Teil 3
Das Hauptargument gegen die Lehre Stalins war, dass die Verschwörer darin nicht etwa die Weiterentwicklung des Leninismus sehen wollten, sondern eine Abkehr vom Leninismus, weil sie sich angeblich auf die „Autorität der Person“ Stalins reduziere. Für Berija und für all die anderen Verschwörer beruhe das stalinistische System auf einer Art „Olymp“, wo Zeus willkürlich und gesetzlich für alle verkündet, was im ganzen Land und auf der ganzen Welt als „Wahrheit“ oder „Unwahrheit“ zu gelten habe.
Hierzu die materialistische Auffassung des antiken Philosophen Heraklit:
„Die Welt, eine und dieselbe aus allem, hat keiner der Götter noch Menschen gemacht, sondern sie war und ist und wird sein ewig lebendes Feuer, nach Maß sich entzündend und nach Maß erlöschend“ (zitiert von Lenin, Aus dem philosophischen Nachlass, Seite 276).
Die Initiatoren des Personenkults stellten Stalin als so etwas wie einen Papst hin, der über die Auslegung des Katholizismus entscheide. „Gesetz“ und „Wahrheit“ seien auf Glaubensfragen reduziert, auf einem Lügensystem, das Stalin allein durch seine „diktatorische und selbstsüchtige“ Autorität sanktioniert habe. Ihre Beschuldigung, der Marxismus-Leninismus sei von Stalin zu einer Art eigener „Religionslehre“ degradiert worden, beruhte auf ihrer Feindschaft gegenüber dem Marxismus-Leninismus.
Der Marxismus-Leninismus lehrt, dass der Schlüssel der Lehre über die sozialistische Gesellschaft, der Schlüssel zum Verständnis der Stalinära, nicht im Bewusstsein einer einzelnen Person zu suchen ist, also sich nicht etwa auf einen individuellen Charakter zurückführen lässt, sondern der Schlüssel liegt einzig und allein in der sozialistischen Produktionsweise der materiellen Güter, im Klassenkampf. Nicht der Zufall, nicht die Persönlichkeit und deren Wille spielte die entscheidende Rolle in der Stalinära, sondern sie drückte sich in den besonderen sozialistischen Lebensverhältnissen aus und wurde durch die Lage und die Interessen der schaffenden Werktätigen bestimmt. Die Verhältnisse in der Stalinära sind früher entstanden, und Stalin musste von ihnen ausgehen als von etwas Gegebenen und nicht von ihm Geschaffenen. Nur weil Stalin die Bedingungen der sozialistischen Entwicklung beachtete und in seinem Handeln nicht gegen diese verstieß, erntete er seine großen Welterfolge. Die Gesetze, die die Entwicklung der UdSSR bestimmten, stellten eine objektive Realität dar. Sie wirkten zwangsläufig und bestimmten den Willen und das Bewusstsein Stalins. Die Stalinära ist das Resultat der sozialistischen Tätigkeit der Sowjetvölker unter Führung der KPdSU (B) und ihrem Führer, dem Genossen Stalin.
„Die objektive Seite [der proletarischen Bewegung – Anmerkung der Redaktion] bilden diejenigen Entwicklungsprozesse, die außerhalb des Proletariats und rings um das Proletariat unabhängig von seinem Willen und dem Willen seiner Partei [und dem Willen Stalins als ihr Führer – Anmerkung der Redaktion] vor sich gehen, Prozesse, die in letzter Instanz die Entwicklung der ganzen Gesellschaft bestimmen“ (Stalin, Band 5, Seite 53).
Dies hat nichts mit dem Standpunkt der Objektivisten zu tun, die die Persönlichkeit als winzige Größe einfach ignorierten („legaler Marxist“ Struve). Ja sie erklärten sogar, dass man die Geschichte mit „entpersönlichten Ereignissen“ betreiben sollte (Bulgakow). Die Objektivisten leugneten und bekämpften überhaupt den subjektiven Faktor der Revolution. Stalin maß dem subjektiven Faktor und seiner Stärkung hingegen gebührende Bedeutung bei. Bereits in einem seiner ersten Artikel „Antwort an den Sozialdemokrat“ verbreitete Stalin im Kaukasus die Leninsche Lehre von der Rolle des subjektiven Faktors in der Revolution (siehe Band 1 der Stalinwerke). Nach der Niederlage der Revolution von 1905 kämpften die Marxisten gegen solche philosophierende Vertreter, die mit bürgerlichem Individualismus, Mystizismus und Persönlichkeitskult die Massen vom revolutionären Weg abzubringen versuchten und die revolutionäre Partei des Proletariats und seine Philosophie zu diskreditieren (Personalismus, Gottesbildnertum, Fideismus). Sie vergötterten den „individuellen Geist“ als „wirkliches Subjekt der Geschichte“. Für sie hatten die Massen überhaupt keine historische Rolle zu spielen, ja sie verhielten sich ignorant, verächtlich und arrogant gegenüber der Geschichte des Befreiungskampfes der Volksmassen.
Auch nach Auffassung der Ökonomisten wird dem Einfluss der Persönlichkeit, der Menschen, Klassen und Parteien keine Bedeutung für die spontane Bewegung beigemessen. Sie seien angeblich nicht in der Lage, das objektive ökonomische Gesetz zu beeinflussen. Die Ökonomisten stellen dem objektiven Faktor den subjektiven, der Spontaneität der Bewusstheit, die ökonomischen Kampfformen der politischen metaphysisch gegenüber, anstatt den subjektiven Faktor auf den objektiven Faktor auszurichten. Auch bei Rosa Luxemburg finden sich Fehler, die in der Herabminderung des subjektiven Faktors begründet sind (Spontaneitätstheorie). Bei Vorhandensein der revolutionären Situation, bei ausgereiftem objektiven Faktor, sind die Aktionen der Massen, sind die Menschen, sind die revolutionären Führer der subjektive Faktor, der über Sieg und Niederlage der Revolution entscheidet. Es kann keinen siegreichen subjektiven Faktor ohne die revolutionären Führer, die Partei usw. geben. Als Weltführer des Proletariats und Klassiker des Marxismus-Leninismus war, ist und bleibt der Genosse Stalin einer der herausragendsten subjektiven Faktoren für den Sieg des Weltproletariats.
„Die subjektive Seite bilden diejenigen Prozesse, die innerhalb des Proletariats als Widerspiegelung der objektiven Prozesse im Bewusstseins des Proletariats vor sich gehen, Prozesse, die den Gang der letzteren beschleunigen oder verlangsamen, sie aber keineswegs bestimmen“ (Stalin, Band 5, Seite 53). Wir ergänzen: Nicht nur Widerspiegelung der objektiven Prozesse im Bewusstsein des Proletariats allein, sondern als konzentrierter Ausdruck im Bewusstsein der Partei des Proletariats und ihrer proletarischen Führer vor sich gehen, also auch in Stalin vor sich gingen und in uns Stalinisten vor sich gehen.
Wer den subjektiven Faktor, die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte, mit dem „Personenkult“ Stalins gleichsetzt, der verlangsamt damit die objektiven Prozesse, der stellt sich in Wirklichkeit gegen die Notwendigkeit der Entfaltung des subjektiven Faktors zur Beschleunigung der Weltrevolution, der vertritt zum Beispiel den Standpunkt, dass die Arbeiterklasse der Restauration des Kapitalismus hilflos ausgeliefert sei, dass es unmöglich sei, ihre Unvermeidbarkeit aus eigener, subjektiver Kraft und vor allem mit Hilfe des Stalinismus zu beseitigen – und genau darauf lief ja die Absicht der modernen Revisionisten mit ihrem so genannten „Personenkult“ nach Stalins Tod hinaus.
„Der Personenkult Stalins“ war gleichfalls eine Form des reaktionären Idealismus, oder mit einfachen Worten ausgedrückt: Opium für das sozialistische Volk. Er ist eine konterrevolutionäre Waffe, um den Marxismus-Leninismus bei den Massen in ein reines Glaubensbekenntnis zu verwandeln, so wie später das „rote Buch Maos“. Der Glaube an Stalin verkam somit zur Anerkennung seiner angeblich übernatürlichen „Genialität“, eine Art Übermensch, der die Sowjetmenschen „beseelt“, über ihr Schicksal „väterlich“ wacht und dem die Sowjetvölker dafür Gehorsam, Ehrfurcht und Anbetung schulden müssten. Stalin hatte die Religion aus den Hirnen der Sowjetmenschen verbannt, aber mit dem revisionistischen Personenkult wurde sie wieder eingeschmuggelt und restauriert. Der revisionistische Personenkult war Ausdruck der Restauration der Religion in der Sowjetunion.
Kommen wir noch einmal auf Stalins „Kurzer Lehrgang“ zurück, wo er zum Schluss aus der Mythenwelt der alten Griechen zitierte. Wir formen die Personen ein klein wenig um, damit wir die den Personenkult, dieses Mörderbeil der Verschwörer Stalins, anschaulicher begreifen:
Die Sowjetmenschen hatten in ihrer sozialistischen Welt einen berühmten Heros, den Genossen Stalin. Er hegte besondere Anhänglichkeit für das russische Volk. Es gab keinen „Heros“, den er, dieser Genosse Stalin, nicht besiegt hätte. Er galt als ein unbesiegbarer Heros. Worin bestand seine Kraft? Sie bestand darin, dass er jedes Mal, wenn er im Kampfe mit einem Gegner in Bedrängnis kam, sich mit den Sowjetmenschen und der bolschewistischen Partei fest vereinigte, die ihn zu ihrem Führer gewählt hatten und ihm vertrauten. Aus den Massen, aus der bolschewistischen Partei schöpfte Stalin seine ganze Kraft . Aber dennoch hatte er seine schwache Stelle: das war die Gefahr, durch den Personenkult von den sowjetischen Massen, von der bolschewistischen Partei losgerissen zu werden. Seine Verschwörer rechneten auf diese seine Schwäche und lauerten ihm auf. Und es fand sich ein Feind, der diese seine Schwäche ausnutzte . Das war Berija. Wie aber besiegte er ihn ? Berija erschuf Stalins Ebenbild , um dieses in den Himmel zu heben, so dass Stalin von den Massen und der bolschewistischen Partei losgerissen werden sollte. Danach erschlug er Stalin und zerstörte auch das verbrecherische Götzenbild. Und die Lehre aus dieser „Geschichte“ ? Die Konterrevolutionäre und ihre gefährliche Waffe des Personenkults sind erbarmungslos und restlos zu zerschlagen, darin liegt der Schlüssel der Unbesiegbarkeit des bolschewistischen Führers.
Der Kampf gegen den so genannten „Personenkult“ diente nicht nur der Machtergreifung der modernen Revisionisten, sondern auch der Spaltung der kommunistischen Weltbewegung, deren Führer Stalin war, also die „Entstalinisierung“ der kommunistischen Weltbewegung. Dies war ein nützliches Geschenk Berijas an die von ihm selber aus dem Gefängnis freigelassenen Trotzkisten. Berija sorgte dafür, dass sie sich nach ihrer Rehabilitation wieder regenerieren und international ausbreiten konnten, insbesondere bei der „Entstalinisierung“, der Verbreitung der „Kritik“ des „Personenkults“ tatkräftig mit zu helfen. Man kann es nicht als einen Zufall betrachten, dass das erneute Auftreten des Trotzkismus mit Berijas Mord an Stalin zusammenfiel (und die gleiche Wiederbelebung des Trotzkismus fällt übrigens auch mit dem Tod Enver Hoxhas nicht zufällig zusammen!). Zu Stalins Lebzeiten hätte sich niemand diesen gewagten Schritt trauen dürfen – er wäre ein toter Mann gewesen. Stalin kennzeichnete u.a. den Trotzkismus wie folgt:
„Drittens. Trotzkismus bedeutet Misstrauen gegenüber den Führern des Bolschewismus, bedeutet den Versuch, sie zu diskreditieren, sie zu diffamieren“ (Stalin, Band 6, Seite 313); (... und wie Berija, ihn letztlich zu ermorden!).
Im dialektischen Umkehrschluss bedeutet Trotzkismus genauso viel wie Vertrauen gegenüber den Führern des Opportunismus, bedeutet den Versuch, diese zu rehabilitieren und – wie von den Berijanern beabsichtigt – diese in ein neues „marxistisch-leninistisches“ Licht zu stellen, sie aus unserem Bewusstsein, das sie verbannt hatte, freizulassen oder als „Märtyrer des Stalinismus“ wieder zum Leben zu erwecken und sie mit einem „marxistisch-leninistischen“ Heiligenschein zu versehen.
Solche Genossen, die die Rolle, die Stalin gespielt hat, heute nicht oder nicht mehr von ausschlaggebender Bedeutung halten, so wie die Berijaner, haben sich nicht nur gründlich geirrt, sondern sie leiten auch Wasser auf die Mühlen der Trotzkisten, die die Rolle Stalins als Klassiker des Marxismus-Leninismus nicht nur leugnen, sondern dem Genossen Stalin die Rolle des „größten Feindes“ des Marxismus-Leninismus zuschreiben. Im anti-revisionistischen Kampf der Marxisten-Leninisten kommen die Neo-Trotzkisten und Neo-Revisionisten, kommen die Berijaner den modernen Revisionisten heute zur Hilfe, um deren ramponiertes Image vermittels Häutung abzustreifen (Schönheitsoperation und Verjüngunskur für den in die Jahre gekommenen „modernen“ Revisionismus = Neo-Revisionismus).
Trotzkismus und moderner Revisionismus sind wesensgleich - nicht nur was die Personenkult-Taktik gegen den Marxismus-Leninismus angeht –. Beides sind Todfeinde des Marxismus-Leninismus im Gewand des „Marxismus-Leninismus“. Das traf damals zuerst auf den Leninismus zu. Nun trifft es auf den Stalinismus -und nicht weniger auf den Hoxhaismus - zu. Vergessen dürfen wir dabei nicht, dass der Trotzkismus gezwungen war, seinen konterrevolutionären Kampf innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung illegal fortzusetzen, nachdem Stalin seine offenen Kampfformen in den Reihen der KPdSU (B) zerschlagen hatte. Und so führen die modernen Trotzkisten, die Berijaner, heute ihren illegalen Kampf gegen Stalin hinter der Maske des „Stalinismus“ in unseren weltrevolutionären Reihen weiter fort. Bis heute hat der Trotzkismus, hat das Berijanertum seine Doppeltaktik nicht aufgegeben, seine Wühlarbeit gegen Lenin, Stalin und Hoxha auch unter der Maske des „Leninismus“, des „Stalinismus“ und des „Hoxhaismus“ fortzusetzen. Es ist selbstredend, dass der Trotzkismus, dass das Berijanertum, unter der Maske der „Verteidigung Stalins“ besonders gefährlich ist und deswegen seiner marxistisch-leninistischen Entlarvung und Bekämpfung auch in Zukunft besondere Bedeutung zukommt (Kaum zu glauben, aber wahr: Da man es sich schwerlich vorstellen mag, dass sich einige trotzkistische Gruppierungen, dass sich überhaupt Trotzkisten, dass sich die Berijaner als die größten Stalinhasser, ausgerechnet als die „treuesten Stalinverteidiger“ auf so hinterhältige Weise in unseren Reihen präsentieren könnten, aber genau deswegen ist ihre „stalinistische“ Tarnkappe so perfekt!). Und was lernen wir daraus ? Es genügt nicht, den Trotzkisten, den Berijanern ihre „Stalin“-Tarnkappe vom Gesicht zu reißen. Vielmehr müssen wir uns Marxisten-Leninisten unsererseits eine trotzkistische Tarnkappe aufsetzen, wenn wir in die trotzkistischen, berijanischen Organisationen unerkannt eindringen wollen – und das müssen wir, wenn wir es denn mit der Zerschlagung des Trotzkismus, mit der Zerschlagung des Berijanertums, wirklich ernst meinen. Dazu muss man aber über den Neo-Trotzkismus genau Bescheid wissen, muss man die Trotzkisten, die Berijaner, von heute studieren, nicht nur ihre konterrevolutionären „Theorien“, sondern auch ihre konterrevolutionäre Praxis – vor allem in unseren eigenen Reihen! Der Kampf der Marxisten-Leninisten um Stalin ist gegen alle seine trotzkistischen Feinde also noch längst nicht abgeschlossen oder gar entschieden. Die Komintern (ML) fordert alle Marxisten-Leninisten in der Welt auf, den Kampf zur Verteidigung Stalins unvermindert fortzusetzen und sich fest zu vereinigen, sowohl gegen Stalins offene Feinde als auch gegen seine vermeintlichen „Freunde“. Wir dürfen uns den Kampf zur Verteidigung Stalins nicht aus der Hand reißen lassen. Dieser Kampf um die Klassiker des Marxismus-Leninismus kann ausschließlich nur von uns Marxisten-Leninisten selbst geführt und siegreich beendet werden. Und dies gelingt nur unter der Voraussetzung, dass wir unsere marxistisch-leninistischen Reihen von trotzkistischen und revisionistischen Einflüssen, von berijanischen Einflüssen rein halten und dabei die Lehren Stalins beherzigen. Wir müssen wachsam sein, denn wir haben unbedingt damit zu rechnen , dass die Feinde Stalins gerade uns Stalinisten von der Komintern (ML) aussuchen werden, um dieses heutige ideologische Bollwerk zur Verteidigung Stalins zu unterminieren, zu knacken und zu liquidieren – wohlgemerkt- alles „im Namen Stalins“! Die Trotzkisten, die Berijaner, diffamieren uns Komintern (ML), um von da aus auch andere Marxisten-Leninisten zu diffamieren und diesen durch den erneuerten („stalinistischen“) Trotzkismus zu ersetzen – das ist ihr altes, erklärtes Ziel. Die Trotzkisten sind dabei historisch gescheitert, den Leninismus durch den Trotzkismus zu ersetzen und sie werden genauso historisch scheitern, den Stalinismus ( Anmerkung: und schließlich auch den Hoxhaismus!) durch den Trotzkismus zu ersetzen. Wir werden dafür sorgen, jede Wiederbelebung des Trotzkismus unter der Maske des „Marxismus-Leninismus“ zu begraben. Wenn wir dabei mutig und unerschrocken im Geiste Stalins zu Werke gehen, brauchen wir die „(r r r r r -) evolutionären Intelligenzler“ nicht zu fürchten, denn der Stalinismus war ist und wird immer ein Garant für den Sieg über den Trotzkismus sein, egal in welches Gewand dieser schlüpfen wird, um seine Spur zu verwischen, wie es Berija getan hat. Im Spurenverwischen sind die Berijaner immer erfolgreich gewesen, aber genau dies wird sie zu Fall bringen.
Es ist ein alter Trick aller Abweichler vom Marxismus-Leninismus, dass sie ihre parteifeindliche Ideologie hinter Personen verbergen, die man all zu bequem opfert, ohne dass dabei die revisionistische Ideologie, die diese Personen vertreten haben, angetastet wird, so dass diese Ideologie weiter ungehindert „frei herumlaufen“ kann. Das trifft natürlich insbesondere auf Berija und die Berijaner zu.
Wenn also Berija Stalin ermordet hat, dann hat er damit längst nicht den Stalinismus zum Schweigen bringen können. Es handelt sich also nicht um die Person Stalins, sondern um die Umstände, um die Verhältnisse der Stalinära. Man kann Stalin entfernen, aber das bedeutet nicht, dass man damit weder die Epoche des Stalinismus, noch die Wurzeln des Marxismus-Leninismus ausrotten kann. Die Personenfrage interessiert uns also nicht an allererster Stelle, sondern uns interessiert die aktuelle Rolle der Führer des Stalinismus für unseren Kampf um den Weltkommunismus.
Man darf die revisionistische Gefahr nicht auf Personen zuspitzen. Und so interessiert uns auch nicht in erster Linie die Person Berijas, obwohl sie so abscheulich ist wie sie nicht abscheulicher sein kann. In erster Linie sind wir am Sieg über das Berijanertum interessiert, also an der Ideologie, der sich Berija bedient hatte, um den mächtigen Koloss – die UdSSR – von innen in die Knie zu zwingen.alin, Bd. 11, Seite 198, dt. Ausgabe).
Genossen, die Bourgeoisie stellt die Person Stalins stereotyp in den Mittelpunkt ihrer Hetzpropaganda. Warum ? Damit will sie erreichen, dass alles, was die Sowjetvölker beim Aufbau des Kommunismus und im Kampf gegen Reaktion und Faschismus, im Kampf gegen den Weltimperialismus geleistet hatten, in den Hintergrund gerät. Auf diesen Trick darf man nicht hereinfallen. Wir dürfen uns als Stalinisten nicht damit begnügen, den Personenkult-Vorwurf als unbegründet zu widerlegen. Es kann uns nicht darum gehen, uns auf die Reinwaschung der Person Stalins zu beschränken. Die Ehre Stalins können wir nur dadurch wieder herstellen, dass wir die großartigen kommunistischen Leistungen der Sowjetgesellschaft herausheben, der Stalin mit aller Kraft gedient hat, eine Kraft auf die wir bauen, um das Ziel der Errichtung des Weltsozialismus zu erreichen Es war vor allem das russische Volk, das Stalin in sein Herz geschlossen hatte, das ihn zu dem werden ließ, was er geworden ist, der größte Führer des Kommunismus. Die tiefe Zuneigung zum Volk und vom Volk, die revolutionäre Einheit zwischen dem bolschewistischen Führer Stalin und den schaffenden Werktätigen der Sowjetunion, das ist es, was wir Stalinisten heute in den Mittelpunkt der Analyse der spätstalinistischen Ära stellen, worauf auch das Verhältnis zwischen Weltproletariat weltbolschewistischen Führern aufbaut.
Stalin war als Georgier ein Genosse, der „nur“ aus einem Randgebiet Russlands kam. Man kann das auch positiver sehen, denn er kam aus einem Land, das die östliche mit der westlichen Welt verbindet – aus weltrevolutionärer Sicht also ein idealer Standort für die Entwicklung eines bolschewistischen Führers. Und diese positive Rolle Georgiens haben wir auch in den Ereignissen vom August 2008 gebührlich herausgestellt. Es gab aber genug Feinde Stalins, die ihn allein deswegen hassten, dass ein Georgier „die Russen regiert und Herrscher über die riesige Sowjetunion wird“. „Wie kann ausgerechnet ein Georgier zum Nachfolger des revolutionären, russischen Führers Lenin werden?“ Stalins Feinde verziehen ihm weder, dass er den russischen Großmacht-Chauvinismus entlarvte und bekämpfte, noch den lokalen Nationalismus in Georgien - und das als Georgier! Er stellte sich nicht einseitig auf die westliche Seite und auch nicht einseitig auf die östliche Seite. Stalin verband sein Leben lang die Völker des Westens und die Völker des Ostens in ihrem gemeinsamen, weltrevolutionären Befreiungskampf gegen den Weltimperialismus. Und an dieser ehrenvollen und ruhmreichen stalinistischen Tradition gilt es heute konsequent festzuhalten. Ein „Asiat“ zu sein, galt in Russland als Schimpfwort und so verunglimpften Stalins Feinde ihn als „asiatischen, ungehobelten Rohling“, vor dessen „Grobheiten“ Lenin schon in seinem angeblichen „Testament“ „gewarnt“ haben soll ... (Was es mit diesem trotzkistischen „Testament“ auf sich hat, darauf werden wir noch an anderer Stelle sehr ausführlich zurückkommen). Ja, man verstieg sich sogar zu der Behauptung, dass Stalin angeblich eine „Georgisierung“ der Sowjetunion betrieben haben soll – doch dazu später im Kapitel über die Mingrelische Verschwörung, die sich als Georgisierung durch Berija entpuppt ; auf deutsch: Berijanisierung des stalinistischen Georgiens oder „Entstalinisierung“ durch ein berijanisches Georgien.“
Swetlana, Stalins Tochter schreibt : „Mein Vater hatte für sein ganzes Leben eine sehr starke und tiefe Liebe zu Russland gefasst; ich kenne keinen einzigen Georgier, der seine Nationalität so gänzlich vergessen und alles Russische so lieb gewonnen hatte wie er“ („Zwanzig Briefe an einen Freund“, Seite179).
