Stalin

und wir Stalinisten







Über die Grundlagen

und

zu den Fragen des

Stalinismus



geschrieben von Wolfgang Eggers

Dezember 2008 bis Juli 2009

herausgegeben vom Exekutivkomitee der Komintern / ML





Definition des Marxismus:

Der Marxismus

ist die Wissenschaft von den Entwicklungsgesetzen der Natur und der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Revolution der unterdrückten und ausgebeuteten Massen, die Wissenschaft vom Siege des Sozialismus in allen Ländern, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft“ (Stalin)





Definition Leninismus:

Der Leninismus

ist der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer: Der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im Allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im Besonderen“ (Stalin).







Definition Stalinismus:

Der Stalinismus

ist der Marxismus-Leninismus für den Übergang von der ersten Periode des Sozialismus in „einem“ Land zur zweiten Periode des Sozialismus im Weltmaßstab - im Allgemeinen.

ist der Marxismus-Leninismus in der Periode des Übergangs vom Sozialismus „in einem“ Land zum Kommunismus in „einem“ Land - im Besonderen . (Komintern / ML)







Definition des Hoxhaismus:

Der Hoxhaismus

ist die Lehre von der Volksrevolution gegen den Faschismus und ihr Übergang zur sozialistischen Revolution,

die Lehre von der Theorie und Taktik des anti-revisionistischen und anti-sozialimperialistischen Kampfes in der Periode des Revisionismus an der Macht im Allgemeinen

und insbesondere die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats unter den Bedingungen der kapitalistisch-revisionistischen Umkreisung (Komintern / ML)









Komintern / ML - Definition des heutigen Marxismus-Leninismus:

Der Marxismus-Leninismus

ist die Weltanschauung des Weltproletariats im Zeitalter der Globalisierung,

ist die Theorie und Taktik der weltproletarischen Revolution im Allgemeinen und die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats im Besonderen.





Teil 1

(Text in insgesamt 16 Teilen )

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Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

Teil 8

Teil 9

Teil 10

Teil 11

Teil 12

Teil 13

Teil 14

Teil 15

Teil 16 (letzter Teil)







Inhaltsverzeichnis:

Einleitung





Einleitung

Dieser Beitrag entstand im Zusammenhang mit unserem ursprünglichen Artikel über die

Ereignisse in Georgien im August 2008.

Um diese Ereignisse besser zu verstehen, hatten wir einen kurzbiographischen Beitrag über

Stalins erste Schaffensperiode im Kaukasus

hinzugefügt.

Das historische Bild wird nun mit diesem dritten, letzten (und leider wieder einmal viel zu langen!) Teil abgerundet, denn die Spuren seines Kampfes vor seinem Tod führen uns wieder in den Kaukasus zurück. Der Text sollte eigentlich mit dem Kapitel über die Mingrelische Verschwörung enden, aber ....

... dass mit diesem letzten Kapitel die Spuren zur Auffindung der Wahrheit über Stalin unvermeidlich wieder zurück nach Moskau führten, verleitete den Verfasser dazu, die Entdeckungsreise nicht mit dem Thema Georgien abzuschließen, sondern sie mit dem Thema der so genannten „Entstalinisierung“ fortzusetzen. Daraus ist nun etwas ganz anderes entstanden:

Über die Grundlagen und zu den Fragen des Stalinismus“.

Der Leser möge für sich selber entscheiden, ob er nun das Studium des Georgien-Textes mit dem Kapitel über die Mingrelische Verschwörung thematisch beenden möchte (Kapitel III) oder neugierig genug ist und sich weiter durch den ganzen Text durchbeißen und sein Studium über die Grundlagen und Fragen des Stalinismus vertiefen möchte.

Das zentrale Verbindungsstück beider Themen bildet das Berijanertum. Berija spielte nicht nur in Georgien eine verbrecherische Rolle gegenüber Stalin. Seine Verbrechen gehen sogar weit über die Grenzen der UdSSR hinaus, weswegen wir die Verteidiger Berijas, die Berijaner, die Verbreitung ihres Berijanertums, kritisch ans Licht gebracht haben. Diese reaktionäre Strömung in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung hat ideologische Verwirrung gestiftet und unserer Bewegung nicht geringen Schaden zugefügt. Und deswegen müssen wir das Berijanertum entlarven und seinen Einfluss in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung zerschlagen. Dieser Aufgabe widmet sich der folgende Artikel, der somit als ein in sich geschlossener, selbständiger Text aufzufassen ist. Zu Tage getreten sind dabei „ganz nebenbei“ einige weltpolitische Grundlagen und Frage des Stalinismus mit aktuellem Ausblick.

Doch genug der Vorrede !

Woran sollte der Kommunismus scheitern ? Am Verrat in den eigenen kommunistischen Reihen !

Wie vollenden wir den Kommunismus ? Im Kampf gegen seine Verräter !

Woran ist das Werk Stalins gescheitert ? Am Verrat an Stalin !

Wie vollenden wir das Werk Stalins ? Im Kampf gegen seine Verräter !

Wir Kommunisten werden stets Opfer von Betrug und Selbstbetrug sein, solange wir nicht lernen, hinter stalinistischen Phrasen die Interessen der Ausbeuter- und Unterdrückerklassen zu suchen!

Es wird viel vom Stalinismus gesprochen, aber was ist denn nun eigentlich Stalinismus, was sind die Grundlagen des Stalinismus ?



Hätten wir aber einen vollen Überblick über Stalins Tätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg, würden wir noch besser seine titanenhafte marxistisch-leninistische Größe erkennen“ (Enver Hoxha: 3. Januar 1967, aus seinem politischen Tagebuch).

Dieser besondere Satz Enver Hoxhas, des 5. Klassikers des Marxismus-Leninismus, ist so zu sagen unser

Ausgangspunkt.

Wir meinen, an diesem „vollen Überblick“ muss unbedingt weiter gearbeitet werden und deswegen haben wir hierzu einen kleinen Beitrag leisten wollen.

Wie werden die Grundlagen des Stalinismus erarbeitet ?

Stets durch Entlarvung und Abgrenzung von Opportunisten, die in Worten den Stalinismus verteidigen, aber ihn in Taten verraten haben.

Wer heute den Stalinismus gegen den Opportunismus verteidigen will, der muss ihn auch gegen solche Opportunisten verteidigen, die uns die Anti-Stalinisten Berija und Malenkow als „Marxisten-Leninisten“ verkaufen wollten.

Die Chruschtschowianer sind ausgebrannt – aber die Berijaner wühlen noch !! Wir haben uns daher entschlossen, die Grundlagen des Stalinismus im Kampf gegen den Anti-Stalinismus des Berijanertums zu entwickeln.







I. Kapitel



Dass wir Stalinisten – zwischen dem 55. Todestag und dem 130. Geburtstag Stalins (!) - den Kampf gegen das Berijanertum erst jetzt eröffnet haben, obwohl wir schon seit 40 Jahren für den Stalinismus kämpfen, das beweist die Gefährlichkeit dieser im Verborgenen operierenden Berijaleute. Wir haben uns diesen Leuten die ganze Zeit über ein Armutszeugnis ausgestellt und wir schämen uns ehrlich gesagt dafür. Wir hatten zwar von Anfang an Verdacht gegen sie geschöpft, wussten aber nicht, wie wir uns diesen Verdacht erklären sollten. Uns fehlten stichhaltige Informationen und ganz einfach auch das revolutionäre Bewusstsein, um unsere Vermutungen erhärten und beweisen zu können. Wir haben mehr daran gedacht, nicht unseren guten Ruf als Stalinisten aufs Spiel zu setzen. Wir befürchteten, uns damit vom Marxismus-Leninismus zu entfernen, wenn wir Berija anklagen – an den Kampf für die Wahrheit über Stalin haben wir dabei nicht gedacht.

Bevor wir uns nicht 100%ig sicher waren, haben wir geschwiegen. Im Nachhinein mag man an Hand der von uns aufgedeckten vernichtenden Beweise gar nicht glauben wollen, dass wir bislang so blind gewesen sind und zu all dem Verrat schweigen konnten, aber es ist dennoch wahr und diese Tatsache bleibt eine beschämende, aber um so lehrreichere Tatsache für uns. Was zeigt uns das? Das zeigt uns, dass wir unseren eigenen Subjektivismus erst durch Überprüfung der Tatsachen, also nur an Hand der Wirklichkeit korrigieren können, dass wir nie über einen „fertigen Marxismus-Leninismus“ verfügen und unsere Wissenslücken nicht mit Idealismus ausfüllen dürfen, dass wir stets mit Zweifeln zu kämpfen haben, dass die Dinge häufig nicht so sind, wie wir sie uns erklären und vorstellen, dass wir ständig mit unserer Unwissenheit, mit unseren Unzulänglichkeiten zu kämpfen haben, dass wir uns der Wahrheit nur relativ nähern in einem permanenten, selbstkritischen Selbstüberwindungsprozess, dass wir Kommunisten uns immer erst ein Stück weit selber von Irrtümern in unserer eigenen Vergangenheit, von unseren Fehlern befreien müssen, bevor wir in der Lage und berechtigt sind, der Arbeiterklasse ein weiteres, kleines Stück Weges zu ihrer Befreiung zu beleuchten. Wir sind uns darüber klar geworden, dass wir unsere Auffassungen vom Marxismus-Leninismus nicht nur auf Grund der falschen Auffassungen anderer, sondern vor allem auch auf Grund der falschen Auffassungen in unserem eigenen Denken und Handeln korrigieren, erweitern und festigen müssen, dass wir nur so unermüdlich danach streben können, ehrliche, selbstkritische Schüler von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Hoxha zu werden, zu sein, zu bleiben.

Was hat sich an unserer Haltung gegenüber dem Genossen Bill Bland geändert ? Nicht wenig, wie sich herausgestellt hat.

Zu unserer Entschuldigung soll gesagt sein, dass wir zum Beispiel gegen die ISML und („Alliance“-Kanada – Hari Kumar) und ihre „Freunde“ in der Welt einen prinzipienfesten ideologischen Kampf geführt hatten und diesen hiermit weiter fortsetzen. Hari Kumar besuchte uns 1998 in Hamburg, und wir hatten zunächst einen positiven, viel versprechenden Eindruck von ihm, was die Verbesserung der Lage an der theoretischen Front innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung anbelangte. Vermittels Hari Kumar kamen wir auch mit Bill Bland in Kontakt. Später wurden die Meinungsverschiedenheiten zwischen uns und Hari Kumar so groß, dass er uns sogar das Wort verbieten wollte und uns schließlich aus seiner Yahoo-Group – und damit vom Kontakt zu anderen Marxisten-Leninisten, die sich dort eingeloggt hatten - ausschloss. Diesen ungeheuerlichen Vorgang hatten wir dann auf unserer Komintern / ML Homepage dokumentiert. Hari Kumar hatte Angst, dass sich sein anti-marxistisch-leninistisches Internetforum durch unsere Genossen in ein marxistisch-leninistisches Forum verwandeln würde - so zog Hari Kumar die Notbremse und warf uns raus.

Es waren auch Bill Blands Schriften, die zur Ausbreitung des Berijanertums beigetragen haben, so dass wir diese endlich einer längst überfälligen Kritik unterziehen mussten. Wir haben festgestellt, dass leider nicht nur wir allein, sondern auch andere marxistisch-leninistischen Organisationen in der ganzen Welt vom Virus des Berijanertums angesteckt worden waren. Die positive Haltung der Albaner zu Bill Bland war eine orientierende Grundlage unseres Vertrauens zu ihm. Die Freundschaft, die die Albaner mit Bill Bland verbanden, flößte uns eine wohl gesonnene Haltung gegenüber Bill Bland ein. Und tatsächlich lernten wir den Genossen Bill Bland als einen aufrechten Genossen kennen und an dieser Haltung hat sich auch nichts nach seinem Tod geändert. Wir sind sehr froh darüber, dass in London, in seinem eigenen Haus, das bedeutsame Communiqué zwischen der Communist League und der KPD / ML im Jahre 1999 zustande gekommenen war, deren Inhalt wir auf der Homepage der Komintern / ML veröffentlicht haben und das auch heute noch auf der homepage der „Communist League“ veröffentlicht ist – wohl nicht ohne ausdrücklichen Willen des Genossen Bill Bland. Anscheinend ist es Hari Kumar nicht gelungen, die „Communist League“ davon zu überzeugen, dieses Kommuniqué wieder von deren homepage zu löschen. Bezeichnend ist, dass dieses Dokument weder von Hari Kumar, noch von der ISML oder von irgend einer anderen marxistisch-leninistischen Organisation auch nur mit einem Wort erwähnt wird, obwohl Hari Kumar von sich behauptet, dass er Bill Bland verteidigt. !! Was ist von so einer „Verteidigung“ zu halten, wenn er unser gemeinsames Communiqué mit keiner Silbe erwähnt ? Es müssen zwischen Hari Kumar und Bill Bland also Meinungsverschiedenheiten bestanden haben, die Hari Kumar jedoch vehement abstritt, um seinerseits auf Meinungsverschiedenheiten zwischen uns und Bill Bland anzuspielen, die wir – jedenfalls noch zum damaligen Zeitpunkt - genauso wenig sahen wie Bill Bland. Auch von Bill Blands Seite aus war hierüber nie etwas bekannt. Das Kommuniqué von 1999 ist also das Band, mit dem wir bis heute mit Bill Bland verbunden sind und ewig verbunden bleiben. Es ist und bleibt ein wertvolles Dokument, mit dem immerhin die Gründung der Komintern / ML begann. Deswegen lässt sich auch Bill Blands Bedeutung, die er damals für uns hatte, nicht wegradieren.

Es war also grundsätzlich richtig, dass wir den Genossen Bill Bland gegen die ISML und ihren trotzkistischen Dunstkreis in der Welt, der bis Indien reicht, verteidigten gegen deren neo-revisionistischen, neo-trotzkistischen Kurs. Selbst bei unserem Besuch in London fiel uns unangenehm auf, wie sehr die intellektuellen Genossen Bill Bland dort herablassend behandelt hatten. Als wir Bill Bland unseren Eindruck mitteilten, stimmte er uns zu und er senkte bedrückt den Kopf. Mit solchen Leuten hatten wir uns in Deutschland auch jahrelang genug herumgeschlagen, aber sie damals längst die Tür gewiesen. Sicher ist, dass diese arroganten Intellektuellen in London einen zersetzenden Einfluss ausgeübt hatten, den wir in Deutschland nicht geduldet hätten. Bewundernswerter Weise aber zeigte sich Bill Bland schnell von seiner humorvollen Seite und gab uns zu verstehen, dass man diese Situation durchstehen und die Arbeit mit diesem Gelumpe geduldig weiter fortsetzen müsse. Okay. Das war seine Sache, nicht unsere. Und in der Tat hatte er in seinem Leben eine ganze Reihe von Attacken seitens seiner Gegner überstanden, so auch seinen Ausschluss aus der „Stalin-Gesellschaft“, die in unseren Augen eine opportunistische Gesellschaft war. Sich nicht von irgendwelchen Leuten etwas vormachen zu lassen, sondern seinen eigenen Kopf zu gebrauchen und selber zu entscheiden, was richtig und falsch ist, das hat uns an Bill Bland fasziniert. Diese grundsätzlich kritische Haltung hat sehr zu seiner Kritik am modernen Revisionismus beigetragen. In unserem Herzen fühlen wir uns mit der Person Bill Blands tief verbunden. Aber seine Schriften haben wir ernsthaft studiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass er eine Reihe von schwerwiegenden Fehlern gemacht hat, die sich mehr aus seinen Quellen selbst als aus deren Studium ergeben. Bill Bland hatte ja den Standpunkt vertreten, ohne Vorurteile sich widersprechende Standpunkte sachlich zu überprüfen, ob sie richtig oder falsch sind.

Es ist manchmal viel schwerer, ein revolutionäres Herz von einem Irrtum zu überzeugen als einen revolutionären Verstand. Das trifft auch auf unsere Haltung gegenüber dem Genossen Bill Bland zu. Wir hatten den Genossen Bill Bland von seiner Person her als einen liebenswerten, herzlichen, bescheidenen und aufrechten internationalistischen Genossen kennengelernt, der unseren Zielen und Wünschen zu unserem Erstaunen weitestgehend entgegengekommen war. Und an dieser Haltung hat sich bis heute nichts geändert und wird sich nichts ändern. Bill Bland schien uns unsere marxistisch-leninistische Haltung regelrecht „vom Gesicht abzulesen“, worüber wir uns damals sehr freuten und ehrlich gesagt, das verblüffte uns. Wir sagten ihm daher damals, dass wir es aufrichtig bedauern würden, dass wir erst so spät Freundschaft geschlossen hätten. Im gemeinsam verfassten Kommuniqué von 1999, diesem Dokument der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, wie es zu jener Zeit durchaus als wegweisenden Lichtblick bezeichnet werden konnte, ist weder etwas Trotzkistisches noch Revisionistisches zu entdecken – es steht auf dem festen Boden des Marxismus-Leninismus. Es ist ein prinzipienfestes Dokument von historischer Bedeutung für die marxistisch-leninistische Weltbewegung, das wir verteidigen und das uns weiter als Grundlage und Anleitung unseres revolutionären Handelns dient.

Es gab damals lediglich kameradschaftlich geäußerte Meinungsverschiedenheiten über die Einschätzung der KLA im Kosova, die darin bestanden, dass der Genosse Bill Bland diese vorbehaltlos und uneingeschränkt unterstützte, während die KPD / ML eine sympathisierende, aber eher kritisch-distanzierte Stellung zu gewissen nationalistischen und maoistischen Kreisen in der KLA einnahm. Das war also die einzige Position, wo ein Kompromiss gesucht und gefunden wurde. In allen anderen Punkten, die von prinzipieller Bedeutung für uns waren - wie unseren Wunsch, den Aufbau der Komintern / ML voranzutreiben und im Kommuniqué unbedingt zum Ausdruck zu bringen – gab es völlige Übereinstimmung. Bill Bland war für den Aufbau der Komintern / ML. Wir haben das gute Verhältnis zu Bill Bland nicht zuletzt an dem Zustandekommen dieses Kommuniqués gemessen, aber kannten damals seine Schriften noch nicht so genau. Er gab uns welche zum Lesen mit und einige andere waren – natürlich auch in englischer Sprache – auf der homepage der Communist League und der ISML veröffentlicht. Erst mit den von G. v. Scheven ins Deutsche übersetzten Bill Bland-Texten, die wir veröffentlichten, wurden wir misstrauisch ohne uns jedoch ernsthaft und kritisch damit auseinanderzusetzen und sie etwa im Widerspruch zum gemeinsamen Kommuniqué von 1999 zu sehen. Wir interpretierten die Angriffe seitens Hari Kumars und der ISML auf uns also auch als Angriffe auf den Genossen Bill Bland und verteidigten ihn. Erst später wurde uns der Widerspruch bewusst, dass wir nicht Bill Bland verteidigen konnten, ohne so manche seiner theoretischen Thesen und Schlussfolgerungen als Fehler zu kritisieren. Wir durften im Grunde genommen nicht Bill Blands Fehler gegen die richtigen Auffassungen von Bill Bland verteidigen. Wir mussten uns selber in die Materie, in den Stoff, den Bill Bland behandelte, hineinknien. Das war nicht so einfach und hat eine Menge Zeit und Kraft gekostet. Doch wir meinen, dass es sich für uns alle gelohnt hat, denn je tiefer wir in die Materie eindrangen, desto klarer traten Bill Blands Schwächen zu Tage, desto mehr begannen wir, uns von seinen falschen Positionen zu distanzieren, desto notwendiger erschien es uns, unsere eigenständige Position dagegen herauszuarbeiten. Wir haben uns also zu einer Distanzierung von Bill Blands Positionen regelrecht hindurch quälen müssen.

Ob Marx und Engels, Lenin, Stalin oder Enver Hoxha, sie alle hatten ein berechtigtes kritisches Verhältnis zur anglo-amerikanischen Physiognomie des Marxismus. Seine Stärke war die rein sachliche Herangehensweise, war ein nüchterner und effektiver Arbeitsstil. Aber er wies theoretische Schwächen auf. Es mangelte an der klaren Linie, an der konsequenten Abgrenzung von bürgerlichen Einflüssen. Der angloamerikanische Marxismus war nie konsequent, drang nicht genug in die Tiefe vor. Er vermochte nicht den dialektischen Zusammenhang der Dinge zu erkennen. Vor allem der bolschewistische Charakter der Parteilichkeit war schwach ausgeprägt. Er war ungeeignet, für die gesamte marxistische Weltbewegung eine Anleitung zum Handeln zu sein und daran hat sich bis heute leider nichts geändert, wenn man die anglo-amerikanischen „Marxisten-Leninisten“ genauer unter die Lupe nimmt .

Stalin hob am leninschen Arbeitsstil die amerikanische Sachlichkeit als Besonderheiten hervor:

Die amerikanische Sachlichkeit ist wiederum das Gegengift gegen `revolutionäre` Manilowerei und phantastische Projektmacherei. Die amerikanische Sachlichkeit ist jene unbändige Kraft, die keinerlei Schranken kennt noch anerkennt, die mit ihrer sachlichen Beharrlichkeit alle wie immer gearteten Hindernisse hinwegfegt, die jede einmal begonnene Sache unbedingt bis zu Ende durchführt, selbst wenn es eine kleine Sache ist, und ohne die eine ernste aufbauende Arbeit undenkbar ist. Doch hat die amerikanische Sachlichkeit alle Aussicht, in engen und prinzipienlosen Praktizismus auszuarten, wenn sie nicht mit dem russischen Schwung verbunden wird. (...) Vereinigung des russischen revolutionären Schwungs mit amerikanischer Sachlichkeit – darin liegt das Wesen des Leninismus in der Partei- und Staatsarbeit“ (Stalin, Grundlagen des Leninismus).

Es war Stalin, der nach Lenin den leninschen Arbeitsstil meisterhaft anwendete. Zweifellos gehört der Arbeitsstil Stalins zu den Grundlagen des Stalinismus, werden wir von seinem Arbeitsstil lernen, werden wir danach streben, ihn uns anzueignen, ihn zu meistern. Heute finden wir Revolutionäre globale Bedingungen vor, um uns einen globalisierten stalinistischen Arbeitsstils aneignen zu können, einen neuen weltbolschewistischen Arbeitsstil, den Arbeitsstil der Weltrevolutionäre, mit dem die internationalistische Weltanschauung des Proletariats in die Tat umgesetzt wird, wo nicht nur russische und amerikanische, sondern die nützlichsten Arbeitsstile aller Länder der ganzen Welt zu einem globalisierten Arbeitsstil in sich vereinigt werden.

