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Schulungstexte der Komintern-ML



1956 - 2006

50 Jahre Kommunismus

im Kampf gegen den modernen Revisionismus



Mit der ideologischen Waffe des Marxismus-Leninismus wird das Weltproletariat den Revisionismus für immer besiegen ! Der Kampf zwischen den Marxisten-Leninisten und den Verrätern an der Ideologie des Proletariats geht weiter. Es ist daher unsere Pflicht als Marxisten-Leninisten, die revolutionäre Weltanschauung der Arbeiterklasse gegen den Revisionismus zu verteidigen, unsere gemachten Fehler schonungslos aufzudecken und zu korrigieren und den gegenwärtigen, eklatanten Nachtrab unserer marxistisch-leninistischen Revisionismus-Kritik zu beenden. Die Auseinandersetzung mit der revisionistischen Ideologie muss wiederbelebt und verstärkt werden, um die gegenwärtige Krise des Marxismus-Leninismus zu überwinden.



Wolfgang Eggers

6. Mai – 31. Dezember 2006



Vorwort

Dies soll kein Lehrbuch über den modernen Revisionismus sein - also keine allumfassende theoretische , wissenschaftliche, systematische und detaillierte, Darstellung. Vieles ist noch verbesserungsbedürftig. Wir Marxisten-Leninisten sind keine Gelehrten, die hier ihr schlaues Wissen „ÜBER“ den modernen Revisionismus zum Besten geben. Wir sind revolutionäre Klassenkämpfer, Genossinnen und Genossen, die ihre selbst gemachten Erfahrungen aus dem 50 jährigen Kampf gegen den modernen Revisionismus auch selber zu verallgemeinern und zusammenzufassen versuchen, um uns für den endgültigen Sieg über den Revisionismus zu wappnen. Wir wollen hier Rechenschaft ablegen darüber, was wir in UNSEREM 50 Jahre lang geführten Kampf gegen den modernen Revisionismus geleistet, aber auch darüber, was wir dabei falsch gemacht haben. Vieles bleibt noch ungeklärt, muss noch analysiert und aufgedeckt werden, wobei wir uns insbesondere neue Erkenntnisse aus dem Komintern-Archiv erhoffen. Wir sind noch lange nicht frei von Einflüssen des modernen Revisionismus, müssen unsere Erkenntnisse ununterbrochen weiter vervollständigen und unser anti-revisionistisches Bewusstsein permanent revolutionieren. 50 Jahre sind nur ein kleiner historische Abschnitt, der uns nicht mehr als eine Zwischenbilanz erlaubt. Viele Dinge werden erst später ans Tageslicht gebracht werden, auch unsere Ungenauigkeiten, Irrtümer und Fehleinschätzungen, wodurch wir oder unsere Nachfolger unsere bisherigen Schlussfolgerungen und Verallgemeinerungen neue überdenken und einer marxistisch-leninistischen Revision unterziehen müssen. Ohne ehrliche Kritik und Selbstkritik der Marxisten-Leninisten und der revolutionären Arbeiterklasse ist der nachhaltige Einfluss des modernen Revisionismus nicht auszumerzen, vor allem nicht, wenn man dem revisionistischen Gesetz seiner Häutung nicht in jeder gegebenen und sich ständig verändernden Situation in Rechnung stellt, wenn man nur noch reagiert, anstatt zu agieren. Der Schulungstext möge allen revolutionären Kräften Mut machen, auf dem Weg des Kampfes gegen den Revisionismus nicht stehen zu bleiben, nicht aufzugeben, sondern selbstbewusst weiter voranzuschreiten bis die Unvermeidbarkeit des Revisionismus für immer beseitigt ist.

Über den von uns geführten praktischen wie theoretischen anti-revisionistischen Kampf (wobei wir uns im Wesentlichen auf den theoretischen Kampf beschränkt haben) maßen wir uns nicht „das letzte“ Urteil an, denn letztendlich wird über die Geschichte des Kommunismus, über die Geschichte des anti-revisionistischen Kampfes, das Weltproletariat selber entscheiden, sind es die werktätigen Massen. die unter der Führung der einzig wirklich revolutionäre Klasse, der Arbeiterklasse und unter der Führung der marxistisch-leninistischen Partei, die Geschichte machen. 50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus ist nur ein kleiner, aber wichtiger Abschnitt aus der Geschichte des Klassenkampfes zwischen der Ideologie der Bourgeoisie und der Ideologie der Arbeiterklasse, aber ein Kampf, der uns die Befreiung der Welt vom Kapitalismus näher bringt, ein Kampf für die Rückeroberung des Sozialismus, der noch sehr steinig und auch mit weiteren Niederlagen und Opfern gepflastert sein wird, aber den das revolutionäre Proletariat und die ihm stets treu ergebenen Marxisten-Leninisten stolz begonnen hat, denn ihnen gehört der endgültige Sieg !

50 Jahre Kommunismus im Kampf gegen den modernen Revisionismus darf nicht totgeschwiegen werden. Das ist eine Frage des Klassenkampfes. Hierüber muss das Weltproletariat, müssen die Massen dieser Welt unbedingt lückenlos aufgeklärt werden, müssen sie daraus Lehren ziehen, damit sie das Banner des anti-revisionistischen Kampfes zum Sieg führen können.

Die Geschichte des Revisionismus ist die Geschichte der vergeblichen Versuche der Bourgeoisie, die marxistisch-leninistische Weltbewegung und die weltrevolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse - mit Zuckerbrot und Peitsche - dazu zu bewegen, den Kampf gegen den Revisionismus wieder einzustellen, ihn unter Ausübung von massivem Druck Stück für Stück zu revidieren und schließlich die Kapitulation des anti-revisionistischen Kampfes zu erzwingen. Dies war insbesondere die Geschichte des modernen Revisionismus, nämlich die Geschichte des ideologischen Einflusses der neuen, aus der sozialistischen Gesellschaft hervorgegangenen Bourgeoisie, die Marxisten-Leninisten und die Arbeiterklasse mit Zuckerbrot und Peitsche dazu zu bewegen, ihren Kampf gegen die Ideologie der Restauration des Kapitalismus aufzugeben.

Die Geschichte des modernen Revisionismus lehrt, dass die Gefahr der Restauration des Revisionismus unvermeidbar bleibt, solange es auf der Erde Klassen gibt. Wer daher „im Namen des Marxismus-Leninismus“ den Kampf gegen den Revisionismus vor dem endgültigen Erreichen der klassenlosen Gesellschaft nur halbherzig führt, ihn nicht von einer niederen Stufe auf die nächst höhere hebt, ihn entstellt oder gar aufgibt und beendet, der ist und bleibt entweder ein Revisionist oder ein Kapitulant, was auf das Gleiche hinausläuft. Kapitulation vor dem Revisionismus ist konterrevolutionär, bedeutet Unterwerfung unter die Ideologie des Klassenfeindes. Beide Sorten von Leuten dienen freiwillig oder unfreiwillig jenen konterrevolutionären Klassen, die für die Aufrechterhaltung der Klassengesellschaft kämpfen, um den Weg zur klassenlosen Gesellschaft zu verbauen. Die Geschichte des modernen Revisionismus zeigt, dass der Bourgeoisie die Rückverwandlung des Sozialismus in den Kapitalismus nur im scharfen Klassenkampf vollziehen konnte, in deren Verlauf sie die ganze Zeit gezwungen war, sich ihre soziale Basis getarnt aufzubauen und zwar unter der Maske des Marxismus-Leninismus. Die Geschichte der Restauration des Kapitalismus ist Teil der Geschichte des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus und beweist, dass dieser alles andere, als glatt und geradlinig verläuft, sondern auch Etappen mit Rückwärtsbewegungen durchmacht, um mit neuem Anlauf die Bedingungen für die Restauration des Sozialismus auf höherer Stufe zu schaffen. Gegen den revolutionären Kampf des Weltproletariats für die Restauration des Sozialismus ist die Weltbourgeoisie gezwungen, eine neue, globale Maske aufzusetzen, die Maske des anti-neorevisionistischen Kampfes. Sie ist die revisionistische Maske, die die Maske des modernen Revisionismus historisch abgelöst hat. Der Kampf zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus wird damit auf höherer Stufenleiter seiner Geschichte gehoben – also fortgesetzt auf der Stufe des globalisierten Klassenkampfes zwischen der Weltbourgeoisie und dem vereinigten Weltproletariat. Es ist ein Gesetz der geschichtlichen Entwicklung des Klassenkampfes, dass, je größer der Betrug der ausbeutenden und unterdrückenden Klassen ist, desto größer die Kraft der ausgebeuteten und unterdrückten Klassen, es diesen Betrügern heimzuzahlen. Die neo-revisionistische Maske ist die neue, betrügerische Maske des „ weltrevolutionären Sozialismus“ der Weltbourgeoisie und gegen die sozialistische Weltrevolution gerichtet. Es sind die Marxisten-Leninisten mit ihrem anti-neorevisionistischen Kampf, die die Weltbourgeoisie zwingen, diese Maske aufzusetzen, um sie ihnen herunterzureißen .

Bis die letzte revisionistische Maske fällt werden unvermeidlich noch viele weitere von ihnen heruntergerissen werden müssen. Die Marxisten-Leninisten sind die Einzigen auf der ganzen Welt, die den Revisionismus theoretisch entlarven können. Ohne organisierte Führung der Marxisten-Leninisten, ohne Kommunistische Internationale kann der Kampf gegen den Revisionismus nicht siegreich beendet werden, wird seine Unvermeidbarkeit nicht revolutionär beseitigt werden können. Der Marxismus-Leninismus hat sich im Kampf gegen den Revisionismus gestärkt und er wird stets siegreich daraus hervorgehen, denn er ist die Weltanschauung des unbesiegbaren Weltproletariats, der einzig revolutionären Klasse, die die Menschheit aus der Klassengesellschaft herausführt und der Welt das Tor zur klassenlosen Gesellschaft öffnet.





Inhaltsverzeichnis

Worum geht`s ?

Wozu den modernen Revisionismus studieren ?

Was ist Revisionismus und wie ist er entstanden ?

Was ist moderner Revisionismus und wie ist er entstanden ?

Was passierte im Jahr 1956 ?

Die Ökonomie des modernen Revisionismus

Die hauptsächlichen Spielarten des modernen Revisionismus im Einzelnen

a) Jugoslawischer Revisionismus

b) Sowjetischer Revisionismus

    c) Moderner Revisionismus in der westlichen Welt – insbesondere Euro“kommunismus“

d) Chinesischer Revisionismus

e) Revisionismus in Albanien

Von der besonderen Spielart des Revisionismus in diesem oder jenen Lande, auf diesem oder jenen Kontinent, zu den Spielarten des globalisierten Revisionismus, zum Weltrevisionismus

Was ist Weltrevisionismus und wie wird er entstehen? Was ist Neo-Revisionismus und wie ist er entstanden ?

Einzelne Fragen

a) revisionistische Geschichtsfälschung

b) Welche Verbrechen haben die modernen Revisionisten begangen ?

c) Proletarische Welteinheitsfront mit den Revisionisten oder gegen die Revisionisten ?

d) „Friedliche“ Rückkehr zum Weltsozialismus ?

d) Dogmatismus und Sektierertum – die Kehrseite des modernen Revisionismus





Die 5 Klassiker im Kampf gegen den Revisionismus

a) Marx und Engels – Vorkämpfer gegen den Revisionismus

    c) Stalin – Führer des Kampfes gegen die Revision des Leninismus

d) Enver Hoxha – Führer des Kampfes gegen den modernen Revisionismus an der Macht

Welche Lehren ziehen wir Marxisten-Leninisten aus dem Kampf gegen den modernen Revisionismus ?



Worum es hier geht ...

... grob zusammengefasst:

Historisch ist vom Proletariat bereits längst praktisch bewiesen worden: Der Marxismus-Leninismus ist die einzige ideologische Waffe, mit der die bürgerliche Ideologie schon einmal besiegt wurde. Der Marxismus-Leninismus war die einzige Ideologie, die jemals über die bürgerliche Ideologie geherrscht hat. Der Weltimperialismus war historisch gezwungen, seine bürgerlichen Waffen als die Waffen seines Klassenfeindes auszugeben – allein das ist schon als historischer Sieg des Marxismus-Leninismus zu bewerten, der den Kampf gegen den Revisionismus stets eröffnet und führt. Die Verhüllung der proletarischen Klassenideologie war also ein Zeichen der ideologischen Schwäche der Bourgeoisie, nicht ihrer Stärke. Die Bourgeoisie war durch niemanden sonst als durch die aufstrebende, revolutionäre Arbeiterklasse gezwungen worden, sich zu tarnen, sich zu verkleiden, die sozialistische Arbeiterklasse einzulullen, zu verwirren, zu täuschen, die revisionistischen Verbrecher „als Opfer“ und die Kommunisten als „Täter“ abzustempeln usw. usf, um die Arbeiterklasse auf dem Wege der Betrugsmanöver schließlich zurück auf den kapitalistischen Weg zu lenken und sie ihrer Macht zu berauben. Und so ist es gekommen. Der Sozialismus wurde dem Kapitalismus mit Hilfe des modernen Revisionismus angepasst und in die Kette des Weltimperialismus eingegliedert. Der moderne Revisionismus ist die bürgerliche Ideologie der Restauration des Kapitalismus, die Ideologie der Bourgeoisie, ihre an die Arbeiterklasse verlorene Macht zurück zu erobern und damit den direkten Übergang zum Weltsozialismus zu verhindern. Es gilt als bis heute erwiesen, dass der Bourgeoisie dies mit dem modernen Revisionismus auch tatsächlich gelungen ist, den Marxismus-Leninismus zu entmachten, aber nicht zu beseitigen. Es gibt zwar keinen Sozialismus mehr auf der Welt, keinen Flecken Erde mehr, wo die Arbeiterklasse tatsächlich an der Macht und die Bourgeoisie etwa durch die Diktatur des Proletariats unterdrückt ist, aber der Marxismus-Leninismus erholt sich und wird wieder stärker. In der ganzen Welt herrscht heute die Bourgeoisie durch schwärzeste Reaktion, blindwütigste Konterrevolution und finstersten Antikommunismus – dank der Revisionisten. Wer angesichts dieser historischen Tatsache den Kampf gegen den Revisionismus einstellt oder untauglich macht – ist ein Konterrevolutionär.

Wenn nun aber der moderne Revisionismus über den Marxismus-Leninismus „gesiegt“ hat, wenn es nun dem Marxismus-Leninismus in 50 Jahren noch nicht gelungen ist, den Revisionismus zu besiegen, warum hören wir Marxisten-Leninisten nicht damit auf, der Arbeiterklasse immer noch zu erklären und sie davon zu überzeugen, dass nicht der Revisionismus, sondern der Marxismus-Leninismus unbesiegbar ist ?

Ja, wer sagt denn, dass der Kampf zwischen Marxismus-Leninismus und modernem Revisionismus nach 50 Jahren historisch schon längst erledigt, beendet oder gar entschieden ist? Solange es eine Weltbourgeoisie und ein Weltproletariat gibt, solange sich diese beiden antagonistischen Klassen gegenüberstehen, solange sie sich im Klassenkampf befinden, solange währt auch der Kampf zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Ideologie – ist die Frage: „Wer – wen?“ noch nicht endgültig entschieden, ist somit der anti-revisionistische Kampf noch lange nicht entschieden.

Ob nun 10, 50 oder 100 Jahre Betrug, Fälschung oder Tarnung – auf die Dauer wird der Marxismus Leninismus alles restlos aufdecken können. Die Wahrheit kann man weder auf Dauer betrügen noch verfälschen. Die Marxisten-Leninisten finden durch Anwendung des dialektischen und historischen Materialismus die Wahrheit heraus. Es gibt auf der Welt keinen unerkennbaren Betrug, keine unerkennbare Fälschung oder undurchschaubare Tarnung, wohl aber solche, die noch nicht aufgedeckt sind, und diese werden durch die marxistisch-leninistischen Kräfte, durch revolutionäre Theorie und Praxis, durch die Erfahrungen der Massen usw. usf., schließlich doch aufgedeckt und erkannt werden. Der moderne Revisionismus basiert auf veralteten Ideen, die sich überlebt haben und den absterbenden Kräften in der sozialistischen Gesellschaft dienten. Ihre Rolle bestand darin, dass sie die sozialistische Gesellschaft in ihrer Entwicklung und Vorwärtsbewegung gehemmt und schließlich beseitigt haben. Aber daraus ist dann auch ein ganz neuer historisch wichtiger Klassenkampfabschnitt entstanden, der proletarische Kampf gegen den modernen Revisionismus. Das Land Albanien wurde somit zum ersten sozialistischen Land, das sich im Kampf gegen den modernen Revisionismus ein großes Stück weiter entwickelt hatte – und damit eine neue Qualität des Sozialismus erreichte. Der Kampf gegen den modernen Revisionismus erleichterte es, die im Sozialismus gestellten Aufgaben besser zu erfüllen. Ohne den Kampf gegen den modernen Revisionismus hätte es auch kein sozialistisches Albanien gegeben, dass erst aufhörte zu existieren als es den Kampf gegen den modernen Revisionismus einstellte. Die Verallgemeinerungen der Erfahrungen des Kampfes gegen den modernen Revisionismus von heute bilden die Grundlage für den Sozialismus von morgen. Entstanden auf der Basis der Aufgabe, den modernen Revisionismus zu bekämpfen, konnte sich der Marxismus-Leninismus, konnte sich der Sozialismus in Albanien vorwärts entwickeln, wurde der Kampf gegen die absterbenden Kräfte im sozialistischen Albanien im Gegensatz zu allen revisionistischen Ländern erleichtert. Albanien schuf den neuen Typ Sozialismus, den Typ, der der revisionistisch-kapitalistischen Umkreisung standhalten konnte, ein neuer Typ Sozialismus, dem der moderne Revisionismus nichts anhaben konnte, der die Restauration des Kapitalismus verhinderte – jedenfalls für etwa den gleich langen Zeitraum, während die revisionistischen Länder ihren Druck auf Albanien ausübten. Es war in der Hauptseite der kapitalistische und nicht der revisionistische Druck (zur Anfangszeit wirkte der Druck im umgekehrten Verhältnis) der kapitalistisch-.revisionistischen Umkreisung, durch dessen Wirken die Bedingungen für die albanischen Revisionisten mit Ramiz Alia an der Spitze begünstigt wurden, den kapitalistischen Weg einzuschlagen, die Diktatur des Proletariats zu zerschlagen, den Sozialismus mit einer bürgerlichen Konterrevolution gewaltsam zur Kapitulation zu zwingen und die Diktatur einer neuen Bourgeoisie zu errichten.

Nur vollzieht sich dieser Prozess eben dialektisch und nicht metaphysisch. Es gibt nicht nur den Prozess des Entstehens und Vergehens des Kapitalismus, sondern auch den Prozess des Entstehens und Vergehens des Sozialismus, so wie es die Restauration des Kapitalismus und die Restauration des Sozialismus gibt. Beides kann man nicht losgelöst voneinander betrachten, sie bilden ein zusammenhängendes Ganzes, sind voneinander abhängig und bedingen einander, eins entsteht aus dem anderen. Es ist klar, dass mit der Beseitigung der Ausbeuterklassen im Sozialismus die antagonistischen Widersprüche nicht beseitigt sind. Sie bestehen neben den für die sozialistische Gesellschaft charakteristischen nicht-antagonistischen Widersprüchen weiter und verschärfen sich. So befand sich der Sozialismus zu keinem Zeitpunkt ausschließlich im Zustand unaufhörlicher Vorwärtsbewegung und positiver Veränderung, unaufhörlicher Erneuerung und Entwicklung, sondern er machte Zickzackbewegungen des Abflauens und Ansteigens des Klassenkampfes durch, Niederlagen und Rückschläge, ja schließlich auch einen Prozess seines Vergehens und Untergangs (im ersten Anlauf). Darin zeigte sich der Gradmesser des tatsächlich geführten Klassenkampfes in seiner ganzen Schärfe: „Wer – wen?“ Die Machtfrage zwischen den Marxisten-Leninisten und den Revisionisten im Sozialismus ist stets die Frage der Verteidigung und Festigung oder der Schwächung und Liquidierung der Diktatur des Proletariats. Der Sozialismus kennt die Garantie seiner Existenz nur im Weltmaßstab, denn ein einzelnes sozialistisches Land kann der Herrschaft des Weltkapitalismus im Weltmaßstab, der internationalen imperialistisch-revisionistischen Umkreisung, von sich allein heraus nicht auf Dauer standhalten – das ist eine Lehre des Marxismus-Leninismus, die in der Praxis erhärtet worden ist. Die Sache ist die, dass aus dem Vergehen, aus den Schwächen des Sozialismus unaufhörlich und rastlos neue (gestützt auf den alten sozialistischen Kräften) Bewegungen und Veränderungen entstehen, die sich nun mal deswegen auch nicht aufhalten lassen, weil sie der Gesetzmäßigkeit der tatsächlich vorangehenden gesellschaftlichen Entwicklung entsprechen. Diese zunächst unmerklich heranreifenden regenerativen, erneuten Kräfte des Sozialismus erreichen irgendwann ihren Punkt, wo sie reif sind für einen qualitativen Sprung, für die erneute sozialistische Revolution und den Aufbau eines Sozialismus neuen Typs auf qualitativ höherer Stufe. Warum ist das so? Der Kampf zwischen dem Kapitalismus und dem Sozialismus ist ein langwieriger und nicht geradliniger Kampf der Gegensätze, wo das Alte durchaus noch mal die Oberhand über das Neue gewinnen konnte, bevor es endgültig durch das Neue überwunden sein wird. Es handelt sich im Kampf zwischen Kapitalismus und Sozialismus um Entwicklungsprozesse des Umschlagens von quantitativen Veränderungen in qualitative. Ist der Sozialismus durch einen qualitativen Sprung in einem einzelnen Land entstanden, so kann er nicht evolutionär in den Kommunismus übergehen, solange der Kapitalismus im Weltmaßstab die Macht hat bzw. diese zurückerobern kann. Der Sozialismus wird zu einem zweiten und vielleicht dritten und vierten qualitativen Sprung ansetzen müssen, bis er evolutionär absterben und endgültig in den Kommunismus übergehen kann. Das liegt im Wesen des antagonistischen Gegensatzes von Kapitalismus und Sozialismus und ist ein Lehrbeispiel der Geschichte des Sozialismus, die nicht gleich mit seiner ersten Niederlage beendet ist, sondern im harten Kampf der Überwindung der Anfangsschwierigkeiten des Sozialismus permanent fortgeschrieben wird – und zwar solange, bis das Neue endgültig über das Alte gesiegt hat.

