisionisten. Allen voran Albanien entlarvte den Verrat der modernen Revisionisten direkt an den Beschlüssen der beiden Moskauer Erklärungen.

Die Chruschtschow-Gruppe kämpfte in Wirklichkeit im offenen Widerspruch zu der gemeinsamen Linie der gesamten internationalen kommunistischen Bewegung, kämpfte nicht nur nicht gegen die Tito-Clique, sondern verfolgte beharrlich den Weg der Annäherung, Versöhnung und Vereinigung mit dieser Renegatenclique. Das endete im Dezember 1962 mit der vollständigen Vereinigung der chruschtschowschen mit der titoistsischen Renegaten-Clique, was die offizielle Abkehr von der Moskauer Erklärung von 1960 besiegelte. Das tatsächliche Ziel der Chruschtschow-Revisionisten war nicht nur bloß Verrat, sondern direkt die Liquidierung der revolutionären marxistisch-leninistischen Generallinie der kommunistischen und Arbeiterparteien.

Der Begriff „moderner Revisionismus“ wurde also von da an nicht nur auf den jugoslawischen Revisionismus beschränkt angewandt, sondern ausgedehnt auf den sowjetischen Revisionismus sowie auf den Revisionismus aller Länder, die der revisionistischen Sowjetunion angeschlossen waren und dieser folgten. Es liegt im Wesen des modernen Revisionismus, dass er sich , nachdem er immer umfassender und gründlicher vom Marxismus-Leninismus entlarvt wurde, im Laufe der Zeit auch immer verstecktere Formen entwickeln musste, bevor er stark genug war, sich schließlich offen hervor zu wagen. Das heißt, die modernen Revisionisten des einen Landes entwickelten ihren eigenen modernen Revisionismus getarnt unter der Maske der so genannten „anti-revisionistischen, marxistisch-leninistischen“ Kritik gegen jedes andere Land des modernen Revisionismus. Als treffendstets und bedeutsamstes Beispiel dient der chinesische Revisionismus. Seinen eigenen modernen Revisionismus baute Mao vor allem auf hinter der marxistisch-leninistischen Maske des Kampfes gegen den Sowjet-Revisionismus, des jugoslawischen Revisionismus usw. usf.

Schließlich wurde der Begriff moderner Revisionismus von den modernen Revisionisten selber umgekehrt auch ganz dreist auf die Sozialistische Volksrepublik Albanien angewandt, wurde der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, wurden die Lehren des Genossen Enver Hoxha, des „Revisionismus“ bezichtigt. Das dient heute vor allem der „linken“ Tarnung der Neo-Revisionisten, die die Marxisten-Leninisten als „Revisionisten“ verurteilen, sich selber aber als die „wahren Hüter“ des Marxismus-Leninismus aufzuspielen versuchen. Der „geläuterte“ moderne Revisionist ist der abscheulichste und frechste unter allen anderen modernen Revisionisten. Er sei schließlich selber durch die revisionistische Hölle gegangen, behauptet er, und wisse daher aus eigener Erfahrungen am besten, was moderner Revisionismus bedeute und wie man ihn zu bekämpfen habe, wogegen sich die Marxisten-Leninisten in den ganzen 50 Jahren ziemlich „blöd“ und „hilflos“ angestellt hätten und „unfähig“ gewesen seien, dem modernen Revisionismus etwas Ernsthaftes und Entscheidendes entgegen zu stellen. Heute fangen die modernen Revisionisten sogar wieder an, den Marxisten-Leninisten befehlen zu wollen, wie man den anti-revisionistischen Kampf zu führen oder nicht zu führen hat – und die Neo-Revisionisten geben Ratschläge und klatschen ihnen Beifall.