Konsequente Demarkationslinien zu ziehen und trotz prinzipienfester Haltung gegenüber dem Opportunismus elastisch genug zu bleiben, damit hat die angloamerikanische, marxistische Bewegung schon immer ihre Probleme gehabt. Da gibt es ein breites Spektrum des rechten Opportunismus auf der einen Seite und auch genug Sektierertum auf der anderen Seite, aber diesem breiten opportunistischen Spektrum stand stets eine viel zu schwache eigenständige Position des Marxismus-Leninismus gegenüber. Es ist den angloamerikanischen genossen nie richtig gelungen, sich vollständig vom bürgerlichen Einfluss frei zu machen und sich zu bolschewisieren. In England und Amerika ist der Marxismus-Leninismus im Grunde genommen nie richtig emanzipiert gewesen- von löblichen Ausnahmen abgesehen. Das lässt sich geschichtlich dokumentieren – vor allem an Hand der Lehren der Klassiker des Marxismus-Leninismus. Es sollte sich zeigen, dass auch wir mit dem anglo-amerikanischen Schrifttum über den Marxismus-Leninismus so unsere Probleme hatten und nun erst nach knapp 10 Jahren Klarheit zu schaffen versuchen, indem wir uns mit den Schriften Bill Blands näher beschäftigten – und leider längst noch nicht mit allen. Der anfänglichen Euphorie und Hoffnung folgte Ernüchterung und Distanz. Beim Studium seiner Schriften machten wir eine Phase durch, in der wir an Bill Bland zu zweifeln begannen, aber wir überzeugten uns schließlich davon, dass wir Bill Bland nicht in Bausch und Bogen fallen lassen konnten, dass man ihn nicht kritisieren kann, ohne seine positiven Seiten zu verteidigen. Obwohl er unserer Meinung nach Fehler gemacht hatte, wollen wir ihm seine Verdienste nicht absprechen. Aber trotz seiner Verdienste gab es schließlich solche schwerwiegenden Fehler, die mit dem Marxismus-Leninismus überhaupt nicht vereinbar sind und deswegen von uns unbedingt zurückgewiesen werden mussten. Es war unserer Meinung nach ein Fehler von Bill Bland, dass er sich mit Leuten wie Hari Kumar überhaupt eingelassen hatte. Hari Kumar ist einer jener geschickten Neo-Trotzkisten in der Welt, der es verstanden haben, einigen Marxisten-Leninisten den verkappten, also den in „Marxismus-Leninismus“ eingewickelten Trotzkismus unterzujubeln. Er hat sich zweifellos der Fehler Bill Blands dabei bedient. Wenn wir hier also vom Berijanertum sprechen, dann ist dieser zu einem nicht geringen Teil gefördert worden durch Bill Blands Fehleinschätzung über die Rolle Berijas, Malenkows usw., aber diese Fehleinschätzung im Interesse des Klassengegners auszunutzen, das haben ganz Andere getan. Wir können jedenfalls hinter Bill Blands Fehleinschätzung über Berija, so folgenschwer sie auch für die Reinhaltung und Verteidigung der Grundlagen des Stalinismus sind, keine hinterhältige Absicht feststellen und wollen ihm ein bewusstes Täuschungsmanöver oder die Erfüllung eines geheimdienstlichen Auftrags nicht unterschieben. Aber Fehler sind nun mal als Fehler zu kritisieren, ob sie nun willentlich oder unabsichtlich begangen wurden. Mit der Verteidigung der Berijaner hat das Bild, mit dem Bill Bland die Verteidigung Stalins zu zeichnen versuchte, für uns eine niederschmetternde Wirkung. Wir können und wollen uns mit dem Bild, das Bill Bland von Stalin zeichnete, nicht anfreunden. Fassen wir unsere Haltung zu Bill Bland wie folgt zusammen.

Die Revisionismuskritik von Bill Bland ist aus unserer Sicht insgesamt mangelhaft und daher kritisch zu beurteilen.

Was sollen wir als Stalinisten von einer „Revisionismuskritik“ halten, die von der ungeheuerlichen These ausgeht, dass „die Herrschaft der Revisionisten bereits im Jahre 1934 bestand“ ? In unseren Augen ist das keine Kritik am Revisionismus, sondern ein Zurückweichen vor dem Revisionismus, einfach eine kapitulantenhafte Haltung gegenüber dem Revisionismus !

Dagegen herrscht unter uns Stalinisten allgemein Übereinstimmung darüber, dass die Diktatur des sowjetischen Proletariats mindestens bis zum Mord an Stalin, also noch bis zum Jahre 1953, existiert hat und nicht etwa die „Diktatur der Bourgeoisie“, denn was anderes kann solcher Art „Herrschaft der Revisionisten“ sein als eben ein „Stalinismus“ unter der Diktatur der Bourgeoisie ? Wir anerkennen nur einen Stalinismus unter der Diktatur des Proletariats.

Wer also Axiome des Bolschewismus in Frage stellt, der verleumdet den Stalinismus, der verfälscht die Geschichte der Sowjetunion über einen Zeitraum von immerhin zwei Jahrzehnten, der demontiert die tatsächlichen Verdienste des Genossen Stalin im Kampf gegen den Revisionismus und vor allem, der unterschätzt die Kraft des Stalinismus gegenüber dem Revisionismus. Mit so einer Selbstentwaffnung aber kann man den Revisionismus nicht ernsthaft besiegen. Überhaupt: Die Diktatur des Proletariats mit der Diktatur der Bourgeoisie zu verwechseln, hat unserer Meinung nach nichts mehr mit wissenschaftlicher Analyse zu tun. So ein Fehler ist mehr als nur eine kleine Bagatelle, ist kein Pappenstiel. Und deswegen ist es unsere Pflicht als Stalinisten, diesen „wissenschaftlichen“ Analysen Bill Blands deutlich zu widersprechen, da sie ein gefundenes Fressen für die Trotzkisten sind, ihren alten Plunder unter neuer Maske in die marxistisch-leninistische Weltbewegung einzuschmuggeln, den wir mit dem Begriff „Berijanertum“ gekennzeichnet haben.

Jeder Versuch, die Verbrechen Berijas mit Stalinzitaten in „marxistisch-leninistische“ Taten ummodeln zu wollen, ist Wasser auf die Mühlen der Berijaner, führt in den Sumpf des Berijanertums und stößt unvermeidlich auf den Widerstand von uns Stalinisten.

Aber wir würden einen Fehler machen, die Schriften Bill Blands in Bausch und Bogen zu verurteilen. Bill Blands Schriften enthalten durchaus gewisse Vorzüge, brauchbares Quellenmaterial, Zitatensammlungen, nützliche Hinweise usw. usf., die uns bei unserer eigenen Revisionismuskritik weiter geholfen haben. Bill Blands Schriften waren und sind lehrreich, weil wir uns nicht nur besser von seinen falschen Schlussfolgerungen abgrenzen, sondern dadurch auch unseren eigenen Standpunkt festigen und neue Ideen entwickeln konnten. Insofern, und nur insofern, empfehlen wir das Studium seiner uns vorliegenden Schriften, bilden sie eine (mit reichlichen Vorbehalten und Kritiken versehene) Bereicherung für die Weiterentwicklung des anti-revisionistischen Kampfes der marxistisch-leninistischen Weltbewegung.

Wir weisen darauf hin, dass man sich nicht so – wie Bill Bland es getan hat – auf das Zusammentragen von Quellenmaterial – ja nicht einmal auf Tatsachenmaterial beschränken darf, sondern dass ein Marxist-Leninist darauf achten muss, das zusammengetragene Material theoretisch zu analysieren und wissenschaftlich zu verallgemeinern, um die objektiven Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung in der Periode des Stalinismus nachzuweisen und daraus Schlüsse im Dienste des aktuellen weltrevolutionären Befreiungskampfes des Proletariats zu ziehen. Eben dies ist der schwache Punkt bei Bill Bland.

Zu diesem Ergebnis ist die Komintern / ML mit ihren Nachforschungen gekommen, die wir im Folgenden ausführlich – wenn auch noch nicht erschöpfend - dargelegt haben. Wir müssen uns weiter mit den Schriften Bill Blands auseinandersetzen, können hier noch keinen endgültigen Schlussstrich ziehen, dafür ist sein Material viel zu umfangreich. Fehlerhaft ist auch unsere Einschätzung auf Grund eigener unzureichender Informationen. Aber nur deswegen weiter zu schweigen, das kann die marxistisch-leninistische Weltbewegung nicht vorwärts bringen. Wir müssen endlich unsere Meinung sagen, auch wenn wir uns unserer Schwächen bewusst sind.

Wir sind jetzt – nicht zuletzt an Hand der Schriften Bill Blands - selber erst in der Lage, die Ideologie des Berijanertums aufzudecken. Bislang hatten wir lediglich Tendenzen wie Neo-Trotzkismus und Neo-Revisionismus festgestellt, was ja durchaus der Wahrheit entspricht. So weit uns bekannt ist, sind wir hiermit die Ersten und damit die bislang Einzigen auf der ganzen Welt, die die Ideologie und mit ihr den Begriff des „Berijanertums“ überhaupt als solchen benannt haben. Wir befassen uns deswegen nicht nur damit, was wir am Berijanertum für falsch halten, sondern weisen auch auf seinen klassenbedingten Ursprung und seine gesellschaftliche Funktion hin, um verständlich zu machen, was Berijanertum wirklich in der Praxis bedeutet.

Immerhin haben wir in Abgrenzung von der „Alliance-Kanada“ und der ISML im Jahre 2000 unsere Komintern / ML gegründet, haben wir den Genossen Enver Hoxha in den Rang eines 5. Klassikers des Marxismus-Leninismus gehoben, um den Marxismus-Leninismus besser zu verteidigen, um den Stalinismus besser zu verteidigen.

Und in den zurück gelegten Jahren haben wir versucht, einiges zur Verteidigung des Marxismus-Leninismus, zu seiner Weiterentwicklung in Richtung Weltrevolution beizutragen. Wir waren also trotz unseres winzigen Daseins bemüht, unseren ideologischen bescheidenen Beitrag zur Stärkung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung zu leisten, ihr den Weg aus der Krise zu weisen, so gut wir es nur konnten. Wir haben uns im Kampf von diesen ISML-Leuten immer schärfer abgegrenzt, haben unseren eigenen Weg dadurch immer klarer vor Augen gesehen, haben uns eine eigenständige weltrevolutionäre, marxistisch-leninistische Position erarbeitet, obwohl wir bis jetzt von der Existenz des Berijanertums keinen blassen Schimmer hatten. Unsere Theorie ist jetzt stark genug geworden, um die ISML und ihren ideologischen Dunstkreis als anti-marxistisch-leninistische Strömung in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung anzugreifen und zu entlarven. Wir rechnen hier jetzt mit diesen Leuten ab. Mag sein, dass wir bei der Aufdeckung des Berijanertums um ein oder anderes Mal daneben gehauen haben, aber schwer getroffen haben wir diese feindliche Ideologie ganz sicherlich. Man kann den Marxismus-Leninismus nicht widerlegen, auch nicht auf dem „Boden des Marxismus-Leninismus“. Diesen Zahn haben wir den modernen Revisionisten bereits gezogen. Entscheidend ist hier jetzt das Aufspüren des Berijanismus. Das Fokussieren auf die Person Berijas macht leider eine Überbewertung seiner historischen Rolle unvermeidlich, wofür wir um Verständnis bitten, denn nur mit erhöhter Aufmerksamkeit bezüglich seiner verbrecherischen Taten werden wir die ideologische Gefahr des Berijanertums erkennen und zerschlagen können, werden wir solche Fehler der ersten Periode des Sozialismus überwinden und aus den gemachten Erfahrungen von damals richtige Schlussfolgerungen ziehen.

Wir sagen es ganz offen und wir werden das niemals zurücknehmen: Berija hat nicht aus eigener Überzeugung gehandelt, sondern wurde von einer fremden Hand gegen Stalin gelenkt , von der bürgerlichen Ideologie und ihren bezahlten Adepten. Berija ist von allen möglichen bürgerlichen Positionen „überführt“ worden, ob nun von den Positionen Chruschtschows oder anderer bürgerlicher Positionen (- zu denen nicht zuletzt die bürgerliche Position der heutigen Berijaner selbst gehört, nämlich dass Berija angeblich ein „Marxist-Leninist“ gewesen sei). Es gibt auch revisionistische Stimmen, die Berija genauso kritisieren wie Chruschtschow, um sich in ein anti-revisionistisches Licht zu stellen (siehe website: „red channel“, Artikel in englischer Sprache: „The Carrierist-Revisionist Berija“). All das hatte uns auf die falsche Fährte geführt. Es gibt nur einen marxistisch-leninistischen Standpunkt, mit dem man den Schleier lüftet, hinter dem sich die Berijaner nach Berijas Tod zu verbergen suchen – das ist der marxistisch-leninistische Standpunkt der 5 Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha. Erst jetzt haben wir angefangen, uns darüber bewusst zu werden, mit welchem gefährlichen Gegner es Stalin in seiner nächsten Nähe zu tun gehabt haben musste. Mit unserer Kritik an Berija haben wir Stalins titanenhafte marxistisch-leninistische Größe noch besser erkannt.

Berija seiner Verbrechen anzuklagen ist nicht schwer. Das haben auch schon Andere vor uns gemacht. Darum allein geht es uns nicht, uns geht es um das Berijanertum, um die ideologischen Wurzeln. Wenn man nicht das Berijanertum vernichtet, dann geistert der Irrglaube über diesen angeblichen „Marxisten-Leninisten“ ungehindert weiter umher. Ja, indem dieser Irrglaube ständig aufs Neue geschürt wird, werden nur noch mehr Genossen davon „gerührt“, ihn vor seinen Chruschtschowianischen Beschuldigungen instinktiv in Schutz zu nehmen. Dass wir Stalin vor den Chruschtschowianern in Schutz nehmen, dass Chruschtschow Berija erschießen ließ und wir deswegen unwillkürlich Berija auch in Schutz nehmen würden, (nämlich ohne Berija kritisch unter die Lupe zu nehmen !!), - genau hierauf spekulieren die Berijaner ja, nämlich darauf, dass sie von uns sehr wohl wissen: Die Stalinisten verteidigen Stalin gegen die Dreckschleudern der bürgerlichen Propaganda. Und so haben sich dann die Berijaner die Aufgabe gestellt, uns Stalinisten den „Marxisten-Leninisten“ Berija als Kuckucksei ins Nest zu legen. Die Berijaner verfolgen dabei das Ziel, dass uns der in einer marxistisch-leninistischen Eierschale verborgene Feind aus unserem eigenen Nest rausschmeißt, sobald wir ihn stark genug hochgepäppelt haben. Das Berijanertum ist also eine parasitäre Ideologie, die man dem Stalinismus einzupflanzen versucht hat, um diesen schon von innen in seiner Weiterentwicklung zu zerstören. Das Berijanertum als Ideologie zu überwinden, ist also viel schwerer, viel komplizierter, aber um so notwendiger und effektiver als sich nur mit der Kritik an der Person Berijas zu begnügen. Wenn man es also versäumt, den Boden der berijanischen Ideologie tief und gründlich umzupflügen, werden immer wieder neue Berijas aus der Erde hervor wachsen, die von uns Marxisten-Leninisten „in gutem Glauben“ gehegt und gepflegt werden, wodurch aber das Wachstum des Marxismus-Leninismus, das uns am Herzen liegt, keine Chance mehr bekommt. Wir sind also noch selber dran Schuld, wenn wir uns plötzlich in den Händen des Klassenfeindes befinden. Diesen Gefallen haben wir auch Mao nicht getan mit seiner Losung: „Lasst 1000 Blumen blühen!“ Wir reißen dem Berijanertum, das sich mit seiner „Aura der Nähe zu Stalin“ umgeben hat, die Wurzeln aus, um es auf den Misthaufen der Geschichte zu werfen.

Die Wahrheit verschweigen und von ihr ablenken durch Verwischen von Spuren, durch Anlegen falscher Fährten – das ist die Methode des Geheimdienstchefs Berija, die die Berijaner von ihm abgeguckt haben. Man kann aber den Marxismus-Leninismus nicht überlisten, man kann ihn nicht willkürlich manipulieren oder ihn gar geheimdienstlich behandeln. Auch Stalin ist dem Berija auf die Schliche gekommen, aber da war es schon zu spät. Der Marxismus-Leninismus ist nicht dazu da, um die Spuren unserer Gegner zu verwischen, sondern um sie aufzudecken! Man kann versuchen, die Marxisten-Leninisten einer berijanischen Gehirnwäsche zu unterziehen, aber man kann den Marxismus-Leninismus selbst nicht einer Gehirnwäsche unterziehen. Und damit endet dann auch schon die ganze „Herrlichkeit“ des Berijanertums, was die Berijaner um so wütender macht. Den Marxismus-Leninismus kann man weder hinter sozialfaschistische Gitter stecken und ihm dort Geständnisse ablocken, noch kann man eine Säuberungsaktion gegen den Marxismus-Leninismus vornehmen. Die Wahrheit lässt sich nicht verbieten, lässt sich nicht wegsäubern, sie ist unzerstörbar, unsterblich. Der Marxismus-Leninismus richtet sich immer gegen denjenigen, die ihn missbrauchen müssen, um die Befreiung des Weltproletariats, um den Weltkommunismus zu bekämpfen. Wir von der Komintern / ML haben den Mut, offen als Ankläger aufzutreten und vor der ganzen marxistisch-leninistischen Weltbewegung, vor dem ganzen Weltproletariat die volle Verantwortung für eine solche Anklage gegen Berija und das Berijanertum zu übernehmen! Dies ist in jeder Hinsicht für uns ein schwerwiegender Schritt, aber der einzig prinzipienfeste, revolutionäre Weg. Lügenmärchen über Berija aber sind billig; Prinzipienlosigkeit kostet nichts. Sollen die Berijaner mit ihrer Prinzipienlosigkeit ruhig untergehen. Aber wir erlauben niemandem , sich mit seinen Lügenmärchen hinter Stalins Rücken zu verstecken, um uns von dort aus mit der Maske „Stalins“ anzugreifen!

Wir versuchen mit Kritik und Selbstkritik aus unseren Fehlern zu lernen. Es ist nie zu spät aus seinen Fehlern zu lernen. Allerdings ist die Kritik vollkommen berechtigt, warum wir so lange dafür gebraucht haben – zumal wir uns als treue Stalinisten verstehen. Wir hoffen, unsere sträflich vernachlässigte marxistisch-leninistischen Wachsamkeit durch diesen längst überfälligen Schritt zu überwinden. Wir wünschen uns aufrichtig, dass alle anderen Genossen aus unseren Fehlern lernen mögen, nämlich sich über den tödlichen Unterschied zwischen wahrer Treue und geheuchelter „Treue“ zu Stalin vollkommen bewusst zu werden, diesen Unterschied aufzudecken und die Drahtzieher der Vertuschung dieses Unterschiedes zu verurteilen. Und, liebe Genossen, dies gilt nicht nur gegenüber Stalin, sondern gegenüber all unseren geliebten Führern der kommunistischen Weltbewegung, gilt gegenüber der ganzen Weltanschauung des Weltproletariats, gilt auch gegenüber den Genossen Enver Hoxha. Für Berijanertum gibt es unzählige Beispiele. Geheuchelte „Treue“ ist die eine Sache, offener Treuebruch und offener Verrat eine andere Sache. Beides geht Hand in Hand, aber das Eine ist viel schwieriger zu durchschauen als das Andere. Uns hierüber Klarheit zu verschaffen, das waren wir Stalin schon lange schuldig und wir sind ehrlich froh und erleichtert, dass wir uns aus der Umklammerung dieser Ideologen endlich befreien konnten, dass wir Stalin ein Stück aus dem Verrat des Berijanertums befreien konnten und ihm dadurch etwas näher gekommen sind. Mit dem Kampf gegen das Berijanertum haben wir uns nach 40 Jahren Kampf für den Stalinismus unseren stolzen Namen, Stalinisten, ehrlich verdient.

Ohne Berija wären die Chruschtschowianer wohl „nicht so leicht“ an die Macht gekommen. Berija hat ihnen erst den Weg dazu geöffnet. Bis zu seinem Tod war Berija der größte und brutalste Antistalinist der UdSSR. Das Berijanertum von heute ist in seine antistalinistischen Fußstapfen getreten. Stalin verteidigen, das heißt für uns daher: nicht beim Kampf gegen die Chruschtschowianer stehen zu bleiben, sondern unseren Kampf gegen das Berijanertum fortzusetzen. Der Kampf gegen den modernen Revisionismus schließt den Kampf gegen die Wegbereiterrolle des Berijanertums nicht aus, sondern setzt ihn voraus. Wie kann man denn sonst wirklich den Revisionismus bekämpfen, wenn man seine Aufmerksamkeit nur einseitig auf die eine Hand lenkt, mit der Berija von den Chruschtschowianern erschossen wurde und nicht bemerkt, was die andere Hand der Chruschtschowianer machte, die sich nämlich in Wahrheit schützend über das am Leben gelassene Berijanertum gelegt hatte. Den hinterlistigen Fuchs Berija konnten die Chruschtschowianer nicht vom Teilen seiner Beute überzeugen. So zogen sie ihm das Fell über die Ohren, denn damit konnten sie sich viel besser tarnen als mit ihrem eigenen verlausten Pelz. Das Prinzip, das dahinter steckt, hatte Lenin seinerzeit aufgedeckt. Oder besser gesagt, Lenin hat konterrevolutionären Spionen auf die Finger geklopft. Sie hoben aus ihrem Nähkästchen hervor, dass es taktisch unklug sei, die marxistische Organisation vollständig zu zertrümmern, weil man bei deren Wiederaufbau erst wieder neu eindringen muss. Vorteilhafter ist die Beibehaltung einer marxistischer Organisation, da man sie dadurch weiter von innen kontrollieren und lenken kann, ohne dass irgendjemand Verdacht schöpft. So arbeiteten die Berijaner in unseren Reihen.

Warum versucht das Berijanertum seine geheuchelte „Treue“ zu Stalin über seinen Tod hinaus als „ehrliche“ Treue lebendig zu halten ? Um sie den treuen Marxisten-Leninisten unterzujubeln, um das an Stalin exerzierte gemeine Beispiel an uns zu wiederholen. Wer, wie die Berijaner, den Mörder Stalins zum „stalintreuen Marxisten-Leninisten“ macht, macht sich selber zum Feind Stalins, macht sich zum anti-stalinistischen Helfershelfer des Revisionismus, ist eine erbärmliche Kreatur des Lakaientums gegenüber dem Weltimperialismus. Wer Berija verteidigt, stellt sich gegen Stalin. Wer das Berijanertum verteidigt, stellt sich gegen den Stalinismus. Wer sich gegen den Stalinismus stellt, hat in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung nichts zu suchen und gehört auf die andere Seite der Barrikade, steht im feindlichen Lager, das wir vernichten.

Die Berijaner haben sich recht geschickt unseren marxistisch-leninistischen Hass auf den Chruschtschowismus zunutze gemacht- sind unter unserer Flagge mit gesegelt, nicht etwa damit wir am Heiligenschein von ihrem Berija mit putzen, sondern damit wir ihnen helfen, den Marxismus-Leninismus durch das Berijanertum zu ersetzen – natürlich im Namen des „Marxismus-Leninismus“. Diesen Gefallen haben wir den Berijanern nicht getan, wir haben sie an den Pranger der marxistisch-leninistischen Weltbewegung gestellt – an den einzigen Platz, wo sie hingehören.

Genosse Enver Hoxha hat die marxistisch-leninistische Weltbewegung im Kampf gegen die Titoisten, gegen die Chruschtschowianer, gegen die Maoisten, gegen die Euro“kommunisten“, gegen den modernen Revisionismus rehabilitiert und sie auf eine höhere Stufe gehoben.