Der Kapitalismus hat weit über 100 Jahre gebraucht, bis er sich vom Feudalismus befreit hatte und der Kapitalismus siegte selber ja auch nicht in einem Handstreich über den Feudalismus, sondern musste in einer ganzen Reihe von bürgerlichen Revolutionen unvermeidlich Niederlagen hinnehmen bis er stark genug war, endgültig die feudalistische Gesellschaftsordnung zu ersetzen und abzuschaffen. Die Geschichte kennt Beispiele, wo wieder der Feudalismus aus der bürgerlichen Gesellschaft restauriert wurde. Warum leugnen die Revisionisten das bei der sozialistischen Gesellschaftsordnung? Wir haben bereits die Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus zu fassen, wir leben in der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution, wobei die Oktober-Revolution die große proletarische Weltrevolution ja gerade mal erst eingeläutet hatte. Wir leben in einer Epoche des Kampfes zwischen Kapitalismus und Sozialismus, einer Epoche, die durch sozialistische Revolutionen und nationale Befreiungsrevolutionen geprägt ist, einer Epoche des Zusammenbruchs des Welt-Imperialismus und der Liquidierung des Neo-Kolonialismus, des Übergangs auf den Weg des Sozialismus, einer Epoche des Triumphs des Sozialismus im Weltmaßstab. Diese Epoche „Wer – wen ?“ ist noch längst nicht endgültig beendet, und wird noch längere Zeit nicht abgeschlossen sein, auch wenn die Globalisierung der imperialistischen Welt uns ein großes Stück weiter in Richtung Globalisierung des Sozialismus gebracht hat. So lange aber besteht sie weiter, selbst wenn der Sozialismus – wie zur Zeit - einen Rückschlag erlebt hat. Die sozialistische Weltrevolution lebt weiter, der Sozialismus kehrt diesmal für immer zurück, um nicht nur einzelne Plätze in der kapitalistischen Welt zu besetzen, sondern den ganzen Platz des Kapitalismus endgültig einzunehmen. Im Weltsozialismus wird es schließlich nirgends mehr ein Plätzchen geben, wo der Kapitalismus sich noch zurück ziehen und sich wieder regenerieren könnte, um seinen neuen Rückeroberungsfeldzug zu wagen. Da hat der Kapitalismus es schließlich nicht mehr mit einem sozialistischen Land zu tun, sondern mit der ganzen sozialistischen WELT.

Die sozialistische Weltrevolution bahnt nicht nur dem Weltsozialismus den Weg, sondern sie wird dabei auch das Grab des internationalen Revisionismus schaufeln und ihn zu Grabe tragen.

Das alles wird mit 100 %iger Sicherheit nicht etwa deswegen geschehen, weil das der fromme Wunsch von „unverbesserlichen“, „rachedürstigen“ Kommunisten ist, sondern :

die heutige Kraft der Wiederkehr des Sozialismus kann deswegen kein Mensch aufheben, weil dies eine historische Notwendigkeit ist, die gesetzmäßig aus der objektiven Entwicklung der Klassengesellschaft zur klassenlosen Gesellschaft resultiert. Wie gesagt: Jede neue Gesellschaftsordnung kommt genauso wenig fertig zur Welt, wie auch die alte Gesellschaftsordnung nicht mit einem Schlag erledigt ist. Das ist ein langwieriger, komplizierter Prozess mit vielen vermeidlichen wie auch unvermeidlichen Umwegen und opferreichen Irrwegen, in dessen Verlauf die Macht der antagonistischen Klassen durchaus wechselt, bevor insbesondere die antagonistische Klassengesellschaft beseitigt und die Klassengesellschaft schließlich gänzlich abgestorben ist. Jede neue Revolution, jeder neue Sozialismus beseitigt und überwindet jene Fehler der vorangegangenen Revolution, des voran gegangenen Sozialismus, die zunächst einmal zu ihren Sturz geführt hatten - und zwar auf einer qualitativ immer höheren Stufenleiter der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft: Die Restauration des Kapitalismus ist der Vorabend der Restauration des Sozialismus. Restauration des Sozialismus heißt Weltsozialismus. Die Geschichte hat bewiesen, dass eine Restauration des Kapitalismus gelingen konnte. Wenn aber die Restauration des Kapitalismus gelungen ist, warum soll dann nicht auch wiederum die Restauration des Sozialismus gelingen ? Mit der Maskierung der anti-kommunistischen Verneinung dieser Frage beschäftigen sich heute die Revisionisten, während wir Marxisten-Leninisten mit der wissenschaftlichen Begründung einer positiven Beantwortung dieser Frage beschäftigt sind. So wie die Bourgeoisie ihre konterrevolutionäre Kraft verzehnfacht, um ihre an den Sozialismus verloren gegangene Macht zurück zu erobern, so verhundertfacht die Arbeiterklasse ihre revolutionäre Kraft, um ihren an den Kapitalismus verlorenen Sozialismus zurück zu erobern. Mit dieser marxistisch-leninistische Wahrheit, die die Komintern / ML im Weltproletariat heute wach zu rufen versucht, zwingen wir die Revisionisten, aus unseren Schützengräben heraus zu klettern, damit wir sie besser vor die Flinte des revolutionären Proletariats kriegen. Sie müssen diese Wahrheit logischerweise leugnen, weil sie sich davor fürchten, für ihren aufgedeckten Verrat am Kommunismus vom revolutionären Weltproletariat und den revolutionären Völkern der Welt zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Wut über den historischen Verrat der modernen Revisionisten werden die Neo-Revisionisten von den nachfolgenden Generationen des Weltproletariat zu spüren bekommen – das ist so wahr wie das Amen in der Kirche.

Genau diesen marxistisch-leninistischen, wissenschaftlich nachgewiesenen Determinismus vom unvermeidlichen, endgültigen Sieg über den Revisionismus müssen die Revisionisten heute mehr denn je fürchten, weswegen sie ihn um so vehementer leugnen. Determinismus heißt natürlich nicht dasselbe wie Beseitigung des Revisionismus´ im Selbstlauf. So wie die Revisionisten den sowjetischen Sozialismus Lenins und Stalins als „garantierten, unbesiegbaren Sozialismus“ ausgaben ( was schon Lenin und Stalin als anti-marxistische These entlarvt hatten!), um damit den Klassenkampf im Sozialismus für „überflüssig“ zu erklären, um der neuen Bourgeoisie freie Bahn für den Sturz der Diktatur des Proletariats zu geben, um den Kapitalismus wieder restaurieren zu können – genauso geben die Revisionisten heute die Parole aus, dass es „unmöglich“ sei, den Sozialismus mit Hilfe des Marxismus-Leninismus zurückzuerobern. Auch der Klassenkampf für den Sozialismus, insbesondere für seine revolutionäre Wiederherstellung, ist mit Niederlagen gepflastert., haben wir stets mit den Revisionisten zu rechnen, selbst noch dann, wenn das Weltproletariat seine Weltdiktatur errichtet hat (gerade dann!). Die Niederlagen des vergangenen Sozialismus aber sind unvermeidliche Grundlagen für die Siege des zukünftigen Sozialismus. Eines Tages wird also auch die kapitalistische Gesellschaftsordnung vollständig beseitigt und die sozialistische Gesellschaftsordnung wieder hergestellt sein – auf einer höheren Stufe – im Weltmaßstab. Und eben das bedeutet auch, dass der Marxismus-Leninismus endgültig über den Revisionismus siegen wird, dass der Marxismus-Leninismus die herrschende Ideologie auf der ganzen Welt sein wird, denn der Marxismus-Leninismus ist die Ideologie des Weltproletariats als die aufstrebende Klasse, während der Revisionismus die Ideologie der Weltbourgeoisie ist, also die Ideologie einer untergehenden und sterbenden Klasse, die sich der Ideologie des Weltproletariats bedient, so wie sich ein Ertrinkender an einem Strohhalm festhält, um seine Untergang noch für eine Sekunde aufzuhalten. Deswegen wird es auch niemals eine Versöhnung zwischen dem antagonistischen Widerspruch von Marxismus-Leninismus und Revisionismus geben können, wird der Zustand, wo beide gleichzeitig existieren, nicht von ewiger Dauer sein, wird der Marxismus-Leninismus den Revisionismus überleben und nicht umgekehrt. Die Beseitigung des Sozialismus auf der ganzen Welt soll nach Ansicht der Bourgeoisie und insbesondere nach der der Revisionisten angeblich ein „Beweis“ für die „Untauglichkeit“ des Marxismus-Leninismus und die Lebensunfähigkeit des Sozialismus sein. Sie geben der Arbeiterklasse also den „gut gemeinten Rat“, vom Klassenkampf, von den „Träumereien“ von der Arbeitermacht, von der Arbeiterrevolution, vom Kommunismus, vom Sturz des Kapitalismus, die Finger zu lassen, da es einmal „ausreiche“, „sich die Finger zu verbrennen“ – denn am „längeren Hebel“ säßen ja doch die Kapitalisten, die Reichen usw. usf. Den Klassenkampf für die Diktatur des Proletariats für überholt zu halten, ist nur Lug und Betrug derjenigen Klassen, die die Diktatur des Proletariats besiegten. Dass der Kapitalismus über den Kommunismus angeblich für immer gesiegt haben soll, dass der Kapitalismus etwa „unbesiegbar“, dem Kommunismus „überlegen“ sein soll, das ist doch nur die altbekannte Zweckbehauptung der Kapitalisten selber. Das sagen die Kapitalisten doch nur deswegen über sich und ihre kapitalistische Gesellschaft, weil sie die unausweichliche Revolution der Arbeiterklasse, die ihren Untergang bedeutet, fürchten müssen. Die gegenwärtige Vorbereitung der proletarischen Kräfte auf die großen Schlachten der Rückeroberung des Sozialismus, die Vorbereitung auf die große Schlacht der sozialistischen Weltrevolution, auf den großen Sprung zum Weltsozialismus, wird von der Weltbourgeoisie mit dem allgemeinen Anti-kommunismus und in seiner spezifischer Form von den Neo-Revisionisten als Verzicht auf diese Schlachten ausgelegt.

Und sie sind daher gezwungen, an ihrem Antikommunismus festzuhalten, denn sie wissen selber, dass ihre Tage gezählt sind, dass ihre Weltordnung eines schönen Tages von der sozialistischen Weltordnung abgelöst sein wird. Und gerade deswegen hüten sie sich, ihre bevorstehende Niederlage vor aller Welt zuzugeben. Gerade deswegen haben sie ihre Anstrengungen verstärkt, alles Kommunistische aus den Hirnen der Arbeiter auszulöschen, ihnen den Kopf zu waschen, so als wenn ein Arbeiter niemals etwas anderes war als ein Lohnsklave, so als ob es nie eine Arbeiterklasse gegeben hat, die die Bourgeoisie einst besiegte, die ihre eigene sozialistische Gesellschaft auf der zertrümmerten bürgerlichen Herrschaft aufgebaut hatte. Die Bourgeoisie tut heute mehr denn je alles, um das Erinnerungsvermögen der Arbeiter an ihren Sieg über den Kapitalismus, an all die großartigen Errungenschaften des Sozialismus, auszumerzen, die fleißige Arbeiterhände und revolutionäre Arbeiterhirne bereits auf einem Sechstel der Erde geschaffen hatten. Vor allem aber liegt der Bourgeoisie verstärkt daran, die Kommunisten, die Marxisten-Leninisten zu verteufeln, zu jagen, unschädlich zu machen – sie vor den Massen zu diskreditieren, mit den Fingern auf uns zu zeigen und uns für all die Verbrechen die modernen Revisionisten an der Arbeiterklasse verantwortlich zu machen. Nur hat der Bourgeoisie all dies nichts genutzt, denn wir Marxisten-Leninisten haben den Verrat der modernen Revisionisten aufgedeckt und entlarvt. Das Weltproletariat mag uns kritisieren, dass wir den anti-revisionistischen Kampf hätten konsequenter führen müssen, aber es ist und bleibt das historische Verdienst der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha, dass sie diesen Kampf heldenhaft geführt hat. Wir haben mit unserer Kritik am modernen Revisionismus, mit dem Kampf für die erneute Revolution in den revisionistischen Ländern, haben mit unserem anti-revisionistischen Kampf an allen Fronten des internationalen Klassenkampfes Recht behalten, denn wie sich jeder Arbeiter überzeugen kann, haben die modernen Revisionisten den Sozialismus in den Kapitalismus verwandelt. Daran beißt die Maus nun mal keinen Faden ab und das macht der Bourgeoisie Angst. Revisionisten sind bourgeois, sind konservativ und als solche haben sie Angst vor der Revolution, haben sie Angst vor der Arbeiterklasse, hassen sie die Arbeiterklasse, beuten sie sie aus und unterdrücken sie, verraten sie sie an den Kapitalismus.

Was folgt aber daraus, dass der Marxismus-Leninismus mit seiner Kritik am modernen Revisionismus von der Geschichte bestätigt wurde ? Daraus folgt, was stets daraus gefolgt ist, wenn der Marxismus die maskierte Ideologie seiner Feinde ans Tageslicht gezerrt und enttarnt hatte und er zur historischen Tatsache geworden ist: daraus folgt die nächste, eine neue historische Tarnkappe . Was aber muss das für eine neue Tarnkappe sein, die man über die alte, untauglich gewordene, Tarnkappe des modernen Revisionismus drüber ziehen muss ? Es muss eine anti-revisionistische Tarnkappe sein. Es ist also eine „Tarnkappe der Tarnkappe“. Und genau diese anti-revisionistische Tarnkappe haben wir Marxisten-Leninisten wiederum aufgedeckt bzw, sind noch dabei, sie genauer zu entlarven, sie vollständig nieder zu reißen. Dies war nur uns und nur dadurch möglich, dass wir am Kampf der marxistisch-leninistischen Weltbewegung gegen den modernen Revisionismus treu festgehalten haben, die Entwicklung des modernen Revisionismus studiert, analysiert und Schlussfolgerungen daraus gezogen haben, dass wir unseren anti-revisionistischen Kampf vorangetrieben und weiter entwickelt haben.

Das Wesen der alten Tarnkappe war klar:

Revisionismus = Sozialismus in Worten, Kapitalismus in Taten !

Und ebenso klar folgt daraus die Formel der neuen Tarnkappe:

Gegen den modernen Revisionismus in Worten, gegen die Rückeroberung der Diktatur des Proletariats in Taten = Neo-Revisionismus !

. Wir haben für diese neue Form des Revisionismus, die sich aus dem modernen Revisionismus herausschält, einen neuen Begriff geprägt, den Neo-Revisionismus, der in Worten vorgibt, den modernen Revisionismus zu überwinden, diesen aber in Taten deckt und ihn unter neuem Deckmantel wieder zu beleben versucht, um die Rückkehr des Sozialismus, diesmal in einer höheren Form, den Weltsozialismus zu verhindern.

Was also ist exakt die Definition des Neo-Revisionismus?

Der Neo-Revisionismus ist jener Revisionismus, der sich aus dem modernen Revisionismus gehäutet hathervorgegangene neueste Form des Revisionismus, die den Übergang von der Etappe des Sozialismus in „einem“ Land zur Etappe des Sozialismus in allen Ländern verhindern soll.

Der Neo-Revisionismus ist die höchste, am weitesten entwickelte und gefährlichste Form aller bisherigen Formen des Revisionismus:

Der Revisionismus sollte zuallererst verhindern, dass die Arbeiterklasse sich überhaupt marxistisch organisiert, mit Hilfe der sozialistischen Revolution die Macht ergreift und die Diktatur des Proletariats aufbaut. Der Revisionismus konnte dies aber nicht verhindern – die Oktoberrevolution siegte. Der Revisionismus sollte verhindern, dass der Sozialismus aufgebaut wird. Der Sozialismus entwickelte sich trotz Revisionismus nicht nur in einem großen Land, sondern in mehreren Ländern. Der Sozialismus war trotzdem aufgebaut worden, und er bewies nicht nur seine Ebenbürtigkeit sondern seine Überlegenheit gegenüber der ganzen kapitalistischen Welt. Der Revisionismus sollte die weitere Ausbreitung und Festigung des vollständig aufgebauten Sozialismus verhindern. Bis zu Stalins Tod gelang dies nicht. Nach Stalins Tod sollte der moderne Revisionismus den Kapitalismus wieder restaurieren, was auch in allen Ländern geschah, bis auf Albanien. Der Revisionismus war an der Macht, aber er konnte Albanien jahrzehntelang trotzdem nicht in die Knie zwingen. Der Sozialismus bewies seine Überlegenheit gegenüber dem Revisionismus an der Macht.

Der Neo-Revisionismus soll nunmehr verhindern, dass der Sozialismus zurückkommt, soll verhindern, dass sich das Weltproletariat marxistisch-leninistisch organisiert, dass sich die globalisierte sozialistische Weltbewegung entwickelt auf marxistisch-leninistischen Grundlagen. Der Neo-Revisionismus soll die sozialistische Weltrevolution, den Weltsozialismus verhindern. Der Neo-Revisionismus soll den Aufbau des Weltsozialismus hemmen, sabotieren und aufhalten. Der Neo-Revisionismus soll den Weltsozialismus in den Weltkapitalismus zurück verwandeln. Der Neo-Revisionismus soll den Übergang des Sozialismus zum Kommunismus verhindern. Der Neo-Revisionismus soll den Aufbau des Kommunismus, seine Vervollkommung verhindern durch die Restauration des Sozialismus im ersten und schließlich die Restauration des Kapitalismus im weiteren Schritt.

Stets soll der Revisionismus den Kapitalismus retten bzw. ihn zurückerobern, soll die fortgeschrittene Gesellschaftsordnung in eine rückschrittliche Gesellschaftsordnung verwandeln, soll die fortschrittlichen, revolutionären Kräfte am Vormarsch hindern, soll sie zersetzen und in reaktionäre, konterrevolutionäre Kräfte verwandeln, um die Uhr der Geschichte zurückzudrehen. Charakteristisch am Revisionismus ist, dass er seine Ziele nur erreichen kann, wenn er sich des führenden Kerns der revolutionären Bewegung bemächtigt. Er versucht bis in die Spitze der revolutionären Bewegung vorzudringen, um die Zügel zu übernehmen und der Revolution den Wind aus den Segeln zu nehmen, sie immer weiter von ihren Zielen wegzudrängen, sie in die Irre zu führen, die Revolution zu stoppen, die konterrevolutionäre Richtung einzuschlagen und Fahrt aufzunehmen in die finsterste Weltreaktion in den Weltfaschismus,, darauf stets bedacht, jeglichen revolutionären Widerstand auszubremsen und eine erneute revolutionäre Bewegung zu verhindern, wofür sich eine neue Form des Revisionismus häutet, sobald die alte enttarnt und demaskiert ist usw. usf..