Was die große Bedeutung Stalins bereits bei der Schaffung der bolschewistischen Partei anbelangt, so wurde sie nach seinem Tode von den Sowjetrevisionisten heruntergeschraubt bis totgeschwiegen. Und wenn die Komintern (ML) hier heute mit ihrer Kurzbeschreibung seiner ersten Schaffensperiode im Kaukasus an die Öffentlichkeit tritt, so werden die Mistkübel nicht auf sich warten lassen, die über uns „Fossilien des Stalinkults“ sicherlich in nächster Zeit noch ausgeschüttet werden.
Die Sowjetvölker, die sozialistische Arbeiterklasse, das Weltproletariat haben gegen Stalin niemals den Vorwurf des Personenkults erhoben, im Gegenteil, er wurde von den Massen geliebt und verehrt, war ihr Führer, dem sie vertrauten und der ihr Vertrauen sein ganzes Leben lang niemals enttäuscht hatte. Der Personenkult-Vorwurf diente den Verrätern dazu, dieses Vertrauen der Massen in Stalin zu erschüttern, sie glauben zu machen, dass Stalin ihr Vertrauen „missbraucht“ habe, dass sich die Sowjetunion von ihm „befreien“ muss, um „gerettet“ werden zu können. In Wirklichkeit sollte mit dem Personenkult-Vorwurf das Selbstvertrauen der Massen in ihre eigene revolutionäre, schöpferische Kraft erschüttert und begraben werden, sollte der Personenkult ihnen Angst und Schrecken einjagen. Nicht zum ersten Mal in der Geschichte des Klassenkampfes war das ein Versuch der Bourgeoisie, den Massen abzusprechen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und sich eine eigene, eine bessere Welt aufzubauen. Bis heute hat die Weltbourgeoisie nicht aufgehört, den Massen einzureden, dass sie ihr Schicksal als Ausgebeutete und Unterdrückte nicht ändern könnten, dass sie eine Schafherde seien, deren Sinn und Zweck allein darin bestünde, von den Wölfen gefressen zu werden. Und im Auftrag der Weltbourgeoisie stellte sich Berija an Stalins Seite, um ihn zu beseitigen.
Wie stand Stalin selber zum Personenkult?
Hierzu haben wir einige Zitate von ihm ausgewählt, einige davon sind bekannt, andere weniger, wieder andere sind neu.
„Es handelt sich (...) darum, dass (...) eine neue Bourgeoisie aufgekommen ist, die, da sie keine Möglichkeit hat, offen auf dem politischen Schauplatz aufzutreten, die Front des Kommunismus von innen sprengen will und dabei ihre Helden [!!] unter den Führern der KPR (B) sucht. Nun, und dieser Umstand führt zum Aufkommen oppositioneller Stimmungen innerhalb der KPR(B) und schafft den Boden für eine opportunistische Abweichung“ (Stalin, Band 6, Seite 239).
„Er (Stalin) ist der Meinung, dass es möglich sei, dass 'Saboteure' dahinter stehen, um ihn zu diskreditieren." (L. Feuchtwanger, 'Moskau 1937', London 1937, S. 93ff.).
Dieses erste Zitat von Leon Feuchtwanger trifft den Kern wohl am ehesten. Einer der Hauptsaboteure war Berija.
Aus einer Unterredung mit Oberst Robins, am 13. Mai 1933:
„Robins: ' Ich betrachte es als große Ehre, die Gelegenheit zu haben, Ihnen einen Besuch abstatten zu dürfen.'
Stalin: „Das ist nichts Besonderes. Sie übertreiben.“
Robins darauf: 'Was für mich am interessantesten ist, ist, dass ich überall in Russland die Namen Lenin-Stalin, Lenin-Stalin, Lenin-Stalin zusammen vorfand.'
Stalin: 'Das ist ebenfalls eine Übertreibung. Wie könnte ich mich mit Lenin vergleichen“ (Stalin, Werke Band 13, Seite 234).
„Stalin schreibt jeden Fortschritt systematisch Lenin zu, obwohl es zu einem ganz großen Teil seine eigenen Verdienste sind." (H. Barbusse, 'Stalin, 'Eine neue Welt aus der Sicht eines Mannes', London 1935, SS. VII, VIII, 291, 294)
„... diese Schlichtheit und Bescheidenheit Lenins, dieses Bestreben, unbemerkt zu bleiben oder jedenfalls nicht aufzufallen und seine hohe Stellung nicht hervorzukehren – dass dieser Zug eine der stärksten Seiten Lenins ist, dieses neuen Führers neuer Massen, der einfachen und gewöhnlichen Massen der ´untersten` Schichten der Menschheit“ (Stalin, Band 6, Seite 49)
Und in einer Unterredung mit dem deutschen Schriftsteller Emil Ludwig sagte Stalin: „Was mich betrifft, so bin ich nur ein Schüler Lenins, und das Ziel meines Lebens ist es, ein würdiger Schüler Lenins zu sein“ (Stalin, Werke Band 13, Seite 94).
Und Stalin blieb in der Tat bis zu seinem Tode der würdigste und beste aller Schüler Lenins.
Als Emil Ludwig dann feststellte: „Der Marxismus verneint die hervorragende Rolle der Persönlichkeit“ und dann Stalin gefragt wurde: „Sehen Sie keinen Widerspruch zwischen der materialistischen Geschichtsauffassung und der Tatsache, dass Sie trotzdem die hervorragende Rolle geschichtlicher Persönlichkeiten anerkennen?“ , antwortete Stalin wie folgt:
„Nein, hier besteht kein Widerspruch. Der Marxismus verneint keineswegs die Rolle hervorragender Persönlichkeiten oder die Tatsache, dass die Menschen die Geschichte machen. Sie können bei Marx im „Elend der Philosophie“ und in seinen anderen Werken Ausführungen darüber finden, dass eben Menschen die Geschichte machen. Allerdings machen die Menschen die Geschichte nicht so, wie es ihnen die Phantasie eingibt, nicht so, wie es ihnen gerade einfällt. Jede neue Generation findet bestimmte Verhältnisse vor, die bereits in fertiger Gestalt vorhanden waren, als diese Generation zur Welt kam. Und große Männer sind nur insoweit von Bedeutung, als sie es vermögen, diese Verhältnisse richtig zu verstehen und zu erkennen, wie sie zu ändern sind. Wenn sie diese Verhältnisse nicht verstehen und sie so verändern wollen, wie es ihnen ihre Phantasie eingibt, so geraten sie, diese Leute, in die Lage Don Quichottes. Somit lehrt gerade Marx, dass man die Menschen keinesfalls den Verhältnissen entgegenstellen darf. Eben die Menschen machen die Geschichte, aber nur insofern, als sie die Verhältnisse richtig verstehen, wie diese Verhältnisse zu ändern sind. So wenigstens verstehen wir russischen Bolschewiki Marx. Und wir haben Marx einige Jahrzehnte lang studiert“ (Stalin, ebenda, Seite 94-95).
Emil Ludwig bliebt hartnäckig : „Vor dreißig Jahren, als ich die Universität besuchte, haben zahlreiche deutsche Professoren, die sich für Anhänger der materialistischen Geschichtsauffassung hielten, uns eingeredet, der Marxismus verneine die Rolle der Helden, die Rolle heroischer Persönlichkeiten in der Geschichte“
Und Stalin antwortet ebenso beharrlich: „Das waren Vulgarisatoren des Marxismus. Der Marxismus hat nie die Rolle der Helden verneint. Im Gegenteil, er erkennt diese Rolle als bedeutend an, allerdings mit den Vorbehalten, die ich eben erwähnt habe“ (ebenda).
Aber Emil Ludwig lässt nicht locker und fragt weiter: „Um den Tisch, an dem wir sitzen, stehen 16 Stühle. Im Ausland weiß man einerseits, dass die UdSSR ein Land ist, in dem alles kollegial entschieden werden soll, andererseits aber weiß man, dass alles durch eine einzelne Person entschieden wird. Wer entscheidet denn nun?“
Stalin gibt geduldig zur Antwort: „Nein, eine einzelne Person darf nicht entscheiden. Entscheidungen einer einzelnen Person sind immer oder fast immer einseitige Entscheidungen. In jedem Kollegium, in jedem Kollektiv gibt es Menschen, mit deren Meinung man rechnen muss. In jedem Kollegium, in jedem Kollektiv gibt es Menschen, die auch falsche Meinungen zum Ausdruck bringen können. Auf Grund der Erfahrungen von drei Revolutionen wissen wir, dass unter hundert Entscheidungen, die von einzelnen Personen getroffen und nicht kollektiv überprüft und berichtigt wurden, annähernd neunzig Entscheidungen einseitig sind. Unser führendes Organ, das Zentralkomitee unserer Partei, das alle unsere Sowjet- und Parteiorganisationen leitet, besteht aus etwa siebzig Mitgliedern (...) Jeder hat die Möglichkeit, seine Erfahrungen beizusteuern. Wäre dem nicht so, würden die Entscheidungen von einzelnen Personen getroffen, dann gäbe es in unserer Arbeit die ernstesten Fehler. Da jedoch jeder die Möglichkeit hat, die Fehler einzelner Personen zu berichtigen, und da wir solche Berichtigungen berücksichtigen, gelangen wir zu mehr oder weniger richtigen Beschlüssen“ (ebenda, Seite 96).
Juni 1926:
"Ich muss ganz ehrlich sagen, Genossen, dass ich noch nicht einmal die Hälfte der schmeichelhaften Dinge verdiene, die über mich gesagt wurden. Ich bin, so scheint es, ein Held der Oktoberrevolution, der Führer der Kommunistischen Par-
tei der Sowjetunion, der Führer der Kommunistischen Internationale, ein legendärer Kriegsritter und was sonst noch alles. Dies ist absurd, Genossen, und eine völlig unnötige Übertreibung. Es ist das, was gewöhnlich am Grab eines verstor-
benen Revolutionärs gesagt wird. Aber ich habe noch nicht die Absicht zu sterben. ... In Wirklichkeit war ich einer der Schüler der fortschrittlichen Arbeiter der Tifliser Eisenbahnwerke, und ich bin es immer noch."
(J. W. Stalin, 'Werke', Band 8, , S. 182).
12. November 1926:
„Man muss anerkennen, Genossen, dass gerade Lenin und kein anderer es war, der die Wahrheit entdeckte, dass der Sieg des Sozialismus ´in einem` Lande möglich ist. Man darf Lenin nicht absprechen, was ihm zu Recht gebührt, (...) dass Lenin der erste Marxist war, der die Frage des Sieges des Sozialismus ´in einem` Lande auf neue Art gestellt und sie in positivem Sinne gelöst hat“ (Stalin, Band 8, Seite 272).
September 1927:
Stalin wird gefragt: „Können Sie uns kurz die Hauptdifferenzen zwischen Ihnen und Trotzki darlegen?“
Stalin: „Ich muss vor allem sagen, dass die Differenzen mit Trotzki keine persönlichen Differenzen sind. Trügen diese Differenzen einen persönlichen Charakter, so würde sich die Partei damit keine einzige Stunde befassen, denn sie duldet es nicht, dass einzelne Personen sich in den Vordergrund drängen“ (Stalin, Band 10, Seite 103).
Oktober 1927:
"Und was ist Stalin? Stalin ist nur eine unwichtige Person."
(J. W. Stalin, 'Werke', Band 10,, S. 177).
Dezember 1927:
"Eure Glückwünsche und Grüße sind eine Anerkennung für die große Partei der Arbeiterklasse, die mich geboren und die mich nach ihrem eigenen Bild und Ebenbild aufgezogen hat. Und gerade weil sie zur Ehre unserer glorreichen leninschen
Partei gereichen, nehme ich mir die Freiheit und biete Euch meinen bolschewistischen Dank an" (J. W. Stalin, 'Werke', Band 12, , S. 146).
9. Juli 1929:
„Bei uns gibt es Hunderte und Tausende fähiger junger Menschen, die mit aller Kraft bemüht sind, sich emporzuarbeiten, um die allgemeine Schatzkammer unseres Aufbaus durch ihr Scherflein zu bereichern. Aber ihre Versuche bleiben häufig vergeblich, da sie auf Schritt und Tritt durch den Eigendünkel von Leuten mit literarischem ´Namen`, durch den Bürokratismus und das herzlose Verhalten mancher unserer Organisationen und schließlich durch den Neid ihrer Altersgenossen und – genossinnen (der noch nicht in Wettbewerb übergegangen ist) erstickt werden. Eine unserer Aufgaben ist es, diese Mauer zu durchbrechen und den jungen Kräften, deren Zahl Legion ist, einen Ausweg zu schaffen. Mein Vorwort zu der kleinen Broschüre eines in der literarischen Welt unbekannten Autors stellt den Versuch dar, einen Schritt zur Lösung dieser Aufgabe zu tun. Ich werde auch künftig Vorworte nur zu einfachen, nicht auf Sensation berechneten Broschüren einfacher und unbekannter junger Autoren schreiben. Es ist möglich, dass eine solche Handlungsweise manchen Leuten, die auf Rangordnung Wert legen, nicht gefallen wird. Aber was kümmert mich das? Ich bin überhaupt kein Freund von solchen Leuten ... (Stalin, Band 12, Seite100 – 102).
21. Dezember 1929 (Stalins 50. Geburtstag):
„Ihre Glückwünsche und Grüße beziehe ich auf die große Partei der Arbeiterklasse, die mich nach ihrem Ebenbild erschaffen und erzogen hat. Und nur weil ich sie auf unsere ruhmreiche Leninsche Partei beziehe, erlaube ich mir, Ihnen mit bolschewistischem Dank zu antworten.
Sie können gewiss sein, Genossen, dass ich bereit bin, auch in Zukunft für die Sache der Arbeiterklasse, für die Sache der proletarischen Revolution und des Weltkommunismus alle meine Kräfte, alle meine Fähigkeiten und, wenn es notwendig ist, all mein Blut, Tropfen für Tropfen, hinzugeben.“ (Stalin, Band 12, Seite 124).
April 1930:
"Es gibt einige, die sind der Ansicht, dass der Artikel 'Schwindlig vor Erfolg' auf Stalins persönliche Initiative zurückging. Das ist natürlich Unsinn. Es ist nicht in Ordnung, dass persönliche Initiativen von irgendjemanden, gleich wer er sein mag,
in Anspruch genommen werden, denn es sind die des Zentralkomitees." (J. W. Stalin, 'Werke', ebenda, S. 218).
Nehmen wir seinen Brief an „Genossen Schatunowski“ vom August 1930:
„Sie sprechen von Ihrer 'Ergebenheit` mir gegenüber. Mag sein, dass Ihnen diese Worte nur zufällig entschlüpft sind. Mag sein ... Sollten ihnen aber diese Worte nicht zufällig entschlüpft sein, so würde ich Ihnen raten, das `Prinzip` der Ergebenheit gegenüber Personen über Bord zu werfen. Das ist nicht bolschewistische Art. Seien Sie der Arbeiterklasse, ihrer Partei, ihrem Staat ergeben. Das ist notwendig und gut. Aber verwechseln Sie diese Ergebenheit nicht mit der Ergebenheit gegenüber Personen, mit diesem hohlen und unnützen intelligenzlerischen Phrasengeklingel“ (Stalin Werke, Band 13, Seite 17).
Februar 1933:
"Ich habe Euren Brief erhalten, in dem es heißt, dass ich von Euch einen zweiten Orden als Anerkennung für meine Arbeit bekommen soll. Ich danke Euch sehr für Eure herzlichen Worte und das kameradschaftliche Geschenk. Ich weiß, was Ihr für mich weggebt und schätze Eure Gefühle. Trotzdem kann ich Euren zweiten Orden nicht annehmen. Ich kann und darf ihn nicht annehmen, nicht nur, weil er nur Euch zusteht, da Ihr ihn allein verdient habt, sondern auch, weil ich reichlich belohnt worden bin durch die Achtung und den Respekt von Genossen und deshalb kein Recht habe, Euch zu berauben.
Orden wurden nicht für jene erfunden, die schon sehr bekannt sind, sondern in der Hauptsache für heroische Menschen, die wenig bekannt sind und die allen bekannt gemacht werden müssen. Nebenbei muss ich Euch sagen, dass ich schon zwei Orden habe. Das ist mehr als man braucht, glaubt mir." (J. W. Stalin, ebenda, S. 241).
1935
1935 wurde der Generalplan für den Neubau Moskaus veröffentlicht. Einer der Entwürfe für den Palast der Sowjets sah vor, Kolossalstatuen von Lenin und Stalin zu errichten. Stalin lehnte diesen Entwurf ab mit den Worten:
„Wir bauen den Palast der Sowjets mit einem Denkmal für ihren Schöpfer – Lenin.“
Anfang Dezember 1937
Im Kreml fand Stalin ein Wahlplakat mit seinem Bild und einen Aufruf: „Stimmt für Stalin!“ Er wurde wütend:
„Auch das noch, das hat mir gerade noch gefehlt. Wenn das so weitergeht, finde ich eines Abends meine Statue in meinem Bett...“ Danach wurde innerhalb des Kreml jede Wahlpropaganda streng verboten. (...) Nur zwei Mal in all diesen Jahren sprach Stalin in erster Person, so auch am Vorabend seiner Wahl am 11. Dezember 1937. Sonst spricht er stets von seinen Plänen und Befehlen in der Form: „Wir Bolschewiken, wir Leninisten, wir Verfechter der Generallinie“. Denn er will nicht als Person im Vordergrund stehen, sondern als Verkörperung der ganzen Partei, des ganzen Landes, der ganzen fortschrittlichen Welt“ (Achmed Amba, „Ein Mensch sieht Stalin“, Rowohlt 1951, Seite 141 und 166).
Februar 1938:
"Ich bin absolut gegen die Veröffentlichung von 'Geschichten aus der Kindheit Stalins'. Das Buch wimmelt von einer Masse von ungenauen Fakten, von Veränderungen, von Übertreibungen und unverdientem Lob. ... Aber ... die wichtige Sache besteht in der Tatsache, dass das Buch die Tendenz hat, den sowjetischen Kindern (und den Menschen überhaupt) den Personenkult von Führern, von unfehlbaren Helden einzuimpfen. Das ist gefährlich und schädlich. Die
Theorie von 'Helden' und der 'Masse' ist nicht eine bolschewistische, sondern eine sozialrevolutionäre (anarchistische - Verf.) Theorie. ... Ich schlage vor, das Buch zu verbrennen." (J. W. Stalin, ebenda, S. 327).
1938:
„Also darf sich die praktische Tätigkeit der Partei des Proletariats nicht auf die frommen Wünsche `hervorragender Persönlichkeiten`, nicht auf Forderungen der `Vernunft`, der `allgemeinen Moral` usw. gründen, sondern muss sich auf die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der Gesellschaft, auf die Erforschung dieser Gesetzmäßigkeiten gründen“ (Stalin, „Geschichte der KPdSU (B) – Kurzer Lehrgang“; „Über den dialektischen und historischen Materialismus“, Seite 143). „(...) nicht von den frommen Wünschen `großer Männer`, sondern von den realen Bedürfnissen der Entwicklung des materiellen Lebens der Gesellschaft“ (ebenda, Seite 145).
Februar 1946:
„Das Ohr verletzen auch die Lobeshymnen auf Stalin – es ist einfach peinlich, sie zu lesen“ (Stalin Werke Band 17, Seite 29, KPD/ML 1973)
23. 12. 1946
Stalins Korrektur des Entwurfs des Buches „J.W. Stalin – Kurze Biographie“ (1947). Motschalows Aufzeichnungen über das Gespräch Stalins mit dem Autorenkollektiv vom 23. 12. 1946:
„Es gibt Fehler. Der Ton ist nicht gut und nach der Art der Sozialrevolutionäre aufgezogen. Von mir stammen alle Lehren bis zu jeder Lehre über die konstanten Faktoren des Krieges. Es stellt sich heraus, dass ich eine Lehre über den Kommunismus geschaffen habe, als ob Lenin, sehen Sie, nur über den Sozialismus und nie über den Kommunismus geschrieben und gesprochen hat. Weiter, es wird so dargestellt, als ob die Lehre über die Industrialisierung des Landes und die Kollektivierung der Landwirtschaft von mir stammten usw. usf. Tatsächlich gebührt gerade Lenin das Verdienst, die Problemstellung der Industrialisierung unseres Landes aufgeworfen zu haben. Das gilt auch betreffs der Frage über die Kollektivierung der Landwirtschaft usw. Es gibt in dieser Biographie viel Lob und Übertreibung der Rolle der Persönlichkeit. Was soll der Leser nach dem Lesen dieser Biographie tun ? Soll er auf die Knie fallen und mich anbeten ? Ihr erzieht die Menschen nicht im Geist des Marxismus. Anbeter von Idolen brauchen wir nicht.
Die Sache wird dann noch so dargestellt, dass ich die Lehre über die beständigen und zeitweiligen Faktoren des Krieges geschaffen habe, während in jedem militärgeschichtlichen Werk darüber geschrieben wird. Es kann sein, dass ich manches stärker und definitiver herausgestellt habe, aber das ist dann auch alles“ [Unter beständigen und konstanten Faktoren des Krieges verstand Stalin z.B. die Festigkeit des Hinterlandes, den moralischen Geist der Armee, die Anzahl und Qualität der Divisionen, die Bewaffnung, die organisatorischen Fähigkeiten der Kommandeure, während zu den zweitweiligen oder nur vorübergehend wirkenden Faktoren z.B. das Überraschungsmoment des Überfalls der Faschisten auf die Sowjetunion gezählt wurde].
„Wir haben die Lehre von Marx und Lenin. Zusätzliche Lehren brauchen wir nicht. Menschen sollen nicht zu Sklaven erzogen werden, aber bei euch gibt es dazu Tendenzen. Und wenn es mich nicht mehr gibt ? Ihr erzieht die Menschen nicht zur Liebe zur Partei. Wenn es mich nicht mehr gibt, was wird dann ?“ Stalin fragte: „Für wen ist eine solche Ausgabe gedacht?“ „Es gibt bei uns Hunderttausende von Bibliotheken. Von einer solchen Ausgabe kann man einen Brechreiz bekommen.