Die Komintern / ML wird die marxistisch-leninistische Weltbewegung im Kampf gegen die Berijaner, gegen die Neo-Trotzkisten,gegen den Neo-Revisionismus rehabilitieren und sie im Geiste Enver Hoxhas auf eine höhere Stufe heben !

Der Kampf zur Rehabilitierung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung wird permanent weiter gehen !

Die marxistisch-leninistische Weltbewegung ist stärker als alle ihre Feinde zusammen genommen !

Der ideologische Kampf gegen den modernen Revisionismus bleibt immer aktuell, bleibt immer eine erstrangige Aufgabe, die bis zu Ende geführt werden muss, bis zu seiner vollständigen Zerschlagung“ (Enver Hoxha, VI. Parteitag der PAA).



Mit der Erschießung Berijas konnten die Chruschtschowianer alle ihre eigenen Verbrechen am Proletariat bequem in sein Grab versenken. Die Person Berijas zu beseitigen, bedeutet aber nicht, dass damit seine Ideologie, der Geist des Berijanertums beseitigt ist ! Das Berijanertum blieb den modernen Revisionisten indes erhalten als sicherer Wegweiser für die Restauration des Kapitalismus, als eine Reserve-Tarnkappe im Kampf gegen den Marxismus-Leninismus. So konnte das Berijanertum mit Hilfe der Chruschtschowianer weiterleben, um uns Stalinisten zu desorientieren, sogar noch 17 Jahre nach dem endgültigen Aus der Sowjetunion ! Dies ist ein wirklich gefährliches Scheinmanöver der Sowjet-Revisionisten und alles Andere als etwa eine „Schmälerung“ der Verbrechen der Chruschtschowianer an Stalin und an der kommunistischen Weltbewegung. Die „Argumente“ Chruschtschows gegen Stalin sind zweifelsfrei wesensgleich mit den „Argumenten“ der Berijaleute gegen uns Marxisten-Leninisten, nur dass die Einen ihre „Argumente“ hinter dem Feigenblatt des „Leninismus“ und die Anderen ihre „Argumente“ hinter dem Feigenblatt des „Stalinismus“ verdeckt halten ! Chruschtschow vermochte Berijas Kopf abzuschlagen, aber das Berijanertum können nicht etwa die modernen Revisionisten selbst, sondern nur wir Marxisten-Leninisten besiegen ! Der Revisionismus kann niemals von Revisionisten geschlagen werden und wenn sie noch so sehr ihren „Anti-Revisionismus“ beteuern und uns noch so sehr als „Sektierer“ und „Dogmatiker“ zu diffamieren versuchen ! Die wahren Sektierer und Dogmatiker sind sie selbst – die Berijaner! Ihr Fehler ist nur, dass sie von sich auf Andere schließen.

Chruschtschow war nur einer der Köpfe der „Hydra“ Berijas ! Schlägt man seine revisionistische Ideologie ab, so wachsen der Hydra neue Köpfe nach. Insofern bedeutete der von Chruschtschow abgeschlagene Kopf Berijas nicht wirklich den Tod der Hydra, sondern ganz im Gegenteil, verschaffte sich die Hydra damit für sich selber die besten Tarnkappen, die es für sie geben konnte, um ihr revisionistisches Unwesen bis heute unerkannt und unbeschadet fortzusetzen ! „Sollen die Marxisten-Leninisten ruhig glauben, dass die Hydra erledigt sei, mögen sie ruhig dem Chruschtschowismus den Kopf abschlagen, der moderne Revisionismus wird dank Berijanertum überleben.“ Die Berijaleute glaubten sich also sicher! Bis wir ihnen begegneten !

Erinnert ihr euch, Genossen ? Stalins „Kurzer Lehrgang“ endete mit einer Metapher aus der griechischen Mythologie, nämlich dass die Bolschewiki unbesiegbar sind, wenn sie - wie Antäus mit der Mutter Erde - also mit den Massen, verbunden bleiben. Was tat Berija ? Er lauerte Stalin auf. Und in einem schwachen Moment ermordete er ihn. Damit machte er das Sowjetland, die Partei, den Staat, die Armee, die Diktatur des Proletariats, das Weltproletariat führerlos und gab den Weg frei zur Unterwerfung des Sozialismus unter den Kapitalismus. Berija griff nach dem Schlüssel der Unbesiegbarkeit der bolschewistischen Führung und die Hydra rief:Ich habe ihn erledigt ! Ich habe euch alle gerettet!“ (Berija, 1. Mai 1953).

Wir beziehen uns auf Stalins Tochter Swetlana, die Berija treffend als Hydra bezeichnete und wollen mit dieser Metapher Stalins Reise in die griechische Mythologie weiter folgen, nämlich wie Herkules die Hydra tötete:

Hydra, diese hinterhältige, grausame Schlange, drang aus ihrem gut getarnten Versteck unverhofft aufs Land vor, erwürgte und verschlang Menschen und setzte das Volk so in Schrecken, dass die ganze Gegend allmählich verödete. Berija war so eine Hydra, die sich der Sowjetunion bemächtigte von ihrem sichersten Versteck aus, nämlich welches sich hinter Stalins Stuhl befand. Sie drang durch Stalin hindurch, um die unliebsamen sowjetischen Menschen zu erwürgen und sie in ihren Konzentrationslagern zu verschlingen. Berija versetzte das sowjetische Volk in Schrecken. Das Sowjetland wurde in eine öde, verarmte Gegend verwandelt. Chruschtschow war kein Herkules, und so wurde der Hydra nur der eine Kopf abgeschlagen. Sie kroch wohlbehalten in ihr Versteck hinter Stalin zurück, um sich erneut auf die Bürger zu stürzen, sobald diese den Schrecken der Hydra vergessen und ihren Sozialismus wieder im Geiste Lenins und Stalins aufgebaut haben.

Herkules schoss brennende Pfeile in ihre Höhle, um sie heraus zu locken. Böse zischend schoss sie auf ihn zu, aber er packte sie und umklammerte sie mit eisernem Griff unterhalb ihres neunfachen Rachens. Ihren Riesenleib schlang sie da um ihn, aber Herkules gab nicht nach. Nun nahm er die Sichel, die er im Gürtel hatte und hieb ihr einen Kopf nach dem Anderen ab, aber immer wuchsen für einen Kopf zwei andere nach. Mit einer Fackel brannte Herakles [griechisch] Stumpf auf Stumpf aus, bevor wieder ein neuer Kopf hervorschießen konnte. Mit einer Faust hielt er die Bestie fest. Zuletzt blieb nur noch der neunte Kopf, der mittlere übrig, den er gleichfalls abschlug, der aber weiterlebte und ihn immer wieder ansprang. Aber er ergriff ihn und vergrub ihn in einem tiefen Erdloch, über das er einen schweren Fels wälzte. Darunter rumorte nun der Kopf, aber der Stein war zu schwer. Den Rumpf der Schlange zerstückelte er, und in sein giftiges Blut tauchte er seine Pfeile. Die Wunden, die sie stachen, waren unheilbar. Was sagt uns Stalinisten das?

Das Weltproletariat muss – dem Herkules gleich – brennende Pfeile des Anti-Berijanertums in die Höhlen der Berijaner schießen, um die Schlange des Verrats aus der Reserve zu locken. Dabei darf es keine Furcht haben, durch alle Masken von „Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha“ hindurch zu schießen, hinter denen sie all ihre Köpfe verbirgt zu unserer Abschreckung und ihrem Schutz. Das Weltproletariat darf weder zögern noch zittern wie ein Hase vor der Schlange ! Das Weltproletariat muss restlos alle Verräter auf der ganzen Welt an ihrem Kragen packen und darf keinen von ihnen wieder loslassen. Die Sichel symbolisiert die armen Bauern, mit deren Hilfe die Arbeiter den Verrätern den ideologischen Kopf abschlagen müssen. Die Fackel symbolisiert den Marxismus-Leninismus. Damit muss die Ideologie des Verrats mit Stumpf und Stiel ausgebrannt werden, bevor sie nachwachsen kann. Die werktätigen Massen, die Völker der Welt verschmilzt das Weltproletariat zu einem riesigen Fels, unter dem der neunte Kopf, der zentristische Kopf der Hydra begraben wird. Das giftige Blut der Verräter aber benutzt das Weltproletariat, um damit die Konterrevolution selbst unheilbar zu vergiften.

In der Vernichtung des globalen Verrats am Kommunismus, darin liegt der Schlüssel der Unbesiegbarkeit des Weltbolschewismus. Die Verräter am Kommunismus - das sind die bezahlten Agenten des Weltimperialismus ! Und zu seinen ideologischen Schreiberlingen und Lakaien – dazu gehören die Berijaner !



Entstalinisierung“ beginnt mit der Verhinderung der Offenlegung, also mit der Geheimhaltung der vollständigen Dokumente und Schriften Stalins. Wir fragen euch, Genossen: Wer hatte Zugang ? Wer war denn für die sowjetischen Archive verantwortlich? Wer überwachte sie? Wer konnte sie manipulieren oder vernichten? Wer konnte Stalins Dokumente verfälschen oder verschwinden lassen ? Wer konnte die Verbrechen an Stalin, am russischen Volk, an den Völkern der Sowjetunion verschwinden lassen ? Wer konnte seine eigenen Spuren verwischen ? Wer beaufsichtigte die Amnestien und Rehabilitationen nach Stalins Tod ? Das konnte nur ein Minister, dem das Innenministerium und sämtliche Geheimdienste unterstehen – das konnte nur Berija ! Und er konnte es nicht nur, sondern er tat es – und zwar noch genau am selben Tag als Stalin im Sterben lag ! Und die „Akte Berija“ selbst ? Sogar bis hin zu Gorbatschow blieb die „Akte Berija“ angeblich „unauffindbar“ (?!). Das Geheimnis des Berijanertums wird immer noch sorgsam vom ehemaligen KGB gehütet. Von wem? Von immer noch aktiven Berijanern ! Immer noch ist der geheimnisvolle Geist Berijas im heutigen russischen Staat allgegenwärtig. Selbst bürgerliche Historiker beklagen sich über die lückenhafte, spärliche Herausgabe von Dokumenten aus den Archiven. Wer entscheidet darüber, was herausgegeben werden darf und was nicht ? Brisante historische Tatsachen werden weiterhin strengstens unter Verschluss gehalten. Ja, historische Dokumente wurden in Moskau dem Flammenmeer preisgegeben ! Wer sind die Brandstifter ? Was haben sie zu verbergen ?

Warum gibt es nirgends den Redebeitrag von Stalins Sekretär Poskrebychew auf dem XIX. Parteitag?! Darin soll über die Wachsamkeit die Rede gewesen sein und über die Rolle der USA im Kampf gegen den Bolschewismus. Vermutlich war das Stalins Rede oder zumindest unter seiner Anleitung geschrieben. Von den Revisionisten unterschlagen?

Es wird Zeit, Genossen, dass die Welt die ganze Wahrheit über Berijas weltweites konterrevolutionäre Netzwerk erfährt ! Die Wahrheit über Berija ist einer der vielen Schlüssel zur Wahrheit über Stalin ! Das Weltproletariat will die Wahrheit wissen, nichts als die volle, die reine, die ganze Wahrheit !!!! Hat es je einen Berijaner gegeben, der sich für die Verbreitung der Werke Stalins, für die Offenlegung der Dokumente Stalins eingesetzt hätte ? Nein, die gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Sie begnügen sich damit, Stalin „aufzuarbeiten“ - an Hand des (nicht etwa von ihnen, sondern von bürgerlichen Historikern) offen gelegten Materials, um damit im Trüben zu fischen ! Die Werke Stalins haben wir Stalinisten nach dem Verrat der modernen Revisionisten in mühseliger Arbeit verbreitet – nicht die Berijaner – und sie haben sehr wohl ihre guten Gründe dafür, uns zu hassen !

Genossen, nun sind Millionen „Dokumente“ aus den Archiven der Sowjetunion angeblich „offen gelegt“ worden. Darüber wurden wiederum Millionen bürgerliche Beurteilungen und Kommentare verfasst. Ein Wust von Desinformation. Das Weltproletariat und wir Kommunisten haben dazu nur eine klitzekleine Frage: Wenn so viel aufgetaucht ist, wieso sind da keine Dokumente von Stalin mit dabei? Warum sind die fehlenden Schriften Stalins – nunmehr 55 Jahre (!!!) nach seinem Tod - immer noch unter Verschluss oder „verschollen“? Warum muss man um jedes einzelne stalinsche Dokument einen unnachgiebigen, zähen Kleinkampf führen? Wer hat ein Interesse daran, die Werke Stalins nicht endlich einmal vollständig der ganzen Welt freizugeben? Wenn das keine Zensur ist, was dann? Darf sich die Öffentlichkeit denn über Stalins Schriften selber keine eigene Meinung bilden? Braucht die Öffentlichkeit die „Hilfe“ von historischen „Fachleuten“, um zu verstehen, was Stalin gesagt, geschrieben und gemeint hat? Oder fürchtet man sich, dass alle Lügenmärchen des Antistalinismus wie ein Kartenhaus zusammenstürzen würden, wenn man Stalin selber zu Wort kommen ließe ? Lauter berechtigte Fragen oder? Gibt es denn einen größeren Skandal in der bürgerlichen historischen „Wissenschaft“, einen Skandal der Weltherrschaft des Kapitals, als die Geheimhaltung der vollständigen Schriften Stalins??!! Allein diese Geheimniskrämerei bedeutet ein Schaden für unsere kommunistische Sache in den Augen der Proletarier. Ohne vollständige Veröffentlichung sämtlicher Werke Stalins können wir Stalin nicht vollständig verteidigen, kann er sich nicht selbst vollständig verteidigen !

Die erste Forderung, die wir Stalinisten also unbedingt zu stellen und zu erfüllen haben, das ist die vollständige Freigabe aller Dokumente nicht nur „über“ Stalin, sondern zu allererst ja wohl die Freigabe all jener Äußerungen, die aus seinem eigenen Mund und aus seiner eigenen Hand stammen. An seinen eigenen Aussagen, an seinen eigenen Schriften soll man Stalin messen und beurteilen können. Solange diese Forderung nicht restlos erfüllt ist, bleibt auf der bürgerlichen „Wissenschaft“ ein riesengroßer Schandfleck haften, womit sie selber an allen ihre „wissenschaftlichen“ Arbeiten über Stalin das sie selbst entlarvende Etikett der Unglaubwürdigkeit und Unseriosität geklebt haben. Sie führen die Lakaiendienste ihrer Auftraggeber aus und diese bleiben dabei im Hintergrund. Und diese Schande, diesen Skandal, vermögen die „wissenschaftlichen“ Lakaien des Kapitals niemals mehr von sich rein zu waschen.

Die andere Sache ist die, dass wir hier vor und nach Stalins Tod nur lücken - und fehlerhaft schreiben können – ein wichtiger Grund, warum Stalin zensiert wird. Auf jeden Fall sind wegen Mangel an Stalins Dokumenten eine Menge weiterer Korrekturen und Überarbeitungen unserer eigenen Auffassungen unvermeidlich. Um so befremdlicher ist die Tatsache, dass es im Lager der Marxisten-Leninisten außer uns von der Komintern / ML und der KPD/ML des Genossen Ernst Aust) nur Wenige in der Welt gibt, die diese grundlegende Forderung der Freigabe überhaupt aufgestellt haben. Unsere Genossen haben sich seit 40 Jahren redlich bemüht, die Werke Stalins zu veröffentlichen (Band 1 – 17 haben wir in deutscher Sprache bereits herausgegeben!!) und wir tun heute alles, um fehlende Dokumente zusammenzutragen und zu veröffentlichen.

Nehmen wir das sagenumwobene Plenum des ZK der KPdSU nach dem XIX. Parteitag Oktober 1952. Stalin hat dort viele Stunden lang mit großer Leidenschaft ein wichtiges politisches Statement (wohl sein wichtigstes überhaupt!!) bekannt gegeben. Darin sind die Schicksalsfragen der Zukunft der UdSSR und des Kommunismus behandelt worden. Darin äußerte er sein Meinung über die Zukunft des Kommunismus nach seinem Tod. Stalin hat in seiner Kritik an ausnahmslos allen Präsidiumsmitgliedern kein Blatt vor den Mund genommen. Seine Kritik vor den Ohren der Zuhörer war für diese so niederschmetternd, dass sie erstarrten und verstummten. Sie konnten auf dem XIX. Parteitag nicht Stalins Kritik an der Restauration des Kapitalismus verhindern, weil er sie damit erst einen Tag zuvor überrumpelt hatte. Also verhinderten sie nun die Bekanntgabe seines Feldzuges gegen die Restauration des Kapitalismus in der UdSSR, um dessen welthistorische Bedeutung für den Kommunismus totzuschweigen. Welch eine Unverfrorenheit ! Erinnern wir uns, wie die ganze antibolschewistische Welt mit Lenins angeblichen „Testament“ ihren schmutzigen Zeigefinger auf Stalin richtete ! Welch eine feige Bande von Verbrechern, die Stalins politische Abschiedsrede mit in sein Grab versenkten ! Verrat auf der ganzen Linie – Verrat beim Amtsantritt des 4. Klassikers des Marxismus-Leninismus und Verrat an ihm am Tag der Bekanntgabe seines Rücktritts !!! Verrat, Verrat, Verrat ! Gebt Stalin seine politische Abschiedsrede zurück !! Rückt sie uns raus !!! Sie gehört nicht euch Verrätern am Kommunismus ! Sie gehört allen Menschen auf der Welt, für deren Befreiung Stalin gekämpft hat und für deren Befreiung wir weiter kämpfen !!!! Kämpft so lange, bis die Stalinwerke endlich vollständig veröffentlicht sind !!!!

Es ist also die Tatsache gut nachvollziehbar, dass über diese historische Periode - vor und nach Stalins Tod - immer noch relativ wenig wirklich marxistisch-leninistische Literatur in die Öffentlichkeit gelangt ist, die sich auf authentische Dokumente Stalins stützen kann – in unserem Fall speziell vor dem Hintergrund der heutigen Kaukasus – Ereignisse... und das bei einer sintflutartigen Überschwemmung von antikommunistischer, „verwissenschaftlichter“, „fundierter“ „Dokumentenforschung“ nach dem Jahr 1991. Tatsache ist ferner, dass diese marxistisch-leninistische Literatur noch nicht einmal zu einheitlichen und geschlossenen Schlussfolgerungen gekommen ist, dass vielmehr die unterschiedlichsten, ja widersprüchlichsten Standpunkte und Meinungen herauskamen, die mit neu dokumentierten „Enthüllungen“ und einigen Halbwahrheiten angereichert und dann mit altem wie neuem anti-stalinistischen Gedankengut kräftig durchgemischt worden sind, um die Marxisten-Leninisten damit zu verwirren, so wie es auch die Berijaner treiben. Es bleibt für uns also die große Sisyphusarbeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Alles in allem schürt die Weltbourgeoisie ihren brodelnden Kessel voll eklektisch-zäher, revisionistischer Lavamasse, die sich über die marxistisch-leninistische Weltbewegung ergießt, um die wirklich kommunistischen, also unsere eigenen (!) Dokumente über unsere Geschichte nach dem Erkaltungsprozess förmlich einzubetonieren – sie für immer für das Weltproletariat unzugänglich zu machen.

Der hier von uns vorgelegte Text ist Beweis genug dafür, dass wir uns, dass sich das Weltproletariat noch längst nicht vollständig vom Einfluss des modernen Revisionismus, vom Trotzkismus und anderen stalinfeindlichen Einflüssen - wie hier im Falle des Berijanertums - befreit haben, dass der Kampf gegen den modernen Revisionismus immer noch ein internationaler Klassenkampf auf Leben und Tod ist, dass er mühselig und entschlossen ausgefochten und gewonnen werdenund auch dann noch jahrzehntelang fortgesetzt werden muss. Aber die Dialektik der antikommunistischen Konterrevolution wurde auf schlummernden Vulkanen der Weltrevolution errichtet, die um so heftiger zum Ausbruch kommen, je mehr man ihren Ausbruch zu verhindern sucht. Der Vulkan der Oktoberrevolution war nach Jahrzehnten gerade noch mal von der konterrevolutionären Weltfeuerwehr mit Hilfe des revisionistischen Löschmittels unter Kontrolle gebracht, jedenfalls hoffte die Konterrevolution das. Aber mit der ausgeklügelsten Beherrschung der Gesetzmäßigkeiten der Konterrevolution lassen sich die Gesetzmäßigkeiten der Revolution nun mal nicht außer Kraft setzen. Im Gegenteil: unter einer globalen Konterrevolution muss sich die Oktoberrevolution in eine globale Weltrevolution verwandeln, werden auf der ganzen Welt revolutionäre Vulkane ausbrechen und die Konterrevolution unter ihrer heißen Lava begraben. Das ist die Dialektik des Weltkommunismus ! So hat die Konterrevolution auch die Wahrheit über Stalin mit Lügen zuzuschütten versucht, mit dem Ergebnis: der Vulkan des Stalinismus bricht nunmehr global aus und er wird den Antistalinismus unter seiner gewaltigen Lavamasse begraben !

Wer sich weigert, vom Stalinismus, von Stalinisten, zu sprechen, der soll das tun. Bitte sehr. Das bleibt jedem selber überlassen. Aber wir Genossen von der Komintern / ML verachten diese Haltung als kapitulantenhaft gegenüber dem Anti-Stalinismus der Bourgeoisie. Wenn man sich nicht Stalinist nennen will, warum nennt man sich dann Marxist ? Das ist doch inkonsequent. Damit „diffamiert“ uns die Bourgeoisie doch auch oder etwa nicht ? Wenn man also Marx verteidigt, dann ist man ein Marxist und wenn man Stalin verteidigt, dann soll man etwa kein Stalinist sein ? Wie soll man einen solchen unsinnigen „Unterschied“ jemandem plausibel machen ? Das ist doch lächerlich.

Ohne einen Marx gäbe es keinen Anti-Marxismus – ohne Stalin gäbe es keinen Anti-Stalinismus. Wie kann man sich da zum Marxismus bekennen, aber das Bekenntnis zum Stalinismus verschweigen oder gar leugnen ? Woher mögen die Genossen wohl ihre Bauchschmerzen haben, wenn sie sich nicht trauen, sich öffentlich als Stalinisten zu bekennen ? Sie mögen darüber ruhig einmal selbstkritisch nachdenken ! Wir Kommunisten nennen uns jedenfalls Stalinisten genauso wie wir uns Marxisten, Leninisten oder Hoxhaisten nennen, denn wir verschmähen es, unsere Verbundenheit mit allen Klassikern des Marxismus-Leninismus zu verheimlichen (siehe Kommunistisches Manifest von Marx und Engels)..

Der Begriff „Stalinismus“ wurde von der Bourgeoisie in Verruf gebracht, diente der antikommunistischen und revisionistischen Hetzpropaganda, aber sie verfängt historisch nicht und konnte das auch ebenso wenig beim „Marxismus“ oder beim „Leninismus“. Schon zu Stalins Zeiten betrachteten sich die Genossen nicht nur in der Sowjetunion, sondern in der ganzen Welt als Stalinisten, war der Name Stalinist ein Ehrenname – und das wird er bleiben, auch und gerade unter dem Druck der anti-stalinistischen Hetze.