Im Folgenden möchten wir wieder einige wesentliche Zitate und Definitionen zum modernen Revisionismus zusammenstellen, um sein Wesen in kurzen Worten zu erfassen:

Die marxistisch-leninistische Kritik am modernen Revisionismus entstand zur Zeit der Herrschaft der Revisionisten, doch nicht als Bestandteil des revisionistischen Überbaus der revisionistischen Gesellschaft, sondern als kritische Widerspiegelung der materiellen Bedingungen, der Existenz des Proletariats unter der Herrschaft der Revisionisten, als wissenschaftlicher Ausdruck seiner historischen Mission, sich vom Revisionismus durch die erneute sozialistische Revolution zu befreien.

Der moderne Revisionismus oder die ´Überprüfung` des real existierenden Sozialismus war die wichtigste Erscheinungsform des bürgerlichen Einflusses auf die sozialistische Arbeiterklasse und der bürgerlichen Demoralisierung und Entartung der sozialistischen Gesellschaft.

Man kann den modernen Revisionismus weder mit Zufälligkeiten noch mit Fehlern einzelner Personen und Gruppen, noch mit nationalen Besonderheiten des Sozialismus in verschiedenen Ländern erklären. Seine eigentliche Ursachen liegen in der ökonomischen Struktur der sozialistischen Gesellschaft selbst.

Es ist eine Tatsache, dass sich die Bourgeoisie und der Imperialismus, besonders der amerikanische Imperialismus, in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, in seiner Absicht, das sozialistische Lager zu unterhöhlen und die kommunistische Weltbewegung zu spalten und zu zerschlagen, sehr auf den Revisionismus stützte. Der Verrat der jugoslawischen, sowjetischen und jetzt auch der chinesischen Revisionisten stellt die größte und gefährlichste konterrevolutionäre Wendung dar, die die Geschichte der revolutionären und Arbeiterbewegung auf der Welt gekannt hat“ (Agim Popa, Ein hervorragender Beitrag zur Entlarvung der Strategie des Imperialismus und des modernen Revisionismus, Albanien heute, dt. Ausgabe, Nr. 2, 1979 – Seite11).

Das Aufkommen des bürgerlichen Einflusses in der sozialistischen Gesellschaft ist die innere Quelle des modernen Revisionismus, während das Kapitulantentum unter dem Druck seitens der imperialistisch (-revisionistischen) Einkreisung seine äußere Quelle darstellt.

Der moderne Revisionismus ist die größte konterrevolutionäre Transformation des Marxismus-Leninismus in den Anti-Kommunismus, wurde als schärfste und gefährlichste Waffe der Bourgeoisie auf dem ideologischen Schlachtfeld gegen das Proletariat erfolgreich eingesetzt. Was also ist moderner Revisionismus an der Macht? Moderner Revisionismus an der Macht ist eine neue Waffe der Bourgeoisie gegen die Revolution und den Sozialismus.

Der moderne Revisionismus ist Ausgeburt und Agent des Imperialismus.

Der moderne Revisionismus ist Produkt und Verbündeter der Bourgeoisie und des Imperialismus.

Genosse Enver Hoxha definiert die Entstehung des modernen Revisionismus u.a. wie folgt: Die Entstehung des modernen Revisionismus ist wie die Entstehung des alten Revisionismus eine gesellschaftliche Erscheinung, die auf zahlreiche und unterschiedliche historische, ökonomische, politische und andere Ursachen zurück zu führen ist. Insgesamt gesehen ist der moderne Revisionismus ein Ergebnis des Drucks, den die Bourgeoisie auf die Arbeiterklasse und ihren Kampf ausübt“ (Enver Hoxha, Eurokommunismus ist Antikommunismus, dt. Ausgabe, Seite 14).

Der klassische Revisionismus sozialdemokratischen Typs ist in den modernen Revisionismus integriert worden. Die Theorien Bernsteins und Kautskys finden sich in unterschiedlicher Form, einmal offen, einmal abgewandelt, beim Revisionisten Browder, beim Chruschtschow-Revisionismus, beim Tito-Revisionismus, beim französischen Revisionismus und beim italienischen Togliatti-Revisionismus, bei den so genannten Mao – Tsetung – Ideen und allen anderen revisionistischen Strömungen wieder. Diese unzähligen anti-marxistischen Strömungen, die sich in der heutigen kapitalistischen und revisionistischen Welt entwickeln, sind die fünfte Kolonne in den Reihen der Weltrevolution. Sie haben den Zweck, das Ende des Weltkapitalismus hinauszuschieben, indem sie die Revolution von innen heraus bekämpfen [hervorgehoben, kursiv von der Redaktion] (ebenda, Seite 93).