Bezüglich Baku wird gesagt, dass dort bei den Bolschewiken nichts los war, und ich brauchte nur erscheinen und alles änderte sich sofort. Einer hat alles aufgebaut. Man kann es glauben oder auch nicht glauben. Wie war es nun tatsächlich ? Es war erforderlich, Kader zu schaffen. Solche bolschewistischen Kader haben sich in Baku formiert. Die Namen dieser Leute habe ich an entsprechenden Stellen genannt. Das gilt auch für einen anderen Zeitabschnitt. Auch solche bolschewistischen Kader wie Dzierzynski, Frunse und Kuibyschew haben gelebt und gewirkt, aber über sie wird nicht geschrieben, sie fehlen.
Was den Zeitraum des Großen Vaterländischen Krieges anbelangt, so war es erforderlich, fähige Leute zu finden, in den entsprechenden Funktionen einzusetzen und sie für ihre Aufgaben zu stählen. Solche Leute wurden um das Oberste Kommando der Roten Armee geschart.
Nirgendwo ist klar gesagt, dass ich ein Schüler Lenins bin. Das ist nicht verständlich ... nur irgendwo entlegen wird etwas davon erwähnt. Darüber habe ich in dem bekannten Gespräch mit Ludwig klare Worte gesprochen. Ich bin ein Schüler Lenins, bei Lenin bin ich in die Lehre gegangen und nicht umgekehrt. Niemand kann sagen, dass ich kein Schüler Lenins bin. Lenin hat den Weg begründet und den Weg gewiesen, und wir haben diesen vorgegebenen Weg beschritten.“
Stalins Kritik an seinem Sohn Wasili:
„Denkst du, dass du Stalin bist ? Du denkst, ich bin Stalin ? Stalin, das ist er [deutet auf ein Portrait]. Wir haben die Pflicht, auf dem Boden zu bleiben und die Aufgaben zu erfüllen, zu denen unser menschliches Dasein uns bestimmt.“ (ohne Quellenangabe).
Stalins Wesen, nicht nur in seiner privaten Sphäre, sondern auch in seiner politischen Arbeit, steht im krassen Gegensatz zu öffentlichen Beweihräucherungen. Für Stalin selbst war das eine unerträgliche Tortur. Es ist keine Spur irgendwelcher Starallüren an ihm zu entdecken gewesen. Alles ging schlicht und natürlich zu. Er duldete Ehrerbietungen nicht, ihm war der Personenkult zuwider und er verspottete ihn. Niemals hat er diesen Personenkult gutgeheißen, gefördert oder gar angeordnet und befohlen. Das bestätigen alle, die sich über persönliche Begegnungen mit Stalin geäußert haben – einschließlich seiner Feinde – wie Churchill zum Beispiel.
Aus all diesen Zitaten wird ersichtlich, dass es sich nie um seinen persönlichen Standpunkt handelte, den er vertrat, sondern stets den Standpunkt der leninistischen Partei, den Standpunkt der Arbeiterklasse, der Massen usw.. Das Dünkel des Verdienstvollen verachtete Stalin sein Leben lang. Erst mit Hilfe der Methode des Personenkults wurde es den Revisionisten möglich, Stalins Standpunkte zu personifizieren nach dem Motto: „Ihr könnt ganz beruhigt sein, das ist von Stalin persönlich, das hat Stalin gesagt, das hat Stalin angeordnet, das hat Stalin befohlen, das hat Stalin verboten usw. usf.!“ Auf diese Weise begannen die Revisionisten in Stalins Namen zu tun und zu lassen, was sie wollten. Mit dem verräterischen Wort „Stalin“ auf ihren Lippen ermordeten sie Stalin hinterhältig und ergaunerten sich das Vertrauen der Massen in Stalin, um so die Macht an sich zu reißen. Mit dem Personenkult sollte das Beil auf den Marxismus-Leninismus selbst herunter sausen !
Man darf im Allgemeinen weder künstliche Gegensätze zwischen einzelnen Personen und dem Kollektiv, der Gesellschaft erlauben, noch konstruierte Widersprüche zwischen der Rolle der Person und den Menschen dulden. Die Revolutionäre sind keine Einzelgänger. Sie stellen sich gemeinsam in den Dienst der Sache des Proletariats, sie ordnen sich den Bedürfnissen der Gesellschaft unter, erfüllen diszipliniert die Aufgaben, die ihnen die Partei der Arbeiterklasse stellt. Revolutionäre sind Schüler und zugleich Lehrer der Massen. Die Arbeiterklasse duldet keine spalterischen Gegensätze zwischen ihren Führern, ihrer Klasse und den Massen, welche von den bürgerlichen, revisionistischen und trotzkistischen Demagogen geschürt werden zum Schaden der Einheit zwischen den Revolutionären und den Arbeitern. Bolschewismus ist die revolutionäre Einheit von Sozialismus und Arbeiterbewegung. Antibolschewismus ist die Spaltung dieser Einheit. Vergessen wir nicht, dass sowohl die Methode der Herausbildung als auch die dazugehörige Methode der nachträglichen „Verurteilung“ des Personenkult eine Schöpfung der reaktionären Klasse im Kampf gegen die revolutionäre Klasse ist. Es waren die vergeblichen Versuche der Sowjet-Revisionisten, die diesen Personenkult selber aufgebaut hatten, um Stalin mit ihrem „Personenkult“-Vorwurf später um so leichter zu Fall zu bringen. Personenkult ist der Arbeiterklasse fremd und es war kein Geringerer als Stalin selbst, dem dieser Personenkult, der mit viel Pomp um ihn herum veranstaltet wurde, zutiefst verhasst war und gegen den er selber von Anfang bis Ende unablässig kämpfte. Stalin war im Gegensatz zu den Revisionisten zu offener Selbstkritik fähig. So zu Fehlern als Hitler die Sowjetunion überfiel:
„Unsere Regierung hat nicht wenige Fehler gemacht“ (Stalin, Band 17, Seite 11, KPD/ML, Hamburg 1973). Aber Chruschtschow sagte auf seiner verbrecherischen Geheimrede gegen Stalin: „Jeder kann sich irren, aber Stalin meinte, er irre nie, er habe immer Recht“ (Chruschtschow, Berlin 1990, Dietz-Verlag, Seite 53).
Stalin war sehr empfindlich gegenüber geheuchelten, äußerlich pompösen „Ovationen“ und reagierte sogar überaus zornig und wütend darauf. So lebte er insbesondere in seinem letzten Lebensabschnitt zurückgezogen – puritanisch, in einem Zimmer, wo er arbeitete, aß und schlief – aber immer war er auf dem Posten, um die Geschicke der Sowjetunion zu leiten. Es zog ihn öfters in den Süden, und auch als er zur Genesung Anfang der 50er Jahre nach Georgien reiste, suchte er dort die Zurückgezogenheit seiner Person, aber er zog sich niemals von seiner politischen Arbeit oder gar von seiner Verantwortung gegenüber der Sache der Revolution, der Partei, der Arbeiterklasse, zurück. Diese erfüllte er als treuester Bolschewiki Lenins bis zum letzten Atemzug.
„Voll unangenehmer Erinnerungen für Vater war jedoch die Reise hierher. Vater konnte die Anblicke der Menge überhaupt nicht ertragen, die ihn mit Händeklatschen und Hurrarufen empfing, bei solchen Gelegenheiten lief er rot an vor Ärger“ (Tochter Swetlana, „Zwanzig Briefe an einen Freund“, Seite 280).
Stalin verabscheute Personenkult, Schmeichler, Lobhudler, Schreihälse, Phrasendrescher, Schwätzer, Flenner und Panikmacher. Seine Logik war von unwiderlegbarer Kraft, sein Verstand kristallklar, sein Wille stählern, seine Ergebenheit für die Partei und die Sache des Weltproletariats unermesslich, seine Überzeugung vom Weltkommunismus unerschütterlich. Er wollte nur ein bescheidener, einfacher Diener der Arbeiterklasse sein, betrachtete sich als Schüler Lenins – und das war ihm Ehre genug.
Alle Revisionisten haben den Personenkult gezüchtet und kultiviert, um im danach folgenden so genannten „Kampf gegen den Personenkult“ das Ansehen der Führer des Marxismus-Leninismus ( und damit den Marxismus-Leninismus selbst!) in den Augen der internationalen Arbeiter- und kommunistischen Bewegung zu verunglimpfen, zu diskreditieren und zu vernichten. Das war unumgänglich, wollten sie die Diktatur des Proletariat unter dem Deckmantel des „Marxismus-Leninismus“ in die Diktatur der neuen Bourgeoisie verwandeln. Die Spaltung der kommunistischen Weltbewegung war notwendig für die Beseitigung des Sozialismus durch die Restauration des Kapitalismus und für den späteren Übergang zu Sozialimperialismus und Sozialfaschismus, war notwendig, um dem Weltimperialismus einen „Beweis“ für Vertrauenswürdigkeit zu liefern. Sie begannen mit Stalin, dann war Enver Hoxha an der Reihe, um Albanien in der Öffentlichkeit zu diskreditieren und zu verurteilen und dadurch die Spaltung im Schoße der internationalen kommunistischen Bewegung zu vertiefen. Mit der Vulgarisierung des Stalinismus reduzierten die Anhänger des Personenkults den Marxismus-Leninismus fast auf ein Nichts und verurteilten damit die kommunistische Weltbewegung zur Passivität, zum Dahinvegetieren. Aber Genosse Enver Hoxha hob das stalinsche Banner wieder auf, das die Revisionisten mit ihren Stiefeln zertrampelten. Er führte den Kampf gegen den Personenvorwurf der Revisionisten an. Enver Hoxha sagte zum Personenkult ganz richtig (Band I, Seite 512 – Ausgewählte Werke):
„Personenkult heißt, Einzelpersönlichkeiten übermäßig verherrlichen, ihnen übernatürliche Qualitäten und Eigenschaften zuschreiben, sie zu Menschen machen, die Wunder vollbringen und schließlich vor ihnen auf die Knie sinken.“
„Chruschtschow (1956) erstarkte und ging unverzüglich zum Angriff auf den sogenannten `Stalinkult` über. Er wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: innerhalb des Landes den `Stalinkult` durch seinen eigenen Kult ersetzen und in der kommunistischen Weltbewegung selbst die erste Geige spielen. Er wollte keinen anderen neben sich, selbstverständlich auch nicht Mao. Dieser dagegen hatte die Hoffnung, danach würden die Rollen vertauscht: Chruschtschow werde `Maos Schüler sein` . Doch Chruschtschow begriff die Situation und schlug einen anderen Kurs ein, nahm das Gewehr auf die andere Schulter“(„Betrachtungen über China“, Seite 257, Bd. II, dt. Ausgabe).
Nicht die Chruschtschowianer, sondern Tito war es, der mit der anti-stalinistischen Hetzpropaganda gegen den so genannten „Personenkult“ begann.
Tito sprach offen aus, dass es sich nicht nur um Personenkult handele, sondern auch um jene Ordnung, die den Personenkult „ermöglichte“, und damit meinte er die sowjetische Ordnung. Und das war auch einer der Gründe für Berijas Paktierertum mit Tito. Der „Personenkult“-Vorwurf musste herhalten, um die Losung der „Liberalisierung“ und damit die Restauration des Kapitalismus zu rechtfertigen, diente als Vorwand für die bürgerliche Revision des Marxismus-Leninismus, als Vorwand zur Überwindung und Liquidierung der Diktatur des Proletariats, als Vorwand zur Diskreditierung der bolschewistischen Partei. Wenn die modernen Revisionisten von Stalins angeblichen „Verbrechen“ sprechen, warum haben sie diese dann zur Zeit Stalins nicht nur gedeckt und begrüßt, sondern auch eigenhändig begangen „im Namen Stalins“? Warum haben sie ihre Verbrechen vertuscht und sie Stalin in die Schuhe geschoben ? Haben Chruschtschow, Berija und all die anderen revisionistischen Führer jemals Selbstkritik geübt, etwa, dass sie die Hauptschuldigen an dem Personenkult waren ? Ihre Lobhudeleien über Stalin zu dessen Lebzeiten waren für sich genommen schon ekelerregend genug, aber das wahre Ausmaß dieses Verbrechens wird deutlich mit Chruschtschows so genannter „Geheimrede“ auf dem XX. Parteitag, die er noch nicht einmal im Auftrag und mit Beschluss des Zentralkomitees gehalten hatte. So weit zu Chruschtschows Demokratieverständnis.von der „kollektiven Führung“?! Chruschtschows Geheimrede war der geeignete Deckmantel, hinter der er seine eigenen Verbrechen wie auch die seiner Mitverschwörer verbergen konnte – „Offenlegung“ von „Verrat“, „Verbrechen“, „Geheimnissen“ zwecks Vertuschung von Verrat, Verbrechen, Geheimnissen - das war die Dialektik des Doppelzünglertums der modernen Revisionisten, das war die Dialektik des Doppelzünglertums der Trotzkisten, der Berijaner ! Im Gegensatz zu Stalin, der sich nie in seinem Leben über die Partei gestellt hatte, ja der sogar 3 Mal in seinem Leben der Partei seinen Rücktritt, seinen freiwilligen Verzicht auf die Führung der Partei, angeboten hatte, der nicht die Macht an sich riss wie Chruschtschow es auf so schändliche Weise getan hatte.
Es war sehr bequem für die Chruschtschowianer, für die Berijaner und für alle anderen Feinde der Sowjetunion, Stalin als jemanden darzustellen, der alles alleine entschied - „über die Köpfe der Anderen hinweg“, denn man muss sich die ernsthafte Frage stellen: Was waren das denn alles in Wahrheit für „Köpfe“ ? Wenn man sich darüber bewusst geworden ist, von wie vielen feindlichen Köpfen Stalin umgeben war, denen er natürlich nicht über den Weg trauen konnte - und wenn man sich dann auch noch davon überzeugen lassen muss, wie viele marxistisch-leninistische Kader von ihm angeblich „liquidiert“ worden seien , dann kann man zu keinem anderen Schluss kommen, als dass diese „Köpfe“ alles auf seine Schultern verfrachteten, dass diese „Köpfe“ häufig die Ursache dafür waren, warum er ihren verzapften Mist wieder in Ordnung bringen musste. Wer hätte es sonst machen können ? Daran ist also Stalin nicht persönlich Schuld, sondern erstens waren es es diejenigen, die ihn in Stich gelassen und zweitens diejenigen, die ihn verraten hatten und ihm in den Rücken gefallen waren.
Stalin hat sein ganzes Leben lang Tag und Nacht im Dienste der Sache des Proletariats, als Schüler Lenins gearbeitet, bis zu seinem letzten Atemzug.
Wir wollen diesen Abschnitt des „Personenkult- Kapitels schließen und stenographieren einen willkürlich herausgegriffenen typischen Ablauf eines Arbeitstages Stalins – den 27. September 1935 – also einen Tag aus der Zeit, wo Stalin „nur“ Generalsekretär war. Im Krieg sah das natürlich noch viel geballter aus, wo er „nebenbei“ den Großen Vaterländischen Krieg führte....
(gekürzte Auszüge aus: Ahmed Amba, „Ein Mensch sieht Stalin“, Rowohlt-Verlag, 1951, Seite 151 - 158) :
7. 50 h Frühstück (18 Minuten)
8. 10 h „Schmiedezeit“ (Planung des Tageslaufs mit „Pfeife“)
8. 17 h Gang zum Büro in Begleitung eines Wachoffiziers
8 . 20 h Studium der neuesten TASS-Nachrichten (alle 8 Stunden); Überfliegen der „Prawda“
8. 45 h Andrejew berichtet als einer der ZK- Sekretäre über jüngste Parteiereignisse, Personal- und Organisationsfragen der Parteiorgane
9. 25 h nachdem Andrejew gegangen ist, nimmt sich Stalin Zeit, die Fragenkomplexe zu durchdenken, bevor er das nächste Arbeitsgebiet anpackt
9. 40 h Molotow kommt zur Instruktion und geht um 9. 45 (am ersten, dritten und fünften Tag der Woche werden zwischen 10.00 und 12.00 Sitzungen des Ministerrates abgehalten)
10. 15 h Shdanow kommt. Es werden prinzipielle, ideologische Fragen besprochen mit anschließenden Aufträgen (z.B.: Besuch einer Kinodelegation bei Chaplin).
11. 05 h Shdanow geht – kommt aber mit Andrejew und einigen Gauleitern um 11. 25 zurück wegen der Lösung von Problemen der Brotlieferungen
12. 07 h geht Stalin mit Shdanow zum Mittagessen (formlose Gespräche am Mittagstisch)
12. 47 h Stalin in seinem Privatkabinett („private“ Empfänge von „verschiedensten Leuten“)
14. 00 h schriftliche Erledigungen in seinem Arbeitszimmer
16. 16 – 16. 48 h ist Molotow mit den Fachministern (für Finanzen, Handel und Landwirtschaft) da, mittendrin kurz von dem Vizeminister des Äußeren unterbrochen
17. 00 – 18. 05 h berichtet der Industrieminister „Sergo“ (Ordschonikidse) - mit seinem Vize Pjatakow – über die Stachanow-Bewegung (17. 30 kommt Professor Bardin hinzu, eine der größten Autoritäten der Stahlindustrie)
18. 08 – 18. 22 h Abendbrot mit „Sergo“, Stalins bestem georgischen Freund
18. 25 – 19. 45 h Militärkonferenz mit Kriegsminister Woroschilow und noch drei Marschällen (Tuchatschewski, Jegerow, Budjonny), dem Politchef der Armee Garmanik und dem NKWD-Chef Jagoda, als Befehlshaber der inneren Truppen. In deren Verlauf wird ein dringender Anruf Molotows verschoben
20. 00 – 20. 50 h Monatssitzung der Kommission zur Ausarbeitung der Stalinschen „Verfassung“ ( die am 5. 12. 1936 feierlich angenommen wird) Heute wird der Komplex Rechtsprechung mit Staatsanwalt Wyschinski besprochen
21. 15 – 0. 50 h Politbürositzung mit jeweiligen kürzeren Einladungen von 21 Fachministern und Parteileitern. Es werden beraten Fragen der Landwirtschaft, der Marine, des Außenhandels, des Gesundheitswesens, der Kupfer- und Kalkindustrie, und der Säuberungen (genannt „Prüfung der Parteidokumente“) - ohne Unterbrechung bei Kaffee und Imbiss
bis 1. 25 h werden die fehlenden Politbüromitglieder telefonisch informiert: Shdanow (schon wieder zurück in Leningrad), Kossior (ukrainischer Gauleiter), Eiche (sibirischer Gauleiter)
1. 30 h kommt Stalin nach Hause: Leseweile „im Winkel“ (Privatecke)
Nach 18 Stunden und 35 Minuten geht der 56 - Jährige ins Bett.
Der Stalinist ist ein besonderer Typus eines bolschewistischen Revolutionärs. Wie charakterisierte Stalin den bolschewistischen Revolutionär, wie beurteilte er den fortgeschritteten Typus eines Kommunisten ?
“Wir Kommunisten sind Leute von besonderem Schlag. Wir sind aus besonderem Material zugeschnitten. Wir sind jene, die die Armee des großen proletarischen Strategen, die Armee des großen Lenin bilden. Nichts ist hehrer, denn die Ehre, dieser Armee anzugehören. Nichts ist hehrer, denn der Name eines Mitgliedes jener Partei, deren Begründer und Führer der Genosse Lenin ist. Nicht einem jeden ist es beschieden, Mitglied dieser Partei zu sein. Nicht jedem ist es beschieden, die Unbilden und Stürme zu ertragen, die mit der Zugehörigkeit zu einer solchen Partei verbunden sind. Die Söhne der Arbeiterklasse, die Söhne der Not und des Kampfes, die Söhne unglaublicher Entbehrungen und heroischer Anstrengungen – sie sind es, vor allem, die Mitglieder einer solchen Partei sein müssen” (Stalin, Rede auf dem 2. Sowjet-Kongress [“Prawda” Nr. 23 vom 30. 1. 1924).
„Wenn wir uns nur deshalb alte Bolschewiki nennen, weil wir alt sind, dann ist es um unsere Sache schlecht bestellt, Genossen. Die alten Bolschewiki werden nicht deshalb geachtet, weil sie alt sind, sondern weil sie zugleich ewig junge, nie alt werdende Revolutionäre sind. Wenn ein alter Bolschewik vom Wege der Revolution abgeschwenkt oder politisch heruntergekommen ist und sein klares politisches Gesicht verloren hat, so hat er, wenn er gleich hundert Jahre alt wird, kein Recht, sich ein alter Bolschewik zu nennen, hat er kein Recht, von der Partei Achtung zu verlangen“ (Stalin, Band 12, Seite 1,2).
Was lehrt uns der Stalinismus über die Wesenszüge und hervorstechenden Eigenschaften eines Kommunisten ?
Sich nicht von den erzielten Erfolgen hinreißen lassen und nicht überheblich werden.
Bis zum Letzten treu bleiben dem großen Banner von Marx, Engels, Lenin.
Bis zum Letzten treu bleiben der Sache des proletarischen Internationalismus, der Sache des brüderlichen Bundes der Proletarier aller Länder“ (Stalin, Band 13, Seite 334, 335, 336).
Wir sind von dem gleichen weltrevolutionären Geist durchdrungen wie Stalin. Wir Weltrevolutionäre wollen so hart, so willensstark und so diszipliniert sein wie Stalin. Wir wollen von der Schaffenskraft und dem Durchsetzungsvermögen Stalins lernen. Wir Weltrevolutionäre folgen klar und bestimmt der Weltpolitik Stalins. Wir kämpfen ebenso schonungslos gegen die Unterdrücker und Ausbeuter der Welt und zerschlagen ebenso prinzipienfest unsere Feinde im eigenen Lager, wie es Stalin tat. Wir hüten unserer Einheit wie unseren Augapfel und verhalten uns untereinander solidarisch und hilfsbereit ebenso wie es Stalin zu tun pflegte. Sollen die Kläffer uns vom Straßenrand aus ruhig ankläffen. Sie erhalten einen Tritt, wenn sie uns aufhalten wollen. Wir werden nicht von Stalins Generallinie abrücken und seinem Kompass bis zum Erreichen des sozialistischen Weltufers folgen, auch wenn wir dabei Zickzack-Kurse einschlagen müssen, welche Stalin auch nicht erspart geblieben war. Wir nehmen die schwersten Prüfungen, den Kampf auf Leben und Tod auf uns, so wie Stalin. Wir verfallen nicht in Kleinmut, wenn die Weltrevolution „auf sich warten lässt“ oder wenn wir eine Niederlage einstecken müssen und den Rückzug antreten müssen. Wir lernen, unsere weltrevolutionäre Ungeduld zu zügeln und verfallen nicht in Panik, wenn sich die Lage über uns bedrohlich zuspitzt. Stalin pflegte immer zu sagen: „Es gibt keine Festung, die der Bolschewist nicht einnehmen kann!“ Auch die größte, die Weltfestung werden wir Weltbolschewisten erobern. Wir prüfen alle unsere Entscheidungen gewissenhaft und gründlich, so bedachtsam wie Stalin. Wir wollen dem Marxismus-Leninismus die Treue halten, so wie Stalin dem Marxismus-Leninismus die Treue hielt. Wir bleiben gegenüber dem Weltproletariat ehrlich und sind seine treuesten Diener, so wie es Stalin war. Als proletarische Internationalisten lieben wir alle Völker der Welt, wie der große proletarische Internationalist Stalin sie liebte.