Insbesondere mit dem Kampf gegen den modernen Revisionismus bildete sich eine neue marxistisch-leninistische Weltbewegung heraus, die sich vor allem auf die Lehren Stalins stützte und sie als eigenständige Lehren des 4. Klassikers des Marxismus-Leninismus begriff. Die Lehren der „4 Köpfe“ waren schließlich die Lehren, von denen sich die Marxisten-Leninisten von allen anderen bürgerlichen Strömungen innerhalb der kommunistischen Bewegung ideologisch abgrenzten. Mit den 4 Köpfen führte die marxistisch-leninistische Weltbewegung unter Führung des Genossen Enver Hoxha den Kampf gegen den modernen Revisionismus. Mit der Verteidigung Stalins verteidigten wir den Marxismus-Leninismus gegen den modernen Revisionismus. Stalin ist und bleibt ein Prüfstein, eine Demarkationslinie. Man muss Stalin als 4. Klassiker der Marxismus-Leninismus verteidigen, anders kann man Stalin nicht verteidigen. Also genauso wie wir uns nicht schämen müssen, sondern stolz darauf sein können, uns Marxisten-Leninisten zu nennen, brauchen wir uns auch nicht als Stalinisten zu schämen und dürfen zu Recht stolz darauf sein, diesen Namen zu tragen. Aber nur wer in Wort und Tat für den Stalinismus kämpft, darf sich zu Recht Stalinist nennen, nur wer in Worten und Taten für den Hoxhaismus kämpft, darf sich zu Recht Hoxhaist nennen und nur wer in Worten und Taten für den Marxismus-Leninismus kämpft, darf sich zu Recht Marxist-Leninist nennen. Das sind doch eigentlich alles Selbstverständlichkeiten. Die Begriffe Leninismus, Stalinismus und Hoxhaismus sind im Wesen identisch mit dem Begriff der Weiterentwicklung der Lehren des Marxismus. Man kann nicht vom Marxismus-Leninismus sprechen und um den Stalinismus einen Bogen machen ! Es sind also alles Begriffe, die die Entwicklung und Weiterentwicklung der kommunistischen Weltanschauung, der kommunistischen Weltbewegung, im historischen Verlauf des Klassenkampfes gegen den Kapitalismus geprägt haben und weiter prägen werden (ausführlicher zum Thema „Klassiker des Marxismus-Leninismus“ siehe unser Artikel:Enver Hoxha, der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus“).

In unversöhnlicher Abgrenzung dazu stellen alle anderen Begriffe wie Maoismus, Trotzkismus usw. usf. lediglich bürgerliche Ideologien dar, die dazu dienten und weiter dazu dienen, die kommunistische Weltanschauung der bürgerlichen Weltanschauung, die kommunistische der bürgerlichen Weltbewegung, anzupassen, sie zu assimilieren und sie – erst einmal in die Hände des Klassengegners gelangt - gegen die kommunistische Weltanschauung, gegen das Weltproletariat und seine Revolution zu richten.

Der Kopf von Mao Tse-tung wurde von Enver Hoxha aus der Reihe der Klassiker des Marxismus-Leninismus verbannt, allein dafür hätte Enver Hoxha damals schon als 5. Kopf aufs Banner der marxistisch-leninistischen Weltbewegung gehört. Seit seinem Tod mussten noch einmal 15 Jahre vergehen bis die Komintern / ML im Jahre 2000 das 4 - köpfige Banner der hoxhaistischen Weltbewegung durch das 5 - köpfige Banner ersetzte. Und dieser Kampf um die 5 Köpfe ist in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung auch zehn Jahre danach noch nicht endgültig entschieden, muss er siegreich zu Ende geführt werden. Und so lange „Hoxhaisten“ mit dem „4 köpfigen“ Banner herumlaufen, kann dieser Kampf niemals zu Ende sein. Ohne das 5-köpfige Banner war die marxistisch-leninistische Weltbewegung nach dem Tod des Genossen Enver Hoxha recht „kopflos“, konnten sich unter dem 4-köpfigen Banner eine Menge Revisionisten hinüberretten, die mit dem Zusammenbruch der revisionistischen Sowjetunion eine „neue Heimat“ suchten, wo sie untertauchen konnten. Seit Gründung der Komintern / ML im Jahre 2000 haben „Hoxhaisten“, die sich mit Neo-Revisionisten versöhnt haben, in der marxistisch-leninistischen Bewegung nichts zu suchen (Anti-Revisionismus nur in Worten ist Revisionismus in Taten).

So, wie Berija 1953 den 4. Kopf abschlug, weigern sich heute die Berijaner, den 5. Kopf anzuerkennen, womit sie sich mit jenen Opportunisten in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung auf gleiche Stufe stellen, die sich nicht von ihrem 4-köpfigen Banner trennen wollen. Enver Hoxha nicht als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus anzuerkennen, darin sind sich heute alle Opportunisten in der hoxhaistischen Weltbewegung genauso einig wie die Opportunisten, die mit dem 3-köpfigen Banner weiterhin ihr Unwesen treiben. Einig wird die hoxhaistische Weltbewegung erst von dem Augenblick an sein, wo sie Enver Hoxha in Wort und Tat als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus anerkennt, wo sie das 5-köpfige Banner der Komintern / ML verteidigt und voran trägt und den überall wie Pilzen aus den Boden sprießenden Scheinorganisationen, die sich das 5-köpfige Banner der Komintern / ML unter den Nagel zu reißen versuchen und damit gegen die Komintern / ML anzutreten, eine gehörige Abfuhr erteilen. Das 5-köpfige Banner wurde im Jahr 2000 von der Komintern / ML gehisst und keiner wird es ihr aus der Hand reißen, diese historische Tat anzweifeln oder rückgängig machen können ! Das 5-köpfige Banner haben wir im Jahre 2000 als erste erhoben und niemand sonst.

Genossen, wir haben doch den Begriff „Marxismus“ auch nicht dem Antikommunismus überlassen, weswegen sollte wir das beim Begriff „Stalinismus“ ändern ? Aus welchem Grund sollten wir das tun? So wie wir nicht verschmähen, vor den Arbeitern als Kommunisten Flagge zu zeigen, so tun wir das auch als Stalinisten. Wie sollen wir den Arbeitern die Lehren Stalins erklären, wenn wir einerseits den Begriff „Marxismus“ zulassen, aber uns andererseits vom Begriff „Stalinismus“ distanzieren würden. Der Arbeiter würde doch den berechtigten Verdacht schöpfen: „am Marxismus halten die Kommunisten alles für in Ordnung, aber beim Stalinismus scheinen sie wohl gewisse Zweifel und Bauchschmerzen zu haben – also kann es beim Stalinismus nicht mit rechten Dingen zugehen, ist dem Stalinismus nicht über den Weg zu trauen, sollte man sich vor ihm in Acht nehmen.“

Genauso wie sich ein wahrer Marxist nicht vom Leninismus distanzieren kann, kann er sich unmöglich vom Stalinismus oder Hoxhaismus distanzieren. Die Lehren der Klassiker bauen aufeinander auf, bilden eine dialektische Einheit und dürfen weder auseinander dividiert, gegeneinander gesetzt, noch gleich gesetzt werden. Nur zusammen genommen garantieren ihre Lehren den Sieg des Weltproletariats über den Kapitalismus, kann man überhaupt von den Lehren des Marxismus-Leninismus sprechen.

Den Marxismus-Leninismus verteidigen, das kann doch nicht etwa heißen, ihn historisch unverändert, also in seiner ursprünglichen Entwicklungsstufe zur Zeit von Marx und Lenin auf die heutigen Bedingungen zu kopieren. Der Marxismus wäre längst tot, wenn er nicht von Lenin, Stalin und Enver Hoxha weiter entwickelt worden wäre. Was heißt also, mit dem Marxismus-Leninismus auch seine Weiterentwicklung zu verteidigen ? Das eben heißt doch, den Stalinismus zu verteidigen. Wer sich weigert, den Stalinismus zu verteidigen, der leugnet die Weiterentwicklung des Leninismus. Wer aber sich weigert, die Weiterentwicklung des Leninismus zu verteidigen, der weigert sich auch die Weiterentwicklung des Marxismus zu verteidigen und leugnet damit den Leninismus. Wer die Weiterentwicklung des Marxismus durch die Lehren von Lenin, Stalin und Enver Hoxha leugnet, der leugnet überhaupt den Marxismus. Wir Stalinisten halten den Stalinismus für eine Weiterentwicklung des Leninismus, nicht bloß für Leninismus und dessen Anwendung durch Stalin. Nur der Punkt ist, dass wir nur selber für die Weiterentwicklung sorgen können, und eben das haben wir sträflich vernachlässigt zum Gefallen der Bourgeoisie.

Der Anti-Stalinismus folgt unvermeidlich seiner inneren Logik und zwar gesetzmäßig:

Je schwächer der Stalinismus weiter entwickelt wird, desto schwächer die Position des Stalinismus und desto stärker die Position des Anti-Stalinismus. Je weiter die Stalinzeit zurückliegt, desto bequemer kann die Bourgeoisie ihn beruhigt - mit ihren eigenen Worten ausgedrückt - „historisch vergammeln“ lassen. Aber in dem Maß, wie er mit seiner Weiterentwicklung neue Nahrung bekommt, wieder belebt wird, und also zu einem handfesten, aktuellen, subjektiven Faktor für die Revolution des Weltproletariats wird, erreicht der Anti-Stalinismus jenen Punkt, wo die Weiterentwicklung des Stalinismus für ihn gefährlicher wird , als selbst der Stalinismus in seinem ursprünglichen Entwicklungszustand. An diesem Punkt verlagert der Anti-Stalinismusmus seine Hauptaufgabe auf den Kampf gegen die Weiterentwicklung des Stalinismus, wird versucht, diese dem ursprünglichen Stalinismus entgegenzusetzen, um ihre Einheit voneinander los zu trennen, zu spalten und die Weiterentwicklung als „illegitim“ zu brandtmarken. Vor allem aber versucht die Bourgeoisie dann, das alte Banner des Stalinismus aufzugreifen, um damit dessen Weiterentwicklung tot zu schlagen. Die Bourgeoisie will sich damit selber ein Sieger-Denkmal errichten als „Vorkämpfer für die Befreiung des Stalinismus“ vom Unkraut der ihn überwuchernden „Legitimations-theorien“. Je besser es die Bourgeoisie dabei versteht, alles am Stalinismus zu „verteidigen“, was ihr am wenigsten weh tut, desto größer die Chance, ihren Klassengegner in die Irre zu leiten und zu betrügen. Diese Aufgabe übernehmen gegenwärtig die „anti-revisionistischen“ Revisionisten.

Und wie dieses anti-kommunistische Gesetz bei Stalin angesetzt wird, so ist es beim Marxismus, beim Leninismus schon vorher so gelaufen und wird es beim Hoxhaismus noch kommen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was es bedeutet, dass Stalin über die Grundlagen und zu den Fragen des Leninismus bereits kurz nach Lenins Tod alles Wichtige fertig gearbeitet hatte, während wir heute – 56 Jahre nach Stalins Tod – immer noch mit den Grundlagen und Fragen des Stalinismus in den Anfängen stehen. Damit wollen wir gesagt haben, dass der anti-stalinistische Kampf – und wir sprechen hier ja nur von dem theoretisch-ideologischen Kampf - noch lange nicht beendet, geschweige denn gewonnen ist, was wir nie oft genug wiederholen können.

Wir Stalinisten richten uns zum Beispiel gegen solche Leute, die den Stalinismus aus einer internationalen proletarischen Lehre in ein Produkt spezifisch russischer Verhältnisse verwandeln.

So wie der Leninismus den „Bolschewismus als Taktik für ALLE“ definierte, so baute der Stalinismus eben auf dieser Taktik auf. Er blieb aber nicht auf dem Entwicklungsniveau des Bolschewismus „in einem“ Land stehen. Auf der ersten, also auf der leninistischen Entwicklungsstufe, basierte der Bolschewismus auf einer einzigen bolschewistischen Partei an der Macht, auf der Partei Lenins und Stalins, während alle anderen Kommunistischen Parteien der III. Internationale nicht an der Macht waren. Der Stalinismus verwandelte den Bolschewismus dadurch in eine höhere Qualität, dass er zur Taktik mit einer Basis eines sozialistischen Weltlagers ausgerüstet wurde, wodurch eine viel größere internationale Entfaltung des „Bolschewismus als Taktik für Alle“ hergestellt werden konnte. Diese neue Basis des bolschewistischen Weltlagers versetzte eine Reihe von kommunistischen Parteien in die Lage, diese Taktik als Bolschewismus an der Macht anzuwenden. Das ist natürlich gegenüber der Zeit der Komintern ein gewaltiger Fortschritt und damit ein entscheidender Schritt in Richtung Weltbolschewismus an der Macht. Zwischen der Taktik des Bolschewismus im Allgemeinen und der Taktik des Bolschewismus an der Macht im Besonderen besteht ein dialektisches Verhältnis, das Stalin meisterhaft anzuwenden verstand und eben darin spiegelt sich das ganze Wesen des Stalinismus wider. Der Weltbolschewismus an der Macht ist diejenige Form des Bolschewismus, in der mit der „Taktik für alle“ ihre höchste Qualität erreicht wird. Erst auf dieser Entwicklungsstufe hat der Bolschewismus seine größte Wirkungskraft als weltproletarische Taktik erreicht, wofür Stalin kämpfte und wonach er sein Leben lang gestrebt hatte.

Stalinismus ist die Verallgemeinerung der Erfahrungen der revolutionären Bewegung aller Länder unter den Bedingungen des ersten sozialistischen Weltlagers.

Da kann man sich drehen und wenden wie man will. Um die Anerkennung des Stalinismus als Weiterentwicklung der internationalen proletarischen Lehre des Leninismus kommt man nun einmal nicht herum.

Und was machte der Genosse Bill Bland ? Er schreibt ausgerechnet einen Artikel über den negativen Begriff des „Stalinismus“, aber nicht um den Begriff des Stalinismus der Bourgeoisie zu entreißen, sondern um ihn dieser getrost zu überlassen. Auf welche Seite hat er sich da nur gestellt ? Wir kommen doch auch nicht daher gelaufen, einen Artikel über den negativen Begriff des „Marxismus“ zu schreiben, um diesen Begriff der Bourgeoisie zu überlassen. Wo, bitte, ist da der Unterschied ? Der Begriff des „Marxismus“ gehört - genauso wie der Begriff des „Stalinismus“ - dem Weltproletariat. Darüber kann es bei uns Stalinisten überhaupt keinen Zweifel geben. Und wer die Weltanschauung des Weltproletariats verbreiten will, der kann noch nicht einmal den Begriff des „Marxismus“ verteidigen, wenn er gleichzeitig den Begriff des „Stalinismus“ verwirft, also den „Stalinismus“ als Begriff für einer der Weiterentwicklungen der Marxschen Lehre ablehnt !

Seit wann ist der Marxismus dem Wesen nach eine fertig abgeschlossene Weltanschauung ? Marx hat doch nicht den Marxismus geschaffen, um ihn mit in sein Grab zu nehmen ?! Das hättet ihr wohl gern !!! Wäre der Marxismus seinem Wesen nach nicht weiter entwickelbar, wäre er tatsächlich längst gestorben, und das trifft übrigens auf den Stalinismus genauso zu. Wird der Stalinismus nicht weiter entwickelt, stirbt er – bliebe von ihm nur noch der anti-stalinistische Nachgeschmack der bürgerlichen Hetzkampagnen übrig. Und auch das hättet ihr wohl gerne, ihr Anti-Stalinisten !! Wir können und wollen Bill Bland nicht an diese Messlatte der Weiterentwicklung der Lehren Stalins stellen, aber mit der Ablehnung des Begriffs „Stalinismus“ hat er sich als Mitbegründer der englischen Stalingesellschaft wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Nicht der Marxismus „als solcher“ ist stark, sondern in seiner Weiterentwicklung ist seine eigentliche Stärke begründet, weil nur diese Weiterentwicklung des Marxismus die Lage des Weltproletariats wirklich grundlegend und also revolutionäre verändern kann. Nicht der Stalinismus ist stark, sondern seine Weiterentwicklung ist das, was seine eigentliche Stärke ausmacht. Das hat jeder Genosse begriffen und das wissen auch unsere Klassenfeinde ganz genau. Das Weltproletariat braucht den weiterentwickelten Stalinismus JETZT und HEUTE, um sich zu befreien. Es kann ihn aber in seinem heutigen Befreiungskampf nicht in seiner alten, engen Uniform anziehen. Die Uniform des Stalinismus ist der Größe des heran gewachsenen Weltproletariats anzupassen und nicht umgekehrt die Größe des Weltproletariats an den Stalinismus (wie er noch in der Stalinzeit blendend gepasst hatte).

Wir haben Verständnis, wenn Genossen irgendwann ihren Unmut äußern, sich ständig mit der Auseinanderpflückerei des Marxismus-Leninismus auseinandersetzen zu müssen, dass sie die Zitatenschlachten satt haben und sich lieber in die praktische Arbeit flüchten wollen. Sie machen sich ein bestimmtes Bild vom Stalinismus, den sie sich im Laufe der Jahre angeeignet haben und meinen nun, dass dies eine ausreichende Grundlage sei, „an der nicht mehr gerüttelt“ werden dürfe. Das ist so eine Art trotziges Verhalten wie man es bei Kindern häufig beobachtet, eine Art Gegenwehr, sich wenigstens nicht das letzte Hemd nehmen lassen zu wollen. Der Stalinismus als „letzte Hemd“ der Stalinisten ?! Nun gut, halten wir fest, dass so etwas früher oder später unbedingt ins Auge gehen muss: Ein ungewollter Rückzug auf dogmatische und sektiererische Bruchstücke des Stalinismus hat böse Folgen. Der Stalinismus wird bekanntlich von der Bourgeoisie als Rückzugsstrategie zum Erhalt ihrer Macht missbraucht, wie wir das von der Restauration des Kapitalismus, von den Revisionisten her kennen. Aber der Stalinismus ist die Weltanschauung einer Klasse, die schließlich die Klassengesellschaft abschaffen und den Kommunismus aufbauen will – dafür kann man sie nicht wie sein „letztes Hemd“ behandeln. Wie soll man mit so einer defätistischen Einstellung in der Lage sein, den Stalinismus im Kampf gegen die Revisionisten weiter zu entwickeln ? Wie hat Stalin denn den Leninismus weiter entwickelt ? Hätte er den Leninismus ohne seinen erbitterten Kampf gegen die Rechten und Trotzkisten etwa einen Millimeter weiter entwickeln können - ohne Zitatenschlachten zu führen ? Man studiere die Werke Stalins, um sich vom genauen Gegenteil zu überzeugen. Zitatenschlachten und „Zitatenschlachten“ sind also längst nicht das Gleiche. Es kommt im Wesentlichen darauf an, ob sie von Stalinisten oder von ihren Gegnern geführt werden, also welche politische Absicht damit verfolgt wird, welcher Klasse sie dienen und welcher Klasse sie schaden usw. usf. . Zugegeben, die meisten aller geführten Zitatenschlachten sind sicherlich vermeidbar gewesen, ist jeder ernsthafte „Kleinarbeit“ hundert Mal wertvoller, aber es ist erstens zweifellos unvermeidlich überhaupt ohne Zitatenschlachten auszukommen zu können, zweitens ausgesprochen dumm oder anarchistisch, ohne sie auskommen zu wollenund drittens unheimlich gefährlich, ihren absoluten Verzicht mit „marxistischen“ Phrasen zu rechtfertigen. Auch dies ist nebenbei ein Lehrsatz des Stalinismus in seinem Kampf zur Verteidigung des Leninismus.

Schauen wir, wie Bill Bland sich hierzu verhält. Es fällt auf, dass sich in seinen Schriften ein Zitat nach dem anderen reiht (wobei allein das Überwiegen von bürgerlichen und revisionistischen Zitaten dem unvoreingenommenen Leser zu Denken geben sollte) , dass seine eigenen Schlussfolgerungen und Kommentare dagegen verblüffend dünn ausfallen, ja teilweise erschöpfen sie sich in einem einzigen Satz. Das ist jedoch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass der in diesem Schlusssatz zum Ausdruck gebrachte Standpunkt unseren inhaltlichen Unmut, ja unsere ideologische Ablehnung hervorruft. Bill Bland vermeidet, seine eigene Meinung aufzudrängen und lässt den Leser entscheiden – das sieht auf den ersten Blick einnehmend und sympathisch aus. Der Leser hat den Eindruck, mit der Darstellung verschiedener Standpunkte informiert zu sein und ist dem Autor dankbar, informative Denkanstöße geliefert zu bekommen, um sich daraufhin leichter seine eigene Meinung zu bilden. Aber sich leichter seine Meinung bilden zu können oder sich eine falsche Meinung mit „Sachlichkeit“ versüßen zu lassen, sich die Denkarbeit vom Autor abnehmen zu lassen, um diese all zu leicht unkritisch und unbewusst zu übernehmen, das ist für uns ein gravierender Unterschied. Tatsächlich ist ein Leser ohne marxistisch-leninistisches Hintergrundwissen all zu sehr geneigt, diese Vertrauen erweckende „sachlich-wissenschaftliche“ Darstellung für bare Münze zu nehmen und all zu leichtfertig abzukaufen, d.h., sie nicht kritisch oder nicht kritisch genug zu hinterfragen. Hat der Leser sich aber erst einmal durch gerungen, sich das Dargelegte kritisch zu erarbeiten und sich immer tiefer in die ununterbrochenen Zitatenreihen hineinzudenken, vor allem sich die Autoren der Quellen unter der Lupe zu betrachten, so bleiben immer mehr Fragen offen, ist es sehr schwer, selber herauszufinden, was denn nun eigentlich richtig und was falsch ist. Man kann die Dinge all zu leicht „so oder so“ auslegen. „Etwas so oder so auslegbar zu machen, das ist das Handwerkzeug der Opportunisten, nicht der Stalinisten. Stalin zeichnet sich als Klassiker des Marxismus-Leninismus durch unübertroffene Klarheit und Logik aus, mit der er alle „So-oder-so“-Opportunisten entwaffnete.