Der moderne Revisionismus war die gefährlichste bürgerliche Ideologie im Lager der kommunistischen und Arbeiterbewegung. Sie gab in Worten vor, für den proletarischen Internationalismus zu sein, war aber in Taten eine konterrevolutionäre Agentur der Weltbourgeoisie zur Rettung des Weltkapitalismus. Der moderne Revisionismus ist die imperialistische Ideologie zur Verwandlung des Sozialismus in eine Agentur des Imperialismus:

Die Geschichte der internationalen kommunistischen Bewegung hat den Revisionismus noch niemals in so großen Ausmaßen und so gefährlich wie den modernen Chruschtschow-Revisionismus erlebt. Das steht mit der Tatsache im Zusammenhang, dass eine der wichtigsten Eigenschaften des modernen Revisionismus darin liegt, ein Revisionismus zu sein, der die Staatsmacht in der Hand hält, der die kommunistischen Parteien einiger sozialistischer Länder und insbesondere die KPdSU ergriffen hat und zu seiner Tarnung und zu seiner Verbreitung die gesamte Macht des sozialistischen Staates, seine Autorität und seine Mittel benutzt.

Das ist ein großes Unglück, aber auch eine große Lehre für die Marxisten-Leninisten, die nicht nur die Bekämpfung des Revisionismus, der an der Macht ist, verstehen müssen, sondern auch nicht gestatten dürfen, dass die revisionistische Tragödien in der SU sich in anderen Ländern, die heute den Sozialismus aufbauen und morgen den Weg zum Sozialismus betreten werden, wiederholt“ (Enver Hoxha, Bericht an den 5. Parteitag der PAA, Seite 229-230), dt. Ausgabe).

Der moderne Revisionismus ist „ die beste Form für das Eindringen der bürgerlichen Ideologie in den sozialistischen Ländern und kommunistischen Parteien (...), der nichts anderes darstellt, als die mit einer marxistischen und sozialistischen Phraseologie getarnte bürgerliche Ideologie“ (Enver Hoxha, Bericht an den 5. Parteitag der PAA, Seite 229, dt. Ausgabe).

Moderner Revisionismus diente und dient der Restauration der Herrschaft der bürgerlichen Ideologie.

Moderner Revisionismus bedeutet, den Marxismus-Leninismus der Ära Lenins, Stalins und Enver Hoxhas zu revidieren. Moderner Revisionismus ist entarteter Marxismus-Leninismus, ist die Ideologie der verbürgerlichten, entarteten Führungsschicht der sozialistischen Arbeiterklasse. Moderner Revisionismus ist die verfaulte, parasitäre, sterbende Ideologie des imperialistischen Sozialismus, des Sozialimperialismus. Moderner Revisionismus ist die Ideologie des neuen Bündnisses zwischen der sozialistischen Arbeiteraristokratie und der sozialistischen Intelligenz an der Macht - über die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen in der sozialistischen Gesellschaft. Der moderne Revisionismus an der Macht ist Produkt des Klassenkampfes im Sozialismus, der gesellschaftlichen Verhältnisse des Sozialismus in seinem fortgeschrittenen Stadium, ist Ausdruck der Ideologie der neu entstandenen bürgerlichen Klasse im Sozialismus. Die Wurzeln des modernen Revisionismus sind verankert durch die Interessen derjenigen Klassen innerhalb der sozialistischen Gesellschaftsordnung, die den Kapitalismus restauriert haben. Der moderne Revisionismus ist die Ideologie der Rückverwandlung der sozialistischen, nicht-antagonistischen Klassengesellschaft in die kapitalistische-antagonistische Klassengesellschaft.