Worin kommt heute der Typus des Weltbolschewisten zum Ausdruck ? Die Komintern / ML hat hierzu 15 Eigenschaften des Typus eines heutigen Stalinisten aufgezählt:
Der Weltrevolutionär lässt sich nur von einer Weltanschauung leiten , der Weltanschauung des Weltproletariats – also vom Marxismus-Leninismus, von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Hoxha.
Der Weltrevolutionär kämpft für den Sieg der proletarischen Weltanschauung über die bürgerliche Weltanschauung.
Der Weltrevolutionär verteidigt die weltrevolutionäre Theorie, die weltrevolutionären Ideen und Ideale, die Wissenschaft von der weltproletarischen Bewegung, die ihr die revolutionäre Richtung und das revolutionäre Ziel angibt.
Der Weltrevolutionär führt den ideologischen Klassenkampf im Geiste des proletarischen Internationalismus gegen den nationalistischen Geist der Weltbourgeoisie – gegen die Ideologie des Kosmopolitismus.
Der Weltrevolutionär ordnet alle politischen Interessen und Ziele dem höchsten politischen Interesse und dem höchsten politischen Ziel des Weltproletariats unter – der sozialistischen Weltrevolution.
Der Weltrevolutionär kämpft für eine einzige Partei – für die Partei des Weltproletariats, für die Partei aller Weltrevolutionäre – die Kommunistische Internationale / ML.
Der Weltrevolutionär ist nur dann ein Weltrevolutionär, wenn er den Weltrevisionismus und Weltopportunismus in den eigenen Reihen der proletarischen Weltbewegung bekämpft – also für den Weltbolschewismus kämpft.
Der Weltrevolutionär führt den politischen Klassenkampf für den Sturz des Weltimperialismus, Weltfaschismus und der Weltreaktion zur revolutionären Befreiung des Weltproletariats von der Lohnsklaverei, von Ausbeutung und Unterdrückung.
Der Weltrevolutionär kämpft nur für eine einzige Herrschaft, für die politische Herrschaft des Weltproletariats – die Weltdiktatur des Proletariats.
Der Weltrevolutionär führt den militärischen Klassenkampf des Weltproletariats zur Vernichtung der bewaffneten Konterrevolution der Weltbourgeoisie, zur gewaltsamen Eroberung der politischen Macht des Weltproletariats.
Der Weltrevolutionär übt eiserne, militärische Disziplin nur gegenüber einer Armee, der Armee des Weltproletariats – der roten Weltarmee.
Der Weltrevolutionär verschafft dem Weltproletariat die Waffen der Weltbourgeoisie, um sie gegen sie selbst zu richten.
Der Weltrevolutionär verteidigt die weltrevolutionäre Bewegung nur, indem er das Weltproletariat verteidigt, das die weltrevolutionäre Bewegung anführt.
Der Weltrevolutionär kämpft gegen die zerstörerische, verfaulende und parasitäre Welt des Kapitalismus, diesen „ heimatlosen, profitgierigen Gesellen“ und für die Welt eines erneuerten Sozialismus, für die neue Heimat des Weltproletariats – für den Weltsozialismus.
Der Weltrevolutionär ist deswegen weltrevolutionär, weil er die proletarische Welt, die proletarische Welt ihn, durch schonungslose Kritik und Selbstkritik permanent vorantreibt und verändert.
Wir Weltrevolutionäre können mit Recht stolz darauf sein, unseren bescheidenen Beitrag dafür leisten zu dürfen, dass die wilde Bestie des Weltimperialismus vom Erdball hinweggefegt wird, welche die Welt im Blut ertränkt und die Menschheit zu Hunger und Elend führt. Unsere weltrevolutionären Herzen sind von der festen Überzeugung erfüllt, dass der Tod des Weltimperialismus unausbleiblich ist, dass das Weltproletariat die Welt vom Joch des Kapitalismus für immer befreit und eine bessere, seine sozialistische Welt aufbauen wird. Wir Weltrevolutionäre machen das Weltproletariat mit den Waffen des Stalinismus vertraut, mit denen es die Macht der Kapitalisten brechen wird. Wir werden das Weltproletariat mit größter Kraft und Leidenschaft für die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus begeistern, diese größten Weltrevolutionäre in der Geschichte der Menschheit, diese großen Vorbilder unseres ganzen weltrevolutionären Strebens.
Der sogenannte „Personenkult“
und die neu entstandene
marxistisch-leninistische Weltbewegung Enver Hoxhas
Den modernen Revisionisten ist 1956 der Begriff „Stalinkult“ noch nicht über die Lippen gekommen. Sie konnten sich hinter der Anonymität des Begriffes „Personenkult“ zurückziehen und vermittels seines verallgemeinernden Charakters an der marxistischen Kritik über die „Rolle der Persönlichkleit in der Geschichte“ anknüpfen. So waren es denn Zitate von Marx, Engels und Lenin, hinter denen sie sich mit ihrer Kritik an Stalin versteckten. Allerdings findet sich im 1972 erschienenen Register der Leninwerke zwar der Begriff der „Persönlichkeit und seiner Rolle in der Geschichte“, aber nicht der Begriff des „Personenkultes“.
Ihre Kritik am „Personenkult“ war also deswegen so gefährlich, weil sie vorgaben, diese vom „Boden des Marxismus-Leninismus“ aus zu formulieren. Der Kampf gegen den sogenannten „Personenkult“ und gegen seine angebliche „Kritik an ihm“ wurde von der marxistisch-leninistischen Weltbewegung nach dem Tod Stalins und insbesondere nach dem XX. Parteitag der KPdSU sowie der Dreckkübel-Rede Chruschtschows gebührend entlarvt, bekämpft und besiegt. Sie rief den Protest der Stalinisten in der ganzen Welt hervor – allen voran die PAA mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze. Nicht zuletzt im Ergebnis dieses Kampfes gegen den sogenannten“ Personenkult“ hat sich die neue marxistisch-leninistische Weltbewegung herausgebildet und gestärkt.
Die Klärung der sogenannten „Stalinfrage“ kam erst auf, als diejenigen, die Stalin in Frage stellten, bereits an der Macht waren. Zur Zeit des Hochstalinismus gab es keine öffentliche Stalinfrage. Insbesondere mit der so genannten „Geheimrede“ Chruschtschows wurde sie zur ideologischen Demarkationslinie zwischen den modernen Revisionisten und den Marxisten-Leninisten auf der ganzen Welt. Sie löste eine Bewegung der Wiederbelebung des Stalinismus aus, die auf die revolutionäre Zerschlagung des Revisionismus an der Macht ausgerichtet war. Das war eines ihrer größten historischen Verdienste. Die Bewegung zur Verteidigung Stalins und zur Wiederbelebung des Stalinismus – das ist das historische Verdienst der PAA mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze. Nur Anti-Stalinisten stellen die „Stalinfrage“ = stellen den Stalinismus in Frage. Und so kam, was kommen musste: Diese Demarkationslinie wurde im Kampf gegen die Maoisten an der Macht, gegen den chinesischen Revisionismus, auf einer höheren Ebene des internationalen Klassenkampfes gezogen, nämlich gegen jenen Revisionismus, der in Worten den Stalinismus gegen den sowjetischen Revisionismus verteidigte, um den Stalinismus in Albanien wie in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung zu bekämpfen.
Die Formation einer neuen marxistisch-leninistische Weltbewegung begann im Grunde genommen mit der welthistorischen Rede Enver Hoxhas, die er auf der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien am 16. November 1960 gehalten hatte . Und das war in Moskau, im Zentrum des gefährlichsten Revisionismus der Welt ! Das war eine Beratung, auf der fast alle revisionistischen Führer der ganzen Welt vertreten waren. Nur die jugoslawischen Revisionisten hatten daran nicht teilgenommen. Und die Maoisten nahmen eine halbherzige Stellung zur sogenannten „Stalinfrage“ ein, weil sie damit ihren eigenen chinesischen Revisionismus verbergen mussten. Enver Hoxha sagte in seiner Rede, und das kommt in etwa einer Definition der Periode des Stalinismus gleich:
„Solange er lebte, hatte kein einziger hier [unterstrichen von der Redaktion] den Mut gehabt, ihn zu verurteilen, als er aber gestorben war, wurde er mit Haufen von Schmutz beworfen. So ist jetzt eine unhaltbare Lage entstanden, nämlich dass eine ganze Epoche, in der der erste sozialistische Staat der Welt gegründet, die SU gefestigt, die imperialistischen Komplotte erfolgreich niedergeschlagen, die Trotzkisten, Bucharinisten und die Kulaken als Klasse vernichtet, die Schwerindustrie aufgebaut und die Kollektivierung realisiert wurden, mit einem Wort, die SU eine kolossale Macht wurde, die den Sozialismus erfolgreich aufbaute, im 2. Weltkrieg mit legendärem Heldenmut kämpfte, den Faschismus besiegte, unsere Völker befreite, das mächtige sozialistische Lager errichtet wurde usw., dass also diese ganze ruhmreiche Epoche der SU jetzt, auf einmal ohne Kopf, ohne Führung erscheint.
Die PAA meint, dass es nicht richtig, nicht normal und nicht marxistisch ist, den Namen und das große Werk Stalins aus dieser ganzen Epoche wegzustreichen, wie es jetzt geschieht. Wir alle müssen das große unsterbliche Werk Stalins verteidigen; wer das nicht tut, ist ein Opportunist, ist ein Feigling [unterstrichen von der Redaktion].
Als Person und als Führer der bolschewistischen KP der SU ist Genosse Stalin zugleich auch der hervorragendste Führer des internationalen Kommunismus nach dem Ableben Lenins [unterstrichen von der Redaktion]. Auf sehr positive Weise und mit großer Autorität hat er zur Konsolidierung und Ausweitung der Erfolge des Kommunismus in der ganzen Welt beigetragen. Alle theoretischen Werke des Genossen Stalin sind ein lebendiger Beweis seiner Treue zu seinem genialen Lehrer, zu dem großen Lenin und zum Leninismus [unterstrichen von der Redaktion].
Stalin kämpfte für die Rechte der Arbeiterklasse und der Werktätigen der ganzen Welt, er kämpfte mit großer Konsequenz bis zuletzt für die Freiheit der Völker unserer volksdemokratischen Länder.
Allein von dieser Seite aus gesehen, gehört Stalin allen Kommunisten der Welt [unterstrichen von der Redaktion] und nicht nur den Sowjetkommunisten,, gehört er allen Werktätigen der Welt [unterstrichen von der Redaktion] und nicht nur den Werktätigen der SU. (...)
Hat Stalin Fehler begangen ? Sicherlich ! Dass in einer so langen Periode voll von Heldentaten, Anstrengungen, Kämpfen und Siegen, keine Fehler geschehen, ist nicht nur für eine einzelne Person undenkbar, sondern auch für die ganze Führung als kollektives Organ. Welche Partei und welche Führer können von sich sagen, dass sie in ihrer Tätigkeit keine Fehler begangen haben ? (...)
In Bukarest sagte Genosse Chruschtschow zu den chinesischen Genossen: `Ihr beschäftigt euch mit einem verreckten Pferd ! Wenn ihr wollt, so kommt und holt auch seine Knochen ab`. Und damit meinte man Stalin“ (Enver Hoxha, „Rede, gehalten auf der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau am 16. November 1960“; Tirana 1971, Seite 132 – 136).
Die albanischen Genossen haben den Kampf gegen den sogenannten „Personenkult“ verknüpft mit dem Kampf gegen den modernen Revisionismus, haben sich dabei auf die Lehren des Genossen Stalin gestützt und der betrogenen Arbeiterklasse in den revisionistischen Ländern den revolutionären Ausweg aufgezeigt, die revisionistische Diktatur der neuen Bourgeoisie zu stürzen und die Diktatur des Proletariats, die unter Führung Lenins und Stalins errichtet worden war, zurückzuerobern. Enver Hoxha lehrte, dass die Diktatur des Proletariats die einzige Form der politischen Macht ist, die in der Lage ist, sich der revisionistischen Diktatur der Bourgeoisie zu widersetzen, diese zu ersetzen. Die Wiederherstellung des Sozialismus ist heute die Aufgabe des gesamten Weltproletariats, die nichts anderes darstellt als die Schaffung des Weltsozialismus unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung.
Die albanischen Genossen haben das weltrevolutionäre Banner des Genossen Stalin wieder erhoben und sich damit die Sympathie und Unterstützung von allen treuen Stalinanhängern in der ganzen Welt erworben. Neue marxistisch-leninistische Parteien entstanden, die sich auf den bolschewistischen Prinzipien des Leninschen-Stalinschen Parteiaufbaus neuen Typs gründeten. Eine starke stalinistische Weltbewegung war wieder aufgebaut worden und so wurden die Verräter an Stalin mit dem Stalinbanner im Weltmaßstab entlarvt und angegriffen.
Die albanischen Genossen ergriffen mutig Partei für Stalin und riefen das Weltproletariat und die kommunistische Weltbewegung auf, den Grundsätzen und Lehren des Genossen Stalin treu zu bleiben und sie zu verteidigen, nicht auf sie zu verzichten, sie nicht durch die opportunistischen Ideen Bernsteins, Kautskys, Trotzkis, Bucharins, Titos, Chruschtschows und der anderen Renegaten zu ersetzen und den modernen Revisionisten die Maske vom Gesicht zu reißen.
Die Feinde der Sowjetunion zu unterwerfen, zu verfolgen, zu beseitigen war kein Verbrechen und konnte es als Ausdruck der Diktatur des Proletariats gar nicht sein. Lenin und Stalin lehrten, im Klassenkampf gegen die Überreste der alten Bourgeoisie nicht nachzulassen und gegen jegliche Versuche einer neuen privilegierten Schicht, die sich über die Diktatur des Proletariats erheben sollte, kompromisslos vorzugehen. Die Revisionisten aber gaben den Klassenkampf bekanntlich auf und verurteilten Stalin deswegen, weil er die leninistische Lehre der Unvermeidbarkeit der Verschärfung des Klassenkampfes im Sozialismus verteidigte. Nach Stalins Tod rehabilitierten die Revisionisten die Verbrecher am Sozialismus. Die modernen Revisionisten griffen zur Losung des „Kampfes gegen den Personenkult“, um ihre konterrevolutionären Ziele zu verwirklichen, solche Verbrecher am Sozialismus wie Tito, als „Opfer Stalins“ zu rehabilitieren und die revolutionären Führer, die dem Marxismus-Leninismus treu ergeben waren und Stalin folgten, zu eliminieren. Wenn Stalin noch gelebt hätte, wären Chruschtschow und all die anderen revisionistischen Verbrecher bestraft oder beseitigt worden. Stalin war gerade dabei, die Führungsspitze radikal zu säubern, als ihm seine Mörder zuvorkamen. Als die Säuberung Ende 1948 begann, wurden einige revisionistische Führer bereits verurteilt und mit dem Tode bestraft. Die anderen Revisionisten hatten große Angst, dass auch ihre Verbrechen jeden Moment aufgedeckt und sie bestraft würden. So blieb ihnen nur die Flucht nach vorn und sie rissen die Macht an sich, als ihr Kopf schon auf dem Schafott lag.
Enver Hoxha:.
“Er (Mao) sagt: `Stalin hat Leute für den geringsten Fehler hinrichten lassen`: das ist eine Verleumdung. Stalin ließ Leute nicht hinrichten, weil sie Fehler gemacht hatten, im Gegenteil, er kämpfte darum, Menschen, die Fehler gemacht hatten, zu bessern, und es gibt Dokumente, die belegen, dass dies wahr ist. Stalin gab die Richtlinie aus, Übeltäter ins Gefängnis oder in Straflager zu stecken und die Konterrevolutionäre, Verräter und Agenten und andere Feinde des Volkes, wenn sie besonders gefährliche Verbrechen begangen hatten, zu erschießen. Hätte er dies nicht getan, hätte der Sozialismus in der Sowjetunion nicht aufgebaut werden können, hätte Stalin nicht den leninistischen Weg gehen können. Mao Tsetung steht im Gegensatz zu dieser Linie. Er verallgemeinert die Frage und behandelt diejenigen, die keine sehr gefährlichen Verbrechen begangen haben und keinesfalls hingerichtet werden dürfen, genauso wie die Konterrevolutionäre. Wer sagt, man müsse Leute hinrichten, die keine schweren Verbrechen begangen haben? Niemand, im Gegenteil, wir sind dafür, solche Leute zu bessern, und so sind wir verfahren.“ („Betrachtungen über China“, Bd. II, Seite 387-388, dt. Ausgabe).
Die albanischen Genossen traten beherzt gegen die modernen Revisionisten auf, die von einer Periode der „Schreckensherrschaft“, von „schweren Verletzungen der sozialistischen Gesetzlichkeit“ schwafelten, um die historischen Erfahrungen der Diktatur des Proletariats und des sozialistischen und kommunistischen Aufbaus in der Sowjetunion unter Stalins Führung zu verunglimpfen, zu verfälschen und zu verwerfen. Die albanischen Genossen forderte die kommunistische Weltbewegung auf, den Weg Lenins und Stalins fortzusetzen und nicht dem Weg der modernen Revisionisten zu folgen.
Die albanischen Genossen enthüllten den „Personenkult“-Vorwurf Chruschtschows als Bluff. Es ging ihnen nicht darum, wer den Personenkult verteidigt und wer ihn bekämpft, wie es die Chruschtschowianer darstellten, sondern den albanischen Genossen ging es dabei vor allem um die grundsätzliche Frage: soll man die leninschen Grundsätze über die Beziehungen zwischen den Massen, der Klasse, der Partei und den Führern aufgeben oder verteidigen ?
Für die albanischen Genossen war es klar: Um den Marxismus-Leninismus zu verteidigen muss man Stalin verteidigen, muss man den modernen Revisionisten Chruschtschow und seine Lakaien in der kommunistischen Weltbewegung angreifen, der mit seinem „Personenkult“-Vorwurf in Wirklichkeit den Marxismus-Leninismus treffen wollten.
Durch unsere Treue zu Stalin waren die Revisionisten nach ihrer Niederlage schließlich gezwungen, sich wieder hinter der Stalinmaske zu verbergen, die sie eigentlich gedachten, nie wieder aufsetzen zu müssen. Nachdem in Albanien die Stalinstatuen gestürzt worden waren und Ramiz Alia seine wahre konterrevolutionäre Fratze zum Vorschein kommen ließ, war das Banner Enver Hoxhas in den Dreck getreten worden, das Banner des treuesten und besten Schülers Stalins. Das war eine schwere Niederlage für die stalinistische Weltbewegung. Sie spaltete sich und zerfiel in Tausend Teile – Ursache war natürlich das Eindringen des revisionistischen Einflusses, da man den Kampf gegen den Revisionismus nahezu eingestellt hatte ( Beispiel „Deklaration von Quito - 1992“).
Aber es fand dabei im Grunde ein heilsamer Reinigungsprozess statt, wodurch die aufrechten Genossen als Minderheit in der stalinistischen Weltbewegung wieder prinzipienfesten Boden unter den Füßen zurück gewannen. Es war für die aufrechten Genossen der stalinistischen Weltbewegung nach dem Sturz der Diktatur des Proletariats Albaniens klar, dass man das Stalinbanner nur erheben konnte, wenn man gleichzeitig das in den Dreck getretene Enver Hoxha-Banner erhebt.
Was bedeutete das für die Stalinisten in der ganzen Welt ? Die Stalinisten konnten Stalin nicht verteidigen, wenn sie nicht auch Enver Hoxha verteidigen würden. Die so genannte „Stalinfrage“ war also untrennbar an die so genannte „Hoxhafrage“ geknüpft, insbesondere an den Kampf gegen den so genannten „Personenkult“ Enver Hoxhas. Daraufhin wurde die stalinistische Weltbewegung mit dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, mit Genossen Enver Hoxha ausgestattet. Das bedeutete auch eine Stärkung des Stalinismus. Diese Aufgabe wurde im Jahre 2000 von der Komintern / ML gelöst. Von diesem Zeitpunkt ab wurde also die Messlatte der alte Demarkationslinie in der so genannten „Stalinfrage“ noch eine Stufe höher gelegt, um sich von denjenigen Revisionisten abzugrenzen, die sich inzwischen die Stalinmaske aufgesetzt hatten. Das war also ein historisch wichtiger Schritt, um den Stalinismus vor erneuertem Angriff des Revisionismus (Neo-Revisionismus) zu schützen. Damit war die Aufgabe aber noch nicht gelöst. Jetzt mussten sich die Stalinisten in der ganzen Welt auch gegen das Eindringen feindlicher Elemente in die hoxhaistische Weltbewegung wehren. Was war zu tun ? Es musste ein ideologischer Kampf gegen den Neo-Revisionismus geführt werden: Hoxhaismus in Worten – Revisionismus in Taten. Seit ihrem Bestehen hat die Komintern / ML gegen viele neo-revisionistische Erscheinungen gekämpft, um die marxistisch-leninistische Weltbewegung vom Unrat des revisionistischen und sektiererischen Einflusses zu reinigen. Es handelte sich um Gruppierungen, die wir nicht alle auf den ersten Blick durchschauten, deren wahres Wesen wir aber Schritt um Schritt erkannten.
Heute gibt es verschiedene Strömungen und „Schulen“, die den Stalinismus aus der marxistisch-leninistischen Weltbewegung herauszulösen versuchen und jede auf ihre Weise Einfluss nimmt auf das Weltproletariat. Diese „Stalin-Schulen“ sind bestrebt, die marxistisch-leninistische Weltbewegung unter ihre Hohepriesterschaft zu stellen – wie beispielsweise die Alliance/Kanada - ISML, die wir als eine typisch sektiererische „Schule der Berijaner“ bezeichnen.
Diese „Schule der Berijaner“ machte sich auf, das letzte Wort über die Ereignisse der späten Stalinära zu sprechen und die Rolle Stalins in der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung zu ihren Gunsten zu verfälschen. Dies konnten die Stalinisten nicht zulassen. Sie mussten sich selbstkritisch damit auseinandersetzen und siehe da, diese gefährliche Strömung in unseren Reihen konnte nicht nur erkannt werden, sondern in der Abgrenzung vom Berijanertum lernten wir mit dem erneuten Studium der Werke des Genossen Stalin auch die Grundlagen des Stalinismus viel klarer zu erkennen, so dass wir heute der hoxhaistischen Weltbewegung die „Grundlagen des Stalinismus“ zur Verfügung stellen und sie bereichern können. Zu verdanken haben wir das im Grunde den Berijanern. Wir können uns dabei zwar nicht auf die Stufe von Stalins „Grundlagen des Leninismus“ stellen, was nicht unsere Absicht ist, aber der Anfang ist gemacht und wir sind sicher, dass sich die Stalinisten in der ganzen Welt dabei gegenseitig helfen werden, an den „Grundlagen des Stalinismus“ weiter zusammenzuarbeiten und diese zu vervollkommnen, damit dem Weltproletariat zu einer sicheren Waffe verholfen werden kann, sich vom Antistalinismus zu befreien und ihre neue Welt mit dem Kompass der Grundlagen des Stalinismus aufzubauen.