Es scheint bei Bill Bland eine aneinander gereihte „Linie“ zu geben, etwa so wie in einem Tunnel, den man durch schreitet, indem man sich auf das Licht am Ende des Tunnels fokussiert, das einem immer heller erscheint. Aber man muss diesen Tunnelblick überwinden für Dinge, die aus dem Dunkel hervortreten, wenn man nicht geblendet ist. Das heißt, man muss all die bislang verborgen gebliebenen, neu zu Tage getretenen Informationen im Prisma des Marxismus-Leninismus untersuchen, muss sich an die Arbeit machen, diese „Neuigkeiten“ richtig zu bewerten und zu beurteilen. Das kann und muss man von einem ernsthaften Marxisten-Leninisten erwarten, denn nur kritisch betrachtet lässt sich mit Sicherheit sagen, was die Wahrheit erhellt und was sie im „neuen, grellen Licht“ verdunkelt. Mancher Leser mag sich mit den Zitanensammlungen von Bill Bland zufrieden geben, aber sind das wirklich zuverlässige Quellen, die er benutzt hat ? Von wem stammen seine Informationen ? Was will der Autor mit diesen Informationen beweisen oder widerlegen ? Die von Bill Bland aufgeführte Unmenge von Quellen zu studieren und die Leute kritisch zu hinterfragen, von denen diese Quellen stammen, das ist für einen Marxisten-Leninisten unverzichtbar, aber nicht für einen denkfaulen Leser, der es gewohnt ist, sich alles vorkauen zu lassen. Er ist zufrieden, so wie es ist. Seinen eigenen Kopf anzustrengen, dazu ist er entweder zu bequem oder er hat es einfach nicht anders gelernt. Genossen, zweifellos kann es sich dabei nicht um einen aufmerksamen marxistisch-leninistischen Leser handeln. In der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ Nr. 12 vom 15. Januar 1939 schreibt Jaroslawski, warum sich Stalin direkt mit Geringschätzung zu jenen Genossen verhält, die zu träge sind, sich mit der Theorie abzugeben, die Angst davor haben, theoretisch kühn zu denken und neue Fragen aufzuwerfen, die Feigheit im Denken an den Tag legen“. Wenn man sein Leben dem Kampf der Arbeiter für ihre Befreiung weiht, muss man sein Leben lang um die Beherrschung des Marxismus-Leninismus ringen, muss man ihn der Arbeiterklasse zugänglich machen, so wie Stalin es getan hat, aber nicht alles unkritisch nachplappern.

Und in der Tat, die ganze Bewegung scheint von der Seuche des Widerwillens befallen zu sein, sich mit etwas auseinandersetzen zu müssen, was „hundert Mal durchgekaut“ worden ist. Das hat zu einer Vulgarisierung des Marxismus-Leninismus geführt. Und bleiben wir ruhig beim Vorwurf des „durchgekauten“ Marxismus-Leninismus: Die Vulgarisierung des Marxismus-Leninismus fängt da an, wo man aufhört zu kauen. Und wo man aufhört zu kauen, beginnt man nur noch runterzuschlucken, bis man nur noch einzelne, mundgerechte Brocken herunterwürgen kann und schließlich dazu übergeht, sich vorgekauten Brei vorsetzen zu lassen, denn nur Brei kann man ohne Kauen herunterschlucken. Genau an diesem vorgekauten Brei krankt die heutige marxistisch-leninistische Weltbewegung, ja kann man sogar von einem chronischen Leiden sprechen. Hören wir, mit welchen großartigen Worten Karl Marx das zeitlose Ringen um Wissenschaftlichkeit umschrieben hat:

Es gibt keine Landstraße für die Wissenschaft, und nur diejenigen haben Aussicht, ihre hellen Gipfel zu erreichen, die der Ermüdung beim Erklettern ihrer steilen Pfade nicht scheuen“ (Karl Marx, „Das Kapital“, Dietz Verlag Berlin, 1947, Band I, Seite 19).

Die Bewegung lässt sich heute stattdessen lieber von den Tagesereignissen ins Schlepptau nehmen als die theoretische Arbeit ernsthaft anzupacken, ohne die es nun einmal keine weltrevolutionäre Bewegung gibt. Ist es da ein Wunder, wenn die Bewegung an ihrem Spontaneismus leidet, dass sie die „Kommunismusdebatte“ oder die „Sozialismus“-Fragen als „besondere“ Fragen von der gesamten Tätigkeit der Kommunisten loslöst, verselbständigt, entfremdet und als lästigen „Grundsatzdebatten - Ballast“ abtut und den man fernab des Klassenkampfes in eine Schublade packt, die man mal bei der einen oder anderen Gelegenheit öffnet und schließt (wenn es dazu wieder einmal zu spät ist !)

Das Wesen des (lebendigen) Marxismus-Leninismus ( und toter Marxismus-Leninismus ist Dogmatismus) besteht doch niemals darin, ihn als Dogma für ewige Zeiten, ihn als vollendete und abgeschlossene Lehre zu betrachten, ihn als vorgekauten Brei zu sich zu nehmen. Der revolutionäre Geist des Marxismus-Leninismus besteht doch gerade darin, dass er zu einer Entwicklung fähig ist, den veränderten Bedingungen, den heutigen Bedingungen der Globalisierung, zu entsprechen. Die Klassiker können darauf nicht die richtigen Antworten mehr geben, das müssen wir Marxisten-Leninisten heute schon selber tun. Wir müssen uns im wahrsten Sinne des Wortes selber „durchbeißen“. Der Hoxhaismus ist die bislang höchste Stufe in der Entwicklung des Marxismus, aber deswegen noch lange nicht seine Endstufe. So hätten es unsere Gegner gern. Es ist ein Wesensmerkmal des Marxismus, dass ihm eine Endstufe, eine Abgeschlossenheit und Endgültigkeit seiner Entwicklung fremd ist. Unter den Bedingungen der Globalisierung kommen wir mit dem Hoxhaismus allein auch nicht mehr recht weiter. Wir Marxisten-Leninisten sind aufgefordert und berufen, den Marxismus-Leninismus eigenständig auf den Grundlagen der Lehren der 5 Klassiker nicht nur weiter zu entwickeln, sondern diese, unsere eigene, Weiterentwicklung auch zu verteidigen gegen unsere Gegner. Erinnern wir uns an die These Enver Hoxhas, die er auf dem 7. Parteitag der PAA aufgestellt hatte, dass sich die Welt in einer Phase befindet, da die Frage der Revolution ein Problem ist, das zur Lösung ansteht!“ Wir meinen, dass es vollkommen dem Hoxhaismus entspricht, uns mit den Grundlagen des Stalinismus zu beschäftigen, da sie ein unverzichtbarer Kompass zur praktischen Lösung des Weltsozialismus ist. Aber mit den Grundlagen des Stalinismus, allein und für sich genommen, werden wir die Probleme des globalisierten Sozialismus nicht vollständig lösen können, müssen wir für diese neue Aufgabe den Marxismus-Leninismus selber weiter entwickeln. Das war beim Marxismus nicht anders als Lenin und Stalin das Problem des Sozialismus „in einem“ Land zu lösen hatten. Ohne Weiterentwicklung des Marxismus, ohne Leninismus, ohne Stalinismus wäre dieses damals zur Lösung anstehende Problem niemals gemeistert worden.

Wenn Trotzki mit dem Schimpfwort „Stalinismus“ angefangen hat, dann hat er sich damit nur selber eine Ohrfeige verpasst, hat er sich damit vom Marxismus-Leninismus abgegrenzt. Wir sind keine Trotzkisten und haben daher keinen Grund, uns etwa vom Stalinismus abzugrenzen. Umgekehrt : wir grenzen uns von den Gegnern des Marxismus-Leninismus ab, indem wir sie vom Stalinismus abgrenzen. Man kann den Anti-Marxismus nicht mit irgendetwas bekämpfen, sondern nur mit dem Marxismus. Man kann den Anti-Leninismus nur bekämpfen mit dem Leninismus. Man kann den Anti-Stalinismus nicht allein mit Marx, Engels und Lenin bekämpfen. Man muss ihn mit den Lehren Stalins bekämpfen. Das klingt alles wie ein Wortspiel, aber in Wirklichkeit ist das eine sehr prinzipielle und grundlegende Frage, die wir Stalinisten hier sorgfältig zu beantworten haben und worüber sich jeder Genosse unbedingt und absolut Klarheit verschaffen muss. Nicht unsere proletarische Sache reduzieren oder gar verwerfen, nur weil unser Gegner sie mit Schmutzkübeln überhäuft hat, sondern Beseitigung der Schmutzkübel und Reinigung und Weiterentwicklung unserer proletarischen Sache – das ist die einzig richtige, das ist die revolutionäre Haltung. Alles Andere ist Zurückweichen vor dem Klassenfeind, ist eine kapitulantenhafte Haltung gegenüber dem Stalinismus, gegenüber dem Marxismus-Leninismus, ist der Weg in den opportunistischen Sumpf.

Wir haben durchaus nichts dagegen, wenn sich die einen Genossen am Begriff des Stalinismus stoßen, aber die Lehre Stalins verteidigen. Im Gegensatz dazu haben wir jedoch etwas gegen solche „Genossen“, die sich über den Begriff des Stalinismus nur deswegen aufregen, weil sie in Wirklichkeit nicht zugeben wollen, dass sie sich Im Grunde vom Inhalt des Stalinismus distanzieren bzw. dessen eigenständige Existenz als untrennbaren Bestandteil des Marxismus-Leninismus in Frage stellen. Dass Stalin der beste Leninist aller Zeiten war, ist die eine Sache. Darauf aber die Bedeutung Stalins, die Bedeutung des Stalinismus zu reduzieren, ist eine ganz andere Sache, ist revisionistisch. Ja, es reicht noch nicht einmal aus, sich mit der bloß abstrakten Feststellung zu begnügen, dass Stalin den Leninismus (irgendwie) „weiter entwickelt“ habe. Viel wichtiger ist doch die Frage: Worin besteht denn diese Weiterentwicklung eigentlich, was haben wir uns darunter konkret vorzustellen, was sind die Grundlagen des Stalinismus ? Fragt man die Genossen über die Grundlagen des Stalinismus, bringen sich so manche von ihnen selbst in Verlegenheit, weil sie sich dabei jedes Mal ertappen, dass sie bei allen Antworten nie über die Lehren des Leninismus hinauskommen. Alles, was sie Stalin so zuschreiben, ist in Wirklichkeit schon von Lenin entwickelt worden (zum Beispiel: Sozialismus „ in einem“ Land). Also, mit dem Leninismus allein kann man nun wirklich nicht den Stalinismus wissenschaftlich erklären. Dazu gehört schon ein Bisschen mehr.

Was also ist ein Marxist-Leninist, ja gar ein Stalinist wert, der zwar lauthals auf die Lehren der Klassiker des Marxismus-Leninismus los schwört, aber nicht in der Lage ist, die Lehre Stalins gegen jene zu verteidigen, die die Lehren Stalins in revisionistischer Weise auf die Lehren Lenins reduziert haben ?! Wer den Stalinismus auf den Revisionismus reduziert ist auf keinem anderen Weg, als den Stalinismus mit dem Leninismus zu bekämpfen à la Chruschtschow. Man kann weder die Berijaner noch die Chruschtschowianer, man kann überhaupt den modernen Revisionismus unmöglich ohne die Grundlagen des Stalinismus bekämpfen. Das ist eine Messlatte, an dem Enver Hoxha die Seriosität von Anti-Revisionisten maß, unter die die Maoisten prompt hindurch fielen. Hätte sich Enver Hoxha nicht auf die Grundlagen des Stalinismus gestützt, hätte es gar kein sozialistisches Albanien, hätte es gar keine hoxhaistische Weltbewegung gegeben. Nur auf den Grundlagen des Stalinismus konnte sich die hoxhaistische Weltbewegung entwickeln und wird sie sich weiter entwickeln. Dem Wesen nach ist der Hoxhaismus genauso stalinistisch wie der Stalinismus leninistisch und wie der Leninismus marxistisch ist. Aber zwischen Leninismus und Stalinismus einfach nur einen Gleichheitsstrich zu setzen, beider Identität anzuerkennen, aber beider Besonderheiten, nämlich wie sie sich denn überhaupt voneinander unterscheiden, zu leugnen, das ist genauso unstatthaft wie den Leninismus auf den Marxismus zu reduzieren. Und so grenzen wir uns auch von allen Genossen ab, die den Hoxhaismus auf die marxistisch-leninistischen Lehren der vier voran gegangenen Klassiker reduzieren wollen ( wir meinen alle 4-Köpfe „Marxisten-Leninisten“!). Wie der Stalinismus ist auch der Hoxhaismus = (gleich) Marxismus-Leninismus, aber ihre beiden Besonderheiten bestehen in der aufeinander folgenden Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus. So wie der Leninismus die Weiterentwicklung des Marxismus und der Stalinismus die Weiterentwicklung des Leninismus, ist der Hoxhaismus die Weiterentwicklung des Stalinismus. Wer dies nicht begreifen will, hat von der Bedeutung der 5 Klassikern des Marxismus-Leninismus keine Ahnung, kann das Weltproletariat nicht zur siegreichen sozialistischen Revolution führen.

So wie Stalin die Grundlagen des Leninismus ausarbeitete, so haben wir das Werk Enver Hoxhas zu vollenden, die Grundlagen des Stalinismus auszuarbeiten. Man kann den Genossen Stalin nicht verteidigen, wenn man nicht seine Lehren verteidigt, wenn man nicht den Stalinismus verteidigt. Dazu muss man aber erst einmal wissen, was Stalinismus ist. Entscheidend ist doch, das Wesen dessen zu begreifen, anzuerkennen und praktisch umzusetzen, was diese leninistische Weiterentwicklung zum Stalinismus ausmacht. Man muss die Weiterentwicklung des Leninismus wissenschaftlich begründen können, muss nicht nur beweisen, dass der Weg Stalins leninistisch war, sondern was den Stalinismus eigentlich darüber hinaus als Weiterentwicklung des Leninismus auszeichnet. Stalin begnügte sich doch auch nicht damit, den Leninismus als marxistisch zu bezeichnen, sondern erstens die Besonderheiten des Leninismus gegenüber dem Marxismus hervorzuheben und zweitens die veralteten Formeln des Marxismus über Bord zu werfen. So ergeht es auch dem Stalinismus. So wie es dem Marxismus, und dem Leninismus erging, so ergeht es auch dem Stalinismus und dem Hoxhaismus – weiterhin gültige Leitsätze dieser Lehren werden angewandt und andere, veraltete Leitsätze über Bord geworfen oder modifiziert bzw. recycelt.

Um es mit den Worten von Stalin zu sagen, als er seine Vorlesung an der Swerdlow-Universität über die Grundlagen des Leninismus hielt:

Die Grundlagen des Stalinismus darlegen heißt noch nicht die Grundlagen der Weltanschauung Stalins darlegen. Die Weltanschauung Stalins und die Grundlagen des Stalinismus sind dem Umfang nach nicht ein und dasselbe. Stalin ist Leninist und die Grundlage seiner Weltanschauung ist selbstverständlich der Leninismus. Daraus folgt aber durchaus nicht, dass die Darlegung des Stalinismus mit der Darlegung der Grundlagen des Leninismus begonnen werden muss. Den Stalinismus darlegen bedeutet, das Besondere und Neue in den Werken Stalins darlegen, womit Stalin die allgemeine Schatzkammer des Marxismus-Leninismus bereichert hat und das natürlicher Weise mit seinem Namen verknüpft ist. Nur in diesem eingeschränkten Sinn soll in dieser Schrift der Komintern / ML von den Grundlagen des Stalinismus die Rede sein. ( Was hier gesagt wird, muss übrigens in gleicher Weise für den Hoxhaismus gelten, sobald wir unsere nächste Schrift „Über die Grundlagen des Hoxhaismus“ herausgeben werden).

Niemals dürfen wir Stalinisten es zulassen, dass unsere Gegner die Beantwortung der Fragen des Stalinismus ungestraft für überflüssig erklären können , um den Stalinismus als unwissenschaftliche Lehre hinzustellen mit der fadenscheinigen Begründung:der Stalinismus existiere eigentlich gar nicht, er sei nur ein Symbol der Hetzpropaganda des Anti-Kommunismus“. Euer Anti-Stalinismus ist aus dem Kampf gegen unsere Lehren des Stalinismus hervorgegangen, nicht umgekehrt !

Der Begriff Stalinismus ist für uns Marxisten-Leninisten also – und wir entschuldigen uns nicht, uns ständig zu wiederholen - eine wichtige, unverzichtbare wissenschaftliche Bezeichnung für die Weiterentwicklung des Leninismus jener Zeit als Stalin lebte und wirkte. Das ist alles andere, als nur eine Frage des Geschmacks oder der Auslegung, ist keine subjektive Frage, (an die ausschließlich die Person Stalins geknüpft ist), sondern Stalinismus ist der wissenschaftlicher Ausdruck einer bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungsstufe des herrschenden Proletariats in der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Fehlt die Lehre des Stalinismus, so ist der Marxismus unvollständig, ist er gestutzt, kann er seine Aufgabe nicht erfüllen, ist er für die revolutionäre Befreiung des Weltproletariats wertlos. Wer kein Stalinist ist, kann auch kein Marxist sein, ist ein Anti-Marxist. Der Leninismus ist jenes Instrument des Marxismus, mit dem Stalin die Demarkationslinie gegen die revisionistischen Restauratoren des Kapitalismus beim Übergang zum Sozialismus zog. Die rücksichtslose Bekämpfung der Gefahr der Restauration des Kapitalismus unter den Bedingungen des aufgebauten Sozialismus und des Übergangs zum Kommunismus „in einem“ Land , unter den Bedingungen des gewaltig anwachsenden sozialistischen Weltlagers, unter den Bedingungen des vom Untergang bedrohten kapitalistischen Weltlagers, musste daher eine der wichtigsten Aufgaben des Stalinismus sein.

Marx hat sich selber nicht als „Marxist“ bezeichnet, - das hat sein engster Freund und Kampfgefährte Friedrich Engels getan, das haben die Anhänger von Marx und Engels getan, das hat die marxistische Bewegung in den kapitalistischen Ländern getan, die sich im Klassenkampf von den Lehren von Marx und Engels leiten ließen und sich um sie zusammenschlossen und vereinigten. Marx und Engels waren nicht nur diejenigen, die die Weltanschauung des Proletariats erschufen, sondern auch die Führer im proletarischen Klassenkampfes in der vor-imperialistischen Phase der Entwicklung des Kapitalismus. Viele Lehrsätze des Marxismus sind über die Lebenszeit von Marx und Engels hinaus aktuell und also heute noch unbedingt gültig geblieben . Andere Lehrsätze wiederum waren nur in ihrer Zeit gültig und verloren ihre Bedeutung mit der der kapitalistischen Entwicklung zum Imperialismus. Einige Lehrsätze mussten fallen gelassen werden, andere modifiziert, das heißt den sich veränderten Bedingungen des Klassenkampfes angepasst werden.

Lenin selber hat sich nicht „Leninist“ genannt, aber die Genossen, die sich um ihn scharten, seine Anhänger verstanden sich als Leninisten, allen voran Lenins Schüler Stalin:

Marx und Engels wirkten in der vorrevolutionären Periode (wir meinen vor der proletarischen Revolution), als es noch keinen entwickelten Imperialismus gab, in der Periode der Vorbereitung der Proletarier zur Revolution, in jener Periode, als die proletarische Revolution praktisch noch keine unmittelbare Notwendigkeit war. Lenin dagegen, der Schüler von Marx und Engels, wirkte in der Periode des entwickelten Imperialismus, in der Periode der sich entfaltenden proletarischen Revolution, als die proletarische Revolution bereits in einem Lande gesiegt, die bürgerliche Demokratie zerschlagen und die Ära der proletarischen Demokratie, die Ära der Sowjets, eröffnet hatte. Deshalb ist der Leninismus die Weiterentwicklung des Marxismus“ (Stalin, „Grundlagen des Leninismus“).

Im Kampf gegen die Menschewiki, im Kampf gegen den opportunistischen Verrat der II. Internationale am Marxismus, im Kampf gegen die bürgerliche Revision des Marxismus, entstand die eigenständige leninistische Bewegung.

Der Leninismus erwuchs und gestaltete sich unter den Bedingungen des Imperialismus, als sich die Widersprüche des Kapitalismus bis zum Äußersten zugespitzt hatten, als die proletarische Revolution zu einer Frage der unmittelbaren Praxis wurde, als die alte Periode der Vorbereitung der Arbeiterklasse zur Revolution an die neue Periode des direkten Sturms auf den Kapitalismus heran rückte und in sie hinüber wuchs“ (Stalin, „Grundlagen des Leninismus“).

Stalin bezeichnete sich selbst nicht als „Stalinist“, aber die Bolschewiki, die ihm im Kampf gegen die Trotzkisten, Bucharinisten und später gegen die parteifeindlichen, bürokratischen Elemente und Führer der Apparatschiks folgten, nannten sich Stalinisten. Es entstand die stalinistische Weltbewegung in einer Zeit als der erstarkende Sozialismus zu einer existentiellen Bedrohung für den Weltkapitalismus anwuchs, als die Frage: „Wer wird siegen, das kapitalistische oder das sozialistische Weltlager ?“ sich als eine Aufgabe stellte, die zur praktischen Lösung anstand.

Enver Hoxha hat sich selber auch nicht den Namen „Hoxhaist“ zugelegt. Aber die Marxisten-Leninisten, die ihn als Führer des Kampfes gegen den modernen Revisionismus an der Macht ansahen, die ihm im Kampf gegen die revisionistische Weltbewegung folgten, nannten sich Hoxhaisten, insbesondere seit dem Kampf gegen den chinesischen Revisionismus, gegen den Maoismus, an dessen Spitze Enver Hoxha steht. Die Hoxhaisten sind Marxisten, die den Sozialismus trotz der Bedingungen des Revisionismus an der Macht aufbauten, die eine marxistische Weltfront gegen die imperialistisch-revisionistische Umkreisung bildeten, die im Kampf gegen die beiden Supermächte, gegen die Zusammenarbeit der Imperialisten und Sozialimperialisten, gegen den wieder erstarkenden Weltimperialismus antraten, die die Frage der Weltrevolution als eine Aufgabe begriffen, die es praktisch zu lösen galt, die die stalinistische Weltbewegung auf die Höhe ihrer Zeit hoben und die Unterstützung der proletarischen Revolution in den revisionistischen Ländern zur Tagesaufgabe des lebendigen proletarischen Internationalismus machten, um die Diktatur des Proletariats in den ehemals sozialistischen Ländern zurückzuerobern. Hoxhaisten sind heute solche Marxisten, die für die Restauration der Diktatur des Proletariats, für die Weltdiktatur des Proletariats, für den Sozialismus im Weltmaßstab kämpfen.

Als Marxisten-Leninisten bezeichnen sich alle Genossen, die für die proletarische Weltrevolution kämpfen, um die Epoche des Weltimperialismus für immer zu beenden und das Weltproletariat auf den Weg zum Übergang in den Weltsozialismus zu führen. Nur die Marxisten-Leninisten kann man als Kommunisten bezeichnen, weil sie die Einzigen sind, die sich auf die Wissenschaft des Kommunismus stützen und diese weiter entwickeln können.

Stalin war am weitesten fortgeschritten, um diese welthistorische Aufgabe der Marxisten-Leninisten in die Tat umzusetzen. Deswegen muss das heutige Weltproletariat an seinem Werk anknüpfen, muss es sein Werk zu Ende führen.



Wir müssen vor diesem welthistorischen Hintergrund als Stalinisten selbstkritisch Bilanz ziehen wie weit wir unserer Verantwortung gerecht geworden sind und gerecht werden, Stalins Leben und Werk ehrenvoll vor die anti-stalinistischen Sintflut unseres globalen Klassengegners zu befreien. Ohne die Verbreitung des Stalinismus in der proletarischen Weltbewegung, ohne Studium der Lehren Stalins, ohne eine groß angelegte propagandistische Gegenoffensive, ohne Vereinigung und Globalisierung all unserer Kräfte, ohne Heranbildung neuer stalinistischer Kader, ohne die Schaffung eines weltumspannenden Netzes neuer stalinistischer Organisationen, ohne eine stalinistische Weltpartei, ohne Unterstützung seitens der fortschrittlichsten Proletarier - ist an einen Sieg in dieser größten Propagandaschlacht der Geschichte des Klassenkampfes gegen den Anti-Stalinismus nicht zu denken.