Mit dem Instrument des modernen Revisionismus konnte die Bourgeoisie die sozialistische Arbeiterklasse dieses oder jenes Landes schlagen, aber nicht das gesamte Weltproletariat. Der moderne Revisionismus war zwar für den historischen Augenblick erfolgreich, rettete den Kapitalisten noch mal den Arsch, konnte ein starkes sozialistisches Lager noch mal gerade so abwenden und den Vormarsch des Sozialismus stoppen, aber der moderne Revisionismus wurde vom Marxismus-Leninismus enttarnt und diskreditiert und ist somit für die nächste Etappe des Kampfes zwischen der kapitalistisch und der sozialistischen Gesellschaftsordnung in der alten Form untauglich geworden, ist veraltet. Die globale Krise des Kapitalismus führt direkt zum globalen Untergang des Kapitalismus, was nichts anderes bedeutet, dass die Rückkehr des Sozialismus auf höherer, globaler Stufe unvermeidlich ist. Die Form des Revisionismus, die die Weltbourgeoisie nunmehr heranbildet, ist eine globale Form, um direkt die vor uns liegende sozialistische Weltrevolution zu verhindern. Es ist diejenige Form des Revisionismus, mit der die weltweite Rückeroberung des Sozialismus aufgehalten werden soll. Diese neue „anrti-revisionistische“ Form des Revisionismus hat die Komintern / ML entdeckt und ihr wie gesagt, den Namen Neo-Revisionismus gegeben. Die ideologische Kritik am Neo- Revisionismus ist von der Komintern /ML ausgearbeitet worden. Dieses historische Verdienst kommt also ganz allein der Komintern / ML zu. Die globalen Bedingungen der Entstehung und Verbreitung neo-revisionistischer Strömungen, die sich aus den Strömungen des modernen Revisionismus entwickelt haben, wurden von der Komintern / ML inzwischen noch umfassender analysiert. Der Entartungsprozess der einstigen marxistisch-leninistischen, anti-revisionistischen Parteien, die den Weg des Neo-Revisionismus eingeschlagen haben, ihre Fehler und Zugeständnisse in Strategie und Taktik, ja die nahezu völlige Einstellung ihres einst anti-revisionistischen Kampfes, sind noch weiter analysiert worden. Im Zusammenhang mit der Kritik am Neo-Revisionismus ist es der Komintern / ML gelungen, eine neue marxistisch-leninistische Strategie und Taktik für die Rückeroberung des Sozialismus, für die sozialistische Weltrevolution, zu entwickeln - die Generallinie der Komintern / ML. Diese Generallinie enthält eine ausführliche marxistisch-leninistische Kritik am Revisionismus, legt die Perspektive des Sieges über den Revisionismus dar.

Die Bourgeoisie will vom Anti-Revisionismus alles nehmen, was ihr nicht weh tut. Sie erlaubt durchaus Kritik am Neo-Revisionismus, vorausgesetzt, dass dabei die Bourgeoisie unbeschadet bleibt. Die Kritik am Neo-Revisionismus darf heute also nur so weit gehen, dass sie für die Rückeroberung des Sozialismus, für die Wiedererrichtung bolschewistischer Parteien, für den Wiederaufbau der Diktatur des Proletariats – vor allem im Weltmaßstab, also für sie proletarische Weltrevolution, ungeeignet und unbrauchbar ist. Die Weltbourgeoisie benutzt den Neo-Revisionismus als neuen Feuerlöscher der Weltrevolution.

Wenn die Revisionisten also von Zeit zu Zeit und besonders heute wieder „Loblieder“ auf Stalin und Enver Hoxha anstimmen, wenn sie den Marxismus-Leninismus für ihre Zwecke „wieder entdecken“, von „Einheitsfront“ schwafeln, wenn sie versöhnliche, reumütige Töne anstimmen oder „Selbstkritik“ heucheln, so gehört das nur zu ihrer hinterhältigen Taktik. Es ist der Marxismus-Leninismus, der proletarische Anti-Revisionismus, der die Revisionisten zwingt, sich als Anti-Revisionisten zu tarnen. Es sind die Marxisten-Leninisten, die die Revisionisten zwangen, Stalin zu rehabilitieren, denn am liebsten hätten die Revisionisten die so genannte „Stalinfrage“ oder die so genannte „Enver-Hoxha-Frage“ unter den Tisch gekehrt, hätten sie beide oder einen von beiden gerne als Schreckgespenst weiter benutzt. Die Rehabilitierung von Revolutionären ist eine durchtriebene Taktik der Revisionisten. Zwischen der vorgetäuschten „Rehabilitierung“ von Revolutionären und der tatsächlichen Rehabilitierung von Revisionisten besteht ein dialektischer Zusammenhang der bürgerlichen Taktik des Übergangs vom offenen zum verkappten (und vom verkappten zum offenen) Vorgehen gegen die Arbeiterklasse und ihre Ideologie. Solange die Revisionisten nicht an der Macht sind, müssen sie ihre wahren Absichten verheimlichen. Das ändert sich, wenn sie an der Macht sind. Dann sprechen sie offen aus, was sie vorher nur im Stillen gedacht haben. Der Revisionismus hat viele Gesichter, wechselt diese je nach Notwendigkeit, aber der Revisionismus hat immer das gleiche Wesen. Man darf die Revisionisten, diese Doppelzüngler eben nicht daran messen, was sie sagen und meinen, sondern, was sie in Wirklichkeit tun bzw. was sie unterlassen. Die Revisionisten muss man vor allem an ihren Taten messen, muss ihre Taten vor den Augen des Weltproletariats bloßstellen, und ihren eklatanten Widerspruch zwischen Wort und Tat ans Tageslicht bringen. Eine verräterische Waffe wird unbrauchbar, wenn ihr Verrat aufgedeckt worden ist – das gilt heute ganz besonders für den Neo-Revisionismus. Ohne den Neo-Revisionismus zu schlagen, wird das Weltproletariat seinen weltweiten Siegeszug über den Revisionismus nicht sichern können, wird es keinen endgültigen, garantierten Sieg über den Revisionismus geben. Und zum Schluss noch etwas.

Eine Taktik der Revisionisten, die in ihrem Ausmaß und ihrer großen internationalen Tragweite von der Komintern / ML erst völlig aufgedeckt wurde, ist die Geheimhaltung des Komintern-Archivs durch die Revisionisten – nicht nur durch die Sowjet-Revisionisten, wo das Archiv lagerte, sondern auch durch alle anderen Revisionisten in der ganzen Welt, die die Dokumentation der Komintern eingefroren haben und ebenfalls „dicht gehalten“ haben. Selbst die Neo-Revisionisten wenden diese Taktik heute an, um über all die Verrätereien der modernen Revisionisten, die noch gar nicht aufgedeckt und entlarvt worden sind, Stillschweigen zu bewahren. Sie zeigen auffällig wenig Interesse an der Aufklärungsarbeit über die Komintern. Es handelt sich bei der Taktik des Revisionismus also nicht nur um eine Taktik der Entstellung des Marxismus-Leninismus und schließlich seiner Liquidierung mittels vollständiger und offener Ersetzung durch die bürgerliche Ideologie, sondern zunächst einmal um eine „stumme“ Taktik nach den Sprichwörtern: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ und „Was der Globalrevolutionär nicht weiß, macht ihn nicht heiß!“ Diese Taktik des Stillhaltens und Verschweigens, die Taktik des Vertuschens und Unterschlagens geht der revisionistischen Taktik des Irreführens und Täuschens voraus. Insbesondere setzt sich all das hartnäckig fort, was nicht aufgedeckt wurde. Ein Revisionismus, dem man die Maske heruntergerissen hat, ist ungeschützt und leichter angreifbar. Deswegen ist derjenige Revisionismus am gefährlichsten, der sich am besten tarnt, der am längsten unerkannt bleibt, der es geschafft hat, sich noch lange als Lehrsatz des Marxismus-Leninismus zu erhalten, obwohl er längst veraltet ist und besser fallengelassen bzw, durch einen neuen ersetzt worden wäre. Revisionisten stellen gerne die veralteten Lehrsätze als noch immer „gültige“ Lehrsätze hin, während sie umgekehrt die weiter gültigen als „veraltet“ hinzustellen versuchen.

Die Arbeiterklasse in Unwissenheit zu halten, ist nicht nur ein Herrschaftsinstrument der Bourgeoisie, sondern war schon immer ein Herrschaftsinstrument aller ausbeutenden und unterdrückenden Klassen in der ganzen Geschichte der Klassengesellschaft. Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht“ (MEW, Band 3, Seite 46). Erst die revolutionäre Arbeiterklasse wird die Menschheit von der Verdummung und Unwissenheit befreien, und beginnen kann sie damit eben erst dann, wenn sie die Herrschaft über die materielle Macht und damit die Herrschaft über die geistige Macht zurückerobert hat.

Die sich im Sozialismus neu herausgebildete Bourgeoisie trat nicht als Vertreterin der alten Bourgeoisie auf, die gestürzt wurde, sondern als Vertreterin der ganzen sozialistischen Gesellschaft.Jede neue Klasse nämlich, die sich an die Stelle einer vor ihr herrschenden setzt, ist genötigt, schon um ihren Zweck durchzuführen, ihre Interessen als das gemeinschaftliche Interesse aller Mitglieder der Gesellschaft darzustellen, d.h., ideell ausgedrückt: ihren Gedanken die Form der Allgemeinheit zu geben, sie als die einzig vernünftigen, allgemein gültigen darzustellen“ (MEW, Band 3, Seite 47).

Da haben wir es – der moderne Revisionismus diente der neuen Bourgeoisie im Sozialismus dazu, die Macht zu erobern. Sie instrumentalisierte den Marxismus-Leninismus für ihre eigenen Klasseninteressen, entzog ihm also seinen proletarischen Klassencharakter, stellte ihn über die Klassen, staffierte ihn als „Ideologie des ganzen Volkes“ aus, um damit die Herrschaft der neuen Bourgeoisie zu rechtfertigen. Die sich neu herausbildende bürgerliche Klasse im Sozialismus trat also von vornherein, schon weil sie der herrschenden Arbeiterklasse gegenüberstand, nicht als Klasse, sondern als Vertreterin der ganzen sozialistischen Gesellschaft auf. Sie verbarg sich hinter der ganzen Masse der sozialistischen Gesellschaft. Durch den Sturz der Diktatur des Proletariats wurde es den klassenfremden Elementen, der Arbeiteraristokratie im Bündnis mit der Bürokratie, Technokratie, den Intellektuellen usw. möglich, sich über die sozialistische Arbeiterklasse zu erheben, um zur herrschenden Bourgeoisie zu werden. Die neue herrschende Klasse in den revisionistischen Ländern brachte dadurch nur auf einer breiteren Basis als die der bisher herrschenden ihre Herrschaft zustande, wogegen sich dann später auch der Gegensatz der nicht mehr herrschenden Arbeiterklasse gegen die neue Bourgeoisie um so schärfer und tiefer entwickeln wird. Durch Beides ist bedingt, dass der gegen diese neue herrschende Klasse zu führende revolutionäre Kampf wiederum auf eine entschiedenere, radikalere Negation der bisherigen Gesellschaftszustände hinarbeitet, als alle bisherigen die Herrschaft anstrebenden Klassen dies tun konnten (MEW, Band 3, Seite 48).

Das Proletariat bewusst in Unwissenheit zu halten, erleichtert das Austrixen und Manipulieren. Vor dem offenen Revisionismus kommt der verkappte Revisionismus. Was aber kommt vor dem verkappten Revisionismus? Vor dem verkappten Revisionismus kommt das Verschweigen des Marxismus-Leninismus, vor allem seiner schöpferische Weiterentwicklung, seiner permanenten Anpassung an die sich verändernden Gegebenheiten, Situationen und Bedingungen des sich verschärfenden Klassenkampfes, einschließlich seiner Notwendigkeit, alte, unbrauchbar gewordene Prinzipien fallen zu lassen und durch neue zu ersetzen, lauter Notwendigkeiten also, um den Marxismus-Leninismus lebendig zu halten und um zu verhindern, dass der Marxismus-Leninismus im Dogmatismus verknöchert und schließlich abstirbt. Wird der Marxismus-Leninismus nicht weiterentwickelt, fällt es den Revisionisten leichter ihn abzuhaken und ihn als „Dogmatismus“ und Sektierertum abzutun. Wird der Marxismus-Leninismus weiterentwickelt, dann wird dieser neue Bestandteil von den alten gültig bleibenden Bestandteilen losgelöst, getrennt und einander entgegengestellt. Alles, was bislang von uns Marxisten-Leninisten noch nicht aufgedeckt wurde, alles was wir noch an Veraltetem herumschleppen, wovon wir uns noch nicht getrennt haben, bleibt weiterhin Nährboden für die Häutungen des Revisionismus. So lange wir nicht vollständig das ganze Gift des Revisionismus analysiert und entfernt haben, müssen wir stets darauf gefasst sein, von neu heran wachsenden revisionistischen Giftpflanzen lahm gelegt zu werden. Nehmen wir ein Beispiel: Erst versucht man die Komintern / ML zu verschweigen. Und erst dann, wenn sie Einfluss zu nehmen beginnt, ändert sich diese „stumme“ Taktik, fängt man an, sie verächtlich , sich über sie lustig zu machen, sie in den Dreck zu ziehen, schließlich lobt man sie dann „zu Tode“, sobald sie sich durchgesetzt hat. Im weiteren Verlauf passiert also genau dass, was allen anderen Internationalen vorher auch passiert ist, entweder sie wurden notgedrungen vor der Übernahme durch die Revisionisten durch eine rechtzeitige taktisch unvermeidliche „Auflösung“ bewahrt oder, wenn dies nicht mehr rechtzeitig gelingen konnte, ihr Leichnam wurde zu Grabe zu tragen und ihr Wiederaufbau hinausgezögert und sabotiert. So ist der internationale Revisionismus stets vorgegangen und wird er immer wieder vorgehen !





Wozu die Kritik am modernen Revisionismus studieren ?

Alles was die Revisionisten bislang in der Geschichte unternommen haben, um die sozialistische Revolution und den Sozialismus zu verhindern, um den Sozialismus eines Landes wieder in den Kapitalismus zu verwandeln, das werden sie auch als Waffe verwenden im gegenwärtigen und zukünftigen Kampf gegen die Restauration des Sozialismus, gegen die sozialistische Weltrevolution und gegen den Weltsozialismus. Wenn man für diese neue historische Etappe der Periode des Übergangs des Kapitalismus zum Sozialismus gegen den Revisionismus gewappnet sein will, dann muss man sein Wissen und seine Erfahrungen zusammentragen, um die anti-revisionistische Waffe des Marxismus-Leninismus zu schärfen und im täglichen revisionistischen Feuer zu erhärten. Es werden viele neue Formen, viele neue Masken von den Neo-Revisionisten verwendet werden, deren Wesen sich zwar nicht von den alten Revisionisten unterscheidet, die aber eine neue Qualität darstellen, so wie den neuen Revisionisten auch Marxisten-Leninisten mit neuen anti-revisionistischen Qualitäten, mit neuen anti-revisionistischen Kampfformen gegenüber stehen werden – und vor allem wird es sich um internationale Schlachten zwischen den Weltrevisionisten und den Weltrevolutionären, zwischen einer revisionistischen und einer kommunistischen Internationale, handeln und nicht mehr allein um den Kampf in diesem oder jenen Land. Es wird das erste Mal in der Geschichte ein Kampf sein, in dem die Kommunistische Internationale den Revisionismus und nicht der Revisionismus die Kommunistische Internationale besiegen wird, ein Kampf, der mit dem Sieg des Weltsozialismus gekrönt sein wird.

Das Weltproletariat muss sich also warm anziehen und den Marxismus-Leninismus genauestens studieren. Dies soll mit diesem Schulungstext erleichtert werden.

Es ist durchaus kein Zufall, dass der Arbeiter, der sich für die Kritik am modernen Revisionismus interessiert, zunächst große Anstrengungen unternehmen muss, um überhaupt an das nötige und vor allem richtige Studienmaterial heranzukommen. Normalerweise sorgen hauptsächlich die marxistisch-leninistischen Parteien dafür. Sie organisieren nicht nur das Studium der Klassikertexte, beispielsweise, sondern führen auch die Schulungen in Studiengruppen durch usw. usf.. Wie wichtig die Verbindung von Arbeiterbewegung und wissenschaftlichem Sozialismus ist, braucht hier wohl nicht extra erklärt werden. Diese Einsicht in die Notwendigkeit müsste eigentlich für die Marxisten-Leninisten eine Selbstverständlichkeit sein. Sieht man sich aber um in der Welt, so kann man ohne Übertreibung feststellen, dass die wahrhaft marxistisch-leninistischen Parteien diese Aufgabe, nämlich die Verbindung zwischen Arbeiterbewegung und sozialistischer Wissenschaft herzustellen und zu vertiefen (Lenin lehrte sogar, beides miteinander zu verschmelzen“), gar nicht oder zumindest völlig unzureichend erfüllen. Es gibt zum Beispiel kein einziges Lehrbuch der Kritik am modernen Revisionismus, das vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus geschrieben ist. Es gibt zwar eine Reihe sehr wichtiger Texte, die sich mit dem einen oder anderen speziellen Thema beschäftigen, meistens aber sind das solche Texte, die im historisch Kontext geschrieben worden waren, also irgendwann einmal der aktuellen, konkreten Auseinandersetzung gedient haben. Sie sind daher häufig nur bedingt tauglich, um sich grundsätzlich mit der Materie auseinanderzusetzen oder um sich einen allgemeinen Überblick zu verschaffen. Man muss viele Texte lesen, um aus dem einen oder anderen Text die wichtigsten Stellen herauszufinden. Die Ausgangsbedingungen, die Rahmenbedingungen für das Studium der Kritik am modernen Revisionismus sind also in den 50 Jahren äußerst unzureichend geblieben. Die Komintern / ML hofft also, dass dieses Schulungsmaterial etwas die Lücke füllen, wenn auch nicht schließen, kann. Es wäre schon ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn dieser hier verfasste Schulungstext ins Englische übersetzt würde, um eine breitere, eine internationale Leserschaft ansprechen und helfen zu können. Die Verbreitung marxistisch-leninistischer Schulungstexte in allen Sprachen der Welt, das ist ein unverzichtbarer Beitrag für die Verwirklichung des proletarischen Internationalismus. Alle Schulungstexte der Komintern / ML müssen zumindest ins Englische übersetzt werden. Dazu brauchen wir die freiwillige Unterstützung der Genossinnen und Genossen.

Im Allgemeinen bleibt dem Arbeiter heute nichts übrig als in den sauren Apfel zu beißen und sich auf eigene Faust „durchzuschlagen“, was nicht gerade motivierend ist. Hat er es dann doch endlich geschafft, „irgendetwas zu diesem Thema“ zu finden, so kann er davon ausgehen, dass dieser oder jene Text in Wirklichkeit von Anti-Marxisten geschrieben wurde und nicht etwa von Marxisten-Leninisten. So sind beispielsweise die Texte der chinesischen Revisionisten, in denen man etwas über die „Kritik“ am modernen Revisionismus findet, so verfasst, dass sie zwar die eine oder andere Spielart des modernen Revisionismus zu kritisieren vorgeben (zum Beispiel eine „Kritik“ am sowjetischen modernen Revisionismus), dies aber mit größter Vorsicht zu genießen ist, da in diesen Texten der eigene moderne Revisionismus schwer durchschaubar untergebuttert worden ist). Die modernen Revisionisten des einen Landes „kritisieren“ den modernen Revisionismus eines anderen Landes ja nicht deswegen, weil sie den Arbeiter vom Marxismus-Leninismus überzeugen wollen, sondern sie wollen ihn für den modernen Revisionismus im eigenen Land begeistern und den Konkurrenten ausschalten - Abwerben mit marxistisch-leninistischen Phrasen nennt man das. Der Arbeiter muss wissen, dass es eine Unmenge von „Kritiken“ am modernen Revisionismus gibt, die selber von Revisionisten ( meistens derjenigen Revisionisten, die in Konkurrenz zu einer anderen Spielart des modernen Revisionismus auftreten) verfasst wurden, um den Schein der Seriosität zu wahren und die Schäfchen vom anderen revisionistischen Lager ins eigene revisionistische Lager zu locken. Es gibt also Kritiken und „Kritiken“, die ein ungeschulter Arbeiter nicht oder zumindest nur sehr schwer auf den ersten Blick zu unterscheiden vermag. Und das ist ja auch die Absicht der Bourgeoisie, genau solche „Kritiken“ am modernen Revisionismus zu verbreiten, die ihr nicht weh tun, die ihr nicht gefährlich werden können, die den Arbeiter nur in die Irre führen, die ihn wieder in die Fänge der Bourgeoisie zurück leiten. Was da in Wirklichkeit kritisiert wird, ist eben nicht der moderne Revisionismus, sondern der Marxismus-Leninismus. Die Bourgeoisie benutzt ihre eigene „Kritik“ am modernen Revisionismus als Waffe gegen die Kritik am modernen Revisionismus, die von den Marxisten-Leninisten herausgearbeitet worden ist, gegen die einzige wissenschaftliche Kritik. Hierzu ein Beispiel. Einen sehr gefährlichen Einfluss auf die Generallinie der marxistisch-leninistischen Weltbewegung übte der chinesische Revisionismus aus mit seiner „Polemik über die Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung“ (Antwort des ZK der KP Chinas auf den Brief des ZK der KP der Sowjetunion vom 30. März 1963). Mit diesem Machwerk des modernen Revisionismus wurde von den chinesischen Revisionisten versucht, die kommunistische Weltbewegung unter die chinesischen Fittiche zu bekommen. Um sie dem Einfluss der Sowjet-Revisionisten zu entziehen, wurde die „Kritik“ am sowjetischen Revisionismus mit marxistisch-leninistischer Phraseologie getarnt. Der Verrat der modernen Revisionisten an der Komintern kam darin beispielsweise gar nicht vor aus dem einfachen Grunde, weil die chinesischen Revisionisten ebenso wenig Interesse am Wiederaufbau der Komintern hatten wie alle anderen modernen Revisionisten auch. Es war schon eine Unverschämtheit, eine Polemik über die Generallinie der internationalen Kommunistischen Bewegung zu verfassen, in der die Notwendigkeit der Existenz bzw. der Wiederaufbau einer Kommunistischen Internationale völlig ignoriert wurde. Näheres und Ausführlicheres dazu kann man in der Generallinie der Komintern / ML nachlesen: (http://ciml.250x.com/general).