Was heißt Stalinismus heute im Kampf gegen die der Gefahr des Personenkultes ?
Der Stalinismus von heute löst die Frage des Personenkults im Weltmaßstab auf Grund der Erfahrungen und Lehren im Kampf gegen den modernen Revisionismus in der ersten Periode des Sozialismus in „einem“ Land. Der Personenkult ist keine Gefahr, die sich auf rein nationaler Ebene beschränkt. Der Kampf gegen den sogenannten „Personenkult“ wurde ausgetragen zwischen der revisionistisch-trotzkistischen und marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Und dieser Kampf ist nicht beendet, sondern voll im Gange, was diese Auseinandersetzung mit dem Berijanertum beweist.
Zur Zeit ist kein 6. Klassiker des Marxismus-Leninismus in Sicht, dem die Neo-Revisionisten Personenkult vorwerfen könnten. Was folgt daraus ? Daraus folgt, dass die hoxhaistische Weltbewegung noch zu schwach ist, im globalen Klassenkampf des Weltproletariats neue Führer herauszubilden. Diese Aufgabe, neue Führer der hoxhaistischen Weltbewegung herauszubilden, muss jetzt gelöst werden und sie wird einerseits dadurch gelöst, dass sich der weltproletarische, revolutionäre Kampf sich entfalten und anwachsen wird, aus deren Mitte neue Führer hervorgehen und zweitens dadurch, dass sich die neuen Führer mit dem neuesten Stand des sich weiter entwickelnden Marxismus-Leninismus ausrüsten und sich mit den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Hoxha wappnen. Ohne weltrevolutionäre Theorie keine weltrevolutionäre Bewegung, keine wieder erstarkende hoxhaistische Bewegung. Die Komintern / ML ist zur Zeit weit davon entfernt, eine praktische führende Rolle in der marxistisch-leninistischen Bewegung zu spielen, obwohl sie selber wie viele andere aus der welrevolutionären Bewegung des Genossen Enver Hoxha hervorgegangen ist und sich um die Schaffung ihres fortschrittlichsten Zentrums bemüht. Aber sie versucht ihren bescheidenen Beitrag mit neuen theoretischen Impulsen zu dienen und das Banner des proletarischen Internationalismus von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha mit allen anderen Genossen in der ganzen Welt hochzuhalten. Und hier auf diesem ideologischen Gebiet hat die Komintern / ML bereits gewisse Führungsqualitäten in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung unter Beweis gestellt, die notwendig sind um den Genossen de marxistisch-leninistischen Weltbewegung einen letzten Rettungsanker zu zu werfen, die von einer starken revisionistischen Strömung erfasst worden ist und immer weiter vom revolutionären Kurs abzudriften droht. Die Komintern / ML ist heute bereits zu jener Kraft geworden, die die Messlatte des Marxismus-Leninismus am weitesten angehoben hat im Kampf gegen diejenigen, die versuchen, sie zu jenem Zweck runterzustufen, die Revisionisten herüber springen zu lassen, um die Festung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha endgültig von innen zu zerstören. Die Komintern / ML stellt die ideologische Basis der marxistisch-leninistischen Weltbewegung wieder her, indem sie diese Basis erstens in ihrem alten revolutionären Kern erhält und ihre marxistisch-leninistischen Wurzeln schützt, zweitens von veralteten Lehrsätzen befreit und drittens, sie durch neue Ideen bereichert.
Und dazu gehört auch, den Kampf gegen den so genannten „Personenkult“ Stalins korrekt zu führen – d.h., einschließlich gegen die Berijaner.
Was heißt „korrekt“ ? Man muss dabei zwei Dinge beachten:
Erstens: Wenn wir Marxisten-Leninisten die Verleumdungen gegen Stalin, die so genannte „Kritik am Personenkult“ zurückweisen, dann nicht mit dem Ziel, den Personenkult zu restaurieren, sondern die herausragende Bedeutung der Person Stalins als 4. Klassiker des Marxismus-Leninismus hervorzuheben. Heute den Personenkult Stalins wieder zu beleben und zu rehabilitieren, so zusagen als „anti-revisionistische Waffe gegen die Verleumder Stalins“, ist sektiererisch und arbeitet der Rehabilitierung der Revisionisten in die Hände. Man kann nicht einen „übertriebenen“ Personenkult durch einen „normalen“ ersetzen, kann nicht den Personenkult mit Personenkult bekämpfen, sondern muss sich auf die Formeln des Marxiusmus-Leninismus stützen, um ein gesundes Verhältnis zwischen Führer – Klasse – Masse zu schaffen und zu festigen. Wir sehnen uns weder nach dem alten Personenkult, noch verspüren wir das Bedürfnis, einen neuen zu küren – wir sind überhaupt gegen den Personenkult und für die endgültige Beseitigung seiner Unvermeidlichkeit, für die Beseitigung der Klassengesellschaft, die ihn zu dem einzigen Zweck hervorgebracht hat, sich gegen jenen Klassenkampf zu richten, der von den Arbeitern zur Beseitigung der Klassengesellschaft geführt wird !
Man muss den Personenkult demontieren, aber man darf dabei nicht die Person Stalins gleich mit demontieren. Wer die Treue zu Stalin von der Treue zum Kommunismus abtrennt, wer die Verteidigung seiner Person als Personenkult und seiner Ideen als Kult abtut, der predigt den Verrat an Stalin, den Verrat am Kommunismus. So wie Stalin die Person Lenins behandelt hatte, so wollen wir Stalinisten die Person Stalins behandeln und so wie Stalin den Leninismus fortsetzte, so wollen wir Stalinisten den Stalinismus fortsetzen, nämlich so wie es Enver Hoxha getan hat. Ist das klar genug ausgedrückt ?
Wer also die Verdienste Stalins als 4. Klassiker des Marxismus-Leninismus herausstellt, ist deswegen weder ein Anbeter der Person Stalins, noch ein Sklave des Personenkults, der um ihn betrieben wurde. Jeder Vorwurf, dass die Verteidigung des marxistisch-leninistischen Lebens und Werks des Genossen Stalins „Sektierertum“ sei, muss unbedingt zurückgewiesen werden, denn wir Marxisten-Leninisten dürfen es niemals zulassen, dass die Verdienste und Lehren Stalins durch irgend jemanden und auf irgendeine Weise geschmälert, verfälscht oder untergraben werden. Wir Stalinisten wollen die Welt verändern und Stalin ist uns Vorbild, Lehrer, Wegweiser.
Zweitens. Wenn wir Marxisten-Leninisten die so genannte „Kritik am Personenkult“ bekämpfen, dann müssen wir auch die Versuche der Neo-Revisionisten bekämpfen, die die Zurückweisung der „Kritik am Personenkult“ dazu missbrauchen, um dem Genossen Stalin eine Bedeutung unter zu schieben, die der Wiederbelebung des Revisionismus, die dem Weltkapitalismus und seinen Lakaien in den Reihen des revolutionären Weltlagers dienen. Wir Marxisten-Leninisten sind Gegner von solchen Elementen, die die Rolle und Bedeutung der Person Stalins für ihre Großmacht-chauvinistischen, imperialistischen, nationalistischen und reaktionären Zwecke, zum Zwecke der Spaltung und Desorganisation der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, zum Zwecke der Stärkung des Revisionismus missbrauchen. Wir Marxisten-Leninisten dürfen also nicht zu lassen, dass in unsere Bewegung Elemente eindringen, die vorgeben, Stalin zu verteidigen, um damit ihren ganzen revisionistischen Dreck in unsere Reihen einzuschmuggeln. Revisionisten verteidigen Stalin in Worten, um ihn in Taten zu verraten. Nicht jeder, der Stalin gegen den so genannten „Personenkult“ verteidigt, ist also ein Marxist-Leninist. Man kann den Kampf gegen den so genannten „Personenkult“ nur auf dem Boden des Marxismus-Leninismus führen, sonst gleitet man in den Sumpf des Opportunismus.
Nur wenn man gegen beide Richtungen gleichermaßen vorgeht, ihr Zusammenspiel erkennt und zerschlägt, kämpft man korrekt gegen den Personenkult-Vorwurf.
Die so genannte „Stalinfrage“ werfen nur unsere Gegner auf, weil sie Stalin prinzipiell als Klassiker ablehnen oder ihn nicht einmal als Marxisten-Leninisten anerkennen wollen. Wir wollen uns daher von vorn herein abgrenzen von den rechten Opportunisten und »linken« Sektierern, die unsere prinzipienfeste Haltung zu den unwiderlegbaren Lehren des Stalinismus angreifen:
Für die Marxisten-Leninisten in der Welt, für die zukünftigen Vertreter und Mitglieder der Komintern/ML, herrscht grundsätzlich Klarheit und Einheit über Stalin als 4. Klassiker des Marxismus-Leninismus. Wenn wir den Marxismus-Leninismus verteidigen, verteidigen wir den Genossen Stalin. Das heißt nicht, dass wir seine Fehler verteidigen oder Diskussionen über Fehler unterdrücken wollen. Fehler haben alle Klassiker gemacht, deswegen haben sie als Klassiker ihre Bedeutung bis heute nicht verloren und werden sie diese nie verlieren.
Wir müssen dem Proletariat die Bedeutung Stalins als 4. Klassiker klar machen, seine Werke verbreiten, lernen und lehren und im Klassenkampf anwenden. Wir erläutern, warum und wie wir die Angriffe auf Stalin zurückweisen müssen. Wir erziehen unsere Mitglieder im Geiste Stalins.
Der Eintritt eines Genossen in die Marxistisch-Leninistische Partei, seine Aktivität im täglichen Klassenkampf, kann man nicht von seiner restlosen Klarheit über die sogenannte »Stalinfrage« abhängig machen. Man kann ihn wegen Unklarheiten nicht einfach ausschließen, bedenke man nur, dass wir selber einige Jahre gebraucht haben, um die von unseren Gegnern aufgeworfene Frage zu klären und zu widerlegen. Man kann einen neuen Genossen also wegen Unklarheiten in der so genannten „Stalinfrage“ nicht einfach ausschließen, das wäre Sektierertum und falsch verstandene Prinzipienfestigkeit.
Wegen einer versöhnlerischen Haltung gegenüber einem von Rechtsopportunisten oder Sektierern gegen uns geführten Kampf in der so genannten »Stalinfrage« dürfen wir die marxistisch-leninistischen Weltbewegung nicht der Gefahr ihrer Spaltung oder Liquidierung aussetzen. Das darf uns auch nicht in der Abgrenzung zum Berijanertum passieren.
Sollen unsere Gegner die sogenannte »Stalinfrage« aufwerfen so viel sie wollen. Sie werden ihr Ziel nicht erreichen, dass wir Stalin in Frage stellen würden. Aus diesem Kampf gehen die Stalinisten stets gestärkt hervor, die Gegner sind jedes Mal diskreditiert.
Stets begannen sie beim letzten Klassiker und versuchten dann, einen Klassiker nach dem anderen zu »widerlegen« oder zumindest seine Bedeutung herabzumindern, um damit den ganzen Marxismus-Leninismus zu »widerlegen« und herabzumindern. Man griff Stalin an und meinte Lenin. Man griff Lenin an und meinte Marx und Engels. Man griff Marx und Engels an und meinte den Kommunismus. Dies ist der konsequente Weg des Revisionismus, angefangen beim Sektierertum und endend mit offen anti-kommunistischer bürgerlicher Ideologie, die auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Nicht zuletzt hat Enver Hoxha die sogenannten »Stalinfrage« glänzend widerlegt. Wenn wir als „Stalinisten“ beschimpft werden, trifft uns das nicht. Die einen Trotzkisten beschimpfen uns so offen wie sie Stalin beschimpfen. Die andere Sorte von Trotzkisten geht geschickter vor. Sie verteidigt Stalin in Worten, um uns Stalinisten des „Sektierertums“ zu bezichtigen. Beides zusammengenommen bildet heute die Front der 5. Kolonne im Kampf gegen den Stalinismus, im Kampf gegen die sozialistische Weltrevolution, gegen das revolutionäre Weltproletariat. Unsere Gegner werden versuchen, den Spieß umzudrehen, auf Stalin »schwören« und uns Marxisten-Leninisten als Scharlatane hinstellen. Nichts und niemand kann jedoch die Lehren Stalins bestreiten, widerlegen oder aufhalten, auch nicht mit faulen Tricks. Wir fürchten nicht physische Vernichtung, fürchten nicht faschistische Verfolgungen und Foltern, wir fürchten nicht die Sozialfaschisten und ihren Lakaien, aber auch nicht solche Gegner, die vorgeben, plötzlich ihr«Herz« für Stalin »entdeckt« zu haben, um unser Vertrauen zu missbrauchen und mit einem »Trojanischen Pferd« die Festung von innen zu stürmen und uns das Messer in den Rücken zu jagen.
Wir dürfen weder auf dem einen, noch auf dem anderen Auge blind sein. Wer im Kampf gegen die Übertreibung der Bedeutung Stalins stehen bleibt und nicht genauso die Untertreibung der Bedeutung Stalins bekämpft, wird die Person Stalins und ihre Bedeutung nur halb verteidigen können. Wenn man lernen will, wie aus einer Übertreibung und der Kritik an ihr eine Untertreibung und Herabminderung gemacht wurde, der studiere das Berijanertum. Die Ideologie des Berijanertums ist die Ideologie der Herabminderung und der Geringschätzung der Person und des Werkes Stalins „auf dem Boden des Stalinismus“, ist die Revision des Stalinismus, ist der Revisionismus des Stalinismus. Bill Bland lobt Stalin als einen „hervorragenden Marxisten-Leninisten, der sein ganzes Leben lang einen konsequenten Kampf gegen den Revisionismus geführt hat“, um im gleichen Artikel zu schreiben, dass eigentlich nicht der Stalinismus, sondern in Wirklichkeit „der Revisionismus seit 1934 in der Sowjetunion geherrscht“ habe. Ein hervorragender Marxist-Leninist, dieser Stalin, der seit 1934, also immerhin fast 20 Jahre lang unter der revisionistischen Herrschaft der UdSSR „ einen konsequenten Kampf gegen den Revisionismus geführt hat“ [sic !!! ]. Bill Bland schließt das aus dem XVII. Parteitag, der im Jahre 1934 stattfand, auf dem die Revisionisten angeblich ihre Herrschaft über die UdSSR errichtet hätten. Die Zeit von 1934-1953 wird logischerweise als revisionistische UdSSR verunglimpft. In dieser Zeit soll also die UdSSR ein Werk der Konterrevolution gewesen sein und nicht das Werk Stalins !!! Das ist eine vernichtende These, die faktisch die eigentliche Entwicklung des Stalinismus leugnet, welche sich auf nichts anderes stützen konnte, als eben auf die objektiv existierende, sozialistische Entwicklung der Sowjetunion von 1934 – 1953 . Hat es zwischen 1934 und 1953 etwa gar keine sozialistische Sowjetunion gegeben ? Ohne eine sozialistische UdSSR der Jahre 1934 – 1953 hätte sich der Stalinismus überhaupt nicht zur Blüte entwickeln können. Hier macht Bill Bland einen schwerwiegenden Fehler, denn er stellt sich mit dieser These haargenau auf die These der Revisionisten, das Werk Stalins mit den 13 Bänden, also mit dem 31. Januar 1934 (sic !) für „beendet“ zu erklären. Nach allem, was wir an Bill Bland kritisiert haben, können wir diese Übereinstimmung mit den Revisionisten nicht als Zufall abtun. Dahinter steckt System. Eben diese objektive Existenz des Sozialismus in der UdSSR wird geleugnet. Bill Bland vertritt den Standpunkt, dass „objektive Bedingungen dazu führten, dass dieser Kampf [ Bill Bland meint den Kampf, den Stalin gegen den Revisionismus geführt hat – Anmerkung der Redaktion ] letztendlich nicht von Erfolg gekrönt sein sollte“ (Bill Bland, Schlussfolgerungen - „STALIN - Mythos und Wirklichkeit“; eine Vorlesung, gehalten an der Wochenendschule der Communist League, Februar 1977). Die „Niederlage“ Stalins gegenüber dem Revisionismus wird also auf der falschen Prämisse der angeblich „objektiven Bedingungen der Herrschaft des Revisionismus von 1934 – 1953“ gegründet. Wir Stalinisten weisen diese These von Bill Bland als revisionistische und völlig unhaltbare These mit aller Entschiedenheit zurück. Stalin in Worten zu loben, ihn aber in Taten zu leugnen – das ist die bürgerliche Revision des Stalinismus.
Wir haben es hier leider nicht nur mit einer besonderen Herabminderung der Rolle Stalins, sondern mit einer allgemeinen Herabminderung des Marxismus zu tun. Was hat das für schwer wiegende Folgen für die marxistisch-leninistische Weltbewegung ? Betrachtet man den Stalinismus als Damm gegen den Einfluss bürgerlicher Ideologien auf die marxistisch-leninistische Weltbewegung, dann muss die Demontage dieses Dammes unvermeidlich dazu führen, dass die marxistisch-leninistische Weltbewegung von bürgerlichen Einflüssen überschwemmt wird, dass die revolutionäre Theorie nicht nur verwässert, vulgarisiert wird, sondern auch Gefahr läuft, in der revisionistischen Ideologie zu ersaufen. Daraus entsteht dann der gefährliche Sumpf des Opportunismus, in den man die zukünftige Generation revolutionärer Arbeiter hineinlockt. Genossen, die Überschwemmung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung mit bürgerlichen Einflüssen ist gerade jetzt, in diesem Augenblick, in vollem Gange !! Darüber darf man sich keine Illusion hingeben. Wir können da nur eines tun: Den Damm höher bauen, und zwar dort, wo er am meisten demontiert wird: am Stalinismus. Worin besteht die Aufgabe der marxistisch-leninistischen Weltbewegung ? Sie besteht darin, nicht nur darauf zu achten, den Stalinismus nicht herab zu mindern , sondern auch darin, ihn nicht über zu bewerten . Stalin einen einen ganz bestimmten Platz unter den Klassikern des Marxismus-Leninismus eingenommen, und genau auf diesem ganz bestimmten Platz muss der Stalinismus verteidigt und unter den sich verändernden Bedingungen des weltproletarischen Befreiungskampfes weiter entwickelt werden.
Und nun sehen wir uns schon genau mit dieser Wirkung des Gifts des Berijanertums konfrontiert, die die waghalsige, und unhaltbare These von Bill Bland unvermeidlich hervorbringen musste, nämlich kleinbürgerliche Intellektuelle - die an der Existenz des Sozialismus zweifeln - zu ermuntern, den Stalinismus noch viel weiter herab zu midern als es Bill Bland getan hat. Stellte Bill Bland die noch recht „harmlose“ These auf, dass es „nur“ seit 1934 keinen Sozialismus mehr in der UdSSR gegeben habe, so kommen nun die „Bill Bland - „Kritiker“ der abgespaltenen Gruppierung der Organisation des „Roten Oktober“ in Deutschland darauf, dass Bill Bland gar nicht von 1934 – 1953 als einem Zeitraum der „Restauration des Kapitalismus“ sprechen könne, weil seine These davon ausgehe , dass es etwas gegeben haben musste, was der Kapitalismus restauriert – nämlich den Sozialismus. So versteigen sich die Bill-Bland „Kritiker“, die in Wahrheit nur seine Fortsetzer sind, die eben nur das offen ausgesprochen haben, was Bill Bland damals noch nicht aussprechen konnte, weil man ihn in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung dafür kritisiert hätte. Was ist also die „große Entdeckung“ der neuen Generation von „Denkern des dialektischen Materialismus“ ? “Es hat noch nie auf der Welt Sozialismus gegeben! Also hat es auch noch nie die Restauration des Kapitalismus auf der Welt gegeben!“- Ohne Sozialismus keine Restauration des Kapitalismus, – und so schlussfolgern unsere Herren Intellektuellen - sei unsere Losung vom Kampf gegen die Restauration des Kapitalismus nicht marxistisch-leninistisch. So will man uns die Schlinge um den Hals legen – diese Einfallspinsel ! Auch hier trifft wieder unsere Formel gegen den Neo-Revisionismus voll ins Schwarze: „Anti-Revisionismus in Worten – Revisionismus in Taten!“ Wohlgemerkt, diesen ungeheurlichen Märchen versucht uns eine Gruppe aufzutischen, die sich Anfang 2008 von der deutschen Organisation „Roter Oktober“ abspaltete, so genannte „Marxisten-Leninisten“, die noch kurz zuvor einen „stalinistischen Standpunkt“ vertreten hatten (den sie übrigens erst angenommen hatten, als wir ihnen das sanfte Ruhekissen des modernen Revisionismus unterm Arsch weggezogen hatten !!!). Das sind entwurzelte intellektuelle Elemente, die von einer Organisation zur anderen tingeln, um sich schließlich enttäuscht in ihr eigenes Schneckenhäuschen zu verkriechen und sich aus dem Klassenkampf zurückziehen. Wenn sie es dabei wenigstens belassen würden, hätten wir nichts dagegen. Aber so etwas können kleinbürgerliche Intellektuelle natürlich nicht auf sich sitzen lassen, deswegen versuchen sie ihre Hirngespinste auch noch theoretische als „ehrliche Suche nach der Wahrheit“ zu verkleistern. Als wir mit vielen anderen neuen marxistisch-leninistischen Parteien Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha folgten, da hatten wir ebenfalls mit diesen intellektualistischen, sektiererischen Debattierklub-Erscheinungen zu kämpfen. Es hatte uns nicht wenig Kraft gekostet, mit diesem intellektuellen Gelumpe fertig zu werden und sie schließlich links liegen zu lassen. Dass sie nun wieder aus ihren Löchern kriechen als neue Generation von „revolutionären Theoretikern“ zeigt uns, dass wir richtig liegen, dass die marxistisch-leninistische Weltbewegung wieder in Bewegung kommt, dass sie sich wieder neu formiert und gestärkt aus dem Abwerfen dieses intellektualistischen Ballasts hervorgehen wird.
Die trotzkistische Saat ist also unter den schwankenden, kleinbürgerlichen Intellektuellen aufgegangen und trägt ihre „Früchtchen“. Wir haben ihnen das schon vor 9 Jahren prophezeit, aber sie wollten in ihrer typischen Überheblichkeit schlauer sein als wir und nun sehen wir, dass sie noch weiter auf trotzkistische Abwege geraten sind. Diese „dialektische Intelligenz“ musste unvermeidlich im Sumpf des hegelschen Idealismus versinken, weil sie sich unter dem Druck des bürgerlichen Einflusses all zu weit vom festen Boden des Materialismus, nämlich der Anerkennung des historisch existenten Sozialismus entfernt hatten. Bei ihnen hat das Gift des Berijanertums bereits Wirkung gezeigt, von dem sie sich „ehrlich“ und „selbstkritisch“ distanziert zu haben glaubten. Diese Leute begreifen nicht, dass das Berijanertum ihnen die „Kritik am Berijanertum“ nur deswegen in den Mund legt, um diese Leute noch weiter vom Marxismus-Leninismus abzubringen. Diese „ehrliche Selbstkritik“ - von der diese Leute schreiben, ist eine Verschleierung dessen, dass sie sich in Wahrheit mit ihrer „Kritik an Bill Bland“ noch tiefer in den Sumpf begeben haben. Mit der verkappten „ehrlichen Selbstkritik“ an Bill Bland soll unseren Genossen Sand in die Augen gestreut werden, was die ganze Sache natürlich nur noch schlimmer macht. Jeder kann das Berijanertum „irgendwie“ kritisieren, aber das Berijanertum als trotzkistischen Einfluss innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung wirklich zurückdrängen, das können nur Marxisten-Leninisten.