Wir dürfen uns niemals mit Opportunisten vereinigen, die den Antistalinismus in unsere Reihen offen einzuführen und heimlich einzuschmuggeln versuchen. Dieser Gefahr des verkappten, des „stalintreuen“ Opportunismus, die unter dem Druck des Antistalinismus weiter anwächst, dürfen wir keinen Millimeter nachgeben! Den Druck des Antistalinismus auf uns Stalinisten begegnen wir, indem wir die Opportunisten nicht in unsere Festungen (die wir bislang völlig ungenügend aufgebaut haben!) hineinlassen. Wir nennen hier nur als Beispiel den Maoisten Ludo Martens (WP-Belgien), der vorgibt, Stalin zu „verteidigen“, um ihm in Wirklichkeit in maoistischer Manier „Taten und Unterlassungssünden“ anzudichten, die Stalin niemals begangen hatte. Es gibt Verteidiger und so genannte „Verteidiger“ Stalins, die sich feindlich gegenüberstehen. Wir von der Komintern / ML hatten über Mao und seiner sogenannten „Stalinfrage“ im Jahre 2003 einen kritischen Artikel zusammengestellt – hier der Hyper-Link:

Wie der Genosse Enver Hoxha den Genossen Stalin gegen Mao Tsetung und den chinesischen Revisionismus verteidigte“.

Was Ludo Martens über Stalin schreibt, ist aus der Sicht eines Anti-Stalinisten geschrieben, der vorgibt, „auf dem Boden des Stalinismus“ zu stehen. Von uns wird dieses neo-revisionistische Machwerk schärfstens verurteilt. Ludo Martens und seine internationalen „Freunde“ und „Anhänger“ sind Erz-Revisionisten, die im Lager der marxistisch-leninistischen Weltbewegung auch nicht das Geringste zu suchen haben.

Und wenn es Opportunisten gibt, die es trotzdem geschafft haben einzudringen, dann stärken wir die Geschlossenheit unserer stalinistischen Reihen dadurch, dass wir die Opportunisten aus unseren Organisationen gnadenlos hinaussäubern und damit unser Verständnis vom Stalinismus vertiefen. Wir wurden immer nur dann geschwächt und in unserer Existenz bedroht, wenn wir uns von den Lehren des Marxismus-Leninismus, von Stalin entfernt hatten - entweder unsere Wachsamkeit und Entschlossenheit vernachlässigt hatten oder über das Ziel hinausgeschossen waren – nämlich „das Kind mit dem Bade auszuschütten“ und also das Zusammenspiel zwischen rechten und „linken“ Opportunismus, das Versöhnlertum und den Zentrismus nicht kapiert und nicht gekappt hatten. Das Vertrauen des Weltproletariats zurückzuerobern, wird nur gelingen, wenn wir es bei der prinzipienfesten Verteidigung Stalins nicht in Stich lassen, wenn es sich auf unsere Prinzipientreue gepaart mit Elastizität und Manövrierfähigkeit , also auf unsere weltbolschewistische Linie verlassen kann. Unsere Kampfaufgabe ist also klar definiert: Stalin ist einer der größten revolutionären Führer des Weltproletariats. Mit seinen Lehren ist die wankende Herrschaft der Weltbourgeoisie unter Beschuss zu nehmen, ist der Stalinismus in einen globalen Sieg zu verwandeln. Stalinismus bedeutet Sieg des Kommunismus. Antistalinismus bedeutet Sieg des Kapitalismus. So stehen die Dinge.

Ohne bolschewistische Kritik und Selbstkritik ist der Kampf um Stalin allerdings nicht zu gewinnen. Aber mit bolschewistischer Kritik und Selbstkritik sind wir in der Lage, unsere fehlerhaften Versuche, das Werk Stalins vor und nach seinem Tod vom Standpunkt des Marxismus-Leninismus immer besser einzuschätzen, zu korrigieren. Nur wir Marxisten-Leninisten sind in der Lage, die Wahrheit über Stalin ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen und die bürgerlichen Lügen über Stalin zu entlarven. Niemand sonst auf der Welt. Haben wir den schwersten Brocken, den Antistalinismus besiegt, werden wir auch den ganzen Antikommunismus besiegen. Der Kampf gegen den Antistalinismus ist das Hauptkettenglied unseres revolutionären Kampfes gegen den Antikommunismus. Für die Komintern /ML gilt daher der Grundsatz: Je sauberer der anti-revisionistische Abschluss der Geschichte der ersten Periode des Sozialismus, desto sauberer können wir das darauf folgende Kapitel in Angriff nehmen, die anti-revisionistische Geschichte des Weltsozialismus. Das kann nichts Anderes heißen, als den gesamten Abschnitt der Tätigkeit Lenins und Stalins als einen großartigen und bedeutsamen historischen Abschnitt des heroischen anti-revisionistischen Kampfes, als die einzig gesicherte Grundlage des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus zu begreifen. Der anti-revisionistische Kampf des Weltproletariats ist die wichtigste Grundlage für den weltrevolutionären Übergang des Weltkapitalismus zum globalen Sozialismus, der eben nur auf den Trümmern der bürgerlich-revisionistischen Welt, auf den Trümmern der Restauration des Kapitalismus, auf den zertrümmerten neuen revisionistischen Strömungen, zum Sieg führt.

Je tiefer wir in die revisionistischen Abgründe blicken an Hand immer neuer Enthüllungen über die anti-hoxhaistischen, anti-stalinistischen , anti-leninistischen und anti-marxistischen Verbrechen der modernen Revisionisten, die niemals losgelöst von der gesamten antikommunistischen Politik des Weltkapitalismus, sondern als deren Bestandteil betrachtet werden müssen, desto leichter gelingt es uns, an die Wurzeln des modernen Revisionismus heranzukommen, um den ins Kraut geschossenen Antistalinismus anzupacken, herauszureißen und ihn als Düngemittel für das bessere Wachstum des zukünftigen Weltsozialismus zu verwerten.

Je vollständiger und tief gehender unsere Enthüllungen über die Verbrechen der modernen Revisionisten, desto deutlicher kommt die Wahrheit über Stalin ans Tageslicht. Aber mit der Wahrheit über die Verbrechen der modernen Revisionisten – allein genommen - wird niemand auf automatischem Wege von den Verdiensten Stalins als 4. Klassiker des Marxismus-Leninismus, von der tatsächlichen, historischen, nachhaltigen Bedeutung des ersten sozialistischen Staates für den Weltkommunismus überzeugt. Dies können nur wir Weltbolschewisten auf marxistisch-leninistischer Grundlage neu herausarbeiten. Niemand außer uns kann und wird das Stalinbanner der sozialistischen Weltrevolution erheben und vorantragen. Es hat sich gezeigt, dass das ganze Lügengebäude um Stalin nicht automatisch mit dem Zusammenbruch der Macht der modernen sowjetischen Revisionisten zu Staub zerfiel. Im Gegenteil, das Lügengebäude, das die modernen Revisionisten in Zusammenarbeit mit dem Weltimperialismus einmal aufgebaut hatten, um an die Macht zu kommen, blieb trotzdem weiter bestehen, dafür hat die Weltbourgeoisie gesorgt und sie weiß selber am besten, warum. Das Lügengebäude über Stalin wurde aber nicht nur noch schwärzer angemalt, sondern (!) seine Hintertürchen mit noch leuchtenderen roten Tarnfarben angestrichen, um auch Stalinisten selber leichter hineinzulocken, damit sie sich darin verirren, darin umkommen oder besser noch: als getarnte, umgedrehte „Stalinisten“, als Agenten der Konterrevolution gegen die Stalinisten wieder herauskommen. Kein Antistalinist ist für die Bourgeoisie wertvoller im Kampf gegen den Stalinismus als ein von ihr „umgedrehter“ Verräter in unseren stalinistischen Reihen. Nur mit Hilfe solcher hinterhältigen Tricks der Entsendung von Agenten in unsere eigenen Reihen hat der Antistalinismus die Möglichkeit, ins Lager der Stalinisten vorzudringen, um es von innen in ein bürgerliches Lager zu verwandeln, und ansonsten zu liquidieren. All das wird gemacht, weil der Stalinismus dem Kapitalismus einst seine empfindlichste Niederlage beigebracht hatte, und das trotz tausender konterrevolutionärer Verschwörungen, Morde, Diversionen und Spionageakte, trotz militärischer Massenvernichtung, politischer, wirtschaftlicher und ideologischer Versuche, die stalinistische Gesellschaft, den Kommunismus zu zerstören. Der Kapitalismus hat jahrzehntelang vergeblich versucht, den Kommunismus mit allen Mitteln zu besiegen. Und – als es ihm schließlich doch mit Hilfe der modernen Revisionisten gelungen war -, brauchte er nochmal eine ganze historische Periode, um den Sozialismus wieder in den Kapitalismus zu verwandeln. Der Kapitalismus weiß also aus eigener schmerzvoller Erfahrung: es gibt keine ernstzunehmendere Gefahr für ihn als die Nachfolgegenerationen der Stalinisten. Die Weltbourgeoisie hat also nach wie vor große Angst vor uns Stalinisten und deswegen kann sie es sich auch nicht leisten, jemals im Klassenkampf gegen Stalin nachzulassen. Nur wir Stalinisten selber können der Weltbourgeoisie ihre Angst vor Stalin nehmen, nämlich indem wir dem Weltproletariat dabei helfen, sich vom Antistalinismus, von der Herrschaft der Weltbourgeoisie zu befreien und die Herrschaft des Weltproletariats zu errichten, die mit dem Banner Stalins gekrönt wird.

Nach 1991 - als die Geschichte ihr Urteil über die verbrecherische Wahrheit des modernen Revisionismus besiegelt hatte (Sozialismus in Worten – Kapitalismus in Taten) - erkannte nur eine winzige Minderheit in der Öffentlichkeit Stalin und uns Stalinisten, die marxistisch-leninistische Weltbewegung und vor allem das Weltproletariat und nicht zuletzt die Sowjetvölker als eigentliche Opfer der Lügenmärchen der Revisionisten. Das heißt, das Jahr 1991 führte nicht automatisch zur Rehabilitierung Stalins, zur Wiedergeburt des Sozialismus auf sowjetischem Boden. Im Gegenteil. Das Gift des Antistalinismus wird dem Weltproletariat weiter verabreicht, um es vom Weg seiner historischen Mission abzuhalten, um seine revolutionären Kräfte zu schwächen. Aber so wenig wie die Konterrevolution das Weltproletariat liquidieren kann, genauso wenig kann sie den Stalinismus aus der Welt schaffen. Ohne Stalins Lehren kann man heute keinen Sozialismus wieder aufbauen.

Der moderne Revisionismus hat dieser antistalinistischen Gehirnwäsche konsequenterweise den Weg bereitet und damit um so mehr Menschen der ehemaligen UdSSR von ihrer wahren historischen Identität entfremdet, aber auf höherer dialektischer Stufe werden die Sowjetvölker zu Stalin zurückkehren und sich wieder mit ihm identifizieren. Die Bourgeoisie und ihre Lakaien müssen befürchten, dass mit dem Zusammenbruch des Weltkapitalismus unvermeidlich alle ihre Lügengebäude also auch das Lügengebäude des Antistalinismus zusammenbrechen, und dass sie in dem von ihnen selbst erzeugten antistalinistischen Strudel schließlich jämmerlich ertrinken. Je gigantischer der Antistalinismus aufgebaut wird, desto tiefer stürzt er in den Abgrund und desto gründlicher wird das Weltproletariat davon im Endeffekt geheilt sein, wenn auch schmerzvoll.

Jene, die sich jahrzehntelang in den antistalinistischen Dienst der bürgerlichen Ideologie, in den Dienst der modernen Revisionisten gestellt hatten, schulen sich inzwischen übrigens um - nämlich ihren Antistalinismus im Gewand des „Stalinismus“ fortzusetzen und damit der Taktik zu folgen, den Stalinismus mit seinen eigenen Waffen zu „besiegen“. Die antistalinistischen Revisionisten, die wir seit über 50 Jahren verdroschen haben, geben sich vergeblich der Hoffnung hin, sie könnten vor unseren Schlägen sicher sein, wenn sie sich unter unser Stalinbanner stellen. Nichts da! Wer sich unter unser Stalinbanner zu stellen wagt in der wahnwitzigen Hoffnung, uns vom Stalinbanner zu vertreiben, der wird mit unserem Stalinbanner niedergeschlagen. Weder haben wir uns, noch werden wir uns das Stalinbanner aus der Hand reißen lassen – niemals und von niemandem! Genauso wie wir aus den Täuschungsmanövern der modernen Revisionisten gelernt haben, Marxisten-Leninisten von „Marxisten-Leninisten“ zu unterscheiden, wissen wir auch wie sich die revisionistischen „Stalinisten“ von uns Stalinisten unterscheiden, werden wir nicht in ihre, sondern sie in unsere Falle tappen, werden sie elendig darin krepieren.

Wir werden das Weltproletariat schulen, was es mit der so genannten „Stalin-Frage“ auf sich hat, warum und gegen wen die Kapitalisten so eifrig am „Schreckgespenst“ Stalin herum putzen. Im Klassenkampf selbst wird das Weltproletariat seine eigenen Erfahrungen sammeln, um seine Feinde besser zu durchschauen, die sich nur deshalb als seine „Freunde“ auszugeben versuchen, weil sie die Proletarier von ihrem revolutionären Befreiungskampf gegen den Kapitalismus abhalten wollen. Um zu verhindern, dass sich die Proletarier die stalinistische Lehre von der Befreiung vom Kapitalismus aneignen, sollen sich die Proletarier die von den Kapitalisten gefälschten, verzerrten und verstümmelten, von ihnen frisierten und von ihren Agenten unter die Proletarier verteilten Pseudo-„Lehren“ Stalins aneignen, die „kommunistisch“ und „echt stalinistisch“ klingen, aber die sich im Kampf gegen die Kapitalisten als wirkungslos und ungefährlich erweisen sollen. Den Arbeitern wird etwas als „Stalinismus“ verkauft, was in Wahrheit das genaue Gegenteil von Stalinismus ist. Die Kapitalisten bezahlen eine ganze Armee von Agenten, die nur damit beschäftigt werden, wie sich die Kapitalisten der Lehren Stalins in einer Weise bedienen können, um damit die Proletarier zu betrügen und in die Irre zu führen. Besonders diejenigen Agenten werden von den Kapitalisten gut bezahlt, die es schaffen, die Stalinisten vor den Augen der Proletarier als gefährliche „Agenten des Kapitalismus“ abzustempeln und sich selber als „Stalinisten“ bei den Proletariern lieb Kind machen können. Und die höchsten Löhne zahlen die Kapitalisten solchen Agenten, denen das Kunststück gelingt, die Proletarier anzustiften, sich „im Namen Stalins“ gegen die Stalinisten zu stellen. Aber selbst wenn dies Kunststück nicht immer vollbracht werden kann, so sind die Kapitalisten schon zufrieden damit, wenn sie mit ihren Agenten innerhalb der stalinistischen Reihen vertreten sind, darüber Informationen abliefern, hier und da heimlich Sand ins Getriebe streuen und insgeheim alle möglichen Arten Schädlingsarbeit unter den Stalinisten anrichten und Verwirrung bei der Auslegung der Lehre Stalins stiften. In einer für den Weltkapitalismus so brenzligen Situation wie 1953 waren die Kapitalisten sogar in der Lage, mit dem Mord am Stalin das gesamte Präsidium der KPdSU in die Hand zu kriegen, um sämtliche sozialistischen Machthebel auf Kapitalismus umzuschalten – zuerst getarnt, dann offen.

Egal, mit welcher Maske sich die Revisionisten zu tarnen versuchen, wir reißen sie ihnen vom Gesicht. So bleibt ihnen nichts anderes übrig als rückschrittliche Elemente unter ihren eigenen „stalinistischen“ Dächern zu sammeln, um sie als 5. Kolonne gegen uns in die konterrevolutionäre Schlacht zu führen. Wir werden ihre wahren Absichten entlarven und ihnen aufs Haupt schlagen, sobald sie es wagen, ihren „stalinistischen“ Kopf aus ihren Rattenlöchern zu strecken. Der moderne Revisionismus ist also längst nicht tot, er wartet auf seine Erlösung, wartet darauf, dass wir seinen Kopf vom Rumpf trennen. Solange stellt er für uns eine reale Gefahr dar, weil er die Fähigkeit besitzt, sich zu häuten, jedenfalls solange ihm der Kapitalismus dazu die Kraft verleiht. Der moderne Revisionismus hat zwar sein Wesen nicht geändert, aber seine Form, in der er sich neuerdings präsentiert, ist eben im Gegensatz zu früher = „stalinistisch“ - ohne dabei seine alten Formen - „leninistisch, aber antistalinistisch“ oder „marxistisch, aber nicht leninistisch“, „sozialistisch, aber nicht marxistisch“; „stalinistisch, aber nicht hoxhaistisch“; „5 Klassiker des Marxismus-Leninismus in Worten – Anti-Marxismus-Leninismus in Taten“; usw. usf. - aufzugeben .

Das Werk und die Person Stalins hat 50 Jahre modernen Revisionismus überdauert und wird auch die nächsten 50 Jahre überdauern, wird ewig im Glanz erstrahlen. Mit dem „Personenkult“-Vorwurf sollte nicht Stalin selbst, sondern das revolutionäre Bewusstsein der Völker entfremdet, der Stalinismus erschüttert und vergiftet werden. Doch dazu später.

Stalin stellte sein ganzes Leben bedingungslos und konsequent in den Dienst der Sache des Proletariats. Nie wurde das mächtige, rote Banner der siegreichen, sozialistischen Arbeiterklasse so weit über den Erdball getragen wie unter Stalin. Nie hatte das Proletariat größere Macht besessen als unter Stalin. Nie hat das Proletariat seinen Klassenkampf gegen den Weltkapitalismus schärfer und unerbittlicher geführt als unter Stalin. Nie hat der Weltimperialismus jämmerlicher ausgesehen als unter den Schlägen Stalins. Nie hat der Sozialismus eine so hohe Blüte erreicht, nie war die Menschheit dem Kommunismus näher als unter Stalin. Kein Wunder, dass er die kapitalistische Welt bis aufs Mark erschütterte und Stalin zum größten und schrecklichsten „Feindbild“ in der Geschichte der Menschheit machte. Durch Stalin war es nicht mehr das Gespenst des Kommunismus, das in Europa umging, sondern die reale Wirklichkeit des Kommunismus auf einem Sechstel der Welt. Dank Stalin stand dem Proletariat zum ersten Mal die ganze Welt zu Füßen, hatte es wirklich nicht mehr viel gefehlt und der Kapitalismus wäre vom Erdball gefegt worden.

Diese welthistorische Wirklichkeit, die Stalin geschaffen hatte, hinterließ in der Bourgeoisie das schwerste Trauma ihrer Klassengeschichte. Bis heute reagiert sie daher mit ihrer chronischen Krankheit des Antikommunismus allergisch auf alles, was sie auch nur im Entferntesten an den Kommunismus, an Stalin, erinnert. Und obwohl der moderne Revisionismus der Bourgeoisie die Aufrechterhaltung ihrer Macht, die Verlängerung der Epoche des Kapitalismus, den Sieg über den Kommunismus nicht ohne große Opfer ermöglicht hatte, fällt es der Bourgeoisie trotzdem schwer, dem modernen Revisionismus weiterhin Vertrauen zu schenken, zumal ihm jetzt nur noch die Möglichkeit bleibt, sich hinter der Maske des „Stalinismus“ zu verbergen. Die Bourgeoisie willigt nicht freiwillig ein, „Stalin“ als Maske zu akzeptieren, denn sie riskiert damit, selber zur Wiedergeburt des Stalinismus beizutragen – aber der Bourgeoisie bleibt gar keine andere Wahl. In der Not frisst der Teufel Fliegen ! Die Bourgeoisie wird sich also im Selbsterhaltungsinteresse hüten müssen, ihre Taktik aufzugeben, den Kommunismus mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Sie ist alt und schwach geworden und braucht ihr Gewand des „Kommunismus“ heute um so mehr, denn wenn sie die Wiederkehr des Kommunismus diesmal nicht mehr abwehren kann, ist ihr Schicksal für immer besiegelt. Gegen ein sozialistisches Land hatte die Weltbourgeoisie noch eine Chance gehabt zu überleben – sie weiß, dass der Weltkommunismus ihren endgültigen Untergang bedeutet. Der Kampf um Stalin wird heute also in der zweiten Periode des Sozialismus zu Ende geführt werden müssen. Die Niederlage muss in einen Sieg verwandelt werden. Der moderne Revisionismus hat sich vor den Augen der Arbeiter, die ihm vertrauten, als Lug und Betrug erwiesen. Die Bourgeoisie ist also gezwungen, ihre alte Doppeltaktik gegen den Stalinismus durch eine neue zu ersetzen. Und eben diese erneuerte, noch verlogenere bürgerliche, konterrevolutionäre Doppeltaktik des Antistalinismus muss im revolutionären Kampf um Stalin durch eine weltbolschewistische Taktik des Weltproletariats nieder geschmettert werden.

Nehmen wir die immer wieder von Neuem aufgetischten angeblichen „Verbrechen“, die Stalin begangen haben soll. Wenn Verbrechen begangen wurden – und es wurden schlimme Verbrechen (gegen die Kommunisten !!) begangen -, so gehen sie nicht auf das Konto von Stalin und des Kommunismus, sondern auf das Konto der Bourgeoisie und des Kapitalismus, die ihre eigenen Verbrechen Stalin in die Schuhe zu schieben versuchen. Wenn es Verbrechen „im Namen des Sozialismus“ gab, dann waren es die hinterhältigen Verbrechen der Feinde am Sozialismus. Es handelt sich um Verbrechen der Kapitalisten und ihren Lakaien:In Worten stalinistische Verbrechen am Sozialismus – in Taten kapitalistische Verbrechen am stalinschen Sozialismus!“ Das ist die Definition für das Wesen der Verbrechen der modernen Revisionisten, den Lakaien des Weltimperialismus, an Stalin.