Die Welt ertrinkt in der kapitalistischen Ideologie: ein Tropfen Kommunismus in einem Meer von Anti-Kommunismus - so finster schwarz sah das Verhältnis noch nie aus wie jetzt. Das drückt gegenwärtig die tatsächlichen Machtverhältnisse der bürgerlichen über die proletarische Ideologie in der Periode der Globalisierung aus. Das vorherrschende Bewusstsein des Arbeiters ist immer noch (und in einem nie da gewesenen erschreckenden Ausmaß) das bürgerliche und nicht das sozialistische Bewusstsein, denn die geistige Macht übt bekanntlich die herrschende materielle Macht aus, der Kapitalismus. Im Grunde genommen sind heute die meisten Bücher über den Kommunismus von Anti-Kommunisten geschrieben worden. Auf 1000 revisionistische Schriften kommt eine marxistisch-leninistische Schrift. Die Revisionisten an der Macht verfügten über ein riesiges Imperium revisionistischer Propaganda. Dieser Schulungstext dagegen entstand in einer einfachen Holzhütte und wurde ohne Bezahlung verfasst und verbreitet von einem mittellosen Genossen. Das große Wirrwarr, die Überflutung mit angeblich „kommunistischen“ Schriften ist natürlich bewusst gesteuert. Die meisten „kommunistischen“ Bücher wurden von revisionistischen Ländern herausgegeben. Die Bourgeoisie der revisionistischen Länder hat insgesamt mehr anti-kommunistische Bücher in der Welt verbreitet als die gesamte Weltbourgeoisie vor und während des Sozialismus. Die revisionistischen Schriften sind im revisionistischen Herrschaftssystem selbst gedruckt worden, also auf den einstigen sozialistischen Druckmaschinen der Arbeiter, auf denen unter der Diktatur des Proletariats marxistisch-leninistische Schriften gedruckt worden waren. Der Überproduktion anti-kommunistischer Schriften steht ein eklatanter Mangel an neuen wie alten kommunistischen Schriften gegenüber – und dieses Missverhältnis wächst weiter mit jedem Tag. Nur die Verräter am Sozialismus, nur die modernen Revisionisten, eben die selber aus dem Sozialismus hervorgegangen waren, waren fähig, in millionenfacher Auflage den gefährlichsten und „modernsten“ Anti-Kommunismus zu verbreiten. Das hatte und hat bis heute einen ungeheuer schädlichen Einfluss auf das Bewusstsein der Proletarier aller Länder, ja auch auf die Kommunisten selber.

Sogar die Werke der Klassiker des Marxismus-Leninismus sind von den revisionistischen Ländern manipuliert und verfälscht worden, bzw. wurden wichtige Dokumente, die für das Studium des modernen Revisionismus aufschlussreich wären, unter Verschluss gehalten oder sind unveröffentlicht geblieben. Bestes Beispiel ist das Programm der Komintern von 1928, auf das sich die Komintern / ML heute noch stützt. Dieses Werk ist für das gesamte revolutionäre Weltproletariat von allergrößter historischer wie aktueller Bedeutung - jedoch nach 78 Jahren immer noch so gut wie unbekannt. Die Komintern-Archive sind angeblich „geöffnet“ worden – aber ein normaler Sterblicher kommt da gar nicht ran, auch nicht die Komintern / ML, die Nachfolgeorganisation der Komintern, die von Rechts wegen alleiniger Eigentümer des Komintern - Archivs ist. Das ausgesuchte Studienpublikum muss teilweise eine Menge Geld hinblättern, wenn es sich auch nur für eine einzige Kopie der insgesamt Millionen (!) von Seiten interessiert. Alles ist kommerzialisiert, sind die Lakaien der Weltbourgeoisie damit beschäftigt, das Material zu „sichten“ - in Wahrheit zu manipulieren und zu verfälschen oder besonders brisante Einzelheiten weiter unter Verschluss zu halten. Wer kann das kontrollieren, welches Material man da zum Studieren vorgesetzt bekommt ? Wer garantiert für die Echtheit der Dokumente ? Etwa die Bourgeoisie, die sich das Komintern-Archiv unrechtmäßig unter den Nagel gerissen, sprich: geklaut hat? Die Bourgeoisie zieht zur Zeit ihren Nutzen daraus – und zwar gegen das Weltproletariat, dem das Archiv eigentlich gehört. Es ist ein Archiv des internationalistischen proletarischen Kampfes gegen den Weltkapitalismus, das zentrale Archiv des kommunistischen Weltlagers, aber in den Händen der Weltkapitalisten !!! Wir müssen es der Weltbourgeoisie unbedingt entreißen und dem Weltproletariat nach 63 Jahren endlich zugänglich machen! Dass das Komintern-Archiv 50 Jahre unter Verschluss gehalten werden konnte, das hat die Weltbourgeoisie schließlich den modernen Revisionisten zu verdanken. Diese hatten kein Interesse daran, den unterdrückten und ausgebeuteten Klassen dieser Erde das Archiv in die Hand zu geben, weil es eine scharfe Waffe für ihre revolutionäre Befreiung ist, weil es zum Beispiel darüber Aufschluss gibt, wie der moderne Revisionismus entstanden ist, wie und wo seine Weichen gestellt wurden und von wem. Wer den modernen Revisionismus studieren will, der muss das echte Komintern - Archiv studieren, denn da wird man vieles über seine Wurzeln erfahren. Und woran wir außerdem denken müssen, ist, an das Archiv der PAA und der KPdSU (B) ranzukommen, die sich ebenfalls in den Händen der Bourgeoisie befinden!!

Selbstkritisch müssen die meisten Marxisten-Leninisten auch ihr eigenes Verhalten korrigieren. Als der Kampf gegen den modernen Revisionismus in Gang kam, haben viele Marxisten-Leninisten die Mao Tsetung-Ideen und andere Schriften des chinesischen Revisionismus noch als „anti-revisionistische“ Literatur in der ganzen Welt verbreitet und damit dem modernen Revisionismus einen Bärendienst erwiesen. Das änderte sich erst 1977-1978 mit dem vollständigen Bruch mit Mao und den Mao Tsetung-Ideen. Es gibt nicht wenig Organisationen, die heute noch die Werke von Enver Hoxha also die marxistisch-leninistische anti-revisionistische Literatur in den Topf der Schriften mit den Mao Tsetung-Ideen werfen und das Ganze zu einem „anti-revisionistischen“, klebrigen Brei verrühren.

Selbstkritisch müssen die meisten Marxisten-Leninisten auch ihr Verhalten zur Verbreitung der wirklich anti-revisionistischen Literatur korrigieren. Viele der einst jungen marxistisch-leninistischen Parteien der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha sind zersetzt, entartet oder liquidiert worden und damit hat auch die Verbreitung der anti-revisionistischen Literatur großen Schaden genommen. Das Wenige, was übrig blieb, wurde von den Liquidatoren und Verrätern auf die Müllkippe geworfen. Heute herrscht faktisch ein akuter Mangel an marxistisch-leninistischer Literatur. Viele Schriften sind sogar in manchen Ländern wie China oder Nord-Korea immer noch verboten. Die Werke von Enver Hoxha sind selbst in Albanien immer mehr verdrängt worden, wobei ausgerechnet seine direkt anti-revisionistischen und internationalistischen Schriften fast völlig verschwunden sind, während man jene Schriften von Enver Hoxha, die man für geeignet hält, einen neuen albanischen Nationalismus einzuschmuggeln, herausfiltert – also zensiert nach dem Geschmack der neuen albanischen Revisionistengruppen.

Aber selbst wenn man sich die Web-Seiten verschiedener, sich marxistisch-leninistisch nennender Organisationen anschaut, so wird man vergeblich marxistisch-leninistische Texte gegen den modernen Revisionismus finden – und wenn doch, dann nur sehr spärlich oder vereinzelt inmitten eines großen Wustes von revisionistischen Texten oder mit verdorbenen revisionistischen Kommentaren und Interpretationen versehen. Das hat System, weswegen die Komintern / ML diese Organisationen ( zum Beispiel diverse anti-marxistische „Marxismus-Archive“ im Internet!) kritisiert, denn sie machen sich schuldig, wenn sie die marxistisch-leninistische Kritik am modernen Revisionismus hinterm Berg halten oder manipulieren. Im Grunde arbeiten sie den Revisionisten in die Hände und das ist gefährlich und muss bekämpft werden. Wenn man also von 50 Jahre Kommunismus gegen den modernen Revisionismus spricht, dann darf man nicht den Finger von der Wunde nehmen und muss die Verbreitung der anti-revisionistischen Literatur mit zu einer der wichtigsten Aufgaben der heutigen marxistisch-leninistischen Weltbewegung machen. Die Komintern / ML hat aus diesem Grunde ein eigenes Archiv mit ausschließlich marxistisch-leninistischen Texten ins Internet gestellt, darunter auch marxistisch-leninistische Dokumente gegen den Revisionismus: ( http://archive. 250x.com). Es gibt heute kein anti-revisionistisches Archiv auf der Welt außer das Archiv der Komintern / ML – wenigstens ein kleiner Lichtblick, aber völlig unzureichend. Das muss dringend geändert werden. Schulungen zur Kritik am Revisionismus müssen wieder von allen marxistisch-leninistischen Organisationen und Gruppen auf der ganzen Welt gewissenhaft und gründlich durchgeführt werden, wobei diesem Schulungstext der Komintern / ML eine zentrale Bedeutung zukommt.

Worauf kommt es im Wesentlichen an ?

Es ist eine Aufgabe der marxistisch-leninistischen Wissenschaft, die Losung des anti-revisionistischen Kampfes zu geben. Wir Marxisten -Leninisten müssen verstehen, diesen Kampf objektiv darzustellen, ihn als Ergebnis des revisionistischen Systems von Produktionsverhältnissen zu begreifen und die Wurzeln und Gründe der Notwendigkeit des anti-revisionistischen Kampfes, den Inhalt, den historischen Verlauf und die Entwicklungsbedingungen des modernen Revisionismus richtig herauszuarbeiten. Die Entfaltung des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, seine Entlarvung durch den Marxismus-Leninismus, bekam eine neue Qualität, als der moderne Revisionismus an die Macht kam. Die Losung des Kampfes gegen den Revisionismus kann man nicht herausgeben, ohne aufs Eingehendste jede einzelne Form dieses Kampfes zu untersuchen, ohne jeden seiner Schritte bei seinem Übergang aus der alten Form des Revisionismus und seinem Übergang in die Form des Neo-Revisionismus zu geben und ohne dabei den allgemeinen Charakter des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, sein allgemeines Ziel – die völlige und endgültige Beseitigung des Unvermeidlichkeit des Revisionismus aus dem Auge zu verlieren. Je besser wir diese Aufgabe lösen, desto größer wird unser Erfolg in der revolutionären Arbeit gegen den Revisionismus sein. Die marxistisch-leninistische Weltbewegung entstand im Kampf gegen den modernen Revisionismus und sie wird nur weiter existieren und sich festigen und stärken im Kampf gegen den Neo-Revisionismus. Ihre Krise zwingt uns Marxisten-Leninisten, unserer anti-revisionistischen Theorie gesteigerte Aufmerksamkeit zu schenken, wieder eine entschlossenere anti-revisionistische, militante Haltung einzunehmen und uns schärfer von den schwankenden und unzuverlässigen, in Revisionismus abdriftenden, Elementen abzugrenzen. Die Aufklärung des Arbeiters über die Grundlagen des Marxismus-Leninismus und des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, die Verteidigung der Theorie des Marxismus-Leninismus gegen den Revisionismus, die entschiedene Abwehr des Zerfalls des Marxismus-Leninismus, die Säuberung des Marxismus-Leninismus von seinen bürgerlichen Einflüssen, das alles ist wieder zur Tagesaufgabe geworden. Die tiefe Krise, die der Marxismus-Leninismus infolge des Revisionismus gegenwärtig immer noch durchleidet, muss überwunden werden. Es gibt nichts Schädlicheres, als diese traurige Wahrheit mit „revolutionären“ Phrasen abzutun. Es gibt nichts Wichtigeres, als alle Marxisten-Leninisten der ganzen Welt wachzurütteln, um die Tiefe der Krise und die Notwendigkeit ihrer Überwindung zu erkennen und um die theoretischen Grundlagen des Marxismus-Leninismus gegen den Revisionismus zu stärken. Den Zerfall des Marxismus-Leninismus konsequent zu bekämpfen ist Aufgabe der gegenwärtigen Epoche.

Die Schlüsselfragen, die sich der revolutionäre Arbeiter, der für seine Klasseninteressen kämpft, stets zu stellen hat, ist diese: Wie konnte es dem modernen Revisionismus gelingen, die Diktatur des Proletariats zu stürzen und den Sozialismus in den Kapitalismus zurück zu verwandeln? Wie kann das von der Arbeiterklasse in Zukunft verhindert werden ? Wie kann sich das Weltproletariat vor den immer neuen Wiederholungsversuchen des revisionistischen Betrugs wappnen, wie kann es diesen Verrat am Kommunismus für immer besiegen und auslöschen ?“

Der Leser, der sich diese Frage stellt, will mehr über den Revisionismus erfahren, will wissen: Was ist denn eigentlich moderner Revisionismus, wie ist er entstanden ? Warum war das der bislang größte Verrat an den Arbeitern, der größte Verrat am Kommunismus ? Warum konnte der moderne Revisionismus eine ganze Generation von Millionen und aber Millionen Arbeitern betrügen und vor seinen Karren spannen und den Sozialismus vom Erdball fegen ? Wie hat sich der moderne Revisionismus gehäutet, wie konnte es zum Neo-Revisionismus kommen ?

Es geht hier um leicht verständliche Antworten auf Fragen, die sich der kommunistische Arbeiter stellt, wenn er herausfinden will, wem er überhaupt noch vertrauen kann, wie er so genannte „Kommunisten“, so genannte „Marxisten-Leninisten“, die nur so tun als ob, von wirklichen Kommunisten, von wirklichen Marxisten-Leninisten unterscheiden kann, die sich für die Klasseninteressen der Arbeiter tatsächlich einsetzen. Vor allem ist es für jeden klassenbewussten Arbeiter wichtig zu erfahren, wer denn 50 Jahre lang wirklich den revisionistischen Verrat am Kommunismus bekämpft hat. Was waren und sind das für Revolutionäre, die nach dem Tode des Genossen Stalin und nach dem Ende des ersten sozialistischen Staates auf der Welt, 50 Jahre lang den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin, dem Sozialismus treu geblieben sind und den Kampf gegen den Verrat am Kommunismus als ihre vordringlichste Lebensaufgabe betrachtet haben, die weder Furcht kannten, noch Opfer scheuten, die von den Revisionisten umgebracht, gefoltert, verhaftet, verleumdet und verfolgt wurden, die sich dem brutalen, faschistischen Herrschaftssystem der Revisionisten, mit seinen Spitzeln und Henkern mutig und entschlossen entgegenstellten und alles unternahmen, um das revisionistische System zu stürzen, sich von seinem Joch zu befreien und die Macht der Arbeiter, den Arbeitersozialismus, zurück zu erobern, den Kommunismus gegen den Revisionismus zu immunisieren, den vom Revisionismus zerfressenen Leichnam des ersten Sozialismus zu begraben und von einem neu entstehenden, stärkeren Sozialismus, von der Unbesiegbarkeit des Marxismus-Leninismus trotz der erlittenen Niederlage des ersten Sozialismus überzeugt sind ? Woran haben die Marxisten-Leninisten, also die einzigen, dem Kommunismus treu ergebenen Genossinnen und Genossen, den Revisionismus und seine damalige Häutung zum modernen Revisionismus und wiederum dessen gegenwärtige Häutung zum Neo-Revisionismus überhaupt erkennen können ? Wie muss der Revisionismus richtig bekämpft werden, das heißt wie muss man den Weltkapitalismus vernichten, um die Unvermeidbarkeit des Revisionismus zu beseitigen? Wie muss man den Weltsozialismus aufbauen, um eine Rückeroberung der Macht der Revisionisten erfolgreich zu verhindern?

Was der Arbeiter will, ist, sich selber mit dem Thema „moderner Revisionismus“ vertraut zu machen, sich einen leicht verständlichen Überblick über dessen historischen Entwicklungsprozess zu verschaffen, kurz und knapp die wichtigsten Strömungen auseinander halten zu können, aber auch deren Gemeinsamkeiten, deren besonderen Rolle und Bedeutung kennen zu lernen, sich mit den gegenwärtigen Weiterentwicklungen zum Neo-Revisionismus zu befassen und einige seiner wesentlichen Eigenschaften und Kernpunkte zu erfassen, um nicht nur historisch, sondern auch aktuell die wirklichen Kommunisten von den revisionistischen Verrätern am Kommunismus grundsätzlich und in aller Deutlichkeit voneinander unterscheiden zu können. Der Arbeiter möchte vor allem von uns Marxisten-Leninisten erfahren, welche Schlussfolgerungen und Lehren wir Marxisten-Leninisten aus unserem 50 jährigen Kampf gegen den modernen Revisionismus ziehen und welche Aufgaben sich daraus für die Arbeiterklasse ergeben. Wo verlief und wo verläuft heute die Demarkationslinie zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus ? Wer und Was ist marxistisch-leninistisch, Wer und Was ist revisionistisch ?

Ziel des Studiums dieser Fragen und Antworten ist es also, dass sich das anti-revisionistische, marxistisch-leninistische, revolutionäre Bewusstsein innerhalb der Arbeiterklasse verbreitert und vertieft, und das jener Arbeiter, der sich hierüber das erforderliche Wissen angeeignet hat, in die Lage versetzt wird, dieses Wissen an neue Kolleginnen und Kollegen weiter zu geben, und dass das Interesse der Arbeiter an weiter führende Studien gegen den modernen Revisionismus, gegen den Neo-Revisionismus, geweckt wird. Hierzu braucht die Arbeiterklasse ihre marxistisch-leninistische Partei, die diese Studien gegen den Revisionismus organisiert und die Arbeiter dabei unterstützt. Welche Schriften kommen da hauptsächlich in Frage? Wir möchten dem Arbeiter hier in erster Linie das Studium der Werke der Klassiker, insbesondere des Genossen Enver Hoxha näher bringen, der in der Zeit der Macht der modernen Revisionisten gelebt und gekämpft hatte. Enver Hoxha ist ja nicht zuletzt deswegen ein Klassiker des Marxismus-Leninismus geworden, weil er dem Weltproletariat eine große marxistisch-leninistische Waffenkammer hinterlassen hat, aus der sich die Arbeiter der ganzen Welt unbedingt mit den schärfsten Waffen gegen den modernern Revisionismus ausrüsten müssen.

Die wichtigste Lehre, die uns Genosse Enver Hoxha hinterlassen hat, ist die, das das Weltproletariat nicht nur an seiner anti-revisionistischen revolutionären Ideologie festhält und die Schatzkammer des Marxismus-Leninismus verteidigt, sondern darüber hinaus das bereits geschmiedete Eisen stets am Glühen zu halten, um es weiter zu schärfen, also darauf zu achten, dass es nicht verrostet.

Wir Marxisten-Leninisten betrachten den theoretischen Kampf gegen den Revisionismus nicht als etwas Abgeschlossenes und die Lehren der Klassiker über den Revisionismus nicht als etwas Unantastbares. Wir sind im Gegenteil davon überzeugt, dass sie ihr ganzes fundamentale Wissen hinterlassen haben, damit wir Marxisten-Leninisten es allseitig weiterentwickeln. Wer den ideologischen Kampf gegen den Revisionismus aufgibt, „den bestraft das Leben.“

Kurz: Mit der Beherrschung des Revisionismus lernt das Weltproletariat die Beherrschung des Sozialismus.

Wer nicht fähig ist, den Revisionismus richtig zu bekämpfen, ist unfähig den Sozialismus wieder aufzubauen. Es ist die Aufgabe des revolutionären Weltproletariats, die Schatzkammer des Anti-Revisionismus permanent zu bereichern und den Kampf gegen den Revisionismus auf eine immer höhere Stufe zu heben, für die sozialistische Weltrevolution im Kampf gegen Imperialismus und Revisionismus durchs Feuer zu gehen und dabei keine Opfer zu scheuen, denn ohne den Revisionismus zu besiegen, kann man weder den Kapitalismus besiegen, noch den Sozialismus aufbauen ! Mit der Gründlichkeit des historischen Kampfes gegen den modernen Revisionismus, den wir heute fortsetzen, nimmt der Umfang der proletarischen Massen zu, die den modernen Revisionismus endgültig besiegen werden. Den modernen Revisionismus endgültig besiegen aber heißt nichts anderes, als den Sieg jenes Sozialismus zu erringen, der sich nicht mehr so leicht in den Kapitalismus zurück verwandeln lässt – der Weltsozialismus.





Was ist Revisionismus und wie ist er entstanden ?