Wir sehen also, wohin das Berijanertum bereit geführt hat - zur Leugnung des Marxismus, zum Kampf gegen den Marxismus, zum Kampf gegen die marxistisch-leninistische Weltbewegung. Das Berijanertum legt die Falle mit einem Köder aus, damit die Genossen darauf hinein fallen sollen – und hinterher wäscht das Berijanertum seine Hände in Unschuld, um sie sich hinter dem Rücken der Genossen zu reiben. Man sieht also, wozu es führt, wenn man Bill Bland nicht rechtzeitig kritisiert. Man sieht also, wozu es führt, wenn wir Stalinisten nicht rechtzeitig Selbstkritik üben und es versäumen, die Verteidigung Stalins immer auf der Höhe der Zeit fortzusetzen. Es ist ein verhängnisvoller Irrtum zu glauben, die Kritik am „Personenkult“-Vorwurf gegen Stalin sei von der marxistisch-leninistischen Weltbewegung durch Enver Hoxha allumfassend abgeschlossen. Wir haben den Fehler gemacht, uns auf alten Lorbeeren auszuruhen. Wir sind dafür zu Recht abgestraft worden. Die Berijaner haben uns eine Lehre erteilt, und wir haben daraus lernen müssen !
Die Geschichte der Herabminderung des Marxismus ist ein sich bis heute hindurch ziehendes übles Kapitel der Geschichte des Opportunismus, das in immer neueren Formen weiter geschrieben wird.
Die Berijaner beteuern zwar in Worten, diesen Kampf „korrekt“ zu führen, aber es hat sich herausgestellt, dass sie dies nicht mit ehrlichen Absichten taten, dass sie nicht die Rolle der Persönlichkeit Stalins wissenschaftlich belegt haben, sondern deren Herabminderung nur pseudo-wissenschaftlich „gerechtfertigt“ haben. Die Berijaner kommen zu dem Ergebnis, dass sich der Personenkult, den die Revisionisten betrieben hatten, nur dank einer „Minderheitsposition“ Stalins ausbreiten konnte, woraus sie die Schlussfolgerung zogen, dass es mit der Rolle Stalins nicht weit her gewesen sein könne. Im Grunde genommen ist das nicht nur eine unverschämte Kritik an Stalin, sondern auch eine hinterhältige Kritik an den Albanern mit Enver Hoxha an der Spitze, an der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, an uns Stalinisten und an alle Menschen, die Stalin nicht hoch genug einschätzen. So kommt dann auch der Sektierertum-Vorwurf der Berijaner gegen uns Stalinisten zum Vorschein, dass wir „wie die Revisionisten“ Personenkult betreiben. Ja, während die Revisionisten den Personenkult aus eiskalter Berechnung vorgingen, würden wir noch gefährlichere Vertreter des Personenkult sein, weil wir davon auch noch ehrlich überzeugt seien. Die Berijaner sehen also ihre Aufgabe darin, die revolutionären Menschen der marxistisch-leninistische Weltbewegung gegenüber, uns Stalinisten gegenüber zu verunglimpfen und unerfahrene Genossen in der so genannten „Stalinfrage“ zu desillusionieren, ihnen ein verzerrtes, geringschätziges Bild Stalins zu vermitteln. Das ist also ein falsches Spiel, dass die Berijaner betreiben. Sie wollen uns Stalinisten genauso isolieren wie es die Revisionisten mit Stalin versucht haben, nur dass sie sich damit selber ins Abseits stellen.
Die Berijaner machen dabei einen entscheidenden Fehler. Sie stellen sich über die Liebe, die das Weltproletariat und die Völker der Welt, vor allem die Sowjetvölker und die gesamte kommunistische Weltbewegung für Stalin empfunden haben. Sie stellen sich über das millionenfache Vertrauen, dass Stalin genoss, weil er es zu 100 Prozent rechtfertigte in Wort und Tat. Die Berijaner stellen sich über die großartigen Leistungen der Menschen des ersten sozialistischen Staates der Welt, die ohne Stalin undenkbar gewesen wären. Stalin war für die kommunistische Weltbewegung, für die fortschrittlichen Menschen in der ganzen Welt sehr wohl von ausschlaggebender Bedeutung. Selbst Stalins schlimmsten Feinde zollten ihm Respekt und hielten seine Rolle zu Recht von ausschlaggebender Bedeutung. Selbst Berijas Mord an Stalin erfolgte im Bewusstsein dessen, dass Stalins Rolle von ausschlaggebender Bedeutung war.
Die Berijaner blasen sich als „wissenschaftliche“ „Marxisten-Leninisten“ auf , so zu sagen im „Zweifrontenkampf“ Stalin zu „verteidigen“ gegen den angeblich „sektiererischen Personenkult“ von uns Stalinisten, von Enver Hoxha und seiner marxistisch-leninistischen Weltbewegung und gleichzeitig gegen den revisionistischen Personenkult einschließlich seiner „Kritik“ an ihm . Die Berijaner behaupten von sich, diejenigen zu sein, die den marxistisch-leninistischen Zweifrontenkampf gegen den Personenkult führen, und so sehen sie sich als die „wahren“ Verteidiger Stalins, allerdings eines Stalins von „nicht ausschlaggebender Bedeutung“. Als was also soll man solche Stalinisten bezeichnen, die Stalin nicht eine ausschlaggebende Bedeutung beimessen? Das sind nicht ausschlaggebende Stalinisten. Und als nicht ausschlaggebende Stalinisten werden sie in der stalinistischen Weltbewegung niemals ausschlaggebende Bedeutung erlangen.
Sie stellten Stalins Kampf quasi als den „Kampf eines einsamen Kämpfers in der Wüste“ dar, der der Macht der Revisionisten hilflos ausgeliefert gewesen sei auf Grund der „objektiven Bedingungen“. Die Bedeutung Stalins projezieren die Berijaner auf seinen „hervorragenden Kampf gegen die Übermacht der Revisionisten“. Obwohl die „objektiven Bedingungen“ ihm die Aussichtslosigkeit seines anti-revisionistischen Kampfes diktierten, habe sich Stalin trotzdem tapfer geschlagen – so bescheinigen sie Stalin die nicht ausschlaggebende Bedeutung eines Don Quichottes. Der Stalinismus sei also gut und schön, aber dem Revisionismus nicht gewachsen. Mit anderen Worten: die Arbeiterklasse kämpft heldenhaft, aber die „objektiven Bedingungen“ des Kapitalismus erlauben es ihr nun einmal nicht, sich zu befreien. Das ist die Richtung, in die das Berijanertum das Weltproletariat haben will – das ist das Gedankengut, mit dem der Kommunismus infiziert werden soll, um sich den „objektiven Bedingungen“ des Kapitalismus zu fügen.
Wir Stalinisten weisen solche Lügengeschichten über Stalin weit von uns: Nicht der Revisionismus, sondern der Marxismus-Leninismus, der Stalinismus hat in der Sowjetunion eine ausschlaggebende Bedeutung gehabt, was die großen Siege des Sozialismus in seiner ersten Periode OBJEKTIV bewiesen haben. Man kann doch dieses historisch bewiesene Verhältnis nicht auf den Kopf stellen wollen ! Wer hat denn die Lehren von Marx, Engels und Lenin in Wirklichkeit in die Tat umgesetzt, Stalin oder etwa die „objektiven Bedingungen“ der Revisionisten ? Wer hat denn der Welt den richtigen Weg zum Kommunismus gewiesen – wohlgemerkt nicht nur theoretisch sondern auch praktisch, Stalin oder seine Gegner ? War es das Werk der Sowjetvölker unter der Führung des Genossen Stalin oder etwa das Werk der Revisionisten? Dass Stalin sein Leben lang die Restauration des Kapitalismus erfolgreich verhindert hat und damit den Gegnern bis zu seinem Tod eine Niederlage nach der anderen verpasst hatte, dass alle Feinde der Welt vor ihm zitterten, dass er den Kommunismus in der Welt so stark gemacht hat wie kein anderer - von all diesen großartigen Verdiensten wollen die Berijaner nichts wissen, davon schreiben sie nichts, das halten sie nicht für verteidigenswert, das ist für sie nicht von ausschlaggebender Bedeutung.
Die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus im Weltmaßstab kann man nicht auf die objektiven Bedingungen reduzieren. Es ist eine Tatsache, dass es niemanden auf der Welt gab, der wie Stalin die Voraussetzungen für den historischen Sieg des Weltsozialismus geschaffen hatte. Stalin machte den Kommunismus so stark, dass er drauf und dran war, die ganze Welt zu erobern. Die objektiven Bedingungen waren hervorragend: Schwächung des imperialistischen Weltlagers und Stärkung des Sozialismus. Der Stalinismus ist die Lehre von der Ausbreitung des Kommunismus auf der ganzen Welt – und zwar als eine objektive, historische Tatsache, die sich nicht wegdiskutieren oder „wissenschaftlich widerlegen“ lässt.
Der Kampf gegen den so genannten „Personenkult“ Stalins besteht nicht allein darin, die erhobenen Beschuldigungen der modernen Revisionisten zu widerlegen, besteht nicht in erster Linie darin, seine Schwächen (wenn es denn welche gab) und die „Stärken“ der Revisionisten in den Vordergrund zu stellen, wie es die Berijaner tun, sondern darin, die wahre Größe Stalins auf marxistisch-leninistischem Boden ganz unabhängig von den revisionistischen Kläffern und berijanischen Desillusionisten herauszuarbeiten und hervorzuheben, seine Persönlichkeit als 4. Klassiker des Marxismus-Leninismus gebührend zu würdigen und seine hervorragende Bedeutung für die heutige hoxhaistische Weltbewegung herauszustellen. Davon kein einziges Wort bei den Berijanern – im Gegenteil !!! Lest selbst, zu welchem niederschmetternden Ergebnis die Berijaner kommen in der Beurteilung der Rolle der Persönlichkeit des Genossen Stalin:I
“Ich muss gleich von Anfang an klarstellen, dass die Communist League die Rolle, die Stalin gespielt hat, nicht von ausschlaggebender Bedeutung [ !!!!!] hält “ (Bill Bland: „STALIN - Mythos und Wirklichkeit“; eine Vorlesung, gehalten an der Wochenendschule der Communist League, Februar 1977).
Genossen, wir fragen euch ehrlich: Kann es Stalinisten geben, für die die Rolle Stalins nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist ?
Wenn man dem Genossen Stalin also keine ausschlaggebende Bedeutung beimisst, welche Bedeutung messen dann die Berijaner den anderen Klassikern des Marxismus-Leninismus bei – etwa auch eine Rolle von nicht ausschlaggebender Bedeutung? Wollen sie etwa damit sagen, dass nur Marx, Engels und Lenin Klassiker des Marxismus-Leninismus sind- so wie Berija dies propagierte, unmittelbar nachdem er Stalin umgebracht hatte ?
Weder der Mord an Stalin, noch der „wissenschaftliche Nachweis“, dass Stalins Rolle nicht von ausschlaggebender Bedeutung gewesen sei, kann etwas an der Wahrheit ändern, dass Stalin der 4. Klassiker des Marxismus-Leninismus gewesen ist und immer bleiben wird.
Welche Schlussfolgerung muss man daraus ziehen, Genossen ? Daraus kann man nur die eine, die einzig richtige Schlussfolgerung ziehen:
Die Berijaner messen dem Marxismus-Leninismus selbst gar keine ausschlaggebende Bedeutung bei, sie spielen in trotzkistischer Manier mit dem Marxismus-Leninismus, um ihn zu diskreditieren, zu verfälschen.
Wer irgendeinen Klassiker des Marxismus-Leninismus herabmindert, der mindert alle anderen Klassiker damit herab.
Wer also derartige, unhaltbare Behauptungen über Stalin aufstellt, kann unmöglich ein Stalinist sein.
Bill Bland war kein Stalinist. Ein Stalinist würde eine solche Auffassung, wie sie Bill Bland vertreten hat, niemals billigen. Die anmaßende Behauptung von Bill Bland ist an sich schon schlimm genug. Diese Behauptung aber auch noch „wissenschaftlich“ begründen zu wollen und sie als „marxistisch-leninistischen“ Standpunkt in die marxistisch-leninistische Weltbewegung einzuschmuggeln, können und dürfen wir Stalinisten nicht hinnehmen, müssen wir dieser in uns eingeschlichenen trotzkistischen Methode entschlossen entgegentreten. Dass wir dies bislang nicht getan haben, war ein Fehler. Wir üben deswegen Selbstkritik. Wir erklären dem Berijanertum den Krieg !
Die Berijaner sind gefährliche Feinde des Marxismus-Leninismus und als solche müssen sie behandelt werden. Bill Bland hat zumindest dazu beigetragen (und wir nehmen uns dabei nicht aus), dass das Berijanertum seinen Weg in die marxistisch-leninistische Weltbewegung fand.
Die Niederlagen wurden schon immer den Kommunisten, den Arbeiterführern, den Klassikern, in die Schuhe geschoben, nie ihren Verrätern, die von unseren Feinden rehabilitiert wurden (Berija) ! Persönliche Unzulänglichkeiten werden mit der revolutionären Sache gleichgesetzt. Die Bourgeoisie wirft nicht zuletzt den Proletariern selber vor, dass sie schuld sind, wenn sie dem »Irrglauben« der Klassiker erliegen. Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha sind keine religiösen Götzen, die man anbetet. Wir lieben und verehren unsere Klassiker und alle Helden und Führer des revolutionären Weltproletariats, aber wir Marxisten-Leninisten sind Gegner des Personenkults. Wir sind keine willenlosen Gefolgsleute, die ihren Idolen blind folgen. Wir sind nicht die »Sektierer« und »Ultralinken«, nicht die »Heiligen Gralshüter«, was unsere Gegner der marxistisch-leninistischen Weltbewegung glauben machen wollen. Es waren niemals die revolutionären Arbeiter, die Personenkult oder Proletkult betrieben, sondern stets nur die Agenturen der Bourgeoisie in der revolutionären Arbeiterbewegung. Personenkult ist Teil des ideologischen Waffenarsenals der Bourgeoisie. Die Revisionisten haben die Klassiker und Arbeiterführer nur hoch gelobt und Personenkult betrieben, um sie besser stürzen zu können. Und die Bourgeoisie hat – wie sich herausgestellt hat – auch nicht davor gescheut, hinter dem Kampf gegen die so genannte „Kritik am Personenkult, die Rolle Stalins, die Rolle des Stalinismus herabzumindern und zu verfälschen.
Wir Marxisten-Leninisten haben noch nie die Ernsthaftigkeit der Treuebekenntnisse zu unseren Klassikern mit bloßen Worten gemessen, sondern stets ihre Lehren im Feuer des täglichen Klassenkampfes befolgt.
Die Verschwörung gegen Stalin
begann schon mit der Verschwörung
gegen Lenin
„Die Führer der II. Internationale, Bernstein und Kautsky, begannen ihren Verrat mit der Verwerfung Marx und Engels, die Trotzkisten, Bucharinisten und Sinowjewisten begannen ihren Verrat mit der Verwerfung Lenins und die Chruschtschowgruppe begann ihren Verrat mit der Verwerfung Stalins. Die Geschichte wiederholt sich, aber die modernen Revisionisten dürfen nicht vergessen, dass sie nicht nur die Handlungen, sondern auch ihre Folgen wiederholen. Sie werden dasselbe Schicksal wie alle ihre Nachfolger erleiden. Ihre Niederlage ist unvermeidlich, sie wird früher oder später eintreten: der Marxismus-Leninismus wird über alle Gegner und Verräter siegen“ (Der so genannte Kampf gegen den „Personenkult“ und seine Folgen“ - Artikel aus der Zeitung „Zëri i Popullit“, Zentralorgan der PAA, vom 12., 13. und 14. Juni 1964, Seite 158).
Wie konnte sich der Trotzkismus nach seiner Niederlage in den 30er Jahren retten, erholen und wieder erstarken? Er konnte sich zunächst nur dadurch retten, indem er einen „langen Marsch durch die Institutionen zurücklegte“, sich als kommunistische Fraktion darstellte, um sich selber an die Spitze des „Kampfes gegen den Trotzkismus!“ stellen zu können. Das gelang durch keinen Geringeren als Berija, der an die Stelle eines Verräters wie Jagoda und Jeschows trat ! Und wer hat die Trotzkisten gleich nach Stalins Tod aus den Gefängnissen befreit ? Berija ! Wer hat sie rehabilitiert? Chruschtschow !
„In Wirklichkeit war der Trotzkismus eine Fraktion des Menschewismus bis zum Eintritt der Trotzkisten in unsere Partei, er wurde vorübergehend zu einer Fraktion des Kommunismus nach dem Eintritt der Trotzkisten in unsere Partei, er ist von neuem zu einer Fraktion des Menschewismus geworden nach der Vertreibung der Trotzkisten aus unserer Partei. ´Der Hund ist zu seinem Auswurf zurückgekehrt.` (Stalin, Band 13, Seite 115/116).
„Zu seinem Auswurf zurückgekehrt“ war auch Berija.
Was Stalin auf der 15. Unions-Parteikonferenz über die Verschwörer der Trotzkisten und Bucharinisten sagte, trifft auch auf den Verschwörer Berija zu:
„Skrupellosigkeit in der Wahl der Mittel und Prinzipienlosigkeit in der Politik“ (Zitat gefunden in: „Prozessbericht“, Moskau 1937, Seite 528).
Berijas Verständnis von Innenpolitik, insbesondere von Staatssicherheit und Geheimdienst war nicht der eines verlängerten Armes der Diktatur des Proletariats, also als ein Instrument des politischen Klassenkampfes in der Hand der sozialistischen Arbeiterklasse, sondern ein völlig beschränktes Verständnis von der Taktik der Verschwörerei, des Administrierens, der Heuchelei, des Karrierismus, des Intrigantentums usw. usf. Zweifellos hatte er „Führerqualitäten“, aber er gehörte zur Sorte jener „Führer“, die man nicht als bolschewistische Führer zu bezeichnen pflegt. Er zettelte selber Verschwörungen an, um Genossen der Verschwörung „zu überführen“ und sie „völlig legal“ und mit Stalins Unterschrift zu liquidieren oder seinen Interessen gefügig zu machen, sie zu erpressen. Zu jeder Zeit hätte er alle seine Verbrechen auf Stalin abschieben können, aber das hätte ihm wohl möglich selber den Kopf gekostet und somit seine so mühselig vorbereiteteten Pläne mit einem Schlag über den Haufen geworfen. Er verwandelte den Arbeitersozialismus in einen verschwörerischen „Sozialismus“, der sich von der Arbeiterklasse nicht nur absonderte, sondern die zaristische Selbstherrschaft, die Ochrana, im „roten“ Gewand restaurierte. Berija war ein Sozialfaschist. Um den Kapitalismus zu restaurieren, musste zunächst die konterrevolutionäre Politik der Bourgeoisie restauriert werden. Sein „roter“ Terror diente der Abschreckung und dem Gefügigmachen der Massen. Sie sollten nicht wagen, gegen ihn aufzutreten! Der getarnte Terror – das war sein Lehrmeister – nicht Stalin !
Dies ist also ein zutiefst anti-marxistisch-leninistisches Verständnis von Politik und fordert unseren grundsätzlichen Widerspruch heraus. Was ist unsere marxistisch-leninistische Haltung hierzu ? Wir Bolschewisten vertreten den Standpunkt, dass der Klassenkampf nicht von Verschwörern und ihren Apparatschiks, sondern von der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären Partei geführt wird, dass die politische Macht der Arbeiterklasse weder erobert noch verteidigt werden kann durch Verschwörerei, sondern durch den Kampf der Klasse, durch den Kampf der Sowjetvölker, durch Anwendung des Marxismus-Leninismus von den breiten Massen der Werktätigen selbst. Lenin glaubte nicht an die Allmacht von Verschwörungen.
Er glaubte nicht, „dass die Reduzierung des politischen Kampfes auf eine Verschwörung bedeutet, ihm einerseits übermäßig einzuengen, andererseits aber die verfehltesten Kampfmethoden zu wählen“ (Lenin, Band 2, Seite 343).
Lenin war also der Auffassung, dass man Politik nicht auf Verschwörerei reduziert, dass die Arbeiterklasse nicht auf ihren politischen Kampf verzichtet und sie diesen nicht einer Handvoll Verschwörern überlässt. Und so wie man nicht von der Arbeiterbewegung losgelöst mit Verschwörerzirkeln die zaristische Regierung stürzen konnte, so konnte man auch nicht die sozialistische Regierung mit Verschwörerei verteidigen, sondern nur mit der Mobilisierung der Arbeiterklasse, der Sowjetvölker, mit der Mobilisierung des Weltproletariats. Für Lenin ist der verschwörerische Terror kraftloser Terror, das heißt er verfehlt in seinem Wesen das Klassenziel, während der wahrhaft revolutionäre Terror vom gesamten Volk gegenüber seinen Peinigern ausgeübt wird (Lenin, Band 13, Seite 481). Hingegen ein Terror der Sowjetvölker gegen die Verschwörer der Restauration des Kapitalismus wäre nicht nur gerechtfertigt, sondern auch notwendig und auch siegreich gewesen.
Als treuer Schüler Lenins hat Stalin stets Lenins Auffassung gegen Verschwörerei verteidigt.
„... ich muss erklären, (...) dass die Kommunisten mit der Theorie der Verschwörung gegen einzelne Personen nichts gemein hatten, nichts gemein haben und nichts gemein haben können. Die Theorie und Praxis der Komintern besteht in der Organisierung der revolutionären Massenbewegungen gegen den Kapitalismus. Das stimmt. (...) Nur Ignoranten und Idioten können Verschwörungen und individuellen Terror durcheinander bringen mit der Politik der Komintern in der revolutionären Massenbewegung“ (Stalin, Band 7, Seite 254).