Der moderne Revisionismus war die idealistische Hauptrichtung, die dem Marxismus-Leninismus, also der materialistischen Hauptrichtung auf dem ideologischen Kampffeld der Klassen in der sozialistischen Gesellschaft gegenüber stand. Hinter dem modernen Revisionismus sehen wir einen Parteienkampf, der in letzter Instanz die Tendenzen und die Ideologie der feindlichen Klassen der revisionistischen Gesellschaft zum Ausdruck bringt. Der moderne Revisionismus verhüllt nicht nur den Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, sondern er ist die höchste Entwicklungsform im tausende von Jahren geführten Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, zwischen der Weltanschauung der ausbeutenden und unterdrückenden Klassen und derjenigen der ausgebeuteten und unterdrückten Klassen. In Worten kämpft der moderne Revisionismus gegen den Idealismus, trägt er dabei eine „materialistische“ Maske, in Taten aber ist er die höchste Form des idealistischen Kampfes gegen der Materialismus in der bisherigen Geschichte der Menschheit im Allgemeinen und gegen den historischen Materialismus der heutigen Gesellschaft im Besonderen. Der Marxismus-Leninismus als die herrschende Ideologie der Arbeiterklasse an der Macht zwang den Idealismus, sich hinter dem Gewand des historischen und dialektischen Materialismus zu verstecken – in Form des modernen Revisionismus.

Die modernen Revisionisten predigen „Elemente des Sozialismus“ im Kapitalismus und schmuggeln kapitalistische Elemente in den Sozialismus.

Der moderne Revisionismus ist die Ideologie und Politik des Staatskapitalismus, eines Kapitalismus neuen Typs, der nicht aus der Feudalordnung, wie der Kapitalismus alten Typs, sondern aus der sozialistischen Ordnung hervorging, also eines parasitären, faulenden und sterbenden Typs, eine neue imperialistische Ideologie und Politik.

Die modernen Revisionisten (und da stimmen sie mit der Weltbourgeoisie überein) nennen ihren Staatskapitalismus = „Sozialismus“, um den wirklichen Sozialismus Lenins, Stalins und Enver Hoxhas in Misskredit zu bringen.

Der moderne Revisionismus ist das imperialistische Produkt einer historischen Epoche, der Epoche des sterbenden, faulenden, parasitären Kapitalismus, der den Vormarsch des Sozialismus, den Vormarsch des Marxismus-Leninismus, den Vormarsch des Weltproletariats und der sozialistischen Weltrevolution wieder rückgängig zu machen versucht. Die kapitalistische Restauration des Sozialismus ist eine besondere Form des Kapitalismus in der Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus, eine Form des Kapitalismus, die wie alle seine anderen Formen erbarmungslos zerschlagen wird durch die sozialistische Weltrevolution.

Der moderne Revisionismus endete auf seiner letzten Entwicklungsstufe dort , wo er von den Positionen des bürgerlichen Anti-Kommunismus aus zum offenen Kampf gegen den Marxismus-Leninismus übergegangen war, also wo er sich auch nicht mehr in seinen verschiedenen Formen und Strömungen vom offenen Anti-Kommunismus des Weltkapitalismus abgrenzte, wo er seine Tarnkappen restlos fallen ließ, wo er sich in den offenen Sozialdemokratismus verwandelt und wo er schließlich zum Wegbereiter des Weltfaschismus des Weltimperialismus wurde.

Vom modernen Revisionismus an der Macht blieb nichts anderes übrig als die Erkenntnis, dass auch eine Restauration des Kapitalismus diesen nicht vor seinem Untergang retten kann. Der moderne Revisionismus an der Macht hat historisch bewiesen, dass der Kapitalismus auf Dauer weder reformierbar noch restaurierbar ist, dass er seinen faulenden, parasitären und sterbenden imperialistischen Char