Bevor wir die besondere Form des modernen Revisionismus definieren und erläutern, definieren und erläutern wir den allgemeinen Begriff des Revisionismus. Bevor wir mit der Einführung beginnen - erstmal ein kurzer historischer Überblick. Zitieren wir zu diesem Zweck vorweg eine zusammengeraffte „kleine“ Entstehungsgeschichte des Revisionismus. Hierzu wählen wir aus dem Buch von Enver Hoxha, Eurokommunismus ist Anti-Kommunismus“, ein geeignetes Kapitel aus (Seite 15 – 18, 22 - 23):

Je mehr Fortschritte die Sache der Revolution machte, je mehr Verbreitung der Marxismus-Leninismus unter den breiten Volksmassen fand, desto mehr Aufmerksamkeit verwandte der Imperialismus auf den Einsatz des Revisionismus als bevorzugte Waffe gegen die siegreiche Ideologie des Proletariats, um sie zu untergraben.

So war es zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach dem Erscheinen des ´Kommunistischen Manifests` und anderer Werke von Marx und Engels und angesichts des wachsenden Einflusses der Marxismus unter den werktätigen Massen Europas. Genau zu dieser Zeit breiteten sich in England die reformistische Strömung der Trade-Unionisten, in Frankreich die kleinbürgerlichen Ansichten Proudhons, in Deutschland die kleinbürgerlichen Vorstellungen Lassalles, in Russland und anderswo die anarchistischen Ideen Bakunins usw. aus. Diese Erscheinung zeigte sich auch nach den heroischen Ereignissen der Pariser Kommune, als die Bourgeoisie, der infolge der Verbreitung ihres großen Beispiels die Angst in die Glieder gefahren war, die neue opportunistische Strömung Bernsteins ermunterte, der versuchte, den Marxismus seines revolutionären Inhalts zu berauben und ihn für die politische Herrschaft der imperialistischen Bourgeoisie unschädlich zu machen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die politischen und ökonomischen Bedingungen für die Revolution und die Machtergreifung durch das Proletariat immer mehr heranreiften, gab die Bourgeoisie der opportunistischen Strömung der II. Internationale jede Unterstützung und benutzte sie ausgiebig für ihre Manöver zur Vorbereitung und Entfesselung des ersten Weltkrieges.

Nach dem historischen Sieg der Oktoberrevolution, als der Sozialismus von einer revolutionären Theorie und Bewegung zu einem sozialökonomischen System geworden war, das auf einem Sechstel des Erdballs gesiegt hatte, sah sich der Kapitalismus gezwungen, seine Strategie und Taktik zu ändern. Er verstärkte Gewalt und Terror innerhalb des Landes noch mehr, begann die brutalsten Mittel zu verwenden, um seine Herrschaft zu festigen, und ging dabei sogar so weit, den Faschismus an die Macht zu bringen. In erster Linie verstärkte er noch mehr die Demagogie und Propaganda, um den Marxismus-Leninismus herabzusetzen und zu entstellen. Dazu fand er neue pseudo-marxistische ´Theorien` , verleumdete die Sowjetunion und bereitete den Krieg gegen sie vor. Der Imperialismus, schrieb Lenin zu jener Zeit,

`... hat erkannt, dass der Bolschewismus ein internationaler Faktor geworden ist, und deshalb bemüht er sich, uns so schnell wie möglich zu erwürgen, er will zuerst mit den russischen Bolschewiki und danach mit seinen eigenen aufräumen` (Lenin, Werke Band 28, Seite 213).

1918 begannen die englischen, amerikanischen, französischen und japanischen Imperialisten die militärische Intervention gegen Russland. Der Kampf gegen den ersten Arbeiter- und Bauernstaat vereinigte alle reaktionären Kräfte in einem einzigen Lager. Zum Angriff auf die Oktoberrevolution und auf die proletarische Macht traten auch die Opportunisten an und die Renegaten des Marxismus. Kautsky in Deutschland, Otto Bauer und Karl Renner in Österreich, Léon Blum und Paul Boncours in Frankreich erhoben sich wütend gegen die Oktoberrevolution, gegen die leninistische Strategie und Taktik der Revolution. Sie bezeichneten die Oktoberrevolution als gesetzwidirig, als Abkehr vom Weg der historischen Entwicklung, als Abweichung von der marxistischen Theorie. Sie predigten die friedliche Revolution ohne Gewalt und Blut, die Machtergreifung über Parlamentsmehrheiten; sie waren gegen die Verwandlung des Proletariats in die herrschende Klasse. Sie hoben die bürgerliche Demokratie in den Himmel und griffen die Diktatur des Proletariats an.

Als die bewaffnete Intervention gegen Sowjetrussland scheiterte, als es der Sozialdemokratie nicht gelang, die Schaffung neuer kommunistischer Parteien zu verhindern und den großen revolutionären Schwung der werktätigen Massen Europas aufzuhalten, setzte die Bourgeoisie all ihre Hoffnungen auf die Spaltung der Front des Kommunismus

´ von innen ... und [sucht] dabei ihre Helden unter den Führern der KPR (B) ...` (Stalin, Werke, Band 6, S. 239).

Die Trotzkisten kamen erneut mit der ´Theorie der permanenten Revolution` an, die besagte, ohne den Sieg der Revolution in den anderen Ländern könne der Sozialismus in der Sowjetunion nicht aufgebaut werden. Sie verschmolzen im Kampf gegen den Sozialismus mit der Bourgeoisie zu einer einzigen Front. Stalin betonte zu Recht, dass eine feindliche Einheitsfront entstanden war, die von Chamberlain bis Trotzki reichte. Auch die Rechten, die Bucharinisten, fielen über den Sozialismus her. Sie waren für die Einstellung des Klassenkampfes und predigten die Möglichkeit des Hinüberwachsens des Kapitalismus in den Sozialismus.

Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Strategie des Imperialismus einen noch ausgeprägteren konterrevolutionären und anti-kommunistischen Charakter. Das war eine Folge davon, dass durch die Verschiebung des Kräfteverhältnisses zu Gunsten des Sozialismus und der Revolution das ganze kapitalistische System in den Grundfesten erschüttert wurde. Diese Veränderungen setzten die Frage der Revolution und des Sieges des Sozialismus nicht mehr nur in einem oder zwei Ländern, sondern in ganzen Regionen und Kontinenten auf die Tagesordnung. Der Imperialismus, mit dem amerikanischen an der Spitze, setzte diesmal seine größten Hoffnungen auf die Militarisierung des gesamten Lebens, auf die Militärblöcke und – pakte zum Zwecke einer gewaltsamen Intervention und eines offenen Krieges gegen den Sozialismus, die revolutionären und Befreiungsbewegungen der Völker. Sehr viel versprach er sich aber auch von der Neubelebung und Aktivierung aller opportunistischen Kräfte. So wollte er die sozialistischen Länder und die kommunistischen Parteien von innen her zersetzen und in die Entartung treiben“ (Seite 15 – 18).

Auf den Schlachtfeldern dieses Krieges wurden nicht nur die Armeen des Faschismus vernichtet, besiegt wurden auch die anti-kommunistische Ideologie des Weltimperialismus und die konterrevolutionäre Politik des internationalen Opportunismus. (...) Die gemeinsame Linie, die die imperialistischen Mächte nach dem Krieg ausarbeiteten, hatte zwei Hauptstoßrichtungen (...)

(...) Zweitens bestand für das Kapital die Grundfrage darin, eine frontale Zersetzungstätigkeit gegen die marxistisch-leninistische Ideologie zu entfalten, um den revolutionären Teil der Werktätigen ihrem Einfluss zu entziehen und den Sozialismus zur Entartung zu treiben.

Außer dem zügellosen Wettrüsten, der Militarisierung der Wirtschaft, den Wirtschaftsblockaden gegen die sozialistischen Länder bot der Imperialismus in seinem wütenden Feldzug gegen die Revolution und den Sozialismus auch zahlreiche Propagandamittel, Philosophen, Ökonomen, Soziologen, Schriftsteller und Historiker auf, um den Kapitalismus und den kapitalistischen Staat als verändert, als „Volkskapitalismus“, als „Wohlfahrtsstaat“ usw. hinzustellen. Die Bourgeoisie nutzte auch die günstige Wirtschaftskonjunktur nach dem Krieg, um großspurig die ´Blüte des Kapitalismus` zu verkünden, unter den Massen Illusionen über eine angebliche Beseitigung von Krisen, Anarchie, Arbeitslosigkeit und anderen Übeln des Kapitalismus zu verbreiten, ihnen vorzuspiegeln, der Kapitalismus habe sich dem Sozialismus, der als ´totalitäre` Ordnung hinter dem ´eisernen Vorhang` usw. hingestellt wurde, überlegen gezeigt.

In Augenblicken der Agonie und der allgemeinen Krise ihres kapitalistischen Systems ermuntert, fördert und mobilisiert die Bourgeoisie unter anderem auch die verschiedenen opportunistischen und revisionistischen Strömungen, um den Befreiungskampf der Völker zu behindern, die proletarische Revolution zu ersticken, den Sozialismus zu zerschlagen und ihre Stellungen zu verteidigen und zu konsolidieren. Diese Feinde des Proletariats und der Revolution boten alle Kräfte auf, in erster Linie, um den Marxismus-Leninismus, die Ideologie, die der Arbeiterklasse die Einsicht in ihre soziale Lage und ihre historische Mission vermittelt, anzugreifen, zu entstellen, unschädlich für die Bourgeoisie und wertlos für das Proletariat zu machen. Diese gemeine Verräterrolle haben auch die neuen Strömungen des Revisionismus übernommen, die nach dem zweiten Weltkrieg aufgetreten sind und kurz ´moderner Revisionismus` genannt wurden.

Der moderne Revisionismus, die Fortsetzung der anti-marxistischen Theorien der Parteien der II. Internationale, der europäischen Sozialdemokratie, entsprach den Verhältnissen nach dem Zweiten Weltkrieg. Er hat seinen Ursprung in der hegemonistischen Politik des amerikanischen Imperialismus. Die Spielarten und Strömungen des modernen Revisionismus haben die gleichen Grundlagen und die gleiche Strategie, sie unterscheiden sich lediglich in der Taktik und den Kampfformen, die sie verwenden“ (ebenda, Seite 22- 23).

Die heutigen Revisionisten folgen Schritt auf Schritt den Fußstapfen der Sozialdemokratie, die ein Lakai der Bourgeoisie ist, eine Waffe zur Konsolidierung der kapitalistischen Ordnung, zur Unterdrückung der Revolution und zur Unterhöhlung des Sozialismus. Der Revisionismus und die Sozialdemokratie sind zwei Erscheinungen ein und derselben bürgerlichen Ideologie; die eine in der kommunistischen Bewegung und die andere in der Arbeiterbewegung. Es sind die gemeinsame ideologische Grundlage und die gemeinsamen politischen Ziele, welche den Revisionismus und die Sozialdemokratie einander näher bringen, sie vereinigen und in einen einzigen anti-marxistischen, anti-sozialistischen und konterrevolutionären Strom zusammenfließen lassen“ (Enver Hoxha, Bericht an den 5. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, Seite 221, dt. Ausgabe). So geschehen in den ehemaligen volksdemokratischen Staaten Osteuropas.



Die Vorentwicklung hin zum Revisionismus

Wann kann man eigentlich anfangen, überhaupt von den ersten revisionistischen Erscheinungen in der Geschichte zu sprechen?

Wir unterscheiden bekanntlich vier verschiedene Gesellschaftsformationen mit eigener Klassenideologie: die Sklavenhalterideologie, die feudale, die bürgerliche und die sozialistische. Diesen ideologisch Formen der Klassenideologie entsprechen die ihnen zugeordneten jeweiligen Formen des Revisionismus, die anfangs, also zu Beginn der Klassengesellschaft zugegebenermaßen noch schwach entwickelt, bruchstückhaft waren. Jedoch selbst die allerersten primitiven Formen des Revisionismus waren immerhin bereits Formen des Revisionismus, waren Keime der weiteren Entwicklung, ohne die es auch nicht die höchst entwickeltste Form, die Form des modernen Revisionismus, gegeben hätte. Die höheren Formen des Revisionismus lösten seine niederen Formen ab. Der Kampf gegen den Revisionismus war in der gesamten Geschichte des Klassenkampfes ein Bestandteil des grundsätzlichen Kampfes zwischen Materialismus und Idealismus. So wurde die Dialektik durch Eklektizismus schon in der Geschichte der klassischen griechischen Philosophie ersetzt. Lenin schreibt hierzu:

Ein solcher Ersatz ist natürlich nichts Neues, er war sogar in der Geschichte der klassischen Philosophie zu beobachten. Bei der Umfälschung des Marxismus in Opportunismus pflegt die Umfälschung der Dialektik in Eklektizismus die Massen am leichtesten zu täuschen, sie gewährt eine scheinbare Befriedigung, berücksichtigt scheinbar alle Seiten des Prozesses, alle Entwicklungstendenzen, alle widerspruchsvollen Einflüsse usw., während sie in Wirklichkeit gar keine einheitliche und revolutionäre Auffassung des gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses gibt“ (Lenin, Aus: „Staat und Revolution“ (August-September 1917). Ein Meister der Umfälschung der Dialektik in Eklektizismus, der Umfälschung des Marxismus-Leninismus in Opportunismus, war Mao Tsetung, doch dazu später.

Der Entstehungsgeschichte des Revisionismus lässt sich folgenden Gesellschaftsformationen zuordnen:

1. der Revisionismus als Agentur der Sklavenhaltergesellschaft, 2. der Revisionismus als Agentur der feudalen Klassenherrschaft, 3. der Revisionismus als Agentur der bürgerlichen Klassengesellschaft und 4. der Revisionismus in der sozialistischen Klassengesellschaft.

Durch die Negation der Negation haben die jeweilig nachfolgenden herrschenden Klassen die lückenhaften und fehlerhaften Formen des Revisionismus der vorangegangenen Klassengesellschaft ständig und allmählich überwunden, verfeinert und vervollkommnet. Bis zur ausgereiftesten, stärksten und höchsten Form aller revisionistischen Formen, also bis zum modernen Revisionismus, hat es eine lange Entwicklungsgeschichte des Revisionismus gegeben, wobei wir Marxisten-Leninisten stets den dialektischen und historischen Materialismus als Grundlage der Erforschung der Geschichte des Revisionismus heranziehen. Die Kritik am Revisionismus, die Erforschung des Revisionismus ist eine Wissenschaft, eine historische Wissenschaft, die Wissenschaft von der geschichtlichen Entwicklung des Revisionismus, die nebenbei bemerkt, selbstverständlich nur im Kampf der Meinungen, nur durch Freiheit der Kritik entwickeln und heranwachsen kann. Die Dialektik des Revisionismus ist die Erforschung der Widersprüche, die dem Wesen des Revisionismus innewohnen. Mit der marxistisch-leninistischen, dialektischen Methode unterscheiden wir in Anlehnung an Stalins „DiaMat und HistoMat“ die bekannten vier Grundzüge der dem Revisionismus innewohnenden Widersprüche:

erstens: Im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik den Revisionismus nicht unabhängig von der revolutionären Ideologie. Die revisionistische und die revolutionäre Ideologie sind voneinander nicht losgelöst, nicht voneinander isoliert und nicht voneinander unabhängig zu betrachten, sondern bilden ein zusammenhängendes einheitliches Ganzes, wobei Revisionismus und revolutionäre Ideologie miteinander organisch verbunden sind, voneinander abhängen, und einander bedingen (Standpunkt des gegenseitigen Zusammenhangs und der Verkettung von der Entwicklungsgeschichte des Revisionismus und der Entwicklungsgeschichte der revolutionären Ideologie);

zweitens: Im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik den Revisionismus nicht als einen Zustand der Ruhe und Unbeweglichkeit, des Stillstands und der Unveränderlichkeit, sondern als Zustand unaufhörlicher Bewegung und Veränderung, unaufhörlicher Erneuerung und Entwicklung, in welchem immer irgend etwas entsteht und sich entwickelt, irgendetwas zu Grunde geht und sich überlebt (Standpunkt der dem Revisionismus innewohnenden Bewegungen, Veränderungen, Entwicklungen / Standpunkt des Entstehens und Vergehens des Revisionismus);

drittens: Im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik den Entwicklungsprozess des Revisionismus nicht als einfachen Wachstumsprozess, in welchem quantitative Veränderungen nicht zu qualitativen Veränderungen führen, sondern als eine Entwicklung, die von den unbedeutenden und verborgenen quantitativen Veränderungen zu sichtbaren Veränderungen übergeht, in welcher die qualitativen Veränderungen nicht allmählich, sondern rasch, plötzlich, in Gestalt eines sprunghaften Übergangs von dem einen Zustand zu dem anderen Zustand eintreten, nicht zufällig, sondern gesetzmäßig, als Ergebnis der Ansammlung unmerklicher und allmählicher quantitativer Veränderungen. Der Entwicklungsprozess des Revisionismus verläuft weder kreisförmig, noch in einer sich wiederholenden Bewegung, sondern als eine fortschreitende, aufsteigende Bewegung, als Übergang von einem alten qualitativen Zustand zu einem neuen qualitativen Zustand, als Entwicklung von Einfachem zu Komplizierten, von Niederem zu Höherem (Standpunkt des Umschlagens von Quantität in Qualität in qualitativen Sprüngen, Standpunkt der fortschreitenden, aufsteigenden Entwicklungsbewegung);

viertens: Im Gegensatz zur Metaphysik geht die Dialektik davon aus, dass dem Revisionismus, den revisionistischen Erscheinungen innere Widersprüche eigen sind, denn sie haben ihre negative und positive Seite, ihre Zukunft und Vergangenheit, ihr Ablebendes und sich Entwickelndes, dass der Kampf dieser Gegensätze, der Kampf zwischen Altem und Neuen, zwischen Absterbendem und neu Entstehendem, zwischen Ablebendem und sich Entwickelndem, den inneren Gehalt des Entwicklungsprozesses, den inneren Gehalt des Umschlagens quantitativer Veränderungen in qualitative bildet. Der Revisionismus entwickelt sich in Form des Hervorbrechens seiner Widersprüche, in Form eines Kampfes gegensätzlicher Tendenzen, die auf der Grundlage dieser Widersprüche wirksam sind. (Standpunkt der Entwicklung durch die Einheit, Identität und den Kampf der Gegensätze)

Der Revisionismus wird von uns Marxisten-Leninisten betrachtet vom Standpunkt der Bedingungen, die diese oder jene Ordnung und diese oder jene gesellschaftliche Bewegung hervorgebracht haben und mit denen sie verbunden sind. Der Revisionismus ist also ein historisches Produkt, das zu verschiedenen Zeiten sehr verschiedene Formen und auch verschiedene Inhalte hatte.

Das wesentliche Charakteristikum des Entwicklungsprozesses des Revisionismus ist die Wiederholung bestimmter revisionistischer Züge und Eigenschaften des alten Revisionismus der II. Internationale durch den modernen Revisionismus der revisionistischen Länder und seine scheinbare Rückkehr zu den Wurzeln des alten Revisionismus auf höherer Stufe. Offenbart das Gesetz von der Einheit und dem Kampf der Gegensätze die innere Quelle des Entwicklungsprozesses des modernen Revisionismus und das Gesetz des Übergangs quantitativer revisionistischer Veränderungen in qualitative den Inhalt des modernen Revisionismus, so erfasst das Gesetz der Negation der Negation den revisionistischen Prozess im Ganzen, wobei jedes Entwicklungsstadium des modernen Revisionismus als Moment, als Etappe (zum Beispiel der Entwicklung unter der Diktatur des Proletariats, der Entwicklung zur Zeit der Machtübernahme und der Entwicklung bis zu seinem Zerfall) des gesamten Prozesses untersucht und die Verbindung, die Kontinuität und Fäulnischarakter der Entwicklung hervorgehoben wird, in der jedes Moment die Negation des alten Revisionismus und zugleich die Voraussetzung für die eigene Negation des modernen Revisionismus, also für den Neo-Revisionismus, ist. In der Entstehungsphase ist der Revisionismus, wenn man ihn an seiner sozialfaschistischen Fratze im reifen Stadium misst, relativ „friedlich“. Er trägt zunächst noch nicht einmal die Uniform einer eigenen Richtung, sondern drückt sich eher als Stimmung und seichten Windhauch aus. Hat sich der Wind aber erst einmal in einer Richtung gesammelt und formiert, dann geraten in seinen Sog einzelne Gruppen, die ganze Schichten, eine Menge anti-proletarischer Elemente mit aufwirbeln, bis der Revisionismus schließlich Orkanstärke annimmt und zur Staatsdoktrin der neuen herrschenden bürgerlich-revisionistischen Klasse aufsteigt, um – nachdem er in seiner maßlosen Fresssucht genügend Fett angesetzt hat - wie ein überfressener Bauch zu bersten, sich in verschiedene Strömungen zu spalten, sich zu zersplittern in verschiedene Richtungen, überhaupt die Orientierung zu verlieren und als seichtes Lüftchen und schließlich als kaum zu deutende Stimmung in seine Ursprungsform – oder besser gesagt in seinen unförmigen, amöbenartigen Zustand, einem schwer zu fassenden Zustand, zurückzukehren, und er dann fast völlig von der Oberfläche zu verschwinden scheint, bevor er sich regeneriert und das Spiel wieder von Neuem beginnt auf fortgeschrittener Stufenleiter. Doch dazu später, wenn wir uns mit den Häutungen, dem Entstehen und Vergehen, des Revisionismus beschäftigen.