Die Weltherrscher besitzen die materielle Macht und damit sind sie auch im Besitz der geistigen Waffen gegen das Weltproletariat, verfügen sie über die globale Macht des Antikommunismus, die globale Macht des Antistalinismus, die globale Macht darüber, was ein „stalinistisches“ Verbrechen ist und was nicht , bzw. was als „stalinistisches Verbrechen“ zu gelten hat oder nicht zu gelten hat. Nur in den Augen von Ausbeutern und Unterdrückern ist die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, ist der Kommunismus ein „Verbrechen“. Und umgekehrt: In den Augen der Ausgebeuteten und Unterdrückten ist der Kapitalist und sein Ausbeutersystem verbrecherisch. Insofern ist nicht Stalin ein Verbrecher, sondern seine politischen Gegner sind es. Das „Verbrechen“ ist an sich noch kein Klassenbegriff, nur die verschiedenen Klassen geben ihm ihre entsprechend entgegengesetzte Bedeutung. Bevor man also überhaupt von „Verbrechen“ sprechen kann, muss man seinen klassenspezifische Bedeutung klären, denn es gibt in einer Klassengesellschaft keine Verbrechen, die „über“ den Klassen verübt werden – auch nicht in der sozialistischen Klassengesellschaft, auch nicht in der Stalinära. Es sind nicht „persönliche Verbrechen“ von Stalin, sondern Verbrechen gegen den Kapitalismus, die gerechtfertigt sind, solange sie im Interesse des sich vom Kapitalismus befreienden Proletariats verübt worden sind. Die kommunistische Moral hält Verbrechen an der Bourgeoisie nicht für unmoralisch und unethisch, sondern für die Befreiung vom Kapitalismus, für die Befreiung von jeglicher Klassenherrschaft, für unvermeidlich und damit für notwendig, für moralisch gerechtfertigt. Verbrechen werden stets auf Grund der Moral und der Gesetzlichkeit der jeweiligen Klassengesellschaft definiert, die im antagonistischen Klassenkampf unvermeidlich sind, die den Klassen aufgezwungen sind, um ihre Interessen durchzusetzen und zu verteidigen. Das Wesen des antagonistischen Klassenkampfes liegt ja gerade darin, dass er unversöhnlich ist, das heißt, dass der Tod der einen Klasse den Tod der anderen Klasse bedeutet. Es ist also klar, warum die Bourgeoisie den Klassenkampf des Proletariats kriminalisieren muss, denn das Proletariat ist der Totengräber der Bourgeoisie. Doch das trifft noch nicht ganz den Kern der Sache. Die bürgerlichen Verbrechen von den proletarischen „Verbrechen“ unterscheiden sich schließlich sehr wesentlich in einem entscheidenden Punkt: Das Weltproletariat ist nicht nur die einzige Klasse, die die Verbrechen der ausbeutenden und unterdrückenden Klassen beseitigt, sondern die ganze Klassengesellschaft selbst und damit jedes Verbrechen, das von Menschen an Menschen verübt wird. Wenn man den revolutionären Kampf gegen die Verbrechen der Konterrevolution allerdings als „Verbrechen“ verurteilt, dann wird man uns Stalinisten dieser „Verbrechen“ solange bezichtigen, bis das Weltproletariat die Verbrechen des herrschenden Weltkapitalismus mit der siegreichen sozialistischen Weltrevolution beendet hat. Eben damit schafft sich das Weltproletariat die Grundlage zur Verwirklichung ihres Endzieles: die Verbrechen von Klassen an Klassen, die Verbrechen von Menschen an Menschen für immer vom Erdball zu vertilgen.

Da, wo der Marxismus-Leninismus herrscht, ist der Revisionismus machtlos, werden die Verbrechen an der Arbeiterklasse, an den werktätigen Massen beseitigt !

Die Berijaner und die Chruschtschowianer mussten zugeben, dass „sie machtlos“ waren, so lange Stalin noch lebte – und das ist eine historische Tatsache, von der wir Marxisten-Leninisten alle ausgehen. Wenn der Feind seine Machtlosigkeit gegenüber der Macht des Stalinismus zugibt, dann wird klar, warum so große Anstrengungen erforderlich sind, um sich vor dem Stalinismus und vor allem vor seiner Wiederbelebung, vor neu heranwachsenden Stalinisten, vor der Renaissance der Stalin-Ära, zu schützen. Die größte Hürde auf dem Weg zur revisionistischen Macht war die Person und die Rolle Stalins unter der Diktatur des Proletariats. Erst nachdem sie Stalin ermordet hatten, gelang ihnen ihr Putsch, konnten die revisionistischen Sowjetführer Position für Position besetzen und ausbauen. Je weiter sie sich vom Marxismus-Leninismus zu entfernen wagten, um so offensichtlicher wurde ihr Verrat und damit auch ihr Verbrechen, deren Entlarvung wir vor allem dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, Genosse Enver Hoxha, zu verdanken haben. Seine Enthüllungen bestätigten sich endgültig mit dem Ende der revisionistischen Herrschaft und der Auflösung der Sowjetunion. Je offener die Revisionisten auf ihrem kapitalistischen Weg voranschritten, desto weniger konnte verschwiegen werden, dass die Wahrheit über ihre Verbrechen durch Dokumente und Zeitzeugen ans Tageslicht sickerten. Einige gaben ihre Verbrechen selber zu, andere nahmen sie mit ins Grab, wieder andere gaben die Verbrechen ihrer Vorgänger zu – insbesondere die Verbrechen der revisionistischen Schlüsselfigur Chruschtschow. Er spielte die Hauptrolle im Kampf des modernen Revisionismus gegen den Marxismus-Leninismus. Wir haben bereits in unserem – hier verlinkten - Artikel 50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus“ in aller Ausführlichkeit und großem Umfang darüber geschrieben, worauf sich der hier veröffentlichte Text lückenlos anschließt:

Der moderne Revisionismus Chruschtschows und der Revisionismus der heutigen Neo-Revisionisten unterscheidet sich – kurz gesagt - dadurch, dass der Erstere gezwungen war, den Stalinismus mit dem „Leninismus“ zu schlagen, während der Letztere nunmehr in verschiedenste Gewänder des „Stalinismus“ schlüpfen musste ( Gewänder von „links“ [Trotzkisten, Berijaner usw.] bis rechts [Nationalbolschewisten]), weil wir ihm die „leninistische“ Maske vom Gesicht gerissen haben und er sich dahinter nicht mehr verstecken kann. Dieser Artikel richtet sich also in erster Linie gegen den gehäuteten modernen Revisionismus, gegen den Neo-Revisionismus, gegen den globalisierten Revisionismus, gegen den Revisionismus mit stalinistischer Maske, also auch gegen das Berijanertum.

Der moderne Revisionismus in der Sowjetunion diente der neuen sowjetischen Bourgeoisie als ideologische Grundlage der Übergangsperiode vom Sozialismus zurück zum Kapitalismus. Die Lehren aus unserer Niederlage im Kampf gegenüber dem modernen Revisionismus aber wird dem Übergang zum Weltsozialismus dienen (Negation der Negation des Anti-Revisionismus). Der Kapitalismus ist heute in Russland Realität und alles revisionistische Gerede vom Sozialismus ist durch diese historisch gewordene Tatsache wie eine Seifenblase geplatzt. Wir Stalinisten hatten Recht behalten als wir den modernen Revisionisten die Maske vom Gesicht rissen. Revisionismus führt zum Kapitalismus. Mit der Öffnung der Parteiarchive können unsere marxistisch-leninistischen Voraussagen im Großen und Ganzen bewiesen und bestätigt werden.

Uns Stalinisten war die Dokumentation des Kampfes gegen die putschistische Machtübernahme der Revisionisten durch deren Vertuschungs- und Verfälschungstaktik für Jahrzehnte versperrt geblieben, aber das hatte unseren Glauben an Stalin nicht etwa verhindert, sondern nur noch mehr gefestigt. Je mehr und je geschickter vertuscht wird, um so mehr und geschickter wird aufgeklärt. Möchten die Revisionisten das etwa bezweifeln? Das bestärkte unser Bemühen, den revisionistischen Schleier der letzten Periode Stalins weiter zu lüften, uns selber ein immer objektiveres und konkreteres Bild der Ereignisse von damals zu machen und daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen: Es stellte sich heraus, dass der parasitäre, revisionistische Wurm sich viel tiefer in die sozialistische Gesellschaft hineingefressen hatte, als wir uns das vorstellen konnten, und dass wir im Nachhinein Stalins letzte Säuberungs-Schlacht - obwohl sie mit einer Niederlage endete – politisch um so höher und bedeutsamer einzuschätzen haben. Wir gehen aber dabei nicht so weit wie Bill Bland, der die „These von der Macht der Revisionisten seit 1934“ aufstellte. Wir haben viel von Stalin gelernt, aber am meisten können wir von seinem Kampf kurz vor seinem Tod lernen. Hier bewies er seine größte Stärke, seine größten Erfahrungen, seine größte Meisterschaft. Neo-Revisionismus bedeutet hier konkret nichts anderes als mit Worten den anti-revisionistischen Kampf Stalins in seinem Endstadium anzuerkennen, um dahinter seine tatsächliche Fortsetzung des Revisionismus zu verbergen. Neo-Revisionismus ist Fortsetzung des Revisionismus mit neuen Mitteln, mit den Mitteln eines vorgetäuschten „anti-revisionistischen“ Kampfes.

Der moderne Revisionismus war der Totengräber der ersten Periode des Sozialismus. Der Kapitalismus weiß, dass er nicht genug Sargnägel haben wird, um die Wiederauferstehung Stalins in der zweiten Periode des Sozialismus zu verhindern. Darum sind die Lakaien des Weltkapitalismus intensiv damit beschäftigt, ein neues, bürgerliches „Ebenbild“ des Stalinismus zu erschaffen, um den getarnten Kampf gegen den wieder erwachenden Stalinismus fortzusetzen, nämlich Stalin und die Stalinisten mit den Waffen „Stalins“ und der „Stalinisten“ zu bekämpfen. Eben dazu war das Berijanertum gezwungen, sich der als brauchbar erwiesenen Tarnkappe Berijas zu bedienen, weil die „leninistische“ Tarnkappe der Chruschtschwoianer von uns niedergerissen war. Insofern kann man auch von einer berijanischen Häutung des Chruschtschow-Revisionismus sprechen.

Aber nicht Berija, sondern Stalin war der größte Meister des illegalen bolschewistischen Kampfes. Er selber war der größte Meister des Verwischens von Spuren gegenüber dem Klassenfeind – selbstverständlich im Interesse der Revolution ( bei Berija im Interesse der Konterrevolution) und Stalin hat damit der Sache des Weltproletariats, dem Kommunismus, einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Stalins Methode war: Enthüllung“ = beste Methode, um Geheimnisse zu verhüllen.Und die hat Berija ihm abgeguckt und sie sich gegen Stalin zu Nutze gemacht. So war das. Der Weltbourgeoisie blieb bis auf den heutigen Tag nichts anderes übrig, als im Trüben zu fischen und sich irgendwelche Schauergeschichten über Stalin aus den Fingern zu saugen. Und je mehr sich die Weltbourgeoisie in ihre eigenen Lügenmärchen verstrickt, desto unglaubwürdiger wird sie in den Augen des Weltproletariats, desto eher geht sie samt ihrer Hetze gegen Stalin unter, desto mehr kommt die Wahrheit zu Tage. Es sind die aufgeklärten, revolutionären Massen, die der Wahrheit in der Geschichte, die der Wahrheit über Stalin, zum Durchbruch verhelfen und historische Tatsachen schaffen.

Was wir jetzt zur historischen Erhellung beitragen können, bleibt noch relativ begrenzt. Das letzte Wort fehlt uns immer noch. Aber wir sind der Wahrheit wieder ein kleines Stück näher gekommen und das ist ein kleiner Sieg, den man uns nicht mehr nehmen kann. Letztendlich wird erst restlos alles aufgedeckt werden können, wenn die Arbeiterklasse in Russland wieder an der Macht sein wird und die alleinige Verfügungsgewalt über die historischen Dokumente hat, jedenfalls über all die Dokumente, die noch nicht vernichtet sind. Und genau deswegen, um dies zu verhindern, wird die Wahrheit über Stalin, die Wahrheit über die Verbrechen der Revisionisten, von der jetzt herrschenden russischen Bourgeoisie natürlich weiter verdunkelt, verzerrt und verfälscht – nur eben anders – nämlich zur Verhinderung der unvermeidlich bevorstehenden Restalinisierungsperiode. Aber genau das verhilft uns wiederum , noch intensiver für ein klareres und tieferes Verständnis der Lehren Stalins, der Lehren des Marxismus-Leninismus zu kämpfen (Parallele zum Politikum des StaSi-Archivs).

Am Antistalinismus in Russland hat sich bis heute im Wesen nichts geändert, nur die Methoden hat man den sich verändernden Verhältnissen entsprechend angepasst – nämlich damit die Gefahr einer erneuten Oktoberrevolution, eine neue Sowjetunion im Geiste Lenins und Stalins, die aus ihren Fehlern gelernt hat, erfolgreich abzuwenden. Trotzdem können wir Marxisten-Leninisten im begrenzten Umfang und mit begrenzten Mitteln der Bourgeoisie durchaus über die Schultern schauen, wenn sie die von den modernen Revisionisten verschlossenen Akten wieder geöffnet haben. Vor allem aber müssen wir an Hand der offen gelegten Dokumente uns selber überprüfen, müssen wir prüfen, ob diese Dokumente echt oder gefälscht sind, ob unsere bisherige Einschätzung richtig war, ob und was wir daraus lernen können, ob wir unsere bisherigen Auffassungen überarbeiten und revidieren müssen usw. usf – natürlich ausschließlich, also nur vom Standpunkt des Marxismus-Leninismus aus. Wir dürfen dabei nicht nach unseren subjektiven Wünschen und Vorstellungen urteilen, dürfen nichts beschönigen aber auch nichts vertuschen. Eine neue Beweislage ist stets Prüfstein für jeden wahren Historiker, der auch bereit sein muss, frühere Fehlinterpretationen einzugestehen, wenn bislang unzugängliche Akten sich als unwiderlegbare Zeitdokumente erweisen. Jedoch, so einfach ist das alles nicht, da machen wir uns nichts vor: Bis heute wird es genug Dokumente geben, die bereits erneut gefälscht sind, und es sind mit Sicherheit reichlich Dokumente weiter unter Verschluss geblieben, die der heutigen russischen Bourgeoisie gefährlich werden könnten. Viele Dokumente bleiben „verschwunden“ oder sind unvollständig. Vor allem müssen wir auf folgenden Umstand eingehen, auf Bedingungen, die der Klassenkampf damals diktierte: Es gab zur Zeit Stalins keine geringe Anzahl von nicht dokumentierten Befehlen, die unter höchster Geheimstufe - ausschließlich mündlicheBefehle waren. Und bei manchen geheimen Aktionen durften keinerlei Spuren hinterlassen werden, um sich vor dem Zugriff des Klassengegners zu schützen. Es war für Stalin unter den Bedingungen des verschärften Klassenkampfes im eigenen Land unvermeidlich, auch mit Scheindokumenten zu arbeiten, um Spuren vor dem Gegner sogar in den eigenen Reihen zu verwischen. Unsere gezielten Desinformationen in Dokumenten, sind ein Mittel, um Feinde zu verunsichern und in die Irre zu führen, damit sie für uns Dinge tun, von denen sie glauben sollen, dass sie in ihrem „eigenen“ Interesse – also gegen uns gerichtet seien. Mit den von uns lancierten Desinformationen tut die Konterrevolution das, was wir von ihnen wollen, machen wir sie zu unserem Werkzeug. Gerade die damit erzielten Kriegserfolge gegen den Hitlerfaschismus hat Churchill an Stalin bewundert. Besonders schlau war es, Desinformationen mit stimmigen Fakten zu vermischen, um damit die Glaubwürdigkeit der Desinformation zu erhöhen. Desinformationen sind nicht nur eine effektive Angriffs -, sondern auch eine äußerst wirksame Verteidigungswaffe des Proletariats. Diese hat Stalin insbesondere im Großen Vaterländischen Krieg meisterhaft anzuwenden verstanden.

Die Frage von Form und Inhalt von Dokumenten, die heute auftauchen, müssen parteilich, im Interesse der Arbeiterklasse geprüft werden. Die Klassenfrage darf man nicht außen vor lassen. Die Geheimdienste selbst wurden insgeheim überwacht. Selbst die Überwachung der Überwachung musste überwacht werden, um den Kampf gegen die Restauration des Kapitalismus bis in die tiefsten Tiefen führen zu können. Die meisten Genossen müssen noch lernen, diese stalinistischen Methoden gegen den Klassenfeind auszunutzen.

Wir haben weiter damit zu rechnen, dass die heutigen Revisionisten der Bourgeoisie bei der Sichtung, Auswahl und Beurteilung der Dokumente selbstverständlich „behilflich“ gewesen sind und dies weiter sein werden, vor allem was die Frage des Berijanertums anbelangt, die wir auf die Tagesordnung gestellt haben. Nach dem August 1991 begann ein regelrechter „Run“ auf die Dokumente – die Plünderung der Archive war ein „Bomben“geschäft.

Wer die materielle Macht hat, der hat sie auch über historische Dokumente, wird sie im Interesse der Aufrechterhaltung der materiellen Macht entsprechend nutzen, verfälschen bzw. manipulieren oder verschwinden lassen. Im Klassenkampf, der mit und über „historische“ Dokumente ausgetragen wird, bedient man sich heute vervollkommneter Vertuschungs- und Manipulationsmethoden – globalisierter Methoden des Desinformations-Klassenkampfes wie sie heute in der weltimperialistischen Raubkriegsführung angewandt wird. Die Ergebnisse liaufen – wie kannes auch anders sein – auf alles Mögliche hinaus, nur nicht auf eine Rehabilitierung Stalins – im Gegenteil, man malte das Bild von „Stalins Schreckensherrschaft“ noch „dokumentarischer“ , „noch realistischer“, noch „überzeugender“ aus. Heute auf neu zu entdeckende „historische“ Dokumente zu stoßen, bedeutet das Betreten eines Minenfeldes - jeder Fehltritt, jede Fehlinterpretation, kann schwerste Verletzungen und sogar den politischen Tod bedeuten.

Wir verpflichten uns daher selbst, auf keinen Fall übereilte Statements abzugeben und falsche Schlussfolgerungen zu ziehen. Wir bleiben dem Prinzip von Kritik und Selbstkritik treu bei der Bewertung und Beurteilung von neu auftauchenden Dokumenten – sie könnten eine Falle sein. Wir dürfen auf die bürgerlichen Sensationsmedien mit ihrem heimlich gesteuerten „Enthüllungswahn“ nicht hereinfallen, dürfen uns nicht aufs Glatteis führen lassen, müssen uns auf unsere eigene marxistisch-leninistische Urteilskraft verlassen, müssen uns weiter ins Studium der Lehren und des Lebens Stalins vertiefen, müssen die tatsächlichen Verhältnisse in der sozialistischen Gesellschaft vor und nach Stalins Tod besser analysieren – deswegen soll dieser Text dabei helfen, die Diskussion anzuregen. Aber Vorsicht walten lassen heißt nicht, sich ins Schneckenhaus zurückzuziehen, vor lauter Angst, sich mit Fehlinterpretationen bei seinen Feinden in die Nesseln zu setzen oder sich vor Freunden zu blamieren. Wenn wir gelernt haben auszuteilen, müssen wir auch lernen einzustecken! Für unsere Fehler müssen wir selber einstehen. Die können wir nicht anderen unter mogeln, wie es Berijas politischem Alltag entsprach.

Wenn sich neue Erkenntnisse aus der Geschichte ergeben, dann sind wir verpflichtet, sie zu bewerten, auch auf die Gefahr hin, dass wir dabei zunächst Fehler machen und falsche Spuren verfolgen. Nur wer die Geschichtsschreibung revolutioniert, kann sie weiterentwickeln und damit für die Weltrevolution nutzbar machen. Die Verteidigung Stalins ist nach wie vor eine unverzichtbare und verantwortungsvolle Aufgabe aller Marxisten-Leninisten. Das verlangt große Umsicht und Sorgfalt, aber auch Parteilichkeit und Prinzipienfestigkeit (nicht zu verwechseln mit Sektierertum, Dogmatismus und Personenkult – das sind bürgerliche Auffassungen von Parteilichkeit und Prinzipienfestigkeit) . Die meiste Arbeit haben wir noch vor uns. Momentan sind wir rein kräftemäßig gar nicht in der Lage, die Aufarbeitung dieses Geschichtsabschnittes der revisionistischen Machtübernahme und des Antistalinismus (einschließlich jeglicher !!! Form des Antistalinismus, die sich mit angeblichem „Stalinismus“ zu maskieren versucht) der modernen Revisionisten durch Studium der neu veröffentlichten Dokumente im erforderlichen Umfang zu bewältigen. Diese Aufgabe kann man nur mit hochqualifizierten gut organisierten marxistisch-leninistischen Kräften bewältigen. Und die gilt es heranzubilden. Auf eins müssen wir dabei immer achten:

Jede Einschätzung der Dokumente über die Ereignisse kurz vor und nach Stalins Tod, die nicht vom Gesichtspunkt des Klassenkampfes aus geschieht, ist falsch, anti-marxistisch, schadet der Sache des Sozialismus schwer, nutzt den Feinden des Sozialismus und ist gegen die Interessen der Arbeiterklasse und des Sozialismus gerichtet. Das lehrt uns Genosse Enver Hoxha.

Die Geschichte des modernen Revisionismus in der Sowjetunion ist die Geschichte der Vertuschung der Verbrechen der revisionistischen Führer, die nichts anderes sind als Verbrecher an der Sowjetunion Lenins und Stalins. Die Geschichte der revisionistischen Vertuschung der Wahrheit über Stalin ist die Geschichte eines der größten Verbrechen am Kommunismus. Wir fordern daher alle wahren Stalinisten der ganzen Welt auf, sich an der Aufklärungsarbeit selbständig und eigenverantwortlich zu beteiligen und uns über ihre Arbeitsergebnisse aufzuklären, damit wir sie sammeln, veröffentlichen und diskutieren können. Wir müssen uns gegenseitig helfen, der Wahrheit über Stalin immer weiter aufzudecken, um gegen die Desinformationsflut der Herrscher dieser Welt einen Damm zu errichten. Ist euch klar, Genossen, dass der Antistalinismus bis heute das größte Hindernis für uns Kommunisten ist, das Weltproletariat für den Kommunismus zu gewinnen ? Die vollständige und wahrheitsgetreue Aufdeckung der historischen Vertuschungen und Verfälschungen der Revisionisten ist ein Kampf für unseren Genossen Stalin ! Wir wären schlechte Stalinisten, wenn wir nicht mit aller Energie unseren Kampf gegen den Antistalinismus zu Ende führen – das sind wir dem Genossen Stalin und der Sache schuldig, der er vorbildlich gedient hat !

Es ist mit dem Opportunismus gegenüber dem Stalinismus Schluss zu machen. Lassen wir uns nicht von der Krankheit anstecken, die Furcht vor der Wahrheit über Stalin heißt. Es gibt nur eine Linie, die weltrevolutionäre Linie der Bolschewiki, die Linie Stalins. Alle anderen Linien sind in Wahrheit kommunistenfeindliche Linien.

Unser Kampf für die Wahrheit über Stalin ist ein Kampf für die Gewinnung, Organisierung und Mobilisierung des revolutionären Weltproletariats, ist ein Kampf für ihre ideologische Bewaffnung mit dem Marxismus-Leninismus, an dessen Weiterentwicklung Stalin großen Anteil hatte. Stalin gehört dem Weltproletariat. Ohne Stalin vollständig zurückerobert zu haben, ohne den tief eingegrabenen Antistalinismus der Weltreaktion aus den Köpfen der Arbeiter herauszureißen, wird sich das Weltproletariat nicht vom Weltkapitalismus befreien können, wird es für das Weltproletariat keine siegreiche proletarische Weltrevolution geben, wird es keine neue weltproletarische Sowjetunion Lenins und Stalins geben, die aus den Verbrechen des modernen Revisionismus gelernt und ihn vollständig überwunden hat.