Stalin war also ein strikter Gegner jeglicher Verschwörungstheorien. Warum wurde und wird ihm aber immer noch vorgeworfen, dass er sich von „Verschwörungstheorien“ hätte leiten lassen? Eben, um von seinem politischen Klassenkampf, von der Führunmg der weltrevolutionären Massenbewegung abzulenken, eben zu vertuschen, dass er ein Marxist-Leninist war, die sich von der Lehre des Marxismus-Leninismus leiten lässt: „Die Befreiung der Massen kann nur das Werk der Massen sein !“ Stalin „Verschwörungstheorien“ anzuhängen, das ist eine der Erfindungen des Antistalinismus, wird von Antistalinisten propagiert, um die „Paranoia“ eines „Diktators“, eines „Despoten“ usw. usf. zu „untermauern“. Der Aufgabe des Marxismus-Leninismus besteht darin, das „Phantastische“, „das „Geheimnisvolle“, das „Irrationale“ der „Verschwörungsideologie“ zu entlarven und ihren reaktionären Klassencharakter aufzudecken. Es ist Obskurantismus, wenn das rein theoretische Verschwörungsmuster dazu verwendet wird, die revolutionäre Theorie von der revolutionären Praxis , die Massen von ihren Führern, zu trennen und zu isolieren. Und in Theorie und Praxis ging Stalin konsequent gegen Verschwörer und ihre Umsturzpläne vor, von denen es ja in der Geschichte der bolschewistischen Partei nicht wenige gab. Mit dem Vorwurf, Stalin habe sich angeblich von „Verschwörungstheorien“ gegen das Volk, gegen die Massen leiten lassen, soll nur von der Tatsache abgelenkt werden, dass es in Wirklichkeit die Anti-Stalinisten, die Konterrevolutionäre, die Imperialisten und ihre Terrororganisationen waren, die sich nicht nur rein theoretisch, sondern auch ganz praktisch gegen die Revolution, gegen die Arbeiterklasse und ihre Führer verschworen hatten. Wenn es in der UdSSR unter Stalin Verschwörungen gab, dann waren sie allesamt gegen die UdSSR, gegen die Sowjetvölker, gegen die Arbeiterklasse und ihre Führer, gegen Lenin und Stalin angezettelt worden.
Wer soll denn das Märchen glauben, dass die Weltimperialisten, diese größten Feinde des Kommunismus, die friedfertigsten Unschuldslämmer seien ? Das Ziel des Weltkapitalismus war es von Anfang an, den Kommunismus mit allen Mitteln zu verteufeln, unter den Massen zu diskreditieren und die Führer auf „elegante“ wie brutale Weise aus dem Weg zu räumen. Die Imperialisten haben doch alle nicht nur Angst vorm Kommunismus, sondern auch eine maßlose Wut im Bauch, weil sich die Kommunisten erdreisten, ihren Kapitalismus vom Erdball hinwegzufegen.. Das ist eine alt bekannte Tatsache und dies zu leugnen und stattdessen Stalins angebliche „Verschwörungstheorien“ aufzutischen, das gehört zum Waffenarsenal der Bourgeoisie, zur Verdummung der werktätigen Massen.
„Verschwörungstheorien“ sind der Arbeiterklasse und ihrer Ideologie fremd. Die Bourgeoisie diffamiert sogar die proletarische Weltanschauung als eine „Verschwörungstheorie der Ohnmacht gegenüber dem Kapital“. Und wir erinnern uns, das nicht nur Stalin , sondern auch schon Lenin, ja überhaupt die Bolschewiki als „Blanquisten“, als Anhänger des „Blanquismus“ bezichtigt wurden wie zB. Von den Struvisten, den „legalen Marxisten“. Die ganze Verschwörungsideologie dient ganz bewusst der Versimpelung der Komplexität des tatsächlich vor sich gehenden Klassenkampfes und seiner mannigfaltigen Formen. Sie führt geradewegs in den Sumpf, in das Labyrinth von Vermutungen, von Hirngespinsten, von konstruierten persönlichen Motiven, von Geschichtsfälschungen, um die Aufdeckung der tatsächlichen politischen und gesellschaftlichen Vorgänge zu vertuschen. Sie führen geradewegs in die Religion, sind Opium fürs Volk, geben sich einen „wissenschaftlichen“, zuweilen auch einen holywoodartig-reißerischen Anstrich des Agentenmilieus, um das bislang Ungeklärte zu „erklären“, sprich: die Wahrheitssuche durch Spekulation, durch Glaubensbekenntnisse und Spionagethrillerei und sonst was zu befriedigen.
Die Verschwörungsideologie ist heute wieder groß im Kommen. Soziale Träger sind oft kleinbürgerliche Elemente, die damit ihre Ohnmacht und Verzweiflung, ihre Kapitulation gegenüber der über sie hereingebrochenen kapitalistischen Weltkrise zu erklären und auszudrücken versuchen. Befallen davon sind auch einige Nationalisten, die sich von der Übermacht der Globalisierung überrollt fühlen. Aber auch in unserem eigenen kommunistischen Lager versucht sich die kleinbürgerliche Verschwörungsideologie einzuschmuggeln, um die Lücke des ungeduldigen Wartens zu füllen, nämlich dass der Kapitalismus immer noch nicht verschwunden und der Sozialismus immer noch nicht wieder da ist. Die Niederlage des Sozialismus, das Ende der ersten Periode des Sozialismus, ist eine historische Tatsache, die man nicht durch „Verschwörungstheorien“ rechtfertigen kann. Revolutionäre Umwälzungen kann man nicht durch Verschwörungen künstlich schüren. Das ist anarchistisch.
Die Verschwörungsideologie ist reaktionär, weil sie die Theorie des Klassenkampfes zu ersetzen versucht und die aktive Rolle der Massen in der Geschichte des Klassenkampfes leugnet. Der Globalisierung der bürgerlichen Verschwörungsideologie muss die Globalisierung des Marxismus-Leninismus entgegengesetzt werden.
Nun, wir Stalinisten lehnen das Instrument der Verschwörung im Klassenkampf nicht grundsätzlich ab. Politische Verschwörungen gehören zur Geschichte der Klassengesellschaft wie der Deckel zum Topf. Wir sind lediglich der Auffassung, dass politische Verschwörungen (Blanquismus) unseren Klassenkampf nicht ersetzen dürfen, dass sie – allein für sich genommen - untauglich sind. Wir halten uns stets alle Kampfformen offen , legen uns niemals auf eine einzige Kampfform fest. Wir schließen die Methode von Verschwörungen als eine von vielen Methoden des Klassenkampfes nicht aus, so wie auch unser Klassenfeind darauf nicht verzichtet und nicht verzichten kann. Die Methode der Verschwörung ist Bestandteil des Klassenkampfes, sowohl seitens der Bourgeoisie als auch seitens der Arbeiterklasse. In hitzigen, revolutionären Situationen sind auf beiden Seiten der Barrikade diese Methode nicht ausgeschlossen, finden Verschwörungen und Gegenverschwörungen statt. Sie sind im antagonistischen Klassenkampf zwischen Kapitalismus und Sozialismus unvermeidlich und unverzichtbar. „Das französische Wort `conspiration` entspricht dem russischen Wort 'Verschwörung'. (...) Es wäre höchst naiv, die Beschuldigung zu fürchten, dass wir Sozialdemokraten eine Verschwörerorganisation schaffen wollten“ (Lenin, Band 5, „Was tun?“, Seite 493).
Verschwörer heißen deswegen Verschwörer , weil sie nicht die Wahrheit ihrer politischen Absichten offenbaren, auch nicht untereinander. Verschwörergruppen haben sich nicht nur gegen Lenin und Stalin, gegen die bolschewistischen Führer organisiert, sondern auch gegen konkurrierende und rivalisierende Verschwörergruppen, insbesondere, wenn sie in einem sowjetfeindlichen Block zusammenarbeiten. So wie sich die verschiedenen sowjetfeindlichen Gruppen zur Liquidierung der Sowjetführer in den 30er Jahren zusammen schlossen, taten dies auch die sowjetfeindlichen Verschwörergruppen Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre. Es wäre naiv zu glauben, dass unter den Verschwörern von 1953 eitel Sonnenschein geherrscht habe. Nach Stalins Tod haben sie sich alle gegenseitig abzuschlachten und aus dem Weg zu räumen versucht, ging die Verschwörerei um den besten Platz am revisionistischen Futtertrog erst richtig los. So hat dann auch das Schwein Chruschtschow mit den übrigen Schweinen denjenigen vom Futtertrog vertrieben, der sich am meisten vor gedrängelt hatte – nämlich Berija.
Das Doppelzünglertum – „in Worten für die Partei und in Taten gegen die Partei“ – wurde vom trotzkistisch-sinowjewistischen Zentrum zur antibolschewistischen Taktik gegen Stalin erhoben. Sinowjew benutzte diese „legale“ Methode, um – wie er es selber formulierte - „auf dem Bauch in die Partei hinein zu kriechen“ und das Vertrauen der Partei, im Besonderen das Vertrauen Stalins zu gewinnen. Und Sinowjew schien nicht der Einzige gewesen zu sein, der sich auf diese Weise das Vertrauen Stalins erschleichen wollte, nur verfügte Berija über mehr Schmeichelei und Gerissenheit als dieser , in das persönliche Umfeld Stalins einzudringen. „Loyalität“ und „ergebene Treue“ gegenüber Stalin vorzutäuschen, um damit bessere Gelegenheiten für Terrorakte gegen Stalin zu schaffen, genau diese konterrevolutionären Erfahrungen machten sich nicht nur Berija, sondern auch alle anderen Verschwörer von 1953 zunutze. In Worten Stalinisten - in Taten Stalins Mörder!
Stalins Verschwörer der 50er Jahre, an deren Spitze sich zum Schluss Chruschtschow setzte, bedienten sich der gleichen skrupellosen Methoden wie einst das trotzkistisch-sinowjewistische Zentrum und der Block der Rechten und Trotzkisten. Die Spuren der terroristischen Staatsverschwörung wurden verwischt durch Liquidierung aller Leute, die davon zu viel wussten. Zu den Terrorakten gehörten folglich immer zwei Dinge: 1. die Organisierung des Terroraktes selbst und 2. die Liquidierung der Täter zur Spurenverwischung zu den Auftraggebern. Die Verschwörer waren darauf bedacht, nach der Machtergreifung die Leitung der OGPU/MDW auf der einen oder der GRU auf der anderen Seite zum Verwischen der Spuren ihrer Verbrechen an sich zu reißen. Man hat von den Nazis Methoden abgeguckt, wo die Teilnahme an der Verschwörung durch die Hand der Organisatoren der Verschwörung physisch vernichtet wurden, wie dies auch mit der Vernichtung Röhms und seiner Gefolgsleute der Fall gewesen ist. Auch die modernen Revisionisten bedienten sich wie die Trotzkisten und Faschisten dieser Methode.
Einer der Verschwörer Stalins in den 30er Jahren war Bucharin. Er verfolgte am unterwürfigsten die Taktik des Einnistens in die Partei und der Gewinnung des persönlichen Vertrauens der Führung. Er ließ sich deswegen auch auf dem XVII. Parteitag demütigen, nur um in der Partei bleiben zu können, denn von außen war nach den 30er Jahren nichts mehr zu machen. Berija ging weiter, er drang zum Kern der Macht vor und bediente sich vom Zentrum aus seines mächtigen sozialistischen Wirts, um diesen schließlich anzapfen zu können.
Es gab Verschwörer, die in den 30er Jahren vor dem Gericht standen , die nicht restlos die Wahrheit sagten und welche, die die volle Wahrheit sagten. Das eine waren solche, die ihren parteifeindlichen Weg gedachten fortzusetzen, die anderen hatten damit vollkommen gebrochen und sich von diesem Weg abgewandt. Bei mehreren Verschwörergruppen konnten leicht Widersprüche in der terroristischen Verschwörerfront auftreten, insbesondere, wenn die Geheimnisse eine Macht der gegenseitigen Erpressung darstellte. Auf diese Weise wurde die Verschwörung zu einer Ware, die bei der Befriedigung ihrer politischen Ziele meist bietend gehandelt wurde. Geheimnisse können die beste Kapitalanlage und Lebensversicherung sein, wenn man sie beherrscht und richtig einzusetzen versteht, so wie Berija. Wenn man ihnen jedoch ausgeliefert wird, kommt man in ihnen um. Das musste auch Berija bewusst gewesen sein, musste er als Verschwörer diesen seelischen Druck (nicht das schlechte Gewissen, sondern irgendwann auf zu fliegen) mit sich herum geschleppt haben. Berija hat einen Jahrzehnte langen Weg des Verbrechens zurück gelegt, bevor er zum Mörder an Stalin wurde. Auch ein Verschwörer wie Berija, fiel nicht vom Himmel oder wurde als Verschwörer geboren.
Als Bolschewist muss man die dialektischen Gesetze der Verschwörung durchschauen und sie als Waffe gegen die Verschwörer selbst einsetzen. Dies verstand Stalin wie kein Anderer und Berija, der sich stets in der Nähe Stalins aufhielt, lernte diese Waffe gegen Stalin selbst zu richten. So nah wie Berija ist Trotzki nie an Stalin heran gekommen.
Stalin als „Zielobjekt“ der Verschwörung konnte natürlich den Vorteil ausnutzen, verschiedene Verschwörergruppen gegeneinander aufzubringen. Es reichte schon, wenn er von den Verschwörern gewisse Interna in Erfahrung bringen konnte, um sie damit in eine Falle zu locken. Stalin hatte seine Informanten in den konterrevolutionären Organisationen, aber auch Informanten über getarnte Feinde mitten in der Partei. Damit ließ er im geeigneten Moment die ganze Verschwörung hoch gehen, brachte die Verschwörerfront in Verwirrung und schlug zu, wenn der Feind es am wenigsten erwartete.. Genauso können sich Verschwörerfront und Opferfront jahrelang gegenüberstehen, ohne dass an den Machtverhältnissen sich etwas geändert hätte. Man weiß voneinander, hat sich aber gegenseitig im Vesier, kontrolliert gegenseitig Kompetenzen, war Stalin wie ein Panther ständig auf der Lauer und sprungbereit. Wer in einer Verschwörung schwankt wird zum Sicherheitsrisiko der Verschwörergruppe, weswegen diese das „Risiko“ liquidieren muss, wenn sich das „Risiko“ nicht „freiwillig“ selber liquidiert.
Aus den sowjetischen Akten dürften die meisten fehlgeschlagenen Anschläge auf Stalin bekannt sein, auch die Namen derer, die die Anschläge ausführten und vor allem, wer sie plante und befahl, - aber sicherlich nicht lückenlos . Einer der trotzkistischen Anschläge, den Trotzki persönlich befahl, war die Erschießung Stalins auf dem VII. Weltkongress der Komintern, was eine „internationale Massenbewegung“ auslösen sollte. Der Plan scheiterte genauso wie derjenige, Stalin auf dem XIII. EKKI – Plenum zu erschießen, auf dem Stalin aber gar nicht anwesend war. Mit den Säuberungen wurden weitere Pläne aufgedeckt und vereitelt. Stalin hatte den internationalen konterrevolutionären Terror der ganzen Welt jahrzehntelang davon abgehalten, die Sowjetunion zu vernichten, den Kommunismus – zu beseitigen – allein das spricht für seine anti-verschwörerischen Führungsqualitäten. Wenn die Verschwörer Stalin „Verfolgungswahn“ vorwarfen, dann gab ihnen Stalin auch guten Grund, warum sie das taten !!
Die Frage der Taktik der Opposition und der Lösung von Meinungsverschiedenheiten stand in der Anfangsphase der Partei, also bis in die 30er Jahre, noch im Vordergrund. Jahrelang hat die Partei sich von ihren Feinden bis zu einem gewissen Grade noch an der Nase herumführen lassen, weil sie der ehrlichen Meinung war, man müsse die Genossen von der richtigen Politik überzeugen. Vor Kirows Ermordung gab es auch noch keine Todesstrafe für Parteimitglieder. Dass dahinter eine parteifeindliche Taktik der Liquidierung steckte, der man notwendigerweise das Handwerk legen musste, das wurde der Partei erst später bewusst als die Opposition in der Tat zum Sturz der Partei und zur Ermordung ihrer Führer übergegangen war.
Zunächst versteckte die Opposition ihren Kampf gegen die Sowjetmacht hinter Kritik an Mängeln, Schwächen und Schwierigkeiten, weil sie auf eine Niederlage des Sozialismus, auf seinen Zusammenbruch spekulierte. Als der Sozialismus jedoch so sehr an Stärke gewann, dass diese Methode aussichtslos erschien, fing die Opposition an, alle Hoffnungen aufzugeben, verließ den bisherigen Weg des politisch-ideologischen Meinungsstreits um die Generallinie der Partei, um den verbrecherischen Weg der Verschwörung, des Terrors, der Sabotage und der Zusammenarbeit mit der Weltreaktion gegen die UdSSR des Genossen Lenin und Stalin einzuschlagen. Konterrevolutionäre Ideen wurden zu konterrevolutionären Taten. Was war der Auslöser der Säuberungswelle in den 30er Jahren ? Verbrechen von Parteiführern wurden aufgedeckt und das bedeutete eine Warnung vor weiteren Doppelzünglern und Verrätern in der Partei, die von ihrer Reue redeten und sich abgrenzten und maskierten, um so leichter einen Schlag in den Rücken der Partei, des Landes, der proletarischen Sache zu organisieren. Diese Position hatten auch die Verschwörer von 1953 eingenommen. Obwohl die Führer des trotzkistisch-sinowjewistischen Zentrums in Verbannung bzw. im Gefängnis waren, blieb ihr Zentrum handlungsfähig , um zum Beispiel den Mord an Kirow durchzuführen. Das Zentrum der Verschwörung wurde von Trotzki im Ausland gelenkt. Das Zentrum der Verschwörung von 1953 befand sich in der Parteiführung selbst. Obwohl Stalin die Verschwörer von 1953 unter Kontrolle hatte, blieben sie handlungsfähig, um den Mord an Stalin durchzuführen. Ob die Verschwörung von ausländischen Kräften gelenkt wurde, wissen wir nicht, aber zumindest gehen wir davon aus, dass verschwörerische Fäden direkt und indirekt zum Ausland bestanden haben.
Der Feind, erst einmal verhaftet, gestand seine Verbrechen erst unter Druck, wenn die Tatsachen der Anklage bereits unbestreitbar feststanden, wenn der Feind restlos entlarvt war. Wenn wir diese Zeilen hier niederschreiben, lesen das natürlich auch die Stalinfeinde mit großer Aufmerksamkeit und sie werden 1 und 1 zusammenzählen und sorgfältig analysieren, was an ihren Verbrechen bekannt geworden ist und was noch nicht. Mit diesem Wissen können sie dann genug Brauchbares verwenden, um uns, die wir weiter ihre Spuren verfolgen, auf falsche Fährten zu bringen. Seid gewiss, wir wissen mehr über euch als ihr ahnt ! Wir kriegen euch alle, wenn nicht heute, so doch morgen !
Das gemeinsame System von Trotzkisten und Faschisten gegen die Bolschewisten , insbesondere die Pläne für die Ermordung Stalins kam 1933 zustande als die Nazis an die Macht gelangten. In der Ermordung Stalins sah Trotzki seine Hauptaufgabe. Die Gestapo ließ die Trotzkisten frei herumlaufen, weil diese an das Abkommen mit ihr gebunden war, die Sowjetführer mit terroristischen Mitteln umzubringen, vor allem Stalin. Die Faschisten setzten also nicht nur auf Intervention von außen, sondern auch auf Terrorakte von innen, die sie zusammen mit den Trotzkisten unternahmen – aber auch ohne Unterstützung der 5. Kolonne. Ab 1932 wurden in der UdSSR Terrorakte von deutschen Nazis im Auftrage Himmlers ausgeführt und zwar nicht erst als Leiter der Gestapo, sondern schon als Himmler Stabschef der SS war.
Nicht nur Trotzkisten sind Sozialfaschisten, nicht nur die modernen Revisionisten sind Sozialfaschisten, alle anderen Antibolschewisten, die im Gewand des „Bolschewismus“ agieren, sind es ebenso, auch die Berijaner. Und ob sie dies nun wollen oder nicht, bilden sie alle gemeinsam eine 5. Kolonne des internationalen Faschismus gegen die Weltrevolution. Der Hass auf Stalin, die tiefe Feindschaft uns Stalinisten gegenüber, ist sowohl bei den Faschisten als auch bei den Sozialfaschisten gleich stark ausgeprägt - wesensgleich. Sie unterscheiden sich nur äußerlich dadurch, dass deren eine Fahne braun, grün, gelb, schwarz usw., die der anderen aber „rot“ ist.
Im Falle einer möglichen Kompromittierung Trotzkis sollten die Terrorakte auf die Gestapo und die Weißgardisten abgewälzt werden, das war auch bei der Kompromittierung Berijas vorgesehen, aber der Mord an Stalin konnte erfolgreich vertuscht und Berija noch gerade rechtzeitig beseitigt werden. Besonders setzte Trotzki seine Hoffnung auf solche Trotzkisten, die in den Reihen der KPdSU (B) noch nicht als Trotzkisten kompromittiert waren. Die trotzkistischen Verschwörergruppen sollten untereinander nicht verbunden sein, damit beim Hochgehen einer Gruppe nicht die ganze konspirative Organisation aufflog. Für alle Verschwörer galt die Prämisse:
Der Kampf gegen den Kommunismus ist ein Kampf gegen die Kommunistische Partei, insbesondere gegen ihre Führungsspitze. Der Kampf gegen die Kommunistische Partei ist ein Kampf gegen Stalin, gegen die Führer der Partei. Ist Stalin erstmal tot, dann gelangt man in den Besitz der Partei und führt sie auf den Weg des Kapitalismus. Je stärker der Einfluss des Kapitalismus, desto stärker der Rückgang des Kommunismus, der schließlich mit seinem Siechtum endet – das war die Linie der Konterrevolution, die seit der Machtübernahme des Faschismus konsequent umgesetzt wurde. Aber unter dem Druck des Großen Vaterländischen Krieges war es schließlich Hitler, der sich feige das Leben nahm und nicht Stalin, dem er großspurig nach dem Leben trachtete. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Druck des angloamerikanischen Imperialismus wurde Stalin das Opfer ihres Kalten Krieges, ermordet von Verrätern in seiner eigenen Führungsspitze, die mit dem Westen verbunden war. Es deutet alles darauf hin, dass das, was in den 30er Jahren mit den Faschisten gegen Stalin passierte, auch mit den Angloamerikanern nach dem Zweiten Weltkrieg passierte, insbesondere ab Ende der 40er Jahre bis zum Todestag Stalins. Das Motto der Amerikaner lautetet „Wir verschonen nicht nur alle, die sich vom Stalinismus abkehren, sondern belohnen sie auch reichlich mit Dollars dafür“. Der erste, der die Hand aufhielt, war der einst so „stalintreue“ Tito, aber Berija wollte ihm nicht nachstehen und hielt auch seine Hand auf. Alle – von Tito bis Gorbatschow – standen in Zusammenarbeit mit dem Weltimperialismus und haben nicht nur ihre Hand aufgehalten, sondern haben auch ihren Judaslohn für ihren Verrat empfangen.