Vom historischen Materialismus aus betrachtet machte der Revisionismus in der Geschichte der Ablösung der alten Klassengesellschaft durch die neue gesetzmäßig charakteristische Entwicklungsphasen durch:

Phase 1: revisionistischer Kampf der alten Klassengesellschaft gegen die Entstehung und Herausarbeitung der Weltanschauung der revolutionären Klasse zur Aufrechterhaltung der alten Herrschaftsverhältnisse; 2. Phase: der revisionistische Kampf zur Wiedererrichtung der alten Klassengesellschaft, also in der Phase, wo die neue die alte Klassengesellschaft bereits durch die Revolution abgelöst hat. Und wo dies gelungen ist, die 3. Phase: revisionistischer Kampf gegen die Wiedererrichtung der neuen Gesellschaft.

Im Grunde gibt es zwei verschiedene Hauptarten des Revisionismus, die sich wesentlich voneinander unterscheiden:

erstens: der vor-marxistische Revisionismus, der lediglich dazu diente, die Ablösung der herrschenden Ideologie der alten Klassengesellschaft durch eine andere, durch die revolutionäre Ideologie der neuen Klassengesellschaft aufzuhalten, hinauszuzögern bzw. zu verhindern oder diese sogar zurückzuerobern – eben als Agentur der reaktionären Klassen innerhalb der revolutionären Klassenbewegungen;

zweitens: der anti-marxistische Revisionismus, also jener eigentliche Revisionismus, mit dem wir uns hier beschäftigen, der also mit dem Marxismus aufkam, nämlich nicht irgendeine, sondern die Klassengesellschaft insgesamt, die Klassengesellschaft „als solche“, gegen die klassenlose Gesellschaft zu verteidigen, die Entstehung der klassenlosen Gesellschaft, die Abschaffung der Klassen zu verhindern, bzw. zu versuchen, die Klassengesellschaft auf dem Wege zur klassenlosen Gesellschaft wieder zu restaurieren mit Hilfe der Agenturen der Bourgeoisie innerhalb des revolutionären Proletariats. Das sind die zwei grundsätzlich verschiedenen Hauptarten des Revisionismus, die der Marxismus-Leninismus unterscheidet.



Jeder, der im Internet surft, kennt „Trojanische Pferde“. Die gab es schon vor Tausenden von Jahren. Stets haben sich in der Geschichte der Klassengesellschaft die Konterrevolutionäre als „Revolutionäre“ verkleidet, um in die revolutionäre Bewegung einzudringen, um sie besser niederschlagen zu können - also schon lange vor der proletarischen Revolution. In der Geschichte des Klassenkampfes, insbesondere in Situationen, wo sich aus der alten Klassengesellschaft die neue herausbildete, wo die alten Klassen schon nicht mehr allein mit ihrer eigenen, alten Klassenideologie die neue Klassenideologie der aufkommenden Klassen genügend beeinflussen konnten, da versuchten sie in das Gewand der revolutionären Klassenideologie zu schlüpfen, um die revolutionären Umwälzungen in der Gesellschaft zu unterhöhlen – mit dem Ziel, die aufstrebenden Klassen vom Aufbau ihrer neuen Klassengesellschaft abzuhalten und diese dazu zu bewegen, zur alten Klassengesellschaft zurückzukehren bzw. die alte Klassenordnung sogar wieder herzustellen, wenn die neue Klassengesellschaft bereits die Macht übernommen hatte. Diese allgemeine Taktik, „die ideologische Festung von innen zu nehmen“, ist im Wesen dann eine revisionistische Taktik, wenn damit eine Revision der revolutionären Klassenideologie zwecks ihrer Liquidierung bzw. ihre Assimilierung zurück in die alte Klassenideologie verbunden ist, die die alten Klassen mit ihren Agenturen innerhalb der revolutionären Klassenbewegung anwenden. (Zur Anregung sei hier redaktionell vermerkt, dass es für die heutige Fortsetzung des Kampfes gegen den Revisionismus von großem Nutzen wäre, einmal im historischen Rückblick die revisionistischen Erscheinungsformen bei der Ablösung der einen durch die andere Gesellschaftsformation genauer zu untersuchen und diese wissenschaftlich herauszuarbeiten, sie zu verallgemeinern und Schlussfolgerungen für den aktuellen Kampf gegen den Revisionismus zu ziehen).

Den (anti-marxistischen) Revisionismus definiert der Marxismus-Leninismus als die bürgerliche Auffassung von Sozialismus, die im Gewande des Marxismus vorgetragen wird, um den Kapitalismus auf diese einzigartige Weise retten zu können. Der Revisionismus ist keine Erfindung der Bourgeoisie, sondern existierte schon als es noch gar keine Bourgeoisie gab. Der (anti-marxistische) Revisionismus entstand erst mit dem Marxismus, während es den bürgerlichen Sozialismus schon vorher gab. Die bürgerliche Auffassung vom Sozialismus ist also viel älter als die des Marxismus, also älter als die Ideen des proletarischen Sozialismus, was man nicht außer Acht lassen darf, wenn man die Geschichte des Revisionismus von ihren Anfängen aus studieren will. Aber auch der bürgerliche Sozialismus war nicht zuerst da. Zuerst gab es den feudalen Sozialismus, wo die feudalen Klassen mit der Bourgeoisie im Wesen nichts anderes taten, wie später die Bourgeoisie mit der Arbeiterklasse. Es war nicht die Bourgeoisie, die sich zum Vertreter von Arbeiterinteressen demagogisch ins Zeug legte, sondern es waren vor ihr schon die feudalen Klassen, die die Bourgeoisie wegen der Ausbeutung der Arbeiterklasse anklagten, nur um ihre alte Feudalgesellschaft aufrechtzuerhalten bzw. zurückzuerobern. Auf diese Art entstand der feudale Sozialismus ( und damit auch eine gewisse Vorform des späteren anti-marxistischen Revisionismus: „Revisionismus der Feudalisten zum Zwecke der Restauration der Feudalgesellschaft“). „Den proletarischen Bettelsack schwenkten sie als Fahne in der Hand, um das Volk hinter sich zu versammeln (...) Wenn sie [die Feudalen – Anmerkung der Redaktion] nachweisen, dass unter ihrer Herrschaft nicht das moderne Proletariat existiert hat, so vergessen sie nur, dass eben die moderne Bourgeoisie ein notwendiger Sprössling ihrer Gesellschaftsordnung war. (...) Wie der Pfaffe immer Hand in Hand ging mit dem Feudalen, so der pfäffische Sozialismus mit dem feudalistischen. (... ) Der christliche Sozialismus ist nur das Weihwasser, womit der Pfaffe den Ärger des Aristokraten einsegnet““ (Marx, Engels, „Kommunistisches Manifest“, Seite 69/70, dt. Ausgabe, Dietz Verlag 1969).

Nun, seit dem Erscheinen des Kommunistischen Manifests“ von Marx und Engels wissen wir außerdem, dass es auch noch den kleinbürgerlichen Sozialismus gab. Das Kleinbürgertum begann erst in der bürgerlichen Gesellschaft zwischen Bourgeoisie und Proletariat zu schweben, und zwischen beiden Klassen hin und her zu schwanken. Das Kleinbürgertum ist bekanntlich eine viel ältere Klasse als die Bourgeoisie. Die Bourgeoisie ist ja schließlich erst aus dem Kleinbürgertum entstanden, wie der Begriff des BÜRGERTUMS im Begriff KleinBÜRGERTUM enthalten ist. Besonders in bäuerlichen Ländern trat das Kleinbürgertum im Namen des Proletariats gegen die Bourgeoisie auf, woraus sich der kleinbürgerliche Sozialismus herausbildete:Seinem positiven Gehalte nach will jedoch dieser Sozialismus entweder die alten Produktions- und Verkehrsmittel wieder herstellen und mit ihnen die alten Eigentumsverhältnisse und die alte Gesellschaft, oder er will die modernen Produktions- und Verkehrsmittel in den Rahmen der alten Eigentumsverhältnisse, die von ihnen gesprengt wurden, gesprengt werden mussten, gewaltsam wieder einsperren. In beiden Fällen ist er reaktionär und utopisch zugleich“ (Marx, Engels, ebenda, Seite 72).

Aus dem Kommunistischen Manifest“ erfahren wir ferner, dass alles Revolutionäre, alles Sozialistische, alles Proletarische, was die Pariser Kommune beispielsweise hervorgebracht hatte, vom deutschen, vom „wahren“ Sozialismus revidiert wurde, um das Proletariat in Deutschland daran zu hindern, sich ebenso wie die Pariser Arbeiter revolutionär zu erheben und ihre Kommune zu errichten. Das war im Grunde auch eine Art Revisionismus.Die französische sozialistisch-kommunistische Literatur wurde so förmlich entmannt“ (Seite 74). Er [der deutsche Sozialismus – Anmerkung der Redaktion] diente den deutschen absoluten Regierungen mit ihrem Gefolge von Pfaffen, Schulmeistern, Krautjunkern und Bürokraten als erwünschte Vogelscheuche gegen die drohend aufstrebende Bourgeoisie. (...) „Von der industriellen und politischen Herrschaft der Bourgeoisie fürchtet es [das deutsche Kleinbürgertum – Anmerkung der Redaktion] den sicheren Untergang, einerseits infolge der Konzentration des Kapitals, andererseits durch das Aufkommen des revolutionären Proletariats. (...) Er [der deutsche kleinbürgerliche Sozialismus – Anmerkung der Redaktion] zog die letzte Konsequenz, indem er direkt gegen die ´rohdestruktive` Richtung des Kommunismus auftrat und seine unparteiische Erhabenheit über alle Klassenkämpfe verkündete“ (Seite 75/76).

Marx und Engels betrachteten dann den bürgerlichen Sozialismus, den sie konservativen oder Bourgeoissozialismus“ nannten. „Es gehören hierher: Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter, Winkelreformer der buntscheckigsten Art. Und auch zu ganzen Systemen ist dieser Bourgeoissozialismus ausgearbeitet worden. (...) Die sozialistischen Bourgeois wollen die Lebensbedingungen der modernen Gesellschaft ohne die notwendig daraus hervorgehenden Kämpfe und Gefahren. Sie wollen die bestehende Gesellschaft mit Abzug der sie revolutionierenden und sie auflösenden Elemente. Sie wollen die Bourgeoisie ohne das Proletariat. (...) Wenn er [der Bourgeoissozialismus – Anmerkung der Redaktion] das Proletariat auffordert, seine Systeme zu verwirklichen und in das neue Jerusalem einzugehn, so verlangt er im Grunde, dass es in der jetzigen Gesellschaft stehenbleibe, aber seine gehässigen Vorstellungen von derselben abstreife“ (Seite 76/77).

Das, was Enver Hoxha am modernen Revisionismus kritisierte, insbesondere in seiner Kritik an den Euro“kommunisten“, die die Existenz des Proletariats leugneten, ist im Grunde genommen dem Wesen nach nichts anderes als das, was Marx und Engels am Bourgeoissozialismus kritisierten.

Eine zweite, weniger systematische, nur mehr praktische Form dieses Sozialismus suchte der Arbeiterklasse jede revolutionäre Bewegung zu verleiden, durch den Nachweis, wie nicht diese oder jene politische Veränderung, sondern nur eine Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse, der ökonomischen Verhältnisse ihr von Nutzen sein könne. Unter Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse versteht dieser Sozialismus aber keineswegs Abschaffung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse, die nur auf revolutionärem Wege möglich ist, sondern administrative Verbesserungen, die auf dem Boden dieser Produktionsverhältnisse vor sich gehen, also an dem Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit nichts ändern, sondern im besten Fall der Bourgeoisie die Kosten ihrer Herrschaft vermindern und ihren Staatshaushalt vereinfachen. (...) Der Sozialismus der Bourgeoisie besteht eben in der Behauptung, dass die Bourgeois Bourgeois sind – im Interesse der arbeitenden Klasse“ (Seite 77). Darauf beriefen sich später auch die Ökonomisten, die Sozialdemokraten, die Euro“kommunisten“ usw. usf.).

Schließlich führten Marx und Engels noch den Kritisch-utopistischen Sozialismus und Kommunismus“ auf:

Die ersten Versuche des Proletariats, in einer Zeit allgemeiner Aufregung, in der Periode des Umsturzes der feudalen Gesellschaft direkt sein eigenes Klasseninteresse durchzusetzen, scheiterten notwenig an der unentwickelten Gestalt des Proletariats selbst wie an dem Mangel der materiellen Bedingungen seiner Befreiung, die eben erst das Produkt der bürgerlichen Epoche sind. (...) Die eigentlich sozialistischen und kommunistischen Systeme, die Systeme St.-Simons, Fouriers, Owens usw., tauchen auf in der ersten, unentwickelten Periode des Kampfes zwischen Proletariat und Bourgeoisie ... (...) sie erblicken auf der Seite des Proletariats keine geschichtliche Selbsttätigkeit, keine ihm eigentümliche politische Bewegung. (...) Sie verwerfen ... alle politische, namentlich alle revolutionäre Aktion, sie wollen ihr Ziel auf friedlichem Wege erreichen... Die Bedeutung des kritisch-utopistischen Sozialismus und Kommunismus steht im umgekehrten Verhältnis zur geschichtlichen Entwicklung. In demselben Maße, worin der Klassenkampf sich entwickelt und gestaltet, verliert diese phantastische Erhebung über denselben, diese phantastische Bekämpfung desselben allen praktischen Wert, alle theoretische Berechtigung. Waren daher die Urheber dieser Systeme auch in vieler Beziehung revolutionär, so bilden ihre Schüler jedes Mal reaktionäre Sekten. Sie halten die alten Anschauungen der Meister fest gegenüber der geschichtlichen Fortentwicklung des Proletariats. Sie suchen daher konsequent den Klassenkampf wieder abzustumpfen und die Gegensätze zu vermitteln.“ (Seite78, 79, 80).

Erst der Marxismus hat den Sozialismus aus einer Utopie zur Wissenschaft gemacht, während die Bourgeoisie den Spieß umdreht und versucht, die sozialistische Wissenschaft wieder in eine Utopie zurückzuverwandeln. Ziehen wir heute einen Vergleich. Die Entwicklung des internationalen Klassengegensatzes hält gleichen Schritt mit der Globalisierung, finden sich darin die materiellen Bedingungen für die internationale Befreiung des Proletariats, wie sie sich noch zur Zeit des Sozialismus „in einem Land“ so nicht entwickelt hatten und sich auch noch nicht entwickeln konnten, deswegen das Ende der Periode des Sozialismus „in einem“ Land. In dem Maße wie sich der Klassenkampf als einheitlicher internationaler Klassenkampf entwickelt, verliert der Klassenkampf in einem einzeln genommenen Land, (wie er einst zum Sozialismus in „einem“ Land führte,) seine Bedeutung, was nicht etwa heißt, dass dieser nun gar keine Bedeutung mehr hat. Im Gegenteil, er wird noch mehr Bedeutung bekommen und zwar in dem Maße wie er konkret zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution beitragen wird. Es gibt Genossinnen und Genossen, die diese Weiterentwicklung des internationalisierten Klassenkampfes nicht begreifen können oder nicht begreifen wollen und es vorziehen, auf den alten Positionen zu verharren und die Globalisierung des Klassenkampfes, die Globalisierung der sozialistischen Revolution, die Globalisierung der Diktatur des Proletariats, zu ignorieren. Sie wollen nicht sehen, dass das Gesetz der Unvermeidbarkeit des Revisionismus im Kapitalismus unmöglich seine Wirkung verlieren kann, wenn 1. der Kampf gegen den Revisionismus nicht auf eine höhere qualitative Stufe gehoben wird, d.h. wenn der Kampf nicht gegen jenen Revisionismus geführt wird, der den neuen Bedingungen und Erfordernissen der Klassenpolitik der Weltbourgeoisie des globalisierten Kapitalismus angepasst worden ist und 2. wenn der alte Kampf gegen den modernen Revisionismus einfach nur in Form einer Wiederholung fortgesetzt wird. Jeder Kampf gegen die Weiterentwicklung des Revisionismus endet im Ergebnis früher oder später unvermeidlich wieder und wieder in Revisionismus, erzeugt unweigerlich immer wieder neuen Revisionismus, wenn dieser Kampf nicht auf der Grundlage des weiter entwickelten dialektischen Materialismus fortgesetzt das heißt einfach nur mechanisch wiederholt wird. Sich der Notwendigkeit zu verweigern, dass man einem sich - auf neuer historischer Stufe der weltgesellschaftlichen Entwicklung - regenerierenden Revisionismus auch einen sich regenerierenden Marxismus-Leninismus entgegenstellen muss, der kämpft faktisch mit veralteten Waffen gegen neue Waffen, der wendet den Kampf gegen den Revisionismus dogmatisch an, der entwaffnet das anti-revisionistische Weltproletariat, der steht als „heldenhafter Kämpfer gegen den Revisionismus“ auf verlorenem Posten. Ein solcher „anti-revisionistischer“ Kampf aber ist im Wesen schon kein anti-revisionistischer Kampf mehr, sondern ein Kampf gegen die Karrikatur des Revisionismus, ein Kampf gegen revisionistische Windmühlen, ist der Kampf eines anti-revisionistische Don Quichottes. Die anti-revisionistischen Dogmatiker betrachten die gegenwärtige revolutionäre Bewegung als Wiederholung der vergangenen Bewegung ohne damit die Zukunft der Bewegung zu vertreten und zwingen damit der gegenwärtigen Bewegung den Rückschritt auf. Und die Grundfrage dieser revolutionären Bewegung von heute ist nicht mehr nur die Eigentumsfrage in diesem oder jenen sozialistischen Land, sondern die internationale Eigentumsfrage, die Frage der Vergesellschaftung der Welt, die Frage des Eigentums des Weltsozialismus. Wie heißt es im letzten Satz des Kommunistischen Manifests? Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen“ ... und eben nicht nur die revisionistischen Kettenglieder der Proletarier in einem einzelnen Land zu verlieren, sondern die gesamten internationalen revisionistischen Ketten einer internationalen Klasse, des Weltproletariats ! Die Proletarier haben nicht nur ein einzelnes proletarisches Land zurückzugewinnen, sondern eine ganze proletarische Welt zu erobern! Der Revisionismus ist also gezwungen, seine Taktik gegenüber früher zu verändern, wenn er die sozialistische Weltrevolution aufhalten will. Der Marxismus-Leninismus aber ist gezwungen, sich im Kampf gegen den neuen Revisionismus nicht „irgendwie“, sondern auf einer höheren Stufe des dialektischen Materialismus weiterzuentwickeln , d.h. auf der Stufe der Negation der Negation des Kampfes gegen den modernen Revisionismus - wenn er denn wirklich die Unvermeidbarkeit des Revisionismus beseitigen will. Darum geht es, und um diese Aufgabe kann sich niemand herummogeln, sie muss angepackt und gelöst werden.



Was also ist Revisionismus?

Natürlich gibt es nicht den Revisionismus, also den „reinen“, abstrakten Revisionismus. Er ist konkret und nimmt damit die unterschiedlichsten Formen, Richtungen, Facetten an, ändert sich unter den ständigen Bedingungen des Klassenkampfes, wirkt selbst auf den Klassenkampf ein in dialektischer Weise usw. usf. Wir versuchen, uns dem Begriff zu nähern, indem wir uns seine Bedeutung im Klassenkampf bewusst machen, indem wir ihn aus seinen wichtigsten Wesenszügen und hauptsächlichen Merkmalen herausschälen, um zu seinem klassencharakteristischen Kern vorzustoßen, dem Gesetz des Revisionismus.