Wir hatten uns eingehend mit der ersten, der kaukasischen Schaffensperiode Stalins befasst und wollen nun direkt zu seinem letzten Kampfabschnitt unmittelbar vor seinem Tod übergehen, ohne dabei den Bezug zum aktuellen Thema Georgien aus den Augen zu verlieren.

Dieser georgische Zeitabschnitt bis in die Jahre 1912-1913 wurde wohlgemerkt nur deswegen gewählt, weil es uns hier um das Heimatland, um den ersten historischen Wirkungsort Stalins im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Transkaukasien, in Georgien geht. Und hier beginnt auch die Spur des Berijanertums [Berija war ein Mingrelier], die es bis 1953 und darüber hinaus zu verfolgen gilt. Diese Zeiteinteilung darf politisch jedoch nicht fehlinterpretiert werden. Wenn wir sagen, dass man in dieser Zeit von Stalins Kampf gegen den Opportunismus lernen muss, um zu siegen, dann darf daraus nicht der falsche Schluss gezogen werden, dass man etwa auf Stalins Erfahrungen und Lehren im Kampf gegen seine opportunistischen Feinde nach den Jahren 1912 – 1913 „getrost verzichten könne“. Mit der Person Berijas können wir den ganzen stalinschen Kampf gegen den Opportunismus nachverfolgen. Die Jahre im Kaukasus waren Stalins Lehrjahre des Kampfes gegen den Opportunismus. Meister im Kampf gegen den Opportunismus wurde Stalin erst danach und zwar in Russland. Berijas Lehrjahre begannen ebenfalls im Kaukasus. Meister im Kampf gegen Stalin wurde er erst in Russland. Und auch ihn führte der Kampf gegen Stalin zurück in den Kaukasus. Diese beiden Entwicklungslinien von Stalin und Berija überschneiden sich nicht rein zufällig, sondern sind auf Leben und Tod mit Georgien verknüpft geblieben.

Will man den Kampf gegen den Opportunismus meistern, kommt man nicht umhin, nicht nur die Lehrjahre, sondern vor allem die Meisterjahre Stalins zu studieren. Die Stalinisten müssen stets von der gesamten Schaffensperiode Stalins lernen, müssen die historischen Schläge, die Stalin den Opportunisten versetzte, miteinander im Zusammenhang, in ihrer Entwicklungsgeschichte, studieren. Das gilt ganz besonders für seinen allerletzten Schlag, den er gegen die revisionistischen Parteifeinde führte, insbesondere gegen Berija. Die Literatur über diesen Zeitabschnitt seitens der Marxisten-Leninisten ist – wie bereits im Vorwort erwähnt - recht dünn geblieben, was nicht zuletzt auch auf die Nachhaltigkeit des revisionistischen Einflusses in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung zurückzuführen ist. Es macht Sinn, Stalins erste Schläge mit seinen letzten Schlacht zu vergleichen und miteinander in Beziehung zu bringen, um damit sowohl die Bedeutung von Stalins ersten Kämpfen in Georgien als auch seine letzten Kämpfe gegen seine Feinde besser zu verstehen, die auch in den Kaukasus zurückführen (Berijas Mingrelische Affäre). Stalins Säuberungsperiode gegen die berijanischen Parteifeinde in Georgien 1950/51 darf man keineswegs außer Acht lassen, wenn man verstehen will, wie die Bourgeoisie in der Sowjetunion an die Macht kam. Im Kampf gegen ihre eigene revisionistische Entartung hat die KPdSU (B) unter Stalins Führung 1950-1952 insbesondere aus dessen Kaukasus-Periode wichtige Lehren des Kampfes gegen die Wühlarbeit der Menschewisten gezogen. Es dürfte den wenigsten Genossen bekannt sein, dass Stalin bis zu seinem Tode intensivst gegen die Menschewisten gekämpft hatte, insbesondere gegen die Menschewisten, die als georgische Emigranten ihre nationalistische Wühlarbeit in der georgischen KP organisierten, um von Georgien aus gegen die Sowjetunion Lenins und Stalins – und gegen Stalin persönlich - vorzugehen. Es gab verdeckte sowjetfeindliche Aktivitäten georgischer Emigranten, die von westlichen Regierungen und Wirtschaftsunternehmen finanziert wurden – und unter Berijas Führung der Moskauer Verschwörer von 1953 standen. In Georgien verteidigte Stalin kurz vor seinem Tod den Internationalismus der Bolschewiki gegen den anti-sowjetischen Nationalismus, gegen den menschewistischen Geist der II. Internationale, den sich die angloamerikanischen Imperialisten vor ihren Karren spannten. Dieser Kampf bildete für Stalin eine dialektische Einheit gegen den westlichen Kosmopolitismus und den sowjetischen Großmachtchauvinismus, die beide das Erstarken des Nationalismus in den Randzonen unvermeidlich hervorriefen. Kappte man nun den anti-sowjetischen Nationalismus im Kaukasus, so zerschlug man damit auch die Instrumente der Wühlarbeit des Kosmopolitismus und des russischen Großmachtchauvinismus gegen die UdSSR und vor allem gegen ihr revolutionärs Zentrum in Moskau. Das waren für Stalin zwei Seiten einer Medaille – nämlich den begonnenen Kalten Krieg, der von innen und außen gegen die Sowjetunion Lenins und Stalins geführt wurde und der gegen die sozialistische Revolution und den Kommunismus in der ganzen Welt gerichtet war, in einen Sieg des Kommunismus zu verwandeln.

Stalin vor und nach der Machtergreifung der Bolschewiki - und Stalin vor der Machtergreifung der modernen Revisionisten, das ist das Bild Stalins, das hier in diesem Artikel im Zusammenhang mit den Ereignissen in Georgien, Anfang der 50er Jahre und heute aufgezeigt werden soll. Der Kritik an Berija kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Geschichte Stalins ist die ruhmreiche Geschichte seines lebenslangen Kampfes gegen seine inneren Feinde, gegen die Opportunisten, die zuerst versuchten, die Eroberung der Macht der Bolschewiki zu vereiteln und dann – als sie geschlagen wurden – damit begannen, die Macht der Bolschewiki zu stürzen - mit Unterstützung der äußeren Feinde - und die schließlich ihr Ziel, die Sowjetunion in einen bürgerlichen Staat zu verwandeln, erreichten - trotz seines erbitterten Widerstandes, den Stalin ihnen entgegengestellt hatte. Insbesondere seine „alte bolschewistische Garde“, die Enver Hoxha treffend als Leichen des Bolschewismus“ bezeichnete, Molotow, Kaganowitsch, Woroschilow usw. forderte er auf , sich wie in alten Zeiten ins Zeug zu legen und kompromisslos und mit der gefürchteten Härte und eisernen Disziplin der alten Bolschewiki gegen den gehäuteten Menschewismus, den modernen Revisionismus anzutreten und sich diesem Kampf auf Leben und Tod zu stellen. Aber diese kapitulierten unter dem Druck der Feinde von innen und außen, nahmen eine versöhnlerische und zentristische Haltung ein und entfernten sich immer mehr vom Bolschewismus. Seine so genannten „Kampfgefährten“ waren nunmehr mit der „Personenkult“-Taktik gegen ihn aufgetreten mit einem Tross ihrer Apparatschiks in den Ministerien und in der Partei. Die am lautesten „Stalin“ schrien und vor Allem jene, die Stalin am heimtückischsten schmeichelten, waren seine ärgsten und gefährlichsten Feinde, seine Verschwörer und Mörder. Mit dem Tod des vierten Klassikers des Marxismus-Leninismus führten die revisionistischen Verschwörer und Machthaber auch den Tod der Sowjetunion herbei, des ersten sozialistischen Landes auf der Welt.

Viele Lehren dieses Kampfes der KPdSU gegen den Opportunismus wurde bereits 1938 von Stalin in der „Geschichte der KPdSU (B)“ [Kurzer Lehrgang] niedergeschrieben. Und selbst dieser „Kurze Lehrgang“ war Stalins Produkt aus einem scharfen Kampf gegen die trotzkistischen Entstellungen und Verfälschungen über die Rolle Lenins und der bolschewistischen Partei (Stalins Kritik an Sluzki, Jaroslawski usw.). Auf allen Parteitagen, insbesondere zuletzt auf dem XIX. Parteitag wurde zum Kampf gegen die Gefahr der Restauration des Kapitalismus in der UdSSR aufgerufen, wurden hierzu verbindliche Parteibeschlüsse gefasst, die es diszipliniert umzusetzen galt. Aber all das wurde besonders nach Stalins Tod ignoriert und über den Haufen geworfen, verdreht und verzerrt, so wie es die parteifeindlichen Gruppierungen innerhalb der KPdSU brauchten, um die revisionistische Macht zu übernehmen und den proletarischen in einen bürgerlichen Sozialismus zu verwandeln - im Namen des „Leninismus“ .



Den offenen Frontalangriff auf Stalin und seine Lehren wagten die Chruschtschow-Revisionisten erst drei Jahre nach seinem Tod – 1956. So stampfte der XX. Parteitag Stalins „Kurzer Lehrgang“ ein - (ab 1938 war es das Standardwerk der Schulung der Parteigeschichte – und nach 70 Jahren für die Komintern (ML) immer noch das Standardwerk, das aber noch bis Stalins Tod vervollständigt werden muss, denn im Jahre 1938 endet nicht die Geschichte der KPdSU [B] als marxistisch-leninistische Partei, sondern erst mit dem Jahre 1953). In der Parteigeschichte der Revisionisten tauchte Stalin damals erst mit der Oktoberrevolution namentlich auf. Seine Rolle im Bürgerkrieg und seine Ernennung zum Generalsekretär 1922 sowie die Rede an Lenins Grab wurde übergangen. Alle Schriften Stalins, die von den Revisionisten noch auf dem vorangegangenen XIX. Parteitag überschwänglich gepriesen wurden, unter anderem die „Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ ( die Stalin gegen sie gerichtet hatte!), durften von nun ab nicht mehr erwähnt werden und fielen der Zensur zum Opfer. Stalins Schriften waren nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch in den revisionistischen Ostblockländern verboten. Die Wiederherausgabe und Verbreitung seiner Gesammelten Werke durch die KPD/ML war damals ein Schlag ins Gesicht der Revisionisten!

Der einstige Block der Rechten und Trotzkisten im Kampf gegen Stalin und seine Wiederbelebung und Fortsetzung durch die gemeinsame Front von Neo-Trotzkisten und Neo-Revisionisten im Kampf gegen die Marxisten-Leninisten

Wir wollen Missverständnissen vorbeugen und auf die Gefahr hinweisen, welche eine Zweiteilung des Lebens- und Wirkens Stalins in sich birgt. So ist die Methode der historischen Zweiteilung ein beliebtes Steckenpferd des Trotzkismus und des modernen Revisionismus, um einen Zeitabschnitt gegen den anderen auszuspielen und als Rechtfertigung für Stalins Aburteilung zu verwenden. Unsere Kurzbeschreibung des zeitlichen Kampfabschnittes Stalins, den wir nochmals nachgezeichnet hatten, die Zeit an Lenins Seite wird von den Antistalinisten mehr oder weniger als eine gerade noch „hinnehmbare Vorgeschichte des Diktators“ heruntergespielt. Die Zeit kurz vor und kurz nach dem Tod Lenins jedoch wird von den Antistalinisten „selbstkritisch“ als „schon zu spät erkannte Unterschätzung der Gefahr des Machtmissbrauchs Stalins“ interpretiert, nachdem Lenin in einem angeblichen „Brief“ vor Stalins „Alleinherrschaft“ gewarnt haben soll. Darauf haben sich später alle Antistalinisten, einschließlich Chruschtschow, berufen. Dieser Zeitpunkt wird als „Wendepunkt“ datiert. Der Kampf gegen den Trotzkismus, den „Links“opportunismus der 20er Jahre wird schon als „persönliche Machtüberschreitung“ eingeschätzt – ab 1929 = „Alleinherrscher“. Spätestens aber mit den Säuberungen Mitte der 30er Jahre, „wo Stalin entschieden zu weit gegangen sei“, beginnt für die Antistalinisten die eigentliche „Periode der Stalinschen Schreckensherrschaft“. Es darf deswegen auch nicht verwundern, warum die Gegner Stalins in den Reihen der Partei an einer Veröffentlichung der Werke Stalins ab 1934 nicht mehr sonderlich interessiert waren. Mit Band 13 war für sie die Fahnenstange erreicht. In Wirklichkeit aber glaubten sie mit diesem plumpen Trick leichteres Spiel zu haben, um dann nach Stalins Tod Mistkübel über ihn auszuschütten. Stalin aber bewies bis in den Tod bolschewistische Unversöhnlichkeit gegenüber den Feinden des Sozialismus. Er zerschlug die bucharinsche-trotzkistische Bande von Spionen, Schädlingen und Mördern, die im Dienste der Spionageorgane kapitalistischer Staaten standen und vereitelte deren Pläne, die Sowjetunion in eine Kolonie des Weltimperialismus zu verwandeln und dort die kapitalistische Sklaverei wieder herzustellen. Klar, dass die Stalingegner vor Wut schäumten und ihn zur Zielscheibe ihrer Verleumdungen machten.

Am einfachsten machten es sich solche Leute, die das „historische Fossil“ kommentarlos begraben wollen: „Wer Stalin auch immer gewesen sein mochte, jedenfalls sei er eine Persönlichkeit seiner Zeit gewesen und für die heutige Zeit nur noch als abschreckendes Beispiel brauchbar. Es lohne also nicht, sich mit seinen Anschauungen zu befassen. Er habe den Marxismus viel zu sehr missbraucht und der Stalinismus ist es daher nicht wert, dass man sich damit überhaupt noch abgeben sollte. Die Stalinisten von heute sind unbelehrbare, arme Irre, die so blind sind, dass sie nicht mehr die Zeichen der Zeit erkennen, dass sie unverbesserlich verbohrt sind in ihre Ideologie und sich nicht eingestehen können, dass sie ihr Spiel schon längst verloren haben und nun auf einsamem Posten untergehen. Der Stalinismus ist heute für nichts mehr zu gebrauchen, am allerwenigsten für den Marxismus.“

Nun, so plump gehen nicht alle Antistalinisten vor. Gefährlicher sind solche Leute, die ihren Antistalinismus geschickt hinter „Sympathien für Stalin“ verbergen, aber vom Stalinismus nichts wissen wollen. Sie versuchen die Person Stalins vom Stalinismus zu trennen, um seiner Person ihren eigenen politischen Vorstellungen aufzupfropfen. Sie füllen die Person Stalins mit ihm angedichteten Eigenschaften, die angeblich beweisen sollen, dass er alles gewesen sei – nur kein Marxist-Leninist. Umgekehrt gibt es Leute, die ihn angeblich als Marxisten-Leninisten verteidigen, ihm aber Eigenschaften andichten, die sich mit dem Marxismus-Leninismus nicht vereinbaren lassen, also in Wirklichkeit gegen den Marxismus-Leninismus gerichtet sind. Alle diese verschiedensten Strömlinge kochen mit dem Namen „Stalin“ ihr eigenes anti-stalinistisches Süppchen. Es gibt ein riesiges Spektrum verkappter Antistalinisten, das wir hier nicht in allen Einzelheiten darstellen können. Sie alle vereint das illusorische gemeinsame Ziel – die Entstalinisierung Stalins. Wählen wir eine antistalinistische Gruppierung heraus, die unser größtes „Lob“ verdient, sich mit Stalin zu tarnen, um unerkannt zu bleiben:

Es gibt diese Leute, die Stalin in seiner letzten Kampfphase vorwerfen, er habe die Gefahr des modernen Revisionismus „nicht klar genug“ erkannt, ihn „nicht genügend“ bekämpft, habe „nicht“ den konsequenten Bruch mit den modernen Revisionisten vollzogen und sie „nicht rechtzeitig“ hinausgejagt, er hätte sich als „zu schwach“ erwiesen und hätte „sich nicht konsequent vom Marxismus-Leninismus leiten lassen“ usw. usf., hätte im Kampf gegen die Restauration des Kapitalismus kapituliert, hätte sich in die Isolation zurückgezogen und sei ein Gefangener seines eigenen Landes gewesen, usw. usf.. Tatsache ist, dass die modernen Revisionisten mit dem Mord an ihm die Macht eroberten. Daraus aber die Schlussfolgerung zu ziehen, dass ausgerechnet Stalin ihnen dabei geholfen habe, ist hirnrissige Spekulation, die natürlich niemand mit Tatsachen zu belegen vermag. Die „Kritiker“ Stalins trauen sich noch nicht einmal, diese „Kritik“ offen auszusprechen – das verbergen sie hinter ihren „stalinschen“ Phrasen. Sie haben von den modernen Revisionisten gelernt, dass man Stalin nur mit den Waffen Stalins schlagen kann und müssen dabei äußerst vorsichtig vorgehen, um nicht enttarnt zu werden !

Diese Leute erdreisten sich, Stalins Verdienste im Kampf gegen den modernen Revisionismus indirekt zu leugnen oder geringzuschätzen, nur um sich selber auf das Podest der „entschiedensten“ Kämpfer „gegen“ den modernen Revisionismus zu stellen. Sie wollen Stalin überholen und uns Marxisten-Leninisten über den Kampf gegen den Revisionismus „belehren“, wollen uns von der angeblich zu schwachen anti-revisionistischen Generallinie Stalins abhalten, wollen in Wirklichkeit eine solche Art von „Anti-Revisionismus“, die die Wunden des Revisionismus heilt. Wissen diese Leute nicht oder wollen sie nicht zu Kenntnis nehmen, dass eine ganze Reihe von modernen Revisionisten von Stalin bereits liquidiert worden waren, dass weitere Todesurteile von Stalin schon aufgelistet worden waren ( darunter Mitglieder des Präsidiums der KPdSU !), dass er die Vollstreckung der Todesurteile bereits in Angriff genommen hatte und dass die modernen Revisionisten im Präsidium über ihr Todesurteil Kenntnis hatten, also selber wussten, was ihnen da blüht? Dass Stalin bis zum Schluss der bolschewistische Weltführer im Kampf gegen den modernen Revisionismus war, das kann geprüft werden eben an diesen Taten ( eben nicht nur gegenüber Tito sondern auch in seinen eigenen Reihen!) und nicht nur an Stalins letzten Schriften, von denen längst nicht alle veröffentlicht sind, wodurch diese „Freunde“ Stalins natürlich weiter schön im Trüben fischen können !! Wir Stalinisten werden den anti-stalinistischen Schmugglern keine Waren abkaufen! Wir werden nicht zulassen, das Stalins Lebenswerk gegen die Restauration des Kapitalismus, die Geschichte Stalins, die Geschichte der bolschewistischen Partei im „Interesse“ Stalins, im „Interesse“ der Geschichte der bolschewistischen Partei zu verfälschen ! Wer Wasser auf die Mühlen der Geschichtsfälscher Stalins leitet, dem wird in unseren Reihen kein Platz für derartige „Diskussionen“ eingeräumt.

Stalin begann im Kaukasus mit dem Kampf gegen den Menschewismus und setzte ihn dort permanent fort. Es wäre also falsch anzunehmen, dass ihn der Kampf gegen Berija erst kurz vor seinem Tod wieder in den Kaukasus zurück geführt hatte. Im Laufe der Jahre stieß Stalin dabei auf einen veränderten Menschewismus, auf einen gehäuteten Menschewismus. Das war ein viel komplizierterer Kampf gegen den bereits geschlagenen Menschewismus, wie er in seiner Anfangszeit noch in Georgien regierte, denn nun befand er sich heimlich „mitten unter uns“. Es war ein Menschewismus geworden, der seine parasitäre Kraft aus dem blühenden sozialistischen Georgien heraussog, um zu einer bedrohlichen Gefahr für die ganze Sowjetunion heranzuwachsen. Die Menschewisten durften sich zur Stalinzeit in Georgien nicht mehr öffentlich blicken lassen und hatten sich deshalb inzwischen ein „stalinistisches“ Mäntelchen umhängen müssen, aus dem sie nun herausplatzten. Sie waren jetzt zu mächtigen und einflussreichen „stalinistischen“ Menschewisten geworden, zu Menschewisten wie Berija sie gebrauchte, um die an die Bolschewiki verlorene Macht zurückzuerobern und den Bolschewismus endlich aus Georgien zu vertreiben. Der Menschewismus in Georgien war das „sozialistische Tribut“ an seine sozialdemokratischen Urahnen im Westen. Den im Kampf gegen den Menschewismus aufgebauten sozialistische Wohlstand des georgischen Volkes wollte Berija an den Westen verschachern. Berija war der Hauptfeind des georgischen, sozialistischen Volkes, und stand im Dienste der weltimperialistischen Versklavung Georgiens – wie wir im Kapitel über die Mingrelische Verschwörung sehen werden.

Andere Leute schufen die Legende von dem zunächst „guten“ ( der Revolutionär Stalin) und von dem dann „bösen“ Stalin (der Diktator Stalin). Das ist ein typisches Aufteilungsmuster, das die Bourgeoisie an allen kommunistischen Führern statuieren. Revolutionären, die von der herrschenden Bourgeoisie verfolgt wurden, denen zollt man gewisse Bewunderung als Widerstandskämpfer. Die gleichen Revolutionäre aber, sobald diese die Macht erobert hatten und nun ihrerseits die Bourgeoisie verfolgten, werden ans Schreckensherrscher an die Wand gemalt.

Selbst Gorbatschow gab zu, dass es ohne die proletarische Sowjetunion Lenins und Stalins auch keine solche spätere bürgerlich-sozialistische Sowjetunion gegeben hätte, dass die neu entstandene Bourgeoisie ihren Siegeszug ohne das Proletariat und seine Diktatur, ohne die Verteidigung der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg, ohne Stalin nie hätte antreten können. Stalin ist aber nicht der Urvater einer sowjetisch-imperialen Supermacht wie Berija ihn brauchte, er ist nicht etwa der Begründer der bürgerlichen Diktatur in der Sowjetunion, der Vater der sozialimperialistischen Supermacht. Stalin gehört dem Weltproletariat und nicht der neuen russischen Bourgeoisie ! Und auch der lenin-stalinsche Bolschewismus ist nicht die Urquelle, aus dem die radikalisierten kleinbürgerlichen Nationalbolschewisten schöpfen, sondern der Kapitalismus. Lenin und Stalin gründeten ihre Lehren auf dem Marxismus, auf den Internationalismus des Weltproletariats und auf nichts Anderem ! Wir lassen keine Diskussion darüber zu, ob der Leninsche Bolschewismus marxistisch war oder nicht. Und wir lassen ebensowenig eine Diskussion darüber gelten, ob der stalinsche Bolschewismus leninistisch war oder nicht. Wir diskutieren nicht auf Kosten der ureigensten Interessen des Weltbolschewismus, die im len-stalinschen Bolschewismus begründet sind, im Marxismus-Leninismus begründet sind.

Heute sind Russland und Albanien die einzigen beiden kapitalistischen Staaten auf der Welt, die aus einem sozialistischen Staat hervorgegangen sind – und das haben alle anderen kapitalistischen Staaten auf der Welt natürlich nicht vergessen und das werden sie nicht vergessen – insbesondere nicht die USA – nach wie vor das antikommunistischen Zentrum der Weltreaktion.



Fortsetzung Teil 2