Ob nun Trotzki, Berija oder Chruschtschow, sie und all die Anderen erkannten, dass keinerlei Möglichkeit besteht, die Politik der Partei zu ändern, die Partei in ihre Hand zu kriegen, solange Stalin nicht gewaltsam beseitigt war: im Kampf gegen Stalin durfte weder der eine noch der andere vor den äußersten Mitteln halt machen – Stalin musste physisch vernichtet werden. Erst mit der Eroberung der politischen Macht ließ sich die Wiederherstellung des Kapitalismus zu Ende führen. Was die Ermordung der Parteiführer anbelangte, verfolgte Trotzki die Taktik „fern von Moskau“, ihn an der Peripherie aufzulauern mit spektakulären Attentaten wie inszenierten „Autounfällen“ usw. Ganz anders die Verschwörer von 1953: Sie konnten ganz „legal“ den Zugang zu Stalins Privatzimmer nutzen, um Stalin – von niemandem dabei gestört - zu ermorden. An dieser Entwicklung ist zu bemessen, wie weit die Feinde und Mörder nach Trotzkis Tod vorgedrungen waren, um ihr verbrecherisches Werk zu vollenden. Mehr noch: Trotzki konnte nur den Weißgardisten, ausländischen Geheimdiensten usw. die Schuld in die Schuhe schieben, um seine Hände in Unschuld zu waschen. Hingegen die Verschwörer von 1953 hatten alle so viel Dreck ab Stecken, dass sie locker jedem Führer der Partei und des Sowjetstaates etwas davon in die Schuhe schieben konnten. Sie suchten sich in aller Ruhe ihre Opfer aus. Soagr Verbrecher konnten sie willkürlich freilassen und Genossen, die zwar Fehler gemacht, diese aber überwunden hatten, wieder ins Gefängnis stecken, wenn sie ihnen gefährlich erschienen. Dieser gemeinen Taktik bedienten sich sowohl die Verschwörer von 1953 als auch die trotzkistischen Verschwörer in den 30er Jahren, denn beide hatten sich Einfluss auf das Innenministerium und die Staatssicherheitsorgane und andere Instrumente der Diktatur des Proletariats verschafft. Trotzki war weit weg von Russland und hatte keinen Masseneinfluss. Berija bediente sich der Geheimdienst und Chruschtschow bemächtigte sich aller Propagandamittel in Partei und Staat, um sich seine eigene Massenbasis, einen eigenen Personenkult zu schaffen, nachdem er die Vertrauensbasis der Massen als ein „Kampfgefährte“ Stalins auf dem XX. Parteitag nun nicht mehr brauchte. Trotzkis Verschwörer und die verschwörerischen modernen Revisionisten hatten die gleichen Ziele , die Restauration des Kapitalismus in der UdSSR; einmal davon abgesehen, dass Trotzki sich als Agentur der Nazis verkaufte, während die modernen Revisionisten sich an die Angloamerikaner verkauften: Zulassung der Entwicklung von Privatkapital, Auflösung der Kollektivwirtschaften, Liquidierung der Sowjetwirtschaften, Übergabe von Sowjetbetrieben in die Hände des Auslands, Annahme von Krediten, Einkalkulierung von Konzessionen, bei denen auch Gebietsabtretungen nicht ausgeschlossen sein würden – all das spielte von Anfang an die gleiche Rolle.
Stalin signalisierte den ausländischen Regierungen knallhart, dass die UdSSR niemals kapitulieren würde und nichts an den Imperialismus zu verschenken habe. Stalin verfolgte konsequent seinen Konfrontationskurs zwischen Kapitalismus und Sozialismus – was nichts anderes heißt als Verschärfung des Klassenkampfes, was ihn nicht davon abhielt, sich mit den imperialistischen Großmächten auf eine Bank zu setzen, um sie zu taktischen Zugeständnissen zu zwingen, um die UdSSR vor ihnen zu schützen.. Nach Stalins Tod signalisierte die UdSSR den gleichen ausländischen Regierungen den Wunsch zur Beendigung der Konfrontation , den Wunsch, den Sozialismus allmählich an den Kapitalismus anzugleichen. Anders als mit dem Aufbau von Verbindungen zum Westen hätten die modernen Revisionisten ihre Macht nicht behaupten können. So wie der Trotzkismus sich als Waffe der faschistischen Kriegsbrandstifter erwies, so sind die modernen Revisionisten eine Waffe in den Händen der angloamerikanischen Kriegsbrandstifter gewesen, denn sie haben den Mann ermordet, der wie kein anderer in der Menschheitsgeschichte den Frieden erkämpft hatte, der gegen die Unvermeidbarkeit von Kriegen gekämpft hatte. Und gegen die Unvermeidbarkeit des Krieges zu kämpfen, bedeutete für Stalin nach dem 2. Weltkrieg, die Speerspitze gegen die USA zu richten. So wie zur Zeit des Faschismus der Trotzkismus und der Faschismus sich die Hand gegen den Kommunismus reichten, so reichten sich die modernen Revisionisten und die westlichen Siegermächte, voran die USA und England, die Hand gegen den Kommunismus. Verräter am Kommunismus waren und sind stets Handlanger des Kapitalismus, unter welcher Maske diese Verräter auch immer geschlüpft sind oder noch schlüpfen werden.
Die Taktik krimineller Verbrecher war und ist es - so auch in den 30er Jahren - nur das zu gestehen, was unwiderlegbar beweisbar ist – aber keinesfalls mehr. Der hinterlistige Verbrecher spekuliert mit seinen erfundenen Märchen auf die Leichtgläubigkeit der Leute und schließlich auf seine „zu Tränen rührige, herzzerreißende Reue“. Die „verbrannten“ (entlarvten) trotzkistischen Agenten in der Partei wurden umgehend öffentlich von den Trotzkisten „gebrandtmarkt“, um die noch nicht enttarnten Trotzkisten in der Partei zu schützen. So laufen in der kommunistischen Weltbewegung immer noch Trotzkisten als so genannte „Marxisten-Leninisten“ herum – wie zum Beispiel die Berijaner. So eine Taktik wird im Allgemeinen als „Platzhalter-Taktik“ bezeichnet. Berijaner sind also Platzhalter der trotzkistischen Wühlarbeit in der marxistisch-leninistischen Bewegung – so geschehen mit Berija und Malenkow und anderen Verrätern, die heute immer noch als „Marxisten-Leninisten“ gefeiert werden. Diese Platzhalter sind nicht nur „Schläfer“, sondern auch Aktivisten, um die marxistisch-leninistischen Organisationen von innen her zu zersetzen auf die unterschiedlichste verdeckte Art und Weise. Fehler der Marxisten-Leninisten werden zum Beispiel gelobt und die korrekte marxistisch-leninistische Linie zum Beispiel als „sektiererisch“ kritisiert – natürlich immer mit „marxistisch-leninistischen Argumenten.“ Im Lager der Marxisten-Leninisten gab es also so genannte geheime „Platzhalter“. Platzhalter sind solche Leute, die sich doppelzünglerisch im Lager der Marxisten-Leninisten unerkannt bewegen und zwar als Agenturen eben der modernen Revisionisten, und anderer antimarxistisch-leninistischer Kräfte, die keinen offenen Zugang in die marxistisch-leninistischen Weltbewegung haben würden, die dort - würden sie offen auftreten - früher oder später raus geworfen und zerschlagen worden wären. Platzhalter innerhalb der kommunistischen Bewegung und Organisation schaffen dort Platz für die systematische Anpassung der revolutionären Kräfte an die konterrevolutionären Kräfte, – also von innen heraus - ihre Umwandlung in konterrevolutionäre Kräfte. Die von den Marxisten-Leninisten noch unentdeckt gebliebenen Parteifeinde innerhalb der marxistisch-leninistischen Front versuchen so viele (historische) Verbrecher wie möglich und dies so lange wie möglich unter dem Deckmantel eines „Marxisten-Leninisten“ zu konservieren, allein um die Verbrechen zu tarnen und Platz genug für die Deckung weiterer Verbrechen zu schaffen. So ein Platzhalterrolle nehmen heute auch die Berijaner ein: „Führe die Marxisten-Leninisten weiter in die Irre, wenn sie versuchen dahinter zu kommen. Nur so kannst du deine berijanische Politik ungehindert weiterverfolgen, folgen dir die Marxisten-Leninisten im Glauben, den modernen Revisionismus zu bekämpfen. Nun, die Berijaner können davon ausgehen, dass wir Marxisten-Leninisten auch unsere Platzhalter in ihrem Lager haben – vor und hinter den Barrikaden unseres Klassenkampfes !
Zu dieser Taktik gehörte es auch, Mittäter vor ihrer Entdeckung und Entlarvung zu schützen, um Reserven für weitere Verbrechen zurück zulassen, bzw. um das aufgedeckte Verbrechen doch noch zu Ende zu führen. Es wird zu diesem Zweck häufig ein zweites, unabhängig strukturiertes, verschwörerisches Reservezentrum eingerichtet. Parallelzentren der Wiederherstellung kapitalistischer Verhältnisse in der UdSSR waren einerseits die Zentren der umkreisenden imperialistischen Mächte und andererseits die Zentren konterrevolutionärer Elemente innerhalb und außerhalb der Partei und der Regierung der UdSSR. Bei aller taktischen Eigenständigkeit und Parallelität waren diese Zentren strategisch miteinander verzahnt und koordiniert, dienten sie alle dem gemeinsamen strategischen Ziel der Liquidierung der Macht des Sozialismus und ihrer Führer.
Die Trotzkisten handelten entschlossener und energischer als die Sinowjewleute. Wer vor dem Mord die beste Position ergatterte, würde nach dem Mord um so mächtiger da stehen. Wer die größten Verbrechen vorweisen konnte, hatte natürlich einen Anspruch auf das größte Stück Kuchen. Das war bei den Verschwörern von 1953 nicht anders. Berija war am gierigsten. So brachten sie Berija um, damit für sie noch genug vom Kuchen übrig blieb. Mit diesem Wetteifer, das größte Stück Kuchen zu ergattern, bekamen die Aktivitäten der Verschwörergruppen gegen Stalin ihre charakteristische Eigendynamik, die die Verschwörer in Situationen brachte, welche sie weder vorhersagen noch vorausplanen konnten, denen sie vielmehr ausgeliefert waren und wodurch sich alles unumkehrbar zuspitzte
. Aber erst einmal an die Schalthebel der Macht gelangt, stellte sich heraus, dass sich diese nicht so leicht steuern ließen wie man es sich erhofft hatte. Alles schien sich nun gegen die Verschwörer selbst zu verschwören. Die Verschwörer standen unter enormem Druck. Und das drückt sich auch in ihren unmittelbar nach dem Mord begangenen chaotischen politischen Handlungen aus, obwohl sie in Kaltblütigkeit jahrzehntelang geübt waren. Das kam besonders deutlich bei Berijas Abenteuerpolitik zum Ausdruck, die er nach Stalins Tod im rasenden Tempo durchzog.
Die modernen Revisionisten waren Vertreter der Vorhut der internationalen Konterrevolution, die in heimtückischer Weise die Vorhut der proletarischen Weltrevolution an sich rissen, um sie in die Sackgasse, ins feindliche Lager zu führen. Sie waren sich darüber mehr oder weniger bewusst, dass sie einen Rückzug zum Kapitalismus antreten würden, dass sie als Führer in dem Augenblick ihre Macht abtreten müssten, sobald der Prozess des restaurierten Kapitalismus abgeschlossen sei. Die Konterrevolution frisst ihre Kinder – auch einen Berija. Der Weg war abgesteckt; wenn eine revisionistische Führung von ihm abwich – aus welchem Grund auch immer – wurde sie von einer anderen revisionistischen Führung abgesetzt. Das Ende dieses seit dem Tod Stalins eingeschlagenen revisionistischen Weges war schließlich erreicht mit dem Übergang von Gorbatschow zu Jelzin. Einmal in die Wolfsgrube des Imperialismus geraten, wurden die modernen Revisionisten gepackt und zu dessen Spielball. Die modernen Revisionisten hatten sich in ihrem Größenwahn eingebildet, sie würden die imperialistischen Kräfte für sich ausnutzen, aber in Wirklichkeit stellte sich heraus, dass es die Imperialisten waren, die die modernen Revisionisten als ihr Werkzeug gegen den Kommunismus benutzt hatten. Schließlich hatten die modernen Revisionisten den Entartungsprozess des einst so stolzen Sozialismus Lenins und Stalins in ein solches Fäulnisstadium überführt, dass nur noch ein kleines, abgewirtschaftetes Häuflein Elend auf der Türschwelle des Weltimperialismus lag. Aber ist der moderne Revisionismus mit seinem verfaulten Werk wirklich in sich zusammengestürzt? Das zu glauben, würde bedeuten, nichts aus der Geschichte des modernen Revisionismus gelernt zu haben. Ist er wirklich so bei den Massen verhasst, dass er begraben ist und sich nicht wieder erheben kann? Das haben auch die Trotzkisten vom Trotzkismus behauptet als sie vor dem Sowjetgericht um Nachsicht winselten. Aber wir Marxisten-Leninisten wissen natürlich, dass dies nicht stimmt, dass der Trotzkismus sich häutet und solange für uns eine Bedrohung darstellt, wie auch die Bedrohung durch den Kapitalismus existiert. Die Trotzkisten verübten ihre Morde , um den Sozialismus zu stürzen und deswegen wurden sie erschossen. Und so ergeht es auch den modernen Revisionisten, die es auf die Wiedergeburt des Sozialismus abgesehen haben und dann „im Namen der Weltrevolution“ auf uns Stalinisten zu schießen versuchen.
Rykow organisierte im Nordkaukasus Kulakenaufstände gegen die Sowjetregierung. Er war damals immerhin Vorsitzender des Rates der Volkskommissare und spielte sowohl der II. Internatinale als auch den Menschewisten Material zu, damit diese in ihrer Zeitung „Sozialistscheski Westnuk“ gegen die Sowjetunion hetzen und die Kulaken zu Aufständen aufrufen . Im Auftrag der faschistischen Spionagedienste sammelten die Verschwörer Kader für Banditen-Aufstände, indem sie sie für bewaffnete Aktionen u.a. im Nordkaukasus vorbereiteten. Der Block der Rechten und Trotzkisten nahm zu diesem Zweck Verbindung zu den Sozialrevolutionären auf, die in den Kulakenschichten des Dorfes ihre Wurzeln hatten und auch in Paris unter Emigrantenkreisen ihr ausländisches Zentralkomitee unterhielten. Hier war Bucharin schon ab 1926 aktiv, weil er in der Bauernbewegung im Nordkaukasus einen der wichtigsten Hebel sah, die Sowjetmacht zu stürzen. Im Nordkaukasus konnten Kulakenaufstände früher als anderswo ausbrechen und es gab auch Überreste der weißgardistischen Kulakenarmee, die aus dem Ausland in Bereitschaft standen. Deswegen konzentrierte sich Bucharin darauf, sich dort rechtzeitig an die Spitze zu stellen. Das hätte Signalwirkung für alle anderen Aufstände im ganzen Land. Das war Bucharins „Massentaktik“, um die Randgebiete wieder in den Kapitalismus zu verwandeln. Und das war natürlich gegen den Leninismus gerichtet, der die Möglichkeit des direkten Übergangs ehemaliger Kolonialländer zum Sozialismus bejaht, nämlich ohne dabei das kapitalistische Entwicklungsstadium durchlaufen zu müssen. Verräter innerhalb des Blocks wurden liquidiert, so auch im Nordkaukasus. Damit wollte man die eigenen Mitglieder im Block unter Druck setzen, ihre Anstrengungen für Terrorakte erhöhen. Die Verschwörer vor 1953 gingen da nicht anders vor. Man trat sogar an Japan und Deutschland heran, sie mögen sich mit dem Überfall auf die Sowjetunion mehr beeilen, damit sich die Bedingungen für den Aufstand nicht noch weiter verschlechtern. Doch die Terrorakte führten – ganz im Gegensatz zu ihren Zielen – zur Festigung der Wachsamkeit der Massen gegen die inneren Feinde der Sowjetunion. Die Massen empfanden den Terror nicht als ein „Befreiungsakt“ vom „Joch des Sozialismus“, sondern als einen Angriff auf ihre eigenen Interessen. Durch den Mord an Kirow waren die Massen aufgebracht und standen noch fester hinter Stalin als je zuvor. Die Frage der Machtergreifung durch einen bewaffneten Aufstand wurde von Bucharin aber schon vor 1929 gestellt, also bevor der Block mit den Trotzkisten gebildet wurde. Ab 1934 sollte die Niederlage der Sowjetmacht von innen vorbereitet werden. Das war die Zuarbeit für die Zerschlagung der Sowjetmacht . Im Nordgau des Landes wurde Holz geklaut und illegal an die Engländer verscherbelt. England wollte den Norden der Sowjetunion überfallen. Es lief also ein illegaler Deal zwischen den Imperialisten und den Bucharinleuten. Das sollte eine Art Vorschusszahlung sein, damit die Rechten nach der Zerschlagung der UdSSR den Kapitalismus in Russland aufbauen konnten – in direkter Zusammenarbeit mit den Imperialisten des Auslands. 1935 wurde zwischen Trotzkisten, den Rechten und der Militärgruppe Tuchatschewskis ein Abkommen über den bewaffneten Umsturz getroffen. Zum Vergleich: Berija besetzte den Kreml mit seinen MWD-Truppen und hatte damit das gesamte Präsidium in seiner Gewalt.
Elemente des Doppelzünglertums, die in der Partei ihre konterrevolutionäre Arbeit machten, gab es von Anfang an, also schon lange vor der Oktoberrevolution, gab es schon zur Zeit der Ochrana, die sich diese Elemente aus der revolutionären Bewegung rekrutierte, sie organisierte und bezahlte. Unter den Angeklagten der Prozesse in den 30er Jahren waren viele ehemalige Elemente der Ochrana. Als die Ochana zerschlagen war, dienten dann viele von ihnen in den Geheimdiensten der ausländischen imperialistischen Staaten illegal innerhalb des Partei- und Regierungsapparates der UdSSR, teilweise sogar in führenden Positionen – einschließlich vor und nach Stalins Tod – das ist eine gerade Linie der Konterrevolution, die man hier verfolgen muss und zwar vom ersten Tag der Gründung der bolschewistischen Partei bis zu ihrer Zerschlagung nach Stalins Tod. Je mehr von ihnen entlarvt wurden, insbesondere die verschiedenen legalen Vertreter der Opposition in der Partei, desto reger gaben die übrig gebliebenen Konterrevolutionäre Erklärungen „gegen“ die Konterrevolutionäre ab, um mit dieser doppelzünglerischen Taktik jeden Verdacht der Zugehörigkeit zur Konterrevolution von sich zu weisen, um die konterrevolutionären Reserven nicht preiszugeben. Ab 1930 war es mit der Legalität der Konterrevolution vorbei. Von da ab trat sie nur illegal in Erscheinung. Die „Rechten und Trotzkisten“, die nun nicht mehr öffentlich auftreten konnten, waren damit natürlich noch lange nicht zerschlagen, sondern sie setzten ihre Wühlarbeit gegen die Sowjetunion um so intensiver illegal fort, setzten sich sogarl im „Kampf gegen den Block der Rechten und Trotzkisten“ selber mit an die Spitze, um neue Positionen in der Partei zu erobern.
Die Taktik des offenen Ausprechens von konterrevolutionären Positionen innerhalb der Partei, die Bildung einer Opposition, verwandelte sich von diesem Augenblick an in die Taktik des Verschweigens und des Verfälschens der revolutionären Ziele, zum Beispiel das Verschweigen von Hauptkettengliedern des Klassenkampfes bzw. die Ersetzung der eigentlichen Hauptkettenglieder durch falsche, um die Stoßrichtung abzuschwächen bzw. in eine falsche Richtung zu lenken. Diese Taktik wurde bis zum Tode Stalins immer ausgefeilter gehandhabt, bis sie von den modernen Revisionisten an der Macht zur Meisterschaft geführt wurde, nämlich die tatsächliche Umsetzung der Restauration des Kapitalismus als eine „Weiterentwicklung und Festigung des Sozialismus“ erscheinen zu lassen. Die Wurzeln dieser Taktik führen zurück zur Taktik des Blocks der Rechten und Trotzkisten als dieser seine Konterrevolution nach den Säuberungen in den 30er Jahren weiter fortsetzte. Die Spur des Blocks der Rechten und Trotzkisten müssen wir also unbedingt bis zum Tod Stalins weiterverfolgen, um die Verschwörung von 1953 historisch richtig verstehen und deuten zu können.
Die Aufgabe Jagodas als Stellvertreter des Vorsitzenden der Vereinigten Staatlichen Politischen Verwaltung Menschinskis war es, die illegale Organisation des Blocks der Rechten und Trotzkisten vor und während der Säuberungen der 30er Jahre vor dem Zugriff der Diktatur des Proletariats in Schutz nahmen. Offen aufgetreten waren die Rechten hauptsächlich mit Tomski, Rykow und Bucharin (Dreierbund), die Organisation selbst operierte illegal. Schutz der eigenen verbrecherischen Organisation war der Grund, warum die Rechten und Trotzkisten unschuldige Opfer in Kauf nahmen, nämlich um den Verdacht von sich abzulenken und damit ihre eigene Haut zu retten. Unschuldige Opfer schoben dann später Berija und Chruschtschow auf Stalins Konto. Damit fielen Berija und Chruschtschow ein in den allgemeinen Tenor der westlichen antistalinistischen Hetzpropaganda.
Die so genannte „Rjutinsche Plattform“ war ab 1932 das illegale Programm der Konterrevolution, das Programm des gewaltsamen Sturzes der Sowjetmacht - im Landhaus Tomskis entworfen, wo außer Bucharin, Rykow und Tomski auch andere Konterrevolutionäre teilnahmen. Die Doppeltaktik dieser Plattform drückte sich bereits in der Absicht ihrer Verfasser aus, sich namentlich offiziell davon zu distanzieren, um möglichst alle Gegner des Sowjetsystems anzusprechen und zu gewinnen, also auch diejenigen, die die Plattform gar nicht unterstützt hätten, wenn sie denn gewusst hätten, dass die Verfasser in Wahrheit Tomski, Rykow und Bucharin hießen - das waren schließlich führende Mitglieder des ZK der KPdSU (B) ! Inhaltlich ging es um das Praktizieren jeglicher gewaltsamer Maßnahmen gegen die UdSSR und um die organisatorische Vereinigung der konterrevolutionären Kräfte. Die Kräfte der Unzufriedenheit mit Partei und Regierung sollten gebündelt und auf bewaffnete Aufstände konzentriert werden, zum Beispiel Kulakenaufstände. Indem sich Trotzki mit dieser Rjutinischen Plattform der Rechten vereinigte, zeigte er, was er unter seiner linkslerischen Uniform verbarg - seine faschistische Gesinnung! Rechte und „Linke“ rüsteten sich gegenseitig ideologisch auf und bewiesen in der Tat, was sie in Wirklichkeit waren – ausgemachte Halunken.
Während der Block der Rechten und Trotzkisten den Faschisten die Tür zum Überfall auf die Sowjetunion öffneten, öffneten die Verschwörer von 1953 dem Kalten Krieg der Angloamerikaner die Tür in die Sowjetunion, nicht um die Sowjetunion auszuliefern, sondern um am Machtspiel der Weltherrschaft teilhaben zu können, also der Unterwerfung der Welt unter dem Kapitalismus, wovon sie sich reichlich Vorteile erhofften. Aber in wessen Hände würde die Macht tatsächlich letztendlich gelangen? Natürlich nur in die Hände des Weltkapitalismus, was 1991 denn ja auch zur historischen Tatsache wurde. Somit war die Verschwörung von 1953 eine Abteilung des Weltimperialismus mit den Westmächten an der Spitze, insbesondere den USA. Die Angst, entlarvt werden zu können, brachte sie zusammen, um sich gegenseitig zu decken. Aber einmal zusammengeführt, verwandelte sich die gemeinsame Deckung in einen kollektiven Druck, der also auf jeden Einzelnen von ihnen lastete. Aus der Stärke der gemeinsamen Verschwörung wurde die Zerreißprobe ihres Auseinanderfallens am schwächsten Kettenglied.