Revisionismus ist im Grunde ein konterrevolutionäres, ideologisches Werkzeug der Klassenpolitik der Bourgeoisie zur Anpassung der revolutionären proletarischen Klassenbewegung an die bürgerliche Klassengesellschaft mit dem Ziel der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung des Herrschafts- und Ausbeutungssystem des Kapitalismus bzw. mit dem Ziel, die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der sozialistischen Gesellschaft und damit den Übergang zur klassenlosen Gesellschaft zu verhindern – was identisch ist (=Identität, Einheit und Kampf der Gegensätze der Klassenpolitik des Weltproletariats und der Weltbourgeoisie). Charakteristisch ist für dieses Werkzeug, dass es innerhalb der feindlichen Klasse nur in maskierter Form, in der maskierten Form des Marxismus wirksam ist. Warum? Zu einem „revolutionär“ maskierten konterrevolutionären Werkzeug greift das Proletariat eben nur unter der Bedingung, wenn es dieses nicht als klassenfremdes Werkzeug identifizieren kann und es vermeintlich als sein eigenes, marxistisches, betrachtet. Die einzige Möglichkeit der Identifizierung, ob es sich um ein tatsächliches revolutionäres Werkzeug oder nur um ein genauso aussehendes konterrevolutionäres Werkzeug handelt, liefert ganz allein der Marxismus-Leninismus. Deswegen ist die Bourgeoisie gezwungen, die Lupe des Marxismus-Leninismus so zu präparieren, dass das Proletariat darunter nur das sehen kann, was die Bourgeoisie will. Ohne Revision des Marxismus-Leninismus ist die Bourgeoisie dazu aber nicht in der Lage. Mit der bürgerlichen Revision des Marxismus-Leninismus, vorgenommen von den Revisionisten, aber ist das Proletariat seinerseits gezwungen, den eigenen Kampf gegen den Revisionismus permanent einer selbstkritischen, revolutionären Revision, also einer proletarischen Revision zu unterziehen, um im Klassenkampf gegen den Revisionismus nicht zurückzubleiben und in Nachtrab zu geraten. Die Revision des Marxismus-Leninismus ist also ein doppelseitiger Prozess des Klassenkampfes zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat, das heißt , in Wirklichkeit vollzieht sich nicht der einseitige Prozess der Revision des Marxismus-Leninismus, sondern der doppelseitige Prozess, der widerspruchsvolle Prozess des Kampfes der proletarischen Revision des Marxismus-Leninismus und der bürgerlichen Revision des Marxismus-Leninismus auf immer höherer Stufenleiter des Klassenkampfes, ein Weltprozess der Beseitigung der Unvermeidbarkeit der bürgerlichen Revision des Marxismus-Leninismus durch die weltproletarische Revision des Marxismus-Leninismus, ein Prozess der Überwindung des Revisionismus durch den Marxismus-Leninismus. Hat der Marxismus-Leninismus die Macht, kann er den Revisionismus in Schach halten, aber damit hört der Prozess gegen die Überreste der alten Ideologie nicht auf, er hört weder auf im Weltsozialismus, noch im Weltkommunismus, er ist im Grunde Ausdruck des allgemeinen Kampfes des Denkens der menschlichen Gesellschaft, um sich der unendlichen Wahrheit immer mehr zu nähern, ein Kampf, um sich von den Fesseln der unendlichen Unwissenheit immer mehr zu befreien.

Damit ist der Revisionismus aber noch nicht vollständig erklärt. Was fehlt ? Es fehlt die Herausarbeitung des Umstands, dass sich die proletarische Revision des Marxismus-Leninismus zwar- wie wir gesehen haben - aus der Kritik an der bürgerlichen Revision des Marxismus-Leninismus entwickelt, aber eben nicht nur, sie erschöpft sich keineswegs darin. Der Marxismus-Leninismus entwickelt seinen Kampf gegen den Revisionismus erst vollständig, wenn er - über die bürgerliche Revision des Marxismus-Leninismus hinaus - jede, das heißt, die ganze bürgerliche Ideologie permanent einer marxistisch-leninistischen Revision unterzieht. Der Marxist-Leninist muss die gesamte bürgerliche Ideologie revolutionär umwälzen, denn der Revisionismus schöpft nicht nur aus der ihm klassenfremden marxistisch-leninistischen Ideologie, sondern auch aus der gesamten bürgerlichen Ideologie – und zwar täglich, stündlich ( = kapitalistisch-revisionistische Umkreisung der Ideologie des Marxismus-Leninismus).

War diese Aufgabe früher von den Klassikern Marx und Engels noch persönlich zu lösen, so war das beim Aufbau des Sozialismus schon nicht mehr der Fall, musste ein ganzes sozialistisches Land, die revolutionäre Arbeiterklasse und ihre sozialistischen Verbündeten, diese Aufgabe planmäßig organisieren. Und wir erinnern uns an Stalin, der auf die Gefahren hinwies, dass die revolutionäre Theorie beim Aufbau und bei der Verteidigung des Sozialismus nach innen und außen tatsächlich weit hinterherhinkte, was zur Entartung sicherlich erheblich beitrug. Im Zeitalter der Globalisierung würde auch der Sozialismus in „einem“ Land, würde die revolutionäre Arbeiterklasse und ihre sozialistischen Verbündeten an ihre Grenzen stoßen, also kann die Aufgabe erst richtig als globales Mammutwerk durch den Weltsozialismus, durch das revolutionäre Weltproletariat und seine sozialistischen Verbündeten gelöst werden. Solange darf man aber nicht die Hände in den Schoß legen. Es ist jetzt die Aufgabe der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, an der Revision der gesamten bürgerlichen Ideologie weiter zu arbeiten, indem sie die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus globalisiert, sich entsprechend global organisisert, indem sie global arbeitsteilig vorgeht, den globalen demokratischen Zentralismus dafür einsetzt usw. usf. Darauf kann hier nicht ausführlich eingegangen werden. Es genügt, darauf hinzuweisen, dass diese Aufgabe unbedingt anzupacken ist, wenn man im Kampf gegen den Revisionismus, den Betrug und die Verdummung der bürgerlichen „Wissenschaft“ internationale Erfolge erzielen will, vor allem aber daraus Nutzen für die sozialistische Weltrevolution ziehen will. Lenin lehrt, worauf es dabei ankommt:

Im Großen und Ganzen sind die Professoren der politischen Ökonomie nichts anderes als die gelehrten Kommis der Kapitalistenklasse und die Philosophieprofessoren die gelehrten Kommis der Theologen. Die Aufgabe der Marxisten ist nun hier wie dort, zu verstehen, sich die von diesen ´Kommis` gemachten Errungenschaften anzueignen und sie zu verarbeiten ( man kann zum Beispiel, wenn man die neuen ökonomischen Erscheinungen studieren will, keinen Schritt tun, ohne sich der Werke dieser Kommis zu bedienen), und zu verstehen die reaktionäre Tendenz derselben zu verwerfen, der eigenen Linie zu folgen und die ganze Linie der uns feindlichen Kräfte und Klassen zu bekämpfen(Lenin, Band 14, Seite 347).

Lenin verwies auf Marx und Engels: „Marx und Engels (...)richteten ihre ganze Aufmerksamkeit darauf, dass die Binsenwahrheiten [hier gemeint: des Materialismus; heute würden wir eher sagen, die Binsenwahrheiten des Marxismus-Leninismus – Anmerkung der Redaktion] nicht vulgarisiert, nicht zu sehr versimpelt würden, nicht zu einer Gedankenstagnation führten (...), nicht dazu dass die wertvolle Frucht der idealistischen Systeme, die Hegelsche Dialektik, in Vergessenheit geriete – diese echte Perle, die die Hähne Büchner, Dühring und Co. (...) aus dem Misthaufen des absoluten Idealismus nicht auszusondern verstanden“ (Lenin, Band 14, Seite 241).

Marx kommt von der Hegelschen Philosophie nur dadurch zum Sozialismus, dass es ihm gelingt, Hegel „auf den Kopf zu stellen“, indem er Hegel überarbeitet, ihn seines Idealismus entkleidet, ihm sozusagen „die idealistische Maske herunterreißt“, um im Begriffsfeld des Kampfes gegen den Revisionismus zu bleiben. Lenin stellte zum Beispiel bei seiner Kritik an der Leibnizschen Philosophie fest: „Hier haben wir eine Dialektik eigener Art und eine sehr tiefe, trotz Idealismus und Pfaffentum“ (Lenin, Band 38, Seite 69). Und Engels sagte in seinem Vorwort zum Anti-Dühring auf Seite 11 und 12 in Band 20, MEW:„Dieselben Gesetze, die, ebenfalls in der Entwicklungsgeschichte des menschlichen Denkens den durchlaufenden Faden bildend, allmählich den denkenden Menschen zum Bewusstsein kommen; die zuerst von Hegel in umfassender Weise, aber in mystifizierter Form entwickelt worden, und die aus dieser mystischen Form herauszuschälen und in ihrer ganzen Einfachheit und Allgemeingültigkeit klar zur Bewusstheit zu bringen, eine unserer Bestrebungen war (...) Und endlich konnte es sich für mich nicht darum handeln, die dialektischen Gesetze (...) hineinzukonstruieren, sondern sie in ihr aufzufinden und aus ihr zu entwickeln. Dies im Zusammenhang und auf jedem einzelnen Gebiet zu tun, ist aber eine Riesenarbeit“.

Mit der marxistisch-leninistischen Revision der gesamten bürgerlichen Ideologie versetzt sich das Proletariat in die strategische Lage, den Spieß umzudrehen und die Sache taktisch so geschickt einzufädeln, dass die Bourgeoisie mit ihren Agenturen in der revolutionären Bewegung nur das sehen kann, was das Proletariat will. Das Proletariat versetzt sich zudem in die Lage, seine proletarischen Agenturen auch im bürgerlichen Lager aufzubauen, um es von innen zu zersetzen (mit den revisionistischen Waffen den Klassengegner schlagen!). Es muss also gleichzeitig die bürgerlichen „Theorien“ einer proletarischen Revision unterziehen ( so wie sich Marx der Kritik an Hegels Theorie bedient hat, „das Positive“ darin erkannt und herausgefiltert hat, um den Marxismus zu entwickeln. Das darf man natürlich nicht mit dem „Lesen von Kaffeesatz“ verwechseln. Die Klassiker haben die idealistischen Konzeptionen kritisiert, aber zugleich auch deren Wert und die Bedeutung für die Entwicklung des Marxismus-Leninismus erkannt und anerkannt. Es ist nicht der Fehler der Marxisten-Leninisten, dies zu ignorieren, sondern dem „linken“ Radikalismus, die alles als bürgerliches „Teufelszeug“ abtut ( siehe die von Mao geführte chinesische Kulturrevolution – alles Westliche ist reaktionär“). Wenn Marx und Engels sich mit diesem „Teufelszeug“ nicht kritisch – revolutionär befasst hätten und sie sich damit nicht unendliche Mühe gemacht hätten, wenn sie die ideologischen Waffen des Klassengegners nicht gegen ihn selbst gerichtet hätten, was bliebe dann vom Marxismus noch übrig, ja dann gäbe es schlicht und einfach gar keinen Marxismus. Das mögen sich heute die Möchte-Gern-Marxisten hinter die Ohren schreiben. Dieser bescheidene Text ist das Ergebnis von 36 Jahren täglich aktiven Kampfes gegen den Revisionismus, ein Tropfen auf dem heißen Stein, und Symptom dafür, dass das sinken des theoretischen Niveaus stets mit der Krise des Marxismus-Leninismus einhergeht. Das zeigt, welchen beschwerlichen Weg wir noch vor uns haben und wie langwierig, beharrlich und erbarmungslos unser Kampf auf allen Gebieten gegen den Revisionismus noch sein wird! Wir dürfen niemals außer Acht lassen, dass der Revisionismus nicht nur der besondere Ausdruck der Verflachung des Marxismus ist, sondern in ihm spiegelt sich der allgemeine Ausdruck der Verflachung der ganzen bürgerlichen „Wissenschaft wider ! Der Revisionismus stellt die ideologische Verbindung der Verflachung des Marxismus und der der ganzen bürgerlichen „Wissenschaft“ her. Mehr noch !! Der Marxismus ist die einzige Ideologie, die nicht nur den Kampf gegen seine eigene Verflachung, nicht nur gegen die Verflachung der bürgerlichen Wissenschaft, sondern gegen jegliche Verflachung des gesamten bisherigen Denkens der Menschheit durch die Bourgeoisie, durch den Revisionismus führt, führen muss. Wer diese Dialektik nicht begreift, weiß nicht, was Revisionismus in seinem unendlichen Ausmaß ist, ahnt nicht einmal, was der Kampf gegen den Revisionismus wirklich bedeutet – es ist ein Kampf zur Rettung der ganzen Menschheit, die der Weltimperialismus in den Abgrund reißt. Wer nicht dieses ganze, sich vertiefende Wesen des Revisionismus erfassen kann oder will, der kann oder will auch nicht den ganzen, sich vertiefenden Kampf gegen den Revisionismus begreifen, geschweige denn ihn führen, ist in Wahrheit höchstens ein halber, aber keineswegs ein ganzer Anti-Revisionist. Der Marxismus kann sich aber keine Halbheiten erlauben; stets hat er sie teuer bezahlen müssen. Keinerlei Halbheiten im Kampf gegen den Revisionismus zu dulden - das ist die Messlatte, das ist die Demarkationslinie, die wir höher und höher zu ziehen permanent und kompromisslos gezwungen sind, wenn wir unsere revolutionären Ziele auch tatsächlich erreichen wollen. Unserem prinzipienfesten Kampf gegen den Revisionismus treu bleiben heißt folglich, beim Kampf gegen diesen halben Anti-Revisionisten anzufangen!

Die Bourgeoisie verhüllt also nicht nur den proletarischen Klassencharakter der Marxismus-Leninismus, sondern auch den Klassencharakter ihrer eigenen, gesamten bürgerlichen Ideologie, verhüllt ihren Zerfallscharakter, indem sie den revolutionären Charakter des Marxismus verhüllt, nicht nur auf nationaler, sondern zunehmend auf globaler Ebene. Diese globalisierte Verhüllung inhaltlich entlarven kann das Weltproletariat nur durch die globale Revision der gesamten bürgerlichen Ideologie. Es ist bekanntlich der Marxismus-Leninismus, der den Idealismus zwingt, seine Schwächen zu verhüllen und den Materialismus feige zu umgehen. Das Kampffeld zwischen Revisionismus und Marxismus-Leninismus dehnt sich also in letzter Konsequenz auf das gesamte Kampffeld zwischen Materialismus und Idealismus aus, ist ein Kampffeld der Revision des Materialismus und des Idealismus.

Aber auch damit ist der Kampf gegen den Revisionismus nicht erschöpfend erklärt. Das entscheidende an der Kritik am Revisionismus ist es , seine „materialisierte“ gesellschaftliche Entwicklungsgeschichte von Anfang bis Ende, also vom Kapitalismus zum Sozialismus, von Sozialismus zurück zum Kapitalismus und wiederum vom restaurierten Kapitalismus zu restaurierten Sozialismus, aufzudecken. Der Revisionismus bringt in letzter Instanz die Tendenzen und die Ideologie der feindlichen Klassen jeder modernen Gesellschaft zum Ausdruck. Diesen Ausdruck können wir nicht ohne Analyse der real existierenden revisionistischen Länder vollständig herausschälen, das geht nicht ohne Studium der revisionistischen Klassengesellschaft, geht nicht ohne Kritik an der revisionistischen Gesellschaftsordnung. Denn nur hier offenbart sich restlos alles, was der Revisionismus tatsächlich ist, zeigt sich sein wahres Gesicht, und nicht was er sich selbst dünkt, zu sein. Und das ist auch das einzig Positive und Wertvolle an ihm, nämlich dass das Weltproletariat genug Anschauungsunterricht hat, um seine Illusionen gegenüber dem Revisionismus abzustreifen. Im Zentrum der Kritik am Revisionismus hat also für uns Marxisten-Leninisten die Kritik am gesamten Systems des Revisionismus an der Macht (samt Basis und Überbau) zu stehen und zwar von der Entstehung bis zum Zerfall. So wie Marx im „Kapital“ die kapitalistische Gesellschaftsordnung streng und konsequent wissenschaftlich analysierte, so wie Lenin, Stalin und Enver Hoxha die sozialistische Gesellschaftsordnung streng und konsequent wissenschaftlich analysierten, so müssen die Marxisten-Leninisten auch die revisionistische Gesellschaftsordnung analysieren( wobei Genosse Enver Hoxha, die PAA und die gesamte marxistisch-leninistische Weltbewegung hierfür bereits einen großartigen Beitrag geleistet und eine reichhaltige Schatzkammer geschaffen haben, den es zu verteidigen und weiterzuentwickeln gilt!), denn nur dadurch verschaffen wir uns die Erkenntnisse über die Restauration des Sozialismus, über die zukünftige Gesellschaft, die den Weltkapitalismus ablöst, ohne in die alten Fehler zurückzufallen. Kann man sagen, dass wir diese Aufgabe bereits bewältigt haben. Nein, das kann man nicht sagen. Wir verfügen über gewisse Grundlagen, aber unsere Erkenntnisse über das revisionistische System sind noch lange nicht weit und tief genug vorgedrungen, und deswegen liegt vor uns immer noch ein beschwerlicher Weg harter, unermüdlicher wissenschaftlicher Arbeit, wofür uns der zukünftige Sozialismus dankbar sein wird. Der Unterschied zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus muss noch viel tiefer und breiter bestimmt und verbreitet werden, als das bislang geschehen ist. Das ist unsere Schlussfolgerung aus 50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus und unsere Erfahrungen in diesem Kampf liefern uns auch den Schlüssel für die Aufstellung des Gesetzes des Revisionismus:

Das Gesetz des Revisionismus

Das Gesetz vom Revisionismus ist die gesetzmäßige Notwendigkeit des Klassenkampfes gegen den Marxismus auf dem (formalen) Boden des Marxismus zum Zwecke der Aufrechterhaltung (bzw. Wiederherstellung = Gesetz des modernen Revisionismus) des Kapitalismus.

Das Kausalitätsverhältnis des Kampfes gegen den Marxismus auf dem (formalen) Boden des Marxismus, sein konkreter Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesetz der Kriegskunst, den Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen, spielt dabei die entscheidende Rolle und ist die treibende Kraft des Revisionismus im Kampf gegen jede Weiterentwicklung des Marxismus. Es erübrigt sich zu sagen, dass die Bourgeoisie, dass die Revisionisten, das Wesentliche am Revisionismus, dieses Gesetz des Revisionismus mit aller Macht und allerlei `Theorien` zu leugnen, zu verdrehen, zu entstellen und von sich zu weisen versuchen.

Begründung für die Wirksamkeit des revisionistischen Gesetzes:

Ob die Bourgeoisie das Gesetz, - den Gegner mit den eigenen Waffen schlagen, - erfolgreich oder nicht erfolgreich anzuwenden vermag, ob sie daran erfolgreich gehindert oder nicht gehindert wird, entscheidet nicht nur über diesen oder jenen Sieg oder über diese oder jene Niederlage, nicht nur über Untergang oder Überleben der Bourgeoisie als Klasse, sondern über Existenz oder Nichtexistenz von den beiden Gesellschaftsformationen Kapitalismus oder Sozialismus. Bei dem Marxismus handelt es sich ja schließlich um eine Waffe mit ganz besonderen Eigenschaften, mit der die Bourgeoisie das Proletariat zu schlagen gezwungen ist, um sich als herrschende Klasse und damit die kapitalistische Klassengesellschaft zu erhalten. Es handelt sich um solche Eigenschaften des Marxismus, die es dem Proletariat als einzig revolutionäre Klasse erlauben, die Herrschaft zu übernehmen, indem sie die Klasse der Bourgeoisie stürzt und beseitigt und dadurch ihre historische Mission erfüllen kann, die Klassengesellschaft überhaupt abzuschaffen, ohne die die Bourgeoisie nicht leben kann, wohl aber die Arbeiter. Der Arbeiter braucht keinen Bourgeois, wohl aber der Bourgeois den Arbeiter. Da haben wir also die Begründung für die Notwendigkeit der Anwendung des Gesetzes des Revisionismus. Nur der Arbeiter kann den Bourgeois retten und deswegen muss sich der Bourgeois, in seiner aussichtslosen Lage, unbedingt der Ideologie der Arbeiterklasse bemächtigen, muss die Bourgeoisie unvermeidlich das Gesetz des Revisionismus anwenden, eben damit der Arbeiter auch das tut, was der Bourgeois von ihm will, ihn aus der Scheiße rausholen.

Der Marxismus ist eine Waffe, mit der die Arbeiter sich und überhaupt alle Menschen nicht nur von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung, sondern vom Klassendasein überhaupt befreien, da die Schlagkraft, die Unbesiegbarkeit des Marxismus auf seiner Übereinstimmung mit den objektiven Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der Gesellschaft beruht, während die Bourgeoisie mit ihrer eigenen Ideologie am Ende ihres Lateins ist, denn sie kann nichts anderes, als eben gerade diese objektiven Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung behindern, weil sie gezwungen ist, ausschließlich dem Gesetz des Kapitalismus zu gehorchen. Um dem Gesetz des Kapitalismus folgen zu können, muss die Bourgeoisie unvermeidlich das Gesetz des Revisionismus anwenden! Das Gesetz des Revisionismus gehorcht dem Gesetz des Kapitalismus! Die Wirksamkeit des revisionistischen Gesetzes liegt im Gesetz des Kapitalismus begründet. Um die Wirkungskraft des Gesetzes des Kapitalismus nicht zu verlieren, muss die Bourgeoisie den Kapitalismus besser schützen, indem sie ihn mit einem Schutzmantel umgibt, die Wirkungsweise des Gesetzes als als Wirkungsweise des Gesetzes des Sozialismus ausgibt und somit versucht, den Kapitalismus in den Sozialismus hinüber zu retten um dort selbst unter den immer schwieriger werdenden Bedingungen, auf immer kargerem Boden wenigstens noch seine übrig gebliebenen, noch nicht vernichteten Elemente in Keimform zu erhalten, um davon zu träumen, irgendwann einmal wieder wach geküsst zu werden. Wir sprechen ja auch vom Revisionismus als den Arzt am Krankenbett des Kapitalismus, dass er dazu dient, den Untergang der Bourgeoisie hinauszuzögern, was sie eben mit Hilfe der Anwendung des Gesetzes des Revisionismus auch bislang immer erreicht hat. Die Arbeiterklasse ist unbesiegbar, wenn sie sich den Marxismus aneignet, die Bourgeoisie ist unbesiegbar, wenn sie sich die Ideologie der Arbeiterklasse „privat aneignet“, (das heißt dem Arbeiter seiner ideologischen Mittel seiner Befreiung/ und damit der Befreiung aller Menschen, beraubt, um sich diese Mittel für ihre privaten Zwecke nutzbar zu machen, so zum Beispiel für die Restauration des Kapitalismus). Insofern kann man von dem Gesetz des Revisionismus auch sagen, dass es ein Gesetz zur privaten Aneignung des Marxismus ist. Allerdings ist es mit der privaten Aneignung längst nicht getan. Denn: Ohne ihre Agentur, ohne ihre politische Abteilung, ohne Schrittmacher ihres Einflusses, ohne ihre soziale Stütze, ohne ihre Helfer und Helfershelfer innerhalb der Arbeiterbewegung, ist die Bourgeoisie alleine weder in der Lage noch fähig, das Gesetz des Revisionismus überhaupt anzuwenden, weswegen es ohne diese Voraussetzung auch gar nicht wirksam werden kann! Insofern war der moderne Revisionismus, waren die revisionistischen Länder, die staatliche soziale Hauptstütze des Weltimperialismus, haben sie letztendlich den Weltimperialismus vor seinem Untergang gerettet und die Voraussetzungen für den Weltrevisionismus, für die globalisierte Anwendung des Gesetzes des Revisionismus, geschaffen durch die Herausbildung einer globalisierten sozialen Stütze. Durch die revisionistischen Länder fand das Gesetz des Revisionismus die höchste Form seiner Wirksamkeit, seine größte Schlagkraft, seine Herausformung als Gesetz des modernen Revisionismus. Das Gesetz des Revisionismus ließ sich also dadurch mit höherem Resultat anwenden, dass es zu einem Zusammenspiel der sozialen Stütze der kapitalistischen Länder und der sozialen Stütze der revisionistischen Länder kam. Das Gesetz des Revisionismus verliert alsoi unter den Bedingungen des Klassenkampfes im Sozialismus nicht seine Bedeutung, sondern seine Bedeutung nimmt zu. Der revisionistische Staat wendet es schließlich an als offizielle Staatsdoktrin.

Die Anwendung des Gesetzes des Revisionismus setzt also unnbedingt das Vorhandensein einer sozialen Stütze der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiterbewegung im Kapitalismus, innerhalb des Sozialismus, voraus. Daraus folgt für uns: Wenn wir die Bourgeoisie bei der Anwendung des Gesetzes des Revisionismus hindern wollen, müssen wir ihre soziale Stütze innerhalb der Arbeiterbewegung, innerhalb des Sozialismus in unsere soziale Stütze verwandeln, denn selbst wenn die Bourgeoisie als Klasse vernichtet ist, so können ihre Überreste immer noch auf ihre soziale Stütze zurückgreifen bzw. ihre soziale Stütze restaurieren. Die Restauration des Kapitalismus ist ohne Restauration seiner sozialen Stütze im Sozialismus unmöglich, genauso wie es in der sozialistischen Klassengesellschaft noch nicht möglich ist, überhaupt irgendeine soziale Stütze vollkommen zu beseitigen, was in keiner Klassengesellschaft deswegen nicht möglich ist, weil sie eben auf Klassen beruht, die untereinander täglich Widersprüche erzeugen, sich bewegen, sich verändern, sich gegenseitig beeinflussen usw. usf. Die Wirksamkeit des Gesetzes des Revisionismus wird nicht zuletzt dadurch erschwert, dass das Weltproletariat sich im Kampf gegen den Weltimperialismus Verbündete sucht, also seinerseits auf soziale Stützen zurückgreift bzw. sie sich schafft, denn das Weltproletariat allein ist nicht in der Lage, das Gesetz des Revisionismus erfolgreich zu bekämpfen. Da der Weltimperialismus seine soziale Stütze aus den Extraprofiten bezahlt, die er aus den unterdrückten Völkern herauspresst, kann deren anti-imperialistischer Kampf unter der Führung des Weltproletariats auch die Existenz der sozialen Stütze empfindlich treffen – eine unverzichtbare gemeinsame, internationalistische Taktik im Kampf gegen den Revisionismus und ein wirkungsvolles Mittel, um die Anwendung des revisionistischen Gesetzes zu erschweren. Jedenfalls begründet sich die Wirksamkeit des revisionistischen Gesetzes nicht zuletzt in der Ausbeutung und Unterdrückung der Völker, weil mit ihrem Blut und Schweiß die soziale Stütze der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiterbewegung ( und innerhalb des Sozialimperialismus) aufrechterhalten wird, die allein das Gesetz des Revisionismus schließlich anwenden kann .

Aus dem Überlebenskampf der Bourgeoisie resultiert die zwingende Notwendigkeit, den Klassenkampf gegen den Marxismus auf dem (formalen) Boden des Marxismus zu führen, da es sich bei der bürgerlichen Ideologie um die Ideologie der abtretenden Klasse, also um eine zurücktreibende, reaktionäre, sterbende, verfaulende Ideologie und bei der proletarischen Ideologie um die vorwärtstreibende überlegene, revolutionäre Ideologie der sie ablösenden und aufsteigenden Klasse handelt. Wenn die Bourgeoisie auf den rettenden proletarischen Zug unfreiwillig als Heizer aufspringt – und das muss sie, wenn ihrer sterbenden kapitalistischen Lokomotive der nötige Dampf ausgeht, weiß sie, dass sie in der Hölle ankommt, wenn sie nicht mehr die Kraft hat, die Weiche ( eben das Gesetz des Revisionismus) rechtzeitig zu betätigen, um den Zug aufs kapitalistische Gleis umzudirigieren. Die bürgerliche Ideologie gerät also in Konflikt mit den tatsächlich und objektiv vorgehenden gesellschaftlichen Veränderungen und kann nicht mehr so eingesetzt werden wie die Bourgeoisie es will, weswegen sie sich zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft die proletarische, revolutionäre Ideologie vor den Karren spannt, und eben das geht nur unter Anwendung des revisionistischen Gesetzes. Nur unter Anwendung des revisionistischen Gesetzes kann die Bourgeoisie die Möglichkeit in Wirklichkeit ihres Überlebens verwandeln. Wenn die Bourgeoisie das Gesetz des Revisionismus nicht angewendet hätte, würde sie heute höchstwahrscheinlich gar nicht mehr auf der Welt existieren, zumindest nicht mehr so , wie sie heute existiert, stünde sie jedenfalls ihrem Untergang schon wesentlich näher.

Beweisführung für die Richtigkeit des revisionistischen Gesetzes:

Die in den revisionistischen Ländern tatsächlich vollzogene Restauration des Kapitalismus mit Hilfe des modernen Revisionismus ist die historische Bestätigung für die Richtigkeit des revisionistischen Gesetzes. Näheres zur Beweisführung im Kapitel: Die politische Ökonomie des Revisionismus“.



Die revisionistische Methode:

Die revisionistische Methode ist nur eine von vielen Methoden, die die Bourgeoisie gegen das Proletariat einsetzt. Die erste Methode ist die Methode der Gewalt, de Krieges, des Faschismus, also die unversöhnlichen Methoden, bis hin zu Methoden der Vernichtung der Arbeiterklasse bzw. ihres revolutionären Kerns; in Ergänzung und Gegensatz dazu die klassenversöhnlerischen Methoden der Reformen, Zugeständnisse und Kompromisse. Die Bourgeoisie wendet diese Methoden nicht willkürlich aus, sondern greift zu den Methoden infolge der radikalen Widersprüche ihrer eigenen Lage. Zweifellos gehört die revisionistische Methode zu den klassenversöhnlerischen Methoden, wobei wir die Unvermeidbarkeit ihrer Verwandlung in ihr Gegenteil – die Verwandlung in eine sozialfaschistische Methode – am eigenen Leib zu spüren bekommen haben und also wissen, dass die revisionistische Methode die verschiedensten Formen annehmen und sie entsprechend differenziert angewendet werden kann. Es erübrigt sich festzustellen, dass die Anwendung der revisionistischen Methode unter den Bedingungen von Krieg und Faschismus, also die schärfste Form der kombinierten Anwendung aller kapitalistischen Methoden, besonders katastrophale Folgen für das Weltproletariat hat. Das war auch ein Schicksalsschlag für die Komintern.

Die revisionistische Methode ist die höchste und damit gefährlichste Form aller anti-marxistischen Methoden, also jene Methode des Anti-Marxismus, mit der dieser als „Marxismus“ gegen den Marxismus aufzutreten versucht. Die revisionistische Methode ist die einzige anti-marxistische Methode, mit der die Bourgeoisie die marxistische Methode besiegen und damit das revolutionäre Proletariat entwaffnen konnte, deswegen muss man sie unbedingt studieren.

Die Methode des Revisionismus ist die bürgerliche Überprüfung und Korrektur des Marxismus auf dem (formalen) Boden des Marxismus zum Zwecke seiner allmählichen Annäherung und Anpassung (´durch Milde` zu töten, ihn in der Umarmung zu ersticken) an die bürgerliche Ideologie bis hin zur vollständigen Assimilierung und Ersetzung durch die bürgerliche Ideologie.

Die revisionistische Methode ist sowohl die Methode des Eindringens der bürgerlichen Ideologie in den Marxismus, also eine „trojanische“ Methode, als auch eine parasitäre Methode, um mit der bürgerlichen Überprüfung und Korrektur den Marxismus „im Namen des Marxismus“ von innen heraus zu zersetzen und aufzulösen. Die revisionistische Methode soll verhindern, dass der Marxismus verjüngt wird,stattdessen soll seine Alterung begünstigt, ja geradezu gewaltsam, das heißt mit allen Mitteln erzwungen werden. Die eine Methode wirkt vermittels der anderen je nach den Bedingungen des Kampfes zwischen Revisionismus und Marxismus.

Zählen wir einige der bekanntesten Grundzüge und Inhalte des großen Arsenals der revisionistischen Methode auf - : Das Predigen der theoretischen Nachgiebigkeit gegenüber dem Klassengegner, sich jedes geringste Schwanken im marxistischen Denken zunutze machen, die theoretischen Grundlagen des Marxismus zu untergraben, die Theorie aus einem Guss aufzulösen in sich widersprechende theoretische Lehrsätze, in Bruchstücke, die man vom Klassenkampf loslöst, die marxistische Theorie in morsche Dogmen verwandeln, Schwanken in Theorie und Praxis, Anpassung der marxistischen Prinzipien an die Prinzipien der bürgerlichen Ideologie, Prinzipienlosigkeit und Doppelzüngelei, Zerstörung der Einheit von revolutionärer Theorie und Praxis und Ersetzung durch Einheitsmacherei und Paktierertum mit der Bourgeoisie, Ausbreitung kleinbürgerlicher Elemente auf Kosten der proletarischen Elemente, Aufstellen revisionistischer Losungen und Resolutionen, Programme, „Wirtschaftsreformen“ in „Kautschukform usw., geflissentliches Umgehen der brennenden Fragen, ihre Vertuschung und Verkleisterung, Verwandlung der revolutionären Politik in welkes Philistertum , Entstellung des revolutionären Inhalts des Marxismus unter Beibehaltung seiner Form, Entfernung seines revolutionären Geistes, Beseitigung der revolutionären Wachsamkeit, der Kritik und Selbstkritik bzw, deren Verzerrung, Loslösung und Spaltung von der Partei, der Arbeiterklasse und schließlich von den werktätigen Massen, statt Zentralismus – Dezentralismus, statt Vereinigung - Spaltung usw. usf. - also alles Methoden, um das Proletariat in seinen neuen weltrevolutionären Schlachten zu entwaffnen.

Die bürgerliche Überprüfung des Marxismus soll im Ergebnis den „Nachweis“ für die „Untauglichkeit“ des Marxismus erbringen- das ist jedem klar, aber was wesentlich kompliziertere zu verstehen ist, ist der Umstand, dass diese Überprüfung auf dem Boden des Marxismus vorgenommen wird. Die Überprüfung allein nützt noch gar nichts, das unterscheidet die revisionistische Methode noch nicht von allen anderen anti-marxistischen Methoden. Die besondere Eigenschaft der revisionistischen Methode besteht darin, dass man mit ihr die Überprüfung auch marxistisch begründen und rechtfertigen kann. Das heißt nichts anderes, als dass mit der revisionistischen Methode dem Marxismus eine „Abweichung“ „nachgewiesen“ (sprich: eingeschmuggelt, untergeschoben, aufgestempelt) werden muss. Mit der revisionistischen Methode wird dem Marxismus mal „Dogmatismus“ und „Sektierertum“, mal „Rechtsopportunismus“ und „Revisionismus“, untergejubelt, ein anderes Mal „Zentrismus“ und Versöhnlertum“ usw. usf – und zwar wohlgemerkt alles auf dem Boden des Marxismus. Die revisionistische Methode ändert sich also je nach den Erfordernissen und Bedingungen des Klassenkampfes. So ist es mal der „linke“, mal der rechte Doktrinarismus, der dem Marxismus vorgeworfen wird so wie es dem Opportunismus opportun zu sein scheint. Es müssen solche „Fehler“ „nachgewiesen“ werden, die gerade gebraucht werden (sprich: an jener Stelle, wo der Marxismus die Bourgeoisie am empfindlichsten getroffen hat!). So schreckt der unter unserem Beschuss stehende Revisionismus nicht davor zurück, in unseren anti-revisionistischen Kampf „linke“ Strömungen einfließen zu lassen, um den Revisionisten wieder ausreichend Kanonenfutter gegen uns liefern zu können. Darum hat sich bekanntlich Mao Tsetung sehr „verdient“ gemacht mit dem chinesischen Revisionismus von „links“, als er versuchte, auf diese Weise in die anti-revisionistische, marxistisch-leninistische Weltbewegung einzudringen, wie wir alle wissen nicht ganz ohne Erfolg. Was wir daraus lernen, ist, dass es sich bei der revisionistischen Methode um eine doppelseitige Methode, des Zusammenspiels von „links“und rechts handelt, dass nämlich - vermittels Versöhnlertum und Zentrismus als Katalysator - der Marxismus-Leninismus stets von beiden Seiten -mal gleichzeitig und mal nacheinander-, also von „links“ und von rechts, in die Zange zu nehmen ist, dass der marxistische Zweifrontenkrieg selber mit der revisionistischen Methode in ein Werkzeug der Revisionisten gegen den anti-revisionistischen Kampf des Marxismus verwandelt wird.

Mit der Verzerrung des Abbildes des Marxismus allein ist die revisionistische Methode nicht wissenschaftlich erklärt. Die revisionistische Methode ist ja gerade deswegen revisionistisch, weil sie das verzerrte Abbild des Marxismus als „Marxismus“ ausgibt, was nur dadurch gelingt , dass sich der Marxismus auch als verzerrtes Abbild im Denken des Arbeiters widerspiegelt. Was widergespiegelt werden soll, ist also nur die marxistische Maske der bürgerlichen Ideologie, während gleichzeitig der Marxismus als sein verzerrtes Abbild widergespiegelt wird. So wird aus Marxismus „Dogmatismus“ und aus Revisionismus „Marxismus“ - wie die Bourgeoisie es braucht. In einfaches Deutsch übersetzt: Mit der revisionistischen Methode wird der Arbeiter nicht etwa seiner Einsicht in die Notwendigkeit der Verteidigung des Marxismus-Leninismus gegen den Revisionismus beraubt, sondern im Gegenteil wird diese bestätigt und gestärkt, um sie noch besser als Triebkraft ausnutzen zu können, ihn gegen den Marxismus zu richten – selbstverständlich vermeintlich im guten Glauben und in der ehrlichen Überzeugung, den Revisionismus und nicht den Marxismus bekämpft zu haben. Wesentlich an der revisionistischen Methode ist, die marxistische Form zur Tarnung beizubehalten und darunter den marxistischen Inhalt durch den bürgerlichen Inhalt, der als marxistischer Inhalt getarnt wird, zu vertauschen. Also weil ein Arbeiter beispielsweise auf den „Dogmatismus“vorwurf, den „Sektierertum“vorwurf und anderen Hokuspokus der Revisionisten abgefahren und reingefallen ist, soll er nun kräftig auf die Marxisten-Leninisten eindreschen , bzw. sich von den revolutionären Arbeitern isolieren , seine eigenen Klassenbrüder verraten, sich selbst verhöhnen, nur weil die Revisionisten ihm das so eingeimpft haben !). Und noch einfacher ausgedrückt:

Mit der revisionistischen Methode wird das anti-revisionistische Bewusstsein des Arbeiters so lange manipuliert, bis er es schließlich gegen seine eigenen revolutionären Interessen gebraucht ! Die revisionistische Methode will also die Verbindung zwischen den revolutionären, politischen Bestrebungen der Arbeiter und den spontanen Erscheinungsformen des Massenprotestes künstlich zerreißen.

Die Kunst der meisterhaften Anwendung dieser revisionistischen Methode besteht also darin, den anti-revisionistischen Kampf in einer Art und Weise gegen den Marxismus zu lenken, dass der Marxismus mit der eigenen Waffe des anti-revisionistischen Kampfes geschlagen wird. Dass die revisionistische Methode Erfolg hatte, das haben die modernen Revisionisten in der Praxis tausendmal bewiesen. Erinnern wir uns an ein Beispiel: den Kampf gegen den so genannten „Personenkult Stalins“. Vor den Augen des gesamten Weltproletariats verurteilten die sowjetischen Revisionisten, die sich frech und dreist als marxistisch-leninistische Richter aufspielten, den Genossen Stalin wegen seines angeblichen „Dogmatismus“. In Wirklichkeit wurde nicht der Marxismus-Leninismus gegen den Dogmatismus verteidigt, sondern der Marxismus-Leninismus als Dogmatismus eliminiert. Ohne Anwendung der revisionistischen Methode wäre dies völlig unmöglich gewesen. Durch die Anwendung der revisionistischen Methode aber wurde es eine historische Tatsache.

Je ausgefeilter und ausgeklügelter diese Methode von der Bourgeoisie angewendet wird, desto durchschlagender der Erfolg bei der Irreführung und Täuschung des Proletariats und seiner revolutionären Bewegung – was Sinn und Zweck der revisionistischen Methode ist. Jede Weiterentwicklung der marxistischen Methode erzeugt im Klassenkampf unvermeidlich die Weiterentwicklung der revisionistischen Methode.

Die revisionistische Methode wird erst dadurch wirksam, dass zunächst das jeweilig schwächste Kettenglied des marxistischen Anti-Revisionismus herausgefunden wird, um es zu „überprüfen und zu korrigieren“ ( sprich: in die Kette einzudringen, das Glied zu zersetzen und herauszubrechen), um auf diese Art und Weise ein Kettenglied nach dem anderen zu „überprüfen und zu korrigieren“, bis die ganze bürgerliche Generalrevision des Marxismus vollzogen und der Revisionismus wieder seinen geschlossenen Ausdruck auf höherer Stufe zurückerhält.

Mit welcher Methode kann man die revisionistische Methode bekämpfen ?

Die einzige Methode, mit der man die revisionistische Methode erfolgreich bekämpfen und besiegen kann, ist die marxistisch-leninistische Methode. Welche Ansprüche stellt diese Methode? Wir zitieren Stalin, denn keiner konnte dies besser darstellen als er:

Erstens verlangt sie die Überprüfung der theoretischen Dogmen der II. Internationale [und der Dogmen der modernen Revisionisten – Anmerkung der Redaktion] im Feuer des revolutionären Massenkampfes, im Feuer der lebendigen Praxis, d.h. die Wiederherstellung der gestörten Einheit zwischen Theorie und Praxis, die Beseitigung der Kluft zwischen ihnen, denn nur so ist es möglich, eine wirklich proletarische Partei zu schaffen, die mit der revolutionären Theorie ausgerüstet ist.

Zweitens die Überprüfung der Politik der Parteien der II. Internationale [heute müssen wir unbedingt hinzufügen: die Politik der Parteien der modernen Revisionisten und der Neo-Revisionisten – Anmerkung der Redaktion] nicht nach ihren Losungen und Resolutionen ( denen man nicht glauben darf), sondern nach ihren Taten, nach ihren Handlungen, denn nur so ist es möglich, das Vertrauen der proletarischen Massen zu erobern und zu verdienen [heute müssen wir hinzufügen: zurückzugewinnen – Anmerkung der Redaktion].

Drittens die Umstellung der gesamten Parteitätigkeit im neuen, revolutionären Sinn [heute müssen wir präzisieren: im weltrevolutionären Sinn – Anmerkung der Redaktion], im Geiste der Erziehung und Vorbereitung der Massen zum revolutionären [weltrevolutionären – Anmerkung der Redaktion] Kampf, denn nur so ist es möglich, die Massen zur proletarischen [proletarischen Weltrevolution] vorzubereiten.

Viertens die Selbstkritik der proletarischen Parteien [nicht zu vergessen der Kommunistischen Internationale- Anmerkung der Redaktion], ihre Schulung und Erziehung an Hand der eigenen Fehler, denn nur so ist es möglich, wirkliche Parteikader und wirkliche Parteiführer zu erziehen.

Das sind die Grundlagen und das Wesen der Methode des Leninismus“ (Stalin Werke, Band 6, Seite 73).



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